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3 (1862) Göthe - Kindsmädchen
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©ropritaitiücn unb Sdaitb.

tiefe Seime »erben bod) ^aufJtfäc^Iicfj in jenen ©ernten entmicfelt. Unb über biefem @e=»inn bat »an bie ©djattenfeiten berfelben, baß bie mittelmäßigen Snaben »eitig lernen,unb anbereS, gerne überfeben unb gefagt, baß fiir fie biefe ©d;ulen eben nidjt feien.Sind) baS ift als ein S3ortbeil anjufeben, baß b»r bie böberit unb mittleren ©tänbeeinanber näher gebrad)t »erben, ob»ol;l bie ©tanbeSunterfdjiebe feineStoegS fidj ganjocr»ifd}en, unb baß ein faft unzerreißbares S3attb ber greunbfdjaft um Snaben fid}fdjlingt, bie fpäter bie oerfdjiebenften böf;etrt ©teilen in ©taat unb Sirdje betleiben.Unb ge»iß ift eS oon böd>fter 335id;tigleit, baß bem SDrängen auf baS gadjftubiuni ge»genüber biefe Slnftalten eine rein bumaniftifdje SSilbmtg geben, bie auf ber Unioerfttätfortgefebt »irb, baß fie beit Snaben erft jum feingebilbeten Sütanne beranjieben unb bieliberale Silbung öotlenbet feben »ollen, ebe baS ©tnbiuin für ben befonbern ?ebenS=beruf beginnt, ©aber bie befannte (Srfdjeinitng, baß in Suglanb fo häufig Suriften,üDtebiciner unb SDffigiere eine über ihren 33eruf roeit binauSgebenbe 93ilbung, unb »aSbamit jufamnienbängt, ein lebenbigeS Sntereffe für baS SlHgemeine haben. 3n bem ®e=fagten liegen für anbere Sänber manche »idjtige SBittle. @S finb bie Stängel nidjtoerfdjtoiegeit »orben. ©ie finb junt ®b e *t »»l größer als in ähnlichen Slnftalten in®eutfd)Ianb. Slber baS ©etoiebt, baS auf bie Söilbung beS SbarafterS gelegt »irb, bieSrjiebung jur greibeit unb Unterorbnung jugleidj, bie SBecfung beS ®b rs unb s f3flid)t»gefübls, bie enge SBegiebung in bie ber Snabe 51 t feinem SJaterlanbe gefegt »irb, baSauf ihn fielet, fid) um ihn flimmert, bie 33egcifterung für bie SrjiebungSanftalt felbft,bie genaue Selanntfdjaft mit beren ©efdjidjte, beit großen Scannern, bie baranS ber=Oorgegangen, bie babttrd) angeregte Nacheiferung, fo»ie bie Sldjtung oor bem gefd>idjtlid>©egebenen — baS alles finb ißuncte, bie alle 53ead;tung oerbienen unb and) anber»ärtSmehr jur ©eltung fomitten bürften.

9fod) ift übrig auf Einzelnes namentlich tntlßergleid) mit ®eutfdjlanb biujit»eifen.

®ie lieb rer an ben höheren ©d)ulen finb in Snglanb meift &beologen, in ©djott»lanb Suriften. Einen befonberen Sebrftanb giebt eS nid)t. Dber genauer gefagt, ba bieUnioerfitätSbilbung »eit mehr eine allgentein bumaniftifdje als fpecietle gad)bilbung ift,fo finb alle, bie ben UnioerfitätScurfuS burdjgentadjt haben, für baS Sebrantt mehr oberminber Oorbereitet. ®ie englifdjen S©b eo l°S en f»b, »enn fie bie Unioerfttät oerlaffen,im ©runbe nur fPhiiaiaseu. ®ie UnioerfitätSprüfungen ttnb bie afabetnifdjen ©rabeeitteS Baccalaureus (B. A.) ober Magister Artium (M. A.) unb ber ebenfalls nur einehöhere claffifdje S3ilbuttg begeidjnettbe ©rab eines Doctor legis civilis (D. C. L.) er»fe^en gemißerntaßen ein pbiloiosifdjeS Eyamen. ®a in Dyforb bie clafftfdjen, in Sam»bribge bie matbematifdjen ©tubien oor»iegen, fo »erben bie bPhilologen gemöbnlidjoon Dyforb, bie 501atbematifer 001 t Eambrioge berufen. SDteift treten bie SCbcoIogcn,nad)bent fie eine ßeit lang als bb*M c 3ifä) e Sebrer functionirt, in baS fßfarramt ein,außer »eittt fie zu einträglicheren ?ebrftetlen emporfteigen. 3 »ifdjen ben ftubirten unbgrabuirten Sebrern aber unb ben uidjtftubirten (ben |jülfslebrern, Unterlebrern) ift einegroße Sluft, »aS ihre fociale ©tellung uitb ihr Einlommen betrifft. ®ie Uuterlebrererhalten ihre SBilbung »0 uitb »ie fie fönnen, unb ba ihnen ber Lehrberuf eigentlichnur ein ErtoerbSjmeig ift, fo geben fie audj gerne 51 t einem anberen, einträglidjeren @e=febäft, als ©direiber u. f. ». über. Geben fo »enig ebenbürtig finb bie auSlänbifd^en©pradjlebrer, bie aflerbingS juitt ®beil tüchtig gebilbete SRänner unb Philologen oongad) finb, aber jttm großem ®beit Seute aus allen ©tänben, S3olfSfd)itllebrer, bie unterbiefen »eit bie beften finb unb meift il» ©lücf machen, bann ©d;reiber, ^anblungS»biener, Seltner, ©djneiber. Slttd) ift baS jubendjriftlidje Element ftarf oertreten, ©iefinb natürlich „pofefforen" ober Doctores in partibus. ©oI<beS ift möglich < ba leineSegitimirung erforberlicb ift unb lein Sebrereyamen beftebt. Es bat z»ar eine püfungS»coutmiffion fidj gebilbet, „The College of Preceptors“, beffen fßrüfungen fiih itnter»erfenfann, »er »iH, aber ge»öbnlidj »erben bie Sebrer nur auf gnißfeblung angefteHt unbmeift oon ©^ulagenten, beren eine große 3 abt ift, herfdirieben. ®iefe müßen ben