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2, [Text] (1826) Römische Alterthümer in und um Neuwied am Rhein : mit Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten des daselbst ausgegrabenen Kastells, und Darstellungen der darin gefundenen Gegenstände
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sind, auf der bezeichneten Stelle gefunden und also eine gewifsenhafte Lokal-Sammlung für die untergegangene Römerstadt bei Neuwied bilden, indemallein das an Ort und Stelle seihst Gefundene, darin aufgenommen wird.

Herr Jusitzrath Helfrich hat um diese Münzsammlung anzuerkennendesVerdienst; seiner sorgsamen Aufmerksamkeit verdankt man viele und schätz-bare Münzen.

DieFolge der Kaiser geht demnach von August bis Valentinian, also bis375 Jahr nach Christi Gehurt heinahe ununterbrochen fort, wodurch Hoffmann'sHypothese mit Gallienus und der Zerstörung des Kastells, unhaltbar wird.Es fehlen Münzen von Galba, Otho, Vitellius, Didius Julianus, PescenniusNiger, Gordianus Afrikanus, Pupienus u. s. w. Auffallend bleibt es aber,dafs von den in den Rheingegenden so häufig vorkommenden Münzen derKaiser Victorinus, Probus, Diocletian, Constantius Chlorus und der jungemConstantine, in Victoria sich keine gefunden haben, und dann wieder Münzenvon Valentinian zum Vorschein kommen.

Die Reihenfolge der Kaiserinnen ist bedeutend unvollständiger.

Uebrigens wiegt die Mafse aufgefundener, aber nicht mehr zu entziffern-der Münzen in Erz mehrere Pfunde; bis auf einige Trajane, Hadriane undAntonine scheinen sie der spätem Zeit • — dem vierten Jahrhundert — anzu-gehören.

Das specielle Münzverzeichnifs lafse ich am Schlufse dieses Werkes ab-drucken; hier folge nur vorläufig eine Zusammenstellung, welche zur allge-meinen Uebersicht dienlich sein möchte. Man kann aus derselben leichtererkennen, theils welche Münzen in dieser Gegend den meisten Curs gehabt,theils wie nach und nach das schlechtere Geld immer häufiger sich verbreitet,die alten guten Münzen hingegen sich nach und nach verloren haben, odereingeschmolzen wurden, um schlechteres Geld daraus zu prägen.

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