Druckschrift 
Bd. 2 = Th. 3 (1799)
Entstehung
Seite
70
Einzelbild herunterladen
 

Lebensbeschreibung

„stünde. O nein! daß wisset ihr auch wohl„besser. Doch habe ich es, GOtt Lob! gut„genug, auch wann ich nichts habe. Ich kann„auch nicht sagen, daß ich so sonderlich viel„Genuß hier auf Erden verlange. Mein täg-liches Brod ist mir genug. Ich weiß doch,„sGOtt sey ewig Dank!) daß ein solcher GOtt„ist; ich weiß, daß er der GOtt unsers Her-„zens ist, und daß in ihm alles ist. Darum„kann ich mich öfters so unschuldig erfreuen,„als ob daS alleS meine eigene Reichthümer„wären, von denen ich weiß, daß sie der HErr„ besitzet, und welche ich ihn auch am liebsten will„besitzen laßen; ja ich preise andern, in den Ge-legenheiten , diese Reichthümer so an, daß sie„mich ohne Zweifel für einen reichen Mann„halten werden, da ich doch so bloß und arm„bin; ja ich mache mich manchmal wohl selbst„noch armer, wann ich mich nicht einfältig„genug vergessen kann, denn auch dieses habe„ich nicht in meiner Macht. Ihr verstehet„mich wohl, und werdet mit den andern lieben„Kindern, doch nicht vergessen, mich dem„HErrn aufzutragen, der ich solches auf alle„Weise so nöthig habe. Ich vereinige mich„aufs neue, sowohl mit euch, als auch mit„den andern, die ihr kennet, in diesem neuen«Jahr, und kann besonders von euch, liebe„Schwester! mit dem Apostel sagen: Ihr ftyd„in unsermHerzen, um zusammen zu leben und„zusammen zu sterben. Amen! HErr JEsu,„halt' uns noch ein wenig fest!" Den ziten Dec.I75Z-

„Ich bin schwach, aber der HErr ist stark,„und kann es auch, nach seinem Gefallen, in„uns seyn. Mich deucht, cs schickt sich am„beßten, und istunser rechtes Plätzchen: schwach„seyn, arm seyn, nichts seyn, damit sich unser

„Alles

§

On st

,U«»!

i

",

,lW!

»El i»