48o (üap. VII. Von Threren.
Kohl-Dampff in der feuchten Lufft diesesUnglück könne verursachet haben, welchesauch nach diesem der berühmte iVleäicugin Halle, Herr Hoff-Rath Hossmann,in einer besonderen Schrifft öffentlich be-Beschret- hauptet. Dieses gab mir Anlaß einenbuna dcs Versuch mit einem Vogel anzustellen.A-s 3 ch legte zu dem Ende einige glüende Koh-^ ' len auf einen Schachtel-Deckel von eiser-nem Bleche und setzte ihn aufdas naffe Le-der auf dem Teller der Lufft-Pumpe, da-mit dadurch zugleich ein feuchter Dampferreget ward. Darüber deckte ich die grö-sie gläserne Glocke, die ich hatte und darun-ter ich die Versuche mit der Katze und denCaninichen (§.104) angestellet: indem a-ber dieses geschähe, setzte ich zugleich denVogel darunter. Kaum hatte ich disGlocke an das Leder angedruckt, so bekamder Vogel Zückungen und fiel todt hin.Alsich sähe, daß sich der Vogel anfieng zu ü-berwerffen, Hub ich die Glocke gleich aufund es kam mir ein übel riechender BrodenWieder entgegen. Ich legte den Vogel gleich inrodle Vo-frische Lufft: allein er erhohlete sich nichtgel befun-wieder. Als ich den Kopff berupffte undden wor- ihn aufschnitt fand ich alles eben so, wiewenn er in einem von Lufft leerem Raumegestorben wäre (§. ioz). Hieraus nun warmeines Erachtens klar, daß Kohlendampfin feuchter Lufft tödsen könne. Unerachrec
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