Druckschrift 
1 (1814)
Entstehung
Seite
125
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Seele, als die stille Anmuth, als jeneHoldseligkeit der Frauen, die ihrem ganzenWesen, ihrem Scyn und Thun eine höhereWürde, eine liebliche Verklärung giebt, undsür männliche Herzen eine magische Krafthat. Wer kann z. B. dem stillen schwei-genden Dulden eines Weibes widerstehen,die bey einem ihrer unwürdigen Verdachtesich rein und groß in das Bewußtseyn ih-rer Unschuld wickelt, und mit Bedauern aufdas leichtgläubige Männcrvvlk herabsichet,das an alles leicht glaubet, nur nicht anUnschuld? Diese geheime, tief im Wesen derSeele liegende magische fesselnde Kraft,Achtung und Liebe einzufiößen, unbewußtund unabsichtlich Männerherzen zu bannen;diese Güte der Seele, diese stille Anmuth,die den Männern eine Zukunft schöner Hoff-nungen aufschließt, glauben wir mit Rechtder Maria beilegen zu dürfen. Denn sonur können wir uns die Bewegungen inder Seele Josephs erklären. Ja, desMannes Sinne lieben körperliche Schön-heit, aber sein Herz fesselt und hält nur