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nungen des OberofFiciers und des Oberbeamten, (des praefecti praetorii vel militumund praefecti castri vel quaestorii) schon vorläufig ansehen zu dürfen. Ja ich glaube,dafs dieses Haus zugleich in manchem die Stelle des Prätoriums in dem Kastellvertrat. Die den übrigen Hauptgebäudeformen gleich beiliegendeHauptecke diesesHauptbaues, und die Stelle bei Polyb: „Das Forum aber, das Prätorium unddas Quästorium, stellen sie in die Mitte der heiderseitigen Heeresabtheilungen,"spricht für das Eine wie für das Andere meiner Annahme. So waren nachInhalt mehrerer Stellen in den römischen Rechtsbüchern auch Prätorien, d. h.prächtige und weitlauftige Häuser (domus) durch die Provinzen den Richternund Vorgesetzten erbaut. Anderswo war ein höchstweites Prätorium zugleichzum Gebrauche der Rechtsgelehrten, in einem Theil der kleinen Stadt aufer-baut. Festus sagt: Anfänglich waren Prätoren, was nun Consuln, und dieselbenleiteten die Kriege. Ihr Gezelt (tabernaculum) wurde auch Prätorium genannt.Ebenso ging es mit den Quästoren überhaupt, an deren Stelle auch späterandere besondere Beamten, Präfecti, Quaestores Provinciales kamen, und somitmag auch diesem Gebäude, für diesen Zweck manches Gemach nebst Woh-nung mit überkommen sein. Auch heifst es bei den alten Schriftstellern:Das Gezelt ist jedem Soldaten im Lager das Haus und die Penaten. (Tentoriumcuique militi in Castro est domus et penates.) Selbst das ganze Standlager(castrum hibernum et aestivum) nannten die Römer hiberna domus, aestivadomus, Winter- und Sommerhaus. In alter Zeit wurde selbst den Häusernoder den Palastgebäuden der Fürsten, der Name Castrum verliehen. Nochheut zu Tage giebt man solchen ausgezeichneten isolirten herrschaftlichenHäusern in und bei Dörfern in den rheinischen Gegenden den Namen Burg-haus. Von der Grundform dieses Baues, defsen Situationsrifs auf Tab. IL;der Grundrifs und Weniges vom Aufrifs auf Tab. III., und ein Gemach des-selben, das sogenannte Hypokaustum auf Tab, IV. ziemlich vollständig gegebenwerden konnte, wäre folgendes zu bemerken. Dieselbe bildet ein Oblong undRechtangel, defsen Seiten mit den Ringmauern des Kastells, oder den Rieh-