Die Bikel, die ganze Heilige Schrift des alten «ni nenen Testaments. Erste Auflage. Basel, bey der Deutschen Bibel-Anstalt. / 18 2 1 . Verzeichniß aller Bücher des Alten T e st a m e ir t s. Historische Bücher. Cap. Seite. i. Das i Buch Mose. so i 2 . Das 2 Buch Mose. 40 55 Z. Das 3 Buch Mose. 27 98 4. Das 4 Buch Mose. 36 130 s. Das 5 Buch Mose. " 34 174 6. Das Buch Josua. 24 213 7. Das Buch der Richter. 21 238 8. Das Buch Ruth. 4 264 9. Das i Buch Samuels. 31 268 io. Das 2 Buch Samuels. 24 302 i i. Das i Buch vou den Königen. 22 330 12 . Das 2 Buch vou den Königen. 25 363 13. Das i Buch der Chronica. 30 394 14. Das 2 Buch der Chronica. 36 424 is. Das Buch Esra. 10 459 16 . Das Buch Nehemia. 13 470 17. Das Buch Esther. 10 485 Lehrbücher. 18. Das Buch Hiob. 42 492 is. Der Psalter. 150 521 20 . Die Sprüche Salomons. 31 590 21 . Der Prediger Salomo. 12 614 22 . Das Hohelied Salomons. 8 622 Die Propheten. i. Jesaja. 66 627 2 . Ieremta. 52 680 Klaglieder Jeremiä. 5 739 3. Hesekiel. 48 744 4. Daniel. 12 797 Cap. Seite. 5. Hosea. 14 813 6. Joel. 3 821 7. Amos. 9 824 8. Obadja. 1 830 9. Jona. 4 631 io. Micha. 7 833 i i. Nahum. 3 837 12 . Habakuk. 4 839 13. Zephanja. 3 842 14. Haggai. 2 844 15. Sacharja. 14 846 16 . Maleachi. 4 855 Apocryphische Bücher. i. Das Buch Judith. 16 858 2 . Die Weisheit Salomons. 19 870 3. Das Buch Tobiä. 14 886 4. Das Buch Jesus Sirach. 51 896 5. Das Buck Baruch. 6 938 6. Das i Buch der Maccabäer. 16 946 7. Das 2 Buch der Maccabäer. 15 977 8. Stücke in Esther. 9(8) 999 9. Historia von der Susanua und Daniel. 1 1003 io. Vom Bel zu Babel. 1 1005 ii. Vom Drachen zu Babel. 1 1005 12 . Das Gebell) Asariä. 1 1006 13. Der Gesang der drey Männer im feurigen Ofen. 1 1007 14. Das Gebeth Manasse. 1 1008 Die Heilige Schrift. Altes Testament. Das erste Buch Mose. Das 4. Capitel. Schöpfung der Welt. ' Anfang schuf Gott H Himmel und Erde. ' Soh. 1 , 1 . Col. I. 16 . Ebr. 11 , 3 . ' 1- Ps. 33/ 6. 102/ 26. 2. Und die Erde war wüste und leer/ und es war finster auf der Tiefe; und der * Geist Gottes schwebete auf dein Wasser. * Hiob 33 / 4 . P,-. 33 ,6. Z. Und Gott sprach: * Es werde Licht. Und es ward Licht. * 2 Cor. 4. 6 . Und Gott sah/ daß das Licht gut war. Da schied Gott das ' Licht von der Finsterniß. * Esch. 4.5. 7. 6 . Und nannte das Licht Tag / und die Finsterniß Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag. 6. Und Gott sprach: * Es werde eine Feste zwischen den Wassern; und die sey ein Unterschied zwischen den Wassern. * Hiob 37/1«. Ps. » 6 ,3. 7 . Da machte Gott die Feste / und schied ' das Wasser unter der Feste/ von dem Wasser über der Feste. Und es geschah also. * Ps. 104/ 3. 1-48/ 4. Irr. io, 12 . c. 31/ 13 . 5. Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der andere Tag. 9. Und Gott sprach: Es sammle fich * das Wasser unter dem Himmel an besondere Oerter, daß man das Trockene sehe. Und es geschah also. * Hiob 38/ 8. Ps. 33/ 7. 104/ 7. 9. 136/ 6. 40. Und Gott nannte das Trockene Erde/ und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah / daß * es gut war. * v. 31 . 11. Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut / das fich besame; und fruchtbare Bäume/ da ein Jeglicher nach seiner Art Frucht trage/ und habe seinen eigenen Samen bcy fich selbst auf Erden. Und es geschah also. 42. Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut/ das fich besamett/ ein Jegliches nach seiner Art; und Bäume / die da Frucht trugen/ und ihren eigenen Samen bey fich selbst hatten / ein Jeglicher nach seiner Art. Und Gott sah/ daß es gut war. 13. Da ward aus Abe'.:d und Morgen der dritte Tag. 4^1. Und Gott sprach: Es werden * Lichter an der Feste des Himmels / die da scheiden Tag und Nacht/ und geben Zeichen, H Zeiten, Tage und Jahre. * Ps-104, is. 20. i 36 ,7. -s c. 8 ,22. 45. Und seyen Lichter an der Feste des Himmels , daß sie scheinen auf Erden. Und es geschah also. 4 6 . Und ' Gott machte zwey große Lichter; ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch Sterne. * § Mos. 4 / lö. Hiob. 9 / 9 . 4 7 . Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, daß fie schienen auf die Erde, 4 8 . Und den Tag und die Nacht regiereten, und schieden Licht und Finsterniß. Und Gott sah, daß es gut war. 19. Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag. 20. Und Gott sprach: Es errege sich das Wasser mir webenden und lebendigen Thieren, und mit * Gevögel, das auf Erden unter der Feste des Himmels fliege. * c. 2,1?. 21. Und Gott schuf große * Wallfische, und allerlei) Thier, das da lebet und webet, und vom Wasser erreget ward, ein Jegliches nach seiner Art; und allerley gefiedertes Gevögel, ein Jegliches nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. * Hiob 40,20. Ps. 104,26. 22. Und Gott segnete sie, und sprach: Seyd fruchtbar * und mehret euch, und erfüllet das Wasser im Meer; und das Gevögel mehre fich auf Erden. '». 2». c. 8 ,17. c. 9,1.7. 23. Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag. 2^. Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Thiere, ein Jegliches nach seiner Art; Vieh, Gewürm und Thiere auf Erden, ein Jegliches nach seiner Art. Und es geschah also. 2ö. Und Gott machte die Thiere auf Erden, ein Jegliches nach seiner Art, und das ' Vieh nach seiner Art, und allerley Gewürm auf Erden A 2 Schöpfung des Menschen. Sabbath. 1 Mose 1. 2. Paradies. Ehestand eingesetzet. nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. * Hiob 12/ 7 . ff. 26. Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, * ein Bild, das uns gleich sey, die da herrschen über die Fische im Meer, und über die Vögel unter dem Himmel, und über das Vieh, und über die ganze Erde, und über alles Gewürm, das auf Erden kriechet. *c.-/i. c. 9/6. Eos. 4 / 24 . 27 . Und * Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und er schuf ste, einMänn- leiu und Fräulein. *0.2/7.21.22. MM. 19/4. Marci 10/ 6 . i Cor. 11/ 7 . Eph. 4 / 24 . i Tim. 2/ 13 . 28. Und Gott segnete ste, und sprach zu ihnen: * Seyd fruchtbar und mehret euch, und füllet die Erde, und machet ste euch uuterthan, und herrschet über Fische im Meer, und über Vögel unter dem Himmel, und über alles Thier, das auf Erden kriechet. - *0.22. «,. 29. Und Gott sprach: Sehet da, ich * habe euch gegeben allerley Kraut, das sich besamet, auf der ganzen Erde, und allerley fruchtbare Bäume, und Bäume, die sich besamen, zu eurer Speise; * c. 9 / z. 30. Und allem Thier auf Erden,' und allen Vögeln unter dem Himmel, und allem Gewürms , das da lebet auf Erden, daß sie allerley grünes Kraut * essen. Und es geschah also. * Ps. 147 / 9 . 31 . Und Gott sah * an Alles, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag. *2^.39,43. Das 2. Capitel. Nom Sabbath / des Menschen wesentlichen Theilen/ Paradieögarten/ Gottes Gebolh und Ehestand. 1. Aslso ward vollendet Himmel und Erde mit ^ ihrem ganzen Heer. 2. Und also vollendete Gott * am siebenten Tage seine Werke, die er machte; und i- ruhete am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er machte; * 2 Mos. 20/ n. c. 31.17. 3 Mos. -/14. H Esaj. 40 / 28. Ebr. 4 / 4 . 3 . Und segnete den siebenten Tag, und heiligte ihn, darum, daß er an demselben geruhet hatte von allen seinen Werken, die Gott schuf und machte. - 4 . Also ist Himmel und Erde geworden, da sie geschaffen sind, zu der Zeit, da Gott der Herr Erde und Himmel machte; 5. Und allerley Bäume auf dem Felde, die zuvor nie gewesen waren auf Erden, und allerley Kraut auf dem Felde, das zuvor nie gewachsen war. Denn Gott der Herr hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und war kein Mensch, der das Land bauete. 6. Aber ein Nebel gieng auf von der Erde, und feuchtete alles Land. 7. Und Gott der Herr * machte den Menschen aus einem Erdenkloß, und er blies ihm ein den lebendigen Athem in seine Nase. Und -t also ward der Mensch eine lebendige Seele. * c. 1/ 26. -s i Cor. 13/ 43. 8. Und Gott der Herr * pflanzte einen Garten in Eden, gegen Morgen, und setzte den Menschen darein, den er gemacht hatte. * c. i/ n. 12. 9. Und Gott der Herr ließ aufwachsen aus der Erde allerley Bäume, lustig anzusehen, und gut zu essen, und den * Baum des Lebens mitten im Garten, und den Baum des Erkenntnisses Gutes und Böses. * Off 2/7. 10. Und es gieng aus von Eden ein Strom, zu wässern den Garten, und theilete sich daselbst in vier Hauptwasser. 11. Das erste heißt Pison, das fließet um das ganze Land Hevila, und daselbst findet man Gold. 12. Und das Gold des Landes ist köstlich, und da findet man Bedellion, und den Edelstein Onyx. 13. Das andere Wasser heißt Gihon, das fließet um das ganze Mohrenland. 1^1. Das dritte Wasser heißt Hidekel", das fließet vor Assyrien. Das vierte Wasser ist der Phrath. * Dm. io/ 4. 15. Und Gott der Herr nahm den Menschen, und setzte ihn in den Garten Eden, daß er ihn bauete und bewahrete. 16. Und Gott der Herr geboth dem Menschen, und sprach: Du sollst essen von allerley Bäumen im Garten. 17. Aber von dem Baum des Erkenntnisses Gutes und Böses sollst du nicht essen. Denn * welches Tages du davon issest, wirft du des -t Todes sterben. * 1 Kön. 2/ 37. H Rom. 3/ 12. 18. Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch * allein sey; ich will ihm eine Gehülfinn machen, die um ihn sey. *Prcd. 4/8. 9. 19. Denn als Gott der Herr gemacht hatte von der Erde allerley Thiere auf dem Felde, und allerley Vögel unter dem Himmel, brachte Der ersten Menschen Fall. 1 Mose 2. 3. Verheissung des Messiä. 3 er sie zu dem Menschen, daß er sähe, wie er sie nennete: denn wie der Mensch allerley lebendige Thiere nennen würde, so sollten sie heissen. 20. Und der Mensch ' gab einem jeglichen Vieh/ und Vogel unter dem Himmel/ und Thiere auf dem Felde seinen Nahmen; aber für den Menschen ward keine Gehülfinn gefunden / die um ihn wäre. * Hiob 3 S, 11. 21. Da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen/ und er entschlief. Und er nahm seiner Rippen eine / und schloß die Stätte zu mit Fleisch. 22. Und Gott der Herr * bauete ein Weib aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm. * i Cor. n,». i Tim. 2,13. 23. Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinen Beinen, und Fleisch von meinem Fleisch. Man wird sie Märminn heissen, darum, * daß sie vom Manne genommen ist. * 1 Cor. 11 / 8 . 23. * Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen, und an seinem Weibe hangen, und sie werden seyn Ein Fleisch. * Matth. 19. s. 25. * Und sie waren beyde nackend, der Mensch und sein Weib; und schämeten sich nicht. * c. 3, 7. Das 3. Capitel. Adam und Eva sündigen. Ihre Strafe. Verheissung des NcsslS. I.ljnd die Schlange war listiger, denn alle Thiere auf dem Felde, die Gott der Herr gemacht hatte, und sprach zu dem Weibe: Ja, sollte * Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allerley Bäumen im Garten? * c. 2,16. 2. Da sprach das Weib zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; 3. Aber von den Früchten des Baums mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret es auch nicht an, daß ihr nicht sterbet. 3. Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet * mit Nichten des Todes sterben; * Joh. 8 / 44 . 2 Cor. 11 / 3 . 5. Sondern Gott weiß, daß, welches Tages ihr davon esset, so werden eure Augen aufgethan, und werdet seyn wie Gott, und wissen, was gut und böse ist. 6 . Und das Weib schauete an, daß von dem Baum gut zu essen wäre, und lieblich anzusehen, daß es ein lustiger Baum wäre, weil er klug machte; und nahm * von der Frucht, und aß, und gab ihrem Manne auch davon, und er aß. * 1 Tim. 2 / i-j. 7 . ^ Da wurden ihrer beyder Augen aufgethan, und wurden gewahr, daß sie nackend waren; und flochten Feigenblätter zusammen, und machten ihnen Schürze. *«. 2,2-. s. Und sie höreten die Stimme Gottes des Herrn, der im Garten qieng, da der Tag kühle geworden war. Und Adam versteckte sich mit seinem Weibe vor dem Angesicht Gottes des Herrn, unter die Bäume im Garten. 9. Und Gott der Herr rief Adam, und sprach zu ihm: Wo bist du? 10. Und er sprach: Ich hörete deine Stimme im Garten, und fürchtete mich, denn ich bin nackend; darum versteckte ich mich. 11. Und er sprach: Wer hat dir's gesagt, daß du nackend bist? Hast du nicht gegessen von dem Baume, davon * ich dir geboth, du solltest nicht davon essen? * c. 2/16.17. 12. Da sprach Adam: Das * Weib, das du mir zugesellet Haft, gab mir von dem Baume, UNd ich aß. *v. 6 . 2 Cor. ii/ 3 . 13. Da sprach Gott der Herr zum Weibe: Warum hast du das gethan? Das Weib sprach: Die Schlange betrog mich also, daß ich aß. 13. Da sprach Gott der Herr zu der Schlange: Weil du solches gethan hast, seyest du verflucht vor allem Vieh, und vor allen Thieren auf dem Felde. Auf deinem Bauch sollst du gehen, und Erde essen dein Lebenlang. 15. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe, und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. * Derselbe soll dir den Kopf zertreten; und du wirft ihn in die Ferse stechen. * 1 Joh. 3 / 8 . 16. Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viele Schmerzen schaffen, wenn du schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebären, * und dein Wille soll deinem Manne unterworfen seyn , und er soll dein -k- Herr seyn. * Joh. 16/ 21. -f 1 Cor. 11 / 3 . c. 14 / 31 . Evh. 3 / 22. 1 Tim. 2/11. 12. Tit. 2/ L. 1 Petr. 3 / 6 . 17. Und zu Adam sprach er: Dieweil du hast gehorchet der Stimme deines Weibes, und gegessen von dem Baume, davon ich dir geboth, und sprach: Du sollst nicht davon essen; 'verflucht sey der Acker um deinetwillen, mit Kummer sollst du dich darauf nähren dein Lebenlang.' Pf. 107/ 31. 18. Dornen und Disteln * soll er dir tragen, und sollst das Kraut auf dem Felde essen. ' Hiob 31 / 4 o. Jcr. 12/ 13 . 19. Im ' Schweiß deines Angesichts sollst du A 2 4 bairrs Brudermord. 1 M 0 se 3 . 4 . Seine Nachkommen. dein Brot essen , bis daß du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist 7 Erde, und sollst zu Erde werden. * 2 Thess.' 3/ io. ff c. 13/ 27. 20. Und Adam hieß sein Weib Heva, darum, daß ste eine Mutter ist aller Lebendigen. 21. Und Gott der Herr machte Adam und seinem Weibe Röcke von Fellen, und zog sie ihnen an. 22. Und Gott der Herr sprach: Siehe, Adam ist geworden als Unser einer, und weiß, was gut und böse ist. Nun aber, daß er nicht ausstrecke seine Hand, und breche auch von dem Baume des Lebens, und esse, und lebe ewiglich. 23 . Da ließ ihn Gott der Herr aus dem Garten Eden, daß er das Feld bauete, davon er genommen ist. 24. Und trieb Adam aus, und lagerte vor den Garten Eden den Cherubim mit einem bloßen * hauenden Schwerte, zu bewahren den Weg zu dem Baume des Lebens. * ^ Mos. 22/ 2z. Das 4. Capitel. Cains Brudermord. Seine Nachkommen. 1. HHnd Adam erkannte sein Weib Heva, und * sie ward schwanger, und gebar den Cain, und sprach: Ich habe den Mann, den Herrn. 2. Und sie fuhr fort, und gebar Habel, seinen Bruder. Und Habel ward ein Schäfer, Cain aber ward ein Ackermann. 3 . Es begab sich aber nach etlichen Tagen, daß Cain dem Herrn Opfer brachte von den Früchten des Feldes; Und Habel brachte auch von den Erstlingen seiner Herde, und von ihren Fetten. Und der Herr sah * gnädiglich an Habel und sein Opfer. * Ebr. 11/ L 5 . Aber Cain und sein Opfer sah er nicht gnädiglich an. Da ergrimmete Cain sehr, und seine Geberden verstelleten sich. 6 . Da sprach der Herr zu Cain: Warum ergrimmest du? Und warum verstellen sich deine Geberden? 7. Ist es nicht also ? Wenn du fromm bist , so bist du angenehm; bist du aber nicht fromm, so ruhet die Sünde vor der Thür. Aber laß du ihr nicht ihren Willen, * sondern herrsche über sie. * Rom. 6/ 12 . 8. Da redete Cain mit seinem Bruder Habel. Und es begab sich, da sie auf dem Felde waren, erhob sich Cain wider seinen Bruder Habel, und * schlug ihn todt. 'Matth. 23 / 3 ä. 1 Loh. 3 / 12 . Ep. 8udä V. 11. 0. Da sprach der Herr zu Cain: Wo ist dein Bruder Habel? Er sprach: Ich weiß es nicht; soll ich meines Bruders Hüther ftyn? ^ io. Er aber sprach: Was hast du gethan? Die Stimme deines Bruders * Bluts schreyet zu mir von der Erde. * Ebr. 12,24. 11. Und nun verflucht seiest du auf der Erde, die ihr Maul hat ausgerhan, und deines Bruders Blut von deinen Händen empfangen. 12. Wenn du den Acker bauen wirst, soll er dir fort sein Vermögen nicht geben. Unftät und flüchtig sollst du seyn auf Erden. 13. Cain aber sprach zu dem Herrn: Meine Sünde ist größer, denn daß sie mir vergeben werden möge. i l. Siehe, du treibest mich heute aus dem Lande, und muß mich vor deinem Angesicht ' verbergen, und muß unstät und flüchtig seyn auf Erden. So wird mirs gehen, daß mich todt schlage, wer mich findet. * Hiob 13/ 20 . ff. 15. Aber der Herr sprach zu ihm: Nein, sondern wer Cain todt schlägt, das soll sieberr- fältig gerochen werden. Und der Herr machte ein Zeichen an Cain, daß ihn niemand erschlüge, wer ihn fände. 16. Also gieng Cain von dem Angesicht des Herrn, und wohnete im Lande Nod, jenseit Eden, gegen Morgen. 17. Und Cain erkannte sein Weib, die ward schwanger, und gebar den Hanoch. Und er bauete eine Stadt, die nannte er nach seines Sohnes Nahmen, Hanoch. 18. Hanoch aber zeugete Jrad, Jrad zeugete Mahujael, Mahujael zeugete Methusael, Me- thusael zeugete Lamech. iy. Lamech aber nahm zwey Weiber; eine hieß Ada, die andere Zilla. 20. Und Ada gebar Iabal; von dem sind hergekommen, die in Hütten wohneten, und Vieh zogen. 21. Und sein Bruder hieß Iubal; von dem sind hergekommen die Geiger und Pfeifer. 22. Die Zilla aber gebar auch, nähmlich den Thubalkain, den Meister in allerlei) Erz und Eisenwerk. Und die Schwester des Thubalkain war Naema. 23. Und Lamech sprach zu seinen Weibern, Ada und Zilla: Ihr Weiber Lamechs, höret meine Rede, und merket, was ich sage: Ich habe einen Mann erschlagen mir zur Wunde/ und einen Jüngling mir zur Beule; Cains und 1 Mose 5. 6. Adams Geschlecht. Sünden 2-4. Cain soll siebenmahl gerochen werden, aber Lamech sieben und siebcnzig mahl. 25. Adam erkannte abermal sein Weib, und sie gebar einen Sohn, den hieß sie * Seth. Denn Gott hat mir, sprach sie, einen andern Samen gesetzet für Habel, den Cain erwürget hat. * c. 3/ 3. 26 . Und Seth zeugete auch einen Sohn, und hieß ihn Enos. Zu derselbigen Zeit sieng man an zu predigen von des Herrn Nahmen. Das 5. Capitel. Geschlechts - Register der Patriarchen ve» Adam an bis ans Noah. i.^ieß ist * das Buch von des Menschen ^ Geschlecht. Da 1- Gott den Menschen schuf, machte er ihn nach dem Gleichniß Gottes; * t Chr. t, i. ff. ff c. i, 2/. c. 2 / 7. c. 9/ 6. 4«. Jared war hundert und zwey und sechzig Jahre alt, und zeugete Henoch; 19. Und lebte darnach acht hundert Jahre, und zeugere Söhne und Tochter; 20 . Daß sein ganzes Alter ward neun hundert zwey und sechzig Jahre, und starb. 21 . Henoch war fünf und sechzig Jahre alt, und zeugete Methusalah. 22 . Und nachdem er Methusalah gezeuget hatte, blieb er in einem göttlichen Leben drey hundert Jahre, und zeugete Sohne und Tochter; 23. Daß sein ganzes Alter ward drey hundert fünf und sechzig Jahre. 2-4. Und* dieweil er ein göttliches Leben führete, 7 nahm ihn Gott hinweg, und ward nicht mehr gesehen. * Ebr. 11/ 3. Ep. Lud. v. ii. ff Es. 37/ 1. 2 . 2 . Und schuf sie ein Männlein und Fräulein, und segnete sie, und hieß ihren Nahmen Mensch, zur Zeit, da sie geschaffen wurden. 3 . Und * Adam war hundert und dreyßig Jahre alt, und zeugete einen ff Sohn, der seinem Bilde ähnlich war, und hieß ihn Seth; * Luc. 3/ 38. ff c. st/ 23. i Chr. 1/ i. -4. Und lebte darnach acht hundert Jahre, und zeugete Söhne und Töchter; 5. Daß sein ganzes Alter ward neun hundert und dreyßig Jahre, und starb. 6. Seth war hundert und fünf Jahre alt, und zeugete Enos; 7. Und lebte darnach acht hundert und sieben Jahre, und zeugete Sohne und Tochter; 8. Daß sein ganzes Alter ward neun hundert und zwölf Jahre, und starb. 9 . Enos war neunzig Jahre alt, und zeugete Kenan; 10. Und lebte darnach acht hundert und fünfzehn Jahre, und zeugete Söhne und Töchter; i i. Daß sein ganzes Alter ward neun hundert und fünf Jahre, und starb. 12 . Kenan war siebenzig Jahre alt, und zeugete Mahalaleel; 13. Und lebte darnach acht hundert und vierzig Jahre, und zeugete Söhne und Töchter; i-4. Daß sein ganzes Alter ward neun hundert und zehn Jahre, und starb. 15 . Mahalaleel war fünf und sechzig Jahre alt, und zeugete Jared; 16 . Und lebte darnach acht hundert und dreyßig Jahre, und zeugete Söhne und Töchter; 17 . Daß sein ganzes Alter ward acht hundert fünf und neunzig Jahre, und starb. 25. Methusalah war hundert sieben und achtzig Jahre alt, und zeugete Lamech; 26 . Und lebte darnach sieben hundert zwey und achtzig Jahre, und zeugete Sohne und Töchter; 27. Daß sein ganzes Alter ward neun hu..< neun und sechzig Jahre, und starb. 2 8. Lamech war hundert zwey und achtzig Jahre alt, und zeugete einen Sohn, 29. Und hieß ihn Noah, und sprach: Der wird uns trösten in unserer Mühe und Arbeit auf Erden, die der Herr verflucht * hat. * c. 3/ 17 . 30 . Darnach lebte er fünf hundert fünf und neunzig Jahre, und zeugete Söhne und Töchter; 31. Daß sein ganzes Alter ward sieben hundert sieben und siebenzig Jahre, und starb. 32 . Noah war fünf hundert Jahre alt, und * zeugete Sem, Ham und Japheth. * c. 6/ ui. Das 6. Capitel. Verlstndiguilg der Siindfluth. Vau der Arche oder deS Kostens. 1. C^a sich aber die Menschen begannen zu ^ mehren auf Erden, und zeugete« ihnen Töchter; 2 . Da sahen die Kinder Gottes nach den Töchtern der Menschen, wie sie schön waren, und nahmen zu * Weibern, welche sie wollten. * Matth. 2 y 38. 3 . Da sprach der Herr: Die Menschen wollen sich meinen Geist * nicht mehr strafen lassen, denn sie sind Fleisch. Ich will ihnen noch Frist ff geben hundert und zwanzig Jahre. * Matth. 23/ 37. Apost. Gesch. 7/ 31. ff i Par. 3/ 20 . -4. Es waren auch zu den Zeiten Tyrannen Eingang in den Kasten. 6 -er ersten Welt. Göttl. Befehl an Noah. 1 M auf Erden; denn da die Kinder Gottes die Töchter der Menschen beschliefen , und ihnen Kinder * zeugeten, wurden daraus Gewaltige 7 in der Welt, und berühmte Leute. * Matth. 24/ 38. 7- c. 10/ 8. s. s. Da aber der Herr sah, daß der Menschen Bosheit groß war auf Erden, und * alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar; *c. 8,21. Ma«h. is, 19. 6. Da reuete es ihn, daß er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem Herzen, 7. Und sprach: Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde, von dem Menschen an, bis auf das Vieh, und bis auf das Gewürm, und bis auf die Vögel unter dem Himmel; denn es reuet mich, daß ich fie gemacht habe. 8. Noah aber fand * Gnade vor dem Herrn. * c. 18/ 3. c. 19/ 19. Luc. 1/ 3o. y. Dieß ist das Geschlecht Noah: Noah war ein * frommer Mann, und ohne Wandel, und füh- rete ein göttliches Leben zu seinen Zeiten; * Ebr. 11/ 7. 10 . Und zeugete drey Söhne, * Sem, Ham, und Japheth. *c.-,32. i i. Aber die Erde war verderbet vor Gottes Augen, und voll Frevels. 12. Da sah Gott auf Erden, und stehe, sie war verderbet; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbet auf Erden. 13 . Da sprach Gott zu Noah: Alles Fleisches Ende ist vor mich gekommen, denn die Erde ist voll Frevels von ihnen; und siehe da, ich will sie verderben mit der Erde. i^. Mache dir einen Kasten von Tannenholz, und mache Kammern darinnen, und verpiche sie mit Pech inwendig und auswendig. i s. Und mache ihn also: Drey hundert Ellen sey die Länge, fünfzig Ellen die Weite, und dreyßig Ellen die Höhe. 16 . Ein Fenster sollst du daran machen, oben an, eine Elle groß. Die Thüre sollst du mitten in seine Seite setzen. Und soll drey Boden haben, einen unten , den andern in der Mitte, den dritten in der Höhe. 17. Denn siehe, ich will eine * Sündfluth mit Wasser kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darinnen ein lebendiger Athem ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen. * Ps. 29/10. 18 . Aber mit dir will ich einen Bund auf- lse 6. 7. richten; und du sollst in den Kasten gehen mit deinen Söhnen, mit deinem Weibe, und mit deiner Söhne Weibern. 19. Und du sollst in den Kasten thun allerley Thiere von allem Fleisch; je * ein Paar, Männlein und Fräulein, daß sie lebendig bleiben bey dir. * 7/ 2.9. 20. Von den Vögeln nach ihrer Art, von dem Vieh nach seiner Art, und von allerley Gewürme auf Erden nach seiner Art; von denen allen soll je ein Paar zu dir hinein gehen, daß sie lebendig bleiben. 21. Und du sollst allerley Speise zu dir nehmen, die man isset; und sollst sie bey dir sammeln, daß sie dir und ihnen zur Nahrung da seyen. 22. Und Noah * that alles, was ihm Gott geboth. * c. 7/ L. 2 Mos. 40, 16. Ebr. 11/ 7. Das 7. Capitel. Die Sündfluth bricht ein. i.llnd der Herr sprach zu Noah: Gehe * in " den Kasten, du 7 und dein ganzes Haus; denn dich habe ich 77 gerecht ersehen vor mir zu dieser Zeit. *2^2,5. ch Ap. Gcsch. 16,31. chch Ebr. 11, 7. 2. Aus allerley reinem Vieh nimm zu dir, je sieben und sieben, das Männlein und sein Fräulein; von dem unreinen Vieh aber je ein Paar, das Männlein und sein Fräulein. 3. Desselben gleichen von den Vögeln unter dem Himmel, je sieben und sieben, das Männlein und sein Fräulein, auf daß Same lebendig bleibe auf dem ganzen Erdboden. -L. Denn noch über sieben Tage will Ich regnen lassen auf Erden , vierzig Tage und vierzig Nächte, und vertilgen von dem Erdboden alles, was das Wesen hat, das ich gemacht habe. 5. Und Noah * that alles, was ihm der Herr geboth. * c. 6/ 22. 2 Mos. 40/ 16. 6. Er war aber sechs hundert Jahre alt, da das Wasser der Sündfluth auf Erden kam. 7. Und * er gieng in den Kasten mit seinen Söhnen, seinem Weibe, und seiner Söhne Weibern, vor dem Gewässer der Sündfluth. * Matth. 21/ 37. 38." 1 Per. 3/ 20. 8. Von dem reinen Vieh, und von dem unreinen, von den Vögeln, und von allem Gewürme auf Erden, 9. Gingen zu ihm in den Kasten * bey Paaren, je ein Männlein und Fräulein, wie ihm der Herr geboten hatte. ' -. 6,19. Der Sündfluth Anfang. Der Sundfluth Abnahme. 7 1 Mose 7. 8. 10. Und da die sieben Tage vergangen waren, kam das Gewässer der Sundfluth auf Erden. 11. In dem sechshundertsten Jahr des Alters Noah, am siebenzehnten Tage des andern Mo- naths, das ist der Tag, da anfbrachen alle Brunnen der großen Tiefe, und thaten sich auf die Fenster des Himmels, 12. Und kam ein Regen auf Erden, vierzig Tage und vierzig Nächte. 13. Eben an demselbigen Tage ging Noah in den Kasten mit Sem, Ham und Japheth, seinen Söhnen, und mit seinem Weibe, und seiner Söhne dreyen Weibern; i^. Dazu allerley Thier nach seiner Art, allerley Vieh nach seiner Art, allerley Gewürm, das auf Erden kriechet, nach seiner Art, und allerley Vögel nach ihrer Art, alles was fliegen konnte, und alles, was Fittige hatte; is. Das ging alles zu Noah in den Kasten bey Paaren, von allem Fleisch, da ein lebendiger Geist innen war; 16. Und das waren Männlein und Fräulein von allerley Fleisch, und gingen hinein, wie denn * Gott ihm geboten hatte. Und der Herr schloß hinter ihm zu. * e, 19.20. 17. Da kam die Sundfluth vierzig Tage auf Erden; und die Wasser wuchsen, und hoben den Kasten auf, und trugen ihn empor über der Erde. 18. Also nahm das Gewässer überhand, und wuchs so sehr auf Erden, daß der Kasten auf dem Gewässer fuhr. is. Und das Gewässer nahm überhand, und wuchs so sehr auf Erden, daß alle hohe Berge unter dem ganzen Himmel bedecket wurden. 20. Fünfzehn Ellen hoch ging das Gewässer über die Berge, die bedecket wurden. 21. Da * ging alles Fleisch unter, das auf Erden kriechet, an Vögeln, an Vieh, an Thie- ren, und an allem, das sich reget auf Erden, und an allen Menschen. * Mmh. 21 / 38 . 2 Pet. 2 , 5 .c. 3 , 6 . 22. Alles, was einen lebendigen Athem hatte im Trocknen, das starb. 23. Also ward vertilget alles, was auf dem Erdboden war, vom Menschen an bis auf das Vieh, und auf das Gewürm, und auf die Vögel unter dem Himmel, das ward alles von der Erde vertilget. Allein Noah blieb über, und was mit ihm in dem Kasten war. 2-4. Und das Gewässer stand auf Erden hundert und fünfzig Tage. Das 8. Capitel. Die Sundfluth nimmt ein Ende. * ^dachte Gott an Noah, und an alle Thiere, und an alles Vieh, das mit ihm in dem Kasten war, und ließ Wind auf Erden kommen, und die Wasser sielen. * c. 30,22. 2. Und die Brunnen der Tiefe wurden verstopfet, samt den Fenstern des Himmels, und dem Regen vom Himmel ward gewehret; 3. Und das Gewässer verlief sich von der Erde immer hin, und nahm ab, nach hundert und fünfzig Tagen. Am siebenzehnten Tage des siebenten Monaths ließ sich der Kasten nieder auf das Gebirge * Ararat. * Esm. 37, ss. 5. Es verlief aber das Gewässer fortan, und nahm ab bis auf den zehnten Monath. Am ersten Tage des zehnten Monaths sahen der Berge Spitzen hervor. 6. Nach vierzig Tagen that Noah das Fenster auf an dem Kasten, das er gemacht hatte, 7. Und ließ einen Raben ausfliegen; der flog immer hin und wieder her, bis das Gewässer vertrocknete auf Erden. 8 . Darnach ließ er eine Taube von sich ausfliegen, auf daß er erführe, ob das Gewässer gefallen wäre auf Erden. 9. Da aber die Taube nicht fand, da ihr Fuß ruhen konnte, kam sie wieder zu ihm in den Kasten; denn das Gewässer war noch auf dem ganzen Erdboden. Da that er die Hand heraus, und nahm sie zu sich in den Kasten. 10. Da harrete er noch andere sieben Tage, und ließ abermahl eine Taube fliegen aus dem Kasten. 11. Die kam zu ihm um Vesperzeit, und siehe, ein Oehlblatt hatte sie abgebrochen, und trug's in ihrem Munde. Da vernahm Noah, daß das Gewässer gefallen wäre auf Erden. 12. Aber er harrete noch andere sieben Tage, und ließ eine Taube ausfliegen, die kam nicht wieder zu ihm. 13. Im sechs hundertsten und ersten Jahr des Alters Noah, am ersten Tage des ersten Monaths, vertrocknete das Gewässer auf Erden. Da that Noah das Dach von dem Kasten, und sah, daß der Erdboden trocken war. 1^. Also ward die Erde ganz trocken, am sieben und zwanzigsten Tage des andern Monaths. 15. Da redete Gott mit Noah, und sprach: 16. Gehe aus dem Kasten, du und dein Regenbogen. 8 Wiederhohlter Segen. 1 Mose 8. 9 . Weib, deine Söhne/ und deiner Söhne Weiber mit dir/ 17. Allerley Thier, das bey dir ist/ von allerley Fleisch/ an Vögeln/ an Vieh/ und an allerley Gewürme, das auf Erden kriechet/ das gehe heraus mit dir/ und reget euch auf Erde»/ und * seyd fruchtbar und mehret euch auf Erden. * c. 1 / 22. c. 9 / i. 7 . c. 33 , l i. 18. Also ging Noah heraus * mit seinen Söhne«/ und mit seinem Weibe/ und mit seiner Sohne Weibern; * i Pa. 3,20. 2 P-t. 2,3. 19. Dazu allerley Thier/ allerley Gewürm, allerley Vögel/ und alles/ was auf Erden kriechet/ das ging aus dem Kasten/ ein jegliches zu seines gleichen. 20. Noah aber bauete dem Herrn einen Altar/ und nahm von allerley reinem Vieh/ und von allerley reinem Gevögel / und opferte Brandopfer auf dem Altar. 21. Und der Herr roch den lieblichen Geruch/ und sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das * Dichten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will 7 hinfort nicht mehr schlagen alles / was da lebet / wie ich gethan habe. * c. 6 / 3. Matth. 13 , 19 . Rom. 3 , 23 . 7- Esaj. 31 , 9 . 22. So lange die Erde stehet/ soll nicht ' auf- bören Samen und Ernte/ Frost und Hitze/ Sommer und Winter/ Tag und Nacht. * c. 1 , 14 . Das 9. Capitel. Gott bestätiget 1cti>e„ Bund durch den Regenbogen. i.IHnd Gott segnete Noah und seine Söhne/ ^ und sprach: ' Seyd fruchtbar und mehret euch/ und erfüllet die Erde. *c. 1,22.28. c.33,11. 2. Eure Furcht und Schrecken * sey über alle Thiere auf Erden / über alle Vögel unter dem Himmel / und über alles / was auf dem Erdboden kriechet; und alle Fische im Meer seyen in eure Hände gegeben. * c. 1,2«. 3. Alles / was stch reget und lebet / das sey eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich euch alles gegeben. Allein esset * das Fleisch nicht/ das noch lebet in seinem Blut. * 3 Mos. 3,17. 3 Mos 12, ie. 5. Denn ich will auch eures Leibes Blut rächen / und will es an allen Thieren rächen; und will des Menschen Leben rächen an einem jeglichen Menschen/ als der sein Bruder ist. 9. Wer * Menschenblut vergießet/ deß Blut soll auch durch Menschen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht. * 2 Mos 21, 12. Matth. 26, 23 . Offenb. 13 , w. 7. * Seyd fruchtbar und mehret euch / und reget euch auf Erden / daß euer viel darauf werden. * v. 1. 8 . Weiter sagte Gott zu Noah und seinen Söhnen mit ihm: 9. Siehe/ Ich richte mit euch einen Bund auf/ und mit eurem Samen nach euch/ 10. Und mit allem lebendigen Thier bey euch/ an Vögeln / an Vieh / und an allen Thieren auf Erden bey euch / von allem / das aus dem Kasten gegangen ist/ was für Thiere es sind auf Erden. 11. Und richte meinen Bund also mit euch auf/ daß ' hinfort nicht mehr alles Fleisch verderbet soll werden mit dem Wasser der Sündfluth / und soll hinfort keine Sündfluth mehr kommen/ die die Erde verderbe. * c. 8 ,21. Es„j. 31,9. 12. Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes/ .den ich gemacht habe zwischen mir und euch/ und allem lebendigen Thier bey euch hinfort ewiglich. 13. Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken / der soll das Zeichen seyn des Bundes / zwischen mir und der Erde. 1^. Und wenn es kommt/ daß ich Wolken über die Erde führe/ so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken. 15. Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch, und allem lebendigen Thier, in allerley Fleisch, daß * nicht mehr hinfort eine Sündfluth komme, die alles Fleisch verderbe. * Esa. 31,9. 16. Darum soll mein Bogen in den Wolken seyn, daß ich ihn ansehe, und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allem lebendigen Thier, in allem Fleisch, das auf Erden ist. 17. Dasselbesagte Gott auch zu Noah: Dieß sey das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch auf Erden. 1 8 . Die Söhne Noahs, die aus dem Kasten gingen , sind diese: Sem, Ham,Japheth. Ham aber ist der Vater Canaans. 19. Das sind die drey Söhne Noahs, von denen ist alles Land besetzt. 20. Noah aber fing an, und ward ein Ackermann , und * pflanzte Weinberge. 7 c. 21,33. 21. Und da er des Weins trank, ward er trunken, und lag in der Hütte aufgedeckt. 22. Da nun Ham, Canaans Vater, sah seines Vaters Scham; sagte er es seinen beyden Brüdern draußen. 23. Da , A Noahs 1 Mose 9. 10. Geschlecht. 9 23 . Da nahmen Sem und Japheth ein Kleid, und legten es auf ihre beyde Schultern, und gingen rücklings hinzu, und deckten ihres Vaters Scham zu; und ihr Angesicht war abgewandt, daß sie ihres Vaters Scham nicht sahen. 23 . Als nun Noah erwachte von seinem Wein, und erfuhr, was ihm sein kleiner Sohn gethan hatte; 25 . Sprach er: Verflucht sey Canaan, und sey ein Knecht aller Knechte unter seinen Brüdern. 26. Und sprach weiter: Gelobet sey Gott, der Herr des Sems; und Canaan sey sein Knecht. 27. Gott breite Japheth ans, und lasse ihn wohnen in den Hütten des Sems ; und Canaan sey sein Knecht. 28. Noah aber lebte nach der Sündfluth drey hundert und fünfzig Jahre, 2s. Daß sein ganzes Alter ward neun hundert und fünfzig Jahre, und starb. Das 10. Capitel. Geschlecht und Nachkommen der Söhne Noahs. r.^ieß ist das Geschlecht * der Kinder Noahs: ^ Sem, Ham, Japheth. Und sie zeu- geten Kinder nach der Sündfluth. * c. 2/ 32. e. 6/ io. 2. Die Kinder' Japheths sind diese: Gomer, Magog, Madai, Javan, Thubal, Mesech und Thiras. *i Chr. i, §. 3 . Aber die Kinder von Gomer find diese: Ascenas, Riphath und Thogarma. 3 . Die Kinder von Javan sind diese: Elisa, Tharsis, Kithim und Dodanim. 5 . Von diesen sind ausgebreitet die Inseln der Heiden in ihren Ländern, jegliche nach ihrer Sprache, Geschlechtern und Leuten. 6 . Die Kinder von Ham sind diese: Chus, Mizraim, Put und Canaan. 7 . Aber die Kinder von Chus sind diese: Seba, Hevila, Sabtha, Raema und Sabtecha. Aber die Kinder von Raema sind diese: Scheba und Dedan. 8 . Chus aber zeugete den Nimrod. Der sing * an ein gewaltiger Herr zu seyn auf Erden. - * i Chron. 1/ io. 9 . Und war ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn. Daher spricht man: Das ist ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn, wie Nimrod. 10. Und der Anfang seines Reichs war Babel, Erech, Aead und * Chalne, im Lande Sinear. * Amos 6/ 2 . i i. Von dem Lande ist darnach gekommen der Assur, und bauete Ninive und ' Rehoboth, Ir und Calah , * c. 36 ,37. 12. Dazu Ressen, zwischen' Ninive und Calah, Dieß ist eine große Stadt. * 8 o„. 1,2. c. 3,3. 13. Mizraim * zeugete Ludim, Anamim, Lea> bim, Naphthuhim, * 1 Chr. 1,11. 13. Pathrusim und Casluhim. Von dannen sind gekommen die Philistim und Caphthorim. 15. Canaan aber zeugete Zidon, seinen ersten Sohn, und Heth, 16. Jebusi, Emori, Girgosi., 17. Hivi, Arki, Sini, 18. Arvadi, Zemari, und Hamathi. Daher sind ausgebreitet die Geschlechter der Canaaniter. 19. Und ihre Grenzen waren von Zidon an, durch Gerar bis gen Gasa, bis man kommt gen Sodom, Gomorra, Adama, Zeboim, und bis gen Lasa. 20. Das sind die Kinder Hams in ihren Geschlechtern, Sprachen, Ländern und Leuten. 21. Sem * aber, Japheths, des größer« Bruder, zeugete auch Kinder, der ein Vater ist aller Kinder von Eber. *iChr. 1,17. 22. Und dieß sind seine Kinder: Elam, Assur, Arphachsad, Lud und Aram. 23. Die Kinder aber von Aram sind diese: Uz, Hul, Gether und Mas. 23. Arphachsad * aber zeugete Salah, Salah zeugete Eber. ' c. n, 12. 1 Chr. 1,18. 25. * Eber zeugete zween Söhne. Einer hieß Peleg, darum, daß zu seiner Zeit die Welt zertheilet ward; dessen Bruder hieß Jaketan. * c. ii, 16. 26. Und Jaketan zeugete Almodad, Saleph, Hazarmaveth, Jarah, 27. Hadoram, Usal, Dikela, 28. Obal, Abimael, Seba, 29. Ophir, Hevilah und Jobab. Das sind alle Kinder von Jaketan. 30. Und ihre Wohnung war von Mesa an, bis man kömmt gen Sephar, an den Berg gegen den Morgen. 31. Das sind die Kinder von Sem in ihren Geschlechtern, Sprachen, Ländern und Leuten. 32. Das sind nun die Nachkommen der Kinder Noahs, in ihren Geschlechtern und Leuten. Von denen sind ausgebreitet die Leute auf Erden nach der Sündfluth. B 10 Thurm zu Babel. 1 Mose II. 12. Geschlecht Sems. Dasll. Cavitel. l8. Peleg war dreyßig Jahre alt, und zeugete Negu; Thurm zu Babel. Verwirrung der Sprachen. Geschlecht SemS. 1. As hatte aber alle Welt einerley Zunge ^ und Sprache. 2. Da sie nun zogen gegen Morgen, fanden sie ein ebenes Land, im Lande Sinear, und wohneten daselbst, 3 . Und sprachen unter einander: Wohlauf, lasset uns Ziegel streichen und brennen. Und nahmen Ziegel zu Stein, und Thon zu Kalk, 2,. Und sprachen: Wohlauf, lasset uns eine Stadt und Thurm bauen, dessen Spitze bis * an den Himmel reiche, daß wir uns einen Nahmen machen; denn wir werden vielleicht zerstreuet in alle Länder. * 6 Mos. i/ 28. c. s, i. 5 . Da ' fuhr der Herr hernieder, daß er sähe die Stadt und den Thurm, die die Menschenkinder baueten. * c. i 8 ,2t. 6 . Und der Herr sprach: Siehe, es ist einerlei) Volk, und einerlei) Sprache unter ihnen allen, und haben das allgefangen zu thun; sie werden nicht Massen von allem, das sie vorgenommen haben zu thun. 7 . Wohlauf, lasset uns hernieder fahren, und ihre Sprache daselbst verwirren, daß keiner des andern Sprache vernehme. 8 . Also zerstreute sie der Herr von dannen in alle Länder, daß sie mußten aufhören die Stadt zu bauen. 9 . Daher heisset ihr Nähme Babel, daß der Herr daselbst verwirret hatte aller Länder Sprache, und sie zerstreuet von dannen in alle Länder. 10. Dieß sind die * Geschlechter Sems: Sem war hundert Jahre alt, und zeugete -t Arphach- sad, zwey Jahre nach der Sündfluth; * i Chr. t, tp. -s Luc. 3 / 36 . 11. Und lebte darnach fünf hundert Jahre, und zeugete Söhne und Töchter. 12. Arphachsad * war fünf und dreyßig Jahre alt, und zeugete Salah; * L,-.c. 3, 36 . 13. Und lebte darnach vier hundert und drey Jahre, und zeugete Söhne und Töchter. 1^. Salah war dreyßig Jahre alt, und zeugete Eber; 15. Und lebte darnach vier hundert und drey Jahre, und zeugete Sohne und Tochter. io. Eber war vier und dreyßig Jahre alt, und zeugete Peleg; 1Und lebte darnach vier hundert und dreyßig J.chre, und zeugete Sohne und Tochter. 19. Und lebte darnach zwey hundert und neun Jahre, und zeugete Söhne und Töchter. 20. Regu war zwey und dreyßig Jahre alt, und zeugete Serug; 2 1 . Und lebte darnach zwey hundert und sieben Jahre, und zeugete Söhne und Töchter. 22. Serug war dreyßig Jahre alt, und zeugete Nahor; 23 . Und lebte darnach zwey hundert Jahre, und zeugete Söhne und Töchter. 2^. Nahor war neun und zwanzig Jahre alt, und zeugete Tharah; 25. Und lebte darnach hundert und neunzehn Jahre, und zeugete Söhne und Töchter. 26. Tharah war siebenzig Jahre alt, und zeugete * Abram, Nahor und Haran.* 80 s. 21 , 2 . 27. Dieß sind die * Geschlechter Tharah: Tharah zeugete Abram, Nahor und Haran. Aber Haran zeugete Lot. * 1 Chr. 1/ 26 . 27. Luc. 3, 34. 2 8 . Haran aber starb vor seinem Vater Tharah in seinem Vaterlande zu Ur in Chaldäa. 29. Da nahmen Abram und Nahor Weiber. Abrams Weib hieß Sarai, und Nahors Weib *Milca, Harans Tochter, d.r ein Vater war der Milca und der Jisca. * -. 22 , 20 . 30. Aber Sarai war unfruchtbar, und hatte kein Kind. 31. Da nahm Tharah seinen Sohn Abram, und Lot, seines Sohnes Harans Sohn, und seine Schnur Sarai, seines Sohnes Abrams Weib, und führete sie von ' Ur aus Chaldäa, daß er ins Land Canaan zöge; und sie kämm gen Haran, und wohneten daselbst. * c. 13/ 7. tzos. 24/ 3. Nchcm. 9/ 7. Ebr. 11/ 8. 32. Und Tharah ward zwey hundert und fünf Jahre alt, und starb in Haran. Das 12 . Capitel. Abrom wird berufen und ziehet noch Egypten. 1. Nnd der Herr sprach zu Abram: * Gehe ^ aus deinem Vaterlande, und von deiner Freundschaft, und aus deines Vaters Hause, in ein Land, das ich dir zeigen will. * Esaj. 4i/ 2. Ap. Gcgb. 7/ 3. Ebr. 11/ 8. 2. Und ich will dich zum großen Volk machen, und will dich segnen, und dir einen großen Nahmen machen, und du sollst ein Segen seyn. 3. Ich will segnen, die dich segnen , und v.r- fluchm, die dich verstrichen; und ' in dir sollen 1 Mose 12. 13. 11 Abrams Auszug, ge «eg net werden alle Geschlechter auf Erden. * c. 18 , 18 . c. 22 , 18 . c. 26 , 4. c. 28 , 14. Ap. Gesch. 3, 2ä. Gal. 3, 8. 16. Da zog Abram aus, wie der Herr zu ihm gesagt hatte; und Lot zog mit ihm. Abram aber war fünf und siebcnzig Jahre alt / da er aus Harau zog. 5. Also nahm Abram sein Weib Sarai, und Lot, seines Bruders Sohn, mit aller ihrer Habe, die sie gewonnen hatten, und die Seelen, die sie gezeuget hatten in Haran; und zogen aus zu reisen in das Land Canaan. Und als sie gekommen waren in dasselbige Land, 6. Zog Abram durch bis an die Stätte Sichern, und an den Hain More. Denn es wohneten zu der Zeit die Eanaaniter im Lande. 7. Da erschien der Herr Abram und sprach: Deinem * Samen will ich dieß Land geben. Und er bauete daselbst dem Herrn einen Altar, der ihm erschienen war. * c. 13, 13. c. 13, 18 . c. >7, 8. c. 2 ), 7. c. 26, 3. 4. 3 Mos. 34, 4. Jos. 21, 43. Neh. s, 8. Ap. Gesch. 7, 3. Rom. 4, 13. 8. Darnach brach er auf von dannen an einen Berg, der lag gegen Morgen der Stadt Bethel; und richtete seine Hütte auf, daß er Bethel gegen Abend, und Ai gegen Morgen hatte; und bauete daselbst dem Herrn einen Altar, und predigte von dem Nahmen des Herrn. 9. Darnach wich Abram ferner, und zog aus gegen Mittag. 10. Es kam aber eine Theurung in das Land. Da zog Abram hinab in Egypten, daß er sich daselbst als ein Fremdling enthielte; denn die * Theurung war groß im Lande. * c. 41,37. 11. Und da er nahe bey Egypten kam, sprach er zu seinem Weibe Sarai: Siehe, ich weiß, daß du ein * schönes Weib von Angesicht bist. * c. 26, 7. 12. Wenn dich nun die Egypter sehen werden, so werden sie sagen: Das ist sein Weib; und werden mich erwürgen, und dich behalten. 13. Lieber, * so sage doch, du seyest meine Schwester, auf daß mirs desto besser gehe um deinetwillen, und meine Seele bey dem Leben bleibe um deinetwillen. * c. 20 , 12 . 13 . c. 26 , 7 . 1^1. Als nun Abram in Egypten kam, sahen die Egypter das Weib, daß sie sehr schön war. 15. Und die Fürsten des Pharao sahen sie, und priesen sie vor ihm. Da ward sie in des Pharao Haus gebracht. 16. Und er that Abram Gutes um ihretwillen. Abram in Egypten. Und er hatte * Schafe, Rinder, Esel, Knechte und Mägde, Eselinnen und Kameele. * c. 13,2. 17. Aber der Herr * plagte den Pharao mit großen Plagen, und sein Haus, um Sarai, Abrams Weibes willen. * Ps. w;, 14. 18. Da rief Pharao Abram zu sich, und sprach zu ihm: Warum * hast du mir das gethan? Warum sagtest du mirs nicht, daß sie dein Weib wäre? *0.20,9. 19. Warum sprachest du denn, sie wäre deine Schwester? Derhalben ich sie mir zum Weibe nehmen wollte. Und nun siehe, * da hast du dein Weib, nimm sie, und ziehe hin. * c. 20 , 14 . 20. Und Pharao befahl seinen Leuten über ihm, daß sie ihn geleiteten, und sein Weib, und alles, was er hatte. Das 13. Capitel. Abram scheidet sich von Lot feinem Vetter. 1. Hslso zog Abram herauf aus Egypten mit ^ seinem Weibe, und mit allem, das er hatte, und Lot auch mit ihm, gegen Mittag. 2. Abram aber war sehr * reich von Vieh, Silber und Gold. * c. 12 , 16 . c. 24, 33. 3. Und er zog immer fort von Mittag bis gen Bethel, an die Stätte, da * am ersten seine Hütte war, zwischen Bethel und Ai, * c. 12, 8. c. 28, 19. c. 33, 7. Eben an den Ort, da er vorhin den Altar gemacht hatte. Und er predigte allda den Nahmen des Herrn. 5. Lot aber, der mit Abram zog, der hatte auch Schafe, und Rinder, und Hütten. 6. Und * das Land mochte es nicht ertragen, daß sie bey einander wohneten; denn ihre Habe war groß, und konnten nicht bey einander wohnen. ' c. 36, 7. rc. 7. Und war immer Zank zwischen den Hirten über Abrams Vieh, und zwischen den Hirten über Lots Vieh. So wohneten auch zu der Zeit die Eanaaniter und Pheresiter im Lande. 8. Da sprach Abram zu Lot: Lieber, laß nicht Zank seyn zwischen mir und dir, und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Gebrüder. 9. Stehet dir nicht alles Land offen? Lieber, scheide dich von mir. Willst du zur Linken, so will ich zur Rechten; oder willst du zur Rechten, so will ich zur Linken. 10. Da hob Lot seine Augen auf, und besah die ganze Gegend am Jordan. Denn ehe der Herr Sodom und Gomorra verderbte, war sie B 2 12 Abram in Canaan. Vier Könige Krieg 1 Mose 13 . 11 . mit Fünfen. Melchisedech. wasserreich/ bis man gen Zoar kommt/ als ein Garten des Herrn/ gleichwie Egyptenland. 11. Da erwählere ihm Lot die ganze Gegend am Jordan / und zog gegen Morgen. Also schied sich ein Bruder von dem andern / 12. Daß Abram wohnete in dem Lande Canaan/ und Lot in den Städten derselben Gegend / und setzte seine Hütten gen Sodom. 13. Aber die Leute zu * Sodom waren böse/ und sündigten sehr wider den Herrn. * «. 18/ 20. c. 19 / 4 . Ez. 16/ 49 . 1 - 4 . Da nun Lot sich von Abram geschieden hatte / sprach der Herr zu Abram: Hebe deine Augen auf/ und siehe von der Stätte an/ da du wohnest / gegen Mitternacht / gegen Mittag / gegen Morgen, und gegen Abend. 15 . Denn alles das Land, das du stehest, will ich dir geben, und * deinem Samen ewiglich. * c. 12/ 7 . 16. Und ich will deinen Samen machen wie den Staub auf Erden. Kann ein Mensch den Staub auf Erden zählen, der wird auch deinen Samen ' zählen. * i§, i K»n. 4 / 20. 17. Darum so mache dich auf, und ziehe durch das Land, in die Länge und Breite; denn dir will ichs geben. 18. Also erhob Abram seine Hütten, kam und wohnete im ' Hain Mamre, der zu Hebron ist; und bauete daselbst dem Herrn einen Altar. * c. 18/ 1. Das 14. Capitel. Abram crrcttct Lot; wird von Melchisedech gesegnet. 1. Nnd es begab sich zu der Zeit des Königs ^ Amraphels von Sinear, Ariochs, des Königs von Elassar, Kedor Laomors, des Königs von Elam, und Thideals, des Königs der Heiden, 2. Daß sie kriegeten mit Bera, dem Könige von Sodom, und mit Birsa, dem Könige von Gomorra, und mit Sineab, dem Könige von Adama, und mit Semeber, dem Könige von Zeboim, und mit dem Könige von Bela, die heisset ' Zoar. * c. 19/22. 3. Diese kamen alle zusammen in das Thal Siddim, da nun das Salzmeer ist. Denn sie waren zwölf Jahre unter dem Könige Kedor Laomor gewesen, und im dreyzehnten Jahr waren sie von ihm abgefallen. 5. Darum kam Kedor Laomor und die Könige, die mii ihm waren, im vierzehnten Jahr, und schlugen die Riesen zu Astharoth Karnaim, und die Susim zu Ham, und die Emim in dem Felde Kiriathaim, 6 . Und die Horiter auf ihrem Gebirge Seir, bis an die Breite Pharan, welche an die Wüste stößet. 7. Darnach wandten sie um, und kamen an den Born Mispat, das ist Kades, und schlugen das ganze Land der Amalekiter, dazu die Amori- ter, die zu Hazezon Thamar wohneten. 8 . Da zogen aus der König von Sodom, der König von Gomorra, der König von Adama, der König von Zeboim, und der König von Bela, die Zoar heisset; und rüsteten sich zu streiten im Thal Siddim, 9. Mit Kedor Laomor, dem Könige von Elam, und mit Thideal, dem Könige der Heiden, und mit Amraphel, dem Könige von Sinear, und mit Arioch, dem Könige von Elassar, vier Könige mit fünfen. 10. Und das Thal Siddim hatte viele Thongruben. Aber der König von Sodom und Gomorra wurden daselbst in die Flucht geschlagen und niedergeleget; und was übrig blieb, floh auf das Gebirge. 11. Da nahmen sie alle Habe zu Sodom und Gomorra, und alle Speise, und zogen davon. 12. Sie nahmen auch mit sich Lot, Abrams Bruders Sohn, und seine Habe, denn er woh- uete zu Sodom, und zogen davon. 13. Da kam einer, der entronnen war, und sagte es Abram an, dem * Ausländer, der da wohnete im Hain Mamre, des Amoriters, welcher ein Bruder war Escols und Aners. Diese waren mit Abram im Bunde. * c. 17/ 8. c. 3-5/ 27. Ebr. ii/ 13. 1^. Als nun Abram * hörete, daß sein Bruder gefangen war, waffnete er seine Knechte, drey hundert und achtzehn, in seinem Hause geboren, und jagte ihnen nach bis gen Dan; * 1 Sam. 30/ 9. ff. 15 . Und theilte sich, fiel des Nachts über sie, mit seinen Knechten, und schlug sie, und jagte sie bis gen Hoba, die zur Linken der Stadt Da- mascus lieget; 16. Und brachte alle Habe wieder, dazu auch Lot, seinen Bruder, mit seiner Habe, auch die Weiber und das Volk. 17. Als er nun wiederkam von der Schlacht des Kedor Laomvrs, und der Könige mit ihm, ging ihm entgegen der König von Sodom in das Feld, das Königsthal heisset. i L. Aber * Melchisedech, der König von Sa- Gottes Bund 1 Mose lem, trug Brot und Wein hervor. Und er war ein Priester Gottes des Höchsten. * Ps. iw/ 4 . Ebr. 7 / i. iS. Und ' segnete ihn, und sprach: Gesegnet seyft du, Abram, dem höchsten Gott, der Himmel und Erde besttzet; * Ebr. 7, 6 . 20. Und gelobet sey Gott der Höchste, der deine Feinde in deine Hand beschlossen hat. Und demselben gab Abram den * Zehnten von allerlei). * Ebr. 7 / 2. 4 . 6. 21. Da sprach der König von Sodom zu Abram: Gib mir die Leute, die Güter behalte dir. 22. Aber Abram sprach zu dem Könige von Sodom: Ich hebe meine * Hände auf zu dem Herrn, dem höchsten Gott, der Himmel und -r Erde besitzet, * 6 Mos. 32 , 4 o. Off. i», 3 . 6 . -l-LMs. io, 14. 23 . Daß ich von allem, das dein ist, nicht einen Faden, noch einen Schuhriemen nehmen will, daß du nicht sagest, du habest Abram reich gemacht. 2^1. Ausgenommen , was die Jünglinge verzehret haben; und die Männer Aner, Eseol und Mamre, die mit mir gezogen sind , die laß ihr Theil nehmen. Das 15. Capitel. AbramS Glaube und Gerechtigkeit wird gepriesen. 1. ^ach diesen Geschichten begab sichs, daß zu ^ Abram geschah das Wort des Herrn im Gesicht, und sprach: * Fürchte dich nicht, Abram: Ich bindem Schild, und dein sehr großer Lohn. * Esch, /li, 10. 2. Abram aber sprach: Herr, Herr, was willst du mir geben? Ich gehe dahin ohne Kinder; und mein " Hausvogt, dieser Elieser von Damaskus , hat einen Sohn. * -. 24,2. 3. Und Abram sprach weiter: Mir Haft du keinen Samen gegeben; und siehe, der Sohn meines Gesindes soll mein Erbe seyn. Und stehe, der Herr sprach zu ihm: Er soll nicht dein Erbe seyn; sondern der von deinem Leibe kommen wird , der soll dein Erbe seyn. 5. Und er hieß ihn hinaus gehen, und sprach: Siehe gen Himmel, und zähle die Sterne, kannst du sie' zählen? Und sprach zu ihm: Also soll dein Same werden. * c. 13,16. c. 17,2. 2 Mos. 32 , 13 . 3 Mos. 10, 22. 6. Abram * glaubte dem Herrn, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit. * Rom. 4 , 3 . -c. 7. Und er sprach zu ihm: Ich bin der Herr, > 4 . 15 . 16 .mit A bram. 13 der dich von Ur aus Chaldäa geführet hat, daß ich dir dieß Land zu besitzen gebe. 8 . Abram aber sprach: Herr, Herr, wobey soll ichs merken, daß ichs besitzen werde? y. Und er sprach zu ihm: Bringe mir eine dreyjährige Kuh, und eine dreyjährige Ziege, und einen dreyjährigen Widder, und eine Turteltaube, und eine junge Taube. 10. Und er brachte ihm solches alles, und zer- theilte es mitten von einander, und legte ein Theil gegen das andere über; aber die Vögel zertheilte er nicht. 11. Und das Gevögel fiel auf die Aase; aber Abram scheuchte sie davon. 12. Da nun die Sonne untergegangen war, fiel ein tiefer Schlaf auf Abram; und siehe, Schrecken und große Finsterniß überfiel ihn. 13. Da sprach Er zu Abram: Das sollst du wissen, daß dein Same wird fremde sein in einem Lande, das nicht sein ist; und da wird man sie zu dienen zwingen, und plagen * vier hundert Jahre. * 2 Mos. 12, io. Ap. Gesch. 7, 6 . 1 - 4 . Aber Ich will richten das Volk, dem sie dienen müßen. Darnach sollen sie ausziehen mit * großem Gut. * 2 Mos. 3 , 21. c. 11, 2. c. 12, 33 . 36 . Io. Und du sollst fahren zu deinen Vätern mit Frieden, und in gutem Alter * begraben werden. * c. 25, 8 . 16. Sie aber sollen nach vier Mannsleben wieder hieher kommen, denn die Missethat der Amoriter ist noch nicht alle. 17. Als nun die Sonne untergegangen, und finster geworden war, siehe, da rauchte ein Ofen, und eine Feuerflamme fuhr zwischen * den Stücken hitt. * 8 -r. 34 , 18. 18. An dem Tage machte der Herr ' einen Bund mit Abram, und sprach: Deinem Samen will ick dieß Land geben, von dem Wasser Egyptens an, bis an das große Wasser Phrath; * c. 12, 7 . rc. iy. Die' Keniter, die Kinisiter, die Kadmo- niter, * 3 Mos. 7,1. Jos. 2-4,11. 20. Die Hethiter, die Pheresiter, die Riesen, 21. Die Amoriter, die Canaaniter, dieGerge- siter, die Jebusiter. Das 16. Capitel. Hagar gcbierct den Jsmacl. 1. Aarai, Abrams Weib, gebar ihm nichts. ^ Sie hatte aber eine egyptische Magd, die hieß Hagar. 2. Und sie sprach zu Abram: Siehe, der Herr 14 Hagar schwanger, gebieret 1 Mose hat mich verschlossen, daß ich nicht gebaren kann. Lieber, lege dich zu meiner * Magd ; ob ich doch vielleicht aus ihr mich bauen möge. Abram gehorchte der Stimme Sarai. * c. 30,3.5). 3. Da nahm Sarai, Abrams Weib, ihre egyptische Magd, Hagar, und gab sie Abram, ihrem Manne, zum Weibe; nachdem sie zehn Jahre im Lande Canaan gewöhnet hatten. Und er legte sich zu Hagar, die ward schwanger. Als sie nun sah, daß sie schwanger war, achtete sie ihre Frau geringe gegen sich. 5. Da sprach Sarai zu Abram: Du thust Unrecht an mir. Ich habe meine Magd dir beygeleget; nun sie aber siehet, daß sie schwanger geworden ist, muß ich gering geachtet seyn gegen ihr. * Der Herr sey Richter zwischen mir und dir. * c. 31/ 33. Nicht. 11/ 2/. 1 Sam. 24/ 16. 6. Abram aber sprach zu Sarai: Siehe, deine Magd ist unter deiner Gewalt; thue mit ihr, wie dirs gefallt. Da sie nun Sarai wollte demüthigen, fioh sie von ihr. 7. Aber der Engel des Herrn fand sie bey einem Wasserbrunnen in der Wüste, nähmlich bey dem Brunnen am Wege zu Sur. 8. Der sprach zu ihr: Hagar , Sarai Magd, * wo kommst du her, und wo willst du hin? Sie sprach: Ich bin von meiner Frau Sarai geflohen. * Nicht. 19/ 17. 9. Und der Engel des Herrn sprach zu ihr: Kehre um wieder zu deiner Frau, und demüthige dich unter ihre Hand. 10. Und der Engel des Herrn sprach zu ihr: Ich will deinen Samen also mehren, daß er vor großer Menge nicht soll gezählet werden. 11. Weiter sprach der Engel des Herrn zu ihr: Siehe, du bist schwanger geworden, und wirst einen Sohn gebären, dessen Nahmen sollst du Jsmael heissen, darum, daß der Herr dein Elend erhöret hat. 12. Er wird ein wilder Mensch seyn; seine Hand wider Jedermann, und Jedermanns Hand wider ihn; und wird gegen allen seinen Brüdern wohnen. 13. Und sie hieß den Nahmen des Herrn, der mit ihr redete: Du Gott stehest mich. Denn sie sprach: Gewißlich hier habe ich gesehen den, der mich hernach angesehen hat. i^. Darum hieß sie den Brunnen einen Brunnen des * Lebendigen, der mich angesehen hat; welcher Brunnen ist zwischen Kades und Bared. * c. 24 , 62. c. 23 , ii. 15. Und Hagar gebar Abram einen Sohn; 16. 17. den Jsmael. Bestätigung des Bundes. und Abram hieß den Sohn, den ihm Hagar gebar, Jsmael. 16. Und Abram war sechs und achtzig Jahre alt, da iym Hager den Jsmael gebar. Das 17. Capitel. Isaaks Verhcissung wird mit der Veschneidung bestätiget. i.Ij ls nun Abram neun und neunzig Jahre alt ^ war, erschien ihm der Herr, und sprach zu ihm: Ich bin der * allmächtige Gott; 7 wandte vor mir, und sey fromm. * 2 Mos. 6,3. 1- c. 24,4o. Jos. 22, 3. 1 KöN. 2, 3. 2. Und ich * will meinen Bund zwischen mir und dir machen, und will dich fast sehr mehren. * Rom. 4, 17. 3. Da siel Abram auf sein Angesicht. Und Gott redete weiter mit ihm, und sprach: 2,. Siehe, Ich bins, und habe meinen Bund mit dir, und du sollst ein Vater vieler Völker werden. 5. Darum sollst du nicht mehr Abram heissen, sondern Abraham soll dein Nähme seyn, denn ich habe dich gemacht * vieler Völker Vater. * Esaj. 31, 2. Rom. 4, 11. 6. Und will dich fast sehr fruchtbar machen, und will von dir Völker machen; und sollen auch Könige von dir kommen. 7. Und ich will aufrichten meinen Bund zwischen mir und dir, und deinem Samen nach dir, bey ihren Nachkommen, daß es ein ewiger Bund sey, also, daß ich dein Gott sey, und deines Samens nach dir. 8. Und will dir und deinem Samen nach dir geben * das Land, da 7 du ein Fremdling innen bist, nähmlich das ganze Land Canaan, zu ewiger Besitzung; und will ihr Gott seyn. * c. 12, 7. -s- c. 14, 13. 9. Und Gott sprach zu Abraham: So halte nun meinen Bund, du und dein Same nach dir, bey ihren Nachkommen. 10. * Das ist aber mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch, und deinem Samen nach dir: Alles, was männlich ist unter euch , soll beschnitten werden. * 3 Mos. 12, 3. Luc. 2, 21. Joh. 7,22. Ap. Gcsch. 7, 8. Rom. 4,11. 11. Ihr sollt aber die Vorhaut an euerm Fleisch beschneiden. Dasselbe soll ein Zeichen seyn des Bundes zwischen mir und euch. 12. Ein jegliches Knäblein, wenn es acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden bey euern Nachkommen. Desselbigen gleichen auch alles, was Gesindes daheim geboren, oder erkauft ist von Beschneidung eingesetzt. 4 Mose allerley Fremden, die nicht eures Sarnens sind. 13 . Also soll mein Bund an euerm Fleisch seyn zum ewigen Bunde. i 3 . Und wo ein Knäblein nicht wird beschnitten an der Vorhaut seines Fleisches, dessen Seele soll ausgerottet werden aus seinem Volk; darum, daß es meinen Bund unterlassen hat. 15. Und Gott sprach abermal zu Abraham: Du sollst dein Weib Sarai nicht mehr Sarai heissen, sondern Sarah soll ihr Nähme seyn. 16. Denn ich will sie segnen, und von ihr will ich dir einen Sohn geben; denn ich will sie segnen, und Völker sollen aus ihr werden, und Könige über viele Völker. 17. Da fiel Abraham auf sein Angesicht, und ' lachte, und sprach in seinem Herzen: Soll mir, -l- hundert Jahre alt, ein Kind geboren werden, und Sarah neunzig Jahre alt gebären? * c. 18/ 12. Luc. i/ 18. 18. Und Abraham sprach zu Gott: Ach, daß Jsmael leben sollte vor Dir! 19. Da sprach Gott: Ja, Sarah, dein Weib, soll dir einen * Sohn gebären, den sollst du Isaak heissen; denn mit ihm will ich meinen ewigen Bund aufrichten, und mit seinem Samen nach ihm. * c. 18 , 10 . c. 21 / 3 . 20. Dazu um Jsmael habe ich dich auch erhöret. Siehe, ich habe ihn gesegnet, und will ihn fruchtbar machen, und mehren fast sehr. Zwölf * Fürsten wird er zeugen, und will ihn zum großen Volk machen. * c. 23 ,16. 21. Aber meinen Bund will ich aufrichten mit Isaak, den dir* Sarah gebähren soll, um diese Zeit im andern Jahr. * Rom. 9 , 9 . 22. Und er hörete auf mit ihm zu reden. Und * Gott fuhr auf von Abraham. ' Ruht. 13 20. 2.3. Da nahm Abraham seinen Sohn Jsmael, und alle Knechte, die daheim geboren, und alle, die erkauft, und alles, was Mannsnahmen war in seinem Hause; und beschnitte die Vorhaut an ihrem Fleisch, eben desselbigen Tages, wie ihm Gott gesagt hatte. 23. Und Abraham war neun und neunzig Jahre alt, da er die Vorhaut an seinem Fleische beschnitte. 25. Jsmael aber, sein Sohn, war dreyzehn Jahre alt, da seines Fleisches Vorhaut beschnitten ward. 26. Eben auf einen Tag wurden sie alle beschnitten, Abraham, und sein Sohn Jsmael.^ 27. Und was Mannsnahmen in seinem Hause ^ ^ 8 . Isaak verheißen. 15 war, daheim geboren, und erkauft von Fremden; es ward alles mit ihm beschnitten. Das 18 . Capitel. Dem Abraham wird nochmahls Isaak verhciffcn, und die Vertilgung Sodoms geoffmbarct. i.llnd der Herr erschien ihm im Hain Mamre, * da er saß an der Thür seiner Hütte, da der Tag am Heissesten war. * i^ 18. 2. Und als er seine Augen aufhob, und sah, da standen drey Männer vor ihm. Und da er sie sah, lief er ihnen entgegen, von der Thür seiner Hütte, und * bückte sich nieder auf die Erde, * c. 19/1. 3. Und sprach: Herr, habe ich * Gnade gefunden vor deinen Augen, so gehe nicht vor deinem Knechte über. * c. 6 , 8 . c. 19,19. Luc. i, 30. -s Ebr. 13 , 2. 3 . Man soll euch ein wenig Wasser bringen, und eure * Füße waschen; und lehnet euch unter den Baum. ' c. 19/ 2. c. 43 .2i. 5 . Und ich will euch einen Bissen Brot bringen, daß ihr euer Herz labet; darnach sollt ihr fort gehen. Denn darum seyd ihr zu euerm Knechte gekommen. Sie sprachen: Thue, wie du gesagt hast. 6 . Abraham eilete in die Hütte zu Sarah, und sprach: Eile, und menge drey Maß Semmelmehl, knete und backe * Kuchen. * 1 Sam. 28/ 21. 7. Er aber lief zu den Rindern, und hohlete ein zartes gutes Kalb, und gab es dem Knaben; der eilete und bereitete es zu. 8 . Und er trug auf Butter und Milch, und von dem Kalbe, das er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor, und trat vor sie unter dem Baum, und sie aßen. 9. Da sprachen sie zu ihm: Wo ist dein Weib Sarah? Er antwortete: Drinnen in der Hütte. 10. Da sprach Er: Ich * will wieder zu dir kommen, so ich lebe, siehe, so sott Sarah, dein Weib, einen Sohn haben. Das hörete Sarah hinter ihm, hinter der Thür der Hütte. * c. 17/ 19. c. 21 / 1 . Rom. 9/ 9. 11. Und sie waren beyde, Abraham und Sarah, alt und wohl betagt, also, daß es Sarah nicht mehr ging nach der Weiber Weise. 12. Darum * lachte sie bey sich selbst, und sprach: Nun ich alt bin, soll ich noch Wollust pflegen, und mein -i-Herr auch alt ist.* c. i-/17. 1-1 Pet. 3/6 13 . Da sprach der Herr zu Abraham: Warum lachet deß Sarah, und spricht: Meinest du, daß es wahr sey, daß ich noch gebären werde, so ich doch alt bin? 16 Abrahams Fürbitte 1 Mose i-i. * Sollte dem Herrn etwas unmöglich seyn? -lUm diese Zeit will ich wieder zu dir tommen, so ich lebe, so soll Sarah einen Sohn haben. * Luc. 1/ 37. rc. ch Rom. 9/ 9. iZ. Da läugnete Sarah, und sprach: Ich habe nicht gelacht, denn sie fürchtete sich. Aber Er sprach: Es ist nicht also, du hast gelacht. 16. Da standen die Männer auf von dannen, und wandten sich gegen Sodom; und Abraham ging mit ihnen, daß er sie geleitete. 17. Da sprach der Herr: Wie kann ich Abraham verbergen, was ich thue? 18. Sintemahl er ein großes und mächtiges Volk soll werden, und ' alle Volker auf Erden in ihm gesegnet werden sollen. * c. 12 , 3. io. Denn ich weiß, er wird * befehlen seinen Kindern, nnd seinem Hanse nach ihm, daß sie des Herrn Wege halten, und thun, was recht und gut ist; auf daß der Herr auf Abraham kommen lasse, was er ihm verheißen hat. * 3 Mos. 6, 7. 20. Und der Herr sprach: Es ist ein Geschrey zu Sodom und Gomorra, das ist groß, und * ihre Sünden sind sehr schwer. * c. 13, 13. Ez. 16 , 49. 30. 21. Darum will ich' * hinab fahren, nnd sehen, ob sie alles gethan haben, nach dem Geschrey, das vor mich gekommen ist; oder obs nicht also sey, daß ichs wisse. * ", 22. Und die Männer wandten ihr Angesicht, und gingen gen Sodom; aber Abraham blieb stehen vor dem Herrn, 23 . Und trat zu ihm, und sprach: Willst du denn den Gerechten mit dem Gottlosen umbringen ? 2^. Es möchten vielleicht fünfzig Gerechte in der Stadt seyn; wolltest du die umbringen, und dem Ort nicht vergeben um fünfzig Gerechter willen, die darinnen wären? 25 . Das sey ferne von dir, daß du das thust, und tödtest den Gerechten mit dem Gottlosen, daß der Gerechte sey gleichwie der Gottlose. Das sey ferne von dir, der du aller * Welt Richter bist; du wirst -l- so nicht richten. * Ps. 7, s. ch Loh. 3, 27. Rom. 3, 6. 26. Der Herr sprach: Finde ich ' fünfzig Gerechte zu Sodom in der Stadt; so will ich um ihrer willen allen den Orten vergeben. - Amos 7 , 3. 27. Abraham antwortete, und sprach: Ach siehe , ich habe mich unterwunden zu reden mit dem Herrn, wiewohl ich * Erde und Asche bin. * Hiob 3v, 19 . 18. 15). für Sodom.-- 28 . Es mochten vielleicht fünf weniger denn fünfzig Gerechte darinnen seyn; wolltest du denn die ganze Stadt verderben um der funfe willen? Er sprach: Finde ich darinnen fünf und vierzig, so will ich sie nicht verderben. 29. Und er fuhr fort mit ihm zu reden, und sprach: Man möchte vielleicht vierzig darinnen finden. Er aber sprach: Ich will ihnen nichts thun um vierziger willen. 30. Abraham sprach: ' Zörne nicht, Herr, daß ich noch mehr rede. Man möchte vielleicht drey- ßig darinnen finden. Er aber sprach: Finde ich dreyßig darinnen, so will ich ihnen nichts thUN. "Nicht. 6,39. 31. Und er sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden mit dem Herrn zu reden. Man möchte vielleicht zwanzig darinnen finden. Er antwortete: Ich will sie nicht verderben um der zwanzig willen. 32. Und er sprach: Ach zörne nicht, Herr, daß ich nur noch einmahl rede. Man möchte vielleicht zehn darinnen finden. Er aber sprach: Ich will sie nicht verderben um der zehn willen. 33. Und der Herr ging hin, da er mit Abraham ausgeredet hatte; und Abraham kehrete wieder hin an seinen Ort. Das 19. Capitel. Vertilgung SodomS. Lot- Errettung und Sündenfall. 1. ^>ie zween Engel kamen gen Sodom des ^ Abends, Lot aber saß zu Sodom unter dem Thor. Und da er sie sah, stand er auf ihnen entgegen, und * bückte sich mit seinem Angesicht auf die Erde, "c. 18, 2. 2. Und sprach: Siehe, * Herr, kehret doch ein zum Hause euers Knechts, und bleibet über Nacht; lasset 7 eure Füße waschen, so stehet ihr morgen früh auf, und ziehet eure Straße. Aber sie sprachen: Nein, sondern wir wollen über Nacht auf der Gasse bleiben." Ebr. 13,2. 1- c. 18, 4 . 3. Da nöthigte er sie sehr; und sie kehreten zu ihm ein, und kamen in sein Haus. Und er machte ihnen ein Mahl, und backte ungesäuerte Kuchen; und sie aßen. Aber ehe sie sich legten, kamen * die Leute der Stadt Sodom, und umgaben das Haus, jung und alt, das ganze Volk aus allen Enden: ' Nicht. 15- 22. 5. Und forderten Lot , und sprachen zu ihm: Wo sind die Männer, die zu dir gekommen sind diese Nacht? Führe sie heraus zu uns, daß wir sie erkennen. 6. Lot 17 Der Sodomiter Sünde. 1 Mose 19. Lot gehet aus Sodom. 6. Lot ging heraus zu ihnen vor die Thür, und schloß die Thür hinter ihm zu, 7. Und sprach: Ach, lieben * Brüder, thut nicht so übel. * Nicht. 19, n. 8. Siehe, ich habe zwo Töchter, die haben noch keinen Mann erkannt, die will ich heraus geben unter euch, und thut mit ihnen, was euch gefällt: allein diesen Männern thut nichts, denn darum sind sie unter den Schatten meines Dachs eingegangen. 9. Sie aber sprachen: Komm hieher. Da sprachen sie: Du bist der einige Fremdling hier, und willst regieren? Wohlan, wir wollen dich stärker plagen, denn jene. Und sie * drungen hart auf den Mann Lot. Und da sie hinzu liefen, und wollten die Thür aufbrechen;'2 Per. 2,7. 1 0. Griffen die Männer hinaus, und zogen Lot hinein zu ihnen ins Haus, und schlossen die Thür zu. 11. Und die Männer vor der Thür am Hause wurden * mit Blindheit geschlagen, beyde klein und groß, bis sie müde wurden, und die Thür nicht finden konnten. ' 2 Kön. 6,18. 12. Und die Männer sprachen zu Lot: Hast du noch irgend hier einen Eidam, und Söhne und Tochter, und wer dir angehöret in der Stadt, den führe aus dieser Stätte. 13. Denn wir werden diese Stätte verderben, darum, daß ihr * Geschrey groß ist vor dem Herrn; der hat uns gesandt, sie zu verderben. * c. 18, 20. Ez. 16, äs. so. Off. is, s. 1^. Da ging Lot hinaus, und redete mit seinen Eidamen, die seine Töchter nehmen sollten: Machet euch auf, und gehet aus diesem Ort; denn der Herr wird diese Stadt verderben. Aber * es war ihnen lächerlich. * 2 Chwn. 30,10. 15. Da nun die Morgenröthe aufging, * hießen die Engel den Lot eilen, und sprachen: Mache dich auf, nimm dein Weib und deine zwo Töchter, die vorhanden sind, daß du nicht auch umkommest in der Missethat dieser Stadt. * 2 Pct. 2 , 6. 7. 1Ü. Da er aber verzog, ergriffen die Männer ihn und sein Weib und seine zwo Töchter bey der Hand, darum, daß der Herr seiner verschönere; und führeten ihn hinaus, und ließen ihn außen vor der Stadt. 17. Und als sie ihn hatten hinaus gebracht, sprach Er: Errette deine Seele, und siehe nicht hinter dich; auch stehe nicht in dieser ganzen Gegend. Auf dem Berge errette dich, daß du nicht umkommest. 18. Aber Lot sprach zu ihnen: Ach nein, Herr; 19. Siehe, dieweil dein Knecht 'Gnade gefunden hat vor deinen Augen, so wollest Du deine Barmherzigkeit groß machen, die Du an mir gethan hast, daß Du meine Seele bey dem Leben erhieltest. Ich kann mich nicht auf dem Berge erretten; es möchte mich ein Unfall ankommen, daß ich stürbe. * c. 6 , 8 . «»c. 1,30. 20. Siehe, da ist eine Stadt nahe, darein ich fliehen mag, und ist klein; daselbst will ich mich erretten: ist sie doch klein, daß meine Seele lebendig bleibe. 21. Da sprach Er zu ihm: Siehe, Ich habe auch in diesem Stück, dich angesehen, daß Ich die Stadt nicht umkehre, davon du geredet hast. 22. Eile, und errette dich daselbst, denn Ich kann nichts thun, bis daß du hinein kommest. Daher ist diese Stadt genannt Zoar. 23. Und die Sonne war aufgegangen auf Erden, da Lot gen ' Zoar einkam. * c. n, 2. 2ä. Da ließ ' der Herr Schwefel und Feuer regnen von dem Herrn vom Himmel herab auf Sodom und Gomorra. * § Mos. 29,2z. Ps. n, 6 . Esaj. 13, 19 . Jer. so, 4o. 2 Pet. 2 , 6. Ep. Jud. v. 7. 25 . Und kehrete die Städte um, und die ganze Gegend, und alle Einwohner der Städte, und was auf dem Lande gewachsen war. 26. ' Und sein Weib ff sah hinter sich, und ward zur Salzsäule. * Luc. 17,32. -k- Lu-. s, 62. 27. Abraham aber machte sich des Morgens frühe auf an den Ort, da er gestanden war vor dem Herrn; 28. Und wandte sein Angesicht gegen Sodom und Gomorra, und alles Land der Gegend, und schauete; und siehe, da ging ein Rauch auf vom Lande, wie ein Rauch vom Ofen. 29. Denn da Gott die Städte in der Gegend verderbete, gedachte er an Abraham, und geleitete Lot aus den Städten, die er umkehrete, darinnen Lot wohnete. 30. Und Lot zog aus Zoar, und blieb auf dem Berge mit seinen beyden Töchtern; denn er fürchtete sich zu Zoar zu bleiben; und blieb also in einer Höhle mit seinen beyden Töchtern. 31. Da sprach die Aelteste zu der Jüngsten: Unser Vater ist alt, und ist kein Mann mehr auf Erden, der uns beschlafen möge nach aller Welt Weise; 32. So komm, laß uns unserm Vater Wein zu trinken geben, und bey 'ihm schlafen, daß wir Samen von unserm Vater erhalten. * 3 Mos. 18, 7 . C 18 Lot beschläft seine Töchter. 1 Mose . 33. Also gaben sie ihrem Vater Wein zu trinken in derselbigen Nacht. Und die Erste ging hinein, und legte sich zu ihrem Vater; und er ward es nicht gewahr, da sie sich legte, noch da sie aufstand. 3^. Des Morgens sprach die Aelteste zu der Jüngsten: Siehe, ich habe gestern bey meinem Vater gelegen. Laß uns ihm diese Nacht auch Wein zu trinken geben, daß du hinein gehest, und legest dich zu ihm, daß wir Samen von un- serm Vater erhalten. 35. Also gaben sie ihrem Vater die Nacht auch Wein zu trinken. Und die Jüngste machte sich auch auf, und legte sich zu ihm; und er ward es nicht gewahr, da sie sich legte, noch da sie aufstand. 36. Also wurden die beyden Töchter Lots schwanger von ihrem Vater. 37. Und die Aelteste gebar einen Sohn, den hieß sie Moab. Von dem kommen her die Moabiter, bis auf den heutigen Tag. 38. Und die Jüngste gebar auch einen Sohn, den hieß sie das Kind Ammi. Von dem kommen die Kinder Ammon, bis auf den heutigen Tag. Das 20. Capitel. Sarah wird dem Abraham von Abimelcch genommen/ und mit Gewinn wieder gegeben. 1. Hsbraham aber * zog von dannen ins Land ^ gegen Mittag, und wohnete zwischen Kades und Sur, und ward ein Fremdling zu Gerar. ' * c. 12, s. 2. Und sprach von seinem Weibe Sarah: * Es ist meine Schwester. Da sandte -k Abimelech, der König zu Gerar, nach ihr, und ließ sie hohlen. ,* e. 12, iz. c. 26/ 7. H c. 26, i. 3. Aber Gott' kam zu Abimelech des Nachts im Traum, und sprach zu ihm: Siehe da, du bist des Todes, u-m des Weibes willen, das du genommen hast; denn sie ist eines Mannes Eheweib. * c. 31/ 24. -L. Abimelech aber hatte sie nicht berühret, und sprach: Herr, willst du denn auch ein gerechtes Volk erwürgen? 5. Hat er nicht zu mir gesagt: Sie ist meine Schwester? Und sie hat auch gesagt: Er ist mein Bruder? Habe ich doch das gethan mit einfältigem Herzen, und unschuldigen Händen. 6. Und Gott sprach zu ihm im Traum: Ich weiß auch, daß du mit einfältigem Herzen das gethan hast. Darum habe Ich dich auch be- hüthet, daß du nicht wider mich sündigtest, 19. 20. Abraham und Abimelech. und habe dirs nicht zugegeben , daß du sie berührtest. 7. So gib nun dem Manne sein Weib wieder, denn er ist ein * Prophet, und laß 7 ihn für dich bitten, so wirst du lebendig bleiben. Wo du aber sie nicht wieder gibst, so wisse, daß du des Todes sterben mußt, und alles, was dein ist. * Ps. 105 / 15 . 1 - Hiob 42 / 8 . 8. Da stand Abimelech des Morgens frühe auf, und rief alle seine Knechte, und sagte ihnen dieses alles vor ihren Ohren. Und die Leute fürchteten sich sehr. 9. Und Abimelech rief Abraham auch, und sprach zu ihm: Warum * hast du uns das gethan ? Und was habe ich an dir gesündigt, daß du so eine große Sünde wolltest auf mich und mein Reich bringen? Du hast mit mir gehandelt, nicht wie man handeln soll. * c. 12/ 18. c. 26/ IO. Luc. 2/ 48 . 10. Und Abimelech sprach weiter zu Abraham: Was hast du gesehen, daß du solches gethan Haft? 11. Abraham sprach: Ich dachte, 'vielleicht ist keine Gottesfurcht an diesen Orten; und werden mich um meines Weibes willen erwürgen. * Ps. 36 / 2 . 12. Auch ist sie wahrhaftig meine Schwester, denn sie ist meines Vaters Tochter, aber nicht meiner Mutter Tochter, und ist mein Weib geworden. 13. Da mich aber Gott außer meines Vaters Hause wandern hieß, sprach ich zu ihr: Die Barmherzigkeit thue an mir, daß, wo wir hinkommen, du von mir sagest, ich sey dein Bruder. 1-4. Da nahm Abimelech Schafe und Rinder, Knechte und Mägde, und gab sie Abraham; und gab ihm * wieder sein Weib Sarah , * c. 12/ 19. 15. Und sprach: Siehe da, mein Land stehet dir offen; wohne, wo dirs wohl gefällt. 16. Und sprach zu Sarah: Siehe da, ich habe deinem Bruder tausend Silberlinge gegeben ; siehe, das soll dir eine Decke der Augen seyn vor allen, die bey dir sind, und allenthalben ; und das war ihre Strafe. 17. Abraham aber bethete zu Gott: da heilete Gott Abimelech, und sein Weib, und seine Mägde, daß sie Kinder gebaren. 18. Denn der Herr hatte zuvor hart verschlossen alle Mütter des Hauses Abimelechs, um Sarah, Abrahams Weibes, willen. Isaaks Geburt. Austreib, -er Hagar. 1 Mose 21. Das 21. Capitel. Isaaks Geburt/ Austreibung JsmaelS. AbrahamS Bund mit Abimekech. der Herr suchte heim Sarah/ wie Er ^ gere-et hatte/ und that mit ihr / wie Er ' geredet hatte. * c. 17, 19. c. i«, 10. 2. Und Sarah ward schwanger/ und * gebar Abraham einen Sohn in seinem Alter / um die Zeit / die ihm Gott geredet hatte. * c. 25,19. 1 Chron. 1 / 31 . Matth, i, 2. Luc. 3 , 34 . Ap. Gcsch. 7 / 8 . Gal. 4 / 22 . Ebr. 11 / ii. 3 . Und Abraham hieß seinen Sohn / der ihm geboren war/ * Isaak / den ihm Sarah gebar/ * c. 17 / 19. - 4 . Und beschnitte ihn am achten Tage / wie * ihm Gott geboten hatte. * c. 17/ n. 12. 5. Hundert Jahre war Abraham alt/ da ihm sein Sohn Isaak geboren ward. 6 . Und Sarah sprach: Gott hat mir ein ' Lachen zugerichtet; denn wer es hören wird / der wird meiner lachen ; * e. 17/17. «. 18/12. 7. Und sprach: Wer dürfte von Abraham sagen/ daß Sarah Kinder säugete/ und hätte ihm einen Sohn geboren in seinem Alter? 8 . Und das Kind wuchs/ und ward entwöhnet ; und Abraham machte ein großes Mahl am Tage / da Isaak entwöhnet ward. 9. Und Sarah sah den Sohn Hagars / der Egyptischeii/ den sie Abraham geboren hatte/ daß er ein Spötter war; 10. Und sprach zu Abraham: * Treibe diese Magd aus mit ihrem Sohne; denn dieser Magd -i- Sohn soll nicht erben mit meinem Sohne Isaak. * Gal. 4 / 30 . -s Nicht. 11/ 2. 11. Das Wort gefiel Abraham sehr übel/ um seines Sohnes willen. 12. Aber Gott sprach zu ihm: Laß dirs nicht übel gefallen des Knabens und der Magd halben. Alles / was dir Sarah gesagt hat/ dem gehorche. Denn * in Isaak soll dir der Same genannt werden. * c. 17 / 21. Röm. 9 / 7 . Gal. 4 / 28. Ebr. 11/ 18. 13. Auch ' will ich der Magd Sohn zum Volk machen / darum / daß er deines Samens ist. * c. 16/ io. e. 17/ 20. c. 23 / 16. 1 - 4 . Da stand Abraham des Morgens früh auf/ und nahm Brot und eine Flasche mit Wasser / und legte es Hagar auf ihre Schulter/ und den Knaben mit / und ließ sie aus. Da zog sie hin, und ging in der Wüste irre bey Bersaba. 15 . Da nun das Wasser in der Flasche aus war / warf sie den Knaben unter einen Baum / 16. Und ging hin / und setzte sich gegen über Abimelechs Bund mit Abraham. 19 von ferne / eines Bogenschusses weit; denn sie sprach: Ich kann nicht zusehen des Knabens Sterben. Und sie setzte sich gegen über/ und hob ihre Stimme auf / und weinete. 17. Da erhörete Gott die Stimme des Kna- bens. Und der Engel Gottes rief vom Himmel die Hagar, und sprach zu ihr: Was ist dir, Hagar? Fürchte dich nicht; denn Gott hat erhöret die Stimme des Knabens/ da er lieget. 18. Stehe auf, nimm den Knaben, und führe ihn an deiner Hand; denn Ich * will ihn zum großen Volk machen. * c. 17/ 20. 19. Und Gott that ihr die Augen auf, daß sie einen Wasserbrunnen sah. Da ging sie hin, und füllete die Flasche mit Wasser, und tränkte den Knaben. 20. Und Gott war mit dem Knaben; -erwuchs, und wohnete in der Wüste, und ward ein guter Schütze, 21. Und wohnete in der Wüste Pharan. Und seine Mutter nahm ihm ein Weib aus Egypten- land. 22. Zu derselbigen Zeit redete * Abimelech und Phichol, sein Feldhauptmann, mit Abraham, und sprach: Gott ist mit dir in allem, das du thust. * c. 26/ 26. 23. So schwöre mir nun bey Gott, daß du mir, noch meinen Kindern, noch meinen Neffen keine Untreue erzeigen wollest; sondern die Barmherzigkeit, die ich an dir gethan habe, an mir auch thust, und an dem Lande, da du ein Fremdling innen bist. 2^. Da sprach Abraham: Ich will schwören. 25. Und Abraham strafte Abimelech * um des Wafferbrunnens willen, den Abimelechs Knechte hatten mit Gewalt genommen. ' e. 26/13.18. 26. Da antwortete Abimelech: Ich habe es nicht gewußt, wer das gethan hat; auch hast du mirs nicht angesaget; dazu habe ichs nicht gehöret, denn heute. 27. Da nahm Abraham Schafe und Rinder, und gab sie Abimelech; und machten beyde einen Bund mit einander. 28. Und Abraham stellete dar sieben Lämmer besonders. 29. Da sprach Abimelech zu Abraham: Was sollen die sieben Lämmer, die du besonders dar- geftellet hast? 30. Er antwortete: Sieben Lämmer sollst du von meiner Hand nehmen, daß sie mir zum Zeugniß seyn, daß ich diesen Brunnen gegraben habe. C 2 4 Mose 22. 20 Aufopferung Isaaks. 3 1. Daher heißt die Stätte * Bersaba, daß sie beyde mit einander da geschworen haben. * c. 26 / 33 . 32 . Und also machten sie den Bund zu Bersaba. Da machten sich auf Abimelech, und Phichol, sein Feldhauptmann / und zogen wieder in des Philister Land. 33. Abraham aber pflanzete Bäume zu Bersaba ; und predigte daselbst von dem Nahmen des Herrn, * des ewigen Gottes. * Esai. 37 /13. 32 . Und war ein ' Fremdling in der Philister Land eine lange Zeit. ' Ebr. ii/ s. Das 22. Capitel. Aufopferung Isaaks. Verheissung von Christo. i.I 7 ach diesen Geschichten * versuchte Gott ^ Abraham, und sprach zu ihm: Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich. * Ebr. ii/ 17. 2. Und Er sprach: Nimm Isaak, deinen eini- 5-n Sohn, den du lieb Haft, und gehe hin in das Land Morija ; und opfere ihn daselbst zum Brandopfer auf einem Berge, den Ich dir sagen werde. 3. Da stand Abraham des Morgens früh auf, und gürtete seinen Esel, und nahm mit sich zween Knaben, und seinen Sohn Isaak; und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf, und ging hin an den Ort, davon ihm Gott gesagt hatte. 2,. Am dritten Tage hob Abraham seine Augen auf, und sah die Stätte von ferne; 5 . Und sprach zu seinen Knaben: Bleibet ihr hier mit dem Esel, ich und der Knabe wollen dorthin gehen; und wenn wir angebethet haben, wollen wir wieder zu euch kommen. 6 . Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer, und legte es auf seinen Sohn Isaak; er aber nahm das Feuer und Messer in seine Hand, und gingen die beyde mit einander. 7 . Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! Abraham antwortete: Hier bin ich, mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hier ist Feuer und Holz; wo ist aber das Schaf zum Brandopfer? 8 . Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird ihm ersehen ein Schaf zum Brandopftr. Und gingen die beyde mit einander. 9 . Und als sie kamen an die Stätte, die ihm Gott sagte; bauete Abraham daselbst einen Altar, und legte das Holz darauf, und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz, Verheissung von Christo. 10. Und reckte seine Hand aus, und fastete das Messer, daß er * seinen Sohn schlachtete. * Jac. 2/ 21. 11. Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel, und sprach: Abraham! Abraham! Er antwortete: ' Hier bin ich. * c. 31 / ii. c. 46 / 2. 12. Er sprach : Lege deine Hand nicht an den Knaben, und thue ihm nichts. Denn nun weiß Ich, daß du Gott fürchtest, und hast deines * einigen Sohnes nicht verschonet um meinet willen. * Rom. 8/ 32. 13 . Da hob Abraham seine Augen auf, und sah einen Widder hinter ihm in der Hecke mit seinen Hörnern hangen; und ging hin, und nahm den Widder, und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes Statt. 12. Und Abraham hieß die Stätte: Der Herr stehet. Daher man noch heutiges Tages saget: Auf dem Berge, da der Herr fiehet. 15 . Und der Engel des Herrn rief Abraham abermahl vom Himmel, 16. Und sprach : * Ich habe bey mir selbst geschworen, spricht der Herr, dieweil du solches gethan Haft, und Haft deines einigen Sohnes nicht verschonet, ' <- 12/ 7. c. 13/ 3. 2 Mos. 32 / 13 . Pf. 103 / 9 . Luc. 1 / 73 . Ebr. 6 / 13 . 17 . Daß Ich * deinen Samen segnen und mehren will, wie die Sterne am Himmel, und wie den Sand am Ufer des Meers; und dein Same soll besitzen die Thore seiner Feinde; * c. 13 / 16. 2 Mos. 32 / 13 . 18. Und durch deinen Samen sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden; darum, daß du meiner Stimme gehorchet hast. 19. Also kehrete Abraham wieder zu seinen Knaben; und machten sich auf, und zogen mit einander gen Bersaba; und wohnete daselbst. 20. Nach diesen Geschichten begab sichs, daß Abraham angesaget ward: Siehe, ' Milea hat auch Kinder geboren deinem Bruder Nahor; * c. ii/ 29. 21. Nähmlich * Uz, den Erstgebornen, und Bus, seinen Bruder, und Kemuel, von dem die Syrer kommen, * Hiob i/1. c. 32/ 2. 22. Und Chesed, und Hajo, und Pildas, und Jedlaph, und Bethuel. 23. * Bethuel aber zeugete Rebecca. Diese acht gebar Milca dem Nahör, Abrahams Bruder. * c. 24 / 13 . 22. Und sein Kebsweib, mit Nahmen Rehuma, gebar auch, nähmlich den Thebah, Gaham, Th aas und Mascha. Der Sarah Tod 21 1 Mose 23. 24. und Begräbnis. Das 23. Capitel. Sarah Tod und Legräbmß. 1. ^arah war hundert sieben und zwanzig ^ Jahre alt, 2. Und starb in der * Hauptstadt, die da heißet Hebron, im Lande Canaan. Da kam Abraham, daß er sie klagete und beweinete. * c. 35, 27. Zos. 1-1, 15. 3. Darnach stand er auf von seiner Leiche, und redete mit den Kindern Heth, und sprach: 4. Ich bin * ein Fremder und Einwohner bey euch; gebet mir ein Erbbcgräbniß bey euch, daß ich meinen Todten begrabe, der vor mir lieget. * Ap. Gesch. 7, 3. 5. Da antworteten Abraham die Kinder Heth, und sprachen zu ihm: 6. Höre uns, lieber Herr! Du bist ein Fürst Gottes unter uns, begrabe deinen Todten in unfern ehrlichsten Gräbern; kein Mensch soll dir unter uns wehren, daß du in seinem Grabe nicht begrabest deinen Todten. 7. Da stand Abraham auf, und bückte sich vor dem Volk des Landes, nähmlich vor den Kindern Heth. 8. Und er redete mit ihnen, und sprach: Gefällt es euch, daß ich meinen Todten, der vor mir lieget, begrabe; so höret mich, und bittet für mich gegen Ephron, den Sohn Zoars, 9. Daß er mir gebe seine zwiefache Höhle, die er hat am Ende seines Ackers; er gebe mir sie um Geld, so viel sie werth ist, unter euch zum Erbbegräbnis. 10. Denn Ephron wohnete unter den Kindern Heth. Da antwortete Ephron der Hethit-er Abraham, daß zuhöreten die Kinder Heth, vor allen, die zu seiner Stadt Thor aus - und eingingen , und sprach: i i. Nein, mein Herr, sondern höre mir zu: Ich * schenke dir den Acker, und die Höhle darinnen dazu; und übergebe dirs vor den Augen der Kinder meines Volks, zu begraben deinen Todten. * 2 Sam. 24,22. 12. Da bückte sich Abraham vor dem Volk des Landes, 13. Und redete mit Ephron, daß znhörete das Volk des Landes, und sprach: Willst du mir ihn lassen, so bitte ich, nimm von mir das Geld für den Acker, das ich dir gebe, so will ich meinen Todten daselbst begraben. 14. Ephron antwortete Abraham, und sprach zu ihm: 15. Mein Herr, höre doch mich. Das Feld ist vierhundert Sekel Silbers werth; was ist das aber zwischen mir und dir? Begrabe nur deinen Todten. 16. Abraham gehorchte Ephron, und wog ihm das Geld dar, das er gesagt hatte, daß zuhöreten die Kinder Heth, nähmlich vierhundert Sekel Silbers, das im Kauf gäng und gäbe war. 7. Also ward * Ephrons Acker, darinnen die zwiefache Höhle ist, gegen Mamre über, Abraham zum eigenen Gut bestätiget, mit der Höhle darinnen, und mit allen Bäumen auf dem Acker umher , ' c. 49, 3«. c. 50, 13. Ap. Gcsch. 7, 15. 18. Daß die Kinder Heth zusahen, und alle, die zu seiner Stadt Thor aus-und eingingen. 19. Darnach * begrub Abraham Sarah, sein Weib, in der Höhle des Ackers, die zwiefach ist, gegen Mamre über, das ist Hebron, im Lande Canaan. * <. 25,9.1». 20. Also ward bestätiget der Acker und * die Höhle darinnen Abraham zum Erbbegräbniß, von den Kindern Heth. * c. 25, 9 . 10 . c. 47 , 30 . c. 49 , 29 . c. 50, 13. Das 2-4. Capitel. Isaak hcirathet Rcbeecam. i.Isbraham war alt und wohl betaget, und ^ der Herr hatte ihn gesegnet allenthalben. 2. Und sprach zu seinem * ältesten Knechte seines Hauses, der allen seinen Gütern Vorstand: -k Lege deine Hand unter meine Hüfte, * c. 15, 2. -j- c. 47 , 29. 3. Und schwöre mir bey dem Herrn, dem Gott des Himmels und der Erde, daß du meinem Sohne kein * Weib nehmest von den Töchtern der Canaaniter, unter welchen ich wohne; * 28, 1. 4. Sondern daß du ziehest in mein Vaterland, und zu meiner Freundschaft, und nehmest meinem Sohne Isaak ein Weib. 5. Der Knecht sprach: Wie, wenn das Weib mir nicht wollte folgen in dieß Land; soll ich dann deinen Sohn wiederbringen in jenes Land, daraus du gezogen bist? 6. Abraham sprach zu ihm: Da hüthe dich vor, daß du meinen Sohn nicht wieder dahin bringest. 7. Der Herr, der Gott des Himmels, der mich von meines Vaters Hause genommen hat, und von meiner Heimath, der mir geredet hat, und mir auch geschworen hat, und gesagt: ' Dieß Rebecca bey dem Brunnen. 22 Abrahams Knecht bethet, redet mit 1 Mose 24 . Land will Ich deinem Samen geben; der wird seinen Engel vor dir her senden, daß du meinem Sohne daselbst ein Weib nehmest. * c. 12, 7 . 8 . So aber das Weib dir nicht folgen will/ so bist du dieses Eides quitt. Allein bringe meinen Sohn nicht wieder dorthin. 9. Da legte der Knecht seine Hand unter die Hüfte Abrahams/ seines Herr»/ und schwur ihm solches. 10. Also nahm der Knecht zehn Kameele von den Kameelen seines Herr»/ und zog hin/ und hatte mit sich allerley Güter seines Herrn; und machte sich ans/ und zog gen Mesopotamien/ zu der Stadt Nahor. i i. Da ließ er die Kameele sich lagern außen vor der Stadt / bey einem Wasserbrunnen / des Abends um die Zeit / wann die Weiber pflegten heraus zu gehen / und Wasser zu schöpfen; 12. Und sprach : Herr, Du Gott meines Herrn Abrahams, begegne mir heute, und thue Barmherzigkeit an meinem Herrn Abraham. 13. Siehe, ich stehe hier bey dem Wasserbrunnen , und der Leute Töchter in dieser Stadt werden heraus kommen Wasser zu schöpfen. 1 - 4 . Wenn nun eine Dirne kommt, zu der ich spreche: Neige deinen Krug, und laß mich trinken , und sie sprechen wird: Trinke, ich will deine Kameele auch tränken; daß sie die sey, die Du deinem Diener Isaak bescheret habest, und ich daran erkenne, daß Du Barmherzigkeit an meinem Herrn gethan hast. iö. Und ehe er ausgeredet hatte, siehe, da kam heraus * Rebecca, Bethuels Tochter, der ein Sohn der Milca war, welche Nahors, Abrahams Bruders, Weib war; und trug einen Krug auf ihrer Achsel. * c. 22,2z. 16. Und sie war eine sehr schöne Dirne von Angesicht, noch eine Jungfrau, und kein Mann hatte sie erkannt. Die stieg hinab zum Brunnen, und füllete den Krug, und stieg herauf. 17. Da lief ihr der Knecht entgegen, und sprach: Laß * mich ein wenig Wasser aus deinem Kruge trinken. *Joh. 4,7. 18. Und sie sprach: Trinke, mein Herr; und eilend ließ sie den Krug hernieder auf ihre Hand, und gab ihm zu trinken. 19. Und da sie ihm zu trinken gegeben hatte, sprach sie: Ich will deinen Kameelen auch schöpfen, bis sie alle getrunken. 20. Und eilete, und goß den Krug aus in die Tränke, und lief abermal zum Brunnen zu schöpfen, und schöpfete allen seinen Kameelen. 21. Der Mann aber wunderte sich ihrer, und schwieg stille, bis er erkennete, ob der Herr zu seiner Reise Gnade gegeben hätte, oder nicht. 22. Da nun die Kameele alle getrunken hatten, nahm er eine goldene Spange, einen halben Sekel schwer, und zween Armringe an ihre Hände, zehn Sekel Goldes schwer; 23. Und sprach : Meine Tochter, wem gehörest du an? Das sage mir doch. Haben wir auch Raum in deines Vaters Hause zu Herbergen? 2- 4. Sie sprach zu ihm: Ich bin * Bethuels Tochter, des Sohnes Milca, den sie dem Nahor geboren hat. * c. 22,20.23. 2s. Und sagte weiter zu ihm: Es ist auch viel Stroh und Futter bey uns, und Raum genug zu Herbergen. 26. Da neigete sich der Mann, und bethete den Herrn an, 27. Und sprach: Gelobet sey der Herr, der Gott meines Herrn Abrahams, der seine Barmherzigkeit und seine Wahrheit nicht verlassen hat an meinem Herrn; denn der Herr hat mich den Weg geführet zu meines Herrn Bruders Hause. 28. Und die Dirne lief, und sagte solches alles an in ihrer Mutter Hause. 29. Und Rebecca hatte einen Bruder, der hieß Laban; und Laban lief zu dem Manne draußen bey dem Brunnen. 30. Und als er sah die Spangen und Armringe an seiner Schwester Händen, und hörete die Worte Rebecca, seiner Schwester, daß sie sprach: Also hat mir der Mann gesaget; kam er zu dem Mann, und siehe, er stand bey den Kameelen am Brunnen. 31. Und er sprach: Komm herein, du ' Gesegneter des Herrn, warum stehest du draußen? Ich habe das Haus geräumet, und für die Kameele auch Raum gemacht. * c. 26,29. Ps. 113, 13. 32. Also führete er den Mann ins Haus, und zäumete die Kameele ab, und gab ihnen Stroh und Futter, und Wasser zu waschen seine Füße, und der Männer, die mit ihm waren; 33. Und setzte ihm Essen vor. Er sprach aber: Ich will nicht essen, bis daß ich zuvor meine Sache geworben habe. Sie antworteten: Sage her. 3- 1. Er sprach: Ich bin Abrahams Knecht. 35. Und der Herr hat meinen Herrn ' reichlich gesegnet, und ist groß geworden; und hat ihm Abrahams Knecht 1 Mose 24. wirbt um Rebecca. 23 Schafe und Ochsen, Silber und Gold, Knechte und Mägde , Kameele und Esel gegeben. * c. 13/ 2 . 36. Dazu hat * Sarah , meines Herrn Weib, einen Sohn geboren meinem Herrn in seinem Alter; dem hat er alles gegeben, was er hat. * «. 21/ 2. 37. Und mein Herr hat einen Eid von mir genommen, und gesagt: Du sollst meinem Sohne kein Weib nehmen von den Töchtern der Ca- naaniter, in deren Lande ich wohne; 38. Sondern ziehe hin zu meines Vaters Hause, und zu meinem Geschlecht; daselbst nimm meinem Sohne ein Weib. 39. Ich sprach aber zu meinem Herrn: Wie, wenn mir das Weib nicht folgen will? 40. Da sprach er zu mir: Der Herr, * vor dem ich wandte, wird seinen Engel mit dir senden, und Gnade zu deiner Reise geben, daß du meinem Sohne ein Weib nehmest von meiner Freundschaft und meines Vaters Hause. * c. 17/ 1. 3 Mos. 8/ 6. Jos. 22/ 5. 41. Alsdann sollst du meines Eides quitt seyn, wenn du zu meiner Freundschaft kommst; geben sie dir sie nicht, so bist du meines Eides quitt. 42. Also kam ich heute zum Brunnen, und sprach: Herr, Gott meines Herrn Abrahams, hast Du Gnade zu meiner Reise gegeben, daher ich gereiset bin, 43. Siehe, so stehe ich hier bey dem Wasserbrunnen. Wenn nun eine Jungfrau heraus kommt zu schöpfen, und ich zu ihr spreche: Gib mir ein wenig Wasser zu trinken aus deinem Kruge; 4^. Und sie wird sagen : Trinke du , ich will deinen Kameelen auch schöpfen ; daß die sey das Weib, das der Herr meines Herrn Sohne bescheret hat. 45. Ehe ich nun solche Worte ausgeredet hatte in meinem Herzen, siehe, da kommt Rebecca heraus mit einem Kruge auf ihrer Achsel, und gehet hinab zum Brunnen, und schöpfet. Da sprach ich zu ihr: Gib mir zu trinken. 46. Und sie nahm eilend den Krug von ihrer Achsel, und sprach: Trinke, und deine Kameele will ich auch tränken. Also trank ich, und sie tränkte die Kameele auch. 47. Und ich fragte sie, und sprach: Wessen Tochter bist du? Sie antwortete: Ich bin Be- thuels Tochter, des Sohnes Nahors, den ihm Milca geboren hat. Da hängete ich eine Spange an ihre Stirn, und Armringe an ihre Hände. 48. Und neigte mich, und bethete den Herrn an, und lobete den Herrn, den Gott meines Herrn Abrahams, der mich den rechten Weg geführet hat, daß ich seinem Sohne meines Herrn Bruders Tochter nehme. 49. Seyd ihr nun die, so an meinem Herrn Freundschaft und Treue beweisen wollt, so saget mirs; wo nicht, so saget mirs auch, daß ich mich wende zur Rechten oder zur Linken. öo. Da antwortete Laban und Vethuel, und sprachen: Das kommt vom Herrn, darum können wir nichts wider dich reden, weder Böses noch Gutes; 51 . Da ist Rebecca vor dir, nimm sie, und ziehe hin, daß sie deines Herrn Sohnes Weib sey, wie der Herr geredet hat. 52. Da diese Worte hörete Abrahams Knecht, bückte er sich dem Herrn zu der Erde. 53. Und zog hervor silberne und goldene Kleinode und Kleider, und gab sie Rebecca; aber ihrem Bruder und der Mutter gab er Würze. 54. Da aß und trank er sammt den Männern, die mit ihm waren, und blieb über Nacht allda. Des Morgens aber stand er ans, und sprach: Lasset mich ziehen zu meinem Herrn. 55. Aber ihr Bruder und Mutter sprachen: Laß doch die Dirne einen Tag oder zehn bey uns bleiben, darnach sollst du ziehen. 56. Da sprach er zu ihnen : Haltet mich nicht auf, denn der Herr hat Gnade zu meiner Reise gegeben. Lasset mich, daß ich zu meinem Herrn ziehe. 57. Da sprachen sie: Lasset uns die Dirne rufen, und fragen, was sie dazu saget; 58. Und riefen die Rebecca, und sprachen zu ihr: Willst du mit diesem Manne ziehen? Sie antwortete: Ja, ich will mit ihm. 59. Also ließen sie Rebecca, ihre Schwester, ziehen mit ihrer Amme, sammt Abrahams Knechte, und seinen Leuten. 60. Und sie segneten Rebecca, und sprachen zu ihr: Du bist unsere Schwester, wachse in viel tausendmahl tausend, und * dein Same besitze die Thore seiner Feinde. * <. 22 / 17 . 61 . Also machte sich Rebecca auf mit ihren Dirnen, und setzten sich ans die Kameele, und zogen dem Manne nach. Und der Knecht nahm Rebecca an, und zog hin. 62. Isaak aber kam vom' Brunnen des Lebendigen und Sehenden (denn er wohnete im Lande gegen Mittag) *c. 16 , 14 . «. 25 , 11 . 24 Andere Ehe Abrahams. 1 Most 24. 25. Esau und Jakob geboren. 63 . Und war ausgegangen zu bethen auf dem Felde um den Abend, und hob seine Augen auf, und sah, daß Kameele daher kamen. 63 . Und Rebecca hob ihre Augen.auf, und sah Isaak; da fiel fie vom Kamee!, 65 . Und sprach zu dem Knechte: Wer ist der Mann, der uns entgegen kommt auf dem Felde? Der Knecht sprach: Das ist mein Herr. Da nahm fie den Mantel, und verhüttete fich. 66. Und der Knecht erzählte Isaak alle Sache, die er ausgerichtet hatte. 67 . Da führete fie Isaak in die Hütte seiner Mutter Sarah, und nahm * die Rebecca, und fie ward sein Weib, und er gewann fie lteb. Also ward Isaak getröstet über seiner Mutter. * t. 25/ 20. Das 25. Capitel. Abrahams andere Ehe. Jsmaels und Isaaks Söhne. 1. Hsbrahan, nahm wieder ein Weib , die hieß ^ Ketura. 2. Die gebar ihm * Simran und Jaksan, Meran und Midian, Jesbak und Suah. * i Cvr. i, 32. 3 . Jaksan aber zeugete Seba und Dedan. Die Kinder aber von Dedan waren: Assurim, La- tufim und Leümim. 3 . Die Kinder Midians waren: Epha, Epher, Hanoch, Abida und Eldaa. Diese find alle Kinder der Ketura. 5. Und Abraham gab alles sein Gut Isaak. 6. Aber den Kindern, die er von den Kebs- weibern hatte, gab er Geschenke^ und ließ fie von seinem Sohne Isaak ziehen, weil er noch lebte , gegen den Aufgang in das Morgenland. 7 . Das ist aber Abrahams Alter, das er ge- lebet hat, hundert und fünf und fiebenzig Jahre. 8 . Und * nahm ab, und starb in einem ruhigen Alter, da er alt und Lebens satt war, und ward zu seinem Volk gesammelt. * c. 3;, 29. 9. Und es begruben ihn seine Söhne, Isaak und Jsmael, in der zwiefachen "Höhle auf dem Acker Ephrons, des Sohnes Zoars, des Hethiters , die da liegt gegen Mamre, * c. 23,1/. 10. In dem Felde, das * Abraham von den Kindern Heth gekaufet hatte. Da ist Abraham begraben mit Sarah, seinem Weibe. * c. 23/ 16. 17. 11. Und nach dem Tode Abrahams segnete Gott Isaak, seinen Sohn. Und er wohnete bey " dem Brunnen des Lebendigen und Sehenden. * c. 16, 14. c. 24, 62. 12. Dieß ist das * Geschlecht Jsmaels, Abrahams Sohnes, den ihm Hagar gebar, die Magd Sarah , aus Egypten; " i Chr. i, 29. 13. Und das find die Nahmen der Kinder Jsmaels, davon ihre Geschlechter genannt find: Der erstgeborne Sohn Jsmaels Nebajoth, Ke- dar, Adbeel, Mibsam, 13 . Misma, Duma, Masa, 15. Hadar, Thema, Jetur, Naphis und Kedma. 16. Dieß find die Kinder Jsmaels mit ihren Nahmen in ihren Höfen und Städten , zwölf * Fürsten über ihre Leute. * c. 17,20. 17. Und das ist das Alter Jsmaels, hundert und fieben und dreyßig Jahre; und * nahm ab, und starb, und ward gesammelt zu seinem Volk. * k. 35 , 29 . 18. Und fie wohneten von Hevila an, bis gen Sur gegen Egypten, wenn man gen Assyrien gehet. Er fiel aber vor allen seinen Brüdern. 19. Dieß ist das Geschlecht Isaaks, Abrahams Sohnes: " Abraham zeugete Isaak. * c. 21,2. 20. Isaak aber war vierzig Jahre alt, da er * Rebecca zum Weibe nahm, die Tochter Be- thuels, des Syrers, von Mesopotamien, Labans , des Syrers , Schwester. * c. 24,67. 21. Isaak aber bath den Herrn für sein Weib, denn sie war unfruchtbar. Und der Herr ließ fich erbitten, und Rebecca, sein Weib, ward schwanger. 22. Und die Kinder stießen fich mit einander in ihrem Leibe. Da sprach sie: Da mirs also sollte gehen, warum bin ich schwanger geworden? Und sie ging hin den Herrn zu fragen. 23 . Und der Herr sprach zu ihr: Zwey Völker sind in deinem Leibe, und zweyerley Leute werden sich scheiden aus deinem Leibe; und ein Volk wird dem andern überlegen seyn, und der ' Größere wird dem Kleinern dienen. * Mal. 1 , 2. Rom. 9 , 10. 11. 12. 23 . Da nun die Zeit kam, daß fie gebären sollte , siehe, da waren Zwillinge in ihrem Leibe. 25. Der erste, der heraus kam, war röthlich, ganz rauch wie ein Fell; und sie nannten ihn Esau. 26. Darnach kam heraus" sein Bruder, der hielt mit seiner Hand die Ferse des Esau; und sie hießen ihn Jakob. Sechzig Jahre alt war Isaak, da sie geboren wurden. "Hos. 12,4. ME. 1,2. 27 . Und da nun die Knaben groß wurden, ward Esau ein Jäger und ein Ackermann, Jakob aber war ein frommer Mann, und blieb in den Hütten. 28. Und l,«, isWK iRil chikll. M! ft::: ilW^lö Isaaks Wanderschaft, 1 Mose 26 . 26 . er wir- geneidet. 28. Und Isaak hatte Esau lieb, und aß gerne von seinem Weidwerk ; Rebecca aber hatte Jakob lieb. 29. Und Jakob kochte ein Gerichte. Da kam Esau vom Felde, und war müde, 30. Und sprach zu Jakob: Laß mich kosten das rothe Gerichte, denn ich bin müde. Daher " heißt er Edom. * i.19. 31. Aber Jakob sprach: Verkaufe mir heute deine Erstgeburt. 32. Esau antwortete: Siehe, ich muß doch sterben, was soll mir denn die Erstgeburt? 33. Jakob sprach: So schwöre mir heute. Und er schwur ihm, und * verkaufte also dem Jakob seine Erstgeburt. * c. 27, 36 . Ebr. 12,16. 34. Da gab ihm Jakob Brot und das Linsengerichte , und er aß und trank, und stand auf, und ging davon. Also verachtete Esau seine Erstgeburt. Das 26. Capitel. Isaaks Wanderschaft/ Wohnung, und Widerwärtigkeit. 1. As kam aber eine Theurung ins Land über ^ die vorige, so zu * Abrahams Zeiten war. Und Isaak zog zu t Abimelech, der Philister König, gen Gerar. ' c. 12,10. 1- c. 20,2. 2. Da erschien ihm der Herr, und sprach: Ziehe nicht hinab in Egypten, sondern bleibe in dem Lande, das Ich dir sage. 3. Sey ein Fremdling in diesem Lande, und Ich will mit dir seyn, und dich segnen : * denn dir und deinem Samen will Ich alle diese Länder geben, und will meinen Eid bestätigen, den Ich deinem Vater Abraham geschworen habe, * e. 12/ 7 . rc. 4 . Und will deinen Samen mehren, wie die Sterne am Himmel, und will deinem Samen alle diese Länder geben. Und "durch deinen Samen sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden; ' c. 12,3.-c. 5. " Darum, daß Abraham meiner Stimme gehorsam gewesen ist, und hat gehalten meine Rechte, meine Gebvthe, meine Weise und meine Gesetze. * c. 22, 18. Ebr. 11/ 8 . 6 . Also wohnete Isaak zu Gerar. 7 . Und wenn die Leute an demselben Orte fragten von seinem Weibe, so sprach er: " Sie ist meine Schwester. Denn er fürchtete sich zu sagen : Sie ist mein Weib; ße möchten mich erwürgen um Rebecca willen, denn sie war schön von Angesicht. * c. 12,13. 8 . Als er nun eine Zeitlang da war, sah Abimelech, der Philister König, durchs Fenster,: und ward gewahr, daß Isaak scherzte mit seinem Weibe Rebecca. 9. Da rief Abimelech den Isaak, und sprach: Siehe, es ist dein Weib. Wie hast du denn gesagt: Sie ist meine Schwester? Isaak antwortete ihm: Ich "gedachte, ich möchte vielleicht sterben müßen um ihret willen. * c. 20, n. 10. Abimelech sprach: Warum" hast du denn uns das gethan? Es wäre leicht geschehen, daß Jemand vom Volk sich zu deinem Weibe gelegt hätte; und hättest also eine Schuld auf uns gebracht. * e. 20, s. 11. Da geboth Abimelech allem Volk, und sprach: Wer diesen Mann oder sein Weib antastet, der soll des Todes sterben. 12. Und Isaak säete in dem Lande, und kriegte desselbigen Jahrs' hundertfältig; denn der Herr segnete ihn. ' Luc. 8 , 8 . 13. Und er ward ein großer Mann, ging und nahm zu, bis er sehr groß ward, 14. Daß er viel Guts hatte an kleinem un- großem Vieh, und ein großes Gesinde. Darum neideten ihn die Philister, 15. Und verstopften ' alle Brunnen, die seines Vaters Knechte gegraben hatte:-:, zur Zeit Abrahams, seines Vaters, und fülleten sie mit Erde; * c. 21/ 25. 1 6 . Daß auch Abimelech zu ihm sprach: Ziehe von uns, denn du bist uns zu mächtig geworden. 17. Da zog Isaak von dannen, und schlug sein Gezelt auf im Grunde Gerar, und wohnete allda. 18. Und ließ die Wasserbrunnen wieder aufgraben, die sie zu Abrahams Zeiten, seines Vaters, gegraben hatten, welche die Philister verstopfet hatten nach Abrahams Tode, und nannte sie mit denselben Nahmen, da sie sein Vater mit genannt hatte. io. Auch gruben Isaaks Knechte im Grunde, und fanden daselbst einen Brunnen lebendigen Wassers. 20. Aber die Hirten von Gerar zankten mit den Hirten Isaaks, und sprachen: Das Wasser ist unser. Da hieß er den Brunnen Esek, darum, daß sie ihm da Unrecht gethan hatten. 21. Da gruben sie einen andern Brunnen, da zankten sie auch darüber; darum hieß er ihn Sitna. 22. Da machte er sich von dannen, und grub einen andern Brun-ien, da zankten sie sich nicht darüber; darum hieß er ihn Rehoboth, und D 26 Isaaks Bund mit Abimelech. 1 M sprach: Nun hat uns der Herr Raum gemacht, und uns wachsen lassen im Lande. 23. Darnach zog er von dannen gen *BerSaba. * c. 46/ 1. 2. 3. 2-4. Und der Herr erschien ihm in derselben Nacht, und sprach: Ich bin deines Vaters Abrahams Gott. Fürchte dich nicht, denn Ich bin mit dir, und will dich segnen, und deinen Samen mehren , um meines Knechtes Abrahams willen. 25. Da bauete er einen Altar daselbst, und predigte von dem Nahmen des Herrn, und richtete daselbst seine Hütte auf; und seine Knechte gruben daselbst einen Brunnen. 26. Und ' Abimelech ging zu ihm von Gerar, nnd Ahusath, sein Freund, und Phichol, sein Fcldhauptmann. * c. 21 / 22 . 27. Aber Isaak sprach zu ihnen: Warum kommt ihr zu mir? Hasset ihr mich doch, und habt mich von euch getrieben. 28. Sie sprachen: Wir sehen mit sehenden Augen, daß der Herr mit dir ist. Darum sprachen wir: Es soll ein Eid zwischen uns und dir seyn, und wollen einen Bund mit dir machen, 29. Daß du uns keinen Schaden thust, gleichwie wir dich nicht angetastet haben, und wie wir dir nichts, denn alles Gutes, gethan haben, und dich mit Frieden ziehen lassen. Du aber bist nun der ' Gesegnete des Herrn. * c. 24/ 31. Ps. 113/ 13. 30. Da machte er ihnen ein Mahl, und ste aßen und tranken. 31. Und des Morgens frühe standen sie auf, und schwur einer dem andern ; und Isaak ließ sie gehen, und sie zogen von ihm mit Frieden. 32. Desselbigen Tages kamen Isaaks Knechte, und sagten ihm an von dem Brunnen, den sie gegraben hatten, und sprachen zu ihm: Wir haben Wasser gefunden. 33. Und er nannte ihn * Saba; daher heißt die Stadt BerSaba , bis auf den heutigen Tag. * c. 21 / 31 . 3 ^. Da Esau vierzig Jahre alt war; nahm er zum ' Weibe Judith , die Tochter Beri, des Hethiters; und Basmath, die Tochter Elons, des Hethiters. * c. 36/ 2 . 35. Die machten beyde Isaak und Rebecca eitel Herzeleid. Das 27. Capitel. Jakob wird von seinem Vater gesegnet/ von Esau angefeindct. t.Nnd es begab sich, da Isaak war alt geworden, daß seine Augen * dunkel wurden 0 se 26. 27. Rebecca Anschlag mit Jakob. zu sehen; rief er Esau, seinen größer« Sohn, und sprach zu ihm: Mein Sohn! Er antwortete ihm: Hier bin ich. . * -- 48/ 10 . 2. Und er sprach: Siehe , ich bin alt geworden , und weiß nicht, wann ich sterben soll. 3. So nimm nun deinen Zeug, Köcher und Vogen , und gehe aufs Feld, und fange mir ein 'Wildbret. -4. Und mache mir ein Essen, wie ichs gerne habe, und bringe mirs herein, daß ich esse, daß dich meine Seele segne, ehe ich sterbe. 5 . Rebecca aber hörete solche Worte, die Isaak zu seinem Sohne Esau sagte. Und Esau ging hin aufs Feld, daß er ein Wildbret jagte, und heim brächte. 6. Da sprach Rebecca zu Jakob, ihrem Sohne: Siehe, ich habe gehöret deinen Vater reden mit Esau, deinem Bruder, und sagen: 7. Bringe mir ein Wildbret, und mache mir ein Essen, daß ich esse, und dich segne vor dem Herrn, ehe ich sterbe. 8. So höre nun, mein Sohn, meine Stimme, was ich dich heisse: 9 . Gehe hin zu der Herde, und hohle mirzwcy gute Böcklein, daß ich deinem Vater ein Essen davon mache, wie ers gerne hat. 10 . Das sollst du deinem Vater hinein tragen, daß ers esse, auf daß er dich segne vor seinem Tode. 11. Jakob aber sprach zu seiner Mutter Rebecca: Siehe, mein Bruder * Esau ist rauch, und ich bin glatt; * 23 / 23 . 12. So möchte vielleicht mein Vater mich begreiffen, und ich würde vor ihm geachtet, als ob ich ihn betriegen wollte; und brächte über mich einen Fluch, und nicht einen Segen. 13 . Da sprach seine Mutter zu ihm: Der Fluch sey auf mir, mein Sohn; gehorche nur meiner Stimme, gehe und hohle mir. 1-4. Da ging er hin und hohlete, und brachte es seiner Mutter. Da machte seine Mutter ein Essen, wie sein Vater gerne hatte, 15. Und nahm Esaus, ihres größer» Sohnes, köstliche Kleider, die sie bey sich im Hause hatte, und zog sie Jakob an, ihrem kleinern Sohne; 16 . Aber die Felle von den Böcklein that sie ihm um seine Hände, und wo er glatt war am Halse. 17 . Und gab also das Essen mit Brot, wie sie es gemacht hatte, in Jakobs Hand, ihres Sohnes. 18 . Und er ging hinein zu seinem Vater, und Isaak segnet Jakob 1 Mose 27. und Esau. 27 sprach: Mein Vater! Er antwortete: Hier bin ich. Wer bist du, mein Sohn? 19. Jakob sprach zu seinem Vater: Ich bin Esau, dein erstgeborner Sohn; ich habe gethan, wie du mir gesagt Haft; stehe auf, setze dich, und iß von meinem Wildbret, auf daß mich deine Seele segne. 20. Jsaae aber sprach zu seinem Sohne: Mein Sohn : wie hast du so bald gefunden? Er antwortete: Der Herr, dein Gott bescherte mirs. / 21. Da sprach Isaak zu Jakob: Tritt herzu, mein Sohn, daß ich dich begreiffe, ob du seyeft mein Sohn Esau, oder nicht. 22. Also trat Jakob zu seinem Vater Isaak, und da er ihn begriffen hatte, sprach er: Die Stimme ist Jakobs Stimme, aber die Hände sind Esaus Hände. 23. Und er kannte ihn nicht, denn seine Hände waren rauch, wie Esaus, seines Bruders, Hände, und segnete ihn. 2^. Und er sprach zu ihm: Bist du mein Sohn Esau? Er antwortete: Ja, ich bins. 25 . Da sprach er: So bringe mir her, mein Sohn, zu essen von deinem Wildbret, daß dich meine Seele segne. Da brachte er es ihm, und er aß; und trug ihm auch Wein hinein, und er trank. 26. Und Isaak, sein Vater, sprach zu ihm: Komm her, und küsse mich, mein Sohn. 27. Er trat hinzu, und küssete ihn. Da roch er den Geruch seiner Kleider, und segnete ihn, und sprach: Siehe, der Geruch meines Sohnes ist wie ein Geruch des Feldes, das der Herr gesegnet hat. '28. * Gott gebe dir vom Thau des Himmels, und von der Fettigkeit der Erde, und Korn und Wein die Fülle. * Ebr. n, 20. 29. Völker müßen dir dienen, und Leute müßen dir zu Fuße fallen. * Sey ein Herr über deine Brüder, und deiner Mutter Kinder müßen dir zu Fuße fallen. -? Verflucht sey, wer dir fluchet; gesegnet sey, wer dich segnet. * c. 2z, 23. -j- c. 12, 3 . 4 Mos. 24 , 9. 30 . Als nun Isaak vollendet hatte den Segen über Jakob, und Jakob kaum hinaus gegangen war von seinem Vater Isaak; da kam Esau, sein Bruder, von seiner Jagd, 31. Und machte auch ein Essen, und trug es hinein zu seinem Vater, und sprach zu ihm: Stehe auf, mein Vater, und iß von dem Wildbret deines Sohnes, daß mich deine Seele segne. 32. Da antwortete ihm Isaak, sein Vater: Wer bist du? Er sprach: Ich bin Esau, dein erstgeborner Sohn. 33. Da entsetzte sich Isaak über die Maße sehr, und sprach: Wer? Wo ist denn der Jäger, der mir gebracht hat, und ich habe von allem gegessen, ehe du kämest, und habe ihn gesegnet? Er wird wohl auch gesegnet bleiben. 3^. Als Esau diese Rede seines Vaters hörte, schrie er laut, und ward über die Maße sehr betrübt; und sprach zu seinem Vater: Segne * mich auch, mein Vater. * Ebr. 12,17. 35. Er aber sprach : Dein Bruder ist gekommen mit List, und hat deinen Segen hinweg. 36 . Da sprach er: Er heißt wohl Jakob: denn er hat mich nun zweymahl untertreten. Meine * Erstgeburt hat er dahin; und siehe, nun nimmt er auch meinen Segen. Und sprach: Hast du mir denn keinen Segen Vorbehalten? * c. 2 S, 33 . Ebr. 12 , 16. 37 . Isaak antwortete, und sprach zu ihm: Ich habe ihn zum Herrn über dich gesetzet, und alle seine Brüder habe ich ihm zu Knechten gemacht, mit Korn und Wein habe ich ihn versehen; was soll ich dir nun thun, mein Sohn? 38 . Esau sprach zu seinem Vater: Hast du denn nur Einen Segen, mein Vater? Segne mich auch, mein Vater; und ' hob auf seine Stimme, und weinete. ' Ebr. 12,17. 39. Da antwortete Isaak, sein Vater, und sprach zu ihm: Siehe da, * du wirst eine fette Wohnung haben auf Erden, und vom Thau des Himmels von oben her. * Ebr. 11,20. ^0. Deines Schwerts wirft du dich nähren, und deinem Bruder dienen. Und es wird geschehen, daß du auch ein Herr, und sein Joch von deinem Halse reisten wirst. ^1. Und Esau war Jakob gram um des Segens willen, damit ihn sein Vater gesegnet hatte: und sprach in seinem Herzen: ' Es wird die Zeit bald kommen, da mein Vater leidtragen muß; denn ich will meinen Bruder Jakob erwürgen. * Obad. v. 19. 2,2. Da wurden Rebeceä angesaget diese Worte ihres größer» Sohnes Esau; und schickte hin, und ließ Jakob, ihren kleinern Sohn, rufen, und sprach zu ihm: Siehe, dein Bruder Esau drohet dir, daß er dich erwürgen will. ^3. Und nun höremeine Stimme, mein Sohn: Mache dich auf, und fliehe zu meinem Bruder Laban in Haran, D 2 28 Jakob ziehet aus. 1 Mose Und bleib eine Weile bey ihm, bis sich der Grimm deines Bruders wende, ^5. Und bis sich sein Zorn wider dich, von dir wende, und er vergesse, was du an ihm gethan Haft; so will ich darnach schicken, und dich von dannen hohlen lassen. Warum * sollte ich eurer beyder beraubet werden auf Einen Tag? '2 Sam. 14/ 6. 7. ^6. Und Rebecca sprach zu Isaak: Mich verdrießt zu leben vor den Töchtern Heth. Wo Jakob ein Weib nimmt von den Töchtern Heth, die da sind wie die Töchter dieses Landes; was soll mir das Leben? Das 28 . Capitel. Jakob sichet auf seiner Reise die Himmelsleiter. 1. Aa rief Isaak seinen Sohn Jakob, und segnete ihn, und geboth ihm, und sprach zu ihm: Nimm nicht ein * Weib von den Töchtern Canaans ; * c. 24/ 3. 2. Sondern mache dich auf, und ziehe in Mesopotamien zu Bethuels, deiner Mutter Vaters, Haus, und nimm dir ein Weib daselbft von den Töchtern Labans, deiner Mutter Bruders. 3. Aber der allmächtige Gott segne dich, und mache dich fruchtbar und mehre dich, daß du werdeft ein Haufen Völker; -ä. Und gebe dir den Segen * Abrahams, dir und deinem Samen mit dir, daß du besitzest das Land, da du ein Fremdling innen bist, das Gott Abraham gegeben hat. * c. 12 / 3 . L. Also fertigte Isaak den Jakob ab, daß er in * Mesopotamien zog zu Laban, Bethuels Sohne in Syrien, dem Bruder Rebecca, seiner und Esaus Mutter. * Hos. 12 / 13 . 6. Als nun Esau sah, daß Isaak Jakob gesegnet hatte, und abgefertiget in Mesopotamien, daß er daselbst ein Weib nähme; und daß er, indem er ihn gesegnet, ihm geboth, und sprach: Du sollst nicht ein Weib nehmen von den Töchtern Canaans; 7. Und daß Jakob seinem Vater und seiner Mutter gehorchte, und in Mesopotamien zog; 8. Sah auch, daß Isaak, sein Vater, »licht gerne sah die Töchter Canaans: 9. Ging er hin zu Jsmael, und nahm über die Weiber , die er zuvor hatte, ' Mahalath, die Tochter Jsmaels, des Sohns Abrahams, die Schwester ? Nebajoths, zum Weibe. * c. 36/ 3. H e. 23/ 13. 10. Aber Jakob zog aus von Bersaba, und reifete gen Haran, 27. 28. Jakob fiehet die Himmelsleiter. 11. Und kam an einen Ort, da blieb er über Nacht, denn die Sonne war untergegangen. Und er nahm einen Stein des Orts, und legte ihn zu seinen Häupten, und legte sich an dem- selbigen Ort schlafen. 12. Und ihm träumete, und siehe, eine" Leiter stand auf Erden, die rührete mit der Spitze an den Himmel, und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder; * c. 35/ 1. c. 48/ 3. Joh. 1/ 51. 13. Und der Herr stand oben darauf, und sprach: Ich bin der Herr, Abrahams, deines Vaters, Gott, und Isaaks Gott; * das Land, da du aufliegest, will Ich dir und deinem Samen geben , * c. 48/ 4. i-i. Und dein * Same soll werden wie der Staub auf Erden, und du sollst ausgebreitet werden gegen den Abend, Morgen, Mitternacht und Mittag; und i- durch dich und deinen Samen sollen alle Geschlechter aufErden gesegnet werden. * 5 Mos. 12/20. Hc.i 2 / 3 . 15. Und siehe, Ich bin ' mit dir, und will dich behüthen, wo du hinziehest, und will dich wieder herbringen in dieß Land. Denn ich will dich nicht lassen, bis daß ich thue alles, was ich dir geredet habe. * Em. 43,2. 16. Da nun Jakob von seinem Schlaf aufwachte , sprach er: Gewißlich ist der Herr an diesem Ort, und ich wußte es nicht, 17. Und fürchtete sich, und sprach: Wie heilig * ist diese Stätte! Hier ist nichts anders, denn Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels. * 2 Mos. 3/ 5. 18. Und Jakob stand des Morgens frühe auf, und nahm * den Stein, den er zu seinen Häupten geleget hatte, und richtete ihn auf zu einem Mahl, und goß Ochl oben darauf, » c. 31/ 13. c. 35/ 14. 19. Und hieß die Stätte Bethel; vorhin hieß sonst die Stadt Lus. 20. Und Jakob that * ein Gelübde, und sprach : So Gott wird mit mir seyn, und nuch behüthen auf dem Wege, den ich reise, und Brot zu essen geben, und Kleider anzuziehen, * 2 Sam. 15/ 8. 1 Tim. 6/ 8. 21. Und mich mit Frieden wieder heim zu meinem Vater bringen ; so soll der Herr mein Gott seyn; 22. Und dieser Stein, den ich aufgerichtet habe zu einem Mahl, soll ein * Gotteshaus werden; und alles, was du mir gibst, dessen will ich dir den Zehnten geben. * i Kon. 8/17. Jakob fragt nach Laban, I Mos Das 29 . Capirel. Jakob erwirbt durch seinen vierzehnjährigen Dienst zwey Weiber. 1. ^")a hob Jakob seine Füße ans, und ging ^ in das Land, das gegen Morgen liegt; 2. Und sah sich nm, und siehe, da war ein Brunnen auf dem Felde, und siehe, drey Herden Schafe lagen dabey, denn von dem Brunnen pflegten sie die Herden zu tränken, und lag * ein großer Stein vor dem Loch des Brunnens. * Ma«. 16/ 4 . 3. Und sie pflegten die Herden alle daselbst zu versammeln, und den Stein von dem Brunnen- loch zu wälzen, und die Schafe zu tränken, und thaten alsdann den Stein wieder vor das Loch, an seine Stätte. - 4 . Und Jakob sprach zu ihnen: Lieben Brüder, wo seyd ihr her? Sie antworteten: Wir sind von Haran. 5. Er sprach zu ihnen: Kennet ihr auch Laban, den Sohn Nahors? Sie antworteten: Wir kennen ihn wohl. 6 . Er sprach: Gehet es ihm auch wohl? Sie antworteten: Es gehet ihm wohl; und siehe, da kommt seine Tochter Rahel mit den Schafen. 7 . Er sprach : Es ist noch hoch Tag, und ist noch nicht Zeit das Vieh einzutreiben; tränket die Schafe, und gehet hin, und weidet sie. 8 . Sie antworteten: Wir können nicht, bis daß alle Herden zusammen gebracht werden, und wir den Stein von des Brunnens Loch wälzen, und also die Schafe tränken. 9. Als er noch mit ihnen redete, kam Rahel mit den Schafen ihres Vaters, denn sie hüthete der Schafe. 10. Da aber Jakob sah Rahel, die Tochter Labans, seiner Mutter Bruders, und die Schafe Labans, seiner Mutter Bruders; trat er hinzu, und wälzte den Stein von dem Loch des Brunnens, und * tränkete die Schafe Labans, seiner Mutter Bruders ; * 2 Mos. 2,17. 11. Und küssete Rahel, und weinete laut, 12. Und sagte ihr an, daß er ihres Vaters Bruder (Ncff-) wäre, und der Rebecca Sohn. Da lief sie, und sagte es ihrem Vater an. 13. Da aber Laban hörete von Jakob, seiner Schwester Sohne; ' lief er ihm entgegen, und herzte und kuffete ihn, und führete ihn in sein Haus. Da erzählte er dem Laban alle diese Sache. * Luc. iä/ 20. 1-4. Da sprach Laban zu ihm: Wohlan, * du bist mein Bein und mein Fleisch. Und e 2 9 . _ heirathct Le a und Rahel. 29 da er nun einen Monath lang bey ihm gewesen war, * R.cht. v, 2. 15. Sprach Laban zu Jakob: Wiewohl du mein Bruder bist, solltest du mir darum umsonst dienen? Sage an, was soll dein Lohn seyn? 16. Laban aber hatte zwo Töchter: die Aelteste hieß Lea, und die Jüngste hieß Rahel. 1 7 . Aber Lea hatte ein blödes Gesicht, Nahe! war hübsch und schön. 18. Und Jakob gewann die Rahel lieb, und sprach: Ich will dir sieben Jahre um Rahel, deine jüngste Tochter, dienen. 19. Laban antwortete: Es ist besser, ich gebe sie dir, denn einem andern; bleibe bey mir. 20. Also ' dienete Jakob um Rahel sieben Jahre, und bauchten ihn, als wären es einzelne Tage, so lieb hatte er sie. * Hos. 12, iz. 21. Und Jakob sprach zu Laban: Gib mir nun mein Weib, denn die Zeit ist hier, daß ich beyliege. 22. Da lud Laban alle Leute des Orts, und machte ein Hochzeitmahl. 23. Des Abends aber nahm er seine Tochter Lea, und brachte sie zu ihm hinein; und er lag bey ihr. 2 - 4 . Und Laban gab seiner Tochter Lea seine Magd Silpa zur Magd. 25. Des Morgens aber, siehe, da war es Lea. Und er sprach zu Laban: * Warum hast du mir das gethan? Habe ich dir nicht um Rahel gedienet? Warum hast du mich denn betrogen? * c. 12/ 18. c. 20/ 9. c. 26/ 10. Luc. 2/ 48 . 26. Laban antwortete: Es ist nicht Sitte in unserm Lande, daß man die Jüngste ausgebe vor der Aeltesten. 27. Halte mir dieser die Woche ans; so will ich dir diese auch geben, um den Dienst, den du bey mir noch andere sieben Jahre dienen sollst. 28. Jakob that also, und hielt die Woche aus. Da gab ihm Laban Rahel, seine Tochter, zum Weibe. 29. Und gab seiner Tochter Rahel seine Magd Bilha zur Magd. 30 . Also lag er auch bey mit Rahel, und hatte Rahel lieber, denn Lea; und dienete bey ihm noch ferner die andern sieben Jahre. 31. Da aber der Herr sah, daß Lea nnwerth war; machte er sie fruchtbar, und Rahel unfruchtbar. 32. Und Lea ward schwanger, und gebar einen Sohn; den hieß sie * Rüben, und sprach: Der 30 Kinder Jakobs. 1 Mose 29. 30. Jakob will ziehen. Herr hat angesehen mein Elend; nun wird mich mein Mann lieb haben. * 2 Mos. 6,14. 33. Und ward * abermahl schwanger, und gebar einen Sohn , und sprach : Der Herr hat gehöret/ daß ich unwerth bin/ und hat mir diesen auch gegeben. Und hieß ihn Simeon. ' c. 30,7. 3^. Abermahl ward sie schwanger / und gebar einen Sohn und sprach: Nun wird sich mein Mann wieder zu mir thun, denn ich habe ihm drey Söhne geboren. Darum hieß sie ihn Levi. 35. Zum vierten ward sie schwanger/ und gebar einen Sohn/ und sprach: Nun will ich dem Herrn danken. Darum hieß sie ihn' Juda. Und hörte auf Kinder zu gebären. * Matth. 1/ 2 . Luc. 3, 33. Das 30. Capitel. Jakobs Kinder und Reichthum. 1. Z>a Rahel sah/ daß sie dem Jakob nichts ^ gebar / neidete sie ihre Schwester, und sprach zu Jakob: Schaffe mir Kinder; wo nicht, so sterbe ich. 2. Jakob aber ward sehr zornig auf Rahel, und sprach: Bin ich doch nicht * Gott, der dir deines Leibes Frucht nicht geben will. * 2 Kön. 3/ 7. 3. Sie aber sprach: Siehe, da ist meine Magd Bilha; lege dich zu ihr, * daß sie auf meinem Schooß gebäre, und ich doch durch sie erbauet werde. * c. iü, 2 . .4. Und sie gab ihm also Bilha, ihre Magd, zum Weibe; und Jakob legte sich zu ihr. 5. Also ward Bilha schwanger, und gebar Jakob einen Sohn. 6. Da sprach Rahel: Gott hat meine Sache gerichtet, und meine Stimme erhöret, und mir einen Sohn gegeben. Darum hieß sie ihn Dan. 7. Abermahl ward * Bilha, Rahels Magd, schwanger, und gebar Jakob den andern Sohn. * c. 29/ 33. 34. Hos. 1/ 6. 8. Da sprach Rahel: Gott hat es gewandt mit mir und meiner Schwester, und ich werde es ihr zuvor thun. Und hieß ihn Naphthali. 9. Da nun Lea sah, daß sie * aufgehörct hatte zu gebären; nahm sie ihre Magd Silpa, und gab sie Jakob zum Weibe. * c. 29 , 37 . 10. Also gebar* Silpa, Lea Magd, Jakob einen Sohn. ' c- 26. 11. Da sprach Lea: Rüstig. Und hieß ihn Gad. 12. Darnach gebar Silpa, Lea Magd, Jakob den andern Sohn. 13. Da sprach Lea: Wohl mir, denn * mich werden selig preisen die Tochter. Und hieß ihn Affer. * Luc. 48 . 12,. Rüben ging aus zur Zeit der Weizenernte, und fand Dudaim auf dem Felde, und brachte sie heim seiner Mutter Lea: Da sprach Rahel zu Lea: Gib mir der Dudaim deines Sohnes einen Theii. 15. Sie antwortete: Hast du nicht genug, daß du mir meinen Mann genommen hast; und willst auch die Dudaim meines Sohnes nehmen? Rahel sprach: Wohlan, laß ihn diese Nacht bey dir schlafen um die Dudaim deines Sohnes. 16. Da nun Jakob des Abends vom Felde kam, ging ihm Lea hinaus entgegen, und sprach: Bey mir sollst du liegen; denn ich habe dich erkauft um die Dudaim meines Sohnes. Und er schlief die Nacht bey ihr. 17. Und Gott erhörte Lea, und sie ward schwanger, und gebar Jakob den fünften Sohn, 18. Und sprach: Gott hat mir gelohnet, daß ich meine Magd meinem Manne gegeben habe. Und hieß ihn Jsaschar. 19. Abermahl * ward Lea schwanger, und gebar Jakob den sechsten Sohn; * c. 29,33.34. 20. Und sprach: Gott hat mich wohl bcrathen; nun wird mein Mann wieder bey mir wohnen, denn ich habe ihm sechs Sohne geboren. Und hieß ihn Sebulon. 21. Darnach gebar sie eine Tochrer, die hieß sie Dina. 22. Der Herr * gedachte aber an Rahel, und erhörte sie, und machte sie fruchtbar. * c. 8 , 1. 1 Sani. 1 / 19. 23. Da ward sie schwanger, und gebar einen Sohn , und sprach : Gott hat * meine Schmach von mir genommen; ' Luc. i, 25. Es. 4,1. 23t. Und hieß ihn Joseph, und sprach: Der Herr wolle mir noch einen Sohn dazu geben. 25. Da nun Rahel den Joseph geboren hatte, sprach Jakob zu Laban : Laß ' mich ziehen und reisen an meinen Ort, und in mein Land. * 2 Mos. 4 / 18. 1 Kön. 11/ 21. 26. Gib mir meine Weiber, und meine Kim der, * darum ich dir gedienet habe, daß ich ziehe; denn du weißst meinen Dienst, wie ich dir gedienet habe. * c. 31, 4 i. 27. Laban sprach zu ihm: Laß mich Gnade vor deinen Augen finden. Ich spüre, daß mich der Herr segnet um deinet willen; 28. Stimme den Lohn, den ich dir geben soll. Jakobs l Mose 30. 31. Lohn. 3t 29. Er aber sprach zu ihm: Du weißst, wie ich dir gedieuet habe, uud was du. für Vieh hattest unter mir. 30. Du hattest wenig, ehe ich herkam ; nun aber ist es ausgebreitet in die Menge, und der Herr hat dich gesegnet durch meinen Fuß. Und nun, wann soll ich auch mein Haus versorgen? 3 >. Er aber sprach: Was soll ich dir denn geben? Jakob sprach: Du sollst mir nichts überall geben; sondern so du mir thun willst, das ich sage, so will ich wiederum weiden und Huchen deiner Schafe. 32 . Ich will heute durch alle deine Herden gehen, und aussondern alle fleckichten und bunten Schafe, und alle schwarzen Schafe unter den Lämmern, und die bunten und fleckichten Ziegen. Was nun bunt und fieckicht fallen wird, das soll mern Lohn seyn. 33 . So wird mir meine Gerechtigkeit zeugen heute oder morgen, wenn es kommt, daß ich meinen Lohn von dir nehmen soll; also daß, was nicht fleckicht oder bunt, oder nicht schwarz seyn wird unter den Lämmern und Ziegen, das sey ein Diebstahl bey mir. 3 ^. Da sprach Laban: Siehe da, es sey, wie du gesaget hast. 35 . Und sonderte des Tages die sprenglichten und bunten Böcke, und alle fleckichten und bunten Ziegen, wo nur was weißes daran war, und alles, was schwarz war unter den Lämmern; und that es unter die Hand seiner Kinder; 36 . Und machte Raum dreyer Tagereisen weit zwischen ihm und Jakoss. Also weidete Jakob die übrige Herde Labans. 37 . Jakob aber nahm Stäbe von grünen Pappelbäumen , Haseln und Kastanien; und schälete weiße Streifen daran, daß an den Stäben das Weiße bloß ward; 38 . Und legre die Stäbe, die er geschälet hatte, in die Tränkrinnen vor die Herden, die da kommen mußten zu trinken, daß sie empfangen sollten, wenn sie zu trinken kämen. 39. Also empsiengett die Herden über den Stäben, und brachten Sprenglichte, Fleckichte und Bunte. ^o. Da schied Jakob die Lämmer, und that die abgesonderte Herde zu den Fleckichten und Schwarzen in der Herde Labans; und machte ihm eine eigene Herde, die that er nicht zu der Herde Labans. 2,1. Wenn aber der Lauf der Frützlinger-Herde war, legte er diese Stäbe in die Rinnen vor die Augen der Herde, daß sie über den Stäben empsiengen; > 42 . Aber in der Spätlinger-Lauf legte er sie nicht hinein. Also wurden die Spätlinge des Labans/ aber die Frühlinge des Jakobs. L3. Daher ward der Mann über die Maße reich, daß er viele' Schafe, Mägde und Knechte, Kameele und Esel hatte. * c. 12,16. Das 31. Capitel. Jakob fliehet mit Weib und Kind von seinem Schwiegervater Laban. 1. Nnd es kamen vor ihn die Reden der Kinder Labans, daß sie sprachen: Jakob hat alles unsers Vaters Gut zu sich gebracht, und von unsers Vaters Gut hat er solchen Reichthum zuwege gebracht.. 2. Und Jakob sah an das Angesicht Labans; und siehe, es war nicht mehr gegen ihn, wie gestern und ehegestern. 3. Und der Herr sprach zu Jakob: Ziehe wieder in deiner Väter Land, und zu deiner Freundschaft, * ich will mit dir seyn. * 2 Mos. 3 /12. ^ Da sandte Jakob hin, und ließ rufen Rahe! und Lea aufs Feld, zu seiner Herde, s. Und sprach zu ihnen: Ich sehe euers Vaters Angesicht, daß es nicht gegen mich ist, Wie gestern und ehegestern; aber der Gott meines Vaters ist mit mir gewesen. 6 . Und ihr wisset, daß ich aus allen meinen Kräften euerm Vater gedienet habe. 7. Und er hat mich getäuschet, und nun zehn- mahl meinen Lohn verändert; aber Gott hat ihm nicht gestattet, daß er mir Schaden thäte. 8 . Wenn er sprach: * Die Bunten sollen dein Lohn seyn; so trug die ganze Herde Bunte. Wenn er aber sprach: Die Sprenglichten sotten dein Lohn seyn; so trug die ganze Herde Sprenglichte. * c. 30 / 32 . 3 S. 9 . Also hat Gott die Güter euers Vaters ihm entwendet, und mir gegeben. ^10. Denn wenn die Zeit des Laufs kam, hob ich meine Augen auf, uud sah in, Traum, und siehe, die Bocke sprungen auf die sprenglichte, fleckichte und bunte Herde. t i. Und der Engel Gottes sprach zu mir im Traum: Jakob! Und ich antwortete: ' Hier bin ich. *c. 22,11. 2 Mos. 3 / 4 . 12. Er aber sprach: Hebe auf deine Augen, und siehe, die Böcke springen auf die sprenglichte , fleckichte und bunte Herde; denn ich habe alles gesehen, was dir Laban thut. 13. Ich bin der 'Gott zu Bethel, da du den 32 Jakobs Fortzug. Laban verfolget Jakob. 1 Mose 31. Jakob verantwortet sich. Stein gesalbet Haft, und mir daselbft ein Gelübde gethan. Nun mache dich auf, und 7 ziehe aus diesem Lande, und ziehe wieder in das Land deiner Freundschaft. ' c. 28, i«. -i-c. 32,9. 1^. Da antworteten Rahel und Lea, und sprachen zu ihm: Wir haben doch keinen Theil noch Erbe mehr in unsers Vaters Haufe. 15. Hat er uns doch gehalten, als die Fremden , denn er hat uns verkauft, und unfern Lohn verzehret : 16. Darum hat Gott unserm Vater entwendet seinen Reichthnm zu uns und unfern Kindern. Alles nun, was Gott dir gesaget hat, das thue. 17. Also machte sich Jakob auf, und lud seine Kinder und Weiber auf Kameele, 1 8 . Und führet? weg alles sein Vieh, und alle seine Habe, die er in Mesopotamien erworben hatte, daß er käme zu Isaak, seinem Vater, ins Land Canaan. 19. (Laban aber war gegangen seine Herde zu scheren.) Und Rahel stahl ihres Vaters Götzen. 20. Also stahl Jakob dem Laban in Syrien das Herz, damit, daß er ihm nicht ansagte, daß er ftöhe. 21. Also floh er, und Alles, was sein war, machte sich auf, und fuhr über das Wasser, und richtete sich nach dem Berge Gilead. 22. Am dritten Tage ward es Laban angesagt, daß Jakob flöhe. 23. Und er nahm seine Brüder zu sich, und jagte ihm nach, sieben Tagereisen, und ereilete ihn auf dem Berge Gilead. 2^. Aber Gott * kam zu Laban, dem Syrer, im Traum des Nachts, und sprach zu ihm: Hüte tbch, daß du mit Jakob nicht anders redest, denn freundlich. * c. 20,3. 25. Und Laban nahete sich zu Jakob. Jakob a^er hatte seine Hütten aufgeschlagen auf dem Berge; und Laban mit seinen Brüdern schlug seine Hütten auch auf, auf dem Berge Gilead. 26. Da sprach Laban zu Jakob: Was hast du gethan, daß du mein Herz gestohlen hast, und hast meine Töchter entführet, als die durchs Schwert gefangen wären? 27. Warum bist du heimlich geflohen, und hast d:ch weggestohlen, und Haft mirs nicht angesagt, daß ich dich hätte begleitet mit Freuden, mit Singen, mit Pauken und Harfen? 28. Und Haft mich nicht lassen meine Kinder und Töchter küssen ? Nun, du hast thörlich gethan. 29. Und ich hätte mit Gottes Hülfe wohl so viel Macht, daß ich euch könnte Uebels thun; aber euers Vaters Gott hat gestern zu mir gesagt : Hüte dich, daß du mit Jakob nicht anders, denn freundlich, redest. 30. Und weil du denn je wolltest ziehen, und sehneteft dich so sehr nach deines Vaters Hause: warum hast du mir meine Götter gestohlen? 31. Jakob antwortete, und sprach zu Laban: Ich fürchtete mich, und dachte, du würdest deine Töchter von mir reissen: 32. Bey * welchem aber du deine Götter findest , der sterbe hier vor unfern Brüdern. Suche das Deine bey mir, und nimm es hin. Jakob aber wußte nicht, daß sie Rahel gestohlen hatte. * c. 41,9. 33. Da ging Laban in die Hütte Jakobs, und Lea, und der beyden Mägde; und fand nichts. Und ging aus der Hütte Lea in die Hütte Rahels. 3^. Da nahm Rahel die Götzen, und legte sie unter die Streu der Kameele, und setzte sich darauf. Laban aber betastete die ganze Hütte, und fand nichts. 36 . Da sprach sie zu ihrem Vater: Mein Herr, zörne nicht, denn ich kann nicht aufstehen gegen dich; denn es gehet mir nach der Frauen Weise. Also fand er die Götzen nicht, wie sehr er suchte. 36 . Und Jakob ward * zornig, und schalt Laban, und sprach zu ihm: Was habe ich mißgehandelt oder gesündiget, daß du so auf mich erhitzt bist? ' c. 3-1,2. 37. Du hast allen meinen Hausrath betastet. Was hast du deines Hausraths gefunden? Lege das dar vor meinen und deinen Brüdern, daß sie zwischen uns beyden richten. 38 . Diese zwanzig Jahre bin ich bey dir gewesen, deine Schafe und Ziegen sind nicht unfruchtbar gewesen; die Widder deiner Herde habe ich nie gegessen; 39. Was die Thiere zerrissen, brachte ich dir nicht, ich mußte es bezahlen; du * fordertest es von meiner Hand; es wäre mir des Tages oder des Nachts gestohlen. * 2 Ms. 22,12. ^0. Des Tages verschmachtet? ich vor Hitze, und des Nachts vor Frost, und kam kein Schlaf in meine Augen. ^1. Also habe ich diese zwanzig Jahre in deinem Hause gedienet, vierzehn um deine Töchter, und sechs um deine Herde; und hast mir meinen Lohn zehnmahl verändert. ^ 2 . Wo 1 Mose 31. 32. Jakobs Gebeth. LabanS Bund mit Jakob. 33 42. Wo nicht der Gott meines Vaters, der * Gott Abrahams, und die Furcht Isaaks auf meiner Seite gewesen wäre, du hättest mich leer lassen ziehen. Aber Gott hat mein Elend und Mühe angesehen , und hat dich gestern gestraft. ' * c. 28 / 13 . c. 32 / s. c. 48 / 13 . 43. Laban antwortete, und sprach zu Jakob: Die Töchter sind meine Töchter, und die- Kinder sind meine Kinder, und die Herden sind meine Herden, und alles, was du siehest, ist mein. Was kann ich meinen Töchtern heute oder ihren Kindern thun, die sie geboren haben? 44. So komm nun, und laß uns einen Bund machen, ich und du, der ein Zeugniß sey zwischen mir und dir. 45. Da nahm Jakob einen Stein, und richtete ihn auf zu einem Mahl. 46. Und sprach zu seinen Brüdern: Leset Steine auf. Und sie nahmen Steine, und machten einen Haufen, und aßen auf demselben Haufen. 47. Und Laban hieß ihn Jegar Sahadutha; Jakob aber hieß ihn Gilead. 48. Da sprach Laban: Der Haufe sey heute * Zeuge zwischen mir und dir, (daher heißt man ihn Gilead;) "Jos. 22/27. 0.24,27. 4s. Und sey eine Warte, denn er sprach: Der Herr sehe drein zwischen mir und dir, wenn wir von einander kommen, so. Wo du meine Töchter beleidigest, oder andere Weiber dazu nimmst über meine Töchter. Es ist hier kein Mensch mit uns; siehe aber, Gott ist der Zeuge zwischen mir und dir. 51 . Und Laban sprach weiter zu Jakob: Siehe, das ist der Haufe, und das ist das Mahl, das ich aufgerichtet habe zwischen mir und dir. 52. Derselbe Haufe sey Zeuge, und das Mahl sey auch Zeuge, wo ich herüber fahre zu dir, oder du herüber führest zu mir über diesen Haufen und Mahl, zu beschädigen. 53. Der Gott Abrahams, und der Gott Na- hors, und der Gott ihrer Väter sey * Richter zwischen UNs. * c- 16 , 3 . Nicht. 11 / 27 . 54. Und Jakob schwur ihm bey der Furcht seines Vaters Isaaks. Und Jakob opferte auf dem Berge, und'lud seine Brüder zum Essen. Und da sie gegessen hatten, blieben sie auf dem Berge über Nacht. 55. Des Morgens aber stand Laban frühe auf, küssete seine Kinder und Töchter, und segnete sie; und zog hin, und kam wieder an seinen Ort. Cap. 32. v. 1. Jakob aber zog seinen Weg; und es begegneten ihm * die Engel Gottes. * c. 48 , 16. Ps. 3 i, 8 . 2 Kön. 6 / 17 . 2. Und da er sie sah, sprach er: Es sind Gottes Heere; und hieß dieselbige Stätte Mahanaim. Das 32. Capitel. Jakobs Furcht, Gebeth und Kampf. 3 . ^akob aber schickte Bothen vor ihm her, ^ zu seinem Bruder Esau, ins Land'Seir, in der Gegend Edom. * c. 36 , 6 . 8 . 4 . Und befahl ihnen, und sprach: Also saget meinem Herrn Esau: Dein Knecht Jakob läßt dir sagen: Ich bin bis daher bey Laban lange außen gewesen, s. Und habe Rinder und Esel, Schafe, Knechte und Mägde; und habe ausgesandt, dir, meinem Herrn, anzusagen, daß ich * Gnade vor deinen Augen fände. * c. i 8 , 3 . c. 3 », 27. 6 . Die Bothen kamen wieder zu Jakob, und sprachen: Wir kamen zu deinem Bruder Esau ; und er * ziehet dir auch entgegen mit vier hundert Mann. * c. 33 ,1. 7. Da fürchtete sich Jakob sehr, und ihm ward bange; und theilete das Volk, das bey ihm war, und die Schafe, und die Rinder, und die Ka- meele in zwey Heere, 8 . Und sprach: So Esau kommt auf das eine Heer, und schlägt es; so wird das Uebrige entrinnen. 9. Weiter sprach Jakob: Gott'meines Vaters Abrahams, und Gott meines Vaters Isaaks, Herr, der i-du zu mir gesaget Haft: Ziehe wieder in dein Land, und zu deiner Freundschaft, ich will dir wohl thun; * c. 31,42. s c. 31,3.13. 10. Ich bin'zu gering aller Barmherzigkeit und aller Treue, die du an deinem Knechte gethan hast; denn ich hatte nicht mehr, denn diesen Stab, da ich über diesen Jordan ging, und nun bin ich zwey Heere geworden. ' 2 Sam. 7 , 18. 11. Errette mich von der Han- meines Bruders, von der Hand Esaus; denn ich fürchte mich vor ihm, daß er nicht komme, und schlage mich, die Mütter sammt den Kindern. 12. Du hast' gesagt: Ich will dir wohl thun, und deinen Samen machen f wie den Sand am Meer, den man nicht zählen kann vor der Menge. " c. 28, 13. i'i. -k-c. 13 , 16 . 13. Und er blieb die Nacht da, und nahm von dem, das er vorhanden hatte, Geschenke seinem Bruder Esau: E Jakobs Kampf, Aussöhnung mit Esau. 34 1 Mose 32. 33. i^. Zwey hundert Ziegen, zwanzig Böcke, zwey hundert Schafe, zwanzig Widder, is. Und dreyßig säugende Kameele mit ihren Füllen, vierzig Kühe, und zehn Farren, zwanzig Eselinnen mit zehn Füllen; 16. Und that sie unter die Hand seiner Knechte, je eine * Herde sonderlich, und sprach zu ihnen: Gehet vor mir hin, und lasset Raum zwischen einer Herde nach der andern. * c. 33,8. 17. Und geboth dem Ersten, und sprach: Wenn dir mein Bruder Esau begegnet, und dich fraget: Wem gehörst du an? Und wo willst du hin? Und wessen ist es, das du vor dir treibest? 18. Sollst du sagen: Es gehöret deinem Knechte Jakob zu, der sendet Geschenke seinem Herrn Esau, und ziehet hinter uns hernach. 19. Also geboth er auch dem Andern, und dem Dritten, und allen, die den Herden nachgingen, und sprach: Wie ich euch gesagt habe, so saget zu Esau, wenn ihr ihm begegnet; 20. Und saget ja auch: Siehe, dein Knecht Jakob ist hinter uns. Denn er gedachte, ich will ihn versöhnen mit dem Geschenke, das vor mir hergehet; darnach will ich ihn sehen, vielleicht wird er mich annehmen. 21. Also ging das Geschenk vor ihm her, aber er blieb dieselbe Nacht beym Heer, 22. Und stand auf in der Nacht, und nahm seine zwey Weiber, und die zwey Mägde, und seine eilf Kinder, und zog an die Furt Jabok, 23. Nahm sie, und führete sie über das Wasser, daß hinüber kam, was er hatte; 2-4. Und blieb allein. Da * rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröthe anbrach. *H°s. 12.4. 26. Und da er sah, daß er ihn nicht übermochte, rührete er das Gelenk seiner Hüfte an; und das Gelenk seiner Hüfte ward über dem Ringen mit ihm verrenket. 26. Und er sprach: Laß mich gehen, denn die Morgenröthe bricht an. Aber er antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. 27. Er sprach: Wie heissest du? Er antwortete: Jakob. 28. Er sprach : Du * sollst nicht mehr Jakob heissen, sondern Israel. Denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpfet, und bist obgelegen. * c. 33,10. 29. Und Jakob fragte ihn und sprach: Sage doch, * wie heissest du? Er aber sprach: Warum fragest du, wie ich heisse? Und er segnete ihn daselbst. * Nicht. 13,17. so. Und Jakob hieß die Stätte Pniel; denn ich * habe Gott von Angesicht gesehen, und meine Seele ist genesen. * A-4. 31. Und als er vor Pnuel überkam, ging ihm die Sonne auf; und er hinkte an seiner Hüfte. 32. Daher essen die Kinder Israel keine Spannader auf dem Gelenk der Hüfte, bis auf den heutigen Tag; darum, daß die Spannader an dem Gelenk der Hüfte Jakobs gerühret ward. Das 33. Capitel. Versöhnung Jakobs mit Esau. 1. ^akob hob seine Augen auf, und sah seinen ^ Bruder * Esau kommen mit vier hundert Mann. Und theilete seine Kinder zu Lea, und zu Rahel, und zu beyden Mägden; *-.32,5. 2. Und ftellete die Mägde mit ihren Kindern vorne an, und Lea mit ihren Kindern hernach, und Rahel mit Joseph zuletzt; 3. Und er ging vor ihnen her, und * neigete sich siebenmahl auf die Erde, bis er zu seinem Bruder kam. ' 1 Sam. 20, 4 i. -4. Esau aber * lief ihm entgegen, und herzte ihn, und siel ihm um den Hals, und küssete ihn; und sie weineten. *2Mos. 4,27. c. 18,7. 6. Und hob seine Augen auf, und sah die Weiber mit den Kindern, und sprach: Wer sind diese bey dir? Er antwortete: Es sind * Kinder, die Gott deinem Knechte bescheret hat. * -. 4«, 9. 6. Und die Mägde traten herzu mit ihren Kindern, und neigeten sich vor ihm. 7. Lea trat auch herzu mit ihren Kindern, und neigeten sich vor ihm. Darnach trat Joseph und Rahel herzu, und neigeten sich auch vor ihm. 8. Und er sprach: Was willst du mit allem dem Heer, dem ich begegnet bin? Er antwortete : Daß ich Gnade fände vor meinem Herrn. 9. Esau sprach : Ich habe genug, mein Bruder , behalt, was du hast. 10. Jakob antwortete: Ach nicht, habe ich Gnade gefunden vor dir, so nimm mein Geschenk von meiner Hand; denn ich sah * dein Angesicht, als sähe ich Gottes Angesicht; und laß dirs Wohlgefallen von mir. * 2 Sam. 14,17. 11. Nimm * doch den Segen von mir an, den ich dir zugebracht habe; denn Gott hat mirs bescheret, und ich habe alles genug. Also uöthigte er ihn, daß ers nahm. *i Sam. 23,27. c. 30,25. 12. Und er sprach: Laß uns fortziehen und reisen, ich will mit dir ziehen. 13. Er aber sprach zu ihm: Mein Herr, du erkennest, daß ich zarte Kinder bey mir habe, Dkna 1 Mose 33. 34. geschändet. 35 dazu Vieh und säugende Kühe; wenn sie Einen Tag übertrieben würden, würde mir die ganze Herde sterben. 14. Mein Herr ziehe vor seinem Knechte hin. Ich will gemächlich hernach treiben, darnach das Vieh und die Kinder gehen können, bis daß ich komme zu meinem Herrn in Seir. 15. Esau sprach: So will ich doch bey dir lassen etliche vom Volk, das mit mir ist. Er antwortete: Was ist es vonnöthen ? Laß ' mich nur Gnade vor meinem Herrn finden. * e. 30/ 27. c. 31/11. 16. Also zog des Tages Esau wiederum seines Weges gen Seir. 17. Und Jakob zog gen Suchoth, und bauete ihm ein Haus, und machte seinem Vieh Hütten; daher Heist die Stätte Suchoth. 18. Damach zog Jakob gegen Salem, zu der Stadt des Sichems, die im Lande Canaan liegt (nachdem er aus Mesopotamien gekommen war) und machte sein Lager vor der Stadt; 19. Und kaufte ein Stück Acker von den Kindern Hemors, des Vaters Sichems, um hundert Groschen, daselbst richtete er seine Hütte auf. > 8os. 21/ 32. 20. Und richtete daselbst einen * Altar zu, und rief an den Nahmen des starken Gottes Israels. * -.12/ 8. Das 34. Capitel. Die Schwächung Dinci verursachet ein Blutbad. 1. Aina aber, Lea Tochter, die sie Jakob ^ geboren hatte, ging heraus, die Töchter des Landes zu sehen. 2. Da die sah Sichern, Hemors Sohn, des Heviters, der drs Landes Herr war; nahm er sie, und beschlies sie, und schwächte sie. 3. Und sein Herz hieng an ihr, und hatte die Dirne lieb, und redete * freundlich mit ihr. * c. 30/ 21 . Es. 10 / 2 . Und Sichern sprach zu seinem Vater Hemor: Nimm * mir das Mägdlein zum Weibe. * Nicht. 11/ 2. 5. Und Jakob erfuhr, daß seine Tochter Dina geschändet war; und seine Söhne waren mit dem Vieh auf dem Felde, und Jakob schwieg, bis daß sie kamen. 6. Da ging Hemor, Sichems Vater, heraus zu Jakob, mit ihm zu reden. 7. Indessen kamen die Söhne Jakobs vom Felde. Und da sie es höreten, verdroß es die Männer, und wurden sehr zornig, daß er eine * Narrheit an Israel begangen, und Jakobs Tochter beschlafen hatte; denn so sollte es nicht seyn. ' 3 Mos. 22 / 21 . 8. Da redete Hemor mit ihnen, und sprach: Meines Sohnes Sichems Herz sehnet sich nach eurer Tochter; lieber, gebet sie ihm zum Weibe. 9. Befreundet euch mit uns; gebet uns eure Töchter, und nehmet ihr unsere Töchter, 10. Und wohnet bey uns. * Das Land soll euch offen seyn; wohnet und werbet, und gewinnet darinnen. *c. 17,6. i i. Und Sichern sprach zu ihrem Vater und Brüdern: Lasset * mich Gnade bey euch finden; was ihr mir saget, das will ich geben. * c. 30/ 27. c. 33/ 13. 12. Fordert nur getrost von mir Morgengabe und Geschenk, ich will es geben, wie ihr es heischet; gebet mir nur die Dirne zum Weibe. 13. Da antworteten Jakobs Söhne dem Sichern und seinem Vater Hemor betrüglich, darum, daß ihre Schwester Dina geschändet war; i^. Und sprachen zu ihnen: Wir können das nicht thun, daß wir unsere Schwester einem unbeschnittenen Manne geben; denn das wäre uns eine Schande. 15. Doch, dann wollen wir euch zu Willen seyn, so ihr uns gleich werdet, und alles, was männlich unter euch ist, beschnitten werde. 16. Dann wollen wir unsere Töchter euch geben, und eure Töchter uns nehmen, und bey euch wohnen, und Ein Volk seyn. 17. Wo ihr aber nicht willigen wollet euch zu beschneiden; so wollen wir unsere Tochter nehmen und davon ziehen. 18. Die Rede gefiel Hemor und seinem Sohne wohl. 19. Und der Jüngling verzog nicht solches zu thun; denn er hatte Lust zu der Tochter Jakobs. Und er war herrlich gehalten über Alle in seines Vaters Hause. 20. Da kamen sie nun, Hemor und fein Sohn Sichern, unter der Stadt Thor, und redeten mit den Bürgern der Stadt, und sprachen: 21. Diese Leute sind friedsam bey uns, und wollen im Lande wohnen und werben, so ist nun das Land weit genug für sie; wir wollen uns ihre Töchter zu Weibern nehmen, und ihnen unsere Töchter geben. 22. Aber dann wollen sie uns zu Willen seyn, daß sie bey uns wohnen, und Ein Volk mit uns werden; wo wir alles, was männlich unter uns ist, beschneiden, gleichwie sie beschnitten sind. E 2 36 Sichern erwürget. 1 Mose 34. 36. Fremde Götter. 23. Ihr Vieh und Güter, und Alles, was sie haben/ wird unser seyn; so wir nur ihnen zu Willen werden / daß sie bey uns wohnen. 2^. Und sie gehorchten dem Hemor / und Sichern/ seinem Sohne/ Alle die zu seiner Stadt Thor aus-und eingingen / und beschnitten Alles/ was männlich war/ das zu seiner Stadt aus-und einging. 25. Und am dritten Tage/ da sie es schmer- zete / nahmen die zween * Söhne Jakobs / Simeon und Levi/ der Dina Brüder/ ein Jeglicher sein Schwert / und gingen herzhaft in die Stadt/ und erwürgeten Alles/ was männlich war. *«- 49/ 6.6. 26. Und erwürgeten auch Hemor und seinen Sohn Sichern mit der Schärfe des Schwerts/ und nahmen ihre Schwester Dina aus dem Hause Sichems, und gingen davon. 27. Da kamen die Söhne Jakobs über die Erschlagenen / und plünderten die Stadt/ darum/ daß sie hatten ihre Schwester geschändet. 28. Und nahmen ihre Schaft/ Rinder/ Esel/ und was in der Stadt und auf dem Felde war. 29. Und alle ihre Habe/ alle Kinder und Weiber nahmen sie gefangen/ und plünderten alles / was in den Häusern war. 30. Und Jakob sprach zu Simeon und Levi: Ihr habt mir Unglück zugerichtet / daß ich ' stinke vor den Einwohnern dieses Landes/ den Canaanitern und Pheresitern; und ich bin ein geringer Haufe. Wenn sie sich nun versammeln über mich, so werden sie mich schlagen. Also werde ich vertilget sammt meinem Hause. * 2 Mos. 3, 21. 31. Sie antworteten aber: Sollten sie denn mit unserer Schwester, als mit einer Hure, handeln? Das 35. Capitel. Rahcl stirbt an der Geburt. 1. Nnd Gott sprach zu Jakob: Mache dich auf, und ziehe gen Bethel, und wohne daselbst , und mache daselbst einen Altar dem Gott, * der dir erschien, da du flohest vor deinem Bruder Esau. * c. 28,12.13.19. c. 31,13. 2. Da sprach Jakob zu seinem Hause, und zu Allen, die mit ihm waren: * Thut von euch die fremden Götter, so unter euch sind, und reiniget euch, und ändert eure Kleider, * Jos 24, 23. 1 Sam. 7, 3. 3. Uud lasset uns auf seyn, und gen Bethel ziehen, daß ich daselbst einen Altar mache dem Gott, der mich erhöret hat zur Zeit meiner Trübsal , und ist mit mir gewesen auf dem Wege, den ich gezogen bin. -j. Da gaben sie ihm alle fremden Götter, die unter ihren Händen waren, und ihre Ohrenspangen; und er vergrub sie unter * eine Eiche, die neben Sichern stand. * Jos 24,26. 5. Und sie zogen aus. Und es kam die * Furcht Gottes über die Städte, die um sie her lagen, daß sie den Söhnen Jakobs nicht nachjagten. ' 2 Chr. il, 14. 6. Also kam Jakob gen Lus im Lande Canaan, die da Bethel heißt, sammt allem dem Volk, das mit ihm war, 7. Und bauete daselbst einen Altar, und hieß die Stätte * ElBethel; darum, daß ihm daselbst Gott geoffenbaret war, da er stoh vor seinem Bruder. ' - 3. 8. Da starb Debora, der Rebecca Amme, und ward begraben unter Bethel, * unter der Eiche; und ward genannt die Klageiche. 'i Cbr. 11,12. 9. Und Gott erschien Jakob abemrahl, nachdem er aus Mesopotamien gekommen war, und segnete ihn, 10. Und sprach zu ihm: Du 'heissest Jakob; aber du sollst nicht mehr Jakob Hussen, sondern Israel sollst du heissen. Und also heißt man ihn Israel. * 1 Kön. is, 31. 11. Und Gott sprach zu ihm: Ich bin der allmächtige Gott, ' sey fruchtbar and mehre dich; Völker und Völkerhaufen sollen von dir kommen, und Könige sollen aus deinen Lmden kommen; * c. 1, 22. 28. 12. Und das Land, das ick Abraham und Isaak gegeben habe, will ich dir geben; und will es deinem Samen nach dir geben. 13. Also * fuhr Gott auf von ihm, von dem Ort, da er mit ihm geredet hatte. ' c. 17,22. 1^. Jakob aber richtete ein steinern Mahl auf an dem Ort, da er mit ihm geredet hatte, und goß Trankopfer darauf, und begoß ihn mit Oehl. 15. Und Jakob hieß den Ort, da Gott mit ihm geredet hatte, * Bethel. * c. 28,19. 16. Und sie zogen von Bethel. Und da noch ein Feldweges war von Ephrath, da gebar Rahel. 17. Und es kam sie hart an über der Geburt. *Da es ihr aber so sauer ward in der Geburt, sprach die Wehemutter zu ihr: Fürchte dich nicht, denn diesen Sohn wirst du auch haben. . * 1 Sam. 4, 20, Rahel stirbt. 4 Moste 36. 36. Geschlecht Esaus. 3? 18. Da ihr aber die Seele ausging, daß sie sterben mußte, hieß sie ihn Benoni; aber sein Vater hieß ihn Benjamin. i s. Also starb Rahel, und ward begraben an dem * Wege gen Ephrath, die' nun heißt Bethlehem. * «. 48 , 7 . 20. Und Jakob richtete ein Mahl auf über ihrem Grabe; dasselbe ist das Grabmahl Rahels, bis auf diesen Tag. 21. Und Israel zog aus, und richtete eine Hütte auf jenseit des Thurms Eder. 22. Und es begab sich, da Israel im Lande wohnete, ging * Rüben hin, und schlief bey Bilha, seines Vaters Kebsweib; und das kam vor Israel. Es hatte aber Jakob zwölf Söhne. ' c. 49 , 4 . i Chr. 2 , i. c. 6 , i. 23 . Die Söhne Lea waren diese: Rüben, der erstgeborne Sohn Jakobs, Simeon, Levi, * Juda, Jsaschar und Sebulon. * c. 49, 8 . 2 Mos. 1,2. 2^. Die Söhne Rahels waren: Joseph und Benjamin. 25. Die Söhne * Bilha, Rahels Magd: Dan und Naphthali. *«.30,5. 26. Die Söhne Silpa, Lea Magd : Gad und Asser. Das sind die Söhne Jakobs, die ihm geboren sind in Mesopotamien. 27. Und Jakob kam zu seinem Vater Isaak gen Mamre in die Hauptstadt, die da heißt Hebron, da Abraham und Isaak * Fremdlinge innen gewesen sind. ' c. 14,13. c. 17, 8 . c. 37,1. 28. Und Isaak war hundert und achtzig Jahre alt. 29. Und * nahm ab, und starb, und ward versammelt zu seinem Volk, alt und des Lebens satt. Und seine Söhne Esau und Jakob begruben ihn. *«. 2s, s. 17.1-«. 23,9. -i-i- c. 3«/12.13. Das 36. C!apitel. Gcschlechtsregistcr EsauS. 1. A>ieß ist das Geschlecht Esaus, der * da ^ heißt Edom. * «. 23,30. 2. Esau nahm * Weiber von den Töchtern Ca- naans, Ada, die Tochter Elons, des Hethiters; und Ahalibama, die Tochter des Ana, die Neffe Zibeons, des Heviters ; * c- 26,34. 3. Und * Basmath, Jsmaels Tochter, Neba- joths Schwester. * 0.23,9. Und Ada gebar dem Esau Eliphas, aber Basmath gebar Reguel. 5. Ahalibama gebar Jehus, Jaelam und Ko- rah. Das sind Esaus Kinder, die ihm geboren sind im Lande Canaan. 6. Und Esau nahm seine Weiber, Söhne und Töchter, und alle Seelen seines Hauses, seine Habe, und alles Vieh, mit allen Gütern, so er im Lande Canaan erworben hatte, und zog in ein Land von seinem Bruder Jakob. 7. Denn ihre * Habe war zu groß, daß sie nicht konnten bey einander wohnen; und das Land, darinnen sie Fremdlinge waren, mochte sie nicht ertragen, vor der Menge ihres Viehes. * c. 13 , 6 . c. 26 , 14 . 8. Also ' wohnete Esau auf dem Gebirge Seir. Und Esau ist der Edom. 'Jos. 24, 4 . 9. Dieß ist das Geschlecht " Esaus, von dem die Edomiter Herkommen, auf dem Gebirge Seir. * 1 Chr. 1,33. 10. Und so heissen die Kinder * Esaus: Eliphas, der Sohn Ada, Esaus Weibes ; Reguel, der Sohn Basmath, Esaus Weibes.' 1 Chr. 1,33. 11. Eliphas Söhne aber waren diese: Theman, Omar, Zepho, Gaetham und Kenas. 12. Und Thimna war ein Kebsweib Eliphas, Esaus Sohnes, die gebar ihm Amalek. Das find die Kinder von Ada, Esaus Weibe. 13. Die Kinder aber Reguels sind diese: Na- hath, Serah, Samma, Missa. Das sind die Kinder von Basmath, Esaus Weibe. 1^. Die Kinder aber von Ahalibama, Esaus Weibe, der Tochter des Ana, der Nesse Zibeons, sind diese, die sie dem Esau gebar: Jehus, Jaelam und Korah. 15. Das sind die Fürsten unter den Kindern Esaus: Die Kinder Eliphas, des ersten Sohnes Esaus, waren diese: Der Fürst Theman, der Fürst Omar, der Fürst Zepho, der Fürst Kenas, 16. Der Fürst Korah, der Fürst Gaetham, der Fürst Amalek. Das sind die Fürsten von Eliphas, im Lande Edom, und sind Kinder von der Ada. 17. Und das sind die Kinder Reguels, Esaus Sohnes: Der Fürst Nahath, der Fürst Serah, der Fürst Samma, der Fürst Missa. Das sind die Fürsten von Reguel im Lande der Edomiter, und sind Kinder von der Basmath, Esaus Weibe. 18. Das sind die Kinder Ahalibama, Esaus Weibes: Der Fürst Jehus, der Fürst Jaelam, der Fürst Korah. Das sind die Fürsten von Ahalibama, der Tochter des Ana, Esaus Weibe. 19. Das sind Esaus Kinder, und ihre Fürsten. Er ist der Edom. 20. Die Kinder aber * von Seir, dem Horiter, der im Lande wohnete, sind diese: Lothan, So- bal, Zibeon, Ana, Drson, Ezer, und Disan. * 1 Chr. 1 / 38 ., Joseph tröumet. 1 Mose 36. 37. 38 Geschlecht Esaus. 21. Das sind die Fürsten der Horiten, Kinder des Seir, im Lande Edom. 22. Aber des Lothans Kinder waren diese: Hori und Heman; und Lothans Schwester hieß Thimna. 23. Die Kinder von Sobal waren diese: Alwan, Manahath, Ebal, Sepho und Onam. 2^1. Die Kinder von Zibeon waren: Aja und Ana. Das ist der Ana, der in der Wüste Maulpferde erfand, da er seines Vaters Zibeons Esel hüthete. 25. Die Kinder aber Ana waren: Dison, und Ahalibama, das ist die Tochter Ana. 26. Die Kinder Disons waren: Hemdan, Esban, Jethran und Charan. 27. Die Kinder Ezers waren: Bilhan, Sa- wan und Akan. 28. Die Kinder Disans waren: U; und Aran. 29. Dieß find die Fürsten der Horiten: Der Fürst Lothan, der Fürst Sobal, der Fürst Zi- veon, der Fürst Ana, 30. Der Fürst Dison, der Fürst Ezer, der Fürst Disan. Das sind die Fürsten der Horiten, die regieret haben im Lande Seir. 31. Die * Könige aber, die im Lande Edom regieret haben, ehe denn die Kinder Israel Könige hatten, sind diese: * i Chr. i, 43. 32. Bela war König in Edom, ein Sohn Beors; und seine Stadt hieß Dinhaba. 33. Und da Bela starb, ward König an seine Statt Jobab, ein Sohn Serah von Bazra. 3-4. Da Jobab starb, ward an seine Statt König Husam, aus der Themaniter Lande. 35. Da Husam starb, ward König an seine Statt Hadad, ein Sohn Bedads, der die Midianiter schlug auf der Moabiter Felde; und seine Stadt hieß Awith. 36. Da Hadad starb, regierete Samla von Mafrek. 37. Da Samla starb, ward Saul König, von Rehoboth am Wasser. 38. Da" Saul starb, ward an seine Statt König BaalHanan, der Sohn Achbors. * 1 Chr. 1, 49. 39. Da BaalHanan, Achbors Sohn, starb, ward an seine Statt König Hadar, und seine Stadt hieß Pagu; und sein Weib hieß Meheta- beel, eine Tochter Matred, die Mesahabs Tochter war. ^0. Also hießen die Fürsten von Esau, in ihren Geschlechtern, Oertern und Nahmen: * Der Fürst Thimna, der Fürst Alva, der Fürst Je- theth, *1 Chr. 1 / 31 . ^1. Der Fürst Ahalibama, der Fürst Ela, der Fürst Pinon, -12. Der Fürst Kenas, der Fürst Theman, der Fürst Mibzar, ^ 3 . Der Fürst Magdiel, der Fürst Jram. Das sind die Fürsten in Edom, wie sie gewöhnet haben in ihrem Erblande. Und Esau ist der Vater der Edomiter. Das 37. Capitel. Joseph wird aus Neid von seinen Brüdern verkauft. 1. ^akob aber wohnete im Lande, da sein* ^ Vater ein Fremdling innen gewesen war, nähmlich im Lande Canaan. * c. 33,27. Ebr. 11/13. 2. Und das sind die Geschlechter Jakobs: Joseph war siebenzehn Jahre alt, da er ein Hirte des Viehes ward mit seinen Brüdern; und der Knabe war bey den Kindern Bilha und Silpa, seines Vaters Weibern, und brachte vor ihren Vater, wo ein böses Geschrey wider sie war. 3. Israel aber hatte Joseph lieber, denn alle seine Kinder, darum, daß er ihn im Alter ge- zeuget hatte; und machte ihm einen bunten Rock. Da nun seine Brüder sahen, daß ihn ihr Vater lieber hatte, denn alle seine Brüder; * waren sie ihm feind, und konnten ihm kein freundliches Wort zusprechen. * Gesch. 7 / 9. 5. Dazu hatte Joseph einmahl einen Traum, und sagte seinen Brüdern davon; da wurden sie ihm noch feinder. 6 . Denn er sprach zu ihnen: Höret, Lieber, was mir doch geträumet hat. 7. Mich dauchte, wir bünden Garben auf dem Felde, und meine Garbe richtete sich auf, und stand; und eure Garben umher neigeten sich gegen meine Garbe. 8 . Da sprachen seine Brüder zu ihm: Solltest du unser König werden, und über uns herrschen? Und wurden ihm noch feinder um seines Traums, und seiner Rede willen. 9. Und er hatte noch einen andern Traum, den erzählte er seinen Brüdern, und sprach: Siehe, ich habe noch einen Traum gehabt; mich dauchte, die Sonne, und der Mond, und eilf Sterne neigeten sich vor mir. 10. Und da das seinem Vater und seinen Brüdern gesagt ward, strafte ihn sein Vater, und sprach zu ihm: Was ist das für ein Traum, der dir geträumet hat? Soll ich, und deine Joseph wird verkauft. 1 Mose 37. 38. Jakobs Trauer um Joseph. 39 ik Mutter, und deine Brüder kommen und dich anbethen? i i. Und seine Brüder neideten ihn. Aber sein Vater behielt diese Worte. "Luc. 2,3,. 12. Da nun seine Brüder hingingen, zu weiden das Vieh ihres Vaters in Sichern, 13. Sprach Israel zu Joseph: Hüthen nicht deine Brüder des Viehes in Sichern? Komm, ich will dich zu ihnen senden. Er aber sprach: Hier bin ich. i>4. Und er sprach: Gehe hin, und siehe, ob es wohl stehe um deine Brüder, und um das Vieh; und sage mir wieder, wie sichs hält. Und er sandte ihn aus dem Thal Hebron, daß er gen Sichern ginge. 15. Da fand ihn ein Mann, daß er irre ging auf dem Felde; der fragte ihn und sprach: Wen suchest du? 16. Er antwortete: Ich suche meine Brüder; Lieber, sage mir an, wo sie hüthen. 17. Der Mann sprach: Sie sind von dannen gezogen; denn ich hörte, daß sie sagten: Lasset uns gen Dothan gehen. Da folgte Joseph seinen Brüdern nach, und fand sie zu Dothan. 18. Als sie ihn nun sahen von ferne, ehe denn er nahe bey sie kam; * schlugen sie an, daß sie ihn tödteten, * Ps. 41, 9. Matth. 26/ 4. i s. Und sprachen unter einander: Sehet, der Träumer kommt daher. 20. So * kommt nun, und lasset uns ihn erwürgen, und in eine Grube werfen, und sagen, ein böses Thier habe ihn gefressen; so wird man sehen, was seine Träume sind. * Matth. 21, 38. 21. Da das Rüben hörete, wollte * er ihn aus ihren Händen erretten, und sprach: Laßt uns ihn nicht tödten. '«. 42,22. 22. Und weiter sprach Rüben zu ihnen: Vergießet nicht Blut, sondern werfet ihn in die Grube, die in der Wüste ist, und leget die Hand nicht an ihn. Er wollte ihn aber aus ihrer Hand erretten, daß er ihn seinem Vater wieder brächte. 23. Als nun Joseph zu seinen Brüdern kam, zogen sie ihm seinen Rock mit dem bunten Rock aus, den er an hatte; 2>4. Und nahmen ihn, und warfen ihn in eine Grube; aber dieselbige Grube war * leer, und kein Wasser darinnen. * Zach- §/ n. 25. Und setzten sich nieder zu essen. Indessen hoben sie ihre Augen auf, und sahen einen Haufen Jsmaeliter kommen von Gilead, mit ihren Kameelen; die trugen Würze, Balsam und Myrrhen, und zogen hinab in Egypten. 26. Da sprach Juda zu seinen Brüdern: Was Hilst es uns, daß wir unfern Bruder erwürgen, und sein Blut verbergen? 27. Kommt, laßt uns ihn den Jsmaeliten verkaufen, daß sich unsere Hände nicht an ihm vergreifen; denn er ist unser Bruder, unser Fleisch und Blut. Und sie gehorchten ihm. 28. Und da die Midianiter, die Kaufleute, vorüber reiseten, zogen sie ihn heraus aus der Grube, und " verkauften ihn den Jsmaeliten um zwanzig Silberlinge; die brachten ihn in Egypten. * c. 39/ 1 . c. 43/4. Ps. 103/17. Gcsch. 7/ 9 . 29. Als nun Rüben wieder zur Grube kam, und fand Joseph nicht darinnen; "zerriß er sein Kleid, * c. 44/ 13. 1 Kön. 21 / 27. Es. 37/ 1 . 30. Und kam wieder zu seinen Brüdern, und sprach: Der Knabe ist nicht da, wo soll ich hin? 31. Da nahmen sie Josephs Rock, und schlachteten einen Ziegenbock, und tunkten den Rock ins Blut. 32. Und schickten den bunten Rock hin, und ließen ihn ihrem Vater bringen, und sagen: Diesen haben wir gefunden; siehe, ob es deines Sohnes Rock sey, oder nicht. 33. Er kannte ihn aber, und sprach: Es ist meines Sohnes Rock; * ein böses Thier hat ihn gefressen, ein reissendes Thier hat Joseph zerrissen. *0.42,13. -.44, 28. 3-1. Und Jakob' zerriß seine Kleider, und legte einen Sack um seine Lenden, und trug Leid um seinen Sohn lange Zeit. * Gcsch. 14,14. 35. Und alle seine Söhne und Töchter traten auf, daß sie ihn trösteten; aber er " wollte sich nicht trösten lassen, und sprach: Ich werde mit Leide hinunterfahren in die Grube, zu meinem Sohne. Und sein Vater beweinete ihn. * Jcr. 31, 13. 36. Aber die Midianiter * verkauften ihn in Egypten dem Potiphar, des Pharao Kämmerer und Hofmeister. *». 28. Das 38. Capitel. Ludä Blutschande mit der Thamar. 1. Es begab sich um dieselbe Zeit , daß Juda ^ hinab zog von seinen Brüdern, -und that sich zu einem Manne von Odollam, der hieß Hira. 2. Und Juda sah daselbst eines Canaaniter- Mannes Tochter, der hieß Suah; und nahm sie. Und da er sie beschlief; 40 Juda Blutschande 1 Mose 38. 3. Ward sie schwanger, und * gebar einen Sohn, den hieß er Ger. * c. 46,12. Und sie ward abermahl schwanger, und gebar einen Sohn, den hieß sie Onan. 5. Sie gebar abermahl einen Sohn, den hieß sie Sela; und er war zu Chesib, da sie ihn gebar. 6. Und Juda gab seinem ersten Sohne Ger ein Weib, die hieß Thamar. 7. Aber er war böse vor dem Herrn; * darum tödtete ihn der Herr. * 4 Ms. 26,19. 8. Da sprach Juda zu Onan: * Lege dich zu deines Bruders Weibe, und nimm sie zur Ehe, daß du deinem Bruder Samen erweckest. * 5 Mos. 2L, L. 9. Aber da Onan wußte, daß der Same nicht sein eigen seyn sollte, wenn er sich zu seines Bruders Weibe legte; ließ ers auf die Erde fallen, und verderbete es, auf daß er seinem Bruder nicht Samen gäbe. 10. Da gefiel dem Herrn übel, das er that, und tödtete ihn auch. 11. Da sprach Juda zu seiner Schnur Thamar: Bleibe eine Wittwe in deines Vaters Hause, bis mein Sohn Sela groß wird. Denn er gedachte: Vielleicht möchte er auch sterben, wie seine Brüder. Also ging Thamar hin, und blieb in ihres Vaters Hause. 12. Da nun viele Tage verlaufen waren, starb des Suah Tochter, Juda Weib. Und nachdem Juda ausgetrauert hatte, ging er hinauf, seine Schafe zu scheren, gen Thimnath, mit seinem Hirten Hira, von Odollam. 13. Da ward der Thamar angesagt: Siehe, dein Schwäher geht hinauf gen Thimnath, feine Schafe zu scheren. 1-4. Da legte sie die Wittwenkleider von sich, die sie trug, deckte sich mit einem Mantel, und verhüttete sich, und setzte sich vor die Thür heraus , an dem Wege gen Thimnath; denn sie sah, daß Sela war groß geworden, und sie ward ihm nicht zum Weibe gegeben. 15. Da sie nun Juda sah, meinete er, es wäre eine Hure, denn sie hatte ihr Angesicht verdecket. 16. Und machte sich zu ihr am Wege, und sprach: Lieber, laß mich bey dir liegen. Denn' er wußte nicht, daß sie seine Schnur wäre. Sie antwortete: Was willst du mir geben, daß du bey mir liegest? * 3 Ms. 13,15. «. 20,12. 17. Er sprach: Ich will dir einen Ziegenbock von der Herde senden. Sie antwortete: So gib mir ein Pfand, bis daß du mirs sendest. mit seiner Schnur Thamar. 18. Er sprach: Was willst du für ein Pfand, das ich dir gebe? Sie antwortete: Deinen Ring, und deine Schnur, und deinen Stab, den du in den Händen hast. Da gab ers ihr, und lag bey ihr; und sie ward von ihm schwanger. 19. Und sie machte sich auf, und ging hin, und legte den Mantel ab, und zog ihre Wittwenkleider an. 20. Juda aber sandte den Ziegenbock durch seinen Hirten von Odollam, daß er das Pfand wieder hohlete von dem Weibe; und er fand sie nicht. 21. Da fragte er die Leute desselbigen Orts, und sprach: Wo ist die Hure, die außen am Wege saß? Sie antworteten: Es ist keine Hure da gewesen. 22. Und er kam wieder zu Juda, und sprach: Ich habe sie nicht gefunden; dazu sagen die Leute desselbigen Orts, es sey keine Hure da gewesen. 23. Juda sprach: Sie habe es ihr, sie kann uns doch nicht Schande nachsagen; denn ich habe den Bock gesandt, so hast du sie nicht gefunden. 2^. Ueber drey Monathe ward Juda angesagt: Deine Schnur Thamar hat gehuret, dazu siehe, sie ist von Hurerey schwanger geworden. Juda sprach: Bringet sie hervor, daß sie verbrannt werde. 25. Und da man sie hervorbrachte, schickte sie zu ihrem Schwäher, und sprach: Von dem Manne bin ich schwanger, dessen dieß ist. Und sprach: Kennest du auch, wessen dieser Ring, und diese Schnur, und dieser Stab ist? 26. Juda erkannte es, und sprach: Sie ist gerechter denn ich; denn ich habe sie nicht gegeben meinem Sohne Sela. Doch beschlief er sie nicht mehr. 27. Und da sie gebären sollte, wurden * Zwillinge in ihrem Leibe erfunden. * 1 Ehr. 2, 4. Matth, t Z. 28. Und als sie jetzt gebar, that sich eine Hand heraus. Da nahm die Wehemutter, mrd band einen rothen Faden darum, und sprach: Der wird der erste heraus kommen. 29. Da aber der seine Hand wieder hinein zog, kam sein Bruder heraus; und sie sprach: Warum hast du um deinet willen solchen Riß gerissen? Und man hieß ihn' Perez.' March. 1, z. 30. Darnach kam sein Bruder heraus, der den rothen Faden um seine Hand hatte. Und man hieß ihn Serah. Das Josephs Keuschheit. 1 Mose 39. 40. Joseph im Gefängniß. 41 Das 39. Capitel. Josephs Dienst, Keuschheit und Gefängniß. t. Joseph * ward hinab in Egypten geführet; ^ und Potiphar, ein Egyptischer Mann, des Pharao Kämmerer und Hofmeister, kaufte ihn von den Jsmaeliten, die ihn hinab brachten. * c. 37, 23. 2. Und der Herr war mit Joseph, daß er ein glückseliger Mann ward; und war in seines Herrn, des Egypters, Hause. 3 . Und sein Herr sah, daß der Herr mit ihm war; denn alles, was er that, da gab der Herr Glück zu durch ihn. Also , daß er Gnade fand vor seinem Herrn, und sein Diener ward. Der setzte ihn über sein Haus, und alles, was er hatte, that er unter seine Hände. s. Und von der Zeit an, da er ihn über sein Haus und alle seine Güter gesetzt hatte, ' segnete der Herr des Egypters Haus, um Josephs willen; und war eitel Segen des Herrn in allem , was er hatte, zu Hause und zu Felde. * c. 30, 27. 6 . Darum ließ er Alles unter Josephs Händen, was er hatte; und er nahm sich keines Dinges an, weil er ihn hatte, denn daß er aß und trank. Und Joseph war schön und hübsch von Angesicht. 7 . Und es begab sich nach dieser Geschichte, daß seines Herrn Weib ihre Augen auf Joseph warf, und sprach: Schlafe bey mir. 8 . Er wegerte sichs aber, und sprach zu ihr: Siehe, mein Herr nimmt sich nichts an vor mir, was im Hause ist; und alles, was er hat, das hat er unter meine Hände gethan; 9 . Und hat nichts so Großes in dem Hause, das er vor mir verhohlen habe, ohne dich, indem du sein Weib bist. Wie sollte ich denn nun ein solch großes Uebel thun, und wider Gott sündigen? 10. Und sie trieb solche Worte gegen Joseph täglich. Aber er gehorchte ihr nicht, daß er nahe bey ihr schliefe, noch um sie wäre. 11. Es begab sich der Tage einen, daß Joseph in das Haus ging, seine Geschäfte zu thun; und war kein Mensch vom Gesinde des Hauses dabey. 12. Und sie * erwischte ihn bey seinem Kleide, und sprach : Schlaf bey mir. Aber er ließ das Kleid in ihrer Hand und floh, und lief zum Hause hinaus. * 2 Sam. 13, n. 13. Da sie nun sah, daß er sein Kleid in ihrer Hand ließ, und hinaus entfloh; 1^. Rief sie das Gesinde im Hause, und sprach zu ihnen: Sehet, er hat uns den Ebräischen Mann herein gebracht, daß er uns zu Schanden mache. Er kam zu mir herein, und wollte bey mir schlafen; ich rief aber mit lauter Stimme. is. Und da er hörete, daß ich ein Geschrey machte, und rief, da ließ er sein Kleid bey mir, und floh, und lief hinaus. 16. Und sie legte sein Kleid neben sich, bis sein Herr heim kam; 17. Und sagte zu ihm eben dieselben Worte, und sprach: Der Ebräische Knecht, den du uns herein gebracht hast, kam zu mir herein, und wollte mich zu Schanden machen. 18. Da ich aber ein Geschrey machte, und rief; da ließ er sein Kleid bey mir, und floh hinaus. 19. Als sein Herr hörete die Rede seines Weibes, die sie ihm sagte und sprach: Also hat mir -ein Knecht gethan; ward er sehr zornig. 20. Da * nahm ihn sein Herr, und legte ihn ins Gefängniß, da des Königs Gefangene innen lagen; und er lag allda im Gefängniß. * Ps. 103, 18. 21. Aber der ' Herr war mit ihm, und neigte seine Huld zu ihm, und ließ ihn Gnade finden vor dem Amtmanne über das Gefängniß, * Ap. Gcsch. 7, S. 22. Daß er ihm unter seine Hand befahl alle Gefangenen im Gefängniß, auf daß Alles, was da geschah, durch ihn geschehen mußte. 23. Denn der Amtmann über das Gefängniß nahm sich keines Dinges an; denn der Herr war mit Joseph, und was er that, dazu gab der Herr Glück. Das 40. Capitel. Joseph leget den Gefangenen ihre Träume auS. 1. Nnd es begab sich darnach, daß sich der " Schenke des Königs in Egypten, und der Becker, versündigten an ihrem Herrn, dem Könige in Egypten. 2. Und Pharao ward zornig über seine beyden Kämmerer, über den Amtmann über die Schenken , und über den Amtmann über die Becker. 3. Und ließ sie setzen in des Hofmeisters Haus ins Gefängniß , da ' Joseph gefangen lag. * c. 39, 20. Und der Hofmeister setzte Joseph über sie, daß er ihnen dienete; und saßen etliche Tage im Gefängniß. s. Und es träumete ihnen beyden, dem Schenken und dem Becker des Königs in Egy"ten, F -42 Joseph leget Träume aus. 1 Mose in Einer Nacht/ einem jeglichen ein eigener Traum; und eines jeglichen Traum hatte seine Bedeutung. 6. Da nun des Morgens Joseph zu ihnen hinein kam / und sah/ daß sie traurig waren ; 7. Fragte er sie/ und sprach: Warum seyd ihr heute so traurig? 8. Sie antworteten : Es hat uns geträumet / und wir haben Niemand / der es uns auslege. Joseph sprach: * Auslegen gehöret Gott zu/ doch erzählet mirs. * c. n,16. 9. Da erzählete der oberste Schenke seinen Traum Joseph / und sprach zu ihm: Mir hat geträumet / daß eiu Weinstock vor mir wäre / 10. Der hatte drey Reben/ und er grünete, wuchs und bliihete/ und seine Trauben wurden reif; i i. Und ich hatte den Becher Pharao in meiner Hand / und nahm die Beeren / und zerdrückte sie in den Becher / und gab den Becher Pharao in die Hand. 12. Joseph sprach zu ihm: Das ist seine Deutung : Drey Neben sind drey Tage. 13. Ueber drey Tage wird Pharao dein Haupt erheben / und dich wieder an dein Amt stellen, daß du ihm den Becher in die Hand gebest/ nach der vorigen Weise, da du fein Schenke wärest. i^. Aber * gedenke meiner / wenn dirs wohl gehet/ und thue Barmherzigkeit an mir/ daß du Pharao erinnerst / daß er mich aus diesem Hause führe. * Luc. 23, 12. Nch.3, 19 . e. 13, 3i. 15. Dinn ich bin aus dem Lande der Ebräer heimlich " gestohlen; dazu habe ich auch allhier nichts gethan/ daß sie mich eingesetzt haben. * c. 37, 28. 16. Da der oberste Becker sah, daß die Deutung gut war, sprach er zu Joseph: Mir hat auch geträumet, ich trüge drey weiße Körbe auf meinem Haupt; 17. Und im obersten Korbe allerley gebackene Speise dem Pharao; und die Vögel aßen aus dem Korbe auf meinem Haupt. 18. Joseph antwortete, und sprach: Das ist seine Deutung: Drey Körbe sind drey Tage. 19. Und nach dreyen Tagen wird dir Pharao dein Haupt erheben, und dich an den Galgen henken, und die Vögel werden dein Fleisch von dir essen. 20. Und es geschah des dritten Tages, da " beging Pharao seinen Jahrstag; und er machte eine Mahlzeit allen seinen Knechten, und i- erhob 40. 41. Pharao träumet. > das Haupt des obersten Schenken, und das Haupt des obersten Beckers unter seinen Knechten; " Marc. 6, 21 . -s- 2 Kön. 23, 27.. 21. Und setzte den obersten Schenken wieder zn seinem Schenkamt, daß er dem Becher reichte in Pharao Hand, 22. Aber den obersten Becker ließ er henken , wie ihnen Joseph gedeutet hatte. 23. Aber der oberste Schenke gedachte nicht an Joseph, sondern vergaß seiner. Das 41. Capitel. Joseph wirv durch Auslegung der Träume Pharao zu fürstlicher Hohhcit gebracht. 1. Nnd nach zweyen Jahren hatte Pharao ^ einen" Traum, wie er stünde am Wasser. * Dan. 2, 1 . 2. Und sähe aus dem Wasser steigen sieben schöne fette Kühe, und sie gingen an der Weide im Grase. 3. Nach diesen sah er andere sieben Kühe aus dem Wasser aufsteigen; die waren häßlich und mager, und traten neben die Kühe au das Ufer am Wasser. 4. Und die häßlichen und magern fraßen die sieben schönen fetten Kühe. Da erwachte Pharao. 5. Und er schlief wieder ein, und ihm träumete abermahl, und sah, daß sieben Aehren wuchsen aus Einem Halm, voll und dicke. 6. Darnach sah er sieben dünne und versengete Aehren aufgehen. 7. Und die sieben magere Aehren verschlangen die sieben dicken und vollen Aehren. Da erwachte Pharao, und merkte, daß es ein Traum war. 8. Und da es morgen ward, war sein Geist bekümmert, und schickte aus, und ließ rufen alle Wahrsager in Egypten, und alle Weisen, und erzählte ihnen seine Träume. Aber da war Keiner, der sie' dem Pharao deuten konnte. 9. Da redete der oberste Schenke zn Pharao, und sprach: Ich gedenke heute an meine Sünde; 10. Da Pharao zornig ward über seine Knechte, und mich mit dem obersten Becker ins Gefäng- niß legte, ins Hofmeisters Hause; 11. Da träumete uns beyden in Einer Nacht, einem jeglichen sein Traum, dessen Deutung ihn betraf. 12. Da war bey uns " ein Ebräischer Jüngling, des Hofmeisters Knecht, dem erzähleteu wirs. Und er deutete uns unsere Träume, einem jeglichen nach seinem Traum. " c- io, n. 13. Und wie er uns deutete, so ists ergangen; 1 Mose Joseph wird durch Auslegung der Traume Pharaos erhoben. 43 denn ich bin wieder an mein Amt gesetzt, und jener ist gehenkt. 4 ^. Da sandte Pharao hin, und ließ Joseph rufen ; und * ließen ihn eilend aus dem Loch. Und er ließ sich bescheren, und zog andere Kleider an, und kam hinein zu Pharao. * Ps. 10L, 20. 15. Da sprach Pharao zu ihnn Mir hat ein Traum geträumet, und ist Niemand, der ihn deuten kann; ich habe aber gehöret von dir sagen, wenn du einen Traum hörest, so kannst du ihn deuten. 16. Joseph antwortete Pharao, rmd spracht * Das stehet bey mir nicht; Gott wird doch Pharao Gutes weissagen. * c. 4 o, s. 17. Pharao sagte an zu Joseph: Mir träu- mete, ich stünde am User bey dem Wasser; 18. Und sah aus dem Wasser steigen sieben schöne fette Kühe, und sie gingen an der Weide im Grase. 19. Und nach ihnen sah ich andere sieben dürre, sehr häßliche und magere Kühe heraus steigen. Ich habe in ganz Egyptenland nicht so häßliche gesehen. 20. Und die sieben magere und häßliche Kühe fraßen aus die s.eben ersten fetten Kühe. 21. Und da sie die hinein gefressen hatten, merkte mans nicht an ihnen, daß sie die gemessen hatten, und waren häßlich, gleichwie vorhin. Da wachte ich auf. 22. Und ich sah abermahl in meinem Traum sieben Aehren auf Einem Halm wachsen, voll und dicke. 23. Darnach gingen auf sieben dürre Aehren, dünne und versenget. 2 - 4 . Und die sieben dünne Aehren verschlangen die sieben dicke Aehren. Und ich habe es den Wahrsagern gesaget, aber die könnens mir nicht deuten. 26. Joseph antwortete Pharao: Beyde Träume Pharao sind einerlei). Denn Gott verkündiget Pharao, was er vor hat. 26. Die sieben schöne Kühe sind sieben Jahre, und die sieben gute Aehren sind auch die sieben Jahre. Es ist einerley Traum. 27. Die sieben magere und häßliche Kühe, die nach jenen anfgestiegen sind, das sind sieben Jahre; und die sieben magere und versengete Aehren sind-sieben Jahre theure Zeit. 28. Das ist nun, das ich gesaget habe zu Pharao, daß Gott Pharao zeiget, was er vor hat. 29. Siehe, sieben reiche Jahre werden kommen in ganz Egyptenland. 30. Und nach denselben werden * sieben Jahre theure Zeit kommen, daß man vergessen wird aller solcher Fülle in Egyptenland; und die theure Zeit wird das Land verzehren, * 2 Kön. 8, 1 . 31 . Daß man nichts wissen wird von der Fülle im Lande, vor der theuren Zeit, die hernach kommt; denn sie wird sehr schwer seyn. 32. Daß aber dem Pharao zum andern Mahl geträumet hat, bedeutet, daß solches Gott gewißlich und eilend thun wird. 33. Nun sehe Pharao nach einem verständigen und weisen Manne, den er über Egyptenland setze; Und schaffe, daß er Amtleute verordne im Lande, und nehme den Fünften in Egyptenland, in den sieben reichen Jahren; 36 . Und sammle alle Speise der guten Jahre, die kommen werden, daß sie Getreide aufschütten in Pharao Kornhäuser, zum Vorrath in den Städten, und verwahren es; 36. Auf daß man Speise verordnet finde dem Lande in den sieben theuren Jahren, die über Egyptenland kommen werden, daß nicht das Land vor Hunger verderbe. 37. Die Rede gefiel Pharao und allen seinen Knechten wohl. 38. Und Pharao sprach zu seinen Knechten: Wie könnten wir einen solchen Mann finden, in dem der Geist Gottes sey? so. Und sprach zu Joseph: Weil dir Gott solches alles hat kund gethan, ist Keiner so verständig und weise, als du. -40. Du ' sollst über mein Haus seyn, und deinem Wort soll alles mein Volk gehorsam seyn: allein des königlichen Stuhls will ich höher seyn, denn du. ' c. 42, 6. c. 4L, 8. Ps. 10 .;, 21 . Ap. Gesch. 7, 10. 211. Und weiter sprach Pharao zu Joseph: Siehe, ich habe dich über * ganz Egyptenland aesetzet. * 6. c. 4§, 8. Ps. 37,, 37. ^-42. Und that seinen Ring von seiner Hand, und gab ihn Joseph an seine Hand, und kleidete ihn mit weißer Seide *, und hing ihm eine goldene Kette an seinen Hals; ' (»" ftmim, L-mwand) ^3. Und ließ ihn auf seinem andern Wagen führen, und ließ vor ihm her ausrufen: Der ist des Landes Vater. Und * setzte ihn über ganz Egyptenland. *-.43,9. 4 ^. Und Pharao sprach zu Joseph: Ich bin Pharao; ohne deinen Willen soll Niemand F 2 Getreide aus Egypten. 44 Jakobs Söhne hohlen 1 Mose 41. 42. seine Hand oder seinen Fuß regen in ganz Egypteuland. ^ 5 . Und nannte ihn den heimlichen Rath. Und gab ihm ein Weib, Asnath, die Tochter Potiphera, des Priesters zu On. Also zog Joseph aus/ das Land Egypten zu besehen. ^ 6 . Und er war dreysiig Jahre alt/ da er vor Pharao stand / dem Könige in Egypten; und ftihr aus von Pharao / und zog durch ganz Egyptenland. ^ 7 . Und das Land that also die sieben reichen Jahre; >ä 8 . Und sammelten alle Speise der sieben Jahre/ so im Lande Egypten waren; und thaten sie in die Städte. Was für Speise auf dem Felde einer jeglichen Stadt umher wuchs / das thaten sie hinein. Also schüttete Joseph das Getreide auf/ über die Maße viel/ * wie Sand am Meer / also/ daß er aufhörete zu zählen; denn man konnte es nicht zählen. * e. 32,12. Ps. 139,18. 50 . Und Joseph wurden * zween Söhne geboren / ehe denn die theure Zeit kam / welche ihm gebar Asnath / Potiphera/ des Priesters zu On/ Tochter. * c. 4 «, 3. 51 . Und hieß den ersten Manasse; denn Gott/ sprach er / hat mich lassen vergessen alles meines Unglücks / und alles meines Vaters Hauses. 62. Den andern hieß er Ephraim; denn Gott/ sprach er, hat mich lassen wachsen in dem Lande meines Elendes. 53. Da nun die sieben reichen Jahre um waren im Lande Egypten; 5^. Da fiengen an die sieben theure Jahre zu kommen, davon Joseph gesagt hatte. Und es ward ' eine Theurung in allen Landen, aber in ganz Egyptenlande war Brot. * Ps. 103, iL. 65 . Da nun das ganze Egyptenland auch Hunger litte, schrie das Volk zu Pharao um Brot. Aber Pharao sprach zu allen Egyptern: Gehet hin zu Joseph, was ' euch der saget, das thut. * Job. 2, 3., 56 . Als NUN im ganzen Lande Theurung war; that * Joseph allenthalben Kornhäuser auf, und verkaufte den Egyptern. Denn die Theurung ward je länger je größer im Lande. *«.42,5. 57. Und alle Länder kamen in Egypten zu kaufen bey Joseph; denn die * Theurung war groß in allen Ländern. * c. 12,10. Das 42 . Capitel. Reift der Söhne Jakobs in Egypten ohne Benjamin. 1. ^a aber Jakob sah, daß Getreide in Egyp- ^ ten feil war, sprach er zu seinen Söhnen: Was sehet ihr euch lange um? 2. Siche, ich höre, es sey in * Egypten Getreide feil; ziehet hinab , und kaufet uns Getreide, daß wir leben und nicht sterben. * Ap. Gefth. 7 / 12. 3. Also zogen hinab zehn Brüder Josephs, daß sie in Egypten Getreide kauften. Aber Benjamin, Josephs Bruder, ließ Jakob nicht mit seinen Brüdern ziehen; denn er sprach: Es möchte ihm ein Unfall begegnen. 5. Also kamen die Kinder Israel Getreide zu kaufen, sammt andern, die mit ihnen zogen; denn es war im Lande Canaan auch theuer. 6. Aber Joseph war * der Regent im Lande, und verkaufte Getreide allem Volk im Lande. Da nun seine Brüder kamen, fielen sie vor ihm nieder zur Erde auf ihr Antlitz. ' c. 41,4«. 7. Und er sah sie an, und kannte sie, und stellete sich fremd gegen sie, und * redete hart mit ihnen, und sprach zu ihnen: Woher i- kommt ihr? Sie sprachen : Aus dem'Lande Canaan, Speise zu kaufen. * v. 30/ 1- c. 43,7. «. 44 ,19. 8. Aber wiewohl er sie kannte, kannten sie ihn doch nicht. 9. Und Joseph gedachte an die * Träume, die ihm von ihnen geträumet hatten; und sprach zu ihnen: Ihr seyd Kundschafter, und seyd gekommen zu sehen, wo das Land offen ist. * c. 37, 3. 6. 7. 10. Sie antworteten ihm: Nein, mein Herr; deine Knechte sind gekommen, Speise zu kaufen. 11. Wir sind alle Eines Mannes Söhne, wir sind redlich; und deine Knechte sind nie Kundschafter gewesen. 12. Er sprach zu ihnen: Nein, sondern ihr seyd gekommen zu besehen, wo das Land offen ist. 13. Sie antworteten ihm: Wir deine Knechte sind zwölf Bruder, Eines Mannes Söhne im Lande Canaan, und der Jüngste ist noch bey unserm Vater; aber * der Eine ist nicht mehr vorhanden. *«. 37,33. i^. Joseph sprach zu ihnen:. Das ist es, das ich euch gesagt habe; Kundschafter seyd ihr. 15. Daran will ich euch prüfen; bey dem Leben Pharaons, ihr * sollt nicht von dannen kommen, es komme denn her euer jüngster Bruder. * k. 43, 3. 3. Simeon gebunden. 1 Mose 42 . 43 . Jakob klaget. 45 16. Sendet einen unter euch hin, der euern Bruder hohle; ihr aber sollt gefangen seyn. Also will ich prüfen eure Rede, ob ihr mit Wahrheit umgehet oder nicht. Denn wo nicht; so seyd ihr, bey dem Leben Pharaons, Kundschafter. 17. Und ließ sie beysammen verwahren drey Tage lang. i s. Am dritten Tage aber sprach er zu ihnen: Wollt ihr leben, so thut also ; denn * ich fürchte Gott. * <- 30 , iS. is. Seyd ihr redlich, so lasset eurer Brüder Einen gebunden liegen in euerm Gefäugniß; ihr aber ziehet hin, und bringet heim, was ihr gekauft habt für den Hunger. 20. Und bringet euern jüngsten Bruder zu mir; so will ich euern Worten glauben, daß ihr nicht sterben müßet. Und sie thaten also. 21. Sie aber sprachen unter einander: Das haben wir an unserm Bruder verschuldet, daß wir sahen die Angst seiner Seele, da er uns flehete, und wir wollten ihn nicht erhören; darum kommt nun diese Trübsal über uns. 22. Rüben antwortete ihnen, und sprach: "Sagte ichs euch nicht, da ich sprach: Versündiget euch nicht an dem Knaben, und ihr wolltet nicht hören? Nun wird sein Blut gefordert. 'c. 37, 21. 22. 23 . Sie wußten aber nicht, daß es Joseph verstand; denn er redete mit ihnen durch einen Dolmetscher. 2^. Und er wandte sich von ihnen, und weinete. Da er nun sich wieder zu ihnen wandte, und mit ihnen redete; nahm er aus ihnen "Simeon, und band ihn vor ihren Augen. * c. 43, 23. 25. Und Joseph that Befehl, daß man ihre Säcke mit Getreide füllete, und ihr Geld wiedergäbe , einem Jeglichen in seinen Sack, dazu auch Zehrung auf den Weg; und man that ihnen also. 26. Und sie luden ihre Waare auf ihre Esel, und zogen von dannen. 27. Da aber einer seinen Sack aufthat, daß er seinem Esel Futter gäbe in der Herberge: ward er gewahr seines Geldes, das oben im Sack lag. 28. Und sprach zu seinen Brüdern: Mein Geld ist mir wieder geworden, siehe, in meinem Sack . ist es. " Da entfiel ihnen ihr Herz, und erschra- cken unter einander, und sprachen: Warum hat uns Gott das gethan? * 1 Sam. 17,32.. Nch. 6, 16. Her. 4, s. 29. Da fie nun heim kamen zu ihrem Vater Jakob ins Land Canaan; sagten sie ihm alles, was ihnen begegnet war, und sprachen: 30. Der Mann, der im Lande Herr ist, redete " hart mit uns, und hielt uns für Kundschafter des Landes. *v. 7. 31. Und da wir ihm antworteten: Wir sind redlich, und nie Kundschafter gewesen; 32. Sondern " zwölf Brüder, unsers Vaters Söhne; Einer ist nicht mehr vorhanden, und der Jüngste ist noch bey unserm Vater im Lande Canaan: " v. 13. 33. Sprach der Herr im Lande zu uns: Daran will ich merken, ob ihr redlich seyd; Einen eurer Brüder lasset bey mir, und nehmet die Noth- durft für euer Haus, und ziehet hin; 3^. Und bringet euern jüngsten Bruder zu mir, so merke ich, daß ihr nicht Kundschafter, sondern redlich seyd; so will ich euch auch euern Bruder geben, und möget im Laude werben. 35. Und da sie die Säcke ausschütteten, fand ein jeglicher sein Bündlein Geld in seinem Sack. Und da sie sahen, daß es Bündlein ihres Geldes waren; erschraken sie sammt ihrem Vater. 36. Da sprach Jakob, ihr Vater, zu ihnen: Ihr " beraubet mich meiner Kinder; Joseph ist nicht mehr vorhanden, Simeon ist nicht mehr vorhanden, Benjamin wollt ihr hinnehmen; es gehet alles über mich. " c. 34, 14. 37. Rüben antwortete seinem Vater, und sprach: Wenn ich dir ihn nicht wiederbringe, so erwürge meine zween Söhne; gib ihn nur in meine Hand, ich will ihn dir wiederbringen. 38. Er sprach: Mein Sohn soll nicht mit euch hinab ziehen, denn sein Bruder ist todt, und er ist allein übergeblieben; wenn ihm ein Unfall auf dem Wege begegnete, darauf ihr reiset, "würdet ihr meine grauen Haare mit Herzeleid in die Grube bringen. * c. 44, 20. 29. 30. 31. 1 Kön. 2, 9. Das 43. Capitel. Reift der Söhne Jakobs in Egypten mit Benjamin. i.A>ie Theurung aber drückte das Land. ^ 2. Und da es verzehret war, was sie für Getreide aus Egypten gebracht hatten, sprach ihr Vater zu ihnen : Ziehet wieder hin, und kaufet uns ein wenig Speise. 3. Da antwortete ihm Juda, und sprach: * Der Mann band uns das hart ein, und sprach: Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen, es sey denn euer Bruder mit euch. " c- 42,20. '46 Juda wird Bürge. 1 M 0 se 43 . Joseph bezeuget sich freundlich. 4 . Ist es nun, daß du unfern Bruder mit uns sendest; so wollen wir hinab ziehen , und dir zu essen kaufen. s. Ist es aber, daß du ihn nicht sendest; so ziehen wir nicht hinab. Denn der Mann hat gesagt zu uns: Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen, euer Bruder scy denn mit euch. 6. Israel sprach: Warum habt ihr so übel an mir gethan, daß ihr dem Manne angesagt, wie ihr noch einen Bruder habt? 7. Sie antworteten: Der "Manu forschete so genau nach uns und unserer Freundschaft, und sprach: Lebet euer Vater noch? Habt ihr auch noch einen Bruder ? Da sagte» wir ihm, wie er uns fragte. Wie konnten wir so eben wissen, daß er sagen würde: Bringet euer» Bruder nüt hernieder ? ^ c. 42,7. c. 44, 19. 8. Da sprach Juda zu Israel, seinem Vater: Laß den Knaben mit mir ziehen, daß wir uns aufmachen und reisen, und leben, und nicht sterben, beyde wir, und du, und unsere Kindlein. 9. Ich will * Bürge für ihn seyn, von meinen Händen sollst du ihn fordern. Wenn ich dir ihn nicht wiederbringe, und vor deine Augen stelle; so will ich mein Lebenlang die Schuld tragen. * 44,32. 10. Denn wo wir nicht hätten verzogen, wären wir schon wohl zweymahl wieder gekommen. 11. Da sprach Israel, ihr Vater, zu ihnen: Muß es denn ja also seyn, so thuts, und nehmet von des Landes besten Früchten in eure Säcke, und bringet dem Manne Geschenke hinab; ein wenig Balsam, und Honig, und Würze, und Myrrhen, und Datteln, und Mandeln. 12. Nehmet auch anderes Geld mit euch; und das Geld , das euch oben in euer» Säcken wieder geworden ist, bringet auch wieder mit euch. Vielleicht ist ein Jrrthuin da geschehen. 1.8. Dazu nehmet euern Bruder, machet euch auf, und kommet wieder zu dem Manne. 14 . Aber der allmächtige Gott * gebe euch Barmherzigkeit vor dem Manne, daß er euch lasse euern andern Bruder, und Benjamin. Ich aber muß seyn, wie einer, der seiner Kinder gar beraubet ist. * Ruth, 1, 8. 2 Sam. 2,6.^ 15 . Da nahmen sie diese Geschenke, und das Geld zweyfältig mit sich, und den Benjamin; machten sich auf, zogen in Egypten, und tr-aten vor Joseph. 16. Da sah sie Joseph mit Benjamin, und »prach zu seinem Haushälter: Führe diese Männer zu Hause, und schlachte, und richte zu; denn sie sollen zu Mittag mit mir essen. 17. Und der Mann that, wie ihm Joseph gesagt hatte , und führete die Männer in Josephs Haus. 18. Sie fürchteten sich aber, daß sie in Josephs Haus geführet wurden, und sprachen: Wir sind herein geführet um des Geldes willen, das wir in unfern Säcken vorhin wieder gefunden haben; daß er es auf uns bringe, und fälle ein Urtheil über uns, damit er uns nehme zu eigenen Knechten , sammt unfern Eseln. 19. Darum traten sie zu Josephs Haushalter, und redeten mit ihm vor der Hausthür , 20„ Und sprachen: Mein Herr, wir sind vorhin herab gezogen, Speise zu kaufen, 21. Und da wir in die Herberge kamen, und unsere Säcke aufthaten, siehe, da war eines jeglichen Geld oben in seinem Sack mit völligem Gewicht; darum haben wir es wieder mit uns gebracht. 22. Haben auch anderes Geld mit uns herab gebracht, Speise zu kaufen; wir wissen aber nicht, wer uns unser Geld in unsere Säcke gesteckt hat. 23. Er aber sprach : Gehabt euch wohl, fürchtet euch nicht. Euer Gott und * euers Vaters Gott hat euch einen Schatz gegeben in eure -Säcke. Euer Geld ist mir geworden. Und er führete t Simeon zu ihnen heraus; * c. 31 , 29. -7 r. 42 , 24 . 24 . Und führete sie in Josephs Haus, gab ihnen Wasser, daß sie' ihre Fuße wuschen , und gab ihren Eseln Futter. * r. < 8 ,4. c. 19, L. «uc. 7,44. 25. Sie aber bereiteten das Geschenk zu, bis daß Joseph kam auf den Mittag; denn sie hatten gehöret, daß sie daselbst das Brot essen sollten. 26. Da nun Joseph zum Hause einging; brachten sie ihm zu Hause das Geschenk in ihren Händen, und " fielen vor ihm nieder zur Erde. " c. 42 , 6 . 27. Er aber grüßte sie freundlich, und sprach: " Gehet es cuerm Vater, dem Alten, wohl, von dem ihr mir sagtet? Lebet er noch? * c. 29, 6 . 28. Sie antworteten: Es gehet deinem Knechte, unserm Vater, wohl, und er lebet noch. Und * neigeten sich, und sielen vor ihm nieder. * c. 37, 7. 29. Und er hob seine Augen auf, und sah seinen Bruder Benjamin, seiner Mutter Sohn, und sprach: Ist das euer jüngster Bruder, Josephs Becher 1 Mose davon ihr mir sagtet? Und sprach weiter: Gott sey dir gnädig, mein Sohn. 30. Und Joseph eilete, denn sein Herz entbrannte ihm gegen seinen Bruder, und suchte, wo er weinete, und ging in seine Kammer, und weincte daselbst. 3 1. Und da er sein Angesicht gewaschen hatte, ging er heraus, und hielt sich fest, und sprach: Leget'Brot auf. 32. Und man trug ihm besonders auf, und jenen auch besonders, und den Egyptern, die mit ihm aßen, auch besonders. Denn die Egyp- ter dürfen ' nicht Brot essen mit den Ebräern, denn -t es ist ein Gräuel vor ihnen. * Dan. 1 ,- 8 . 1- 2 Mos. 8/ 2 Ü. 33 . Und man setzte sie gegen ihn; den Erstgebornen nach seiner Erstgeburt , und den Jüngsten nach seiner Jugend. Deß verwundertem sie sich unter einander. 3 - 4 . Und man trug, ihnen Essen vor von seinem Tisch; aber dem Benjamin ward fünfmahl mehr, denn den andern. Und sie tranken, und wurden trunken mit ihm. Das 44 . Capitel. Josephs Brüder werden hart geängstiget. 1. Nnd Joseph befahl seinem Haushalter, und . sprach: Fülle den Männern ihre Säcke mit Speise, so viel sie führen mögen, und lege jeglichem sein Geld oben in seinen Sack; 2. Und meinen silbernen Becher lege oben in des Jüngsten Sack, mit dem Gelds für das Getreide. Dev * that, wie ihm Joseph hatte gesagt. * c. 43,17. 3. Des Morgens, da es licht ward, ließen sie die Männer ziehen mit ihren Eseln. - 4 . Da sie aber zur Stadt hinaus waren, und nicht ferne gekommen, sprach Joseph zu seinem Haushalter: Auf, und jage den Männern nach, und wenn du sie ergreiffest , so sprich zu ihnen: Warum habt ihr' Gutes mit Bösem vergolten? " Ps. 35, 12. Ps. 38, 21. 5 . Ist es nicht das, daraus mein Herr trinket, und damit er weissaget? Ihr habt übel gethan. 6 . Und als er sie ergriff, redete er mit ihnen solche Worte. 7 . Sie antworteten ihm: Warum redet mein Herr solche Worte? Es sey ferne von deinen Knechten, ein solches zu thun. 8 . Siehe, das Geld , das wir fanden oben in unfern Säcken, haben wir wiedergebracht zu dir aus dem Lande Canaan. Und wie sollten wir 44 . 44 . gefunden. 4 / denn aus deines Herrn Hause gestohlen haben Silber oder Gold? s. Bey * welchem er gefunden wird unter deinen Knechten, der sey des Todes; dazu wollen auch wir meines- Herrn Knechte seyn. * c. 31,32. 10. Er sprach: Ja, es sey, wie ihr geredet habt: Bey welchem er gefunden wird, der sey mein Knecht. Ihr aber sollt ledig seyn. 11. Und sie eileten, und legte ein Jeglicher seinen Sack ab anf dle Erde, und ein Jeglicher that seinen Sack auf. 12. Und er suchte, und hob am größeften an, bis auf den jüngsten; da fand sich der Becher in Benjamins Sack. 13. Da * zerrissen sie ihre Kleider; und belud ein jeglicher seinen Esel, und zogen wieder in die Stadt. * ^ 37,29.34. 1^. Und Juda ging mit seinen Brüdern in Josephs Haus, denn er war noch daselbst; und sie * sielen vor ihm nieder auf die Erde. * e. 37, 7. 9. e. 42, 6. 15. Joseph aber sprach zu ihnen: Wie habt ihr das thun dürfen? Wisset ihr nicht, daß ein solcher Mann , wie ich bin, errathen könnte? 16.. Juda sprach: Was sollen wir sagen meinem Herrn, oder wie sollen wir reden, und wie können wir uns rechtfertigen? Gott hat die Missethat deiner Knechte gefunden. Siehe da, wir und der, bey dem der Becher gefunden ist, sind meines Herrn Knechte. 17. Er aber sprach: Das sey ferne von mir, solches zu thun. Der Mann, bey dem der Becher gefunden ist, soll mein Knecht seyn; ihr aber ziehet hinauf mit Frieden zu euerm Vater. 18. Da trat Juda zu ihm, und sprach: Mein Herr, laß deinen Knecht ein Wort reden vor deinen Ohren, mein Herr; und dein Zorn ergrimme nicht über deinen Knecht; denn du bist wie Pharao. 19. Mein Herr fragte seine Knechte, und sprach: 'Habt-ihr auch einen Vater, oder Bruder? * c. 43, 7. 20. Da antworteten wir: * Wir haben einen Vater-, der ist alt, und einen jungen Knaben, in seinem Alter geboren; und sein Bruder ist todt, und er ist allein übergeblieben von seiner Mutter , und sein Vater hat ihn lieh. * 42 , 13 . 21. Da sprachst du zu deinen Knechten: Bringet ihn herab zu mir; ich will ihm Gnade erzeigen. 22. Wir aber antworteten meinem Herrn: Der Knabe kann nicht von seinem Vater kommen; wo er von ihm käme, würde er sterben. 48 Judä bewegliche Rede. 1 Mose 44. 45. 23. Da * sprachst du zu deinen Knechten: Wo euer jüngster Bruder nicht mit euch herkommt, sollt ihr mein Angesicht nicht mehr sehen. * c. 42, 15. c. 4Z, 3. 5. 2^. Da zogen wir hinauf zu-deinem Knechte, meinem Vater, und sagten ihm an, meines Herrn Rede. 25. Da sprach unser Vater: Ziehet wieder hin, und kaufet uns ein wenig Speise. 26. Wir aber sprachen: Wir können nicht hinab ziehen, es sey denn unser jüngster Bruder mit uns, so wollen wir hinab ziehen; denn wir können des Mannes Angesicht nicht sehen, wo unser jüngster Bruder nicht mit uns ist. 27. Da sprach dein Knecht, mein Vater, zu uns: Ihr wisset, daß mir mein Weib zween Söhne geboren hat; 28. Einer ging hinaus von mir, * und man sagte, er ist zerrissen; und habe ihn nicht gesehen bisher. * c. 3/, 33. 29. Werdet' ihr diesen auch von mir nehmen, und ihm ein Unfall widerfahret, -tso werdet ihr meine grauen Haare mit Jammer hinunter in die Grube bringen. ' c. 42,38. c. 37,33. 30. Nun so ich heim käme zu deinem Knechte, meinem Vater, und der Knabe wäre nicht mit uns; weil seine Seele an dieses Seele hänget; 31. So wirds geschehen, wenn er stehet, daß der Knabe nicht da ist, daß er stirbt; so würden wir, deine Knechte, die grauen Haare deines Knechts, unsers Vaters, mit Herzeleid in die Grube bringen. 32. Denn ich, dein Knecht, "bin Bürge geworden für den Knaben gegen meinen Vater, und sprach: Bringe ich ihn dir nicht wieder, so will ich mein Lebenlang die Schuld tragen. * c. 43,9. 33. Darum laß deinen Knecht hier bleiben, an des Knaben Statt, zum Knechte meines Herrn, und den Knaben mit seinen Brüdern hinauf ziehen. 3^. Denn wie soll ich hinauf ziehen zu meinem Vater, wenn der Knabe nicht mit mir ist? Ich würde den Jammer sehen müßen, der meinem Vater begegnen würde. Das 45. Capitel. Joseph gibt sich seinen Brüdern zu erkennen. i.A>a konnte sich Joseph nicht länger enthal- ^ ten vor allen, die um ihn her standen, und er rief: Lasset Jedermann von mir hinaus gehen. Und stand kein Mensch.bey ihm, da sich' Joseph mit seinen Brüdern bekannte.' Ap.Gesch. 7,13. Joseph gibt sich zu erkennen. 2. Und er wetnete laut, daß es die Egypter und das Gesinde Pharao höreten; 3. Und sprach zu seinen Brüdern: Ich bin Joseph. Lebet mein Vater noch? Und seine Brüder konnten ihm nicht antworten, so erschraken sie vor seinem Angesicht. -4. Er sprach aber zu seinen Brüdern: Tretet doch her zu mir. Und sie traten herzu. Und er sprach: Ich bin Joseph, euer Bruder, den ihr' in Egypten verkaufet habt. * c. 37,2s. 5. Und nun bekümmert euch nicht, und denket nicht, daß ich darum zürne, daß ihr mich hieher verkauft habt; denn um ' euers Lebens willen hat mich Gott vor euch her gesandt. ' c. n, 20. 6. Denn dieß sind zwey Jahre, daß es theuer im Lande ist; und sind noch fünf Jahre, daß kein Pflügen noch Ernten seyn wird. 7. Aber Gott hat mich vor euch her gesandt, daß er euch übrig behalte auf Erden, und euer Leben errette durch eine große Errettung. 8. Und nun, ihr habt mich nicht hergesandt, sondern Gott: ' Der hat mich dem Pharao zum Vater gesetzet, und zum Herrn über all sein Haus, und einen Fürsten in ganz Egyptenlande. * c. 41/ 4i. 9. Eilet nun, und ziehet hinauf zu meinem Vater, und saget ihm: Das läßt dir Joseph, dein Sohn, sagen: Gott ' hat mich zum Herrn in ganz Egypten gesetzet, t komm herab zu mir, säume dich nicht; ' c. 4i/ 43. ^ A„. E-sch. 7,14. 10. Du sollst im Lande Gosen wohnen, und nahe bey mir seyn, du und deine Kinder, und deine Kindeskinder, dein kleines und großes Vieh, und alles, was du hast; 11. Ich will dich daselbst versorgen, denn es sind noch fünf Jahre der Theurung; auf daß du nicht verderbest mit deinem Hause, und allem, das du hast. 12. Siehe, eure Augen sehen, und die Augen meines Bruders Benjamins, daß ich mündlich mit euch rede. 13. Verkündiget meinem Vater alle meine Herrlichkeit in Egypten, und alles, was ihr gesehen habt; eilet, und kommet hernieder mit meinem Vater hierher. 1^. Und er' siel seinem Bruder Benjamin um den Hals, und weinete; und Benjamin weinete auch an seinem Halse.' c. 33,4. c. 46 ,29.2 Mos. 4,27. 15. Und küssete alle seine Brüder, und weinete über sie. Darnach redeten seine Brüder mit ihm. 16. Und da das Geschrey kam in Pharaons H:.us, Josephs Rede. 1 Mose 45. 46. Jakobs Reise. Seine Kinder. 49 Hans/ daß Josephs Brüder gekommen wären; gefiel es Pharao wohl / und allen seinen Knechten. 17. Und Pharao sprach zu Joseph: Sage deinen Brüdern: Thut ihm also, beladet eure Thiere, ziehet hin; i«. Und wenn ihr kommt ins Land Canaan, so nehmet euern Vater, und euer Gefinde, und kommt zu mir; ich will euch Güter geben in Egyptenland, daß ihr essen sollt das Mark im Lande; is. Und gebiethe ihnen, thut ihm also, nehmet zu euch aus Egyptenland Wagen zu euern Kindern und Weibern, und führet euern Vater und kommet; 20. Und sehet euern Hausrath nicht an, denn die Güter des ganzen Landes Egypten sollen euer seyn. 21. Die Kinder Israel thaten also. Und Joseph gab ihnen Wagen nach dem Befehl Pharao, und Zehrung auf den Weg. 22. Und gab ihnen allen, einem jeglichen, ein Feyerkleid; aber Benjamin gab er drey hundert Silberlinge, und fünf Feyerkleider. 23. Und seinem Vater sandte er dabey zehn Esel, mit Gut aus Egypten beladen, und zehn Eselinnen mit Getreide, und Brot und Speise seinem Vater aus den Weg. 2-1. Also ließ er seine Bruder, und fie zogen hin; und er sprach zu ihnen : * Zanket nicht auf dem Wege. * c. 13 , 8. 2Z. Also zogen fie hinauf von Egypten, und kamen ins Land Canaan zu ihrem Vater Jakob, 26. Und verkündigten ihm, und sprachen: Joseph lebet noch, und ist * ein Herr im ganzen Egyptenland. Aber sein Herz gedachte gar viel anders, denn er t glaubte ihnen nicht. * c. 4i, 41. 1- Luc. 24, 4l. 27. Da sagren fie ihm alle Worte Josephs, die er zu ihnen gesagt hatte. Und da er sah die Wag-en, die ihm Joseph gesandt hatte, ihn zu führen; ward der Geist Jakobs, ihres Vaters, lebendig, 28. Und Israel sprach: Ich habe genug, daß mein Sohn Joseph noch lebet; ' ich will hin, und ihn sehen, ehe ich sterbe. * 4ü, 30. Das 46. Capitel. Jakobs Reise nach Egypten zu seinem Sohne Joseph. 1.Israel * zog hin mit allem, das er hatte. ^ Md da er gen -tz BerSaba kam, opferte er Opfer dem Gott seines Vaters Isaaks. *2 Mos. 1 , 1 . Jos. 24, 4. Ps. 103, 23. Es. 32, 4. Ap. Gesch. 7,13. ch 1 Mos. 26 , 23. 24. 2. Und Gott sprach zu ihm des Nachts im * Gesteht: Jakob, Jakob I Er sprach: Hier bin ich. * c. 3>, ii. 3. Und er sprach: Ich bin Gott, der Gott deines Vaters; fürchte dich nicht, in Egypten hinab zu ziehen, denn daselbst will ich dich zum großen Volk machen. -1. Ich will mit dir hinab in Egypten ziehen, und will auch dich herauf führen; und * Joseph soll seine Hände auf deine Augen legen. * c. 30, i. 5. Da machte fich Jakob auf von BerSaba; und die Kinder Israel führeten Jakob, ihren Vater, mit ihren Kindlein und Weibern, auf den Wagen, die Pharao gesandt hatte, ihn zu führen; 6. Und nahmen ihr * Vieh und Habe, die fie im Lande Canaan erworben hatten; und kamen also in Egypten, Jakob und all sein Same mit ihm, * c. 3i, 18. 7. Seine Kinder, und seine Kindeskinder mit ihm, seine Tochter, nnd seine Kindestöchter, und all sein Same, die brachte er mit fich in Egypten. 8. Dieß find die Nahmen der Kinder Israels, die in Egypten kamen: Jakob und seine Söhne. Der erstgeborne Sohn Jakobs, Rüben. 9. Die Kinder * Rubens: Hanoch, Pallu, Hezron, und Charmi. * 2 Mos. 6,14. '10. Die Kinder * Simeons: Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar; und Saul, der Sohn von dem Cananäischen Weibe. * 2 Mos. 6, 13 . 11. Die Kinder * Levi: Gerson, Kahath, und Merari. * 2 Mos. 6,16. 12. Die Kinder*Juda: Ger, Onan, Sela, Pere; und Serah. Aber Ger und Onan waren gestorben im Lande Canaan. Die Kinder aber i-Perez: Hezron und Hamul. * c. 38, 3. 4. 29 . 30. 1 Chk. 2 , 3. Matth. 1, 3. -s Ruth. 4, 18. 1 Cbr. 2, 3. 13. Die Kinder * Jsaschars: Thola, Phua, Job und Simron. * 1 Chr. 8,1. 1^. Die Kinder * Sebulons: Sered , Elon, und Jahleel. *4Ms. 26 , 26 . 15. Das find die Kinder von Lea, die fie Jakob gebar in Mesopotamien, mit seiner Tochter Dina. Die machen allesammt mit Söhnen und Töchtern, drey und dreyßig Seelen. 16. Die Kinder * Gads: Ziphion, Haggi, Suni, Ezbon, Eri, Arodi und Areli. * 4 Mos. 26, 13. 16 . 17. 17. Die Kinder * Assers: Jemna,' Jesua, G 50 Jakob 4 Mose 46. 47. vor Pharao. Jesui, Bria, und Serah, ihre Schwester. Aber die Kinder Bria: Heber und Malchiel. * 1 Cbk. 8/ 30. 3t. 18 . Das sind die Kinder von Silpa, die Laban gab Lea, seiner Tochter, und gebar Jakob diese sechzehn Seelen. is. Die Kinder Rahels, Jakobs Weibes: Joseph und Benjamin. 20. Und dem * Joseph wurden geboren in Egyptenland Manaffe und Ephraim, die ihm gebar Asnath, die Tochter Potiphera, des Priesters zu On. * c. 41/ 30. 21. Die Kinder * Benjamins : Bela, Becher, Asbel, Gera, Naaman, Ehi, Ros, Mupim, HvpiM UNd Ard. * 1 Cbr. 8/ 6. 22. Das sind die Kinder von Rahel, die dem Jakob geboren sind; allesammt vierzehn Seelen. 23. Die Kinder Dans: Husim. 2^. Die Kinder * Naphthali: Jahzeel, Gum, Jezer und Sillem. *i Mr. 8/i3. 25. Das sind die Kinder Bilha, die Laban seiner Tochter Rahel gab, und gebar dem Jakob die sieben Seelen. 26. Alle Seelen, die mit Jakob in Egypten kamen , die aus seinen Lenden gekommen waren, (ausgenommen die Weiber seiner Kinder) sind alle zusammen sechs und sechzig Seelen. 27. Und die Kinder Josephs, die in Egypten geboren sind, waren zwo Seelen; also, daß * alle Seelen des Hauses Jakobs, die in Egypten kamen, waren siebenzig. * 2 Ms. 1, 3 Mos. 10 / 22 . 28. Und er sandte Juda vor ihm hin zu Joseph , daß er ihn anwies zu Gosen; und kamen in das Land Gosen. 29. Da spannte Joseph seinen Wagen an, und zog hinauf seinem Vater Israel entgegen gen Gosen. Und da er ihn sah, siel er ihm um seinen Hals, und weinete lange an seinem Halse. 30. Da sprach Israel zu Joseph: " Ich will nun gern sterben, nachdem ich dein Angesicht gesehen habe, daß du noch lebest. *«. 43 / 23 . 31. Joseph sprach zu seinen Brüdern und zu seines Vaters Hause: Ich will hinauf ziehen, und Pharao ansagen, und zu ihm sprechen: * Meine Brüder und meines Vaters Haus ist zu mir gekommen aus dem Lande Canaan, * c. 47/ 1. 32. Und sind Viehhirten, denn es sind Leute, die mit Vieh umgehen; ihr kleines und großes Vieh, und alles, was sie haben, haben sie mitgebracht. 33. Wenn euch nun Pharao wird rufen, und sagen: Was ist eure Nahrung? 3-4. So sollt ihr sagen: Deine Knechte sind Leute, die mit Vieh umgehen, von unserer Jugend auf bisher, beyde wir und unsere Väter; auf daß ihr wohnen möget im Lande Gosen. Denn was Viehhtrten sind, das ist * den Egyp- tern ein Gräuel. * c. 43/ 32. Das 47. Capitel. Jakob wohnet im Lande Gosen. Die Thenrung ist groß in Egypten. 1. A>a kam * Joseph, und sagte es Pharao ^ an, und sprach: Mein Vater und meine Brüder, ihr kleines und großes Vieh, und alles, was sie haben, sind gekommen aus dem Lande Canaan; und siehe, sie sind im Lande Gosen. * Ap. G-sch. 7/ 14. 13. 2. * Und er nahm seiner jüngsten Brüder fünf, und ftellete sie vor Pharao. 3. Da sprach Pharao zu seinen Brüdern: * Was ist eure Nahrung? Sie antworteten; Deine Knechte sind Viehhirten, wir und unsere Väter; ' c- ^/ 33.34. Und sagten weiter zu Pharao: Wir find gekommen, bey euch zu wohnen im Lande; denn deine Knechte haben nicht Weide für ihr Vieh, so hart drücket die Theurung das Land Canaan; so laß doch nun deine Knechte im Lande Gosen wohnen. 5. Pharao sprach zu Joseph: Es ist dein Vater, und sind deine Brüder, die sind zu dir gekommen; 6. Das * Land Egypten steht dir offen, laß sie am besten Orte des Landes wohnen, laß sie im Lande Gosen wohnen; und so du weißt, daß Leute unter ihnen sind, die tüchtig sind, so setze sie über mein Vieh. * <- ^4/10. 7. Joseph brachte auch seinen Vater Jakob hinein, und stellete ihn vor Pharao. Und Jakoh segnete den Pharao. 8. Pharao aber fragte Jakob: Wie alt bist du? 9. Jakob sprach zu Pharao: Die Zeit meiner Wallfahrt ist hundert und dreyßig Jahre; wenig und böse ist die Zeit meines Lebens, und langet nicht an die Zeit meiner Väter in ihrer Wallfahrt. 10. Und Jakob segnete den Pharao, und ging heraus von ihm. 11. Aber Joseph schaffte seinem Vater, und seinen Brüdern Wohnung, und gab ihnen ein Gut in Egyptenland, am besten Orte des Landes , nähmlich im Lande Raemses, wie Pharao gebothen hatte. Große Theurmig. 4 M o se 47. 48. Jakob wird krank. - 51 12. Und er versorgte seinen Vater, und seine Bruder, und das ganze Haus seines Vaters; einen jeglichen, nach dem er Kinder hatte. 1 3 . Es war aber kein Brot in allen Landen; denn die Theurung war sehr schwer, daß das Land Egypten und Canaan verschmachteten vor der Theurung. i^. Und Joseph brachte alles Geld zusammen, das in Egypten und Canaan gefunden ward, um das Getreide, das sie kauften; und Joseph that alles Geld in das Haus Pharao. i s. Da nun Geld gebrach im Lande Egypten und Canaan, kamen alle Egypter zu Joseph, und sprachen: Schaffe uns Brot; warum' lassest du uns vor dir sterben, darum, daß wir ohne Geld sind? * v. 19. 16. Joseph sprach: Schaffet euer Vieh her, so will ich euch um das Vieh geben, weil ihr ohne Geld seyd. 17. Da brachten sie Joseph ihr Vieh: und er gab ihnen Brot um ihre Pferde, Schafe, Rinder und Esel. Also ernährete er sie mit Brot das Jahr um alles ihr Vieh. 18. Da das Jahr um war, kamen sie zu ihm im andern Jahr, und sprachen zu ihm: Wir wollen unserm Herrn nicht verbergen, daß nicht allein das Geld, sondern auch alles Vieh dahin ist zu unserm Herrn ; und ist nichts mehr übrig vor unserm Herrn, denn nur unsere Leiber und unser Feld. is. Warum * lassest du uns vor dir sterben, und unser Feld? Kaufe uns und unser Land ums Brot, daß wir und unser Land leibeigen seyen dem Pharao: gib uns Samen, daß wir leben und nicht sterben, und das Feld nicht verwüste. * v. 13. 20. Also kaufte Joseph dem Pharao das ganze Egypten. Denn die Egypter verkauften ein jeglicher seinen Acker , denn die Theurung war zu stark über sie. Und ward also das Land dem Pharao eigen. 21. Und er theilete das Volk aus in die Städte, von einem Ort Egyptens bis ans andere. 22. Ausgenommen der Priester Feld, das kaufte er mcht: denn es war von Pharao für die Priester verordnet, daß sie sich nähren sollten von dem Benannten, das er ihnen gegeben harte: darum durften sie ihr Feld nicht verkaufen. 23. Da sprach Joseph zu dem Volk: Siehe, ich habe heute gekauft euch und euer Feld dem Pharao; siehe, da habt ihr Samen, und besäet das Feld: 2^. Und von dem Getreide sollt ihr den Fünften dem Pharao geben ; vier Theile sollen euer seyn, zu besäen das Feld, zu eurer Speise, und für euer Haus und Kinder. 25 . Sie sprachen: Laß uns nur leben, und Gnade vor dir, unserm Herrn, finden; wir wollen gerne dem Pharao leibeigen seyn. 26. Also machte Joseph ihnen ein Gesetz bis auf diesen Tag über der Egypter Feld, den Fünften dem Pharao zu geben; ausgenommen der Priester Feld, das ward nicht eigen dem Pharao. 27 . Also wohnete Israel in Egypten, im Lande Gosen, und hatten es inne, und wuchsen, und * mehrten sich sehr. * 2 Mos. 1,7.12. c. 3, 3. Ps. in, 24. 28. Und Jakob lebte siebenzehn Jahre in Egyptenland, daß sein ganzes Alter ward hundert und sieben und vierzig Jahre. 29. Da nun die Zeit herbey kam, daß Israel sterben sollte, rief er seinen Sohn Joseph, und sprach zu ihm: Habe ich Gnade vor dir gefunden, so * lege deine Hand unter meine Hüfte, daß du die Liebe und Treue an mir thuest, und begrabest mich nicht in Egypten;' c. 2-, 2. 30. Sondern ich will liegen bey meinen Vätern, und du sollst mich aus Egypten führen, und in * ihrem Begräbniß begraben. Er sprach : Ich will thun, wie du gesaget hast. *- 23/19.20. 31. Er aber sprach : So schwöre mir. Und er schwur ihm. Da"neigete sich Israel auf dem Bette zu den Häupten. * Ebr. «, 21. Das 48. Capitel. Jakobs Testament von wegen Ephraim und Manasse. 1. Darnach ward Joseph gesagt: Siehe, dein ^ Vater ist krank. Und er nahm mit sich seine beyden Söhne, Manasse und Ephraim. 2. Da ward es Jakob angesagt: Siehe, dein Sohn Joseph kommt zu dir. Und Israel machte sich stark, und setzte sich im Bette, 3. Und sprach zu Joseph: * Der allmächtige Gott erschien mir zu Lus, im Lande Canaan, und segnete mich, * <- 2s, 13.14. Und sprach zu mir: Siehe, * ich will dich wachsen lassen, und mehren, und will dich zum Haufen Volks machen; und will dieß Land zu eigen geben deinem Samen nach dir ewiglich. * c. 33 , 11. 12. 5 . So sollen nun deine * zween Söhne, Ephraim und Manasse, die dir geboren sind in Egyptenland, ehe ich herein gekommen bin zu dir, mein seyn, gleichwie Rüben und Simeon. * c. 4i, 30. c. 46, 20 . G 2 52 Jakob segnet Ephraim und Mmiasse. 1 Mose 48. 49. Jakobs letzte Reden. 6. Welche du aber nach ihnen zeugest, sollen dein seyn, und genannt werden, wie ihre Brüder in ihrem Erbtheil. 7. Und da ich aus Mesopotamien kam, starb mir * Rahel im Lande Canaan, auf dem Wege, da noch ein Feldweges war gen Ephrath; und ich begrub sie daselbst an dem Wege Ephrath (die nun Bethlehem heißt.) * c. 35, is. 8. Und Israel sah die Söhne Josephs, und sprach: Wer sind die? 9. Joseph antwortete seinem Vater: Es sind * meine Söhne, die mir Gott hier gegeben hat. Er sprach: Bringe sie her zu mir, daß ich sie segne. * c. 33/ L. 10. Denn die ' Augen Israels waren dunkel geworden vor Alter, und er konnte nicht wohl sehen. Und er brachte sie zu ihm. Er aber küssete sie, und herzte sie, *«. 27, i. i Sam. 3,2. 1- Marc. io, 16. 11. Und sprach zu Joseph: Siehe, ich habe dein Angesicht gesehen, das ich nicht gedacht hätte; und siehe, Gott hat mich auch deinen Samen sehen lassen. 12. Und Joseph nahm sie von seinem Schooß, und neigete sich zur Erde gegen sein Angesicht. 13. Da nahm sie Joseph beyde, Ephraim in seine rechte Hand gegen Israels linke Hand, und Manasse in seine linke Hand gegen Israels rechte Hand; und brachte sie zu ihm. i-i. Aber Israel streckte seine rechte Hand aus, und legte sie auf Ephraims, des jüngsten, Haupt, und seine linke auf Manasses Haupt; und that wissend also mit seinen Händen, denn Manasse war der Erstgeborne. 15. Und er * segnete Joseph, und sprach: Gott, vor dem -k meine Väter, Abraham und Isaak, gewandelt haben, Gott, der mich mein Lebenlang ernähret hat, bis auf diesen Tag, * Ebr. 11/ 21. ss 1 Mos. 32/ 9. 16. * Der Engel, der mich erlöset hat von allem Uebel, der segne die Knaben, daß sie nach meinem, und nach meiner Väter, Abrahams und Isaaks, Nahmen genennet werden, daß sie wachsen und viel werden auf Erden. * c. 32, 21. 29. 17. Da aber Joseph sah, daß sein Vater die rechte Hand auf Ephraims Haupt legte, gefiel es ihm übel; und fassete seines Vaters Hand , daß er sie von Ephraims Haupt auf Manasses Haupt wendete, Und sprach zu ihm: Nicht so, mein Vater; dieser ist der Erstgeborne, lege deine rechte Hand auf sein Haupt. 19. Aber sein Vater weigerte sich, und sprach: Ich weiß wohl, mein Sohn, ich weiß wohl. Dieser soll auch ein Volk werden, und wird groß seyn; aber sein jüngster Bruder wird größer, denn er, werden, und sein Same wird ein großes Volk werden. 20. Also segnete er sie des Tages, und sprach: Wer in Israel will Jemand segnen, der sage: Gott setze dich wie * Ephraim und Manasse. Und setzte also Ephraim Manasse vor. * 5 Mos. 33 , 17 . 21. Und Israel sprach zu Joseph: Siehe, ' ich sterbe; und Gott wird mit euch seyn, und wird euch wiederbringen in das Land eurer Väter; * c. 30,24. 22. Ich habe dir ein Stück * Land gegeben außer deinen Brüdern, das ich mit meinem Schwert und Bogen aus der Hand der Amo- riter genommen habe. * Loh. 4,3. Das 49. Capitel. Jakobs Weissagung und Abschied. 1. Nnd ' Jakob berief seine Söhne, und sprach: ^ Versammelt euch, daß ich euch verkündige , was euch begegnen wird in künftigen Zeiten. * 3 Mos. 33,1. 2. * Kommt zuhauf, und höret zu, ihr Kinder Jakobs, und höret euern Vater Israel. *Ps. 3 i,i 2 . 3. Rüben, mein * erster Sohn, du bist meine Kraft, und meine erste Macht, der oberste im Opfer, und der oberste im Reich. * c. 29 / 32 . -j- 3 Mos. 21/ 17 . Er fuhr leichtfertig dahin, wie Wasser. Du sollst nicht der Oberste seyn; denn*du bist auf deines Vaters Lager gestiegen, daselbst hast du mein Bette besudelt mit dem Auffteigen. * c. 35 , 22. 5. Die Brüder Simeon und Levi; ihre Schwerter sind mörderische Waffen. 6. Meine Seele komme nicht in ihren Rath, und meine Ehre sey nicht in ihrer * Kirche; denn in -k- ihrem Zorn haben sie den Mann erwürget, und in ihrem Muthwillen haben sie den Ochsen verderbet. * (Versammlung) ss «. 34 / 23 . 7. Verflucht sey ihr Zorn, daß er so heftig ist, und ihr Grimm, daß er so störrig ist. Ich * will sie zertheilen in Jakob, und zerstreuen in Israel. * s»s. is, i. 8. Juda, du bist es , dich werden deine Brüder loben. Deine Hand wird deinen Feinden auf Jakobs Weissagung. Jakobs Tod. 53 -1 Mose 49. 50. dem Halse seyn; vor dir werden deines Vaters Kinder sich neigen. 9. Juda ist ein junger Löwe. * Du bist hoch gekommen, mein Sohn, durch große Siege. Er hat nieder gekniet, und sich gelagert wie ein Löwe, und wie eine Löwin; wer will sich wider ihn auflehnen? * i Chr. 6, 2. 10. Es wird das Seepter von Juda nicht entwendet werden, noch ein Meister von seinen Füßen, bis daß der Held komme; und demselben werden die Völker anhangen. it. Er wird sein Füllen an den Wein- stock binden, und seiner Eselin Sohn an den edeln Reben. Er wird sein Kleid in Wein waschen, und seinen Mantel in Weinbeerblut. 12. Seine Augen sind röthlicher, denn Wein, und seine Zähne weißer, denn Milch. i z. Sebulon * wird an der Anfurt des Meers wohnen, und an der Anfurt der Schiffe, und reichen an Sidvn. * Jos. is, 20. 1^. Jsaschar wird ein * beinerner Esel seyn, und sich lagern zwischen die Grenzen. * (üarkbcimchter) 15. Und er sah die Ruhe, daß sie gut ist, und das Land, daß es lustig ist; er hat aber seine Schultern geneiget zu tragen, und ist ein zinsbarer Knecht geworden. 16. Dan wird Richter seyn in seinem Volk, wie ein anderes Geschlecht in Israel. 17. Dan wird eine Schlange werden auf dem Wege, und eine Otter auf dem Steige, und das Pferd in die Fersen beissen, daß sein Reuter zurück falle. 18. * Herr, ich warte auf dein Heil! * Ps. 119/ 166. 174. 19. Gad gerüstet, * wird das Heer führen , und wieder herum führen. * Jos. i/12.14. 20. Von Asser kommt sein fettes Brot, und er wird den Königen zu Gefallen thun. 21. Naphthali ist * ein schneller Hirsch, und gibt 1- schöne Rede. * Nicht. 4/ 6. 1- Nicht. 2/1. c. 4/ 6. 22. Joseph wird wachsen, er wird wachsen wie an einer Quelle. Die Töchter treten einher im Regiment. 2.3. Und wiewohl ihn die Schützen erzürnen, und wider ihn kriegen und ihn verfolgen; 2-4. So bleibt doch sein Bogen fest, und die Arme seiner Hände stark, durch die Hände des Mächtigen in Jakob. Aus ihnen sind gekommen Hirten und Steine in Israel. 25. Von deines Vaters Gott ist dir geholfen, und von dem Allmächtigen bist du gesegnet, mit Segen oben vom Himmel herab, mit Seg^n von der Tiefe, die unten liegt, mit Segen an Brüsten und Bäuchen. 26. Die Segen deines Vaters gehen stärker, denn die Segen meiner Voreltern, nach Wunsch der Hohen in der Welt; und sollen kommen auf das Haupt Josephs, und auf die Scheitel des Nasir unter seinen Brüdern. 27. Benjamin ist ein ' reissender Wolf; des Morgens wird er Raub fressen, aber des Abends wird er den Raub austheilen. * Nicht. 20/ 25. 28. Das sind die zwölf Stämme Israels alle, und das ists, das ihr Vater mit ihnen geredet hat, da er sie segnete, einen jeglichen mit einem besondern Segen. 29. Und er geboth ihnen, und sprach zu ihnen: Ich werde versammelt zu meinem Volk, begrabet mich bey meine Väter' in der Höhle auf dem Acker Ephrons, des Hethiters, * -. 2z, 19.20.^ 30. In der zwiefachen Höhle, die gegen Mamre liegt, im Lande Canaan, die Abraham' kaufte, sammt dem Acker, von Ephron, dem Hethiter, zum Erbbegräbnis 'c. 23/16. 31. Daselbst haben sie * Abraham begraben, und "'Sarah, sein Weib. Daselbst haben sie auch 1- Isaak begraben, und Rebecca, sein Weib. Daselbst habe ich auch Lea begraben, * c. 25/ s. ** c. 23/ 19. -h c. 35/ 29. 32. In dem Acker und der Höhle, die von den Kindern Heth gekauft ist. 33. Und da Jakob vollendet hatte die Gebothe an seine Kinder, that er seine Füße zusammen aufs Bette , und verschied, und ward versammelt zu seinem Volk. Cap. 5o. v. i. Da fiel Joseph auf seines Vaters Angesicht, und weinete' über ihm, und küffete ihn. ' c. 46/ 4. Das 50. Capitel. Jakob wird begraben / Joseph stirbt. 2. Nttd Joseph befahl seinen Knechten, den ^ Aerzten, daß sie seinen Vater salbeten. Und die Aerzte salbeten Israel, 3. " Bis daß vierzig Tage um waren. Denn so lang währen die Salbetage. Und die Egypter beweineten ihn siebenzig Tage. Da nun die Leidetage aus waren, redete Joseph mit Pharaons Gesinde, und sprach: Habe ich Gnade vor euch gefunden, so redet mit Pharao, und sprechet: 54 Jakobs 1 Mose 50. Begräbniß. 5 . * Mein Vater hat einen Eid von mir genommen und gesagt: Siehe, ich sterbe, begrabe mich in meinem Grabe, das ich mir im Lande Canaan gegraben habe. So will ich nun hinauf ziehen, und meinen Vater begraben, und wiederkommen. * c. 47 / 29 . 6. Pharao sprach: Ziehe hinauf, und begrabe deinen Vater, wie du ihm geschworen Haft. 7 . Also zog Joseph hinauf, seinen Vater zu begraben. Und es zogen mit ihm alle Knechte Pharao, die Aeltesten seines Hauses, und alle Aeltesten des Landes Egypten; 8 . Dazu das ganze Gesinde Josephs, und seine Brüder, und das Gesinde seiues Vaters. Allein ihre Kinder, Schafe und Ochsen ließen sie im Lande Gosen. 9 . Und zogen auch mit ihm hinauf Wagen und Reisige, und war ein sehr großes Heer. 10. Da sie nun an die Tenne Atad kamen, die jenseit des Jordans liegt, da hielten sie eine sehr große und bittere Klage; und er trug über seinen Vater Leide sieben Tage. i i. Und da die Leute im Lande, die Canaa- niter, die Klage bey der Tenne Atad sahen, sprachen sie: Die Egypter halten da große Klage. Daher heißt man den Ort, der Egypter Klage, welcher liegt jenseit des Jordans. 12. Und seine Kinder thaten, wie er ihnen befohlen hatte; 1 3 . Und führeten ihn ins Land Canaan, und begruben ihn in der zwiefachen Höhle des Ackers, die Abraham * erkauft hatte mit dem Acker, zum Erbbegräbniß, von Ephron, dem Hethiter, gegen Mamre. * c. 23,16. 17. 1^. Als sie ihn nun begraben hatten, zog Joseph wieder in Egypten mit seinen Brüdern, und mit allen, die mit ihm hinauf gezogen waren, seinen Vater zu begraben. 15. Die Brüder aber Josephs fürchteten sich, da ihr Vater gestorben war, und sprachen: Joseph möchte uns gram seyn, und vergelten alle Bosheit, die wir an ihm gethan haben. 16. Darum ließen sie ihm sagen: Dein Vater befahl vor seinem Tode, und sprach: 17. Also sollt ihr Joseph sagen: Lieber, vergib deinen Brüdern die Mlssethat und ihre Sünde, daß sie so übel an dir gethan haben. Lieber, so vergieb nun die Missethat uns, den Dienern des Gottes deines Vaters. Aber Joseph weinete, da sie solches mit ihm redeten. 18. Und seine Brüder gingen hin, und fielen vor ihm nieder, und sprachen: Siehe, wir sind deine Knechte. is. Joseph sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich bin unter Gott. 20. Ihr * gedachtet es böse mit mir zu machen; aber Gott gedachte es gut zu machen, daß er thäte, wie es jetzt am Tage ist, zu erhalten viel Volk. * e. 43/ 3. 21. So fürchtet euch nun nicht: Ich will euch versorgen und eure Kinder. Und er tröstete sie, und * redete freundlich mit ihnen. * Esaj. 40 , 2. Hos. 2 , 14 . 22. Also wohnete Joseph in Egypten mit seines Vaters Hause, und lebte hundert und zehn Jahre. 23. Und sah Ephraims Kinder, bis ins dritte Glied. Desselbigen gleichen die * Kinder Ma- chirs, Manasses Sohnes, zeugeten auch Kinder auf Josephs Schooß. ' 4 Mos. 32,39. 2^i. Und Joseph sprach zu seinen Brüdern: Ich sterbe, und "Gott wird euch heimsuchen, und aus diesem Lande führen in das Land, das er Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat. * Ebr. 11, 22. 25. Darum nahm er einen Eid von den Kindern Israel, und sprach: Wenn euch Gott heimsuchen wird, so * führet meine Gebeine von dannen. ' 2 Mos. 13 , 19. Jos. 24 , 32 . 26. Also starb Joseph, da er war hundert und zehn Jahre alt. Und sie salbeten ihn, und * legten ihn in eine Lade in Egypten. * Jos. 24 , 32 . Unterdrückung der Kinder Israel. 2 Mose 1. 2. Mose Geburt. 55 Das andere Das 1. Capitel. Der Kinder Israel Dienstbarkeit und Drangsal in Egypten. 1. C^>ieß sind * die Nahmen der Kinder Israel/ ^' die mit Jakob in Egypten kamen; ein jeglicher kam mit seinem Haufe hinein: * 1 Mos, 46, 8. 2. Rüben/ Simeon/ Levi/ Juda/ 3 . Jsaschar/ Sebulon, Benjamin/ >L. Dan / Naphthali, Gad/ Mer. 5 . Und ' aller Seelen / die ans den Lenden Jakobs gekommen waren / derer waren siebenzig. Joseph aber war zuvor in Egypten. * i Mos. 46 ,27. 6 . Da nun ' Joseph gestorben war / und alle seine Brüder / und alle / die zu der Zeit gelebet hatten; * 1 Mos. 50, 26. 7. * Wuchsen die Kinder Israel / und zeugeten Kinder/ und mehrten sich; und wurden ihrer sehr viele/ daß ihrer das Land voll ward. * Ps. 105 , 24 . Gcsch. 7 , 17 . 8 . Da kam ' ein neuer König auf in Egypten/ der wußte nichts von Joseph / * Nicht. 2,10. 9. Und sprach zu seinem Volk: Siehe/ des Volks der Kinder Israel ist viel/ und mehr/ denn wir. 10. Wohlan / wir wollen sie mit Lift dämpfen / daß ihrer nicht so viel werden. Denn wo sich ein Krieg erhöbe/ möchten sie sich auch zu unfern Feinden schlagen/ und wider uns streiten / und zum Lande ausziehen. 11. Und man setzte Frohnvögte über sie/ die sie mit schweren Diensten drücken sollten; denn man bauete dem Pharao die Städte Pithon und Raemses zu Schatzhäusern. 12. Aber je mehr sie das Volk drückten / je mehr sich es mehrete und ausbreitete. Und sie hielten die Kinder Israel wie einen Gräuel. 13. Und die Egypter zwangen die Kinder Israel zum Dienst mit Unbarmherzigkeit. 1^. Und machten ihnen ihr Leben sauer/ mit schwerer Arbeit im Thon und Ziegeln / und mit allerley Fröhnen auf dem Felde / und mit aller- ley Arbeit / die sie ihnen auflegten mit Unbarmherzigkeit. 15. Und der König in Egypten sprach zu den Ebräischen Wehemüttern / derer eine hieß Siphra / und die andere Pua: 16. Wenn ihr den Ebräischen Weibern helfet/ und auf dem Stuhl sehet, daß es ein Sohn ist, Buch Mose. so tödtet ihn; ist es aber eine Tochter / so lasset sie leben. 17. Aber die Wehemütter fürchteten Gott, und thaten nicht, wie der König in Egypten zu ihnen gesagt hatte; sondern ließen die Kinder leben. 18. Da rief der König in Egypten die Wehemütter , und sprach zu ihnen: Warum thut ihr das, daß ihr die Kinder leben lasset? 19. Die Wehemütter antworteten Pharao: Die Ebräischen Weiber sind nicht wie die Egyp- tischen, denn sie sind harte Weiber; ehe die Wehemutter zu ihnen kommt, haben sie geboren. 20. Darum that Gott den Wehemüttern Gutes. Und das Volk mehrete sich, und ward sehr viel. 21. Und weil die Wehemütter Gott fürchteten, bauete er ihnen Häuser. 22. Da geboth Pharao allem seinem Volk, und sprach: Alle Söhne, die geboren werden, * werfet ins Wasser, und alle Töchter lasset leben. * Gesch. 7, 19. Das 2. Capitel. Msse Geburt, Auferziehung, Flucht und Heirath. i.lfnd es ging hin ein Mann vom Hause " Levi, und * nahm eine Tochter Levi. * e. 6, 20. 4 Mos. 26, 59. 1 Chr. 24, 13. 2. Und das Weib ward schwanger, und gebar einen Sohn. Und da sie sah, daß es ' ein feines Kind war; verbarg sie ihn drey Monathe. * Ap. Gesch. 7, 20. Ebr. ii, 23. 3 . Und da sie ihn nicht länger verbergen konnte, machte sie ein Kästlein von Rohr, und verkleidete es mit Thon und Pech, und legte das Kind darein, und legte ihn in das Schilf am Ufer des Wassers. Aber seine * Schwester stand von ferne, daß sie erfahren wollte, wie es ihm gehen würde. * c. 15, 20. 5 . Und die Tochter Pharao ging hernieder, und wollte baden im Wasser; und ihre Jungfrauen gingen am Rande des Wassers. Und da sie das Kästlein im Schilf sah; sandte sie ihre Magd hin, und ließ es hohlen. 6 . Und da sie es aufthat, sah sie das Kind; und siehe, das Knäblein weinete. Da jammerte es sie, und sprach: Es ist der Ebräischen Kindlein eins. 56 Mose Erziehung und Flucht. 7 . Da sprach seine Schwester zu der Tochter Pharao: Soll ich hingehen, und der Ebraischen Weiber eine rufen, die da sauget, daß sie dir das Kindlein säuge? 8 . Die Tochter Pharao sprach zu ihr: Gehe hin. Die Jungfrau ging hm, und rief des Kindes Mutter. 9. Da sprach Pharaons Tochter zu ihr: Nimm hin das Kindlein, und säuge mirs; ich will dir lohnen. Das Weib nahm das Kind, und säugete es. 10. Und da das Kind groß ward, brachte sie es der Tochter Pharao, und es ward ihr Sohn; und hieß ihn Mose, denn sie sprach: Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen. 11. Zu den Zeiten, da * Mose war groß geworden, ging er aus zu seinen Brüdern, und sah ihre Last, und ward gewahr, daß ein Egypter schlug seiner Brüder, der Ebräischen, einen. * Ebr. 11/ 24. 25. 12. Und er wandte sich hin und her, und da er sah, daß kein Mensch da war, erschlug er den Egypter, und verscharrele ihn in den Sand. 13. Auf* einen andern Tag ging er auch aus, und sah zween Ebräische Männer sich mit einander zanken; und sprach zu dem Ungerechten: Warum schlügest du deinen Nächsten? * Ap. Gesch. 7/ 26. 1^. Er aber sprach: Wer hat dich zum Obersten oder Richter über uns gesetzet? Willst du mich auch erwürgen, wie du den Egypter erwürget Haft? Da fürchtete sich Mose, und sprach: Wie ist das laut geworden? 15. Und es kam vor Pharao, der trachtete nach Mose, daß er ihn crwürgete. * Aber Mose floh vor Pharao, und hielt sich im Lande Midian, und wohnete bey einem Brunnen. * Ap. Gesch. 7/ 29 . Ebr. 11/ 27. 1 6 . Der Priester aber in Midian hatte sieben Töchter, die kamen Wasser zu schöpfen, und fülleten die Rinnen, daß sie ihres Vaters Schafe tränketen. 17. Da kamen die Hirten, und stießen sie davon. Aber Mose machte sich auf, und half ihnen, und tränkte ihre Schafe. 18. Und da sie zu ihrem Vater Reguel kamen, sprach er: Wie seyd ihr heute so bald gekommen? 19. Sie sprachen: Ein Egyptischer Mann errettete uns von den Hirten, und schöpfte uns, und tränkte die Schafe. 30. Er sprach zu seinen Töchtern: Wo ist er? Mose Heirath und Gesicht. Warum habt ihr den Mann gelassen, daß ihr ihn nicht ludet mit uns zu essen? 21. Und Mose bewilligte bey dem Manne zu bleiben. Und er * gab Mose seine Tochter Zipora. * <- 2. 22. Die gebar einen Sohn; und * er hieß ihn Gerson ; denn er sprach: Ich bin ein Fremdling geworden im fremden Lande, (und g- gebar noch cinrn Sphn, den hieß cr Eliescr, und sprach: Der Gott meines Vaters ist mein Helfer/ und hat mich von der Hand Pharao errettet.) * c. ich 3. 23. Lange Zeit aber darnach starb der König in Egypten. Und die Kinder Israel ftufzeten über ihre Arbeit, und schrien ; und ihr Schreyen über ihre Arbeit kam vor Gott. 2^. Und Gott erhörete ihr Wehklagen, und * gedachte an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob ; * 3 Mos. 26/ 42. 25 . Und er sah darein, und nahm sich ihrer an. Das 3 . Capitel. Mose wird berufen / die Kinder Israel aus Egypten zu fuhren. 1. ^Wose aber hüthete der Schafe Iethro, seines Schwähers, des Priesters in Midian, und trieb die Schaft'hinter die Wüste, und kam an den Berg Gottes Horeb. 2. Und der Engel des Herrn erschien ihm * in einer feurigen Flamme aus dem Busch. Und er sah, daß der Busch mit Feuer brannte, und ward doch nicht verzehret. * Ap. GM. 7 / 30. 5 Mos. 33 / 16 . 3 . Und sprach: * Ich will dahin, und besehen dieß große Gesicht, warum der Busch nicht verbrennet. * Luc. 2/15. Da aber der Herr sah, daß er hinging zu sehen; rief ihm Gott aus dem Busch, und * sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich. * 1 Mos. 22 / 11 . 5 . Er sprach: Tritt nicht herzu, ziehe deine Schuhe aus von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du swhest, ist ein heiliges Land. 6 . Und sprach weiter: * Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, und der Gott Jakobs. Und Mose verhüttete sein Angesicht, denn er fürchtete sich Gott anzuschauen. * Matth. 22 / 32. Marc. 12 , 26 . Luc. 20 ,37. 7 . Und der Herr sprach: Ich habe gesehen das Elend meines Volks in Egypten, und habe ihr Geschrey gehöret über die, so sie treiben; ich habe ihr Leid erkannt. 8 . Und bin hernieder gefahren, daß ich sie errette 2 Mose 2. 3. Ui,;. EkilchmtzM k°b; --L^ 'insahkMj ÄiÄr ?l>s Z. Caiiiü lÄ!»,KlrckiWki!r«;: vsk M bckil kE skMS EtAKi, ik!?L !,mNmd diMM: mm kn iUcr W^W. Das 7. Capitel. Verwandlung des Wassers in Blut. 1. ^er Herr sprach zu Mose: Siehe, ich ^ habe dich einen " Gott gesetzet über Pharao; und Aaron, dein Bruder, soll dein Prophet seyn. " e. 4 , 16. 2. Du "sollst reden alles, was ich dir gebiethen werde; aber Aaron, dein Bruder, soll es vor Pharao reden, daß er die Kinder Israel aus seinem Lande lasse. " 4 /13. 3. Aber " ich will Pharaos Herz verhärten, und meiner Zeichen und Wunder viele thun in Egyptenland. * c. 4, 21. -. 14, 4 . Und Pharao" wird euch nicht hören; dann werde ich meine Hand in Egypten beweisen, und mein Heer, mein Volk, die Kinder Israel, aus Egypienland, durch große Gerichte führen. * c. 8 , 13. 19. 5. Und die Egypter sollen es inne werden, daß ich der Herr bin, wenn ich nun meine Hand über Egypten ausstrecken, und die Kinder Israel von ihnen wegführen werde. 6 . Mose und Aaron thaten, wie ihnen der Herr gebothen hatte. Plagen: i) Blut, 2 Mose 7. 8. 2 ) Frösche, 61 7 » Und Mose war achtzig Jahre alt, und Aaron drey und achtzig Jahre alt, da sie mit Pharao redeten. 8 . Und der Herr sprach zu Mose und Aaron: 9. Wenn Pharao zu euch sagen wird: Beweiset eure Wunder; so sollst du zu Aaron sagen: Stimm deinen Stab, und wirf ihn vor Pharao: daß er zur Schlange werde. 10. Da gingen Mose und Aaron hinein zu Pharao, und thaten, wie ihnen dev Herr ge- bothen hatte. Und Aaron warf* seinen Stab vor Pharao, und vor seinen Knechten; und er ward zur Schlange. * c. 4 / 3 . i i. Da forderte Pharao die Weisen und Zauberer. Und die Egyptischen * Zauberer thaten auch also mit ihrem Beschwören. * c. s, 7.17.18. 2 Tim. 3 / 8 . 12. Ein jeglicher warf seinen Stab von sich, da wurden Schlangen daraus; aber Aarons Stab verschlang ihre Stäbe. 13. Also ward das Herz Pharaos verstockt, * und hörete sie nicht; wie denn der Herr -k geredet hatte. * c. 8 , 13 . 19. e. 9 / 7 . ZI. 33 . 1 - c. 3/19. 1^1. Und der Herr sprach zu Mose: Das Herz Pharaos ist hart, er weigert sich das Volk zu lassen. 15. Gehe hin zu Pharao morgen. Siehe, er wird ans Wasser gehen; so tritt gegen ihn an das Ufer des Wassers, und nimm den Stab in deine Hand, der zur Schlange ward, 16. Und sprich zu ihm: Der Herr, der Ebräer Gott, hat mich zu dir gesandt, und lassen sagen: * Laß mein Volk, daß es mir diene in der Wüste. Aber du Haft bisher nicht wollen hören. *c. 3,1. c. s, 1.20. 17. Darum spricht der Herr also: Daran sollst du erfahren, daß ich der Herr bin. Siehe, ich will mit dem Stabe, den ich in meiner Hand habe, das Wasser schlagen, das in dem Strom ist, und es soll in * Blut verwandelt werden; * c. 4 / 9. 18. Daß die Fische im Strom sterben sollen, und der Strom stinken, und den Egyptern ekeln wird zu trinken des Wassers aus dem Strom. 19. Und der Herr sprach zu Mose: Sage Aaron : Nimm deinen Stab, und recke deine Hand aus * über die Wasser in Egypten, über ihre Bäche, und Ströme, und Seen, und über alle Wassersümpfe, daß sie Blut werden, und sey Blut in ganz Egyptenland, beydes in hölzernen und steinernen Gefäßen. ' Ps. 78 / 44 . 20. Mose und Aaron thaten, wie ihnen der Herr gebothen hatte, und ' hob den Stab auf/ und schlug ins Wasser, das im Strom war / vor Pharao und seinen Knechten. Und alles Wasser im Strom ward in Blut verwandelt. * c. 17/ 3. -j- Ps. 87/ 44. Ps. 103/ 29. 21. Und die Fische im Strom starben, und der Strom ward stinkend, daß die Egypter nicht trinken konnten das Wasser aus dem Strom; und ward Blut in ganz Egyptenland. 22. Und die Egyptischen Zauberer thaten auch also mit ihrem Beschwören. Also ward das Herz Pharao verstockt, und hörete sie nicht; wie denn der Herr geredet hatte. 23. Und Pharao wandte sich, und ging heim, und nahm es nicht zu Herzen. 2^. Aber alle Egypter gruben nach Wasser um den Strom her, zu trinken; denn das Wasser aus dem Strom konnten sie nicht trinken. 25. Und das währete sieben Tage lang, daß der Herr den Strom schlug. Das 8. Capitel. Egypten wird mit Fröschen / Läusen und Ungeziefer geplagct. 1. A")er Herr sprach zu Mose: Gehe hinein ^ zu Pharao, und sprich zu ihm: So sagt der Herr: * Laß mein Volk, daß mirs diene. * c. 3, 1. e. 7/ 16. 2. Wo du dich deß weigerst, siehe, so will ich alle deine Grenzen mit Fröschen plagen, 3. Daß der Strom soll von Fröschen wimmeln, die sollen herauf kriechen, und kommen in dein Haus, in deine Kammer, auf dein Lager, auf dein Bette; auch in die Häuser deiner Knechte, unter dein Volk, in deine Backöfen, und in deine Teige; Und sollen die Frösche auf dich, und auf dein Volk, und auf alle deine Knechte kriechen. 5. Und der Herr sprach zu Mose: Sage Aaron: Recke deine Hand aus mit deinem Stabe über die Bäche, und Ströme, und Seen; und laß Frösche über Egyptenland kommen. 6 . Und Aaron reckte seine Hand über die Wasser in Egypten; und kamen Frösche herauf, daß Egyptenland bedecket ward. 7 . Da * thaten die Zauberer auch also mit ihrem Beschwören, und ließen Frösche über Egyptenland kommen. * c. 7 / n. 12. 8 . Da * forderte Pharao Mose und Aaron, und sprach: Bittet den Herrn für mich, daß er die Frösche von mir und von meinem Volk nehme; so will ich das Volk lassen, daß es dem Herrn opfere. * c. 10/16. c. 12/ 31.. 62 3) Läuse, 3) Ungeziefer, 2 M 9. Mose sprach: Habe du die Ehre vor mir, und bestimme mir, wann ich für dich, für deine Knechte, und für dein Volk bitten soll, daß die Frösche von dir, und von deinem Hause vertrieben werden, und allein im Strom bleiben. 10. Er sprach: Morgen. Er sprach: Wie du gesagt Haft. Aus daß du erfahrest, * daß Niemand ist, wie der Herr, unser Gott; * c. 9/ ii. c. il. 11. So sotten die Frösche von dir, von deinem Hause, von deinen Knechten, und von deinem Volk genommen werden, und allein im Strom bleiben. 12. Also ging Mose und Aaron von Pharao. Und Mose schrie zu dem Herrn, der Frösche halben, wie er Pharao hatte zugesaget. 13. Und der Herr that, wie Mose gesagt hatte; und die Frösche starben in den Häusern, in den Höfen, und auf dem Felde. 13. Und sie häuften sie zusammen, hier einen Haufen, und da einen Haufen; und das Land stank davon. 15. Da aber Pharao sah, daß er Luft gekriegt hatte, ward " sein Herz verhärtet, und Höreteste nicht, wie denn der Herr geredet hatte. * c. 7/ 13. 22. 1- «. 3/ 19. 16. Und der Herr sprach zu Mose: Sage Aaron: Recke deinen Stab aus, und schlage in den Staub auf Erden, daß Läuse werden in ganz Egyptcnland. 17. Sie thatcn also, und Aaron reckte seine Hand aus mit seinem Stabe, und schlug in den Staub auf Erden; und es wurden Läuse an den Menschen, und an dem Vieh; aller Staub des Landes ward Läuse in ganz Egyptenland. 18. Die Zauberer thaten auch also mit ihrem Beschwören, daß ße Läuse heraus brächten, aber sie konnten nicht. Und die Läuse waren beydes an Menschen und am Vieh. 19. Da sprachen die Zauberer zu Pharao: ' Das ist Gottes Finger. Aber das Herz Pharao ward verstockt, und hörete sie nicht; wie denn der Herr gesagt hatte. * Ps. 64/ io. Luc. n, 20. 20. Und der Herr sprach zu Mose: Mache dich morgen frühe auf, und tritt vor Pharao; siehe, er wird ans Wasser gehen, und sprich zu ihm: So sagt der Herr: Laß mein Volk, daß es mir diene; 21. Wo nicht, siehe, so will ich allerley Ungeziefer (M-genschwarmc) lassen kommen über dich, deine Knechte, dein Volk, und dein Haus; daß aller se 8. 9. Egypter Häuser, und das Feld, und was darauf ist, voll Ungeziefers werden sollen; 22. Und will des Tages ein Besonderes thun mit dem Lande Gosen, da sich mein Volk aufhält , daß kein Ungeziefer da sey; auf daß du inne werdest, daß ich der Herr bin auf Erden allenthalben; 23. Und will eine Erlösung setzen zwischen meinem und deinem Volk; morgen soll das Zeichen geschehen. 23. Und der Herr that also, und es kam viel Ungeziefer in Pharaos Haus, in seiner Knechte Häuser, und über ganz Egyptenland; und das Land ward verderbet von dem Ungeziefer. 25. Da * forderte Pharao Mose und Aaron, und sprach: Gehet hin, und opfert euerm Gott, hier im Lande. * c. 8/ 8. 26. Mose sprach: Das taugt nicht, daß wir also thun; denn wir würden der Egyvter * Gräuel opfern unserm Gott, dem Herrn ; siehe, wenn wir denn der Egypter Gräuel vor ihren Augen opferten, würden sie uns nicht steinigen? * 1 Mvs. 43/ 32. 27. Drey Tagereisen wollen wir gehen in die Wüste, und dem Herrn, unserm Gott, opfern, ' wie er uns gesagt hat. * -. 3/18. 28. Pharao sprach: Ich Witt euch lassen, daß ihr dem Herrn, euerm Gott, opfert in der Wüste; allein, daß ihr nicht weiters ziehet; und bittet für mich. 29. Mose sprach: Siehe, wenn ich hinaus von dir komme, so will ich den Herrn bitten, daß dieß Ungeziefer von Pharao , und seinen Knechten, und seinem Volk genommen werde, morgen des Tages; allein, täusche mich nicht mehr, daß du das Volk nicht lassest, dem Herrn zu opfern. 30. Und Mose ging hinaus von Pharao, und bath den Herrn. 31. Und der Herr that, wie Mose gesagt hatte, und schaffte das Ungeziefer weg von Pharao, von seinen Knechten, und von seinem Volk, daß * nicht Eins überblieb. * c. 10, is. c. 14/ 2«. 32. Aber Pharao verhärtete sein Herz auch dasselbe Mahl, und ließ das Volk nicht. Das 9. Capitel. Pestilenz. Schwarze Blattern. Hagel. i.AVr Herr sprach zu Mose: Gehe hinein zu ^ Pharao, und sprich zu ihm: Also saget der Herr, der Gott der Ebräer: *Laß mein Volk, daß sie mir dienen. ' -. §, 1. 5) Pest, 6) Blattern, 2 M 0 se 2. -) Hagel, 63 2. Wo du dich deß weigerst, und sie weiter daß meine Kraft an dir erscheine, und mein aufhältft; Nähme verkündiget werde in allen Landen. 3. Siehe, so wird die * Hand des Herrn seyn * Rom. 9/ ir. über dein Vieh auf dem Felde, über Pferde, 17. Du trittst mein Volk noch unter dich, über Esel, über Kameele, über Ochsen, über und willst es nicht lassen. Schafe, mit einer sehr schweren Pestilenz. 18. Siehe, ich will morgen um diese Zeit *§Mos. 2,15. einen sehr großen Hagel regnen lassen, deß- Und der Herr wird ein Besonderes thun, gleichen in Egypten nicht gewesen ist, seit der zwischen dem Vieh der Jsraeliter, und der Zeit es gegründet ist, bisher. Egypter, daß nichts sterbe aus allem, das die 19. Und nun sende hin, und verwahre dein Kinder Israel haben. Vieh, und alles, was du auf dem Felde hast. 5. Und der Herr bestimmete eine Zeit, und Denn alle Menschen und Vieh, das auf dem sprach: Morgen wird der Herr solches aufErden Felde gefunden wird, und nicht Ln die Häuser thun. versammelt ist, so der Hagel auf sie fällt, wer- 6. Und der Herr that solches des Morgens, den sterben. und starb allerley Vieh der Egypter; aber des 20. Wer nun unter den Knechten Pharao des Viehes der Kinder Israel starb nicht Eins. Herrn Wort fürchtete, der ließ seine Knechte 7. Und Pharao sandte darnach, und siehe, es und Vieh in die Häuser fliehen. war des Viehes Israels nicht Eins gestorben. 21. Welcher Her; aber sich nicht kehrete an Aber das Herz Pharao ward verstockt, und ließ des Herrn Wort, ließen ihre Knechte und Vieh das Volk nicht. auf dem Felde. 8. Da * sprach der Herr zu Mose und Aaron: 22. Da sprach der Herr zu Mose : Recke Nehmet eure Fäuste voll Ruß aus dem Ofen, deine Hand auf gen Himmel, daß cs hagle und Mose sprenge ihn gen Himmel vor Pharao, über ganz Egyptenland, über Menschen, über * c. 7, 8. c. 12, 1 .Vieh, und über alles Kraut auf dem Felde in 9. Daß es über ganz Egyptenland stäube, und Egyptenland. böse schwarze Blattern auffahren, beydes an 23. Also reckte Mose seinen Stab gen Hirn- Menschen und am Vieh, in ganz Egyptenland, mel: und der Herr ließ donnern und hageln, r o. Und sie nahmen Ruß aus dem Ofen, daß das Feuer auf die Erde schoß. Also ließ uich traten vor Pharao, und Mose sprengete der Herr Hagel regnen über Egyptenland, ihn gen Himmel. Da fuhren auf böse schwarze 2^. Daß Hagel und Feuer unter einander Blattern, beydes an Menschen und am Vieh, fuhren, so grausam, daß deßgleichen in ganz 11. Also, daß die Zauberer nicht konnten vor Egyptenland nie gewesen war, seit der Zeit Mose stehen, vor den bösen Blattern; denn es Leute darinnen gewesen sind. waren an den Zauberern eben so wohl böse 23. Und der Hagel schlug in ganz Egyptenland Blattern, als an allen Egyptern. alles, was auf dem Felde war, beydes Menschen 12. Aber der Herr verstockte das Herz Pharaos, und Vieh; und schlug alles Kraut auf dem Felde, daß er sie nicht horete; wie denn * der Herr zu und zerbrach alle Bäume auf dem Felde. Mose gesagt hatte. * c. 4,21. 26. Ohne allein im Lande Gosen, da die Kin- 13. Da sprach der Herr zu Mose: Mache der Israel waren, da hagelte es nicht. dich morgen frühe auf, und tritt vor Pharao, 27. Da schickte Pharao hin, und ließ Mose und sprich zu ihm: So saget der Herr, der und Aaron rufen, und sprach zu ihnen: "Ich Ebräer Gott: Laß mein Volk, daß es mir diene, habe dasmahl mich versündiget; 7 der Herr ist 1 i. Ich will'anders dießmahl alle meine Plagen gerecht, ich aber und mein Volk sind Gottlose, über dich selbst senden, über deine Knechte, und " c. in, 16. -i- Dan. 9,7.8.9. über dein Volk, daß du inne werden sollst, daß 28. Bittet aber den Herrn, daß aufhöre solches * meines gleichen nicht ist in allen Landen. Donnern und Hageln Gottes; so will ich euch * c. s, 10. c. 15,11. lassen, daß ihr nicht länger hier bleibet. 15. Denn ich will jetzt meine Hand ausrecken, 29. Mose sprach zu ihm: Wenn ich zur Stadt und dich und dein Volk mir Pestilenz schlagen, hinaus komme, will ich "meine Hände ausbrei- daß du von der Erde sollst vertilget werden. ten gegen den Herrn ; so wird der Donner 10. Und zwar * darum habe ich dich erwecket, aufhören, und kein Hagel mehr seyn, auf,daß 64 Heuschrecken, 8) Heuschrecken, 2 Mose 9. 10. du inne werdest, daß -r die Erde des Herrn sey. * Ps. 141, 2 . Ps. 143, 6. -k- Ps. 24, 1 . 30 . Ich weiß aber, daß du und deine Knechte euch noch nicht fürchtet vor Gott, dem Herrn. 31 . Also ward geschlagen der Flachs und die Gerste; denn die Gerste hatte geschosset, und der Flachs Knoten gewonnen. 32 . Aber der Weizen und Rocken ward nicht geschlagen, denn es war spät Getreide. 33 . So ging nun Mose von Pharao zur Stadt hinaus, und breitete seine Hände gegen den Herrn, und der Donner und Hagel höreten auf, und der Regen troff nicht mehr auf Erden. 3^. Da aber Pharao sah, daß der Regen und Donner und Hagel aufhöreten; versündigte er sich weiter, und verhärtete sein Herz, er und seine Knechte. 35 . Also ward des Pharaos Herz verstockt, daß er die Kinder Israel nicht ließ; wie denn der Herr geredet hatte durch Mose. Das 10. Capitel. Heuschrecken und Finsterniß. 1. Nttd der Herr sprach zu Mose: Gehe hinein ^ zu Pharao ; denn ich habe sein und seiner Knechte Herz verhärtet, auf daß ich diese meine Zeichen unter ihnen thue; 2 . Und daß du verkündigest vor den Ohren deiner Kinder und deiner Kindeskinder, was ich in Egypten ausgerichtet habe, und wie ich meine Zeichen unter ihnen bewiesen habe; daß ihr wisset: ich sey der Herr. 3. Also gingen Mose und Aaron hinein zu Pharao, und sprachen zu ihm: So spricht der Herr, der Ebräer Gott: Wie lange weigerst du dich, vor mir dich zu demüthigen, daß du mein Volk lassest , mir zu dienen? Weigerst du dich mein Volk zu lassen, siehe, so will ich morgen Heuschrecken kommen lassen an allen Oertern, 5. Daß sie das Land bedecken, also, daß man das Land nicht sehen könne; und sollen * fressen, was euch übrig und errettet ist vor dem Hagel, und sollen alle eure grünende Bäume fressen auf dem Felde; * Joel i, 4. 6. Und sollen erfüllen dein Haus, aller deiner Knechte Häuser, und aller Egypter Häuser; deßgleichen nicht gesehen haben deine Väter, und deiner Väter Väter, seit der Zeit sie auf Erden gewesen, bis auf diesen Tag. Und er wandte sich, und ging von Pharao hinaus. 7. Da sprachen die Knechte Pharao zu ihm: Wie lange sollen wir damit geplaget seyn; Laß die Leute ziehen, daß sie dem Herrn, ihrem Gott, dienen. Willst du zuvor erfahren, daß Egypten untergegangen sey? 8. Mose und Aaron wurden wieder zu Pharao gebracht, der sprach zu ihnen: Gehet hin, und dienet dem Herrn, euerm Gott. Welche sind sie aber, die hinziehen sollen? 9. Mose sprach: Wir wollen ziehen mit Jung und Alt, mit Söhnen und Töchtern, mit Schafen und Rindern; denn wir haben ein Fest des Herrn. 10. Er sprach zu ihnen: Es sey also; der Herr sey mit euch; wie ich euch und eure Kinder dazu werde ziehen lassen! Sehet da, ob ihr nicht Böses vorhabt? i i. Nicht also, sondern ihr Männer ziehet hin, und dienet dem Herrn; denn das habt ihr auch gesucht. Und man stieß sie heraus von Pharao. 12 . Da sprach der Herr zu Mose: Recke deine Hand über Egyptenland, um die Heuschrecken , daß sie auf Egyptenland kommen, und fressen alles Kraut im Lande auf, sammt allem dem, das * dem Hagel übergeblteben ist. * c. S, 32. 13. Mose reckte seinen Stab über Egypten- land. Und der Herr trieb einen Oftwind ins Land den ganzen Tag, und die ganze Nacht; und des Morgens führete der Ostwind die Heuschrecken her. 14. Und sie kamen über ganz Egyptenland, und ließen sich nieder an allen Orten in Egypten; so sehr viel, daß zuvor deßgleichen nie gewesen ist, noch hinfort seyn wird. 15. Denn sie bedeckten das Land, und verfinsterten es. Und sie fraßen alles Kraut im Lande auf, und alle Früchte auf den Bäumen, die dem Hagel waren übergeblteben; und ließen nichts Grünes übrig an den Bäumen, und am Kraut auf dem Felde, in ganz Egyptenland. 16 . Da * forderte Pharao eilend Mose und Aaron, und sprach: -l- Ich habe mich versündiget an dem Herrn, euerm Gott, und an euch; * c. 8, 8. 23. st- c. 9/ 27. 17. Vergebet mir meine Sünde dießmahl auch, und bittet den Herrn, euern Gott, daß er doch nur diesen Tod von mir wegnehme. 1 8. Und er ging aus von Pharao, und bath den Herrn. 19 . Da wandte der Herr einen sehr starken Westwind, und hob die Heuschrecken auf, und . warf s) Finsterniß. Pharao drohet Mose. 2 M 0 se 10. 11. 12. Vorbereitung des Passah. 65 warf sie ins Schilfmeer / "daß nicht Eine übrig blieb an allen Orten Egyptens. * c. 8 ,31. c. i 4 ,28. 