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7 (1869) Reinlichkeit - Schule
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Rcttungsanstaltcn. XII.

Gesinnung vollständig ausgeschloffen und ausschließen müssen, da derselbe in Zahlen-statistiken überhaupt keinen Raum und kein Recht haben kann. Deswegen bedeutet ander betreffenden Stelle das Zeugnisgut" eine solche legale Führung, in welcher derBetreffende sich bürgerlich redlich ernährt, also sein Brod in Ehren ißt. Die außerdemalsmittelmäßig" oderschwankend" angegebenen sind solche, die entweder die ReihederGuten" später noch verstärken, oder auch in die Reihe derer, die als sich bis jetztschlecht" betragend aufgcführt sind, übergehen können. Unter den schlechten sind wie-der diejenigen, welche nach ihrer Entlassung mit den Behörden in Berührung gekom-men und obrigkeitlich bestraft sind, besonders vermerkt, zugleich im Hinblick aufdas, was oben §. 1 über den Begriff der Rettungshäuser und die wahre Bedeutungihres Namens gesagt worden. Die Moralstatistik wird insbesondere die Zahl derjenigen,Welche dem Gefängnis verfallen oder wieder verfallen sind, als eigentlich rückfälligevorzugsweise ins Auge fassen. Das der Uebersicht zu Grunde gelegte Urtheil der ver-schiedenen Anstalten über die einzelnen früheren Zöglinge beruht, wie ausdrücklich hin-zugefügt werden muß, auf den Aussagen der einzelnen Anstalten selbst, insbesondereder Hausväter. Es wird kaum nöthig sein noch hervorzuheben, daß dies Wissenüber den Erfolg bei den einzelnen Zöglingen nicht auf einer fortgchend systematischenBeaufsichtigung derselben beruhen kann. Es liegt in der Natur der Sache, daß diedirecte Beaufsichtigung nur bis zu den oben angegebenen gewitzen Terminen sich fort-setzt, dann aber von selbst ein Ende haben muß. Aus der eigentlichen Aufsicht wird zu-letzt jenes freundartige Verhältnis, das sich als solches immer klarer constituirt, jemehr der Betreffende in eine selbständige Lebensstellung eiutritt, ein Geschäft etablirtund etwa seinen eigenen Herd begründet. Das Verhältnis ist ähnlich dem zwischeneinem früheren Schüler oder Zögling zu seiner Schule oder zur Erziehungsanstalt, inder er erzogen worden. Wo das Band ein kindlicheres bleibt, findet es seine Analogiein dem Bande, das Eltern und herangewachsene, selbständig gewordene Söhne undTöchter verbindet; die Anstalt bleibt für solche die Stätte, wo sie sich Raths erholen,wohin sie, als zur Freundschaft auch später ihre Familien, ihre eigenen Kinder führen,in der sie, wenn es möglich ist, die Feste mitfeiern, wohin sie auch aus der Ferne zuZeiten einen Brief richten u. s. w. Aber auch, wo das alles nicht stattfände, kanndoch das Pietätsverhältnis bestehen und tritt es bei zufälligem Wiederzusammentreffenwieder hervor. Von diesem Standpuncte aus sind die in der Uebersicht zusammengesetztenUrtheile abgegeben. Man vergesse dabei zugleich nicht, daß die Personen, auf die sichdie Urtheile beziehen, in den seit lange, ja seit 20 und 30 und mehr Jahren bestehen-den Anstalten keine Kinder, sondern Männer und Frauen und größtentheils Trägereines eigenen Hausstandes und in Mehrzahl Väter und Mütter geworden sind. Auchkönnen diese Urtheile alle nur lloo bis zu dem Moment, wo zuletzt Kunde vonihnen eingegangen ist, gelten. Eine nicht geringe Zahl der Betreffenden ist bereits ver-storben; in der letzten Rubrik der Tabelle haben etliche Anstalten auch diese letzterenbesonders mit aufgeführt, was aber im ganzen unthunlich bleibt. Längere Zeithabe ich geschwankt, ob die Uebersicht nicht besser in tabellarischer Form gegeben wer-den möchte, wobei jede einzelne Anstalt mit ihrem besonderen Resultat sichtbar gewor-den wäre; allein indem ich mir solche noch umfassendere Mittheilung für eine andereStelle Vorbehalte, schien es an diesem Ort genügend, so zu verfahren, wie es im Nach-folgenden geschehen. Es sind in alphabetischer Ordnung die verschiedenen Länder unddiejenigen Anstalten, die zur Aufstellung des Resultates beigetragen, aufgefllhrt. Diebei jeder Anstalt hinzugefügte Zahl weist die Dauer der Anstalt bis zu Ende desJahres 1867 nach. Es sind übrigens viel mehr Anstalten befragt worden, alshier aufgeführt. Dieselben haben aber entweder gar nicht oder in einer so ungenügen-den Weise geantwortet, daß die gegebenen Zahlen leider nicht haben benützt werdenkönnen. Unter den nachbenannten 79 Anstalten, deren Selbstzeugniffe der Nachfolgen-