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[1] (1821) [Altes Testament]
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1005
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Vom Bel und Drachen zu Babel.

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Vom Bel

65 .A^ach dem Tode Astyagis kam das König-^ reich an Cyrum aus Persien.

1. Und * Daniel war stets um den König undehrlicher gehalten, denn alle Freunde des Königs.

* Dan. 6 / 28.

2. Nun hatten die zu Babylon einen Abgott,der hieß Bel: dem mußte man täglich opfernzwölf Malter Weizen, und vierzig Schafe, unddrey Eimer Wein.

3. Und der König dienete dem Abgott selbst,und ging täglich hinab, denselben anzubethen;aber Daniel bethete feinen Gott an.

-L. Und der König sprach zu ihm: Warumbethest du nickt auch den Bel an? Er abersprach: Ich diene nicht den Götzen, die mitHänden gemacht sind; sondern dem lebendigenGott, der Himmel und Erde gemacht hat undein Herr ist über alles, was da lebet.

5. Da sprach der König zu ihm : Hältst dudenn den Bel nicht für einen lebendigen Gott?Sieheft du nicht, wie viel er täglich isset und trinket ?

6. Aber Daniel lachte, und sprach: Herr König,laß dich nicht verführen; denn dieser Bel istinwendig nichts, denn Leimen, und auswendigehern, und * hat noch nie nichts gegessen.

* Sir. 30 , iS.

7 . Da ward der König zornig, und ließ allefeine Priester rufen, und sprach zu ihnen: Wer-det ihr mir nicht sagen, w?r dieß Opfer ver-zehret ; so müsset ihr sterben.

8. Könnet ihr aber beweisen, daß der Bel sol-ches verzehret; so muß Daniel sterben, denn e«hat den Bel gelästert. Und Daniel sprach: JaHerr König, es geschehe also, wie du geredet Haft.

s. Es waren aber ihrer siebenzig Priester desBels, ohne ihre Weiber und Kinder. Und derKönig ging mit Daniel in den Tempel des Bels.

io. Da sprachen die Priester desselben: Siehe,wir wollen hinaus gehen; und du , Herr König,sollst dic Speise und den Trank selbst barschen,und die Thür nach dir zuschließen, und mit dei-nem eigenen Ringe versiegeln.

zu Babel.

i i. Und wenn du Morgens früh wiederkommstund findest, daß der Bel nicht alles verzehrthabe, so wollen wir gerne sterben; oder Danielmuß getödtet werden, der solches auf uns gelogenhat.

12. Sie * verließen sich aber darauf, daß siehatten einen heimlichen Gang unter dem Tischgemacht; durch denselben gingen sie allezeit hin^ein, und verzehreten, was da war. ' Bar. 6 ,27.

13 . Da nun die Priester hinaus waren, ließder König dem Bel die Speise versetzen. AberDaniel befahl seinen Knechten, baß sie Aschehohlsten, und ließ dieselbige streuen durch denganzen Tempel, vor dem Könige. Darnach gingensie hinaus, und schloffen die Thür zu, und versie-gelten sie mit des Königes Ringe, und gingen davon.

1^. Die Priester aber gingen des Nachts hinein,nach ihrer Gewohnheit, mit ihren Weibern undKindern, fraßen und soffen alles, was da war.

15. Und des Morgens sehr frühe war der Königauf, und Daniel mit ihm.

16. Und der König sprach: Ist das Siegelunversehrt?

17. Er aber antwortete: Ja, Herr König.Und so bald die Thür aufgethan war; sah derKönig auf den Tisch, und rief mit lauter Stimme:Bel, du bist ein großer Gott, und ist nicht Be-trug mit dir!

18. Aber Daniel lachte, und hielt den König,daß er nicht hinein ging, und sprach: Siehe aufden Boden, und merke, weß sind diese Fußstapfen ?

19. Der König sprach: Ich sehe wohl Fuß-stapfen Männer, und Weiber, und Kinder.

20. Da ward der König zornig, und ließ diePriester fangen mit ihren Weibern und Kindern.Und sie mußten ihm zeigen die heimlichen Gänge,dadurch sie waren ein-und ausgegangen undverzehret hatten, was auf dem Tisch war.

21. Und der König ließ sie tödten, und gabDaniel den Bel in seine Gewalt: derselbe zer-störete ihn und seinen Tempel.

Vom Drache

22.(Ls war auch ein großer Drache daselbst,den die zu Babel anbetheien.

23. Und der König sprach zu Daniel: Wie?Willst du von dem auch sagen, daß er nichts,denn ein eherner Götze sey? Siehe, er lebet ja:denn er isset und trinket; und kannst nicht sagen,

n zu Babel.

daß er nicht ein lebendiger Gott sey. Darumso bethe ihn an.

2^. Aber Daniel antwortete: Ich will denHerrn, meinen Gott, anbethen; denn derselbeist der lebendige Gott.

25. Du aber, Herr König, erlaube mir, so