20. Aber der Herr verstockte Pharaos Herz, daß er die Kinder Israel nicht ließ. 21. Der Herr sprach zu Mose: Recke deine Hand gen Himmel, daß es so finster * werde in Egyptenland, daß man es greiffen mag. * Esaj. 20/ 3 . Matth. 2 ?, 43 . 22. Und Mose reckte seine Hand gen Himmel, da ward eine dicke Finsterniß in ganz Egyptenland drey Tage, 23 . Daß Niemand den andern sah, noch auf- stand von dem Ort, da er war, in dreyen Tagen. Aber bey allen Kindern Israel war * es licht in ihren Wohnungen. * Es. 6 o, 2. 2-4. Da * forderte Pharao den Mose, und sprach: Ziehet hin, und dienet dem Herrn, allein eure Schafe und Rinder lasset hier; lasset auch eure Kindlein mit euch ziehen. * c. 8 / 8 . c. 12/ 31. 25 . Mose sprach: Du mußt uns auch Opfer und Brandopfer geben, das wir unserm Gott, dem Herrn, thun mögen. 26. Unser Vieh soll mit uns gehen , und nicht eine Klaue dahinten bleiben; denn von dem Unfern werden wir nehmen zum Dienst unsers Gottes, des Herrn. Denn wir wissen nicht, womit wir dem Herrn dienen sollen, bis wir dahin kommen. 27. Aber der Herr verstockte das Herz Pharaos, daß er fie nicht lassen wollte. 28. Und Pharao sprach zu ihm: Gehe von mir, und hüthe dich, daß dn nicht mehr vor meine Augen kommest; denn welches Tages du vor meine Augen kommst, sollst du sterben. 29. Mose antwortete: Wie du gesagt hast. Ich will nicht mehr vor deine Augen kommen. Das 11. Capitel. Auszug aus Egypten befohlen. 1. Nnd der Herr sprach zu Mose: Ich will ^ noch Eine Plage über Pharao und Egypten kommen lassen, darnach wird er euch lassen von hinnen; und wird nicht allein alles lassen, sondern euch auch von hinnen treiben. 2. So sage nun vor dem Volk, daß * ein Jeglicher von seinem Nächsten, und eine Jegliche von ihrer Nachbarin» silberne und goldene Gefäße fordere; *0.3,21. 3. Denn der Herr wird dem Volk Gnade geben vor den Egyptern. Und Mose war ein sehr großer Mann in Egyptenland, vor den Knechten Pharaos, und vor dem Volk. -L. Und Mose sprach: So saget der Herr: Ich will zur Mitternacht ausgehen in Egyptenland ; 5. Und alle * Erstgeburt in Egyptenland soll sterben, von dem ersten Sohne Pharaos an, der auf seinem Stuhl fitzet, bis an den ersten Sohn der Magd , die hinter der Mühle ist, und alle Erstgeburt unter dem Vieh ; * -. 4 ,23. e. 12,29. 6 . Und es wird ein großes Geschrey seyn in ganz Egyptenland, deßgleichen nie gewesen ist, noch werden wird; 7. Aber bey allen Kindern Israel soll nicht ein Hund mucken, beydes unter Menschen und Vieh; auf daß ihr erfahret, wie der Herr Egypten und Israel scheide. 8. Dann werden zu mir herab kommen alle diese deine Knechte, und mir zu Fuße fallen, und sagen: Ziehe aus, du und alles Volk, das unter dir ist. Darnach will ich ausziehen. Und er ging von Pharao mit grimmigem Zorn. 9. Der Herr aber sprach zu Mose: Pharao höret euch nicht, auf daß viele Wunder geschehen in Egyptenland. 10. Und Mose und Aaron haben diese Wunder alle gethan vor Pharao; aber der Herr* verstockte ihm sein Herz, daß er die Kinder Israel nicht lassen wollte aus seinem Lande. * <- io, 20. Das 12. Capitel. Stiftung des Osterlamms. Erwürgung der Erstgeburt. Auszug- Anfang. 1. A>er Herr aber sprach zu * Mose und Aaron ^ in Egyptenland: * e. 9 ,8 .3 Mos. io, 8. 2. Dieser Monath soll bey euch der erste Mo- 2. Dieser Monath soll bey euch der erste Monath seyn; und von ihm sollt ihr die Monathe des Jahrs anheben. 3. Saget der ganzen Gemeine Israel, und sprechet: Am zehnten Tage dieses Monaths nehme ein Jeglicher ein Lamm, wo ein Hausvater ist, je ein Lamm zu einem Hause. ^ 4 . Wo ihrer aber in einem Hause znm Lamm zu wenig sind; so nehme er es und sein nächster Nachbar an seinem Hause, bis ihrer so viel wird, daß sie das Lamm aufessen mögen. 5. Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, daran kein Fehler* ist, ein Männlein, und Eines Jahrs alt; von den Lämmern und Ziegen sollt ihr es nehmen. *3 Mos. 22,19. 6 . Und sollt es behalten bis auf den vierzehnten Tag des Monaths. Und ein jegliches Häuf-, 66 Stiftung des Passah. 2 M 0 se 4 2. 40 ) Erwürgung der Erstgeburt. lein im ganzen Israel soll es schlachten * zwischen Abends. ' 4 Ms. 9/ 3. 7. Und sollt seines Bluts nehmen, und beyde Pfosten an der Thür, und die oberste Schwelle damit bestreichen, an den Häusern, darinnen ste es essen. 8. Und sollt also Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesäuertes Brot, und sollt es mit bittern Salsen * essen. * (Kräutern) 9. Ihr sollt es nicht roh essen, noch mit Wasser gesotten, sondern am Feuer gebraten, sein Haupt mit seinen Schenkeln und Eingeweide. 10. Und * sollt nichts davon überlassen bis morgen; wo aber etwas überbleibet bis morgen, sollt ihrs mit Feuer verbrennen. ' 4 M°s. 9/12. 11. Also sollt ihrs aber essen: Um eure Lenden sollt ihr gegürtet seyn, und eure Schuhe an euern Füßen haben, und Stäbe in euern Händen; und sollt es essen, als die hinweg eilen; denn es ist des Herrn Passah. 12. Denn ich will in derselben Nacht durch Egyptenland gehen, und alle * Erstgeburt schlagen in Egyptenland, beydes unter Menschen und Vieh. Und will meine Strafe beweisen an allen Göttern der Egypter, Ich, der Herr. * Ps. 136/ 10 . Hebr. ", 28 . 4 3. Und das Blut soll euer Zeichen seyn an den Häusern, darinnen ihr seyd, daß, wenn ich das Blut sehe, ich vor euch übergehe, und euch nicht die Plage widerfahre, die euch verderbe, wenn ich Egyptenland schlage. 4^. Und sollt diesen Tag haben zum Gedächtnis und sollt ihn feyern dem Herrn zum Fest, ihr und alle eure Nachkommen, zur ewigen Weise. 45. * Sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen; nähmlich am ersten Tage sollt ihr aufhören mit gesäuertem Brot in euern Häusern. Wer gesäuertes Brotftsset vom ersten Tage an bis auf den fiebenten, deß Seele soll ausgerottet werden von Israel. ' <- 23/13. c. 34/ is. 4 Ms. 2«, 17. 4 6. Der erste Tag soll heilig seyn, daß ihr zusammen kommet; und der siebente soll auch heilig seyn, daß ihr zusammen kommet. Keine Arbeit sollt ihr darinnen thun, ohne was zur Speise gehöret für allerley Seelen, dasselbe allein möget ihr für euch thun. 47. Und haltet ob dem ungesäuerten Brot, denn eben an demselben Tage habe ich euer Heer aus Egyptenland geführet: darum sollt ihr diesen Tag halten, und alle eure Nachkommen zur ewigen Weise. 4 8. * Am vierzehnten Tage des ersten Monaths, des Abends, sollt ihr ungesäuertes Brot essen, bis an den ein und zwanzigsten Tag des Monaths an den Abend. * 3 Ms. 23/ 3. 19. Daß man sieben Tage kein gesäuertes Brot finde in euern Hausern. Denn wer gesäuertes Brot isset, deß Seele soll ausgerottet werden von der Gemeine Israel, es sey ein Fremdling oder Einheimischer im Lande. 20. Darum so esset kein gesäuertes Brot, sondern nur ungesäuertes Brot, in allen euern Wohnungen. 21. Und Mose forderte alle Aeltesten in Israel, und sprach zu ihnen: Leset aus, und nehmet Schafe Jedermann für sein Gesinde, und schlachtet das Passah. 22. Und * nehmet ein Büschel Mop, und tunket in das Blut in den Becken, und berühret damit die Ueberschwelle, und die zween Pfosten. Und gehe kein Mensch zu seiner Hausthür heraus, bis an den Morgen. * 3 Ms. 14, 4.31. Ebr. ii/ 23 . 23. Denn der Herr wird umher gehen, und die Egypter plagen. Und wenn er das Blut sehen wird an der Ueberschwelle, und an den zween Pfosten; wird er vor der Thür übergehen, und den Verderber nicht in eure Häuser kommen lassen zu plagen. 2^. Darum so halte diese "Weise für dich und deine Kinder ewiglich. *». 14 . 25. Und wenn ihr ins Land kommet, das euch der Herr geben wird, wie er geredet hat; so haltet diesen Dienst. 26. Und wenn ' eure Kinder werden zu euch sagen: Was habt ihr da für einen Dienst? * c. 13/ 8. i 'i. 27. Sollt ihr sagen: Es ist das Passahopfer des Herrn, der vor den Kindern Israel überging in Egypten, da er die Egypter plagte, und unsere Häuser errettete. Da neigete sich das Volk, und bückte sich. 28. Und die Kinder Israel gingen hin, und " thaten, wie der Herr Mose und Aaron gebothen hatte. * -- 7/10. 29. Und zur Mitternacht schlug der Herr alle" Erstgeburt in Egyptenland, von dem ersten Sohne Pharao an, der auf seinem Stuhl saß, bis auf den ersten Sohn des Gefangenen im Gefängniß, und alle Erstgeburt des Viehes. * k. 4, LZ. Ps. 78, 31. Ps. 103, 36. Ps. 136, 10. Israel ziehet aus. 2 Mose 12. 13. Osterlamm. 67" 30 . Da stand Pharao auf/ und alle seine Knechte in derselben Nacht/ und alle Egypter/ und es ward ein großes Geschrey in Egypten; denn es war kein Haus / darinnen nicht ein Todter wäre. 31. Und er * forderte Mose und Aaron in der Nacht / und sprach: Machet euch auf/ und ziehet aus von meinem Volk/ ihr und die Kinder Israel; gehet hin / und dienet dem Herrn/ wie ihr gesagt habt. * c. io, 16. 32. Nehmet auch mit euch eure Schafe und Rinder/ wie ihr gesagt habt; gehet hin/ und segnet mich auch. 33. Und die Egypter' drangen das Volk/ daß sie es eilend aus dem Lande trieben; denn sie sprachen : Wir sind alle des Todes. * 6 , i. 3 - 4 . Und das Volk trug den rohen Teig/ ehe denn er versauert war/ zu ihrer Speist/ gebunden in ihren Kleidern, auf ihren Achseln. 35 . Und die Kinder Israel hatten gethan / wie Mose gesagt hatte/ und*von denEgyptern gefordert silberne und goldene Geräthe / und Kleider. * ii/ 2. 36 . Dazu hatte * der Herr dem Volk Gnade gegeben vor den Egypter»/ daß sie ihnen leihe- ten; und entwandten es den Egyptern. * c. z, 21. 37. Also zogen aus die Kinder Israel von Raemses genSuchoth, bey sechshundert tausend Mann zu Fuß, ohne die Kinder. 38 . Und es zog auch mit ihnen viel Pöbelvolk, und Schafe und Rinder, und sehr viel Vieh. 39. Und sie buken aus dem rohen Teige, den ' sie aus Egypten brachten, ungesäuerte Kuchen, denn es war nicht gesäuert, weil sie aus Egypten gestoßen wurden, und konnten nicht verziehen, und hatten ihnen sonst keine Zehrung zubereitet. - 40 . Die Zeit aber, die die Kinder Israel in Egypten gewöhnet haben, ist * vier hundert und dreyßig Jahre. * 1 Mos. 1-, 13. - 4 i. Da dieselben um waren, ging das ganze Heer des Herrn auf Einen Tag aus Egyptenland. ^2. Darum wird diese Nacht dem Herrn gehalten, daß er sie aus Egyptenland geftthret hat; und die Kinder Israel sollen sie dem Herrn halten, sie und ihre Nachkommen. ^3. Und der Herr sprach zu * Most und Aaron: Dieß ist die Weise, Passah zu halten; kein Fremder soll davon esse». * c. 9 /s. - 4 - 4 . Aber wer ein erkaufter Knecht ist, den beschneide man, und dann esse er davon. ^5. Ein Hausgenoß und Miethling sollen nicht davon essen. ^ 6 . In Einem Hause soll mans essen; ihr sollt nichts von seinem Fleisch hinaus vor das Haus tragen; * und sollt kein Bern an ihm zerbrechen. *4. Mos. 9,12. uoh. 19, -s. ^7. Die ganze Gemeine Israel soll solches thun. - 48 . So aber ein Fremdling bey dir wohnet, und dem Herrn das Passah halten will, der beschneide alles, was männlich ist; alsdann mache er sich herzu, daß er solches thue, und sey wie ein Einheimischer des Landes; denn kein Unbe- schnittener soll davon essen. -49. Einerlei) * Gesetz sey dem Einheimischen, und dem Fremdling, der unter euch wohnet. * 3 Mos. 24 / 22 . 50 . Und alle Kinder Israel thaten, wie der Herr Mose und Aaron gebothen hatte. 51. Also führest der Herr auf Einen Tag die Kinder Israel aus Egyptenland mit ihrem Heer. Das.13. Capirel. Heiligung der Erstgeburt. Auszugs Fottgang. i.^nd der Herr redete mit Most und sprach: 2. Heilige mir alle ' Erstgeburt, die allerley Mutter bricht, bey den Kindern Israel, beydes unter den Menschen und dem Vieh; denn sie sind mein. * c. 22,29. c. 34,19.3 Mos. 27,26. 4 Mos. 3 / 13 . e. 8 , 17 . Ez. 44 / 30 . Luc. 2/ 23 . 3. Da sprach Mose zum Volk: Gedenket an diesen Tag, an dem ihr aus Egypten, aus dem Diensthause, gegangen styd, daß der Herr euch mit mächtiger Hand von hinnen hat aus- geführet: darum sollst du nicht Sauerteig essen. - 4 . Heute styd ' ihr ausgegangen, in dem Mo- nath Abib. * c. 23,13. c. 34/1». 5. Wenn dich nun der Herr bringen wird in das Land der Canaaniter, Hethiter, Amoriter, Heviter und Jebusiter, * das er deinen Vätern geschworen hat dir zu geben, ein Land, darinnen Milch und Honig fließet; so sollst du diesen Dienst halten in diesem Monath. * 1 Mos. 17, s. 6 . * Sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot essen, und am siebenten Tage ist des Herrn Fest. * c- 23 / 13 . 7. Darum sollst du sieben Tage ungesäuertes Brot essen, daß bey dir kein Sauerteig noch gesäuertes * Brot gesehen werde, an allen deinen Orten. * 12/13. 8 . Und ihr sollt euern * Söhnen sagen an dem- I 2 68 Heiligung der Erstgeb. Josephs Gebeine. 2 Mose 13. 14. Pharao jaget Israel nach. selbigen Tage: Solches halten wir um deßwillen, das uns der Herr gethan hat, da wir aus Egypten zogen. '-.12^26. 9. Darum soll dirs seyn ein * Zeichen in deiner Hand, und ein Denkmahl vor deinen Augen, auf daß des Herrn Gesetz sey in deinem Munde, daß der Herr dich mit mächtiger Hand aus Egypten geführet hat. * - Mos. 6 / s. c. 11/1«. 10. Darum halte diese Weise zu seiner Zeit jährlich. 11. Wenn dich nun der Herr ins Land der Canaaniter gebracht hat, wie er dir und deinen Vätern geschworen hat, und dirs gegeben; 12. So' sollst du aussondern dem Herrn alles, was die Mutter bricht, und die Erstgeburt unter dem Vieh, das ein Männlein ist. ' c. 22^ 30 . c. 34/ 19. 13. Die * Erstgeburt vom Esel sollst du lösen mit einem Schaf; wo du es aber nicht lösest, so brich ihm das Genick. Aber alle erste Menschengeburt -k unter deinen Kindern sollst du lösen. * c. 34 / 20. -j- 4 Mos. 18/ 13. 16. 1^. Und wenn * dich heute oder morgen dein Kind wird fragen: Was ist das? sollst du ihm sagen: Der Herr hat uns mit mächtiger Hand aus Egypten, von dem Diensthaufe, geführet. * c. 12/ 26. 15 . Denn da Pharao hart war, uns los zu lassen, * erschlug der Herr alle Erstgeburt in Egyptenland, von der Menschen Erstgeburt an, bis an die Erstgeburt des Viehes. Darum opfere ich dem Herrn alles, was die Mutter bricht, das ein Männlein ist, und die Erstgeburt meiner Kinder löse ich. * 4/ 23. e. 12/ 29. 15. Und das soll dir ein Zeichen in deiner Hand seyn, und ein Denkmahl vor deinen Augen, daß uns der Herr hat mit mächtiger Hand aus Egypten geführet. 17. Da nun Pharao das Volk gelassen hatte, führete fie Gott nicht auf die Straße durch der Philister Land, die am nächsten war; denn Gott gedachte, es möchte das Volk gereuen, wenn ste den Streit sähen, und wieder in Egypten umkehren. 1 8 . Darum führete er das Volk um, auf die Straße durch die Wüste am Schilfmeer. Und die Kinder Israel zogen gerüstet aus Egyptenland. 19. Und Mose nahm mit stch * die Gebeine Josephs. Denn er hatte einen Eid von den Kindern Israel genommen, und gesprochen: Gott wird euch heimsuchen, so führet meine Gebeine mit euch von hinnen.'1 Mos. n/23. Los. 24,32. 20. Also zogen ste aus von Suchoth, und lagerten sich in Etham, vorn an der Wüste. 21. Und der Herr "zog vor ihnen her, des Tages in einer Wolkensäule, daß er sie den rechten Weg führete, und des Nachts in einer Feuersäule, daß er ihnen leuchtete zu reisen Tag und Nacht. * 4 Mos. S/ 13.23. 4 Mos. 14/ 14. Neh. 9/ 12. Ps. 78/ 14. Ps. 103/ 39. i Cor. 10/ i. 22. Die * Wolkensäule wich nimmer von dem Volk des Tages, noch die Feuersäule des Nachts. r. 40/ 36 - 38. 4 Mos. 10/ 34 - 36. Das 14. Capitel. Auszugs Vollendung. Der Egypter Untergang im rothen Meer. i.Nnd der Herr redete mit Mose, und sprach: " 2. Rede mit den Kindern Israel, und sprich, daß sie sich herum lenken, und sich lagern gegen das ' Thal Hiroth, zwischen Migdol und dem Meer, gegen Baal Zephon, und daselbst gegen über sich lagern an das Meer. " > Mos. 33/7. 3. Denn Pharao wird sagen von den Kindern Israel: Sie sind verirret im Lande, die Wüste hat sie beschlossen. -ä. Und ich will sein Herz verstocken, daß er ihnen nachjage, und will an Pharao, und an aller seiner Macht Ehre einlegen, und die Egypter sollen inne werden, daß ich der Herr bin. Und sie thaten also. 5. Und da es dem Könige in Egypten ward angesagt, daß das Volk war geflohen; ward sein Herz verwandelt, und seiner Knechte gegen das Volk, und sprachen: Warum haben wir das gethan, daß wir Israel haben gelassen, daß sie uns nicht dieneten? 6. Und er spannte seinen Wagen an, und nahm sein Volk mit sich, 7. Und nahm sechs hundert auserlesene Wagen, und was sonst von Wagen in Egypten war, und die Hauptleute über alles sein Heer. 8. Denn der Herr verstockte das Herz Pharao, des Königs in Egypten, daß er den Kindern Israel nachjagete. Aber die Kinder Israel waren durch eine hohe Hand ausgegangen. 9. Und die Egypter * jagten ihnen nach, und ereileten sie (da sie sich gelagert hatten am Meer) mit Rossen, und Wagen, und Reitern, und allem Heer des Pharao, im Thal Hiroth, gegen Baal Zephon. 'Jos.2-/6. 10. Und da Pharao nahe zu ihnen kam; hoben die Kinder Israel ihre Augen auf, und siehe, die Egypter zogen hinter ihnen her; und sie fürchteten sich sehr, und schrieen zu dem Herrn. 69 Untergang Pharao im Meer. 2 M o se 44. 45. Lobgesang Mose. 11. Und sprachen zu Mose: Waren nicht Gräber in Egypten, daß du uns mußtest wegführen, daß wir in der Wüste sterben? Warum hast du uns das gethan, daß du uns aus Egypten geführet hast? 12. Ist es nicht das, das wir dir sagten in Egypten: Höre auf, und laß uns den Egyptern dienen? Denn es wäre uns ja besser den Egyptern dienen, denn in der Wüste sterben. 13. Mose sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht, stehet fest, und sehet zu, was für ein Heil der Herr heute an euch thun wird. Denn diese Egypter, die ihr heute sehet, werdet ihr nimmermehr sehen ewiglich. i^. Der "Herr wird für euch streiten, und ihr werdet stille seyn. *7M»s. i, 30. i Z. Der Herr sprach zu Mose: Was schreyest du zu mir? Sage den Kindern Israel, daß sie ziehen. 16. Du aber hebe deinen Stab auf, und recke deine Hand über das Meer, und theile es von einander, daß die Kinder Israel hinein gehen, mitten hindurch auf dem Trockenen. 17. Siehe, ich will das Herz der Egypter verstocken, daß sie euch Nachfolgen. So will ich Ehre einlegen an dem Pharao, und an aller seiner Macht, an seinen Wagen und Reitern. 18. Und* die Egypter sollen es inne werden, daß ich der Herr bin, wenn ich Ehre eingeleget habe an Pharao, und an seinen Wagen und Reitern. "c. 7 , 7 . 19. Da erhob sich der Engel Gottes, der vor dem Heer Israel her zog, und machte sich * hinter sie; und die Wolkensäule machte sich auch von ihrem Angesicht, und trat hinter sie, * Ps. 78 , ll. Ps. 107 , 39 . 20. Und kam zwischen das Heer der Egypter und das Heer Israel. Es war aber eine finstere Wolke, und erleuchtete die Nacht, daß sie die ganze Nacht, diese und jene, nicht zusammen kommen konnten. 21. Da nun Mose seine Hand reckte über das Meer, ließ es der Herr hinweg fahren durch einen starken Ostwind die ganze Nacht, . und * machte das Meer trocken; und die Wasser theilten sich von einander. * Ps. 66,6. Ps. m, s. 22. Und die Kinder Israel gingen hinein, mitten ins Meer * auf dem Trockenen; und das Wasser war ihnen für Mauren, zur Rechten und zur Linken. * Loh. 4 ,23. Ps. 73,13. Ps. 106, s. Ps. Iii, 3. 1. Cor. 10, 1 . Ehr. 11 / L-.. 23 . Und die Egypter * folgten, und gingen hinein ihnen nach, alle Rosse Pharao, und Wagen, und Reiter, mitten ins Meer. * c. 17, 19 . 2^. Als NUN die Morgenwache kam, schämte der Herr auf der Egypter Heer, aus der Feuersäule und Wolke, und machte ein Schrecken in ihrem Heer; 25 . Und stieß die Räder von ihren Wagen, stürzte sie mit Ungestüm. Da sprachen die Egypter : Lasset uns fliehen von Israel; der * Herr streitet für sie wider die Egypter. * c. 23, 22. Zos. 10, 11. 12. 26. Aber der Herr sprach zu Mose: Recke deine Hand aus über das Meer, daß das Wasser wieder herfalle über die Egypter, über ihre Wagen und Reiter. 27. Da reckte Mose seine Hand aus über das Meer; und das Meer kam wieder vor Morgens in seinen Strom, und die Egypter flohen ihm entgegen. Also stürzte sie der Herr mitten ins Meer, 28. Daß das Wasser wiederkam, und bedeckte Wagen und Reiter, und alle Macht des Pharao, die ihnen nachgefolget waren ins Meer, *daß nicht Einer aus ihnen überblieb. * 1 Mos. 21 , 37. 29. Aber die Kinder Israel gingen trocken mitten durch das Meer; und das Wasser war ihnen für Mauren, zur Rechten und zur Linken. 30. Also half der Herr Israel an dem Tage von der Egypter Hand. Und sie sahen die Egypter todt am Ufer des Meers, 31. Und die große Hand, die der Herr an den Egyptern erzeiget hatte. Und das Volk fürchtete den Herrn, und glaubte ihm uud seinem Knechte Mofe. Das 45. Capitel. Lovgcsang Mose. Bitteres Wasser süß gemacht. 1. Aa sang Mose und die Kinder Israel ^ dieß Lied dem Herrn, und sprachen: " Ich will dem Herrn singen; denn er hat eine herrliche That gethan, Roß und Wagen hat er ins Meer gestürzet. *Ps. 106 , 121 . 2. Der" Herr ist meine Stärke und Lobgesang, und ist mein Heil. Das ist mein Gott, ich will ihn preisen; er ist meines Vaters Gott, ich will ihn erheben. " Ps. i^- EM 12,2. 3. Der Herr ist der rechte Kriegsmann. *Herr ist sein Nähme. *Hos. 12 , 6 . Die Wagen Pharao und seine Macht warf Lobgesang 2 Mose 15. 16. Mose. 70 er ins Meer, seine anserwählten Hauptleute versanken im Schilfmeer. s. Die Tiefe hat sie bedeckt, sie sielen zu Grunde, wie die Steine. 6 . Herr, deine rechte Hand thnt große Wunder ; Herr, deine rechte Hand hat die Feinde zerschlagen. 7 . Und mit deiner großen Herrlichkeit Haft du deine Widerwärtigen gestürzt; denn da du deinen Grimm ausließest, verzehrete er sie wie Stoppeln. 8 . Durch dein Blasen thaten sich die Wasser auf, und die Fluthen standen auf Haufen; die Tiefe wallete von einander mitten im Meer. 9. Der Feind gedachte: Ich will ihnen nach- jagen, und sie erhaschen, und den Raub aus- theilen, und ineinen Muth an ihnen kühlen; ich will mein Schwert ausziehen, und meine Hand soll sie verderben. 40. Da ließest du deinen Wind blasen, und * das Meer bedeckte sie, und sanken unter wie Bley im mächtigen Wasser. * Ps. io 6 , n. i i. Herr, *wer ist dir gleich unter den Göttern? Wer ist dir gleich, der so mächtig, heilig, schrecklich, löblich und 7 wunderthätig sey? * c. 18 / 11. ch Ps, 72/ 18. 12. Da du deine rechte Hand ausrecktest, verschlang sie die Erde. 13 . Du hast geleitet durch deine Barmherzigkeit dein Volk, das du erlöset hast; und * hast sie geführet durch deine Stärke zu deiner heiligen WohNUNg. * Ps. 77 / 21. i-i. Da das die Völker höreten, * erbebeten sie; Angst kam die Philister an; * Los. 2/1». n. i s. Da * erschraken die Fürsten Edoms; Zittern kam die Gewaltigen Moabs an; alle Einwohner Canaans wurden feig. *3^52,23. 16. Laß über sie fallen Erschrecken und Furcht, durch deinen großen Arm, daß sie erstarren wie die Steine; bis dein Volk, Herr, hindurch komme, bis das Volk hindurch komme, das du erworben hast. 17 . Bringe sie hinein, und pflanze sie auf dem Berge deines Erbtheils, den du, Herr, dir zur Wohnung gemacht hast; zu deinem Heiligthum, Herr, das deine Hand bereitet hat. 18. Der Herr wird * König seyn immer und ewig. *Ps. § 3 / 1 . Ps. 9 S/ 1 . 19 . Denn Pharao ' zog hinein ins Meer mit Rossen, und Wagen, und Reitern; und der Herr ließ das Meer wieder über sie fallen. Aber die Kinder Israel gingen trocken mitten durchs Meer. * c. n, 23. 20. Und Mirjam, die Prophetinn, Aarons Schwester, nahm eine * Pauke in ihre Hand; und alle Weiber folgten ihr nach hinaus mit Pauken am Reigen. *Ps. 68,25. 21. Und Mirjam sang ihnen vor: Lasset uns dem Herrn singen; denn er hat eine herrliche That gethan, Mann und Roß hat er ins Meer gestürzt. 22. Mose ließ die Kinder Israel * ziehen vom Schilfmeer hinaus zu der Wüste Sur. Und sie wunderten drey Tage in der Wüste, da sie kein Wasser fanden. ' 4 Mos. 33, s. 23 . Da kamen sie * gen Mara; aber sie konnten das Wasser zu Mara nicht trinken, denn es war 7 sehr bitter. Daher hieß man den Ort Mara. * Ruch 1, 20. ch 2 Kön. 2/ 19. 2^. Da murrete das Volk Wider Mose, und sprach: Was sollen wir trinken? 2s. Er schrie zu dem Herrn; und der Herr wies ihm einen Baum, den that er ins Wasser, da ward es süß. Daselbst stellete er ihnen ein Gesetz, und ein Recht, und versuchte sie, 26. Und sprach: Wirst du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchen, und thun, was recht ist vor ihm, und zu Ohren fassen seine Gebothe, und halten alle seine Gesetze; so will ich der Krankheiten keine auf dich legen, die ich auf Egypten geleget habe; denn ' Ich bin der Herr, dein Arzt. *<.23,23. Es. 3,7. <. 33. §. Das 16 . Capitel. Die Wachteln und das Manna wird gegeben. 27 . 11 nd sie kamen in * Elim, da waren zwölf ^ Wasserbrunnen, und fiebenzig Palmbäume; und lagerten sich daselbst ans Wasser. *4Mos.33,9. Cap. 16. v. 1. Von Elim zogen sie, und kam die ganze Gemeine der Kinder Israel in die Wüste Sin, die da liegt zwischen Elim und Sinai, am fünfzehnten Tage des andern Mo- naths, nachdem sie aus Egypten gezogen waren. 2. Und es * murrete die ganze Gemeine der Kinder Israel wider Mose und Aaron in der Wüste, * <- ", 24. 3 . Und sprachen: * Wollte Gott, wir wären in Egypten gestorben, durch des Herrn Hand, da wir bey den Fleischtöpfen saßen, und hatten die Fülle Brot zu essen; denn ihr habt uns darum ausgeführet in diese Wüste, daß ihr diese ganze Gemeine Hungers sterben lasset. * c. 14, 11. Himmelbrot. 2 Mi Da sprach der Herr zu Mose: Siehe, ich will euch Brot * vom Himmel regnen lassen, und das Volk soll hinaus gehen, und sammeln täglich, was es des Tages bedarf; daß ichs versuche, ob es in meinem Gesetz wandle oder nicht. * Ps. 78, 24. 5 . Des sechsten Tages aber sollen sie sich schicken, daß ße zweyfältig eintragen, als sie sonst täglich sammeln. 6. Mose und Aaron sprachen zu allen Kindern Israel: Am Abend sollt ihr inne werden, daß euch der Herr aus Egyptenland geführet hat. 7 . Und des Morgens werdet ihr des Herrn Herrlichkeit sehen; denn er hat euer Murren wider den Herrn gehöret. Was sind wir, daß ihr wider uns murret? 8 . Weiter sprach Mose: Der Herr wird euch am Abend Fleisch zu essen geben, und am Morgen Brots die Fülle; darum, daß der Herr euer Murren gehöret hat, daß ihr wider ihn gemurret habt. Denn was sind wir? Euer Murren.ist nicht wider uns, sondern wider den Herrn. 9 . Und Mose sprach zu Aaron: Sage der ganzen Gemeine der Kinder Israel: Kommt herbey vor den Herrn, denn er hat euer Murren gehöret. 10. Und da Aaron also redete zu der ganzen Gemeine der Kinder Israel, wandten sie sich gegen die Wüste, und siehe, die' Herrlichkeit des Herrn erschien in einer Wolke. * 4 Mos. 12 , 3. c. 14, io. i i. Und der Herr sprach zu Mose: 12. Ich habe der Kinder Israel Murren gehöret. Sage ihnen: Zwischen Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben, und am Morgen Brots satt werden, und inne werden, daß ich der Herr, euer Gott, bin. 13. Und am Abend kamen * Wachteln herauf, und bedeckten das Heer. Und am Morgen lag der Thau um das Heer her. '4Mos.n,3i. Ps.io§,4o. i^. Und als der Thau weg war; siehe, da * lag es in der Wüste rund und klein, wie der Reif auf dem Lande. "Mb.«/ 13 . Ps. 78 , 24 . Zoh. 6 , 31 . 15. Und da es die Kinder Israel sahen, sprachen sie unter einander: Das ist ' Man; denn sie wußten nicht, was es war. Mose aber sprach zu ihnen: Es ist 7 das Brot, das euch der Herr zu essen gegeben hat. * 4 Mos. 11/ 7. -f- Joh. 6, 31. 1 Cor. 10 , 3. 16. Das ist es aber, das der Herr gebothen hat: Ein Jeglicher sammle deß, so viel er für sich essen mag; und nehme ein Gomer auf ein se 16. Man. 71 jegliches Haupt, nach der Zahl der Seelen in seiner Hütte. 17. Und die Kinder Israel thaten also, und sammelten, einer viel, der andere wenig. 18. Aber da man's mit dem Gomer maß, * fand der nicht darüber, der viel gesammelt hatte, und der nicht darunter, der wenig gesammelt hatte; sondern ein Jeglicher hatte gesammelt, so viel er für sich essen mochte. * 2 Cor. 8, 13. 19. Und Mose sprach zu ihnen: Niemand lasse davon etwas übrig * bis morgen. * Matth. 6, 34. 20. Aber sie gehorchten Mose nicht. Und Etliche ließen davon übrig bis morgen; da wuchsen Würmer darinnen, und ward stinkend. Und Mose ward zornig auf sie. 21. Sie sammelten aber desselben alle Morgen, so viel ein Jeglicher für sich essen mochte. Wenn aber die Sonne heiß schien, zerschmolz es. 22. Und des sechsten Tages sammelten sie des Brots zweyfältig, je zwey Gomer für einen. Und alle Obersten der Gemeine kamen hinein, und verkündigten es Mose. 23 . Und er sprach zu ihnen: Das ist es, das der Herr gesagt hat: Morgen ist der Sab- bath der heiligen Ruhe des Herrn; was ihr backen wollt, das backet, und was ihr kochen wollt, das kochet; was aber übrig ist, das lasset bleiben, daß es behalten werde bis morgen. 2^. Und sie ließen es bleiben bis morgen, wie Mose gebothen hatte; da ward es nicht stinkend, und war auch kein Wurm darinnen. 25 . Da sprach Mose: Esset das heute, denn es ist heute der Sabbath des Herrn; ihr werdet es heute nicht finden auf dem Felde. 26. Sechs Tage sollt ihr sammeln; aber der siebente Tag ist der Sabbath, darinnen wird es nicht seyn. 27. Aber am siebenten Tage gingen Etliche vom Volk hinaus zu sammeln, und fanden nichts. 28. Da sprach der Herr zu Mose: Wie lange weigert ihr euch zu halten meine Gebothe und Gesetze? 29. Sehet, der Herr hat euch den " Sabbath gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tage für zwey Tage Brot. So bleibe nun ein Jeglicher in dem Seinen, und Niemand gehe heraus von seinem Orr des siebenten Tages. " 1 Mos. 2 , 2 . 3. 30 . Also feyerte das Volk des siebenten Tages. Wassermangel. 2 Mose 16. 17. 18. Sieg wider Amalek. 72 3 1. Und das Haus Israel hieß es * Man. Und es war wie Coriandersamen, und weiß, und hatte einen Geschmack, wie Semmel mit Honig. * v. iä. 32 . Und Mose sprach: Das ist es, das der Herr gebothen hat: Füllet ein Gomer davon, zu behalten auf eure Nachkommen, auf daß man sehe das Brot, damit ich euch gespeiset habe in der Wüste, da ich euch aus Egyptenland führte. 33. Und Mose sprach zu Aaron: Nimm ein * Krüglein, und thue ein Gomer voll Man darein; und laß es vor dem Herrn, zu behalten auf eure Nachkommen. * Ebr. 9 , 4 . 3 ^. Wie der Herr Mose gebothen hat, also ließ es Aaron daselbst vor dem Zeugniß, zu behalten. 35 . Und die Kinder Israel aßen Man vierzig Jahre, bis * daß sie zu dem Lande kamen, da sie wohnen sollten; bis an die Grenze des Landes Canaan aßen sie Man. * Los. 5,12. 36 . Ein Gomer aber ist das zehnte Theil eines Epha. Das 17. Capitel. Die Kinder Israel werden aus eincin Felsen getränket, überwinden die Amalekiter. 1. Nnd die ganze Gemeine der Kinder Israel zog aus der Wüste Sin, ihre Tagereisen, wie ihnen der Herr befahl, und lagerten sich in * Raphidim. Da hatte das Volk kein Wasser zu trinken. *4 Mos. 33,14. 2. Und sie * zankten mit Mose, und sprachen: Gebet uns Wasser, daß wir trinken. Mose . sprach zu ihnen: Was zanket ihr mit mir? Warum versuchet ihr den Herrn? * Ps. 95 /9. -s 5 Mos. 6/16. 3. Da aber das Volk daselbst dürstete nach Wasser, murreten sie wider Mose, und sprachen: Warum hast du uns lassen aus Egypten ziehen, daß du uns, unsere Kinder und Vieh, Dursts sterben ließest? - 4 . Mose schrie zum Herrn, und sprach: Wie soll ich mit dem Volk thun? Es fehlet nicht weit, sie * werden mich noch steinigen.* 4 Mos. 14,10. 5 . Der Herr sprach zu ihm: Gehe vorhin vor dem Volk, und nimm etliche Aeltesten von Israel mit dir; und nimm deinen Stab in deine Hand, damit du * das Wasser schlugest, und gehe hin. * c. 7 / 20. c. 14 / 16. 17. 6 . Siehe, ich will daselbst stehen vor dir auf einem Fels in Horeb; da sollst du den * Fels schlagen, so wird Wasser heraus laufen, daß das Volk trinke. Mose that also vor den Aeltesten Von Israel. * 4 Mos. 20 , 11 . 5 Mos. 8/ 15 . Ps. 78/ 15. 16 . Ps. 105/ 4i. Ps. 114/ 8. Es. 48, 21 . 1 Cor. 19 . 4. 7 . Da hieß man den* Ort Massa und Meriba, um des Zanks willen der Kinder Israel, und daß sie den Herrn versucht und gesagt hatten: Ist der Herr unter uns oder nicht? * Ps. 95 ,8. 9. 8 . Da kam * Amalek, und stritt wider Israel IN RaphidiM. "4 Mos. 24, 2 ». L Mos. 25, 17 . 1 Sam. 15, 2 . 9. Und Mose sprach zu Josua: Erwähle uns Männer, ziehe aus, und streite wider Amalek; Morgen will ich auf des Hügels Spitze stehen, und den Stab Gottes in meiner Hand haben. 10. Und Josua that, wie ihm Mose sagte, daß er wider Amalek stritte. Mose aber, und Aaron, und * Hur gingen auf die Spitze des Hügels. * c. 24, i4. 11. Und dieweil Mose seine Hände empor hielt, siegete Israel; wenn er aber ferne Hand niederließ, siegete Amalek. 12. Aber die Hände Mose waren schwer; darum nahmen sie einen Stein, und legten ihn unter ihn, daß er sich darauf setzte. Aaron aber und Hur unterhielten seine Hände, auf jeglicher Seite einer. Also blieben seine Hände steif, bis die Sonne unterging. 13 . Und Josua dämpfte den Amalek und sein Volk durch des Schwerts Schärfe. i^. Und der Herr sprach zu Mose: Schreibe das zum Gedächtniß in ein Buch, und befiehl es in die Ohren Josua; denn ich will den * Amalek unter dem Himmel austilgen, daß man seiner nicht mehr gedenke. » 4 Mos. 24/ 20. 5 Mos. 25/ 19. 1 Sam. 15/ 2. 3. 15 . Und Mose bauete einen Altar, und hieß ihn: Der Herr Nissi. 16. Denn er sprach: Es ist ein Mahlzeichen bey dem Stuhl des Herrn, daß der Herr streiten wird wider Amalek, von Kind zu Kindeskind. Das 18. Capitel. Jethro gibt Mose einen guten Rath. i.lknd da "Jethro, der Priester in Midian, " Mose Schwäher, hörete alles, was Gott gethan hatte mit Mose, und seinem Volk Israel, daß der Herr Israel hätte aus Egypten ge- führet; * c. 2,16. 2. Nahm er'Zipora, Moses Weib, die er hatte zurück gesandt. * e. 2 / 21 . 22 . c. 4, 20 . 3. Sammt ihren * zween Söhnen. Der eine hieß Gerson. Denn er sprach: Ich bin ein Gast geworden im fremden Lande. * 0 . 2 , 22 . -i. Und Iethro kommt, 2 M 0 se 18. 19. räth Mose wohl. 78 Und der andere Elieser. Denn er Mach: Der Gott meines Vaters ist meine Hülfe gewesen , und hat mich errettet von dem Schwert Pharaos. s. Da nun Iethro, Moses Schwäher, und seine Söhne, und sein Weib zu ihm kamen in die Wüste, an den Berg Gottes, da er sich gelagert hatte; 6 . Ließ er Mose sagen: Ich Iethro, dein Schwäher, bin zu dir gekommen, und dein Weib, und ihre bevde Söhne mit ihr. 7 . Da ging ihm Mose entgegen hinaus, und neigete sich vor ihm, und * küssete ihn. Und da sie sich unter einander gegrüßet hatten, gingen sie in die Hütte. *i Mos. 33, 4 . 8 . Da erzählete Mose seinem Schwäher alles, was der Herr Pharao und den Egyptern ge- than hatte, Israels halben, und alle die Mühe, die ihnen auf dem Wege begegnet war, und daß sie der Herr errettet hätte. 9. Iethro aber freuete sich alles des Guten, das der Herr Israel gethan hatte, daß er sie errettet hatte von der Egypter Hand. 10. Und Iethro sprach: Gelobet sey der Herr, der euch errettet hat von der Egypter und Pharao Hand , der weiß sein Volk von der Egypter Hand zu erretten. 11. Nun weiß ich, daß der Herr 'größer ist, denn alle Götter: darum, daß sietHochmuth an ihnen geübet haben. * c. 13,11. -s c. 3 / 2. 12. Und Iethro, Moses Schwäher, nahm Brandopfer, und opferte Gott. Da kam Aaron und alle Aeltesten in Israel, mit Moses Schwäher das Brot zu essen vor Gott. 13. Des andern Morgens setzte sich Mose, das Volk zu richten; und das Volk stand um Mose her, von Morgen an bis zu Abend. 14. Da aber sein Schwäher sah alles, was er mit dem Volk that, sprach er: Was ist es, das du thust mit dem Volk? Warum sitzest du allein, und alles Volk stehet um dich her, von Morgen an bis zu Abend? 15 . Mose antwortete ihm: Das Volk kommt zu mir, und fragen Gott um Rath. 16. Denn wo sie etwas zu schaffen haben, kommen sie zu mir, daß ich richte zwischen einem Jeglichen und seinem Nächsten, und zeige ihnen Gottes Rechte und seine Gesetze. 17. Sein Schwäher sprach zu ihm: Es ist nicht gut, das du thust. 18. Du machst dich zu müde, dazu das Volk auch, das mit dir ist. Das Geschäfte ist dir ' zu schwer, du kannst es allein nicht ausrichten. * 3 Mos. 1 , 9 . 19. Aber gehorche meiner Stimme; ich will dir rathen, und Gott wird Mit dir seyn. Pflege du des Volks vor Gott, und bringe die Geschäfte vor Gott, 20. Und stelle ihnen Rechte und Gesetze, daß du sie lehrest den Weg, darinnen sie wandeln, und die Werke, die sie thun sollen. 21. Siehe dich aber um unter allem Volk nach * redlichen Leuten, die Gott fürchten, wahrhaftig, und dem Geitz feind sind; die setze über sie, etliche über tausend, über hundert , über fünfzig, und über zehn, * 4 M°s. n, 16.3 Mos. 1,13. 22. Daß sie das Volk allezeit richten. Wo aber eine große Sache ist, daß sie dieselbe an dich bringen, und sie alle geringen Sachen richten. So wird es dir leichter werden, und sie mit dir tragen. 23. Wirft du das thun, so kannst du ausrichten , was dir Gott gebiethet, und alles dieß Volk kann mit Frieden an seinen Ort kommen. 2^. Mose gehorchte seines Schwähers Worten, und that alles, was er sagte, 25. Und ' erwählte redliche Leute aus dem ganzen Israel, und machte sie zu Häuptern über das Volk, etliche über tausend, über hundert, über fünfzig, und über zehn 7 ' >4 Mos. 11, 16. 26. Daß sie das Volk allezeit richteten; was aber schwere Sachen wären, zu Mose brächten, und die kleinen Sachen sie richteten. 27. Also ließ Mose seinen Schwäher in sein Land ziehen. Das 19. Capitel. Vorbereitung das Gesetz Gottes anzuhören. 1. ^NI dritten Monath nach dem Ausgange ^ der Kinder Israel aus Egyptenland, kamen sie dieses Tages in die' Wüste Sinai. * 4 Mos. 33 , 13 . 2. Denn sie waren ausgezogen von Raphidim, und wollten in die Wüste Sinai; und lagerten sich in der Wüste daselbst, gegen den Berg. 3. Und Mose stieg hinauf zu Gott. Und der Herr'rief ihm vom Berge, und sprach: So sollst du sagen zu dem Hause Jakob, und verkündigen den Kindern Israel: *Ap. GM. 7, 38 . 7,. Ihr habt' gesehen, was ich den Egyptern gethan habe, und wie ich euch 7 getragen habe auf Adlers Flügeln, und habe euch zu mir gebracht. ' § Mos. 29,2. i- 3 Mos. 32,11. 74 Berg Sinai. 2 Mose 19. 20. Volk gcheiliget. 5. Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen , und meinen * Bund halten; so sollt ihr mein Eigenthum seyn vor allen Völkern/ denn die ganze Erde ist mein. * - Mos. 3, 2 . 1 Ps. 24/ 1 . Ps. 30, 12 . 1 Cor. 10 / 26. 6. Und ihr sollt mir ein * Priesterliches Königreich, und ein 1 heiliges Volk seyn. Das sind die Worte, die du den Kindern Israel sagen sollst. ' 1 Pet. 2/9. -i- 6 Mos. 7/ 6. 7. Mose kam und forderte die Aeltesten im Volk, und legte ihnen alle diese Worte vor, die der Herr gebothen hatte. 8. Und alles Volk antwortete zugleich, und sprachen: * Alles, was der Herr geredet hat, wollen wir thun. Und Mose sagte die Rede des Volks dem Herrn wieder. * c. 24,3. 9. Und der Herr sprach zu Mose: Siehe, ich will zu dir kommen in einer dicken Wolke, auf daß dieß Volk meine Worte höre, die ich mit dir rede, und glaube dir ewiglich. Und Mose verkündigte dem Herrn die Rede des Volks. 10. Und der Herr sprach zu Mose: Gehe hin zum Volk, und heilige sie heute und morgen, daß sie ihre Kleider waschen, 11. Und bereit seyen auf den dritten Tag. Denn am dritten Tage wird der Herr vor allem Volk herab fahren auf den Berg Sinai. 12. Und mache dem Volk ein Gehäge umher, und sprich zu ihnen : Hüthet euch, daß ihr nicht * ans den Berg steiget, noch sein Ende anrühret; denn wer den Berg anrühret, soll des Todes sterben. *0.34,3. 13. Keine ' Hand soll ihn anrühren, sondern er soll gesteiniget, oder mit Geschoß erschossen werden; es sey ein Thier oder Mensch, so soll er nicht leben. Wann es aber lange tönen wird, dann sollen sie an den Berg gehen. * Ebr. 12 , 18 . 1^1. Mose stieg vom Berge zum Volk, und heiligte sie, und sie wuschen ihre Kleider. 15. Und er sprach zu ihnen: Seyd bereit auf den dritten Tag, und keiner "nahe sich zum Weibe. * * 21 , 4. 16. Als nun der dritte Tag kam, und Morgen war, da erhob sich ein * Donnern und Blitzen, und eine dicke Wolke auf dem Berge, und ein Ton einer sehr starken Posaune; das ganze Volk aber, das im Lager war, -l-erschrack. * Ps. 68/ 8. 9. -h Rom. 4, 13. 17. Und Mose ' fuhrete das Volk aus dem Lager Gott entgegen, und sie traten unten an den Berg. * § M°s. 4, 11 . 1 8 . Der * ganze Berg Sinai aber rauchete, darum, daß der Herr herab auf den Berg fuhr mit Feuer; und sein Rauch ging auf, wie ein Rauch vom Ofen, daß der ganze Berg sehr bebete. * Nicht. 3 , 3 . Ps. 68 , 9 . 19. Und der Posaune Ton ward immer stärker. Mose redete, und Gott antwortete ihm laut. 20. Als nun der Herr hernieder gekommen war auf den Berg Sinai, oben auf seine Spitze; forderte er Mose oben auf die Spitze des Berges, und Mose stieg hinauf. 21. Da sprach der Herr zu ihm: Steige hinab, und zeuge dem Volk, daß sie nicht herzu brechen zum Herrn, daß sie sehen, und viele aus ihnen fallen. 22. Dazu die Priester, die zum Herrn nahen, sollen sich heiligen, daß sie der Herr nicht zerschmettere. 23. Mose aber sprach zum Herrn: Das Volk kann nicht auf den Berg Sinai steigen; denn du hast uns bezeuget, und gesagt: Mache ein Gehäge um den Berg, und heilige ihn. 2^. Und der Herr sprach zu ihm : Gehe hin, steige hinab; du und Aaron mit dir sollst herauf steigen, aber die Priester und das Volk sollen nicht herzu brechen, dag sie hinauf steigen zu dem Herrn, daß er sie nicht zerschmettere. 25. Und Mose stieg herunter zum Volk, und sagte es ihnen. Das 20. Capitel. Mose empfanget die heiligen zehn Gcbothe GotteS. i.Und Gott redete alle diese Worte: ^ 2. Ich * bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Egyptenland, aus dem Diensthause, geführet habe. * § Mos. 3 , 6 . Ps. 8 i, 11. Hos. 13, 4 . 3. Du sollst keine * andern Götter neben mir haben. * Los. 24,14. Ps. 113, 4 .3. Du sollst dir kein * Bildniß noch irgend ein Gleichniß machen , weder dessen, das oben im Himmel, noch dessen, das unten aufErden, oder dessen, das im Wasser unter der Erde ist. * 3 Mos. 26 , 1. 3 Mos. 4 , 13 . 16. c. 3 , 8 . c. 27 , 13 . Ps. 81 , 10 . Ps. 97 , 7 . 5 . Bethe sie nicht an, und diene ihnen nickt. Denn ick der Herr, dein Gvtt, bin ein eifriger Gott, der da heimsuchet der Väter Missethat an den Kindern, bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen; « lts,'. >» Ul !! tzliol F' ä§i Die zehn Gebothe. Donner, Blitz. 2 Mo 6 . Und thue Barmherzigkeit an vielen tausenden, die mich lieb haben und meine Gebothe halten. 7 . Du sollst * den Nahmen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der Herr 1 - wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Nahmen mißbrauchet. ' 3 M->s. 19/12. - Mos. 3, 11. Marth, 3, 33. -s 3 Mos. 24, 16 . 8. Gedenke des * Sabbathtages, daß du ihn heiligest. * c. 23, 12 . tt 31, 14. e. 33, 2 . 3 Mos. 3, 12 . Ez. 20 , 12 . 9. Sechs Tage sollst du arbeiten, und alle deine Dinge beschicken; 10. Aber am siebenten Tage ist der Sabbath des Herrn, deines Gottes. Da sollst du kein Werk thun, noch dein Sohn, noch deine Tochter , noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der in deinen Thoren ist. i i. Denn in * sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht, und das Meer, und alles, was darinnen ist; und ruhete am siebenten Tage. Darum segnete der Herr den Sab- bathtag, und heiligte ihn. * i Mos. 2 , 2 . 3 . 12. Du sollst ' deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest im Lande, das dir der Herr, dein Gott gibt. * 3 Mos. 19 / 3 . s Mos. 3 , 16 . Matth. 13, 4. Eph. 6 , 2 . -j- Spr. 3 , 2 . c. 4, 10 . 13 . Du * sollst nicht tödten. *Matth. 3 ,21. lä. Du * sollst nicht ehebrechen. * 3 Mos. 20,10. Ebr. 13, 4. 15 . Du sollst nicht stehlen. 16. Du sollst kein falsches Zeugniß reden wider deinen Nächsten.« 17 . Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Hauses. * Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Weibes, noch seines Knechts, noch seiner Magd, noch seines Ochsen, noch seines Esels, noch alles, das dein Nächster hat. * § Mos. 3,21. Rom. 7, 7. c. 13, 9 . 18. Und alles Volk sah den Donner und Blitz, und den Ton der Posaune, und den Berg rauchen. Da sie aber solches sahen; flohen sie, und traten von ferne, 19. Und sprachen zu Mose: Rede du mit uns, wir wollen gehorchen; und laß Gott nicht mit uns reden, wir möchten sonst sterben. 20. Mose aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht; denn Gott ist gekommen, daß er euch versuchte, und daß seine Furcht euch vor Augen wäre, daß ihr nicht sündiget. 21. Also * trat das Volk von ferne; aber Mose machte sich hinzu ins Dunkele, da Gott innen war. * c. 19/ 17. Ebr. 12 , 18 . se 20 . 21 . Weltliche Gesetze und Rechte. 75 22. Und der Herr sprach zu ihm: Also sollst du den Kindern Israel sagen: Ihr habt gesehen, daß ich mit euch vom Himmel herab geredet habe. 23. Darum * sollt ihr nichts neben mir machen, silberne und goldene Götter sollt ihr nicht machen. * c. 34, 17. 3 Mos. 26 , 1 . 2-j. Einen * Altar von Erde mache mir, darauf du dein Brandopfer und Dankopfer, deine Schafe und Rinder opferst. Denn an welchem Ort ich meines Nahmens Gedächtniß stiften werde, 7 da will ich zu dir kommen, und dich segnen. * c. 27 , 1 . 8. s- 29 , 42. 3 Mos. 12 . 3. 25 . Und so du mir einen * steinernen Altar willst machen, sollst du ihn nicht von gehauenen Steinen bauen; denn wo du mit deinem Messer darüber führest, so wirst du ihn entweihen. * 3 Mos. 27, 3. Jos. 8, 31. 26. Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar steigen, daß nicht deine Scham aufge- decket werde vor ihm. Das 21. Capitel. Ordnung vom Gesinde. Wie auch über Mörder und Todtschläger. 1. r^ieß sind die Rechte, die du ihnen sollst ^ vorlegen: 2. So du einen * Ebräischen Knecht kaufest, der soll dir sechs Jahre dienen; im siebenten Jahr soll er frey ledig ausgehen. * Z Mos. 23, 39 . 3 Mos. 13, 12 . 8er. 34, 14. 3 . Ist er ohne Weib gekommen, so soll er auch ohne Weib ausgehen. Ist er aber mit Weib gekommen, so soll sein Weib mit ihm ausgehen. 2,. Hat ihm aber sein Herr ein Weib gegeben, und hat Söhne oder Töchter gezeuget; so soll das Weib und die Kinder seines Herrn seyn, er aber soll ohne Weib ausgehen. 5 . Spricht aber der Knecht: Ich habe meinen Herrn lieb, und mein Weib und Kind, ich will nicht frey werden; 6 . So bringe ihn sein Herr vor die Götter, (Richter) und halte ihn an die Thür oder Pfosten, und bohre ihm mit einem Pfriemen durch sein Ohr; und er sey sein Knecht ewig. 7 . Verkauft Jemand seine Tochter zur Magd, so soll sie nicht ausgehen wie die Knechte. 8 . Gefällt sie aber ihrem Herrn nicht, und will ihr nicht zur Ehe Helsen; so soll er sie zu lösen geben. Aber unter ein fremdes Volk sie zu verkaufen, hat er nicht Macht, weil er sie verschmähet hat. K 2 Weltliche Gesetze 2 Mose 21. 22. 76 9 . Vertrauet er sie aber seinem Sohne; so soll er Tochterrecht an ihr thun. 10. Gibt er ihm aber eine andere; so soll er ihr an ihrer Nahrung, Decke und Eheschuld nicht abbrechen. i i. Thut er diese drey nicht; so soll sie frey ausgehen ohne Lösegeld. 12. Wer * einen Menschen schlägt, daß er stirbt, der soll des Todes sterben. * 1 Mos. 9 / 6 . 3 Mos. 24 , 17 . 4 Mos. 33 , 16. 13 . Hat er ihm aber nicht nachgeftellet, sondern Gott hat ihn lassen ohngefähr in seine Hände fallen; so will ich dir * einen Ort bestimmen , dahin er fliehen soll. * 4 Mos. 33, 6 . 1-1. Wo aber Jemand an seinem Nächsten frevelt, und ihn mit List erwürget; so sollst du denselben von * meinem Altar nehmen, daß man ihn tödte. * 1 Kö„. 2,29.31. 15. Wer * seinen Vater oder Mutter schlägt, der soll des Todes sterben. * 3 Mos. 20,9. 16. Wer * einen Menschen stiehlt und verkaufet , daß man ihn bey ihm findet, der soll des Todes sterben. * 3 Mos. 24,7. 17. Wer * seinem Vater oder seiner Mutter fluchet, der soll des Todes sterben. *3 Mos. 20,9. 3 Mos. 27, 16. Spruchw. 20, 20. c. 30 , 17. Matth. 13 / 4 . Marc. 7 , 10. 18. Wenn sich Männer mit einander hadern, und einer schlägt den andern mit einem Stein, oder mit einer Faust, daß er nicht stirbt, sondern zu Bette liegt; 19. Kommt er auf, daß er ausgehet an seinem Stabe; so soll, der ihn schlug, unschuldig seyn, ohne daß er ihm bezahle, was er versäumet hat, und das Arztgeld gebe. 20. Wer seinen Knecht oder Magd schlägt mit einem Stabe, daß er stirbt unter seinen Händen, der soll darum gestraft werden. 21. Bleibt er aber einen oder zween Tage, so soll er nicht darum gestraft werden; denn es ist sein Geld. 22. Wenn sich Männer hadern, und verletzen ein schwangeres Weib, daß ihr die Frucht abgehet , und ihr kein Schade widerfährt; so soll man ihn um Geld strafen, wie viel des Weibes Mann ihm auflegt, und soll es geben nach der Theidingsleute ' Erkennen. '(Schiedsrichter) 23. Kommt ihr aber ein Schade daraus; so soll er lassen * Seele um Seele, * 3 Mos. 24 , 19. 20. 3 Mos. 19, 21. Matth. 3 , 38 . 2^. Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß, und Rechte. 25. Brand um Brand, Wunde um Wunde, Beule um Beule. 26. Wenn Jemand seinen Knecht oder seine Magd in ein Auge schlägt, und verderbet es; der soll sie frey los lassen um das Auge. 27. Desselbigen gleichen, wenn er seinem Knecht oder Magd einen Zahn ausschlägt; soll er sie frey los lassen um den Zahn. 28. Wenn ein Ochse einen Mann oder Weib stößt, daß er stirbt: so soll man den Ochsen steinigen, und sein Fleisch nicht essen; so ist der Herr des Ochsen unschuldig. 29. Ist aber der Ochse vorhin stößig gewesen, und seinem Herrn ists angesagt, und er ihn nicht verwahret hat, und tödtet darüber einen Mann oder Weib: so soll man den Ochsen steinigen, und sein Herr soll sterben. 30. Wird man aber ein Geld auf ihn legen ; so soll er geben sein Leben zu lösen, was man ihm auflegt. 31. Desselbigen gleichen soll man mit ihm handeln, wenn er Sohn oder Tochter stößet. 32. Stößt er aber einen Knecht oder Magd; so soll er ihrem Herrn dreyßig silberne Sekel geben, und den Ochsen soll man steinigen. 33. So Jemand eine Grube aufthut, oder gräbt eine Grube, und deckt sie nicht zu, und fällt darüber ein Ochse oder Esel hinein; 32,. So soll es der Herr der Grube mit Geld dem andern wieder bezahlen, das Aas aber soll sein seyn. 35. Wenn Jemandes Ochse eines Andern Ochsen stößt, daß er stirbt; so sollen sie den lebendigen Ochsen verkaufen, und das Geld theilen, und das Aas auch theilen. 36 . Ists aber kund gewesen, daß der Ochse stößig vorhin gewesen ist; und sein Herr hat ihn nicht verwahret: so soll er einen Ochsen um den andern vergelten, und das Aas haben. Das 22. Capitel. Straft des DiebstahlS/ und anderer Sünden. i.IAenn Jemand einen Ochsen oder Schaf stiehlt, und schlachtet es, oder verkauft es; der soll fünf Ochsen für einen Ochsen wiedergeben, und " vier Schafe für ein Schaf. * 2 Sam. 12/ 6 . Sprüchw. 6 / 31 . Luc. 19 / 8 . 2. Wenn ein Dieb ergriffen wird, daß er einbricht, und wird darob geschlagen, daß er stirbt; so soll man kein Blutgericht über Jenen lassen ergehen. 2 Mose 22. und Rechte. Weltliche Gesetze 3 . Ist aber die Sonne über ihn aufgegangen , so soll man das Blutgericht gehen lassen. Es soll aber ein Dieb wieder erstatten. Hat er nichts/ so verkaufe man ihn um seinen Diebstahl. Findet man aber bey ihm den Diebstahl lebendig/ es sey Ochst/ Esel/ oder Schaf; so soll ers zweyfältig wiedergeben. 5 . Wenn Jemand einen Acker oder Weinberg beschädiget/ daß er sein Vieh läßt Schaden thun in eines andern Acker; der soll von dem Besten auf seinem Acker und Weinberge wieder erstatten. 6 . Wenn ein Feuer auskommt/ und ergreiffet die Dornen, und verbrennet die Garben oder Getreide das noch stehet / oder den Acker: so soll der wieder erstatten / der das Feuer angezündet hat. 7 . Wenn Jemand seinem Nächsten Geld oder Geräthe zu behalten gibt / und wird demselben aus seinem Haust gestohlen; findet man den Dieb / so soll ers zweyfältig wiedergeben. 8 . Findet man aber den Dieb nicht; so soll man den Hauswtrth vor die * Götter bringen, ob er nicht seine Hand habe an seines Nächsten Habe gelegt. * c. 21 ,6. 9. Wo Einer den Andern schuldiget um eini- gerley Unrecht, es sey um Ochsen, oder Esel, oder Schaf, oder Kleider, oder Allerley, das verloren ist; so soll beyder Sache vor die Götter kommen. Welchen die Götter verdammen, der soll es zweyfältig seinem Nächsten wiedergeben. 10. Wenn Jemand seinem Nächsten einen Esel, oder Ochsen, oder Schaf, oder irgend ein Vieh zu behalten gibt, und stirbt ihm, oder wird beschädiget , oder wird ihm weggetrieben, daß es Niemand fiehet; 11. So soll mans unter ihnen auf einen Eid bey Gott dem Herrn kommen lassen, ob er nicht habe seine Hand an seines Nächsten Habe gelegt; und des Guts Herr solls annehmen, daß jener nicht bezahlen müße. 12. Stiehlt es ihm aber ein Dieb; so * soll ers seinem Herrn bezahlen. * 1 Mos. 31 , 39 . 13. Wird es aber zerrissen; so soll er Zeug- niß davon bringen, und nicht bezahlen. 1^. Wenn es Jemand von seinem Nächsten entlehnet, und wird beschädiget, oder stirbet, daß sein Herr nicht dabey ist; so soll ers bezahlen. 15. Ist aber sein Herr dabey; so soll ers nicht bezahlen, so ers um sein Geld gedinget hat. 16. Wenn Jemand eine Jungfrau * beredet, 77 die noch nicht vertrauet ist, und beschläft fie; der soll ihr geben ihre Morgengabe, und sie zum Weibe haben. * 3 Mos. 22 , 28 . 29 . 1 7 . Weigert sich aber ihr Vater sie ihm zu geben; so soll er Geld darwägen, wie viel einer Jungfrau zur Morgengabc gebühret. 1 8 . Die * Zauberinnen sollst du nicht leben lassen. * 3 Mos. 20, 27. c. 19, 31 . 1 Sam. 28/ s. 19. Wer * ein Vieh beschläft, der soll des Todes sterben. * 3 Mos. 18 / 23 . 20. Wer * den Göttern opfert, ohne dem Herrn allein, der sey verbannet. * 3 Mos. 17,2.3. 21. Die * Fremdlinge sollst du nicht schinden, noch unterdrücken; denn ihr seyd auch Fremdlinge in Egyptenland gewesen. * -. 23/ 9. 3 Mos. 19/ 33. 3 Mos. 10/ 18 . 19 . c. 24/ 17. c. 27/ 19. Ps. 146/ 9. Zach. 7/ io. 22. Ihr sollt keine Witwen * und Waisen beleidigen. * Es. i, 17. 23 . Wirft du sie beleidigen, so werden sie zu mir schreyen, und ich werde ihr Schreyen erhören ; 2^. So wird mein Zorn ergrimmen, daß ich euch mit dem Schwert tödte, und eure Weiber Witwen, und eure Kinder Waisen werden. 25 . Wenn du * Geld leihest meinem Volk, das arm ist bey dir; sollst du ihn nicht zu Schaden .dringen, und keinen Wucher auf ihn treiben. * 3 Mos. 23/ 36. 3 Mos. 23/ 19 . c. 24/ 10 . 26. Wenn du von deinem Nächsten ein Kleid zum Pfände nimmst: sollst du es ihm wiedergeben , ehe die Sonne untergehet. 27. Denn sein Kleid ist seine einige Decke seiner Haut, darin er schläft. Wird er aber zu mir schreyen, so werde ich ihn erhören: denn ich bin gnädig. 28. Den * Göttern sollst du nicht fluchen, und die Obersten in deinem Volk sollst du nicht lästern. * Pred. 10 / 20 . Ap. Gesch. 23/ 3. 29. Deine Fülle und Thränen sollst du nicht verziehen. * Deinen st ersten Sohn sollst du mir geben. * Deine Erstlinge von Korn/ Most und Oehl/ sollst du nicht aufschiebcn zu opfern. st c. 13/ 2. 30 . So sollst du auch thun mit deinem Ochsen und Schaf. Sieben ' Tage laß es bey seiner Mutter seyn, am achten Tage sollst du mirs geben. * 3 Mos. 22 / 27 . 28 . Ez. 44/ 30. 31. Ihr sollt heilige Leute vor mir seyn; darum sollt ihr kein Fleisch essen, das * auf dem Felde von Thieren zerrissen ist, sondern vor die Hunde werfen. * 3 M05 22/8. Ez. 44,31. 78 Weltliche und 2 Mofe 23. Kirchenrechte. Gnadenverheissung. Das 23. Capitel. Don Festen und Feyertagcn. 1 . A>U "sollst falscher Anklage nicht glauben, ^ daß du einem Gottlosen Beystand thust, «nd ein falscher Zeuge seyest. " 3 Mos. 19, 16. 2. Du sollst nicht folgen der Menge zum Bösen, und nicht antworten vor Gericht, daß du der Menge nach vom Rechten weichest. 3 . Du sollst den Geringen nicht schmücken in seiner Sache. Wenn du deines Feindes * Ochsen oder Esel begegnest, daß er irret; so sollst du ihm denselben wieder Zufuhren. * 6 Mos. 22,1. 5. Wenn du deß, der dich hasset, "Esel stehest unter seiner Last liegen; hüthe dich, laß ihn nicht, sondern versäume gern das Deine um feinet willen. * 3 Mos. 22, 4 . 6 . Du sollst " das Recht deines Armen nicht beugen in seiner Sache. " § Mos. 16,19. 7 . Sey fern von falschen Sachen. Den Unschuldigen und Gerechten sollst du nicht erwür- - gen; denn ich lasse den Gottlosen nicht Recht haben. 8 . Du sollst nicht " Geschenke nehmen; denn Geschenke machen die Sehenden blind, und verkehren die Sachen der Gerechten. " § Mos. ist, 19. 9. Die " Fremdlinge sollt ihr nicht unterdrücken ; denn ihr wisset um der Fremdlinge Herz, dieweil ihr auch seyd Fremdlinge in Egyptenland gewesen. " c. 22,21. 10. Sechs Jahre sollst du dein Land besäen, und seine " Früchte einsammeln. ' 3 Mos. 25,3. 4 . 11. Im ' siebenten Jahr sollst du es ruhen und liegen lassen, daß die Armen unter deinem Volk davon essen; und was überbleibet, laß das Wild auf dem Felde essen. Also sollst du auch thun mit deinem Weinberge und Oehlberge. * 3 Mos. 25 , 4 . 5 . 12. Sechs " Tage sollst du deine Arbeit thun, aber des siebenten Tages sollst du feyern, auf daß dein Ochse und Esel ruhen, und deiner Magd Sohn und Fremdling sich erquicken. * c. 20, 8 . 13. Alles, was ich euch gesagt habe, das haltet. Und anderer Götter Nahmen sollt ihr nicht gedenken, und aus eucrm Munde sollen sie nicht gehöret werden. Dreymahl " sollt ihr mir Fest halten im Jahr. * 3 Mos. 23 , 4 . 5 Mos. 16, 16. 15 . Nähmlich das Fest " der ungesäuerten Brote sollst du halten, daß du sieben Tage ungesäuertes Brot essest, (wie ich dir gebothen habe) um die Zeit des Monaths Abib; denn in demselben bist du aus Egypten gezogen. Erscheinet aber nicht leer vor mir." c. 12,15. c. 13, 6 . c. 34, is. 3 Mvs. 23, 5. 6. 16. Und das Fest der ersten Ernte der Früchte, die du auf dem Felde gesäet Haft. Und das Fest der Einsammlung im Ausgang des Jahrs, wenn du deine Arbeit eingesammett hast vom Felds. 17. "Dreymahl im Jahr sollen erscheinen vor dem Herrn, dem Herrscher, alle deine Mannsbilder. " c. 34, 23. 5 Mos. 16, 16. 18. Du sollst das Blut meines Opfers nicht neben dem Sauerteig opfern, und das Fett von meinem Fest soll nicht bleiben bis auf morgen. 19. Das " Erstling von der ersten Frucht auf deinem Felde sollst du bringen in das Haus des Herrn, deines Gottes. Und sollst 7 das Böcklein nicht kochen, dieweil es an seiner Mutter Milch ist. ' c. 34, 26. Tob. 1, 6. -j- 5 Mos. 14, 21. 20. Siehe, ich sende einen " Engel vor dir her, der dich behüthe auf dem Wege, und bringe dich an den Ort, den ich bereitet habe. * v. 23. c- 32, 34. 21. Darum hüthe dich vor seinem Angesicht, und gehorche seiner Stimme, und " erbittere ihn nicht; denn er wird euer Uebertreten nicht vergeben , und mein i- Nähme ist in ihm. ' Es. 63, 10. -i- 2 Mos. 3, 2. 6. Loh. 5, 43. 22. Wirft du aber seine Stimme hören, und thun alles, was ich dir sagen werde; so will ich deiner Feinde Feind, und deiner Widerwärtigen Widerwärtiger seyn. 23 . Wenn nun mein Engel" vor dir hergehet, und dich bringet an die Amoriter, Hethiter, Pherefiter, Eananiter, Heviter und Jebufiter, und ich sie vertilge: * o. 20. c. 32,34. 22,. So sollst du ihre Götter" nicht anbethen, noch ihnen dienen, und nicht thun, wie sie thun; sondern du sollst ihre Götzen umreisten und zerbrechen. " <. 20, -. 25 . Aber dem " Herrn, euerm Gott, sollt ihr dienen: so wird er dein Brot und dein Wasser segnen; und ich will alle Krankheit von dir wenden. " Matth. 6,33. 26. Und soll " nichts Unträchtiges noch Unfruchtbares seyn in deinem Lande, und will dich lassen alt werden. " 3 Mos. 7,14. 27. Ich will mein " Schrecken vor dir her senden, und alles Volk verzagt machen, dahin du kommst; und will dir geben alle deine Feinde in die Flucht. *3 Mos. 11, 25. Mose bauet einen Altar, 2 Mose 23. 24. 25. steiget mit Josua auf den Berg. 79 28. Ich will ' Hornissen vor dir her senden, die vor dir her ausjagen die Heviter, Cananiter und Hethiter. * - Mos. 7,20. Jos. 2/.. 12. 29. Ich will sie nicht auf Ein Jahr ausstoßen vor dir, auf daß nicht das Land wüste werde, und sich wilde Thiere wider dich mehren. 30. Einzeln, nach einander / will ich sie vor dir her ansstoßen, bis daß du wachsest, und das Land besitzest. 31. Und will deine * Grenzen setzen das Schilf- Meer, und das Philister-Meer, und die Wüste bis an das Wasser. Denn ich will dir in deine Hand geben die Einwohner des Landes, daß du sie sollst ausstoßen vor dir her. * 4 Mos. 3v 2. 32. Du * sollst mit ihnen, oder mit ihren Göttern keinen Bund machen; *«. Z4,, 12. § Mos. 7,2. Jos. 9, 15. 33. Sondern laß sie nicht wohnen in deinem Lande, daß sie dich nicht verführen wider mich. Denn wo du ihren Göttern dienest, * wird dirs zum Aergerniß gerathen. * NM. 2,3. Das 24. Capitel. Mose steiget/nach Bestätigung des Bundes, wieder auf den Berg Einai. 1. Nnd zu Mose sprach er: Steige herauf zum ^ Herrn, du und Aaron, Nadab und Abihu, und die siebenzig Nettesten Israels; und bethet an von ferne. 2. Aber Mose allein nahe sich zum Herrn, und laß jene sich nicht herzu nahen; und das Volk komme auch nicht mit ihm herauf. 3. Mose kam, und erzählte dem Volk alle Worte des Herrn, und alle Rechte. Da antwortete alles Volk mit Einer Stimme, und sprachen: Alle Worte, die der Herr gesagt hat, wollen wir thun. Da schrieb Mose alle Worte des Herrn, und machte sich des Morgens frühe auf, und bauete einen Altar unten am Berge mit zwölf Säulen, nach den zwölf Stämmen Israels; 5. Und sandte hin Jünglinge aus den Kindern Israel, daß sie Brandopfer darauf opferten, und Dankopfer dem Herrn von Farren. 6. Und Mose nahm die Hälfte des Bluts , und that es in ein Becken; die andere Hälfte spreu- gete er auf den Altar. " 7. Und nahm das Buch des Bundes, und las es vor den Ohren des Volks. Und da sie sprachen: Alles, was der Herr gesagt hat, wollen wir lhun und gehorchen; 8. Da nahm Mose das Blut, und 'sprengete das Volk damit, und sprach: Sehet, das ist Blut des Bundes, den der Herr mit euch macht, über allen diesen Worten. - Ebr. 9,20. 9. Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu, und die siebenzig Nettesten Israels hinaus; 10. Und * sahen den Gott Israels. Unter seinen Füßen war es r wie ein schöner Sapphir, und wie die Gestalt des Himmels, wenn es klar ist. * Es. 6,1 -i- Ez^ i/ 26. 11. Und er ließ seine Hand nicht über dieselben Obersten in Israel.' Und da sie Gott geschauet hatten, aßen und tranken sie. * (Er that ihnen kein Leid.) 12. Und der Herr sprach zu Mose: Komm herauf zu mir auf den Berg, und bleibe daselbst, daß ich dir gebe steinerne Tafeln, und Gesetze, und Gebothe, die ich geschrieben habe, die du sie lehren sollst. 13. Da machte sich Mose auf, und sein Diener Josua, und stieg auf den Berg Gottes. 1^. Und sprach zu den Nettesten: Bleibet hier, bis wir wieder zu euch kommen. Siehe, Aaron und Hur sind bey euch; hat Jemand eine Sache, der komme vor dieselben. is. Da nun Mose auf den Berg kam, bedeckte eine Wolke den Berg. 16. Und die Herrlichkeit des Herrn wohnete auf dem Berge Sinai, und deckte ihn mit der Wolke sechs Tage, und rief Mose am siebenten Tage aus der Wolke. 17. Und das Ansehen der Herrlichkeit des Herrn war wie' ein verzehrendes Feuer, auf der Spitze des Berges, vor den Kindern Israel. * 5 Mos. 4/ 24. c. 9/ 3. 18. Und Mose ging mitten in die Wolke, und stieg auf den Berg; und blieb auf dem Berge * vierzig Tage und vierzig Nächte. *«. 34,28. 5 Mos. 9/ 9. 18. Das 25. Capitel. Frcywillige Opfer zur Stiftshütte. i.l tnd der Herr redete mit Mose, und sprach: ^ 2. Sage den Kindern Israel, daß sie mir ein Hebopfer geben; und nehmet dasselbe von Jedermann , der es ' williglich gibt. * c. 35,3. 3. Das ist aber das Hebopfer, das ihr von ihnen nehmen sollt: Gold, Silber, Erz, 2,. Gelbe Seide, Scharlaken, Rosinroth, weiße Seide, Ziegenhaar, s. Röthliche Widderfelle, Dachsfelle, Fören- holz, 80 Hebopfer. Bundeslade. 2 Mose 25. Tisch. Leuchter. 6 . Oehl zur Lampe/ Speeerey zur Salbe und gutem Räuchwerk, 7 . Onychsteine, und eingefaßte Steine zum * Leibrock / und zum Schildlein. * c. 28, 4 . 8. Und sie sollen mir ein * Heiligthum machen/ daß ich unter ihnen wohne. * Ebr. 9,2. 9. Wie ich dir ein Vorbild * der Wohnung / und alles seines Gcräths zeigen werde / so sollt ihr's machen. * v. 40. 10. Machet eine "Lade von Förenholz. Dritt- halb Ellen soll die Länge seyN/ anderthalb Ellen die Breite / und anderthalb Ellen die Höhe. * c. 35, 12. c. 37, 1. 11. Und sollst sie mit feinem Golde überziehe»/ inwendig und auswendig; und mache einen goldenen Kranz oben umher; 12. Und gieße vier goldene Rinken / und mache sie an ihre vier Ecken/ also daß zween Rinken seyen auf einer Seite/ und zween auf der andern Seite. 13. Und mache Stangen von Förenholz / und überziehe sie mit Golde/ 1^. Und stecke sie in die Rinken an der Lade Seite / daß man sie dabey trage; 15. Und sollen in den Rinken bleiben/ und nicht heraus gethan werden. 16. Und sollst in die Lade das * Zeugniß legen, das ich dir geben werde. * «. 34,29. 17. Du sollst auch einen * Gnadenstuhl machen von feinem Golde; dritthalb Ellen soll seine Länge seyn / und anderthalb Ellen seine Breite. * e. 33, 12. c. 37, 6. 18. Und sollst zween Cherubim machen von dichtem Golde/ zu beyden Enden des Gnadenstuhls / 19. Daß ein Cherub sey an diesem Ende/ der andere an dem andern Ende/ und also zween Cherubim seyen an des Gnadenstuhls Enden. 20. Und die Cherubim sollen * ihre Flügel ausbreiten / oben über her / daß sie mit ihren Flügeln den Gnadenstuhl bedecken / und eines Jeglichen Antlitz gegen dem andern stehe; und ihre Antlitze sollen auf den Gnadenstuhl sehen. * c. 37 , 9. 21. Und sollst den Gnadenstuhl oben aus die Lade thun; und * in die Lade das Zeugniß legen/ das ich dir geben werde. * 4 K°n.9. 22. Von * dem Ort will ich dir zeugen / und mit dir reden; nähmlich von dem Gnadenstuhl zwischen den zween Cherubim / der auf der Lade des Zeugnisses ist; alles was ich dir gebiethen will an die Kinder Israel. * 4 Ms. 7, 23. Du sollst auch einen * Tisch machen von Förenholz: zwo Ellen soll seine Länge seyn, und eine Elle seine Breite, und anderthalb Ellen seine Höhe. * c. 35, 13. c. 37, w. 2^. Und sollst * ihn überziehen mit feinem Golde, und einen goldenen Kranz umher machen. * c. 37, 11. 25 . Und eine Leiste umher einer Hand breit hoch, und einen goldenen Kranz um die Leiste her. 26. Und sollst vier goldene Ringe daran machen, an die vier Orte an seinen vier Füßen. 27. Hart unter der Leiste sollen die Ringe seyn, daß man Stangen darein thue, und den Tisch trage. 28. Und sollst die Stangen von Förenholz machen, und sie mit Golde überziehen, daß der Tisch damit getragen werde. 29. Du sollst * auch seine Schüsseln, Becher, Kannen, Schalen, aus feinem Golde machen, damit man aus - und einschenke. * c. 37,46. 30. Und sollst auf den Tisch * allezeit Schaubrote legen vor mir. ' 1 Sam. 21,6 . 31 . Du sollst auch* einen Leuchter von feinem dichtem Golde machen; daran soll der Schaft mit Röhren, Schalen, Knäufen und Blumen seyN. *«.35,44. «. 37, 47. 32. Sechs Röhren sollen aus dem Leuchter zu den Seiten ausgehen, aus jeglicher Seite drey Röhren. 33. Eine jegliche Röhre soll drey offene Schalen, Knäufe und Blumen haben; das sollen seyn die sechs Röhren aus dem Leuchter. 3^. Aber der Schaft am Leuchter soll vier offene Schalen mit Knäufen und Blumen haben. 35. Und je einen Knauf unter zwo Rohren, welcher sechs aus dem Leuchter gehen. 36 . Denn beyde ihre Knäufe und Röhren sollen aus ihm gehen, alles * ein dichtes lauteres Gold. * c. 37, 22. 37 . Und sollst sieben Lampen machen oben auf, daß sie gegen einander leuchten; 38 . Und Lichtschnäuzen, und Löschnäpfe von fernem Golde. 39. Aus * einem Zentner feinem Goldes sollst du das machen, mir allem diesem Geräthe. * «. 37, 24. ^0. Und siehe zu, daß du es machest nach ihrem * Bilde, das du auf dem Berge gesehen hast. * c. 26, 30. Ap. Gcsch. 7, 44. Ebr. 8, 5. Das Bau -er Stiftshütte. 2 Mose 26. Breter. 81 Das 26 . Capitel. Bau der Stiftshütte. 1. 36 , 3 ». 26. Und sollst * Riegel machen von Forenholz, fünf zu den Bretern auf einer Seite der Wohnung , * c. 36 , 3 l. 27. Und fünf zu den Bretern auf der andern Seite der Wohnung, und fünf zu den Bretern hinten an der Wohnung gegen dem Abend. 28. Und sollst die Riegel mitten an den Bretern durchhin stoßen, und alles zusammen fassen von einem Ort zu dem andern. 29. Und sollst die Breter mit Gold überziehen, und ihre Rinken von Gold machen, daß man die Riegel darein thue. 30. Und die Riegel sollst du mit Gold überziehen. Und also sollst du denn die Wohnung aufrichten, nach der Weise, wie du * gesehen Haft auf dem Berge. * c. 25,9.40. 31. Und sollst einen Vorhang machen von gelber Seide, Scharlaken, und Rosinroth, und gezwirnter weißer Seide; und sollst Cherubim daran machen künstlich. 32. Und sollst ihn hängen an vier Säulen von Forenholz, die mit Gold überzogen sind, und goldene Knäufe, und vier silberne Füße haben. 33. Und sollst den Vorhang mit Heften anheften , und die Lade des Zeugnisses inwendig des L 82 Vorhang. Altar. Vorhof. 2 Mose 26. 27. 28. Vorhangs setzen , daß er euch ein Unterschied sey zwischen dem Heiligen und dem Alterheiligften. 3 - 4 . Und sollst * den Gnadenstuhl 7 thuu auf die Lade des Zeugnisses/ in dem Allerheiligsten. * Ebr. 9 / D 2 Mos. 25 / 21. 1 - (Deckel der Vundeslade) 35 . Den * Tisch aber setze außer dem Vorhänge/ und den Leuchter gegen dem Tische über'/ zu mittagwärts der Wohnung/ daß der Tisch stehe gegen Mitternacht. * c. io, 22. 36 . Und sollst * ein Tuch machen in die Thür der Hütte / gewirtet von gelber Seide / Rosin- roth/ Scharlaken und gezwirnter weißer Seide. ' c. 36 / 37 . 37 . Und sollst demselben Tuch fünf Säulen machen von Förenholz, mit Gold überzogen/ mit goldenen Knäufen / und sollst ihnen fünf eherne Füße gießen. Das 27. Capitel. Dom Brandopftraltar/ Dorhof und heiligen Oehl. 1. Nnd sollst einen * Altar machen von Fören- ^ Holz/ fünf Ellen lang und breit/ daß er gleich viereckicht sey/ und drey Ellen hoch. * c. 35 / 16. c. 38 / 1. 2. Hörner * sollst du auf seine vier Ecken mache»/ und sollst ihn mit Erz überziehen. '-. 38 /2. 3. Mache auch Aschentöpfe / Schaufeln / Becken/ * Kräuel 7 , Kohlpfannen; alle seine Geräthe sollst du von Erz machen. * 1 Sam. 2/ 13 . -s(FleisckMbcln) Du sollst auch ein ehernes * Gitter machen wie ein Netz/ und vier eherne Ringe an seinen vier Enden. * -. 33, 4. 5. Du sollst es aber von unten auf um den Altar mache»/ daß das Gitter reiche bis mitten an den Altar. 6 . Und sollst auch Stangen machen zu dem Altar von Förenholz / mit Erz überzogen. 7. Und sollst die Stangen in die Ringe thu»/ daß die Stangen seyen an beyden Seiten des Altars / damit man ihn tragen möge. 8 . Und sollst ihn also * von Bretern machen, daß er inwendig hohl sey/ wie dir auf dem Berge gezeiget ist. * c. 35,. 1. 9. Du sollst auch der Wohnung * einen Hof machen / einen Umhang von gezwirnter weißer Seide/ auf einer Seite hundert Ellen lang/ gegen dem Mittag / * c. 38 / s. i n. Und zwanzig Säulen auf zwanzig ehernen Füßen / und ihre Knäufe mit ihren Reifen von Silber. 11. Also auch gegen Mitternacht soll seyn ein Umhang / hundert Ellen lang ; zwanzig Säulen auf zwanzig ehernen Füße»/ und ihre Knäufe mit ihren Reifen von Silber. 12. Aber gegen dem Abend soll die Breite des Hofes haben einen Umhang fünfzig Ellen lang / zehn Säulen auf zehn Füßen. 13. Gegen dem Morgen aber soll die Breite des Hofes haben fünfzig Ellen. 1 - 4 . Also/ daß der Umhang habe auf einer Seite fünfzehn Ellen/ dazu drey Säulen auf drey Füßen. 15. Und abermahl fünfzehn Ellen auf der andern Seite / dazu drey Säulen auf drey Füßen. 16. Aber in dem Thor des Hofes soll" ein Tuch seyu/ zwanzig Ellen breit/ gewirtet von gelber Seide / Scharlaken, Nosinroth und gezwirnter weißer Seide/ dazu vier Säulen auf ihren vier Füßen. " c. 35/17. 17. Alle Säulen um den Hof her sollen silberne Reift/ und silberne Knäufe/ und eherne Füße haben. 1 8 . Und die Länge des Hofes soll hundert Ellen seyn / die Breite fünfzig Ellen / die Höhe fünf Ellen / von gezwirnter weißer Seide; und seine Füße sollen ehern seyn. 19. Auch alle Geräthe der Wohnung zu allerley Amt/ und alle seine Nägel/ und alle Nägel des Hofes sollen ehern seyn. 20. Gebiethe den Kindern Israel / daß sie zu dir bringen das allerrcinste lautere Oehl/ von Oehlbäumen gestoßen/ zur Leuchte/ das man allezeit oben in die Lampe thue / 21. In der Hütte des Stifts/ außer dem Vorhang / der vor dem Zeugniß hanget. Und Aaron und seine Söhne sollen sie zurtchten/ beyde des " Morgens und des Abends / vor dem Herrn. Das 7 soll euch eine ewige Weift seyn auf eure Nachkomme»/ unter den Kindern Israel. * 1 Chr. 17/ 4o. -s c. 30/ 21. 3 Mos. 6/ is. c. 16/ 29. Das 28. Capitel. Pmsierliche Klcidcrzicrdc Aarons und scinrr Söhne. 1. Nnd sollst Aaron/ deinen Bruder/ und seine ^ Söhne zu dir nehmen / aus den Kindern Israel/ daß er mein Priester sey; nähmlich Aaron und seine" Söhne / Nadab/ Abihu / Elea- sar und Jthamar. * c. 6 / 23. 1 Chr. 7 / 3. 2. Und sollst Aaron / deinem Bruder/ heilige "Kleider macken/ die herrlich und schön seyen. * c. 35/ 19. 3 . Und sollst reden mit allen, die "eines weisen Herzens sind, die ich mit dem Geist der Weis- Aarons Kleider. 2 Mose 28. Amtschildlein. 83 heit erfüllet habe, daß sie Aaron Kleider machen zu seiner Weihe, daß er mein Priester sey. * c. 2. Das find aber die * Kleider, die fie machen sollen: Das Schildlein, den Leibrock, den seidenen Rock, engen Rock, Hnt und Gürtel. Also sollen fie heilige Kleider machen deinem Bruder Aaron, und seinen Söhnen, daß er mein Priester sey. * e. 39 / i. Z. Dazu sollen fie nehmen Gold, gelbe Seide, Scharlaken, Rofinroth, und weiße Seide. 6 . Den * Leibrock sollen sie machen von Gold, gelber Seide, Scharlaken, Rofinroth, und gezwirnter weißer Seide, künstlich, * c. 39,2. 7. Daß er auf beyden Achseln zusammen ge- füget, und an beyden Seiten zusammen gebunden werde. 8 . Und sein * Gurt darauf soll derselben Kunst und Werk seyn, von Gold, gelber Seide, Scharlaken, Rofinroth, und gezwirnter weißer Seide. * c. 39/ §. 9. Und sollst zween Onychsteine nehmen, und darauf graben die Nahmen der Kinder Israel; 10. Auf Jeglichen sechs Nahmen, nach der Ordnung ihres Alters. 11. Das sollst du thun durch die Steinschneider , die da Siegel graben, also, daß sie mit Gold umher gefastet werden. 12. Und sollst sie auf die Schultern des Leibrocks heften, daß es Steine seyen zum Gedächtniß für * die Kinder Israel, daß Aaron ihre Nahmen auf seinen beyden Schultern trage vor dem Herrn zum Gedächtniß. *». 29. 13 . Und sollst goldene Spangen machen; 1^. Und zwo Ketten von feinem Golde, mit zwey Enden, aber die Glieder in einander hangend , und sollst fie an die Spangen thun. 15. Das ' Amtschildlein sollst du machen nach der Kunst, wie den Leibrock, von Gold, gelber Seide, Scharlaken, Rofinroth, und gezwirnter weißer Seide. * c. 39/ 8 . 16. Viereckicht soll es seyn und zwiefach; einer Hand breit soll seine Länge seyn, und einer Hand breit seine Breite. 17. Und sollst es füllen mit vier Reihen voll * Steine. Die erste Reihe sey ein Sarder, Topa- ser, Smaragd; * Off. 21,19. 18. Die andere ein Rubin, Sapphir, Demant; 19. Die dritte ein Lyncurer, Achat, Amethyst; 20. Die vierte ein Türkis, Onych, Jaspis. In Gold sollen fie gefastet seyn in allen Reihen. 21. Und sollen nach dxn zwölf Nahmen der Kinder Israel stehen , gegraben vom Steinschneider; ein Jeglicher seines Nahmens, nach den zwölf Stämmen. 22. Und sollst * Ketten zu dem Schildlein machen, mit zwey Enden, aber die Glieder in einander hangend, von feinem Gold. * c. 39/13. 23. Und zween goldene Ringe an das Schildlein , also, daß du dieselben zween Ringe heftest an zwo Ecken des Schildleins, 2^. Und die zwo goldenen Ketten in dieselben zween Ringe an den beyden Ecken des Schildleins thust. 25. Aber die zwey Enden der zwo Ketten sollst du in zwo Spangen thun, und sie heften auf die Schultern am Leibrock, gegen einander über. 26. Und sollst* zween andere goldene Ringe machen, und an die zwo andern Ecken des Schildleins heften an seinem Ort, inwendig gegen dem Leibrock. * c. 39/19. 27. Und sollst abermahl zween goldene Ringe machen, und an die zwo Ecken unten am Leibrock gegen einander heften, da der Leibrock zusammen gehet, oben an dem Leibrock künstlich. 28. Und man soll das Schildlein mit seinen Ringen, mit einer gelben Schnur an die Ringe des Leibrocks knüpfen, daß es auf dem künstlich gemachten Leibrock hart anliege, und das Schildlein sich nicht von dem Leibrock los mache. 29. Also soll Aaron die Nahmen der Kinder Israel tragen in dem Amtschildlein, auf seinem Herzen, wenn er in das Heilige gehet; zum Gedächtniß vor dem Herrn allezeit. 30. Und sollst * in das Amtschildlein thun Licht und Recht, daß sie auf dem Herzen Aarons seyen, wenn er eingehet vor dem Herrn, und trage das Amt der Kinder Israel auf seinem Herzen, vor dem Herrn allewege. ' 3 Mos. 8/ 8. 4 Mos. 27/ 21 . 3 Mos. 33/ 8. 31 . Du sollst auch den * seidenen Rock unter den Leibrock machen, ganz von gelber Seide. * c. 39/ 22. 32 . Und oben mitten inne soll ein Loch seyn, und eine Borte um das Loch her zusammen gefaltet, daß es nicht zerreiße. 33. Und unten an seinem Saum sollst du Granatäpfel machen von gelber Seide, Scharlaken, Rofinroth um und um; und zwischen dieselben goldene Schellen, auch um und um, 3 ^. Daß eine goldene Schelle sey, darnach ein Granatapfel, und abermahl eine goldene Schelle, und wieder ein Granatapfel, um und um an dem Saum desselben seidenen Rocks. L 2 84 Heilige Kleiden 2 Mose 35. Und Aaron soll ihn anhüben, wenn er dienet, daß man seinen Klang höre / wenn er aus- und eingehet in das Heilige vor dem Herrn, auf daß er nicht sterbe. 36. Du sollst auch ein * Stirnblatt machen von feinem Gold / und ausgraben, wie man die Siegel ausgräbet: Die Heiligkeit des Herrrw * c. 3A 30. 37. Und sollst es heften an eine gelbe Schnur vorne an den Hut, 38. Auf der Stirn Aarons, daß also Aaron trage die Missethat des Heiligen, das die Kinder Israel heiligen in allen Gaben ihrer Heiligung ; und es soll allewege an seiner Stirn seyn, daß er sie versöhne vor dem Herrn. 39. Du sollst auch den * engen Rock machen von weißer Seide, und einen Hut von weißer Seide machen, und einen gestickten Gürtel. * <. 39/ 27. ^v. Und den Söhnen Aarons sollst du Röcke, Gürtel und Hauben * machen, die herrlich und schön seyen. * (Hauptbinden) ^1. Und sollst sie deinem Bruder Aaron sammt seinen Söhnen anziehen, und sollst sie * salben, und ihre -!- Hände füllen, und sie weihen, daß sie meine Priester seyen. * 3 Mos. 8/12. 1- c. 29/ 9. -42. Und sollst ihnen leinene Niederkleider machen, zu bedecken das Fleisch der Scham, von den Lenden bis an die Hüften. -43. Und Aaron und seine Söhne sollen sie anhaben, wenn sie in die Hütte des Stifts gehen, oder hinzutreten zum Altar, daß sie dienen in dem Heiligthum, daß sie nicht ihre Missethat tragen, und sterben mäßen. Das soll ihm und seinem Samen nach ihm eine ' ewige Weise seyn. *«. 29/ 2». Das 29. Capitel. Einweihung und Opfer der Priester. 1. ^as ist es auch, das * du ihnen thun sollst, daß sie mir zu Priestern geweihet werden. Nimm einen jungen Farren, und zween Widder ohne Wandel. * 3 Mos. 8,2. 2. Ungesäuertes Brot, und ungesäuerte Kuchen mit Oehl gemenget, und ungesäuerte Fladen mit Oehl gesalbet; von Weizenmehl sollst du solches alles machen. 3. Und sollst es in einen Korb legen, und in dem Korbe herzu bringen, sammt dem Farren, und den zween Widdern. Und sollst ' Aaron und feine Söhne vor 28. 29. Einweihung und Opfer der Priester. die Thür der Hütte des Stifts fuhren , und mit Wasser waschen, * c. 4«/12. -s c. 3 », 19. 5. Und die Kleider nehmen, und Aaron anziehen den engen Rock, und den Seidenrock, und den Leibrock, und das Schildlein zu dem Leibrock; und sollst ihn gürten außen auf dem Leibrock, 6. Und den Hut auf sein Haupt setzen, und die heilige ' Krone an den Hut. ' 3 Mos. 8/ 9 . 7. Und sollst nehmen das Salböhl, und auf sein Haupt schütten, und ihn salben. 8. Und seine Söhne sollst du auch herzuführen, und den engen Rock ihnen anziehen; 9. Und beyde Aaron und auch sie mit Gürteln gürten, und ihnen die Hauben aufbinden, daß sie das Priesterthum haben zu ewiger Weise. Und sollst Aaron und seinen Söhnen die Hände ' füllen, * c. 28 / 41. 10. Und den Farren herzu führen vor * die Hütte des Stifts; und Aaron sammt seinen Söhnen sollen ihre Händel auf des Farren Haupt legen. * 3 Mos. 1 / 3 . -i- Esaj. 33/ 3. 11. Und sollst den Farren schlachten vor dem Herrn, vor der Thür der Hütte des Stifts. 12. Und sollst seines Bluts nehmen, und auf des Altars Hörner thun, mit deinem Finger, und alles andere Blut an des Altars Boden schütten. 13. Und sollst * alles Fett nehmen am Eingeweide, und das Netz über der Leber, und die zwo Nieren mit dem Fett, das darüber liegt, und sollst es auf dem Altar anzünden. * 3 Mos. 3/ 3. 4. 10 . 11 . c. 7/ 4. 1-4. Aber des * Farren Fleisch, Fell und Mist, sollst du außen vor dem Lager mit Feuer verbrennen; denn es ist ein Sündopfer. * 3 Mos. 4/ 11 . 12 . 3 Mos. 8/ 17. Ebr. 13/ 11 . 15. Aber den * einen Widder sollst du nehmen, und Aaron sammt seinen Söhnen sollen ihre Hände auf sein Haupt legen. *3Nos. 8/ is. 16. Dann sollst du ihn schlachten, und seines Bluts nehmen, und auf den Altar sprengen rings herum. 17. Aber den Widder sollst du zerlegen in Stücke, und sein Eingeweide und Schenkel waschen, und sollst es auf seine Stücke und Haupt legen, 18. Und den * ganzen Widder anzünden auf dem Altar ; denn es ist dem Herrn ein Brand- opfer, ein süßer Geruch, ein Feuer des Herrn. * 3 Mos. 8/ 21. 19. Den andern Widder aber sollst du nehmen, Heilige 2 Mose 29. Kleider. und Aaron sammt seinen Söhnen sollen ihre Hände auf sein Haupt legen. 20. Und sollst ihn schlachten, und seines Bluts nehmen, und Aaron und seinen Söhnen auf den rechten Ohrknörpel thun, und auf den Daumen ihrer rechten Hand, und auf den großen Zehen ihres rechten Fußes ; und sollst das Blut auf den Altar sprengen rings herum. 21. Und sollst des Bluts auf dem Altar nehmen, und Salböhl, und Aaron und seine Kleider , seine Söhne und ihre Kleider besprengen; so wird er und seine Kleider, seine Söhne und ihre Kleider geweihet. 22. Darnach sollst du nehmen das * Fett von dem Widder, den Schwanz, und das Fett am Eingeweide, das Netz über der Leber, und die zwo Nieren mit dem Fett darüber, und die rechte Schulter, (denn es ist ein Widder der FÜllUNg.) * 3 Mos. 8, 16. 23. 23 . Und Ein Brot, und Einen Oehlkuchen, und Einen Fladen aus dem Korbe des ungesäuerten Brots, der vor dem Herrn stehet. 2-1. Und * lege es alles auf die Hände Aarons und seiner Sohne, und webe es dem Herrn. * 3 Mos. 8 , 27 . 25 . Darnach nimms von ihren Händen, und zünde es an auf dem Altar zum Brandopfer zum süßen Geruch vor dem Herrn; denn das ist ein Feuer des Herrn. 26. Und sollst die Brust nehmen vom Widder der Fülle Aarons, und sollst es vor dem Herrn weben. Das soll dein Theil ftyn. 27. Und sollst also "heiligen die Webebrust, und die Hebeschulter, die gewebet und gehebet sind von dem Widder der Füllung Aarons und seiner Söhne. ' ^ Mos. 6 ,20. 28. Und soll Aarons und seiner Söhne' seyn, zur ewigen Weise, von den Kindern Israel; denn es ist ein Hebopfer. Und die Hebopfer sollen des Herrn seyn, von den Kindern Israel an ihren Dankopfern, und Hebopfern." c. 28,43. 29. Aber die heiligen Kleider Aarons sollen seine Sohne haben nach ihm, daß sie darinnen gesalbet, und ihre Hände gefüllet werden. 30. Welcher unter seinen Söhnen an feiner Statt Priester wird, der soll sie sieben Tage anziehen, daß er gehe in die Hütte des Stifts, zu dienen im Heiligen. 31. Du sollst aber nehmen den Widder der Füllung, und sein Fleisch an einem heiligen Ort kochen. 32 . Und * Aaron mit seinen Söhnen soll des- 86 selben Widders Fleisch essen, sammt dem Brot im Korbe, vor der Thür der Hütte des Stifts« * 3 Mos. 24, 9. 33 . Denn es ist Versöhnung damit geschehen, zu füllen ihre Hände, daß sie geweihet werden. Kein Anderer soll es essen, denn es ist heilig. 3-1. Wo aber etwas überbleibet von dem Fleisch der Füllung und von dem Brot bis an den Morgen, das sollst du mit Feuer verbrennen, und nicht essen lassen; denn es ist heilig. 35. Und sollst also mit Aaron und seinen Söhnen thun alles, was ich dir gebothen habe. Sieben Tage sollst du ihre Hände füllen, 36 . Und täglich einen Farren zum Sündopfer schlachten, zur Versöhnung. Und sollst den Altar entsündigen, indem du ihn versöhnest, und sollst ihn salben, daß er geweihet werde. 37. Sieben Tage sollst du den Altar versöhnen und ihn weihen, daß er sey ein Altar, das Allerheiligste. Wer den Altar anrühren will, der soll geweihet seyn. 38 . Und das sollst du mit dem Altar thun: * Zwey jährige Lämmer sollst du allewege des Tages darauf opfern, »4Mos. 28,3. 39. Ein Lamm des Morgens, das andere zwischen Abends. -io. Und zu Einem Lamm ein Zehnten Semmelmehl , gemenget mit einem Viertheil von einem Hin gestoßenes Oehl, und ein Viertheil vom Hin Wein zum Trankopfer. -11. Mit dem andern Lamm zwischen Abends sollst du thun, wie mit dem Speisopfer und Trankopfer des Morgens; zum süßen Geruch, ein Feuer dem Herrn. 2,2. Das ist das tägliche Brandopfer bey euern Nachkommen vor der Thür der Hütte des Stifts, vor dem Herrn, da ich euch zeugen, und mit dir reden will. -1.3. Daselbst will ich von den Kindern Israel erkannt, und geheiliget werden in meiner Herrlichkeit. * c. 20, 24. 3 Mos. 26, 11. 3 Mos. 12, 3. 11. 2 Cor. 6, 16. ^- 1 . Und will die Hütte des Stifts samt dem Altar heiligen, und Aaron und seine Söhne mir zu Priestern weihen. -15. Und will unter den Kindern Israel * wohnen , und ihr Gott seyn, * 3 Mos. 26, n. 12. - 16 . Daß sie wissen sollen, Ich sey der Herr, ihr Gott, der sie aus Egyptenland führete, daß ich unter ihnen wohne; Ich der Herr, ihr Gott. 36 Räuchaltar. Auferlegte Steuer. 2 Mose 30. Salböhl. Das 30. Capitel. Vom Räuchaltar/ der auftrlegten Steuer/ Handfaß/ Salböhl und Räuchwcrk. sollst auch ' einen Räuchaltar machen ^ zu räuchern, von Förenholz, *-. 37/ 23. 2. Eine Elle lang und breit, gleich viereckigt, und zwo Ellen hoch, mit seinen Hörnern. 3. Und sollst ihn mit feinem Golde * überziehen, sein Dach und seine Wände rings umher, und seine Hörner. Und sollst einen Kranz von Gold umher machen ; * <. 37/ 26. Und * zween goldene Ringe unter dem Kranz zu beyden Seiten, daß man Stangen darein thue, und ihn damit trage. * c. 37,27. 5. Die * Stangen sollst du auch von Förenholz machen, und mit Gold überziehen, "c. 37 / 28. 6. Und sollst ihn setzen vor den Vorhang, der vor der Lade des Zeugnisses hänget, und vor dem Gnadenstuhl, der auf dem Zeugniß ist, " von dannen ich dir werde zeugen. * c. 23/ 22. 7. Und Aaron soll darauf räuchern * gutes Räuchwerk alle Morgen, wenn er die Lampen zurichtet. * Off. 3 / 8 . 1 Smn. 3 /3. 8. Desselbigen gleichen, wenn er die Lampen anzündet zwischen Abends, "soll er solches Ge- räuch auch räuchern. Das soll das tägliche Geräuch seyn vor dem Herrn bey euern Nachkommen. * Ps. 141/ 2. 9. Ihr sollt kein * fremdes Geräuch darauf thun, auch kein Brandopfer noch Speisopfer, und kein Trankopfer darauf opfern. * 3 Mos. io, 1. 10. Und Aaron soll auf seinen Hörnern versöhnen einmal)! im Jahr mit dem Blut des Sundopfers zur Versöhnung. Solche Versöhnung soll jährlich * einmahl geschehen bey euern Nachkommen; denn das ist dem Herrn das Allerheiligste. * El>r. 9 / 7. c. 10/14. 11. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 12. Wenn du * die Häupter der Kinder Israel zählest, so soll ein Jeglicher dem Herrn geben die Versöhnung seiner Seele, auf daß ihnen nicht eine Plage widerfahre, wenn sie gezählet werden. * 4 M»s. i/2. c. 26/2.? 13. Es soll aber ein Jeglicher, der mit in der Zahl ist, einen halben Sekel geben, nach dem Sekel des Heiligthums (ein * Sekel gilt zwanzig Gera). Solcher halber Sekel soll das Hebopfer des Herrn seyn. * 3 Mos. 27/ 23. 4 Mos. 3/ 47. c. 18 / 16. Ez. 43 / 12. 13. Wer in der Zahl ist von zwanzig Jahren und darüber, der soll solches Hebopfer dem Herrn geben. is. Der Reiche soll nicht mehr geben, und der Arme nicht weniger, als den halben Sekel, den man dem Herrn zur Hebe gibt, für die Versöhnung ihrer Seelen. 16. Und du sollst solches Geld der Versöhnung nehmen von den Kindern Israel, und an den Gottesdienst der Hütte des Stifts legen, daß es sey den Kindern Israel ein Gedächtniß vor dem Herrn, daß er sich über ihre Seelen versöhnen lasse. 17. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 18. Du sollst auch ein * ehern Handfaß machen mit einem ehernen Fuß, zu waschen, und sollst es setzen zwischen der Hütte des Stifts und dem Altar, und Wasser darein thun; * c. 33/ 16. c. 38/ 8. c. 40/ 30. 19. Daß Aaron und seine Söhne ihre Hände und Fuße daraus waschen, 20. Wenn sie in die Hütte des Stifts gehen, oder zum Altar, daß sie dienen mit Räuchern, einem Feuer des Herrn; 21. Auf daß sie nicht sterben. Das'soll eine ewige Weise seyn, ihm und seinem Samen bey ihren Nachkommen. * c. 28/ 43. 22. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 23. Nimm zu dir die besten Spezereyen; die edelsten Myrrhen, fünf hundert (Sekel); und Cinnament, die Hälfte so viel, zwey hundert und fünfzig; und Kalmus, auch zwey huudert und fünfzig; 2^. Und Casien fünf hundert, nach dem Sekel des Heiligthums; und Oehl vom Oehlbaum ein Hin. 2s. Und mache ein heiliges * Salböhl, nach der Apothekerkunst. * c. 37,29. 26. Und sollst damit salben die Hütte des Stifts, und die Lade des Zeugnisses ; 27. Den Tisch mit allem seinem Geräthe, den Leuchter mit seinem Geräthe, den Räuchaltar ; 2 8. Den Brandopfer-Altar mit allem seinem Geräthe, und bas Handfaß mit feinem Fuß. 29. Und sollst sie also weihen, daß sie das Allerheiligste seyen; denn wer.sie anrühren will, der soll gcweihct seyn. 30. Aaron und seine Söhne sollst du auch salben , und sie mir zu Priestern weihen. 31. Und sollst mit den Kindern Israel reden / Von Gott Vega-te Künstler. 2 Mose und sprechen: Dreß Oehl soll mir eine heilige Salbe seyn bey euern Nachkommen. 32. Auf Menschenleib solls nicht gegossen werden , sollst auch seines gleichen nicht machen; denn es ist heilig, darum solls euch heilig seyn. 33 . Wer ein solches machet, oder einem andern davon gibt, der soll von seinem Volk ausgerottet werden. 3 - 4 . Und der Herr sprach zu Mose: Nimm zu dir Spezerey, Balsam, Stacten, Galben und reinen Weihrauch, eines so viel als des andern ; 35 . Und mache * Räuchwerk daraus, nach Apothekerkunft gemenget, daß es rein und heilig sey. * c. 15 . «. 39/ 38 . 36 . Und sollst es zu Pulver stoßen, und sollst desselben thun vor das Zeugniß in der Hütte des Stifts, von " dannen ich dir zeugen werde. Das soll euch das Atterheiligste seyn. * c. 25 ,22. 37. Und desgleichen Räuchwerk sollt ihr euch nicht machen, sondern es soll dir heilig seyn dem Herrn. 38 . Wer ein solches machen wird, daß er damit räuchere, der wird ausgerottet werden von seinem Volk. Das 31 . Capitel. Bestellung der Werkmeister. Sabbathsfcyer. Geschtafelir. i.Nnd der Herr redete mit Mose, und sprach: " 2. Siehe, i^- habe mit Namen berufen * Bezaleel, den Sohn Uri, des Sohnes Hur, vom Stamm Juda; * c. 35, so. c. 36 /1. 3. Und habe ihn erfüllet mit dem Geist Gottes, mit Weisheit und Verstand, und Erkenntniß, und mit allerley Werk; - 4 . * Künstlich zu arbeiten am Gold, Silber, Erz; * c. 35/ 32. 5. * Künstlich Stein zu schneiden, und einzusetzen, und künstlich zu zimmern am Holz, zu machen allerley Werk. * 35/ 33. 6 . Und siehe, ich habe ihm zugegeben Ahaliab, den Sohn Ahisamachs, vom Stamm Dan; und habe allerley Weisen die Weisheit ins Her; gegeben, daß sie machen sollen alles, was ich dir gebothen habe; 7 . Die Hütte des Stifts, die Lade des Zeugnisses, den Gnadenstuhl darauf, und alle "Gerüche der Hütte; * c. 35/ n. 12. c. 39/ 33. 8 . Den Tisch und fein Geräthe, den feinen Leuchter und alles sein Geräthe, den Räuchalrar, 9. Den Brandopfer-Altar, mit allem seinem Geräthe, das Handfaß mit seinem Fuße; 10. Die Amtskleider, und die heiligen Kleider 30. 31. 32. Goldenes Kalb. 87 des Priesters Aarons, und die Kleider seiner Söhne, priesterlich zu dienen. 11. Das Salböhl, und das Räuchwerk von Spezerey zum Heiligthum. Alles, was ich dir gebothen habe, werden sie machen. 12. Und der Herr redete mit Mose, und sprach1 13. Sage den Kindern Israel, und sprich: Haltet meinen " Sabbath, denn derselbe ist ein Zeichen zwischen mir und euch, auf eure Nachkommen, daß ihr wisset, daß ich der Herr bin, der euch heiliget. * c. 20 / 8. i-L. Darum so haltet meinen Sabbath, denn er soll euch heilig seyn. Wer ihn entheiliget, der soll des Todes sterben. Denn wer eine Arbeit darinnen thut, deß " Seele soll ausgerottet werden von seinem Volk. " 4 Mos. 15/ 32-33. t 5 . Sechs Tage soll man arbeiten; aber am siebenten Tage ist der Sabbath, die heilige Ruhe des Herrn. Wer eine Arbeit thut am Sabbathtage, soll des Todes sterben. 16. Darum sollen die Kinder Israel den Sabbath halten, daß sic ihn auch bey ihren Nachkommen halten zum ewigen Bunde. 17. Er ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israel. Denn in " sechs Tagen machte der Herr Himmel und Erde; aber am siebenten Tage ruhete er, und erquickte sich. * 1 Mos 2/ 2. 18. Und da der Herr ausgeredet hatte mit Mose, auf dem Berge Sinai, gab er ihm zwo " Tafeln des Zeugnisses; die waren steinern, und geschrieben mit dem Finger Gottes-. * 5 Mos. 4/ 13. Das 32. Capitel. Abgöttcrcy mit dem gegossenen Kalbe. 1. ^>a aber das Volk sah, daß Mose verzog von dein Berge zu kommen; sammelte sichs wider Aaron, und sprach zu ihm: Auf, und "mache uns Götter, die vor uns hergehen: Denn wir wissen nicht, was diesem Manne Mose widerfahren ist, der uns aus Egypten- land gefuhret hat. * An. Geich. 7, -10. 2. Aaron sprach zu ihnen : Reisset ab die goldenen Ohrenringe an den Obren eurer Weiber, eurer Söhne und eurer Tochter; und bringet sie zu mir. 3. Da riß alles Volk seine goldenen Ohrenringe von ihren Ohren, und brachten sie zu Aaron. Und er nahm sie von ihren Händen , und entwarf es mit einem Griffel, und machte ein " gegossenes Kalb. Und sie sprachen: Das sind deine 88 Fürbitte Mose. 2 Mose 32. Gesetztafeln zerbrochen. Götter, Israel, die dich aus Egyptenland geführet haben. * Ps. 106,19.20. s. Da das Aaron sah, bauete er einen Altar vor ihm, und ließ ausrufen, und sprach: Morgendst des Herrn Fest. *Hos. 7,3. 6 . Und standen des Morgens frühe ans, und opferten Brandopfer, und brachten darzu Dankopfer. Darnach * setzte sich das Volk zu essen und zu trinken, und standen auf zu spielen. * 1 Cor. 10 / 7 . 7 . Der Herr aber sprach zu Mose: Gehe, steige hinab; denn * dein Volk, das du aus Egyptenland geführet hast, hats verderbet. * 3 Mos. 9, 12. 8 . Sie sind schnell von' dem Wege getreten, den ich ihnen gebothen habe. Sie haben ihnen ein gegossenes Kalb gemacht, und haben es angebelhet, und ihm geopfert, und gesagt: Das sind 'deine Götter, Israel, die dich aus Egyptenland geführet haben. * 1 Kon. 12/ 28. 9. Und der Herr sprach zu Mose: Ich ' sehe, daß es ein halsstarriges Volk ist. *0.33,3. 3 Mos. 9/ 13. 10. Und nun laß mich, daß mein Zorn über sie ergrimme, und sie auffresse; ' so will ich dich zum großen Volk machen. ' 4 Mos. 14,12. 11. Mose aber' flehete vor dem Herrn, seinem Gott, und sprach: Ach Herr, warum will dein Zorn ergrimmen über dein Volk, das du -k mit großer Kraft und starker Hand hast aus Egyptenland geführet? * 4 Mos. 14,13. Ps. 106/ 23. 7 - c. 13, 3. 14. 12. Warum sollen die Egypter sagen, und sprechen: Er hat sie zu ihrem Unglück ausge- führet, daß er sie erwürge im Gebirge, und vertilge sie von dem Erdboden? Kehre dich von dem Grimm deines Zorns, und sey gnädig über die Bosheit deines Volks. 13. 'Gedenke an deine Diener, Abraham, Isaak und Israel, t denen du bey dir selbst geschworen, und ihnen verheissen hast: Ich will euern Samen mehren, wie die Sterne am Himmel, und alles Land, das ich verheissen habe, will ich euerm Samen geben, und sollen es besitzen ewiglich. * 3 Mos. 9 ,27. s i Mos. 22,16. iL. Also gereuete den Herrn das Uebel, das er drohete seinem Volk zu thun. 15. Mose wandte sich, und stieg vom Berge, und hatte zwo Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand , die waren geschrieben auf beyden Seiten. 16. Und Gott hatte sie selbst gemacht, und selbst die ' Schrift darein gegraben. * c. 31 , ir. 3 Mos. 9 ,'10. 17. Da nun Josua hörete des Volts Geschrey, daß sie jauchzeten, sprach er zu Mose: Es ist ein Geschrey im Lager, wie im Streit. 18. Er antwortete: Es ist nicht ein Geschrey gegen einander derer, die obliegen und unterliegen; sondern ich höre ein Geschrey eines Singetanzes. 19. Als er aber nahe zum Lager kam, und das Kalb und den Reihen sah; ergrimmete er mit Zorn, und warf die Tafeln aus seiner Hand, und zerbrach sie unten am Berge; 20. Und * nahm das Kalb, das sie gemacht hatten, und verbrannte es mit Feuer, und zer- malmete es zu Pulver, und stäubte es aufs Wasser, und gab es den Kindern Israel zu trinken; * 3 Mos. 9, 21. 21. Und sprach zu Aaron: Was hat dir das Volk gethan, daß du eine so große Sünde über sie gebracht hast? 22. Aaron sprach: Mein Herr lasse seinen Zorn nicht ergrimmen. Du weißt, daß dieß Volk böse ist. 23. Sie sprachen zu mir: Mache uns Götter, die vor uns hergehen; denn wir wissen nicht, wie es diesem Manne Mose gehet, der uns aus Egyptenland geführet hat. 2^. Ich sprach zu ihnen: Wer Gold hat, der reiste es ab, und gebe es mir. Und ich warf es ins Feuer; daraus ist das Kalb geworden. 25. Da nun Mose sah, daß das Volk los geworden war, denn Aaron hatte sie los gemacht durch ein Geschwätz, damit er sie fein wollte an- richten; 26. Trat er in das Thor des Lagers, und sprach: Her zu mir, wer dem Herrn angehöret. Da sammelten sich zu ihm alle Kinder Levi. 27. Und er sprach zu ihnen: So spricht der Herr, der Gott Israels: * Gürte ein Jeglicher sein Schwert auf seine Lenden, und durchgehet hin und wieder, von einem Thor zum andern im Lager, und erwürge ein Jeglicher seinen Bruder , Freund und Nächsten. * 1 Sam. 23,13. 28. Die Kinder Levi thaten, wie ihnen Mose gesagt hatte; und siel des Tages vom Volk drey tausend Mann. 29. Da sprach Mose: Füllet heute eure Hände dem Herrn, ein jeglicher an ' seinem Sohne und Bruder, daß heute über euch der Segen gegeben werde. ' 3 Mos. 33,9. 30. Des Morgens aber sprach Mose zum Volk: Ihr habt eine große Sünde gethan; nun, ich will Mose bittet für das Volk, 2 Mose 32. 33. findet Gnade vor Gott. 89 will hinauf steigen zu dem Herrn, ob ich vielleicht eure Sünde versöhnen möge. 31. Als nun Mose wieder zum Herrn kam, sprach er: Ach, das Volk hat eine große Sünde gethan, und haben ihnen goldene Götter gemacht. 32. Nun vergib ihnen ihre Sünde. Wo nicht, so * tilge mich auch aus deinem Buch, das du geschrieben hast. "Rom. S/Z. 33 . Der Herr sprach zu Mose: Was? Ich will den aus meinem'Buch tilgen der an mir sündiget. ' Ps. 69 / 29. 3 ^. So gehe nun hin, und führe das Volk, dahin ich dir gesagt habe. Siehe, mein ' Engel soll vor dir hergehen. Ich werde ihre Sünde wohl heimsuchen, wenn meine Zeit kommt heimzusuchen. * c. 13, 21. c. 14, 19. c. 23, 20. 23. Es. 63, 9. 35 . Also strafte der Herr das Volk, daß fie das Kalb hatten gemacht, welches Aaron gemacht hatte. Das 33. Capitel. Mose bittet fiir das Volk, und begehret des Herrn Herrlichkeit z» sehen. 1. Aer Herr sprach zu Mose: Gehe, * ziehe ^ von dannen , du und das Volk, das du aus Egyptenland geführet hast, ins Land, das ich t Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe und gesagt: Deinem Samen will ichs geben. * 1 Mos. 12, 1. -j- 1 Mos. 30, 24. 4 Mos. 32, 11. 2. Ich Will vor dir her sendeil ' einen Engel, und ausftoßen die Cananiter, Amoriter, Hethiter, Pheresiter, Heviter und Jebußter.* c. 32,34. 3. Ins Land, darinnen Milch und Honig fließet. Ich will nicht mit dir hinauf ziehen; denn du bist ' ein halsstarriges Volk. Ich möchte dich unterwegs auffressen. * c. 32,9. c. 34.9. - 4 . Da das Volk diese böse Rede hörete, trugen sie Leid, und Niemand trug seinen Schmuck an sich. 5. Und der Herr sprach zu Mose: Sage zu den Kindern Israel: Ihr seyd ein halsstarriges Volk. Ich werde einmahl plötzlich über dich kommen, und dich vertilgen. Und nun lege deinen Schmuck von dir, daß ich wisse, was ich dir thun soll. 6 . Also thaten die Kinder Israel ihren Schmuck von sich vor'dem Berge Horeb. 7. Mose aber nahm die Hütte, und schlug sie auf, außen ferne vor dem Lager, und hieß sie eine Hütte des Stifts. Und wer den Herrn fragen wollte, mußte heraus gehen zur Hütte des Stifts vor das Lager. 8. Und wenn Mose ausging zur Hütte, so stand alles Volk auf, und trat ein Jeglicher in seiner Hütte Thür, und sahen ihm nach, bis er in die Hütte kam. 9. Und wenn Mose in die Hütte kam, so kam die Wolkensäule hernieder, und stand in der Hütte Thür, und redete mit Mose. 10. Und alles Volk sah die Wolkensäule in der Hütte Thür stehen, und standen auf, und neigten sich, ein Jeglicher in seiner Hütte Thür. it. Der Herr aber redete mit Mose von" Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet. Und wenn er wiederkeh- rete zum Lager; so wich sein Diener Josua, der Sohn Nun, der Jüngling, nicht aus der Hütte. * 4 Mos. 12, s. 12. Und Mose sprach zu dem Herrn: Siehe, du sprichst zu mir: Führe das Volk hinauf; und lassest mich nicht wissen, wen du mit mir senden willst; so du doch gesagt hast, ich kenne dich mit Nahmen, und * hast Gnade vor meinen Augen gefunden. * 1 Mos. 6, 8. Luc. 1, 30. 13. Habe * ich denn Gnade vor deinen Augen gefunden; so laß mich 7 deinen Weg wissen, damit ich dich kenne, und Gnade vor deinen Augen finde. Und siehe doch, daß dieß Volk dein Volk ist. " c. 34,9. -l- Ps. 103,7. 1^. Er sprach: Mein Angesicht soll gehen, damit will ich dich leiten. 15. Er aber sprach zu ihm: Wo nicht dein Angesicht gehet, so führe uns nicht von dannen hinauf. 16. Denn wobey soll doch erkannt werden, daß ich und dein Volk vor deinen Augen Gnade gefunden haben, ohne wenn du mit uns gehest? Auf daß ich und dein Volk gerühmet werden vor allem Volk, das auf dem Erdboden ist. 17. Der Herr sprach zu Mose: Was du jetzt geredet hast, will ich auch thun; denn du hast Gnade vor meinen Augen gefunden, und ich * kenne dich mit Nahmen. "2 Tim. 2,19. 1 8 . Er aber sprach : So ' laß mich deine Herrlichkeit sehen. * Lob. 1,14. 19. Und er sprach: Ich will vor deinem Angesicht her alle meine Güte gehen lassen, und will lassen predigen des Herrn Nahmen vor dir. Wem' ich aber gnädig bin, dem bin ich gnädig; und weß ich mich erbarme, deß erbarme ich mich. * Rom. 9, 13. 20. Und sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen ; denn * kein Mensch wird leben, der mich stehet. *0.19,21. Nicht. 13,22. M Neue Gesetztafeln. 2 Mose 34. Bund Gottes. 90 21. Und der Herr sprach weiter: Siehe, es ist ein Raum bey mir; da sollst du auf dem Felsen stehen. 22. Wenn denn nun meine Herrlichkeit * vorüber gehet, will ich dich in der Felsenkluft lassen stehen, und meine Hand soll ob dir halten, bis ich vorüber gehe. 'c. 34,3. 6 . 23 . Und wenn ich meine Hand von dir thue, wirst du mir hinten Nachsehen: aber mein Angesicht kann man nicht sehen. Das 34. Capitel. Neue Gesehtafcln. Bund Gottes. Mose glänzendes Angesicht. 1. Nnd der Herr sprach zu Mose."Haue dir zwo steinerne Tafeln, wie die ersten waren , daß ich die Worte darauf schreibe, die in den ersten Tafeln waren, welche du zerbrochen hast. * 5 Mo,'. 10,1. 2. Und sey morgen bereit, daß du frühe auf den Berg Sinai steigest, und daselbst zu mir tretest auf des Berges Spitze. .3. Und laß * Niemand mit dir hinauf steigen, daß Niemand gesehen werde um den ganzen Berg her; auch kein Schaf noch Rind laß weiden gegen diesen Berg. ' c. 19, «2. Und Mose hieb zwo steinerne Tafeln, wie die ersten waren; und stand des Morgens frühe auf, und stieg auf den Berg Sinai, wie ihm der Herr gebothen hatte, und nahm die zwo steinerne Tafeln in seine Hand. 5. Da kam der Herr hernieder in einer Wolke, und trat daselbst bey ihn, und predigte von des Herrn Nahmen. 6 . Und da der Herr vor seinem Angesicht überging, rief' er: Herr: -t Herr Gott, barmherzig, und gnädig, und geduldig, und von großer Gnade und Treue. * c. 33 / 19. 4 Mos. 14 / 17. 18. s c. 20/ 6 . Neh. 9 / 17 . Ps. 86 / 3 . 13 . Ps. 103 / 8 . Ps. li 3 / 8 . Joel 2 / 13 . Jon. 4 / 2 . 7 . Der du bewahrest'Gnade in tausend Glied, und " vergibstMissethat, Übertretung und Sünde, und 7 vor welchem Niemand unschuldig ist; -k-i- der du die Missethat der Väter heimsuchest auf Kinder und Kindeskinder, bis ins dritte und vierte Glied. * c. 20/ 3 . 6 . 3 Mos. 3 / 10. c. 7 / 9 . Jcr. 32 / 18. " Mich. 7 / 18. 19 . s Hiob 9 / 2. -j-s- c. 20/ 3 . Ez. 18/ 20. 8 . Und Mose neigte * sich eilend zu der Erde, und bethete ihn an , * i Sam. 2,/ 9. s. Und sprach: Habe'ich, Herr, Gnade vor deinen Augen gefunden, so gehe der Herr mit uns ; denn es ist -!- ein halsstarriges Volk, daß du unserer Missethat und Sünde gnädig seyeft, und lassest uns dein Erbe seyn. ' 1 Mos. 18/ 3. c. 19 / 19. s- c. 33 , 3. 3 Mos. 23 / 38 . 3 Mos. 9 / 13 . 10. Und er sprach: Siehe, 'Ich will einen Bund machen vor allem deinem Volk, und will Wunder thun, dergleichen nicht geschaffen sind in allen Ländern, und unter allen Völkern; und alles Volk, darunter du bist, soll sehen des Herrn Werk; denn wunderbarlich soll es seyn, das ich bey dir thun werde. * Ps. E, 7. 11. Halte, was ich dir heute gebiethe. Siehe, ich will vor dir her ausstoßen die Amoriter, Cananiter, Hethiter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter. 12. Hüthe dich, daß du' nicht einen Bund machest mit den Einwohnern des Landes, da du einkommst, daß sie dir nicht ein Aergerniß unter dir werden ; ' c. 23,32. 13 . Sondern ' ihre Altäre sollst du Umstürzen, und ihre Götzen zerbrechen, und ihre Haine ausrotten. *«. 23/ 24. 1 Mos. 33,2. 1^. Denn du ' sollst keinen andern Gott an- bethen. Denn der Herr heisset ein Eiferer, darum, daß er ein eifriger Gott ist. * c. 20/ 3. c. 23 / 24 . 3 Mos. 4 / 24 . 15 . Auf daß, wo du einen Bund mit des Landes Einwohnern machest, und ' wenn sie huren ihren Göttern nach, und opfern ihren Göttern, daß sie dich nicht laden, und du von ihrem Opfer essest; ' 4 Mos. 23 /1.2. 16. Und ' nehmest deinen Söhnen ihre Töchter zu Weibern, und dieselben dann huren ihren Göttern nach, und machen deine Söhne auch ihren Göttern nachhuren. ' 4 Mos. 23/1. Nicht. 3 / 6 . 1 Kön. 11 / 2. 17 . Du ' sollst dir keine gegossenen Götter machen. ' c. 20/ 23 . 3 Mos. - 9 / 4 . 18. Das ' Fest der ungesäuerten Brote sollst du halten. Sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot essen, wie ich dir gebothen habe, um die Zeit des Monaths Abib; denn 7 in dem Monath Abib bist du aus Egypten gezogen. * c. 12. 13 . <. 13 / 6 . c. 23 / 13 . -s c. 13 / 4 . 3 Mos. 16, i. iy. ' Alles, was seine Mutter am ersten bricht, ist mein; was männlich seyn wird in deinem Vieh, das seine Mutter bricht, es sey Ochse oder Schaf. ' c. 13 /12. 0.-22,30. 20. Aber den Erstling des Esels sollst du mit einem Schaf lösen. Wo du es aber nicht lösest, so brich ihm das Genick. Alle ' Erstgeburt deiner Söhne sollst du lösen. Und 7 daß Niemand vor mir leer erscheine. ' <-13/ 2.1- 3 Nos. 16, is. Kirchengesetze. 2 Mose 34.35. Sabbathsruhe. 91 21. * Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten Tage sollst du feyern, beydes mit Pflügen und mit Ernten. * c. 20,«. 9. 22. * Das Fest der Wochen sollst du halten mit den Erstlingen der Weizenernte; und das Fest der Einsammlung, wenn das Jahr um ist. * 5 Mos. 16, 10. 23. * Dreymahl im Jahr sollen alle Manns- nahmen (Mannspersonen) erscheinen vor dem 7 Herrscher, dem Herrn und Gott Israels. * c. 23 , 17. 3 Mos. 16, 16 . ff Ps. 39, 14 . 24 . Wenn ich die Heiden vor dir ausstoßen, und deine Grenzen weitern werde; soll Niemand deines Landes begehren, dieweil du hinauf gehest dreymal im Jahr, zu erscheinen vor dem Herrn, deinem Gott. 25 . Du sollst das Blut meines Opfers nicht opfern ans dem gesäuerten Brot; und das Opfer des Osterfestes soll * nicht über Nacht bleiben bis an den Morgen. * c. 12,10. 26. Das * Erstling von den ersten Früchten deines Ackers sollst du in das Haus des Herrn, deines Gottes, bringen. Du sollst 7 das Böck- lein nicht kochen, wenn es noch an seiner Mutter Milch ist. * § Mos. 26, 2. 1-3 Mos. 14 , 21. 27 . Und der Herr sprach zu Mose: Schreibe diese Worte; denn nach diesen Worten habe ich mit dir und mit Israel * einen Bund gemacht.*»,. 10. 28. Und er war allda bey dem Herrn * vierzig Tage und vierzig Nächte, und aß kein Brot, und trank kein Wasser. Und er schrieb auf 7 die Tafeln solchen Bund, die zehn Worte. * c. 24 , 18. ff 3 Mos. 4 , 13 . 29. Da nun Mose vom Berge Sinai ging, hatte er die zwo Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand; und wußte nicht, daß die Haut seines Angesichts glänzete, davon, daß er mit ihm geredet hatte. 30 . Und da Aaron und alle Kinder Israel sahen, daß die Haut seines Angesichts glänzete; fürchteten sie sich zu ihm zu nahen. 31. Da rief sie Mose; und sie wandten sich zu ihm, beydes Aaron und alle Obersten der Gemeine; und er redete mit ihnen. 32. Darnach naheten*alle Kinder Israel zu ihm. Und er geboth ihnen alles, was der Herr mit ihm geredet hatte auf dem Berge Sinai. * c. 33 , 1. 33. Und wenn er solches alles mit ihnen redere, legte er * eine Decke auf sein Angesicht. * 2 Cor. 3 , 7 . 13 . 34. Und wenn er hinein ging vor den Herrn, mit ihm zu reden, that er die Decke ab, bis er wieder heraus ging. Und wenn er heraus kam, und redete mit den Kindern Israel, was ihm gebothen war; 35. So sahen dann die Kinder Israel sein Angesicht an, wie daß die Haut seines Angesichts glänzete; so that er die Decke wieder auf sein Angesicht, bis er wieder hinein ging, mit ihm zu reden. Das 35. Capitel. Sabbathsruhe. Frcywillige Steuer. Beruf Ler Werkmeister. i.llnd Mose versammelte * die ganze Gemeine * der Kinder Israel, und sprach zu ihnen: Das ist es, das der Herr gebothen hat, das ihr thun sollt: *-.34,32. 2. Sechs Tage sollt ihr arbeiten; den siebenten Tag aber sollt ihr heilig halten, einen * Sabbath der Ruhe des Herrn, 7 Wer darinnen arbeitet, soll sterben. *c. 20, 8 . ff c. 31, 14. 13. 3. Ihr sollt kein Feuer anzimden am Sab- bathtage in allen euern Wohnungen. 4 . Und Mose sprach zu der ganzen Gemeine der Kinder Israel: Das ist es, das der Herr gebothen hat. 5. Gebet unter euch Hebopfer dem Herrn, also, daß das Hebopfer des Herrn ein Jeglicher * williglich bringe, Gold, Silber, Erz, * c. 23, 2. 1 Chr. 30 , 3. 6 . Gelbe Seide, Scharlaken, Rosinroth, weiße Seide, und Ziegenhaar, 7 . Röthlich Widderfell, Dachsfell, und Fö- renholz, 8. Oehl zur Lampe, und Spezerey zur Salbe, und zu gutem Räuchwerk, 9. Onych, und eingefaßte Steine zum Leibrvck und zum Schildlein. 10. Und wer unter euch verständig ist, der komme, und mache, was der Herr gebothen hat. 11. Nähmlich die * Wohnung mit 7 ihrer Hütte und Decke, Rinken, Bretern, Riegeln, Säulen und Füßen ; * c. 23, 8 . --- c. 39,32. ff. 12. Die Lade mit ihren Stangen, den Gna- denstuhl und Vorhang; 13. Den Tisch mit seinen Stangen, und allem seinem Geräthe, und die Schaubrote; 14 . Den Leuchter, zu leuchten, und sein Geräthe, und seine Lampen, und das Oehl zum Licht; 15. Den * Räuchaltar mit seinen Stangen, M 2 92 Freywillige Steuer. 2 Mose 35. 36, Weise Künstler. die Salbe und Spezerey zum Räuchwerk; das Tuch vor der Wohnung Thüre; * c. 30, i. 16. Den Brandopfer-Altar mit seinem ehernen Gitter, Stangen, und allem seinem Geräthe; das Handfaß mit seinem Fuße; 17. Den Umhang des Vorhofs mit seinen Säulen und Füßen , und das Tuch des Thors am Vorhof; 18. Die Nägel der Wohnung und des Vorhofs mit ihren Seilen; 19. Die'Kleider des Amts zum Dienst im Heiligen , die heiligen Kleider Aarons, des Priesters , mit den 1- Kleidern seiner Söhne zum Priesterthum. * c. 28,2. c. 31,10. 20. Da ging die ganze Gemeine der Kinder Israel aus von Mose. 21. Und alle, die es gern und ' williglich gaben, kamen und brachten das Hebopfer dem Herrn, zum Werk der Hütte des Stifts, und zu allem seinem Dienst, und zu den heiligen Kleidern. * c. 36,3. 22. Es brachten aber beydes Mann und Weib, wer es williglich that, Hefte, Ohrenringe, Ringe und Spangen, und allerlei) goldene Gerüche. Dazu brachte Jedermann Gold zur Webe dem Herrn. 23. Und wer bey sich fand gelbe Seide, Schar- laken, Rosinroth, weiße Seide, Ziegenhaar, röthliche Widderfelle, und Dachsfelle, der brachte es. 2-4. Und wer Silber und Erz hob, der brachte es zur Hebe dem Herrn. Und wer Förenholz bey sich fand, der brachte- es zu allerley Werk des Gottesdienstes. 25. Und welche verständige Weiber waren, die wirkten mit ihren Händen, und brachten ihre Werke von gelber Seide, Scharlaken, Rosinroth , und weißer Seide. 26. Und welche Weiber solche Arbeit konnten, und willig dazu waren, die wirkten Ziegenhaare. 27. Die Fürsten aber brachten Onych, und eingefaßte' Steine, zum Leibrock und zum Schildlein, *i Chr. 30,8. 28. Und Spezerey, und Oehl zu Lichtern, und zur Salbe, und zu gutem Räuchwerk. 29. Also brachten die Kinder Israel williglich, beydes Mann und Weib, zu allerley Werk, das. der Herr gebothen hatte durch Mose, daß man es macken sollte. 30. Und Mose sprach zu den Kindern Israel: Sehet, der Herr hat mit Nahmen berufen * den Bezaleel, den Sohn Uri, des Sohnes Hur, vom Stamm Juda; * c. 31,2. 1 Chr. 2,20. 31. Und hat ihn erfüllet mit dem Geist Gottes, daß er weise / verständig, geschickt sey zu allerley Werk; 32. 'Künstlich zu arbeiten am Golde, Silber und Erz; '3«, 4. 33. * Edelstein schneiden und einsetzen, Holz zimmern, zu machen allerley künstliche Arbeit. ' c. 3i, L. 3-4. Und hat ihm sein Herz unterwiesen, sammt * Ahaliab, dem Sohne Ahisamachs, vom Stamm Dan. * c. 31, 6. 35. Er hat ihr Herz mit Weisheit erfüllet, zu machen allerley Werk, zu schneiden, wirken, und zu sticken, mit gelber Seide, Scharlaken, Rosinroth, und weißer Seide, und mit Weben; daß sie machen allerley Werk, und künstliche Arbeit erfinden. Das 36. Capitel. Die Stücke des' HciligthumS werden verfertiget. 1. ^)a arbeiteten' Bezaleel und Ahaliab, und ^ alle weise Männer, denen der Herr Weisheit und Verstand gegeben hatte, zu wissen, wie sie allerley Werk machen sollten zum Dienst des Heiligthums, nach allem, das der Herr gebothen hatte. * e. 31,2. c. 33,30.34. 2. Und Mose rief den Bezaleel, und Ahaliab, und alle weisen Männer, denen der Herr Weisheit gegeben hatte in ihr Herz, nähmlich alle, die sich willig darerbothen, und hinzu traten, zu arbeiten an dem Werk. 3. Und sie nahmen zu sich von Mose alle Hebe, die die Kinder Israel brachten zu dem Werk des Dienstes des Heiligthums, daß es gemacht würde. Denn sie brachten alle Morgen ihre willige Gabe zu ihm. -4. Da kamen alle Weisen, die am Werk des Heiligthums arbeiteten, ein Jeglicher seines Werks, das sie machten, 5. Und sprachen zu Mose: Das Volk bringet zu viel, mehr denn zum Werk dieses Dienstes noth ist, das der Herr zu machen gebothen hat. 6. Da geboth Mose, daß man rufen ließ durchs Lager: Niemand thue mehr zur Hebe des Heiligthums. Da hörete das Volk auf zu bringen. 7. Denn des Dinges war genug zu allerlei) Werk, das zu machen war, und noch übrig. 8. Also machten alle weise Männer unter den Arbeitern am Werk die Wohnung, * zehn Tep- Bereitung der Geräthe zur Wohnung 2 Mose 36 . 37 . Lade -es Bundes. 93 piche von gezwirnter weißer Seide, gelber Seide, Scharlaken, Rosinroth, Cherubim, künstlich. * c. 26, i. 9. Die * Länge eines Teppichs war acht und zwanzig Ellen , und die Breite vier Ellen , und waren alle in einem Maß. *<.26,2. 10. Und er heftete je fünf Teppiche zusammen/ einen an den andern. 11. Und machte * gelbe Schlaustem an eines jeglichen Teppichs Ende / da sie zusammen gefüget werden / * c. 26,4. 12. Je fünfzig Schlaustem an einen Teppich/ damit einer den andern faßte. 13 . Und * machte fünfzig goldene Häklein; und fügte die Teppiche mit den Häklein einen an den andern zusammen/ daß es eine Wohnung Würde. * c. 26, 6. 1- 4. Und er machte * eilf Teppiche von Ziegenhaaren / zur Hütte über die Wohnung / * 26,7. 15. Dreyßig Ellen lang/ und vier Ellen breit; alle in einem Maß. 16. Und fügte ihrer fünf zusammen auf einen Therl und sechs zusammen auf den andern Theil. 17. Und machte je fünfzig Schläuflein an jeglichen Teppichs Ende/ damit sie zusammen geheftet würden. 18. Und machte je simfzig eherne Häklein/ damit die Hütte zusammen in Eins gefüget würde. 19. Und machte eine * Decke über die Hütte von röthlichen Widderfellen/ und über die noch eine Decke von Dachsfellen. * c. 26, n. 20. Und machte * Breter zur Wohnung von FörenholZ/ die stehen sollen; *c. 26, 13. 21. Ein jegliches zehn Ellen lang/ und anderthalb Ellen breit/ 22. Und an jeglickem zwey Zapfen/ damit Eins an das Andere gesetzet würde. Also machte er alle Breter zur Wohnung. 23. Daß derselben Breter zwanzig gegen Mittag standen/ 2- 4. Und machte vierzig silberne Füße darunter / unter jeglichem Bret zwey Füße an seinen zwey Zapfen. 25. Also zur andern Seite der Wohnung/ gegen Mitternacht/ machte er auch zwanzig Breter, 26. Mit" vierzig silbernen Füßen/ unter jeglichem Bret zwey Fuße. * c. 26,21. 27. Aber * hinten an der Wohnung gegen dem Abend machte er sechs Breter. * c. 26,22. 28. Und zwey andere / hinten an den zwey Ecken der Wohnung / 29. Daß ein jegliches der beyden sich mit seinem Ortbret von unten auf gefettete, und oben am Haupt zusammen käme, mit einer Klammer, 30. Daß der Breter acht würden, und sechzehn silberne Füße; unter jeglichem zwey Füße. 31. Und er machte * Riegel von Förenholz, fünf zu den Bretern auf der einen Seite der WohNUNg, * c. 26, 26. 32. Und" fünf auf der andern Seite und fünf hinten an , gegen dem Abend. * c. 26,27. 33. Und ' machte die Riegel, daß sie mitten an den Bretern durchhin gestoßen würden, von einem Ende zum andern. *-.26,28. 3^. Und überzog die Breter mit Golde; aber ihre Rinken machte er von Golde zu den Riegeln, und überzog die Riegel mit Golde. 35. Und machte den ' Vorhang mit den Cherubim daran, künstlich, mit gelber Seide, Schar- laken, Rosinroth, und gezwirnter weißer Seide. * c. 26, 31. 36 . Und machte zu demselben vier Säulen von Förenholz, und überzog " sie mit Golde, und ihre Köpfe von Golde; und goß dazu vier silberne Füße. *-.26, 32 . 37. Und machte ein * Tuch in der Thüre der Hütte von gelber Seide, Scharlaken, Rosinroth , und gezwirnter weißer Seide gestickt; * c. 26, 36. 38 . Und fünf Säulen dazu mit ihren Köpfen, und überzog ihre Köpfe und Reife mit Golde; nnd fünf eherne Füße daran. Das 37. Capitel. Don etlichem Geräthe des Hciligthums. 1. Nnd Bezaleel machte die * Lade von Fören- ^ Holz, dritthalb Ellen lang, anderthalb Ellen breit und hoch. * -. 23,10. 2. Und überzog sie mit feinem Golde, inwendig und auswendig ; und machte ihr einen goldenen Kranz umher. 3. Und goß vier goldene Rinken an ihre vier Ecken, auf jeglicher Seite zwey. -4. Und machte Stangen von Förenholz , und überzog sie mit Golde. 5. Und that sie in die Rinken an der Lade Seiten, daß man sie tragen konnte. 6. Und machte den " Gnadenstuhl von feinem Golde, dritthalb Ellen lang, und anderthalb Ellen breit. *-. 23,17. 7. Und machte zwey Cherubim von dichtem Golde, an die zwey Enden des Gnadenstuhls, 94 Rättch-Uttd 2 Mose 8 . Einen Cherub an diesem Ende, den andern an jenem Ende. 9 Und * die Cherubim breiteten ihre Flügel aus, von oben her, und deckten damit den Gnadenftuhl; und ihre Antlitze standen gegen einander, und sahen auf den Gnadenstuhl. * c. 25, 20. 10. Und er machte den * Tisch von Förenholz, zwey Ellen lang, eine Elle breit, und anderthalb Ellen hoch. * 25,23. 1 i. Und überzog ihn mit feinem Golde, und machte ihm einen goldenen Kranz umher. 12. Und machte ihm eine Leiste umher, einer Hand breit hoch; und machte einen goldenen Kranz um die Leiste her. 13 . Und gost dazu vier goldene Rinken, und that sie an die vier Orte an seinen vier Füßen, 13 . Hart an der Leiste, daß die Stangen darinnen wären , damit man den Tisch trüge. 15 . Und machte die Stangen von Förenholz, und überzog sie mit Golde, daß man den Tisch damit trüge. iß. Und machte auch von" feinem Golde das Geräthe auf den Tisch; Schüssel, Decher, Kannen und Schalen, damit man aus-und ein- schenkte. ' -. 25,29' 17. Und machte den * Leuchter von feinem dichtem Golde. Daran waren der Schaft mit Rohren, Schalen, Knäufen und Blumen. * c. 25, 31. c. 35, 14. 18. Sechs Röhren gingen zu seinen Seiten aus, zu jeglicher Seite drei) Röhren. 19. Drey Schalen waren an jeglichem Rohr, mit Knäufen und Blumen. So waren alle sechs Röhmr, die vom Leuchter auSgingen. 20. An dem Leuchter aber waren vier Schalen , mit Knäufen und Blumen. 2 i. Je unter zwey Röhren ein Knauf, daß also sechs Röhren aus ihm gingen. 22. Und ihre Knäufe und Röhren daran, und war alles aus dichtem feinem Golde. 23 . Und machte die * sieben Lampen mit ihren Lichtschnäuzen und Löschnäpfen, von feinem Golde. ' c. 25, 37. 4 Mos. 8, 2. 23 . Aus einem Zentner feinen Goldes machte er ihn und alles sein Geräthe. 25 . Er machte auch den * Räuchaltar von Förenholz, eine Elle lang und breit, gleich viereckigt, und.zwey Ellen hoch, mit seinen Hörnern. * 30, i. 26. Und überzog * ihn mit feinem Golde, sein Dach und seine Wände rings umher, und seine 37. 38. Brandopfer- Altar. Vorhof. Hörner. Und machte ihm einen Kranz umher von Golde. * c. 30,3. 27. Und zwey goldene Rinken unter dem Kranz zu beyden Seiten, daß man Stangen darein thäte, und ihn damit trüge. 28. Aber die Stangen machte er von Förenholz, und überzog sie mit Golde. 29. Und machte die heilige Salbe und Räuch- werk von reiner Spezerey, nach Apotheker-Kunst. * c. 30, 25. 35. Das 38. Capitel. Ansehnliche Summa des angewandten Goldes, Silbers und Erzes. 1. Nnd machte * den Brandopfer-Altar von ^ Förenholz, fünf Ellen lang und breit, gleich viereckigt, und drey Ellen hoch. * c. 20, 24. c. 27, i. 2 Cbr. 1, 5. 2. Und machte * vier Hörner, die aus ihm gingen, auf seinen vier Ecken; und überzog ihn mit Erz. * c. 27,2. 3. Und machte allerlei) Geräthe zu dem Altar ; * Aschentöpfe, Schaufeln, Becken, Kreuel, (Gabeln) Kohlpfannen; alles von Erz. * 27,3. 3. Und machte am Altar ' ein Gitter/ wie ein Netz, von Erz umher, von unten auf, bis an die Hälfte des Altars. ' 27,4. 5. Und goß vier Rinken an die vier Orte des ehernen Gitters zu Stangen. 6. Dieselben machte er von Förenholz, und überzog sie mit Erz. 7. Und that sie in die Rinken an den Seiten des Alrars, daß man ihn damit trüge; und" machte ihn inwendig hohl. * c. 27,8. 8. Und machte * das Handfaß von Erz, und seinen Fuß auch von dem Erz der Weiber, die vor der Thür der Hütte des Stifts dieneten. * c. 30, 18. 9. Und er machte einen " Vorhof gegen Mittag mit einem Umhang, hundert Ellen lang, von gezwirnter weißer Seide. * c. 27,9. 10. Mit ihren zwanzig Säulen, und zwanzig Füßen von Erz; aber ihre Knäufe und Reife von Silber. 11. Desselben gleichen gegen Mitternacht hundert Ellen mit zwanzig Säulen, und zwanzig Füßen von Erz; aber ihre Knäufe und Reife von Silber. 12. Gegen dem Abend aber fünfzig Ellen, mit zehn Säulen, und zehn Füßen; aber ihre Knäufe und Reife von Silber. 13. Gegen dem Morgen aber fünfzig Ellen. , 13. Fünfzehn Ellen auf jeglicher Seite des Vorhof. Wohnungsgeräthe. 2 Mose 38 . 39 . Priesterliche Kleiderzierde. 95 Thors am Vorhof, je mit drey Säulen und -rey Füßen. 15 . Und auf der andern Seite fünfzehn Ellen, daß ihrer so viel war an der einen Seite des Thors am Vorhofe, als auf der andern, mit * drey Säulen und drey Fußen. * c. 27, 13. 16. Daß alle Umhänge des Vorhofs waren von gezwirnter weißer Seide, 17. Und die Füße der Säulen von Erz, und ihre Knäufe und Reife von Silber, also, daß ihre Köpfe überzogen waren mit Silber. Aber ihre Reife waren silbern an allen Sänlen des Vorhofs. 18. Und das ' Tuch in dem Thor des Vorhofs machte er gestickt, von gelber Seide, Scharlaken, Rosinroth, und gezwirnter weißer Seide, zwanzig Ellen lang und fünf Ellen hoch, nach dem Maß der Umhänge des Vorhofs. * c. 27/ 16. 19. Dazu vier Säulen, und vier Füße von Erz; und ihre Knäufe von Silber, und ihre Kopfe überzogen, und ihre Reife silbern. 20. Und alle Nägel der Wohnung und des Vorhofs ringsherum waren von Erz. 21. Das ist nun die Summa zu der Wohnung des Zeugnisses, die erzählet ist, wie Mose gesagt hat, zum Gottesdienst der Leviten, unter der Hand Jthamars, Aarons, des Priesters, Sohnes, 22. Die' Bezaleel, der Sohn Uri, des Sohnes Hur, vom Stamm Juda, machte; alles, wie der Herr Mose gebothen hatte: ' c. 36 ,1. 23 . Und mit ihm " Ahaliab, der Sohn Ahi- samachs, vom Stamm Dan, ein Meister zu schneiden, zu wirken, ulrd zu sticken, mit gelber Seide, Scharlaken, Rosinroth, und weißer Seide. * c. 31/ 6. c. 33/ 3i. c. 36/ 1. 2. 2^. Alles Gold, das verarbeitet ist in diesem ganzen Werk des Heiligthums, das zur Webe gegeben ward, ist neun und zwanzig Zentner, sieben hundert und dreyßig Sekel, nach dem Sekel des Heiligthums. 25 . Des Silbers aber, das von der Gemeine kam, war hundert Zentner, tausend sieben hundert fünf und siebenzig Sekel, nach dem Sekel des Heiligthums. 26. So manches Haupt, so mancher halber Sekel, nach ' dem Sekel des Heiligthums, von allen, die gezählet wurden, von zwanzig Jahren an und darüber, sechs hundertmahl tausend dreitausend fünf hundert und fünfzig. * <- 30, 13. 27. Aus den hundert Zentnern Silber goß man die Füße des Heiligthums, und die Füße des Vorhangs; hundert Füße ans hundert Zentnern, je einen Zentner zum Fuß. 28. Aber aus den tausend sieben hundert und fünf und siebenzig Sekeln wurden gemacht der Säulen Knäufe, und ihre Kopfe überzogen, und ihre Reife. 2s. Die Webe aber des Erzes war siebenzig Zentner, zwey tausend und vier hundert Sekel. 30. Daraus wurden gemacht die Füße in der Thür der Hütte des Stifts, und der eherne Altar, und das eherne Gitter daran, und alles Geräthe des Altars. 31. Dazu die Füße des Vorhofs ringsherum, und die Füße des Thors am Vorhof, alle Nägel der Wohnung, und alle Nägel des Vorhofs ringsherum. Das 39 . Capitel. Priesterliche Kleiderzierdc. 1. Hsber von der gelben Seide, Scharlaken ^ und Rosinroth, machten sie Aaron * Amtskleider, zu dienen im Heiligthum; wie der Herr Mose gebothen hatte. * c. 2«/ -l. c. 31/10. c. 3;, 19. 2. Und er machte den * Leibrock mit Golde, gelber Seide, Scharlaken, Rosinroth, und gezwirnter weißer Seide. * c. 28/ 6 . 3. Und schlug das Gold, und schnitt es zu Faden, daß man es künstlich wirken konnte unter die gelbe Seide, Scharlaken, Rosinroth, und weiße Seide. -1. Daß man es auf * beyden Achseln zusammen fugcte, und an beyden Seiten zusammen bünde. * c. 28/ 7. 5. Und sein * Gurt war nach derselben Kunst und Werk von Gold, gelber Seide, Scharlaken, Rosinroth, und gezwirnter weißer Seide; wie der Herr Mose gebothen hatte. ' <- 2»/«. 6 . Und sie machten *zween Onychstetne, umher gefasset mit Gold, gegraben durch die Steinschneider , mit den Nahmen der Kinder Israel; * c. 28/ 9. 7. Und heftete sie auf die Schultern des Leibrocks , daß es Steine seyen zum Gedächtniß der Kinder Jlrael, wie der Herr * Mose gebothen hatte. ° * c. 28/12. 8 . Und sie machten das * Schildlein nach der Kunst und Werk des Leibrocks von Gold , gelber Seide, Scharlaken, Rosinroth, und gezwirnter weißer Seide, '<.28/13. 9. Daß es viereckige und zweyfach war, einer Hand lang und breit. 96 Priesterliche 2 Mose 39. Kleiderzierde i o. Und Meten es mit vier * Reihen Steinen. Die erste Reihe war ein Sarder, Topaser, und Smaragd; * c. 28,17. 11. Die andere, ein Rubin, Saphir, und Demant; 12. Die dritte, ein Lyneurer, Achat, und Amethyst; 13. Die vierte, ein Türkis, Onycher, und Jaspis; umher * gefastet mit Gold in allen Reihen. * c. 28, 20. 1 - 4 . Und die Steine standen nach den zwölf Nahmen der Kinder Israel, gegraben durch die Steinschneider; ein Jeglicher seines Rahmens, nach den zwölf Stämmen. 15. Und sie machten am * Schildlein Ketten, mit zwey Enden von feinem Golde; * c. 28,22. 16. Und zwey goldene Spangen, und zwey goldene Ringe; und hefteten die zwey Ringe auf die zwey Ecken des Schildleins. 17. Und die zwey goldenen Ketten thaten sie in die zwey Ringe auf den Ecken des Schildleins. 1 8 . Aber die zwey Enden der Ketten thaten sie an die zwey Spangen, und hefteten sie auf die Ecken des Leibrocks gegen einander über. 19. Und machten zwey * andere goldene Ringe , und hefteten sie an die zwey andern Ecken des Schildleins an seinen Enden, daß es fein anläge auf dem Leibrock. * c. 28,26. 20. Und machten zwey andere goldene Ringe, die thaten sie an die zwey Ecken unten am Leibrock gegen einander über, da der Leibrock unten zusammen gehet; 21. Daß das Schildlein mit seinen Ringen an die Ringe des Leibrocks geknüpfet würde, mit einer gelben Schnur, daß es auf dem Leibrock hart anläge, und nicht von dem Leibrock los würde; wie der Herr Mose gebothen hatte. 22. Und er machte den * Seidenrock zum Leibrock, gewirtet ganz von gelber Seide, *<-23,3,. 23. Und sein Loch oben mitten inne; und eine Borte um das Loch her gefaltet, daß er nicht zerreiße. 22,. Und sie machten an seinen Saum Granatäpfel von gelber'Seide, Scharlaken, Rosinroth, und gezwirnter weißer Seidx. 25. Und machten Schellen von feinem Golde; die thaten sie zwischen die Granatäpfel rings umher, am Saum des Seidenrocks. 26. Je ein ' Granatapfel und eine Schelle um und um am Saum; darinnen zu dienen, wie der Herr Mose gebothen hatte. ' c. 28,34. 27. Und machten auch die' engen Röcke, von weißer Seide gewirket, Aaron und seinen Söhnen ; * c. 28, 39. 40. 28. Und den Hut von weißer Seide, und die schönen Hauben (Hauptbinden) von weißer Seide, und Niederkleider von gezwirnter weißer Leinwand ; 29. Und den gestickten Gürtel von gezwirnter weißer Seide, gelber Seide, Scharlaken, Rosinroth ; wie der Herr Mose gebothen hatte. 30. Sie machten auch das Stirnblatt an der heiligen Krone von feinem Gold, und gruben Schrift darein: Die Heiligkeit des Herrn. 31. Und banden eine gelbe Schnur daran, daß sie an den Hut von oben her geheftet würde; wie ' der Herr Mose gebothen hatte.* c. 28,37. c. 29,6. 32. Also ward vollendet das ganze Werk der Wohnung der Hütte des Stifts. Und die Kinder Israel thaten alles, was der Herr Mose gebothen hatte, 33. Und brachten die Wohnung zu Mose: die * Hütte und alle ihre Geräthe, Häklein, Breter, Riegel, Säulen und Füße; * c. 33,11. 3-j. Die Decke von röthlichen Widderfellen, die Decke von Dachsfellen, und den Vorhang; 35. Die Lade des Zeugnisses mit ihren Stangen, den Gnadenstuhl; 36. Den "Tisch, und alles sein Geräthe, und die Schaubrote; * c. 33,13. 37. Den schönen Leuchter mit den Lampen zubereitet , und allem seinem Geräthe, und Oehl zu Lichtern; 38. Den goldenen Altar, und die Salbe, und gutes Räuchwerk, das Tuch in der Hüttenthür; 39. Den ehernen Altar, und sein ehernes Gitter mit seinen Stangen, und allem seinem Geräthe, das Handfaß mit seinem Fuß; -40. Die Umhänge des Vorhofs mit seinen Säulen und Füßen, das Tuch im Thor des Vorhofs, mit seinen Seilen und Nägeln, und allem Geräthe, zum Dienst der Wohnung der Hütte des Stifts; ^1. Die * Amtskleider des Priesters Aarons, zu dienen im Heiligthum, und die Kleider seiner Söhne, daß sie Priesteramt thäten. * c. 31,10. -42. Alles, wie der Herr Mose gebothen hatte, thaten die Kinder Israel an allem diesem Dienst. -43. Und Mose * sah an alles dieß Werk; und siehe, sie hatten es gemacht, wie der Herr gebothen hatte. Und er segnete sie. * * Mos. 1,31. Das Aufrichtung und 2 Mose 40, 97 Einweihung der Hütte. Das 40. Capitel. StistShütte aufgerichtct und eingeweihet. i. Nnd der Herr redete mit Mose, und sprach: ^ 2. Du sollst die Wohnung * der Hütte des Stifts aufrichten am ersten Tage des ersten Mott aths. * 2 Chr. 1 / 3 . 3 . Und sollst darein setzen die Lade des Zeugnisses, und vor'die Lade den Vorhang hängen. * c. 36 , 33 . 4 . Und sollst den Tisch darbringen, und ihn zubereiten, und den Leuchter darstellen, und die Lampen darauf setzen. s. Und sollst den goldenen * Räuchaltar setzen vor die Lade des Zeugnisses, und 7 das Tuch in der Thür der Wohnung aufhängen. * c. 30, i. -j- c. 26 , 36 . c. 36 , 37 . 6 . Den Brandopfer-Altar aber sollst du setzen heraus vor die Thür der Wohnung der Hütte des Stifts; 7 . Und das Handfaß zwischen die Hütte des Stifts und den Altar, und Wasser darein thun; 8. Und den Vorhof stellen umher, und das Tuch in der Thür des Vorhofs aufhängen. 9 . Und sollst die' Salbe nehmen, und die Wohnung , und alles, was darinnen ist, salben; und sollst sie weihen mit allem ihrem Geräthe, daß sie heilig sey. ' c. 30,26. 10. Und sollst den Brandopfer-Altar salben mit allem seinem Geräthe, und weihen, daß er allerheiligst sey. ii. Du sollst auch das Handfaß und seinen Fuß salben und weihen. 12. Und sollst * Aaron und seine Söhne vor die Thür der Hütte des Stifts führen, und mit Wasser waschen; *0.29,4. 13. Und Aaron die heiligen Kleider anziehen; und salben, und weihen, daß er mein Priester sey; 14. Und seine Söhne auch herzu fuhren, und ihnen die * engen Rocke anziehen; *<. 28,39. c. 39,27. 15. Und sie salben, wie du ihren Vater ge- salbet hast, daß sie meine Priester seyen. Und diese Salbung sollen sie haben zum ewigen Priesterthum , bey ihren Nachkommen. 16. Und Mose * that alles, wie ihm der Herr gebothen hatte. * c. 7,10. «. 39,42. 17. Also ward * die Wohnung aufgerichtet im andern Jahr, am ersten Tage des ersten Mo- naths. * 4 Mos. 7,1. 18. Und da Mose sie aufrichtete, setzte er die Füße, und die Breter und Riegel, und richtete die Säulen auf. 19. Und breitete die Hütte aus zur Wohnung, und legte die Decke der Hütte oben darauf; wie der Herr ihm gebothen hatte. 20. Und nahm * das Zeugniß, und legte es in die Lade, und that die Stangen an die Lade, und that den Gnadenstuhl oben auf die Lade. * Ebr. 9, 4. 21. Und brachte die Lade in die Wohnung, und hing den Vorhang vor die Lade des Zeugnisses ; wie ihm der Herr gebothen hatte. 22. Und * setzte den Tisch in die Hütte des Stifts, in den Winkel der Wohnung gegen Mitternacht, außen vor dem Vorhang. * c. 26, 33. 23. Und bereitete ' Brot darauf vor dem Herrn, wie ihm der Herr gebothen hatte. * c. 23 , 30 . 24 . Und setzte * den Leuchter auch hinein gegen dem Tisch über, in den Winkel der Wohnung gegen Mittag. * c. 23,31. 25. Und that ' Lampen darauf vor dem Herrn, wie ihm der Herr gebothen hatte. * c. 23,37. 26. Und setzte den goldenen Altar hinein, vor den Vorhang. 27. Und * räucherte darauf mit gutem Räuch- werk, wie ihm der Herr gebothen hatte. * c. 30 , 7. 33 . 28. Und hing das Tuch in die Thür der Wohnung. 29. Aber den * Brandopfer-Altar setzte er vor die Thür der Wohnung der Hütte des Stifts; und opferte darauf Brandopfer und Speisopfer , wie ihm der Herr gebothen hatte. * c. 27,1. 30. Und das ' Handfaß setzte er zwischen die Hütte des Stifts, und den Altar; und that Wasser darein zu waschen. * 30,18. 31. Und Mose, Aaron und seine Söhne, wuschen ihre Hände und Füße daraus. 32. Denn sie müßen * sich waschen , wenn sie in die Hütte des Stifts gehen, oder hinzu treten zum Altar, wie ihm der Herr gebothen hatte. * c. 30 , 19. 33. Und er richtete den Vorhof auf, um die Wohnung und um den Altar her, und hing den Vorhang in das Thor des Vorhofs. Also vollendete Mose das ganze Werk. 34. Da ' bedeckte eine Wolke die Hütte des Stifts, und die 7 Herrlichkeit des Herrn er- fullete die Wohnung. * 4 Mos. 9,13.1 Ko».«, 10.11. 1- Ezech, 43 , 3 . 35. Und Mose konnte nicht in die Hütte des Stifts gehen, weil die Wolke darauf blieb, N vom Brandopfer. 98 _ Gesetze 3 M ose 1 . 2 . und die Herrlichkeit des Herrn die Wohnung so zogen sie nicht/ bis an den Tag/ da sie sich Mete. aufhob. 36 . Und * wenn die Wolke sich aufhob von 3 «. Denn die * Wolke des Herrn war des der Wohnung; so zogen die Kinder Israel/ so Tages auf der Wohnung / und des Nachts war oft sie reiseten. * c. i 3 ,21. 4 Mos. 9, 17. c. 14. sie feurig / vor den Augen des ganzen Hauses 37. Wenn sich aber die Wolke nicht aufhob; Israel/ so lang sie reiseteli.* 4 Mos 9 ,i 6 . 3 M°s. i, 33. Das dritte Buch Mose. Das 1. Capitel. Gesetz der Vrandopfer. 1. (^rnd der Herr rief Mose / und redete mit ihm von der Hütte des Stifts / und sprach: 2. Rede mit den Kindern Israel / und sprich zu ihnen: Welcher unter euch dem Herrn ein Opfer thun will / der thue es von dem Vieh, von Rindern und Schafen. 3. Will er * ein Brandopfer thun von Rindern; so opfere er ein Männlein/ das ohne Wandel sey/ 7 vor der Thür der Hütte des Stifts/ daß es dem Herrn angenehm sey von ihm; * c. 6 / 9. -s- 2 Mos. 29/ 10. 2/. Und lege seine Hand auf des Brandopfers Haupt; so wird es angenehm seyn / und ihn versöhnen. 5. Und soll das junge Rind schlachten vor dem Herrn; und die ' Priester/ Aarons Söhne/ sollen das Blut herzu bringen/ und auf den Altar umher sprengen/ der vor der Thür der Hütte des Stifts ist. * c. 3 /2. 6 . Und man soll dem Brandopfer die Haut abziehen/ und es soll in Stücken zerhauen werden. 7. Und die Söhne Aarons/ des Priesters/ sollen ein Feuer auf dem Altar machen / und Holz oben darauf legen; 8 . Und sollen die Stücke / nähmlich den Kops/ und das Fett auf das Holz legen / das auf dem Feuer auf dem Altar liegt. s. Das Eingeweide aber/ und die Schenkel soll mm; mit Wasser waschen/ und der Priester soll das Alles anzünden auf dem Altar zum Brandopfer. * Das ist ein Feuer zum süßen Geruch dem Herrn. *0.2,2. 2^.29,23. 10. Will er aber von Schafen oder Ziegen ein Brandopfer thun; so opfere er ein Männlein/ das ohne Wandel sey. 11. Und soll es schlachten zur Seite des Altars/ gegen Mitternacht/ vor dem Herrn. Und die Priester / Aarons Söhne/ sollen sein Blut auf den Altar umher sprengen. 12. Und man soll es in Stücken zerhauen. Und der Priester soll den Kopf und das Fett auf das Holz und Feuer / das auf dem Altar ist/ legen. 13 . Aber das Eingeweide und die Schenkel soll man mit Wasser wüschen. Und der Priester soll es alles opfern/ und anzünden auf dem Altar zum Brandopfer. Das ist ein Feuer zum süßen Geruch dem Herrn. 1^. Will er aber von Vögeln dem Herrn ein Brandopfer thun; so thue er es von * Turteltauben / oder von jungen Tauben. *-.3,7. 15. Und der Priester soll es zum Altar bringen / und ihm den * Kopf abkneipen / daß es auf dem Altar angezündet werde / und sein Blut ausbluten lassen an der Wand des Altars. * c. 3 , 8. 16. Und seinen Kropf mit seinen Federn soll man neben dem Altar gegen den Morgen auf den Aschenhaufen werfen. 17. Und soll seine Flügel spalte«/ aber nicht abbrechen. Und also soll es der Priester auf dem Altar anzünden / auf dem Holz / auf dem Feuer / zum Brandopfer. Das * ist ein Feuer zum süßen Geruch dem Herrn. *c. 2,16. c. 3,3.16. 2 Mos. 2 v 23 . Das 2. Capitek. Gesetz der EpeiSopfcr. 1. A^enn eine Seele dem Herrn ein * Speis- opfer thun will; so soll es von Semmelmehl seyn/ und soll Oehl darauf gießen, mid Weihrauch darauf legen / * e. 6 ,14. 2. Und also bringen zu den Priestern / Aarons Söhnen. Da soll der Priester seine Hand voll nehmen von demselben Semmelmehl und Oehl/ sammt dem ganzen Weihrauch/ und anzünden zum Gedächtniß auf dem Altar. * Das ist ein Feuer zum süßen Geruch dem Herrn. * k. 1 , S. 13. 17. Sveisop^er. 3 M 0 se 2 . 3 . Dankopfer. 99 3. Das * Uebrtge aber vom Speisopfer soll Aarons und seiner Sohne seyn. Das soll das allcrheiligste seyn, von den Feuern des Herrn. * v. 10 . c. 6/ 16 . Will ev aber sein Speisopfer thun vom Gebackenen im Ofen; so nehme er Kuchen von Semmelmehl ungesäuert, mit Oehl gemenget, und ungesäuerte Fladen mit Oehl bestrichen, s. Ist aber dein Speisopfer etwas vom Gebackenen in der Pfanne; so soll es von ungesäuertem Semmelmehl mit Oehl gemenget seyn; 6 . Und sollst es in Stücken zertheilen, und Oehl darauf gießen, so ist es ein Speisopfer. 7 . Ist aber dein Speisopfer etwas auf dem Rost geröstet; so sollst du es von Semmelmehl mit Oehl machen. 8 . Und sollst das Speisopfer, das du von solcherley machen willst dem Herrn, zu dem Priester bringen; der soll es zu dem Altar bringen, 9 . Und desselben Speisopfer heben zum Ge- dächtniß, und anzünden auf dem Altar. 'Das ist ein Feuer zum süßen Geruch dem Herrn. * c. 1/ 9. 13. 17. c. 3/ 3. 16. 10. Das * Uebrige aber soll Aarons und seiner Söhne seyn. Das soll das allerheiligste seyn, von den Feuern des Herrn. ' c. 6 , 16 . i i. Alle Speisopfer, die ihr dem Herrn opfern wollt, sollt ihr'ohne Sauerteig machen; denn kein Sauerteig noch Honig soll darunter dem Herrn zum Feuer angezündet werden. * c. 6 ,17. 12. Aber zum Erstling sollt ihr sie dem Herrn bringen; aber auf keinen Altar sollen sie kommen zum süßen Geruch. 13. Alle deine * Speisopfer sollst du salzen, und dein Speisopfer soll nimmer ohne Salz des Bundes deines Gottes seyn; denn in allem deinem Opfer sollst du Salz opfern. * Marc. 9/ 49. Col. 4, 6. i^i. Willst du aber ein Speisopfer dem Herrn thun von * den ersten Früchten; sollst du die Sangen am Feuer gedörrt klein zerstoßen, und also das Speisopfer deiner ersten Früchte opfern; * 3 Mos. 26, 2. i s. Und sollst Oehl darauf thun , und Weihrauch darauf legen, so ist es ein Speisopfer. 16. Und der Priester soll von dem Zerstoßenen , und vom Oehl mit dem ganzen Weihrauch, anzünden zum Gedächtniß. Das ist ein Feuer dem Herrn. Das 3. Capitel. Gesch von Dankopfern. 1. ^st aber fein Opfer ein * Dankopfer von ^ Rindern, es sey ein Ochs oder Kuh; soll er es opfern vor dem Herrn, das ohne Wandel sey. *c. 7 , n. 2. Und soll seine Hand auf desselben Haupt legen, und schlachten vor der Thur der Hütte des Stifts. Und die * Priester, Aarons Sohne, sollen das 1 -Blut auf den Altar umher sprengen. ' c. 1/ 3. -s 2 Mos. 29 , 1 . 6 . 3 . Und soll von dem Dankopfer dem Herrn opfern, nähmlich alles * Fett am Eingeweide, * c. 4, 9 . 2 Mos. 29, 13. 22 . Und die zwey Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz um die Leber, an den Nieren abgerissen. 5. Und Aarons Söhne sollen es anzünden auf dem Altar zum Brandopfer, auf dem Holz, das auf dem Feuer liegt. Das ist ein Feuer zum süßen Geruch dem Herrn. 6 . Will er aber dem Herrn ein Dankopfer von kleinem Vieh thun, es fey ein Schöps oder Schaf; so soll es ohne Wandel seyn. 7 . Jsts ein Lämmlein, soll er es vor den Herrn bringen, 8 . Und soll seine Hand auf desselben Haupt legen, und schlachten vor der Hütte des Stifts. Und die Söhne Aarons sollen sein Blut auf den Altar umher sprengen. 9. Und soll also von dem Dankopfer dem Herrn opfern zum Feuer, nähmlich sein Fett, den ganzen Schwanz, von dem Rücken abgerissen, und alles Fett am Eingeweide, 10. Die zwey Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz um die Leber, an den Nieren abgerissen. 11. Und der Priester soll es anzünden auf dem Altar, zur Speise des Feuers dem Herrn. 12. Ist aber sein Opfer eine Ziege, und bringet es vor den Herrn; 13. So soll er seine Hand auf ihr Haupt legen, und sie schlachten vor der Hütte des Srifts. Und die Söhne Aarons sollen das Blut auf den Altar umher sprengen, 1^. Und soll davon opfern ein Opfer dem Herrn, nähmlich das Fett am Eingeweide, 15. Die' zwey Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz über der Leber, an den Nieren abgerissen. '-. 4 / 9 . 16. Und der Priester soll es anzünden auf dem N 2 400 Sund- 3 Mose 4. Altar, zur Speise * des Feuers zum süßen Geruch. Alles Fett ist des Herrn. * c. i, 7. c. 2, s. 17 . Das sey eine ewige Sitte bey euern Nachkommen , in allen euern Wohnungen, daß ihr * kein Fett, noch Blut esset. 7,23.26. -. 17/10. 1 Mos. 9 , - 1 . 5 Mos. 12, 16. Ap. Gesch. 13 / 20. 29 . «. 21 / 23 . Das 4. Capitel. Gesetz von Sündopfern. I. llnd der Herr redete mit Mose, und sprach: ^ 2. Rede mit den Kindern Israel, und sprich: 'Wenn eine Seele sündigen würde aus Versehen an irgend einem Gebolh des Herrn, das sie nicht thun sollte; ' 3 /13. 3 . Nähmlich so ein Priester, der gesalbet ist, sündigen würde, daß er das Volk ärgerte; der soll für seine Sünde, die er gethan hat, einen jungen Farren bringen, der ohne Wandel sey, dem Herrn zum Sundopfer. 2,. Und soll den Farren vor die Thür der Hütte des Stifts bringen vor dem Herrn, und seine Hand auf desselben Haupt legen, und schlachten vor dem Herrn. s. Und der Priester, der gesalbet ist, soll des Farren Bluts nehme«, und in ' die Hütte des Stifts bringen. * 6 / 30. 6. Und soll seinen Finger in das Blut tunken, und damit' siebenmahl sprengen vor dem Herrn, vor dem Vorhang im Heiligen. *-.8,n. c. 14/7.16.27. 7. Und soll desselbigen Bluts thun auf die Hörner des Räuchaltars, der vor dem Herrn in der Hütte des Stifts stehet; und alles Blut giessen an den Boden des Brandopferaltars, der "vor der Thür der Hütte des Stifts stehet. * 2 Mos. 30 / 6 . 8. Und alles Fett des Sündopfers soll er heben, nähmlich das Fett am Eingeweide, 9. Die * zwey Nieren, mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz über der Leber, an den Nieren abgerissen, '0.3,10. 10. Gleichwie er es hebet vom Ochsen im Dankopfer; und soll es anzunden ' auf dem Brandopfer-Altar. '-. 3 / 3 . II. Aber das ' Fell des Farren mit allem Fleisch, sammt dem Kopf, und Schenkel, und das Eingeweide, und den Mist, ' -. 8 ,17. 12. Das soll er alles hinaus führen ' außer dem Lager, an eine reine Stätte, da man die Asche hinschüttct, und soll es verbrennen auf dem Holz mit Feuer. * E»r. 13, n. 13. Wenn es eine ' ganze Gemeine in Israel versehen wurde, und die That vor ihren Augen Op fer. verborgen wäre, daß sie irgend wider ein Ge- both des Herrn gethan hätten, das sie nicht thun sollten, nnd sich also verschuldeten; '4Mos.i3/24. 1^. Und darnach ihrer Sünde inne würden, die sie gethan hätten; sollen sie einen jungen Farren darbringen zum Sündopfer, und vor die Thür der Hütte des Stifts stellen. is. Und die Aelteften von der Gemeine sollen ihre Hände auf sein Haupt legen vor dem Herrn, und den Farren schlachten vor dem Herrn. 16. Und der Priester, der gesalbet ist, soll des Bluts vom Farren in die Hütte des Stifts bringen, 17. Und mit seinem Finger darein tunken, und * siebenmahl sprengen vor dem Herrn, vor dem Vorhang. ' 1-, 7. 18. Und soll des Bluts auf die Hörner des Altars thun, der vor dem Herrn stehet in der Hütte des Stifts, und alles andere Blut an den Boden des Brandopfer-Altars gießen,' der vor der Thür der Hütte des Stifts stehet. ' 2 Mos. 40/ 6. 19. Alles sein Fett aber soll er heben, und auf dem Altar anzünden. 20. Und soll mit dem Farren thun, wie er mit dem Farren des Sündopfers gethan hat. Und soll * also der Priester sie versöhnen, so wird es ihnen vergeben. * 3 /13.16. 21. Und soll den Farren außer dem Lager führen und * verbrennen, wie er den vorigen Farren verbrannt hat. Das soll das Sündopfer der Gemeine seyn. * 6 / 30. 22. Wenn aber ein Fürst sündiget, und irgend wider des Herrn, seines Gottes, Geboth thut, das er nicht thun sollte, und verstehet es, daß er sich verschuldet; 23. Und wird seiner Sünde inne, die er gethan hat; der soll zum Opfer bringen einen Ziegenbock ohne Wandel; 24. Und seine Hand auf des Bocks Haupt legen, und ihn schlachten an der Stätte, da man die Brandopfer schlachtet vor dem Herrn. Das sey sein Sündopfer. 25. Da soll dann der Priester des Bluts von dem Sündopfer nehmen mit seinem Finger, und auf die Hörner des Brandopfer-Altars thun, und das andere Blut an den Boden des Brand- opfer-Altars gießen. 26. Aber alles sein Fett soll er auf dem Altar anzimden, gleichwie das Fett des Dankopftrs. Und soll also der Priester seine Sünde versöhnen , so wird es ihm vergeben. Sünd-Opfer. 3 Mose 4. 5. 101 27 . Wenn es aber eine Seele vom gemeinen Volk * verstehet / und sündiget, daß sie wider irgend eines der Gebothe des Herrn thut, das ste nicht thun sollte, und sich also verschuldet; * c. 5 / 15 . 28. Oder ihrer Sünde inne wird / die ste gethan hat; die soll zum Opfer eine Ziege bringen ohne Wandel / für die Sünde / die sie gethan hat; 29. Und soll ihre Hand auf des Sündopfers Haupt legen / und schlachten an der Stätte des Brandopfers. 30. Und der Priester soll des Bluts mit seinem Finger nehmen / und auf die Horner des Altars des Brandopfers thun/ und alles Blut an des Altars Boden gießen. 31. Alles sein Fett aber soll er abreissen/ wie er * das Fett des Dankopfcrs abgerissen hat / und soll es anzünden auf dem Altar t zum süßen Geruch dem Herrn. Und soll also der Priester sie versöhnen/ so wird es ihr vergeben. * c. 3 / 14 . -j- c. i, 9. 13 . 17 . 32 . Wird er aber ein Schaf zum Sündopfer bringen / so bringe er/ das eine Sie (nEch«,, Geschlechts) ist / ohne Wandel / 33 . Und lege seine Hand auf des Sündopfers Haupt/ und schlachte es zum Sündopfer/ an der Stätte, da man die Brandopfer schlachtet. 3 ^. Und der Priester soll des Bluts mit seinem Finger nehmen / und auf die Hörner des Brand- opfer-Altars thun / und alles Blut an den Boden des Altars gießen. 35 . Aber alles sein Fett soll er abreissen/ wie er das Fett vom Schaf des Dankopfers abgerissen hat/ und soll es auf dem Altar anzünden/ zum Feuer dem Herrn. Und soll also der Priester versöhnen seine Sünde/ die er gethan hat/ so wird es ihm vergeben. Das 5. Capitek. Gesetz vom Schuldopfer. . - 1. ^^enn eine Seele sündigen würde/ daß er * einen Fluch höret / und er deß Zeuge ist, oder gesehen, oder erfahren hat, und nicht angesaget; der ist einer Missethat schuldig. * Sprüchw. 29, 24. 2. Oder wenn eine Seele etwas * Unreines anrühret , es sey ein ? Aas eines unreinen Thiers , oder Viehes, oder Gewürms, und wüßte es nicht; der ist unrein, und hat sich verschuldet. ' 2 Cor. 6, >7. -s 3 Mo>'. 11, 24. 36. 39. 3 . Oder wenn er einen unreinen Menschen Schuld-Opfer. anrühret, in was für Unreinigkeit der Mensch unrein werden kann, und wüßte es nicht, und wird es inne; der hat sich verschuldet. -L. Oder wenn eine Seele schwöret, daß ihm aus dem Munde entführet, * Schaden oder Gutes zu thun (wie denn einem Menschen ein Schwur entfahren mag, ehe er es bedacht), und wird es inne; der hat sich an der einem verschuldet. * 1 Sam, 25 22. 5 . Wenn es nun geschehet, daß er sich an der einem verschuldet, und bekennet, daß er daran gesündiget hat; 6 . So soll er für seine Schuld dieser seiner Sünde, die er gethan hat, dem Herrn bringen von der Herde eine Schaf-oder Ziegenmutter zum Sündopfer; so soll ihm der Priester seine Sünde versöhnen. 7 . Vermag er aber nicht ein Schaf; so bringe er dem Herrn für seine Schuld, die er gethan hat, zwey Turteltauben, oder zwey junge Tauben ; die erste zum Sündopfer, die aridere zum Brandopfer; 8 . Und bringe sie dem Priester. Der soll die erste zum Sündopfer machen, und ihr den * Kopf abkneipen hinter dem Genick, und nicht abbrechen; ' r. i, 15. 9. Und sprenge mit dem Blut des Sündopfers an die Seite des Altars, und lasse das übrige Blut ausbluten, an des Altars Boden. Das ist das Sündopfer. 10. Die andere aber soll er zum Brandopfer machen, nach' seinem Recht. Und soll also der Priester ihm seine Sünde versöhnen, die er gethan hat; so wird es ihm vergeben. * c. 1,14. 11. Vermag er aber nicht zwo Turteltauben, oder zwo junge Tauben ; so bringe er für seine Sünde sein Opfer, einen zehnten Theil Epha Semmelmehl zum Sündopfer. Er soll aber * kein Oehl darauf legen, noch Weihrauch darauf thun; denn es ist ein Sündopfer. ' c. 2,1. 12. Und soll es zum Priester bringen. Der Priester aber soll eine Handvoll davon nehmen zum Gedächtniß , und * anzünden auf dem Altar zum Feuer dem Herrn. Das ist ein Sündopfer. * c. 1, 17 . 13. Und der Priester * soll also seine Sünde, die er gethan hat, ihm versöhnen, so wirds ihm vergeben. Und soll des Priesters seyn, wie ein -k Speisopfer. * c. 4,26.31.35. i- c. 2,3. 1^. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: iö. Wenn sich eine Seele vergreiffet, daß sie 102 Schnld-Vrand- 3 Mose 5. 6. und Speisopfer. sie es " verstehet, und sich versündiget an dem, das dem Herrn geweihet ist; soll sie ihr Schuldopfer dem Herrn bringen, einen Widder ohne Wandel von der Herde, der zween Sekel Silbers werth sey, nach dem Sekel des Heiligthums, zum Schuldopfer. * c. 4 /13. 16. Dazu was er gefündiget hat an dem Ge- weiheten, soll er * wiedergeben, und das fünfte Theil darüber geben, und soll es dem Priester geben; der 7 soll ihn versöhnen mit dem Widder des Schuldopsers, so wird es ihm vergeben. * c. 6 / 4 . 2 Mos. 22, 14 . -s c. 6 , 7 . 17 . Wenn eine Seele sündiget, und thut wider irgend ein Gebots) des Herrn, das sie nicht thun sollte, und hat es nicht gewußt; die hat sich verschuldet, und ist einer Missethat schuldig. 18. Und soll bringen einen Widder von der Herde ohne Wandel, der eines Schuldopfers werth ist, zum Priester; "der soll ihm seine Unwissenheit versöhnen, die er gethan hat, und wußte es nicht; so wird es ihm vergeben. * c. 4 , 26 . 31 . 35 . 19. Das ist das Schuldopfer, das er dem Herrn verfallen ist. Das 6. Capitel. Dom Brand- Speit- und Sündopfer. i.Nnd der Herr redete mit Mose, und sprach: ^ 2. Wenn' eine Seele sündigen würde, und sich an dem Herrn vergreiffen, daß er seinem Nebenmenschen verlaugnet, was er ihm anvertraut hat, oder das ihm zu treuer Hand gethan ist, oder das er mit Gewalt genommen, oder mit Unrecht an sich gebracht, ' 4 Mos. 5, 6 . Z. Oder, das verloren ist, gefunden hat, und läugnet solches mit einem falschen Eide; wie es der eines ist, darinnen ein Mensch wider seinen Nächsten Sünde thut; - 4 . Wenn es nun geschiehst, daß er also sündiget und sich verschuldet; * so soll er wiedergeben, was er mit Gewalt genommen, oder mit Unrecht an sich gebracht, oder was ihm anvertraut ist, oder was er gefunden hat, * EM. 33,15. 5. Oder worüber er den falschen Eid gethan hat; das soll er alles ganz wiedergeben, dazu " den fünften Theil darüber geben dem, deß es gewesen ist, des Tages, wann er sein Schuldopfer gibt. " c. 5 , 16 . 6. Aber für seine Schuld soll er dem Herrn zu dem Priester einen Widder von der Herde ohne Wandel bringen, * der eines Schuldopfers werth ist. * c. 5, is. 7. So ' soll ihn der Priester versöhnen vor dem Herrn; so wird ihm vergeben alles, was er gethan hat, daran er sich verschuldet hat. * P. 4 , 20 . 26 . 31 . 35 . (Anfang des 6. Capitols.) 8 . ^nd der Herr redete mit Mose, und sprach: 9. Gebiethe Aaron und seinen Söhnen, und sprich: Dieß ist das Gesetz des ' Brandopfers: Das Brandopfer soll brennen auf dem Altar, die ganze Nacht bis an den Morgen; es soll aber allein des Altars Feuer darauf brennen. * c. i, 3. 10. Und der Priester soll seinen leinenen Rock anziehen, und die leinenen Beinkleider an seinen Leib; und soll die Asche aufheben, die das Feuer des Brandopsers auf dem Altar gemacht hat, und soll sie neben den Altar schütten. 11. Und soll seine Kleider darnach ausziehen, und andere Kleider anziehen; und die Asche hinaus tragen, * außer dem Lager an eine reine Stätte. * c. 4,12. 12. Das Feuer auf dem Altar soll brennen, und nimmer verlöschen; der Priester soll alle Morgen Holz darauf anzünden, und oben darauf das Brandopfer zurichten, und das Fett der Dankopfer darauf anzünden. 13 . Ewig soll das Feuer auf dem Altar brennen , und nimmer verlöschen. 1-4. Und das ist das * Gesetz des Speisopfers, das Aarons Sohne opfern sollen vor dem Herrn auf dem Altar. * c. 2,1. 4 Mos. 15, 4 . 15 . Es soll einer heben seine Hand voll Semmelmehl vom SpeiSopfer, und des Oehls, und den ganzen Weihrauch, der auf dem SpeiSopfer liegt; und soll es anzünden auf dem Altar zum "süßen Geruch, ein Gedächtniß dem Herrn. * c. 1 / 17. c. 2, 9. 16. Das " Uebrige aber sollen Aaron und seine Söhne verzehren; und sollen es ungesäuert essen , an heiliger Stätte; im Vorhof der Hütte deS Stifts. " c. 2,3.10. n. 17. Sie sollen es nicht "mit Sauerteig backen; denn es ist ihr Theil, das ich ihnen gegeben habe von meinem Opfer. Es soll ihnen das allerheiligste seyn, gleichwie das Sundopfer und Schuldopftr. * c. 2,11. 18. Was männlich ist unter den Kindern Aarons, sollen es essen. Das sey " ein ewiges Recht euer« Nachkommen, an den Opfern des Herrn: ES soll sie Niemand anrühren, er sey denn geweihet. " 2 Ms. 27,21. c. 3 »/ 31. Sund-Schuld- 3 Mo is. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 20. Das soll das Opfer seyn Aarons und seiner Söhne, das sie dem Herrn opfern sollen, am Tage seiner Salbung: den zehnten Theil Epha von Semmelmehl, des täglichen Speisopfers, eine Hälfte des Morgens, die andere Hälfte des Abends. 21. In der Pfanne mit Oehl sollst du es machen, und gerostet darbringen; und in Stücken gebacken sollst du solches opfern, zum süßen Geruch dem Herrn. 22. Und der Priester, der unter seinen Söhnen an seine Statt gesalbet wird, soll solches thun. Das ist ein ewiges Recht dem Herrn; es soll ganz verbrannt werden. 23 . Denn alles Speisopfer eines Priesters soll ganz verbrannt, und nicht gegessen werden. 2-1. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 25 . Sage " Aaron und seinen Söhnen, und sprich: Dieß ist das Gesetz des 7 Sündopfers: An der Stätte, 77 da du das Brandopfer schlachtest , sollst du auch das Sündopfer schlachten vor dem Herrn; das ist das allerheiligste. * e. 17/ 2 . ^ c. 4/ 2 . i»-- c. i/ 3. 26. Der Priester, der das "Sündopfer thut, soll es essen an heiliger Stätte, im Vorhofe der Hütte des Stifts. * Hos. ^ ». 27 . Niemand soll seines Fleisches anrühren, er sey denn geweihet. Und wer von seinem Blut ein Kleid besprenget, der soll das bespren- gete Stück waschen an heiliger Stätte. 23 . Und den Topf, darinnen es gekocht ist, soll man zerbrechen. Ist cs aber ein eherner Topf, so soll man ihn scheuern, und mit Wasser spülen. 29. Was "männlich ist unter den Priestern, sollen davon essen; denn 7 es ist das allcrheiligste. * c. 7/ ü. --- c. 2 / 3. io. 30 . Aber alles das Sündopfer, deß" Blut in die Hütte des Stifts gebracht wird, zu versöhnen im Heiligen, soll man nicht essen, sondern mit Feuer verbrennen. " c.16/ 27. Das 7. Capitel. Vom Schuld- und Daukopfcr. i. 11 nd dieß ist das Gesetz des Schuldopfers; ^ und das ist das allcrheiligste. 2. An der Stätte, da " mau das Brandopfer schlachtet, soll man auch das Schuldopfer Machst 6 . 7 . und Dankopfer. 107 ten, und seines Bluts auf den Altar umher sprengen. * c. 1 / 3 . 3 . c. 6 , 23 . 3 . Und alles sein Fett soll man opfern, den Schwanz und das Fett am Eingeweide, -1. Die "zwey Nieren, mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz über der Leber, an den Nieren abgerissen. " c. 3 / 4 . 10.13. c. 4 / s. 5. Und der Priester soll es auf dem Altar anzünden zum Feuer dem Herrn. Das ist ein Schuldopfer. 6 . Was " männlich ist unter den Priestern, sollen das essen an heiliger Stätte; denn es ist das allerheiligste. " c. 6 /13.29. 7 . "Wie das Sündopfer, also soll auch das Schuldopfer seyn; aller beyder soll einerlei) Gesetz seyn; und soll des Priesters seyn, der dadurch versöhnet. " c-14,13. 8 . Welcher Priester Jemandes Brandopfer op fert, deß soll desselben Brandopfers Fell seyn, das er geopfert hat. 9. Und alles Speisopfer, das im Ofen, oder auf dem Rost, oder in der Pfanne gebacken ist, soll des Priesters seyn, der es opfert. 10. Und alles Speisopfer, das mit Oehl ge- menget, oder trocken ist, soll aller Aarons Kinder seyn, eines wie des andern. 11. Und dieß ist das Gesetz des" Dankopfers, das man dem Herrn opfert. " e. 3/ 1 . 12. Wollen sie " ein Lobopfer thun; so sollen sie ungesäuerte Kuchen opfern mit Oehl gemen- get, und ungesäuerte Fladen mit Oehl bestrichen, und gerostete Semmelkuchen mit Oehl gemenget. * c. 22, 29. Ps. 116/ 17. 13. Sie sollen aber solches Opfer thun, auf einem Kuchen von gesäuertem Brot, zum Lobopfer seines Dankopfers. 1 - 1 . Und soll Einen von denen allen dem Herrn zur Hebe opfern; und sott des Priesters seyn, der das Blut des Dankopfcrs sprenget. 15 . Und das " Fleisch des Lobopfers in seinem Dankopfer soll desselben Tages gegessen werden, da es geopfert ist, und nichts übrig gelassen werden , bis an den Morgen. " c. 19,3.6. 16. Und es sey ein Gelnbd oder freywilliges Opfer, so soll es desselben Tages, da es geopfert ist, gegessen werden; so aber etwas überbleibet auf den andern Tag, soll man es doch essen. 17. Aber was vom geopferten Fleisch überbleibet am dritten Tage, soll mit Feuer verbrannt werden. 16. Und wo Jemand am dritten Tage wird 104 Priesterthekt. 3 Mose 7. 8. Priesterweihe. essen von dem geopferten Fleisch seines Dank- opfers; so wird der nicht angenehm seyN/ der es geopfert hat; es wird ihm auch nicht zugerechnet werden, sondern es wird ein Gräuel seyn; und welche Seele davon essen wird, die ist einer Missethat schuldig. 19. Und das Fleisch, das etwas Unreines an- riihret, soll nicht gegessen, sondern mit Feuer verbrannt werden. Wer reines Leibes ist, soll des Fleisches essen. 20. Und welche Seele essen wird von dem Fleisch des Dankopfers, das dem Herrn zugehöret; derselben Unreinigkeit sey auf ihr, und sie wird ausgerottet werden von ihrem Volk. 21. Und wenn eine Seele etwas Unreines anrühret, es sey ein unreiner Mensch, Vieh, oder was sonst gräulich ist, uud vom Fleisch des Dankopfers isset, das dem Herrn zugehöret; die wird ausgerottet werden von ihrem Vvlk. 22. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 23 . Rede mit den Kindern Israel, und sprich : Ihr sollt * kein Fett essen von Ochsen , Lämmern und Ziegen. * c. 3,17. 2^. Aber das Fett vom Aas, und was vom Wild zerrissen ist, machet euch zu allerley nutz; aber" essen sollt ihr es nicht. '0.22,8. 25. Denn wer das Fett isset vom Vieh, das dem Herrn zum Opfer gegeben ist ; dieselbe Seele soll ausgerottet werden von ihrem Volk. 26. Ihr sollt auch kein Blut essen, weder vom Vieh, noch von Vögeln, wo ihr wohnet. 27. Welche Seele würde irgend ein Blut essen, die soll ausgerottet werden von ihrem Volk. 28. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 29. Rede mit den Kindern Israel, und sprich: Wer dem Herrn sein Dankopfer thun will, der soll auch mitbringen, was zum Dankopfer dem Herrn gehöret. 30. Er sott es aber mit seiner Hand herzu bringen zum Opfer des Herrn; nähmlich das Fett an der Brust soll er bringen sammt der Brust, daß sie eine * Webe werde vor dem Herrn. * 2 Mos. 29, 21. 31 . Und der Priester soll das Fett anzünden auf dem Altar, und die Brust soll Aarons und seiner Söhne seyn. 32. Und die " rechte Schulter sollen sie dem Priester geben zur Hebe von ihren Dankopfern. * c. 9 / 2l. 33. Und welcher unter Aarons Söhnen das Blut der Dankopfer opfert, und das Fett, deß soll die rechte Schulter seyn zu seinem Theil. 3 ^i. Denn die Webebrust und die Hebeschulter habe ich genommen von den Kindern Israel von ihren Dankopfern, und habe sie dem Priester Aaron und seinen Söhnen gegeben zum ewigen. Recht. 35. Dieß ist die Salbung Aarons und seiner Söhne von den Opfern des Herrn, des Tages, da sie überantwortet wurden, Priester zu seyn dem Herrn, 36 . Da der Herr geboth am Tage, da er sie salbete, daß ihm gegeben werden sollte von den Kindern Israel, zum ewigen Recht allen ihren Nachkommen. 37. Und dieß ist das Gesetz * des Brandopfers, des t Speisopfers, des Sündopfers, des Schuldopfers, der-ki-Füllopfer, und der Dankopfer, * c. 1 / 3 . c. 6 / S. -s «. 2, 1. -f-f- c. 8 / 22. 2 Mos. 29 , 22. 26. 38 . Das der Herr Mose geboth auf dem Berge Sinai, des Tages, da er ihm geboth an die Kinder Israel, zu opfern ihre Opfer dem Herrn, in der Wüste Sinai. Das 8. Capitek. Einweihung der Priester. i.Nnd der Herr redete mit Mose, und sprach: ^ 2. Nimm Aaron und seine Sohne mit ihm, sammt ihren Kleidern, und das Salböhl, und einen Farren zum Sundopfer, zween Widder, und einen Korb mit ungesäuertem Brot; 3. Und versammle die ganze Gemeine vor die Thür der Hütte des Stifts. - 4 . Mose that, wie ihm der Herr geboth, und versammelte die Gemeine vor die Thür der Hütte des Stifts, 5. Und sprach zu ihnen: Das ist es, das der Herr gebothen hat zu thun. 6 . Und nahm Aaron und seine Söhne, und wusch sie mit Wasser; 7. Und * legte ihm den leinenen Rock an, und gürtete ihn mit dem Gürtel, und zog ihm den seidenen Nock an, und that ihm den Leibrock an, und gürtete ihn über den Leibrock her; * 2 Mos. 28/ 41 . c. 29 / 3 . 29. 8. Und that ihm das Schildlein an, und in * das Schildlein Licht und Recht. * 2 Mos. 23,30. 9. Und setzte ihm den Hut auf sein Haupt, und setzte an den Hut oben an seiner Stirn das goldene Blatt der heiligen Krone; * wie der Herr Mose gebothen hatte. * 2 Mos. 23, 36 . c. 29,6. 10. Und Mose nahm das "Salböhl, und salbete die Wohnung, und alles, was darinnen war, und weihete es. * 2 Mos. 30,23.26. 11. Und Weihe Aarons, 3 Mose 8. und der Priester. 105 11. Und sprengete damit fiebenmahl auf den Altar; und salbete den Altar mit allem seinem Geräthe, das Handfaß mit seinem Fuß, daß es geweihet würde. 12. Und * goß des Salböhls auf Aarons Haupt, und salbete ihn, daß er geweihet würde. * 2 Mos. 29 / 7 . 13. Und brachte herzu Aarons Söhne, und zog ihnen leinene Röcke an, und gürtete sie mit dem Gürtel, und band ihnen Hauben auf; wie ihm der Herr gebothen hatte. i l. Und ließ herzu fuhren einen * Farren zum Sündopfer. Und Aaron mit seinen Söhnen legten ihre Hände auf sein Haupt. * 2 Mos. 29/ 10 . 15 . Da schlachtete man es. Und Mose nahm des'Bluts, und thats auf die Hörner des Altars umher mit seinem Finger, und entsündigte den Altar; und goß das Blut an des Altars Boden, und weihete ihn, daß er ihn versöhnete. 16. Und nahm alles ' Fett am Eingeweide, das Netz über der Leber, und die zwey Nieren mit dem Fett daran, und zündete es an auf dem Altar. * c. 3 / 4 . c. 7 / 4 . 17. Aber den Farren * mit seinem Fell, Fleisch und Mist, verbrannte er mit Feuer außer dem Lager; wie ihm der Herr gebothen hatte. * c. 1 / ii. c. 9 / ii. c. 16/ 27. 18. Und brachte herzu einen Widder zum Brandopfer. Und Aaron mit seinen Söhnen legten ihre Hände auf sein Haupt. 19. Da schlachtete man ihn. Und Mose sprengete des Bluts auf den Altar umher; 20-. Zerhieb den Widder in Stücke, und zündete an das Haupt, die Stücke und den Strumpf. 21. Und wusch die Eingeweide und Schenkel mit Wasser, und zündete also den * ganzen Widder an auf dem Altar. Das war ein Brandopfer zum süßen Geruch, ein Feuer dem Herrn; wie ihm der Herr gebothen hatte. * 2 Mos. 29 / 18 ^ 22. Er brachte auch herzu den * andern Widder des Füllopfers. .Und Aaron mit seinen Söhnen legten ihre Hände auf sein Haupt.' 2 M°s. 29/19. 23. Da schlachtete man ihn. Und Mose nahm seines Bluts, und that es Aaron auf den * Knörpel seines rechten Ohrs, und auf den Daumen seiner rechten Hand, und auf den großen Zehen seines rechten Fußes. * i-v 14. 17.23.28. 2^. Und brachte herzu Aarons Söhne, und that des Bluts auf den Knörpel ihres rechten Ohrs, und auf den Daumen ihrer rechten Hand, nnd auf den großen Zellen ihres rechten Fußes; und sprengete das Blut auf den Altar umher. 25. Und nahm das Fett und den Schwanz, und alles Fett am Eingeweide, nnd das Netz über der Leber, die zwey Nieren mit dem Fett daran, und die rechte Schulter. 26. Dazu nahm er von dem Korbe des ungesäuerten Brots vor dem Herrn einen ungesäuerten Kuchen, und einen Kuchen geöhlten Brots, und einen Fladen; und legte es auf das Fett, und auf die rechte Schulter. 27. Und gab das allesammt * auf die Hände Aarons und seiner Söhne, und webete es zur Webe vor dem Herrn. *2 Mos. 29 / 24 . 28. Und nahm es alles wieder von ihren Händen, und zündete es an auf dem Altar, oben auf dem Brandopfer; denn es ist * ein Füllopfer zum süßen Geruch, i- ein Feuer dem Herrn. *c. 7/37. -s c. 3/ 12. 29. Und Mose nahm die Brust, und webete eine Webe vor dem Herrn, von dem Widder des Füllopfers. Die ward Mose zu * seinem Theil, wie ihm der Herr gebothen hatte. * 2 Mos. 29/ 267 30. Und Mose nahm des Salböhls, und des Blnts auf dem Altar, nnd sprengete auf Aaron nnd seine Kleider, auf seine Söhne, und auf ihre Kleider, und weihete also Aaron und seine Kleider, seine Söhne nnd ihre Kleider mit ihm. 31 . Und sprach zu * Aaron und seinen Söhnen : Kochet das Fleisch vor der Thür der Hütte des Stifts, und esset es daselbst, dazu auch das Brot im Korbe des Füllopfers; wie mir gebothen .. ist , und gesagt, r daß es Aaron und seine Söhne sollen essen. * 2 Mos. 29 / 32. 1 - c. 6/ 16 . 32. Was aber überbleibet vom Fleisch und Brot, das sollt ihr mit Feuer verbrennen. 33. Und sollt in sieben Tagen nicht ausgehen von der Thür der Hütte des Stifts, bis an den Tag, da die Tage euers Füllopfers aus sind; denn sieben Tage sind eure Hände gefullet, 3 - 1 . Wie es an diesem Tage geschehen ist; der Herr hats gebothen zu thun, auf daß ihr versöhnet seyd. 35. Und sollt vor der Thür der Hütte des Stifts Tag und Nacht bleiben, sieben Tage lang, und sollt auf die Huth des Herrn warten, daß ihr nicht sterbet; denn also ist mirs gebothen. 36. Und Aaron mit seinen Söhnen * lhaten alles, was der Herr gebothen haue durch Mose. * 2 Mos. 12/ 28 . c. 39/ 42. c. 40/ 16 . O 3 Mose 9 . 10 . Nadab und Abihu kommen um 106 Aarons erstes Ovfer. Das 9. Capitel. Dar erste Opfer Aarons wird mit Feuer verzehret. 1. Nnd am achten Tage rief Mose ' Aaron und seine Söhne, und die Aeltesten in Israel, * 2 Mos. 29/ 1. ' 2. Und sprach zu Aaron: Nimm zu dir ein junges Kalb zum Sündopfer, und einen Widder zum Brandopfer, beyde ohne Wandel, und bringe sie vor den Herrn. 3. Und rede mit den Kindern Israel, und sprich: Nehmet einen Ziegenbock zum Sündop- fer, und ein Kalb, und ein Schaf, beyde eines Jahres alt, und ohne Wandel, zum Brand- opfer; Und einen Ochsen, und einen Widder zum Dankopfer, daß wir vor dem Herrn opfern; und ein Speisopfer mit Oehl gemenget. Denn heute wird euch der Herr erscheinen. 5 . Und sie nahmen, was Mose gebothen hatte, vor der Thür der Hütte des Stifts; und trat herzu die ganze Gemeine, und stand vor dem Herrn. 6 . Da sprach Mose: Das ist es, das der Herr gebothen hat, daß ihr thun sollt; so wird euch des Herrn Herrlichkeit erscheinen. 7 . Und Mose sprach zu Aaron: Tritt zum Altar, und mache dein Sündopfer, und dein Brandopfer, und versöhne * dich und das Volk; darnach mache des Volks Opfer, und versöhne sie auch, wie der Herr gebothen hat. * Ebr. 7 / 27. 8 . Und Aaron trat zum Altar, und schlachtete das Kalb zu seinem Sündopfer. 9. Und seine Söhne brachten das Blut zu ihm; und er tunkte mit seinem Finger in das Blut/ und thats auf die Hörner des Altars, und goß das Blut an des Altars Boden. 10. Aber das ' Fett und die Nieren, und das Netz von der Leber am Sündopfer zündete er an auf dem Altar, wie der Herr Mose gebothen hatte. * c. ^ «. 9. 2 Mos. 29/13.22. 11. Und das * Fleisch und das Fell verbrannte er mit Feuer, außer dem Lager. * c. st/ n. 12. 12. Darnach schlachtete er das Brandopfer; und Aarons Sohne brachten das Blut zu ilnn, und er sprengete es auf den Altar umher. 13. Und sie brachten das Brandopfer zu ihm zerstücket, und den Kopf; und er zündete es an auf dem Altar. 1^. Und er * wusch das Eingeweide und die Schenkel; und zündete es an, oben auf dem Brandopfer, auf dem Altar. * c. 8 , 21. 15. Darnach brachte er herzu des Volks Opfer; und nahm den Bock, das Sündopfer des Volks, und schlachtete ihn, und machte ein Sündopfer daraus, wie das Vorige. 16. Und brachte das Brandopfer herzu, und that ihm sein Recht. 17. Und brachte herzu das * Speisopfer, und nahm seine Hand voll, und zündete es an auf dem Altar; außer des Morgens Brandopfer. * c. 2/ 1. 18. Darnach schlachtete er den Ochsen und Widder zum Dankopfer des Volks; und seine Söhne brachten ihm das Blut, das sprengete er auf den Altar umher. 19. Aber das * Fett vom Ochsen und vom Widder, den Schwanz und das Fett am Eingeweide, und die Nieren, und das Netz über der Leber, * c. 3/ 3.1«. «. 8/16. 20. Alles solches Fett legten sie auf die Brust; und er zündete das Fett an auf dem Altar. 21. Aber die Brust und die rechte Schulter webete Aaron zur Webe vor dem Herrn, wie der Herr Mose gebothen hatte. 22. Und Aaron * hob seine Hand auf zum Volk, und segnete sie; und stieg herab, da er das Sündopfer, Brandopfer, und Dankopfer gemacht hatte. * 4 Mos. 6 / 22.24. 23 . Und Mose und Aaron gingen in die Hütte des Stifts; und da sie wieder heraus gingen, segneten sie das Volk. Da * erschien die Herrlichkeit des Herrn allem Volk. * 2 Mos. 16/1». st Mos. 12/ 3 . 2^. Denn * das Feuer kam aus von dem Herrn, und verzehrete auf dem Altar das Brandopfer, und das Fett. Da das alles Volk sah; frolock- ten sie, und sielen auf ihr Antlitz. *-Chr. 7, 1.' Dcks 10. Capitel. Nadab und Abihu vom Feuer getödtet. 1. Nnd die Söhne Aarons, Nadab und Abihu, ^ nahmen ein Jeglicher seinen * Napf, und thaten Feuer darein, und legten Rauchwerk darauf, und brachten das fremde Feuer vor den Herrn, das er ihnen nicht gebothen hatte. * c. 16/ 12. 13. 2. Da fuhr ein Feuer aus von dem Herrn, und * verzehrete sie, daß sie starben vor dem Herrn. * e. 16/ 1. st Mos. 3 / 4 . c. 26/ 61. 1 Chr. 23 / 2. 3 . Da sprach Mose zu Aaron: Das ist es, das der Herr gesagt hat: Ich werde geheiliget werden an denen, die zu mir nahen, und vor ^ ^ -kÜUEk Ekillls^Z^ MML. ilk rchl Ltilk k. HO Ms B >!; tti i O Dv!ff! rr MW '-U§« m^e^sl MV Ws r W. k'S Eleazar, Ithamar. 3 Mose 10. 11. Reine und unreine Thiere. 107 allem Volk werde ich herrlich werden. Und Aaron schwieg stille. Mose aber rief * Misael und Elzaphan, die Söhne Ustels, Aarons Vetters, und sprach zu ihnen: Tretet hinzu, und traget eure Brüder von dem Heiligthum hinaus vor das Lager. * 2 Mos. 6/ 22. 4 Mos. 3/ 30. 5. Und sie traten hinzu, und" trugen sie hinaus mit ihren leinenen Röcken vor das Lager, wie Mose gesagt hatte. * Ap. G-sch. -, 6. io. 6. Da sprach Mose zu Aaron und seinen Söhnen, Eleazar und Ithamar: Ihr sollt eure Häupter nicht entblößen, noch eure Kleider zer- reissen, daß ihr nicht sterbet, und der Zorn über die ganze Gemeine komme. Lasset eure Brüder des ganzen Hauses Israel weinen über diesen Brand, den der Herr gethan hat. 7. Ihr aber sollt nicht ansgehen von der Thür der Hütte des Stifts; ihr möchtet sterben. Denn das Salböhl des Herrn ist auf euch. Und sie thaten, wie Mose sagte. 8. Der Herr aber redete mit Aaron, und sprach: 9. Du und deine Söhne mit dir sollt * keinen Wein, noch starkes Getränke trinken, wenn ihr in die Hütte des Stifts gehet, auf daß ihr nicht sterbet. Das sey 7 ein ewiges Recht allen euern Nachkommen. ' E?. 44, 21 . 1 Dm. 3 , 3 . Tit. 1, 7 . -s c. 16, 29. 10. Auf daß * ihr könnet unterscheiden, was heilig und unheilig, was unrein und rein ist; * Ez. 44, 23. 11 . Und daß ihr die Kinder Israel * lehret alle Rechte, die der Herr zu euch geredet hat durch Mose. * M.mh. 28,20. 12. Und Mose redete mit Aaron und mit seinen übrigen Söhnen, Eleazar und Ithamar: Nehmet das übergeblieben ist vom Speisopfer an den Opfern des Herrn, und esset es ungesäuert bey dem Altar; denn es ist das allerheiligste. 13. Ihr sollt es aber an heiliger Stätte essen; denn das ist dein Recht, und deiner Söhne Recht, an den Opfern des Herrn; denn * so ist mirs gebothen. "c. 2,3.10. c. 6,16. c. 9,21. i^. Aber die * Webebrust, und die Hebeschulter sollst du 1- und deine Söhne, und deine Töchter mit dir, essen an reiner Stätte; denn solches Recht ist dir und deinen Kindern gegeben , an den Dankopfern der Kinder Israel. * c. 9, 21 . -I- 4 Mos. 18, 11 . 15. Denn die Hebeschulrer und die Webebrust zu den Opfern des Fettes, werden gebracht, daß sie zur Webe gewebet werden vor dem Herrn; darum ist es dein und deiner Kinder zum ewigen Recht, wie der Herr gebothen hat. 16 . Und Mose suchte den Bock des Sündopfers, und fand ihn verbrannt. Und er ward zornig über Eleazar und Ithamar, Aarons Söhne, die noch übrig waren, und sprach: 17 . Warum habt ihr das * Sündopfer nicht gegessen an heiliger Stätte? denn es das aller- heiligste ist, und er hats euch gegeben, daß ihr die Missethat der Gemeine tragen sollt, daß ihr sie versöhnet vor dem Herrn. * c. 6, 26 . 18. Siehe, sein Blut ist nicht gekommen in das Heilige hinein. Ihr solltet es im Heiligen gegessen haben, wie mir gebothen ist. 19. Aaron aber sprach zu Mose: Siehe, heute haben sie ihr Sündopfer und ihr Brandopfer vor dem Herrn geopfert, und es ist mir also gegangen, wie du sieheft; und ich sollte essen heute vom Sündopfer, sollte das dem Herrn gefallen? 20. Da ' das Mose hörete, ließ ers ihm gefallen. * Los. 22, 30 . Das 11. Capitel. Vom Unterschied reiner und unreiner Thiere. 1. Nnd der Herr redete * mit Mose und Aa- ^ ron , und sprach zu ihnen : * 2 Mos. 7,«. 2. Redet mit den Kindern Israel, und sprechet: Das sind * die Thiere, die ihr essen sollt unter allen Thieren auf Erden. * - Mos. 14, 4 . Gcsch. 10,14. 3. Alles , was die Klauen spaltet , und Wiederkäuer unter den Thieren, das sollt ihr essen. Was aber * wiederkäuet, und hat Klauen, und spaltet sie doch nicht, als das Kameel, das ist euch unrein, und sollt es nicht essen. ' 3 Mos. 14 , 7 . 5. Die Kaninchen Wiederkäuen wohl, aber sie spalten die Klauen nicht; darum sind sie unrein. 6. Der Hase wiederkäuet auch, aber er spaltet die Klauen nicht; darum ist er euch unrein. 7. Und ein Schwein spaltet wohl die Klauen, aber es wiederkäuet nicht; darum soll es euch unrein seyn. 8. Von dieser Fleisch sollt ihr nicht essen, noch ihr Aas anrühren; denn sie sind euch unrein. 9. Dieß sollt ihr essen unter dem, das in Wassern ist: Alles, "was Floßfedern und Schuppen hat in Wassern, im Meer und Bächen, sollt ihr essen. * § Mos. 14 , 9 . O s 108 Unreine Fische/ Vögel. 3 M o se 11. Unreine Thiere. io. Alles aber/ was nicht Floßfedern und Schuppen hat im Meer und Bächen / unter allem/ das sich reget in Wasser«/ und unter aller«/ was lebet im Wasser/ soll euch eine Scheu seyn, i i. Daß ihr von ihrem Fleisch nicht esset/ und vor ihrem Aas euch schertet. 12. Denn alles/ was nicht Floßfedern und Schuppen hat in Wassern / sollt ihr scheuen. 13 . Und dieß sollt ihr scheuen unter den Vögel«/ daß ihrs nicht esset: * Den Adler/ den Habicht / den Fischaar / * - Mos. ii, 12. 1- 4. Den Geyer/ den Weihe/ und was seiner Art ist / 15. Und alle Raben mit ihrer Art/ 16. Den Strauß/ die Nachteule / den Kukuk, den Sperber mit seiner Art, 17. Das Käuzlein, den Schwan, den Huhu, 18. Die Fledermaus, die Rohrdommel, 19. Den Storch, den Reiger, den Heher mit seiner Art, den Wiedehopf und die Schwalbe. 20. Alles auch, was sich reget unter den Vögeln , und gehet auf vier Füßen, das soll euch eine Scheu seyn. 21. Doch das sollt ihr essen von den Vögeln, das sich reget, und gehet auf vier Füßen , und nicht mit zweyen Beinen auf Erden hüpfet; 22. Von denselben möget ihr essen, als da ist: Arbe mit seiner Art, und Selaam mit seiner Art, und Hargol mit seiner Art, und Hagab mit ihrer Art. 23. Alles aber, was sonst vier Füße hat unter den Vögeln soll euch eine Scheu seyn, 2- 4. Und sollt sie unrein achten. Wer solcher * Aas anrühret, der wird t unrein seyn bis auf den Abend. * c. 5/ 2 .Hag. 2 , 14. 3 Mos. 14/ 46. c. 15/ 5. 25 . Und wer dieser Aas eins tragen wird, soll seine Kleider waschen, und wird unrein seyn bis auf den Abend. 26. Darum alles Thier, das Klauen hat, und spaltet sie nicht, und Wiederkäuer nicht, das soll euch unrein seyn; wer es anrühret, wird unrein seyn. 27. Und alles, was auf Tappen gehet unter den Thieren, die auf vier Füßen gehen, soll euch unrein seyn; wer ihr Aas anrühret, wird unrein seyn bis auf den Abend. 28. Und wer ihr Aas trägst, soll seine Kleider waschen und unrein seyn bis auf den Abend; denn solche sind euch unrein. 29. Diese sollen euch auch unrein seyn unter den Thieren, die auf Erden kriechen : Die Wiesel, die Maus, die Kröte, ein jegliches mit seiner Art; 30 . Der Igel, der Molch, die Eidex, die Blindschleich, und der Maulwurf. 3 i. Die sind euch unrein unter allem, das da kriechet; wer ihr Aas anrühret, der wird unrein seyn bis an den Abend. 32. Und alles, worauf ein solches todtes Aas fällt, das wird unrein; es sey allerlei) hölzern Gefäß, oder Kleider, oder Fell, oder Sack; und alles Geräthe, damit man etwas schaffet, soll man ins Wasser thun, und ist unrein bis auf den Abend; alsdann wirds rein. 33 . Allerlei) irden Gefäß, wo solcher Aase eins darein fällt, wird alles unrein, was darinnen ist; und sollt es zerbrechen. 3 - 4 . Alle Speise, die man isset, so solches Wasser darein kommt, ist unrein; und aller Trank, den man trinket, in allerlei) solchem Gefäß, ist unrein. 35 . Und alles, worauf ein solches Aas fällt, wird unrein, es sey Ofen oder Kessel, so soll man es zerbrechen; denn es ist unrein, und soll euch unrein seyn. 36 . Doch die Brunnen, und Kölke, (M-mcn) und Teiche sind rein. Wer aber ihr Aas an- rühret, ist unrein. 37. Und ob ein solches Aas fiele auf Samen, den man säet; so ist er doch rein. 38 . Wenn man aber Wasser über den Samen gösse, und fiele darnach ein solches Aas darauf; so würde er euch unrein. 39. Wenn ein Thier stirbt, das ihr essen dürfet ; wer das Aas anrühret, der ist unrein bis an den Abend. - 40 . Wer * von solchem Aas isset, der soll sein Kleid waschen, und wird unrem seyn bis an den Abend. Also, wer auch trüget ein solches Aas, soll sein Kleid waschen, und wird unrein seyn bis an den Abend. * 17/15. ^1. Was auf Erden schleicht, das soll euch eine Scheu seyn, und man soll es nicht essen. - 42 . Und alles, was auf dem Bauch kriechet, und alles, was auf vier oder mehr Füßen gehet, unter allem, das auf Erden schleicht, sollt ihr nicht essen; denn es soll euch eine Scheu seyn. ^3. Machet eure Seele nicht zum Scheusal, und verunreiniget euch nicht an ihnen, daß ihr ench besudelt. - 4 ^. Denn ich bin der Herr, euer Gott. Darum sollt ihr euch heiligen, daß ihr heilig seyd,* denn ich bin heilig, und sollt nicht eure Seelen Kindbetterinnen. 3 Mose 12 . 13 . Aussatz. 109 verunreinigen an irgend einem kriechenden Thier/ das auf Erden schleicht. * 19 / 2. c. 20/ 7.1 Pea-. i/i 6 . ^5. Denn ich bin der Herr / der' euch aus Egyptenland gefuhret hat / daß ich euer Gott sey. Darum sollt ihr heilig seyn, denn ich bin heilig. * 2 Mos. 2o, 2. ^ 6 . Dieß ist das Gesetz von den Thieren und Vögel«/ und allerley kriechenden Thieren im Wasser / und allerley Thieren / die auf Erden schleichen / ^7. Daß ihr unterscheiden könnet/ was unrein und rein ist/ und welches Thier man esse«/ und welches man nicht essen soll. Das 12. Cayitel. Ordnung dcr Kindbetterinnen. j.Nttd der Herr redete mit Mose/ und sprach: ^ 2. Rede mit den Kindern Israel/ und sprich: Wenn ein Weib besamet wird / und gebieret ein Knäblein / so soll sie' sieben Tage unrein seyn / so lange sie ihre Krankheit leidet. *L»c. 2/ 22. 3. Und am' achten Tage soll man das Fleisch seiner Vorhaut beschneiden. * 1 Mos. 17/10. n. Und sie soll daheim bleiben drey und dreyßig Tage im Blut ihrer Reinigung. Kein Heiliges soll sie anruhren / und zum Heiligthum soll sie nicht kommen / bis daß die Tage ihrer Reinigung aus sind. ö. Gebieret sie aber ein Mägdlein/ so soll sie zwey Wochen unrein seyn/ so lange sie ihre Krankheit leidet/ und soll sechs und sechzig Tage daheim bleiben / in dem Blut ihrer Reinigung. 6 . Und wenn die Tage ihrer Reinigung aus sind/ für den Sohn oder für die Tochter; soll sie ein jähriges Lamm bringen zum Brandopfer/ und eine junge Taube oder Turteltaube zum * Sündopfer dem Priester/ vor die Thür der Hütte des Stifts. * c. 7. 7. Der soll es opfern vor dem Herrn / und sie versöhnen; so wird sie rein von ihrem Blutgang. Das ist das Gesetz für die/ so ein Knäblein oder Mägdlein gebieret. 8 . Vermag aber ihre Hand nicht ein Schaf; so nehme sie zwey ' Turteltauben / oder zwey junge Tauben, eine zum Brandopfer, die andere zum Sündopfer; so soll sie der Priester versöhnen/ daß sie rein werde.. * Luc. 2,2-n 3 Ms. ^ 22. c. 13 / 1 -j. Das 13. Capitel: Kennzeichen des Aussatzes an den Menschen und Kleidern. i.lLnd der Herr redete mit Mose und Aaron, ^ und sprach: 2. Wenn einem Menschen an der Haut seines Fleisches etwas auffährct/ oder schabicht oder eiterweiß wird / als wollte ein * Aussatz werden an der Haut seines Fleisches; soll man ihn zum Priester Aaron führen / oder zu seiner Söhne einem unter den Priestern. * 3 Mas. 2-p 8. 3. Und wenn der Priester das Mahl an der Haut des Fleisches stehet, daß die Haare in Weiß verwandelt sind/ und das * Ansehen an dem Ort tiefer ist / denn die andere Haut seines Fleisches; so ists gewiß der Aussatz. Darum soll ihn der Priester besehen/ und für unrein urtheilen. * c. i-p 37. - 4 . Wenn aber etwas eiterweiß ist an der Haut seines Fleisches , und doch das Ansehen nicht tiefer ist / denn die andere Haut des Fleisches / und die Haare nicht in Weiß verwandelt sind; so soll der Priester denselben verschließen sieben Tage, 5. Und am siebenten Tage besehen. Ist es, daß das Mahl bleibet, wie er es zuvor gesehen hat, und hat nicht weiter gefressen an der Haut; 6 . So soll ihn der Priester abermahl sieben Tage verschließen. Und wenn er ihn zum an- dernmahl am siebenten Tage besiehst, und findet, daß das Mahl verschwunden ist, und nicht weiter gefressen hat an der Haut; so soll er ihn rein urtheilen, denn es ist Grind. Und er soll seine Kleider' waschen, so ist er rein. ' Es. 1 / 16. Ebr. 10/ 22. 7. Wenn aber der Grind weiter frißt in der Haut, nachdem er vom Priester besehen, und rein gesprochen ist, und wird nun zum andern- mahl vom Priester besehen; 8 . Wenn dann da der Priester siehct, daß der Grind 'weiter gefressen hat in der Haut; soll er ihn unrein urtheilen, denn es ist gewiß Aussatz. * 2 Tim. 2, 17. 9. Wenn ein Mahl des Aussatzes am Menschen seyn wird, den soll man zum Priester bringen. 10. Wenn derselbe stehet und findet, daß es weiß aufgefahren ist an der Haut, und dis Haare in Weiß verwandelt , und rohes Fleisch im Geschwür ist; 11. So ists gewiß ein alter Aussatz in der Haut seines Fleisches.. Darum soll ihn der Priester unrein urtheilen, und nicht verschließen; denn er ist schon unrein. 12. Wenn aber der Aussatz blühet in der Haut, und bedecket die ganze Haut, von dem 110 Aussatz. 3 Mose 13 Brandmahl. Haupt an bis auf die Füße, alles, was dem Priester vor Augen seyn mag; 13 . Wenn dann der Priester bestehet, und findet, daß der Aussatz das ganze Fleisch bedecket hat; so soll er denselben rein urtheilen, weil es alles an ihm in Weiß verwandelt ist, denn er ist rein. 13 . Ist aber rohes Fleisch da, des Tages, wenn er besehen wird; so ist er unrein. is. Und wenn der Priester das rohe Fleisch bestehet, soll er ihn unrein urtheilen; denn er ist unrein, und es ist gewiß Aussatz. 16 . Verkehret sich aber das rohe Fleisch wieder, und verwandelt sich in Weiß; so soll er zum Priester kommen. 17. Und wenn der Priester bestehet, und findet, daß das Mahl ist in Weiß verwandelt; soll er ihn rein urtheilen, denn er ist rein. 18. Wenn in Jemandes Fleisch an der Haut eine Drüse wird, und wieder heilet; 19 . Darnach an demselben Ort etwas Weißes auffähret, oder röthlich eiterweiß wird; soll er vom Priester besehen werden. 20. Wenn dann der Priester stehet, daß das Ansehen tiefer ist, denn die andere Haut, und das Haar in Weiß verwandelt: so soll er ihn unrein urtheilen; denn es ist gewiß ein Aussatzmahl aus der Drüse geworden. 21. Siehet aber der Priester und findet, daß die Haare nicht weiß find, und ist nicht tiefer, denn die andere Haut, und ist verschwunden; so soll er ihn sieben Tage verschließen. 22. Frißt es weiter in der Haut, so soll er ihn unrein urtheilen; denn es ist gewiß ein Aussatzmahl. 23. Bleibt aber das Eiterweiß also stehen , und frißt nicht weiter; so ist es die*Narbe von der Drüse, und der Priester soll ihn rein urtheilen. * v. 28 . 2 ^. Wenn sich Jemand an der Haut am Feuer brennet, und das Brandmahl röthlich oder weiß ist; 25. Und der Priester ihn bestehet, und findet das Haar in Weiß verwandelt an dem Brandmahl, und das Ansehen tiefer, denn die andere Haut; so ist gewiß Aussatz aus dem Brandmahl geworden. Darum soll ihn der Priester unrein urtheilen, denn es ist ein Aussatzmahl. 26. Siehet aber der Priester, und findet, daß die Haare am Brandmahl nicht in Weiß verwandelt, und nicht tiefer ist, denn die andere Haut, und ist dazu verschwunden; so soll er ihn sieben Tage verschließen. 27. Und am siebenten Tage soll er ihn besehen. Hat es weiter gefressen an der Haut, so soll er ihn unrein urtheilen; denn es ist Aussatz. 28. Ist es aber gestanden an dem Brandmahl, und nicht weiter gefressen an der Haut, und ist dazu verschwunden; so ist es ein Geschwür des Brandmahls. Und der Priester soll ihn rein urtheilen , denn es ist * eine Narbe des Brandmahls. * v. 23 . 29. Wenn ein Mann oder Weib auf dem Haupt oder am Bart schabicht wird; 30. Und der Priester das Mahl bestehet, und findet, daß das Ansehen tiefer ist, denn die andere Haut, und das Haar daselbst golden und dünne: so soll er ihn unrein urtheilen, denn es ist aussätziger Grind des Haupts oder des Barts. 31. Siehet aber der Priester, daß der Grind nicht tiefer anzusehen ist, denn die Haut, und das Haar nicht falb ist; soll er denselben sieben Tage verschließen. 32. Und wenn er ihn am siebenten Tage bestehet, und findet, daß' der Grind nicht weiter gefressen hat, und kein golden Haar da ist, und das Ansehen des Grindes nicht tiefer ist, denn die andere Haut: 33. Soll er sich bescheren, doch daß er den Grind nicht beschere; und sott ihn der Priester abermahl sieben Tage verschließen. 3^. Und wenn er ihn am siebenten Tage bestehet , und findet, daß der Grind nicht weiter gefressen hat in der Haut, und das Ansehen ist nicht tiefer, denn die andere Haut: so soll ihn der Priester rein sprechen; und er soll seine Kleider waschen, denn er ist rein. 35. Frißt aber der Grind weiter an der Haut, nachdem er rein gesprochen ist, 36. Und der Priester bestehet, und findet, daß der Grind also weiter gefressen hat an der Haut: so soll er nicht mehr darnach fragen, ob die Haare golden find; denn er ist unrein. 37. Ist aber vor Augen der Grind still gestanden, und falbes Haar daselbst aufgegangen; so ist der Grind heil, und er rein. Darum soll ihn der Priester rein sprechen. 38. Wenn einem Manne oder Weibe an der Haut ihres Fleisches etwas eiterweiß ist; 39. Und der Priester stehet daselbst, daß das Eiterweiß schwindet; das ist ein weißer Grind, in der Haut aufgegangen, und er ist rein. Glatze. Aussatz 3 Mose 43. 14. an Kleidern. 111 -40. Wenn einem Manne die Haupthaare ausfallen, daß er kahl wird/ der ist rein. -4i. Fallen sie ihm vorne am Haupt aus, und wird eine Glatze, so ist er rein. -42. Wird aber an der Glatze, oder da er kahl ist, ein weißes oder röthliches Mahl; so ist ihm Aussatz an der Glatze oder am Kahlkopf aufgegangen. -43. Darum soll ihn der Priester besehen. Und wenn er findet, daß ein weißes oder röthliches Mahl ausgelaufen an seiner Glatze oder Kahlkopf, daß es stehet, wie sonst der Aussatz an der Haut: -4-4. So ist er aussätzig und unrein; und der Priester soll ihn unrein sprechen solches Mahls halben auf seinem Haupt. ^s. Wer nun aussätzig ist, deß Kleider sollen zerrissen seyn, und das Haupt bloß, und die Lippen verhüllet, und soll allerdings unrein genannt werden. ' -4ö. Und so lange das Mahl an ihm ist, soll er unrein seyn, allein wohnen, und seine Wohnung soll außer dem Lager seyn. -47. Wenn an einem * Kleide eines Aussatzes Mahl seyn wird, es sey wollen oder leinen; * v. 61. -48. Am Werft oder am Eintrag, es sey leinen oder wollen, oder an einem Fell, oder an allem, das aus Fellen gemacht wird; -4s. Und wenn das Mahl bleich oder röthlich ist am Kleide, oder am Fell, oder am Werft, oder am Eintrag, oder an eimgerley Ding, das von Fellen gemacht ist; das ist gewiß ein Mahl -es Aussatzes, darum solls der Priester besehen. so. Und wenn er das Mahl stehet, soll er es einschließen sieben Tage. S4. Und wenn er am siebenten Tage stehet, -aß das Mahl har weiter gefressen am Kleide, am Werft oder am Eintrag, am Fell, oder an allem, das mau aus Feilen machet; so ist es ein fressendes Mahl des Aussatzes, und ist unrein. 52. Und soll das Kleid verbrennen, oder den Werft, oder den Eintrag, es sey wollen oder leinen, oder allerlei) Fellwerk, darin solches Mahl ist: denn es ist ein Mahl des Aussatzes; und sollt es mit Feuer verbrennen. 53. Wird aber der Priester sehen, daß das Mahl nicht weiter gefressen hat am Kleide, oder am Werft, oder am Eintrag, oder an allerley Fellwerk: s-4. So soll er gebiethen, daß mans wasche, darin das Mahl ist; und solls einschließen andere sieben Tage. ss. Und wenn der Priester sehen wird, nachdem das Mahl gewaschen ist, daß das Mahl nicht verwandelt ist vor seinen Augen, und auch nicht weiter gefressen hat: so ist es unrein, und sollst es mit Feuer verbrennen ; denn es ist tief eingefressen, und hat es beschallt gemacht. ss. Wenn aber der Priester stehet, daß das Mahl verschwunden ist nach seinem Waschen; so soll er es abreissen vom Kleide, vom Fell, vom Werft, oder vom Eintrag. 57. Wirds aber noch gesehen am Kleide, am Werft, am Eintrag, oder allerley Fellwerk; so ist es ein Fleck, und sollst es mit Feuer verbrennen, darin solches Mahl ist. 58. Das Kleid aber, oder Werft, oder Eintrag, oder allerley Fellwerk, das gewaschen ist, und das Mahl von ihm gelassen hat, soll man zum andernmahl waschen, so ist es rein. so. Das ist das Gesetz über die Mahle des Aussatzes an Kleidern, sie seyen wollen oder leinen, am Werft, und am Eintrag, und an allerley Fellwerk, rein oder unrein zu sprechen. Das 14. Capitcl. Reinigung des AuLsahcS. i.Nnd der Herr redete mit Mose, und sprach: ^ 2. Das ist das Gesetz über den Aussätzigen , wenn er soll gereiniget werden. Er soll ' zum Priester kommen. * MM. s, 4. Marc, i, 44. Luc. L, 14. c. 17/ 14. 3. Und der Priester soll aus dem Lager gehen, und besehen, wie das Mahl des Aussatzes am Aussätzigen heil geworden ist; -4. Und soll gebiethen dem, der zu reinigen ist, daß er zween lebendige Vögel nehme, die da rein sind, und Cedernholz, und rosinfarbcne Wolle, und * Mop. * Ps 5t, s. s. Und soll gebiethen, den einen Vogel zu schlachten in einem irdenen Gefäß, am fließenden Wasser. 6. Und soll den lebendigen Vogel nehmen mit dem Cedernholz, rosinfarbener Wolle, und Mop, und in des geschlachteten Vogels Blut tunken am fließenden Wasser, 7. Und 'besprengen den, der vom Aussatz zu reinigen ist, siebenmahl; und reinige ihn also, und lasse den lebendigen Vogel ins freye Feld stiegen. * c. 4/ 6. 17. c. 8/ 11 . 8. Der Gereinigte aber soll seine Kleider waschen, und ' alle seine Haare abscheren, und 112 3 Mose 14 Opfer der Gereinigten. Reinigung des Aussatzes. sich mir Wasser baden; so ist er rein. Darnach gehe er ins Lager , doch r soll er außer seiner Hütte sieben Tage bleiben. * 4 Mis.s, 7 .-k 4 Mis.i 2 /i 4 . 4 . Und am siebenten Tage soll er alle seine Haare abscheren, auf dem Haupt, am Barte, an den Augcnbraunen, daß alle Haare abge- schoren seyen; und soll seine Kleider waschen, und sein Fleisch im Wasser baden: so ist er rein. 10. Und am achten Tage soll er zwey Lämmer nehmen ohne Wandel, und ein jähriges Schaf ohne Wandel, und drey * Zehnten Semmelm-ehl zum Speisopfer mit Oehl gemenget, und ein Log Oehl. * 4 Mos. 15 / 4 . 11. Da soll der Priester denselben Gereinigten und diese Dinge stellen vor den Herrn, vor der Thür der Hütte des Stifts. 12. Und soll das eine Lamm nehmen, und zum Schuldopfer opfern mit dem Log Oehl; und soll solches vor dem Herrn weben: 13 . Und darnach das Lamm schlachten, da man das Sündopfer und Brandopser schlachtet, nähmlich an heiliger Stätte; denn*wie das Sundopfer, also ist auch das Schuldopfer des Priesters; denn es ist das allerheiltgste. * c. 7 / 7 . 14 . Und der Priester soll des Bluts nehmen vom Schuldopfer, und dem Gereinigten * auf den Knorpel des rechten Ohrs thun, und auf den Daumen seiner rechten Hand, und auf den großen Zehen seines rechten Fußes. * e. 8 / 2z. is. Darnach soll er des Oehls aus dem Log nehmen, und in seine (des Priesters) linke Hand gießen; 16. Und mit seinem rechten Finger in das Oehl tunken, das in seiner linken Hand ist, und * sprengen mit seinem Finger das Oehl siebenmahl vor dem Herrn. * c. 4/ 6. 17. Das übrige Oehl aber in seiner Hand soll er dem Gereinigten auf den * Knorpel des rechten Ohrs thun, und auf den rechten Daumen, und auf den großen Zehen seines rechten Fußes, oben auf das Blut des Schuldopfers. * c. 8/ 23. 18. Das übrige Oehl aber in seiner Hand soll er auf des Gereinigten Haupt thun, und ihn versöhnen vor dem Herrn. 19. Und soll das Sündopfer machen, und den Gereinigten versöhnen seiner Unreinigkeit halben ; und soll darnach das Brandopfer schlachten, 20. Und soll es auf dem Altar opfern, sammt dem Speisopfer, und ihn versöhnen; so ist er rein. 21 . Ist er aber arm, und mit seiner Hand nicht so viel erwirbet; so nehme er ein Lamm zum Schuldopfer zu weben, ihn zu versöhnen, und einen Zehnten Semmelmehl mit Oehl gemenget zum Speisopser, und ein Log Oehl; 22. Und * zwey Turteltauben, oder zwey junge Tauben, die er mit seiner Hand erwerben kann, daß eine sey ein Sündopfer, die andere ein Brandopfer; * c. 12, 8 . c. 15,14. 23 . Und bringe sie am achten Tage seiner Reinigung zum Priester, vor der Thür der Hütte des Stifts, vor dem Herrn. 22,. Da soll der Priester das Lamm zum Schuld- opfer nehmen, und das Log Oehl, und soll es alles weben vor dem Herrn; 25. Und das Lamm des Schuldopfers schlachten , und des Bluts nehmen von demselben Schuldopfer, und dem Gereinigten thun auf den Knörpel seines rechten Ohrs, und auf den Daumen seiner rechten Hand, und auf den großen Zehen seines rechten' Fußes; 26. Und des Oehls in seine (des Priesters) linke Hand gießen, 27 . Und mit seinem rechten Finger das Oehl, das in seiner linken Hand ist, siebenmahl sprengen vor dem Herrn. 28. Des klebrigen aber in seiner-Hand soll er dem Gereinigten auf den Knörpel seines rechten Ohrs, und auf den Daumen seiner rechten Hand, und auf den großen Zehen seines rechten Fußes thun, oben auf das Blut des Schuldopfers. 29. Das übrige Oehl aber in seiner Hand soll er dem Gereinigten auf das Haupt thun, ihn zu versöhnen vor dem Herrn; 30. Und darnach aus der einen Turteltaube oder jungen Taube, wie seine Hand hat mögen erwerben, 31. Ein Sündopfer, aus der andern ein Brandopfer machen, sammt dem Speisopfer. Und soll der Priester den Gereinigten also versöhnen vor dem Herrn. 32. Das sey das Gesetz für den Aussätzigen, der mit seiner Hand nicht erwerben kann, was zu seiner Reinigung gehöret. 33. Und der Herr redete mit Mose und Aaron, und sprach: 34 . Wenn ihr ins Land Canaan kommt, das ich euch zur Besitzung gebe; und werde irgend in einem Hause eurer Besitzung ein Aussatzmahl geben : 35 . So soll der kommen, deß das Haus ist, dem* Priester ansagen, und sprechen: Es siehet mich Aussatz am Häuft. 3 Mose 14. 15. Unreine Männer. 113 mich an, als fty ein Aussatzmahl an meinem Hause. * c. 13/ 2 . 36. Da soll der Priester heissen, daß sie das Haus ausräumen, ehe denn der Priester hinein gehet das Mahl zu besehen, auf daß nicht unrein werde alles, was im Hauseist; darnach soll der Priester hinein gehen, das Haus zu besehen. 37 . Wenn er nun das Mahl bestehet, und findet, daß an der Wand des Hauses gelbe oder röthliche Grüblein sind, und ihr Ansehen tiefer, denn sonst die Wand ist; 38. So soll er zum Hause zur Thür heraus gehen, und das Haus sieben Tage verschließen. 39 . Und wenn er am siebenten Tage wieder kommt, und stehet, daß das Mahl weiter gefressen hat an des Hauses Wand; 40. So soll er die Steine heissen ausbrechen, darin das Mahl ist, und hinaus vor die Stadt an einen unreinen Ort werfen. 41. Und das Haus soll man inwendig rings herum schaben, und sollen den abgeschabten Laimen hinaus vor die Stadt an einen unreinen Ort schütten; 42. Und andere Steine nehmen, und an jener Statt thun; und andern Läimen nehmen, und das Haus bewerfen. 43. Wenn dann das Mahl wieder kommt, und ausbricht am Hause, nachdem man die Steine ausgerissen, und das Haus anders beworfen hat; 44. So soll der Priester hinein gehen. Und wenn er stehet, daß das Mahl weiter gefressen hat am Hause, so ists gewiß ein fressender Aussatz am Hause, und ist unrein. 45. Darum soll man das Haus abbrechen, Steine und Holz, und allen Laimen am Hause, und solle hinaus führen vor die Stadt, an einen unreinen Ort. 46. Und wer in das Haus gehet, so lange es verschlossen ist, * der ist unrein bis an den Abend. * c. 11 , 24. c. 13/ L. c. 17/ 13. 47. Und wer darinnen liegt, oder darinnen isset, der soll seine Kleider waschen. 48. Wo aber der Priester, wenn er hinein gehet, stehet, daß dteß Mahl nicht weiter am Hause gefressen hat, nachdem das Haus beworfen ist; so soll ers rein sprechen, denn das Mahl ist heil geworden. 49 . Und soll zum Sündovfer für das Haus nehmen zwep Vögel, Cedernholz, und rosinfar- bene Wolle, und Mop; 50. Und den einen Vogel schlachten in einem irdenen Gefäß an einem fließenden Wasser. 51. Und soll nehmen das Cedernholz, die rostnfarbene Wolle, den Mop, und den lebendigen Vogel, und in des geschlachteten Vogels Blut tunken, an dem fließenden Wasser, und das Haus siebenmal)! besprengen. 52 . Und soll also das Haus * entsündigen mit dem Blut des Vogels, und mit fließendem Wasser , mit dem lebendigen Vogel, mit dem Ce- dernholz, mit Mopen, und mit rosinfarbener Wolle. ' Ps- 9. 53. Und soll den lebendigen Vogel lassen hinaus vor die Stadt ins freye Feld fliegen, und das Haus versöhnen, so ists rein. 54. Das ist das Gesetz über allerley Mahl des Aussatzes und Grindes; 55 . Ueber den Aussatz der Kleider, und der Häuser; 66. Ueber die Beulen, Grätze und Eiterweiß, 57 . Auf daß man wisse, wenn etwas unrein oder rein ist. Das ist das Gesetz vom Aussatz. Das 15. Capitel. MinnS- und Weibspersonen, mit unreinem Fluß behaftet, wie sie zu reinigen. i.llnd der Herr redete mit Mose und Aaron, ^ und sprach: 2 . Redet mit den Kindern Israel, und. sprechet zu ihnen: Wenn ein Mann an seinem Fleisch einen Fluß* hat, derselbe ist unrein. * 4 Mos. 3, 2 . 3 . Dann aber ist er unrein an diesem Fluß, wann sein Fleisch vom Fluß eitert, oder verstopfet ist. 4. Alles Lager, darauf er lieget, und alles, darauf er sitzet, wird unrein werden. 5 . Und wer sein Lager anrühret, der soll seine Kleider waschen, und sich mit Wasser baden, und unrein seyn bis auf den Abend. 6. Und wer sich setzt, da er gesessen ist, der soll -eine Kleider waschen, und sich mit Wasser baden, und unrein seyn bis auf den Abend. 7. Wer sein Fleisch anrühret, der soll seine Kleider waschen, und sich mit Wasser baden, und unrein seyn bis auf den Abend. 8. Wenn er seinen Speichel wirft auf den, der rein ist, der soll seine Kleider waschen, und sich mit Wasser baden, und unrein seyn bis auf den Abend. 9 . Und der Sattel, darauf er reitet, wird unrein werden. P 1l4 Unreine Weiber. Blutsiuß. Z^Mose 10. Und wer anrühret irgend etwas, das er unter sich gehabt hat, der wird unrein seyn bis auf den Abend. Und wer solches trägt, der soll seine Kleider waschen, und sich mit Wasser baden, und unrein seyn bis auf den Abend. 11. Und welchen er anrühret, ehe er die Hände wäschet, der soll seine Kleider waschen, und sich mit Wasser baden, und unrein seyn bis auf den Abend. 12. Wenn er ein " irdenes Gefäß anrühret, das soll man zerbrechen; aber das hölzerne Gefäß soll man mit Wasser spülen. ' -- 6 / 28., 13 . Und wenn er rein wird von seinem Fluß, so soll er sieben Tage zählen, nachdem er rein geworden ist, und seine Kleider waschen, und sein Fleisch mit stießendem Wasser baden; so ist er rein. i^i. Und am achten Tage* soll er zwey Turteltauben oder zwey junge Tauben nehmen, und vor den Herrn bringen vor der Thür der Hütte des Stifts, und dem Priester geben. * c. ch 7 . c. 12/ 8 . c. 14 / 22. 15. Und der Priester soll aus einer ein Sünd- opfer, aus der andern ein Brandopfer machen, und ihn versöhnen vor dem Herrn seines Flusses halben. 1 6 . Wenn einem Manne * im Schlaf der Same entgehet, der soll sein ganzes Fleisch mit Wasser baden, und unrein seyn bis auf den Abend. * c. 22/ 4 . 17. Und alles Kleid, und alles Fell, das mit solchem Samen besteckt ist, soll er waschen mit Wasser, und unrein seyn bis auf den Abend. 18. Ein Weib, bey welchem ein solcher lieget, die soll sich mit Wasser baden, und unrein seyn bis auf den Abend. 19. Wenn ein Weib ihres Leibes Vlutfluß hat, die soll sieben Tage beyseit gethan werden; * wer sie anrühret, der wird unrein seyn bis auf den Abend. * c. 18/ is. 20. Und alles, worauf sie liegt, so lang sie ihre Zeit hat, wird unrein seyn, und worauf sie sitzt, wird unrein seyn. 21. Und wer ihr Lager anrühret, der soll feine Kleider waschen, und sich mit Wasser baden, und unrein seyn bis auf den Abend. 22. Und wer anrühret irgend etwas, darauf sie gesessen hat, soll seine Kleider waschen, und sich mit Wasser baden, und unrein seyn bis auf den Abend. 23. Und wer etwas anrühret, das auf ihrem 15 . 16 . Lager, oder wo sie gesessen, gelegen oder gestanden, soll unrein seyn bis auf den Abend. 2^. Und wenn ein Mann bey ihr lieget, und es kommt sie ihre Zeit an bey ihm, der wird sieben Tage unrein seyn, und das Lager, darauf er gelegen ist, wird unrein seyn. 25. Wenn aber ein Weib ihren Blutfluß eine lange Zeit hat, nicht allein zur' gewöhnlichen Zeit, sondern auch über die gewöhnliche Zeit; so wird sie unrein seyn, so lang sie fließt, wie zur Zeit ihrer Absonderung, so soll sie auch hier unrein seyn. 26. Alles Lager, darauf sie liegt, die ganze Zeit ihres Flusses soll seyn, wie das Lager ihrer Absonderung. Und alles, worauf sie sitzt, wird unrein seyn, gleich der Unreinigkeit ihrer Absonderung. 27. Wer deren etwas anrühret, der wird unrein seyn, und soll seine Kleider waschen, und sich mit Wasser baden, und unrein seyn bis auf den Abend. 28. Wird sie aber rein von ihrem Fluß, so soll sie sieb/rr Tage zählen; darnach soll sie rein seyn. 29. Und am achten Tage soll sie * zwey Turteltauben oder zwey junge Tauben nehmen, und zum Priester bringen vor die Thür der Hütte des Stifts. ' c. 12/ 8 . c. 14 / 22. 30. Und der Priester soll aus einer machen ein Sündopfer, aus der andern ein Brandopfer, und sie versöhnen vor dem Herrn über den Fluß ihrer Unreinigkeit. 31. So sollt ihr die Kinder Israel warnen vor ihrer Unreinigkeit, daß sie nicht sterben in ihrer Unreinigkeit, wenn sie meine Wohnung verunreinigen, die unter euch ist. 32. Das ist das Gesetz über den, der einen Fluß hat, und dem der Same im Schlaf entgehet, daß er unrein davon wird; - 33. Und über die, die ihren Blutfluß hat. Und wer einen Fluß hat, es fcy Mann oder Weib; und wenn ein Mann bey einer Unreinen liegt. Das 16 . Capitel. Jährliches Vcrsöhnopfer. i.ltnd der Herr redete mit Mose, (nachdem ^ die * zween Sohne Aarons gestorben waren, da sie vor dem Herrn opferten) * c. io, 2. 2. Und sprach: Sage deinem Bruder Aaron, daß er * nicht allerlei) Zeit in das inwendige Heiligthum gehe hinter den Vorhang vor dem Gna- Versöhnung. 3 Mose 16. Versöhnung. denstuhl, der auf der Lade ist, daß er nicht sterbe; denn ich will in einer Wolke erscheinen auf dem GNüdenstuhl. " 2 Mos. 30/ 10. Ebr. 9, 7. 3 . Sondern damit soll er hinein gehen, mit einem jungen Farren zum Sündopfer, und mit einem Widder zum Brandopfer. Und soll den heiligen leinenen Rock anlegen, und leinen Niederwand (Beinkleider) an seinem Fleisch haben, und sich mit einem leinenen Gürtel gürten, und den leinenen Hut aufhaben, denn das find die heiligen Kleider; und soll * sein Fleisch mit Wasser baden, und fie anlegen. * v. 24. 5. Und soll von der Gemeine der Kinder Israel zwey Ziegenböcke nehmen zum Sündopfer, und einen Widder zum Brandopfer. 6. Und Aaron soll den Farren, sein * Sündopfer, herzu bringen, mnd sich und sein Haus versöhnen; * Ebr. 7,27. 7. Und darnach die zwey Böcke nehmen, und vor den Herrn stellen, vor der Thür der Hütte Des Stifts. 8. Und soll das Loos werfen über die zwey Böcke; ein Loos dem Herrn, und das andere dem ledigen Dock. 9 . Und soll den Bock, auf welchen des Herrn Loos fällt, opfern zum Sündopfer. 10. Aber den Bock, auf welchen das Loos des Ledigen fällt, soll er lebendig vor den Herrn stellen, daß er ihn versöhne, und lasse den ledigen Bock in die Wüste. 11 . Und also soll er denn den Farren seines Sündvpfers herzu bringen, und sich und sein Haus versöhnen, und soll ihn schlachten. 12 . Und soll einen * Napf voll Glut vom Altar nehmen, der vor dem Herrn stehet, und die Hand -k voll zerstoßenes Räuchwerk, und hinein hinter den Vorhang bringen, * c. 10/ 1. 1-2 Müs. 39/ 34. 33. 13. Und das Räuchwerk aufs Feuer thun vor dem Herrn, daß der Nebel vom Räuchwerk den Gnadenstuhl bedecke, der auf dem Zeugniß ist, daß er nicht sterbe. 1 ^. Und soll des Bluts * vom Farren nehmen, und mit seinem Finger gegen den Gnadenstuhl sprengen vorne an; -t siebenmahl sott er also vor dem Gnadenstuhl mit seinem Finger vom Blut sprengen. * Ebr. 9/ 13. c. 1«/ 4. i- 3 Mos. 4. 6. 17. 15. Darnach soll er den Bock, des Volks Sündopfer, schlachten, und seines Bluts hinein bringen hinter den Vorhang; und soll mit seinem Blut thun, wie er mit des Farren Blut 115 gethan hat, und damit auch sprengen vorne gegen den Gnadenstuhl; is. Und soll also versöhnen das Heiligthum Von der Unreinigkeit der Kinder Israel, und von ihrer Übertretung, in allen ihren Sünden. Also soll er thun der Hütte des Stifts; denn sie find unrein, die umher liegen. 17. Kein * Mensch soll in der Hütte des Stifts seyn, wenn er hinein gehet zu versöhnen im Heiligthum, bis er heraus gehe; und soll also versöhnen sich und sein Haus, und die ganze Gemeine Israel. * Ebr. 9/7. 18 . Und wenn er heraus gehet zum Altar, der vor dem Herrn stehet: soll er ihn versöhnen , und soll des Bluts vom Farren, und des Bluts vom Bock nehmen, und auf des Altars Hörner umher thun. 19. Und soll mit seinem Finger vom Blut darauf sprengen siebenmahl, und ihn reinigen und heiligen von der Unreinigkeit der Kinder Israel. 20 . Und wenn er vollbracht hat das Versöhnen des Heiligthums, und der Hütte des Stifts, und des Altars; so soll er den lebendigen Bock herzu bringen. 21 . Da soll denn Aaron seine beyden Hände auf sein Haupt legen, und bekennen auf ihn alle Missethat der Kinder Israel, und alle ihre Übertretung in allen ihren Sünden; und soll sie dem Bock auf das Haupt legen, und ihn durch einen Mann, der vorhanden ist, in die Wüste laufen lassen: 22 . Daß also der Bock alle ihre Missethat auf ihm in eine Wildniß trage; und lasse ihn in die Wüste. 23. Und Aaron soll in die Hütte des Stifts gehen, und ausziehen die leinenen Kleider, die er anzoq, da er in das Heiligthum ging; und sott sie daselbst lassen. 2 -l. Und soll sein Fleisch mit Wasser baden an heiliger Stätte, und seine eigenen Kleider an- thun, und heraus gehen, und sein Brandopfer, und des Volks Brandopfer machen, und beydes sich und das Volk versöhnen, 25. Und das Fett vom Sündopfer auf dem Altar anzünden. 26 . Der aber den ledigen Bock hat ausgefüh- ret, soll seine Kleider waschen, und sein Fleisch mit Wasser baden, und darnach ins Lager kommen. 27. Den Farren des Sündvpfers, und den Bock des Sündvpfers, ' welcher Blut in das P 2 116 Ort der Opfer. 3 Mose 16. 17. Blut essen verbothen. Heitigthum zu versöhnen gebracht wird, soll man hinaus fuhren vor das Lager, und mit Feuer verbrennen, beydeS ihre Haut, Fleisch und Mist. * c. 6, 30. Ez. 43, 21. Ebr. 13, 11. 28. Und der sie verbrennet, soll seine Kleider waschen, und sein Fleisch mit Wasser baden, und darnach ins Lager kommen. 29. Auch soll euch das * ein ewiges Recht seyn : Am zehnten Tage des siebenten MonathS sollt ihr euern Leib casteyen, und kein Werk thun, er sey einheimisch oder fremd unter euch. * c. 6, 18. c. io, 9. c. 17, 7. st- c. 23, 32. 30. Denn an' diesem Tage geschiehst eure Versöhnung , daß ihr gereiniget werdet; von allen euern Sünden werdet ihr gereiniget vor dem Herrn. * 23,27. 4 Mos. 29,7. 31. Darum soll eS euch ' der größte Sabbath seyu, und ihr sollt euern Leib demüthigen. Ein ewiges Recht sey das. * c. 23,32. 32. ES soll aber solche Versöhnung thun ein Priester, den man geweihet, und deß Hand man gefullet hat zum Priester an seines Vaters Statt; und soll die leinenen Kleider anthun, nahmlich die heiligen Kleider. 33. Und soll also versöhnen das heilige Heiligthum, und die Hütte deS Stifts, und den Altar, und die Priester, und alles Volk der Gemeine. 3-4. Das soll euch ein ewiges Recht seyn, daß ihr die Kinder Israel versöhnet von allen ihren Sunden, im Jahr* einmahl. Und Mose that, wie ihm der Herr gebothen hatte. * Ebr. 9,7. Das 17. Capitel. Ort der Opfer bestimmet. Blut zu essen verbothen. I.llnd der Herr redete mit Mose, und sprach: * 2. Sage Aaron und seinen Söhnen, und allen Kindern Israel, und sprich zu ihnen: Das ist eS, das der Herr gebothen hat. 3. Welcher aus dem Hause Israel einen Ockfen, oder Lamm, oder Ziege schlachtet in dem Lager, oder außen vor dem Lager, -4. Und nicht vor die Thür der Hütte des Stifts bringet, daß eS dem Herrn zum Opfer gebracht werde vor der Wohnung deS Herrn; der soll des BlutS schuldig seyn, als der Blut vergossen hat, und solcher Mensch soll auSgerot- tet werden aus seinem Volk. 5. Darum sollen die Kinder Israel ihre Opfer, die sie auf dem freyen Felde opfern wollen, vor den Herrn bringen vor die Thür der Hütte des Stifts, zum Priester, und allda ihre Dankopfer dem Herrn opfern. 6. Und der Priester soll das Blut auf den Altar des Herrn sprengen, vor der Thür der Hütte des Stifts, und das Fett anzünden zum süßen Geruch dem Herrn: 7. Und mit Nichten ihre * Opfer hinfort den Feldteufeln opfern, mit denen sie huren. Das 7 sott ihnen ein ewiges Recht seyn bey ihren Nachkommen. * 3 Mvs. 32, 17. st- 3 Mos. 6, 18. c. 10, 9. 8. Darum sollst du zu ihnen sagen: Welcher Mensch aus dem Hause Israel, oder auch ein Fremdling, der unter euch ist, der ein Opfer oder Brandopfer thut, 9. Und bringet eS nicht * vor die Thür der Hütte des Stifts, daß ers dem Herrn thue; der soll auSgerottet werden von seinem Volk. * 3 Mos. 12, 44. 10. Und welcher Mensch, er sey vom Hause Israel, oder ein Fremdling unter euch, irgend * Blut isset, wider den will ich mein Antlitz setzen, und will ihn mitten aus seinem Volk ausrotten. * c. 3, 17. i t. Denn deS Leibes Leben ist im Blut, und ich habe es euch zum Altar gegeben, daß eure Seelen damit versöhnet werden. Denn * das Blut ist die Versöhnung für das Leben. * Ebr. 9, 22. 12. Darum habe ich gesagt den Kindern Israel: Keine Seele unter euch soll Blut essen; auch kein Fremdling, der unter euch wohnet. 13. Und welcher Mensch, er sey vom Hause Israel, oder ein Fremdling unter euch, der ein Thier oder Vogel sänget auf der Jagd, das man isset; der soll desselben Blut vergießen, und mit Erde zuscharren. 12,. Denn des * Leibes Leben ist in seinem Blut, so lange eS lebet; und ich habe den Kindern Israel gesagt : Ihr sollt keines Leibes Blut essen. Denn deS Leibes Leben ist in seinem Blut. Wer es isset, der soll auSgerottet werden. * i Mos. 9, 4. -j-3 Mos. 3, 17. c. 7, 26. 3 Mos. 12, 23. 15. Und welche * Seele ein Aas, oder was vom Wilde zerrissen ist, isset, er sey ein Einheimischer oder Fremdling; der sott sein Kleid waschen, und sich mit Wasser baden, und t unrein seyn bis auf den Abend ; so wird er rein. * c. ii, 4o. -f- c. ii, 24. c. 14, 46. c. 13, 3. 16. Wo er seine Kleider nicht waschen, noch sich baden wird; so soll er seiner Missethat schuldig seyn. Verbotene 3 Mose 18. 117 Ehen. ' l 6. Du sollst ' deines Bruders Weibes Scham nicht bloßen; denn sie ist deines Bruders Scham. * Marc. 6/ 18. Das 18. Capitel. Verbothene Grade der Blutsfreundschast im Hcirathen. 1 lind der Herr redete mit Mose, und sprach: " 2. Rede mit den Kindern Israel, und sprich zu ihnen: Ich ' bin der Herr, euer Gott. * c. 11, 44. c. 19, 2. 3. 4. 10. 23. 31. 3 . Ihr sollt nicht thun nach den Werken des Landes Egypten, darinnen ihr gewöhnet habt, auch nicht nach den Werken des Landes Canaan, darein ich euch führen will, ihr sollt auch euch nach ihrer Weise nicht halten. > 4 . Sondern nach meinen Rechten sollt ihr thun, und meine Satzungen sollt ihr halten, daß ihr darinnen wandelt; denn Ich bin der Herr, euer Gott. s. Darum sollt ihr meine Satzungen halten, und meine Rechte. Denn welcher * Mensch dieselben thut, der wird dadurch leben; denn Ich bin der Herr. * Nch. 9, 29. Ezcch. 20, 11. Nom. 10, 3. Gal. 3, 12. 6. Niemand soll sich zu seiner nächsten Bluts- freundintt thun, ihre Scham zu.bloßen; denn Ich bin der Herr. 7. Du sollst * deines Vaters und deiner Mutter Scham nicht bloßen; es ist deine Mutter, darum sollst du ihre Scham uicht bloßen. * 1 Mos. 9, 22. c. l9, 33. Ezcch. 22, 10. 8. Du sollst * deines Vaters Weibes Scham nicht bloßen; denn es ist deines Vaters Scham. * 1 Mos. 33, 22. 3 Mos. 20, 11. 1 Cor. 3, 1. 9 . Du sollst deiner Schwester Scham, die deines Vaters oder deiner Mutter Tochter ist, daheim oder draußen geboren, nicht bloßen. 10. Du sollst deines Sohnes oder deiner Tochter Tochter Scham nicht bloßen; denn es ist deine Scham. 11. Du sollst der Tochter deines Vaters Weibes , die deinem Vater gebohren ist, und deine Schwester ist, Scham nicht bloßen. 12. Du sollst deines Vaters Schwester Scham nicht bloßen; denn es ist deines Vaters nächste Blutsfreundinn. 13 . Du sollst deiner Mutter Schwester Scham nicht bloßen; denn es ist deiner Mutter nächste Blutsfreundinn. i^,. Du sollst * deines Vaters Bruders Scham nicht bloßen, daß du sein Weib nehmest; denn sie ist deine Base. ' -. 20,20. 15 . Du sollst * deiner Schnur Scham nicht bloßen; denn sie ist deines Sohnes Weib, darum sollst du ihre Scham nicht bloßen. * 1 Mos. 38, 16. Eiccb. 22, 11. 17 . Du sollst * deines Weibes sammt ihrer Tochter Scham nicht bloßen, noch ihres Sohnes Tochter, oder Tochter Tochter nehmen, ihre Scham zu bloßen; denn es ist ihre nächste Blutsfreundinn, und ist ein Laster. * c. 20,14. 18. Du sollst auch deines Weibes Schwester nicht nehmen, neben ihr, ihre Scham zu bloßen, ihr zuwider, weil sie noch lebet. 19. Du sollst nicht' zum Weibe gehen, weil sie ihre Krankheit hat, in ihrer Unreinigkeit ihre Scham zu bloßen. * c. 20,18. 20. Du sollst auch nicht bey deines * Nächsten Weibe liegen, sie zu besamen, damit du dich an ihr verunreinigest. *-.20,10. 2CMi.1l, 4. 21. Du sollst auch deines Samens nicht geben, daß es'dem Molech verbrannt werde, daß du nicht entheiligest den Nahmen deines Gottes; denn Ich bin der Herr. * -. 20,2. 3 M°s. 18,10. 2 Köu. 21, 6. c. 23, 10. Ps. 106, 37. Jer. 7, 31. c. 32, 33. 22. Du sollst nicht bey ' Knaben liegen, wie beym Weibe; denn es ist ein Gräuel. * c. 20, 13. Rom. i, 27. 1 Ccr^ 6, 9. 23 . Du sollsi auch bey ' keinem Thier liegen, daß du mit ihm verunreiniget werdest. Und kein Weib soll mit einem Thier zn schaffen haben, denn es ist ein Gräuel. * c. 20, 13. 2 Mos. 22, 19. 3 Mos. 27, 21. 2^. Ihr sollt' euch itt dieser keinem verunreinigen ; denn in diesem allen haben sich verunreiniget die Heiden, die ich vor euch her will ausstoßen, ' 2 Ko». >7,13. 25 . Und das Land dadurch verunreiniget ist. Und ich will ihre Missethat an ihnen heimsuchen, daß das Land seine Einwohner ausspeye. 26. Darum haltet meine Satzungen und Rechte, und thut dieser Gräuel keine, weder der Einheimische, noch der Fremdling unter euch. 27. Denn alle solche Gräuel haben die Leute dieses Landes gethan, die vor euch waren, und haben das Land verunreiniget. 28. Auf daß ' euch nicht auch das Land ausspeye, wenn ihr es verunreiniget; gleichwie es die Heiden hat ansgespcyet, die vor euch waren. * c. 20, 22. 29. Denn welche diese Gräuel thun, derer Seelen sollen ausgerottet werden von ihrem Volk. 30. Darum' haltet meine Satzungen, daß ihr nicht thut nach den gräulichen Sitten, die vor euch waren, daß ihr nicht damit verunreiniget werdet; denn i- Ich bin der Herr, euer Gott. * c. 19, 37. c. 20, 8. -s c. ii, 44. c. 20, 7. 24. 118 Auslegung der zehn Gebothe. 3 Mose 19. Erste Früchte. Das 19. Capitel. Auslegung der zehn Gebothe, sammt nndem Gesetzen. i.Nnd der Herr redete mit Mose, und sprach: ** 2. Rede mit der ganzen Gemeine der Kinder Israel, und sprich zu ihnen: Ihr sollt * heilig seyn; denn ich bin heilig, der Herr, euer Gott. *c. 11 , 44 .43. 3. Ein Jeglicher * furchte seine Mutter und feinen Vater. Haltet meine Feyertage; denn -t Ich bin der Herr , euer Gott. * 2 Mos. 20 , 12 . 2 Mos. 31, 13. 7 3 Mos. 11, 44. c. 18 , 2 . 4. 30. Ihr sollt euch nicht zu den Götzen wenden, und sollt euch ' keine gegossenen Götter machen; denn ich bin der Herr, euer Gott. * 2 Mos. 20 , 23. c. 34, 17. 5. Und 1 wenn ihr dem Herrn wollt Dank- opfer thun; so * sollt ihr opfern, das ihm gefallen könnte. * c. 7,11.13. 6. Aber ihr * sollt es desselben Tages essen, da ihr es opfert, und des andern Tages; was aber auf den dritten Tag überbleibet, soll man mit Feuer verbrennen. ' c. 7 , 16 . 17 . 7. Wird aber Jemand am dritten Tage davon essen; so ist er ein Gräuel, und wird nicht angenehm seyn. 8. Und derselbe Esser wird seine Missethat tragen, daß er das Heiligthum des Herrn entheiliget, und solche Seele wird ausgerottet werden von ihrem Volk. 9. Wenn du dein * Land einerntest; sollst du es nicht an den Enden umher abschneiden, auch nicht alles genau aufsammeln. * c. 23, 22 . 3 Mos. 24, 19 . 10. Also auch sollst du deinen Weinberg nicht genau lesen, noch die abgefallenen Beeren auflesen ; sondern dem Armen und Fremdling sollst du es lassen; denn Ich bin der Herr, euer Gott. 11. Ihr sollt * nicht stehlen , noch lügen, noch fälschlich handeln, einer mit dem andern. * 2 Mos. 20 , 13. 16 . 1 Thess. 4, 6. 12. Ihr sollt nicht falsch schwören bey meinem Nahmen, und * entheiligen den Nahmen deines Gottes; denn ich bin der Herr. *2 Mos. 20 , 7 . 13. Du sollst deinem Nächsten * nicht Unrecht thun, noch berauben. 7 Es soll des Taglöhners Lohn nicht bey dir bleiben bis an den Morgen. * 2 Mos. 23, 7. 7 -r Mos. 24, 14. Jcr. 22 , 13 . Jac. 3 / 4 . 17/. Du sollst dem Tauben nicht fluchen. Du sollst vor dem * Blinden keinen Anstoß setzen; denn du sollst dich vor deinem Gott fürchten, denn Ich bin der Herr. * - Mos. 27,18. 15 . * Ihr sollt nicht unrecht handeln am Gericht, und sollst nicht vorziehen den Geringen, noch den Großen ehren; sondern du sollst deinen Nächsten recht richten. *3 Mos. 16,19. 16. Du sollst kein ' Verleumder seyn unter deinem Volk. Du sollst auch nicht stehen 7 wider deines Nächsten Blut; denn Ich bin der Herr. * Ps. 13, 3. Ps. 30, 20 . 1- Jcr. 9, 8. Jac. 3, 6. 17 . Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen; sondern du sollst * deinen Nächsten strafen, auf daß du nicht feinet halben Schuld tragen müßest. * Matth. 18,13. Luc. 17,3. 18. Du sollst nicht rachgierig seyn, noch Zorn halten gegen die Kinder deines Volks. Du * sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; denn Ich bin der Herr. * Marc. 12 , 31 . 19. Meine Satzungen sollt ihr halten, daß du dein Vieh nicht lassest mit anderley Thier zu schaffen haben; und * dein Feld nicht besäest mit mancherlei) Samen; und kein Klerd an dich komme, das mit Wollen und Leinen gemenget ist. * 3 Mos. 22 , 9 . 20. Wenn ein Mann bey einem Weibe liegt , und sie beschläft, die eine leibeigene Magd, und von dem Manne verschmähet ist, doch nicht erlöset, noch Freyheit erlanget hat; das soll ge- gestraft werden, aber sie sollen nicht sterben, denn sie ist nicht frey gewesen. 21. Er sott aber für seine Schuld dem Herrn vor die Thür der Hütte des Stifts euren Widder zum Schuldopfer bringen; 22. Und der * Priester soll ihn versöhnen mit dem Schuldopfer vor dem Herrn, über die Sünde, die er gethan hat; so wird ihm Gott gnädig seyn über seine Sünde, die er gethan hat. * c. 4, 26. 31. 33. c. 3, 13. 16 . 23 . Wenn ihr ins Land kommt, und allerlei) Bäume pflanzet, davon man iffet; sollt ihr derselben Vorhaut beschneiden, und ihre Früchte. Drey Jahre sollt ihr sie unbeschnitten achten, daß ihr sie nicht esset; 27,. Im vierten Jahre aber sollen alle ihre Früchte heilig und gepriesen seyn dem Herrn; 25. Im fünften Jahre aber sollt ihr die Früchte essen, und sie einsammeln: denn Ich bin der , euev lAott ''26. Ihr sollt nichts *mit Blut essen. Ihr sollt nicht auf Vogelgeschrey achten, noch Tage wählen. * c. 3, 17 . 27 . Ihr sollt ' euer Haar am Haupt nicht rund umher abschneiden, noch euern Bart gar abscheren. * c. 21,3. Molech. 3 Mose 19. 20. Verbotener Veyschlaf. 119 2 8. Ihr sollt * kein Mahl um eines Todten willen an euerm Leibe reisten, noch Buchstaben an euch pfetzen; denn Ich bin der Herr. * 2 Mos. 14, 1. 29 . Du sollst deine Tochter nicht zur Hurerey halten , daß nicht das Land Hurerey treibe, und werde voll Lasters. 30. "Meine Feyre (Feycttage, Mhctagc) haltet, und fürchtet euch vor meinem Heiligthum; denn Ich bin der Herr. * c. 23 , 2 . 31 . Ihr sollt euch " nicht wenden zu den Wahrsagern, und forschet nicht von den Zeichendcu- tern, daß ihr nicht an ihnen verunreiniget werdet; denn Ich bin der Herr, euer Gott. * c. 20 , 6. 27 . 1 Sam. 28, 7. 32 . Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen , und die Alten ehren; denn du sollst dich fürchten vor deinem Gott, denn Ich bin der Herr. 33. Wenn ein' Fremdling bey dir in euerm Lande wohnen wird, den sollt ihr nicht schinden. * 2 Mos. 22 , 21 . 3^. Er soll bey euch wohnen, wie ein Einheimischer unter euch, und sollst ihn lieben, wie dich selbst; denn ihr seyd auch Fremdlinge gewesen in Egyptenlande. Ich bin der Herr, euer Gott. 36. Ihr sollt nicht ungleich handeln am Gericht mit ' der Elle, mit Gewicht, mit Maß. * 6 Mos. 23, 13. Spr. 11, 1. c. 20 , 10 . 36. * Rechte Wage, rechte Pfunde, rechte Scheffel, rechte Kannen sollen bey euch seyn; denn Ich bin der Herr, euer Gott, i- der euch aus Egyptenland geführet hat, * 3 Mos. 23, 13. Svr. 16 , II. -s 3 Mos. 11, 43. c. 22 ,. 32. 37. Daß ihr" alle meine Satzungen, und alle meine Rechte haltet und thut; denn Ich bin der Herr. " c. is, 30 . «. 20 ,8. 22 . Das 20. Capitel. Strafe unterschiedlicher Sünden. i.Nnd der Herr redete mit Mose, und sprach: ^ 2 . Sage den Kindern Israel: Welcher unter den Kindern Israel, oder ein Fremdling, der in Israel wohnet, * seines Samens dem Molech gibt, der soll des Todes sterben, bas Volk im Lande soll ihn steinigen. * c- 1 «, 21 . 3. Und ich" will mein Antlitz fetzen wider solchen Menschen, und 7 will ihn aus seinem Volk aus- rotren, daß er dem Molech seines Samens gegeben , und mein Heiligthum verunreiniget, und meinen heiligen Namen entheiliget hat. » c. 17, 10 . ch Ezcch. 14, ii. Und wo das Volk im Lande durch die Finger sehen würde dem Menschen , der seines Samens dem Molech gegeben hat, daß es ihn nicht tödtet; s. So will doch ich mein Antlitz Wider denselben Menschen setzen, und wider sein Geschlecht, und will ihn, und alle, die ihm nachgehuret haben mit dem Molech, ans ihrem Volk ausrotten. 6. Wenn eine Seele sich zu den * Wahrsagern und Zeichendeutern wenden wird, daß sie ibeien nachhurct; so will ich mein Antlitz wider dieselbe Seele setzen, und will sie aus ihrem Volk ausrotten. * c. 19, 31 . 1 Scim. 23 , 7 . 7 . Darum " heiliget euch, und seyd heilig; denn Ich bin der Herr, euer Gott." c. 11,44.43. 8 . Und * haltet meine Satzungen, und thut fie; denn Ich bin der Herr, der euch heiliget. * c. 18, 3 o. e. iS, 37 . 9. Wer seinem " Vater oder seiner Mutter fluchet, der soll des Todes sterben. Sein Blut fey aus ihm, daß er seinem Vater oder Mutter gefiuchet hat. * 2 Ms. 21,17. 10. Wer die * Ehe bricht mit Jemandes Weibe, der soll des Todes sterben, bcyde, Ehebrecher und Ehebrecherin«, darum, daß er mit seines Nächsten Weibe die Ehe gebrochen hat. ' c. 18, 20. 2 Mos. 20, 14 . 3 Mos. 22, 22. Mttll. 6 , 27 . Joh. 8 , 3 . i i. Wenn * Jemand bey seines Vaters Weibe schlaft, daß er seines Vaters Scham geblößet hat, die sollen beyde des Todes sterben; ihr Blut sey auf ihnen. ' c. 18, 8 . i Mos. 33,22. 3 Mos. 27 , 20. 2 Sam. 16, 22 . 12. Wenn Jemand bey seiner ' Schnur schläft, so sollen sie beyde des Todes sterben; denn fie haben eine Schande begangen, ihr Blut sey auf ihNeN. * 1 Ms. 38 , 18 . 3 Ms. 27 , 23 . 13. Wenn Jemand bey einem " Knaben schläft, wie bey einem Weibe, die haben einen Gräuel gethan, und sollen beyde des Todes'sterben, ihr Blltt sey auf ihnen. * c. 18, 22. Mm. 1, 27 . 1 Cor. 6 , 9 . 1^. Wenn " Jemand ein Weib nimmt, und ihre Mutter dazu, der hat ein Laster verwirkt; man soll ihn mit Feuer verbrennen, und sic beyde auch, daß kein Laster fey unter euch. * c. 18, 17. is. Wenn Jemand beym * Vieh liegt, der soll des Todes sterben, und das Vieh soll man erwürgen. * c. 18,2z. 16. Wenn ein Weib sich irgend zu einem Vieh thut, daß fie mit ihm zu schaffen hat, die sollst du tödteu, und das Vieh auch; des Todes sollen sie sterben, ihr Blut fty auf ihnen. 120 Abgesonderte. 3 Mose 20. 21. Reinigkeit der Priester. 17 . Wenn Jemand seine * Schwester nimmt, seines Vaters Tochter, oder seiner Mutter Tochter, und ihre Scham beschauet, und sie wieder seine Scham, das ist eine Blutschande; die sollen ausgerortet werden vor den Leuten ihres Volks, denn er hat seiner Schwester Scham entblößet, er soll seine Missethat tragen. * c. 18/ s. 6 Mos. 27/ 22 . .18. Wenn ein Mann beym Weibe schläft zur * Zeit ihrer Krankheit, und entblößet ihre Scham, und decket ihren Brunnen auf, und sie entblößet den Brunnen ihres Bluts; die sollen beyde aus ihrem Volk ausgerottet werden. * c. 18/ 19. Ezech. 18/ 6 . c. 22/ io. i s. Deiner * Mutter Schwester Scham, und deines Vaters Schwester Scham sollst du nicht blößen; denn ein solcher hat seine nächste Bluts- freundinn aufgedecket, und sie sollen ihre Missethat tragen. * c. i 8 , iz. 20. Wenn Jemand * bey seines Vaters Bruders Weibe schläft, der hat seines Vetters Scham gebloßet; sie sollen ihre Sünde tragen, ohne Kinder sollen sie sterben. * c. 18/ 14 . 21. Wenn * Jemand seines Bruders Weib nimmt, das ist eine schändliche That; die sollen ohne Kinder seyn, darum, daß er hat seines Bruders Scham geblößet. * Marc, 6 , 18. 22. So * haltet nun alle meine Satzungen und alle meine Rechte, und thut darnach, auf daß-k euch nicht das Land ausspeye, darein ich euch führe, daß ihr darinnen wohnet. * c. 19 / 37 . -s c. 18/ 23 . 28. 23 . Und wandelt nicht in den Satzungen der Heiden, die ich vor euch her werde ausstoßen. Denn solches alles haben sie gethan, und ich habe einen Gräuel an ihnen gehabt. 2-!. Euch aber sage ich: Ihr sollt jener Land besitzen; denn ich will euch ein Land zum Erbe geben, darinnen Milch und Honig fließet. Ich bin der Herr, euer Gott, der euch von den Völkern abgesondert hat, 25 . Daß ihr auch abjondern sollt das * reine Vieh vom unreinen, und unreine Vögel von den reinen, und eure Seelen nicht verunreiniget am Vieh, au Vögeln, und an allem, das auf Erden kriechet, das ich euch abgesondert habe, daß es unrein sey. * c. n, 3. 3 Mos. 14 / 4 . 26. Darum * sollt ihr mir heilig seyn; denn ich, der Herr, bin heilig, der euch abgesondert hat von den Völkern, daß ihr mein wäret. * c. 11 / 44 . 43 . 27 . Wenn ein Mann oder Weib * ein Wahrsager oder Zeichendcurer seyn wird, die sollen des Todes sterben, man soll sie steinigen, ihr Blut sey auf ihnen. * 2 Mos 22/18. Das 21. Capitel. VNc sich ein Priester zu verholten Hot. 1. Nnd der Herr sprach zu Mose: Sage den ^ Priestern, Aarons Söhnen, und sprich zu ihnen : Ein Priester soll sich an * keinem Todten seines Volks verunreinigen, * 4 Mos. 3, 2 . Ezech. 44/ 23. 2. Ohne an seinem Blutsfreunde, der ihm am nächsten angehöret, als an seiner Mutter, an seinem Vater, an seinem Sohne, an seiner Tochter, an seinem Bruder, 3 . Und an seiner Schwester, die noch eine Jungfrau, und noch bey ihm ist, und keines Mannes Weib gewesen ist, an der mag er sich verunreinigen. - 4 . Sonst soll er sich nicht verunreinigen an irgend einem, der ihm zugehöret unter seinem Volk, daß er sich entheilige. 5 . Sie sollen auch keine * Platte machen auf ihrem Haupt, uoch ihren Bart abfcheren, und an ihrem Leibe kein Mahl pfetzen. * c. 19/ 27 . 3 Mos. 14/ 1 . Ezcch. 44/ 20 . 6 . Sie sollen ihrem Gott heilig seyn, und nicht entheiligen den Nahmen ihres Gottes. Denn sie opfern des Herrn Opfer, das Brot ihres Gottes; darum sollen sie heilig seyn. 7 . Sie sollen keine * Hure nehmen, noch keine Geschwächte, oder die von ihrem Manne verstoßen ist; denn er ist heilig seinem Gott. * Ezech. 44/ 22. 8 . Darum sollst du ihn heilig halten, denn er opfert das Brot deines Gottes; er soll dir heilig seyn, denn * ich bin heilig, der Herr, der euch heiliget. * <. 19,2. c. 22/ 9.16. 9. Wenn eines Priesters Tochter anfängt zu huren, die soll man mit Feuer verbrennen; denn sie hat ihren Vater geschändet. 10. Welcher Hoherpriester ist unter seinen Brüdern , auf deß * Haupt das Salböhl gegossen, und seine Hand gefüllet ist, daß er angezogen würde mit den Kleidern; der soll sein Haupt nicht blößen, und seine Kleider nicht zerschneiden, * c. 16 / 32. 2 Mos. 28/ 41. 11. Und soll zu keinem * Todten kommen, und soll sich weder über Vater noch über Mutter verunreinigen. "4 Mos. 6,7. c. 9 / 6 . 12. Aus dem Heiligthum soll er nicht gehen, daß er nicht entheili« das Heiligthum seines Got- 121 Priester ohne Leibesfehler. 3 Mose 21. 22. Gottes , denn die * heilige Krone, das Salböhl seines Gottes, ist auf ihm. Ich bin der Herr. * 2 Mos. 28, 36. 33. 13. Eine * Jungfrau soll er zum Weibe nehmen, * Ezech. 4-4, 22. i^. Aber keine Witwe, noch Verstoßene, noch Geschwächte, noch Hure, sondern eine Jungfrau seines Volks soll er zum Weibe nehmen, 15. Auf daß er nicht seinen Samen entheilige unter seinem Volk; denn Ich bin der Herr, der ihn heiliget. 16. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 17. Rede mit Aaron, und sprich: Wenn an Jemand deines Samens in euern Geschlechtern ein * Fehler (Leibesfeblcr) ist, der soll nicht herzu treten, daß er das Brot seines Gottes opfere. * 1 Tim. 3, 2. Tit. 1, 6. 7. 18. Denn keiner, an dem * ein Fehler ist, soll herzu treten: Er sey blind, lahm, mit einer seltsamen Nase, mit ungewöhnlichem Gliede, * c. 22, 2l. 19. Oder der an einem Fuß oder Hand gebrechlich ist, 20. Oder höckericht ist , oder ein Fell auf dem Auge hat, oder scheel ist, oder grindicht, oder schäbicht, oder der gebrochen ist. 21. Welcher nun von Aarons, des Priesters, Samen einen Fehler an ihm hat, der soll nicht herzu treten zu opfern die Opfer des Herrn; denn er hat einen Fehler, darum soll er zu den Broten seines Gottes nicht nahen, daß er sie opfere. 22. Doch soll er das Brot seines Gottes essen, beydes von dem heiligen und von dem allerheiligsten. 23. Aber doch zum Vorhang soll er nicht kommen, noch zum Altar nahen, weil der Fehler an ihm ist , daß er nicht entheilige mein Heiligthum; denn * Ich bin der Herr, der sie heiliget. * c. 22, 9. 16. 32. 2>L. Und Mose redete solches zu Aaron und zu seinen Söhnen, und zu allen Kindern Israel. Das 22. Capitel. Von des Opfers Beschaffenheit. i.Nnd der Herr redete mit Mose, und sprach : ^ 2. Sage ' Aaron und seinen Söhnen, daß sie sich enthalten von dem Heiligen der Kinder Israel, welches sie mir heiligen, und meinen heiligen Nahmen nicht entheiligen; denn Ich bin der Herr. *c. 6, n. 4 Mos. 6,2z. Priestergesetze. 3. So sage nun ihnen auf ihre Nachkommen: Welcher euers Samens herzu tritt zu dem Heiligen, das die Kinder Israel dem Herrn heiligen , und verunreiniget sich also über demselben, deß Seele soll ausgerottet werden von meinem Antlitz; denn Ich bin der Herr. -4. Welcher des Samens Aarons aussätzig ist, oder einen Fluß hat, der soll nicht essen von dem Heiligen, bis er rein werde. Wer etwa» einen unreinen Leib anrühret, oder * welchem der Same entgehet im Schlaf; *c. 13,16. 5. Und welcher irgend ein Gewürm anrühret, das ihm unrein ist, oder einen Menschen, der ihm unrein ist, und alles, was ihn verunreiniget ; 6. ' Welche Seele derer eines anrühret, die ist unrein bis auf den Abend, und soll von dem Heiligen nicht essen, sondern soll zuvor seinen Leib mit Wasser baden. * c. 11,21. 7. Und wenn die Sonne untergegangen, und er rein geworden ist, dann mag er davon essen; denn es ist seine Nahrung. 8. Ein * Aas, und was von wilden Thieren zerrissen ist, soll er nicht essen, auf daß er nicht unrein daran werde; denn Ich bin der Herr. * 2 Mos. 22, 31. 9. Darum sollen sie meine Sätze halten, daß sie nicht Sünde auf sich laden, und daran sterben, wenn sie sich entheiligen; denn Ich bin der Herr, der sie heiliget. * c. 21,8. 10. Kein anderer soll von dem Heiligen essen, noch des Priesters Hausgenoß, noch Taglöhner. 11. Wenn aber der Priester eine Seele um sein Geld kaufet, der mag davon essen; nnd was ihm in seinem Hause geboren wird, das mag auch von seinem Brot essen. 12. Wenn aber des Priesters Tochter eines Fremden Weib wird, die soll nicht von der heiligen Hebe essen. 13. Wird sie aber eine Witwe, oder ausgestoßen, und hat keinen Samen, und kommt wieder zu ihres Vaters Hause; so soll sie essen von ihres Vaters Brot, als da sie noch eine Magd (Jungfrau) war. Aber kein Fremder soll davon essen. 1^. Wers versiehst, und sonst von dem Heiligen isset; der soll das * fünfte Theil dazu thun, und dem Priester geben sammt dem Heiligen, * 4 Mos. 3, 7. 15. Auf daß sie nicht entheiligen das Heilige der Kinder Israel, das sie dem Herrn heben , . 16. Auf daß sie sich nicht mit Missethat und 122 Opfer ohne Fehler. Z M 0 se 22. 23. Feste des Herrn. Schuld beladen, wenn sie ihr Geheiligtes essen; denn * Ich bin der Herr/ der sie heiliget. * v. 9. c. 21 / 8. 23. 17. Nnd der Herr redete mit Most/ und sprach: 18. Sage Aaron und seinen Söhnen/ und allen Kindern Israel: Welcher Israclite oder Fremdling in Israel sein Opfer thnn will/ es sey irgend ihr ' Gelübde/ oder von freyem Willen / daß sie dem Herrn ein Brandopfer thnn wollen/ das ihm von euch angenehm sey; * Ps. 30/ 14. 19. Das soll ein Männlein nnd ohne Wandel seyn/ von Rindern/ oder Lämmern / oder Ziegen. 20. Alles / was * einen Fehler hat/ sollt ihr nicht opfern; denn es wird für euch nicht angenehm seyN. * § Mos. 13/ 21 . c. 17/ i. Mal. 1/ 8. 21. Und wer ein Dankopfer dem Herrn thnn will/ ein sonderliches Gelübde/ oder von freyem Willen / von Rindern oder Schafen; das soll ohne Wandel sey»/ daß es angenehm sey/ es soll keinen Fehler haben. 22. Ist es blind / oder gebrechlich / oder geschlagen/ oder dürre/ oder räudig/ oder schä- bicht; so sollt ihr solches dem Herrn nicht opfern / und davon kein Opfer geben auf den Altar des Herrn. 23 . Einen Ochsen oder Schaf/ das ungewöhnliche Glieder/ oder wandelbare (vcrstümmclrcsGlieber hat / magst du von freyem Willen opfern; aber angenehm mags nicht seyn zum Gelübde. 2-1. Du sollst auch dem Herrn kein Zerstoßenes / oder Zerriebenes / oder Zerrissenes / oder das verwundet ist/ opfern/ und sollt in enerm Lande solches nicht thnn. 25 . Du sollst auch solcher keines von eines Fremdlings Hand / neben dem Brot euers Gottes / opfern; denn es taugt nicht / und hat einen Fehler/ darum wird es nicht angenehm seyn für euch. 26. Und der Herr redete mit Mose / und sprach: 27. Wenn ein Ochse/ oder Lamm/ oder Ziege geboren ist/ so soll es sieben Tage bey seiner Mutter seyn/ und am achten Tage/ und darnach mag man es dem Herrn opfern/ so ist es angenehm. 28. Es sey ein Ochse oder Lamm, so soll man es nicht mit seinem Jungen auf Einen Tag schlachten. 2y. Wenn ihr aber wollt dem Herrn ein Lobopfer thnn, das für euch angenehm sey: 30 . So sollt ihr es * desselben Tages essen, nnd sollt nichts übrig bis ans den Morgen behalten; denn Ich brn der Herr. * c. 7 /13.. 31. Darum* haltet meine Gebothe, nnd thut darnach; denn Ich bin der Herr. * c. 18/ 30. 32. Daß ihr meinen heiligen Nahmen nicht entheiliget, und ich geheiliget werde unter den Kindern Israel; denn * Ich bin der Herr, der euch heiliget, * v. 9 . c. 21 /8. 23 . 33. Der euch ans Egyptenland geführet hat, daß Ich euer Gott wäre, Ich der Herr. Das 23. Capitel. Ordnung der vornel>msten Feste. i. Nnd der Herr redete mit Mose, und sprach : ^ 2. Sage den Kindern Israel, und sprich zu ihnen: Dieß sind die Feste des Herrn, die ihr heilig und meine Feste heissen sollt, da ihr zusammen kommt. 3. Sechs ' Tage sollst du arbeiten; der siebente Tag aber ist der große heilige Sabbath, da ihr zusammen kommt. Keine Arbeit sollt ihr darinnen thun; denn es ist der Sabbath des Herrn in allen euern Wohnungen. * 2 Mos. 20/ 8 .9. 2,. Dieß aber sind die Feste des Herrn, die ihr heilige Feste heissen sollt, da ihr zusammen kommt: 5. Am * vierzehnten Tage des ersten Mo- naths zwischen -t Abend ist des Herrn Passah. * 2 Mos. 12 / 18 . c. 23/ 13. -s 2 Mos 12 / 6. 6 . Und am fünfzehnten desselben Monaths ist das Fest der ungesäuerten Brote des Herrn; da sollt ihr * sieben Tage ungesäuertes Brot essen. * 2 Mos. 12 / 13. 7 . Der erste Tag soll heilig unter euch heißen, da ihr zusammen kommt; da sollt ihr keine Dienstarbeit thun, 8 . Und dem Herrn opfern sieben Tage. Der siebente Tag soll auch heilig heißen, da ihr zusammen kommt; da sollt ihr auch keine Dienstarbeit thun. 9. Und der Herr redete mit Mose, und sprach : 10. Sage den Kindern Israel, und sprich zu ihnen: Wenn ihr ins Land kommt, das Ich euch geben werde, und werdet es ernten; so sollt ihr eine Garbe der Erstlinge eurer Ernte zu dem Priester bringen. ii. Da soll die Garbe gewebet werden vor dem Herrn, daß es für euch angenehm sey; solches soll aber der Priester thun des andern Tages nach dem Sabbath. 12. Und sollt des Tages, da eure Garbe gewebet wird, ein Brandopfer dem Herrn thun, von U m, ild illü, >L . .^k: >>!! iil!ü liiil- »iM sir^ Webeopfer. einem Lamm, das ohne Wandel und jährig sey, 13. Sammt dem Speisopfer, zwey Zehnten Semmelmehl mit Oehl gemenget, zum Opfer dem Herrn eines süßen Geruchs; dazu das Trankopfer, ein Viertheil Hin Wein. 13. Und sollt kein neues Brot, noch Sangen, noch Korn zuvor essen, bis auf den Tag, da ihr euerm Gott Opfer bringet. Das * soll ein Recht seyn euer» Nachkommen in allen euern Wohnungen. * c. 6 ,18. 2 Mos. 27/ 2,. 15. Darnach sollt ihr zählen vom * andern Tage des Sabbaths, da ihr die Webegarbe brachtet, sieben ganzer Sabbaths, Mos. 16 / s. 10 . 16. Bis an den andern Tag des siebenten Sabbaths, nähmlich fünfzig Tage sollt ihr zählen, und neues Speisopfer dem Herrn opfern. 17. Und sollt es aus allen euern Wohnungen opfern, nähmlich zwey Webebrote von zwey Zehnten Semmelmehl, gesäuert und gebacken, zu Erstlingen dem Herrn. 18. Und sollt herzu bringen, neben euerm Brot, sieben jährige Lämmer ohne Wandel, und Einen jungen Farren, und zwey Widder. Das soll des Herrn Brandopfer, Speisvpfer und Trankopfer seyn; das ist ein Opfer eines fußen Geruchs dem Herrn. 19. Dazu sollt ihr' machen Einen Ziegenbock zum Sündopfer, und zwey jährige Lämmer zum Dankopfer. 20. Und der Priester soll es weben summt dem Brot der Erstlinge vor dem Herrn, und den zweyen Lämmern; und soll dem Herrn heilig, und des Priesters seyn. 21. Und sollt diesen Tag ausrufen, denn er soll unter euch heilig seyn, da ihr zusammen kommt, keine Dienstarbeit sollt ihr thnn. Ein ewiges Recht soll das seyn bey euern Nachkommen in allen euern Wohnungen. 22. Wenn ihr aber * euer Land erntet, sollt ihrs nicht gar auf dem Felde einschneiden, auch nicht alles genau auflesen, sondern sollt es den Armen und Fremdlingen lassen. Ich bin der Herr, euer Gott. * c. 19, s. - Mos. 19. 23. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 23 . Rede mit den Kindern Israel, und sprich: Am ersten Tage des siebenten Monaths sollt ihr den heiligen * Sabbaty des Blasens zum Gedächt- niß halten, da ihr zusammen kommt; * 4 Mos. 29, 1. 25. Da sollt ihr keine Dienstarbeit thun, und sollt dem Herrn opfern. Laubhüttenfest. 123 26. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 27. Des * zehnten Tages, in diesem siebenten Monath, ist der Versöhntag. Der soll bey euch heilig heissen, daß ihr zusammen kommet, da sollt ihr euern Leib easteyen, und dem: Herrn opfern, * c. 16/ 29. 28. Und sollt keine Arbeit thun an diesem Tage; denn es ist der Versöhntag, daß ihr versöhnet werdet vor dem Herrn, euerm Gott. 29. Denn wer seinen Lieb nicht casteyet an diesem Tage, der soll aus seinem Volk ausgerottet werden. 30. Und wer dieses Tages irgend eine Arbeit thut, den will ich vertilgen aus seinem Volk. 31. Darum sollt ihr keine Arbeit thun. Das sott ein ewiges Recht seyn euern Nachkommen, in allen euern Wohnungen. 32. Es ist euer * großer Sabbath, daß ihr eure Leiber casteyet. Am neunten Tage des Monaths, zu Abend, sollt ihr diesen Sabbath halten, von Abend an bis wieder zu Abend. * c. 16/ 3i. 33. Und der Herr redete mitMose, und sprach: 33. Rede mit den Kindern Israel, und sprich : Am fünfzehnten Tage dieses siebenten Monaths ist * das Fest der Laubhütten sieben Tage dem K>errn. * 2 Mos. 23, 16. 1 Mos. 29/ 12. 3 Mos. 16/ 13. ^35. Der erste Tag soll heilig heissen, daß ihr zusammen kommt; keine Dienstarbeit sollt ihr thun. 36. Sieben Tage * sollt ihr dem Herrn opfern; der achte Tag soll auch heilig heissen, daß ihr zusammen kommet, und sollt euer Opfer dem Herrn thun; denn es ist der Versammlungstag, keine Dienstarbeit sollt ihr thnn. - s°h. 7/ 37. 37. Das sind die Feste des Herrn, die ihr sollt für heilig halten, daß ihr zusammen kommet, und dem Herrn Opfer thut, Brandopfer, Speisopfer, Trankopfer, und andere Opfer, ein jegliches nach seinem Tage; 38. Ohne was der Sabbath des Herrn, und eure Gaben, und Gelübde, und freywillige Gaben sind, die ihr dem Herrn gebet. 39. So sollt ihr nun am fünfzehnten Tage des siebenten Monaths, wenn ihr das Einkommen vom Lande eingebracht habt, das Fest des Herrn halten sieben Tage lang. Am ersten Tage ist es Sabbath, und am achten Tage ist es auch Sabbath. 30. Und sollt am ersten Tage Früchte nehmen von * schönen Bäumen, Palmenzweige, und Q. 2 3 M 0 se 23. 124 Laubhüttenfest. 3 Mose 24. 25. Gotteslästerer. Mayen von dichten Bäumen, und Bachweiden, und sieben Tage t fröhlich seyn vor dem Herrn, euerm Gott. * Neh. s, i4. 13. ,6. -j- Es. 9/ 2. 2,1. Und sollt alfo dem Herrn des Jahrs das Fest hakten sieben Tage. Das soll ein * ewiges Recht seyn bey euer» Nachkommen, daß sie im siebenten Monath also feyern. * c. 6/ 18. 2 Mos. 27/ 21. c. 30, 21. 4 Mos. 10/ 8. ^2. Sieben Tage sollt ihr in Laubhütten wohnen; wer einheimisch ist in Israel, der soll in Laubhütten wohnen, > 43 . Daß eure Nachkommen wissen, wie ich die Kinder Israel habe lassen in Hütten wohnen, da ich sie aus Egyptenland führete; * Ich bin der Herr, euer Gott. * c. ii/ 44. r. i 8 ,2. 4 .30. ^2,. und Mose sagte den Kindern Israel solche Feste des Herrn. Das 24. Capitel. Vom Leuchter. Schaubroten. Straft der Gotteslästerer und Todtschläger. i.lHid der Herr redete mit Mose, und sprach: 2. Gebiethe den Kindern Israel, daß sie zu * dir bringen gestoßenes lauteres Baumöhl zu Lichtern, daß oben in die Lampen täglich gethan werde, *2 Mos. 27,2». 3. Außen vor dem Vorhang des Zeugnisses in der Hütte des Stifts. Und Aaron solls zurichten des Abends und des Morgens vor dem Herrn täglich. * Das sey ein ewiges Recht euern Nachkommen. * c. 6/18. c. 10/ 9. Er soll aber die Lampen auf dem fernen Leuchter zurichten vor dem Herrn täglich. 5. Und sollst Semmelmehl nehmen, und davon * zwölf Kuchen backen, zwey Zehnten sott ein Kuchen haben. * 2 M°s. 23/ 30. Ma»h. 12,4. 6 . Und sollst sie legen je sechs auf eine Schicht, auf den feinen Tisch vor dem Herrn. 7. Und sollst auf dieselben legen reinen Weihrauch , daß es seyen Denkbrote zum Feuer dem Herrn. 8 . Alle Sabbathe für und für soll er sie zurichten vor dem Herrn, von den Kindern Israel, zum ewigen Bunde. 9. Und sollen Aarons und seiner Söhne seyn, die sollen sie essen an heiliger Stätte; denn das ist sein allerheiligftes von den Opfern des Herrn zum ewigen Recht. 10. Es ging aber 'aus eines Israelitischen Weibes Sohn, der eines Egyptischen Mannes Kind war, unter den Kindern Israel, und zankte sich im Lager mit einem Israelitischen Manne, 11. Und lästerte den Nahmen, und fluchte. Da brachten sie ihn zu Mose (seine Mutter aber hieß Selomith, eine Tochter Dibri, vom Stamm Dan.) 12. Und * legten ihn gefangen, bis ihnen klare Antwort würde durch den Mund des Herrn. * 4 Mos. 13/ 34. 13. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 1^. Führe den Flucher hinaus vor das Lager, und laß alle, die es gehöret haben, ihre Hände auf sein Haupt legen, und laß ihn die ganze Gemeine steinigen. 15. Und sage den Kindern Israel: Welcher seinem Gott fluchet, der soll seine Sünde tragen. 16. Welcher' des Herrn Nahmen lästert, der soll des Todes sterben, die ganze Gemeine soll ihn steinigen. Wie der Fremdling, so soll auch der Einheimische seyn; wenn er den Nahmen lästert, so soll er sterben. * 2 Mos. 20/7. ME. 26/63. 17. Wer irgend * einen Menschen erschlägt, der soll des Todes sterben. * 2 Mos. 21/ 12. 4 Mos. 33/ 16. 18. Wer aber ein Vieh erschlägt, der solls bezahlen, Leib um Leib. 19. Und wer seinen Nächsten verletzet, dem soll * man thun, wie er gethan hat, * 2 Mos. 21/ 23. 24. 20. Schade um Schade, Auge um Auge, Zahn um Zahn; wie er hat einen Menschen verletzet, so soll man ihm wieder thun. 21. Also, daß, wer ein Vieh erschlägt, der solls bezahlen; wer aber einen Menschen erschlägt, der soll sterben. 22. Es soll * einerlei) Recht unter euch seyn, dem Fremdling, wie dem Einheimischen; -r denn Ich bin der Herr , euer Gott. * 2 Mos. 12/ 49. -i- 3 Mos. 11/ 44. 23. Mose aber sagte es den Kindern Israel; und sie * führeten den Flucher aus vor das Lager, und steinigten ihn. Also thaten die Kinder Israel, wie der Herr Mose gebothcn hatte. ' 4 Mos. 13/ 36. Das 25. Capitel. Feyer- und Jubeljahr. 1. Htnd der Herr redete mit Mose auf dem ^ Berge Sinai, und sprach: 2. Rede mit den Kindern Israel, und sprich zu ihnen: Wenn ihr ins Land kommt, das ich Feyer- 3 Mose 25. und Jubeljahr. 125 euch geben werde, so soll das Land seine Feyer dem Herrn feyern, 3. Daß ' du sechs Jahre dein Feld besäest, und sechs Jahre deinen Weinberg beschneidest, und sammelst die Früchten ein; * 2 Ms. 23,10. Aber im siebenten Jahr soll das Land seine große Feyer dem Herrn feyern, darinnen du dein Feld nicht besäen, noch deinen Weinberg beschneiden sollst. 5. Was aber von ihm selber nach deiner Ernte wächst, sollst du nicht ernten, und die Trauben, so ohne deine Arbeit wachsen, sollst du nicht lesen; dieweil es ein Feyerjahr ist des Landes. 6 . Sondern die Feyer des Landes sollt ihr darum halten, daß du davon essest, dein Knecht, deine Magd, dein Taglöhner, dein Hausgenoß, dein Fremdling bey dir, 7. Dein Vieh, und die Thiere in deinem Lande, alle Früchte sollen Speise seyn. 8. Und du sollst zählen solcher Feyerjahre sieben, daß sieben Jahre siebenmahl gezählet werden, und die Zeit der sieben Feyerjahre machen neun und vierzig Jahre. s. Da sollst du die Posaune lassen blasen durch alles euer Land am * zehnten Tage des siebenten Monaths, eben am Tage der Versöhnung. * c. 23/ 27. 