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Lebensbeschreibung
„mit mir walten lassend, so kindlich zufrieden„seyn. Alles Sehen auf mich selber, macht„mich verwirrt; oder ich muß von GOtt darauf„gebracht werden. Es iss sonderbar, daß man„so nichts, und so elend seyn, und doch dabei„so auf GOtt Vertrauen kann. O das gute„Wesen! O die wesentliche Güte! Uns liebend„sicht er nicht das Unsere an, und ihn liebend,„will er auch, daß wir uns selber vergessen sol-„len. Er ist das Ganze, das uns ruhig und„selig macht. Zu einer Zeit laßt er uns, uns„selber sehen und fühlen. Zur andern Zeit läßt„er uns sehen und erfahren, was er uns ist,„und ln uns thut. Und noch zu einer andern„Zeit halt er seinen Weg, und sein Werk in„und über uns, vor unfern Augen verborgen,„uni uns zu vcrcinfältigen, zu reinigen, und„zu machen, daß wir nichts als ihn anschauen„und uns gründlicher in seine Hände los laßen."Den zten Decembr. 1745.
„Alle Wahrheit werde je langer je mehr„Wahrheit in uns, nach unserm Maß, und„nach dem liebenswürdigen Vornehmen GOttes„in Christo über uns! Ich mag so elend seyn,„als ich will; so muß ich doch bekennen, daß„ich je länger je mehr etwas darinnen sehe,„und bisweilen sollte ich wohl sagen schmäcke,„das so überschön, erwünscht und selig ist,„darin nämlich: daß unser großer Erlöser es„so allmählig mit seinem Weg über uns dahin„zu lenken weiß, daß der Kreatur so alles ab-„genommen, und GOtt gegeben wird, und„daß so aller Grund zum Vertrauen und zur„Erwartung in uns weg falle, und GOtt so„bloß, allein unsere Stütze, Erwartung und„ewiges Heil wird. Wie ist das nicht so gut!„Wie sehr muß das nicht unserm Herzen wohl-„gefallen! Könnte man einen Grund in sich stl-
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