Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
99
Einzelbild herunterladen
 

e»Njö kn«

slNki:

Aßc

DL

LG

Mich

,!l>ß!

^ E«l

>!^

,>--

b-ß»

zchB

des sel. Gerh. Tersteegen. 99

sein äußeres, liebreiches, und immer aufge-klärtes Wesen, womit er jedermann begeg-nete. Uebrigens verhielt sich Tersteegen beidem Umgänge mit Weltmenschen stille; fander aber Gelegenheit ein Wort der Erbauunganzubringen, so ließ er sie nicht vorüber gehen.Eine Probe davon:

Als er einst auf einer Reise nach Hollandin einer Ulc-Zcbu/t viel vornehme HerrenundKaufleute beisammen fand: setzte er sich,und lehnete das Haupt mit geschlossenen Au-gen hinten über, als wann er geschlafen hätte.Nachdem man nun allerhand Erzählungenvorab gelaßcn hatte, und jetzt anfangenwollte in der Karte zu spielen: so eröffnereunser Seliger die Augen und sagte: Er hatteeine schöne Karte im Sack; auf Verlangen,daß er sie hervor ziehen möchte, zog er dasneue Testament heraus. Wie sie nun beiErblickung desselben sagten: Da sollre manroll über werden, antwortete er: Seyd ihrLeute nicht toll? und wiederholte alle ihrenichtswürdige, zeirverderbliche Reden, undsuchte sie durch ihre eigene Worte zu über-zeugen , wie thöricht sie handelten, daß siedie so edle Zeit mit so unnützen Dingen ver-schleuderten. Einige gaben ihm Beifall,und die andern wurden wenigstens von ihrermVorhaben abgehalten.

Gesinnung gegen die äußerliche Gnadenmittel.

Wie unser Tersteegen gegen den Gebrauchder äußerlichen Gnadenmittel gesinnet gewesen,(S) -