10. Und ihr sollt das fünfzigste Jahr heiligen, und sollt * es ein Erlaßjahr heissen im Lande, allen, die darinnen wohnen; denn es ist euer Halljahr, da i- soll ein Jeglicher bey euch wieder zu seiner Habe und zu seinem Geschlecht kommen. * 3 Mos. 13, 1. 3. 1-3 Mos. 27/ 2-4. 11. Denn das fünfzigste Jahr ist euer Halljahr ; ihr sollt nicht säen, auch was von ihm selber wächst, nicht ernten, auch was ohne Arbeit wächst im Weinberge, nicht lesen. 12. Denn das Halljahr soll euch heilig seyn; ihr sollt aber essen, was das Feld trägt. 13. Das ist das Halljahr, da Jedermann wieder zu dem Seinen kommen soll. 1-4. Wenn du nun etwas deinem Nächsten verkaufst, oder ihm etwas abkaufst, soll* keiner seinen Bruder übervortheilen; * 1 Thess. 4,6. 15. Sondern nach der Zahl vom Halljahr an, sollst du es von ihm kaufen; und was die Jahre hernach tragen mögen, so hoch soll er dirs verkaufen. 16. Nach der Menge der Jahre sollst du den Kauf steigern, und nach der Wenige der Jahre sollst du den Kauf ringern; denn er soll dirs , nach dem es tragen mag, verkaufen. 17 . So übervortheile.nun keiner seinen Nächsten, sondern * fürchte dich vor deinem Gott; denn -i- Ich bin der Herr, euer Gott. * e. 19/ 14. 32. 1- c. 11 , 44. 1 8. Darum * thut nach meinen Satzungen, und haltet meine Rechte, daß ihr darnach thut, auf daß ihr im Lande sicher wohnen möget. * c. iS, 30. c. 19, 37. 1 Kon. 4, 23 . 19 . Denn das * Land soll euch seine Früchte geben, daß ihr zu essen genug habet, und sicher darinnen wohnet. ' Esai. i, 19 . 20. Und ob du würdest sagen: Was sollen wir essen im siebenten Jahr? Denn wir säen nicht, so sammeln wir auch kein Getreide ein. 21 . Da will ich meinem * Segen über euch im sechsten Jahr gebiethen, daß er soll dreyer Jahre Getreide machen, * - Mos. 23 ,8. 22. Daß ihr säet im achten Jahre, und von dem alten Getreide esset, bis in das neunte Jahr, daß ihr vom Alten esset, bis wieder neu Getreide kommt. 23. Darum sollt ihr das Land nicht verkaufen ewiglich; denn das Land ist mein, und ihr'seyd Fremdlinge und Gäste vor mir. * 1 Chron. 30/ 13. Ps. 39 , 13. 2 ^. Und sollt in allem euerm Lande das Land zu lösen geben. 25 . Wenn dein Bruder verarmet und verkauft dir seine Habe, und sein nächster Freund kommt zu ihm, daß * ers-löse; so soll ers lösen, was sein Bruder verkauft hat. "Ruth 4, 2 . 26. Wenn aber Jemand keinen Löser hat, und kann mit seiner Hand so viel zuwege bringen, daß ers ein Theil löse («»löse); 27. So soll man rechnen von dem Jahr, da ers hat verkauft, und dem Verkäufer die übrigen Jahre wieder einräumen (vergüten), daß er wieder zu seiner Habe komme. 28. Kann aber seine Hand nicht so viel finden, daß eines Theils ihm wieder werde (so viel er wieder zahlen soll); so soll, das er verkauft hat , in der Hand des Käufers seyn, bis zum Halljahr; in demselben soll es ausgehen, -und er wieder zu seiner Habe kommen. 29. Wer ein Wohnhaus verkauft inner der Stadtmauer, der hat ein ganzes Jahr Frist, dasselbe wieder zu lösen; das soll die Zeit seyn , darinnen ers lösen mag. 30. Wo ers aber nicht löset, ehe denn das ganze Jahr um ist; so solls der Käufer ewiglich behalten, und seine Nachkommen, und soll nicht los ausgehen im Halljahr. 31. Ist es aber ein Haus auf dem Dorfe, 3 Mose 25. 26. 126 Halljahr. Leibeigene. da keine Mauer um ist; das soll man dem Felde des Landes gleich rechnen, und soll los werden, und im Halljahr ledig ausgehen. 32. Die Städte der Leviten, und die Häuser in den Städten, da ihre Habe innen ist, mögen immerdar gelöset werden. 33 . Wer etwas von den Leviten löset, der solls verlassen im Halljahr, es sey Haus oder Stadt, das er besessen hat; denn die Häuser in den Städten der Leviten sind ihre Habe unter den Kindern Israel. 3 ^. Aber das Feld vor ihren Städten sott inan nicht verkaufen; denn das ist ihr Eigenthum ewiglich. 35 . Wenn dein * Bruder verarmet, und neben dir abnimmt; so sollst du ihn aufnehmen als einen Fremdling oder Gast, daß er lebe neben dir. * § Mos. 15 / 7 . s. 36 . Und * sollst nicht Wucher von ihm nehmen, noch Uebersatz; sondern sollst dich vor deine!» Gott furchten, auf daß dein Bruder neben dir leben könne. * 2 Nos. 22/- 5 . 37. Denn du sollst ihm dein Geld nicht auf Wucher thun, noch deine Speise aus Uebersatz austhun. 38 . Denn * Ich bin der Herr, euer Gott, der euch aus Egyptenland geführet hat, daß ich euch das Land Canaan gäbe, und euer Gott wäre. * e. ii/ 45. 39. Wenn dein Brüder verarmet neben dir, und * verkauft sich dir; so sollst du ihn nicht lassen dienen 1 -als einen Leibeigenen; * 2 Mos. 21 , 2. s 5 Mos. 15, 12 . Jer. 34, 14. ^o. Sondern wie ein Taglöhner und Gast soll er bey dir seyn, und bis an das Halljahr bey dir dienen. ^i. Dann soll er von dir los ausgehen, und seine Kinder mit ihm, und soll wiederkommen zu seinem Geschlecht, und zu seiner Väter Habe. 2,2. Denn sie sind meine Knechte, die ich aus Egyptenland geführet habe, darum soll man sie nicht auf leibeigene Weise verkaufen. ^ 3 . Und sollst nicht mit * der Strenge über sie herrschen, sondern dich fürchten vor deinem Gott. * Ei'hcs. 6, 9. ^' 4 . Willst du aber leibeigene Knechte und Mägde haben; so sollst du sie kaufen von den Heiden, die um euch her sind, ^ 5 . Von den Gästen, die Fremdlinge unter euch sind, und von ihren Nachkommen, die sie bey euch in euerm Lande zeugen, dieselbe): sollt ihr zu eigen haben, ^ 6 . Und sollt sie besitzen, und eure Kinder nach euch, zum Eigenthum für und für, die sollt ihr leibeigene Knechte seyn lassen. Aber über eure Brüder, die Kinder Israel, soll keiner den andern beherrschen mit der Strenge. ^ 7 . Wenn irgend ein Fremdling oder Gast bey dir zunimmt, und dein Bruder neben ihm verarmet, und sich dem Fremdling oder Gast bey dir, oder Jemanden von seinem Stamm, verkauft; ^ 8 . So soll er nach seinem Verkaufen Recht haben wieder los zu werden, und es mag ihn Jemand unter seinen Brüdern lösen, ^- 9 . Oder sein Vetter oder Vetters Sohn, oder sonst fein nächster Blutssreund seines Geschlechts; oder so seine Hand selbst so viel erwirbt, so soll er sich lösen. 50. Und soll mit seinem Käufer rechnen vom Jahr an, da er sich verkauft hatte, bis aufs Halljahr, und das Geld soll nach der Zahl der Jahre seines Verkaufens gerechnet werden, und soll seinen Taglohn der ganzen Zeit mit einrechnen. 5 1. Sind noch viele Jahre bis an das Halljahr; so soll er nach demselben desto mehr zu lösen geben, darnach er gekauft ist. 52 . Sind aber wenige Jahre übrig bis an das Halljahr; so soll er auch darnach wiedergeben zu seiner Lösung, und soll seinen Taglohn von Jahr zu Jahr mit einrechnen. 53 . Und sollst nicht lassen mit der Strenge über ihn herrschen vor deinen Augen. 5 ^i. Wird er aber auf diese Weise sich nicht lösen; so sott er im Halljahr los ausgehen, und seine Kinder mit ihm. 55 . Denn die Kinder Israel sind meine Knechte, die ich aus Egyptenland geführet habe. Ich bin der Herr, euer Gott. Das 26. Capilel. Gedrohctcr Fluch, und vcrhcissencr Segen. 1. ch^hr sollt euch keinen Götzen machen, "O noch Bild,, nnd sollt euch keine Säule aufrichten, noch keinen Mahlstein setzen in euerm Lande, daß ihr davor anbethet; denn ich bin der Herr, euer Gott. 2. Haltet * meine Sabbathe, und fürchtet euch vor meinem Heiligthum. Ich bin der Herr. * 2 Nss. 20, 8. c. 23, 12. (Anfang des 6. CapitelS.) 3 . Merdet ihr * in meinen Satzungen wandeln, und meine Gebothe halten und thun: * 5 Mos. 28, 1 . Segen der Gottesfürchtigen. 3 Mo So will ich euch Regen geben zu seiner Zeit, und das * Land soll sein Gewächs geben, und die Baume auf dem Felde ihre Früchte bringen; * § Mos. n, 14. c. 28,12. 5. Und die Dreschzeit soll reichen bis zur Weinernte , und die Weinernte soll reichen bis zur Zeit der Saat; und sollt' Brots die Fülle haben, und sollt t sicher in euerm Lande wohnen. * c. 23 / 19. ff c. 25 / 18 . 6. Ich will Frieden geben in euerm Lande, daß ihr schlafet, und euch Niemand schrecke. Ich will die bösen Thiere aus euerm Lande thun, und soll kein Schwert durch euer Land gehen. 7 . Ihr sollt eure Feinde jagen, und sie sollen vor euch her ins Schwert fallen. 8 . Eurer * fünf sotten hundert jagen, und eurer hundert sollen zehn tausend jagen; denn -l eure Feinde sollen -^or euch her fallen ins Schwert. '3 Mos 32 / 30. 1-1 Sam. 14 / 13 . 2Chron. 14 / 9 .12. 9. Und ich will mich zu euch wenden , und will euch wachsen und mehren lassen, und will meinen Bund euch halten, 10. Und sollt von dem Firnen (attm Vorrath) essen, und wenn das Neue kommt, das Firne wegthun. 11. * Ich will meine Wohnung unter euch haben, und meine Seele soll euch nicht verwerfen. * E;. 3 -/ 27. 12. Und will ' unter euch wandeln, und will euer i- Gott seyn; so sollt ihr mein Volk ftyN. * 2 Cor. 6 / 16. ff Off. 21/ 7 . 13. Denn ich * bin der Herr, euer Gott, der euch aus Egyptenland gefnhret hat, daß ihr nicht ihre Knechte wäret, und habe euer Joch zerbrochen, und habe euch aufgerichtet wandeln lassen. * c. 11 / 44 . 45 . 2 Nos. 20/ 2. 1^. Werdet' ihr aber mir nicht gehorchen, und nicht thun diese Gebothe alle; *3 MM 28/15. 15. Und werdet meine Satzungen verachten, und eure Seele meine Rechte verwerfen, daß ihr nicht thut alle meine Gebothe, und werdet meinen Bund lassen anstehen; 16. So ' will ich euch auch solches thun: Ich will euch heimsuchen mit Schrecken, Schwulst und Fieber, daß euch die t Angesichter verfallen, und der Leib verschmachte; ihr sollt umsonst eueru Samen säen, und eure Feinde sollen ihn fressen ; ' 2 Mos. 28/ 21. E;. 14 / 21. ff Klagl. 4 / 8 . 17. Und ich * will mein Antlitz wider euch stellen, und sollt t geschlagen werden vor euern Femdeu, und die euch hassen, sollen über euch se 26 . Strafe d er Ungehorsamen. 127 herrschen, und sollt fliehen, da euch Niemand jaget. * c. 17 / 10. ff 5 Mos. 28/ 25 . 1 8 . So ihr aber über das noch nicht mir gehorchet; so will ichs noch siebenmal)! mehr machen , euch zu strafen um eure Sünde, 19. Daß ich euern Stolz und Halsstarrigkeit breche, und will euern 'Himmel wie Eisen, und eure Erde wie Erz machen. '3 Mos. n, 17. c. 28/ 23. 20. Und eure Mühe und Arbeit soll verloren seyn, daß euer Land sein Gewächs nicht gebe, und die Bäume im Lande ihre Früchte nicht bringen. 21. Und wo ihr mir entgegen wandelt, und mich nicht Horen wollt; so will ichs noch siebenmahl mehr machen, auf euch zu schlagen um eurer Sünde willen. 22. Und will wilde Thiere unter euch senden, die sollen eure ' Kinder fressen, und euer Vieh zerreißen, und eurer weniger machen, und eure Straßen sollen wüste werden. *2 Kon. 2 / 24 . 23. Werdet ihr euch aber damit noch nicht von mir züchtigen lassen, und mir entgegen wandeln: 2^. So will ich euch auch entgegen wandeln, und will euch noch siebenmal)! mehr schlagen, um eurer Sunde willen. 25. Und will ein * Rachschwert über euch bringen, das meinen Bund rächen soll. Und ob ihr euch in eure Seädte versammelt, will ich doch die -r Pestilenz unter euch senden, und will euch iu eurer Feinde Hände geben. * Esaj. 1/ 20. ff E;ech. 14 / 19. 26. Dann will ich euch den Vorrath des Brots verderben, daß zehn Weiber sollen euer Brot in Einem Ofen backen, und euer Brot soll man mit Gewicht auswägen, und wenn ihr esset, sollt ihr nicht satt werden. 27. Werdet ihr aber dadurch mir noch nicht gehorchen, und mir entgegen wandeln: 28. So will ich auch euch im Grimm entgegen wandeln, und will euch siebenmal)! mehr strafen um eure Sünde, 29. Daß ihr * sollt eurer Söhne und Töchter Fleisch fressen. * 3 Mos. 28/ 33. 2 Kön. 6 / 28. Jer. 19/ 9. Klag,. 2 / 20. 30. Und will eure Höhen vertilgen, und eure * Bilder ausrotten, und will eure Leichname auf eure Götzen werftn, und meine Seele wird an euch Ekel haben. *2Chr. 3M3. 31. Und will eure Städte wüste machen, und euers Heiligthums Kirchen einreisseu, und will euern süßen Geruch nicht riechen. 428 Israels Zerstreuung, 3 Mose 26. 27. und Wiederannehmung. 32 . Also will ich das Land ' wüste machen/ daß eure Feinde/ so darinnen wohnen/ fich davor entsetzen werden. * Kr. 25 , 9 . 33. Euch aber * will ich unter die Heiden streuen / und das Schwert ausziehen hinter euch her/ daß euer Land soll wüste seyn / und eure Städte verstöret. * - Mos. 28 ,64. 3 ^. Alsdann wird das Land ihm seine * Feyer gefallen lassen / so lange es wüste liegt / und ihr in der Feinde Land seyd; ja/ dann wird das Land feyern / und ihm seine Feyer gefallen lassen, * c. 25, 2 . 35. So lange es wüste liegt; darum / daß es nicht feyern konnte/ da ihrs solltet feyern lassen, da ihr darinnen wohnetet. 36. Und denen/ die von euch überbleiben, will ich ein feiges * Herz machen in ihrer Feinde Land / daß sie soll ein rauschendes Blatt jagen, und sollen stiehen davor/ als jagte sie ein Schwert/ und fallen/ da sie Niemand jaget. * 3 Mos. 28/ 66. 67. c. 32/ 30. Esaj. 30/ 17. 37. Und soll Einer über den Andern hinfallen/ gleich als vor dem Schwert / und doch sie Niemand jaget; und ihr sollt euch nicht auflehnen dürfen wider eure Feinde. 38. Und ihr sollt umkommen unter den Heiden/ und eurer Feinde Land soll euch fressen. 39. Welche aber von euch überbleiben / die sollen in ihrer Missethat verschmachten in der Feinde Land; auch in ihrer Väter Missethat sollen sie verschmachten. >40. Da werden ' sie dann bekennen ihre Missethat / und ihrer Väter Missethat/ damit sie sich an mir versündiget/ und mir entgegen gewandelt haben. *3 Mos. 4/30. c. 30/2. >41. Darum will ich auch ihnen entgegen wandeln / und will sie in ihrer Feinde Land wegtreiben; da wird sich ja ihr unbeschnittenes Herz demüthigen/ und dann werden sie ihnen die * Strafe ihrer Missethat gefallen lassen. * ver§ 43. >42. Und ich werde ' gedenken an meinen Bund Mit Jakob / und an meinen Bund mit Isaak / und an meinen Bund mit Abraham; und werde an das Land gedenken / * 2 Mos. 2 , 24 . 2 mn. 13 / 23 . >43. Das von ihnen verlassen ist / und ihm seine Feyer gefallen lässet / dieweil es wüste von ihnen liegt / und sie ihnen * die Strafe ihrer Missethat gefallen lassen; darum/ daß sie meine Rechte verachtet / und ihre Seele an meinen Satzungen Ekel gehabt hat. * o. 41. >44» Auch wenn sie schon in der Feinde Land sind / habe ich sie gleichwohl nicht verworfen, und ekelt mich ihrer nicht also / daß es mit ihnen aus seyn sollte/ und mein Bund mit ihnen sollte nicht mehr gelten; denn ich bin der Herr / ihr Gott. >45. Und will über sie an meinen * ersten Bund gedenken / da ich sie 7 aus Egyptenland führete/ vor den Augen der Heiden / daß ich ihr Gott wäre / ich der Herr. * 1 Mos. 13 , 13 . e. 22 / 18 . -s 2 Mos. 12 / 33. 31. 32. c. 13. 3. >46. Dieß sind die Satzungen und Rechte und Gesetze/ die der Herr zwischen ihm und den Kindern Israel gestellet hat / auf dem Berge. Sinai/ durch die Hand Mose. Das 27. Capitel. Von Gelübden und Zehnten. i.Nnd der Herr redete-mit Mose/ und sprach: ^ 2 . Rede mit den Kindern Israel/ und sprich zu ihnen: Wenn Jemand dem Herrn ein besonderes * Gelübde thut / daß er seinen Leib schätzet; * 4 Mos. 30/ 3. 3 Mos. 23/ 21 . 3. So soll das die Schatzung seyn: Ein Mannsbild zwanzig Jahre alt / bis ins sechzigste Jahr/ sollst du schätzen auf fünfzig silberne Sekel / nach dem Sekel des Heiligthums; >4. Ein Weibsbild auf dreyßig Sekel. 5. Von fünf Jahren / bis auf zwanzig Jahre / sollst du ihn schätzen auf zwanzig Sekel / Wenns ein Mannsbild ist; ein Weibsbild aber auf zehn Sekel. 6. Von einem Monath an / bis auf fünfJahre/ sollst du ihn schätzen auf fünf silberne Sekel/ Wenns ein Mannsbild ist; ein Weibsbild aber auf drey silberne Sekel. 7. Ist er aber sechzig Jahre alt/ und darüber/ so sollst du ihn schätzen auf fünfzehn Sekel/ Wenns ein Mannsbild ist; ein Weibsbild aber auf zehn Sekel. 8. Ist er aber zu arm zu solcher Schatzung / so soll er sich vor den Priester stellen, und der Priester soll ihn schätzen; er soll ihn aber schätzen, nach dem seine Hand, deß, der gelobet hat, erwerben kann. 9. Ist es aber ein Vieh, das man dem Herrn opfern kann; alles, was man deß dem Herrn gibt, ist heilig. 10. Man solls nicht wechseln noch wandeln, ein Gutes um ein Böses, oder ein Böses um ein Gutes. Wirds aber Jemand wechseln, ein Vieh um das Andere; so sollen sie beyde dem Herrn heilig seyn. 11. Ist Schatzung 3 Mose 27. 429 11. Ist aber das Thier unrein, daß man es dem Herrn nicht opfern darf; so soll mans vor den Priester stellen. 12. Und der Priester soll es schätzen, obs gut oder böse sey; und es soll bey des Priesters Schätzen bleiben. 13. Mills aber Jemand lösen, der soll den Fünften über die Schatzung geben. i^. Wenn Jemand sein Haus heiliget, daß es dem Herrn heilig sey; das soll der Priester schätzen, obs gut oder böse sey; und darnach es der Priester schätzet, so solls bleiben. 15. So es aber der, so es geheiliget hat, will lösen; so soll er den fünften Theil des Geldes, über das es geschätzet ist, darauf geben; so solls sein werden. 16. Wenn Jemand ein Stück Acker von seinem Erbgut dem Herrn heiliget; so soll er geschätzet werden, nach dem er trüget. Trüget er ein Homer Gerste, so soll er fünfzig Sekel Silber gelten. 17. Heiliget er aber seinen Acker vom Halljahr an; so soll er nach seiner Würde gelten. 18. Hat er ihn aber nach dem Halljahr geheiliget; so soll ihn der Priester rechnen nach den übrigen Jahren zum Halljahr, und darnach geringer schätzen. 19. Will aber der, so-ihn geheiliget hat, den Acker lösen; so soll er den fünften Theil des Geldes, über das er geschätzet ist, darauf geben; so soll er sein werden. 20. Will er ihn aber nicht lösen, sondern verkauft ihn einem andern, so soll er ihn nicht mehr lösen; 21. Sondern derselbe Acker, wenn er im Halljahr los ausgehet, soll dem Herrn heilig seyn, wie ein verbannter Acker; und soll des Priesters Erbgut seyn. 22. Wenn aber Jemand einen Acker dem Herrn heiliget, den er gekauft hat, und nicht sein Erbgut ist; und Lösung. 23 . So soll ihn der Priester rechnen, was er gilt, bis an das Halljahr; und er soll desselben Tages solche Schatzung geben, daß er dem Herrn heilig sey. . 2^. Aber im * Halljahr soll er wieder gelangen an denselben, von dem er ihn gekauft hat, daß er sein Erbgut im Lande sey. * c. 25,10. 25. Alle Würdigung soll geschehen nach dem Sekel des Heiligthums, ein "Sekel aber macht zwanzig Gera. *2Mos. 30/13. 26. Die Erstgeburt unter dem Vieh, die dem Herrn sonst gebühret, soll Niemand dem Herrn heiligen, es sey ein Ochse oder Schaf; denn es ist des Herrn. 27. Ist aber an dem Vieh etwas unreines; so soll mans lösen nach seiner Würde, und darüber geben den Fünften. Will er es nicht lösen, so verkaufe mans nach seiner Würde. 2 8 . Man soll kein Verbanntes verkaufen, noch lösen, das Jemand dem Herrn verbannet, von allem, das sein ist, es seyen Menschen, Vieh, oder Erbacker; denn alles Verbannte ist das allerheiligste dem Herrn. 29. Man soll auch keinen "verbannten Menschen lösen, sondern er soll des Todes sterben. * 1 Sam. 15 / 3 . 9. Nicht. 11 / 30 . 31 . 39. 30. Alle " Zehnten im Lande, beydes vom Samen des Landes, und von den Früchten der Bäume, sind des Herrn, und sollen dem Herrn heilig seyn. * § Mos. 18/ 21. 31. Will aber Jemand seinen Zehnten lösen, der soll den Fünften darüber geben. 32. Und alle Zehnten von Rindern und Schafen , und was unter der Ruthe gehet, das ist ein heiliger Zehnte dem Herrn. 33. Man soll nicht fragen, obs gut oder böse sey, man solls auch nicht wechseln; wird es aber Jemand wechseln, so soll beydes heilig seyn, und nicht qelöset werden. 3^. Dieß sind die " Gebothe, die der Herr Mose geboth an die Kinder Israel, auf dem Berge Sinai. *^26, 46 . R 430 Hauptleute in Israel. 4 Mose 4. Zahl Israels. Das vierte Das 4. Capitel. Zahl der streitbaren Männer in Israel. 1. (^ 4 nd der Herr redete mit Mose in der ^ 'Wüste Sinai/ in der Hütte des Stifts/ am ersten Tage des andern Monaths/ im andern Jahr / da fie aus Egyptenland gegangen waren / und sprach : * 2 Mos. is, n 2. Nehmet die ' Summa der ganzen Gemeine der Kinder Israel/ nach ihren Geschlechtern/ und ihrer Väter Häusern und Nahmen/ alles/ was männlich ist/ von Haupt zu Haupt; * c. 26 / 2. 2 Mos. 30 / 12. 3 . Von zwanzig Jahren an und darüber / was ins' Heer zu ziehen taugt in Israel; und sollst sie zählen nach ihren Heeren / du und Aaron. * c. 4 / 3 . Und sollst zu euch nehmen je vom Geschlecht einen Hauptmann über seines Vaters Haus. 5. Dieß sind aber die Nahmen der Hauptleute / die neben euch stehen sollen: Von Rüben sey Elizur, der Sohn Sedeurs. 6 . Von Simeon sey Selumiel/ der Sohn Zuri Sadai. 7 . Von Juda sey * Nahesson / der Sohn Ammi- nadabs. * 2 Mos. 6 / 23. Ruth 4 / 20. 8 . Von Jsaschar sey Nathaneel/ der Sohn Zuars. 9. Von Sebulon sey Eliab / der Sohn Helons. 10. Von den Kindern Josephs: Von Ephraim sey ' Elisama, der Sohn Ammihuds. Von Manasse sey Gamliel / der Sohn Pedazurs. * c. 2/ iS. 1 Chr. «/ 26. 11. Von Benjamin sey * Abidan / der Sohn Gideoni. *c. 2,22. k. 7, 6 ». 12. Von Dan sey Ahieser/ der Sohn Ammi Sadai. 13. Von Aster sey Pagiel/ der Sohn Ochrans. 1^. Von Gad sey Eliasaph, der Sohn Deguels. 15. Von Naphthalt sey ' Ahira/ der Sohn Enans. * c. 2/ 29. 16. Das sind die Vornehmsten der Gemeine/ die Hauptleute unter den Stämmen ihrer Väter/ die da Häupter und Fürsten in Israel waren. 17. Und Mose und Aaron nahmen sie zu sich/ wie sie da mit Nahmen genannt sind; 18. Und sammelten auch die aanze Gemeine/ am ersten Lage des andern Monaths; und Buch Mose. rechneten sie nach ihrer Geburt, nach ihren Geschlechtern und Väter Häusern und Nahmen, von zwanzig Jahren an und darüber, von Haupt zu Haupt, 19. Wie der Herr Mose gebothen hatte, und zähleten sie in der Wüste Sinai. 20. Der Kinder Rubens, des ersten Sohnes Israels, nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Väter Häusern und Nahmen, von Haupt zu Haupt, alles , was männlich war, von zwanzig Jahren und darüber, und ins Heer zu ziehen taugte, 21. Wurden gezählet zum Stamm Rüben, sechs und vierzig tausend und fünf hundert. 22. Der Kinder Simeons nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Väter Häusern, Zahl und Nahmen, von Haupt zu Haupt, alles, was männlich war, von zwanzig Jahren und darüber, und ins Heer zu ziehen taugte, 23. Wurden gezählet zum Stamm Simeon, neun und fünfzig tausend und drey hundert. 2^. Der Kinder Gads nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Väter Häusern und Nahmen, von zwanzig Jahren und darüber, was ins Heer zu ziehen taugte, 25. Wurden gezählet zum Stamm Gad, fünf und vierzig tausend, sechs hundert und fünfzig. 26. Der Kinder Juda nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Väter Häusern und Nahmen, von zwanzig Jahren und darüber, was ins Heer zu ziehen taugte, 27. Wurden gezählet zum Stamm Juda, vier und siebenzig tausend und sechs hundert. 28. Der Kinder Jsaschars nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Väter Häusern und Nahmen, von zwanzig Jahren und darüber, was ins Heer zu ziehen taugte, 29. Wurden gezählet zum Stamm Jsaschar, Vier und fünfzig tausend und vier hundert. 30. Der Kinder Sebulons nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Väter Häusern und Nahmen, von zwanzig Jahren und darüber; was ins Heer zu ziehen taugte, 31. Wurden gezählet zum Stamm Sebulon, sieben und fünfzig tausend und vier hundert. 32. Der Kinder Joseph von Ephraim, nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Väter Häusern und Nahmen, von zwanzig Jahren und darüber, was ins Heer zu ziehen taugte, 4 Mose 1. 2. Ordnung der Lager. 131 Zahl Israels. 33. Wurden gezählet zum Stamm Ephraim, vierzig tausend und fünf hundert. 34 . Der Kinder Manasse nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Väter Häusern und Nahmen, von zwanzig Jahren und darüber, was ins Heer zu ziehen taugte, 35. Wurden zum Stamm Manasse gezählet, zwey und dreyßig tausend und zwey hundert. 36. Der Kinder Benjamins nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Väter Häusern und Nahmen, von zwanzig Jahren und darüber, was ins Heer zu ziehen taugte, 37. Wurden zum Stamm Benjamin gezählet, fünf und dreyßig tausend und vier hundert. 38. Der Kinder Dans nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Väter Häusern, und Nahmen, von zwanzig Jahren und darüber, was ins Heer zu ziehen taugte, 39. Wurden gezählet zum Stamm Dan, zwey und sechzig tausend und sieben hundert. 40. Der Kinder Assers nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Väter Häusern und Nahmen, von zwanzig Jahren und darüber, was ins Heer zu ziehen taugte, 41. Wurden zum Stamm Asser gezählet, ein und vierzig tausend und fünf hundert. 42. Der Kinder Naphthali nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Väter Häusern, und Nahmen, von zwanzig Jahren und darüber, was ins Heer zu ziehen taugte, 43. Wurden zum Stamm Naphthali gezählet, drey und fünfzig tausend und vier hundert. 44. Dieß sind, die Mose und Aaron zähleten, sammt den zwölf Fürsten Israels, derer je einer über ein Haus ihrer Väter war. 45. Und die * Summa der Kinder Israel, nach ihrer Väter Häusern, von zwanzig Jahren und darüber, was ins Heer zu ziehen taugte in Israel, * c. 32 . 46. Derer war * sechsmahl hundert tausend, und drey tausend fünf hundert und fünfzig. * 2 Mos. 12, 37. 4 Mos. 26, 3t. 47. Aber die Leviten nach ihrer Väter Stamm wurden nicht mit unter gezählet. 48. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 49. Den Stamm "Levi sollst du nicht zählen, noch ihre Summa nehmen unter den Kindern Israel; ' c- 2 , 33 . 50 . Sondern du sollst sie ordnen zur Wohnung bey dem Zeugniß, und zu allem Geräthe, und zu allem, was dazu gehöret. Und sie sollen die Wohnung tragen, und alles Geräthe, und sollen seiner pflegen, und um die Wohnung her sich lagern. 51 . Und wenn man reisen soll, so sollen die Leviten die Wohnung abnehmen. Wenn aber das Heer zu lagern ist, sollen sie die Wohnung aufschlagen. Und wo ein Fremder sich dazu machet, der soll sterben. 52 . Die Kinder Israel * sollen sich lagern, ein jeglicher in sein Lager, und bey das Panier seiner Schar. '«.2,2. 53 . Aber die Leviten sollen sich um die Wohnung des Zeugnisses her lagern, auf daß nicht ein Zorn über die Gemeine der Kinder Israel komme; darum sollen die Leviten der Huth warten an der Wohnung des Zeugnisses. 54. Und die Kinder Israel * thaten alles, wie der Herr Mose gebothen hatte. » c. 2, 34. 2 Mos. 12, 2«. Das 2. Capitel. Ordnung der Lager im Volk Israel. 1. Nnd der' Herr redete mit Mose und Aaron, ^ und sprach: *e.4,1. 2 . Die Kinder Israel' sollen vor der Hütte des Stifts umher sich lagern, ein jeglicher unter seinem Panier und Zeichen, nach ihrer Väter Hause. * c. 1, 32. c. 2, 34. 3 . Gegen Morgen soll sich lagern Juda mit seinem Panier und Heer; ihr Hauptmann * Na- hesson, der Sohn Amminadabs; *«. 1 , r. 4. Und sein Heer an der Summa vier und siebenzig tausend und sechs hundert. 5 . Neben ihm soll sich lagern der Stamm Jsa- schar; ihr Hauptmann Nethaneel, der Sohn Zuars; 6. Und sein Heer an der Summa vier und fünfzig tausend und vier hundert. 7 . Dazu der Stamm Sebulon; ihr Hauptmann Eliab, der Sohn Helons; 8. Sein Heer an der Summa sieben und fünfzig taufend und vier hundert. 9 . Daß alle, die ins Lager Juda gehören, seyen an der Summa hundert und sechs und achtzig tausend und vier hundert, die zu ihrem Heer gehören; und sollen vorne an ziehen. 10 . Gegen Mittag soll liegen das Gezelt und Panier Rubens mit ihrem Heer; ihr Hauptmann * Elizur, der Sohn Sedeurs ; " c. 1,3. 1 ,. Und sein Heer an der Summa sechs und Vierzig tausend fünf hundert. 12 . Neben ihm soll sich lagern der Stamm R 2 132 Ordnung der Lager 4 M o s e 2. 3. der Kinder Israel. Simeon; ihr Hauptmann Selumiel, der Sohn Zuri Sadai; 13. Und sein Heer an der Summa neun und fünfzig tausend und drey hundert. i^. Dazu der Stamm Gad; ihr Hauptmann Eliasaph, der Sohn Reguels; 15. Und sein Heer an der Summa fünf und vierzig tausend sechs hundert und fünfzig. 16 . Daß alle, die ins Lager Rubens gehören, seyen an der Summa hundert und ein und fünfzig taufend vier hundert uud fünfzig, die zu ihrem Heer gehören; und sollen die andern im Ausziehen seyn. 17. Darnach soll die Hütte des Stifts ziehen mit dem Lager der Leviten, mitten unter den Lagern; und wie sie sich lagern, so sollen sie auch ziehen, ein jeglicher an seinem Ort, unter seinem Panier. 18 . Gegen Abend soll liegen das Gezelt und Panier Ephraims, mit ihrem Heer; ihr Haupt- mann soll seyn * Elisama, der Sohn Ammihuds; * c. i, io. 19 . Und sein Heer an der Summa vierzig taufend und fünf hundert. 20 . Neben ihm soll sich lagern der Stamm Manasse; ihr Hauptmann Gamliel, der Sohn Pedazurs; 21 . Sein Heer an der Summa zwey und drey- siig tausend und zwey hundert. 22 . Dazu der Stamm Benjamin; ihr Hauptmann Abidan, der Sohn Gideoni; 23. Sein Heer an der Summa fünf und drey- ßig tausend und vier hundert. 2 ^. Daß alle, die ins Lager Ephraims gehören , seyen an der Summa hundert und acht tausend und ein hundert, die zu seinem Heer gehören, und sollen die dritten im Ausziehen seyn. 25. Gegen Mitternacht soll liegen das Gezelt und Panier Dans, mit ihrem Heer; ihr Hauptmann * Ahieser, der Sohn Ammi Sadai; * c. 1/ 12 . 26 . Sein Heer an der Summa zwey und sechzig raufend und sieben hundert. 27. Neben ihm soll sich lagern der Stamm Asser; ihr Hauptmann Pagiel, der Sohn Och- ranS; 28. Sein H w an der Summa ein und vierzig taufend ui.o fünf hundert. 29. Dazu der Stamm Naphthali; ihr Hauptmann Ahira, der Sohn Enans; 30 . Sein Heer an der Summa drey und fünfzig taufend und vier hundert. 31. Daß alle, die ins' Lager Dans gehören, seyen an der Summa hundert und sieben und fünfzig tausend und sechs hundert; und sollen die letzten seyn im Ausziehen mit ihrem Panier. 32. Dieß ist die ' Summa der Kinder Israel, nach ihrer Väter Häusern und Lagern mit ihren Heeren: sechs hundert tausend und drey tausend fünf hundert und fünfzig. * c. i, 46. 33. Aber die Leviten wurden nicht in die Summa unter die Kinder Israel gezählet, wie der Herr Mose gebothen harte. 3>i. Und die Kinder Israel * thaten alles, wie der Herr Mose gebothen hatte, und lagerten sich unter ihre Paniere, und zogen aus ein jeglicher in seinem Geschlecht, nach ihrer Väter Hause. * k. 1 / 24. 2 Mos. 12 / 28 . 3 Mos. 24, 23. Das 3. Capitel. Zählung der Leviten und ihr Amt. Der Erstgebornen Auslösung. 1. (L>ieß ist das Geschlecht * Aarons und Mose, ^ zu der Zeit, da der Herr mit Mose redete auf dem Berge Sinai. * 2 Mos. 6, 23. 1 Chr. 23, 1 . 2 . 2 . Und dieß sind die Nahmen der Söhne Aarons : Der Erstgeborne Nadab, darnach Abihu, Eleazar und Ithamar. 3. Das sind die * Nahmen der Söhne Aarons, die zu Priestern gesalbet waren, und ihre Hände gefüllet zum Priesterthum. * 3 Mos. «, 6. 13 . -i. Aber ' Nadab und Abihu starben vor dem Herrn, da sie fremdes Feuer opferten vor dem Herrn in der Wüste Sinai, und hatten keine Söhne. Eleazar aber und Ithamar pflegten des Priefteramts unter ihrem Vater Aaron. * c. 26, 61 . 3 Mos. 10, 1. 2. c. 16 , 1. 1 Chr. 23, 2. 5. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 6. Bringe den Stamm Levi herzu, und stelle sie vor den Priester Aaron, daß sie ihm dienen. 7. Und seiner und der ganzen Gemeine Huth warten, vor der Hütte des Stifts, und dienen am Dienst der Wohnung, 8. Und warten alles Geräthes der Hütte des Stifts, und der Huth der Kinder Israel, zu dienen am Dienst der Wohnung. 9 . Und sollst die Leviten Aaron und seinen Söhnen zuordnen zum Geschenk von den Kindern Israel. 10. Aaron aber und seine Söhne sollst du setzen, daß sie ihres Priesterthums warten. ' Wo ein Fremder sich herzu thut, der soll sterben. *». 38. c. i, 31 e. i«, 7 . 11. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 4 Mose 3. dev Leviten. Gescblechter 12. Siehe, Ich habe die * Leviten genommen unter den Kindern Israel, für alle Erstgeburt, die die Mutter brechen, unter den Kindern Israel, also, daß die Leviten sotten mein seyn. * c. 8 / 16. 13 . Denn die * Erstgeburten find mein, seit der Zeit ich alle Erstgeburt schlug in Egypten- land ; da heiligte ich mir alle Erstgeburt in Israel, vom Menschen an, bis auf das Vieh, daß ste mein seyn sollten, Ich der Herr. * 2 Mos. iz, 2. ig. Und der Herr redete mit Mose in der Waste Sinai, und sprach: 15. Zähle die Kinder Levi nach ihrer Väter Häusern und Geschlechtern, alles, was männlich ist, eines Monalhs alt, und darüber. 16. Also zahlete ste Mose nach dem Wort des Herrn, wie er gebothen hatte. 17. Und waren dieß die "Kinder Levi mit Nahmen: Gerson, Kaharh, Merari. *2Mos. 6,16. 18. Die Nahmen aber der * Kinder Gersons in ihrem Geschlecht waren: Libni und Simei. * 2 Mos. 6 / 17 . 19. Die Kinder' Kahaths in ihrem Geschlecht waren: Amram, Jezehar, Hebron und Ustel. * c. 26 , 39 . 20. Die Kinder " Merari in ihrem Geschlecht waren: Maheli und Must. Dieß sind die Geschlechter Levi, nach ihrer Väter Hause. * 2 Mos. 6 / 19 . 21. Dieß sind die Geschlechter von Gerson: Die Libniter und Simeirer. 22. Deren Summa war an der Zahl gefunden sieben tausend und fünf hundert, alles, was männlich war, eines Monaths alt und darüber. 23 . Und dasselbe Geschlecht der Gersoniter sollen sich lagern hinter der Wohnung gegen den Abend. 2 4 . Ihr Oberster sey Eliasaph, der Sohn Laels. 25. Und sie sollen warten an der Hütte des Stifts: nähmlich der Wohnung, und der Hütte, und ihrer Decken, und des Tuchs in der Thur der Hütte des Stifts, 26. Des Umhangs am Vorhofe, und des Tuchs in der Thür des Vorhofs, welcher um die Wohnung und um den Altar hergehet, und seiner Seile, und alles, was zu seinem Dienst gehöret. 27. Dieß sind die Geschlechter von Kaharh: Die Anramiien, die Jezehariren, die Hebrvni- ten und Usieliten, 28. Was männlich war, eines Monaths alt und daruoer, an der Zahl acht tausend und 133 sechs hundert, die der Huth des Heiligthums warten. 29. Und sollen sich lagern an der Seite der Wohnung gegen Mittag. 30 . Ihr Oberster sey ' Elizaphan, der Sohn Usiels. * 2 Mos. 6 / 22. 3 Mos. 10/ 4 . 31. Und * sie sollen warten der Lade, des Tisches, des Leuchters, des Altars, und alles Geräthes des Heiligthums, daran sie dienen, und des Tuchs, und was zu seinem Dienst gehöret. * c. 7 / 9 . 32. Aber der Oberste über alle Obersten der Leviten soll Eleazar seyn, Aarons Sohn, des Priesters, über die, so verordnet sind zu warten der Huth des Heiligthums. 33. Dieß sind die Geschlechter Merari: Die Maheliter und Musiter, 3 g. Die an der Zahl waren sechs tausend und zwey hundert, alles, was männlich war, eines Monaths alt und darüber. 35. Ihr Oberster sey Zuriel, der Sohn Abi- hails. Und sollen sich lagern an die Seite der Wohnung gegen Mitternacht. 36 . Und ihr Amt soll seyn zu warten der Breter, und Riegel, und Säulen, und Füße der Wohnung, und alles seines Geräthes und seines Dienstes; 37. Dazu der Säulen um den Vorhof her, mit den Füßen, und Nägeln, und Seilen. 38 . Aber vor der Wohnung und vor der Hütte des Stifts, gegen Morgen, sollen sich lagern Mose, und Aaron, und seine Söhne , daß sie des Heiligthums warten, und der Kinder Israel. Wenn " sich ein Fremder herzu tyut, der soll sterben. " c. i/ 31. c. 18/ 7. 39. Alle Leviten in der Summa, die Mose und Aaron zähleten, nach ihren Geschlechtern, nach dem Wort des Herrn, lauter Männlein, eines Monaths alt und darüber, waren zwey und zwanzig tausend. go. Und der Herr sprach zu Mose: Zähle alle Erstgeburt, was männlich ist unter den Kindern Israel, eines Monaths alt und darüber, und nimm die Zahl ihrer Nahmen, gi. Und sollst die Leviten mir, dem Herrn, aussondern für alle Erstgeburt der Kinder Israel, und der Leviten Vieh für alle Erstgeburt unter dem Vieh der Kinder Israel. g2. Und Mose zählete, wie ihm der Herr gebothen hatte, alle Erstgeburt unter den Kindern Israel; ^3. Und fand sich an der Zahl der Nahmen 134 Amt der Kahathiter. 4 Mose 3. 4. Amt Eleazars. aller Erstgeburt, was männlich war, eines Monaths alt und darüber, in ihrer Summa, zwey und zwanzig tausend zwey hundert und drey und siebenzig. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: -45. Nimm die Leviten für alle Erstgeburt unter den Kindern Israel, und das Vieh der Leviten für ihr Vieh, daß die Leviten mein, des Herrn, ftyen, - 46 . Aber das Lösegeld von den zwey hundert drey und siebenzig überlangen (überzähligen) Erstgeburten der Kinder Israel, über der Leviten Zahl, - 47 . Sollst du je fünf Sekel nehmen von Haupt zu Haupt, nach dem Sekel des Heiligthums C zwanzig Gera gilt ein Sekel), * 2 Mos. 30,13. - 48 . Und sollst dasselbe Geld, das überlang ist über ihre Zahl, geben Aaron und seinen Söhnen. -49. Da nahm Mose das Lösegeld, das überlang war über der Leviten Zahl, 50. Von den Erstgeburten der Kinder Israel, tausend drey hundert und fünf und sechzig Sekel, nach dem Sekel des Heiligthums, 5 t. Und gab es Aaron und seinen Söhnen, nach dem Wort des Herrn, wie der Herr Mose gebothen hatte. Das 4. Capitel. Besondere Amtsverwaltung der Lcvitenstämmc / und ihre Zahl. 1. Nnd der Herr redete mit Mose und Aaron, " und sprach: 2. Nimm die Summa der Kinder Kahaths aus den Kindern Levi nach ihrem Geschlecht, und ihrer Väter Häusern, 3. Von dreyßig Jahren an und darüber , bis ins fünfzigste Jahr, alle, die * zum Heer taugen, daß sie thun die Werke in der Hütte des Stifts. * c. 8 / 13. 22. ^ 4 . Das soll aber das Amt der Kinder Kahaths. in der Hütte des Stifts seyn, das das Allerheiligfte ist: 5. Wenn das Heer aufbricht, so soll Aaron und seine Söhne hinein gehen, und den Vorhang abnehmen, und die Lade des Zeugnisses darein winden, 6 . Und darauf thun die Decke von Dachsfellen, und oben darauf eine ganz gelbe Decke breiten, und seine * Stangen dazu legen; * 1 KöN. 8 / 8 . 7. Und über den Schautisch auch eine gelbe Decke breiten, und dazu legen die Schüsseln, Löffel, Schalen, und Kannen, aus und ein zu gießen; und das tägliche Brot soll dabey liegen. 8. Und sollen darüber breiten eine rofinrothe Decke, und dieselbe bedecken mit einer Decke von Dachsfellen, und seine Stangen dazu legen. 9. Und sollen eine gelbe Decke nehmen, und darein winden den * Leuchter des Lichts, und seine Lampen mit seinen Schneutzen, und Näpfen , und alle Oehlgefäße, die zum Amt gehören. * 2 Ms. 23 / 31 . 10. Und sollen um das alles thun eine Decke von Dachsfellen, und sollen sie auf Stangen legen. 11. Also sollen sie auch über den goldenen Altar eine gelbe Decke breiten, und dieselbe bedecken mit der Decke von Dachsfellen, und seine Stangen dazu thun. 12. Alle Geräthe, damit sie schaffen im Heiligthum, sollen sie nehmen, und gelbe Decken darüber thun, und mit einer Decke von Dachsfellen decken, und auf Stangen legen. 13 . Sie sollen auch die Asche vom Altar fegen, und eine scharlakene Decke darüber breiten; 1-4. Und alle seine Geräthe dazu legen, damit sie darauf schaffen, Kohlpfannen, Kreuel (Gabun), Schaufeln, Becken, mit allem Geräthe des Altars ; und sollen darüber breiten eine Decke von 'Dachsfellen, und seine Stangen dazu thun. 15. Wenn nun Aaron und seine Söhne solches ausgerichtet haben, und das Heiligthum und alle seine Geräthe bedecket, wenn das Heer aufbricht: darnach sollen die Kinder Kahaths hinein gehen, daß sie * es tragen ; und sollen das Heiligthum nicht anrühren, daß sie nicht sterben. Dieß sind die Lasten der Kinder Kahaths an der Hütte des Stifts. * c. 7- 9. 1 Chr. 16/13. 16. Und Eleazar, Aarons, des Priesters, Sohn, soll das Amt haben, daß er ordne das Oehl zum Licht, und die Spezerey zum * Räuch^ werk, und das tägliche Speisopfer, und das Salböhl; daß er beschicke die ganze Wohnung, und alles, was darinnen ist, im Heiligthum und seinem Geräthe. * 2 Mos. 30,34. 17. Und der Herr redete mit Mose und mit Aaron, und sprach: 18. Ihr sollt den Stamm des Geschlechts der Kahathiter nicht lassen sich verderben unter den Leviten. 19. Sondern das sollt ihr mit ihnen thun, daß sie leben und nicht sterben, wo sie würden anrühren das Allerheiligste. Aaron und seine Söhne sollen hinein gehen, und einen jeglichen stellen zu seinem Amt und Last. 20. Sie aber sollen nicht hinein gehen zu Amt der Gersoniter. 4 M 0 se 4. 5. Amt der Merariter. 135 schauen * unbedeckt das Heiligthum, daß sie nicht sterben. * * Sam. 6 /19. 21 . Und der Herr redete mit Mose und sprach: 22. Nimm die Summa der Kinder Gersons auch, nach ihrer Väter Hause und Geschlecht, 23. Von dreysiig Jahren an und darüber, bis ins fünfzigste Jahr; und ordne sie alle, die da zum Heer tüchtig sind, daß sie ein Amt haben in der Hütte des Stifts. 2>L. Das soll aber des Geschlechts der Gersoniter Amt seyn, daß sie schaffen und tragen: 25. Sie sollen die Teppiche der Wohnung und der Hütte des Stifts tragen, und seine Decke, und die Decke von Dachsfellen, die oben darüber ist, und das Tuch in der Thur der Hütte des Stifts, 26. Und die Umhänge des Vorhofs, und das Tuch in der Thür des Thors am Vorhofe, welcher um die Wohnung und Altar hergehet, und ihre Seile, und alle Geräthe ihres Amts, und alles, was zu ihrem Amt gehöret. 27. Nach dem Wort Aarons und seiner Söhne soll alles Amt der Kinder Gersons gehen, alles, was sie tragen und schaffen sollen; und ihr sollt zusehen, daß sie aller ihrer Last warten. 28. Das soll das Amt des Geschlechts der Kinder der Gersoniter seyn in der Hütte des Stifts; und ihre Huth soll unter der Hand * Jthamars seyn, des Sohnes Aarons, des Priesters. * v. 33. c. 7, 8. 29 . Die Kinder Merari nach ihren Geschlechtern, und ihrer Väter Hause, sollst du auch ordnen, 30. Von dreyßig Jahren an und darüber, bis ins fünfzigste Jahr, alle, die zum Heer taugen, daß sie ein Amt haben in der Hütte des Stifts. 31. Auf diese Last aber sollen sie warten nach allem ihrem Amt in der Hütte des Stifts, daß sie tragen die Breter der Wohnung, und Riegel, und Säulen, und Füße, 32. Dazu die Säulen des Vorhofs umher, und Füße, und Nägel, und Seile mit allem ihrem Geräthe, nach' allem ihrem Amt: einem Jeglichen sollt ihr sein Theil der Last am Geräthe zu warten verordnen. 33. Das sey das Amt der Geschlechter der Kinder Merari, alles, das sie schaffen sollen in der Hütte des Stifts, unter der Hand Jthamars, des Priesters, Aarons Sohnes. 3 -L. Und Mose und Aaron , sammt den Haupt- leuten der Gemeine, Mieten die Kinder der Ka- hathiter nach ihren Geschlechtern, und ihrer Väter Häusern, 35. Von dreyßig Jahren an, und darüber, bis ins fünfzigste, alle, die zum Heer taugten , daß sie ein Amt in der Hütte des Stifts hätten. 36 . Und die Summa war zwey tausend sieben hundert und fünfzig. 37. Das ist die Summa der Geschlechter der Kahathiter, die alle zu schaffen hatten in der Hütte des Stifts, die Mose und Aaron zähleten, nach dem Wort des Herrn durch Mose. 38 . Die Kinder Gersons wurden auch gezählet in ihren Geschlechtern und ihrer Väter Häusern, 39. Von dreyßig Jahren an und darüber, bis ins fünfzigste, alle, die zum Heer taugten, daß sie Amt in der Hütte des Stifts hätten. ^0. Und die Summa war zwey tausend sechs hundert und dreyßig. -41. Das ist die Summa der Geschlechter der Kinder Gersons, die alle zu schaffen hatten in der Hütte des Stifts, welche Mose und Aaron zähleten, nach dem Wort des Herrn. - 42 . Die Kinder Merari wurden anch gezählet nach ihren Geschlechtern und ihrer Väter Häusern, -43. Von dreyßig Jahren und darüber, bis ins fünfzigste, alle, die zum Heer taugten, daß sie Amt in der Hütte des Stifts hätten. 2^. Und die Summa war drey tausend und zwey hundert. ^5. Das ist die Summa der Geschlechter der Kinder Merari, die Mose und Aaron zähleten, nach dem Wort des Herrn durch Mose. 26 . Die Summa aller Leviten, die Mose und Aaron sammt den Hauptleuten Israels zähleten, nach ihren Geschlechtern und ihrer Väter Häusern, 27. Von dreyßig Jahren und darüber, bis ins fünfzigste, aller, die eingingen zu schaffen, ein jeglicher sein Amt, und zu tragen die Last in der Hütte des Stifts, 28. War acht tausend fünf hundert und achtzig, 29. Die gezählet wurden nach dem Wort des Herrn durch Mose, ein jeglicher zu seinem Amt und Last, wie der Herr Mose gebothen hatte. Das 5. Capitel. Reimgnng'des Lagers. Versöhn- und Eiferopfer. i.ltnd der Herr redete mit Mose, und sprach: " 2. Gebiethe den Kindern Israel, daß sie * aus dem Lager rhun alle Aussätzigen, und 136 Reinigung des Lagers. 4 Mose 5. Gesetz vom Eiferopfer. alle, die Eiterflüsse haben, und die an den Todten unrein geworden sind. * 3 Mos. 13/ 46. 3. Beyde Mann und * Weib sollen sie hinaus thun vor das Lager, daß sie nicht ihre Lager verunreinigen, darinnen Ich unter ihnen wohne. * c. 12/ i4. 1- c. 33/ 34. Und die Kinder Israel thaten also, und thaten sie hinaus vor das Lager, wie der Herr zu Mose geredet hatte. 5. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 6 . Sage den Kindern Israel, und sprich zu ihnen: Wenn ein * Mann oder Weib irgend eine Sünde wider einen Menschen thut, und sich an dem Herrn damit versündiget, so hat die Seele eine Schuld auf ihr; *3 Mos. 3 / 3 . c. 6 / 2 . 7. Und sie sollen ihre Sunde * bekennen, die sie gethan haben, und sollen ihre Schuld versöhnen mit der Hauptsumma, und darüber das t fünfte Theil dazu thun, und dem geben, an dem sie sich verschuldet haben. * Ps. 32 , 3 . Svrüchw. 28 / 13 . -s 3 Mos. 22/ 14. 8. Ist aber Niemand da, dem mans bezahlen sollte; so soll mans dem Herrn geben für den Priester, über * den Widder der Versöhnung, damit er versöhnet wird. ' 3 Mos. 6/«. s. Desgleichen soll alle Hebe von allem, das die Kinder Israel heiligen, und dem Priester opfern, sein seyn. 10. Und wer etwas heiliget, das soll auch sein seyn; und wer etwas dem Priester gibt, das soll auch sein seyn. 11. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 12. Sage den Kindern Israel, und sprich zu ihnen: Wenn irgend eines Mannes Weib sich verliefe, und sich an ihm versündigte; 13. Und Jemand sie fleischlich beschläft, und würde doch dem Manne verborgen vor seinen Augen, und würde verdeckt, daß sie unrein geworden ist, und kann sie nicht überzeugen, denn sie ist nicht darinnen ergriffen; 1-4. Und der Eifergeist entzündet ihn, daß er um sein Weib eifert, sie sey unrein oder nicht unrein; iS. So soll er sie zum Priester bringen, und ein Opfer über sie bringen, den Zehnten Epha Gerstenmehl, und soll kein Oehl darauf gießen, noch Weihrauch darauf thun. Denn es ist ein Eiferopfer und Rügeopfer, das Missethat * rüget. * Mmh. 1 , is. io. Da soll sie der Priester herzu führen, und vor den Herrn stellen, 17. Und des * heiligen Wassers nehmen in ein irdenes Gefäß, und Staub vom Boden der Wohnung ins Wasser thun, * c. is, s. 1 8. Und soll das Weib vor den Herrn stellen, und ihr Haupt entblößen, und das Rügeopfer, das ein Eiferopfer ist, auf ihre Hand legen. Und der Priester soll in seiner Hand bitteres verfluchtes Wasser haben; 19. Und soll das Weib beschwören, und zu ihr sagen: Hat kein Mann dich beschlafen, und hast dich nicht von deinem Manne verlaufen, daß du dich verunreiniget hast; so sollen dir diese bittere verfluchten Wasser nicht schaden. 20. Wo du aber dich von deinem Manne verlaufen hast, daß du unrein bist, und hat Jemand dich beschlafen außer deinem Manne; 21 . So soll der Priester das Weib beschwören mit solchem Fluch, und soll zu ihr sagen: Der Herr setze dich zum "Fluch und zum Schwur unter deinem Volk, daß der Herr deine Hüfte schwinden, und deinen Bauch schwellen lasse. * Zer. 42/ 18. c. 44/ 12. 22. So gehe nun das verfluchte Wasser in deinen Leib, daß dein Bauch schwelle, und deine Hüfte schwinde. Und das Weib soll sagen: * Amen, Amen. * 6 Mos. 27 , 13 . 23. Also soll der Priester diese Flüche auf einen Zettel schreiben, und mit dem bittern Wasser abwafchen, 2-4. Und soll dem Weibe von dem bittern verfluchten Wasser zu trinken geben. Und wenn das verfluchte bittere Wasser in sie gegangen ist; 25. Soll der Priester von ihrer Hand das Ei- fervpfer nehmen, und zum Speisopfer vor dem Herrn weben, und auf dem Altar opfern, nähm- lich: 26. Soll er eine Hand voll des Speisopfers nehmen zu ihrem Rügeopfer, und auf dem Altar anzünden, und darnach dem Weibe das Wasser zu trinken geben. 27. Und wenn sie das Wasser getrunken hat; ist sie unrein, und hat sich an ihrem Manne versündiget: so wird das verfluchte Wasser in sie gehen, und ihr bitter seyn, daß ihr der Bauch schwellen, und die Hüfte schwinden wird, und wird das Weib ein Fluch seyn unter ihrem Volk. 28. Ist aber ein solches Weib nicht verunreiniget, sondern rein; so wirds ihr nicht schaden, daß sie kann schwanger werden. 29. Dieß ist das Eifergesetz, wenn ein Weib sich von ihrem Manne verläuft, und unrein wird. 30. Oder Gesetz von Nazaräern, 4 Mose 6. oder Verlobten. 137 30. Oder wenn einen Mann der Eifergeist ' entzündet, daß er um sein Weib eifert, daß er es stelle vor den Herrn, und der Priester mit ihr thue alles nach diesem Gesetz. 31. Und der Mann soll unschuldig seyn an der Missethat; aber das Weib soll ihre Misse- that tragen. Das 6. Capitel. Gesetz der Nazaräer und Verlobten. Formular das Volk zu segnen. i.Nnd der Herr redete mit Mose, und sprach: " 2. Sage den Kindern Israel, und sprich zu ihnen:' Wenn ein Mann oder Weib ein sonderliches Gelübde thut dem Herrn, stch zu enthalten; 3. Der soll sich Weins und * starken Getränks enthalten, Weinessig oder starken Getränks Essig soll er auch nicht trinken, auch nichts, das aus Weinbeeren gemacht wird; er soll weder frische noch dürre Weinbeeren essen, *3M°s. in, 9 . So lange solches sein Gelübde währet; auch soll er nichts essen, das man vom Weinstock machet, weder Wein-Kern noch Hülsen. 5. So lange die Zeit solches seines Gelübdes währet, soll kein * Schermesser über sein Haupt fahren, bis daß die Zeit aus sey, die er dem Herrn gelobet hat; denn er ist heilig, und soll das Haar auf seinem Haupt lassen frey wachsen. * Nicht. 13, 3. 6. Die ganze Zeit über, die er dem Herrn gelobet hat, soll er zu keinem Todten gehen. 7. Er soll sich auch nicht verunreinigen an dem ' Tode seines Vaters, seiner Mutter, seines Bruders, oder seiner Schwester; denn das Gelübde seines Gottes ist auf seinem Haupt. * 3 Mos. 21 , 2. 11 . 8. Und die ganze Zeit über seines Gelübdes soll er dem Herrn heilig seyn. 9. Und wo Jemand vor ihm unversehens plötzlich stirbt, da wird das Haupt seines Gelübdes verunreiniget; darum soll er sein Haupt bescheren am Tage seiner Reinigung, das ist, am siebenten Tage. 10. Und am achten Tage soll er zwo ' Turteltauben bringen, oder zwo junge Tauben, zum Priester vor die Thür der Hütte des Stifts. * 3 Mos. 3, 7. c. 12 , 8. c. 14, 22 . 11. Und der Priester soll eine zum Sündopfer, und die andere zum Brandopfer machen, und ihn versöhnen, daß er sich an einem Todten versündiget hat, und also sein Haupt desselben Tages heiligen, 12. Daß er dem Herrn die Zeit seines Gelübdes aushalte. Und soll ein jähriges Lamm bringen zum Schuldopfer. Aber die vorigen Tage sollen umsonst seyn, darum, daß sein Gelübde verunreiniget ist. 13. Dieß ist das Gesetz des Verlobten: Wenn die Zeit seines Gelübdes aus ist, so soll man ihn bringen vor die Thür der Hütte des Stifts. i^. Und er soll bringen sein Opfer dem Herrn, ein jähriges Lamm ohne Wandel zum Brandopfer, und ein jähriges Schaf ohne Wandel zum Sündopfer, und einen Widder ohne Wandel zum Dankopfer, 15. Und einen Korb mit ungesäuerten Kuchen von Semmelmehl mit Oehl gemenget, und ungesäuerte Fladen mit Oehl bestrichen , und ihre Speisopfer und Trankopfer. 16. Und der Priester soll es vor den Herrn bringen, und soll sein Sündopfer und sein Brandopfer machen. 17. Und den Widder soll er zum Dankopfer machen dem Herrn, sammt dem Korbe mit dem ungesäuerten Brot; und soll auch sein Speisopfer und sein Trankopfer machen. 18. Und soll dem Verlobten das Haupt seines Gelübdes bescheren vor der Thür der Hütte des Stifts; und soll das Haupthaar seines Gelübdes nehmen, und aufs Feuer werfen, das unter dem Dankopfer ist. 19. Und soll den gekochten Bug nehmen von dem Widder, und Einen ungesäuerten Kuchen aus dem Korbe, und Einen ungesäuerten Fladen ; und solls dem Verlobten auf seine Hände legen, nachdem er sein Gelübde abgeschoren hat; 20. Und solls vor dem Herrn weben. Das ist heilig dem Priester , * sammt der Webebrust und der Hebeschulter. Darnach mag der Verlobte Wem trinken. * 2 Mos. 29,27.2«. 21. Das ist das Gesetz des Verlobten, der sein Opfer dem Herrn gelobet, von wegen seines Gelübdes; außer dem, was er sonst vermag, wie er gelobet hat, soll er thun, nach dem Gesetz seines Gelübdes. 22. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 23. Sage * Aaron und seinen Söhnen, und sprich: Also sollt ihr sagen zu den Kindern Israel, wenn ihr sie segnet: * 3 Mos. 6,23. 2>i. Der Herr'segne dich, und bchüthe dich; *Ps. 134,3. 25. Der Herr ' lasse sein Angesicht leuchten über dir, und sey dir gnädig; * Ps. 67. 2. S 138 4 Mose 7. Fürsten. Opfer der zwölf 26. Der Herr hebe sein Angesicht über dich, und gebe dir Friede. 27. Denn ihr sollt meinen Nahmen auf die Kinder Israel legen, daß Ich sie segne. Das 7. Capitel. Opfer und Geschenke der Fürsten zur Einweihung der Stistok,litte. 1. Nttd da Mose die Wohnung aufgerichtet ^ hatte, und sie gesalbet, und geheiliget, mit'allem ihrem Geräthe, dazu auch den Altar mit allem seinem Geräthe gesalbet und geheiliget; * 2 Mos. 40, 18. 2. Da opferten die Fürsten Israels, die Häupter wareu in ihrer Väter Häusern; denn sie waren die Obersten unter den Stämmen, und standen oben an unter denen, die gezählet waren. 3 . Und sie brachten ihre Opfer vor den Herrn, sechs bedeckte Wagen, und zwölf Rinder, je einen Wagen für zween Fürsten, und einen Ochsen für einen, und brachten sie vor die Wohnung. Und der Herr sprach zu Mose: 5 . Nimms von ihnen, daß es diene zum Dienst der Hütte des Stifts, und gibs den Leviten, einem Jeglichen nach seinem Amt. 6 . Da nahm Mose die Wagen und Rinder, und gab sie den Leviten. 7 . Zween Wagen und vier Rinder gab er den Kindern Gersons, nach ihrem Amt. 8. Und vier Wagen und acht Ochsen gab er den Kindern Merari nach ihrem Amt, unter der Hand ' Jthamars, Aarons, des Priesters, Sohnes. ' c. 4, 28 . 33. p. Den Kindern Kahaths aber gab er nichts, darum, daß sie ein heiliges Amt auf sich hatten, und ' auf ihren Achseln tragen mußten. * c. 3, 31. c. 4, 13. 1 o. Und die Fürsten opferten * zur Einweihung des Altars an dem Tage, da er geweihet ward, und opferten ihre Gabe vor dem Altar. * 2 Chr. 7, 9. 11. Und der Herr sprach zu Mose: Laß einen jeglichen Fürsten an seinem Tage sein Opfer bringen zur Einweihung des Altars. 12. Am ersten Tage opferte seine Gabe * Na- hessvn, der Sohn Amminadabs, des Stamms Juda. *c. 1 , 7. c. 2 , 3. 13. Und seine Gabe war Eine silberne Schüssel , hundert und dreyßig Sekel werth, Eine silberne Schale, siebenzig Sekel werth, nach dem Sekel des Heiligthums, beyde voll Senr- melmehl mit Oehl gemenget, zum Speisopfer; i^. Dazu Eineu goldenen Löffel, zehn Sekel Goldes werth, voll Näuchwerk; is. Einen Farrcn aus den Rindern, Einen Widder, Ein jähriges Lamm zum Brandopfer; 16. Einen Ziegenbock zum Sündopfer; 17. Und zum Dankopfer zwey Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, und fünf jährige Lämmer. Das ist die Gabe Nahessons, des Sohnes Amminadabs. 18. Am andern Tage opferte Nethaneel, der Sohn Zuars , der Fürst Jsaschars. is. Seine Gabe war Eine silberne Schüssel, hundert und dreyßig Sekel werth, Eine silberne Schale, siebenzig Sekel werth, nach dem Sekel des Heiligthums, beyde voll Semmelmehl mit Oehl gemenget, zum Speisopfer; 20. Dazu Einen goldenen Löffel, zehn Sekel Goldes werth, voll Räuchwerk; 21. Einen Farren aus den Rindern, Einen Widder, Ein jähriges Lamm zum Brandopfer; 22. Einen Ziegenbock zum Sündopfer; 23 . Und zum Dankopfer zwey Rinder , fünf Widder, fünf Böcke, und fünf jährige Lämmer. Das ist die Gabe Nethaneels, des Sohnes Zuars. 2^i. Am dritten Tage der Fürst der Kinder Sebulons, Eliab, der Sohn Helons. 25 . Seine Gabe war Eine silberne Schüssel, hundert und dreyßig Sekel werth , Eine silberne Schale, siebenzig Sekel werth, nach dem Sekel des Heiligthums, beyde voll Semmelmehl mit Oehl gemenget, zum Speisopfer. 26. Einen goldenen Löffel, zehn Sekel Goldes werth, voll Näuchwerk; 27. Einen Farren aus den Rindern, Einen Widder, Ein jähriges Lamm zum Brandopfer; 2 8 . Einen Ziegenbock zum Sündopfer; 29. Und zum Dankopfer zwey Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, und fünf jährige Lämmer. Das ist die Gabe Eliabs, des Sohnes Helons. 30. Am vierten Tage der Fürst der Kinder Rubens , Elizur, der Sohn Sedeurs. 3 1. Seine Gabe war Eine silberne Schüssel, hundert und dreyßig Sekel werth, Eine silberne Schale, siebenzig Sekel werth, nach dem Sekel des Heiligthums, beyde voll Semmelmehl mit Oehl gemenget, zum Speisopfer; 32 . Einen goldenen Löffel, zehn Sekel Goldes werth, voll Räuchwerk; 33. Einen Farren aus den Rindern, Einen Widder, Ein jähriges Lamm zum Brandopfer; 4 Mose 7 Fürsten 139 Opfer der zwölf 3 - 4 . Einen Ziegenbock zum Sündopfer; 35 . Und zum Dankopfer zwey Rinder, fünf Widder, fünf Böcke , und fünf jährige Lämmer. Das ist die Gabe Elizurs, des Sohnes Sedeurs. 36 . Am fünften Tage der Fürst der Kinder Simeons, Selumiel, der Sohn Zuri Sadai. 37. Seine Gabe war Eine silberne Schüssel, hundert und dreyßig Sekel werth, Eine silberne Schale, siebenzig Sekel werth, nach dem Sekel des Heiligthums, beyde voll Semmelmehl mit Oehl gemenget, zum Speisopfer; 38 . Einen goldenen Lössel, zehn Sekel Goldes werth, voll Räuchwerk; 3y. Einen Farren aus den Rindern, Einen Widder, Ein jähriges Lamm zum Brandopfer; - 40 . Einen Ziegenbock zum Sündopfer; ^i. Und zum Dankopfer zwey Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, und fünf jährige Lämmer. Das ist die Gabe Selumiels, des Sohnes Zuri Sadai. - 42 . Am sechsten Tage der Fürst der Kinder Gads, Eliasaph, der Sohn * Deguels. * c. 2,14. -43. Seine Gabe war Eine silberne Schüssel, hundert und dreyßtg Sekel werth, Eine silberne Schale, siebenzig Sekel werth, nach dem Sekel des Heiligthums, beyde voll Semmelmehl mit Oehl gemenget, zum Speisopfer; -42t. Einen goldenen Lössel, zehn Sekel Goldes werth, voll Räuchwerk; -45. Einen Farren aus den Rindern, Einen Widder, Ein jähriges Lamm zum Brandopfer; - 46 . Einen Ziegenbock zum Sündopfer; -47. Und zum Dankopfer zwey Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf jährige Lämmer. Das ist die Gabe Eliasaphs, des Sohnes Deguels. - 48 . Am siebenten Tage der Fürst der Kinder Ephraims, Elisama, der Sohn Ammihuds. -49. Seine Gabe war Eine silberne Schüssel, hundert und dreyßig Sekel werth, Eine silberne Schale, siebenzig Sekel werth, nach dem Sekel des Heiligthums, beyde voll Semmelmehl mit Oehl gemenget, zum Speisopfer; 50. Einen goldenen Löffel, zehn Sekel Goldes werth, voll Räuchwerk; 5 1. Einen Farren aus den Rindern, Einen Widder, Ein jähriges Lamm zum Brandopfer; 52 . Einen Ziegenbock zum Sündopfer; 53. Und zum Dankopfer zwey Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf jährige Lämmer. Das ist die Gabe Elisama, des Sohnes Ammihuds. 52t. Am achten Tage der Fürst der Kinder Manasse, Gamliel, der Sohn Pedazurs. 55. Seine Gabe war Eine silberne Schüssel, hundert und dreyßig Sekel werth, Eine silberne Schale, siebenzig Sekel werth, nach dem Sekel des Heiligthums, beyde voll Semmelmehl mit Oehl gemenget, zum Speisopfer; 56 . Einen goldenen Löffel, zehn Sekel Goldes werth, voll Räuchwerk; 57. Einen Farren aus den Rindern, Einen Widder, Ein jähriges Lamm zum Brandopfer; 58 . Einen Ziegenbock zum Sündopfer; 59. Und zum Dankopfer zwey Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf jährige Lämmer. Das ist die Gabe Gamliels, des Sohnes Pedazurs. 60. Am neunten Tage der Fürst der Kinder Benjamins, Abidan, der Sohn Gideoni. 6 1. Seine Gabe war Eine silberne Schüssel, hundert und dreyßig Sekel werth, Eine silberne Schale, siebenzig Sekel werth, nach dem Sekel des Heiligthums, beyde voll Semmelmehl mit Oehl gemenget, zum Speisopfer; 62. Einen goldenen Löffel, zehn Sekel Goldes werth, voll Räuchwerk; 63 . Einen Farren aus den Rindern, Einen Widder, Ein jähriges Lamm zum Brandopfer; 62,. Einen Ziegenbock zum Sündopfer; 65 . Und zum Dankopfer zwey Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf jährige Lämmer. Das ist die Gabe Abidans, des Sohnes Gideoni. 66 . Am zehnten Tage der Fürst der Kinder Dans, Ahiefer, der Sohn Ammi Sadai. 67 . Seine Gabe war Eine silberne Schüssel, hundert und dreyßig Sekel werth, Eine silberne Schale, siebenzig Sekel werth, nach dem Sekel des Heiligthums, beyde voll Semmelmehl mit Oehl gemenget, zum Speisopfer; 6 8 . Einen goldenen Löffel, zehn Sekel Goldes werth, voll Räuchwerk; 69. Einen Farren aus den Rindern, Einen Widder, Ein jähriges Lamm zum Brandopfer; 70. Einen Ziegenbock zum Sündopfer; 71. Und zum Dankopfer zwey Rinder, fünf Widder, fünf Bocke, fünf jährige Lämmer. Das ist die Gabe Ahiesers, des Sohnes Ammi Sadai. 72. Am eilften Tage der Fürst der Kinder Äffers, Pagiel, der Sohn Ochrans. 73 . Seine Gabe war Eine silberne Schüssel, hundert und dreyßig Sekel werth, Eine silberne Schale, siebenzig Sekel werth, nach dem Sekel S 2 IM Opfer -er zwölf Fürsten. 4 Mose 7. 8. Einweihung der Leviten. des Heiligthums, beyde voll Semmelmehl mit Oehl gemenget, zum Speisopfer; 7-ä. Einen goldenen Löffel, zehn Sekel Goldes Werth, voll Näuchwerk; 75. Einen Farren aus den Rindern, Einen Widder, Ein jähriges Lamm zum Brandopfer; 76. Einen Ziegenbock zum Sündopfer; 77. Und zum Dankopfer zwey Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf jährige Lämmer. Das ist die Gabe Pagiels, des Sohnes Och- rarrs. 78. Am zwölften Tage der Fürst der Kinder Naphthali, Ahira, der Sohn Enans. 79. Seine Gabe war Eine silberne Schüssel, hundert und dreyßig Sekel werth, Eine silberne Schale, siebenzig Sekel werth, nach dem Sekel des Heiligthums, beyde voll Semmelmehl mit Oehl gemenget, zum Speisopfer; 80 . Einen goldenen Löffel, zehn Sekel Goldes werth, voll Räuchwerk; 81. Einen Farren aus den Rindern, Einen Widder, Ein jähriges Lamm zum Brandopfer; 82 . Einen Ziegenbock zum Sündopfer; 83. Und zum Dankopfer zwey Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf jährige Lämmer. Das ist die Gabe Ahira, des Sohnes Enans. 8^. Das ist die Einweihung des Altars, zur Zeit, da er geweihet ward; dazu die Fürsten Israels opferten diese zwölf silberne Schüsseln , zwölf silberne Schalen, zwölf goldene Löffel: 86. Also, daß je eine Schüssel hundert und dreyßig Sekel Silber, und je eine Schale siebenzig Sekel hatte; daß die Summa alles Silbers am Gefäße trug zwey tausend und vier hundert Sekel, nach dem Sekel des Heiligthums. 86. Und der zwölf goldenen Löffel voll Räuchwerk hatte je einer zehn Sekel, nach dem Sekel des Heiligthums; daß die Summa Goldes an den Löffeln trug hundert und zwanzig Sekel. 87. Die Summa der Rinder zum Brandopfer war zwölf Farren, zwölf Widder, zwölfjährige Lämmer, sammt ihren Speisopfern, und zwölf Ziegenböcke zum Sündopfer. 88. Und die Summa der Rinder zum Dankopfer war vier und zwanzig Farren, sechzig Widder, sechzig Böcke, sechzig jährige Lämmer. Das ist die Einweihung des Altars, da er geweihet ward. 89. Und wenn Mose in die Hütte des Stifts ging, daß " mit ihm geredet würde; so hörete er die Stimme mit ihm reden von dem Gnaden- ßuhl, der auf der Lade des Zeugnisses war, -!- zwischen den zween Cherubim; von dannen ward mit ihm geredet. ' 2 Mos. 25 , 21. 22. -i- 1 Sam. - 1 , 4 . Ps. 80, 2 . Das 8. Capitel. Einweihung der Leviten. i.Nnd der Herr redete mit Mose, und sprach: 2. Rede mit Aaron, und sprich zu ihm: Wenn du die Lampen auffetzest, sollst du sie also setzen, daß sie * alle sieben vorwärts dem Leuchter scheinen. ' 2 Mos. 37,23. 3. Und Aaron that also, und setzte die Lampen auf, vorwärts dem Leuchter zu scheinen; wie" der Herr Mose gebothen hatte. *22^.27,21. Der Leuchter aber war dichtes Gold, bey- des sein Schaft und seine Blumen, nach * dem Gesicht, das der Herr Mose gezeiget hatte, also machte er den Leuchter. *2 Mos. 25,31. 6 . Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 6 . Nimm die "Leviten aus den Kindern Israel, und reinige sie. 'Mai. 3,3. 7. Also sollst du abermahl mit ihnen thmr, daß du sie reinigest: Du sollst Sündwasser auf sie sprengen, und sollen "alle ihre Haare rein abscheren, und ihre Kleider waschen; so sind sie rein. *3 Mos, 14, 8 . 8 . Dann sollen sie nehmen einen jungen Farren, und sein Speisopser, Semmelmehl mit Oehl gemenget; und einen andern jungen Farren sollst du zum Sündopfer nehmen. 9. Und sollst die Leviten vor die Hütte des Stifts bringen, und die ganze Gemeine der Kinder Israel versammeln; 10. Und die Leviten vor den Herrn bringen, und die Kinder Israel sollen ihre Hände auf die Leviteu legen. 11. Und "Aaron soll die Leviten vor dem Herrn weben, von den Kindern Israel, auf daß sie dienen mögen an dem Amt des Herrn, "v, 21. 12. Und die Leviten sollen ihre Hände aufs Haupt der Farren legen; und einer soll zum Sündopfer, der andere zum Brandopfer dem Herrn gemacht werden, die Leviten zu versöhnen. 13. Und sollst die Leviten vor Aaron und seine Sohne stellen, und vor dem Herrn weben. 1^. Und sollst sie also sondern von den Kindern Israel, " daß sie mein seyrn. " -. 3,45. 16. Darnach sollen sie hinein gehen, daß sie dienen in der Hütte des Stifts. Also sollst du sie reinigen und weben. 16. Denn sie "sind mein Geschenk von den Kindern Israel, und habe sie mir genommen für Einweihung der Leviten. 4 Mose 8. 9 . 141 Passah. alles, das seine Mutter bricht, nähmlich für die Erstgeburt aller Kiuder Israel. * c. 3,12. 17. Denn ' alle Erstgeburt unter den Kindern Israel ist mein, beydes der Menschen und des Viehes; seit der Zeit ich alle Erstgeburt in Egyptenland schlug, und heiligte fie mir. '2 Mos. 13,2. 18. Und nahm die Leviten an für alle Erstgeburt unter den Kindern Israel, i s. Und gab ste zum * Geschenk Aaron und seinen Söhnen, aus den Kindern Israel, daß sie dienen am Amt der Kinder Israel, in der Hütte des Stifts, die Kinder Israel zu versöhnen , auf daß nicht unter den Kindern Israel sey eine Pl^ge, so sie sich nahen wollten zum Heiligthum. * c. 3,9. 20. Und Mose mit Aaron, sammt der ganzen Gemeine der Kinder Israel, thaten mit den Leviten alles, wie der Herr Mose gebothen hatte. 21. Und die Leviten entsündigten sich, und wuschen ihre Kleider, und ' Aaron webte sie vor dem Herrn, und versohnete sie, daß sie rein wurden. * v. 11. 22. Darnach gingen sie hinein, daß sie ihr Amt thaten in der Hütte des Stifts, vor Aaron und seinen Söhnen. Wie der Herr Mose gebothen hatte über die Leviten, also thaten sie mit ihnen. 23. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 2^. Das ist es, das den Leviten gebühret: * Von fünf und zwanzig Jahren, und darüber, taugen sie zum Heer und Dienst in der Hütte des Stifts; *-.4,3. 25. Aber von dem fünfzigsten Jahr an sollen sie ledig seyn vom Amt des Dienstes, und sollen nicht mehr dienen, 26. Sondern auf den Dienst ihrer Brüder warten in der Hütte des Stifts, des Amts aber sollen sie nicht pflegen. Also sollst du mit den Leviten thun, daß ein Jeglicher seiner Huth warte. Das 9. Capitel. Dom Passah, und Zeichen zum Lagern oder Fortgehen. I.llttd der Herr redete mit Mose in der Wüste ^ Sinai , im andern Jahr, nachdem sie aus Egyptenland gezogen waren, im ersten Mo- nath, und sprach: 2. Laß ' die Kinder Israel Passah halten zu seiner Zeit. '3M°s. 23, 3. Am vierzehnten Tage dieses Monaths, zwischen Abends, zu seiner Zeit sollen sie es halten, nach aller seiner Satzung und Recht. Und Mose redete mit den Kindern Israel, daß sie das Passah hielten. 5. Und sie hielten Passah am vierzehnten Tage des ersten Monaths ' zwischen Abends, in der Wüste Sinai: alles, wie der Herr Mose gebothen hatte, so thaten die Kinder Israel. * 2 Mos. 12 , 6. 3 Mos. 23/ 3. 6. Da waren etliche Männer unrein über einem todten Menschen, daß sie nicht konnten Passah halten des Tages. Die traten vor Mose und Aaron desselben Tages, 7. Und sprachen zu ihm: Wir sind unrein über einem todten Menschen; warum sollen wir geringer seyn, daß wir unsere Gabe dem Herrn nicht bringen müßen zu seiner Zeit unter den Kindern Israel? 8. Mose sprach zu ihnen: Harret, ich will hören, was euch der Herr gebiethet. 9. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 10. Sage den Kindern Israel, und sprich: Wenn Jemand unrein über einem Todten, oder ferne von euch über Feld ist, oder unter euern Freunden, der soll dennoch dem Herrn Passah halten; 11. Aber doch im * andern Monats) am vierzehnten Tage zwischen Abends, und soll es neben ungesäuertem Brot und Salsen essen; * 2 Chr. 30/ 1 . 5 . 2 Mos. 12 / 8. 12. Und sollen nichts daran übrig lassen bis Morgen, auch kein * Bein daran zerbrechen, und sollens nach aller Weise des Passah halten. * 2 Mos. 12 / 46. Zoh. 19/ 36. 13. Wer aber rein, und nicht über Feld ist, und läßt anstehen das Passah zu halten, deß Seele soll ausgcrottet werden von seinem Volk; darum, daß er seine Gabe dem Herrn nicht gebracht hat zu seiner Zeit. Er soll seine Sünde tragen. i l. Und wenn ein Fremdling bey euch wohnet, der soll auch dem Herrn Passah halten, und solls halten nach der Satzung und Recht des Passah. Diese Satzung soll euch gleich seyn, den Fremden, wie des Landes Einheimischen. 15. Und des Tages, da die Wohnung aufgerichtet ward, bedeckte sie * eine Wolke auf der Hütte des Zeugnisses; und des Abend bis an den Morgen war über der Wohnung eine Gestalt des Feuers. * 2 Mos. 4c>/34. 16. Also geschah es immerdar, daß die 'Wolke sie bedeckte, und des Nachts die Gestalt des Feuers. * 2 Mos. 4«/ 3«. 17. Und nachdem sich die Wolke aufhob von 142 Zeichen zum Lagern 4 Mos der Hütte, so zogen die Kinder Israel; und an welchem Ort die Wolke blieb, da lagerten sich die Kinder Israel. 1 8 . Nach dem Wort des Herrn zogen die Kinder Israel, und nach seinem Wort lagerten sie sich. So lang die * Wolke auf der Wohnung blieb, so lang lagen sie stille. *i Cor. io, i. 19. Und wenn die Wolke viele Tage verzog auf der Wohnung, so warteten die Kinder Israel auf die Huth des Herrn, und zogen nicht. 20. Und wenn es war, daß die Wolke auf der Wohnung war etliche Anzahl der Tage; so lagerten sie sich nach dem Wort des Herrn, und zogen nach dem Wort des Herrn. 21. Wenn die Wolke da war von Abend bis an den Morgen, und sich dann erhob, so zogen sie; oder wenn sie sich des Tages oder des Nachts erhob, so zogen sie auch. 22. Wenn sie aber zween Tage, oder einen Monath, oder etwa lange' auf der Wohnung blieb, so k lagen die Kinder Israel, und zogen nicht; und wenn sie sich daun erhob, so zogen sie. * »och langer ch 2 Mos. 40 / 26. 37 . 23. Denn nach des Herrn Munde lagen sie, und nach des Herrn Munde zogen sie ; daß sie auf des Herrn Huth warteten, nach des Herrn Wort durch Mose. Das 10. Capitel. Gebrauch der Trompeten. Der Israeliten Fortrcisen. i.^nd der Herr redete mit ZPoie, und sprach : ^ 2. Mache dir zwo Trompeten von dichtem Silber, daß du ihrer brauchest, die Gemeine zu berufen, und wenn das Heer aufbrechen soll. 3 . Wenn man mit beyden schlecht blaset, soll sich zu dir versammeln die ganze Gemeine vor die Thür der Hütte des Stifts. -ä. Wenn man nur mit einer schlecht blaset, so sollen sich zu dir versammeln die Fürsten, und die Obersten über die Tausende in Israel. 5 . Wenn ihr aber trompetet, so sollen die Lager aufbrechen, die gegen Morgen liegen. 6 . Und wenn ihr zum andern Mahl trompetet, so sollen die Lager aufbrechen, die gegen Mittag liegen. Denn wenn sie reisen sollen, so sollt ihr trompeten. 7 . Wenn aber die Gemeine zu versammeln ist, sollt ihr schlecht blasen, und nicht trompeten. 8 . Es sollen aber solches Blasen mit den Trompeten die Söhne Aarons, die Priester, thun; und soll * euer Recht sevn ewiglich bey euern Nachkommen. * - Mos. 27,21. e 9. 10. und Fortzug. Trompeten. 9. Wenn ihr * in einen Streit ziehet in euerm Lande wider eure Feinde, die euch beleidigen; so sollt ihr trompeten mit den Trompeten, daß eurer gedacht werde vor dem Herrn, euerm Gott, und erlöset werdet von erMn Feinden. * c. 31 / 6 . 10. Desselbigen gleichen, wenn ihr * fröhlich seyd an euern Festen, und in euern Neumonden ; sollt ihr mit den Trompeten blasen über eure Brandopfer und Dankopfer, daß es euch ftp zum Gedächtniß vor euerm Gott. I c h bin der Herr, euer Gott. * 2 Köm 11,14. 2 C»r. 7 / 6 . 11. Am zwanzigsten Tage im andern Monath des andern Jahrs erhob sich die Wolke von der Wohnung des Zeugnisses. 12. Und die Kinder Israel brachen auf, und zogen aus der Wüste Sinai, und die Wolke blieb in der Wüste Paran. 13. Es brachen aber auf die Ersten, nachdem Wort des Herrn durch Mose, i^. Nähmlich das Panier des Lagers der Kinder * Juda zog am ersten mit ihrem Heer, und über ihr Heer war Nahesson, der Sohn Ammi- nadabs. * c. 1,7. 15. Und über das Heer des Stamms der Kinder Jsaschars war Nethaneel, der Sohn Zuars. io. Und über das Heer des Stamms der Kinder Sebulons war Eliab, der Sohn Helons. 17. Da zerlegte man die Wohnung, und zogen die Kinder Gersons und Merari, ' und trugen die Wohnung. *-.4/21.29.31. 18. Darnach zog das Panier des Lagers Rubens * mit ihrem Heer, und über ihr Heer war Elizur, der Sohn Sedeurs. ' c. 2/10. 19. Und über das Heer des Stamms der Kinder Simeons war. Selumiel, der Sohn Zuri Sadai. 20. Und Eliasaph, der Sohn Deguels, über das Heer des Stamms der Kinder Gads. 21. Da zogen auch die * Kahathiten, und trugen das Heiligthum; und jene richteten die Wohnung auf, bis diese heruach kamen. * c. 4 / 13 . 22. Darnach zog das Panier des Lagers der Kinder * Ephraims mit ihrem Heer, und über ihr Heer war Elisama, der Sohn Ammihuds. * c. 2/ 18. 23. Und Gamliel, der Sohn Pedazurs, über das Heer des Stamms der Kinder Manasse. 2^. Und * Abidan, der Sohn Gideoni, über das Heer des Stamms der Kinder Benjamins. * c. 1, 11. c. 7 , 60. 63 . Israel ziehet fort, 4 Mo se 10. 11. bekommt Lust Fleisch zu essen. 143 25. Darnach zog das Panier des Lagers der Kinder Dans mit ihrem Heer, und so waren die Lager alle auf. Und Ahieser, der Sohn Ammi Sadai, war über ihr Heer. 26. Und Pagiel, der Sohn Ochrans, über das Heer des Stamms der Kinder Assers. 27. Und Ahira, der Sohn Enans, über das Heer des Stamms der Kinder Naphthali. 28. So zogen die Kinder Israel mit ihrem Heer. 29. Und Mose sprach zu seinem Schwager Hobab, dem Sohn Reguels, aus Midian: Wir ziehen dahin an die Stätte, davon der Herr gesagt hat: Ich will sie euch gebe«; so komm nun mit uns, so wollen wir das Beste bey dir thun , denn der Herr hat Israel Gutes zugesagt. ZO. Er aber antwortete: Ich will nicht mit euch, sondern in mein Land zu meiner Freundschaft ziehen. Zi. Er sprach: Lieber, verlaß uns nicht, denn du weißt, wo wir in der Wüste uns lagern sollen, und sollst unser Auge seyn. 32. Und wenn du mit uns ziehest; was der Herr Gutes an uns thut, das wollen wir an dir thun. 33. Also zogen sie von dem Berge des Herrn drey Tagereisen, und die Lade des Bundes des Herrn * zog vor ihnen her die drey Tagereisen, ihnen zu weisen, wo sie ruhen sollten. ' 3 Mos. 31/ 8. 3^. Und die Wolke des Herrn war des Tages über ihnen, wenn sie aus dem Lager zogen. 35. Und wenn die Lade zog, so sprach 'Mose: Herr, "stehe auf, laß deine Feinde zerstreuet, und die dich hassen, flüchtig werden vor dir. * 2 Chr. 6/ 4t. Ps. 68/ 2. Ps. 132/ 8. 36. Und wenn sie ruhete, so sprach er: Komm wieder, Herr, zu der * Menge der Tausenden Israels. * Ebr. 12/ 22. Das 11. Cayitel. Das lüsterne Volk wird »gestraft. 1.1 Ind da sich das Volk ungeduldig machte (murretc), ^ gefiel es übel vor den Ohren des Herrn. Und als es der Herr hörete, ergrimmete sein Zorn, und zündete " das Feuer des Herrn unter ihnen an, das verzehrete die äußersten Lager. * 3 Mos. 10/ 2. 2. Da schrie das Volk zu Mose, und Mose *bath den Herrn, da verschwand das Feuer. * Amos 7/ 3. 3. Und man hieß die Stätte Tabeera, darum, daß sich unter ihnen des Herrn Feuer angezündet hatte. Denn das Pöbelvolk unter ihnen war lüstern geworden, und saßen und weineten sammt den Kindern Israel, und sprachen: Wer * will uns Fleisch zu essen geben? * 2 Mos. 16/ 3. Ps. 106/ n. 1 Cor. 10/ 6 . 6. Wir gedenken der Fische, die wir in Egypten umsonst aßen, und der Kürbis, Pfeben, Lauch, Zwiebeln und Knoblauch. 6. Nun aber ist unsere Seele matt; * denn unsere Augen sehen nichts, denn das Man. * c. 21 / 3 . 7. Es war aber * Man wie Coriandersamen, und anzusehen wie Bedellion. * 2 Mos. 16/13. 8. Und das Volk lief hin und her, und sammelte, und stieß es mit Mühlen, und zerrieb es in Mörsern, und kochte es in Töpfen, und machte ihm Aschenkucheu daraus; und es hatte einen Geschmack wie ein Oehlkuchen. 9. Und wenn des Nachts der Thau über die Lager fiel, so fiel das Man mit darauf. 10. Da nun Mose das Volk hörete weinen unter ihren Geschlechtern, einen jeglichen in seiner Hütten Thür; da ' ergrimmete der Zorn des Herrn sehr, und Mose ward auch bange. * 2 Mos. 32 / 10 . 11. Und Mose sprach zu dem Herrn: Warum bekümmerst du deinen Knecht? Und warum finde ich nicht Gnade vor deinen Augen, daß du die Last dieses ganzen Volks auf mich legest? 12. Habe ich nun alles Volk empfangen oder geboren, daß du zu mir sagen magst: Trag es in * deinen Armen (wie eine Amme ein Kind trägt) in das Land, das du ihren Vätern geschworen hast? '3 Mos. i/3i. 13. Woher soll ich Fleisch nehmen, daß ich allem diesem Volk gebe? Sie weinen vor mir, und sprechen: Gib uns Fleisch, daß wir essen. 12,. Ich vermag das Volk nicht allein alles ertragen, denn es ist mir zu schwer. 15. Und willst du also mit mir thun; so erwürge mich lieber, habe ich anders Gnade vor deinen Augen gefunden, daß ich nicht mein Unglück so sehen müße. 16. Und der Herr sprach zu Mose: Sammle mir siebenzig Männer unter den " Aeltesten in Israel, die du weißt, daß sie die Aeltesten im Volk und seine Amtleute sind, und nimm sie vor die Hütte des Stifts, und stelle sie daselbst vor dich; * 2 Mos. is, 21. 141 Die Nettesten weissagen. -4 Mose 17. So will ich hernieder kommen, und mit dir daselbst reden, und deines ' Geistes, der auf dir ist, nehmen, und auf sie legen, daß sie-i-mit dir die Last des Volks tragen, daß du nicht allein tragest. * i Cor. 12 ,4. s- 2 Mos. 18 , 25 . 26 . 18. Und zum Volk sollst du sagen: * Heiliget euch auf Morgen, daß ihr Fleisch esset. Denn euer Weinen ist vor die Ohren des Herrn gekommen, die ihr sprechet: Wer gibt uns Fleisch zu essen, denn es ging uns wohl in Egypten? Darum wird euch der Herr Fleisch geben, daß ihr esset, * 2 Mos. 19 , 10 . 19. Nicht Einen Tag, nicht zween, nicht fünf, nicht zehn, nicht zwanzig Tage lang, 20. Sondern einen Monath lang, bis daß es euch zur Nase ausgehe, und euch ein Ekel sey; darum, daß ihr den Herrn verworfen habt, der unter euch ist, und vor ihm geweinet und gesagt: ' Warum sind wir aus Egypten gegangen? * c. 21 / 21. Und Mose sprach: Sechs hundert tausend Mann Fußvolks ist es, darunter ich bin; und Du sprichst: Ich will euch Fleisch geben, daß ihr esset einen Monath lang. 22. Soll * man Schafe und Rinder schlachten, daß ihnen genug sey? Oder werden sich alle Fische des Meers herzu versammeln, daß ihnen genug sey ? * soh. 6, 7 . 23. Der Herr aber sprach zu Mose: Ist denn * die Hand des Herrn verkürzt? Aber du sollst jetzt sehen, ob meine Worte können dir etwas gelten, oder nicht. * Es. §o, 2 . c. n, 1 . 2 ^. Und Mose ging heraus, und sagte dem Volk des Herrn Wort, und versammelte die siebenzig Männer unter den Aelteften des Volks, und stellete sie um die Hütte her. 26. Da kam der Herr hernieder in der Wolke, und redete mit ihm, und nahm des Geistes , der auf ihm war, und legte ihn auf die siebenzig ältesten Männer. Und da der Geist auf ihnen ruhete, weissagten sie, und höreten nicht auf. 26. Es waren aber noch zween Männer im Lager geblieben, der eine hieß Eldad, der andere Medad, und der Geist ruhete auf ihnen; denn sie waren auch angeschrieben, und doch nicht hinaus gegangen zu der Hütte, und sie weissagten im Lager. 27. Da lief ein Knabe hin, und sagte es Mose an, und 'sprach: Eldad und Medad weissagen jM Lager. * Marc. 9, 38. 28. Da antwortete * Josua, der Sohn Nuns, t Mose Diener, den er erwählet hatte, 11. 12. Wachteln. Mirjam murret, und sprach: Mein Herr Mose, wehre ihnen. * c. 13/ 9. 17. 2 Mos. 24/ 13. 1- Marc. 9, 38. Luc. 9/ 49. 29. Aber Mose sprach zu ihm: Bist du der Eiferer für mich? Wollte Gott, daß alles das Volk des Herrn weissagete, und der Herr seinen Geist über sie gäbe! 30. Also sammelte sich Mose zum Lager, und die Nettesten Israels. 31. Da fuhr aus der Wind von dem Herrn, und * ließ Wachteln kommen vom Meer, und streuete sie über das Lager; hier eine Tagereise lang, dort eine Tagereise lang um das Lager her, zwey Ellen hoch über der Erde. * 2 Mos. 16 / 13. Ps. 106 / 40. 32. Da machte sich das Volk auf denselben ganzen Tag, und die ganze Nacht, und den andern ganzen Tag, und sammelten Wachteln, und welcher am wenigsten sammelte, der sammelte zehn Homor, und hängeten sie auf um das Lager her. 33. Da aber das ' Fleisch noch unter ihren Zähnen war, und ehe es auf war, da ergrim- mete der Zorn des Herrn unter dem Volk, und schlug sie mit einer sehr großen Plage. * Ps. 78/ 30. 31. 3^. Daher dieselbige Stätte heisset Luftgräber, darum, daß man daselbst begrub das lüsterne Volk. 35. Von den Lustgräbern aber zog das Volk aus * gen Hazeroth, und blieben zu Hazeroth. * «. 33 / 17 . Das 12. Capitel. Dic murrend- Mirjam wird auSsützig. 1. Nnd Mirjam und Aaron redeten wider Mose, * um seines * Weibes willen, der Mohrinn, die er genommen hatte, darum, daß er eine Mohrinn zum Weibe genommen hatte, * 2 Mos. 2 / 21 . 2. Und sprachen: Redet denn der Herr allein durch Mose? Redet er uicht auch durch uns? Und der Herr hörete es. 3. Aber Mose war ein sehr geplagter Mensch über alle Menschen auf Erden. Und plötzlich sprach der Herr zu Mose und zu Aaron, und zu Mirjam: Gehet heraus, ihr drey, zu der Hütte des Stifts. Und sie gingen alle drey heraus. 5. Da kam * der Herr hernieder in der Wolkensäule, und trat in der Hütten Thür, und rief Aaron und Mirjam , und die beyde gingen hinaus. ' e. 14, io. 6. Und Mirjam wird aussätzig. 4 Mose 6 . Und er svrach: Höret melne Worte: Ist jemand unter euch ein Prophet des Herrn, dem will ich mich kund machen in einem Gesicht/ oder will mit ihm reden in einem Traum. 7 . Ader nicht also mein Knecht Mose, der in * meinem ganzen Hause treu ist. * Ebr. 3 ,2. 8 . Mündlich "rede ich mit ihm/ und er stehet den Herrn in seiner Gestalt, nicht durch dunkle Worte oder Gleichnisi. Warum habt ihr euch denn nicht gefürchtet/ wider meinen Knecht Mose zu reden ? * 2 Mos 33,11. § Mos. 34,10. 9. Und der Zorn' des Herrn ergrimmete über sie / und wandte sich weg. * c. 11,33. 10. Dazu die Wolke wich auch von der Hütte. Und siehe / da war * Mirjam aussätzig, wie der Schnee. Und Aaron wandte sich zu Mirjam/ und ward gewahr / daß sie aussätzig sey. * 3 Mos 24 , 9. 11. Und sprach zu Mose: Ach mein Herr/ laß die Sünde nicht auf uns bleiben, damit wir närrisch gethan, und uns versündiget haben; 12. Daß diese nicht sey wie ein Todtes, das von seiner Mutter Leibe kommt; es hat schon die Hälfte ihres Fleisches gefressen. 13 . Mose aber schrie zu dem Herrn/ und sprach: Ach Gott, heile sie. 1^. Der Herr sprach zu Mose: Wenn ihr Vater ihr ins Angesicht gespeyet hätte, sollte sie nicht * sieben Tage sich schämen? Laß sie ver- schlossen sieben Lage ausser dem Lager, darnach laß sie wieder ausnehmen. < 3 M°s. 14, 8 . is. Also ward Mirjam sieben Tage verschlossen ausser dem Lager. Und das Volk zog nicht weiter/ bis Mirjam ausgenommen ward. Cap. 13. v. 1. Darnach zog das Volk von * Hazerorh / und lagerte sich in die -t Wüste Paran. ' c. 33,-t- c. 10, 12. Das 13. Capirel. Dorr Kundschaft/rn des Landes Canaan. 2.Nnd der Herr redete mit Mose, und sprach: 3 . Sende' Männer aus / die das Land Canaan erkundigen/ das ich den Kindern Israel geben will/ aus jeglichem Stamm ihrer Väter einen vornehmlichen Mann. * c. 32 , 8 . 3 Mos. 1 , 22. c. 9 , 23 . -l. Mose / der sandte sie * aus der Wüste Pa- ran / nach dem Wort des Herrn / die alle vor- nehmliche Männer waren unter den Kindern Israel. * v. 27. s. Und hießen also: Sammua/ der Sohn Zaeurs/ des Stamms Rüben; 12 . 13 . K undschafter ausgesandt in Canaan. 146 6 . Saphat/ der Sohn Hori / des Stamms Simeon; 7. Caleb, " der Sohn Jephunne, des Stamms Juda ; * Los. 14,7. 8 . Jgeal/ der Sohn Josephs/ des Stamms Jsaschar; 9. Hosea / der * Sohn Nuns / des Stamms Ephraim; * 1 Chr. s, 27. 10. Palti/ der Sohn Raphu/ des Stamms Benjamin; 11. Gadiel/ der Sohn Sodi / des Stamms Sebulon; 12. Gaddi / der Sohn Susi/ des Stamms Joseph von Manasse; 13. Ammiel/ der Sohn Gamalli/ des Stamms Dan; i>t. Sethur / der Sohn Michaels/ des Stamms Asser; is. Nahebi/ der Sohn Vaphsi/ des Stamms Naphthati; 16. Guel, der Sohn Macht/ des Stamms Gad. >7. Das sind die Nahmen der Männer/ die Mose aussandte zu erkundigen das Land. Aber den Hosea / den Sohn Nuns / nannte Mose * Josua. * <. ", 28. 18 Da sie nun Mose sandte das Land Ca- > naan zu erkundigen, sprach er zu ihnen: Ziehet hinauf an den Mittag / und gehet" auf das Gebirge ; * c. 14 , 40 . 19. Und besehet das Land, wie es ist/ und das Volk, das darinnen wohnet/ ob es stark oder schwach, wenig oder viel ist; 20. Und was für ein Land es ist, darinnen sie wohnen, ob cs gut oder böse sey; und was es für Städte sind, darinnen sie wohne»/ ob sie in Gezelten oder Festungen wohnen; 21. Und was für Land es sey, obs fett oder mager sey, und ob Bäume darinnen sind, oder nicht. Seyd getrost, und nehmet der Früchte des Landes. Es war aber eben um die Zeit der ersten Weintrauben. 22. Sie gingen hinauf, und erkundigten das Land von der Wusie Zin, bis gen Rehob, da man gen Hamath gehet. 23. Sie gingen auch hinauf gegen den Mittag, und kamen bis gen Hebron; da war Ahtman, Sesai und Thalmai, die Kinder * Enaks. Hebron aber war sieben Jahre gebauet vor Zoan in Egypten. - 3 Mos. 1,28. 2-4. Und sie kamen bis an den "Bach Escol, und schnitten daselbst eine Reben ab mir einer T 146 Die Kundschafter kommen zurück. 4 Mose 13. 14. Israel murret. Weintraube, und ließen sie zween auf einem Stecken tragen, dazu auch Granatäpfel und Feigen. *5Ms. i, 24 . 25. Der Ort heisset Bach Escol, um der Traube willen, die die Kinder Israel daselbst abschuitten. 26. Und sie kehreten um, da sie das Land erkundiget hatten, nach vierzig Tagen, 27. Gingen hin, und kamen zu Mose und Aaron, und zu der ganzen Gemeine der Kinder Israel, in die Wüste Paran gen Kades, und sagten ihnen wieder und der ganzen Gemeine, wie es stünde, und ließen sie die Früchte des Landes sehen, 28. Und erzähleten ihnen, und sprachen: Wir sind in das Land gekommen, dahin ihr uns sandtet , darinnen ' Milch und Honig fließet, und dieß ist ihre Frucht; * 2 Mos. 3/ 8. 1 /. 29. Ohne daß starkes Volk darinnen wohnet, und sehr große und feste Städte sind; und sahen auch Enaks-Kinder daselbst. 30. So wohnen die Amalekiter im Lande gegen Mittag , die Hethiter und Jebusiter und Amori- ter wohnen auf dem Gebirge, die Cananiter aber wohnen am Meer, und um den Jordan. 31. Caleb aber ' stillete das Volk gegen Mose, und sprach: Lasset uns hinauf ziehen, und das Land einnehmen, denn wir mögen es überwältigen. * «. 14, 6. 32. Aber die Männer, die mit ihm waren hinauf gezogen , sprachen: Wir vermögen nicht hinauf zu ziehen gegen das Volk, denn sie sind uns zu stark, 33. Und machten dem Lande, das sie erkundiget hatten, ein böses Geschrey unter den Kindern Israel, und sprachen: Das Land, dadurch wir gegangen find zu erkundigen, frtßet seine Einwohner; und alles Volk, das wir darinnen sahen , sind Leute von großer Länge. 3^. Wir sahen auch Riesen daselbst, "Enaks- Kinder von den Riesen; und wir waren vor unfern Augen als die Heuschrecken, und also waren wir auch vor ihren Augen. * 3 Ms. s, 2 . Das 14. Capitel. Das murrende Volk wird geschlagen. 1. A)a * fuhr die ganze Gemeine auf, und schrie, und das Volk weinete die Nacht. * e. 21 , 5. 3 Mos. 1 , 27 . Ps. 106 , 25. 2. Und alle Kinder Israel murreten wider * Mose und Aaron, und die ganze Gemeine sprach zu ihnen: Ach daß wir in Egyptenland gestorben wären, oder noch stürben in dieser Wüste! * c. 16 , 3. 42. 3 . Warum führet uns der Herr in dieß "Land, daß unsere Weiber durchs Schwert fallen, und unsere Kinder ein Raub werden? Jsts nicht besser, wir ziehen wieder in Egypten? * 2 Mos. 16, 3. Und einer sprach zu dem andern: Lasset uns einen Hauptmann aufwerfen, und wieder in Egypten ziehen. 5. Mose aber und Aaron fielen auf ihr Angesicht vor der ganzen Versammlung der Gemeine der Kinder Israel. 6 . Und Josua, der Sohn Nuns, und * Caleb, der Sohn Jephunne, die auch das Land erkundiget hatten, zerrissen ihre Kleider; * k. 13, 31. 7. Und sprachen zu der ganzen Gemeine der Kinder Israel: Das Land, das wir durchgewandelt haben zu erkundigen, ist sehr gut. 8 . Wenn der Herr uns gnädig ist, so wird er uns in dasselbe Land bringen, und uns geben, das * ein Land ist, darinnen Milch und Honig fließet. * c. 13,28. 2 Mos. 3, 8 .17. 9. Fallet nicht ab vom Herrn, und * fürchtet euch vor dem Volk dieses Landes nicht, denn wir wollen sie wie Brot fressen. Es ist ihr Schutz von ihnen gewichen, der Herr aber ist mit uns, fürchtet euch nicht vor ihnen. * 5 Mos. 20, 3. 10. Da sprach das ganze Volk, man * solle sie steinigen. Da erschien -k die Herrlichkeit des Herrn in der Hütte des Stifts allen Kindern Israel. * 2 Mos. 17,4. -s 2 Ms. 16,10. 4 Ms. 12,5. 11. Und der Herr sprach zu Mose: Wie lang lästert mich das Volk? Und wie lang wollen sie nicht an mich glauben durch allerley Zeichen, die ich unter ihnen gethan habe? 12. So will ich sie mit Pestilenz schlagen, und vertilgen, und" dich zum größer» und mächtigem Volk machen, denn dieß ist. *2 Ms. 32,10. 13. Mose aber sprach zu dem Herrn: So * werden es die Egypter hören; denn du hast dieß Volk mit deiner Kraft mitten aus ihnen geführet. * 2 Ms. 32, 11. 12. 1^. Und man wird sagen zu den Einwohnern dieses Landes, die da gehöret haben, daß Du, Herr, unter diesem Volk seyest, daß Du von Angesicht gesehen werdest, und deine Wolke flehe über ihnen , und D u, Herr, * gehest vor ihnen her in der Wolkensäule des Tages, und Feuersäule des Nachts; * 2 Ms. 13,21. 4 Mose 44. Der Kundschafter Strafe. 447 Most bittet für sie. 15. Und würdest dieß Volk tödten, wie*Einen Mann, so würden die Heiden sagen, die solches Geschrey von dir höreten, und sprechen: * Nicht. 6, 16. 16. Der Herr * konnte mit Nichten das Volk ins Land bringen, das er ihnen geschworen hatte, darum hat er sie geschlachtet in der Wüste. * 6 Mos. 9, 28. Ezech. 20 , 14. 17. So laß nun die Kraft des Herrn groß werden, wie du gesagt hast, und gesprochen: 18. Der * Herr ist geduldig, und von großer Barmherzigkeit, und vergibt Missethat und Ue- bertretung, und lasset Niemand ungestraft, sondern sucht heim die Missethat der Väter über die Kinder ins dritte und vierte Glied. * 2 Mos. 34, 6. 19. So sey nun * gnädig -er Missethat dieses Volks, nach deiner großen Barmherzigkeit, wie du auch vergeben hast diesem Volk aus Egypten, bis hieher. * 2 Mos. 32 , 12 . 20. Und der Herr sprach: Ich habe es vergeben, wie du gesagt hast. 21. Aber so wahr als Ich lebe, so soll * alle Welt der Herrlichkeit des Herrn voll werden. * Esch. 6, 3. 22. Denn alle die Männer, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich gethan habe in Egypten und in der Wüste, und mich nun zehnmahl versucht, und meiner Stimme nicht gehorchet haben, 23. Derer * soll keiner das Land sehen, das ich ihren Vätern geschworen habe; auch keiner soll es sehen, der mich verlästert hat. * c. 26, 63. 3 Mos. 1, 33. Ps. 93, 11 . 24. Aber meinen * Knecht Caleb, darum, daß ein anderer Geist mit ihm ist, und hat mir treulich nachgefolget, den will ich in das Land bringen, darein er gekommen ist, und sein Same soll es einnehmen, * Los. 14,6. 25. Dazu die Amalekiter und Cananiter, die im Grunde wohnen. Morgen wendet euch, und ziehet in die Wüste auf dem Wege zum Schilfmeer. 26. Und der Herr redete mit Mose und Aaron, und sprach: 27. Wie * lang murret diese böse Gemeine wider mich? Denn ich habe das Murren der Kinder Israel, das sie wider mich gemurret haben , gehöret. * Ps. 106 , 23 . 28. Darum sprich zu ihnen: So wahr Ich lebe, spricht der Herr, ich will euch thun, wie ihr vor meinen Ohren gesagt habt. 29. Eure * Leiber sollen in dieser Wüste verfallen ; und alle, die ihr gezählet seyd, von zwanzig Jahren und darüber, die ihr wider mich gemurret habt, * Ps. 106,26. 30. Sollt nicht in das Land kommen, darüber ich meine Han- gehoben habe, daß ich euch darinnen wohnen ließe; ohne * Caleb, der Sohn Jephunne, und Josua, der Sohn Nuns. * c. 26, 63. t. 32, 12. 31. Eure* Kinder, davon ihr sagtet, sie werden ein Raub seyn; die will ich hinein bringen, daß sie erkennen sollen das Land, das ihr verwerfet. * 6 Mos. 1, 39. 32. Aber ihr sammt * euern Leibern sollt in dieser Wüste verfallen. * v. 29. 33. Und eure Kinder sollen Hirten seyn in der Wüste vierzig Jahre, und * eure Hurerey tragen, bis daß eure Leiber zerfallen werden in der Wüste; * Ps. ^ 10.11. szech. 4,6. sbr. 3,17. 34. Nach der Zahl der vierzig Tage, darinnen ihr das Land erkundiget habet, je ein Tag soll ein Jahr gelten, daß sie vierzig Jahre eure Missethat tragen, daß ihr inne werdet, was es sey, wann ich die Hand abziehe. 35. Ich, * der Herr, habe es gesagt, das will ich auch thun, aller dieser bösen Gemeine, die sich wider mich empöret hat. In dieser Wüste sollen sie alle aufgerieben werden, und daselbst sterben. * Ezech. 3,17. 36. Also * starben durch die Plage vor dem Herrn alle die Männer, die Mose gesandt hatte, das Land zu erkundigen, und wiedergekommeu waren, und dawider murren machten die ganze Gemeine, * 1 Cor. 10, 10. Ebr. 3, 17. 37. Damit, daß sie*dem Lande ein Geschrey machten, daß es böse wäre. * -. 13,33. 38. Aber Josua, der Sohn Nuns, und Caleb, der Sohn Jephunne, blieben lebendig aus den Männern, die gegangen waren das Land zu erkundigen. 39. Und Mose redete diese Worte zu allen Kindern Israel. Da * trauerte das Volk sehr, * 3 Mos. 1, 41. 40. Und machten sich des Morgens frühe auf, und * zogen auf die Höhe des Gebirges, und sprachen: Hier sind wir, und wollen hinauf ziehen an die Stätte, davon der Herr gesagt hat; denn -!- wir haben gesündiget. * «. 13, 18. 1-1 Sam. 13, 24. 41. Mose aber sprach: Warum übergehet ihr also das Wort des Herrn? Es * wird euch nicht gelingen. * Esm. 24,19. T 2 148 Amalek schlägt Israel. Gesetz von Opfern. 4 Mose 14. 15. Kirchenrechte. 22. Ziehet nicht hinauf, denn -er Herr ist nicht unter euch ; daß ihr nicht geschlagen werdet vor euren Feinden. 23. Denn die Amalekiter und Cananiter sind vor euch daselbst, und ihr werdet durchs Schwert fallen, darum, daß ihr euch vom Herrn gekeh- ret habt, und der Herr wird nicht mit euch seyn. 22. Aber sie waren * störrig, hinauf zu ziehen auf die Höhe des Gebirges; aber die Lade des Bundes des Herrn und Mose kamen nicht aus dem Lager. *5 Mos. 1,43. 2,5. Da kamen die Amalekiter und Cananiter, die auf dem Gebirge wohneten, herab, und schlugen und zerschmissen sie bis gen' Horma. * c. 21, 3. Das 15. Capitel. Opfer. Cabbathschänder gestraft. i.Nnd der Herr redete mit Mose, und sprach: ^ 2. * Rede mit den Kindern Israel, und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land eurer Wohnung kommt, das ich euch geben werde, * c. 35/ 10. 3. Und wollt dem Herrn Opfer thun, es sey ein Brandopfer, oder ein Opfer zum besonder» ' Gelübde, oder ein freywilliges Opfer, oder euer Festopfer, auf daß ihr dem Herrn einen fußen Geruch machet von Rindern oder von Schafen; *3 Mos 7,16. 2,. Wer nun seine Gabe dem Herrn opfern will, der soll das * Speisopfer thun, einen Zehnten Semmelmehl gemenget mit Oehl, eines vierten Theils vom Hin, *3 Mos. 2,1. «. 6/14. 5. Und Wein zum Trankopfer, auch eines vierten Theils vom Hin, zum Brandopfer, oder sonst zum Opfer, da ein Lamm geopfert wird. 6. Da aber ein Widder geopfert wird, sollst du das Speisopfer machen zwey Zehnten Semmelmehl mit Oehl gemenget, eines dritten Theils vom Hin, 7. Und Wein zum Trankopfer, auch des dritten Theils vom Hin; das sollst du dem Herrn zum süßen Geruch opfern. 8. Willst du aber ein Rind zum Brandopfer, oder zum besondern Gelirbdopfer, oder zum Dankopfer dem Herrn machen; 9. So sollst du zu dem Rinde ein Speisopfer thun, drey Zehnten Semmelmehl gemenget mit Oehl, eines halben Hin, 10. Und Wein zum Trankopfer, auch ein halbes Hin; das ist ein Opfer dem Herrn zum süßen Geruch. 11. Also sollst du thun mit Einem Ochsen, mit Einem Widder, mit Einem Schaf , von Lämmern und Ziegen; 12. Darnach die Zahl ist dieser Opfer, darnach soll auch die Zahl der Speisopfer und Trankopfer seyn. 13. Wer ein Einheimischer ist, der soll solches thun, daß er dem Herrn o.vfere' ein Opfer zum süßen Geruch. *3 Mos 1,17. 12. Und ob ein Fremdling bey euch wohnet, oder unter euch bey euern Freunden ist, und will dem Herrn ein Opfer zum süßen Geruch thun; der soll thun, wie sie thun. 15. Der ' ganzen Gemeine sey Eine Satzung, beydes euch und den Fremdlingen. Eine ewige Satzung soll das seyn euern Nachkommen, daß vor dem Herrn der Fremdling sey wie ihr. * 2 Mos. 12/ 49. 16. Ein Gesetz, ein Recht soll euch und dem Fremdling seyn, der bey euch wohnet. 17. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 18. Rede mit den Kindern Israel, und sprich zu ihnen: Wenn ihr ln das Land kommt, darein Ich euch bringen werde, 19. Daß ihr esset des Brots im Lande; sollt ihr dem Herrn eine Hebe geben; 20. Rühmlich euers Teiges Erstlinge sollt ihr einen Kuchen zur Hebe geben; wie die Hebe von der Scheune; 21. Also sollt ihr auch dem Herrn euers Teiges Erstlinge zur Hebe geben, bey euern Nachkommen. 22. Und wenn ihr durch * Unwissenheit dieser Gebothe irgend eins nicht thut, die der Herr zu Mose geredet hat, * 3 Mos. 4/ 2.13. 23. Und alles, was der Herr euch durch Mose gebothen hat, von dem Tage an, da er anfing zu gebiethen auf eure Nachkommen; 2-4. Wenn nun * die Gemeine etwas unwissend thäte: so soll die ganze Gemeine einen jungen Farren aus den Rindern zum Brandopfer machen , zum fußen Geruch dem Herrn, sammt seinem Speisopfer und Trankopfer, wie es recht ist, und einen Zicgenbock zum Sundopfer. * 3 Mos. 4 / 13 . 25. Und der Priester soll also die ganze Gemeine der Kinder Israel versöhnen; so wirds ihnen vergeben seyn, denn es ist eine Unwissenheit. Und sie sollen bringen solche ihre Gabe zum Opfer dem Herrn, und ihre Sundopfer vor dem Herrn, über ihre Unwissenheit; Sabbathschänder. -4 Mose 26. So wirds vergehen der ganzen Gemeine der Kinder Israel, dazu auch dem Fremdling , der unter euch wohnet , weil das ganze Volk ist in solcher Unwissenheit. 27. Wenn aber Eine Seele durch Unwissenheit sündigen wird, die soll eine jährige Ziege zum Sündopfer bringen; 28. Und der Priester soll versöhnen solche unwissende Seele mit dem Sündopfer, für die Unwissenheit, vor dem Herrn/ daß er sie versöhne; so wirds ihr vergeben werden. 29. Und es soll Ein Gesetz seyn/ das ihr für die Unwissenheit thun sollt / beydes dem Einheimischen unter den Kindern Israel / und dem Fremdling/ der unter euch wohnet. 30. Wenn aber eine Seele aus Frevel etwas thut/ es sey ein Einheimischer oder Fremdling / der hat den Herrn geschmähet. Solche Seele soll ausgerottet "werden aus ihrem Volk. 3 1. Denn sie hat des Herrn Wort verachtet/ und sein Geboth lassen fahren; sie soll schlecht (geradezu) ausgerottet werden / die Schuld sey ihr. 32 . Als nun die Kinder Israel in der Wüste waren/ fanden sie einen Mann Holz lesen am * Sabbathtage. *2Mos. 16,27. c. 20, 8 . 33. Und die ihn darob gefunden hatten / da er Holz las / brachten ihn zu Mose und Aaron / und vor die ganze Gemeine. 34 . Und sie * legten ihn gefangen; denn es war nicht klar ausgedruckt / was man ihm thun sollte. * 3 Mos. 24,12. 35. Der Herr aber sprach zu Mose: Der Mann soll des Todes sterben / die ganze Gemeine soll ihn steinigen außer dem Lager. 36 . Da führete die ganze Gemeine ihn hinaus vor das Lager/ und'steinigten ihn/ daß erstarb/ wie der Herr Mose gebothen hatte. * Los. 7, 25. 37. Und der Herr sprach zu Mose: 38 . Rede mit den Kindern Israel/ und sprich zu ihnen, daß sie ihnen'Läpplein machen an den Fittigen ihrer Kleider/ unter allen euern Nachkommen , und gelbe Schuürlein auf die Läpplein an die Fittige thun; * § Mos. 6 , 8 . c. 22,12. Matth. 23, 3. 39. Und sollen euch -die Läpplein dazu dienen/ daß ihr sie ansehet, und gedenket aller Gebothe des Herrn, und thut sie, daß ihr nicht euers Herzens Dünken nach richtet/ noch euern Augen nach huret. 40. Darum sollt ihr gedenken/ und thun alle meine Gebothe, und heilig seyn euerm Gott. 4 1. Ich 'bin der Herr, euer Gott, der euch 15. 16. Korahs Aufruhr. 1^9 aus Egyptenland geführet hat, -i- daß ich euer Gott wäre, Ich der Herr, euer Gott. * 2 Mos. 20, 2. -j. 1 Mos. 17, 7 . Das 16. Capitel. Gott übet Rache an der auftührischen Rotte. i.llnd * Korah, der Sohn Jezehars, des ^ Sohnes Kahaths, des Sohnes Levi, sammt Dathan und Abiram, den Söhnen Eliabs, und On, dem Sohne Peleths, den Söhnen Rubens, *c. 26, s. Ep. Juda v. 11. 2. Die * empöreten sich wider Mose, sammt etlichen Männern unter den Kindern Israel, zwey hundert und fünfzig der Vornehmsten in der Gemeine, -tRathsherren und ehrbare (angesehene) Leute. * c. 12,1. -1- 2 Mos. 18,21.22. 3. Und sie versammelten sich wider * Mose und Aaron, und sprachen zu ihnen: Ihr machets zu viel. Denn die ganze Gemeine ist überall heilig , und der Herr ist unter ihnen; warum erhebet ihr euch über die Gemeine des Herrn? * c. 20, 2. 4. Da das Mose hörete, ' fiel er auf sein Angesicht , * c. 14, 3. s. Und sprach zu Korah und zu seiner ganzen Rotte: Morgen wird der Herr kund thun, wer sein sey, wer heilig sey, und ihm opfern soll; 'welchen er erwählet, der soll ihm opfern. * c. 17, 3. 6. Das thut: Nehmet euch Pfannen, Korah und seine ganze Rotte, 7. Und leget Feuer darein, und thut Räuch- werk darauf vor dem Herrn morgen. Welchen der Herr erwählet, der sey heilig. 'Ihr machet es zuviel ihr Kinder Levi. ' v. 3. Ez. 44,6. 8. Und Mose sprach zu Korah : Lieber, höret doch, ihr Kinder Levi. 9. Ist es euch zu wenig, daß euch der Gott Israel ' ausgesondert hat von der Gemeine Israel , daß ihr ihm opfern sollet, daß ihr dienet im Amt der Wohnung des Herrn, und vor die Gemeine tretet, ihr zu dienen? * c. 3,6. 10. Er hat dich und alle deine Brüder, die Kinder Lev!, sammt dir, zu sich genommen; und ihr suchet nun auch das Priesterthum. 11. Du und deine ganze Rotte machet einen Aufruhr wider den Herrn. Was ist ' Aaron, daß ihr wider ihn murret? *2Mos. 16,7. 12. Und Mose schickte hin, und ließ Dathan und Abiram rufen, die Söhne Eliabs. Sie aber sprachen: Wir kommen nicht hinauf. 13. Ist es zu wenig, daß du uns aus dem 150 Die Aufrührer 4 Mose 16 . kommen um. Lande geführet hast, darinnen Milch und Honig fließet, daß du uns tödtest in der Wüste? Du mußt auch noch über uns herrschen? 14 . Wie fein hast du uns gebracht in * ein Land, darinnen Milch und Honig fließet, und hast uns Aecker und Weinberge zum Erbtheil gegeben? Willst du den Leuten auch die Augen ausreissen? Wir kommen nicht hinauf. * 2 Mos. 3/ 8. 17. c. 13, 3. c. 38, 3. 15 . * Da ergrimmete Mose sehr, und sprach zu dem Herrn: Wende dich nicht zu ihrem Speisopfer. Ich habe nicht einen Esel von ihnen genommen, und habe ihrer keinem nie kein Leid gethan. * 2 Mos. 32, 19. -j- 1 Sam. 12 , 3. 16. Und er sprach zu Korah: Du und deine ganze Rotte sollt morgen vor dem Herrn seyn; du, sie auch, und Aaron. 17. Und ein Jeglicher nehme seine Pfanne, und lege Räuchwerk darauf, und tretet herzu vor den Herrn, ein Jeglicher mit seiner Pfanne, das sind zwey hundert und fünfzig Pfannen. 18. Und ein Jeglicher nahm seine Pfanne, und legte Feuer darein, und that Räuchwerk darauf, und traten vor die Thür der Hütte des Stifts, und Mose und Aaron auch. 19. Und Korah versammelte wider sie die ganze Gemeine vor die Thür der Hütte des Stifts. Aber * die Herrlichkeit des Herrn erschien vor der ganzen Gemeine. * c. 12, 3 . c. n, 10. 20. Und der Herr redete mit Mose und Aaron und sprach: 21. * Scheidet euch von dieser Gemeine, daß ich sie plötzlich vertilge. *0.43. 22. Sie fielen aber auf ihr Angesicht, und sprachen: Ach Gott, der du bist ein Gott der Geister * alles Fleisches, ob Ein Mann gesündi- get hat, willst du darum über die ganze Gemeine WÜtheN ? * 2 Sam. 24, 17. 23. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 24 . Sage der Gemeine, und sprich: Weichet ringsherum von der Wohnung Korah, und Da- than, und Abiram. 25. Und Mose stand auf, und ging zu Da- than und Abiram, und die Aeltesten Israels folgten ihm nach. 26. Und redete mit der Gemeine, und sprach: * Weichet von den Hütten dieser gottlosen Menschen, und rühret nichts an, was ihrer ist, daß ihr nicht vielleicht umkommet in irgend ihrer Sünden einer. * 2 Cor. 6, 17 . . 27. Und sie gingen herauf von der Wohnung Korah, Dathan und Abiram. Dathan aber und Abiram gingen heraus, und traten an die Thür ihrer Hütten mit ihren Weibern, und Söhnen, und Kindern. 28. Und Mose sprach: Dabey sollt ihr merken, daß mich der Herr gesandt hat, * daß ich alle diese Werke thäte, und nicht aus meinem Herzen. * Joh. 3, 36. 29. Werden sie sterben, * wie alle Menschen sterben, oder heimgesucht, wie alle Menschen heimgesucht werden; so hat mich der Herr nicht gesandt. * c. 27 , 3 . 30. Wird aber der Herr etwas Neues schaffen, daß die Erde ihren Mund aufthut, und verschlinget sie mit allem, das sie haben, daß sie lebendig hinunter in die Hölle fahren; so werdet ihr erkennen, daß diese Leute den Herrn gelästert haben. 31 . Und als er diese Worte hatte alle ausgeredet, * zerriß die Erde unter ihnen, * e. 26, 10 . k. 27 , 3. 3 Mos. 11 , 6. Ps. Il)6, 17. 32. Und that ihren Mund auf, und verschlang sie, mit ihren Häusern, mit allen Menschen, die bey Korah waren, und mit aller ihrer Habe. 33. Und * fuhren hinunter lebendig in die Hölle, mit allem, das sie hatten, und die Erde deckte sie zu, und kamen um aus der Gemeine. * Ps. 63, 10. 34. Und ganz Israel, das um sie her war, flöhe vor ihrem Geschrey; denn sie sprachen, daß uns die Erde nicht auch verschlinge. 35. Dazu fuhr' das Feuer aus von dem Herrn, und fraß die zwey hundert und fünfzig Männer, die das Räuchwerk opferten. * 3 Mos. 10 , 1 . 2 . 36. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 37. Sage Eleasar, dem Sohne Aarons, des Priesters, daß er die Pfannen aufhebe aus dem Brande, und streue das Feuer hin und her. 38. Denn die Pfannen solcher Sünder sind geheiliget durch ihre Seele; daß man sie zu breiten Blechen schlage, und den Altar damit behänge; denn sie sind geopfert vor dem Herrn, und geheiliget, und sollen den Kindern Israel zum Zeichen seyn. 39. Und Eleasar, der Priester, nahm die ehernen Pfannen, die die Verbrannten geopfert hatten, und schlug sie zu Blechen, den Altar zu behängen; 40. Zum Gedächtniß der Kinder Israel, daß nicht jemand * Fremder sich herzu mache , der nicht ist des Samens Aarons, zu opfern Räuchwerk vor dem Herrn, auf daß es ihm nicht 'Hljkl. / Hs. M. klik OKW Kk8»!>L jllKM, k> MW»! E ÜÜBkkl I«,U. iM§, krb LÄü ';uv stD Dil MM Mi« Plage unter Israel. 4 Mose 16. 17. 18. Aarons grünender Stab. 151 gehe, wie Korah und seiner Rotte, wie der Herr ihm geredet hatte durch Mose. * -. i, §i. c. 3 , io. 4 1. Des andern Morgens aber murrete die ganze Gemeine der Kinder Israel * wider Mose und Aaron, und sprachen: Ihr habt des Herrn Volk getödtet. * c. 14,2. c. 20,2. 42 . Und da sich die Gemeine versammelte wider Mose und Aaron, wandten sie sich zu der Hütte des Stifts. Und siehe, da bedeckte es * die Wolke, und die- Herrlichkeit des Herrn erschien. * c. 12, s. 2 Mos. 16/10. 43. Und Mose und Aaron gingen hinein zu der Hütte des Stifts. 44 . Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 45 . * Hebet euch aus dieser Gemeine; ich will sie plötzlich vertilgen. Und sie -l sielen auf ihr Angesicht. * v. 21. -t- v. 22. 46 . Und Mose sprach zu Aaron: Nimm die Pfanne, und thue Feuer darein vom Altar, und lege Rauchwerk darauf, und gehe eilend zu der Gemeine, und * versöhne sie; denn das Wüthen ist von dem Herrn ausgegangen, und die Plage ist angegangen. * 3 Mos. 1,4. 47 . Und Aaron ' nahm, wie ihm Mose gesagt hatte, und lief mitten unter die Gemeine (und siehe, die Plage war angegangen unter dem Volk) und räucherte und versöhnete das Volk, * Ps. 106/ 23. 48 . Und stand zwischen den Todten und Lebendigen. Da ward der Plage gewehret. 49. Derer aber, die an der Plage gestorben waren, war vierzehn tausend und sieben hundert, ohne die, so mit Korah starben. so. Und Aaron kam wieder zu Mose vor die Thür der Hütte des Stifts, und der Plage ward gewehret. Das 17. Capitel. Aarons Pnesterrhum wird durch den grünenden Stab bestätiget. i.Nnd der Herr redete mit Mose, und sprach: " 2. Sage den Kindern Israel, und nimm von ihnen zwölf Stecken, von jeglichem Fürsten seines Vaters Hauses einen; und schreibe eines Jeglichen Nahmen auf seinen Stecken. 3 . Aber den Nahmen Aaron sollst du schreiben auf den Stecken Levi. Denn je für ein Haupt ihrer Väter Hauses soll ein Stecken seyn. 4 . Und lege sie in dke Hütte des Stifts, vor dem Zeugnisi, da ich euch zeuge. 5. Und ' welchen ich erwählen werde, deß Stecken wird grünen, daß ich das Murren der Kinder Israel, das sie wider euch murren, stille. * c. 16/ L. 7 . 6 . Mose redete mit den Kindern Israel; und alle ihre Fürsten gaben ihm zwölf Stecken, ein jeglicher Fürst einen Stecken, nach dem Hause ihrer Väter, und der Stecken Aarons war auch unter ihren Stecken. 7 . Und Mose legte die Stecken vor den Herrn in der Hütte des Zeugnisses. 8 . Des Morgens aber, da Mose in die Hütte des Zeugnisses ging, fand er den Stecken Aarons, des Hauses Levi, * grünen, und die Bluthe aufgegangen, und Mandeln tragen. * Ebr. 9/ 4. 9. Und Mose trug die Stecken alle heraus von dem Herrn, vor alle Kinder Israel, daß sie es sahen; und ein Jeglicher nahm seinen Stecken. 10. Der Herr sprach aber zu Mose: Trage den Stecken Aarons wieder vor das Zeugniß, daß er verwahret werde zum Zeichen * den ungehorsamen Kindern, daß ihr Murren von mir aufhöre, daß sie nicht sterben. * c. 20 , 10 . 11. Mose * that, wie ihm der Herr gebothen hatte. * 2 Mos. 4 o, 16. 12. Und die Kinder Israel sprachen zu Mose: Siehe, wir verderben, und kommen um; wir werden alle vertilget, und kommen um. 1 3 . Wer sich nahet zu der Wohnung des Herrn, der stirbt. Sollen * wir denn gar untergehen? * Esaj. 64, 12 . Klagl. 6, 22. Das 18. Capitel. Amt und Unterhaltung der Priester und Leviten. 1. Nnd ' der Herr sprach zu Aaron: Du und ^ deine Sohne, und deines Vaters Haus mit dir, sollt die Missethat des Heiligthums tragen; und du und deine Söhne mit dir sollt die Missethat euers Priesterthums tragen. * V. 8. 20. 2. Aber deine Brüder, des Stamms * Levi, deines Vaters, sollst du zu dir nehmen, daß sie bey dir scyen, und dir dienen; du aber und deine Söhne mit dir vor der Hütte des Zeugnisses. * c. 3, 6. 3. Und sie sollen deines Dienstes und des Dienstes der ganzen Hütte warten. Doch zu dem Geräthe des Heiligthums, und zu dem Altar sollen sie sich nicht machen, daß nicht beyde sie und ihr sterbet. 4 . Sondern sie sollen bey dir seyn, daß sie des Dienstes warten an der Hütte des Stifts in allem Amt der Hütte; und kein Fremder soll sich zu euch rhun. 5. So wartet nun des Dienstes des Heilig- 162 Unterhalt 4 M thums/ und des Dienstes des Mars/ daß hinfort nicht mehr * ein Wachen komme über die Kinder Israel. * c. is, 46. 6 . Denn stehe/ Ich habe die Leviten, eure Brüder / genommen aus den Kindern Israel / und * euch gegeben/ dem Herrn zum Geschenk/ daß sie des Amtes pflegen an der Harte des Srifts. * c. 3, 12 .43. 7 . Du aber und deine Söhne mit dir sollt euers Priesterlhums warten / daß ihr dienet in alleriey Geschäfte des Altars/ und inwendig hinter dem Vorhang; denn euer Priesterthum gebe ich euch zum Amt/ zum Geschenk. Wenn * ein Fremder sich herzu thut, der soll sterben. * c. 1/ 3i. c. 3, io. 33. 8 . Und der Herr sagte zu Aaron: Siehe/ Ich * habe dir gegeben meine Hebopfer/ von allem/ das die Kinder Israel heiligen / für dein priefter- liches Amt/ und deinen Söhnen/ zum ewigen Recht. * 3 Mos. 6,14.13.16. 9 . Das sollst du haben von dem allerheiligsten/ das sie opfern: Alle ihre Gaben mit allem ihrem Speisopfer/ und mit * allem ihrem Sundopfer/ und mit allem ihrem Schuldopfer/ das sie mir geben/ das soll dir und deinen Söhnen das allerheiligste ftyN. * 3 Mos. 6 /16. 26. 10. Am * allerheiligften Ort sollst du es essen. Was männlich ist / soll davon essen; dem: es soll dir heilig seyn. "3 Mos. 7 , 6 . 11. Ich habe auch das Hebopfer ihrer Gabe / an allen Webeopfern der Kinder Israel / dir /' und deinen Söhnen / und deinen Töchtern gegeben/ sammt dir/ zum ewigen Recht: werrein ist in deinem Haust/ soll davon essen. * 3 Mos. 10/ 14 . -i- 3 Mos. 22/ 11. 12. Alles beste Oehl/ und allen besten Most und Korn ihrer Erstlinge/ die sie dem Herrn geben, habe ich dir gegeben. 13 . Die erste Frucht alles deß/ das in ihrem Lande ist/ das sie dem Herrn bringen, soll dein seyn; wer rein ist in deinem Haust/ soll davon essen. ig. "Alles Verbannte in Israel soll dein seyn. * 3 Mos. 27 / 28 . 15. Alles/ * das seine Mutter bricht unter allem Fleisch / das sie dem Herrn bringen / es sey ein Mensch oder Vieh/ soll dein seyn; doch daß du die erste Menschenfrucht lösen lassest / und die erste Frucht eines unreinen Viehes auch lösen lassest. * 2 Mos. 13,12.13. c. 34 /19. 16. Sie sollens aber lösen/ wenns einen Mo- nath alt ist; und sollst es zu lösen geben um se 18 . der Priester. Geld/ um fünf Sekel/ nach dem Sekel des Heiligthums / der gilt zwanzig Gera. 17. Aber die erste Fruchr eines Ochsen / oder Lamms, oder Ziege/ sollst du nickt zu lösen geben/ denn sie sind heilig; ihr Blut sollst du sprengen auf den Altar/ und ihr Fett sollst du anzünden * zum Opfer des süßen Geruchs dem Herrn. "3 Mos. 1 , 9 . c. 2 , 9 . 18. Ihr Fleisch soll dein seyn/ wie auch die Webebrust/ und die rechte Schulter dein ist. 19. Alle Hebopfer, die die Kinder Israel heiligendem Herrn, habe ich dir gegeben, und deinen Söhnen und deinen Töchtern, sammt dir, zum ewigen Recht. Das soll ein unverwesent- licher Bund seyn ewig vor dem Herrn, dir und deinem Samen sammt dir. 20. Und der " Herr sprach zu Aaron: Du sollst in ihrem Lande nichts besitzen, auch kein Theil unter ihnen haben; denn Ich bin dein Theil, und dein Erbgut unter den Kindern Israel. * v. 1 . 8. 1-3 Mos. 10 / 9. c. 12 / 12 . e. 14/ 27. Jos. 13/ 14. 33. c. 18, 7. S;. 44/ 28. 21. Den Kindern Levi aber habe ich " alle Zehnten gegeben in Israel zum Erbgut, für ihr Amt, das sie mir thun an der Hütte des Stifts, * 3 Mos. 27/ 30. 22. Daß hinfort die Kinder Israel nicht zur Hütte des Stifts sich thun, Sunde auf sich zu laden, und sterben. 23 . Sondern die Leviten sollen des Amts pflegen an der Hütte des Stifts, und sie sollen jener Miffethat tragen, zum ewigen Recht, bey euern Nachkommen. Und sie sollen unter den Kindern Israel kein Erbgut besitzen. 2g. Denn den Zehnten der Kinder Israel, den sie dem Herrn heben, habe ich den Leviten zum Erbgut gegeben; darum habe ich zu ihnen gesagt, daß sie unter den Kindern Israel kein Erbgut besitzen sollen. 25 . Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 26. Sage den Leviten, und sprich zu ihnen: Wenn * ihr den Zehnten nehmet von den Kindern Israel, den ich euch von ihnen gegeben habe zu euerm Erbgut; so sollt ihr davon ein Hebopfer dem Herrn thun, je den Zehnten von dem Zehnten. * Nch. io, 38. 27. Und sollt solches euer Hebopfer achten / als gäbet ihr Korn aus der Scheune, und Fülle aus der Kelter. 28. Also sollt auch ihr das Hebopfer 'dem Herrn geben von allen euern Zehnten, die ihr nehmet Rothe Kuh. 4 Mose 18. 19. Sprengwasser. 158 nehmet von den Kindern Israel, daß ihr solches Hebopfer des Herrn dem Priester Aaron gebet. 2s. Von allem, das euch gegeben wird, sollt ihr dem Herrn allerley Hebopfer geben, von allein Besten, das davon geheiliget wird. 3 0. Und sprich zu ihnen: Wenn ihr also das Beste davon hebet, so solls den Leviten gerechnet werden, wie ein Einkommen der Scheune, und wie ein Einkommen der Kelter. 3 1. Und möget es essen an allen Stätten, ihr und eure Kinder; denn es ist * euer Lohn für euer Amt in der Hütte des Stifts. * Matth. 10/ io. i Cor. 9 / 13 . 32. So werdet ihr nicht Sünde auf euch laden an demselben, wenn ihr das Beste davon hebet, und nicht entweihen das Geheiligte der Kinder Israel, und nicht sterben. Das 19. Capitel. Von der röthlichm Kuh und Sprengwasser. i. 1 Uid der Herr redete mit Mose und Aaron, " und sprach: 2. Diese Weise soll ein Gesetz seyn, das der Herr gebothen hat, und gesagt: Sage den Kindern Israel, daß sie zu dir führen eine ' röth- liche Kuh, ohne Wandel, an der kein Fehler sey, und auf die noch nie kein Joch gekommen ist. * Ebr. 9 / 13 . 3. Und gebet sie dem Priester Eleasar; der soll sie hinaus vor das Lager führen, und daselbst vor ihm schlachten lassen. > 4 . Und Eleasar , der Priester, soll ihres Bluts mit seinem Finger nehmen, und stracks gegen die Hütte des Stifts 'siebenmahl sprengen, * 3 Mos. 4 / 6 . 17 . c. 8 / 11. Ebr. 9 / 13 . §. Und die Kuh vor ihm verbrennen lassen, beydes ' ihr Fell und ihr Fleisch, dazu ihr Blut sammt ihrem Mist. * 2 Ms 29,14. 6 . Und der Priester soll Cedernholz, und ' Mop, und rostnrothe Wolle nehmen, und auf die brennende Kuh werfen, * 3 Ms. i 4 / 6 . Ps. n, 9. 7 . Und soll seine Kleider waschen, und seinen Leib mit Wasser baden, und darnach ins Lager gehen, und * unrein seyn bis an den Abend. * 3 Mos 11 / 24 . c. 14 / 46 . 8 . Und der sie verbrannt hat, soll auch seine Kleider mit Wasser waschen, und seinen Leib im Wasser baden ^ und unrein seyn bis an den Abend. 9. Und ein reiner Mann soll die Asche von der Kuh aufraffen, und sie schütten außer dem Lager an eine reine Stätte, daß sie daselbst verwahret werde, für die Gemeine der Kinder Israel, zum * Sprengwasser; denn es ist ein Sündopfer. * 1 P-w. i/ 2. 10. Und derselbe, der die Asche der Kuh ausgerüstet hat, soll seine Kleider waschen und unrein seyn bis an den Abend. Dieß soll' ein ewiges Recht seyn den Kindern Israel, und den Fremdlingen, die unter euch wohnen. * 2 Mos. 27/ 21. «. 30 / 21. 3 Ms. 6 / 18. 11. Wer nun irgend einen todten Menschen anrühret, der wird sieben Tage unrein seyn; 12. Der soll sich hiemit entsündigen am dritten Tage, und am siebenten Tage, so wird er rein; und wo er sich nicht am dritten Tage und am siebenten Tage entsündiget, so wird er nicht rein werden. 13. Wenn aber Jemand irgend einen todten Menschen anrühret, und sich nicht entsündigen wollte, der verunreiniget die Wohnung des Herrn, und solche Seele soll ausgerottet werden aus Israel. Darum, daß das Sprengwasser nicht über ihn gesprenget ist, so ist er unrein, so lang er sich nicht davon reinigen läffet. 14. Dieß ist das Gesetz, wenn ein Mensch in der Hütte stirbt: Wer in die Hütte gehet, und alles, was in der Hütte ist, soll unrein seyn sieben Tage. 15. Und alles offene Geräthe, das keinen Deckel noch Band hat, ist unrein. 16. Auch wer anrühret auf dem Felde einen Erschlagenen mit dem Schwert, oder einen Todten, oder eines Menschen Bein, oder Grab, der ist unrein sieben Tage. 17. So sollen sie nun für den Unreinen nehmen der Asche dieses verbrannten Sündopfers, und fließendes Wasser darauf thun in ein Gefäß. 18. Und ein reiner Mann soll Mop nehmen, und ins Wasser tunken, und die Hütte besprengen , und alle Geräthe, und alle Seelen, die darinnen sind; also auch den, der eines Todten Bein, oder Erschlagenen, oder Todten, oder Grab angerühret hat. 19. Es soll aber der Reine den Unreinen am dritten Tage und am siebenten Tage besprengen, und ihn am siebenten Tage entsündigen; und soll seine Kleider waschen , und sich im Wasser baden; so wird er am Abend rein. 20. Welcher aber unrein seyn wird, und sich nicht entsündigen will, deß Seele soll ausgerottet werden aus der Gemeine; denn er hat das Heiligthum des Herrn verunreiniget, und ist 154 Mirjam stirbt. 4 M ose 20. Wasser aus dcm Felsen. mit Sprengwasser nicht besprenget/ darum ist n. Und Mose hob seine Hand auf/ und* er unrein. schlug den Felsen mit dem Stabe zweymahl. Da 21. Und dieß soll ihnen ein ewiges Recht ging viel Wasser heraus/ daß die Gemeine trank, seyn. Und der auch, der mit dem Sprengwasser und ihr Vieh. *2Mos. 17,6. gesprenget hat, soll seine Kleider waschen. Und 12. Der Herr aber sprach zu Mose und Aaron, wer das Sprengwasser anrühret, der soll unrein Darum , * daß ihr nicht an mich geglaubet habt, seyn bis an den Abend. daß ihr mich heiligtet vor den Kindern Israel, 22. Und alles, was er anrühret, wird unrein werden, und welche Seele er anrühren wird, soll unrein seyn bis an den Abend. Das 20. Capitel. Wasser aus dem Felsen. Mirjam und Aaron sterben. i.llnd die Kinder Israel kamen mit der ganzen Gemeine in die Wüste Zin, im ersten Monath, und das Volk lag zu Kades. Und Mirjam starb daselbst, und ward daselbst begraben. 2. Und die Gemeine hatte * kein Wasser, und .versammelten stch i- wider Mose und Aaron. * 2 Mos. 17, 1. -s 4 Mos. 14, 2. c. 16, 3. z. Und das Volk * haderte mit Mose, und sprachen: Ach, daß wir umgekommen wären, da unsere Brüder umkamen vor dem Herrn! ' 2 Mos. 17, 2. 4. Warum habt ihr die Gemeine des Herrn in diese Wüste gebracht, daß wir hier sterben mit unserm Vieh? 5. Und * warum habt ihr uns aus Egypten geführet an diesen bösen Ort, da man nicht säen kann, da weder Feigen, noch Weinstöcke, noch Granatäpfel find, und. ist dazu kein Wasser zu trinken? *2Mos. 17,3. 6. Mose und Aaron gingen von der Gemeine zu der Thür der Hütte des Stifts, und fielen auf ihr Angesicht; und die * Herrlichkeit des Herrn erschien ihnen. * r. 14, 10. 7. Und der Herr redete mit Mose, und sprach : r. Nimm den Stab, und versammle die Gemeine , du und dein Bruder Aaron, und redet mit dem Fels vor ihren Augen; der wird sein * Wasser geben. Also sollst du ihnen Wasser aus dem Fels bringen, und die Gemeine tränken , und ihr Vieh. * e. 21,16. Ps. 103,41. Weish. 11, 4. 1 Kor. 10, 4. y. Da nahm Mose den Stab vor dem Herrn, wie er ihm gebothen hatte. 10. Und Mose und Aaron versammelten die Gemeine vor dem Fels, und sprach zu ihnen: Höret, * ihr Ungehorsamen, werden wir euch auch Wasser bringen aus diesem Fels? * c. 17, is. sollt ihr diese Gemeine nicht in das Land bringen , das ich ihnen geben werde. * c. 27, 14. 3 Mos. 1, 37. c. 4, 21. e. 31, 2. c. 34, 4. 13. Das ist das * Haderwasser, darüber die Kinder Israel mit dem Herrn haderten, und er geheiliget ward an ihnen. * 2 Mos. 17, 2. 7. 3 Mos. 32, 31. Ps. 81, 8. Ps. 106, 32. i^. Und Mose sandte Bothschaft aus Kades zu dem Könige der Edomiter: Also läßt dir dein Bruder Israel sagen : Du weißt alle die Mühe, die uns betreten hat; is. Daß unsere Väter in Egypten hinab gezogen sind, und wir lange Zeit in Egypten gewöhnet haben; und die Egypter handelten uns und unsere Väter übel; 16. Und wir schrien zu dem Herrn, der hat unsere Stimme erhöret, und * einen Engel gesandt, und uns aus Egypten geführet. Und siehe, wir sind zu Kades in der Stadt an deinen Grenzen. * 2 Mos. 14,19. 17. Laß * uns durch dein Land ziehen. Wir wollen nicht durch Aecker noch Weinberge gehen, auch nicht Wasser aus den Brunnen trinken; die Landstraße wollen wir ziehen, weder zur Rechten noch zur Linken weichen, bis wir durch deine Grenzen kommen. * -. 21,22. 18. Die Edomiter aber sprachen zu ihnen: Du sollst nicht durch mich ziehen, oder ich will dir mit dem Schwert entgegen ziehen. 19. Die Kinder Israel sprachen zu ihm: Wir wollen auf der gebahnten Straße ziehen, und so wir deines Wassers trinken, wir und unser Vieh, so wollen wirs bezahlen; wir wollen nichts, denn nur zu Fuß hindurch ziehen. 20. Er aber sprach : Du sollst * nicht herdurch ziehen. Und die Edomiter zogen aus, ihnen entgegen, mit mächtigem Volk und starker Hand. * 3 Mos. 2, 30. 21. Also wegerten die Edomiter Israel zu vergönnen durch ihre Grenze zu ziehen. Und Israel * wich von ihnen. * sucht, n, 18. 22. Und die Kinder Israel brachen auf von * Kades, und kamen mit der ganzen Gemeine gen Hör am Gebirge. *0.33,37. 23. Und der Herr redete mit Mose und Aaron Aaron stirbt. 4 Mose 20. 2t Eherne Schlange. 155 zu Hör am Gebirge, an den Grenzen des Landes der Edomiter/ und sprach: 2^. Laß ' sich Aaron sammeln zu seinem Volk; denn er soll nicht in das Land kommen, das ich den Kindern Israel gegeben habe, darum , daß ihr meinem Munde ungehorsam gewesen seyd, bey dem Haderwasser. * Es. 3Z, i. 25. Nimm aber * Aaron und seinen Sohn Eleasar, und führe sie auf Hör am Gebirge. * c. 27/ 13 . c. 33 / 38 . 3 Mos. 10/ 6 . c. 32 , 30 . 26. Und ziehe Aaron seine Kleider aus, und ziehe sie Eleasar an, seinem Sohne. Und Aaron soll sich daselbst sammeln und sterben. 27. Da that Mose, wie ihm der Herr geboten hatte, und stiegen auf Hör am Gebirge, vor der ganzen Gemeine. 28. Und Mose zog Aaron seine Kleider aus, und zog sie Eleasar an, seinem Sohne. Und Aaron * starb daselbst oben auf dem Berge. Dose aber und Eleasar stiegen herab vom Berge. * 3 Mos. 10, 6 . c. 32 / 30 . 29. Und da die ganze Gemeine sah, daß Aaron dahin war; beweineten sie ihn dreyßig Tage, das ganze Haus Israel. Das 21. Capitel. Feuriger Schlangenbiß/ nach Anschauung -er ehernen Schlange gehcilet. j.ljnd da der Cananiter, der ' König Arad, ^ der gegen Mittag wohnete, hörete, daß Israel herein kommt durch den Weg der Kundschafter; stritte er wider Israel, und führete etliche gefangen. * 33/ 4o. 2. Da gelobete Israel dem Herrn ein Gelübde, und sprach: Wenn du dieß Volk unter meine Hand gibst, so will ich ihre Städte verbannen. 3. Und der Herr erhörete die Stimme Israels, und gab die Cananiter, und * verbannete sie sammt ihren Städten, und hieß die Stätte Harma. * Nicht. 1 / 17 . Da zogen sie von Hör am Gebirge auf dem Wege vom Schilfmeer, daß sie * um der Edomiter Land hinzögen. Und das Volk ward 7 verdrossen auf dem Wege, * 20/ 21. c. n, 1. s. Und redete * wider Gott und wider Mose: Warum hast du uns aus Egypten geführet, daß wir sterben in der Wüste? Denn es ist kein Brot noch Wasser hier, und unsere Seele ekelt über dieser losen Speise. * c. 11,20. c. 14 / 2. 6. Da sandte der Herr feurige * Schlangen unter das Volk; die bissen das Volk, daß ein großes Volk in Israel starb. * 1 K»r. 10,9. 7. Da kamen sie zu Mose, und sprachen:' Wir haben gesündiget, daß wir wider den Herrn und wider dich geredet haben; bitte den Herrn, daß er die Schlangen von uns nehme. Mose bath für das Volk. " e. 14/ 40. 1 Sam. 7,6. 8. Da sprach der Herr zu Mose: Mache dir eine * eherne Schlange, und richte sie zum Zeichen auf; wer gebissen ist, und stehet sie an, der soll leben. * Joh. 3/14. 9. Da machte Mose eino eherne Schlange, und richtete sie auf zum Zeichen; und wenn Jemanden eine Schlange biß, so sah er die eherne Schlange an, und blieb leben. 10. Und die Kinder Israel zogen aus, und lagerten sich in * Oboth. * c. 33,43. 11. Und von Oboth zogen sie aus, und lagerten sich in * Jjim, am Gebirge Abarim, in der Wüste gegen Moab über, gegen der Sonnen Aufgang. * c- 33/ 44. 12. Von dannen zogen sie, und lagerten sich am Bach Sared. 13. Von dannen zogen sie, und lagerten sich dießseit am Arnon, welcher ist in der Wüste, und heraus reicht von der Grenze der Amoriter. Denn * Arnon ist die Grenze Moabs, zwischen Moab und den Amoritern. * Nicht. 11,13.18. 1^. Daher spricht man in dem Buch von den Streiten des Herrn: Das Vaheb in Supha, und die Bäche am Arnon, 15. Und die Quelle der Bäche, welche reichet hinan zu der Stadt Ar, und lenket sich, und ist die Grenze Moabs. 16. Und von dannen zogen sie zum Brunnen. Das ist der Brunnen, davon der Herr zu Mose sagte: Sammle das Volk, ich will ihnen Wasser geben. 17. Da sang Israel dieses Lied, und sangen um einander über dem Brunnen: 18. Das ist der Brunnen, den die Fürsten gegraben haben; die Edeln im Volk haben ihn gegraben, durch den * Lehrer und ihre Stäbe. Und von dieser Wüste zogen sie gen Mathana; * 3 Mos. 33 / 21. 19. Und von Mathana gen Nahaliel; und von Nahaliel gen Bamoth; 20. Und von Bamoth in das Thal, das im Felde Moabs lieget, zu dem hohen Berge Pisga, der gegen die Wüste stehet. 21. Und Israel sandte Bothen * zu Sihon, dem Könige der Amoriter, und ließ ihm sagen : * 3 Mos. 2/ 26 . c. 29 / 7 . Nicht/ 11 / 19 . Ps. 133 / 11. Am. 2/ 9 . 22. Laß * mich durch dein Land ziehen; wir U 2 Balak sendet zu Bileam. 156 Israel schlagt'Sihon und Og. ^ M 0 s wolle» nicht weichen in die Aecker, noch in die Weingärten/ wollen auch des Brunnenwassers nicht trinken; die Landstraße wollen wir ziehen/ vis wir durch deine Grenze kommen. ' c. 20.17. 23. Aber Sihon gestattete den Kindern Israel den Zug nicht durch seine Grenze; sondern sammelte alles sein Volk/ und zog aus Israel entgegen in die Wüste/ und als er gen *Iahza kam/ stritt er wider Israel. Mos.2,32. Israel aber schlug ihn ' mit der Schärfe des Schwerts / und nahm sein Land ein, von Arnon an bis an den Jabok/ und bis an die Kinder Ammon; denn die Grenzen der Kinder Ammon waren feste. * A„,os 2,9. 2Z. Also nahm Israel alle diese Städte, und wohnete in allen Städten der Amoriter, zu Hesbon und allen ihren Töchtern. 26. Denn Hesbon die Stadt war Sihons, des Königs der Amoriter, und er hatte zuvor mit dem Könige der Moabiter gestritten, und ihm alles sein Land abgewonnen, bis gen Arnon. 27. Daher sagt man im Sprüchwort: Kommt gen Hesbon, daß man die Stadt Sihon baue und aufrichte; 28. Denn Feuer ist aus Hesbon gefahren, eine Flamme von der Stadt Sihon, die hat gefressen Ar der Moabiter, und die Bürger der Höhe Arnons. 29. Wehe dir, Moab, du Volk * Camos bist verloren; man hat seine Söhne in die Flucht geschlagen , und seine Töchter gefangen geführet, Sihon, dem Könige der Amoriter. * Nicht. 11/ 24. 1 Kön. 11, 7. 2 Kön. 23/ 13. 30 . Ihre Herrlichkeit ist zu Nichte geworden, von Hesbon bis gen * Dibon; sie ist verstöret bis gen Nopha, die da langet bis gen Medba. * Esch. 16/ 2 . 31. Also wohnete Israel im Lande der Amoriter. 32. Und Mose sandte aus Kundschafter gen * Iaeser, und gewannen ihre Töchter, und nahmen die Amoriter ein, die darinnen waren; * c. 32/ 3. 33. Und wandten sich, und zogen hinauf des Weges zu Basan. Da * zog aus ihnen entgegen Og, der König zu Basan, mit allem seinem Volk, zu streiten in Edrei. * 6 Mos. 3 , i. 29,7. 3^. Und der Herr sprach zu Mose: Fürchte dich nicht vor ihm; denn ich habe ihn in deine Hand gegeben mit Land und Leuten, und sollst mit ihm thun, wie du mit' Sihon, dem Könige der Amoriter, gelhan Haft, der zu Hesbon wohnete. * Ks. E 19. 21 . 22 . 35 . Und sie schlugen ihn und seine Söhne, und alles sein Volk, bis ' daß keiner überblieb; und nahmen das Land ein. * Jos. 8 / 22 . c. 10 / 23 . c. 30 / 32 . Das 22. Capitel. Bileam soll de» Israeliten fluchen. Seine Elelinn redet. 1. Darnach zogen die Kinder Israel, und lagerten sich in das * Gefilde Moabs, jenseit des Jordans, gegen Jericho. * 33 / 43 . (Anfang des 22 . Capitcls.) 2 . Md da Balak, der Sohn Zipors, sah alles, was Israel gethan hatte den Amo- ritern; 3 . Und daß sich die Moabiter sehr fürchteten vor dem Volk, das so groß war, und daß den Moabitern grauete vor den Kindern Israel, Und sprachen zu den Aeltesten der Midia- niter: Nun wird dieser Haufe auffressen, was um uns ist, wie ein Ochse Kraut auf dem Felde auffrisset. Balak aber, der Sohn Zipors, war zu der Zeit König der Moabiter. 5 . Und er sandte ' Bothen aus zu i-Bileam, dem Sohne Beors, gen Pethor, der wohnete an dem Wasser im Lande der Kinder seines Volks, daß sie ihn forderten, und ließ ihm sagen: Siehe, es ist ein Volk aus Egypten gezogen, das bedeckt das Angesicht der Erde, und liegt gegen mir. * Jos. 24/ 9. -k 4 Mos. 23/ 7. Offcnb. 2 / 14. 6. So komm nun, und verfluche mir das Volk, denn es ist mir zu mächtig; ob ichs schlagen möchte, und aus dem Lande vertreiben: denn ich weiß, daß, welchen du segnest, der ist gesegnet, und welchen du verfluchest, der ist verflucht. 7. Und die Aeltesten der Moabiter gingen hin mit den Aeltesten der Midianiter, und hatten den Lohn * des Wahrsagens in ihren Händen, und gingen zu Bileam ein, und sagten ihm di* Worte Balaks. * 2 P-t. 2 , i§. 8. Und er sprach zu ihnen: Bleibet hier über Nacht; so will ich euch wieder sagen, wie mir der Herr sagen wird. Also blieben die Fürsten der Moabiter bey Bileam. 9 . Und Gott kam zu Bileam, und sprach 1 * Wer sind die Leute, die bey dir sind? * Esaj. 39/ 3. 10 . Bileam sprach zu Gott: Balak, der Sohn Zipors, der Moabiter König, hat zu mir gesandt: i i. Siehe, ein Volk ist aus Egypten gezogen, und bedeckt das Angesicht der Erde; so komm nun, und fluche ihm, ob ich mit ihm streiten möge, und sie vertreiben. 12 . Gott aber sprach zu Bileam: Gehe nicht Bileams Eselin». 4 M 0 se 22. Bileams Eselinn redet. 157 mit ihnen; verfluche das Volk auch nicht / denn es ist gesegnet. 13 . Da stand Bileam des Morgens auf, und sprach zu den Fürsten Balaks: Gehet hin in euer Land; denn der Herr wills nicht gestatten, daß ich mit euch ziehe. i^. Und die Fürsten der Moabiter machten sich auf, kamen zu Balak, und sprachen: Bileam weigert sich mit uns zu ziehen. iZ. Da sandte Balak noch größere und herrlichere Fürsten, denn jene waren. 16. Da die zu Bileam kamen, sprachen sie zu ihm: Also lasset dir sagen Balak, der Sohn Zipors: Lieber, wehre dich nicht, zu mir zu ziehen; 1 7 . Denn ich will dich hoch ehren, und was du mir sagest, das will ich thun: Lieber, komm und fluche mir diesem Volk. 18. Bileam antwortete und sprach zu den Dienern Balaks: * Wenn mir Balak sein Haus voll Silbers und Goldes gäbe; so könnte ich doch nicht übergehen das Wort des Herrn, meines Gottes, Kleines oder Großes zu thun. * c. 24, 13. 1- 1 Kön. 13, 8. is. So bleibet doch nun hier auch ihr diese Nacht, daß ich erfahre, was der Herr weiter mit mir reden werde. 20. Da kam Gott des Nachts zu Bileam, und sprach zu ihm: Sind die Männer gekommen - dir zu rufen, so mache dich auf, und * ziehe mit ihnen; doch, was ich dir sagen werde, sollst du thUN. * v. 33. 21. Da stand Bileam des Morgens auf, und sattelte seine Eselinn, und zog mit den Fürsten der Moabiter. 22. Aber der Zorn Gottes ergrimmete, daß er hinzog. Und der Engel des Herrn trat in den Weg, daß er ihm widerstünde. Er aber ritt auf seiner Eselinn, und zween Knaben waren mit ihm. 23. Und die Eselinn sah den Engel des Herrn im Wege stehen, und * ein bloßes Schwert in seiner Hand. Und die Eselinn wich aus dem Wege, und ging auf dem Felde; Bileam aber schlug sie, daß sie in den Weg sollte gehen. * i Mos. 3, 24. 2^. Da trat der Engel des Herrn in den Pfad, bey den Weinbergen, da auf beyden Seiten Wände waren. 25 . Und da die Eselinn den Engel des Herrn sah, drängele sie sich an die Wand, und klemmete Bileam den Fuß an der Wand; und er schlug sie noch mehr. 26. Da ging der Engel des Herrn weiter, und trat an einen engen Ort, da kein Weg war zu weichen, weder zur Rechtön, noch zur Linken. 27 . Und da die Eselinn den Engel des Herrn sah, fiel fie auf ihre Knie unter dem Bileam. Da ergrimmete der Zorn Bileams, und schlug die Eselinn mit dem Stabe. 28. Da that der Herr der * Eselinn den Mund auf, und sie sprach zu Bileam: Was habe ich dir gethan, daß du mich geschlagen hast nun dreymahl? * 2 Pct. 2, 16. Ep. Sud. v. 11. 29. Bileam sprach zur Eselinn: Daß du mich höhnest; ach daß ich jetzt ein Schwert in der Hand hätte, ich wollte dich erwürgen. 30. Die Eselinn sprach zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselinn, darauf du geritten hast zu deiner Zeit, bis auf diesen Tag? Habe ich auch je gepfleget dir also zu thun? Er sprach: Nein. 31. Da öffnete der Herr Bileam die Augen, daß er den Engel des Herrn sah im Wege stehen; und ein * bloßes Schwert in seiner Hand; und er neigete und bückte sich mit seinem Angesicht. * Jos. 3, 13. 32 . Und der Engel des Herrn sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselinn geschlagen nun dreymahl? Siehe, ich bin ausgegangen, daß ich dir widerstehe; denn der Weg ist vor mir verkehrt. 33. Und die Eselinn hat mich gesehen, uyd ist mir dreymahl gewichen; sonst, wo fie nicht vor mir gewichen wäre, so wollte ich dich auch jetzt erwürget, und die Eselinn lebendig behalten haben. 3^. Da sprach Bileam zu dem Engel des Herrn: Ich habe gesündiget, denn ich habe es nicht gewußt, daß du mir entgegen stündest im Wege; und nun, so dirs nicht gefällt, will ich wieder umkehren. 35. Der Engel des Herrn sprach zu ihm: Ziehe hin mit den Männern; aber nichts anders, denn was ich zu dir sagen werde, sollst du reden. Also zog Bileam mit den Fürsten Balaks. 36 . Da Balak hörete, daß Bileam kam, zog er aus ihm entgegen in die Stadt der Moabiter, die da lieget an der Grenze Arnons, welcher ist an der äußersten Grenze. 37. Und sprach zu ihm: Habe ich nicht zu dir gesandt, und dich fordern lassen? Warum bist du denn nicht zu mir gekommen? Meinest du, ich konnte dich nicht ehren? 158 Bileams Spruch. 4 Mo 38. Bileam antwortete ihm: Siehe, ich bin gekommen zu dir; aber wie kann ich etwas anders reden denn das mir Gott in den Mund gibt? das muß ich reden. 39. Also zog Bileam mit Balak, und kamen in die Gassenstadt (nach Kirjath-Chnzoth). ^0. Und Balak opferte Rinder und Schafe, nnd sandte nach Bileam, und nach den Fürsten, die bey ihm waren. (Anfang des 23. Capitels.) ^i.Und des Morgens nahm Balak den Bileam und führete ihn hin auf die Höhe * Baals, daß er von dannen sehen konnte, bis zu Ende des Volks. *c. 23,3. Das 23. Capitel. Bileams Fluch in einen Segen verwandelt. 1. Nnd Bileam sprach zu Balak: * Baue mir ^ hier sieben Altäre, und schaffe mir her sieben Farren , und sieben Widder. * v. 29. 2. Balak that, wie ihm Bileam sagte; und beyde, Balak und Bileam, opferten je auf einem Altar einen Farren und einen Widder. 3. Und Bileam sprach zu Balak: * Tritt bey dein Brandopfer; ich will hingehen, ob vielleicht mir der Herr begegne, daß ich dir ansage, was er mir zeiget. Und ging hin eilend. *». 13. Und Gott begegnete Bileam; er aber sprach zu ihm: Sieben Altäre habe ich zugerichtet, und je auf einem Altar einen Farren und einen Widder geopfert. 6. Der Herr aber gab das Wort dem Bileam in den Mund, und sprach: Gehe wieder zu Balak, und rede also. 6. Und da er wieder zu ihm kam, siehe, da stand er bey seinem Brandopfer, sammt allen Fürsten der Moabiter. 7. Da hob er an seinen Spruch, und sprach: Aus Syrien hat mich Balak, der Moabiter König, hohlen lassen, von dem Gebirge gegen dem Aufgang: Komm, verfluche mir Jakob, komm, schilt Israel. 8. Wie soll ich fluchen, dem Gott nicht fluchet? Wie soll ich schelten, den der Herr nicht schilt? 9. Denn von der Höhe der Felsen sehe ich ihn wohl, und von den Hügeln schaue ich ihn. Siehe, das Volk wird besonders wohnen, und nicht unter die Heiden gerechnet werden. 10. Wer kann zählen den * Staub Jakobs, und die Zahl des vierten Theils Israels ? Meine Seele müße sterben des Todes der Gerechten, und mein i- Ende werde wie dieser Ende. * 1 Mos. 2S, 14. c. <6, 3. 1- Ps. 37, 37. se 23 . Bileams Segen, 11. Da sprach Balak zu Bileam: Was thust du an mir? Ich habe dich hohlen lassen, zu fluchen meinen Feinden; und siehe, du segnest. 12. Er antwortete, und sprach: * Muß ich nicht das halten und reden, das mir der Herr in den Mund gibt? * c. 22,3z. 13. Balak sprach zu ihm: Komm doch mit mir an einen andern Ort, von dannen du sein Ende sehest, und doch nicht ganz sehest; und fluche mir ihm daselbst. 1^. Und er führete ihn auf einen freyen Platz, auf der Höhe Pisga, und bauete sieben Altäre, und opferte je auf einem Altar einen Farren und einen Widder. 15. Und sprach zu Balak: Tritt also bey dein Brandopfer, ich will dort warten. 16. Und der Herr begegnete Bileam, und gab ihm das Wort in seinen Mund, und sprach: Gehe wieder zu Balak, und rede also. 17» Und da er wieder zu ihm kam, siehe, da stand er bey seinem Brandopfer, sammt den Fürsten der Moabiter. Und Balak sprach zu ihm: Was hat der Herr gesagt? 18. Und er hob an seinen Spruch, und sprach: Stehe auf, Balak, und höre; nimm zu Ohren, was ich sage, du Sohn Zipors. 19. Gott ist ntcht ein Mensch, daß er" lüge, noch ein Menschenkind, daß ihn etwas gereue. Sollte Er etwas sagen, und nicht thun? Sollte Er etwas reden, und nicht halten? * 1 S.1M. 13 , 29. 'Tlt. 1 , 2 . 20. Siehe, zu segnen bin ich hergebracht; ich segne, und kann es nicht wenden. 21. Man siehst keine Mühe in Jakob, und keine Arbeit in Israel. Der Herr, sein Gott, ist bey ihm, und das Trompeten des Königs unter ihm. 22. Gott *hat sie aus Egypten geführet, seine Freudigkeit ist wie eines Einhorns. * c. 21, 8. 3 Mos. 33, 17. 23. Denn es ist kein Zauberer in Jakob, und kein Wahrsager in Israel. Zu seiner Zeit wird man von Jakob sagen, und von Israel, welche Wunder Gott thut. 2^. Siehe, das Volk wird anfstehen " wie ein junger Löwe, und wird sich erheben wie ein Löwe; es wird sich nicht legen, bis es den Raub fresse, und das Blut der Erschlagenen saufe. * e. 21, 9. 1 Mos. 49, 9. 25. Da sprach Balak zu Bileam: Du sollst ihm weder fluchen noch segnen. 24. Bileam antwortete , und sprach zu Balak: Bileams 4 Mose 23. 24. Weissagung. 452 'Habe ich dir nicht gesagt: Alles/ was der Herr reden würde / das würde ich thun? * c. 22, 38. 27. Balak sprach zu ihm: Komm doch/ ich will dich an einen andern Ort führen; obs vielleicht Gott gefalle/ daß du daselbst sie mir verfluchest. 28. Und er führete ihn auf die Höhe des Berges Peor/ welcher gegen die Wüste stehet. 29. Und Bileam sprach zu Balak: Baue mir hier sieben Altäre/ und schaffe mir sieben Farren und sieben Widder. 30. Balakthat/wie Bileam sagte/ und opferte je auf einem Altar einen Farren und einen Widder. Das 24. Capitel. Bileams' Weissagung von dem Stern aus Jakob. 1. A>a nun Bileam sah/ daß es dem Herrn ^ gefiel / daß er Israel segnete; ging er nicht hin / wie vormahls / nach den Zauberern / sondern richtete sein Angesicht stracks zu der Wüste, 2. Hob seine Augen auf, und sah Israel, wie sie lagen nach ihren Stämmen. Und der Geist Gottes kam auf ihn, 3. Und ' er hob an seinen Spruch, und sprach: Es saget Bileam, der Sohn Beors, es saget der Mann, dem die Augen geöffnet sind. ' c. 23/ 7. 18. -ä. Es saget der Hörer göttlicher Rede, der des Allmächtigen Offenbarung siehet, dem die Augen geöffnet werden, wenn er niederkniet: 5. Wie fein sind deine Hütten, Jakob, und deine Wohnungen, Israel ! 6. Wie sich die Bache ausbreiten, wie die Gärten an den Wassern, wie die Hütten, die der Herr pflanzet, wie die Cedern an den Wassern. 7. Es wird Wasser aus seinem Eimer fließen, und sein Saine wird ein großes Wasser werden; sein König wird höher werden, denn Agag, und sein Reich wird sich erheben. 8. 'Gott hat ihn aus Egypten geführet, seine Freudigkeit ist wie eines Einhorns. Er wird die Heiden, seine Verfolger, fressen, und ihre Gebeine zermalmen, und mit seinen Pfeilen zerschmettern. * <- 23 , 22. 9. Er * hat sich niedergeleget wie ein Löwe, und wie ein junger Löwe; wer will sich wider ihn auflehnen? Gesegnet sey, der dich segnet, und verflucht, der dir flucht. * c. 23/ 24. I.Mos. 4S/S. -7 1 Mos. 12 / L 10. 'Da ergrimmete Balak im Zorn Wider Bileam, und schlug die Hände zusammen, und sprach zu ihm: Ich habe dich gefordert, daß du meiuen Feinden fluchen solltest; und siehe, du hast sie nun dreymahl gesegnet. ' c. 22,27. 11 . Und nun hebe dich an deinen Ort. Ich gedachte, ich wollte dich ehren; aber der Herr hat dir die Ehre verwehret. 12. Bileam antwortete ihm: Habe ich nicht auch zu deinen Bothen gesagt, die du zu mir sandtest, und gesprochen: 13 . Wenn ' mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gäbe, so könnte ich doch vor des Herrn Wort nicht über, Böses oder Gutes zu thun, nach meinem Herzen; sondern was der Herr reden würde, das würde ich auch reden? * c. 22/ 18. 1-4. Und NUN siehe, wenn ich zu meinem Volk ziehe, so komm, so will ' ich dir rathen, was dieß Volk deinem Volk thun wird zur letzten Zeit. * c. 31, 7. 16. 1 Z. Und * er hob an seinen Spruch, und sprach: Es saget Bileam, der Sohn Beors, es saget der Mann, dem die Augen geöffnet sind. * c. 23/ 7. 18. 16. Es saget der Hörer göttlicher Rede, linder die Erkenntniß hat des Höchsten, der die Offenbarung des Allmächtigen siehet, und dem die Augen geöffnet werden, wenn er niederkniet: 17. Ich werde ihn sehen, aber jetzt nicht, ich werde ihn schauen, aber nicht von Nahem. Es wird ein * Stern aus Jakob aufgehen, und ein Seepter aus Israel auf- kommen, und wird zerschmettern die Fürsten der Moabiter, und verstören alle Kinder Seths. 'MM. 2,2. 18 . Edom 'wird er einnehmen, und Seir wird seinen Feinden unterworfen seyn; Israel aber wird Sieg haben. '2Sam.8,i4. 19 . Aus ' Jakob wird der Herrscher kommen, und umbringen, was übrig ist von den Städten. ' Mich, s, 2. 20. Und da er sah die Amalekiter, hob er an seinen Spruch, und sprach: Amalek, die ersten unter den Heiden; aber ' zuletzt wirft du gar UMkoMMeN. ' 2 Mos. 17 , 11. 21. Und da er sah die * Keniter, hob er an seinen Spruch, und sprach: Fest ist deine Wohnung , und hast dein Nest in einen Fels gelegt. * Nicht. 1/ 16 . 1 Sam. 13, 6 . 22. Aber, 0 Kain, du wirst verbrannt werden. wenn Assur dich gefangen wegführcn wird. 160 Baal Peor. 4 Mose 25. 26. Pinehas eifert. Israel wird gezählet. 23 . Und hob adermahl an feinen Spruch, und sprach: Ach, wer wird leben, wenn Gott solches thun wird? 2-4. Und Schiffe aus Chitin: werden verderben den Assur und Eber; er aber wird auch umkommen. 25 . Und Bileam * machte sich auf, und zog hin, und kam wieder an seinen Ort; und Ba- lak zog seinen Weg. * 2 Som. 17,2z. Das 25. Capitel. Abgöttercy und Hnrerey wird ernstlich gestraft. 1. Nnd Israel wohnete in * Sittim. Und das " Volk hob an zu huren mit der Moabiter Töchtern , * 33,49. 2. Welche luden das * Volk zum Opfer ihrer Götter. Und das Volk aß, und bethete ihre Götter an. ,* c. 31,16. Pf. 106,29. 3. Und Israel hängete sich an den * Baal Peor. Da ergrimmete der Zorn des Herrn über Israel; * § Mos. 4 ,3. Jos. 22,17. Hos. §/10. - 4 . Und sprach zu Mose: Nimm alle Obersten des Volks, und * hänge sie dem Herrn an die Sonne, auf daß der grimmige Zorn des Herrn von Israel gewandt werde. * 2 Sam. 21, 6 . s. 5. Und Mose sprach zu den Richtern Israels: Erwürge ein jeglicher seine Leute, die sich an den Baal Peor gehänget haben. 6 . Und siehe, ein Mann aus den Kindern Israel kam, und brachte unter seine Brüder eine Midianitinn, und ließ Mose zusehen und die ganze Gemeine der Kinder Israel, die da wei- neten vor der Thür der Hütte des Stifts. 7. Da das sah * Pinehas, der Sohn Elea- sars, des Sohnes Aarons, des Priesters; stand er auf aus der Gemeine, und nahm einen Spieß in seine Hand, *Ps. 10L, 30. 8 . Und ging dem Israelitischen Manne nach hinein in den Hurenwinkel, und durchstach sie beyde, den Israelitischen Mann und das Weib, durch ihren Bauch. Da hörete die Plage auf von den Kindern Israel. 9. Und es * wurden getödtet in der Plage vier und zwanzig tausend. *i Kor. 10, 8 . 10. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 11. Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, hat meinen Grimm von den Kindern Israel gewendet, durch seinen * Eifer um mich, daß ich nicht in meinem Eifer die Kinder Israel vertilgete. *2 Kor. n, 2. 12. Darum sage: Siehe, ich gebe ihm meinen Bund des Friedens; 1 . 3 . Und er soll haben, und sein Same nach ihm, den Bund eines ewigen Priesterthums, darum, daß er für seinen Gott geeifert und die Kinder Israel versöhnet hat. 1-4. Der Israelitische Mann aber, der erschlagen ward mit der Midianitinn, hieß Simri, der Sohn Salu, ein Fürst im Hause des Vaters der Simeoniter. 15 . Das Midianitische Weib, das auch erschlagen ward, hieß Casbi, eine Tochter * Zurs, der ein Fürst war eines Geschlechts unter den Midianitern. * 3l, 8. 16 . Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 17 . Thut * den Midianitern Schaden, und schlaget sie; *0.31,2. 18 . Denn sie haben euch * Schaden gethan mit ihrer Lift, die sie euch gestellet haben durch den Peor, und durch ihre Schwester Casbi, die Tochter des Fürsten der Midianiter, die erschlagen ist am Tage der Plage, um des Peors willen, und die Plage darnach kam. * Offenb. is, 6 . Das 26. Capitel. Das Jüdische Volk wird von neuem gezählet. 1. Nnd der Herr sprach zu Mose, und Elea- ^ sar, dem Sohne des Priesters Aarons: 2 . Nimm die * Summa der ganzen Gemeine der Kinder Israel, von zwanzig Jahren und darüber, nach ihrer Väter Häusern, alle, die ins Heer zu ziehen taugen in Israel. * c. 1 , 2 . 3. Und Mose redete mir ihnen, sammt Eleasar, dem Priester, in dem Gesilde der Moaoirer, an dem Jordan gegen Jericho, -4. Die zwanzig Fahre alt waren und darüber, wie der Herr Mose geborhen hatte, und den Kindern Israel, die aus Egypten gezogen waren. 5 . Rüben, der * Erstgeborne Israels. Die Kinder Rubens aber waren: Hanoch, von dem das Geschlecht der Hanochiter kommt; Pallu, von dem das Geschlecht der Palluiter kommt; * 2 Mos. 6 , 14 . 6. Hezron, von dem das Geschlecht der Hezro- niter kommt; Charmi, von dem das Geschlecht der Charmiter kommt. 7 . Das sind die Geschlechter von Rüben, und ihre Zahl war drey und vierzig tausend sieben hundert und dreyßig. 8. Aber die Kinder Pallu waren Eliab. 9 . Und die Kinder Eliabs waren Nemuel und Dathan - und Abiram. Das ist * der Dathan und Abiram, die Vornehmlichen in der Gemeine, die sich wider Mose und Aaron auflehneten in der Geschlechter -4 Mose 26. der Israeliten. 46t der Rotte Korah; da sie sich wider den Herrn ausiehneten, * c. 16, i. 2. 10. Und die*Erde ihren Mund aufthat, und sie verschlang mit Korah, da die Rotte starb; da das Feuer zwey hundert und fünfzig Männer fraß, und wurden ein Zeichen. * c. 16, 31. 32. 3 Mos. 11, 6. Ps. 106, 17. 11. Aber die Kinder Korah starben nicht. 12. Die Kinder * Simeons in ihren Geschlechtern waren: Nemuel, daher kommt das Geschlecht der Nemueliter; Jamin, daher kommt das Geschlecht der Jaminiter; Jachin, daher das Geschlecht der Jachiniter kommt; * 1 Mos. 46 , 10. 13. Serah, daher das Geschlecht der Sera- hiter kommt; Saul, daher das Geschlecht der Sauliter kommt. 13 . Das sind die Geschlechter von * Simeon, zwey und zwanzig tausend und zwey hundert. * c. 1, 2z. iö. Die Kinder Gads in ihren Geschlechtern waren: Ziphon, daher das Geschlecht der Zi- phoniter kommt; Haggi, daher das Geschlecht der Haggiter kommt; Suni, daher das Geschlecht der Suniter kommt; 16. Osni, daher das Geschlecht der Osuiter kommt; Eri, daher das Geschlecht der Eriter kommt; 17. Arod, daher das Geschlecht der Aroditer kommt; Ariel, daher das Geschlecht der Arieliter kommt. 18. Das sind die Geschlechter der Kinder Gads, an ihrer Zahl vierzig tausend und fünf hundert. 19. Die Kinder Juda, Ger und Onan, welche beyde starben im Lande Canaan. 20. Es waren aber die Kinder Juda in ihren Geschlechtern: Sela, dayer das Geschlecht der Selaniter kommt; Perez, daher das Geschlecht der Pereziter kommt; Serah, daher das Geschlecht der Serahiter kommt. 21. Aber die Kinder * Perez waren: Hezron, daher das Geschlecht der Hezroniter kommt; Hamul, daher das Geschlecht der Hamuliter kommt. ' Ruch 4 , 18. 1 Chr. 2, 3 . 22. Das sind die Geschlechter Juda, an ihrer Zahl sechs und siebenzig tausend und fünfhundert. 23 . Die Kinder Jsaschars in ihren Geschlechtern waren: Thola, daher das Geschleckt der Tholaiter kommt; Phuva, daher das Geschlecht der Phuvaniter kommt; 2^. Jasub, daher das Geschlecht der Jasu- biter kommt; Simron, daher das Geschlecht der Simroniter kommt. 25 . Das sind die Geschlechter Jsaschars, an der Zahl vier und sechzig tausend und drey hundert. 26. Die Kinder Sebulons in ihren Geschlechtern waren: Sared, daher das Geschlecht der Sarediter kommt; Elon, daher das Geschlecht der Eloniter kommt; Jaheleel, daher das Geschlecht der Jaheleeliter kommt. 27. Das sind die Geschlechter Sebulons, an ihrer Zahl sechzig tausend und fünf hundert. 28. Die Kinder Josephs in ihren Geschlechtern waren: Manasse und Ephraim. 29. Die Kinder aber Manasse waren: Machir, daher kommt das Geschlecht der Machiriter; Machir zeugete Gilead, daher kommt das Geschlecht der Gileaditer. 30. Dieß sind aber die Kinder Gileads: Hie- ser, daher kommt das Geschlecht der Hieseriter; * Helek, daher kommt das Geschlecht der He- lekiter; * 8 °». ^ 2. 31. Asriel, daher kommt das Geschlecht der Asrieliter; Sichern, daher kommt das Geschlecht der Sichemiter; 32. Smida, daher kommt das Geschlecht der Smidiler; * Hepher, daher kommt das Geschlecht der Hepheriter. * 27,1. c. 36 ,2. 33. Zelaphehad aber war Hephers Sohn, und hatte keine Sohne, sondern * Tochter; die hießen Mahela, Noa, Hagla, Milca und Thirza. ' c. 27, 1. 3>4. Das sind die Geschlechter Manasse, an ihrer Zahl zwey und fünfzig tausend und sieben hundert. 35. Die Kinder Ephraims in ihren Geschlechtern waren: Suthelah, daher kommt das Geschleckt der Suthelahiter; Becher, daher kommt das Geschlecht der Becheriter; Thahan, daher kommt das Geschlecht der Thahaniter. 36. Die Kinder aber Suthelahs waren: Eran, daher kommt das Geschlecht der Eraniter. 37. Das sind die Geschlechter der Kinder Ephraims, an ihrer Zahl zwey und dreyßig tausend und fünf hundert. Das sind die Kinder Josephs in ihren Geschlechtern. 38. Die Kinder Benjamins in ihren Geschlechtern waren: Bela , daher kommt das Geschlecht der Beianer; Asbel, daher kommt das Geschlecht der Asbeliter; Ahiram, daher kommt das Gescklecht der Ahiramicer, 39. Supham, daher kommt das Geschlecht 162 Zahl der Kinder Israel. Töchter Zelaphehads. 4 Mose 26. 27. der Suphamiter; Hupham, daher kommt das Geschlecht der Huphamiter. >40. Die Kinder aber Bela waren: Ard und Naeman, daher kommt das Geschlecht der Arbiter und Naemaniter. >41. Das sind die Kinder Benjamins in ihren Geschlechtern, an der Zahl fünf und vierzig tausend und sechs hundert. >42. Die Kinder Dans in ihren Geschlechtern waren: Suham, daher kommt das Geschlecht der Suhamiter. >43. Das sind die Geschlechter Dans in ihren Geschlechtern, und waren allesammt an der Zahl vier und sechzig tausend und vier hundert. >4>4. Die Kinder Assers in ihren Geschlechtern waren: Jemna, daher kommt das Geschlecht der Jemniter; Jeswi, daher kommt das Geschlecht der Jeswiter; Bria, daher kommt das Geschlecht der Dritter. >45. Aber die Kinder Bria waren: Heber/ daher kommt das Geschlecht der Hebriter; Mel- chiel / daher kommt das Geschlecht der Melchie- liter. >46. Und die Tochter Assers hieß Sarah. >47. Das sind die Geschlechter der Kinder Äffers/ an ihrer Zahl drey und fünfzig tausend und vier hundert. >48. Die Kinder Naphthali in ihren Geschlechtern waren: Jaheziel / daher kommt das Geschlecht der Jahezieliter; * Guni/ daher kommt das Geschlecht der Guniter; * i Chr.«,13. >4s. Iezer/ daher kommt das Geschlecht der Jezeriter; SilleM/ daher kommt das Geschlecht der Sillemiter. so. Das sind die Geschlechter von Naphthali / an ihrer Zahl fünf und vierzig tausend und vier hundert. si. Das ist die Summa der Kinder Israel/ sechsmahl hundert tausend, ein tausend sieben hundert und dreyßig. 52. Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 53. Diesen sollst du das Land austheilen zum Erbe nach der Zahl der Nahmen. 5>4. Bielen * sollst du viel zum Erbe geben, und Wenigen wenig; Jeglichen soll man geben nach ihrer Zahl. * <- 33/ 34. i Mos. 47,12. 55. Doch soll man das Land durchs * Loos thei- len: nach den Nahmen der Stämme ihrer Väter sollen sie Erbe nehmen. *c. 33,44. 56. Denn nach dem * Loos sollst du ihr Erbe austheilen, zwischen den Vielen und Wenigen. * tzos. 14/ L. 57. Und das ist die Summa der 'Leviten in ihren Geschlechtern: Gerson, daher das Geschlecht der Gersoniter; Kahath, daher das Geschlecht der Kahathiter; Meran, daher das Geschlecht der Merariter. * 2 Mos. 6,16.4Mos. 3,16.17. 58. Dieß sind die Geschlechter Levi: Das Ge- Geschlecht der Libniter, das Geschlecht der He- broniter, das Geschlecht der Maheliter, das Geschlecht der Musiter, das Geschlecht derKora- hiter. Kahath zeugete Amram. 59. Und Amrams'Weib hieß Jochebed, eine Tochter Levi, die ihm gebohren ward in Egypten: und sie gebahr dem Amram, Aaron und Mose, und ihre Schwester Mirjam. * 2 Mos. 2/ 1. 60. Dem Aaron aber ward geboren Nadab, Abihn, Eleasar und Jthamar. 61. Nadab'aber und Abihu starben, da sie fremdes Feuer opferten vor dem Herrn. * 3 Mos. 10/ 1. 2. 62. Und ihre Summa war drey und zwanzig tausend, alle Männlein, von einem Monath an und darüber. Denn sie wurden nicht gezäh- let unter die Kinder Israel; denn man gab ihnen kein Erbe unter den Kindern Israel. 63. Das ist die Summa der Kinder Israel, die Mose und Eleasar, der Priester, zähleten im Gefilde der Moabiter, an dem Jordan gegen Jericho; 6>4. Unter welchen war keiner aus der Summa, da Mose und Aaron, der Priester, die Kinder Israel zähleten in der Wüste Sinai. 65. Denn der Herr hatte il)nen gesagt, ' sie sollten des Todes sterben in der Wüste. Und blieb keiner übrig, ohne Caleb, der Sohn Je- phunne, und Josua, der Sohn Nuns.' c. 14,23. Das 27. Capitel. Gesetz von Erbgütern. Josua an Mose Statt zum Fürsten des Volks geordnet. 1. Nnd * die Töchter Zelaphehads, des Soh- ^ nes Hephers, des Sohnes Gileads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasse, unter den Geschlechtern Manasse, des Sohnes Josephs, mit Nahmen Mahela, Noa, Hagla, Milca und Thirza, kamen herzu, * c. 26/ 33. k. 36, 2. Jos. 1?/ 3. 2. Und traten vor Mose, und vor Eleasar, den Priester, und vor die Fürsten und ganze Gemeine, vor der Thür der Hütte des Stifts, und sprachen: 3 . Unser Vater ist gestorben in.der Wüste 4 Mose 27. 28. . Von Erbgütern. und war nicht mit unter der Gemeine, die sich wider * den Herrn empörten in der Rotte Korah, sondern ist an seiner Sünde gestorben, und hatte keine Söhne; * c. 16, 2. c. 16, 29. Warum soll denn unsers Vaters Nähme unter seinem Geschlecht untergehen, ob er wohl keinen Sohn hat? Gebt uns auch ein Gut unter unsers Vaters Brüdern. s. Mose * brachte ihre Sache vor den Herrn. * 3 Mos. 24/ 12. 6 . Und der Herr sprach zu ihm: 7. Die Töchter Zelaphehads haben recht geredet: * du sollst ihnen ein Erbgut unter ihres Vaters Brüdern geben, und sollst ihres Vaters Erbe ihnen zuwenden. * e. 35,2. 8 . Und sage den Kindern Israel: Wenn Jemand stirbt, und hat nicht Söhne, so sollt ihr sein Erbe seiner Tochter zuwenden. 9. Hat er keine Tochter, sollt ihr es seinen Brüdern geben. 10. Hat er keine Brüder, sollt ihr es seinen Vettern geben. 11. Hat er nicht Vettern, sollt ihr es seinen nächsten Freunden geben, die ihm angehören in seinem Geschlecht, daß sie es einnehmen. Das soll den Kindern Israel * ein Gesetz und Recht seyn, wie der Herr Mose gebothen hat. * c. 10/ 8. c. 19/ 10. " 12. Und der Herr sprach zu Mose: * Steige auf dieß Gebirge Abarim, und besiehe das Land, das ich den Kindern Israel geben werde. * 3 Mos. 32 / 48 . 49. 13 . Und wenn du es gesehen hast, sollst du dich sammeln zu deinem Volk, wie dein Bruder Aaron * versammelt ist; * <. 20/ 28. 1 - 4 . Dieweil ihr * meinem Wort ungehorsam gewesen seyd in der Wüste Zin, über dem Hader der Gemeine, da ihr mich heiligen solltet durch das Wasser vor ihnen. Das ist das Haderwasser zu Kades in der Wüste Zin. * c. 20, 12. 15. Und Mose redete mit dem Herrn, und sprach: 16. Der Herr, der Gott * über alles lebendige Fleisch, wolle einen Mann setzen über die Gemeine , " * c. 16/ 22. 17. Der * vor ihnen her aus - und eingehe, und sie aus-und einführe, daß die Gemeine des Herrn nicht sey wie die -k Schafe ohne Hirten. * 3 Mos. 31/ 2. c. 34/ 9. 1- Marc. 6/ 34. 18 . Und der Herr sprach zu Mose: ' Nimm Josua zu dir, den Sohn Nuns, der ein Mann ist, in dem der Geist ist, und lege deine Hände auf ihn; *3Ms. 3,21. Josua an Mose Statt. 463 19. Und stelle * ihn vor den Priester Eleasar, und vor die ganze Gemeine, und gebiethe ihm vor ihren Augen; * Ap. Gesch. 6/6. 20. Und * lege deine Herrlichkeit auf ihn, daß ihm gehorche die ganze Gemeine der Kinder Israel. * 2 Kon. 2,10.13. 21. Und er soll treten vor den Priester Eleasar, der soll für ihn rathfragen, durch die * Weise des Lichts vor dem Herrn. Nach desselben Munde sollen aus-und einziehen, beydes er und alle Kinder Israel mit ihm, und die ganze Gemeine. * 2 Mos. 28/ 30. 22. Mose * that, wie ihm der Herr gebothen hatte, und nahm Josua, und ftellete ihn vor den Priester Eleasar, und vor die ganze Gemeine, * 2 Mos. 40/ 16. 2.3. Und * legte seine Hand auf ihn, und ge- both ihm, wie der Herr mit Mose geredet hatte. ' c. 8/ 10. Ap. Gesch. 8/ 17. 18. Das 28 . Capitel. Gesetz von viererley Opfer» wiedcrhohlct. i.Nnd der Herr redete mit Mose, und sprach: ^ 2. * Gebiethe den Kindern Israel, und sprich zu ihnen: Die Opfer meines Brots, welches mein tOpfer des süßen Geruchs ist, sollt ihr halten zu seinen Zeiten, daß ihr mirs opfert. * 2 Mos. 27/ 20. -i- 3 Mos. 3/ 3. c. 21/ 6. 3. Und sprich zu ihnen: Das sind die Opfer, die ihr dem Herrn opfern sollt: 'Jährige Lämmer , die ohne Wandel sind, täglich zwey zum täglichen Brandopfer, * 2 Mos. 29/ 33.39. Eft. 3,3. Ein Lamm des Morgens, das andere zwischen Abends; 5. Dazu einen Zehnten Epha Semmelmehl zum Speisopfer, mit Oehl gemenget, das gestoßen ist, eines vierten Theils vom Hin. 6. Das ist ein tägliches Brandopfer, das ihr am Berge Sinai opfertet, zum süßen Geruch, ein Feuer dem Herrn. 7. Dazu sein Trankopser, je zu einem Lamm ein Viertheil vom Hin. Im Heiligthum soll man den Wein des Trankopfers opfern dem Herrn. 8. Das andere Lamm sollst du zwischen Abends machen, wie das Speisopfer des Morgens; und sein Trankopfer zum Opfer des süßen Geruchs dem Herrn. 9. Am Sabbathtage aber zwey jährige Lämmer ohne Wandel, und zwey Zehnten Semmelmehl, zum Speisopfer, mit Oehl gemenget, und sein Trankopfer. 164 Opfer der Feste. 4 Mose 28. 29. io. Das ist das Brandopfer eines jeglichen Sabbaths, über das tägliche Brandopfer, sammt seinem Trankopfer. i i. Aber des ersten Tages eurer Monathe sollt ihr dem Herrn ein Brandopfer opfern, zwey lunge Farren, Einen Widder, sieben jährige Lämmer ohne Wandel; 12. Und je * drey Zehnten Semmelmehl zum Speisopfer mit Oehl gemenget, zu Einem Farren, und zwey Zehnten Semmelmehl zum Speisopfer mit Oehl gemenget, zu Einem Widder, * v. 20. 28. 13 . Und je einen Zehnten Semmelmehl zum Speisopfer mit Oehl gemenget, zu Einem Lamm. Das ist das Brandopfer des süßen Geruchs, ein Opfer dem Herrn. 14 . Und ihr Trankopfer soll seyn, ein halb Hin Wein zum Farren, ein Drittheil Hin zum Widder, ein Viertheil Hin zum Lamm. Das ist das Brandopfer eines jeglichen Monaths im Jahr. iö. Dazu soll man Einen * Ziegenbock zum Sündopfer dem Herrn machen, über das tägliche Brandopfer und sein Trankopfer. * c. 29/ 3. 11. 16. 23. 28. 31. 38. 16. Aber am vierzehnten Tage des ersten Monaths ist * das Passah dem Herrn. * 3 Mos. 23/ 3. 17. * Und am fünfzehnten Tage desselben Monaths ist das Fest. Sieben Tage soll man ungesäuertes Brot essen. * 3 Mos. 23, 6 . 18. Der erste Tag soll * heilig heissen, daß ihr zusammen kommet; keine Dienftarbeit sollt ihr darinnen thun. * v. 23.26. 19. Und sollt dem Herrn Brandopfer thun, zwey junge Farren, Einen Widder, sieben jährige Lämmer ohne Wandel; 20. Sammt ihren Speisopfern, drey Zehnten Semmelmehl mit Oehl gemenget zu Einem Farren , und zwey Zehnten zu dem Widder. 21. Und je einen Zehnten auf Ein Lamm unter den sieben Lämmern; 22. Dazu Einen Bock zum Sündopfer, daß ihr versöhnet werdet. 23 . Und sollt solches thun am Morgen, über das Brandopfer, welches ein tägliches Brandopfer ist. 24 . Nach dieser Weise sollt ihr alle Tage, die sieben Tagelang, das Brot opfern, zum Opfer des süßen Geruchs dem Herrn, über das tägliche Brandopfer, dazu sein Trankopfer. 25 . Und der siebente Tag soll bey euch heilig heissen, daß ihr zusammen kommet; keine Dienst- arbeit sollt ihr darinnen thun. 26. Und der Tag der * Erstlinge, wenn ihr opfert das neue Speisopfer dem Herrn, wenn eure Wochen um sind, soll heilig heissen, daß ihr zusammen kommet; keine Dienstarbeit sollt ihr darinnen thun. " 3 Mos. 23/13.16.20. 27 . Und sollt dem Herrn * Brandopfer thun , zum süssen Geruch, zwey junge Farren, Einen Widder, sieben jährige Lämmer, * c. 29/ 2. 8 . 28. Sammt ihrem Speisopfer, drey Zehnten Semmelmehl mit Oehl gemenget zu Einem Farren , zwey Zehnten zu dem Widder. 29. Und je einen Zehnten zu Einem Lamm der sieben Lämmer; 30. Und Einen Ziegenbock, euch zu versöhnen. 31. Dieß sollt ihr thun über das tägliche Brandopfer mit seinem Speisopfer. Ohne Wandel soll es seyn, dazu ihre Trankopfer. Das 29. Capital. Anderer Festtage Opfer. i.ltnd der * erste Tag des siebenten Monaths ^ soll bey euch heilig heissen, daß ihr zusammen kommet; keine Dienstarbeit sollt ihr darinnen thun. Es ist euer Trompeten-Tag. * 3 Mos. 23/ 24. 2. Und * sollt Brandopfer thun zum süßen Geruch dem Herrn, Einen jungen Farren, Einen Widder, sieben jährige Lämmer, ohne Wandel; * c. 28/11.19.27. 3. Dazu ihr Speisopfer, drey Zehnten Semmelmehl mit Oehl gemenget zu dem Farren, zwey Zehnten zu dem Widder, 4 . Und einen Zehnten auf ein jegliches Lamm der sieben Lämmer; 5. Auch * Einen Ziegenbock zum Sündopfer, euch zu versöhnen; * c. 2», 13.22. 6 . Ueber das Brandopfer des Monaths, und sein Speisopfer, und über das tägliche Brand- opfer, mit seinem Speisopfer, und mit ihrem* Trankopfer, nach ihrem Recht zum süßen Geruch. Das ist ein Opfer dem Herrn. * c. 28/ n. 7 . Der * zehnte Tag dieses siebenten Monaths soll bey euch auch heilig heissen, daß ihr zusammen kommet; und sollt eure Leiber kasteyen, und keine Arbeit darinnen thun,' 3Mos. 16/29.30. 8. Sondern ' Brandopfer dem Herrn zum süßen Geruch opfern - Einen jungen Farren , Einen Widder, sieben jährige Lämmer, ohne Wandel, * v. 2. 9. Mit ihren Speisopfern, drey Zehnten Sem- Opfer desselben. 165 >S Itl chi IMW-Äi, ßM!«lijs W zw l»kk, «kl ßD'"" Fest des siebenten Monaths. 4 Mose 29 . 30 . melmehl mit Oehl gemenget zu dem Farren, zwey Zehnten zu dem Widder, io. Und einen Zehnten je zu einem der sieben Lämmer; i i. Dazu einen * Ziegenbock zum Sündopfer über das Sündopfer der Versöhnung, und das tägliche Brandopfer, mit seinem Speisopfer, und mit ihrem Trankopfer. * 3 Mos. 16,21. 12. ' Der fünfzehnte Tag des siebenten Monaths soll bey euch heilig heissen, daß ihr zusammen kommet. Keine Dienstarbeit sollt ihr darinnen thun, und sollt dem Herrn sieben Tage feyern. * 3 Mos. 23 , 34 . Joh. 7 / 2 . 13. Und sollt dem Herrn Brandopfer thun, zum Opfer des süßen Geruchs dem Herrn, drey- zehn junge Farren, * zwey Widder, vierzehn jährige Lämmer ohne Wandel/ *». 17.20.23. 1^. Sammt ihrem Speisopfer/ drey Zehnten Semmelmehl mit Oehl gemenget / je zu Einem der dreyzehn Farren/ zwey Zehnten je zu Einem der zwey Widder/ is. Und einen Zehnten je zu Einem der vierzehn Lämmer; is. Dazu Einen Ziegenbock zum Sündopfer/ über das tägliche Brandopfer/ mit seinem Speisopfer/ und seinem Trankopfer. 17. Am andern Tage zwölf junge Farren/ zwey Widder/ vierzehn jährige Lämmer ohne Wandel / 1 8 . Mit ihrem Speisopfer und Trankopfer zu den Farren / zu den Widdern / und zu den Lämmern/ in ihrer Zahl/ nach dem Recht; 19. Dazu Einen Ziegenbock zum Sündopfer/ über das tägliche Brandopfer/ mit seinem Speisopfer/ und mit seinem Trankopfer. 20. Am dritten Tage eilf Farren / zwey Widder/ vierzehn jährige Lämmer ohne Wandel/ 21. Mit ihren Speisopfern und Trankopfern, zu den Farren/ zu den Widder«/ und zu den Lämmern/ in ihrer Zahl/ nach dem Recht; 22. Dazu Einen Bock zum Sündopfer / über das tägliche Brandopfer/ mit seinem Speisopfer und seinem Trankopfer. 23. Am vierten Tage zehn Farren/ zwey Widder / vierzehn jährige Lämmer ohne Wandel / 2^. Sammt ihren Speisopfern und Trankopfern / zu den Farren, zu den Widdern / und zu den Lämmern/ in ihrer Zahl/ nach dem Recht; 25. Dazu Einen Ziegenbock zum Sündopfer/ über das tägliche Brandopfer, mit seinem Speisopfer , und seinem Trankopfer. 26. Am fünften Tage neun Farren, zwey Widder, vierzehn jährige Lämmer ohne Wandel, 27. Sammt ihren Speisopfern und Trankopfern, zu den Farren, zu den Widdern, und zu den Lämmern, in ihrer Zahl, nach dem Recht; 28. Dazu Einen Bock zum Sündopfer, über das tägliche Brandopfer, mit seinem Sveis- opfer, und seinem Trankopfer. 29. Am sechsten Tage acht Farren, zwey Widder, vierzehn jährige Lämmer ohne Wandel, 30. Sammt ihren Speisopfern und Trank- opfern, zu den Farren, zu den Widdern, und zu den Lämmern, in ihrer Zahl, nach dem Recht: 31. Dazu Einen Bock zum Sündopfer, über das tägliche Brandopfer, mit seinem Speisopfer, und seinem Trankopfer. 32. Am siebenten Tage sieben Farren, zwey Widder, vierzehn jährige Lämmer ohne Wandel, 33. Sammt ihren Speisopfern und Trankopfern , zu den Farren, zu den Widdern, und zu den Lämmern, in ihrer Zahl, nach dem Recht; 3^. Dazu einen Bock zum Sündopfer, über das tägliche Brandopfer, mit seinem Speisopfer, und seinem Trankopfer. 35. Am achten Tage soll der Tag * der Versammlung seyn; keine Dienstarbeit sollt ihr darinnen thun ; * 3 Mos. 23 , 36 . 36 . Und sollt Brandopfer opfern zum Opfer des süßen Geruchs dem Herrn, Einen Farren, Einen Widder, sieben jährige Lämmer ohne Wandel, 37. Sammt ihren Speisopfern und Trankopfern, zu dem Farren, zu dem Widder, und zu den Lämmern, in ihrer Zahl, nach dem Recht; 38. Dazu Einen Bock zum Sündopfer, über das tägliche Brandopfer, mit seinem Speisopfer, und seinem Trankopfer. 39. Solches sollt ihr dem Herrn thun auf eure Feste, ausgenommen, was ihr gelobet und freywillig gebet, zu Brandopfern, Speisopfern, Trankopfern und Dankopfern. Das 30. Capitel. Don Gelübden, wie sie verbinden, oder nicht verbinden. 1. Nnd Mose sagte den Kindern Israel alles, ^ was ihm der Herr gebothen hatte. (Anfang des 30. Capitols.) 2. Nnd Mose redete mit den Fürsten der Stämme der Kinder Israel, und sprach: Das ists, das der Herr gebothen hat: 3. Wenn jemand dem Herrn * ein Gelübde 166 Wie Gelübde verbinden/ oder nicht verbd. 4 Mose 30. 31. Israel schlägt Midian. Hut/ oder einen Eid schwöret/ daß er seine Seele verbindet/ der soll sein Wort nicht schwächen/ sondern alles thun / wie es zu seinem Munde ist ausgegangen. * 3 Mos. 27 / 2. 3 Mos. 23 , 21. Pred. 5/ 3. 4 . - 4 . Wenn ein Weibsbild dem Herrn ein Gelübde thut/ und sich verbindet/ weil sie in ihres Vaters Hause/ und im Magdthum (noch unverhcyrathet) ist; 5. Und ihr Gelübde und Verbindniß / das sie thut über ihre Seele / kommt vor ihren Vater/ und er schweiget dazu; so gilt alles ihr Gelübde/ und alles ihr Verbindniß, deß sie sich über ihre Seele verbunden hat. 6 . Wo aber ihr Vater wehret des Tages/ wenn ers höret; so gilt kein Gelübde noch Ver- bindniß / deß sie sich über ihre Seele verbunden hat; und der Herr wird ihr gnädig seyN/ weil ihr Vater ihr gewehret hat. 7 . Hat sie aber einen Mann / und hat ein Gelübde auf sich/ oder entfahret ihr aus ihren Lippen ein Verbindniß über ihre Seele; 8 . Und der Mann hörets / und schweiget desselben Tages stille; so gilt ihr Gelübde und Verbindniß/ deß sie sich über ihre Seele verbunden hat. 9. Wo aber ihr Mann wehret des Tages/ wenn ers höret; so ist ihr Gelübde los/ das sie auf sich hat/ und das Verbindniß/ das ihr aus ihren Lippen entfahren ist über ihre Seele; und der Herr wird ihr gnädig seyn. 10. Das Gelübde einer Witwe und Verstoßenen / alles / weß sie sich verbindet über ihre Seele/ das gilt auf ihr. 11. Wenn Jemandes Gesinde gelobet/ oder sich mit einem Eide verbindet über seine Seele; 12. Und der Hausherr höret es/ und schweiget dazu / und wehret es nicht; so gilt alles dasselbe Gelübde/ und alles/ weß es sich verbunden hat über seine Seele. 13. Machet es aber der Hausherr des Tages los/ wenn er es höret; so gilt es nicht/ was aus seinen Lippen gegangen ist / das es gelobet/ oder sich verbunden hat über seine Seele; denn der Hausherr hats los gemacht / und der Herr wird ihm gnädig seyn. 1 - 4 . Und alle Gelübde/ und Eide/ zu verbinden / den Leib zu kasteyen / mag der Hausherr kräftigen oder schwächen, also: 15. Wenn er dazu schweiget von einem Tage zum andern ; so bekräftiget er alle seine Gelübde und Verbindnisse / die es auf sich hat / darum / daß er geschwiegen hat des Tages/ da er es hörete. 16. Wird er es aber schwächen, nachdem er es gehöret hat; so soll er die Missethat tragen. 17 . Das sind die Satzungen, die der Herr Mose gebothen hat, zwischen Mann und Weib, zwischen Vater und Tochter, weil sie noch eine Magd ist in ihres Vaters Hause. Das 31. Capitel. Israel erhält wider die Midianitcr den Sieg, und große Beute. i.Nnd der Herr redete mit Mose, und sprach: " 2. Räche' die Kinder Israel an den Mi- dianitern, daß du -k darnach dich sammelst zu deinem Volk. * e. 2-, 17. 1- e. 27,13. 3 . Da redete Mose mit dem Volk, und sprach: Rüstet unter euch Leute zum Heer wider die Midianiter, daß sie den Herrn rächen an den Midianitern; - 4 . Aus jeglichem Stamm tausend, daß ihr aus allen Stämmen Israels in das Heer schicket. 5. Und sie nahmen aus den Tausenden Israels, je tausend eines Stamms, zwölf tausend gerüstet zum Heer. 6 . Und Mose schickte sie mit * Pinehas , dem Sohne Eleasars, des Priesters, ins Heer, und die heiligen Kleider, und die -k- Halltrompeten in seine Hand. * c. 23, 7. 1- c. io, 9. 7. Und sie führeten das Heer wider die Midianiter, wie der Herr Mose gebothen hatte, und * erwürgeten alles, was männlich war. ' 1 Mos. 3 i, 23 . 8 . Dazu die Könige der Midianiter erwürgeten sie sammt ihren Erschlagenen, nähmlich ' Evi, Rekem, Zur, Hur und Reba, die fünf Könige der Midianiter. -k- Bileam, den Sohn Beors, erwürgeten sie auch mit dem Schwert. * Jos. 13 , 21. 1 - c. 22 , 3 . 9. Und die Kinder Israel nahmen gefangen die Weiber der Midianiter und ihre Kinder; alles ihr Vieh, alle ihre Habe, und alle ihre Güter raubten sie; 10. Und verbrannten mit Feuer alle ihre Städte ihrer Wohnung, und alle Burgen; 11. Und * nahmen allen Raub, und alles, was zu nehmen war, beydes Menschen und Vieh, * 3 Mos. 20, 14. 12. Und brachten es zu Mose und zu Eleasar, dem Priester, und zu der Gemeine der Kinder Israel, nähmlich die Gefangenen, und das genommene Vieh, und das geraubte Gut ins Lager , auf der Moabiter Gefilde, das am Jordan liegt gegen Jericho. 13. Und Mose und Eleasar, der Priester, Israel reiniget sich. 4 Mose 31. Raub auSgetheilet. 167 und alle Fürsten der Gemeine, gingen ihnen entgegen hinaus vor das Lager, i^. Und Mose ward zornig über die Hauptleute des Heers, die Hauptleute über tausend und über hundert waren, die aus dem Heer und Streit kamen, iö. Und sprach zu ihnen: Warum habt ihr alle Weiber leben lassen? 16. Siehe, haben nicht dieselbigen die Kinder Israel durch * Bileams Rath abgewendet, sich zu versündigen am Herrn über dem Peor; und widerfuhr eine Plage der Gemeine des Herrn? * c. 21, 14. c. 23/ i. 1 7 . So erwürget nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Weiber, die Männer erkannt und beygelegen haben; 18. Aber alle Kinder, die Weibsbilder sind, und nicht Männer erkannt noch beygelegen haben, die lasset für euch leben. is. Und lagert euch außer dem Lager*sieben Tage, alle, die Jemanden erwürget, oder die 7 Erschlagenen angerühret haben, daß ihr euch entsündiget am dritten und siebenten Tage, sammt denen, die ihr gefangen genommen habt. * 3 Mos. 13, 13. 1- «. 19, 11. 18 . 20. Und alle Kleider, und alles Geräthe von Fellen, und alles Pelzwerk, und alles hölzerne Gefäß sollt ihr entsündigen. 21. Und Eleasar, der Priester, sprach zu dem Kriegsvolk, das in Streit gezogen war: Das ist das Gesetz, welches der Herr Mose gebothen hat: 22. Gold, Silber, Erz, Eisen, Zinn und Bley, 23. Und alles, was das Feuer leidet, sollt ihr durchs Feuer lassen gehen, und reinigen, daß es mit dem Sprengwasser entsündiget werde. Aber alles, was nicht Feuer leidet, sollt ihr durchs Wasser gehen lassen. 2^. Und sollt eure Kleider waschen am siebenten Tage, so werdet ihr rein; darnach sollt ihr ins Lager kommen. 25 . Und der Herr redete mit Mose, und sprach: 26. Nimm die Summa des Raubes der Gefangenen, beydes an Menschen und Vieh, du und Eleasar, der Priester, und die obersten Väter der Gemeine; 27. Und gib die * Hälfte denen, die InS Heer ausgezogen sind, und die Schlacht gethan haben, und die andere Hälfte der Gemeine. " Jos. 22 , 8. 1 Sam. 30, 24. 28. Und sollst dem Herrn heben von den Kriegsleuten , die ins Heer gezogen sind, je von fünf Hunderten eine Seele, beydeS an Menschen, Rindern, Eseln und Schafen. 29. Von ihrer Hälfte sollst du eS nehmen, und dem Priester Eleasar geben zur Hebe dem Herrn. 30. Aber von der Hälfte der Kinder Israel sollst du je von Fünfzigen nehmen ein Stück Gut, beydeS an Menschen, Rindern, Eseln und Schafen , und von allem Vieh , und sollst es den Leviten geben, die der Huth warten der Wohnung des Herrn. 3 1. Und Mose und Eleasar, der Priester, * thaten, wie der Herr Mose gebothen hatte. * 1 Mos. 6, 22. 2 Mos. 7, 10 . 32 . Und eS war der übrigen Ausbeute, die das Kriegsvolk geraubet hatte, sechs mahl hundert und fünf und siebenzig tausend Schafe, 33 . Zwey und siebenzig tausend Rinder, 3 ^. Ein und sechzig tausend Esel, 35 . Und der Weibsbilder, die nicht Männer erkannt, noch beygelegen hatten, zwey und drey- ßig tausend Seelen. 36 . Und die Hälfte, die denen, so ins Heer gezogen waren, gehörte, war an der Zahl drey hundert mahl und sieben und dreyßig taufend und fünf hundert Schafe; 37. Davon wurden dem Herrn sechs hundert fünf und siebenzig Schafe. 38 . Ferner, sechs und dreyßig tausend Rinder; davon wurden dem Herrn zwey und siebenzig. 39. Ferner, dreyßig tausend und fünf hundert Esel; davon wurden dem Herrn ein und sechzig. ^o. Ferner, Menschenseelen, sechzehn tausend Seelen; davon wurden dem Herrn zwey und dreyßig Seelen. ^i. Und Mose gab solche Hebe des Herrn dem Priester Eleasar, wie ihm der Herr gebothen hatte. ^2. Aber die andere Hälfte, die Mose den Kindern Israel zutheilete von den Kriegsleuten : ^ 3 . Nähmlich die Hälfte der Gemeine zuständig, war auch drey Hundert mahl und sieben und dreyßig tausend fünf hundert Schafe, ^- 4 . Sechs und dreyßig tausend Rinder, ^ 5 . Dreyßig tausend und fünf hundert Esel, ^ 6 . Und sechzehn tausend Menschenleeren. ^ 7 . Und Mose nahm von dieser Hälfte der Kinder Israel, je Ein Stück von Fünfzigen, beydes des Viehes und der Menschen, und gab eS den Leviten, die der Huth warteten an der Wohnung des Herrn, wie der Herr Mose ge- bothen hatte. 168 Begehren der Kinder Rüben. 4 Mose 31.32. Rubeniter erklären sich. Und es traten herzu die Hauptleute über die Tausende des Kriegsvolks / nähmlich die über tausend und über hundert waren, zu Mose, Und sprachen zu ihm: Deine Knechte haben die Summa genommen der Krtegsleute, die unter unfern Händen gewesen sind, und fehlet nicht Einer. so. Darum bringen wir dem Herrn Geschenke/ was ein Jeglicher gefunden hat von goldenem Geräthe, Ketten, Ärmgeschmeide, Ringe/ Ohrenringe und Spangen/ daß unsere Seelen versöhnet werden vor dem Herrn. 51. Und Mose nahm von ihnen/ sammt dem Priester Eleasar/ das Gold allerley Geräths. 52. Und alles Goldes Hebe / das sie dem Herrn Hobe«/ war sechzehn tausend und sieben hundert und fünfzig Sekel/ von den Hauptleuten über tausend und hundert. 53. Denn die Kriegsleute hatten geraubet ein Jeglicher für sich. 5^. Und Most/ mit Eleasar/ dem Priester/ nahm das Geld von den Hauptleuten über tausend und hundert / und brachten es in die Hütte des Stifts / zum Gedächtniß der Kinder Israel vor dem Herrn. Das 32. Capitel. Mit der Besitzung des Lundes Canaan wird ein Anfang gemacht. 1. A>ie Kinder Rüben und die Kinder Gad hatten sehr viel Vieh / und sahen das Land Jaeser und Gilead an für bequeme Stätte zu ihrem Vieh; 2. Und kamen, und sprachen zu Mose und zu dem Priester Eleasar/ und zu den Fürsten der Gemeine: z. Das Land Atroth, Dibon, Jaeser, Nimra / Hesbon/ Eleale / Seban/ Nebo und Beon, Das der Herr geschlagen hat vor der Gemeine Israel/ ist bequem zum Vieh; und wir/ deine Knechte / haben Vieh. 5. Und sprachen weiter: Haben wir Gnade vor dir gefunden / so gib dieß Land deinen Knechten zu eigen / so wollen wir nicht über den Jordan ziehen. 6. Mose sprach zu ihnen: Eure Brüder sollen in Streit ziehen / und ihr wollt hier bleiben? 7. Warum machet ihr der Kinder Israel' Herzen abwendig / daß sie nicht hinüber ziehen in das Land/ das ihnen der Herr geben wird? * - Mos. 1 , 28. 8. Also thaten auch eure Väter / da ich sie * aussandte von Kades Barnea/ das Land zu schauen; *c. i3,4. - Mos. 9,2z. 9. Und da sie" hinauf gekommen waren bis an den Bach Eftol, und sahen das Land/ machten sie das Herz der Kinder Israel abwendig / daß sie nicht in das Land wollten/ das ihnen der Herr geben wollte. ' c. 13,24. s- c. 13,28. 10. Und des Herrn Zorn ergrimmete zu der- selbigen Zeit/ und schwur / und sprach: 11. Diese Leute / die aus Egypten gezogen sind / von zwanzig Jahren und darüber/ sollen je das Land nicht sehen, das ich ' Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe, darum, daß sie mir nicht treulich nachgefolget haben; * 1 Mos. -0, 24. 2 Mos 33/ 1. 12. Ausgenommen ' Caleb, den Sohn Je- phunne, des Kenisiters, und Josua, den Sohn Runs; denn sie haben dem Herrn treulich nachgefolget. * c. 11, 3o. 13. Also ergrimmete des Herrn Zorn über Israel, und ließ sie hin und her in der Wüste ziehen, vierzig Jahre, bis daß ein Ende ward alles des Geschlechts , das übel gethan hatte vor dem Herrn. 1^. Und siehe, ihr seyd aufgetreten an eurer Väter Start, daß der Sündiger desto mehr seyen, und ihr auch den Zorn und Grimm des Herrn noch mehr machet wider Israel. 15. Denn wo ihr euch von ihm wendet; so wird er auch noch länger sie lassen in der Wüste, und ihr werdet dieß Volk alles verderben. 16. Da traten sie herzu, und sprachen: Wir wollen nur Schafharden hier bauen für unser Vieh, und Städte für unsere Kinder; 17. Wir aber wollen uns rüsten vorne an vor die Kinder Israel, bis daß wir sie bringen an ihren Ort. Unsere Kinder sollen in den verschlossenen Städten bleiben, um der Einwohner willen des Landes. 18. Wir wollen nicht heimkehren, bis die Kinder Israel einnehmen ein Jeglicher sein Erbe. 19. Denn wir wollen nicht mit ihnen erben jenseit des Jordans, sondern unser Erbe soll uns" diesseit des Jordans gegen dem Morgen gefallen seyn. * - Mos. 3,12. 20. Mose sprach zu ihnen: Wenn ihr das thun wollt, daß ihr' euch rüstet zum Streit vor dem Herrn; * Zos. 1,13. c. 4,12. 21. So ziehe über den Jordan vor dem Herrn, wer unter euch gerüstet ist, bis daß er seine Feinde austreibe von seinem Angesicht, 22. Und das Land unterchan werde vor dem Herrn; Mose antwortet. 4 Mose 32. 33. Reisen -er Kinder Israel. 469 Herrn; darnach sollt ihr umwenden, und unschuldig seyn vor dem Herrn, und vor Israel, und sollt dieß Land also haben zu eigen vor dem Herrn. 23. Wo ihr aber nicht also thun wollt; siehe, so werdet ihr euch an dem Herrn versündigen, und werdet eurer Sünde inne werden, wenn sie euch finden wird. 24. So bauet nun Städte für eure Kinder, und Hürden für euer Vieh, und thut, was ihr geredet habt. 25. Die Kinder Gad und die Kinder Rüben sprachen zu Mose: Deine Knechte sollen thun, wie mein Herr gebothen hat. 26 . Unsere Kinder, Weiber, Habe, und alles unser Vieh, sollen in den Städten Gilead's seyn; 27 . Wir aber, deine Knechte, wollen alle gerüstet zum Heer in den Streit ziehen vor dem Herrn, wie mein Herr geredet hat. 28 . Da geboth Mose ihrer halben dem Priester Eleasar, und Josua, dem Sohne Nuns, und den obersten Vätern der Stämme der Kinder Israel, 29 . Und sprach zu ihnen: "Wenn die Kinder Gad, und die Kinder Rüben, mit euch über den Jordan ziehen, alle gerüstet zum Streit vor dem Herrn, und das Land euch unterthan ist, so gebet ihnen das Land Gilead zu eigen; * Los. 4, 12. 30. Ziehen sie aber nicht mit euch gerüstet; so sollen sie mit euch erben im Lande Canaan. 31. Die Kinder Gad und die Kinder Rüben antworteten, und sprachen: Wie der Herr redet zu deinen Knechten, so wollen wir thun. 32. Wir wollen gerüstet ziehen vor dem Herrn ins Land Canaan, und unser Erbgut besitzen diesseit des Jordans. 33. Also ' gab Mose den Kindern Gad, und den Kindern Rüben, und dem halben Stamm Manasse, des Sohnes Josephs, das Königreich Sihon, des Königs der Amoriter, und das Königreich Og, des Königs zu Basan; das Land sammt den Städten, in der ganzen Grenze umher. * 3 Mos. 3/ 12. c. 29, 8. Jos. 13, 8. c. 22, - 1 . 7. 34. Da baueten die Kinder Gad Dibon, Ata- roth, Aroer, 35 . Atroth, Sophan, Jaeser, Jegabehah, 36. Beth Nimra und Beth Haran; verschlossene Städte und Schafhürden. 37. Die Kinder Rüben baueten Hesbon, Eleale, Kiriathaim, 38. Nebo, Baal Meon, und änderten die Nahmen, und Sibama; und gaben den Städten Nahmen, die sie baueten. 39 . Und die Kinder * Machirs, des Sohnes Manasse, gingen in Gilead, und gewannen es, und vertrieben die Amoriter, die darinnen waren. * 1 Mos. 30, 23. 40. Da gab * Mose dem Machir, dem Sohne Manasse, Gilead; und er wohnete darinnen. * Ps. 60, 9. 41. Jair * aber, der Sohn Manasse, ging hin, und gewann ihre Dörfer; und hieß sie Havoth Jair. *Richt. io, 4. 42. Nobah ging hin, und gewann Knath mit ihren Töchtern (mit ihren kleinern Städten oder Flecke» umher) , und hieß sie Nobah, nach seinem Nahmen. Das 33. Capitel. Register der Reisen und Lagerstätten des Volks Israel. 1. A>as sind die Reisen der Kinder Israel, ^ die aus Egyptenland gezogen sind, nach ihrem Heer, durch Mose und Aaron. 2 . Und Mose beschrieb ihren Auszug, wie sie zogen, nach dem Befehl des Herrn, und sind nähmlich dieß die Reisen ihres Zugs: 3. Sie zogen aus von * Raemses am fünfzehnten Tage des ersten Monaths, des andern Tages der Ostern, durch eine hohe Han-, daß alle Egypter sahen, * 2 Mos. 12,37. 4. Und begruben eben die Erstgeburt, die der Herr unter ihnen geschlagen hatte; denn der Herr hatte auch au * ihren Göttern Gericht geübt. * 2 Mos. 12, 12. Esaj. 19, 1. 5 . Als sie von * Raemses auszogen, lagerten sie sich in Suchoth. * 2 Mos. 12,37. 6. Und zogen aus von * Suchoth, und lagerten sich in Etham, welches liegt an dem Ende der Wüste. * 2 Mos. 13,20. 7. Von Etham zogen sie aus, und blieben im Grunde Hahiroth, welches liegt gegen Baal Zephon, und lagerten sich gegen Migdol. 8. Von * Hahiroth zogen sie aus, und gingen mitten durchs Meer, in die Wüste, und reiferen drey Tagreisen in der Wüste Etham, und lagerten sich -s in Marah. * 2 Mos. 14,22. -1-2 Mos. 13,2z. 9 . Von Marah zogen sie aus, und kamen gen * Elim, darinnen waren zwölf Wasserbrunnen, und siebenzig Palmen; und lagerten sich daselbst. "* 2 Mos. 13, 27. 10 . Von Elim zogen sie aus, * und lagerten sich an das Schilfmeer. * 2 Mos. 16,1. 11 . Von dem Schilfmeer zogen sie aus, und lagerten sich in der Wüste Sin. 170 4 Mose 33. Kinder Israel. Reisen der 12. Von der Wüste Sin zogen sie aus, und lagerten sich in Daphka. 13. Von Daphka zogen sie aus, und lagerten sich in Alus. i^. Von Alus zogen sie ans, und lagerten sich * in Raphidim; daselbst hatte das Volk kein Wasser zu trinken. *2M°s. 17,1. 15 . Von Raphidim zogen sie aus, und lagerten sich in der * Wüste Sinai. * 2 Mos. 19,1. 16. Von Sinai zogen sie aus, und lagerten sich in den ' Luftgräbern. * c. 11,34.33. 17. Von den Lustgräbern zogen sie aus, und lagerten sich in ' Hazeroth. * c. 11, 33. 18. Von 'Hazeroth zogen sie aus, und lagerten sich in Rithma. * c. 13,1. 19. Von Rithma zogen sie aus, und lagerten sich in Rimon Parez. 20. Von Rimon Parez zogen sie aus, und lagerten sich in Libna. 21. Von Libna zogen sie aus, und lagerten sich in Rissa. 22. Von Rissa zogen sie aus, und lagerten sich in Kehelattza. 23. Von Kehelatha zogen sie aus, und lagerten sich im Gebirge Sapher. 22.. Vom Gebirge Sapher zogen sie aus, und lagerten sich in Harada. 25. Von Harada zogen sie aus, und lagerten sich in Makeheloth. 26. Von Makeheloth zogen sie aus, und lagerten sich in Thahath. 27. Von Thahath zogen sie aus, und lagerten sich in Tharah. 28. Von Tharah zogen sie aus, und lagerten sich in Mithka. 29. Von Mithka zogen sie aus, und lagerten sich in Hasmona. 3 0. Von Hasmona zogen sie aus, und lagerten sich in Moseroth. 31. Von Moseroth zogen sie aus, und lagerten sich in Bnejaekon. 32. Von Bnejaekon zogen sie aus, und lagerten sich in Horgidgad. 33. Von Horgidgad zogen sie aus, und lagerten sich in Jathbatha. 32.. Von Jathbatha zogen sie aus, und lagerten sich in Abrona. 35. Von Abrona zogen sie aus, und lagerten sich in Ezeongaber. 36. Von Ezeongaber zogen sie aus, und lagerten sich in der Wüste'Zin, das ist Kades. 37. Von Kades zogen sie ans, und lagerten sich an dem Berge Hör, an der Grenze des Landes Edom. 38 . Da ging der Priester Aaron auf den Berg Hör, nach dem Befehl'des Herrn, und starb daselbst im vierzigsten Jahr des Auszugs der Kinder Israel ans Egyptenland, am ersten Tage des fünften Monaths, 39. Da er hundert und drey und zwanzig Jahre alt war. - 40 . Und ' Arad, der König der Cananiter, der da wohnete gegen Mittag des Landes Canaan, hörete, daß die Kinder Israel kamen. 'c. 21,1. 2,1. Und von dem Berge Hör zogen sie aus, und lagerten sich in Zalmona. -42. Von Zalmona zogen sie aus, und lagerten sich in Phunon. -43. Von Phunon zogen sie aus, und lagerten sich in ' Oboth. ' 21. 10. - 4 - 4 . Von Oboth zogen sie aus, und lagerten sich in ' Jjim, am Gebirge Abarim, in der Moabiter Grenze. * c. 21, n. - 45 . Von Jjim zogen sie aus, und lagerten sich in Dibon Gad. - 46 . Von Dibon Gad zogen sie aus, und lagerten sich in Almon Diblathaim. -47. Von Almon Diblathaim zogen sie aus, und lagerten sich in dem Gebirge Abarim, gegen Nebo. - 48 . Von dem Gebirge Abarim zogen sie aus, und lagerten sich in das Gefilde der Moabiter, an dem Jordan gegen Jericho. -49. Sie lagerten sich aber von Beth-Jesimoth, bis an die Breite' Sittim, des Gefildes der Moabiter. ' c. 23,1. 50. Und der Herr redete mit Mose, in dem Gefilde der Moabiter, an dem Jordan gegen Jericho, und sprach: 51. Rede mit den Kindern Israel, und sprich zu ihnen: Wenn ' ihr über den Jordan gegangen seyd in das Land Canaan; * 2 Mos. 23 , 31 . 6 Mos. 7 ,' 2. Jos. 11 , 12. 52. So sollt ihr alle Einwohner vertreiben vor euerm Angesicht, und alle ihre Säulen, und alle ihre gegossenen Bilder umbringen, und alle ihre Höhen vertilgen. 53 . Daß ihr also das Land einnehmet, und darinnen wohnet; denn euch habe ich das Land gegeben, daß ihr es einnehmet. 52,. Und sollt das Land austheilen durchs 'Loos unter eure Geschlechter. Denen, derer viel ist, sollt ihr destomehr zutheilen; und denen, derer Grenzen des 4 Mose 34. gelobten Landes. 471 wenig ist, sollt ihr desto weniger zutheilen. Wie das Loos einem Jeglichen daselbst fällt, so soll er es haben, nach den Stämmen ihrer Väter. * c. 26 / 33. Jos. 14/ 2 . 55 . Werdet ihr aber die Einwohner des Landes nicht vertreiben vor euerm Angesicht; so werden euch die/ so ihr überbleiben lasset / "zu Dornen werden in euern Augen / und zu Stacheln in euern Seite»/ und werden euch drängen auf dem Lande / darinnen ihr wohnet. * Nicht. 2/ 3. 56 . So wirds dann gehen/ daß ich euch gleich thun werde / was ich gedachte ihnen zu thun. Das 34. Capitel. Grenzen der gelobten Landes. Wie und durch welche er anSzuthcilen. i.Nnd der Herr redete mit Most/ und sprach: ^ 2. " Gebiethe den Kindern Israel / und sprich zu ihnen: Wenn ihr ins Land Canaan kommt/ so soll das Land/ das euch zum Erb- theil fällt im Lande Canaan/seine Grenze haben. * 2 Mos. 27 / 20. 7- 2 Mos. 23/ 31. 3. Die Ecke gegen Mittag soll anfangen an * der Wüste Zin bey Edom/ daß eure Grenze gegen Mittag sey vom Ende des Salzmeers/ das gegen Morgen liegt; * s-s. 13/ 1. u- 1 Mos. 14/ 3. 'i. Und daß dieselbe Grenze sich lände («str-kc) vom Mittag hinauf genAkrabbiM/ und gehe durch Zinna / und ihr Ende vom Mittag / bis gen Kades Barnea/ und gelange am Dorf Adar/ und gehe durch Azmon; 5. Uud lände sich von Azmon an den Bach Egyptens/ und ihr Ende sey an dem Meer. 6 . Aber die Grenze gegen dem Abend soll diese seyn: Nähmlich das große Meer. Das sey eure Grenze gegen dem Abend. 7 . Die Grenze gegen Mitternacht soll diese seyn: Ihr sollt messen von dem großen Meer/ an den Berg Hör; 8 . Und von dem Berge Hör messen / bis man kommt gen * Hamath/ daß sein Ausgang sey die Grenze Zedada; ' ", 22. 9. Und derselben Grenze Ende gen Siphron/ und ihr Ende sey am Dorf Enan. Das sey eure Grenze gegen Mitternacht. 10. Und sollt euch messen die Grenze gegen Morgen/ vom Dorf Enan gen Sepham; 11. Und die Grenze gehe herab von Sepham gen Ribla zu Am von Morgenwärts; darnach gehe sie herab und lenke sich auf die Seiten des " Meers Cinereth gegen den Morgen / * 4 Mos. 6/ 17. 12. Und kommt herab an den Jordan/ daß ihr Ende sey das Salzmeer. Das sey euer- Land mit seiner Grenze umher. 13. Und Mose geboth den Kindern Israel/ und sprach: Das ist das Land/ das ihr durchs Loos unter euch theilen sollt/ das der Herr gebothen hat den neun Stämmen / und dem. halben Stamm zu geben. 1^. Denn * der Stamm der Kinder Rüben des Hauses ihres Vaters / und der Stamm der Kinder Gad des Hauses ihres Vaters/ und der halbe StammManasse haben ihrTbeil genommen. * c. 32/ 33 . 15 . Also haben die zween Stämme und der halbe Stamm ihr Erbtheil dahin / * diesseit des Jordans gegen Jericho / gegen den Morgen. * t. 32/ 32. 16. Und der Herr redete mit Mose / und sprach : 17. Das sind die Nahmen der Männer/ die das Land unter euch theilen sollen: Der Priester * Eleasar/ und i- Joftra/ der Sohn Nuns. * Jos. 14/1. c. 21 / 1 . 7 3 Mos. i/38. 18. Dazu sollt ihr nehmen eines jeglichen Stamms Fürsten/ das Land auszutheilen. 19. Und das sind der Männer Nahmen: Ca- leb/ der Sohn Jephunne/ des Stamms Juda; 20. Semuel/ der Sohn Ammihuds/ des Stamms Simeon; 21. Elidad/ der Sohn Chislons / des Stamms Benjamin; 22. Buki/ der Sohn Jagli/ Fürst des Stamms der Kinder Dan; 23. Haniel/ der Sohn Ephods/ Fürst des Stamms der Kinder Manasse/ von den Kindern Josephs; 2-i. Kemuel/ der Sohn Siphtans / Fürst des Stamms der Kinder Ephraim; 25. Elizaphan/ der Sohn Parnachs / Fürst des Stamms der Kinder Sebulon; 26. Palthiel/ der Sohn Asans/ Fürst des Stamms der Kinder Jsaschar; 27. Ahihud/ der Sohn Selomi/ Fürst des Stamms der Kinder Asser; 28. Pedahel/ der Sohn Ammihuds/ Fürst des Stamms der Kinder Naphthali. 29. Dieß sind die/ denen der Herr geboth/ daß sie den Kindern Israel Erbe austheileten im Lande Canaan. V 2 Städte der Leviten. -4 Mose 35. 472 Das 35. Capitel. Don den Städten der Leviten / Freystädten / und Todtschlag. 1. Nnd der Herr redete mit Mose auf dem Gefilde der Moabiter / am Jordan gegen Jericho, und sprach: 2. * Gebiethe den Kindern Israel, daß fie 1- den Leviten Städte geben, von ihren Erbgütern, da fie wohnen mögen; * 28,2. c. 34,2. Jos. 21,2. 3. Da;n die Vorstädte um die Städte her sollt ihr den Leviten auch geben, daß fie in den Städten wohnen, und in den Vorstädten thr Vieh, und Gut, und allerley Thiere haben. Die Weite aber der Vorstädte, die fie den Leviten geben, soll tausend Ellen außer der Stadtmauer umher haben. 5. So sollt ihr nun messen außen an der Stadt, von der Ecke gegen dem Morgen, zwey tausend Ellen , und von der Ecke gegen Mittag, zwey tausend Ellen, und von der Ecke gegen dem Abend, zwey tausend Ellen, und von der Ecke gegen Mitternacht, zwey tausend Ellen, daß die Stadt im Mittel sey. Das sollen ihre Vorstädte seyn. 6. Und unter den Städten, die ihr den Leviten geben werdet, sollt ihr * sechs Freystädte geben, daß da hinein fliehe, wer einen Todtschlag ge- than hat. Ueber dieselben sollt ihr (ihnen) noch zwey und vierzig Städte geben; * v. 13 . 2 Mos. 21, 13 . 3 Mos. st, stl. c. 19, 2. 9 . Jos. 20, 2. 7. Daß ' alle Städte, die ihr den Leviten gebet, seyen acht und vierzig, mit ihren Vorstädten. * Jos. 21, 41 . 6. Und sollt derselben * desto mehr geben von denen, die viel besitzen unter den Kindern Israel; und desto weniger, von denen, die wenig besitzen: ein Jeglicher nach seinem Erbtheil, das ihm zugethetlet wird, soll Städte den Leviten geben. *». 26,36. s. Und der Herr redete mit Mose, und sprach : 10. * Rede mit den Kindern Israel, und sprich zu ihnen: Wenn ihr über den Jordan ins Land Canaan kommt; *c. 13,2. 11. Sollt ihr Städte auswählen, daß Freystädte seyen, dahin fliehe, der einen Todtschlag unversehens thut. 12. Und sollen unter euch solche Freystädte seyn vor dem Bluträcher, daß der nicht sterben müße, der einen Todtschlag gethan hat, bis daß er vor der Gemeine vor Gericht gestanden sey. 13. Und der Städte, die ihr geben werdet, sollen * sechs Freyftädte seyn. ' v. 6. Gesetz von Todtschlägern. 1^. Drey sollt ihr geben diesseit des Jordans, und drey im Lande Canaan. 15. Das find die sechs Freystädte, beydes den Kindern Israel, und den Fremdlingen, und den Hausgenossen unter euch, daß dahin fliehe, wer einen Todtschlag gethan hat unversehens. 16. Wer Jemand mit * einem Eisen schlägt, daß er stirbt, der ist ein Todtschläger, und soll des Todes sterben. * 2 Mos. 21,12. 3 Mos. 24,17. 17 . Wirft er ihn mit einem Stein, damit Jemand mag getödtet werden, daß er davon stirbt; so ist er ein Todtschläger, und soll des Todes sterben. 1 8 . Schlägt er ihn aber mit einem Holz, damit Jemand mag todtgeschlagen werden, daß er stirbt; so ist er ein Todtschläger, und soll des Todes sterben. i s. Der Rächer des Bluts soll den Todtschläger zum Tode bringen; wie er geschlagen hat, soll man ihn wieder tödten. 20. * Stößt er ihn aus Haß, oder wirft etwas auf ihn aus Lift, daß er stirbt, * § Mos. 19,11. 21. Oder schlägt ihn durch Feindschaft mit seiner Hand, daß er stirbt: so soll der des Todes sterben, der ihn geschlagen hat; denn er ist ein Todtschläger, der Rächer des Bluts soll ihn zum Tode bringen. 22. Wenn er ihn aber * ohngefähr stößt ohne Feindschaft, oder wirft irgend etwas auf ihn unversehens , * st Mos. 19, st. 23. Oder irgend einen Stein, davon man sterben mag, und hat es nicht gesehen, auf ihn wirft, daß er stirbt; und er ist nicht sein Feind, hat ihm auch kein Uebels gewollt: 2^. So soll die Gemeine richten zwischen dem, der geschlagen hat, und dem Rächer des Bluts in diesem Gericht. 25. Und die Gemeine soll den Todtschläger erretten von der Hand des Bluträchers, und soll ihn wiederkommen lassen zu der Freyftadt, dahin er geflohen war; und soll daselbst bleiben, bis daß der Hohepriester sterbe, den * man mit dem heiligen Oehl gesalbet hat. * 3 Mos. 21, is. 26. Wird aber der Todtschläger aus seiner Freyftadt Grenze gehen, dahin er geflohen ist; 27. Und der Bluträcher findet ihn außer der Grenze seiner Freystadt, und schlägt ihn todt, der soll des Bluts nicht schuldig seyn. 28. Denn er sollte in seiner Freyftadt bleiben, bis an den Tod des Hohenpriesters; und nach Erbrecht der Töchter 4 Mose 35 . 36 . Zelaphehad. 173 des Hohenpriesters Tod wieder zum Lande seines Erbguts kommen. 29. Das ' soll euch ein Recht seyu vey 'euern Nachkommen, wo ihr wohnet. * 2 Mos. 27/ 21. c. 3»/ 21. 30. Den Todtschläger soll man tödten nach * dem Munde zweyer Zeugen. Ein Zeuge soll nicht antworten über eine Seele zum Tode. ' Zoh. 8/ 17. 31. Und ihr sollt keine Versöhnung nehmen über die Seele des Todtschlägers; denn er ist des Todes schuldig, und er soll des Todes sterben. 32. Und sollt keine Versöhnung nehmen über den, der zur Freystadt geflohen ist, daß er wiederkomme zu wohnen im Lande, bis der Priester sterbe. 33. Und schändet das Land nicht, darinnen ihr wohnet. Denn wer blutschuldig ist, der schändet das Land; und das Land kann vom Blut nicht versöhnet werden, das darinnen vergossen wird, ohne * durch das Blut deß, der es vergossen hat. * i Mos. s, 6 . 3 ^. Verunreiniget das Land nicht, darinnen ihr wohnet, darinnen Ich auch wohne; denn Ich bin der Herr, * der unter den Kindern Israel wohnet. *2M»s. 29,4-. Das 36. Capitcl. Durch ungleiches Heirathen sollen die Erbtheile nicht verrückt werden. 1. Nnd die obersten Väter der Geschleckter der ^ Kinder Gileads, des Sohnes Machirs, der Manasse Sohn war, von dem Geschlecht der Kinder Josephs, traten herzu; und redeten vor Mose und vor den Fürsten der obersten Väter der Kinder Israel, 2. Und sprachen: Lieber Herr, der Herr hat gebothen, daß man das Land zum Erbtheil geben * sollte durchs Loos den Kindern Israel; und du, -r mein Herr, hast gebothen durch den Herrn, daß man das Erbtheil Zelaphehad, unsers Bruders, seinen Töchtern geben soll. 3. Wenn fle Jemand aus den Stämmen der Kinder Israel zu Weibern nimmt, so wird unsers Vaters Erbtheil weniger werden; und so viel sie haben, wird zu dem Erbtheil kommen des Stamms, dahin sie kommen, also wird das Loos unsers Erbtheils geringert. - 4 . Wenn denn nun das * Halljahr der Kinder Israel kommt, so wird ihr Erbtheil zu dem Erbtheil des Stamms kommen, da sie sind, also wird unsers Vaters Erbtheil geringert, so viel sie haben. * 3 Mos. 25,10. iz. 5. Mose geboth den Kindern Israel nach dem Befehl des Herrn, und sprach: Der Stamm der Kinder Josephs hat recht geredet. 6 . Das ists, das der Herr gebiethet den Töchtern Zelaphehad, und spricht: Laß sie freyen, wie es ihnen gefällt; allein, daß sie freyen unter dem Geschlecht des Stamms ihres Vaters, 7. Auf daß nicht die Erbtheile der Kinder Israel fallen von einem Stamm zum andern; denn ein Jeglicher unter den Kindern Israel soll auhangen an dem Erbe des Stamms seines Vaters. 8 . Und alle Töchter, die Erbtheil besitzen unter den Stämmen der Kinder Israel, sollen freyen einen von dem Geschlecht des Stamms ihres Vaters , auf daß ein Jeglicher unter den Kindern Israel seines Vaters Erbe behalte, 9. Und nicht ein Erbtheil von einem Stamm falle auf den andern, sondern ein Jeglicher hänge an seinem Erbe unter den Stämmen der Kinder Israel. 10. Wie der Herr Mose gebothen hatte, so thaten die Töchter Zelaphehads, 11. Mahela, Thirza, Hagla, Milca und Noa, und freyeten die Kinder ihrer Vettern, 12. Des Geschlechts der Kinder Manasse, des Sohnes Josephs. Also blieb ihr Erbtheil an dem Stamm des Geschlechts ihres Vaters. 13. Das sind die Gebothe und Rechte, die der Herr geboth durch Mose den Kindern Israel , * auf dem Gefilde der Moabiter, am Jordan gegen Jericho. 'k.33,-0. 174 Mose wiederholtet 5 Mose 1. Geschichten und Gesetze. Das fünfte Buch Mose. Das 1. Capitel. Gottes Gutthaten. Israels Undankbarkeit. 1. ( 7 >as sind die Worte, die Mose redete zum ganzen Israel, jenseit des Jordans , in der Wüste, auf dem Gefilde, gegen dem Schilfmeer, zwischen Paran und Thophel, Laban, Hazeroth und Disahab, 2. Eilf Tagreisen von "Horeb, durch den Weg des Gebirges Seir bis gen Kades Barnea. * 2 Mos. 3, 1. 3 . Und es geschah im vierzigsten Jahr, am ersten Tage des eilften Monaths, da redete Mose mit den Kindern Israel alles, wie ihm der Herr an fie gebothen hatte; Nachdem er * Schon, den König der Amo- riter, geschlagen hatte, der zu Hesbon wohnete, dazu Og, den König zu Basan, der zu Astha- roth und zu Edrei wohnete. * § Mos. 21,24.33.33. 5. Jenseit des Jordans im Lande der Moabiter , fing an Mose auszulegen dieß Gesetz, und sprach: 6 . Der Herr, unser Gott, redete mit uns am Berge Horeb, und sprach: Ihr * scyd lange genug an diesem Berge gewesen; * 2 Mos. 19,1. 7 . Wendet euch, und ziehet hin, daß ihr zu dem Gebirge der Amvriter kommt, und zu allen ihren Nachbarn, im Gefilde, auf Bergen und in Gründen, gegen Mittag , und gegen die An- furt des Meers, im Lande Canaan, und zum Berge Libanon, bis an * das große Wasser Phrath. * 1 Mos. 13,13. 8 . Siehe da, * ich habe euch das Land, das da vor euch liegt, gegeben; gehet hinein, und nehmet es ein, das der Herr euern Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, daß ers ihnen und ihrem Samen nach ihnen geben wollte. *1 Mos. 12,7. 9. Da * sprach ich zu derselben Zeit zu euch: Ich kann euch nicht allein ertragen ;*2Mos.i8,i8. 10. Denn der Herr, euer Gott, hat euch ge- mehret, daß ihr heutiges Tages seyd, * wie die Menge der Sterne am Himmel. * c. 10, 22. 1 Mos. 13, 3 . i i. Der Herr, eurer Väter Gott, mache eurer noch viel tausend mehr, und segne euch, wie er euch geredet hat! 12. Wie kann ich allein solche Mühe, und Last, und Hader von euch ertragen? 13. Schaffet her weise, verständige und erfahrene Leute unter euer« Stämmen, die will ich über euch zu Häuptern setzen. 1^. Da antwortetet ihr mir, und sprächet: Das ist ein gutes Ding, davon du sagest, daß du es thun willst. 15. Da nahm * ich die Häupter eurer Stämme, weise und erfahrene Männer, und setzte sie über euch zu Häuptern, über tausend, über hundert, über fünfzig, und über zehn, und Amtleute unter euern Stämmen; ' 2 Mos. 18,23 .4 Mos. 11,16. 16. Und geboth euern Richtern zu derselben Zeit, und sprach: Verhöret eure Brüder, und * richtet recht zwischen Jedermann, und seinem Bruder, und dem Fremdling. * c. 16,18. is. 17. Keine "Person sollt ihr im Gericht ansehen; sondern sollt den Kleinen hören wie den Großen, und vor Niemandes Person euch scheuen. Denn das Gerichtamt ist Gottes. Wird aber euch eine Sache zu hart seyn; die lasset an mich gelangen, daß ich fie höre. ' c. 16, 19. Spr. 24 , 23 . 2 Chr. 19 , 6 . 18. Also geboth ich euch zu der Zeit alles, was ihr thun solltet. 19. Da zogen wir aus von Horeb, und wandelten durch die ganze Wüste, die groß und grausam ist, wie ihr gesehen habt, auf der Straße zum Gebirge der Amvriter, wie uns der Herr, unser Gott, gebothen hatte, und kamen bis gen ' Kades Barnea. " 4 Mos. 20,1.14. 20. Da sprach ich zu euch: Ihr seyd an das Gebirge der Amvriter gekommen, das uns der Herr, unser Gott , geben wird. 21. Siehe da das Land vor dir, das der Herr, dein Gott, dir gegeben hat; ziehe hinauf, und nimm es ein, wie der Herr, deiner Väter Gott, dir geredet hat. Fürchte dich nicht, und laß dir nicht grauen. 22. Da kämet ihr zu mir alle, und sprächet: " Laßt uns Männer vor uns hinsenden, die uns das Land erkunden, und uns wieder sagen, durch welchen Weg wir hinein ziehen sollen, und die Städte, darein wir kommen sollen. "4 Mos. 13,3. 23. Das gefiel mir wohl, und nahm aus euch zwölf Männer, von jeglichem Stamm einen. 2^. Da dieselbigen weggingen, und hinauf zogen auf das Gebirge, und an den Bach " Escol kamen ; da besahen fie es, " 4 Mos. 13,24. Zug der 5 Mose 1.2. Israeliten. 175 25 . Und nahmen der Früchte des Landes mit sich, «nd brachten sie herab zn uns, und sagten uns wieder/ und sprachen: Das Land ist gut/ das der Herr/ unser Gott, uns gegeben hat. 26. Aber ihr * wolltet nicht hinauf ziehen / und wurdet ungehorsam dem Munde des Herrn/ euers Gottes/ > 4 Mos. i 4 /i. 27. Und murretet in euern Hütten / und sprächet : Der Herr ist uns gram; darum hat er uns aus Egyptenland geführet, daß er uns in der Amoriter Hände gebe zu vertilgen. 28. Wo sollen wir hinauf? Unsere Brüder haben unser Herz verzagt gemacht/ und gesagt/ das Volk sey größer und höher/ denn wir; die Städte seyen groß/ und * bis an den Himmel vermauert; dazu haben wir die Kinder Enakim daselbst gesehen. * i Mos. n, 4 . - Mos. 9 /i. 29. Ich sprach aber zu euch: Entsetzet euch nicht/ und fürchtet euch nicht vor ihnen. 30 . Der Herr, euer Gott, ziehet vor euch hin, und wird * für euch streiten, wie er mit euch gethan hat in Egypten vor euern Augen, * 2 Mos. 14 / 14 . 25 . Jos. 10/ 14 . 31 . Und in der Wüste, da du gesehen hast, wie dich der Herr, dein Gott, getragen hat, wie ein Mann seinen Sohn trägt, durch allen Weg, daher ihr gewandelt habt, bis ihr an diesen Ort gekommen seyd. 32 . Aber das galt nichts bey euch, daß ihr an den Herrn, euern Gott, hättet geglaubet, 33. Der * vor euch her ging, euch die Stätte zu weisen, wo ihr euch lagern solltet, des Nachts im Feuer, daß er euch den Weg zeigete, darinnen ihr gehen solltet, und des Tages in der Wolke. * 2 Mos. 13 / 21. 4 Mos. 10/ 33 . 32,. Als aber der Herr euer Geschrei) hörete, ward er zornig, und schwur, und sprach: 35. Es * soll keiner dieses bösen Geschlechts das gute Land sehen, das ich ihren Vätern zu geben geschworen habe, * 4 Mos. i-v 2z. 36 . Ohne ' Caleb, der Sohn Jephunne, der soll es sehen , und ihm will ich geben das Land, darauf er getreten hat, und seinen Kindern; darum, daß er treulich dem Herrn gefolget hat. * 4 Mos. 16 30 . 37 . Auch ward der Herr * über mich zornig um euert willen, und sprach: Du sollst auch nicht hinein kommen. * 4 Mos. 20,12. 38 . Aber Josua, der Sohn Nuns, * der dein Diener ist, der soll hinein kommen. Denselben stärke, denn er soll Israel das Erbe austheilen» * 4 Mos. 11 / 28- 39. Und eure Kinder, davon 'ihr sagtet, sie würden ein Raub werden, und eure Söhne, die heutiges Tages weder Gutes noch Böses verstehen, die sollen hinein kommen; denselben will ichs geben, und sie sollen es einnehmen. *4 Mos. 16 31 . 2.0. Ihr aber wendet euch, und ziehet nach der Wüste den Weg zum Schilfmeer. ^1. Da antwortetet ihr, und sprächet zu mir: * Wir haben an dem Herrn gesündiget; wir wollen hinauf, und streiten, wie uns der Herr, unser Gott, gebothen hat. Da ihr euch nun rüstetet, ein Jeglicher mit seinem Harnisch, und war an dem, daß ihr hinauf zöget aufs Gebirge; * 4 Mos. 14 / 40 . 2,2. Sprach der Herr zu mir: Sage ihnen, daß sie nicht hinauf ziehen, auch nicht streiten; denn ich bin nicht unter euch, auf daß ihr nicht geschlagen werdet vor euern Feinden. ^3. Da ich euch das sagte; gehorchtet ihr nicht, und wurdet ungehorsam dem Munde des Herrn, und wäret vermessen, und zöget hinauf auf das Gebirge. 2.2.. Da ' zogen die Amoriter aus, die auf dem Gebirge wohneten, euch entgegen, und jagten euch, wie die Bienen thun, und schlugen euch zu Seir, bis gen Harma. * 4 Mos. 14 / 45. 2 i 5 . Da ihr nun wiederkamet, und weinetet vor dem Herrn; wollte der Herr eure Stimme nicht hören, und neigete seine Ohren nicht zu euch. ^ 6 . Also bliebet ihr in Kades eine lange Zeit. Das 2. Capitel. Dom Sicg wider die Amoriter. 1. ^a wandten wir uns, ' und zogen aus ^ zur Wusse auf der Straße zum Schilfmeer, wie der Herr zu 7 mir sagte, und umzogen das Gebirge Seir eine lange Zeit. * 4 Mos. 21/ 4 . -i- 5 Mos. 1 / 40 . 2. Und der Herr sprach zu mir: 3. Ihr habt dieß Gebirge nun genug umzogen, wendet euch gegen Mitternacht. Und gebiethe dem Volk, und sprich: Ihr werdet durch die Grenze eurer Brüder, der Kinder Esau, ' ziehen, die da wohnen zu Seir; und sie werden sich vor euch fürchten. Aber verwahret euch mit Fleiß, ' c. 23/ 7. 5. Daß ihr sie nicht bekrieget; denn ich werde euch ihres Landes nicht einen Fuß breit geben; denn das ' Gebirge Seir habe ich den Kindern Esau zu besitzen gegeben. * 1 Mos. 36 , r. 43. 176 und Moab. Israel durch Sared 5 M 6. Speise sollt ihr ums Geld von ihnen kaufen, daß ihr esset, und Wasser sollt ihr ums Geld von ihnen kaufen, daß ihr trinket. 7. Denn der Herr, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Hände. Er hat dein Reisen zu Herzen genommen durch diese große Wüste, und ist vierzig Jahre der Herr, dein Gott, bey dir gewesen, daß dir nichts gemangelt hat. 8. Da wir nun durch unsere Brüder, die Kinder Esau, gezogen waren, die auf dem Gebirge Seir wohneten, auf dem Wege des Gefildes, von Elath und Ezeongaber; wandten wir uns, und gingen durch den Weg der Wüste, der Moabiter. 9. Da sprach der Herr zu mir: Du sollst die Moabiter nicht beleidigen noch bekriegen; denn ich will dir ihres Landes nichts zu besitzen geben, denn ich habe Ar den Kindern Lots zu besitzen gegeben. 10. Die Emim haben vorzeiten darinnen gewöhnet; das war ein großes, starkes und hohes Volk, wie die * Enakim. * i, 2«. i i. Man hielt sie auch für Riefen, gleichwie Enakim; und die Moabiter heissen sie auch Emim. 12. Auch wohneten vorzeiten in Seir die * Horiter; und die Kinder Esau vertrieben und vertilgten sie vor ihnen, und wohneten an ihrer Statt, gleichwie Israel dem Lande seiner Besitzung that, das ihnen der Herr gab. * 1 Mos. 14/ 6. c. 36/ 20. 13. So machet euch nun auf, und ziehet durch den * Bach Sared. Und wir zogen herdurch. * 4 Mos. 21/ 12. i>4. Die Zeit aber, die wir von Kades Barnea zogen, bis wir durch den Bach Sared kamen, war acht und dreyßig Jahre, auf daß alle die Kriegsleute stürben im Lager, wie * der Herr ihnen geschworen hatte. * 4 Mos. 14/23.2s. 3z. c. 26/ 63. 15. Dazu war auch * die Hand des Herrn wider sie, daß sie umkämen aus dem Lager, bis daß ihrer ein Ende würde. * 2 Mos. 9/ 3. 1 Sam. 12/13. 16. Und da aller der Kriegsleute ein Ende war, daß sie starben unter dem Volk: 17. Redete der Herr mit mir, und sprach: 18. Du wirst heute durch die Grenze der Moabiter ziehen bey Ar, 19. Und wirst nahe kommen gegen die Kinder Ammon, die sollst du nicht beleidigen noch bekriegen ; denn ich will dir des Landes der Kinder se 2. Ammon nichts zu besitzen geben, denn ich habe es * den Kindern Lots zu besitzen gegeben. * 1 Mos. 19 / 38 . 20. Es ist auch geschätzt für der Riesen Land, und haben auch vorzeiten Riesen darinnen gewöhnet , und die Ammoniter hießen sie Samme- sumim. 21. Das war ein großes, starkes und hohes Volk, wie die Enakim; und der Herr vertilgete sie vor ihnen, und ließ sie dieselben besitzen, daß sie an ihrer Statt da wohneten, 22. Gleichwie er gethan hat mit den Kindern Esau, die auf dem Gebirge Seir wohnen, da er die Horiter vor ihnen vertilgete, und ließ sie dieselben besitzen, daß sie da an ihrer Statt wohneten, bis auf diesen Tag. 23. Und die Caphthorim zogen aus Caphthor, und vertilgeten die * Avim, die zu Hazerim wohneten bis gen Gaza, und wohneten an ihrer Statt daselbst. * 2 Mn. 17, - 4 .31. 2^. Machet euch auf, und ziehet aus, und gehet über den Bach bey Arnon. Siehe, ich habe Sihon, den König der Amoriter zu Hesbon , in deine Hände gegeben mit seinem Lande. Hebe an einzunehmen, und streite wider ihn. 25. Heutiges Tages will ich anheben, daß sich vor dir fürchten und erschrecken sollen alle Völker unter allen Himmeln, daß, wenn sie von dir hören, ihnen bange und wehe werden soll vor deiner Zukunft. 26. Da * sandte ich Vothen aus der Wüste von Morgenwärts zu Sihon, dem Könige zu Hesbon, mit friedlichen Worten, und ließ ihm sagen: *4 Mos. 21,21. 27 . Ich will * durch dein Land ziehen, und wo die Straße gehet, will ich gehen, ich will weder zur Rechten noch zur Linken ausweichen. * 4 Mos. 21 / 22 . 28. Speise sollst du mir ums Geld verkaufen, daß ich esse, und Wasser sollst du mir ums Geld geben, daß ich trinke; ich will nur zu Fuße durchhin gehen: 29. * Wie mir die Kinder Esau gethan haben, die zu Seir wohnen, und die Moabiter, die zu Ar wohnen; bis daß ich komme über den Jordan, in das Land, das uns der Herr, unser Gott, geben wird. * 4 Mos. 20,19.20. 30. Aber * Sihon, der König zu Hesbon, wollte uns nicht durchziehen lassen; denn der Herr, dein Gott, verhärtete seinen Much, und verstockte ihm sein Herz, auf daß er ihn in deine Hände gäbe, wie es jezt ist am Lage. ' c. 29, 7. 4 Mos. 2i, 23. 31. Und Schon und Og geschlagen, 5 ^ E«ik k riLs IN2L ME nM- «-!«k -M 5 Mose 2. 3. 3 1. Und der Herr sprach zu mir: Siehe, ich habe angefangen zu geben vor dir den * Schon mit seinem Lande; hebet an einzunehmen und zu besitzen sein Land. * 4 Mos. 21,21. 32. Und Schon zog aus uns entgegen mit allem seinem Volk zum Streit gen Jahza. 33. Aber der Herr, unser Gott, gab ihn vor uns, daß wir ihn schlugen mit seinen Kindern, und seinem ganzen Volk. 3^. Da gewannen wir zu der Zeit alle seine Städte, und * verbannten alle Städte, beydes Männer, Weiber und Kinder, und ließen Niemand überbleibeu. * c. 3,6.7. 35. Ohne, das Vieh raubten wir für uns, und die Ausbeute der Städte, die wir gewannen, 36 . Von Aroer an, die am Ufer des Bachs bey Arnon liegt, und von der Stadt am Wasser, bis gen Gilead. Es war keine Stadt, die sich vor uns schützen konnte; der Herr, unser Gott, gab uns alles vor uns. 37. Ohne, zu dem Lande der Kinder Ammon kämest du nicht, noch zu allem, das am Bach Jabok war, noch zu den Städten auf dem Gebirge, noch zu allem, das uns der Herr, unser Gott, verbothen hatte. Das 3. Capitel. Sieg wider Og, den König zu Basan. 1. Nnd wir wandten uns, und zogen hinauf ^ den Weg zu Basan. Und ' Og, der König zu Basan, zog aus uns entgegen mit allem seinem Volk, zu streiten bey Edrei. * c. 29, 7 . 4 Mos: 21, 33 . 2. Aber der Herr sprach zu mir: Fürchte dich nicht vor ihm, denn ich habe ihn und alles sein Volk mit seinem Lande in deine Hände gegeben; und sollst mit ihm thun, wie du mit * Sihon, dem Könige der Amoriter, gethan hast, der zu Hesbon saß. * 4 Mos. 21,34. 3. Also gab der Herr, unser Gott, auch den König Og zu Basan in unsere Hände, mit allem seinem Volk, daß wir ihn schlugen, bis daß ihm nichts überblieb. Da gewannen wir zu der Zeit alle seine Städte, und war keine Stadt, die wir ihm nicht nahmen; sechzig Städte, die ganze Gegend Argob, im Königreich Og zu Basan. 5. Alle diese Städte waren fest, mit hohen Mauern, Thoren und Riegeln, ohne andere sehr viele Flecken ohne Mauern. 6 . Und * verbannten sie, gleichwie wir mit Sihon, dem Könige zu Hesbon, thaten. Alle ihr Land eingenommen. 477 Städte verbannten wir, beydes mit Männern, Weibern und Kindern. * c. 2,34.35. 7. Aber ' alles Vieh und Raub der Städte raubten wir für uns. * c. 2», , 4 . 8 . Also nahmen wir zu der Zeit das Land aus der Hand der zween Könige der Amoriter, jenseit des Jordans, von dem Bach bey Arnon an, bis an den Berg Hermon, 9. Welchen die Zidonier Sirion heissen, aber die Amoriter heissen ihn Senir. 10. Alle Städte auf der Ebene, und das ganze Gilead, und das ganze Basan bis gen Salcha und Edrei, die Städte des Königreichs Og zu Basan. 11. Denn allein der König Og zu Basan war noch übrig von den Riefen. Siehe, sein eisern Bette ist allhier zu Rabbath der Kinder Ammon, neun Ellen lang, und vier Ellen breit, nach eines Mannes Ellenbogen. 12. Solches Land nahmen wir ein zu derselben Zeit, von Aroer an, die am Bach bey Arnon liegt. Und ich * gab das halbe Gebirge Gilead mit seinen Städten den Rubenitern und Ga- ditern. * 4 Mos. 32,33. 13. Aber das übrige Gilead, und das ganze Basan des Königreichs Og, gab ich dem halben Stamm Ma>msse, die ganze Gegend Argob zum ganzen Basan, das heisset der Riesen Land. 12,. ' Jair, der Sohn Manasse, nahm die ganze Gegend Argob, bis an die Grenze Gessuri und Maachati, und hieß das Basan nach seinem Nahmen Havoth Jair, bis auf den heutigen Tag. * 4 Ms. 32, 41. 16. Machir aber gab ich Gilead. 16. Und den Rubenitern und Gaditern gab ich des Gileads einen Theil, bis an den Bach bey Arnon mitten im Bach, der die Grenze ist, und bis an den Bach Jabok, der die Grenze ist der Kinder Ammon; 17. Dazu das Gefilde, und den Jordan, der die Grenze ist, von * Cinereth an, bis an das Meer am Gefilde, nähmlich das Salzmeer, unten am Berge Pisga, gegen dem Morgen. * 4 Mos. 34 , 11. Jos. 12 , 3 . 18. Und geboth euch zu derselben Zeit, und sprach: Der Herr, euer Gott, hat euch dieß Land gegeben einzunehmen; * so ziehet nun gerüstet vor euern Brüdern, den Kindern Israel, her, was streitbar ist; * 4 Mos. 32 , - 7 . 19. Ohne, eure Weiber und Kinder, und Vieh (denn ich weiß, daß ihr viel Vieh habt) 3 178 Ermahnung 5 Mose 3. 4. dem Gesetz Gottes lasset in euern Städten bleiben, die ich euch gegeben habe; 20. Bis daß der Herr eure Brüder auch zur Ruhe bringe/ wie euch/ daß iie auch das Land einnehmen/ das ihnen der Herr/ euer Gott/ geben wird jenseit des Jordans; so sollt ihr dann wiederkehren zu eurer Besitzung/ die ich euch gegeben habe. 21. Und *Josua geboth ich zu derselben Zeit/ und sprach: Deine Augen haben gesehen alles / was der Herr / euer Gott / diesen zween Königen gethan hat. Also wird der Herr auch allen Königreichen thun / da du hinzieheft. * 4 Mos. 27/ 18 . 22 . 22. Fürchtet euch nicht vor ihnen; denn der Herr/ euer Gott/ streitet für euch. '23. Und ich bath den Herrn zu derselben Zeit/ und sprach: 24. Herr/ Herr/ du hast angehoben zu erzei- . gen deinem Knechte deine Herrlichkeit / und deine starke Hand. Denn * wo ist ein Gott im Himmel und auf Erde»/ der es deinen Werken und deiner Macht könnte nachthun? * Ps. 86/ 8. Ps. 89/ 7. 2Z. Laß mich gehen/ und sehen das gute Land jenseit des Jordans / dieß gute Gebirge und den Libanon. 26. Aber der Herr * war erzürnet auf mich um euert willen/ und erhörete mich nicht/ sondern sprach zu mir: Laß genug seyn, sage mir davon nicht mehr. * 4 Mos. 27/12.14. 27. Steige auf die Höhe des Berges Pisga/ und hebe deine Augen auf gegen den Abend / und gegen Mitternacht/ und gegen Mittag/ und gegen den Morgen/ und siehe es mit Augen; denn du wirst nicht über diesen Jordan gehen. 28. Und gebiethe "dein Josua/ daß er getrost und unverzagt sey; denn er soll über den Jordan ziehen vor dem Volk her / und soll ihnen das Land austheilen / das du sehen wirst. * c. 31,7. 29. Also blieben wir im Thal gegen dem Hause * Peors. *4 Mos. 23/3. Das 4. Capitel. Vermahnung zum Gehorsam des Gesetzes. I.ltnd NUN höre/ Israel/ die 'Gebothe und ^ Rechte/ die ich euch lehre/ daß ihr sie thun sollet / auf daß ihr lebet / und hinein kommet / und das Land einnehmet / das euch der Herr/ eurer Väter Gott/ gibt. * 3 Mos. 19,37. 2 . Ihr * sollt nichts dazu thun/ das ich euch gebiethe/ und sollt auch nichts davon thun/ auf daß ihr bewahren möget die Gebothe des Herrn/ euers Gottes/ die ich euch gebiethe. * c. 12 / 32. Sprüchw. 30/ 6. 3. Eure Augen haben gesehen / was der Herr gethan hat wider den * Baal-Peor; denn alle / die dem Baal-Peor folgeren/ hat der Herr/ dein Gott/ vertilget unter euch. *4Mos.23/3. 4. Aber ihr / die ihr dem Herrn / euerm Gott/ anhinget/ lebet alle heutiges Tages. 5. Siehe / ich habe euch gelehret Gebothe und Rechte/ wie mir der Herr/ mein Gott / gebothe» hat/ daß ihr also thun sollt ' im Lande / darein ihr kommen werdet/ daß ihr es einnehmet. * vcrS 14. 6. So behaltet es nun und thuts. Denn das wird eure Weisheit und Verstand seyn bey allen Völkern/ wenn sie hören werden alle diese Gebothe/ daß sie müßen sagen: Ey/ welche weise und verständige Leute sind das/ und ein herrliches Volk! 7. Denn * wo ist so ein herrliches Volk/ zu dem Götter also nahe sich thun/ als t der Herr, unser Gott/ so oft wir ihn anrufen? * 2 Sam. 7/ 23. -s Ps. 147/ 19. 8. Und wo ist so ein herrliches Volk / das so gerechte Sitten und Gebothe habe / als * alles dieß Gesetz / das ich euch heutiges Tages vorlege? * P. 119/ 98. 99. 9. Hüthe dich nur / und bewahre deine Seele wohl / daß du nicht vergessest der Geschichte / die deine Augen gesehen haben/ und daß sie nicht aus deinen: Herzen kommen alle dein Lebenlang. Und sollst deinen Kindern und Kindeskindern kund thu»/ 10. Den Tag da du *vor dem Herr»/ deinem Gott, standest an dem Berge Horeb/ da der Herr zu mir sagte: Versammle mir das Volk/ daß sie meine Worte hören / und lernen mich fürchten alle ihr Leberage auf Erden / und -k lehren ihre Kinder. * 2 Mos. 19 , 16 . 17. -t- 3 Mos. 6/ 7 . c. 11 / 19. 11. Und ihr tratet herzu/ und standet unten an dem Berge; der Berg * brannte aber bis mitten an den Himmel/ und es -k war da Finsterniß/ Wolken und Dunkel. * 2 Mos. 19/ 18. -s 2 Mos. 20/ 21. 12. Und der Herr redete mit euch mitten aus dem Feuer. Die Stimme seiner Worte hörtet ihr; aber kein Gleichniß sähet ihr außer der Stimme. 13. Und verkündigte euch seinen Bund/ den 5 Mose L 179 zu gehorsamen. er euch geboth zu thun, nähmltch die zehn Worte; und * schrieb sie auf zwo steinerne Tafeln. * c. 9/ i«. 2 Mos. 31. 18. c. 34/ 28. Und der Herr geboth mir zu derselben Zeit, daß ich euch lehren sollte Gebothe und Rechte, daß ihr darnach ' thätet im Lande, darein ihr ziehet, daß ihr es einnehmet. * v. 3. iZ. So bewahret nun eure Seelen wohl; denn ihr habt kein Gleickniß gesehen des Tages, da der Herr mit euch redete aus dem Feuer auf dem Berge Horeb, 16. Auf daß ihr euch nickt verderbet/ und machet euch irgend ' ein Bild, das. gleich sey einem Manne, oder Weibe, * 2 Mos 20,4. 17. Oder * Vieh auf Erden, oder Vogel unter dem HiMMel , * Rom. 1, 23. 18. Oder Gewurme auf dem Lande, oder Fisch im Wasser unter der Erde. 19. Daß du auch nicht deine Augen aufhebest gen Himmel, und sehest * die Sonne und den Mond, und die Sterne, das ganze Heer des Himmels, und fallest ab, und berhest sie an, und dienest ihnen; welche der Herr, dein Gott, verordnet hat allen Völkern, unter dem ganzen Himmel. * c. i7,3. 20. Euch aber hat der Herr angenommen, und aus dem eisernen Ofen, nähmlich aus Egypten, geführet, daß * ihr sein Erbvvlk sollet seyn, wie es ist an diesem Tage." 2 Mos. 19,3. Ps. 133/ 4. 21. Und der Herr war so erzürnet über * mich, um euers Thuns willen, daß er schwur, ich sollte nicht über den Jordan gehen, noch in das gute Land kommen, das dir der Herr, dein Gott, zum Erbrheil geben wird: * 4 Mos. 20/12. 22. Sondern ich muß in * diesem Lande sterben, und werde nicht über den Jordan gehen; ihr aber werdet hinüber gehen, und solches gute Land einnehmen. * c. 34,4.3. 23. So hüthet euch nun, daß ihr des Bundes des Herrn, euers Gottes, nicht vergesset, den er mit euch gemacht hat, und nickt Bilder machet einigerley Gletchniß, wie der Herr, dein Gott, gebothen hat. 2>L. Denn der Herr, dein * Gott, ist ein verzehrendes Feuer, und ein eifriger Gott. ' c. 9, 3. 2 Mos. 20/3. Ebr. 12/29. 25. Wenn ihr nun Kinder zeuget und Kindeskinder , und im Lande wohnet, und verderbet euch, und machet * euch Bilder einigerley Gleich- niß, daß ihr übel thut vor dem Herrn, euerm Gort, und ihr ihn erzürnet: ' 2 Mos. 20/ 4. 26. So " rufe ich heuriges Tages über euch zu Bekehrung Israels. Zeugen Himmel und Erde, daß ihr werdet bald umkommen von dem Lande, in welches ihr gehet über den Jordan, daß ihr es einnehmet; ihr werdet nickt lang darinnen bleiben, sondern werdet vertilget werden. * c. 30,19. c. 31,28. 27. Und der Herr wird euck zerstreuen unter die Volker, und werdet ein geringer Pöbel übrig seyn unter den Heiden, dahin euch der Herr treiben wird. 28. Daselbst wirst * du dienen den Göttern, die -k Menschenhände-Werk sind, Holz und Stein, die weder sehen, nock hören, noch essen, noch riecken. * c. 28/ 36.64. -s-Ps. 1,3,4. 29. Wenn du aber daselbst den Herrn, deinen Gott, suchen wirst; so wirst du ihn ' finden, wo du ihn wirst von ganzem Herzen und von ganzer Seele sucken. " H°s- 3,3. 30. Wenn du geangstiget seyn wirst, und dich treffen werden alle diese Dinge, in den letzten Tagen; so " wirst du dich bekehren zu dem Herrn, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchen. * 3 Mos. 26/ 44. 31. Denn der Herr, dein Gott, ist ein barmherziger Gott; er wird " dich nickt lassen, noch verderben, wird auch nickt vergessen des Bundes , den er deinen Vätern geschworen hat. * Jos. 1, 3. Ebr. 13/ 3. 32. Dann frage nach den vorigen Zeiten, die vor dir gewesen find, von dem Tage an, da Gott den Menschen auf Erden geschaffen hat, von einem Ende des Himmels zum andern, ob je ein solch großes Ding geschehen, oder deß- gleichen je gehöret sey, 33. Daß ein Volk " Gottes Stimme gehöret habe aus dem Feuer reden, wie du gehöret hast, und dennoch lebest? *2 Mos. 19/9. 3^. Oder ob Gott versucht habe hinein zu gehen, und ihm ein Volk mitten aus einem Volk zu nehmen, * durch Versuchung, durch Zeichen, durch Wunder, durch Streit, und durch eine mächtige Hand, und durch einen ausgereckten Arm, und durch sehr schreckliche Thaten; wie das alles der Herr, euer Gott, für euch gethan hat in Egypten, vor deinen Augen? * c- 19. 35. Du Haft es gesehen, auf daß du wissest, ' daß der Herr allein Gott ist, und keiner mehr. * c. 32/ 39. 36. Vom Himmel hat er dich seine Stimme hören lassen, daß er dick züchtige (uniEM; und auf Erden hat er dir gezeiget sein' großes Feuer, und seine Worte hast du aus dem Feuer gehöret; * 2 Mos. 19, 18. Z 2 -180 Freystädte. 5 Mo 37. Darum, daß er deine Väter geliebet, und ihren Samen nach ihnen erwählet hat, und hat dich ausgeführet mit seinem Angesicht, durch "seine große Kraft, ans Egypten, * 2 Mos. 13,9. 14. 16 . 38. Daß er vertriebe vor dir her große Völker, und stärkere, denn du bist, und dich hinein brächte, daß er dir ihr Land gäbe zum Erbtheil, wie es heutiges Tages stehet. 39. So sollst du nun heutiges Tages wissen, und zu Herzen nehmen, daß der Herr ein Gott ist oben im Himmel, und unten auf Erden, und keiner mehr: ^o. Daß du haltest seine Rechte und Gebothe, die ich dir heute gebiethe: so wird es dir und deinen Kindern nach dir wohl gehen, daß dein * Leben lang währe in dem Lande, das dir der Herr, dein Gott, gibt ewiglich. * c. 3, 33. c. 6, 2. ^i. Da sonderte Mose drey * Städte aus jenseit des Jordans, gegen der Sonnen Aufgang, * 4 Mos. 33, 6. ^ 2 . Daß daselbst hinfiöhe, wer seinen Nächsten todt schlägt unversehens, und ihm vorhin nicht feind gewesen ist; der soll in der Städte eine stiehen, daß er lebendig bleibe: ^3. Bezer in der Wüste im ebenen Lande, unter den Rubenitern; und Ramoth in Gilead, unter den Gaditern; und Golan in Basan, unter den Manassitern. Das ist das Gesetz, das Mose den Kindern Israel vorlegte. Das ist das Zeugniß, und die Gebothe, und Rechte, die Mose den Kindern Israel sagte, da sie aus Egypten gezogen waren, ^6. Jenseit des Jordans, im Thal gegen dem Hause Peors, im " Lande Sihons, des Königs der Amoriter, der zu Hesbon saß, den Mose und die Kinder Israel schlugen, da sie aus Egypten gezogen waren , " c. i, 4. ^7. Und nahmen sein Land ein, dazu * das Land Og, des Königs zu Basan, der zween Könige der Amoriter, die jenseit des Jordans waren, gegen der Sonnen Aufgang, * 4 Mos. 21 , 33. ^8. Von Aroer an, welche an dem Ufer liegt des Bachs bey Arnon, bis an den Berg Sion, das ist der Hermon, ^9. Und alles Blachfeld, jenseit des Jordans, gegen dem Aufgang der Sonne, bis an das Meer im Blachfelde, unten am Berge Pisga. se 4. 5. Wiederhohlung und Das 5. Capitel. Wiederhohlung der zehn Gebothe Gottes. 1. Nnd Mose rief das ganze Israel, und sprach ^ zu ihnen: Höre, Israel, die Gebothe und Rechte, die ich heute vor euern Ohren rede; und lernet sie, und behaltet sie, daß ihr darnach thut. 2 . Der Herr, unser Gott, * hat einen Bund mit uns gemacht zu Horeb. * 2 Mos. 19, 3. 3 Mos. 29, 1. 3. Und hat nicht mit unfern Vätern diesen Bund gemacht; sondern mit uns, die wir hier sind heutiges Tages, und alle leben. Er hat " von Angesicht zu Angesicht mit uns aus dem Feuer auf dem Berge geredet. * 2 Mos. 19, 19. e. 20 , 1 . 18 . 5 . Ich stand zu derselben Zeit zwischen dem Herrn und euch, daß ich euch ansagte des Herrn Wort; denn " ihr fürchtetet euch vor dem Feuer, und ginget nicht auf den Berg. Und er sprach: * 2 Mos. 19, 16. 6. Ich " bin der Herr, dein Gott, der dich ans Egyptenland geführet hat, aus dem Diensthause. * 2 Mos. 20 , 2 . 7. Du sollst" keine andern Götter haben vor mir. * k. 6, 12 . 2 Mos. 20 , 3. 3 Mos. 26 , 1 . 8. Du sollst dir" kein Bildniß machen einigerley Gleichniß, weder oben im Himmel, noch unten auf Erden, noch im Wasser unter der Erde. * 2 Mos. 20, 4. 9. Du sollst sie nicht " anbethen, noch ihnen dienen. Denn ich bin der Herr, dein Gott, ein eifriger Gott, der die Missethat der Väter heimsuchet über die Kinder, ins dritte und vierte Glied , die mich hassen; ' Ma«h. 4, 10 . -h 2 Mos. 34 , 7 . 10 . Und " Barmherzigkeit erzeige in viel tausend, die mich lieben und meine Gebothe halten. * c. 7, 9. 11 . Du " sollst den Nahmen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen: denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Nahmen mißbrauchet. " 2 Mos. 20 , 7 . 12 . " Den Sabbathtag sollst du halten, daß du ihn heiligest; wie dir der Herr, dein Gott, gebothen hat. *2 Ms. 20 ,8. 13. Sechs Tage sollst du arbeiten, und alles dein Werk thun. 1 ^. Aber am siebenten Tage ist der Sabbath des Herrn, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeir thun, noch dein Sohn, noch deine Tochter , noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Ochse, noch dein Esel, noch alles dein 5 Mose 5 . 6 . 181 Erklärung der zehn Vieh, noch der Fremdling , der in deinen Thoren ist, auf daß dein Knecht und deine Magd ruhe, gleichwie du. Denn du sollst gedenken, daß du auch Knecht in Egyptenland wärest, und der Herr, dein Gott, dich von dannen ausgeführet hat * mit einer mächtigen Hand, und ausgerecktem Arm. Darum hat dir der Herr, dein Gott, gebothen, daß du den Sabbathtag halten sollst. * c. 4/ 34. 16. Du sollst * deinen Vater und deine Mutter ehren, wie dir der Herr, dein Gott, gebothen hat, auf daß du lang lebest, und daß dirs wohl gehe in dem Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird. '2Ms. 20,12. 17. Du * sollst nicht tödten. 'ME.3,21. 18. Du " sollst nicht ehebrechen. 'ME--/27. 19. Du * sollst nicht stehlen. 'Ephcs. 4,28. 20. Du * sollst kein falsches Zeugniß reden Wider deinen Nächsten. ' Mm. 13,9. 21. Laß dich * nicht gelüsten deines Nächsten Weibes. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus, Acker, Knecht, Magd, Ochsen, Esel, noch alles, was sein ist. * 2 Mos. 20, 17. Rom. 7 , 7 . c. 13 / 9 . 22. Das find die Worte, die der Herr redete zu eurer ganzen Gemeine, auf dem Berge, aus dem Feuer, und der Wolke, und Dunkel, mit großer Stimme, und that nichts dazu, und schrieb sie auf zwo * steinerne Tafeln, und gab sie mir. * 2 Mos. 31/18. 2z. Da ihr aber die Stimme aus der Finsterniß höretet, und den Berg mit Feuer brennen sähet: tratet ihr zu mir, alle Obersten unter euern Stämmen, und eure Aeltesten, 2^. Und sprächet: Siehe, der Herr, unser Gott, hat uns lassen sehen seine Herrlichkeit, und seine Majestät; und wir haben seine Stimme aus dem Feuer gehöret. Heutiges Tages haben wir gesehen, daß Gott mit Menschen redet, und sie lebendig bleiben. 25. Und nun, warum sollen wir * sterben, daß uns dieß große Feuer verzehre? Wenn wir des Herrn, unsers Gottes, Stimme mehr hören, so müßen wir sterben. ' 2 Mos. 20, 19. 26. Denn was ist alles* Fleisch, daß es hören möge die Stimme des lebendigen Gottes aus dem Feuer reden, wie wir, und lebendig bleibe? ' Esai. 4 o, 6 . 27. Tritt du hinzu, und höre alles, was der Gebothe Gottes. was der Herr, unser Gott, mit dir reden wird, das wollen wir hören und thun. ' 2 Mos. 19/8. c. 24, 3. 7. 28. Da aber der Herr eure Worte hörete, die ihr mit mir redetet, sprach er zu mir: Ich habe gehöret die Worte dieses Volks, die sie mit dir geredet haben; es ist * alles gut, was sie geredet haben. * e. 18/17. 29. Ach , daß sie ein solches Herz hätten, mich zu fürchten, und zu halten alle meine Gebothe ihr Lebenlang, auf daß es ihnen wohl ginge, und ihren Kindern ewiglich! 30. Gehe hin, und sage ihnen: Gehet heim in eure Hütten. 31. Du aber sollst hier vor mir stehen, daß ich mit dir rede alle Gesetze und Gebothe, und Rechte, die du sie lehren sollst, daß sie darnach thun im Lande, das ich ihnen geben werde einzunehmen. 32. So behaltet nun, daß ihr thut, wie euch der Herr, euer Gott, gebothen hat, und weichet ' nicht, weder zur Rechten noch zur Linken; * c. 28, 14. Jos. 1, 7. 33. Sondern * wandelt in allen Wegen, die euch der Herr, euer Gott, gebothen hat, auf daß ihr leben möget, und euch wohl gehe, und lang lebet im Lande, das ihr einnehmen werdet. * 1 Mos. 18,19. - -t- 3 Mos. 6,2. Das 6. Capitel. Erklärung des ersten Gcboths, von der Liebe Gottes. 1. ^ieß find aber die Gesetze und Gebothe ^ und Rechte, die der Herr, euer Gott, gebothen hat, daß ihr sie lernen und * thun sollt im Lande, dahin ihr ziehet, dasselbe einzunehmen ; ' tzac. i, 22. 2. Daß du den Herrn , deinen Gott, fürchtest, und haltest ' alle seine Rechte und Gebothe, die ich dir gebiethe, du und deine Kinder, und deine Kindes Kinder, alle eurer Lebetage, auf daß ihr lang lebet. ' 4,4». c. 3,33. 3. Israel, du sollst hören und behalten, daß du es thuft, daß dirs wohl gehe, und sehr vermehret werdest; wie der Herr, deiner Väter Gort, dir geredet hat, ein Land, darinnen Milch und Honig fließet. >4. Höre, 'Israel, der Herr, unser Gott, ist 1 - ein einiger Herr. ' Marc. 12 29. st- c. 4, 33. c. 32, 39. 1 Cor. 8, 4. 6. 5 . Und du "sollst den Herrn, deinen Gott,, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allem Vermögen 182 Erklärung 5 Mose 6. 7. des ersten Geboths. 6. Und diese Worte, die ich dir heute gebiethe, sollst du zu Herzen nehmen. 7. Und sollst sie deinen Kindern einschärfen, und davon reden, wenn du in deinem Hause fitzest, oder auf dem Wege gehest, wenn du dich niederlegest, oder aufstehest; 8. Und sollst sie binden zu n * Zeichen auf deine Hand, und sollen dir ein Denkmahl vor deinen Äugen seyn; * c. n, i8. 9. Und * sollst fie über deines Hauses Pfosten schreiben, und an die Thore. * c. n, 20. 10. Wenn dich nun der Herr, dein Gott, in das Land bringen wird, das er deinen Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, dir zu geben, große und feine Städte, die du nicht gebauet hast, 11. Und Häuser alles Guts voll, die du nicht gefüllet Haft, und ausgehauene Brunnen, die du nicht ausgehauen hast, und Weinberge und Oehlberge, die du nicht gepflanzet hast, daß du essest und satt wirst: 12. So hüthe dich, "daß du nicht des Herrn vergessest, der dich aus Egyptenland, aus tdem Diensthause, geführet hat; * c. 4, 9. c. 8/ 14. -f c. 3, 6. 13. * Sondern sollst den Herrn, deinen Gott, fürchten, und ihm dienen, und bey seinem Nahmen schwören. * c. 10,20. 1 Sam. 7,3. Matth. 4, 10. Luc. 4, 8. 14 . Und sollst nicht andern Göttern Nachfolgen, der Völker, die um euch her find. i s. Denn der Herr, dein Gott, ist ein * eifriger Gott unter dir; daß nicht der Zorn des Herrn, deines Gottes, über dich ergrimme, und vertilge dich von der Erde. 2 Mos. 20/ 3. c. 34/ 14. 16. Ihr " sollt den Herrn, euern Gott, nicht versuchen, wie ihr t ihn versuchtet zu Mafia. * Matth. 4/ 7. Luc. 4, 12. -f 2 Mos. 17/ 2. 7. 4 Mos. 21, 3. 3 Mos. 33, 8. 17. Sondern sollt halten die Gebothe des Herrn, euers Gottes, und seine Zeugnisse, und seine Rechte, die er gebothen hat; 18. Daß du thust, was recht und gut ist vor den Augen des Herrn, auf daß dirs wohl gehe, und eingehest, und einnehmest das gute Land, das der Herr geschworen hat deinen Vätern; 19. Daß er verjage * alle deine Feinde vor dir, wie der Herr geredet hat. "2 Mos. 23/ 27.28. 20. Wenn dich nun dein Sohn heute oder morgen fragen wird, und sagen: Was find das für Zeugnisse, Gebothe und Rechte, die euch der Herr, unser Gott, gebothen hat? 21. So sollst du deinem Sohne sagen: Wir waren Knechte * des Pharao in Egypten, und der Herr t führete uns aus Egypten mit mächtiger Hand ; * 2 Mos. 1/ 11. 14. H 2 Mos. 12/ 37. c. 14, 8. 22. Und der Herr that große und böse Zeichen und Wunder über Egypten und Pharao, und allem seinem Hause vor unfern Augen; 23. Und führete uns von dannen, auf daß er uns einfuhrete, und gäbe uns das Land, * das er unfern Vätern geschworen hatte; * v. 18. c. i/ 8. 24. Und hat uns gebothen, der Herr, zu thun nach allen diesen Rechten, daß wir den Herrn, unfern Gott, fürchten, auf daß es uns wohl gehe, alle unser Lebtage, wie es gehet heutiges Tages; 25. Und es wird unsere Gerechtigkeit seyn vor dem Herrn, unserm Gott, so wir halten und thun alle diese Gebothe, wie er uns gebothen hat. Das 7. Cavite.l. Freundschaft mit den Heiden und deren Götzendienst verkochen. i.IAann dich der Herr, dein Gott, ins Land bringet, darein du kommen wirst, dasselbe einzunehmen; und "ausrottet viele Völker vor dir her, die t Hethiter, Girgositer, Amo- riter, Cananiter, Pherefiter, Heviter und Je- bustter, fieben Völker, die größer und stärker find , denn du ; " c. 31/ 3. -j- 1 Mos. 13, 20. 21. 2 Mos. 23, 23. 2. Und wenn fie der Herr, dein Gott, vor dir gibt, daß du fie schlügest: so sollst du fie verbannen, daß du " keinen Bund mit ihnen machest, noch ihnen Gunst erzeigest. ' 2 Mos. 23, 32. 3. Und "sollst dich mit ihnen nicht befreunden, eure Tochter sollst du nicht geben ihren Söhnen, und ihre Töchter sollt ihr nicht nehmen euern Söhnen: *2 Mos. 34/16. Nicht. 3/6. 4. Denn fie werden eure Sohne mir abfällig machen, daß fie andern Göttern dienen; so wird dann des Herrn Zorn ergrimmen über euch, und euch bald vertilgen. s. Sondern also sollt ihr mit ihnen thun: Ihre " Altäre sollt ihr zerreißen, ihre Säulen zerbrechen, ihre Haine abhauen, und ihre Götzen mit Feuer verbrennen. * c. 12,2. 6. Denn du bist ein " heiliges Volk Gott, deinem Herrn. Dich hat Gort, dein Herr§ erwählet zum Volk des Eigenthums aus allen Völkern, die auf Erden find. * c. 14/ 2. e. 26/ 18. 2 Mos. 19/ 6. 1 Pctr. 2/ 9. Warnung vor Abgötterey. 5 Mose 7. 8. Verheissener Segen. 7. Nicht hat euch der Herr angenommen, und euch erwählet, daß eurer mehr wäre, denn alle Volker; denn du bist das Wenigste unter allen Völkern: 8. Sondern, daß er euch geliebet hat, und daß er seinen Eid hielte, den er euer« Vätern geschworen hat, hat er euch ausgeführet mit mächtiger Hand, und hat dich erlöset von dem Hause des Dienstes, aus der Hand Pharao, des Königs in Egypten. s. So sollst du nun wissen, daß der Herr, dein Gott, ein Gott ist, ein ' treuer Gott, der den Bund und -k Barmherzigkeit hält denen, die ihn lieben und seine Gebothe halten, in tausend Glied ; * e. 32, 4. 1 Cor. 10 / 13. 1 - 2 Mos. 34/ 7. 10. Und vergilt denen, die ihn hassen, vor seinem Angesicht, daß er sie umbringe, und säumet sich nicht, daß er denen vergelte vor seinem Angesicht, die ihn hassen. 11. So * behalte nun die Gebothe, und Gesetze, und Rechte, die ich dir heute gebiethe, daß du darnach thust. * c. 32 . c. 6, 17 . 12. Und wenn ihr diese Rechte höret, und sie haltet, und darnach thut; so wird der Herr, dein Gott, auch halten den Bund und * Barmherzigkeit , die er deinen Vätern geschworen hat; * 2 Mvs- 23/ 22. 13. Und wird dich lieben, und segnen, und mehren, und wird die Frucht deines Leibes segnen, und die Frucht deines Landes, dein Getreide, Most und Oehl, die Früchte deiner Kühe, und die Früchte deiner Schafe auf dem Lande, das er deinen Vätern geschworen hat, dir zu geben. 14. Gesegnet wirst du seyn über alle Völker. Es wird Niemand * unter dir unfruchtbar seyn, noch unter deinem Vieh. *2Mos.23/26. 15. Der Herr wird von dir thun ' alle Krankheit, und wird keine böse Seuche der Egypter dir aufiegen, die du erfahren hast; und wird sie allen deinen Hassern aufiegen. * 2 Mos. 15/ 26. c. 23/ 25. 16. Du wirst alle Völker fressen, die der Herr, dein Gott, dir geben wird. Du sollst ihrer nicht "schonen, und * ihren Göttern nicht dienen; denn das würde dir ein Strick seyn. * c. 11 / 16 . c. 12 / 30. 2 Mos. 23/ 24. 17. Wirst du aber in deinem Herzen sagen: Dieses Volks ist mehr, denn ich bin, wie kann ich sie vertreiben? 18. So fürchte dich nicht vor ihnen: Gedenke, was der Herr, dein Gott, Pharao und allen Egyptern gethan hat, 48Z 19. Durch große Versuchung, die du mit Augen gesehen Haft, und durch Zeichen und Wunder, durch eine mächtige Hand, und ausgereckten Arm, damit dich der Herr, dein Gott, ausgeführet. Also wird der Herr, dein Gott, allen Völkern thun, vor denen du dich fürchtest. 20. Dazu wird der Herr, dein Gott, * Hornisse unter sie senden, bis umgebracht werde, was übrig ist, und sich verbirget vor dir. * 2 Mos. 23/ 28. 21 . Laß dir nicht grauen vor ihnen; denn der Herr, dein Gott, ist unter dir, der große und schreckliche Gott. 22. Er, "der Herr, dein Gott, wird diese Leute ausrotten vor dir, einzeln nach einander. Du kannst sie nicht eilend vertilgen, auf daß sich nicht wider dich mehren die Thiere auf dem Felde. * 2 Mos. 23 / 30 . 23. Der Herr, dein Gott, wird sie vor dir geben, und wird sie mit großer Schlacht erschlagen, bis er sie vertilge. 24. Und wird dir * ihre Könige in deine Hände geben, und sollst ihren Nahmen umbringen unter dem Himmel. Es wird dir Niemand widerstehen, bis du sie vertilgest. * Jos. io, 23 . c. ii/ 12 . e. 12 / 7. 25. Die Bilder ' ihrer Götter sollst du mit Feuer verbrennen, und sollst nicht begehren des Silbers oder Goldes , das daran ist, oder zu dir nehmen, daß du dich nicht darinnen verfän- gest; denn solches ist dem Herrn, deinem Gott, ein Gräuel. * c. 12 / 3. 1 Chron. 15/ 12 . 26. Darum sollst du nicht in dein * Haus den Gräuel bringen, daß du nicht verbannet werdest, wie dasselbe ist, sondern du sollst einen Ekel und Gräuel daran haben, denn es ist verbannet. * Jos. 7/ 11. Das 8. Capitel. Das Volk wird ermahnet/ der Gutthaten Gottes nicht zu vergessen. 1. Hslle Gebothe, die ich dir heute gebiethe, ^ sollt * ihr halten, daß ihr darnach thut, auf daß ihr lebet, und gemehret werdet, und einkommet, und einnehmet das Land , das der Herr euern Vätern geschworen hat. * 3 Mos. 18 / 30. 2. Und gedenkest alles des Weges, durch den dich der Herr, dein Gott, geleitet hat, diese * vierzig Jahre in der Wüste, auf daß er dich demülhigte, und t versuchte, daß kund würde, was in deinem Herzen wäre, ob du seine Gebothe halten würdest, oder nicht. " c. 29/5. -i-c. 13/3. 184 Erinnerung -er göttl. Wohlthaten. 5 Mose 8. 9. Gang über -en Jordan. 3. Er -emüthigte dich, und ließ dich hungern, und * speisete dich mit Man, das du und deine Väter nie erkannt hattest; auf daß er dir kund thäte, daß der Mensch nicht lebe vom Brot allein, sondern von allem, das aus dem Munde des Herrn gehet. - - M°s. i6, i4. i6. 36. 4 Mos. 11, 7. Matth. 4, 4. Luc. 4, 4. Deine * Kleider sind nicht veraltet an dir, und deine Füße sind nicht geschwollen, diese vierzig Jahre. *c. 29 , §. 5. So erkennest du ja in deinem Herzen, daß der Herr, dein Gott, dich gezogen hat, "wie ein Mann seinen Sohn ziehet. * c. 1,31. 6. So halte nun die Gebothe des Herrn, deines Gottes, daß du inseinen Wegen wandelst und fürchtest ihn. 7. Denn der Herr, dein Gott, führet dich in ein gutes Land, ein Land, darinnen Bäche, und Brunnen, und Seen sind, die an den Bergen und in den Auen fließen; 8 . Ein Land, darinnen Weizen, Gerste, Weinstöcke, Feigenbäume und Granatäpfel sind; ein Land, darinnen Oehlbäume und Honig wüchset; 9. Ein Land, da du Brot genug zu essen hast, da auch nichts mangelt; ein Land, dessen Steine Eisen sind, da du Erz aus den Bergen hauest. 10. Und wenn * du gegessen hast und satt bist, daß du den Herrn, deinen Gott, lobest für das gute Land, das er dir gegeben hat. * c. 6, 11. 12. Joel 2, 26. 11. So hüthe dich nun, daß du des Herrn, deines Gottes, nicht * vergessest, damit, daß du seine Gebothe, und seine Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiethe, nicht haltest; * c. 4, s. 12. Daß, wenn du nun gegessen hast, un- satt bist, und schöne Häuser erbauest, und darinnen wohnest, 13. Und deine Rinder, und Schafe, und Silber, und Gold, und alles, was du hast, sich mehret; 1^. Daß dann dein Herz sich nicht erhebe, und ' vergessest des Herrn, deines Gottes, der dich aus Egyptenland geführet hat, aus dem Diensthause ; * c. 6, 12. 15. Und hat dich geleitet durch die große und grausame Wüste, da " feurige Schlangen und Skorpionen, und eitel Dürre, und kein Wasser war, und ließ dir -k Wasser aus dem harten Felsen gehen; * 4 Mos. 21,6. -s 2 Mos. 17,6. 16. Und speisete dich mit' Man in der Wüste, von welchem deine Väter nichts gewußt haben, auf daß er dich -emüthigte und versuchte, daß er dir hernach wohl thäte. " v. 3. 17. Du möchtest sonst sagen in deinem Herzen: Meine Kräfte, und meiner Hände Stärke haben mir dieß Vermögen ausgerichtet. 18. Sondern, daß du gedächtest an den Herrn, deinen Gott; denn er ist es, der dir Kräfte gibt, solche mächtige Thaten zu thun, auf daß er * hielte seinen Bund, den er deinen Vätern geichworen hat, wie es gehet heutiges Tages. * c. 4 / 31. 19. Wirst du aber des Herrn, deines Gottes, vergessen, und * andern Göttern Nachfolgen, und ihnen dienen, und sie anbethen; so bezeuge ich heute über euch, daß ihr umkommen werdet; * c. 11 / 28. 20. Eben, wie die Heiden, die der Herr umbringet vor euerm Angesicht, so werdet ihr auch umkommen, darum, daß ihr nicht gehorsam seyd der Stimme des Herrn, euers Gottes. Das 9. Capitel. Ursachen der Einnehmung des Landes Canaan. 1. ^öre, "Israel! du wirst heute über den Jordan gehen, daß du einkommest einzunehmen die Völker, die größer und stärker sind, denn du, -k große Städte, vermauert bis in den Himmel. ' c. -/1. --- c. i, 2«. 2. Ein großes * hohes Volk, die Kinder Ena- kim, die du erkannt hast, von denen du auch gehöret Haft: Wer kann wider die Kinder Enaks bestehen? * 4 Mos. 13/ 33.34. 3. So sollst du wissen heute, daß der Herr, dein Gott, gehet vor dir her, ein" verzehrendes Feuer. Er wird sie vertilgen, und wird sie unterwerfen vor dir her, und wird sie vertreiben und umbringen bald, wie dir der Herr geredet hat. *e. 4 / 24 . Wenn nun der Herr, dein Gott, sie ausgestoßen hat vor dir her; so sprich nicht " in deinem Herzen: Der Herr hat mich herein geführet , dieß Land einzunehmen, um meiner Gerechtigkeit willen; so doch der Herr diese Heiden vertreibet vor dir her, i- um ihres gottlosen - Wesens willen. ' c. 7 /17. -s 1 Mos. 16/16. 5. Denn du kommst nicht herein ihr Land ein- zunehmen, um deiner Gerechtigkeit und deines aufrichtigen Herzens willen; sondernder Herr, dein Gott, vertreibet diese Heiden um ihres gottlosen Wesens willen, daß er das Wort halte, das der Herr " geschworen hat deinen Vätern, Abraham, Isaak und Jakob. * 1 Mos. 12/ 7. 6 . So 5 Mose 9. Wie Gott gezäknet. Erinnerung der Sünde. 6. So wisse nun, daß der Herr, dein Gott, dir nicht um deiner Gerechtigkeit willen dieß gute Land gibt einzunehmen; sintemahl du ein halsstarriges Volk bist. 7 . Gedenke und vergiß nicht, wie du den Herrn, deinen Gott, * erzürnetest in der Wüste. Von dem Tage an, da du aus Egyptenland zogest, bis ihr gekommen seyd an diesen Ort, seyd ihr ungehorsam gewesen dem Herrn. * 2 Mos. 14/ 11. c. 15/ 24. 8 . Denn in * Horeb erzürnetet ihr den Herrn also, daß er vor Zorn euch vertilgen wollte; * 2 Mos. 32/ 1 . 9 . Da ich auf den Berg gegangen war, die steinernen Tafeln zu empfangen, die Tafeln des Bundes, den der Herr mit euch machte, und ich * vierzig Tage und vierzig Nachte auf dem Berge blieb, und kein Brot aß, und kein Wasser trank, * 2 Mos. 24 , is. 10. Und mir der Herr die * zwo steinernen Tafeln gab, mit dem Finger Gottes beschrieben, und darauf alle Worte, die der Herr mit euch aus dem Feuer auf dem Berge geredet hatte, am Tage der Versammlung. * e. 4 / is. i i. Und nach den vierzig Tagen und vierzig Nächten, gab mir der Herr die zwo steinernen Tafeln des Bundes, 12. Und sprach zu mir: Mache * dich auf, gehe eilend hinab von hinnen; denn dein Volk, das du aus Egypten geführet hast, hat es verderbet. Sie find schnell getreten von dem Wege, den ich ihnen gebothen habe; fie haben ihnen ein gegossenes Bild gemacht. *2 Mos. 32/ 7 . 13. Und der Herr sprach zu mir: * Ich sehe, daß dieß Volk ein halsstarriges Volk ist; * 2 Mos. 32/ 9. 1^. Laß ab von mir, daß ich fie vertilge, und ihren Nahmen austilge unter dem Himmel; ich will aus dir ein stärkeres und größeres Volk machen, denn dieß ist. 15. Und als ' ich mich wandte, und von dem Berge ging, der mit Feuer brannte, und die zwo Tafeln des Bundes auf meinen beyden Händen hatte; * 2 Mos. 32 , 15 . 