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7 (1869) Reinlichkeit - Schule
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Rcttmigsanstaltcn. XIII.

deutscher, aber in französischer Form die Angelegenheit unserer deutschen Nettungshäuservertreten, die Rückfälligkeit der jugendlichen Sträflinge in Frankreich 75"/° betragen,daß aber nach der Gründung jener Institute, welche diese Jugendlichen ausgenommenund deren erste Mettray gewesen, dieser Procentsatz der Rückfälligen nach und nachgesunken und die Zahl der Rückfälligen unter den aus Mettray entlassenen 2,043 Kin-dern im I. 1862 nur 3,s°/ betragen. Vergleichen wir aus den deutschen Rettungs-häusern den obigen Procentsatz derbestraft-schlechten," d. h. der Recidiven und diehinzugefügte Bemerkung, daß 46 unter den 79 Anstalten specicll in dieser Kategorieeinen und zwar noch viel geringeren Procentsatz unter 4,?°/o aufweisen, so ergiebt sichdas gleich günstige und noch viel günstigere Resultat für unsere deutschen Anstalten imallgemeinen. Ja das Resultat wird sich noch günstiger gestalten, wenn hinzugenom-men wird, daß diese Ooloniss pönitontiairss gesetzlich nur die besser gearteten Indi-viduen aus den Gefängnissen aufnehmen, nicht aber die schlimmer gearteten, für diewieder besondere Anstalten eingerichtet sind. Diejenigen deutschen Rettungshäuser also,welche, wie das Rauhe Haus und die ihm gleichstehenden, ihre Auswahl immerso treffen, daß sie jedesmal nur die schlimmen und schlimmsten Elemente aufnehmen,haben bei Gleichheit der Procentsätze mit Mettray vor diesem immer noch einen be-deutenden Vorsprung voraus. Auf den noch übrig bleibenden Vergleich der einzelnendeutschen Anstalten unter einander müßen wir hier verzichten. Wenn übrigens in einerSchrift über Mettray die Notiz vorkommt, daß in einem deutschen dort genanntenStaat die Zahl der aus den öffentlichen Waisenhäusern entlassenen und auf schlechtenWegen befindlichen Zöglingen 25"/o beträgt, so wird es einer weiteren Untersuchung inDeutschland bedürfen, ob und in wie weit bei dieser Ziffer wirklich kein Jrrthum ob-waltet; aber es entsteht zugleich die Frage, wie die desfallsigen Resultate andererWaisen- und Armenerziehungsanstalten in Deutschland beschaffen sein und wie dieselbensich zu den Resultaten der deutschen Rettungshäuser stellen mögen. Daß die letzterenmit dem oben in Zahlen ausgedrückten Erfolge nicht bloß in persönlicher Beziehungfür die einzelnen Kinder, die immer die Hauptsache bleiben, sondern auch für dasFamilienleben des Volkes, für Staat und Kirche der Gegenwart eine wesentliche Be-deutung haben, dürfte nach den vorgeführten Zahlen auch für die bisherigen Zweiflerfestgestellt sein.

Das Weitere über diese wichtigste Seite der Wirksamkeit der Nettungshäuser läßtsich erst erörtern, wenn das Detail, aus dem unsere obige Generalübersicht entnommenist, und diese Uebersicht selbst in noch erweiterter Gestalt wird vorgelegt werden kön-nen, was jedoch einem anderen Orte Vorbehalten bleiben muß.

XIII.

Verhältnis der Rettungshäuser zum Staate. Es bedarf keiner wei-teren Auseinandersetzung, daß die staatlichen und communalen Behörden kein geringesInteresse an dem Gedeihen dieser Anstalten zu nehmen haben und, je mehr sie denGeist derselben zu würdigen wissen, auch wirklich nehmen. Der Commune werdendadurch die Proletarier, dem Staat die Zuchthauscandidaten gemindert. In welchemMaße das geschieht, beweist ein Blick auf die Zahlen der im vorigen Paragraphenenthaltenen Zusammenstellung. Es ist deswegen auch in der christlichen Obrigkeit, jemehr sie dies ist und sich nicht von Vorurtheilen leiten läßt, nicht in allen, aber dochin vielen Ländern die Tendenz hervorgetreten, die Hülfe des Rettungshauses zumBesten der jugendlichen Verurtheilten oder sonstwie sittlich Gefährdeten in Anspruch zunehmen. Allein das Rettungshaus, das diese Hand keineswegs ohne weiteres zurück-weisen soll, hat dennoch bei Anknüpfung eines solchen Verhältnisses die größte Vorsichtanzuwenden, und ohne üble Hintergedanken das timso vanaos sich immer in Erinne-rung zu bringen. Denn es gilt die Wahrung seiner Freiheit, damit es nicht selbstdem Gesetz, das die gedeihliche Erziehung hemmt, ja hindert, verfalle. Eine falsche