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Zur Geschichte des Stifts Gerresheim
Entstehung
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und Peter Ernst von Mansfeld, in Bonn erschienen und Truchseßwegen der Beziehungen zu ihrer Schwester ernstlich zur Rede stellten,wurde dieser so in die Enge getrieben, daß er das Versprechen gab,dieselbe zu ehelichen. Ich übergehe die vielen Bedenken und Zwischen-fälle, welche bis zu diesem Endziele noch zur Sprache kamen, wo-rüber Jsselt, und hauptsächlich nach dieser Quelle auch Hannes inseiner Schriftder Kampf um das Erzstift Köln zur Zeit der KurfürstenGebhard Truchseß und Ernst von Bayern," ausführlich berichten,und erwähne nur noch, daß die Ehe den 2. Februar 1583 in Bonndurch den Oestreicher Pantaleon Weiß Ounlliäus - einen SchülerMelanchthons kirchlich eingesegnet wurde, wie Wolters in seinerSchrift:Ein Blatt aus der Geschichte des Truchseß'schen Krieges,"nachgewiesen hat.

Die Folgen dieses Verfahrens konnten nicht ausbleiben. Denl. April 1583 sprach der Papst Gregor XIII. den Bann überTruchseß aus, und schon am 23. Mai wurde Herzog Ernst vonBayern zum Erzbischof gewählt. Mit Truchseß verfielen der Dom-propst Graf von Wittgenstein und mehrere Canonici, welche derKetzerei halber im Verdacht waren und auf Truchseß Seite gestan-den hatten, dem geistlichen Strafgericht, indem der Bischof von Ver-celli, Johannes Franciscus Bonhomius, im Namen des Papstessie mit dem Bann belegte. Truchseß aber, der freiwillig derHerrschaft nicht entsagen wollte, warb Verbündete nno bald ent-brannte der Krieg, der unter dem Namen des Truchseßischen Kriegesviele Jahre hindurch die Nheinlande so schwer heimgesucht hat. Indiesem Kriege überrumpelte Adolf von Neuenahr den 10. Mai1585 Neuß und richtete dort furchtbare Verwüstungen an. Unter-andern wurde auch das Stift Sanct Quirin ansgeplündert undniedergebrannt, die Stiftsdamen waren ohne Obdach, und dies führtuns wieder auf die Darstellung der Ereignisse im Stift Gerresheimzurück.

Am Hofe zu Düsseldorf waren die Zustände des Stifts Gerres-heim nicht unbemerkt geblieben, aber zu einem Einschreiten gegendieselben war es nicht gekommen. Man war um diese Zeit mitder Ausrüstung der Hochzeit des Jnngherzogs Johann Wilhelm mitJacobe von Baden sehr in Anspruch genommen. Den 16. Juni1585 würde diese Hochzeit mit großem Pomp gefeiert, wobei vonnahe und fern eine Menge Gäste aus den vornehmsten Geschlechternsich eiugefunden hatten Vielleicht ist bei dieser Gelc'gelch^it-'die