16. Da sah ich, und siehe, da hattet ihr euch an dem Herrn, euerm Gott, versündiget, daß ihr euch ein gegossenes Kalb gemacht, und bald von dem Wege getreten wäret, den euch der Herr gebothen hatte. 17. Da fassete ich beyde Tafeln, und "warf fie aus beyden Händen, und zerbrach fie vor euer« Augen, * 2 Mos. 3 s, is. 185 18. Und fiel vor dem Herrn, wie zuerst, vierzig Tage und vierzig Nächte, und aß kein Brot, und trank kein Wasser, um aller eurer Sünden willen, die ihr gethan hattet, da ihr solches Uebel thatet vor dem Herrn, ihn zu erzürnen. 19. Denn ich fürchtete mich vor dem Zorn und Grimm, damit der Herr über euch erzürnet war, daß er euch vertilgen wollte. Aber der Herr erhörete mich das Mahl auch. 20. Auch war der Herr sehr zornig über * Aaron,, daß er ihn vertilgen wollte; aber ich bath auch für Aaron zu derselbigen Zeit. *2^.32,21. 21. Aber eure Sünde, das Kalb, das ihr gemacht hattet, nahm ich, und verbrannte es mit Feuer, und zerschlug es, und zermalmete es, bis es Staub ward, und warf den Staub in den Bach, der vom Berge fließet. 22. Auch so * erzürnetet ihr den Herrn zu Ta-> beera, und zu Mafia, und bey den Lustgräbern, * 2 Mos. 17/ 7. 4 Mos. 11/ 4. 23 . Und da er euch aus Kades Barnea sandte, und sprach: Gehet hinauf, und nehmet das Land ein, das ich euch gegeben habe; wäret ihr ungehorsam des Herrn Munde, euers Gottes, und glaubtet an ihn nicht, und gehorchtet seiner Stimme nicht. 2^. Denn ihr seyd ' ungehorsam dem Herrn gewesen, so lang ich euch gekannt habe. *v. 7. 25. Da fiel * ich vor dem Herrn vierzig Tage und vierzig Nächte, die ich da lag; denn der Herr sprach, er wollte euch vertilgen. * 2 Mos. 32/ 11. 26. Ich aber bath den Herrn, und sprach: Herr, Herr, verderbe dein Volk und dein Erb- theil nicht, das du durch deine große Kraft erlöset, und mit mächtiger Hand aus Egypten geführet hast; 27. * Gedenke an deine Knechte, Abraham, Isaak und Jakob; stehe nicht an die Härtig- keit, und das gottlose Wesen und die Sünde dieses Volks, * 2 Mos. 32 , 13 . 28. Daß nicht das Land * sage, daraus du uns geführet Haft: Der Herr konnte fie nicht in das Land bringen, das er ihnen geredet hatte, un- hat fie darum ausgeführet, daß er ihnen gram war, daß er fie tödtete in der Wüste. * 4 Mos. 14/ 16 . 29. Denn sie sind dein Volk und* dein Erbtheil, das du mit deinen großen Kräften, und mit deinem ausgereckten Arm hast ausgeführet. * 2 Mos. 19/ 5. A a 486 Andere Tafeln. 5 Mose 40. 44. Wohlthat an Israel. Das 40. Capitel. Die Erneuerung des Bundes soll Israel zur Liebe Gottes reizen. 1. Hu derselbigen Zeit sprach der Herr zu mir: ^ * Haue dir zwo steinerne Tafeln, wie die ersten, und komm zu mir auf den Berg, und ' mache dir -k eine hölzerne Lade; * 2 Mos. 34, 1. -s 2 Mos. 23, 10. 2. * So will ich auf die Tafeln schreiben die Worte, die auf den ersten waren, die du -k zerbrochen hast; und sollst fie in die Lade legen. * k. 9, 10. -s 2 Mos. 32, 19. 3. Also machte ich eine Lade von Förenholz, und * hieb zwo steinerne Tafeln, wie die ersten waren, und ging auf den Berg, und hatte die zwo Tafeln in meinen Händen. *2 Mos. 34, 4. -L. Da schrieb er auf die Tafeln, wie die erste Schrift war, die zehn Worte, die der Herr zu euch redete aus dem Feuer, auf dem Berge, * zur Zeit der Versammlung; und der Herr gab sie mir. * c. 9,10. 5. Und ich wandte mich, und ging vom Berge, und legte die Tafeln in die Lade, die ich gemacht hatte, daß sie daselbst wären, wie mir der Herr gebothen hatte. 6. Und die Kinder Israel zogen ' aus von Be- roth Bne Jakan, gen Moser. Daselbst starb Aaron, und ist daselbst begraben; und sein Sohn Eleasar ward für ihn Priester. * 4 Mos. 33, 32. -s 4 Mos. 20, 28. 7. Von dannen zogen fie aus gen Gudegoda. Von Gudegoda gen * Jathbath, ein Land, da Bäche sind. * 4 Mos. 33,33. 8. Zu derselben Zeit sonderte der Herr den Stamm Levi aus, die Lade des Bundes des Herrn zu tragen, und zu stehen ' vor dem Herrn, ihm zu dienen, und seinen Nahmen zu loben, bis auf diesen Tag. * e. i«, 3.7. 9. Darum sollen * die Leviten kein Theil noch Erbe haben mit ihren Brüdern; denn der Herr ist ihr Erbe, wie der Herr, dein Gott, ihnen geredet hat. * 4 Mos. 18,20. 4 0. Ich aber stand auf dem Berge, wie vorhin, ' vierzig Tage und vierzig Nächte; und der Herr erhörete mich auch das Mahl, und wollte djch nicht verderben. * 2 Mos. 24, iz. 0.34,2«. n. Er sprach aber zu mir: Mache dich auf, und gehe hin, daß du vor dem Volk herziehest, daß sie einkommen und das Land einnehmen, das ich ihren Vätern geschworen habe, ihnen zu geben. 32. Nun, Israel, was ' fordert der Herr, dein Gott, von dir, denn daß du den Herrn, deinen Gott, fürchtest, daß du in allen seinen Wegen wandelst, und liebest ihn, -l-und dienest dem Herrn, deinem Gott, von ganzem Herzen, und von ganzer Seele ; * Mich. 6,8. ch 3 Mos. 6,3. 13. Daß du die Gebothe des Herrn haltest, und seine Rechte, die ich dir heute gebiethe, auf daß dirs wohl gehe? 1^. Siehe, Himmel und aller Himmel Himmel, und Erde, und alles, was darmnen ist, das ist des Herrn, deines Gottes. 15. Noch "hat er allein zu deinen Vätern Lust gehabt, daß er sie liebete, und hat ihren Samen erwählet nach ihnen, euch, über alle Volker; -i- wie es heutiges Tages stehet. * c. 7 ,6. 1 - c. 4,3«. 16. So * beschneidet nun euers Herzens Vorhaut , und seyd forthin nicht 3 halsstarrig. * c. 30, 6. ch 2 Mos. 32, 9. 17. * Denn der Herr, euer Gott, ist ein Gott aller Götter, und Herr über alle Herren; ein großer Gott, mächtig und schrecklich, der-l-keine Person achtet, und kein Geschenk nimmt, * Ps. 89, 7. ch Gesch. 10, 34. 18. Und schaffet Recht den Waisen und Witwen , und hat' die Fremdlinge lieb, daß er ihnen Speise und Kleider gebe. * Ps. i4ü, 9. 19 . Darum sollt ihr auch * die Fremdlinge lie^ ben; denn ihr seyd auch Fremdlinge gewesen in Egyptenland. * 2 Mos. 22,21. 20 . Den*Herrn, deinen Gott, sollst du fürchten, ihm sollst du dienen, ihm sollst du anhangen, und bey seinem Nahmen schworen. * c. 6, 13. 21. Er ist dein Ruhm und dein Gott, der bey dir solche große und schreckliche Dinge ge- than hat, die deine Augen gesehen haben. 22 . Deine Väter zogen hinab in Egypten mit * siebenzig Seelen; aber nun hat dich der Herr, dein Gott, gemehret, wie die Sterne am Himmel. * 1 Mos. 46, 27. Das 44. Cavitel. Ursachen, warum Gott zu lieben und seine Gebothe zu halten. 1. A0 sollst du nun den Herrn, deinen Gott, ^ lieben, und * sein Gesetz, seine Weise, seine Rechte, und seine Gebothe halten dein Lebenlang. * c.«, 6. 2 . Und erkennet heute, das eure Kinder nicht wissen noch gesehen haben , nähmlich die Züchtigung des Herrn, euers Gottes, seine Herrlichkeit, dazu seine mächtige Hand, und ausge- reckren Arm ; 5 Mose 11. Ermahnung zum Gehorsam. Verheißung. 187 3. Und seine Zeichen und Werke, die er gethan hat unter den Egyptern, an Pharao, dem Könige in Egypten, und an allem seinem Lande; Und was er * an der Macht der Egypter ge- than hat, an ihren Rossen und Wagen, da er das Wasser des Schilfmeers über sie führete, da sie euch nachjagten, und sie der Herr umbrachte, bis auf diesen Tag ; * 2 Mos. 14, 23. 27. s. Und was er euch gethan hat in der Wüste, bis ihr an diesen Ort gekommen seyd ; 6 . Was er * Dathan und Abiram gethan hat, den Kindern Eliabs, des Sohnes Rubens, wie die Erde ihren Mund aufthat, und verschlang sie mit ihrem Gesinde, und Hütten, und allem ihrem Gut, das sie erworben hatten, mitten unter dem ganzen Israel. * 4 Mos. 16,31. 7. Denn * eure Augen haben die großen Werke des Herrn gesehen, die er gethan hat. * c. 7 , 19. c. 29 / 2. 8 . Darum * sollt ihr alle die Gebothe halten, die ich dir heute gebiethe, auf daß ihrgeftärket werdet, einzukommen, und das Land einzunehmen, dahin ihr ziehet, daß ihrs einnehmet; * c. 7 / 11. 9 . Und daß du * lang lebest auf dem Lande, das der Herr euern Vätern geschworen hat, ihnen zu geben, und ihrem Samen, einLand, darinnen Milch und Honig stießet. * c. 4 / 4 o. -s c. 8 / 7. 2 Mos. 3 / 17. 10. Denn das Land, da du hinkommst, das einzunehmen, ist nicht wie Egyptenland, davon ihr ausgezogen seyd, da du deinen Samen säen, und selbst tranken mußtest, wie einen Kohlgarten ; 11. Sondern es hat Berge und Auen, die der Regen vom Himmel tränken muß. 12. Auf welches Land der Herr, dein Gott, Acht hat, und die Augen des Herrn, deines Gottes, immerdar darauf sehen, von Anfang des Jahrs bis ans Ende. 13. Werdet ihr nun meine * Gebothe hören, die ich euch heute gebiethe, daß ihr den Herrn, euern Gott, liebet, und ihm dienet von ganzem Herzen, und von ganzer Seele: * c. 28, 1. 2. 3 Mos. 26 / 3 . 17,. So will ich euerm Lande * Regen geben zu seiner Zeit, Frühregen und Spatregen, daß du einsammelst dein Getreide, deinen Most und dein Oehl; * 3 Mos. 26/ 4 . Joel 2/ 23 . 15 . Und will deinem Vieh Gras geben auf deinem Felde, daß ihr esset und satt werdet. 16. Hüthet euch aber, daß sich euer Herz nicht überreden lasse, daß ihr abtretet, und dienet andern Göttern, und bethet sie an; 17. Und daß dann * der Zorn des Herrn ergrimme über euch, und schließe den Himmel zu, daß kein Regen komme, und die Erde ihr Gewächs nicht gebe, und bald umkommet von dem guten Lande, das euch der Herr gegeben hat. - * 3 Mos. 26, 19. 1- 0. 4/ 26. c. 28/ 20. 18. So * fasset nun diese Worte zu Herzen und in eure Seele, und bindet sie zum Zeichen auf eure Hand, daß sie ein Denkmahl vor euer» Augen seyen. ' c- 6 , 6. Svr. 6 ,21. 19. Und lehret sie eure Kinder, daß du davon redest, wenn du in deinem Hause sitzest, oder auf dem Wege gehest, wenn du dich niederlegest, und wenn du aufstehest. 20. Und schreibe sie an die Pfosten deines Hauses, und an deine Thore, 21. Daß du und deine Kinder lang lebest auf dem Lande, das der Herr deinen Vätern geschworen hat ihnen zu geben, so lang die Tage vom Himmel auf Erden währen. 22. Denn wo ihr diese Gebothe alle werdet halten, die ich euch gebiethe, daß ihr darnach thut, daß ihr den Herrn, euern Gott, liebet, und wandelt in allen seinen Wegen, und ihm anhanget: 23 . So wird der Herr alle diese Völker vor euch her vertreiben, daß ihr * größere und stärkere Volker einnehmet, denn ihr seyd. * c. 7 ,1. 2^. * Alle Oerter, darauf eure Fußsohle tritt, sollen euer seyn, von der Wüste an, und von dem Berge Libanon, und von dem Wasser Phrath, bis ans äußerste Meer soll eure Grenze seyn. * Jos. 1/ 3. 4 . c. 14, 9. 4 Mos. 34, 2. 25. Niemand wird euch widerstehen mögen. Eure Furcht und Schrecken wird der Herr über alle Länder kommen lassen, darin ihr reiset; wie er euch geredet hat. 26. Siehe,' ich lege euch heute vor, den Segen und den Fluch. * 3 »,1.13. 19. 27. Den * Segen, so ihr gehorchet den Gebo- then des Herrn, euers Gottes, die ich euch heute gebiethe; *«- 2«, 2. 28. Den Fluch aber, so ihr nicht gehorchen werdet den Gebothen des Herrn, euers Gottes, und abtretet von dem Wege, den ich euch heute gebiethe, daß ihr andern Göttern nachwandelt, die ihr nicht kennet. 29. Wenn dich der Herr, dein Gott, in das Land bringet, da du einkommst, daß du es einnehmest: so sollst du den Segen sprechen lassen Aa 2 Weise des Gottesdiensts. 188 Berg Grifim und Ebal. Ort und 5 Mose 11. 12. auf dem Berge * Grifim, und den Fluch auf dem Berge Ebal, * c. 27,12.13. 30 . Welche find jenseit des Jordans, der .Straße nach , gegen der Sonnen Niedergang, im Lande d§r Cananiter, die auf dem Blach- felde wohnen gegen Gilgal über, bey dem * Hain More. *1 Mos. 12,6. 31. Denn du wirst über den Jordan gehen, daß du einkommest, das Land einzunehmen, das euch der Herr, euer Gott, gegeben hat, daß ihr es einnehmet, und darinnen wohnet. 32. So haltet nun, daß ihr thut nach allen Gebothen und Rechten, die ich euch heute verlege. Das 12. Capitel. Ort und Weise des wahren Gottesdienstes. 1. ^as find die Gebothe und Rechte, die ihr ^ halten sollt, daß ihr darnach thut im Lande, das der Herr, deiner Väter Gott, dir gegeben hat einzunehmen, so lang ihr auf Erden lebet. 2. Verstöret * alle Oerter, da die Heiden, die ihr einnehmen werdet, ihren Göttern gedienet haben, es sey auf hohen Bergen, auf Hügeln , oder unter grünen Bäumen; * c. 7, 3. 3. Und * reißet um ihre Altäre, und zerbrechet ihre Säulen, 7 und verbrennet mit Feuer ihre Haine, und die Götzen (MdM ihrer Götter thut ab, und vertilget ihren Nahmen aus demselben Ort. * 4 Mos. 33/ 32. s- e. 7/ 23. Ihr sollt dem Herrn, euerm Gott, nicht also thun: 5. Sondern an * dem Ort, den der Herr, euer Gott, erwählen wird, aus allen euern Stämmen, daß er seinen Nahmen daselbst lässet wohnen, sollt ihr forschen, und dahin kommen; * 2 Mos. 20 / 24. c. 29/ 42. 1 Kün. 8/ 29. c. 9/ 3. 2 Kön. 21 / 4. 2 Chron. 7/ 12 . 6 . Und eure Brandopfer, und eure andern Opfer, und eure Zehnten, und eurer Hände Hebe, und eure Gelübde, und eure freywilligen Opfer, und die Erstgeburt eurer Rinder und Schafe dahin bringen. 7 . Und sollt daselbst vor dem Herrn, euerm Gott, essen und fröhlich seyn über allem, das ihr und euer Haus bringet, dämmen dich der Herr, dein Gott, gesegnet hat. 8 . Ihr sollt derer keins thun, das wir honte allhrer thun, ein Jeglicher, was ihm recht danket. 4 . Sondern sollst es auf die Erde gießen, wie Wasser. 25. Und sollst es darum nicht essen, daß dirs wohl gehe, und deinen Kindern nach dir, daß du gethan hast, was recht ist vor dem Herrn. 26. Aber wenn du etwas heiligen willst von dem Deinen, oder geloben; so sollst du es auf- laden, und bringen an den Ort, den der Herr erwählet hat, 27. Und dein Brandopfer mit Fleisch und Blut thun auf den Altar des Herrn, deines Gottes. Das Blut deines Opfers sollst du gießen auf den Altar des Herrn, deines Gottes, und das Fleisch essen. 28. Siehe zu, und höre alle diese Worte, die ich dir gebiethe, auf daß dirs wohl gehe, und deinen Kindern nach dir ewiglich; daß du gethan Haft, was recht und gefällig ist vor dem Herrn, deinem Gott. 29. Wenn der Herr , dein Gott, vor dir her die Heiden ausrottet, daß du hinkommest sie einzunehmen, und sie eingenommen hast, und in ihrem Lande wohnest; 30. So * hüthe dich, daß du nicht in den Strick fallest ihnen nach, nachdem sie vertilget sind vor dir, und nicht fragest nach ihren Göttern und sprechest: Wie diese Völker haben ihren Göttern gedienet, also will ich auch thun. * c. 18/ s. Los. 23/ 7. Ks. 106/ 34. 31 . Du sollst nicht also an dem Herrn, deinem Gott, thun: denn sie haben ihren Göttern gethan alles, was dem Herrn ein Gräuel ist, und das er hasset; denn sie haben auch ihre Söhne und Töchter mit Feuer verbrannt ihren Göttern. 12 . 13 . Falscher Propheten Strafe. 189 32. Alles, was ich euch gebiethe, das sollt ihr halten, daß ihr darnach thut. Ihr ' sollt nichts dazu thun, noch davon thun. * c. 4 / 2. Sprüchw. 30 / 6 . Das 13. Capitel. Strafe der falschen Propheten / der Verführer und Verführten. 1. Menn ein Prophet oder Träumer unter euch wird aufstehen, und gibt dir ein Zeichen oder Wunder; 2. Und das Zeichen oder Wunder kommt, davon er dir gesagt hat, und spricht: * Laß uns andern Göttern folgen, die ihr nicht kennet, und ihnen dienen: * v. 6 . iz. Irr. 7,9. 3. So sollst du nicht gehorchen den Worten solches Propheten, oder Träumers; denn der Herr, euer Gott, * versucht euch, daß er erfahre, ob ihr ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele lieb habt. * c. 8 / 2. Denn ihr sollt dem Herrn, euerm Gott, folgen, und ihn " fürchten, und seine Gebothe halten, und seiner Stimme gehorchen, und ihm dienen, und ihm anhangen. * c. 8/ 6 . 5. Der * Prophet aber, oder der Träumer, soll sterben, darum, daß er euch von dem Herrn, euerm Gott, der euch aus Egyptenland geführet und dich von dem Diensthause erlöset hat, abzufallen gelehret, und dich aus dem Wege verführet hat, den der Herr, dein Gott, gebothen hat, darinnen zu wandeln; auf daß du den Bösen von dir thust. * c. 18/ 20. 6 . Wenn dich dein Bruder, deiner Mutter Sohn, oder dein Sohn, oder deine Tochter, oder das Weib in deinen Armen, oder dein Freund, der dir ist wie dein Herz, überreden würde heimlich und sagen: Laß uns gehen, und andern Göttern dienen, die dn nicht kennest, noch deine Väter, 7. Die unter den Völkern um euch her sind, sie seyen dir nahe oder ferne, von einem Ende der Erde bis an das andere: 8 . So bewillige nicht, und gehorche ihm nicht. Auch soll dein * Auge seiner nicht schonen, und sollst dich seiner nicht erbarmen, noch ihn verbergen ; * c. 19 , 13 . 9. Sondern "sollst ihn erwürgen. Deine Hand soll die erste über ihn seyn , daß man ihn tödte; und darnach die Hand des ganzen Volks. * c. 17 / 3 . 7 . c. 18/ 20. 10. Man soll ihn zu Tode steinigen, denn er hat dich wollen verführen von dem Herrn, deinem Gott, der dich ans Egyptenland von dem Diensthause geführet hat, 190 Strafe der Verführer. *5 Mo s e 13. 14. Reine und unreine Thiere. Zehnten. 11. Auf daß ganz Israel 'höre, und fürchte sich, und nicht mehr solches Uebel vornehme unter euch. ' c. 17,13. c. 19/ 20. 12. Wenn du hörest von irgend einer Stadt, die dir der Herr, dein Gott, gegeben hat, darinnen zu wohnen, daß man sagt: 13. Es sind etliche Kinder Belials ausgegangen unter dir, und haben die Bürger ihrer Stadt verführet und gesagt: ' Laßt uns gehen und andern Göttern dienen, die ihr nicht kennet: * v. 2 . 6 . 1 - 4 . So sollst du fleißig suchen, forschen und fragen. Und so sich findet die Wahrheit, daß es gewiß also ist, daß der Gräuel unter euch geschehen ist; 15. So sollst du die Bürger derselben Stadt schlagen mit des Schwerts Schärfe, und sie verbannen mit allem, was darinnen ist, und ihr Vieh mit der Schärfe des Schwerts. 16. Und allen ihren Raub sollst du sammeln mitten auf die Gassen, und mit Feuer verbrennen , beydes die Stadt und allen ihren Raub, mit einander, dem Herrn, deinem Gott, daß sie auf einem Haufen liege ewiglich, und nimmer gebauet werde. 17. Und laß nichts von dem Bann ' an deiner Hand hängen, auf daß der Herr von dem Grimm seines Zorns abgewendet werde, und gebe dir Barmherzigkeit, und erbarme sich deiner , und mehre dich, wie er deinen Vätern geschworen hat; *«. 7 ,2Z. 26. 18. Darum, daß du der Stimme des Herrn, -eines Gottes, gehorchet hast, zu halten alle seine Gebothe, die ich dir heute gebiethe, daß du thust, was recht ist vor den Augen des Herrn, deines Gottes. Das 14. Capitel. Trauer- Speis- und Zehntenordnung. 1. ^hr seyd Kinder des Herrn, euers Gottes: ^ Ihr * sollt euch nicht Mahle stechen, noch kahl scheren über den Augen, über einem Todten. *3 M°s. 21,3. 2. Denn du bist ein * heiliges Volk dem Herrn, deinem Gott, und der Herr hat dich 7 erwählet, daß du sein Eigenthum seyest, aus allen Völkern, die auf Erden sind. '«.7,6. sc.4,20. 3 . Du sollst kesnen Gräuel essen. -4. Das ist aber ' das Thier, das ihr essen sollt: Ochsen, Schafe, Ziegen, *3 Ms. 11,2. 5 . Hirsch, Rehe, Büffel, Steinbock, Tendlen (Gemsen) Auerochs UN- Elend, 6 . Und alles Thier, das feine Klauen spaltet und Wiederkäuer, sollt ihr essen. 7 . Das sollt ihr aber nicht essen, das Wiederkäuer , und die Klauen nicht spaltet. * Das Kameel, der Hase und Kaninchen, die da Wiederkäuen und doch die Klauen nicht spalten, sollen euch unrein seyn. *3 Ms. 11,4. 8 . Das Schwein, ob es wohl die Klauen spaltet, so Wiederkäuer es doch nicht, soll euch unrein seyn. Ihres Fleisches sollt ihr nicht essen, und ihr Aas sollt ihr nicht anrühren. 9. Das ists, * das ihr essen sollt von allem, das in Wassern ist, alles, was Floßfedern und Schuppen hat, sollt ihr essen. * 3 Ms.n,s. 10. Was aber keine Floßfedern noch Schuppen hat, sollt ihr nicht essen, denn es ist euch- unrein. 11. Alle reine Vögel esset. 12. Das find sie aber, die ihr nicht essen sollt: Der Adler, der Habicht, der Fischaar, 13. Der Taucher, der Weihe, der Geyer mit seiner Art, 1^. Und alle Raben mit ihrer Art, 15. Der Strauß, die Nachteule, der Kukuk, der Sperber mir seiner Art, 16. Das Käuzlein, der Uhu, die Fledermaus, 17. Die Rohrdommel, der Storch, derSchwan, 1 8 . Der Reiger, der Heher mit seiner Art, der Wiedehopf, die Schwalbe, 19. Und alles Gevögel, das kriechet, soll euch unrein seyn, und sollt es nicht essen. 20. Das reine Gevögel sollt ihr essen. 21. Ihr sollt'kein Aas essen: dem Fremdling in deinem Thor magst du es geben, daß er es esse, oder verkaufe es einem Fremden; denn du bist ein heiliges Volk dem Herrn, deinem Gott. Du sollst 7 das Böcklein nicht kochen, weil es noch seine Mutter sauget. * 2 Mos. 22, 31 . -s 2 Mvs. 23 , IS. 22. Du sollst alle Jahre den * Zehnten absondern alles Einkommens deiner Saat, das aus deinem Acker kommt; ' 3 Ms. 27,30. 23. Und sollst ' es essen vor dem Herrn, deinem Gott, an dem Ort, den er erwählet, daß fein Nähme daselbst wohne; nähmlich von dem Zehnten deines Getreides, deines Mosts, deines Oehls, und der Erstgeburt deiner Rinder und deiner Schafe; auf daß du lernest fürchten den Herrn, deinen Gott, dein Lebenlang. * c. 12, 17. 18. 2-4. Wenn aber des Weges dir zu viel ist, daß du solches nicht hintragen kannst, darum, daß Den Armen Gutes zu thun. 5 M 0 se 14. 15. 191 .'M ,9 KU « 1 !?!>" P I!k der Ort dir zu ferne ist, den der Herr, dein Gott, erwählet hat, daß er seinen Nahmen daselbst wohnen lasse (denn der Herr, dein Gott, hat dich gesegnet); 25 . So gib es um Geld, und fasse das'Geld in deine Hand, und gehe an den Ort, den der Herr, dein Gott, erwählet hat; 26. Und gib das Geld um alles, was deine Seele gelüstet, es sey um Rinder, Schafe, Wein, * starken Trank, oder um alles, das deine Seele wünschet; und iß daselbst vor dem Herrn, deinem Gott, und sey fröhlich, du und dein Haus , ' 3 Mos 10, 9 . 27 . Und der Levit, der in deinem Thor ist; du sollst ihn nicht verlassen, denn er hat'kein Theil noch Erbe mit dir. ' 4 Mos. i 8 ,24. 28. Ueber drey Jahre sollst du aussondern alle Zehnten deines Einkommens desselben Jahrs, und sollst es lassen in deinem Thor: 29. So soll kommen der Levit, der kein Theil noch Erbe mit dir hat, und der Fremdling, und der Waise, und die Witwen, die in deinem Thor find; und essen, und sich sättigen, auf daß dich der Herr, dein Gott, ' segne in allen Werken deiner Hand, die du thust. * c. 28, 1. Spr. 11, 24 . 25 . Das 15. Capitel. Dom Erlaßjahr, verkauften Knechten, und Erstgeburt. 1. Neber sieben Jahre sollst du ein * Erlaßjahr ^ halten. * 2 Mos. 23,11. 3 Mos. 2s, 10. 2. Also soll es aber zugehen mit dem Erlaßjahr : Wenn einer seinem Nächsten etwas geliehen hat, -er soll es ihm erlassen und soll es nicht einmahnen von seinem Nächsten oder von seinem Bruder; denn es heißt ein Erlaßjahr dem Herrn. 3. Von einem Fremden magst du es einmah- nen ; aber dem , der dein Bruder ist, sollst du es erlassen. Es soll allerdings kein Bettler unter euch seyn; denn der Herr wird dich segnen im Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird zum Erbe einzunehmen. 5. Allein, daß ' du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchest, und haltest alle diese Gebothe, die ich dir heute gebiethe, daß du darnach thust. "c. 28, 1.2. 6. Denn der Herr, dein Gott, wird dich'segnen, wie er dir geredet hat. -rSo wirst du vie- lenVölkern leihen, und du wirstvon Niemand bor- Verkaufter Knecht. gen. Du wirst über viele Völker herrschen, und über dich wird Niemand herrschen. * c. 14, 29. -s c. 28, 12. 7 . Wenn deiner Brüder irgend einer' arm ist, in irgend einer Stadt in deinem Lande, das der Herr, dein Gott, dir geben wird, so sollst du -i- dein Herz nicht verhärten, noch deine Hand zuhalten gegen deinen armen Bruder; * 3 Mos. 25, 35. -r 1 Job. 3, 17. 8 . Sondern sollst sie ihm aufthun, und ihm * leihen , nach dem er mangelt. ' Luc. 6,34.35. 9. Hüthe dich, daß nicht in deinem Herzen ein Belialstück sey, das da spreche: Es nahet herzu das siebente Jahr, das Erlaßjahr, und sehest deinen armen Bruder unfreundlich an, und gebest ihm nicht; so wird er über dich zum Herrn rufen, so wirst du es Sünde haben. 10. Sondern du sollst ihm geben, und -ein Herz nicht verdrießen lassen, daß du ihm gibst: denn um solches willen wird dich der Herr, dein Gott, segnen in allen deinen Werken, und was du vornimmst. 11. Es werden allezeit' Arme seyn, im Lande: darum gebiethe ich dir und sage, daß du deine Hand aufthust deinem Bruder, der bedrängt und arm ist in deinem Lande. * Matth. 26, 11. Joh. 12, 8. 12. Wenn sich dein ' Bruder, ein Ebräer oder Ebräerinn, dir verkauft; so soll er dir sechs Jahre dienen, im siebenten Jahr sollst du ihn frey los geben. *2 Mos. 21,2. 13. Und wenn du ihn frey los gibst, sollst du ihn nicht leer von dir gehen lassen; i)l. Sondern sollst ihm auflegen von deinen Schafen, von deiner Tenne, von deiner Kelter, daß du gebest von dem , das dir der Herr, dein Gott, gesegnet hat. 15. Und gedenke, daß du auch Knecht wärest in Egyptenland, und der Herr, dein Gott, dich erlöset hat: darum gebiethe ich dir solches heute. 16. Wird er aber zu dir sprechen: ' Ich will nicht ausztehen von dir, denn ich habe dich und dein Haus lieb; (weil ihm wohl bey dir ist;) ' 2 Mos. 21, 5. 6. 1 7 . So nimm einen Pfriemen, und bohre ihm durch sein Ohr, an der Thür, und laß ihn ewiglich deinen Knecht seyn. Mit deiner Magd sollst du auch also thun. 18. Und laß dichs nickt schwer dünken, daß du ihn frey los gibst: denn er hat dir als ein zwiefältiger Taglohner sechs Jahre gedienet; so O 492 Passah 5 Mose wird der Herr, dein Gott, dich segnen in allem, was du thuft. 19. Alle * Erstgeburt, die unter deinen Rindern und Schafen geboren wird, das ein Männlein ist, sollst du dem Herrn, deinem Gott, heiligen. Du sollst nicht ackern mit dem Erstling deiner Ochsen, und nicht bescheren die Erstlinge deiner Schafe. * 2 Ms. 13/ 2. 20. Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du sie essen jährlich, an der Stätte, die der Herr erwählet, du und dein Haus. 21. Wenn es aber einen * Fehler hat, daß es hinket, oder blind ist, oder sonst irgend einen bösen Fehler hat; so sollst du es nicht opfern dem Herrn, deinem Gott. * 3 Ms. 22,20.21. 22. Sondern in deinem Thor sollst du es essen, * du seyest unrein oder rein, wie ein Reh und Hirsch. * c. 12, i 5 .22. '23. Allein, daß du seines * Bluts nicht essest; sondern auf die Erde gießest, wie Wasser. * c. 12/ 23 . 3 Mos. 17/ 10. Das 46. Capitel. Von den drcy jährlichen IHauptfcsten. 1. ^>alte den Monath Abib, daß du "Passah haltest dem Herrn, deinem Gott: denn im Monath Abib hat dich der Herr, dein Gott, aus Egypten geführet bey der Nacht. * 3 Ms. 23,5. 2. Und sollst dem Herrn, deinem Gott, das . Passah schlachten, Gämse und Rinder, an der Stätte, die der Herr erwählen wird, daß sein Nähme daselbst wohne. 3 . Du sollst kein * Gesäuertes auf das Fest essen. Sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot des Elendes essen; denn mit Furcht bist du aus Egyptenland gezogen, auf daß du des Tages deines Auszugs aus Egyptenland gedenkest dein Lebenlang. * 2 Mos. 12/19. >1. Es soll in sieben Tagen kein Gesäuertes gesehen werden in allen deinen Grenzen; und soll auch nichts vom Fleisch, das des Abends am ersten Tage geschlachtet ist, über Nacht bleiben bis an den Morgen. 5. Du kannst nicht " Passah schlachten in irgend deiner Thore einem, die dir der Herr, dein Gott, gegeben hat; * 2 Ehr. 35/1. 6 . Sondern an der Stätte, die der Herr, dein Gott, erwählen wird, daß sein Nähme daselbst wohne, da sollst du das " Passah schlachten, des Abends, wenn die Sonne ist untergegangen, zu der Zeit, als du aus Egypten zogest; * 2 Ms. 12/ 6 . 3 Mos. 23 , 5 . 45. 46. Wochen > und Laubhüttensest. 7. Und sollst es kochen, und essen an der Stätte, die der Herr, dein Gott, erwählen wird, und darnach dich wenden des Morgens, und heimgehen in deine Hütten. 8 . Sechs " Tage sollst du Ungesäuertes essen, und am siebenten Tage ist die Versammlung des Herrn, deines Gottes; da sollst du keine Arbeit thun. * 2 Mos. 12/ 15 . c. 13 / 8 . 9. Sieben " Wochen sollst du dir zählen , und anheben zu zählen, wenn man anfängt mit der Sichel in der Saat. * 2 Mos. 23/15.16. 10. Und sollst halten das Fest der Wochen dem Herrn, deinem Gott, daß du eine" freywillige Gabe deiner Hand gebest, nach dem dich der Herr, dein Gott, gesegnet hat; * c. 26/ 2. 11. Und sollst fröhlich seyn vor Gott, deinem Herrn, du und dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, und der Levit, der in deinem Thor ist, der Fremdling, der Waise und die Witwe, die unter dir sind, " an der Stätte, die der Herr, dein Gott, erwählet hat, daß sein Nähme da wohne. - v. 16. 12. Und gedenke, daß du Knecht in Egypten gewesen bist, daß du haltest und thust nach diesen Gebothen. 13. Das " Fest der Laubhütten sollst du halten sieben Tage, wenn du hast eingesammelt von deiner Tenne, und von deiner Kelter; * 2 Mos. 23 / 16. 3 Ms. 23 / 34 . 1^. Und " sollst fröhlich seyn auf deinem Fest, du und dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, der Levit, der Fremdling, der Waise und die Witwe, die in deinem Thor sind. * c. 12, 12. 1«. 15. Sieben Tage sollst du dem Herrn, deinem Gott, das Fest hatten, an der Stätte, die der Herr erwählen wird. Denn der Herr, dein Gott, "wird dich segnen in allem deinem Einkommen, und in allen Werken deiner Hände, darum sollst du fröhlich seyn. * 14,29. c. 15/10. 16. Dreymahl des " Jahrs soll alles, was männlich ist unter dir, vor dem Herrn, deinem Gott, erscheinen, an der Stätte, die der Herr erwählen wird: Aufs Fest der ungesäuerten Brote, aufs Fest der Wochen, und aufs Fest der Laubhütten. Es soll aber -k nicht leer vor dem Herrn erscheinen, * 2 Mos. 23 / 17 . -j- 2 Mos. 23 / 15 . c. 34 / 20. 17. Ein jeglicher nach der Gabe seiner Hand, nach dem Segen, den dir der Herr, dein Gott, gegeben hat. Das üilill Amt der Richter 5 Mose 16. 17. und des Königs. 493 !Ä! K lW ZS ,V ,7 B (Anfang des 17. Capitcls.) i seichter * und Amtleute sollst du dir setzen in allen deinen Thoren, die dir der Herr, dein Gott, geben wird unter deinen Stämmen, daß sie das Volk richten mit rechtem Gericht. * 2 Chron. 19, 5. 19 . Du sollst das * Recht nicht beugen, und sollst auch keine Person ansehen, noch -l- Geschenk nehmen; denn die Geschenke machen die Weisen blind, und verkehren die Sachen der Gerechten. ' 2 Mos. 23, 6. -t- 2 Mos. 23, 8. 3 Mos. 19, 13. 3 Mos. 1, 17. Spr. 13, 27. 20. Was recht ist, dem * sollst du nachjagen, auf daß du leben und einnehmen mögest das Land, das dir der Herr, dein Gott, geben wird. * Ps. 34, 13. 21. Du sollst keinen Hain von Bäumen pflanzen bey dem Altar des Herrn, deines Gottes, den du dir machest. 22. Du sollst dir * keine Säule aufrichten, welche der Herr, dein Gott, hasset. * 3 Mos. 26, 1. Das 17. Capstel. Bestellung, Wahl und Amt der Richter, sonderlich eines A-nigS. i.Au sollst dem Herrn, deinem Gott, kei- ^ nen Ochsen oder Schaf opfern, das einen ' Fehler, oder irgend etwas Böses an ihm hat; denn es ist dem Herrn, deinem Gott, ein Gräuel. * 3 Mos. 22, 20. r. Wenn * unter dir in der Thore einem, die dir der Herr, dein Gott, geben wird, gefunden wird ein Mann oder Weib, der da Uebels thut vor den Augen des Herrn, deines Gottes, daß er seinen Bund übergehet, * c. 13, 6 . 3. Und hingehet, und dienet andern Göttern, und bethet sie an, es sey * Sonne oder Mond, oder irgend ein Heer des Himmels, das ich nicht gebothen habe; * c. 4,19. s-r. «, 2. Und wird dir angesagt, und hörest es: so sollst du wohl darnach fragen. Und wenn du findest, daß es gewiß wahr ist, daß solcher Gräuel in Israel geschehen ist; s. So sollst du denselben Mann oder dasselbe Weib ausführen, die solches Uebel gethan haben, zu deinem Thor, und sollst sie * zu Tode steinigen. * <- ", 9.10. 6 . Auf * zweyer oder dreyer Zeugen Mund soll sterben, wer des Todes werth ist; aber auf Eines Zeugen Mund soll er nicht sterben. * tzoh. s, 17. 7 . Die Hand der Zeugen soll die erste" seyn» ihn zu tödten, und darnach die Hand alles Volks, daß du den t Bösen von dir thuft. * c. 13 , 9. -s c. 19, 19. 8 . Wenn eine Sache vor Gericht dir zu schwer seyn wird, zwischen Blut und Blut, zwischen Handel und Handel, zwischen Schaden und Schaden, und was zänkische Sachen sind in deinen Thoren: so sollst du dich aufmachen, und hinauf gehen zu der Stätte, die dir der Herr, dein Gott, erwählen wird; 9. Und zu den "Priestern, den Leviten, und zu dem Richter, der zu der Zeit seyn wird, kommen, und fragen; die sollen dir das Urtheil sprechen. * 2 Chron. 19, 8. ii. 10. Und du sollst thun nach dem, das sie dir sagen, an der Stätte, die der Herr erwählet hat, und sollst es halten, daß du thust nach allem, das sie dich lehren werden. 11. Nach dem Gesetz, das sie dich lehren, und nach dem Recht, das sie dir sagen, sollst du dich halten, daß du von demselben * nicht abweichest, weder zur Rechten noch zur Linken. * e. L, 32. 80s. 1, 7. Ps. 119, 31. 102. 1 2 . Und wo Jemand vermessen handeln würde, daß er dem Priester nicht gehorchte, der daselbst in des Herrn, deines Gottes, "Amtstehet, oder dem Richter; der soll sterben, und sollst den Bösen aus Israel thun, " c. 10, 8 . 13. Daß " alles Volk höre, und sich fürchte, und nicht mehr vermessen sey. * c. 13,11. 1^1. Wenn du in das Land kommst, das dir der Herr, dein Gott, geben wird, und nimmst es ein, und wohnest darinnen, und wirft" sagen: Ich will einen König über mich setzen, wie alle Völker um mich her haben; " 1 Sam. 8, 3. 6 . 15. So sollst du den zum Könige über dich setzen, den der Herr, dein Gott, erwählen wird. Du sollst aber aus deinen Brüdern einen, zum Könige über dich setzen. Du kannst nicht irgend einen Fremden, der nicht dein Bruder ist, über dich setzen. 16. Allein, daß er nicht viele Rosse halte, und führe das Volk nicht wieder in Egypten, um der Rosse Menge willen; weil der Herr euch gesagt hat, daß ihr hinfort nicht wieder durch diesen Weg kommen sollt. 17. Er soll auch " nicht viele Weiber nehmen, daß sein Herz nicht abgewandt werde; und soll auch nicht viel Silber und Gold sammeln. * 1 Kon. 11, 1. 18. Und wenn er nun sitzen wird auf dem Stuhl seines Königreichs, soll er dieß andere B b / 194 Priesterreckt. Von Christo, 5 Mose 18. Gesetz von den Priestern, den Leviten, nehmen, und auf ein Buch schreiben lassen. 19. Das soll bey ihm seyn, und soll darinnen lesen sein Lebenlang, auf daß er lerne fürchten den Herrn, seinen Gott, daß er halte alle Worte dieses Gesetzes, und diese Rechte, daß er darnach thue. 20. Er soll sein Herz nicht erheben über seine Brüder, und soll * nicht weichen von dem Gebots) , weder zur Rechten noch zur Linken, auf daß er seine Tage verlängere auf seinem Königreich, er und seine Kinder in Israel. * c. ä, 32. Jos. 1/ 7. Ps. 119/ 21 . 102 . Das 18 . Capitel. Vom Priesterrecht/ Abgöttercy, und Christo, dem rechten Propheten. 1. A>ie Priester, die * Leviten des ganzen ^ Stamms Levi, sollen nicht Theil noch Erbe haben mit Israel. Die Opfer des Herrn und sein Erbtheil sollen sie essen. * c. io, 9. c. 12 , 12 . c. 14, 27 . 29 . 2. Darum sollen sie kein Erbe unter ihren Brüdern haben, daß der Herr ihr Erbe ist, Wie er ihnen geredet hat. 3. Das soll aber das Recht der Priester seyn an dem Volk, und an denen, die da opfern, es sey Ochse oder Schaf, daß man dem Priester gebe den Arm, und beyde Backen, und den Wanst, Und das Erstling deines Korns, deines Mosts, und deines Oehls, und das Erstling von der Schur deiner Schafe. 5. Denn der Herr, dein Gott, hat ihn erwählet aus allen deinen Stämmen, daß er stehe am Dienst im Nahmen des Herrn, er und seine Söhne ewiglich. 6. Wenn ein Levit kommt aus irgend einem deiner Thore, oder sonst irgend aus ganz Israel, da er ein Gast ist; und kommt nach aller Lust seiner Seele an den Ort, den der Herr erwählet hat, 7. Daß er diene im Nahmen des Herrn, seines Gottes, wie alle seine Bruder, die Leviten, die daselbst vor dem Herrn stehen: 8. Die sollen gleichen Theil zu essen haben, über das er hat von dem verkauften Gut seiner Väter. 9. Wenn du in das Land kommst, das dir der Herr, dein Gott, geben wird: so "sollst du nicht lernen thun die Gräuel dieser Völker; * c. 12 , 30. Jos. 23/ 7. 10. Daß nicht unter dir gefunden werde, der dem Propheten. seinen Sohn * oder Tvchrer durchs Feuer gehen lasse, oder !- ein Weissager, oder ein i-k Tag- wähler, oder der auf Vogelgeschrey achte, oder ein Zauberer, * 3 Mos. i8,21. 3 Mos. 20,27. 1 Sam. 28 , 7. I-H 3 Mos. 19/ 26. 11. Oder Beschwörer, oder Wahrsager, oder Zeichendeuter, oder * der die Todten frage. * 1 Sam. 28 / 11 . 12. Denn wer solches thut, * der ist dem Herrn ein Gräuel, und um solcher Gräuel willen' vertreibet sie der Herr, dein Gott, vor dir her. * c. 12 / 31 . 13. Du aber sollst * ohne Wandel seyn mit dem Herrn , deinem Gott. * Ps. 12,2. 1^. Denn diese Völker, die du einnehmen wirst, gehorchen den Tagwählern und Weissagern ; aber du sollst dich nicht also halten gegen den Herrn, deinen Gott. 15. Einen " Propheten, wie mich, wird der Herr, dein Gott, dir erwecken, aus dir und aus deinen Brüdern: dem sollt ihr gehorchen. * Loh. 6/ 14. Ap. Gesch. 3/ 22 . c. 7/ 37. 16. Wie du denn von dem Herrn, deinem Gott, * gebelhen hast zu Horeb , am Tage der Versammlung, und sprachest: Ich will hinfort nicht mehr hören die Stimme des Herrn, meines Gottes, und das große Feuer nicht mehr sehen, daß ich nicht sterbe. *2Mos.20/i9. 17. Und der Herr sprach zu mir: Sie haben * wohl geredet. , * c. 2/ 2«. 18. Ich will ihnen einen * Propheten, wie du bist, erwecken aus ihren Brüdern, und meine Worte in seinen Mund geben; der soll zu ihnen reden alles, was ich ihm gebiethen werde. * Loh. 1, 43. 19. Und wer meine Worte nicht hören wird, die er in meinem Nahmen reden wird, von dem will Jchs fordern. 20. Doch wenn ein Prophet vermessen ist zu reden * in meinem Nahmen, das ich ihm nicht gebothen habe zu reden, und welcher redet in dem Nahmen anderer Götter, derselbe Prophet soll sterben. * L-r. 14/ 13 . 21. Ob du aber in deinem Herzen sagen würdest: Wie kann ich merken, welches Wort der Herr nicht geredet hat? 22. Wenn der Prophet redet in dem Nahmen des Herrn, und wird nichts daraus, und kommt nicht, das ist das Wort, das der Herr nicht geredet hat; der Prophet hat es aus Vermessenheit geredet, darum scheue dich nicht vor ihm. Freystädte. 5 Mose 19. 20. Falscher Zeuge. 195 Das 19. Capitel. Ordnung der FreMdte. Falscher Zeugen Strafe. 1. Menn der Herr, dem Gott, die Völker ausgerottet hat, welcher Land dir der Herr, dein Gott, geben wird, daß du sie ein- nehmest, und in ihren Städten und Häusern wohnest; 2. Sollst du dir drey * Städte aussondern im Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird einzunehmen. * 2 Mos. 21,13. 3. Und sollst gelegene Oerler wählen, und die Grenzen deines Landes, das dir der Herr, dein Gott, auslheilen wird, in drey Kreise scheiden, daß dahin stiehe, wer einen Todrschlag gelhan hat. Und das soll die Sache seyn, daß dahin fliehe, der einen Todrschlag gethan hat, daß er lebendig bleibe. Wenn Jemand seinen Nächsten "schlägt, nicht vorsetzlich, und hat vorhin keinen Haß auf ihn gehabt; " c. 4,42. 2 Mos. 21,13. 5. Sondern, als wenn Jemand mit seinem Nächsten in den Wald ginge, Holz zu hauen, und hohlete mit der Hand die Axt aus, das Hotz abzuhauen, und das Eisen führe vom Stiel, und träfe seinen Nächsten, daß er stürbe; der soll in dieser Städte eine fliehen, daß er lebendig bleibe. 6. Auf daß nicht der ' Bluträcher dem Todschläger nachjage, weil sein Herz erhitzt ist, und ergreife ihn, weil der Weg so ferne ist, und schlage ihm seine Seele; so doch kein Ur- theil des Todes an ihm ist, weil er keinen Haß vorhin zu ihm getragen hat. '4 Mos. 35,12. 7. Darum gebiethe ich dir, daß du * drey Städte aussonderst. * 4 Mos 33,6. 8. Und so der Herr, dein Gott, deine Grenzen weitern wird, wie er * deinen Vätern geschworen hat, und gibt dir alles Land, das er geredet hat deinen Vätern zu geben; * k. 12/ 20. 1 Mos. 28, 14 . 9. (So du anders * alle diese Gebothe halten wirst, daß du darnach thust, die ich dir heute gebiethe, daß du den Herrn, deinen Gott, liebest, und in seinen Wegen wandelst dein Le- benlang,) so sollst du noch t drey Städte thun zu diesen dreym, "0.13,3. i-c. 4,41. Jos. 20,8. 10. Auf daß nicht unschuldiges Blut in deinem Lande vergossen werde, das dir der Herr, dein Gott, gibt zmi Erbe, und kommen Blutschulden auf dich. 11. Wenn rber * Jemand Haß trüget wider seinen Nächsten, und lauert auf ihn, und macht sich über ihn, und-k'schlägt ihm seine Seele todt, und fliehet in dieser Städte eine: * 4 Mos. 33 , 20. 21 -j- 1 Mos. S, 6 . 12. So sollen die Aeltesten in seiner Stadt hinschicken, und ihn von dannen hohlen lassen, und ihn in die Hände des Bluträchers geben, daß er sterbe. 13. Deine Augen sotten seiner nicht verschonen, und sollst das unschuldige Blut aus Israel thun, daß dirs wohl gehe. 1^. Du sollst deines * Nächsten Grenze nicht zurück treiben, die die Vorigen gesetzt haben in deinem Erbtheil, das du erbest im Lande, das dir der Herr, dein Gott, gegeben hat einzunehmen. " c. 27 , 17 . 15 . Es soll ' kein einzelner Zeuge Wider Jemand auftreten über irgend einer Missethat oder Sünde, es sey welcherley Sunde es sey, die man thun kann; sondern -k in dem Munde zweyer oder dreyer Zeugen soll die Sache bestehen. " 4 Mos. 33, 30. -t- Joh. 8, 17. 16. Wenn ein frevler Zeuge Wider Jemand auftritt, über ihn zu bezeugen eine Übertretung : 17. So sollen die beyden Männer, die eine Sache mit einander haben, vor dem Herrn , " vor den Priestern und Richtern stehen, die zu derselbigen Zeit seyn werden ; " -. 17,9. 18. Und die Richter sollen wohl forschen. Und wenn der falsche Zeuge hat ein falsches Zeugniß wider seinen Bruder gegeben: 19. So sollt * ihr ihm thun, wie er gedachte seinem Bruder zu thun, daß du den Bösen von dir wegthust; * Svr. 19,3. 20. Auf daß es "die andern hören, sich fürchten , und nicht mehr solche böse Stücke vornehmen zu thun unter dir. "«. 13, n. 0.17,13. 21. Dein Auge soll seiner nicht schonen. " Seele um Seele, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß. * 2 Mos. 21, 23 . Das 20 . Capitel. KriegSregcln. 1. ANenn du in einen Krieg ziehest wider deine Feinde, und stehest Rosse und Wagen des Volks, das größer sey, denn du, so fürchte dich nicht vor ihnen; denn der Herr, dein Gott, der dich aus Egyptenland geführet hat, ist mit dir. 2. Wenn ihr nun hinzu kommt zum Streit; Bb 2 196 Kriegsregeln. 5 Mos so soll der Priester herzu treten, und mit dem Volke reden, 3. Und zu ihnen sprechen: Israel, höre zu.' Ihr gehet heute in den Streit wider eure Feinde; euer Herz verzage nicht, fürchtet euch nicht, und erschrecket nicht, und lasset euch nicht grauen vor ihnen; Denn der Herr, euer Gott, gehet mit euch, daß er für euch streite mit euern Feinden, euch zu helfen. 5 . Aber die Amtleute sollen mit dem Volk reden, und sagen: Welcher ein neues Haus gebauet hat, und hats noch nicht * eingeweihet, der gehe hin, und bleibe in seinem Hause, auf Laß er nicht sterbe im Kriege, und ein anderer weihe es ein. ' Ps. 30 , i. 6. Welcher einen Weinberg gepflanzet hat, und hat ihn noch nicht * gemein gemacht, der gehe hin, und bleibe daheim, daß er nicht im Kriege sterbe, und ein anderer mache ihn gemein. * c. 28, 30. 7. Welcher ein Weib ihm vertrauet hat, und hat * sie noch nicht heimgehohlet, der gehe hin, und bleibe daheim, daß er nicht im Kriege sterbe, und ein anderer hohle sie heim. * c. 24, s. 8. Und die Amtleute sollen weiter mit dem Volk reden, und sprechen: 'Welcher sich fürchtet und ein verzagtes Herz hat, der gehe hin, und bleibe daheim, auf daß er nicht auch seiner Brüder Herz feig mache, wie sein Herz ist. * Nicht. 7,3. 9 . Und wenn die Amtleute ausgeredet haben - mit dem Volk; so sollen sie die Hauptleute vor das Volk an die Spitzen stellen. 10. Wenn du vor eine Stadt ziehest, sie zu bestreiten; so sollst du ihr den' Frieden anbiethen. * 4 Mos. 21 , 21 . 22 . i i. Antwortet sie dir friedlich, und thut dir auf; so soll alles das Volk, das darinnen gefunden wird, dir zinsbar und unterthan seyn. 12. Will sie aber nicht friedlich mit dir handeln , und will mit dir kriegen; so belagere sie. 13. Und wenn sie der Herr, dein Gott, dir in deine Hand gibt; so sollst du alles, * was männlich darinnen ist, mit des Schwerts Schärfe schlagen; * Eos. 31 , 7 . 1^. Ohne die Weiber, Kinder und Vieh, und alles, was in der Stadt ist, und allen Raub sollst du unter dich * austheilen , und sollst essen von der Ausbeute deiner Feinde, die dir der Herr, dein Gott, gegeben hat. *4M»s.3i,27. 15. Also sollst du allen Städten thun, die 20. 21. Vom Erschlagenen. sehr ferne von dir liegen, und nicht hier von den Städten sind dieser Völker. 16. Aber in den Städten dieser Völker, die dir der Herr, dein Gott, zum Erbe geben wird, * sollst du nichts leben lassen, was den Odem hat; * Jos. 10, 4o. c. 11, 11. 14. 1 7. Sondern sollst sie verbannen, nähmlich die ' Hethiter, Amoriter, Cananiter, Pheresi- ter, Heviter, und Iebusiter, wie dir der Herr, dein Gott, gebothen hat, *c. 7,1. 18 . Auf daß sie euch nicht lehren thun alle die Gräuel, die sie ihren Göttern thun, und ihr euch versündiget an dem Herrn, euerm Gott. 19. Wenn du vor einer Stadt lange Zeit liegen mußt, wider die du streitest, sie zu erobern; so sollst du die Bäume nicht verderben, daß du mit Aexten daran fahrest: denn du kannst davon essen, darum sollst du sie nicht ausrotten. Ist es doch Holz auf dem Felde, und nicht Mensch, daß es vor dir ein Bollwerk seyn möge. 20 . Welches aber Bäume sind, die du weißt, daß man nicht davon isset, die sollst du verderben und ausrotten, und Bollwerk daraus bauen wider die Stadt, die mit dir krieget, bis daß du ihrer mächtig werdest. Das 21. Capitel. Vom unbekannten Todtschlage; gefangenen Weibspersonen; Recht bes Erstgebornen; ungehorsame» Sohne; Gehenkten. 1. A^!enn man einen Erschlagenen findet im Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird einzunehmen; und liegt im Felde, und man nicht weiß, wer ihn erschlagen hat: 2 . So sollen deine Aeltesten und Richter hinaus gehen, und von dem Erschlagenen messen an die Städte, die umher liegen. 3. Welche Stadt die nächste ist, derselben Aeltesten sollen eine junge Kuh von den Rindern nehmen, damit man nicht gearbeitet, noch am Joch gezogen hat, Und sollen sie hinab führen in einen kie- sichten Grund, der weder gearbeitet, noch besäet ist, und daselbst im Grund ihr den Hals abhauen. s. Da sollen herzu kommen die Priester, die Kinder Levi, denn der Herr, dein Gott, hat sie erwählet, daß sie ihm dienen Md seinen Nahmen loben, und nach ' ihrem Mande sollen alle Sachen, und alle Schäden gehandelt werden. * c. 17, 8. 9. 6. Und alle Aeltesten derselben Stadt sollen herzu treten zu dem Erschlagenen, md ihre Hände Von gefangenen Weibern. 5 Mose 21. 22. Mancherlei) Geseke. 197 waschen über die junge Kuh, welcher im Grund der Hals abgehauen ist, 7 . Und sollen antworten, und sagen: Unsere Hände haben dieß Blut nicht vergossen, sv Habens auch unsere Augen nicht gesehen; 8 . Sey gnädig deinem Volk Israel, das du, der Herr, erlöset Haft, lege nicht das unschuldige Blut auf dein Volk Israel. So werden sie über dem Blut versöhnet seyn. 9 . Also sollst du das unschuldige Blut von dir thun, daß du thust, was recht ist vor den Augen des Herrn. 10. Wenn du in einen Streit ziehest wider deine Feinde, und der Herr, dein Gott, gibt sie dir in deine Hände, daß du ihre Gefangenen wegführeft; i i. Und siehest unter den Gefangenen ein schönes Weib, und hast Lust zu ihr, daß du sie zum Weibe nehmest: 12. So führe sie in dein Haus, und laß ihr das Haar abscheren, und ihre Nägel beschneiden, 13 . Und die Kleider ablegen, darinnen sie gefangen ist, und laß sie sitzen in deinem Hause, und beweinen einen Monath lang ihren Vater und ihre Mutter; darnach schlaf bey ihr, und nimm sie zur Ehe, und laß sie dein Weib seyn. i^. Wenn du aber nicht Lust zu ihr hast: so sollst du sie auslassen, wohin sie will, und nicht um Geld verkaufen, noch versetzen; darum, daß du sie gedemüthiget hast. i Z. Wenn Jemand zwey Weiber hat, eine die * er lieb hat, und eine die er hasset; und sie ihm Kinder gebären, beyde die Liebe, und die Feindselige, daß der Erstgeborne der Feindseligen ist; * 1 Mos. 29, 30. 16. Und die Zeit kommt, daß er seinen Kindern das Erbe austheile: so kann er nicht den Sohn der Liebsten zum erftgebornen Sohn machen, für den erftgebornen Sohn der Feindseligen; 17 . Sondern er soll den Sohn der Feindseligen für den ersten Sohn erkennen, daß er ihmzwey- fältig gebe alles, das vorhanden ist ; denn derselbe ist seine * erste Kraft, und der Erstgeburt Recht ist sein. *i Mos. 49 ,3. 18. Wenn Jemand einen eigenwilligen und ungehorsamen Sohn hat, der seines Vaters und seiner Mutter Stimme nicht gehorchet, und wenn sie ihn züchtigen, ihnen nicht gehorchen will: 19. So soll ihn sein Vater und seine Mutter greiffen, und zu den Aeltesten der Stadt führen,- und zu dem Thor desselben Orts, 20. Und zu den Aeltesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist eigenwillig und ungehorsam, und gehorchet unserer Stimme nicht, und ist ein Schlemmer und Trunkenbold. 21. So sollen ihn'steinigen alle Leute derselbi- gen Stadt, daß er sterbe; und sollst -r also den Bösen von dir thun, daß es ganz Israel höre, und sich fürchte. * c. 13, w. 1- c. 19,19. 22. Wenn Jemand eine Sünde gethan hat, die des Todes würdig ist, und wird also ge- tödtet, daß man ihn an ein Holz hänget: 23 . So soll sein Leichnam nicht' über Nacht an dem Holz bleiben , sondern sollst ihn desselben Tages begraben, denn -t ein Gehenkter ist verflucht bey Gott; auf daß du dein Land nicht verunreinigest, das dir der Herr, dein Gott, gibt zum Erbe. * sos. 10,27. i- Gal. 3,13. Das 22. Capitel. Mancherley Gesetze verzeichnet. 1. >f^enn du deines Bruders Ochsen oder Schaf'siehest irre gehen; so sollst du dich nicht entziehen von ihnen, sondern sollst sie wieder zu deinem Bruder führen. * 2 Mos. 23 , 4 . 2. Wenn aber dein Bruder dir nicht nahe ist, und kennest ihn nicht; so sollst du sie in dein Haus nehmen, daß sie bey dir seyen, bis sie dein Bruder suche, und dann ihm wieder gebest. 3. Also sollst du thun mit seinem Esel , mit seinem Kleide, und mit allem Verlornen, das dein Bruder verlieret, und du es findest; du kannst dich nicht entziehen. Wenn du deines Bruders * Esel oder Ochsen siehest füllen auf dem Wege; so sollst du dich nicht von ihm entziehen, sondern sollst ihm aufhelfen. * 2 Mos. 23 , L. ö. Ein Weib soll nicht Mannsgeräthe tragen, und ein Mann soll nicht Weiberkleider anthun; denn wer solches thut, der ist dem Herrn, deinem Gott, ein Gräuel. 6 . Wenn du auf dem Wege findest ein Vogelnest , auf einem Baum oder auf der Erde, mit Jungen oder mit Evern, und daß die Mutter auf den Jungen oder auf den Eyern sitzet: so sollst du nicht die Mutter mit den Jungen nehmen; M M 7. Sondern sollst die' Mutter fliegdn lassen, und die Jungen nehmen, auf daß dirs wohl gehe, und lange lebest. * 3 Mos. 22,28. 8. Wenn du ein ' neues Haus bauest, so mache eine Lehne darum auf deinem Dach, auf daß 193 Mancherlei) Gesetze. Z Mose 22. 23. Beyschlaf. du nicht Blut auf dein Haus ladest, wenn Jemand herab fiele. *c. 20 , s. 9. Du sollst deinen * Weinberg nicht mit Mancherlei) besäen, daß du nicht zur t Fülle heiligest solchen Samen, den du gesäet hast, neben dem Einkommen des Weinberges. * 3 Mos. 19/ 19. ff 2 Mos. 22 / 29 . 10. Du sollst nicht ackern zugleich mit einem Ochsen und Esel. 11. Du sollst nicht anziehen ein Kleid von Wolle und Leinen zugleich gemenget. 12. Du sollst dir"Läpplein machen an den vier Fittigen deines Mantels, damit du dich bedeckest. " 4 Mos. 15/ 38. 13. Wenn Jemand ein Weib nimmt, und wird ihr gram, wenn er sie beschlafen hat, I-L. Und legt ihr etwas Schändliches auf, und bringet ein böses Geschrey über sie aus, und spricht: Das Weib habe ich genommen, und da ich mich zu ihr that, fand ich sie nicht Jungfrau; 15. So sollen der Vater und die Mutter der Dirne sie nehmen, und vor die Nettesten der Stadt in dem Thor Hervorbringen der Dirne Jungfrauschaft. 16. Und der Dirne Vater soll zu den Nettesten sagen: Ich habe diesem Manne meine Tochter zum Weibe gegeben, nun ist er ihr gram geworden, 17. Und leget ein schändliches Ding auf sie, und spricht: Ich habe deine Tochter nicht Jungfrau gefunden; hier ist die Jungfrauschaft meiner Tochter. Und sollen die Kleider vor den Nettesten der Stadt ausbreiten. 18. So sollen die Nettesten der Stadt den Mann nehmen, und züchtigen, 19. Und um hundert " Sekel Silber büßen, und dieselben der Dirne Vater geben, darum, daß er eine Jungfrau in Israel berüchtiget hat; und soll sie zum Weibe haben, daß er sie sein Lebenlang nicht lassen möge. *v. 29 . 20. Ist es aber die Wahrheit, daß die Dirne nicht ist Jungfrau gefunden: 21. So soll man sie heraus vor die Thür ihres Vaters Hauses führen, und die Leute der Stadt sollen sie zu Tod steinigen, darum, daß sie eine Thorheit in Israel begangen, und in ihres Vaters Hause gehuret hat; und sollst das Böse von dir thun. ^22. Wenn Jemand erfunden wird, der bey einem ' Weibe schläft, die einen Ehemann hat: so sollen sie beyde sterben, der Mann und das Weib, bey dem er geschlafen hat; und ff sollst das Böse von Israel thun. "3 Mos. 20/10. ff 0.21,21. z 23. Wenn eine Dirne Jemanden vertrauet ist, und ein Mann kriegt sie in der Stadt, und schläft bey ihr: 2^. So sollt ihr sie alle beyde zu der Stadt Thor ausführen, und sollt sie beyde steinigen, daß sie sterben; die Dirne darum, daß sie nicht geschrien hat, weil sie in der Stadt war; den Mann darum, daß er seines Nächsten Weib geschändet hat; und sollst das Böse von dir thun. 25. Wenn aber Jemand eine vertraute Dirne auf dem Felde kriegt, und ergreift sie, und schläft bey ihr: so soll der Mann allein sterben, der bey ihr geschlafen hat. 26. Und der Dirne sollst du nichts thun, denn sie hat keine Sünde des Todes werth gethan; sondern gleichwie Jemand sich wider seinen Nächsten erhöbe, und schlüge seine Seele todt, also ist dieß auch. 27. Denn er fand sie auf dem Felde, und die vertraute Dirne schrie, und war Niemand, der ihr half. 28. Wenn Jemand an eine Jungfrau kommt, die nicht vertraut ist, und ergreift sie, und schläft bey ihr, und findet sich also; 29. So " soll der, der sie beschlafen hat, ihrem Vater fünfzig Sekel Silber geben, und soll sie zum Weibe haben, darum, daß er sie geschwä- chet hat, er kann sie nicht lassen sein Lebenlang. * 2 Mos. 22 , 16 . 30. Niemand * soll seines Vaters Weib nehmen , und nicht aufdecken seines Vaters Decke. * 3 Mos. 18/ 8. Das 23. Capitel. Wer in die Gemeine des Herrn gehöre / oder nicht. 1. ^s soll kein Zerstoßener noch Verschnittener ^ in die Gemeine des Herrn kommen. 2. Es soll auch kein Hurenkind in die Gemeine des Herrn kommen, auch nach dem zehnten Glied; sondern soll schlecht nicht in die Gemeine des Herrn kommen. 3. Die Ammoniter und " Moabiter sollen nicht in die Gemeine des Herrn kommen, auch nach dem zehnten Glied: sondern sie sollen nimmermehr hinein kommen; " Neh. iZ/ 1 . > 1 . Darum, daß sie euch nicht zuvor kamen mit Brot und Wasser auf dem Wege, da ihr aus Egypten zöget; und dazu wider euch din- geten den " Bileam, den Sohn Beors von Pe- thor, aus Mesopotamien, daß er dich verfluchen sollte. * 4 Mos. 22 / 5 . Jos. 21/9. Off. 2 / 14. Wer zur Gemeine gehöre, 5 Mose 23. 24. oder nicht. Scheidebrief. 499 s. Aber der Herr/ dem Gott / wollte Bileam nicht hören / und wandelte dir den Fluch in den Segen / darum/ daß dich der Herr/ dein Gott, lieb hatte. 6 . Du sollst ihnen weder Glück noch Gutes wünschen dein Lebenlang ewiglich. 7 . Die Edomiter sollst du nicht für Gräuel halten; er * ist dein Bruder. Den Egypter sollst du auch nicht für Gräuel halten; denn du bist ein Fremdling in seinem Lande gewesen. * c. 2 , -4. 1 Mos. 25, 25. 26 . 8 . Die Kinder/ die sie im dritten Glieds zeugen/ sollen in die Gemeine des Herrn kommen. 9. Wenn du aus dem Lager gehest wider deine Feinde; so hüthe dich vor allem Bösen. 10. Wenn Jemand unter dir ist/ der nicht * rein ist/ daß ihm des Nachts etwas widerfahren ist; der soll hinaus vor das Lager gehen/ und nicht wieder hinein kommen; * 3 Mos. 15,16. 11. Bis er vor Abends sich mit Wasser bade. Und wenn die Sonne untergegangen ist, soll er wieder ins Lager gehen. 12. Und du sollst außen vor dem Lager einen Ort haben/ dahin du zur Noth hinaus gehest. 13 . Und sollst ein Schäuflein haben/ und wenn du dich draußen setzen willst/ sollst du damit graben; und wenn du gesessen bist/ sollst du zuscharren / was von dir gegangen ist. i^. Denn der Herr/ dein Gott, * wandelt unter deinem Lager / daß er dich errette / und gebe deine Feinde vor dir. Darum soll dein Lager heilig seyn/ daß keine Schande unter dir gesehen werde / und er sich von dir wende. * 3 Mos. 26, 12 . 15 . Du sollst den Knecht nicht seinem Herrn überantworten / der von ihm zu dir sich entwandt hat. 16. Er soll bey dir bleiben an dem Ort, den er erwählet in deiner Thore einem, ihm zu gut; und sollst ihn * nicht schinden. *2 Mos. 22 , 21 . 17. Es soll keine Hure ftyn unter den Töchtern Israels, und kein Hurer unter den Söhnen Israels. 1 8 . Du sollst keinen Hurenlohn, noch Hundegeld in das Haus Gottes, deines Herrn, bringen, aus irgend einem Gelübde: denn das ist dem Herrn, deinem Gott, beydes ein Gräuel. 19. Du sollst an deinem Bruder nicht wuchern, weder mit Gelde, noch mit Speise, noch mit. allem, damit man wuchern kann. 20. An dem Fremden magst du wuchern, aber nicht an deinem Bruder, auf daß dich der Herr, dein Gott, segne in allem, das du voruimmst im Lande, dahin du kommst, dasselbe einzu- nehmen. 21. Wenn du dem Herrn, deinem Gott, *ein Gelübde thust; so sollst du es nicht verziehen zu halten: denn der Herr, dein Gott, i- wirds von dir fordern, und wird dir Sünde seyn. * 3 Mos. 27, 2. 4 Mos. 30, 3. 1- Ps. 50, 14. 22. Wenn du das Geloben unterwegen lässeft, so ist dirs keine Sünde. 23. Aber was zu deinen Lippen ausgegangen ist, sollst du halten, und darnach thun, wie du dem Herrn, deinem Gott, frcywillig gelobet hast, das du mit deinem Munde geredet hast. 2^. Wenn du in deines Nächsten Weinberg gehest; so magst du der Trauben essen nach deinem Willen, bis du satt habest, aber du sollst nichts in dein Gefäß thun. 25. Wenn du in die Saat deines Nächsten gehest; so magst du mit der Hand Aehren * abrupfen, aber mit der Sichel sollst du nicht, darinnen hin und her fahren. *Mmh.i 2 , 1 . Das 24. Capitel. , Gesetze, vomähmlich den häuslichen Stand betreffend. 1. ANenn Jemand ein Weib nimmt und ehe- ^-lichet sie, und sie nicht Gnade findet vor seinen Augen, um etwa einer Unlust willen; * so soll er einen Scheidebrief schreiben, und ihr in die Hand geben, und sie aus seinem Hause lassen.. * Matth. 3,31. 2. Wenn sie dann aus seinem Hause gegangen ist, und hingehet, und wird eines andern Weib; 3. Und derselbe andere Mann ihr auch gram wird, und einen Scheidebrief schreibet, und ihr in die Hand gibt, und sie aus seinem Hause lässet; oder so derselbe andere Mann stirbt-, der sie ihm zum Weibe genommen hatte; So kann sie ihr * erster Mann, der sie ausließ, nicht wiederum nehmen, daß sie sein Weib sey, nachdem sie unrein ist; denn solches ist ein Gräuel vor dem Herrn, auf daß du das Land nicht zu Sünden machest, das dir der Herr , dein Gott, zum Erbe gegeben hat. * Jer. 3, 1. 5 . Wenn Jemand neulich ein Weib genommen- hat, der * soll nicht in die Heerfahrt ziehen, und man soll ihm nichts auflegen. Er soll frey- in seinem Hause seyn ein Jahr lang, daß er fröhlich sey mit seinem Weibe, das er genommen hat. * c. 20 , 7 . 6 . Du sollst nicht zu Pfände nehmen den UN- 200 Dürftige. Fremdlinge: 5 M o se 24 . 25 . Weltliche Rechte. tersten und obersten Mühlstein; denn er hat dir die Seele zu Pfände gesetzt. 7 . Wenn Jemand gefunden wird, der aus seinen Brüdern eine ' Seele stiehlt aus den Kindern Israel, und versetzt oder verkauft fie; solcher Dieb soll sterben, daß du das Böse von dir thuft. * 2 Mos. 21 , 16 . 1 Tim. 1/ 10 . 8 . Hüthe dich vor der Plage des Aussatzes, daß du mit Fleiß haltest und thuft alles, das dich die* Priester, die Leviten, lehren, und wie fie euch gebiethen, das sollt ihr halten, und darnach thun. *3 Mos. 13/8. c. 14/2. 2 Sam. 3, 29. 9. Bedenke, was * der Herr, dein Gott, that mit Mirjam auf dem Wege, da ihr aus Egypten zöget. *4 Mos. 12 , 10 . 10. Wenn du deinem Nächsten irgend eine Schuld borgest; so sollst du nicht in sein Haus gehen, und ihm ein Pfand nehmen. 11. Sondern du sollst draußen stehen, und er, dem du borgest , soll sein Pfand zu dir heraus bringen. 12. Ist er aber ein Dürftiger, so sollst du dich nicht schlafen legen über seinem Pfände; 13. Sondern * sollst ihm sein Pfand wiedergeben, wenn die Sonne untergehet, daß er in seinem Kleide schlafe, und segne dich. Das wird dir vor dem Herrn, deinem Gott, eine Gerechtigkeit sey«. '2 Mos. 22 , 26 . I^t. Du sollst dem Dürftigen und Armen * seinen Lohn nicht Vorbehalten; er sey von deinen Brüdern oder Fremdlingen, die in deinem Lande und in deinen Thoren find: *3Mos.i9,i3. 15. Sondern sollst ihm seinen Lohn des Tages geben, daß die Sonne nicht darüber untergehe; denn er ist dürftig, und erhält seine Seele damit, auf daß er nicht wider dich den Herrn anrufe, und sey dir Sünde. 16. Die * Väter sollen nicht für die Kinder, noch die Kinder für die Väter sterben; sondern ein Jeglicher soll für seine Sünde sterben. * 2 Kö». 14, 6. 2 Chr. 25/ 4. Jcr. 31, 30. Ezech. 18 , 19 . 20. 17. Du sollst das * Recht des Fremdlings und des Waisen nicht beugen, und sollst der Witwe nicht das Kleid zum Pfände nehmen. * 2 Mos. 22/ 21 . 18. Denn du sollst * gedenken, daß du Knecht in Egypten gewesen bist, und der Herr, dein Gott, dich von dannen erlöset hat. Darum gebiethe ich dir, daß du solches thuft. * c. 3, 13. c. 13, 13 . 0 . 16 , 12 . 19. Wenn du auf deinem Acker geerntet hast, * und eine Garbe vergessen Haft auf dem Acker,, so sollst du nicht umkehren dieselbe zu hohlen; sondern fie soll des Fremdlings, des Waisen, und der Witwe seyn, auf daß dich der Herr, dein Gott, segne in allen Werken deiner Hände. * 3 Mos. 19, 9. «. 23, 22. 20. Wenn du deine Oehlbäume Haft geschüttelt, so sollst du nicht nachschütteln; es soll des Fremdlings, des Waisen, und der Witwe seyn. 21. Wenn du deinen Weinberg gelesen hast, so sollst du nicht Nachlesen; es soll des Fremdlings , des Waisen, und der Witwe seyn. 22. Und sollst ' gedenken, daß du Knecht in Egyptenland gewesen bist; darum gebiethe ich dir, daß du solches thuft. * v. i«. Das 25 . Capitel. Etliche Stücke Jüdischer Polizeyordnuirg. 1. AAenn ein Hader ist zwischen Männern; so soll man fie vor Gericht bringen, und fie richten, und dem * Gerechten Recht sprechen, und den Gottlosen verdammen. * Spr. 17, 13. 2. Und so der Gottlose Schläge verdienet hat; soll ihn der Richter heissen niederfallen, und sollen ihn vor ihm schlagen, nach dem Maß und Zahl seiner Missethat. 3 . Wenn man ihm * vierzig Schläge gegeben hat, soll man ihn nicht mehr schlagen, auf daß nicht, so man mehr Schläge gibt, er zu viel geschlagen werde, und dein Bruder scheußlich vor deinen Augen sey. Cor. 11 , 24 . Du * sollst dem Ochsen, der da drischst, nicht das Maul verbinden. * 1 Cor. 9, 9. 1 Tim. 3, 18 . Jac. 3, 4 . s. Wenn Brüder bey einander wohnen, und einer stirbt ohne Kinder; so * soll des Verstorbenen Weib nicht einen fremden Mann draußen nehmen, sondern ihr Schwager soll fie beschla- fen, und zum Weibe nehmen, und fie ehelichen. * Ruth 4, 5. Matth. 22 , 24. Marc. 12 , 19 . Luc. 20 , -8. 6. Und den ersten Sohn, den fie gebierst, soll er bestätigen nach dem Nahmen seines verstorbenen Bruders, daß sein Nähme nicht vertilget lverde aus Israel. 7 . * Gefällt es aber dem Manne nicht, daß er seine Schwägerin« nehme; so soll fie, seine Schwägerin«, hinauf gehen unter das Thor vor die Aeltesten, und sagen: Mein Schwager wegert fich seinem Bruder einen Nahmen zu erwecken in Israel, und will mich nicht ehelichen. * Ruth. 4, 4. 8. So sollen ihn die Aeltesten der Stadt fordern, und Weltliche Rechte. 6 Mose 26. 26. und mit ihm reden. Wenn er dann stehet und spricht: Es gefällt mir nicht ste zu nehmen; s. So soll seine Schwägerin» zu ihm treten vor den Nettesten, und ihm einen Schuh aus- ziehen von seinen Füßen, und ihn anfpeyen, und soll antworten und sprechen: Also soll man thun einem jeden Manne, der seines Bruders Haus nicht erbauen will. io. Und sein Nähme soll in Israel heissen des Barfüßers Haus. i i. Wenu sich zween Männer mit einander hadern, und des Einen Weib läuft zu, daß ste ihren Mann errette von der Hand deß, der ihn schlägt, und strecket ihre Hand aus, und ergreisset ihn bey seiner Scham: 12. So sollst du ihr die Hand abhauen, und dein * Auge soll ihrer nicht verschonen. * c. 13/ «. c. 19/ 13. 13. Du * sollst nicht zweyerley Gewicht in deinem Sack, groß und klein, haben; * 3 Mvs. 19/ 36. Ezech. 43, 10 . 12,. Und in deinem Hause soll nicht zweyerley Scheffel, groß und klein, seyn. 15. Du * sollst ein völliges und rechtes Gewicht, und einen völligen und rechten Scheffel haben, auf daß dein Leben lang währe in dem Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird. * 3 Mos. 19/ 33. 16. Denn wer solches thut, der ist dem Herrn, deinem Gott, ein * Gräuel, wie alle, dis übel thun. * Spr. 11 / i. 17. Gedenke, was dir die' Amalckiter thaten auf dem Wege, da ihr aus Egypten zöget, * 2 Mos. 17/ 8. 18 . Wie sie dich angriffen auf dem Wege, Uttd * schlugen deine Hintersten , alle die Schwachen, die dir hinten nachzogen, da du müde und matt wärest, und fürchteten Gott nicht. * Los. io, 19 . 19. Wenn mm der Herr, dein Gott, dich zur Ruhe bringet von allen deinen Feinden umher im Lande, das dir der Herr, dein Gott, gibt zum Erbe einzunehmen; so * sollst du das Ge- dächtniß der Amalekiter austilgen unter dem Himmel. Das vergiß nicht. * 1 Sam. 13, 2 . 3. 1 Chron. 3, 43. Das 26. Capitel. Von dcn ersten Fruchten und Zehnten. 1. AAenn du in das Land kommst, das dir der ^ Herr, dein Gott, zum Erbe geben wird, und nimmst es ein, und wohnest darinnen: 2. So * sollst du nehmen allerley erste Früchte Von ersten Früchten. 201 des Landes, die aus der Erde kommen, die der Herr, dein Gott, dir gibt; und sollst ste in einen Korb legen, und hingehen an.den Ort, den der Herr, dein Gott, erwählen wird, daß sein Nähme daselbst wohne; ' 2 Mos. 23 , 19 . c. 34/ 26. 3 Mos. 2/ 14. c. 23/ 10. 3 Mos. 16/ 10. 3. Uttd sollst zu dem Priester kommen, der zu der Zeit da ist, und zu ihm sagen: Ich bekenne heute dem Herrn, deinem Gott, daß ich gekommen bin in das Land, das der Herr unfern Vätern geschworen hat, uns zu geben. 2i. Und der Priester soll den Korb nehmen von deiner Hand, und vor dem Altar des Herrn, deines Gottes, niedersetzen. 5. Da sollst du antworten und sagen vor dem Herrn, deinem Gott: * Die Syrer wollten meinen Vater umbringen**; der-t- zog hinab in Egypten, und war daselbst ein Fremdling mit geringem Volk, und ward daselbst ein groß, stark und viel Volk. *1 Mb, 3.24. (Man Vater war ein hartbedrüngter Syrer.) -- i Mos. 46/ 3. 6. Aber die Egypter ' behandelten uns übel, und zwangen uns, und legten einen harten Dienst auf uns. * 2 Mos. i/ 13 . 14 . 7. Da * schrien wir zu dem Herrn, dem Gott unserer Väter, und der Herr erhörete unser Schreyen, und sah unser Elend, Angst und Noth, * 2 Mvs. 2, 23. 24. 8. Und * führete uns aus Egypten mit mächtiger Hand und ausgerecktem Arm, und mit großem Schrecken, durch Zeichen und Wunder, * 2 Mos. 12/ 31. «. 13/ 3. 9. Und brachte uns an diesen Ort, und gab uns dieses'Land, darinnen Milch und Honig stießet. * 2 Mos. 3/ 8. c. 13/ 3. «.33/3. 10. Nun bringe ich die ersten Früchte des Landes, die du, Herr, mir gegeben hast. Und sollst ste lassen vor dem Herrn, deinem Gott, und anbethen vor dem Herrn, deinem Gott, 11. Und * fröhlich seyn über alles Gute, das dir der Herr, dein Gott, gegeben hat, und deinem Hause, du, und der Levit, und der Fremdling , der bey dir ist. * c. 16/11.14. 12. Wenn * du alle Zehnten deines Einkommens zusammen gebracht Haft im dritten Jahr, das ist ein Zehntenjahr: so sollst du dem Leviten, dem Fremdling, dem Waisen und der Witwe geben, daß ste essen in deinem Thor und satt werden. * c. 14,28. 13. Und sollst sprechen vor dem Herrn, deinem Gott: Ich habe gebracht, das geheiliget ist, aus meinem Hause; und habe es gegeben den Leviten, den Fremdlingen, den Waisen und den C c 202 Ermahnung zum Gehorsam. 5 Mose Witwen , nach allem deinem Geboth , das * du mir gebothen Haft; ich habe deine Gebothe nicht übergangen noch vergessen; * c. 14,27. Ich habe nicht davon gegessen in meinem Leide, und habe nicht davon gethan in Unreinigkeit ; ich habe nicht zu den Todten davon gegeben; ich bin der Stimme des Herrn, meines Gottes, gehorsam gewesen, und habe gethan alles, wie du mir gebothen Haft. 15. * Siehe herab von deiner heiligen Wohnung vom Himmel, und segne dein Volk Israel , und das Land, das du uns gegeben Haft, wie du unsern Vätern geschworen Haft, ein Land, darinnen Milch und Honig fließet. * Esaj. 63, 13. 1 6 . Heutiges Tages gebiethet dir der Herr, dein Gott, daß du ' thuft nach allen diesen Gebothen und Rechten, daß du sie Halteft, und darnach thuft von ganzem Herzen und von ganzer Seele. "c. 6 / 3 . 17. Dem Herrn Haft du heute geredet, daß er dein Gott sey , daß du in allen seinen Wegen wandelft, und Halteft' seine Gesetze, Gebothe und Rechte, und seiner Stimme gehorchest. * c. 3, 31. 18. Und der Herr hat dir heute geredet, * daß du sein eigenes Volk seyn sollst, wie er dir geredet hat, daß du alle seine Gebothe haltest; * c. 7, 6. 19. Und er dich das Höchste mache, und du gerühmet, gepriesen und geehret werdest über alle Völker, die er gemacht hat; daß du dem Herrn, deinem Gott, ein heiliges Volk seyeft, wie er geredet hat. Das 27 . Capitel. Dcnkstcinc der Kinder Israel. Segen und Fluch. 1. Nnd Mose sammt den Aeltesten Israels ge- ^ both dem Volk, und sprach: Behaltet alle Gebothe, die ich euch heute gebiethe. 2. Und zu der Zeit, wenn ihr * über den Jordan gehet in das Land, das dir der Herr, dein Gott, geben wird, sollst du große Steine aufrichten , und sie mit Kalk tünchen, - Jos. 3,17. 3. Und darauf schreiben alle Worte dieses Gesetzes, wenn du hinüber kommst, auf daß du kommest in das Land, das der Herr, dein Gott, dir geben wird, ein Land, darinnen Milch und Honig fließet, wie der Herr, deiner Väter Gott, dir geredet hat. Wenn ihr nun über den Jordan gehet, so sollt ihr solche Steine aufrichten (davon ich euch 26 . 27 . Denksteine. heute gebiethe) auf dem Berge Ebal, und mit Kalk tünchen. 6 . Und " sollst daselbst dem Herrn, deinem Gott , einen steinernen Altar bauen, darüber kein Eisen fährst. * 2 Ms. 20,23. 6 . Von ganzen Steinen sollst du diesen Altar dem Herrn, deinem Gott, bauen, und Brandopfer darauf opfern dem Herrn, deinem Gott. 7. Und sollst Dankopfer opfern, und daselbst essen und * fröhlich seyn vor dem Herrn, deinem Gott. * c. 12/ 12. 18. 8. Und sollst auf die Steine alle Worte dieses Gesetzes schreiben, klar und deutlich. 9. Und Mose sammt den Priestern, den Leviten , redeten mit dem ganzen Israel, und sprachen: Merke und höre zu, Israel! Heute dieses Tages bist du * ein Volk geworden des Herrn, deines Gottes , * c. 25,18.19. 10. Daß du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorsam seyest, und thuft nach seinen Gebothen und Rechten, die ich dir heute gebiethe. 11. Und Mose geboth dem Volk desselben Tages, und sprach; 12. Diese sollen stehen auf dem Berge Grisim, * zu segnen das Volk, wenn ihr über den Jordan gegangen seyd: Simeon, Levi, Juda, Jsa- schar, Joseph und Benjamin. * c. 11/ 29. Jos. 8/ 33. 3j. 13 . Und diese sollen stehen auf dem Berge Ebal, zu fluchen: Rüben, Gad, Asser, Sebu- lon, Dan und Naphthali. 1 - 4 . Und die Leviten sotten anheben, und sagen zu Jedermann von Israel mit lauter Stimme: 16. Verflucht * sey, wer einen Götzen oder gegossen Bild machet, einen Gräuel des Herrn, ein Werk der Werkmeister-Hände, und setzet es verborgen. Und alles Volk soll antworten und sagen: Amen. * c. 11/ 28. iü. Verflucht * sey, wer seinem Vater oder Mutter fluchet (sHiEM. Und alles Volk soll sagen: Amen. * 2 Mos. 21/17. 17. Verflucht sey, wer seines * Nächsten Grenze engert. Und alles Volk soll sagen: Amen. - c. 19/ 14. Spr. 22/ 28. 18. Verflucht sey, wer * einen Blinden irren machet auf dem Wege. Und alles Volk soll sagen: Amen. *3Ms.i9/i4. 19 . Verflucht sey, wer das Recht des "Fremdlings, des Waisen und der Witwe beuget. Und alles Volk soll sagen: Amen. *2Ms.22/2i. 20. Verflucht sey, wer bey seines * Vaters Weibe liegt, daß er aufdecke den Fittig seines Fluch. 5 Mose 27. 28. Segen: 203 Vaters. Und alles Volk soll sagen: Amen. * c. 22/ 30 . 3 Mos. 18/ 8 . c. 20/ 11. 21. Verflucht sey, wer irgend bey * einem Vieh liegt. Und alles Volk soll sagen: Amen. * 3 Mos. 18/ 23 . 22. Verflucht sey, wer bey * seiner Schwester liegt, die seines Vaters oder seiner Mutter Tochter ist. Und alles Volk soll sagen: Amen. * 3 Mos. 18/ 9. 23 . Verflucht sey, wer bey seiner Schwieger liegt. Und alles Volk soll sagen: Amen. 2-1. Verflucht sey, wer seinen ' Nächsten heimlich schlägt. Und alles Volk soll sagen: Amen. * 4 Mos. 33 / 20. 25 . Verflucht sey, wer Geschenke nimmt, daß er die Seele des unschuldigen Bluts schlaget. Und alles Volk soll sagen: Amen. 26. Verflucht' sey, wer nicht alle Worte dieses Gesetzes erfüllet, daß er darnach thue. Und alles Volk soll sagen : Amen. * Ps. ns/ 21. Jer. 11/ 3. Gal. 3 / 10. Das 28. Capitel. Verheißener Segen / gedroheter Fluch. 1. Nnd wenn * du der Stimme des Herrn, ^ deines Gottes, gehorchen wirst, daß du haltest und thust alle seine Gebothe, die ich dir heute gebiethe: so wird dich der Herr, dein Gott, -s das Höchste machen über alle Völker auf Erden. * 3 Mos. 26 / 3 . s- 3 Mos. 26/ 19. 2. Und werden über dich kommen alle diese Segen, und werden dich treffen, darum, daß du der Stimme des Herrn, deines Gottes, bist gehorsam gewesen. Z. Gesegnet * wirst du seyn in der Stadt, gesegnet auf dem Acker. * -. 30/ 9. Gesegnet wird seyn die Frucht deines Leibes, die Frucht deines Landes, und die Frucht deines Viehes, und die Früchte deiner Ochsen, und die Früchte deiner Schafe. 5 . Gesegnet wird seyn dein Korb, und dein Uebriges. 6 . Gesegnet wirst du seyn, wenn du eingehest, gesegnet, wenn du auegehest. 7. Und der Herr wird * deine Feinde, die sich wider dich auflehnen, vor dir schlagen; durch Einen Weg sollen sie ausziehen wider dich, und durch sieben Wege vor dir fliehen. *3 Mos. 26/7. 8 . Der Herr wird gebiethen * dem Segen, daß er mit dir sey in deinem Keller, und in allem, das du vornimmst, und wird dich segnen in dem Lande, das dir der Herr, dein Gott, gegeben hat. *3 Mos.23,21. 9. Der Herr wird dich ihm * zum heiligen Volk ausrickten, wie er dir geschworen hat, darum, daß du die Gebothe des Herrn, deines Gottes, hältst, und wandelst in seinen Wegen, * 2 Mos. 19 / 5 . 10. Daß alle Volker auf Erden werden sehen, daß du nach dem Nahmen des Herrn genennet bist, und werden sich vor dir fürchten. 11. Und der Herr wird machen, daß du Ueber- fluß an Gütern haben wirst, an der Frucht deines Leibes, an der Frucht deines Viehes, an der Frucht deines Ackers, auf dem Lande, das der Herr deinen Vätern geschworen hat, dir zu geben. 12. Und der Herr wird dir seinen guten Schatz aufthun, den Himmel, daß er deinem Lande Regen * gebe zu seiner Zeit, und daß er segne alle Werke deiner Hände. Und du wirst vielen Völkern leihen, du aber wirst von Niemand borgen. * c. 11/14. 13. Und der Herr wird dich zum Haupt machen , und nicht zum Schwanz, und wirst oben schweben, und nicht unten liegen; darum, daß du gehorsam bist den Gebothen des Herrn, deines Gottes, die ich dir heute gebiethe zu halten und zu thun, 1-1. Und daß du nicht weichest von irgend einem Wort, das ich euch heute gebiethe, * weder zur Rechten, noch zur Linken, damit du andern Göttern nachwandelst, ihnen zu dienen. * c. 3 , 32 . Jos. 1 / 7 . 15 . Wenn * du aber nicht gehorchen wirst der Stimme des Herrn, deines Gottes, daß du haltest und thust alle seine Gebothe und Rechte, die ich dir heute gebiethe; so werden alle diese Flüche über dich kommen, und dich treffen. * e. 30 / 17. 3 Mos. 14 . Klagl. 2/ 17. Dan. 9 / 11 . Mal. 2,2. 16. Verflucht wirst du seyn in der Stadt, verflucht auf dem Acker. 17 . Verflucht wird seyn dein Korb und dein Uebriges. 18. Verflucht wird seyn die Frucht deines Leibes, d:e Frucht deines Landes, die Frucht deiner Ochsen, und die Frucht deiner Schafe. 19. Verflucht wirft du seyn, wenn du eingehest, und verflucht, wenn du ausgehest. 20. Der Herr wird unter dich senden Unfall, Unrats) und Unglück in Allem, * das du vor die Hand nimmst, das du thust, bis du vertilget werdest, und bald untergehest um deines bösen Wesens willen, daß du mich verlassen hast. * Nicht. 2, 13 . Ce 2 264 Flüche des Gesetzes. Gedrohete Plageu. 5 Mose 28 . 21. Der Herr wird dir die * Sterbedrüse an- hängen, bis daß er dich vertilge in dem Lande, dahin du kommst, dasselbe einzunehmen. * 3 Mos. 26 / 16 . Ezech. 14 / 21. 22. Der Herr wird dich schlagen mit Schwulst, Fieber, Hitze, Brunst, "Dürre, giftiger Luft, und Gelbsucht, und wird dich verfolgen, bis er dich umbringe. *i Kon.i 7 / 7 . 23 . Dein " Himmel, der über deinem Haupt ist, wird ehern seyn, und die Erde unter dir eisern. * c. ii/17. 3 Ms. 26/19. 2-4. Der Herr wird deinem Lande Staub und Asche für Regen geben vom Himmel auf dich, bis du vertilget werdest. 25. Der Herr wird dich * vor deinen Feinden schlagen. Durch Einen Weg wirst du zu ihnen ausziehen, und durch sieben Wege wirft du vor ihnen fiiehen; und wirft zerstreuet werden unter alle Reiche auf Erden. * Z Ms. 26/17. 26. Dein Leichnam wird eine Speise seyn allem Gevögel des Himmels, und allem Thier auf Erden, und Niemand wird seyn, der sie scheucht. 27. Der Herr wird dich schlagen * mit Drüsen Egyptens, mit Feigwarzen, mit Grind und Krätze, daß du nicht kannst heil werden. * 2 Mos. 9 / 9 . 2 8 . Der * Herr wird dich schlagen mit Wahnsinn, Blindheit und Rasen des Herzens. * Nöm. 1 / 28 . 29. Und wirst tappen im Mittage, wie ein Blinder tappet im Dunkeln ; und wirst auf deinem Wege kein Glück haben, und wirft Gewalt und Unrecht leiden müssen dein Lebenlang, und Niemand wird dir helfen. 3 0. Ein Weib wirst du dir vertrauen lassen, aber ein Anderer wird bey ihr schlafen. Ein Haus wirst du * bauen, aber du wirst nicht darinnen wohnen. Einen Weinberg wirst du 7 pflanzen, aber du wirst ihn nicht gemein machen. * Esi'i. 63 / 22. -s 3 Mos. 20/ 6 . 31. Dein Ochse wird vor deinen Augen geschlachtet werden, aber du wirst nicht davon essen. Dein Esel wird vor deinem Angesicht mit Gewalt genommen, und dir nicht wiedergegeben werden. Dein Schaf wird deinen Feinden gegeben werden, und Niemand wird dir helfen. 32. Deine Söhne und deine Töchter werden einem andern Volk gegeben werden, daß deine Augen zusehen und verschmachten über ihnen täglich, und wird keine Stärke in deinen Händen seyn. 33. Die " Früchte deines Landes, und alle deine Arbeit wird ein Volk verzehren, das du nicht kennest, und wirst Unrecht leiden, und zerstoßen werden dein Lebenlang, * Nicht. 6/ 3. 3-4. Und wirst unsinnig werden vor dem, das deine Augen sehen müssen. 35. Der Herr wird dich schlagen mit einer bösen Drüse an den Knien und Waden, daß du nicht kannst geheilet werden, von den Fußsohlen an bis auf die Scheitel. 36 . Der Herr wird dich und deinen König, den du über dich gesetzt hast, treiben unter ein Volk, das du nicht kennest, noch deine Väter; und wirst * daselbst dienen andern Göttern, Holz und Steinen. * -. ^ 28. 37. Und wirst ein * Scheusal, und einSprüch- wort und Spott seyn unter allen Völkern, da dich der Herr HLngetrieben hat. * 1 Kön. 9/ 7. tzcr. 24/ 9. 38 . Du wirst * viel Samen ausführen auf das Feld, und wenig einsammeln; denn die Heuschrecken werden es abfressen. * Mich. 6/ 13. Hag. 1/ 6. c. 2/ 17. 39. Weinberge wirst du pflanzen und bauen, aber keinen Wein trinken noch lesen; denn die Würmer werden es verzehren. - 40 . Oehlbäume wirft du haben in allen deinen Grenzen, aber du wirst dich nicht salben mit Oehl; denn " dein Oehlbaum wird ausgerissen werden. * Ion i/ w. -41. Söhne und Töchter wirst du zeugen, und doch nicht haben; denn sie werden gefangen weggeführet werden. -42. Alle deine Bäume und Früchte deines Landes wird das Ungeziefer fressen. ^3. Der Fremdling, der bey dir ist, wird über dich steigen, und immer oben schweben; du aber wirst herunter steigen, und immer unterliegen. - 4 - 4 . Er wird dir ' leihen, du aber wirst ihm nicht leihen; er wird das Haupt seyn, und du wirst der Schwanz seyn. ' v. 12. -45. Und werden alle diese Fluche über dich kommen, und dich verfolgen, und treffen, bis du vertilget werdest; darum, daß du der Stimme des Herrn, deines Gottes, nicht gehorchet hast, daß du seine Gebothe und Rechte hieltest, die er dir gebothen hat. - 46 . Darum werden Zeichen und Wunder an dir seyn, und an deinem Samen ewiglich, - 47 . Daß du dem Herrn, deinem Gott, nicht gedienet hast mit Freude und Lust deines Herzens, da du Merley genug harrest» Flüche des Gesetzes. 5 Mose 28 . Drohung. 205 ^8. Und wirft deinem Feinde/ den dir der Herr zuschicken wird / dienen in Hunger und Dürft / in Blöße und allerley Mangel / und er wird ein eisernes Joch auf deinen Hals legen / bis daß er dich vertilge. 2,9. Der Herr wird ein Volk * über dich schicken von Ferne / von der Welt Ende / wie ein Adler flieget/ -k deß Sprache du nicht verstehest/ * Jcr. 2/ 15. c. 6/ 22. 1- Esaj. 33/ 19. 50 . Ein * freches Volk/ das nicht ansiehet die Person des Alten, noch schonet der Jünglinge. * Dan. 8/ 23 . 51 . Und Wird verzehren die Frucht deines Viehes/ und die Frucht deines Landes/ bis du vertilget werdest; und wird dir nichts übrig lassen an Korn/ Most/ Oehl, an Früchten der Ochsen und Schaft/ bis daß dichs umbringe; 52. Und wird dich ängsten in allen deinen Thoren/ bis daß es niederwerfe deine hohen und festen Mauern/ darauf du dich verlassest/ in allem deinem Lande; und wirst geängstet werden in allen deinen Thoren/ in deinem ganzen Lande/ das dir der Herr / dein Gott/ gegeben hat. 53 . Du wirst * die Frucht deines Leibes fressen/ das Fleisch deiner Söhne und deiner Töchter/ die dir der Herr/ dein Gott/ gegeben hat/ in der Angst und Noth / damit dich dein Feind drängen wird; * 2 Ko». 6 / 28.29. magl. 2/ 20. c. 4 /10. 5^. Daß ein Mann/ der zuvor sehr zärtlich und in Lüsten gelebet hat unter euch/ wird seinem Bruder/ und dem Weibe in seinen Armen/ und dem Sohne / der noch übrig ist von seinen Söhnen / mißgönnen'/ 55. Zu geben Jemand unter ihnen von dem Fleisch seiner Sohne/ das er fristet; sintemahl ihm nichts übrig ist von allem Gut/ in der Angst und Noth/ damit dich dein Feind drängen wird in allen deinen Thoren. 56 . Ein Weib unter euch/ das zuvor zärtlich und in Lüsten gelebet hat / daß sie nicht versucht hat ihre Fußsohlen auf die Erde zu setzen, vor Zärtlichkeit und Wohllust; die wird dem Manne in rhren Armen/ und ihrem Sohne, und ihrer Tochter mißgönnen 57. Die Aftergeburt, die zwischen ihren eigenen Beinen ist ausgegangen, dazu ihre Söhne, die sie geboren hat; denn sie werden sie vor allerley Mangel heimlich essen, in der Augst und Noch, damit dich dein Feind drängen wird in deinen Thoren. 58 . Wo du nicht wirst halten, daß du thust alle Worte dieses Gesetzes, die in diesem Buch geschrieben sind, daß du fürchtest diesen herrlichen und schrecklichen Nahmen, den Herrn, deinen Gott. 69. So wird der Herr wunderlich mit dir umgehen, mit Plagen auf dich und deinen Samen , mit großen und langwierigen Plagen, mit bösen und langwierigen Krankheiten; 60. Und wird dir zuwenden alle * Seuchen Egyptens, davor du dich fürchtest, und werden dir anhangen. '0.7,15. 2 Mos. 9,9. 61. Dazu alle Krankheit und alle Plage, die nicht geschrieben find in dem Buch dieses Gesetzes, wird der Herr über dich kommen lassen, bis du vertilget werdest. 62. Und wird eurer wenig ' Pöbel überbleiben, die ihr vorhin gewesen seyd wie 7 die Sterne am Himmel nach der Menge; darum, daß du nicht gehorchet hast der Stimme des Herrn, deines Gottes. * e. 4 / 27. 1- c. 10/ 22. 63 . Und wie sich der Herr über euch zuvor freuete, daß er euch Gutes thäte, und mehrete euch: also wird er sich über 'euch freuen, daß er euch umbringe und vertilge; und werdet verstärkt werden von dem Lande, da du jetzt einziehest es einzunehmen. ' Svr. i/ 26. 62/. Denn der Herr wird dich zerstreuen unter alle Völker, von einem Ende der Welt bis ans andere; und wirst daselbst andern Göttern dienen, die du nicht kennest, noch deine Väter, Holz und Steinen. 65 . Dazu wirft du unter denselben Völkern kein bleibendes Wesen haben, und deine Fußsohlen werden keine Ruhe haben. Denn der Herr wird dir daselbst ein bebendes Herz geben, und verschmachtete Augen, und verdorrete Seele, 66 . Daß dein Leben wird vor dir schweben. Nacht und Tag wirst du dich fürchten, und deines Lebens nicht sicher ferm. 67 . Des Morgens wirst du sagen: Ach daß ich den Abend erleben möchte! Des Abends wirst du sagen: Ach daß ich den Morgen erleben mochte! Vor Furcht deines Herzens, die dich schrecken wird, und vor dem, das du mit deinen Augen sehen wirst. 68. Und der Herr wird dich mit Schiffen voll wieder in Egypten führen, durch den Weg, davon ich gesagt habe: * Du sollst ihn nicht wehr sehen. Und ihr werdet daselbst euern Feinden zu Kuechten und Mägden verkauft werden, und wird kein Käufer da seym ' c-17/16.. / 206 Erneuerung 5 Mose 29. des Bundes. Das 29. Capitel. Erneuerung des Bundes. 1. ^)ieß sind die Worte des Bundes, den der Herr Mose gebothen hat, zu macken mit den Kindern Israel, in der Moabiter Lande, zum andern Mahl, nachdem er denselben mit ihnen gemacht hatte in Horeb. 2. Und Mose rief das ganze Israel, und sprach zu ihnen : Ihr * habt gesehen alles, was der Herr gethan hat in Egypten vor euern Augen, dem Pharao mit allen seinen Knechten, und seinem ganzen Lande; * 2 Mos. 19,4. 3 . Die großen Versuchungen, die deine Augen gesehen haben, daß es * große Zeichen und Wunder waren. * c. 7,19. Und der Herr hat euch bis auf diesen heutigen Tag noch nicht gegeben * ein Herz, das verständig wäre, Augen, die da sähen, und Ohren, die da höreten. * Es-u. 6 ,10. 5. Er hat euch vierzig * Jahre in der Waste lassen wandeln; eure Kleider find an euch nicht veraltet, und dein Schuh ist nicht veraltet an deinen Füßen. ' c. 8 / 2.4. 6 . Ihr habt kein Brot gegessen, und keinen Wein getrunken, noch starkes Getränk, auf daß du wissest, daß ich der Herr, euer Gott, bin. 7. Und da ihr kämet an diesen Ort; zog aus der König * Sihon zu HeSbon, und der König i- Og zu Vasan, uns entgegen, mit uns zu streiten. Und wir haben fie geschlagen, * 4 Mos. 21/ 21. -j- 4 Mos. 21/ 33. 8 . Und * ihr Land eingenommen, und zum Erbtheil gegeben den Rubenitern und Gaditeru und dem halben Stamm der Manassiter. * 4 Mos. 32, 33. 9. So haltet nun die Worte dieses Bundes, und thut darnach, auf daß ihr weislich handeln mögct in allem euerm Thun. 40 . Ihr stehet heute alle vor dem Herrn, euerm Gott, die Obersten eurer Stämme, eure Aeltesten, eure Amtleute, ein jeder Mann in Israel, 41. Eure Kinder, eure Weiber, dein Fremdling , der in deinem Lager ist, beyde dein Holzhauer, und dein Wasserschöpfer; 12. Daß du einhergehen sollst in dem Bunde des Herrn, deines Gottes, und in dem Eide, den der Herr, dein Gott, heute mit dir machet; 13. Auf daß er dich heute ihm zum Volk * aufrichte, und Er dein Gott sey, wie er dir geredet hat, und wie er deinen Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat. * c. 28, s. 1 Mos. 17/ 7. I^t. Denn ich mache diesen * Bund und diesen Eid nicht mit euch alleine; * c. 3/ 3. 15. Sondern beydes mit euch, die ihr heute hier seyd und mit uns stehet vor dem Herrn, unserm Gott, und mit denen, die heute nicht mit uns find. 16. Denn ihr wisset, wie wir in Egyptenland gewöhnet haben, und mieten durch die Heiden gezogen find, durch welche ihr zöget, 17. Und sähet ihre Gräuel und ihre Götzen, Holz und Stein, Silber und Gold, die bey ihnen waren. 18. Daß nicht vielleicht ein Mann, oder ein Weib, oder ein Gesinde, oder ein Stamm unter euch sey, deß Herz heute sich von dem Herrn, unserm Gott, gewandt habe, daß es hingehe, und diene den Göttern dieser Völker, und werde vielleicht * eine Wurzel unter euch, die da Galle und Wermuth trage; * Av. Gosch. 8 ,23. sbr. 12/13. 19. Und ob er schon höre die Worte dieses Fluchs, dennoch sich segne in seinem Herzen, und spreche: Es ' gehet mir wohl, weil ich wandte, wie es mein Herz dünket; auf daß die Trunkene mit der Durstigen dahin fahre. * Jcr. 44/ 17 . 20. Da wird der Herr dem nicht gnädig seyn; sondern dann wird seyn Zorn und Eifer rauchen über solchen Mann, und werden sich auf ihn legen * alle Fluche, die in diesem Buch geschrieben sind. Und der Herr wird seinen Nahmen austilgen unter dem Himmel, * e- 28/13. 21. Und wird ihn absondern zum Unglück aus allen Stämmen Israels, laut aller Flüche des Bundes, der in dem Buch dieses Gesetzes geschrieben ist. 22. So werden dann sagen die Nachkommen eurer Kinder, die nach euch aufkommen werden, und die Fremden, die aus fernen Landen kommen; so sie die Plagen dieses Landes sehen, und die Krankheiten, damit sie der Herr beladen hat, 23 . Daß er alles ihr Land mit Schwefel und Salz verbrannt hat, daß es nicht besäet werden mag, noch wüchset, noch kein Kraut darinnen aufgehet; gleichwie * Sodom und Gomorra, 1 - Adama und Zeboim umgekehret find, die der Herr in feinem Zorn und Grimm umgekehret hat; * 1 Mos. 19/ 24. 1- Hos. 11 , 8. 2^. So werden alle Völker sagen: * Warum Vermahnung 5 Mose 29. 30. zur Bekehrung. 207 hat der Herr diesem Lande also gethan? Was ist das für so großer grimmiger Zorn? * 1 Köli. 9/ 8. 25 . So wird man sagen : Darum, daß sieden Bund des Herrn, ihrer Väter Gott, verlassen haben , den er mit ihnen machte, da er sie aus Egyptenland führete; 26. Und sind hingegangen und haben andern Göttern gedienet, und sie angebethet; solche Götter, die sie nicht kennen , und die ihnen nichts gegeben haben; 27 . Darum ist des Herrn Zorn ergrimmet über dieß Land, daß er über sie hat kommen lassen alle Flüche, die in diesem Buch geschrieben stehen; 28. Und der Herr hat sie aus ihrem Lande gestoßen mit großem Zorn, Grimm und Ungnade; und hat sie in ein anderes Land geworfen, * wie es stehet heutiges Tages. * c. 4,38. c. io, 13. 29. Das Geheimniß des Herrn, unsers Gottes, ist geoffenbaret' uns und unfern Kindern ewiglich , daß wir thun sollen alle Worte dieses Gesetzes. ' Ps> E/ 19. 20. Das 30. Capitel. Die Bußfertige» erlangen Gnade / die Widerspenstigen Rache und Strafe. 1. AAenn nun über dich kommt* dieß alles, es sey der Segen oder der Fluch, die ich dir vorgelegt habe; und in dein Herz gehest, wo du unter den Heiden bist, dahin dich der Herr, dein Gott, verstoßen hat; * c. 28/ 2.13. 2. Und * bekehrest dich zu dem Herrn, deinem Gott, daß du seiner Stimme gehorchest, du und deine Kinder, von ganzem Herzen und von ganzer Seele, in allem, das ich dir heute gebiethe: * c. 4/ 30. 3 Mos. 26/ 4o. 3. So wird der Herr, dein Gott, * deinGefäng- niß wenden, und sich'* deiner erbarmen, und wird dich wieder-k versammeln aus allen Völkern, dahin dich der Herr, dein Gott, verstreuet hat. * Jer. 29/ 14. ** Pf. 106/ 4L. -f Jer. 32/ 37. -l. Wenn du bis an der'Himmel Ende verstoßen wärest; so wird dich doch der Herr, dein Gott, von dannen sammeln, und dich von dannen hohlen ; * Nch. 1/ 9. 5. Und wird dich in das Land bringen, das deine Väter besessen haben, und wirft es einnehmen, und wird dir Gutes thun, und dich mehren über deine Väter. 6. Und der Herr, dein Gott, wird * dein Herz beschneiden, und das Herz deines Samens, daß du den Herrn, deinen Gott, liebest von ganzem Herzen, und von ganzer Seele, auf daß du leben mögest. * c. 10/ 16. Jcr. 4/ 4. c. 32/ 39. Ez. 11/ 19. k. 36/ 26. Rom. 2, 29. Phil. 3/ 3. Col. 2/ II. 7. Aber diese Flüche wird der Herr, dein Gott, alle auf deine Feinde legen, und auf die, die dich hassen und verfolgen: 8 . Du aber'wirft dich bekehren, und der Stimme des Herrn gehorchen, daß du thust alle seine Gebothe, die ich dir heute gebiethe. 'v«s2. 9. Und der Herr, dein Gott,'wird dir Glück geben in allen Werken deiner Hände, an der Frucht deines Leibes, an der Frucht deines Viehes, an der Frucht deines Landes, daß dirs zu gute komme. Denn der Herr wird sich wenden, daß er sich über dich freue, dir zu gut, wie er sich über deine Väter gefreuet hat: * c. 28/ 3. 11. 10. Darum, daß du der Stimme des Herrn, deines Gottes , gehorchest, zu halten seine Gebothe und Rechte, die geschrieben stehen im Buch dieses Gesetzes; so du dich wirst bekehren zu dem Herrn, deinem Gott, von ganzem Herzen, und von ganzer Seele. 11. Denn ' das Gcboth, das ich dir heute gebiethe, ist dir nicht verborgen, noch zu ferne, * Es. 43/ 19. c. 48/ 16. 12. Noch im' Himmel, daß du möchtest sagen: Wer will uns in den Himmel fahren, und uns hohlen, daß wir es hören und thun?'Röm. ic,/ 6 . 13. Es ist auch nicht jenseit des Meers, daß du möchtest sagen: Wer will uns über das Meer fahren, und uns hohlen, daß wir es hören und thun? 1^. Denn es ist das Wort sehr nahe bey dir in deinem Munde, und in deinem Herzen, daß du es thust. 15. Siehe, ich ' habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute, den Tod und das Böse; * c. 11/ 26. c. 28/ 2. 13. 16. Der ich dir heute gebiethe, daß du den Herrn, deinen Gott, liebest, und wandelst in seinen Wegen , und seine Gebothe, Gesetze und Rechte haltest, und leben mögest, und gemehret werdest, und dich der Herr, dein Gott, segne im Lande, da du einziehest, dasselbe einzuneh- men. 17 . Wendest du aber dein Herz,' und gehorchest nicht; sondern lassest dich verführen, daß du andere Götter anbethest und ihnen dienest: * c. 28/ 13. 18. So verkündige ich euch heute, daß ihr um- 208 Iofua berufen. 5 Mose 30. 31. Anzeigung des Todes Mose. kommen werdet / und nicht lange in dem Lande bleiben, da du hinein ziehest über den Jordan, dasselbe einzunehmen. 19. Ick nehme ' Himmel und Erde heute über euch zu Zeugen. Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, daß du das Leben erwählest, und du und dein Same leben mögest; * c. 4/ 26. c. 32/ i. 20. Daß ihr den Herrn, euern Gott, liebet, und seiner Stimme gehorchet, und ihm anhanget. Denn das ist * dein Leben und dein langes Alter, daß du im Lande wohnest, das der Herr deinen Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, ihnen zu geben. * c. 4/ 4o. c. L, 33. Das 31. Capitel. Mose sagt sein Amt auf; ordnet Josua an seine Stelle. 1. jlnd Mose ging hin, und redete diese Worte ^ mit dem ganzen Israel, 2. Und sprach zu ihnen: Ich bin heute * hundert und zwanzig Jahre alt, ich kann nicht mehr aus-und eingehen ; dazu hat ? der Herr zu mir gesagt: Du sollst nicht über diesen Jordan gehen. * c. 34/ 7. -s 4 Mos. 2», 12. 3 . Der Herr, dein Gott, wird selbst vor dir hergehen, er wird selbst diese Völker vor dir her vertilgen, daß du sie einnehmest. * Josua, der soll vor dir hinüber gehen, wie der Herr geredet hat. * c. 3/ 23. 4 Mos. 27,13. Und der Herr wird ihnen thun, wie er Methan hat Sihon und Og, den Königen der Amo- riter, und ihrem Lande, welche er vertilget hat. * 4 Mos. 21/ 21. 23. 33. 33. 5. Wenn sie nun der Herr vor euch geben wird; so sollt ihr ihnen thun * nach allem Gebots), das ich euch gebothen habe. * c. 7 / 2. 6 . Seyd ' getrost und unverzagt, fürchtet euch nicht, und lasset euch nicht vor ihnen grauen; denn der Herr, dein Gott, wird selbst mit dir wandeln, und wird die Hand nicht abthun, noch dich verlassen. * c. 7,2.21. 1- Ebr. 13/ 3. 7. Und Mose rief Josua, und sprach zu ihm vor den Augen des ganzen Israels: * Sey getrost und unverzagt; denn du wirft dieß Volk ins Land bringen, das der Herr ihren Vätern geschworen hat ihnen zu geben, und du wirft es unter sie austheilen. * e. 3/ 28. c. 7/18. Jos. 1/ 6. c. 8/1. Ebr. 13/ 3. 8 . Der Herr aber, -er selbst vor euch hergehet , der wird mit dir seyn, und wird die Hand nicht abthun, noch dich verlassen. Fürchte dich nicht, und erschrick nicht. 9. Und Mose schrieb dieß Gesetz, und gab es den Priestern, den Kindern Levi, * die die Lade des Bundes des Herrn trugen, und allen Ael- testen Israels; *4 Mos. 4 /13. 10. Und geboth ihnen, und sprach: * Je über sieben Jahre, zur Zeit des Erlaßjahrs, am Fest der Laubhütten, * c. 13/1. 11- Wenn das ganze Israel kommt, zn erscheinen vor dem Herrn, deinem Gott, an dem Ort, den er erwählen wird, sollst du dieß Gesetz vor dem ganzen Israel ausrufen lassen vor ihren Ohren; 12. Nähmlich vor der Versammlung des Volks, beydes der Männer, und Weiber, Kinder, und deines Fremdlings, der in deinem Thor ist; auf daß sie hören und lernen, damit sie den Herrn, ihren Gott, fürchten, und halten, daß sie thun alle Worte dieses Gesetzes; 13. Und daß ihre Kinder, die es nicht wissen, auch hören und lernen, damit sie den Herrn, euern Gott, fürchten alle eure Lebtage, die ihr auf dem Lande lebet, darein ihr gehet über den Jordan einzunehmen. 12,. Und der Herr sprach zu Mose: Siehe, * deine Zeit ist herbey gekommen, daß du sterbest. Rufe Josua, und tretet in die Hütte des Stifts, daß ich ihm Befehl thue. Mose ging hin mit Josua, und traten in die Hütte des Stifts. * Esaj. 38 / 1. 2 Pct. 1 / 14 . 15. Der Herr aber erschien in der Hütte, in einer Wolkensäule; und dieselbe Wolkensäule stand in der Hütte Thür. 16. Und der Herr sprach zu Mose: Siehe, du wirst schlafen mit deinen Vätern; und dieß Volk wird aufkommen, und wird fremden Göttern nachhuren, des Landes, darein sie kommen, und wird mich verlassen, und den Bund fahren lassen, den ich mit ihm gemacht habe. 17 . So wird mein Zorn ergrimmen über sie zu derselben Zeit, und werde sie verlassen, und mein Antlitz vor ihnen verbergen, daß sie verzehret werden. Und wenn sie dann viel Unglück und Angst treffen wird, werden sie sagen: Hat mich nicht dieß Uebel alles betreten, weil mein Gott nicht mit mir ist? 18. Ich * aber werde mein Antlitz verbergen zu der Zeit, um alles Bösen willen, das sie gethan haben, daß sie sich zu andern Göttern gewendet haben. * c. 32/ 20. 19. So schreibet euch nun dieß Lied, und lehret es die Kinder Israel, und leget es in ihren Z Mose 31. 32. Mose Lied. 209 Israels Halsstarrigkeit. ihren Mund, daß mir das Lied ein Zeuge sey unter den Kindern Israel. 20. Denn ich will sie ins Land bringen/* das ich ihren Vätern geschworen habe, darinnen Milch und Honig fließet. Und wenn sie essen, und satt und fett werden: so werden sie sich wenden zu andern Göttern, und ihnen dienen, und mich lästern, und meinen Bund fahren lassen. * 1 Mos. so, 24. 2 Mos. 33, 1. 21. Und wenn sie dann viel Unglück und Angst betreten wird, so soll dieß Lied ihnen antworten zum Zeugniß; denn es soll nicht vergessen werden aus dem Munde ihres Samens. Denn ich weiß ihre Gedanken, damit sie schon jezt umgehen, ehe ich sie ins Land bringe, das ich geschworen habe. 22. Also schrieb Mose dieß Lied zu derselben Zeit, und lehrete es die Kinder Israel. 23 . Und befahl Josua, dem Sohne Nuns, und sprach: * Sey getrost und unverzagt; denn du sollst die Kinder Israel ins Land führen, das ich ihnen geschworen habe, und ich will mit dir seyn. * Los. i, 6 . 2^. Da nun Mose die Worte dieses Gesetzes ganz ausgeschrieben hatte in ein Buch, 23 . Geboth er den Leviten, * die die Lade des Zeugnisses des Herrn trugen, und sprach: * V. 9. Jos. 3/ 6. 26. Nehmet das Buch dieses Gesetzes, und leget es in die Seite der Lade des Bundes des Herrn, euers Gottes, daß es daselbst ein Zeuge sey wider dich. 27. Denn ich kenne deinen Ungehorsam und Halsstarrigkeit. Siehe, weil ich noch heute mit euch lebe, seyd ihr ungehorsam gewesen wider den Herrn; wie viel mehr nach meinem Tode? 28 . So versammelt nun vor mich alle Aeltesten eurer Stämme, und eure Amtleute, daß ich diese Worte vor ihren Ohren rede, * und Himmel und Erde wider sie zu Zeugen nehme. * c. 4, 26. c. 30, is. 29. Denn ich weiß, daß ihr es nach meinem Tode verderben werdet, und aus dem Wege treten, den ich euch gebothen habe. So wird euch dann Unglück begegnen hernach, darum, daß ihr übel gethan habt vor den Augen des Herrn, daß ihr ihn erzürnet durch eurer Hände Werk. 30. Also redete Mose die Worte dieses Liedes ganz aus vor den Ohren der ganzen Gemeine Israel. Das 32. Capitel. Mose Lied und Lobgesang. 1. HAerket auf, ihr * Himmel, ich will reden; ^ und die Erde höre die Rede meine- Mundes. *c. 31, 28 . Esaj. 1 / 2 . Mich. 1 , 2 . 2. Meine Lehre triefe wie der Regen, und meine Rede fließe wie der Thau, wie der Regen auf das Gras, und wie die Tropfen auf da- Kraut. 3 . Denn ich will den Nahmen des Herrn prei, sen. Gebt unserm Gott allein die Ehre! - 4 . Er ist ein Fels. Seine Werke sind unsträ, flich; denn alles, was er thut, das ist recht. " Treu ist Gott, und kein Böses an ihm, ge, recht und fromm ist er. * c. 7, s. s. Die' verkehrte und böse Art fällt von ihm ab; sie sind Schandflecken, und nicht seine Kinder. * Matth. 12, 39. Esaj. 1, 2. 3. 4. 6 . Dankest du also dem Herrn, deinem Gott, du tolles und thörichtes Volk? Ist Er nicht dein Vater und dein Herr? Ist es nicht Er allein, der dich gemacht und bereitet hat? 7 . Gedenke der vorigen Zeit bis daher, und betrachte, was er gethan hat an den alten Vä- tern. Frage deinen Vater, der wird dirs verkündigen, deine Nettesten, die werden dirS sagen. 8 . Da der Allerhöchste die Völker zertheilete, und zerstreuete der Menschen Kinder", da setzte er die Grenzen der Völker nach der Zahl der Kinder Israel. * A». Gesch. 17,26. 9. Denn des Herrn Theil ist sein Volk, Jakob ist die Schnur seines Erbes. 10. Er fand ihn in der Wüste, in der dürren Einöde, da es heulet. Er führete ihn, und "gab ihm das Gesetz. Er behüthete ihn wie seinen Augapfel; * 2 Mos. 20 , 1 . 11. Wie ein " Adler ausführet seine Jungen, und über ihnen schwebet. Er breitete seine Fit- tige aus, und nahm ihn, und-ktrug ihn aufseinen Flügeln. ' 2 Mos. 19, 4. -j- 3 Mos. 1 , 31. 12. Der Herr allein leitete ihn, und war kein fremder Gott mit ihm. 13. Er ließ ihn hoch herfahren auf Erden, und nährete ihn mit den Früchten des Feldes, und ließ ihn Honig saugen aus den Felsen, und Oehl aus den harten Steinen, 1^. Butter von den Kühen, und Milch von den Schafen, sammt dem Fett von den Lämmern , und feißte Widder und Böcke mit fetten D d Lied. 210 Mose 5 Mose 32. Nieren, und Weizen, und tränkte ihn mit gutem Traubenblut. 15 . Da er aber fett und satt ward, ward er geil. " Er ist fett, und dick, und stark geworden, und hat den Gott fahren lassen, der ihn gemacht hat. Er hat den Fels seines Heils gering geachtet, ' c. 31,20. 16. Und hat ihn zum Eifer gereizet durch Fremde; durch die Gräuel hat er ihn erzürnet. 17. Sie haben den Feldteufeln geopfert, und nicht ihrem Gott; den Göttern, die sie * nicht kannten, den Neuen, die zuvor nicht gewesen sind, die eure Väter nicht geehret haben. * Ps. 106/ 37. 1 Cor. 10/ 20. 18. Deinen Fels, der dich gezeuget hat, hast du aus der Acht gelassen, und hast vergessen Gottes, der dich gemacht hat. 19. Und da es der Herr sah, ward er zornig über seine Söhne und Töchter; 20. Und er sprach: Ich * will mein Antlitz vor ihnen verbergen, will sehen, was ihnen zuletzt widerfahren wird; denn es ist eine verkehrte Art, es sind -k untreue Kinder. * c. 31/ 18. ff Esaj. 1/ 2. 4. 21. Sie haben mich gereizet an dem, ' das nicht Gott ist, mir ihrer Abgötterey haben sie mich erzürnet, Und ich will sie wieder reizen an dem, das nicht ein Volk ist, an einem närrischen Volk will ich sie erzürnen. * Ier. 2/ ii. c. 3/ 7. ff Rom. 10/ 19. 22. Denn * das Feuer ist angegangen durch meinen Zorn, und wird brennen bis in die unterste Hölle, und wird verzehren das Land mit seinem Gewächs, und wird anzünden die Grundfeste der Berge. * s«. 13, 14 «. 17,4. 23. Ich will alles Unglück über sie häufen, ich will alle meine * Pfeile in sie schießen. * Ps. 91/ 3. 2^. Vor Hunger sollen sie verschmachten, und verzehret werden vom Fieber und jähen Tode. Ich will der Thiere Zähne unter sie schicken, und der Schlangen Gift. 25. Auswendig wird sie das Schwert berauben , und inwendig das Schrecken, beyde Jünglinge und Jungfrauen, die Säuglinge mit dem grauen Manne. 26. Ich will sagen: Wo find sie? Ich werde * ihr Gedächtniß aufheben unter den Menschen. * Hiob 18/ 17. 27. Wenn ich nicht den Zorn der Feinde scheuete, daß nicht ihre Feinde stolz würden, und möchten sagen: Unsere Macht ist hoch, und der Herr hat nicht solches alles gethan. 28. Denn es ist ein Volk, darinn kein Rath ist, und ist kein Verstand in ihnen. 29. Ol daß sie weise wären, und vernähmen solches, daß sie' verstünden, was ihnen hernach begegnen wird! * Luc. 19/ 42. 30. Wie geht es zu, daß ' Einer wird ihrer tausend jagen, und zween werden zehn tausend flüchtig machen? Ist es nicht also, daß sie ihr Fels verkauft hat, und der Herr hat sie übergeben ? * 2 Mos. 26/ 8. 36. 31. Denn unser Fels ist nicht wie ihr Fels, deß sind unsere Feinde selbst Richter. 32. Denn ihr Weinstock ist des Weinstocks zu * Sodom, und von dem Acker Gomorra; -k ihre Trauben sind Galle, sie haben bittere Beeren; * Ez. 16/ 49. ff 3 Mos. 29, 18. 33. Ihr Wein ist Drachengift, und wüthiger Ottern Galle. 3 ^. Ist solches nicht bey mir verborgen, und versiegelt in meinen Schätzen? 35. Die * Rache ist mein, ich will vergelten. Zu seiner Zeit soll ihr Fuß gleiten; denn die Zeit ihres Unglücks ist nahe, und ihr Künftiges eilet herzu. 'Rom. 12/19. 36 . Denn der Herr wird sein Volk richten, und' über seine Knechte wird er sich erbarmen. Denn er wird ansehen, daß ihre Macht dahin ist, und beydes t das Verschlossene und Verlassene Weg ist. ' 2 Mos. 20/ 6. 1- 1 Kön. 14/ 10. c. 21/ 21. 2 Kön. 14/ 26. 37. Und man wird sagen: Wo sind ihre Götter? Ihr Fels, darauf sie traueten? 38 . Von welcher Opfer sie Fett aßen, und tranken den Wein ihres Trankopfers. ' Lasset sie aufftehen, und euch helfen, und euch schützen. * Nicht. 10/ 14. 1 Sam. 12/ 21. 39. Sehet ihr nun, daß 'Ich es allein bin, und ist kein Gott neben mir? Ich t kann tödten und lebendig machen, ich kann schlagen und kann heilen, und ist Niemand, der aus meiner Hand errette. ' c. 4> 33. Esaj. 43,3. ff 1 Sam. 2/ 6. Hiob 3/ 18. Hos. 6/ 1. 2. ^0. Denn ' ich will meine Hand in den Himmel heben, und will sagen: Ich lebe ewiglich. * 1 Mos. 14/ 22. Dan. 12/ 7. Off. 10/ 3. 6. ^i. Wenn ich den Blitz meines Schwerts wetzen werde, und meine Hand zur Strafe greiffen wird; so will ich mich wieder rächen an meinen Feinden, und denen, die mich hassen, vergelten. ^2. Ich will meine Pfeile mit Blut trunken machen, und mein Schwert soll Fleisch fressen, über dem Blut der Erschlagenen, und über dem Mose Abschiedssegen 5 Mose Gefängmß, und über dem entblößten Haupt des Feindes. >43. Jauchzet * alle, die ihr sein Volk sevd; denn er wird i- das Blut seiner Knechte rächen, und wird sich an seinen Feinden rächen, und gnädig seyn dem Lande seines Volks. * Rom. 16/ io. -j- Off. 19/ 2. >4^. Und Mose kam, und redete alle Worte dieses Liedes vor den Ohren des Volks, er, und Josua, der Sohn Runs. >45. Da nun Mose solches alles ausgeredet hatte zum ganzen Israel, >46. Sprach er zu ihnen: Nehmet zu Herzen alle Worte, die ich euch heute bezeuge, daß * ihr euern Kindern befehlet, daß sie halten und thun alle Worte dieses Gesetzes. * i Mos. i8 19. >47. Denn es ist nicht ein vergebliches Wort an euch, sondern es ist euer " Leben, und solches Wort wird euer Leben verlängern auf dem Lande, da ihr hingehet über den Jordan, daß ihr es einnehmet. * M. e, 53. 2 Mos 20,12. >48. Und der Herr redete mit Mose desselben Tages, und sprach: >4s. Gehe auf das Gebirge * Abarim, auf den Berg Nebo, der da liegt im Moabiter Lande, gegen Jericho über; und besiehe das Land Ca- naan, das ich den Kindern Israel zum Eigenthum geben werde; *4 Mos. 27,12. <.33,43. 50. Und stirb auf dem Berge, wenn du hinauf gekommen bist, und versammle dich zu deinem Volk; gleichwie * dein Bruder Aaron starb auf dem Berge Hör, und sich zu seinem Volk versammelte; * 4 Mos. 20/ 26. 28. 51. Darum, daß ihr euch an mir versündiget habt unter den Kindern Israel, bey dem' Haderwasser zu Kades in der Wüste Zin, daß ihr mich nicht heiligtet unter den Kindern Israel; * 4 Mos. 20/ 13. 52. Denn du sollst das Land gegen dir* sehen, das ich den Kindern Israel gebe, aber du sollst nicht hinein kommen. *<.34,4. Das 33. Capitel. Mose Abschiedösegcn und Weissagung. t.^^ieß ist der Segen, damit Mose, der ^ Mann Gottes, * die Kinder Israel vor seinem Tode segnete, * 1 Mos. 49,1. 2. Und sprach: Der Herr ist von Sinai gekommen, und ist ihnen aufgegangen von Seir; er ist hervor gebrochen von dem Berge Paran, und ist * gekommen mit viel tausend Heiligen; zu 32 . 33 . und Weissagung. 211 seiner rechten Hand ist ein feuriges Gesetz an sie. * Ep. Jud. v. 14 . Z. Wie hat Er * die Leute so lieb! Alle seine Heiligen sind in deiner Hand; sie werden sich setzen zu deinen Fußen, und werden lernen von deinen Worten. * Sprüchw. 8 ,31. >4. Mose hat uns das "Gesetz gebothen, dem Erbe der Gemeine Jakob. * Ps. 103, 7. Ps. 147,19. 5. Und er verwaltete das Amt eines Königs, und hielt zusammen die Häupter des Volks, sammt den Stämmen Israel. 6 . Rüben lebe und sterbe nicht, und sein Pöbel sey gering. 7 . Dieß ist der Segen Juda. Und er sprach: Herr, erhöre die Stimme Juda, und mache ihn zum "Regenten in seinem Volk, und laß seine Macht groß werden, und ihm müße wider seine Feinde geholfen werden. * 1 Mos. 49,10. 8 . Und zu Levi sprach er: Dein Reckt und dein Licht bleibe bey deinem heiligen Manne, den du versuchet hast " zu Massa, da ihr hadertet an dem Haderwasser. * 2 Mos. 17,7. 4 Mos. 20,13. 9. Wer zu seinem Vater und zu seiner Mutter spricht: Ich sehe ihn nicht; und zu seinem * Bruder: Ich kenne ihn nicht; und zu seinem Sohne: Ich weiß nicht; die halten deine Rede, und bewahren deinen Bund, '2 Mos. 32,29. MM. 10,37. 10. Die werden Jakob deine Rechte lehren, und den Israel dein Gesetz; die werden Räuch- werk vor deine Nase legen, und ganze Opfer auf deinen Altar. 11. Herr, segne sein Vermögen, und laß dir gefallen die Werke seiner Hände; zerschlage den Rücken derer, die sich wider ihn auflehnen, und derer, die ihn hassen, daß sie nicht aufkommen. 42. Und zu Benjamin sprach er: Das Liebliche des Herrn wird sicher wohnen; allezeit wird er über ihm halten, und wird zwischen seinen Schultern wohnen. 13. Und zu Joseph sprach er: " Sein Land liegt im Segen des Herrn. Da sind edle Früchte vom Himmel, vom Thau, und von der Tiefe, die unten liegt; * 1 Mos. 49,26. i> 4 . Da sind edle Früchte von der Sonne, und edle reife Früchte der Monden, 15. Und von den hohen Bergen gegen Morgen, und von den Hügeln für und für; 16. Und edle Früchte von der Erde, und was darinnen ist. Die Gnade deß, der " in dem Busch wohnete, komme auf das Haupt Josephs, und auf den Scheitel des Nasir unter seinen Brüdern. " 2 Mos. 3 / 2. D d 2 / 212 Mose Abschiedösegen. . 5 Mose 33. 34. 17 . Seine Herrlichkeit ist wie ein erstgeborner Ochse, und "seine Hörner find wie Einhörners Hörner; mit denselben wird er die Völker stoßen zu Haufen; bis an des Landes Ende. Das sind die Tausende Ephraim, und die Tausende Manaffe. * -i Mos. 23, 22. 18. Und zu Sebulon sprach er: Sebulon, freue dich deines Auszugs; aber, Jsaschar, freue dich deiner Hütten. 19 . Sie werden die Völker auf den Berg rufen, und daselbst opfern Opfer der Gerechtigkeit. Denn sie werden die Menge des Meers saugen, und die versenkten Schätze im Sande. 20. Und zu Gad sprach er: Gad sey gesegnet, der Raummacher; er liegt wie ein Löwe, und raubet den Arm und die Scheitel. 21. Und er sah, daß ihm ein Haupt gegeben war, ein Lehrer, der verborgen ist; welcher kam mit den Obersten des Volks, und verschaffte die Gerechtigkeit des Herrn, und seine Rechte an Israel. 22. Und zu Dan sprach er: Dan ein junger Löwe; er wird fließen von Basan. 23. Und zu Naphthali sprach er: Naphthali wird genug haben, was er begehret, und wird voll Segens des Herrn seyn; gegen Abend und Mittag wird sein Besitz seyn. 2>i. Und zu Asser sprach er: Asser sey gesegnet mit Söhnen; er sey angenehm seinen Brüdern , und tunke seinen Fuß in Oehl. 25. Eisen und Erz sey an seinen Schuhen, dein Alter sey wie deine Jugend. 26. Es ist kein Gott, als der Gott des Gerechten. Der im Himmel sitzt, der sey deine Hülfe, und deß Herrlichkeit in Wolken ist. 27. Das ist die Wohnung Gottes von Anfang, und unter den Armen ewiglich. Und er wird vor dir her deinen Feind austreiben, und sagen: Sey vertilget! 28. Israel * wird sicher allein wohnen : der Brunn Jakobs wird seyn auf dem Lande, da Korn und Most ist, dazu sein Himmel wird mit Thau triefen. * s-r. 23, 6 . c. 33,16. 29. Wohl dir, Israel, wer ist dir gleich? O Volk, das du durch den Herrn selig wirst, der deiner Hülfe Schild, und das Schwert deines Sieges ist. " Deinen Feinden wirds fehlen, aber du wirst auf ihrer Höhe einher treten. Mose stirbt. Das 34. Capitel. Mose Tod / und was darauf erfolget. i.Nnd Mose ging von dem Gefilde der Moa- Ps. 66/ S. biter auf den BergNebo, auf die Spitze des Gebirges Pisga, gegen Jericho über. Und der Herr * zeigte ihm das ganze Land Gilead, bis gen Dan , * c. 3,27. 2. Und das ganze Naphthali, und das Land Ephraim und Manasse, und das ganze Land Juda, bis an das äußerste Meer, 3. Und gegen Mittag, und die Gegend der Breite Jericho," der Palmenstadt, bis gen Zoar. * Nicht. 1/ 16. Und der Herr sprach zu ihm: Dieß ist das Land, das ich ' Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe, und gesagt: Ich will es deinem Samen geben. Du hast es mit deinen Augen gesehen, aber du sollst nicht hinüber gehen. * 1 Mos. 12 / 7. Z. Also starb Mose, der Knecht des Herrn, daselbst im Lande der Moabiter, nach dem Wort des Herrn. 6 . Und er * begrub ihn im Thal, im Lande der Moabiter, gegen dem Hause Peors. Und hat Niemand sein Grab erfahren, bis auf diesen heutigen Tag. * Ep. J»d.». 9. 7 . Und Mose war * hundert und zwanzig Jahre alt, da er starb. Seine Augen waren nicht dunkel geworden, und seine Kraft war nicht verfallen. * c. 31/ 2. 8 . Und die Kinder Israel beweineten Mose im Gefilde der Moabiter dreyßig Tage. Und wurden vollendet die Tage des Weinens und Klagens über Mose. 9. Josua aber, der Sohn Nuns, ward erfüllet mit dem Geist der Weisheit; denn Mose hatte seine Hände auf ihn gelegt. Und die Kinder Israel gehorchten ihm, und thaten, wie der Herr Mose gebothen hatte. 10. Und es stand hinfort kein Prophet in Israel auf, wie Mose, den der Herr erkannt hätte von * Angesicht zu Angesicht, * 2 Mos. 33/11. 11. Zu allerley Zeichen und Wundern, dazu ihn der Herr sandte, daß er sie thäte in Egyptenland, an Pharao und an allen seinen Knechten , und an allem seinem Lande, 12. Und zu aller dieser mächtigen Hand und großen Gesichten, die Mose that vor den Augen des ganzen Israels. Josua von Gott gestärkt, Iosua 1. 2. muntert Israel auf. 213 Das Bu Das 1. Capitel. Josua wird in seinem Beruf gcstiirket. 1. H^ach dem Tode Mose, des Knechtes des Herrn, sprach der Herr zu Josua, dem Sohne Runs, Mose Diener: 2 . Mein Knecht Mose ist " gestorben; so mache dich nun auf, und ziehe über diesen Jordan, du und dieß ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Kindern Israel, gegeben habe. * 2 Mss. 34, 3. Z. Alle "Stätte, darauf eure Fußsohlen treten werden, habe ich euch gegeben; wie ich Mose geredet habe. * § Mos. n, 24. >4. " Von der Wüste an, und diesem Libano, bis an das große Wasser Phrath, das ganze Land der Hethiter, bis an das große Meer gegen den Abend, sollen eure Grenzen seyn. * 3 Mos. I I, 24. 5. Es soll dir Niemand widerstehen dein Leben- lang. Wie ich mit Mose gewesen bin, also will ich auch mit dir seyn. Ich " will dich nicht verlassen, noch von dir weichen. * 3 Mos. 31, 6. 8. Ebr. 13, 3. 6. Sey * getrost und unverzagt; denn du sollst diesem Volk das Land austheilen, das ich ihren Vätern geschworen habe, daß ich es ihnen geben wollte. * 2 Mos. 31, 7. 7. * Sey nur getrost und sehr freudig, daß du haltest, und thust allerdinge nach dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht, gebothen hat. Weiche nicht davon, weder zur Reckten nock zur Linken, -k auf daß du weislich handeln mögest in allem, das du thun sollst. * vcr- S. 1 Kön. 2, 3. 8. Und laß das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern" b etrachte es Tag und Nacht, auf daß du haltest und thust allerdings nach dem, das darinnen geschrieben stehet. Alsdann wird dirs gelingen in Allem, das du t-hust, und wirst weislich handeln können. *Ps. i, 2 . 3 . 9 . Siehe, ich habe dir gebothen, daß " du getrost und freudig seyeft. Laß dir nicht grauen, und entsetze dich nicht; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in Allem, das du thun wirst. * Vers 7. 10 . Da gebokh Josua den Hauptleuten des Volks, und sprach: ch I 0 s u a. 11 . Gehet durch das Lager, und gebiethet dem Volk, und sprechet: Sckaffet euch Vorrath, denn über drey Tage werdet ihr über diesen Jordan gehen, daß ihr hinein kommet und das Land einnehmet, das euch der Herr, euer Gott, geben wird. 12 . Und zu den Rubenitern, Gaditern, und dem halben Stamm Manasse sprach Josua: 13 . Gedenket an das Wort, das "euch Mose, der Knecht des Herrn, sagte, und sprach: Der Herr, euer Gott, hat euch zur Ruhe gebracht, und dieß Land gegeben. *0.4,12. 4 Mos. 32,20. i>4. Eure Weiber, und Kinder, und Vieh lasset im Lande bleiben, das euch Mose gegeben hat, dießseit des Jordans; ihr aber sollt vor euern Brüdern herziehen gerüstet, was streitbare Männer sind, und ihnen helfen, 15 . Bis daß der Herr eure Brüder auch zur Ruhe bringet, wie euch, daß sie auch einnehmen das Land, das ihnen der Herr, euer Gott, geben wird. Alsdann sollt ihr wieder umkehren in euer Land, das euch Mose, der Knecht des Herrn, eingegeben hat zu besitzen, dießseit des Jordans, gegen der Sonnen Aufgang. 16 . Und sie antworteten Josua, und sprachen: Alles, " was du uns gebothen hast, das wollen wir thun, und wo du uns hinseudest, da wollen wir hingehen. *2M»s. is, 8 . 17 . Wie wir Mose gehorsam sind gewesen, so wollen wir dir auch gehorsam seyn; allein, daß der Herr, dein Gott, nur mit dir sey, wie er mit Mose war. 18 . Wer deinem Munde ungehorsam ist, und nicht gehorchet deinen Worten, in Allem, das du uns gebiethest, der soll sterben. Sey nur getrost und unverzagt. Das 2. Capitel. Die Kundschafter werden bey der Rahab errettet. 1. ^osua aber, der Sohn Nuns, hatte zween ^ Kundschafter heimlich ausgesandt von S it- tim, und ihnen gesagt: " Gehet hin, besehet das Land und Jericho. Die gingen hin, und kamen -k in das Haus einer Hure, die hieß Rahab, und kehreten zu ihr ein. * c. 7 , 2 . -j- Ebr. 11/ 31 . 2 . Da ward dem Könige zu Jericho gesagt: Siehe, es ynd in dieser Nacht Männer herein 214 Kundschafter kehren ein Josua 2. 3. bey der Rahab. gekommen von den Kindern Israel, das Land zu erkundigen. 3 . Da sandte der König zu Jericho zu Rahab, und ließ ihr sagen: Gib die Männer heraus, die zu dir in dein Haus gekommen sind; denn sie find gekommen, das ganze Land zu erkundigen. 4 . Aber das * Weib verbarg die zween Männer , und sprach also: Es find ja Männer zu mir herein gekommen, aber ich wußte nicht, von wannen sie waren. *2 Sun. 17,19. 5. Und da man die Thore wollte zuschließen, da es finster war, gingen sie hinaus, daß ich nicht weiß, wo sie hingegangen find. * Jaget ihnen eilend nach, denn ihr werdet sie ergreiffen. * 2 Mos. 1-;, 9 . 6 . Sie aber ließ sie auf das Dach steigen, und verdeckte sie unter die Flachsstengel, die sie thr auf dem Dache ausgebreitet hatte. 7. Aber die Männer jagten ihnen nach auf dem Wege zum Jordan, bis an die Furt. Und man schloß das Thor zu, da die hinaus waren, die ihnen nachjagten. 8 . Und ehe denn die Männer sich schlafen legten, stieg sie zu ihnen hinauf auf das Dach, 9. Und sprach zu ihnen: Ich weiß, daß der Herr euch das Land gegeben hat; denn ein Schrecken ist über uns gefallen vor euch, und alle Einwohner des Landes sind vor eurer Zukunft feige geworden. 10. Denn wir haben gehöret, wie der Herr * hat das Wasser im Schilfmeer ausgetrocknet vor euch her, da ihr aus Egypten zöget, und was ihr den zween Königen der Amoriter, Si- hon und Og , jenseit des Jordans gethan habt, wie ihr sie -t verbannet habt. * 2 Mos. 14,21. 1- 4 Mos. 21, 24 . 34 . 33 . i t. Und seit dem wir solches gehöret haben, ist unser Herz verzagt, und ist kein Muth mehr in Jemand vor eurer Zukunft; denn der Herr, euer Gott, ist ein Gott, beydes oben im Himmel, und unten auf Erden. 12. So schwöret mir nun bey dem Herrn, daß, weil ich an euch Barmherzigkeit gethan habe, daß ihr auch an meines Vaters Hause Barmherzigkeit thut; und gebet mir ein gewisses Zeichen, 13. Daß ihr leben lasset meinen Vater, meine Mutter, meine Brüder, und meine Schwestern, und Alles, was sie haben, und errettet unsere Seelen von dem Tode. 14. Die Männer sprachen zu ihr: Thun wir nicht Barmherzigkeit und Treue an dir, wenn uns der Herr das Land gibt; so soll unsere Seele für euch des Todes seyn, so ferne du unser Geschäfte nicht verräthest. 15. Da ließ * sie dieselben am Seil durchs Fenster hernieder; denn ihr Haus war an der Stadtmauer , und sie wohnete auch auf der Mauer. * 2 Cor. 11, 33. 16. Und sie sprach zu ihnen: Gehet auf das Gebirge, daß euch nicht begegnen, die euch nachjagen ; und verberget euch daselbst drey Tage, bis daß die wiederkommen, die euch nachjagen; darnach gehet eure Straße. 17. Die Männer aber sprachen zu ihr: Wir wollen aber des Eides los seyn, den du von uns genommen hast; 18. Wenn wir kommen ins Land, und du nicht dieß rothe Seil in das Fenster knüpfest, damit du uns hernieder gelassen hast, und zu dir ins Haus versammelst deinen Vater, deine Mutter, deine Brüder, und deines Vaters ganzes Haus. 19. Und wer zur Thür deines Hauses heraus gehet, deß Blut sey auf seinem Haupte, und wir unschuldig; aber alle, die in deinem Hause sind, so eine Hand an sie gelegt wird, so soll ihr Blut auf unserm Haupte seyn. 20. Und so du etwas von diesem unserm Geschäfte wirst nachsagen, so wollen wir des Eides los seyn, den du von uns genommen hast. 21. Sie sprach: Es sey, wie ihr saget, und ließ sie gehen. Und sie gingen hin. Und sie knüpfte das rothe Seil ins Fenster. 22. Sie aber gingen hin, und kamen auf das Gebirge, und blieben drey Tage daselbst, bis daß die wiederkamen, die ihnen nachjagten. Denn sie hatten sie gesucht auf allen Straßen, und doch nicht gefunden. 23. Also kehreten die zween Männer wieder, und gingen vom Gebirge, und fuhren über, und kamen zu Josua, dem Sohne Nuns; und erzähleten ihm Alles, wie sie es gefunden hatten, 24. Und sprachen zu Josua: Der Herr hat uns alles Land in unsere Hände gegeben; auch so sind alle'Einwohner des Landes feige vor uns. * verS 9. Das 3. Clapitel. Israel gehet trocknes Fußes durch den Jordan. i.llnd Josua machte sich frühe auf; und sie zogen aus' Stttim, und kamen an den Israel gehet durch I o su a 3. 4. den Jordan. 215 Jordan, er und alle Kinder Israel, und blieben daselbst über Nacht, ehe sie hinüber zogen. * 4 Mos. 25/ 1 . 2 . Nach drcyen Tagen aber gingen die Hauptleute durch das Lager, 3. Und gebothen dem Volk, und sprachen: Wenn ihr sehen werdet die Lade des Bundes des Herrn, euers Gottes, und die Priester aus den Leviten sie tragen; so ziehet aus von euerm Ort, und folget ihr nach, 4. Doch daß zwischen euch und ihr Raum fey bey zwey tausend Ellen. Ihr sollt nicht zu ihr nahen, auf daß ihr wisset, auf welchem Wege ihr gehen sollet; denn ihr seyd den Weg vorhin nicht gegangen. 5. Und Jofua sprach zum Volk: * Heiliget euch, denn Vdorgen wird der Herr ein Wunder unter euch thun. * c. 7, 13. 6. Und zu den Priestern sprach er: Traget * die Lade des Bundes, und gehet vor dem Volk her. Da trugen sie die Lade des Bundes, und gingen vor dem Volk her. ' c. 6,6. 7. Und der Herr sprach zu Josua: Heute will ich anfangen dich * groß zu machen vor dem ganzen Israel, daß sie wissen, t wie ich mit Mose gewesen bin, also auch mit dir sey. * «. 4/ 14. 1- c. 1/ 5. 17. 8. Und du gebiethe den Priestern, die die Lade des Bundes tragen, und sprich: Wenn ihr kommet vorne ins Wasser des Jordans, so stehet stille. 9 . Und Josua sprach zu den Kindern Israel: 'Herzu, und höret die Worte des Herrn, euers Gottes ! * 2 Mos. 32/ 26 . 10 . Und sprach : Dabey sollt ihr merken, daß ein lebendiger Gott unter euch ist; und daß er vor euch austreiben wird die Cananiter, Hethiter, Heviter, Pheresiter, Girgasiter, Amoriter und Jebusiter. i i. Siehe, die Lade des Bundes des Herrschers über alle Welt wird vor euch hergehen in den Jordan. 12 . So* nehmet nun zwölf Männer aus den Stämmen Israel, ans jeglichem Stamm Einen. - c. 4/ 2. 13 . Wenn dann die Fußsohlen der Priester, die des Herrn Lade, des Herrschers über alle Welt, tragen, in des Jordans Wasser sich lassen; so wird sich das Wasser, das von oben herab fließet im Jordan, abreissen, daß es über Einem Haufen stehen bleibe. 14. Da nun * das Volk auszog aus seinen Hütten, daß sie über den Jordan gingen, und die Priester die Lade des Bundes vor dem Volk her trugen ; * Ap. Gesch. ?, 45 . is. Und an den Jordan kamen, und ihre Füße vorne in das Wasser tunkten (der Jordan aber war voll an allen seinen Ufern, die ganze Zeit der Ernte:) 16 . Da * stand das Wasser, das von oben hernieder kam, aufgerichtet über Einem Haufen, sehr ferne von den Leuten der Stadt, die zur Seite Zarthans liegt; aber das Wasser, das zum Meer hinunter lief, zum Salzmeer, das nahm ab, und verfloß. Also ging das Volk hinüber gegen Jericho. * 2 Mos. 14, 21 . 2 Kön. 2, 8. 14. Ps. 114, 3. 17 . Und die Priester, die die Lade des Bundes des Herrn trugen, standen also im Trocknen, mitten im Jordan. Und ganz Israel ging trocken durch, bis das ganze Volk alles über den Jordan kam. Das 4. Capitel. Donkzeichc» des wunderbaren Durchzugs durch den Jordan. i.Nnd der Herr sprach zu Josua: " 2 . Nehmet euch zwölf Männer, aus jeglichem Stamm Einen, 3 . Und gebiethet ihnen, und sprechet: Hebet auf aus dem Jordan zwölf Steine von dem Ort, da die Füße der Priester also stehen; und bringet sie mit euch hinüber, daß ihr sie in der Herberge lasset, da ihr diese Nacht Herbergen werdet. 4. Da rief Josua zwölf Männer, die verordnet waren von den Kindern Israel, aus jeglichem Stamm Einen, s. Und sprach zu ihnen: Gehet hinüber vor die Lade des Herrn, euers Gottes, mitten in den Jordan; und hebe ein Jeglicher Einen Stein auf seine Achsel, nach der Zahl der Stämme der Kinder Israel; 6. Daß sie ein Zeichen seyen unter euch. Wenn * eure Kinder Hernachmahls ihre Väter fragen werden , und sprechen: Was thun diese Steine da? * 2 Mos. 13/ 8. 14. 7. Daß ihr dann ihnen saget, wie * das Wasser des Jordans abgerissen sey vor der Lade des Bundes des Herrn, da sie durch den Jordan ging, daß diese Steine den Kindern Israel ein ewiges Gedächtniß seyen. *c. 3 , 13 . 8. Da thaten die Kinder Israel, wie ihnen Josua gebothen hatte, und trugen zwölf Steine mitten aus dem Jordan, wie der Herr zu Jo- 216 Zwölf Steine zum Denkmahle geletzt. Josu fua gesagt hatte, nach der Zahl der Stämme der Kinder Israel; und brachten sie mit sich hinüber in die Herberge, und ließen sie daselbst. 9. Und Josua richtete zwölf Steine auf mitten im Jordan, da die Füße der Priester gestanden waren, die die Lade des Bundes trugen; und find noch daselbst bis auf diesen Tag. 10. Denn die Priester, die die Lade trugen, standen mitten im Jordan, bis daß Alles ausgerichtet ward, das der Herr Josua gebothen hatte, dem Volk zu sagen; wie denn Mose Josua gebothen hatte. Und das Volk eilete, und ging hinüber. i i. Da nun das Volk ganz hinüber gegangen war, da ging die Lade des Herrn auch hinüber, und die Priester vor dem Volk her. 12. Und ' die Rubeniter und Gaditer, und der halbe Stamm Manasse, gingen gerüstet vor den Kindern Israel her, wie Mose zu ihnen geredet hatte; * § Mos. 32,21.29. 13. Bey vierzig tausend, gerüstet zum Heer, gingen vor dem Herrn zum Streit auf das Gefilde Jericho. 1^. An dem * Tage machte der Herr Josua groß vor dem ganzen Israel; und fürchteten ihn, wie sie Mose fürchteten, sein Lebenlang. * c. 3 , 7. is. Und der Herr sprach zu Josua: 16. Gebiethe den Priestern, die die Lade des Zeugnisses tragen, daß sie aus dem Jordan herauf steigen. 17. Also geboth Josua den Priestern, und sprach: Steiget herauf aus dem Jordan. 18. Und da die Priester, die die Lade des Bundes des Herrn trugen, aus dem Jordan herauf stiegen und mit ihren Fußsohlen aufs Trockene traten; kam das Wasser des Jordans wieder an seine Stätte, und floß, wie vorhin, an allen seinen Ufern. 19. Es war aber der zehnte Tag des ersten Monaths, da das Volk aus dem Jordan herauf stieg; und lagerten sich in Gilgal, gegen den Morgen der Stadt Jericho. 20. Und die zwölf Steine, die sie aus dem Jordan genommen hatten, richtete Josua auf zu Gilgal, 21. Und sprach zu den Kindern Israel: Wenn eure Kinder Hernachmahls ihre Väter fragen werden, und sagen: Was sollen diese Steine? 22. So sollt ihr es ihnen kund thun und sagen: Israel ging trocken durch den Jordan, 23. Da der Herr, euer Gott, das Wasser des a 4. 5. Josua beschneidet Israel. Jordans vertrocknete vor euch, bis ihr hinüber ginget; gleichwie der Herr, euer Gott, that in * dem Schilfmeer, das er vor uns vertrocknete, bis wir hindurch gingen; * 2 Mos. n, 21. 22. 2^. Auf daß alle Volker auf Erden die * Hand des Herrn erkennen, wie mächtig sie ist; daß ihr den Herrn, euern Gott, fürchtet allezeit. * Es. 39, 1. Das 5. Capitel. Boschlieidung und P.issah im gelobren Lande verrichtet. 1. C?°>a nun alle Könige der Amoriter,' die ^ jenseit des Jordans gegen Abend woh- neten , und alle Könige der Cananiter am Meer höreten, wie der Herr' das Wasser des Jordans hatte ausgetrocknet vor den Kindern Israel, bis daß sie hinüber gingen; t verzagte ihr Herz, und war kein Muth mehr in ihnen vor den Kindern Israel. * c. 3,16. -s c. 2,11. 21. 2. Zu der Zeit sprach der Herr zu Josua: Mache dir steinerne * Messer, und beschneide wieder die Kinder Israel zum andern Mahl. * 2 Mos. 1, 2L. 3. Da machte sich Josua steinerne Messer, und beschnitt die Kinder Israel auf dem Hügel Araloth. Und das ist die Sache, darum Josua beschnitt alles Volk, das aus Egypten gezogen war, Mannsbilder; denn alle Kriegsleute waren gestorben in der Wüste auf dem Wege, da sie aus Egypten zogen. s. Denn alles Volk, das auszog, war beschnitten; aber alles Volk, das in der Wüste geboren war, auf dem Wege, da sie aus Egypten zogen, das war nicht beschnitten. 6 . Denn die Kinder Israel wandelten vierzig Jahre in der Wüste, bis daß' das ganze Volk der Kriegsmänner, die aus Egypten gezogen waren, umkamen, darum, daß sie der Stimme des Herrn nicht gehorchet hatten: wie denn der Herr ihnen geschworen hatte, daß sie das Land nicht sehen sollten, welches der Herr ihren Vätern geschworen hatte, uns zu geben, t ein Land, darinnen Milch und Honig stießet. * 4 Mos. 14, 23. 1- 2 Mos. 3, 8. 7 . Derselben Kinder, die an ihrer Statt waren aufgekommen, beschnitt Josua; denn sie hatten Vorhaut, und waren auf dem Wege nicht beschnitten. 8 . Und da das ganze Volk beschnitten war; blieben sie an ihrem Ort im Lager, bis sie heil wurden. 9 . Und Iosua hat ein Gesicht. I o su a 5. 6. s. Und der Herr sprach zu Iosua: Heute habe ich die Schande Egyptens von euch gewendet. Und dieselbe Stätte ward Gilgal genannt, bis auf diesen Tag. io. Und als die Kinder Israel also in Gilgal das Lager hatten, hielten sie Passah, am vierzehnten Tage des Monaths am Abend auf dem Gesilde Jericho; i i. Und aßen vom Getreide des Landes am andern Tage des Passah, nähmlich ungesäuertes Brot und Sangen, eben desselbigen Tages. 12. Und das Man hörete auf des andern Tages, da sie des Landes Getreide aßen, daß die Kinder Israel kein Man mehr hatten, sondern sie aßen des Getreides vom Lande Canaan, von demselben Jahr. (Anfang des 6. CapitelS.) iz.imd es begab sich, da Iosua bey Jericho ^ war, daß er seine Augen aufhob, und ward gewahr, daß * ein Mann gegen ihm stand, und hatte ein bloßes Schwert in seiner Hand. Und Iosua ging zu ihm, und sprach zu ihm: Gehörest du uns an, oder unfern Feinden? *4Mos.22/23. i^. Er sprach: Nein, sondern ich bin ein Fürst über das Heer des Herrn, und bin jetzt gekommen. Da fiel Iosua auf sein Angesicht zur Erde, und bethete an, und sprach zu ihm: Was saget mein Herr seinem Knechte? iö. Und der Fürst über das Heer des Herrn sprach zu Iosua: * Ziehe deine Schuhe aus von deinen Füßen; denn die Stätte, darauf du stehest, ist heilig. Und Iosua that also. * 2 Mos. 3, 5. Das 6. Capitel. Eroberung und ZcrM'ung der Stadt Jericho. 1 . ^v-ericho aber war verschlossen, und verwah- ret vor den Kindern Israel, daß Niemand ans-oder einkommen konnte. 2. Aber der Herr sprach zu Iosua: Siehe * da, ich habe Jericho sammt ihrem Könige und Kriegsleuten in deine Hand gegeben. * c. 8 /1. 3 . Laß alle Kriegsmänner rings um die Stadt her gehen einmahl, und thue sechs Tage also. Am siebenten Tage aber laß die Priester sieben ' Posaunen des Halljahrs nehmen vor der Lade her; und gehet desselben siebenten Tages siebenmahl um die Stadt, und laß die Priester die Posaunen blasen. * 3 Mos. 2-, 9. 5. Und wenn man des Halljahrs Horn bläset, und tönet, daß ihr die Posaunen höret, so soll das ganze Volk ein großes Feldgeschrey machen; so werden der Stadt Mauern Umfallen, und Zug gegen Jericho. 217 das Volk soll hinein fallen, ein Jeglicher stracks vor sich. 6. Da rief Iosua, der Sohn Nuns, die Priester, und sprach zu ihnen: Traget die Lade des Bundes, und sieben Priester lasset sieben Halljahrsposaunen tragen vor der Lade des Herrn. 7. Zum Volk aber sprach er : Ziehet hin, und gehet um die Stadt; und wer gerüstet ist, gehe vor der Lade des Herrn her. 8 . Da Iosua solches dem Volk gesagt hatte, trugen die sieben Priester sieben Halljahrspo- saunen vor der Lade des Herrn her, und gingen, und bliesen die Posaunen; und die Lade des Bundes des Herrn folgte ihnen nach. 9. Und wer gerüstet war, ging vor den Priestern her, die die Posaunen bliesen-; und der Haufe folgte der Lade nach, und blies Posaunen. 10. Iosua aber geboth dem Volk, und sprach: Ihr sollt kein Feldgeschrey machen, noch eure Stimme hören lassen, noch ein Wort aus euerm Munde gehen, bis auf den Tag, wenn ich zu euch sagen werde: Machet ein Feldgeschrey; so machet dann ein Feldgeschrey. 11. Also ging die Lade des Herrn rings um die Stadt einmahl, und kamen in das Lager, und blieben darinnen. 12. Denn Iosua * pflegte sich des Morgens frühe aufzumachen, und die Priester trugen die Lade des Herrn. *c. 3, 1. e. 7,16. 13. So 'trugen die sieben Priester die sieben Halljahrsposaunen vor der Lade des Herrn her, und gingen und bliesen Posaunen; und wer gerüstet war, ging vor ihnen her, und der Haufe folgte der Lade des Herrn, und blies Posaunen. 1^. D^ andern Tages gingen sie auch einmahl um die Stadt, und kamen wieder ins Lager. Also thaten sie sechs Tage. 15. Am siebenten Tage aber, da die Morgen- röthe aufging, machten sie sich frühe auf, und gingen nach derselben Weise siebenmal)! um die Stadt; daß sie desselben einigen Tages siebenmahl um die Stadt kamen. 1 6 . Und am siebenten Mahl, da die Priester die Posaunen bliesen, sprach Iosua zum Volk: Machet ein Feldgeschrey, denn der Herr hat euch die Stadt gegeben. 17. Aber diese Stadt und Alles, was darinnen ist, soll dem Herrn verbannet seyn. Allein die Hure Rahab * soll leben bleiben, und alle, die mit ihr im Hause sind; denn sie hat die Bothen verborgen, die wir aussandten. * e. 2,14. Ebr. 11,31. iö. Allein hüthet euch "vor dem Verbanneten, E e 218 Jericho gewonnen, Josuä Fluch darüber. I daß ihr euch nicht verbannet, so ihr des Ver- banneten etwas nehmet, und machet das Lager Israels verbannet, und bringet es in Unglück. * 3 Mos. 27/ 28. i Aber alles Silber und Gold sammt dem ehernen und eisernen Geräthe,' soll dem Herrn geheiliget seyn, daß es zu des Herrn Schatz komme. * Mich. 4/ 13. 2». Da machte das Volk ein Feldgeschrey, und bliesen die Posaunen. Denn als das Volk den Hall der Posaunen hörete, machte es ein großes Feldgeschrey. Und die * Mauern fielen um, und das Volk erstieg die Stadt, ein Jeglicher stracks vor fich. Also gewannen fie die Stadt, "Ebr.ii/30. 21. Und * verbanneten alles, was in der Stadt war, mit' der Schärfe des Schwerts, bcyde Mann und Weib, jung und alt, Ochsen, Schafe und Esel. "i Sam. 13,3. 22. Aber Josua sprach zu den zween Männern, die das Land verkundschaftet hatten: Gehet in das Haus der Hure, und führet das Weib von dannen heraus mit Allem, das fie hat, * wie ihr geschworen habt. ' c. 2/12. 23. Da gingen die Jünglinge, die Kundschafter, hinein, und führeten " Rahab heraus, sammt ihrem Vater und Mutter, und Brüdern, und Alles, was fie hatte, und alle ihre Geschlechter , und ließen fie draußen, außer dem Lager Israels. * vers 17. 2^1. Aber die Stadt verbrannten fie mit Feuer, und Alles, was darinnen war. Allein das Silber und Gold, und eherne und eiserne Geräthe thaten fie zum Schatz in das Haus des Herrn. 25. * Rahab aber, die Hure, sammt dem Hause ihres Vaters, und Alles, was fie hatte, ließ Josua leben. Und fie wohnet in Israel bis auf diesen Tag, darum, daß fie die Bothen verborgen hatte, die Josua zu verkundschaften gesandt hatte gen Jericho. * Nicht, i, 23. 26. Zu der Zeit schwur Josua, und sprach: Verflucht sey der Mann vor dem Herrn, der diese Stadt Jericho aufrichtet und bauet. Wenn er * ihren Grund leget, das koste ihm seinen ersten Sohn; und wenn er ihre Thore setzet, das koste ihm seinen jüngsten Sohn. *1 Kon. 16/34. 27. Also war der Herr mit Josua, daß man von ihm sagte in allen Landen. Das 7. Capitel. AchanS frecher Diebstahl bringt Unglück über das Volk/ nnd wird bestraft. i.Hlber die Kinder Israel vergriffen fich an ^ dem Verbanneten; denn ' Achan, der sua 6. 7. Bann in Israel. Sohn Charmi, des Sohnes Sabdi, des Sohnes Serah, vom Stamm Juda, nahm des t Verbanneten etwas. Da ergrimmete der Zorn des Herrn über die Kinder Israel. * c. 22/ 20. 1 Chr. 2/7. -s 3 Mos. 13/ 17. 2. Da nun Josua Männer aussandte von Jericho gen Ai, die bey Beth Aven liegt, gegen dem Morgen vor Beth-El, und sprach zu ihnen: * Gehet hinauf, und verkundschaftet das Land; und da fie hinauf gegangen waren, und Ai ver- kundschaftet hatten ; * c. 2, i. 3. Kamen fie wieder zu Josua, und sprachen zu ihm : Laß nicht das ganze Volk hinauf ziehen, sondern bey zwey oder drey tausend Mann, daß fie hinauf ziehen und schlagen Ai, daß nicht das ganze Volk fich daselbst bemühe, denn ihrer ist wenig. Also zogen hinauf des Volks bey drey tausend Mann, und fie flohen vor den Männern zu Ai. 5. Und die von Ai schlugen ihrer bey sechs und dreyßig Mann, und jagten sie vor dem Thor bis gen Sabarim, und schlugen sie den Weg herab. Da ward dem Volk das Herz verzagt, und ward zu Wasser. 6. Josua aber "zerriß seine Kleider, und fiel auf sein Angesicht zur Erde, vor der Lade des Herrn, bis auf den Abend, sammt den Aeltesten Israels, und warfen Staub auf ihre Häupter. * 1 Mos. 37/ 34. 4 Mos. 14/ 6. 7. Und Josua sprach: Ach Herr, Herr, warum hast du dieß Volk über den Jordan gefüh- ret, daß du uns in die Hände der Amoriter gäbest, uns umzubringen? O daß wir wären jenseit des Jordans geblieben, wie wir angefangen hatten! 8. Ach mein Herr, was soll ich sagen, weil Israel seinen Feinden den Rücken kehret? 9. Wenn das die * Cananiter und alle Einwohner des Landes hören; so werden fie uns umgeben, und auch unfern Nahmen ausrottcn von der Erde. Was willst du denn bey deinem großen Nahmen thun? * 2 Ms. 32/12. 4 Ms. 14/13. 10. Da sprach der Herr zu Josua: Stehe auf, warum liegest du also auf deinem Angesicht? 11. Israel hat sich versündiget, und haben meinen Bund übergangen, den ich ihnen geboten habe; dazu haben sie des Verbanneten genommen, und gestohlen, und verläugnet, und unter ihre Geräthe geleget. 12. Die Kinder Israel mögen nicht stehen vor ihren Feinden, sondern müßen ihren Feinden den Rücken kehren; denn sie sind im Bann. Achans Diebstahl. Josua 7 . 8 . Belagerung Ai. 219 Jch werde hinfort nicht mit euch seyn, wo ihr nicht den Bann aus euch vertilget. 13 . Stehe auf, und heilige das Volk, und sprich: * Heiliget euch auf Morgen. Denn also sagt der Herr, der Gott Israels: Es ist ein Baun unter dir, Israel; darum kannst du nicht stehen vor deinen Feinden, bis daß ihr den Bann von euch thut. *«. 3 /-. i^. Und sollt euch frühe herzu machen, ein Stamm nach dem andern; und welchen Stamm der Herr treffen wird, der soll sich herzu machen , ein Geschlecht nach dem andern; und welches Geschlecht der Herr treffen wird, das soll sich herzu machen, ein Hans nach dem andern, und welches Haus der Herr wessen wird, das soll sich herzu machen, ein Hauswirrh nach dem andern. is. Und welcher erfunden wird im * Bann, den soll man mit Feuer verbrennen, mit Allem, das er hat, darum, daß er den Bund des Herrn überfahren, und eine Thorheit in Israel begangen hat. *3Mos.13/17. 16. * Da machte sich Josua des Morgens frühe auf, und brachte Israel herzu, einen Stamm nach dem andern; und ward getroffen der Stamm Juda. * c. 3 , i. c. 6 , 12. c. 8 . 10. 17. Und da er die Geschlechter in Juda herzu brachte; ward getroffen * das Geschlecht der Se- rahtter. Und da er das Geschlecht der Serahi- ter herzu brachte, einen Hauswirth nach dem andern; ward Sabdi getroffen. *4 Mos. 25,20. 18. Und da er sein Haus herzu brachte, einen Wirth nach dem andern; ward getroffen Achan, der Sohn Charmi, des Sohnes Sabdi, des Sohnes Serah, aus dem Stamm Juda. 19. Und Josua sprach zu Achan: Mein Sohn, * gib dem Herrn, dem Gott Israels, die Ehre, und gib ihm das Lob , und sage mir an, was -i- hast du gethan? Und läugne mir nichts. * Job. 9/ 21. --- 1 Sam. 11/ 13. 20. Da antwortete Achan Josua, und sprach: Wahrlich, ich habe mich versündiget an dem Herrn, dem Gott Israels; also und also habe ich gethan. 21. Ich sah unter dem Raube einen köstlichen Babylonischen Mantel, und zwey hundert Se- kel Silber, und eine goldene Zunge, fünfzig Sekel werth am Gewicht, deß gelüftete mich, und nahm es. Und siehe, es ist verscharret in die Erde in meiner Hütte, und das Silber darunter. 22. Da sandte Josua Bothen hin, die liefen zur Hütte; und siehe, es war verscharret in seiner Hütte, und das Silber darunter. 23. Und sie nahmen es aus der Hütte, und brachten es zu Josua, und zu allen Kindern Israel, und schütteten es vor den Herrn. 2>L. Da nahm Josua, und das ganze Israel mit ihm, Achan, den Sohn Serah, sammt dem Silber, Mantel und goldenen Zunge, seine Söhne und Töchter, seine Ochsen und Esel und Schafe, seine Hütte, und alles, was er hatte; und führeten sie hinauf ins Thal Achor. 25. Und Josua sprach: Weil du uns betrübet Haft, so betrübe dich der Herr an diesem Tage. Und das ganze Israel steinigten ihn, und verbrannten sie mit Feuer. Und da sie sie gefteiniget hatten, 26. Machten sie über sie einen großen Steinhaufen, der bleibet bis auf diesen Tag. Also kehrete sich der Herr von dem Grimm seines Zorns. Daher heißt derselbe Ort, das Thal Achor, bis auf diesen Tag. Das 8. Capitel. Belagerung und Eroberung der Stadt Ai. 1. Nnd der Herr sprach zu Josua: * Fürchte ^ dich nicht, und zage nicht. Nimm mit dir alles Kriegsvolk, und mache dich auf, und ziehe hinauf gen Ai. Siehe da, ich habe den König Ai, sammt seinem Volk in seiner Stadt und Lande, in deine Hände gegeben. * 5 Müs. 31/ 7. 2. Und sollst mit Ai und ihrem Könige thun, wie "du mit Jericho und ihrem Könige gethan hast, ohne daß ihr ihren Raub und ihr Viel- unter euch theilen sollt. Aber bestelle einen Hinterhalt hinter der Stadt. * c. 6 / 21. 3. Da machte sich Josua auf, und alles Kriegsvolk, hinauf zu ziehen gen Ai. Und Josua erwählte dreyßig tausend streitbare Männer, und sandte sie aus bey der Nacht. Und geboth ihnen, und sprach: Sehet zu, ihr sollt der Hinterhalt seyn hinter der Stadt; machet euch aber nicht allzu ferne von der Stadt, und seyd allesammt bereit. 5. Ich aber und alles Volk, das mit mir ist, wollen uns zu der Stadt machen. Und wenn sie uns entgegen heraus fahren, wie vorhin, so wollen wir vor ihnen fliehen, 6 . Daß sie uns Nachfolgen heraus, bis daß wir sie heraus von der Stadt reissen. Denn sie werden gedenken, wir fliehen vor ihnen'wie vorhin. Und weil wir vor ihnen fliehen , *«. 7, Ee 2 220 Josua bestellet Hinterhalt. I osua 8. Eroberung Ai. Josua bauet einen Altar. 7. Sollt ihr euch aufmachen aus dem Hinterhalt, und die Stadt einnehmen; denn der Herr, euer Gott, wird sie in eure Hände geben. 8. Wenn ihr aber die Stadt eingenommen habt, so stecket sie an mit Feuer, und thut nach dem Wort des Herrn. Sehet, ich habe es euch gebothen. 9. Also sandte sie Josua hin; und sie gingen hin auf den Hinterhalt, und hielten zwischen BethEl und Ai, gegen Abendwärts an Ai. Josua aber blieb die Nacht unter dem Volk, i o. Und machte * sich des Morgens frühe auf, und ordnete das Volk, und zog hinauf mit den Aeltesten Israels, vor dem Volk her gen Ai. * c. 6/ 12. 15. c. 7, 16. i i. Und alles Kriegsvolk, das bey ihm war, zog hinauf, und traten herzu, und kamen gegen die Stadt, und lagerten sich gegen Mitternacht vor Ai, daß nur ein Thal war zwischen ihm und Ai. 12. Er hatte aber bey fünf -tausend Mann genommen, und auf den Hinterhalt gestellet zwischen BethEl und Ai, gegen Abendwärts der Stadt. 13. Und sie stelleten das Volk des ganzen Lagers, das gegen Mitternacht der Stadt war, daß sein Letztes reichte gegen den Abend der Stadt. Also ging Josua hin in derselbigen Nacht mitten in das Thal. i-i. Als aber der König zu Ai das sah, eile- ten sie, und machten sich frühe auf, und die Männer der Stadt heraus, Israel zu begegnen zum Streit, mit allem seinem Volk, an einem bestimmten Ort. vor dem Gefilde. Denn er wußte nicht, daß ein Hinterhalt ans ihn war hinter der Stadt. 15. Josua aber und ganz Israel stelleten sich, als würden 6e geschlagen vor ihnen, und flohen auf dem Wege zur Wüste. 16. Da schrie das ganze Volk in der Stadt, daß man ihnen sollte nachjagen. 17. Und sie jagten auch Josua nach, und rissen sich von der Stadt heraus, daß nicht ein Mann überblieb in Ai und BethEl, der nicht ausgezogen wäre, Israel nachzujagen; und ließen die Stadt offen stehen, daß sie Israel nachjagten. 18. Da sprach der Herr zu Josua: Recke aus die Lanze in deiner Hand gegen Ai, denn ich will sie in deine Hand geben. Und da Josua die Lanze in seiner Hand gegen die Stadt ausreckte, 19. Da brach der Hinterhalt auf, eilend aus seinem Ort, und liefen, nachdem er seine Hand ansreckte, und kamen in die Stadt, und gewannen sie, und eileten, und steckten sie mit Feuer an. 20. Und die Männer von Ai wandten sich? und sahen hinter sich, und sahen den Rauch der Stadt aufgehen gen Himmel, und hatten nicht Raum zu fliehen, weder hin noch her. Und das Volk, das zur Wüste floh, kehrete sich um, ihnen nachzujagen. 21. Denn da Josua und das ganze Israel sah, daß der Hinterhalt die Stadt gewonnen hatte, weil der Stadt Rauch aufging; kehreten sie wieder um, und schlugen die Männer von Ai. 22. Und die in der Stadt kamen auch heraus ihnen entgegen, daß sie mitten unter Israel kamen, von, dorther, und von hieher; und * schlugen sie, bis daß i- Niemand unter ihnen überblieb, noch entrinnen konnte; ' 5 Mos. 7/2. -t- r Mos. 14, 28. 23. Und griffen den König 'zu Ai lebendig, und brachten ihn zu Josua. 2-1. Und da Israel alle Einwohner zu Ai hatte erwürget auf dem Felde und in der Wüste, die ihnen nachgejaget hatten, nnd sielen alle durch die Schärfe des Schwerts, bis daß sie alle um- kamen: da kehrete sich ganz Israel zu Ai, und schlugen sie mit der Schärfe des Schwerts. 25. Und alle, die des Tages fielen, beyde Männer und Weiber, derer waren zwölf tausend, alles Leute von Ai. 26. Josua aber zog nicht wieder ab * seine Hand, damit er die Lanze ausreckte, bis daß verbannt wurden alle Einwohner Ai. * 2 Mos. 17/ 11. 12. 27. Ohne das Vieh, und den Raub der Stadt theilete Israel aus unter sich, nach dem Wort des Herrn, das er Josua gebothen hatte. 28. Und Josua brannte Äi aus, und machte einen Haufen daraus ewiglich, der noch heute da liegt; 29. Und ließ den König zu Ai an einen Baum hängen, bis an den Abend. Da aber die Sonne war untergegangen; geboth er, daß man seinen * Leichnam vom Baum thäte, und warfen ihn unter der Stadt Thor, und machten einen großen Steinhaufen auf ihn, der bis auf diesen Tag da ist. * § Mos. 21,23. 30. Da bauete Josua dem Herrn, dem Gott Israel, einen Altar auf dem * Berge Ebal; * 6 Mos. 27/ 4. Betrug der Gibeoniter. Jos 31. (Wie * Mose, der Knecht des Herrn, ge- bothen hatte den Kindern Israel, als geschrieben stehet im Gesetzbuch Mose, einen Altar von ganzen Steinen, die mit keinem Eisen behauen waren) und opferte dem Herrn darauf Brandopfer und Dankopfer. *2Mos. 20,-s. 32 . Und schrieb daselbst auf die Steine das andere Gesetz, das Mose den Kindern Israel vorgeschriebe» hatte. 33. Und das ganze Israel mit seinen Nettesten und Amtleuten, und Richtern, standen zu bey- den Seiten der Lade., gegen den Priestern aus Levi, die die Lade des Bundes des Herrn trugen, die Fremdlinge so wohl als die Einheimischen , eine Hälfte neben dem Berge * Gristm, und die andere Hälfte neben dem Berge Ebal; wie Mose, der Knecht des Herrn, vorhin ge- bothen hatte, zu segnen das Volk Israel. * 3 Mos. 11 / 2S. c. 27 / 12. 3 ^ 4 . Darnach ließ er ausrufen alle Worte des Gesetzes, vom Segen und Fluch, wie es geschrieben stehet im * Gesetzbuch. '.-Mos.27,12. 35. Es war kein Wort, das Mose gebothen hatte, das Josua nicht hätte lassen ausrufen vor der ganzen Gemeine Israel, und vor den Weibern, und Kindern, und Fremdlingen, die unter ihnen wandelten. Das 9. Capitel. Die Gibeoniter kommen mit List in den Bund. 1. A>a nun das höreten alle Könige, die jen- ^ seit des Jordans waren, auf den Gebirgen , und in den Gründen, und an allen Anfurten des großen Meers; auch die neben dem Berge Libanon waren, nähmlich die Hethiter, Amoriter,Cananiter, Pheresiter, He- viter und Jebusiter: 2. ' Sammelten sie sich einträchtiglich zu Haufen, daß sie wider Josua und wider Israel stritten. ' Ps. 48 / 3. 3. Aber die Bürger zu Gibeon, da sie höreten , was Josua mit * Jericho und i- Ai gethan hatte , erdachten sie eine Lift, * c. 6 / 20. 21. -s e. 8 / 26. 23. Gingen hin, und schickten eine Bothschaft, und nahmen alte Säcke auf ihre Esel, 5 . Und alte zerrissene geflickte Weinschläuche, und alte geflickte Schuhe an ihre Füße, und zogen alte Kleider an, und alles Brot, das sie mit sich nahmen, war hart und schimmlicht; 6 . Und gingen zu Josua ins Lager gen Gilgal, und sprachen zu ihm und zum ganzen Israel: ua 9 _ Bund mit ihnen. 221 Wir kommen aus fernen Landen, so machet nun einen Bund mit uns. 7. Da sprach das ganze Israel zu dem Heviter: Vielleicht möchtest du unter uns wohnend werden ; wie könnte ich dann ' einen Bund mit dir machen? *2 Mos. 23/ 32. L Mos. 7/2. 8 . Sie aber sprachen zu Josua: Wir sind deine Knechte. Josua sprach zu ihnen: Wer seyd ihr, und von wannen kommet ihr? 9. Sie sprachen: Deine Knechte sind aus sehr fernen Landen gekommen, um des Rahmens willen des Herrn, deines Gottes; denn wir haben sein Gerücht gehöret, und alles, was er in Egypten gethan hat, 10. Und alles, was er den zween Königen der Amoriter jenseit des Jordans gethan hat, 'Si- hon, dem Könige zu Hesbon, und Og, dem Könige zu Basan, der zu Astharoth wohnete. ' 4 Mos. 21/ 21. 24 . 33 . 11. Darum sprachen unsere Nettesten, und alle Einwohner unsers Landes: Nehmet Speise mit euch auf die Reise, und gehet hin ihnen entgegen, und sprechet zu ihnen: Wir sind eure Knechte. So machet nun einen Bund mit uns. 12. Dieß unser Brot, das wir aus unfern Häusern zu unserer Speise nahmen, war noch frisch, da wir auszogen zu euch, nun aber siehe, es ist hart und schimmlicht; 13. Und diese Weinschläuche fülleten wir neu, und siehe, sie sind zerrissen; und diese unsere Kleider und Schuhe find alt geworden über der sehr langen Reise. 1 ^ 4 . Da nahmen die Hauptleute ihre Speise an, und fragten den Mund des Herrn nicht. 15. Und Josua * machte Frieden mit ihnen, und richtete einen Bund mit ihnen auf, daß sie leben bleiben sollten. Und die Obersten der Gemeine schwuren ihnen. *2 Sam. 21,2. 16. Aber über drey Tage, nachdem sie mit ihnen einen Bund gemacht hatten, kam es vor sie, daß jene nahe bey ihnen wären, und würden unter ihnen wohnen. 17. Denn da die Kinder Israel fort zogen, kamen sie des dritten Tages zu ihren Städten, die hießen Gibeon, Caphira, Beeroth, und Kirjath-Jearim, 18. Und schlugen sie nicht, darum, daß ihnen die Obersten der Gemeine geschworen harten bey dem Herrn, dem Gott Israels. Da aber die ganze Gemeine wider die Obersten murrete, 19. Sprachen alle Obersten der ganzen Gemeine : Wir haben ihnen geschworen bey dem 222 Gibeon belagert. I 0 stta 9. 10. Sonne und Mond stehen stille. Herrn, dem Gott Israels; darum können wir sie nicht antasten. 20. Aber das wollen wir thun: Lasset sie leben, daß nicht ein* Zorn über uns komme, um des Eides willen, den wir ihnen gethan haben. * 2 Sam. 21, 1. 2. 21. Und die Obersten sprachen zu ihnen: Lasset sie leben, daß sie Holzhauer und Wasserträger seyen der ganzen Gemeine, wie ihnen die Obersten gesagt haben. 22. Da rief sie Josua, und redete mit ihnen, und sprach: Warum habt ihr uns betrogen, und gesagt, ihr seyd sehr ferne von uns, so ihr doch unter uns wohnet? 23 . Darum sollt ihr verflucht seyn, daß unter euch nicht aufhören Knechte, die Holz hauen und Wasser tragen zum Hause meines Gottes. 2^i. Sie antworteten Josua, und sprachen: Es ist deinen Knechten angesagt, daß der Herr, dein Gott, Mose, seinem Knechte, gebothen habe, daß er euch das ganze Land geben, und vor euch her alle Einwohner des Landes vertilgen wolle. Da * fürchteten wir unsers Lebens vor euch sehr, und haben solches gethan. * c. i«, 2. 25 . Nun aber, siehe, wir sind in deinen Händen; was dich gut und recht dünket uns zu thun, das thue. 26. Und er that ihnen also, und errettete sie von der Kinder Israel Hand, daß sie sie nicht erwürgeten. 27. Also machte sie Josua desselben Tages zu * Holzhauern und Wasserträgern der Gemeine, und zum Altar des Herrn, bis auf diesen Tag, an dem Ort, den er erwählen würde. * L Mos. 29, 11. Das 10. Capitel. Wunderbarer Sieg Josuä wider die Amoriter. aber Adoni Zedek, der König zu Jerusalem , hörete, daß * Josua Ai gewonnen und sie verbannet hatte, und Ai sammt ihrem Könige gethan hatte, gleichwie er Jericho und ihrem Könige gethan hatte, und daß die zu Gibeon Frieden mit Israel gemacht hatten, und unter sie gekommen waren : * c. 8 , 26.28. 29. 2. * Fürchteten sie sich sehr (denn Gibeon war eine große Stadt, wie eine königliche Stadt; und größer, denn Ai, und alle ihre Bürger streitbar.) * c. 9, 24. 3. Und er sandte zu Hoham, dem Könige zu Hebron, und zu Piream, dem Könige zu'Jar- muth, und zu Japhia, dem Könige zu Lachis, und zu Debir, dem Könige zu Eglon, und ließ ihnen sagen: > 4 . Kommt herauf zu mir, und helfet mir, daß wir Gibeon schlagen; denn sie hat mit Josua und den Kindern Israel Frieden gemacht, s. Da kamen zu Haufen und zogen hinauf die * fünf Könige der Amoriter, der König zu Jerusalem, der König zu Hebron, der König zu Jarmuth, der König zu Lachis, der König zu Eglon, mit allem ihrem Heerlager, und belagerten Gibeon, und stritten wider sie. * 1 Mos. 14,9. 6 . Aber die zu Gibeon sandten zu Josua ins Lager gen Gilgal, und ließen ihm sagen: Ziehe deine Hand nicht ab von deinen Knechten, komm zu uns herauf eilend, rette und hilf uns; denn es haben sich wider uns zusammen geschlagen alle Könige der Amoriter, die auf dem Gebirge wohnen. 7 . Josua zog hinauf von Gilgal, und alles Kriegsvolk mit ihm, und alle streitbare Männer. 8 . Und der Herr sprach zu Josua: * Fürchte dich nicht vor ihnen, denn ich habe sie in deine Hände gegeben; Niemand unter ihnen wird vor dir stehen können. * c. 11, 6 . 9. Also kam Josua * plötzlich über sie, denn die ganze Nacht zog er herauf von Gilgal. * c. n, 7. 10. Aber der Herr schreckte sie vor Israel, daß sie eine große Schlacht schlugen zu Gibeon und jagten ihnen nach den Weg hinan zu BethHorou, und schlugen sie bis gen Aseka und Makeda. 11. Und da sie vor Israel flohen den Weg herab zu BethHoron, ließ der Herr einen'großen Hagel vom Himmel auf sie fallen, bis gen Aseka, daß sie starben. Und viel mehr starben ihrer von dem Hagel, denn die Kinder Israel mit dem Schwert erwürgeten. * 2 Mos. 9,21.23.24. 12. Da redete Josua mit dem Herrn des Tages, da der Herr die Amoriter übergab vor den Kindern Israel, und sprach vor gegenwärtigem Israel: Sonne, stehe stille zu Gibeon, und Mond, im Thal Ajalon! 13. Da * stand die Sonne und der Mond stille, bis daß sich das Volk an seinen Feinden rächete. Jft dieß nicht geschrieben im Buch des Frommen? Also stand die Sonne mitten am Himmel, und verzog unterzugehen, bey nahe einen ganzen Tag; * Esaj. 28/ 21. c. 38 / 8 . 1^. Und es war kein Tag diesem gleich, weder zuvor noch darnach, da der * Herr der Stimme eines Mannes gehorchte; denn der Herr stritte für Israel. * 2 Mos. 14,25. Fünf Könige aufgehenket, Iosua 10. Städte gewonnen. 223 15 . Iosua aber zog wieder ins Lager gen Gil- gal, und das ganze Israel mit ihm. 16. Aber diese fünf Könige waren geflohen/ und hatten sich versteckt in die Höhle zu Makeda. 17 . Da ward Iosua angesagt: Wir haben die fünf Könige gesunden/ verborgen in der Höhle zu Makeda. 18. Iosua sprach: So wälzet große Steine vor das Loch der Höhle/ und bestellet Männer davor/ die ihrer hüthen; is. Ihr aber stehet nicht stille/ sondern jaget euern Feinden nach / und schlaget ihre" Hintersten / und lasset sie nicht in ihre Städte kommen; denn der Herr/ euer Gott/ hat sie in eure Hände gegeben. * ^ Mos. , 8 . 20. Und da Iosua und die Kinder Israel vollendet hatten diese sehr große Schlacht an ihnen/ und sie gar geschlagen; was überblieb Von ihnen / das kam in die festen Städte. 21. Also kam alles Volk wieder ins Lager zu Iosua gen Makeda mit Friesen / und es durste Niemand vor den Kindern Israel seine Zunge regen. 22. Iosua aber sprach: Machet auf das Loch der Hohle / und bringet hervor die fünf Könige zu mir. 28. Sie thaten also/ und brachten die fünf Könige zu ihm aus der Höhle/ den König zu Jerusalem / den König zu Hebron/ den König zu Jarmuth/ den König zu Lachis/ den König zu Eglon. 2^. Da aber diese fünf Könige zu ihm heraus gebracht waren, rief Iosua dem ganzen Israel/ und sprach zu den Obersten des Kriegsvolks/ die mit ihm zogen: Kommt herzu / und tretet diesen Königen mit Füßen auf die Hälse. Und sie kamen herzu, und traten mit Füßen auf ihre Hälse. 25 . Und Iosua sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht, und erschrecket nicht / seyd getrost und unverzagt ; denn also wird der Herr allen euern Feinden thun, wider die ihr streitet. 26. Und Iosua schlug sie darnach/ und tödtete sie, und hing sie an fünf Bäume; und sie hingen an den Bäumen bis zum Abend. 27. Da aber* die Sonne war untergegangen; geboth er / daß man sie von den Bäumen nähme, und würfe sie in die Höhle, darinnen sie sich verkrochen hatten, und legten große Steine vor der Höhle Loch. Die sind noch da auf diesen Tag. * ---s. - Mos. 21, 28. 28. Desselben Tages gewann Iosua auch Makeda, und schlug sie mit der Schärfe des Schwerts, dazu ihren König, und verbannete sie, und alle Seelen, die darinnen waren, und ließ Niemand überbleiben, und that dem Könige zu Makeda, wie * er dem Könige zu Jericho gethan hatte. * c. 6 / 21. 29. Da zog Iosua und das ganze Israel mit ihm von Makeda gen Libna, und stritte wider sie. 30. Und der Herr gab dieselbige auch in die Hand Israels, mit ihrem Könige, und er schlug * sie mit der Schärfe des Schwerts, und alle Seelen, die darinnen waren, und ließ Niemand darinnen überbleiben, und that ihrem Könige, wie er dem Könige zu Jericho gethan hatte. * verS 28 . 31 . Darnach zog Iosua und das ganze Israel mit ihm von Libna gen Lachis, und belagerten und bestritten sie.. 32. Und der Herr gab Lachis auch in die Hände Israels, daß sie sie des andern Tages gewannen , und schlugen sie mit der Schärfe des Schwerts, und alle Seelen, die darinnen waren, allerdings, wie er Libna gethan hatte. 33. Zu derselbigen Zeit zog Horam, der König zu Geser, hinauf, Lachis zu helfen; aber Iosua schlug ihn mit allem seinem Volk, bis daß Niemand darinnen überblieb. 3^. Und Iosua zog von Lachis sammt dem ganzen Israel gen Eglon, und belagerte und bestritte sie. 35. Und gewann sie desselbigen Tages, und schlug sie mit der Schärfe des Schwerts, und verbannte alle Seelen, die darinnen waren, desselbigen Tages, allerdings, wie er Lachis gethan hatte. 36 . Darnach zog Iosua hinauf, sammt dem ganzen Israel, von Eglon gen Hebron, und bestritte sie, 37. Und gewann sie, und schlug sie mit der Schärfe des Schwerts, und ihren König mit allen ihren Städten, und alle Seelen, die darinnen waren, und ließ Niemand überbleiben, allerdinge, wie er Eglon gethan hatte, und verbannete sie, und alle Seelen, die darinnen waren. 38 . Da kehrete Iosua wieder um sammt dem ganzen Israel gen Debir, und bestritte sie, 39. Und gewann sie sammt ihrem Könige, und alle ihre Städte, und schlugen sie mit der Schärfe des Schwerts, und verbannete« alle Seelen, die darinnen waren, und ließ Niemand Überblei- / 224 Eroberung Hazors. Iosua 10. 11. Ausrottung der Enakim. ven. Wie er Hebron gethan hatte, so that er auch Debir und ihrem Könige, und wie er Libna und ihrem Könige gelhan hatte. ^o. Also schlug Josua alles Land auf dem Gebirge, und gegen Mittag, und in den Gründen, und an den Bächen, mit allen ihren Königen, und ließ Niemand überbleiben, und ' verbanuete alles, was Odem hatte; wie der Herr, der Gott Israels, gebothen hatte. » c. ii, ii. 14 . 3 Mos. 20, 16. ^1. Und schlug sie von KadesBarnea an bis gen Gasa, und das ganze Land * Gosen, bis gen Gibeon, * c. i§, 31. ^2. Und gewann alle diese Könige mit ihrem Lande auf einmahl; denn der * Herr, der Gott Israels, stritte für Israel.' - Mos. i, so. c. 3 ,22. ^3. Und Josua zog wieder ins Lager gen Gilgal mit dem ganzen Israel. Das 11. Capitel. Ausrottung der Cananiter. 1. A)a aber Jabiu, der König zu Hazor, ^ solches hörete, sandte er zu Jobab, dem Könige zu Madon, und zum Könige zu Simron, und zum Könige zu Achsaph, 2. Und zu den Königen, die gegen Mitternacht auf dem Gebirge, und auf dem Gefilde gegen Mittag Cinneroths, und in den Gründen, und in Naphoth-Dor am Meer wohneten. 3. Die Cananiter gegen dem Morgen und Abend, die Amoriter, Hethiter, Pherefiter und Jebusiter auf dem Gebirge, dazu die Hevi- ter unten am Berge Hermon, im Lande Mizpa: Diese zogen aus, mit allem ihrem Heer, ein großes Volk, so viel 'als des Sandes am Meer, und sehr viele Rosse und Wagen. * Offenb. ro, s. 5. Alle diese Könige versammelten sich, und kamen und lagerten sich zu Haufen an das Wasser Merom, zu streiten mit Israel. 6 . Und der Herr sprach zu Josua: ' Fürchte dich nicht vor ihnen, denn morgen um diese Zeit will ich sie alle erschlagen geben vor den Kindern Israel; ihre Rosse sollst du verlähmen, und ihre -i- Wagen mit Feuer verbrennen. ' c. 10, 8. -i- Ps. «6, 10. 7. Und Josua kam plötzlich über sie, und alles Kriegsvolk mit ihm am Wasser Merom, und überfielen sie. 8. Und der Herr gab sie in die Hände Israels, und schlugen sie, und jagten sie bis gen großen Zidon, und ' bis an die warmen Wasser, und bis an die Breite zu Mizpe gegen dem Morgen, und schlugen sie, bis daß Niemand unter ihnen überblieb. ' «. 13, 6 . 9. Da that ihnen Josua, wie der Herr ihm gesagt hatte, und ' verlähmte ihre Rosse, und verbrannte ihre Wagen, ' 2 Sam. s, 4 . 10. Und kehrete um zu derselben Zeit, und gewann Hazor, und schlug ihren König mit dem Schwert (denn Hazor war vorhin die Hauptstadt aller dieser Königreiche), 11. Und schlugen alle Seelen, die darinnen waren, mit der Schärfe des Schwerts, und verbanneten sie, und * ließ nichts überbleiben, das den Odem hatte, und verbrannte Hazor mit Feuer. * c. 10, Io. 3 Mos. 20,16. 12. Dazu alle Städte dieser Könige gewann Josua mit ihren Königen, und schlug sie mit der Schärfe des Schwerts, und verbannete sie; wie'Mose, der Knecht des Herrn, gebothen hatte. * 4 Mos. 33 , 31 . 32 . 13 . Doch verbrannten die Kinder Israel keine Städte, die auf Hügeln standen, sondern Hazor allein verbrannte Josua. 1^. Und allen Raub dieser Städte, und das Vieh theileten die Kinder Israel unter sich; aber alle Menschen schlugen sie mit der Schärfe des Schwerts, bis sie die vertilgten, und ließen ' nichts überbleiben, das den Odem hatte. * vcrS 11. 15 . Wie der Herr Mose, seinem Knechte, und Mose Josua gebothen hatte, so that Josua, daß nichts fehlere an allem, das der Herr Mose gebothen hatte. 16. Also nahm Josua alles dieß Land ein auf dem Gebirge, und alles, was gegen Mittag lieget, und alles 'Land Gosen, und die Gründe und Felder, und das Gebirge Israel mit seinen Gründen, * c. 10, 4 i. 17. Von dem Gebirge an, das das Land hinauf gen Seir scheidet, bis gen Baal Gad, in der Breite des Berges Libanon, unten am Berge Hermon. Alle ihre Könige gewann er, und schlug sie, und tödtete sie. 18. Er stritte aber eine lange Zeit mit diesen Königen. 19. Es war aber keine Stadt, die sich mit Frieden ergab, den Kindern Israel, ausgenommen die ' Heviter, die zu Gibeon wohneten; sondern sie gewannen sie alle mit Streit. * c. 2, iL. 20. Und das geschah also von dem Herrn, daß ihr Herz verstockt würde, mit Streit zu ' begeg- Einnahme des Landes. 225 Jos ua begegnen den Kindern Israel, auf daß sie verbannet würden, und ihnen keine Gnade widerführe ; sondern vertilget würden, wie der Herr Mose gebothen hatte. 21. Zu der Zeit kam Josua, und * rottete aus die Enakim von dem Gebirge, von Hebron, von Debir, von Anab, von allem Gebirge Juda, und von allem Gebirge Israel, und verbannete sie mit ihren Städten. ' 4 Mos. 13,23. § Mos. 1,28. 22. Und ließ keine Enakim überbleiben im Lande der Kinder Israel, ohne zu * Gasa, zu Gath, zu Asdod, da blieben ihrer übrig. * 1 Sam. 17/ 4. 23. Also nahm Josua alles Land ein, allerdings , wie der Herr zu Mose geredet hatte; und gab sie Israel zum Erbe, einem jeglichen Stamm sein Theil. Und ' das Land hörete auf zu kriegen. * c. 14,15. Das 42. Capitel. Besiegte Könige. 1. ^ieß sind die Könige des Landes, die die ^ Kinder Israel schlugen, und nahmen ihr Land ein jenseit des Jordans, gegen der Sonnen Aufgang, von dem Wasser bey * Arnon an, bis an den Berg Hermon, und das ganze Gefilde gegen dem Morgen. *4M»s.2i/i3. 2. *Sihon, der König der Amoriter, der zn Hesbon wohnete, und herrschet von Aroer an, die am Ufer liegt des Wassers bey Arnon, und mitten im Wasser, und über das halbe Gilead, bis an das -k Wasser Jabok, der die Grenze ist der Kinder Ammon, *4 Mos. 21/24.1-1 Mos. 32,22. 3. Und über das Gefilde, bis an das * Meer Cinneroth, gegen Morgen, und bis an das Meer im Gefilde, nähmlich das Salzmeer gegen Morgen, des Weges gen BethJesimoth, und von Mittag unten an den Bächen des Gebirges Pisga. * 4 Ms. 34,11. Dazu die Grenze des Königs Og, zu Ba- san, der noch von den Riesen übrig war, und wohnete zu Astharoth und Edrei, 5. Und herrschete über den Berg Hermon, über Salcha, und über ganz Basan, bis an die Grenze Gessuri und Maachati, und des halben Gileads, welches die Grenze war Sihons, des Königs zu Hesbon. 6. Mose, der Knecht des Herrn, und die Kinder Israel schlugen sie. Und Mose, der Knecht des Herrn, gab * sie einzunehmen den Rubeni- tern, Gaditern, und dem halben Stamm Ma- nasse. * 4 Ms. 32/ 38. 44 . 42 . 13 . _ Besiegte Könige. 7 . Dieß sind die Könige des Landes, die Josua schlug und die Kinder Israel, diesseit deS Jordans, gegen dem Abend, von BaalGad an, auf der Breite des Berges Libanon, bis an den Berg, der das Land hinauf gen Seir scheidet, und das Josua den Stämmen Israel einzunehmen gab, einem Jeglichen sein Theil; 8. Was auf den Gebirgen, Gründen, Gefilden, an Bächen, in der Wüste, und gegen Mittag war; die * Hethiter, Amoriter, Canani- ter, Pheresiter, Heviter und Jebufiter. * e. ii/ 3. 9. Der König zu * Jericho, der König za s'Ai, die zur Seite an BethEl liegt. * c. 6 / 2. -s c. 8 / 29. 10. Der König zu * Jerusalem, der König za Hebron, * c. 10,1. s c. io, 3. 11. Der König zu * Jarmuth, der König zu Lachis, * c. 10/ 3. 12. Der König zu * Eglon, der König zu Geser, * <. w/ 3.26. -i- c. 10/ 33. 13. Der König zu "Debir, der König zu Geder. * 0. 10/ 39. 1^. Der König zu Harma, der König zu Arad, 1 s. Der König zu" Libna, der König zu Adullam, * c. io, 30. 16. Der König zu * Makeda, der König zu BethEl, * c. 10/ 28. 17. Der König zu Tapuah, der König zu Hepher, 18. Der König zu Aphek, der König zuLasaron, 19. Der König zu * Madon, der König zu Hazor, *c. n,i. -i-c.il/ 10. 20. Der König zu * Stmron Meron, der König zu Achsaph, ' -- ii/1. 21. Der König zu Thaenach, der König zu Megiddo, 22. Der König zu Kedes, der König zu Jak- neam am Carmel, 23. Der König zu * NaphothDor, der König der Heiden zu Gilgal, * -- ", 2. 2^. Der König zu Thirza. Das sind ein und dreyßig Könige. Das 43. Capitel. Austheilung des Landes wird vorgcnommm. 1. A>a nun Josua alt war und wohl beta- ^ get , sprach der Herr zu ihm: Du bist alt geworden und wohl betaget, und des Landes ist noch sehr viel übrig einzunehmen. 2. Nähmlich das ganze Galiläa der Philisterund ganz Gessuri, 226 Austheilung Iosua 13. des Landes. 3. Von Sihor an, der vor Egypten fließet/ dis an die Grenze Ekron gegen Mitternacht, die den Cananitern zugerechnet wird; fünf Herren der Philister: nähmlich der Gasiter, der Asdoditer, der Askloniter, der Gethiter, der Ekroniter, und die Aviter. - 4 . Von Mittag an aber ist das ganze Land der Cananiter, und Meara der Zidonier bis gen Aphek, bis an die Grenze der Amoriter; 5 . Dazu das Land der Gibliter, und der ganze Libanon, gegen der Sonnen Aufgang, von BaalGad an, unter dem Berge Hermon, bis man kommt gen Hamath; 6 . Alle, die auf dem Gebirge wohnen, vom Libanon an , bis an die warmen Wasser, und alle Zidonier. Ich will fie vertreiben vor den Kindern Israel; loose nur darum, fle auszu- theilen unter Israel, wie ich dir gebothen habe. 7 . So theile nun dieß Land zum Erbe unter die neun Stämme, und unter den halben Stamm Manage. 8. Denn * die Rubeniter und Gaditer haben mit dem andern halben Manage ihr Erbtheil empfangen, das ihnen Mose gab jenseit des Jordans, gegen dem Aufgang, wie ihnen dasselbe Mose, der Knecht des Herrn, gegeben hat. * 4 Mos. 32/ 33. 9. Von * Aroer an, die am Ufer des Wassers bey Arnon liegt, und von der Stadt mitten im Wasser, und alle Gegend Medba, bis gen Dibon, *3 Mos. 2 ,36. as Loos des Stamms der Kinder Juda ^ unter ihren Geschlechtern war die' Grenze Edom an der Wüste Zin, die gegen Mittag stößet, an der Ecke der Mittagsländer; * 4 Mos. 34, 3. 2. Daß ihre Mittagsgrenzen waren von der Ecke an dem Salzmeer, das ist, von der Zunge, die gegen Mittagwärts gehet, 3. Und kommt hinaus von dannen hinauf zu Akrabbim, und gehet durch Zin, und gehet abermahl hinauf von Mittagwärts gegen KadesBarnea, und gehet durch Hezron, und gehet hinauf gen Adar, und lenket fich um Karkaa; Und gehet durch Azmon, und kommt hinaus an den Bach Egyptens, daß das Ende der Grenze das Meer wird. Das sey eure Grenze gegen Mittag. 5. Aber die Morgengrenze ist von dem Salzmeer an, bis an des Jordans Ende. Die Grenze Ff 2 228 Grenze Iosua 15. und Erbtheil Juda. gegen Mitternacht ist von der Zunge des Meers, die am Ort des Jordans ist; 6 . Und gehet herauf gen BethHagla, und ziehet sieb von Mitternachtwärts gen BethAraba, und kommt ' herauf zum Stein Bohens, des Sohnes Rubens; * c. is, 17. 7. Und gehet herauf gen Debir, vom Thal Achor/ und von dem Mitternachtsort, der gegen Gilgal siehet, welche lieget gegen über zu Adu- mim hinauf/ die von Mittagwärts am Wasser liegt. Darnach gehet sie zu dem Wasser EnSe- mes/ und kommt hinaus zum * Brunnen Rogel. * c. 18/ 16. 8 . Darnach gehet sie herauf zum Thal des Sohnes Hinnoms/ au der Seite her des Je- busiters / der von Mittagwärts wohnet / das ist Jerusalem; und kommt herauf auf die Spitze des Berges / der vor dem Thal Hinnom lieget von Abendwärts / welcher stoßet an die Ecke des Thals Raphaim/ gegen Mitternacht zu. 9. Darnach kommt sie von desselben Berges Spitze zu dem Wasserbrunnen Nephthoa/ und kommt heraus zu den Städten des Gebirges Ephron / und neiget sich gen * Baala / das ist KiriathJearim; * „ers 60. 10. Und lenket sich herum von Baala gegen Abend zum Gebirge Seir, und gehet an der Seite her des Gebirges Jearim/ von Mitter- nachtwärts/ das ist Chessalon/ und kommt herab gen Beth Semes/ und gehet durch Thimna; 11. Und bricht heraus an der Seite Ekron her, gegen Mitternachtwärts / und ziehet sich gen Sichren / und gehet über den Berg Baala, und kommt heraus gen Jabneel / daß ihr Letztes ist das Meer. 12. Die Grenze aber gegen Abend ist das große Meer. Das ist die Grenze der Kinder Juda umher in ihren Geschlechtern. 13. Caleb ' aber, dem Sohne Jephunne, ward sein Theil gegeben unter den Kindern Juda , nach dem der Herr Josua befahl, nähmlich die KiriathArba, des Vaters Enaks, das ist Hebron. * c. n, 13. i>i. Und * baleb vertrieb von dannen die drey Söhne Enaks: Sesai, Ahiman und Thalmai, geboren von Enak; * Richr. i/10.20. 15. Und zog von dannen hinauf zu den Einwohnern Debirs. Debir aber hieß vorzeiten KiriathSepher. 16. Und Caleb sprach: Wer KiriathSepher schlägt und gewinnet, dem will ich meine Tochter Achsa zum Weibe geben. 17. Da ' gewann sie Athniel, der Sohn Ke- nas, des Bruders Calebs; und er gab ihm seine Tochter Achsa zum Weibe. * Nicht. 1/ 13 . c. 3 / 9. 1 8 . Und es begab sich, da sie einzog, ward ihr gerathen einen Acker zu fordern von ihrem Vater; und sie fiel vom Esel. Da sprach Caleb zu ihr: Was ist dir? 19. Sie sprach: Gib mir einen Segen; denn du hast mir ein Mittagsland gegeben, gib mir auch Wasserquellen. Da gab er ihr Quellen oben und unten. 20. Dreß ist das Erbtheil des Stamms der Kinder Juda unter ihren Geschlechtern. 21. Und die Städte des Stamms der Kinder Juda, von einer Ecke zu der andern, an der Grenze der Edomiter gegen Mittag, waren diese: Kabzeel, Eder, Jaqnr, 22. Kina, Dimona, AdAda. 23. Kedes, Hazor, Jthnan, 2>1. Siph, Telem, Bealoth, 25. HazorHadata, Kirioth, Hezron, das ist Hazor, 26. Amam, Sema, Molada, 27. HazarGadda, Hesmon, BethPalet, 28. HazarSual, BeerSeba, BisjothJa, 29. Baela, Jjim, Azem, 30. ElTholad, Chesil, Harma, 31. Ziklag, Madmanna, SanSanna, 32. Lebaoth, Silhim, Ain, Rimon. Das sind neun und zwanzig Städte, und ihre Dörfer. 33. In den Gründen aber war * Esthaol, Zarea, Asna, »Nicht. 13/25. 3 >i. Sannoah, EnGannim, Thapuah, Enam!, 35. Jarmuth, Adullam, Socho, Aseka, 36 . Saaraim, Adithaim, Gedera, Gedero- thaim. Das sind vierzehn Städte, und ihre Dörfer. 37. Zenan, Hadasa, MigdalGad, 38 . Dilean, Mizpe, Jakrhiel, 39. Lachis, Bazekath, Eglon, >10. Chabon, Lahmam, Cithlis, >11. Gederoth, BethDagon, Naema, Makeda. Das sind sechzehn Städte, und ihre Dörfer. >12. Libna, Ether, Asan, >13. Jephthah, Asna, Nezib, >1^. Kegila, 'Achsib, Maresa. Das sind neun Städte, und ihre Dörfer. ' c. 19/ 29. > 15 . * Ekron mit ihren Töchtern und Dörfern. * 1 Sam. 3 / 10. > 16 . Von Ekron und ans Meer, alles, was an Asdod langet, und ihre Dörfer, Josephs Erbtheil. 229 W K.'i 'W ^ , D du Ml I Städte Juda. Der Kinder Josua ^ 7 . Asdod mit ihren Töchtern und Dörfern, Gasa mit ihren Töchtern und Dörfern bis an das Wasser Egyptens. Und das * große Meer ist seine Grenze. *4 Mos. 34 ,6. ^ 8 . Auf dem Gebirge aber war Samir, Ja- thir, Socho, ^9. Danna, KiriathSanna, das ist Debir, 50. Anab, Esthemo, Anim. 51. Gosen, Holon, Gilo. Das find eilf Städte, und ihre Dörfer. 52. Arab, Duma, Esean, 53. Janum, BethThapuah, Apheka, 5^. Humta, KiriathArba, das ist Hebron, Zior. Das find neun Städte, und ihre Dörfer. 55. Maon, Carmel, Siph, Juta, 56 . Jesreel, Jakdeam, Sanoah, 57. Kain, Gibea, Thimna. Das find zehn Städte, und ihre Dörfer. 5 8 . Halhul, Bethzur, Gedor, 59. Maarath, BethAnoth, Elthekon. Das find sechs Städte, und ihre Dörfer. 60. KiriathBaal, das ist KiriathJearim, Ha- rabba; zwo Städte und ihre Dörfer. 6 1. In der Wüste aber war BethAraba, Middin, Sechacha, 62. Nibsan, und die Salzstadt und Engeddi. Das sind sechs Städte, und ihre Dörfer. 63 . Die Jebusiter aber wohneten zu Jerusalem, und die Kinder Juda konnten fie nicht vertreiben. * Also blieben die Jebufiter mit den Kindern Juda zu Jerusalem bis auf diesen Tag. * 2 Sam. 5, 6. Das 16. Capitel. Grenzstädte der Kinder Ephraim. 1. Nnd das Loos fiel den Kindern Josephs " vom Jordan gegen Jericho, bis zum Wasser bey Jericho, von Aufgangwärts, und die Wüste, die herauf gehet von Jericho durch das Gebirge BethEl; 2. Und kommt von BethEl heraus gen Lus, und gehet durch die Grenze ArchiAtharoth; 3. Und ziehet sich hernieder gegen Abendwärts zu der Grenze Japhleti, bis an die Grenze des nieder« BethHoron, und bis gen Gafer, und das Ende ist am Meer. - 4 . Das haben zum Erbtheil genommen die Kinder Josephs, Manasse und Ephraim. 5. Die Grenze der Kinder Ephraim, unter ihren Geschlechtern, ihres Erbtheils von Aufgangwärts , war AtharothAdar, bis gen obern BethHoron; 15. 16. 17. 6 . Und gehet aus gegen Abend bey Michme- thath, die gegen Mitternacht liegt; daselbst lenket sie sich herum gegen den Aufgang der Stadt ThaenathSilo, und gehet dadurch von Aufgangwärts gen Janoha; 7. Und kommt herab von Janoha, gen Atha- roth und Naaratha, und stößt an Jericho, und gehet aus an dem Jordan. 8 . Von Thapuah gehet fie gegen Abendwärts, gen NahalKana; und ihr Ende ist am Meer. Das ist das Erbtheil des Stamms der Kinder Ephraim unter ihren Geschlechtern. ' 9. Und alle Grenzstädte sammt ihren Dörfern der Kinder Ephraim, waren gemenget unter dem Erbtheil der Kinder Manasse. 10. Und sie vertrieben die Cananiter nicht, die zu Gafer wohneten. Also blieben die Cananiter unter Ephraim bis auf diesen Tag, und wurden zinsbar. Das 17. Capitel. Vom Erbtheil der andern Hälfte des Stamms Manasse. i.llnd das Loos fiel dem Stamm Manasse, ^ denn er ist Josephs erster Sohn; und fiel auf Machir, den ' ersten Sohn Manasse, den Vater Gileads, denn er war ein streitbarer Mann; darum ward ihm Gilead und Basan. * 4 Mos. 26, 29 . 2. Den andern Kindern aber Manasse unter ihren Geschlechtern fiel es auch, nähmlich den Kindern * Abiesers, den Kindern Heleks, den Kindern Asriels, den Kindern Sechems, den Kindern Hephers, und den Kindern Semida. Das find die Kinder Manasse, des Sohnes Josephs, Mannsbilder unter ihren Geschlechtern. * Nicht. 6, 34. c. 8, 2. 3 . Aber * Zelaphehad, der Sohn Hephers, des Sohnes Gileads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasse, hatte keine Söhne, sondern Töchter, und ihre Nahmen sind diese: Mahela, Noa, Hagla, Milca, Thirza; * 4 Mos. 26, 33. c. 27, 1. c. 36, 2. Und traten vor den Priester Eleafar, und vor Josua, den Sohn Nuns, und vor die Obersten, und sprachen: Der Herr hat Mose' gebo- then, daß er uns sollte Erbtheil geben unter unfern Brüdern. Und man gab ihnen Erbtheil unter den Brüdern ihres Vaters, nach dem Befehl des Herrn. *4 Mos. 27 , 7 . 5. Es fielen aber auf Manasse zehn Schnüre außer dem Lande Gilead und Basan, das jeu- seit des Jordans liegt. / 230 Der Kinder Josephs ErStheil. Iosua 17. 18. Benjamins Erbtheil. 6 . Denn die Töchter Manasse nahmen Erbtheil unter seinen Söhnen; und das Land Gilead ward den andern Kindern Manasse. 7 . Und die Grenze Manasse war von Asser an, gen Michmethath, die vor Sechem lieget, und langet zur Rechten an die von EnThapuah. 8 . Denn das Land Thapuah ward Manasse; und ist die Grenze Manasse an die Kinder Ephraim. 9. Darnach kommt sie herab gen NahalKana, gegen Mittagwärts zu den Bachftädten, die Ephraims sind, * unter den Städten Manasse; aber von Mitternacht ist die Grenze Manasse am Bach, und endet sich am Meer, i6,9. 10. Dem Ephraim gegen Mittag, und dem Manasse gegen Mitternacht, und das Meer ist seine Grenze; und soll stoßen an Asser von Mitternacht, und an Jsaschar von Morgen. 11. So hatte nun * Manasse unter Jsaschar und Asser, BethSean und ihre Töchter, Je- blaam und ihre Töchter, und die zu -k Dor und ihre Töchter, und die zu Endor und ihre Töchter, und die zu Thaanach und ihre Töchter, und die zu Megiddo und ihre Töchter, und das dritte Theil Naphet. ' Nicht. 1,27. -s 1 Sam. 2«, 7. 12. Und die Kinder Manasse * konnten diese Städte nicht einnehmen, sondern die Cananiter singen an zu wohnen in demselbigen Lande. * c. 13 / 63 . 13. Da aber die' Kinder Israel mächtig wurden; machten sie die Cananiter zinsbar, und vertrieben sie nicht. * Nicht. 1,2». 14. Da redeten die Kinder Josephs mit Jo- sua, und sprachen: Warum hast du mir nur Ein Loos und Eine Schnur des Erbtheils gegeben? Und ich bin doch ein großes Volk, wie mich der Herr so gesegnet hat. iZ. Da sprach Josua zu ihnen: Weil du ein großes Volk bist, so gehe hinauf in den Wald, und haue um daselbst im Lande der Pheresiter und Riesen, weil dir das Gebirge Ephraim zu enge ist. 1 6 . Da sprachen die Kinder Josephs: Das Gebirge werden wir nicht erlangen; denn es sind ' eiserne Wagen bey allen Cananitern, die im Thal des Landes wohnen, bey welchen liegt BethSean, und ihre Töchter, und Jesreel im Thal. ' Nicht. 1/ 19 . 17. Josua sprach zum Hause Josephs, zu Ephraim und Manasse: Du bist ein großes Volk, und weil du so groß bist, mußt du nicht Ein Loos haben; 18. Sondern das Gebirge soll dein seyn, da der Wald ist, den haue um, so wird er deines Looses Ende seyn; wenn du die Cananiter vertreibest, die eiserne Wagen haben und mächtig sind. Das 18 . Capitel. Grenzstädte des Stamms Benjamin. 1. Nnd es versammelte sich die ganze Gemeine " der Kinder Israel gen Silo, und richteten daselbst auf die Hütte des Stifts, und das Land war ihnen unterworfen. 2. Und waren noch sieben Stämme der Kinder Israel, denen sie ihr Erbtheil nicht ausgetheilet hatten. 3. Und Josua sprach zu den Kindern Israel: Wie lang seyd ihr so laß, daß ihr nicht hingehet, das Land einzunehmen, das euch der Herr, eurer Väter Gott, gegeben hat? 4 . Schaffet euch aus jeglichem Stamme drey Männer, daß ich sie sende, und sie sich auf- machen, und durch das Land gehen, und beschreiben es nach ihren Erbtheilen, und kommen zu mir. 5. Theilet das Land in sieben Theile. Juda soll bleiben auf seiner Grenze von Mittag her, und das Haus Josephs soll bleiben auf seiner Grenze von Mitternacht her. 6 . Ihr aber beschreibet das Land der sieben Theile, und bringet sie zu mir hierher ; so will ich euch das Loos werfen vor dem Herrn, unserm Gott. 7. Denn * die Leviten haben kein Theil unter euch, sondern das Priesterthum des Herrn ist ihr Erbtheil. Gad aber und Rüben, -k und der halbe Stamm Manasse haben ihr Theil genommen jenseit des Jordans, gegen dem Morgen, das ihnen Mose, der Knecht des Herrn, gegeben hat. * 4 Mos. 18, 20. 1- 4 Mos. 32 , 33 . 8 . Da machten sich die Männer auf, daß sie hingingen; und Josua geboth ihnen, da sie hin wollten gehen, das Land zu beschreiben, und sprach: * Gehet hin, und durchwandelt das Land, und beschreibet es; und kommt wieder zu mir, daß ich euch hier das Loos werfe vor dem Herrn zu Silo. *c. 2,1. 9. Also gingen die Männer hin, und durchzogen das Land, und beschrieben es auf einen Brief, nach den Städten in sieben Theile; und kamen zu Josua ins Lager gen Silo. 10. Da warf Josua das Loos über sie zu Silo vor dem Herrn, und theilete daselbst das Benjamins Erbtheil. Iosua 18. 19. Der Uebrigen Erbtheil. 231 Land aus unter die Kinder Israel / einem Jeglichen sein Theil. 11. Und das Loos des Stamms der Kinder Benjamin fiel nach ihren Geschlechtern / und die Grenze ihres Looses ging aus zwischen den Kindern Juda und den Kindern Josephs. 12. Und ihre Grenze war an der Ecke gegen Mitternacht, vom Jordan an, und gehet herauf an der Seite Jericho von Mitternachtwärts, und kommt auf das Gebirge gegen Abendwärts, und gehet aus an der Wüste * BethAven; * c. 7, 2 . 13. Und gehet von dannen gen Lus, an der Seite her an Lus gegen Mittagwärts, das ist "BethEl, und kommt hinab gen AtharothAdar, an dem Berge, der vom Mittag liegt an dem niedern BethHoron. * 1 Mos. 12 ,8. «. 28 / 19. 1^. Darnach neiget fie fich, und lenket fich um zur Ecke des Abends gegen Mittag von dem Berge, der vor BethHoron gegen Mittagwärts liegt, und endet fich an * KiriathBaal, das ist KiriathJearim, die Stadt der Kinder Juda; das ist die Ecke gegen Abend. * e. i-, 9. 6 ». 15. Aber die Ecke gegen Mittag ist von Kiriath- Jearim an, und gehet aus gegen Abend, und kommt hinaus zum Wasserbrunnen Nephthoa; 16. Und gehet herab an des Berges Ende, der vor dem "Thal des Sohnes Hinnoms liegt, welches im Grunde Raphaim gegen Mitternacht liegt; und gehet herab durchs Thal Hinnom, an der Seite der Jebufiter am Mittag, und kommt -i- hinab zum Brunnen Rogel; * e. iS/ 8. -j- c. 16/ 7. 17. Und ziehet fich von Mitternachtwärts, und kommt hinaus gen EnSemes, und kommt hinaus zu den Haufen, die gegen Adumim hinauf liegen; und kommt herab zum Stein Bo- hens, des Sohnes Rubens; 18. Und gehet zur Seite hin neben dem Gefilde, das gegen Mitternacht liegt; und kommt hinab auf das Gefilde, 19. Und gehet an der Seite BethHagla, die gegen Mitternacht liegt, und ist sein Ende an der Zunge des Salzmeers gegen Mitternacht, an dem Ort des Jordans, gegen Mittag. Das ist die Mittagsgrenze. 20. Aber die Ecke gegen Morgen soll der Jordan enden. Das ist das Erbtheil der Kinder Benjamin in ihren Grenzen umher, unter ihren Geschlechtern. 21. Die Städte aber des Stamms der Kinder Benjamin unter ihren Geschlechtern, find diese: Jericho, ^ BethHagla, EmekKeziz, 22. BethAraba, Zemaraim, BethEl, 23 . Avim, Hapara, Ophra, 2^. CapharAmonai, Aphni, Gaba. Das find zwölf Städte und ihre Dörfer. 25. Gibeon, Rama, Beeroth, 26. Mizpe, Caphira, Moza, 27. Rekem, Jerpeel, Thareala, 28. Zela, Eleph, und die Jebufiter, das ist Jerusalem, Gibeath, Kiriath; vierzehn Städte und ihre Dörfer. Das ist das Erbtheil der Kinder Benjamin in ihren Geschlechtern. Das 19. Capitel. Der übrigen sechs Stämme und Iosuü Erbtheil. 1. Darnach fiel das andere Loos des Stamms ^ der Kinder Simeon, nach ihren Geschlechtern ; und ihr Erbtheil war unter dem Erbtheil der Kinder Juda. 2. Und es ward ihnen zum Erbtheil' BeerSeba, Seba, Molada, Nr. 6/28. 3. HazarSual, Bala, Azem, ElTholad, Bethnl, Harma, 5. Ziklag, BethMareaboth, HazarSussa, 6 . BethLebaoth, Saruhen. Das sin) drey- zehn Städte und ihre Dörfer. 7. Ain, Rimon, Ether, Asan. Das sind vier Städte und ihre Dörfer. 8 . Dazu alle Dörfer, die um diese Städte liegen, bis gen BaalathBeer Ramath gegen Mittag. Das ist das Erbtheil des Stamms der Kinder Simeon in ihren Geschlechtern. 9. Denn der Kinder Simeon Erbtheil ist unter der Schnur der Kinder Juda. Weil das Erbtheil der Kinder Juda ihnen zu groß war, darum erbeten die Kinder Simeon unter ihrem Erbtheil. 10. Das dritte Loos fiel auf die Kinder Sebu- lon, nach ihren Geschlechtern; und die Grenze ihres Erbtheils war bis gen Sarid, 11. Und gehet hinauf zu Abendwärts gen Ma- reala, und stößet an Dabaseth, und stößet an den Bach, der vor Jakneam fließet. 12. Und wendet sich von Sarid gegen der Sonnen Aufgang, bis an die Grenze CislothThabor; und kommt hinaus gen Dabrath, und langet hinauf gen Japhia. 13. Und von dannen gehet fie gegen den Aufgang, durch GithaHepher, Jtha, Kazin, und kommt hinaus gen Rimon, Mithoar und Nea. 1^. Und lenket sich herum von Mitternacht gen Nathon, und endet sich im Thal JephthahEl, 15. Katath,'Nahalal, Simrou, Jedeala und 2Z2 Der übrigen Josua 19. 20. Stämme Erbtheil. Bethlehem. Das find zwölf Städte und ihre Dörfer. * Nicht i, 30. 16. Das ist das Erbtheil der Kinder Sebulon in ihren Geschlechtern; das sind ihre Städte und Dörfer. 17. Das vierte Loos siel auf die Kinder Jsa- schar, nach ihren Geschlechtern. 18. Und ihre Grenze war Jesreel, Chefulloth, * Sunem, * 2 Ko». 4, s. 19. Hapharaim, Sion, Anaharat, 20. Rabith, Kiseon, Abez, 21. Remeth, Engannim, Enhada, Beth Pazez; 22. Und stößet an Thabor, Sahazima, Beth Semes, und ihr Ende ist am Jordan. Sechzehn Städte und ihre Dörfer. 23. Das ist das Erbtheil des Stamms der Kinder Jsaschar, in ihren Geschlechtern, Städten und Dörfern. 2-L. Das fünfte Loos fiel auf den Stamm der Kinder Asser, nach ihren Geschlechtern. 25. Und ihre Grenze war Helkath, Hali, Beten, Acksaph, 26. AlaMelech, Amead, Miseal; und stößt an den Carmel am Meer, und an SihorLibnath. 27 . Und wendet sich gegen der Sonnen Aufgang gen BethDagon, und stößt an Sebulon, und an das Thal JephthahEl, an die Mitternacht BethEmek, Negiel, und kommt hinaus zu Cabul zur Linken, 28. Ebron, Rehob, Hamon, Kana, bis an groß Zidon; 29. Und wendet sich gen Rama, bis zu der festen Stadt Zor; und wendet sich gen Hossa, und endet sich am Meer der Schnur nach gen * Achsib, "c. 13 , 44 . Nicht. i, 3 i. 30. Uma, Aphek, Rehob. Zwey und zwanzig Städte und ihre Dörfer. 31. Das ist das Erbtheil des Stamms der Kinder Asser in ihren Geschlechtern, Städten und Dörfern. 32. Das sechste Loos fiel auf die Kinder Naph- thali, in ihren Geschlechtern. 33. Und ihre Grenzen waren von Heleph, Elon, durch Zaenannim, Adami Nekeb, Jav- neel, bis gen Lakum, und endet sich am Jordan; 3^. Und wendet sich zu Abend gen AsnothTha- hor, und kommt von dannen hinaus gen Hukok; und stößt an Sebulon gegen Mittag, und an Asser gegen Abend, und an Juda am Jordan, gegen der Sonnen Aufgang; 35. Und hat feste Städte, Zidim, Zer, Ha- math, Rakarh, Cinnareth, 36 . Adama, Rama, Hazor, 37. Kedes, Edrei, Enhazor, 38 . Jereon, MigdaEl, Harem, BethAnath, BethSames. Neunzehn Städte und ihre Dörfer. 39. Das ist das Erbtheil des Stamms der Kinder Naphthali, in ihren Geschlechtern, Städten und Dörfern. -äo. Das siebente Loos fiel auf den Stamm der Kinder Dan, nach ihren Geschlechtern. ^1. Und die Grenzen ihres Erbtheils waren Zarea, Esthaol, Jrsames, ^2. Saelabin, Ajalon, Jethla, -43. Elon, Thimnatha, Ekron, -lä. Ellheke, Gibethon, Baaiath, ^5. Jehnd, BneBarak, GathRimon, ^ 6 . MeJ'arkon, Rakon, mit den Grenzen gegen * Japho. * Jon. 1,3. ^7. Und an denselben endet sich die Grenze der Kinder Dan. Und die Kinder Dan zogen hinauf, und stritten wider Lesem, und gewannen und schlugen sie mit der Schärfe des Schwerts, und nahmen sie ein, und wohneten darinnen, und ' nannten sie Dan, nach ihres Vaters Nahmen. * Nicht. 18, 27. 29. 48 . Das ist das Erbtheil des Stamms der Kinder Dan, in ihren Geschlechtern, Städten und Dörfern. 49 . Und da sie das Land gar ausgetheilet hatten , mit seinen Grenzen; gaben die Kinder Israel Josua, dem Sohne Nuns, ein Erbtheil unter ihnen, 50. Und gaben ihm nach dem Befehl des Herrn die Stadt, die er forderte, nähmlich ' Thimnath Serah, auf dem Gebirge Ephraim. Da bauete er die Stadt, und wohnete darinnen. * c. 24, 3 ». 51. Das sind die Erbtheile, die * Eleasar, der Priester, und Josua, der Sohn Nuns, und die Obersten der Väter unter den Geschlechtern, durchs Loos den Kindern Israel austheileten zu Silo vor dem Herrn, vor der Thür der Hütte des Stifts; und vollendeten also das Austhei- len des Landes. * e. 17,4. Das 20. Capitel. Verordnung der FreystMe. i.Nnd der Herr redete mit Josua, und sprach: 2. Sage den Kindern Israel: Gebet unter euch Freystädte, davon ich durch ' Mose euch gesagt habe; * 4 M»s. 33,6. 3 . Dahin Verordnung der Freystädte. Iosua 20. 21 Städte der Leviten.. 233 3. Dahin fliehen möge ein Todtschläger, der ^ eine Seele unversehens und unwissend schlägt, daß fie unter euch frey seyen vor dem Bluträcher. Und der da fliehet zu der Städte einer, soll stehen aussen vor der Stadt Thore, und vor den Aeltesten der Stadt seine Sache ansa- gen; so sollen sie ihn zu sich in die Stadt nehmen , und ihm Raum geben, daß er bey ihnen wohne. 5. Und wenn der Bluträcher ihm nachjagt, sollen sie den Todtschläger nicht in seine Hände übergeben, weil er unwissend seinen Näcksten geschlagen hat, und ist ihm zuvor nicht feind gewesen. 6. So soll er in der Stadt wohnen, bis daß er stehe * vor der Gemeine vor Gericht, bis daß der Hohepriester sterbe, der zu derselben Zeit seyn wird. Alsdann soll der Todtschläger wieder kommen in seine Stadt, und in sein Haus, zur Stadt, davon er geflohen ist. * 4 Mos. 35, 12 . 25. 7. Da heiligten sie * Kedes in Galiläa, auf dem Gebirge Naphthali; und Sichern, auf dem Gebirge Ephraim; und t KiriathArba, das ist Hebron, auf dem Gebirge Juda; * c. 21, 32. -s- c. 15, 13. c. 21, 11. 8. Und jenseit des Jordans, da Jericho liegt, gegen dem Aufgang, "gaben sie Bezer in der Wüste auf der Ebene, aus dem Stamm Rüben; und Ramolh in Gilead, aus dem Stamm Gad; und Golan in Basan, aus dem Stamm Matt asse. * 6 Mos. 4, 43. 9. Das waren die Städte, bestimmet allen Kindern Israel, und den Fremdlingen, die unter ihnen wohneten, daß dahin fliehe, wer eine Seele unversehens schlägt, daß er nicht sterbe durch den Bluträcher, bis daß er vor der Gemeine gestanden sey. Das 21. Capitel. Versorgung der Leviten. 1. A>a traten herzu die obersten Väter unter ^ den Leviten zu dem ' Priester Eleamr und Iosua, dem Sohne Nuns, und zu den obersten Vätern unter den Stämmen der Kinder Israel. *c. 17, 4 . 2. Und redeten mit ihnen zu Silo im Lande Canaan, und sprachen: Der * Herr hat gebothen durch Mose, daß man uns Städte geben solle zu wohnen, und derselben Vorstädte zu unserm Vieh. *4 Ms. 35 , 2 . 3. Da gaben die Kinder Israel den Leviten von ihrem Erbtheil, nach dem Befehl des Herrn, diese Städte und ihre Vorstädte. Und das Loos fiel auf das Geschlecht der Kahathiter, und wurden den Kindern Aarons, des Priesters, aus den Leviten durchs Loos dreyzehn Städte, von dem Stamm Juda, von dem Stamm Simeon, und von dem Stamm Benjamin. s. Den andern Kindern aber Kahaths, desselben Geschlechts, wurden durchs Loos zehn Städte, von dem Stamm Ephraim, von dem Stamm Dan, und von dem halben Stamm Manasse. 6. Aber den Kindern Gersons, desselben Geschlechts, wurden durchs Loos dreyzehn Städte, von dem Stamm Jsaschar, von dem Stamm Asser, und von dem Stamm Naphthali, und von dem halben Stamm Manasse zu Basan. 7. Den Kindern Merari, ihres Geschlechts, wurden zwölf Städte, von dem Stamm Rüben, -von dem Stamm Gad, und von dem Stamm Sebulon. 8 . Also gaben die Kinder Israel den Leviten durchs Loos diese Städte und ihre Vorstädte, wie der Herr durch Mose gebothen hatte. 9. Von dem Stamm der Kinder Juda, und von dem Stamm der Kinder Simeon, gaben sie diese Städte, die fie mit ihren Nahmen nannten, 10. Den Kindern * Aarons, des Geschlechts der Kahathiter, aus den Kindern Levi; denn das erste Loos war ihr. * i Chr. 7, 54. 11. So gaben sie ihnen nun * KiriathArba, die des Vaters Enaks war, das ist-!-Hebron auf dem Gebirge Juda, und ihre Vorstädte um sie her. * c. 20/ 7 . -j- c. 14 , 14 . c. 15 / 13 . i Chr. 7 / 55 . 12. Aber den Acker der Stadt und ihre Dörfer gaben sie ' Ealeb, dem Sohn Jephunne, zu seinem Erbe. *«. i 4 ,14. c. 15,13. 13. Also gaben sie den Kindern Aarons, des Priesters, die Freystadt der Todtschläger, Hebron und ihre Vorstädte, Libna und ihre Vorstädte , 1^. Jathir und ihre Vorstädte, Esthemoah und ihre Vorstädte, 15. Holon und ihre Vorstädte, Debir und ihre Vorstädte, 16. Ain und ihre Vorstädte, Jutta und ihre Vorstädte, * Bell) Semes und ihre Vorstädte; neun Städte von diesen zween Stämmen. * 1 Sam. 6 , 12. 15 . 2 Kön. 14 , 11. G g / 234 Städte der Iosua 21. 22. Leviten. 17 . Von dem Stamm Benjamin aber gaben sie vier Städte: Gibeon und ihre Vorstädte, Geba und ihre Vorstädte, 1 8 . * Anathoth und ihre Vorstädte, Almon und ihre Vorstädte. * s-r. i/i. 19. Daß alle Städte der Kinder Aarons, des Priesters, waren dreyzehn, mit ihren Vorstädten. 20. Den * Geschlechtern aber der andern Kinder Kahaths, den Leviten, wurden durch ihr Loos vier Städte von dem Stamm Ephraim; " 1 Cbr. 7 / 61 . 21. Und gaben ihnen die Freystadt der Todt- schläger, * Sichern und ihre Vorstädte auf dem Gebirge Ephraim, Geser und ihre Vorstädte, * c. 20, 7 . i Chr. 7 , 67 . 22. Kibzaim und ihre Vorstädte, BethHoron und ihre Vorstädte. 23 . Von dem Stamm Dan vier Städte: Eltheke und ihre Vorstädte, Gibthon und ihre Vorstädte, 2- 1. Ajalon und ihre Vorstädte, GathRimon und ihre Vorstädte. 25 . Von dem halben Stamm Manasse zwo Städte: Thaenach und ihre Vorstädte, Gath- Rimon und ihre Vorstädte. 26. Daß alle Städte der andern Kinder des Geschlechts Kahaths waren zehn mit ihren Vorstädten. 27 . Den * Kindern aber Gersons, aus den Geschlechtern der Leviten, wurden gegeben von dem halben Stamm Manasse zwo Städte: Die Freystadt für die Todtschläger, -r Golan in Ba- san und ihre Vorstädte, Beeßhra und ihre Vorstädte. *i Chr. 7, 62. ch Zos. 20 , 8. 2 8 . Von dem Stamm Jsaschar vier Städte: KisIon und ihre Vorstädte, Dabrath und ihre Vorstädte, 29. Jarmuth und ihre Vorstädte, EnGannim und ihre Vorstädte. so. Von dem Stamm * Asser vier Städte: Mi- scal und ihre Vorstädte, Abdon und ihre Vorstädte , * 1 Chr. 7 / 74 . 31 . Helkath und ihre Vorstädte, Rehob und ihre Vorstädte. 32. Von dem Stamm Naphthali drey Städte: Die Freystadt * Kcdes für die Todtschläger, in Galiläa, und ihre Vorstädte, HamothDor und ihre Vorstädte, Karthan und ihre Vorstädte. * e. 20, 7 . 33 . Daß alle Städte des Geschlechts der Ger- soniter waren dreyzehn, mit ihren Vorstädten. 3- 1. Den * Geschlechtern aber der Kinder Me- rari, den andern Leviten, wurden gegeben von dem Stamm Sebulon vier Städte: Jakneam und ihre Vorstädte, Kartha und ihre Vorstädte, * i Chr. 7, 63. 35. Dimna und ihre Vorstädte, Nahalal und ihre Vorstädte. 36 . Von dem Stamm Rüben'vier Städte: Derer und ihre Vorstädte, Jahza und ihre Vorstädte , 37. Kedemoth und ihre Vorstädte, Mephaath und ihre Vorstädte. 38 . Von dem Stamm Gad vier Städte: Die Frcyftadt für die Todtschläger, ' Ramoth in Gilcad und ihre Vorstädte , * c. 20 ,8. 39. Mahanaim und ihre Vorstädte, Hesbou und ihre Vorstädte, Iaeser und ihre Vorstädte. -io. Daß aller Städte der Kinder Merari unter ihren Geschlechtern, der andern Leviten, nach ihrem Loos, waren zwölf. -11. Atter * Städte der Leviten unter dem Erbe der Kinder Israel waren acht und vierzig mit ihren Vorstädten. * 4 M->s. 33 , 7 . -12. Und eine jegliche dieser Städte hatte ihre Vorstadt um sich her, eine wie die andere. -13. Also gab der Herr dem Israel alles Land, das ' er geschworen hatte ihren Vätern zu geben; und sie nahmen es ein, und wohneten darinnen. * 1 Mos. 12 , 7. - 1 - 1 . Und der Herr gab ihnen Ruhe von allen umher, wie er ihren Vätern geschworen hatte; und * stand ihrer Feinde keiner wider sie, sondern alle ihre Feinde gab er in ihre Hände. * 3 Mos. 11, 23. -15. Und es * fehlte nichts an allem Guten, das der Herr dem Hause Israel geredet hatte. Es kam alles. * c. 23, 14. Das 22. Capitel. Die dritthalb Stämme richten im Hcimkchrcn einen Altar auf. 1. C^>a rief Iosua die Rubeniter und Gaditer, ^ und den halben Stamm Manasse, 2. Und sprach zu ihnen: Ihr habt alles gehalten, was euch Mose, der Knecht des Herrn, * gebothen hat, und gehorchet meiner Stimme in allem, das ich euch gebothen habe. * 4 Mos. 32, 20 . 3 Mos. 3, 18 . 3 . Ihr habt eure Brüder nicht verlassen eine lange Zeit her, bis ans diesen Tag; und habt gehalten an dem Geboth des Herrn, euers Gottes. -1. Weil nun der Herr, euer Gott, hat eure Iosua 22. Rubens und Gads. Rubeniter kehren zurück. Altar Brüder zur Ruhe gebracht, wie er ihnen geredet hat; so wendet euch nun, und ziehet hin in eure Hütten im Lande euers Erbes, das euch * Mose, der Knecht des Herrn, gegeben hat, jenfeit des Jordans. * 4 Mos. 22,22. 5. Haltet aber nur an mit Fleiß, daß ihr thut nach dem Geboth und Gesetz, das euch * Mose, der Knecht des Herrn, gebothen hat, daß ihr den Herrn, euern Gott, liebet, und wandelt auf allen seinen Wegen, und seine Gebo- the haltet, und ihm anhanget, und ihm dienet von ganzem Herzen und von ganzer Seele. * 2 Mos. 8, 6. e. 13, 4. 6. Also segnete sie Iosua und ließ sie gehen, und sie gingen zu ihren Hütten. 7. Dem * halben Stamm Manasse hatte Mose gegeben zu Basan, der andern Hälfte gab Iosua unter ihren Brüdern disseit des Jordans gegen Abend. Und da er sie ließ gehen zu ihren Hütten, und sie gesegnet hatte, ' 4 Ms. 32 , 33 . 8 . Sprach er zu ihnen: J'hr kommet wieder heim mit großem Gut zu euern Hütten, mit sehr viel Vieh , Silber, Gold, Erz, Eisen und Kleidern; so theilet" nun den Raub eurer Feinde aus unter eure Brüder. *4 Mos. 31, 26.27. 9. Also kehreten um die Rubeniter, Gaditer, und der halbe Stamm Manasse, und gingen von den Kindern Israel aus Silo, die im Lande Canaan liegt, daß sie ins Land Gilead zögen, zum Lande ihres Erbes, das sie erbeten aus Befehl des Herrn durch Mose. 10. Und da sie kamen an die * Haufen am Jordan, die im Lande Canaan liegen; baueten dieselben Rubeniter, Gaditer, und der halbe Stamm Manasse daselbst am Jordan einen großen schönen Altar. * c. 18,17. 11. Da aber die Kinder Israel höreten sagen: Siehe, die Kinder Rüben, die Kinder Gad, und der halbe Stamm Manasse haben einen Altar gebauet gegen das Land Canaan, an den Haufen am Jordan, diesseit der Kinder Israel; 12. Da versammelten sie sich mit der ganzen Gemeine zu Silo, daß sie wider sie hinauf zögen mit einem Heer. 13. Und sandten zu ihnen ins Land Gilead Pinehas, den Sohn Eleasars, des Priesters, 1^. Und mit ihm zehn oberste Fürsten, unter den Häusern ihrer Väter, aus jeglichem Stamm Israels Einen. 15. Und da sie zu ihnen kamen ins Land Gilead , redeten sie mit ihnen, und sprachen: 16. So läßt euch sagen die ganze Gemeine des Herrn: Wie versündiget ihr euch also au dem Gott Israels, daß ihr euch heute kehret von dem Herrn, damit, daß ihr euch einen Altar bauet, daß ihr abfallet von dem Herrn? 17. Isis uns zu wenig * an der Missethat Peors? von welcher wir noch auf diesen Tag nicht gereiniget sind, und kam eine Plage unter die Gemeine des Herrn. * 4 Mos. 22, 3. 2 Mos. 4, 3. Hos. 9/ 19. 1 8 . Und ihr wendet euch heute von dem Herrn weg, und seyd heute abtrünnig geworden von dem Herrn, daß er heute oder morgen über die ganze Gemeine Israel erzürne. 19. Dünket euch das Land euers Erbes unrein ; so kommt herüber ins Land, das der Herr hat, da die Wohnung des Herrn stehet, und erbet unter uns; und werdet nicht abtrünnig von dem Herrn, und von uns, daß ihr euch einen Altar bauet, außer dem Altar des Herrn, un- sers Gottes. 20. Versündigte sich nicht Achan, der Sohn Serah, am Verbannten? Und der Zorn kam über die ganze Gemeine Israel, und er ging nicht allein unter über seiner Missethat? 21. Da antworteten die Kinder Rüben und die Kinder Gad, und der halbe Stamm Manasse , und sagten zu den Häuptern und Fürsten Israels: 22. Der starke Gott, der Herr, der starke Gott, der Herr, weiß, so weiß Israel auch; fallen wir ab, oder sündigen wider den Herrn, so helfe er uns heute nicht! 23. Und so wir darum den Altar gebauet haben, daß wir uns von dem Herrn wenden wollten, Brandopfer oder Speisopfer darauf opfern, oder Dankopfer darauf thun dem Herrn; so fordere Er es. 2^. Und so wir es nicht vielmehr aus Sorge des Dinges gethan haben, und sprachen: Heute oder morgen möchten eure Kinder zu unfern Kindern sagen: Was gehet euch der Herr, der Gott Israels, an? 25. Der Herr hat den Jordan zur Grenze gesetzt, zwischen uns und euch Kindern Rüben und Gad; ihr habt kein Theil am Herrn. Damit würden eure Kinder unsere Kinder von der Furcht des Herrn weisen. 26. Darum sprachen wir: Laßt uns eilten Altar bauen, nicht zum Opfer, noch zum Brand- opser; 27. Sondern daß er ein * Zeuge sey zwischen uns und euch, und unfern Nachkommen, daß G g 2 / 236 Verantwortung Rubens. Iosua 22. 23. Landtag Josuä. wir dem Herrn Dienst thun mögen vor ihm, mit unfern Brandopfern, Dankopfern und andern Opfern; und eure Kinder heute oder morgen nicht sagen dürfen zu unfern Kindern: Ihr habt kein Theil an dem Herrn. * c. 24/ 27. i Mos. 31/ 48. 28. Wenn sie aber also zu uns sagen würden, oder zu unfern Nachkommen heute oder morgen, so könnten sie sagen: Sehet das Gleichniß des Altars des Herrn, den unsere Väter gemacht haben: nicht zum Opfer, noch zum Brandopfer, sondern zum Zeugen zwischen uns und euch. 29. Das sey ferne von uns, daß wir abtrünnig werden von dem Herrn, daß wir uns heute wollten von ihm wenden, und einen Altar bauen zum Brandopfer, und zum Speisopfer, und andern Opfern außer dem Altar des Herrn, unfers Gottes, der vor seiner Wohnung stehet. 30. Da aber Pinehas, der Priester, und die Obersten der Gemeine, die Fürsten Israels, die mit ihm waren, höreten diese Worte, die die Kinder Rüben, Gad und Manasse sagten: gesielen sie ihnen wohl. 31. Und Pinehas, der Sohn Eleasars, des Priesters, sprach zu den Kindern Rüben, Gad und Manasse: Heute erkennen wir, daß der Herr unter uns ist, daß ihr euch nicht an dem Herrn versündiget habt in dieser That. Nun habt ihr die Kinder Israel errettet aus der Hand des Herrn. 32. Da zog Pinehas, der Sohn Eleasars, des Priesters, und die Obersten, aus dem Lande Gilead, von den Kindern Rüben und Gad, wieder ins Land Canaan, zu den Kindern Israel, und sagten es ihnen an. 33. Das gesiel den Kindern Israel wohl, und lobten den Gott der Kinder Israel, und sagten nicht mehr, daß sie hinauf wollten ziehen mit einem Heer wider sie, zu verderben das Land, darinnen die Kinder Rüben und Gad wohneten. 3^4. Und die Kinder Rüben und Gad hießen den Altar: Daß er Zeuge sey zwischen uns, und daß der Herr Gott sey. Das 23. Capitel. tzosua hält einen Landtag/ das Volk zu vermahnen. 1. Nnd nach langer Zeit, da der Herr hatte " Israel zur ' Ruhe gebracht, vor allen ihren Feinden umher, und Josua nun alt und wohl betaget war; *c. 2,/44. 2. * Berief er das ganze Israel, und ihre Aelteften, Häupter, Richter und Amtleute, und sprach zu ihnen: Ich bin alt und wohl betaget; * c. 24/ i. 3. Und ihr habt gesehen alles, was der Herr, euer Gott, gethan hat an allen diesen Völkern vor euch her; denn der Herr, euer Gott, hat * selbst für euch gestritten. ' 3 Mos. i/ 30. c. 3,22. Sehet, ich habe euch die übrigen Völker durchs Loos zugetheilet, einem jeglichen Stamm sein Erbtheil, vom Jordan an, und alle Völker, die ich ausgerottet habe, und am großen Meer gegen der Sonnen Untergang, s. Und der Herr, euer Gott, wird sie aussto- s n vor euch, und von euch vertreiben, daß ihr ihr Land einnehmet; wie euch der Herr, euer Gott, geredet hat. 6. So seyd nun sehr getrost, daß ihr haltet und thur alles, was geschrieben stehet im Gesetzbuch Mose, daß ihr nicht davon * weichet, weder zur Rechten , noch zur Linken, ^ * c. 1/ 7. 3 Mos. 28, 14. 2 Köli. 22/ 2. 7. Auf daß ihr nicht unter diese übrigen Völker kommet, die mit euch sind; und * nicht gedenket noch schwöret bey dem Nahmen ihrer Götter, noch ihnen dienet, noch sie anbethet; * 2 Mos. 23/ 13. 24. 8. Sonderndem Herrn, euerm Gott, anhanget , wie ihr bis auf diesen Tag gethan habt. 9. So * wird der Herr vor euch her vertreiben große und mächtige Völker; und Niemand hat euch widerstanden bis auf diesen Tag. * 3 Mos. 26, 7. 3 Mos. 28/ 7. 10. Euer * Einer wird tausend jagen : denn der Herr, euer Gott, streitet für euch; wie er euch geredet hat. *3 Mos. 26,8. i i. Darum so behüthet aufs fleißigste eure Seelen, daß ihr den Herrn, euern Gott, lieb habet. 12. Wo ihr euch aber umwendet, und diesen übrigen Völkern anhanget, und euch mit ihnen verheirathet, daß ihr unter sie, und sie unter euch kommen: 13. So wisset, daß der Herr, e".r Gott, wird nicht mehr alle diese Völker v- euch vertreiben; sondern sie werden euch zum Strick und Netz, und zur Geissel in euern Seiten werden, und zum Stachel in euern Augen, bis daß er euch umbringe von dem guten Lande, das euch der Herr, euer Gott, gegeben hat. 1^4. Siehe, ich gehe heute dahin * wie alle Welt; und ihr sollt wissen von ganzem Her-en, und von ganzer Seele, daß nicht Ein 7 Wort Iosuä letzter Landtag Iosua 23. 24. und Rede mit Israel. 23/ gefthlet hat an allem dem Guten, das der Herr, euer Gott, euch geredet hat; es ist alles gekommen, und keins ausgeblieben. * 1 Kön. 2 / 2 . -j- Jos. 21 , 4L. 2 Kön. 10 , 10 . 15 . Gleichwie nun alles Gute gekommen ist, das der Herr, euer Gott, euch geredet hat: also wird der Herr auch über euch kommen lassen alles Böse, bis er euch vertilge von diesem guten Lande, das euch der Herr, euer Gott, gegeben hat; 1 6 . Wenn * ihr übertretet den Bund des Herrn, euers Gottes, den er euch gebothen hat, und hingehet, und andern Göttern dienet, und sie anbethet, daß der Zorn des Herrn über euch ergrimmet und euch bald umbringet von dem guten Lande, das er euch gegeben hat. * 1 Kön. 9, 6. 7. Das 24. Capitel. Letzter Landtag Iosuä. Sein und Eleasars Tod. 1. ^osua versammelte alle Stämme Israels ^ gen Sichern, und ' berief die Nettesten von Israel, die Häupter, Richter und Amtleute. Und da sie vor Gott getreten waren, * c. 23, 2. 2. Sprach er zu dem ganzen Volk: So sagt der Herr, der Gott Israels: Eure Väter woh- neten vorzeiten jenseit des Wassers, ' Tharah, Abrahams und Nahors Vater, und dieneten andern Göttern. * i Mos. i>, 26 . 3 . Da ' nahm ich euern Vater Abraham jenseit des Wassers, und ließ ihn wandern im ganzen Lande Canaan; und mehrete ihm seinen Samen, und gab ihm Isaak. * 1 Mos. 11, 31. «, 15, 7. Neh. 9/ 7. Ebr. 11 , 8. Und Isaak gab ich Jakob und Esau, und gab Esau das Gebirge Seir zu besitzen. * Jakob aber und seine Kinder zogen hinab in Egypten. * 1 Mos. 46, 1 . 5 . Da" sandte ich Mose und Aaron, und plagte Egypten, wie ich unter ihnen gerhan habe. * 2 Mos. 3, 10 . 6 . Darnach ' sichrere ich euch und eure Väter aus Egypten. Und da ihr ans Meer kämet, und die Egvpter euern Vätern naüjagten mit Wagen und Reitern ans Schilfmeer: * 2 , os. >2, 33. 7 . Da ' schrien sie zum Herrn; der setzte eine Finsterniß zwischen euch und den Egyptern, und führete das Meer über sie, und bedeckte sie. Und eure Augen haben gesehen, was ich in Egypten gethan habe. Und ihr habt gewöhnet in der Waste eine lange Zeit. -4Ms. 14 , 15 . 8 . Und ich habe euch gebracht in * das Land der Amoriter, die jenseit des Jordans wohne- ten; und da sie wider euch stritten, gab ich sie in eure Hände, daß ihr ihr Land besaßet, und vertilgte sie vor euch her. *1 Mos. 48 ,22.4 Mos. 21,24.31 9. Da machte sich auf Balak, der Sohn Zi- pors, der Moabiter König, und stritte wider Israel, und sandte hin, und" ließ rufen Bileam, den Sohn Beors, daß er euch verfluchete. * 4 Mos. 22, 5 . Off-Nb. 2, 14 . 10. Aber ich wollte ihn nicht hören. Und er "segnete euch, und ich errettete euch aus seinen Händen. * 4 Mos. 23,11.20. i t. Und " da ihr über den Jordan ginget, und gen Jericho kämet; stritten wider euch die Bürger zu Jericho, die Amoriter, Pheresiter, Cananiter, Hethiter, Girgositer, Heviter und Jebusiter, aber ich gab sie in eure Hände. * c. 3, 14. c. 6, 1 . 12. Und " sandte Hornisse vor euch her; die trieben sie aus vor euch her, die zween Könige der Amoriter, nicht durch dein Schwert, noch durch deinen Bogen. " 2 Mos. 23,28. § Mos. 7,20. 13 . Und habe euch ein Land gegeben, daran ihr nickt gearbeitet habt, und Städte, die ihr nicht gebauet habt, daß ihr darinnen wohnet, und esset von Weinbergen und Oehlbergen, die ihr nicht gepflanzet habt. 1-4. So " fürchtet nun den Herrn, und dienet ihm treulich und rechtschaffen, und lasset t fahren die Götter, denen eure Väter gedienet haben, jenseit des Wassers, und in Egypten, und dienet dem Herrn. " P«-. 12,13. i- 2 Mos. 20,3. 15. Gefällt es euch aber nicht, daß ihr dem Herrn dienet: so erwählet euch heute, welchem ihr dienen wollet; dem Gott, dem ' eure Väter gedienet haben jenseit des Wassers; oder den Göttern der Amoriter, in welcher Lande ihr wohnet. Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen. " iMos. 18,19. 16. Da antwortete das Volk, und sprach: Das sey ferne von uns, daß wir den Herrn verlassen, und andern Göttern dienen. 17. Denn der Herr, unser Gott, hat " uns und unsere Väter aus Egnptenland geführet, aus dem Diensthause, und hat vor unfern Augen solche große Zeichen gerhan, und uns behurhet auf dem ganzen Wege, den wir gezogen find, und unter allen Völkern, durch welche wir gegangen sind ; " 2 Mos. 12 , 33. 51. c. 13, 3. 18. Und hat ausgeftoßen vor uns her alle Völker der Amoriter, die im Lande wohneten. Da- 2Z8 Josuä letzte Rede, Iosua 2!. fein und Eleafars Tod. rum wollen wir auch dem Herrn dienen; denn er ist unser Gott. 19. Iosua sprach zum Volk: Ihr könnet dem Herrn nicht dienen; denn er ist ein heiliger Gott, ein eifriger Gott, der eurer Übertretung und Sünde nicht schonen wird. 20. Wenn ihr aber den Herrn verlasset, und einem fremden Gott dienet; so wird * er stch wenden, und euch plagen, und euch umbringen, nachdem er euch Gutes gethan hat. * c. 23 , iä. 16. 21. Das Volk aber sprach zu Iosua: Nicht also, sondern wir wollen dem Herrn dienen. 22. Da sprach Iosua zum Volk: Ihr seyd Zeugen über euch, daß ihr den Herrn euch erwählet habt, daß ihr ihm dienet. Und sie sprachen: Ja. 23. So thut * nun von euch die fremden Götter , die unter euch sind, und neiget -t euer Herz zu dem Herrn, dem Gott Israels. * 1 Mos. 35 , 2 . 1 Sam. 7 , 3 . --- Spr. 23 , 26 . 2^. Und das Volk sprach zu Iosua: Wir wollen dem Herrn, unserm Gott, dienen, und seiner Stimme gehorchen. 25 . Also machte Iosua desselben Tages * einen Bund mit dem Volk, und legte ihnen Gesetze und Rechte vor zu Sichern. 2Wn. 23,3. 26. Und Iosua schrieb dieß alles ins Gesetzbuch Gottes; und nahm einen grossen Stein und richtete ihn auf daselbst unter * einer Eiche, die bey dem Heiligthum des Herrn war. * 1 Mos. 35 , 4 . Nicht. 9 , 6 . 27 . Und sprach zum ganzen Volk: Siehe, dieser Stein soll * Zeugs seyn zwischen uns, denn er hat gehöret alle Rede des Herrn, die er mit uns geredet hat; und sott ein Zeuge über euch seyn, daß ihr euern Gott nicht verläugnet. * c. 22, 27. 28. Also * entließ Iosua das Volk, einen Jeglichen in sein Erbtheil. * Nicht. 2, 6 . 29. Und es begab sich nach dieser Geschichte, daß Iosua, der Sohn Nuns, der Knecht des Herrn, starb, * da er hundert und zehn Jahre alt war. * 1 Mos. 50,26. 30. Und man begrub ihn in der Grenze seines Erbtheils, zu * ThimnathSerah, die auf dem Gebirge Ephraim lieget, von Mitternachtwärts, am Berge Gaas. * e. 19,50. 31. Und Israel * dienete dem Herrn, so lang Iosua lebte und die Aeltesten, welche lange Zeit lebten nach Iosua, die alle Werke des Herrn wußten , die er an Israel gethan hatte. * Nicht. 2 , 7 . 32. Die Gebeine * Josephs, welche die Kinder Israel hatten aus Egypten gebracht, begruben sie zu Sichern, in dem Stück Feldes, das -t Jakob kaufte von den Kindern Hemors, des Vaters Sichems, um hundert Groschen, und ward der Kinder Josephs Erbtheil. * 1 Mos. 50 , 25 . 1 , 1 Mos. 33 , 19. 33. Eleasar, der Sohn Aarons, starb auch, und sie begruben ihn zu Gibea seines Sohnes Pinehas, die ihm gegeben war auf dem Gebirge Ephraim. Das Buch der Richter. Das 1. Capitel. Der Stamm Juda führet an Iosua Statt den Krieg. 1. H?ach dem Tode Iosua fragten die Kinder Israel den Herrn, und sprachen: Wer * soll unter uns den Krieg führen wider die Ca- naniter? * c. 20,13. 2. Der Herr sprach: Juda soll ihn führen. Siehe, ich habe das Land in seine Hand gegeben. 3. Da sprach Juda zu seinem Bruder Simeon: Ziehe mit mir hinauf in meinem Loos, und laß uns wider die Cananiter streiten; so will ich wieder mit dir ziehen in deinem Loos. Also zog Simeon mit ihm. -i. Da nun Juda hinauf zog; gab ihm der Herr die Cananiter und Pheresiter in ihre Hände, und schlugen zu Besek zehn tausend Mann. 5 . Und fanden den AdoniBesek zu Besek, und stritten wider ihn, und schlugen die Cananiter und Pheresiter. 6 . Aber AdoniBesek floh, und sie jagten ihm nach; und da sie ihn ergriffen, verhieben sie ihm die Daumen an seinen Händen und Füßen. 7 . Da sprach AdoniBesek: Siebenzig Könige mit verhauenen Daumen ihrer Hände und Füße lasen auf unter meinem Tisch. * Wie ich nun gethan habe, so hat mir Gott wieder vergolten. Und man brachte ihn gen Jerusalem, daselbst starb er. * 2 Mos. 21,24. «uc. 6 ,33. 8 . Aber die Kinder Juda stritten wider Je-, rusalem, und gewannen sie, und schlugen sie mit der Schärfe des Schwerts, und zündeten die Stadt an. Israel Richter 1 . gewinnet Städte. 239 9. * Darnach zogen die Kinder Juda herab zu streiten wider die Cananiter, die auf dem Gebirge, und gegen Mittag , und in den Gründen wohneten. * Los. 10/ 36. c. 11, 21. 10. Und Juda zog hin Wider die Cananiter, die zu Hebron wohneten, Hebron aber hieß vor Zeiten KiriathArba, und * schlugen den Sesai und Ahiman und Thalmai. * Los. ", 14. i i. Und zog von dannen wider die Einwohner zu * Debir. Debir aber hieß vor Zeiten Kiriath Sepher. * Jos. 12,13. 12. Und Caleb sprach: Wer KiriathSepher schlägt und gewinnt, dem will ich meine Tochter Achsa zum Weibe geben. 13. Da * gewann ße Athniel, der Sohn Ke- nas, des Calebs jüngsten Bruders. Und er gab ihm seine Tochter Achsa zum Weibe. * Jos. 13 , 17 . 1^. Und es * begab sich, da sie einzog, ward ihr gerathen, daß sie fordern sollte einen Acker von ihrem Vater; und fiel vom Esel. Da sprach Caleb zu ihr: Was ist dir? * Los. ",". 15. Sie sprach: Gib mir einen Segen; denn du hast mir ein Mittagsland gegeben, gib mir auch ein wässeriges. Da gab er ihr ein wässeriges oben und unten. 16. Und die Kinder des * Keniters, Mose Schwagers, zogen herauf aus der Palmeuftadt, mit den Kindern Juda in die Wüste Juda, die da liegt gegen Mittag der Stadt Arad; und gingen hin, und wohneten unter dem Volk. * c. 4 , 11. 4 Mos. 10, 29 . 17 . Und Juda zog hin mit seinem Bruder Simeon ,' und schlugen die Cananiter zu Ze- phath, und verbanneten fie, und nannten die Stadt * Harma. * 4 Mos. 14,43. 18. Dazu gewann Juda Gaza mit ihrer Zugehör, und Asklon mit ihrer Zugehör, und Ekron mit ihrer Zugehör. 19. Und der Herr war mit Juda, daß er das Gebirge einnahm; denn er konnte die Einwohner im Grunde nicht cinnehmen, darum, daß sie eiserne Wagen hatten. 20. Und fie * gaben dem Caleb Hebron, wie Mose gesagt hatte; und er vertrieb daraus die drei) Söhne Enaks. *Jos. 14,13. 21. Aber die Kinder Benjamin "vertrieben die Jebusiter nicht, die zu Jerusalem wohneten; sondern die Jebufiter wohneten bey den Kindern Benjamin zu Jerusalem, bis auf diesen Tag. * Jos. 13, 63. c. 18, 28. 22. Desselben gleichen zogen auch die Kinder Josephs hinauf gen BethEl, und der Herr war mit ihnen. 23. Und das Haus Josephs verkundschaftete BethEl, die vorhin Lus hieß. 2,1. Und die Wächter sahen einen Mann aus der Stadt gehen, und sprachen zu ihm: Weise uns, wo wir in die Stadt kommen ; so wollen wir Barmherzigkeit an dir thun. 25. Und da er ihnen zeigte, wo fie in die Stadt kämen, schlugen fie die Stadt mit der Schärfe des Schwerts; aber den Mann und alles sein Geschlecht ließen fie gehen. 26. Da zog derselbe Mann in das Land der Hethiter, und banete eine Stadt, und hieß fie Lus: die heisset noch heutiges Tages also. 27. Und Manasse vertrieb nicht * BethSean mit ihren Töchtern, noch Thaenach mit ihren Töchtern, noch die Einwohner zu Dor mit ihren Töchtern, noch die Einwohner zu Jebleam mit ihren Töchtern, noch die Einwohner zu Me- giddo mit ihren Töchtern; und die Cananiter fingen an zu wohnen in demselben Lande. * Jos. 17, 11. 28. Da aber Israel mächtig ward, ' machte er die Cananiter zinsbar, und vertrieb fie nicht. * Jos. 17, 13; 29. Deßgleichen vertrieb auch Ephraim die Cananiter nicht, die zu * Gaser wohneten; sondern die Cananiter wohneten unter ihnen zu Gaser. * Los. ", 30. Sebulon vertrieb auch nicht die Einwohner zu Kitron und Nahalol; sondern die Cananiter wohneten unter ihnen, und waren zinsbar. 31. Asser vertrieb die Einwohner zu Ako nicht, noch die Einwohner zu Zidon, zu Ahelab, zu "Achfib, zu Helba, zu Aphik, und zu Rehob. * Jos. 13, 44 . c. 19 , 29 . 32. Sondern die Asseriter wohneten unter den Cananitern, die im Lande wohneten; denn fie vertrieben fie nicht. 33 . Naphthali vertrieb die Einwohner nicht zu BethSemes, noch zu BethAnath, sondern woh- nete unter den Cananitern, die im Lande wohneten. Aber die zu BethSemes und zu Beth Anath wurden zinsbar. 3^. Und die Amoriter drangen die Kinder Dan aufs Gebirge, und ließen nicht zu, daß fie herunter in den Grund kämen. 35. Und die Amoriter fingen an zu wohnen auf dem Gebirge Heres, zu " Ajalon, und zu 240 Büßpredigt des Engels. Richter 2. Kinder Israel thun Uebel. Saalbim. Doch ward ihnen die Hand des Hauses Josephs zu schwer, und wurden zinsbar. * Jos. 19/ 42. 36. Und die Grenze der Amoriter war, da man gen Akrabbim hinauf gehet/ und von dem Fels, und von der Höhe. Das 2. Capitel. Der Kinder Israel Trägheit / Abfall/ Straft und Erledigung. 1. ^s kam aber der Engel des Herrn herauf ^ von Gilgal gen Bochim, und sprach: Ich habe euch * aus Egypten herauf geführet, und in das Land gebracht, das ich euern Vätern geschworen habe; und sprach: Ich wollte meinen Bund mit euch nicht Nachlassen ewiglich; * 2 Mos. 12, LI. 2 . Daß * ihr nicht solltet einen Bund machen mit den Einwohnern dieses Landes, und i- ihre Altäre zerbrechen. Aber ihr habt meiner Stimme nicht gehorchet. Warum habt ihr das gethan? * 2 Mos. 23, 32. 4 Mos. 3Z, 42. 3 Mos. 7/ 3. 3. Da sprach ich auch: Ich will sie nicht vertreiben vor euch, daß sie euch zum Strick werden, und ihre Götter zum Netz. Und da der Engel des Herrn solche Worte geredet hatte zu allen Kindern Israel; hob das Volk seine Stimme auf, und weineten, s. Und hießen die Stätte Bochim, und opferten daselbst dem Herrn. 6. Denn als * Josua das Volk von sich gelassen hatte, und die Kinder Israel hingezogen waren , ein Jeglicher in sein Erbtheil, das Land einzunehmen ; * Los. 24, 2 «. 7. " Dienete das Volk dem Herrn, so lang Josua lebte und die Aelteften, die lang nach Josua lebten, und alle die großen Werke des Herrn gesehen hatten, die er Israel gethan hatte. * Los. 24, 31. 8. Da nun Josua, der Sohn Nuns, gestorben war, der Knecht des Herrn, als er hundert und zehn Jahre alt war; 9. * Begruben sie ihn in den Grenzen seines Erbtheils zu ThimnathHeres, auf dem Gebirge Ephraim, von Mitternachtwärts am Berge Gaas. * Jos. 24, 29. 30. 10. Da auch alle, die zu der Zeit gelebet hatten , zu ihren Vätern versammelt worden ; kam nach ihnen ein anderes Geschlecht auf, das den Herrn nicht kannte, noch die Werke, die er an Israel gethan hatte. 11. Da thaten die Kinder Israel übel vor dem Herrn, und dieneren Baalim, 12. Und verließen den Herrn, ihrer Väter Gott, der sie aus Egyptenland geführet hatte, und folgten andern Göttern nach, auch den Göttern der Völker, die um sie her wohneten, und betheten sie an, und erzürneten den Herrn. 13. Denn sie verließen je und je den Herrn, und dieneten Baal und Astharoth. i^. So ergrimmcte dann der Zorn des Herrn über Israel, und gab sie in die Hand derer, die sie raubeten, daß sie sie beraubeten, und verkaufte sie in die Hände ihrer Feinde umher. Und sie konnten nicht mehr ihren Feinden widerstehen. is. Sondern wo sie hinaus wollten, "so war des Herrn Hand wider sie zum Unglück, wie denn der Herr ihnen gesagt und geschworen hatte; und wurden hart gedränget. * 3 Mos. 26,17. 16. Wenn denn der Herr " Richter erweckte, die ihnen halfen aus der Räuber Hand: * c. 3 , 9. 10. 13 . 17 . So gehorchten sie den Richtern auch nicht; sondern hureten andern Göttern nach, und be- theten sie an, und wichen bald von dem Wege, darauf ihre Väter gegangen waren, des Herrn Gebothen zu gehorchen, und thaten nicht wie dieselben. 1 8 . Wenn aber der Herr ihnen Richter erweckte ; so war der Herr mit dem Richter, und half ihnen aus ihrer Feinde Hand, so lang der Richter lebte. Denn es " jammerte den Herrn ihr Wehklagen über die, so sie zwangen und drängeten. ' c. 10,16. 19. Wenn aber der Richter starb : so wandten sie sich und verderbten es mehr, denn ihre Väter, daß sie andern Göttern folgten, ihnen zu dienen, und sie anzubethen; sie sielen nicht von ihrem Vornehmen, noch von ihrem halsstarrigen Wesen. 20. Darum ergrimmete dann des Herrn Zorn über Israel, daß er sprach: Weil dteß Volk meinen Bund übergangen hat, den ich ihren Vätern gebothen habe, und gehorchen meiner Stimme nicht; " 21. So will ich auch hinfort die Heiden nicht vertreiben, die Josua hat gelassen, da er starb; 22. Daß ich "Israel an ihnen versuche, ob sie auf dem Wege des Herrn bleiben, daß sie darinnen wandeln, wie ihre Väter geblieben sind, oder nicht. * < 3,1.4. 3 Mos. s, 2. 23. Also ließ der Herr diese Heiden, daß er sie nicht bald vertrieb, die er nicht hatte in Josua Hand übergeben. Das Mhniel. Richter 3. Ehud tödtet Eglon. 241 Das Z. Capitel. Athnicl , Ehud, Samgar, und ihre Thote«. 1. ^>ieß sind die Heiden, * die der Herr ließ bleiben, daß er an ihnen Israel versuchte, die nicht wußten um die Kriege Canaans, * s Mos. 7, 22. 2. Und daß die Geschlechter der Kinder Israel wüßten und lerneten streiten, die vorhin nichts darum wußten. 3. Nähmlich die * fünf Fürsten der Philister, und alle Cananiter, und Zidonter, und Heviter, die am Berge Libanon wohneten, -i- von dem Berge BaalHermon an, bis man kommt gen Hemalh. *c. 16, s. -i-L Mos. 3 , 8 . Jos. 11, 3 . Dieselben blieben, * Israel an denselben zu versuchen, daß es kund würde, ob sie den Gebothen des Herrn gehorchten, die er ihren Vätern gebothen hatte durch Mose. * s Mos. 8 , 2. Nicht. 2, 22 . 5 . Da nun die Kinder Israel also wohneten unter den Cananitern, Hethitern, Amoritern, Pheresitern, Hevitern und Jebusitern: 6 . Nahmen sie * jener Töchter zu Weibern, und gaben ihre Töchter jener Söhnen, und die- neten jener Göttern; * 2 Mos. 34,16. s Mos. 7,3. 7. Und thaten übel vor dem Herrn, und vergaßen des Herrn, ihres Gottes, und * dieneten Baalim und den Hainen. *«. 2,11. 8 . Da * ergrimmete der Zorn des Herrn über Israel, und verkaufte sie unter die Hand Cu- sanRisathaims, des Königs zu Mesopotamien; und dieneten also die Kinder Israel dem Cusan- Risathaim acht Jahre. *-.2,14.20. s-. 4 ,2. s. Da ' schrien die Kinder Israel zu dem Herrn; und der Herr erweckte ihnen einen Heiland, der sie erlösete, ^ Athuiel, den Sohn Ke- nas, Calebs jüngsten Bruders. * c. 6 , 6 . 1- Jos. IS, 17 . 10. Und der Geist des Herrn war in ihm, und ward Richter in Israel, und zog aus zum Streit. Und der Herr gab den König zu Syrien, Cu- sanRisathaim, in seine Hand, daß seine Hand über ihn zu stark ward. 11. Da ward das Land stille vierzig Jahre. Und Athntel, der Sohn Kenas, starb. 12. Aber die Kinder Israel thaten ferner Hebels vor dem Herrn. Da stärkte der Herr Eglon, den König der Moabiter, wider Israel, darum, daß sie Uebels thaten vor dem Herrn, 13. Und sammelte zu ihm die Kinder Ammon, und die Amalekirer; und er zog hin, und schlug Israel, und nahm ein die * Palmenstadt. * -. 1, 16 . L Mos. 34, 3. 1^. Und die Kinder Israel dieneten Eglon, der Moabiter Könige, achtzehn Jahre. 15. Da schrien sie zu dem Herrn; und der Herr erweckte ihnen einen Heiland, Ehud, den Sohn Gera, des Sohnes Jemini, der war ' links. Und da die Kinder Israel durch denselben Geschenk sandten Eglon, der Moabiter Könige : * c. 20, 16. 16. Machte sich Ehud ein zweyschneidiges Schwert eine Elle lang, und gürtete es unter sein Kleid, auf seine rechte Hüfte; 17. Und brachte das Geschenk dem Eglon, der Moabiter Könige. Eglon aber war ein sehr fetter Mann. 18. Und da er das Geschenk hatte überantwortet, ließ er das Volk, die das Geschenk getragen hatten; 19. Und kehrete um von den Götzen zu Gilgal, und ließ ansagen: Ich habe, 0 König, dir etwas Heimliches zu sagen. Er aber hieß schweigen, und gingen aus von ihm alle, die um ihn standen. 20. Und Ehud kam zu ihm hinein. Er aber saß in der Sommerlaube, die für ihn allein war. Und Ehud sprach: Ich habe Gottes Wort an dich. Da stand * er auf vom Stuhl. * 4 M»s. 23 , 18 . 21. Ehud aber reckte seine linke Hand aus, und nahm das Schwert von seiner rechten Hüfte, und stieß es ihm in seinen Bauch, 22. Daß auch das Heft der Schneide nach hinein fuhr, und das Fett das Heft verschloß, (denn er zog das Schwert nicht aus seinem Bauch) daß der Mist von ihm ging. 23. Aber Ehud ging den Saal hinaus, und that die Thür hinter sich zu, und verschloß sie. 2^1. Da er nun hinaus war, kamen seine Knechte hinein, und sahen, daß die Thür der Sommerlaube verschlossen war, und sprachen: Er ist vielleicht zu Stuhl gegangen in der Kammer an der Sommerlaube. 25. Da sie aber so lange harreten, bis sie sich schämeten, (denn Niemand that die Thür der Laube auf,) nahmen sie den Schlüssel, und schlossen auf; siehe, da lag ihr Herr auf der Erde todt. 26. Ehud aber war entronnen, dieweil sie verzogen, und ging vor den Götzen über, und entrann bis gen Seirath. H h ' Debora. Barak. 242 Moab geschlagen. Samgar. Richter 3. 4. 27. Und da er hinein kam , blies er die Posaunen auf dem Gebirge Ephraim. Und die Kinder Israel zogen mit ihm vom Gebirge/ und er vor ihnen her/ 28. Und sprach zu ihnen: Jaget mir nach/ denn der Herr hat euch die Moabiter/ eure Feinde/ in eure Hände gegeben. Und sie jagten ihm nach / und gewannen die Furt am Jordan ein/ die gen Moab gehet/ und ließen Niemand hinüber gehen. 29. Und schlugen die Moabiter zu der Zeit / bey zehn tausend Mann/ allzumahl die besten und streitbaren Männer / daß * nicht Einer entrann. * c. 4 / 16. 4 Mos. 2,, 33 . 30 . Also wurden die Moabiter zu der Zeit unter die Hand der Kinder Israel gedämpfet. Und das Land war stille achtzig Jahre. 3 1. Darnach * war Samgar/ der Sohn Anath; der schlug sechs hundert Philister mit einem Ochstnftecken, und erlösete auch Israel. *«. 6 . Das 4. Capitel. Dcborä / Baraks und Jacls Heldenmuth. 1. Hsber die Kinder" Israel thaten ferner Uebels ^ vor dem Herrn / da Ehud gestorben war. * c. 3 / 12. c. 6 / i 2. Und der Herr * verkaufte sie in die Hand Jabins, der Cananiter Königs/ der zu Hazor saß; und sein Feldhauptmann war Sissera / und er wohnete zu Haroseth der Heiden. * c. 3 , 8 . i Sam. 12/ 9 . 3. Und die Kinder Israel * schrien zum Herrn; denn er hatte neun hundert eiserne Wagen / und zwang die Kinder Israel mit Gewalt zwanzig Jahre. *c. 3 / 9 . i§. c. 6 / 6 . Zu derselben Zeit war Richterinn in Israel die Prophetinn, Debora/ ein Eheweib des Lapi- doth. s. Und sie wohnete unter den Palmen Debora/ zwischen Rama und BethEl / auf dem Gebirge Ephraim. Und die Kinder Israel kamen zu ihr hinauf vor Gericht. 6 . Dieselbige sandte hin, und ließ rufen Barak/ den Sohn Abinoams/ von ' KedesNaphthali/ und ließ ihm sagen: Hat dir nicht der Herr / der Gott Israels/ gebothen: Gehe hin/ und Ziehe auf den Berg Thabor / und nimm zehn tausend Mann mit dir/ von den Kindern Naph- thali und Sebulon? * Jos. 19/ 37. 7. Denn ich will Sissera/ den Feldhauptmann Jabins/ zu dir ziehen an das Wasser Kison/ mit seinen Wagen / und mit seiner Menge / und will ihn in deine Hände geben. 8 . Barak sprach zu ihr: Wenn du mit mir ziehest / so will ich ziehen; ziehest du aber nicht mit mir/ so will ich nicht ziehen. 9. Sie sprach: Ich will mit dir ziehen/ aber der Preis wird nicht dein seyn auf dieser Reist/ die du thust; sondern der Herr wird Sissera in eines Weibes Hand übergeben. Also machte sich Debora auf / und zog mit Barak gen Kedes. 10. Da rief Barak Sebulon und Naphthali gen Kedes, und zog zu Fuß mit zehn tausend Mann. Debora zog auch mit ihm. 11. Heber aber, der Keniter, war von den * Kenitern, von den Kindern t Hobabs, Most Schwager, gezogen, und hatte seine Hütte auf- geschlagen bey den Eichen Zaanaim neben Kedes. * e. 1/ 16. s- 4 Mos. 10/ 29. 12. Da ward Sissera angesagt, daß Barak, der Sohn Abinoams, auf den Berg Thabor gezogen wäre. 13. Und er rief alle seine Wagen zusammen, neun hundert eiserne Wagen, und alles Volk, das mit ihm war, von Haroseth der Heiden, an das Wasser Kison. 1^. Debora aber sprach zu Barak: Auf, das ist der Tag, da dir der Herr Sissera hat in deine Hand gegeben; denn der Herr wird vor dir her ausziehen. Also zog Barak von dem Berge Thabor herab, und die zehn tausend Mann ihm nach. 15. Aber der * Herr erschreckte dm Sissera, sammt allen seinen Wagen und ganzem Heer, vor der Schärfe des Schwerts Baraks, daß Sissera von seinem Wagen sprang, und floh zu FUß. »Ps.83/9. 10. 16. Barak aber jagte nach den Wagen und dem Heer, bis gen Haroseth der Heiden. Und alles Heer Sissera fiel vor der Schärfe des Schwerts, daß ' nicht Einer überblieb. * c. 3/ 29 Jos. 8/ 22. 17. Sissera aber floh zu Fuß in die Hütte Jaels, des Weibes Hebers, des Keniters. Denn der König Jabin zu Hazor, und das Haus Hebers, des Keniters, standen mit einander im Frieden. 18. Jael aber ging heraus, Sissera entgegen, und sprach zu ihm: Weiche, mein Herr, weiche zu mir, und fürchte dich nicht. Und er wich zu ihr ein in ihre Hütte, und sie deckte ihn zu mit einem Mantel. 19. Er aber sprach zu ihr : Lieber, gib mir und Baraks Triumphlied. 213 Iael tödtet Sissera. Debora Richter 4. 6. ein wenig " Wasser zu trinken, denn mich dürstet. Da that sie auf einen Milchtopf/ und gab ihm zu trinken, und deckte ihn zu. *«.-, 25 . 20. Und er sprach zu ihr: Tritt in der Hütte Thür, und wenn Jemand kommt und fragt, ob Jemand hier sey; so sprich: Niemand. 21. Da * nahm Iael, das Weib Hebers, einen Nagel von der Hütte, und einen Hammer in ihre Hand, und ging leise zu ihm hinein, und schlug ihm den Nagel durch seinen Schlaf, daß er zur Erde sank. Er aber entschlummerte, ward ohnmächtig, und starb. *2Sam. 4 ,7. 22. Da aber Barak Sissera nachjagte, ging ihm Iael entgegen heraus, und sprach zu ihm: Gehe her, ich will dir den Mann zeigen, den du suchest. Und da er zu ihr hinein kam, lag Sissera todt, und der Nagel stak in seinem Schlaf. 23. Also dämpfte Gott zu der Zeit Jabm, der Cananiter König, vor den Kindern Israel. 2-4. Und die Hand der Kinder Jftael fuhr fort, und ward stark wider Jabin, der Cananiter König, bis sie ihn ausrotteten. Das 5. Capitel. Debora und Baraks Triumphlied. 1. A>a sang Debora und Barak, der Sohn ^ Abinoams, zu der Zeit, und sprachen: (Anfang deS CapitelS.) 2. §obet den Herrn, daß Israel wieder frey ist geworden, und das Volk willig dazu gewesen ist. 3. Höret zu, ihr Könige, und merket auf, ihr Fürsten! Ich will, dem Herrn will ich fingen, dem Herrn, dem Gott Israels, will ich spielen. - 4 . Herr, da du von Seir auszogest, und einher gingest vom Felde Edom ; da * erzitterte die Erde, der Himmel troff, und die Wolken troffen mit Wasser. *Ps. 68 ,9. 5 . Die Berge ergossen sich vor dem Herrn, der Sinai vor dem Herrn, dem Gott Israels. 6 . Zu den Zeiten * Samgars, des Sohnes Anaths, zu den Zeiten Jaels, waren vergangen die Wege; und die da auf Pfaden gehen sollten, die wandelten durch krumme Wege. * c. 3, 31 . 7 . Es gebrach, an Bauern gebrach es in Israel, bis daß ich Debora aufkam, bis ich aufkam, eine Mutter in Israel. 8 . Ein Neues hat Gott erwählet, er hat die Thore bestritten. Es war ' kein Schild noch Spieß unter vierzig tausend in Israel zu sehen. * 1 Sam. 13, 22 . 9. Mein Herz ist wohl an den Regenten Israels , die freywillig sind unter dem Volk. Lobet den Herrn, 10. Die ihr auf * schönen Eselinnen reitet, die ihr am Gericht sitzet, und singet, die ihr auf dem Wege gehet. * c. 10, 4 . «. 12,14. 11. Da die Schützen schrien zwischen den Schöpfern, (TMkbmimcn), da sagte man von der Gerechtigkeit des Herrn, von der Gerechtigkeit seiner Bauern in Israel; da zog des Herrn Volk herab zu den Thoren. 12. "Wohlauf, wohlauf, Debora, wohlauf, wohlauf, und finge ein Liedlein! Mache dich auf, Barak, und fange deine Fänger, du Sohn Abinoams ! ' Ps. 47, 9. 13. Da herrschten die Verlassenen über die mächtigen Leute; der Herr hat geherrscht durch mich über die Gewaltigen. i-ä. Aus * Ephraim war ihre Wurzel wider Amalek, und nach dir, Benjamin, in deinem Volk. Von Machir sind Regenten gekommen, und von Sebulon sind Regierer geworden durch die Schreibfeder. * 2 Mos. 17,13. ^ 1 Chr. 2, 15. Und Fürsten zu Jsaschar waren mit Debora. Und Jsaschar war wie Barak im Grunde, gesandt mit seinem Fußvolk. Rüben hielt hoch von sich, und sonderte sich von uns. 16. Warum bleibest du zwischen den Hürden, zu hören das Blöken der Herde, und hältst groß von dir, und sonderst dich von uns? 17. Gilead blieb jenseit des Jordans. Und warum wohnet Dan unter den Schiffen? Asser saß an der ' Anfurt des Meers, und blieb in seinen zerrissenen Flecken. *30519,24. 18. Sebulons Volk aber "wagte seine Seele in den Tod ; Naphthali auch, in der Höhe des Feldes. "«. s, 17. 19. Die Könige kamen und stritten, da stritten die Könige der Cananiter zu Thaanach, am Wasser Megiddo; aber sie brachten keinen Gewinn davon. 20. Vom " Himmel ward wider sie gestritten, die Sterne in ihren Läuften stritten wider Sissera. * 2 Mos. 14, 25. Jos. 10, 14. 42. 21. Der Bach Kison wälzte sie, der Bach Ke- dumim, der Bach Kison. Tritt, meine Seele, auf die Starken. 22. Da rasselten der Pferde Füße vor dem Zagen ihrer mächtigen Reiter. 2.3. Fluchet der Stadt Meros, sprach der Engel des Herrn; fluchet ihren Bürgern, daß H h 2 244 Midiamter plagen Israel. Richte sie nicht kamen dem Herrn zu Hülfe, zu Hülfe dem Herrn zu den Helden. 2-ä. Gesegnet sey unter den Weibern Jael, das Weib Hebers, des Keniters; gesegnet sey sie in der Hütte unter den Weibern. 25. Milch ' gab sie, da er Wasser forderte, und Butter brachte sie dar in einer herrlichen Schale. * c. 4,19. 20. Sie * griff mit ihrer Hand den Nagel, und mit ihrer Rechten den Schmiedehammer, und schlug Sissera durch sein Haupt, und zerquetschte, und durchbohrte seinen Schlaf. i* «. 4/ 21 . 27. Zu ihren Füßen krümmete er sich, fiel nieder und legte sich, er krümmete sich, und siel nieder zu ihren Füßen; wie er sich krümmete, so lag er verderbet. 28. Die Mutter Sissera sah zum Fenster aus, und heulete durchs Gitter: Warum verziehet sein Wagen, daß er nicht kommt? Wie bleiben die Räder seiner Wagen so dahinten? 29. Die weisesten unter seinen Frauen antworteten, da sie ihre Klageworte immer wieder- hohlte: 30. Sollen sie denn nicht finden und austhei- len den Raub, einem jeglichen Manne eine Dirne oder zwo zur Ausbeute und Sissera bunte gestickte Kleider zur Ausbeute, gestickte bunte Kleider um den Hals zur Ausbeute? 31. Also müßen umkommen, Herr, alle deine Feinde! Die ihn aber lieb haben, müßen seyn, wie die Sonne aufgehet in ihrer Macht. Und das Land war stille ' vierzig Jahre. »c. 3,11. Das 6. Capitel. Gideon zum Richter berufe». r 4 tnd da die Kinder Israels * Uebels thaten vor dem Herrn, gab sie der Herr unter die Hand der Midiamter sieben Jahre. * c. 3 , 12. t. 4 / 1. k. 8 / 33 . «. 10/ 6 . 2. Und da der Midiamter Hand zu stark ward über Israel; machten die Kinder Israel für sich Klüfte in den Gebirgen, und Höhlen, und Festungen. 3. Und wenn Israel etwas säete, * so kamen die Midiamter, und Amalekiter, und hie aus dem Morgenlande, herauf über sie, 5 Mos. 28 / 33. Esaj. 62 / 8. 4 Und lagerten sich wider sie, und verderbeten das Gewächs auf dem Lande, bis hinan gen Gaza; und ließen nichts Uebriges von Nahrung r 5. 6. Gideons Gesicht. in Israel, weder Schaf, noch Ochsen, noch Esel. s. Denn sie kamen herauf mit ihrem Vieh und Hütten, wie * eine große Menge Heuschrecken, daß weder sie noch ihre Kameele zu zählen waren; und fielen in das Land, daß sie es verderbeten. * c. 7/ 12 . 6. Also ward Israel sehr gering vor den Mi- dianitern. ' Da schrien die Kinder Israel zu dem Herrn. * «. 3 / 9.13. «. 4 / 3. 7. Als sie aber zu dem Herrn schrien, um der Midiamter willen, 8. Sandte der Herr einen Propheten zu ihnen, der sprach zu ihnen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Ich habe euch aus Egypten ge- führet, und aus dem Diensthause gebracht; 9. Und habe euch errettet von der Egvpter Hand, und von aller Hand, die euch dränge- ten, und habe sie vor euch her ausgestoßen, und ihr Land euch gegeben; 10. Und sprach zu euch: J 4 . Da bauete Gideon daselbst dem Herrn einen Altar; und hieß ihn: Der Herr des Friedens. Der stehet noch bis auf den heutigen Tag zu Ophra, des Vaters der Esriter. 25. Und in derselbigen Nacht sprach der Herr zu ihm: Nimm einen Farren unter den Ochsen, die deines Vaters sind, und einen andern Farren, der siebenjährig ist; und * zerbrich den Altar Baals, der deines Vaters ist; und haue ab den Hain, der dabey stehet;* 2 Kon. n, is. c. 23/12. is. 26. Und baue dem Herrn, deinem Gott, oben auf der Höhe dieses Felsen einen Altar , und rüste ihn zu; und nimm den andern Farren, und opfere ein Brandopfer mit dem Holz des Hains, den du abgehauen hast. 27. Da nahm Gideon zehn Männer aus seinen Knechten, und that, wie ihm der Herr gesagt hatte. Aber er fürchtete sich solches zu thun des Tages, vor seines Vaters Haus, und den Leuten in der Stadt; und that es bey der Nacht. 28. Da nun die Leute in der Stadt des Morgens frühe gusstanden, siehe, da war der Altar 245 Baals zerbrochen, und der Hain dabey abgehauen: und der andere Farre ein Brandopfer auf dcm Altar, der gebauet war. 29. Und einer sprach zu dem andern: * Wer hat das gethan? Und da sie suchten und nachfragten , ward gesagt: Gideon, der Sohn Joas, hat das gethan. * e. i-/ 6. so. Da sprachen die Leute der Stadt zu Joas: Gib deinen Sohn heraus; er muß sterben, daß er den Altar Baals zerbrochen, und den Hain dabey abgehauen hat. 31. Joas aber sprach zu allen, die bey ihm standen: Wollt ihr um Baal hadern? Wollt ihr ihm helfen ? Wer um ihn hadert, der soll dieses Morgens sterben. * Ist er Gott, so rechte er um sich selbst, daß sein Altar zerbrochen ist. ' 1 Kön. 18/ 21. 27 . 32. Von dem Tage an hieß man ihn Jerub- Baal, und sprach: Baal rechte um sich selbst, daß sein Altar zerbrochen ist. 33. Da nun alle Midianiter, und Amaleki- ter, und die aus dem Morgenlande sich zu Haufe versammelt hatten, und zogen herdurch, und lagerten sich im Grunde Jesreel; 3 ^. Zog ' der Geist des Herrn Gideon an; und er ließ die Posaunen blasen, und rief -i- AbiEser, daß sie ihm nachfolgeten, * c. 11 / 29. 1 Cbr. 13 / 18. 1 - Jos. 17, 2. 35. Und sandte Bothschaft in ganz Manasse, und rief ihn an, daß sie ihm auch nachfolge- ten. Er sandte auch Bothschaft zu Asser, und Sebulon, und Naphthali; die kamen herauf ihm entgegen. 36 . Und Gideon sprach zu Gott: Willst du Israel durch meine Hand erlösen, wie du geredet hast; 37. So will ich ein Fell mit der Wolle auf die Tenne legen. Wird der Thau auf dem Fell allein seyn, und auf der ganzen Erde trocken; so will ich merken, daß du Israel erlösen wirst durch meine Hand, wie du geredet hast. 38 . Und es geschah also. Und da er des andern Morgens frühe aufstand, drückte er den Thau aus von dem Fell, und füllete eine Schale voll des Wassers. 39. Und Gideon sprach zu Gott: Dein "Zorn ergrimme nicht wider mich, daß ich noch einmahl rede. Ich will es nur noch einmahl versuchen mit dem Fell. Es sey allein auf dem Fell trocken , und Thau auf der ganzen Erde. » 1 Mos. 13 / so. 246 Gideons Rüstung Richter 7. und Anzug. Lo. Und Gott that also dieselbe Nacht, daß trocken war allein auf dem Fell, und Thau auf der ganzen Erde. Das 7. Capitel. Gidcon erhält den Sieg wider die Midianiter. 1. ^a machte sich ' JerubBaal, das ist Gi- ^ deon, frühe auf, und alles Volk, das mit ihm war, und lagerten sich an den Brunnen Harod, daß er das Heer der Midianiter hatte gegen Mitternacht, hinter den Hügeln der Warte im Grunde. * c. e, 32. 2. Der Herr aber sprach zu Gideon: Des Volks ist zu viel, das mit dir ist, daß ich sollte Midian in ihre Hände geben; Israel möchte sich rühmen wider mich, und sagen: Meine Hand hat mich erlöset. 3. So laß nun ausschreyen vor den Ohren des Volks, und sagen: * Wer blöde und verzagt ist, der kehre um, und hebe sich bald vom Gebirge Gilead. Da kehrete des Volks um zwey und zwanzig tausend, daß nur zehn tausend überblieben. * § Mos. 20,8. Und der Herr sprach zu Gideon: Des Volks ist noch zu viel. Führe sie hinab ans Wasser, daselbst will ich sie dir prüfen, und von welchem ich dir sagen werde, daß er mit dir ziehen soll, der soll mit dir ziehen ; von welchem aber ich sagen werde, daß er nicht mit dir ziehen soll, der soll nicht ziehen. 5. Und er führete das Volk hinab ans Wasser. Und der Herr sprach zu Gideon: Welcher mit seiner Zunge des Wassers lecket, wie ein Hund lecket, den stelle besonders; desselben gleichen, welcher auf seine Knie fällt zu trinken. 6. Da war die Zahl derer, die gelecket hatten aus der Hand zum Munde, drey hundert Mann; das andere Volk alles hatte kniend getrunken. 7. Und der Herr sprach zu Gideon: Durch * die drey hundert Mann, die gelecket haben, will ich euch erlösen, und die Midianiter in deine Hände geben; aber das andere Volk laß alles gehen an seinen Ort. * 1 Sam. 14 / 6 . 2 Chr. 14 / 11. 8 . Und sie nahmen Fütterung für das Volk mit sich, und ihre Posaunen. Aber die andern Israeliten ließ er alle gehen, einen Jeglichen in seine Hütte; er aber stärkte sich mit drey hundert Mann. Und das Heer der Midianiter lag unten vor ihm im Grunde. 9. Und der Herr sprach in derselben Nacht zu ihm: Stehe auf, und gehe hinab zum Lager; denn ich habe es in deine Hände gegeben. io. Fürchtest du dich aber hinab zu gehen, so laß deinen Knaben Pura mit dir hinab gehen zum Lager, i i. Daß du hörest, was sie reden. Darnach sollst du mit der Macht hinab ziehen zum Lager. Da ging Gideon mit seinem Knaben Pura hinab an den Ort der Schildwächter, die im Lager waren. 12. Und die Midianiter, und Amalekiter, und alle aus dem Mvrgenlande, hatten sich niedergeleget im Grunde, * wie eine Menge Heuschrecken ; und ihre Kameele waren nicht zu zählen vor der Menge, wie der Sand am Ufer des Meers. * c. 6 , ä. 13. Da nun Gideon kam, siehe, da * erzäh- lete Einer einem andern einen Traum, und sprach: Siehe, mir hat geträumet, mich dauchte, ein geröstet Gerstenbrot wälzte sich zum Heer der Midianiter; und da es kam an die Gezelte, schlug es dieselbigen, und warf sie nieder, und kehrete sie um, das Oberste zu unterst, daß das Gezelt lag. *1 Mos. 40,9.16. 1^. Da antwortete der andere: Das ist nichts anders, denn das Schwert Gideons, des Sohnes Joas, des Israeliten. Gott hat die Midianiter in seine Hände gegeben mit dem ganzen Heer. 15. Da Gideon den hörete solchen Traum erzählen, und seine Auslegung, bethete er an, und kam wieder ins Heer Israel, und sprach: Machet euch auf, denn der Herr hat * das Heer der Midianiter in eure Hände gegeben. * Esaj. 9/ 4. 16. Und er theilete die drey hundert Mann in drey Haufen, und gab einem Jeglichen eine Posaune in seine Hand, und ledige Krüge, und Fackeln darinnen. 17. Und sprach zu ihnen: Sehet auf mich, und thut auch also; und siehe, wenn ich an den Ort des Heers komme, wie ich thue, so * thut ihr auch. * -. 9, 48 . 18. Wenn ich die Posaune blase, und alle, die mit mir sind; so sollt ihr auch die Posaunen blasen ums ganze Heer, und sprechen: Hier Herr und Gideon! 19. Also kam Gideon und hundert Mann mit ihm an den Orr des Heers, an die ersten Wächter, die da verordnet waren, und weckten sie ans, und bliesen mit Posaunen, und zerschlugen die Krüge in ihren Händen. Richter 7 . 8. Sebah und Zalmuna gefangen. 247 Gideons Sieg. 20. Also bliesen alle drey Haufen mit Posaunen, und zerbrachen die Krüge. Sie hielten aber die Fackeln in ihrer linken Hand, und die Posaunen in ihrer rechten Hand, daß sie bliesen und riefen: Hier Schwert des Herrn und Gideon! 21. Und ein Jeglicher stand auf seinem Ort um das Heer her. Da ward das ganze Heer laufend, und schrien, und flohen. 22. Und indem die drey hundert Mann bliesen die Posaunen; schaffte der Herr, daß im ganzen Heer eines ' Jeglichen Schwert wider den andern war. Und das Heer floh bis gen BethSitta Zereratha, bis an die Grenze der Breite Mehola, bey Tabath. * 1 Sam. 11/ 20. Ps. 83/ 10. 23 . Und die Männer Israel von Naphthali, von Asser, und vom ganzen Manasse, schrien, und jagten den Midianitern nach. 24. Und Gideon sandte Bothschaft auf das ganze Gebirge Ephraim, und ließ sagen: Kommt herab, den Midianitern entgegen, und verlaufet ihnen das Wasser bis gen BethBara und den Jordan. Da schrien alle, die von Ephraim waren, und verliefen ihnen das Wasser, bis gen BethBara und den Jordan. 25 . Und singen zween Fürsten der Midiani- ter, * Oreb und Seb; und erwürgeten Oreb auf dem Fels Oreb, und Seb in der Kelter Seb; und jagten die Midianiter, und brachten die Häupter Orebs und Sebs zu Gideon über den Jordan. * Ps. « 3 /12. Esaj. 10/ 20. Das 8. C'apitel. Die übergebliebenen Midianiter werden geschlagen/ und Seba und Zalmuna gefangen. 1. Nnd die Männer von * Ephraim sprachen ^ zu ihm: Warum hast du uns das ge- than, daß du uns nicht riefest, da du in den Streit zogest wider die Midianiter? Und zankten sich mit ihm heftiglich. * c-12,1. 2. Er aber sprach zu ihnen: Was habe ich jetzt gethan, das eurer That gleich sey? Ist nicht eine Rebe Ephraims besser, denn die ganze Weinernte * AbiEsers ? * c. 6/ 31 . 3. Gott hat die Fürsten der Midianiter, Oreb und Seb, in eure Hände gegeben. Wie hätte ich können das thun, das ihr gethan habt? Da er solches redete, ließ ihr Zorn von ihm ab. Da nun Gideon an den Jordan kam, ging er hinüber mit den drey hundert Mann, die bey ihm waren, und waren müde, und jagten nach. 5. Und er sprach zu den Leuten zu' Suchoth: Lieber, gebet dem Volk, das unter mir ist, etliche Brote: denn sie sind müde, daß ich nachjage den Königen der Midianiter, Sebah und Zalmuna. * 1 M°s. 33/17. 6 . Aber die Obersten zu Suchoth sprachen: Sind die Fäuste Sebah und Zalmuna schon in deinen Händen, * daß wir deinem Heer sollen Brot geben? *i S«m. n n. 7. Gideon sprach: Wohlan, wenn der Herr Sebah und Zalmuna in meine Hand gibt; will ich euer Fleisch mit Dornen aus der Wüste, und mit Hecken zerdreschen. 8 . Und er zog von dannen hinauf gen * Pnuel, und redete auch also zu ihnen. Und die Leute zu Pnuel antworteten ihm, gleichwie die zu Suchoth. *iKön. 12/2S. 9. Und er sprach auch zu den Leuten zu Pnuel: Komme ich mit Frieden wieder, so will ich diesen Thurm zerbrechen. 10. Sebah aber und Zalmuna waren zu Kar- kor, und ihr Heer mir ihnen, bey fünfzehn tausend, die alle übergeblieben waren vom ganzen Heer derer aus Morgenland. Denn hundert und zwanzig tausend waren gefallen, die das Schwert ausziehen konnten. 11. Und Gideon zog hinauf auf der Straße, da man in Hütten wohnet, gegen Morgen, gen Nobah und Jagbeha; und schlug das Heer, denn das Heer war sicher. 12. Und Sebah und Zalmuna flohen; aber er jagte ihnen nach, und fing die zween Könige der Midianiter, Sebah und Zalmuna, und zerschreckte das ganze Heer. 13. Da nun Gideon, der Sohn Joas, wiederkam vom Streit, ehe die Sonne herauf gekommen war, 1^. Fing er einen Knaben aus den Leuten zu Suchoth, und fragte ihn; der schrieb ihm auf die Obersten zu Suchoth, und ihre Aeltesten, sieben und siebenzig Mann. 15. Und er kam zu den Leuten zu Suchoth, und sprach: Siehe, hier ist Sebah und Zalmuna, über welchen ihr mich spottetet, und sprächet Ist denn Sebah und Zalmuna Faust schon in: deinen Händen, daß wir deinen Leuten, die müde find, Brot geben sollen? 