des sel. Gerh. Tersteegen. 69
„ber finden, (das doch nicht möglich ist) so sollte„man billig wünschen, daß er umficl,umdas Glück„zu haben, aufGOtt allein zu vertrauen. Die„Seligkeit wirklich als ein Gnadengeschenk zu„empfangen, das deucht mich, ist erst Selig-„keit. Aber mein GOtt! wer verstehet dieß,„ob mans gleich meynet zu verstehen? Was„uns betrifft, die wir in unserm Maß dieses„wissen, daß der Weg GOttes, der uns dazu„bringt, nicht allezeit nach unsern Gedanken,„und nach unserm Geschmack ist: 0 wie sollte„uns das nicht verpflichten, uns nur so blind,„bloß und ohne Vorbehaltzu überlaßen, und„ohne nach unS umzuschen, unsern liebsten Hei-„land mit uns walten zu laßen. Nun er muß„es geben, und er wird es ausführen, wozu„wir von ihm berufen sind. Gesegnet sey sein„Name in Ewigkeit! Amen." Den i7tenNov. i7;o.
„Mich deucht, das Kindlein IEsus ruft„uns liebreich zu sich, uns seine Fülle zeigend,„und gleichsam fragend: Ob nicht genug in„ihm zu finden sey? O könnten wir das um-„her sehende Auge besser schließen, und uns„loslaßen, ja uns selbst und allen Dingen„entsinken! so würden wir in der nackten„Unschuld des Glaubens gar bald ein anderes„Wesen finden, und durch nichts in uns selber„zu sehen, noch zu finden, als Armuth und„Mangel, unsere Lust an dem HErrn haben„können, in welchem wir alles, was unser„Herz wünschet, haben würden, und welchem„wir auch so unbekümmert unsere Wege befeh-len können. Psalm Z7. Doch ihr müßt euch,„meine liebe Schwester! aus diesem meinem„Schreiben kein so schönes Bild von mir„machen, als ob ich es immerdar so gut, und„so im Ueberfiuß hätte, und allezeit im Genuß(e) z „stünde.