Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
72
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>?2 Lebensbeschreibung

„nützige Sache, so kann da laßen, und vorbei >2„sehen, und durch ein wahrhaftig und ruhiges„ Zustimmen in mein Nichts mir selbst gleichsam ^„entkomme, mit einem unschuldigen Wohlgefal- > F ,„len darinnen ruhend und zustimmend, daßGOtt ,„der GOtt ist, der er ist. O daß ist einess„große Sache, eine so wichtige, so anbethungs-„würdige Sache, die so ganz allein, und alles„in allem so vollkommen sättiget, und befrie-„diget! Meine liebe Schwester! wie sind wir„so arm, nichtig und verdorben m uns selber!

„Wer sollte es glauben? Und wer sollte das„Gesicht davon ertragen können, wenn GOtt M„nicht ein Glaubensgesicht (ohne Gesicht) von F!«„ihm selber gäbe, welches das andere Gesicht >„gleichsam bedecket, und alles überflüssig gut chD„machet? Man mag es besehen von welcher H«»l„Seite man will; so ist die Ruhe und der feste„Grund, da man auf bauen und vertrauen„kann, nur in GOtt, und ewig in GOtt. .mi!„Wenn wir durch herzliche Zustimmung in un- Mi„sere Armuth, ihm wahrlich die Ehre geben, o Ms„dann ist sein Schooß offen, auch für die Al- ' „v"„ lerelendeste. Herrlichkeit sey unserm GOtt in H„alle Ewigkeit, Amen!" Den zten Decembr,

„Ach, ich habe.das nicht, liebe Schwester!„was andere meynen daß ich habe, und wenn„ ich es ja habe, (welches bisweilen so seyn mag)„dann ist es bloß für die Zeit; vor und nach„ bin ich ein armer Mann, der nirgend was„ in Vorrath hat; und noch nicht allezeit ein armes„Rind, sonst würde ich weder wünschen etwas«zu wollen haben, noch auch was davon zu„wissen. Nun aber bin ich in den Gelegenhei-„ten, noch nicht allezeit so ruhig dabei, son-„dern will bisweilen noch gern ein wenig vor«

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