16. Und er nahm die Aeltesten der Stadt, und Dornen aus der Wüste und Hecken; und ließ es die Leute zu Suchoth fühlen. 17. Und den Thurm Pnuels zerbrach er, und erwürgete die Leute der Stadt. 248 Sebah und Zalmuna erwürget. Nicht i«. Und er sprach zu Sebah und Zalmuna: Wie waren die Männer, die ihr erwurgetet zu Thabor? Sie sprachen: Sie waren wie du, und ein Jeglicher schön, wie eines Königs Kinder. 19. Er aber sprach: Es sind meine Brüder, meiner Mutter Söhne, gewesen. So wahr der Herr lebet, wo ihr sie hättet leben lassen, wollte ich euch nicht erwürgen. 20. Und sprach zu seinem erstgebornen Sohn Jether: Stehe auf, und erwürge sie. Aber der Knabe zog sein Schwert nicht aus; denn er fürchtete sich, weil er noch ein Knabe war. 21. Sebah aber und Zalmuna sprachen: Stehe du auf, und mache dich an uns; denn darnach der Mann ist, ist auch seine Kraft. Also stand Gideon auf, und * erwürgete Sebah und Zal- muna; und nahm die Spangen, die an ihrer Kameele Hälsen waren. ' P> «z, 12. 22. Da sprachen zu Gideon Etliche in Israel: Sey Herr über uns, du, und dein Sohn, und deines Sohnes Sohn, weil du uns von der Midianiter Hand erlöset hast. 23. Aber Gideon sprach zu ihnen: Ich will nicht Herr seyn über euch, und mein Sohn soll auch nicht Herr über euch seyn, sondern der HErr soll Herr über euch seyn. 2^. Gideon aber sprach zu ihnen: Eins begehre ich von euch; ein Jeglicher gebe mir die Stirnbänder, die er geraubet hat; denn weil es Jsmaeliter waren, hatten sie goldene Stirnbänder. 25. Sie sprachen: Die wollen wir geben. Und breiteten ein Kleid ausund ein Jeglicher warf die Stirnbänder darauf, die er geraubet hatte. 26. Und die goldenen Stirnbänder, die er forderte, machten am Gewicht tausend sieben hundert Sekel Gold, ohne die Spangen und Ketten, und scharlakene Kleider, die der Midianiter Könige tragen, und ohne die Halsbänder ihrer Kameele. 27. Und Gideon machte * einen Leibrock dar- - aus, und setzte es in seine Stadt zu Ophra. Und ganz Israel verhurete sich daran daselbst, und gerieth Gideon und seinem Hause t zum Aergerniß. *«-17, s. 1- 2 Mos. 23, zz. 28. Also wurden die Midianiter gedemüthiget vor den Kindern Israel, und hoben ihren Kopf nicht mehr empor. Und das Land war stille * Vierzig Jahre, so lange Gideon lebte. -u. 29. Und JerubBaal, der Sohn Joas, ging hin, und wohnete in seinem Hause. r 8 . 9 . Gideon stirbt. 30. Und Gideon hatte * siebenzig Söhne, die aus seiner Hüfte gekommen waren; denn er hatte viele Weiber. * 2 «on. 10,1. 31. Und sein Kebsweib, das er zu Sichem hatte, gebar ihm auch einen Sohn: den nannte er ' AbtMelech. "c. s, i. 32. Und Gideon, der Sohn Joas, starb in gutem Alter, und ward begraben in seines Vaters Joas Grab, zu Ophra, ' des Vaters der Esriter. *c. 6, n. 33. Da aber Gideon gestorben war, kehrten sich die Kinder Israel um, und hureten den Baalim nach, und machten ihnen ' BaalBerith zum Gott. * c. 9,4. 3 >,. Und die Kinder Israel gedachten nicht an den Herrn, ihren Gott, der sie errettet hatte von der Hand aller ihrer Feinde umher. 35. Und thaten nicht Barmherzigkeit an dem Hause JerubBaal Gideons, wie er alles Gutes an Israel gethan hatte. Das 9. Capitel. Der Brudermörder AbiMelech kommt u«. i.IsbiMelech ' aber, der Sohn JerubBaals, ^ ging hin gen Sichem zu den Brüdern seiner Mutter; und redete mit ihnen, und mit dem ganzen Geschlecht des Hauses seiner Mutter Vaters, und sprach: ' e.«, 31. 2. Lieber, redet vor den Ohren aller Männer zu Sichem: Was ist euch besser, daß siebenzig Männer, alle Kinder JerubBaals, über euch Herren seyen; oder daß Ein Mann über euch Herr sey? Gedenket auch dabey, daß ich euer Gebein und Fleisch bin. 3. Da redeten die Brüder seiner Mutter von ihm alle diese Worte, vor den Ohren aller Männer zu Sichem; und ihr Herz neigte sich AbiMelech nach, denn sie gedachten: Er ist unser Bruder. Und gaben ihm siebenzig Silberlinge aus dem Hause BaalBeriths. Und AbiMelech din- gete damit lose leichtfertige Männer, die ihm nachfolgeten. 5. Und er kam in seines Vaters Haus gen Ophra, und erwürgete seine Brüder, die Kinder JerubBaals, ' siebenzig Mann, auf Einem Stein. Es blieb aber über Jotham, der jüngste Sohn JerubBaals, denn er ward versteckt. * 2 Kön. 10, 7. 14. 6 . Und es versammelten sich alle Männer von Sichem, und das ganze Haus Millo, gingen hin Jothams Gleichnißrede. Richter 9. Der Sichemiter Aufstand. 249 hin und machten AbiMelech zum Könige bey der hohen * Eiche, die zu Sichern stehet. * Jos. 24, 26. 7. Da das angesagt war- dem Iotham, ging er hin, und trat auf die Höhe des Berges Grifim, und hob auf feine Stimme, rief und sprach zu ihnen: Höret mich, ihr Männer zu Sichern, daß euch Gott auch höre. 8. Die Bäume gingen hin, daß sie einen König über sich salbeten, und fprachen zum Oehl- baurn: Sey unser König. 9. Aber der Oehlbaum antwortete ihnen: Soll ich meine Fettigkeit lassen, die beyde, Götter und Menschen, an mir preisen; und hingehen, daß ich schwebe über den Bäumen? 10. Da sprachen die Bäume zum Feigenbaum: Komm du, und sey unser König. i i. Aber der Feigenbaum sprach zu ihnen: Soll ich meine Süßigkeit und meine gute Frucht lassen, und hingehen, daß ich über den Bäumen schwebe? 12. Da sprachen die Bäume zum Weinstock: Komm du, und sey unser König. 13. Aber der Weinstock sprach zu ihnen: Soll ich meinen Most lassen, der Götter und Menschen fröhlich macht, und hingehen, daß ich über den Bäumen schwebe? i^. Da sprachen alle Bäume zum * Dornbusch : Komm du, und sey unser König. * 2 Kön. 14, S. 15. Und der Dornbusch sprach zu den Bäumen : Ist es wahr, daß ihr mich zum Könige salbet über euch, so kommt und vertrauet euch unter meinen Schatten; wo nicht, so gehe * Feuer aus dem Dornbusch und verzehre die Cedern Libanons. * Ezcch. iS, i4. 16. Habt ihr nun recht und redlich gethan, daß ihr AbiMelech zum Könige gemacht habt? Und habt ihr wohlgethan an JerubBaal und an seinem Hause; und habt ihm gethan, wie er um euch verdienet hat, 17. Daß mein Vater um euert willen gestritten hat, und * seine Seele dahin geworfen von fich, daß er euch errettete von der Midianiter Hand? * c. 5, 18. c. 12 , 3. 18. Und ihr lehnet euch auf heute wider meines Vaters Haus, und erwürget seine Kinder, fiebenzig Männer, auf Einem Stein; und machet euch einen König, AbiMelech, seiner Magd Sohn, über die Männer zu Sichern, weil er euer Bruder ist. is. Habt ihr nun recht und redlich gehandelt an JerubBaal, und an seinem Hause, an diesem Tage; so seyd fröhlich über dem AbiMelech, und er sey fröhlich über euch. 20. Wo nicht, fo gehe Feuer aus von AbiMelech , und verzehre die Männer zu Sichern, und das Haus Millo; und gehe auch Feuer aus von den Männern zu Sichern, und vom Hause Millo, und verzehre AbiMelech. 21. Und Iotham sioh, und entwich, und ging gen Ber, und wohnete daselbst vor seinem Bruder AbiMelech. 22. Als nun AbiMelech drey Jahre über Israel geherrscht hatte: 23. Sandte Gott einen bösen Willen zwischen AbiMelech, und den Männern zu Sichern. Denn die Männer zu Sichern versprachen (handelten Bundbrüchig an) AbiMelech; 2^. Und zogen an den Frevel, an den siebenzig Söhnen JerubBaals begangen; und legten derselben Blut auf AbiMelech, ihren Bruder, der sie erwürget hatte, und auf die Männer zu Sichern, die ihm seine Hand dazu gestärkt hatten, daß er seine Brüder erwürgte. 25. Und die Männer zu Sichern bestellten einen * Hinterhalt auf den Spitzen der Berge, und raubten alle, die auf der Straße zu ihnen wandelten. Und es ward AbiMelech angesagt. * Jos. 8, 2 . 26. Es kam aber Gaal, der Sohn Ebeds, und seine Brüder, und gingen zu Sichern ein. Und die Männer zu Sichern verließen sich auf ihn, 27. Und zogen heraus auf das Feld, und lasen ab ihre Weinberge, und kelterten, und machten einen Tanz und gingen in ihres Gottes Haus, und aßen und tranken, und fluchten dem AbiMelech. 28. Und Gaal, der Sohn Ebeds, sprach: Wer ist AbiMelech? Und was ist Sichern, daß wir ihm dienen sollten? Ist er nicht Jerub Baals Sohn, und hat Sebul, seinen Knecht, hergesetzt über die Leute * Hemors, des Vaters Sichems? Warum sollen wir ihm dienen? * 1 Mos. 34, 2. 29. Wollte Gott, das Volk wäre unter meiner Hand, daß ich den AbiMelech vertriebe. Und es ward AbiMelech gesagt: Mehre dein Heer, und ziehe aus. 30. Denn Sebul, der Oberste in der Stadt, da er die Worte Gaals, des Sohnes Ebeds, hörete, ergrtmmete er in seinem Zorn, 31. Und sandte Botschaft zu AbiMelech heim- 250 Sichern wird besaqert Richter 9. und erobert. AbiMelech getödtet. lieh, und ließ ihm sagen: Siehe, Gaal, der Sohn Ebeds, und seine Brüder, sind gen Sichern gekommen, und machen dir die Stadt widerwärtig. 32 . So mache dich nun auf bey der Nacht, du und dein Volk, das bey dir ist, und mache einen Hinterhalt auf sie im Felde. 33. Und des Morgens, wenn die Sonne aufgehet , so mache dich frühe auf und überfalle die Stadt. Und wo er und das Volk, das bey ihm ist, zu dir hinaus ziehet; so thue mit ihm, wie es deine Hand findet. 34. AbiMelech stand auf bey der Nacht, und alles Volk, das bey ihm war, urrd hielt auf Sichern mit vier Haufen. 35. Und Gaal, der Sohn Ebeds, zog heraus, und trat vor die Thür an der Stadt Thor. Aber AbiMelech machte sich auf aus dem Hinterhalt sammt dem Volk, das mit ihm war. 36 . Da nun Gaal das Volk sah, sprach er zu Sebul: Siehe, da kommt ein Volk von der Höhe des Gebirges hernieder. Sebul aber sprach zu ihm: Du stehest die Schatten der Berge für Leute an. 37 . Gaal redete noch mehr, und sprach: Siehe, ein Volk kommt hernieder aus dem Mittel des Landes, und ein Haufe kommt auf dem Wege zur Zaubereiche. 38. Da sprach Sebul zu ihm: Wo ist nun hier dein Maul, das da sagte: Wer ist AbiMelech , daß wir ihm dienen sollten? Ist das nicht das Volk, das du verachtet hast? Ziehe nun aus, und streite mit ihm. 39 . Gaal zog aus vor den Männern zu Sichern her, und stritte mit AbiMelech. 40. Aber AbiMelech jagte ihn, daß er floh vor ihm; und fielen viele Erschlagene bis an die Thür des Thors. 41. Und AbiMelech blieb zu Aruma. Sebul aber verjagte den Gaal und seine Brüder, daß sie zu Sickern nicht mußten bleiben. 42. Auf den Morgen aber ging das Volk heraus auf das Feld. Da das AbiMelech ward arrgesagt: 43. Nahm er das Volk, und theilete es in drey Haufen, und machte einen ' Hinterhalt auf sie im Felde. Als er nun sah, daß das Volk aus der Stadt ging; erhob er sich über sie, und schlug sie. *so, 2 s. 44. AbiMelech aber und die Haufen, die bey ihm waren, überfielen sie, und traten an die Thür der Stadl Thor; und zweeu der Haufen überfielen alle, die auf dem Felde waren, und schlugen sie. 45. Da stritt AbiMelech wider die Stadt denselben ganzen Tag, und gewann sie, und erwür- gete das Volk, das darinnen war, und zerbrach die Stadt, und säete Salz darauf. 46. Da das höreten alle Männer des Thurms zu Sichem, gingen sie in die Festung des Hauses des Gottes Berith. 47 . Da das AbiMelech hörete, daß sich alle Männer des Thurms zu Sichem versammelt hatten; 48 . Ging er auf den Berg Zalmon, mit allem seinem Volk, das bey ihm war, und nahm eine Axt in seine Hand, und hieb einen Ast von Bäumen, und hob ihn auf, und legte ihn auf seine Achsel, und sprach zu allem Volk, das mit ihm war: * Was ihr gesehen habt, das ich thue, das thut auch ihr eilend, wie ich. * c. 7, 17. 49 . Da hieb alles Volk ein Jeglicher einen Ast ab, und folgten AbiMelech nach, und legten sie an die Festung, und steckten sie mit Feiler an, daß auch alle Männer des Thurms zu Sichem starben, bey tausend, Mann und Weib. 50. AbiMelech aber zog gen Thebez, und belagerte sie, und gewann sie. 51. Es war aber ein starker Thurm mitten in der Stadt, auf welchen flohen alle Männer und Weiber, und alle Bürger der Stadt, und schloßen hinter sich zu, und stiegen auf das Dach des Thurms. 62 . Da kam AbiMelech zum Thurm, und stritt dawider, und nahete sich zur Thür des Thurms , daß er ihn mit Feuer verbrennete. 53. Aber ein Weib warf* ein Stück von einem Mühlstein AbiMelech auf den Kopf, und zerbrach ihm den Schedel. ' - Sam. n, 21. 54. Da rief AbiMelech eilend den Knaben, der seine Waffen trug, und sprach zu ihm? ' Ziehe dein Schwert aus, und tödte mich, daß man nicht von mir sage: Ein Weib hat ihn erwürget. Da durchstach ihn sein Knabe, und er starb. *1 Sam. 31, 4 . 55 . Da aber die Jftaeliter, die mit ihm waren, sahen, daß AbiMelech todt war; ging rin Jeglicher an seinen Ort. 56. Also* bezahlte Gott AbiMelech das Uebel, das er an seinem Vater gethan hatte, da er seine siebenzig Brüder erwürgete. *».i, 7 . Zer. so, 29. Jstael wird geplaget. Richter 57. Desselben gleichen alles Uebel der Männer Sichems vergalt ihnen Gott auf ihren Kopf, und kam über sie ' der Fluch Jothams, des Sohnes JerubBaals. '».20. Das 10. Capitel. Israel wird wegen der Abgötterei) von den Philistern gedränget. 1. Aach AbiMelech machte sich auf zu helfen ^ Israel, Thola, ein Mann von Jsaschar, ein Sohn Pua, des Sohnes Dodo. Und er wohnete zu Samir, auf dem Gebirge Ephraim, 2. Und richtete Israel drey und zwanzig Jahre, und starb, und ward begraben zu Samir. 3. Nach ihm machte sich auf * Jair, ein Gi- leaditer, und richtete Israel zwey und zwanzig Jahre; *4 Ms. 32,41. Und hatte dreyßig Söhne auf dreyßig * Eselsfüllen reiten; und hatte dreyßig Städte, die heissen Dörfer Jairs, bis auf diesen Tag, und liegen in Gilead. * e. 12,14. 5. Und Jair starb, und ward begraben zu Kamon. ^ 6 . Aber die Kinder Israel * thaten ferner Uebels vor dem Herrn, und dieneten -i- Baalim und Ast- haroth, und den Göttern zu Syrien, und den Göttern zu Zidon, und den Göttern Moabs, und den Göttern der Kinder Ammon, und den Göttern der Philister, und verließen den Herrn, und dieneten ihm nicht. * c. 3,12. c. 4 ,1. i- e. 2,13. 7. Da * ergrimmete der Zorn des Herrn über Israel, und verkaufte sie unter die Hand der Philister, und der Kinder Ammon. * c. 2, i 4 . c. 3 , 8 . 8 . Und sie zertraten und zerschlugen die Kinder Israel, von dem Jahr an, wohl achtzehn Jahre, nähmlich alle Kinder Israel jenseit des Jordans, im Lande der Amoriter, das in Gilead liegt. s. Dazu zogen die Kinder Ammon über den Jordan, und stritten wider Juda, und wider Benjamin, und wider das Haus Ephraim, also, daß Israel sehr geängstiget ward. 10. ' Da * schrien die Kinder Israel zu dem Herrn, und sprachen: Wir haben an dir ge- sündiget; denn wir haben unfern Gottverlassen, und Baalim gedienet. * r. 3 , 9 . 13 . 4 , 3 . 11. Aber der Herr sprach zu den Kindern Israel: Haben euch nicht auch die Egypter, die Amoriter, die Kinder Ammon, die Philister, 12. Die Zidonier, die Amalekiter und Mao- niter gezwungen; und ich half euch aus ihren Händen, da ihr zu mir schriet? 10. 11. Jephthah ausgestoßen. 251 13. Noch habt ihr * mich verlassen, und andern Göttern gedienet; darum will ich euch nicht mehr helfen. * § Mos. 32,16. 1^. Gehet hin, und schreyet die Götter an, die ihr erwählet habt; lasset * euch dieselben helfen zur Zeit eurer Trübsal. * 5 Ms. 32, 37. 38. Zcr. 2, 28. 15. Aber die Kinder Israel sprachen zu dem Herrn: Wir haben gesündiget, mache es nur du mit uns, wie dirs gefällt; allein errette uns zu dieser Zeit. 1 6 . Und sie * thaten von sich die fremden Götter, und dieneten dem Herrn. Und t es jammerte ihn, daß Israel also geplaget ward. * 1 Mos. 33, 2. -i- Nicht. 2 , 18 . 17 . Und die Kinder Ammon schrien, und lagerten sich in Gilead; aber die Kinder Israel versammelten sich, und lagerten sich zu Mizpa. 18. Und das Volk der Obersten zu Gilead sprachen unter einander: Welcher anfänget zu streiten wider die Kinder Ammon, der soll das * Haupt seyn über alle, die in Gilead wohnen. ' k. 11, 6. 8. 9. Das 11. Capitel. Jephthah Sieg und Gelübde. 1. jephthah, ein Gileaditer, war ein streit- ^ barer Held, aber ein Hurenkind. Gilead aber hatte Jephthah gezeuget. 2. Da aber das Weib Gileads ihm Kinder gebar, und desselben Weibes Kinder groß wurden ; stießen sie Jephthah aus, und sprachen zu ihm: Du ' sollst nicht erben in unsers Vaters Hause, denn du bist eines andern Weibes Sohn. » 1 Ms. 21, 10. 3 . Da sieh er vor seinen Brüdern, und wohnete im Lande Tob. Und ' es sammelten sich zu ihm lose Leute, und zogen aus mit ihm. * 1 Sam. 22 , 2 . Und über etliche Zeit hernach stritten die Kinder Ammon mit Israel. 5 . Da nun die Kinder Ammon also stritten mit Israel, gingen die Aeltesten von Gilead hin, daß sie Jephthah hohleten aus dem Lande Tob, 6. Und sprachen zu ihm: Komm, und sey unser Hauptmann, daß wir streiten wider die Kinder Ammon. 7 . Aber Jephthah sprach zu den Aeltesten von Gilead: Seyd ihr es nicht, die' mich hassen und aus meines Vaters Hause gestoßen habt? Und nun kommt ihr zu mir, weil ihr in Trübsal seyd. - * 1 Mos. 26, 27. Ji 2 Richter 11. Ammon höret Iephthah nicht. 252 Iephthah Rede an Ammon. 8 . Die Aeltesten von Gilead sprachen zu Jeph- thah: Darum kommen wir nun wieder zu dir, daß du mit uns ziehest, und helfest uns streiten wider die Kinder Ammon, und seyft unser * Haupt über alle, die in Gilead wohnen. * c. 10 / 18 . y. Iephthah sprach zu den Aeltesten von Gilead : So ihr mich wieder höhlet zu streiten wider die Kinder Ammon, und der Herr sie vor mir geben wird, soll ich dann euer Haupt seyn? 10. Die Aeltesten von Gilead sprachen zu Iephthah: Der Herr sey Zuhörer zwischen uns, wo wir nicht thun, wie du gesagt hast. 11. Also ging Iephthah mit den Aeltesten von Gilead, und das Volk setzte ihn zum Haupt und Obersten über sich. Und Iephthah redete solches alles vor dem Herrn zu Mizpa. 12. Da sandte Iephthah Bothschaft zum Könige der Kinder Ammon, und ließ ihm sagen: * Was hast du mit mir zu schaffen, daß du kommest zu mir wider mein Land zu streiten? * 2 Sam. 16/ io. c. 19 / 22. 13. Der König der Kinder Ammon antwortete den Bothen Iephthah: Darum, daß Israel mein Land genommen hat, da sie aus Egypten zogen, von * Arnon an bis an Jabok, und bis an den Jordan; so gib mirs nun wieder mit Frieden. ' 4 Mos. 21,24. 1^. Iephthah aber sandte noch mehr Bothen zum Könige der Kinder Ammon, 15. Die sprachen zu ihm: So spricht Jeph- thah: Israel hat kein Land genommen, weder den Moabitern, noch den Kindern Ammon. 16. Denn da sie aus Egypten zogen, wandelte Israel durch die Wüste bis an das Schilfmeer, und kam gen Kades. 17. Und sandte * Bothen zum Könige der Edo- miter, und sprach: Laß mich durch dein Land ziehen. Aber der Edomiter König erhörete sie nicht. Auch sandten sie zum Könige der Moabiter , der wollte auch nicht. Also blieb Israel irr Kades, * 4 Ms. 20/14. 18. Und wandelten in der Wüste, und umzogen das Land der Edomiter und Moabiter, und kamen von der Sonnen Aufgang an der Moabiter Land, und lagerten sich jenseit des Arnon; und kamen nicht in die Grenze der Moabiter, denn Arnon ist der Moabiter Grenze. 19. Und Israel * sandte Bothen zu Sihon, der Amoriter Könige zu Hesbon, und ließ ihm sagen: Laß uns durch dem Land ziehen bis an meinen Ort. -4 Ms. 21,21. 3 Ms. 2,26. 20. Aber Sihon vertrauere Israel nicht durch seine Grenze zu ziehen; sondern versammelte alles sein Volk, und lagerte sich zu Jahza, und stritt mit Israel. 21. Der Herr aber, der Gott Israels, gab den Sihon mit allem seinem Volk in die Hände Israels, daß sie sie schlugen. Also nahm Israel ein alles Land der Amoriter, die in demselben Lande wohneten, 22. Und nahmen alle Grenzen der Amoriter ein, von Arnon an, bis an Jabok, und von der Wüste an, bis an den Jordan. 23. So hat nun der Herr, der Gott Israels, die Amoriter vertrieben vor seinem Volk Israel; und du willst sie einnehmen? 2^1. Du solltest die einnehmen, die dein Gott * Camos vertriebe, und uns lassen einnehmen alle, die der Herr, unser Gott, vor uns vertrieben hat. * 4 M,^ 21/ 29. IKön. 11/ 7. 2Kön. 23/ 13. 25. Meinest du, daß du besser Recht habest, denn*Balak, der Sohn Zipors, der Moabiter König? Hat derselbe auch je gerechtet oder gestritten wider Israel, *4 Ms. 22/2. - 26. Obwohl Israel nun drey hundert Jahre gewöhnet hat in Hesbon, und ihren Töchtern, in Aroer und ihren Töchtern, und allen Städten, die am Arnon liegen? Warum errettetet ihr es nicht zu derselbigen Zeit? 27. Ich habe nichts an dir gesündiget; und du thuft so übel an mir, daß du wider mich streitest. Der * Herr fälle heute ein Urtheil zwischen Israel und den Kindern Ammon. * 1 Mos. 31/ 33. 1 Sam. 24/ 16. 28. Aber der König der Kinder Ammon erhörete die Rede Iephthah nicht, die er zu ihm sandte. 29. Da kam der * Geist des Herrn auf Jeph- thah, und zog durch Gilead und Manasse, und durch Mizpe, das in Gilead lieget, und von Mizpe, das in Gilead lieget, auf die Kinder AMM0N. * c- 6, 34. 30. Und Iephthah gelobte dem Herrn ein Gelübde, und sprach: Gibst du die Kinder Am- mon in meine Hand; 31. Was zu meiner Hausthür heraus mir entgegen gehet, wenn ich mit Frieden wieder komme von den Kindern Ammon, das soll des Herrn seyn, und wills zum Brandopfer opfern. 32. Also zog Iephthah auf die Kinder Ammon, wider sie zu streiten. Und der Herr gab sie in seine Hände. 33. Und er schlug sie von Aroer an, bis man Jephthah Tochter. Richter 11. 12. 13. Von Ephraim ^2000 erschlagen. 253 kommt gen Minnith, zwanzig Städte / und bis an den Plan der Weinberge/ eine sehr große Schlacht. Und wurden also die Kinder Ammon gedemüthiget vor den Kindern Israel. 3^. Da nun Jephthah kam gen Mizpe zu seinem Häuft/ siehe/ da gehet seine Tochter heraus ihm entgegen / mit Pauken und Reigen / und sie war ein einiges Kind / und er hatte sonst keinen Sohn noch Tochter. 35. Und da er sie sah/ zerriß er seine Kleider, und sprach: Ach meine Tochter, wie beugest du mich, und betrübest mich: Denn ich habe meinen Mund aufgethan gegen den Herrn, * und kann es nicht widerrufen. * 3 Ms. 27/ 29. 36 . Sie aber sprach: Mein Vater, hast du deinen Mund aufgethan gegen den Herrn, so thue mir, wie es aus deinem Munde gegangen ist; nachdem der Herr dich gerochen hat an deinen Feinden, den Kindern Ammon. 37. Und sie sprach zu ihrem Vater: Du wolltest mir das thun, daß du mich lassest zween Monathe, daß ich von hinnen hinab gehe auf die Berge, und meine Jungfrauschaft beweine mit meinen Gespielen. 38 . Er sprach : Gehe hin; und ließ sie zween Monathe gehen. Da ging sie hin mit ihren Gespielen, und beweinete ihre Jungfrauschaft auf den Bergen. 3s. Und nach zween Monathen kam sie wieder zu ihrem Vater. Und er that ihr, wie er gelobet hatte; und sie war nie keines Mannes schuldig geworden. Und ward eine Gewohnheit in Israel, ^0. Daß die Töchter Israels jährlich hingehen, zu klagen die Tochter Jephthah, des Gi- leaditers, des Jahrs vier Tage. Das 12. Capitel. Niederlage der Ephraimitcr. 1. Nnd die von * Ephraim schrien, und gingen " zur Mitternachtwärts, und sprachen zu Jephthah: Warum bist du in den Streit gezogen wider die Kinder Ammon, und hast uns nicht gerufen, daß wir mit dir zögen? Wir wollen dein Haus sammt dir mit Feuer verbren- nen. * c. 8, 1 . 2. Jephthah sprach zu ihnen: Ich und mein Volk hatten eine große Sache mit den Kindern Ammon; und ich schrie euch an, aber ihr hälfet mir nicht aus ihren Händen. 3. Da ich nun sah, daß ihr nicht helfen wolltet, stellete ich meine* Seele in meine Hand, und zog hin wider die Kinder Ammon, und der Herr gab sie in meine Hand. Warum kommt ihr nun zu mir herauf, wider mich zu streiten? * c. 3/ 18 . c. 9/ 17. Und Jephthah sammelte alle Männer in Gilead, und stritt wider Ephraim. Und die Männer in Gilead schlugen Ephraim, darum, daß sie sagten: Seyd doch ihr Gileaditer unter Ephraim und Manasse, als die Flüchtigen zu Ephraim. 5. Und die Gileaditer nahmen ein die Furt des Jordans vor Ephraim. Wenn nun sprachen die Flüchtigen Ephraims: Laß mich hinüber gehen; so sprachen die Männer von Gilead zu ihm: Bist du ein Ephraimiter? Wenn er dann antwortete: Nein; 6 . So hießen sie ihn sprechen: Schiboleth; so sprach er Siboleth, und konnte es nicht recht reden. So griffen sie ihn, und schlugen ihn an der Furt des Jordans, daß zu der Zeit von Ephraim fielen zwey und vierzig tausend. 7 . Jephthah aber richtete Israel sechs Jahre. Und Jephthah, der Gileaditer, starb, und ward begraben in den Städten zu Gilead. 8 . Nach diesem richtete Israel Ebzan von Bethlehem. 9. Der hatte dreyßig Söhne, und dreyßig Töchter setzte er aus, und dreyßig Töchter nahm er von außen seinen Söhnen; und richtete Israel sieben Jahre, 10. Und starb, und ward begraben zu Bethlehem. 11. Nach diesem richtete Israel Elon, ein Sebuloniter; und richtete Israel zehn Jahre, 12. Und starb, und ward begraben zu Ajalon im Lande Sebulon. 13. Nach diesem richtete Israel Abdon, ein Sohn Hillels, ein Pireathoniter. 1^. Der hatte vierzig * Söhne, und dreyßig Neffen, die auf siebenzig Eselsfüllen ritten; und richtete Israel acht Jahre, * c. 10, 4 . 15. Und starb, und ward begraben zu Pi- reathon, im Lande Ephraim, auf dem Gebirge der Anralekiter. Das 13. Capitel. EimsonS Empfängniß und Geburt. i.Nnd die Kinder Israel * thaten ferner Ue- ^ bels vor dem Herrn; und der Herr gab sie in die Hände der Philister vierzig Jahre. * c. 3/ 12. k. 8/ 3Z. t. 10/ 6. / 251 Manoah und sein Weib Richter 13. reden mit dem Engel. 2. Es war aber ein Mann zu Zarea, von einem Geschlecht der Daniter, mit Nahmen Manoah; und sein Weib war unfruchtbar, und gebar nichts. z. Und der Engel des Herrn erschien dem Weibe, und sprach zu ihr: Siehe, du bist unfruchtbar, und gebierest nichts; aber' du wirst schwanger werden, und einen Sohn gebären. * Lue. i, 3 i. ^1. So hüthe dich nun, daß du nicht * Wein noch starkes Getränke trinkest, und nichts i- Unreines essest. * 4 Mos. 6 , 3 . -k- 3 Mos. 11/ 43 . 5 . Denn du * wirst schwanger werden, und einen Sohn gebären, dem kein-!-Schermesser soll aufs Haupt kommen. Denn der Knabe wird ein Verlobter Gottes seyn von Mutterleibe; und er wird aufangen Israel zu erlösen aus der Philister Hand. * 1 Mos. 16,11. s 4 Mos. 6 , 3 . 1 Sam. 1/11. 6 . Da kam das Weib, und sagte es ihrem Manne an, und sprach: Es kam ein Mann Gottes zu mir, und seine Gestalt war anzusehen wie ein Engel Gottes, sehr erschrecklich, -aß ich ihn nicht fragte, woher oder wohin; und er sagte mir nicht, wie er hieße. 7 . Er sprach aber zu mir: Siehe, du wirst schwanger werden, und einen Sohn gebären. So trinke nun keinen Wein, noch starkes Getränke , und iß nichts Unreines; denn der Knabe soll ein Verlobter Gottes seyn, von Mutterleibe an, bis in seinen Tod. 8 . Da bath Manoah den Herrn, und sprach: Ach Herr, laß den Mann Gottes wieder zu uns kommen, den du gesandt hast, daß er uns lehre, was wir mit dem Knaben thun sollen, der geboren soll werden. s. Und Gott erhörete die Stimme Manoah; und der Engel Gottes kam wieder zum Weibe. Sie saß aber auf dem Felde, und ihr Mann Manoah war nicht bey ihr. io. Da lief sie eilends, und sagte es ihrem Manne an, und sprach zu ihm: Siehe, der Mann ist mir erschienen, der heute zu mir kam. i i. Manoah machte sich auf, und ging seinem Weibe nach, und kam zu dem Manne, und sprach zu ihm: Bist du der Mann, der mit dem Weibe geredet hat? Er sprach: Ja. 12. Und Manoah sprach: Wenn nun kommen wird, das du geredet hast; welches soll des Knaben Weise und Werk seyn? 13. Der Engel des Herrn sprach zu Manoah: Er soll sich hüthen vor allem, das ich dem Weibe gesagt habe. i^. Er soll nicht essen, das ' aus dem Weinstock kommt; und soll keinen Wein noch starkes Getränke trinken, und nichts Unreines essen; alles, was ich dir gebothen habe, soll er halten. * 4 Mos. 6 , 3 . Luc. i, 13 . 15 . Manoah sprach zum Engel des Herrn r Lieber, * laß dich halten, wir wollen dir ein Ziegenböcklein zurichten. * c. 6 , i 8 . 16. Aber der Engel des Herrn antwortete Manoah: Wenn du mich gleich hier hieltest, so esse ich doch deiner Speise nicht. Willst du aber dem Herrn ein Brandopfer thun, so magst du es opfern. Denn Manoah wußte nicht, daß es ein Engel des Herrn war. 17. Und Manoah sprach zum Engel des Herrn: * Wie heissest du? daß wir dich preisen, wenn nun kommt, was du geredet hast. ' i Mos. 32,29. 1 8 . Aber der Engel des Herrn sprach zu ihm: Warum fragst du nach meinem Nahmen, der doch * wundersam ist. * Esaj. s, 6 . 19. Da nahm Manoah ein Ziegenböcklein, und Speisopfer, und opferte es auf einem Fels dem Herrn. Und er machte es wunderbarlich. Manoah aber und sein Weib sahen zu. 20. Und da die Lohe auffuhr vom Altar gen Himmel, fuhr der Engel des Herrn in der Lohe des Altars hinauf. Da das Manoah und sein Weib sahen, sielen sie zur Erde auf ihre Angesichter. 21. Und der Engel des Herrn erschien nicht mehr Manoah und seinem Weibe. Da erkannte Manoah, daß es ein Engel des Herrn war, 22. Und sprach zu seinem Weibe: Wir mäßen * des Todes sterben, daß wir Gott gesehen haben. * c. 6 / 22. 23 . 2 Mos. 19 / 21. 23. Aber sein Weib antwortete ihm: Wenn der Herr Lust hätte uns zu tödten, so hätte er das Brandopfer und Speisopfer nicht genommen von unfern Händen; er hätte uns auch nicht solches alles erzeiget, noch uns solches hören la^ sen, wie jezt geschehen ist. 2^. Und das Weib gebar einen Sohn, und hieß ihn Simson. Und der Knabe wuchs, und der Herr segnete ihn. 25. Und der * Geist des Herrn sing an ihn zu treiben im Lager Dan, zwischen Zarea und Est- haol. * Matth. 4/ 1. Luc. 4, i. Das 14. Capitel. SimsonS Heldenthat / Hochzeit und RLthscl. i.^imson'ging hinab gen Thimnath, und ^ sah ein Weib zu Thimnath unter den Töchtern der Philister. Simsons Heirath Richter 14. 15. und Räthsel. 255 2. Und da er herauf kam, sagte er es an seinem Vater und seiner Mutter, und sprach: Ich habe ein Weib gesehen zu Thimnath, unter den Töchtern der Philister; * gebet mir nun dieselbige zum Weibe. *i M°s. 34 , 4 . 3 . Sein Vater und seine Mutter sprachen zu ihm: Ist denn nun kein Weib unter den Töchtern deiner Bruder, und in allem deinem Volk, daß du hingehest, und nimmst ein Weib bey den Philistern , die unbeschnitten sind? Simson sprach zu seinem Vater: Gib mir diese, denn sie gefallt meinen Augen. Aber sein Vater und seine Mutter wußten nicht, daß es von dem Herrn wäre; denn er suchte Urfach an die Philister. Die Philister aber herrscheten zu der Zeit über Israel. 5 . Also ging Simson hinab mit seinem Vater und seiner Mutter gen Thimnath. Und als sie kamen an die Weinberge zu Thimnath: siehe, da kam ein junger Löwe brüllend ihm entgegen. 6 . Und der * Geist des Herrn gerieth über ihn, und zerriß ihn, wie man ein Böcklein zerreisset; und hatte doch gar nichts in seiner Hand. Und sagte es nicht an seinem Vater, noch seiner Mutter, was er gethan hatte. * e. 6/ 34. c. 13, 14. 7 . Da er nun hinab kam, redete ex mit dem Weibe, und sie* gefiel Simson in seinen Augen. * ver§ 3. 8 . Und nach etlichen Tagen kam er wieder, daß er fie nähme; und trat aus dem Wege, daß er das Aas des Löwen besähe. S iehe, da war ein Bienenschwann in dem Aas des Löwen, und Honig. 9 . Und er nahm ihn in seine Hand, und aß davon unterweges; und ging zu seinem Vater und zu seiner Mutter, und gab ihnen, daß fie auch aßen. Er sagte ihnen aber nicht an, daß er den Honig von des Löwen Aas genommen hatte. 10. Und da fein Vater hinab kam zu dem Weibe, machte Simson daselbst eine Hochzeit, wie die Jünglinge zu thun pfiegen. i i. Und da sie ihn sahen, gaben fie ihm drey- Kig Gesellen zu, die bey ihm seyn sollten. 12. Simson aber sprach zu ihnen: Ich will euch ein Räthsel aufgeben. Wenn ihr mir das rrrathet und treffet diese sieben Tage der Hochzeit ; so will ick euch dreyßig Hemde geben und dreyßig * Feverkleider. * i Mos. 43,22. 1 3 . Könnet ihr es aber nicht errathen, so sollt ihr mir dreyßig Hemde und dreyßig FeyerLleider geben. Und sie sprachen zu ihm: Gib dein Räthsel auf, laß uns hören. 1^. Er sprach zu ihnen: Speise ging von dem Fresser, und Süßigkeit von dem Starken. Und sie konnten in dreyen Tagen das Räthsel nicht errathen. 15. Am siebenten Tage sprachen sie zu Sim- sons Weibe: Ueberrede deinen Mann, daß er uns sage das Räthsel; oder wir werden dich und deines Vaters Haus mit Feuer verbrennen. Habt ihr uns hieher geladen, daß ihr uns arm machet, oder nicht? 16. Da weinete Simsons Weib vor ihm, und sprach: Du bist mir gram, und hast mich nicht lieb. Du hast den Kindern meines Volks ein Räthsel aufgegeben, und hast mir es nicht gesagt. Er aber sprach zu ihr: Siehe, ich habe es meinem Vater und meiner Mutter nicht gesagt, und sollte dir es sagen? 17. Und sie weinete die sieben Tage vor ihm - weit sie Hochzeit hatten; aber am siebenten Tage sagte er es ihr, denn sie * trieb ihn ein. Und sie sagte das Räthsel ihres Volks Kindern. * c. 16, 16. 17. 18. Da sprachen die Männer der Stadt zu ihm am siebenten Tage, ehe die Sonne unter- ging: Was ist süßer, denn Honig? Was ist stärker, denn der Löwe? Aber er sprach zu ihnen: Wenn ihr nicht hättet mit meinem Kalbe gepflüget, ihr hättet mein Räthsel nicht getroffen. 19. Und der Geist des Herrn gerieth über ihn, und ging hinab gen Asklou, und schlug dreyßig Mann unter ihnen; und nahm ihr Gewand und gab Feyerkleider denen, die das Räthsel errathen hatten. Und er ergrimmete in seinem Zorn, und ging herauf in seines Vaters Haus. 20. Aber Simsons Weib ward einem seiner Gesellen gegeben, der ihm zugehörte. Das 15. Capitel. Simson thut den Philistern durch die Füchse und den Eselökkmbacken Schaden. 1 As begab sich aber nach etlichen Tagen, ^ um die Weizenernte, daß Simson sein Weib besuchte mit einem Ziegenböcklein. Und als er gedachte, ich will zu meinem Weibe gehen in die Kammer; wollte ihn ihr Vater nicht hinein lassen, 2. Und sprach: Ich meinte, du wärest ihr gram geworden, und habe sie' deinem Freunde gegeben. Sie hat aber eine jüngere Schwester, / 256 Drey hundert Füchse. Richter 15. 16. Eselskinnbacken. Delila. die ist schöner, denn fie; die laß dein seyn für diese. '«. 14,2o. 3. Da sprach Simson zu ihnen: Ich habe einmahl eine rechte Sache wider die Philister; ich will euch Schaden thun. Und Simson ging hin, und fing drey hundert Füchse, und nahm Bränder, und kehrete je einen Schwanz zum andern, und that einen Brand je zwischen zween Schwänze, s. Und zündete die an mit Feuer, und ließ sie unter das Korn der Philister, und zündete also an die Mandeln (G-En) sammt dem stehenden Korn, und Weinberge, und Oehlbäume. 6. Da sprachen die Philister: *Wer hat das gethan? Da sagte man: Simson, der Eidam des Thimniters; darum, daß er ihm sein Weib genommen, und seinem Freunde gegeben hat. Da zogen die Philister hinauf, und verbrannten sie sammt ihrem Vater mit Feuer. * c. 6,29. 7. Simson aber sprach zu ihnen: Ob ihr schon das gethan habt, doch will ich mich an euch selbst rächen, und darnach aufhören; 8. Und schlug fie hart, beydes an Schultern und Lenden. Und zog hinab, und wohnete in der Steinkluft zu Etham. 9. Da zogen die Philister hinauf, und belagerten Juda, und ließen sich nieder zu Lehi. 10. Aber die von Juda sprachen: Warum seyd ihr wider uns herauf gezogen? Sie antworteten : Wir sind herauf gekommen, Simson zu binden, daß wir ihm thun, wie er uns gethan hat. 11. Da zogen drey tausend Mann von Juda hinab in die Steinkluft zu Etham, und sprachen zu Simson: Weißt du nicht, daß die Philister über uns herrschen ? * Warum hast du denn das an uns gethan? Er sprach zu ihnen: Wie sie mir gethan haben, so habe ich ihnen wieder gethan. *i Mos. 20,9. 12. Sie sprachen zu ihm: Wir sind herab gekommen, dich zu binden und in der Philister Hände zu geben. Simson sprach zu ihnen: So schwöret mir, daß ihr mir nicht wehren wollet. 13. Sie antworteten ihm: Wir wollen dir nicht wehren, sondern wollen dich nur binden, und in ihre Hände geben, und wollen dich nicht tödten. Und sie banden ihn mit zween neuen Stricken, und führeten ihn herauf vom Fels. 1^. Und da er kam bis gen Lehi, jauchzeten die Philister zu ihm zu. Aber der Geist des Herrn gerieth über ihn, und die Stricke an seinen Armen wurden wie Faden, die das Feuer versenget hat, daß die Bande an seinen Händen zerschmolzen. 15. Und er fand einen faulen Eselskinnbacken; da reckte er seine Hand aus, und nahm ihn, und schlug damit tausend Mann. 16. Und Simson sprach: Da liegen sie bey Haufen, durch eines Esels Kinnbacken habe ich tausend Mann geschlagen. 17. Und da er das ausgeredet hatte; warf er den Kinnbacken aus seiner Hand, und hieß die Stätte RamathLehi. 18. Da ihn aber sehr dürstete, rief er den Herrn an, und sprach: Du hast solches großes Heil gegeben durch die Hand deines Knechts; nun aber muß ich Durstes sterben, und in der * Unbeschnittenen Hände fallen. *1 Sam. 31,4. 19. Da spaltete Gott einen Backenzahn in dem Kinnbacken (einen Felsen in LE), daß Wüster heraus ging. Und als er trank, kam * sein Geist wieder und ward erquicket. Darum heißt er noch heutiges Tages des Anrufers Brunnen, der im Kinnbacken (m LE) ward. * 1 Sam. 30,12. 20. Und er * richtete Israel zu der Philister Zeit zwanzig Jahre. * c. 16,31. Das 16. Capitek. Simsons Fall, Elend und letzte Rache. 1. tMmson ging hin gen * Gasa, und sah ^ daselbst eine Hure, und lag bey ihr. * Jos. 13, 47. 2. Da ward den Gasitern gesagt: Simson ist herein gekommen. Und sie umgaben ihn, und ließen auf ihn lauern die ganze Nacht in der Stadt Thor, und waren die ganze Nacht stille, und sprachen: Harre, morgen, wenn es Licht wird, wollen wir ihn erwürgen. 3. Simson aber lag bis zu Mitternacht. Da stand er auf zu Mitternacht, und ergriff beyde Thüren an der Stadt Thor, sammt den beyden Pfosten, und hob sie aus mit den Riegeln, und legte sie auf seine Schultern, und trug sie hinauf auf die Höhe des Berges vor Hebron. Darnach gewann er ein Weib lieb am Bach Sorek, die hieß Delila. 5. Zu der kamen der Philister Fürsten hinauf, und sprachen zu ihr: * Ueberrede ihn und besiehe, worinnen er solche große Kraft hat, und womit wir ihn übermögen, daß wir ihn binden und zwingen; so wollen wir dir geben, ein Jeglicher tausend und hundert Silberlinge.'c. n, i§. 6. Und Delila sprach zu Simson: Lieber, sage mir, worinnen deine große Kraft sev, und womit Delila überredet Richter 16. Simson. 257 womit man dich binden möge/ daß man dich zwinge? 7. Simson sprach zu ihr: Wenn man mich bimde mit sieben Seilen von frischem Bast / die noch nicht verdorret sind; so würde ich schwach/ und wäre wie ein anderer Mensch. 8. Da brachten der Philister Fürsten zu ihr hinauf sieben Seile von frischem Bast/ die noch nicht verdorret waren; und sie band ihn damit. y. (Man hielt aber auf ihn bey ihr in der Kammer.) Und sie sprach zu ihm: Die Philister über dir/ Simsonr Er aber * zerriß die Seile/ wie eine flächserne Schnur zerreisset/ wenn sie ans Feuer riecht; und ward nicht kund/ wo seine Kraft wäre. * c. 15, i§. 10. Da sprach Delila zu Simson: Siehe/ du hast mich getäuschet und mir gelogen; nun / so sage mir doch / womit kann man dich binden? 11. Er antwortete ihr: Wenn sie mich bünden mit neuen Stricken / damit nie keine Arbeit geschehen ist; so würde ich schwach / und wie ein anderer Mensch. 12. Da nahm Delila neue Stricke/ und band ihn damit/ und sprach: Philister über dir/ Simson ! (man hielt aber auf ihn in der Kammer) und er zerriß sie von seinen Armen/ wie einen Faden. 13. Delila aber sprach zn ihm: Noch hast du mich getäuschet/ und mir gelogen. Lieber/ sage mir doch/ womit kann man dich binden? Er antwortete ihr: Wenn du sieben Locken meines Haupts flöchtest mit einem Flechtbande / und heftetest sie mit einem Nagel ein. i^. Und sie sprach zu ihm: Philister über dir/ Simson! Er aber wachte auf von seinem Schlaf/ und zog die geflochtenen Locken mit Nagel und Flechtband heraus. 15. Da sprach sie zu ihm: Wie kannst du sagen / du habest mich lieb / so dein Herz doch nicht mit mir ist? Dreymah! hast du mich getäuschet/ und mir nicht gesagct/ woriunen deine große Kraft sey. 16. Da sie ihn aber'trieb mit ihren Worten alle Tage/ und zerplagte ihn; ward seine Seele matt / bis an den Tod / * c. ii, 17. Und sagte ihr sein ganzes Herz/ und sprach zu ihr: Es ist nie kein Schermesser auf mein Haupt gekommen / denn ich bin ein Verlobter Gottes von Mutterleibs an. Wenn du mich beschörest/ so wiche meine Kraft von mir/ daß ich schwach würde und wie alle andere Menschen. 18. Da nun Delila sah/ daß er ihr all sein Herz geoffenbaret hatte; sandte sie hin/ und ließ der Philister Fürsten rufen/ und sagen: Kommt noch einmahl herauf/ denn er hat mir all seiu Herz geoffenbaret. Da kamen der Philister Fürsten zu ihr herauf, und brachten das Geld mit sich in ihrer Hand. 19. Und sie ließ ihn entschlafen auf ihrem Schooß, und riefeinen/ der ihm die sieben Locken seines Haupts abschöre. Und sie fing an ihn zu zwingen. Da war seine Kraft von ihm gewichen. 20. Und sie sprach zu ihm: Philister über dir / Simson! Da er nun von seinem Schlaf erwachte/ gedachte er: Ich will ausgehen/ wie ich mehrmahls gethan habe, ich will mich aus- reissen; und wußte nicht/ daß der Herr von ihm gewichen war. 21. Aber die Philister griffen ihn, und ' stachen ihm die Augen aus/ und führeten ihn hinab gen Gasa, und banden ihn mit zwo ehernen Ketten/ und er mußte mahlen im Gefängniß. * 2 Kön. 25, 7. Jer. 39, 7. 22. Aber das Haar seines Haupts sing wieder an zu wachsen/ wo es bescheren war. 23. Da aber der Philister Fürsten sich versammelten/ ihrem Gott * Dagon ein großes Opfer zu thun, und sich zu freuen/ sprachen sie: Unser Gott hat uns unfern Feind Simson in unsere Hände gegeben. *i Sam. 2. 2^. Desselben gleichen / als ihn das Volk sah, lobten sie ihren Gott; denn sie sprachen: Unser Gott hat uns unfern Feind in unsere Hände gegeben, der unser Land verderbete und unser viele erschlug. 25. Da nun ihr * Herz guter Dinge war, sprachen sie: Lasset Simson hohlen / daß er vor uns spiele. Da hohleten sie Simson aus dem Gefängniß/ und er spielte vor ihnen, und sie steileren ihn zwischen zwo Säulen. * e. 19,6. 26. Simson aber sprach zu dem Knaben, der ihn bey der Hand leitete: Laß mich, daß ich die Säulen taste, auf welchen das Haus stehet, daß ich mich daran lehne. 27. Das Haus aber war voll Männer und Weiber. Es waren auch der Philister Fürsten alle da; und auf dem Dach bey drey tausend, Mann und Weib, die da zufahen, wie Simson spiclete. 28. Simson aber rief den Herrn an, und sprach: Herr, Herr, gedenke meiner; und stärke K k 268 Simsoris Tod. Michä Abgötterey. Richter 16. 17. 18. Daniter erkundigen das Land. mich doch, Gott, dießmahl, daß ich für meine beyde Augen mich einst räche an den Philistern. 2s. Und er fastete die zwo Mittelfäulen, auf welchen das Haus gesetzt war und darauf sich hielt, eine in seine rechte, und die andere in seine linke Hand, 30. Und sprach: Meine Seele sterbe mit den Philistern; und neigete sich kräftiglich. Da fiel das Haus auf die Fürsten und auf alles Volk, das darinnen war, daß der Todten mehr waren, die in seinem Tode starben, denn die bey seinem Leben starben. 31. Da kamen seine Brüder hernieder, und seines Vaters ganzes Haus, und hoben ihn auf und trugen ihn hinauf, und begruben ihn in seines Vaters Manoah Grab, zwischen " Zarea und Esthaol. Er richtete aber Israel zwanzig Jahre. * c. 13,22. Das 17. Capitel. Micha richtet Götzendienst an. 1. (5s war aber ein Mann auf dem Gebirge ^ Ephraim, mit Nahmen Micha. 2. Der sprach zu seiner Mutter: Die tausend und hundert Silberlinge, * die du zu dir genommen hast, und geschworen, und gesagt vor meinen Ohren; siehe, dasselbe Geld ist bey mir, ich habe es zu mir genommen. Da sprach seine Mutter: t Gesegnet sey mein Sohn dem Herrn. * (welche dir genommen wurden , und worüber du einen Fluch ausgesprochen hast vor meinen Ohren) ch Ruth 3/ 10. 3. Also gab er seiner Mutter die tausend und hundert Silberlinge wieder. Und seine Mutter sprach: Ich habe das Geld dem Herrn geheili- get von meiner Hand für meinen Sohn, daß man ein Bildniß und Abgott machen soll; darum so gebe ich es dir nun wieder. Aber er gab seiner Mutter das Geld wieder. Da «ahm seine Mutter zwey hundert Silberlinge , und that sie zu dem ' Goldschmied; der ,nachte ihr ein Bild und Abgott, das war darnach im Hause Micha. * Esaj. 19. s. Und der Mann Micha hatte also ein Gotteshaus , und machte einen Leibrock und Heiligthum, und füllete seiner Söhne einem die Hand, daß er sein Priester ward. 6. Zu der Zeit war' kein König in Israel, und ein Jeglicher that, was ihm recht däuchte. * c. 1«, 1. 7. Es war aber ein Jüngling von Bethlehem Juda, unter dem Geschlecht Juda, und er war ein Levit, und war fremd daselbst. 8. Er zog aber aus der Stadt Bethlehem Juda, zu wandern, wo er hin konnte. Und da er aufs Gebirge Ephraim kam, zum Hause Micha, daß er seinen Weg ginge; 9. Fragte ihn Micha: Wo kommst du her? Er antwortete ihm: Ich bin ein Levit von Bethlehem Juda, und wandere, wo ich hin kann. 10. Micha sprach zu ihm: Bleibe bey mir, du sollst mein Vater und mein Priester seyn; ich will dir jährlich zehn Silberlinge, und benannte Kleider, und deine Nahrung geben. Und der Levit ging hin. 11. Der Levit trat an zu bleiben bey dem Manne: und er hielt den Knaben gleichwie einen Sohn. 12. Und Micha füllete dem Leviten die Hand, daß er sein Priester ward; und war also im Hause Micha. 13. Und Micha sprach: Nun weiß ich, daß mir der Herr wird wohl thun; weil ich einen Leviten zum Priester habe. Das 18. Capitel. Die Daniter gewinnen Lais, und richten Abgötterey an. 1. Hu der Zeit war * kein König in Israel. ^ Und der Stamm der Daniter suchte ihm ein Erbtheil, da sie wohnen möchten ; denn es war bis auf den Tag noch kein Erbe auf sie gefallen unter den Stämmen Israels. * c. 17, 6. c. iS, 1. c. 21, 2Z. 2. Und die Kinder Dan sandten ans ihren Geschlechtern von ihren Enden fünf streitbare Männer, von Zarea und Esthaol, das Land zu erkundigen und zu erforschen, und sprachen zu ihnen: Ziehet hin, und erforschet das Land. Und sie kamen auf das Gebirge Ephraim, ans Haus Micha, und blieben über Nücht daselbst. 3. Und weil sie da bey dem Gesinde Micha waren, kannten sie die Stimme des Knaben, * des Leviten; und sie wichen dahin, und sprachen zu ihm: Wer hat dich hieher gebracht? Was machst du da? Und was Haft du hier? * c. 17, 7. Er antwortete ihnen: So und so hat Micha an mir gethan, und hat mich gedinget, daß ich fein Priester sey. s. Sie sprachen zu ihm: Lieber, frage Gott, daß wir erfahren, ob unser Weg, den wir wandeln, auch wohl gerathen werde? 6. Der Priester antwortete ihnen: Ziehet hin mit Frieden; euer Weg ist recht vor dem Herrn, den ihr ziehet. Daniter nehmen Lais ein, und Nicht 7 . Da gingen die fünf Männer hin, und kamen gen Lais, und sahen das Volk, das darinnen war, sicher wohnen, auf die Weise, wie die Zi- donier, still und sicher; und war Niemand, der ihnen Leid thac im Lande, oder Herr über sie wäre; und waren ferne von den Zidoniern, und hatten nichts mit Leuten zu lhun. 8 . Und sie kamen zu ihren Brüdern gen Zarea und Esthaol, und ihre Bruder sprachen zu ihnen: Wie stehet es mit euch? 9. Sie sprachen: Auf, laßt uns zu ihnen hinauf ziehen; denn wir haben das Land besehen, das ist sehr gut. Darum eilet und seyd nicht faul zu ziehen, daß ihr kommet, das Land einzunehmen. 10. Wenn ihr kommt, werdet ihr zu einem sichern Volk kommen; und das Land ist weit und breit, denn Gott hat es in eure Hände gegeben ; einen solchen Ort, da nichts gebricht, alles, das auf Erden ist. 11. Da zogen von dannen aus den Geschlechtern Dan, von Zarea und Esthaol, sechs hundert Mann gerüstet mit ihren Waffen zum Streit. 12. Und zogen hinauf, und lagerten sich zu KiriathIearim in Juda. Daher nannten sie die Stätte das Lager Dan, bis auf diesen Tag, das hinter KiriathIearim ist. 1.;. Und von dannen gingen sie auf* das Gebirge Ephraim, und kamen zum Hause Micha. * c. 17, i. c. 18 , 2 . i^. Da antworteten * die fünf Männer, die ausgegangen waren, das Land Lais zu erkundigen , und sprachen zu ihren Brüdern: Wisset ihr auch , daß in diesen Häusern -k ein Leibrock, Heiligthum, Bildniß und Abgott sind? Nun möget ihr denken, was euch zu thun ist. ' v. 2. 1- c. 17, 4. S. 15 . Sie kehreten da ein, und kamen an das Haus des Knaben, des Leviten, in Micha Hause, und grüßten ihn freundlich. io. Aber die sechs hundert Gerüstete mit ihrem Harnisch, die von den Kindern Dan waren, standen vor dem Thor. 17 . Und die * fünf Männer, die das Land zu erkundigen ausgezogen waren, gingen hinauf und kamen dahin, und nahmen das Bild, den Leibrock, das Heiligthum, und den Abgott. Dieweil stand der Priester vor dem Thor, bey den sechs hundert Gerüsteten mir ihrem Harnisch. * vers 2. 14. 18. Als NUN jene ins Haus Micha gekommen waren, und nahmen das Bild, den Leibrock, e r 18. ^ Michä Bild mit sich. 259 das Hciligthum, und den Abgott; sprach der Priester zu ihnen: Was machet ihr? 19. Sie antworteten ihm: Schweige, und halte das Maul zu, und ziehe mit uns, daß du unser Vater und Priester seyeft. Ist dirs besser , daß du in des einigen Mannes Hause Priester seyest, oder unter einem ganzen Stamm und Geschlecht in Israel? 20. Das gefiel dem Priester wohl, und nahm beydes den Leibrock, das Herligthum, und Bild, und kam mir unter das Volk. 21. Und da sie sich wandten und hinzogen; schickten sie die Kindlein, und das Vieh, und was sie köstliches harren, vor ihnen her. 22. Da sie nun ferne von Micha Haus kamen; schrien die Männer, so in den Häusern waren bey Micha Hause, und folgten den Kindern Dan nach, und riefen den Kindern Dan. 23 . Sie aber wandten ihr Antlitz um, und sprachen zu Micha: Was ist dir, daß du also ein Geschrey machest? 2^. Er antwortete: Ihr habt meine Götter genommen, die ich gemacht hatte, und den Priester , und ziehet hin, und was habe ich nun mehr? Und ihr fraget noch, was mir fehle? 25 . Aber die Kinder Dan sprachen zu ihm: Laß deine Stimme nicht hören bey uns, daß nicht auf dich stoßen zornige Leute, und deine Seele und deines Hauses Seele nicht aufgeräu- met werde. 26. Also gingen die Kinder Dan ihres Weges. Und Micha, da er sah, daß sie ihm zu stark waren, wandte er sich, und kam wieder zu seinem Hause. 27. Sie aber nahmen, das Micha gemacht hatte, und den Priester, den er hatte, und kamen an Lais, an ein stilles sicheres Volk, und schlugen sie mit der Schärfe des Schwerts, und verbrannten die Stadt mit Feuer; 28. Und war Niemand, der sie errettete, denn sie lag ferne von Zidon, und hatten mit den Leuten nichts zu schaffen; und sie lag im Grunde, welcher an BethRehob liegt. Da baueten sie die Stadt, und wohneten darinnen. 29. Und nannten sie * Dan, nach dem Nahmen ihres Vaters Dan, der von Israel geboren war. Und die Stadt hieß vor Zeiten Lais. Jos. iS/ 47. 30. Und die Kinder * Dan richteten für sich auf das Bild. Und Jonathan, der Sohn Gersons, des Sohnes Manasse, und seine Söhne waren Priester unter dem Stamm der Da- Kk 2 260 Levitischer Mann. Richter 19. Einkehrnng zu Gibea. niter , bis an die Zeit, da sie aus dem Lande gefangen geführet worden. * 1 Kön. 12 , 2 S. 2 Kün. 17, 16 . 29. 31 . Und setzten also unter sich das Bild Micha, das er gemacht hatte, so lange, als das Haus Gottes war zu Silo. Das 19. Capitel. Die zu Gibca begehen eine schändliche und höchWrästiche Thal. 1. Du der Zeit war ' kein König in Israel. ^ Md ein Levitischer Mann war Fremdling an der Seite des Gebirges Ephraim, und hatte ihm ein Kebsweib zum Weibe genommen von Bethlehem Juda. * c. 17 ,6. 2. Und da sie hatte neben ihm gehuret; lief sie von ihm zu ihres Vaters Hause gen Bethlehem Juda, und war daselbst vier Monathe lang. 3. Und ihr Mann machte sich auf, und zog ihr nach, daß er * freundlich mit ihr redete und sie wieder zu sich hohlete; und hatte einen Knaben und ein paar Esel mit sich. Und sie führete ihn in ihres Vaters Haus. Da ihn aber der Dirne Vater sah, ward er froh, und empfing ihn. * 1 Mos. 34, 3. Und sein Schwäher, der Dirne Vater, hielt ihn, daß er drey Tage bey ihm blieb; aßen und tranken, und blieben des Nachts da. 5. Des vierten Tages machten sie sich des Morgens frühe auf, und er stand ans, und wollte ziehen. Da sprach der Dirne Vater zu seinem Eidam: Labe dein Herz zuvor mit einem Bissen Brot, darnach sollt ihr ziehen. 6 . Und sie setzten sich, und aßen beyde mit einander und tranken. Da sprach der Dirne Vater zu dem Manne: Lieber, bleibe über Nacht, und laß dein Herz guter Dinge seyn. 7 . Da aber der Mann aufstand, und wollte ziehen, nöthigte ihn sein Schwäher, daß er über Nacht da blieb. 8 . Des Morgens am fünften Tage machte er sich frühe auf, und wollte ziehen. Da sprach der Dirne Vater: Lieber, labe dein Herz, und laß uns verziehen, bis sich der Tag neiget. Und aßen also die beyde mit einander. 9. Und der Mann machte sich auf, und wollte ziehen, mit seinem Kebsweibe, und mit seinem Knaben. Aber sein Schwäher, der Dirne Vater, sprach zu ihm: Siehe, "der Tag läßt ab, und will Abend werden; bleibe über Nacht. Siehe, hier ist Herberge noch diesen Tag, bleibe hier über Nacht und laß dein Aerz guter Dinge seyn; morgen so stehet ihr frühe auf, und ziehet euers Weges zu deiner Hütte. * Jcr. 6, 4. Luc. 24, 29. 10. Aber der Mann wollte nicht über Nacht bleiben, sondern machte sich auf, und zog hin, und kam bis vor * Zebus, das ist Jerusalem, und sein paar Esel beladen, und sein Kebsweib Mit ihm. * i Chr. 12 , 4. 11. Da sie nun bey Jebus kamen, siel der Tag fast dahin. Und der Knabe sprach zu seinem Herrn: Lieber, ziehe, und laß uns in diese Stadt der Jebusiter einkehren, und über Nacht darinnen bleiben. 12. Aber sein Herr sprach zu ihm: Wir wollen nicht in der Fremden Stadt einkehren, die nicht sind von den Kindern Israel; sondern wollen hinüber gen Gibea. 13. Und sprach zu seinem Knaben: Gehe fort, daß wir hinzu kommen an einen Ort, und über Nacht zu Gibea, oder zu Rama bleiben. i^. Und sie zogen fort, und wandelten, und die Sonne ging ihnen unter, hart bey Gibea, die da liegt unter Benjamin. i Z. Und sie kehreten daselbst ein, daß sie hinein kämen, und über Nacht * zu Gibea blieben. Da er aber hinein kam, setzte er sich in der Stadt Gasse; denn es war Niemand, der sie die Nacht im Hause Herbergen wollte. ' -. 20 ,4. 16. Und siehe, da kam ein alter Mann von seiner Arbeit vom Felde gm Abend; und er war auch vom Gebirge Ephraim, und ein Fremdling zu Gibea; aber die Leute des Orts waren Kinder Jemini. 17. Und da er seine Augen aufhob, und sah den Gast auf der Gasse, sprach er zu ihm: ' Wo willst du hin? Und wo kommst du her? * 1 Mos. 16 , 8. 18. Er aber antwortete ihm: Wir reisen von Bethlehem Juda, bis wir kommen an die Seite des Gebirges Ephraim, daher ich bin; und bin gen Bethlehem Juda gezogen, und ziehe jetzt zum Hause des Herrn, und Niemand will mich Herbergen. 19. Wir haben Stroh und Futter für unsere Esel, und Brot und Wein für mich und deine Magd, und für den Knaben, der mit deinem Knechte ist, daß uns nichts gebricht. 20. Der alte Mann sprach: * Friede sey mit dir! Alles, was dir mangelt, findest du bey mir, bleibe nur über Nacht nicht auf der Gasse; * e. 6, 23. 1 Sam. 23, 6. 21. Und führete ihn in sein Haus, und gab Derer zu Gibea Sckandthat. Richter 19. 20. Israel ziehet wider Benjamin. 261 den Eseln Futter, und sie wuschen ihre Füße, und aßen und tranken. 22. Und da ihr Herz nun guter Dinge war, siehe, da * kamen die Leute der Stadt, böse Buben, und umgaben das Haus, und pochten an die Thür, und sprachen zu dem alten Manne, dem Hanswirth: Bringe den Mann heraus, der in dein Haus gekommen ist, daß wir ihn erkennen. *iMos. 19 , 4 . 23 . Aber der Mann, der Hauswirth, ging zu ihnen heraus, und sprach zu ihnen: Nicht, " meine Brüder, thut nicht so übel; nachdem dieser Mann in mein Haus gekommen ist, thut nicht eine solche Thorheit. * i Mos. 19, 7. 1- i Mos. 3-i, 7. 2 - 4 . Siche, ich habe eine Tochter, noch eine Jungfrau, und dieser ein Kebsweib; die will ich euch heraus bringen, die möget ihr zu Schanden machen, und thut mit ihnen, was euch gefällt ; aber an diesem Manne thut nicht eine solche Thorheit. 2Z. Uber die Leute wollten ihm nicht gehorchen. Da fastete der Mann sein Kebsweib, und brachte sie zu ihnen hinaus. Die erkannten sie, und zerarbeiteten sich die ganze Nacht, bis an den Morgen; und da die Morgenröthe anbrach, ließen sie sie gehen. 26. Da kam das Weib hart vor Morgens, und siel nieder vor der Thür am Hause des Mannes, da ihr Herr innen war, und lag da, bis es licht ward. 27. Da nun ihr Herr des Morgens aufstand, und die Thür aufthat am Hause, und heraus ging, daß er seines Weges zöge; siehe, da lag sein Kebsweib vor der Thür des Hauses, und ihre Hände auf der Schwelle. 28. Er aber sprach zu ihr: Stehe auf, und laß uns ziehen. Aber sie antwortete nicht. Da nahm er sie auf den Esel, machte sich auf, und zog an seinen Ort. 29. Als er nun heim kam, nahm er ein Messer, und fastete sein Kebsweib, und stückte sie, mit Bein und mit allem, in zwölf Stücke, und sandte sie in alle Grenzen Israels. 30 . Wer das sah, der sprach: Solches ist nicht geschehen noch gesehen, seit der Zeit die Kinder Israel aus Egvptenland gezogen sind, bis auf diesen Tag. Nun * bedenket euch über dem, und gebet Rath, und saget an. *«. Das 20. Capitel. Der Stamm Benjamin wird dey nahe gar auSgctilgct. 1. A>a zogen die Kinder Israel aus , und versammelten sich zu Haufe, wie Ein Mann, von Dan bis gen BerSeba, und vom Lande Cilead, zu dem Herrn gen Mizpa, 2. Und traten zu Haufe die Obersten des ganzen Volks aller Stämme Israels, in der Gemeine Gottes, vier hundert tausend Mann zu Fuß, die das Schwert auszogen. 3 . Aber die Kinder Benjamin höreten, daß die Kinder Israel hinauf gen Mizpa gezogen waren. Und die Kinder Israel sprachen: Saget, wie ist das Uebel zugegangen? ^ 4 . Da antwortete der Levit, des Weibes Mann, die erwürget war, und sprach: Ich kam * gen Gibea in Benjamin, mit meinem Kebsweibe, über Nacht da zu bleibe«. * c. 19,15. 5. Da machten sich wider mich auf die Bürger zu Gibea, und umgaben mich im Hause des Nachts, und gedachten mich zu erwürgen; und haben mein Kebsweib geschändet, daß sie gestorben ist. 6 . Da fastete ich mein Kebsweib, und zerstückle sie, und sandte es in alle Felder des Erbes Israels: denn sie haben einen Muthwillen und Thorheit gethan in Israel. 7. Siehe, da seyd ihr Kinder Israels alle; schaffet euch Rath, und thut hierzu. 8 . Da machte sich alles Volk auf, wie Ein Mann, und sprach: Es soll Niemand in seine Hütte gehen, noch in sein Haus kehren, y. Sondern das wollen wir jetzt thun wider Gibea; 10. Lasset uns loosen, und nehmen zehn Mann von hundert, und hundert von Lausend, und tausend von zehn tausend, aus allen Stämmen Israels, daß sie Speise nehmen für das Volk, daß sie kommen und thun mit Gibea Benjamin nach aller ihrer Thorheit, die sie in Israel gethan haben. 41. Also versammelten sich zu der Stadt alle Männer Israel, wie Ein Mann, und verbanden sich. 12. Und die Stämme Israels sandten Männer zu allen Geschlechtern Benjamins, und ließen ihnen sagen: Was ist das für eine Bosheit, die bey euch geschehen ist? 13. So gebet nun her die Männer, die bösen Buben zu Gibea, daß wir sie tödten, und das Uebel aus Israel thun. Aber die Kinder Ben- / 262 Israel wird geschlagen. Richter 20 . 25000 Benjamimter geschlagen. jamin wollten nicht gehorchen der Stimme threr Bruder, der Kinder Israel. 1^. Sondern sie versammelten sich aus den Städten gen Gibea / auszuziehen in den Streit wider die Kinder Israel. 15. Und wurden des Tages gezählet der Kinder Benjamin aus den Städten, sechs und zwanzig tausend Mann, die das Schwert auszogen, ohne die Burger zu Gibea, derer wurden sieben hundert gezählet, auserlesene Männer. 16. Und unter allem diesem Volk waren sieben hundert Mann auserlesen, die links waren, und konnten mit der Schleuder ein Haar treffen, daß sie nicht fehleren. 17. Aber derer von Israel (ohne die von Benjamin) wurden gezählet vier hundert tausend Mann, die das Schwert fuhreten, und alle streitbare Männer. 18. Die machten sich auf, und zogen hinauf zum Hause Gottes, und fragten Gott, und sprachen: * Wer soll vor uns hinauf ziehen, den Streit anzufangen mit den Kindern Benjamin ? Der Herr sprach: Juda soll anfangen. * c. 1 / 1. 2. 19. Also machten sich die Kinder Israel des Morgens auf, und lagerten sich vor Gibea. 20. Und ein jeder Mann von Israel ging heraus zu streiten mit Benjamin, und schickten sich zu streiten wider Gibea. 21. Da sielen die Kinder Benjamin heraus aus Gibea, und schlugen des Tages unter Israel zwey und zwanzig tausend zu Boden. 22. Aber das Volk, der Mann von Israel, ermannete sich, und rüstete sich noch weiter zu streiten an demselben Ort, da sie sich des vorigen Tages gerüstet hatten. 23. Und die Kinder Israel zogen hinauf, und weineten vor dem Herrn bis an den Abend, und fragten den Herrn, und sprachen: Sollen wir mehr nahen zu streiten mit den Kindern Benjamin, unfern Brüdern? Der Herr sprach: Ziehet hinauf zu ihnen. 2^. Und da die Kinder Israel sich machten an die Kinder Benjamin des andern Tages; 25. Fielen die Benjamimter heraus aus Gibea ihnen entgegen desselben Tages, und schlugen von den Kindern Israel noch achtzehn tausend zu Boden, die alle das Schwert führeten. 26. Da zogen alle Kinder Israel hinauf und alles Volk, und kamen zum Hause Gottes und weineten, und blieben daselbst vor dem Herrn, und fasteten den Tag bis zu Abend, und opferten Brandopfer und Dandvpfer vor dem Herrn. 27. Und die Kinder Israel fragten den Herrn (es was aber daselbst die Lade des Bundes Gottes zu dersetbigen Zeit, 28. Und * Pinehas, der Sohn Eleasars Aarons Sohn, stand vor ihm zu derselbigen Zeit) und sprachen: Sollen wir mehr ausztehen zu streiten mit den Kindern Benjamin, unfern Brüdern, oder soll ich Massen? Der Herr sprach: Ziehet hinauf, morgen will ich sie in eure Hände geben. * Los. 22,13. 29. Und die Kinder Israel bestellten einen * Hinterhalt auf Gibea umher. * Jos. 8 , 2. 1 Sam. 13 / 3 . 30 . Und zogen also die Kinder Israel hinauf des dritten Tages an die Kinder Benjamin, und rüsteten sich an Gibea, wie zuvor zwey- mahl. 31. Da fuhren die Kinder Benjamin heraus, dem Volk entgegen , und rissen sich von der Stadt, und singen an zu schlagen und zu verwunden vom Volk, wie zuvor zweymahl, im Felde auf zwo Straßen, deren eine gen Beth- El, die andere gen Gibea gehet, bey dreyßig Mann in Israel. 32. Da gedachten die Kinder Benjamin: Sie sind geschlagen vor uns, wie vorhin. Aber die Kinder Israel sprachen: Laßt uns fliehen, daß wir sie von der Stadt reissen auf die Strasse. 33. Da machten sich auf alle Männer von Israel , von ihrem Ort, und rüsteten sich zu Baal- Thamar. Und der Hinrerhalt Israels * brach hervor an seinem Ort, von der Hohle Gaba, * Los. 8 / 19. 3^. Und kamen gen Gibea zehn tausend Mann, auserlesen aus dem ganzen Israel, daß der Streit hart ward ; sie wußten aber nicht, daß sie das Unglück treffen würde. 35. Also schlug der Herr Benjamin vor den Kindern Israel, daß die Kinder Israel auf den Tag verderbten fünf und zwanzig tausend und hundert Mann in Benjamin, die alle das Schwert fuhreten. 36 . Denn da die Kinder Benjamin sahen, daß sie geschlagen waren, gaben ihnen die Männer Israel Raum; denn sie verließen sich auf den Hinterhalt, den sie bey Gibea bestellet hatten. 37. Und der Hinterhalt eilete auch, und brach hervor zu Gibea zu, und zog sich hinan, und schlug die ganze Stadt mit der Scharfe des Schwerts. Nur 600 Manu entfliehen. Nichte' 38. Sie hatten aber eine Loosung mit einander , die Männer von Israel, und der Hinterhalt, mit dem Schwert über sie zu fallen, wenn der Rauch von der Stadt sich erhöbe. 39 . Da nun die Männer von Israel sich wandten im Streit, und Benjamin ansing zu schlagen, und verwundeten in Israel bey dreyßig Mann, und gedachten, sie sind vor uns geschlagen, wie im vorigen Streit; -40. Da fing an sich zu erheben von der Stadt * ein Rauch, stracks über sich. Und Benjamin wandte sich hinter sich, und siehe, da ging die Stadt ganz auf gen Himmel. *Jos.«, 20 . -41. Und die Männer von Israel wandten sich auch um, und erschreckten die Männer Benjamin : denn sie sahen, daß sie das Unglück treffen wollte; -42. Und wandten sich vor den Männern Israel, auf den Weg zur Wüste. Aber der Streit folgte ihnen nach, dazu die von den Städten hinein gekommen waren, die verderbeten sie darinnen. -43. Und sie umringeten Benjamin, und jagten ihm nach bis gen Menuah, und zertraten sie bis vor Gibea, gegen der Sonnen Aufgang. -4-4. Und es sielen von Benjamin achtzehn tausend Mann, die alle streitbare Männer waren. ^5. Da wandten sie sich, und Men zu der Wüste, an den Fels Rimmon; aber auf derselben Straße schlugen sie fünf tausend Mann, und folgten ihnen hinten nach bis gen Gideom, und schlugen ihrer zwey tausend. -46. Und also sielen des Tages von Benjamin fünf und zwanzig tausend Mann, die das Schwert führeten und alle streitbare Männer waren. -47. Nur sechs hundert Mann wandten sich, und flohen zur Wüste zum Fels Rimmon, und blieben * im Fels Rimmon vier Monathe. * e. 21/ 13. -48. Und die Männer Israel kamen wieder zu den Kindern Benjamin , und * schlugen mit der Schärfe des Schwerts die in der Stadt, beydes Leute und Vieh, und alles, was man fand; und alle Städte, die man fand, verbrannte man mit Feuer. * Jos.8/ 24. Das 21. Capitel. Wie der Stamm Benjamin wieder erbauet worden. i.A)ie Männer aber Israel hatten zu * Mizpa ^ geschworen, und gesagt: Niemand soll seine Tochter den Benjaminitern zum Weibe geben.. * v. 7. is. c. 2v/ 1 .. 20. 21. Die von Jabes verbannet. 26 Z 2 . Und das Volk kam zu dem "Hause Gottes, und blieb da bis zu Abend vor Gott, und hoben auf ihre Stimme, und weineten sehr, * Jos. 18/ 1. Nicht. 20/ 27 . 3. Und sprachen : O Herr, Gott von Israel, warum ist das geschehen in Israel, daß heute Eines Stamms von Israel weniger geworden ist ? -4. Des andern Morgens machte sich das Volk frühe auf, und bauete da einen Altar, und opferten Brandopfer und Dankopfer. s. Und die Kinder Israel sprachen: Wer ist irgend von den Stämmen Israels, der nicht mit der Gemeine ist * herauf gekommen zum Herrn? Denn es war ein großer Eid geschehen, daß, wer nicht herauf käme zum Herrn gen Mizpa, der sollte des Todes sterben. * c.- 0 / 1 . 6. Und es reuete die Kinder Israel über Benjamin, ihre Brüder, und sprachen: Heute ist Ein Stamm von Israel abgebrochen. 7. Wie wollen wir ihnen thun, daß die klebrigen Weiber kriegen? Denn wir haben * geschworen bey dem Herrn, daß wir ihnen von unfern Töchtern nicht Weiber geben. *». i. 8. Und sprachen: Wer ist irgend von den Stämmen Israels, die nicht hinauf gekommen sind zum Herrn gen Mizpa? Und siehe, da war Niemand gewesen im Lager der Gemeine von ' Jabes in Gilead. *iS->m.ii/i. 9 . Denn sie zähleten das Volk, und siehe, da war kein Bürger da von Jabes in Gilead. i o. Da sandte die Gemeine zwölf tausend Mann dahin von streitbaren Männern, und gebothen ihnen, und sprachen: Gehet hin, und schlaget mit der Schärfe des Schwerts die Bürger zu Jabes in Gilead, mit Weib und Kind. i i. Doch also sollt ihr thun: * Alles, was männlich ist, und alle Weiber, die beym Manne gelegen sind, verbannet. * 4 Mos. 3i/ 17 . 12 . Und sie fanden bey den Bürgern zu Jabes in Gilead vier hundert Dirnen, die Jungfrauen und bey keinem Manne gelegen waren. Die brachten sie ins Lager gen Silo, die da liegt im Lande Canaan. 13 . Da sandte die ganze Gemeine hin und ließ reden mit den Kindern Benjamin, die * im Fels Rimmon waren, und riefen sie friedlich. * c. 20/ 47. 1 - 4 . Also kamen die Kinder Benjamin wieder zu derselbigen Zeit; und sie gaben ihnen die Weiber, die sie hatten erhalten von den Weibern zu Jabes in Gilead; und fanden keine mehr also. 264 Naemi und Ruth reisen gen Bethlehem. N u t l) 4. is. Da reuete es das Volk über Benjamin, daß der Herr einen Riß gemacht hatte in den Stämmen Israels. 16. Und die Aelteften der Gemeine sprachen: Was wollen wir thun, daß die Uebrigen auch Weiber kriegen? Denn die Weiber in Benjamin find vertilget. 17 . Und sprachen: Die Uebrigen von Benjamin mäßen ja ihr Erbe behalten, daß nicht ein Stamm ausgetilget werde von Israel. 18. Und wir können ihnen unsere Töchter nicht zu Weibern geben. Denn die Kinder Israel haben * geschworen, und gesagt: Verflucht sey, der den Benjaminitern ein Weib gibt. * v. i. 7. 19. Und sie sprachen: Siehe, es ist ein Jahrs- fcst des Herrn zu Silo, die zu Mittcrnacht- wärts liegt gegen BethTl, gegen der Sonnen Aufgang, auf der Straße; da man hinauf gehet, von BethEl gen Sichern ; und von Mittagwärts liegt sie gegen Libona. 20. Und sie gebothen den Kindern Benjamin, und sprachen: Gehet hin, und lauert in den Weinbergen. - 21. Wenn ihr dann sehet, daß die Töchter Silo heraus mit Reigen zum Tanz gehen, so fahret hervor aus den Weinbergen, und nehme ein Jeglicher ihm ein Weib von den Töchtern Silo, und gehet hin ins Land Benjamin. 22. Wenn aber ihre Väter oder Brüder kommen mit uns zu rechten, wollen wir zu ihnen sagen: Seyd ihnen gnädig, denn wir haben sie nicht genommen mit Streit; sondern ihr wolltet sie ihnen nicht geben, die Schuld ist jetzt euer. 23 . Die Kinder Benjamin thaten also, und nahmen Weiber nach ihrer Zahl, von den Reigen , die sie raubten, und zogen hin, und woh- neten in ihrem Erbtheil, und baueten Städte, und wohncten darinnen. ' 2^. Auch die Kinder Israel machten sich von dannen zu der Zeit, ein Jeglicher zu seinem Stamm, und zu seinem Geschlecht, und zogen von dannen aus, ein Jeglicher zu seinem Erbtheil. 25 . Zu der Zeit * war kein König in Israel: ein Jeglicher that, was. ihm recht däuchte. * k. 17/ 6. c. 18/ i. c. 19/ 1. Das V u Das 1. Capitel. Ruth reiset mit Naemi nach Bethlehem. 1. Hu der Zeit, da die Richter regiereten, ^ ward eine Theurnng im Lande. Und ein Mann von Bethlehem Juda zog zu wallen in der Moabiter Land, mit seinem Weibe und zween Söhnen. 2. Der hieß EliMelech, und sein Weib Naemi, und seine zween Söhne, Mahlon und Chil- Jon, die waren Ephrater, von Bethlehem Juda. Und da sie kamen ins Land der Moabiter, blieben sie daselbst. 3 . Und EliMelech, der Naemi Mann, starb, und sie blieb übrig mit ihren zween Söhnen. Die nahmen Maobitische Weiber. Eine hieß Arpa, die andere Ruth. Und da sie daselbst gewöhnet hatten bey zehn Jahre; 5 . Starben sie alle beyde, Mahlon und Chil- Jon, daß das Weib überblieb den beyden Söhnen und ihrem Manne. 6. Da machte sie sich auf mit ihren zwo Schnüren, und zog * wieder aus der Moabiter Land, denn sie hatte erfahren im Moabiter Lande, daß ch Rut h. F der Herr sein Volk hatte heimgesucht und ihnen Brot gegeben. ' 2 Kön. 8 / 3. 7. Und ging aus von dem Ort, da sie gewesen war, und ihre beyde Schnüre mir ihr. Und da sie ging auf dem Wege, daß sie wieder käme in das Land Juda; 8 . Sprach sie zu ihren beyden Schnüren: Gehet hin und kehret um , eine Jegliche zu ihrer Mutter Haus; der * Herr thue an euch Barmherzigkeit, wie ihr an den Todten und an mir gethan habt. * 1 Mos. ^/14. 9. Der Herr gebe euch, daß ihr Ruhe findet, eine Jegliche in ihres Mannes Hause, und küssete sie. Da hoben sie ihre Stimme auf, und weineten, 10. Und sprachen zu ihr: Wir wollen mit dir zu deinem Volk gehen. 11. Aber Naemi sprach: * Kehret um, meine Töchter; warum wollt ihr mit mir gehen? Wie kann ich forthin Kinder in meinem Leibe haben, die eure Männer seyn möchten? .'2 Sam. 3,16. 12. Kehret um, meine Töchter, und gehet hin; denn ich bin nun zu alt, daß ich einen Mann nehme. Und wenn ich spräche, es ist zu hoffen, daß Naemi u. Ruth kommen nach Vethleh. Nttth 1 daß ich diese Nacht einen Mann nehme, und Kinder gebäre; 13. Wie könnet ihr doch harren, bis sie groß würden? Wie wollt ihr verziehen, daß ihr nicht Männer solltet nehmen? Nicht, meine Töchter; denn mich jammert euer sehr, denn' des Herrn Hand ist über mich ausgegangen. * Hiob is, 21. 1^. Da hoben sie ihre Stimme auf, und wei- neten noch mehr. Und Arpa kuffete ihre Schwieger; Ruth aber blieb bey ihr. 15. Sie aber sprach: Siehe, deine Schwägerin« ist umgewandt zu ihrem Volk und zu ihrem Gott; kehre du auch um deiner Schwägerin» nach. 16. Ruth antwortete: Rede mir nicht darein, daß ich dich verlassen sollte und von dir umkehren. Wo * du hingehest, da will ich auch hingehen; wo du bleibest, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. * 2 Smn. 13 , 21. 17 . Wo du stirbst, da sterbe ich auch; da will ich auch begraben werden. ' Der Herr thue mir dieß und das, der Tod muß mich und dich scheiden. * 1 Sam. 3 / 17. 18. Als sie nun sah, daß sie fest im Sinne war mit ihr zu gehen; ließ sie ab, mit ihr davon zu reden. 19. Also gingen die beyden mit einander, bis sie gen Bethlehem kamen. Und da sie zu Bethlehem einkamen; regte sich die ganze Stadt über ihnen und sprach: Ist das die Naemi? 20. Sie aber sprach zu ihnen: Heisset mich nicht Naemi, sondern Mara; denn der Allmächtige hat mich sehr betrübet. 21. Voll zog ich aus, aber leer hat mich der Herr wieder heimgebracht. Warum heisset ihr mich denn Naemi; so mich doch der Herr gede- müthiget, und der Allmächtige betrübet hat? 22. Es war aber um die Zeit, daß die Ger- stenernte anging, da Naemi und ihre Schnur Ruth, die Moabitinn, wiederkamen vom Moabiter Lande gen Bethlehem. Das 2. Capitel. Ruth liefet auf Boas Felde Aehren auf. 1. ^s war auch ein Mann, der Naemi Man- ^ nes Freund, von dem Geschlecht Eli- Melechs, mit Nahmen Boas, der war ein" weiblicher (begüterter) Mann. *1 Sam. 9,1. 2. Und Ruth, die Moabitinn, sprach zu Naemi: Laß mich aufs Feld gehen, und Aehren 2 . Ruth liefet Aehren auf. Boas redet mit ihr. 265 auflesen, dem nach, vor dem ich Gnade finde. Sie aber sprach zu ihr: Gehe hin, meine Tochter. 3 . Sie ging hin, kam und las auf, den Schnittern nach, auf dem Felde. Und es begab sich eben, daß dasselbe Feld war des Boas, der von dem Geschlecht EliMelechs war. Und siehe, Boas kam eben von Bethlehem, und sprach zu den Schnittern : * Der Herr mit euch! Sie antworteten: Der Herr segne dich! * Nicht. 6 , 12. Luc. i, 28. 5 . Und Boas sprach zu seinem Knaben, der über die Schnitter geftellet war: Weß ist die Dirne? 6 . Der Knabe, der über die Schnitter gestellet war, antwortete und sprach: Es ist die Dirne, die Moabitinn, die mit Naemi wiedergekommen ist von der Moabiter Lande. 7 . Denn sie sprach: Lieber, laß mich auflesen und sammeln, unter den Garben, den Schnittern nach; und ist also gekommen, und da gestanden von Morgen an bisher, und bleibt wenig daheim. 8. Da sprach Boas zu Ruth: Hörest du es, meine Tochter? Du sollst nicht gehen auf einen andern Acker aufznlesen; und gehe auch nicht von hinnen, sondern halte dich zu meinen Dirnen ; 9 . Und siehe, wo sie schneiden im Felde, da gehe ihnen nach. Ich habe meinen Knaben ge- bothen, daß dich Niemand antaste. Und so dich dürftet, so gehe hin zu dem Gefäß, und trinke, da meine Knaben schöpfen. 10. Da * siel sie auf ihr Angesicht, und be- thete an zur Erde, und sprach zu ihm: Womit habe ich die Gnade gefunden vor deinen Augen, daß du mich erkennest (auf mich achte,?), die ich doch fremd bin? * i Sam. 25,23. 11. Boas antwortete, und sprach zu ihr: Es ist mir angesagt alles, was du gethan hast an deiner Schwieger, nach deines Mannes Tode; daß * du verlassen Haft deinen Vater und deine Mutter, und dein Vaterland; und bist zu einem Volk gezogen, das du zuvor nicht kanntest. * c. 1, 16. 17. 12. Der Herr vergelte dir deine That; und müße dein Lohn vollkommen seyn bey dem Herrn, dem Gott Israels, zu welchem du gekommen bist, daß du unter seinen Flügeln Zuversicht hättest. 13. Sie sprach: Laß "mich Gnade vor deinen Augen finden, mein Herr; denn du hast mich getröstet, und deine Magd i- freundlich angespro- L l 266 Ruth liefet wieder Aehren, R u t chen, so ich doch nicht bin als deiner Mägde eine. * 1 Mos. 30/ 27. -i- Nicht. 19/ 3. 1^. Boas sprach zu ihr: Wenn es Essens Zeit ist, so mache dich hier herzu, und iß des Brots, und tunke deinen Bissen in den Eßig. Und sie setzte sich zur Seite der Schnitter. Er aber legte ihr Sangen vor; und sie "aß, und ward satt, und ließ übrig. "2 K»„. .§/ 15. Und da sie sich aufmachte zu lesen, geboth Boas seinen Knaben, und sprach: Lasset sie auch zwischen den Garben lesen, und beschämet sie nicht; 16. Auch von den "Hausen lasset überbleiben, und lasset liegen, daß sie es auflese; und Niemand schelte sie darum. * 3 Mos. 23/ 22. 17. Also las sie auf dem Felds bis zu Abend, und schlug es aus, was sie aufgelesen hatte; und es war bey einem Epha Gerste. 18. Und sie hob es auf, und kam in die Stadt; und ihre Schwieger sah es, was sie gelesen hatte. Da zog sie hervor, und gab ihr, was ihr übrig geblieben war, davon sie satt war geworden. 19. Da sprach ihre Schwieger zu ihr: Wo hast du heute gelesen, und wo hast du gearbeitet ? Gesegnet sey, der dich erkannt hat. Sie aber sagte es ihrer Schwieger, bey wem sie gearbeitet hätte, und sprach: Der Mann, bey dem ich heute gearbeitet habe, heisset Boas. 20. Naemi aber sprach zu ihrer Schnur: Gesegnet sey er dem Herrn, denn er hat seine Barmherzigkeit nicht gelassen, beydes an den Lebendigen und an den Todten. Und Naemi sprach zu ihr: Der Mann gehöret uns zu, und ist unser Erbe. 21. Ruth, die Moabitinn, sprach: Er sprach auch das zu mir: Du sollst dich zu meinen Knaben halten, bis sie mir alles eingeerntet haben. 22. Naemi sprach zu Ruth, ihrer Schnur: Es ist besser, meine Tochter, daß du mit seinen Dirnen ausgehest, auf daß nicht Jemand dir darein rede auf einem andern Acker. 23. Also hielt sie sich zu den Dirnen Boas, daß sie las, bis daß die Gerftenernte und Wei- zenernte aus war; und kam wieder zu ihrer Schwieger. Das 3. Capitel. Ruth bekommt wegen künftiger Heirath guten Bescheid. i.Nnd Naemi, ihre Schwieger, sprach zu ihr: ^ Meine Tochter, ich will dir" Ruhe schassen , daß dirs wohl gehe. ' c. i, s. h 2 . 3 . leget sich zu Boas Füßen. 2. Nun der Boas, unser Freund, bey deß * Dirnen du gewesen bist, worfelt diese Nacht Gerste auf seiner Tenne. * c. 2/ 8 . 3. So bade dich, und salbe dich, und lege dein Kleid an, und gehe hinab auf die Tenne, daß dich Niemand kenne, bis man ganz gegessen und getrunken hat. -ä. Wenn er sich dann leget, so merke den Ort, da er sich hinlegt; und komm, und decke auf zu seinen Füßen, und lege dich; so wird er dir wohl sagen, was du thun sollst. 5. Sie sprach zu ihr: * Alles, was du mir sagest, will ich thun. *2 Mos. 19 /8. 6 . Sie ging hinab zur Tenne, und that alles, wie ihre Schwieger gebothen hatte. 7. Und da Boas gegessen und getrunken hatte, ward sein Herz guter Dinge, und kam und legte sich hinter eine Mandel (Haufen Garben) ; und sie kam leise, und deckte auf zu seinen Füßen, und legte sich. 8. Da es nun Mitternacht ward, erschrak der Mann, und erschütterte; und siehe, ein Weib lag zu seinen Füßen. 9. Und er sprach: Wer bist du? Sie antwortete: Ich bin Ruth, deine Magd. " Breite deinen Flügel über deine Magd, denn du bist der Erbe. "Ez. 16,«. 10. Er aber sprach: " Gesegnet seyst du dem Herrn, meine Tochter; du Haft eine bessere Barmherzigkeit hernach gethan, denn vorhin, daß du nicht bist den Jünglingen nachgegangen, weder reich, noch arm. * Nicht. 17/ 2. 1 Sam. i^ 13. 11. Nun, meine Tochter, fürchte dich nicht. Alles, was du sagst, will ich dir thun; denn die ganze Stadt meines Volks weiß, daß du ein tugendsames Weib bist. 12. Nun, es ist wahr, daß ich der Erbe bin, aber es ist einer näher, denn ich. 1 3 . Bleibe über Nacht. Morgen, so er dich nimmt, wohl; gelüstet es ihn aber nicht dich zu nehmen, so will ich dich nehmen, so "wahr der Herr lebet. Schlaf bis Morgen. ' 1 Sam. 14 / 43. 1^. Und sie schlief bis Morgen zu seinen Füßen. Und sie stand auf, ehe denn Einer den Andern kennen mochte; und er gedachte, daß nur Niemand inne werde, daß ein Weib in die Tenne gekommen sey. 15. Und sprach: Lange her den Mantel, den du anhaft, und halt ihn zu. Und sie hielt ihn zu. Und er maß sechs Maß Gerste, und legte es auf sie. Und er kam in die Stadt. 16. Sie aber kam zu ihrer Schwieger, die Boas redet im Thor, Ruth 3. 4. und nimmt Ruth. 267 sprach: Wie stehet es mit dir, meine Tochter? Und sie sagte ihr alles, was ihr der Mann gerhan hatte, 17 . Und sprach: Diese sechs Maß Gerste gab er mir, denn er sprach: Du sollst nicht leer zu deiner Schwieger kommen. 18. Sie aber sprach: Sey stille, meine Tochter, bis du erfahrest, wo es hinaus will; denn der Mann wird nicht ruhen, er bringe es denn heute zum Ende. Das 4. Capitel. Die Herrath BoaS mit Ruth wird vollzogen und gesegnet. 1. H^oas ging hinauf ins Thor, und setzte sich daselbst. Und siehe, da der Erbe vorüber ging, redete Boas mit ihm, und sprach: Komm, und setze dich etwa hie oder da her. Und er kam, und setzte sich. 2. Und er nahm zehn Männer von den Nettesten der Stadt, und sprach: Setzet euch her. Und sie setzten sich. Z. Da sprach er zu dem Erben: Naemi, die vom Lande der Moabiter wiedergekommen ist, biethet feil das Stück Feld, das unsers Bruders war, EliMelechs. Darum gedachte ich es vor deine Ohren zu bringen, und zu sagen: Willst du es beerben, so kauft es vor den Bürgern, und vor den Nettesten meines Volks; willst du es aber nicht beerben, so sage mirs, daß ichs wisse; denn es ist kein Erbe, ohne du, und ich nach dir. Er sprach: Ich wills beerben. 5 . Boas sprach : Welches Tages du das Feld kaufst von der Hand Naemi, so mußt du auch Ruth, die Moabitinn, des Verstorbenen Weib, nehmen, daß du dem Verstorbenen einen * Nahmen erweckest auf sein Erbtheil. ' ^ Mos. 2 ^ §. 6. 6. Da sprach er : Ich mag es nicht beerben , daß ich nicht vielleicht mein Erbtheil verderbe. Beerbe du, was ich beerben soll; denn ich mag es nicht beerben. 7. Es * war aber von Alters her eine solche Gewohnheit in Israel: Wenn einer ein Gut nicht beerben noch erkaufen wollte, auf daß aller- ley Sache bestünde, so zog er seinen Schuh aus und gab ihn dem Andern; das war das Zeug- mß in Israel. *L M°s. n, s. 8 . Und der Erbe sprach zu Boas: Kaufe du es; und zog seinen Schuh aus. 9. Und Boas sprach zu den Nettesten und zu allem Volk: Ihr seyd heute Zeugen, daß ich alles gekauft habe, was EliMelechs gewesen ist, und alles, was ChilJons und Mahlons; von der Hand Naemi; 10. Dazu auch Ruth, die Moabitinn, des Mahlons Weib, nehme ich zum Weibe, daß ich dem Verstorbenen einen Nahmen erwecke auf sein Erbtheil, und sein Nähme nicht ausgerottet werde unter seinen Brüdern, und aus dem Thor seines Orts; Zeugen seyd ihr deß heute. 11. Und alles Volk, das im Thor war, sammt den Nettesten, sprachen: Wir sind Zeugen. Der Herr mache das Weib, das in dein Haus kommt, wie' Rahel und Lea, die beyde das Haus Israel gebauet haben; und wachse sehr in Eph- rata, und werde gepriesen zu Bethlehem. * 1 Mos. 29/ 32 . 12. Und * dein Haus werde wie das Haus Perez, den Thamar Juda gebar, von dem Samen , den dir der Herr geben wird von dieser Dirne. * 1 Mos. 38 / 29. 13 . Also nahm Boas die Ruth, daß sie sein Weib ward. Und da er bey ihr lag, gab * ihr der Herr, daß sie schwanger ward, und gebar einen Sohn. *Ps. 127/3. 1^. Da sprachen die Weiber zu Naemi: Gelobet sey der Herr, der dir nicht hat lassen abgehen einen Erben zu dieser Zeit, daß sein Nähme in Israel bliebe. 15. Der wird dich erquicken, und dein Atter versorgen.- Denn deine Schnur, die dich gelie- bet hat, hat ihn geboren, welche dir besser ist, denn sieben Söhne. 16. Und Naemi nahm das Kind, und legte es auf ihren Schooß, und ward seine Wärterin«. 17. Und ihre Nachbarinnen gaben ihm einen Nahmen, und sprachen: Naemi ist ein Kind geboren ; und hießen ihn Obed, der ist der Vater Jsaj, welcher ist Davids Vater. 18. Dieß ist das Geschlecht * Perez: Perez zeugete Hezron; * 1 Mos. 46 /12. 19. Hezron zeugete Ram; Ram zeugete Amin inad ab ; 20. Amminadab zeugete Nahesson; Nahesson zeugete Salma; 21. Salma zeugete Boas: Boas zeugete Obed; 22. Obed zeugete Jsaj. Jsaj * zeugete David. - 1 Sam. 16/ 20. 268 ElKana. Hanna. 4 Samuelis 4. Samuel geboren. Das erste Buch Samuelis. Das 4. Capitel. Samuel wird geboren. 1. As war ein Mann von Ramathaim Zo- ^ phim , vom Gebirge Ephraim; der hieß "ElKana, ein Sohn Jerohams, des Sohnes Elihu, des Sohnes Thohu, des Sohnes Zuphs, welcher von Ephrath war. * i Ehr. 7,27. 2. Und er hatte zwey Weiber; eine hieß Hanna, die andere Peninna. Peninna * aber hatte Kinder, und Hanna hatte keine Kinder. * 1 Mos. 29 / 31 . 3. Und derselbe Mann ging hinauf von seiner Stadt, zu ferner Zeit, daß er anbethete und opferte dem Herrn Zebaoth zu * Silo. Daselbst waren aber Priester des Herrn, Hopyni und Pinehas, die zween Söhne Eli. * Jos. i«/1. 4 . Da es nun eines Tages kam, daß ElKana opferte; gab er seinem Weibe Peninna, und allen ihren Söhnen und Töchtern Stücke. 5. Aber Hanna gab er Ein Stück traurig; denn er hatte Hanna lieb, aber der Herr hatte * ihren Leib verschlossen. ' 1 Mos. 20,13. 6 . Und ihre Widerwärtige betrübte sie und trotzte ihr sehr, daß der Herr ihren Leib verschlössen hätte. 7. Also ging es alle Jahre, wenn sie hinauf zog zu des Herrn Haus, und betrübte sie also; so weinete sie dann, und aß nichts. 8 . ElKana aber, ihr Mann, sprach zu ihr: Hanna, warum weinest du, und warum issest du nichts? Und warum gehabt sich dein Herz so übel? Bin ich dir nicht besser, denn zehn Söhne? 9. Da stand Hanna auf, nachdem sie gegessen hatte zn Silo und getrunken. (Eli aber, der Priester, saß auf einem Stuhl an der Pfoste des Tempels des Herrn.) 10. Und sie war von Herzen betrübt, und bethete zum Herrn, und weinete, 11. Und gelobte ein Gelübde, und sprach: Herr Zebaoth, wirst du deiner Magd Elend ansehen, und an mich gedenken, und deiner Magd nicht vergessen, und wirft deiner Magd einen Sohn geben; so will ich ihn dem Herrn geben sein Lebenlang, und soll kein Schermesser auf sein Haupt kommen.. 12. Und da sie lange bethete vor dem Herrn, hatte Eli Acht auf ihren Mund. 13 . Denn Hanna redete in ihrem Herzen; allein ihre Lippen regten sich, und ihre Stimme hörrte man nicht. Da meinte Eli, sie wäre trunken; 14 . Und sprach zu ihr: Wie lange willst du trunken seyn? Laß den Wein von dir kommen, den du bey dir hast. 15. Hanna aber antwortete, und sprach: Nein, mein Herr, ich bin ein betrübtes Weib. Wein und starkes Getränke habe ich nicht getrunken, sondern habe * mein Herz vor dem Herrn ausgeschüttet. *Ps. 42/5. 16. Du wollest deine Magd nicht achten wie ein loses Weib; denn ich habe aus meinem großen Kummer und Traurigkeit geredet bisher. 17. Eli antwortete, und sprach: Gehe hin mit Frieden; der Gott Israels * wird dir geben deine Bitte, die du von ihm gebethen hast. * v. 27. Ps. 20/ 5. 18. Sie sprach: Laß deine Magd * Gnade finden vor deinen Augen. Also ging das Weib hin ihres Weges, und aß, und sah nicht mehr so traurig. * Ruch 2/ 13. 2 Sam. 16/ 4. 19. Und des Morgens frühe machten sie sich auf, und da sie angebethet hatten vor dem Herrn, kehreten sie wieder um, und kamen heim gen Ramath. Und ElKana erkannte sein Weib Hanna, und der Herr 'gedachte an sie. * 1 Mos. 30/ 22. 20. Und da * etliche Tage um waren, ward sie schwanger, und gebar einen Sohn, und hieß ihn Samuel; denn ich habe ihn von dem Herrn erbethen. * r Mos. 21/1.2. 21. Und da der Mann ElKana hinauf zog mit seinem ganzen Hause, daß er dem Herrn opferte das Opfer zur Zeit gewöhnlich, und sein Gelübde; 22. Zog Hanna nicht, mit hinauf, sondern sprach zu ihrem Manne: Bis der Knabe entwöhnet werde, so will ich ihn bringen, daß er vor dem Herrn erscheine und bleibe daselbst ewiglich. 23. ElKana, ihr Mann, sprach zu ihr: So thue, wie dirs gefällt , bleibe, bis du ihn entwöhnest; der Herr bestätige aber, was er geredet hat. Also blieb das Weib und säugete ihren Sohn, bis daß sie ihn entwohnete; 24. Und brachte ihn mit ihr hinauf, nachdem sie ihn entwöhnet hatte, mit dreyen Farren, Hanna Lobgesang. 269 1 Samuelis 4. 2. Bosheit der Kinder Eli. mit einem Epha Mehl, und einer Flasche Wein; und brachte ihn in das Haus des Herrn zu Silo. Der Knabe aber war noch jung. 25 . Und sie schlachteten einen Farren, und brachten den Knaben zu Eli. 26. Und sie sprach: Ach mein Herr, so * wahr deine Seele lebet, mein Herr, ich bin das Weib, das hier bey dir stand, und bath den Herrn, * c. 17/ 33. 27 . Da ich um diesen Knaben bath. Nun hat der Herr * meine Bitte gegeben, die ich von ihm bath. * v. 17. 28. Darum * gebe ich ihn dem Herrn wieder sein Lebenlang, weil er vom Herrn erbethen ist. Und sie betheten daselbst den Herrn an. * vcrs ii. Das 2. Capitel. Hanna Lobgesang. Auftrziehung Samuels. Bosheit der Söhne Eli. i.ljnd Hanna bethete, und sprach: Mein ^ Herz ist fröhlich * in dem Herrn, mein Horn ist erhöhet in dem Herrn. Mein -k Mund hat sich weit aufgethan über meine Feinde; denn ich freue mich deines Heils.*«uc.i/ 47 . -i -2 Cor. 6/ii. 2. Es ist Niemand heilig , wie der Herr, außer * Dir ist keiner; und ist kein Hort, wie unser Gott ist. * Ps. « 6 / 8 . s. Lasset euer großes Rühmen und Trotzen, lasset aus euerm Munde das Alte; denn der Herr ist ein Gott, der es merket, und läßt ftllches Vornehmen nicht gelingen. - 4 . Der Bogen der Starken ist zerbrochen, und die Schwachen sind umgürtet mit Stärke. 6 . Die da satt waren, sind ums Brot verkauft worden, und die Hunger litten, hungert nicht mehr; bis daß die Unfruchtbare sieben gebar, und die viele Kinder hatte, abnahm. 6. Der Herr * tödtet, und machet lebendig, führet in die Hölle, und wieder heraus. * 3 Mos. 32/ 39. 7 . Der Herr machet arm, und machet reich; er * erniedriget, und erhöhet. * J-r. 32/ 32. Luc. 1/ 327 8 . Er hebet * auf den Dürftigen aus dem Staube, und erhöhet den Armen aus dem Koth, daß er ihn setze unter die Fürsten, und den Stuhl der Ehren erben lasse. Denn der 7 Welt Ende (Gmndftstcn) sind des Herrn, und er hat den- Erdboden darauf gesetzet. * Ps. " 3 / 7. s. Luc. 1,32.. -r- Ps. Ll/1., 9. Er wird * behüthen die Füße seinerHeiligen,, aber die Gottlosen müßen zu Nichte werden im. Finsterniß; denn -i- viel Vermögen hilft doch Niemand. * Ps. 91/ 11 . -j-Ps. 49/18. 10. Die mit dem Herrn hadern, müßen zu Grunde gehen; über ihnen wird er * donnern im Himmel. Der Herr wird richten der Welt Ende, und wird Macht geben seinem Könige, und erhöhen-t das Horn seines Gesalbten. * c. 7/ 10 . Ps. 11/ 6. 1- Ps. 132/ 17. 11. ElKana aber ging hin gen Ramath in sein Haus, und der Knabe war des Herrn Diener vor dem Priester Eli. 12. Aber die Söhne Eli waren böse Buben; die fragten nicht nach dem Herrn, 13. Noch nach dem Recht der Priester an das Volk. Wenn Jemand etwas opfern wollte; so kam des Priesters Knabe, weil das Fleisch kochte, und hatte eine * Kreuel (Gabel) mit drey Zacken in seiner Hand, *2 Mos. 27 / 3 . 1 Und stieß in den Tiegel, oder Kessel, oder Pfanne, oder Topf; und was er mit der Kreuel hervor zog, das nahm der Priester davon. Also thaten sie dem ganzen Israel, die daselbst hinkamen zu Silo. 15. Desselben gleichen, ehe denn sie* das Fett anzündeten, kam des Priesters Knabe, und sprach zu dem, der das Opfer brachte: Gib mir das Fleisch, dem Priester zu braten; denn er will nicht gekochtes Fleisch von dir nehmen, sondern rohes. *3 Ms. 3/3. 16. Wenn dann Jemand zu ihm sagte: Laß das Fett anzünden, wie sichs heute gebühret, und nimm darnach, was dein Herz begehret; so sprach er zu ihm: Du sollst mir es. jetzt geben; wo nicht, so will ichs mit Gewalt nehmen. 17. Darum ward die Sünde der Knaben sehr groß vor dem Herrn; denn die Leute lästerten das Speisopfer des Herrn. 18. Samuel aber war ein Diener vor dem Herrn, und der Knabe war umgürtet mit einem leinenen Leibrock. 19. Dazu machte ihm seine Mutter einen kleinen Rock, und brachte ihn ihm hinauf, zu seiner Zeit, wann sie mit ihrem Manne hinauf ging zu opfern die Opfer zu seiner Zeit. 20. Und Eli segnete ElKana und sein Weib, und sprach:- Der Herr gebe dir Samen von diesem Weibe, um die Bitte, die sie vom Herrn gebethen hat. Und sie gingen an ihren Ort. 21. Und der Herr suchte Hanna heim, daß sie schwanger ward- und gebar drey Söhne und zwo Töchter. Aber Samuel, der Knabe , nahm zu bey dem Herrn.. 2?0 Eli Gelindigkeit. Gottes Straft 1 Samue 22. Eli aber war sehr alt und erfuhr alles, was seine Söhne thaten dem ganzen Israel, und daß sie schliefen bey den * Weibern, die da die- neten vor der Tbür der Hütte des Stifts. * 2 Mos. 38/ 8. 23 . Und er sprach zu ihnen: Warum thut ihr solches? Denn ich höre euer böses Wesen von diesem ganzen Volk. 2^. Nicht, meine Kinder, das ist nicht ein gutes Geschrei), das ich höre. Ihr machet des Herrn Volk übertreten. 25. Wenn Jemand wider einen Menschen sündiget, so kann es der Richter schlichten. Wenn aber Jemand wider den Herrn sündiget, wer kann für ihn bitten? Aber sie gehorchten ihres Vaters Stimme nicht, denn der Herr hatte Willens sie zu tödten. 26. Aber der Knabe Samuel ging und nahm zu, und war angenehm bey dem Herrn, und bey den Menschen. 27 . Es kam aber ein Mann Gottes zu Eli, und sprach zu ihm: So spricht der Herr: Ich habe mich * geoffenbaret deines Vaters Hause, da sie noch in Egypten waren in Pharaons Hause; * Ap. Gcsch. 7/ 23. 28. Und habe ihn daselbst mir erwählet vor allen Stämmen Israels zum Priesterthum, daß er opfern sollte auf meinem Altar, und Räuch- werk anzünden, und den Leibrock vor mir tragen ; und habe deines Vaters Hause gegeben alle Feuer der Kinder Israel. 29. Warum lockest du denn (Handel,r du so fteM wider meine Opfer und Speisopftr, die ich gebothen habe in der Wohnung? Und du ehrest deine Söhne mehr, denn mich , daß ihr euch mästet von dem Besten aller Speisopfer meines Volks Israel. so. Darum spricht der Herr, der Gott Israels: Ich * habe geredet, dein Haus und deines Vaters Haus sollten wandeln vor mir ewiglich. Aber nun spricht der Herr: Es sey ferne von mir, sondern -i- wer mich ehret, den will ich auch ehren ; wer "* aber mich verachtet, der soll wieder verachtet werden. * 2 Mos. 28 / 1 . -f Joh. 12 / 26 . '* Mal. 2 / 9 . 31. Siehe, * es wird die Zeit kommen, daß ich will entzwey brechen deinen Arm, und den Arm deines Vaters Hauses, daß kein Alter sey in deinem Hause; ' i Kön. 2,27. 32. Und wirst sehen deinen Widerwärtigen in der Wohnung, in allerlei) Gutem, das Israel geschehen wird; und wird kein Alter ftyn in deines Vaters Hause ewiglich. lis 2. 3. dawider. Gott ruft Samuel. 33. Doch will ich aus dir Niemand von meinem Altar ausrotten, auf daß deine Augen verschmachten und deine Seele sich gräme; und alle Menge deines Hauses sollen sterben, wenn sie Männer geworden sind. 3^. Und das soll dir ein Zeichen ftyn, das über deine zween Söhne, Hophni und Pinehas, kommen wird; ' auf Einen Tag werden sie beyde sterben. * e. 4 / n. 35. Ich aber will mir einen treuen Priester erwecken, der soll thun, wie es meinem Herzen und meiner Seele gefällt; dem will ich ein beständiges Haus bauen, daß er vor meinem Gesalbten wandle immerdar. 36 . Und wer übrig ist von deinem Hause, der wird kommen und vor Jenem niederfallen, um einen silbernen Pfenning und Stück Brot, und wird sagen: Lieber, laß mich zu Einem Priester- theil, daß ich einen Bissen Brot esse. Das 3. Capitel. Samuel wird berufen und ansehnlich gemacht. i.IHnd da Samuel, der Knabe, dem Herrn dienete unter Eli, war des Herrn Wort theuer zu derselbigen Zeit, und war wenig Weissagung. 2. Und es begab sich zu derselbigen Zeit, lag Eli an seinem Ort, und * seine Augen fingen an dunkel zu werden, daß er nicht sehen konnte. * c. 4 /13. 3. Und Samuel hatte sich geleget im Tempel des Herrn, da die Lade Gottes war, ehe denn die Lampe Gottes verlosch. >L. Und der Herr rief Samuel. 'Er aber antwortete : Siehe, hier bin ich; 5. Und lief zu Eli, und sprach: Siehe, hier bin ich, du hast mich gerufen. Er aber sprach: Ich habe dich nicht gerufen; gehe wieder hin, und lege dich schlafen. Und er ging hin, und legte sich schlafen. 6 . Der Herr rief abermahl: Samuel! Und Samuel stand auf, und ging zu Eli, und sprach: Siehe, hier bin ich, du hast mich gerufen. Er aber sprach: Ich habe dich nicht gerufen, mein Sohn; gehe wieder hin, und lege dich schlafen. 7. Aber Samuel kannte den Herrn noch nicht, und des Herrn Wort war ihm noch nicht geoffenbaret. 8 . Und der Herr rief Samuel abermahl zum dritten Mahl. Und er stand auf, und ging zu Eli, und sprach: Siehe, hier bin ich, du hast Gott ruft Samuel. 1 Samuel is mich gerufen. Da merkte Eli/ daß -er Herr den Knaben rief; 9. Und sprach zu ihm: Gehe wieder hin/ und lege dich schlafen; und so du gerufen wirst/ so sprich: Rede / Herr / denn dein Knecht höret. Samuel ging hin/ und legte sich an seinen Ort. 10. Da kam der Herr/ und trat dahin/ und rief wie vormahls: Samuel / Samuel! Und Samuel sprach: Rede / denn dein Knecht höret. 11. Und der Herr sprach zu Samuel: Siehe/ ich thue ein Ding in Israel / daß / * wer das hören wird/ dem werden seine beyde Ohren gellen. * 2 Kön. 21/12. 12. An dem Tage will ich erwecken über Eli/ was ich wider sein Haus geredet habe; ich will es anfangen und vollenden. 13. Denn ich habe es ihm angesagt/ daß ich Richter scyn will über sein Haus ewiglich/ um der Missethat willen/ daß er wußte/ wie seine Kinder sich schändlich hielten/ und hätte nicht einmahl sauer dazu gesehen. i^. Darum habe ich dem Hause Elt geschworen / daß diese Missethat des Hauses Eli soll nicht versöhnet werden/ weder mit Opfer/ noch mit Speisopfer/ ewiglich. 15. Und Samuel lag bis an den Morgen/ und that die Thür auf am Hause des Herrn. Samuel aber fürchtete sich / das Gesicht Eli anzusagen. io. Da rief ihn Eli/ und sprach: Samuel/ mein Sohn! Er antwortete: Siehe / hier bin ich. 17. Er sprach: Was ist das Wort/ das dir gesagt ist? Verschweige mir nichts. Gott thue dir dieß und das / wo du mir etwas verschweigest/ das dir gesagt ist. 18. Da sagte es ihm Samuel alles an / und verschwieg ihm nichts. Er aber sprach: Es ist der Herr; er thue / was ihm wohlgefällt. 19. Samuel aber nahm Zu/ und der Herr war mit ihm, ur.d es siel keins unter allen seinen Worten auf die Erde. 20. Und ganz Israel, von Dan an bis gen Berseba, erkannte, daß Samuel ein treuer Prophet des Herrn war. 21. Und der Herr erschien hinfort zu Silo; denn der Herr war Samuel geoffenbaret worden zu Silo, durch das Wore des Herrn. Das 4. Capitel. Israels Niederlage. Entführung der Bundeslade. Todesfall Eli und seiner Söhne. ä.ljnd Samuel fing an zu predigen dem gan- ** zen Israel. . 4. Israel geschlag. E li Söhne umgekommen. 274 (Anfang des 4. CapitelS.) Israel aber zog aus, den Philistern entgegen in den Streit; und lagerten sich bey Eben- Ezer. Die Philister aber hatten sich gelagert zu * Aphek / * Los. 1L, 63. 2. Und rüsteten sich gegen Israel. Und der Streit theilcte sich weit, und Israel ward von den Philistern geschlagen, und schlugen in der Ordnung im Felde bey vier tausend Mann. 3. Und da das Volk ins Lager kam, sprachen die Aeltesten Israels: Warum hat uns der Herr heute schlagen lassen vor den Philistern? Laßt uns zu uns * nehmen die Lade des Bundes des Herrn von Silo; und laßt sie unter uns kommen, daß sie uns helfe von der Hand unserer Feinde. * c. 14,18. -L. Und das Volk sandte gen Silo, und ließ von dannen hohlen die Lade des Bundes des Herrn Zebaoth, der * über den Cherubim sitzet. Und waren da die zween Söhne Eli mit der Lade des Bundes Gottes, Hophni und Pinehas. * 2 Sam. 6/ 2 . 5. Und da die Lade des Bundes des Herrn in das Lager kam; jauchzete das ganze Israel mit einem großen Jauchzen, daß die Erde erschallete. 6. Da aber die Philister horeten das Geschrey solches Jauchzens, sprachen sie: Was ist das Geschrey solches großen Jauchzens in der Ebräer Lager? Und da sie erfuhren, daß die Lade des Herrn ins Lager gekommen wäre; 7. Fürchteten sie sich und sprachen: Gott ist ins Lager gekommen, und sprachen weiter: Wehe uns! denn es ist vorhin nicht also gestanden. 8. Wehe uns! Wer will uns erretten von der Hand dieser mächtigen Götter? Das sind die Götter, die Egypten schlugen mit allerley Plage in der Wüste. 9. So seyd nun getrost und Männer, ihr Philister , daß ihr nicht dienen mäßet den Ebräern, wie sie euch ' gedienet haben. Seyd Männer, und streitet. * suchr. 13,1. 10. Da stritten die Philister; und Israel ward geschlagen, und ein Jeglicher stoh in seine Hütte; und es war eine sehr große Schlacht, daß aus Israel fielen dreyßig tausend Mann Fußvolk. 11. Und die Lade Gottes ward * genommen, und dre zween Söhne Eli, Hophni und Pinehas, stürben. * Pf 7s, 61. 12. Da lief einer von Benjamin aus dem Heer, und kam gen Silo desselben Tages, und hatte seine Kleider zerrissen, und Hütte Erde auf sein Haupt gestreuet. / 272 Eli bricht den Hals. 1 Samuelis -4. 6. Der Philister Plage. 13. Und stehe, als er hinein kam, saß Eli auf dem Stuhl, daß er auf den Weg sähe; denn sein Her; war zaghaft über der Lade Gottes. Und da der Mann in die Stadl kam; sagte er es an, und die ganze Stadt schrie. i^. Und da Eli das laute Schreyen hörete, fragte er: Was ist das für ein lautes Getümmel? Da kam der Mann eilend, und sagte es Eli an. 15. (Eli aber war acht und neunzig Jahre alt, und seine * Augen waren dunkel, daß er nicht sehen konnte.) * -- 3,2. 16. Der Mann aber sprach zu Eli: Ich komme, und bin heute aus dem Heer geflohen. Er aber sprach: Wie gehet es zu, mein Sohn? 17. Da antwortete der Verkündiger, und sprach: Israel ist geflohen vor den Philistern, und ist eine große Schlacht im Volk geschehen; und deine zween Söhne, Hophni und Pinehas, find gestorben, dazu die Lade Gottes ist genommen. 18. Da er aber der Lade Gottes gedachte, fiel er zurück vom Stuhl am Thor, undorach seinen Hals entzwey, und starb; denn er war alt, und ein schwerer Mann. Er richtete aber Israel vierzig Jahre. i s. Seine Schnur aber, Pinehas Weib, war schwanger, und sollte schier geliegen. Da sie das Gerücht hörete, daß die Lade Gottes genommen, und ihr Schwäher und Mann todt wäre; krümmete sie sich, und gebar, denn es kam sie ihr Wehe an. 20. Und da sie jetzt starb, sprachen die Weiber, die neben ihr standen: 'Fürchte dich nicht, du hast einen jungen Sohn. Aber sie antwortete nichts, und nahm es auch nicht zu Herzen. * 1 Mol 35 / 17 . 21. Und sie hieß den Knaben Jcabod und sprach: Die Herrlichkeit ist dahin von Israel; weil die Lade Gottes genommen war, und ihr Schwäher, und ihr Mann. 22. Und sprach abermahl: Die Herrlichkeit ist dahin von Israel, denn die Lade Gottes ist genommen. Das 5. Capitel. Plage der Philister wegen der entführten BundeSlade. 1. Aie Philister aber nahmen die Lade Got- ^ tes, und brachten sie von EbenEzer gen * Asdod , * Los. 15/ 46. 47. 2. In das Haus Dagous, und stelleten sie neben Dagon. 3. Und da die von Asdod des andern Morgens frühe aufftanden; fanden sie Dagon auf seinem Antlitz liegen auf der Erde vor der Lade des Herrn. Aber sie nahmen den Dagon, und setzten ihn wieder an seinen Ort. Da sie aber des andern Morgens frühe aufstanden, fanden sie Dagon abermahl auf seinem Antlitz liegen auf der Erde vor der Lade des Herrn, aber sein Haupt und seine beyde Hände abgehauen auf der Schwelle, daß der Strumpf allein darauf lag. s. Daruin treten die Priester Dagons und alle, die in Dagons Haus gehen, nicht auf die Schwelle Dagons zu Asdod, bis auf diesen Tag. 6 . Aber die Hand des Herrn ward schwer über die von Asdod, und verderbete sie, und schlug * Asdod und alle ihre Grenzen an heimlichen Orten. ' Pf. 78 / 66 . 7 . Da aber die Leute zu Asdod sahen, daß es so zuging, sprachen sie: Laßt die Lade des Gottes Israels nicht bey uns bleiben, denn seine Hand ist zu hart über uns und unfern Gott Dagon. 8 . Und sandten hin, und versammelten alle Fürsten der Philister zu sich, und sprachen: Was 'sollen wir mit der Lade des Gottes Israel machen? Da antworteten sie: Lasset die von Gath die Lade des Gottes Israels umher tragen. * e. 6/ 2 . 9. Und sie trugen die Lade des Gottes Israels umher. Da sie aber dieselbe umher trugen, ward durch die Hand des Herrn in der Stadt ein sehr großer Rumor, und schlug die Leute in der Stadt, beyde klein und groß, und kriegten heimliche Plage an heimlichen Orten. 10. Da sandten sie die Lade des Herrn gen ' Ekron. Da aber die Lade Gottes gen Ekron kam; schrien die von Ekron: Sie haben die Lade Gottes umher getragen zu mir, daß sie mich tödten und mein Volk. * Los. 15, 46 . 11. Da sandten sie hin, und versammelten alle Fürsten der Philister, und sprachen: Sendet die Lade des Gottes Israels wieder an ihren Ort, daß sie mich und mein Volk nicht todte. Denn die Hand Gottes machte einen sehr großen Rumor mit Würgen in der ganzen Stadt. 12. Und welche Leute nicht starben, die wurden geschlagen an heimlichen Orten, daß das Ge- schrey der Stadt auf gen Himmel ging. Das Schuldopfer der Philister. 4 Samuelis 6. Das 6. Capitel. Die Bundesla-e wird den Israeliten wieder zugestellt. 1. Hslso war die Lade des Herrn steben Mo- ^ nathe im Lande der Philister. 2. Und die Philister riefen ihre Priester und Weissager, und sprachen: Was * sollen wir mit der Lade des Herrn machen? Lehret uns, womit sollen wir sie an ihren Ort senden? * c. 5/ 8. 3 . Sie sprachen: Wollt ihr die Lade des Gottes Israels senden, so sendet sie nicht leer, sondern sollt ihr vergelten ein Schuldopfer; so werdet ihr gesund werden, und es wird euch kund werden, warum seine Hand nicht von euch läßt. Sie aber sprachen : Welches ist das Schuldopfer, das wir ihm geben sollen? Sie antworteten: Fünf goldene Beulen, und fünf goldene Mäuse, nach der Zahl der fünf Fürsten der Philister; denn es ist einerley Plage gewesen über euch alle, und über eure Fürsten. 5 . So müsset ihr nun machen gleiche Gestalt euern Beulen an heimlichen Orten, und euern Mäusen, die euer Land verderbet haben, daß ihr dem Gott Israels die Ehre gebet; vielleicht wird seine Hand leichter werden über euch, und über euern Gott, und über euer Land. 6 . Warum verstecket ihr euer Herz, wie * die Egypter und Pharao ihr Herz verstockten? Jfts nicht also , da er sich an ihnen bewies, -k ließen sie sie fahren, daß sie hingingen? * 2 Mos 8/ 13. -k- 2 Mos. 12 , 31. 7 . So nehmet nun und machet einen neuen Wagen, und zwo junge säugende Kühe, auf die nie kein Joch gekommen ist, und spannet sie an den Wagen, und lasset ihre Kälber hinter ihnen daheim bleiben; 8 . Und nehmet die Lade des Herrn, und setzet sie auf den Wagen; und die goldenen Kleinode, die ihr ihm zum Schuldopfer gebt, thut in ein Kästlein neben ihre Seiten; und sendet sie hin, und lasset sie gehen. 9 . Und sehet ihr zu. Gehet sie hin auf dem Wege ihrer Grenze gen BethSemes; so hat Er uns alles das große Uebel gethan. Wo nicht; so werden wir wissen, daß seine Hand uns nicht gerühret hat, sondern es ist uns ohnge- fähr widerfahren. 10. 'Die Leute thaten also, und nahmen zwo junge säugende Kühe, und spanneten sie an einen Wagen, und behielten ihre Kälber daheim, VethSemiter geschlagen. 273 i i. Und setzten die Lade des Herrn auf den Wagen, und das Kästlein mit den goldenen Mäusen und mit den Bildern ihrer Beulen. 12. Und die Kühe gingen stracks Weges nach BethSemes zu, auf Einer Straße, und gingen, und blöketen, und wichen nicht, weder zur Rechten, noch zur Linken; und die Fürsten der Philister gingen ihnen nach, bis an die Grenze BethSemes. 13. Die VethSemiter aber schnitten eben in der Weizenernte im Grunde, und hoben ihre Augen auf, und sahen die Lade, und freueten sich dieselbe zu sehen. i^. Der Wagen aber kam auf den Acker Jo- sua, des BethSemiters, und stand daselbst stille. Und es war ein großer Stein daselbst. Und sie spalteten das Holz vom Wagen, und opferten die Kühe dem Herrn zum Brandopfer. i s. Die Leviten aber hoben die Lade des Herrn herab, und das Kästlein, das neben daran war, darinnen die goldenen Kleinode waren; und setzten sie auf den großen Stein. Aber die Leute zu BethSemes opferten dem Herrn desselben Tages Brandopfer und andere Opfer. 16. Da aber die fünf Fürsten der Philister zugesehen hatten, zogen sie wiederum gen Ekron desselben Tages. 17 . Dieß sind aber die goldenen Beulen, die die Philister dem Herrn zum Schuldopfer gaben: Asdod eine , Gasa eine, Asklon eine, Gath eine, und Ekron eine. 18. Und goldene Mäuse, nach der Zahl aller Städte der Philister unter den fünf Fürsten, beydes der gemauerten Städte und Dörfer, und bis an das große Abel, darauf sie die Lade des Herrn ließen, bis auf diesen Tag, auf dem Acker Josua, des BethSemiters. 19. Und etliche zu BethSemes wurden geschlagen, darum, daß sie die "Lade des Herrn gesehen hatten. Und er schlug des Volks fünfzig tausend , und siebenzig Mann. Da trug das Volk Leid, daß der Herr eine so große Schlacht im Volk gethan hatte. "»Mos. 4 .20. - 20. Und die Leute zu BethSemes sprachen: Wer kann stehen vor dem Herrn, solchem heiligen Gott? Und zu wem soll er von uns ziehen? 21. Und sie sandten Bothen zu den Bürgern " KiriathJearims, und ließen ihnen sagen: Die Philister haben die Lade des Herrn wiedergebracht ; kommt herab, und höhlet sie zu euch hinauf. " L-s- i«/ M m 274 Israel thut Buße. 1 Samuelis 7 . 8. Israel begehret einen König. Das 7. Capitel. Die bußfertigen Israeliten siegen auf Samuels Gebeth wider die Philister. 1. d)slso kamen die Leute von * KiriathIearim, " und hohlsten die Lade des Herrn hinauf, und brachten sie in das Haus AbiNadabs zn Gibea; und seinen Sohn Eleasar heiligten sie/ daß er der Lade des Herrn hüthete. 'Nicht. 18,12, 2. Und von dem Tage an / da die Lade des Herrn zu KiriathIearim blieb / verzog sich die Zeit so lange / bis zwanzig Jahre wurden; und das ganze Haus Israel weinete vor dem Herrn. 3. Samuel aber sprach zu dem ganzen Hause Israel: So ihr euch mit ganzem Herzen bekehret zu dem Herrn/ so ' thut von euch die fremden Götter / und Astharoth / und richtet euer Herz i- zu dem Herrn/ und dienet ihm allein; so wird er euch erretten aus der Philister Hand. * Jos. 2-l, 23. -j- 3 Mos. 6, 13. Da thaten die Kinder Israel von sich * Baa- lim und Astharoth/ und dieneten dem Herrn allein. 'Nicht. 10/I6. 5. Samuel aber sprach: Versammelt das ganze Israel gen ' Mizpa/ daß ich für euch bitte zum Herrn. * c. io, 17. 6. Und sie kamen zusammen gen Mizpa / und schöpften Wasser/ und gossen es aus vor dem Herrn / und fasteten denselben Tag / und sprachen daselbst: Wir haben dem Herrn ge- sündiget. Also richtete Samuel die Kinder Israel zu Mizpa. j 7. Da aber die Philister höreten/ daß die Kinder Israel zusammen gekommen waren gen Mizpa; zogen die Fürsten der Philister hinauf wider Israel. Da das die Kinder Israel höre- ten; fürchteten sie sich vor den Philistern/ 8. Und sprachen zu Samuel: * Laß nicht ab für uns zu schreyen zu dem Herrn/ unserm Gott/ daß er uns helfe aus der Philister Hand. * c. 12, 23. s. Samuel nahm ein MilchlämmleiN/ und opferte dem Herrn ein ganzes Brandopfer/ und schrie zum Herrn für Israel; und der Herr erhörete ihn. 10. Und indem Samuel das Brandopfer opferte / kamen die Philister herzu / zu streiten wider Israel. Aber der Herr ließ * donnern einen großen Donner über die Philister desselben Tages/ und schreckte sie/ daß sie vor Israel geschlagen wurden. '«.2,10. 11. Da zogen die Männer Israel aus von Mizpa/ und jagten die Philister/ und schlugen sie bis unter BethCar. 12. Da nahm Samuel einen Stein/ und setzte ihn zwischen Mizpa und Sen, und hieß ihn EbenEzer, und sprach: Bis hieher hat uns der Herr geholfen. 13. Also wurden die Philister gedämpfet/ und kamen nicht mehr in die Grenze Israels; und die Hand des Herrn war wider die Philister/ so lange Samuel lebte. 12,. Also wurden Israel die Städte wieder/ die die Philister ihnen genommen hatten, von Ekron an bis gen Gath, sammt ihren Grenzen; die errettete Israel von der Hand der Philister, denn Israel hatte Frieden mit den Amoritern. is. Samuel aber richtete Israel sein Lebenlang , 16. Und zog jährlich umher zu BethEl, und Gilgal, und Mizpa. Und wenn er Israel an allen diesen Orten gerichtet hatte, 17. Kam er wieder gen ' Ramath, denn da war sein Haus, und richtete Israel daselbst, und bauete dem Herrn daselbst einen Altar. ' c. 1/ 19. Das 8. Capitel. Israel begehret einen König. Dessen Recht wird angezciget. 1. A>a aber Samuel alt war, setzte er seine ^ Söhne zu Richtern über Israel. 2. Sein erstgeborner Sohn hieß Joel, und der andere' Abia, und waren Richter zu Berseba. ' 1 Chr. 7, 28. 3. Aber seine Söhne wandelten nicht in seinem Wege, sondern neigten sich zum Geiz, und * nahmen Geschenke, und beugten das Recht. ' 2 Mos. 23, 8. 3 Mos. 16 , 19. - 4 . Da versammelten sich alle Aeltesten in Israel, und kamen gen * Ramath zu Samuel, * c. 7, 17. s. Und sprachen zu ihm: Siehe, du bist alt geworden, und deine Söhne wandeln nicht in deinen Wegen; so * setze nun einen König über uns, der uns richte, wie alle Heiden haben. ' Hos. 13, 10. Gcsch. 13, 21. 6 . Das gefiel Samuel übel, daß sie sagten: * Gib uns einen König, der uns richte. Und Samuel bethete vor dem Herrn. *§M°s. 17 , 14 . 7. Der Herr aber sprach zu Samuel: Gehorche der Stimme des Volks in allem, das sie zu dir gesagt haben; denn sie haben nicht dich, sondern mich verworfen, daß ich nicht soll König über sie seyn. Verlorene Eselinnen. 275 Samuel zeiget dessen Recht an. 1 Samuelis 8. 9. 8. Sie thun dir, wie sie immer gethan haben von dem Tage an, da ich sie aus Egypten füh- rete, bis auf diesen Tag, und haben mich verlassen, und andern Göttern gedienet. 9. So gehorche nun ihrer Stimme. Doch bezeuge ihnen und verkündige ihnen das Recht des Königs, der über sie herrschen wird. 10. Und Samuel sagte alle Worte des Herrn dem Volk, das von ihm einen König forderte. 11. Das wird des Königs Recht seyn, der über euch herrschen wird: Eure Söhne wird er nehmen zu seinem Wagen, und Reitern, die vor seinem Wagen hertraben; 12. Und zu Hauptleuten über tausend, und über fünfzig, und zu Ackerleuten, die ihm seinen Acker bauen, und zu Schnittern in seiner Ernte, und daß sie seinen Harnisch, und was zu seinem Wagen gehöret, machen. 13. Eure Töchter aber wird er nehmen, daß sie Apothekerinnen, Köchinnen und Beckerinnen seyen. i^. Eure besten Aecker und Weinberge und Oelgärten wird er nehmen, und seinen Knechten geben. is. Dazu von eurer Saat und Weinbergen wird er den Zehnten nehmen, und seinen Kämmerern und Knechten geben. 16. Und eure Knechte und Mägde, und eure feinsten Jünglinge, und eure Esel wird er nehmen, und seine Geschäfte damit ansrichten. 17. Von euern Herden wird er den Zehnten nehmen, und ihr müßet seine Knechte seyn. 18. Wenn ihr dann schreyen werdet zu der Zeit über euern König, den ihr euch erwählet habt; so wird euch der Herr zu derjenigen Zeit nicht erhören. is. Aber das Volk wegerte sich zu gehorchen der Stimme Samuels, und sprachen: Mit Nichten, sondern es soll ein König über uns seyn; 20. Daß wir auch seyen wie alle andere Heiden , daß uns unser König richte und * vor uns her ausziehe, wenn wir unsere Kriege führen. * 4 Mos. 27, 17. 21. Da gehorchte Samuel allem dem, das das Volk sagte, und sagte es vor den Ohren des Herrn. 22. Der Herr aber sprach zu Samuel: * Gehorche ihrer Stimme, und mache ihnen einen König. Und Samuel sprach zu den Männern Israel: Gehet hin, ein Jeglicher in seine Stadt. * vers' 7. S. Das 9. Capitel. Saul, der ernannte König in Israel, ist Samuels Gast. 1. f^s war aber ein Mann von Benjamin, ^ mit Nahmen Kis, ein Sohn AbiEls, des Sohnes Zerors, des Sohnes Bechoraths, des Sohnes Apiah, des Sohnes eines Mannes Jemini; * ein weidlicher (begüterter) Mann. * Ruth 2, 1. 2. Der hatte einen Sohn, mit Nahmen Saul; der war ein junger * feiner Mann, und es war kein feinerer unter den Kindern Israel, eines -!- Haupts länger, denn alles Volk. * 2 Sam. 14, 2 L. -s i Sam. 10 , 2 Z. 3. Es hatte aber Kis, der Vater Sauls, seine Eselinnen verloren, und er sprach zu seinem Sohne Saul: Nimm der Knaben einen mit dir, mache dich auf, gehe hin, und suche die Eselinnen. -4. Und er ging durch das Gebirge Ephraim, und durch das Land Salisa, und sie fanden sie nicht; sie gingen durch das Land Saalim, und sie waren nicht da; sie gingen durch das Land Jemini, und fanden sie nicht, s. Da sie aber kamen ins Land Zuph, sprach Saul zu dem Knaben, der mit ihm war: Komm, laß uns wieder heim gehen; mein ' Vater möchte von den Eselinnen lassen, und für Uns sorgen. * c, io, 2 . 6. Er aber sprach: Siche, es ist ein berühmter Mann Gottes in dieser Stadt; alles, was er sagt, das geschiehst. Nun laß uns dahin gehen; vielleicht sagt er uns unfern Weg, den wir gehen. 7. Saul aber sprach zu seinem Knaben: Wenn wir schon hingchen, was bringen wir dem Manne? Denn das Brot ist dahin aus unserm Sack, so haben wir sonst keine Gabe, die wir dem Manne Gottes bringen. Was haben wir? 8. Der Knabe antwortete Saul wieder, und sprach: Siehe, ich habe ein Viertheil eines silbernen Sekels bey mir; den wollen wir dem Manne Gottes geben, daß er uns unfern Weg sage. 9. Vorzeiten in Israel, wenn man ging Gott zu fragen, sprach man: Kommt, laßt uns gehen zu dem Seher. Denn die man jetzt Propheten heißt, die hieß man vorzeiten Seher. 10. Saul sprach zu seinem Knaben : Du hast wohl geredet; komm, laß uns gehen. Und da sie hingingen zu der Stadt, da der Mann Gottes war, Mm 2 / 276 Saul suchet Samuel, 1 Samuelis 9. 10. speiset mit ihm, und wir-gesalbet. 1 i. Und zur Stadt hinauf kamen, fanden sie Dirnen, die heraus gingen, Wasser zu schöpfen. Zu denselben sprachen sie: Ist der * Seher hier? * 1 Chr. 10/ 22 . 12. Sie antworteten ihnen, und sprachen: Ja, siehe, da ist er; eile, denn er ist heute in die Stadt gekommen, weil das Volk heute zu opfern hat auf der Höhe. 13. Wenn ihr in die Stadt kommt, so werdet ihr ihn finden, ehe denn er hinauf gehet auf die Höhe zu essen. Denn das Volk wird nicht essen, bis er komme; sintemahl er segnet das Opfer, darnach essen die, so geladen sind. Darum so gehet hinauf, denn jetzt werdet ihr ihn eben an- tressen. i^. Und da sie hinauf zur Stadt kamen, und mitten in der Stadt waren; siehe, da ging Samuel heraus ihnen entgegen, und wollte auf die Höhe gehen. 15. Aber der Herr hatte Samuel seinen Ohren geoffenbaret einen Tag zuvor, ehe denn Saul kam, und gesagt: 16. Morgen um diese Zeit will ich * einen Mann zu dir senden, aus dem Lande Benjamin ; den sollst du zum Fürsten salben, über mein Volk Israel, daß er mein Volk erlöse von der Philister Hand. Denn ich habe mein Volk augesehen, und sein Geschrey ist vor mich gekommen. * Ap. Gesch. 13/ 21 . 17. Da nun Samuel Saul ansah, antwortete ihm der Herr: Siehe, das ist der Mann, davon ich dir gesagt habe, daß er über mein Volk herrsche. 18. Da trat Saul zu Samuel unter dem Thor, und sprach: Sage mir, wo ist hier des Sehers Haus? 19. Samuel antwortete Saul, und sprach: Ich bin der Seher; gehe vor mir hinauf auf die Höhe, denn ihr sollt heute mit mir esseu; Morgen will ich dich lassen gehen, und alles, was in deinem Herzen ist, will ich dir sagen. 20. Und um die Eselinnen, die du vor dreyen Tagen verloren Haft, bekümmere dich jetzt nicht; sie sind gefunden. Und weß wird seyn alles, was das Beste ist in Israel? Wirds nicht dein und deines Vaters ganzen Hauses seyn? 2 i. Saul autwortete: Bin ich nicht ein Sohn von Jemini, und von den geringsten Stämmen Israels, und mein Geschlecht das * kleinste unter allen Geschlechtern der Stämme Benjamins ? Warum sagst du denn mir solches? * c. 12/ 17. 22. Samuel aber nahm Saul und seinen Knaben , und führete sie in die Eßlaube, und setzte sie oben an unter die, so geladen waren, derer waren bey dreyßig Mann. 23. Und Samuel sprach zu dem Koch: Gib her das Stück, das ich dir gab und befahl, du solltest es bey dir behalten. 2^1. Da trug der Koch eine Schulter auf, und das daran hing. Und er legte es Saul vor, und sprach: Siehe, das ist übergeblieben, lege vor dich, und iß; denn es ist auf dich behalten , eben auf diese Zeit, da ich das Volk lud. Also aß Saul mit Samuel des Tages. 25. Und da sie hinab gingen von der Höhe zur Stadt, redete er mit Saul auf dem Dache. 26. Und standen frühe auf; und da die Mor- genröthe aufging, rief Samuel den Saul auf dem Dache und sprach: Auf! daß ich dich gehen lasse. Und Saul machte sich auf, und die beyde gingen mit einander hinaus, er und Samuel. 27. Und da sie kamen hinab an der Stadt Ende, sprach Samuel zu Saul: Sage dem Knaben, daß er vor uns hingehe (und er ging vorhin); du aber stehe jetzt stille, daß ich dir kund thue, was Gott gefaget hat. Das 10. Capitel. Saul zum Könige gesalbet und vorgestcllct. 1. ^>a nahm * Samuel ein Oehlglas, und goß ^ auf sein Haupt, und küssete ihn, und sprach: Siehest du, i- daß dich der Herr zum Fürsten über sein Erbtheil gesalbet hat? * e. 12/ i. 1- Ap. Gesch. 13 / 21. 2. Wenn du jetzt von mir gehest , so wirst du zweeu Männer finden bey dem * Grabe Rahels, in der Grenze Benjamin, zu Zelzah, die werden zu dir sagen: Die Eselinnen sind gefunden, die du zu suchen bist gegangen; und siehe, -!- dein Vater hat die Esel aus der Acht gelassen, und sorget um Euch und spricht: Was soll ich um meinen Sohn thun ? * i M»s. 33/19. i-1 Sam. 9/ 2. 3. Und wenn du dich von dannen weiter wendest, so wirft du kommen zu der Eiche Thabor; daselbst werden dich antreffen drey Männer, die hinauf gehen zu Gott gen BethEl. Einer trägt drey Böcklein, der andere drey Stücke Brot, der dritte eine Flasche mit Wein. Und sie werden dich freundlich grüßen, und dir zwey Brote geben. Die sollst du von ihren Händen nehmen. Saul unter den Propheten. 1 Samuelis 10. 11. Saul zum Könige bestätiget. 277 5 . Darnach wirst du kommen auf den Hügel Gottes/ da der Philister Lager ist; und wenn du daselbst in die Stadt kommst, wird dir begegnen ein Haufen Propheten von der Höhe herab kommend, und vor ihnen her ein Psalter, und Pauken, und Pfeifen, und Harfen, und sie weissagend. 6. Und der Geist des Herrn wird über dich gerathen, daß du mit ihnen weissagest; da wirst du ein anderer Mann werden. 7. Wenn dir nun diese Zeichen kommen; so thue, was dir unter die Hände kommt; denn Gott ist mit dir. 8 . Du sollst aber vor mir hinab gehen gen Gilgal; siehe, da will ich zu dir hinab kommen, zu opfern Brandopfer und Dankopfer. Sieben Tage sollst du harren, bis ich zu dir komme und dir kund thue, was du thun sollst. 9 . Und da er seine Schultern wandte, daß er von Samuel ging; gab ihm Gott ein anderes Herz, und kamen alle diese Zeichen auf denselben Tag. 10. Und da sie kamen an den Hügel, siehe, da kam ihm ein Prophetenhaufe entgegen; und der Geist * Gottes gerieth über ihn, daß er unter ihnen weissagete. * c. i 6 , iz. 11. Da ihn aber sahen alle, die ihn vorhin gekannt hatten , daß er mit den Propheten weissagete, sprachen sie alle unter einander: Was ist * dem Sohne Kis geschehen? Ist Saul auch unter den Propheten? *-. 19 , 24 . 12. Und einer daselbst antwortete und sprach: Wer ist ihr Vater? Daher ist das Sprüchwort gekommen: Ist Saul auch unter den Propheten? iZ. Und da er ausgeweissaget hatte, kam er aus die Höhe. 14. Es sprach aber Sauls Vetter zu ihm und zu seinem Knaben: Wo seyd ihr hingegangen? Sie antworteten: Die Eselinnen zu suchen; und da wir sahen, daß sie nicht da waren, kamen wir zu Samuel. is. Da sprach der Vetter Sauls: Sage mir, was sagte euch Samuel? 16 . Saul antwortete seinem Vetter: Er sagte uns, daß die Eselinnen gefunden wären. Aber von dem Königreich sagte er ihm nichts, was Samuel gesagt hatte. 17. Samuel aber berief das Volk zum Herrn gen Mizpa, 18. Und sprach zu den Kindern Israel: So sagt der Herr, der Gott Israels: Ich habe Israel ans Egypten geführet, und euch von der Egypter Hand errettet, und von der Hand aller Königreiche, die euch zwangen. 19. Und ihr habt heute * enern Gott verworfen , der euch aus allem euerm Unglück und Trübsal geholfen hat, und sprechet zu ihm: Setze einen König über uns. Wohlan', so tretet nun vor den Herrn, nach enern Stämmen und Freundschaften. * «, 7. 20. Da nun Samuel alle Stämme Israels herzu brachte, ward getroffen der Stamm Benjamin. 21 . Und da er den Stamm Benjamin herzu brachte mit seinen Geschlechtern, ward getroffen das Geschlecht Matri, und ward getroffen Saul, der Sohn Kis. Und sie suchten ihn, aber sie fanden ihn nicht. 22. Da fragten sie ferner den Herrn: Wird er auch noch Herkommen? Der Herr antwortete: Siehe, er hat sich unter die Fässer (bey dem Gerüche) versteckt. 23. Da liefen sie hin, und hohleten ihn von dannen. Und da er unter das Volk trat, war er * eines Haupts länger, denn alles'Volk. * c. 9, 2 . 24. Und Samuel sprach zu allem Volk: Da sehet ihr, welchen der Herr erwählet hat, denn ihm ist keiner gleich in allem Volk. Da jauchzte alles Volk, und sprach: * Glück zu dem Könige: * 1 Kön. 1 , 2L. 25. Samuel aber sagte dem Volk "alle Rechte des Königreichs, und schrieb es in ein Buch, und legte es vor den Herrn. Und Samuel ließ alles Volk gehen, einen Jeglichen in sein Haus. * c. 8 , 11. 3 Mos. 17 , 16. 26. Und Saul ging auch heim gen Gibea; und ging mit ihm des Heers ein Thetl, welcher Herz Gott rührete. 27. Aber * etliche lose Leute sprachen: Was sollte uns dieser helfen? Und verachteten ihn, und brachten ihm kein Geschenk. Aber er that, als hörete ers nicht» * c. n, 12 . Das 11. Capitel. Sauls erster Sieg wider die. Ammoniter. 1 As ^g aber herauf Nahas, der Ammoni- ^ ter, und belagerte Jabes in Gilead. Und alle Männer * zu Jabes sprachen zu Nahas : Mache einen Bund mit uns, so wollen wir dir dienen. *c. 31, n. 2. Aber Nahas, der Ammoniter , antwortete ihnen 7 Darinn will ich mit euch einen Bund machen, daß ich euch allen das rechte" Auge 278 Saul sieget wider Nahas. 1 SaMuelis 11. 12. Samuel legt das Amt nieder. ausftechc und mache euch zu Schauden unter dem ganzen Israel. * Scr. V, 7. 3. Da sprachen zu ihm die Aelteften zu Iabes: Gib uns sieben Tage, daß wir Bothen senden in alle Grenzen Israel; ist dann Niemand, der uns errette, so wollen wir zu dir hinaus gehen. 4. Da kamen die Bothen gen Gibea zu Saul, und redeten solches vor den Ohren des Volks. Da hob alles Volk seine Stimme auf, und weinete. L. Und siehe, da kam Saul vom Felde, hinter den Rindern her, und sprach: Was ist dem Volk, daß es weinet? Da erzählten sie ihm die Sache der Männer von Iabes. 6. Da * gerieth der Geist Gottes über ihn, als er solche Worte hörete, und sein Zorn ergrim- mete sehr. * c-1»/10. 7. Und nahm ein paar Ochsen, und zerstückte sie, und sandte in alle Grenzen Israel durch die Bothen, und ließ sagen: Wer nicht ausziehet, Saul und Samuel nach, deß Rindern soll man. also thun. Da fiel die Furcht des Herrn auf das Volk, daß sie auszogen, gleich als ein einiger Mann. 8. Und man machte die Ordnung zu Basek; und der Kinder Israel waren drey hundert mahl tausend Mann, und der Kinder Juda dreyßig tausend. 9. Und sie sagten den Bothen, die gekommen waren: Also sagt den Männern zu Iabes in Gilead: Morgen soll euch Hülfe geschehen, wenn die Sonne beginnet heiß zu scheinen. Da die Bothen kamen, und verkündigten das den Männern zu Iabes, wurden sie froh. 10. Und die Männer Iabes sprachen: Morgen wollen wir zu euch hinaus gehen, daß ihr uns thut alles, was euch gefällt. 11. Und des andern Morgens stellete Saul das Volk in drey Haufen, und kamen ins Lager um die Morgenwache, und schlugen die Ammo- niter, bis der Tag heiß ward; welche aberüber- blieben, wurden also zerstreuet, daß ihrer nicht zween bey einander blieben. 12. Da sprach das Volk zu Samuel: * Wer sind sie, die da sagten: Sollte Saul über uns herrschen? Gebet sie her, die Männer, daß wir sie tödten. * c-10,27. 13. Saul aber sprach: Es soll auf diesen Tag Niemand sterben; denn der * Herr hat heute Heil gegeben in Israel. * c. 14,46. 14. Samuel sprach zum Volk: Kommt, und laßt uns gen' Gtlgal gehen, und das Königreich daselbst erneuern. * c. io, 8. 15. Da ging alles Volk gen Gilgal, und * machten daselbst Saul zum Könige vor dem Herrn zu Gilgal, und opferten Dankopfcr vor dem Herrn. Und Saul sammt allen Männern Israel freueten sich daselbst gar sehr. * c. 12 , 1 . Das 12. Capitel. Wie ansehnlich Samuel sein Richtcramt übergeben. 1. Z>a sprach Samuel zum ganzen Israel: Siehe, ich * habe eurer Stimme gehorchet in allem, das ihr mir gesagt habt, und 7 habe einen König über euch gemacht. * c. 8, 7. 22 . ch c. 11 , is. 2 . Und nun siehe, da ziehet euer König vor euch her. Ich aber bin alt und grau geworden, und meine Söhne sind bey euch, und ich bin vor euch hergegangen von meiner Jugend auf, bis auf diesen Tag. 3 . Siehe, hier bin ich, antwortet wider mich vor dem Herrn und seinem Gesalbten, ob ich Jemandes Ochsen oder Esel genommen habe? Ob ich Jemanden habe Gewalt oder Unrecht gethau? * Ob ich von Jemandes Hand ein Geschenk genommen habe, und mir die Augen blenden lassen? So will ich es euch wiedergeben. * Ap. Gesch. 20, 33. 4. Sie sprachen: Du hast uns keine Gewalt noch Unrecht gethan, und von Niemandes Hand etwas genommen. s. Er sprach zu ihnen: Der Herr sey Zeuge wider mich, und sein Gesalbter heutiges Tages, daß ihr nichts in meiner Hand gefunden habt. Sie sprachen: Ja, Zeugen sollen sie seyn. 6. Und Samuel sprach zum Volk: Ja, der Herr, der Mose und Aaron gemacht hat, und eure Väter aus Egyptenland gefuhret hat. 7. So tretet nun her, daß ich mit euch rechte vor dem Herrn, über aller Wohlthat des Herrn, die er an euch und euer» Vätern gethan hat. 8. Als * Jakob in Egypcen gekommen war, schrien eure Väter zu dem Herrn, und er sandte Mose und Aaron, daß sie eure Väter aus Egypten führeteu, und sie an diesem Ort wohnen ließen. * 1 Mos. 46,6. 9 . Aber da sie des Herrn, ihres Gottes, vergaßen ; * verkaufte er sie unter die Gewalt Sis- sera, des Hauptmanns zu Hazor, und unter die Gewalt der Philister, und unter die Gewalt des Königs der Moabiter, die stritten wider sie. * Nicht. 4, s. Samuel warnet 1 Samuelis 12. 13. das Volk. 279 10. Und schrien abermahl zum Herrn/ und sprachen: * Wir haben gesündiget / daß wir den Herrn verlassen und Baalim und Astharoth gedienet haben; nun aber errette uns von der Hand unserer Feinde / so wollen wir dir dienen. * c. 7/ 6. Nicht, io, io. 11. Da sandte der Herr * JerubBaal/ Beda»/ i- Jephthah und Samuel, und errettete euch von eurer Feinde Händen umher, und ließ euch sicher wohnen. * Nicht. 6 , n. -h Nicht, n, 2.29. 1 Sam. 7, 10 . 12. Da ihr aber sähet, daß Nahas, der König der Kinder Ammon, wider euch kam; sprächet ihr zu mir: Nicht * du, sondern ein König soll über uns herrschen; so doch der Herr, euer Gott, euer König war. 13. Nun, da habt ihr euern König, den ihr erwählet und gebethen habt; denn siehe, der Herr hat einen König über euch gesetzt. 1^. Werdet ihr nun den Herrn fürchten, und ihm dienen, und seiner Stimme gehorchen, und dem Munde des Herrn nicht ungehorsam seyn; so werdet beyde ihr und euer König, der über euch herrschet, dem Herrn, euerm Gott, folgen. 15. Werdet ihr aber des Herrn Stimme nicht gehorchen, sondern seinem Munde ungehorsam seyn; so wird die Hand des Herrn wider euch und wider eure Väter seyn. 16. Auch tretet nun her, und sehet das große Ding, das der Herr vor euern Augen thun wird. 17. Ist nicht jetzt die Weizenernte? Ich will aber den Herrn anrufen, daß er soll donnern und regnen lassen, daß ihr innen werdet und sehen sollt das große Nebel, das ihr vor des Herrn Augen gethan habt, daß ihr euch einen König gebethen habt. 18 . Und da Samuel den Herrn anrief, ließ der Herr donnern und regnen desselben Tages. Da fürchtete das ganze Volk sehr den Herrn und Samuel, 19. Und sprachen alle zu Samuel: "Bitte für deine Knechte den Herrn, deinen Gott, daß wir nicht sterben; denn über alle unsere Sünde haben wir auch» das Uebel gethan, daß wir uns einen König gebethen haben. * 2 Mos. 9, 28 . 20. Samuel aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht, ihr habt zwar das Uebel alles gethan; doch weichet nicht hinter dem Herrn ab, sondern dienet dem Herrn von ganzem Herzen, 21. Uttd Weichet Nicht dem EitelN (Götzendienste) nach; denn es nützet nicht, und * kann nicht erretten, weil es ein eiteles Ding ist. * L Mos. 32, 37. 38. 22. Aber der Herr verlässet sein Volk nicht, um seines großen Nahmens willen; denn der Herr hat angefangen, euch ihm selbst zum Volk zu machen. 23. Es sey aber auch ferne von mir, mich also an dem Herrn zu versündigen, daß ich sollte Massen für euch zu bethen und euch zu lehren den guten und richtigen Weg. 2^. * Fürchtet nur den Herrn, und dienet ihm treulich von ganzem Herzen; denn ihr habt gesehen, wie große Dinge er mit euch thut. * 2 Kön. 17, 39. 25. Werdet ihr 'aber übel handeln, so werdet beyde ihr und euer König verloren seyn. Das 13. Capitel. Souls Mißtrauen im Zuge wider die Philister. 1. Aaul war ein Jahr König gewesen; und ^ da er zwey Jahre über Israel regieret hatte, 2. Erwählte er ihm drey tausend Mann aus Israel. Zwey tausend waren mit Saul zu Michmas und auf dem Gebirge BethEl, und Ein tausend mit Jonathan zu GibeaBcnjamin; das andere Volk aber ließ ergehen, einen Jeglichen in seine Hütte. 3. Jonathan aber schlug die Philister in ihrem Lager, das zu Gibea war; das kam vor die Philister. Und Saul ließ die Posaune blasen im ganzen Lande, und sagen: Das lasset die Ebräer hören. 2,. Und ganz Israel hörete sagen: Saul hat der Philister Lager geschlagen, denn Israel stank vor den Philistern. Und alles Volk schrie Saul nach gen Gilgal. 5. Da versammelten sich die Philister zu streiten mit Israel, dreyßig tausend Wagen, sechs tausend Reiter, und sonst Volk, so viel wie * Sand am Rande des Meers, und zogen herauf, und lagerten sich zu Michmas, gegen Morgen vor BethAven. * sucht. 7 , 12. 6. Da das sahen die Männer Israel, daß sie in Nöthen waren (denn dem Volk war bange), verkrochen sie sich in die Höhlen, und Klüfte, und Felsen, und Löcher, und Gruben. 7. Die Ebräer aber gingen über den Jordan, ins Land Gad und Gilead. Saul aber war noch zu Gilgal, und alles Volk ward hinter ihm zag. 280 Saul opfert, wird deßwegen gestraft. 1 Samuelis 13. 14. Jonathan wagt Etwas. 8. Da harrete er * sieben Tage auf die Zeit von Samuel bestimmet. Und da Samuel nicht kam gen Gilgal, zerftreuete sich das Volk von ihm. * c. 10/ 8. 9. Da sprach Saul: Bringet mir her Brandopfer und Dankopfer. Und er opferte Brandopfer. 10. Als er aber das Brandopfer vollendet hatte; siehe, da kam Samuel. Da ging Saul hinaus ihm entgegen, ihn zu segnen. i i. Samuel aber sprach: Was hast du gemacht? Saul antwortete: Ich sah, daß das Volk sich von mir zerstreuete, und du kämest nicht zur bestimmten Zeit, und die Philister waren versammelt zu Michmas. 12. Da sprach ich: Nun werden die Philister zu mir herab kommen gen Gilgal, und ich habe das Angesicht des Herrn nicht erbethen; da wagte ich es, und * opferte Brandopfer. * 3 Mos. 17/ 3. 8. 9. 13. Samuel aber sprach zu Saul: Du hast thörlich gethan, und nicht gehalten des Herrn, deines Gottes, Geboth, das er dir gebothen hat; denn er hätte dein Reich bestätiget über Israel für und für. i^. Aber nun wird dein Reich nicht bestehen. Der Herr hat ihm' einen Mann ersucht (Eschen) nach seinem Herzen, dem hat der Herr gebothen, Fürst zu seyu über sein Volk; denn du hast des Herrn Geboth nicht gehalten. * Av. Gesa,. 13/22. 15. Und Samuel machte sich auf, und ging von Gilgal gen GibeaBenjamin. Aber Saul zählete das Volk, das bey ihm war, bey sechs hundert Mann. 16. Saul aber, und sein Sohn Jonathan, und das Volk, das bey ihm war, blieben auf dem Hügel Benjamin. Die Philister aber hatten sich gelagert zu Michmas. 17. Und aus dem Lager der Philister zogen drey Haufen, das Land zu verheeren. Einer wandte sich auf die Straße gen Ophra, ins Land Sual; 18. Der andere wandte sich auf die Straße BethHoron; der dritte wandte sich auf die Straße, die da langet an das Thal Zeboim , an der Wüste. 19. Es ward aber * kein Schmid im ganzen Lande Israel erfunden; denn die Philister gedachten , die Ebräer möchten Schwert und Spieß machen. * Nicht. -/ 8. 20. Und mußte ganz Israel hinab ziehen zu den Philistern, wenn Jemand hatte ein Pflugschar, Haue, Beil oder Sense zu schärfe«. 21. Und die Schneiden an den Sensen und Hauen, und Gabeln und Beilen, waren abgearbeitet , und die Stacheln stumpf geworden. 22. Da nun der Streittag kam, ward kein Schwert noch Spieß gefunden in des ganzen Volks Hand, das mit Saul und Jonathan war; ohne, Saul und sein Sohn hatten Waffen. 23. Und der Philister Lager zog heraus von Michmas über. Das 14. Capitel. Heldenthat Jonathans. Saul stürzt ihn durch »„zeitigen Eifer in Lebensgefahr. i.As begab sich eines Tages, daß Jonathan, ^ der Sohn Sauls, sprach zu seinem Knaben, der sein Waffenträger war: Komm, laß uns hinüber gehen zu der Philister Lager, das da drüben ist. Und sagte es seinem Vater nicht an. 2« Saul aber blieb zu Gibea am Ende unter einem Granatenbaum, der in der Vorstadt war; und des Volks, das bey ihm war, war bey sechs hundert Mann. 3. Und Ahia, der Sohn Ahitob, Jeabods Bruder, * Pinehas Sohn, des Sohnes Eli, war Priester des Herrn zu Silo, und trug den Leibrock an. Das Volk wußte auch nicht, daß Jonathan war hingegangen. *«.4,21. Es waren aber an dem Wege, da Jonathan suchte hinüber zu gehen zu der Philister Lager, zween spitzige Felsen, einer diesfeit, der andere jenseit; der eine hieß Bozez, der andere Senne. 5. Und einer sah von Mitternacht gegen Michmas , und der andere von Mittag gegen Gaba. 6. Und Jonathan sprach zu seinem Waffenträger : Komm, laß uns hinüber gehen zu dem Lager dieser Unbeschnittenen, vielleicht wird der Herr etwas durch uns ausrichten; denn es ist * dem Herrn nicht schwer, durch Viele oder Wenige zu helfen. * Nicht. 7 / 7 . 2 Cbr. 14 / 11. 7. Da antwortete ihm sein Waffenträger: Thue alles, was in deinem Herzen ist; fahre hin, siehe, ich bin mit dir, wie dein Herz will. 8. Jonathan sprach: Wohlan, wenn wir hinüber kommen zu den Leuten, und lhnen ins Gesicht kommen; 9. Werden ' sie dann sagen: Stehet stille, bis wir au euch gelangen; so wollen wir an unserm Ort stehen bleiben, und nicht zu ihnen hinauf io. Wer- Jonathans Schlacht. 1 Samuelis 14. Saul beschwöret das Volk. 281 10. Werden sie aber sagen: Kommt zu uns herauf; so wollen wir zu ihnen hinauf steigen, so hat sie uns der Herr in unsere Hände gegeben. Und das soll uns zum Zeichen seyn. 11. Da sie nun der Philister Lager Veyde ins Gesicht kamen, sprachen die Philister: Siehe, die Ebräer sind aus den Löchern gegangen, darinnen sie sich verkrochen hatten. 12. Und die Männer im Lager antworteten Jonathan und seinem Waffenträger, und sprachen: Kommt herauf zu uns, so wollen wir es euch wohl lehren. Da sprach Jonathan zu seinem Waffenträger: Steige mir nach, der Herr hat sie gegeben in die Hände Israels. 13. Und Jonathan kletterte mit Händen und mit Füßen hinauf, und sein Waffenträger ihm nach. Da* fielen sie vor Jonathan darnieder, und sein Waffenträger würgete ihm immer nach; * 3 Mos. 26, 7. 8. 12,. Also, daß die erste Schlacht, die Jonathan und sein Waffenträger that, war bey zwanzig Mann; bey nahe eine halbe Hufe Acker, die ein Joch treibet. is. Und es kam ein Schrecken ins Lager auf dem Felde, und im ganzen Volk des Lagers, und die streifenden Rotten erschracken auch, also, daß das Land erbebete, denn es war ein Schrecken von Gott. is. Und die Wächter Sauls zu GibeaBenja- min sahen, daß der Haufe zerrann, und verlief sich, und ward zerschmissen. 17 . Saul sprach zu dem Volk, das bey ihm war: Zählet und besehet, wer von uns sey weggegangen. Und da sie zählten, siehe, da war Jonathan und sein Waffenträger nicht da. 18. Da sprach Saul zu Ahia: Bringe herzu die Lade Gottes (denn die Lade Gottes war zu der Zeit bey den Kindern Israel). is. Und da Saul noch redete mit dem Priester, da ward das Getümmel und das Laufen in der Philister Lager größer. Und Saul sprach zum Priester: Ziehe deine Hand ab. 20. Und Saul rief, und alles Volk, das mit . ihm war, und kamen zum Streit: und siehe, da ging eines "Jeglichen Schwert wider den Andern, und es war ein sehr großes Getümmel. . * Nicht. 7, 22 . 2 Chr. 20 , 22 . 23. 21. Auch die Ebräer, die vorhin bey den Philistern gewesen waren, und mit ihnen im Lager hinauf gezogen waren umher, thaten sich zu Israel, die mit Saul und Jonathan waren. 22. Und alle Männer von Israel, die sich auf dem Gebirge Ephraim verkrochen hatten, da sie höreten, daß die Philister flohen, strichen hinter ihnen her im Streit. 23 . Also half der Herr zu der Zeit Israel. Und der Streit währete bis gen BethAven. 2-L. Und da die Männer Israel matt waren desselben Tages, beschwor Saul das Volk, und sprach: Verflucht sey Jedermann, wer etwas isset bis zu Abend, daß ich mich an meinen Feinden räche. Da aß das ganze Volk nichts. 25 . Und das ganze Land kam in den Wald. Es war aber Honig im Felde. 26. Und da das Volk hinein kam in den Wald; siehe, da floß der Honig. Aber Niemand that desselben mit der Hand zu seinem Munde, denn das Volk fürchtete sich vor dem Eide. 27. Jonathan aber hatte nicht gehöret, daß sein Vater das Volk beschworen hatte, und reckte seinen Stab aus, den er in seiner Hand hatte, und tunkte mit der Spitze in den Honigseim und wandte seine Hand zu seinem Munde; da wurden seine Augen wacker. 28. Da antwortete Einer des Volks, und sprach.: Dein Vater hat das Volk beschworen, und gesagt: Verflucht sey Jedermann, der heute etwas isset. Und das Volk war matt geworden. 29. Da sprach Jonathan: Mein Vater hat das Land geirret; sehet, wie wacker sind meine Augen geworden, daß ich ein wenig dieses Honigs gekostet habe. 30. Weil aber das Volk heute nicht hat müßen essen von der Beute seiner Feinde, die es gefunden hat, so hat auch nun die Schlacht nicht größer werden können wider die Philister. 3 1. Sie schlugen aber die Philister des Tages von Mi.chmas bis gen Ajalon. Und das Volk ward sehr matt. 32. Und das Volk richtete die Ausbeute zu, und nahmen Schafe, und Rinder, und Kälber, und schlachteten es auf der Erde, und aßen es so * blUtig. *3Mvs. 3, 17. 33. Da verkündigte man Saul: Siehe, das Volk versündiget sich an dem Herrn, daß es Blut isset. Er sprach : Ihr habt übel gethan, wälzet her zu mir jetzt einen großen Stein. 3 ^. Und Saul sprach weiter: Zerstreuet euch unter das Volk, und saget ihnen, daß ein Jeglicher seinen Ochsen und seine Schafe zu mir bringe; und schlachtet es allhier, daß ihrs esset, und euch nicht versündiget an dem Herrn mit dem Blutessen. Da brachte alles Volk ein Jeg- N n 282 Jonathan in Todesgefahr, wird errettet. 1 (samuelts 14. 15. Saul schlägt seine Feinde. licher seinen Ochsen mit seiner Hand herzu des Nachts, und schlachteten es daselbst. 35. Und Saul bauete dem Herrn einen Altar. Das ist der erste Altar, den er dem Herrn bauete. -36. Und Saul sprach: Laßt uns hinab ziehen, den Philistern nach, bey der Nacht, und sie berauben, bis daß licht Morgen wird, daß wir Niemand von ihnen übriglassen. Sie antworteten : Thue alles, was dir gefällt. Aber der Priester sprach: Laßt uns hieher zu Gott nahen. 37. Und Saul fragte Gott : Soll ich hinab ziehen, den Philistern nach? Und willst du sie geben in Israels Hände? Aber er antwortete ihm zu der Zeit nicht. 38. Da sprach Saul: Laßt herzu treten alle Hansen des Volks, und erfahret und sehet, an welchem die Sünde sey zu dieser Zeit; i^39. Denn so wahr der Herr lebet, der Heiland Israels, und ob sie gleich an meinem Sohne Jonathan wäre, so soll er sterben. Und Niemand antwortete ihm aus dem ganzen Volk. 40. Und er sprach zu dem ganzen Israel: Seyd ihr auf jener Seite; ich und mein Sohn Jonathan wollen seyn auf dieser Seite. Das Volk sprach zu Saul: Thue, was dir gefällt. 41. Und Saul sprach zu dem Herrn, dem Gott Israels: Schaffe Recht. Da ward Jonathan und Saul ' getroffen; aber das Volk ging frey aus. * s»s. ?, ,6. 42. Saul sprach: Werfet über mich und meinen Sohn Jonathan. Da ward Jonathan getroffen. - 43. Und Saul sprach zu Jonathan: Sage . mir, "was hast du gethan? Jonathan sagte es ihm, und sprach: Ich habe ein wenig Honig gekostet mit dem Stabe, den ich in meiner Hand hatte; und siehe ich muß darum sterben. * Jos. 7, 19. 44. Da sprach Saul: * Gott thue mir dieß und das, Jonathan, du mußt des Todes sterben. * 1 Kön. 2 , 23. e. 19/ 2 . 45. Aber das Volk sprach zu Saul: Sollte Jonathan sterben, der ein solches * großes Heil in Israel gethan hat? Das sey ferne. So wahr der Herr lebet, es soll kein Haar von seinem Haupt auf die Erde fallen; denn Gott hat es heute durch ihn gethan. Also erlösete das Volk . Jonathan, daß er nicht sterben mußte. * c. ii/ 13. 46. Da zog Saul herauf von den Philistern, und die „Philister zogen an ihren Ort. 47. Aber da Saul das Reich über Israel eingenommen hatte; stritte er wider alle seine Feinde umher, wider die Moabiter, wider die Kinder Ammon, wider die Edomiter, wider die Könige Zoba, wider die Philister; und wo er sich hinwandte, da übte er Strafe. 48. Und machte ein Heer, und schlug die Amalekiter, und errettete Israel von der Hand aller, die sie zwackten. 4s. Saul aber hatte * Söhne: Jonathan, Jswi, Malchisua. Und seine zwo Töchter hießen also: die Erstgeborne Merob, und die Jüngste Michal. * i Ehr. 9/ 33. 50. Und das Weib Sauls hieß Ahinoam, eine Tochter Ahimaaz. Und' sein Feldhauptmann hieß Abner, ein Sohn Ner, Sauls Vetter. * e. 17/ 33. c. 26 / 3. 51. Kis aber war Sauls Vater: Ner aber, Abners Vater, war ein Sohn AbiEls. 52. Es war aber ein harter Streit wider die Philister, so lang Saul lebte. Und wo Saul sah einen starken und rüstigen Mann , den nahm er zu sich. Das 15. Capitel. Saul wegen seines Ungehorsams verworfen. 1. Aamuel aber sprach zu Saul: Der "Herr ^ hat mich gesandt, daß ich dich zum König salbete über sein Volk Israel; so höre nun die Stimme der Worte des Herrn. * c. io, i. 2 . So spricht der Herr Zebaoth: Ich habe bedacht, was * Amalek wider Israel that, und wie er ihm den Weg verlegte, da er aus Egypten zog. * 2 Mos. 17/ 8. 4 Mos. 24/ 20 . 3 Mos. 23/ 17. 3. So ziehe nun hin, und schlage die * Amalekiter, und verbanne sie mit allem, das sie haben. Schone seiner nicht; sondern tödte beyde Mann und Weib, Kinder und Säuglinge, Ochsen und Schafe, Kameele und Esel. *2 Mos. 17 / 14 . 4. Saul ließ solches vor das Volk kommen; und er zählte sie zu Thelaim, zwey hundert tausend Fußvolks, und zehn tausend Mann aus Juda. 5 . Und da Saul kam zu der Amalekiter Stadt, machte er einen Hinterhalt am Bach, 6. Und ließ dem Keniter sagen: Gehet hin, weichet und ziehet herab von den Amalekitern, daß ich euch nicht mit ihnen aufräume; denn ihr thatet Barmherzigkeit an allen Kindern Israel , da sie aus Egypten zogen. Also machten sich die Keniter von den Amalekitern. Saul schonet des AgagS, 1 Samuelis 15. wird verworfen. 283 7. Da schlug Saul die Amalekiter von Hevila an, bis gen Sur, die vor Egypten liegt. 8 . Und * griff Agag, der Amalekiter König, lebendig, und alles Volk verbannete er mit des Schwerts Schärfe. * Jos. 8, 23. 9. Aber Saul und das Volk schonte des Agags, und was gute Schafe und Rinder und gemästet war, und der Lämmer, und alles, was gut war, und wollten es nicht verbannen; was aber schnöde und untüchtig war, das verbanne- ten sie. 10. Da geschah des Herrn Wort zu Samuel, und sprach: 11. Es reuet mich, daß ich Saul zum König gemacht habe; denn er hat sich hinter mir abgewendet, und meine Worte nicht erfüllet. Deß ward Samuel zornig, und schrie zu dem Herrn die ganze Nacht. 12. Und Samuel machte sich früh auf, daß er Saul am Morgen begegnete. Und ihm ward angefagt, daß Saul gen Carmel gekommen wäre, und hätte ihm ein Siegeszeichen aufgerichtet, und wäre herum gezogen, und gen Gilgal hinab gekommen. iz. Als nun Samuel zu Saul kam, sprach Saul zu ihm : * Gesegnet seyst du dem Herrn! Ich habe des Herrn Wort erfüllet. * Nicht. 17 / 2 . Ruth 3 / io. i^. Samuel antwortete: Was ist denn das für ein Blöken der Schafe in meinen Ohren, und ein Brüllen der Rinder , die ich höre? 15. Saul sprach: Von denAmalekitern haben sie sie gebracht; denn das Volk verschonte der besten Schafe und Rinder, um des Opfers willen des Herrn, deines Gottes; das andere haben wir verbannet. 16. Samuel aber antwortete Saul: Laß dir sagen , was der Herr mit mir geredet hat diese Nacht. Er sprach: Sage her. 17 . Samuel sprach: Jsts nicht also, da "du klein wärest vor deinen Augen, wurdest du das Haupt unter den Stämmen Israels, und der Herr salbte dich zum König über Israel? * c. 9 / 21. 18. Und der Herr sandte dich auf den Weg, und sprach: Ziehe hin, und verbanne die Sünder, die Amalekiter, und streite wider sie, bis du sie vertilgest. 19. Warum hast du nicht gehorchet des Herrn Stimme; sondern hast dich zum Raube gewendet , und übel gehandelt vor den Augen des Herrn? 20. Saul antwortete Samuel: Habe ich doch der Stimme des Herrn gehorchet, und bin hingezogen des Weges, den mich der Herr sandte; und habe Agag, der Amalekiter König, gebracht, und die Amalekiter verbannet; 21. Aber das Volk hat des Raubes genommen , Schafe und Rinder, das Beste unter dem Verbanneten, dem Herrn, deinen: Gott, zu opfern in Gilgal. 22. Samuel aber sprach: Meinest du, daß der Herr mehr Lust habe am Opfer und Brandopfer, als am Gehorsam der Stimme des Herrn? Siehe, "Gehorsam ist besser, denn Opfer, und Aufmerken besser, denn das Fett von Widdern: ' * Hos. 6/ 6. Matth. 9/ 13. c. 12 / 7. 23 . Denn Ungehorsam ist eine Zaubereyfünde, und Widerstreben ist Abgötterey und Götzendienst. Weil du nun des Herrn Wort verworfen hast, hat * er dich auch verworfen, daß du nicht König seyest. * c. 16/1. 2^. Da sprach Saul zu Samuel: Ich habe gesündiget, daß ich des Herrn Befehl und deine Worte übergangen habe; denn ich fürchtete das Volk, und gehorchte seiner Stimme. 25. Und nun vergib mir die Sünde, und kehre mit mir um, daß ich den Herrn anbethe. 26. Samuel sprach zu Saul: Ich will nicht mit dir umkehren; denn du hast des Herrn Wort verworfen, und der Herr hat" dich auch verworfen, daß du nicht König seyest über Israel. * 2 Sam. 7 / lä. 27 . Und als sich Samuel umwandte, daß er wegging, ergriff er ihn bey einem Zipfel seines Rocks, und er zerriß. 28. Da sprach Samuel zu ihm: Der Herr hat das Königreich Israel heule von dir * gerissen und deinem Nächsten gegeben, der besser ist, denn du. *c. 28/i7. 29. Auch * lüget der Held in Israel nicht, und gereuet ihn nicht; denn er ist nicht ein Mensch, daß ihn etwas gereuen sollte. - 4 Mos. 23, 19. 30. Er aber sprach: Ich habe gesündiget; aber ehre mich doch jetzt vor den Aeltesten meines Volks und vor Israel; und kehre mit mir um, daß ich den Herrn, deinen Gott, anbethe. 31. Also kehrete Samuel um und folgte Saul nach, daß Saul den Herrn anbethete. 32. Samuel aber sprach: Laßt her zu mir bringen Agag, der Amalekiter König. Und Nn 2 284 Samuel tödtet den Agag, kommt 1 Samuelis 15. 16. zu Jsai, und salbet David. Agag ging zu ihm getrost, und sprach: Also muß man des Todes Bitterkeit vertreiben. 33. Samuel sprach: Wie dein Schwert Weiber ihrer Kinder beraubet hat, also soll auch deine Mutter ihrer Kinder beraubet seyn unter den Weibern. Also zerhieb Samuel den Agag , zu Stücken vor dem Herrn in Gilgal. 3^. Und Samuel ging hin gen Ramath; Saul aber zog hinauf zu seinem Hause zu Gi- beaSaul. 35. Und Samuel sah Saul forthin nicht mehr, bis an den Tag seines Todes. Aber doch trug Samuel Leid um Saul, daß den Herrn gereuet hatte, daß er Saul zum König über Israel gemacht hatte. Das 16. Capitel. Davids Beruf und erste Salbung zum König. 1. Nnd der Herr sprach zu Samuel: Wie ^ lang trägst du Leid um Saul, * den ich verworfen habe, daß er nicht König sey über Israel? Fülle dein Horn mit Oehl, und gehe hin, ich will dich senden zu dem Bethle- hemiter Jsai; denn unter seinen Söhnen habe ich mir einen i- König ersehen. * e. 15/ 23. -f Ap. Gesch. 13, 22. 2. Samuel aber sprach: Wie soll ich hingehen? Saul wirds erfahren, und mich erwürgen. Der Herr sprach: Nimm ein Kalb von den Rindern zu dir, und sprich: Ich bin gekommen, dem Herrn zu opfern. 3. Und sollst Jsai zum Opfer laden; da will ich dir weisen, was du thun sollst, daß du mir salbest, welchen ich dir sagen werde. Samuel that, wie ihm der Herr gesagt hatte, und kam gen Bethlehem. Da entsetzten sich die Aeltesten der Stadt, und gingen ihm entgegen, und sprachen: * Ist es Friede, daß du kommest? *2 Kon. 9/18. 5. Er sprach: Ja, ich bin gekommen, dem Herrn zu opfern; heiliget euch, und kommt mit mir zum Opfer. Und er heiligte den Jsai und seine Söhne, und lud sie zum Opfer. 6. Da sie nun herein kamen, sah er den * Eliab an, und gedachte, ob vor dem Herrn sey sein Gesalbter. *c. 17,13. 7. Aber der Herr sprach zu Samuel: Siehe nicht an * seine Gestalt, noch seine große Person; ich habe ihn verworfen. Denn es gehet nicht wie ein Mensch siehet. Ein Mensch siehet, was vor Augen ist, der ^ Herr aber siehet das Herz an. * Ap. Gesch. io, zi. i-Ps. 7,10. 8. Da rief Jsai den * Abinadab, und ließ ihn vor Samuel übergehen. Und er sprach: Diesen hat der Herr auch nicht erwählet.' c. 17,1^ 9. Da ließ Jsai vorüber gehen Samma. Er aber sprach: Diesen hat der Herr auch nicht erwählet. 10. Da ließ Jsai seine sieben Söhne vor Samuel übergehen. Aber Samuel sprach zu Jsai: Der Herr hat derer keinen erwählet. 11. Und Samuel sprach zu Jsai: Sind das die Knaben alle? Er aber sprach: Es ist noch übrig ' der Kleinste; und siehe, er hüthet der Schafe. Da sprach Samuel zu Jsai: Sende hin, und laß ihn hohlen; denn wir werden uns nicht setzen , bis er hieher komme. * c. 17,14. 12. Da sandte er hin, und ließ ihn hohlen. Und er * war bräunlicht, mit schönen Augen und guter Gestalt. Und der Herr sprach: Auf: und salbe ihn, denn der ist es. * 17,42. 13. Da nahm Samuel sein Oehlhorn, und * salbte ihn mitten unter seinen Brüdern. Und der Geist des Herrn gerieth über David von dem Tage an und fernerhin. Samuel aber machte sich auf, und ging gen Rama. * 2 Sam. 7/ 8. Ps. 78 / 71. Pf. 89/ 21 . Ap. G-sch. 13/ 22 . i^. Der Geist aber des Herrn wich von Saul, und ein böser Geist vom Herrn machte ihn sehr unruhig. 15. Da sprachen die Knechte Sauls zu ihm: Siehe, ein böser Geist von Gott macht dich sehr unruhig; 16. Unser Herr sage seinen Knechten, die vor ihm stehen, daß sie einen Mann suchen, * der auf der Harfe wohl spielen könne; auf daß, wenn der böse Geist Gottes über dich kommt, er mit seiner Hand spiele, daß es besser mit dir werde. * 2 Kö„. 3/13. 17. Da sprach Saul zu seinen Knechten: Sehet nach einem Manne, der es wohl kann auf Saitenspiel, und bringet ihn zu mir. 18. Da antwortete der Knaben einer, und sprach: Siehe, ich habe gesehen einen Sohn Jsai, des Bethlehemiten, der kann wohl auf Saitenspiel; ein rüstiger Mann, und streitbar, und verständig in Sachen, und schön, und der Herr ist mit ihm. 19. Da sandte Saul Bothen zu Jsai, und ließ ihm sagen: Sende deinen Sohn David zu mir, der bey den Schafen ist. 20. Da nahm Jsai einen Esel mit Brot, und ein Läge! Wein, und ein Ziegenböcklein, und sandte es Saul durch seinen Sohn David. Goliath tritt auf. 1 Samuelis 16. 17. 21. Also kam David zu Saul, und dienete vor ihm, und er * gewann ihn sehr lieb, und er ward sein Waffenträger. *«.18,1.2. 22. Und Saul sandte zu Jsai, und ließ ihm sagen: Laß David vor mir bleiben, denn er hat Gnade gefunden vor meinen Augen. 23 . Wenn nun der Geist Gottes über Saul kam, so nahm David die Harfe und spielete mit seiner Hand; so erquickte stch Saul, und es ward besser mit ihm, und der böse Geist wich von ihm. Das 17. Capitel. Davids Streit mit dem Riesen Goliath. 1. Aie Philister sammelten ihre Heere zum ^ Streit, und kamen zusammen zu Socho in Inda, und lagerten sich zwischen Socho und Aseka, am Ende Damim. 2. Aber Saul und die Männer Israel kamen zusammen, und lagerten sich im Eichgrunde, und rüsteten sich zum Streit gegen die Philister. 3. Und die Philister standen auf einem Berge jenseits, und die Israeliten auf einem Berge diesseits, daß ein Thal zwischen ihnen war. > 4 . Da trat hervor aus den Lägern der Philister ein Riese, mit Nahmen Goliath, von Gath, sechs Ellen und eine Hand breit hoch; 5. Und hatte einen ehernen Helm auf seinem Haupt, und einen schuppichten Panzer an, und das Gewicht seines Panzers war fünf tausend Sekel Erz; 6 . Und hatte eherne Beinharnische an seinen Schenkeln, und einen ehernen Schild auf seinen Schultern. 7. Und der Schaft seines Spießes war wie ein Weberbaum, und das Eisen seines Spießes hatte sechs hundert Sekel Eisen, und sein Schildträger ging vor ihm her. 8 . Und er stand, und rief zu dem Zeuge Israels, und sprach zu ihnen: Was feyd ihr ausgezogen, euch zu rüsten in einen Streit? Bin ich nicht ein Philister, und ihr Sauls Knechte? Erwählet Einen unter euch, der zu mir herab komme. 9. Vermag er wider mich zu streiten und schlägt mich , so wollen wir eure Knechte seyn; vermag ich aber wider ihn und schlage ihn, so sollt ihr unsere Knechte seyn, daß ihr uns dienet. 10. Und der Philister sprach: Ich habe heutiges Tages dem Zeuge Israels * Hohn gespro- David im Lager. 285 chen; gebt mir Einen, und laßt uns mit einander streiten. * 2 Kon. is, 4.16. 11. Da Saul und ganz Israel diese Rede des Philisters höreten; entsetzten sie sich, und fürchteten sich sehr. 12. David aber war * eines Ephratischen Mannes Sohn, von Bethlehem Juda, der hieß Jsai, der hatte acht Söhne, und war ein alter Mann zu Sauls Zeiten, und war betagt unter den Männern. *«. ie, 1. 13. Und die drey größesten Söhne Jsai waren mit Saul in den Streit gezogen, und hießen mit Nahmen : Eliab, der Erstgeborne, Abina- dab, der andere, und Samma, der dritte. 1- 4. David aber war der jüngste. Da aber die drey ältesten mit Saul in den Krieg zogen; is. Ging David wiederum von Saul, daß er der Schafe seines Vaters hüthete zu Bethlehem. 16. Aber der Philister trat herzu frühe Morgens und Abends, und stellete sich dar vierzig Tage. 17. Jsai aber sprach zu seinem Sohne David: Nimm für deine Brüder diese Epha Sangen und diese zehn Brote, und lauf in das Heer zu deinen Brüdern, 18. Und diese zehn frische Käse, und bringe sie dem Hauptmann, und besuche deine Brüder, ob es ihnen wohlgehe, und nimm, was sie dir befehlen. 19. Saul aber, und sie, und alle Männer Israel waren im Eichgrunde, und stritten wider die Philister. 20. Da machte sich David des Morgens frühe auf, und ließ die Schafe dem Hüther, und trug, und ging hin, wie ihm Jsai gebothen hatte, und kam zur Wagenburg. Und das Heer war ausgezogen , und hatte sich gerüstet, und schrien im Streit. 21. Denn Israel hatte sich gerüstet, so waren die Philister wider ihren Zeug auch gerüstet. 22. Da ließ David das Gefäß, das er trug, unter dem Hüther der Gefäße, und lief zu dem Zeuge, und ging hinein, und grüßte seine Brüder. 23. Und da er noch mit ihnen redete, siehe, da trat herauf der Riese, mit Nahmen Goliath, der Philister von Gath, aus der Philister Zeug, und redete wie vorhin; und David hörete es. 2- 4. Aber Jedermann in Israel, wenn er dm Mann sah, floh er vor ihm, und fürchtete sich> sehr. 286 Eliav zürnet mit David. David rüstet sich. 1 Samuelis 17. 25 . Und Jedermann in Israel sprach: Habt ihr den Mann gesehen herauf treten? Denn er ist herauf getreten, Israel Hohn zu sprechen. Und wer ihn schlägt/ den will der König sehr reich machen / und ihm seine Tochter geben / und will seines Vaters Haus frei) machen in Israel. 26. Da sprach David zu den Männern, die bcy ihm standen: Was wird man dem thun, der diesen Philister schlägt, und die Schande von Israel wendet? Denn wer ist der Philister, dieser Unbeschnittene, der den Zeug des lebendigen Gottes höhnet? 27. Da sagte ihm das Volk, wie vorhin: So wird man thun dem, der ihn schlägt. 2 8 . Und'Eliab, sein grösiester Bruder, hörete ihn reden mit den Männern, und ergrimmete mit Zorn wider David, und sprach: Warum bist du herab gekommen? Und warum hast du die wenigen Schafe dort in der Wüste verlassen ? Ich kenne deine Vermessenheit wohl, und deines Herzens Bosheit. Denn du bist herab gekommen, daß du den Streit sehest, "c. 16, 6 . 29. David antwortete: Was habe ich denn nun gethan? Ist mirs nicht.befohlen? 30. Und wandte sich von ihm gegen einen andern, und sprach, wie er vorhin gesagt hatte. Da antwortete ihm das Volk, wie vorhin. 31. Und da sie die Worte höreten, die David sagte; verkündigten sie es vor Saul, und er ließ ihn hohlen. 32. Und David sprach zu Saul: Es * entfalle keinem Menschen das Herz um deßwillen; dein Knecht soll hingehen, und mit dem Philister streiten. * i Mos. 4 -, 28. 33 . Saul aber sprach zu David: Du kannst nicht hingehen wider diesen Philister, mit ihm zu streiten; denn du bist ein Knabe, dieser aber ist ein Kriegsmann von seiner Jugend auf. 3 - 4 . David aber sprach zu Saul : Dein Knecht hüthete der Schafe seines Vaters, und es kam ein Löwe und ein Bär, und trug ein Schaf weg von der Herde. 35 . Und ich lief ihm nach, und schlug ihn, und errettete es aus seinem Maul. Und da er sich über mich machte; ergriff ich ihn bey seinem Bart, und schlug ihn, und tödtete ihn. 36 . Also hat dein Knecht geschlagen beyde den Löwen und den Bären. So soll nun dieser Philister, der Unbeschnittene, seyn gleichwie derer einer; denn er hat geschändet den Zeug des lebendigen Gottes. 37 . Und David sprach: Der Herr, der mich von dem * Löwen und Bären errettet hat, der wird mich auch erretten von diesem Philister. * 2 Tim. 4/ 17. 38 . Und Saul sprach zu David: Gehe hin, der Herr sey mit dir. Und Saul zog David seine Kleider an, und setzte ihm einen ehernen Helm auf sein Haupt, und legte ihm einen Panzer an. 39. Und David gürtete sein Schwert überfeine Kleider, und sing an zu gehen, denn er hatte es nie versucht. Da sprach David zu Saul: Ich kann nicht also gehen, denn ich bin es nicht gewohnt; und legte es von sich, - 4 o. Und nahm * seinen Stab in seine Hand, und erwählte fünf glatte Steine aus dem Bach, und that sie in die Hirtentasche, die er hatte, und in den Sack, und nahm die Schleuder in seine Hand, und machte sich zu dem Philister. * 1 Chr. 12 / 23. - 41 . Und der Philister ging auch einher, und machte sich zu David, und sein Schildträger vor ihm her. ^2. Da nun der Philister sah, und schauete David an; verachtete er ihn. Denn er war ein Knabe, bräunlicht und schön. - 43 . Und der Philister sprach zu David: Bin * ich denn ein Hund, daß du mit Stecken zu mir kommst? Und fluchte dem David bey seinem Gott. *2 Sam. 3/8. ^ 4 - 4 . Und sprach zu David: Komm her zu mir, ich will dein * Fleisch geben den Vögeln unter dem Himmel, und den Thieren auf dem Felde. * Ezech. 29/ L. ^5. David aber sprach zu dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert, Spieß und Schild; Ich aber komme zu dir im Nahmen des Herrn Zebaoth, des Gottes des Zeuges Israels, den du gehöhnet Haft. - 46 . Heutiges Tages wird dich der Herr in meine Hand überantworten, daß ich dich schlage, und nehme dein Haupt von dir, und gebe den Leichnam des Heers der Philister heute den Vögeln unter dem Himmel und dem Wild auf Erden , daß alles Land innen werde, daß Israel einen Gott hat, - 47 . Und daß alle diese Gemeine innen werde, daß der Herr nicht durch Schwert noch Spieß hilft; denn der Streit ist des Herrn, und wird euch geben in unsere Hände. - 48 . Da sich nun der Philister aufmachte, ging daher, und nahete sich gegen David; eilete David, und lief vom Zeuge gegen den Philister. David schlägt Goliath. Jonathans Bund 1 Samuelis 17.18. mit David. Sauls Anerbiethen. 287 ^9. Und David that seine Hand in die Tasche, und nahm einen Stein daraus, und schleuderte, und traf den Philister an seine Stirn, daß der Stein in seine Stirn fuhr, und. er zur Erde fiel auf sein Angesicht. so. Also überwand David den Philister mit der Schleuder, und mit dem Stein, und schlug ihn, und tödtete ihn. Und da David kein Schwert in seiner Hand hatte, 51. Lief er, und trat zu dem Philister, und nahm sein Schwert, und zog es aus der Scheide, und tödtete ihn, und hieb ihm den Kopf damit ab. Da aber die Philister sahen, daß ihr Stärkster todt war, flohen sie. 52. Und die Männer Israel und Juda machten sich auf, und riefen und jagten den Philistern nach, bis man kommt ins Thal, und bis an die Thore Ekrons. Und die Philister fielen erschlagen auf dem Wege zu den Thoren, bis gen Gath und gen Ekron. 53. Und die Kinder Israel kehreten um von dem Nachjagen der Philister, und beraubten ihr Lager. 6 ^. David aber nahm des Philisters Haupt, und brachte es gen Jerusalem, seine Waffen aber legte er in seine Hütte. 55 . Da aber Saul David sah ausgehen wider den Philister, sprach er zu Abner, seinem Feldhauptmann : Weß Sohn ist der Knabe? Abner aber sprach : So wahr deine Seele lebet, König, ich weiß nicht. 56 . Der König sprach: So frage darnach, weß Sohn der Jüngling sey. 57. Da nun David wiederkam von der Schlacht des Philisters; nahm ihn Abner, und brachte ihn vor Saul; und er hatte des Philisters Haupt in seiner Hand. 68 . Und Saul sprach zu ihm: Weß Sohn bist du, Knabe? David sprach: Ich bin ein Sohn deines Knechts Jsai, des Bethlehemiten. Das 18. Capitel. Davids Lob/ Lebensgefahr und Heirath. 1. Nnd da er hatte ausgeredet mit Saul, ver- ^ band sich das Herz Jonathans mit dem Herzen Davids, und Jonathan gewann ihn lieb, wie sein eigenes Herz. 2. Und Saul nahm ihn des Tages, und ließ ihn nicht wieder zu seines Vaters Haus kommen. 3. Und' Jonathan und David machten einen Bund mit einander; denn er hatte ihn-t lieb wie sein eigenes Herz. * c. 20,«. 16. c. 23, is. 2 Sam. 21, 7. 2 1 SW. IS, 1. Und Jonathan zog aus seinen Rock, den er anhatte, und gab ihn David, dazu seinen Mantel, sein Schwert, seinen Bogen , und seinen Gürtel. 5 . Und David ' zog aus, wohin ihn Saul sandte, und hielt sich klüglich. Und Saul setzte ihn über die Kriegsleute; und er gefiel wohl allem Volk, auch den Knechten Sauls. * 2 Kön. 18/ 7 . 6 . Es begab sich aber, da er wiedergekommen war von des Philisters Schlacht, daß die * Weiber aus allen Städten Israels waren gegangen mit Gesang und Reigen, dem Könige Saul entgegen , mit Pauken, mit Freuden und mit Geigen. * Nicht. ", 34. 7 . Und die Weiber sangen gegen einander, und spielten, und sprachen: Saul hat tausend geschlagen, aber ' David zehn tausend. * c. 21/ ii. c. 29 , s. 8 . Da ergrimmete Saul sehr, und gefiel ihm das Wort übel, und sprach: Sie haben David zehn tausend gegeben, und mir tausend; das Königreich will noch sein werden. 9 . Und Saul sah David sauer an von dem Tage, und fortan. 10. Des andern Tages * gerieth der böse Geist von Gott über Saul, und weissagte daheim im Hause, David aber spielte auf den Saiten mit seiner Hand, wie er täglich pflegte. Und Saul Hütte einen Spieß in der Hand, * c. 19/ s. 11. Und schoß'ihn, und gedachte: Ich will David an die Wand spießen. David aber wandte fich zweymahl von ihm. * c. 20/ 33. 12. Und Saul' fürchtete fich vor David; denn der Herr war mit ihm, und war von Sauk gewichen. * Marc. 6/ 20 . 13 . Da that ihn Saul von sich, und setzte ihn zum Fürsten über tausend Mann; und er zog aus und ein vor dem Volk. 12,. Und David hielt sich ' klüglich in allem seinem Thun, und der Herr war mit ihm. * 2 Kön. 18/ 7 . 15. Da nun Saul sah, daß er sich so klüglich hielt, scheuste er sich vor ihm. 16. Aber ganz Israel und Juda hatten David lieb, denn er zog aus und ein vor ihnen her. 17. Und Saul sprach zu David: Siehe, meine größeste Tochter Merob will ich dir zum Weibe geben; sey nur freudig, und führe des Herrn Kriege. Denn Saul gedachte: Meine Hand soll nicht an'ihm seyn, sondern die Hand der Philister. Davids Heirath. 1 Samuelis 18. 19. Saul will David tödten. 288 18. David aber antwortete Saul: Wer bin ich? Und was ist mein Leben und Geschlecht meines Vaters in Israel, daß ich des Königs Eidam werden soll? is. Da aber die Zeit kam, daß Merob, die Tochter Sauls, sollte David gegeben werden; ward * sie Adriel, dem Meholathiter, zum Weibe gegeben. * Nicht. 15,2. 20. Aber Michal, Sauls Tochter, hatte den David lieb. Da das Saul angesagt ward, sprach er: Das ist recht. 21. Ich will sie ihm geben, daß sie ihm zum Fall gerathe, und der Philister Hände über ihn kommen. Und sprach zu David: Du sollst heute mit der andern mein Eidam werden. 22. Und Saul geboth seinen Knechten: Redet mit David heimlich, und sprechet: Siehe, der König hat Lust zu dir, und alle seine Knechte lieben dich; so sey nun des Königs Eidam. 23. Und die Knechte Sauls redeten solche Worte vor den Ohren Davids. David aber sprach: Dünket euch das ein Geringes seyn, des Königs Eidam zu seyn? Ich aber bin ein armer geringer Mann. 2^. Und die Knechte Sauls sagten ihm wieder, und sprachen: Solche Worte hat David geredet. 25. Saul sprach: So saget zu David: Der König begehret keine Morgengabe, ohne hundert Vorhäute von den Philistern, daß man sich räche an des Königs Feinden. Denn Saul trachtete David zu fällen durch der Philister Hand. 26. Da sagten seine Knechte David an solche Worte, und dauchte David die Sache gut seyn, daß er des Königs Eidam würde. Und die Zeit war noch nicht aus. 27. Da machte sich David auf, und zog hin mit seinen Männern, und schlug unter den Philistern zwey hundert Mann. Und David brachte ihre Vorhäute und vergnügte dem König die Zahl, daß er des Königs Eidam würde. Da gab ihm Saul seine Tochter Michal zum Weibe. 28. Und Saul sah und merkte, daß der Herr mit David war. Und Michal, Sauls Tochter, hatte ihn lieb. 29. Da fürchtete sich Saul noch mehr vor David, und ward sein Feind sein Lebenlang. 30. Und da der Philister Fürsten auszogen; handelte David klüglicher, denn alle Knechte Sauls, wenn sie auszogen, daß sein Nähme hochgepriesen ward. Das 19. Capitel. David begibt sich / das Leben zu erhalten, ins Elend. 1. ^aul aber redete mit seinem Sohne Jo- ^ nathan und mit allen seinen Knechten, daß sie David sollten tödten. Aber Jonathan, Sauls Sohn, hatte * David sehr lieb, * e. 18, z. c. 20, 17. 2. Und Verkündigtees ihm, und sprach: Mein Vater Saul trachtet darnach, daß er dich tödte. Nun, so bewahre dich morgen, und bleib verborgen, und verstecke dich. 3. Ich aber will heraus gehen, und neben meinem Vater stehen auf dem Felde, da du bist, und von dir mit meinem Vater reden, und was ich sehe, will ich dir kund thun. Und Jonathan redete das Beste von David mit seinem Vater Saul, und sprach zu ihm: Es versündige sich der König nicht an seinem Knechte David; denn er hat keine Sünde wider dich gethan, und sein Thun ist dir sehr nütze, 5. Und er * hat sein Leben in seine Hand gesetzt, und t schlug den Philister, und der Herr that ein großes Heil dem ganzen Israel. Das hast du gesehen, und dich deß gefreuet. Warum willst du dich denn an unschuldigem Blut versündigen, daß du David ohne Ursach tödtest? * Nicht. §, iS. c. 9 , 17 . -j- i Sam. 17 , M. 6 . Da gehorchte Saul der Stimme Jonathans , und schwur: So * wahr der Herr lebet, er soll nicht sterben. * c. n,45. 7 . Da rief Jonathan David, und sagte ihm alle diese Worte, und brachte ihn zu Saul, daß er vor ihm war, wie vorhin. 8. Es erhob sich aber wieder ein Streit; und David zog aus, und stritt wider die Philister, und that eine große Schlacht, daß sie vor ihm flohen. 9. Aber der * böse Geist vom Herrn kam über Saul, und er saß in seinem Hause, und hatte einen Spieß in seiner Hand; David aber spielte auf den Saiten mit der Hand. ' c. 13,10. 10. Und Saul trachtete David * mit dem Spieß an die Wand zu spießen. Er aber riß sich von Saul, und der Spieß fuhr in die Wand. David aber floh, und entrann dieselbe Nacht. * c. 18, 11. 11. * Saul aber sandte Bothen zu Davids Haus, daß ne ihn bewahreten, und tödteten am Morgen. D as verkündigte dem David sein Weib NUchal, und sprach: Wirst du nicht diese Nacht deine Seele erretten, so mußt du morgen sterben. ' Ps> 1. 12. Da Saul weissaget. 1 Samuclis 19. 20. Davids Bund mit Jonathan. 289 12. Da ließ ihn Michal * durchs Fenster hernieder, daß er hinging, entfloh und entrann. * Ap. Gesch. 9, 23. 13. Und Michal nahm ein Bild, und legte es in das Bett, und legte ein Ziegenfell zu seinen Häupten, und deckte es mit Kleidern zu. 14. Da sandte Saul Bothen, daß sie David hohleten. Sie aber sprach: Er ist krank. 15. Saul aber sandte Bothen, David zu besehen, und sprach: Bringet ihn herauf zu mir mit dem Bett, daß er getödtet werde. 16. Da nun die Bothen kamen; stehe, da lag das Bild im Bett und ein Ziegenfell zu seinen Häupten. 17. Da sprach Saul zu Michal: Warum hast du mich betrogen, und meinen Feind gelassen, daß er entrünne? Michal sprach zu Saul: Er sprach zu mir: Laß mich gehen, oder ich tödte dich. 18. David aber entfloh, und entrann, und kam zu Samuel gen Rama, und sagte ihm an alles, was ihm Saul gethan hatte. Und er ging hin mit Samuel, und ste blieben zu Na- joty. is. Und es ward Saul angesagt: Siehe, David ist zu Najoth in Rama. 20. Da sandte Saul Bothen, daß ste David holeten. Und ste sahen zween Chöre Propheten weissagen, und Samuel war ihr Aufseher. Da kam der Geist Gottes auf die Bothen Sauls, daß ste auch weissagten. 21. Da das Saul ward angesagt, sandte er andere Bothen, die weissagten auch. Da sandte er die dritten Bothen, die weissagten auch. 22. Da ging er selbst auch gen Rama, und da er kam zum großen Brunnen, der zu Seku ist, fragte er, und sprach: Wo ist Samuel und David? Da ward ihm gesagt: Siehe, zu Na- joth in Rama. 23. Und er ging daselbst hin gen Najoth in Rama. Und der Geist Gottes kam auch auf ihn, und ging einher, und weissagte, bis er kam gen Najoth in Rama. 24. Und er zog auch seine Kleider aus, und weissagte auch vor Samuel, und fiel bloß nieder den ganzen Tag und die ganze Nacht. Daher * spricht man: Ist Saul auch unter den Propheten ? * c. io, ii. Das 20. Capitel. Freundschaft JsnathanS und Davids. i.Aavid aber floh von Najoth zu Rama, und kam, und redete vor Jonathan: *Was habe ich gethan? Was habe ich mißge- handelt? Was habe ich gesündiget vor deinem Vater, daß er nach meinem Leben stehet? * c. 17/ 29. c. 26/ 1«. 2. Er aber sprach zu ihm: Das sey ferne, du sollst nicht sterben. Siehe, mein Vater thut nichts, weder Großes noch Kleines, das er nicht meinen Ohren offenbare; warum sollte denn mein Vater dieß vor mir verbergen? Es wird nicht so seyn. 3. Da schwur David weiter, und sprach: Dein Vater weiß wohl, daß ich Gnade vor deinen Augen gefunden habe, darum wird er denken: Jonathan soll solches Nichtwissen, es möchte ihn bekümmern. Wahrlich, "so wahr der Herr lebet, und so wahr deine Seele lebet, es ist nur ein Schritt zwischen mir und dem Tode. * c. 23/ 26. 4. Jonathan sprach zu David: Ich will an dir thun, was dein Herz begehret'. 5. David sprach zu ihm: Siehe, morgen ist der Neumond, da ich mit dem König zu Tische sitzen sollte; so laß mich, daß ich mich auf dem Felde verberge, bis an den Abend des dritten Tages. 6. Wird dein Vater nach mir fragen, so sprich: David bath mich, daß er gen Bethlehem, zu seiner Stadt, laufen möchte; denn es ist ein jährliches Opfer daselbst dem ganzen Geschlecht. 7. Wird er sagen: Es ist gut; so stehet es wohl um deinen Knecht. Wird er aber ergrimmen; so wirst du merken, daß Böses bey ihm beschlossen ist. 8. So thue nun Barmherzigkeit an deinem Knechte; denn du hast mit mir, deinem Knechte, einen * Bund im Herrn gemacht. Ist aber eine Missethat in mir, so tödte du mich; denn warum wolltest du mich zu deinem Vater bringen? ' c. 18, 3. 9. Jonathan sprach: Das sey ferne von dir, daß ich sollte merken, daß Böses bey meinem Vater beschlossen wäre, über dich zu bringen, und sollte dirs nicht ansagen. 10. David aber sprach: Wer will mirs ansagen , so dir dein Vater etwas Hartes antwortet? 11. Jonathan sprach zu David: Komm, laß uns hinaus aufs Feld gehen. Und gingen beyde hinaus aufs Feld. 12. Und Jonathan sprach zu David: Herr, Gott Israels, wenn ich erforsche an meinem Vater, morgen und am dritten Tage, daß e§ O o 290 Davids Bund mit Jonathan. 1 Samuelis 20 . Saul will Jonathan spießen. wohl stehet mit David, und nicht hinsende zu dir, und vor deinen Ohren offenbare; 13. So thue der Herr Jonathan dieß und jenes. Wenn aber das Böse meinem Vater gefällt wider dich; so will ichs auch vor deinen Ohren offenbaren, und dich lassen, daß du mit Frieden weggehest. Und der Herr sey mit dir/ wie er mit meinem Vater gewesen ist. i^. Thue ichs nicht; so thue keine Barmherzigkeit des Herrn an mir/ weil ich lebe; auch nicht/ so ich sterbe. is. Und wenn der Herr die Feinde Davids ausrotten wird / einen Jeglichen aus dem Lande; so reisse du deine Barmherzigkeit nicht von meinem Hause ewiglich. 1 6 . Also machte Jonathan einen Bund mit dem Hause Davids, und sprach: Der Herr fordere es von der Hand der Feinde Davids. 17 . Und Jonathan fuhr weiter und schwur David / so * lieb hatte er ihn ; denn er hatte ihn so lieb als seine Seele. * c. is, i. 18. Und Jonathan sprach zu ihm: Morgen ist der Neumond, so wird man nach dir fragen; denn man wird deiner vermissen / da du zu sitzen pflegest. is. Des dritten Tages aber komm bald hernieder und gehe an einen Ort / da du dich verbergest am Werkeltage/ und setze dich bey dem Stein Asel. 20. So will ich zu seiner Seite drey Pfeile schießen / als wenn ich zum Sichermahl schöße. 21. Und siehe, ich will den Knaben senden: Gehe hin, suche die Pfeile. Werde ich zum Knaben sagen : Siehe, die Pfeile liegen hinwärts hinter dir, hohle sie; so komm, denn es ist Friede und hat keine Gefahr, so wahr der Herr lebet. 22. Sage ich aber zum Jüngling: Siebe, die Pfeile liegen dortwärts vor dir; so gehe hin, denn der Herr hat dich lassen gehen. 23 . Was aber du und ich mit einander geredet haben, da ist der Herr zwischen mir und dir ewiglich. 2^. David verbarg sich im Felde. Und da der Neumond kam, setzte sich der König zu Tische, zu essen. 25 . Da sich aber der König gesetzt hatte an seinen Ort, wie er vorhin gewohnt war, an der Wand; stand Jonathan auf, Abner aber setzte sich an die Seite Sauls. Und man vermisste David an seinem Ort. 26. Und Saul redete des Tages nichts; denn er gedachte: Es ist ihm etwas widerfahren, daß er nicht rein ist. 27. Des andern Tages des Neumonden, da man David vermisste an seinem Ort, sprach Saul zu seinem Sohne Jonathan: Warum ist der Sohn Jsai nicht zu Tische gekommen, weder gestern noch heute? 28. Jonathan antwortete Saul: Er bath mich, daß er gen Bethlehem ginge. 29. Und sprach: Laß mich gehen, denn unser Geschlecht hat zu opfern in der Stadt, und mein Bruder hat mirs selbst gebothen; habe ich nun Gnade vor deinen Augen gefunden, so will ich hinweg, und meine Brüder sehen. Darum ist er nicht gekommen zu des Königs Tische. 30 . Da ergrimmete der Zorn Sauls wider Jonathan, und sprach zu ihm: Du ungehorsamer Bösewicht! ich weiß wohl, daß du den Sohn Jsai auserkoren hast, dir und deiner unartigen Mutter zur Schande. 3 1. Denn, so lange der Sohn Jsai lebet aus Erden, wirst du, dazu auch dein Königreich, nicht bestehen. So sende nun hin, und laß ihn herhohlen zu mir; denn er muß sterben. 32 . Jonathan antwortete seinem Vater Saul, und sprach zu ihm: Warum soll er sterben 7 Was hat er gethan? 33 . Da * schoß Saul den Spieß nach ihm, daß er ihn spießete. Da merkte Jonathan, daß bey seinem Vater gänzlich beschlossen war, David zu tödten, * c. i 8 , io. 3 ^. Und stand auf vom Tische mit grimmigem Zorn, und aß desselben andern Tages des Neumonden kein Brot; denn er war bekümmert um David, daß ihn sein Vater also verdammete. 35 . Des Morgens ging Jonathan hinaus aufs Feld, dahin er David bestimmet hatte, und ein kleiner Knabe mit ihm, 36 . Und sprach zu dem Knaben: Lauf und suche mir die Pfeile, die ich schieße. Da aber der Knabe lief, schoß er einen Pfeil über ihn hin. 37. Und als der Knabe kam an den Ort, dahin Jonathan den Pfeil geschossen hatte, rief ihm Jonathan nach, und sprach: Der Pfeil liegt dortwärts vor dir. 38 . Und rief abermahl ihm nach: Eile schnell, und stehe nicht stille. Da las der Knabe Jonathans die Pfeile auf, und brachte sie zu feinem Herrn. 39. Und der Knabe wußte nichts darum, allein Jonathan und David wußten um die Sache. David isset Schaubrote, 1 Samuelis 20. 21. 22. kommt gen Mizpe. 291 40. Da gab Jonathan seine Waffen seinem Knaben, und sprach zu ihm: Gehe hin, und trage es in die Stadt. 41. Da der Knabe hinein kam, stand David auf vom Ort gegen Mittag, und * fiel auf sein Antlitz zur Erde, und bethete dreymahl an, und küsseten sich mit einander, und weineten mit einander, David aber am allermeisten. * 1 Mos. 33/ 3. 4. 42. Und Jonathan sprach zu David: Gehe hin mit Frieden. Was wir beyde geschworen haben im Nahmen des Herrn, und gesagt: Der Herr sey zwischen mir und dir, zwischen meinem Samen und deinem Samen; das bleibe ewiglich. 43. Und Jonathan machte sich auf, und kam in die Stadt. Das 21. Capitel. David hungert / fliehet und verstellet sich. 1. A>avid aber kam gen Nobe, zum Priester ^ Ahimelech. Und Ahimelech entsetzte sich, da er David entgegen ging, und sprach zu ihm: Warum kommst du allein, und ist kein Mann mit dir? 2 . David sprach zu Ahimelech, dem Priester: Der König hat mir eine Sache befohlen, und sprach zu mir: Laß Niemand wissen, warum ich dich gesandt habe, und was ich dir befohlen habe. Denn ich habe auch meine Knaben etwa hier oder daher beschieden. 3. Hast du nun etwas unter deiner Hand, ein Brot oder fünf, die gib mir in meine Hand, oder was du findest. 4. Der Priester antwortete David, und sprach: Ich habe kein gemeines Brot unter meiner Hand, sondern heiliges Brot; wenn sich nur die Knaben von * Weibern enthalten hätten. * 2 Mos. 19/ 13. 5. David antwortete dem Priester, und sprach zu ihm: Es find die Weiber drey Tage uns versperret gewesen, da ich auszog, und der Knaben Zeug war heilig; ist aber dieser Weg unheilig, so wird er heute geheiliget werden an dem Zeuge. 6. Da gab ihm der Priester "des heiligen, weil kein anderes Brot da war, denn die Schaubrote , die man vor dem Herrn aufhob, daß man anderes frisches Brot auflegen sollte des Tages, da er die weggenommen hatte. * Matth. 12 , 3. Luc. 6, 3. 7. Es war aber des Tages ein Mann darinnen versperret vor dem Herrn, aus den Knechten Sauls, mit Nahmen * Doeg, ein Edomiter, der mächtigste unter den Hirten Sauls. *e. 22,9. Ps. 32/2. 8. Und David sprach zu Ahimelech: Ist nicht hier unter deiner Hand ein Spieß oder Schwert? Ich habe mein Schwert und Waffen nicht mit mir genommen; denn die Sache des Königs war eilend. 9 . Der Priester sprach: Das Schwert des Philisters Goliath, den du * schlugest im Eichgrunde, das ist hier, gewickelt in einen Mantel hinter dem Leibrock. Willst du dasselbige, so nimm es hin, denn es ist hier kein anderes, denn das. David sprach: Es ist seines gleichen nicht, gib mirs. ' c-17,3o. - 1 . 10. Und David machte sich auf, und sioh vor Saul, und kam zu Achis, dem König zu * Gath. * Ps. 36, 1. i i. Aber die * Knechte Achis sprachen zu ihm: Das ist der David, des Landes König, von dem sie sangen am Reigen, und sprachen: Saul 1- schlug tausend, David aber zehn tausend. * e. 29, 3. -s- c. 18, 7. 12 . Und David nahm die Rede zu Herzen, und fürchtete sich sehr vor Achis, dem König zu Gath, 13 . Und verstellete seine * Geberde vor ihnen, und kollerte (rasm) unter ihren Händen, und stieß sich an die Thür am Thor, und sein Geifer floß ihm in den Bart. * Ps- i. 14. Da sprach Achis zu seinen Knechten: Siehe, ihr sehet, daß der Mann unsinnig ist; warum habt ihr ihn zu mir gebracht? 15 . Habe ich der Unsinnigen zu wenig, daß ihr diesen herbrächtet, daß er neben mir rasete? Sollte der in mein Haus kommen? Das 22. Capitel. Saul Mt durch den Verräter Doeg fünf und achtzig Priester tobten. 1. A>avid ging von dannen, und entrann in ^ die Höhle * Adullam. Da das seine Brüder höreten, und das ganze Haus seines Vaters; kamen sie zu ihm hinab daselbst hin. * Ps. 37, i. 2 . Und es versammelten sich zu ihm allerley Männer, die in Noth und Schuld und betrübten Herzens waren; und er war ihr Oberster, daß bey vier hundert Mann bey ihm waren. 3. Und David ging von dannen gen Mizpe, in der Moabiter Land, und sprach zu der Moa- Oo s 292 Saul fordert Ahimelech, 1 Samuelis 22. 23. Doeg muß ihn tödken. biter König: Laß meinen Vater und meine Mutter bey euch aus-und eingehen, bis ich erfahre/ was Gott mit mir thun wird. Und er ließ sie vor dem König der Moabiter/ daß sie bey ihm blieben/ so lang David in der Burg war. s. Aber der Prophet Gad sprach zu David: Bleibe nicht in der Burg / sondern gehe hin und komm ins * Land Juda. Da ging David hin / und kam in den Wald Hareth. *Ps. i. 6 . Und es kam vor Saul/ daß David und die Männer/ die bey ihm waren/ wären hervor gekommen. Als nun Saul wohnete zu Gibea, unter einem Hain in Rama, hatte er seinen Spieß in der Hand / und alle seine Knechte standen neben ihm. 7 . Da sprach Saul zu seinen Knechten / die neben ihm standen: Höret / ihr Kinder Jemini / wird auch der Sohn Jsai euch allen Aecker und Weinberge geben / und euch alle über Tausend und über Hundert zu Obersten machen; 8 . Daß ihr euch alle verbunden habt wider mich / und ist Niemand / der es meinen Ohren offenbarere/ weil auch * mein Sohn einen Bund gemacht hat mit dem Sohne Jsai? Ist Niemand unter euch/ den es kränke meinet halben, und meinen Ohren offenbare? Denn mein Sohn hat meinen Knecht wider mich aufgewecket, daß er mir nachstellet, wie es am Tage ist. * c. 18/ s. 9. Da antwortete * Doeg, der Edomiter, der neben den Knechten Sauls stand, und sprach: Ich sah den Sohn Jsai, daß er gen Nobe kam zu Ahimelech, dem Sohne Ahitobs. * c. 21/ 7. Ps. 32/ 2. 10. Der fragte * den Herrn für ihn, und gab ihm Speise und das Schwert Goliaths, des Philisters. *«. 21/ s. 11. Da sandte der König hin, und ließ rufen Ahimelech, den Priester, den Sohn Ahitobs, und seines Vaters ganzes Haus, die Priester, die zu Nobe waren. Und sie kamen alle zum König. 12. Und Saul sprach: Höre, du Sohn Ahitobs. Er sprach: Hier bin ich, mein Herr. 13. Und Saul sprach zu ihm: Warum habt ihr einen Bund wider mich gemacht, du und der Sohn Jsai, daß du ihm Brot und Schwert gegeben, und Gott für ihn gefraget hast, daß du ihn erweckest, daß er mir nachstelle, wie es am Tage ist? 1^. Ahimelech antwortete dem König, und sprach: Und wer ist unter allen deinen Knechten , wie David, der getreu ist, und des * Königs Eidam, und gehet in deinem Gehorsam, und ist herrlich gehalten in deinem Hanse? * c. is, 27. 15. Habe ich denn heute erst angefangen, Gott für ihn zu fragen? Das sey ferne von mir. Der König lege solches seinem Knechte nicht auf in meines Vaters ganzem Hause; denn dein Knecht hat von allem diesem nichts gewußt, weder * Kleines noch Großes. *c. 20/2. c. 23/36. 10. Aber der König sprach: Ahimelech, du mußt des Todes sterben, du und deines Vaters ganzes Haus. 17. Und der König sprach zu seinen Trabanten , die neben ihm standen: Wendet euch, und tödtet des Herrn Priester; denn ihre Hand ist auch mit David, und da sie wußten, daß er fioh, haben sie mirs nicht eröffnet. Aber die Knechte des Königs wollten ihre Hände nicht an die Priester des Herrn legen, sie zu erschlagen. 1 8 . Da sprach der König zu Doeg: Wende du dich, und erschlage die Priester. Doeg, der Edomiter, wandte sich, und erschlug die Priester , daß des Tages starben fünf und achtzig Männer, die leinene Leibröcke trugen. 19. Und * die Stadt der Priester, Nobe, schlug er mit der Schärfe des Schwerts, beydes Mann und Weib, Kinder und Säuglinge, Ochsen, und Esel, und Schafe. *c. 2i/i. 20. Es entrann aber ein Sohn Ahimelechs, des Sohnes Ahitobs , der hieß AbJathar, und floh David nach, 21. Und verkündigte ihm, daß Saul die Priester des Herrn erwürget hätte. 22. David aber sprach zu AbJathar: Ich wußte es wohl an dem Tag?, da der Edomiter Doeg da war, daß er es würde Saul ansagen; ich bin schuldig an allen Seelen deines Vaters Hauses. 23 . Bleibe bey mir, und fürchte dich nicht; wer nach meinem Leben stehet, der soll auch nach deinem Leben stehen, und sollst mit mir behalten werden. Das 23. Capitel. David wird von neuem verrathen/ verfolgt, und wunderlich errettet. 1. Nnd es ward David angesagt: Siehe, die " Philister streiten wider * Kegila, und berauben die Tennen. * Jos. 13, 44. 2. Da fragte David den Herrn, und sprach: Soll ich hingehen, und diese Philister schlagen? Und der Herr sprach zu David: Gehe hin, 29Z David rettet Kegila; 1 Samuel is 23. ist in der Wüste Siph. du wirst die Philister schlagen, und Kegila erretten. 3. Aber die Männer bey David sprachen zu ihm: Siehe, wir fürchten uns hier in Juda, und wollen hingehen gen Kegila/ zu der Philister Zeug? >4. Da fragte David wieder den Herrn; und der Herr antwortete ihm/ und sprach: Ans/ ziehe hinab gen Kegila; denn ich will die Philister in deine Hände geben. 5. Also zog David sammt seinen Männern gen Kegila/ und stritt wider die Philister/ und trieb ihnen ihr Vieh weg / und that eine * große Schlacht an ihnen. Also errettete David die zu Kegila. * e. 19, 8. 6 . Denn da AbJathar/ der Sohn Ahimelechs/ * floh zu David gen Kegila/ trug er den Leibrock mit sich hinab. * 22,20. 7. Da * ward Saul angesagt / daß David gen Kegila gekommen wäre / und sprach: Gott hat ihn in meine Hände übergeben/ daß er verschlossen ist / nun er in eine Stadt gekommen ist / mit Thoren und Riegeln verwahret.* Zucht. 16 , 2 . 8. Und Saul ließ alles Volk rufen zum Streit/ hinnieder gen Kegila / daß sie David und seine Männer belegten. 9. Da aber David merkte/ daß Saul Böses über ihn gedachte/ sprach er zu dem Priester AbJathar: Lange den Leibrock her. 10. Und David sprach: Herr/ Gott Israels/ dein Knecht hat gehöret/ daß Saul darnach trachte / daß er gen Kegila komme / die Stadt zu verderben um meinet willen. 11. Werden mich auch die Bürger zu Kegila überantworten in seine Hände? Und wird auch Saul herab kommen/ wie dein Knecht gehöret hat? Das verkündige/ Herr/ Gott Israels/ deinem Knechte. Und der Herr sprach: Er wird herab kommen. 12. David sprach: Werden aber die Bürger zu Kegila mich und meine Männer überantworten in die Hände Sauls? Der Herr sprach: Ja. 43. Da machte sich David auf/ sammt seinen Männern / derer bey sechs hundert waren/ und zogen aus von Kegila/ und wandelten/ wo sie hin konnten. Da nun Saul angesagt ward/ daß David von Kegila entronnen war; ließ er sein Ausziehen anstehen. 1^. David aber blieb in der Wüste/ in der Burg / und blieb auf dem Berge/ in der Wüste Siph. Saul aber suchte ihn sein Lebenlang/ aber Gott gab ihn nicht in seine Hände. 15. Und David sah/ daß Saul ausgezogen war / sein Leben zu suchen. Aber David war in der Wüste Siph/ in der Heide. 16. Da machte sich Jonathan auf/ der Sohn Sauls/ und ging hin zu David in die Heide / und stärkte seine Hand in Gott/ 17. Und sprach zu ihm: Fürchte dich nicht; meines Vaters Sauls Hand wird dich nicht finden / und du wirft König werden über Israel / so will ich der nächste um dich seyn; auch * weiß solches mein Vater wohl. * c. 20,30.31. c. 24,21. 18. Und sie * machten beyde einen Bund mit einander vor dem Herrn; und David blieb in der Heide/ aber Jonathan zog wieder heim. * e. 18 , 3 . 19. Aber die * Siphiter zogen hinauf zu Saul gen Gibea / und sprachen: Ist nicht David bey uns verborgen in der Burg / in der Heide / auf dem Hügel Hachila/ der zur Rechten liegt an der Wüste? * e. 26,1. 20. So komme nun der König hernieder/ nach allem seines Herzens Begehr; so wollen wir ihn überantworten in des Königs Hände. 21. Da sprach Saul: * Gesegnet seyd ihr dem Herrn/ daß ihr euch meiner erbarmet habt. * c. 13, 13. Nicht. 17, 2. 22. So * gehet nun hin/ und werdet es noch gewisser / daß ihr wisset und sehet / an welchem Ort seine Füße gewesen sind / und wer ihn daselbst gesehen habe; denn mir ist gesagt/ daß er listig ist. "Matth.2,8. 23. Besehet und erkundiget alle Oerter/ da er sich verkriechet / und kommt wieder zu mir / wenn ihrs gewiß seyd; so will ich mit euch ziehen. Ist er im Lande / so will ich nach ihm forschen unter allen Tausenden in Juda. 22/. Da machten sie sich auf / und gingen gen Siph/ vor Saul hin. David aber und seine Männer waren in der Wüste Maon / auf dem Gefilde zur Rechten der Wüste. 25. Da nun Saul hinzog mit seinen Männern zu suchen/ ward es David angesagt; und er machte sich hinab in den Fels / und blieb in der Wüste Maon. Da das Saul hörete/ jagte er David nach in der Wüste Maon. 26. Und Saul mit seinen Männern ging an einer Seite des Berges/ David mit seinen Männern an der andern Seite des Berges. Da David aber eilete/ dem Saul zu entgehen; da umringete Saul/ sammt seinen Männern/ David und seine Männer/ daß er sie griffe. 27. Aber es kam ein Bothe zu Saul/ und / 294 David schonet Sauls. 1 Samuelis 24. 26. Davids und Sauls Rebe.' sprach: Eile, und komm; denn die Philister sind ins Land gefallen. 2 8. Da kehrete sich Saul von dem Nachjagen Davids, und zog hin, den Philistern entgegen; daher heißt man den Ort SelaMahelkoth. Das 24. Capitel. David schonet des Sauls in der Höhle. 1. Nnd David zog hinauf von dannen, und ^ blieb in der Burg Engedi. (Anfang des 24. Capitels.) 2 . D§ nun Saul wieder kam von den Philistern , ward ihm gesagt: Siehe, David ist in der Wüste Engedi. 3. Und Saul nahm * drey tausend junger Mannschaft aus ganz Israel, und zog hin, David sammt seinen Männern zu suchen, auf den Felsen der Gemsen. * -. - 6 ,2. Und da er kam zu den Schafhürden am Wege, war daselbst eine Höhle, und Saul ging hinein seine Füße zu decken. David aber und seine Männer saßen hinten in der Höhle. 5. Da sprachen die Männer Davids zu ihm: Siehe, das ist der Tag, davon der Herr dir gesagt hat: Siehe, * ich will deinen Feind in deine Hände geben, daß du mit ihm thueft, was dir gefällt. Aber David stand auf, und schnitt leise einen Zipfel vom Rock Sauls. * c. 26, 8 . 6 . Aber darnach schlug ihn sein Herz, daß er den Zipfel Sauls hatte abgeschnitten, 7. Und sprach zu seinen Männern: Das lasse der Herr ferne von mir seyn, daß ich das thun sollte, und meine * Hand legen an meinen Herrn, den Gesalbten des Herrn; denn er ist der Gesalbte des Herrn. * 2 Sam. 1,14. Ps. 103, is. 8 . Und David wies seine Männer von sich mit Worten, und ließ sie nicht wider Saul sich auflehnen. Da aber Saul sich aufmachte aus der Höhle, und ging auf dem Wege; 9. Machte sich darnach David auch auf, und ging aus der Höhle, und rief Saul hinten nach und sprach: Mein Herr König! Saul sah hinter sich. Und David neigte sein Antlitz zur Erde, und bethete an, 10. Und sprach zu Saul: Warum gehorchest du Menschen Worten, die da sagen: David suchet dein Unglück? 11. Siehe, heutiges Tages sehen deine Augen, daß dich der Herr heute ' hat in meine Hand gegeben in der Höhle, und es ward gesagt, daß ich dich sollte erwürgen. Aber es ward deiner verschonet, denn ich sprach: Ich will meine Hand nicht an meinen Herrn legen, denn er ist der Gesalbte des Herrn. * Ps. 27 , 12 . 12. Mein Vater, siehe doch den Zipfel von deinem Rock in meiner Hand, daß ich dich nicht erwürgen wollte, da ich den Zipfel von deinem Rock schnitte. Erkenne und siehe, daß nichts Böses in meiner Hand ist, noch keine Übertretung. Ich habe auch an dir nicht gesündiget; und du jagest meine Seele, daß du sie wegnehmest. 13. Der Herr wird Richter seyn zwischen mir und dir, und mich an dir rächen; aber meine Hand soll nicht über dir seyn. 1^. Wie man sagt nach dem alten Sprüch- wort: Von Gottlosen kommt Untugend. Aber meine Hand soll nicht über dir seyn. 15. Wem ziehest du nach, König vou Israel? Wem jagest du nach? Einem todten Hunde, einem einigen * Floh. *«. 26.20. 1 6 . Der * Herr sey Richter, und richte zwischen mir und dir, und sehe darein, und-k führe meine Sache aus, und rette mich von deiner Hand. 'I Mos. 16,-i-Ps. 17, 2. 17. Als nun David solche Worte zu Saul hatte ausgeredet, sprach Saul: Ist das nicht deine Stimme, mein Sohn David? Und Saul hob auf seine Stimme, und weinete, 18. Und sprach zu David: Du bist gerechter, denn ich. Du hast mir Gutes bewiesen, Ich aber habe dir Böses bewiesen. 19. Und du hast mir heute angezeiget, wie du Gutes an mir gethan hast, daß mich der Herr hatte in deine Hände beschlossen, und du mich doch nicht erwürget hast. 20. Wie sollte Jemand seinen Feind finden, und ihn lassen einen guten Weg gehen? Der Herr vergelte dir Gutes für diesen Tag, das du an mir gethan hast. 21. Nun siehe,' ich weiß, daß du König werden wirst, und das Königreich Israel stehet in deiner Hand. '«. 23,17. 22. So schwöre mir nun bey dem Herrn, daß du nicht ausrottest meinen Samen nach mir, und meinen Nahmen nicht austilgest von meines Vaters Hause. 23. Und David schwur Saul. Da zog Saul heim; David aber mit seinen Männern machten sich hinauf auf die Burg. Das 25. Capitel. Samuels Tod. NabalS Thorhcit. VorZchtigkeit AbigailS. David- Werbung um sie. i.Nnd * Samuel starb, und das ganze Israel " versammelte sich, und trugen Leid um Rede der Abigail. 295 David sendet zu Nabal; er höret ihn nicht. 1 Samuelis 2 ^>. ihn, und begruben ihn in seinem Hause zu Rama. David aber machte sich auf, und zog hinab in die Wüste Paran. * e. s. 2. Und es war ein Mann zu Maon, und sein Wesen zu Carmel; und der Mann war sehr großen Vermögens, und hatte drey tausend Schafe, und tausend Ziegen. Und es begab sich eben, daß er seine Schafe beschor zu Carmel. 3 . Und er hieß Nabal, sein Weib aber hieß Abigail, und war ein Weib guter Vernunft, und schön von Angesicht; der Mann aber war hart und boshaftig in seinem Thun, und war einer von Caleb. Da nun David in der Wüste hörete, -aß Nabal seine Schafe beschor; 5 . Sandte er aus zehn Jünglinge, und sprach zu ihnen: Gehet hinauf gen Carmel; und wenn ihr zu Nabal kommt, so grüßet ihn von meinet wegen freundlich, 6 . Und sprechet: Glück zu, ' Friede sey mit dir, und deinem Hause, und mit allem, das du hast! * Nicht. 19/ 20 . Joh. 20/19. 7 . Ich habe gehöret, daß du Schafscherer hast. Nun deine Hirten, die du hast, sind mit uns gewesen, wir haben sie nicht verhöhnet, und hat ihnen nichts gefehlet an der Zahl, so lange sie zu Carmel gewesen sind. 8 . Frage deine Jünglinge darum, die werden dirs sagen; und laß die Jünglinge Gnade finden vor deinen Augen, denn wir sind auf einen guten Tag gekommen. Gib deinen Knechten und deinem Sohne David, was ' deine Hand findet. * c. 10 , 7. Nicht. 9, 33. y. Und da die Jünglinge Davids hinkamen, und von Davids wegen alle diese Worte mit Nabal geredet hatten, höreten sie auf. 10. Aber Nabal antwortete den Knechten Davids, und sprach: Wer ist der David? Und wer ist der Sohn Jsai? Es werden jetzt der Knechte viel, die sich von ihren Herren reissen. i i. Sollte ich mein Brot, Wasser und Fleisch nehmen, das ich für meine Scherer geschlachtet habe, und den Leuten geben, die ich nicht kenne, wo sie her find? 12. Da kehreten sich die Jünglinge Davids wieder auf ihren Weg, und da sie wieder zu ihm kamen, sagten sie ihm solches alles. 13 . Da sprach David zu seinen Männern: Gürte ein Jeglicher sein Schwert um sich. Und ein Jeglicher gürtete sein Schwert um sich, und David gürtete sein Schwert auch um sich, und zogen ihm nach hinauf bey vier hundert Mann, aber zwey hundert blieben bey dem Eeräthe. i^. Aber der Abigail, Nabals Weibe, sagte an der Jünglinge einer, und sprach: Siehe, David hat Bothen gesandt aus der Wüste, unfern Herrn zu segnen; er aber schnaubte sie an. 15 . Und sie sind uns doch sehr nützliche Leute gewesen, und haben uns nicht verhöhnet, und hat uns nichts gefehlet an der Zahl, so lange wir bey ihnen gewandelt haben, wenn wir auf dem Felde waren: 16. Sondern sind unsere Mauern gewesen Tag und Nacht, so lange wir der Schafe bey ihnen gehüthet haben. 17 . So merke nun, und siehe, was du thust; denn es ist gewiß ein Unglück vorhanden über unfern Herrn, und über sein ganzes Haus; und er ist ein heilloser Mann, dem Niemand etwas sagen darf. 1 8 . Da eilete Abigail, und nahm zwey hundert Brote, und zwey Läge! Wein, und fünf gekochte Schafe, und fünf Scheffel Mehl, und hundert Stück Rosinen, und zwey hundert Stück Feigen, und lud es auf Esel; 19. Und sprach zu ihren Jünglingen: Gehet vor mir hin; siehe, ich will kommen hernach. Und sie sagte ihrem Manne Nabal nichts davon. 20. Und als sie auf dem Esel ritt, und hinab zog im Dunkel des Berges; siehe, da begegnete ihr David und seine Männer hinab, daß sie auf sie stieß. 21. David aber hatte geredet: Wohlan, ich habe umsonst * behüthet alles, was dieser hat in der Wüste, daß nichts gefehlet hat an allem, was er hat; und er bezahlet mir Gutes mit Bösem. * c. 21, i 8 . 22. Gott thue dieß und noch mehr den Feinden Davids, wo ich diesem bis licht Morgen überlasse Einen, * der an die Wand pisset, aus allem, das er hat. *iKön.ii/io. 23 . Da nun Abigail David sah, stieg sie eilend vom Esel, und ' fiel vor David auf ihr Antlitz, und bethete an zur Erde, * R«h 2/10. 2^. Und fiel zu seinen Füßen, und sprach: Ach mein Herr, mein sey diese Missethat, und laß deine Magd reden vor deinen Öhren, und höre die Worte deiner Magd. 25. Mein Herr setze nicht sein Herz wider diesen Nabal, den heillosen Mann; denn er ist ein Narr, wie sein Nähme heißt, und Narrheit ist bey ihm. Ich aber, deine Magd, habe die Jünglinge meines Herrn nicht gesehen, die du gesandt hast. 26. Nun aber, mein Herr, ' so wahr der Herr 296 David gehorcht Abigail. 1 Samuelis 25. 26. Saul verfolgt David. lebet / und so wahr deine Seele lebet, der Herr hat dich verhindert, daß du nicht kämest wider das Blut, und hat dir deine Hand erlöset. So mäßen nun werden wie Nabal deine Feinde, und die meinem Herrn übel wollen. * c. 20,3. 27. Hier ist der * Segen, den deine Magd meinem Herrn hergebracht hat; den gib den Jünglingen, die unter meinem Herrn wandeln. * 1 Mos. 33 / 11. 28. Vergib deiner Magd die Übertretung. Denn der Herr wird meinem Herrn ein beständiges Haus machen, denn du führest des Herrn Kriege; und laß kein Böses an dir gefunden werden dein Lebenlang. 29. Und wenn sich ein Mensch erheben wird, dich zu verfolgen, und nach deiner Seele stehet; so wird die Seele meines Herrn eingebunden seyn im Bündlein der Lebendigen bey dem Herrn, deinem Gott; aber die Seele deiner Feinde wird geschleudert werden mit der Schleuder. 30. Wenn dann der Herr alles das Gute meinem Herrn thun wird, das er dir geredet hat, und gebiethen, daß du ein * Herzog seyest über Israel; *2 Sam. 3 / 2 . 31. So wird es dem Herzen meines Herrn nicht ein Stoß noch Aergerniß seyn, daß du nicht Blut vergossen hast ohne Ursach, und dir selbst geholfen ; so wird der Herr meinem Herrn wohl thun, und wirst an deine Magd gedenken. 32. Da sprach David zu Abigail: Gelobet sey der Herr, der Gott Israels, der dich heutiges Tages hat mir entgegen gesandt. 33. Und gesegnet sey deine Rede, und gesegnet seyest du, daß du mir heute erwehret hast, daß ich nicht wider Blut gekommen bin, und mich mit eigener Hand erlöset habe. 3-4. Wahrlich, so wahr der Herr, der Gott Israels, lebet, der mich verhindert hat, daß ich nicht übel an dir thäte, wärest du nicht eilend mir begegnet, so wäre dem Nabal nicht übergeblieben auf diesen lichten Morgen Einer, der an die Wand pisset. 35. Also nahm David von ihrer Hand, was sie ihm gebracht hatte, und sprach zu ihr: Ziehe mit Frieden hinauf in dein Haus; siehe, ich habe deiner Stimme gehorchet, und deine Person angesehen. 36. Da aber Abigail zu Nabal kam, siehe, da hatte er ein Mahl zugerichtet in seinem Hause, wie eines Königs Mahl, und sein Herz war guter Dinge bey ihm selbst, und er war sehr trunken. Sie aber sagte ihm nichts, weder" Kleines noch Großes, bis an den lichten Morgen. * c. 2«'/ 2. c. 22/ 13 . 37. Da es aber Morgen ward, und der Wein von Nabal gekommen war, sagte ihm sein Weib solches. Da erstarb sein Herz in seinem Leibe, daß er ward wie ein Stein. 38. Und über zehn Tage schlug ihn der Herr, daß er starb. 39. Da das David hörete, daß Nabal todt war, sprach er: Gelobet sey der Herr, der meine Schmach gerochen hat an dem Nabal, und seinen Knecht enthalten hat vor dem Uebel, und der Herr hat dem Nabal das Uebel auf seinen Kopf vergolten. Und David sandte hin, und ließ mit Abigail reden, daß er sie zum Weibe nähme. >40. Und da die Knechte Davids zu Abigail kamen gen Carmel, redeten sie mit ihr, und sprachen: David hat uns zu dir gesandt, daß er dich zum Weibe nähme. -41. Sie stand auf, und bethete an auf ihr Angesicht zur Erde, und sprach: Siehe, hier ist deine Magd, daß sie diene den Knechten meines Herrn, und ihre Füße wasche. >42. Und Abigail eilete, und machte sich auf, und ritt auf einem Esel, und fünf Dirnen, die unter ihr waren, und zog den Bothen Davids nach, und ward * sein Weib. * c. 27,3. «. 30/ 3. >43. Auch nahm David Abinoam von Jesreel; und waren beyde seine Weiber. >4>4. Saul aber gab Michal, feine Tochter, Davids Weib, Phalti, dem Sohne Lais von Gallim. Das 26. Ca pikel. David nimmt Sauls Spieß und Wasserbecher. 1. ^ie aber von * Siph kamen zu Saul gen ^ Gibea, und sprachen: Ist nicht David verborgen auf dem Hügel Hachila vor der Wüste? * c. 23 / 19. Ps. 31 , 2. 2. Da machte sich Saul auf, und zog herab zur Wüste Siph, und mit ihm drey tausend junger Mannschaft in Israel, daß er David suchte in der Wüste Siph; 3. Und lagerte sich auf dem Hügel Hachila, der vor der Wüste liegt am Wege. David aber blieb in der Wüste. Und da er sah, daß Saul kam ihm nach in die Wüste; >4. Sandte er Kundschafter aus, und erfuhr, daß Saul gewißlich gekommen wäre. 6. Und David machte sich auf und kam an den Ort, da Saul sein Lager hielt, und sah die ^ NM Ei l» U, "»IW, >l h, M Ui, !. Li »st/» ftlllß David nimmt Sauls Spieß. 4 Samuelis 26. 27. Saul erkennet seine Sünde. 297 die Stätte, da Saul lag mit * seinem Feld- hauptmann Abner, dem Sohne Ner. Denn Saul lag in der Wagenburg, und das Heervolk um ihn her. *«. 14, n. c. 17, 6 . Da antwortete David und sprach zu Ahime- lech, dem Hethiter, und zu Abisai, dem Sohne ZeruJa, dem Bruder Ioabs: Wer will mit mir hinab zu Saul ins Lager? Abisai sprach: Ich will mit dir hinab. 7 . Also kam David und Abisai zum Volk des Nachts. Und siehe, Saul lag und schlief in der Wagenburg, und sein Spieß steckte in der Erde zu seinen Häupten. Abner aber und das Volk lag um ihn her. 8 . Da sprach Abisai zu David: "Gott hat deinen Feind heute in deine Hand beschlossen; t so will ich ihn nun mit dem Spieß stechen in die Erde einmahl, daß er es nicht mehr bedarf. * «. 24 / L. ch 2 Sam. 16 / 9 . s. David aber sprach zu Abisai: Verderbe ihn nicht; denn wer will die Hand an den Gesalbten des Herrn legen, und ungestraft bleiben? 10. Weiter sprach David: So wahr der Herr lebet, wo der* Herr ihn nicht schlägt, oderseine Zeit kommt, daß er sterbe, oder Ln einen Streit ziehe, und komme um; * Rom. 12/19. 11. So lasse der Herr ferne von mir seyn, daß ich meine Hand sollte an den Gesalbten des Herrn legen. So nimm nun den Spieß zu seinen Häupten, und den Wasserbecher, und laß uns gehen. 12. Also nahm David den Spieß und den Wasserbecher zu den Häupten Sauls, und ging hin, und war Niemand, der es sah, noch merkte, noch erwachte, sondern sie schliefen alle. Denn es war ein ' tiefer Schlaf vom Herrn auf sie gefallen. * 1 Mos. 2/ 2l. 13. Da nun David hinüber auf jenseit gekommen war, trat er auf des Berges Spitze von ferne, daß ein weiter Raum war zwischen ihnen; 1^. Und schrie das Volk an, und Abner, den Sohn Ner, und sprach: Hörest du nicht, Abner ? Und Abner antwortete, und sprach: Wer bist du, daß du so schreyest gegen den König? 15. Und David sprach zu Abner: Bist du nicht ein Mann? Und wer ist dir gleich in Israel? Warum hast du denn nicht behüthet deinen Herrn, den König? Denn es ist des Volks einer hinein gekommen, deinen Herrn, den König , zu verderben. 16. Es ist aber nicht fein, das du gethan hast. So wahr der Herr lebet, ihr seyd Kinder des Todes, daß ihr euern Herrn, den Gesalbten des Herrn, nicht behüthet habt. Nun siehe, hier ist der Spieß des Königs und der Wasserbecher, die zu seinen Häupten waren. 17. Da erkannte Saul die Stimme Davids, und sprach: * Ist das nicht deine Stimme, mein Sohn David? David sprach: Es ist meine Stimme, mein Herr König. * e. 24 /17. 1 8 . Und sprach weiter: Warum verfolget mein Herr also seinen Knecht? * Was habe ich gethan? Und was Uebels ist in meiner Hand? * c. 17,29. 19. So höre doch nun mein Herr, der König, die Worte seines Knechts: Reitzet dich der Herr wider mich, so lasse man ein Speisopfer riechen ; thun es aber Menschenkinder, so seyen sie verflucht vor dem Herrn, daß sie mich heute verstoßen, daß ich nicht hafte in des Herrn Erb- theil, und sprechen: Gehe hin, diene andern Göttern. 20. So verfalle nun mein Blut nicht auf die Erde von dem Angesicht des Herrn. Denn der König Israels ist ausgezogen, zu suchen * einen Floh, wie man ein Rebhun jagt auf den Bergen. * e. 24, is. 21. Und Saul sprach: Ich habe gesündiget, komm wieder, mein Sohn David; ich will dir kein Leid ferner thun, darum, daß meine Seele heutiges Tages theuer gewesen ist in deinen Augen. Siehe, ich habe thörlich und sehr unweislich gethan. 22. David antwortete und sprach: Siehe, hier ist der Spieß des Königs; es gehe der Jünglinge einer herüber, und hohle ihn. 23. Der Herr aber wird einem Jeglichen ver- gelten nach seiner Gerechtigkeit und Glauben. Denn der Herr hat dich heute in meine Hand gegeben, ich aber wollte meine Hand nicht an den Gesalbten des Herrn legen. 2^,. Und wie heute deine Seele in meinen Augen ist groß geachtet gewesen; so werde meine Seele groß geachtet vor den Augen des Herrn, und errette mich von aller Trübsal. 26. Saul sprach zu David: * Gesegnet seyest du, mein Sohn David! du wirst es thun, und hinaus führen. David aber ging seine Straße, und Saul kehrete wieder an seinen Ort. * Nicht. 17, 2 . Ruth 3, 10 . Das 27. Capitel. Davids Wohnung zu Ziklag. I.c^avid aber gedachte in seinem Herzen: ^ Ich werde der Tage einen Saul in die P P 298 David bey Achis. 4 Samuelis 27. 28. Saul fragt eine Zauberin«. Hände fallen; es ist mir nichts Bessers, denn daß ich entrinne in der Philister Land, daß Saul von mir ablasse, mich ferner zu suchen in allen Grenzen Israel; so werde ich seinen Händen entrinnen. 2. Und machte sich auf, und ging hinüber, sammt den sechs hundert Mann, die bey ihm waren, zu dem * Achis, dem Sohne Maochs, König zu Gath. * c. 21,10. 1 Kö„. 2,39. Z. Also blieb David bey Achis zu Gath, mit seinen Männern, ein Jeglicher mit seinem Hause; David auch mit seinen * zweyen Weibern, Ahi- noam, der Jesreelitin, und Abigail, des Rabats Weibe, der Carmelitinn. * c. 23, 40. e. 30, 3. Und da Saul ungesagt ward, daß David gen Gath geflohen wäre; suchte er ihn nicht mehr. 5. Und David sprach zu Achis: Habe ich Gnade vor deinen Augen gefunden, so laß mir geben einen Raum in der Städte einer auf dem Lande, daß ich darinnen wohne; was soll dein Knecht in der königlichen Stadt bey dir wohnen? 6 . Da gab ihm Achis des Tages *Ziklag. Daher ist Ziklag der Königen Juda bis auf diesen Tag. * Jos. ", 3 l. 7 . Die Zeit aber, die David in der Philister Lande wohnete, ist ein Jahr und vier Monathe. 8 . David aber zog hinauf sammt seinen Männern, und fiel ins Land der Gessuriter, und Girsiter, und Amalekiter; denn diese waren die Einwohner von Alters her dieses Landes, als man kommt gen Sur, bis an Egyptenland. s. Da aber David das Land schlug, ließ er weder Mann noch Weib leben, und nahm Schafe, Rinder, Esel, Kameele und Kleider, und keh- rete wieder, und kam zu Achis. 10. Wenn denn Achis sprach: Seyd ihr heute nicht eingefallen? So sprach David: Gegen den Mittag Juda, und gegen den Mittag der Je- rahmeeliter, und gegen den Mittag der Ke- niter. i r. David aber ließ weder Mann noch Weib lebendig gen Gath kommen, und gedachte, sie möchten wider uns reden und schwatzen. Also that David, und das war seine Weise, so lang er wohnete in der Philister Lande. 12. Darum glaubte Achis David, und gedachte: Er hat sich * stinkend gemacht vor seinem Volk Israel, darum soll er immer mein Knecht seyn. * 1 Mos. 34, so. 2 Mos. 3, 2t. Das 28 . Capitel. Saul suchet Rath bey einem Zaubcrweibe, und wird vom Gespenst erschreckt. 1. Nnd es begab sich zu derselbigen Zeit, daß die Philister ihr Heer versammelten, in den Streit zu ziehen wider Israel. Und Achis sprach zu David : Du sollst wissen, daß du und deine Männer sollt mit mir ausziehen in das Heer. 2. David sprach zu Achis: Wohlan, du sollst erfahren, was dein Knecht thun wird. Achis sprach zu David: Darum will ich dich zum Hüther meines Haupts setzen mein Lebenlang. 3. Samuel aber war * gestorben, und ganz Israel hatte Leid um ihn getragen, und ihn begraben in seiner Stadt Rama. So hatte Saul aus dem Lande vertrieben die Wahrsager und Zeichendeuter. * c. 23,1. Da nun die Philister sich versammelten, und kamen und lagerten sich zu Sunem; versammelte Saul auch das ganze Israel, und lagerten sich zu Gilboa. s. Da aber Saul der Philister Heer sah; fürchtete er sich, und sein Herz verzagte sehr. 6 . Und er rathfragte den Herrn; aber der Herr antwortete ihm nicht, weder durch Träume, noch' durchs Licht, noch durch Propheten. * 2 Mos. 28 , 30 . 7 . Da sprach Saul zu seinen Knechten: Suchet mir ein Weib, die einen * Wahrsagergeist hat, daß ich zu ihr gehe, und sie frage. Seine Knechte sprachen zu ihm: Siehe, zu Endor ist ein Weib, die hat einen Wahrsagergeist. ' Ap. Gesch. 16,16. 8 . Und Saul wechselte seine Kleider, und zog andere an, und ging hin, und zween andere ' mit ihm, und kamen bey der Nacht zum Weibe, und sprach: Lieber, weissage mir durch den Wahrsagergeist, und bringe mir herauf, den ich dir sage. 9. Das Weib sprach zu ihm: Siehe, du weißt wohl, was Saul gethan hat, wie "er die Wahrsager und Zeichendeuter ausgerottet hat vom Lande; warum willst du denn meine Seele in das Netz führen, daß ich ertödtet werde? * 2 Mos. 22, 18. 10. Saul aber schwur ihr bey dem Herrn , und sprach: So wahr der Herr lebet, es sott dir dieß nicht zur Missethat gerathen. 11. Da sprach das Weib: Wen soll ich dir denn herauf bringen? Er sprach: Bringe mir Samuel herauf. Saul fragt eine Zauberinn. 1 Samuelis 28. 29. David ausgemustert. 299 12. Da mm das Weib Samuel sah, schrie sie laut, und sprach zu Saul: Warum hast du mich betrogen? Du bist Saul. 13. Und der König sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, was stehest du? Das Weib sprach zu Saul: Ich sehe Götter (eine Göttergestalt) herauf steigen aus der Erde. 1-4. Er sprach: Wie ist er gestaltet? Sie sprach: Es kommt ein alter Mann herauf, und ist bekleidet mit einem seidenen Rock. Da vernahm Saul, daß es Samuel war, und neigte sich mit seinem Antlitz zur Erde, und bethete an. is. Samuel aber sprach zu Saul: Warum hast du mich unruhig gemacht, daß du mich herauf bringen lassest? Saul sprach: Ich bin sehr geängstet, die Philister streiten wider mich, und * Gott ist von mir gewichen und antwortet mir nicht, weder durch Propheten, noch durch Träume; darum habe ich dich lassen rufen, daß du mir weisest, was ich thun soll. * Nicht. 16/ 20. 16. Samuel sprach: Was willst du mich fragen, weil der* Herr von dir gewichen, und dein Feind geworden ist? ' c. i6, n. 17. Der Herr wird dir thun, wie er durch mich geredet hat, und wird das * Reich von deiner Hand reissen, und David, deinem Nächsten, geben. * c. i-/ 28. 18. Darum, daß du der Stimme des Herrn nicht gehorchet, und den Grimm seines Zorns nicht ausgerichtet hast wider * Amalek; darum hat dir der Herr solches jetzt gethan. * c. tö/ 18. 19. 19. Dazu wird der Herr Israel mit dir auch geben in der Philister Hände. * Morgen wirst du und deine Söhne mit mir seyn. Auch wird der Herr das Heer Israels in der Philister Hände geben. * c. 3i/ 6. 20. Da fiel Saul zur Erde, so lang er war, und erschrak sehr vor den Worten Samuels, daß keine Kraft mehr in ihm war; denn er hatte nichts gegessen den ganzen Tag und die ganze Nacht. 21. Und das Weit ging hinein zu Saul, und sah, daß er sehr erschrocken war, und sprach zu ihm: Siehe, deine Magd hat deiner Stimme gehorchet, und * habe meine Seele in meine Hand gesetzt, daß ich deinen Worten gehorchet, die du zu mir sagtest. * c-19/ 3. 22. So gehorche auch nun du deiner Magd Stimme. Ich will dir einen Bissen Brot vorsetzen, daß du essest, daß du zu Kräften kommest, und deine Straße gehest. 23. Er aber wegerte sich, und sprach: Ich will nicht essen. Da nöthigten ihn seine Knechte und das Weib, daß er ihrer Stimme gehorchte. Und er stand auf von der Erde, und setzte sich aufs Bette. 2-1. Das Weib aber hatte daheim ein gemästet Kalb; da * eilete sie und schlachtete es, und nahm Mehl, und knetete es, und buk es ungesäuert, *1 Mos. 18/6. 25. Und brachte es herzu vor Saul, und vor seine Knechte. Und da sie gegessen hatten; standen sie auf, und gingen die Nacht. Das 29. Capitel. David wird von den Philistern zuriickgeschickt. 1. A>ie Philister aber versammelten alle ihre ^ Heere zu * Aphek; und Israel lagerte sich zu Ain in Jesreel. * c. ^ i. 2. Und die Fürsten der Philister gingen daher mit Hunderten und mit Tausenden; David aber und seine Männer gingen hinten nach bey Achis. 3. Da sprachen die Fürsten der Philister: Was sollen diese Ebräer? Achis sprach zu ihnen: Ist nicht das David, der Knecht Sauls, des Königs Israels, der nun bey mir gewesen ist Jahr und Tag, und habe nichts an ihm gefunden, seit der Zeit er abgefallen ist, bisher? -1. Aber die Fürsten der Philister wurden zornig auf ihn, und sprachen zu ihm: * Laß den Mann umkehren, und an seinem Ort bleiben, da du ihn hin bestellet hast, daß er nicht mit uns hinab ziehe zum Streit, und unser Widersacher werde im Streit. Denn woran könnte er seinem Herrn bessern Gefallen thun, denn an den Köpfen dieser Männer? *iChr. 13/19. s. Ist er nicht der David, von dem sie * sangen am Reigen: Sau! hat tausend geschlagen, David aber zehn tausend? * c. 18/ 7. c. 21, n. 6. Da rief Achis David, und sprach zu ihm: So wahr der Herr lebet, ich halte dich für redlich, und dein Ausgang und Eingang mit mir im Heer gefällt mir wohl, und habe nichts Arges an dir gespüret, seit der Zeit du zu mir gekommen bist, bisher; aber du gefällst den Fürsten nicht. 7. So kehre nun um, und gehe hin mit Frieden, auf daß du nicht übel thuest vor den Auge» der Fürsten der Philister. 8. David aber sprach zu Achis: Was * habe ich gethan, und was Haft du gespüret an deinem P p 3 ZOO David gehet gen Ziklag. 1 Samnelis 29. 30. David schlagt die Amalekiter. Knechte/ seit der Zeit ich vor dir gewesen bin / bisher; daß ich nicht sollte kommen und streiten wider die Feinde meines Herr»/ des Königs? * c. 20 / i. 9 . Achis antwortete/ und sprach zu David: Ich weiß wohl denn du gefällst meinen Augen, ' als ein Engel Gottes. Aber der Philister Fürsten haben gesagt: Laß ihn nicht mit uns hinauf in den. Streit ziehen. * 2 SE. 14/ 17. e. 19/ 27. 10. So mache dich nun morgen frühe auf/ und die Knechte deines Herrn, die mit dir gekommen stnd; und wenn ihr euch morgen frühe aufgemacht habt/ daß licht ist/ so gehet hin. i i. Also machten sich David und seine Männer frühe auf/ daß sie des Morgens hingingen und wieder in der Philister Land kämen. Die Philister aber zogen hinauf gen Jesreel. Das 30. Capitel. David sieget wider die Amalekiter, und thcilet den Raub aus. 1. A)a nun David des dritten Tages kam gen ^ Ziklag / mit seinen Männern; waren die Amalekiter herein gefallen zum Mittag (Mi»agw«rts) und zu Ziklag / und hatten Ziklag geschlagen und mit Feuer verbrannt / 2 . Und hatten die Weiber daraus weggefüh- rct/ beyde klein und groß; ste hatten aber Niemand getödtet/ sondern weggetrieben / und waren dahin ihres Weges. 3. Da nun David sammt seinen Männern zur Stadt kam/ und sah, daß sie mit Feuer verbrannt war/ und ihre Weiber, Söhne und Töchter gefangen waren; Hob David und das Volk, das bey ihm war, ihre Stimme auf, und weineten, bis sie nicht mehr weinen konnten. 5. Denn Davids * zwey Weiber waren auch gefangen, Ahinoam, die Jesreelitinn, und Abi- gail, Nabals Weib, des Carmeliten. * c. 2 L, 42. c. 27/ 3. 6. Und David war sehr geängstiget; denn'.das Volk * wollte ihn steinigen, denn des ganzen Volks Seele war unwillig, ein Jeglicher über seine Söhne und Töchter. David aber stärkte sich in dem Herrn, seinem Gott, * 2 Mos. 17, 4. 4 Mos. 14, 10 . 7. Und sprach zu AbJathar, dem Priester, Ahimelechs Sohne: Bringe mir her den Leibrock. Und da AbJathar den Leibrock zu David gebracht hatte, 8. Fragte David den Herrn, und sprach: Soll ich den * Kriegsleuten nachjagen, und werde ich ste ergreifen? Er sprach: Jage ihnen nach, du wirst ste ergreifen, und Rettung thun. ' 2 Sam. 5, 19. 9. Da zog David hin, und die sechs hundert Mann, die bey ihm waren; und da sie kamen an den Bach Besor, blieben etliche stehen. 10. David aber und die vier hundert Mann jagten nach; die zwey hundert Mann aber, die stehen blieben, waren zu müde über den Bach Besor zu gehen. i i. Und sie fanden einen Egyptischen Mann auf dem Felde, den führeten ste zu David, und gaben ihm Brot, daß er aß, und tränkten ihn mit Wasser, 12 . Und gaben ihm ein Stück Feigen, und zwey Stücke Rosinen. Und da er gegessen hatte, kam sein Geist wieder zu ihm; denn er hatte in dreyen Tagen und dreyen Nächten nichts gegessen, und kein Wasser getrunken. 13. David sprach zn ihm: Weß bist du? Und woher bist du? Er sprach: Ich bin ein Egypti- scher Knabe, eines Amalekiters Knecht; und mein Herr hat mich verlassen, denn ich ward krank vor dreyen Tagen. i^. Wir sind herein gefallen zu Mittag Cre- thi, und auf Juda, und zu Mittag Caleb, und haben Ziklag mit Feuer verbrannt. is. David sprach zu ihm: Willst du mich hinab führen zu diesen Kriegsleuten? Er-sprach: Schwöre mir bey Gott, daß du mich nicht tobtest, noch irr meines Herrn Hand überantwortest ; so will ich dich hinab führen zu diesen Kriegsleuten. 16 . Und er führete ste hinab. Und siehe, ste hatten sich zerstreuet auf der ganzen Erde, aßen und tranken und feyerten über allem dem großen Raube, den sie genommen hatten aus'der Philister und Juda Lande. 17. Und David schlug sie vor; dem Morgen an bis an den Abend, gegen den andern Tag, daß ihrer keiner entrann, ohne vier hundert Jünglinge; die fielen auf die Kameele, und flohen. 1 8. Also errettete David alles, was die Amalekiter genommen hatten, und seine zwey Weiber. 19 . Und es fehlete an keinem, weder Klein noch Groß, noch Söhne, noch Töchter, noch Raub, noch alles, das sie genommen hatten; David brachte alles wieder. 20 . Und David nahm die Schafe und Rinder, und trieb das Vieh vor ihm her, und sie sprachen: Das ist Davids Raub. Saul kommt um 1 Samuelis 30. 31. und wird begraben. 301 24 . Und da David zu den zwey hundert Männern kam, die zu müde gewesen, David nachzufolgen, und am Bach Besor geblieben waren; gingen sie heraus, David entgegen und dem Volk, das mit ihm war. Und David trat zum Volk, und grüßte sie freundlich. 22. Da antworteten, was böse und lose Leute waren unter denen, die mit David gezogen waren, und sprachen: Weil sie nicht mit uns gezogen sind, soll man ihnen nichts geben von dem Raube, den wir errettet haben; sondern ein Jeglicher führe sein Weib und seine Kinder, und gehe hin. 23 . Da sprach David: Ihr sollt nicht also thun, meine Brüder, mit dem, das uns der Herr gegeben hat, und hat uns behüthet, und diese Kriegsleute, die wider uns gekommen waren, in unsere Hände gegeben. 2^. Wer sollte euch darinnen gehorchen? "Wie das Theil derjenigen, die in den Streit hinab gezogen sind, also soll auch seyn das Theil derjenigen, die bey dem Geräthe geblieben sind, und soll gleich getheilet werden. * 4 Mos. 31, 27. tzos. 22, 8. 25 . Das ist seit der Zeit und forthin in Israel eine Sitte und Recht geworden, bis auf diesen Tag. 26. Und da David gen Ziklag kam, sandte er des Raubes den Nettesten in Juda, feinen Freunden , und sprach: Siehe, da habt ihr den Segen aus dem Raube der Feinde des Herrn. 27. Nähmlich denen zu BethEl, denen zu Ra- moth am Mittage, denen zu Jathir, 28. Denen zu Aroer, denen zu Siphamoth, denen zu Esthemoa, 29. Denen zu Rachal, denen in Städten der Jerahmeeliter, denen in Städten der Keniter, 3 0. Denen zu Harma, denen zu BorAsan, denen zu Athach, 3 1. Denen zu Hebron, und allen Orten, da David gewandelt hatte mit seinen Männern. Das 31. Capitel. Cauls letzter Krieg wider die Philister, darinnen er sich selbst erstochen. i.Z>ie * Philister aber stritten wider Israel; ^ und die Männer Israel stohen vor den Philistern, und sielen erschlagen auf dem Gebirge -l- Gilboa. * 1 Chr. 11 , 1 . -i- 1 Sam. 28 , 4. 2. Und die Philister hingen sich an Saul Uttd seine Söhne, und schlugen Jonathan und Abi- Nadab und Malchisua, die Söhne Sauls. 3. Und der Streit ward hart wider Saul, und die Schützen trafen auf ihn mit Bogen, und ward sehr verwundet von den Schützen. Da sprach Saul zu seinem Waffenträger: Ziehe' dein Schwert aus, und erstich mich damit, daß nicht diese Unbeschnittene kommen, und mich erstechen, und treiben einen Spott aus mir. Aber sein Waffenträger wollte nicht, denn er fürchtete sich sehr. Da nahm Saul das Schwert, und fiel darein. *sricht. s, äi. 5 . Da nun sein Waffenträger sah, daß Saul todt war; fiel er auch in sein Schwert, und starb mit ihm. 6 . Also starb * Saul und seine drey Söhne, und sein Waffenträger, und alle seine Männer zugleich auf diesen Tag. * i Chr. n, 6 . 7 . Da aber die Männer Israel, die jenseit des Grundes und jenseit des Jordans waren, sahen, daß die Männer Israel geflohen waren, und daß Saul und seine Söhne todt waren; verließen sie die Städte, und flohen auch: so kamen die Philister, und wohneten darinnen. 8 . Des andern Tages kamen die Philister, die Erschlagenen auszuziehen, und fanden Saul und seine drey Söhne liegen auf dem Gebirge Gilboa; 9 . Uttd hieben ihm sein Haupt ab, und zogen ihm seine Waffen ab, und sandten sie in der Philister Land umher, zu verkündigen im Hause ihrer Götzen und unter dem Volk; 10. Und legten seinen Harnisch in das Haus Astharoths, aber seinen Leichnam hingen sie auf die Mauern zu Bethsan. 11. Da die zu Jabes in Gilead höreten, was die Philister Saul gethan hatten; 12. * Machten sie sich auf, was streitbare Männer waren, und gingen die ganze Nacht, und nahmen die Leichname Sauls und seiner Söhne von der Mauer zu Bethsan, und brachten sie gen Jabes; und verbrannten sie daselbst. * i Chr. ii, 12. 13 . Und nahmen ihre Gebeine, und begruben sie unter dem Baum zu Jabes; und * fasteten sieben Tage» »-Sam. i, 12. / 302 David trägt 2 Samuelis 1. Leid. Das andere Buch Samuelis. Das 1. Capitel. Davids Trauerlied über den Tod Sauls und Jonathans. 1. A^ach dem Tode Sauls, da David von der Amalekiter Schlacht wiedergekommen, und zween Tage zu Ziklag geblieben war: 2. Siehe, da kam am dritten Tage ein Mann aus dem Heer von Saul, mit zerrissenen Kleidern und Erde auf seinem Haupt. Und da er zu David kam; siel er zur Erde, und bethete an. 3 . David aber sprach zu ihm: Wo kommst du her? Er sprach zu ihm: Aus dem Heer Israel bin ich entronnen. David sprach zu ihm: Sagemir, wie gehet es zu? Er sprach: Das Volk ist geflohen vom Streit, und ist viel Volks gefallen; dazu ist auch Saul todt, und sein Sohn Jonathan. s. David sprach zu dem Jünglinge, der ihm solches sagte: Woher weißt du, daß Saul und sein Sohn Jonathan todt sind? 6 . Der Jüngling, der ihm solches sagte, sprach: Ich kam ohngefähr aufs Gebirge ' Gilboa; und siehe, Saul lehnete sich auf seinen Spieß, und die Wagen und Reiter jagten hinter ihm her. * i Sam. 31/ i. 7 . Und er wandte sich um, und sah mich, und rief mich. Und ich sprach: Hier bin ich., 8 . Und er sprach zu mir: Wer bist du? Ich sprach zu ihm: Ich bin ein Amalekiter. 9. Und er sprach zu mir: Tritt zu mir, und tödte mich, denn ich bin bedränget umher, und mein Leben ist noch ganz in mir. 10. Da trat ich zu ihm, und tödtete ihn, denn ich wußte wohl, daß er nicht leben konnte nach seinem Fall, und nahm die Krone von seinem Haupt, und das Armgeschmeide von seinem Arm, und habe es hergebracht zu dir, meinem Herrn. 11. Da fassete David seine Kleider, und * zerriß sie, und alle Männer, die bey ihm waren, *1 Mos. 37/ 34. Jos. 7/6. 12. Und trugen Leide, und weineten, und * fasteten bis an den Abend über Saul, und Jonathan , seinen Sohn, und über das Volk des Herrn, und über das Haus Israel, daß sie durchs Schwert gefallen waren. * i Sam. 3i, 13. 13. Und David sprach zu dem Jüngling, der es ihm ansagte: Wo bist du her? Er sprach: * Ich bin eines Fremdlings, eines Amalekiters, Sohn. * i Sam. 30/ 13. i^. David sprach zu ihm: Wie, * daß du dich nicht gefürchtet Haft, deine Hand zu legen an den Gesalbten des Herrn, ihn zu verderben! * 1 Sam. 24/ 7. Ps. 103/ 13. 15 . Und David sprach zu seiner Jünglinge einem: Herzu, und * schlage ihn. Und er schlug ihn, daß er starb. * 4/12. 16. Da sprach David zu ihm: Dein Blut sey über deinem Kopf, * denn dein Mund hat wider dich selbst geredet und gesprochen: Ich habe den Gesalbten des Herrn gerödtet. *1 Kim. 2,23. 17. Und David klagte diese Klage über Saul, und Jonathan, seinen Sohn. 18. Und befahl, man sollte die Kinder Juda -den Bogen lehren. Siehe, es stehet geschrieben im Buch der Redlichen: 19. Die Edelsten in Israel find auf deiner Höhe erschlagen. Wie sind die Helden gefallen? 20. * Saget es nicht an zu Gath, verkündiget es nicht auf der Gasse zu Asklon, daß sich nicht freuen die Töchter der Philister, daß nicht frohlocken die Töchter der i- Unbeschnittenen. * Mich. 1/ 10 . 1- 1 Sam. 17/ 26. 36. 21. Ihr Berge zu Gilboa, es müße * weder thauen noch regnen auf euch, noch Aecker seyn, davon Hebopfer kommen; denn daselbst ist den Helden ihr Schild abgeschlagen, der Schild Sauls, als wäre er nicht gesalbet mit Oehl. * 1 Kön. 17/ 1. 22. Der Bogen Jonathans hat nie gefehlet, und das Schwert Sauls ist nie leer wiederge- kommen von dem Blut der Erschlagenen, und vom Fett der Helden. 23. Saul und Jonathan, holdselig und lieblich in ihrem Leben, find auch im Tode nicht geschieden; leichter, denn die Adler, und stärker, denn die Löwen. 2 - 4 . Ihr Töchter Israels weinet über Saul, der euch kleidete mit Rofinfarbe säuberlich, und schmückte euch mit goldenen Kleinoden an euern Kleidern. 25. Wie sind die Helden so gefallen im Streit! Jonathan ist aus deiuen Höhen erschlagen. 26. Es wird mir leid um dich, mein Bruder Jonathan; ich habe große Freude und Wonne an dir gehabt; deine Liebe ist mir sonderlicher gewesen, denn Frauenliebe ist. 27. Wie sind die Helden gefallen, und die Streitbaren umgekommen! Jsboseths Aufruhr. 2 Samuelis 2. Asahel kommt um. 303 Das 2. Capitel. Salbung Davids zum Könige. Jsboseths Aufruhr. 1. H?ach dieser Geschichte fragte David den Herrn, und sprach: Soll * ich hinauf in der Städte Juda eine ziehen? Und der Herr sprach zu ihm: Ziehe hinauf. David sprach: Wohin? Er sprach: Gen Hebron. *i Sam. so, 8. 2. Also zog David dahin mit seinen "zweyen Weibern , Ahinoam, der Jesreelitinn , und mit Abigail/ Nabals, des Carmeliten, Weibe. * 1 Sam. 25/ 42. 3 . Dazu die Männer, die bey ihm waren, führete David hinauf, einen Jeglichen mit seinem Hause; und wohneten in den Städten Hebrons. Und die Männer Juda kamen, und falbsten daselbst David zum Könige über das Haus Juda. Und da es David ward angesagt, daß * die von Jabes in Gilead Saul begraben hatten; »i Sam. 31 , 12 . 5. Sandte er Bothen zu ihnen, und ließ ihnen sagen: "Gesegnet seyd ihr dem Herrn, daß ihr solche Barmherzigkeit an euerm Herrn, Saul, gethan, und ihn begraben habt. "Ruth 2 , 20 . 6 . So thue * nun an euch der Herr Barmherzigkeit und Treue; und ich will euch auch Gutes thun, daß ihr solches gethan habt. * 1 Mos. 43, 14. 7 . So seyen nun eure Hände getrost, und seyd freudig; denn euer Herr, Saul, ist todt, so hat mich das Haus Juda zum Könige gesalbet über fich. 8 . Abner aber, der Sohn Ner, * der Sauls Feldhauptmann war, nahm Jsboseth, Sauls Sohn, und führete ihn gen Mahanaim, * 1 Sam. 14, 50. 9 . Und machte ihn zum Könige über Gilead, Assuri, Jesreel, Ephraim, Benjamin, und über ganz Israel. 10. Und Jsboseth, Sauls Sohn, war vierzig Jahre alt, da er König ward über Israel; und regierete zwey Jahre. Aber das Haus Juda hielt es mit David. 11. Die Zeit aber, die David König war zu Hebron über das Haus Juda, war sieben Jahre und sechs Monathe. 12. Und Abner, der Sohn Ner, zog aus, sammt den Knechten Jsboseths, des Sohns Sauls, aus dem Heer gen Gibeon: 13. Und Joab, der Sohn ZeruJa, zog aus, sammt den Knechten Davids; und stießen auf einander am Teich zu Gibeon, und legten sich diese auf dieser Seite des Teiches, jene auf jener Seite. 1^. Und Abner sprach zu Joab: Laß fich die Knaben aufmachen, und vor uns spielen. Joab sprach: Es gilt wohl. is. Da machten sich auf und gingen hin an der Zahl zwölf aus Benjamin, auf Jsboseths, Sauls Sohnes, Theil; und zwölf von den Knechten Davids. 16. Und ein Jeglicher ergriff den Andern bey dem Kopf, und stieß ihm sein Schwert in seine Seite, und fielen mit einander. Daher der Ort genannt wird: HelkathHazurim, der zu Gibeon ist. 17. Und es " erhob sich ein sehr harter Streit des Tages. Abner aber und die Männer Israel wurden geschlagen von den Knechten Davids. * 1 Sam. 19, s. 18. Es * waren aber drey Söhne ZeruJa daselbst : Joab, Abisai und Asahel. Asahel aber war von leichten Füßen, wie ein Reh auf dem Felde; * 1 Ehr. 2,16. 19. Und jagte Abner nach, und wich nicht, weder zur Rechten noch zur Linken von Abner. 20. Da wandte fich Abner um, und sprach: Bist du Asahel? Er sprach: Ja. 21. Abner sprach zu ihm: Hebe dich entweder zur Rechten, oder zur Linken, und nimm für dich der Knaben einen, und nimm ihm seinen Harnisch. Aber Asahel wollte nicht von ihm Massen. 22. Da sprach Abner weiter zu Asahel: Hebe dich von mir. Warum willst du, daß ich dich zu Boden schlage? Und wie dürfte ich mein Antlitz aufheben vor deinem Bruder Joab? 23. Aber er wegerte fich zu weichen. Da * stach ihn Abner hinter fich mit einem Spieß in seinen Wanst, daß der Spieß hinten ausging; und er fiel daselbst, und starb vor ihm. Und wer an den Ort kam, da Asahel todt lag; der stand stille. "c. 3,27. 2^. Aber Joab und Abisai jagten Abner nach, bis die Sonne unterging. Und da sie kamen auf den Hügel Amma, der vor Giah lieget, auf dem Wege zur Wüste Gibeon; 2s. Versammelten fich die Kinder Benjamin, hinter Abner her, und wurden ein Häuflein, und traten auf eines Hügels Spitze. 26. Und Abner rief zu Joab, und sprach. Soll denn das Schwert ohne Ende fressen ' Weißt du nicht, daß hernach möchte mehr Jammers werden? Wie lange willst du dem Volk 304 Davids Kinder zu Hebron. 2 Samuelis 2. 3. Abner kommt zu David, nicht sagen, daß es ablasse von seinen Brüdern ? 27. Joab sprach: So wahr Gott lebet, hättest du heute Morgen also gesagt; das Volk hätte ein Jeglicher von seinem Bruder abgelassen. 2 8 . Und Joab blies die Posaune, und alles Volk stand stille, und jagten nicht mehr Israel nach, und stritten auch nicht mehr. 29. Abner aber und seine Männer gingen dieselbe ganze Nacht über das Blachfeld, und gingen über den Jordan, und wandelten durch das ganze Bithron, und kamen in das Lager. 30 . Joab aber wandte sich von Abner, und versammelte das ganze Volk; und es fehleten an den Knechten Davids neunzehn Mann, und Asahel. 31. Aber die Knechte Davids hatten geschlagen unter Benjamin und den Männern Abners, daß drey hundert und sechzig Mann waren todt geblieben. 32. Und sie hoben Asahel auf, und begruben ihn in seines Vaters Grabe zu Bethlehem. Und Joab mit seinen Männern gingen die ganze Nacht, daß ihnen das Licht anbrach zu Hebron. Das 3. Capitel. Abner von Joab »mgebracht. 1. ^nd es war ein langer Streit zwischen dem ^ Hause Sauls und dem Hause Davids. David * aber ging und nahm zu; und das Haus Sauls ging und nahm ab. * c. io. 2. Und es wurden David * Kinder geboren zu Hebron: Sein erstgeborner Sohn Amnon, von Ahinoam, der Jesreelitinn; ' i Chr. 3 , i. 3 . Der andere, Chileab, von Abigail, Nabals Weibe, des Carmeliten; der dritte, Absalom, der Sohn Maacha, der Tochter Thalmai, des Königs zu Gesur; Der vierte, * Adonia, der Sohn Hagith ; der fünfte, SaphatJa, der Sohn Abital, ' 1 Kön. 1, 5. 5 . Der sechste, Jethream, von Egla, dem Weibe Davids. Diese find dem David geboren zu Hebron. 6 . Als nun der Streit war zwischen dem Hause Sauls und dem Hause Davids, stärkte Abner das Haus Sauls. 7 . Und Saul hatte ein Kebsweib, die hieß ' Nizpa, eine Tochter Aja. Und Jsboseth sprach zu Abner: Warum schläfst du bey meines Vaters Kebsweibe? *«.21,8. 8. Da ward Abner sehr zornig über diese Worte Jsbofeths, und sprach: * Bin ich denn ein Hundskopf, der ich wider Juda an dem Hause Sauls, deines Vaters, und an seinen Brüdern und Freunden Barmherzigkeit thue, und habe dich nicht in Davids Hände gegeben? Und du rechnest mir heute eine Missethat zu um ein Weib? *,1 Sam. 17 / 43 . 9. Gott * thue Abner dieß und das, wenn ich nicht thue, wie der Herr dem David geschworen hat, * 1 Sam. 3 /17. c. 14 / 44 . 10. Daß das Königreich vom Hause Sauls genommen werde, und der Stuhl Davids aufgerichtet werde über Israel und Juda, * von Dan bis gen BerSeba. * 1 Kön. 4 ,25. 11. Da konnte er ferner ihm kein Wort mehr antworten, so sehr fürchtete er sich vor ihm. 12. Und Abner sandte Bothen zu David für sich, und ließ ihm sagen: Weß ist das Land? Und sprach: Mache deinen Bund mit mir; siehe, meine Hand soll mit dir seyn, daß ich zu dir kehre das ganze Israel. 13. Er sprach: Wohl, ich will einen Bund mit dir machen. Aber Eins bitte ich von dir, daß du mein Angesicht nicht sehest, du bringest denn zuvor zu mir Michal, Sauls Tochter, wenn du kommst, mein Angesicht zu sehen. 1^. Auch sandte David Bothen zu Jsboseth, dem Sohne Sauls, und ließ ihm sagen: Gib mir mein * Weib Michal, die ich mir vertrauet habe mit hundert Vorhäuten der Philister. * 1 Sam. 18 , 27. is. Jsboseth sandte hin, und ließ sie nehmen von * dem Manne Paltiel, dem Sohne Lais. ' 1 Sam. 25 , 44 . 16. Und ihr Mann ging mit ihr, und weinete hinter ihr bis gen Bahurim. Da sprach Abner zu ihm: * Kehre um, und gehe hin. Und er kehrte um. "REi/ii. 17. Und Abner hatte eine Rede mit den Nettesten in Israel, und sprach : Ihr habt vorhin längst nach David getrachtet, daß er König wäre über euch. 18. So thut es nun; denn der Herr hat von David gesagt: Ich will mein Volk Israel erretten durch die Hand Davids, meines Knechts, von der Philister Hand und von aller ihrer Feinde Hand. 19. Auch redete Abner vor den Ohren Benjamins ; und ging auch hin zu reden vor den Ohren Davids zu Hebron, alles, was Israel und dem ganzen Hause Benjamin wohl gefiel. 20. Da nun Abner gen Hebron zu David kam, und 2 Samuelis 3. 4. David beweinet Abner. 305 Ioab ersticht Abner. mit ihm zwanzig Mann; machte ihnen David ein Mahl. 21 . Und Abner sprach zu David: Ich will mich aufmachen und hingehen, daß ich das ganze Israel zu meinem Herrn, dem Könige, sammle, und daß sie einen Bund mit dir machen, auf daß du König seyest, wie es deine Seele begehret. Also ließ David Abner von sich, daß er hinginge mit Frieden. 22 . Und siehe, die Knechte Davids und Joabs kamen von den Kriegsleuten, und brachten mit sich einen großen Raub. Abner aber war nun nicht bey David zu Hebron; sondern er hatte ihn von sich gelassen , daß er mit Frieden weg- gegangen war. 23 . Da aber Ioab und das ganze Heer mit ihm war gekommen; ward ihm angesagt, daß Abner, der Sohn Ner, zum Könige gekommen war, und er hatte ihn von sich gelassen, daß er mit Frieden war weggegangen. 2 ^. Da ging Ioab zum Könige hinein, und sprach: Was Haft du gethan? Siehe, Abner ift zu dir gekommen; warum Haft du ihn von dir gelassen, daß er ist weggegangen? 25. Kennest du Abner, den Sohn Ner, nicht? Denn er ift gekommen, dich zu überreden, daß er erkennete deinen Ausgang und Eingang, und erführe alles, was du thust. 26 . Und da Ioab von David ausging, sandte er Bothen Abner nach, daß sie ihn wiederum hohlsten von Borhasira; und David wußte nichts darum. 27 . Als nun Abner wieder gen Hebron kam, führete ihn Ioab mitten unter das Thor, daß er heimlich mit ihm redete; und * stach ihm daselbst in den Wanst, daß er starb, um seines Bruders i- Asahels Bluts willen. * c. 20 / 10 . 1 Kon. 2/5. - 1-2 Sam. 2 / 23. 28 . Da das David hernach erfuhr, sprach er: Ich bin unschuldig und mein Königreich vor dem Herrn ewiglich, an dem Blut Abners, des Sohnes Ner; 29 . Es falle aber auf den Kopf Joabs, und auf seines Vaters ganzes Haus; und müße nicht aufhören im Hause Joabs, der einen Eiterfluß und "Aussatz habe, und am Stabe gehe, und durch das Schwert falle, und am Brot mangle. * 2 Kön. 5/ 27. > 30. Also erwürgeten Ioab und sein Bruder Abisai Abner, "darum, daß er ihren Bruder Asahel getödtet hatte im Streit zu Gibeon. " 2/ 23. 31. David aber sprach zu Ioab und allem Volk, das mit ihm war: Zerreisset eure Kleider, und gürtet Säcke um euch, und traget Leid um Abner. Und der König ging dem Sarge nach. 32. Und da sie Abner begruben zu Hebron: "hob der König seine Stimme auf, und wei- nete bey dem Grabe Abners, und weinete auch alles Volk. " i Sam. 30/ 4. 33 . Und der König klagte Abner, und sprach: Abner ist nicht gestorben, wie ein Thor stirbt: 3 ^. Deine Hände sind nicht gebunden, deine Füße sind nicht in Fesseln gesetzt; du bist gefallen , wie man vor bösen Buben fällt. Da be- weinete ihn alles Volk noch mehr. 35 . Da nun alles Volk hinein kam mit David zu essen, da es noch hoch Tag war; schwur David, und sprach: " Gott thue mir dieß und das, wo ich Brot oder etwas koste, ehe die Sonne untergehet. * e. iS/ 13 . 36. Und alles Volk erkannte es, und es gefiel ihnen auch wohl alles Gute, was der König that, vor den Augen des ganzen Volks. 37 . Und alles Volk und ganz Israel merkten des Tages, daß es nicht vom Könige war, daß Abner, der Sohn Ner, getödtet war. 38. Und der König sprach zu seinen Knechten : Wisset ihr nicht, daß auf diesen Tag " ein Fürst und ein Großer gefallen ist in Israel? * Sani. 26 / 15. 39. Ich aber bin noch zart und ein gesalbter König. Aber die Männer, die Kinder ZeruJa, sind mir verdrießlich. Der' Herr vergelte dem, der Böses thut, nach seiner Bosheit. " 1 Sam. 26/ 23. Das 4. Capitel. Jsboseth wird ermordet / und von David gerochen. 1. A>a aber der Sohn Sauls hörete, daß ^ Abner zu Hebron todt wäre; wurden seine Hände laß, und ganz Israel erschrak. 2 . Es waren aber zween Männer, Hauptleute über die Krieger, unter dem Sohne Sauls; einer hieß Baena, der andere Rechob, Söhne Rimmons , des Berothiters, aus den Kindern Benjamin. Denn Beroth ward auch unter Benjamin gerechnet. 3 . Und die Berothiter waren geflohen gen Gethaim, und daselbst Fremdlinge geworden bis auf den heutigen Tag. Auch hatte Jonathan, der Sohn Sauls, einen Sohn, der war lahm an den Füßen, und Q q 306 Jsboseth erstochen. 2 Samuelis 5. David gewinnet Zion. war fünf Jahre alt, da das Geschrey von Saul und Jonathan aus Jesreel kam und seine Amme ihn aufhob und floh; und indem sie eilete, und floh, fiel er und ward hinkend; und er hieß MephiBofeth. 5. So gingen nun hin die Söhne Rimmons, -es Berothiters, Rechob und Baena, und kamen zum Hause Jsboseths, da der Tag am heisseflen war; und er lag auf seinem Lager im Mittag. 6. Und sie kamen ins Haus, Weizen zu hohlen , und stachen ihm in den Wanst, und entrannen. 7. Denn da fie ins Haus kamen, lag er auf seinem Bette in seiner Schlafkammer; und' sie stachen ihn todt, und hieben ihm den Kopf ab, und nahmen seinen Kopf, und gingen hin, des Weges auf dem Blachfelde, die ganze Nacht; * Nicht. 4, 21. 8. Und brachten das Haupt Jsboseths zu David gen Hebron, und sprachen zum Könige: Siehe, da ist das Haupt Jsboseths, Sauls Sohnes, deines Feindes, der nach deiner Seele stand; der Herr hat heute meinen Herrn, den König, gerochen an Saul und an seinem Samen. 9. Da antwortete ihnen David: So wahr der Herr lebet, der * meine Seele aus aller Trübsal erlöset hat, *iMs.48,i6. 10. Ich*griff den, der mir verkündigte und sprach: Saul ist todt, und meinte, er wäre ein guter Bothe; und erwürgete ihn zu Ziklag, dem ich sollte Bothenlohn geben. * c. i, i-. i i. Und diese gottlosen Leute haben einen gerechten Mann in seinem Hause auf seinem Lager erwürget. Ja, sollte * ich das Blut nicht fordern von euern Händen, und euch von der Erde thun? * Ez. 3, i«. 12. Und David * geboth seinen Jünglingen; die erwürgeten sie, und hieben ihnen Hände und Füße ab, und hingen sie auf am Teich zu Hebron. Aber das Haupt Jsboseths nahmen sie, und begruben es in Abners Grabe zu Hebron. * e. i/ iä. Das 5. Capitel. Davids ;weyte Salbung/ glücklicher Zustand und zweyfacher Sieg. 1. Nnd es kamen * alle Stämme Israels zu David gen Hebron, und sprachen: Siehe, wir sind deines Gebeins und deines Fleisches. * i Chr. 13/ 23 . 2. Dazu auch vorhin, da Saul über uns König war, führetest du Israel aus und ein. So hat der Herr dir gesagt: Du sollst meines Volks Israels hüthen, und sollst ein * Herzog seyn über Israel. * i Sam. 23/ so. 3. Und es * kamen alle Aeltesten in Israel zum Könige gen Hebron. Und der König David machte mit ihnen einen Bund zu Hebron vor dem Herrn, und -t sie salbten David zum Könige Über Israel. * 1 Chr. 12, 3. -j- 1 Sam. 16/ 13. 2 Sam. 2, 4. Dreyßig Jahre war David alt, da er König ward, und * regierete vierzig Jahre. * 1 Kön. 2, 11. 1 Chr. 30/ 27. 5. Zu Hebron regierete er sieben Jahre und sechs Monathe über Juda; aber zu Jerusalem regierete er drey und dreyßig Jahre über ganz Israel und Juda. 6. Und der König zog hin mit seinen Männern zu Jerusalem wider die Jebusiter, die im Lande wohneten. Sie aber sprachen zu David : Du wirst nicht hier herein kommen, sondern Blinde und Lahme werden dich abtreiben. Das meinten sie aber, daß David nicht würde da hinein kommen. 7. Aber David gewann die Burg Zion, das ist, Davids Stadt. 8. Da sprach David desselben Tages: Wer * die Jebusiter schlägt und erlanget die Dachrinnen , die Lahmen und Blinden, denen die Seele Davids feind ist. Daher spricht man: Laß keinen Blinden und Lahmen ins Haus kommen. * 1 Chr. 12, 6. 9. Also wohnete David auf der Burg, und hieß sie Davids Stadt. Und David bauete umher von Millo, und inwendig. 10. Und ' David ging und nahm zu , und der Herr, der Gott Zebaoth, war mit ihm. * «. 3/ 1. 11. Und'Hiram, der König zu Tyrus, sandte Bothen zu David, und Cedernbäume (zur Wand), und Zimmerleute, und Steinmetzen, daß sie David ein Haus baueten. * 1 Chr. i-/1.2 Chr. 2/3. 12. Und David merkte, daß ihn der Herr zum Könige über Israel bestätiget hätte, und sein Königreich erhöhet um seines Volks Israels willen. 13. Und David nahm noch mehr Weiber und Kebsweiber zu Jerusalem, nachdem er von Hebron gekommen war; und wurden ihm noch mehr Söhne und Töchter geboren. 1^. Und das sind die Nahmen derer, die ihm * zu Jerusalem geboren sind : Sammua, Sobab, Nathan, Salomo, *i ehr. 3/-. 15. Jebehar, Elisua, Nepheg, Japhia, Philister geschlagen. Abbolung-er 2 Sam uelis 5. 6. Bundeslade. Michal verachtet David. 30/ 16. Elisama, Eliada, Eliphaleth. 17. Und da * die Philister höreten, daß man David zum Könige über Israel gesalbet hatte; zogen sie alle herauf, David zu suchen. Da das David erfuhr, zog er hinab in eine Burg. * 1 Chk. 15, 8. 18. Aber die Philister kamen, und ließen sich nieder im Grunde Rephaim. io. Und David fragte den Herrn, und sprach : * Soll ich hinauf ziehen wider die Philister ? Und willst du sie in meine Hand geben? Der Herr sprach zu David: Ziehe hinauf, ich will die Philister in deine Hände geben. *iSam. 3o,s. 20. Und David kam gen BaalPrazim, und schlug sie daselbst, und sprach: Der Herr hat meine Feinde vor mir von einander gerissen, wie die Wasser reisten. Daher hieß man denselben Ort Baal-Prazim. 21. Und sie ließen ihre Götzen daselbst. David aber und seine Männer hoben sie auf. 22. Die Philister aber zogen abermahl herauf, und ließen sich nieder im Grunde Rephaim. 28. Und David fragte den Herrn; der schrach: Du sollst nicht hinauf ziehen, sondern komm von hinten zu ihnen, daß du an sie kommest gegen den Maulbeerbäumen. 24. Und wenn du hören wirst das Rauschen auf den Wipfeln der Maulbeerbäume einhergehen , so zaue dich; (so eile)! denn der Herr ist dann ausgegangen vor dir her, zu schlagen das Heer der Philister. 25. David that, wie der Herr ihm gebothen hatte, und schlug die Philister von Geba an, bis man kommt gen Gaser. Das 6. Capitel. Davids Freudentanz bcy Abhohluug der Vundcslade. 1. Nnd David ' sammelte abermahl alle junge " Mannschaft in Israel, dreyßig tausend. ' i Chr. 14, 5. 2. Und machte sich auf, und ging hin mit allem Volk, das bey ihm war aus den Bürgern Juda, daß er die Lade Gottes von dannen herauf hohlete, welcher Nähme heißt: Der Nähme des Herrn Zebaoth * wohnet darauf über den Cherubim. " 1 Sam. 4/ 4. 3. Und sie ließen die Lade Gottes führen auf einem neuen Wagen, und hohleten sie * aus dem Hause AbiNadabs, der zu Gibea wohnete. Usa aber und Ahto, die Söhne AbiNadabs, trieben den neuen Wagen. *i Sam. 7,1. 4. Und da sie ihn mit der Lade Gottes aus dem Hause AbiNadabs führeten, der zu Gibea wohnete, und Ahio vor der Lade her ging; 5. Spielte David und das ganze Haus Israel vor dem Herrn her mit allerley Saitenspiel von Tannenholz, mit Harfen, und Psaltern, und Pauken, und Schellen, und Cymbeln. 6. Und * da sie kamen zur Tenne NachonS, griff Usa zu und hielt die Lade Gottes, denn die Rinder traten beyseit aus. 'i Chr. 14,9. 7. Da ergrimmete des Herrn Zorn über Ufa , und Gott schlug ihn daselbst um seines Frevels willen, daß er daselbst * starb bey der Lade Gottes. * 4 Mos. 4, 15. 20. 8. Da ward.David betrübt, daß der Herr einen solchen Riß an Usa that; und hieß die- selbige Stätte PerezUsa bis auf diesen Tag. s. Und David fürchtete sich vor dem Herrn des Tages, und sprach: Wie soll die Lade des Herrn zu mir kommen? 10. Und * wollte sie nicht lassen zu sich bringen in die Stadt Davids; sondern ließ sie bringen in das Haus ObedEdoms, des Gathiters. * 1 Chr. 14, 13. 11. Und da die Lade des Herrn drey Monathe blieb im Hause ObedEdoms, des Gathiters; segnete ihn der Herr, und sein ganzes Haus. 12. Und es ward dem Könige David angesagt, daß der Herr das Haus ObedEdoms segnete, und alles, was er hatte, um der Lade Gottes willen. Da ging er hin, und hohlete die Lade Gottes aus dem Hause ObedEdoms herauf in die Stadt Davids, mit Freuden. 13. Und da sie einher gingen mit der Lade des Herrn sechs Gänge, opferte man einen Ochsen und ein fettes Schaf. 14. Und David tanzte mit aller Macht vor dem Herrn her, und war begürtet mit einem leinenen Leibrock. 15. Und David sammt dem ganzen Israel führeten die Lade des Herrn herauf mit Jauchzen und Posaunen. 16. Und da die Lade des Herrn in die Stadt Davids kam; guckte * Michal, die Tochter Sauls, durch das Fenster, und sah den König David springen und tanzen vor dem Herrn, und verachtete ihn in ihrem Herzen. * 1 Chr. 16,29. 17. Da sie aber die Lade des Herrn hinein- brachten, stelleten sie dieselbe an ihren Ort mitten in der Hütte, die David für sie hatte aufgeschlagen. Und David opferte Brandopfer und Dankopfer vor dem Herrn. 18. Und * da David hatte ausgeopfert die Qq 2 308 Gott verheißet David 2 Samuelis 6. 7. den Messias. Brandopfer und Dankopfer, i- segnete er das Volk in dem Nahmen des Herrn Zebaoth; * i Chr. 17/ 2 . -j- i Kön. 8/ 55. Und theilete aus allem Volk, und der Menge Israels, beyde Mann und Weib, einem Jeglichen einen Brotkuchen, und ein Stück Fleisch, und ein Nößel Wein. Da kehrete sich alles Volk hin, ein Jeglicher in sein Haus. 20. Da aber David wiederkam, sein Haus zu segnen; ging ihm Michal, die Tochter Sauls, heraus entgegen, und sprach: Wie herrlich ist heute der König von Israel gewesen, der sich vor den Mägden seiner Knechte entblößet hat, wie sich die losen Leute entblößen! 