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3 (1862) Göthe - Kindsmädchen
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©ropritannieit unb SWanb-

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Mangel einer ©djulbehörbe erfe($en. ©ie ftnto nur ©efdjäftSleute. Unb gtt tl;un giebtes genug für fie, ba ber 2el;rerwedjfel fet>r häufig, in manchen ^ßriuatfdjulen fogar Siegelift. Oie 23efotbung ber Setjrer ift fefyr oerfd;ieben. Oie Rectoren unb Oberlehrer be=fonberS an ben alten ©dfulen haben ein beträd;tlid)eS Sinlontmen, fonft oießeid;t 2. 2 — 300 ,g. 01;. aber nur 2. 150 . Oie Outoren ober Sprachlehrer i n Softfd;uten h a & en bur<h=fdjnittlid; 2. 50 , aufjer Soft unb SBoIjnung (bie 33acangen abgerechnet), bie clafftfdjen Ou=toren haben met;r. 21ber ber Unterfd;ieb ift gu groß, als baß fid; etwas genaueresbeftimmen ließe. Oenit mandje claffifdje 2et;rer in EPrioatfdjuIen finb fel;r gut gefteßt,unb mandje Untertehrer hoben außer Soft unb SEBohnung nur 2. 25 , ja 2. 10 .

Oie S na ben werben non ben 2ehrern meift mit 2ld;tung unb Skrtrauen beljan»bett. 9J?an läßt fie unb fte taffen ftdj mei;r gehen atS in Oeutfd;lanb. ©ie erfd;einenunbefangener unb aufrichtiger, aber aud; unbefümmerter atS in Oeutfd;lanb. 3n benöffentlichen ©cfjulen heißen fie bis gum Stbgang nett ber ©d;ute im 18 . ober 19 . 3abreSnaben (Boys) unb finb ftolg auf ben 9?ameu Upper Boy. 3n ißrioatfdjuten Werbenfte oietmehr atS „junge Herren" bel;anbelt. Oie Snaben geigen nicht bie 2ebl;aftigfeitober oielmehr nidjt bie 21rt ber 2ebhaftigteit unb beS grcIjfinnS wie bie beutfd;en.

Oie 307e11;obe beS Unterrichts ift im 33ergleidj mit Oeutfdjlanb nted;aitifd).Oie 2ectionen beftel;en gum Oh e ^ nur 5n 2Ibi;ören ber (oft ohne grünblidjeS 23erftänb=niS) auSWettbig gelernten ißenfen. Sine ©rautmatil g. 33. ober ein gefd;id;tlidjer obergeograpljifcher Sated;iStnuS Wirb üon 21 bis 3 burdjgelernt, fo unb fo Diele 3eilen perOag. 2l(lein in nieten, befonberS ben neuern ©d;ulen ift bie Sftethobe non ber beutfdjennicht oerfdjieben. SSieleS erfd;eiut aud; auf ben erften Olid med;anifd;er als eS in berOhat ift. SJtan lönnte fagen, bie SDtetljobe ift mehr pofitio als l;euriftifd; ober folra=tifd;. SS wirb mehr baS ©ebädjtnis als baS Oenlen gepflegt. Oer ©d;itler fofl erfteinen guten 2Bortfd;ah fid; erwerben, mit ber ©pradje oertraut werben, ehe er an baseigene ©d)affen get;t unb erft Was lernen, ehe er was wiffen miß, baher nie! mehr aus bem2ateinifd;en nnb @ried;ifd;en als in biefe ©prad;en überfe^t wirb. Oa§ 2luSwenbiglernennun — wenn nid;t übertrieben — wirb nid;t gu tabein fein. 21ud; ift es gewiß lein9tac6theif, Wenn ber ©cbüler gehalten wirb, ben 2ehrftoff ftch nößig angueignen, wenn ermehr lernt als fdjreibt, mel;r bem ©ebädjtnis als bem Sßapier nertraut, wogegen inOeutfdjlanb mand;er @d;itler, WaS er fcpWarg auf Weiß befifst, getroft nad; fpaufe trägtunb Port liegen lägt. OaS gelb ber Unterrid;tSfäd;er ift befdjränlter als in Oeutf<h=lanb unb baS non rnulta sed nrnltum gilt befonberS in ben alten ©djuten.

3nt 23tid auf bie äJtetljobe uno ben 2et;rftoff wirb man fd;Wertid; fagen lönneit,

baß fid; beim englifd;en ©d;ulwefen aßeS auf baS 2eben begiehe. 3n le(3ter 3nftang

freilid), fo gut wie überafl, aber nid;t in erfter. Oie ipauptftage, bie gegen bie alten©djulen erhoben wirb, ift ja bie, baß fie unpraltifd; feien unb eben baS, waS man fürs2eben brauche, nicht gewähren. 23ei ben anbern ©d;ulen aber wirs eben baS als 33or=

gug aitgefel;en, baß fie bie 0xeaIfäd;er in ben Unterrid;t hereingiehen. 3ft ein Uuterfd;ieb

groifdjen beutfdjen unb englifchen ©djulen, fo wirb man eher fagen lönneit, unb tarntbaS Imnbertmal non Snglänbern felbft hören, baß ber Snabe in Oeutfdjlanb mel;rlernt, WaS er braudjett tann als hier - .

Oie ©d;ttlbüd;er finb non äußerft nerfd;iebenem SEBerthe unb in Unmaffe oor=hanbeit, ba jene ©d;ule ihre eigenen 23üd;er haben lann, unb bie Sinfül;rung felbft=nerfaßter 33üd;er für ben 2ei;rer oft eine Sinnal;ntSqneße ift. 3n ben alten ©d;ulengeigt fid; nielfad; gäl;eS Rängen am 2llten. 2ißt;’S gried;ifche ©rammatil ift in St.Pauls School im ©ebraud;; bie lateinifdje Eton Grammar gWar feit lurgent fammtTursellinus u. a. in Ston abgefchafft, aber in SBeftminfter unb anbern ©djuten nocheingeführt, ©ie ift ein feljr concifeS 23ud;, im erften Oljeit englifd;, im gweiten (atei=nifd;. Oiefer gweite Oheil enthält gunäd;ft Regeln in 266 Jpepametern über baS Ge=nus, bie unregelmäßigen Oeclinationen unb Sonjugationen. Oiefe brei 2lbfchnitte finb,Wie bie päpfttidjen 23ußeit nach ben 2lnfangSWorten genannt, nämtid; Propria quae