Druckschrift 
1 (1814)
Entstehung
Seite
128
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Versetzen wir uns in die Seele desZimmcrmaunes Joseph, so liegt cs in derDenkweise des Zimmermannes lieber einenderben und stocken Gehülfcn, als eine»zarterem, feinsinnigen, der Betrachtung undder Weisheit ergebenen Sohn zu haben.Zwar scheint es, als ob Jesus seinen Vaterbey seinem Geschäfte untcrstüzte, und da-durch jene Gesundheit befestigte, welche ihnauszcichnct, so wie der immer frohe Muth,der die Gesundheit begleitet. Vielleichthatte da die Mutter bisweilen das schwereAmt, den Vater zu begütigen, wenn dieStudien des Sohnes ihm mißfielen, undden Sohn zu ermuntern, wenn der Vaterihn von dem abrief, was er doch über allesliebte.

Lange scheint Joseph nicht gelebt zu harben. Das öffentliche Hervortrctcn Jesu alsLehrer erlebte er nicht. Denn seiner wirdfortan nicht mehr gedacht; überall sprechendie Evangelien nur von der Mutter Jesu undseinen Brüdern.