21 . David aber sprach zu Michal: Ich will vor dem Herrn spielen, der mich erwählet hat vor deinem Vater und vor allem seinem Hause, daß er mir befohlen hat * ein Fürst zu seyn über das Volk des Herrn, über Israel; * 1 Sam. 25/ 30. 22. Und will noch geringer werden, denn also, und will niedrig seyn in meinen Augen, und mit den Mägden, davon du geredet hast, zu Ehren werden. 23. Aber Michal, Sauls Tochter, hatte kein Kind bis an den Tag ihres Todes. Das 7. Capitel. David bekommt die Verheißung des Messias / als er Willens ist einen Tempel zu bauen. 1. <7)a nun der * König in seinem Hause saß, ^ und der Herr ihm Ruhe gegeben hatte von allen seinen Feinden umher; * i Ehr. 13 / 1 . 2. Sprach er zu dem Propheten Nathan: Siehe, ich wohne in einem Cedernhause, und die Lade Gottes wohnet unter den Teppichen. 3. Nathan sprach zu dem Könige: Gehe hin, alles, was du in deinem Herzen hast, das thue; denn der Herr ist mit dir. Des Nachts aber kam das Wort des Herrn zu Nathan, und sprach: 5. Gehe hin, und sage zu meinem Knechte David: So spricht der Herr: Solltest du mir ein Haus bauen, daß ich darinnen wohnete? 6. Habe ich doch in keinem * Haufe gewöhnet, seit dem Tage, da ich die Kinder Israel aus Egypten führete, bis auf diesen Tag; sondern ich habe gewandelt in der Hütte und Wohnung. * 1 Kön. 8/ 16 . Esaj. 66/ 1 . 7. Wo ich mit allen Kindern Israel hinwan- delte; habe ich auch je geredet mit irgend der Stämme Israels Einem, dem ich befohlen habe, mein Volk Israel zu weiden, und gesagt: Warum bauet ihr mir nicht ein Cedernhaus? 8. So sollst du nun also sagen meinem Knechte David: Sv spricht der Herr Zebaoth: * Ich habe dich genommen von den Schafhürden, daß du seyn solltest ein Fürst über mein Volk Israel; * 1 Sam. 16 / 12 . 13. 9 . Und bin mit dir gewesen, wo du hingegangen bist, und habe alle deine Feinde vor dir ausgerottet, und habe dir einen großen Nahmen gemacht, wie der Nähme der Großen auf Erden. 10. Und ich will meinem Volk Israel einen Ort setzen, und will es pflanzen, daß es daselbst wohne, und es nicht mehr in der Irre gehe, und es die Kinder der Bosheit nicht mehr drängen, wie vorhin, i i. Und seit der Zeit ich Richter über mein Volk Israel verordnet habe; und will dir Ruhe geben von allen deinen Feinden. Und der Herr verkündiget dir, daß der Herr dir ein Haus machen will. 12. Wenn * nun deine Zeit hin ist, daß du mit deinen Vätern schlafen liegest; will ich deinen Samen nach dir erwecken, der von deinem Leibe kommen soll, dem will ich sein Reich bestätigen. *lKön. 8 / 20 . 13. * Der soll meinem Nahmen ein Haus bauen, und ich will den Stuhl feines Königreichs bestätigen ewiglich. * 1 KöN. 5/ 5. c. 6/ 12 . Ps. 89/ 4. i^. Ich * will sein Vater seyn, und Er soll mein Sohn seyn. Wenn er eine Missethat thut, will ich ihn mit Menschenruthen und mit der Menschenkinder Schlägen strafen; * Ps. 89/ 27. Ebr. 1/5. i Z. Aber meine * Barmherzigkeit soll nicht von ihm entwandt werden, wie ich sie entwendet habe von Saul, den ich vor dir habe weggenommen. * Luc. 1/ 72. 16 . Aber dein Haus und dein Königreich soll * beständig seyn ewiglich vor dir, und dein Stuhl soll ewiglich bestehen. * Ps. 72/ 17 . 17 . Da Nathan alle diese Worte und alles dieß Gesichte David gesagt hatte; 18 . Kam David, der König, und blieb vor dem Herrn, und sprach: *Wer bin ich? Herr, Herr! und was ist mein Haus, daß du mich bis hieher gebracht Haft? * 1 Mos. 32 , 10 . 19 . Dazu hast du das zu wenig geachtet, Herr, Herr! sondern hast dem Hause deines Knechts noch von fernem Zukünftigen geredet. Das ist David Vethet, 2 Samuelis 7. 8. schlägt die Syrer?. 309 eine Weise eines Menschen*, der Gott der Herr ist. * i Cbr. i 8 ,17. 20. Und was soll David mehr reden mit dir? Du erkennest deinen Knecht, Herr, Herr! 21. Um deines Worts willen und nach deinem Herzen hast du solche große Dinge alle gethan, daß du sie deinem Knechte kund thätest. 22. Darum bist du auch groß geachtet, Herr Gott; denn es ist keiner wie du, und ist kein Gott, denn du; nach allem, das wir mit unfern Ohren gehöret haben. 23. Denn wo * ist ein Volk auf Erden, wie dein Volk Israel? Um welches willen Gott ist hingegangen, ihm ein Volk zu erlösen, und ihm einen Nahmen zu machen, und solche große und schreckliche Dinge zu thun auf deinem Lande vor deinem Volk, welches du dir erlöset hast von Egypten, von den Heiden und ihren Göttern. * 5 Mos. 4/ 7. 1 Ehr. 18 / 21 . 2^. Und du Haft dir dein Volk Israel zubereitet, dir zum Volk in Ewigkeit; und du, Herr, bist ihr Gott geworden. 25 . So bekräftige nun, Herr Gott, das Wort in Ewigkeit, das du über deinen Knecht, und über sein Haus geredet hast; und thue, wie du geredet hast: 26. So wird dein Nähme groß werden in Ewigkeit, daß man wird sagen: Der Herr Zebaoth ist der Gott über Israel. Und das Haus deines Knechts Davids wird bestehen vor dir. 27. Denn du, Herr Zebaoth, du Gott Israels, hast das * Ohr deines Knechts geöffnet, und gesagt: Ich will dir ein Haus bauen. Darum hat dein Knecht sein Herz gefunden, daß er dieß Gebeth zu dir bethet. * 1 Chr. 18 / 25. Esaj. 50/ 5.' 28. Nun, Herr, Herr! Du bist Gott, und * deine Worte werden Wahrheit seyn. Du hast solches Gut über deinen Knecht geredet. * Ps. 35/ 4. 1 KöN. 8/ 26. 29. So hebe nun an, und segne das Haus deines Knechts, daß es ewiglich vor dir sey; denn du, Herr, Herr! hast es geredet, und mit deinem Segen wird deines Knechts Haus gesegnet werden ewiglich. Das 8. Capitel. David fieget, »nd bestellet die Aemter. i.l^nd * es begab sich darnach, daß David " die Philister schlug, und schwächte sie, und nahm den Dienstzaum von der Philister Hand. * i Ehr. i?/1. 2. Er schlug auch die Moabiter also zu Boden, daß er zwey Theile zum Tode brachte und ein Theil beym Leben ließ. Also wurden die Moabiter David unterthänig, daß sie ihm Geschenke zutrugen. 3 . David schlug auch HadadEser, den Sohn Rehobs, König zu Zoba; da er hinzog, seine Macht wieder zu hohlen an dem Wasser Phrath. Und David fing aus ihnen tausend und sieben hundert Reiter, und zwanzig tausend Fußvolks, und * verlähmte alle Wagen, und behielt übrig hundert Wagen. * Los. n, s. i Chr. is, 4. 5. Es kamen aber die Syrer von Damaskus, zu helfen HadadEser, dem Könige zu Zoba; und David schlug der Syrer zwey und zwanzig tausend Mann, 6 . Und legte Volk gen Damascus in Syrien. Also ward Syrien David unterthänig, daß sie ihm Geschenke zutrugen. Denn der Herr half David, wo er hinzog. 7 . Und David nahm die goldenen Schilder, die HadadEsers Knechten waren, und brachte sie gen Jerusalem. 8 . Aber von Betah und Berothai, den Städten HadadEsers, nahm der König David sehr viel Erz. 9. Da aber * Thoi, der König zu Hemath, HS- rete, daß David hatte alle Macht des HadadEsers geschlagen; * 1 Chr. 19,9. 10. Sandte er Ioram, seinen Sohn, zu David, ihn freundlich zu grüßen und ihn zu segnen, daß er wider HadadEser gestritten und ihn geschlagen hatte, (denn Thoi hatte einen Streit mit HadadEser) und er hatte mit sich silberne, goldene und eherne Kleinode, 11. Welche der König David auch dem Herrn heiligte, sammt dem Silber und Golde, das er (dem Herrn) heiligte von allen Heiden, die er unter sich gebracht: 12. Von Syrien, von Moab, von den Kindern Ammon, von den Philistern, von Amalek, vom Raube HadadEsers, des Sohnes Rehobs, Königs zu Zoba. 13. Auch machte sich David einen Nahmen, da er wiederkam und die * Syrer schlug im Salz- thal, achtzehn tausend. * c. 10 / 13. iS. 1 Chr. 19, 3. 12 . Ps. 60 / 2 . i^. Und er legte Volk in ganz Edomäa, und ganz Edom war David unterworfen, denn der Herr * half David, wo er hinzog. -». s. 15. 2 M ward David König über ganz Israel, 310 David ist gutthätig gegen 2 Samuelis 8 und er 'schaffte Recht und Gerechtigkeit allem Volk. * 1 Chr. 19, 14. 16. "Joab, -er Sohn ZeruJa, war über das Heer; Josaphat aber, der Sohn Ahiluds, war Kanzler; * c. -w, 2z. 17. Zadok, der Sohn Ahitobs, und Ahimeleck, der Sohn AbJathars, waren Priester, Seraja war Schreiber; 18. Benaja, der Sohn Jojada, war über die ' Chrethi und Plethi; und die Söhne Davids waren Priester (StM-dimer.) * e. i§,i 4 . Das 9. Capitel. Gutthätigkeit Davids gegen MephiBoseth. 1. Nnd David sprach: Ist auch noch Jemand ^ übergeblieben von dem Hause Sauls, daß ich Barmherzigkeit an ihm thue, um Jonathans willen? 2. Es war aber ein Knecht vom Hause Sauls, der hieß Ziba, den riefen fie zu David. Und der König sprach zu ihm: Bist du Ziba? Er sprach: Ja, dein Knecht. 3 . Der König sprach: Ist noch Jemand vom Hause Sauls, daß ich Gottes Barmherzigkeit an ihm thue? Ziba sprach zum Könige: ' Es ist «och da ein Sohn Jonathans, lahm an Fußen. * c. 4, 4. Der König sprach zu ihm: Wo ist er? Ziba sprach zum Könige: Siehe, er ist zu Lodabar, im Hause ' Machirs, des Sohnes Ammiels. * e. 17, 27. 5 . Da sandte der König David hin, und ließ ihn hohlen von Lodabar, aus dem Hause Machirs, des Sohnes Ammiels. 6 . Da nun MephiBoseth, der Sohn Jonathans, des Sohnes Sauls, zu David kam; fiel er auf sein Angestcht, und bethete an. David aber sprach: MephiBoseth! Er sprach: Hier bin ich, dein Knecht. 7 . David sprach zu ihm: Fürchte dich nicht; denn ich will Barmherzigkeit an dir thun um Jonathans, deines Vaters, willen, und will dir allen Acker deines Vaters Sauls wiedergeben ; du aber sollst täglich auf meinem Tisch das Brot essen. 8 . Er aber bethete an, und sprach: Wer bin ich, dein Knecht, daß du dich wendest zu einem todten Hunde, wie ich bin? s. Da rief der König Ziba, den Knaben Sauls, und sprach zu ihm: Alles, was Sauls gewesen ist und seines ganzen Hauses, habe ich dem Sohne deines Herrn gegeben. " 9.10. MevhiVoseth. Davids Knechte geschändet. io. So arbeite ihm nun seinen Acker, du, und deine Kinder und Knechte, und bringe es ein, daß es deines Herrn Sohnes Brot sey, daß er sich nähre; aber MephiBoseth, deines Herrn Sohn, soll täglich das Brot essen auf meinem Tisch. Ziba aber hatte fünfzehn Söhne und zwanzig Knechte. i i. Und Ziba sprach zum Könige: Alles, wie mein Herr, der König, seinem Knechte gebothen hat, so soll sein Knecht thun. Und MephiBoseth * esse auf meinem Tisch, wie des Königs Kinder eins. *«.19,23. 12. Und MephiBoseth hatte einen kleinen Sohn, der hieß Micha. Aber alles, was im Hause Ziba wohnete, das dienete MephiBoseth. i z. MephiBoseth aber wohnete zu Jerusalem, denn er aß täglich auf des Königs Tisch, und * hinkte mit seinen beyden Füßen. * c. 4, 4 . Das 10. Capitel. Die Ammoniter verhöhnen Davids Knechte, und werden geschlagen. 1. Nnd es begab sich darnach, "daß der König " der Kinder Ammon starb, und sein Sohn Hanon ward König an seine Statt. * 1 Chr. 20, 1. 2. Da sprach David: Ich will Barmherzigkeit thun an Hanon, dem Sohne Nahas, wie sein Vater an mir Barmherzigkeit gethan hat. Und sandte hin, und ließ ihn trösten durch seine Knechte über seinen Vater. Da nun die Knechte Davids ins Land der Kinder Ammon kamen, 3 . Sprachen die Gewaltigen der Kinder Ammon zu ihrem Herrn Hanon: Meinest du, daß David deinen Vater ehre vor deinen Augen, daß er Tröster zu dir gesandt hat? Meinest du nicht, daß er darum hat seine Knechte zu dir gesandt, * daß er die Stadt erforsche und erkunde und umkehre? * c. 3, n. 4 . Da nahm Hanon die Knechte Davids, und beschor ihnen den Bart halb, und schnitte ihnen die Kleider halb ab bis an den Gürtel, und ließ fie gehen. s. Da das David ward angesagt, sandte er ihnen entgegen; denn die Männer waren sehr geschändet. Und der König ließ ihnen sagen: Bleibet zu Jericho, bis euer Bart gewachsen, so kommt dann wieder. 6 . Da aber die Kinder Ammon sahen, daß fie vor David * stinkend waren geworden; sandten fie hin und dingeten die Syrer des Hauses Rehobs, und die Syrer zu Zoba, zwanzig tausend Mann Fußvolks, und von dem König Streit mit den Syrern. 2 Samuelis 10.11. Davids Ehebruch. 311 Maacha tausend Mann, und von Jstob zwölf tausend Mann. * 1 Sam. 13, 4. c. 27, 12. 7. Da das David hörete, sandte er Ioab mit dem ganzen Heer der Kriegsleute. 8. Und * die Kinder Ammon zogen aus, und rüsteten sich zu dem Streit vor -er Thür des Thors. Die Syrer aber von Zoba, von Re- hob, von Jstob, und von Maacha, waren allein im Felde. * i Chr. 20,9. 9. Da Ioab nun sah, daß der Streit auf ihn gestellet war, vorne und hinten; erwählte er aus aller jungen Mannschaft in Israel, und rüstete sich wider die Syrer. 10. Und das übrige Volk that er unter die Hand seines Bruders Abisai, daß er sich rüstete wider die Kinder Ammon; 11. Und sprach : Werden mir die Syrer überlegen seyn, so komm mir zu Hülfe; werden aber die Kinder Ammon dir überlegen seyn, so will ich dir zu Hülfe kommen. 12. Sey * getrost, und laß uns stark seyn für unser Volk, und für die Städte unsers Gottes; -er t Herr aber thue, was ihm gefällt. * L Mos. 20, 1. -I- Ap. Gcsch. 2t, 14. 13. Und Ioab machte sich herzu mit dem Volk, das bey ihm war, zu streiten wider die Syrer; und sie flohen vor ihm. i^. Und da die Kinder Ammon sahen, daß die Syrer flohen; flohen sie auch vor Abisai, und zogen in die Stadt. Also kehrete Ioab um von den Kindern Ammon, und kam gen Jerusalem. 15. Und da die Syrer sahen, daß sie geschlagen waren vor Israel, kamen sie zu Haufe. 16. Und HadadEser sandte hin, und brachte heraus die Syrer jenseit des Wassers, und füh- rete herein ihre Macht; und " Sobach, der Feldhauptmann HadadEsers, zog vor ihnen her. * i Chr. 20, 16. 17. Da das David ward angesagt; sammelte er zu Haufe das ganze Israel, und zog über den Jordan, und kam gen Helam. Und die Syrer rüsteten sich wider David, mit ihm zu streiten. 18. Aber die Syrer flohen vor Israel; und David erwürgete der Syrer sieben hundert Wagen, und vierzig tausend Reiter; dazu Sobach, den Fcldhauptmann, schlug er, daß er daselbst starb. 19. Da aber die Könige, die unter Hadad Eser waren, sahen, daß sie geschlagen waren vor Israel; machten sie Frieden mit Israel, und wurden ihnen unterthan. Und die Syrer fürchteten sich, den Kindern Ammon mehr zu helfen. Das 11. Capitel. Davids Ehebruch und Todschlag. 1. Nnd ' da das Jahr um kam, zur Zeit, " wenn die Könige pflegen auszuziehen; fandte David Ioab und seine Knechte mit ihm, und das ganze Israel, daß sie die Kinder Ammon verderbeten, und belegten Rabba. David aber blieb zu Jerusalem. * c. 12,26.1 §hr. 21,1. 2. Und es begab sich, daß David um den Abend aufstand von seinem Lager, und ging auf dem Dach des Königs Hauses, und sah vom Dach ein Weib sich waschen, und das Weib war sehr schöner Gestalt. 3. Und David sandte hin, und ließ nach dem Weibe fragen, und sagen: Ist das nicht Bath- Seba, die Tochter Eliams, das Weib Uria, * des Hethiters ? * 2z, 39. -L. Und David sandte Bothen hin, und ließ sie hohlen. Und da sie zu ihm hinein kam, schlief er bey ihr. * Sie aber reinigte sich von ihrer Unreinigkeit, und kehrete wieder zu ihrem Hause. * 3 Ms. 13,18.19. s. Und das Weib ward schwanger, und fandte hin, und ließ David verkündigen, und sagen: Ich bin schwanger geworden. 6 . David aber sandte zu Ioab : Sende zu mir Uria , den Hethiter. Und Ioab sandte Uria zu David. 7. Und da Uria zu ihm kam; fragte David, ob es mit Ioab, und mit dem Volk, und mit dem Streit wohl zustünde? 8 . Und David sprach zu Uria: Gehe hinab in dein Haus, und wasche deine Füße. Und da Uria zu des Königs Haus hinaus ging, folgte ihm nach des Königs Geschenk. 9. Und Uria legte sich schlafen vor der Thür des Königs Hauses, da alle Knechte seines Herrn lagen, und ging nicht hinab in sein Haus. 10. Da man aber David ansagte: Uria ist nicht hinab in sein Haus gegangen; sprach David zu ihm: Bist du nicht über Feld hergekommen? Warum bist du nicht hinab in dein Haus gegangen ? 11. Uria aber sprach zu David : Die * Lade, und Israel, und Juda bleiben in Zelten, und Ioab, mein Herr, und meines Herrn Knechte liegen zu Felde; und ich sollte in mein Haus gehen, daß ich äße und tränke, und bey meinem 312 Davids Todschlag. 2 Samuelis 11. 12. Nathan strafet David. Weibe läge? So wahr du lebest und deine Seele lebet, ich thue solches nicht. *i Sam. 4, i. 12. David sprach zu Uria: So bleib heute auch hier, Morgen will ich dich lassen gehen. So blieb Uria zu Jerusalem des Tages, und des andern dazu. 13. Und David lud ihn, daß er vor ihm aß und trank; und machte ihn trunken. Und des Abends ging er aus, daß er sich schlafen legte auf sein Lager, mit seines Herrn Knechten; und ging nicht hinab in sein Haus. 14. Des Morgens schrieb David einen Brief zu Joab, und sandte ihn durch Uria. i s. Er schrieb aber also in den Brief: Stellet Uria an den Streit, da er am härtesten ist, und wendet euch hinter ihm ab, daß er erschlagen werde und sterbe. 16. Als nun Joab um die Stadt lag; stellete er Uria an den Ort, da er wußte, daß streitbare Männer waren. 17. Und da die Männer der Stadt heraus fielen, und stritten wider Joab; fielen etliche des Volks von den Knechten Davids, und Uria, der Hethiter, starb auch. 18. Da sandte Joab hin, und ließ David an- sagen allen Handel des Streits. 19. Und geboth dem Bothen, und sprach: Wenn du allen Handel des Streits hast ausgeredet mit dem Könige, 20. Und stehest, daß der König erzürnet, und zu dir spricht: Warum habt ihr euch so nahe zur Stadt gemacht mit dem Streit? Wisset ihr nicht, wie man pfleget von der Mauer zu schießen? 21. Wer schlug Abimelech, den Sohn Jerub- beseths? * Warf nicht ein Weib ein Stück von einer Mühle auf ihn von der Mauer, daß er starb zu Thebez? Warum habt ihr euch so nahe zur Mauer gemacht? So sollst du sagen: Dein Knecht Uria, der Hethiter, ist auch todt. ' Nicht. 9/ 63. 22. Der Bothe ging hin, und kam, und sagte an David alles, warum ihn Joab gesandt hatte. 23. Und der Bothe sprach zu David: Die Männer nahmen überhand wider uns und fielen zu uns heraus auf das Feld, wir aber waren an ihnen bis vor die Thür des Thors; 24. Und die Schützen schossen von der Mauer auf deine Knechte, und tödteten etliche von des Königs Knechten; dazu ist Uria, dein Knecht, der Hethiter, auch todt. 25. David sprach zum Bothen: So sollst du zu Joab sagen: Laß dir das nicht übel gefallen; denn das Schwert frißt jetzt diesen, jetzt jenen. Haltet an mit dem Streit wider die Stadt, daß du sie zerbrechest; und seyd getrost. 26. Und da des Uria Weib hörete, daß ihr Mann Uria todt war; trug fie Leid um ihren Hauswirth. 27. Da sie aber ausgetrauert hatte, sandte David hin, und ließ sie in sein Haus hohlen, und sie ward sein Weib, und gebar ihm einen Sohn. Aber die That gefiel dem Herrn übel, die David that. Das 12. Capitel. Nathans Büßpredigt. 1 lind der Herr sandte Nathan zu David. Da er zu ihm kam, sprach er zu ihm: Es waren zween Männer in einer Stadt, einer reich, der andere arm. 2. Der Reiche hatte sehr viele Schafe und Rinder: 3. Aber der Arme hatte nichts, denn ein einiges kleines Schäflein, das er gekauft hatte; und er nährere es, daß es groß ward bey ihm und bey seinen Kindern zugleich ; es aß von seinem Bissen, und trank von seinem Becher, und schlief in seinem Schooß, und er hielt es wie eine Tochter. 4. Da aber dem reichen Mann ein Gast kam; schönste er zu nehmen von seinen Schafen und Rindern, daß er dem Gast etwas zurichtete, der zu ihm gekommen war, und nahm das Schaf des armen Mannes und richtete es zu dem Mann, der zu ihm gekommen war. 5. Da ergrimmete David mit großem Zorn wider den Mann, und sprach zu Nathan: So wahr der Herr lebet, der Mann ist ein Kind des Todes, der das gethan hat; 6. Dazu *soll er das Schaf vierfältig bezahlen, darum, daß er solches gethan, und nicht ge- schonet hat. * 2 Ms. 22,1. 7. Da sprach Nathan zu David: * Du bist der Mann. So spricht der Herr, der Gott Israels: Ich habe dich zum Könige gesalbet über Israel, und habe dich errettet aus der Hand Sauls , * 1 Kon. 20 , 40. 8. Und habe dir deines Herrn Haus gegeben, dazu seine Weiber in deinen Schooß, und habe dir das Haus Israel und Juda gegeben; und ist das zu wenig, will ich noch dieß und das dazu thun. s. War- David thut Buße, 2 Samuelis 12.13. zeuget Salomo, gewinnet Rabba. 313 s. Warum hast du denn das Wort des Herrn verachtet, daß du solches Nebel vor seinen Augen thätest? Uriam, den Hethiter, hast du erschlagen mit dem Schwert; sein Weib hast du dir zum Weibe genommen, ihn aber Haft du erwürget mit dem Schwert der Kinder Ammon. 10. Nun soll von deinem Hause das Schwert nicht lassen ewiglich; darum, daß du mich verachtet hast, und * das Weib Uria, des Hethiters, genommen hast, daß sie dein Weib sey. * t. 11, 26. 27. 11. So spricht -er Herr: Siehe, ich will Unglück über dich erwecken aus deinem eigenen Hause, und will deine Weiber nehmen vor deinen Augen, und will sie deinem Nächsten geben, daß er bey deinen Weibern * schlafen soll an der lichten Sonne. *«. 22 . 12. Denn du hast es heimlich gethan; ich aber will dieß thun vor dem ganzen Israel, und an der Sonne. 13. Da sprach David zu Nathan: * Ich habe gefündiget wider den Herrn. Nathan sprach zu David: So t hat auch der Herr deine Sunde weggenommen, du wirst nicht sterben. * c. 2-i, 10. -j- Ps. 61, 3. 1-4. Aber weil du die Feinde des Herrn hast durch diese Geschichte lästern gemacht; wird der 7 Sohn, der dir geboren ist, des Todes sterben. * c. 11, 27. 15. Und Nathan ging heim. Und der Herr schlug das Kind, das Uria Weib David geboren hatte, daß es todtkrank ward. 16. Und David ersuchte Gott um das Knäb- lein, und fastete, und ging hinein, und lag über Nacht auf der Erde. 17. Da standen auf die Aeltesten seines Hauses, und wollten ihn aufrichten von der Erde; er wollte aber nicht, und aß auch nicht mit ihnen. 18. Am siebenten Tage aber starb das Kind. Und die Knechte Davids fürchteten sich ihm anzusagen, daß das Kind todt wäre. Denn sie gedachten: Siehe, da das Kind noch lebendig war, redeten wir mit ihm, und er gehorchte unserer Stimme nicht; wie vielmehr wird er sich wehe thun, so wir sagen: Das Kind ist todt. 19. Da aber David sah, daß seine Knechte leise redeten, und merkte, daß das Kind todt wäre; sprach er zu seinen Knechten: Ist das Kind todt? Sie sprachen: Ja. 20. Da stand David auf von der Erde, und wusch sich, und salbete sich, und that andere Kleider an, und ging in das Haus des Herrn, und bethete an. Und da er wieder heim kam; hieß er ihm Brot auftragen, und aß. 21. Da sprachen seine Knechte zu ihm: Was ist das für ein Ding, das du thust? Da das Kind lebte, fastetest du, und weinetest; nun es aber gestorben ist, stehest du auf und issest? 22. Er sprach: Um das Kind fastete ich, und weinete, da es lebte; denn ich gedachte: Wer weiß, ob mir der Herr gnädig wird, daß das Kind lebendig bleibe. 23. Nun es aber todt ist, was soll ich fasten? Kann ich es auch wiederum hohlen? Ich werde wohl zu ihm fahren, es kommt aber nicht wieder zu mir. 2-4. Und da David sein Weib BathSeba getröstet hatte; ging er zu ihr hinein, und schlief bey ihr. Und ' sie gebar einen Sohn, den hieß er Salomo. Und der Herr liebte ihn. * 1 Cl,r. 3, 6. Matth, i, 6. 25. Und er thar ihn unter die Hand * Nathans, des Propheten: der hieß ihn JedidJa, um des Herrn willen. * c. 7,2. 26. So stritt nun Joab wider Rabba * der Kinder Ammon, und gewann die königliche Stadt, * s Mos. 3, 11. Zer. 4^, 2. 27. Und sandte Bothen zu David, und ließ ihm sagen: Ich habe gestritten wider Rabba, und habe auch gewonnen die Wasserstadt. 28. So nimm nun zu Haufe das übrige Volk, und belagere die Stadt, und gewinne sie, auf daß ich sie nicht gewinne, und ich den Nahmen davon habe. 29. Also nahm David alles Volk zu Haufe, und zog hin, und * stritt wider Rabba, und gewann sie, * i Chr. 21,1. 30. Und nahm die Krone ihres Königs von seinem Haupt, die am Gewicht einen Centner Goldes hatte, und Edelgesteine, und ward David auf sein Haupt gesetzt; und führete aus der Stadt sehr viel Raub. 31 . Aber das Volk darinnen führete er heraus, und legte sie unter eiserne Sägen, und Zacken, und eiserne Keile, und verbrannte sie in Ziegelöfen. So that er allen Städten der Kinder Ammon. Da kehrete David und alles Volk wieder gen Jerusalem. Das 13. Capitel. Der Blutschänder Amno» wird von Absaloms Dienern ermordet. i.Nnd es begab sich darnach, daß Absalom, ^ der Sohn Davids, hatte eine schöne R r 314 Amnon stellet sich krank, 2 Samuelis 13. und schändet Thamar. Schwester, die hieß Thamar; und Amnon , der Sohn Davids, gewann sie lieb. 2. Und Amnon stellete sich krank, um Thamar , seiner Schwester, willen. Denn sie war eine Jungfrau, und dauchte Amnon schwer seyn, daß er ihr etwas sollte thun. 3. Amnon aber hatte einen Freund, der hieß Jonadab, ein Sohn * Simea, Davids Bruders ; und derselbe Jonadab war ein sehr weiser MaNN. * i Chr. 2 , 13. -4. Der sprach zu ihm: Warum wirst du so mager, du Königssohn, von Tage zu Tage? Magst du mir es nicht ansagen? Da sprach Amnon zu ihm: Ich habe Thamar, meines Bruders Absaloms Schwester, lieb gewonnen, s. Jonadab sprach zu ihm: Lege dich auf dein Bette, und mache dich krank. Wenn dann dein Vater kommt, dich zu besehen, so sprich zu ihm: Lieber, laß meine Schwester Thamar kommen, daß sie mich ätze, und mache vor mir ein Essen, daß ich zusehe und von ihrer Hand esse. 6. Also legte sich Amnon, und machte sich krank. Da nun der König kam, ihn zu besehen, sprach Amnon zum Könige: Lieber, laß meine Schwester Thamar kommen, daß sie vor mir ein Gemüse oder zwey mache, und ich von ihrer Hand esse. 7. Da sandte David nach Thamar in das Haus, und ließ ihr sagen: Gehe hin in das Haus deines Bruders Amnons, und mache ihm eine Speise. 8. Thamar ging hin in das Haus ihres Bruders Amnons, er aber lag zu Bette. Und sie nahm einen Teig, und knetete, und sötte es vor seinen Augen, und kochte ihm ein Gemüse. 9. Und sie nahm das Gericht, und schüttete es vor ihm aus; aber er wegerte sich zu essen. Und Amnon sprach: Laßt Jedermann von mir hinaus gehen. Und es ging Jedermann von ihm hinaus. 10. Da sprach Amnon zu Thamar: Bringe das Essen in die Kammer, daß ich von deiner Hand esse. Da nahm Thamar das Gemüse, das sie gemacht hatte, und brachte es zu Amnon, ihrem Bruder, in die Kammer. i i. Und da sie es zu ihm brachte, daß er äße; ergriff er sie, und sprach zu ihr: * Komm her, meine Schwester, schlaf bey mir. * 1 Mos. 39, 12. 12. Sie aber sprach zu ihm: Nicht, mein Bruder, schwäche mich nicht, denn so thut man nicht in Israel; thue nicht eine solche * Thorheit. * 3 Mos. 22, 21. 13. Wo will ich mit meiner Schande hin? Und du wirst seyn wie die Thoren in Israel. Rede aber mit dem König, der wird mich dir nicht versagen. i^. Aber er wollte ihr nicht gehorchen, und überwältigte sie, und schwächte sie, und schlief bey ihr. iZ. Und Amnon ward ihr überaus gram, daß der Haß größer war, denn vorhin die Liebe war. Und Amnon sprach zu ihr: Mache dich auf, und hebe dich. 16. Sie aber sprach zu ihm: Das Uebel ist größer , denn das andere, das du an mir gethan hast, daß du mich ausstößest. Aber er gehorchte ihrer Stimme nicht, 17. Sondern rief seinen Knaben, der sein Diener war, und sprach: Treib diese von mir hinaus, und schließe die Thür hinter ihr zu. 18. Und sie hatte einen bunten Rock an; denn solche Röcke trugen des Königs Töchter, weil sie Jungfrauen waren. Und da sie sein Diener hinaus getrieben, und die Thür hinter ihr geschlossen hatte; 19. Warf Thamar * Asche auf ihr Haupt, und zerriß den bunten Rock, den sie anhatte, und legte ihre Hand auf das Haupt, und ging daher, und schrie. * Hiob 2,12. 20. Und ihr Bruder Absalom sprach zu ihr: Ist dein Bruder Amnon bey dir gewesen? Nun, meine Schwester, schweig stille, es ist dein Bruder , und nimm die Sache nicht so zu Herzen. Also blieb Thamar ledig in Absaloms, ihres Bruders, Hause. 21. Und da der König David solches alles hörete, ward er sehr zornig. Aber Absalom redete nicht mit Amnon, weder Böses noch Gutes. 22. Aber Absalom ward Amnon gram, darum, daß er seine Schwester Thamar geschwächet hatte. 23. Ueber zwey Jahre aber hatte Absalom * Schafscherer zu Baalhazor, die unter Ephraim liegt; und Absalom lud alle Kinder des Königs, * 1 Sam. 23 , 2. 2^. Und kam zum König, und sprach: Siehe, de-in Knecht hat Schafscherer; der König wolle sammt seinen Knechten mit seinem Knechte gehen. 25. Der König aber sprach zu Absalom: Nicht, mein Sohn, laß uns nicht alle gehen, daß wir dich nicht beschweren. Und da er ihn nöthigte, Absalom tödtet Amnon. Joab sendet ein 2 Samuelis 13.14.Weib von Thekoa znm Könige. 315 wollte er doch nicht gehen, sondern segnete ihn. 26. Absalom sprach: Soll denn nicht mein Bruder Amnon mit uns gehen? Der König sprach zu ihm: Warum soll er mit dir gehen? 27. Da nöthigte ihn Absalom, daß er mit ihm ließ Amnon und alle Kinder des Königs. 28. Absalom aber geboth seinen Knaben, und sprach: Sehet darauf, wenn Amnon guter Dinge wird von dem Wein, und ich zu euch spreche: Slaget Amnon und tödtet ihn, daß ihr euch nicht fürchtet, denn ich habe es euch geheissen; seyd getrost und frisch daran. 29. Also thaten die Knaben Absaloms dem Amnon, wie ihnen Absalom gebothen hatte. Da standen alle Kinder des Königs auf, und ein Jeglicher saß auf sein Maulthier, und flohen. 30 . Und da fie noch auf dem Wege waren, kam das Gerücht vor David, daß Absalom hätte alle Kinder des Königs erschlagen, daß nicht Einer von ihnen übrig wäre. 3 1. Da stand der König auf, und "zerriß seine Kleider, und legte sich auf die Erde; und alle seine Knechte, die um ihn her standen, zerrissen ihre Kleider. 'iM»s. 37,34. 32. Da antwortete Jonadab, der Sohn Si- mea, des Bruders Davids, und sprach: Mein Herr denke nicht, daß alle Knaben, die Kinder des Königs, todt find ; sondern Amnon ist allein todt. Denn Absalom hat es ben sich behalten von dem Tage an, da er seine Schwester Tha- mar schwächte. 33. So nehme nun mein Herr, der König, solches nicht zu Herzen, daß alle Kinder des Königs todt seyen; sondern Amnon ist allein todt. 3^. Absalom aber floh. Und der Knab auf der Warte hob seine Augen auf, und sah; und - siehe, ein großes Volk kam auf dem Wege nach einander, an der Seite des Berges. 35 . Da sprach Jonadab zum Könige: Siehe, die Kinder des Königs kommen; wie dein Knecht gesagt hat, so ist es ergangen. 36 . Und da er hatte ausgeredet, siehe, da kamen die Kinder des Königs, und hoben ihre Stimme auf, und weineten. Der König und alle seine Knecbte weineten auch gar sehr. 37. Absalom aber floh; und zog zu " Thalmai, dem Sohne Ammihuds, dem Könige zu Gesur. Er aber trug Leid über seinen Sohn alle Tage. * e. 3 , 3 . 38 . Da aber Absalom floh, und gen Gesur zog; war er daselbst drey Jahre. 39. Und der König David " hörete auf auszuziehen wider Absalom; denn er hatte sich getröstet über Amnon, daß er todt war. * 1 Sam. 27 , 4 . Das 14 . Capitel. Absalom findet auf Fürbitte des WcibcS von Thekoa Gnade. 1. ^oab aber, der Sohn ZeruJa, merkte, daß des Königs Herz war wider Absalom , 2. Und sandte hin gen Thekoa, und ließ hohlen von dannen ein kluges Weib, und sprach zu ihr: Trage Leid, und ziehe Leidekleider an, und salbe dich nicht mit Oel, sondern stelle dich wie ein Weib, das eine lange Zeit Leid getragen hat über einen Todten; 3. Und sollst zum Könige hinein gehen, und mit ihm reden, so und so. Und Joab gab ihr ein, was fie reden sollte. Und da das Weib von Thekoa mit dem Könige reden wollte, " fiel sie auf ihr Antlitz zur Erde, und bethete an, und sprach: Hilf mir , König! ' Ruth 2, 10. 1 Sam. 25 , 24 . s. Der König sprach zu ihr: Was ist dir? Sie sprach: Ich bin eine Witwe, ein Weib, das Leide trägt, und mein Mann ist gestorben; 6 . Und deine' Magd hatte zween Söhne, die zankten mit einander auf dem Felde, und, da kein Retter war, schlug einer den andern, und tödlete ihn. *1 Mos. 27,45. 7. Und siehe, nun stehet auf die ganze Freundschaft wider deine Magd, und sagen: Gib her den, der seinen Bruder erschlagen hat, * daß wir ihn tödten für die Seele seines Bruders, den er erwürget hat, und auch den Erben vertilgen; und wollen meinen Funken auslöschen, der noch übrig ist, daß meinem Manne kein Nähme und nichts übrig bleibe auf Erden. * 5 Mos. 19 , 11 . 8. Der König sprach zum Weibe: Gehe heim, ich will für dich gebiethen. 9. Und das Weib von Thekoa sprach zum Könige: Mein Herr König, die Misscthat sey auf mir und auf meines Vaters Hause; der König aber und sein Stuhl sey unschuldig. 10. Der König sprach: Wer wider dich redet, den bringe zu mir; so soll er nicht mehr dich antasten. 11. Sie sprach: Der König gedenke an den Herrn, deinen Gott, daß der Bluträcher nicht Rr 2 316 Absalom 2 Samuelis 14. wiedergebracht. zu viel werden, M verderben, und meinen Sohn nicht vertilgen. Er sprach: So wahr der Herr lebet, * es soll kein Haar von deinem Sohne auf die Erde fallen. * i Sam. 14,45. 1 Kon. i, 32. 12. Und das Weib sprach: Laß deine Magd meinem Herrn Könige etwas sagen. Er sprach: Sage her. 4 3. Das Weib sprach: Warum hast du ein solches gedacht wider Gottes Volk, daß der König ein solches geredet hat, daß er sich ver- schuldige, und seinen Verstoßenen nicht wieder hohlen lasset? 1^. Denn * wir sterben des Todes, und wie das Wasser in die Erde verschliefet, das man nicht aufhält; und -k Gott will nicht das Leben wegnehmen, sondern bedenket sich, daß nicht das Verstoßene auch von ihm verstoßen werde. * Ps. 89/ 49. 1- Ezech. 18/ 23. 15. So bin ich nun gekommen, mit meinem Herrn Könige solches zu reden; denn das Volk macht mir bange. Denn deine Magd gedachte: Ich will mit dem Könige reden; vielleicht wird er thun, was seine Magd saget. 16. Denn er wird seine Magd erhören, daß er mich errette von der Hand aller, die mich sammt meinem Sohne vertilgen wollen vom Erbe Gottes. 17. Und deine Magd gedachte: Meines Herrn, des Königs, Wort soll mir ein Trost seyn; denn mein Herr, der König, ist * wie ein Engel Gottes, daß er Gutes und Böses hören kann. Darum wird der Herr, dein Gott, mit dir seyn. * c. 19, 27. 18. Der König antwortete, und sprach zum Weibe: Läugne mir nicht, was ich dich frage. Das Weib sprach: Mein Herr, der König, rede. is. Der König sprach: Ist nicht die Hand Ioabs mit dir in diesem allem? Das Weib antwortete und sprach: So wahr deine Seele lebet, mein Herr König, es ist Niemand anders, weder zur Rechten noch zur Linken, denn wie mein Herr, der König, geredet hat. Denn dein Knecht Joab hat mirs gebothen, und er hat solches alles deiner Magd eingegeben; 20. Daß ich diese Sache also wenden sollte, das hat dein Knecht Joab gemacht. Aber mein Herr ist weise, wie die Weisheit eines Engels Gottes, daß er merket alles auf Erden. 21. Da sprach der König zu Joab : Siehe, ich habe solches gethan; so gehe hin, und bringe den Knaben Absalom wieder. 22. Da fiel * Joab auf sein Antlitz zur Erden, und bethete an, und dankte dem Könige, und sprach: Heute merket dein Knecht, daß ich Gnade gefunden habe vor deinen Augen, mein Herr König; daß der König thut, was sein Knecht sagt. * c. 9/ 6. 23. Also machte sich Joab auf, und zog gen *Gesur; und brachte Absalom gen Jerusalem. * c. 3/ 3. e. 13/ 37. 27,. Aber der König sprach: Laß ihn wieder in sein Haus gehen, und mein Angesicht nicht sehen. Also kam Absalom wieder in sein Haus, und sah des Königs Angesicht nicht. 25. Es war aber in ganz Israel kein Mann so' schön als Absalom, und hatte dieses Lob vor allen; von seiner Fußsohle an, bis auf seine Scheitel, war nicht ein Fehler an ihm. * 1 Mos. 39/ 6. 26. Und wenn man sein Haupt beschor, (das geschah gemeiniglich alle Jahre, denn es war ihm zu schwer, daß mans abscheren mußte) so wog sein Haupthaar zwey hundert Sekel, nach dem königlichen Gewicht. 27. Und Absalom wurden drey Söhne geboren, und eine Tochter, die hieß Thamar, und war ein Weib schön von Gestalt. 28. Also blieb Absalom zwey Jahre zu Jerusalem , daß er des Kömgs Angesicht nicht sah. 29. Und Absalom sandte nach Joab, daß er ihn zum Könige sendete, und er wollte nicht zu ihm kommen. Er aber sandte zum andern Mahl, noch wollte er nicht kommen. 30. Da sprach er zu seinen Knechten: Sehet das Stück Acker Ioabs neben meinem, und er hat Gerste darauf; so gehet hin, und stecket es mit Feuer an. Da steckten die Knechte Absa- loms das Stück mit Feuer an. 31. Da machte sich Joab auf, und kam zu Absalom ins Haus, und sprach zu ihm: Warum haben deine Knechte mein Stück mit Feuer angesteckt? 32. Absalom sprach zu Joab: Siehe, ich sandte nach dir und ließ dir sagen: Komm her, daß ich dich zum Könige sende, und sagen lasse: Warum bin ich von Gesur gekommen? Es wäre mir besser, daß ich noch da wäre. So laß mich nun das Angesicht des Königs sehen: Ist aber eine Missethat an mir, so tödte mich. 33. Und Joab ging hinein zum Könige, und sagte es ihm an. Und er rief den Absalom, daß er hinein zum Könige kam: Und er bethete an auf seinem Antlitz zur Erde vor dem Könige; und der König * küssete Absalom. * Luc. i-, -o. Absalom trachtet König zu werden. 2 Samuelis 15. David fiiehet. 317 Das 15. Capitel. David fliehet vor seinem auftnhrischcn Sohne Absalom. I.ltnd es begab sich darnach, daß Absalom " ihm ließ * machen Wagen und Rosse, und fünfzig Mann, die seine Trabanten waren. * 1 Kön. 1/ L. 2. Und Absalom machte sich also des Morgens frühe auf, und trat an den Weg bey dem Thor. Und wenn Jemand einen Handel hatte, daß er zum Könige vor Gericht kommen sollte; rief ihn Absalom zu sich, und sprach: Aus welcher Stadt bist du? Wenn dann versprach: Dein Knecht ist aus der Stämme Israels einem; 3. So sprach Absalom zu ihm: Siehe, deine Sache ist recht und gut, aber du Haft keinen Verhörer vom Könige. Und Absalom sprach: O wer setzet mich zum Richter im Lande, daß Jedermann zu mir käme, der eine Sache und Gericht hat, daß ich ihm zum Rechten hülfe! s. Und wenn Jemand sich zu ihm that, daß er ihn wollte anbethen; so reckte er seine Hand aus, und ergriff ihn, und küssete ihn. 6. Auf die Weise that Absalom dem ganzen Israel, wenn sie kamen vor Gericht zum Könige, und * stahl also das Herz der Männer Israel. * 1 Mos. 31, 20 . 7 . Nach vierzig Jahren * sprach Absalom zum Könige: Ich will hingehen-, und mein Gelübde zu Hebron ausrichten, das ich dem Herrn gelobet habe. *i Sam.l6, i. 8. Denn dein Knecht that ein Gelübde, da ich zu Gesur in Syrien wohnete, und sprach: Wenn mich der Herr wieder gen Jerusalem bringet, so will ich dem Herrn einen Gottesdienst thun. 9. Der König sprach zu ihm: * Gehe hin mit Frieden. Und er machte sich auf, und ging gen Hebron. * 1 Sam. 20 , 42. 10. Absalom aber hatte Kundschafter ausgesandt in alle Stämme Israels, und lassen sagen: Wenn ihr der Posaunen Schall hören werdet; so sprechet: Absalom ist König geworden zu Hebron. 11. Es gingen aber mit Absalom zwey hundert Mann, von Jerusalem berufen; aber sie gingen in ihrer Einfalt, und wußten nichts um die Sache. 12. Absalom aber sandte auch nach * Ahitophel, dem Giloniten, Davids Rath, aus seiner Stadt Gilo. Da er nun die Opfer tW; ward der Bund stark, und das Volk lief zu, und meh- rete sich mit Absalom. *-.23,34. 13 . Da kam Einer, der sagte es David an, und sprach: Das Herz Jedermanns in Israel folget Absalom nach. 1^. David aber sprach zu allen seinen Knechten, die bey ihm waren zu Jerusalem: * Auf! laßt uns fliehen, denn hier wird kein Entrinnen seyn vor Absalom; eilet, daß wir gehen, daß er uns nicht übereile, und ergreiffe uns, und treibe ein Unglück auf uns, und schlage die Stadt mit der Schärfe des Schwerts. * Psalm 3, 1. 15. Da sprachen die Knechte des Königs zu ihm: Was mein Herr, der König, erwählet, siehe, hier sind deine Knechte. 16. Und der König ging zu Fuße hinaus mit seinem ganzen Hause. Er ließ aber zehn Kebs- weiber, das Haus zu bewahren. 17. Und da der König und alles Volk zu Fuße hinaus kamen , traten sie ferne vom Hause. 18. Und alle seine Knechte gingen neben ihm her, dazu alle * Crethi und Plethi, und alle Gethiter, sechs hundert Mann, die von Gath zu Fuße gekommen waren, gingen vor dem Könige her. * c. 8 , is. 19. Und der König sprach zu "Jthai, dem Gethiter : Warum gehest du auch mit uns? Kehre um, und bleibe bey dem Könige; denn du bist fremd, und von deinem Ort gezogen hieher. * c. 18, 2. 20. Gestern bist du gekommen, und heute wagest du dich mit uns zu gehen: Ich aber will gehen, wo ich hin kann gehen.' Kehre um; und deinen Brüdern mit dir widerfahre Barmherzigkeit und Treue. 21. Jthai antwortete , und sprach: So wahr der Herr lebet, und so wahr mein Herr König lebet, an * welchem Ort mein Herr, der König, seyn wird, es gerathe zum Tode oder zum Leben, da wird dein Knecht auch seyn. *R»thi, 16. 22. David sprach zu Jthai: So komm, und gehe mit. Also ging Jthai, der Gethiter, und alle seine Männer mit, und der ganze Haufe Kinder, die mit ihm waren. 23. Und das ganze Land weinete mit lauter Stimme, und alles Volk ging mit. Und der König ging über den * Bach Kidron, und alles Volk ging vor auf dem Wege, der zur Wüste gehet. * Lob. 18,1. 2^. Und siehe, Zadok war auch da, und alle Leviten, dir bey ihm waren, und trugen die 318 Lade Gottes zurück. 2 Samuelis 15 . 16 . Simei fluchet David. Lade des Bundes Gottes, und stelleten sie dahin. Und AbJathar trat empor, bis daß alles Volk zur Stadt aus kam. 26. Aber der König sprach zu Zadok: Bringe die Lade Gottes wieder in die Stadt. Werde ich Gnade finden vor dem Herrn; so wird er mich wieder hohlen, und wird mich sie sehen lassen und sein Haus. 26. Spricht er aber also: Ich habe nicht Lust zu dir; siehe, hier bin ich. ' Er mache es mit mir, wie es ihm wohl gefällt. *c. 10,12. 27. Und der König sprach zu dem Priester Zadok: O du Seher, kehre um wieder in die Stadt mit Frieden, und mit euch eure beyde Söhne, Ahimaaz, dein Sohn, und * Jonathan, der Sohn AbJathars. -1 K->n. 1,42. 28. Siehe, ich will verziehen auf dem blachen Felde in der Wüste, bis daß Bothschaft von euch komme, und sage mir an. 29. Also brachte Zadok und AbJathar die Lade Gottes wieder gen Jerusalem, und blieben daselbst. 30. David aber ging den Oelberg hinan, und *weinete, und sein Haupt war verhüllet, und er ging barfuß. Dazu alles Volk, das bey ihm war, hatte ein Jeglicher sein Haupt verhüllet, und gingen hinan, und weineten. * 1 Sam. 30 , 4 . 31 . Und da es David angesagt ward, daß Ahitophel im Bunde mit Absalom war; sprach er: Herr, mache den Rachschlag Ahitophels zur Narrheit: 32. Und da David auf die Höhe kam, da man Gott pflegte anzubethen; siehe, da begegnete ihm Hufai, der Arachiter, mit zerrissenem Rock und Erde auf seinem Haupt. 33. Und David sprach zu ihm: Wenn du mit mir gehest, wirst du mir eine Last seyn. 3 ä. Wenn du aber wieder in die Stadt gingest, und sprächest zu Absalom: Ich bin dein Knecht, ich will des Königs seyn , der ich deines Vaters Knecht war zu der Zeit, will nun dein Knecht seyn; so würdest du mir zu gut den Rathschlag Ahitophels zu nichts machen. 35. So ist Zadok und AbJathar, die Priester, mit dir. Alles, was du Höretest aus des Königs Hause, sagtest du an den Priestern Zadok und AbJathar. 36 . Siehe, es sind bey ihnen ihre zween Söhne: Ahimaaz, Zadoks, und Jonathan , AbJathars Sohn. Durch dieselbigen kannst du mir ent- biethen, was du hören wirst. 37. Also kam Husai, der ' Freund Davids, in die Stadt; und Absalom kam gen Jerusalem. * 1 Chr. 28 , 33 . Das 16 . Capitel. Zibä Verleumdung. Simei Lästerung. Blutschande Absaloml. 1. Nnd da David ein wenig von der Höhe ** gegangen war: siehe, da begegnete ihm "Ziba, der Knabe MephiBoseths, mit einem Paar Esel gesattelt; darauf waren zwey hundert Brote, und hundert Stuck Rosinen, und hundert Stück Feigen, und ein Lägel Wein.'e.s,2. 2. Da sprach der König zu Ziba: Was willst du damit machen? Ziba sprach: Die Esel sollen für das Gesinde des Königs, darauf zu reiten, und die Brote und Feigen für die Knaben, zu essen, und der Wein zu trinken, wenn sie müde werden in der Wüste. 3. Der König sprach: Wo ist der Sohn deines Herrn? 'Ziba sprach zum Könige: Siehe, er blieb zu Jerusalem; denn er sprach: Heute wird mir das Haus Israel meines Vaters Reich wieder geben. ' c. 19,27. * Der König sprach zu Ziba: Siehe, es soll dein seyn alles, was MephiBoseth hat. Ziba sprach: Ich bethe an, laß mich Gnade finden vor dir, mein Herr König! ' -. 19,29. 5. Da aber der König David bis gen Bahurim kam; siehe, da ging ein Mann daselbst heraus, vom Geschleckt des Hauses Sauls, der hieß Simei, der Sohn Gera, der ging heraus, und * fluchte, * 1 Kon. 2, 8 . 6 . Und warf David mit Steinen, und alle Knechte des Königs Davids. Denn alles Volk und alle Gewaltigen waren zu seiner Rechten und zur Linken. 7 . So sprach aber Simei, da er * fluchte: Heraus, heraus, du Bluthund, du loser Mann! * 2 Mos. 22 , 28 . 8 . Der Herr hat dir vergolten alles Blut des Hauses Sauls, daß du an seine Statt bist König geworden. Nun hat der Herr das Reich gegeben in die Hand deines Sohnes Absaloms; und siehe, nun steckst du in deinem Unglück, denn du bist ein Bluthund. 9. Aber Abisai, der Sohn ZeruJa, sprach zu dem Könige: Sollte dieser todte Hund meinem Herrn, dem Könige, fluchen? * Ich will hingehen, und ihm den Kopf abreissen. * 1 S >M. 26 , 8 . 10. Der König sprach : Ihr Kinder ZeruJa, * was habe ich mit euch zu schaffen? Laßt ihn Absal. beschläft-Davids Kebsweiber. 2 Samuelis 16. 17. Ahitophel und Husai rathen. 319 fluchen; denn der Herr hat es ihm geheissen: Fluche David. Wer kann nun sagen : Warum thust du also? * c. 19/ 22 . 11. Und David sprach zu Abisai, und zu allen seinen Knechten: Siehe, mein Sohn , der von meinem Leibe gekommen ist, stehet mir nach meinem Leben, warum nicht auch jetzt der Sohn Jemini? Laßt ihn bezähmen, daß er stuche; denn der Herr hat es ihm geheissen. 12. Vielleicht wird der Herr mein Elend arischen, und mir mit Güte vergelten sein heutiges Fluchen. 13. Also ging David mit seinen Leuten des Weges; aber Simei ging an des Berges Seite neben ihm her, und fluchte, und warf mit Steinen zu ihm, und sprengete mit Erdenklößen. i^. Und der König kam hinein mit allem Volk, das bey ihm war, müde, und erquickte sich daselbst. is. Aber Absalom, und alles Volk der Männer Israel, kamen gen Jerusalem, und Ahitophel mit ihm. 16. Da aber Husai, der Arachiter, * Davids Freund, zu Absalom hinein kam, sprach er zu Absalom: t Glück zu, Herr König! Glück zu, Herr König! *«. "/ 37. -i-1 Sam. 10/ 21. 17. Absalom aber sprach zu Husai: Ist das deine Barmherzigkeit an deinem Freunde? Warum bist du nicht mit deinem Freunde gezogen? 18. Husai aber sprach zu Absalom: Nicht also, sondern welchen der Herr erwählet, und dieß Volk, und alle Männer in Israel; deß will ich seyn, und bey ihm bleiben. 19. Zum andern, wem sollte ich dienen? Sollte ich nicht vor seinem Sohne dienen? Wie ich vor deinem Vater gedienet habe, so will ich auch vor dir seyn. 20. Und Absalom sprach zu Ahitophel: Rathet zu, was sollen wir thun? 21. Ahitophel sprach zu Absalom: Beschlaf die Kebsweiber deines Vaters, " die er gelassen hat das Haus zu bewahren; so wird das ganze Israel hören, daß du deinen Vater Haft -k stinkend gemacht, und wird aller Hand, die bey dir sind, desto kühner werden. * e. 1L/ 16. -f 1 Sam. 13 / 4 . 22. Da machten sie Absalom eine Hütte auf dem Dache, und * Absalom beschlief die Kebsweiber seines Vaters vor den Augen des ganzen Israels. * c. 12/ n. 23. Zu der Zeit, wenn Ahitophel einen Rath gab, das war, als wenn man Gott um etwas hätte gefraget; also waren alle Rathschläge Ahi tophels beydes bey David und bey Absalom. Das 17. Capitel. Ahitophels nichtiger Rath / und verzweifeltes Ende. 1. Nnd Ahitophel sprach zu Absalom: Ich will " zwölf tausend Mann auslesen, und mich aufmachen, und * David nachjagen bey der Nacht, * Ps. 71/ 11. 2. Und will ihn überfallen, weil er matt und laß ist. Wenn ich ihn dann erschrecke, daß alles Volk, so bey ihm ist, fliehet; will ich den König allein schlagen, 3 . Und alles Volk wieder zu dir bringen. Wenn dann Jedermann zu dir gebracht ist, wie du begehrest; so bleibet alles Volk mit Frieden. - 4 . Das dauchte Absalom gut seyn, und allen Aeltesten in Israel. s. Aber Absalom sprach: Lieber, lasset"Husai, den Arachiten, auch rufen, und hören, was er dazu sagt. * <> 16/16. 6 . Und da Husai hinein zu Absalom kam, sprach Absalom zu ihm: Solches hat Ahitophel geredet; sage du, sollen wir es thun oder nicht? 7 . Da sprach Husai zu Absalom: Es ist nicht ein guter Rath, den Ahitophel auf dießmahl gegeben hat. 8 . Und Husai sprach weiter: Du kennest deinen Vater wohl, und seine Leute, daß sie stark sind und zornigen Gemüths, wie ein Bär, dem die Jungen auf einem Felde geraubet sind; dazu ist dein Vater ein Kriegsmann, und wird sich nicht säumen mit dem Volk. 9. Siehe, er hat sich jetzt vielleicht verkrochen irgend in einer Grube, oder sonst an einem Ort. Wenn es dann geschähe, daß das erste Mahl übel geriethe, und käme ein Geschrey und spräche: Es ist eine Schlacht geschehen in dem Volk, das Absalom nachfolget; 10. So würde Jedermann verzagt werden, der auch sonst ein Krieger ist, und ein Herz hat, wie ein Löwe. Denn es weiß ganz Israel , daß dein Vater stark ist, und Krieger, die bey ihm sind. 11. Aber das rathe ich, daß du zu dir versammelst ganz Israel, von Dan an bis gen BerSeba, so viel, als der Sand am Meer; und deine Person ziehe unter ihnen. 12. So wollen wir ihn überfallen , an welchem Ort wir ihn finden, und wollen über ihn kommen, wie der Thau auf die Erde fällt, daß 320 David gewarnet. 2 Samuelis 17 . 13 . Ahltophel erhenkt sich. wir von ihm und allen seinen Männern nicht Einen übrig lassen. 13 . Wird er sich aber in eine Stadt versammeln ; so soll das ganze Israel Stricke an dieselbe Stadt werfen, und fie in den Bach reißen, daß man nicht ein Kieselein daran finde. i^. Da sprach Absalom und Jedermann in Israel: Der Rath Husai, des Arachiten, ist besser, denn Ahitophels Rath. Aber der Herr schickte es also, daß der gute Rath Ahitophels verhindert würde, auf daß der Herr Unglück «ber Absalom brächte. is. Und Husai sprach zu Zadok und AbJathar', den Priestern: So und so hat Ahitophel Absalom und den Aeltesten in Israel gerathen; ich aber habe so und so gerathen. 16. So sendet nun eilend hin, und lasset David ansagen und sprechet: Bleibe nicht über Nachtauf dem blachen Felde der Wüste, sondern mache dich hinüber, daß der König nicht verschlungen werde und alles Volk, das bey ihm ist. 17 . Jonathan aber und Ahimaaz standen bey dem Brunnen * Rogel, und eine Magd ging hin und sagte es ihnen an. Sie aber gingen hin, und sagten es dem Könige David an; denn fie durften fich nicht sehen lassen, daß fie in die Stadt kämen. *i K»n. i, 9 . 1 8 . Es sah fie aber ein Knabe, und sagte es Absalom an. Aber die Beyde gingen eilend hin, und kamen in eines Mannes Haus zu Bahurim ; der hatte einen Brunnen in seinem Hofe, dahinein stiegen fie. is. Und das Weib * nahm, und breitete eine Decke über des Brunnen Loch, und breitete Grütze darüber, daß man es nicht merkte. * Jos. 2, 4. 20. Da nun die Knechte Absaloms zum Weibe ins Haus kamen, sprachen fie: Wo ist Ahimaaz und Jonathan? Das Weib sprach zu ihnen: Sie gingen über das Wässerlein. Und da fie fie suchten und nicht fanden, gingen fie wieder gen Jerusalem. 21. Und da fie weg waren, stiegen fiel aus dem Brunnen und gingen hin, und sagten es David, dem Könige, an, und sprachen zu David : Machet euch auf, und gehet eilend über das Wasser; denn so und so hat Ahitophel wider euch Rath gegeben. 22. Da machte fich David auf und alles Volk, das bey ihm war, und gingen über den Jordan, bis es licht Morgen ward, und fehlete nicht an Einem, der nicht über den Jordan gegangen wäre. 23. Als aber Ahitophel sah, daß sein Rath nicht fortgegangen war; sattelte er seinen Esel, machte fich auf und zog heim in seine Stadt, und * beschickte sein Haus, und hing fich , -i- und starb, und ward begraben in seines Vaters Grabe. *Esaj. 38 ,1. -s Matth. 27 , L. Gesch. 1, IS. 2-i. Und David kam gen Mahanaim. Und Absalom zog über den Jordan, und alle Man- ner Israel mit ihm. 25. Und Absalom hatte * Amasa an Joabs Statt gesetzt über das Heer. Es war aber Amasa eines Mannes Sohn, der hieß Jethro, ein Jsraeliter, welcher lag bey Abigail, der Tochter Nahas, der Schwester ZeruJa, Joabs Mutter. * c. 19,13. 26. Israel aber und Absalom lagerten fich in Gilead. 27. Da David gen Mahanaim gekommen war; da brachten Sobi, der Sohn Nahas, von Rabbath der Kinder Ammon, und Machir, der Sohn Ammiels, von Lodabar, und *Bar- sillai, ein Gileaditer von Roglim, * 1 Kon. 2,7. 28. Bettwerk, Becken, irdenes Gefäß, Weizen, Gerste, Mehl, Sangen, Bohnen, Linsen, Grütze, 29. Honig, Butter, Schafe und Rinderkäse zu David und zu dem Volk, das bey ihm war, zu essen. Denn fie gedachten, das Volk wird hungrig, * müde und durstig seyn in der Wüste. * «. 16 , 2 . Das 18 . Capitel. Absalom wird an einer Eiche hangend durchstochen.' 1. Nttd David ordnete das Volk, das bey " ihm war, und setzte über fie Hauptleute, über Tausend und über Hundert. 2. Und sandte aus des Volks einen dritten Theil unter Joab; und einen dritten Theil unter Abisai, dem Sohne ZeruJa, Joabs Bruder; und einen dritten Theil unter *Jthai, dem Gethiter. Und der König sprach zum Volk: Ich will auch mit euch ausziehen. *c. i-, 19. 3. Aber das Volk sprach : Du sollst nicht ausziehen ; denn ob wir gleich fliehen oder die Hälfte sterben, so werden fie fich unser nicht annehmen; denn du bist, als wenn unser zehn tausend wären; so ist es nun besser, daß du uns aus der Stadt helfen mögest. Der König sprach zu ihnerr: Was euch gefällt, das will ich thun. Und der König trat ans Absalom kommt um. 2 Samuelis 18 . Chufi abgesandt. ans Thor, und alles Volk zog aus bey Hunderten, und bey Tausenden. §. Und der König geboth Ioab, und Abisai, und Jthai, und sprach: * Fahret mir säuberlich mir dem Knaben Absalom. Und alles Volk hörete es, da der König geboth allen Hauptleuten um Absalom. *». 12. 6. Und da das Volk hinaus kam aufs Feld, Israel entgegen; erhob sich der Streit im Walde Ephraim. 7. Und das Volk Israel ward daselbst geschlagen vor den Knechten Davids, daß desselben Tages eine große Schlacht geschah, zwanzig tausend Mann. 8 . Und war daselbst der Streit zerstreuet auf allem Lande; und der Wald fraß viel mehr Volk des Tages, denn das Schwert fraß. 9. Und Absalom begegnete den Knechten Davids , und ritt auf einem Maulthier. Und da das Maulthier unter eine große dicke Eiche kam; behing sein Haupt an der Eiche, und schwebete zwischen Himmel und Erde, aber sein Maulthier lief unter ihm weg. 10. Da das ein Mann sah, sagte er es Ioab an, und sprach: Siehe, ich sah Absalom an einer Eiche hangen. i i. Und Ioab sprach zu dem Manne, der es ihm hatte angesagt: Siehe, sähest du das? Warum schlugest du ihn nicht daselbst zur Erde? So wollte ich dir von meinet wegen zehn Silberlinge und einen Gürtel gegeben haben. 12. Der Mann sprach zu Ioab: Wenn du mir tausend Silberlinge in meine Hand gewogen hättest, so wollte ich dennoch meine Hand nicht an des Königs Sohn gelegt haben. Denn der König geboth dir, und Abisai und Jthai, vor unfern Ohren, und sprach: ' Hüthet euch, daß nicht Jemand dem Knaben Absalom ein Leid thue. * vcrS L. 13 . Oder wenn ich etwas Falsches gethan hätte auf meiner Seelen Gefahr, weil dem Könige nichts verhohlen wird; würdest du selbst Wider mich gestanden seyn. 1 ^ 4 . Ioab sprach: Ich kann nicht so lange bey dir verziehen. Da nahm Ioab drey Spieße in seine Hand, und stieß sie Absalom ins Herz, da er noch lebte an der Eiche. is. Und zehn Knaben, Joabs Waffenträger, machten sich umher und schlugen ihn zu Tode. 16. Da' blies Ioab die Posaune, und brachte das Volk wieder, datz es nicht weiter Israel 321 nachjagte; denn Ioab wollte des Volks ver^ schonen. * e. 2,23. 17. Und sie nahmen Absalom, und warfen ihn in den Wald in eine große Grube, und legten einen sehr großen Haufen Steine auf ihn. Und das ganze Israel fioh, ein Jeglicher in seine Hütte. 18. Absalom aber hatte ihm eine Säule aufgerichtet , da er noch lebte; die stehet im Königs- grunde. Denn er sprach: Ich habe keinen Sohn, darum soll dieß meines Nahmens Gc- dächtniß seyn; und hieß die Säule nach seinem Nahmen, und heißt auch bis auf diesen Tag, Absaloms Raum. 19. Ahimaaz, der Sohn Zadoks, sprach: Lieber , laß mich laufen und dem Könige verkündigen , daß der Herr ihm Recht verschaffet hat von seiner Feinde Händen. 20. Ioab aber sprach zu ihm: Du bringest heute keine gute Bothschaft. Einen andern Tag sollst du Bothschaft bringen, und heute nicht; denn des Königs Sohn ist todt. 21. Aber zu Chusi sprach Ioab: Gehe hin und sage dem Könige an, was du gesehen hast. Und Chufi bethete Ioab an, und lief. 22. Ahimaaz aber, der Sohn Zadoks, sprach abermahl zu Ioab: Wie, wenn ich auch liefe dem Chusi nach? Ioab sprach: Was willst du laufen, mein Sohn? Komm her, du wirst nicht eine gute Bothschaft bringen. 23 . Wie, wenn ich liefe? Er sprach zu ihm: So laufe doch. Also lief Ahimaaz stracks Weges, und kam Chusi vor. 2^. David aber saß zwischen zweyen Thoren. Und der Wächter ging aufs Dach des Thors an der Mauer, und hob seinr Augen auf, und sah einen Mann laufen alleine, 25. Und er rief, und sagte es dem Könige an. Der König aber sprach: Ist er alleine, so ist eine gute Bothschaft in seinem Munde. Und da derselbige ging, und herzu kam; 26. Sah der Wächter einen andern Mann laufen, und rief in das Thor, und sprach: Siehe, ein Mann läuft alleine. Der König aber sprach: Der ist auch ein guter Bothe. 27. Der Wächter sprach: Ich sehe des Ersten Lauf, als den Lauf Ahimaaz, des Sohnes Zadoks. Und der König sprach: Es ist ein guter Mann, und bringet eine gute Bothschaft. 28. Ahimaaz aber rief, und sprach zum Kö, nige: Friede! Und bethete an vor dem Könige auf sein Antlitz zur Erde, und sprach: Gelobet S s Z22 David beweinet Absalom. 2 Samuelis 18. 19. David kommt wieder. fty der Herr, dein Gott, der die Leute, die ihre Hand wider meinen Herrn, den König, aufhoben, übergeben hat. 29. Der König aber sprach: Gehet es auch wohl dem Knaben Absalom? Ahimaaz sprach: Ich sah ein großes Getümmel, da des Königs Knecht Joab mich, deinen Knecht, sandte, und weiß nicht, was es war. 30. Der König sprach: Geheherum, und tritt daher. Und er ging herum, und stand allda. 31. Siehe, da kam Chusi, und sprach: Hier gute Bothschaft, mein Herr König l Der Herr hat dir heute Recht verschaffet von der Hand aller, die sich wider dich auflehnten. 32. Der König aber sprach zu Chusi: Gehet es dem Knaben Absalom auch wohl? Chusi sprach: Es müße allen Feinden meines Herrn Königs gehen, wie es dem Knaben gehet; und allen, die sich wider dich auflehnen, Nebel zu thun! 33. Da ward der König traurig, und ging hin auf den Saal im Thor, und weinete, und im Gehen sprach * er also: Mein Sohn Absalom, mein Sohn, mein Sohn Absalom! Wollte Gott, ich müßte für dich sterben! O Absalom, mein Sohn , mein Sohn! * c. 19, 4 . Rom. 9 / 3 . Das 19. Capitel. David wird wieder ins Königreich eingesetzt. 1. Nnd es ward Joab ungesagt: Siehe, der " König * weinet und trägt Leid um Absalom. * c. 18, 33. 2. Und ward aus dem Siege des Tages ein Leid unter dem ganzen Volk, denn das Volk hatte gehöret des Tages, daß sich der König um seinen Sohn bekümmerte. 3. Und das Vol? stahl sich weg an dem Tage , daß es nicht in die Stadt kam, wie sich ein Volk wegstiehlet, das zu Schanden geworden ist, Wenns im Streit geflohen ist. Der König aber hatte sein Angesicht verhüllet , und schrie laut: Ach mein Sohn Absalom, Absalom, mein Sohn, mein Sohn. 5. Joab aber kam zum Könige ins Haus, und sprach : Du hast heute schamroth gemalt alle deine Knechte, die heute deine, deiner Söhne, deiner Töchter, deiner Weiber und deiner Kebsweiber Seelen errettet haben; 6. Daß du lieb habest, die dich hassen, und hassest, die dich lieb haben. Denn du lassest dich heute merken, daß dir nichts gelegen ist an den Hauptleuten und Knechten. Denn ich merke heute wohl, wenn dir nur Absalom lebte, und wir heute alle todt wären, das däuchte dich recht seyn. 7. So mache dich nun auf, und gehe heraus, und rede mit deinen Knechten freundlich. Denn ich schwöre dir bey dem Herrn: Wirst du nicht heraus gehen, es wird kein Mann bey dir bleiben diese Nacht über. Das wird dir ärger seyn, denn alles Uebel, das über dich gekommen ist von deiner Jugend auf bis hieher. 8. Da machte sich der König auf, und setzte sich ins Thor. Und man sagte es allem Volk: Siehe, der König sitzet im Thor. Da kam alles Volk vor den König. Aber * Israel war geflohen, ein Jeglicher in seine Hütte. * c. 18, 17. 9. Und es zankte sich alles Volk in allen Stämmen Israels, und sprachen: Der König hat uns errettet von der Hand unserer Feinde, und erlösete uns von der Philister Hand, und hat müßen aus dem Lande fliehen vor Absalom. 10. So ist Absalom gestorben im Streit, den wir über uns gesalbet hatten. Warum seyd ihr nun so stille, daß ihr den König nicht wieder höhlet? i i. Der König aber sandte zu Zadok und AbJathar, den Priestern, und ließ ihnen sagen: Redet mit den Aeltesten in Juda, und sprechet: Warum wollt ihr die Letzten seyn, den König wieder zu hohlen in sein Haus? (Denn die Rede des ganzen Israels war vor den König gekommen in sein Haus.) 12. Ihr seyd meine Brüder, mein Bein und mein Fleisch; warum wollt ihr denn die Letzten seyn, den König wieder zu hohlen? 13. Und zu *Amasa sprechet: Eist du nicht mein Bein und mein Fleisch? Gott thue mir dieß und das, wo du nicht sollst seyn Feldhauptmann vor mir dein Lebenlang an Joabs Statt. * c. 17, 23. -I- 1 Chr. 2, 16. 17. i^. Und er neigte das Herz aller Männer Juda, wie Eines Mannes. Und sie sandten hin zum Könige: Komm wieder, du und alle deine Knechte. 15. Also kam der König wieder. Und da er an den Jordan kam, waren die Männer Juda gen Gilgal gekommen, hinab zu ziehen dem Könige entgegen, daß sie den König über den Jordan führeten. 16. Und * Simei, der Sohn Gera, des Sohnes Jemini, der zu Bahurim wohnete, Simei bittetDav.ab. Mephi-Boseth. 2 Samuelis 19 . David redet mit Barsillai. 32 Z eilete , und zog mit den Männern Juda hinab, dem Könige David entgegen. * i Kön. 2, 8 . 17. Und waren tausend Mann mit ihm von Benjamin/ dazu auch * Ziba, der Knabe aus dem Hause Sauls, mit seinen fünfzehn Söhnen und zwanzig Knechten/ und fertigten sich durch den Jordan vor dem Könige her/ * c. 9 / 2, 10. e. 16, 1. 1 8 . Und machten die Furt / daß sie das Gesinde des Königs hinüber führeten / und thaten / was ihm gefiel. Simei aber/ der Sohn Gera/ siel vor dem Könige nieder/ da er über den Jordan fuhr/ i s. Und sprach zum Könige: Mein Herr rechne mir nicht zu die Missethat / und gedenke nicht / daß dein Knecht*dich beleidigte des Tages/ da mein Herr König aus Jerusalem ging / und der König nehme es nicht zu Herzen. * e. 16, 20. Denn dein Knecht erkennet / daß ich ge- sündiget habe. Und siehe/ ich bin heute der Erste gekommen / unter dem ganzen Hause Josephs / daß ich meinem Herrn Könige entgegen herab zöge. 21. Aber Abisai/ der Sohn ZeruJg/ antwortete und sprach: Und Semei sollte darum nicht sterben/ so er doch dem Gesalbten des Herrn gefluchet hat? 22. David aber sprach : Was habe ich mit euch zu schaffen/ ihr Kinder ZeruJa, daß ihr mir heute wollt zum Satan werden? Sollte heute Jemand sterben in Israel? Meinest du/ ich wisse nicht/ daß ich heute ein König bin geworden über Israel? 23. Und der König sprach zu Simei: Du sollst nicht sterben. Und der König schwur ihm. 2^. Mephi-Boseth / * der Sohn Sauls / kam auch herab dem Könige entgegen. Und er hatte seine Füße / noch seinen Bart nicht gereiniget/ und seine Kleider nicht gewaschen/ von dem Tage an / da der König weggegangen war/ bis an den Tag/ da er mit Frieden kam. *c.9, 6 . 25. Da er nun gen Jerusalem kam/ dem Könige zu begegnen/ sprach der König zu ihm: Warum bist du nicht mit mir gezogen / Mephi- Boseth? 26. Und er sprach: Mein Herr König / mein Knecht hat mich betrogen. Denn dein Knecht gedachte/ ich will einen Esel satteln/ und darauf reiten / und zum Könige ziehen; denn dein Knecht ist lahm. 27. Dazu hat er * deinen Knecht angegeben (vecläumdct) vor meinem Herrn Könige. Aber mein Herr König ist -k- wie ein Engel Gottes; thue, was dir wohl gefällt. * c. 16,3. i- c. n, 17. 28. Denn alles meines Vaters Haus ist nichts gewesen/ denn Leute des Todes/ vor meinem Herrn Könige; so hast du deinen Knecht gesetzt unter die/ so auf deinem Tisch essen. Was habe ich weiter Gerechtigkeit / oder weiter zu schreyen an den König? 2s. Der König sprach zu ihm: Was redest du noch weiter von deinem Dinge? Ich habe es gesagt: Du und * Ziba theilet den Acker mit einander. * e. 16,4. 30. MephiBoseth sprach zum Könige: Er nehme es auch gar dahin, nachdem mein Herr König mit Frieden heim gekommen ist. 31. Und Barsillai/ der Gileaditer/ kam herab von Roglim / und * führete den König über den Jordan/ daß er ihn im Jordan geleitete. * 1 Kön. 2 , 7 . 32. Und Barsillai war sehr alt/ wohl achtzig Jahre; der * hatte den König versorget / weil er zu Mahanaim war/ denn er war ein sehr trefflicher (EM Mann. * e. 17,27. 33. Und der König sprach zu Barsillai: Du sollst mit mir hinüber ziehen/ ich will dich versorgen bey mir zu Jerusalem. 3^. Aber Barsillai sprach zum Könige: Was ifts noch/ das ich zu leben habe/ daß ich mit dem Könige sollte hinauf gen Jerusalem ziehen? 35. Ich bin heute achtzig Jahre alt. Wie sollte ich kennen / was gut oder böse ist/ oder schmecken/ was ich esse oder trinke/ oder hören / was die Sänger oder Sängerinnen singen? Warum sollte dein Knecht meinen Herrn König weiter beschweren? 36. Dein Knecht soll ein wenig gehen mit dem Könige über den Jordan. Warum will mir der König eine solche Vergeltung thun? 37. Laß deinen Knecht umkehren / daß ich sterbe in meiner Stadt/ bey meines Vaters und meiner Mutter Grab. Siehe/ da ist dem Knecht Chimeham / den laß mit meinem Herrn Könige hinüber ziehen / ünd thue ihm / was dir wohlgefällt. 38. Der König sprach: Chimeham soll mit mir hinüber ziehen/ und ich will ihm thun/ was dir wohlgefällt; auch alles, was du von mir erwählest / will ich dir thun. 39. Und da alles Volk über den Jordan war gegangen, und der König auch, küssete der König den Barsillai, und segnete ihn; und er kehrete wieder an seinen Ort. ^0. Und der König zog hinüber gen Gilgal, S s 2 / . 324 Joab 2 Samuelis 19. 20. ersticht Amasa. und Cyrmeham zog mit ihm. Und alles Volk Juda hatte den König hinüber geführet, aber des Volks Israel war nur die Hälfte da. ^i. Und stehe, da kamen alle Männer Israel zum Könige, und sprachen zu ihm: Warum haben dich unsere Brüder, die Männer Juda, gestohlen, und haben den König und sein Haus über den Jordan geführet, und alle Männer Davids mit ihm? ^2. Da antworteten die von Juda denen von Israel: Der * König gehöret uns nahe zu, was zürnet ihr darum? Meinet ihr, daß wir von dem König Nahrung oder Geschenke empfangen haben? ' v. 12. ^ 3 . So antworteten dann die von Israel denen von Juda, und sprachen: Wir haben zehnmahl mehr bey dem Könige, dazu auch bey David, denn ihr. Warum hast du mich denn so gering geachtet, daß das Unsere nicht das Erste gewesen ist, unfern König zu hohlen? Aber die von Juda redeten härter, denn die von Israel. Das 20. Capitel. Geba , der Aufrührer, kriegt seinen Lohn. 1. Nnd es war daselbst ein berühmter * heilloser Mann, der hieß Seba, ein Sohn Bichri, eines Mannes von Jemini; der blies die Posaune , und sprach: Wir haben kein Theil an David, noch Erbe am Sohne Jsai. Ein Jeglicher hebe stch zu seiner Hütte, o Israel! * i Sam. n 17. n. 2. Da stel von David Jedermann in Israel, und folgten Seba, dem Sohne Bichri. Aber die Männer Juda hingen an ihrem Könige, vom Jordan an bis gen Jerusalem. 3. Da aber der König David heim kam gen Jerusalem, nahm er die zehn Kebsweiber, die er batte gelassen das Haus zu bewahren, und that sie in eine Verwahrung, und versorgte sie, aber er beschlief sie nicht. Und sie waren also verschlossen bis an ihren Tod, und lebten als Witwen. ^ Und der König sprach zu Amasa: Berufe mir alle Männer in Juda auf den dritten Tag; und du sollst auch hier stehen, s. Und Amasa ging hin, Juda zu berufen; aber er verzog die Zeit, die er ihm bestimmet hatte. 6 . Da sprach David zu Abisai: Nun wird uns Seba, der Sohn Bichri, mehr Leides thun, denn Absalom. Nimm du die Knechte deines Herrn, und jage ihm nach, daß er nicht etwa für stch feste Städte finde, und entrinne aus unfern Augen. 7. Da zogen aus, ihm nach, die Männer Joabs, dazu die Crethi und Plethi, und alle Starke. Sie zogen aber aus von Jerusalem, nachzujagen Seba, dem Sohne Bichri. 8 . Da sie aber bey dem großen Stein waren zu Gibeon, kam Amasa vor ihnen her. Joab aber war gegürtet über seinem Kleide, das er an hatte, und hatte darüber ein Schwert gegürtet, das hing an seiner Hüfte in der Scheide!, das ging gerne aus und ein. 9. Und Joab sprach zu Amasa: ' Friede mit dir, mein Bruder! Und Joab fassete mit seiner rechten Hand Amasa bey dem Bart, daß er ihn küssete. * Ps. 28,3. 10. Und ' Amasa hatte nicht Acht auf das Schwert in der Hand Joabs; und er t kstach ihm damit in den Wanst, daß sein Eingeweide stch auf die Erde schüttete, und gab ihm keinen Stich mehr, und er starb. Joab aber und sein Bruder Abisai jagten nach Seba dem Sohne Bichri. '1KÜN. 2,3. -k-2 Sam. 3,27. 11. Und es trat einer von den Knaben Joabs neben ihn , und sprach: Trotz, und mache sich einer an Joab, und thue sich bey David nach Joab! 12. Amasa aber lag im Blut gewälzet, mitten auf der Straße. Da aber einer sah, daß alles Volk da stehen blieb, wandte er Amasa von der Straße auf den Acker, und warf Kleider auf ihn, weil er sah, daß, wer an ihn kam, stehen blieb. 13. Da er nun aus der Straße gethan war, folgte Jedermann Joab nach, Seba, dem Sohne Bichri, nachzujagen. 1^. Und er zog durch alle Stämme Israels, gen Abel, und BethMaacha , und ganz Haberim; und sie versammelten sich, und folgten ihm nach, 15. Und kamen, und belegten ihn zu Abel und BethMaacha, und schütteten einen Schutt um die Stadt, und traten an die Mauer, und alles Volk, das mit Joab war, stürmete und wollte die Mauer niederwerfen. 16. Da rief eine weise Frau aus der Stadt: Höret! höret! Sprechet zu Joab, daß er hier herzu komme; ich will mit ihm reden. 17. Und da er zu ihr kam, sprach die Frau: Bist du Joab? Er sprach: Ja. Sie sprach zu ihm: Höre die Rede deiner Magd. Er sprach: Ich höre. Seba getödtet. Dreyjahrige Theurung. 2Samuelis 20. 21. Der Gibeoniter Tod gerochen. 325 18. Sie sprach: Vorzeiten sprach man : Wer fragen will, der frage zu Abel; und so gings wohl aus. is. Ich bin eine von den friedsamen und treuen Städten in Israel; und du willst die Stadt tödten, und die Mutter in Israel? Warum willst du das Erbtheil des Herrn verschlingen ? 20. Joab antwortete, und sprach: Das sey ferne, das sey ferne von mir, daß ich verschlingen und verderben sollte; es hat sich nicht also. 21 . Sondern ein Mann vom Gebirge Ephraim, mit Nahmen Seba, der Sohn Bichri, hat sich empöret wider den König David. Gebet denselben her alleine, so will ich von der Stadt ziehen. Die Frau sprach zu Joab: Siehe, sein Haupt soll zu dir über die Mauer geworfen werden. 22. Und die Frau kam hinein zu allem Volk mit ihrer Weisheit. Und sie hieben Seba, dem Sohne Bichri, den Kopf ab, und warfen ihn zu Joab. Da * blies er die Posaune, und sie zerstreueten sich von der Stadt, ein Jeglicher in seine Hütte. Joab aber kam wieder gen Jerusalem zum Könige. *«. -s. c. is, ie. 23. Joab * aber war über das ganze Heer Israel. Benaja, der Sohn Jojada, war über die Crethi und Plethi. *c. 8, is. 24. Adoram ' war Rentmeister. Josaphat, der Sohn Ahiluds, war Kanzler. * i Kön. 4,6. 25. Seja war Schreiber. Zadok und AbJa- thar waren Priester. 26 . Dazu war Jra, der Jairiter, Davids Priester. Das 21. Capitel. David wehret der Theurung; erhält Siege wider die Philister. 1. As war auch eine Theurung zu Davids Zei- ^ ten, drey Jahre an einander; und David suchte das Angesicht des Herrn. Und der Herr sprach: Um Sauls willen, und um des Bluthauses willen, daß er die Gibeoniter getödtet hat. 2. Da ließ der König die Gibeoniter rufen, und sprach zu ihnen. (Die Gibeoniter aber waren nicht von den Kindern Israel, sondern übrig von den Amoritern; aber ' die Kinder Israel hatten ihnen geschworen, und Saul suchte sie zu schlagen in seinem Eifer für die Kinder Israel und Juda.) ' Los. s, is. is. 3. So sprach nun David zu den Gibeonitern: Was soll ich euch thun? Und womit soll ich versöhnen, daß ihr das Erbtheil des Herrn segnet? 4. Die Gibeoniter sprachen zu ihm: Es ist uns nicht um Gold noch Silber zu thun an Saul und seinem Hause, und ist uns nicht zu thun um Jemanden zu tödten in Israel. Er sprach: Was sprechet ihr denn, daß ich euch thun solle? 5. Sie sprachen zum Könige: Den Mann, der uns verderbet und zu Nichte gemacht hat, sollen wir vertilgen, daß ihm nichts bleibe in allen Grenzen Israel. 6. Gebet uns sieben Männer aus feinem Hause, daß wir sie * aufhängen dem Herrn zu Gibea Sauls, des Erwählten des Herrn. Der König sprach: Ich will sie geben. *4 Ms. 2 -, 4. 7. Aber der König verschönere MephiBoseths, des Sohnes Jonathans, des Sohnes Sauls, um * des Eides willen des Herrn , der zwischen ihnen war, nähmlich zwischen David und Jonathan , dem Sohne Sauls. *iSam.i»,3. 8. Aber die zween Söhne * Rizpa, der Tochter Aja, die sie Saul geboren hatte, Armoni und MephiBoseth; dazu die fünf Söhne (N-rsbsp der Schwester) Michals, der Tochter Sauls, die sie -t- dem Adriel geboren hatte, dem Sohne Barsil- lai, des Mahalothiters, nahm der König. * k. 3/ 7. -k- 1 Sam. 18 , IS. 9. Und gab sie in die Hand der Gibeoniter ; die hingen sie auf dem Berge vor dem Herrn. Also sielen diese sieben auf einmahl, und starben zur Zeit der ersten Ernte, wenn die Gersten- ernte angehet. 10. Da nahm Rizpa, die Tochter Aja, einen Sack, und breitete ihn auf den Fels am Anfang der Ernte, bis das Wasser vom Himmel über sie troff; und ließ des Tages die Vögel des Himmels nicht auf ihnen ruhen, noch des Nachts die Thiere des Feldes. 11 . Und es ward David angesagt, was Rizpa, die Tochter Aja, Sauls Kebsweib, gethan hatte. 12. Und David ging hin, und nahm die Gebeine Sauls und die Gebeine Jonathans, seines Sohnes, von den Bürgern zu Jabes in Gilead, die * sie von der Gasse Bethsam gestohlen hatten, dahin sie die Philister gehänget hatten zu der Zeit, da die Philister Saul schlugen auf dem Berge Gilboa; ' i Sam. 3i, 12 . 13 . Und brachte sie von dannen herauf, und sammelten sie zu Haufen mit den Gebeinen der Gehenkten; 14. Und begruben die Gebeine Sauls und seines Sohnes Jormthans, im Lande Benja- / Z 26 Siege wider die Philister. 2 Samuelis 21 . 22 . Davids Lovgesang. min, zu Zela, im Grabe seines Vaters Kis; und thaten alles, wie -er König gebothen hatte. * Also ward Gott nach diesem dem Lande wieder versöhnet. * e. - 4 ,25. 45. Es erhob stch aber wieder ein Krieg von den Philistern wider Israel; und David zog hinab und seine Knechte mit ihm, und stritten wider die Philister. Und David ward müde. 16. Und Jesbi zu Nob, (welcher war der Kinder Rapha einer, und das Gewicht seines Speers war drey hundert Gewicht Erz, und hatte neue Waffen) der gedachte David zu schlagen. 17. Aber Abisai, der Sohn ZeruJa, half ihm, und schlug den Philister todt. Da schwuren ihm die Männer Davids, und sprachen: Du sollst nicht mehr mit uns ausziehen in den Streit, daß nicht die Leuchte in Israel verlösche. 18. Darnach erhob sich noch ein Krieg zu Gob, mit den Philistern. Da " schlug Sibechai, der Husathiter, den Saph, welcher auch der Kinder Rapha einer war. * 1 Chr. 21,4. e. 18, n. 19. Und es erhob sich noch ein Krieg zu Gob mit den Philistern. Da schlug Elhanan, der Sohn JaereOrgims, ein Bethlehemiter, den Goliath, den Gethiter, welcher hatte einen * Spieß, deß Stange war wie ein Weberbaum. * 1 Sam. 17, 7. 20. Und es erhob sich noch ein Krieg zu Gath. Da * war ein langer Mann, der hatte sechs Finger an seinen Händen, und sechs Zehen an seinen Füßen, das ist vier und zwanzig an der Zahl; und er war auch geboren von Rapha. ' 1 Chr. 21, 6. 21. Und da er " Israel Hohn sprach, schlug ihn Jonathan, der Sohn Simea, des Bruders Davids. * 1 Sam. 17/ 10. 22. Diese vier waren geboren dem Rapha zu Gath, und sielen durch die Hand Davids unfeiner Knechte. Das 22. Capitel. Lobgesang Davids für die Errettung von seinen Feinden. 1. Nnd David redete vor dem Herrn die Worte ^ dieses Liedes zur Zeit, da ihn der Herr errettet hatte von der Hand aller seiner Feinde, und von der Hand Sauls, und sprach; 2. Der ' Herr ist mein Fels, und meine Burg, und mein Erretter. *Ps. is, 3. 3. Gott ist mein Hort auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils, mein Schutz und meine Zuflucht, mein Heiland, der du mir hilfst vom Frevel. Ich will den Herrn loben und anrufen; so werde ich von meinen Feinden erlöset werden. 5. Denn es hatten mich umfangen die Schmerzen des Todes, und die Bäche Belials erschreckten mich. 6 . Der Höllen Bande umsingen mich, und des Todes Stricke überwältigten mich. 7 . Wenn * mir angst ist, so rufe ich den Herrn an und schreye zu meinem Gott; so erhöret er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Geschrey kommt vor ihn zu seinen Ohren. » Ps. 23/ 17. 8. Die * Erde bebte, und ward bewegt, die Grundfesten des Himmels regten sich, und bebten , da er zornig war. * Ps. is, s. 9. Dampf ging auf von seiner Nase, und "verzehrendes Feuer von seinem Munde, daß es davon blitzte. '2 Mos. 24/ 17 . 10. Er neigete den Himmel, und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen Füßen. 11. Und er fuhr auf dem Cherub, und flog daher, und er schwebete auf den Fittigen des Windes. 12. Sein * Gezelt um ihn her war finster, und schwarze dichte Wolken. *Esaj. -o/ 3 . 13 . Von dem Glanz vor ihm brannte es mit Blitzen. 1^. Der Herr donnerte vom Himmel, und der Höchste ließ seinen Donner aus. 15. Er schoß seine Strahlen, und zerstreuete sie; er ließ blitzen, und schreckte sie. 16. Da sah man Wassergüsse, und des Erdbodens Grund ward aufgedeckt, von dem Schelten des Herrn , von dem Odem und Schnauben seiner Nase. 1 7 . Er schickte aus von der Höhe, und höhlte mich, und zog mich aus großen Wassern. 18. Er errettete mich von meinen starken Feinden, von "meinen Hassern, die mir zu mächtig waren, " Ps. 69 /13. 19. Die mich überwältigten zur Zeit meines Unfalls, und der Herr ward meine Zuversicht. 20. Er führete mich aus in den Raum; er riß mich heraus, denn er hatte Lust zu mir. 21. Der Herr thut wohl an mir nach ' meiner Gerechtigkeit, er vergilt mir nach der Rei- uigkeit meiner Hände. * H>ob 22,30. 22. Denn ich halte die Wege des Herrn, und bin nicht gottlos wider meinen Gott. 23. Denn alle seine Rechte habe ich vor Augen, und seine Gebothe werfe ich nicht von mir; 2 Samuelis 22. 23. Davids Lobgesang. 2- 4. Sondern ich bin ohne Wandel vor ihm/ und hüthe mich vor Sünden. 26. Darum vergilt mir der Herr nach meiner Gerechtigkeit, nach meiner Reinigkeit vor seinen Augen. 26. Bey den Heiligen bist du heilig, bey den Frommen bist du fromm, 27. Bey den Reinen bist du rein, und bey den Verkehrten bist du verkehrt. 28. Denn * du hilfst dem elenden Volk, und mit deinen Augen niedrigest du die Hohen. * Sxrüchw. 29/ 23. 29. Denn du Herr, bist meine Leuchte. Der Herr machet meine Finsterniß licht. 30. Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zer- schmeissen, und mit meinem Gott über die Mauern springen. 31. Gottes Wege sind ohne Wandel, des Herrn * Rede ist durchläutert: Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen. * Ps. 19/ 9. 32. Denn * wo ist ein Gott, ohne den Herrn? Und wo ist ein Hort, ohne unfern Gott? * Esaj. 43, 11. 33. Gott stärket mich mit Kraft, und weiset mir einen Weg. ohne Wandel. 3- 4. Er machet meine Füße gleich den Hirschen, und stellet mich auf meine Höhe. 3Z. Er lehret meine Hände * streiten, und lehret meinen Arm den ehernen Bogen spannen. * Ps. 144, 1. 36. Und gibst mir den Schild deines Heils. Und wenn du mich demüthigest, machest du mich groß. 37. Du machest unter mir Raum zu gehen, daß meine Knöchel nicht gleiten. 38. Ich will meinen Feinden nachjagen, und sie vertilgen; und will nicht umkehren, bis ich sie umgebracht habe. 39. Ich will sie umbringen und zerschmeißen, und sollen mir nicht widerstehen; sie müßen unter meine Füße fallen» -40. Du kannst mich rüsten mit Stärke zum , Streit ; du kannst unter mich werfen, die sich wider mich setzen. -41. Du gibst mir meine Feinde in die Flucht, daß ich verstöre, die mich Haffen. -42. Sie lieben sich zu, («-werde» rufen,) aber da ist kein Helfer; zum Herrn, aber er antwortet ihnen nicht. .43. Ich will sie zerstoßen, wie Staub auf der Erde, wie Äoth auf der Gasse will ich sie verstäuben und zerstreuen. Davids letzte Worte. 327 -4^. Du * hilfst mir von dem zänkischen Volk / und behütheft mich zum Haupt unter den Heiden; ein Volk, das ich nicht kannte, dienet mir. * Ps. 18, 44. -45. Den fremden Kindern hat es wider mich gefehlet, und gehorchen mir mit gehorsamen Ohren. ^6. Die fremden Kinder sind verschmachtet, und zappeln in ihren Banden. ^7. Der Herr lebet, und gelobet sey mein Hort, und Gott, der Hort meines Heils, müße erhoben werden. -48. Der Gott, der mir die Rache gibt und wirft die Völker unter mich. -49. Er hilft mir aus von meinen Feinden. Du erhöhest mich aus denen, die sich wider mich setzen; du hilfst mir von dem Frevelhaften, so. "Darum will ich dir danken, Herr, unter den Heiden , und deinem Nahmen lobf.r.gen, * Rom. 14 , 9. 51. Der seinem Könige großes Heil beweiset, und wohl thut seinem Gesalbten, David, und seinem Samen ewiglich. Das 23. Capitel. Davids letzte Worte und Heldenregister. 1. ^ieß sind die letzten Worte Davids: Es ^ sprach David , der Sohn Isai, es sprach der Mann, der versichert ist von dem Messias des Gottes Jakobs, lieblich mit Psalmen Israels. 2. Der * Geist des Herrn hat durch mich geredet, und seine Rede ist durch meine Zunge geschehen. " Matth. 22 , 43. 3. Es hat der Gott Israels zu mir gesprochen, der Hort Israels hat geredet, der gerechte Herrscher unter den Menschen, der Herrscher in der Furcht Gottes. -4. Und wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgehet des Morgens ohne Wolken, da vom Glanz nach dem Regen das Gras aus der Erde wächst. 5. Denn mein Haus ist nicht also bey Gott; denn er hat mir einen Bund gesetzt, der ewig, und alles wohl geordnet und gehalten wird. Denn alles mein Heil und Thun ist, daß nichts wächst. 6. Aber Belial sind allesammt wie die ausgeworfenen Disteln , die man nicht mit Händen fassen kann; 7. Sondern wer sie angreifen soll, muß Eisen und Spießstangen in der Hand haben, und werden mit Feuer verbrannt werden in der Wohnung. 328 Helden 2 Samuelis 23. Davids. 8 . Dieß sind ' die Nahmen der Helden Davids: Jasabeam, der Sohn Hachmoni, der Vornehmste unter Dreyen; er hob seinen Spieß auf, und schlug acht hundert auf einmahl. * i Cbr. 12, io. 9. Nach ihm war Eleasar, der' Sohn Dodo, des Sohnes Ahohi, unter den dreyen Helden mit David. Da sie Hohn sprachen den Philistern, und daselbst versammelt waren zum Streit, und die Männer Israel hinauf zogen: " 1 Cvr. 12, 12. c. 28, 4. 10. Da stand er und schlug die Philister, bis daß seine Hand müde am Schwert erstarrete. Und der Herr * gab ein großes Heil zu der Zeit, daß das Volk umwandre ihm nach, zu rauben. * i S m. ii, 13. i i. Nach ihm war Samma, der Sohn Aga, des Harariters. Da die Philister sich versammelten in eine Rotte, und war daselbst ein Stuck Acker voll Linsen; und das Volk floh Vor den Philistern: 12. Da trat er mitten auf das Stück, und errettete es, und schlug die Philister, und Gott gab ein großes Heil. 13. Und diese drey Vornehmsten unter Drey- ßigen kamen hinab in der Ernte zu David, in der Höhle Adullam, und die Rotte der Philister lag im Grunde Rephaim. 14 . David aber war dazumahl in der Burg, aber der Philister Volk lag zu Bethlehem. 16. Und * David war lüstern, und sprach: Wer will mir zu trinken hohlen des Wassers aus dem Brunnen zu Bethlehem, unter dem Thor? * ! Ehr. 12, 17. 16. Da rissen die drey Helden ins Lager der Philister, und schöpfeten des Wassers aus dem Brunnen zu Bethlehem unter dem Thor, und trugen es, und brachten es David. Aber er wollte es nicht trinken, sondern goß es dem Herrn, 17 . Und sprach: Das lasse der Herr ferne von mir seyn, daß ich das thue. Ist es nicht das Blut der Männer, die ihr Leben gewagt haben und dahin gegangen sind? Und wollte es nicht trinken. Das thaten die drey Helden. 18. Abisai, Joabs Bruder, der' Sohn Zeru- Ja, war auch ein Vornehmster unter Dreyen. Er hob seinen Spieß auf, und schlug drey hundert ; und war auch berühmt unter Dreyen, * c. 21, 17. t Cbr. 12, 20.j 19. Und der Herrlichste unter Dreyen, und war ihr Oberster; aber er kam nicht bis an die Drey. 20. Und'Benaja, der Sohn Iojada, des Sohnes Jshatts, von großen Thaten, von -!- Kabzeel. Der schlug zween Löwen der Moabiter , und ging hinab und schlug einen Löwen im Brunnen zur Schneezeit. * 1 Chr. 12, 22. -s. Jos. 13, 21. Nch. 11/ 25. 21. Und schlug auch einen Egyptischen gräulichen Mann, der hatte einen Spieß in seiner Hand. Er aber ging zu ihm hinab mit einem Stecken, und riß dem Egyprer den Spieß aus der Hand, und erwürgcte ihn mit seinem eigenen Spieß. 22. Das that Benaja, der Sohn Iojada, und war berühmt unter den dreven Helden, 2.1. Und herrlicher, denn die Dreyßig; aber er kam nicht bis an die Drey. Und David machte ihn zum heimlichen Rath. 24. * Asahel, der Bruder Joabs, ist unter den Dreyßigen. Elhanan, der Sohn Dodo, zu Bethlehem. *1 Chr. 12,26. 25. Samma, der Haraditer. Elika, der Ha- raditer. 26. 'Helez, der Paltiter. Jra, der Sohn Jkes, des Thekoiters. ' 1 Chr. 28,10. 27. Adieser , der Antothiter. Mebunai, der Husathiter. 28. Zalmon, der Ahohiter. * Maherai, der Nerophathiter. * 1 Chr. 12,30. 29. Heleb, der Sohn Baena, der Netopha- thiter. Jthai, der Sohn Ribai, von Gibea der Kinder Benjamin. 30. Benaja, ' der Pirgathoniter. Hidai, von den Bächen Gaas. *1 Chr. 12,31. 31. Abialbon, der Arbathiter. Asmaveth, der Barhumiter. 32. Eljaheba, der Saalboniter. Die Kinder Jasen und Jonathan. 33. Samma, der Harariter. Ahiam, der Sohn Sarars, der Hararirer. 34. Eliphelet, der Sohn Ahasbai, des Sohnes Maechati. Eliam, ' der Sohn Ahitophels, des Giloniters. * -. 15,12. 35 . Hezrai, der Carmeliter. Paerai, der Arbiter. 36. Jegeal, der Sohn Nathans von Zoba. Bani, der Gaditer. 37. Zelek, der Ammoniter. Naharai, der Beerothiter, der Waffenträger Joabs, des Sohnes ZeruJa. 38. Jra, der Jethriter. Gareb, der Jethriter. 39. Uria, 'der Hethiter. Derer ist allesammt sieben und dreyßig. * c. 1^ 3. Das David zählet das Volk. 2Samuelis24. Pestil.frisset 70000 Mann. Gott wird versöhnet. 329 Das 24. Capitel. Davids Ehrgeiz in Zählung des Volks wird mit der Pestilenz gestraft. 1. Nnd * der Zorn des Herrn ergrimmete aber- " mahl wider Israel, und reizte David unter ihnen, daß er sprach : Gehe hin, zähle Israel und Juda. * 1 Chr. 22,1. 2. Und der König sprach zu Joab, feinem Feldhauptmann: Gehe umher in allen Stämmen Israels von Dan an bis gen BerSeba, und zähle das Volk; daß ich wisse, wie viel seiner ist. 3. Joab sprach zu dem Könige: Der Herr, dein Gott, thue zu diesem Volk, wie es jezt ist, noch hundertmahl so viel, daß mein Herr, der König, seiner Augen Lust daran sehe; aber was hat mein Herr König zu dieser Sache Lust? Aber des Königs Wort ging vor wider Joab und die Hauptleute des Heers. Also zog Joab aus und die Hauptleute des Heers von dem Könige, daß sie das Volk Israel zähleten. s. Und gingen über den Jordan, und lagerten sich zu Aroer zur Rechten der Stadt, die im Bach Gad liegt, und zu Jaeser; 6 . Und kamen gen Gilead, und ins Niederland Hadsi; und kamen gen DanJaan, und um Zidon her; 7. Und kamen zu der festen Stadt Tyrus, und allen Städten der Heviter und Cananiter, und kamen hinaus an den Mittag Juda gen BerSeba; 8 . Und * zogen das ganze Land um, und kamen nach neun Monathen und zwanzig Tagen gen Jerusalem; * Jos. is, s. 9. Und Joab gab dem Könige die Summa des Volks, das gezählet war. Und es waren in Israel acht hundert mahl tausend starke Männer , die das Schwert auszogen; und in Juda fünf hundert mahl tausend Mann. 10. Und das Herz schlug David, nachdem das Volk gezählet war. Und David sprach zum Herrn: Ich * habe schwerlich gesündtget, daß ich das gethan habe; und nun, Herr, nimm weg die Missethat deines Knechts, denn ich habe sehr thörlich gethan. * c. 12. iz. 1 Chr. 22, 8 . 11. Und da David des Morgens aufstand, kam des Herrn Wort zu Gad, dem Propheten, Davids Seher, und sprach: 12. Gehe hin, und rede mit David: So spricht der Herr: Dreyerley bringe ich zu dir; erwähle dir derer Eines, das ich dir thue. 13. Gad kam zu David, und sagte es ihm an, und sprach zu ihm: Willst du, daß "sieben Jahre Theurung in dein Land komme ? Oder - daß du drey Monathe vor deinen Widersachern siiehen mäßest, und sie dich verfolgen? Oder, daß drey Tage Pestilenz in deinem Lande sey? So merke nun und siehe, was ich wieder sagen soll dem, der mich gesandt hat. * Zer. 24/ 10 . c. 29/ 17. i^. David sprach zu Gad: Es ist mir sehr angst; aber laß uns in die Hand des Herrn fallen , denn seine Barmherzigkeit ist groß; ich will nicht in der Menschen Hände fallen. is. Also ließ der Herr Pestilenz in Israel kommen, von Morgen an bis zur bestimmten Zeit, daß des Volks starb, von Dan an bis gen BerSeba, siebenzig tausend Mann. 16. Und da der Engel seine Hand ausstreckte über Jerusalem, daß er sie verderbete; " reuete es den Herrn über dem Uebel, und sprach zu dem Engel, zu dem Verderber im Volk: Es ist genug, laß nun deine Hand ab. Der Engel aber des Herrn war bey der Tenne Arafna, des Jebusiters. * Zn. 42,10. 17. David aber, da er den Engel sah, der das Volk schlug, sprach er zum Herrn: Siehe, ich habe gesündiget, ich habe die Missethat gethan; was haben diese Schafe gethan? Laß deine Hand wider mich, und meines Vaters Haus seyn. 18. Und Gad kam zu David zu derselben Zeit, und sprach zu ihm: Gehe hinauf, und richte dem Herrn einen Altar auf in der Tenne Araf- na, des Jebusiters. 19. Also ging David hinauf, wie Gad gesagt, und der Herr gebothen hatte. 20. Und da Arafna sich wandte; sah er den König mit seinen Knechten zu ihm gehen, und " bethete an auf seinem Angesicht zur Erde, * c. 18/ 28. 21. Und sprach: Warum kommt mein Herr, der König, zu seinem Knechte? David sprach: Zu kaufen von dir die Tenne, und zu bauen dem Herrn einen Altar, daß die Plage vom Volk aufhöre. 22. Aber Arafna sprach zu David: " Mein Herr, der König, nehme und opfere, wie es ihm gefällt; siehe, da ist ein Rind zum Brandopfer, und Schleifen, und Geschirr vom Ochsen zu Holz. * 1 Mos. 23,11. 23. Alles gab Arafna, der König, dem Könige. Und Arafna sprach zum Könige: Der Herr, dein Gott, lasse dich ihm angenehm seyn. T t 330 Adoniä Regiersucht. 1 Könige 1 BathSeba Bitte. 2L. Aber der König sprach zu Arafna: Nicht 25. Und bauete daselbst dem Herrn einen Al- also, sondern ich will dirs abkaufen um sein tar, und opferte Brandopfer und Dankopfer. Geld; denn ich will dem Herrn , meinem Gott, Und ' der Herr ward dem Lande versöhnet, und nicht Brandopfer thun, das ich umsonst habe, die Plage hörete auf von dem Volk Israel. Also kaufte David die Tenne und das Rind um * c. 21,14. fünfzig Sekel Silber, Das erste Buch v Das 1. Capitel. Salomo zum Könige gesalbct und eingeweihet. 1. (-)nd da der König David alt war und wohl betagt, konnte er nicht warm werden, ob man ihn gleich mit Kleidern bedeckte. 2. Da sprachen feine Knechte zu ihm: Laßt sie meinem Herrn Könige eine Dirne, eine Jungfrau, suchen; die vor dem Könige stehe, und seiner pflege, und schlafe in seinen Armen, und wärme meinen Herrn, den König. 3. Und sie suchten eine schöne Dirne in allen Grenzen Israel, und fanden Abisag von Summ , und brachten sie dem Könige. Und sie war eine sehr schöne Dirne, und pflegte des Königs, und dienete ihm. Aber der König erkannte sie nicht. 5. Adonia* aber, der Sohn Hagiths, erhob sich, und sprach: Ich will König werden ; und machte ihm Wagen und Reiter , und fünfzig Mann zu Trabanten vor ihm her. * 2 Sam. 3, 4. -j-2 Sam. 13, 1 ., 6 . Und sein Vater wollte ihn nicht bekümmern bey seiner Zeit, daß er hätte gesagt: Warum thust du also? Und er war auch ein sehr schöner Mann , und er hatte ihn gezeuget * nächst nach Absalom. * 2 Sam. 3 , 3 . 4 . 7 . Und er hatte seinen Rath mit Joab, dem Sohne ZeruJa, und mit AbJathar, dem Priester; die halfen Adonia. 8. Aber Zadok, der Priester, und Benaja, der Sohn Jojada, und Nathan, der Prophet, und Simei, und Rei, und die Helden Davids, waren nicht mit Adonia. 9. Und da Adonia Schafe und Rinder und gemästetes Vieh opferte bey dem Stein Sohe- lcth, der neben dem * Brunnen Rogel lieget; lud er alle seine Brüder, des Königs Söhne, und alle Männer Juda, des Königs Knechte. * 2 Sam. 17, 17. 10. Aber den * Propheten Nathan, und Bell N den Königen. naja, und die Helden, und Salomo, seinen Bruder, lud er nicht. " v. 26. 11. Da sprach Nathan zu BathSeba, Salo- monS Mutter: Haft du nicht gehöret, daß Adonia, der Sohn Hagiths, ist König geworden ; und unser Herr, David, weiß nichts darum? 12. So komm nun, ich will dir einen Rath geben , daß du deine Seele und deines Sohns Salomons Seele errettest. 13. Hin, und gehe zum König David hinein, und sprich zu ihm: Hast du nicht, mein Herr König, deiner Magd geschworen und geredet: Dein Sohn Salomo soll nach mir König seyn, und er soll auf meinem Stuhl fitzen? Warum ist denn Adonia König geworden? i-L. Siehe, weil du noch da bist und mit dem König redest; will ich dir nach hinein kommen , und vollends dein Wort ausreden. 15. Und BathSeba ging hinein zum König in die Kammer. Und der König war sehr alt, und Abisag von Sunem dienete dem König. 16. Und BathSeba neigte sich, und bethete den König an. Der König aber * sprach: Was ist dir? *2 Sam. 14,3. 1 7 . Sie sprach zu ihm: Mein Herr! Du hast deiner Magd geschworen bey dem Herrn, deinem Gott: Dein Sohn Salomo soll König seyn nach mir, und auf meinem Stuhl sitzen. 18. Nun aber siehe, Adonia ist König geworden; und, mein Herr König, du weißt nichts darum. 19. Er hat * Ochsen und gemästetes Vieh, und viele Schafe geopfert, und hat geladen alle Söhne des Königs, dazu AbJathar, den Priester, und Joab, den Feldhauptmann; aber deinen Knecht Salomo hat er nicht geladen. * Vers 9 . 10 . 20. Du bist aber, mein Herr, König; die Augen des ganzen Israels sehen auf dich, daß du ihnen anzeigest, wer auf dem Stuhl meines Herrn Königs nach ihm sitzen soll. 331 1 Könige 1. König. pheten Nathan, salbe ihn daselbst zum König über Israel. Und blaset mit den Posaunen, Salomo wird 2 1. Wenn aber mein Herr König mit seinen Vätern entschlafen ist; so werden ich und mein Sohn Salomo * müßen Sünder seyn. * 2 Mos. 3, 16. 22 . Weil sie aber noch redete mit dem König, kam der Prophet Nathan. 23. Und sie sagten es dem König an: Siehe, da ist der Prophet Nathan. Und als er hinein vor den König kam; bethete er an den König auf seinem Angesicht zur Erde, 2 >L. Und sprach: Mein Herr König, hast du gesagt: Adonia soll nach mir König seyn und auf meinem Stuhl sitzen? 25. Denn er ist heute hinab gegangen, und hat geopfert Ochsen und Mastvieh, und viele Schafe, und hat alle Söhne des Königs geladen , und die Hauptleute, dazu den Priester AbJathar. Und siehe, sie essen und trinken vor ihm, und sagen: * Glück zu dem König Adonia! * 2 Sam. 16, 16. 26 . Aber * mich, deinen Knecht, und Zadok, den Priester, und Benaja, den Sohn Jojada, und deinen Knecht Salomo hat er nicht geladen. * vcrS io. 27. Ist das von meinem Herrn König befohlen, und hast es deine Knechte nicht wissen lassen, wer auf dem Stuhl meines Herrn Königs nach ihm sitzen sott? 28 . Der König David antwortete, und sprach: Rufet mir BathSeba. Und sie kam hinein vor den König. Und da sie vor dem König stand, 29 . Schwur der König und sprach: So wahr der Herr lebet, der * meine Seele erlöset hat aus aller Noth, *2Sam. 4, s. 30 . Ich will heute thun, wie ich dir geschworen habe bey dem Herrn, dem Gott Israels, und geredet, daß Salomo, dein Sohn, soll nach mir König seyn; und er soll auf meinem Stuhl sitzen für mich. 31 . Da neigte sich BathSeba mit ihrem Antlitz zur Erde, und bethete den König an, und sprach: Glück meinem Herrn König David ewiglich! 32 . Und der König David sprach: Rufet mir den Priester Zadok, und den Propheten Nathan, und Benaja, den Sohn Jojada. Und da sie hinein kamen vor den König, 33. Sprach der König zu ihnen: Nehmet mit euch euers Herrn Knechte, und setzet' meinen Sohn Salomo auf mein Maulthier, und führet ihn hinab gen Gihon. 3>L. Und der Priester Zadok, sannnt dem Pro- und sprechet: * Gluck dem König Salomo! * vers 39. 35. Und ziehet ihm nach herauf, und kommt: so soll er sitzen auf meinem Stuhl, und König seyn für mich ; und ich will ihm gebiethen, daß er Fürst sey über Israel und Juda. 36 . Da antwortete Benaja, der Sohn Joja- da, dem König, und sprach: Amen, es sage der Herr, der Gott meines Herrn Königs, auch also! 37 . Wie der Herr mit meinem Herrn König gewesen ist, so sey er auch mit Salomo, daß sein Stuhl größer werde, denn der Stuhl meines Herrn Königs Davids! 38 . Da gingen hinab der Priester Zadok, und der Prophet Nathan, und Benaja, der Sohn Jojada, und Crethi und Plethi, und setzten Salomo auf das Maulthier des Königs Davids, und führeten ihn gen Gihon. 39. Und * der Priester Zadok nahm das Oel- horn aus der Hütte, und salbte Salomo. Und sie bliesen mit der Posaune, und alles Volk sprach: Glück dem König Salomo! * 1 Chr. 30, 22 . 1- 2 Kön. 11, 12 . >40. Und alles Volk zog ihm nach herauf, und das Volk psiff mit Pfeifen, und war sehr fröhlich, daß die Erde von ihrem Geschrey er- schallete. ^i. Und Adonia hörete es, und alle, die er geladen hatte, die bey ihm waren; und sie hatten schon gegessen. Und da Joab der Posaunen Schall hörete, sprach er: Was will das Geschrey und Getümmel der Stadt? >42. Da er aber noch redete, siehe, da kam Jonathan, der * Sohn AbJathars, des Priesters. Und Adonia sprach: Komm herein, denn du bist ein redlicher Mann und bringest gute Bothfchüft. *2 Sam. 13, 27. >43. Jonathan antwortete, und sprach zu Adonia: Ja, unser Herr, der König David, hat Salomo zum König gemacht; >4^. Und hat mit ihm gesandt den Priester Zadok , und den Propheten Nathan, und Benaja, den Sohn Jojada , und Crethi und Plethi; und sie haben ihn auf des Königs Maulthier gesetzt. >45. Und Zadok, der Priester, sammt dem Propheten Nathan, hat ihn gesalbet zum König zu Gihon, und sind von dannen herauf gezogen mit Freuden, daß die Stadt tummelt. Das ist das Geschrey, das ihr gehöret habt. Tt 2 Davids letzter Wille. 332 Adonia fliehet. 1 Kö nige 1. 2. -46. Dazu sitzt Salomo auf dem königlichen Stuhl. -47. Und die Knechte des Königs sind hinein gegangen/ zu segnen unfern Herrn/ den König David/ und haben gesagt: Dein Gott mache Salomo einen bessern Nahmen/ denn dein Nähme ist, und mache seinen Stuhl größer/ denn deinen Stuhl. Und der König hat angebethet auf dem Lager. ^8. Auch hat der König also gesagt: Gelobet sey der Herr/ der Gott Israels/ der heute hat lassen einen sitzen auf seinem Stuhl/ das meine Augen gesehen haben. -4s. Da erschraken und machten sich auf alle / die bey Adonia geladen waren/ und gingen hin/ ein Jeglicher seinen Weg. so. Aber Adonia fürchtete sich vor Salomo / und machte sich auf / ging hin / und fassete die Hörner des Altars. 5i. Und es ward Salomo angesagt: Siehe/ Adonia fürchtet den König Salomo; und siehe / er' fasset die Hörner des Altars/ und spricht: Der König Salomo schwöre mir heute/ daß er seinen Knecht nicht tödte mit dem Schwert. * c. 2, 23. ' 52. Salomo sprach: Wird er redlich seyn, so * soll kein Haar von ihm auf die Erde fallen; wird aber Böses an ihm gefunden / so soll er sterben. * 1 Sam. 14, --5. 2 Sam. 14, 11. 53. Und der König Salomo sandte hi«/ und ließ ihn herab von dem Altar hohlen. Und da er kam / bethete er den König Salomo an. Salomo aber sprach zu ihm: Gehe in dein Haus. Das 2. Capitiel. Davids letzter Wille und Abschied. SalomonS Folge und ernstliche Regierung. 1. Hsls nun die Zeit herbey kam/ daß David sterben sollte; geboth er seinem Sohne Salomo/ und sprach: 2 . Ich * gehe hin den Weg aller Welt; so sey getrost, und sey ein Mann. * Los. 23, 14. 3 . Und warte auf die Huth des Herrn / deines Gottes / daß du wandelst in seinen Wegen / und haltest seine Sitten/ Gebothe/ und Rechte/ und Zeugnisse / wie * geschrieben stehet im Gesetz Mose/ auf daß du klug seyest in allem/ das du thust/ und wo du dich Hinwendeft; * 3 Mos. 17, 16. Jos. 1, 7. c. 23, 6. -4. Auf daß der Herr sein Wort erwecke/ das er über mich geredet hat/ und gesagt: Werden deine Kinder ihre Wege behüthen / daß sie * vor mir treulich und von ganzem Herzen und von ganzer Seele wandeln; so soll von dir nimmer gebrechen ein Mann auf dem Stuhl Israels. * 1 Mos. 17, 1. 5 . Auch weißt du wohl / was mir gethan hat Joab/ der Sohn ZeruJa/ was er that den zween Feldhauptmännern Israels / ' Abner dem Sohne Ner/ und-!-Amasa, dem Sohne Jethers/ die er erwürget hat/ und vergoß Kriegsblut im Frieden/ und that Kriegsblut an seinen Gürtel/ der um seine Lenden war/ und an seine Schuhe/ die an seinen Füßen waren. * 2 Sam. 3, 27. -j- 2 Sam. 20, 10. 6. Thue nach deiner Weisheit/ daß du seine grauen Haare nicht mit Frieden hinunter zur Hölle bringest. 7 . Aber den Kindern Barsillai / des Gileadi- ters/ sollst du Barmherzigkeit beweisen / daß sie auf deinem Tisch essen. Denn * also thaten sie sich zu mir / da ich vor Absalom / deinem Bruder/ floh. * 2 Sam. 17, 27. e. 19, 31. 32. 8. Und siehe/ du hast bey dir Simei/ den Sohn Gera/ des Sohns Jemini von BahuriM/ * der mir schändlich fluchte zu der Zeit / da ich gen Mahanaim ging. Er aber kam herab mir entgegen am Jordan, -t Da schwur ich ihm bey dem Herrn, und sprach: Ich will dich nicht tödten mit dem Schwert. * 2 Sam. 16, 3. c. 19, 16. -s 2 Sam. 19, 13. 9 . Du aber laß ihn nicht unschuldig seyn; denn du bist ein weiser Mann, und wirst wohl wissen, was du ihm thun sollst, daß du * seine grauen Haare mit Blut hinunter in die Hölle bringest. * Ps. 63, 10. 10. Also entschlief David mit seinen'Vätern , und ward begraben in der Stadt Davids. 11 . Die "Zeit aber, die David König gewesen ist über Israel, ist vierzig Jahre. Sieben Jahre war er König zu Hebron, und drey und dreyßig Jahre zu Jerusalem. * 2 Sam. 3,4.1 Chr. 30,26.27. 12. Und Salomo saß auf dem Stuhl seines Vaters Davids, und sein Königreich ward sehr beständig. 13. Aber Adonia, der Sohn Hagiths, kam hinein zu BathSeba, der Mutter Salomons. Und sie sprach: * Kommst du auch mit Frieden? Er sprach: Ja. 'i Sam. 16,4. 1-4. Und sprach: Ich habe mit dir zu reden. Sie sprach: Sage her. 15. Er sprach: Du weißt, daß * das Königreich mein war, und ganz Israel hatte sich auf mich gerichtet, daß ich König seyn sollte; aber Adonia begehret Abtsag, er wird getödtet. 1 Könige 2. Ioab erschlagen. 333 nun ist das Königreich gewandt und meines Bruders geworden; von dem Herrn ist es ihm geworden. * c. 16. Nun bitte ich eine Bitte von dir/ du wollest mein Angesicht nicht beschämen. Sie sprach zu ihm: Sage her. 1 7 . Er sprach: Rede mit dem König Salomo / denn er wird dein Angesicht nicht beschämen / daß er mir gebe * Abisag von Suuem zum Weibe. * c. i/ 3 . 1 8 . BathSeba sprach: Wohl / ich will mit dem König deinethalben reden. is. Und BathSeba kam hinein zum König Salomo/ mit ihm zu reden/ Adonias halben. Und der König stand auf/ und ging ihr entgegen/ und bethete sie an/ und setzte sich aufseinen Stuhl. Und es ward des Körrigs Mutter ein Stuhl gesetzt/ daß sie sich setzte zu seiner Rechten. 20. Und sie sprach: Ich bitte eine kleine Bitte von dir / du wollest mein Angesicht nicht beschämen. Der König sprach zu ihr: Bitte, meine Mutter/ ich will dein Angesicht nicht beschämen. 21. Sie sprach: Laß Abisag von Summ deinem Bruder Adonia zum Weibe geben. 22. Da antwortete der König Salomo / und sprach zu seiner Mutter: Warum bittest du um Abisag von Sunem dem Adonia? Bitte ihm das Königreich auch; denn er ist mein größter Bruder, und hat * den Priester AbJathar / und Ioab / den Sohn ZeruJa. * c. i, 7. 23 . Und der König Salomo schwur bey dem Herrn / und sprach : Gott thue mir dieß und das/ Adonia soll das ' wider sein Leben geredet haben. * 2 Smn. i/i6. 2^. Und nun / so wahr der Herr lebet / der mich bestätiget hat und sitzen lassen auf dem Stuhl meines Vaters Davids / und der mir ein Haus gemacht hat/ wie er geredet hat; heute soll Adonia sterben. 25 . Und der König Salomo sandte hin durch Benaja / den Sohn Jojada ; der schlug ihn / daß er starb. 26. Und zu dem Priester AbJathar sprach der König: Gehe hin gen * Anatholh zu deinem Acker / denn du bist des Todes. Aber ich will dich heute nicht tödten; denn du hast die Lade des Herrn Herrn vor meinem Vater David getragen / und Haft mit gelitten / wo mein Vater gelitten hat. * s-r. i, i. 27 . Also verstieß Salomo den AbJathar/ daß er nicht mußte Priester des Herrn seyn/ auf daß erfüllet würde * des Herrn Wort/ das er über das Haus Eli geredet hatte zu Silo. * 1 Sam. 2 / 31. 32. 28. Und dieß Gerücht kam vor Ioab: denn Ioab hatte an Adonia gehangen / wiewohl nicht an Absalom. Da floh Ioab in die Hütte des Herrn / und * fassete die Hörner des Altars. * e. i/ 3i. 29. Und es ward dem König Salomo angesagt / daß Ioab zur Hütte des Herrn geflohen wäre; und siehe / er stehet am Altar. Da sandte Salomo hin Benaja/ den Sohn Jojada/ und sprach: Gehe/ schlage ihn. 3 0. Und da Benaja zur Hütte des Herrn kam/ sprach er zu ihm: So sagt der König/ gehe heraus. Er sprach: Nein/ hier will ich sterben. Und Benaja sagte solches dem König wieder / und sprach: So hat Ioab geredet / und so hat er mir geantwortet. 3 1. Der König sprach zu ihm: Thue/ wie er geredet hat/ und schlage ihn/ und begrabe ihn/ daß du das Blut/ das Ioab umsonst vergossen hat / von mir thuest und von meines Vaters Hause; 32. Und der Herr ihm bezahle sein Blut auf seinen Kopf/ daß er zween Männer geschlagen hat / die gerechter und besser waren/ denn er/ und hat sie erwürget mit dem Schwert/ daß mein Vater David nichts darum wußte / nähm- lich * Abnev/ den Sohn Ner/ den Feldhaupt- mann über Israel / und 7 Amasa / den Sohn Jethers / den Feldhauptmann über Juda; * 2 Sam. 3/ 27. 1- 2 Sam. 20 / 10. 33. Daß ihr * Blut bezahlet werde auf den Kopf Joabs / und seines Samens ewiglich ; aber David und sein Same/ sein Haus und sein Stuhl Frieden habe ewiglich von dem Herrn. ' 1 Mos. 9/ 6. 32 i. Und Benaja / der Sohn Jojada / ging hinauf/ und schlug ihu / und tödtete ihn. Und er ward begraben in seinem Hause in der Wüste. 35 . Und der König setzte * Benaja / den Sohn Jojada/ an seine Statt über das Heer; und Zadok / den Priester / setzte der König an die Statt AbJathars. * c. 4 / 4 . 36 . Und der König sandte Hill/ und ließ Si- mei rufen / und sprach zu ihm: Baue dir ein Haus zu Jerusalem, und wohne daselbst; und gehe von dannen nicht heraus, weder hier noch daher. 37 . Welches * Tages du wirst hinaus gehen und über den Bach Kidron gehen , so wisse. Laß du des Todes sterben mußt; dein Blut sey auf deinem Kopf. ' ^ Mos. 2/17. Simei Strafe. Salomons Bitte. 1 Könige 2. 3. 334 38 . Simet sprach zum König: Das ist eine gute Meynung; wie mein Herr, der König, geredet hat, so soll dein Knecht thun. Also wohnete Simei zu Jerusalem lange Zeit. 39 . Es begab sich aber über drey Jahre, daß zween Knechte dem Simei entliefen zu Mrs, dem Sohne Maecha, dem Könige zu Gath. Und es ward Simei angesagt: Siehe/ deine Knechte sind zu Gath. ^lo. Da machte sich Simei auf/ und sattelte seinen Esel/ und zog hin gen Gath zu Achis / daß er seine Knechte suchte. Und da er hin kam / brachte er seine Knechte von Gath. Und es ward Salomo angesagt/ daß Simei hingezogen wäre von Jerusalem gen Gath und wieder gekommen. 2,2. Da sandte der König hin / und ließ Simei rufen/ und sprach zu ihm: Habe ich dir nicht geschworen bey dem Herrn/ und dir bezeuget und gesagt/ welches Tages du würdest auszie- hen/ und hier oder dahin gehen/ daß du wissen solltest/ du müßtest des Todes sterben? Und du sprachst zu mir: Ich habe eine gute Meinung gehöret. ^ 3 . Warum Haft du denn dich nicht gehalten nach dem Eide des Herrn/ und Gebots)/ das ich dir gebothen habe? Und der König sprach zu Simei: Du weißt alle die Bosheit / der dir dein Herz bewußt ist / die du * meinem Vater David gethan Haft; der t Herr hat deine Bosheit bezahlet auf deinen Kopf. * 2 Sam. 16, -. 1- Ps. 54,7. Ps. 62, iz. 2/5. Und der König Salomo ist gesegnet/ und der Stuhl Davids wird beständig seyn vor dem Herrn ewiglich. ^ 6 . Und der König geboth Bettaja, dem Sohne Jojada; der ging hinaus und schlug ihn, daß er starb. Und das Königreich ward bestätiget durch Salomons Hand. Das 3. Capitel. Salomons Ehe, Gcbeth und Urtheil. 1. Nnd Salomo befreundete! sich mit Pharao, dem Könige in Egypten, und nahm Pha- raons Tochter, und brachte sie in die Stadt Davids, bis er ausbanete sein Haus, und des Herrn Haus, und die Mauern um Jerusalem her. 2. Aber das Volk opferte noch auf den Höhen; denn es war noch kein Haus gebauet dem Nahmen des Herrn, bis auf die Zeit. 3. Salomo aber hatte den Herrn lieb, und wandelte nach den Sitten seines Vaters Davids, ohne daß er auf den Höhen opferte und räucherte. Und der König ging hin gen Gibeon, daselbst zu opfern; denn das war eine herrliche Höhe. Und Salomo opferte tausend Brandopfer auf demselben Altar. 5. Und * der Herr erschien Salomo zu Gibeon im Traum des Nachts, und Gott sprach: Bitte, was ich dir geben soll. * c. s, 2. 6 . Salomo sprach: Du hast an meinem Vater David, deinem Knechte, große Barmherzigkeit gethan; wie er denn vor dir gewandelt hat in Wahrheit und Gerechtigkeit, und mit richtigem Herzen vor dir; und hast ihm diese große Barmherzigkeit gehalten, und ihm einen Sohn gegeben , * der auf seinem Stuhl säße, wie es denn jezt gehet. * c. 1, 4 s. 7 . Nun Herr, mein Gott, du hast deinen Knecht zum König gemacht, an meines Vaters Davids Statt. So bin ich ein kleiner Knabe, weiß nicht weder meinen Ausgang noch Eingang. 8 . Und dein Knecht ist unter dem Volk, das du erwählet hast, so groß, daß es Niemand zählen noch beschreiben kann, vor der Menge. 9. So ' wollest du deinem Knechte geben ein gehorsames Herz, daß er dein Volk richten möge, und verstehen, was gut und böse ist. Denn wer vermag dieß dein mächtiges Volk zu richte» ? * 2 Chr. 1 / 10. 10. Das gefiel dem Herrn wohl, daß Salomo um ein solches bath. 11. Und Gott sprach zu ihm: Weil du solches bittest, und bittest nicht um langes Leben, noch um Reichthum, noch um deiner Feinde Seele, sondern um Verstand Gericht zu hören; 12. Siehe, so habe ich gethan nach deinen Worten. Siehe, ich habe dir ein weises und verständiges Herz gegeben, daß deines Gleichen vor dir nicht gewesen ist, und nach dir nicht aufkommen wird. 13. Dazu, * das du nicht gebethen hast, habe ich dir auch gegeben, nähmlich Neichthum und Ehre, daß deines Gleichen keiner unter den Königen ist zu deinen Zeiten. * 2 Ehr. i/12. MM. 6 ,33. 1^. Und so du wirst in meinen Wegen wandeln, daß du hältst meine Sitten und Gebothe, wie dein Vater David gewandelt hat; so will ich dir geben ein langes Leben. 15. Und da Salomo erwachte: siehe, da war es ein Traum. Und kam gen Jerusalem, und trat vor die Lade des Bundes des Herrn, und Salomons sonderbares 1 Koni opferte Brandopfer und Dankopfer/ und * machte ein großes Mahl allen seinen Knechten. * i Mos. 40 / 20. 16. Zu der Zeit kamen zwo Huren zum König/ und traten vor ihn. 17. Und das eine Weib sprach: Ach mein Herr, ich und dieß Weib wohneten in Einem Hause; und ich gelag bey ihr inr Hause. 18. Und über drey Tage, da ich geboren hatte, gebar sie auch. Und wir waren bey einander, daß kein Fremder mit uns war im Hause, ohne wir beyde. 19. Und dieses Weibes Sohn starb in der Nacht; denn sie hatte ihn im Schlaf erdrückt. 20. Und sie stand in der Nacht auf, und nahm meinen Sohn von meiner Seite, da deine Magd schlief, und legte ihn an ihren Arm, und ihren todten Sohn legte sie an meinen Arm. 21. Und da ich des Morgens aufftand, meinen Sohn zu särrgen; siehe, da war er todt. Aber am Morgen sah ich ihn genau an; und siehe, es war nicht mein Sohn, den ich geboren hatte. 22. Das andere Weib sprach: Nicht also, mein Sohn lebet, und dein Sohn ist todt. Jene aber sprach: Nicht also, dein Sohn ist todt, und mein Sohn lebet. Und redeten also vor dem König. 23. Und der König sprach: Diese spricht: Mein Sohn lebet, und dein Sohn ist todt; Jene spricht: Nicht also, dein Sohn ist todt, und mein Sohn lebet. 2^. Und der König sprach: Höhlet mir ein Schwert her. Und da das Schwert vor den König gebracht ward, 25. Sprach der König : Theilet das lebendige Kind in zwey Theile, und gebet dieser die Hälfte, und jener die Hälfte. 26. Da sprach das Weib, deß Sohn levete, zum Könige: (denn ihr * mütterliches Herz entbrannte über ihren Sohn) Ach mein Herr, gebt ihr das Kind lebendig, und tödtet es nicht. Jene aber sprach : Es sey weder mein noch dein, laßt es theilen. * ssaj. 49/ 27. Da antwortete der König, und sprach: Gebt dieser das Kind lebendig, und tödtet es nicht; die ist seine Mutter. 28. Und das Urtheil erschallete vor dem ganzen Israel, das der König gefället hatte, und fürchteten sich vor dem König; denn sie sahen, daß die Weisheit Gottes in ihm war, Gericht zu halten. ge 3. -4. Gericht, und Bediente. 335 Das 4. Capitel. Salomons Amtleute / Herrlichkeit und Weisheit. i.Hslio war Salomo König über ganz Israel. ^ 2. Und dieß waren seine Fürsten: Asar- ja: der Sohn * Zadoks, des Priesters. * c. 2/ 33. 3. Elihoreph und Ahija, die Söhne Sisa, waren Schreiber. Josaphat, der Sohn Ahi- luds, war Kanzler. Benaja, der Sohn Jojada, war Feldhauptmann. Zadok und AbJathar waren Priester. 5. Afarja, der Sohn Nathans, war über die Amtleute. Sabud, der Sohn Nathans, des Priesters, war des Königs Freund. 6. Ahisar war Hofmeister. *Adoniram, der Sohn Abda, war Rentmeister. * 14. 7. Und Salomo hatte zwölf Amtleute über ganz Israel, die den König und sein Haus versorgten. Ein Jeder hatte des Jahrs einen Mo- nath lang zu versorgen., 8. Und hießen also: Der Sohn Hur, auf dem Gebirge Ephraim; 9. Der Sohn Dekers zu Makaz und zu Saal- bim, und zu BethSemes, und zu Elon, und BethHanan; 10. Der Sohn Heseds zu Aruboth, und hatte dazu Socho, und das ganze Land Hepher; i i. Der Sohn * AbiNadabs, die ganze Herrschaft zu Dor, und hatte Taphath, Salomons Tochter, zum Weibe; *iSam.i 6 / 8 . 12. Baena, der Sohn Ahiluds, zu Thaenach und zu Megiddo, und über ganz Bethsean, welches liegt neben Zarthana, unter Jesreel, von Bethsean bis an den Plan Mehola, bis jenseits Jakmeam; 13. Der Sohn -Gebers zu Ramoth in Gilead, und hatte * die Flecken Jairs, des Sohnes Ma- nasse, in Gilead, und hatte die Gegend Argob, die in Basan liegt, sechzig große Städte, vermauert und mit ehernen Riegeln; * i Chr. 2/ 23. i>4. AhiNadab, der Sohn Jddo; zu Maha- naim: 15. Ahimaaz in Naphthali, und er nahm auch Salomons Tochter, Basmath, zum Weibe; 16. Baena, der Sohn Husai, in Asser und zu Aloth; 17. Josaphat, der Sohn Paruah, in Jsa- schar; 18. Simei, der Sohn Ela, in Benjamin ; 19. Geber, der Sohn Uri, im Lande Gilead , im Lande Sihons, des Königs der Amoriter, 336 Salomons Macht und 1 Könige 4. 5. Weisheit. Hiram. und Ogs, des Königs zu Basan: Ein Amtmann war in demselben Lande. 20. Juda aber und Israel deß war viel, "wie der Sand am Meer, und aßen und tranken, und waren fröhlich."-. 3 , s. i Mos. 13, is. 4 Mos. 23,10. 21. Also war Salomo ein Herr über alle Königreiche, von dem Wasser an in der Philister Lande, bis an die Grenze Egyptens, die ihm Geschenke zubrachten, und dieneten ihm sein Lebenlang. 22. Und Salomo mußte täglich zur Speisung haben dreyßig Cor Semmelmehl, und sechzig Cor anderes Mehl; 23. Zehn gemästete Rinder, und zwanzig Wei- derinder, und hundert Schafe; ausgenommen Hirsche und Rehe, und Gemsen, und gemästetes Vieh. 2^. Denn er herrschete im ganzen Lande dieß- seit des Wassers, von Tiphsah bis gen Gasa, über alle Könige dießseit des Wassers, und hatte Friedey von allen seinen Unterthanen umher, 25. Daß Juda und Israel" sicher wohneten, ein f Jeglicher unter seinem Weinstock, und unter seinem Feigenbaum, von Dan bis gen BerSeba, so lang Salomo lebte. * 3 Mos. 26, 5 . -j- 2 Kon. 18, 3 l. 26. Und Salomo hatte" vierzig tausend Wagenpferde , und zwölf tausend Reisige (Retter). * 2 Chr. 9 , 25 . 27. Und die Amtleute versorgten den König Salomo und alles, was zum Tisch des Königs gehörete, ein Jeglicher in seinem Monath, und ließen nichts fehlen. 28. Auch Gerste und Stroh für die Rosse und Läufer brachten sie an den Ort, da Er war, ein Jeglicher nach seinem Befehl. 29. Und Gott gab Salomo sehr große Weisheit und Verstand, und getrostes Herz, wie * Sand, der am Ufer des Meers liegt; * Ps. 139 , 18 . 30. Daß die Weisheit Salomons größer war, denn aller Kinder gegen Morgen und aller Egypter Weisheit. 31. Und war weiser, denn alle Menschen; auch weiser, denn die Dichter, Ethan, der Esrahiter, Heman, Chalcol und Darda; und war berühmt unter allen Heiden umher. 32. Und er redete drey tausend Sprüche, und seiner Lieder waren tausend und fünf. 33. Und er redete von Bäumen, von der Ce- der an zu Libanon bis an den Z)sop, der aus der Wand wächst. Auch redete er von Vieh, von Vögeln, von Gewürme und von Fischen. 3^. Und es kamen aus allen Völkern, * zu hören die Weisheit Salomons, von allen Königen auf Erden, die von seiner Weisheit gehöret hatten. "«. 10,1.6. Das 5. Capitel. Salomons Bund mit Hiram, bey Vorbereitung zum Tempelbau.' 1. Nnd Hiram, der König zu Tyrus, sandte ^ seine Knechte zu Salomo; denn er hatte gehöret, daß sie" ihn zum König gefalbet hatten an seines Vaters Statt. Denn Hiram liebte David sein Lebenlang. * c. 1,39. 2. Und Salomo ' sandte zu Hiram, und ließ ihm sagen: *2Chr. 2,3. 3. Du weißt, daß mein Vater David nicht konnte bauen ein Haus dem Nahmen des Herrn, seines Gottes, um des Kriegs willen, der um ihn her war , bis sie der Herr unter seine Fußsohlen gab. Nun aber hat mir der Herr. mein Gott, Ruhe gegeben umher, daß kein Widersacher noch böses Hinderniß mehr ist. s. Siehe, so habe ich gedacht ein Haus zu bauen dem Nahmen des Herrn, meines Gottes, wie * der Herr geredet hat zu meinem Vater David, und gesagt: Dein Sohn, den ich an deine Statt setzen werde auf deinen Stuhl, der soll meinem Nahmen ein Haus bauen. * 2 Sam. 7, 13. 6 . So befiehl nun, daß man mir Cedern aus Libanon haue, und daß deine Knechte mit meinen Knechten seyen. Und den Lohn deiner Knechte will ich dir geben; alles, wie du sagest. Denn du weißt, daß bey uns Niemand ist, der Holz zu hauen wisse, wie die Monier. 7 . Da Hiram aber hörete die Worte Salomons , freuete er sich hoch, und sprach: * Gelobet sey der Herr heute, der David einen weisen Sohn gegeben hat über dieß große Volk. * 2 Cbr. 2, 12. 8 . Und Hiram sandte zu Salomo, und ließ ihm sagen: Ich habe gehöret, was du zu mir gesandt Haft. Ich will thun nach allem deinem Begehren, mit Cedern und Tannenholz. 9. Meine Knechte sollen sie vom Libanon hinab bringen ans Meer; und will sie in Flöße legen lassen auf dem Meer, bis an den Ort, den du. mir wirst ansagen lassen; und will sie daselbst abbinden, und du sollst es hohlen lassen. Aber du sollst auch mein Begehren thun, und Speise geben meinem Gesinde. 10. Also gab Hiram Salomo Cedern und Tannenholz, nach allem seinem Begehren. 11. Salo- Anfang und 1 Könige 5. 6. Beschaffenheit des Tempelbaues. 33/ i i. Salomo aber gab Hiram zwanzig tausend Cor Weizen zu essen für sein Gesinde, und zwan- zig Cor gestoßenes Oehl. Solches gab Salomo jährlich dem Hiram. 12. Und der Herr * gab Salomo Weisheit, -i- wie er ihm geredet hatte. Und war Friede zwischen Hiram und Salomo, und sie machten beyde einen Bund mit einander. * c. 4/ 29. 1- c. 3/ 12 . 13. Und Salomo legte eine Anzahl auf das ganze Israel, und die Anzahl war dreyßig tausend Mann. i^. Und sandte sie auf den Libanon , je einen Monath zehn tausend, daß sie Einen Monath auf dem Libanon waren, und zween Monathe daheim. Und * Adoniram war über solche Anzahl. * c. 4, 6. is. Und Salomo hatte fiebenzig tausend, die da Last trugen, und achtzig tausend, die da zimmerten auf dem Berge; 16. Ohne die obersten Amtleute Salomons, die über das Werk gesetzt waren , nähmlich drey tausend und drey hundert, welche über das Volk herrscheten, das da am Werk arbeitete. 17. Und der König geboth, daß sie große und köstliche Steine ausbrachen, nähmlich gehauene Steine zum Grunde des Hanfes. 18. Und die Bauleute Salomons, und die Bauleute Hirams, und die Giblim , («eure von G-- »al, am Libanon) hieben aus und bereiteten zu, Holz und Steine, zu bauen das Haus. Das 6. Capitel. Der Tempel Salomons wird in sieben Jahren ausgcbauet. 1. ?^m vierhundert und achtzigsten Jahr nach ^ hem Ausgang der Kinder Israel aus Egyptenland, im vierten Jahr des Königreichs Salomons über Israel, im Monath Sif, das ist der andere Monath, * ward das Haus dem Herrn gebauet. * 2 Chr. 3 , 1 . 2. Das Haus aber, das der König Salomo dem Herrn bauete, war sechzig Ellen lang, und zwanzig Ellen breit, und dreyßig Ellen hoch. 3. Und * bauete eine Halle vor dem Tempel, zwanzig Ellen lang, nach der Breite des Hauses, und zehn Ellen breit vor dem Hause her. * 2 Chr. 3, 4. 4. Und er machte an das Haus Fenster; inwendig weit, auswendig enge. 5. Und er bauete einen Umgang an der Wand des Hauses rings umher, daß er beydes um den Tempel und das Chor herging; und machte seine äußere Wand umher. 6. Der unterste Gang war fünf Ellen weit, und der mittelste sechs Ellen weit, und der dritte sieben Ellen weit; denn er legte Trahmen außen am Hause umher, daß sie nicht an der Wand des Hauses sich hielten. 7. Und da das Haus gesetzt ward, waren die Steine zuvor ganz zugerichtet, daß man keinen Hammer, noch Beil, noch irgend ein Eisenzeug im Bauen hörete. . 8. Eine Thür aber war zur rechten Seite mitten am Hause, daß man durch Wendelsteine hinauf ging auf den Mittelgang, und vom Mittelgang auf den dritten. 9. Also bauete er das Haus, und vollendete es; und spündete das Haus mit Cedern, beydes oben und an den Wänden. 10. Er bauete auch einen Gang oben auf dem ganzen Hause herum, fünf Ellen hoch; und deckte das Haus mit Cedernholz. 11. Und es geschah des Herrn Wort zu Salomo, und sprach: 12. Das sey das Haus, das du bauest. Wirst du in meinen Gebothen wandeln, und nach meinen Rechten thun, und alle meine Gebothe halten , darinnen zu wandeln; so * will ich mein Wort mit dir bestätigen, wie ich deinem Vater David geredet habe; *2 Sam. 7/13. 13. Und will * wohnen unter den Kindern Israel, und will mein Volk Israel nicht verlassen. * 2 Mos. 29/ 45. 1^. Also * bauete Salomo das Haus, und vollendete es. * Gesch. 7,47. 15. Und bauete die Wände des Hauses inwendig an den Seiten von Cedern, von des Hauses Boden an bis an die Decke; und spündete es mit Holz inwendig, und täfelte den Boden des Hauses mit tannenen Bretern. 16. Und er bauete hinten im Hause zwanzig Ellen lang eine eederne Wand, vom Boden an bis an die Decke; und bauete daselbst inwendig das Chor, und das Allerheiligfte. 17. Aber das Hans des Tempels (vor dem Chor) war vierzig Ellen lang. 18. Inwendig war das ganze Haus ganz von Cedern, mit gedreheten Knoten und Blumwerk, daß man keinen Stein sah. 19. Aber das Chor bereitete er inwendig im Hause, daß man die Lade des Bundes des Herrn daselbst hin thäte. 20. Und vor dem Chor, das zwanzig Ellen U u 3Z8 Cherubim. 1 Könige 6. 7. Königlicher Hausbau. lang, zwanzig Ellen weit und zwanzig Ellen hoch war, und überzogen mit lauterm Golde, spundete er den Altar mit Cedern. 21. Und Salomo überzog das Haus inwendig mit lauterm Golde; und zog goldene Riegel vor dem Chor her, das er mit Golde überzogen hatte; 22. Also, daß das ganze Haus gar mit Golde überzogen war; dazu auch den ganzen Altar vor dem Chor überzog er mit Golde. 23 . Er machte auch im Chor* zween Cherubim, zehn Ellen hoch, von Oehlbaumholz. * 2 Mos. 25/ IS. c. 37/ 7. 2^. Fünf Ellen hatte ein Flügel eines jeglichen Cherubs, daß zehn Ellen waren von dem Ende seines einen Flügels zum Ende seines andern Flügels. 25 . Also hatte der andere Cherub auch zehn Ellen, und war einerley Maß und einerley Raum beyder Cherubim; 26. Daß also ein jeglicher Cherub zehn Ellen hoch war. 27 . Und er that die Cherubim inwendig ins Haus. Und die Cherubim breiteten ihre Flügel aus, -aß eines Flügel rührete an diese Wand und des andern Cherubs Flügel rührete an die andere Wand; aber mitten im Hause rührete ein Flügel an den andern. 28. Und er überzog die Cherubim mit Golde. 29. Und an allen Wänden des Hauses um und um ließ er Schnitzwerk machen von ausgehöhlten Cherubim, Palmen und Blumwerk, inwendig und auswendig. 30 . Auch überzog er den Boden des Hauses mit goldenen Blechen, inwendig und auswendig. 3 1. Und im Eingänge des Chors machte er zwo Thüren von Oehlbaumholz, mit fünfeckig- ten Pfosten. 32. Und ließ Schnitzwerk darauf machen von Cherubim, Palmen und Blumwerk; und überzog fie mit goldenen Blechen. 33 . Also machte er auch im Eingänge des Tempels viereckigte Pfosten von Oehlbaumholz, 3 ^. Und zwo Thüren von Tannenholz, daß eine jegliche Thür zwey Blatt hatte an einander hangend in ihren Angeln. 35. Und machte Schnitzwerk darauf von Cherubim , Palmen und Blumwerk; und überzog sie mit Golde, recht wie es befohlen war. 36 . Und er bauete auch einen Hof darinnen von dreyen Reihen gehauener Steine, und von einer Reihe gehöfelter (gehobelter) Cedern. 37 . Im*Vierten Jahr, im Monath Sis, ward der Grund gelegt am Hause des Herrn. * v. i. 38 . Und im eilften Jahr, im Monath Bul (das ist der achte Monath) ward das Haus bereitet, wie es seyn sollte; daß sie sieben Jahre daran baueten. Das 7. Capitel. Verfertigung der königlichen Häuser und der Gefäße des Tempels. 1. Uber an seinem Hause * bauete Salomo ^ dreyzehn Jahre, daß er es ganz aus- bauete. * c. s, io. 2. Nähmlich er bauete ein Haus vom Walde Libanon, hundert Ellen lang, fünfzig Ellen weit, und dreyßig Ellen hoch. Auf dasselbe Gevierte legte er den Boden von cedernen Bre- tern, auf cedernen Säulen, nach den Reihen hin, 3. Und oben darauf ein Gezimmer von Cedern, auf dieselben Säulen, welcher waren fünf und vierzig, je fünfzehn in einer Reihe. Und waren Fenster gegen den drey Reihen, gegen einander über, drey gegen drey. 5 . Und waren in ihren Pfosten viereckigt. 6 . Er bauete auch eine Halle von Säulen, fünfzig Ellen lang und dreyßig Ellen breit; und noch eine Halle vor diese, mit Säulen und dicken Balken. 7 . Und bauete auch eine Halle zum Richtstuhl, darinnen man Gericht hielt; und täfelte beyde Böden mit Cedern. 8 . Dazu sein Haus, darinnen er wohnete, im Hinterhof, hinten an der Halle, gemacht wie die andern; und machte auch ein Haus, wie die Halle, der Tochter Pharao, * die Sa, lomo zum Weibe genommen hatte, »c. 3,i. 9. Solches alles waren köstliche Steine, nach dem Winkeleisen gehauen, mit Sägen geschnitten auf allen Seiten, vom Grunde bis an das Dach, dazu auch außen der große Hof. 10. Die Grundfeste aber waren auch köstliche und große Steine, zehn und acht Ellen groß, i i. Und darauf köstliche gehauene Steine nach dem Winkeleisen, und Cedern. 12. Aber der große Hof umher hatte drey Reihen gehauene Steine, und eine Reihe von cedernen Bretern; also auch der Hof am Hause des Herrn inwendig, und die Halle am Hause. 13. Und der König Salomo sandte hin, und ließ hohlen Hiram von Tyrus, i^. Einer Witwe Sohn aus dem Stamm Naphthali, und sein Vater war ein Mann von Ehernes Meer. 1 Könige 7. Zehn Stühle, zehn Kessel. 339 Tyrus gewesen; der war * ein Meister im Erz, voll Weisheit, Verstand und Kunst, zu arbet- ten allerley Erzwerk. Da der zum König Salomo kam, machte er alle seine Werke. * 1 Mos. 4 / 22. 2 Mos 31 , 3 . 4 . 15 . Und machte ' zwo eherne Säulen, eine Jegliche achtzehn Ellen hoch, und ein Faden von zwölf Ellen war das Maß um jegliche Säule her. *2Kö„. 23 ,17. 16. Und machte zween Knäufe von Erz gegossen, oben auf die Säulen zu setzen, und ein jeglicher Knauf war fünf Ellen hoch. 17. Und es waren an jeglichem Knauf oben auf der Säule sieben geflochtene Reife, wie Ketten. 18. Und machte an jeglichem Knauf zwo Reihen Granatäpfel umher an einem Reif, damit der Knauf bedeckt ward. is. Und die Knäufe waren wie die Rosen vor der Halle, vier Ellen groß. 20. Und der Granatäpfel in den Reihen umher waren zwey hundert, oben und unten an dem Reif, der um den Bauch des Knaufs herging, an jeglichem Knauf, auf beyden Säulen. 21. Und er richtete die Säulen auf vor der Halle des Tempels. Und die er zur rechten Hand setzte, hieß er Iachin; und die er zur linken Hand setzte, hieß er Boas. . 22. Und es stand also oben auf den Säulen wie Rosen. Also ward vollendet das Werk der Säulen. 23. Und er machte ein Meer, gegossen, zehn Ellen weit, von einem Rande zum andern, rund umher, und fünf Ellen hoch, und eine Schnur dreyßig Ellen lang war das Maß rings um. 24 . Und um dasselbige Meer, das zehn Ellen weit war, gingen Knoten an seinem Rande rings ums Meer her; der Knoten aber waren zwo Reihen gegossen. 25 . Und es stand auf zwölf Rindern, welcher drey gegen Mitternacht gewandt waren, drey gegen Abend, drey gegen Mittag, und drey gegen Morgen, und das Meer oben darauf; daß alle ihre Hintertheile inwendig waren. 26. Seine Dicke aber war einer Hand breit, und sein Rand war wie eines Bechers Rand, wie eine aufgegangene Rose; und gingen darein zwey tausend Bath. 27. Er machte auch zehn eherne Gestühle, einen Jeglichen vier Ellen lang und breit, und drey Ellen hoch. 28. Es war aber das Gestühle also gemacht, daß es Seiten hatte zwischen den Leisten. 29. Und an den Seiten zwischen den Leisten waren Löwen, Ochsen und Cherubim. Und die Seiten, daran die Löwen und Ochsen waren, hatten Leisten oben und unten, und Füßlein daran. 3 0. Und ein jegliches Gestühle hatte vier eherne Räder, mit ehernem Gestell. Und auf den vier Ecken waren Achsen gegossen, eine jegliche gegen der andern über , unten an den Kessel gelehnt. 31. Aber der Hals mitten auf dem Gestühle war eine Elle hoch, und rund, anderthalb Ellen weit ; und waren Pockeln (Verzierungen) an dem Hals, in Feldern, die viereckigt waren und nicht rund. 32. Die vier Räder aber standen unten an den Seiten, und die Achsen der Räder waren am Gestühle. Ein jegliches Rad war anderthalb Ellen hoch. 33 . Und waren Räder wie Wagenräder. Und ihre Achsen, Naben, Speichen und Felgen war alles gegossen. 34 « Und die vier Achsen, auf den vier Ecken eines jeglichen Gestühls, waren auch am Gestühle. 35. Und am Halse oben auf dem Gestühle, eine halbe Elle hoch, rund umher, waren Leisten und Seiten am Gestühle. 36 . Und er ließ auf die Fläche derfelbigen Seiten und Leisten graben Cherubim, Löwen und Palmenbäume; ein jegliches am andern, rings umher daran. 37 . Auf die Weise machte er zehn Gestühle, gegossen, einerley Maß und Raum war an allen. 38. Und er machte zehn eherne Kessel, daß vierzig Bath in einen Kessel gingen; und war vier Ellen groß; und auf jeglichem Gestühle war ein Kessel. 39. Und er setzte fünf Gestühle an die rechte Ecke des Hauses, und die andern fünf an die linke Ecke; aber das Meer setzte er zur Rechten vorne an gegen Mittag. 4 0. Und Hiram machte auch Töpfe, Schaufeln, Becken; und vollendete also alle Werke, die der König Salomo am Hause des Herrn machen ließ. 4 1. Nähmlich die zwo Säulen, und diekeultche Knäufe oben auf den zwo Säulen, und die zween geflochtenen Reife, zu bedecken die zween keuliche Knäufe auf den Säulen; 42 . Und die vier hundert Granatäpfel an den zween geflochtenen Reifen, je zwo Reihen Gra- U U 2 / 340 Zehn Leuchter. 1 Kön riatäpfel an einem Reife, zu bedecken die zween keuliche Knäufe auf den Säulen; ^3. Dazu die zehn Gestühls, und zehn Kessel oben darauf; Und das Meer, und zwölf Rinder unter dem Meer; ^ 5 . Und die Töpfe, Schaufeln und Becken. Und alle diese Gefäße, die Hiram dem König Salomo machte zum Hause des Herrn , waren von lauterm Erz. ^6. In der Gegend am Jordan ließ sie der König gießen, in dicker Erde, zwischen Suchoth und Zarthan. ^ 7 . Und Salomo ließ alle Gefäße ungewogen, vor der sehr großen Menge des Erzes. ^8. Auch machte Salomo alles Zeug, das zum Hause des Herrn gehöret: nähmlich einen goldenen Altar, einen goldenen Tisch, darauf die Schaubrote liegen; ^9. Fünf Leuchter zur rechten Hand, und fünf Leuchter zur Linken, vor dem " Chor, von lauterm Golde, mit goldenen Blumen, Lampen und Schnäuzen; -4 Ms 8 , 4 . so. Dazu Schalen, Schüsseln, Becken, Löffel und Pfannen von lauterm Golde. Auch waren die Angel an der Thür am Hause inwendig im Allerheiligsten, und an der Thür des Hauses des Tempels golden. 5i. Also ward vollendet alles Werk, das der König Salomo machte am Haufe des Herrn. Und Salomo' brachte hinein, was sein Vater David geheiliget hatte, von Silber und Gold, und Gefäßen; und legte es in den Schatz des Hauses des Herrn. *i Chr. 29,14. 2Chr. 1. Das 8. Capitel. Der Tempel SalomonS wird emgeweihet. 1. A>a * versammelte der König Salomo zu sich die Aeltesten in Israel, alle Obersten der Stämme und Fürsten der Väter unter den Kindern Israel, gen Jerusalem, die Lade des Bundes des Herrn herauf zu bringen aus der Stadt Davids, das ist Zion. * 2 Chr. §, 2. 2. Und es versammelten sich zum König Salomo alle Männer in Israel im Monath Etha- nim, am Fest, das ist der siebente Monath. 3. Und da alle Aeltesten Israels kamen; hoben die Priester die Lade des Herrn auf, Und brachten sie hinauf; dazu die Hütte des Stifts, und alle Geräthe des Heiligthums, das in der Hütte war. Das thaten die Priester und Leviten» ige 7 . 8 . Tempel emgeweihet. 5. Und der König Salomo und die ganze Gemeine Israel, die zu ihm sich versammelt hatte, * gingen mit ihm vor der Lade her, und opferten Schafe und Rinder, so viel, daß mans nicht zählen noch rechnen konnte. " 2 Sam. 6 ,i 3 . 6 . Also brachten die Priester die Lade des Bundes des Herrn 'an ihren Ort, in das Chor des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Cherubim. 7. Denn die Cherubim breiteten die Flügel aus an dem Ort, da die Lade stand, und bedeckten die Lade, und ihre Stangen von oben her. 8 . Und die * Stangen waren so lang, daß ihre Knäufe gesehen wurden in dem Heiligthum vor dem Chor, aber außen wurden sie nicht gesehen; und waren daselbst bis auf diesen Tag. - 4 Mos. 4 , 6 . 9. Und * war nichts in der Lade, denn nur die zwo steinernen Tafeln Mose, die er daselbst ließ in Horeb, da der Herr mit den Kindern Israel einen Bund machte, da sie aus Egyptenland gezogen waren. * 2 Mos 25 ,16.21.2 Cbr. 3 , 10. Ebr.-S, 4 . 10. Da aber die Priester aus dem Heiligthum gingen, erfüllete eine Wolke das Haus des Herrn, 11. Daß die Priester nicht konnten stehen, und Amts pflegen, vor der Wolke. Denn die * Herrlichkeit des Herrn erfüllete das Haus des Herrn. - 2 Mos 40 , 34 . 12. Da sprach Salomo: Der Herr hat geredet, er * wolle im Dunkeln wohnen. - 3 Mos 4 , 11. 2 Chr. 6 , 1. 13. Ich habe zwar ein Haus gebauet, dir zur Wohnung, einen Sitz , daß du ewiglich da wohnest. 1^. Und der König wandte sein Angesicht, und segnete die ganze Gemeine Israel; und die ganze Gemeine Israel stand. 15. Und er sprach: Gelobet sey der Herr, der Gott Israels, der durch seinen Mund meinem Vater David geredet, und durch seine Hand erfüllet hat, und gesagt: 16. Von * dem Tage an, da ich mein Volk Israel aus Egypten führete, habe ich nie keine Stadt erwählet unter irgend einem Stamm Israels, daß mir ein Haus gebauet würde, daß mein Nähme da wäre; David aber habe ich erwählet, daß er über mein Volk Israel ftyn sollte. * 2 Sam. 7 , 6 . 17. Und mein Vater David "hatte es zwar im Sinn, daß er ein Haus bauete dem Nahmen des Herrn, des Gottes Israels. * 2 Sam. 7 , 2. 1 Chr. is, i. c. 29, 3. Salomo 1 Könige 8 . bethet. 341 18. Aber der Herr sprach zu meinem Vater David: Daß du im Sinn hast, meinem Nahmen ein Haus zu bauen, hast du wohl gethan, daß du solches vornahmest; iS. Doch du sollst nicht das Haus bauen, sondern dein Sohn, der aus deinen Lenden kommen wird, der soll meinem Nahmen ein Haus bauen. 20. Und der Herr hat sein Wort bestätiget, das er geredet hat. Denn ich bin aufgekommen an meines Vaters Davids Statt, und sitze auf dem Stuhl Israels, wie der Herr geredet hat; und habe gebauet ein Haus dem Nahmen des Herrn, des Gottes Israels. 21. Und habe daselbst eine Stätte zugerichtet der Lade, darinnen der Bund des Herrn ist, * den er gemacht hat mit unfern Vätern, da er sie aus Egyptenland führete. * 2 Mos. 20, i. 22. Und Salomo trat vor den Altar des Herrn gegen die ganze Gemeine Israel, und * breitete seine Hände aus gen Himmel, * 2 Chr. 6/ 12 . 23. Und sprach: Herr, Gott Israels, es ist kein Gott, weder droben im Himmel, noch unten auf Erden, dir gleich, der du hältst den Bund und Barmherzigkeit deinen Knechten, die vor dir wandeln von ganzem Herzen; 2^. Der du hast gehalten deinem Knechte, meinem Vater David, was du ihm geredet hast. Mit deinem Munde hast du es geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllet, wie es stehet an diesem Tage. 25. Nun Herr, Gott Israels, halte deinem Knechte, meinem Vater David , * was du ihm geredet Haft, und gesagt: Es sott dir nicht gebrechen an einem Manne vor mir, der da sitze auf dem Stuhl Israels; so doch, daß deine Kinder ihren Weg bewahren, daß sie vor mir wandeln, wie du vor mir gewandelt hast. * 2 Sam. 7/ 16 . 1 Chr. 23, 10 . 26. Nun, Gott Israels, laß deine Worte wahr werden, die du deinem Knechte, meinem Vater David, geredet hast. 27. Denn Meinest du auch, daß Gott aufErden wohne? Siehe, * der Himmel und aller Himmel Himmel mögen dich nicht versorgen. Wie sollte es denn dieß Haus thun, das ich gebanet habe? * 2 Chr. 6, 18. Esaj, 66, 1 . Matth. 2, 34. 33. Ap. Gesch. 7, 49. c. 17, 24. 28. Wende dich aber zum Gebeth deines Knechts und zu seinem Flehen, Herr, mein Gott, auf daß du hörest das Lob und Gebeth, das dein Knecht heute vor dir thut; 29. Daß deine * Augen offen stehen über dieß Haus Nacht und Tag, über die Stätte, davon -i-du gesagt hast: Mein Nähme soll da seyn. Du wollest hören das Gebeth, das dein Knecht an dieser Stätte thut; * Zach. 12, 4. -k-2 Mos. 20, 24. 3 Mos. 12, s. ii. 30. Und wollest erhören das Flehen deines Knechts und deines Volks Israel, das sie hier thun werden an dieser Stätte deiner Wohnung, im Himmel, und wenn du es hörest, gnädig seyn. 31. Wenn Jemand wider seinen Nächsten sündiget, und nimmt deß einen Eid auf sich, damit er sich verpflichtet; und der Eid kommt vor deinen Altar in diesem Hause: 32. So wollest D u hören im Himmel, und Recht schaffen deinen Knechten, den Gottlosen zu verdammen, und seinen Weg auf seinen Kopf bringen; und dem Gerechten Recht zu sprechen, ihm zu geben nach seiner Gerechtigkeit. 33. Wenn dein Volk Israel vor seinen Feinden geschlagen wird , weil sie an dir gesündiget haben; und bekehren sich zu dir, und bekennen deinen Nahmen, und bethen und flehen zu dir in diesem Hause: 3^. So wollest Du hören im Himmel, und der Sünde deines Volks Israel gnädig seyn, und sie wieder bringen in das Land, das du ihren Vätern gegeben hast. 35. Wenn der Himmel verschlossen wird, daß nicht regnet, weil sie an dir gesündiget haben; und werden bethen an diesem Ort, und deinen Nahmen bekennen, und sich von ihren Sünden bekehren, weil du sie drängest: 36. So wollest Du hören im Himmel, und gnädig seyn der Sünde deiner Knechte und deines Volks Israel, daß du ihnen den guten Weg weisest, darinnen sie wandeln, und lassest regnen auf das Land, das du deinem Volk zum Erbe gegeben hast. 37. Wenn eine Theurung, oder Pestilenz, oder Dürre, oder Brand, oder Heuschrecken, oder Raupen im Lande seyn werden, oder sein Feind im Lande seine Thore belagert, oder irgend eine Plage oder Krankheit; 38. Wer dann bittet und flehet, es seyen sonst Menschen oder dein Volk Israel, die da gewahr werden ihrer Plage, ein Jeglicher in seinem Herzen, und breitet seine Hände ans zu diesem Hause; . ^ 39. So wollest Du hören im Himmel, m dem Sitz, da du wohnest, und gnädig seyn, und 342 Salomo 1 Könige 8. segnet Israel. schaffen, daß du gebest einem Jeglichen, wie er gewandelt hat, wie du sein Herz erkennest; denn' D u allein kennest das Herz aller Kinder der Menschen ; * Ps. 7, io. Ps. E, i. 2 . 1 Sam. 16 / 7. Jcr. 11/ 20 . c. 17, 10 . c. 20 , 12 . Luk. 16 , 15. Ap. Gesch. 1, 24. c. 15, 8. ^o. Auf daß sie dich fürchten allezeit, so lange sie auf dem Lande leben, das du unfern Vätern gegeben hast. Wenn auch ein Fremder, der nicht deines Volks Israel ist, kommt aus fernem Lande um deines Rahmens willen; (Denn sie werden hören von deinem großen Nahmen, und von deiner mächtigen Hand, und von deinem ausgereckten Arm) und kommt, daß er bethe vor diesem Hause: ^3. So wollest Du hören im Himmel, im Sitz deiner Wohnung, und thun alles, darum der Fremde dich anruft; auf daß * alle Völker auf Erden deinen Nahmen erkennen, daß sie auch Dich fürchten, wie dein Volk Israel, und daß sie inne werden, wie dieß Haus nach deinem Nahmen genannt sey, das ich gebauet habe. * Esai. 56, 7. Wenn dein Volk ausziehet in Streit wider seine Feinde des Weges, den du sie senden wirst; und werden bethen zum Herrn gegen dem Wege zur Stadt, die du erwählet hast, und zum Hause, das ich deinem Nahmen gebauet habe: -L5. So wollest du ihr Gebeth und Flehen hören im Himmel, und Recht schaffen. -!6. Wenn sie an dir sündigen werden, (denn * es ist kein Mensch, der nicht sündiget) und du erzürnest, und gibst sie vor ihren Feinden, daß sie sie gefangen führen in der Feinde Land, ferne oder nahe; ' 2 M. 6,36. Spr. 20 , 9 . Pred. 7, 21 . Röm. 3, 23. i Joh. i, 8. ^7. Und sie in ihr Herz schlagen im Lande, da sie gefangen sind, und bekehren sich, und stehen dir im Lande ihres Gefängnisses, und sprechen: Wir haben gesündiget und mißgethan, und sind gottlos gewesen; ^8. Und bekehren sich also zu dir von ganzem Herzen und von ganzer Seele in ihrer Feinde Lande, die sie weggeführet haben, und bethen zu dir gegen den Weg zu ihrem Lande, das du ihren Vätern gegeben hast, zur Stadt, die du erwählet hast, und zum Hause, das ich deinem Nahmen gebauet habe: ^9. So wollest du ihr Gebeth und Flehen hören im Himmel vom Sitz deiner Wohnung, und Recht schaffen; so. Und deinem Volk gnädig seyn, das an dir gesündiget hat, und allen ihren Uebertre- tungen, damit sie wider dich übertreten haben, und Barmherzigkeit geben vor denen, die sie gefangen halten, und dich ihrer erbarmen. si. Denn sie sind dein Volk und dein Erbe, die du aus Egypten, * aus dem eisernen Ofen, geführet hast; *5Ms. 4,20. 62 . Daß deine Augen offen seyen auf das Flehen deines Knechts und deines Volks Israel, daß du sie hörest in allem, darum sie dich an- rufen. 53 . Denn Du * hast sie dir abgesondert zum Erbe aus allen Völkern auf Erden, wie du geredet hast durch Mose, deinen Knecht, da du unsere Väter aus Egypten führetest, Herr Herr! *3 Ms. 20,24. s^i. Und da Salomo alles dieß Gebeth und Flehen hatte vor dem Herrn ausgebethet; stand er auf von dem Altar des Herrn, und ließ ab vom Knien und Hände ausbreiten gen Himmel, 55 . Und trat dahin, und * segnete die ganze Gemeine Israel mit lauter Stimme, und sprach: * 2 Sam. 6, iS. 66. Gelobet sey der Herr, der seinem Volk Israel Ruhe gegeben hat, wie er geredet hat. Es ist ' nicht Eins verfallen aus allen seinen guten Worten, die er geredet hat durch seinen Knecht Mose. *Zos. 21,45. 57. Der Herr, unser Gott, sey mit uns, wie er gewesen ist mit unfern Vätern. Er verlasse uns nicht, und ziehe die Hand nicht ab von uns; 58. Zu neigen unser Herz zu ihm, daß wir wandeln in allen seinen Wegen und halten seine Gebothe, Sitten und Rechte, die er unfern Vätern gebothen hat. 59 . Und diese Worte, die ich vor dem Herrn gestehet habe, müßen nahe kommen dem Herrn, unserm Gott, Tag und Nacht, daß er Recht schaffe seinem Knechte und seinem Volk Israel, ein Jegliches zu seiner Zeit, 60 . Auf daß alle Völker auf Erden erkennen, daß der Herr * Gott ist, und keiner mehr. * 5 Ms. 4, 35. 39. 61 . Und euer Herz sey rechtschaffen mit dem Herrn, unserm Gott, zu wandeln in seinen Sitten, und zu halten seine Gebothe, wie es heute gehet. 62 . Und der König, sammt dem ganzen Israel, opferten vor dem Herrn Opfer. 63. Und Salomo opferte Dankopfer, die er dem Herrn opferte, zwey und zwanzig tausend Salomo machet ein Fest, Warnung an ihn; 1 Könige 8. 9. dessen fernere Anstalt. 343 Ochsen, und hundert und zwanzig tausend Schafe. Also weiheten sie das Haus des Herrn ein, der König und alle Kinder Israel. 6 ^. Desselbigen Tages weihete der König den Mittelhof, der vor dem Hause des Herrn war, damit, daß er Brandopfer, Speisopfer, und das Fett der Dankopfer daselbst ausrichtete. Denn der eherne Altar, der vor dem Herrn stand, war zu klein zu dem Brandopfer, Speisopfer und zum Fetten der Dankopfer. 65 . Und Salomo machte zu der Zeit ein Fest, und alles Israel mit ihm, eine große Versammlung , von der Grenze Hemath an bis an den Bach Egyptens, vor dem Herrn, unserm Gott, sieben Tage und abermahl sieben Tage; das waren vierzehn Tage. 66 . Und ließ das Volk -es achten Tages gehen. Und sie segneten den König, und gingen hin zu ihren Hütten fröhlich und gutes Muths über allem dem Guten, das der Herr an David, seinem Knechte, und an seinem Volk Israel ge- than hatte. Das 9. Cap.itel. Der Herr erscheint Salomo zum audernmahl. Feste Städte. Schiffahrt. 1. Nnd da Salomo hatte * ausgebauet des " Herrn Haus, und des Königs Haus, und alles, was er begehrte und Lust hatte zu machen; *2Chr. 7,n. 2. Erschien ihm der Herr zum andern Mahl, wie' er ihm erschienen war zu Gibeon. * e. 3, L. 2 Chr. 1/ 7. 8. k. 7/ 12. 3 . Und der Herr sprach zu ihm: Ich habe dein Gebeth und Flehen gehöret, das du vor mir gestehet hast, und habe dieß Haus geheiliget, das du gebauet hast, daß * ich meinen Nahmen daselbst hinsetze ewiglich; und meine Augen und mein Herz sollen da seyn allewege. * - Mos. 12, n. Und du, so dn "vor mir wandelst, wie dein Vater David gewandelt hat, mit rechtschaffenem Herzen und aufrichtig, daß du thust alles, was ich dir gebothen habe, und meine Gebothe und meine Rechte hältst; * c. 3,14. ». 11, ss. 5. So will ich bestätigen den Stuhl deines Königreichs über Israel ewiglich; wie * ich deinem Vater David geredet habe und gesagt: Es soll dir nicht gebrechen an einem Manne vom Stuhl Israels. * 2 Sam. 7/ 12. 1 Chr. 18/ 12. e. 23/ 10. 6 . Werdet * ihr euch aber von mir hinten abwenden, ihr und eure Kinder, und nicht halten meine Gebothe und Rechte, die ich euch vorgelegt habe, und hingehet, und andern Göttern dienet, und sie anbethet: * Jos. 23/ is. 7. So werde ich Israel * ausrotten von dem Lande, das ich ihnen gegeben habe; und das Haus, das ich geheiliget habe meinem Nahmen, will ich verlassen (verstoße») von meinem Angesicht; und Israel wird ein Sprüchwort und Fabel seyn unter allen Völkern ; ' - Mos. 4 / 26. «. 8 / is. 8 . Und das Haus wird eingerissen werden, daß alle, die vorüber gehen, werden sich entsetzen und blasen (zische») und sagen: * Warum hat der Herr diesem Lande und diesem Hause also gethan ? * 6 Mos. 29, 24. 2 Chr. 7/ 21. Jer. 22, 8. 9 . So wird man antworten: Darum, daß sie den Herrn, ihren Gott, verlassen haben, der ihre Väter aus Egyptenland führete, und haben angenommen andere Götter, und sie angebethet, und ihnen gedienet; darum hat der Herr alles dieß Uebel über sie gebracht. 10. Da * nun die zwanzig Jahre um waren, in welchen Salomo die zwey Häuser bauete, des Herrn Haus und des Königs Haus; * 2 Chr. 8, i. i i. Dazu Hiram, der König zu Tyrus, Salomo Cedernbäume und Tannenbäume und Gold, nach allem seinem Begehren, brachte: da gab der König Salomo Hiram zwanzig Städte im Lande Galiläa. 12. Und Hiram zog aus von Tyrus, die Städte zu besehen, die ihm Salomo gegeben hatte; und sie gefielen ihm nicht, 13 . Und sprach: Was find das für Städte, mein Bruder, die du mir gegeben hast ? Und hieß sie das Land Cabul (Acrgerniß), bis auf diesen Tag. i^. Und Hiram hatte dem König gesandt hundert und zwanzig Zentner Gold. 15. Und dasselbe ist die Summa der Zinse, die der König Salomo aufhob, zu bauen des Herrn Haus, und sein Haus, und Millo, und die Mauern Jerusalems, und Hazor, und Me- giddo, und Gaser. 16. Denn Pharao, der König in Egypten, war herauf gekommen, und hatte * Gaser gewonnen, und mit Feuer verbrannt, und die Ca- naniter erwürget, die in der Stadt wohneten; und hatte sie seiner Tochter, Salomons Weibe, zum Geschenk gegeben. * Jos. is, 10. -j-1 Kö». 3 , i. 17. Also bauete Salomo Gaser, und das * niedere BethHoron, *2Chr. 8 ,L. 18. Und Baelath, und Thamar, in der Wüste im Lande, is. Und alle Städte der Kornhäuser, die Sa- 344 Königimi aus Arabien. 4 Könige 9. 10. Geschenke der Königin». lomo hatte, und alle Städte der Wagen, und die Städte der Reiter, und wozu er Lust hatte zu bauen zu Jerusalem/ im Libanon und im ganzen Lande seiner Herrschaft. 20. Und alles übrige Volk von den Amori- tern / Hethitern / Pheresitern / Hevitern und Je- busitern / die nicht von den Kindern Israel waren; 21. Derselben Kinder/ die sie hinter sich überbleiben ließen im Lande / die die Kinder Israel nicht konnten verbannen/ die machte Salomo * zinsbar bis auf diesen Tag. ' Los. i6, io. 22. Aber von den Kindern Israel machte er nicht Knechte; sondern ließ sie Kriegsleute/ und seine Knechte / und Fürsten / und Ritter / und über seine Wagen und Reiter seyn. 23. Und der * Amtleute, die über Salomons Geschäfte waren/ derer waren fünfhundert und fünfzig / die über das Volk herrschten / und die Geschäfte ausrichteten. *e. 3 ,is. 2^. Und * die Tochter Pharao zog herauf von der Stadt Davids in ihr Haus / das er für sie gebauet hatte. Da bauete er auch Mtllo. * 2 Ehr. 8/ ii. 2Z. Und Salomo opferte des Jahrs dreymahl Brandopfer und Dankopfer auf dem Altar / den er dem Herrn gebauet hatte/ und räucherte über ihn vor dem Herrn. Und ward also das Haus fertig. 26. Und Salomo machte auch Schiffe zu * EzeonGeber/ die bey Eloth liegt/ am Ufer des Schilfmeers / im Lande der Edomiter. * 2 Chr. 8, 17. 18. 27 . Und Hiram sandte seine Knechte im Schiff/ die gute Schiffsleute und auf dem Meer erfahren waren/ mit den Knechten Salomons. 28. Und kamen gen Ophir, und hohlsten daselbst vier hundert und zwanzig Zentner Gold / und brachten es dem König Salomo. Das 10. Capitel. Die Königin» aus dem Reich Arabien verwundert sich über Salomons Weisheit / Reichthum und Herrlichkeit. i.lfnd da das Gerücht Salomons / von dem ^ Nahmen des Herrn/ kam vor die * Königin» vom Reich Arabien; kam sie ihn zu versuchen mit Räthseln. * 2 Chr. 9/ 1. Matth. 12, 42. Lue. ii, 31. 2. Und sie kam gen Jerusalem mit einem sehr großen Zeug / mit Kameelen / die Specerey trugen und viel Gold und Edelgesteine. Und da sie zum König Salomo hinein kam / redete sie mit ihm alles/ was sie sich vorgenommen hatte. 3. Und Salomo sagte ihr alles/ und war dem König nichts verborgen, das er ihr nicht sagte. Da aber die Königin» vom Reich Arabien sah alle Weisheit Salomons, und das Haus, das er gebauet hatte, 6. Und die Speise für seinen Tisch, und seiner Knechte Wohnung, und seiner Diener Amt und ihre Kleider, und seine Schenken und sein Brandopfer, das er in dem Hause des Herrn opferte; konnte sie sich nicht mehr enthalten, 6. Und sprach zum König: Es ist wahr, was ich in meinem Lande gehöret habe von deinem Wesen und von deiner Weisheit. 7. Und ich habe es nicht wollen glauben, bis ich gekommen bin und habe es mit meinen Augen gesehen. Und siehe, es ist mir nicht die Hälfte gesagt. Du hast mehr-Weisheit und Gutes, denn das Gerücht ist, das ich gehöret habe. 8. * Selig sind deine Leute und deine Knechte, die allezeit vor dir stehen und deine Weisheit hören. * «ne. io, 23. 9. * Gelobet sey der Herr, dein Gott, der zu dir Lust hat, daß er dich auf den Stuhl Israels gesetzet hat, darum, daß der Herr Israel lieb hat ewiglich und dich zum König gesetzet hat, daß du Gericht und Recht haltest. *c. 3,7.^ 10. Und sie gab dem König hundert und zwanzig Zentner Gold, und sehr viele Specereyen, und Edelgesteine. Es kam nicht mehr so viel Specerey, als die Königin» vom Reich Arabien dem König Salomo gab. 11. Dazu die * Schiffe Hirams, die Gold aus Ophir führeten, brachten sehr viel Ebenholz und Edelgesteine. *c. 9/27.28. 12. Und der König ließ machen von Ebenholz Pfeiler im Hause des Herrn und im Hause des Königs , und Harfen und Psalter für die Sänger. Es kam nicht mehr solch Ebenholz, ward auch nicht gesehen bis auf diesen Tag. 13. Und der König Salomo gab der Königin» vom Reich Arabien alles, was sie begehrte und bath; ohne was er ihr gab von ihm selbst. Und sie wandte sich, und zog in ihr Land sammt ihren Knechten. 1^. Des Goldes aber, das dem Salomo in Einem Jahr kam, war am Gewicht "sechs hundert und sechs und sechzig Zentner, *2 Chr. 9,». 15. Ohne was von Krämern, und Kaufleuten, und Apothekern, und von allen Königen Arabiens, und von den Gewaltigen in Ländern kam.. 16 . Und Kostbare Stücke. 4 Kö ti ig e 10. 11. Salomons Abgötterey. 315 Das 11. Capitel. 16. Und der König Salomo * ließ machen zwey hundert Schilde vom besten Golde, sechs hundert Stücke Gold that er zu einem Schilde; *«. i«, 26. 17. Und drey hundert Tartschen vom besten Golde, je drey Pfund Gold zu einer Tartsche (kleinesSchild.) Und der König that sie in das Haus vom Walde Libanon. 1 3 . Und der König machte * einen großen Stuhl von Elfenbein, und überzog ihn mit dem edelsten Golde. * 2 Chr. 9, 17. 19 . Und der Stuhl hatte sechs Stufen, und das Haupt am Stuhl war hinten rund. Und waren Lehnen auf beyden Seiten des Sitzes, und zween Löwen standen an den Lehnen. 20. Und zwölf Löwen standen auf den sechs Stufen, auf beyden Seiten. Solches ist nie gemacht in keinen Königreichen. 21. Alle Trinkgefäße des Königs Salomons waren golden, und alle Gefäße im Haufe vom Walde Libanon waren auch lauter Gold; denn des Silbers achtete mau zu den Zeiten Salomons nichts. 22. Denn das Meerschiff des Königs, das auf dem Meer mit dem Schiff Hirams fuhr, kam in dreyen Jahren einmahl, und brachte Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen. 23 . Also ward der König Salomo * größer mit Reichthum und Weisheit, denn alle Könige auf Erden. * 2 Chr. 1,1. 2^. Und alle Welt begehrete Salomo zu sehen, daß sie die Weisheit höreten, die ihm Gott in sein Herz gegeben hatte. 25. Und Jedermann brachte ihm Geschenke, silberne und goldene Geräthe, Kleider und Harnische, Würze, Rosse, Maulthiere jährlich. 26. Und * Salomo brachte zu Haufe Wagen und Reiter, daß er hatte tausend und vier hundert Wagen, und -k zwölf tausend Reiter, und ließ sie in den Wagenstädten, und bey dem Könige zu Jerusalem. * 2 Chr. 1,14. 1-1 Kon. 4,26. 27. "Und der König machte, daß des Silbers zu Jerusalem so viel war, wie die Steine, und Cedernholz so viel, wie die wilden Feigenbäume in den Gründen. * 2 Chr. 1, 13. c. s, 27. 28. Und man brachte dem Salomo Pferde aus Egypten, und allerley Waare, und die Kaufleute des Königs kauften dieselbige Waare, 29. Und brachten es aus Egypten heraus, je einen Wagen um sechs hundert Silberlinge, und ein Pferd um hundert und fünfzig. Also brachte man sie auch allen Königen der Hethiter, und den Königen zu Syrien durch ihre Hand. Salomons Weiber, Abgötterey, Feinde und Tod. i.Isber der König Salomo liebte viele * aus- ^ ländische Weiber, die Tochter Pharaons, und Moabitische, Ammonitische, Edomilische, Zidonitische und Hethitische, * 3 Ms. 17,17. 2. Von solchen Völkern, * davon der Herr gesagt hatte den Kindern Israel: Gehet nicht zu ihnen, und lasset sie nicht zu euch kommen; sie werden gewiß eure Herzen neigen ihren Göttern nach. An diesen hing Salomo mit Liebe. * 2 Mos. 34, 16. 3Ms. 7, 3. Z. Und er hatte sieben hundert Weiber zu Frauen, und drey hundert Kebsweiber; und seine * Weiber neigten sein Herz. ' 21,25. Und da er nun alt war, neigten seine Weiber sein Herz fremden Göttern nach, daß sein Herz nicht ganz war mit dem Herrn, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters Davids. 5. Also wandelte Salomo Astharoth, dem Gott derer von Zidon, nach, und Mileom, dem Gräuel der Ammoniter. 6. Und Salomo that, das dem Herrn übel gefiel, und folgte nicht gänzlich dem Herrn, wie sein Vater David. 7. Da bauete Salomo eine * Höhe Camos, dem Gräuel der Moabiter, auf dem Berge, der vor Jerusalem liegt, und Molech, dem Gräuel der Ammoniter. * 4 Mos. 21,29.2 Kön. 22, 13. 8. Also that Salomo allen seinen ausländischen Weibern, die ihren Göttern räucherten und opferten. 9. Der Herr aber ward zornig über Salomo, daß sein Herz von dem Herrn, dem Gott Israels, geneiget war, der ihm' zweymahl erschienen war, ' e. 3, 3. c. s, 2. 10. Und ihm solches gebothen hatte, daß er nicht andern Göttern nachwandelte; und doch er nicht gehalten hatte, was ihm der Herr gebothen hatte. 11. Darum sprach der Herr zu Salomo: Weil solches bey dir geschehen ist, und "hast meinen Bund und meine Gebothe nicht gehalten, die ich dir gebothen habe; so will -k ich auch das Königreich von dir reisten, und deinem Knechte geben. * c. 13, 21. -s 1 Sam. 13, 28. 12. Doch bey deiner Zeit will ich es nicht thun, um deines Vaters Davids willen; sondern von 'der Hand deines Sohnes will ich es reissen. ' «. 12, 19. 13. Doch will ich nicht das ganze Reich ab- 346 Strafe Gottes. 1 Könige 11. Jeroboam. reißen, Einen Stamm will ich deinem Sohne geben, um Davids willen, meines Knechts, und um Jerusalem willen, die ich erwählet habe. i^. Und der Herr erweckte Salomo einen Widersacher, Hadad, den Edomiter, vonköniglichem Samen, welcher war in Edom. 1 5 . Denn da * David in Edom war, und Joab, der Feldhauptmann, hinauf zog, die Erschlagenen zu begraben; schlug er, was Mannsbilder waren , in Edom. * 2 Sam.«/14. 16. Denn Joab blieb sechs Monathe daselbst, und das ganze Israel, bis er ausrottete alles, was Mannsbilder waren in Edom. 17. Da floh Hadad, und mit ihm etliche Man- ner der Edomiter von seines Vaters Knechten, daß sie in Egvpten kämen. Hadad aber war ein junger Knabe. 18. Und sie machten sich auf von Midian, und kamen gen Paran, und nahmen Leute mit sich aus Paran, und kamen in Egypten zu Pharao , dem Könige in Egypten; der gab ihm ein Haus und Nahrung , und gab ihm ein Land ein. 19. Und Hadad fand große Gnade vor dem Pharao, daß er ihm auch seines Weibes Thach- penes, der Königinn, Schwester zum Weibe gab. 20. Und die Schwester Thachpenes gebar ihm Genubath, seinen Sohn; und Thachpenes zog ihn auf im Hause Pharao, daß Genubath war im Hause Pharao unter den Kindern Pharao. 21. Da nun Hadad hörete in Egypten, daß Davld entschlafen war mit seinen Vätern, und daß Joab, der Feldhauptmann, todt war; sprach er zu Pharao: * Laß mich in mein Land ziehen. * 1 Mos. 30,26. 2 Ms. 4, is. 22. Pharao sprach zu ihm : Was fehlt dir bey mir, daß du willst in dein Land ziehen? Er sprach: Nichts, aber laß mich ziehen. 23. Auch erweckte ihm Gott einen Widersacher, Reson, den Sohn ElJada, der von seinem Herrn HadadEser, dem Könige zu Zoba, geflohen war. 2^. Und sammelte wider ihn Männer, und ward ein Hauptmann der Kriegsknechte, da* sie David erwürgete; und zogen gen Damaskus, und wohneten daselbst, und regiereten zu Damaskus. * 2 Sam. 8, 3. c. 10/ 18. 25 . Und er war Israels Widersacher, so lange Salomo lebte. Das ist der Schade, den Hadad litte; darum hatte er einen Ekel wider Israel, und ward König über Syrien. 26. Dazu * Jerobram, der Sohn Nebats, ein Ephrater von Zareda, Salomons Knecht (und seine Mutter hieß Zeruga, eine Witwe) der hob auch die Hand auf wider den König.* 2 Chr. is, 6. 27. Und das ist die Sache, darum er die Hand wider den König aufhob. Da Salomo Millo bauete, verschloß er eine Lücke an der Stadt Davids, seines Vaters. 28. Und Jerobeam war ein streitbarer Mann. Und da Salomo sah, daß der Knabe ausrichtig war; setzte er ihn über alle Last (DienMb«t) des Hauses Josephs. 29. Es begab sich aber zu der Zeit, daß Jerobeam ausging von Jerusalem, und es traf ihn an der Prophet Ahia von Silo auf dem Wege, und hatte einen neuen Mantel an, und waren die Bevde allein im Felde. 3 0. Und Ahia * fastete den neuen Mantel, den er anhatte, und riß ihn in zwölf Stücke, * c. 12, 16. c. 14/ 2. 3 1. Und sprach zu Jerobeam: Nimm zehn Stücke zu dir. Denn so spricht der Herr, der Gott Israels: Siehe, ich will das Königreich von der Hand Salomons reissen, und dir zehn Stämme geben. 32. Einen Stamm soll er haben um meines Knechts Davids willen, und um der Stadt Jerusalem willen, die ich erwählet habe aus allen Stämmen Israel; 33. Darum, daß sie mich verlassen und ange- bethet haben Asthoreth, den Gott der Zidonier, Camos, den Gott der Moabiter, und Mileom, den Gott der Kinder Ammon; und nicht gewandelt haben in meinen Wegen, daß sie thäten, was mir wohl gefällt, meine Gebothe und Rechte, wie David, sein Vater. 3^. Ich will auch nicht das ganze Reich aus seiner Hand nehmen; * sondern ich will ihn zum Fürsten machen sein Lebenlang um Davids, meines Knechts, willen, den ich erwählet habe, der meine Gebothe und Rechte gehalten hat. * 2 Sam. 7/ 12. Ps. 132/ 11. 35. Aus der * Hand seines Sohnes will ich das Königreich nehmen, und will dir zehn Stämme, * c- is, 19. 36 . Und seinem Sohne Einen Stamm geben, auf daß David, mein Knecht, vor mir' eine Leuchte habe allewege in der Stadt Jerusalem, die ich mir erwählet habe, daß ich meinen Nahmen dahin stelle. * 2 Sam. 21,17. 37. So will ich nun dich nehmen, daß du regierest über alles, was dein Herz begehret; und sollst König seyn über Israel. Salomo stirbt. 1 Könige 11. 12. Rehatzeams Räthe. 317 38. Wirst*du nun gehorchen allem, das ich dir gebiethen werde, und in meinen Wegen wandeln, und thun, was mir gefällt, daß du haltest meine Rechte und Gebothe, wie mein Knecht David gethan hat; so will ich mit dir seyn, und dir ein beständiges Haus bauen, wie ich David gebauet habe, und will dir Israel geben. * c. s, 4 . 39. Und will den Samen Davids um deßwillen demüthigen, doch nicht ewiglich. 40. Salomo aber trachtete Ierobeam zu töd- ten. Da machte sich Ierobeam auf, und floh in Egypten zu * Sisak, dem Königein Egypten, und blieb in Egypten, bis daß Salomo starb. * e. 14/ 25. 41. Was mehr von Salomo zu sagen ist, und alles, was er gethan hat, und seine Weisheit, das ist geschrieben' in der Chronica von Salomo. * 2 Chk. 9 / 29 . 42. Die * Zeit aber, die Salomo König war zu Jerusalem über ganz Israel, ist vierzig Jahre. ' 2 Chr. 9 , 30 . 43. Und * Salomo entschlief mit seinen Vätern, und ward begraben in der Stadt Davids, seines Vaters. Und sein Sohn Rehabeam ward König an seine Statt. *2Cbr. 9,31. Das 12. Cavitel. Zerthcilung des Reichs Salomons. 1. Nnd * Rehabeam zog gen Sichern; denn ^ das ganze Israel war gen Sichern gekommen , ihn zum Könige zu machen. * 2 Chr. 10/ 1. 2. Und Ierobeam, der Sohn Nebats, hörete das, da er noch in Egypten war, * dahin er vor dem Könige Salomo geflohen war, und blieb in Egypten. *c. ii/4o. 3. Und sie sandten hin, und ließen ihn rufen. Und Ierobeam sammt der ganzen Gemeine Israel kamen, und redeten mit Rehabeam, und sprachen: 4. Dein Vater hat unser Joch zu hart gemacht; so mache du nun den harten Dienst und das schwere Joch leichter, das er uns aufgeleget hat; so wollen wir dir unterthänig seyn. 5. Er aber sprach zu ihnen: Gehet hin bis an den dritten Tag, so kommt wieder zu mir. Und das Volk ging hin. 6. Und der König Rehabeam hielt einen Rath mit den Aeltesten, die vor seinem Vater Salomo standen, da er lebte, und sprach: Wie rathet ihr, daß wir diesem Volk eine Antwort geben? 7. Sie sprachen zu ihm: Wirst du heute diesem Volk einen Dienst thun, und ihnen zu Willen seyn, und sie erhören, und ihnen gute Worte geben; so werden sie dir unterthänig seyn dein Lebenlang. 8. Aber er verließ der Aeltesten Rath, den sie ihm gegeben hatten, und hielt einen Rath mit den Jungen, die mit ihm ausgewachsen waren und vor ihm standen. 9. Und er sprach zu ihnen: Was rathet ihr, daß wir antworten diesem Volk, die zu mir gesagt haben: Mache das Joch leichter, das dein Vater auf uns geleget hat? 10. Und die Jungen, die mit ihm ausgewachsen waren, sprachen zu ihm: Du sollst zu dem Volk, das zu dir sagt: Dein Vater hat unser Joch zu schwer gemacht, mache du es uns leichter, also sagen: Mein kleinster Finger soll dicker seyn, denn meines Vaters Lenden. 11. Nun, mein Vater hat auf euch ein schweres Joch geladen, ich aber will es noch mehr über euch machen; mein Vater hat euch mit Peitschen gezüchtiget, ich will euch mit Skorpionen züchtigen. 12. Also kam Ierobeam sammt dem ganzen Volk zu Rehabeam, * am dritten Tage; wie der König gesagt hatte und gesprochen: Kommt wieder zu mir am dritten Tage. *». 3. 13. Und der König gab dem Volk eine harte Antwort, und verließ den Rath, den ihm die Aeltesten gegeben hatten; 14. Und redete mit ihnen nach dem Rath der Jungen, und sprach: Mein Vater har euer Joch schwer gemacht, ich aber will es noch mehr über euch machen; mein Vater hat euch mit Peitschen gezüchtiget, ich aber will euch mit Skorpionen züchtigen. 15. Also gehorchte der König dem Volk nicht; denn es war also gewandt von dem Herrn, auf daß er * sein Wort bekräftigte, das er durch Ahia von Silo geredet hatte zu Ierobeam, dem Sohne Nebats. * c. ", 31. 16. Da * aber das ganze Israel sah, daß der König sie nicht hören wollte; gab das Volk dem Könige eine Antwort, und sprach: i- Was haben wir denn Theil an David, oder Erbe am Sohne Jsai? Israel, hebe dich zu deinen Hütten. So siehe nun du zu deinem Hause, David. Also ging Israel in seine Hütten, * Spr. 13 /1. 1 - 2 Sam. 20/ 1 . 17. Daß Rehabeam regierete nur über die Kinder Israel, die in den Städten Juda wohneten. 348 Israel von Juda geschieden. 1 Könige 12. 13. Jerob. Abgötterey, feine Hand verdorret. 18. Und da der König Rehabeam htnsandte Adoram, den Rentmeister, warf ihn ganz Israel mit Steinen zu Tode. Aber der König Rehabeam stieg frisch auf einen Wagen, daß er flöhe gen Jerusalem. 19. Also fiel Israel ab vom Hause Davids, bis auf diesen Tag. 20. Da nun ganz Israel hörete, daß Jero- beam war wieder gekommen; sandten fie hin, und ließen ihn rufen zu der ganzen Gemeine, und machten ihn zum Könige über das ganze Israel. Und folgte Niemand dem Hause Davids, ohne der Stamm Juda allein. 21. Und da Rehabeam gen Jerusalem kam, sammelte er das ganze Haus Juda und den Stamm Benjamin, hundert und achtzig tausend junge streitbare Mannschaft, wider das Haus Israel zu streiten, und das Königreich wieder an Rehabeam, den Sohn Salomons, zu bringen. 22. Es kam aber Gottes Wort "zu Semaja, dem Manne Gottes, und sprach: *2Chr. n, 2. 23. Sage Rehabeam, dem Sohne Salomons, dem König Juda, und dem ganzen Hause Juda und Benjamin, und dem andern Volk, und sprich: 2^. So spricht der Herr: Ihr sollt nicht hinauf ziehen, und streiten wider eure Brüder, die Kinder Israel, ein jeder Mann gehe wieder heim, denn solches ist von mir geschehen. Und sie gehorchten dem Wort des Herrn, und kehreten um, daß fie hingtngen, wie der Herr gesagt hatte. 25. Jerobeam aber bauete Sichern auf dem Gebirge Ephraim, und wohnete darinnen, und zog von dannen heraus, und bauete * Pnuel. * Nicht. 8 , 17. 26. Jerobeam aber gedachte in seinem Herzen: Das Königreich wird nun wieder zum Hause Davids fallen, 27. So dieß Volk soll hinauf gehen, Opfer zu thun in des Herrn Hause zu Jerusalem; und wird sich das Herz dieses Volks wenden zu ihrem Herrn Rehabeam, dem Könige Juda; und wird mich erwürgen und wieder zu Rehabeam, dem Könige Juda, fallen. 28. Und der König hielt einen Rath, und machte zwey goldene Kälber, und sprach zu ihnen: Es ist euch zu viel, hinauf gen Jerusa- lem zu gehen; stehe, ' da find deine Götter, Israel, die dich aus Egyptenland geführet haben. * 2 Mos. 32, 4. 8. 29. Und er setzte Eines zu BethEl, und das Andere that er gen * Dan. * Nicht, is, so. 30. Und das gerieth zur Sünde; denn das Volk ging hin vor dem Einen bis gen Dan. 31. Er machte auch ein Haus der Höhen, und * machte Priester von den Geringsten im Volk, die nicht von den Kindern Levi waren. * 2 Ehr. 11 , 13. c. 13, 9 . 32. Und er machte ein Fest am fünfzehnten Tage des achten Monaths, wie das Fest in Juda, und opferte auf dem Altar. So that er zu BethEl, daß man den Kälbern opferte, die er gemacht hatte; und stiftete zu BethEl die Priester der Höhen, die er gemacht hatte. 33. Und opferte auf dem Altar, den er gemacht hatte zu BethEl, am fünfzehnten Tage des achten Monaths, * welchen er aus seinem Herzen erdacht hatte; und machte den Kindern Israel Feste; und opferte auf dem Altar, daß man räuchern sollte. "Cor. 2 , 2 z. Das 13. Capitel. Jerobeams Hand verdorret. Ein Prophet wird von einem Löwen getödlct. 1. Nnd siehe, ein Mann Gottes kam von Juda ^ durch das Wort des Herrn gen BethEl; und Jerobeam stand bey dem Altar zu räuchern. 2. Und er rief wider den Altar, durch das Wort des Herrn, und sprach: Altar, Altar! so spricht der Herr: Siehe, rs wird ein Sohn dem Hause Davids geboren werden, mit Nahmen Jofia, der * wird auf dir opfern die Priester der Höhe, die auf dir räuchern, und wird Menschenbeiue auf dir verbrennen. *2K-n.23,i6. 3. Und er gab des Tages ein Wunder, und sprach: Das ist das Wunder, daß solches der Herr geredet hat: Siehe, der Altar wird reisten, und die Asche verschüttet werden, die darauf ist. -4. Da aber der König das Wort von dem Manne Gottes hörete, der wider den Altar zu BethEl rief; reckte er seine Hand aus bey dem Altar und sprach: Greifet ihn. Und seine Hand * verdorrete, die er wider ihn ausgereckt hatte, und konnte sie nicht wieder zu sich ziehen. * Matth. 12, 10 . 5. Und der Altar riß, und die Asche ward verschüttet vom Altar, nach dem Wunder, das der Mann Gottes gegeben hatte durch das Wort des Herrn. 6. Und der König antwortete, und sprach zu dem Manne Gottes: * Bitte das Angesicht des Herrn, deines Gottes, und bitte für mich, daß Alter Lügenprophet. 1 Könige 13. Prophet von einem Löwen getödtet. 394 meine Hand wieder zu mir komme. Da bath der Mann Gottes das Angesicht des Herrn; und dem Könige ward seine Hand wieder zu ihm gebracht, und ward, wie sie vorhin war. * 2 Mos. 8/ 8. 7 . Und der König redete mit dem Manne Gottes: Komm mit mir heim, und labe dich, ich will dir ein Geschenk geben. 8 . Aber der Mann Gottes sprach zum Könige: Wenn du mir auch dein halbes Haus gäbest, so käme ich doch nicht mit dir; denn ich will an diesem Ort kein Brot essen, noch Wasser trinken. 9. Denn also ist mir gebothen durch des Herrn Wort, und gesagt: Du sollst kein Brot essen, und kein Wasser trinken, und nicht wieder durch > den Weg kommen, den du gegangen bist. 10. Und er * ging weg durch einen andern Weg, und kam nicht wieder durch den Weg, den er gen BethEl gekommen war. "Matth. 2 , 12 . 11. Es wohnete aber ein alter Prophet zu BethEl; zu dem kam sein Sohn und erzählete ihm alle Werke / die der Mann Gottes gethan hatte des Tages zu BethEl, und die Worte, die er zum Könige geredet hatte. 12. Und ihr Vater sprach zu ihnen: Wo ist der Weg, den er gezogen ist? Und seine Söhne zeigten ihm den Weg, den der Mann Gottes gezogen war, der von Juda gekommen war. 13. Er aber sprach zu seinen Söhnen: Sattelt mir den Esel. Und da sie ihm den Esel sattelten, ritt er darauf, 1^. Und zog dem Manne Gottes nach, und fand ihn unter einer Eiche sitzen, und sprach zu ihm: Bist du der Mann Gottes, der von Juda gekommen ist? Er sprach: Ja. 15. Er sprach zu ihm: Komm mit mir heim, und iß Brot. 16. Er aber sprach: Ich kann nicht mit dir umkehren, und mit dir kommen; ich will auch nicht Brot essen, noch Wasser trinken mit dir an diesem Ort. 17. Dem- es ist mit mir geredet worden durch das Wort des Herrn: ' Du sollst daselbst weder Brot essen, noch Wasser trinken; du sollst nicht wieder durch den Weg gehen, den du gegangen bist. * Vers 9. 18. Er sprach zu ihm: Ich bin auch ein Prophet, wie du, und ein Engel hat mit mir geredet durch des Herrn Wort, und gesagt: Führe ihn wieder mit dir heim, daß er Brot esse und Wasser trinke. Er log ihm aber. 19. Und führete ihn wieder um, daß er Brot aß, und Wasser trank in seinem Hause. 20. Und da sie zu Tische saßen, kam das Wort des Herrn zum Propheten, der ihn wieder umgeführet hatte; 21. Und schrie den Mann Gottes an, der von Juda gekommen war, und sprach: So spricht der Herr: Darum, daß du dem Munde des Herrn bist ungehorsam gewesen, und hast nicht gehalten das Geboth, das dir der Herr, dein Gott, gebothen hat, 22. Und bist umgekehret, hast Brot gegessen und Wasser getrunken an dem Ort, davon er dir sagte: Du sollst weder Brot essen, noch Wasser trinken; so soll dein Leichnam nicht in deiner Väter Grab kommen. 23. Und nachdem er Brot gegessen, und getrunken hatte; sattelte man den Esel dem Propheten, den er wieder umgeführet hatte. 2^. Und da er wegzog, fand ihn ein'Löwe auf dem Wege und tödtete ihn; und sein Leichnam lag geworfen auf dem Wege, und der Esel stand neben ihm, und der Löwe stand neben dem Leichnam. * c. 20, ss. 25 . Und da Leute vorüber gingen, sahen sie den Leichnam in den Weg geworfen, und den Löwen bey dem Leichnam stehen, und kamen, und sagten es in der Stadt, darinnen der alte Prophet wohnete. 26. Da das der Prophet hörete, der ihn wieder umgeführet hatte, sprach er: Es ist der Mann Gottes, der dem Munde des Herrn ist ungehorsam gewesen; darum hat ihn der Herr dem Löwen gegeben, der hat ihn zerbrochen und getödtet nach dem Wort, das ihm der Herr gesagt hat. 27. Und sprach * zu seinen Söhnen: Sattelt mir den Esel. Und da sie ihn gesattelt hatten; " vers 13. 28. Zog er hin, und fand seinen Leichnam in den Weg geworfen, und den Esel, und den Löwen neben dem Leichnam stehen. Der Löwe hatte nichts gefressen vom Leichnam, und den Esel nicht zerbrochen. 29. Da hob der Prophet den Leichnam des Mannes Gottes auf, und legte ihn auf den Esel, und führete ihn wieder um, und kam in die Stadt des alten Propheten, daß sie ihn kla- geten und begrüben. 30. Und er legte den Leichnam in sein Grab; und sie klagten ihn: * Ach Bruder! *srr.22,18. ^ 3 1. Und da sie ihn begraben hatten ^sprach er ^ 350 1 Könige 13. 14. drohet Ierobeam. Der Prophet Ahia zu seinen Söhnen: Wenn ich sterbe, so'begrabet mich in dem Grabe, darinnen der Mann Gottes begraben ist, und leget meine Beine neben seine Beine. * i Mos. 47 , so. 32. 'Denn es wird geschehen, was ergeschrien hat wider den Altar zu BethEl durch das Wort des Herrn, und wider alle Häuser der Höhen, die in den Städten Samaria find. * 2 Kön. 23, 16 . 17 . 18 . 33. Aber nach dieser Geschichte kehrete fich Ierobeam nicht von seinem bösen Wege; sondern verkehrete fich, und machte Priester der Hohen von den ' Geringsten des Volks. Zu wem er Lust hatte, deß Hand fullete er, und der ward Priester der Höhe. ' c. 12 , si. 3-4. Und' dieß gerieth zur Sünde dem Hause Jerobeams, daß er verderbet und von der Erde vertilget ward. '«. ", 30 . c.", 16 . Das 14. Capitel. Weissagung wider Ierobeam. Rehabeams Regiment; Sünde und derselben Strafe. 1. Du der Zeit war Abia, der Sohn Jero- "0 beams, krank. 2. Und Ierobeam sprach zu seinem Weibe: Mache dich auf, und verstelle dich, daß Niemand merke, daß du Jerobeams Weib seyest, und gehe hin gen Silo. Siehe, daselbst ist der Prophet Ahia, der' mir geredet hat, daß ich sollte König seyn über dieß Volk; * k. 11, so. 31. c. 12 , 13. 3. Und nimm mit dir zehn Brote und Kuchen, und einen Krug mit Honig, und komm zu ihm, daß er dir sage, wie es dem Knaben gehen wird. -4. Und das Weib Jerobeams that also, und machte fich auf, und ging hin gen Silo, und kam ins Haus Ahia. Ahia aber konnte nicht sehen; denn ' seine Augen starrsten vor Alter. * 1 Mos. 27, 1. c. 48, 10 . s. Aber der Herr sprach zu Ahia: Siehe, das Weib Jerobeams kommt, daß fie von dir eine Sache frage um ihren Sohn, denn er ist krank. So rede nun mit ihr so und so. Da fie nun hinein kam, stellete fie fich fremde. 6. Als aber Ahia hörete das ' Rauschen ihrer Füße zur Thür hinein gehen, sprach er: Komm herein, du Weib Jerobeams, warum stellest du -ich so fremde? Ich bin zu dir gesandt ein harter Bvthe. * 2 Kön. 6, 32. 7. Gehe hin, und sage ' Ierobeam: So spricht der Herr, der Gott Israels: Ich thabe dich erhoben aus dem Volk, und zum Fürsten über mein Volk Israel gesetzt; ' c. 11,29. 1- c. 16,2. 8 . Und habe das Königreich von Davids Hause gerissen, und dir gegeben. Du aber bist nicht gewesen wie mein Knecht David, der meine Ge- bothe hielt, und ' wandelte mir nach von ganzem Herzen, daß er that, was mir nur wohl gefiel; * Esaj. 38, 3. 9. Und hast übel gethan über alle, die vor dir gewesen find, bist hingegangen und hast dir andere Götter gemacht, und gegossene Bilder, daß du mich zum Zorn reitzetest, und hast mich * hinter deinen Rücken geworfen. * Jcr. 2, 27. k. 32, 33. 10. Darum fiehe, 'ich will Unglück über das Haus Jerobeams führen, und ausrotten an dem Ierobeam auch den, der an die Wand pisset, den -k Verschlossenen und Verlassenen in Israel ; und will die Nachkommen des Hauses Jerobeams ausfegen, wie man Koth ausfeget, bis es ganz mit ihm aus sey. * c. 13, 29. -s c. 21, 21. 11. Wer von Ierobeam * stirbt in -er Stadt, den sollen die Hunde fressen; wer aber auf dem Felde stirbt, den sollen die Vögel des Himmels fressen; denn der Herr hat es geredet.' e. 16, 4 . 12. So mache du dich auf, und gehe heim. Und wenn dein Fuß zur Stadt eintritt, wird das Kind sterben, 13. Und es wird ihn das ganze Israel klagen, und werden ihn begraben. Denn dieser allein von Ierobeam wird zu Grabe kommen, darum, daß etwas Gutes an ihm erfunden ist vor dem Herrn, dem Gott Israels, im Hause Jerobeams. 1^. Der Herr aber wird ihm einen König über Israel erwecken , ' der wird das Haus Jerobeams ausrotten des Tages. Und was ist nun gemacht? ' c. 13,29. 15. Und der Herr wird Israel schlagen, gleichwie das Rohr im Wasser beweget wird, und wird Israel' ausreissen von diesem guten Lande, das er ihren Vätern gegeben hat, und wird fie streuen über das Wasser; darum, daß fie ihre Haine gemacht haben, den Herrn zu erzürnen. * 2 Kön. 17, 23. 16. Und wird Israel übergeben um -er Sünde willen Jerobeams, der da gesündiget hat, und hat' Israel sündigen gemacht. * c. 12, so. 17. Und das Weib Jerobeams machte fich auf, ging hin und kam gen Thirza. Und da fie auf die Schwelle des Hauses kam, starb der Knabe. Sisak wider Jerusalem. 1 Könige 14. 15. Abiam. Assa. 351 18. Und sie begruben ihn, und ganz Israel klagte ihn, nach dem Wort des Herrn, das er geredet hatte durch seinen Knecht Ahia, den Propheten. 19. Was mehr von Jerobeam zu sagen ist, wie er gestritten und regieret hat, stehe, das ist * geschrieben in der Chronica der Könige Israels. * 2 Cbr 13/ 2 . 13. 20. Die Zeit aber, die Jerobeam regierte, stnd zwey und zwanzig Jahre. Und entschlief mit seinen Vätern, und sein Sohn Nadab ward König an seine Statt. 21. So war Rehabeam, der Sohn Salo- mons, König in Juda. ' Ein und vierzig Jahre alt war Rehabeam, da er König ward, und regierte fiebenzehn Jahre zu Jerusalem, in der Stadt, die der Herr erwählet hatte aus allen Stämmen Israel, daß er seinen Nahmen daselbst hinftellete. Seine Mutter hieß Naema, eine AmMVNitiNN. "2Chr.i2/iZ. 22. Und Juda that, das dem Herrn Übel gefiel; und reizten ihn zum Eifer, mehr denn alles, das ihre Väter gethan hatten mit ihren Sünden, die ste thaten, 2Z. Denn ste baueren ihnen auch Höhen, Säulen und Haine, ' auf allen hohen Hügeln, und unter allen grünen Bäumen. *2Kön. i 6 , 4 . 2^. Es waren auch Hurer im Lande; und ste thaten alle die * Gräuel der Heiden, die der Herr vor den Kindern Israel vertrieben hatte. * 3 Mss. 18/ 9. 2 Kön. 21 / 2 . 11 . 25 . Aber im fünften Jahr des Königs Reha- beams zog ' Sisak, der König in Egypten , herauf wider Jerusalem ; * e. ii/ 4 o. 26. Und nahm die Schätze aus dem Hause des Herrn und aus dem Hause des Königs, und alles, was zu nehmen war, und nahm alle goldene Schilder, * die Salomo hatte lassen machen. * r. i»/16. 27. An welcher Statt ließ der König Reha- beam eherne Schilder machen, und befahl ste unter die Hand der obersten Trabanten, die der Thur huthcten am Hause des Königs. 28. Und so oft der König in das Haus des Herrn ging, trugen ste die Trabanten, und brachten ste wieder in der Trabanten Kammer. 29. Was aber mehr von Rehabeam zu sagen ist, und alles, was er gethan hat, stehe, das' ist geschrieben in der Chronica der Könige Juda. * 2 Chr. 12 / 13. 30. Es * war aber Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam ihr Lebenlang. ' c. i-, 6. 3 i. Und Rehabeam entschlief mit seinen Vätern, und ward begraben mit seinen Vätern in der Stadt Davids. Und * seine Mutter hieß Naema, eine Ammonitinn. Und sein Sohn Abiam ward König an seine Statt. '2Chr. 12,1-. Das 15. Capitel. Regierung zweyer Könige in Juda, Abiams und Assa; und zweyer m Israel, Nadabs und Baesa. 1. ^rn achtzehnten Jahr des Königs Jero- ^ beams, des Sohnes Nebats, ward * Abiam König in Juda, '2 Chr. 13, i- 2. Und regierete drey Jahre zu Jerusalem. * Seine Mutter hieß Mascha, eine Tochter Abi- salvMs. ' 2 Chr. 13 , 2. 3. Und er wandelte in allen Sünden seines Vaters, die er vor ihm gethan hatte, und fein Herz war nicht rechtschaffen an dem Herrn, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters Davids. Denn um Davids willen gab der Herr, sein Gott, ihm * eine Leuchte zu Jerusalem, daß er seinen Sohn nach ihm erweckte und erhielt zu Jerusalem. ' c. n, 36 . 5. Darum, daß David gethan hatte, das dem Herrn wohl gefiel, und nicht gewichen war von allem, das er ihm geboth, sein Lebenlang, ohne' in dem Handel mit Uria, dem Hethiter. * 2 Sam. ii, 27 . c. 12, 9 . 6. Es ' war aber ein Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam sein Lebenlang. ' c. i-v so. 7 . Was aber mehr von Abiam zu sagen ist, und alles, was er gethan hat, stehe, das ist geschrieben in der Chronica der Könige Juda» ' Es war aber Krieg zwischen Abiam und Jerobeam. ' 2 Chr. 13 / 2. 17 . 8 . Und Abiam entschlief mit seinen Vätern, und ste begruben ihn ' in der Stadt Davids. Und Assa, sein Sohn, ward König an seine Statt. * 2 Cbr. 14 , i. 9. Im zwanzigsten Jahr des Königs Jero- beams über Israel, ward Assa König in Juda, i o. Und regierte ein und vierzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß ' Maecha, eine Tochter Abisaloms. '«. 2. 11. Und Assa that, das dem Herrn wohl gefiel, wie sein Vater David. 1?. Und that die ' Hurer aus dem Lande, und tkat ab alle Götzen, die seine Väter gemacht hatten. ' c. 22,47. 13. Dazu setzte er auch ' seine Mutter Maecha ab vom Amt, das ste dem Miplezelh gernacht 352 Baesa. 1 Könige 15. 16. Nadab. Iehu. hatte im Hain. Und Assa rottete aus ihren Mip- lezeth, und verbrannte ihn im Bach Kidron. * 2 Chr. 15 , 16 . 14 . Aber * die Höhen thaten sie nicht ab. Doch war das Herz Assa rechtschaffen an dem Herrn sein Lebenlang. *c. 22, 44 . 15. Und das Silber und Gold und Gefäß, das sein Vater geheiliget hatte, und was ge- heiliget war zum Hause des Herrn, brachte er ein. 16. Und es war Streit zwischen Assa und Baesa, dem Könige Israels, ihr Lebenlang. 17. * Baesa aber, der König Israels, zog herauf wider Juda und bauete Rama, daß Niemand sollte aus-und einziehen auf Assa Seiten , des Königs Juda. * 2 Ehr. 16,1. 1 8 . Da nahm Assa alles * Silber und Gold, das übrig war im Schatz des Hauses des Herrn und im Schatz des Hauses des Königs, und gab es in seiner Knechte Hände, und sandte sie zu BenHadad, dem Sohne Tabrimons , des Sohnes Hefions, dem Könige in Syrien, der zu Damaskus wohnete, und ließ ihm sagen: * 2 Kön. 12, 18. c. 16/ 8 . 19. Es ist ein Bund zwischen mir und dir, und zwischen meinem Vater und deinem Vater; darum schicke ich dir ein Geschenk, Silber und Gold , daß du fahren lassest den Bund , den du mit Baesa, dem Könige Israels, hast, daß er von mir abztehe. 20. BenHadad gehorchte dem Könige Assa, und sandte seine Hauptleute wider die Städte Israels, und schlug *Jjon und Dan, undAbel- BethMaecha, das ganze Cineroth, an dem ganzen Lande Naphthali. ' 2 Kön. 15 / 2s. 21. Da das Baesa hörete, ließ er ab zu bauen Rama, und zog wieder gen Thirza. 22. Der König Assa aber ließ erschallen im ganzen Juda: Hier sey Niemand ausgenommen. Und sie nahmen die Steine und Holz von Rama weg, damit Baesa gebauet hatte; und der König Assa bauete damit GebaBenjamin und Mizpa. 23. Was aber mehr von Assa zu sagen ist, und alle seine Macht, und alles, was er gethan hat, und die Städte, die er gebauet hat, siehe, das ist geschrieben in der * Chronica der Könige Juda; ohne, daß er in seinem Alter an seinen Füßen krank war. '2 Chr. 14,2. 24. Und * Assa entschlief mit seinen Vätern, und -k- ward begraben mit seinen Vätern in der Stadt Davids, seines Vaters. Und Josaphat, sein Sohn, ward König an seine Statt. * 2 Chr. 16, 13 . i- 1 Kön. i 4 , 31 . 25. Nadab aber, der Sohn Jerobeams, ward König über Israel im andern Jahr Assa, des Königs Juda, und regierte über Israel zwey Jahre, 26. Und that, das dem Herrn übel gefiel, und wandelte in dem Wege * seines Vaters und in seiner Sünde, damit er hatte Israel sündigen gemacht. * c. i 6 ,19.26.31. 27 . Aber Baesa, der Sohn Ahia, aus dem Hause Jsaschars, machte' einen Bund wider ihn, und schlug ihn zu Gibethon, welche war der Philister. Denn Nadab und das ganze Israel belagerten Gibethon. *c. 16,9. 28. Also tödtete ihn Baesa im dritten Jahr Assa, des Königs Juda, und ward König an seine Statt. 29. Als er nun König war, schlug er das ganze Haus Jerobeams, und ließ nicht über etwas, das den Odem hatte von Jerobeam, bis er ihn vertilgte; nach * dem Wort des Herrn, das er geredet hatte durch seinen Knecht Ahia von Silo; * e. i4, 10 . 30. Um der Sünde willen Jerobeams, die er that und damit Israel sündigen machte, mit dem Reitzen, damit er den Herrn, den Gott Israels, erzürnete. 31. Was aber mehr von Nadab zu sagen ist, und alles, was er gethan hat/ siehe, das ist geschrieben * in der Chronica der Könige Israels. * c. 16, 5. 14 . 20. 27. 32 . Und es war Krieg zwischen Assa und Baesa, dem Könige Israels, ihr Lebenlang. 33. Im dritten Jahr Assa, des Königs Juda, ward Baesa, der Sohn Ahia, König über das ganze Israel zu Thirza vier und zwanzig Jahre, 34 . Und that, das dem Herrn übel gefiel, und * wandelte in dem Wege Jerobeams und in seiner Sünde, damit er hatte Israel sündigen gemacht. * c. 16,19.26.31. Das 16. Capitel. Von vier Königen in Israel: Ella, Simri, Amri und Ahab. 1. Es kam aber das Wort des Herrn zu ' ^ Iehu, dem Sohne Hanani, wider Baesa, und sprach: *v. 7. 2. Darum, daß * ich dich aus dem Staube erhoben habe, und zum Fürsten gemacht über mein Volk Israel, und du wandelst in dem Wege Jerobeams/ und machest mein Volk Israel sündigen, daß du mich erzürnest durch ihre Sünde; * e. i 4 ,7. 3. Siehe, so will ich die Nachkommen Baesa, und Jehlt drohet Baesa. Ella. 1 Könige 16. Simri. Amri. Thibni. 353 und die Nachkommen seines Hauses wegnehmen, und will dein Haus setzen, wie das * Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats. ^ * c. 12 / 29. Wer * von Baesa stirbt in der Stadt, den sollen die Hunde fressen; und wer von ihm stirbt auf dem Felde, den sollen die Vögel des Himmels fressen. *c. i4/ii. 5. Was aber mehr von Baesa zu sagen ist, und was er gethan hat, und seine Macht, siehe, das ist geschrieben * in der Chronica der Könige Israels. *2Chr. i6/i. 6. Und Baesa entschlief mit seinen Vätern, und ward begraben zu Thirza. Und sein Sohn Ella ward König an seine Statt. 7. Auch das Wort des Herrn kam durch den Propheten * Jehu, den Sohn Hanani, über Baesa und über sein Haus, und wider alles Uebel, das er that vor dem Herrn, ihn zu erzürnen durch die Werke seiner Hände, daß es würde wie das Haus Jerobeams; und darum, daß er diesen erschlagen hatte. * v. i. (Anfang LeS 16 . Capitels.) 8. Hm sechs und zwanzigsten Jahr Assa, des Königs Juda, ward * Ella, der Sohn Baesa, König über Israel zu Thirza zwey Jahre. * verS 6. 9. Aber sein Knecht Simri, der Oberste über die Hälfte der Wagen, machte * einen Bund wider ihn. Er aber war zu Thirza, trank, und war trunken im Hause Arza, des Vogts zu Thirza. * i-, 27. 10. Und ' Simri kam hinein, und schlug ihn todt im sieben und zwanzigsten Jahr Assa, des Königs Juda; und 7 ward König an seine Statt. * 2 Kö! 1 . 9/ 31. -f 2 Kön. 12/ 10 . 14. 22 . 30. 11. Und da er König war und auf seinem Stuhl saß, schlug er das ganze Haus Baesa, und ließ nicht über, auch den, ' der an die Wand pisset; dazu seine Erben und seine Freunde. * 1 Sam. 22 / 22 . 1 Kön. 14/ 10 . 12. Also vertilgte Simri das ganze Haus Baesa, nach dem Wort des Herrn, das er über Baesa geredet hatte, durch den Propheten Jehu; 13. Um aller Sünden willen Baesa und seines Sohnes Ella, die sie thaten und Israel sündigen machten, den Herrn, den Gott Israels, zu erzürnen durch ihre Abgötterey. i^. Was aber mehr von Ella zu sagen ist, und alles, was er gethan hat, siche, das ist geschrieben in' der Chronica der Könige Israels. * c. 12/ 31. 15. Im sieben und zwanzigsten Jahr Assa, des Königs Juda, ward Simri König sieben Tage zu Thirza. Denn das Volk lag vor Gt- bethon der Philister. 16. Da aber das Volk im Lager hörete sagen, daß Simri einen Bund gemacht, und auch den König erschlagen hätte; da machte ganz Israel desselben Tages Amri, den Feldhauptmann, zum Könige über Israel im Lager. 17. Und Amri zog herauf und das ganze Israel mit ihm von Gibethon, und belagerten Thirza. 18. Da aber Simri sah, daß die Stadt sollte gewonnen werden, ging er in den Pallast im Hause des Königs, und verbrannte sich mit dem Hause des Königs, und starb, i s. Um seiner Sünden willen, die er gethan hatte, daß er that, das dem Herrn übel gefiel, und wandelte in dem Wege Jerobeams und in seiner Sünde, die er that, daß er Israel sündigen machte. 20. Was aber mehr von Simri zu sagen ist, * und wie er einen Bund machte, siehe, das ist geschrieben in der Chronica der Könige Israels. * c. 14/ 19. c. 12/ 3i. 21. Dazumahl theilte sich das Volk Israel in zwey Theile. Eine Hälfte hing an Thibni, dem Sohne Ginaths, daß sie ihn zum Könige machten; die andere Hälfte aber hing an Amri. 22. Aber das Volk, das an Amri hing, ward stärker, denn das Volk, das an Thibni hing, dem Sohne Ginaths. Und Thibni starb, da ward Amri König. 23. Im ein und dreyßigsten Jahr Assa, des Königs Juda, ward Amri König über Israel zwölf Jahre, und regierte zu Thirza sechs Jahre. 2^. Er kaufte den Berg Samaria von Seiner um zween Zentner Silber, und bauete auf den Berg, und hieß die Stadt, die er bauete, nach dem Nahmen Servers, des Berges Herrn, Samaria. 25. Und Amri that, das dem Herrn übel gefiel, und war ärger, denn alle, die vor ihm gewesen waren. 26. Und' wandelte in allen Wegen Jerobeams, des Sohnes Nebats, und in seinen Sünden, damit er Israel sündigen machte, daß sie den Herrn, den Gott Israels, erzürneten in ihrer Abgötterey. ' c."/ 26.34. 27. Was aber mehr von Amri zu sagen ist, und alles, was er gethan hat, und seine Macht, N Y 354 Jericho gebauet. 1 Könige 16. 17. Elia von einer Witwe ernährt. die er geübet hat, siehe, das ist' geschrieben in der Chronica der Könige Israels. * e. 14, 19. c. 15, 31. 28. Und Amri entschlief mit seinen Vätern, und ward begraben zu Samaria. Und Ahab, sein Sohn, ward König an seine Statt. 29. Im acht und dreyßigsten Jahr Affa, des Königs Juda , ward Ahab, der Sohn Amri, König über Israel; und regierte über Israel zu Samaria zwey und zwanzig Jahre, 30. Und that, das dem Herrn übel gefiel, über alle, die vor ihm gewesen waren. 3 1. Und war ihm ein Geringes, * daß er wandelte in der Sünde Jerobeams, des Sohnes Nebats, und nahm dazu Jsebel, die Tochter EthBaals, des Königs zu Zidon, zum Weibe, und ging hin, und dienete Baal, und bethete ihN aN, *c. 15/ 26. 34. 32 . Und richtete Baal einen Altar * auf im Hause Baals, das er ihm bauete zu Samaria. * 2 Kön. 3, 2. c. 10, 27. 33 . Und machte einen Hain, daß Ahab mehr that, den Herrn, den Gott Israels, zu erzürnen, denn alle Könige Israels, die vor ihm gewesen waren. 3 ^. Zu derselbigen Zeit bauete Hiel von Beth- El Jericho. Es kostete ihm seinen ersten Sohn Abiram, da er den Grund legte, und seinen jüngsten Sohn Segub, da er die Thüren setzte, nach * dem Wort des Herrn, das er geredet hatte durch Josua, den Sohn Nun. * Los. 6 ,26. Das 17. Capitel. Elia in der Thcurung von Raben gespeiset; wecket zu Zarpath einen- Tobten auf. t lind es sprach Elia, der Thisbiter, aus den Bürgern Gilead, zu Ahab: So wahr der Herr, der Gott Israels, lebet, vor dem ich stehe, es * soll diese Jahre weder Thau noch Regen kommen, ich sage es denn. * Luc. 4,22: 2. Und das Wort des Herrn kam zu ihm, und sprach: 3. Gehe weg von hinnen, und wende dich gegen Morgen, und verbirge dich am Bach Crith, der gegen den Jordan fließet; - 4 . Und sollst vom Bach trinken; und ich habe den Raben gebothen, daß sie dich daselbst sollen versorgen. 5. Er aber ging hin, und that nach dem Wort des Herrn, und ging weg und setzte sich am Bach Crith, der gegen den Jordan fließet. 6 . Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch des Morgens und des Abends, und er trank des Bachs. 7. Und es geschah nach etlichen Tagen, daß der Bach vertrocknete; denn es war kein Regen im Lande. 8 . Da kam das Wort des Herrn zu ihm, und sprach: 9. Mache dich ans und gehe gen Zarpath, welche bey Zidon liegt, und bleibe daselbst; denn ich habe daselbst einer Witwe gebothen, daß sie dich versorge. 10. Und er machte sich ans, und ging gen Zarpath. Und da er kam an die Thur der Stadt; siehe, * da war eine Witwe und las Holz auf. Und er rief sie, und sprach: Hohle mir ein wenig Wasser im Gefäß, daß ich trinke. * Luc. 4, 26. 11. Da sie aber hinging zu hohlen, rief er sie und sprach: Bringe mir auch einen Bissen Brot mit. 12. Sie sprach: "So wahr der Herr, dein Gott, lebet, ich habe nichts Gebacknes, ohne eine Hand voll Mehl im Cad und ein wenig Oehl im Kruge. Und siehe, ich habe ein Holz oder zwey aufgelesen, und gehe hinein und will mir und meinem Sohne zurichten, daß wir essen und sterben. * c. is, 10. 13. Elia sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, gehe hin und mache es, wie du gesagt Haft; doch mache mir am ersten ein kleines Gebacknes davon und bringe mirs heraus, dir aber und deinem Sohne sollst du darnach auch machen. 1^. Denn also spricht der Herr, der Gott Israels: Das Mehl im Cad soll nicht verzehret werden, und dem Oeblkruge soll nichts mangeln, bis auf den Tag, da der Herr regnen lassen wird auf Erden. 15. Sie "ging hin, und machte, wie Elia gesagt hatte. Und er aß, und sie auch, und ihr Haus, eine Zeit lang. * MM. 10, 4 o. 41. 16. Das Mehl im Cad ward nicht verzehret, und dem Oehlkruge mangelte nichts, nach dem Wort des Herrn, das er geredet hatte durch Elia. 17. Und nach diesen Geschichten ward des Weibes, seiner Hauswirthinn, Sohn krank, und seine Krankheit war sehr hart, daß kein Odem mehr in ihm blieb. 18. Und sie sprach zu Elia: * Was habe ich mit dir zu schaffen, du Mann Gottes? Du bist zu mir herein gekommen, daß meiner Missethat gedacht, und mein Sohn getödtet würde. * Richl. 11, 12. 2 Sam. 16 / 10^ Obadja. 355 Elia weckt einen Tobten auf. 1 Köni 19. Er sprach zu ihr: Gib mir her * deinen Sohn. Und er nahm ihn von ihrem Schooß, und ging hinauf auf den Saal, da er wohnete, und legte ihn auf sein Bette. * 2 Kö„. 4,32. 20. Und rief' den Herrn an, und sprach : Herr, mein Gott, hast du auch der Witwe, bey der ich ein Gast bin, so übel gethan, daß du ihren Sohn tobtest? 21. Und er maß sich über dem Kinde dreymahl, und rief den Herrn an, und sprach: Herr, mein Gott, laß die Seele dieses Kindes wieder zu ihm kommen! 22. Und der Herr erhörete die Stimme Elia; und die Seele des Kindes kam wieder zu ihm, und ward lebendig. 23 . Und Elia nahm das Kind, und brachte es hinab vom Saal ins Haus, und * gab es seiner Mutter, und sprach: Siehe da, i- dein Sohn lebet. "Luc. 7, 13. -s M. 4 , §o. 2^. Und das Weib sprach zu Elia: Nun erkenne ich, daß du ein Mann Gottes bist, und des * Herrn Wort in deinem Munde ist Wahrheit. * 2 Sam. 7 , 28. Das 18. Capitel. Der Prophet Elia schlachtet die Baalspfaffen. 1. Nnd über eine lange Zeit kam das Wort des Herrn zu Elia, im dritten Jahr, und sprach: Gehe hin, und zeige dich Ahab, daß ich * regnen lasse auf Erden. ' Ja-. 18. 2. Und Elia ging hin, daß er sich Ahab zeigte. Es war aber eine große Theurung zu Samaria. 3. Und Ahab rief Obadja , seinen Hofmeister. (Obadja aber * fürchtete den Herrn sehr. * v-12. Denn da Jsebel die Propheten des Herrn ausrottete; nahm Obadja hundert Propheten und versteckte sie in der Höhle, hier fünfzig und da fünfzig, und versorgete sie mit Brot und Wasser.) s. So sprach nun Ahab zn Obadja: Ziehe durchs Land zu allen Wasserbrunnen und Bächen , ob wir möchten Heu finden und die Rosse und Maulthiere erhalten, daß nicht das Vieh alles umkomme. 6 . Und sie theilten sich ins Land, daß sie es durchzögen. Ahab zog allein auf einen Weg, und Obadja auch allein den andern Weg. 7 . Da nun Obadja auf dem Wege war, siehe, da begegnete ihm Elia; und da er ihn kannte, fiel er auf sein Antlitz und sprach : Bist du nicht mein Herr Elia? e 17. 18. 8 . Er sprach: Ja; gehe hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist hier. 9. Er aber sprach: Was habe ich gesündiget, daß du deinen Knecht willst in die Hände Ahabs geben, daß er mich tödte? 10. So * wahr der Herr, dein Gott, lebet: Es ist kein Volk noch Königreich, dahin mein Herr nicht gesandt hat, dich zu suchen. Und wenn sie sprachen: Er ist nicht hier, nahm er einen Eid von dem Königreich und Volk, daß man dich nicht gefunden hätte. * c. 17/12. 11. Und du sprichst nun: Gehe hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist hier. 12. Wenn ich nun hinginge von dir, so würde dich der Geist des Herrn wegnehmen, weiß nicht wohin; und ich dann käme, und sagte es Ahab an, und fünde dich nicht; so erwürgete er mich. Aber dein " Knecht fürchtet den Herrn von seiner Jugend auf. *v. 3 . 13. Ist es meinem Herrn nicht angesagt, was ich gethan habe, da Jsebel die Propheten des Herrn erwürgete? Daß ich der Propheten des Herrn hundert versteckte, hier fünfzig und da fünfzig in der Höhle, und versorgete sie mit Brot und Wasser? 1^. Und du sprichst nun: Gehe hin, sage deinem Herrn: Elia ist hier; daß er mich erwürge. 15. Elia sprach: * So wahr der Herr Zebaoth lebet, vor dem ich stehe; ich will mich ihm heute zeigen. "2Kö„.3, 14 . 16. Da ging Obadja hin Ahab entgegen, und sagte es ihm an. Und Ahab ging hin Elia entgegen. 17. Und da Ahab Elia sah, sprach Ahab zu ihm: * Bist du, der Israel verwirret? * AmoS 7/ 10. 18. Er aber sprach: Ich verwirre Israel nicht, sondern du und deines Vaters Haus, damit, daß ihr des Herrn Gebothe verlassen habt, und * wandelt Baalim nach. * c. 16/ 31 . 32 . 19. Wohlan, so sende nun hin, und versammle zu mir das ganze Israel auf den Berg Carmel, und die vier hundert und fünfzig Propheten Baals, auch die vier hundert Propheten des "Hains, die vom Tisch Jsebels essen. * c. 16,33. 20. Also sandte Ahab hin unter alle Kinder Israel, und versammelte die Propheten auf den Berg Carmel. , ^ 21. Da trat Elia zu allem Volk, und sprach: * Wie lange hinket ihr auf beyden Seiten? Ist der Herr Gott, so wandelt ihm nach; ist es N Y 2 356 Baalspfaffeit. 1 Könige 18. Elia opfert, verkündiget Regen. aber Baal/ so wandelt ihm nach. Und das Volk antwortete ihm nichts. * Jos. 24/ 15. Nicht. 6/ 31. 22. Da sprach Elia znm Volk: Ich bin allein übergeblieben ein Prophet des Herrn / aber der Propheten Baals find vier hundert und fünfzig Mann. 23 . So gebet uns nun zween Farren/ und lasset fie erwählen Einen Farren / und ihn zer- stücken und aufs Holz legen/ und kein Feuer daran legen; so will ich den andern Farren nehmen/ und aufs Holz legen/ und auch kein Feuer daran legen. 2^. So rufet ihr an den Nahmen euers Gottes/ und ich will den Nahmen des Herrn an- rufen. Welcher Gott nun mit Feuer antworten wird / der sey Gott. Und das ganze Volk antwortete/ und sprach: * Das ist recht. * i Sam. 18/ 20. 25 . Und Elia sprach zu den Propheten Baals: Erwählet ihr Einen Farren und machet am ersten, denn eurer ist viel/ und rufet euers Gottes Nahmen an, und leget kein Feuer daran. 26. Und fie nahmen den Farren/ den er ihnen gab, und richteten zu, und riefen an den Nahmen Baals von Morgen an bis an den Mittag, und sprachen: Baal, erhöre uns! Aber es war da keine Stimme, noch Antwort. Und fie hinkten um den Altar, den fie gemacht hatten. 27 . Da es nun Mittag ward, spottete ihrer Elia und sprach: * Rufet laut; denn er ist ein Gott; er dichtet, oder hat zu schaffen, oder ist über Feld, oder schläft vielleicht, daß er aufwache. * 5 Mos. 32 , 37 . 28. Und fie riefen laut, und ritzten fich mit Messern und Pfriemen nach ihrer Weise, bis daß ihr Blut hernach ging. 29. Da aber der Mittag vergangen war, weissagten fie, bis daß man das Speisopfer thun sollte; und war da keine Stimme, noch Antwort, noch Aufmerken. 30. Da sprach Elia zu allem Volk: Kommt her, alles Volk, zu mir. Und da alles Volk zu ihm trat; heilste er den Altar des Herrn, der zerbrochen war. 3 1. Und nahm zwölf Steine nach der Zahl der Stämme der Kinder Jakobs , (zu welchem das Wort des Herrn redete und sprach: * Du sollst Israel heissen.) * i Mos. 32,28. 35,10. 2 Mn. 17,34. 32 . Und bauete von den Steinen einen Altar im Nahmen des Herrn, und machte um den Altar her eine Grube, zwey Kornmaß weit, 33. Und richtete das Holz zu, und zerstückle den Farren, und legte ihn aufs Holz, 3^. Und sprach: Höhlet vier Cad Wasser voll, und gießet es auf das Brandopfer und auf das Holz. Und sprach: Thut es noch einmahl. Und fie thaten es noch einmahl. Und er sprach: Thut es zum dritten Mahl. Und fie thaten es zum dritten Mahl. 35. Und das Wasser lief um den Altar her, und die Grube ward auch voll Wasser. 36 . Und da die Zeit war Speisopfer zu opfern, trat Elia, der Prophet, herzu, und sprach: Herr, * Gott Abrahams, Isaaks und Israels, laß heute kund werden, daß Du Gott in Israel bist, und Ich dein Knecht, und daß ich solches alles nach deinem Wort gethan habe. * 2 Mos. 3, 6. 15. 16. 37. Erhöre mich, Herr, erhöre mich, daß dieß Volk wisse, daß Du, Herr, Gott bist, daß Du ihr Herz darnach bekehrest. 38 . Da fiel "das Feuer des Herrn herab, und fraß Brandopfer, Holz, Steine und Erde, und leckte das Wasser auf in der Grube. * 3 Mos. 9/ 24. 39. Da das alles Volk sah, fiel es auf sein Angesicht und sprachen: * Der Herr ist Gott! Der Herr ist Gott! * Zach. 13/ 9. ^0. Elia aber sprach zu ihnen: "Greiffet die Propheten Baals, daß ihrer keiner entrinne. Und sie griffen fie. Und Elia führete fie hinab an den Bach Kison, und schlachtete fie daselbst. * 2 Kön. 10/ 25. ^1. Und Elia sprach zu Ahab: Ziehe hinauf, iß und t.ink; denn es rauschet, als wollte es sehr regnen. ^2. Und da Ahab hinauf zog zu essen und zu trinken; ging Elia auf des Carmels Spitze, und bückte sich zur Erde, und that sein Haupt zwischen seine Knie, 2,3. Und sprach zu seinem Knaben : Gehe hinauf, und schaue zum Meer zu. Er ging hinauf, und schauete, und sprach: Es ist nichtsda. Er sprach: Gehe wieder hin * sieben Mahl. * 2 Kön. 5/ 10. Und im siebenten Mahl sprach er: Siehe, es gehet eine kleine Wolke auf aus dem Meer, wie eines Mannes Hand. Er sprach: Gehe hinauf, und sage Ahab: Spanne an und fahre hinab, daß dich der Regen nickt ergreiffe. ^5. Und ehe man zusah, ward der Himmel schwarz von Wolken und Wind, und kam ein " großer Regen. Ahab aber fuhr, und zog gen Jesreel. * Lac. 5 / is. Elia Eifer. Elisa. 357 und er gürtete seine Lenden und lief vor Ahab hin, bis er kam gen Jesreel. Das 19. Capitel. Eliä Flucht/ Fasten/ Trost und Nachfolger. i.lsnd Ahab sagte Jsebel an alles/ was Elia " gethan hatte / und' wie er hätte alle Propheten Baals mit dem Schwert erwürget. * c. 18/ 4o. 2. Da sandte Jsebel einen Bothen zu Elia / und ließ ihm sagen: Die" Götter thuen mir dieß und das/ wo ich nicht morgen um diese Zeit deiner Seele thue/ wie dieser Seelen einer. * r. 2/ 23. 2 Kön. 6/ ZI. 3. Da er das sah; machte er sich auf und ging / wo er hin wollte / und kam gen Ber- Seba in Juda / und ließ seinen Knaben daselbst. Er aber ging hin in die Wüste eine Tagreise / und kam hinein / und setzte sich unter eine Wachholder / und bath / daß seine Seele stürbe, und sprach: Es ist genug/ * so nimm nun/ Herr / meine Seele; ich bin nicht besser/ denn meine Väter. * Hiob 7/ 16. Jon. 4/ 3. 5. Und legte sich, und schlief unter der Wachholder. Und siehe / der Engel rührete ihn / und sprach zu ihm: Stehe auf, und iß. 6. Und er sah sich um, und siehe, zu seinen Hänpten lag ein geröstetes Brot und eine Kanne mit Wasser. Und da er gegessen und getrunken hatte, legte er si-ch wieder schlafen. 7. Und der Engel des Herrn kam zum andern Mahl wieder, und rührete ihn, und sprach: Stehe auf, und iß; denn du hast einen großen Weg vor dir. 8. Und er stand auf, und aß, und trank, und ging durch Kraft derselben Speise * vierzig Tage und vierzig Nächte, bis an den Berg Gottes Horeb; * 2 Mos. 24/1«. c. 34,23. 9. Und kam daselbst in eine Höhle, und blieb daselbst über Nacht. Und siehe, das Wort des Herrn kam zu ihm, und sprach zu ihm: Was machest du hier, Elia? 10. Er sprach: * Ich habe geeifert um den Herrn, den Gott Zebaoth; denn die Kinder Israel haben deinen Bund verlassen, und deine Altäre zerbrochen, und deine Propheten mit dem Schwert erwürget; und ich bin allein übergeblieben, und sie stehen darnach, daß sie mir mein Leben nehmen. * Rom. 11, 3. 2 Kön. 10/ 16. 11. Er sprach: Gehe heraus, und tritt auf den Berg vor den Herrn. Und siehe, der Herr ging' vorüber und ein großer starker 7 Wind, der die Berge zerriß, und die Felsen zerbrach, vor dem Herrn her, der Herr aber war nicht im Winde. Nach dem Winde aber kam ein Erdbeben, aber der Herr war nicht im Erdbeben. * 2 Mos. 33, 22. 1- Ap. Gesch. 2/ 2. 12. Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer, aber der Herr war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein' stilles sanftes Sausen. * Hiob 4, 16. 13. Da das Elia hörete; verhüttete er sein Antlitz mit seinem Mantel, und ging heraus, und trat in die Thür der Höhle. Und siehe, da kam eine Stimme zu ihm, und sprach: Was hast du hier zu thun, Elia? i^. Er sprach: Ich habe um den Herrn, den Gott Zebaoth, * geeifert; denn die Kinder Israel haben deinen Bund verlassen, deine Altäre zerbrochen, deine Propheten mit dem Schwert erwürget; und ich bin allein übergeblieben, und sie stehen darnach, daß sie mir das Leben nehmen. * Ps. 69, 10. is. Aber der Herr sprach zu ihm: Gehe wiederum deines Weges durch die Wüste gen Damaskus ; und gehe hinein, und salbe Hasael zum Könige über Syrien, 16. Und * Jehu, den Sohn Nimsi, zum Könige über Israel, und Elisa, den Sohn Saphats, von AbelMehola > zum Propheten an deine Statt. * 2 Kö». 9/ 2. 3. 17. Und soll geschehen, daß, wer dem Schwert Hasaels entrinnet, den soll Jehu tödten, und wer dem Schwert Jehu entrinnet, den soll Elisa tödten. 18. Und * ich will lassen überbleiben sieben tausend in Israel, nähmlich alle Knie, die sich nicht gebeuget haben vor Baal, und allen Mund, der ihn nicht geküsset hat. * Rom. n, 4. 19. Und er ging von dannen, und fand Elisa, den Sohn Saphats, daß er pflügete mit zwölf Jochen vor sich hin; und er war selbst unter den zwölfen. Und Elia ging zu ihm, und warf seinen Mantel auf ihn. 20. Er aber ließ die Rinder, und lief Elia nach, und sprach: *Laß mich meinen Vater und meine Mutter küssen, so will ich dir Nachfolgen. Er sprach zu ihm: Gehe hin, und komm wieder; denn ich habe erwas mir dir zu thun. * L»c. s, 6,. 21. Und er lief wieder von ihm, und nahm ein Joch Rinder, und opferte es, und kochte das Fleisch mir dem Holzwerk an den Rindern und gab es dem Volk, daß sie aßen. Und machte sich auf, und folgte Elia nach, und dienete ihm. 1 Könige 19. ^6. Und die Hand des Herrn kam über Elia; 358 BenHadads Verwegenheit. 1 Könige 20 . Syrer geschlagen. Das 20 . Capitel. Zweyfacher Krieg und Sieg AhabS wider BenHadad, den Syrer. I. llnd BenHadad, der König zu Syrien, ^ versammelte alle seine Macht, und waren zwey und dreyßig Könige mit ihm, und Roß und Wagen, und zog herauf, und belagerte Sama- ria, und stritt wider fie; 2. Und sandte Bothen zu Ahab, dem Könige Israels, in die Stadt, 3 . Und ließ ihm sagen: So spricht BenHadad : Dein Silber und dein Gold ist mein, und deine Weiber, und deine besten Kinder sind auch mein. Der König Israels antwortete, und sprach: Mein Herr König, wie du geredet hast; ich bin dein und alles, was ich habe. 5 . Und die Bothen kamen wieder, und sprachen: So spricht BenHadad : Weil ich zu dir gesandt habe und lassen sagen: Dein Silber und dein Gold, deine Weiber und deine Kinder sollst du mir geben; 6 . So will ich morgen um diese Zeit meine Knechte zu dir senden, daß sie dein Haus und deiner Unterthanen Häuser besuchen; und was dir lieblich ist, sollen sie in ihre Hände nehmen und wegtragen. 7 . Da rief der König Israels alle Aelteften des Landes, und sprach: * Merket und sehet, wie böse er es vornimmt. Er hat zu mir gesandt um meine Weiber und Kinder, Silber und Gold, und ich habe ihm deß nicht gewehret. * 2 Kön. 7. 8 . Da sprachen zu ihm alle Alte, und alles Volk: Du sollst nicht gehorchen noch bewilligen» 9. Und er sprach zu den Bothen BenHadads: Saget meinem Herrn, dem Könige: Alles, was du am ersten deinem Knechte entbothen hast, will ich thun; aber dieß kann ich nicht thun. Und die Bothen gingen hin, und sagten solches wieder. 10. Da sandte BenHadad zu ihm, und ließ ihm sagen: Die * Götter thuen mir dieß und das, wo der Staub Samaria genug seyn soll, daß alles Volk unter mir eine Hand voll davon bringe. * c. 19/ 2 . 2 Kön. 6/ 31. II. Aber der König Israels antwortete, und sprach: Saget: Der den Harnisch anlegt, soll sich nicht rühmen, als der ihn hat abgelegt. 12. Da das BenHadad hörete und er eben trank mit den Königen in den Gezelten; sprach er zu seinen Knechten: Schicket euch. Und sie schickten sich wider die Stadt.. 13. Und siehe, ein Prophet trat zu Ahab, dem Könige Israels, und sprach: So spricht der Herr: Du hast je gesehen allen diesen großen Haufen. Siehe, ich will ihn heute in deine Hand geben; daß du wissen sollst, Ich sey der Herr. 1- 4. Ahab * sprach: Durch wen? Er sprach: So spricht der Herr, durch die Knaben der Landvögte. Er sprach: Wer soll den Streit anspannen ? Er sprach : Du. * Nicht. 6 /15. 15. Da zählte er die Knaben der Landvögte, und ihrer waren zwey hundert und zwey und dreyßig. Und zählte nach ihnen das ganze Volk aller Kinder Israel, sieben tausend Mann; 16. Und zogen aus im Mittage. BenHadad aber trank, und war trunken im Gezelt, sammt den zwey und dreyßig Königen, die ihm zu Hülfe gekommen waren. 17. Und die Knaben der Landvögte zogen am ersten aus. BenHadad aber sandte aus, und die sagten ihm an, und sprachen: Es ziehen Männer aus Samaria. 18. Er sprach: Greiffet sie lebendig , sie seyen um Friede oder um Streits willen ausgezvgen. 19. Da aber die Knaben der Landvögte waren ausgezogen, und das Heer ihnen nach; 20. Schlug ein Jeglicher, wer ihm vorkam. Und die Syrer flohen, und J-'rael jagte ihnen nach. Und BenHadad, der König zu Syrien, entrann mit Rossen und Reitern. 21. Und der König Israels zog aus, und schlug Roß und Wagen, daß er an den Syrern eine große Schlacht that. 22. Da trat ein Prophet zum Könige Israels, und sprach zu ihm: Gehe hin und stärke dich, und merke und stehe, was du thuft. Denn der König zu Syrien wird wider dich herauf ziehen, wenn das Jahr um ist. 23. Denn die Knechte des Königs zu Syrien sprachen zu ihm: Ihre Götter sind Berggötter, darum haben sie uns angewonnen. O daß wir mit ihnen auf der Ebene streiten müßten! ' Was gilts, wir wollten ihnen angewinnen? "0.23. 2 - 4 . Thue ihm also: Thue die Könige weg, einen Jeglichen von seinem Ort, und stelle Herren an ihre Stätte, 25 . Und ordne dir ein Heer, wie das Heer war, das du verloren hast, und Roß und Wagen, wie jene waren, und laß uns wider sie streiten auf der Ebene. Was gilts, wir wollen ihnen obliegen? Er gehorchte ihrer Stimme, und that also. BenHadad gedemüthiget. 1 Könige 20. 21. Ein Prophet drohet Ahab. 359 26. Ms nun das Jahr um war, ordnete BenHadad die Syrer und zog herauf gen Aphek, wider Israel zu streiten. 27. Und die Kinder Israel ordneten sich auch, und versorgten sich, und zogen hin ihnen entgegen, und lagerten sich gegen sie, wie zwo kleine Herden Ziegen. Der Syrer aver war das Land voll. 28. Und es trat ein Mann Gottes herzu, und sprach zum Könige Israels: So spricht der Herr: Darum, daß die * Syrer haben gesagt, der Herr sey ein Gott der Berge, und nicht ein Gott der Gründe; so habe ich allen diesen großen Haufen in deine Hand gegeben, daß ihr wisset, I e h sey der Herr. * 2 Kon. 19/ 23. 29. Und sie lagerten sich stracks gegen jene, sieben Tage. Am siebenten Tage zogen sie zu Haufen in den Streit; und die Kinder Israel schlugen der Syrer hundert tausend Fußvolks auf Einen Tag. 30 . Und dce Uebrigen flohen gen Aphek in die Stadt; und die Mauer fiel auf die Uebrigen sieben und zwanzig tausend Mann. Und BenHadad * floh auch in die Stadt, von einer Kammer in die andere. * <- 22,25. 3 1. Da sprachen seine Knechte zu ihm: Siehe, wir haben gehöret, daß die Könige des Hauses Israel barmherzige Könige sind; so laßt uns Säcke um unsere Lenden thun und Stricke um unsere Häupter, und zum Könige Israels hinaus gehen; vielleicht läßt er deine Seele leben. 32. Und sie gürteten Säcke um ihre Lenden und Stricke um ihre Häupter, und kamen zum Könige Israels und sprachen: BenHadad, dein Knecht, läßt dir sagen: Lieber, laß meine Seele leben. Er aber sprach: Lebt er noch, so ist er mein Bruder. 33. Und die Männer nahmen eilend 1 ms Wort von ihm, und deuteten es für sich, und sprachen: Ja, dein Bruder BenHadad. Er sprach: Kommt, und bringet ihn. Da ging BenHadad zu ihm heraus, und ließ ihn auf den Wagen sitzen, 3^. Und sprach zu ihm: Die Städte, diemein Vater deinem Vater genommen hat, will ich dir wieder geben; und mache dir Gassen zu Damaskus , wie mein Vater zu Samaria gethau hat; so will ich mit einem Bunde dich lassen. Und er machte mit ihm einen Bund , und ließ ihn ziehen. 35 . Da sprach ein Mann unter den Kindern der Propheten zu seinem Nächsten, durch das Wort des Herrn: Lieber, * schlage mich. Er aber wegerte sich ihn zu schlagen. *1 Sam. 22,17. 36 . Da sprach er zu ihm: Darum, daß du der Stimme des Herrn nicht hast gehorchet; siehe, so wird dich ein' Löwe schlagen, wenn du von mir gehest. Und da er von ihm abging; fand ihn ein Löwe, und schlug ihn. * c. 13,24. 37. Und er fand einen andern Mann und sprach: Lieber, schlage mich. Und der Mann schlug ihn wund. 38 . Da ging der Prophet hin, und trat zum Könige an den Weg, und verstellete sein Angesicht mit Asche. 39. Und da der König vorüber zog, schrie er den König an, und sprach: Dein Knecht war ausgezogen mitten im Streit. Und siehe, ein Mann war gewichen, und brachte einen Mann zu mir, und sprach: Verwahre diesen Mann; wo man seiner wird missen, so soll * deine Seele anstatt seiner Seele seyn, oder sollst einen Zentner Silber darwägen. * 2 Kon. 10,24. ^0. Und da dein Knecht hier und da zu thun hatte, war der nicht mehr da. Der König Israels sprach zu ihm: Das ist dein Urtheil, du Haft es selbst gefället. ^1. Da that er eilend die Asche von feinem Angesicht; und der König Israels kannte ihn, daß er der Propheten einer war. ^2. Und er sprach zu ihm: So spricht der Herr: Darum, daß du hast den verbanneten Mann von dir gelassen; wird deine Seele für seine Seele seyn, und dein Volk für sein Volk. ^3. Aber der König Israels zog hin'unmuths und zornig in sein Haus, und kam gen Samaria. * c. 21 / 4 .. Das 21. Capitel. Geübte Tyranney Ahabs und Zsebel wider Naboth. 1. Aach diesen Geschichten begab sichs, daß ^ Naboth, ein Jesreeliter, einen Weinberg hatte zu Jesreel, bey dem Pallast Ahabs, des Königs zu Samaria. 2. Und Ahab redete mit Naboth, und sprach: Gib mir deinen Weinberg, ich will mir einen Kohlgarten daraus machen; weil er so nahe an meinem Hause liegt. Ich will dir einen bessern Weinberg dafür geben; oder, so dirs gefallt, will ich dir Silber dafür geben, so viel er gilt. 3. Aber Naboth sprach zu Ahab: Das lasse der Herr ferne von mir seyn, daß ich dir meiner Väter Erbe sollte geben. 4. Da kam Ahab heim * unmuths und zornig Z60 Tyranriey Ahavs und Jsebels 1 Könige 21. wider Naboth. um des Worts willen/ das Naboth/ der Jes- reeliter / zu ihm hatte gesagt und gesprochen: Ich will dir meiner Väter Erbe nicht geben. Und er legte sich auf sein Bette/ und wandte sein Antlitz/ und aß kein Brot. * c- 20,43. 5. Da kam zu ihm hinein Jftbel/ sein Weib/ und redete mit ihm: * Was ist es / daß dein Geist so unmuths ist/ und daß du nicht Brot issest? * 2 Sam. 13/ 4. 6 . Er sprach zu ihr: Ich habe mit Naboth / dem Jesreeliten / geredet und gesagt: Gib mir deinen Weinberg um Geld; oder/ so du Lust dazu hast/ will ich dir einen andern dafür geben. Er aber sprach: Ich will dir meinen Weinberg nicht geben. 7. Da sprach Jftbel, sein Weib / zu ihm: Was wäre für ein Königreich in Israel/ wenn du so thäteft? Stehe auf, und iß Brot / und sey gutes Muths. Ich will dir den Weinberg Naboths , des Jesreeliten, verschaffen. 8 . Und sie schrieb Briefe unter Ahabs Nahmen/ und versiegelte sie mit seinem Pitschier / und sandte sie zu den Nettesten und Obersten in seiner Stadt/ die um Naboth wohnetcn. 9. Und schrieb also in den Briefen: Lasset eine Fasten ausschreyen / und setzet Naboth oben an im Volk; 10. Und stellet zween lose Buben vor ihn / die da zeugen und sprechen: Du hast Gott und dem Könige gesegnet (gefluch-o. Und führet ihn hinaus und steiniget ihn/ daß er sterbe. 11. Und * die Nettesten und Obersten seiner Stadt/ die in seiner Stadt wohneten/ thaten / wie ihnen Jftbel entbothen hatte, wie sie in den Briefen geschrieben hatte / die sie zu ihnen sandte; * Dan. 6, 4. 12. Und ließen eine Fasten ausschreyen/ und ließen Naboth oben an unter dem Volk sitzen. 13. Da kamen die zween lose Buben und stellten sich vor ihn/ und zeugeten wider Naboth vor dem Volk und sprachen: Naboth hat Gott und dem Könige gesegnet (geflucha). Da führten sie vor die Stadt hinaus und " steinigten ihn / daß ihn er starb. * 2 Ehr. 24 / 2t. Ap. Gesch. 7 / 38 . 39 . Ebr. 11/ 37 . i^. Und sie entbothen Jftbel, und ließen ihr sagen: Naboth ist gesteinigt und todt. iZ. Da aber Jftbel hörte/ daß Naboth gesteinigt und todt war, sprach sie zu Nhab: Stehe auf und nimm ein den Weinberg Naboths, des Jesreeliten, welchen er sich wegerte dir um Geld zu geben. Denn Naboth lebt nimmer, sondern ist todt. 16. Da Nhab hörte, daß Naboth todt war; stand er auf, daß er hinab ginge zum * Weinberge Naboths, des Jesreeliten, und ihn einnehme. * Hiob 24 / 6. 17. Aber das Wort des Herrn kam zu Elia, dem Thisbiten, und sprach: 18. Mache dich auf, und gehe hinab Nhab, dem Könige Israels, entgegen, der zu Samaria ist. (Siehe, er ist im Weinberge Naboths, dahin er ist hinab gegangen, daß er ihn einnehme.) 19. Und rede mit ihm, und sprich: So spricht der Herr: "Du Haft todt geschlagen, dazu auch eingenommen. Und sollst mit ihm reden und sagen: So spricht der Herr: An der Stätte, da Hunde das Blut Naboths geleckt haben, -r sollen auch Hunde dein Blut lecken. * 2 Sam. 12/ 9 . 1 - c. 22/ 38 . 2 Kön. 9 / 23 . 20. Und Nhab sprach zu Elia: Hast du mich gefunden, mein Feind? Er aber sprach: Ja, ich habe dich gefunden; darum, daß du verkauft bist, nur Uebels zu thun vor dem Herrn. 21. Siehe, ich will Unglück über dich bringen, und deine Nachkommen wegnehmen , und will * von Nhab ausrotten auch den, der H an die Wand pisst, und der verschlossen und übriggelassen ist in Israel; " 2 Kon. 9 / s. -f-1 M». 16/ n. 22. Und will dein Haus machen, wie " das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, und wie das t Haus Baesa, des Sohnes Ahia; um des Reißens willen, damit du mich erzürnet und Israel sündigen gemacht hast. * c. 13/ 29. -k- c. 16/ 3. 23. Und über Jftbel redete der Herr auch, und sprach: ' Die Hunde sollen Jftbel fressen an der Mauer Jesreels. * 2 Kon. 9,33. 2^. Wer von Nhab " stirbt in der Stadt, den sollen die Hunde fressen; und wer auf dem Felde stirbt, den sollen die Vögel unter dem Himmel fressen. * c. 14 /11. 25. Also war Niemand, der so gar" verkauft wäre übel zu thun vor dem Herrn, als Ahab: denn sein Weib Jftbel überredete ihn also. * v. 20. 1 - c. ii/ 3 . 26. Und er machte sich zum großen Gräuel, daß er den Götzen nachwandelte, allerdings wie die Amoriter gethan hatten, die der Herr vor den Kindern Israel vertrieben hatte. 27. Da aber Ahab solche Worte hörte; " zerriß er seine Kleider, und legte einen Sack an . seinen Leib, und fastete, und schlief im Sack, und ging jämmerlich einher. "Lira 9 /3. 28. Und Ah ab. Josaphat.1 Kön ige 22. Micha. Falsche Propheten. Z61 28 . Und das Wort des Herrn kam zu Elia dem Thisbtten, und sprach: 29. Hast du nicht gesehen, wie sich Ahab vor mir bücket? Weil er sich nun vor mir bücket, will ich das Unglück nicht einführen bey seinem Leben; aber * bey seines Sohnes Leben will ich Unglück über sein Haus führen. '2K»n. 9,22.26. Das 22. Capitel. Historie von AbabS Untergänge. Josaphats und AhaSjä Regierung. I. ljnd es kamen drey Jahre um, daß kein ^ Krieg war zwischen den Syrern und Israel. 2. Im dritten Jahr aber' zog Josaphat, der König Juda, hinab zum Könige Israels. * 2 Ehr. 18/ 2. 3. Und der König Israels sprach zu seinen Knechten: Wisset ihr nicht, daß ' Ramoth in Gilead unser ist; und wir fitzen stille, und nehmen sie nicht von der Hand des Königs in Syrien ? ' Jvs. 2l, 38. Und sprach zu Josaphat: Willst du mit mir ziehen in den Streit gen Ramoth in Gilead? Josaphat sprach zum Könige Israels: * Ich will seyn wie du, und mein Volk wie dein Volk, und meine Rosse wie deine Rosse. *2 Kon. 3/7. 5. Und * Josaphat sprach zum Könige Israels: Frage doch heute um das Wort des Herrn. * 2 Kon. 3/ 11. 6. Da sammelte der König Israels Propheten bey vier hundert Mann, und sprach zu ihnen: Soll ich gen Ramoth in Gilead ziehen, zu streiten, oder soll ichs lassen anstehen? Sie sprachen: Ziehe hinauf! Der Herr wirds in die Hand des Königs geben. 7. Josaphat aber sprach: Ist hier kein Prophet mehr des Herrn, daß wir von ihm fragen? 8. Der König Israels sprach zu Josaphat: Es ist noch ein Mann, Micha, der Sohn Jem- la , von dem man den Herrn fragen mag. Aber ich bin ihm gram; denn er weissaget mir kein Gutes, sondern nur Böses. Josaphat sprach: Der König rede nicht also. 9. Da rief der König Israels einen Kämmerer, und sprach: Bringe eilend her Micha, den Sohn Jemla. 10. Der König aber Israels, und Josaphat, der König Juda, fassen ein Jeglicher auf seinem Stuhl, angezogen mit Kleidern, auf dem Platz vor der Thur am Thor Samaria; und alle Propheten weissagten vor ihnen. II. Und Zedekia, der Sohn Cnaena, hatte sich eiserne Hörner gemacht, und sprach: So spricht der Herr: Hiemit wirst du die Syrer stossen, bis du sie aufräumest. 12. Und alle Propheten weissagten also, und sprachen: Ziehe hinauf gen Ramoth in Gilead, und fahre glückselig : Der Herr wirds in die Hand des Königs geben. 13. Und der Bote, der hingegangen war, Micha zu rufen, sprach zu ihm: Siehe, der Propheten Reden sind etnträchtigltch gut für den König; so laß nun dein Wort auch seyn, wie das Wort derselben, und rede Gutes. 1^. Micha sprach : So wahr der Herr lebet, ich will reden, was der Herr mir sagen wird. 15. Und da er zum König kam, sprach der König zu ihm: Micha, sollen wir gen Ramoth in Gilead ziehen zu streiten, oder sollen wirs lassen anstelle« ? Er sprach zu ihm: Ja, ziehe hinauf, und fahre glückselig: Der Herr wirds in die Hand des Königs geben. 16. Der König sprach abermahl zu ihm : Ich * beschwöre dich , daß du mir nichts anders sagest, denn die Wahrheit, im Nahmen des Herrn. * 1 Sam. 3/ 17. Matth. 26/ 63. 17. Er sprach: Ich sah ganz Israel zerstreuet auf den Bergen, wie die Schafe, die keinen Hirten haben. Und der Herr sprach: Haben diese keinen Herrn? Ein Jeglicher kehre wieder heim mit Frieden. 18. Da sprach der König Israels zu Josaphat: Habe'ich dirs nicht gesagt, daß er mir nichts Gutes weissagte, sondern nur Böses? - 2 Kön. 2/ 18. e. 4/ 28. 19. Er sprach: Darum höre nun das Wort des Herrn: Ich sah den Herrn sitzen auf seinem Stuhl, und alles himmlische Heer neben ihm stehen zu seiner Rechten und Linken. 20. Und der Herr sprach: Wer will Ahab überreden , daß er hinauf ziehe und falle zu Ramoth in Gilead? Und Einer sagte dieß, der Andere das. 21. Da ging ein ' Geist heraus, und trat vor den Herrn, und sprach: Ich will ihn überreden. Der Herr sprach zu ihm: Womit? *Esaj. 19,14. 22. Er sprach: Ich will'ausgehen, und will ein falscher Geist seyn in aller seiner Propheten Munde. Er sprach: Du sollst ihn überreden und sollst es ausrichten, gehe aus, und thue also. * Offmb. 16, 14. 23. Nun siehe, der Herr hat einen falschen Geist gegeben in aller dieser deiner Propheten Mund; und der Herr hat Böses über dich geredet. 3 L 362 Zedekia. Micha. Ahab 1 Könige 22. kommt um. 2^. Da trat herzu Zedekia, der Sohn Cnaena, und * schlug Micha auf den Backen, und sprach: Wie? Ist der Geist des Herrn von mir gewichen, daß er mit dir redet? * Mich. 4 , n. 25 . Micha sprach: Siehe, du wirst es sehen an dem Tage, wenn*du von einer Kammer in die andere gehen wirst, daß du dich verkriechest. * c. 20, 30. 26. Der König Israels sprach: Nimm Micha und laß ihn bleiben bey Amon, dem Bürgermeister, und bey Joas, dem Sohne des Königs, 27. Und sprich: So spricht der König : Diesen setzet ein in den Kerker und speiset ihn mit Brot und Wasser der Trübsal, bis ich mit Frieden wieder komme. 28. Micha sprach: Kommst du mit Frieden wieder, so hat der Herr nicht durch mich geredet. Und sprach: Höret zu, alles Volk! 29. Also * zog der König Israels, und Josaphat, der König Juda, hinauf gen Ramoth in Gilead. *2Cbr.i8,28. 30. Und der König Israels sprach zu Josaphat : "Ich will mich verstellen und in den Streit kommen; du aber habe deine Kleider an. Und der König Israels verstellete fich, und zog in den Streit. *2 Ehr. 18,29. 31. Aber der König zu Syrien geboth den Obersten über seine Wagen, derer waren zwey und dreyßig, und sprach: Ihr sollt nicht streiten wider Kleine noch Große, sondern wider den König Israels allein. 32. Und da die Obersten der Wagen Josaphat sahen, meineten sie, er wäre der König Israels, und fielen auf ihn mit Streiten; aber Josaphat schrie. 33. Da aber die Obersten der Wagen sahen, daß er nicht der König Israels war; wandten sie fich hinten von ihm. 3^. Ein Mann aber spannete den Bogen ohn- gefähr, und schoß den König Israels zwischen den Panzer und Hengel. (zwischen die Fuge,! des Panzers.) Und er sprach zu seinem Fuhrmann: * Wende deine Hand und führe mich aus dem Heer, denn ich bin wund. » 2 Chr. 3 L, 23 . 35. Und der Streit nahm überhand desselben Tages, und der König stand auf dem Wagen gegen die Syrer und starb des Abends. Und das Blut floß von den Wunden mitten in den Wagen. 36 . Und man ließ ausrufen im Heer, da die Sonne untergtng, und sagen: Ein Jeglicher gehe in seine Stadt, und in sein Land» 37. Also starb der König, und ward gen Sa- maria gebracht. Und sie begruben ihn zu Sa- maria. 38 . Und da sie den Wagen wuschen bey dem Teiche Samaria, * leckten die Hunde sein Blut (es wuschen ihn aber die Huren) nach dem Wort des Herrn, das er geredet hatte. * c. 21 , iS. 2 Kön. S, 25 . 39. Was mehr von Ahab zu sagen ist, und alles, was er gethan hat, und das elfenbeinerne Haus, das er bauete, und alle Städte, die er gebauet har, siehe, * das ist geschrieben in der Chronica der Könige Israels. * c. 14 , IS. r. Ich 31 . ^0. Also entschlief Ahab mit seinen Vätern, und sein Sohn Ahasja ward König an seine Statt. »41. Und Josaphat, der Sohn Assa, ward König über Juda, im vierten Jahr Ahabs, des Königs Israels, »42. Und war fünf und dreyßig Jahre alt, da er König ward, und regierte fünf und zwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Asuba, eine Tochter Silhi. »43. Und wandelte in allem Wege seines Vaters Assa, und wich nicht davon; und er that, das dem Herrn wohl gefiel. » 4 ^. Doch * that er die Höhen nicht weg, und das Volk opferte und räucherte noch auf den Höhen. * e. Ich 14 . 2 Köa. 12, 3 . » 45 . Und hatte Frieden mit dem Könige Israels. » 46 . Was aber mehr von Josaphat zu sagen ist, und seine Macht, was er gethan, und wie er gestritten hat; siehe, das ist geschrieben * in der Chronica der Könige Juda. * 2 Chr. 18,1. »47. Auch * that er aus dem Lande, was noch übrige Hurer waren, die zu der Zeit seines Vaters Assa waren übergeblieben. * c. 15,12. » 48 . Und es war kein König in Edom. »49. Und Josaphat hatte Schiffe lassen machen aufs Meer, die in * Ophir gehen sollten, Gold zu hohlen. Aber sie gingen nicht; denn sie wurden zerbrochen zu EzeonGeber. «. s, 28. 50. Dazumahl sprach Ahasja, der Sohn Ahabs, zu Josaphat: Laß meine Knechte mit deinen Knechten in Schiffen fahren. Josaphat aber wollte nicht. 5 1. Und Josaphat entschlief mit seinen Vätern, und ward begraben mit seinen Vätern in der Stadt Davids, seines Vaters; und * Joram, fein Sohn, ward König an feine Statt. * 1 Chr. 3 , 11. Feuer vom Himmel. 36Z Ahasja König, fragt BaalSebub. 2 Könige 1. (Anfang dcS 1 . Capitels des 2 . Buchs der Königen.) 62.Masja, der Sohn Ahabs, ward König über Israel zu Samaria im siebenzehnten Jahr Josaphats, des Königs Juda; und regierte über Israel zwey Jahre; 63 . Und that, das dem Herrn übel gefiel, und wandelte in dem Wege seines Vaters und feiner Mutter, und in dem * Wege Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sündigen machte; * 2 Kön. 13 / 24 . 28. 54 . Und dienete * Baal, und bethete ihn an; und erzürnete den Herrn, den Gott Israels, wie sein Vater that. *i Kön. 16,31. Das andere Buch Das 1. Capitel. Ahasjä Krankheit. Eliä Wundereifer. Hfuch* fielen die Moabiter ab von Israel, da Ahab todt war. * e. 3, 3. 2. Und Ahasja fiel durch das Gitter in seinem Saal zu Samaria, und ward krank, und sandte Bothen, und sprach zu ihnen: Gehet hin und * fraget BaalSebub, den Gott zu Ekron, ob ich von dieser Krankheit genesen werde? * Ssaj. 19/ 3. 3. Aber der Engel des Herrn redete mit Elia, dem Thisbiten: Auf! und begegne den Bothen des Königs zu Samaria, und sprich zu ihnen: Ist denn nun kein Gott in Israel, daß ihr hingehet zu fragen BaalSebub, den Gott zu Ekron? 4 . Darum so spricht der Herr: Du sollst nicht von dem Bette kommen, darauf du dich geleget hast; sondern sollst * des Todes sterben. Und Elia ging weg. *e. s, 10. 5. Und da die Bothen wieder zu ihm kamen, sprach er zu ihnen: Warum kommt ihr wieder? 6 . Sie sprachen zu ihm: Es kam uns ein Mann herauf entgegen, und sprach zu uns: Gehet wiederum hin zu dem Könige, der euch gesandt hat, und sprechet zu ihm: So spricht der Herr: Ist denn kein Gott in Israel, daß du hinsendest, zu fragen BaalSebub, den Gott zu Ekron? Darum sollst du nicht kommen von dem Bette, darauf du dich geleget hast, sondern sollst des Todes sterben. 7 . Er sprach zu ihnen: Wie war der Mann gestaltet, der euch begegnete, und solches zu euch sagte? 8 . Sie sprachen zu ihm: Er hatte eine * rauche Haut an, und einen ledernen Gürtel um seine Lenden. Er aber sprach: Es ist Elia, der This- biter. * Zach. 13/4. Matth. 3/4. 9. Und er sandte hin zu ihm einen Haupt- mann über fünfzig sammt denselben fünfzigen. Und da der zu ihm hinauf kam; fiehe, da saß er oben auf dem Berge. Er aber sprach zu ihm: von den Königen. Du Mann Gottes, der König sagt: Du sollst Herabkommen. 10. Elia antwortete dem Hauptmann über fünfzig , und spracv zu ihm: Bin ich ein Mann Gottes, so * falle Feuer vom Himmel, und fresse dich und deine fünfzig. Da fiel Feuer vom Himmel, und fraß ihn und seine fünfzig. * Luc. 9 / 34 . ti. Und er sandte wiederum einen andern Hanptmann über fünfzig zu ihm, sammt seinen fünfzigen. Der antwortete, und sprach zu ihm: Du Mann Gottes, so spricht der König: Komin eilends herab. 12. Elia antwortete, und sprach: Bin ich ein Mann Gottes, so falle Feuer vom Himmel, und fresse dich und deine fünfzig. Da fiel das Feuer Gottes vom Himmel, und fraß ihn und seine fünfzig. 13. Da sandte er wiederum den dritten Hauptmann über fünfzig, sammt seinen fünfzigen. Da der zu ihm hinauf kam, beugte er feine Knie gegen Elia, und fiehete ihn, und sprach zu ihm: Du Mann Gottes, laß meine Seele und die Seele deiner Knechte, dieser fünfzigen, vor dir etwas gelten. 14. Siehe, * das Feuer ist vom Himmel gefallen , und hat die ersten zween Hauptmänner über fünfzig mit ihren fünfzigen gefressen; nun aber laß meine Seele etwas gelten vor dir. * vers 10. 12. 15. Da sprach der Engel des Herrn zu Elia: Gehe mit ihm hinab, und fürchte dich nicht vor ihm. Und er machte fich auf, und ging mit ihm hinab zum Könige. 1 6 . Und er sprach zu ihm: So spricht der Herr: Darum, * daß du Haft Bothen hingesandt und lassen fragen BaalSebub, den Gott zu Ekron, als wäre kein Gott in Israel, deß Wort man fragen möchte; so sollst du von dem Bette nicht kommen, darauf du dich geleget hast, sondern sollst des Todes sterben. * v. 3. 4 . 17. Also starb er nach dem Wort des Herrn, Zz 2 364 Elta und Elisa. 2 Könige 2. Elia Himmelfahrt. das Elia geredet hatte. Und * Joram ward König an seine Statt im andern Jahr Jorams, des Sohnes Josaphats/ des Königs Juda; denn er hatte keinen Sohn. * c. 3 /1. 18. Was aber mehr von Ahasja zu sagen ist/ das er gethan hat; siehe / das ist geschrieben * in der Chronica der Könige Israels. "-Chr. 22, i. Das 2. Capitel. Elia Himmelfahrt. Elisä Wundcrthaten. 1. A>a aber der Herr wollte Elia im Wetter ^ gen Himmel hohlen/ ging Elia und Elisa von Gilgal. 2. Und Elia sprach zu Elisa: Lieber / bleib hier; denn der Herr hat mich gen BethEl gesandt. Elisa aber sprach: So * wahr der Herr lebet und deine Seele / t ich verlasse dich nicht. Und da sie hinab gen BethEl kamen/ * k. 4 / 30 . -s Ruth 1 , 16. .3. Gingen der Propheten Kinder/ die zu BethEl waren/ heraus zu Elisa und sprachen zu ihm: Weißt du auch / daß der HErr wird deinen Herrn heute von deinen Häupten nehmen? Er aber sprach : Auch ich weiß es wohl/ schweigt nur stille. Und Elta sprach zu ihm : Elisa / Lieber / bleib hier; denn der Herr hat mich gen Jericho gesandt. Er aber sprach : So * wahr der Herr lebet und deine Seele / ich verlasse dich nicht. Und da sie gen Jericho kamen / * v. 2. s. Traten der Propheten Kinder / die zu Jericho waren/ zu Elisa und sprachen zu ihm: Weißt du auch/ daß der HErr wird deinen Herrn heute von deinen Häupten nehmen? Er aber sprach: Auch ich weiß es wohl/ schweigt nur stille. 6 . Und Elia sprach zu ihm: Lieber / bleibe hier; denn der Herr hat mich gesandt an den Jordan. Er aber sprach: So wahr der Herr lebet und deine Seele/ ich verlasse dich nicht. Und gingen die Beyde mit einander. 7. Aber fünfzig Männer unter der Propheten Kindern gingen hin / und traten gegen über von ferne; aber die Beyden standen am Jordan. 8 . Da nahm Elia seinen Mantel/ und wickelte ihn zusammen / und schlug ins Wasser; das * theilte sich auf beyden Seiten / daß die Beyden trocken durchhin gingen. * Los. 3,16. 9. Und da sie hinüber kamen/ sprach Elia zu Elisa: 'Bitte/ was ich dir thun soll/ ehe ich von dir genommen werd. Elisa sprach: Daß dein Geist bey mir sey zwiefaltig. ' 1 Kon. 2 / 3 . Marc. 6 / 22. 10. Er sprach: Du Haft ein Hartes gebethen; doch, so du mich sehen wirst / wenn ich von dir genommen werde/ so wird es Ja seyn; wo nicht/ so wird es nicht seyn. 11. Und da sie miteinander gingen, und er redete; siehe, da kam ein feuriger Wagen mit feurigen Rossen, und schieden die Beyden von einander; und Elia fuhr also im Wetter gen Himmel. 12. Elisa aber sah es, und schrie: * Mein Vater, mein Vater, Wagen Israels und seine Reiter! -l- Und sah ihn nicht mehr. Und er fastete seine Kleider, und zerriß sie in zwey Stücke. * e. 13 / 14 . -s 1 Mos. 3 / 24 . 1Z. Und hob auf den * Mantel Eliä, der ihm entfallen war, und kehrete um, und trat an das Ufer des Jordans. * v. s. 1^. Und nahm denselben Mantel Eliä, der ihm entfallen war, und schlug ins Wasser; und sprach: Wo ist nun der Herr, der Gott Eliä? Und schlug ins Wasser; da theilte es sich auf beyden Seiten, und Elisa ging hindurch. 16. Und da ihn sahen der Propheten Kinder, * die zu Jericho gegen ihm waren, sprachen sie: Der Geist Eliä ruhet auf Elisa; und gingen ihm entgegen, und betheten an zur Erde, ' v. 3. 16. Und sprachen zu ihm: Siehe, es sind unter deinen Knechten fünfzig Männer, starke Leute, die laß gehen und deinen Herrn suchen; vielleicht hat ihn der Geist des Herrn genommen und irgend auf einen Berg, oder irgend in ein Thal geworfen. Er aber sprach: Lasset nicht gehen. 1 7 . Aber sie nöthigten ihn, bis daß * er sich ungeberdig stellete, und sprach: i- Lasset hingehen. Und sie sandten hin fünfzig Männer, und suchten ihn drey Tage; aber sie fanden ihn nicht. c. r, 11. 1 - 2 Sani. 18, 23. 18. Und kamen wieder zu ihm, und er blieb zu Jericho und sprach zu ihnen: Sagte ich euch nicht, ihr solltet nicht hingehen? 19. Und die Männer der Stadt sprachen zu Elisa: Siehe, es ist gut wohnen in dieser Stadt, wie mein Herr sichet; aber es ist böses Wasser, und das Land unfruchtbar. 20. Er sprach: Bringet mir her eine neue Schale, und thut Salz darein. Und sie brachten es ihm. 21. Da ging er hinaus zu der Wasserquelle, und warf das Salz darein, und sprach: So spricht der Herr: Ich habe dieß Wasser gesund Kinder von Bären zerrissen. Joram. 2 Köni gemacht, es soll hinfort kein Tod, noch Unfruchtbarkeit daher kommen. 22. Also ward das Wasser gesund, bis auf diesen Tag, nach dem Wort Elisa, das er redete. 23 . Und er ging hinauf gen BethEl. Und als er auf dem Wege hinan ging; kamen kleine Knaben zur Stadt heraus, und spotteten ihn, und sprachen zu ihm: Kahlkopf, komm herauf! Kahlkopf, komm herauf! 2^. Und er wandte sich um, und da er sie sah, fluchte er ihnen im Nahmen des Herrn. Da ' kamen zween Bären aus dem Walde, und zerrissen der Kinder zwey und vierzig. *«. 17, 25. 25. Von dannen ging er auf den * Berg Car- mel, und kehrete um von dannen gen Samaria. * c. 4/ n. Das 3. Capitel. Zorams Regierung, Krieg und Sieg wider die Moabiter. 1. ^oram, * der Sohn Ahabs, ward König ^ über Israel zu Samaria, im achtzehnten Jahr Josaphats, des Königs Juda; und regierte zwölf Jahre, * c. 1,17. 2. Und that, das dem Herrn übel gefiel, doch nicht wie sein Vater und seine Mutter. Denn er lhat weg die Säule Baals, die sein Vater machen ließ. 3 . Aber er blieb hangen * an den Sünden Jerobeams, des Sohns Nebats, der Israel sündigen machte, und ließ nicht davon. * 1 Kön. 15 , 26 . - 4 . Mesa aber, der Moabiter König, hatte viele Schafe, und zinsete dem Könige Israels Wolle von hundert tausend Lämmern, und von hundert tausend Widdern. 5. Da aber Ahab todt war, siel der Moabiter König ab vom Könige Israels. 6 . Da zog zu derselben Zeit aus der König Joram von Samaria, und ordnete das ganze Israel, 7. Und sandte hin zu Josaphat, dem Könige Juda, und ließ ihm sagen : Der Moabiter König ist von mir abgefallen, komm mit mir zu streiten wider die Moabiter. Er sprach: Ich will hinauf kommen, "ich bin wie du, und mein Volk wie dein Volk, und meine Rosse wie deine Rosse. * 1 Kön. 22, 4 . 8 . Und sprach: Durch welchen Weg wollen wir hinauf ziehen? Er sprach: Durch den Weg in der Wüste Edom. 9. Also zog hin der König Israels, der König Juda, und der König Edoms. Und da sie ; e 2. 3.Josaphat. 365 sieben Tagereisen zogen, hatte das Heer und das Vieh, das unter ihnen war, kein Wasser. 10. Da sprach der König Israels: O wehe! Der Herr hat diese drey Könige geladen, daß er sie in der Moabiter Hände gebe. 11. Josaphat * aber sprach: Ist kein Prophet des Herrn hier, daß wir den Herrn durch ihn rathftagen? Da antwortete einer unter den Knechten des Königs Israels, und sprach: Hier ist t Elisa, der Sohn Saphats, der Eliä Wasser auf die Hände ggß. *iKön. 22,5. -i-1 Kon. 19, is- 12. Josaphat sprach: Des Herrn Wort ist bey ihm. Also zogen zu ihm hinab der König Israels , und Josaphat, und der König Edoms. 13 . Elisa aber sprach zum Könige Israels: * Was hast du mit mir zu schaffen? Gehe hin zu den Propheten deines Vaters, und zu den Propheten deiner Mutter. Der König Israels sprach zu ihm: Nein: denn der Herr hat diese drey Könige geladen, daß er sie in der Moabiter Hände gäbe. * 1 Kon. ,7, i 8 . 1^1. Elisa sprach: So wahr der Herr Zebaoth lebet, vor dem ich stehe; wenn ich nicht Josaphat, den König Juda, ansähe, ich wollte dich nicht ansehen noch achten. 15. So bringet mir nun einen Spielmann. Und da der Spielmann auf den Saiten spielte, kam die Hand des Herrn auf ihn; 16. Und er sprach: So spricht der Herr: Machet hier und da Gräben an diesem Bach. 17. Denn so spricht der Herr: Ihr werdet keinen Wind noch Regen sehen; dennoch soll der Bach voll Wasser werden, daß ihr und euer Gesinde, und euer Vieh trinket. 18. Dazu ist das ein Geringes vor dem Herrn, er wird auch die Moabiter in eure Hände geben, 19. Daß ihr schlagen werdet alle fesicn Städte, und alle auserwählten Städte, und werdet fallen alle guten Bäume, und werdet verstopfen alle Wasserbrunnen, und werdet allen guten Acker mit Steinen verderben. 20. Des Morgens aber, wenn man Speisopfer opfert; siehe, da kam ein Gewässer des Weges von Edom, und füllete das Land mit Wasser. 21. Da aber alle Moabiter höreten, daß die Könige herauf zogen wider sie zu streiten; beriefen sie alle, die zur Rüstung alr genug und darüber waren, und traten an die Grenze. 22. Und da sie sich des Morgens frühe aufmachten , und die Sonne aufging auf das Ge- 366 JsraelschlägtdieMoabiter.Wrtwen2 Könige 3. 4. Oehlkrug. Sohn der Sunamitinn stirbt. Wässer; dauchte die Moabiter das Gewässer gegen ihnen roth seyn, wie Blut. 23 . Und sprachen: Es ist Blut; die Könige haben sich mit dem Schwert verderbet, und Einer wird den Andern geschlagen haben. Huy Moab, mache dich nun zur Ausbeute! 24. Aber da sie zum Lager Israels kamen; machte sich Israel auf und schlugen die Moabiter, und sie flohen vor ihnen. Aber sie kamen hinein, und schlugen Moab. 25. Die Städte * zerbrachen sie, und ein Jeglicher warf seine Steine auf alle guten Aecker, und machten sie voll, und verstopften alle Wasserbrunnen , und Meten alle guten Bäume, bis daß nur die Steine an den Ziegelmauern (von KirHareseth-k) überblieben; und sie umgaben sie mit Schleudern, und schlugen sie. * v. is. -i- J-s. is, 7 . 26. Da aber der Moabiter König sah, daß ihm der Streit zu stark war; nahm er sieben hundert Mann zu sich, die das Schwert auszogen , heraus zu reissen wider den König Edoms; aber sie konnten nicht. 27 . Da nahm er seinen ersten Sohn, der an seine Statt sollte König werden, und opferte ihn zum Brandopfer auf der Mauer. Da ward Israel sehr zornig, daß sie von ihm abzogen, und kehreten wieder zum Lande. Das 4. Capitel. Elisä fünf Wunderwerke. 1. Nnd es schrie ein Weib unter den Weibern " der Kinder der Propheten zu Elisa, und sprach: Dein Knecht, mein Mann, ist gestorben ; so weißt du, daß er, dein Knecht, den Herrn fürchtete; nun kommt der Schuldherr, und will meine beyden Kinder nehmen zu eigenen Knechten. 2. Elisa sprach zu ihr: Was soll ich dir thun? Sage mir, was hast du im Hause? Sie sprach: Deine Magd hat nichts im Hause, denn einen * Oehlkrug. * i Kön. 17, is. 3. Er sprach: Gehe hin, und Sitte draußen von allen deinen Nachbarinnen leere Gefäße, und derselben nicht wenig; 4 . Und gehe hinein, und schließe die Thür hinter dir zu mit deinen Söhnen, und gieße in alle Gefäße; und wenn du sie gefüllet hast, so gib sie hin. 5 . Sie ging hin, und schloß die Thür hinter ihr zu, sammt ihren Söhnen; die brachten ihr die Gefäße zu, so goß sie ein.- 6. Und da die Gefäße voll waren, sprach sie zu ihrem Sohne: Lange mir noch ein Gefäß her. Er sprach zu ihr: Es ist kein Gefäß mehr hier. Da stand das Oehl. 7 . Und sie ging hin, und sagte es dem Manne Gottes an. Er sprach: Gehe hin, verkaufe das Oehl, und bezahle deinen Schuldherrn; du aber und deine Söhne nähret euch von dem Uebrigen. 8 . Und es begab sich zu der Zeit, daß Elisa ging * gen Sunem. Daselbst war eine reiche Frau; die hielt ihn, daß er bey ihr aß. Und als er nun oft daselbst durchzog, ging er zu ihr ein, und aß bey ihr. * M. 19,18. 9. Und sie sprach zu ihrem Manne: Siehe, ich merke, daß dieser Mann Gottes heilig ist, der immerdar hier durchgehet. 10. Laß uns ihm eine kleine bretterne Kammer oben machen, und ein Bette, Tisch, Stuhl und Leuchter hinein setzen, auf daß er, wenn er zu uns kommt, dahin sich thue. 11. Und es begab sich zu der Zeit, daß er hinein kam, und legte sich oben in die Kammer, und schlief darinnen, 12. Und sprach zu seinem Knaben Gehafi: Rufe die Sunamttinn. Und da er sie rief, trat sie vor ihn. 13. Er sprach zu ihm: Sage ihr, siehe, du hast uns allen diesen Dienst gethan; was soll ich dir thun? Hast du eine Sache an den König, oder an den Feldhauptmann? Sie sprach: Ich wohne unter meinem Volk. 14. Er sprach: Was ist ihr denn zu thun? Gehasi sprach: Ach, sie hat keinen Sohn, und ihr Mann ist alt. 15. Er sprach: Rufe sie. Und da er sie rief, trat sie in die Thür. 16. Und er sprach: Um diese Zeit über ein Jahr sollst du einen * Sohn Herzen. Sie sprach: Ach nicht, mein Herr, du Mann Gottes, lüge deiner Magd nicht. * 1 Mos. 18,10. 14. 17. Und die Frau ward schwanger, und gebar einen Sohn, um dieselbe Zeit über ein Jahr, wie ihr Elisa geredet hatte. 18. Da aber das Kind groß ward; begab sichs, daß es hinaus zu seinem Vater * zu den Schnittern ging, "Ruth 2 , 4. 19. Und sprach zu seinem Vater: O mein Haupt, mein Haupt! Er sprach zu seinem Knaben: Bringe ihn zu seiner Mutter. 20. Und er nahm ihn, und brachte ihn hinein zu seiner Mutter; und sie setzte ihn auf ihren Schooß bis an den Mittag, da * starb er. * Lue. 7, 12. Jcr. 6/ 26. Der Sunaniitinn Sohn 2 Kön 21. Und sie ging hinauf, und legte ihn auf das Bette des Mannes Gottes, schloß zu, und ging hinaus, 22. Und rief ihren Mann, und sprach: Sende mir der Knaben einen, und eine Eselinn; ich will zu dem Manue Gottes , und wiederkommen. 23 . Er sprach: Warum willst du zu ihm? Ist doch heute nicht Neumond noch Sabbath. Sie sprach: Es ist gut. 24 . Und sie sattelte die Eselinn, und sprach zum Knaben: Treibe fort, und säume mich nicht mit dem Reiten, wie ich dir sage. 2ä. Also zog sie hin, und kam zu dem Manne Gottes * auf den Berg Carmel. Als aber der Mann Gottes sie gegen ihm sah, sprach er zu seinem Knaben Gehafi: Siehe, die Sunamitinn ist da. * c. 2,2-. 26. So lauf ihr nun entgegen, und frage sie, ob es ihr, und ihrem Manne, und Sohne wohlgehe? Sie sprach: Wohl. 27. Da sie aber zu dem Manne Gottes auf den Berg kam, hielt sie ihn bey seinen Füßen. Gehaß aber trat herzu, daß er sie abstieße. Aber der Mann Gottes sprach: Laß sie, denn ihre Seele ist betrübt; und der Herr hat mirs verborgen, und nicht angezeiget. 28. Sie sprach: Wann habe ich einen Sohn gebethen von meinem Herrn? * Sagte ich nicht, du solltest mich nicht täuschen? * v. 16. 2 s. Er sprach zu Gehafi: Gürte deine Lenden, und nimm meinen Stab in deine Hand, und gehe hin (so dir Jemand begegnet, so * grüße Ihn nicht, und grüßet dich Jemand, so danke ihm nicht) und lege meinen Stab auf des Knaben Antlitz. * Luc. 10, 4 . 30 . Die Mutter aber des Knaben sprach: So wahr * der Herr lebet und deine Seele, ich lasse nicht von dir. Da machte er sich auf, und ging ihr nach. '«.2,2. 31. Gehafi aber ging vor ihnen hin, und legte den Stab dem Knaben auf das Antlitz; da war aber keine Stimme noch Fühlen. Und er ging wiederum ihm entgegen, und zeigte ihm an, und sprach: Der Knabe ist nicht aufgewacht. 32. Und * da Elisa ins Haus kam; siehe, da lag der Knabe todt auf seinem Bette. * 1 Kön. 17, 19. 33. Und er ging hinein, und schloß die Thür zu, hinter ihnen beyden, und * bethete zu dem Herrn, * Ap. Gesch. 9, 4 o. 34 . Und stieg hinauf, und legte sich auf das i g e 4. wird vom Tode erwecket. 367 Kind, und legte seinen Mund auf des Kindes Mund, und seine Augen auf seine Augen, und feine Hände auf seine Hände; und breitete sich also über ihn, daß des Kindes Leib warm ward. 35. Er aber stand wieder auf, und ging im Hause einmahl hieher und daher, und stieg hinauf, und breitete sich über ihn. Da schnaubte der Knabe fiebenmahl, darnach that der Knabe seine Augen auf. 36 . Und er rief Gehafi, und sprach: Rufe die Sunamitinn. Und da er fie rief, kam sie hinein zu ihm. Er sprach: ' Da nimm hin deinen Sohn. »Luc. 7 , 15 . 37. Da kam fie, und siel zu seinen Füßen, und bethete an zur Erde, und nahm ihren Sohn, und ging hinaus. 38 . Da aber Elisa wieder gen Gilgal kam; ward Theurung im Lande, und die Kinder der Propheten wohneten vor ihm. Und er sprach zu seinem Knaben: Setze zu den großen Topf, und koche ein Gemüse für die Kinder der Propheten. 39. Da ging Einer aufs Feld, daß er Kraut läse, und fand wilde Ranken, und las davon Coloquinten, sein Kleid voll; und da er kam, schnitte er es in den Topf zum Gemüse, denn sie kannten es nicht. - 40 . Und da sie es ausschütteten für die Männer zu essen, und sie von dem Gemüse aßen; schrien sie, und sprachen: O Mann Gottes, der Tod im Topf! Denn sie konnten es nicht essen. 41. Er aber sprach: Bringet Mehl her. Und er that es in den Topf, und sprach: Schütte es dem Volk vor, daß fie essen. Da war nichts Böses in dem Topf. 42. Es kam aber ein Mann von BaalSalisa, und brachte dem Manne Gottes Erstlinge Brots: nähmlich zwanzig Gerstenbrote, und neu Getreide in seinem Kleide. Er aber sprach: Gib es dem Volk, daß sie essen. 43. Sein Diener sprach: Was * soll ich hundert Männern an dem geben? Er sprach: Gib dem Volk, daß sie essen. Denn so spricht der Herr: Man wird essen, und es wird überbleiben. * Loh. 6, 9 . 44 . Und er legte es ihnen vor, daß sie * aßen; und es blieb noch übrig, nach dem »Lort des Herrn» * Matth. 13, 37. Marc. 8, 8. Luc. 9, 17. J,h. 6, 10. 11. 12. Auch 2 , 14. 368 Naeman aussätzig, 2 Könige 5. wird vom Aussatz gereiniget. Das 5. Capitel. Naeman wird vom Aussatz gereiniget. Erhasi damit gestraft. 1. H?aeman, der Feldhauptmann des Königs zu Syrien , war ein trefflicher Mann vor seinem Herrn, und hoch gehalten; denn durch ihn gab der Herr Heil in Syrien. Und er war ein gewaltiger Mann, und aussätzig. 