Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
95
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des sel. Gerh. Tersteegen. 95

k W Tröstlicher Umgang mit Rranken.

Mi, Nicht nur Gesunden sondern auch Kran-ken gereichte er zu einer sonderbaren Unter-en- stützung. Durch sein väterliches Mitleiden,Gtz lröjtlichen Zuspruch, und gesalbtes Bethen,W war er vielen so erbaulich und stärkend, daßsie so viel kindlicher und fester auf ihren GOttund Heiland vertrauen konnten. Wann esßktz die Noch erfoderte, blieb er wohl halbe, auch!>N ganze 'Nächte bei ihnen. Man will davonM nur Ein Exempel ansühren, welches er mit^ S» eigener Hand, an einen Freund, von einer recht» lieben Freundinn geschrieben, die er in ihrer^ tödtlichen Krankheit oft besucht hatte:

sahii ,, Wie ich am Dienstag über Tisch saß , rief

M,man mich schleunig, hin zu kommen.--

mH-Solcher Ueberfall ging in etlichen Stunden

chdievorüber.-Ich blieb über Nacht bei ihr

«ichund dachte auf ihren Uebergang; konnte auchtzmmanches mit ihr seufzen und reden. SieMblieb präsent, herzlich, ruhig, und im kind-chw liehen Vertrauen bis an ihr Ende. Sie verstandnicht allein, was ich seufzte, und sprach, son-dern versiegelte alles mit La und Amen. MeinM ,, Letztes, worauf sie Ja und Amen sagte, warenk» »die zwei letzte Beröchen aus dem Lied: GoS,gehrs von Schritt zu Schritt, rc Ich legemeinen Geist, rc. Und dann sagte ich noch:,,,«!>So nimm dann, 0 HErr IEsu, in GnadenWauf den Geist deines Rindes, das du erlösetMhast ttaß nun endlich deine Dienstmagd imDiFrieden hinfahrenmnd ihreAugen dich, ihren/si!Heiland, anschauen! Und wie ihr die Äugen amMittwoch Morgens zehn Uhr zugestrichen, habeich GOtt für die gnädige Erlösung, BeistandlB "u"v