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Zur Geschichte des Stifts Gerresheim
Entstehung
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Äas vor mehr als tausend Jahren durch denRitter Gerricus"gegründete frciadliche Stift Gerresheim bietet in seiner Geschichteverschiedene Momente, die sowohl für die Kultur- als für die poli-tische Geschichte von nicht geringem Interesse sind. Wenn auchStift Gerresheim nicht wie seine Nachbarn, Essen und Werden undmehrere andere zur ReichSuumittelbarkeit und zu politischer Selbst-ständigkeit gelangte, so trat sein Name doch von Zeit zu Zeit inden Ereignissen der Provinzialgeschichte, ja selbst in der Reichsge-schichte in den Vordergrund; ich erinnere nur an die Streitigkeitenwegen der Besetzung der Stiftsstellen zwischen den Vertretern deshöheren und niederen Adels gegen Ende des 16. Jahrhunderts undan den Namen der Stiftsdame Agnes Gräfin von Mansfeld undderen Verbindung mit dem Erzbischof Gebhard Truchses von Köln,auf welche beide Ereignisse ich später znrückkommen werde.

Die Anfänge des Stiftes bewegten sich, den damaligen Zeitver-hältnissen gemäß, noch in sehr bescheidenen Grenzen. Der demStift vom Stifter und seiner Tochter Regenbierg überwiesene Grund-besitz war in erster Linie dazu bestimmt, die Lebensbedürfnisse derStiftsglieder zu schaffen.

Meiderich lieferte Weißbrot, Sonnborn Roggenbrot, Fleisch undKäse, der Ertrag des Zehnten zu Mintard diente zur Beschaffungvon Brod, Fleisch und Käse während der Fastenzeit, und der Zehntezu Pier bei Düren soll dem Convente gutes Bier und Schwarzbrotverschaffen. Besonders werden die Güter in Linz am Rheine her-vorgehoben, denn von ihnen bezieht der Convent den Wein. Essind daselbst 7 Winzerhöfe, deren jeder jährlich der Aebtissin 1 OhmWein zu liefern hat, wogegen diese ihnen zusammen 1 Ohm zurück-giebt; außerdem müssen sic die Weinberge bebauen, deren Ertrag

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