2. Die Kriegsleute aber in Syrien waren herausgefallen, und hatten eine kleine Dirne weg- geführet aus dem Lande Israel; die war am Dienste des Weibes Naemans. 3. Die sprach zu ihrer Frau: Ach, daß mein Herr wäre bey dem Propheten zu Samaria, der würde ihn von seinem Aussatz los machen. Da ging er hinein zu seinem Herrn, und sagte es ihm an, und sprach: So und so hat die Dirne aus dem Lande Israel geredet. s. Der König zu Syrien sprach: So ziehe hin, ich will dem König Israels einen Brief schreiben. Und er zog hin, und nahm mit sich zehn Zentner Silber, und sechs tausend Gülden, und zehn Feverkleider; 6 . Und brachte den Brief dem Könige Israels, der lautete also: Wenn dieser Brief zu dir kommt, siehe, so wisse, ich habe meinen Knecht Naeman zu dir gesandt, daß du ihn von seinem Aussatz los machest. 7. Und da der König Israels den Brief las, ' zerriß er seine Kleider und sprach: t Bin ich denn' Gott, daß ich tödten und lebendig machen könnte, daß er zu mir schicket, daß ich den Mann von seinem Aussatz los mache? Merket und sehet, wie suchet er Ursach zu mir. * «. 6, 30. c. iS, i. -f i Mos. 30/ 2 . 8 . Da das Elisa, der Mann Gottes, .hörete, daß der König Israels seine Kleider zerrissen hatte; sandte er zu ihm, und ließ ihm sagen: Warum hast du deine Kleider zerrissen? Laß ihn zu mir kommen, daß er inne werde, daß ein Prophet in Israel ist. 9. Also kam Naeman mit Rossen und Wagen, und hielt vor der Thür am Hause Elisa. 10. Da sandte Elisa einen Bothen zu ihm, und ließ ihm sagen: Gehe hin, und wasche dich siebenmahl im Jordan; so wird dir dein Fleisch wieder erstattet und rein werden. 11. Da erzürnete Naeman, und zog weg, und sprach: ^ 1 ) meinte, er sollte zu mir heraus kommen /'und hcrtreten , und den Nahmen des Herrn, seines Gottes, anrufen, und mit seiner />L'id über die Stätte fahren, und den Aussatz also sbthim. 12. Sind nicht die Wasser Amana und Phar- phar zu Damaskus besser, den» alle Wasser in Israel, daß ich mich darinnen wüsche, und rein würde? Und wandte sich, und zog weg mit Zorn. 13 . Da machten sich seine Knechte zu ihm, redeten mit ihm, und sprachen: Lieber Vater, wenn dir der Prophet etwas Großes hätte geheissen, solltest du es nicht thun? Wie vielmehr, so er zu dir sagt: Wasche dich, so wirst du rein. i^. Da stieg er ab, und taufte sich im Jordan siebenmal)!, wie der Mann Gottes geredet hatte: * und sein Fleisch ward wieder erstattet, wie ein Fleisch eines jungen Knaben, und ward rein. * Luc. -1/ 27. 15 . Und er kehrete wieder zu dem Manne Gottes, sammt seinem ganzen Heer. Und da er hinein kam, trat er vor ihn, und sprach: Siehe, ich weiß, daß kein Gott ist in allen Landen, ohne in Israel; so nimm nun den Segen von deinem Knechte. 16. Er aber sprach: So wahr der Herr lebet, vor dem ich stehe, ich nehme es nicht. Und er nöthigte ihn, daß er es nähme; aber er wollte nicht. 17 . Da sprach Naeman: Möchte denn deinem Knechte nicht gegeben werden dieser Erde eine Last, so viel zwey Maulthiere tragen? Denn dein Knecht will nicht mehr andern Göttern opfern und Brandopfer thun, sondern dem Herrn; 18. Daß der Herr deinem Knechte darinnen wolle gnädig seyn, wo ich anbethe im Hause Rimmons, wenn mein Herr ins Haus Rim- mons gehet, daselbst anzubethen, und * er sich an meine Hand lehnet. * e. 7 ,2. 19. Er sprach zu ihm: Ziehe hin mit Frieden. Und als er von ihm weggezogen war, ein Feldweges auf dem Lande; 20. Gedachte Gehafi, der Knabe Elisä, des Mannes Gottes: Siehe, mein Herr hat diesen Syrer Naeman verschonet, daß er nichts von ihm hat genommen, das er gebracht hat. So wahr der Herr lebet, ich will ihm nachlaufen und etwas von ihm nehmen. 21. Also jagte Gehasi dem Naeman nach. Und da Naeman sah, daß er ihm nachlief, stieg er vom Wagen ihm entgegen, und sprach: Gehet es recht zu? 22. Er sprach: Ja. Aber mein Herr hat mich gesandt, und läßt dir sagen: Siehe, jetzt sind äu Syrer verblendet. 369 Gehast Geitz. Schwimmendes Eisen. 2 Kötti zu mir gekommen vom Gebirge Ephraim zween Knaben, aus der Propheten Kindern; gib ihnen einen Zentner Silber , und zwey Feyerkleider. 23 . Naeman sprach: Lieber, nimm zween Centner. Und er nöthigte ihn, und band zween Centner Silber in zween Beutel, und zwey Feyerkleider, und gabs seinen zween Knaben, die trugen es vor ihm her. 2^. Und da er kam gen Ophel, nahm er es von ihren Händen, und legte es beyseit im Hause, und ließ die Männer gehen. 25 . Und da fie weg waren, trat er vor seinen Herrn. Und Elisa sprach zu ihm: Woher, Gehast? Er sprach : Dein Knecht ist weder hie- her noch daher gegangen. 26. Er aber sprach zu ihm: Wandelte nicht mein Herz, da der Mann umkehrete von seinem Wagen dir entgegen? War das die Zeit, Silber und Kleider zu nehmen, Oehlgärten, Weinberge , Schafe, Rinder, Knechte und Mägde? 27. Aber der * Aussatz Naemans wird dir anhangen und deinem Samen ewiglich. Da ging er von ihm hinaus -k- aussätzig wie Schnee. * 2 Sam. 3/ 29. 1- 2 Mos. 4, 6. 4 Mos. 12 , 10 . Das 6. Capitel. Vom schwimmenden Eisen. Blindheit der Syrer. Hungersnoth zu Samaria. 1. ^>ie Kinder der Propheten sprachen zu ^ Elisa: Siehe, der Raum, da wir vor dir wohnen, ist uns zu enge. 2. Laß uns an den Jordan gehen, und einen Jeglichen daselbst Holz hohlen, daß wir uns daselbst eine Stätte bauen, da wir wohnen. Er sprach: Gehet hin. 3 . Und Einer sprach: Lieber, gehe mit deinen Knechten. Er sprach: Ich will mit gehen. Und er ging mit ihnen. Und da fie an den Jordan kamen, hieben fie Holz ab. 5 . Und da Einer ein Holz fällete, fiel das Eisen ins Wasser. Und'er schrie, und sprach : Awe, mein Herr! dazu ist es entlehnet. 6. Aber der Mann Gottes sprach: Wo ist es entfallen? Und da er ihm den Ort zeigte; schnitt er ein Holz ab, und stieß daselbst hin. Da schwamm das Eisen. 7 . Und er sprach: Hebe es auf. Da regte er seine Hand aus, und nahm es. 8 . Und der König aus Syrien führete einen Krieg wider Israel, und berathschlagte stch mit seinen Knechten, und sprach: Wir wollen uns lagern da und da. g e 5. 6. 9 . Aber der Mann Gottes sandte zum Könige Israels, und ließ ihm sagen: Hüthe dich, daß du nicht an den Ort ziehest; denn die Syrer ruhen daselbst. 10. So sandte dann der König Israels hin an den Ort, den ihm der Mann Gottes sagte, verwahrete ihn, und hüthete daselbst; und that das nicht einmahl oder zweymahl allein. 11. Da ward das Herz des Königs zu Syrien Unmuths darüber, und rief seine Knechte, und sprach zu ihnen: Wollt ihr mir denn nicht an- sagen, wer ist aus den Unfern zu dem Könige Israels geflohen? 12. Da sprach seiner Knechte Einer: Nicht also, mein Herr König; sondern Elisa, der Prophet in Israel, sagt es alles dem Könige Israels, was du in der Kammer redest, da dein Lager ist. 13. Er sprach: So gehet hin und sehet, wo er ist, daß ich hinsende, und lasse ihn hohlen. Und fie zeigten ihm an, und sprachen: Siehe, er ist zu Dothan. i^. Da sandte er hin Rosse und Wagen, und eine große Macht. Und da fie bey der Nacht hinkamen, umgaben sie die Stadt. 15 . Und der Diener des Mannes Gottes stand frühe auf, daß er fich aufmachte und auszöge: und fiehe, da lag eine Macht um die Stadt, mit Rossen und Wagen. Da sprach sein Knabe zu ihm: Awe, mein Herr, wie wollen wir nun thun? 16. Er sprach: Fürchte dich nicht; denn' derer ist mehr, die bey uns find, denn derer, die bey ihnen find. * 2 Chr. 32, 7. 17. Und Elisa bethete, und sprach: Herr, öffne ihm die Augen, daß er sehe. Da öffnete der Herr dem Knaben seine Augen, daß er sah: und fiehe, da war der Berg voll feuriger Rosse und Wagen um Elisa her. 18. Und da fie zü ihm hinab kamen, bath Elisa und sprach: Herr, schlage dieß Volk mit Blindheit. Und ' er schlug fie mit Blindheit, nach dem Wort Elisä. * * Mos. 19,11. 19. Und Elisa sprach zu ihnen: Dieß ist nicht der Weg, noch die Stadt. Folget mir nach; ich will euch führen zu dem Manne, den ihr suchet. Und führete fie gen Samaria. 20. Und da fie gen Samaria kamen, sprach Elisa: Herr, öffne diesen die Augen, daß fie sehen. Und der Herr öffnete ihnen die Augen, daß fie sahen; und fiehe, da waren fie mitten in Samaria. Aaa 370 Theure Zeit in Samaria. 2 Könige 6 21. Und der König Israels, da er sie sah, sprach er zu Elisa: Mein Vater, soll ich sie schlagen? 22. Er sprach: Du sollst sie nicht schlagen. Welche du mit deinem Schwert und Bogen sängest, die schlage. " Setze ihnen Brot und Wasser vor, daß sie essen und trinken; und laß sie zu ihrem Herrn ziehen. * Spruch. 25,21. 23. Da ward ein großes Mahl zugerichtet. Und da sie gegessen und getrunken hatten; ließ er sie gehen, daß sie zu ihrem Herrn zögen. Seit dem kamen die Kriegsleute der Syrer nicht mehr ins Land Israel. 2^. Nach diesem begab sichs, daß BenHadad, der König zu Syrien, alles sein Heer versammelte , und zog herauf, und belagerte Samaria. 25. Und es war eine große Theurung zu Samaria. Sie aber belagerten die Stadt, bis daß ein Eselskopf achtzig Silberlinge, und ein Viertheil Kab Taubenmist (Taubenfutter) fünf Silberlinge galt. 26. Und da der König Israels zur Mauer ging, schrie ihn ein Weib an und sprach: * Hilf mir, mein Herr König! *2 Sam. 14, 4 . 27. Er sprach: Hilft dir der Herr nicht, woher soll ich dir helfen? Von der Tenne oder von der Kelter? 28. Und der König sprach zu ihr: Was ist dir? Sie sprach: Dieß Weib sprach zu mir: Gib deinen Sohn her, daß wir heute essen, morgen wollen wir meinen Sohn essen. 2y. * So haben wir meinen Sohn gekocht und gegessen. Und ich sprach zu ihr am andern Tage: Gib deinen Sohn her, und laß uns essen; aber sie hat ihren Sohn versteckt. * 2 Mos. 28, 23 . 39. Da der König die Worte des Weibes hörete; "zerriß er seine Kleider, indem er zur Mauer ging. Da sah alles Volk, daß er einen Sack unten am Leibe anhatte. *«. 7. 31. Und er sprach: "Gott thue mir dieß und das, wo das Haupt Elisä, des Sohnes Sa- phats, heute auf ihm stehen wird. *iK»n. 19,2. 32. (Elisa aber saß in seinem Hause, und die Aeltesten saßen bey ihm.) Und er sandte einen Mann vor ihm her. Aber ehe der Bothe zu ihm kam, sprach er zu den Aeltesten: Habt ihr gesehen, wie dieß Mordkind hat hergesandt, daß er mein Haupt abreisse? Sehet zu, wenn der Bothe kommt, daß ihr die Thür zuschließet und stoßet ihn mit der Thür weg; siehe, " das 7. Wohlfeile Zeit verheissen. Flucht der Syrer. Rauschen seines Herrn Füße folget ihm nach. * 1 Kon. 14 , 6. 33. Da er noch also mit ihnen redete; siehe, da kam der Bothe zu ihm hinab, und er sprach: Siehe, solches Uebel " kommt von dem Herrn; was soll ich mehr von dem Herrn erwarten? * Amo§ 3 , 6 . Das 7. Capitel. Geschwinde wohlfeile Zeit zu Samaria. 1. Elisa aber sprach: Höret des Herrn Wort. ^ So spricht der Herr: Morgen um diese Zeit wird ein Scheffel Semmelmehl einen Sekel gelten , und zween Scheffel Gerste einen Sekel, unter dem Thor zu Samaria. 2. Da antwortete ein Ritter, auf" welches Hand sich der König lehnte, dem Manne Gottes und sprach: Und wenn der Herr Fenster am Himmel machte, wie könnte solches geschehen? Er sprach: Siehe da, mit deinen Augen wirst du es sehen, und nicht davon essen. ' c. 2, i». 3. Und es waren vier aussätzige Männer an der Thür" vor dem Thor; und einer sprach zum andern: Was wollen wir hier bleiben, bis wir sterben? *3 Mos. 13, 46 . Wenn wir gleich gedächten in die Stadt zu kommen; so ist Theurung in der Stadt, und müßten doch daselbst sterben: bleiben wir aber hier, so müßen wir auch sterben. So laßt uns nun hingehen, und zu dem Heer der Syrer fallen. " Lassen sie uns leben, so leben wir; tödren sie uns, so sind wir todt. * Eüh. 4,16. 5. Und machten sich in der Frühe auf, daß sie zum Heer der Syrer kämen. Und da sie vorne an den Ort des Heers kamen; siehe, da war Niemand. 6. Denn der Herr hatte die Syrer lassen hören ein * Geschrey von Nossen, Wagen und großer Heerskraft, daß sie unter einander sprachen : Siehe, der König Israels hat wider uns gedinget die Könige der Hethiter und die Könige der Egypter, daß sie über uns kommen sollen. *«. 19,7. 7. Und machten sich auf, und flohen in der Frühe, und ließen ihre Hütten, Rosse und Esel im Lager, wie es stand, und flohen mit ihrem Leben davon. 8. Als nun die Aussätzigen an den Ort des Lagers kamen; gingen sie in der Hütten eine, aßen und tranken, und nahmen Silber, Gold und Kleider, und gingen hin und verbargen es, und kamen wieder, und gingen in eine andere Wohlfeile Zeit. 2 Könige 7. 8. BenHadad liegt krank. 371 Hütte, und nahmen daraus, und gingen hin und verbargen es. 9. Aber Einer sprach zum Andern: Laßt uns nicht also thun, dieser Tag ist ein Tag guter Bothschaft; wo wir das verschweigen und harren , bis daß licht Morgen wird, wird unsere Missethat gefunden werden: so laßt uns nun hingehen, daß wir kommen und ansagen dem Hause des Königs. 'io. Und da sie kamen, riefen sie am Thor der Stadt, und sagten es ihnen an, und sprachen: Wir sind zum Lager der Syrer gekommen, und siehe, es ist Niemand da, noch keine Men- schenftimme; sondern Rosse und Esel angebunden, und die Hütten, wie sie stehen. 11. Da rief man die Thorhüther, daß sie es drinnen ansagten im Hause des Königs. 12. Und der König stand auf in der Nacht, und sprach zu seinen Knechten: Laßt euch sagen, wie die Syrer mit uns umgehen. Sie wissen, daß wir Hunger leiden; und sind aus dem Lager gegangen, daß sie sich im Felde verkröchen; und denken , wenn sie aus der Stadt gehen, wollen wir sie lebendig greiffen und in die Stadt kommen. 13. Da antwortete seiner Knechte einer, und sprach: Man nehme die fünf übrigen Rosse , die noch darinnen sind übriggeblieben (siehe, die sind darinnen übriggeblieben von aller Menge in Israel, welche alle dahin ist) die laßt uns senden und besehen. i^. Da nahmen sie zween Wagen mit Rossen; und der König sandte sie dem Lager der Syrer nach, und sprach: * Ziehet hin, und besehet. ' Matth. 2 , s. 15 . Und da sie ihnen nachzogen bis an den Jordan; siehe, da lag der Weg voll Kleider und Geräthe, welche die Syrer von sich geworfen hatten, da sie eileten. Und da die Bothen wieder kamen, und sagten es dem Könige an; 16 . Ging das Volk hinaus, und beraubte das Lager der Syrer. Und es galt ein Scheffel Semmelmehl einen Sekel, und zween Scheffel Gerste auch einen Sekel, 'nach dem Wort des Herrn. ' v. i. 17. Aber der König bestellte den Ritter, auf dessen Hand er sich lehnte, unter das Thor. Und das Volk zertrat ihn im Thor, daß er starb: wie der Mann Gottes geredet hatte, da der König zu ihm hinab kam. 18. Und es geschah, wie der Mann Gottes dem Könige sagte, da er sprach: Morgen um diese Zeit werden zween Scheffel Gerste einen Sekel gelten und ein Scheffel Semmelmehl einen Sekel, unter dem Thor zu Samaria; 19. Und der Ritter dem Manne Gottes antwortete und sprach: Siehe, * wenn der Herr Fenster am Himmel machte, wie möchte solches geschehen? Er aber sprach: Siehe, mit deinen Augen wirst du es sehen und nicht davon essen. * verS 2. 20. Und es ging ihm eben also; denn das Volk zertrat ihn im Thor, daß er starb. Das 8. Capitel. Siebenjährige Theurung. Veränderung im Königreich der Syrer. Joram und Ahasja, Könige in Juda. 1. M^ redete mit dem Weibe, * deß Sohn ^ er hatte lebendig gemacht, und sprach: Mache dich auf, und gehe hin mit deinem Hause, und sey Fremdling, wo du kannst; denn der Herr wird eine Theurung rufen, die wird in das Land kommen i sieben Jahre lang. » c. 4, 33. 1- i Mos. 3o. 2. Das Weib machte sich auf und that, wie der Mann Gottes sagte, und zog hin mit ihrem Hause, und war Fremdling in der Philister Lande sieben Jahre. 3. Da aber die sieben Jahre um waren, kam * das Weib wieder aus der Philister Lande; und sie ging aus, den König anzuschreyen um ihr Haus und Acker. * Ruth i, 6. Der König aber redete mit Gehasi, dem Knaben des Mannes Gottes, und sprach: Erzähle mir alle großen Thaten, die Elisa gethan hat. s. Und indem er dem Könige erzählte, wie er hätte einen Tobten lebendig gemacht; siehe, da kam eben dazu das Weib, deß Sohn er hatte lebendig gemacht, und schrie den König an um ihr Haus und Acker. Da sprach Gehasi: Mein Herr König, dieß ist das Weib; und dieß ist ihr Sohn, den Elisa hat lebendig gemacht. 6. Und der König fragte das Weib; und sie erzählte es ihm. Da gab ihr der König einen Kämmerer, und sprach: Schaffe ihr wieder alles, das ihr ist; dazu alles Einkommen des Ackers, seit der Zeit sie das Land verlassen hat bis hieher. , ^ . 7. und Elisa kam gen Damaskus. Da lag BenHadad, der König zu Syrien, krank; und man sagte es ihm an und sprach: Der Mann Gottes ist hergekommen. 8. Da spracd der König zu Hasael: Nimm Geschenke mit dir, und gebe dem Manne Gottes A a a 2 3/2 Hasael und Joram. 2 Kön entgegen, und frage den Herrn durch ihn und sprich, ob ich von dieser Krankheit möge genesen? d. Hasael ging ihm entgegen, und nahm Geschenke mit sich, und allerley Güter zu Damaskus, vierzig Kameelen Last. Und da er kam, trat er vor ihn und sprach: Dein Sohn BenHadad, der König zu Syrien, hat mich zu dir gesandt, und läßt dir sagen: Kann ich auch von dieser Krankheit genesen? io. Elisa sprach zu ihm: Gehe hin und sage ihm: Du wirst genesen; aber der Herr hat mir gezeiget, daß er des Todes sterben wird. i i. Und der Mann Gottes sah ernstlich, und * stellete sich ungeberdig , und weinete. * c. 2,17. 12. Da sprach Hasael: Warum weinet mein Herr? Er sprach: Ich weiß, was Nebels du den Kindern Israel thun wirst; * du wirst ihre festen Städte mit Feuer verbrennen, und ihre junge Mannschaft mit dem Schwert erwürgen, und ihre jungen Kinder tödten, und ihre schwängern Weiber zerhauen. * 10,32. 13. Hasael sprach: Was ist dein Knecht, der ' Hund, daß er solches große Ding thun sollte? Elisa sprach : Der Herr hat mir gezeiget, -t daß du König zu Syrien seyn wirst. * 1 Sam. 21 , 13 . 1 Kon. 19 , 13 . 14 . Und er ging weg von Elisa und kam zu seinem Herrn, der sprach zu ihm: Was saget dir Elisa? Er sprach: Er saget mir: Du wirst genesen. 15. Des andern Tages aber nahm er den Kolter (eine Decke, dickes Tuch,) und tunkte ihn in Wasser, und breitete ihn über ihn her; da starb er. Und Hasael ward König an seine Statt. 16. Im fünften Jahr Jorams, des Sohnes Ahabs , des Königs Israels (da Josaphat König m Juda war), ward * Joram, der Sohn Josaphats, König in Juda. * 2 Chr. 21,1. 17. Zwey und dreyßig Jahre alt war er, da er König ward; und regierete acht Jahre zu Jerusalem, 18. Und wandelte auf dem Wege der Könige Israels, wie das Haus Ahabs that; denn Ahabs Tochter war sein Weib; und er that, das dem Herrn übel gefiel. 19. Aber der Herr wollte Juda nicht verderben, um seines Knechts Davids willen; wie * er ihm geredet hatte, ihm zu geben i- eine Leuchte unter seinen Kindern immerdar. * 2 Sam. 7 , 13 . -h 1 Kön. 11 , 36 . 20. Zu seiner Zeit fielen die Edomiter ab von Juda, und machten einen König über sich. 21. Denn Joram war durch Zair gezogen, ge 8. 9. Ahasja und Jehu. und alle Wagen mit ihm, und hatte sich des Nachts aufgemacht und die Edomiter geschlagen, die nm ihn her waren, dazu die Obersten über die Wagen, daß das Volk floh in seine Hütten. 22. Darum ' fielen die Edomiter ab von Juda, bis auf diesen Tag. Auch fiel zu derselben Zeit ab Libna. *2Chr.2i, 10. 23 . Was aber mehr von Joram zu sagen ist, und alles, was er gethan hat, siehe, das ist geschrieben * in der Chronica der Könige Juda. * 2 Chr. 21, i. 24 . Und Joram entschlief mit seinen Vätern, und ward begraben mit seinen Vätern in der Stadt Davids. Und * Ahasja, sein Sohn, ward König an seine Statt. *2Chr, 22, i. 25. Im zwölften Jahr Jorams, des Sohnes Ahabs, des Königs Israels, ward Ahasja, der Sohn Jorams, König in Juda. 26. Zwey und zwanzig Jahre alt war Ahasja, da er König ward, und regierete Ein Jahr zu Jerusalem. Seine Mutter hieß * Athalja, eine Tochter Amri, des Königs Israels. * c. 11,1. 27. Und wandelte auf dem Wege des Hauses Ahabs, und that, das dem Herrn übel gefiel, wie das Haus Ahabs, denn er war Schwager im Hause Ahabs. 28. Und er zog mit Joram, dem Sohne Ahabs, in Streit wider Hasael, den König zu Syrien, gen Ramoth in Gilead : aber * die Syrer schlugen Joram. "c. 9 , 15 . 2Chr. 22, 3 . 29 . Da kehrete Joram, der König, um, ' daß er sich heilen ließe zu Jesreel von den Schlägen, die ihm die Syrer geschlagen hatten zu Rama, da er mit Hasael, dem Könige zu Syrien, stritt. Und Ahasja, der Sohn Jorams , der König Juda, kam hinab zu besehen Joram, den Sohn Ahabs zu Jesreel; denn er lag krank. *s, i-. Das 9. Capitel. Ich» zum Könige gesalbet, tödtet Joram, Ahasja und Jsebel. 1. (Alisa aber, der Prophet, rief der Prophe- ^ ten Kinder Einen, und sprach zu ihm: * Gürte deine Lenden, und nimm diesen Oehl- krug mit dir, und gehe hin gen Ramoth in Gilead. * c. 1 , 29. 2. Und wenn du dahin kommst, wirst du daselbst sehen Jehu, den Sohn Josaphats, des Solmes Nimsi. Und gehe hinein, und heisse ihn aufstehen unter seinen Brüdern, und führe ihn in die innerste Kammer, 3. Und nimm den Oehlkrug, und schütte es Iehu Bund wider Jorarn. 2 Könige 9. Iehu tödet Joram. 3/3 auf sein Haupt, und sprich: So sagt der Herr: * Ich habe dich zum Könige über Israel gesalbet. Und sollst die Thür aufthun, und fiiehen, und nicht verziehen. *i Kön. 19,16. Und der Jüngling des Propheten, der Knabe, ging hin gen Ramoth in Gilead. 5. Und da er hinein kam; stehe, da saßen die Hauptleute des Heers. Und er sprach: Ich habe dir, Hauptmann, etwas zu sagen. Iehu sprach: Welchem unter uns allen? Er sprach: Dir, Hauptmann. 6 . Da stand er auf, und ging hinein. Er aber schüttete das Oehl auf sein Haupt, und sprach zu ihm: So sagt der Herr, der Gott Israels: Ich habe dich zum Könige gesalbet über des Herrn Volk Israel. 7. Und du sollst * das Haus Ahabs, deines Herrn, schlagen, daß ich das Blut der Propheten , meiner Knechte, und das Blut aller Knechte des Herrn räche von der Hand Jsebels, * 1 KöN. 21, 22. 23. 8 . Daß das ganze Haus Ahabs umkomme. Und ich will von Ahab ausrotten den, der an * die Wand pisset, und den Verschlossenen und Verlassenen in Israel. *1 Kon. 14,10. 9. Und will das Haus Ahabs machen, wie * das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, und wies das Haus Baesa, des Sohnes Ahia. * 1 Kön. 13, 29 . 1- 1 Kön. 16 , 3. 10. Und die * Hunde sollen Jsebel fressen auf dem Acker zu Jesreel, und soll fie Niemand begraben. Und er that die Thür auf) und fioh. * 1 Kön. 21 , 23. 11. Und da Iehu heraus ging zu den Knechten seines Herrn, sprach man zu ihm: * Stehet es wohl? Warum ist dieser Rasende zu dir gekommen? Er sprach zu ihnen: Ihr kennet doch den Mann wohl, und was er sagt. "0.3,21. 12. Sie sprachen: Das ist nicht wahr, sage "es uns aber an. Er sprach: So und so hat er mit mir geredet, und gesagt: So spricht der Herr: Ich habe dich zum Könige über Israel gesalbet. *1 Sam. 3 , 17. 13. Da eileten fie, und nahm * ein Jeglicher sein Kleid, und legte es unter ihn auf die hohen Stufen, und bliesen mit der Posaune und sprachen: Iehu ist König geworden. " Matth. 21 , 7. 1^. Also machte Iehu, der Sohn Josaphats, des Sohnes Nimfi, einen Bund wider Joram. Joram aber lag vor Ramoth in Gilead mit dem ganzen Israel wider Hasael, den König zu Syrien. iL. Joram aber, der König, war wieder gekommen, daß er stch heilen ließe zu Jesreel von den Schlägen, * die ihm die Syrer geschlagen hatten, da er stritt mit Hasael, dem Könige zu Syrien. Und Iehu sprach: Ist es euer Ge- müth; so soll Niemand entrinnen aus der Stadt, daß er hingehe und ansage zu Jesreel. * c. 8, 28 . 16. Und er ließ stch führen und zog gen Jesreel, denn Joram lag daselbst; so war Ähasia, der König Juda, hinab gezogen, Joram zu besehen. 17. Der " Wächter aber, der auf dem Thurm zu Jesreel stand, sah den Haufen Iehu kommen, und sprach : Ich sehe einen Haufen. Da sprach Joram: Nimm einen Reiter, und sende ihnen entgegen, und sprich: Ist es Friede? * 2 Sam. 18 , 24. 18. Und der Reiter ritt hin ihm entgegen, und sprach: So sagt der König: * Ist es Friede? Iehu sprach: Was gehet dich der Friede an? Wende dich hinter mich. Der Wächter verkündigte, und sprach: Der Bothe ist zu ihnen gekommen, und kommt nicht wieder. * 1 Sam. 16 , 4. 19. Da "sandte er einen andern Reiter. Da der zu ihm kam, sprach er: So spricht der König: Ist es Friede? Iehu sprach: Was gehet dich der Friede an? Wende dich hinter mich. * e. 1 , 11 . 20. Das verkündigte der Wächter, und sprach: Er ist zu ihnen gekommen, und kommt nicht wieder. Und es ist ein Treiben, wie das Treiben Iehu, des Sohnes Nimfi; denn er treibt, wie wenn er unsinnig wäre. 21. Da sprach Joram: Spannet an. Und man spannete seinen Wagen an; und sie zogen aus, Joram, der König Israels, und Ahasja, der König Juda, ein Jeglicher auf seinem Wagen, daß sie Iehu entgegen kämen; und sie trafen ihn an auf dem * Acker Naboths, des Jesreeliten. * 1 Kön. 21, 1. 22. Und da Joram Iehu sah, sprach er: Iehu, ist es Friede? Er aber sprach: Was Friede? Deiner Mutter Jsebels Hurerey und Zauberey wird immer größer. 23 . Da wandte Joram seine Hand, und floh, und sprach zu Ahasja: Es ist Verratherey, Ahasja. 2^. Aber Iehu fastete den Bogen, und schoß Joram zwischen die Arme, daß der Pfeil durch sein Herz ausfuhr, und fiel in seinen Wagen. 25. Und er sprach zum Ritter Bidekar: Nimm 374 Jsebel zertreten. 2 Könige 9. 10. Ahabs 7 o Sölme getödet. Das 10. Capitel. Ausrottung des Geschlechts AhabS und der BaalS-faffe». und wirf ihn aufs Stück Acker Naboths, des Jesreeliten. Denn gedenke, daß du mit mir auf einem Wagen seinem Vater Ahab nachfuhrest, da * der Herr solche Last über ihn hob. * 1 KöN 22, 38. 26. Was gilts, sprach der Herr: Ich will dir das Blut Naboths und seiner Kinder, das ich gestern sah, vergelten auf diesem Acker. So nimm nun und wirf ihn auf den Acker, nach dem Wort des Herrn. 27 . * Da das Ahasja, der König Juda, sah ; floh er des Weges zum Hause des Garten. Jehu aber jagte ihm nach; und hieß ihn auch schlagen auf dem Wagen gen Gur hinan, die bey Jeblaam liegt. Und er floh gen Megiddo, und starb daselbst. *2Chr. 22, s. 28. Und seine Knechte * ließen ihn führen gen Jerusalem, und begruben ihn in seinem Grabe mit seinen Vätern in der Stadt Davids. * c. 14 , 20. c. 23, 30. 29. Ahasja aber regierte über Juda im eilf- ten Jahr Jorams, des Sohnes Ahabs. 30. Und da Jehu gen Jesreel kam, und Jsebel das erfuhr; * schminkte sie ihr Angesicht, und schmückte ihr Haupt, und guckte zum Fenster aus. * Jcr. 4 , 30 . 31 . Und da Jehu unter das Thor kam, sprach sie: * Ist es Simri wohl gegangen, der seinen Herrn erwürgete ? * 1 Kon. 16, io. 18. 32. Und er hob sein Angesicht auf zum Fenster, und sprach: Wer ist bey mir hier? Da wandten sich zween oder drey Kämmerer zu ihm. 33. Er sprach: Stürzet sie herab. Und sie stürzten sie herab, daß die Wand und die Rosse mit ihrem Blut besprenget wurden; und sie ward zertreten. 3^1. Und da er hinein kam, und gegessen und getrunken hatte, sprach er: Besehet doch die Verfluchte, und begrabet sie; denn sie ist eines Königs Tochter. 35. Da sie aber hingingen, sie zu begraben; fanden sie nichts von ihr, denn den Schedel und die Füße, und ihre flachen Hände; 36 . Und kamen wieder, und sagten es ihm an. Cr aber sprach: Es ifts , das der Herr * geredet hat durch seinen Knecht Elia, den Thisbiten, und gesagt: Auf dem Acker Jesreels sollen die Hunde der Jsebel Fleisch fressen. * 0. 10. 1 Kön. 21, 23 . 37 . Also ward das Aas Jsebels wie Koth auf dem Felde im Acker Jesreels, daß man nickt sagen konnte das ist Jsebel. i.Ishab aber hatte siebenzig Söhne zu Sa- maria. Und Jehu schrieb Briefe, und sandte sie gen Samaria, zu den Obersten der Stadt Jesreel, zu den Nettesten und Vormündern Ahabs, die lauteten also: 2. Wenn dieser Brief zu euch kommt, bey denen euers Herrn Söhne sind, Wagen, Rosse, eine feste Stadt und Rüstung; 3. So sehet, welcher der Beste und Geschickteste sey unter den Söhnen euers Herrn, und setzet ihn auf seines Vaters Stuhl, und streitet für euers Herrn Haus. Sie aber fürchteten sich gar sehr, und sprachen: Siehe, zween Könige sind nicht gestanden vor ihm, wie wollen wir denn stehen? 5. Und die über das Haus und über die Stadt waren , und die Nettesten und Vormünder sandten hin zu Jehu, und ließen ihm sagen: Wir sind deine Knechte, wir wollen alles thun, was du uns sagst; wir wollen Niemand zum Könige machen ; * thue, was dir gefällt. * L°s. s, 25. 6. Da schrieb er den andern Brief zu ihnen, der lautete also: So ihr mein seyd und meiner Stimme gehorchet, so nehmet die Häupter von den Männern, euers Herrn Söhnen, und bringet sie zu mir morgen um diese Zeit gen Jesreel. (Der Söhne aber des Königs waren * siebenzig Mann, und die Größesten der Stadt zogen sie auf.) * Nicht. 8 , 30 . 7. Da nun der Brief zu ihnen kam, nahmen sie des Königs Söhne, und schlachteten siebenzig Mann, und legten ihre Häupter in Körbe, und schickten sie zu ihm gen Jesreel. 8. Und da der Bothe kam, und sagte es ihm an und sprach: Sie haben die Häupter des Königs Kinder gebracht; sprach er: Legt sie auf zween Haufen vor der Thür am Thor bis morgen. 9. Und -es Morgens, da er ausging, trat er dahin, und sprach zu allem Volk: Ihr wollt ja Recht haben. Siehe, habe ich wider meinen Herrn einen Bund gemacht, und ihn erwürget? Wer hat denn diese alle geschlagen? 10. So erkennet ihr ja, daß' kein Wort des Herrn ist auf die Erde gefallen, das der Herr geredet hat, wider das 1-Haus Ahabs, und der Herr hat gethan, wie er geredet hat durch seinen Knecht Elia. * gos. 23,14. ---1 Ks„. 21,22. 11. Also schlug Jehu alle Uebrigen vom Hause Ahasjä Brüder getödtet. - 2 Könige 40. Baal ausgerottet. 375 Ahabs zu Jesreel, alle seine Großen, seine Verwandten und seine Priester, * bis daß ihm nicht Einer überblieb; * 2 Mos. 14,2«. 12. Und machte stch auf, zog hin, und kam gen Samaria. Unterweges aber war ein Hirtenhaus. 13. Da traf Iehu an die Brüder Ahasja, des Königs Juda, und sprach: Wer seyd ihr? Sie sprachen: Wir sind Brüder Ahasja, und ziehen hinab, zu grüßen des Königs Kinder und der Königinn Kinder. 1^. Er aber sprach: Greiffet sie lebendig. Und sie griffen sie lebendig, und schlachteten sie bey dein Brunnen am Hirtenhause, * zwey und vierzig Mann, und ließ nicht Einen von ihnen übrig. * c. 2,24. 15. Und da er von dannen zog, fand er ' Jo- nadab, den Sohn Nechabs, der ihm begegnete; und grüßte ihn, und sprach zu ibm: Ist dein Herz richtig, wie mein Herz mit deinem Herzen? Jonadab sprach: Ja. Ist es also, so gib mir deine Hand. Und er gab ihm seine Hand. Und er ließ ihn zu ihm auf den Wagen sitzen, * Jer. 3L, 6. 16. Und sprach: Komm mit mir, und siehe meinen Eifer um den Herrn. Und sie führeten ihn mit ihm auf seinem Wagen. 17. Und da er gen Samaria kam, schlug er alles, was übrig war von Ahab, zu Samaria, bis daß er ihn vertilgete, nach dem * Wort des Herrn, das er zu Elia geredet hatte. * 1 KöN. 21/ 21. 22. 18. Und Iehu versammelte alles Volk, und ließ zu ihnen sagen: Ahab hat "Baal wenig gedienet, Iehu will ihm besser dienen. * 1 KöN. 16/ 32. 33. 19. So laßt nun rufen alle Propheten Baals, alle seine Knechte und alle seine Priester zu mir, daß man Niemand vermisse; denn ich habe ein großes Opfer dem Baal zu thun. Wen man vermissen wird, der soll nicht leben. Aber Iehu that solches zu untertreten, daß er die Diener Baals umbrächte. 20. Und Iehu sprach: Heiliget dem Baal das Fest, und laßt es ausrufen. 21. Auch sandte Iehu in ganz Israel, und ließ alle Diener Baals kommen, daß Niemand übrig war, der nicht käme. Und sie kamen in das Haus Baals, daß das Haus Baals voll ward an allen Enden. 22. Da sprach er zu denen, die über das Kleiderlaus waren: Bringet allen Dienern Baals Kleider heraus. Und sie brachten die Kleider heraus. 23. Und Iehu ging in die Kirche Baals mit' Jonadab, dem Sohne Rechabs, und sprach zu den Dienern Baals: Forschet und sehet zu, daß nicht hier unter euch sey des Herrn Diener Jemand, sondern Baals Diener allein. * v. 15. 2-4. Und da sie hinein kamen, Opfer und Brandopfer zu thun; beftellete ihm Iehu außen achtzig Mann, und sprach: Wenn der Männer Jemand entrinnet, die ich unter eure Hände gebe, so * soll für seine Seele desselben Seele seyn. * 1 KöN. 20 / 39. 25. Da er nun die Brandopfer vollendet hatte, sprach Iehu zu den Trabanten und Rittern: Gehet hinein, und * schlaget Jedermann, lasset Niemand herans gehen. Und sie schlugen sie mit der Schärfe des Schwerts. Und die Trabanten und Ritter warfen sie weg; und gingen zur Stadt der Kirche Baals, * 1 Kön. is, 4 o. 26. Und brachten heraus die Säulen in der Kirche * Baals, und verbrannten sie, * c. 11/1«. 27. Und zerbrachen die Säulen Baals, sammt der Kirche Baals, und machten ein heimliches Gemach daraus, bis auf diesen Tag. 28. Also vertilgte Iehu den Baal aus Israel. 29. Aber * von den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sündigen machte, ließ Iehu nicht, von den goldenen Kälbern zu BethEl und zu Dan. * t. 13.2/ n. 30. Und der Herr sprach zu Iehu: Darum, daß du willig gewesen bist zu thun, was mir gefallen hat, und hast am Hause Ahabs gethan alles , was in meinem Herzen war; ' sollen dir auf deinem Stuhl Israel sitzen deine Kinder ins vierte Glied. * 12. 31. Aber doch hielt Iehu nicht, daß er im Gesetz des Herrn, des Gottes Israels, wandelte von ganzem Herzen; denn er ließ nicht von den Sünden Jerobeams, der Israel hatte sündigen gemacht. 32. Zu derselbigen Zeit fing der Herr an überdrüssig zu werden über Israel; denn Hasael * schlug sie in allen Grenzen Israel,*-.«/12. 33. Vom Jordan gegen der Sonnen Aufgang, und das ganze Land Gilead der Gaditer, Ru- beniter und Manassiter, von Aroer an, die am Bach bey Arnon liegt, und Gilead, und Basan. 3^. Was aber mehr von Iehu zu sagen ist, und alles, was er gethan hat, und alle seine Macht, siehe, das ist geschrieben' in der Chronica der Könige Israels. * 2 Ehr. 22,«. 376 Ioas versteckt, 2 Könige 11. wird gekrönet. 35 . Und Jehu entschlief mit seinen Vätern, und sie begruben ihn zu Samaria. Und * Joa- has, sein Sohn war- König an seine Statt. * e. 13 , i. 36 . Die Zeit aber, die Jehu über Israel regieret hat zu Samaria, sind acht und zwanzig Jahre. Das 11. Capitel. Tyrann«) Athaljä. Ioas Krönung. 1. Hsthalja aber, "Ahasjä Mutter, da sie sah, ^ daß ihr Sohn todt war, machte sie sich auf, und -i- brachte um allen königlichen Samen. * c. 8 , 26 . -I- 2 Chr. 22, 10. 2. Aber Joseba, die Tochter des Königs Jo- rams, Ahasjä Schwester, nahm Ioas, den Sohn Ahasjä, und stahl ihn aus des Königs Kindern, die getödtet wurden, mit seiner Amme in der Schlafkammer; und sie verbargen ihn vor Athalja, daß er nicht getödtet ward. 3 . Und er war mit ihr * versteckt im Hause des Herrn sechs Jahre. Athalja aber war Königin» im Lande. * Nicht. 9 , §. Im * siebenten Jahr aber sandte hin Jo- jada, und nahm die Obersten über Hundert, mit den Hauptleuten, und die Trabanten, und ließ sie zu sich ins Haus des Herrn kommen, und machte einen Bund mit ihnen, und nahm einen Eid von ihnen im Hause des Herrn, und zeigte ihnen des Königs Sohn, *2Chr. 23, i. 5. Und geboth ihnen, und sprach: Das ist es, das ihr thun sollt. Eurer ein dritter Theil, die ihr des Sabbaths angehet, sollen der Huth warten im Hause des Königs; 6. Und ein dritter Theil soll seyn am Thor Sur; und ein dritter Theil am Thor, das hinter den Trabanten ist, und sollt der Huth warten am Hause Massa. 7. Aber zwey Theile eurer aller, die ihr des Sabbaths abgehet, sollen der Huth warten im Hause des Herrn um den König; 8 . Und sollt rings um den König euch machen, und ein Jeglicher mit seiner Wehr in der Hand; und wer herein zwischen die Wand kommt, der sterbe, daß ihr bey dem Könige seyd, wenn er aus-und eingehet. 9. Und die Obersten über Hundert thaten alles, wie ihnen Jojada, der Priester, gebothen hatte, und nahmen zu sich ihre Männer, die des Sabbaths angtngen, mit denen, die des Sabbaths abgingen, und kamen zu dem Priester Jojada. 10. "Und der Priester gab den Hauptleuten Spieße und Schilde, die des Königs Davids gewesen waren, und in dem Hause des Herrn waren. * 2Cbr. 23,9. 11. Und die Trabanten standen um den König her, ein Jeglicher mit seiner Wehr in der Hand; von dem Winkel des Hauses zur Rechten, bis zum Winkel zur Linken, zum Altar zu und zum Hause. 12. Und er ließ des Königs Sohn hervor kommen, und setzte ihm eine Krone auf, und * gab ihm das Zeugniß, und machten ihn zum König, und salbeten ihn, und schlugen die Hände zusammen, und sprachen: Glück zu dem Könige! * 5 Mos. 17 , 19 . 13. Und da Athalja hörete das Geschrey des Volks, das zulief; kam sie zum Volk in das Haus des Herrn, 1^. Und sah, siehe, da stand der König an der Säule, wie es Gewohnheit war, und die Sänger und * Trompeter bey dem Könige; un- alles Volk des Landes war fröhlich, und bliesen mit Trompeten. Athalja aber i- zerriß ihre Kleider, und sprach: Aufruhr, Aufruhr! * 4 Mos. 10, 10. -j- 2 Kön. L, 7 . 15. Aber der Priester Jojada geboth den Obersten über Hundert, die über das Heer gesetzt waren, und sprach zu ihnen: Führet sie zum Hause hinaus in den Hof; und wer ihr folget, der sterbe des Schwerts. Denn der Priester hatte gesagt, sie sollte nicht im Hause des Herrn sterben. 16. Und sie legten die Hände an sie; und sie ging hinein des Weges, da die Rosse zum Hause des Königs gehen, und ward daselbst getödtet. 17. Da machte Jojada einen Bund zwischen dem Herrn, und dem König, und dem Volk, daß sie des Herrn Volk seyn sollten; also auch zwischen dem König, und dem Volk. 1 8 . Da ging alles Volk des Landes in die * Kirche Baals, und brachen seine Altäre ab, und zerbrachen seine Bildnisse recht wohl, und Matthan, den Priester Baals, erwürgeten sie vor den Altären. Der Priester aber bestellete die Aemter im Hause des Herrn; * c. 10,26.27. 19. Und nahm die Obersten über Hundert, und die Hauptleute, und die Trabanten, und alles Volk des Landes, und führeten den König hinab vom Hause des Herrn, und kamen auf dem Wege von dem Thor der Trabanten zum Königs-Hause; und er setzte sich auf der Könige Stuhl. 20. Und alles Volk im Lande war fröhlich, und Ioas erneuert 2 Könige 12. das Haus Gottes. 377 und die Stadt ward stille. Athalja aber tödte- ten sie mit dem Schwert in des Königs Hause. 21. Und Ioas war * sieben Jahre alt / da er König ward. *v. 4 . Das 12. Capitel. Regierung Ioas/ Königs in Juda. 1. ^m siebenten Jahr Jehu ward "Ioas Kö- ^ mg/ und regierete vierzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Zibea von Bersaba. - 2 Chr. 24/ 1 . 2. Und Ioas that/ was recht war und dem Herrn wohl gefiel / so lange ihn der Priester Jojada lehrete; 3 . Ohne / * daß sie die Höhen nicht abthaten; denn das Volk opferte und räucherte noch auf den Höhen. *«.14,4. i Kön. i§, i4. Und Ioas sprach zu den Priestern: Alles Geld/ das geheiliget wird/ daß es in das Haus des Herrn gebracht werde/ das gänge und gebe ist, das Geld/ so Jedermann gibt in der Schatzung seiner Seele/ und alles Geld/ das Jedermann von freyem Herzen opfert/ daß es in des Herrn Haus gebracht werde/ s. Das laßt die Priester zu sich nehmen / einen Jeglichen von seinem Bekannten. Davon sollen sie bessern/ was baufällig ist am Hause (des Herrn) / wo sie finden / das baufällig ist. 6 . Da aber die Priester bis ins drey und zwanzigste Jahr des Königs Ioas nicht besserten/ was baufällig war am Hause; 7 . Rief der König Ioas den Priester Jojada / sammt den Priestern / und sprach zu ihnen: Warum bessert ihr nicht/ was baufällig ist am Hause? So sollt ihr nun nicht zu euch nehmen das Geld/ ein Jeglicher von seinem Bekannten ; sondern sollt es geben zu dem / das baufällig ist am Hause. 8 . Und die Priester bewilligten / vom Volk nicht Geld zu nehmen / Und das Baufällige am Hause zu bessern. 9. Da nahm der Priester Jojada eine Lade / und bohrte oben ein Loch darein / und setzte sie zur rechten Hand neben dem Altar/ da man in das Haus des Herrn gehet. Und die Priester/ die an der Schwelle hüthcten/ thaten darein alles Geld/ das zu des Herrn Hause gebracht ward. 10. Wenn sie dann sahen/ daß viel Geld in der Lade war; so kam des Königs Schreiber herauf mit dem Hohenpriester/ und banden das Geld zusammen / und zählten es / was für des Herrn Haus gefunden ward. i l. Und man übergab das Geld baar denen, die da arbeiteten und bestellet waren zum Hause des Herrn; und sie gaben es heraus den Zimmerleuten / die da baueten und arbeiteten am Hause des Herrn/ 12. Nähmlich den Maurern und Steinmetzen/ und die da Holz und gehauene Steine kauften/ daß das Baufällige am Hause des Herrn gebessert würde/ und alles/ was sie fanden am Hause zu bessern noth seyn. i z. Doch ließ man nicht machen silberne Schalen/ Psalter/ Becken/ Trompeten/ noch irgend ein goldenes oder silbernes Geräthe im Hause des Herrn/ von solchem Gelde/ das zu des Herrn Hause gebracht ward; i^. Sondern man gab es den Arbeitern / daß sie damit das Baufällige am Hause des Herrn besserten. is. Auch * durften die Männer nicht berechnen/ denen man das Geld gab/ daß sie es den Arbeitern gäben; sondern sie handelten aufGlauben. * c. 22 , 7. 16. Aber das Geld von Schuldopfern und Sündopfern ward nicht zum Hause des Herrn gebracht; denn es war der Priester. 17. Zu der Zeit zog Hasael/ der König zu Syrien/ herauf/ und stritt wider Gath/ und gewann sie. Und da Hasael sein Angesicht stel- lete zu Jerusalem hinauf zu ziehen; 1 8 . Nahm Ioas / der König Juda / alles das Geheiligte / das seine Väter Josaphat, Joram und Ahasja/ die Könige Juda/ geheiliget hatten/ und was er geheiliget hatte; dazu alles Gold/ das man fand im Schatz in des Herrn Haufe und in des Königs Hause; und schickte es Hasael/ dem Könige zu Syrien. Da zog er ab von Jerusalem. 19. Was aber mehr von Ioas zu sagen ist/ und alles / was er gethan hat / das ist * geschrieben in der Chronica der Könige Juda. * 2 Chr. 24, 1 . 20. Und seine * Knechte empörten sich, und machten einen Bund/ und schlugen ihn im Hause Millv/ da man hinab gehet zu Silla. * c. 14, is. r. 15/ io. 25. 21. Denn Josabar/ der Sohn Simeaths/ und Josabad / der Sohn Somers/ seine Knechte/ schlugen ihn todt. Und man begrub ihn mit seinen Vätern in der Stadt Davids. Und ' Ama- zia/ sein Sohn / ward König an seine Statt. * «. 14/ i. 2 Chr. 25, 1. Bbb 378 Joahas und Ioas. 2 Kön Das 13. Capitel. Regierung Joahas und JoaS. 1. ^m drey und zwanzigsten Jahr Ioas, des ^ Sohnes Ahasja, des Königs Juda, ward Joahas, der Sohn Jehu, König über Israel zu Samaria siebenzchn Jahre; 2. Und that, das dem Herrn übel gefiel, und wandelte den Sünden nach Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sündigen machte, und ließ nicht davon. 3 . Und des * Herrn Zorn ergrimmete über Israel , und gab ste unter die Hand Hasaels, des Königs zu Syrien, und BenHadads, des Sohnes Hasaels, ihr Lebenlang. ' Nicht. 2/ 14 . -j- 1 Kön. 19 / i§. 2 Kön. io, 32 . Aber Joahas bath des Herrn Angesicht. Und der Herr erhörete ihn: denn er sah den Jammer Israels an, wie sie der König zu Syrien drängele. 6 . Und der Herr gab Israel einen * Heiland, der sie aus der Gewalt der Syrer führete, daß die Kinder Israel in ihren Hütten wohneten, wie vorhin. * c. 14,27. 6. Doch ließen sie nicht von der Sünde des Hauses Jerobeams, der Israel sündigen machte; sondern wandelten darinnen. Auch blieb stehen der Hain zu Samaria. 7. Denn es war des Volks Joahas nicht mehr übriggeblieben, denn fünfzig Reiter, zehn Wagen, und zehn tausend Fußvolks. Denn der König zu Syrien hatte sie umgebracht, und hatte sie geinacht, wie * Drescherstaub. " 1 Kön. 20/10. 8 . Was aber mehr von Joahas zu sagen ist, und alles, was er gethan hat, und seine Macht, siehe, das ist geschrieben in der Chronica der Könige Israels. 9. Und Joahas entschlief mit seinen Vätern, und man begrub ihn zu Samaria. Und sein Sohn Ioas ward König an seine Statt. t s. Im sieben und dreyßigsten Jahr Ioas, des Königs Juda, ward Ioas, der Sohn Joahas, König über Israel zu Samaria sechzehn Jahre; 11. Und that, das dem Herrn übel gesiel, und ließ nicht von allen Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sündigen machte; sondern wandelte darinnen. t2. Was aber mehr von Ioas zu sagen ist, und was er gethan hat, und seine Macht, wie " er mit Amazia, dem Könige Juda, gestritten hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronica der Könige Israels. * t. 14 / 8 . 11. 12. 2 Ehr. 26/ 18. 21. 22. ge 13. Elisä Wunder im Tode. 13. Und * Ioas entschlief mit seinen Vätern, und Jerobeam faß auf seinem Stuhl. Ioas aber ward begraben zu Samaria bey die Könige Israels. * c. i 4 /16. i^. Elisa aber ward krank, daran er auch starb. Und Ioas, der König Israels, kam zu ihm hinab, und weinete vor ihm, und sprach: Mein * Vater, mein Vater, Wagen Israel, und seine Reiter! * c. 2/12. 15. Elisa aber sprach zu ihm: Nimm den Bogen und Pfeile. Und da er den Bogen und die Pfeile nahm, 16. Sprach er zum Könige Israels : Spanne mit deiner Hand den Bogen; und er spannete mit seiner Hand. Und Elisa legte seine Hand auf des Königs Hand, 17. Und sprach : Thue das Fenster auf gegen Morgen; und er that es auf. Und Elisa sprach: Schieße; und er schoß. Er aber sprach: Ein Pfeil des Heils vom Herrn, ein Pfeil des Heils wider die Syrer; und du wirst die Syrer schlagen zu Aphek, bis sie aufgerieben sind. 18. Und er sprach: Nimm die Pfeile. Und da er sie nahm; sprach er zum Könige Israels: Schlage die Erde; und er schlug dreymahl, und stand stille. 19. Da ward der Mann Gottes zornig auf ihn, und sprach : Hättest du fünf oder sechsmahl geschlagen, so würdest du die Syrer geschlagen haben, bis sie aufgerieben wären; nun aber wirst du sie dreymahl schlagen. 20. Da aber Elisa gestorben war, und man ihn begraben hatte; sielen die Kriegsleute der Moabiter ins Land desselbigen Jahres. 21. Und es begab sich, daß sie einen Mann begruben; da sie aber die Kriegsleute sahen, warfen sie den Mann in Elisä Grab. Und da er hinein kam, und die Gebeine Elisä anrührete; ward er lebendig, und trat auf seine Füße. 22. Also zwang nun Hasael, der König zu Syrien, Israel, so lange Joahas lebte. 23. Aber der Herr that ihnen Gnade, und erbarmete sich ihrer, und wandte sich zu ihnen, "um seines Bundes willen mit Abraham, Isaak und Jakob; und wollte sie nicht verderben, verwarf sie auch nicht von seinem Angesicht bis auf diese Stunde. *2 Mos. 2 / 24 . 3 Mos 26/42. 2^. Und Hasael, der König zu Syrien, starb, und sein Sohn BenHadad ward König an seine Statt. 26. Ioas aber kehrete um, und nahm die Städte aus der Hand BenHadads, des Sohnes Juda von Israel geschlagen. 2 Könige 14 . Jerobeam, Joas Sohn. 379 Hasaels/ die er aus der Hand seines Vaters Joahas genommen hatte mit Streit. Dreymahl schlug ihn Joas, und brachte die Städte Israels wieder. Das 14. Capitel. Amazia und Asarja, Könige in Juda; Jerobeam der andere in Israel. 1. ^m andern Jahr Joas, des Sohnes Joa- ^ has, des Königs Israels, ward * Amazia König, der Sohn Joas, des Königs Juda. * 2 Chr. 25 , i. 2. Fünf und zwanzig Jahre alt war er, da er König ward, und regierte neun und zwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Joadan von Jerusalem. 3 . Und er that, was dem Herrn wohl gefiel, doch nicht wie sein Vater David, sondern wie sein Vater Joas that er auch. Denn * die Höhen wurden nicht abgethan, sondern das Volk opferte und räucherte noch auf den Höhen. * c. 12,3. 5. Da er nun des Königreichs mächtig ward; schlug er seine Knechte, * die seinen Vater, den König, geschlagen hatten. ' c. 12,20. 6 . Aber die Kinder der Todtschläger tödtete er nicht; wie es denn ' geschrieben stehet im Gesetzbuch Mose, da der Herr gebothen hat und gesagt: Die Väter sollen nicht um der Kinder willen sterben, und die Kinder sollen nicht um der Väter willen sterben; sondern ein Jeglicher soll um seiner Sünde willen sterben. * 5 Mos. 24, 16. 7. Er schlug * auch der Edomiter im Salzthal zehn tausend, und gewann die Stadt Sela mit Streit; und hieß fie Jaktheel, bis auf diesen Tag. ' * 2 Cbr. 25, 11. 8 . Da sandte Amazia Bothen zu Joas, dem Sohne Joahas, des Sohnes Jehu, dem Könige Israels, und ließ ihm sagen: Komm her, laß uns mit einander besehen (handgemein werden). 9. Aber Joas, der König Israels, sandte zu Amazia, dem Könige Juda, und ließ ihm sagen: Der * Dornstrauch, der im Libanon ist, sandte zur Ceder im Libanon, und ließ ihr sagen: Gib deine Tochter meinem Sohne zum Weibe. Aber das Wild auf dem Felde im Libanon lief über den Dornstrauch, und zertrat ihn. * Nicht, s, 14. 10. Du hast die Edomiter geschlagen, deß erhebt fich dein Herz. Habe den Ruhm, und bleibe daheim, warum ringest du nach Unglück daß du fallest und Juda mit dir? 11. Aber * Amazia gehorchte nicht. Da zog Joas, der König Israels, herauf; und fie besahen fich miteinander, er und Amazia, der König Juda, zu BethSemes, die in Juda liegt. * 2 Chr. 25, 22. 12. Aber Juda ward geschlagen vor Israel, daß ein Jeglicher floh in seine Hütte. 1^. Und Joas der König Israels, griff Amazia, den König Juda, den Sohn Joas, des Sohnes Ahasja, zu BethSemes; und kam gen Jerusalem, und zerriß die Mauern Jerusalems, von dem Thor Ephraim an bis an das Eckthor, vier hundert Ellen lang; 1^. Und * nahm alles Gold und Silber und Geräthe, das gefunden ward im Hause des Herrn und im Schatz des Königshauses, dazu die Kinder zu Pfände; und zog wieder gen Samaria. * 1 Kön. 14, 26. 15. Was aber mehr von Joas zu sagen ist, das er gethan hat, und seine Macht, und wie er mit ' Amazia, dem Könige Juda gestritten hat, stehe, das ist geschrieben in der Chronica der Könige Israels. * c. 13,12. 16. Und * Joas entschlief mit seinen Vätern, und ward begraben zu Samaria unter den Königen Israels. Und sein Sohn Jerobeam ward König an seine Statt. * c. ", 17. Amazia aber , der Sohn Joas, des Königs Juda, lebte nach dem Tode Joas, des Sohnes Joahas, des Königs Israels, fünfzehn Jahre. 18. Was aber mehr von Amazia zu sagen ist, das ist ' geschrieben in der Chronica der Könige Juda. " 2 Chr. 25,1. 19. Und fie machten einen Bund * Wider ihn zu Jerusalem, er aber floh gen Lachis. Und fie sandten hin ihm nach gen Lachis, und tödte- ten ihn daselbst. *«.12,2«. 20. Und fie * brachten ihn auf Rossen, und er ward begraben zu Jerusalem bey seine Väter in der Stadt Davids. ' c. s, 23. c. 23,30. 21. Und das ganze Volk Juda nahm * Asarja in seinem sechzehnten Jahr, und machten ihn zum Könige an Statt seines Vaters Amazia. * c. 15, 1. 2. 22. Er bauete * Elath, und brachte fie wieder zu Juda, nachdem der König mit seinen Vätern entschlafen war. *«.16,6. 23. Im fünfzehnten Jahr Amazia, des Sohnes Joas, des Königs Juda, ward * Jero- m, der Sohn Joas, König über Israel zu Samaria ein und vierzig Jahre; * Hos. 1, 1. AmoS 1, 1. c. 7, 9. Bbb 2 380 Asarja, 2 Könige 1K 15. Sacharja, Menahem. 2^. Und'that, das dem Herrn übel gefiel, und ließ nicht ab von allen Sünden Ierobcams, des Sohnes Nebats, der Israel sündigen machte. * 1 Kön. 15 / 34 . 25 . Er aber brachte wieder herzn die Grenze Israel, von Hemath an bis ans Meer, das im blachen Felde Negt, nach dem Wort des Herrn, des Gottes Israels, das er geredet hatte durch seinen Knecht * Jona, den Sohn Amithai, den Propheten, der von GalhHepher war. * Jon. 1 / 1 . 26. Denn der Herr sah an den elenden Jammer Israels, daß auch die ' Verschlossenen und Verlassenen dahin waren, und kein Helfer war in Israel. * i mn. i 4 , io. 27 . Und der Herr hatte nicht geredet, daß er wollte den Nahmen Israel austilgen unter dem Himmel, und * half ihnen durch Jerobeam, den Sohn Joas. * c. 13 / 5. 2 8 . Was aber mehr von Jerobeam zu sagen ist/ und alles, was er gethan hat, und seine Macht wie er gestritten hat, und wie er Damaskus und Hemath wiedergebracht an Juda in Israel , stehe, das ist geschrieben in der Chronica der Könige Israels. 29. Und Jerobeam entschlief mit seinen Vätern, mit den Königen Israels. Und sein Sohn Sacharja ward König an seine Statt. Das 15. Capitel. Regierung etlicher Könige in Juda und Israel. 1. ^m stehen und zwanzigsten Jahr Jerobeams, ^ del Königs Israels, ward König Asar- ja, * der Sohn Amazia, des Königs Juda; * 1 Ehr. 3 / 12. 2. Und war * sechzehn Jahre alt, da er König ward, und regierte zwey und fünfzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Jechalja von Jerusalem. * c. i 4 , 21. 3. Und thät, das dem Herrn wohl gefiel, allerdinge, wie fein Vater Amazia; Ohne * daß fie die Höhen nicht abthaten, denn das Volk opferte und räucherte noch auf den Höhen. *«. 12/ 3. 1 Ko,,. 22/ 44. 5 . Der Herr plagte aber den König, daß * er aussätzig war bis an seinen Tod, und woh- nete in einem besonder» Hause. Jocham aber, des Königs Sohn, regierte das Haus, und richrete das Volk im Lande. *2Chr. 26,19. 6 . Mas aber mehr von Asarja zu sagen ist, und alles, was er gethan hat, stehe, das ist geschrieben * in der Chronica der Könige Juda. * 2 Chr. 26, 1. 7. Und Asarja entschlief mit seinen Vätern; und man begrub ihn bey seine Väter in der Stadt Davids. Und sein Sohn Jotham ward König an seine Statt. 8 . Im acht und dreyßigsten Jahr Asarja, des Königs Juda, ward König * Sacharja, der Sohn Jerobeams, über Israel zu Samaria sechs Monathe; * 14, 29. 9. Und Lhat, das dem Herrn übel gefiel, wie seine Väter gethan hatten. Er * ließ nicht ab von den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sündigen machte. * c. io, 29. c. 13 / 11. 40. Und Sallum, der Sohn Jabes, machte * einen Bund wider ihn, und schlug ihn vor dem Volk, und tödtete ihn, und ward König an seine Statt. * c. 12/ 20. ri. Was aber mehr von Sacharja zu sagen ist, stehe, das ist * geschrieben in der Chronica der Könige Israels. ' c. 13/ 8 . 12. Und das ist es, das * der HErr Jehu geredet hatte: Dir sollen Kinder ins vierte Glied sitzen auf dem Stuhl Israel; und es ist also geschehen. c. 10/ 30. 13. Sallum aber, der Sohn Jabes, ward König im neun und dreyßigsten Jahr Asarja, des Königs Juda, und regierte einen Monath zu Samaria. 1^. Denn Menahem, der Sohn Gadi, zog herauf von * Thirza, und kam gen Samaria, und schlug Sallum, den Sohn Jabes, zu Samaria, und tödtete ihn, und ward König an seine Statt. *iKön. 16,17. 15. Was aber mehr von Sallum zu sagen ist, und sein Bund, den er anrichtete, siehe, das ist geschrieben in der Chronica der Könige Israels. 16. Dazumahl schlug Menahem Tiphiah und alle, die darinnen waren , und ihre Grenze von Thirza, darum, daß sie ihn nicht wollten einlassen; und schlug alle ihre Schwängern, und zerriß sie. 17. Im neun und dreyßigsten Jahr Asarja , des Königs Juda, ward König Menahem, der Sohn Gadi, über Israel zehn Jahre zu Samaria ; 18. Und that, das dem Herrn übel gefiel. * Er ließ sein Lebenlang nicht von den Sünden Jero^ams, des Sohnes Nebats, der Israel fündigen machte. * c. 13,11. c. 14,24. 19. Und es kam Phul, der König von Assyrien, ins Land. Und Menahem gab dem Phul tau- Pekahjah, Pekah, 2 Könige 15. 16. Jotham, Ahas König. 381 send Zentner Silber/ daß er es mit ihm hielte/ und bekräftigte ihm das Königreich. 20. Und Menahem setzte ein * Geld in Israel auf die Reichsten/ fünfzig Sekel Silber auf einen jeglichen Mann / daß er dem Könige von Assyrien gäbe. Also zog der König von Assyrien wieder heim/ und blieb nicht im Lande. * c. 23/ 33. 21. Was aber mehr von Menahem zu sagen ist, und alles, was er gethan hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronica der Könige Israels. 22. Und Menahem entschlief mit seinen Vätern , und Pekahjah, sein Sohn, ward König an seine Statt. 23 . Im fünfzigsten Jahr Asarja, des Königs Juda, ward König Pekahjah, der Sohn Me- nahems, über Israel zu Samaria zwey Jahre; 2^. Und that, das dem Herrn übel gefiel, denn * er ließ nicht von der Sünde Jerobeams, -es Sohnes Nebats, der Israel sündigen machte. * c. 10 / 29. e. 14/ 24. 25 . Und es machte Pekah, der Sohn Remal- ja, seines Ritters, * einen Bund wider ihn, und schlug ihn zu Samaria im Pallast des Königshauses , mit Argob und Arie, und fünfzig Mann mit ihm von den Kindern Gileads, und tödtete ihn; und ward König an seine Statt. * c. 14/ 19. 26. Was aber mehr von Pekahjah zu sagen ist, und alles, was er gethan hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronica der Könige Israels. 27. Im zwey und fünfzigsten Jahr Asarja, des Königs Juda, ward König Pekah, der Sohn Remalja, über Israel zu Samaria zwanzig Jahre; 28. Und that, das dem Herrn übel gefiel; denn * er ließ nicht von der Sünde Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sündigen machte. * c. 10 / 29. «. 14/ 24. 29. Zu den Zeiten Pekah, des Königs Israels, kam ThiglathPilesser, der König zu Assyrien, und nahm * Hion, Abel, BelhMaecha, Jano- ha, Kedes, Hazor, Gilead, Galiläa und das ganze Land Naphthali, und führete sie weg in Assyrien. * i Kon. 13 / ro. 30. Und Hosea, der Sohn Ela , machte einen * Bund wider Pekah, den Sohn Remalja, und schlug ihn todt, und ward König an seine Statt, im zwanzigsten Jahr Jothams, des Sohnes Usia. * c. 12 / 20 . c. 14/ 19- 31. Was aber mehr von Pekah zu sagen ist, und alles, was er gethan hat, siehe, das ist' geschrieben in der Chronica der Könige Israels. * 2 Chr. 28/ 6. 32 . Im andern Jahr Pekah, des Sohnes Remalja, des Königs Israels, ward König Jotham, der Sohn Usia, des Königs Juda. 33. Und war fünf und zwanzig Jahre alt, da er König ward, und * regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Jerufa, eine Tochter Zadoks. ' c. 16 / 2 . 32,. Und that, das dem Herrn wohl geüel, * allerdinge, wie sein Vater Usia gethan harte; . * «. 14/ 3. 35. Ohne, daß sie die Höhen nicht abthaten, denn das Volk opferte und räucherte noch auf den Höhen. Er bauete das hohe Thor am Hause des Herrn. 36 . Was aber mehr von Jotham zu sagen ist, und alles, was er gethan hat, siehe, das ist geschrieben' in der Chronica der Könige Juda. * 2 Chr. 27 , 1 . 37 . Zu der Zeit hob der Herr an zu senden in Juda ' Rezin, den König zu Syrien , und Pekah , den Sohn Remalja. * ssaj. 7 /1. 38 . Und Jotham entschlief mit seinen Vätern, und ward begraben bey seine Väter in der Stadt Davids, seines Vaters. Und Ahas, sein Sohn, ward König an seine Statt. Das 16 . Cavitel. Ahas und seine Regierung. 1. ^Vmi siebenzehnten Jahr Pekah, des Sohnes ^ Remalja, ward König ' Ahas, der Sohn Jothams, des Königs Juda. * 2 Chr. 28/1. 2. Zwanzig Jahre war Ahas alt, da er König ward, und ' regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem; und that uicht, was dem Herrn, seinem Gott, wohl gefiel, wie sein Vater David. * c. 13 / 33. 3. Denn er wandelte auf dem Wege der Könige Israels. Dazu ' ließ er seinen Sohn durchs Feuer gehen, nach den Gräueln der Heiden, die der Herr vor den Kindern Israel vertrieben hatte; '«-17,31. Und that Opfer, und räucherte auf den Höhen, und'auf den Hügeln, und unter allen grünen Bäumen. * c. 17 / 10 . 5. Dazumahl' zog Rezin, der König zu Syrien, und Pekah, der Sohn Remalja, König in Israel, hinauf gen Jerusalem, zu streiten, und belagerten Ahas; aber sie konnten sie nicht ge- ^ Winnen, * Esaj. 7 / 352 Uria Priester. 2 Könige 16. 17. Hosea König. 6. Zu derselbigen Zeit brachte Rezin, König zu Syrien, * Elath wieder an Syrien, und stieß die Juden aus Elath; aber die Syrer kamen/ und wohneten darinnen / bis auf diesen Tag. * -- 14, 22. 7. Aber Ahas sandte Bothen zu * Thiglath Messer, dem Könige zu Assyrien / und ließ ihm sagen: Ich bin dein Knecht und dein Sohn; komm herauf und hilf mir aus der Hand des Königs zu Syrien und des Königs Israels/ die sich wider mich haben aufgemacht. *«. 2 s. 8. Und Ahas * nahm das Silber und Gold/ das in dem Haufe des Herrn und in den Schätzen des Königshauses gefunden ward/ und sandte dem Könige zu Assyrien Geschenke. "iKö».i6,i8. o. Und der König zu Assyrien * gehorchte ihm/ und zog herauf gen Damaskus/ und gewann sie/ und führete sie weg gen Kir / und tödtete Rezin. * 1 Kön. 16, 20. 10 . Und der König Ahas zog entgegen Thig- lathPilesser / dem Könige zu Assyrien, gen Da- maseus. Und da er einen Altar sah/ der zu Damaskus war; sandte der König Ahas desselben Altars Ebenbild und Gleichniß zum Priester Uria / wie derselbe gemacht war. 11. Und Uria/ der Priester/ bauete einen Altar/ und machte ihn/ wie der König Ahas zu ihm gesandt hatte von Damaskus/ bis der König Ahas von Damaseus kam. 12 . Und da der König von Damaseus kam und den Altar sah/ opferte er darauf/ 13 . Und zündete darauf an sein Brandopfer und Speisopfer/ und goß darauf seine Trankopfer/ und ließ das Blut der Dankopfer/ die er opferte/ auf den Altar sprengen. i^. Aber den ehernen Altar/ der vor dem Herrn stand/ that er weg/ daß er nicht stünde zwischen dem Altar / und dem Hause des Herrn; sondern setzte ihn an die Ecke des Altars gegen Mitternacht. is. Und der König Ahas geboth Uria/ dem Priester/ und sprach: Auf dem großen Altar sollst du anzünden die Brandopfer des Morgens/ und die Speisopfer des Abends / und die Brand- vpfer des Königs und sein Speisopfer / und die Brandopfer alles Volks im Lande / sammt ihrem Speisoxfer und Trankopfer/ und alles Blut der Drandopfer/ und das Blut aller andern Opfer sollst du darauf sprengen; aber mit dem ehernen Altar will ich denken/ was ich mache. is. Uria/ der Priester/ that alles / was ihm der König Ahas hieß. 17 . Und der König Ahas brach ab die Seiten an den Geftühlen/ und that die Kessel oben davon; und das Meer that er von den ehernen Ochsen / die darunter waren, und setzte es auf das steinerne Pflaster. 18 . Dazu die Decke des Sabbaths/ die sie am Hause gebauet hatten/ und den Gang des Kö- nigs von außen / wandte er zum Hause des Herrn / dem Könige zu Assyrien zu Dienst. 19. Was aber mehr von Ahas zu sagen ist, das er gethan hat, siehe, das ist 'geschrieben in der Chronica der Könige Juda. '2M. 28, i. 20 . Und Ahas entschlief mit seinen Vätern, und ward begraben bey seine Väter in der Stadt Davids. Und * Hiskia, sein Sohn, ward König an seine Statt. * c. i«, i. Das 17. Capitel. Unter Hosea werden die zehn Stämme in Assyrien gefuhret. 1. ^m zwölften Jahr Ahas, des Königs Juda, ^ ward König über Israel zu Samaria Hosea, der Sohn Ela, neun Jahre; 2 . Und that, das dem Herrn übel gefiel; doch nicht wie die Könige Israels, die vor ihm waren. 3. Wider denselben zog herauf Salmanasser, der König zu Assyrien. Und Hosea ward ihm unterthan, daß er ihm Geschenke gab. 7,. Da aber der König zu Assyrien inne ward, daß Hosea einen Bund anrichtete, und Bothen hatte zu So, dem Könige in Egypten, gesandt, und nicht darreichte Geschenke dem Könige zu Assyrien alle Jahre; belagerte er ihn, und legte ihn ins Gefängniß. 5. Und der König zu Assyrien zog in das ganze Land, und gen Samaria, und belagerte sie drey Jahre. 6. Und im neunten Jahr Hosea gewann der König zu Assyrien Samaria, und führete Israel weg in Assyrien, und setzte sie zu Halah und zu Habor, am Wasser Gosan, und in den Städten der Meder. 7. Denn da die Kinder Israel wider den Herrn, ihren Gott, sündigten (der sie aus Egyptenland geführet hatte, aus der HandPha- raons, des Königs in Egypteu) und andere Götter fürchteten, 8. Und wandelten ' nach der Heiden Weise, die der Herr vor den Kindern Israel vertrieben hatte, und wie die Könige Israels thacen; * c. 16, 3 . <. 21 , 2 . s. Und die Kinder Israel schmückten ihre Sachen Israel wird weggeführet. Z83 Israels gräuliche Abgötterey. 2 Könige 17. wider den Herrn, ihren Gott, die doch nicht gut waren; nähmlich daß sie ihnen Höhen baue- ten in allen Städten, beydes in Schlössern und festen Städten; 10. Uud richteten Säulen auf und Haine auf allen hohen Hügeln, und unter * allen grünen Bäumen; * c. 16, 4. 1 Kön. 14, 23. i i. Und räucherten daselbst auf allen Höhen, wie * die Heiden, die der Herr vor ihnen weggetrieben hatte; und trieben böse Stücke, damit sie den Herrn erzürneten; *c. 16 ,3. 12. Und dieneten den Götzen, davon der Herr zu ihnen gesagt hatte: * Ihr sollt solches nicht thun; ' 2 Mos. 20 , 2 . 3. c. 23, 13. 13. Und wenn der Herr bezeugte in Israel und Juda durch alle Propheten und Schauer, und ließ ihnen sagen: * Kehret um von euern bösen Wegen, und haltet meine Gebothe und Rechte nach allem Gesetz, das ich euern Vätern geboten habe, und das ich zu euch gesandt habe durch meine Knechte, die Propheten: * tzer. 23, 3. 1!o. Aber diese gehorchten nicht, sondern thaten nach ihrer vorigen Weise. Also fürchteten diese Heiden den Herrn, und dieneten auch ihren Götzen. Also thaten auch ihre Kinder und Kindeskinder, wie ihre Väter gethan haben, bis auf diesen Tag. Das 18. Capitel. Bey der Regierung Hiskiä wird Jerusalem von Sanherib belagert. 1. ^m dritten Jahr Hosea, des Sohnes Ela, ^ des Königs Israels, ward König * Hiskia, der Sohn Ahas, des Königs Juda; * c. 16, 20. 2 Cbr. 29, 1. 2. Und war fünf und zwanzig Jahre alt, da er König ward, und regierte neun und zwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Abi, eine Tochter Sacharja. 3. Und ' that, was dem Herrn wohl gefiel, wie sein Vater David. * c-12,2. Er that ab die Höhen, und zerbrach die Säulen, und rottete die Haine aus, und zerstieß die eherne Schlange, die' Mose gemacht hatte; denn bis zu der Zeit hatten ihr die Kinder Israel geräuchert, und man hieß sie Nehusthan. * 4 Mos. 21, 8 . 9 . 6. Er vertrauet? dem Herrn, dem Gott Israels; * daß nach ihm seines gleichen nicht war unter allen Königen Juda, noch vor ihm gewesen. * c. 23 , 25 . 6. Er hing dem Herrn an, und * wich nicht hinten von ihm ab, und hielt seine Gebothe, die der Herr Mose gebothen hatte. * 1 Sam. 12, 20. Ps. 119, 5 i. 102. 7. Und der Herr war mit ihm; und wo er auszog, ' handelte er klüglich. Dazu ward er abtrünnig vom König zu Assyrien, und war ihm nicht unterthan. * 1 Sam. is, 14. 8 . Er schlug auch die Philister bis gen Gasa, und ihre Grenze, von den Schlössern an, bis an die festen Städte. 9. Im vierten Jahr Hiskiä, des Königs Juda (das war das siebente Jahr Hosea, des Sohnes Ela, des Königs Israels) da zog Salmanasser, der König zu Assyrien, herauf wider Samaria und belagerte sie, 10. Und ' gewann sie nach dreyen Jahren, im sechsten Jahr Hiskiä, das ist, im neunten Jahr Hosea, des Königs Israels, da ward Samaria gewonnen. * c. 17, 6 . 11. Und der König zu Assyrien * führete Israel weg gen Assyrien, und setzte sie zu Halah und Habor, am Wasser Gosan, und in die Städte der Meder; * c. 17, s. 12. Darum, daß sie nicht gehorchet hatten der Stimme des Herrn, ihres Gottes, und übergangen hatten seinen Bund, und alles, was Mose, der Knecht des Herrn, gebothen hatte; derer hatten sie keinem gehorchet, noch gethan. 13. Im vierzehnten Jahr aber des Königs Hiskiä * zog herauf Sanherib, der König zu Assyrien, wider alle festen Städte Juda, und nahm sie ein. * 2 Chr. 32,1. Es-a. 36 ,1. i>j. Da sandte Hiskia, der König Juda, zum König von Assyrien gen Lachis und ließ ihm sagen: Ich habe mich versündiget, kehre um von mir; was du mir auflegeft, will ich tragen. Da legte der König von Assyrien auf Hiskia, dem König Juda, drey hundert Zentner Silber und dreyßig Zentner Gold. 15. Also gab Hiskia alles das Silber, das im Hause des Herrn und in den Schätzen des Königshauses gefunden ward. 16. Zu derselbigen Zeit zerbrach Hiskia, der König Juda, die Thüren am Tempel des Herrn, und Rabsake lästert. 385 Sanherib drohet dem Hiskia. 2 Köni und die Bleche, die er selbst hatte überziehen lassen; und gab sie dem König von Assyrien. 17. Und * der König von Assyrien sandte Thar- than, und den Erzkämmerer, und den Rabsake von Lachis, zum König Hiskia mit großer Macht gen Jerusalem, und sie zogen herauf. Und da sie hin tarnen, hielten sie an der Wassergrube bey dem ober» Teich, der da liegt an der Straße auf dem Acker des Walkmüllers; * 2 Chr. 32 , 9 . Esaj. 20/ 1 . 18. Und riefen den König. Da kam heraus zu ihnen Eliakim, der Sohn Hilkia, der Hofmeister, und Sebena, der Schreiber, und Joah, der Sohn Assaphs, der Kanzler. 19. Und der Erzschenke sprach zu ihnen: Lieber, sagt dem König Hiskia: So spricht der große König, der König von Assyrien: Was ist das für ein Trotz, darauf du dich verlassest? 20. Meinest du, es sey noch Rath und Macht zu streiten? Worauf verlassest du denn nun dich, daß du abtrünnig von mir bist geworden? 21. Siehe, verlassest du dich auf diesen zerstoßenen Rohrstab, auf Egypten? Welcher, so sich Jemand darauf lehnet, wird er ihm in die Hand gehen und sie durchbohren. Also ist Pharao, der König in Egypten, allen, die sich auf ihn verlassen. 22. Ob ihr aber wolltet zu mir sagen: Wir verlassen uns auf den Herrn, unser» Gott. Ist es denn nicht der, deß Höhen und Altäre Hiskia hat abgethan, und gesagt zu Juda und zu Jerusalem: * Vor diesem Altar, der zu Jerusalem ist, sollt ihr anbethen? * 2 Mos. 20/ 21. 3 Mos. 12 / L. 11. 23 . Nun gelobe meinem Herrn, dem Könige von Assyrien; ich will dir zwey tausend Rosse geben, daß du mögest Reiter dazu geben. 2^. Wie willst du denn bleiben vor dem geringsten Herrn, einem meines Herrn Untertha- nen? Und verlassest dich auf Egypten, um der Wagen und Reiter willen? 2Z. Meinest du aber, ich sey ohne den Herrn herauf gezogen, daß ich diese Stätte verderbe? Der Herr * hat mirs geheissen: Ziehe hinauf in dieß Land, und verderbe es. * 2 Sam. 16/10. 26. Da sprach Eltakim, der Sohn Hilkia, und Sebena, und Joah, zum Erzschenken: Rede mit deinen Knechten auf Syrisch, denn wir verstehen es; und rede nicht mit uns auf Jüdisch vor den Ohren des Volks, das auf der Mauer ist. ge 18. 27. Aber der Erzschenke sprach zu ihnen: Hat mich denn mein Herr zu deinem Herrn oder zu dir gesandt, daß ich solche Worte rede? Ja, zu den Männern, die auf der Mauer sitzen, daß sie mit euch ihren eigenen Mist fressen, und ihren Harn saufen. 28. Also stand der Erzschenke, und rief mit lauter Stimme auf Jüdisch, und redete, und sprach: Höret das Wort des großen Königs, des Königs von Assyrien. 29. So spricht der König: Laßt euch Hiskia nicht aufsetzen (hintergchcn) / denn er vermag euch nicht zu erretten von meiner Hand. 30. Und laßt euch Hiskia nicht vertrösten auf den Herrn, daß er saget: Der Herr wird uns erretten, und diese Stadt wird nicht in die Hände des Königs von Assyrien gegeben werden. 31. Gehorchet Hiskia nicht. Denn so spricht der König von Assyrien: Nehmet an meine Gnade, und kommet zu mir heraus; so soll Jedermann * seines Weinstocks und seines Feigenbaums essen, und seines Brunnens trinken; * 1 KöN. - 1 / 2 S. 32 . Bis ich komme UN- hohle euch in ein Land, das euerm Lande gleich ist, darinnen Korn, Most, Brot, Weinberge, Oehlbäume, Oehl und Honig ist; so werdet ihr leben bleiben, und nicht sterben. Gehorchet Hiskia nicht; denn er verführet euch, daß er spricht: Der Herr wird uns erretten. 33. Haben auch die * Götter der Heiden ein Jeglicher sein Land errettet von der Hand des Königs von Assyrien? * Esaj. 10/10. n. 3ii. Wo sind die Götter zu Hemath und Ar- phad? Wo sind die Götter zu Sepharvaim, Hena, und Jwa? Haben sie auch Samaria errettet von meiner Hand? 35. Wo ist ein Gott unter aller Lande Göttern, die ihr Land haben von meiner Hand errettet, daß der Herr sollte Jerusalem von meiner Hand erretten? 36. Das Volk aber schwieg stille, und antwortete ihm nichts; denn der König hatte gebo- then und gesagt: Antwortet ihm nichts. 37. Da kam Eliakim, der Sohn Hilkia, der Hofmeister, und Sebena, der Schreiber, und Joah, der Sohn Assaphs, der Kanzler, zu Hiskia mit zerrissenen Kleidern, und sagten ihm an die Worte des Erzschenken. 386 Hiskia legt dte Trauer an. 2 Könige 19. Hiskia Vethet, Iesaia tröstet. Das 19. Capitel. Sanhmbs Trotz und Macht wird auf Hiskia Gebeth gebrochen und zertrennet. 1. Aa * der König Hiekia das hörete; -i-zerriß er seine Kleider, und legte einen Sack an, und ging in das Haus des Herrn, * Esaj. 37/1. -1-4 Mos. 14, 6. 2. Und sandte Eliaktm, den Hofmeister, und Sebena, den Schreiber, sammt den ältesten Priestern, mit Säcken angethan, zu dem Propheten * Iesaia, dem Sohne Amoz,'Esaj. i/1. 3. Und sie sprachen zu ihm: So sagt Hiskia : Das ist ein Tag der Noth, und Scheltens und Lästerns; die ' Kinder find gekommen an die Geburt, und ist keine Kraft da zu gebären. * Esaj. 13, 8. c. 26, 18 . - 4 . Ob vielleicht der Herr, dein Gott, hören wollte alle Worte des Erzschenken, den sein Herr, der König von Assyrien, gesandt hat, Hohn zu sprechen dem lebendigen Gott, und zu schelten mit Worten, die der Herr, dein Gott, gehöret hat. So hebe dein Gebeth auf für die klebrigen, die noch vorhanden sind. s. Und * da die Knechte des Königs Hiskia zu Iesaia kamen, * esaj. 37 , 6. 6. Sprach Iesaia zu ihnen: So saget euerm Herrn: So spricht der Herr: Fürchte dich nicht vor den Worten, die du gehöret Haft, damit mich die Knaben des Königs von Assyrien gelästert haben. 7 . Siehe, ich will ihm einen Geist geben, daß er * ein Gerücht hören wird, und wieder in sein Land ziehen; und will ihn durchs Schwert fällen in seinem Lande. * c. 7, 6. c. iS, 37. 8. Und da der Erzschenke wieder kam, fand er den König von Assyrien streiten wider Libna; denn er hatte gehöret, daß er von Lachis gezogen war. 9. Und da er hörete von Thirhaka, dem König der Mohren: Siehe, er ist ausgezogen mit dir zu streiten; wandte er um, und sandte Bothen zu Hiskia, und ließ ihm sagen: 10. So saget Hiskia, dem König Juda : Laß dicd deinen Gott nicht aufsetzen, auf den du dich verlassest, und sprichst: Jerusalem wird nicht in die Hand * des Königs von Assyrien gegeben werden. * c. 18,30. 41. Siehe, du hast gehöret, was die Könige von Assyrien gerhan haben allen Landen und sie verbannet; und du solltest erretttt werden? 12. Haben' der Heiden Götter auch ste errettet, welche meine Väter haben verderbet: Gosan, Haran, Rezeph , und die Kinder Eden , die zu Thelassar waren ? *«. is, 33 . 13. Wo ist der König zu Hemath, der König zu Arphad, und der König der Stadt Sephar- vaim, Hena und Jwa? 1^. Und da Hiskia die Briefe von den Bothen empfangen und gelesen hatte; ging er hinauf zum Hause des Herrn, und breitete ste aus vor dem Herrn, iZ. Und bethete vor dem Herrn, und sprach: Herr, Gott Israels, ' der du über Cherubim sitzest, Du bist allein Gott unter allen Königreichen auf Erden, Du hast Himmel und Erde gemacht. »Ps. so, 2. Ps. ss, 1. 16. Herr, neige deine Ohren und höre, thue deine Augen auf, und stehe, und höre die Worte Sanheribs, der hergesandt hat, * Hohn zu sprechen dem lebendigen Gott. * 1 Sam. 17,10. 17. Es ist wahr, Herr, die Könige von Assyrien haben die Heiden mit dem Schwert umgebracht und ihr Land, 1 8 . Und haben ihre Götter ins Feuer geworfen. Denn es waren nicht Götter, sondern Menschenhände Werk, Holz und Steine; darum haben ste ste zu Grunde gerichtet. 19. Nun aber, Herr, unser Gott, hilf uns aus seiner Hand, auf daß alle Königreiche auf Erden erkennen, daß Du, Herr, allein Gott bist. 20. Da sandte Iesaia, der Sohn Amoz, zu Hiskia, und ließ ihm sagen: So spricht der Herr, der Gott Israels : Was du zu mir ge- bethet hast wegen Sanherib, den König von Assyrien, das habe ich gehöret. 21. Das ist es, das der Herr wider ihn geredet hat: Die Jungfrau, die Tochter Zion, verachtet dich und spottet deiner; die Tochter Jerusalem schüttelt ihr Haupt dir nach. 22. Wen hast du gehöhnet und gelästert? Ueber wen hast du deine Stimme erhoben? Du hast deine Augen erhoben wider den Heiligen in Israel. 23. Du hast den Herrn durch deine Bothen gehöhnet, und gesagt: 'Ich bin durch die Menge meiner Wagen auf die Höhe der Berge gestiegen , auf den Seiten des Libanons; ich habe feine hohen bedern und auserlesenen Tannen abgehauen, und bin gekommen an die äußerste Herberge des Waldes seines Carmels; * Esaj. 37, 24. 2 - 4 . Ich habe gegraben und ausgetrunken die Assyrcr geschlagen. 2 König fremden Wasser, und habe vertrocknet mit meinen Fußsohlen die Seen. 25 . Haft du aber nicht gehöret, daß ich solches lange zuvor gethan habe, und von Anfang habe ichs bereitet? Nun jetzt aber habe ichs kommen lassen, daß fefte Städte würden fallen in einen wüften Steinhaufen, 26. Und die darinnen wohnen, matt werden und sich fürchten und schämen müßten, und werden wie das Gras auf dem Felde und wie das * grüne Kraut zum Heu auf den Dächern, das verdorret, ehe denn es reif wird. * Ps. 92, 8. Ps. 129, 6. 27 . Ich weiß dein Wohnen, dein Aus-und Einziehen, und daß du tobest wider mich. 28. Weil * du denn wider mich tobest, und dein Uebermuth vor meine Ohren herauf gekommen ist; so will ich dir einen Ring an deine Nase legen, und ein Gebiß in dein Maul, und will dich den Weg wieder umführen, da du her gekommen bist. *1 Kön. 10,28. 29. Und * sey dir ein Zeichen: In diesem Jahr iß, was zertreten ist; im andern Jahr, was selber wächst; im dritten Jahr säet, und erntet, und pflanzet Weinberge, und esset ihre Früchte. * Esaj. 37, so. 30 . Und die Tochter Juda, die errettet und übergeblieben ist, wird forthin unter sich wurzeln und über sich Frucht tragen. 31. Denn von Jerusalem werden ausgehen, die übergeblieben sind, und die Erretteten vom Berge Zion. * Der Eifer des Herrn Zebaoth wird solches thun. * Esaj. 9,7. 32. Darum spricht der Herr vom König zu Assyrien also: Er soll nicht in diese Stadt kommen, und keinen Pfeil darein schießen, und kein Schild davor kommen, und soll keinen Wall darum schütten; 33. Sondern er soll den Weg wiederum ziehen, den er gekommen ist, und soll in diese Stadt nicht kommen, der Herr sagt es. 34 . Und " ich will diese Stadt beschirmen, daß ich ihr helfe um meinet willen, und um Davids, meines Knechts, willen. * c.-o, 6. 35. Und in derselben Nacht fuhr aus der Engel des Herrn, und * schlug im Lager von Assyrien hundert und fünf und achtzig tausend Mann. Und da sie sich des Morgens frühe aufmachten , siehe, da lag es alles voll todte Leichname. * Esaj. 37, 36. 36 . Also- brach Sanherib, der König von e 19. 20. Hiskia todtkrank. 387 Assyrien, auf, und zog weg, und kehrete um, und blieb zu Ninive. 37. Und da er anbethete im Hause Nisrochs ^ seines Gottes , * schlugen ihn mit dem Schwert AdraMelech und SarEzer, seine Söhne, und sie entrannen ins Land Ararat. Und sein Sohn AssarHaddon ward König an seine Statt. * v. 7. Das 20 . Capitel. Hiskiä Krankheit, LebenSverliingerung, Ehrgcitz und Abschied. 1. D" der Zeit ward * Hiskia todtkrank. Und ^ der Prophet Jesaia, der Sohn Amoz, kam zu ihm und sprach zu ihm: So spricht der Herr: Beschicke dein Haus; denn du wirst sterben, und nicht leben bleiben. * 2 Ehr. 32, 24. Esaj. 3b, i. 2. Er aber wandte sein Antlitz zur Wand, und bethete zum Herrn, und sprach: 3 . Ach Herr, gedenke doch, daß ich vor dir treulich gewandelt habe und mit rechtschaffenem Herzen, und habe gethan, das dir wohl gefällt. Und Hiskia weinete sehr. 4 . Da aber Jesaia noch nicht zur Stadt halb hinaus gegangen war, kam des Herrn Wort zu ihm, und sprach: 5 . Kehre um und sage Hiskia, dem Fürsten meines Volks: So spricht der Herr, der Gott deines Vaters Davids: Ich habe dein Gebeth gehöret, und deine Thränen gesehen. Siehe, ich will dich gesund machen; am dritten Tage wirst du hinauf in das Haus des Herrn gehen; 6 . Und will fünfzehn Jahre zu deinem Leben thun, und dich und ' diese Stadt erretten von dem Könige zu Assyrien, und diese Stadt beschirmen um meinet willen und um meines Knechts Davids willen. * c. 19,34. 7 . Und Jesaia sprach: Bringet her ein Stück Feige. Und da sie die brachten, legten sie sie auf die Drüse; und er ward gesund. 8 . Hiskia aber sprach zu Jesaia: Welches ist das Zeichen, daß mich der Herr wird gesund machen, und ich in des Herrn Haus hinauf gehen werde am dritten Tage? 9. Jesaia sprach: Das Zeichen wirst du haben vom Herrn, daß der Herr thun wird, was er geredet hat; soll der Schatten zehn Stufen vorwärts gehen, odep zehn Stufen zurück gehen? 10. Hiskia sprach: Es ist leicht, daß der Sckatten zehn Stufen niederwärts gehe; das will ich nicht, sondern daß er zehn Stufen hinter sich zurück gehe. 11. Da rief der Prophet Jesaia den Herrn an z Lee 2 / 388 Gesandte von Babel. Manasse König , 2 Könige 20. 21. thut große Gräuel. und * der Schatten ging hinter sich zurück zehn Stufen am Zeiger Ahas, die er war niederwärts gegangen. * Esaj. 38 , 8 . 12. Zu der Zeit * sandte Berodach Baladan, der Sohn Baledans/ König zu Babel, Briefe und Geschenke zu Hiskia; denn er hatte gehöret, daß Hiskia krank war gewesen.* Esaj.V,i. 13. Hiskia aber war fröhlich mit ihnen, und zeigte ihnen das ganze Schatzhaus, Silber, Gold, Spezerey, und das beste Oehl, und die Harnischkammer, und alles, was in seinen Schätzen vorhanden war. Es war nichts in seinem Hause und in seiner ganzen Herrschaft, das ihnen Hiskia nicht zeigte. i^i. Da kam Jesaia, der Prophet, zu dem Könige Hiskia und sprach zu ihm: Was haben diese Leute gesagt? Und woher sind sie zu dir gekommen? Hiskia sprach: Sie sind aus fernen Landen zu mir gekommen von Babel. iZ. Er sprach: Was haben sie gesehen in deinem Hause? Hiskia sprach: Sie haben alles gesehen, was in meinem Hause ist; und ist nichts in meinen Schätzen, das ich ihnen nicht gezeiget hätte. 16. Da sprach Jesaia zu Hiskia: Höre des Herrn Wort: 17 . Siehe, es kommt die Zeit, daß* alles wird gen Babel weggeführet werden aus deinem Hause, und was deine Väter gesammelt haben bis auf diesen Tag; und wird nichts übriggelassen werden, spricht der Herr. *c. 24,13.14. 18. Dazu die Kinder, die von dir kommen, die du zeugen wirst, werden genommen werden, daß sie * Kämmerer seyen im Pallast des Königs zu Babel. * Dan. 1,3. 19. Hiskia aber sprach zu Jesaia: * Das ist gut, das der Herr geredet hat. Uud sprach weiter: Es wird doch Friede und Treue seyn zu meinen Zeiten. *1 Sam. 3,18. 20. Was mehr von Hiskia zu sagen ist, und alle seine Macht, und was er gethan hat, und der Teich und die Wasserröhren, damit er Wasser in die Stadt geleitet hat, siehe, das ist 'geschrieben in der Chronica der Könige Juda. * 2 Chr. 29, 1. c. 32 , Zo. 21. Und Hiskia entschlief mit seinen Vätern. Und * Manasse, sein Sohn, ward König an seine Statt. *«.21,1. Das 21. Capitel. Geschichte Manasse und Amon/ der Könige Juda. 1.Ananasse war zwölf Jahre alt, da er * König ward, und regierte fünf und fünfzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Hephziba. * 2 Chr. 33 , 1 . 2. Und er that, das dem Herrn übel gefiel, nach * den Gräueln der Heiden, die der Herr vor den Kindern Israel vertrieben hatte; * c. 17, 3i. 3. Und verkehrete sich und bauete die Höhen, die sein Vater Hiskia hatte abgethan, und richtete Baal Altäre auf, und machte Haine, wie Ahab, der König Israels, gethan hatte, und bethete an allerley Heer am Himmel, und dienete ihnen; Und bauete Altäre im Hause des Herrn, davon der * Herr gesagt hatte: Ich will meinen Nahmen zu Jerusalem setzen. *3M»s. 12 , 3 . 5. Und er bauete allen Heeren am Himmel * Altäre, in beyden Höfen am Hause des Herrn. * c. 23, 12 . 6. Und ließ * seinen Sohn durchs Feuer gehen, und achtete auf Vogelgeschrey und Zeichen, und hielt Wahrsager und Zeichendeuter; und that deß viel, das dem Herrn übel gefiel, damit er ihn erzürnete. *3M°s.i8,2i. 7. Er setzte auch einen Haingötzen, den er gemacht harte, in das Haus, von welchem der Herr zu David und zu Salomo , seinem Sohne, * gesagt hatte: In diesem Hause und zu Jerusalem , die ich erwählet habe aus allen Stämmen Israels, will ich meinen Nahmen setzen ewiglich, * 1 Kön. 8, 20 . c. 9/ 3. 8. Und will den Fuß Israels nicht mehr bewegen lassen vom Lande, das ich ihren Vätern gegeben habe; so doch, so sie halten und thun nach allem, das ich gebothen habe, und nach allem Gesetz, das mein Knecht Mose ihnen gebothen hat. 9. Aber sie gehorchten nicht; sondern Manasse verführte sie, daß sie ärger thaten, denn die Herden, die der Herr vor den Kindern Israel vertilget hatte. 10. Da redete der Herr durch seine Knechte, die Propheten, und sprach: 11. Darum, * daß Manasse, der König Juda, hat diese Gräuel gethan, die ärger sind, denn alle Gräuel, so die Amoriter gethan haben, die vor ihm gewesen sind, und hat auch Juda-k sündigen gemacht mit seinen Götzen; * k. 23, 26. 2 Chr. 33, 9. Zer. 13, 4. 1- 1 Kön. 12/ 30. 12. Darum spricht der Herr, der Gott Israels, also: Siehe, ich will Unglück über Jerusalem und Juda bringen, daß, * wer es hören wird, dem sollen seine beyden Ohren gellen; * i Sam. 3, ii. Zer. 19/ 3. Amon König. 2 Könige 21. 22. Jofia bauet. 389 13. Und will über Jerusalem die Meßschnur Samaria ziehen, und das Gewicht des Hauses Ahabs; und will Jerusalem ausschütten, wie man Schüsseln ausschüttet/ und will sie Umstürzen ; 1 4 . Und ich will Etliche meines Erbtheils übrigbleiben lassen, und sie geben in die Hände ihrer Feinde, daß sie ein Raub und Reissen werden aller ihrer Feinde; io. Darum, daß sie gethan haben, das mir übel gefällt, und haben mich erzürnet von dem Tage an, da ihre Väter aus Egypten gezogen find, bis auf diesen Tag. 16. Auch * vergoß Manasse sehr viel unschuldiges Blut, bis daß Jerusalem hier und da voll ward; ohne die Sünde, damit er Juda fündigen machte, daß sie thaten, das dem Herrn übel gefiel. * c. 24 , 4 . 17. Was aber mehr von Manasse zu sagen ist, und alles, was er gethan hat, und seine Sünde, die er that, siehe, das ist * geschrieben in der Chronica der Könige Juda. * 2 Chr. 33,1. 18. Und Manasse entschlief mit seinen Vätern, und ward begraben im Garten an seinem Hause, nähmlich im Garten Ufa. Und sein Sohn Amon ward König an seine Statt. 19. * Zwey und zwanzig Jahre alt war Amon, da er König ward, und regierte zwey Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Mesulemeth, eine Tochter Haruz, von Jatba; "2 Chr. 33,21. 20. Und that, das dem Herrn übel gefiel, wie sein Vater Manasse gethan hatte, 21. Und wandelte in allem Wege, den sein Vnter gewandelt hatte, und dienete den Götzen, welchen sein Vater gedienet hatte, und bethete sie an, 22. Und verließ den Herrn, seiner Väter Gott, und wandelte nicht im Wege des Herrn. 23 . Und seine Knechte" machten einen Bund wider Amon, und tödteten den König in seinem Hause. * c. 12, 20. c. 14, 19. e. 13, 10. 24 . Aber das Volk im Lande schlug * alle, die den Bund gemacht hatten wider den König Amon. Und das Volk im Lande machte Jofia, seinen Sohn, zum Könige an seine Start. * c. 14, 3. 2 Chr. 33, 23. 25 . Was aber Amon mehr gethan hat, siehe, das ist ' geschrieben in der Chronica der Könige Juda. *2 Chr. 33,21. 26. Und man begrub ihn in seinem Grabe, im Garten Ufa. Und" sein Sohn Jofia ward König an seine Statt. ' i Chr. 3,14. Das 22. Capitel. Unter Josia wird das Gesetzbuch gefunden. 1. ^osia * war acht Jahre alt, da er König ^ ward, und regierte ein und dreyßig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Je- dtda, eine Tochter Adaja, von Bazkath. * 2 Chr. 34, 1. 2. Und that, * das dem Herrn wohl gefiel, und wandelte in allem Wege seines Vaters Davids, und -t wich nicht weder zur Rechten noch zur Linken. ' c. 18,3. 1- Jos. 23,6. 3. Und im achtzehnten Jahr des Königs Jofia, sandte der König hin Saphan, den Sohn Azal- ja, des Sohnes Mesullams, den Schreiber, in das Haus des Herrn, und sprach: 4 . Gehe hinauf zu dem Hohenpriester, Hilkia, daß man * ihnen gebe das Geld, das zum Hause des Herrn gebracht ist, das die Hüther an der Schwelle gesammelt haben vom Volk; * 1 Chr. 7, 13. 2 Köir. 12, 11. 5 . Daß sie es * geben den Arbeitern, die bestellet sind im Hause des Herrn, und geben es den Arbeitern am Hause des Herrn, daß sie bessern, was baufällig ist am Hause; * 2 Chr. 34, 10. 6 . Nähmlich den Zimmerleuten, und Bauleuten , und Maurern, und denen, die Holz und gehauene Steine kaufen sollen, das Haus zu bessern; 7 . Doch * daß man keine Rechnung von ihnen nehme vom Gelds, das unter ihre Hand gethan wird; sondern daß sie auf Glauben handelten. * c. 12, 13. 8 . Und der Hohepriester Hilkia sprach zu dem Schreiber Saphan: ' Ich habe das Gesetzbuch gefunden im Hause des Herrn. Und Hilkia gab das Buch Saphan, daß er es läse. * 2 Chr. 34, 13. 9. Und Saphan, der Schreiber, brachte es dem König, und sagte es ihm wieder, und sprach: Deine Knechte haben das Geld zusammen gestoppelt, das im Hause gefunden ist, und haben es den Arbeitern gegeben, die bestellet find am Hause des Herrn. 10. Auch sagte Saphan, der Schreiber, dem König, und sprach: Hilkia, der Priester, gab mir ein Buch. Und Saphan las es vor dem König. ^ 11. Da aber der König hörete die Worte im Gesetzbuch, * zerriß er seine Kleider. ' Efta s, 3. 12. Und der König geboth Hilkia, dem Priester , und Ahikam, dem Sohne Saphans, und / 390 Prophetiun Hulda. 2 K ö N i g e 22. 23. Josiä Eifer. Achbor, dem Sohne Michaja, und Saphan, dem Schreiber, und Asaja, dem Knechte des Königs, und sprach: 13 . Gehet hin, und fraget den Herrn für mich, für das Volk und für ganz Inda, um die Worte dieses Buchs, das gefunden ist; denn es ist ein großer Grimm des Herrn, der über uns entbrannt ist, darum, daß unsere Väter nicht gehorchet haben den Worten dieses Buchs, daß sie thäten alles, was darinnen geschrieben ist. i^l. Da ging hin, Hilkia, der Priester, Ahi- kam, Achbor, Saphan und Asaja zu der Prophetinn Hulda, dem Weibe Sallums, des Sohnes Thikwa, des Sohnes Harhams, des Hü- thers der Kleider, und sie wohnete zu Jerusalem im andern Theil; und sie redeten mit ihr. iZ. Sie aber sprach zu ihnen : So spricht der Herr, der Gott Israels: Saget dem Mann, der euch zu mir gesandt hat: 16. So spricht der Herr: Siehe, ich will Unglück über diese Stätte und ihre Einwohner bringen, alle Worte des Gesetzes, die der König Juda hat lassen lesen; 17. Darum, daß sie mich verlassen und andern Göttern geräuchert haben, daß sie mich erzürne- ten mit allen Werken ihrer Hände: darum wird mein Grimm sich wider diese Stätte anzünden, und nicht ausgelöschet werden. 18. Aber dem Könige Juda, der euch gesandt hat, den Herrn zu fragen, sollt ihr so sagen: So spricht der Herr, der Gott Israels: 19. Darum, daß dein Herz erweichet ist über den Worten, die du gehöret hast, und Haft dich gedemüthiget vor dem Herrn, da du Höretest, was ich geredet habe wider diese Stätte und ihre Einwohner, daß sie sollen eine Verwüstung und Fluch seyn, und hast deine Kleider zerrissen, und hast geweinet vor mir; so habe ich es auch erhöret, spricht der Herr. 2v. Darum ' will ich dich zu deinen Vätern sammeln, daß du mit Frieden in dein Grab versammelt werdest, und deine Augen nicht sehen alles das Unglück, das ich über diese Stätte bringen will. Und sie sagten es dem Könige wieder. * Esai. n, 2. Das 23. Capitel. Jost» reiniget den Gottesdienst. Regierung der Könige Isahas und Jojukims. i.Nnd der König sandte hin, und es'versam- melten sich zu ihm alle Nettesten in Juda und Jerusalem. * 2 Chr. 34, 2. Und der König ging hinauf ins Haus des Herrn, und alle Männer von Juda, und alle Einwohner zu Jerusalem mit ihm, Priester und Propheten, und alles Volk, beyde Klein und Groß: und man las vor ihren Ohren alle Worte des Buchs vom Bunde, das im Hause des Herrn gesunden war. 3 . Und der König trat an eine Säule und machte einen * Bund vor dem Herrn, daß sie sollten wandeln dem Herrn nach und halten seine Gebothe, Zeugnisse und Rechte, von ganzem Herzen und von ganzer Seele, daß sie aufrichteten die Worte dieses Bundes, die geschrieben standen in diesem Buch. Und alles Volk trat in den Bund. *Jos. 24,2L. Und der König geboth dem Hohenpriester Hilkia, und den Priestern der andern Ordnung, und den Hüthern an der Schwelle, daß sie sollten aus dem Tempel des Herrn thun alles Zeug, das dem Baal und dem Hain und * allem Heer des Himmels gemacht war. Und verbrannte sie außen vor Jerusalem im Thal Kidron; und ihr Staub ward getragen gen Bethel. * 2 Kön. 21, 3 . 5. Und er that ab die Camarim (Götz-nm-stM, welche die Könige Juda hatten gestiftet, zu räuchern aufden Höhen in den Städten Juda, und um Jerusalem her; auch die Räucherer des Baals, und der Sonne, und des Mondes, und der Planeten, und alles Heers am Himmel. 6 . Und ließ den Hain aus dem Hause des Herrn führen hinaus vor Jerusalem in den Bach Kidron, und verbrannte ihn im Bach Kidron, und machte ihn zu Staub, und warf den Staub auf die Gräber der gemeinen Leute. 7. Und er brach ab die Häuser der Hurer, die an dem Hause des Herrn waren, darinnen die Weiber wirkten Häuser zum Hain. 8 . Und er ließ kommen alle Priester aus den Städten Juda und verunreinigte die Höhen, da die Priester räucherten, von Geba an bis gen BerSeba; und brach ab die Höhen in den Thoren, die in der Thür des Thors waren, Josua, des Stadtvogts, welches war zur Linken, wenn man zum Thor der Stadt gehet. 9. Doch hatten die Priester der Höhen nie geopfert auf dem Altar des Herrn zu Jerusalem, sondern aßen des ungesäuerten Brots unter ihren Brüdern. 10. Er verunreinigte auch das Thopheth im Thal der Kinder Hinnom, daß' Niemand seinen Jofia zerstöret die Abgötter, 2 Könige 23. hält Passah. 391 Sohn oder seine Tochter dem Molech durchs Feuer ließe gehen. *3Mos.i8/2i. i i. Und that ab die Rosse, welche die Könige Juda hatten der Sonne gesetzt im Eingänge des Herrn Hauses, an der Kammer Nethan- Melechs, des Kämmerers', der zu Parwarim war; und die Wagen der Sonne verbrannte er mit Feuer. 12. Und die * Altäre auf dem Dache im Saal Was, die die Könige Juda gemacht hatten, und die Altäre, die Manasse gemacht hatte in den zween Höfen des Herrn Hauses, brach der König ab, und lief von dannen, und warf ihren Staub in den Bach Kidron. * c. ii, is. 13. Auch die Höhen, die vor Jerusalem waren, zur Rechten am Berge Mashith, die * Salomo, der König Israels, gebauet hatte Asthoreth, dem Gräuel von Zidon, und Camos, dem Gräuel von Moab, und Milkom, dem Gräuel der Kinder Ammon, verunreinigte der König, * t Kon. 11/ 7. 17,. Und zerbrach die Säulen, und rottete aus die Haine, und Mete ihre Stätte mit Menschenknochen. is. Auch den Altar zu BethEl, die Höhe, ' die Jerobeam gemacht hatte, der Sohn Nebats, der Israel sündigen machte, denselben Altar brach er ab und die Höhe; und verbrannte die Höhe, und machte sie zu Staub und verbrannte den Hain. *iKö».i2,32. 16. Und Josia wandte sich und sah die Gräber, die da waren auf dem Berge, und sandte hin und ließ ' die Knochen aus den Gräbern hohlen, und verbrannte sie auf dem Altar, und verunreinigte ihn, nach dem Wort des Herrn, das der Mann Gottes ausgerufen hatte, der solches ausrief. ' i Kon. 13/ 2. 17. Und er sprach: Was ist das für ein Grabmahl , das ick sehe? Und die Leute in der Stadt sprachen zu ihm: Es ist das Grab des * Mannes Gottes, der von Juda kam und rief solches aus, das du gethan hast wider den Altar zu BethEl. 'iKön. i3/3o. 18. Und er sprach: Laßt ihn liegen, Niemand bewege seine Gebeine. Also wurden seine Gebeine errettet mit den Gebeinen des Propheten, der von Samaria gekommen war. 19. Er that auch weg alle Häuser der Höhen in den Städten Samaria, welche die Könige Israels gemacht hatten zu erzürnen; und that mit ihnen allerdings, wie er zu BethEl gethan hatte» 20. Und er opferte alle Priester der Höhen, die daselbst waren, auf den Altären; und verbrannte also Menschenbeine darauf, und kam wieder gen Jerusalem. 21. Und der König geboth dem Volk, und sprach: * Haltet dem Herrn, euerm Gott, Passah, wie es geschrieben stehet im Buch dieses Bundes. * - Ehr. 35,1. 22. Denn es war kein Passah so gehalten, als dieses, von der Richter Zeit an, die Israel gerichtet haben, und in allen Zeiten der Könige Israels, und der Könige Juda. 23. Sondern im achtzehnten Jahr des Königs Josia ward dieß Passah gehalten dem Herrn zu Jerusalem. 2^. Auch fegte Josia aus alle Wahrsager, Zeichendeuter, Bilder und Götzen, und alle Gräuel, die im Lande Juda und zu Jerusalem ersehen wurden; auf daß er aufrichtete die Worte des Gesetzes, die geschrieben standen im Buch, das Hilkia, der Priester, fand im Hause des Herrn. 25. Seines ' gleichen war vor ihm kein König gewesen, der so von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften sich zum Herrn be- kehrete nach allem Gesetz Mose; und nach ihm kam seines gleichen nicht auf. * c. 18/ 26. Doch kehrete sich der Herr nicht von dem Grimm seines großen Zorns, damit er über Inda erzürnet war, um aller der Reizung willen, damit ihn * Manasse gereizet hatte. * -. 21/ n. 27. Und der Herr sprach: Ich will Juda auch von meinem Angesicht thun, 'wie ich Israel weggethan habe; und will diese Stadt verwerfen, die ich erwählet hatte, nähmlich Jerusalem und das Haus, 7 davon ich gesagt habe: Mein Nähme soll daselbst seyn. * c. 17, is. -i-1 Kon. 8,2s. 28. Was aber mehr von Josia zu sagen ist, und alles, was er gethan hat, siehe, das ist geschrieben * in der Chronica der Könige Juda. * 2 Cbr. 31, 1. 29. Zu seiner Zeit zog * PharaoNecho, der König in Egypten, herauf wider den König von Assyrien an das Wasser Phrath. Aber der König Josia zog ihm entgegen, und starb zu Megiddo, da er ihn gesehen hatte. * 2 Ehr. 33/ 20. 36. Und seine'Knechte führeten ihn todt von Megiddo, und brachten ihn gen Jerusalem, und begruben ihn in seinem Grabe. Und das Volk im Lande nahm-k Joahas, den Sohn Josia, und salbecen ihn, und machten ihn zum Könige an seines Vaters Statt» * r Cbr. 3-, 22.1- 2 Ehr. 36,1. 392 Iojakim und Iojachin König. 2 Könige 23. 24. 3 1. Drey und zwanzig Jahre war Joahas alt, da er König ward, und regierte drey Mo- nathe zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Ha- mutal, eine Tochter Jeremia von Libna. 32 . Und that, das dem Herrn übel gefiel, wie seine Väter gethan hatten. 33 . Aber PharaoNecho * fing ihn zu Niblath im Lande Hemath, daß er nicht regieren sollte zu Jerusalem, und legte eine Schatzung auf das Land, hundert Zentner Silber und einen Zentner Gold. * Ez-ch. 1-5 4. 3 ^. Und PharaoNecho machte zum Könige Eliakim, den Sohn Jofia, an Statt seines Vaters Jofia, und wandte seinen Nahmen Jo- jaklm. Aber Joahas nahm er, und brachte ihn in Egypten; daselbst starb er. 35 . Und Iojakim gab das Silber und Gold Pharao: doch * schätzte er das Land, daß er solches Silber gäbe nach Befehl Pharaons; einen Jeglichen nach seinem Vermögen schätzte er am Silber und Gold unter dem Volk im Lande, daß er dem PharaoNecho gäbe. * c. 15 / 20. 36 . Fünf und zwanzig Jahre alt war Joja- kirn, da er König ward, und regierte eilf Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Se- buda, eine Tochter Pedaja von Ruma. 37. Und * that, das dem Herrn übel gefiel, wie seine Väter gethan hatten. * c. 24 , s. is. - Das 21. Capitel. Von dreyen Königen in Juda / Iojakim / Iojachin und Zidekia. 1. D" seiner Zeit zog herauf NebucadNezar, ^ der König zu Babel; und Iojakim ward ihm unterthänig drey Jahre, und er wandte sich, und ward abtrünnig von ihm. 2. Und der Herr ließ über ihn Kriegsknechte kommen aus Chaldäa, aus Syrien, aus Moab, und aus den Kindern Ammon, und ließ fie in Juda kommen, daß fie ihn umbrächten; nach dem Wort des Herrn, das er geredet hatte durch seine Knechte, die Propheten. 3 . Es geschah aber Juda also "nach dem Wort des Herrn, daß er sie von seinem Angesicht thäte, um der Sünde willen Manasse, die er gethan hatte. * 2i/ io. Auch um * des unschuldigen Bluts willen, das er vergoß, und machte Jerusalem voll mit unschuldigem Blut, wollte der Herr nicht vergeben. * c. 21/ 16. s. Was aber mehr zu sagen ist von Iojakim, und alles, was er gethan hat, siehe, das ist geschrieben * in der Chronica der Könige Juda. * 2 Chr. 36 / 4 . 6 . Und Iojakim entschlief mit seinen Vätern; und sein * Sohn Iojachin ward König an seine Statt. * 1 Chr. 3 / 16. 7 . Und der König in Egypten zog nicht mehr aus seinem Lande; denn der König zu Babel hatte ihm genommen alles, was des Königs in Egypten war vom Bach Egyptens an bis an das Wasser Phrath. 8. Achtzehn Jahre alt war Iojachin. da er König ward, und regierte drey Monathe zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Nehusiha, eine Tochter Elnathans von Jerusalem. 9. Und * that, das dem Herrn übel gefiel, wie sein Vater gethan hatte. ' c. 23 / 32.37. 16. Zu der ' Zeit zogen herauf die Knechte NebueadNezars, des Königs zu Babel, gen Jerusalem, und kamen an die Stadt mit Bollwerk. *2Chr. 36 , 6 . Dan. 1/ 1 . 11. Und da NebucadNezar zur Stadt kam und seine Knechte, belagerte er fie. 12. Aber Iojachin, der König Juda, ging heraus zum König von Babel mit seiner Mut- ter, mit seinen Knechten, mit seinen Obersten und Kämmerern; und der König von Babel nahm ihn auf im achten Jahr seines Königreichs ; 13. Und * nahm von dannen heraus alle Schätze im Hause des Herrn und im Hause des Königs, und zerschlug alle goldenen Gefäße, die Salomo , der König Israels, gemacht hatte im Tempel des Herrn, wie denn der Herr geredet hatte; * 2 Chr. 36 , 10. 1^. Und führete weg das ganze Jerusalem, alle Obersten, alle Gewaltigen, zehn tausend Gefangene, und alle Zimmerleute, und alle Schmiede; und ließ nichts übrig, denn geringes Volk des Landes. iö. Und * führete weg Iojachin gen Babel, die Mutter des Königs, die Weiber des Königs, und seine Kämmerer; dazu die Mächtigen im Lande führete er auch gefangen von Jerusalem gen Babel, * J-r. 24,1. c. 29,2. 16. Und was der besten Leute waren, sieben tausend, und die Zimmerleute und Schmiede, tausend, alle starken Kriegsmänner; und der König von Babel brachte sie gen Babel. 17. Und * der König von Babel machte Ma- thanja, seinen Vetter, zum König an seine Statt, und wandelte seinen Nahmen 7 Zidekia. * Jer. 37 , 1 . -j- i Chr. 3 , 15 . 18. Ein Zedekia König. Jerusalem verbrannt. 2 K ö n i a e 24 . 25 . Gedalja. 39 Z 18. Ein und zwanzig Jahre alt war Zidekia, da er König ward, und regierte eilf Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Hamital, eine Tochter Jeremia von Libna. 19. Und er that, das dem Herrn übel gefiel, wie Jojakim gethan hatte. 20. Denn es geschah also mit Jerusalem und Juda aus dem Zorn des Herrn, bis daß er fie von seinem Angesicht würfe. Und ' Zidekia ward abtrünnig vom König zu Babel. * Jer. 32, 3. E;. 17, iz. Das 25. Capitel. Don der Zerstörung der Stadt Jerusalem, und der Babylonischen Gefangenschaft. i.llnd es begab fich im neunten Jahr seines " Königreichs, am zehnten Tage des zehnten Monaths, * kam NebueadNezar, der König zu Babel, mit aller seiner Macht wider Jerusalem; und fie lagerten sich wider sie, und baue- ten einen Schutt um sie her. * 2 Ehr. 36, 17. Jer. 39, 1. e. 32, 4. 2. Also ward die Stadt belagert bis ins eilfte Jahr des Königs Zidekia. 3. Aber im neunten des' (vierten) Monaths ward der Hunger stark in der Stadt, daß das Volk des Landes nicht zu essen hatte. * J-r. 32, 6 . - 4 . Da brach man in die Stadt; und alle Kriegsmänner flohen bey der Nacht des Weges von dem Thor zwischen den zwo Mauern, der zu des Königs Garten gehet. Aber die Chaldäer lagen um die Stadt. Und er floh des Weges zum blachen Felde. 5. Aber die Macht der Chaldäer jagten dem König nach, und ergriffen ihn im blachen Felde zu Jericho, und alle Kriegsleute, die bey ihm waren, wurden von ihm zerstreuet. 6 . Sie aber griffen den König, und führeten ihn hinauf zum König von Babel gen Riblath; und sie sprachen ein Urtheil über ihn. 7 . Und sie schlachteten die Kinder Zidekia vor seinen Augen, und * blendeten Zidekia seine Augen , und banden ihn mit Ketten, und führeten ihn gen Babel. * J-r. 39,6. 8. Am siebenten Tage des fünften Monaths, das ist das neunzehnte Jahr NebueadNezars, des Königs zu Babel, kam NebusarAdan, der Hofmeister, des Königs zu Babel Knecht, gen Jerusalem, 9. Und verbrannte das Haus des Herrn, und das Haus des Königs, und alle Häuser zu Jerusalem, und alle großen Häuser verbrannte er mit Feuer. 10. Und die ganze Macht der Chaldäer, die mit dem Hofmeister war, zerbrach die Mauern um Jerusalem her. 11. Das andere Volk aber, das übrig war in der Stadt, und die zum König von Babel fielen, und den andern Pöbel, führete NebusarAdan , der Hofmeister, weg. 12. Und von den Geringsten im Lande ließ der Hofmeister Weingärtner und Ackerleute. 1 3 . Aber * die ehernen Säulen am Hause des Herrn, und die Gestühle, und das eherne Meer, das am Hause des Herrn war, zerbrachen die Chaldäer und führeten das Erz gen Babel. * Jer. 27, 19. c. 32, 17. i^. Und die Töpfe, Schaufeln, Messer, Löffel, und alle ehernen Gefäße, damit man die- nete, nahmen sie weg. 15. Dazu nahm der Hofmeister die Pfannen und Becken, und was golden und silbern war: iß. Zwo Säulen, ein Meer und die Gestühle, die * Salomo gemacht hatte zum Hause des Herrn. .Es war nicht zu wägen das Erz aller dieser Gefäße. * i Kon. 7, 13.23. 1 7 . Achtzehn ' Ellen hoch war eine Säule, und ihr Knauf darauf war auch ehern, und drey Ellen hoch, und die Reife, und Granatäpfel an dem Knauf umher, war alles ehern. Auf diese Weise war auch die andere Säule mit den Reifen. * 1 Kön. 7, 13. 2 Chr. 3, 13. Jer. 32, 2t. 18. Und der Hofmeister nahm den Priester * Seraja der ersten Ordnung, und den Priester Zephanja der andern Ordnung, und drey Thür- HÜther , " 1 Chr. 7, 14. 19. Und einen Kämmerer aus der Stadt, der gesetzet war über die Kriegsmänncr, und fünf Männer, die stets vor dem König waren, die in der Stadt gefunden wurden, und Sopher, den Feldhauptmann, der das Volk im Lande kriegen lehrete, und sechzig Mann vom Volk auf dem Lande, die in der Stadt gefunden wurden; 20. Diese nahm NebusarAdan, der Hofmeister, und brachte fie zum König von Babel gen Riblath. 21. Und der König von Babel schlug sie todt zu * Riblath im Lande Hemath. Also ward Juda weggeführet aus seinem Lande.' c. 23,33. Jer. 32, 27. 22. Aber über das übrige Volk im Lande Inda, das NebucadNezar, der König von Babel, übrig ließ, * setzte er Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohnes Saphans. * 8 ". 3. 23. Da nun alles das Kriegsvolk, Hauptleute D d d 394 Geschlechtsregister. 1 Chronica Kinder Abrahams, und die Männer höreten, daß der König von Babel Gedalja gesetzt hatte; kamen sie zu Gedalja gen Mizpa, nähmlich Jsmael, der Sohn Nethanja, und Johanan, der Sohn Karea, und Seraja, der Sohn Thanhumeths, der Ne- tophatiter, und Jaesanja, der SohnMaechati, sammt ihren Männern. 2^. Und Gedalja schwur ihnen und ihren Männern, und sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht unterthan zu seyn den Chaldäern; bleibet im Lande und seyd unterthänig dem König von Babel, so wird es euch wohl gehen. 25 . Aber im siebenten Monath kam "Jsmael, der Sohn Nethanja, des Sohnes Elisama, vom königlichen Geschlecht, und zehn Männer mit ihm, und schlugen Gedalja todt, dazu die Juden und Chaldäer, die bey ihm waren zu Mizpa. ' 8-r. 4i, 7. 26. Da * machten sich auf alles Volk, beyde Klein und Groß, und die Obersten des Krieges, und kamen in Egypten; denn sie fürchteten sich vor den Chaldäern. * 8 er, -n,17. 27. Aber im sieben und dreyßigsten Jahr, nachdem Jojachin, der König Juda, weggeführet war, am sieben und zwanzigsten Tage des zwölften Monaths, hob EvilMerodach , der König zu Babel, im ersten Jahr seines Königreichs, das Haupt Jojachins, des Königs Juda, aus dem Kerker hervor, 28. Und redete freundlich mit ihm, und setzte seinen Stuhl über die Stühle der Könige, die bey ihm waren zu Babel; 2s. Und "wandelte die Kleider seines Gefängnisses ; und er t aß allewege vor ihm sein Lebenlang; * 2 Sam. 9, 7. -s-8er. L 2 , 33. 30 . Und bestimmte ihm sein Theil, das man ihm allewege gab vom König, auf einen jeglichen Tag sein ganzes Lebenlang. Das erste Buch Das 1. Capitel. GcschlechtSrcMer -er Patriarchen bis auf Mob. i.Hldam, " Seth, Enos, " 1 Mos. 5.3. ^ 2. Kenan, Mahalaleel, Jared, 3. Henoch, Methusaläh, Lamech, Noah, Sem, Ham, Japheth. s. Die Kinder * Japhets sind diese: Gomer, Magog, Madai, Javan, Thubal, Mesech, Thiras. * 1 Mos. 10,2. 6. Die Kinder aber Gomers sind: Askenas, Riphath, Thogarma. 7. Die Kinder Javans sind: Elisa, Tharsisa, Chitim, Dodanim. 8 . Die" Kinder Hams find: Chus, Mizraim, Put, Canaan. 'i M°s. 10, 6 . 9. Die Kinder aber Christ sind : Seba, Hevila, Sabtha, Ragema, Sabthecha. Die Kinder aber Ragema sind: Scheba und Dedan. 10. Chus aber zeugete Nimrod; der fing an gewaltig zu seyn auf Erden. 11. Mizraim * zeugete Ludim, Anamim, Le- habiw, Naphthuhim, "iMos.i»,iz. 12. Patrusim, Casluhim (von welchen find ausgekommen die Philistim) und Caphthorim. 13. Canaan aber zeugete Zidon, seinen ersten Sohn, und Heth, 4^. Jebusi, Amori, Girgosi, 45. Hevi, Arki, Sini, 4 6. Arwadi, Zeman und Hemathi. der Chronica. 47. Die Kinder * Sems sind diese: Elam, Assur, Arphachsad, Lud, Aram, Uj, Hul, Gether und Masech. *1 Mos. 10,22. 4 8. Arphachsad "aber zeugete Salah; Salah zeugete Eber. * 1 Mos. 10,24. 49. Eber" aber wurden zween Söhne geboren: der Eine hieß Peleg, darum, daß zu seiner Zeit das Land zertheilet ward, und sein Bruder hieß Jaktan. * 1 Mos. 10,23. «. 11,16. 20. Jaktan aber zeugete Almodad, Saleph, Hazarmaveth, Jarah, 21. Hadoram, Usal, Dikla, 22. Ebal, Abimael, Scheba, 23. Ophir, Hevila und JobaS. Das sind alle Kinder Jaktans. 2^. Sem, Arphachsad, Salah, 25. Eber, Peleg, Regu, 26. Serug, Nahor, Tharah, 27. Abram, das ist Abraham. 28. Die Kinder aber Abrahams sind: " Isaak und Jsmael. *1 Mos. 21,3. 29. Dieß ist ihr Geschlecht: der erste Sohn " Jsmaels Nebajoth, Kedar, Adbeel, Mibsam, * 1 Mos. 23 , 13 . ^ 30. Misma, Duma, Masa, Hadad, Thema, 31. Jetur, Naphis, Kedma. Das sind die Kinder Jsmaels. 32. Die Kinder aber * Ketura, des Kebswei- bes Abrahams: die gebar Simram, Jaksan, Kinder Isaaks, 4 Chronica 1. 2. Jacobs und Juda. 395 Medan, Midian, Jesbak, Suah. Aber die Kinder Jaksans sind: Scheba und Dedan. * 1 Mos. 23/ 2. 33. Und dis Kinder Midiarrs find: Eyba, Epher, Henoch, Abida, Eldaa. Dieß sind alle Kinder der Ketura. 3-4. Abraham zsugete Isaak. Die Kinder aber Isaaks sind: Esau und Israel. 35. Die Kinder * Esaus find: Eliphas, Regne!, Jeus, Jaelam, Korah. *i Mos. 36/io. 36. Die Kinder Eliphas sind: Theman,Omar, Zephi, Gaetham, Kenas, Thimna, Amalek. 37. Die Kinder Reguels sind: Nahath, Sera, Samma und Misa. 38. Die Kinder Seirs find: Lothan, Sobal, Zibeon, Ana, Dison, Ezer, Disan. 3§. Die Kinder Lothans sind: Hori, Homam, und Thimna war eine Schwester Lothans. -4o. Die Kinder Sobals find: Man, Mana- hath, Ebal, Sephi, Onam. Die Kinder Zi- beons sind: Aja und Ana. -41. Die Kinder Ana: Dison. Die Kinder Disons sind : Hamram, Esban, Jethran, Cheran. -42. Die Kinder Ezers sind: Bilhan, Saewan, Jaekan. Die Kinder Disans sind: Uz und Aran. -43. Dieß * find die Könige, die regieret haben im Lande Edom, ehe denn ein König regierte unter den Kindern Israel: Bela, der Sohn Beors; und seine Stadt hieß Dinhaba. *1 Mos. 36/31. -4-4. Und da Bela starb, ward König an seine Statt Jobab, der Sohn Serah, von Bazra. ^5. Und da Jobab starb, ward König an seine Statt Husam, aus der Themaniter Lande. -46. Da Husam starb, ward König an feine Statt Hadad, der Sohn Bedads , der die Mi- dianiter schlug in der Moabiter Felde; und seine Stadt hieß Awith. - 47 . Da Hadad starb, ward König an seine Statt Samla von Mafrek. -48. Da Samla starb, ward König an seine Statt Saul von Rehoboth am Wasser. -49. Da Saul starb, ward König an seine Statt BaalHanan, der Sohn Achbors. so. Da BaalHanan starb, ward König an seine Statt Hadad, und seine Stadt hieß Pagi; und sein Weib hieß Mehetabeel, eine Tochter . Matred, die Mesahabs Tochter war. 6i. Da aber Hadad starb, wurden Fürsten zu Edom: Fürst Thimna, Fürst Aliah, Fürst Jetheth. 52. Fürst Ahalibama, Fürst Ela, Fürst Pinon, 53. Fürst Kenas, Fürst Theman, Fürst Mibzar, 5 - 4 . Fürst Magdiel, Fürst Jram. Das sind die Fürsten zu Edom. Das 2. Capitel. Söhne Jakobs und Juda. 1. s^ieß sind die Kinder * Israels : Rüben, ^ Simeon, Levi, Juda, Jsaschar, Se- bUlVN , * 1 Mos. 33/ 22 - 26. 2 . * Dan, Joseph, Benjamin, Naphthali, Gad, Asser. *iMos. 30/3. 3. Die Kinder * Juda sind: Ger, Onan, Sela. Die drey wurden ihm geboren von der Cananitinn, der Tochter Suah. Ger t aber, der erste Sohn Juda, war böse vor dem Herrn, darum tödtete er ihn. ' i Mos. 46/ 12. -f-1 Mos. 33. 7 . -4. Thamar aber, seine Schnur, * gebar ihm Perez und Serah; daß aller Kinder Juda waren fünf. * 1 Mos. 38/ 29. 3g. 5. Die * Kinder Perez sind: Hezron und Hamul. * 1 Mos. 46/ 12. 6 . Der Kinder aber Serah sind: Simri, Ethan, Heman, Chaleol, Dara. Derer aller find fünf. 7 . Die Kinder Charmi sind Achan, * welcher betrübete Israel, da er sich am Verbanneten vergriff. * 80 s. 7,1. 8. Die Kinder Ethans sind: Asarja. 9 . Die Kinder aber Hezron, * die ihm geboren, sind: Jerahmeel, Ram, Chalubat. * Ruth 4/ 19. Matth. 1, 3. 10. Ram aber zeugete AmmiNadab. Ammi- Nadäb zeugete Nahesson, den Fürsten der Kinder Juda. i i. Nahesson * zeugete Salma. Salma zeugete Boas. * RE 4, 20 . 12 . Boas * zeugete Obed. Obed zeugete Jsai. ' Ruth 4/ 17. 13. Jsai * zeugete seinen ersten Sohn Eliab, AbiNadab den andern, Simea den dritten, * 1 Sam. 16/ 6. -h 2 Sam. 13/ 3. 1-4. Nethaneel den vierten, Raddai den fünften, is. Ozem den sechsten, * David den siebenten. * i Sam. 17/ 12. 16 . Und ihre Schwestern waren: Zeruja und Higail. ' Die Kinder Zeruja sind: Abisai, -oab, Asahel, die drey. * 2 S«m. 2 /i 8 . 17 . Abigail aber gebar * Amasa. Der Vater ber Amasa war, Jecher, ein Jsmaeliter. * 2 Sam. 17/ 23. D d d 2 Kinder 396 4 8 . Caleb, der Sohn Hezrons, zeugete mit Aiuba / seiner Frau, und Jerigoth; und dieß sind derselben Kinder: Jeser, Sobab und Ardon. 19. Da aber Asuba starb, nahm Caleb Eph- rakh; die gebar ihm Hur. 20. Hur gebar Uri. Uri gebar Bezaleel. 21. Darnach beschlief Hezron die Tochter Ma- chirs, des Vaters Gileads; und er nahm sie, da er war sechzig Jahre alt, und sie gebar ihm Segub. 22. Segub aber zeugete * Jair, der hatte drey und zwanzig Städte im Lande Gilead. * Nicht, ich 3. 23 . Und er krigte aus denselben Gesur und Aram, die Flecken Jairs, dazu Kenath mit ihren Töchtern, sechzig Städte. Das find alle Kinder Machirs, des Vaters Gileads. 2^. Nach dem Tode Hezrons in Caleb Ephra- ta, ließ Hezron Abia, sein Weib, die gebar ihm Ashur, den Vater Thekoa. 25 . Jerahmeel, der erste Sohn Hezrons, hatte Kinder: Den ersten Ram, Buna, Oren, und Ozem, und Ahja. 25 . Und Jerahmeel hatte noch ein anderes Weib, die hieß Atara, die ist die Mutter Onams. 27. Die Kinder aber Rams, des ersten Sohnes Jerahmeels, find: Maaz, Jamin und Eker. 28. Aber Onam hatte Kinder: Samai und Jada. Die Kinder aber Samai sind: Nadab und Abisur. 29. Das Weib aber Abisurs hieß Abihail, die ihm gebar Achban und Molid. 30 . Die Kinder aber Nadabs sind: Seled und Appaim; und Seled starb ohne Kinder. 3 1. Die Kinder Appaims sind Jesei. Die Kinder Jesei sind Sesan. Die Kinder Sesans sind Ahelai. 32. Die Kinder aber Jada, des Bruders Samai, sind: Jether und Jonathan; Jether aber starb ohne Kinder. 33 . Die Kinder aber Jonathans sind Peleth und Sasa. Das sind die Kinder Jerahmeels. 3 > 4 . Sesan aber hatte nicht Söhne, sondern Töchter. Und Sesan hatte einen Egyptifchen Knecht, der hieß Jarha. 35 . Und Sesan gab Jarha, seinem Knecht, seine Tochter zum Weibe, die gebar ihm Athai. 36 . Athai zeugete Nathan. Nathan zeugete Sabad. Juda. 37. Sabad zeugete Ephlal. Ephlal zeugete Obed. 38 . Obed zeugete Jehu. Jehu zeugete Asarja. 39. Asarja zeugete Halez. Halez zeugete El- leasa. > 4 o. Elleasa zeugete Sissemai. Sissemai zeugete Sallum. > 41 . Sallum zeugete Jekamia. Jekamia zeugete Elisama. > 42 . Die Kinder Calebs, des Bruders Jerahmeels , find: Mesa, sein erster Sohn, der ist der Vater Siphs, und der Kinder Marefa, des Vaters Hebrons. > 43 . Die Kinder aber Hebrons sind: Korah, Thapuah, Rekem und Sama. > 44 . Sama aber zeugete Raham, den Vater Jarkaams. Rekem zeugete Samai. > 45 . Der Sohn aber Samai hieß Maon, und Maon war der Vater Bethzurs. > 46 . Epha aber, das Kebsweib Calebs, gebar Haran, Moza und Gases. Haran aber zeugete Gases. > 47 . Die Kinder aber Jahdai sind: Rekem, Jotham, Gesan, Peleth, Epha und Saaph. > 48 . Aber Maecha, das Kebsweib Calebs, gebar Seber und Thirhena; >49. Und gebar auch Saaph, den Vater Mad- manna, und Sewa, den Vater Machbena, und den Vater Gibea. Aber Achsa war * Calebs Tochter. * s°s. i 6 . 50. Dieß waren die Kinder Calebs: Hur, der erste Sohn von Ephrata; Sobal, der Vater KiriathJearims; 5 1. Salma, der Vater Bethlehems; Hareph, der Vater Bethgaders. 52. Und Sobal, der Vater KiriathJearims, hatte Söhne, der sah die Hälfte Manuhoth. 53 . Die Freundschaften aber zu KiriathJearim waren die Jethriter, Puthiter, Sumathiter und Misraiter. Von diesen sind ausgekommen die * Zaregathiter und Esthaoliter. 5 ^i. Die Kinder Salma sind Bethlehem, und die Netophatiter, die Krone des Hauses Joabs, und die Halste der Manathiter von dem Za- reither. 55. Und die Freundschaften der Schreiber, die zu Jabez wohneten, sind die Thireathiter, Simeathiter, Suchathiter. Das sind die Ki- niter, die da gekommen sind von Hamath, des Vaters Bethrechabs. 1 Chronica 2. 397 Kinder Davids, und Salomons. 1 Chr 0 nlca 3. 4 . Jacher. Düs 3. Capitel. Register der Könige Juda. 1. ^)ieß sind "die Kinder Davids, die ihm ^ zu Hebron geboren sind: Der erste Amnon, von Ahinoam, der Jesreelitinn; der andere Daniel, von Abigail, der Carmelitinn; * 2 Sam. 3, 2 . 2. Der dritte Absalom, der Sohn Mascha, der Tochter Thalmai, des Königs zu Gesur; der vierte Adonia, der Sohn Hagiths; 3. Der fünfte SaphatJa, von Abital; der sechste Jethream, von seinem Weibe Egla. 4. Diese sechs sind ihm geboren zu Hebron; denn er regierte daselbst sieben Jahre und sechs Monathe, aber zu Jerusalem regierte er drey und dreysiig Jahre. s. Und diese * sind ihm geboren zu Jerusalem: Simea, Sobab, Nathan, Salomo, die vier, von der Tochter Sua (Bathseba), der Tochter Ammiels ; * 2 Sam. 3/ ist. 1 Chr. 15, 4. 6. Dazu Jebehar, Elisama, Eliphaleth, 7. Noga, Nepheg, Japia, 8. Elisama, Eliada, Eliphaleth, die neun. 9. Das find alle Kinder Davids, ohne was der Kebsweiber Kinder waren. Und ' Thamar war ihre Schwester. *2S„m.i3,i. 10. Salomons * Sohn war Rehabeam, deß Sohn war Abia, deß Sohn war Assa, deß Sohn war Josaphat, * MM. i, 7. 11. Deß Sohn war Joram, deß Sohn war Ahasja, deß Sohn war Joas, 12. Deß Sohn war Amazia, deß Sohn war Asarja, deß Sohn war Jotham, 13. Deß Sohn war Ahas, deß Sohn war Hiskia, deß Sohn war Manasse, 14. Deß Sohn war Amon, deß Sohn war Josia. 15. Josiä Söhne aber waren: Der erste Jo- hanan, der andere Jojakim, der dritte Zidekia, der vierte Sallum. 16. Aber die Kinder Jojakims waren Jechan- ja, deß Sohn war Zidekia. 17. Die Kinder aber Jechanja, der gefangen ward, waren: Sealthiel, 18. Malchiram, Phadaja, Seneazar, Jekam- ja, Hosama, Nedabja. 19. Die Kinder Phadaja waren: Zerubabel und Simei. Die Kinder Zerubabels waren: Mesullam und Hananja, und ihre Schwester Selomith; 20. Dazu Hasuba, Ohel, Berechja, Hasadja, JesubHesed, die fünf. 21. Die Kinder aber Hananja waren : PlatJa und Jesaja ; deß Sohn war Rephaja, deß Sohn war Arnan, deß Sohn war Obadja, deß Sohn war Sachanja. 22. Die Kinder aber Sachanja waren Semaja. Die Kinder Semaja waren: Hattus, Jigeal, Bariah, Nearja, Saphat, Sesa, die sechs. 23. Die Kinder aber Nearja waren: Elioenai, Hiskia, Asrikam, die drey. 24. Die Kinder aber Elioenai waren: Hodaja, Eliasib, Plaja, Akub, Johanan, Delaja/Anani, die sieben. Düs 4. Capitel. Nachkommen tzudä. 1. A)ie Kinder Juda waren: Perez, Hezron, ^ Carmi, Hur und Sobal. 2. Raeja aber, der Sohn Sobals, zeugete Jahath. Jahath zeugete Ahumai und Lahad. Das find die * Freundschaften der Zaregatbiter. * c. 2/ 53. 3. Und dieß ist der Stamm des Vaters Etams: Jesreel, Jesma, Jedbas; und ihre Schwester hieß Hazlelponi; 4. Und Pnuel, der Vater Gedors; und Eser, der Vater Husa. Das sind die Kinder Hnr, * des ersten Sohnes Ephrata, des Vaters Bethlehems. * <- 2,19. s. Ashur aber, der Vater Thekoa, hatte zwey Weiber: Hellea und Naera. 6. Und Naera gebar ihm Ahusam, Hepher, Themni, Ahaftari. Das find die Kinder Naera. 7. Aber die Kinder Hellea waren: Zereth, Jezohar und Ethnan. 8. Koz aber zeugete Anub und Hazobeba, und die Freundschaft Aharhels, des Sohnes Harums. 9. JaeVez aber war herrlicher, denn seine Brüder; und seine Mutter hieß ihn Jaebez, denn sie sprach: ' Ich habe ihn mit Kummer geboren. *1 Mos. 35,17. 10. Und Jaebez rief den Gott Israels an, und sprach: Wo du mich segnen wirst, und meine Grenze mehren, und deine Hand mit mir feyn wird, und wirst mit dem Uebel schaffen, daß es mich nicht bekümmere. Und Gott ließ kommen, das er bath. 11. Calub aber, der Bruder Suha, zeugete Mehir; der ist der Vater Esthons. 12. Esthon aber zeugete Bethrapha, Passeah und Lhehinna, den Vater der Stadt Nahas: das find die Männer von Recha., 398 Kinder Simeons. 4 Chronica 4. 5. 6. 13. Die Kinder * Kenas waren: Athniel und Seraja. Die Kinder aber Athniels waren Ha- thath. * Los- ^ 17. Nicht, i, 13. 14. Und Meonothai zeugete Ophra. Und Seraja zeugete Ioab, den Vater des Thals der Zimmerleute, denn sie waren Zimmerleute. iL. Die Kinder aber Calebs, des Sohnes Iephunne , waren: Jru, Ela und Raam. Die Kinder Ela waren Kenas. 16. Die Kinder aber Jehaleleels waren: Siph, Sipha, Thirja und Afareel. 4 7. Die Kinder aber Esra waren: Jether, Mered, Epher und Jalon, und Thahar mit Mirjam, Samai, Jesbah, dem Vater Est- hemoa. 18. Und sein Weib Judija gebar Jered, den Vater Gedors, Heber, den Vater Socho, Je- kurhiel, den Vater Sanoah. Das sind die Kinder Bithja , der Tochter Pharaons, die der Mared nahm. is. Die Kinder des Weibes Hodija, der Scbwester Nahams, des Vaters Kegila, waren: Garmi und Esthemoa, der Maachithiter. 20. Die Kinder Simons waren: Amnon, Rinna, und Benhanan, Thilon. Die Kinder Jesei waren: Soheth und der BenSohelh. 21. Die Kinder aber Sela, des Sohnes Juda, waren: Er, der Vater Lecha, Laeda, der Vater Maresa, und die Freundschaft der Leinweber unter dem Hause Asbea; 22. Dazu Jokim und die Männer von Coseba, Joas und Saraph, die Hausväter wurden in Moab und Jasubi zu Lahem; wie die alte Rede lautet. 23. Sie waren Töpfer, und wohneten unter Pflanzen und Zäunen bey dem König zu seinem Geschäfte, und kamen und blieben daselbst. Das Z. Capitel. Geschlechter Simeons. 2 ^.^>ie Kinder * Simeons waren: Nemuel, ^ Jamin, Jareb, Serah, Saul; * 1 Mos. 46/ io. 25. Deß Sohn war Sallum, deß Sohn war Mibsam, deß Sohn war Misma. 26. Die Kinder aber Misma waren Hamuel; deß Sohn war Zachur, deß Sohn war Simei. 27. Simei aber hatte sechzehn Söhne und sechs Töchter, und seine Brüder hatten nicht viele Kinder; aber alle ihre Freundschaften mehreten sich so nicht, als die Kinder Juda. 28. Sie wohneten aber zu 'Berseba, Molada/ HazarSual, * Los. is, 2 . 29. Bilha, Ezem, Tholad, 30. Berhuel, Harma, Ziklag, 31. BethMarchaboth, HazarSuchim, Beth- Birei, Saaraim. Dieß waren ihre Städte, bis auf den König David. 32. Dazu ihre Dörfer bey Ethan, Am, Rim- mon, Thochen, Nsan, die fünf Städte. 33. Und alle Dörfer, die um diese Städte her waren, bis gen Baal, das ist ihre Wohnung und ihre Stpschaft unter ihnen. 34 . Und Mesobab, Jamlech, Josa, der Sohn Amazia, 36. Joel, Jehu, der Sohn Josibja, des Sohnes Seraja, des Sohnes Wels, 36. Elioeuai, Jaaeoba, Jesohaja, Asaja, Adiel, Jsmeel und Benaja. 37. Sisa, der Sohn Siphei, des Sohnes Allons, des Sohnes Jedaja, des Sohnes Simri, des Sohnes Semaja. 38. Diese wurden nahmhaftige Fürsten in ihren Geschlechtern des Hauses ihrer Väter, und thetleten sich nach der Menge. 39. Und sie zogen hin, daß sie gen Gedor kämen, bis gegen Morgen des Thals, daß sie Weide suchten für ihre Schafe; 40. Und fanden fette und gute Weide, und ein Land weit von Raum, * still und reich; denn vorhin wohneten daselbst die von Ham. * Nicht. 18/ 7. 41. Und die jetzt mit Nahmen beschrieben sind, kamen zur Zeit * Hiskta, des Königs Juda, und schlugen jener Hütten und Wohnungen, die daselbst gefunden wurden, und verbanneten sie bis auf diesen Tag, und wohneten an ihrer Statt; denn es war Weide daselbst für Schafe. * 2 Kim. 18 / 1 . 42. Auch gingen aus ihnen, aus den Kindern Simeons, fünf hundert Männer zu dem Gebirge Seir, mit ihren Obersten, Platja, Nearja, Rephaja und Usiel, den Kindern Jesei, 43. Und schlugen die übrigen Entronnenen der Amalekiter, und wohneten daselbst bis auf diesen Tag. Das 6. (sonst 5.) Capitel. Von Rübe»/ Gad/ Nanassc. i.^ie Kinder Rubens, des ersten Sohnes Israels, (denn er war der erste Sohn, aber damit, daß' er seines Vaters Bette verunreinigte, ward seine Erstgeburt gegeben den Kinder Rubens/ Gads, 1 Chronica 6. 7. Manasse, und Levi. 399 Kindern Josephs/ des Sohnes Israels; und er ward nicht gerechnet zur Erstgeburt;*iMos 33,22. 2. Denn Juda/ der mächtig war unter seinen Brüdern / dem ward das Fürstenthum vor ihm gegeben / und Joseph die Erstgeburt) 3 . So sind nun die Kinder * Rubens / des ersten Sohnes Israels: Hanoch/ Pallu/ Hezron und Charmi. *2M»s. 6 , n. Die Kinder aber Joels waren: Semaja; deß Sohn war Gog / deß Sohn war Simei / 5. Deß Sohn war Micha/ deß Sohn war Reaja / deß Sohn war Baal / 6. Deß Sohn war Beera / welchen führete weg gefangen * ThiglathPilneser / der König von Assyrien; er aber war ein Fürst unter den Rubenitern. * 2K»n. 13, 29. 7. Aber seine Brüder unter seinen Geschlechtern / da sie unter ihre Geburt gerechnet wurden / hatten zu Häuptern Jejel und Sacharja. 8 . Und Bela/ der Sohn Asans, des Sohnes Sema, des Sohnes Joels/ der wohnete zu Aroer/ und bis gen Nebo, und BaalMeon: 9. Und wohnete gegen dem Aufgang, bis man kommt an die Wüste / an das Wasser Phrath; denn ihres Viehes war viel im Lande Gilead. 10. Und zur Zeit Sauls führeten sie Krieg wider die Hagariter/ daß jene fielen durch ihre Hand / und wohneten in jener Hütten gegen dem ganzen Morgenort Gilead. 11. Die Kinder Gad aber wohneten gegen ihnen im Lande Basan/ bis gen Salcha. 12. Joel der Vornehmste/ und Saphan der andere / Jaenai und Saphat zu Basan. 13. Und ihre Brüder des Hauses ihrer Väter waren : Michael / Mesullam / Seba / Jorai / Jaekan/ Sia und Eber, die sieben. 1^. Dieß sind die Kinder Abihails, des Sohnes Huri/ des Sohnes Jaroah/ des Sohnes Gileads, des Sohnes Michaels/ des Sohnes Jefisai/ des Sohnes Jahdv/ des Sohnes Bus. 15. Aht, der Sohn Abdiels, des Sohnes Guni, war ein Oberster im Hause ihrer Väter/ 16. Und wohneten zu Gilead in Basan, und in ihren Töchtern, und in allen Vorstädten Sa- rons bis an ihr Ende. 17. Diese wurden alle gerechnet zur * Zeit Jo- thams, des Königs Juda, und Jerobeams, des Königs Israels. * 2 Kö„. 13,7.32. 18. Der Kinder Rubens, der Gaditer, und des halben Stamms Manasse, was streitbare Männer waren, die Schild und Schwert führen und Bogen spannen konnten und streitkrmdig waren, derer waren vier und vierzig tausend, und sieben hundert und sechzig, die ins Heer zogen. 19. Und da sie stritten mit den Hagaritern, halfen ihnen Jetur, Naphes und Nodab. 20. Und die Hagariter wurden gegeben in ihre Hände, und alles, das mit ihnen war. Denn sie schrieen zu Gott im Streit; und er ließ sich erbitten, ' denn sie vertraueten ihm. * Ps. 71,1. 21. Und sie führeten weg ihr Vieh, fünf tausend Kameele, zwey hmw-rt und fünfzig tausend Schafe, zwey tausend Esel, und hundert tausend Menschenseelen. 22. Denn es sielen viele Verwundete, denn der Streit war von Gott. Und sie wohneten an ihrer Statt bis zur Zeit, da sie gefangen wurden. 23 . Die Kinder aber des halben Stamms Manasse wohneten im Lande, von Basan an bis gen BaalHermon und Senir und den Berg Hermon; und ihrer war viel. 2^. Und diese waren die Häupter des Hauses ihrer Väter: Epher, Jesei, Eliel, Asriel, Je- remia, Hodawia, Jahdiel; gewaltige, redliche Männer und berühmte Häupter im Hause ihrer Väter. 25 . Und da sie sich an dem Gott ihrer Väter versündigten, und hureten den Götzen nach der Völker im Lande, die Gott vor ihnen vertilget hatte: 26. Erweckte der Gott Israels * den Geist Phuls, des Königs von Assyrien, und den Geist Thig- lathPilnesers, des Königs von Assyrien, und führete weg die Rubeniter, Gaditer, und den halben Stamm Manasse, und brachte sie gen Halah, und Habor, und Hara, und an das Wasser Gosan, bis auf diesen Tag. * 2 Kon. 13 , 29. Das 7. (sonst 6.) Capitel. Zahl und Wohnung der Kinder Levi und SlaronS. 1. ^üe Kinder * Levi waren: Gersom, Ka- ^ hath und Merari. * - M°s- -- 2. Die Kinder aber Kahaths waren: Amram, Jezehar, Hebron und Usicl. 3. Die Kinder * Amrams waren: Aaron, Mose und Mir/am. Die Kinder 1 - Aarons waren: Nadaö, Abihu, Eleasar und Jthamar; * * 2 Mos. 2, 1. -j- 2 Mos. 6 , 23 . ^ Eleasar zeugete Pinehas. Pinchüs zeugete Abisua. 5. Abisua zeugete Buki. Buki zeugete Uss 400 Kinder Levi. 1 Chr 6 . Usi zeugete Seraja. Seraja zeugete Me- rajoth. 7 . Merajoth zeugete Amarja. Amarja zeugete Ahitob. 8 . Ahitob ' zeugete Zadok. Zadok zeugete Ahi- maaz. * - Sam. 8 ,17. 9. Ahimaaz zeugete Asarja. Asarja zeugete Johanan. 10. Johanan zeugete * Asarja, den, der Priester war im Hause, das Salomo bauete zu Jerusalem. *2 Chr. 26,17. 11. Asarja zeugete Amarja. Amarja zeugete Ahitob. 12. Ahitob zeugete Zadok. Zadok zeugete Sallum. 13. Sallum zeugete 'Hilkija. Hilkija zeugete Asarja- *2Kön. 22,4. 1^. Asarja zeugete Seraja. Seraja zeugete Jozadak. 15. Jozadak aber ward mit weggeführet, da der * Herr Juda und Jerusalem durch Nebucad- Nezar ließ gefangen wegführen. *2Kön.2-,«. 16. So sind nun die Kinder * Levi diese: Ger- som, Kahath, Merari. *iMos. 46 ,n. 17. So heissen aber die Kinder * Gersoms: Libni und Simei. *2Mos. 6 ,17. 18. Aber die Kinder Kahaths heissen: Amram, Jezehar, Hebron und Ußel. 19. Die Kinder * Merari heissen: Maheli und Musi. Das sind die Geschlechter der Leviten unter ihren Vätern. *«.21,21. 20. Gersoms Sohn war Libni, deß Sohn war Jahath-, deß Sohn war Sima, 21. Deß Sohn war Joah, deß Sohn war Jddo, deß Sohn war Serah, deß Sohn war Jeathrai. 22. Kahaths Sohn aber war Amminadab, deß Sohn war Korah, deß Sohn war Assir, 23 . Deß Sohn war Elkana, deß Sohn war AbiAssaph, deß Sohn war Assir, 2^. Deß Sohn war Thahath, deß Sohn war Uriel, deß Sohn war Usija, deß Sohn war Saul. 25. Die Kinder Elkana waren: Amasai und Ahimoth, 26. Deß Sohn war Elkana, deß Sohn war Elkana von Zoph, deß Sohn war Nahath, 27. Deß Sohn war Elijab, deß Sohn war Jeroham, deß Sohn war Elkana, 28. Deß Sohn war Samuel, deß Erstgeborner war Vasni, und Abija. 29. Merari Sohn war Maheli, deß Sohn nica 7 ._Sänger. war Libni, deß Sohn war Simei, deß Sohn war Ufa, 30. Deß Sohn war Simea, deß Sohn war Haggija, deß Sohn war Asaja. 31. Dieß sind aber, die David stellete zu singen im Hause des Herrn, da die Lade ruhete; 32. Und dieneren vor der Wohnung der Hütte des Stifts mit Singen, bis daß Salomo das Haus des Herrn bauete zu Jerusalem, und standen nach ihrer Weise an ihrem Amt. 33. Und dieß find sie, die da standen, und ihre Kinder. Von den Kindern Kahaths war * Heman, der Sänger, der Sohn Joels, des Sohnes Samuels, '«.16,17. 3 - 4 . Des Sohnes Elkana, des Sohnes Jero- hams, des Sohnes Eliels, des Sohnes Thoah, 35. Des Sohnes Zuph, des Sohnes Elkana, des Sohnes Mahaths, des Sohnes Amasai, 36 . Des Sohnes Elkana, des Sohnes Joels, des Sohnes Asarja, des Sohnes Zephanja, 37. Des Sohnes Thahaths, des Sohnes Assirs, des Sohnes Abiassaphs, des Sohnes Korah, 38 . Des Sohnes Jezehars, des Sohnes Kahaths, des Sohnes Levi, des Sohnes Israels. 39. Und sein Bruder * Assaph stand zu seiner Rechten. Und er, der Assaph, war ein Sohn Berechja, des Sohnes Simea, *«. 16, is. -40. Des Sohnes Michaels, des Sohnes Bae- seja, des Sohnes Malchija, -41. Des Sohnes Athni, des Sohnes Serah, des Sohnes Adaja, -42. Des Sohnes Ethans, des Sohnes Sima, des Sohnes Simei, - 43 . Des Sohnes Jahaths, des Sohnes Gersoms, des Sohnes Levi. - 4 - 4 . Ihre Brüder aber, die Kinder Merari, standen zur Linken: nähmlich * Ethan, der Sohn Kusi, des Sohnes Abdi, des Sohnes Malluchs, * «. 16, 17. - 45 . Des Sohnes Hasabja, des Sohnes Ama- zia, des Sohnes Hilkia, - 46 . Des Sohnes Amzi, des Sohnes Bani, des Sohnes Samers, -47. Des Sohnes Maheli, des Sohnes Musi, des Sohnes Merari, des Sohnes Levi. - 48 . Ihre Brüder aber, die Leviten, waren gegeben zu allerlei) Amt an der Wohnung des Hauses des Herrn. -49. Aaron aber und seine Söhne waren im Amt, anzuzünden auf dem Brandopferaltar, und auf dem Näuchaltar, und zu allem Geschäfte Kinder Aarons. Leviten Städte. 1 Chrontca 7. 8. Kinder Isaschars. ä01 im Allerheiligsten, und zu versöhnen Israel, wie Mose, der Knecht Gottes, gebothen hatte. 50. Dieß sind aber die Kinder Aarons: Elca- sar, sein Sohn, deß Sohn war Pinehas, deß Sohn war Abisna, 51. Deß Sohn war Buki, deß Sohn war Usi, deß Sohn war Serahja, 52. Deß Sohn war Merajoth, deß Sohn Amarja, deß Sohn war Ahitob, 53. Deß Sohn war Zadok, deß Sohn war" Ahimaaz. *2 Sam. 15,27. 5^. Und dieß ist ihre Wohnung und Sitz in ihren Grenzen, nähmlich der Kinder * Aarons, des Geschlechts der Kahathiter; denn das Loos siel ihnen, *Jos. 21,10. 55. Und sie gaben ihnen Hebron im Lande Juda, und derselben " Vorstädte umher. * 4 Mos. 35 , 2 . 3 . 56. Aber das " Feld der Stadt und ihre Dörfer gaben sie Caleb, dem Sohne Jephunne. * Jos. 21, 11. 57 . So gaben sie nun den Kindern Aarons" die Freystädte, Hebron und Libna sammt ihren Vorstädten, Jather und Esthemoa mit ihren Vorstädten, " Los. 21,13. 58. Hilen Debir, 59. Asan und Bethsemes mit ihren Vorstädten. 60. Und aus dem Stamm Benjamin Geba, Alemeth und Anathoth mit ihren Vorstädten; daß alle Städte in ihrem Geschlecht waren dreyzehn. 61 . Aber den andern Kindern Kahaths ihres Geschlechts , aus dem halben Stamm Manasse wurden durchs Loos zehn Städte. 62. Den Kindern Gersoms ihres Geschlechts wurden aus dem Stamm Jsaschar, und aus dem Stamm Aster, und aus dem Stamm Naphthali, und aus dem Stamm Manasse in Basan, dreyzehn Städte. 63. Den Kindern Merari ihres Geschlechts wurden durchs Loos aus dem Stamm Nuben, und aus dem Stamm Gad, und aus dem Stamm Sebulon, zwölf Städte. 6^. Und die Kinder Israel gaben den Leviten auch Städte mit ihren Vorstädten: 65. Nähmlich durchs Loos aus dem Stamm der Kinder Juda, und aus dem Stamm der Kinder Simeon, und aus dem Stamm der Kinder Benjamin, die Städte, die sie mit Nahmen bestimmten. 66. Aber den Geschlechtern der Kinder Kahaths wurden Städte ihrer Grenze aus dem Stamm Ephraim. 67. So gaben sie nun ihnen, dem Geschlecht der andern Kinder Kahaths, die" freyen Städte: Sichern auf dem Gebirge Ephraim, Geser, 68. Jakmeam, BethHoron, 69. Ajalon und GathRimmon, mit ihren Vorstädten. 70 . Dazu aus dem halben Stamm Manasse Auer und Bileam mit ihren Vorstädten. 71 . Aber den Kindern Gersoms gaben sie aus dem Geschlecht des halben Stamms Manasse Golan in Basan und Astharoth, mit ihren Vorstädten. 72 . Aus dem Stamm Jsaschar: Kedes, Da- brath, 73. Ramoth und Anem, mit ihren Vorstädten. 7 ^. Aus dein Stamm "Asser: Masal, Abdon, * Los. 21, 30 . 75. Hukok und Rehob, mit ihren Vorstädten. 76. Aus dem Stamm Naphthali: Kedes in Galiläa, Hammon und Kiriathaim, mit ihren Vorstädten. 77 . Den andern Kindern Merari gaben sie ans dem Stamm Sebulon: Rimmono und Thabor, mit ihren Vorstädten; 78. Und jenseit des Jordans gegen Jericho, gegen der Sonnen Aufgang am Jordan, aus dem Stamm Rüben: Bezer in der Wüste, Jahza, 79 . Kedemoth und Mepaath, mit ihren Vorstädten. 80 . Aus dem Stamm Gad: Ramoth in Gi- lead, Mahanaim, 81. Hesbon und Jaeser, mit ihren Vorstädten. Das 8. (sonst 7.) Capitel. Geschlechtsrcgiger der sechs übrigen Söhne Jakobs. 1. Aie Kinder' Isaschars waren Thola, Pua, ^ Jasub und Simron, die vier. * 1 Mos. 46 , 13 . 2 . Die Kinder aber Thola waren: Usi, Re- phaja, Jeriel, Jahemai, Jebsam und Samuel, Häupter im Hause ihrer Väter von Thola und gewaltige Leute in ihrem Geschlecht, an der Zahl zu Davids Zeiten zwey und zwanzig tausend und sechs hundert. 3 . Die Kinder Usi waren: Jesraja. Aber die Kinder Jesraja waren: Michael, Obadja, Joel und Jeßa, die fünf, und waren alle Häupter. Und mit ihnen unter ihrem Geschlecht im Hause ihrer Väter waren gerüstet Heervolk zum Streit sechs und dreyßig tausend; denn si'e hatten viele Weiber und Kinder. E e e 402 Kinder Manasse, 1 Chronica 8. s. Und ihre Brüder in allen Geschlechtern Jsaschars, gewaltige Leute, waren sieben und achtzig tausend/ und wurden alle gerechnet. 6. Die Kinder * Benjamins waren: Bela , Becher / und Jediael / die drey. "iMos.46/2i. 7. Aber die Kinder Bela waren: Ezbon/ Usi/ Ufiel / Jerimoth und Jri, die fünf/ Häupter im Hause der Väter/ gewaltige Leute. Und wurden gerechnet zwey und zwanzig tausend und vier und dreyßig. 8. Die Kinder Bechers waren: Semira / Joas / Elieser/ Elioenai/ Amri / Jerimoth / Abia/ Anathoth und Alameth; die waren alle Kinder des Bechers. 9 . Und wurden gerechnet in ihren Geschlechtern/ nach den Häuptern im Hause ihrer Väter / gewaltige Leute/ zwanzig tausend und zwey hundert. 10. Die Kinder aber Jediaels waren Bilhan. Bilhans Kinder aber waren: Jeus/ Benjamin/ Ehud/ Cnaena/ Sethan/ Tharsis undAhisahar. 11. Die waren alle Kinder Jediaels/ Häupter der Väter/ gewaltige Leute/ siebeuzehn tausend zwey hundert / die ins Heer auszogen zu streiten. 12. Und Supim und Hupim waren Kinder Ir; Husim aber waren Kinder Ahers. 13. Die Kinder * Naphthali waren: Jahziel/ Guni/ Jezer und Sallum/ Kinder von Bilha. * 1 Mos. 46/ 24. I^i. Die Kinder Manasse sind diese: Asriel / welchen gebar Aramja / sein Kebsweib; er zeugete aber Machir, den Vater Gileads. 15. Und Machir gab Hupim und Supim Weiber; und seine Schwester hieß Maecha. (Und Machir nahm zum Weibe die Schweücr des Hupim und Supim, die hieß Maecha.) Sein anderer Sohn hieß Zelaphe- had; und Zelaphehad * hatte Töchter. *4 Mos. 27 , 1 . 16. Und Maecha/ das Weib Machirs, gebar einen Sohn / den hieß sie Peres; und sein Bruder hieß Sares/ und desselben Söhne waren Ulam und Rakem. 17 . Ulams Sohn aber war Bedan. Das sind die Kinder Gileads/ des Sohnes Machirs / des Sohnes Manasse. 18 . Und seine Schwester Molechet gebar Js- hud/ Abieser und Mahela. 19. Und Semida hatte diese Kinder: Ahjan, Sichern/ Likhi und Aniam. 20. Die Kinder * Ephraims waren diese: Suthela / deß Sohn war Bered/ deß Sohn war Thahath/ deß Sohn war Eleada/ deß Sohn war Thahath / * 4 Mos. 26 , 35 . 21. Deß Sohn war Sabad/ deß Sohn war Suthelah, deß Sohn war Eser und Elead. und Ephraims. Und die Männer zu Gath / die Einheimischen im Lande/ erwürgeten sie/ darum/ daß sie hinab gezogen waren/ ihr Vieh zu nehmen. 22. Und ihr Vater Ephraim trug lange Zeit Leid / und seine Brüder' kamen ihn zu trösten. * Hiob 2 / 11 . 23. Und er beschlief sein Weib / die ward schwanger / und gebar einen Sohn, den hieß er Bria, darum/ daß es in seinem Hause übel zuging. 24. Seine Tochter aber war Seera / die bauete das niedere und obere Bethhoron / und Usen- Seera. 25. Deß Sohn war Rephah und Reseph/ deß Sohn war Thelah/ deß Sohn war Thahan/ 26. Deß Sohn war Laedan/ deß Sohn war Ammihud / deß Sohn war Elisama / 27. Deß Sohn war Nun / deß Sohn * war Josua. "4 Mos. 13/9. 28. Und ihre Habe und Wohnung war Bethel und ihre Töchter / und gegen dem Aufgang Nae- ran/ und gegen Abend Geser und ihre Töchter, Sechem und ihre Töchter, bis gen Azza und ihre Töchter, 29. Und an den Kindern Manasse, Bethsean und ihre Töchter, Thaenach und ihre Töchter, Megiddo und ihre Töchter, Dor und ihre Töchter. In diesen wohneten die Kinder Josephs, des Sohnes Israels. 30. Die Kinder * Assers waren diese: Jemna, Jeswa, Jeswi, Bria, und Serah, ihre Schwester. * 1 Mos. 46/ 17. 31. Die Kinder Bria waren: Heber undMal- chiel, das ist der Vater Birsawiths. 32. Heber aber zeugete Japhlet, Somer, Ho- tham, und Suah, ihre Schwester. 33. Die Kinder Japhlets waren: Passah, Bimehal und Aswath; das waren die Kinder Japhlets. 34 . Die Kinder Somers waren: Ahi, Rahga, Jehuba und Aram. 35. Und die Kinder seines Bruders Helams waren: Zophah, Jemna, Seles und Amal. 36. Die Kinder Zophahs waren: Suah, Har- nepher, Sual, Beri, Jemra, 37. Bezer, Hod, Sama, Silsa, Jethran und Beera. 38. Die Kinder Jethers waren: Jephunne, Phispa und Ara. 39. Die Kinder Ulla waren: Arah, Haniel und Rizja. 40. Diese waren alle Kinder Assers, Häupter Kinder Benjamin, ihre Wohnung. 1 Cl) roNica 9. 10. Einwohner Jerusalems. 40Z im Hause ihrer Vater, auserlesene, gewaltige Leute, und Häupter über Fürsten. Und wurden gerechnet in das Heer zum Streit, an ihrer Zahl sechs und zwanzig tausend Männer. Das 9. (sonst 8.) Capitel. Das Haus Benjamins und Sauls. i.IHenjamin * aber zeugcte Bela, seinen ersten Sohn, Asbel den andern, Ahrah den dritten, * i Mos. 46,21. 2. Noha den vierten, Rapha den fünften. Z. Und Bela hatte Kinder: Addar, Gera, Abihud. Abisua, Naeman, Ahoah, 5. Gera, Sephuphan und Huram. 6. Dieß sind die Kinder Ehuds, die da Häupter waren der Väter unter den Bürgern zu Geba und zogen weg gen Manahath: 7. Rühmlich Naeman, Ahia und Gera, derselbe führete sie weg; und er zeugete Usa und Ahihud. 8. Und Saharaim zeugete im Lande Moab (da er jene von sich gelassen hatte) von Husim und Baera, seinen Weibern: 9. Und er zeugete von Hodes, seinem Weibe: Jobab, Zibja, Mesa, Malcham, 10. Jeuz, Sachja und Mirma. Das find seine Kinder, Häupter der Väter. i i. Von Husim aber zeugete er Abitub und Elpaal. 12. Die Kinder aber Elpaals waren: Eber, Miscam und Samed. Derselbe bauete^Ono, und Lod, und ihre Töchter. 13. Und Bria und Sama waren Häupter der Väter, unter den Bürgern zu Ajalon; sie verjagten die zu Gath. i-j. Ahjo aber, Sasak, Jeremoth, is. Sebadja, Arad, Ader, 16. Michael, Jespa und Joha ; das find Kinder Bria. .17. Sebadja, Mefullam, Hiski, Heber, 18. Jesmerai, Jeslia, Jobab ; das sind Kinder Elpaals. 19. Jakim, Sichri, Sabdt, 20. Elioenai, Zilthai, Eliel, 21. Adaja, Braja und Simrath; das sind die Kinder Simei. 22. Jespan, Eber, Eliel, 23. Abdon, Sichri, Hanan, 2^. Hananja, Elam, Anthotja, 26. Jephdeja, und Pnuel; das sind die Kinder Sasaks. 26. Samserai, Seharja, Achalja, 27. Jaeresja, Elia und Sichri; das sind die Kinder Jerohams. 28. Das sind die Häupter der Väter ihrer Geschlechter, die wohneten zu Jerusalem. 29. Aber zu Gibeon wohnete der Vater Gi- beons, und sein Weib hieß Maecha. 30. Und sein erster Sohn war Abdon, Zur, Kis, Baal, Nadab, 31. Gedor, Ahjo und Secher. 32. Mikloth aber zeugete Simea, und sie wohneten gegen ihren Brüdern zu Jerusalem mit ihnen. 33. Ner * zeugete Kis. Kis zeugete Saul. Saul zeugete Jonathan, Malchisua, Abinadab und Esbaal. * c. io, 39. 1 Sam. 14, 31. 3^. Der Sohn aber Jonathans war Meri- baal. Meribaal zeugete Micha. 35. Die Kinder Micha waren: Pithon, Me- lech, Thaerea und Ahas. 36. Ahas aber zeugete Joadda. Joadda zeugete Alemeth, Asmaveth und Simri. Simri zeugete Moza. 37. Moza zeugete Binea, deß Sohn war Rapha, deß Sohn war Eleasa, deß Sohn war Azel. 38. Azel aber hatte sechs Söhne, die hießen: Esrikam, Bochrn, Jesmael, Searja, Obadja, Hanan. Die waren alle Söhne Azels. 39. Die Kinder Eseks, seines Bruders, waren: Ulam, sein erster Sohn, Jeus der andere, Eliphelet der dritte. ^o. Die Kinder aber Mains waren gewaltige Leute, und*geschickt mit Bogen; und hatten viele Söhne und Sohnes Söhne, hundert und fünfzig. Die sind alle von den Kindern Benjamins. * Nicht. 20 , 16 . Das 10. (sonst 9.) Capitel. Einwohner zu Jerusalem und Gibeon. i.llnd das ganze Israel ward gerechnet, und ^ siehe, sie sind angeschrieben im Buch der Könige Israels, und Juda, und' nun weggcfahret gen Babel, um ihrer Miffethat willen, * 2 Kön. 24, 13. 16. 2. Die zuvor wohneten auf ihren Gütern und Städten, nähmlich Israel, Priester, Leviten und Nethinim. 3. Aber ' zu Jerusalem wohneten etliche der Kinder Juda, etliche der Kinder Benjamin, etliche der Kinder Ephraim und Manaffe. * Neh. Ee e 2 404 Amt der 1 Chronica 10. Leviten. 4. Rühmlich aus den Kindern Perez, des Sohnes Juda, war Uthai, der Sohn Ammi- huds, des Sohnes Amri/ des Sohnes Jmri, des Sohnes Bant. s. Von Siloni aber Asaja, der erste Sohn, und seine andern Söhne. 6. Von den Kindern Serah: Jeguel und seine Brüder, sechs hundert und neunzig. 7. Von den Kindern Benjamin: Sallu, -er Sohn Mesullams, des Sohnes Hodavja, des Sohnes Hasnua; 8. Und Jebneja, der Sohn Ierohams; und Ela, der Sohn Ust, des Sohnes Michri; und Mesullam, der Sohn Sephatja, des Sohnes Reguels, des Sohnes Jebneja. 9. Dazu ihre Brüder in ihren Geschlechtern, neun hundert und sechs und fünfzig. Alle diese Männer waren Häupter der Väter im Hause ihrer Väter. 10. Von den Priestern aber: Jedaja, Jojarib, Jachin; 11. Und Asarja, der Sohn*Hilkia, des Sohnes Mesullams, des Sohnes Zadoks, des Sohnes Merajoths, des Sohnes Ahitobs, ein Fürst im Hause Gottes; * e. 7, i3. 12. Und Adaja, der Sohn Ierohams, des Sohnes Pashurs, des Sohnes Malchja; und Maesai, der Sohn Adiels, des Sohnes Jachsera, des Sohnes Mesullams, des Sohnes Meflllemiths, des Sohnes Jmmers; 13. Dazu ihre Brüder, Häupter im Hause ihrer Väter, tausend steben hundert und sechzig, steißige Leute am Geschäfte des Amts im Hause Gottes. 14. Von den Leviten aber aus den Kindern Merari: Semaja, der Sohn Hasubs, des Sohnes Asrikams, des Sohnes Hasabja, 15. Und Bakbakar, der Ztmmermann (Chmy, und Galal, und Mathanja, der Sohn Michas, des Sohnes Sichri, des Sohnes Assaphs, 16. Und Obadja, der Sohn Semaja, des Sohnes Galals, des Sohnes Jeduthuns; und Bereckja, der Sohn Assa, des Sohnes Elkana, der in den Dörfern wohnete, der' Nethophatiter. * c. 2 / 54. 17. Die Pförtner aber waren: Sallum, Akub, Thalmon, Ahiman mit ihren Brüdern, und Sallum, der Oberste. 18. Denn bisher hatten am Thor des Königs gegen den Aufgang gewartet die Kinder Levi mit Lagern (die Wache gehalten). 19. Und Sallum, der Sohn Kore, des Sohnes Abiassaphs, des Sohnes Korah und seine Brüder aus dem Hause seines Vaters, die Ko- rahiter am Geschäfte des Amts, daß fie warteten an der Schwelle der Hütte; und ihre Väter im Lager des Herrn, daß ste warteten des Eingangs. 20. Pinehas aber, der Sohn Eleasars, war Fürst über ste, darum, daß der * Herr zuvor mit ihm gewesen war. * i Mos. 25,7. 21. Sacharja aber, der Sohn Meselemja, war Hüther am Thor der Hütte des Stifts. 22. Alle diese waren auserlesen zu Hüthern an der Schwelle, zwey hundert und zwölf, die waren gerechnet in ihren Dörfern. Und David und Samuel, ' der Seher, stifteten sie durch ihren Glauben, * 1 Sam. s, s. n. 23. Daß sie und ihre Kinder hüthen sollten am Hause des Herrn, nähmlich an dem Hause der Hütte, daß fie seiner warteten. 24. Es waren aber solche Thorwächter gegen die vier Winde gestellet, gegen Morgen , gegen Abend, gegen Mitternacht, gegen Mittag. 25. Ihre Brüder aber waren auf ihren Dörfern , daß sie herein kämen, je des siebenten Tages, allezeit (auf sieben Tage lang) bey ihnen zu seyn. 26. Denn die Leviten waren diesen viererley obersten Thorhüthern vertrauet, und sie waren über die Kasten und Schätze im Hause Gottes. 27. Auch blieben sie über Nacht um das Haus Gottes; denn es gebührete ihnen die Huth, daß sie alle Morgen aufthaten. 28. Und Etliche aus ihnen waren über das Geräthe des Amts; denn ste trugen es gezählet aus und ein. 29. Und ihrer Etliche waren bestellet über die Gefäße, und über alles heilige Geräthe, über Semmelmehl, über Wein, über Oehl, über Weihrauch, über Räuchwerk. 30. Aber der Priester Kinder machten Etliche das Räuchwerk. 31. Mathitja aus den Leviten, dem ersten Sohne Sallums, des Korahirers, waren vertrauet die Pfannen. 32. Aus den Kahathitern aber, ihren Brüdern, waren über die' Schaubrote zuzurichten, daß ste sie alle Sabbath bereiteten. "3 Mos. 24/5. 33. Das sind die Sänger, die Häupter unter den Vätern der Leviten, über die Kasten ausgesondert ; denn Tag und Nacht waren sie darob im Geschäfte. 34. Das sind die Häupter der Väter unter den Häupter der Leviten. Sauls Untergang. 1 CH Leviten in ihren Geschlechtern. Diese wohneten zu Jerusalem. 35 . Zu Gibeon wohneten Jejel, der Vater Gibeons, sein Weib hieß Maecha, 36 . Und sein erster Sohn Abdon, Zur, Kis, Baal, Ner, Nadab, 37 . Gedor, Ahajo, Sacharja, Mikloth. 38 . Mikloth aber zeugete Simeam; und sie wohneten auch um ihre Brüder zu Jerusalem unter den Ihren. 39. Ner * aber zeugete Kis. Kis zeugete Saul. Saul zeugete Jonathan, Malchisua, Abinadab, Esbaal. * c. 9,33. ^0. Der Sohn aber Jonathans war Meribaal. Meribaal aber zeugete Micha. ^1. Die Kinder Micha waren: Pithon, Melech und Thaherea. ^2. Ahas zeugete Jaera. Jaera zeugete Ale- mcth, " Asmaveth und Simri. Simri zeugete Moza? * c-13,3. ^3. Moza zeugete Biuea, deß Sohn war Raphaja, deß Sohn war Eleasa, deß Sohn war Azel. Azel aber hatte sechs Söhne; die hießen : Asrikam, Bochru, Jismael, Searja, Obadja, Hanan; das sind die Kinder Azels. Das 11. (sonst 10.) Capitel. Sauls Untergang im Streit wider die Philister. 1. A>ie * Philister stritten wider Israel. Und ^ die von Israel flohen vor den Philistern, und fielen die Erschlagenen auf dem Berge Gtlboa. * 1 Sam. 31 , 1. 2. Aber die Philister hingen sich an Saul, und seine Söhne hinter ihnen her, und schlugen Jonathan, Abinadab und Malchisua, die Söhne Sauls. 3. Und der Streit war wider Saul; und die Bogenschützen kamen an ihn, daß er von den Schützen verwundet ward. Da sprach Sau! zu feinem Waffenträger: ' Ziehe dein Schwert aus, und erstich mich damit, daß diese Unbeschnittene nicht kommen und schändlich mit mir umgehen. Aber sein Waffenträger wollte nicht, denn er fürchtete sich sehr. Da nahm Saul sein Schwert, und siel darein. * 1 Sam. 31 , 4 . 5. Da aber sein Waffenträger sah, daß Saul todt war, fiel er auch ins Schwert, und starb. 6. Also starb Saul und seine drey Söhne, und sein ganzes Haus zugleich. - 7. Da aber die Männer Israel, die im Grunde onica 10 . 11 . 12 . Davids Aufnahme. 405 waren, sahen , daß sie geflohen waren, und -aß Saul und seine Söhne todt waren, verließen sie ihre Städte und flohen, und die Philister kamen und wohneten darinnen. 8 . Des andern Morgens kamen die Philister, die Erschlagenen auszuziehen, und fanden Saul und seine Söhne liegen auf dem Berge Gilboa, 9. Und zogen ihn aus, und hoben auf sein Haupt und seine Waffen, und sandten es ins Land der Philister umher, und ließen es ver- - kündigen vor ihren Götzen und dem Volk; 10. Und legten seine Waffen ins Haus ihres Gottes, und seinen Schedel hefteten sie an das Haus Dagons. 1:. Da aber alle die zu Jabes in Gilead Hörsten alles, was die Philister Saul gethan hatten; 12. Machten sie sich auf, alle streitbare Männer , und ' nahmen den Leichnam Sauls und seiner Söhne, und brachten sie gen Jabes, und begruben ihre Gebeine unter der Eiche zu Jabes, und fasteten sieben Tage. * 1 Sam. 31 , 12 . 13 . 2 Sam. 2 , 3 . 13 . Also starb Saul in seiner Missethat, die er wider den Herrn gethan hatte' an dem Wort des Herrn, das er nicht hielt, auch -t daß er die Wahrsagerinn fragte, * i Sam. 13,11. 1 Sam. - 8 , s. 1^. Und fragte den Herrn nicht; darum töd- tete er ihn, und wandte das Königreich zu David , dem Sohne Jsai. Das 12. (sonst 11.) Capitel. Salbung Davids zum Könige. Seine Wohnung und streitbare Helden. 1. Nnd * ganz Israel sammelte sich zu David ^ gen Hebron, und sprach: Stehe, wir sind dein Bein und dein Fleisch. *2 Sam. 3,1. 2. Auch vorhin, da Saul König war, führe- test dn Israel aus und ein. So hat der Herr, dein Gott, dir geredet: Du sollst mein Volk Israel weiden, und du sollst Fürst seyn über mein Volk Israel. 3. Auch kamen alle Aeltesten Israels zum Könige gen Hebron. Und David machte einen Bund mit ihnen zu Hebron vor dem Herrn. Und' sie salbeten David zum Könige über Israel, nach dem Wort des Herrn durch Samuel. - 1 Sam. 16 , 13 . Und David zog hin und das ganze Israel gen Jerusalem, das ist Jebus: denn die Jebusi- ter wohneten im Lande. 5 Und die Bürger zu Jebus sprachen ' zu David- L)u sollst nicht herein kommen. David Helden 1 Chronica 42. Davids. 406 aber gewann die Burg Zion, das ist Davids Stadt. * 2 Sam. 3/ 6. 6 . Und David sprach: Wer die Jebußter am ersten schlägt, der soll ein Haupt und Oberster seyn. Da erstieg sie am ersten Joab, der Sohn Zeruja, und ward Hauptmann. 7 . David aber wohnete auf der Burg: daher heisset man sie Davids Stadt. 8. Und er bauete die Stadt umher, von Millo an bis gar umher. Joab aber ließ leben die Uebrigen in der Stadt. s. Und David fuhr fort und nahm zu, und der Herr Zebaoth war mit ihm. 10. Dieß sind die' Obersten unter den Helden Davids, die sich redlich mit ihm hielten in seinem Königreich bey dem ganzen Israel, daß man ihn zum Könige machte, nach dem Wort des Herrn über Israel. *2 Sam. 23/8. 11. Und dieß ist die Zahl der Helden Davids: * Jasabeam, der Sohn Hachmoni, der Vornehmste unter dreyßigen; er hob seinen Spieß auf, und schlug drey hundert auf einmahl. * c. 28/ 2. 2 Sam. 23/ 8. 12. Nach ihm war * Eleasar, der Sohn Dodo, der Ahohiter; und er war unter den dreyen Helden. * c. 28/ 4. 2 Sam. 23, 9. 13. Dieser war mit David, da sie Hohn sprachen , und die Philister sich daselbst versammelt hatten zum Streit. Und war ein Stück Acker voll Gerste; und das Volk fioh vor den Philistern. i^. Und sie traten mitten auf das Stück, und erretteten es, und schlugen die Philister. Und der Herr gab ein großes Heil. 15 . Und die Drey aus den dreyßig Vornehmsten zogen hinab zum Felsen, zu David in die* Höhle Adullam. Aber der Philister Lager lag im Grunde Rephaim. *1 Sam. 22,1. 16. David aber war in der Burg; und der Philister Volk war dazumahl zu Bethlehem. 17. Und David * ward lüstern, und sprach: Wer will mir zu trinken geben des Wassers aus dem Brunnen zu Bethlehem unter dem Thor? * 2 Sam. 23, is. 18. Da rissen die Drey in der Philister Lager, und schöpften des Wassers aus dem Brunnen zu Bethlehem unter dem Thor, und trugen es, und brachten es zu David. Er aber wollte es nicht trinken, sondern goß es dem Herrn, 19. Und sprach: Das lasse Gott ferne von mir seyn, daß ich solches thue und trinke das Blut dieser Männer in ihres Lebens Gefahr; denn sie haben es mit ihres Lebens Gefahr hergebracht; darum wollte er es nicht trinken. Das thaten die drey Helden. 20. Abisai, * der Bruder Joabs, der war der Vornehmste unter dreyen, und er hob seinen Spieß auf, und schlug drey hundert. Und er war unter dreyen berühmt, * 2 Sam. 23/ 18. 21. Und er, der Dritte, herrlicher denn die Zween, und war ihr Oberster, aber bis an die Drey kam er nicht. 22. Benaja, der Sohn Jojada, des Sohnes Jshails, von großen Thaten, von Kabzeel. Er schlug zween Löwen der Moabiter; * und ging hinab, und schlug einen Löwen mitten im Brunnen zur Schneezeit. * 2 Sam. 23,20. 23. Er schlug auch einen Egyptischen Mann, der war fünf Ellen groß und hatte einen Spieß in der Hand * wie ein Weberbaum. Aber er ging zu ihm hinab mit einem Stecken, und nahm ihm den Spieß aus der Hand, und erwürgete ihn mit seinem eigenen Spieß. * 1 Sam. 17,7. 2^. Das that Benaja, der Sohn Jojada, und war * berühmt unter dreyen Helden, ' c. 28, 6. 25. Und war der Herrlichste unter dreyßigen, aber an die Drey kam er nicht. David aber machte ihn zum heimlichen Rath. 26. Die streitbaren Helden sind diese: * Asahel, der Bruder Joabs. Elhanan, der Sohn Dodo von Bethlehem. *2 Sam. 2,1s. 27. Samoth, der Haroriter. * Helez, der Peloniter. * c. 28,10. 28. Jra, der Sohn Ekes, der Thekoiter. Abieser, der Anthotiter. 29. Sibechai, der Husathiter. Jlai, der Ahohiter. 30. Maherai, -er Netophatiter. Heled, der Sohn Baena, der Netophatiter. 3 t. Jthai, der Sohn Ribai, von*Gibea der Kinder Benjamin. Benaja, der Pirgathoniter. * Nicht. 19, 14. 32. Hurai, von den Bächen Gaas. Abiel, der Arbathiter. 33. Asmaveth, der Baherumiter. Eliahba, der Saalboniter. 3^. Die Kinder Hasums, des Gisoniters. Jonathan , der Sohn Sage, der Harariter. 35. Ahiam, der Sohn Sachars, der Harart- ter. Eliphal, der Sohn Ur. 36. Hepher, der Macherathiter. Ahia, der Peloniter. Helden Davids, -1 Chronica 12 . 13 . dessen Helfer. 407 37 . Hezro, der Carmeliter. Naerai, der Sohn Asbai. 38 . Joel, der Bruder Nathans. Mibehar, der Sohn Hagri. 39. Zelek, der Ammoniter. * Naherai, der Berothiter, Waffenträger Joabs, des Sohnes Zeruja. * 2 Sam. 23,37. -40. Jra, der Jethriter. Gareb, der Jethriter. - 41 . * Uria, der Hethiter. Sabad, der Sohn Ahelai. *2Sam. ii/ 3 . -42. Adina, der Sohn Sisa, der Rubeniter, ein Hauptmann der Rubeniter, und dreyßig waren unter ihm. 43. Hanan, der Sohn Maecha. Josaphat, der Mathoniter. -42,. Usia, der Astrathiter. Sama und Jajel, die Söhne Hothams, des Aroeriters. -45. Jediael, der Sohn Simri. Joha, sein Bruder, der Thiziter. - 46 . Eliel, der Maheviter. Jeribai und Jo- savja, die Söhne Elnaams. Jethma, der Moabiter. - 47 . Eliel, Obed, Jaestel von Mezobaja. Das 13. (sonst 12.) Capitel. Davids Bcyftand an streitbaren Männer». 1. Hsuch kamen diese zu David gen Ziklag, ^ da er noch verschlossen war vor Saul, dem Sohne Kis. Und sie waren auch unter den Helden, die zum Streit halfen, 2. Und mit * Bogen geschickt waren zu beyden Händen, auf Steine, Pfeile und Bogen. Von den Brüdern Sauls, die aus Benjamin waren: * c. 9/ 4o. 3. Der Vornehmste Ahieser und Joas, die Kinder Samaa, des Gibeathiters; Jesiel und Peleth, die Kinder Asmaveths; Baracha und Jehu, der Anthotiter. - 4 . Jesmaja, der Gibeoniter, gewaltig unter dreyßigen und über dreyßig. Jeremia, Jahesiel, Johanan, Josabad, der Gederathiter. 5. Eleusai, Jerimoth, Bealja, Samarja, Saphatja, der Harophiter. 6 . Elkana, Jesija, 'Asareel, Joeser, Jasa- beam, die Korhiter. * c. 26,18. 7 . Joela und Sabadja , die Kinder Jerohams von Gedor. 8 . Von den Gaditern sonderten sich aus zu David in die Burg in der Wüste starte Helden und Kriegsleute, die Schild und Spieß führe- ten, und ihr Angesicht wie der Löwen, und * schnell wie die Rehe auf den Bergen: * 2 Sam. 2, 18. 9. Der erste Eser, der andere Obadja, der dritte Eliab, 10. Der vierte Masmanna, der fünfte Je- remja, 11. Der sechste Athai, der siebente Eliel, 12. Der achte Johanan, der neunte Elfabad, 1 3 . Der zehnte Jeremja, der eilfte Machbanai. 1-4. Diese waren von den Kindern Gad, Häupter im Heer; der Kleinste über hundert, und der Größefte über tausend. iZ. Die sind es, die über den Jordan gingen im ersten Monath, da er voll war an beyden Ufern, daß alle Gründe eben (überschwemmt) waren, veydes gegen Morgen und gegen Abend. 16. Es kamen aber auch von den Kindern Benjamin und Juda zu der Burg Davids. 17. David aber ging heraus zu ihnen, und antwortete und sprach zu ihnen: So ihr kommt im Frieden zu mir und mir zu helfen, so soll mein Herz mit euch seyn; so ihr aber kommt auf List und mir zuwider zu seyn , so doch kein Frevel an mir ist, so sehe der Gott unserer Väter darein und strafe es. 18. Aber der Geist zog an Amasai, den Hauptmann unter dreyßigen: Dein sind wir, David, und mit dir halten wir es, du Sohn Jfai. Friede, Friede sey mit dir! Friede sey mit deinen Helfern! denn dein Gott hilft dir. Da nahm sie David an, und setzte sie zu Häuptern über die Kriegsleute. 19. Und von Manasse fielen zu David, da er kam mit den Philistern wider Saul zum Streit und half ihnen nicht. Denn die * Fürsten der Philister ließen ihn mit Rath von sich, und sprachen: Wenn er zu seinem Herrn Saul siele, so möchte es uns unfern Hals kosten. *1 Sam. 2s, 4. 20. Da er nun gen Ziklag zog , sielen zu ihm von Manasse Adna, Josabad, Jedjael, Michael, Josabad, Elihu, Zilthai, Häupter über tausend in Manasse. 21. Und sie halfen David wider die Kriegsleute; Senn sie waren alle redliche Helden, und wurden ^auptleute über das Heer. 22. Auch kamen alle Tage Etliche zu David, hm zu helfen, bis daß ein großes Heer ward, pie ein Heer Gottes. 23. Und dieß ist die Zahl der Häupter, gelüftet zum Heer, die zu David gen Hebron !awen, das Königreich Sauls zu ihm zu wen- )en, nach dem Wort des Herrn. 2-4. Der Kinder Juda, die Schild und Spieß 408 David wird König. 1 Chronica 13. 14. Ufa wird erschlagen. trugen, waren sechs tausend und achthundert, gerüstet zum Heer. 25. Der Kinder Simeon, redliche Helden zum Heer, sieben tausend und hundert. 26 . Der Kinder Levi vier tausend und sechs hundert. 27. Und Jojada, der Fürst unter denen von Aaron, mit drey tausend und sieben hundert. 28 . * Zadok, der Knabe, ein redlicher Held, mit seines Vaters Hause, zwey und zwanzig Obersten. . * ^ Sam. i-, 24 . 29 . Der Kinder Benjamin, Sauls Brüder, drey tausend. Denn bis auf die Zeit hielten ihrer noch viel an dem Hause Sauls. 30 . Der Kinder Ephraim zwanzig tausend und acht hundert, redliche Helden und berühmte Männer im Hause ihrer Väter. 31 . Des halben Stamms Manasse achtzehn taufend, die mit Nahmen genannt wurden, daß sie kämen und machten David zum Könige. 32 . Der Kinder Jsaschar, die verständig waren und riethen, was zu jeder Zeit Israel thun sollte, zwey hundert Hauptleute; und alle ihre Brüder folgten ihrem Wort. 33 . Von Scbulon, die ins Heer zogen zum Streit, gerüstet mit allerlei) Waffen zum.'Streit, fünfzig tausend, sich in die Ordnung zu schicken einträchtiglich. 3-L. Von Naphthali tausend Hauptleute, und mit ihnen, die Schild und Spieß führeten, sieben und dreyßig tausend. 35 . Von Dan zum Streit gerüstet acht und zwanzig tausend sechs hundert. 36. Von Asser, die ins Heer zogen, gerüstet zum Streit, vierzig taufend. 37. Von jenseit des Jordans , von den Rube- nitern, Gaditern und halben Stamm Manasse, mit allerley Waffen zum Streit, hundert und zwanzig tausend. 38. Alle diese Kriegsleute, den Zeug zu ordnen, kamen von ganzem Herzen gen Hebron, David zum Könige zu machen über ganz Israel. Auch war alles andere Israel * Eines Herzens, daß man David zum Könige machte. * Ap. Gescb. 4, 32. 39. Und waren daselbst bey David drey Tage, aßen und tranken; denn ihre Brüder hatten für sie bereitet. ^o. Auch welche die nächsten um sie waren, bis hin an Jsaschar, Sebulon und Naphthali, die brachten Brot auf Eseln, Kameelen, Maul- thieren und Rindern, zu essen, Mehl, Feigen, Rosinen, Wein, Oehl, Rinder, Schafe die Menge; denn es war eine Freude in Israel. Das 14. (sonst 13.) Capitel. Ab-und Einhohlung der Lade des Bundes. 1. Nnd * David hielt einen Rath mit den Hauptleuten über tausend und über hundert, und mit allen Fürsten, *2 Sam. 6 , 2 . 2 . Und sprach zu der ganzen Gemeine Israel: Gefällt es euch und ist es von dem Herrn, un- serm Gott; so laßt uns allenthalben ausschicken zu den andern unfern Brüdern in allen Landen Israel; und mit ihnen die Priester und Leviten in den Städten , da sie Vorstädte haben, daß, sie zu uns versammelt werden; 3 . Und laßt uns die Lade unsers Gottes zu uns wieder hohlen, denn bey den Zeiten Sauls fragten wir nicht nach ihr. Da sprach die ganze Gemeine, man sollte also thun; denn solches gefiel allem Volk wohl. 5 . * Also versammelte David das ganze Israel, von Sihor Egyptens an, bis man kommt gen Hemath. *<.16,3. 2 Sam. 6, 2 . 6. Und David zog hinauf mit dem ganzen Israel zu KiriathJearim, welche liegt in Juda, daß er von dannen herauf brächte die Lade Gottes, des Herrn, ' der auf den Cherubim fitzet, da der Nähme angcrufen wird. * 1 Sam. 4, 4. 2 Kön. 19/ 15. 7. Und sie ließen die Lade Gottes auf einem neuen Wagen führen, aus dem Hause AbiNa- dabs. Ufa aber und sein Bruder trieben den Wagen. 8. David aber und das ganze Israel spielten vor Gott her, aus ganzer Macht, mit Liedern, mit Harfen, mit Psaltern, mit Pauken, mit Cymbeln, und mit Posaunen. 9 . Da sie aber kamen auf den Platz Chidon, reckte Ufa seine Hand aus, die Lade zu halten; denn die Rinder schritten beyseit aus. 10. Da erzürnete der Grimm des Herrn über Ufa, und schlug ihn, daß er seine Hand hatte ausgereckt an die Lade, daß er daselbst starb vor Gott. 11. Da ward David traurig, daß der Herr einen solchen Riß that an Ufa; und hieß die Stätte PerezUsa, bis auf diesen Tag. 12 . Und ' David fürchtete sich vor Gott des Tages, und sprach: Wie soll ich die Lade Gottes zu mir bringen? *2 Sam. 6,9. 13 . Darum ließ er die Lade Gottes nicht zu sich bringen in die Stadt Davids; sondern lenkte Steg wider die Philister. 1 Chronica 15. 16. Bundeslade gehohlet. 109 lenkte sie hin ins Haus ObedEdoms, des Gi- thiters. i^. Also blieb die Lade Gottes bey Obed- Edom in seinem Hause idrey Monathe. Und der Herr segnete das Haus ObedEdoms, und alles, was er hatte. Das 15. (sonst 11.) Capitel. Davids Weiber, Kinder und Sieg wider die Philister. 1. jkud * Hiram, der König zu Tyrus, sandte Bothen zu David, und Cedernholz, Maurer und Zimmerleute, daß sie ihm ein Haus baueten. * 2 Sam. 2 , n. 2. Und David merkte, daß ihn der Herr zum Könige über Israel bestätiget hatte; denn sein Königreich stieg auf um seines Volks Israel willen. 3. Und David nahm noch mehr Weiber zu Jerusalem, und zeugete noch mehr Söhne und Töchter. Und die ihm * zu Jerusalem geboren wurden, hießen also: Saumua, Sodab, Nathan, Salomo, * 2 Sam. L, 14. s. Jebehar, Elisua, Elpaiet, 6. Noga, Nepheg, Japhia, 7. Eiisamma, Baeljada, Eliphalet. 8. Und da ' die Philister höreten, daß David zum Könige gesalbet war über ganz Israel, zogen sie alle herauf, David zu suchen. Da das David hörete, zog er aus gegen sie. * 2 Sam. 2 , 17. 9. Und die Philister kamen, und ließen sich nieder im Grunde Rephatm. 10. David aber fragte Gott, und sprach: Soll ich hinauf ziehen wider die Philister, und willst du sie in meine Hand geben? Der Herr sprach zu ihm: Ziehe hinauf, ich habe sie in deine Hand gegeben. i i. Und da sie hinauf zogen gen * BaalPra- zim, schlug sie David daselbst. Und David sprach: Gott hat meine Feinde durch meine Hand zertrennet, wie sich das Wasser trennet. Daher hießen sie die Starte BaalPrazim. * 2 Sam. 2, 20. Esaj. 2«, 21. 12. Und sie ließen ihre Götter daselbst; da hieß sie David mit Feuer verbrennen. 13. Aber die Philister machten sich wieder daran, und thaten sich nieder im Grunde. i^. Und David fragte abermahl Gott; und Gott sprach zu ihm: Du sollst nicht hinauf ziehen hinter ihnen her, sondern lenke dich von ihnen, daß du an sie kommest gegen den Maulbeerbäumen; 15. Wenn du dann wirst hören das Rauschen oben auf den Maulbeerbäumen einher gehen, so fahre heraus zum Streit; denn Gott ist da vor dir ausgezogen, zu schlagen der Philister Heer. 16. Und David that, wie ihm Gott gebothen hatte; und sie schlugen das Heer der Philister von Gibeon an bis gen Gaser. 17. Und Davids Nähme brach aus in allen Landen, und der Herr ließ seine Furcht über alle Heiden kommen. Das 16. (sonst 15.) Capitel. Die Bundeslade wird an ihren Ott gebracht. 1. Nnd er bauete ihm Häuser in der Stadt " Davids, und bereitete der Lade Gottes eine Stätte, und breitete * eine Hütte über sie. * c. 17, i. 2. Dazumahl sprach David: Die Lade Gottes soll Niemand tragen ohne die Leviten; denn dieselbigen hat der Herr erwählet, daß sie die Lade des Herrn tragen und ihm dienen ewiglich. 3. Darum * versammelte David das ganze Israel gen Jerusalem, daß sie die Lade des Herrn hinauf brächten an die Stätte, die er dazu bereitet hatte. * c. 14 , L. Und David brachte zu Haufen die Kinder Aarons, und die Leviten; s. Aus den Kindern Kahaths, Uriel, den Obersten, sammt seinen Brüdern, hundert und zwanzig; 6. Aus den Kindern Merari, Asaja, den Obersten, sammt seinen Brüdern, zwey hundert und zwanzig; 7. Aus den Kindern Gersoms, Joel, den Obersten, sammt seinen Brüdern, hundert und dreyßig; 8. Aus den Kindern Elizaphans, Semaja, den Obersten, sammt seinen Brüdern, zwey hundert; 9. Aus den Kindern Hebrons, Eliel, den Obersten, sammt seinen Brüdern, achtzig; 10. Aus den Kindern Usiels, Amminadab, den Obersten, sammt seinen Brüdern, hundert und zwölf. 11. Und David * rief Zadok und Abjathar, die Priester; und die Levilen , nähmlich Uriel, Asaja, Joel, Semaja, Eliel, Amminadab: ' 2 Sam. iS, 29. 12. Und sprach zu ihnen: Ihr seyd die Häupter der Vater unter den Leviten; so heiliget nun " euch und eure Brüder, daß ihr die Lade des F ff 1 Chronica 16. 17. Davids Lobgesang. -410 David bestellet Sänger. Herrn, des Gottes Israels, herauf bringet , dahin ich ihr bereitet habe; Denn vorhin/ da ihr nicht da wäret / that " der Herr/ unser Gott/ einen Riß unter uns/ darum/ daß wir ihn nicht suchten/ wie sichs gebühret. * i-p io. n. i^. Also heiligten sich die Priester und Leviten/ daß sie die Lade des Herrn/ des Gottes Israels/ herauf brächten. i ü. Und die Kinder Levi trugen die Lade Gottes (des Herrn) auf ihren Achseln / mit den Stangen daran / wie * Mose gebothen hatte / nach dem Wort des Herrn. ' 2 Mos. 2s, n. 4 Mos. 1-. 16. Und David sprach zu den Obersten der Leviten/ daß sie ihre Brüder zu Sängern stellen sollten mit Saitenspielen, mit Psaltern/ Harfen und Hellen Cymbeln, daß sie laut sängen und mit Freuden. 17. Da bestelleten die Leviten Heman / den Sohn Joels; und aus seinen Brüdern Assaph, den Sohn Berechja; und aus den Kindern Merari, ihren Brüdern / Ethan / den Sohn Kusaja; 18. Und mit ihnen ihre Brüder/ des andern Theils, nähmlich Sacharja, Ben/ Jaesiel/ Semiramvth/ Jehiel/ Unni/ Eliab / Benaja/ Maeftja / Mathithja/ Elipheleja, Mikneja/ ObedEdvM/ Jehiel/ die Thorhüther. 19. Denn Hemari/ Assaph und Ethan/ waren Sänger mit ehernen Cymbeln Helle zu klingen; 20. Sacharja aber/ Asiel, Semiramvth / Jehiel/ Unni/ Eliab / Maeftja und Benaja/ mit Psaltern nachzusingen; 21. Mathithja aber/ Elipheleja/ Mikneja/ ObedEdom / Jejel und Asasia mit Harfen von acht Seiten / ihnen vorzusingen; 22. Chenanja aber/ der Leviten Oberster/ der Sangmeister / daß er sie unterwies zu singen / denn er war verständig. 23. Und Berechja / und Elkana waren Thorhüther der Lade. 2^. Aber Sebanja / Josaphat/ Nethaneel / Amasai/ Sacharja/ Benaja/ Elieser, die Priester/ bliesen mit Trompeten vor der Lade Gottes; und ObedEdom und Jehja waren Thorhüther der Lade. 25. * Also gingen hin David und die Aeltesten in Israel/ und die Obersten über die Tausende/ herauf zu hohlen die Lade des Bundes des Herrn / aus dem Hause ObedEdoms mit Freuden. * 2 Sam. 6, 12. 26. Und da Gott den Leviten half/ die die Lade des Bundes des Herrn trugen; opferte man sieben Farren und sieben Widder. 27. Und David hatte einen leinenen Rock an/ dazu alle Leviten / die die Lade trugen/ und die Sänger / und Chenanja / der Sangmeister/ mit den Sängern; auch hatte David einen leinenen Leibrock an. 28. Also brachte das ganze Israel die Lade des Bundes des Herrn hinauf mit Jauchzen/ Posaunen/ Trompeten und Hellen Cymbeln/ mit Psaltern und Harfen. 29. Da nun die Lade des Bundes des Herrn in die Stadt Davids kam; sah *Michal/ die Tochter Sauls / zum Fenster aus. Und da sie den König David sah Hüpfen und spielen / verachtete sie ihn in ihrem Herzen. *2Sam.6,iü. 21. Das 17. (sonst 16.) Capitel. Davids Lobgesang und Bestellung des Gottesdienstes. 1. Nnd da sie die Lade Gottes hinein brachten/ ^ setzten sie sie in die Hütte/ die ihr David aufgerichtet hatte/ und opferten Brandopftr und Dankopfer vor Gott. 2. Und da David die Brandopfer und Dankopfer ausgerichtet hatte/ " segnete er das Volk im Nahmen des Herrn. '4 Mos. 6 ,2z. 21.1 Kon.s,n. 3. Und theilte ans Jedermann in Israel/ beydes Männern und Weibern / einen Leib Brot/ und ein Stück Fleisch / und ein Nöffel Wein. Und er stellete vor die Lade des Herrn etliche Leviten zu Dienern/ daß sie priesen/ dan- keten und lobeten den Herrn/ den Gott Israels: 5. Nähmlich Assaph/ den ersten; Sacharja, den andern; Jejel, Semiramvth, Jehiel, Mathithja, Eliab, Benaja, ObedEdom und Jejel, mit Psaltern und Harfen; Assaph aber mit Hellen Cymbeln; 6 . Benaja aber und Jehafiel, die Priester, mit Trompeten, allezeit vor der Lade des Bundes Gottes. 7 . Zu der Zeit bestellte David zum ersten dem Herrn zu danken, durch Assaph und seine Brüder: 8 . Danket * dem Herrn, prediget seinen Nahmen , thut kund unter den Völkern sein Thun. * Ps. 10L, 1. Es. 12/ 4. 9. Singet, spielet und dichtet ihm von allen seinen Wundern. 10. Rühmet seinen heiligen Nahmen. Es "freue sich das Herz derer, die den Herrn suchen. * Ps. 69, 33. Davids Lobgesang und Bestellung 1 Chronica 17 . 18 . des Gottesdienstes. 411 i i. Fraget nach dem Herrn und nach seiner Macht, suchet sein Angesicht allezeit. 12. Gedenket seiner Wunder, die er gethan hat, seiner Wunder und seines Worts, 13. Ihr, der Same Israels, seines Knechts, ihr Kinder Jakobs, seine Auserwählten. i^. Er ist der Herr, unser Gott, er richtet in aller Welt. iZ. Gedenket ewiglich seines Bundes, was er verheiffen hat in tausend Geschlechter, 16. Den er gemacht hat * mit Abraham, und seines Eides mit Isaak; * Luc. i, 73. 17. Und ftellete dasselbe Jakob zum Recht, und Israel zum ewigen Bunde; 18. Und sprach: Dir will ich das Land Ca- naan geben, das Loos euers Erbtheils; 19. Da sie wenig und gering waren, und Fremdlinge darinnen. 20. Und sie * zogen von einem Volk zum andern , und aus einem Königreich zum andern Volk. * 1 Mos. 12, 1. 21. Er ließ Niemand ihnen Schaden thun, und strafte Könige um ihrer willen. 22. ' Tastet meine Gesalbten nicht an, und thut meinen Propheten kein Leid. ' Ps. 10-, 23. Singet ' dem Herrn, alle Lande, verkündiget täglich sein Heil. * Ps. ss, 1. 2^. Erzählet unter den Heiden seine Herrlichkeit , und unter den Völkern seine Wunder. 25. Denn der Herr ist groß und sehr löblich, und herrlich über alle Götter. 26. Denn aller Heiden Götter sind Götzen; der Herr aber hat den Himmel gemacht. 27. Es stehet herrlich und prächtig vor ihm, und gehet gewaltiglich und fröhlich zu an seinem Ort. 28. Bringet * her dem Herrn, ihr Völker, bringet her dem Herrn Ehre und Macht. ' Ps. 29 / 1 . 2 . 29. Bringet her dem Herrn seines Nahmens Ehre; bringet Geschenke, und kommt vor ihn, und bethet den Herrn an im heiligen Schmuck. 30. Es fürchte ihn alle Welt: er hat den Erdboden bereitet, daß er nicht beweget wird. 31. Es freue sich der Himmel, und die Erde sey fröhlich; und man sage unter den Heiden, daß der Herr regieret. 32. Das Meer brause, und was darinnen ist; und das Feld sey fröhlich, und alles, was darauf ist. 33. Und lasset jauchzen alle Bäume im Walde vor dem Herrn, denn er kommt zu richten die Erde. 3^. "Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich. * Ps. 1.06/ 1. 35. Und sprechet: * Hilf uns, Gott, unser Heiland, und sammle uns, und errette uns aus den Heiden, daß wir deinem heiligen Nahmen danken, und dir Lob sagen. * Ps. rs, s. 36. Gelobet * sey der Herr, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit; und alles Volk sage: Amen, und lobe den Herrn. ' Ps. i§. 37. Also ließ er daselbst vor der Lade des Bundes des HErrn Assaph und seine Brüder, zu dienen vor der Lade allezeit, einen jeglichen Tag sein Tagwerk; 38. Aber ObedEdom und ihre Brüder, acht und sechzig, und ObedEdom, den Sohn Je- dithuns, und Hossa zu Thorhüthern. 39. Und Zadok, den Priester, und seine Brüder, die Priester, ließ er vor der Wohnung des Herrn auf der Höhe zu Gibeon, ^0. Daß sie dem Herrn täglich Brandopfer thäten, auf dem Brandopfersaltar, * des Morgens und des Abends; wie geschrieben stehet im Gesetz des Herrn, das er an Israel gebothen hat; *2 Ms. 27,21. 2ti. Und mit ihnen Heman und Jedithun, und die andern Erwählten, die mit Nahmen benannt waren, zu danken dem Herrn, daß seine Güte währet ewiglich; ^2. Und mit ihnen Heman und Jedithun, mit Trompeten und Cymbelu zu klingen, und mit Saitensprelen Gottes. Die Kinder aber Jedithuns machte er zu Thorhüthern. ^3. Also zog alles Volk hin, ein Jeglicher in sein Haus; und David kehrete auch hin, sein Haus zu segnen. Das 18. (sonst 17.) Capitel. Der Tcmpelblui Davids wird cingestellet; und der MeßiaS vcrhcisse». 1. As * begab sich, da David in seinem Hause ^ wohnete, sprach er zu dem Propheten Nathan: Siehe, ich wohne in einem Cedern- hause, und die Lade des Bundes des Herrn ist unter den Teppichen. * 2 San,. 7/ 2. 2. Nathan sprach zu David: Alles, was in deinem Herzen ist, das thue; denn Gott ist mit dir. 3. Aber in derselben Nacht kam das Wort Gottes zu Nathan, und sprach: Gehe hin und sage David, meinem Knechte: So spricht der Herr: Du sollst mir nicht ein Haus bauen zur Wohnung. F ff 2 412 David will bauen, 1 Chronica 18. 19. und bethet. s. Denn * ich habe in keinem Hause gewöhnet von dem Tage an, da ich die Kinder Israel ausgeführet, bis auf diesen Tag; sondern ich bin gewesen, wo die Hütte gewesen ist, und die WohNUNg. " Esaj. 66, i. 6. Wo ich gewandelt habe im ganzen Israel, habe ich auch zu der Richter Einem in Israel je gesagt, dem ich geboth zu weiden mein Volk, und gesprochen: Warum bauet ihr mir nicht ein Cedernhaus? 7 . So sprich nun also zu meinem Knechte David: So spricht der Herr Zebaoth: Ich habe dich genommen von der Weide hinter den ' Schafen, daß du solltest seyn ein Fürst über mein Volk Israel; 8. Und bin mit dir gewesen, wo du hingegangen bist, und habe deine Feinde ausgerottet vor dir, und habe dir einen Nahmengemacht, wie die Großen auf Erden Nahmen haben. 9. Ich will aber meinem Volk Israel eine Stälte setzen, und will es pflanzen, daß es daselbst wohnen soll, und nicht mehr bewegt werde; und die bösen Leute sollen es nicht mehr schwächen, wie vorhin, 10. Und zu den Zeiten, da ich den Richtern geboth über mein Volk Israel; und ich will alle deine Feinde demüthigen. Und verkündige dir, daß der Herr dir ein Haus bauen will. i i. Wenn aber' deine Tage aus find, daß du hingehest zu deinen Vätern; so will ich deinen Samen nach dir erwecken, der deiner Söhne Einer seyn soll, dem will ich sein Königreich bestätigen. * 2 Sam. 7, 12. 13 . 12. Der* soll mir ein Haus bauen, und ich will seinen Stuhl bestätigen ewiglich. * c. 23, io. e. 29, 6. 13 . Ich will sein Vater seyn, und Er soll mein Sohn seyn. Und ich will meine Barmherzigkeit nicht von ihm wenden, wie ich ste von dem gewendet habe, der vor dir war: 14 . Sondern ich will ihn setzen in wein Haus und in mein Königreich ewiglich, daß sein Stuhl beständig sey ewiglich. 15 . Und da Nathan nach allen diesen Worten und Gesicht mit David redete; 16. Kam der König David, und blieb vordem Herrn, und sprach: Wer' bin ich, Herr Gott, und was ist mein Haus, daß du mich bis hieher gebracht hast? * i Mos. Z2, io. 17. Und das hat dich noch zu wenig gedaucht, Gott, sondern hast über das Haus deines Knechts noch von fernen, Zukünftigen geredet; und du hast angesehen mich, als in der Gestalt eines Menschen, der in der Höhe Gott der Herr ist. 18. Was soll David mehr sagen zu dir, daß du deinen Knecht herrlich machest? Du erkennest deinen Knecht. 19. Herr, um deines Knechts willen, nach deinem Herzen hast du alles solches große Ding ge- than, daß du kund thätest alle Herrlichkeit. 20. Herr, es ist deines gleichen nicht, und ist kein Gott, denn du, von welchem wir mit unfern Ohren gehöret haben. 21. Und * wo ist ein Volk auf Erden, wie dein Volk Israel, da ein Gott hingegangen sey, ihm ein Volk zu erlösen, und ihm selbst einen Nahmen zu machen von großen und schrecklichen Dingen, Heiden auszustoßen vor deinem Volk her, das du aus Egypten erlöset hast? * 2 Sam. 7, 23. 22. Und hast dir dein Volk Israel zum Volk gemacht ewiglich; und du, Herr, bist ihr Gott geworden. 23 . Nun, Herr, das Wort, das du geredet hast über deinen Knecht und über sein Haus, werde wahr ewiglich, und thue, wie du geredet Haft. 24 . Und dein Nähme werde wahr und groß ewiglich, daß man sage: Der Herr Zebaoth, der Gott Israels, ist Gott in Israel. Und das Haus deines Knechts Davids sey beständig vor dir. 25 . Denn du, Herr, hast das * Ohr deines Knechts geöffnet, daß du ihm ein Haus bauen willst; darum hat dein Knecht gefunden, daß er vor dir bethet. ' - Sam. 7 ,27. Es. -0, s. 26. Nun, Herr, du bist Gott, und hast solches Gute deinem Knechte geredet. 27. Nun hebe an zu segnen das Haus deines Knechts, daß es ewiglich sey vor dir; denn was du, Herr, segnest, das ist gesegnet* ewiglich. * Ps. 41/ 13. Das 19. (sonst 18.) Capitel. David bestellet, nach glücklich geführten Kriegen / Amtleute. 1. H?ach diesem * schlug David die Philister, ^ und demüthigte ste, und nahm Gath und ihre Töchter aus der Philister Hand. ' Ps. 60/ 2. 2. Auch schlug er die Moabiter, daß die Moabiter David unterthänig wurden und Geschenke brachten. 3. Er schlug auch HadadEser, den König zu Zoba in Hemath, da er hinzog sein Zeichen auf- zurichten am Wasser Phrath. David sieget, 4 Chronica 19. 20. dessen Bothen geschändet. 41Z 4. ' Und David gewann ihm ab tausend Wagen, siebentausend Reiter, und zwanzig tausend Mann zu Fuß. Und David verlähmte alle Wagen, und behielt hundert Wagen übrig. * Jos. 11/9. 2 Sam. 8/ 4. s. Und die Syrer von Damaskus kamen, dem HadadEser, dem Könige zu Zoba, zu helfen. Aber David schlug derselben Syrer zwey und zwanzig tausend Mann; 6. Und legte Volk gen Damaskus in Syrien , daß die Syrer David unterthäuig wurden und brachten ihm Geschenke. Denn der Herr half David, wo er hinzog. 7. Und David nahm die goldenen Schilde, die HadadElers Knechte hatten, und brachte sie gen Jerusalem. 8. Auch nahm David aus den Städten Hadad- Esers, Tibehath und Chun, sehr viel Erz, davon Salomo das ' eherne Meer und Säulen, und eherne Gefäße machte. "i Kön. 7,23. 9. Und da Thogu, der König zu Hemath, hö- rete, daß David alle Macht HadadEsers, des Königs zu Zoba, geschlagen hatte: 10. Sandte er seinen Sohn Hadoram zum Könige David, und ließ ihn grüßen und segnen, daß er mit HadadEser gestritten und ihn geschlagen hatte. Denn Thogu hatte einen Streit mit HadadEser. Auch alle goldene, silberne und eherne Gefäße 11. Heiligte der König David dem Herrn, mit dem Silber und Golde, das er den Heiden genommen hatte; nähmlich den Edomitern, Moabitern, Ammonitern, Philistern und Amalekitern. 12. Und Abisai, der SohnZeruja, schlug der Edomiter ' im Salzthal achtzehn tausend; ' Ps. 60/ 2. 13. Und legte Volk in Edomäa, daß alle Edomiter David unterthänig waren. Denn der Herr half David, wo er hinzog. 14. Also * regierte David über das ganze Israel , und handhabete Gericht und Gerechtigkeit allem seinem Volk. *2Sam.8/i5. 15. Joab , * der Sohn Zeruja, war über das Heer. Jofaphath, der Sohn Ahiluds, war Kanzler. * 2 Sam. 8/16. c. 20/ 23. 16. Zadok, der Sohn Ahitobs, und Abime- lech, der Sohn Abjathars, waren Priester. Sausa war Schreiber. 17. Benaja, der Sohn Jojada, war über die Chrethi und Plethi. Und die ersten Söhne Davids waren dem Könige zur Hand. Das 20. (sonst 19.) Capitel. David rächet sich an den höhnischen Ammonitern. 1. Nnd nach diesem starb * Nahas, der König " der Kinder Ammon , und sein Sohn ward König an seine Statt. '2 Sam. io, 1. 2. Da gedachte David: Ich will Barmherzigkeit thun an Hanon, dem Sohne Nahas, denn sein Vater hat an mir Barmherzigkeit gethan; und sandte Bothen hin, ihn zu trösten über seinen Vater. Und da die Knechte Davids ins Land der Kinder Ammon kamen zu Hanon, ihn zu trösten; 3. Sprachen die Fürsten der Kinder Ammon zu Hanon: Meinest du, daß David deinen Vater ehre vor deinen Augen, daß er Tröster zu dir gesandt hat? Ja, seine Knechte sind gekommen zu dir, zu forschen, und umzukehren, und zu verkundschaften das Land. 4. Da nahm Hanon die Knechte Davids, und beschor sie, und schnitte ihre Kleider halb ab bis an die Lenden, und ließ sie gehen. 5. Und sie gingen weg, und ließen es David ansagen durch Männer. Er aber sandte ihnen entgegen (denn die Männer waren sehr geschändet). Und der König sprach: Bleibet zu Jericho , bis euer Bart wachse; so kommt dann wieder. 6. Da aber die Kinder Ammon sahen, daß sic ' stanken vor David; sandten sie hin, beydes Hanon und die Kinder Ammon, tausend Zentner Silber, Wagen und Reiter zu dingen aus Mesopvtamia, aus Maecha und aus Zoba; * 1 Mos. 3'I, 30. 7. Und dingöten zwey und dreyßig tausend Wagen, und den König Maecha mit seinem Volk; die kamen, und lagerten sich vor Medba. Und die Kinder Ammon sammelten sich auch aus ihren Städten, und kamen zum Streit. 8. Da das David hörete, sandte er hin Joab mit dem ganzen Heer der Helden. 9. Die Kinder Ammon aber waren ausgezogen , und rüsteten sich zum Streit vor der Stadt Thor. Die Könige aber, die gekommen waren, hielten im Felde besonders. 10. Da nun Joab sah, daß vorne und hinter ihm Streit wider ihn war; erwählete er aus aller junger Mannschaft in Israel, und rüstete sich gegen die Syrer. 11. Das * übrige Volk aber that er unter dre Hand Abisai, seines Bruders, daß sie sich rüsteten wider die Kinder Ammon. '2Som.io/io. 414 Syrer mrd Ammoniter geschlagen. 1 Chro 12. Und sprach: Wenn mir die Syrer zu stark werden, so komm mir zu Hülfe; wo aber die Kinder Ammon dir zu stark werden, will ich dir helfen. i.;. Sey getrost/ und laß uns getrost handeln für unser Volk und für die Städte unsers Gottes. Der * Herr thue / was ihm gefällt! * i Sam. 3/ is. Und Joab machte sich herzu mit dem Volk/ das bey ihm war/ gegen die Syrer zu streiten; und fie stohen vor ihm. 15. Da aber die Kinder Ammon sahen/ daß die Syrer flohen; flohen sie auch vor Abisai / seinem Bruder / und zogen in die Stadt. Joab aber kam gen Jerusalem. 16. Da aber die Syrer sahen/ daß sie vor Israel geschlagen waren; sandten sie Bothen hin/ und brachten heraus die Syrer jenseit des Wassers. Und Sophach/ der Feldhauptmann Ha- dadEsers/ zog vor ihnen her. 17. Da das David angesagt ward/ sammelte er zu Haufen das ganze Israel und zog über den Jordan; und da er an sie kam / rüstete er sich an sie. Und David rüstete sich gegen die Syrer zum Streit/ und sie stritten mit ihm. 18. Aber die Syrer flohen vor Israel. Und David erwürgete der Syrer sieben tausend Wagen/ und vierzig tausend Mann zu Fuß; dazu lodtete er Sophach / den Feldhauptmann. 19. Und da die Knechte HadadEsers sahen/ daß fie vor Israel geschlagen waren; machten sie Frieden mit David und seinen Knechten. Und die Syrer wollten den Kindern Ammon nicht mehr helfen. Das 21. (sonst 20.) Capitel. Davids Krieg und Sieg wider die Ammoniter und Philister. 1. Nnd da das Jahr um war / zur Zeit/ wenn * die Könige ausziehen; führete Joab die Heermacht/ und verderbete der Kinder Ammon Land / kam und belagerte Rabba / David aber blieb zu Jerusalem. Und Joab schlug Rabba/ und zerbrach sie. 2. Und David' nahm die Krone ihres Königs von seinem Haupt, und fand daran einen Zentner Goldes schwer, und Edelgestei'ne; und fie ward David auf sein Haupt gesetzt. Auch führete er aus der Stadt sehr viel Raub. ' 2 Sam. 12 / 30. 3. Aber das Volk darinnen führete er heraus, und theilte sie mit Sägen und eisernen Haken und Keilen. Also that David allen Städten Nica 20. 21. 22. David zählet das Volk. der Kinder Ammon. Und David zog sammt dem Volk wieder gen Jerusalem. -L. Darnach erhob sich ein Streit zu Gaser mit den Philistern. Dazumahl schlug * Sibechai, der Husathiter, den Sibai, der aus den Kindern der Riesen war, und demüthigte ihn. » e. 12/ 29. 2 Sam. 21/ 18. 5. Und * es erhob sich noch ein Streit mit den Philistern. Da schlug Elhanan, der Sohn Jairs, den Lahemi, den Bruder Goliaths, den Gathiter, welcher Hatte eine Spießstange, wie ein Weberbaum. * 2 Sam. 21,19. 6. Abermahl ward ein Streit zu Gath. ' Da war ein großer Mann, der hatte je sechs Finger und sechs Zehen, die machen vier und zwanzig, und er war auch von den Riesen geboren, * 2 Sam. 21/ 20. 7. Und * höhuete Israel. Aber Jonathan, der Sohn Simea, des Bruders Davids, schlug ihn. * 1 Sam. 17/ 10. 8. Diese waren geboren von den Riesen zu Gath, und fielen durch die Hand Davids und seiner Knechte. Das 22. (sonst 21.) Capitel. Dreytägige Pestilenz durch Zählung des Volks verursachet. 1. Nnd * der Satan stand wider Israel, und * -t gab David ein, daß er Israel zählen ließ. * 2 Sam. 21/ 1. -s Zoh. 13/ 2. 2. Und David sprach zu Joab, und zu des Volks Obersten: Gehet hin, zählet Israel, von Berseba an bis gen Dan; und bringetS zu mir, daß ich wisse, wie viel ihrer ist. 3. Joab sprach: Der Herr thue zu seinem Volk, wie sie jetzt sind, hundertmahl so viel; aber, mein Herr König, sind sie nicht alle meines Herrn Knechte? Warum fragt denn mein Herr darnach? Warum soll eine Schuld auf Israel kommen? >i. Aber des Königs Wort ging fort wider Joab. Und Joab zog aus, und wandelte durch das ganze Israel, und kam gen Jerusalem. 5. Und gab die Zahl des gezählten Volks David. Und es war des ganzen Israels eilf hundert mahl tausend Mann, die das Schwert auszogen ; und Juda vier hundert mahl und siebenzig tausend Mann, die das Schwert auszogen. 6. Levi aber und Benjamin zählete er nicht unter diese; denn es war dem Joab des Königs Wort ein Gräuel. 7. Aber solches gefiel Gott übel; denn er schlug Israel. David 1 Chronica 22. 23. versöhnet Gott. 415 8 . Und David sprach zu Gott: * Ich habe schwerlich gesündiget , daß ich das gethan habe; nun aber nimm weg die Missethat deines Knechts, denn ich habe sehr thörlich gethan. * 2 Sam. 24/ io. y. Und der Herr redete mit Gad, dem Schauer Davids, und sprach: io. Gehe hin, rede mit David, und sprich : So spricht der Herr: Dreyerley lege ich dir vor, erwähle dir derer Eins, das ich dir thue. i i. Und da Gad zu David kam, sprach er zu ihm, so spricht der Herr: Erwähle dir 12. Entweder drey Jahre Theurung; oder drey Monathe Flucht vor deinen Widersachern, und vor dem Schwert deiner Feinde, daß es dich ergreife; oder drey Tage das Schwert des Herrn und Pestilenz im Lande, daß der Engel des Herrn verderbe in allen Grenzen Israel; so siehe nun zu, was ich antworten soll dem, der mich gesandt hat. 13 . David sprach zu Gad: Mir ist sehr angst; doch ich * will in die Hand des Herrn fallen, denn seine Barmherzigkeit ist sehr groß, und will nicht in Menschenhände fallen. * 2 Sam. 24/ 14. Klagt. 3/ 22 . i^. Da ließ der Herr Pestilenz in Israel kommen, daß siebenzig tausend Mann fielen aus Israel. 16. Und Gott sandte den Engel gen Jerusalem , sie zu verderben. Und im Verderben sah der Herr darein, und reuete ihn das Uebel, und sprach zum Engel, dem Verderber: Es ist genug, laß deine Hand ab. Der Engel aber des Herrn stand bey der Tenne Arnans, des Je- busirers. 16. Und David hob seine Augen auf, und sah den Enge! des Herrn stehen zwischen Himmel und Erde, und ein bloßes Schwert in seiner Hand ausgereckt über Jerusalem. Da fiel David und die Aelteften mit Säcken bedeckt auf ihr Antlitz. 17. Und David sprach zu Gott: Bin ich es nicht, der das Volk zählen hieß? Ich bin es, der gesündiget und das Uebel gethan hat; diese Schafe aber, was haben sie gethan? Herr, mein Gott, laß deine Hand wider mich und meines Vaters Haus, und nicht wider dein Volk seyn, zu plagen. 18. Und der * Engel des Herrn sprach zu Gad, daß er David sollte sagen, daß David hinauf gehen und dem Herrn r einen Altar aufrichten sollte in der Tenne Arnans, des Jebusiters. * 2 Sam. 24/ 18 . -j- 2 Chr. 3/ i. 19 . Also ging David hinauf, nach dem Worte Gads, das er geredet hatte in des Herrn Nahmen. 20. Arnan aber, da er sich wandte und sah den Engel, und seine vier Söhne mit ihm, versteckten sie sich; denn Arnan drasch Weizen. 21. Als nun David zu Arnan ging; sah Arnan, und ward Davids gewahr, und ging heraus aus der Tenne, und bethete David an mit seinem Antlitz zur Erde. 22. Und David sprach zu Arnan: Gib mir Raum in der Tenne, daß ich einen Altar dem Herrn darauf baue; um volles Geld sollst du mir ihn geben, auf daß ' die Plage von dem Volk anfhöre. "4 Mos. 23/8. 23. Arnan aber sprach zu David: Nimm dir und mache, mein Herr König, wie dirs gefällt; siehe, ich gebe das Rind zum Brandopfer , und das Geschirr zu Holz, und Weizen zum Speisopfer; Alles gebe ich. 2^1. Aber der König David sprach zu Arnan: Nicht also, sondern um volles Geld will ich es kaufen; denn ich will nicht, das dein ist, nehmen vor dem Herrn, und will es nicht umsonst haben zum Brandopfer. 25 . Also gab David Arnan um den Raum Gold, am Gewicht sechs hundert Sekel. 26. Und David bauete daselbst dem Herrn einen Altar, und opferte Brandopfer und Dankopfer. Und da er den Herrn anrief, erhörete er ihn durchs Feuer vom Himmel auf dem Altar des Brandopfers. 27. Und der Herr sprach zum Engel, daß er sein Schwert in seine Scheide kehrete. 2 8 . Zu derselbigen Zeit, da David sah, daß ihn der Herr erhöret hatte auf dem Platz Arnans, des Jebusiters, pflegte er daselbst zu opfern. 29. Denn die Wohnung des Herrn, die Mose in der Wüste gemacht hatte, und der Brandopfersaltar war zu der Zeit ' in der Höhe zu Gibeon. '«. ^/ 39. 30. David aber konnte nicht Hinsehen vor denselben, Gott zu suchen, so war er erschrocken vor * dem Schwert des Engels des Herrn.' v. 16. Das 23. (sonst 22.) Capitel. Notbwendige Vorbereitung zum Tcmpelbau. i.Nnd David sprach: Hier soll das Haus ^ Gottes, des Herrn, seyn; und dieß der Altar zum Brandopfer Israels. 416 Davids Vorrath 1 Chronica 23. 24. zum Tempelbau. (Anfang des 2j. (sonst 22.) Capitols.) 2. U«d David hieß versammeln * die Fremdlinge, die im Lande Israel waren; und bestellte Steinmetzen, Steine zu hauen, das Haus Gottes zu bauen. *2^0.2,17. 3. Und David bereitete viel Eisen zu Nägeln an die Thören in den Thoren, und was zu nageln wäre, und so viel Erz, daß es nicht zu wägen war; Auch Cedernholz ohne Zahl, denn die von Zidon und Tyrus brachten viel Cedernholz zu David. 5. Denn David gedachte: Mein Sohn Sa- lomv ' ist ein Knabe, und zart; das Haus aber, das dem Herrn soll gebauet werden, soll groß seyn, daß sein Nähme und Ruhm erhoben werde in allen Landen, darum will ich ihm Vorrath schaffen. Also schaffte David viel Vorrath vor seinem Tode. ' c. 30,1. ,ü. Und er rief seinen Sohn Salomo, und ge- both ihm zu bauen das Haus des Herrn, des Gottes Israels, 7. Und sprach zu ihm: Mein Sohn, * ich hatte es im Sinn, dem Nahmen des Herrn, meines Gottes, ein Haus zu bauen. ' c. 18,1. 8 . Aber das Wort des Herrn kam zu mir, und sprach: Du hast viel Blut vergossen, und große Kriege geföhret, darum sollst du meinem Nahmen ' nicht ein Haus bauen, weil du so viel Blut auf die Erde vergossen hast vor mir. * c. 29 / Z. 9. Siehe, der Sohn, der dir geboren soll werden, der wird ein ruhiger Mann seyn; denn ich will ihn ruhen lassen von allen seinen Feinden umher; denn er soll Salomo heissen; denn ich will Frieden und Ruhe geben über Israel sein Lebenlang. 10. Der' soll meinem Nahmen ein Haus bauen. Er soll mein Sohn seyn, und Ich will sein Vater seyn. Und ich will seinen königlichen Stuhl über Israel bestätigen ewiglich. * 1 Kön. 3, 3. -s- Lbr. 1, 3. 11. So wird nun, mein Sohn, der Herr mit dir seyn, und wirst glückselig seyn, daß du dem Herrn, deinem Gott, ein Haus bauest, wie er von dir geredet hat. 12. Auch wird der Herr dir geben Klugheit und Verstand, und wird dir Israel befehlen, daß du haltest das Gesetz des Herrn, deines Gottes. 13. Dann aber wirst du glückselig seyn, wenn du dich hältst, daß du thust nach den Gebethen und Rechten, die der Herr Mose gebothen hat an Israel. * Sey getrost undunverzagt, fürchte dich nicht und zage nicht. ' - Mos. 3 l, 6 . i Kön. 2,2. 1-4. Siehe, * ich habe in meiner Armuth ver- schaffet zum Hause des Herrn hundert tausend Zentner Gold, und tausend mahl tausend Zentner Silber; dazu Erz und Eisen ohne Zahl, denn es ist sein zu viel; auch Holz und Steine habe ich geschickt, deß magst du noch mehr machen. * c. 30 / 2. 15 . So Haft du viele Arbeiter, Steinmetzen und Zimmerleute, an Stein und Holz, und allerley Weisen auf allerley Arbeit, 16. An Gold, Silber, Erz und Eisen ohne Zahl. So mache dich auf, und richte es aus; der Herr wird mit dir seyn. 17. Und David geboth allen Obersten Israels, daß sie seinem Sohne Salomo hülfen. 18. Ist nicht der Herr, euer Gott, mit euch, und ' hat euch Ruhe gegeben umher? Denn er hat die Einwohner des Landes in eure Hände gegeben, und das Land ist untergebracht vor dem Herrn und vor seinem Volk. * v. 9. c. 21/ 23 . 19. So gebet nun euer Herz und eure Seele, den Herrn, euern Gott, zu suchen. Und machet euch auf und bauet Gott, dem Herrn, ein Heiligthum, daß man die Lade des Bundes des Herrn und die heiligen Gefäße Gottes in das Haus bringe, das dem Nahmen des Herrn gebauet soll werden. Das 24. (sonst 23.) Capitel. Der Leviten Zahl, Ordnung und Amt. i.Islso machte David seinen Sohn Salomo ^ Lum König über Israel, da er alt und des Lessens satt war. (Anfang des 24 . (sonst 23 .) CapitclS.) 2 . sjttd David versammelte alle Obersten in Israel, und die Priester und Leviten, 3 . Daß man die Leviten zählete, von dreyßig Jahren und drüber; und ihre Zahl war von Haupt zu Haupt, das starke Männer waren, acht und dreyßig tausend. - 4 . Aus welchen wurden vier und zwanzig tausend verordnet, die das Werk am Hause des Herrn trieben, und sechs tausend Amtleute und Richter; s. Und vier tausend Thorhüther; und vier tausend Lobsänger des Herrn mit Saitenspielen, die ich gemacht habe Lob zu singen. v. Und David machte die Ordnung unter den Kin- Abtheilung der Leviten, 1 Chroni Kindern Levi, nähmlich unter * Gerson, Kahath und Merari. *iM»s.46,n. 7. Die * Gersoniter waren: Laedan und Simei. " 2 Mos. 6, 17. 8. Die Kinder * Laedans: der erste Jehiel, Se- tham und Joel, die drey. ' <. 27.21. 9. Die Kinder aber Simei waren: Salomith, Hastet und Haran, die drey. Diese waren die Vornehmsten unter den Värern von Laedan. 10. Auch waren diese Simei Kinder: Jahath, Sina, Jeus und Bria. Diese vier waren auch Simei Kinder. 11. Jahath aber war der erste, Sina der andere. Aber Jeus und Bria hatten nicht viele Kinder/ darum wurden fie für Eines Vaters Haus gerechnet. 12. Die Kinder * Kahaths waren: Amram, Jezehar, Hebron und Usiel/ die vier. ' 2 Mos. 6/ 18. 13. Die Kinder Amrams * waren: Aaron und Mose. Aaron aber i-ward abgesondert, daß er geheiliget würde zum Allerheiligsten, er und seine Söhne ewiglich, zu räuchern vor dem Herrn, und zu dienen, und zu segnen in dem Nahmen des Herrn ewiglich. * 2 Mos. 6,20. 1- Ebr. 4. 1^. Und Mose, des Mannes Gottes, Kinder wurden genannt unter der Leviten Stamm. 15. Die * Kinder aber Mose waren: Gersom und Elieser. * 2 Mos. 2,22.2z. 16. Die Kinder * Gersoms: Der erste war Se- buel. * e. 27 , 24 . 17. Die Kinder Eliesers : Der erste war Re- habja. Und Elieser hatte keine andern Kinder. Aber der Kinder Rehabja wurden sehr viel. 18. Die Kinder Jezehars waren: Salomoth der erste. 19. Die Kinder Hebrons * waren: Jerja der erste, Amarja der andere, Jehastel der dritte, und Jakmeam der vierte. 25,23. 20. Die Kinder Ufiels waren: Micha der erste, und Jesia der andere. 21. Die Kinder ' Merari waren: Maheli und Must. Die Kinder Maheli waren: Eleasar und Kis. * 7,19. 22. Eleasar aber starb, und hatte keine Söhne, sondern Töchter; und die Kinder Kis, ihre Brüder, nahmen fie. 23. Die Kinder * Musi waren: Maheli, Eder und Jeremoth, die drey. * 25, so. 2^. Das find die Kinder Levi unter ihrer Väter Häusern, und Vornehmste der Väter, die gerechnet wurden nach der Nahmen Zahl ca 24. 25. ihr besonderes Amt. 417 bey den Häuptern, welche thaten das Geschäfte des Amts im Hause des Herrn; von zwanzig Jahren und drüber. 25. Denn David sprach: Der Herr, der Gott Israels, hat seinem Volk Ruhe gegeben, und wird zu Jerusalem wohnen ewiglich. 26. Auch unter den Leviten wurden gezählet der Kinder Levi von zwanzig Jahren und drüber, daß sie die Wohnung nicht tragen durften, mit allem ihrem Geräthe ihres Amts (zu deren Dien,;-). 27. Sondern nach den letzten Worten Davids: 28. Daß fie stehen sollten unter der Hand der Kinder Aarons, zu dienen im Hause des Herrn im Hofe, und zu den Kasten, und zur Reinigung, und zu allerley Heiligthum, und zu allem Werk des Amts im Hause Gottes, 29. Und zum Schaubrot, zum Semmelmehl, zum Speisopfer, zu ungesäuerten Fladen, zur Pfanne, zu Rösten, und zu allem Gewicht und Maß; 30 . Und zu stehen ' des Morgens, zu danken und zu loben den Herrn, des Abends auch also; * Ps. 92, 3. 31 . Und alle Brandopfer dem Herrn zu opfern auf die Sabbathen, Neumonden und Feste, nach der Zahl und Gebühr, allewege vor dem Herrn; 32. Daß fie warten der Huth an der Hütte des Stifts und des Heiligthums, und der Kinder Aarons, ihrer Brüder, zu dienen im Hause des Herrn. Das 25. (sonst 24.) Capitel. Obersten im Heiligthum und ihre Diener. 1. HSber dieß war die Ordnung der Kinder Aa- ^ rous. Die Kinder" Aarons waren: Na- dab, Abihu, Eleasar und Jthamar. * 2 Mos. 6, 23. 2. Aber * Nadab und Abihu starben vor ihrem Vater, und hatten keine Kinder. Und Eleasar und Jthamar wurden Priester. * 3 Mos 10 , 1 . 2 . 3. Und David' ordnete sie also: Zadok aus den Kindern Eleasars, und Ahimelech aus den Kindern Jthamars, nach ihrer Zahl und Amt. * 2 Chron. 8, 14. Und wurden der Kinder Eleasars mehr gefunden zu vornehmsten starken Männern, denn der Kinder Jrhamars. Und er ordnete fie also: nähmlich sechzehn aus den Kindern Eleasars, zu Obersten unter ihrer Väter Haus, und acht aus den Kindern Jthamars, unter ihrer Väter Haus. 5. Er ordnete sie aber durchs Loos, darum, daß beyde aus Eleasars und Jthamars Kindern G g g und der Sänger. -418 Ordnung u. Loos der Kinder Aarons/ 1 Chronica 25. 26. Oberste waren im Heitiglhum / und Oberste vor Gott. 6. Und der Schreiber Semaja, der Sohn Na- thaneels, aus den Leviten, beschrieb sie vor dem Könige, und vor den Obersten , und vor Zadok/ dem Priester/ und vor * Ahimelech, dem Sohne Abjathars / und vor den obersten Vätern unter den Priestern und Leviten; nähmlich ein Vatershaus für Eleasar / und das andere für Jthamar. * c. 19, 16. 7. Und das erste Loos siel auf Jojarib / das andere auf Jedaja, 8.. Das dritte auf Harim / das vierte auf Seorim, 9. Das fünfte auf Malchija, das sechste auf Mejamin, 10. Das siebente auf Hakoz, das achte auf * Abia, * «uc. i, L. 11. Das neunte auf Jesu«/ das zehnte auf Sechanja/ 12. Das eilfte auf Eliasib / das zwölfte auf Jakim, 13. Das dreyzehnte auf Hupa / das vierzehnte auf Jesebeab / i-i. Das fünfzehnte auf Bilga/ das sechzehnte auf Immer/ 15. Das siebenzehnte auf Hesir / das achtzehnte auf Hapizez, 16. Das neunzehnte auf Pethahja/ das zwanzigste auf Jeheskel / 17. Das ein und zwanzigste auf Jachin/ das zwey und zwanzigste auf Gamul, 18. Das drey und zwanzigste auf Delaja/ das vier und zwanzigste auf Maafia. 19. Das ist ihre Ordnung nach ihrem Amt/ zu gehen in das Haus des Herrn/ nach ihrer Weise unter ihrem Vater Aaron / wie ihnen der Herr / der Gott Israels / gebothen hat. 20. Aber unter den andern Kindern Levi war unter den Kindern Amrams/ Subael. Unter den Kindern Subaels war Jehdea. 21. Unter den Kindern Rehabja war der erste Jesia. 22. Aber unter den Jezeharitern war Salomoth. Unter den Kindern Salomoths war Jahath. 23. Die Kinder Hebrons ' waren: Ierja der erste, Amarja der andere / Jahesiel der dritte / Jakmeam der vierte. *«- 24,19. 2^. Die Kinder Usiels waren Micha. Unter den Kindern Micha war Samir. 25. Der Bruder Micha war Jesia. Unter den Kindern Jesia war Sacharja. 26. Die Kinder Merari waren: Maheli und Musi / deß Sohn war Jaesia. 27. Die Kinder Merari von Jaesia, seinem Sohne / waren: Soham / Saeur und Jbri. 28. Maheli aber hatte Eleasar / denn " er hatte keine Sohne. * c. 24,22. 29. Von Kis. Die Kinder Kis waren: Je- rahmeel. 30. Die Kinder Musi waren: Maheli/ Eder und Jeremoth. Das sind die Kinder der Leviten/ unter ihrer Väter Hause. 31. Und man warf für sie auch das Loos neben ihren Brüdern/ den Kindern Aarons, vor dem Könige David, und Zadok, und Ahimelech, und vor den obersten Vätern unter den Priestern und Leviten; dem kleinsten Bruder eben so wohl, als dem obersten unter den Vätern. Das 26. (sonst 25.) Capitel. Ordnung der heiligen Sänger. i.llnd David sammt den Feldhauptleuten " sonderte ab zu Aemtern unter den Kindern Assaphs, Heman und Jedithun, die Propheten, mit Harfen, Psaltern und Cymbeln; und sie wurden gezählet zum Werk nach ihrem Amt, 2. Unter den Kindern Assaphs war: Saeur, Joseph, Nethanja, Asarela, Kinder Assaphs, unter Assaph, der da weissagte bey dem Könige. 3. Von Jedithun. Die Kinder Jedithun waren: Gedalja, Zori, Jesaja, Hasabja, Mathithja, die sechse unter ihrem Vater Jedithun, mit Harfen, die da weissagten zu danken und zu loben den Herrn. -L. Von Heman. Die Kinder Hemans waren: Bukja, Mathanja, Usiel, Sebuel, Jerimoth, Hananja, Hanani, Eliatha, Gidalthi, Romam- thiEser, Jasbekasa, Mallothi, Hothir und Ma- hesioth. 5. Diese waren alle Kinder Hemans, des Schauers des Königs in den Worten Gottes, das Horn zu erheben; denn Gott hatte Heman vierzehn Söhne und drey Töchter gegeben. 6. Diese waren alle unter ihren Vätern: Assaph, Jedithun und Heman, zu singen im Hause des Herrn mit Cymbeln, Psaltern, und Harfen, nach dem Amt im Hause Gottes bey dem Könige. 7. Und es war ihre Zahl, sammt ihren Brüdern , die im Gesang des Herrn gelehret waren, allesammt Meister, zwey hundert acht und achtzig. Ordnung und Loos der Sänger. 1 Chronica 26 . 27 . Thorhüther. 419 8 . Und sie warfen Loos über ihr Amt zugleich, dem * Kleinsten wie dem Größesten , dem Lehrer wie dem Schüler. * c. n si. 9. Und das erste Loos fiel unter Assaph auf Joseph. Das andere auf Gedalja sammt seinen Brüdern und Söhnen/ derer waren zwölf. 10. Das dritte auf Sacur, sammt seinen Söhnen und Brüdern, derer waren zwölf. i i. Das vierte auf Jezri, sammt seinen Söhnen und Brüdern, derer waren zwölf. 12. Das fünfte auf Nethanja, sammt seinen Söhnen und Brüdern, derer waren zwölf. 13. Das sechste auf Bukja, sammt seinen Söhnen und Brüdern, derer waren zwölf. 14 . Das siebente auf Jefreela, sammt seinen Söhnen und Brüdern, derer waren zwölf. i s. Das achte auf Jesaja, sammt seinen Söhnen und Brüdern, derer waren zwölf. 1 6 . Das neunte auf Mathanja, sammt seinen Söhnen und Brüdern, derer waren zwölf. 17 . Das zehnte auf Simei, sammt seinen Söhnen und Brüdern, derer waren zwölf. 18. Das eilfte auf Asareel, sammt seinen Söhnen und Brüdern, derer waren zwölf. 19. Das zwölfte auf Hasabja, sammt seinen Söhnen und Brüdern, derer waren zwölf. 20. Das dreyzehnte auf Subael, sammt seinen Söhnen und Brüdern, derer waren zwölf. 21. Das vierzehnte auf Mathithja, sammt seinen Söhnen und Brüdern, derer waren zwölf. 22. Das fünfzehnte auf Jeremoth, sammt seinen Söhnen und Brüdern, derer waren zwölf. 23 . Das sechzehnte auf Ananja, sammt seinen Söhnen und Brüdern, derer waren zwölf. 24 . Das fiebenzehnte auf Jasbekasa, sammt seinen Söhnen und Brüdern, derer waren zwölf. 25 . Das achtzehnte auf Hanani, sammt seinen Söhnen und Brüdern, derer waren zwölf. 26. Das neunzehnte aufMallothi, sammt seinen Söhnen und Brüdern, derer waren zwölf. 27 . Das zwanzigste auf Eliatha, sammt seinen Söhnen und Brüdern, derer waren zwölf. 28. Das ein und zwanzigste auf Hothir, sammt seinen Söhnen und Brüdern, derer waren zwölf. 29. Das zwey und zwanzigste auf Gidalthi, sammt seinen Söhnen und Brüdern, derer waren zwölf. 30. Das drey und zwanzigste auf Mahefioth, sammt seinen Söhnen und Brüdern, derer waren zwölf. 3 1. Das vier und zwanzigste auf Romamthi- Eser, sammt seinen Söhnen nnd Brüdern, derer waren zwölf. Das 27. (sonst 26.) Capitel. Bestellung der Thorhüther, Schatzmeister und Richter. i. IHon der Ordnung der * Thorhüther. Unter ^ den Korhitern war Meselemja, der Sohn Kore, aus den Kindern Assaphs. "2Chr.8, n. 2. Die Kinder aber Meselemja waren diese: Der Erstgeborne Sacharja, der andere Jediael, der dritte Sebadja, der vierte Jathniel, 3 . Der fünfte Elam, der sechste Johanan, der siebente Elioenai. 4 . Die Kinder aber ObedEdoms waren diese: Der Erstgeborne Semaja, der andere Josabad, der dritte Joah, der vierte.Sachar, der fünfte Nathaneel, s. Der sechste Ammiel, der fiebente Jfaschar, der achte Pegulthai; denn Gott hatte ihn "gesegnet. *2Chr.13, 14. 6 . Und seinem Sohne Semaja wurden auch Söhne geboren, die im Hause ihrer Väter herrschten ; denn es waren starke Helden. 7 . So waren nun die Kinder Semaja: Athni, Rephael, Obed und Elsabad, deß Brüder fleißige Leute waren, Elihu, und Samachja. 8. Diese waren alle aus den Kindern ObedEdoms , fie sammt ihren Kindern und Brüdern, fleißige Leute, geschickt zu Aemtern, waren zwey und sechzig von ObedEdom. 9. Meselemja hatte Kinder und Brüder, fleißige Männer, achtzehn. 10. Hoffa aber aus den Kindern Merari hatte Kinder, den Vornehmsten Stmri, (denn es war der Erstgeborne nicht da, darum setzte ihn sein Vater zum Vornehmsten,) ii. Den andern Hilkia, den dritten Tebalja, den vierten Sacharja. Aller Kinder und Brüder Hoffa waren dreyzehn. 12. Dieß ist die Ordnung der Thorhüther unter den Häuptern der Helden am Amt, neben ihren Brüdern, zu dienen im Hause des Herrn. 13. Und das Loos ward geworfen, "dem Kleinen wie dem Großen, unter ihrer Väter Haus, zu einem jeglichen Thor. " c- - 6 , 8 . 14. Das Loos gegen Morgen fiel auf Mefe- lemja; aber seinem Sohne Sacharja, der ein kluger Rath war, warf man auch das Loos, und fiel ihm gegen Mitternacht; is. ObedEdom aber gegen Mittag, und seinen Söhnen bey dem Hause Esupims; 16. Und Supim und Hoffa gegen Abend bey dem Thor, da man gehet auf der Straße der Brandopfer, da die Huth neben andern stehen. Ggg 2 420 Ahia Schatzmeister. 1 Chronica 27. 28. Bediente im Tempel. ^7. Gegen dem Morgen waren der Leviten sechs, gegen Mitternacht des Tages vier, gegen Mittag des Tages vier; bey Esupim aber je zween und zween; 18. An Parbar aber gegen Abend vier an der Straße, und zween an Parbar. 19. Dieß sind die Ordnungen der Thorhüther, unter den Kindern der Korhiter, und den Kindern Merari. 20. Von den Leviten aber war Ahia über die Schätze des Hauses Gottes, und über die Schätze, die geheiliget wurden. 21. Von den Kindern Laedans, der Kinder der Gersoniten. Von Laedan waren Häupter der Vater, nähmlich die Iehieliten. 22. Die Kinder der Jehielireu waren: Setham und sein Bruder Joet, über die Schätze des Hauses des Herrn. 2.1. Unter den Amramiten, Jezehariten, He- broniren und Ufieliten, 22,. War * Sebue!, der Sohn Gersoms, des Sohnes Mose, Fürst über die Schätze. * c. 24, i6. 25. Aber sein * Bruder Elieser hatte einen Sohn Rehabja, deß Sohn war Jesaja, deß Sohn war Joram, deß Sohn war Sichri, deß Sohn war Selomith. * c. 24,17. 26. Derselbe Selomith und seine Brüder waren über alle Schätze der Geheiligten, welche der König David heiligte, und die obersten Väter unter den Obersten über Tausend und über Hundert, und die Obersten im Heer. 27. Von Streiten und Rauben hatten sie es geheiliget, zu bessern das Haus des Herrn. 28. Auch alles, was Samuel, der Seher, und Saul, der Sohn Kis, und Abner, der Sohn Ner, und Joab, der Sohn Zeruja, geheiliget hatten, alles Geheiligte war unter der Hand Selomiths und seiner Brüder. 29. Unter den Jezehariten war Chenanja mit seinen Söhnen zum Werk draußen über Israel, Amtleute und Richter. 30. Unter den Hebroniten aber war Hasabja und seine Brüder, fleißige Leute, tausend und sieben hundert, über das Amt Israel, diesseit des Jordans, gegen Abend, zu allerley Geschäften des Herrn und zu dienen dem Könige. 31. Item, unter den Hebroniten war Jerja, der Vornehmste unter den Hebroniten seines Geschlechts unter den Vätern. Es wurden aber unter ihnen gesucht und gefunden, im vierzigsten Jahr des Königreichs Davids, fleißige Männer zu Jaeser in Gilead, 32. Und ihre Brüder, fleißige Männer, zwey tausend und sieben hundert oberste Väter. Und David setzte sie über die Rubeniter, Gaditer, und den halben Stamm Manasse, zu allem Dienste Gottes und des Königs. Das 28. (sonst 27.) Capitel. Davids Feldoberst«:, Fürsten, Amtleute und Hoftäthe. 1. ^ie Kinder Israel aber nach ihrer Zahl ^ waren Häupter der Väter, und über Tausend, und über Hundert, und Amtleute, die auf den König warteten, nach ihrer Ordnung , ab - und zuzuziehen, einen jeglichen Monat!) Einer, in allen Monathen des Jahrs. Eine jegliche Ordnung aber hatte vier und zwanzig tausend. 2. Ueber die erste Ordnung des ersten Monaths war * Jasabeam, der Sohn Sabdiels; und unter seiner Ordnung waren vier und zwanzig tausend. * c. 12 , 2 Sam. 23, 8. 3. Aus den Kindern aber Perez war der Oberste über alle Hauptleute der Heere im ersten Monath. Ueber die Ordnung des andern Monaths war'Dodai, der Ahohiter, und Miktoth war Fürst über seine Ordnung; und unter seiner Ordnung waren vier und zwanzig tausend. * c. 12 , 12 . 2 Sam. 23, s. 5. Der dritte Feldhauptmann des dritten Monaths , der Oberste war Benaja, der Sohn Jvjada, des Priesters; und unter seiner Ordnung waren vier und zwanzig tausend. 6. Das ist der Benaja, * der Held unter Drey- ßtgen und über Dreyßige; und ferne Ordnung war unter seinem Sohne AmmiSabad. * c. 12 , 24. 2 Sam. 23, 22 . 7. Der vierte im vierten Monath war Asahel, Joabs Bruder, und nach ihm Sabadja, sein Sohn; und unter seiner Ordnung waren vier und zwanzig tausend. 8. Der fünfte im fünften Monath war Same- huth, der Jesrahiter; und unter seiner Ordnung waren vier und zwanzig tausend. 9. Der sechste im sechsten Monath war"Jra, der Sohn Jkkes, der Thekoirer; und unter seiner Ordnung waren vier und zwanzig tausend. * 2 Sam. 23, 26. 10. Der siebente im siebenten Monath war Helez, der Peloniter, aus den Kindern Ephraim; und unter reiner Ordnung waren vier und zwanzig tausend. i i. Der achte im achten Monath war'Sibe- Davids Bediente. 421 1 Chronica 28. 29. chai, der Husathiter, aus den Sarehitern; und unter seiner Ordnung waren vier und zwanzig tausend. * 2 Sam 21, 18. 12. Der neunte im neunten Monath war Mieser, der Anthothiter, aus den Kindern Jemini; und unter seiner Ordnung waren vier und zwanzig tausend. 1 3 . Der zehnte im zehnten Monath war Ma- herai, der Netopharhiter, aus den Serahirern; und unter seiner Ordnung waren vier und zwanzig tausend. i^. Der eilfte im eilften Monath war* Be- naja, der Pirgathoniter, aus den Kindern Ephraim; und unter seiner Ordnung waren vier und zwanzig tausend. * 12,31. iZ. Der zwölfte im zwölften Monath war* Heldai, der Netophathirer, aus Athniel; und unter seiner Ordnung waren vier und zwanzig tausend. * c. 12,30. 16. Ueber die Stämme Israel aber waren diese: Unter den Rubenitern war Fürst Elieser, der Sohn Sichri. Unter den Simeonitern war Sephatja, der Sohn Maecha. 17. Unter den Leviten war Hasabja, der Sohn Kemuels. Unter den Aaronitern war Zadok. 18. Unter Juda war Elihu, aus den Brüdern Davids. Unter Jsaschar war Amri, der Sohn Michaels. is. Unter Sebulon war Jesmaja, der Sohn Obadja. Unter Naphthali war Jeremoth, der Sohn Aftiels. 20. Unter den Kindern Ephraim war Hosea, der Sohn Asasja. Unter dem halben Stamm Manasse war Joel, der Sohn Pedaja. 21. Unter dem halben Stamm Manasse in Gilead war Jddo , der Sohn Sacharia. Unter Benjamin war Jaesiel, der Sohn * Abners. ' 2 Sam. 3, 23. 22. Unter Dan war Asareel, der Sohn Jero- hams. Das sind die Fürsten der Stämme Israel. 23. Aber David nahm die Zahl nicht derer, die von zwanzig Jahren und drunter waren; denn der Herr hatte geredet, Israel zu mehren, wie die Sterne am Himmel. 2 - 4 . Joab aber, der Sohn Zeruja, der hatte angefangen zu zählen und vollendete es nicht, denn es kam darum ein * Zorn über Israel; darum kam die Zahl nicht in die Chronica des Königs Davids. * e. 22,14. 25. Ueber den Schatz des Königs war Asma- veth, der Sohn Miels ; und über die Schätze auf dem Lande in Städten, Dörfern und Schlössern war Jonathan, der Sohn Usia. 26. Ueber die Ackerleute, das Land zu bauen, war Esri, der Sohn Chelubs. 27. Ueber die Weinberge war Simei, derRa- mathiter. Ueber die Weinkeller und Schätze des Weins war Sabdi, der Siphimiter. 28. Ueber die Oehlgärten und Maulbeerbäume in den Auen war BaalHanan, der Gaderiter. Ueber den Oehlschatz war Joas. 29. Ueber die Weiderinder zu Saron war Sit- rai, der Saroniter. Aber über die Rinder in Gründen war Saphat, der Sohn Adlai. 30. Ueber d'e Kameele war Obil, der Jsmae- liter. Ueber die Esel war Jehedja, der Mero- nothiter. 31. Ueber die Schafe war Jasis, der Hagari- ter. Diese waren alle Oberste über die Güter des Königs Davids. 32 . Jonathan aber, Davids Vetter, war der Rath und Hofmeister, und Kanzler. Und Je- hiel, der Sohn Hachmoni, war bey den Kindern des Königs. 33. * Ahitophel war auch Rath des Königs, -l- Husai, der Arachiter, war des Königs Freund. * 2 Sam. 13, 12 . 1- 2 Sam. 13, 37. 3 ^ 4 . Nach Ahitophel war Jojada, der Sohn Benaja, und Abjarhar. * Joab aber war Feldhauptmann des Königs. * 2 Sam.»,i 6 . Das 29. (sonst 28.) Capitel. Davids letzter Reichstag, wegen des TempelbaucS angcstellet. 1. Nnd David versammelte gen Jerusalem alle ^ Obersten Israels, nähmlich die Fürsten der Stämme, die Fürsten der Ordnung, die auf den König warteten, die Fürsten über Tausend und über Hundert, die Fürsten über die Güter und das Vieh des Königs und seiner Söhne, mit den Kämmerern, die Kriegsmänner, und alle tapfere Männer. 2. Und David, der König, stand auf seinen Füßen, und sprach: Höret mir zu, meine Brüder und mein Volk! * Ich hatte mir vorgenommen ein Haus zu bauen, da ruhen sollte die Lade des Bundes des Herrn, und ein Fußschemel den Füßen unsers Gottes, und hatte mich angeschickt zu bauen. *i Kön. s, 17 . 3. Aber Gott ließ mir sagen: * Du sollst meinem Nahmen nicht ein Haus bauen; denn du bist ein Kriegsmann, und Haft Blut vergossen. * 2 Sam. 7, 3. 1 Köm 3, 3. Nun hat der Herr, der Gott Israels, mich 422 Vermahnung an Salomo. 1 Chronica 29 . 30 . Davids», des Volks Beysteuer zum Bau. erwählet aus meines Vaters ganzem Hause, daß ich König über Israel seyn sollte ewiglich. Denn er hat * Juda erwählet zum Fürstenthum , und im Hause Juda 7 meines Vaters Haus, und unter meines Vaters Kindern hat er Gefallen gehabt an mir, daß er mich über ganz Israel zum Könige machte. * i Mos. 49 / io. ch i Sam. 16/ i. 12. 5 . Und unter allen meinen Söhnen (denn der Herr hat mir viele Söhne gegeben) hat er meinen Sohn Salomo erwählet, daß er fitzen soll auf dem Stuhl des Königreichs des Herrn über Israel. 6 . Und hat mir geredet: * Dein Sohn Salomo soll mein Haus und Hof bauen; denn ich habe ihn mir erwählet zum Sohne, und ich will sein .Vater seyn; * 2 Sam. 7 /is. 7 . Und will sein Königreich bestätigen ewiglich, so er wird anhalten, daß er thue nach meinen Gebothen und Rechten , wie es heute stehet. 8 . Nun vor dem ganzen Israel, der Gemeine des Herrn, und vor den Ohren unsers Gottes: So haltet und suchet alle Gebothe des Herrn, euers Gottes, auf daß ihr befitzet das gute Land, und beerbet auf eure Kinder nach euch ewiglich. 9. Und du, mein Sohn Salomo, erkenne den Gott deines Vaters, und diene ihm mit ganzem Herzen, und mit williger Seele. Denn*der Herr suchet alle Herzen, und verstehet aller Gedanken Dichten. Wirst du ihn suchen, so wirst du ihn finden; wirft du ihn aber verlassen, so wird er dich verwerfen ewiglich. * Ps. 7 / io. i o. So stehe nun zu, denn der Herr hat dich erwählet, daß du ein Haus bauest zum Heiligthum; sey getrost und mache es. i i. Und David gab seinem Sohne Salomo ein * Vorbild der Halle, und seines Hauses, und der Gemächer und Säle, und Kammern inwendig, und des Hauses des Gnadenstuhls; * 2 Mos. 23 , 9 . e. 26 / 30 . 12. Dazu Vorbilder alles, was bey ihm in seinem Gemüthe war, nähmlich des Hofes am Hause des Herrn, und aller Gemächer umher, des Schatzes im Hause Gottes, und des Schatzes der Geheiligten; iZ. Die Ordnung der Priester und Leviten, und aller Geschäfte des Amts im Hause des Herrn' "i>4. Gold nach dem Goldgewicht, zu allerley Gefäßen eines jeglichen Amts, und allerley filbern Zeug nach dem Gewicht, zu allerley Gefäßen eines jeglichen Amts; iZ. Und Gold zu goldenen Leuchtern und goldenen Lampen, einem jeglichen Leuchter und seiner Lampe sein Gewicht; also auch zu filber- nen Leuchtern gab er das Silber, zum Leuchter und seiner Lampe, nach dem Amt eines jeglichen Leuchters. 16. Auch gab er zu Tischen der Schaubrote Gold, zu jeglichem Tisch fein Gewicht, also auch Silber zu silbernen Tischen; 17 . Und lauter Gold zu Kräueln, (Gabun) Becken und Kandeln (Kannen), und zu goldenen Bechern, einem jeglichen Bechersein Gewicht, und zu filbernen Bechern, einem jeglichen Bechersein Gewicht; 18. Und zum Räuchaltar das allerlauterste Gold, sein Gewicht; auch ein Vorbild des Wagens der goldenen Cherubim, daß fie sich ausbreiteten und bedeckten oben die Lade des Bundes des Herrn. 19. Alles ist mir beschrieben gegeben von der Hand des Herrn, daß michs unterwies alle Werke des Vorbildes. 20. Und David sprach zu seinem Sohne Salomo ; Sey getrost und unverzagt, und mache es; fürchte dich nicht, und zage nicht. Gott, der Herr, mein Gott, wird mit dir seyn, und wird die Hand nicht abziehen, noch dich verlassen, bis du alle Werke zum Amt im Hause des Herrn vollendest. 21. Siehe da, die Ordnung der Priester und Leviten, zu allen Aemtern im Hause Gottes, find mit dir zu allem Geschäfte, und find willig und weise zu allen Aemtern; dazu die Fürsten und alles Volk zu allen deinen Verrichtungen. Das 30. (sonst 29.) Capitel. Steuer zum Bau des Tempels. Salomons und Zadoks Salbung. Davids Abschied. 1. Nnd der König David sprach zu der ganzen ^ Gemeine: Gott hat Salomo, meiner Söhne Einen, erwählet, der * noch jung und zart ist; das Werk aber ist groß, denn es ist nicht eines Menschen Wohnung, sondern Gottes, des Herrn. *-.23,3. 2. Ich aber habe aus allen meinen Kräften gesammelt zum Hause Gottes, Gold zu goldenem , Silber zu silbernem, Erz zu ehernem, Eisen zu eisernem, Holz zu hölzernem Geräthe, Onychfteine, eingefaßte Rubinen, und bunte Steine, und allerley Edelgesteine, und Marmorsteine die Menge. 3. Ueber das, aus Wohlgefallen am Hause 4 Chronica 30. 423 David bethet. Salomo König. meines Gottes, habe ich eigenes Guts, Gold und Silber, Drey tausend Zentner Gold von Ophir, und sieben tausend Zentner lauteres Silber; das gebe ich zum heiligen Hause Gottes, über alles, das ich gesammelt habe, die Wände der Häuser zu überziehen, s. Daß golden werde, was golden, und silbern, was silbern seyn soll, und zu allerley Werk durch die Hand der Werkmeister. Und wer ist nun * freywillig, seine Hand heute dem Herrn zu füllen? *2 Mos. 3^/-. 6 . Da waren die Fürsten der Väter, die Fürsten der Stämme Israel, die Fürsten über Tausend und über Hundert, und die Fürsten über des Königs Geschäfte, freywillig; 7 . Und gaben zum Amt im Hause Gottes fünf tausend Zentner Gold, und zehn tausend Gülden, und zehn tausend Zentner Silber, achtzehn tausend Zentner Erz, und hundert tausend Zentner Eisen. 8 . Und bey welchem * Steine gefunden wurden, die gaben sie zum Schatz des Hauses des Herrn, unter die Hand Jehiels, des Gersoniten. * 2 Mos. 35/ 27. 9. Und das Volk ward fröhlich, daß sie frey- willig waren; denn sie gaben es von ganzem Herzen dem Herrn freywillig. Und David, der König, freuete sich auch hoch, 10. Und lobete Gott, und sprach vor der ganzen Gemeine: Gelobet seyst du, Herr, Gott Israels, unsers Vaters, ewiglich. i i. Dir gebühret * die Majestät und Gewalt, Herrlichkeit, Sieg und Dank. Denn alles, was im Himmel und auf Erden ist, das ist dein, -t Dein ist das Reich, und du bist erhöhet über alles zum Obersten. * Offmb. 4, n. «. §/i3. 1- Matth. 6/ 13. 12. Dein ist Retchthum und Ehre vor dir, du herrschest über alles; * in deiner Hand stehet Kraft und Macht; in deiner Hand stehet es, Jedermann groß und stark zu machen. * - Chr. 20/ 6 . 13 . Nun, unser Gott, wir danken dir und rühmen den Nahmen deiner Herrlichkeit. 1^. Denn was bin ich? Was ist mein Volk, daß wir sollten vermögen Kraft, freywillig zu geben, wie dieß gehet? Denn von Dir ist es alles gekommen, und von Deiner Hand haben wir dirs gegeben. 15. Denn "wir sind Fremdlinge und Gäste vor dir, wie unsere Väter alle. Unser Leben auf Erden ist wie ein-i-Schatten, und ist kein Aushalten. *Ps. 39,13. -j-Hioh l4/2. 16. Herr, unser Gott, aller dieser Haufe, den wir bereitet haben, dir ein Haus zu bauen, deinem heiligen Nahmen, ist von deiner Hand gekommen, und ist alles dein. 17 . Ich weiß, mein Gott, daß Du das *Herz prüfest, und Aufrichtigkeit ist dir angenehm. Darum habe ich dieß alles aus aufrichtigem Herzen freywillig gegeben, und habe jetzt mit Freuden gesehen dein Volk, das hier vorhanden ist, daß es dir freywillig gegeben hat. 18. Herr, Gott * unserer Väter, Abrahams, Isaaks und Israels, bewahre ewiglich solchen Sinn und Gedanken im Herzen deines Volks, und schicke ihre Herzen zu dir. * 2 Mos. 3/ 6. 15. 16 . k. 4/ 5. 1 Kon. 18 / 36. Gesch. 3 / 13 . 19. Und meinem Sohne Salomo gib ein rechtschaffenes Herz, daß er halte deine Gebothe, Zeugnisse und Rechte, daß er alles thue, und baue diese Wohnung, die ich bestimmet habe. 20. Und David sprach zur ganzen Gemeine: Lobet den Herrn, euern Gott. Und die ganze Gemeine lobte den Herrn, den Gott ihrer Väter; und neigten sich, und betheten an den * Herrn und den König; * Spruchw. 2-y 21. 21. Und opferten dem Herrn Opfer; und des andern Morgens opferten sie Brandopfer, tausend Farren, tausend Widder, tausend Lämmer mit ihren Trankopfern; und opferten die Menge unter dem ganzen Israel. 22. Und aßen und tranken desfelbigen Tages vor dem Herrn mit großen Freuden. Und machten das anderemahl * Salomo, den Sohn Davids, zum Könige, und salbten ihn dem Herrn zum Fürsten, und Zadok zum Priester. * 1 Kön. 1/ 33. 23. Also * saß Salomo auf dem Stuhl des Herrn, ein König an seines Vaters Davids Statt, und ward glückselig; und ganz Israel war ihm gehorsam. * e. 29 / 5 . 1 K°». i/ 35 . 39 . 2^. Und alle Obersten und Gewaltigen, auch alle Kinder des Königs Davids, thaten sich unter den König Salomo. 25. Und der Herr * machte Salomo immer größer vor dem ganzen Israel, und gab ihm ein löbliches Königreich, das Keiner vor ihm über Israel gehabt hatte. * 2 Chr. i/1. 26. So ist nun David, der Sohn Isai, König gewesen über ganz Israel. 27. Die * Zeit aber, die er König über Israel gewesen ist, ist vierzig Jahre. Zu Hebron regierte er sieben Jahre, und zu Jerusalem drey und dreyßig Jahre. * 2 Sam. 4. 1 K»m 2/ n. 424 Salomons Opfer/ 2 Chronica 1 . 2 . Regierung und Gewalt. 28. Und starb in gutem Alter/ gesättigt an Sehers/ und unter den Geschichten des Prophe- Jahren/ Reichthum und Ehre. Und sein Sohn ten Nathans/ und unter den Geschichten * Gads/ Salomo ward König an seine Statt. des Schauers / * c. 22,9. 29. Die Geschichten aber des Königs Davids / 30. Mit allem seinem Königreich/ Gewalt und beydes die ersten und letzten/ stehe/ die find ge, Zeiten / die unter ihm ergangen sind/ beydes schrieben unter den Geschichten Samuels/ des über Israel / und allen Königreichen in Landen. Das andere Buch der Lhronica. Das 1. Capitel. Salomons Weisheit und Reichthinn. 1. Clnd Salomo/ der Sohn Davids / "ward ^ in seinem Reich bekräftiget; und der Herr/ sein Gott/ war mit ihm/ und machte ihn immer größer. " 1 Kön. 2,12. 46 . 2. Und Salomo redete mit dem ganzen Israel/ mit den Obersten über Tausend und Hundert/ mit den Richtern/ und mit allen Fürsten in Israel/ mit den obersten Vätern/ 3. Daß sie hingingen/ Salomo und die ganze Gemeine mit ihm/ zu der Höhe/ die zu Gibeon war; denn daselbst war die Hütte des Stifts Gottes/ die Mose/ der Knecht des Herrn/ gemacht hatte in der Wüste. Denn die Lade Gottes hatte David herauf gebracht von KiriathJearim / dahin er ihr bereitet hatte; denn er hatte ihr eine Hütte aufgeschlagen zu Jerusalem. 5. Aber der * eherne Altar/ den Bezaleel, der Sohn Uri/ des Sohnes Hur/ gemacht hatte/ war daselbst vor der Wohnung des Herrn; und Salomo/ und die Gemeine pflegten ihn zu besuchen. "2 Mos. 38 , 1 . 6 . Und Salomo opferte auf dem ehernen Altar vor dem Herrn/ der vor der Hütte des Stifts stand / tausend Brandopfer. 7 . In " derselben Nacht aber erschien Gott Salomo/ und sprach zu ihm: Bitte was soll ich dir geben? *i Kön. 3, 8 . Und Salomo sprach zu Gott: Du hast große Barmherzigkeit an meinem Vater David gerhan/ und Haft mich an seine Statt zum Könige gemacht; 9. So laß nun/ Herr Gott/ deine Worte wahr werden an meinem Vater David; denn Du hast mich zum Könige gemacht über ein Volk/ deß so viel ist/ als Staub auf Erden. 10. So gib mir nun Weisheit und Erkennt- niß/ daß ich vor diesem Volk aus-und eingehe; denn wer kan dieß dein großes Volk richten? Li. Da sprach Gott zu Salomo: Weil du das im Sinn hast, und nicht um Reichthum, noch um Gut, noch um Ehre, noch um deiner Feinde Seelen, noch um langes Leben gebethen; sondern hast um Weisheit und Erkenntniß gebethen, daß du mein Volk richten mögest, darüber ich dich zum König gemacht habe: 12. So sey dir Weisheit und Erkenntniß gegeben; "dazu will ich dir Reichthum und Gut und Ehre geben, daß deines gleichen unter den Königen vor dir nicht gewesen ist, noch werden soll nach dir. * Eph. 3,20. 13. Also kam Salomo von der Höhe, die zu Gibeon war, gen Jerusalem, von der Hütte des Stifts; und regierte über Israel. 1^. Und "Salomo sammelte ihm Wagen und Reiter, daß er zuwegen brachte tausend und vier hundert Wagen, und zwölf tausend Reiter; und ließ sie in den Wagenftädten, und bey dem König zu Jerusalem. * 1 Kön. 10,26. 15. Und der König "machte des Silbers und des Goldes zu Jerusalem so viel wie die Steine, und der Cedern, wie die Maulbeerbäume in den Gründen. * c. s, 27. 16. Und man brachte Salomo Rosse aus Egypten, und allerley Waare. Und die Kaufleute des Königs kauften dieselbige Waare. 17. Und brachten es aus Egypten heraus; je einen Wagen um sechs hundert Silberlinge, ein Roß um hundert und fünfzig. Also brachten sie auch allen Königen der Hethiter, und den Königen zu Syrien. Das 2. Capitel. Nothwendige Vorbereitung zum Bau des Tempels. 1. Nnd Salomo gedachte zu bauen ein Haus dem Nahmen des Herrn, und ein Haus seines Königreichs. 2. Und " zählete ab siebenzig tausend Mann zur Last, und achtzig tausend Zimmerleute auf dem Berge, und drey tausend und sechs hundert Amtleute über sie. * 1 Kon. 4,1-. 3. Und Vorbereitung und Anfang 2 Chronica 2. 3. des Tempelbaues. 425 3 . Und Salomo ' sandte zu Huram, dem Könige zu Tyrus, und ließ ihm sagen: Wie t du mit meinem Vater David thatest, und ihm sandtest Cedern, daß er ihm ein Haus bauete, darinnen er Wvhnete. * 1 Kön. 5 / 2 . -j- 2 Sam. 5 / 11. 1 Chr. 15 , 1. Siehe, ich will dem Nahmen des Herrn, meines Gottes/ ein Haus bauen, das ihm ge- heiliget werde, gutes Räuchwerk vor ihm zu räuchern, und Schaubrote allewege zuzurichten, und Brandopfer des Morgens und des Abends, auf die Sabbathen und Neumonden, und auf die Feste des Herrn, unsers Gottes, ewiglich für Israel. s. Und das Haus, das ich bauen will, soll groß seyn; denn * unser Gott ist größer, denn alle Götter. * Ps. « 6 , 8 . 6 . Aber wer vermag es, daß er ihm ein Haus baue? Denn * der Himmel und aller Himmel Himmel mögen ihn nicht versorgen: Wer sollte ich denn seyn, daß ich ihm ein Haus bauete? Sondern daß man vor ihm räuchere. * c. 6 , 18. 1 Kön. s, 27. 7 . So sende mir nun einen weisen Mann zu arbeiten mit Gold, Silber, Erz, Eisen, Scharlaken, Nosiuroth, gelber Seide, und der da wisse gegrabene Arbeit zu verfertigen mit den Weisen, die bey mir sind in Juda und Jerusalem, welche mein Vater David angeordnet hat. 8 . Und sende mir Cedern, Tannen und Ebenholz vom Libanon; denn ich weiß, daß deine Knechte das Holz zu hauen wissen auf dem Libanon. Und siehe, meine Knechte sollen mit deinen Knechten seyn, 9. Daß man mir viel Holz zubereite'; denn das Haus, das ich bauen will, soll groß und sonderlich seyn. 10. Und siehe, ich will den Zimmerleuten, deinen Knechten, die das Holz hauen, zwanzig " tausend Cor gestoßenen Weizen , und zwanzig tausend Cor Gerste, und zwanzig tausend Bath Wein, und zwanzig tausend Bath Oehl geben. - 1 Kön. 5 , 11. 11. Da sprach Huram, der König zu Tyrus, durch Schrift, und sandte zu Salomo: Darum, daß der Herr sein Volk liebet, hat er dich über sie zum König gemacht. 12. Und Huram sprach weiter: "Gelobet sey der Herr, der Gott Israels, der Himmel und Erde gemacht hat, daß er dem König David hat einen weisen, klugen und verständigen Sohn gegeben, der dem Herrn ein Haus baue, und ein Haus seines Königreichs. *1 Kön. 5,7. 13. So sende ich nun einen weisen Mann, der Verstand hat, HuramAbtf, 1^. Der ein Sohn ist eines Weibes aus den Töchtern Dan, und sein Vater ein Tyrer gewesen ist, der weiß "zu arbeiten an Gold, Silber, Erz, Eisen, Steinen, Holz, Scharlaken, gelber Seide, Leinen, Rosinroth, und zu graben aller- ley, und allerley künstlich zu machen, was man ihm vorgtbt, mit deinen Weisen und mit den Weisen meines Herrn Königs Davids, deines Vaters. »2 Mos. 31,3. 15 . So sende nun mein Herr Weizen, Gerste, Oehl und Wein, seinen Knechten, wie er geredet hat: 16. So wollen wir das Holz hauen auf dem Libanon, wie viel es noth ist, und wollen es auf Flößen bringen im Meer gen Japho: von dannen magst du es hinauf gen Jerusalem bringen. 17. Und Salomo zählete alle Fremdlinge im Lande Israel nach der Zahl, da sie David, sein Vater, zählete; und wurden gefunden hundert und fünfzig tausend, drey tausend und sechs hundert. 1 8 . Und er machte aus denselben ' siebenzig tausend Träger, und achtzig tausend Hauer auf dem Berge, und drey tausend sechs hundert Aufseher , die das Volk zum Dienst anhielten. ' Jos. S, 27 . 1 Kön. 5, 15 . Das 3. Capitel. Vom Bau des Tempels. 1. Nnd Salomo " fing an zu bauen das Haus " des Herrn zu Jerusalem, auf dem Berge Morija, der David, seinem Vater, gezeiget war; welchen David zubereitet hatte zum Raum i-auf dem Platz Arnans, des Jebusiters. * 1 Kön. 6 , 1. -i- 2 Sam. 24 / 25 . 1 Chr. 22/ 18. 2. Er fing aber an zu bauen im andern Mo- nath des andern Tages, im vierten Jahr seines Königreichs. 3 . Und also legte Salomo den Grund zu bauen das Haus Gottes; am ersten die Länge sechzig Ellen, die Weite zwanzig Ellen. Und die Halle vor der Weite des Hauses her war zwanzig Ellen lang, die Höhe aber war hundert und zwanzig Ellen; und überzog es inwendig mit lauterm Golde. 5 . Das große Haus aber spundete er mit Tannenholz, und überzog es mit dem besten Golde, und machte darauf Palmen und Kertenwerk. 6 . Und überzog das Haus mit edeln Steinen zum Schmuck; das Gold aber war Parwaim- 426 Beschreibung 2 Chronica 3. 4. der Helligthümer. Tempelgeräthe. 7. Und überzog die Balken oben an, und die Wände, und die Thüren mit Golde; und ließ Cherubim schnitzen an die Wände. 8. Er machte auch das Haus des Allerheilig- -en, dessen Länge war zwanzig Ellen nach der Weite des Hauses, und seine Weite war auch zwanzig Ellen; und überzog es mit dem besten Golde, bey sechs hundert Zentner. 9. Und gab auch zu Nägeln fünfzig Sekel Gold am Gewicht; und überzog die Säle mit Gold. 10. Er machte auch im Hause des Allerheiligsten * zween Cherubim nach der Bildner Kunst, und überzog ste mit Golde. * 2 Ms. 25,13. 11. Und die Länge am Flügel an den Cherubim war zwanzig Ellen, daß ein Flügel fünf Ellen hatte, und rührete an die Wand des Hauses, und der andere Flügel auch fünf Ellen hatte, und rührete an den Flügel des andern Cherubs. 12. Also hatte auch des andern Cherubs ein Flügel fünf Ellen, und rührete an die Wand des Hauses, und sein anderer Flügel auch fünf Ellen, und hing am Flügel des andern Cherubs; 13. Daß die Flügel der Cherubim waren ausgebreitet zwanzig Ellen weit; und sie standen auf ihren Füßen, und ihr Antlitz war gewandt zum Hausewärts. i^j. Er machte auch einen * Vorhang von Gelbwerk, Scharlaken, Rofinroth und Leinwerk; und machte Cherubim darauf. * Matth. 27/ Li. Mare. 1L, 38. 15. Und er machte vor dem Hause * zwo Säulen , fünf und dreyßig Ellen lang; und der Knauf oben darauf fünf Ellen. * 1 Kön. 7, 1L. 2 Kön. 2L, 17. Jcr. L2, 21. 16. Und machte Kettenwerk zum Chor, und that sie oben an die Säulen; und machte hundert Granatäpfel, und that sie an das Kettenwerk. 17. Und richtete die Säulen auf vor dem Tempel , eine zur Rechten und die andere zur Linken; und hieß die zur Rechten Jachin, und die zur Linken Boas. Das 4. Capitel. Von des Tempels zugehörigen Sachen. 1. Er machte auch * einen ehernen Altar, zwan- ^ zig Ellen lang und breit, und zehn Ellen hoch. * 7/ 7. 2. Und er machte * ein gegossenes Meer, zehn Ellen weit von einem Rande an den andern rund umher, und fünf Ellen hoch; und ein Maß von dreyßig Ellen mochte es umher begreifen. * 1 Kön. 7, 23. 3. Und Ochsenbilder waren unter ihm umher; und es waren zwo Reihen Knoten um das Meer her (das zehn Ellen weit war) die mit angegossen waren. 4. Es stand aber also auf den zwölf Ochsen, daß drey gewandt waren gegen Mitternacht, drey gegen Abend, drey gegen Mittag, und drey gegen Morgen, und das Meer oben auf ihnen; und alles ihr Hinterstes war inwendig. s. Seine Dicke war einer Hand breit; und sein Rand war wie eines Bechers Rand, und eine aufgegangene Rose; und es faßte drey tausend Bath. 6. Und er machte * zehn Kessel, derer setzte er fünf zur Rechten, und fünf zur Linken, darinnen zu waschen, was zum Brandopfer gehöret, daß sie es hinein stießen; das Meer aber, daß sich die Priester darinnen wüschen. *1 Kön. 7,3». 7. Er machte auch zehn * goldene Leuchter, wie sie seyn sollten, und setzte sie in den Tempel, fünf zur Rechten, und sünf zur Linken. ' 1 Kön. 7/ 49. 8. Und machte zehn Tische, und that sie in den Tempel, fünf zur Rechten, und fünf zur Linken. Und machte hundert goldene Becken. 9. Er machte auch einen Hof für die Priester, und einen großen Schranken, und Thüren in die Schranken, und überzog die Thüren mit Erz. 10. Und setzte das Meer auf der rechten Ecke gegen Morgen zu Mittagwärts. 11. Und Huram machte Töpfe, Schaufeln und Becken. Also vollendete Huram die Arbeit, die er dem König Salomo that am Hause Gottes: 12. Nähmlich die zwo Säulen mit den Bäuchen und Knäufen oben auf beyden Säulen; und beyde gewundenen Reife, zu bedecken beyde Bäuche der Knäufe oben auf den Säulen; 13. Und die vier hundert Granatäpfel an den beyden gewundenen Reifen; zwo Reihen Granatäpfel an jeglichem Reif, zu bedecken beyde Bäuche der Knäufe, so oben auf den Säulen waren. i^,. Auch machte er die Gestühls, und die Kessel auf den Gestühlen; 15. Und ein Meer, und zwölf Ochsen darunter; 16. Dazu Töpfe, Schaufeln, Kräuel (Gabcm) und alle ihre Gesäße machte HuramAbif dem König Salomo zum Hause des Herrn aus lau- term Erz. 17. In * -er Gegend des Jordans ließ sie der Einweihung des Tempels. 2 C h r o n t c a 4. 5. 6. Salomo segnet. 427 König gießen in dicker Erde, zwischen Sueoth und Zaredatha. * i Kön. 7, 46. 18. Und * Salomo machte aller dieser Gefäße sehr viele, daß des Erzes Gewicht nicht zu forschen war. *1 Kon. 7,48. 19 . Und Salomo machte alles Geräthe zum Hause Gottes; nähmlich den goldenen Altar, Tisch und Schaubrot darauf; 20. Die Leuchter mit ihren Lampen von lau- term Golde, daß sie brenneten vor dem Chor, wie sichs gebühret; 21. Und die Blumen an den Lampen und die Schnäuzen waren golden, das war alles völlig Gold; 22. Dazu die Messer, Becken, Löffel und Näpfe waren lauter Gold. Und der Eingang und seine Thür inwendig zu dem Allerheiligsten, und die Thür am Hause des Tempels waren golden. Das 5. Capitel. Einweihung des Tempels angcfangen. L.Islso ward alle Arbeit vollbracht, die Sa, ^ lomo that am Hause des Herrn. (Anfang des 5. Capitels.) Und Salomo brachte hinein alles, was * sein Vater David geheiliget hatte, nähmlich Silber und Gold, und allerley Geräthe, und legte es in den Schatz im Hause Gottes. * 1 Kön. 7/ Li. 1 Chr. 29/ 14. 2. Da versammelte Salomo alle Aeltesten in Israel, alle Hauptleute der Stämme, Fürsten der Väter unter den Kindern Israel gen Jerusalem, daß sie die Lade des Bundes des Herrn hinauf brächten aus der Stadt Davids, das ist Zion. 3. Und es versammelten sich zum * König alle Männer Israel aufs Fest, das ist, im siebenten Monath ; * i Kön. 8 ,2. Und kamen alle Aeltesten Israel. Und die Leviten hoben die Lade auf, 5. Und brachten sie hinauf, fammt der Hütte des Stifts und allem heiligen Geräthe, das in der Hütte war, und brachten sie mit hinauf die Priester, die Leviten. 6 . Aber der König Salomo, und die ganze Gemeine Israel, zu ihm versammelt vor der Lade, opferten * Schafe und Ochsen, so viel, daß Niemand zählen noch rechnen konnte. * 2 Sam. 6, 13. 1 Kön. «/ L. 7 . Also brachten die Priester die Lade des Bundes des Herrn an ihre Stätte, in das Chor des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Cherubim, 8 . Daß die Cherubim ihre Flügel ausbreiteten über die Stätte der Lade; und die Cherubim bedeckten bie Lade, und ihre Stangen von oben her. 9. Die Stangen aber waren so lang, daß man ihre Knäufe sah von der Lade, vor dem Chor; aber außen sah man sie nicht. Und sie war daselbst bis auf diesen Tag. 10. Und ' war nichts in der Lade, ohne die zwo Tafeln, die Mose in Horeb darein gethan hatte, da der Herr einen Bund machte mit den Kindern Israel, da sie aus Egypten zogen. * 2 Mos. 25/ 16 . 21 . I Kön. 8, 9. Ebr. 9/4. 11. Und da die Priester herausgingen aus dem Heiligen (denn alle Priester, die vorhanden waren, heiligten sich, daß auch die Ordnungen nicht gehalten wurden) 12. Und die Leviten, mit allen, die unter Assaph, Heman, Jedithun und ihren Kindern und Brüdern waren, angezogen mit Leinwand, sangen mit Cymbeln, Psaltern und Harfen, und standen gegen Morgen des Altars, und bey ihnen hundert und zwanzig Priester, die mit Trompeten bliesen; 13. Und es war als wäre es Einer, der trompetete und sänge, als hörete man Eine Stimme, zu loben und zu danken dem Herrn. Und da die Stimme sich erhob von den Trompeten, Cymbeln und andern Saitenspielen und von dem Loben des Herrn, daß er gütig ist und' seine Barmherzigkeit ewig währet; da ward das Haus des Herrn erfüllet mit einer Wolke, *0.7,3. iä. Daß die Priester nicht stehen konnten zu dienen vor der Wolke; denn ' die Herrlichkeit des Herrn erfüllete das Haus Gottes. " 2 Mos. 4o, 34. Das 6. Capitel. Einweihung des Tempels fortgesetzt. 1. A>a sprach Salomo: * Der Herr hat ge- ^ redet zu wohnen im Dunkeln. ' 1 Kön. r, 12 . 2 Mos. 20 , 21 . 2. Ich habe zwar ein Haus gebauet dir zur Wohnung, und einen Sitz, da du ewiglich wohnest. 3. Und der König wandte sein Antlitz, und segnete die ganze Gemeine Israel, denn die ganze Gemeine Israel stand. >1. Und er sprach: Gelobet sey der Herr, der Gott Israels, der durch seinen Mund meinem Hhh 2 428 Salomo kniet 2 Chronica 6. und -elyet. Vater David geredet, und mit seiner Hand erfüllet hat, da er sagte: s. Seit der * Zeit ich mein Volk aus Egyptenland geführet habe, habe ich keine Stadt erwählet in allen Stämmen Israels, ein Haus zu bauen, daß mein Nähme daselbst wäre; und habe auch keinen Mann erwählet, daß er Fürst wäre über mein Volk Israel. *2 Sam. 7, 6 . 6 . Aber Jerusalem habe ich erwählet, daß mein Nähme daselbst sey; und David habe ich erwählet, daß er über mein Volk Israel sey. 7. Und * da es mein Vater David im Sinn hatte ein Haus zu bauen dem Nahmen des Herrn, des Gottes Israels, *2 Sam. 7,2. 8 . Sprach der Herr zu meinem Vater David: Du hast wohl gethan, daß du im Sinn hast, meinem Nahmen ein Haus zu bauen. s. Doch, du sollst das Haus nicht bauen, sondern ' dein Sohn, der aus deinen Lenden kommen wird, soll meinem Nahmen das Haus bauen. * 1 Cbr. 29/ 6. 10. So hat nun der Herr sein Wort bestätiget, das er geredet hat; denn ich bin aufgekommen an meines Vaters Davids Statt, und sitze auf dem Stuhl Israels, wie der Herr geredet hat, und habe ein Haus gebauet dem Nahmen des Herrn, des Gottes Israels; 11. Und habe darein gethan die Lade, darin, neu der Bund des Herrn ist, den er mit den Kindern Israel gemacht hat. 12. Und * er trat vor den Altar des Herrn, vor der ganzen Gemeine Israel, und breitete seine Hände aus. ' 1 Ko». 8 , 22. 13. Denn Salomo hatte eine eherne Kanzel gemacht und gesetzt mitten in die Schranken, fünf Ellen lang und breit, und drey Ellen hoch; auf dieselbe trat er und fiel nieder auf seine Knie vor der ganzen Gemeine Israel, und breitete seine Hände aus gen Himmel, 1^. Und sprach: Herr, Gott Israels, es ist kein Gott dir gleich, weder im Himmel noch auf Erden; der du hältst den Bund und Barmherzigkeit deinen Knechten, die vor dir wandeln aus ganzem Herzen. 15. Du hast gehalten deinem Knechte David, meinem Vater, was du ihm geredet hast; mit deinem Munde hast du es geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllet, wie es heutiges Tages stehet. 16. Nun, Herr, Gott Israels, halte deinem Knechte David, meinem Vater, was du ihm * geredet hast, und gesagt: Es soll dir nicht gebrechen an einem Manne vor mir, der auf dem Stuhl Israels fitze; doch so fern deine Kinder ihren Weg bewahren, daß sie wandeln in meinem Gesetz, wie du vor mir gewandelt hast. * 2 Sam. 7, 16 . 17 . Nun, Herr, Gott Israels, laß dein Wort wahr werden, das du deinem Knechte David geredet hast. 18. Denn meinest du auch, daß Gott bey den Menschen auf Erden wohne? Siehe,*der Himmel und aller Himmel Himmel kann dich nicht versorgen; wie sollte es denn das Haus thun, das ich gebauet habe? * sz. Wenn dein Volk Israel * vor seinen Feinden geschlagen wird, weil sie an dir gesündiget haben, und bekehren sich, und bekennen deinen Nahmen, bitten und flehen vor dir in diesem Hause: *-Mos. 28,22. 26. So wollest du hören vom Himmel, und gnädig seyn der Sünde deines Volks Israel, und sie wieder in das Land bringen, das du ihnen und ihren Vätern gegeben Haft. 26. Wenn der ' Himmel zugeschlossen wird, daß nicht regnet, weil sie an dir gesündiget haben; und bitten an dieser Stätte, und bekennen deinen Nahmen, und bekehren sich von ihren Sünden, weil du sie gedemüthiget hast: * L Mos. 28, 23. 24. 27 . So wollest du hören im Himmel, und Salomo bethet ferner. 2 Chronica 6 . 7 . Gott antwortet und erhöret Salomo. ^429 gnädig seyn der Sünde deiner Knechte und deines Volks Israel, daß du sie den guten Weg lehrest, darinnen sie wandeln sollen, und regnen lassest auf dein Land, das du deinem Volk gegeben hast zu besitzen. 28. Wenn * eine Theurung im Lande wird, oder Pestilenz, oder Dürre, Brand, Heuschrecken, Raupen; oder wenn sein Feind im Lande seine Thore belagert, oder irgend eine Plage oder Krankheit; *«. 20, 9. 2s. Wer dann bittet oder flehet unter allerley Menschen und unter allem deinem Volk Israel, so Jemand seine Plage und Schmerzen fühlet und * seine Hände ausbreitet zu diesem Hause: * v. 12. 13. 30 . So wollest du hören vom Himmel, vom Sitz deiner Wohnung, und gnädig seyn, und Jedermann geben nach allem seinem Wege, nach dem du sein Herz erkennest (denn * du allein erkennest das Herz der Menschenkinder) * Ps. 7/ 10. 31 . Auf daß sie dich fürchten und wandeln in deinen Wegen alle Tags, so lange sie leben auf dem Lande, das du unfern Vätern gegeben hast. 32. Wenn auch ein Fremder, der nicht von deinem Volk Israel ist, kommt aus fernen Landen , um deines großen Rahmens und mächtiger Hand und ausgereckten Arms willen, und bethet zu diesem Hause: 33. So wollest du hören vom Himmel, vom Sitz deiner Wohnung, und thun alles, warum er dich anrufet; auf daß alle Völker auf Erden deinen Nahmen erkennen und dich fürchten, wie dein Volk Israel, und inne werden, daß diesi Haus, das ich gebauet habe, nach deinem ' Nahmen genannt sey. 3^.. Wenn dein Volk ausziehet in Streit wider seine Feinde des Weges, den du sie senden wirst, und zu dir bitten gegen dem Wege zu dieser Stadt, die du erwählet Haft, und zum Hause, das ich deinem Nahmen gebauet habe: 35 . So wollest du ihr Gebet!) und Flehen hören vom Himmel, und ihnen zu ihrem Recht helfen. 36 . Wenn sie an dir sündigen werden (sintemal)! * kein Mensch ist, der nicht sündige) und du über sie erzürnest und gibst sie vor ihren Feinden, daß sie sie gefangen wegführen in ein fernes oder nahes Land; " 1 Kon. 8 , 46 . 37 . Und sie sich in ihrem Herzen bekehren im Lande, darinnen sie. gefangen sind, und bekehren sich, und flehen dir im Lande ihres Gefängnisses, und sprechen: * Wir haben gesündiget, mißge- than und sind gottlos gewesen; * Ps. 106, 6. Dan. 9, 3. 38 . Und sich also von ganzem Herzen und von ganzer Seele zu dir bekehren im Lande ihres Gefängnisses, da man sie gefangen hält, und sie bethen gegen dem Wege zu ihrem Lande, das du ihren Vätern gegeben hast, * und zur Stadt, die du erwählet Haft, und zum Hause, das ich deinem Nahmen gebauet habe, * Da». 6 ,10.11. 39. So * wollest du ihr Gebeth und Flehen hören vom Himmel, vom Sitz deiner Wohnung, und ihnen zu ihrem Recht helfen, und deinem Volk gnädig seyn, das an dir gesündiget hat. * 1 Kö«. 8, 30. 33. ^0. So laß nun, mein Gott, deine Augen offen seyn und deine Ohren aufmerken auf das Gebeth an dieser Stätte. ^1. So * mache dich nun auf, Herr Gott, zu deiner Ruhe, du und die Lade deiner Macht. Laß deine Priester, Herr Gott, mit Heil an- gethan werden, und deine Heiligen sich freuen über dem Guten. * 4 Mos. 10,33. ^2. Du, Herr Gott, wende nicht weg das Antlitz deines Gesalbten; gedenke an die Gnade, deinem "Knechte David verheißen. *2Sam.7,1z. Das 7. Capitel. Einwebung der Tempels vollzogen. 1. Nnd da Salomo ausgebethet hatte, * sie! n ein Feuer vom Himmel, und verzehrete das Brandopfer und andere Opfer; und t die Herrlichkeit des Herrn erfüllete das Haus, * 3 Mos. s, 24. 1 Kön. 18, 38 . -s 2 Mos. 4o, 34. 2. Daß die Priester nicht konnten hinein gehen in das Haus des Herrn; weil die Herrlichkeit des Herrn füllete des Herrn Haus. 3. Auch sahen alle Kinder Israel das Feuer herab fallen, und die Herrlichkeit des Herrn über dem Hause; und sielen auf ihre Knie mit dem Antlitz zur Erde auf das Pflaster, und be- theten an, und dankten dem Herrn, daß er" gütig ist, und feine Barmherzigkeit ewiglich währet. * Ps. 136, 1. Der * König aber und alles Volk opferten vor dem Herrn. *1 Kon. 8,62. s. Denn der König Salomo opferte zwey und zwanzig tausend Ochsen, und hundert und zwanzig tausend Schafe; und weiheten also das Haus Gottes ein, beyde der König und alles Volk. 6. Aber die Priester standen in ihrer Huth, und die Leviten mit den Sattenipieleu des Herrn, 430 Gott antwortet und erhöret Salomo. 2 Chronica/. 8 . die der König David hatte lassen machen, dem Herrn zu danken, daß seine Barmherzigkeit ewiglich währet, mit den Psalmen Davids durch ihre Hand; und die Priester' bliesen Trompeten gegen ihnen, und das ganze Israel stand. * 4 Mos. io, io. 7 . Und Salomo heiligte den Mittelhof, der vor dem Hause des Herrn war; denn er hatte daselbst Brandopfer, und das Fett der Dank- vpfer ausgerichtet. Denn der * eherne Mar, den Salomo hatte machen lassen, konnte nicht alle Brandopfer, Speisopfer und das Fett fassen. * c. 4, 1. 8 . Und Salomo hielt zu derselben Zeit ein Fest sieben Tage lang, und das ganze Israel mit ihm, eine sehr große Gemeine, von Hemath an bis an den Bach Egyptens. 9. Und hielt am achten Tage eine Versammlung; denn die * Einweihung des Altars hielten sie sieben Tage, und das Fest auch sieben Tage. - 4 Mos. 7, 1t». 10. Aber am drey und zwanzigsten Tage des siebenten Monaths ließ er das Volk in ihre Hütten fröhlich und gutes Muths über allem Guten, das der Herr an David, Salomo und seinem Volk Israel gethan hatte. i i. Also ' vollendete Salomo das Haus des Herrn, und das Haus des Königs, und alles, was in sein Herz gekommen war, zu machen im Hause des Herrn und in seinem Hause, glücklich. * 1 Kon. 9, 1. 12. Und der Herr erschien Salomo des Nachts, und sprach zu ihm: * Ich habe dein Gebeth erhöret , und diese Stätte mir erwählet zum Opferhause. * 1 §ön. 9, 2 . L Mos. 12 , L. 13. Siehe, wenn ich den Himmel zuschließe, daß es nicht regnet, oder heisse die Heuschrecken das Land fressen, oder lasse eine Pestilenz unter mein Volk kommen, i^. Daß sie mein Volk demüthigen, das nach meinem Nahmen genannt ist; und sie bethen, und mein Angesicht suchen, und sich von ihren bösen Wegen bekehren werden: so will ich vom Himmel hören, und ihre Sünde vergeben, und ihr Land heilen. is. So sollen nun meine Augen offen seyn, und meine Ohren aufmerken auf das Gebeth an dieser Stätte. 16. So habe ich nun dieß Haus erwählet und geheiliget, daß mein Nähme daselbst seyn soll ewiglich, und meine Augen, und mein Herz soll da seyn allewege. Salomo bauet Städte. 