Stellung nicht der Arm Fig. 4« £ mit den ihn umwindenden Schlangen wider-spräche, der Kopf der Einen ist zwischen den Fingern der Menschenhand deut ■lieh zu erkennen.
Nicht um den Alterthumsgegenstä'nden solche Deutungen zu geben, welcheder Künstler nicht hineinlegte, wie es jetzt an der Tagesordnung ist, sondernnur auf dieses vielfach interefsante Gebilde aufmerksam zu machen, stelle ichanheim, ob hier nicht die Darstellung einer Hekate stattfinden könnte, welcheröfters Schlangen beigegeben wurden, die vom Haupte herabhängend, sich mitdem Gürtel verflechten und bis zur Erde reichen. Koppen in „der dreige-stalteten Hekate (Wien 1823)" führte mich auf diese Ansicht, da in unsermKastell und den sich durchkreuzenden Wegen und Strafsen, die Hekate gewifsnicht gefehlt haben wird.
Helios, Herrscher und heilige Glut,Der Wegobwalterinn Hekate Wehr,Die durch den Olympos oft und die ErdeSie trägt, bewohnend die heiligen DreywegUmkränzt von der Eich', und die Schulter vollVon regem Drachengewimmel.Hierdurch könnte sich auch der Kopfschmuck erklären und in Eichen-blätter auflösen lafsen.
Im Jahr i8 2 3 ward im Quaestorium ein kleiner Merkur, dem die Armeund ein Fufs fehlen von aqH Höhe, gefunden; er ist, bis auf die geflügelteHaube, nackt. Die Arbeit ist nicht ohne alle Kenntnifs der Anatomie, dochim Ganzen roh und die Bronze vom Roste sehr angefrefsen. Die Darstellungist nicht .abweichend von ähnlichen im Montfaucon, u. d. g.
In frühern Jahren ward ein Jupiter in den Feldern von Niederbiber aus-gegraben, welcher nicht in das Fürstliche Kabinet, 'sondern in den Besitz desKaufmanns Herrn Remy in Neuwied, gekommen ist *), Tab. XI. Fig. 5. a. b. c.
*) Von Herrn Remy's Liebe zur Wifsenschaft und zu seinem Geburtsort, steht es wohl zu