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2, [Text] (1826) Römische Alterthümer in und um Neuwied am Rhein : mit Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten des daselbst ausgegrabenen Kastells, und Darstellungen der darin gefundenen Gegenstände
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einer ordentlichen und guten Einrichtung des Kastells, welches dadurch umso mehr Wichtigkeit erhält,

Tab. X. zeigt ein von Dr. Hundeshagen als Jupiter restaurirtes Götterbildaus Marmor in natürlicher Gröfse. Herr H. schlofs auf einen Jupiter, weilan der rechten Wade des Gottes das Stück Flügel eines Vogels noch sicht-bar ist, also der Adler des Donnerers sein möchte. Ich erkenne in dem Gan-zen eher einen Aeskulap; sowohl Bekleidung als Haarwurf deuten mehrauf einen solchen; das Flügelstück könnte von einem Hahn, der ihm zu Füfsenstand, welche Darstellung auch nicht ungewöhnlich ist, herrühren, so wieauf der entgegengesetzten Seite die Cortina gestanden haben mag, wovonSpuren übrig zu sein scheinen. Da jedoch unsres Künstlers Ergänzung scharf-sinnig und geistreich ist, so habe ich solche gern aufgenommen und im Stein-druck wiedergeben lafsen. Auf Tab. XI. Fig. l\. ist die Rückseite der Figurzu sehen, woraus noch sprechender die dem Aeskulap gewöhnliche Bekleidunghervorgehen wird. Die Bearbeitung des Marmors ist meisterhaft zu nennen;Grofsartigkeit im Ausdruck und Leichtigkeit in Behandlung des Gewandes lafsenauf Anfertigung in Italien schliefsen, welches auch der dazu verwendete Mar-mor bestätiget. Dem Besten, was wir in Deutschland aus der Römerzeit ge-funden, ist dieses zur Seite zu stellen.

Ein zweifarbiger Onix von i" 4 /y/ Länge, i" n'" Breite und 6'U Dicke,dunkelblaüschwarzem Grund und weifsblaulicher Lage; in Letzterer die sich an-sehenden, gegenüberstehenden Köpfe des Septimius Severus und Caracalla er-haben geschnitten, wenn auch nicht kunstvoll, doch treu und ähnlich denKöpfen auf Münzen dieser Kaiser. Tab. XL Fig. 6. zeigt die Darstellung innatürlicher Gröfse.

Aufser den vorbeschriebenen vollständigen Steininschriften und Götterbil-dern, kommen noch mehrere Bruchstücke von Figuren, auch Reste von In-schriften auf Marmor, Sandstein und Kalkstein, Naturerzeugnifse der Rhein -und Lahngegenden vor, deren Lesung und Deutung nicht möglich wird, da

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