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Zur Geschichte des Stifts Gerresheim
Entstehung
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Kräften den Bestrebungen der Herzogin Jakobe nach der Herrschaftentgegenstellten.

Der Herzog Wilhelm starb den 5. Jannar 1592, und nuntraten am Hofe zu Düsseldorf die schon unter seiner Regierung be-gonnenen Kämpfe und Jntrignen um die Führung des Regimentszwischen den Räthcn, den Landständen, den kaiserlichen Commissarienund den sogenannten Jnteressirten ans, über welche Stieve in demangeführten Aufsatz so ausführlich berichtet hat. Der Kurfürst Ernstvon Köln benutzte jedoch diese Zustände,- um sich von der HerzoginJakobe das Versprechen geben zu lassen,das Tridentiner Eonzilin den jülich-clcvischen Landen verkünden zu dürfen unddie außer Hebung gebrachte bischöfliche Gerichtsbarkeitin den Herzogthümern wieder geltend zu machen," wennihr die Regentschaft zuerkannt werden sollte.") Der Streit um dasGerresheimer Stift war jedoch immer noch nicht erledigt. DieRegierung in Düsseldorf hielt aber auch unter Johann Wilhelm festan ihrer früheren Ansicht und wandte sich an die höchste Instanz,an den Papst, und zwar mit Erfolg. Unter dem 6. April 1594"")erkannte Clemens VIII. die Berechtigung der Neußer Stiftsdamenin Gerresheim an und billigte somit die Anordnungen des Landes-herrn, so wie die Berechtigung der Stiftsoamen zur Wahl einerAebtissin, als welche Guda von Winkelhausen gewählt war. Den1. März 1595 legte dieselbe vor dem vom Papste damit beauftragtenOfficial des Kölner Episkopats, ckolianuss Loinxis, eine xroksZsiosb gnramsntnrn ticislikabis ab, worüber eine Urkunde ausgenommenwurde."* *") Ob von Seiten der Grafen noch fernere Schritte zurWiedererlangung ihrer vermeintlichen Rechte gethan worden sind,geht aus den von mir benutzten Schriftstücken nicht hervor. Solltees geschehen sein, so ist es wenigstens ohne Erfolg geblieben, ebenso sehr, wie die in dem oben angeführten Gutachten ausgesprocheneAbsicht, das Stift Gerresheim in ein geschlossenes Kloster zu ver-wandeln, denn Gnda von Winkelhansen kommt als Aebtissin nochhäufig zur Sprache. Margaretha Elisabeth von Mauderscheid-Blankenheim-Geroldseck wurde 1598 Aebtissin zu Essen, und wirdin dieser bevorzugteren Stellung wol Befriedigung ihres Ehrgeizesund vollkommenen Trost für das Scheitern ihrer Absichten auf

«) S. Bd. Hl dies. Zeitschr. x. 365/66.

*9 Anlage 6.

«9 St. Arch. 9. V. 382.