Züge, wenn man sie nicht vielmehr nurPinselstriche nennen will, sind interessant,und stimmen mit dem achtungswürdigcnBilde zusammen, das wir an Maria ^lie»ben.
Welche innige Anhänglichkeit, welchefeste, treue Liebe hatte nicht Maria demJoseph eingsflößt! Noch wahrend ihrerbeider Verlobung kehret Maria, nach einemdreimonatlichen Aufenthalte bey der Elisa-beth, nach Nazareth zurück. Matth, i, >8.iy. Da findet sichs, daß sie schwangersey. Liebe und Ehre streiten in der Brustdes Josephs. Sie — in seinen Augen, beydem ersten Gedanken — eine Geschwäch-te— zur Gattin zu nehmen, verbot ihmdie Ehre; sic, als seine Verlobte zuverstoßen, dem Tode der Steinigung siePreiß zu geben, verbot ihm die Liebe. Heim-lich will er sic daher entlassen, nicht rucht-bar machen will er es, daß sie seine Ver-lobte sey. Kränkung der Ehre war also daserste Gefühl des Josephs bey der ihm un-angenehmen Entdeckung von Marias Schwan-