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2, [Text] (1826) Römische Alterthümer in und um Neuwied am Rhein : mit Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten des daselbst ausgegrabenen Kastells, und Darstellungen der darin gefundenen Gegenstände
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liehen Seite des Kastells weiter von der Porta praetoria und naher nach derporta decumana hin, aufgefunden worden. Die ganze Breite des Thors war20' 3" rh., oder 22^ röm., die Enge des Thors in den Fundamenten ohnge-fähr 10' 9^ rh. weit im Lichten. Letzteres Maafs ist hier der Thorenge derPorta decumana gleich zu 12' röm. angesetzt. Wie bei den Portis prineipa-libus setzt sich auf der entgegengesetzten Seite des Lagers die andere Portaquintana der ersteren gegenüber, fort. Nach den vier erstbenannten grofsenThoren, werden die Portae Quintanae nur bei den römischen Lagern vonlänglicher Grundform erwähnt, und dieselbe den kleinern Thoren (portulis)vorgesetzt. Letztere waren blofse Oeffnungen in der Ringmauer; von einersolchen unterscheidet sich die unsrige dadurch, dafs die, der Oeffhung zubeiden Seiten der Thorenge angesetzten Wangen- oder Flügelmauern, etwamit der Dicke der Ringmauerbreite, oder der Hälfte der Stirnbreite an derPorta praetoria vortreten. Es kommen nun bei den Strafsen, welche in derRichtung zwischen den Thoren in das Innere des Kastells führen, zuerst dievia praetoria, der grofse Hauptweg. Dieser hat seinen Lauf von Nord nachSüd, von der Porta praetoria und dem obern Theil des Kastells, zurück nachdem untern Theil und der Porta decumana, und giebt die örtliche oderGrundbreite des Kastells an. Er war immer der weiteste von allen andernWegen im Lager, und wenigstens 60 römische Fufs breit, stand mit den öffent-lichen gröfsern Landheerstrafsen (viis publicis, Regiis, Consularibus) in einerKlafse. Nimmt man hier von seiner Mittellinie das Maafs bis zur Seite desihm östlich anliegenden Hauptbaues, so ergiebt sich eine Weite von 45 röm,Fufs, welche das Doppelte von der Tiefe der Porta praetoria, zu 22 \ röm.Fufs jst. Dieses Maafs auch nach der andern Seite angetragen, giebt zurGesammtweite unseres grofsen Hauptwegs im Ganzen 90 röm. Fufs. SeineBreite richtet sich hier auch nach den diefseitigen Eingängen zum Kastell imBezirk des Mittelbaues (bei S). Hier erscheint die via praetoria, welche nachden alten Schriftstellern ihren Namen ohne Zweifel von dem Praetorium hat