des sel. Gerh. Tersteegen. ?r
„Alles beuge in seinem Namen, der allein kann„sagen: Ich bin. O daß wir nur ihn anse-„hen, und in ihm unser Wohlgefallen und un-„sere einzige wahre Ruhe suchen möchten bis„in Ewigkeit!" Den raten Aug. 175z.
Geistes Armuth.
So vielen Reichrhum Tersteegen in GOrefand, so viel Armurh fand er in sich selbst.Verschiedene vorhergehende Briefe zeigen esschon, besonders folgende:
„Ich weiß nicht, wie es mit mir ist. GOtt„läßt mir nicht das Mindeste mehr übrig, wor-„auf mein Fuß ruhen könnte. Ich will sagen,„daß ich mich so in nichts mehr mit Lust oder„Leben fest setzen kann. Ich muß so schweben.„Ich habe, wie es scheint, so keinen festen„Stand, noch einig festes und gesetztes Werk.„Ich muß nicht weitersehen, oder denken, als„wo mein Fuß stehet. Ich werde so fort ge-„ schleppt. Ich bin voller Elend und Gebrechen;„es wird mir aber, so zu reden, keine Zeit„gelaßen, um darnach umzusehen. Ich will„wohl dem HErrn dienen, und ihn vergnügen;„wie fern es aber die lautere Wahrheit ist,„weiß ich auch nicht, rc. Sehet, liebe Schwe-„ster! was für einen wunderlichen Weg ich„habe, und wie nöthig es ist, daß ihr und„andere für mich bethet. Man stehet mich für„einen ganz andern Menschen an, als ich bin;„doch GOtt weiß es, der nur alles zu seiner„Verherrlichung wolle ausschlagen laßen." Deni;ten Aug. 1749.
„Ich kann übrigens nicht anders sagen, als„daß mir der HErr gut gewesen, und noch„ist, indem er mir durchgehends die Gnade„verleihet, daß ich mich selber, alseine nichts(e) 4 „nützige