Druckschrift 
1 (1814)
Entstehung
Seite
130
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Moria war jung und blühend, Anmnthund Schönheit, Güte und Unschuld ihreZierde. Dennoch fühlt sie sich hingezogenzur älteren Freundin Elisabeth, zur er-fahrnen, wo in die Empfindung der Freund-schaft sich Empfindungen mischen, wie mansie gegen eine Mutter hak. Wohl denJungfrauen, die sich, erhebend über dieTändeleien jugendlicher lachender Zirkel, zuverständigen ernsteren Freundinnen gesellen,und so den Ernst mit dem jungfräulichenFrohsinne vermählen! Wenn überdieses dieJungfrau schon dem Manne verlobt ist,wenn sie bald dem Manne die Hand zumewigen Bunde der Treue reichen will, wieweise, wenn sie da die ältere erfahrneFreundin, die fromme Gattin eines ehr-würdigen frommen Mannes aufsücht, unddas Bild frommer stiller Häuslichkeit unddes häuslichen Glückes tief, drey Mondehindurch sich cinpräget, und welch ein heite-res fricdevollcs Leben es scy, wo beide, Mannund Männin „in allen Geboten und Satzun-gen des Herrn «ntadclich einhergehen."