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Dieses unzweifelhafte römische Gufs Mauerwerk liegt ungefähr 740 Schritteoberhalb der alten Ringmauer von Kunostein-Engers, auf dem hohen Rhein-Ufer, welches sehr steil in den Strom abfallt, und erregte seit lange die Auf-merksamkeit der Alterthumsforscher, vorzüglich durch Baron von Reifenbergund Hontheim darauf hingelenkt.
Unser HofFmann gab in mehreren Abhandlungen dieses Stück Mauerwerkfür die Brückenwiderlage aus, welche Agrippa gebaut und von derStrabo im IV. Buche spricht. Diese Nachrichten erschienen dem verewigtenFürsten von Hardenberg wichtig genug, um eine nähere Untersuchung zuveranlassen.
Bald nach des Staatskanzlers Abreise von Engers verliefs auch ich dieseGegend, und HofFmann begann darauf seine Untersuchungen mit grofserThätigkeit und Umsicht. Das Resultat dieser Bemühungen war belohnend,denn es fand sich, dafs es keine Brück enwiderlage, sondern eine Brük-kenvertheidigung, Brückenschanze, tete de pontwar, also eine sehrschätzbare Entdeckung, besonders hier in Germania magna, Germania trans-rhenana.
Leider verlohr sich HofFmann auch bei dieser Arbeit —— so treflich erauch das Praktische derselben leitete —- in Hypothesen, vernachläfsigte das.Wichtigere darüber und hinterliefs uns keine genügende Aufnahme. Im Sommer1823 besuchte ich mit dem Baumeister Hundeshagen-diese Ruine und derselbeverfertigte die nebenbeigefügte Situationszeichnung., den Grundrifs und dasProfil, wodurch man ein klares Bild von der ganzen Entdeckung erhalten wird.Die Erdoberfläche, worin die Reste von Mauern begriffen sind, befindet «ickwo sie am höchsten steht und das quadratische Gemäuer anhebt 27 bis 30Fufs über der Flache des mittlem Wasserstandes, und 36 bis 40 Fn£s von demobersten Uferrand landeinwärts jetzt noch entfernt. Die Form djes gesehlofsenenMauerwerks in der Mitte des Platzes ist westlich g^gen den Strom hinetwas zusammengezogen und bildet kein vollkonrames irechtwinkHeht/es Quadrat.