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Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
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Lebensbeschreibung

Hörete Tersteegen, daß hie oder da jemandvon seinen Freunden aus der Art schlug, odereinige Untreue in seinem Wandel beging,so verursachte ihm das zum öftcrn schlafloseNachte, und pressete ihm die wehmüthigsieSeufzer aus. Einstens ließ er sich hierüberalso aus: (!) welchen Druck, Angst undLast machen mir die berufene Seelen,welche unrreu vor dem HErrn wandeln!Es gibt mir solche U7orh, daß ich michoft auf mein Angesicht vor G(!)rr nieder-legen muß. (!) 'wüßten sie es , was esmrr für Leiden verursachet, daß sie sosicher dahin gehen!

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Ganftmuth und Friedfertigkeit gegen Wider-wärtige.

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Eben so groß war seine Ganftmuth uiiif.«,»«Friedfertigkeit gegen Widerwärtige; er.>Mmußte manchen Widerspruch, Bitterkeit tind,'>MFeindschaft von seinen Gegnern erdulden,!'^gleichwohl wußte er denselben, wann sie zuihm kamen, und critisiren wollten, jederzeitmit solcher Liebe zu begegnen, daß sie in sei-'.M^ner Gegenwart nicht vermögend waren, ei-^,mnige Heftigkeit blicken zu laßen. Er wichzwar, wann es die Ehre G-Ottes, und dasZeugniß der Wahrheit bekraf, kein Haar^"?lbreit; GOtt aber schenkte ihm dabei, so.M,"viele Weisheit und Sanftmut!) , daß sie, Hz,mehrentheils von der Wahrheit überzeugt,!«^beschämt, und durch seine Liebe und Fried- '-H

fertig-