Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
85
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des sel. Gerh. Tcrstcegen. 8;

ftttigkei't wirklich überwunden wurden. ManS'kk har noch nie gehört, daß er seinen GegnernM mündlich oder schriftlich mit Heftigkeit begeg-W net sep. Die folgende Stücke mögen von demW allen zeugen. Einem Freunde in der Ferne,M- der ihn mit vieler Bitterkeit angefallen hatte,antwortete er unter andern also:

Nl>!«Thue Vas nicht mehr, daß du einen Bru-Mder so anfälleft, und willst, er soll sich vorH «'Christi Angesicht dermaleinst schämen , solcherDinge wegen, die ihm nie in den Sinn ge-kommen sind, GOtl weiß es! Es ist wasHartes, was Unbedachtsamcs. Ich wills »er-st s gessen. Im Namen JEsu, und in dcmüthigerHoffnung zu seinerBarmherzigkeitproZnastioire,oder sage ich dir und mir etwas weit Seli-Mgers vorher: daß nämlich, wenn wir gleich hier nicht schriftlich correspondiren, und cin- ander verstehen, doch aber einander lieben,ch >!»! und dem Ziel unserer Berufung nachjagen, wir

j', kuns bald ohne Scham, mit der zartesten undM.'unschuldigsten Liebe, vor dem Angesicht JEsuChristi, umfassen, und einander nicht das Ge-" . ^ringste zu vergeben, oder vorzurtickcn habenwerden. Mein JEsu! der liebe Bruder will,Mich soll mich schämen vor deinem Angesicht,jxjlllMein GGkt! mein Heiland! du allein weißt... , es, wie so viele Ursachen, einer gerechtesten

Scham und tiefsten Beugung ich in meinenvielen Elenden und natürlichen Nacktheit sin«de, vor deinem klaren Angesichte! Ist dannnicht meine Sünde und Schande auf dichbli,gefallen ' Vergönnest du mir dann nicht, aufdich zu sehen t und mit einer solchen unver-wirrten und ruhigen Freimüthigkeit auf dichZu sehen, daß mein Angesicht nicht zu schan-hg"den werde t Psalm Z 4 , ü. Herzensfreund!D (s) z »der