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Anderer Theil (1728)
Entstehung
Seite
301
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§ebet, indem wir ihn berühren. Nun istunstreitig, daß das frische Brunnen-Was-ser nicht soviel Wärme hat als unsereHand, die absonderlich nicht erfroren, weilwir in keiner kalken Lufft gewesen. Dero-wegen muß uns das Wasser kalt vorkam,men, wenn wir den Finger hinein stecken.Unerachter nun aber die Lufft kälter ist, alsdaßWasser,fo kan sie uns doch nicht sovielwie dieses kühlen. Denn die Lufft ist nichtso dichte, wie das Wasser. Das Wasserist wenigstens acht hundertmahl so dichteals die Lufft (§. 86. lom. i. Lxper.).Dar,um leget sich auch mehr Wasser rings her-um an den Finger an, wenn wir ihn hinein-stecken, als Lufft, darinnen wir ihn halten.Da nun die Wärme aus dem Finger in ei-nen jeden Theil des Wassers und der Lufftfahret, der ihn berühret, und von dar in fer-nere Theile fortgehet; so muß auch demFinger mehr Wärme imWasser als in derLufft entgehen. Also kühlet ihn das Was-ser mehr als die Lufft. Eine andere Be-wandnis aber hat es mit dem Thermome-ter: dieses ist kälter als die Lufft und dasWasser und bekommet daher von beydenmehr Wärme. Wo es nun mehr Wärmeerhalt, da mußauch mehrere zugegen seyn.Denn damit es auf keinen Wort-Streithinaus lauffe, so ist zu mercken,daß wir ei-