Op. VII. VonThieren .471
uld das Thier lebet. Derowegen da in ei-nem Lufftleeren Raume das Geblüts durchdie in ihm befindliche Lufft (§. 152. 1 . 1 . Lx-per.) sehr aus einander getrieben wird (§.ijO.I.I.Lxver.); so ist keine Ursache,warum nickt solches auch in den Adern derThiere «folgen sollte,ob zwar nicht in einemso hohen Grade, weil ihnen die Häute derBlut-Gefässe wiederstehen. Unterdessenda dieselben sich ausdehnen lassen:, so kannicht allein das Geblüte sich gar sehr aus-breiten , sondern auch die Häute der AdernundPuls-Adern können sich gar starck aus-spannen.Und hat man hierzu überlegen, obnicht dadurch das Geblüte zum stehen ge-brachtwird und , wenn dieses geschiehst,was weiter daraus erfolgen muß : welchesauch insonderheit aus diesem Umstandewahrscheinlicher wird, weil das Geblüte imThiere sich ordentlich beweget, wenn manLufft hinein lasset,ehe es noch mit demMun-dewiederLuffrgeschöpffet. Denn sobaldLufft hinein kommet,fället das Geblüte wie-der zusammen und die Häute der Blutge-fässe werden von ihrer übermäßigenSpan-nung wieder besreyet. In die Lungen aber Verande-kommet die Lufft nicht auf einmahl wiederhinein: denn vor sich fallet gar keine hinein, ver Lunge,sondern sie wird vielmehr zusammen gepres-st^, wenn von aussen welche hinzugelassenM'd(§.ioi). Derowegen muß sie dasGg 4 .Thier