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2, [Text] (1826) Römische Alterthümer in und um Neuwied am Rhein : mit Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten des daselbst ausgegrabenen Kastells, und Darstellungen der darin gefundenen Gegenstände
Entstehung
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deren einzelne ganz gleiche i|" lange, \U breite, |" dicke Glieder in derMitte, wahrscheinlich der Leichtigkeit und Zierlichkeit wegen, durchbrochenund ebenso wie Charnierbande, mit Gewerben und Stiften zusammengefügtund aneinander gehängt sind, wodurch die Glieder dieser Kette nur nach zweiSeiten hin, und zwar je zwei Glieder für sich allein betrachtet, nur bis zueinem rechten Winkel sich zusammenbiegen und bewegen lafsen. Das vor-handene Stück dieser Kette ist sehr schön und genau aus Eisen gearbeitetund scheint der ganzen Construction und der nicht bedeutenden Stärke wegen,am geeigentsten zu irgend einer feinen Maschine gehört zu haben. Eine Kettedieser Art mufste sich, vortheilhafter und zweckmäfsiger als andere Ketten undZüge um eine Walze gewickelt haben; vielleicht um Räder die mit Kämmen,welche von der Kette gefafst werden konnten, versehen, im Abstände gemein-schaftlich umzutreiben. Zu vermuthen ist, dafs die Walzen oder Räder vonHolz waren, da man keine von Metall gefunden hat. Aehnliche Vorrichtungenfindet man heut zu Tage noch. Diese Kettenart scheint in Victoria häufigim Gebrauche gewesen zu sein, denn es haben sich aufser dem abgebildetenStücke noch mehrere Ueberreste von gröfserer und kleinerer Gliederform vor-gefunden; ihre Einrichtung war keinesvveges erdacht und erfunden den Zweckgewöhnlicher, nach allen Seiten hin beweglicher Ketten zu erfüllen, weil diese,wie am Schlofse Fig. 2. vielfach vorgekommen sind. Die Bestimmung desGebrauchs dieser langgliedrigen Kettengebilde wird daher wohl so lange einRäthsel bleiben, bis ein glücklicher Zufall bei weitern Ausgrabungen, nochein anderes Stück in Verbindung mit mehr bezeichnenden Gegenständen zuTage gefördert haben wird.

Eine besondere Art von Beschlag zeigt Fig. 1 o. a. in der Ansicht vonoben und Fig. 10. b. im Aufrifs. Der Construction nach gleicht derselbe ammeisten den heutigen sogenannten Fisch - oder Charnier-Banden zu Fensternund Thüren. Mit denselben hat er die Verbindung beider Theile des Bandesdurch einen Stift gemein; allein die gewöhnlichen Lappen der Fischbanden,