-r 6sp. II. V-n dem Schalle.
Heren, auch hat er den Mund über dasGlaß, nicht wie dieser mitten an dasUrsache Glaß gehalten. Was nun die Ursa-davon. ^ dj^er gantz sonderbaren, ja wunder-bahren Begebenheit betrifft, die man nim-mermehr glauben würde, wenn sie nichtdurch glaubwürdige und umständlicheZeugnisse wäre bestetiget worden; so habeich schon anfangs erinnert, daß der Grunddavon in dem vorhergehenden (K. rr.) zufinden. Wir haben nemlich gefunden, daßder Schall seine Bewegung einem klingen-den Cörper mittheilen kan, welcher dersel-ben fähig ist (§. cir.). Wenn nun einer ineinem solchen Thone schreyet, wie das Glaßklinget, so bekommet der Schall oder viel-mehr die Lufft-Theile, in deren Bewegungder Schall bestehet, eine solche Bewegung,deren die kleinen Theile des Glases fähigfind und demnach kan auch die Stimmediese Art der Bewegung ihnen mittheilen.Es bestehet aber alle Bewegung in einerErschütterung der Lufft-Theile (§. io.), unddannenhero werden auch durch dieStimmedes Schreyers die kleinen Theile des Gla-ses in eine Erschütterung gesetzet. Wennnun derSchreyer zu schreyen fortfähret undzwar in einem fort,ohn einiges Aufhören,so werden die Theile desGlases immer fort,ohne Aufhören von neuem erschüttert.Gleichwie nun aus einer ebenmäßigen Ur-