17 . Und so du wirst vor mir wandeln, wie dein Vater David gewandelt hat, daß du thust alles, was ich dich heisse, und hältst meine Ge- bothe und Rechte: 1 8 . So will ich den Stuhl deines Königreichs bestätigen, wie ich mich deinem Vater David verbunden habe, und * gesagt: Es soll dir nicht gebrechen an einem Manne, der über Israel Herr sey. * 2 Sam. 7,12. is. 19. Werdet ihr euch aber umkehren, und meine Rechte und Gebothe, die ich euch vorge- leget habe, verlassen, und hingehen und andern Göttern dienen, und sie anbethen: 20. So * werde ich sie auswurzeln aus meinem Lande, das ich ihnen gegeben habe; und dieß Haus, das ich meinem Nahmen geheiliget habe, werde ich von meinem Angesicht werfen, und werde es zum Sprüchwort geben, und zur Fabel unter allen Völkern. *§ Mos. 4,26. c. so, is. 21. Und vor diesem Hause, das das höchste geworden ist, werden sich entsetzen alle, die vorüber gehen, und sagen: "Warum hat der Herr mit diesem Lande, und diesem Hause also verfahren ? * L Ms. 29, 24 , I Kön. 9 , 8 . Jer. 22, 8 . 22. So wird man sagen: Darum, daß sieden Herrn, ihrer Väter Gott, verlassen haben, der sie aus Egyptenland geführet hat, und haben sich an andere Götter gehänget, und sie ange- bethet, und ihnen gedienet; darum hat er alles dieß Unglück über sie gebracht. Das 8. Capitel. Solomons gebauete Städte, Herrschaft, Opfer und Schiffe. 1. Nnd nach * zwanzig Jahren, in welchen Salomo des Herrn Haus und sein Haus bauete, * 1 Kon. 9,10. 2. Bauete er auch die Städte, die Huram Salomo gab; und ließ die Kinder Israel darinnen wohnen. 3. Und Salomo zog gen HemathZoba, und befestigte sie; Und bauete Thadmor in der Wüste und alle Kornstädte, die er bauete in Hemath. s. Er bauete auch Ober-und NiederBeth- Horon, das feste Städte waren mit Mauern, Thüren und Riegeln; 6 . Auch Baelath und alle Kornftädte, die Salomo hatte, und alle Wagenstädte und Reiter, und alles, wozu Salomo Lust hatte zu bauen, beydes zu Jerusalem und auf dem Libanon, und im ganzen Lande seiner Herrschaft. Salomons Opfer. 2 Chronica 8. 9. Königin« aus Arabien. 4Z1 7 . Alles übrige Volk von den Hethitern, Amo- ritern, Pheresitern, Hevitern und Iebufitern, die nicht von den Kindern Israel waren, 8 . Und ihre Kinder, die sie hinter sich gelassen hatten im Lande, * die die Kinder Israel nicht vertilget hatten, machte Salomo zinsbar, bis auf diesen Tag. * Los. ie, io. 9. Aber von den Kindern Israel machte Salomo nicht Knechte zu seiner Arbeit; sondern sie waren Krtegsleute, und über seine Fürsten, und über seine Wagen und Reiter. 10. Und der obersten Amtleute des Königs Salomons waren zwey hundert und fünfzig, die über das Volk herrscheten. i i. Und * die Tochter Pharao ließ Salomo herauf hohlen ans der Stadt Davids ins Haus, das er für sie gebauet hatte. Denn er sprach: Mein Weib soll mir nicht wohnen im Hause Davids, des Königs Israels; denn es ist gehei- liget, weil die Lade des Herrn darein gekommen ist. * 1 Kön. 9, 24. 12. Von dem an opferte Salomo dem Herrn Brandopfer auf dem Altar des Herrn, den er gebauet hatte vor der Halle; iz. Ein jegliches auf seinen Tag zu opfern, nach * dem Geboth Mose, auf die Sabbathe, Neumonden und bestimmte Zeiten des Jahrs dreymahl, nähmlich auf das Fest der ungesäuerten Brote, auf das Fest der Wochen und auf das Fest der Laubhütten. *4M-s.28,2. i^. Und erstcllete die*Priester in ihrer Ordnung zu ihrem Amt, wie es David, sein Vater, gesetzt hatte; und die Leviten auf ihre Huth, zu loben und zu dienen vor den Priestern, jegliche auf ihren Tag; und die Thorhüther in ihrer Ordnung, jegliche auf ihr Thor. Denn also hatte es David, der Mann Gottes, befohlen. * i Chr. 24, 3. iZ. Und es ward nicht gewichen vom Geboth des Königs über die Priester und Leviten, an allerley Sachen und an den Schätzen. 16. Also ward bereitet alles Geschäfte Salomons von dem Tage an, da des Herrn Haus gegründet ward, bis er es vollendete, daß des Herrn Haus ganz bereitet ward. 17 . Da * zog Salomo gen EzeonGeber und gen Eloth, an dem Ufer des Meers im Lande Edo- maa. * 1 Kön. 9/ 26 . 27. 18. Und Huram sandte ihm Schiffe durch seine Knechte, die des Meeres kundig waren; und fuhren mit den Knechten Salomons in * Ophir, und höhlten von dannen vier hundert und fünfzig Zentner Gold und brachten es dem König Salomo. *c. 9, i». Das 9. Capitel. Salomo von der Königin» aus Arabien beschenkt, hat ein großes Einkommen. 1. Nnd da * die Königin« vom Reich Arabien n das Gerücht Salomons hörete; kam sie mit sehr großem Zeuge gen Jerusalem, mit Ka- meelen, die Würze und Gold die Menge trugen und Edelgesteine, Salomo mit Räthseln zu versuchen. Und da sie zu Salomo kam, redete sie mit ihm alles, was sie im Sinn hatte vorgenommen. * 1 Kön. 10 , 1 . 2. Und der König sagte ihr alles, was sie fragte, und war Salomo nichts verborgen, das er ihr nicht gesagt hätte. 3. Und da die Königin» vom Reich Arabien sah die Weisheit Salomons, und das Haus, das er gebauet hatte, Die Speise für seinen Tisch, die Wohnung für seine Knechte, die Aemter seiner Diener und ihre Kleider, seine Schenken mit ihren Kleidern, und seinen Saal, da man hinauf ging ins Haus des Herrn; konnte sie sich nicht mehr enthalten, 5. Und sie sprach zum König: Es ist wahr, was ich gehöret habe in meinem Lande von deinem Wesen, und von deiner Weisheit. 6 . Ich wollte aber ihren Worten nicht glauben, bis ich gekommen bin, und habe es mit meinen Augen gesehen. Und siehe, es ist mir nicht die Hälfte gesagt deiner großen Weisheit. Es ist mehr an dir, denn das Gerücht, das ich gehöret habe. 7 . * Selig find deine Männer, und selig find diese deine Knechte, die allewege vor dir stehen und deine Weisheit hören. * Luc. 10, 23 . 8 . Der Herr, dein Gott, sey gelobet, der dich lieb hat, daß er dich auf seinen Stuhl zum Könige gesetzt hat dem Herrn, deinem Gott. Es macht, * daß dein Gott Israel lieb hat, daß er ihn ewiglich aufrichte; darum hat er dich über sie zum König gesetzt, daß du Recht und Redlichkeit handhabest. ' 1 Kön. io, 9. 9. Und sie gab dem König hundert und zwanzig Zentner Gold und sehr viele Würze und Edelgesteine. Es waren keine Würze als diese, die die Königin« vom Reich Arabien dem König Salomo gab. 10. Dazu die Knechte Hurams und die Knechte Salomons, * die Gold aus Ophir brachten, die brachten auch Ebenholz und Cdelgesteine. * c. 8, 18. 432 Salomons königlicher Thron. 2 Chronica 9 . 10 . Rehabeam wird König. i i. Und Salomo ließ aus dem Ebenholz Treppen im Hause des Herrn und im Hause des Königs machen, und Harfen und P-alter für die Sänger. Es waren vorhin nie gesehen solche Hölzer im Lande Juda. 12. Und der König Salomo gab der Königin» vom Reich Arabien alles, was sie begehrte und bath, ohne was sie zum König gebracht hatte. Und sie wandte sich, und zog in ihr Land mit ihren Knechten. 13. Des Goldes aber, das dem Salomo in Einem Jahr gebracht ward, 'war sechs hundert und sechs und sechzig Zentner, 'iKön.10,14. i>L. Ohne was die Krämer und Kaufleute brachten. Und alle Könige der Araber, und die Herren im Lande brachten Gold und Silber zu Salomo. 16. Daher 'machte der König Salomo zwey hundert Schilde vom besten Golde, daß sechs hundert Stücke Gold auf Einen Schild kamen. * i Kon. io, 16 . c. 14 , 26 . 16. Und drey hundert Tartschen (kleine Schilde) vom besten Golde, daß drey hundert Stücke Gold zu Einer Tartsche kamen. 17 . Und der König that sie ins Haus vom Walde Libanon. Und der König machte einen großen elfenbeinernen Stuhl, und überzog ihn mit lauterm Golde. ' i Kon. io, i 8 . 1 8 . Und der Stuhl hatte sechs Stufen, und einen goldenen Fußschemel am Stuhl, und hatte zwo Lehnen auf beyden Seiten um den Sitz, und zween Löwen standen neben den Lehnen, 19. Und zwölf Löwen standen daselbst auf den sechs Stufen zu beyden Seiten. Ein solches ist nicht gemacht in allen Königreichen. 20. Und alle Trinkgefäße des Königs Salomo waren golden; und alle Gefäße'des Hauses vom Walde Libanon waren lauter Gold. Denn das Silber ward nichts gerechnet zur Zeit Salomons. * Vers 17 . 21. Denn die Schiffe des Königs fuhren auf dem Meer mit den Knechten Hurams, und kamen in drey Jahren einmahl, und brachten Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen. 22. Also ' ward der König Salomo größer, denn alle Könige auf Erden, mit Reichthum und Weisheit. * i Kon. 10,2z. 23. Und alle Könige auf Erden begehrten das Angesicht Salomons, seine Weisheit zu hören, die ihm Gott in sein Herz gegeben hatte. 2 > 4 . Und sie brachten ihm ein Jeglicher sein Geschenk, silberne und goldene Gefäße, Kleider, Harnische, Würze, Rosse, und Maulthiere jährlich. 25. Und Salomo ' hatte vier tausend Wagenpferde , und zwölf tausend Reisige; und man that sie in die Wagenstädte, und bey den König zu Jerusalem. *c. 1,14. 1 Kon. 4,26. 26. Und er war ein Herr über alle Könige vom Wasser an, bis an der Philister Land, und bis an die Grenze Egyptens. 27. Und der ' König machte des Silbers so viel zu Jerusalem, wie der Steine, und der Cedern so viel, wie der Maulbeerbäume in den Gründen. *1 Kön. 10,27. 28. Und man brachte ihm Rosse aus Egypten und aus allen Ländern. 29. Was aber mehr von Salomo zu sagen ist, beydes sein Erstes und sein Letztes, siehe, das ' ist geschrieben in der Chronica des Propheten Nathans, und in den Prophezeyungen Ahia von Silo, und in den Gesichten Jeddi, öesSchauers, wider Jerobeam, den Sohn Nebats. * 1 Kon. 11 , 41 . 30. Und * Salomo regierte zu Jerusalem über ganz Israel vierzig Jahre. *1 Ko». 11,42. 31. Und Salomo entschlief mit seinen Vätern, und man begrub ihn in der Stadt Davids, seines Vaters. Und Rehabeam, sein Sohn, ward König an seine Statt. Das 10. Capitel. Trennung des Reichs, und Abfall der zehn Stämme, von Rehabeam Verursacher. 1. ^ 7 ehabeam ' zog gen Sichern; denn ganz * ^ Israel war gen Sichern gekommen, ihn zum König zu machen. * 1 Kon. 12,1. 2. Und da das Jerobeam hörete, der Sohn Nebats, der in Egypten war, ' dahin er vor dem König Salomo geflohen war; kam er wieder aus Egypten. ' 1 K»n. 11,40. 3. Und sie sandten hin, und ließen ihn rufen. Und Jerobeam kam mit dem ganzen Israel, und redeten mit Rehabeam, und sprachen: Dein Vater hat unser Joch zu hart gemacht. So leichtere nun du den harten Dienst deines Vaters und das schwere Joch, das er auf uns geleget hat; so wollen wir dir unterthänig seyn. 5. Er sprach zu ihnen: Ueber drey Tage kommt wieder zu mir. Und das Volk ging hin. 6. Und der König Rehabeam rathfragte die Aeltesten, die vor seinem Vater Salomo gestanden waren, da er beym Leben war, und sprach: Wie rathet ihr, daß ich diesem Volk Aulwort geie? 7. Sie redeten mit ihm und sprachen: Wirst du Rehabeam folget bösem Rath; 2 Chroni du diesem Volk freundlich seyn, und wirst sie behandeln gütiglich, und ihnen gute Worte geben ; so werden sie dir unterthänig seyn allewege. 8. Er aber verließ den Rath der Aeltesten, den sie ihm gegeben hatten, und rathschlagte mit den Jungen, die mit ihm ausgewachsen waren, und vor ihm standen, 9. Und sprach zu ihnen: Was rathet ihr, daß wir diesem Volk antworten, das mit mir geredet hat, und sagen: Leichtere das Joch, das dein Vater auf uns gelegt hat. 10. Die Jungen aber, die mit ihm ausgewachsen waren, redeten mit ihm und sprachen: So sollst du sagen zu dem Volk, das mit dir geredet hat, und spricht: Dein Vater hat unser Joch zu schwer gemacht, mache du unser Joch leichter; und sprich zu ihnen: Mein kleinster Finger soll dicker seyn, denn meines Vaters Lenden. i i. Hat nun mein Vater auf euch ein zu schweres Joch geladen; so will ich euers Jochs mehr machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezüchtiget; ich aber mit Skorpionen. 12. Als nun Jerobeam und alles Volk zu Re- habeam kam am dritten Tage, wie denn der König gesagt hatte: Kommt wieder zu mir am dritten Tage; 13. Antwortete ihnen der König hart. Und der König Rehabeam verließ den Rath der Aeltesten. i^. Und redete mit ihnen nach dem Rath der Jungen, und sprach: Hat mein Vater euer Joch zu schwer gemacht, so will ich es mehr dazu machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezüchtiget; ich aber mit Seorpionen. 15 . Also gehorchte der König dem Volk nicht. Denn es war also von Gott gewandt, auf daß der Herr sein Wort bestätigte, das * er geredet hatte durch Ahia von Silo zu Jerobeam, dem Sohne Nebats. * i Kon. n, 29. 31. 16. Da aber "das ganze Israel sah, daß ihnen der König nicht gehorchte; antwortete das Volk dem König, und sprach: t Was haben wir Theils an David, oder Erbe am Sohne Jsai? Jedermann von Israel zu seiner Hütte! So siehe nun du zu deinem Hause, David. Und das ganze Israel ging in seine Hütten, * 1 Kön. 12, 16. s 2 -Sam. 20, 1. 17. Daß Rehabeam nur über die Kinder Israel regierte, die in den Städten Juda wvh- neten. 18. Aber "der König Rehabeam sandte Hado- ram, den Rentmeister; aber die Kinder Israel ca 10. 11. w ird bestätiget. 433 steinigten ihn zu Tode. Und der König Rehabeam stieg frisch auf seinen Wagen, daß er flöhe gen Jerusalem. * 1 Kön. 12, i 8 . 19. Also fiel Israel ab vom Hause Davids bis auf diesen Tag. Das 11. Capitel. Rehabeams Kriegsbereitschaft / Städte / Bestätigung/ Weiber und Kinder. 1. Nnd da Rehabeam* gen Jerusalem kam, ^ versammelte er das Haus Juda und Benjamin, hundert und achtzig tausend junger Mannschaft, die streitbar waren, wider Israel zu streiten, daß sie das Königreich wieder an Rehabeam brächten. *1 Kön. 12,21. 2. Aber des Herrn Wort kam zu Semaja, dem Manne Gottes, und sprach: 3. Sage Rehabeam, dem Sohne Salomons, dem König Juda, und dem ganzen Israel, das unter Juda und Benjamin ist, und sprich: So spricht der Herr: Ihr sollt nicht hinauf ziehen, noch wider eure Brüder streiten; ein Jeglicher gehe wieder heim, denn das ist von Mir geschehen. Sie gehorchten den Worten des Herrn, und ließen ab von dem Zug wider Jerobeam. 5. Rehabeam aber wohnete zu Jerusalem, und bauete die Städte fest in Juda: 6 . Nähmlich Bethlehem, Etham, Thekoa, 7 . Bethzur, Socho, Adullam, 8 . Gath, Maresa, Siph, 9. Adoraim, Lachis, Aseka, 10. Zarega, Ajalon und Hebron, welche waren die festesten Städte in Juda und Benjamin. 11. Und machte sie feste, und setzte Fürsten darein und Vorrath von Speise, Oehl und Wein. 12. Und in allen Städten schaffte er Schilde und Spieße, und machte sie sehr feste. Und Juda und Benjamin waren unter ihm. 13. Auch machten sich zu ihm die Priester und Leviten aus dem ganzen Israel und allen ihren Grenzen. 12,. Und sie verließen ihre Vorstädte und Habe, und kamen zu Juda gen Jerusalem. Denn Jerobeam und seine Söhne * verstießen sie, daß sie dem Herrn nicht Priesteramts pflegen mußten. * c. 13 / 9. ^ 15. Er ' stiftete ihm aber Priester zu den Höhen, und zu den Feldteufeln, und Kälbern, die er machen ließ. ' c. "/ s. 1 «»„. 12/ 31. 16. Und nach ihnen kamen aus allen Stämmen I i i 434 Sisak beraubt Juda. 2 Chron Israel/ die ihr Herz gaben/ daß sie nach dem Herrn / dem Gott Israels / fragten / gen Jerusalem/ daß sie opferten dem Herrn/ dem Gott ihrer Väter. 17. Und stärkten also das Königreich Juda/ und bestätigten Rehabeam / den Sohn Salo- mons / drey Jahre lang. Denn sie wandelten in dem Wege Davids und Salomons drey Jahre. 18. Und Rehabeam nahm Mahelath/ die Doch, ter Jerimoths / des Sohnes Davids / zum Weibe/ und Abihail / die Tochter ' Eliabs / des Sohnes Jsai. * 1 Sam. 16/ 6. c. 17 / 13 . 19. Die gebar ihm diese Söhne: Jeus/ Sern arja und Saham. 20. Nach dieser nahm er Maecha/ die Tochter Absaloms; die gebar ihm Abia/ Athai, Sisa und Selomith. 21. Aber Rehabeam hatte Maecha, die Tochter Absaloms/ lieber/ denn alle seine Weiber und Kebsweiber/ denn er hatte achtzehn Weiber, und sechszig Kebsweiber; und zengete acht und zwanzig Söhne, und sechszig Töchter. 22. Und Rehabeam setzte Abia, den Sohn Maecha, zum Haupt und Fürsten unter seinen Brüdern; denn er gedachte ihn zum König zu machen. 23 . Und er nahm zu, und brach aus vor allen seinen Söhnen (und verteilte seine Söhne), im Lande Juda und Benjamin, in allen festen Städten; und er gab ihnen Nahrung die Menge, und nahm viele Weiber. Das 12 . Capitel. Rehabeam von Sisak überzogen. 1. ^>a aber das Königreich Rehabeams bestä- ^ tiget und bekräftiget ward, verließ er das Gesetz des Herrn, und ganz Israel mit ihm. 2. Aber * im fünften Jahr des Königs Rehabeams, zog herauf Sisak, der König in Egypten , wider Jerusalem (denn sie hatten sich versündiget an dem Herrn) * i .Mn. i-v 22. 23. 3. Mit tausend und zwey hundert Wagen, und mit sechszig tausend Reitern, und das Volk war nicht zu zählen, das mit ihm kam aus Egypten, Lybien, Suchim und Mohren. Und er gewann die festen Städte, die in Juda waren, und kam bis gen Jerusalem. 5. Da kam Semaja, der Prophet, zu Neha- beam und zu den Obersten Juda, die sich gen Jerusalem versammelt hatten vor Sisak, und sprach zu ihnen: So spricht der Herr: Ihr habt ica II. 42 . Rehabeam bekräftiget. mich * verlassen, darum habe ich euch auch verlassen in Sisaks Hand. * c. 1-/ 2. c. 24 / 20. 6 . Da demüthigten sich die Obersten in Israel mit dem König, und sprachen: Der Herr ist gerecht. 7. Als aber der Herr sah, daß sie sich demüthigten , kam das Wort des Herrn zu Semaja und sprach: Sie haben sich gedemüthiget, darum will ich sie nicht verderben; sondern ich will ihnen ein wenig Errettung geben, daß mein Grimm nicht triefe auf Jerusalem durch Sisak. 8 . Doch sollen sie ihm unterthan seyn, daß sie inne werden, was es sey, Mir dienen, und den Königreichen in Landen dienen. 9. Also zog Sisak, der König in Egypten, herauf gen Jerusalem, und nahm die * Schätze im Hause des Herrn und die Schätze im Hause des Königs, und nahm es alles weg, und nahm -tauch die goldenen Schilde, die Salomo machen ließ. * 1 Kön. 14 / 26. -j- 1 Kön. 10 / 16. 2 Chr. 9 / 13 . 10. An welcher Statt ließ der König Rehabeam eherne Schilde machen, und befahl sie den Obersten der Trabanten, die an der Thür des Königshauses hütheten. i i. Und so oft der König in des Herrn Haus ging, kamen die Trabanten, und trugen sie, und brachten sie wieder in der Trabanten Kammer. 12. Und weil er sich demüthigte; wandte sich des Herrn Zorn von ihm, daß nicht alles verderbet ward. Denn es war in Juda noch etwas Gutes. 13 . Also ward Rehabeam, der König, bekräftiget in Jerusalem, und * regierte. Ein und vierzig Jahre alt war Rehabeam, da er König ward, und regierte siebenzehn Jahre zu Jerusalem in der Stadt, die der Herr erwählet hatte aus allen Stämmen Israel, daß er seinen -t Nahmen dahin stellete. Seine Mutter hieß Naema, eine Ammonitinn. *iKön. 14 / 21. -s 2 Mos. 20/ 24 . 1^. Und er handelte Übel, und beschickte sein Herz nicht, daß er den Herrn suchte. 15. Die Geschichten aber Rehabeams, beyde die Ersten und die Letzten, sind geschrieben in den Geschichten Semaja, des Propheten, und Jddo, des Schauers, und ausgezeichnet; dazu die Kriege Rehabeams, und Jerobeams ihr Lehenlang. 16. Und Rehabeam entschlief mit seinen Vätern, und ward begraben in der Stadt Davids. Und sein * Sohn Abia ward König an seine Statt. * c. ii, 22. c. 13 / 1. Abiä Rede an Israel. 2 Chronica 13 . 11 . Ierobeams und Abiä Tod. 435 Das 13. Capitel. Abiä / Königs in Juda / Krieg und Sieg wider Jerobeam / den König in Israel. 1. ^m * achtzehnten Jahr des Königs Jero- "O beams, ward Abia König in Juda, * c. 12, 16. i Kön. iS, i. 2. Und regierte drey Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Michaja, eine Tochter Uriels von Gibea. Und es erhob sich ein Streit zwischen Abia und Jerobeam. 3 . Und Abia rüstete sich zu dem Streit mit vier hundert tausend junger Mannschaft, starke Leute zum Kriege. Jerobeam aber rüstete sich mit ihm zu streiten mit acht hundert tausend junger Mannschaft, starke Leute. Und Abia machte sich auf oben auf den Berg Zcmaraim, welcher liegt auf dem Gebirge Ephraim, und sprach: Höret mir zu, Jerobeam , und das ganze Israel. 5 . Wisset ihr nicht, daß der Herr, der Gott Israels, hat das Königreich zu Israel David gegeben ewiglich, ihm und seinen Söhnen einen unverwesentlichen * Bund ? * § Mos. is, 19. 6 . Aber Jerobeam, der Sohn Nebats, der Knecht Salomons, Davids Sohnes, * warf sich auf und ward seinem Herrn abtrünnig. * 1 Kön. 11 / 26 . 7 . Und haben sich zu ihm geschlagen * lose Leute, und Kinder Belials, und haben sich gestärket wider Rehabeam, den Sohn Salomons. Denn Rehabeam war jung und eines blöden Herzens, daß er sich vor ihnen nicht wehrete. * Nicht. 9 , 4 . 8 . Nun denket ihr euch zu setzen Wider das Reich des Herrn unter den Söhnen Davids; weil eurer ein großer Haufe ist, und habt goldene * Kälber, die euch Jerobeam für Götter gemacht hat. -i Kön. 12,2s. 9. Habt ihr nicht die Priester des Herrn, die Kinder Aarons und die Leviten ausgestoßen, und habt euch * eigene Priester gemacht, wie die Völker in Landen? Wer da kommt, seine Hand zu füllen mit einem jungen Farren und sieben Widdern, der wird Priester derer, die nicht Götter sind. * c. 11, 15 . 1 Kön. 12, 31 . 10. Mit uns aber ist der Herr, unser Gott, den wir nicht verlassen; und die Priester, die dem Herrn dienen, die Kinder Aarons und die Leviten in ihrem Geschäfte, 11. Und anzünden dem Herrn * alle Morgen Brandopfer und alle Abend, dazu das gute Räuchwerk, und bereitete Brote auf dem reinen Lifch; und der goldene Leuchter mit seinen Lampen, daß sie alle Abend angezündet werden. Denn wir behalten die Huth des Herrn, unsers Gottes, ihr aber habt ihn verlassen. *4 Mos. 23,6. 12. Siehe, mit uns ist an der Spitze Gott und seine Priester, und die Trompeten zu trompeten , daß man wider euch trompete. Ihr Kinder Israel, streitet nicht wider den Herrn, eurer Väter Gott; denn es wird euch nicht gelingen. 13. Aber Jerobeam machte" einen Hinterhalt umher, daß er von hinten an sie käme, daß sie vor Juda waren, und der Hinterhalt hinter ihnen. ' Los.», 2. i^l. Da sich nun Juda umwandte, siehe, da war vorne und hinten Streit. Da schrieen sie zum Herrn, und die * Priester trompeteten mit Trompeten. ' 4 Mos. 10, 9. 15. Und Jedermann in Juda tönete. Und da Jedermann in Juda tönete, plagte Gott Jero, beam und das ganze Israel vor Abia und Juda. 16. Und die Kinder Israel flohen vor Juda, und Gott gab sie in ihre Hände, 17. Daß Abia mit seinem Volk eine große Schlacht an ihnen that, und sielen aus Israel Erschlagene fünf hundert tausend junger Mannschaft. 1 8 . Also wurden die Kinder Israel gedemüthi- get zu der Zeit; aber die Kinder Juda wurden getrost, denn sie verließen sich auf den Herrn, ihrer Väter Gott. 19. Und Abia jagte Jerobeam nach, und gewann ihm Städte ab, BethEl mit ihren Töchtern , Jesana mit ihren Töchtern, und Ephron mit ihren Töchtern; 20. Daß Jerobeam ferner nicht zu Kräften kam, so lang Abia lebte. Und der Herr plagte ihn, daß er starb. 21. Da nun Abia gestärket war, nahm er vierzehn Weiber, und zeugete zwey und zwanzig Söhne, und sechszehn Töchter. 22. Was aber mehr von Abia zu sagen ist, und seine Wege, und sein Thun, das ist geschrieben in der Historie' des Propheten Jddo. * c. 12 / 15 . Das 11. Capitel. Assa schaffet die Abgötter«) ab / und sieget wider die Mohren. 1.1 Lnd * Abia entschlief mit seinen Vätern, ^ und sie begruben ihn in der Stadt Davids ; und Assa, -k sein Sohn, ward König an seine Statt. Zu deß Zeiten war das Land stille zehn Jahre. ' > Ko„. ",«. -i-1 Chr. 3 /10. Jii 2 436 Assa schlägt die Mohren, 2 Chronica 14. 15. (Anfang des 14 . Capitcls.) 2. Und " Assa that, was recht war und dem Herrn, seinem Gott, wohl gefiel; * 1 Kon. 15 , ii. 3 . Und that weg die fremden Altäre, und die Höhen, und zerbrach die Säulen, und hieb * die Haine ab ; * 4 Mos. 7,5. ^1. Und ließ Juda sagen, daß sie den Herrn, den Gott ihrer Väter, suchten und thäten nach dem Gesetz und Geboth. 5. Und er that weg aus allen Städten Juda die Höhen und die Götzen. Denn das Königreich war stille vor ihm. 6. Und er bauete * feste Städte in Juda, weil das Land stille, und kein Streit wider ihn war in denselben Jahren; denn der Herr gab ihm Ruhe. * c. 11,5. 7. Und er sprach zu Juda: Lasset uns diese Städte bauen, und Mauern darum herführen, und Thürme, .Thüren und Riegel, weil das Land noch vor uns ist; denn wir haben den Herrn, unfern Gott, gesuchet, und er hat uns Rohe gegeben umher. Also baueten sie, und es ging glücklich von Statten. 8. Und Assa hatte eine Heerskraft, die Schild und Spieß trugen, aus Juda drey hundert tausend, und aus Benjamin, die Schilde trugen, und den Bogen führten, zwey hundert und achtzig tausend; und diese waren alle starke Helden. 9. Es zog aber wider sie aus Serah, der Mohr, mit einer Heerskraft, tausend mahl tausend, dazu drey hundert Wagen, und kamen bis gen Maresa. 10. Und Assa zog aus gegen ihn; und sie rüsteten sich zum Streit im Thal Zephacha, bey Maresa. 11. Und Assa rief an den Herrn, seinen Gott, und sprach: Herr, * es ist bey dir kein Unterschied. zu helfen unter Vielen, oder da keine Kraft ist. Hilf uns, Herr, unser Gott; denn wir verlassen uns auf dich, und in deinem Nahmen sind wir gekommen wider diese Menge. Herr, unser Gott, wider dich vermag kein Mensch etwas. "iSmn. 14,6. 4 2. Und der Herr plagte die Mohren vor Assa und vor Juda, daß sie flohen. 4. ;. Und Assa, sammt dem Volk, das bey ihm war, jagte ihnen nach bis gen Gerar. Und die Mohren fielen, daß ihrer ' Keiner lebendig blieb; sondern sie wurden geschlagen vor dem Herrn und eifert. und vor seinem Heerlager. Und sie trugen sehr viel Raub davon. * e. 20, 24. 1^. Und er schlug alle Städte um Gerar her; denn die * Furcht des Herrn kam über sie. Und sie beraubten alle Städte; denn es war viel Raub darinnen. *«. 17,10. 1 Mos. 35,5. 45. Auch schlugen sie die Hütten des Viehes, und brackten Schafe die Menge und Kameele; und kamen wieder gen Jerusalem. Das 15. Capitel. Affa fährt in seiner Kirchcnreformation fort. 1. Nnd auf Asarja, den Sohn Odeds, kam " der Geist Gottes. 2. Der ging hinaus Assa entgegen, und sprach zu ihm: Höret mir zu, Assa und das ganze Juda, und Benjamin. Der Herr ist mit euch, weil ihr mit ihm seyd; und * wenn ihr ihn suchet , wird er sich von euch finden lassen; werdet ihr aber ihn verlassen, so wird er euch auch verlassen. * L-r. 2s, 13. 3. Es werden aber viele Tage seyn in Israel, daß kein rechter Gott, kein Priester, der da lehret, und kein Gesetz seyn wird. Und wenn sie sich bekehren in ihrer Noth zu dem Herrn, dem Gott Israels, und werden * ihn suchen; so wird er sich finden lassen. * 5 Mos. 4, 29. 5 . Zu der Zeit wird es nicht wohl gehen dem, der aus - und eingehet. Denn es ' werden große Getümmel seyn über alle, die auf Erden wohnen. * Matth. 24, 6. 7. 6 . Denn ein Volk wird das andere zerschmeißen, und eine Stadt die andere; denn Gott wird sie erschrecken mir allerley Angst. 7. Ihr' aber seyd getrost, und thut eure Hände nicht ab; denn euer Werk hat seinen Lohn. * Luc. 21, 19. 28. 8 . Da aber Assa hörete diese Worte, und die Weisiagung Odeds, des Propheten; ward er getrost, und that weg die Gräuel aus dem ganzen Lande Juda und Benjamin, und aus den Städten, die er gewonnen hatte auf dem Gebirge Ephraim; und erneuerte den Mar des Herrn, der vor der Halle des Herrn stand; 9. Und versammelte das ganze Juda und Benjamin, und die Fremdlinge bey ihnen aus Ephraim, Manasse und Simeon. Denn es sielen zu ihm aus Israel die Menge/ als sie sahen, daß der Herr, sein Gott, mit ihm war. 40. Und sie versammelten sich gen Jerusalem des dritten Monaths, im fünfzehnten Jahr des Königreichs Assa. Assa strauchelt. 2 Chronica 15. 16. 17. Josaphat wird König. 437 i i. Und opferten desselben Tages dem Herrn von dem Raube, den sie gebracht hatten, sieben hundert Ochsen und sieben tausend Schafe. 12. Und sie traten "in den Bund, daß sie suchten den Herrn, ihrer Väter Gott, von ganzem Herzen und von ganzer Seele; * Jos. 24, 25. 2 Kön. 23, 3. 13. Und wer nicht würde den Herrn, den Gott Israels, suchen, sollte sterben, beydes Klein und Groß, beydes Mann und Weib. i^. Und sie schwuren dem Herrn mit lauter Stimme, mit Tönen, mir Trompeten und Posaunen. is. Und das ganze Juda war fröhlich über dem Eide; denn sie hatten geschworen von ganzem Herzen, und sie suchten ihn von ganzem Willen, und er ließ sich von ihnen finden; und ' der Herr gab ihnen Ruhe umher. * c. 14, 6. c. 20, 30. 16. Auch ' setzte Affa, der König, ab, Maecha, seine Mutter, vom Amt, das sie gestiftet hatte im Hain Miplezeths. Und Assa rottete ihren Miplezeth aus, und zerstieß ihn, und verbrannte ihn im Bach Kidron. 'iKön.15,13. 17. Aber die * Höhen in Israel wurden nicht abgcthan: doch war das Herz Assa rechtschaffen sein Lebenlang. *i.Kön. 22,44. 18. Und er brachte ein, was sein Vater gehei- liget, und was Er geheiliget hatte, in das Haus Gottes, Silber, Gold und Gefäße. 19. Und es war kein Streit bis in das fünf und dreyßigfte Jahr des Königreichs Assa. Das 16. Capitel. Assa dreifacher Sündenfall. 1. ^rn sechs und dreyßigsten Jahr des König- ^ reichs Assa zog herauf* Baesa, der König Israels, wider Juda, und bauete Rama, daß er Affa, dem Könige Juda, wehrete aus- und einzuziehen. *i Kon. 15,17. 2. Aber Assa nahm aus dem Schatz im Hause des Herrn und im Hause des Königs Silber und Gold, und sandte zu BenHadad, dem Könige zu Syrien, der zu Damaskus wohnete, und ließ ihm sagen: 3. Es ist ein Bund zwischen mir und dir, zwischen meinem und deinem Vater; darum habe ich dir Silber und Gold gesandt, daß du den Bund mit Baesa, dem Könige Israels, fahren lassest, daß er von mir abziehe. BenHadad * gehorchte dem Könige Assa, und sandte seine Heerfursten wider die Städte Israels; die schlugen Ejon, Dan und Abelmaim, und alle Kornstädte Naphthali. * 1 Kon. 15, 20. 2 Kön. 16, 9. 5. Da Baesa das hörete, ließ er ab Rama zu bauen, und hörete auf von seinem Werk. 6. Aber der König Assa nahm zu sich das ganze Juda, und sie trugen die Steine und das Holz von Rama, damit Baesa bauete; und er bauete damit Geba und Mizpa. 7. Zu der Zeit kam Hanani, der Seher, zu Assa, dem Könige Juda, und sprach zu ihm: Daß du dich * auf den König zu Syrien verlassen hast, und hast dich nicht auf den Herrn, deinen Gott, verlassen; darum ist die Macht des Königs zu Syrien deiner Hand entronnen. ' Jcr. 17, 5. 8. Waren nicht * der Mohren und Lybier eine große Menge, mit sehr viel Wagen und Reitern ? Noch gab sie der Herr in deine Hand, da du dich auf ihn verließest. * c. 14,9. 9. Denn des Herrn Augen schauen alle Lande, daß er stärke die, so von ganzem Herzen an ihm sind. Du hast thörlich gethan; darum wirst du auch von nun an Kriege haben. 10. Aber Assa ward zornig über den Seher, und * legte ihn ins Gefängniß; denn er murrete mit ihm über diesem Stück. Und Assa unterdrückte Etliche des Volks zu der Zeit. * 1 Kön. 22, 27. 11. Die Geschichte aber Assa, beydes die Ersten und die Letzten, siehe, die sind geschrieben in dem Buch von den Königen Juda und Israel. 12. Und Assa ward krank an seinen Füßen im neun und dreyßigsten Jahr seines Königreichs, und seine Krankheit nahm sehr zu, und suchte auch in seiner Krankheit den Herrn nicht, sondern die Aerzte. 13. Also entschlief Assa mit seinen Vätern, und starb im ein und vierzigsten Jahr seines Königreichs. 1^. Und man begrub ihn in seinem Grabe, das er sich hatte lassen graben in der Stadt Davids. Und sie legten ihn auf sein Lager, welches man gefüllet hatte mit gutem Räuch- werk und allerley Spezerey nach Apothekerkunst gemacht; und * machten ein sehr großes Brennen. - c. 21, 19. Jcr. 34, 5. Das 17. Capitel. Josaphat ist bey seiner Gottesfurcht glückselig. i.Nnd sein * Sohn Josaphat ward König an ^ seine Statt, und ward mächtig wider Israel. * r Kön. 15, 24. 438 Josaphat nimmt zu, 2 Chronica 17. 18. und ziehet mit Ahab. 2. Und er legte Kriegsvolk in alle feste Städte Juda, und setzte Amtleute im Lande Juda und in den Städten Ephraims, die sein Vater Assa gewonnen hatte. 3. Und der Herr war mit Josaphat; denn er wandelte in den vorigen Wegen seines Vaters Davids, und suchte nicht Baalim, Sondern den Gott seines Vaters, und wandelte in feinen Eebothen, und nicht nach den Werken Israels. 5. Darum bestätigte ihm der Herr das Königreich, und ganz Juda gab Josaphat Geschenke, und er * hatte Reichthum und Ehre die Menge. * c. 18/ i. 6. Und da sein Herz muthkg ward in den Wegen des Herrn, that er ferner ab die Höhen und Haine aus Juda. 7. Im dritten Jahr seines Königreichs sandte er seine Fürsten Benhail, Obadja, Sacharja, Nethaneel und Michaja, daß sie lehren sollten tn den Städten Juda; 8. Und mit ihnen die Leviten Semaja, Nethan- ja, Sebadja, Asael, Semiramoth, Jonathan, Adonia, Tobia und Tob Adonja; und mit ihnen die Priester Elisama und Joram. 9. Und sie lehrten in Juda, und hatten das Gesetzbuch des Herrn mit sich; und zogen umher in allen Städten Juda, und lehrten das Volk. i o. Und es kam ' die Furcht des Herrn über alle Königreiche in den Landen, die um Juda her lagen, daß sie nicht stritten wider Josaphat. * c. 14 / 14 . i Mos. 3 S/ s. i i. Und die Philister brachten Josaphat' Geschenke , eine Last Silber. Und die Araber brachten ihm sieben tausend und sieben hundert Widder , und sieben tausend und sieben hundert Böcke. * i Kön. 4/ 21. 12. Also nahm Josaphat zu, und ward immer größer; und er bauete in Juda Schlösser und Kornstädte, 13. Und hatte viel Vorrath in den Städten Juda, und streitbare Männer und gewaltige Leute zu Jerusalem. i^. Und dieß war die Ordnung unter ihrer Väter Hause, die in Juda über die tausend Obersten waren: Adna, ein Oberster; und mit ihm waren drey hundert tausend gewaltige Leute. 15. Neben ihm war Johanan, der Oberste; und mit ihm waren zwey hundert und achtzig tausend. 16. Neben ihm war Amasja, der Sohn Sichri, der Freywillige des Herrn; und mit ihm waren zwey hundert tausend gewaltige Leute. 17. Von den Kindern Benjamin war Eliada, ein gewaltiger Mann; und mit ihm waren zwey hundert tausend, die mit Bogen und Schilden gerüstet waren. 18. Neben ihm war Josabad; und mit ihm waren hundert und achtzig tausend gerüstet zum Heer. 19. Diese warteten alle auf den König, ohne was der König noch gelegt hatte tn die festen Städte im ganzen Juda. Das 18 . Capitel. Josaphats Zug mit Ahab wider die Syrer. i.llud Josaphat hatte * großen Reichthum und Ehre, und befreundete sich mit Ahab. * c. 17 / 3 . 2. Und * nach zweyen Jahren zog er hinab zu Ahab gen Samaria. Und Ahab ließ für ihn und für das Volk, das bey ihm war, viele Schafe und Ochsen schlachten. Und er beredete ihn, daß er hinauf gen Ramoth in Gilead zöge. * 1 Kön. 22/ 2. 3. Und Ahab, der König Israels, sprach zu Josaphat, dem Könige Juda: Ziehe mit mir gen Ramoth in Gilead. Er sprach zu ihm: * Ich bin wie du, und mein Volk wie dein Volk, wir wollen mit dir in den Streit. * 1 Kön. 22/ 4 . 2 Kön. 3 / 7 . Aber * Josaphat sprach zum Könige Israels: Lieber, frage heute des Herrn Wort.^Kön.Z/ii. 5. Und der König Israels sammelte der Propheten vier hundert Mann, und sprach zn ihnen: Sollen wir gen Ramoth in Gilead ziehen in den Streit, oder soll ich es lassen anstehen? Sie sprachen: Ziehe hinauf, Gott wird sie in des Körrigs Hand geben. 6. Josaphat aber sprach: Ist nicht irgend noch ein Prophet des Herrn hier, daß wir von ihm fragten? 7. Der König Israels sprach zu Josaphat: Es ist noch Ein Mann, daß man den Herrn von ihm frage; aber Ich bin ihm gram, denn er weissaget über mich kein Gutes, sondern allewege Böses, nähmlich Micha, der Sohn Jemla. Josaphat sprach: Der König rede nicht also. 8. Und * der König Israels rief seiner Kämmerer Einen, und sprach: Bringe eilend her Micha, den Sohn Jemla. * i Kön. 22/ s. 9. Und der König Israels, und Josaphat, der König Juda, saßen ein Jeglicher auf seinem Micha prophezeyet, 2 Chronica 48. Stuhl, mit Kleidern angezogen: sie saßen aber auf dem Platz vor der Thür, am Thor zu Sa- maria; und alle Propheten weissagten vor ihnen. 10. Und Zidekia, der Sohn Cnaena, machte ihm eiserne Hörner und sprach: So spricht der Herr: Hiemit wirst du die Syrer stoßen, bis du sie aufreibest. i i. Und alle Propheten weissagten auch also, und sprachen: Ziehe hinauf, es wird dir gelingen; der Herr wird sie geben in des Königs Hand. 12. Und der Bothe, der hingegangen war Micha zu rufen, redete mit ihm und sprach: Siehe, der Propheten Reden sind einträchtig gut für den König; Lieber, laß-dein Wort auch seyn wie derer einen, und rede Gutes. 13. Micha aber sprach: So wahr der Herr lebet, was mein Gott sagen wird, das will ich reden. i^. Und da er zum König kam, sprach der König zu ihm: Micha, sollen wir gen Ramoth in Gilead in den Streit ziehen, oder soll ich es lassen anstehen? Er sprach: Ja, ziehet hinauf, es wird euch gelingen; es wird euch in eure Hände gegeben werden. 15. Aber der König sprach zu ihm: * Ich beschwöre dich noch einmahl, daß du mir nichts sagest, denn die Wahrheit, im Nahmen des Herrn. * ME.-6,63. 16. Da sprach er: Ich sah das ganze Israel zerstreuet auf den Bergen, * wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und der Herr sprach: Haben diese keinen Herrn? Es kehre ein Jegli- licher wieder heim mit Frieden. * 4 Mos. §7, 17. Matth- 9/ 36. 17. Da sprach der König Israels zu Josaphat: * Sagte ich dir nicht: Er weissaget über mich kein Gutes, sondern Böses? * 1 Kön. 22,18. 2 Kön. 2/18. 18. Er aber sprach: Darum höret des Herrn Wort: Ich sah den Herrn fitzen auf seinem Stuhl, und alles himmlische Heer stand zu seiner Rechten und zu seiner Linken. 19. Und * der Herr sprach: Wer will Ahab, den König Israels, überreden, daß er hinauf ziehe und falle zu Ramoth in Gilead? Und da dieser so, und jener sonst sagte; *iK»„.22,2o. 20. Kam ein Geist hervor, und trat vor den Herrn, und sprach: Ich will ihn überreden. Der Herr aber sprach zu ihm: Womit? 21. Er sprach: Ich will ausfahren und ein falscher Geist seyn in aller seiner Propheten Munde. Und er sprach: Du wirst ihn überre- wird ins Gefängniß gelegt. ^i39 den, und wirst es ausrichten; fahre hin, und thue also. 22. Nun siehe, der Herr hat einen falschen Geist gegeben in dieser deiner Propheten Mund, und der Herr hat Böses wider dich geredet. 23. Da trat herzu * Zidekia, der Sohn Cnaena, und 7 schlug Micha auf den Backen, und sprach: Durch welchen Weg ist der Geist des Herrn von mir gegangen, daß §r durch dich rede? ' v. 10. 1 Joh. 18/ 22. 2ä. Micha sprach: Siehe, du wirst es sehen, wenn ' du in die innerste Kammer kommest, daß du dick versteckest. *1 Kon. 20,30. 25. Aber der König Israel sprach: Nehmet Micha, und lasset ihn bleiben bey Amon, dem Stadtvogt, und bey Joas, dem Sohne des Königs; 26. Und saget: So spricht der König : * Leget diesen ins Gefängniß, und speiset ihn mit Brot und Wasser der Trübsal, bis ich wieder komme mit Frieden. * c. 16,10. 27. Micha sprach: Kommst du mit Frieden wieder, so hat der Herr nicht durch mich geredet. Und er sprach: Höret, ihr Völker alle! 28. Also * zog hinauf der König Israels, und Josaphat , der König Juda, gen Ramoth in Gilead. *1 Kon. 22,29. 29. Und der König Israels sprach zu Josaphat: Ich will mich verkleiden und in den Streit kommen; du aber habe deine Kleider an. Und der König Israels verkleidete sich, und sie kamen in den Streit. 30. Aber der König zu Syrien hatte seinen obersten Reitern gebothen: Ihr sollt nicht streiten, weder gegen Klein, noch gegen Groß, sondern gegen den König Israels allein. 31. Da nun die obersten Reiter Josaphat sahen, dachten sie, es ist der König Israels, und zogen umher, auf ihn zu streiten. Aber Josaphat schrie; und der Herr half ihm, und Gott wandte sie von ihm. 32. Denn da die obersten Reiter sahen, daß er nicht der König Israels war; wandten sie sich von ihm ab. 33. Es spannte aber ein Mann seinen Bogen ohngefähr, und schoß den König Israels zwischen den Panzer und Hengel. Da sprach er zu seinem Fuhrmann: * Wende deine Hand und führe mich aus dem Heer, denn ich bin wund. * 0. 33, 23. 3^. Und der Streit nahm zu des Tages. Und der König Israels stand auf seinem Wagen gegen 440 Josaphats Landesordmmg, 2 Chroni die Syrer bis an den Abend, und starb, da die Sonne unterging. Das 19. Capitel. Josaphat von John bestraft; bestellet die Kirche und das weltliche Regiment. 1. ^osaphat aber, der König Juda, kam wie- ^ der heim mit Frieden gen Jerusalem. 2 . Und es ging ihm entgegen hinaus Jehu, der Sohn Hanani, der Schauer, und sprach zum König Josaphat: Sollst du so dem Gottlosen helfen, und lieben, die den Herrn hassen? Und um deswillen ist über dir der Zorn vom Herrn. 3. Aber doch ist etwas * Gutes an dir gefunden, daß du die Haine Haft ausgefeget, aus dem Lande, und hast dein Herz gerichtet, Gott zu suchen. ' c. 17/ z. Also blieb Josaphat zu Jerusalem. Und er zog wiederum aus unter das Volk, von Ber- seba an bis auf das Gebirge Ephraim, und brachte sie wieder zu dem Herrn, ihrer Väter Gott. 5. Und er bestellte' Richter im Lande in allen festen Städten Juda, in einer jeglichen Stadt Etliche; * - Mos. is, is. 6. Und sprach zu den Richtern: Sehet zu, was ihr thut; denn ihr haltet das Gericht nicht den Menschen, sondern dem Herrn; und Er ist mit euch im Gericht. 7. Darum lasset die Furcht des Herrn bey euch seyn, und hüthet euch, und thut es; denn bey dem Herrn, unfern: Gott, ist kein Unrecht, noch * Ansehen der Person, noch Annehmen des Geschenks. * W. GM. io, 34. 8. Auch bestellete Josaphat zu Jerusalem aus den Leviten und Priestern, und aus den obersten Vätern unter Israel, * über das Gericht des Herrn, und über die Sachen, und ließ sie zu Jerusalem wohnen; * - Mos. 17 ,8. s. e. is, 17 . 9 . Und geboth ihnen, und sprach: Thut also in der Furcht des Herrn, treulich und mit rechtem Herzen. 10. In allen Sachen, die zu euch kommen von euern Brüdern, die in ihren Städten wohnen, zwischen Blut und Blut, zwischen Gesetz und Geboth, zwischen Sitten und Rechten, sollt ihr sie unterrichten, daß sie sich nicht verschulden am Herrn , und ein Zorn über euch und eure Brüder komme. Thut ihm also, so werdet ihr euch nicht verschulden. i i. Siehe, Amarja, der Priester, ist der Oberste über euch in allen Sachen des Herrn. ca 19. 20. und Gebeth. So ist Sabadja, der SohnJsmaels, Fürstin: Hause Juda, in allen Sachen des Königs. So habt ihr Amtleute, die Leviten, vor euch. Seyd getrost, und thut es; und der Herr wird mit dem Guten seyn. Das 20. Capitel. Josaphats Sieg wider die Ammoniter und Moabiter. 1. Mach diesem kamen die Kinder Moab, die ^ Kinder Ammon, und mit ihnen von den Amuuim, wider Josaphat zu streiten. 2 . Und man kam, und sagte es Josaphat an, und sprach: Es kommt wider dich eine große Menge von jenseit des Meers, von Syrien; und stehe, sie sind zu HazezonThamar, das ist, Engeddi. 3. Josaphat aber fürchtete sich, und stellete sein Angesicht zu suchen den Herrn, und ließ eine Fasten ausrufen unter ganz Juda. Und Juda kam zusammen, den Herrn zn suchen, auch kamen aus allen Städten Juda, den Herrn zu suchen. s. Und Josaphat trat unter die Gemeine Juda und Jerusalems, im Hause des Herrn, vor dem neuen Hofe, 6. Und sprach: Herr, unserer Vater Gott, bist du nicht Gott im Himmel und Herrscher in allen Königreichen der Heiden ? Und * in deiner Hand ist Kraft und Macht; und ist Niemand, der wider dich stehen möge. * 1 Chr. 30, 12 . -j- 2 Chr. 14, 11. 7. Hast Du, unser Gott, nicht die Einwohner dieses Landes vertrieben vor deinem Volk Israel; und hast es gegeben dem Samen Abrahams, deines Liebhabers, ewiglich? 8. Daß sie darinnen gewöhnet, und dir ein Heiligthum zu deinem Nahmen darinnen gebauet haben, und gesagt: 9. Wenn * ein Unglück, Schwert, Strafe, Pestilenz oder Theurung über uns kommt; sollen wir stehen vor diesem Hause vor dir (denn dein Nähme ist in diesem Hause) und schreyen zu dir in unserer Noth, so wolltest du hören und helfen? * c. 6, 28 . 1 Kön. 8, 33. 10 . Nun siehe, die Kinder Ammon, Moab und die vom Gebirge Seir, ' über welche du dis Kinder Israel nicht ziehen ließest, da sie aus Egyptenland zogen, sondern mußten von ihnen weichen, und sie nicht vertilgen; * 3 Nos. 2 , 9. 19. 29. 11. Und siehe, sie lassen uns deß entgelten, und kommen uns auszuftoßen aus deinem Erbe, das du uns hast eingegeben. 12 . Unser 2 Chronica 20. Lobethal. 441 Gott hilft Josaphat. 12. Unser Gott, willst du sie nicht richten? Denn in uns ist nicht Kraft gegen diesen großen Haufen, der wider uns kommt. Wir wissen nicht, was wir thun sollen, sondern unsere Augen sehen nach Dir. 13. Und das ganze Juda stand vor dem Herrn init ihren Kindern, Weibern und Söhnen. i^. Aber auf Jehasiel, den Sohn Zacharja, des Sohnes Benaja, des Sohnes Jehiels, des Sohnes Mathanja, den Leviten, aus den Kindern Assaphs, kam der Geist des Herrn mitten in der Gemeine, is. Und sprach: Merket auf, ganz Juda, und ihr Einwohner zu Jerusalem, und der König Josaphat. So spricht der Herr zu euch: Ihr sollt euch nicht furchten noch zagen vor diesem großen Haufen; denn ihr streitet nicht, sondern Gott. 16. Morgen sollt ihr zu ihnen hinab ziehen; und siehe, sie ziehen an Ziz herauf, und ihr werdet an sie treffen am Schilf im Bach vor der Wüste Jeruel. 17. Denn ihr werdet nicht streiten in dieser Sache. Tretet nur hin und stehet, und sehet das Heil des Herrn, der mit euch ist, Juda und Jerusalem. Fürchtet euch nicht, und zaget nicht; Morgen ziehet aus wider sie, der Herr ist mit euch. 1 8 . Da beugte sich Josaphat mit seinem Antlitz zur Erde; und ganz Juda und die Einwohner zu Jerusalem fielen vor dem Herrn, und bethe- ten den Herrn an. 19. Und die Leviten aus den Kindern der Ka- hathiter und aus den Kindern der Korhiter machten sich auf zu loben den Herrn, den Gott Israels, mit großem Geschrey gen Himmel. 20. Und sie machten sich des Morgens frühe auf, und zogen aus zu der Wüste Thekoa. Und da sie auszogen, stand Josaphat und sprach: Höret mir zu, Juda und ihr Einwohner zu Jerusalem: * Glaubet an den Herrn, euern Gott, so werdet ihr sicher seyn; und glaubet seinen Propheten, so werdet ihr Glück haben. *3-528,16. 21. Und er unterwies das Volk, und ftellete die Sänger dem Herrn, daß sie lobeten im heiligen Schmuck, und vor den Gerüsteten Herzogen und sprächen : ' Danket dem Herrn, denn seine Barmherzigkeit währet ewiglich. * Ps. 106, 1. 22. Und da sie anfingen mit Danken und Loben; ließ der Herr den Hinterhalt, der wider Juda gekommen war, über die Kinder Ammon, Moab und die vom Gebirge Seir kommen; und schlugen sie. 23. Da standen die Kinder Ammon und Moab wider die vom Gebirge Seir, sie zu verbannen und zu vertilgen. Und da sie die vom Gebirge Seir hatten alle aufgerieben; half einer dem andern, daß sie sich auch verderbeten. 2^. *Da aber Juda gen Mizpe kam an der Wüste, wandten sie sich gegen den Haufen - und siehe, da lagen die todten Leichname auf der Erde, daß keiner entronnen war. '30-13,7.17. 25. Und Josaphat kam mit seinem Volk ihren Raub auszutheilen, und fanden unter ihnen so viele Güter und Kleider und köstliches Geräthe, und entwandten es ihnen, daß es auch nicht zu tragen war; und theileten drey Tage den Raub aus, denn es war sein viel. 26. Am vierten Tage aber kamen sie zusammen im Lobethal, denn daselbst lobten sie den Herrn. Daher heisset die Stätte Lobethal, bis auf diesen Tag. 27. Also kehrete Jedermann von Juda und Jerusalem wieder um, und Josaphat an der Spitze, daß sie gen Jerusalem zögen mit Freuden. Denn der Herr hatte ihnen eine Freude gegeben an ihren Feinden. 28. Und zogen gen Jerusalem ein mit Psaltern, Harfen und Trompeten zum Hause des Herrn. 29. Und*die Furcht Gottes kam über alle Königreiche in Landen, da sie höreten, daß der Herr wider die Feinde Israels gestritten hatte. * c. 11, 14. c. 17, 10. 30. Also ward das Königreich Josaphats stille, und * Gott gab ihm Ruhe umher. * c. 14, 6. 31. Und Josaphat regierte über Juda, und war * fünf und dreyßig Jahre alt, da er König ward, und regierte fünf und zwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Asuba, eine Tochter Silhi. *iKön. 22 , 4 r. 32. Und er wandelte in den Wegen seines Vaters Assa, und ließ nicht davon, daß er that, was dem Herrn wohl gefiel; 33. Ohne die Höhen wurden nicht abgethan; denn das Volk hatte sein Herz noch nicht geschickt zu dem Gott ihrer Väter. 3^. Was aber mehr von Josaphat zu sagen ist, beydes das Erste und das Letzte, siehe, das ist geschrieben in den Geschichten Jehu, des Sohnes Hanant, die er ausgezeichnet'hat ins Buch der Könige Israels. K k k 442 Josaphats Fehler. 2 Chronil 35. Darnach vereinigte sich Josaphat, der König Juda, mit Ahasja, dem König Israels, welcher war gottlos mit seinem Thun. 36. Und ervereinigte sich mit ihm, Schiffe zu machen, daß sie auf das Meer führen; und sie machten die Schiffe zu EzeonGaber. 37. AVer Elieser, der SohnDodava von Ma- resa, weissagte wider Josaphat, und sprach: Darum, daß du dich mit Ahasja vereiniget hast, hat der Herr deine Werke zerrissen. Und * die Schiffe wurden zerbrochen, und mochten nicht auf das Meer fahren. * i Kö„. 22,49. Das 21. Capitel. LoramS Brudermord/ Abgöttern) / Strafe und elender Tod. 1 lind Josaphat entschlief mit seinen Vätern, * und ward begraben bey seine Väter in der Stadt Davids; und sein Sohn * Joram ward König an seine Statt. * 2 Kön. 8 / 16. 1 Ehr. 3 / 11. 2. Und er hatte Brüder, Josaphats Söhne, Asarja, Jehiel, Sacharja, Azarja, Michael und Sephatja; diese waren alle Kinder Josaphats , des Königs Juda. 3. Und ihr Vater gab ihnen viele Gaben von Silber, Gold und Kleinodien, mit festen Städten in Juda; aber das Königreich gab er Joram, denn er war der Erstgeborne. Da aber Joram aufkam über das Körrig- reich seines Vaters, und sein mächtig ward; erwürget« er seine Brüder alle mit dem Schwert, dazu auch etliche Obersten in Israel. 5. * Zwey und dreyßig Jahre alt war Joram, da er König ward, und regierte acht Jahre zu Jerusalem, *2 Ko». 8/17. 6. Und wandelte in dem Wege der Könige Israels, wie das Haus Ahabs gethan hatte, denn Ahabs Tochter war sein Weib; und that, das dem Herrn übel gefiel. 7. Aber der Herr wollte das Haus Davids nicht verderben um des Bundes willen, den er mit 'David gemacht hatte, und wie er geredet hatte, ihm eine Leuchte zu geben, und seinen Kindern immerdar. *2 Sam.?/ 12. 8. Zu seiner Zeit fielen die Edomiter ab von Juda, und machten über sich einen König. 9. Denn Joram war hinüber gezogen mit seinen Obersten, und alle Wagen mit ihm, und hatte sich des Nachts aufgemacht, und die Edomiter um ihn her und die Obersten der Wagen geschlagen. 10. Darum sielen die Edomiter ab von Juda, a 20. 21. 22. Joram ist gottlos. bis auf diesen Tag. Zu derselbigen Zeit siel Libna auch von ihm ab. Denn er verließ den Herrn, seiner Väter Gott. 11. Auch machte er Höhen auf den Bergen in Juda, und machte die zu Jerusalem huren, und verführte Juda. 12. Es kam aber Schrift zu ihm von dem Propheten Elia, die lautete also: So spricht der Herr, der Gott deines Vaters Davids: Darum, daß du nicht gewandelt hast in den Wegen deines Vaters Josaphats, noch in den Wegen Affa, des Königs Juda; 13. Sondern wandelst in dem Wege der Könige Israels und machest, daß Juda und die zu Jerusalem huren nach der Hurerei) des Hauses Ahabs; und hast dazu deine Brüder deines Vaters Hauses erwürget, * die besser waren, denn dtt. *1 Kön. 2 ,32. 1^. Siehe, so wird dich der Herr mit einer großen Plage schlagen, an deinem Volk, an deinen Kindern, an deinen Weibern, und an aller deiner Habe; 15. > Du aber wirst viele Krankheit haben in deinem Eingeweide, bis daß dein Eingeweide vor Krankheit heraus gehe von Tag zu Tage. 16. Also erweckte der Herr wider Joram den Geist der Philister und Araber, die neben den Mohren liegen; 17. Und zogen herauf in Juda, und zerrissen sie, und führeten weg alle Habe, die vorhanden war im Hause des Königs, dazu seine Söhne und seine Weiber, daß ihm kein Sohn überblieb, ohne Joahas, sein jüngster Sohn. 18. Und nach dem allem plagte ihn der Herr in seinem Eingeweide mit solcher Krankheit, die nicht zu heilen war. 19. Und da das währete von Tag zu Tage, als die Zeit zweyer Jahre um war; ging sein Eingeweide von ihm mit seiner Krankheit, und er starb an bösen Krankheiten. Und sie machten nicht über ihn einen Brand, * wie sie seinen Vätern gethan hatten. * c. 16/14. 20. Zwey und dreyßig Jahre alt war er, da er König ward, und regierte acht Jahre zu Jerusalem, und wandelte, daß nicht fein war. Und sie begruben ihn in der Stadt Davids, aber * nicht unter der Könige Gräber.' e. 24/ n. Das 22. Capitel. Ahasjö Untergang. Athaljä Mordthat. I.ltnd die zu Jerusalem * machten zum König ^ Ahasja, seinen jüngsten Sohn, an seine Ioram u. Ahasjä Ende. Athalja Mordthat. 2 Chronlca 22. 23. Priester Iojada. 443 Statt. Denn die Kriegsleute, die aus den Arabern mit dem Heer kamen, hatten die ersten alle erwürget; darum ward König Ahasja, der Sohn Jorams, des Königs Juda. * 2 Köli. 8 / 24 . 2. Zwey und vierzig Jahre alt war Ahasja, da er König ward, und regierte Ein Jahr zu Jerusalem. Seine Mutter hieß * Athalja , die Tochter Amri. *2Kö->. n,i. 3 . Und er wandelte auch in den Wegen des Hauses Ahabs; denn seine Mutter hielt ihn dazu, daß er gottlos war. Darum that er, das dem Herrn übel gefiel, wie das Haus Ahabs. Denn fie waren seine Rathgeber nach seines Vaters Tode, daß fie ihn verderbeten. 6 . Und er wandelte nach ihrem Rath. Und er zog hin mit Ioram, dem Sohne Ababs, dem Könige Israel, in den Streit gen Ramoth in Gilcad wider Hasael, den König zu Syrien. Aber die Syrer schlugen Ioram, 6 . Daß er umkehrete fich heilen zu lassen zu Jesreel; denn er hatte Wunden, die ihm geschlagen waren zu Rama, da er stritt mit Hasael, dem Könige zu Syrien. Und Asarja, der Sohn Jorams, der König Juda, zog hinab zu besehen Ioram, den Sohn Ahabs , zu Jesreel, der krank lag. 7 . Denn es war von Gott Ahasja -er Unfall zugefüget, daß er zu Ioram käme, und also mit Ioram auszöge wider Jehu, den Sohn Nimfi, * welchen der Herr gesalbet hatte, auszurotten das Haus Ahabs. ' i «»„. 19, ie. 2 K-„. 9.2. 8 . Da nun Jehu Strafe übte am Hause Ahabs, fand er etliche Obersten aus Juda und die Kinder der Brüder Ahasja, die Ahasja dieneten, und erwürgete sie. 9. Und er suchte * Ahasja und bekam ihn, da er sich versteckt hatte zu Samaria. Und er ward zu Jehu gebracht; der tödtete ihn, und man begrub ihn. Denn fie sprachen: Er ist Josaphats Sohn, der nach dem Herrn trachtete von ganzem Herzen. Und es war Niemand mehr aus dem Hause Ahasja, der König würde. * 2 Kön. 9,27. 10. Da aber * Athalja, die Mutter Ahasja, sah, daß ihr Sohn todt war, machte sie sich auf, und brachte um allen königlichen Samen im Hause Juda. *2 Ko». 11,1. 11. Aber Josabeath, des Königs Schwester, nahm Joas, den Sohn Ahasja, und stahl ihn unter den Kindern des Königs, die getödtet wurdeu, und that ihn mit seiner Amme in eine Schlafkammer. Also verbarg ihn Josabeath, die Tochter des Königs Jorams, des Priesters Iojada Weib (denn fie war Ahasjä Schwester) vor Athalja, daß er nicht getödtet ward. 12. Und er ward mit ihnen im Hause Gottes versteckt sechs Jahre, weil Athalja Königin» war im Lande. Das 23. Capitel. Iojada salbet Joas zum Könige. Athalja wird getödtet; Baal zerstöret. 1. Uber * im siebenten Jahr nahm Iojada ^ einen Muth, und nahm die Obersten über Hundert, uähmlich Asarja, den Sohn Je- rohams, Jsmael, den Sohn Johanans, Asarja, den Sohn Obeds, Maeseja, den Sohn Adaja, und Elisaphat, den Sohn Sichri, mit ihm zum Buude. *2Kön. 11,4. 2. Die zogen umber in Juda, und brachten die Leviten zu Haufen aus allen Städten Juda, und die obersten Väter unter Israel, daß fie kämen gen Jerusalem. 3. Und die ganze Gemeine machte einen Bund im Hause Gottes mit dem König. Und er sprach zu ihnen: Siehe, des Königs Sohn soll König seyn, wie der Herr geredet hat über die Kinder Davids. > 4 . So sollt ihr nun also thun: Eurer der dritte Theil, die des Sabbaths antreten, soll seyn unter den Priestern und Leviten, die Thor- hüther find an der Schwelle; s. Und der dritte Theil im Hause des Königs; und der dritte Theil am Grundthor; aber alles Volk soll seyn im Hofe am Hause des Herrn. 6 . Und daß Niemand in das Haus des Herrn gehe, ohne die Priester und Leviten, die da dienen , die sollen hinein gehen, denn fie find Heiligthum ; und alles Volk warte der Huth des Herrn. 7. Und die Leviten sollen fich rings um den König her machen, ein Jeglicher mit seiner Wehre in der Hand. Und wer in das Haus gehet, der sey des Todes. Und sie sollen bey dem König seyn, wenn er aus und eingehet. 8 . Und die Leviten und ganz Juda thaten, wie der Priester Iojada gebothen hatte, und nahm ein Jeglicher seine Leute, die des Sabbaths antraten, mit denen, die des Sabbaths abtraten. Denn Iojada, der Priester, ließ die zween Haufen nicht von einander kommen. 9. Und Iojada, der Priester, ' gab den Obersten über Hundert Spieße und Schilde und Waf- Kkk 2 <444 Joas König. 2 Chronica 23. 24. Bessert den Tempel aus. fen des Königs Davids/ die im Hause Gottes waren; *2Kön.ii/io. 10. Und stellete alles Volk / einen Jeglichen mit seinen Waffen in der Hand / von dem rechten Winkel des Hauses bis zum linken Winkel/ zum Altar und zum Hausewärts/ um den König her. 11. Und sie brachten des Königs Sohn hervor/ und setzten ihm die Krone auf/ und das Zeug- niß / und machten ihn zum König. Und Jojada sammt seinen Söhnen salbeten ihn / und sprachen: Glück zu dem Könige! 12. Da aber Athalja hörete "das Geschrey des Volks/ das zulief und den König lobte; ging sie zum Volk im Hause des Herrn. 'i Kö„.i,4i. 13. Und sie sah/ und siehe/ der König stand an seiner Stätte im Eingang / und die Obersten und Trompeten um den König; und alles Landvolk war fröhlich / und * blies die Trompeten / und die Sänger mit allerley Saitenspiel geschickt zu loben. Da t zerriß sie ihre Kleider / und sprach: Aufruhr/ Aufruhr! * 4 Mos. 10/ 10 . 1- 2 Kön. 5/ 7. i^. Aber Jojada/ der Priester/ machte sich heraus mit den Obersten über Hundert/ die über das Heer waren, und sprach zu ihnen: Führet sie vom Hause über den Hof hinaus; und wer ihr nachfolget / den soll man mit dem Schwert tödten. Denn der Priester hatte befohlen/ man sollte sie nicht tödten im Hause des Herrn. is. Und sie legten die Hände an sie; und da sie kam zum Eingang des Roßthors am Hause des Königs/ tödteten sie sie daselbst. 16. Und Jojada machte einen Bund zwischen ihm und allem Volk und dem König/ daß sie des Herrn Volk seyn sollten. 17. Da * ging alles Volk ins Haus Baals / und brachen ihn ab/ und seine Altäre und Bilder zerbrachen sie; und erwürgeten Mathan/ den Priester Baals/ vor den Altären. * 2 Kön. 11/ 18 . 18. Und Jojada bestellte die Aemter im Hause des Herrn unter den Priestern und Leviten / die David verordnet hatte zum Hause des Herrn/ Brandopfer zu thun dem Herrn/ wie es geschrieben stehet im Gesetz Mose / mit Freuden und Liedern / durch David gedichtet. 19. Und stellete Thorhüther in die Thore am Hause des Herrn, daß nichts Unreines hinein käme an irgend einem Dinge. 20. Und er nahm die Obersten über Hundert, und die Mächtigen und Herren im Volk, und alles Landvolk, und führete den König hinab vom Hause des Herrn, und brachten ihn durch das hohe Thor am Hause des Königs; und ließen den König sich auf den königlichen Stuhl setzen. 21. Und alles Landvolk war fröhlich, und die Stadt war stille; aber Athalja ward mit dem Schwert erwürget. Das 24. Capitel. JoaS löbliche Thateii / Abgötterey / Strafe und Tod. 1. ^oas * war sieben Jahre alt, da er König ^ ward; und regierte vierzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Zibja von Ber- seba. *2 Kon. i2/i. 2. Und Joas that, was dem Herrn wohl gefiel, so lang der Priester Jojada lebte. 3. Und Jojada gab ihm zwey Weiber, und er zeugete Söhne und Töchter. Darnach nahm Joas vor, das Haus des Herrn zu erneuern; 5. Und versammelte die Priester und Leviten, und sprach zu ihnen: Ziehet aus zu allen Städten Juda, und sammelt Geld aus dem ganzen Israel, das Haus euers Gottes zu bessern jährlich; und eilet solches zu thun. Aber die Leviten eileten nicht. 6. Da rief der König Jojada den Vornehmsten, und sprach zu ihm: Warum Haft du nicht Acht auf die Leviten, daß sie einbringen von Juda und Jerusalem die Steuer, die "Mose, der Knecht des Herrn, gesetzt hat, die man sammelte unter Israel, zu der Hütte des Stifts? * 2 Mos. 30/ 12. 13. 7. Denn die gottlose" Athalja und ihre Söhne haben das Haus Gottes zerrissen, und alles, was zum Hause des Herrn geheiliget war, haben sie an Baalim vermacht. " -. 22/10. 8. Da befahl der König, daß man eine Lade machte, und setzte sie außen ins Thor, am Hause des Herrn; 9. Und ließ ausrufen in Juda und zu Jerusalem, daß man dem Herrn einbringen sollte die Steuer von "Mose, dem Knechte Gottes, auf Israel gelegt in der Wüste.' 2 Mos. 30/12.13. 10. Da freueten sich alle Obersten und alles Volk, und brachten es und warfen es in die Lade, bis sie voll ward. 11. Und wenn es Zeit war, daß man die Lade herbringen sollte durch die Leviten nach des Königs Befehl (wenn sie sahen, daß viel Geld darinnen war;) so kam der Schreiber des Jojada Tod. 2 Chronica Königs , und wer vom vornehmsten Priester Befehl hatte, und schütteten die Lade aus, und trugen sie wieder hin an ihren Ort. So thaten sie alle Tage, daß sie Geld die Menge zu Haufen brachten. 12. Und der König und Jojada * gaben es den Arbeitern, die da schafften am Hanse des Herrn; dieselben dingeten Steinmetzen und Zimmerleute, zu erneuern das Haus des Herrn; auch den Meistern an Eisen und Erz, zu bessern das Haus des Herrn. *2 Kon. 22,4. 13. Und die Arbeiter arbeiteten, daß die Besserung im Werk zunahm durch ihre Hand; und machten das Haus Gottes ganz fertig und wohl zugerichtet, und machten es feste. 12,. Und da sie es vollendet hatten, brachten sie das übrige Geld vor den König und Jojada; davon machte man Gefäße zum Hause des Herrn, Gefäße zum Dienst und zu Brandopfern, Löffel und goldene und silberne Geräthe. Und sie opferten Brandopfer bey dem Hause des Herrn allewege, so lange Jojada lebte. 15. Und Jojada ward alt, und des Lebens satt, und starb; und war hundert und dreyßig Jahre alt, da er starb. 16. Und sie begruben ihn in der Stadt Davids unter die Könige; darum, daß er hatte wohl gethan an Israel, und an Gott und seinem Haufe. 17. Und nach dem Tode Jojada kamen die Obersten in Juda, und b Theten den König an; da gehorchte ihnen der König. 18. Und sie verließen das Haus des Herrn, des Gottes ihrer Väter, und dieneten den Hainen und Götzen. Da kam der Zorn über Juda und Jerusalem, um dieser ihrer Schuld willen. 19. Er sandte aber Propheten zu ihnen, daß sie sich zu dem Herrn bekehren sollten; und die bezeugten sie;' aber sie nahmen es nicht zu Ohren. * c. 33 / 10. 20. Und der Geist Gottes zog an Zacharja, den Sohn Jojada, des Priesters. Der trat oben über das Volk, und sprach zu ihnen: So spricht Gott: Warum übertretet ihr die Gebothe des Herrn, das euch nicht gelingen wird? Denn * ihr habt den Herrn verlassen, so wird er euch wieder verlassen. ' c. i-, 2. 21. Aber sie machten einen Bund wider ihn, und * steinigten ihn, nach dem Geboth des Königs, im Hofe am Hause des Herrn. * March. 23 / 3 ä. Ebr. 11 / 37 . 22. Und der König Joas gedachte nicht an 24. 25. Joas Tod. Amazia König. 4 i5 die Barmherzigkeit, die Jojada, sein Vater, an ihm gethan hatte; sondern erwürgete seinen Sohn. Da er aber starb, sprach er: Der Herr wird es sehen und suchen. 23. Und da das Jahr um war, zog herauf das Heer der Syrer, und kamen in Juda und Jerusalem, und verderbten alle Obersten im Volk; und allen ihren Raub sandten sie dem König zu Damaskus. 2^. Denn der Syrer Macht kam mit wenigen Männern, noch gab der Herr in ihre Hand eine sehr große Macht; darum, daß sie den Herrn, ihrer Väter Gott, verlassen hatten. Auch übten sie an Joas Strafe. 25. Und da sie von ihm zogen, ließen sie ihn in großen Krankheiten. * Es machten aber seine Knechte einen Bund wider ihn, um des Bluts willen der Kinder Jojada, des Priesters und erwürgten ihn auf seinem Bette, und er starb. Und man begrub ihn in der Stadt Davids, aber-k-nicht unter der Könige Gräber. * 2 Kön. 12/ 20. -j- 2 Chr. 2l/ 20. 26. Die aber den Bund Wider ihn machten, waren diese: Sabad, der Sohn Simeaths, der Ammonitinn, und Josabad, der Sohn Stm- riths, der Moabitinn. 27. Aber seine Söhne, und die Summa, die unter ihm versammelt war, und der Bau des Hauses Gottes, siehe, die find beschrieben in der Historie im Buch der Könige. Und sein 'Sohn Amazia ward König an seine Statt. * 2 Kön. 12/ 21. c. 14 / 1. Das 25. Capitel. Regierung Amazia / des Königs in Juda. 1'Aünf und zwanzig Jahre alt war Amazia, ^ da er König ward; und regierte neun und zwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Joadan, von Jerusalem. 2. Und er that, was dem Herrn wohl gefiel; doch nicht von ganzem Herzen. 3. Da nun sein Königreich bekräftiget war; erwürgete er seine Knechte, die den König, seinen Vater, * geschlagen hatten. *«. -4,25. Aber ihre Kinder tödtete er nicht. Denn also stehet es * geschrieben im Gesetz, im Buch Mose, da der Herr gebiethet und spricht: Die Väter sollen nicht sterben für die Kinder, noch die Kinder für die Väter; sondern ein Jeglicher soll um seiner Sünde willen sterben. * 4 Mos. 24 / 16. 5. Und Amazia brachte zu Haufen Juda und ^6 Amazia schlägt die Edomiter. 2 Chronica 26. stellete sie nach der Väter Häusern , nach den Obersten über Tausend und über Hundert, unter ganz Juda und Benjamin; und zählete sie von zwanzig Jahren und darüber, und fand ihrer drey hundert tausend Auserlesene, die ins Heer ziehen mochten und Spieße und Schilde führen konnten. 6 . Dazu nahm er an aus Israel hundert tausend starke Kriegsleute, um hundert Zentner Silber. 7 . Es kam aber ein Mann Gottes zu ihm, und sprach: König, laß nicht das Heer Israel mit dir kornmcn; denn der Herr ist nicht mit Israel, noch mit allen Kindern Ephraim. 8 . Denn so du kommest, daß du eine Kühnheit beweisest im Streit; wird Gott dich fallen lassen vor deinen Feinden. Denn bey Gott stehet die Kraft zu helfen und fallen zu lassen. 9. Amazia sprach zu dem Manne Gottes: Was soll man denn thun mit den hundert Zentnern , die ich den Kriegsknechten von Israel gegeben habe? Der Mann Gottes sprach: Der Herr hat noch mehr, denn das ist, das er dir geben kann. 10. Da sonderte Amazia die Kriegsknechte ab, die zu ihm aus Ephraim gekommen waren, daß sie an ihren Ort hingingen. Da ergrimmete ihr Zorn wider Juda sehr, und zogen wieder an ihren Ort mit grimmigem Zorn. i i. Und ' Amazia ward getrost, und führete fein Volk aus, und zog aus ins Salzthal, und schlug der Kinder von Seir zehn tausend. * 2 Kün. 14 / 7 . 12. Und die Kinder Juda fingen ihrer zehn tausend lebendig; und führten sie auf die Spitze eines Felsen, und stürzten sie von der Spitze des Felsen, daß sie alle zerborsten. 13. Aber die Kriegsknechte, die Amazia hatte wiederum lassen ziehen, daß sie nicht mit seinem Volk zum Streit zögen, thaten sich nieder in den Städten Juda, von Samaria an bis gen BcthHoron, und schlugen ihrer drey tausend, und nahmen viel Raub. i>L. Und da Amazia wieder kam von der Edo- miter Schlacht, brachte er die Götter der Kinder von Seir, und stellete sie ihm zu Göttern, und bethete an vor ihnen, und räucherte ihnen. is. Da ergrimmete der Zorn des Herrn über Amazia und sandte einen Propheten zu ihm, der sprach zu ihm: Warum suchest du die Götter des Volks, die' ihr Volk nicht konnten erretten von deiner Hand ? * -r M»s. 22,37. ss. Hochmuts) stürzt ihn. 16. Und da er mit ihm redete, sprach er zu ihm: Hat man dich zu des Königs Rath gemacht ? Höre auf, warum willst du geschlagen seyn? Da hörete der Prophet auf, und sprach: Ich merke wohl, daß Gott sich berathen hat dich zu verderben; daß du solches gethan hast, und gehorchest meinem Rath nicht. 17. Und Amazia, ' der König Juda, ward Raths, und sandte hin zu Joas, dem Sohne Joahas, des Sohnes Jehu, dem Könige Js, raels, und ließ ihm sagen: Komm, laß uns miteinander besehen. *2K°n. 14,8. 18. Aber Joas, der König Israels, sandte zu Amazia, dem Könige Juda, und ließ ihm sagen: Der Dornstrauch im Libanon sandte zu der Ceder im Libanon, und ließ ihr sagen: Gib deine Tochter meinem Sohne zum Weibe; aber das Wild im Libanon lief über den Dornstrauch, und zertrat ihn. 19. Du gedenkest: Siehe, ich habe die Edo- unter geschlagen; deß erhebet sich dein Herz, und suchest Ruhm. Nun bleibe daheim. Warum ringest du nach Unglück, daß du fallestund Juda mit dir? 20. Aber Amazia gehorchte nicht; denn es geschah von Gott, daß sie gegeben würden in die Hand, darum, daß sie die Götter der Edomiter gesucht hatten. 21. Da zog Joas, der König Israels, herauf, und besahen sich miteinander, er und Amazia, der König Juda, zu BethSemes, die in Juda liegt. 22. Aber Juda ward geschlagen vor Israel, und flohen ein Jeglicher in seine Hütte. 23. Aber Amazia, den König Juda, den Sohn Joas, griff Joas, der Sohn Joahas, der König Israels, zu BethSemes, und brachte ihn gen Jerusalem, und riß ein die Mauern zu Jerusalem vom Thor Ephraim an bis an das Eckthor, vier hundert Ellen lang. 2^. Und alles Gold und Silber, und alle Gefässe, die vorhanden waren im Hause Gottes bey ObedEdom und in dem Schatz im Hause des Königs, und die Kinder zu Pfände, nahm er mit sich gen Samaria. 25. Und Amazia, der Sohn Joas, der König Juda, lebte nach dem Tode Joas , des Sohnes Joahas, des Königs Israels, fünfzehn Jahre. 26. Was aber mehr von Amazia zu sagen ist, beydes das Erste und das Letzte, siehe, das ist geschrieben * im Buch der Könige Juda und Israels. " 2 Kö„.l 4 /l 8 . Usia König, 2 Chronica 26. sein Vorwitz wird gestraft. 447 27. Und von der Zeit an, da Amazia von dem Herrn abwich, machten fie einen Bund wider ihn zu Jerusalem; er aber floh gen La- chis. Da sandten fie ihm nach gen Lachis, und tödteten ihn daselbst. 28. Und sie brachten ihn auf Rossen, und * begruben ihn bey seine Väter in der Stadt Juda. * 2 Kö».i 4 , 2 o. Das 26 . Capitel. Usia räuchert und wird aussätzig. 1. Aa * nahm das ganze Volk Juda Usia, ^ der war sechszehn Jahre alt, und machten ihn zum König an seines Vaters Amazia Statt. * 2 KöN. 14 / 21. 2. Derselbe bauete Eloth und brachte sie wieder an Juda, nachdem der König entschlafen war mit seinen Vätern. 3 . Sechszehn Jahre alt war Usia, da er König ward, und regierte zwey und fünfzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Jechalja von Jerusalem. Und er that, * das dem Herrn wohl gefiel, wie sein Vater Amazia gethan hatte. * c. 2-/ 2. 5. Und er suchte Gort, so lang Sacharja lebte, der Lehrer in den Gesichten Gottes ; und so lang er den Herrn suchte, ließ ihm Gott gelingen. 6 . Denn er zog aus, und stritt wider die Philister: und zerriß die Mauern zu Gath, und die Mauern zu Jabne, und die Mauern zu Asdod; und bauete Städte um Asdod, und unter den Philistern. 7 . Denn Gott half ihm wider die Philister, Wider die Araber, wider die zu GurBaal, und wider die Meuniter. 8. Und die Ammoniter "gaben Usia Geschenke, und er ward berühmt, bis man kommt in Egypten ; denn er ward immer stärker und stärker. * c. 17/ 11. 9. Und Usia bauete Thürme zu Jerusalem am Eckthor, und am Thalthor, und an andern Ecken, und befestigte sie. 10. Er bauete auch Schlösser in der Wüste, und grub viele Brunnen; denn er hatte viel Vieh, beydes in den Auen und auf den Ebenen; auch Ackerleute und Weingärtner an den Bergen und am Carmel, denn er hatte Lust zu Ackerwerk. 11. Und Usia hatte eine Macht zum Streit, die ins Heer zogen, von Kriegsknechten, an der Zahl gerechnet, unter der Hand Jejels, des Schreibers, und Maeseja, des Amtmanns, unter der HandHananja aus den Obersten des Königs. 12. Und die Zahl der vornehmsten Väter unter den starken Kriegern war zwey tausend und sechs hundert. 13. Und unter ihrer Hand die Heersmacht drey hundert tausend, und sieben tausend und fünf hundert zum Streit geschickt in Heerskraft, zu helfen dem König wider die Feinde. 1^. Und Usia schickte ihnen für das ganze Heer Schilde, Spieße, Helme, Panzer, Bogen und Schleudersteine. 16 . Und machte zu Jerusalem Brustwehren künstlich, die auf den Thürmen und Ecken seyn sollten, zu schießen mit Pfeilen und großen Steinen. Und sein Gerücht kam weit aus, darum, daß ihm sonderlich geholfen ward, bis er mächtig ward. 16. Und da er mächtig geworden war, "erhob sich sein Herz zu seinem Verderben. Denn er vergriff sich an dem Herrn, feinem Gott, und ging in den Tempel des Herrn, zu räuchern auf dem Räuchaltar. " c. 25/19. 17. Aber Asarja, der Priester, ging "ihm nach, und achtzig Priester des Herrn mit ihm, redliche Leute; *iChr. 7/w. 18. Und standen wider Usia, den König, und sprachen zu ihm: Es gebühret dir, Usia, nicht, zu räuchern dem Herrn; sondern den Priestern, " Aarons Kindern, die zu räuchern geheiliget sind. Gehe heraus aus dem Heiligthum, denn du vergreifest dich; und es wird dir keine Ehre seyn vor Gott, dem Herrn. * 4 Mos. 18/ 7. 19. Aber Usia ward zornig, und hatte ein Räuchfaß in der Hand. Und da er mit den Priestern murrete, fuhr der Aussatz aus an seiner Stirne vor den Priestern, im Hause des Herrn, vor dem Räuchaltar. 20. Und Asarja, der oberste Priester, wandte das Haupt zu ihm, und alle Priester, und siehe, da war er aussätzig an seiner Stirne; und sie stießen ihn von dannen. Er eilete auch selbst heraus zu gehen, denn seine Plage war vom Herrn. 21. Also " war Usia, der König, aussätzig bis an seinen Tod, und wohnete in einem besondern Hause aussätzig; denn er ward verstoßen vom Hause des Herrn. Jotham aber, sein Sohn, stand des Königs Hause vor, und richtete das Volk im Lande. *2Kö». 1^-. 22. Was aber mehr von Usia zu sagen ist, 448 Jotham König. 2 Chronica 27. 28. Ahas König. beydes das Erste und das Letzte, hat beschrieben der Prophet * Jesaia, der Sohn Amoz. * Esaj. 1/ 1. 23 . Und Usta entschlief mit seinen Vätern, und sie begruben ihn bey seine Väter im Acker bey demBegräbniß der Könige; denn besprachen: Er ist aussätzig. Und Jotham, sein Sohn, ward König an seine Statt. Das 27 . Capitel. Jotham machet die Ammonitcr zinsbar. 1. jotham war * fünf und zwanzig Jahre alt, ^ da er König ward, und regierte sechszehn Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Je- rusa, eine Tochter Zadoks. ' - Kö->. 13, 33. 2. Und that, das dem Herrn wohl gefiel, wie sein Vater Ufia gethan hatte, ohne, daß er nicht in den Tempel des Herrn ging, und das Volk sich noch verderbete. 3. Er banete das hohe Thor am Hause des Herrn, und an der Mauer Ophel bauete er viel. Und bauete die Städte auf dem Gebirge Inda, und in den Wäldern * bauete er Schlösser und Thürme. *c. 26, io. 5. Und er stritt mit dem König der Kinder Ammon, und er ward ihrer mächtig, daß ihm die Kinder Ammon dasselbe Jahr gaben hundert Zentner Silber, zehn tausend Cor Weizen, und zehn tausend Cor Gerste. So viel gaben ihm die Kinder Ammon auch im andern und im dritten Jahr. 6 . Also ward Jotham mächtig; denn er richtete seine Wege vor dem Herrn, seinem Gott. 7. Was aber mehr von Jotham zu sagen ist, und alle seine Streite, und seine Wege, siehe, das ist ' geschrieben im Buch der Könige Israels und Juda. "2Kön.i§,32. 8 . * Fünf und zwanzig Jahre alt war er, da er König ward, und regierte sechszehn Jahre zu Jerusalem. * v. 1. 9. Und Jotham entschlief mit seinen Vätern, und sie begruben ihn in der Stadt Davids. Und sein Sohn * Ahas ward König an seine Statt. * c. 28.1. Das 28 . Capitel. Don Ahas, dem Könige in Juda, und seinem gottlosen Wesen. i.Hshas * war zwanzig Jahre alt, da er Kö- " nig ward, und regierte sechszehn Jahre zu Jerusalem, und that nicht, das dem Herrn wohlgefiel, wie sein Vater David; '2 Kon. 16,1. 2. Sondern wandelte in den Wegen der Könige Israels. Dazu machte er gegossene Bilder * Baalim ; * -. 17,3. 3. Und räucherte im Thal der Kinder Hinnom, und verbrannte seine Söhne mit Feuer, nach * dem Gräuel der Heiden, die der Herr vor den Kindern Israel vertrieben hatte; * 3 Mos. 18, s. 10. 1 Kön. 14, 24. Und opferte und räucherte auf den Höhen, und * auf den Hügeln, und unter allen grünen BäUMeN. * 1 Kön. 14, 23. 2Kön. 16, 4. 5. Darum gab ihn der Herr, sein Gott, in die Hand des Königs * zu Syrien, daß sie ihn schlugen, und einen großen Haufen von den Seinen gefangen wegführten, und gen Damaskus brachten. Auch ward er gegeben unter die Hand des Königs Israels, daß er eine große Schlacht an ihm that. * 2 Kön. 16,3.6. 6 . Denn Pekah, der Sohn Remalja, schlug in Juda hundert und zwanzig tausend auf Einen Tag, die alle starke Leute waren; darum, daß sie den Herrn, ihrer Väter Gott, verließen. 7 . Und Sichri, ein Gewaltiger in Ephraim, erwürgete Maeseja, den Sohn des Königs, und Asrikam, den Hausfürsten, und Elkana, den Nächsten nach dem König. 8 . Und die Kinder Israel führten gefangen weg von ihren Brüdern zwey hundert tausend Weiber, Söhne und Töchter; und nahmen dazu großen Raub von ihnen, und brachten den Raub gen Samaria. 9. Es war aber daselbst ein Prophet des Herrn, der hieß Oded, der ging heraus dem Heer entgegen, das gen Samaria kam, und sprach zu ihnen: Siehe, weil der Herr, eurer Väter Gott, über Juda zornig ist, hat er sie in eure Hände gegeben; ihr aber habt sie erwürget, so gräulich, daß es in den Himmel reichet. 10. Nun gedenket ihr die Kinder Juda und Jerusalem euch zu unterwerfen zu Knechten und zu Mägden. Ist das denn nicht Schuld bey euch wider den Herrn, euern Gott? 11. So gehorchet mir nun und bringet die Gefangenen wieder hin, die ihr habt weggefuhret aus euern Brüdern; denn des Herrn Zorn ist über euch ergrimmet. 12. Da machten sich auf Etliche unter den Vornehmsten der Kinder Ephraim: Asarja, der Sohn Johanans, Berechja, der Sohn Mesille- moths, Jehiskia, der Sohn Sallums, und Amasa, der Sohn Hadlat, wider die, so aus dem Heer kamen, 13 . Und Odeds Rede an Israel. Was Abgötterei). 2 Chro nica 28. 29. Hiskiä Wohlverhalten. E 13. Und sprachen zu ihnen: Ihr sollt die Gefangenen nicht herein bringen; denn ihr gedenket nur Schuld vor dem Herrn über uns/ auf daß ihr unserer Sünde und Schuld desto mehr machet; denn es ist zuvor -er Schuld zu viel, und der Zorn über Israel ergrimmet. 14 . Da ließen die Geharnischten die Gefangenen und den Raub vor den Obersten, und vor -er ganzen Gemeine. i s. Da standen auf die Männer, die jetzt mit Nahmen genannt sind, und nahmen die Gefangenen und ' alle, die bloß unter ihnen waren, zogen sie an von dem Geraubten, und kleideten sie, und zogen ihnen Schuhe an, und gaben ihnen zu essen und zu trinken, und falbsten sie, und führeten sie auf Eseln, alle, die schwach waren, und brachten sie gen Jericho -t zur Palmenstadt bey ihre Brüder; und kamen wieder gen Samaria. * Spruchw. r§, 21.22. 1- 5 M°s. 31, z. 16. Zu derselben Zeit sandte der König Was zu den Königen von Assur, daß sie ihm hülfen. 17. Und es kamen abermahl die Edomiter, und schlugen Juda, und führeten Etliche weg. 1 8 . Auch thaten sich die Philister nieder in den Städten, in der Aue und gegen Mittag Juda, und gewannen BethSemes, Ajalon, Gederoth und Socho mit ihren Töchtern, und Thimna mit ihren Töchtern, und Gimso mit ihren Töchtern ; und wohneten darinnen. 19. Denn der Herr demüthigte Juda um Was willen, des Königs Juda, darum, daß er Juda bloß machte und vergriff sich an dem Herrn. 20. Und es kam wider ihn Tiglath Pilneser, der König von Assur, der belagerte ihn, aber er konnte ihn nicht gewinnen. 21. Denn Was theilte das Haus des Herrn, und das Haus des Königs, und der Obersten, das er dem Könige zu Assur gab; aber es half ihm nichts. 22. Dazu in seiner Noth machte der König Was des Vergreifens am Herrn noch mehr ; 23. Und opferte den Göttern zu Damaseus, die ihn geschlagen hatten, und sprach: Die Götter der Könige zu Syrien helfen ihnen; darum will ich ihnen opfern, daß sie mir auch helfen; so doch dieselben ihm und dem ganzen Israel ein Fall waren. 24. Und Was brachte zu Haufen die Gefäße des Hauses Gottes, und sammelte die 'Gefäße im Hause Gottes, und schloß die Thüren zu am Hause des Herrn; und machte ihm Altäre in allen Winkeln zu Jerusalem. * e. 29,1?. 26. Und in den Städten Juda hin und her machteer Höhen, zu räuchern andern Göttern; und reizte den Herrn, seiner Väter Gott. 26. Was aber mehr von ihm zu sagen ist, und alle seine Wege, beydes die Ersten und die Letzten, siehe, das ist * geschrieben im Buch der Könige Juda und Israels. -2Kon. 16,1. 27. Und Was entschlief mit seinen Vätern, und sie begruben ihn in der Sradt zu Jerusalem; denn ' sie brachten ihn nicht unter die Gräber der Könige Israels. Und sein Sohn Jehiskia ward König an seine Statt. * c- 21, 20. e. 21, 25. Das 29. Capitel. Jehiskia richtet den rechten Gottesdienst wieder an. 1. jehiskia* war fünf und zwanzig Jahre alt, ^ da er König ward, und regierte neun und zwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Abja, eine Tochter Sacharja. * 2 Kön. 18, 1. 2. Und er that, das dem Herrn wohl gefiel, wie sein Vater David. 3. Er that auf die Thüren am Hause des Herrn, im ersten Monath des ersten Jahres seines Königreichs, und befestigte sie; 4. Und brachte hinein die Priester und Leviten , und versammelte sie auf der breiten Gasse gegen Morgen, 5. Und sprach zu ihnen: Höret mir zu, ihr Leviten: Heiliget euch nun, daß ihr heiliget das Haus des Herrn, eurer Väter Gottes, und thut heraus den Unflath aus dem Heiligthum. 6. Denn unsere Väter haben sich vergriffen und gethan, das dem Herrn, unserm Gott, übel gefällt, und haben ihn verlassen. Denn sie haben ihr Angesicht von der Wohnung des Herrn gewendet, und den Rücken zugekehret; 7. Und * haben die Thür an der Halle zugeschlossen, und die Lampen ausgelöschet, und kein Räuchwerk geräuchert, und kein Brandopfer gethan im Heiligthum dem Gott Israels. * c. 28, 24. 8. Daher ist der Zorn des Herrn über Juda und Jerusalem gekommen, und hat * sich gegeben in Zerstreuung und Verwüstung, daß man sie anpfeifet, wie ihr mit euern Augen sehet. * e. 30,7. 9. Denn siehe, um desselben willen sind ' unsere Väter gefallen durch das Schwert, unsere Söhne, Töchter und Weiber find weggeführet.' c. rs, 6. L l l zum Opfer. 450 Hiskia reiniget den Tempel 2 Chronica 29. io. Nun habe ich es im Sinn, einen Bund zu machen mit dem Herrn, dem Gott Israels, daß sein Zorn und Grimm sich von uns wende. i i. Nun, meine Söhne, seyd nicht hinlässig; denn euch hat der Herr erwählet, daß ihr vor ihm stehen sollet, und daß ihr seine Diener und Räucherer seyd. 12. Da machten sich auf die Leviten: Mahath, der Sohn Amasai, und Joel, der Sohn Asarja; aus den Kindern der Kahathiter. Aus den Kindern aber Merari: Kis, der Sohn Abdi, und Asarja, der Sohn Jehaleleels. Aber aus den Kindern der Gersoniter: Joab, der Sohn Sim- ma und Eden, der Sohn Joah. 13 . Und aus den Kindern Elizaphans: Simri und Jejel. Und aus den Kindern Assaphs: Sacharja und Mathanja. i^. Und aus den Kindern Hemans: Jehiel und Semei. Und aus den Kindern Jeduthuns: Semaja und Usiel. is. Und sie versammelten ihre Brüder, und heiligten sich, und gingen hinein, nach dem Ge- both des Königs aus dem Wort des Herrn, zu reinigen das Haus des Herrn. 16. Die Priester aber gingen hinein inwendig in das Haus des Herrn, zu reinigen, und thaten alle Unreinigkeit, die im Tempel des Herrn gefunden ward, auf den Hof am Hause des Herrn; und die Leviten nahmen sie auf, und trugen sie hinaus in den Bach Kidron. 17 . Sie fingen aber an am ersten Tage des ersten Monaths sich zu heiligen; und am achten Tage des Monaths gingen sie in die Halle des Herrn, und heiligten das Haus des Herrn acht Tage; und vollendeten es am sechzehnten Tage des ersten Monaths. 18. Und sie gingen hinein zum Könige Hiskia, und sprachen: Wir haben gereiniget das ganze Haus des Herrn, den Brandopfersaltar, und alle seine Geräthe, den Tisch der Schaubrote, und alle seine Geräthe, 19. Und alle Gefäße, * die der König Ahas, da er König war, weggeworfen hatte, da er sich versündigte, die haben wir zugerichtet und ge- heiliget; siehe, sie sind vor dem Altar des Herrn. * c. 28, 21. 20. Da machte sich der König Hiskia frühe auf, und versammelte die Obersten der Stadt, und ging hinauf zum Hanse des Herrn. 21. Und brachten herzu sieben Farren, sieben Widder, sieben Lämmer, und sieben Ziegenböcke zum Sündopfer, für das Königreich, für das Heiligthum, und für Juda; und er sprach zu den Priestern, den Kindern Aarons, daß sie opfern sollten auf dem Altar des Herrn. 22. Da schlachteten sie die Rinder, und die Priester nahmen das Blut, und sprengeten es auf den Altar; und schlachteten die Widder, und sprengeten das Blut auf den Altar; und schlachteten die Lämmer, und sprengeten das Blut auf den Altar; 23 . Und brachten die Böcke zum Sündopfer vor den König und die Gemeine, und legten ihre Hände auf sie. 2^. Und die Priester schlachteten sie, und ent- sündigten mit ihrem Blute auf dem Altar, zu versöhnen das ganze Israel. Denn der König hatte befohlen, Brandopfer und Sündopfer zu thun für das ganze Israel. 25 . Und er stellete die Leviten im Hause des Herrn mit Cymbeln, Psaltern und Harfen; wie es ' David befohlen hatte, und Gad, der Schauer des Königs, und der Prophet Nathan; denn es war des Herrn Geboth durch seine Propheten. * 1 Chr. 26,1. 26. Und die Leviten standen mit den Saitenspielen Davids, und die' Priester mit den Trompeten. * Ssta 3 , 10 . 27. Und Hiskia hieß sie Brandopfer thun auf dem Altar. Und um die Zeit, da man ansing das Brandopfer, fing auch an der Gesang des Herrn, und die * Trompeten, und auf mancherlei) Saitenspielen Davids, des Königs Israels. * 4 Mos. 10, 10. 28. Und die ganze Gemeine bethete an; und der Gesang der Sänger, und das Trompeten der Trompeter währete alles, bis das Brandopfer ausgerichtet war. 29. Da nun das Brandopfer ausgerichtet war; beugte sich der König, und alle, die bey ihm vorhanden waren, und betheten an. 30. Und der König Hiskia, sammt den Obersten , hieß die Leviten den Herrn loben mit den Gedichten Davids und Assaphs, des Schauers. Und sie lobten mit Freuden, und ' neigten sich, und betheten an. *2Mos. 34 , 8 . 3>. Und Hiskia antwortete, und sprach : Nun habt ihr eure Hände gefallet dem Herrn; tretet hinzu, und bringet her die Opfer und Lobopfer zum Hause des Herrn. Und die Gemeine brachte herzu Opfer und Lobopfer, und Jedermann freywilligen Herzens Vrandopftr. 32. Und die Zahl der Brandopfer, so die Gemeine herzu brachte, war siebenzig Rinder, Hiskia schreibt aus, 2 Chronica 29. 30. Passah zu halten. 451 hundert Widder, und zwey hundert Lämmer; und solches alles zu Brandopfer dem Herrn. 33. Und sie heiligten sechs hundert Rinder und drey tausend Schafe. 3^. Aber der Priester waren' zu wenig, und konnten nicht allen Brandopfern die Haut ab- ziehen; darum nahmen sie ihre Brüder, die Leviten, bis das Werk ausgerichtet ward, und bis sich die Priester heiligten. Denn die Leviten sind leichter zu heiligen, weder die Priester. * e. 30, 3. 35. Auch war der Brandopfer viel mit dem 'Fett der Dankopftr und Trankopfer zu den Brandopfern. Also ward das Amt am Hause des Herrn fertig. »s Mos. 3,3. 36. Und Hiskia freuete sich sammt allem Volk, daß man mit Gott bereit war geworden; denn es geschah eilend. Das 30. Capitel. Ausrufung und Haltung de- Passah. I.llnd Hiskia sandte hin zum ganzen Israel ^ und Juda, und schrieb Briefe an Ephraim und Manasse, daß sie kämen zum Hause des Herrn gen Jerusalem- * Passah zu halten dem Herrn, dem Gott Israels. 'c. 33,1. 2. Und der König hielt einen Rath mit seinen Obersten und der ganzen Gemeine zu Jerusalem , das Passah zu halten im andern Monath. 3. Denn sie konnten es nicht halten zu derselben Zeit, darum, daß der Priester nicht genug ge- heiliget waren, und das Volk noch nicht zu Haufen gekommen war gen Jerusalem. Und es gefiel dem König wohl, und der ganzen Gemeine, 5. Und bestelleten, daß solches ausgerufen würde durch ganz Israel von BerSeba an bis gen Dan, daß sie kämen Passah zu halten dem Herrn, dem Gott Israels, zu Jerusalem; denn es war lange nicht gehalten, wie es geschrieben stehet. 6. Und die Läufer gingen hin mit den Briefen von der Hand des Königs und seiner Obersten, durch ganz Israel und Juda, aus dem Befehl des Königs, und sprachen: Ihr Kinder Israel, bekehret euch zu dem Herrn, dem Gott Abrahams, Isaaks und Israels; so wird er sich kehren zu den Uebrtgen, die noch übrig unter euch sind aus der Hand der Könige zu Assur. 7. Und seyd nicht wie eure Väter und Brüder, die sich am Herrn, ihrer Väter Gott, vergriffen, und er sie gab in eine Verwüstung, wie ihr selber sehet. 8. So seyd nun nicht halsstarrig, wie eure Väter, sondern gebet eure Hand dem Herrn und kommet zu seinem Heiligthum, das er ge- heiliget hat ewiglich, und dienet dem Herrn, euerm Gott, so wird sich der Grimm seines Zorns von euch wenden. 9. Denn so ihr euch bekehret zu dem Herrn: so werden eure Brüder und Kinder Barmherzigkeit haben vor denen, die sie gefangen halten, daß sie wieder in dieß Land kommen. Denn der Herr, euer Gott, ist gnädig und barmherzig , und wird sein Angesicht nicht von euch wenden, so ihr euch zu ihm bekehret. 10. Und die Läufer gingen von einer Stadt zur andern, im Lande Ephraim und Manasse, und bis gen Sebulon; aber sie'verlachten sie, und spotteten ihrer. * 1 Mos. 19/14. 11. Doch Etliche von Asser und Manasse und Sebulon demüthigten sich, und kamen gen Jerusalem. 12. Auch kam Gottes Hand in Juda, daß er ihnen gab einerley Herz, zu thun nach des Königs und der Obersten Geboth, aus dem Wort des Herrn. 13. Und es kam zu Haufen gen Jerusalem ein großes Volk, zu halten das Fest der ungesäuerten Brote im andern Monath, eine sehr große Gemeine. 1^. Und sie machten sich auf, und thaten ab die Altäre, die zu Jerusalem waren, und alle Räuchwerke thaten sie weg, und warfen sie in den Bach Kidron; 15. Und schlachteten das Passah am vierzehnten Tage des andern Monaths. Und die Priester und Leviten bekannten ihre Schande, und heiligten sich, und brachten die Brandopfer zum Hause des Herrn; 16. Und standen in ihrer Ordnung, wie sichs gebühret, nach dem Gesetz Mose, des Mannes Gottes. Und die Priester sprengeten das Blut von der Hand der Leviten. 17. Denn ihrer waren Viele in der Gemeine, die sich nicht geheiliget hatten; darum schlachteten die Leviten das Passah für alle, die nicht rein waren, daß sie dem Herrn geheiliget würden. 18. Auch war des Volks viel von Ephraim, Manasse, Jsaschar und Sebulon, die nicht rein waren; sondern aßen das Osterlamm zwar, aber doch, nicht ' wie geschrieben stehet. Denn Hiskia bath für sie, und sprach: Der Herr, der gütig ist, wird gnädig seyn *2 Ms. 12,3. 19. Allen, die ihr Herz schicken Gott zu suchen Lll 2 452 Passah wird gehalten. 2 Chronica 30. 31. Kirchenordnung. den Herrn, den Gott ihrerVäter, ob sie gleich nicht geheiliget sind nach der Reinigkeit des Heiligthums. 20. Und der Herr erhörete Hiskia, und hei- lete das Volk. 21. Also hielten die Kinder Israel, die zu Jerusalem gefunden wurden, das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage mit großer Freude. Und die Leviten und Priester lobten den Herrn alle Tage mit starken Saitenspielen des Herrn. 22. Und Hiskia redete * herzlich mit allen Leviten , die einen guten Verstand hatten am Herrn. Und sie aßen das Fest über, sieben Tage, und opferten Dankopfer, und dankten dem Herrn, ihrer Väter Gott. * c. 32, 6 . 23. Und die ganze Gemeine ward Raths, noch andere sieben Tage zu halten; und hielten auch die sieben Tage mit Freuden. 2^. Denn Hiekia, der König Juda, gab eine * Hebe für die Gemeine, tausend Farren, und sieben tausend Schafe. Die Obersten aber gaben eine Hebe für die Gemeine, tausend Farren, und zehn tausend Schafe. Also heiligten sich der Priester viele. *-.35,7. 25. Und es freuete sich die ganze Gemeine Juda, die Priester und Leviten, und die ganze Gemeine, die aus Israel gekommen waren, und die Fremdlinge, die aus dem Lande Israel gekommen waren, und die in Juda wohneten. 26. Und es war eine große Freude zu Jerusalem. Denn feit der Zeit Salomons, des Sohnes Davids , des Königs Israels, war solches zn Jerusalem nicht gewesen. 27. Und die Priester und die Leviten standen auf und segneten das Volk, und ihre Stimme ward erhöret, und ihr Gebeth kam hinein vor seine heilige Wohnung im Himmel. Das 31. Capitel. Abschaffung der Abgvttercy, Versorgung der Priester und Leviten. i.llnd da dieß alles war ausgerichtet; zogen hinaus alle Israeliten, die unter den Städten Juda gefunden wurden, und zerbrachen die Säulen, und hieben die Haine ab, und * brachen ab die Höhen und Altäre aus dem ganzen Juda, Benjamin, Ephraim und Ma- naffe, bis sie sie gar aufräumten. Und die Kinder Israel zogen alle wieder zu ihrem Gut in ihre Städte. * 2 M»s. 7, 3. 2. Hiskia aber stellete die Priester und Leviten in ihre Ordnung, einen Jeglichen nach feinem Amt, beyde der Priester und Leviten, zu Brandopfern und Dankopfern, daß sie dieneten, dan- keten und lobeten in den Thoren des Lagers des Herrn. 3. Und der König gab sein Theil von seiner Habe zu Brandopfern des Morgens und des Abends, und zu Brandopfern des Sabbaths, und Neumonden, und Festen; wie es geschrieben stehet im Gesetz des Herrn. Und er sprach zu dem Volk, das zu Jerusalem wohnete, daß sie Theil gäben den Priestern und Leviten, auf daß sie könnten desto eifriger anhalten am Gesetz des Herrn. 5. Und da das Wort auskam; gabm die Kinder Israel viele' Erstlinge vom Getreide, Most, Oehl, Honig, und allerley Einkommens vom Felde, und allerley Zehnten brachten sie viel hinein. * 2 Mos. 23 , 19 . 3 Mos. 14 , 22. c. 26, 10. 6. Und die Kinder Israel und Juda, die in den Städten Juda wohneten, brachten auch Zehnten von Rindern und Schafen, und Zehnten von dem Geheiligten, das sie dem Herrn, ihrem Gott, geheiliget hatten, und machten hier einen Haufen, und da einen Haufen. 7. Im dritten Monath fingen sie an, Haufen zu legen, und im siebenten Monath beendigten sie es. 8. Und da Hiskia mit den Obersten hinein ging, und sahen die Haufen; lobten sie den Herrn, und sein Volk Israel. s. Und Hiskia fragte die Priester und Leviten um die Haufen. 10. Und Asarja, der Priester, der Vornehmste im Hause Zadoks, sprach zu ihm: Seit der Zeit man angefangen hat die * Hebe zu bringen in das Haus des Herrn, haben wir gegessen, und sind satt geworden, und ist noch viel übergeblieben ; denn der Herr hat sein Volk gesegnet, darum ist dieser Haufe übergeblieben. * 4 Mos. 3,9. 11. Da befahl der König, daß man Kästen zubereiten sollte am Hause des Herrn. Und sie bereiteten sie zu, 12. Und thaten hinein die Hebe, die Zehnten, und das Geheiligte, treulich. Und über dasselbe war Fürst Ehananja, der Levit, und Simei, sein Bruder, der andere; 13. Und Jehiel, Asasja, Nagath, Asahel, Jerimoth, Josabad, Eliel, Jesmachja, Mahath und Benaja ; verordnet von der Hand Ehananja und Simei, seines Bruders, nach dem Befehl des Königs Hiskia. Aber Asarja war Fürst im Hause Gottes. i>L. Und Kore, der Sohn Jemna, der Levit , der Thorhüther gegen Morgen, war über die Kirchengüter. 2 Chronica 31. 32. Sanherib lästert Gott. 453 sreywilligen Gaben Gottes, die dem Herrn zur Hebe gegeben wurden, und über die allerheiligsten. 15 . Und unter seiner Hand waren: Eden, Minjamin, Jesua, Semaja, Amarja und Sa- chanja, in den Städten der Priester, auf Glauben, daß fie geben sollten ihren Brüdern, nach ihrer Ordnung, dem Kleinsten wie dem Großen; 16. Dazu denen, die gerechnet wurden für Mannsbilder von drey Jahren alt und drüber; unter allen, die in das Haus des Herrn gingen, ein Jeglicher an seinem Tage zu ihrem Amt in ihrer Huth nach ihrer Ordnung; 17. Auch die für Priester gerechnet wurden im Hause ihrer Väter, und die Leviten, von zwan- zig Jahren und drüber, in ihrer Huth nach ihrer Ordnung; 18. Dazu die gerechnet wurden unter ihre Kinder, Weiber, Söhne und Töchter, unter der ganzen Gemeine. Denn fie heiligten treulich das Geheiligte. 19. Auch waren Männer mit Nahmen benannt unter den Kindern Aarons, den Priestern, auf den Feldern der Vorstädte in allen Städten, daß fie Theil gäben allen Mannsbildern unter den Priestern, und allen, die unter die Leviten gerechnet wurden. 20. Also that Hiskia im ganzen Juda, und that, was gut, recht und wahrhaftig war vor dem Herrn, seinem Gott. 21. Und in allem Thun, das er anfing, am Dienst des Hauses Gottes nach dem Gesetz und Geboth, zu suchen seinen Gott, das that er von ganzem Herzen; darum hatte er auch Glück. Das 32. Capitel. Hiskiä wunderbare Bcschützung wider Sanherib. 1. ^ach diesen Geschichten und Treue kam * ^ Sanherib, der König zu Assur, und zog in Juda, und lagerte fich vor die festen Städte, und gedachte sie zu sich zu reißen. * 2 Kön.i 8 ,i 3 . 2. Und da Hiskia sah, daß Sanherib kam , und sein Angesicht stand zu streiten wider Jerusalem; . 3. Ward er Raths mit seinen Obersten und Gewaltigen, zuzudecken die Wasser von den Brunnen, die draußen vor der Stadt waren; und sie halfen ihim Und es versammelte sich ein großes Volk, und deckten zu alle Brunnen und fließende Wasser mitten im Lande, und sprachen: Daß die Könige von Assur nicht viel Wasser finden, wenn fie kommen. 5. Und er ward getrost, und bauete alle Mauern, wo * sie lückicht waren, und machte Thürme darauf, und bauete draussen noch eine andere Mauer, und befestigte Millo an der Stadt Davids; und machte viele Waffen und Schilde. * c. 2 ^, 23. 6 . Und stellete die Hauptleute zum Streit neben das Volk, und sammelte sie zu sich auf die breite Gaffe am Thor der Stadt, und redete herzlich mit ihnen, und sprach: 7. Seyd getrost und frisch, fürchtet euch nicht, und zaget nicht vor dem Könige von Assur, noch vor allem dem Haufen, der bey ihm ist; denn "es ist ein Größerer mit uns, weder mit ihm. * 2 Kön. 6/ 16 . 1 Joh. 4/ 4. 8 . Mit ihm ist *ein fleischlicher Arm; mit uns aber ist der Herr, unser Gott, daß er uns helfe und führe unfern Streit. Und das Volk verließ sich auf die Worte Hiskia , des Königs Juda. * Jcr. 17/ L. 7. 9 . Darnach sandte Sanherib, der König zu Assur, seine Knechte gen Jerusalem (denn er lag vor Lachis, und alle seine Herrschaft mit ihm) zu Hiskia, dem Könige Juda, und zum ganzen Juda, das zu Jerusalem war, und ließ ihm sagen: 10. So spricht Sanherib, der König zu Assur: Weß vertröstet ihr euch, die ihr wohnet in dem belagerten Jerusalem? i i. Hiskia beredet euch, daß er euch gebe in den Tod , Hunger und Durst, und spricht: Der Herr, unser Gott, wird uns erretten von der Hand des Königs zu Assur. 12. Ist er nicht der Hiskia, der seine Höhen und Altäre weggethan hat, und gesagt zu Juda und zu Jerusalem: Vor Einem Altar sollt ihr anbethen, und darauf räuchern? 13 . Wisset ihr nicht, was ich und meine Väter gethan haben allen Völkern in Ländern? * Haben auch die Götter der Heiden in Ländern mögen ihre Länder erretten von meiner Hand? *- 2 Kön. 18, 33. e. 19, 12 . 1 ^. Wer ist unter allen Göttern dieser Heiden, die meine Väter verbannet haben, der sein Volk habe mögen erretten von meiner Hand, daß euer Gott euch sollte mögen erretten aus meiner Hand? 15. So laßt euch nun Hiskia nicht aufsetzen (täuschen), und laßt euch solches nicht bereden , und glaubet ihm nicht. Denn so kein Gott aller Heiden und Königreiche hat sein Volk mögen von meiner und meiner Väter Hand erretten; / 454 Hiskia todtkrank. 2 Chronica 32. 33. Manasse sündiget. so werden auch euch eure Götter nicht erretten von meiner Hand. 16. Dazu redeten seine Knechte noch mehr wider den Herrn, den Gott, und wider seinen Knecht Hiskia. 17. Auch schrieb er Briefe, Hohn zu sprechen dem Herrn , dem Gott Israels, und redete von ihm, und sprach: Wie die Götter der Heiden in Ländern ihr Volk nicht haben errettet von meiner Hand; so wird auch der Gott Hiskiä sein Volk nicht erretten von meiner Hand. 18. Und sie riefen mit lauter Stimme auf Jüdisch zum Volk zu Jerusalem, das auf der Mauer war, sie furchtsam zu machen und zu erschrecken, daß sie die Stadt gewännen; i s. Und redeten wider den Gott Jerusalems, wie wider die Götter der Völker auf Erden, die Menschenhände Werk waren. 20. Aber der König Hiskia, und der Prophet Jesaia, der Sohn Amoz, betheten dawider und schrien gen Himmel. 21. Und der Herr * sandte einen Engel, der vertilgte alle Gewaltigen des Heers und Fürsten und Obersten im Lager des Königs zu Assur, daß er mit Schanden wieder in sein Land zog. Und da er in seines Gottes Haus ging, fälleten ihn daselbst durchs Schwert, die von seinem eigenen Leibe gekommen waren. * Ls«;. 37, 36. 22. Also half der Herr Hiskia und denen zu Jerusalem aus der Hand Sanheribs, des Königs zu Assur, und aller Anderer, und enthielt sie vor allen umher. 23. Daß Viele dem Herrn Geschenke brachten gen Jerusalem, und Kleinodien dem Hiskia, dem Könige Juda. Und er ward darnach erhaben vor allen Heiden. 2>L. Zu der Zeit * ward Hiskia todtkrank; und er bath den Herrn. Der sagte es ihm zu, und gab ihm ein Wunder. *2K»n.2o,i. 2ö. Aber Hiskia vergalt nicht, wie ihm gegeben war; denn' sein Herz erhob sich. Darum kam der Zorn über ihn, und über Juda und Jerusalem. ' c. 26, 16. 26. Aber Hiskia demüthigte sich, daß sein Herz sich erhoben hatte, sammt denen zu Jerusalem ; darum kam der Zorn des Herrn nicht über sie, so lang Hiskia lebte. 27. Und Hiskia hatte sehr großen Reichthum und Ehre, und machte ihm Schätze von Silber, Gold, Edelsteinen, Würze, Schilden, und aller- ley köstlichem Geräthe; 28» Und Kornhäuser zu dem Einkommen des Getreides, Mosts und Oehls; und Ställe für allerley Vieh, und Hürden für die Schafe. 29. Und bauete ihm Städte, und hatte Vieh an Schafen und Rindern die Menge; denn Gott gab ihm sehr großes Gut. 30. Er ist der Hiskia, der die hohe Wasserquelle in Gihon zudeckte, und leitete sie hinunter von Abendwärts zur Stadt Davids; denn Hiskia war glückselig in allen seinen Werken. 31. Da aber die * Botschaften der Fürsten von Babel zu ihm gesandt waren, zu fragen nach dem Wunder, das im Lande geschehen war, verließ ihn Gott also, daß er ihn versuchte, auf daß kund würde alles, was in seinem Herzen war. ' Esaj. 39,1. 32. Was aber mehr von Hiskia zu sagen ist, und seine Barmherzigkeit; siehe, das ist geschrieben * in dem Gesicht des Propheten Jesaia, des Sohnes Amoz, und im -k- Buch der Könige Juda und Israels. * Esaj. 36 ,1. 2 Kön. 18,1. 33. Und Hiskia entschlief mit seinen Vätern, und sie begruben ihn über die Gräber der Kinder Davids. Und ganz Juda, und die zu Jerusalem thaten ihm Ehre in seinem Tode. Und * sein Sohn Manasse ward König an seine Statt. * 2 Kon. 20, 21. Das 33. Capitel. Regierung Manasse und Amon». 1. «Manasse * war zwölf Jahre alt, -a er Kö- nig ward, und regierte fünf und fünfzig Jahre zu Jerusalem; *2 Kön. 21,1. 2. Und that, das dem Herrn übel gesiel, nach den * Gräueln der Heiden, die der Herr vor den Kindern Israel vertrieben hatte; * 3 Mos. 1 «, 9 . 1 Kön. 14 , 24 . 3. Und kehrte "sich um und bauete die Höhen, "die sein Vater Hiskia abgebrochen hatte, und stiftete Baalim Altäre, und machte Haine, und bethete an allerley Heer am Himmel, und dienete ihnen. * 2 Ko». is, 4. -4. Er bauete auch Altäre im Hause des Herrn, davon der Herr * geredet hat: Zu Jerusalem soll mein Nähme seyn ewiglich. * 3 Mos. 12, 3 . 11. 1 Kön. 9 , 3 . Z. Und bauete Altäre allerley Heere am Himmel in beyden Höfen am Hause des Herrn. 6. Und er ließ seine Söhne durchs Feuer gehen im Thal des Sohnes Hinnoms, und wählte Tage, und achtete auf Vogelgeschrey, und zauberte, und stiftete Wahrsager und Zeichendeuter, und that viel, das dem Herrn übel gefiel, ihn zu erzürnen. Manasse thut Buße. 2 Chr o n i c a 33. 34. Josta reiniget den Tempel. 455 7. Er setzte auch Bilder und Götzen/ die er machen ließ/ in das Haus Gottes/ davon der Herr dem David geredet hatte/ und dem "Salomo/ seinem Sohne: In diesem Hause zu Jerusalem / die ich erwählet habe vor allen Stämmen Israel/ will ich meinem Nahmen setzen ewiglich; * c. 7/ io. 8. Und will nicht mehr den Fuß Israels lassen weichen vom Lande/ das ich ihren Vätern bestellet habe; so ferne sie sich halten / daß sie thun alles/ was ich ihnen gebothen habe/ in allem Gesetz / Gebothen und Rechten durch Mose. 9. Aber Manasse verführete Juda und die zu Jerusalem / daß sie ärger thaten, denn die Heiden / die der Herr vor den Kindern Israel vertilget hatte. 10. Und wenn der Herr mit Manasse und seinem Volk reden ließ / * merkten sie nicht darauf. * c. 24/ 19. 11. Darum ließ der Herr über sie kommen die Fürsten des Heers des Königs zu Assur; die nahmen Manasse * gefangen mit Fesseln / und banden ihn mit Ketten/ und brachten ihn gen Babel. * Ps. io?/ io. 12. Und da er * in der Augst war/ flehete er vor dem Herrn / seinem Gott / und demüthigte sich sehr vor dem Gott seiner Väter / * Ps. is, 7. 13. Und bath und fiehete ihm. Da erhörete er sein Flehen / und brachte ihn wieder gen Jerusalem zu seinem Königreich. Da erkannte Manasse/ daß der Herr Gott ist. i^. Darnach bauete er die äußersten Mauern an der Stadt Davids von Abendwärts an Gihon im Bach/ und da man zum Fischthor eingehet / und umher an Ophel / und machte sie sehr hoch / und legte Hauptleute in die festen Städte Juda. 15. Und that weg die fremden Götter/ und die Götzen aus dem Hause des Herrn / und alle Altäre/ die er gebauet hatte auf dem Berge des Hauses des Herrn/ und zu Jerusalem; und warf sie hinaus vor die Stadt. 16. Und richtete zu den Altar des Herrn/ und opferte darauf Dankopfer und Lobopfer; und befahl Juda/ daß sie dem Herrn/ dem Gott Israels / dienen sollten. 17. Doch opferte das Volk auf den Höhen; wiewohl dem Herrn / ihrem Gott. 18. Was aber mehr von Manasse zu sagen ist/ und sein Gebeth zu seinem Gott/ und die Reden der Schauer / die mit ihm redeten im Nahmen des Herr»/ des Gottes Israels/ stehe/ die sind ' unter den Geschichten der Könige Israels. * 2 Kön. 21, 1. 19. Und sein Gebeth und Flehen/ und alle seine Sünde und Missethat / und die Stätte / darauf er die Höhen bauete und Haine und Götzen stiftete/ ehe denn er gedemüthiget ward/ siehe/ die sind geschrieben unter den Geschichten der Schauer. 20. Und Manasse entschlief mit feinen Vätern / und sie begruben ihn in seinem Hause. Und * sein Sohn Amon ward König an seine Statt. *2 Kön. 21,18. 21. Zwey und zwanzig Jahre alt war * AmvN/ da er König ward / und regierte zwey Jahre zzr Jerusalem. *2Kön. 21,19. 22. Und that/ das dem Herrn übel gefiel/ wie sein Vater Manasse gethan hatte. Und Amon opferte allen Götzen / die sein Vater Manasse gemacht hatte/ und dienete ihnen. 23. Aber er demüthigte fich nicht vor dem Herrn / wie fich sein Vater Manasse gedemüthiget hatte; denn er/ Amon/ machte der Schuld viel. 2^. Und * seine Knechte machten einen Bund wider ihn/ und tödteten ihn in seinem Hause. * 2 Kön. 12, 20. c. 21, 2Z. 25. Da schlug " das Volk im Lande alle/ die den Bund wider den König Amon gemacht hatten. Und das Volk im Lande machte Jost«/ seinen Sohn / zum König an feine Statt. * 2 Kön. 14, e. 21, 24. Das 34. Capitel. tzosta reiniget und bessert den Tempel. i.Ischt * Jahre alt war Jofia/ da er König ^ ward/ und regierte ein und dreyßig Jahre zu Jerusalem/ *2Kön.22,1. 2. Und ' that / das dem Herrn wohl gefiel / und wandelte in den Wegen seines Vaters Davids/ und wich weder zur Rechten noch zur Linken. * c. 29,2. 3. Denn im achten Jahr seines Königreichs/ da er noch ein Knabe war / fing er an zu suchen den Gott seines Vaters Davids/ und im zwölften Jahr fing er an zu reinigen Juda und Jerusalem von den Höhen / und Hainen/ und Götzen/ und gegossenen Bildern; Und ließ vor ihm' abbrechen die Altäre Baa- lim / und die Bilder oben darauf hieb er oben herab; und die Haine / und Götzen / und Bilder zerbrach er/ und machte fie zu Staub/ und streuete sie auf die Gräber derer / die ihnen geopfert hatten; ' 2 Kön. 11/1«. 456 Gesetzbuch gefunden. 2 Chronica 34. Prophetinn Hulda. 5. Und ' verbrannte die Gebeine der Priester auf den Altären, und reinigte also Juda und Jerusalem, *2 Kon. 23,2«. 6. Dazu in den Städten Manasse, Ephraims, Simeons und bis an Naphthali, in ihren Wüsten umher. 7. Und da er die Altäre und Haine abgebrochen, und die Götzen klein zermalmet, und alle Bilder abgehauen hatte im ganzen Lande Israel , kam er wieder gen Jerusalem. 8. Im achtzehnten Jahr seines Königreichs, da er das Land und das Haus gereiniget hatte, sandte er Saphan, den Sohn Azalja, undMae- seja, den Stadtvogt, und Joah, den Sohn Joahas, den Kanzler, zu bessern das Haus des Herrn, seines Gottes. 9. Und sie kamen zu dem Hohenpriester Hilkia. Und man gab ihnen das Geld, das zum Hause Gottes gebracht war, welches die Leviten, die an der Schwelle hütheten, gesammelt hatten von Manasse, Ephraim, und von allen Uebrigen in Israel, und vom ganzen Juda und Benjamin, und von denen, die zu Jerusalem woh, neten. 10. Und " gaben es unter die Hände den Arbeitern , die bestellet waren am Hause des Herrn. Und sie gaben es denen, die da arbeiteten am Hause des Herrn, und wo es baufällig war, daß sie das Haus besserten. "2 Kon. 22,3. -ii. Dieselben gaben es fort den Zimmerleuten und Bauleuten, gehauene Steine und gehöfeltes Holz zu kaufen, zu den Balken an den Häusern, welche die Könige Juda verderbet hatten. 12. Und die Männer arbeiteten am Werk treulich. Und es waren über sie verordnet Ja- hath und Obadja, die Leviten aus den Kindern Merari, Sacharja und Mesullam aus den Kindern der Kahathiten, das Werk zu treiben; und waren alle Leviten, die auf Saitenspiel konnten. 13. Aber über die Lastträger und Treiber zu allerley Arbeit in allen Aemtern waren aus den Leviten die Schreiber, Amtleute und Thorhüther. 1^. Und da sie das Geld heraus nahmen, das zum Hause des Herrn eingeleget war; fand Hilkia, der Priester, das Buch des Gesetzes des Herrn, durch Mose gegeben. 15. Und Hilkia antwortete, und sprach zu Sa- phan, dem Schreiber: * Ich habe das Gesetzbuch gefunden im Hause des Herrn. Und Hilkia gab das Buch Saphan. *2Kö».22,s. 16. Saphan aber brachte es zum Könige und sagte dem König wieder, und sprach: Alles, was unter die Hände deiner Knechte gegeben ist, das machen sie. 17. Und sie haben das Geld zu Haufen geschüttet, das im Hause des Herrn gefunden ist, und hab-en es gegeben denen, die verordnet find, und den Arbeitern. 18. Und Saphan, der Schreiber, sagte es dem König an, und sprach: Hilkia, der Priester, hat mir ein Buch gegeben. Und Saphan las darinnen vor dem König. 19. Und da der König die Worte des Gesetzes hörete, zerriß er seine Kleider. 20. Und der König geboth Hilkia und Ahikam, dem Sohne Saphans, und Abdon, dem Sohne Micha, und Saphan, dem Schreiber, und Asaja, dem Knechte des Königs, und sprach: 21. Gehet hin, fraget den Herrn für mich, und für die Uebrigen in Israel, und für Juda über den Worten des Buchs, das gefunden ist; denn der Grimm des Herrn ist groß, der über uns entbrannt ist, daß unsere Väter nicht gehalten haben das Wort des Herrn, daß sie thäten, wie geschrieben stehet in diesem Buch. 22. Da ging Hilkia hin, sammt den Andern vom König gesandt, zu der Prophetinn Hulda, dem Weibe Sallums, des Sohnes Takehaths, des Sohnes Hasra, des Kleiderhüthers, die zu Jerusalem wohnete im andern Theil, und redeten solches mit ihr. 23. Und sie sprach zu ihnen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Saget dem Mann, der euch zu mir gesandt hat: 2^. So spricht der Herr: Siehe, ich will Unglück bringen über diesen Ort, und die Einwohner, alle die Flüche, die * geschrieben stehen im Buch, das man vor dem König Judä gelesen hat ; "3 Mos. 26, 14. 3 Mos. 28, IS. 25. Darum, daß sie mich verlassen haben und andern Göttern geräuchert, daß sie mich erzür- neten mit allerley Werken ihrer Hände. Und mein Grimm soll angezündet werden über diesen Ort, und nicht ausgelöschet werden. 26. Und zum König Judä, der euch gesandt hat den Herrn zu fragen, sollt ihr also sagen: So spricht der Herr, der Gott Israels, von den Worten, die du gehöret Haft: 27. Darum, daß dein Herz weich geworden ist, und ' hast dich gedemüthiget vor Gott, da du seine Worte Höretest wider diesen Ort und wider die Einwohner, und hast dich vor mir ge- demuthiget und deine Kleider zerrissen und vor mir Josta erlangt Gnade, 2 Chronica 34. 35. halt das Passah. 457 mir geweinet; so habe ich dich auch erhöret, spricht der Herr. *<.33,12. 28. Siehe, ich will dich sammeln zu deinen Vätern, daß du in dein Grab mit Frieden ge- sammelt werdest, daß deine Augen nicht 'sehen alles das Unglück, das ich über diesen Ort und die Einwohner bringen will. Und sie sagten es dem König wieder. * 2 Kön. 22,20. 2s. Da ' sandte der König hin, und ließ zu Haufen kommen alle Aeltesten in Juda und Jerusalem. " 2 Kö„. 23, 1. 30. Und der König ging hinauf ins Haus des Herrn, und alle Männer Juda und Einwohner zu Jerusalem, die Priester, die Leviten und alles Volk, beyde Klein und Groß; und wurden vor ihren Ohren gelesen alle Worte im Buch des Bundes, das im Hause des Herrn gefunden war. 31. Und der König trat an seinen Ort, und machte * einen Bund vor dem Herrn, daß man dem Herrn nachwandeln sollte, zu halten seine Gebothe, Zeugnisse und Rechte von ganzem Herzen und von ganzer Seele, zu thun nach allen Worten des Bundes, die geschrieben standen in diesem Buch. * c. 13,12. Jos. 21,25. 32. Und standen da alle, die zu Jerusalem und in Benjamin vorhanden waren. Und die Einwohner zu Jerusalem thaten nach dem Bunde Gottes, ihrer Väter Gott. 33. Und Josta that weg alle Gräuel aus allen Landen, die der Kinder Israel waren, und schaffte, daß alle, die in Israel gefunden wurden, dem Herrn, ihrem Gott, dieneten. 'So lange Josta lebte, wichen ste nicht von dem Herrn, ihrer Väter Gott. * Nicht. 2,7. Das 35. Capitel. Josia hält Passah, und kommt um im Streit. 1. Nnd Josta ' hielt dem Herrn Passah zu " Jerusalem, und schlachtete das Passah am vierzehnten Tage des ersten Monaths. * 2 Kön. 23, 21. 2. Und er stellete die Priester in ihre Huth, und stärk» sie zu ihrem Amt im Hause des Herrn. 3. Und sprach zu den Leviten, die ganz Israel lehreten und dem Herrn geheiliget waren: Thut die heilige Lade in das Haus, das'Salomo, der Sohn Davids, der König Israels, gebauet hat. Ihr sollt ste nicht auf den Schultern tragen. So dienet nun dem Herrn, euerm Gott, und seinem Volk Israel; * 1 Kon. 6 ,1. Und beschicket das Haus eurer Väter in eurer Ordnung, wie ste beschrieben ist von David, dem Könige Israels, und seinem Sohne Salomo; 5. Und stehet im Heiligthum nach der Ordnung der Väter Häuser, unter euern Brüdern, vom Volk geboren, auch die Ordnung der Väter Häuser unter den Leviten; 6 . Und schlachtet das Passah, und heiliget euch, und schicket eure Brüder, daß ste thun nach dem Wort des Herrn durch Mose. 7. Und Josta gab zur' Hebe für den gemeinen Mann Lämmer und junge Ziegen (alles zu dem Passah für alle, die vorhanden waren) an der Zahl dreyßig tausend, und drey tausend Rinder; und alles von dem Gut des Königs. ' e. 30,21. 8 . Seine Fürsten aber gaben zur Hebe freywillig für das Volk und für die Priester und Leviten (nähmlich Hilkia, Sacharja und Jehiel, die Fürsten im Hause Gottes unter den Priestern) zum Passah, zwey tausend und sechs hundert (Lämmer und Ziegen,) dazu drey hundert Rinder. 9. Aber Chananja, Semaja, Nethaneel und seine Brüder, Hasabja, Jejcl, und Josabad, der Leviten Oberste, gaben zur Hebe den Leviten zum Passah fünf tausend (Lämmer und Ziegen,) und dazu fünf hundert Rinder. 10. Also ward der Gottesdienst beschickt; und die Priester standen an ihrer Stätte, und die Leviten in ihrer Ordnung, nach dem Geboth des Königs. 11. Und ste schlachteten das Passah, und die Priester nahmen von ihren Händen und spren- geten, und die Leviten zogen ihnen die Haut ab. 12. Und thaten die Brandopfer davon, daß sie es gäben unter die Theile der Väter Häuser in ihrem gemeinen Haufen, dem Herrn zu opfern, wie es geschrieben stehet im Buch Mose. So thaten ste mit den Rindern auch. 13. Und sie kochten das Passah am Feuer, wie sichs gebühret. Aber was geheiliget war, kochten ste in Töpfen, Kesseln und Pfannen; und ste machten es eilend für den gemeinen Haufen. i^. Darnach aber bereiteten ste auch für sich und für die Priester. Denn die Priester, die Kinder Aarons, schassten an dem Brandopfer und Fetten bis in die Nacht. D^rum mußten die Leviten für sich, und für die Priester, die Kinder Aarons, zubereiten. 15. Und die ' Sänger, die Kinder Assaphs, standen an ihrer Stätte, nach dem Geboth Da- vids, und Assaphs, und Hemans, und Jedi- M m m 458 Ceremonien beym Passah. 2 Chronica 35. 36. Joahas. Jojakim und Zi-ekia. thuns, des Schauers des Königs, und die i- Thor- hüther an allen Thoren, und sie wichen nicht von ihrem Amt; denn die Leviten, ihre Brüder, bereiteten zu für sie. * i Chr. -6, i. -i-i Chr. 27,1. 16. Also ward beschickt aller Gottesdienst des Herrn des Tages, daß man Passah hielt, und Brandopfer that auf dem Altar des Herrn, nach dem Geboth des Königs Josia. 17. Also hielten die Kinder Israel, die vorhanden waren, Passah zu der Zeit und das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage. 18. Es war aber kein * Passah gehalten in Israel, wie das, von der Zeit an Samuels, des Propheten, und kein König in Israel hatte solches Passah gehalten, wie Josia Passah hielt, und die Priester, Leviten, ganz Juda, und was von Israel vorhanden war, und die Einwohner zu Jerusalem. *0.30,26. 19. Im achtzehnten Jahr des Königreichs Josia ward dieß Passah gehalten. 20. Nach diesem, da Josia das Haus zugerichtet hatte, * zog Necho, der König in Egypten, herauf, zu streiten wider Carchemis am Phrath. Und Josia zog aus ihm entgegen. *2^.23,29. 21. Aber er sandte Bothen zu ihm, und ließ ihm sagen: Was habe ich mit dir zu thun, König Juda? Ich komme jetzt nicht wider dich, sondern ich streite wider ein Haus, und Gott hat gesagt, ich soll eilen. Höre auf von Gott, der mit mir ist, daß er dich nicht verderbe. 22. Aber Josia wandte sein Angesicht nicht von ihm, sondern stellete sich mit ihm zu streiten, und gehorchte nicht den Worten Necho aus dem Munde Gottes; und kam mit ihm zu streiten auf der Ebene * Megiddo. *2Kö„. 23,30. Zach. 12,11. 23. Aber die Schützen * schossen den König Josia ; und der König sprach zu seinen Knechten: Führet mich hinüber, denn ich bin sehr wund. * 1 Kön. 22, 34 . 2^t. Und seine Knechte thaten ihn von dem Wagen, und fuhreten ihn auf seinem andern Wagen, und brachten ihn gen Jerusalem; und er starb, und ward begraben unter den Gräbern seiner Väter. Und ganz Juda und Jerusalem trugen Leid um Josia. 25. Und * Jeremia klagte Josia; und alle Sänger und Sängerinnen redeten ihre Klaglieder über Josia, bis auf diesen Tag, und machten eine Gewohnheit daraus in Israel. Siehe, es ist geschrieben unter den Klagliedern. * Zcr. 22, 10. 11. 26. Was aber mehr von Josia zu sagen ist, und seine Barmherzigkeit nach der Schrift im Gesetz des Herrn, 27. Und seine Geschichten, beyde die Ersten und Letzten; siehe, das ist ' geschrieben im Buch der Könige Israels und Juda. '2 Ko». 22,1. Das 36. Capitel. Von Josiä Nachfolgern , und der Babylonischen Gefangenschaft. 1. Nnd das Volk im Lande nahm * Joahas, ^ den Sohn Josia, und machte ihn zum König an seines Vaters Statt zu Jerusalem. * 2 Kön. 23 , 30 . 2. Drey und zwanzig Jahre alt war Joahas, da er König ward, und regierte drey Monathe zu Jerusalem. 3 . Denn der König in Egypten setzte ihn ab zu Jerusalem, und büßte das Land um hundert Zentner Silber und einen Zentner Gold. Und der König in Egypten machte*Eliakim, seinen Bruder, zum König über Juda und Jerusalem, und wandelte seinen Nahmen Jo- jakim. Aber seinen Bruder Joahas nahm Necho, und brachte ihn in Egypten. * 2 Kön. 23,31. 5. Fünf und zwanzig Jahre alt war Jojakim, da er König ward, und regierte eilf Jahre zu Jerusalem, und that, das dem Herrn, seinem Gott, übel gefiel. 6 . Und NebucadNezar, der König zu Babel, zog wider ihn herauf, und band ihn mit Ketten, daß er ihn gen Babel führete. 7. Auch brachte NebucadNezar etliche Gefäße des Hauses des Herrn gen Babel, und that sie in seinen Tempel zu Babel. 8 . Was aber mehr von Jojakim zu sagen ist, und seine Gräuel, die er that, und die an ihm gefunden wurden; siehe, die sind geschrieben im Buch der Könige Israels und Juda. Und sein Sohn * Jojachin ward König an seine Statt. * 2 Kön. 24 , 6 . 9. Acht Jahre alt war Jojachin, da er König ward, und regierte drey Monathe und zehn Tage zu Jerusalem, und that, das dem Herrn übel gefiel. 10. Da aber das Jahr umkam, * sandte hin NebucadNezar und ließ ihn gen Babel hohlen mir den köstlichen Gefäßen im Hause des Herrn, und machte * Zidekia, seinen Bruder, zum König über Juda und Jerusalem. * 2 Kö». 24 , 10 . 12. -f Jer. 37 / i. c. 32 , 1 . i i. Ein und zwanzig Jahre alt war Zidekia, da er König ward, und regierte eilf Jahre zu Jerusalem. Gott lenket Kores Esra 4. zur Güte gegen Juda. 459 12. Und that, das dem Herrn, seinem Gott, übel gefiel, und demüthigte fich nicht vor dem Propheten Jeremia, der da redete aus dem Munde des Herrn. 13. Dazu ward er abtrünnig von Nebuead- Nezar, dem König zu Babel, der einen Eid bey Gott von ihm genommen hatte, und ward halsstarrig und verstockte sein Herz, daß er fich nicht bekehrete zu dem Herrn, dem Gott Israels. i^. Auch alle Oberste unter den Priestern, sammt dem Volk machten des Süudigens viel * nach allerley Gräuel der Heiden, und verunreinigten das Haus des Herrn, das er geheiliget hatte zu Jerusalem. *3 Mos. is, 9. 1Z. Und der Herr, ihrer Väter Gott, sandte zu ihnen durch seine * Bothen frühe. Denn er schonete seines Volks, und seiner Wohnung. * J-r. 25, 4. 16. Aber ste spotteten der Bothen Gottes, und verachteten seine Worte, und äffeten seine Propheten , bis der Grimm des Herrn über sein Volk wuchs, daß kein Heilen mehr da war. 17. Denn er führete über ste den König der Chaldäer, und ließ erwürgen ihre junge Mannschaft mit dem Schwert im Hause ihres Heiligthums , und verschonete weder der Jünglinge noch Jungfrauen, weder der Alten noch der Großväter; alle gab er sie in seine Hand. 18. Und "alle Gefäße im Hause Gottes, große und kleine, die Schätze im Hause des Herrn, und die Schätze des Königs und seiner Fürsten, alles ließ er gen Babel führen. '2 Kon. 25,13. is. Und sie verbrannten das Haus Gottes, * und brachen ab die Mauern zu Jerusalem, und alle ihre Palläste brannten sie mit Feuer aus, daß alle ihre köstliche Geräthe verderbet wurden. * sich. 1, z. 20. Und führete weg gen Babel, wer vom Schwert übergeblieben war; und wurden seine und seiner Söhne Knechte, bis das Königreich der Perser regierte, 21. Daß erfüllet würde das Wort des Herrn durch * den Mund Jeremia, bis das Land an seinen Sabbathen genug hätte. Denn die ganze Zeit über der Verstörung war Sabbath, bis daß stebenzig Jahre voll waren. *J-r. 25,11. 22. Aber im ersten Jahr Kores, des Königs in Persien, daß erfüllet würde das Wort des Herrn durch ' den Mund Jeremia geredet, erweckte der Herr den Geist t Kores, des Königs in Persien, daß er ließ ausschreyen durch sein ganzes Königreich, auch durch Schrift, und sagen: * Esra 1, 1. -s Esaj. 44 , 28. 23 . So spricht Kores, der König in Persien: Der Herr, der Gott vom Himmel, hat mir alle Königreiche in Ländern gegeben, und hat mir befohlen, ihm ein Haus zu bauen zu Jerusalem in Inda. Wer nun unter euch seines Volks ist, mit dem sey der Herr, sein Gott, und ziehe hinauf. Das Buch Esra. Das 1. Capitel. KorcS oder CyruS erläßt die gefangenen Juden. 1. <^in ersten ' Jahr Kores, des Königs in Persien, daß erfüllet würde das Wort des Herrn durch den Mund -k Jeremia geredet, erweckte der Herr den Geist Kores, des Königs in Persien, daß er ließ ausschreyen durch sein ganzes Königreich, auch durch Schrift, und sagen : * 2 Chr. 36, 22 . Esra 5, 13. 1- Irr. 25, 11 . 2. So spricht Kores, der König in Persien: Der Herr, der Gott vom Himmel, hat mir alle Königreiche in Landen gegeben, und er hat mir befohlen, ihm ein Haus zu bauen zu Jerusalem in Juda. 3 . Wer nun unter euch seines Volks ist, mit dem sey sein Gott, und er ziehe hinauf gen Jerusalem in Juda, und baue das Haus des Herrn, des Gottes Israels. Er ist der Gott, der zu Jerusalem ist. Und wer noch übrig ist'an allen Orten, da er ein Fremdling ist, dem helfen die Leute seines Orts mit Silber und Gold, Gut und Vieh, aus freyem Willen zum Hause Gottes zu Jerusalem. L. Da machten sich auf die obersten Väter aus Juda und Benjamin, und die Priester und Leviten, alle, derer Geist Gott erweckte, hinauf zu ziehen und zu bauen das Haus des Herrn zu Jerusalem. 6 . Und alle, die um ste her waren, stärkten ihre Hände mit silbernem und goldenem Geräthe , mit Gut und Vieh, und Kleinodien, ohne was sie freywillig gaben. M Nt m 2 460 Esra 1. 2. kommenden aus Babel. Anzahl der Wieder- 7. Und der König Kores that heraus die Gefäße des Hauses des Herrn, die Nebucad- Nezar aus Jerusalem genommen, und in seines Gottes Haus gethan hatte. 8. Aber Kores, der König in Persien, that sie heraus durch Mithredath, den Schatzmeister , und zählete sie dar * Sesbazar, dem Fürsten Juda. *«- 14. 9. Und dieß ist ihre Zahl: Dreyßig goldene Becken, und tausend silberne Becken, neun uud zwanzig Messer, 10. Dreyßig goldene Becher, und der andern silbernen Becher vier hundert und zehn, und anderer Gefäße tausend. i i. Daß aller Gefäße, veydes goldene und silberne, waren fünf tausend und vier hundert. Alle brachte sie Sesbazar herauf mit denen, die aus dem Gefängniß von Babel herauf zogen gen Jerusalem. Das 2. Capitel. Fahl und Register der wicderkehrenden Juden, und ihre Steuer. 1. A)ieß * sind die Kinder aus den Ländern, ^ die herauf zogen aus dem Gefängniß, die NebueadNezar, der König zu Babel, hatte gen Babel geführet, und wieder gen Jerusalem und in Juda kamen, ein Jeglicher in feine Stadt. * Netz. 7, 6. 2. Und kamen mit Serubabel, Jesua,Nehemia, Seraja, Reelja, Mardochai, Bilsan, Mispar, Bigevai, Rehum und Baena. Dieß ist nun die Zahl der Männer des Volks Israel. 3. Der Kinder Pareos, zwey tausend hundert und zwey und siebenzig. Der Kinder Sephatja, drey hundert und zwey und siebenzig. 5. Der Kinder Arah, sieben hundert und fünf und siebenzig. 6. Der * Kinder PahathMoabs, unter den Kindern Josna, Joab, zwey tausend acht hundert UNd Zwölf. * Neh. 7, 11. 7. Der Kinder Elams, tausend zwey hundert und vier und fünfzig. 8. Der Kinder Sathu, neun hundert und fünf und vierzig. 9. Der Kinder Saeai, sieben hundert und sechzig. ^ ^ 10. Der Kinder Bant, sechs hundert und zwey und vierzig. 11. Der Kinder Bebai, sechs hundert und drey und zwanzig. 12. Der Kinder Asgads, tausend zwey hundert und zwey und zwanzig. 13. Der Kinder Adonikams, sechs hundert und sechs und sechzig. i^. Der Kinder Bigevai, zwey taufend und sechs und fünfzig. i s. Der Kinder Adins, vier hundert und vier und fünfzig. 16. Der Kinder Aters von Hiskia, acht und neunzig. 17. Der Kinder Bezai, drey hundert und drey und zwanzig. 18. Der Kinder Jorah, hundert und zwölf. 19. Der Kinder Hasums, zwey hundert und drey und zwanzig. 20. Der Kinder Gibbars, fünf und neunzig. 21. Der Kinder Bethlehems, hundert und drey und zwanzig. 22. Der Männer Nethopha, sechs und fünfzig. 23. Der Männer von * Anathoth, hundert und acht und zwanzig. * J-r. i, i. 2^. Der Kinder Asmaveths, zwey und vierzig. 25. Der Kinder von KiriathArim, Caphira und Beeroth, sieben hundert und drey und vierzig. 26. Der Kinder von Rama und Gaba, sechs hundert und ein und zwanzig. 27. Der Männer von Michmas, hundert und zwey und zwanzig. 28. Der Männer von BethEl und Ai, zwey hundert und drey und zwanzig. 29. Der Kinder Nebo, zwey und fünfzig. 30. Der Männer von Magbis, hundert und sechs und fünfzig. 31. Der Kinder des andern Elams, tausend zwey hundert und vier und fünfzig. 32. Der Kinder Harims, drey hundert und zwanzig. 33. Der Kinder Lods, Hadids und Ono, sieben hundert und fünf und zwanzig. 3^. Der Kinder Jereho, drey hundert und fünf und vierzig. 35. Der Kinder Senaa, drey tausend sechs hundert und dreyßig. 36. Der Priester: Der Kinder Jedaja, vom Hause Jesua, neun hundert und drey und siebenzig. 37. Der Kinder Jmmers, tausend und zwey und fünfzig. 38. Der Kinder Pashurs, tausend zwey hundert und sieben und vierzig. Rückreise und Anstalt der Esra 39 . Der Kinder Harims, tausend und siebenzehn. - 4 o. Der Leviten: Der Kinder Jesua und Kad- miels, von den Kindern Hodavja, vier und siebenzig. ^i. Der Sänger: Der Kinder Assaphs, hundert und acht und zwanzig. -42. Der Kinder der Thorhüther: Die Kinder Sallums, die Kinder Aters , die Kinder Thal- mons, die Kinder Akubs, die Kinder Hathitha, und die Kinder Sobai, allesammt hundert und neun und dreyßig. - 43 . Der Nethinim: Die Kinder Ziha, die Kinder Hasupha, die Kinder Tabaoths. Die Kinder Keros, die Kinder Sieha, die Kinder Padons, -4Z. Die Kinder Lebana, die Kinder Hagaba/ die Kinder Akubs, -46. Die Kinder Hagabs, die Kinder Samlai, die Kinder Hanans, -47. Die Kinder Giddels, die Kinder Gahars, die Kinder Reaja, -48. Die Kinder Rezins, die Kinder Nekoda, die Kinder Gasanis, -49. Die Kinder Ufa, die Kinder Passeah, die Kinder Bessai, 50. Die Kinder Asna, die Kinder Meunims/- die Kinder Nephusims, si. Die Kinder Bakbuks, die Kinder Haku- pha, die Kinder Harhurs, 52. Die Kinder Bezeluths, die Kinder Me- hida, die Kinder Harsa, 53 . Die Kinder Barkoms, die Kinder Sissera, die Kinder Thamah, 5-4. Die Kinder Neziah, die Kinder Hatipha. 55. Die Kinder der * Knechte Salomons: Die Kinder Sotai, die Kinder Sophereths, die Kinder Pruda, *iK»n. 9 , 21 . 56. Die Kinder Jaela, die Kinder Darkons, die Kinder Giddels, 57. Die Kinder Sephatja, die Kinder Hattils, die Kinder Pochereths von Zebaim, die Kinder Ami. 58. Aller Nethinim und Kinder der Knechts Salomons waren zusammen drey hundert und zwey und neunzig. 59 . Und * diese zogen auch mit herauf: Mithel, Melah, Thel, Harsa, Cherub, Addon, und Immer; aber sie konnten nicht anzeigen ihrer Väter Haus, noch ihren Samen, ob sie aus Israel wären. * Neh. 7,6i. 60. Die Kinder Delaja, die Kinder Tobia, 2. 3. Kinder Israel zum Opfer. 461 die Kinder Nekoda, sechs hundert und zwey und fünfzig. 6 1 . Und von den * Kindern der Priester: Die Kinder Habaja, die Kinder Hakoz, die Kinder ^ Barsillai, der aus den Töchtern Barfillai, des Gileaditers, ein Weib nahm und ward unter derselben Nahmen genannt. * Neh. 7, 63. -I- 2 Sam. 19/ 31. 62 . Dieselben suchten ihre Geburtsregister, und fanden keine; darum wurden sie vom Priesterthum los. 63. Und Hathirsatha sprach zu ihnen, sie sollten nicht essen vom Allerheiligsten, bis ein Priester stünde mit * dem Licht und Recht. * 2 Mos. 28 / 30. 6^. Der ganzen Gemeine, wie Ein Mann, war zwey und vierzig tausend drey hundert und sechzig. 65. Ausgenommen ihre Knechte und Mägde, derer waren sieben tausend drey hundert und sieben und dreyßig ; und hatten zwey hundert Sänger und Sängerinnen, 66. Sieben hundert und sechs und dreyßig Rosse, zwey hundert und fünf und vierzig Maul- thiere. 67. Vier hundert und fünf und dreyßig Ka- meele, und sechs tausend sieben hundert und zwanzig Esel. 68. Und Etliche der obersten Väter, da sie kamen zum Hause des Herrn zu Jerusalem, wurden sie freywillig zum Hause Gottes, daß man es setzte auf seine Stätte; 69. Und gaben nach ihrem Vermögen zum Schatz an das Werk ein und sechzig tausend Gülden, und fünf tausend Pfund Silber, und hundert Priesterröcke. 70 . Also setzten sich die Priester und die Leviten , und Etliche des Volks, und die Sänger, und die Thorhüther, und die Nethinim in ihre Städte, und alles Israel in seine Städte. Das 3. Capitel. Vom Brandopftrsaltar. Fest dcr Laubhütten und Grund des Tempels. 1. Nnd da man erlanget hatte den siebenten ^ Monath, und die Kinder Israel nun in ihren Städten waren; kam das Volk zusammen, * wie Ein Mann, gen Jerusalem. * e. 2 / 64. 2 . Und es machte sich auf Jesua, der Sohn Jozavaks, und feine Brüder, die Priester, und * Serubabel, der Sohn Sealthiels, und seine Brüder; und baueten den Altar des Gottes Israels, Brandopfer daraufzu opfern, wie es 462 Tempelbau Esra 3. 4. angefangen. -i- geschrieben stehet im Gesetz Most/ des Mannes Gottes ; * Matth. 1 / 12 . -j. 3 Mos. 6/ 9. 3. Und richteten zu den Altar auf sein Gestühls (denn es war ein Schrecken unter ihnen von den Völkern in Ländern /) und opferten dem Herrn Brandopfer darauf des Morgens und des Abends; Und hielten der * Laubhütten Fest, wie geschrieben stehet; und thaten Brandopfer alle Tage nach der Zahl, wie stch gebühret, einen jeglichen Tag sein Opfer; *3Mos.2Z,34. s. Darnach auch die täglichen Brandopfer, und der Neumonden, und aller Festtage des Herrn, die geheiliget waren, und allerlei) freywillige Opfer, die sie dem Herrn freywillig tbaten. 6 . Am ersten Tage des siebenten Monaths fingen sie an, dem Herrn Brandopfer zu thun. Aber der Grund des Tempels des Herrn war noch nicht gelegt. 7 . Sie gaben aber Geld den Steinmetzen und Zimmerleuten, und Speise und Trank und Oehl denen zu Zidon und zu Tyrus, daß sie Cedern- holz vom Libanon auf das Meer gen Japho brächten, nach dem Befehl Kores, des Königs in Persien, an sie. 8 . Im andern Jahr ihrer Zukunft zum Hanse Gottes gen Jerusalem, des andern Monaths, fingen an Serubabel, der Sohn Sealthiels, und Jesua, der Sohn Jozadaks , und die klebrigen ihrer Brüder, Priester und Leviten , und alle, die vom Gefängniß gekommen waren gen Jerusalem; und ftelleten die Leviten von zwanzig Jahren und drüber, zu treiben das Werk am Hause des Herrn. 9. Und Jesua stand mit seinen Söhnen und Brüdern, und * Kadmiel mit seinen Söhnen, und die Kinder Juda, wie Ein Mann, zu treiben die Arbeiter am Hause Gottes; nähmlich die Kinder Henadads, mit ihren Kindern, und ihren Brüdern, die Leviten. *«. 2,4o. 10. Und da die Bauleute den Grund legten am Tempel des Herrn, standen die Priester angezogen, mit Trompeten, und die Leviten, die Kinder Affaphs, mit Cymbeln, zu loben den Herrn mit dem Gedicht Davids, des Königs Israels; 11. Und sangen um einander mit Loben und Danken dem Herrn, * daß er gütig ist und seine Barmherzigkeit ewiglich währet über Israel. Und alles Volk tönete laut mir Loben den Herrn, daß der Grund am Hause des Herrn gelegt war. * 2 Cl,k. 3/ 13. c. 7, 3. 12. Aber viele der alten Priester und Leviten und obersten Väter, die das vorige Haus gesehen hatten, und nun dieß Haus vor ihren Augen gegründet ward , weineten sie laut. Viele aber töneten mit Freuden, daß das Geschrey hoch erschallete; 13 . Daß das Volk nicht erkennen konnte das Tönen mit Freuden vor dem Geschrey des Weinens im Volk; denn das Volk tönete laut, daß man das Geschrey ferne hörete. Das 4. Capitel. Hinderung des TcmpclbcmeS / von der Juden Feinden angestellet. aber die Widersacher Juda und Benjamins höreten, daß die Kinder des Gefängnisses dem Herrn, dem Gott Israels, den Tempel baueten; 2. Kamen sie zu Serubabel und zu den obersten Vätern, und sprachen zu ihnen: Wir wollen mit euch bauen, denn wir suchen euern Gott, gleich wie ihr; und wir haben nicht geopfert, seit der Zeit "AssarHaddon, der König zuAssur, uns hat herauf gebracht. *2 Kon. 19/37. 3 . Aber * Serubabel und Jesua, und die andern obersten Väter unter Israel, antworteten ihnen: Es ziemet sich nicht uns und euch das Haus unsers Gottes zu bauen; sondern wir wollen allein bauen dem Herrn, dem Gott Israels; wie i- uns Kores, der König in Persien, gebothen hat. * c. 2 , 2 . c. 1 , 3 . Da hinderte das Volk im Lande die Hand des Volks Juda, und schreckten sie ab im Bauen; s. Und dingeten Ralhgeber wider sie, und verhinderten ihren Rath, so lang Kores, der König in Persien, lebte, bis an das Königreich Darms, des Königs in Persien. 6 . Denn da Ahasverus König ward, im Anfang seines Königreichs; schrieben sie eine Anklage wider die von Juda und Jerusalem. 7. Und zu den Zeiten Arthasastha schrieb Bis- lam, Mirhredath, Tabeel und die andern ihres Raths, zu Arthasastha, dem König in Persien. Die Schrift aber des Briefes war auf Syrisch geschrieben, und ward auf Syrisch ausgelegt. 8. Rehum, der Kanzler, und Simsai, der Schreiber, schrieben diesen Brief wider Jerusalem , zu Arthasastha, dem König: 9. Wir Rehum, der Kanzler, und Simsai, der Schreiber, und andere des Raths von Dina, von Apharsach, von Tarplat, von Persien, von Tempelbau gehindert, E s r a 5. und wieder fortgesetzt. 463 Arach, von Babel, von Susan, von Deha, und von Elam, io. Und die andern Völker, welche der große und berühmte Asnaphar * herüber gebracht, und sie gesetzet hat in die Städte Samarta, und andere diesseit des Wassers, und in Canaan. * 2 Kön. 17, 24. i i. Und dieß ist der Inhalt des Briefes, den sie zu dem Könige Arthasastha sandten: Deine Knechte, die Männer diesseit des Wassers und in Canaan. 12. Es sey kund dem König, daß die Juden, die von dir zu uns herauf gekommen sind gen Jerusalem, in die aufrührische und böse Stadt, bauen dieselbige, und machen ihre Mauern, und führen sie aus dem Grunde. 13 . So sey nun dem König kund, wo diese Stadt gebauet wird und die Mauern wieder gemacht; so werden sie Schoß, Zoll und jährliche Zinse nicht geben, und ihr Vornehmen wird den Königen Schaden bringen. i^. Nun wir aber alle dabey sind, die wir den Tempel zerstöret haben, haben wir die Schmach des Königs nicht länger wollen sehen; darum schicken wir hin, und lassen es dem König zu wissen thun, 15 . Daß man lasse suchen in den Chroniken deiner Väter, so wirst du finden in denselben Chroniken und erfahren, daß diese Stadt auf- rührisch und schädlich ist den Königen und Ländern, und machen, daß andere auch abfallen von Alters her; darum die Stadt auch zerstöret ist. 16. Darum thun wir dem König zu wissen, daß, wo diese Stadt gebauet wird und ihre Mauern gemacht; so wirft du vor ihr nichts behalten diesseit des Wassers. 17. Da sandte der König eine Antwort zu Re- hum, dem Kanzler, und Simsai, dem Schreiber, und den Andern ihres Raths, die in Samaria wohneten, und den Andern jenseit des Wassers: Friede und Gruß! 18. Der Brief, den ihr uns zugeschickt habt, ist öffentlich vor mir gelesen. io. Und ist von mir befohlen, daß man suchen sollte. Und man hat gefunden, daß diese Stadt von Alters her wider die Könige sich empöret hat und Aufruhr und Abfall darinnen geschiehst. 20. Auch sind mächtige Könige zu Jerusalem gewesen, die geherrscht haben über alles, das jenseit des Wassers ist , daß ihnen Zoll, Schoß, und jährliche Zinse gegeben worden. 21. So thut nun nach diesem Befehl. Wehret denselben Männern, daß die Stadt nicht gebauet werde, bis daß von mir der Befehl gegeben werde. 22. So sehet nun zu, daß ihr nicht hinlässig herinnen seyd, damit nicht Schaden entstehe dem König. 23 . Da nun der Brief des Königs Arthasastha gelesen ward vor Rehum und Simsai, dem Schreiber, und ihrem Rath; zogen sie eilend hinauf gen Jerusalem zu den Juden, und wehrten ihnen mit Macht und Gewakt. 2^. Da hörete auf das Werk am Hause Gottes zu Jerusalem, und blieb nach bis ins andere Jahr Darius, des Königs in Persien. Das 5. Capitel. Fortsetzung des Tcmpelbaues. 1. ^s weissagten aber die Propheten, * Hag- ^ gai und 1-Sacharja, der Sohn Jddo, zu den Juden, die in Juda und Jerusalem waren, im Nahmen des Gottes Israels. * Hag. 1, i. -s Zach. 1, i. 2. Da machten sich auf Serubabel, der Sohn Sealthiels, und Jesua, der Sohn Jozadaks, und singen an zu bauen das Haus Gottes zu Jerusalem, und mit ihnen die Propheten Gottes, die sie stärkten. 3. Zu der Zeit kam zu ihnen Thathnai, der Landpfleger diesseit des Wassers, und Sthar- Bosnai, und ihr Rath, und sprachen also zu ihnen: Wer hat euch befohlen, dieß Haus zu bauen, und seine Mauern zu machen? Da sagten wir ihnen, wie die Männer hießen, die diesen Bau thäten. 5. Aber das * Aug ihres Gottes kam auf die Attesten der Juden, daß ihnen nicht gewehret ward, bis daß man die Sache an Darius gelangen ließe, und darüber eine Schrift wieder käme. * - Mos. ii, 12. 6. Dieß ist aber der Inhalt des Briefes Thathnai, des Landpflegers diesseit des Wassers und StharBosnai und ihr Rath von Apharsach, die diesseit des Wassers waren, an den König Darius. 7 . Und die Worte, die sie zu ihm sandten, lauten also: Dem König Darius allen Frieden! 8. Es sey kund dem König, daß wir in das Jüdische Land gekommen sind zu dem Hause des großen Gottes, welches man bauet mit allerlei) Steinen, und Balken leget man in die Wände, und das Werk gehet frisch von Statten unter ihrer Hand. 9. Wir aber haben die Attesten gefragt, und 464 Fortbauung des Tempels Efr zu ihnen gesagt also: Wer hat euch befohlen, dieß Haus zu bauen und seine Mauern zu machen? i o. Auch fragten wir, wie sie hießen, ans daß wir sie dir kund thäten, und haben die Nahmen beschrieben der Männer / die ihre Obersten waren. 11 . Sie aber gaben uns solche Worte zur Antwort / und sprachen: Wir sind Knechte des Gottes Himmels und der Erde, und bauen das Haus, das vorhin vor vielen Jahren gebauet war, das * ein großer König Israels gebauet hat und aufgerichtet. * i Kön. 6, i. 12 . Aber da unsere Väter den Gott vom Himmel erzürneten, gab er sie in die Hand Nebuead- Nezars, des Königs zu Babel, des Chaldäers; der * zerbrach dieß Haus, und führete das Volk weg gen Babel. *2K°n. ns. 13. Aber im ersten Jahr * Kores, des Königs zu Babel, befahl derselbe König Kores dieß Haus Gottes zu bauen. * c. i, i. 14. Denn auch die goldenen und silbernen Gefäße im Hause Gottes, die NebucadNezar ans dem Tempel zu Jerusalem nahm und brachte sie in den Tempel zu Babel, nahm der König Kores aus dem Tempel zu Babel, und gab sie Sesbazar mit Nahmen, den er zum Landpfleger setzte; 15. Und sprach zu ihm: Diese Gefäße nimm, ziehe hin, und bringe sie in den Tempel zu Jerusalem, und laß das Haus Gottes bauen an seiner Stätte. 16 . Da kam derselbe Sesbazar, und legte den Grund am Hause Gottes zu Jerusalem. Seit der Zeit bauet man, und ist noch nicht vollendet. 17. Gefällt es nun dem König, so lasse er suchen in dem Schatzhause des Königs, das zu Babel ist, ob es von dem König Kores befohlen sey, das Haus Gottes zu Jerusalem zu bauen; und sende zu uns des Königs Meinung über diesem. Das 6. Capitel. Vollführung und Einweihung des Tempels. 1. A>a befahl der König Darius, daß man ^ suchen sollte in der Kanzley, im Schatzhause des Königs, die zu Babel lag. 2 . Da fand man zu Ahmetha im Schloß, das in Meden liegt, ein Buch; und stand also darinnen eine Geschichte geschrieben: 3. Im * ersten Jahr des Königs Kores, befahl der König Kores das Hans Gottes zu Jerusalem zu bauen an der Stätte, da man opfert, a 5. 6. auf Darius Befehl. und den Grund zu legen, zur Höhe sechzig Ellen, und zur Weite auch sechzig Ellen; * 2 Chr. 36/ 22. 4. Und drey Wände von allerley Steinen, und eine Wand von Holz; und die Kost (Unkosten- soll vom Hause des Königs gegeben werden. 5. Dazu die ' goldenen und silbernen Gefäße des Hauses Gottes , die NebucadNezar aus dem Tempel zu Jerusalem genommen und gen Babel gebracht hat, soll man wiedergeben, daß sie wiedergebracht werden in den Tempel zu Jerusalem an ihre Statt im Hause Gottes. * c. i/ i7. c. s, 14. 6. So machet euch nun ferne von ihnen, du Thathnai, Landpfleger jenseit des Wassers, und StharBosnai, und ihr Rath von Aphar- sach, die ihr jenseit des Wassers seyd. 7. Lasset sie arbeiten am Hause Gottes, daß der Juden Landpfleger und ihre Aeltesten das Haus Gottes bauen an seiner Stätte. 8. Auch ist von mir befohlen, was man den Aeltesten Juda thun soll, zu bauen das Haus Gottes, nähmlich, daß man aus des Königs Gütern von den Renten jenseit des Wassers mit Fleiß nehme, und gebe es den Leuten, und daß man ihnen nicht wehre. 9 . Und ob sie bedürften Kälber, Lämmer, oder Böcke zum Brandopfer dem Gott vom Himmel, Weizen, Salz, Wein und Oehl, nach der Weise der Priester zu Jerusalem; soll man ihnen geben täglich ihre Gebühr, und daß solches nicht hinlässig geschehe; 10. Daß sie opfern zum süßen Geruch dem Gott vom Himmel, und bitten für des Königs Leben und seiner Kinder. i i. Von mir ist solcher Befehl geschehen. Und welcher Mensch diese Worte verändert, von deß Hause soll man einen Balken nehmen, und aufrichten, und ihn daran hängen; und sein Haus soll dem Gericht verfallen seyn um der That willen. 12 . Der Gott aber, der im Himmel wohnet, bringe um alle Könige und Volk, das seine Hand ausrecket zu ändern und zu brechen das Haus Gottes zu Jerusalem. Ich, Darius, habe dieß befohlen, daß es mit Fleiß gethan werde. 13. Das thaten mit Fleiß Thathnai, der Landpfleger jenseit des Wassers, und Sthar- Bosnat, mit ihrem Rath, zu welchen der König Darius gesandt hatte. i^. Und die Aeltesten der Juden baueten; und Einweihung des Tempels. Esra 6. 7. Des Königs Brief an Esra. und es ging von Statten durch die Weissagung der Propheten, Haggai und Sacharja, des Sohnes Jddo, und baueten, und richteten auf, nach dem Befehl des Gottes Israels, und nach dem Befehl Kores, Darms und Arthasastha, der Könige in Persien, 15. Und vollbrachten das Haus bis an den dritten Tag des Monaths Adar, das war das sechste Jahrdes Königreichs des "KönigsDarms. * c. 4, 24. 16. Und die Kinder Israel, die Priester, die Leviten und die andern Kinder des Gefängnisses hielten " Einweihung des Hauses Gottes mit Freuden ; * 4 Mos. 7,10. 17. Und opferten auf dis Einweihung des Hauses Gottes hundert Kälber, zwey hundert Lämmer, vier hundert Böcke, und " zum Sünd- opfer für das ganze Israel zwölf Ziegenböcke, nach der Zahl der Stämme Israel; * c. s, 3-. 18. Und steüeten die Priester in ihre Ordnung , und die Leviten in ihre Huth , zu dienen Gott, der in Israel ist, " wie es geschrieben stehet im Buch Mose. *4Mos. 3 ,6. c. 8, 24 . 19. Und die Kinder des Gefängnisses hielten * Passah, im vierzehnten Tage des ersten Monaths. *2 Mos. 12 , 6 . 20. Denn die Priester und Leviten hatten sich gereiniget, daß sie alle rein waren wie Ein Mann, und schlachteten das Passah für alle Kinder des Gefängnisses, und für ihre Brüder, die Priester, und für sich. 21. Und die Kinder Israel, die aus dem Ge- fängniß waren wiedergekommen, und alle, die sich zu ihnen abgesondert hatten von der Unreinigkeit der Heiden im Lande, zu suchen den Herrn, den Gott Israels, aßen, 22. Und hielten das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage mit Freuden; denn der Herr hatte sie fröhlich gemacht, und das Herz des Königs zu Assur zu ihnen gewendet, daß sie gestärkt würden im Werk am Haufe Gottes, der Gott Israels ist. Das 7. Capitel. Esra bekommt Erlaubniß und Beförderung den Gottesdienst zu bestellen. 1. Wach diesen Geschichten im Königreich" Ar- ^ tbasastha, des Königs in Persien, zog herauf von Babel Esra, der Sohn Seraja, des Sohnes Asarja, des Sohnes Hilkia, * Neh. 2, 1. 2. Des Sohnes Sallums, des Sohnes Za- doks, des Sohnes Ahitobs. 3. Des Sohnes Amarja, des Sohnes Asarja, des Sohnes Merajoths, Des Sohnes Seraja, des Sohnes Usi, des Sohnes Buki, 5. Des Sohnes " Abisua, des Sohnes Pine- has, des Sohnes Eleafars, des Sohnes Aarons, des obersten Priesters; ' * Chr. 7,.4. n. 6. Welcher war ein geschickter Schriftgelehrter im Gesetz Mose, das der Herr, der Gott Israels , gegeben hatte. Und der König gab ihm alles, was er forderte, nach "der Hand des Herrn, seines Gottes, über ihm. * Neh. 2, 8. Luc. i, 66. 7. Und es zogen herauf etliche der Kinder Israel, und der Priester, und der Leviten, der Sänger, der Thorhüther, und der Nethi- nim, gen Jerusalem, im siebenten Jahr Ar- thafastha, des Königs. 8. Und sie kamen gen Jerusalem im fünften Monath, das ist das siebente Jahr des Königs. 9. Denn am ersten Tage des ersten Monaths ward er Raths herauf zu ziehen von Babel, und am ersten Tage des fünften Monaths kam er gen Jerusalem, " nach der guten Hand Gottes über ihm. * <.i». 10. Denn Esra schickte sein Herz zu suchen das Gesetz des Herrn, und " zu thun und zu lehren in Israel Gebothe und Rechte. * Ap. Gesch. 1/ 1. i i. Und dieß ist der Inhalt des Briefes, den der König Arthasastha gab Esra, dem Priester, dem Schriftgelehrten, der ein Lehrer war in den Worten des Herrn und seiner Gebothe über Israel: 12. Arthasastha, * König aller Könige, Esra, dem Priester und Schriftgelehrten im Gesetz des Gottes vom Himmel, Friede und Gruß. * E;ech. 26, 7. 13. Von mir 'ist befohlen , daß alle, die da freywillig sind in meinem Reich, des Volks Israels und der Priester und Leviten, gen Jerusalem zu ziehen, daß sie mit dir ziehen, i^. Vom König und den sieben Rathsherren gesandt, zu besuchen Juda und Jerusalem nach dem Gesetz Gottes, das unter deiner Hand ist; 15. Und mitnehmest Silber und Gold, das der König und seine Rathsherren freywillig geben dem Gott Israels, deß Wohnung zu Jerusalem ist, 16. Und allerley Silber und Gold, das du finden kannst in der ganzen Landschaft zu Babel, mit dem, das das Volk und die Priester freywillig geben zum Hause Gottes zu Jerusalem. N n n 466 Königlicher Befehl. Esra 7. 8. Häupter der Väter. 17. Alles dasselbe nimm, und kaufe mit Fleiß von demselben Gelde Kälber, Lämmer, Böcke, und Speisopfer, und Trankopfer, daß man opfere auf dem Altar bey dem Hause euers Gottes zu Jerusalem. 18. Dazu was dir und deinen Brüdern mit dem übrigen Gelde zu thun gefällt, das thut nach dem Willen euers Gottes. 19. Und die Gefäße, die dir gegeben sind, zum Amt im Hause deines Gottes, überantworte vor Gott zu Jerusalem. 20. Auch was mehr noth seyn wird zum Hause deines Gottes, das dir vorfällt auszugeben, das laß geben aus der Kammer des Königs. 21. Ich König Arthasastha habe dieß befohlen den Schatzmeistern jenseit des Wassers, daß, was Esra von euch, fordern wird, der Priester und die Schriftgelehrten im Gesetz Gottes vom Himmel, daß ihr das fleißig thut; 22. Bis auf hundert Zentner Silber, und auf hundert Cor Weizen, und auf hundert Bath Wein, und auf hundert Bath Oehl, und Salz ohne Maß. 23 . Alles, was gehöret zum Gesetz Gottes vom Himmel, daß man dasselbe fleißig thue zum Hause Gottes vom Himmel, daß nicht ein Zorn komme über des Königs Königreich und seine Kinder. 2^. Und euch sey kund, daß ihr nicht Macht habet, Zins, Zoll und jährliche Rente zu legen auf irgend einen Priester, Leviten, Sänger, Thorhüther, Nethinim und Diener im Hause dieses Gottes. 2Z. Du aber, Esra, nach der Weisheit deines Gottes, die unter deiner Hand ist, setze Richter und Pfleger, die alles Volk richten, das jenseit des Wassers ist, alle, die das Gesetz deines Gottes wissen; und welche es nicht wissen, die lehret es. 26. Und alle, die nicht mit Fleiß thun werden das Gesetz deines Gottes und das Gesetz des Königs, der soll sein Urtheil um der That willen haben, es sey zum Tode, oder in die Acht, oder zur Buße am Gut, oder ins Ge- fängniß. 27. Gelobet sey der Herr, unserer Väter Gott, der solches hat dem König eingegeben, daß er das Haus Gottes zu Jerusalem zierete, 28. Und hat zu mir Barmherzigkeit geneiget vor dem König und seinen Rathsherren, und allen Gewaltigen des Königs. Und ich ward * getrost, nach der Hand des Herrn, meines Gottes, über mir, und versammelte die Häupter aus Israel, daß sie mit mir hinauf zögen. * t. 8, 18. 22. Das 8. Capitel. Esrä Reise gen Jerusalem wird vollbracht. 1. A)ieß sind die Häupter ihrer Väter, die ^ gerechnet wurden, die mit mir herauf zogen von Babel, zu den Zeiten, da der König Arthasastha regierte. 2. Von den Kindern Pinehas: Gersom. Von den Kindern Jthamars: Daniel. Von den Kindern Davids: Hattus. 3 . Von den Kindern Sechanja, der Kinder Pareos: Sacharja, und mit ihm Mannsbilder gerechnet hundert und fünfzig. Von den Kindern'PahathMoabs: Elioenai, der Sohn Serahja, und mit ihm zwey hundert Mannsbilder. * e. 2, s. 5. Von den Kindern Sechanja: der Sohn Je- hasiels, und mit ihm drey hundert Mannsbilder. 6 . Von den Kindern AdinEbeds: Der Sohn Jonathans, und mit ihm fünfzig Mannsbilder. 7. Von den Kindern Elams: Jesaja, der Sohn Athalja, und mit ihm siebenzig Mannsbilder. 8 . Von den Kindern Sephatja: Sebadjaj der Sohn Michaels, und mit ihm achtzig Mannsbilder. 9. Von den Kindern Joabs: Obadja, der Sohn Jehiels, und mit ihm zwey hundert und achtzehn Mannsbilder. 10. Von den Kindern Selomiths: Der Sohn Josiphja, und mit ihm hundert und sechszig Mannsbilder. 11. Von den Kindern Bebai: Sacharja, der Sohn Bebai, und mit ihm acht und zwanzig Mannsbilder. 12. Von den Kindern Asgads: Johanan, der jüngste Sohn, und mit ihm hnndert und zehn Mannsbilder. 13. Von den letzten Kindern Adonikams, und hießen also: Eliphelet, Jehiel und Semaja, und mit ihnen sechszig Mannsbilder. 1^. Von den Kindern Bigevai: Uthai und Sabud, und mit ihnen siebenzig Mannsbilder. 15. Und ich versammelte sie an das Wasser, das gen Aheva kommt; und blieben drey Tage daselbst. Und da ich Acht hatte auf das Volk und die Priester, fand ich keine Leviten daselbst. 16. Da sandte ich hin Elieser, Ariel, Sema- Der Juden Fasten, Reise E s v a 8. 9. nach Jerusalem. 467 ja, Elnathan, Jarib, Elnathan, Nathan, Sacharja und Mesullam, die Obersten, und Jojarib, und Elnathan, die Lehrer; 17. Und sandte sie aus zu Jddo, dem Obersten, gen Casphia, daß sie uns hohleten Diener im Hause unsers Gottes. Und ich gab ihnen ein, was sie reden sollten mit Jddo und seinen Brüdern, den Nethinim, zu Casphia. 18. Und sie brachten uns, nach der guten Hand unsers Gottes über uns, einen klugen Mann aus den Kindern Maheli, des Sohnes Levi, des Sohnes Israels, Serebja, mit seinen Söhnen und Brüdern, achtzehn; 19. Und Hasabja und mit ihm Jesaja, von den Kindern Merari, mit seinen Brüdern und ihren Söhnen, zwanzig-; 20. Und von den Nethinim, die David und die Fürsten gaben zu dienen den Leviten, zwey hundert und zwanzig, alle mit Nahmen genannt. 21. Und ich ließ daselbst am Wasser Aheva eine Fasten ausrufen, daß wir uns demüthigten vor unserm Gott, zu suchen von ihm einen richtigen Weg für uns und unsere Kinder, und alle unsere Habe. 22. Denn ich schämte mich vom König Geleit und Reiter zu fordern, uns wider die Feinde zu helfen auf dem Wege. Denn wir hatten dem König gesagt: Die Hand unsers Gottes ist zum Besten über alle, die ihn suchen; und seine Stärke und Zorn über alle, die ihn verlassen. 23. Also fasteten wir, und suchten solches an unserm Gott; und er hörete uns. 2-L. Und ich sonderte zwölf aus den obersten Priestern: Serebja und Hasabja, und mit ihnen ihrer Brüder zehn; 25. Und wog ihnen dar das Silber und Gold , und Gefäße zur Hebe dem Hause unsers Gottes, welche der König und seine Rathsherren und Fürsten, und ganz Israel, das vorhanden war, zur Hebe gegeben hatten. 26. Und wog ihnen dar unter ihre Hand sechs hundert und fünfzig Zentner Silber; und an silbernen Gefäßen hundert Zentner; und am Gold hundert Zentner; 27. Zwanzig goldene Becher, die hatten tausend Gülden; und zwey gute eherne köstliche Gefäße, lauter wie Gold. 28. Und sprach zu ihnen: Ihr seyd heilig dem Herrn, so sind die Gefäße auch heilig, dazu das freygegebene Silber und Gold dem Herrn, eurer Väter Gott. 29. So wachet und bewahret es, bis daß ihr es darwäget vor den obersten Priestern und Leviten, und obersten Vätern unter Israel zu Jerusalem, in den Kasten des Hauses des Herrn. 30 . Da nahmen die Priester und Leviten das gewogene Silber und Gold, und die Gefäße, daß sie es brächten gen Jerusalem, zum Hause unsers Gottes. 31. Also brachen wir auf von dem Wasser Aheva am zwölften Tag des ersten Monaths, daß wir gen Jerusalem zögen. Und die Hand unsers Gottes war über uns, und * errettete uns von der Hand der Feinde und die auf uns hielten auf dem Wege, * Ps.is. 32. Und kamen gen Jerusalem, und blieben daselbst drey Tage. 33. Aber am vierten Tage ward gewogen das Silber und Gold, und die Gefäße in das Haus unsers Gottes, unter die Hand Mere- moths, des Sohnes Uria, des Priesters; und mit ihm Eleasar, dem Sohne Ptnehas; und mit ihnen Josabad, dem Sohne Jesua; und Noadja dem Sohne Benui, dem Leviten: 3 ^. Nach der Zahl und Gewicht eines Jeglichen, und das Gewicht ward zu der Zeit alles beschrieben. 35. Und die Kinder des Gefängnisses, die aus dem Gefängnißgekommen waren, opferten Brandopfer dem Gott Israels; zwölf Farren für das ganze Israel, sechs und neunzig Widder, sieben und siebenzig Lämmer, * zwölf Böcke zum Sünd- opfer; alles zum Brandopfer dem Herrn. * c. 6 , 17. 36 . Und sie überantworteten des Königs Befehl den Amtleuten des Königs, und den Landpfle- gern diesseit des Wassers. Und sie erhoben das Volk und das Haus Gottes. Das 9. Capitel. Lftü Beicht-und Bußgebeth. 1. A>a das alles war ausgerichtet, traten zu ^ mir die Obersten und sprachen: Das Volk Israel und die Priester und Leviten find nicht abgesondert von den Völkern in Ländern nach ihren Gräueln, nähmlich der Canaaniter, Hethiter, Pheresiter, Jebuftter, Ammoniter, Moabiter, Egypter und Amoriter; 2. Denn sie * haben derselben Töchter genommen , sich und ihren Söhnen, und den heiligen Samen gemein gemacht mit den Völkern in Ländern. Und die Hand der Obersten und Rathsherren war die vornehmste in dieser Mis- ^ Mos. 7 / Z. / 468 Efrä Bcicht- E sr a 9. 10. und Vußgebeth. 3. Da ich solches hörete, zerriß ich meine Kleider und meinen Rock/ und raufte mein Haupthaar und Bart aus/ und saß einsam. >4. Und es versammelten sich zu mir alle / die des Herrn Wort/ des Gottes Israels / fürchteten/ um der großen Vergreifung willen; und ich saß einsam bis an das Abendopfer. 5. Und um das Abendopfer stand ich auf von meinem Elend / und zerriß meine Kleider und meinen Rock / und siel auf meine Knie / und breitete meine Hände aus zu dem Herrn/ meinem Gott/ 6. Und sprach : Mein Gott/ * ich schäme mich und scheue mich/ meine Augen aufzuheben zu dir / mein Gott; denn -t unsere Missethat ist über unser Haupt gewachsen/ und unsere Schuld ist groß bis in den Himmel. * Dan. 9/ 7. 1- Ps. 38/ §. 7. Von der Zeit unserer Väter an find wir in großer Schuld gewesen/ bis auf diesen Tag; und um unserer Missethat willen sind wir und unsere Könige und Priester gegeben in die Hand der Könige in Ländern/ ins Schwert/ ins Ge- fängniß/ in Raub und in Scham des Angesichts/ wie es heutiges Tages gehet. 8. Nun aber ist ein wenig und plötzlich Gnade von dem Herrn / unserm Gott / geschehen / daß uns noch etwas Uebriges ist entronnen, daß er uns gebe einen Nagel an seiner heiligen Stätte/ daß unser Gott unsere Augen erleuchte und gebe uns ein wenig Leben/ da wir Knechte sind. 9. Denn wir sind Knechte, und unser Gott hat uns nicht verlassen, obschon wir Knechte sind, und hat Barmherzigkeit zu uns geneiget vor den Königen Ln Persien, daß sie uns das Leben lassen, und erhöhen das Haus unsers Gottes, und aufrichten seine Verstörung, und gebe uns einen Zaun in Juda und Jerusalem. 10. Nun was sollen wir sagen, unser Gott, nach diesem, daß wir deine Gebothe verlassen haben, i i. Die du durch deine Knechte, die Propheten , gebothen Haft, und gesagt: Das Land, * darein ihr kommet zu erben, ist ein unreines Land, durch die Unreinigkeit der Völker in Ländern in ihren Gräueln, damit sie es hier und da voll Unreinigkeit gemacht haben; * 3 Mos. 18/ 24. 23. 12. So * sollt ihr nun eure Töchter nicht geben ihren Söhnen, und ihre Töchter sollt ihr euern Söhnen nicht nehmen, und suchet nicht ihren Frieden noch Gutes ewiglich, auf daß ihr mächtig werdet, und esset das Gute im Lande, und beerbet es ans eure Kinder ewiglich. * 3 Mos. 7/ 2. 3. 13. Und nach dem allen, das über uns gekommen ist, um unserer bösen Werke und großer Schuld willen, hast du, unser Gott, unserer Missethat verschonet, und Haft uns eine Rettung gegeben, wie es da stehet. i^. Wir aber haben uns umgekehret und deine Gebothe lassen fahren, daß wir uns mit den Völkern dieser Gräuel befreundet haben. Willst du denn über uns zürnen, bis daß es gar aus sey, daß nichts Uebriges noch keine Errettung sey? 15. Herr, Gott Israels, du bist gerecht; denn wir sind übergeblieben, eine Errettung, wie es heutiges Tages stehet. Siehe, wir find vor dir in unserer Schuld, denn um deßwillen ist nicht zu stehen vor dir. Das 10. Capitel. Die fremden Weiber werden von den Israeliten abgesondert. i.ltnd da Esra also bethete, und bekannte, ^ weinete und vor dem Hause Gottes lag; sammelten sich zu ihm aus Israel eine sehr große Gemeine von Männern, und Weibern und Kindern , denn das Volk weinete sehr. 2. Und Sachanja, der Sohn Jehiels, aus den Kindern Elams, antwortete und sprach zu Esra: Wohlan, wir haben uns an unserm Gott vergriffen, daß wir * fremde Weiber aus den Völkern des Landes genommen haben. Nun es ist noch Hoffnung in Israel über dem. * Neh. 13/ 23. 3. So laßt uns nun einen Bund machen mit unserm Gott, daß wir alle Weiber, und die von ihnen geboren sind, hinaus thun nach dem Rath des Herrn und derer, die die Gebothe unsers Gottes fürchten, daß man thue nach dem Gesetz. So mache dich auf, denn dir gebühret es; wir wollen mit dir seyn. Sey getrost, und thue es. 5. Da stand Esra auf und nahm einen Eid von den obersten Priestern und Leviten und dem ganzen Israel, daß sie nach diesem Wort thun sollten. Und sie schwuren. 6. Und Esra stand auf vor dem Hause Gottes, und ging in die Kammer Johanans, des Sohnes Eliasibs. Und da er daselbst hinkam, aß er kein Brot und trank kein Wasser; denn er trug Leid um die Vergreifung derer, die gefangen gewesen waren. Esra 10. Fremde Weiber 7 . Und sie ließen ausrufen durch Juda und Jerusalem zu allen Kindern , die gefangen waren gewesen, daß sie sich gen Jerusalem versammelten. 8. Und welcher nicht käme in dreven Tagen nach dem Rath der Obersten und Aeltesten, deß Habe sollte alle verbannet seyn, und er abgesondert von der Gemeine der Gefangenen. 9 . Da versammelten sich alle Männer Juda und Benjamin gen Jerusalem in dreven Tagen, das ist im zwanzigsten Tage des neunten Mo- naths. Und alles Volk saß auf der Straße vor dem Hause Gottes, und zitterten um der Sache willen und vom Regen. 10. Und Esra, der Priester, stand auf, und sprach zu ihnen: Ihr habt euch vergriffen, daß * ihr fremde Weiber genommen habt, daß ihr der Schuld Israels noch mehr machet. * c. 9, 1. 2 . 11. So bekennet nun dem Herrn, eurer Väter Gott, und thut sein Wohlgefallen, und scheidet euch von den Völkern des Landes und von den fremden Weibern. 12. Da antwortete die ganze Gemeine, und sprach mit lauter Stimme: Es geschehe, wie du uns gesagt hast. 13. Aber des Volks ist viel, und regnicht Wetter , und kann nicht draußen stehen; so ist es auch nicht Eines oder zweyer Tage Werk, denn wir haben es viel gemacht mit solcher Ueber- tretung. i> 4 . Laßt uns unsere Obersten bestellen in der ganzen Gemeine, daß alle, die in unfern Städten fremde Weiber genommen haben, zu bestimmten Zeiten kommen, und die Aeltesten einer jeglichen Stadt und ihre Richter mit, bis daß von uns gewendet werde der Zorn unsers Gottes um dieser Sache willen. 15 . Da wurden bestellet Jonathan, der Sohn Asahels, und Jehasja, der Sohn Tikwa, über diese Sachen, und Mesullam und Sabthai, die Leviten, halfen ihnen. 16. Und die Kinder des Gefängnisses thaten also. Und der Priester Esra, und die vornehmsten Vater unter ihrer Väter Hause, und alle jetzt Benannte, schieden sie; und setzten sich am ersten Tage des zehnten Monaths, zu forschen diese Sachen; 17 . Und sie richteten es aus an allen Männern, die fremde Weiber hatten, am ersten Tage des ersten Monaths. 18. Und es wurden gefunden unter den Kin- ausgestoßcn. <469 dern der Priester, die fremde Weiber genommen hatten, nähmlich unter den Kindern Jesua, des Sohnes Jozadaks, und seinen Brüdern: Mae- seja, Elieser, Jarib und Gedalja. 19. Und sie gaben * ihre Hand darauf, daß sie diese Weiber wollten ausstoßen und zu ihrem Schuldopfer einen Widder für ihre Schuld geben. *2 K°n. 10/12. 20. Unter den Kindern Jmmers: Hanani und Sebadja. 21. Unter den Kindern Harims: Maescja, Elia, Semaja, Jehiel und Usia. 22. Unter den Kindern Pashurs: Elioenai, Maeseja, Jsmael, Nethaneel, Josabad und Eleasa. 23. Unter den Leviten: Josabad, Simei und Kelaja (er ist der Klita), Pethahja, Juda und Eliezer. 2^. Unter den Sängern: Eliasib. Unter den Thorhüthern: Sallum, Telem und Uri. 26. Von Israel unter den Kindern Pareos: Ramja, Jesia: Malchja, Melamin, Eleasar, Malchja und Benaja. 26. Unter den Kindern Elams: Mathanja, Sacharja, Jehiel, Abdi, Jeremoth und Elia. 27. Unter den Kindern Sathu: Elioenai, Eliasib, Mathanja, Jeremoth, Sabad und Asisa. 28. Unter den Kindern Bebai: Johanan, Hananja, Sabai und Athlai. 29. Unter den Kindern Bani: Mesullam, Malluch, ALaja, Jasub, Seal und Jeramoth. 30. Unter den Kindern PahathMoabs: Adna, Chelal, Benaja, Maeseja, Mathanja, Beza- leel, Benui und Manasse. 31. Unter den Kindern Harims: Elieser, Jesia, Malchja, Semaja, Simeon, 32. Benjamin, Malluch und Semarja. 33. Unter den Kindern Hasums: Mathnai, Mathatha, Sabad, Eliphelet, Jeremai, Mauasse und Simei. 3^. Unter den Kindern Bani: Maedai, Am- ram, Huel, 35. Benaja, Bedja, Chelui, 36. Naja, Meremoth, Eliasib, 37. Mathanja, Mathnai, Jaesan, 38. Bani, Benui, §>mei, 39. Selemja, Nathan, Adaja, 2io. Machnadbai, Sasai, Sarai, >11. Asareel, Selemja, Samarja, >12. Sallum, Amarja und Joseph. 470 Nehemia bethet Nehemia 1. 2. zu Gott. ^3. Unter den Kindern Nebo: Jejel, Ma- Diese hatten alle fremde Weiber genommen; thithja, Sabad, Sebina , Jaddai, Joel und und waren etliche unter denselben Weibern, die Benaja. Kinder getragen hatten. Das Buch Das 1. Capitel. Nehemiä Gebeth für die Kinder Israel. r. (?Veß Geschichten Nehemiä, des Sohnes Hachalja. Es geschah im Monath Chislev des zwanzigsten Jahrs, daß ich war zu Susan auf dem Schloß; 2 . Kam Hanani, einer meiner Brüder, mit etlichen Männern aus Juda. Und ich fragte sie, wie es den Juden ginge, die errettet und übrig waren von dem Gefängniß, und wie es zu Jerusalem ginge? 3. Und sie sprachen zu mir: Die Uebrigen von dem Gefängniß sind daselbst im Lande in großem Unglück und Schmach; die * Mauern Jerusalems sind zerbrochen, und ihre Thore mit Feuer verbrannt. *2Chr.s6,i9. Da ich aber solche Worte hörete; * saß ich und weinete, und trug Leid zween Tage, und fastete und bethete vor dem Gott vom Himmel , ' Lira 9/ 3. s. Und sprach: Ach Herr, Gott vom Himmel, " großer und schrecklicher Gott, -!- der da hält den Bund und Barmherzigkeit denen, die ihn lieben und seine Gebothe halten; * c. 14. -s Dan. 9, 4. 6. Laß doch deine Ohren aufmerken und deine ' Augen offen seyn, daß du hörest das Gebeth deines Knechts, das ich nun vor dir bethe Tag und Nacht, für die Kinder Israel, deine Knechte, und bekenne die Sünde der Kinder Israel, die wir an dir gethan haben; und ich und meines Väters Haus haben auch gesündiget.*iKön. 8 , 2 s. 7. Wir sind verrückt worden, daß wir nicht gehalten haben die Gebothe, Befehle und Rechte, die du gebothen hast deinem Knechte Mose. 8. Gedenke aber doch des Worts, das du deinem * Knechte Mose gebothest, und sprachest: Wenn ihr euch vergreifet, so will ich euch unter die Völker streuen. * 6 Ms. 28 / 64. r. 30 , i. 9. Wo ihr euch aber bekehret zu mir und haltet meine Gebothe und thut sie, und ob ihr * verstoßen wäret bis an der Himmel Ende; so will ich euch doch vo» dannen versammeln, und will N e h e m i a. euch bringen an den Ort, den ich erwählet habe/ daß mein s Nähme daselbst wohne. * L Mos. 30/ 4. 6 Mos. 12 / 11 . 10 . Sie sind doch ja deine Knechte und dein Volk, die du erlöset hast durch deine große Kraft und mächtige Hand. 11. Ach Herr, laß deine Ohren aufmerken auf das Gebeth deines Knechts, und auf das Gebeth deiner Knechte, die da begehren deinen Nahmen zu fürchten; und laß deinem Knechte heute gelingen, und gib ihm Barmherzigkeit vor diesem Manne. Denn ich war des Königs Schenke. Das 2. Capitel. Nehemia erlangt Gewalt und Briefe / Jerusalem zu baue». 1. ?Hm Monath Nisan, des zwanzigsten Jahrs ^ des Königs Arthasastha, da Wein vor ihm stand, hob ich den Wein auf, und * gab dem König; und ich fah traurig vor ihm. * 1 Mos. 40, 13. 21 . 2 . Da sprach der König zu mir: Warum stehest du so übel? Du bist ja nicht krank? Das ist es nicht, sondern du bist schwermüthig. Ich aber fürchtete mich gar sehr, 3. Und sprach zum König: Der König lebe ewiglich, sollte ich nicht übel sehen? Die Stadt, da das Haus des Begräbnisses meiner Väter ist, liegt wüste und * ihre Thore sind mit Feuer verzehret. * c. 1, 3. Da sprach der König zu mir: Was forderst du denn? Da bath ich den Gott vom Himmel, Z. Und sprach zum König: Gefällt es dem König und deinen Knechten vor dir, daß du mich sendest in Juda zu der Stadt des Begräbnisses meiner Väter, daß ich sie baue? 6. Und der König sprach zu mir, und die Königin«, die neben ihm saß: Wie lang wird deine Reise währen? und wann wirft du wieder kommen ? Und es gefiel dem König, daß er mich hinsendete. Und ich setzte ihm eine bestimmte Zeit, 7. Und sprach zum König: Gefällt es dem König, so gebe er mir Briefe an die Landpfleger Nehemia reiset gen Jerusalem. Nehem jenseit des Wassers, daß sie mich hinüber geleiten, bis ich komme in Juda; 8. Und Briefe an Assaph, den Holzfürsten des Königs, daß er mir Holz gebe zu Balken der Pforten am Pallast, die im Hause und an der Stadtmauer sind, und zum Hause, da ich einziehen soll. Und der König gab mir * nach der guten Hand meines Gottes über mir. * Esra 7, 6. 9, 28 . y. Und da ich kam zu den Landpstegern jenseit des Wassers, gab ich ihnen des Königs Briefe. Und der König sandte mit mir die Hauptleute und Reiter. io. Da aber das hörete Saneballat, der Ho- roniter, und Tobia, ein Ammonitischer Knecht, verdroß es sie sehr, daß ein Mensch gekommen wäre, der Gutes suchte für die Kinder Israel. i i. Und da ich gen Jerusalem kam, und drey Tage da gewesen war, 12. Machte ich mich des Nachts auf, und wenige Männer mit mir; denn ich sagte keinem Menschen, was mir wein Gott eingegeben hatte zu thun an Jerusalem; und es war kein Thier mit mir, ohne das, darauf ich ritte. 13. Und ich ritt zum Thalthor aus bey der Nacht, vor dem Drachenbrunnen, und an das Mistthor; und es that mir wehe, daß die Mauern Jerusalems zerrissen waren und die Thore mit Feuer verzehret. i^. Und ging hinüber zu dem* Brurmenthor, und zu des Königs Teich; und es war da nicht Raum meinem Thier, daß es unter mir hätte gehen können. * c. 3,15. 15. Da zog ich bey Nacht den Bach hinan und es that mir wehe, die Mauern also zu sehen; und kehrete um, und kam zum Thalthor wieder heim. 16. Und die Obersten wußten nicht, wo ich hinging, oder was ich machte, denn ich hatte bis daher den Juden, und den Priestern, den Rathsherren und den Obersten, und den andern, die am Werk arbeiteten, nichts gesagt. 17. Und sprach zu ihnen: Ihr sehet das Un^ glück, darinnen wir sind, daß Jerusalem wüste liegt, und ihre Thore find mit Feuer verbrannt; kommt, laßt uns die Mauern Jerusalems bauen, daß wir nicht mehr eine Schmach seyen. 18. Und sagte ihnen an die Hand meines Gottes , die gut über mir war, dazu die Worte des Königs, die er mir geredet hatte. Und sie sprachen: So laßt uns auf seyn! Und wir baue- ten, und ihre Hände wurden gestärkt zum Guten. a 2. 3. B au der Stadt und der Thore. 471 19. Da aber das Saneballat, der Horoniter, und Tobia, der Ammonitische Knecht, und Go- sem, der Araber, höreten, spotteten sie unserer, und verachteten uns, und sprachen: Was ist das, das ihr thut? Wollt ihr wieder von dem König abfallen? 20. Da antwortete ich ihnen, und sprach: Der Gott vom Himmel wird es uns gelingen lassen; denn wir, seine Knechte, haben uns aufgemacht, und bauen; ihr aber habt kein * Theil, noch Recht, noch Gedächtniß in Jerusalem. *E»b.2,12. Das 3. Capitel. Der Bau zu Jerusalem gehet au. i.llnd Eliasib, der Hohepriester, machte sich auf mit seinen Brüdern, den Priestern, und baueten das Schafthor; sie heiligten es, und setzten seine Thüren ein; sie heiligten es aber bis an den Thurm Mea, nähmlich bis an den Thurm Hananeel. 2. Neben ihm baueten die Männer von Jericho; auch bauete neben ihm Sachur, der Sohn Jmri. 3. Aber das Fischthor baueten die Kinder Genau; sie deckten es, und setzten seine Thüren ein, Schlösser und Riegel. -4. Neben ihnen bauete Meremoth, der Sohn Uria, des Sohnes Hakoz. Neben ihnen bauete Mesullam, der Sohn Berechja, des Sohnes Mesesabeels. Neben ihnen bauete Zadok, der Sohn Baena. 5. Neben ihnen baueten die von Thekoa, aber ihre Gewaltigen brachten ihren Hals nicht zum Dienst ihrer Herren. 6. Das alte Thor bauete Jojada, der Sohn Passeah, und Mesullam, der Sohn Besodja; sie deckten es und setzten ein seine Thüren, und Schlösser und Riegel. 7. Neben ihnen baueten Melathja von Gibeon, und Jadon von Merono, Männer von Gibeon und von Mizpa, am Stuhl des Landpflegers diesseit des Wassers. 8. Neben ihm bauete Usiel, der Sohn Harha- ja, der Goldschmid. Neben ihm bauete Ha- nanja, der Sohn der Apotheker; und sie baueten aus zu Jerusalem, bis an die breite Mauer. 9. Neben ihm bauete Rephaja, der Sohn Hur, der Oberste des halben Viertheils zu Jerusalem. 10. Neben ihm bauete Jedaja, der Sohn Ha- rumaphs, gegen seinem Hause über. Neben ihm bauete Hattus, der Sohn Hasabenja. 11. Aber Malchja, der Sohn Harims, und 472 Bau der Stadt und der Thore. Nehemia 3. 4. SarieHallat hindert. Hasub, der Sohn PahathMoabs, baueten zwey Stücke und den Thurm bey dem Ofen. 12. Neben ihm bauete Sallum, der Sohn Halohes, der Oberste des halben Viertheils zu Jerusalem, er und seine Töchter. 13 . Das Thalthor bauete Hanun, und die Bürger von Sanoah; ste baueten es und setzten ein seine Thüren, Schlösser und Riegel, und tausend Ellen an der Mauer bis an das Mistthor. 1 - 4 . Das Mistthor aber bauete Malchja, der Sohn Rechabs, der Oberste des Viertheils der Weingartner; er bauete es und setzte ein seine Thüren, Schlösser und Riegel. 15 . Aber das Brunnenthor bauete Sallum, der Sohn ChalHose, der Oberste des Viertheils zu Mizpa; er bauete es und deckte es, und setzte ein seine Thüren, Schlösser und Riegel, dazu die Mauer am * Teich Seloah bey dem Garten des Königs bis an die Stufen, die von der Stadt Davids herab gehen. * Loh. 9 , 7 . 16. Nach ihm bauete Nehemja, der Sohn Asbuks, der Oberste des halben Viertheils zu Bethzur, bis gegen den Gräbern Davids über, und bis an den Teich Asuja, und bis an das Haus der Helden. 17 . Nach ihm baueten die Leviten, Rehum, der Sohn Bani. Neben ihm bauete Hasabja, der Oberste des halben Viertheils zu Kegila, in seinem Viertheil. 18. Nach ihm baueten ihre Brüder Bavai, der Sohn Henadads, der Oberste des halben Viertheils zu Kegila. 19. Neben ihm bauete Eser, der Sohn Jesua, der Oberste zu Mizpa, zwey Stücke den Winkel hinan gegen dem Harttischhause. 20. Nach ihm auf dem Berge bauete Baruch, der Sohn Sabai, zwey Stücke vom Winkel bis an die Hausthür " Eliasibs, des Hohenpriesters. * v. i. 21. Nach ihm bauete Meremoth, der Sohn Uria, des Sohnes Hakoz, zwey Stücke von der Hausthür Eliasibs bis an das Ende des Hauses Eliasibs. 22. Nach ihm baueten die Priester, die Männer aus den Gegenden. 23 . Nach dem bauete Benjamin und Hasub, gegen ihrem Hause über. Nach dem bauete Afarja, der Sohn Maesesa, des Sohnes Ananja, neben seinem Hause. 2 - 4 . Nach ihm bauete Benui, der Sohn Henadads, zwey Stücke vom Hause Asarja bis an den Winkel und bis an die Ecke. 25 . Palal, der Sohn Usai, gegen dem Winkel und dem hohen Thurm, der vom Königshause heraus stehet, bey dem * Kerkerhofe. Nach ihm Pedaja, der Sohn Pareos. *8». 32,2. 26. Die Nethinim aber wohneten an Ophel bis an das Wasserthor gegen Morgen, da der Thurm heraus stehet. 27. Nach dem baueten die von Thekoa zwey Stücke gegen dem großen Thurm, der heraus stehet, und bis an die Mauer Ophel. 28. Aber von dem Roßthor an baueten die Priester, ein Jeglicher gegen seinem Hause. 29. Nach dem bauete Zadok, der Sohn Im- mers, gegen seinem Hause. Nach ihm bauete Semaja, der Sohn Sechanja, der Thorhüther, gegen Morgen. 30. Nach ihm bauete Hananja, der Sohn Selemja, und Hamm, der Sohn Zalaphs, der sechste, zwey Stücke. Nach ihm bauete Mesullam, der Sohn Berechja, gegen seinem Kasten. 31. Nach ihm bauete Malchja, der Sohn des Goldschmieds, bis an das Haus der Nethinim und der Krämer, gegen dem Rathsthor und bis an den Saal an der Ecke. 32. Und zwischen dem Saal an der Ecke zum Schafthor baueten die Goldschmiede und die Krämer. Das 4. Capitel. Tcr Bau gehet auch unter den Hindernissen fort. 1. A^a aber Saneballat hörete, daß wir die ^ Mauern baueten, ward er zornig, und sehr entrüstet, und * spottete der Juden, * c. r, is. 2. Und sprach vor seinen Brüdern, und den Mächtigen zu Samaria: Was machen die ohnmächtigen Juden? Wird man ste so lassen? Werden ste opfern? Werden ste es einen Tag vollenden? Werden sie die Steine lebendig machen, die Staubhaufen und verbrannt sind? 3. Aber Tobia, der Ammoniter, neben ihm sprach: Laß ste nur bauen; wenn Füchse hinauf zögen, die zerrissen wohl ihre steinerne Mauern. - 4 . Höre, unser Gott, wie verachtet find wir! Kehre ihre Schmach auf ihren Kopf, daß du ste gebest in Verachtung im Lande ihres Gefängnisses. - -5. Decke ihre Missethat nicht zu, und ihre Sünde Die Juden bauen gerüstet. Nehemiü 4. 6. Geschrey des Volks. Sünde vertilge nicht vor dir; denn sie haben die Bauleute gereizet. 6 . Aber wir baueten die Mauern, und fügten sie ganz an einander bis an die halbe Höhe. Und das Volk gewann ein Herz zu arbeiten. 7 . Da aber Saneballat, und Tobia, und die Araber, und Ammouiter / und Asdoditer höre- ten, daß die Mauern zu Jerusalem zugemacht waren, und daß sie die Lücken angefangen hatten zu büßen, wurden sie sehr zornig, 8 . Und machten allesammt einen Bund zu Haufen, daß sie kämen, und stritten wider Jerusalem , und machten darinnen einen Jrrthum. 9 . Wir aber betheten zu unferm Gott, und stelleten Huth über sie Tag und Nacht gegen sie. 10. Und Juda sprach: Die Kraft der Träger ist zu schwach, und des Staubs ist zu viel; wir können an der Mauer nicht bauen. i i. Unsere Widersacher aber gedachten: Sie sollen es nicht wissen noch sehen, bis wir mitten unter sie kommen und sie erwürgen und das Werk hindern. 12. Da aber die Juden, die neben ihnen woh- ueten, kamen, und sagten es uns wohl zehnmahl , aus allen Orten, da sie um uns wohneten; 13 . Da stellete ich unten an die Oerter hinter der Mauer in die Graben das Volk nach ihren Geschlechtern mit ihren Schwertern, Spießen und Bogen. i^. Und besah es, und machte mich auf, und sprach zu den Rathsherren und Obersten und dem andern Volk: Fürchtet euch nicht vor ihnen, gedenket an den* großen und schrecklichen Herrn, und streitet für eure Brüder, Söhne, Töchter, Weiber und Häuser. *c. i, §. is. Da aber unsere Feinde höreten, daß es uns war kund geworden; ' machte Gott ihren Rath zu Nichte. Und wir kehrten alle wieder zur Mauer, ein Jeglicher zu seiner Arbeit. * Hiob 5, 12. 16. Und es geschah hinförder, daß die Jünglinge die Hälfte thaten die Arbeit, die andere Hälfte hielten Spieße, Schilde,, Bogen und Panzer; und die Obersten standen hinter dem ganzen Hause Juda, 17. Die da baueren au der Mauer, und trugen Last von denen, die ihnen auftuden; mit einer Hand tharen sie die Arbeit, und mit der andern hielten sie die Waffen. 18. Und ein Jeglicher, der da bauete, hatte sein Schwert an seine Lenden gegurtet und bauete also; und der mit der Posaune blies, war neben mir. 19. Und ich sprach zu den Rathsherren und Obersten, und zum andern Volk: Das Werk ist groß und weit, und wir find zerstreuet auf der Mauer ferne von einander. 20. An welchem Ort ihr nun die Posaune lauten höret, dahin versammelt euch zu uns. Unser Gott wird für uns streiten; 21. So wollen wir am Werk arbeiten. Und ihre Hälfte hielt die Spieße, von dem Aufgang der Morgenröthe bis die Sterne hervor kamen. 22. Auch sprach ich zu der Zeit zu dem Volk: Ein Jeglicher bleibe mit seinem Knaben über Nacht zu Jerusalem, daß wir des Nachts der Huth und des Tages der Arbeit warten. 23 . Aber ich und meine Brüder, und meine Knaben, und die Männer an der Huth hinter mir, wir zogen unsere Kleider nicht aus; ein Jeglicher ließ das Baden anstehen. Das 5. Capitel. Nchemia thut die Beschwerden des Volks ab. 1. Nnd es erhob sich ein großes Geschrey des ^ Volks und ihrer Weiber wider ihre Brüder , die Juden. 2. Und waren Etliche, die da sprachen: Unserer Söhne und Töchter sind viele; laßt uns Getreide nehmen und essen, daß wir leben. 3 . Aber Etliche sprachen: Laßt uns unsere Aecker, Weinberge und Häuser versetzen, und Getreide nehmen in der Theurung. > 4 . Etliche aber sprachen: Laßt uns Geld entlehnen auf Zinse dem König auf unsere Aecker und Weinberge. 6 . Denn unserer Brüder Leib ist wie unser Leib, und ihre Kinder wie unsere Kinder; sonst würden wir unsere Söhne und Töchter unterwerfen dem Dienst, und sind schon unserer Töchter etliche unterworfen, und ist kein Vermögen in unfern Händen, auch würden unsere Aecker und Weinberge der Andern. 6 . Da ich aber ihr Schreyen und solche Worte hörete, ward ich sehr zornig. 7 . Und mein Herz ward Raths mit mir, daß ich schalt die Rathsherren und die Obersten und sprach zu ihnen: Wollt ihr einer auf den andern ' Wucher treiben? Und ich brachte eine große Gemeine wider sie, * 2 Mos. 22/ 25. 3 Mos 25/ 3Ü. 37. 8 . Und sprach zu ihnen: Wir haben unsere Brüder, die Juden, erkauft, die den Heiden verkauft waren, nach unserm Vermögen; und ihr wollt auch eure Brüder verkaufen, die wir Oo o 474 Nehemia ist Landpfleger, Nehemia 5 . 6 . Saneballat u. Andere suchen ihn abzuschrecken. zu uns gekauft haben? Da schwiegen sie, und fanden nichts zu antworten, s. Und ich sprach: Es ist nicht gut, das ihr thut. Solltet ihr nicht in der Furcht Gottes wandeln um der Schmach willen der Heiden, unserer Feinde? io. Ich und meine Brüder und meine Knaben haben ihnen auch Geld gethan, und Getreide; den Wucher aber haben wir nachgelassen, i i. So gebt ihnen nun heutiges Tages wieder ihre Aecker, Weinberge, Oehlgärten und Häuser, und den hundertsten am Gelde, am Getreide, am Most und am Oehl, das ihr an ihnen gewuchert habt. 12. Da sprachen sie: Wir wollen es wiedergeben, und wollen nichts von ihnen fordern, und wollen thun, wie du gesagt hast. Und ich rief die Priester, und nahm einen Eid von ihnen, daß sie also thun sollten. 13. Auch schüttelte ich meinen Busen aus, und sprach: Also schüttle Gott aus Jedermann von seinem Hause und von seiner Arbeit, der dieß Wort nicht handhabet, daß er sey ' ausgeschüttelt und leer. Und die ganze Gemeine sprach: Amen, und lobten den Herrn. Und das Volk that also. *Matth. 10 , 14 . I2j. Auch von der Zeit an, da mir befohlen ward ein Landpfleger zu seyn im Lande Juda, nähmlich vom zwanzigsten Jahr an bis in das zwey und dreyßigste Jahr des Königs Arthasast- ha, das sind zwölf Jahre, nährete ich mich und meine Brüder nicht von der Landpfleger Kost. is. Denn die vorigen Landpfleger, die vor mir gewesen waren, hatten das Volk beschweret, und hatten von ihnen genommen Brot und Wein, dazu auch vierzig Sekel Silber; auch hatten ihre Knaben mit Gewalt gefahren über das Volk. Ich that aber nicht also, um der Furcht Gottes willen. io. Auch arbeitete ich an der Mauern Arbeit, und kaufte keinen Acker, und alle meine Knaben mußten daselbst an die Arbeit zu Haufe kommen. 17. Dazu waren der Juden und Obersten hundert und fünfzig an meinem Tische, die zu mir gekommen waren aus den Heiden, die um uns her sind. 18. Und man machte mir des Tages einen Ochsen, und sechs erwählte Schafe, und Vögel, und je innerhalb zehn Tagen allerley Wein die Menge. Noch forderte ich nicht der Landpfleger Kost, denn der Dienst war schwer auf dem Volk. 19. Gedenke mir, mein Gott, zum Besten alles, das ich diesem Volk gethan habe. Das 6. Capitel. Nehemia treibet durch seine Vorsichtigkeit die Hindernisse am Werke zurück. 1. Nnd da Saneballat, Tobia und Gosem, ^ der Araber, und andere unserer Feinde erfuhren, daß ich die Mauern gebauet hatte und keine Lücke mehr daran wäre, wiewohl ich die Thüren zu der Zeit noch nicht gehänget hatte in den Thoren; 2. Sandte Saneballat und Gosem zu mir, und ließen mir sagen: Komm, und laß uns zusammen kommen in den Dörfern, in der Fläche Ono. * Sie gedachten mir aber Böses zu thun. * 1 Mos. äo, 20. 3. Ich aber sandte Bothen zu ihnen, und ließ ihnen sagen: Ich habe ein großes Geschäfte auszurichten, ich kann nicht hinab kommen; es möchte das Werk nachbleiben, wo ich die Hand abthäte und zu euch hinab zöge. Sie sandten aber wohl viermahl zu mir auf diese Weise, und ich antwortete ihnen auf diese Weise. s. Da sandte Saneballat zum fünften Mahl zu mir seinen Knaben mit einem offenen Briefe in seiner Hand. 6. Darinnen war geschrieben: Es ist vor die Heiden gekommen und Gosem hat es gesagt, daß du und die Juden gedenket abzufallen, darum du die Mauern bauest, und du wollest ihr König seyn in diesen Sacken; 7 . Und du habest die Propheten bestellet, die von dir ausschreyen sollen zu Jerusalem, und sagen: Er ist der König Juda. Nun solches wird vor den König kommen. So komm nun, und laß uns mit einander rathschlagen. 8. Ich aber sandte zu ihm, und ließ ihm sagen: Solches ist nicht geschehen, das du sagest; du hast es aus deinem Herzen erdacht. 9. Denn sie alle wollten uns furchtsam machn, und gedachten: Sie sollen die Hand abthun vom Geschäfte, daß sie nicht arbeiten. Aber ich stärkte desto mehr meine Hand. 10. Und ich kam in das Haus Semaja, des Sohnes Delaja, des Sohnes Mehetabeels; und er hatte sich verschlossen, und sprach: Laß uns zusammen kommen im Hause Gottes mitten im Tempel, und die Thüre des Tempels zu- schließen; denn sie werden kommen dich zu erwürgen , und werden bey der Nacht kommen, daß sie dich erwürgen. Anzahl N e h e m i a 6. 7. 475 i i. Ich aber sprach: Sollte ein solcher Mann fliehen? Sollte ein solcher Mann, wie ich bin, in den Tempel gehen, daß er lebendig bleibe? Ich will nicht hinein gehen. 12. Denn ich merkte, daß ihn Gott nicht gesandt hatte. Denn er sagte wohl Weissagung auf mich, aber Tobia und Saneballat hatten ihm Geld gegeben. 1 3 . Darum nahm er Geld, auf daß ich mich furchten sollte, und also thun, und sündigen , daß sie ein böses Geschrey hätten, damit sie mich lästern möchten. i^. "Gedenke, mein Gott, des Tobiä und Sa- neballats nach diesen feinen Werken; auch der Prophetin» Noadja, und der andern Propheten, die mich wollten abschrecken. ' Ps. r-v 22. 15. Und die Mauer ward fertig am fünf und zwanzigsten Tage des Monaths Elul, in zwey und fünfzig Tagen. 16. Und da alle unsere Feinde das höreten, fürchteten sich alle Heiden, die um uns her waren, und der" Muth entfiel ihnen; denn sie merkten, daß dieß Werk von Gott war. - 1 Mos. 42 / 28. 1 Sam. 17 / 32 . 17 . Auch zu derselben Zeit waren viele der Obersten Juda, derer Briefe gingen zu Tobia, und von Tobia zu ihnen. 18. Denn ihrer waren viele in Juda, die ihm geschworen waren; denn er war ein Schwager Sachanja, des Sohnes Arah, und sein Sohn Johanan hatte die Tochter Mesullams, des Sohnes Berechja. 19. Und sagten Gutes von ihm vor mir, und brachten meine Rede aus zu ihm. So sandte denn Tobia Briefe mich abzuschrecken. Das 7 . Capitel. Wächter der Stadt/ Zahl und Geschenke des Volks. 1. Aa wir nun die Mauern gebauet hatten, ^ hängete ich die Thüren ; und wurden bestellet die Thorhüther, Sänger und Leviten. 2. Und ich geboth meinem Bruder Hanani, und Hananja, dem Pallastvogt zu Jerusalem (denn er war ein treuer Mann, und gottesfürch- tig vor vielen andern) 3 . Und sprach zu ihnen: Man soll die Thore zu Jerusalem nicht aufthun, bis daß die Sonne heiß wird; und wenn man noch arbeitet, soll man die Thür zuschlagen und verriegeln. Und es wurden Hüther bestellet aus den Bürgern Jerusalems, ein Jeglicher auf seine Huth und um sein Haus. des Volks. Die Stadt aber war weit von Raum und groß, aber wenig Volks darinnen, und die Häuser waren nicht gebauet. 5 . Und mein Gott gab mir in das Herz, daß ich versammelte die Rathsherren und die Obersten und das Volk, sie zu rechnen. Und ich fand ein Register ihrer Rechnung, 6 . Die vorhin herauf gekommen waren aus dem Gefängniß, die NebueadNezar, der König zu Babel, hatte weggeführet, und zu Jerusalem wohneten und in Juda, ein Jeglicher in seiner Stadt, 7 . Und waren gekommen mit Serubabel, Jesua, Nehemja, Asarja, Raamja, Nahemani, Mardochai, Bilsan, Mispereth, Bigevai, Nehum und Baena. Dieß ist die Zahl der Männer vom Volk Israel. 8. Der Kinder Pareos waren zwey tausend hundert und zwey und siebenzig. 9 . Der Kinder Sephatja, drey hundert und zwey und siebenzig. 10. Der Kinder Arah, sechs hundert und zwey und fünfzig. 11. Der Kinder * PahathMoabs unter den Kindern Jesua und Joabs, zwey tausend acht hundert und achtzehn. " Efta 2, s.> 12. Der Kinder Elams, tausend zwey hundert und vier und fünfzig. 13. Der Kinder Sathu, acht hundert und fünf und vierzig. 1^. Der Kinder Sacat, sieben hundert und sechzig. 15. Der Kinder Benui, sechs hundert und acht und vierzig. 16. Der Kinder Bebai, sechs hundert und acht und zwanzig. 17. Der Kinder Asgads, zwey tausend drey hundert und zwey und zwanzig. 18. Der Kinder Adonikams, sechs hundert und sieben und sechzig. 19. Der Kinder Bigevai, zwey tausend und sieben und sechzig. 20. Der Kinder Adins, sechs hundert und fünf und fünfzig. 21. Der Kinder Aters von Hiskia, acht und neunzig. 22. Der Kinder Hasums, drey hundert und acht und zwanzig. 23. Der Kinder Bezai, drey hundert und vier und zwanzig. 2^. Der Kinder Hariphs, hundert und zwölf. 25. Der Kinder Gibeons, fünf und neunzig. Os 0 2 Anzahl 476 26. Der Männer von Bethlehem und Neto- pha, hundert und acht und achtzig. 27. Der Männer von "Anathoth, hundert und acht und zwanzig. * s-r. i, i. 2 8. Der Männer von BetyAsmaveth, zwey und Vierzig. 29. Der Männer von KiriathJearim, Eaphira und Beeroth, sieden hundert und drey und vierzig. 30. Der Männer von Rama und Gada, sechs hundert und ein und zwanzig. 31. Der Männer von Michmas/ hundert und zwey und zwanzig. 32 . Der Männer von Bethel und Ai / hundert und drey und zwanzig. 33. Der Männer vom andern Nebo, zwey und fünfzig. 34. Der Kinder des andern Elams, tausend zwey hundert und vier und fünfzig. 35. Der Kinder Harims/ drey hundert und zwanzig. 36 . Der Kinder Jereho, drey hundert und fünf und vierzig. 37 . Der Kinder Lods, Hadids und Ono, sieben hundert und ein und zwanzig. 38 . Der Kinder Senaa, drey tausend neun hundert und dreyßig. 39. Die Priester: Der Kinder Jedaja, vom Haufe Jesua, neun hundert und drey und sie- benzig. 4o., Der Kinder Jmmers, tausend und zwey und fünfzig. 4 1. Der Kinder Pashurs, taufend zwey hun, dert und sieben und vierzig. 42 . Der Kinder Harims, tausend und sieben- zehn. 43. Die Leviten: Der Kinder Jesua von Kav- miel/ unter den Kindern Hodua, vier und sie- Senzig. 44 . Die Sänger: Der Kinder Assaphs, hundert und acht und vierzig. 45. Die Thorhüther waren: Die Kinder Sal- lums, die Kinder Aters, die Kinder Thalmons, die Kinder Akubs, die Kinder Hatita, die Kinder Sobai; allesammt hundert und acht und dreyßig. 46 . Die Nethinim: Die Kinder Ziha , die Kinder Hasupha, die Kinder Tabaoths, 47 . Die Kinder Keros, die Kinder Sia, die Kinder Padons, 48 . Die Kinder Libana, die Kinder Hagaba, die Kinder Salmai, des Volks. 49. Die Kinder Hanaus, die Kinder Giddels, die Kinder Gahars, 50. Die Kinder Reaja, die Kinder Rezins, die Kinder Nekoda, 51. Die Kinder Gasams, die Kinder Ufa, die Kinder Passeah, 52 . Die Kinder Bessai, die Kinder Megu- nims, die Kinder Nephuffims, 53. Die Kinder Bakbuks, die Kinder Hakupha, die Kinder Harhurs. 54. Die Kinder Bazliths, die Kinder Mehida, die Kinder Harsa, 55. Die Kinder Barkos, die Kinder Siffera, die Kinder Thamah, 56 . Die Kinder Neziah, die Kinder Hatipha. 57. Die Kinder der Knechte Salomons waren: Die Kinder Sotai, die Kinder Sophereths, die Kinder Prida, 58 . Die Kinder Jaela, die Kinder Darkons, die Kinder Giddels, 59. Die Kinder Sephatja, die Kinder Hatils die Kinder Pochereths von Zebaim, die Kinder Amons. 60. Aller * Nethinim und Kinder der Knechte Salomons waren drey hundert und zwey und neunzig. * Eft« 8/ 20. 61. Und diese zogen auch mit herauf: Mithel, Melah, ThelHarsa, Cherub, Addon und Immer; aber sie konnten nicht anzeigen ihrer Väter Haus, noch ihren Samen, ob sie aus Israel wären. 62. Die Kinder Delaja, die Kinder Lobia, und die Kinder Nekoda waren sechs hundert und zwey und vierzig. 63 . Und von den Priestern waren die Kinder Habaja, die Kinder Hakoz, die Kinder Barsil- lai, der aus den Töchtern Barsillai, des Gilea- diters, ein Weib nahm und ward nach derselben Nahmen genannt. 64 . Diese suchten ihr Geburtsregister; und da sie es nicht fanden, wurden sie los vom Priesterthum. 65 . Und Hathirsatha sprach zu ihnen: Sie sollten nicht essen vom Allerheiligften, bis daß ein Priester aufkäme * mit dem Licht und Recht. * 2 Mos. 28 / 30 . 66. Der ganzen Gemeine wie Ein Mann war zwey und vierzig tausend drey hundert und sechzig; ^ 67 . Ausgenommen ihre Knechte und Mägde, derer waren sieben tausend drey hundert und sieben und dreyßig; und hatten zwey hundert und fünf und vierzig Sänger und Sängerinnen, . Nehewia 7. Esra prediget. Nehemia 7. 8. Laubhütten. 68. Sieben hundert und sechs und dreyßig Rosse, zwey hundert und fünf und vierzig Maul- thiere , 69. Vier hundert und fünf und dreyßig Kameele, sechs tausend sieben hundert und zwanzig Esel. 7 0. Und Etliche der obersten Väter gaben zum Werke. Hathirsatha gab zum Schatz tausend Gülden, fünfzig Becken, fünf hundert und dreyßig Priesterröcke. 71. Und etliche oberste Väter gaben zum Schatz ans Werk, zwanzig tausend Gülden, zwey taufend und zwey hundert Pfund Silber. 72. Und das andere Volk gab zwanzig taufend Gülden, und zwey tausend Pfund Silber, und sieben und sechzig Priefterröcke. 73 . Und die Priester und die Leviten, die Thor- hüther, die Sänger, und etliche des Volks, und die Nethinim, und ganz Israel, setzten sich in ihre Städte. Das 8. Capitel. Nehcmia und Esra richten den Gottesdienst an. 1. t^a nun herzu kam der siebente Monath, ^ und die Kinder Israel in ihren Städten waren, versammelte sich das ganze Volk, wie Ein Mann, auf die breite Gasse vor dem Wasserthor, und sprachen zu Esra, dem Schriftgelehrten; daß er das Gesetzbuch Mose hohlete, das der Herr Israel gebothen hat. 2. Und Esra, der Priester, brachte das Gesetz vor die Gemeine, beydes Männer und Weiber und alle, die es vernehmen konnten, am ersten Tage des siebenten Monaths, 3 . Und las darinnen auf der breiten Gasse, die vor dem Wasserthor ist, von licht Morgen an bis auf den Mittag, vor Mann und Weib und wer es vernehmen konnte. Und des ganzen Volks Ohren waren zu dem Gesetzbuch gekehret. L. Und Esra, der Schriftgelehrte, stand auf einem hölzernen hohen Stuhl, den sie gemacht hatten zu predigen; und stand neben ihm Ma- Lhithja, Sema, Anaja, Uria, Hilkia und Maeseja zu seiner Rechten; aber zu seiner Linken, Pedaja, Misael, Malchja, Hasum, Has- badana, Sacharja und Mesullam. 5 . Und Esra that das Buch auf vor dem ganzen Volk; denn er ragte über alles Volk; und da er es aufthat, stand alles Volk. 6 . Und Esra lobte den Herrn, den grossen Gott. Und alles Volk antwortete: Amen, Amen, mit ihren Händen empor; und neigten sich, und vetheten. den Herrn an mit dem Antlitz zur Erde. 477 7 . Und Jesua, Bani, Serebja, Jamin, Akub, Sabthai, Hodaja, Maeseja, Klita, Asarja, Josabad, Hanan, Plaja und die Leviten machten , dass das Volk auf das Gesetz merkete; und das Volk stand auf seiner Stätte. 8 . Und sie lasen im Gesetzbuch Gottes klärlich und verständlich, daß man es verstand, da man es las. 9. Und Nehemia, der da ist*Hathirsatha, und Esra, der Priester, der Schriftgelehrte, und die Leviten, die das Volk aufmerken machten, sprachen zu allem Volk: Dieser Tag ist heilig dem Herrn, euerm Gott; darum seyd nicht traurig, und weinet nicht. Denn alles Volk weinete, da sie die Worte des Gesetzes höreten. *c. 7 ,70. 10. Darum sprach er zu ihnen: Gehet hin, und esset das Fette, und trinket das Süsse; und sendet denen auch Theil, die nichts für sich bereitet haben; denn dieser Tag ist heilig unserm Herrn; darum bekümmert euch nicht, denn die Freude am Herrn ist eure Stärke. 11. Und die Leviten Meten alles Volk, und sprachen: Seyd stille, denn der Tag ist heilig, bekümmert euch nicht. 12. Und alles Volk ging hin , daß es ässe, tränke, und Theil sendete, und eine große Freude machte; denn sie hatten die Worte verstanden, die man ihnen hatte kund gethan. 13. Und des andern Tages versammelten sich die obersten Väter unter dem ganzen Volk, und die Priester und Leviten zu Esra, dem Schriftgelehrten , daß er sie die Worte des Gesetzes unterrichtete. 1^. Und sie fanden * geschrieben im Gesetz, das der Herr durch Mose gebothen hatte, daß die Kinder Israel in Laubhütten wohnen sollten auf das Fest im siebenten Monath. Mos. 23, .42. 15. Und sie ließen es laut werden, und aus- rufen in allen ihren Städten und zu Jerusalem, und sagen: Gehet hinaus auf die Berge und höhlet Oehlzweige, Balsamzweige, Myrtenzweige , Palmenzweige und Zweige von dichten Bäumen, daß man Laubhütten mache, wie es geschrieben stehet. 16. Und das Volk ging hinaus , und hohleten, und machten ihnen Laubhütten, ein Jeglicher auf seinem Dach, und in ihren Höfen, und in den Höfen am Hause Gottes, und * auf der breiten Gasse am Wasssrthor, und auf der breiten Gasse am Thor Ephraim. *». 1. 17. Und dis ganze Gemeine derer, die ans dem Gesängniß waren wieder gekommen, machten 478 Lob und Nehemia 9. Lhaten Gottes. Laubhütten, und wohneten darinnen. Denn die Kinder Israel hatten seit der Zeit Josua, des Sohnes Nun, bis auf diesen Tag nicht also gethan; und es war eine sehr große Freude. 18. Und ward im Gesetzbuch Gottes gelesen alle Tage, vom ersten Tage an bis auf den letzten; und hielten das Fest sieben Tage, und am achten Tage die Versammlung, wie sichs gebühret. Das 9. Capitel. Des Volks öffentliche Buße. 1. Hlm vier und zwanzigsten Tage dieses Mo- ^ naths kamen die Kinder Israel zusammen, mit Fasten, und Säcken, und Erde auf ihnen; 2. Und sonderten den Samen Israels von allen fremden Kindern, und traten hin und bekannten ihre Sünde und ihrer Väter Misse- that. 3. Und standen auf an ihre Stätte, und man las im Gesetzbuch des Herrn, ihres Gottes, viermahl des Tages; und sie bekannten, und betheten an den Herrn, ihren Gott, viermahl des Tages. Und die Leviten standen auf in die Höhe, nähmlich Jesua, Bani, Kadmiel, Sebanja, Buni, Serebja, Bani und Chenani, und schrien laut zu dem Herrn, ihrem Gott, s. Und die Leviten, Jesua, Kadmiel, Bani, Hasabenja, Serebja, Hodja, Sebanja, Pe- thahja, sprachen: Stehet auf, lobet den Herrn, euern Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit; und man lobe den Nahmen deiner Herrlichkeit, der erhöhet ist, über alles Segnen und Loben. 6 . Herr, Du bist es allein, Du hast gemacht den Himmel und aller Himmel Himmel mit allem ihrem Heer, die Erde, und alles, was darauf ist, die Meere, undalles, was darinnen ist; Du machest alles lebendig, und das himmlische Heer bethet dich an. 7. Du bist der Herr Gott, der du Abram erwählet hast, und ihn * von Ur in Chaldäa aus- geführet, und i- Abraham genannt, * 1 Mos. 11/ 31. ff 1 Mos. 17, L. 8 . Und sein Herz treu vor dir gefunden , und einen Bund mit ihm gemacht, seinem Samen zu geben das Land der Cananiter, Hethiter, Amoriter, Pherefiter, Jebusiter und Girgositer; und hast dein Wort gehalten, denn Du bist gerecht. 9. Und ' du hast angesehen das Elend unserer Väter in Egypten, und ihr Schreyen erhöret am Schilfmeer, * r Ms. 3, 7 . 10. Und Zeichen und Wunder gethan an Pharao, und allen seinen Knechten, und an allem Volk seines Landes; denn du erkanntest, daß sie stolz wider sie waren; und hast dir einen Nahmen gemacht, wie es heute gehet. 11. Und hast * das Meer vor ihnen zerrissen, daß sie mitten im Meer trocken durchhin gingen, und ihre Verfolger in die Tiefe verworfen, wie Steine in mächtigen Wassern; * 2 Ms. 14 , 21 . 12. Und sie'geführet des Tages in einer Wol- keusäule, und des Nachts in einer Feuersäule, ihnen zu leuchten auf dem Wege, den sie zogen. * 2 Ms. 13, 2l. 13. Und * bist herab gestiegen auf den Berg Sinai, und i- Haft mit ihnen vom Himmel geredet, und gegeben ein wahrhaftiges Recht, und ein rechtes Gesetz, und gute Gebothe und Sitten; * 2 Mos. 19, 18 . ff 2 Mos. 20 , 1 . 1^. Und deinen heiligen Sabbath ihnen kund gethan; und Gebothe, Sitten und Gesetze ihnen gebothen durch deinen Knecht Mose; 15. Und ihnen'Brot vom Himmel gegeben, da sie hungerte, und i- Wasser aus dem Felsen lassen gehen, da sie dürstete; und ihnen geredet, sie sollten hinein gehen und das Land einnehmen, darüber du deine Hand hobest, ihnen zu geben. * 2 Ms. 16 , 4. 14. ff ,2 Ms. 17, 6. 16. Aber unsere Väter wurden stolz und halsstarrig, daß sie deinen Gebothen nicht gehorchten, 17. Und weigerten sich zu hören , und gedachten auch nicht an deine Wunder, die du an ihnen thateft; sondern sie wurden halsstarrig und warfen ein Haupt auf, daß sie sich wendeten zu ihrer Dienstbarkeit in ihrer Ungeduld. Aber Du, mein Gott, vergäbest, und wärest'gnädig, barmherzig , geduldig, und von großer Barmherzigkeit, und verließest sie nicht. * 2 Mos. 34, 6. 18. Und ob sie wohl * ein gegossenes Kalb machten und sprachen: Das ist dein Gott, der dich aus Egyptenland geführet hat, und thaten große Lästerungen; * 2 Ms. 32 ,4. 19. Dennoch verließest du sie nicht in der Wüste, nach deiner großen Barmherzigkeit, und die Wolkensäule wich nicht von ihnen des Tages, sie zu führen auf dem Wege, noch die Feuersäule des Nachts, ihnen zu leuchten auf dem Wege, den sie zogen. 20. Und du gäbest ihnen deinen guten Geist, sie zu unterweisen; und dein Man wandtest du nicht von ihrem Munde; und gäbest ihnen Wasser, da sie dürstete. Nehemia 9 . 10 . Wohlthaten Gottes. 479 Erzählung der 21. Vierzig Jahre versorgtest du sie in der Wüste, daß ihnen nichts mangelte. * Ihre Kleider veralteten nicht, und ihre Füße zerschwollen nicht; * - Ms. 8,4. c. 29, 22. Und gäbest ihnen Königreiche und Völker, und theiltest sie hier und daher, daß sie einnah- men das Land * Sihons, des Königs zu Hesbon, und das Land Ogs, des Königs zu Basan; * 4 Mos. 2 l, 24. 35. 23 . Und vermehrtest ihre Kinder, wie die Sterne am Himmel, und brachtest sie ins Land, das du ihren Vätern geredet hattest, daß sie einziehen und es einnehmen sollten. 2^. Und die Kinder zogen hinein, und nahmen das Land ein; und du demüthigtest vor ihnen die Einwohner des Landes, die Cananiter, und gäbest sie in ihre Hände, und ihre Könige, und Völker im Lande, daß sie mit ihnen thaten nach ihrem Willen. 25 . Und sie gewannen feste Städte, und ein fettes Land, und nahmen Häuser ein, voll aller- ley Güter, ausgehauene Brunnen, Weinberge, Oehlgärten, und Bäume, davon man isset, die Menge, und aßen, und wurden * satt und fett, und lebten in Wollust, durch deine große Güte. * 5 Mos. 32, 15. 26. Aber sie wurden ungehorsam, und widerstrebten dir, und warfen dein Gesetz hinter sich zurück, und erwürgeten deine Propheten, die ihnen bezeugten, daß sie sollten sich zu dir bekehren , und thaten große Lästerung. 27. Darum gäbest du sie in die Hand ihrer Feinde, die sie ängsteten. Und zur Zeit ihrer Angst schrien sie zu dir; und du erhörtest sie vom Himmel, und durch deine große Barmherzigkeit * gäbest du ihnen Heilande, die ihnen halfen aus ihrer Feinde Hand. * Nicht. 3,9.15. 28. Wenn sie aber zur Ruhe kamen / verkehrten sie sich, übel zu thun vor dir. So verließest du sie in ihrer Feinde Hand, daß sie über sie herrschten. So bekehrten sie sich dann, und schrien zu dir; und Du erhörtest sie vom Himmel , und'errettetest sie nach deiner großen Barmherzigkeit vielmahl, 29. Und ließest ihnen bezeugen, daß sie sich bekehren sollten zu deinem Gesetz. Aber sie waren stolz, und gehorchten deinen Gebothen nicht, und sündigten an deinen Rechten (' welche so ein Mensch thut, lebet er darinnen) und wandten ihre Schultern weg, und wurden halsstarrig und gehorchten nicht. *3 Mos. 18 , 5 . 30. Und du hieltest viele Jahre über ihnen, und ließest ihnen bezeugen durch deinen Geist in deinen Propheten; aber sie nahmen es nicht zu Ohren. Darum hast du sie gegeben in die Hand der Völker in Ländern. 31. Aber nach deiner großen Barmherzigkeit hast du es nicht gar aus mit ihnen gemacht, noch sie verlassen; denn du bist ein gnädiger und barmherziger Gott. 32. Nun, unser Gott, du großer Gott, mächtig und schrecklich, der du hältst Bund und Barmherzigkeit, achte nicht gering alle die Mühe, die uns getroffen hat, und unsere Könige, Fürsten, Priester, Propheten, Väter und dein ganzes Volk, von der Zeit an der Könige zu Assur, bis auf diesen Tag. 33. Du bist gerecht an allem, das du über uns gebracht hast; denn du hast recht gethan, wir aber sind gottlos gewesen. 3^. Und * unsere Könige, Fürsten, Priester und Väter haben nicht nach deinem Gesetz gethan , und nicht Acht gehabt auf deine Gebothe und Zeugnisse, die du ihnen hast lassen zeugen. * Dan. 9, 6. 8. 35. Und sie haben dir nicht gedienet in ihrem Königreich, und in deinen großen Gütern, die du ihnen gäbest, und in dem weiten und fetten Lande, das du ihnen dargelegt hast, und haben sich nicht bekehret von ihrem bösen Wesen. 36 . Siehe, wir sind heutiges Tages Knechte; und im Lande, das du unfern Vätern gegeben hast, zu essen seine Früchte und Güter, siehe, darinnen sind wir Knechte; 37. Und sein Einkommen mehret sich den Königen, die du über uns gesetzet hast, um unserer Sünden willen; und sie herrschen über unsere Leiber und Vieh nach ihrem Willen, und wir sind in großer Noth. 36 . Und in diesem allen machen wir einen festen Bund, und schreiben, und lassen es unsere Fürsten, Leviten und Priester versiegeln. Das 10. Capitel. Versieglung des erneuerten Bundes. 1. <^>ie Versiegter aber waren: Nehemia Ha- thirsatha, der Sohn Hachalja, und Zidekia, 2. Seraja, Asarja, Jeremja, 3. Pashur, Amarja, Malchja, Hattus, Sebania, Malluch, 5. Harim, Meremoth, Obadja, 6 . Daniel, Ginthon, Baruch, 7 . Mesullam, Ma, Mejamin, , / 480 Versieglung und Eid N e l) e m i a 10 . 11 . des neuen Bundes. 8. Maasja, Bilgai und Semaja, das waren die Priester. 9 . Die Leviten aber waren: Jesua, der Sohn Asanja, Binui, unter den Kindern Henadads, Kadmiel / 10. Und ihre Brüder: Sechanja, Hodja, Klita, Plaja, Hanan, i l. Micha, Rehob, Hasabja, 12. Sachur, Serebja, Sebanja, 13 . Hodja, Bani und Benin». i^.'Die Häupter im Volk waren: Bani, Pareos PahathMoab, Elam, Sathu, is. Buni, Asgad, Bebai, 16. Adonja, Bigvai, Adin, 17 . Ater, Hiskia, Asur, 18. Hodja, Hasum, Bezai, 19. Hariph, Anathoth, Neubai, 20. Magpias, Mesullam, Hesir, 21. Mesesabeel, Zadok, Jaddua, 22. Platja, Hanan, Anaja, 23 . Hosea, Hananja, Halub, 2^. Halohes, Pilha, Sobek, 25 . Rehum, Hasabna, Maeseja, 26. Ahia, Hanan, Anan, 27 . Malluch, Harim, und Baena. 28. Und das andere Volk, "Priester, Leviten, Thorhüther, Sänger, Nethinim und alle, die sich von den Völkern in Ländern gesondert hatten zum Gesetz Gottes, sammt ihren Weibern, Söhnen und Töchtern, alle die es verstehen konnten. * Efta 2 / 7o. 29. Und ihre Mächtigen nahmen es an für ihre Brüder. Und sie kamen, daß sie schwuren und sich mit einem Eide verpflichteten, zu wandeln im Gesetz Gottes, das durch Mose , den Knecht Gottes, gegeben ist, daß sie halten und thun wollten nach allen Gebothen, Rechten und Sitten des Herrn, unsers Herrschers; 30. Und daß wir den Völkern im Lande unsere Töchter nicht geben, noch ihre Töchter unser» Söhnen nehmen wollten; 3 1. Auch wenn die Völker im Lande" am Sak- bathtage bringen Waare und allerley Fütterung zu verkaufen, daß wir es nicht von ihnen nehmen wollten auf den Sabbath und an heiligen Tagen ; und daß wir das siebente Jahr allerhand Beschwerung frey lassen wollten. * c. 1Z/ 13. Ainos 8/ 32 . Und legten ein Geboth auf uns, daß wir jährlich einen Drittentheil eines Sekels gaben zum Dienst im Hause unsers Gottes; 33. Nähmlich zu Schaubrot, zu täglichem Speisopfer, zu täglichem Braudvpfer des Sab- baths, der Neumonden und Festtage, und zudem Geheiligten, und zum Sündopfer, damit Israel versöhnet werde, und zu allem Geschäfte im Haust unsers Gottes. 3 ^>. Und wir warfen das Loos unter den Priestern , Leviten und dem Volk um das Opfer des Holzes, das man zum Hause unsers Gottes bringen sollte jährlich, nach den Häusern unserer Väter, auf bestimmte Zeit, zu" brennen auf dem Altar des Herrn, unsers Gottes, wie es im Gesetz geschrieben stehet. *3 Mos. 6 ,12. 35. Und jährlich zu bringen die Erstlinge unsers Landes und die Erstlinge aller Früchte auf allen Bäumen, zum Hause des Herrn; 36 . Und die Erstlinge unserer Söhne und unsers Viehes, wie es * im Gesetz geschrieben stehet, und die Erstlinge unserer Rinder und unserer Schafe; daß wir das alles zum Haust unsers Gottes bringen sollen den Priestern, die im Haufe unsers Gottes dienen. "2 Mos. 13,2. 37. Auch sollen wir bringen die Erstlinge unsers Teiges und unserer Hebe, und die Früchte aller- ley Baume, Most und Oehl den Priestern in die Kästen am Hause unsers Gottes; und den Zehnten unsers Landes den Leviten, daß die Leviten den Zehnten haben in allen Städten unsers Ackerwerks. 38 . Und der Priester, der Sohn Aarons, soll mit den Leviten auch an dem Zehnten der Leviten haben, daß die Leviten" den Zehnten ihrer Zehnten heraufbriugen zumHaufe unsers Gottes in die Kästen im Schatzhause. * 4 Mos 18,26.28. 39. Denn die Kinder Israel und die Kinder Levi sollen die Hebe des Getreides, Mosts und Oehls herauf in die Kästen bringen. Daselbst sind " die Gefäße des Heiligthums, und die Priester, die da dienen, und die Thorhüther und Sänger, daß wir das Haus unsers Gottes nicht verlassen. * c. 13,9. i Ehr. 23, is. Das 11. Capitel. Register der neuen Einwohner in der Stakt und auf dem Felde. 1. Nnd die" Obersten des Volks wohneten zu ^ Jerusalem. Das a> dere Volk aber warfen das Loos darum, daß unter zehn ein Theil gen Jerusalem in die heilige Stadt zögen, da zu wohnen, und neun Theile in den Städten. * r. 7 , 3 . 2. Und das Volk segnete alle die Männer, die frepirillig waren -u Jerusalem zu wobnen. 3 . Dicß sind die Häuprer in der Landschaft, die Register Nehemiall. der Einwohner. 481 die zu Jerusalem wohneten. In den Städten Juda aber wohnete ein Jeglicher * in seinem Gut, das in ihren Städten war; nähmlich Israel, Priester, Leviten, Nethinim und die Kinder der Knechte Salomons. *i Chr. 10,2. ^-^.7,-7. Und zu Jerusalem wohneten Etliche der Kinder Juda und Benjamin. Von den Kindern Juda: Athalja, der Sohn Usia, des Sohnes Sacharja, des Sohnes Amarja, des Sohnes Sephatja, des Sohnes Mahelaleels, aus den Kindern Parez; 5. Und Maeseja, der Sohn Baruchs, des Sohnes ChalHose, des Sohnes Hasaja, des Sohnes Adaja, des Sohnes Jojaribs, des Sohnes Sacharja, des Sohnes Siloni. 6. Aller Kinder Parez, die zu Jerusalem wohneten, waren vierhundert und acht und sechzig, redliche Leute. 7 . Dreß sind die Kinder Benjamin: Sallu, der Sohn Mesullams, des Sohnes Joeds, des Sohnes Pedaja, des Sohnes Kolaja, des Sohnes Maeseja, des Sohnes Jthiels, des Sohnes Jesaja; 8 . Und nach ihmGabai, Sallai, neunhundert und acht und zwanzig; 9. Und Joel, der Sohn Sichri, war ihr Vorsteher; und Juda, der Sohn Hasnua, über das andere Theil der Stadt. 19. Von den Priestern wohneten Jedaja, der Sohn Jojaribs, Jachin. 11. Seraja, d'er Sohn Hilkia, des Sohnes Mesullams, des Sohnes Zadoks, des Sohnes Merajoths, des Sohnes Ahitovs, war Fürst im Hause Gottes. 12. Und seine Brüder, die im Hause schafften, derer waren acht hundert und zwey und zwanzig. Und Adaja, der Sohn Jerohams, des Sohnes Plalja, des Sohnes Amzi, des Sohnes Sacharja, des Sohnes Pashurs, des Sohnes Malchja, 13. Und seine Brüder, Obersten unter den Vätern , waren zwey hundert und zwey und vierzig. Und Amassai, der Sohn Asareels, des Sohnes Ahusai, des Sohnes Mesillemoths, des Sohnes Jmmers, 1 4 . Und seine Brüder, gewaltige Leute, waren hundert und acht und zwanzig. Und ihr Vorsteher war Sabdiel, der Sohn Gedolims. 15 -. Von den Leviten: Sesmaja, der Sohn Hasubs, des Sohnes Asrikams, des Sohnes Hasabja, des Sohnes Bmmt, 16. Und Sabthai und Josabad, aus der Leviten Obersten, an den äußerlichen Geschäften im Hause Gottes, 17. Und Mathanja, der Sohn Micha, des Sohnes Sabdi, des Sohnes Assaphs, der das Haupt war, Dank anzuheben zum Gebeth, und Bakbukja, der andere unter seinen Brüdern, und Abda, der Sohn Sammna, des Sohnes Galals, des Sohnes Jedithuns. 1 8 . Aller Leviten in der heiligen Stadt waren zwey hundert und vier und achtzig. 19. Und die Thorhüther, Akuv und Thalmon und ihre Brüder, die in den Thoren hütheten, waren hundert und zwey und siebenzig. 20. Das andere Israel aber, Priester und Leviten, waren in allen Städten Juda, ein Jeglicher in seinem Erbtheil. 21. Und die Nethinim wohneten an Ophel. Und Ziha und Gispa gehörten zu den Nethinim. 22. Der Vorsteher aber über die Leviten zu Jerusalem war Ust, der Sohn Bani, des Sohnes Hasabja, des Sohnes Mathanja, des Sohnes Micha. Aus den Kindern Assaphs waren Sänger um das Geschäfte im Hause Gottes. 23. Denn es war des Königs Geboth über sie, daß die Sänger treulich handelten, einen jeglichen Tag seine Gebühr. 2^. Und Pethahja, der Sohn Mesesabeels, aus den Kindern Serah, des Sohnes Juda, war Befehlshaber des Königs zu allen Geschäften an das Volk. 25. Und der Kinder Juda, die außen auf den Dörfern ans ihrem Lande waren, wohneten etliche zu * KiriathArba und in ihren Töchtern, und zu Dibon und in ihren Töchtern, und zu Kabzeel und in ihren Dörfern, * Jos. 20/ 7. c. 21, 11. 26. Und zu Jesua, Molada, Bethpalet, 27. Hazarsual, Berseba und ihren Töchtern, 28. Und zu * Ziklag und Mochona, und ihren Töchtern, * Los-", 29. Und zu Enrimmon, Zarega, Jeremuth, 30. Sanoah, Mullam und ihren Dörfern, zu Lachis und auf ihrem Felde, zu Aseka und in ihren Töchtern. Und lagerten sich von Berseba an bis ans Thal Hinnom. 31. Die Kinder Benjamin aber von Gaba wohneten zu Michmas, Aja, BethEl und ihren Töchtern, 32. Und zu Anathoth, Nob, Ananja, 33. Hazor, Rama, Githatm, 3^. Hadid, Ziboim , Neballat, Ppp ^82 Nahmen der Priester und Leviten. Nehemia 12. Einweihung der Mauern zu Jerusalem. 35 . Lod, Ono, und im Zimmerthal. 36 . Und etliche Leviten, die Theil in Juda hatten / wohneten unter Benjamin. Das 12. Capitel. Nahmen der Priester und Leviten. Eiiiwcihmig der Stadt. Ordnung der heiligen Pfleger. 1. A^ieß sind die Priester und Leviten, die mit ^ Serubabel, dem Sohne Sealthiels, und Jesua herauf zogen: Seraja, Jeremja, Esra, 2. Amarja, Malluch, Hattus, 3 . Sechanja, Rehum, MeremoLh, Iddo, Ginthoi, Abja, 5 . Mejamin, Maadja, Bilga, 6 . Semaja, Jvjarib, Jedaja, 7 . Sallu, Amok, Hrlkia, und Jedaja. Dreß waren die Häupter unter den Priestern und ihren Brüdern, zu den Zeiten Jesua. 8. Die Leviten aber waren diese: Jesua, Benyi, Kadmiel, Serebja, Juda und Mathan- ja, über das*Dankamt, er und seine Brüder. * c. ii/ 17. y. Bakbnkja und Unni, ihre Brüder, waren um sie zur Huth. 10. Jesua zeugete Jojakim, Jojakim zeugete Ellasib, Eliasib zeugete Jojada, 11. Jojada zeugete Jonathan, Jonathan zeugete Jaddua. 12. Und zu den Zeiten Jojakims waren diese oberste Väter unter den Priestern: Rühmlich von Seraja war Meraja; von Jeremja war Ha- nanja; 13 . Von Esra war Mesullam; von Amarja war Johanan; i^. Von Malluch war Jonathan; von Sebanja war Joseph; 15. Von Harim war Adna; von Merajoth war Helkai; 16. Von Iddo war Sacharja; von Ginthon war Mesullam; 17. Von * Abja war Sichri; von Mejamin Moadja war Piltai; * Luc. i/ 18. Von Bilga war Sammua; von Semaja war Jonathan; i s. Von Jojarib war Mathnai; von Jedaja war Usi; 20. Von Sallai war Kallai; von Amok war Eber. 21. Von Hilkia war Hasabja; von Jedaja war Nethaneel. 22. Und zu den Zeiten Eliasibs, Jojada, Jo- hanan und Jaddua, wurden die obersten Väter unter den Leviten und die Priester beschrieben unter dem Königreich Darius, des Persers. 23 . Es wurden aber die Kinder Levi, die obersten Väter, beschrieben in die Chronica, bis zur Zeit Johanans, des Sohnes Eliasibs. 2^j. Und dieß waren die Obersten unter den Leviten: Hasabja, Serebja, und Jesua, der Sohn Kadmiels, und ihre Brüder neben ihnen, zu loben und zu danken; wie' es David, der Mann Gottes, gebothen hatte, Eine Huth neben der andern. * i Ar. - 6 /1. 25. ' Mathanja, Bakbukja, Obadja, Me- suüam, Talmon und Akub waren Thorhüther an der Huth, an den Schwellen in den Thoren. * 2 Chr. 8/ 14. e. 29/ 25. 26. Diese waren zu den Zeiten Jojakims/ des Sohnes Jesua, des Sohnes Jozadaks, und zu den Zeiten Nehemja, des Landpflegers, und des Priesters Esra, des Schriftgelehrten. 27. Und in der Einweihung der Mauern zu Jerusalem suchte man die Leviten aus allen ihren Orten, daß man sie gen Jerusalem brächte, zu halten Einweihung, in Freuden, mit Danken, mit Singen, Cymbeln, Psaltern und Harfen. 2 8 . Und es versammelten sich die Kinder der Sänger, und von der Gegend um Jerusalem her, und von den Höfen Netophati, 29. Und vom Hause Gilgal, und von den Aeckern zu Gibea und Asmaveth; denn die Sänger hatten ihnen Höfe gebauet um Jerusalem her. 30. Und die Priester und Leviten reinigten sich, und reinigten das Volk, die Thore und die Mauer. 3 1. Und ich ließ die Fürsten Juda oben auf die Mauer steigen, und bestellte zwey große Dankchöre, die gingen hin zur Rechten oben auf die Mauer zum Miftthorwärts. 32. Und ihnen ging nach Hosaja, und die Hälfte der Fürsten Juda, 33 . Und Asarja, Esra, Mesullam, 3 ^. Juda, Benjamin, Semaja, und Jeremja ^ 35 . Und etliche der Priester Kinder mit Trompeten : Nähmlich Sacharja, der Sohn Jonathans , des Sohnes Semaja, des Sohnes Mathanja, des Sohnes Michaja, des Sohnes Sachurs, des Sohnes Assaphs; 36 . Und feine Brüder, Semajah, Asareel, Milalai, Gilalai, Maai, Nethaneel und Juda, Hanani, mit den Saitenspielen Davids, des Einweih. d. Mauern zuJerusal. Nehemia 12.13. Nehemia Eifer wegen Sabbathschänderey.-183 Mannes Gottes; Esra aber/ der Schriftgelehrte/ vor ihnen her/ 37. Zum Brmmenthorwärts. Und gingen neben ihnen auf den Stufen zur Stadt Davids/ die Mauer hinauf zu dem Hause Davids hinan/ bis an das Wasserthor gegen Morgen. 38. Das andere Dankchor ging gegen ihnen über/ und ich ihm nach/ und die Hälfte des Volks die Mauer hinan zum Ofenthnrm hinauf/ bis an die breite Mauer/ 39 . Und zum Thor Ephraim hinan/ und zum alten Thor / und zum Fischthor / und zum Thurm Hananeel / und zum Thurm Mea / bis an das Schafthor/ und blieben stehen im Kerkerthor. Und standen also die zwey Dankchöre im Hause Gottes/ und ich und die Hälfte der Obersten mit mir; Und die Priester / nähmlich ElJakim/ Mae- seja/ Minjamin, Michaja, Elioenai/Sacharja/ Hananja, mit Trompeten; ^ 2 . Und Maeseja, Semaja/ Eleasar/ Usi, Johanan/ Malchja/ Elam und Asar. Und die Sänger sangen laut/ und Jefrahja war der Vorsteher. -13. Und es wurden desselben Tages große Opfer geopfert/ und waren fröhlich; denn Gott hatte ihnen eine große Freude gemacht / daß sich beyde, Weiber und Kinder freueten/ und man hörete die Freude Jerusalems ferne. Zu der Zeit wurden verordnet Männer über die Schatzkästen / * darinnen die Heben / Erstlinge und Zehnten waren/ daß sie sammeln sollten von den Aeckern und um die Städte/ auszutheilen nach dem Gesetz für die Priester und Leviten; denn Juda hatte eine Freude an den Priestern und Leviten / daß sie standen/ * c. io, 37. c. 13 , s. -15. Und warteten der Huth ihres Gottes und der Huth der Reinigung. Und die Sänger und Thorhüther standen nach dem Geboth Davids und seines Sohnes Salomons. -16. Denn zu den * Zeiten Davids und Assaphs wurden gestiftet die obersten Sänger/ und Loblieder / und Dank zu Gott. * Er. -6, i. -17. Aber ganz Israel gab den Sängern und Thorhüthern Theil zu den Zeiten Serubabels und Nehemia / einen jeglichen Tag sein Theil; und sie gaben Geheiligtes für die Leviten, die Leviten aber gaben Geheiligtes für die Kinder Aarons. Das 13. Capitel. Nehemia Eifer in Verbesserung der Polizei), de» Kirchen-und Hauswesens. 1. Nnd es ward zu der Zeit gelesen das Buch ^ Mose vor den Ohren des Volks; und ward gefunden darinnen" geschrieben, daß die Ammoniter und Moabiter sollen nimmermehr in die Gemeine Gottes kommen; Mos. 23,3. 2 . Darum, daß sie den Kindern Israel nicht zuvor kamen mit Brot und Wasser, und * din- geten wider sie Bileam, daß er sie verfluchen sollte; aber unser Gott wandte den Fluch in einen Segen. *4 Mos. 22,3. 3 . Da sie nun dieß Gesetz höreten, schieden sie alle Fremdlinge von Israel. -1. Und vor dem hatte der Priester Eliasib in den Kasten am Hause unsers Gottes geleget das Opfer Tobia. s. Denn er hatte ihm einen großen Kasten gemacht; und dahin hatten sie zuvor geleget Speisopfer, Weihrauch, Geräthe, und die Zehnten vom Getreide, Most und Oehl, nach dem Geboth der Leviten, Sänger und Thorhüther, dazu die Hebe der Priester. 6. Aber in diesem allen war ich nicht zu Jerusalem. Denn im zwey und dreyßigsten Jahr Arthasaftha, des Königs zu Babel, kam ich zum König, und nach etlichen Tagen erwarb ich vom König, 7. Daß ich gen Jerusalem zog. Und ich merkte, daß nicht gut war, das Eliasib an Tobia gethan hatte, daß er ihm einen Kasten machte im Hofe am Hause Gottes; 8. Und verdroß mich sehr, und warf alle Geräthe vom Hause Tobia hinaus vor den Kasten, 9 . Und hieß, daß sie die Kästen reinigten; und ich brachte wieder daselbst hin das Geräthe des Hauses Gottes, das Speisopfer und Weihrauch. 10. Und ich erfuhr, daß der Leviten Theil ihnen nicht gegeben war; derhalben die Leviten und Sänger geflohen waren, ein Jeglicher zu seinem Acker, zu arbeiten. 11 . Da * schalt ich die Obersten, und sprach: Warum verlassen wir das Haus Gottes? Aber ich versammelte sie, und stellete sie an ihre Stätte. * v. 17. 23. 12 . Da brachte ganz Juda die * Zehnten vom Getreide, Most und Oehl zum Schatz. * 4 Mos 1»/ 21. 13 . Und ich setzte über die Schätze Selemja, den Priester, und Zadok, den Schriftgelehrten, Ppp 2 H84 Nehemiä Eifer wegen Nehemia 13. Sabbathschänderey. und aus den Leviten Pedaja, und unter ihre Hand Hanan, den Sohn Sachurs, des Sohnes Mathanja; denn sie wurden für treu gehalten , und ihnen ward befohlen, ihren Brüdern aus- zutheilen. i^. "Gedenke, mein Gott, mir daran, und tilge nicht aus meine Barmherzigkeit, die ich an meines Gottes Hause und an seiner Huth gethan habe. "v. 31. Ps. 25/7. Ps. 106,4. 15 . Zu derselben Zeit sah ich in Juda Kelter treten auf den Sabbath, und Garden herein bringen, und Esel beladen mit Wein, Trauben, Feigen und allerley Last zu Jerusalem bringen auf den Sabbathtag. Und ich bezeugte sie des Tages, da sie die" Fütterung verkauften. * c. io, 31. Amos 8, 3. 16. Es wohneten auch Tyrer darinnen; die brachten Fische und allerley Waare, und verkauften es auf den Sabbath den Kindern Juda und Jerusalems. 17. Da " schalt ich die Obersten in Juda, und sprach zu ihnen : Was ist das böse Ding , das ihr thut, und brechet den Sabbathtag? * V. 11. 23. 18. Thaten nicht unsere Väter also, und unser Gott führete alles dieß Unglück über uns und über diese Stadt? Und ihr machet des Zorns über Israel noch mehr, daß ihr den Sabbath brecbet. 19. Und da die Thore zu Jerusalem aufgezogen waren vor dem Sabbath; hieß ich die Thü- ren zuschließen und befahl, man sollte sie nicht aufthun, bis nach dem Sabbath. Und ich be- stellete meiner Knaben etliche an die Thore, daß man keine Last herein brächte am Sabbathtage. 20. Da blieben die Krämer und Verkäufer mit allerley Waare über Nacht draußen vor Jerusalem, einmahl oder zwey. 21. Da zeugte ich ihnen, und sprach zu ihnen: Warum bleibet ihr über Nacht um die Mauer? Werdet ihr es noch eins thun, so will ich die Hand an euch legen. Von der Zeit an kamen sie des Sabbaths nicht. 22. Und ich sprach zu den Leviten, die rein waren, daß sie kämen und hütheten der Thore, zu heiligen den Sabbathtag. Mein Gott, 'gedenke mir deß auch, und schone meiner nach deiner großen Barmherzigkeit. ' Ps. 23,7. 23. Ich sah auch zu der Zeit Juden, die Weiber nahmen von Asdod, Ammon und Moab. 2^. Und ihre Kinder redeten die Hälfte As- dodisch, und konnten nicht Jüdisch reden, sondern nach der Sprache eines jeglichen Volks. 25. Und ich schalt sie, und fluchte ihnen, und schlug etliche Männer, und raufte sie, und nahm einen Eid von ihnen bey Gott: Ihr " sollt eure Töchter nicht geben ihren Söhnen, noch ihre Töchter nehmen euern Söhnen, oder euch selbst. *3Mos. 7, 3. Eft. s, 2. 26. Hat nicht Salomo, der König Israels, daran gesündiget? Und war doch in vielen Heiden kein König ihm gleich ; und er war seinem Gott lieb, und Gott setzte ihn zum König über ganz Israel, noch " machten ihn die ausländischen Weiber zu sündigen. * 1 Ken. 11,3. 27. Habt ihr das nicht gehöret, daß ihr solches große Uebel thut, euch an unserm Gott zu vergreifen mit ausländischem Weibernehmen? 28. Und Einer aus den Kindern Jojada, des Sohnes Eliasrbs, des Hohenpriesters, hatte sich befreundet mit Saneballat, dem Horoniten; aber ich jagte ihn von mir. 29. Gedenke an sie, mein Gott, die des Priesterthums los find geworden, und des Bundes des Priefterthums, und der Leviten. 30. Also reinigte ich sie von allen Ausländischen, und stellete die Huth der Priester und Leviten, einen Jeglichen zu seinem Geschäfte; 31. Und zu opfern das Holz zu bestimmten Zeiten, und die Erstlinge. " Gedenke meiner, mein Gott, im Besten. * c. L, IS. «. 13, 14. 22. Ps. 23, 7. Ps. 106, 4. Esther 1. Der Vasthi Ungehorsam, darum verstoßen. <485 Ahasveros Mahl. Das B <> c Das 1. Capitel. Vasthi wird wegen verachteter Mahlzeit von Ahasveros verstoßen. 1. Au den Zeiten Ahasveros, der da König a antwortete Eliphas von Theman, und sprach: 2. Du hast es vielleicht nicht gern, so man versucht mit dir zu reden; aber wer kann sichs enthalten ? 3. Stehe, du hast Viele unterwiesen und" lasse Hände gestartet; * Ebr. 12,12. Hiob 4. 5. erste Rede. Eliphas ' . —' ' ^ - — Deine Rede hat die Gefallenen aufgerichtet, und die bebenden Knie hast du bekräftiget, s. Nun es aber an -ich kommt, wirst du weich; und nun es dich trifft, erschrickst du. 6. Ist das deine (Gottes-) Furcht, dein Trost, deine Hoffnung und deine Frö-nmigkett? 7. Lieber, gedenke, wo ist ein Unschuldiger umgekommen? Oder wo find die Gerechten je vertilget? 8. Wie ich wohl gesehen habe, die da Mühe pflügten und Unglück säeten, ernteten fie auch ein, 9. Daß fie durch den Odem Gottes find umgekommen, und vom Geist seines Zorns vertilget. 10. Das Brüllen der Löwen, und die Stimme der großen Löwen, und die Zähne der jungen Löwen find zerbrochen. i i. Der Löwe ist umgekommen, daß er nicht mehr raubet, und die Jungen der Löwinn find zerstreuet. 12. Und zu mir ist gekommen ein heimliches Wort, und mein Ohr hat ein Wörtlein aus demselben empfangen. 13. Da ich Gesichte betrachtete in der Nacht, wenn der Schlaf auf die Leute fällt: i^. Da kam mich Furcht und Zittern an, un- alle meine Gebeine erschraken. 15. Und da der Geist vor mir über ging, standen mir die Haare zu Berge an meinem Leibe; 16. Da stand ein Bild vor meinen Augen, und ich kannte seine Gestalt nicht; es war still, und ich hörete eine Stimme: 17. Wie mag ein Mensch gerechter seyn, denn Gott? Oder ein Mann reiner seyn, denn der ihn gemacht hat? 18. Siehe, * unter seinen Knechten ist keiner ohne Tadel, und in seinen Bothen findet er Thorheit. * c. i§, i-. 2 Per. 2,4. 19. Wie vielmehr, die in leimernen Häusern wohnen und welche auf Erden gegründet find, werden von den Würmern gefressen werden. 20. Es währet vom Morgen bis an den Abend, so werden fie ausgehauen; und ehe fie es gewahr werden, find fie gar dahin; 21. Und ihre Uebrigen vergehen, und sterben auch unversehens. Das 5. Capitel. Eliphas fährt in seiner Bestrafung fort. i.I?enne mir Einen; was gilts, ob du Einen findest? Und flehe dich um irgend nach einem Heiligen. 495 2. Einen Tollen aber erwürget wohl der Zorn, und den Albernen tödtet der Eifer. 3. Ich sah einen Tollen eingewurzelt, und ich fluchte plötzlich seinem Hause. >4. Seine Kinder werden ferne seyn vom Heil, und werden zerschlagen werden im Thor, da kein Erretter seyn wird. 5. Seine Ernte wird essen der Hungrige, und die Bewaffneten werden ihn hohlen, und sein Gut werden die Durstigen aussaufen. 6. Denn Mühe aus der Erde nicht gehet, und Unglück aus dem Acker nicht wüchset; 7. Sondern der Mensch wird zu Unglück geboren, wie die Vögel schweben empor zu fliegen. 8. Doch, ich will jetzt von Gott reden, und von Ihm handeln; 9. Der * große Dinge thut, die nicht zu forschen find, und Wunder, die nicht zu zählen sind; * c. 9/ 10 . 10. Der den Regen aufs Land gibt, und lässet Wasser kommen auf die Straßen; 11. Der 'die Niedrigen erhöhet, und den Betrübten empor hilft. * «»e. 1, -2. 12. Er macht' zu Nichte die Anschläge der Listigen, daß es ihre Hand nicht ansführen kann; * 1 Esaj. 8, 10 . Cor. 3/ 19. 13 . Er fängt die Weisen in ihrer Listigkeit, und stürzet der Verkehrten Rath, i^. Daß fie des Tages in Finsterniß laufen, und tappen im Mittage, wie in der Nacht; 15. Und hilft dem Armen von dem Schwert, und von ihrem Munde, und von der Hand des Mächtigen; 16.. Und ist des Armen Hoffnung, daß die Bosheit wird ihren Mund müßen zuhalten. 17. Siehe, * selig ist der Mensch, den Gott strafet; darum wegere dich der Züchtigung des Allmächtigen nicht. "Offcnb.3, 19 . 18. Denn er * verletzet, und verbindet; er zerschmeisset, und seine Han- heilet. * L Mos. 32, 39. 1 Sam. 2 , 6. Hof. 6, 1 . 2. 19. Aus sechs Trübsalen wird er dich erretten, und in der * siebenten wird dich kein Uebel rühren. * Spruch. 24, 16 . 20. In * der Theurung wird er dich vom Tode erlösen, und im Kriege von des Schwerts Hand. * Pf. 33, 19. 21. Er wird dich verbergen vor der Geissel der Zunge, daß du dich nicht fürchtest vor dem Verderben, wenn es kommt. 22. Im Verderben und Hunger wirst du lachen, und dich vor den wilden Thieren im Lande nicht ^ fürchten; -496 Hiob verant- H i o b 5. 6. 7. wortet sich. 23. Sondern dein * Bund wird seyn mit den Steinen auf dem Felde, und die wilden Thiere auf dem Lande werden Frieden mit dir halten; * Ezcch. 34, 25. 24. Und wirst erfahren, daß deine Hütte Frieden hat; und wirst deine Behausung versorgen, und nicht sündigen; 2Z. Und wirst erfahren, daß deines Samens wird viel werden, und deine Nachkommen wie das Gras auf Erden; 26. Und wirst im Alter zu Grabe kommen, wie Garben eingeführet werden zu seiner Zeit. 27. Siehe, das haben wir erforschet, und ist also; dem gehorche, und merke du dirs. Das 6. Capitel. HiobS Verantwortung wider EliphaS. i.^>iob antwortete und sprach : 2. Wenn man meinen Jammer wöge, und mein Leiden zusammen in eine Wage legte; 3. So würde es schwerer seyn, denn Sand am Meer: darum ist es umsonst, was ich rede. 4. Denn die * Pfeile des Allmächtigen stecken in mir, derselben Grimm säuft aus meinen Geist, und die Schrecknisse Gottes sind auf mich gerichtet. * c. 34, 6. Ps. 38, 3. s. Das Wild schreyet nicht, wenn es Gras hat; der Ochse blöket nicht, wenn er sein Futter hat. 6. Kann man auch essen, das ungesalzen ist? Oder wer mag kosten das Weiße um den Dotter? 7. Was meiner Seele widerte anzurühren, das ist meine Speise vor Schmerzen. 8. O! daß meine Bitte geschähe, und Gott gäbe mir, was ich hoffe! 9. Daß Gott anfinge und zerschlüge mich, und ließe seine Hand gehen und zerscheiterte mich; 10. So hätte ich noch Trost, und wollte bitten in meiner Krankheit, daß er nur nicht schonete. Habe ich doch nicht verläugnet die Rede des Heiligen. i i. Was ist meine Kraft, baß ich möge beharren? Und welches ist mein Ende, daß meine Seele geduldig seyn sollte? 12. Ist doch meine Kraft nicht steinern, so ist mein Fleisch nicht ehern. 13. Habe ich doch nirgend keine Hülfe, und mein Vermögen ist weg. 14. Wer Barmherzigkeit seinem Nächsten we- gert, der verlässet des Allmächtigen Furcht. 15. Meine Brüder gehen * verächtlich vor mir über, wie ein Bach, wie die Wasserströme vorüber fließen. " U- 38,12. 16. Doch, welche sich vor dem Reif scheuen, über die wird der Schnee fallen. 17. Zu der Zeit, wenn fie die Hitze drücken wird., werden sie verschmachten, und wenn es heiß wird, werden sie vergehen von ihrer Stätte. 18. Ihr Weg gehet beyseit aus; fie treten auf .das Ungebahnte, und werden umkommen. 19. Sie sehen auf die Wege Thema, auf die Pfade des Reichs Arabien warten fie. 20. Aber sie werden zu Schanden werden, wenn es am sichersten ist, und sich schämen müßen, wenn fie dahin kommen. 21. Denn ihr seyd nun zu mir gekommen; und weil ihr Jammer sehet, fürchtet ihr euch. 22. Habe ich auch gesagt: Bringet her, und von euerm Vermögen schenket mir, 23. Und errettet mich aus der Hand des Feindes, und erlöset mich von der Hand der Tyrannen ? 24. Lehret mich, ich will schweigen; und was ich nicht weiß, das unterweiset mich. 26. Warum tadelt ihr die rechte Rede? Wer ist unter euch, der fie strafen könnte ? 26. Ihr erdenket Worte, daß ihr nur strafet, und daß ihr nur paustet Worte, die mich verzagt machen sollen. 27. Ihr fallet über einen armen Waisen, und * grabet euerm Nächsten Gruben. * Ps. 7/16. 28. Doch weil ihr habt angehoben, sehet auf mich, ob ich vor euch mit Lügen bestehen werde. 29. Antwortet, was recht ist; meine Antwort wird noch recht bleiben. 30. Was gtlts , ob meine Zunge Unrecht habe und mein Mund Böses vorgebe? Das 7. Capitel. Hiobs Klage über der Menschen Elend. 1. TMuß nicht der Mensch immer im Streit seyn auf Erden, und seine Tage find * Wie eines Taglöhners? * c. i-y 6. 2. Wie ein Knecht sich sehnet nach dem Schatten, und ein Taglöhner, daß seine Arbeit aus fty; 3. Also habe ich wohl ganze Monathe vergeblich gearbeitet, und elender Nächte find mir viele geworden. 4. Wenn ich mich legte, sprach ich: Wann werde ich aufstehen? Und darnach rechnete ich, wenn es Abend wollte werden; denn ich war ganz ein Scheusal Jedermann, bis es finster ward. s. Mein Fleisch ist um und um wurmicht und Hiob klaget. H i o b 7. 8. Vildads erste Rede. und kothicht, meine Haut ist verschrumpfet und zu Nichte geworden. 6. Meine Tage find leichter dahin geflogen, denn eine Weberspule, und find vergangen, daß kein Aufhalten da gewesen ist. 7. Gedenke, daß mein Leben ein * Wind ist, und meine Augen nicht wiederkommen, zu sehen das Gute. * c. 9/ 2§. 8. Und kein lebendiges Auge wird mich mehr sehen. Deine Augen sehen mich an, darüber vergehe ich. 9. Eine Wolke vergehet und fahret dahin, also wer in die Hölle hinunter fährt, kommt nicht wieder herauf, 10. Und kommt nicht wieder in sein Haus, und sein Ort kennet ihn nicht mehr. i i. Darum will auch ich meinem Munde nicht wehren, ich will reden von der Angst meines Herzens, und will heraus sagen ' von der Be- trübniß meiner Seele. . * c. io, i. 12. Bin ich denn ein Meer-oder Wallfisch, daß du mich so verwahrest? 13. Wenn ich gedachte, mein Bette soll mich trösten, mein Lager soll mirs erleichtern; i^. Wenn ich mit mir selbst rede; so erschreckest du mich mit Träumen, und machst mir Grauen, 15. Daß meine Seele wünschet erhängen zu seyn , und meine Gebeine den Tod. 16. Ich begehre nicht mehr zu leben. Höre auf von mir, denn meine Tage find eitel gewesen. 17. "Was ist ein Mensch, daß du ihn groß achtest, und bekümmerst dich mit ihm? * Ps. 8, 5. Ps. 144/ 3. Ebr. 2 / 6. 18. Du suchest ihn täglich heim, und versuchest ihn alle Stunden. 19. Warum thust du dich nicht von mir, und lässest nicht ab, bis ich meinen Speichel schlinge? 20. Habe ich gesündiget; was soll ich dir thun, o du ' Menschenhüther? Warum machst du mich daß ich auf dich stoße und bin mir selbst eine Last. * Ps. 121/ 4. 21. Und warum vergibst du mir meine Misse- that nicht, und nimmst nicht weg meine Sünde? Denn nun werde ich mich in die Erde legen; und wenn man mich morgen suchet, werde ich nicht da seyn. Das 8. Cäpitel. Hiob wird von Bildad der Heuchelei) beschuldiget. t.A)a antwortete * Bildad von Suah, und ^ sprach: *c. 2 /ii. 497 2. Wie lange willst du solches reden? Und die Rede deines Mundes so einen stolzen Muth haben ? 3. Meinest du, daß Gott unrecht richte, oder der Allmächtige das Recht verkehre? Haben * deine Söhne vor ihm gesündiget; so hat er fie verstoßen um ihrer Missethat willen. * e. i/ 18. 19. 5. So du dich aber beyzeiten zu Gott thust, und dem Allmächtigen flehest; 6. Und so du rein und fromm bist: so wird er aufwachen zu dir, und wird wieder aufrichten die Wohnung um deiner Gerechtigkeit willen: 7. Und * was du zuerst wenig gehabt hast, wird hernach sehr zunehmen. * c. 42/10. 8. Denn frage die vorigen Geschlechter, und nimm dir vor, zu forschen ihre Väter. 9. (Denn wir find von gestern her, und wissen nichts; * unser Leben ist ein Schatten auf Erden.) * c. 14/ i. 2. 10. Sie werden dichs lehren, und dir sagen, und ihre Rede aus ihrem Herzen Hervorbringen. 11. Kann auch das Schilf aufwachsen, wo es nicht feucht stehet? Oder Gras wachsen ohne Wasser? 12. Sonst, wenn es noch in der Blüthe ist, ehe es abgehauen wird, verdorret es, ehe denn man Heu machet. 13. So gehet es allen denen, die Gottes vergessen; und die * Hoffnung der Heuchler wird verloren seyn. *c. 11/20. 1^. Denn seine Zuverficht vergeht, und seine Hoffnung ist eine Spinnwebe. 15. Er verlässet fich auf sein Haus, und wird doch nicht bestehen; er wird fich daran halten, aber doch nicht stehen bleiben. 16. Es hat wohl Feuchte, ehe denn die Sonne kommt; und Reiser wachsen hervor in seinem Garten. 17. Seine Saat stehet dick bey den Quellen, und sein Haus auf Steinen. 18. Wenn er ihn aber verschlinget von seinem Ort; wird er fich gegen ihn stellen, als kennete er ihn nicht. 19. Siehe, das ist die Freude seines Wesens; und werden andere aus dem Staube wachsen. 20. Darum flehe, daß Gott nicht verwirft die Frommen, und erhält nicht die Hand der Bos- haftigen, 21. Bis daß dein Mund voll Lachens werde, und deine Lippen voll Jauchzens. Rrr 498 Hiob verant- Hiob 22. Die dich aber hassen, werden * zu Schanden werden, und der Gottlosen Hütte wird nicht bestehen. * Ps. 6 , n. Das 9. Capitel. HiobS Verteidigung ividcr Bildad. i.^>iob antwortete, und sprach: ^ 2. Ja, ich weiß sehr wohl, * daß also ist, daß ein Mensch nicht rechtfertig bestehen mag gegen Gott. *c. 25, 4 . Ps. 143,2. 3 . * Hat er Luft mit ihm zu hadern, so kann er ihm auf Tausend nicht Eins antworten. * 2 Mos. 34, 7. Ps. 143, 2. 2,. Cr ist weise und mächtig; wem ist es je gelungen, der sich wider ihn geleget hat? 5. Er versetzet Berge, ehe sie es inne werden, die er in seinem Zorn umkehret. 6 . Er beweget ein Land aus seinem Ort, daß seine Pfeiler zittern. 7. Er spricht zur Sonne, so gehet sie nicht auf, und versiegelt die Sterne. 8. Er breitet den Himmel aus allein, und gehet auf den Wogen des Meers. 9. Er machet den Wagen am Himmel, und * Orion , und die Glucke, und die Sterne gegen Mittag. * Amos -, 8 . 10. Er thut große Dinge, die nicht zu forschen sind, und Wunder, deren keine Zahl ist. 11. Siehe, er gehet vor mir über, ehe ich es gewahr werde; und verwandelt sich, ehe ich es merke. 12. Siehe, wenn er geschwind hinfähret, wer will ihn wieder hohlen ? Wer will zu ihm sagen: Was machst du? 13. Er ist Gott; "seinen Zorn kann Niemand stillen; unter ihn müßen sich beugen die stolzen Herren. ' Nah. 1, 6 . 1^. Wie sollte ich denn ihm antworten, und Worte finden gegen ihn? 15. Wenn ich auch gleich Recht habe; kann ich ihm dennoch nicht antworten, sondern ich muß um mein Recht flehen. 16. Wenn ich ihn schon anrufe, und er mich erhöret; so glaube ich doch nicht, daß er meine Stimme höre. 17. Denn er fahret über mich mit Ungestüm, und macht mir der Wunden viele ohne Ursach. 1 8 . Er läßt meinen Geist sich nicht erquicken, sondern macht mich voll Betrübniß. 19. Will man Macht, so ist er zu mächtig; will man Recht, wer will mein Zeuge seyn? 20. Sage ich, daß ich gerecht bin, so verdam- 9 . 10 . wortet sich. met er mich doch; bin ich fromm, so macht er mich doch zu Unrecht. 21. Bin ich denn fromm, so darf sichs meine Seele nicht annehmen. Ich begehre keines Le, bens mehr. 22. Das ist das Eine, daß ich gesagt habe: Er bringet um beyde den Frommen und Gottlosen. 23. Wenn er anhebet zu geisseln, so dringet er fort bald zum Tode, und spottet der Anfech, tung der Unschuldigen. 2^. Das Land aber wird gegeben unter die Hand des Gottlosen, daß er ihre Richter unterdrücke. Jsts nicht also? Wie sollte es anders seyn? 25. Meine Tage sind * schneller gewesen, denn ein Läufer; sie find geflohen, und haben nichts Gutes erlebt. *c. 7,7. Ps. so, io. 26. Sie find vergangen, wie die starken Schiffe, wie ein Adler flieget zur Speise. 27. Wenn ich gedenke, ich will meiner Klage vergessen, und meine Geberden lassen fahren, und mich erquicken: 28. So fürchte ich alle meine Schmerzen; weil ich weiß, daß du mich nicht unschuldig seyn lässest. 29. Bin ich denn gottlos; warum leide ich denn solche vergebliche Plage? 30. " Wenn ich mich gleich mit Schneewasser wüsche, und reinigte meine Hände mit dem Brunnen ; * 8 er. 2,22. 31. So wirst du mich doch tunken in den Koth, und werden mir meine Kleider scheußlich anstehen. 32. Denn Er ist nicht meines gleichen, dem ich antworten möchte, daß wir vor Gericht mit einander kämen. 33. Es ist unter uns kein Schiedsmann, noch der seine Hand zwischen uns beyde lege. 3^. Er nehme von mir seine Ruthen, und lasse sein Schrecken von mir, 35. Daß ich möge reden, und mich nicht vor ihm fürchten dürfe; sonst kann ich nichts thuu, das für mich sey. Das 10. Capitel. Hiob klaget über seinen Jammer. 1. ^Meine Seele verdrießet mein Leben; ich will meine Klage bey mir gehen lassen, und reden * von Betrübniß meiner Seele, * k. 7, 11. 2. Und zu Gott sagen: Verdamme mich nicht; laß mich wissen, warum du mit mir haderst? Hiobs Wehklage. Hiob 10. 11. Zophars erste Rede. 499 3. * Gefällt dirs, daß du Gewalt thust und mich verwirfst, den deine Hände gemacht haben, und machest der Gottlosen Vornehmen zu Ehren? * c. 34, io. 4. Hast du denn auch fleischliche Augen, oder flehest du, wie ein Mensch flehet? 5. Oder ist deine Zeit, wie eines Menschen Zeit? Oder deine Jahre, wie eines Mannes Jahre? ' 6. Daß du nach meiner Missethat fragest, und suchest meine Sünde? 7. So du doch weißt, wie ich nicht gottlos sey; so doch Niemand ist, der aus deiner Hand erretten möge. 8. Deine Hände haben mich gearbeitet, und gemacht alles, was ich um und um bin; und versenkest mich so gar. 9. Gedenke doch, daß*du mich aus Leimen gemacht Haft, und wirst mich wieder zu Erde machen. - * c. 33,6. 10. Hast du mich nicht wie Milch gemolken, und wie Käse lassen gerinnen? 11. Du hast mir Haut und Fleisch angezogen, mit Beinen und Adern hast du mich zusammen gefüget, 12. Leben und Wohlthat hast du an mir gethan, und dein * Aufsehen bewahret meinen Odem. * Dan. S, 23. Ap. Gesch. 17, 28. 13. Und wiewohl du solches in deinem Herzen verbiegest; so weiß ich doch, daß du deß gedenkest. 14. Wenn ich sündige, so merkest du es bald, und lassest meine Missethat nicht ungestraft. 1Z. Bin ich gottlos , so ist mir wehe: bin ich gerecht, so darf ich doch mein Haupt nicht auf- heben, als der ich voll Schmach bin und sehe mein Elend. 16. Und wie ein* ausgereckter Löwe jagest du mich, und handelst wiederum gräulich mit mir. * Esaj. 38, 13. 17. Du erneuerst deine Zeugen Wider mich, und machst deines Zorns viel auf mich; es zer- plagt mich Eins über das Andere mit Haufen. 18. Warum hast du mich aus Mutterleibe kommen lassen? * Ach! daß ich wäre umgekommen , und mich nie kein Auge gesehen hätte; * c. 3, 3. ii. Zer. 20 , 14. 19. So wäre ich, als die nie gewesen sind, von Mutterleibe zum Grabe gebracht. 20. Wist denn nicht ein Ende haben mein kurzes Leben? und von mir lassen, daß ich ein wenig erquicket würde? 21. Ehe denn ich hingehe und komme nicht wieder, nähmlich in das Land der Finsterniß und des Dunkels, 22. In das Land, da es stockdick finster ist, und da * keine Ordnung ist, da es scheinet, wie das Dunkele ? * e. 3, is. Das 11. Capitel. Hiob wird von Zophar der Heuchele» beschuldiget. A>a antwortete ' Zophar von Naema, und ^ sprach: *c. 2 , 11 . 2. Wenn einer lange geredet, muß er nicht auch hören? Muß denn ein * Wäscher immer Recht haben ? * Ps- "0,12. 3. Müßen die Leute zu deinem großen Schwatzen schweigen, daß du spottest, und Niemand dich beschäme? 4. Du sprichst : Meine Rede ist rein , und lauter bin ich vor deinen Augen. 5. Ach , daß Gott mit dir redete, und thäte seine Lippen auf, 6. Und zeigete die * heimliche Weisheit! Denn er hätte noch wohl mehr an dir zu thun, auf daß du wissest, daß er deiner Sünden nicht aller gedenket. * Ps- §i,«. 7. Meinest du, daß du so viel wissest, als Gott weiß, und wollest alles so vollkommlich treffen, als der Allmächtige? 8. Er ist * höher, denn der Himmel, was willst du thun? Tiefer, denn die Hölle, was kannst du wissen? * sphes. 3, is. 9. Länger, denn die Erde, und breiter, denn das Meer. 10. So er sie umkehrete, oder verbürge, oder in einen Haufen würfe, * wer will es ihm wehren ? * Ps. 113, 3. 11. Denn er kennet die losen Leute, er siehet die Untugend, und sollte es nicht merken? 12. Ein unnützer Mann blähet sich; und ein geborner Mensch will seyn wie ein junges Wild. 13. Wenn du dein Herz hättest gerichtet, und deine Hände zu ihm ausgebreitet; 14. Wenn du die Untugend, die in deiner Hand ist, hättest ferne von dir gethan, daß in deiner Hütte kein Unrecht bliebe: 15. So möchtest du dein Antlitz aufheben ohne Tadel, und würdest fest seyn, und dich nicht fürchten. 16. Dann würdest du der Mühe vergessen, und so wenig gedenken, als des Wassers, das vorüber gehet. Rrr 2 / 500 Hiobs Antwort. Hiob 11. 12. 13. Hiob bestraft seine Freunde. 17. Und die Zeit deines Lebens würde aufge- hen, wie der Mittag; und das Finstere würde ein lichter Morgen werden. 18. Und dürftest dich deß trösten, daß Hoffnung da sey; und würdest mit Ruhe in das Grab kommen. 19. Und " würdest dich legen, und Niemand würde dich anfschrecken; und viele würden vor dir flehen. * 3 Mos. 26,6. Ps 3,6. 20. Aber die Augen der Gottlosen werden verschmachten, und werden nicht entrinnen mögen ; denn ihre" Hoffnung wird ihrer Seele fehlen. * c. 8/ 13. Das 12. Capitel. Hiob fängt an sich widcr Zophar und die andern Trcunde zu der- antworten. antwortete Hiob, und sprach: 2. Ja, ihr ftyd die Leute, n?it euch wird die Weisheit sterben! 3. Ich habe so wohl ein Herz, als ihr, und bin * nicht geringer, denn ihr; und wer ist es, der solches nicht wisse? * c. 13,2. Wer von seinem Nächsten verlachet wird, der wird Gott anrufen, der wird ihn erhören. "Der Gerechte und Fromme muß verlachet seyn, * c. 17/ 6. 5. Und ist ein verachtetes Lichtlein vor den Gedanken der Stolzen; stehet aber, daß ße sich daran ärgern. 6. Der Verstörer Hütten haben die Fülle, und toben frech wider Gott; wiewohl es ihnen Gott in ihre Hände gegeben hat. 7. Frage doch das Vieh, das wird dichs lehren , und die Vögel unter dem Himmel, die werden dirs sagen. 8. Oder rede mit der Erde, die wird dichs lehren, und die Fische im Meer werden dirs erzählen. 9. Wer weiß solches alles nicht, daß des Herrn Hand das gemacht hat? 10. Daß in seiner Hand ist" die Seele alles deß, das da lebet, und der Geist alles Fleisches eines Jeglichen? * Ap. Gesth. 17/ 23. 11. "Prüfet nicht das Ohr die Rede? Und der Mund schmecket die Speise? " c. 3^ 3. 12. Ja, bey den Großvätern ist die Weisheit , nnd der Verstand bey den Alten. 13. Bey * Ihm ist Weisheit und Gewalt, Rath und Verstand. " Svr. 8/ n. 1^. Siehe, wenn er zerbricht, so hilft kein Bguen; wenn " er Jemand verschließt, kann Niemand aufmachen. * Es«. 22,22.. Offcnb. 3 / 7. 15. Siehe, wenn er das Wasser verschließt, so wird alles dürre; und wenn er es ausläßt, so kehret er das Land um. 16. Er ist stark, und führet es aus. Sein ist, der da irret, und der da verführet. 17. Er führet die Klugen, wie einen Raub, und machet die Richter toll. 18. Er löset auf der Könige Zwang, und gürtet mit einem Gürtel ihre Lenden. 19. Er führet die Priester, wie einen Raub", und lasset es fehlen den Festen. 20. Er wendet weg die Lippen der Wahrhaftigen , und nimmt weg die Sitten der Alten. 21. Er schüttet Verachtung auf die Fürsten, und macht den Bund der Gewaltigen los. 22. Er öffnet die finstern Gründe, und bringet heraus das Dunkle an das Licht. 23. Er macht Etliche zum großen Volk, und bringet fie wieder um. Er breitet ein Volk aus, und treibet es wieder weg. 22,. Er nimmt weg den Muth der Obersten des Volks im Lande, und macht fie irre auf einem Umwege, da kein Weg ist, 25. Daß sie in der Finsterniß tappen ohne Licht, und macht fie irre, wie die Trunkenen. Das 13. Capitel. Hiob führet in seiner Verantwortung fort. 1. Aiehe, das hat alles mein Aug gesehen, ^ und mein Ohr gehöret; und habe es verstanden. 2. Was ihr wisset, das weiß ich auch; und bin " nicht geringer, denn ihr. " 12/ 3. 3. Doch wollte ich gern wider den Allmächtigen reden, und wollte gern mit Gott rechten. >1. Denn ihr deutet es fälschlich, und ftyd alle unnütze Aerzte. 5. Wollte Gott, ihr schwieget; so würdet ihr weift. 6. Höret doch meine Strafe, und merket auf die Sache, davon ich rede. 7. Wollt ihr Gott vertheidigen mit Unrecht, und vor ihm List brauchen? 8. Wollt ihr seine Person anfthen? Wollt ihr Gott vertreten? 9. Wird es euch auch wohl gehen, wenn er euch richten wird? Meinet ihr, daß ihr ihn täuschen werdet, wie man einen Menschen täuschet ? 10. Er wird euch strafen, wo ihr Person anfthet heimlich. Nichtigkeit Hiob 13. 14. der Menschen. 501 i i. Wird er euch nicht erschrecken, wenn er sich wird Hervorthun? Und seine Furcht wird über euch fallen ? 12. Euer Gedächtniß wird verglichen werden der Asche, und euer Rücken wird wie ein Leimenhaufe seyn. 13. Schweiget mir, daß ich rede; es soll mir nichts fehlen. i^. Was soll ich mein Fleisch mit meinen Zähnen beiffen, und meine Seele in meine Hände legen? is. Siehe, er wird mich doch erwürgen, und ich kann es nicht erwarten; doch will ich meine Wege vor ihm strafen. 1 6 . Er wird ja mein Heil seyn ; denn es kommt * kein Heuchler vor ihn. 'M-mh. 7,23. 17. Höret meine Rede, und meine Auslegung vor euern Ohren. 18. Siehe, ich habe das Urtheil schon gefällt; ich weiß, daß ich werde gerecht seyn. 19. Wer ist, der mit mir rechten will? Aber nun muß ich schweigen und verderben. 20. Zweyerley thue mir nur nicht, so will ich mich nicht vor dir verbergen. 21. Laß deine Hand ferne von mir seyn, und dein Schrecken erschrecke mich nicht. 22. Rufe mich, ich will dir antworten; oder ich will reden, antworte du mir. 23. Wie viel ist meiner Missethat und Sünde? Laß mich wissen meine Uebertretung und Sünde. 2^. Warum verbirgest du dein Antlitz, und hältst mich für deinen Feind? 25. Willst du wider ein siiegendes Blatt so ernstlich seyn, und einen dürren Halm verfolgen? 26. Denn du schreibest mir an Betrübniß, und willst mich umbringen um der ' Sünden willen meiner Jugend. * Ps. 25,7. 27. Du hast meinen Fuß in den Stock geleget, und hast Acht auf alle meine Pfade, und sieheft auf die Fußstapfen meiner Füße; 28. Der ich doch wie ein faules Aas vergehe, und wie ein Kleid, das die Motten fressen. Das'14. Capitel. Von des mensc^achen Lebens Nichtigkeit. 1. ^er Mensch bvm Weibe geboren lebt kurze ^ Zeit, und ist voll Unruhe, 2. * Gehet auf wie eine Blume, und fällt ab, fliehet wie eint Schatten, und bleibet nicht. »Ps. 90/6. 7. Ps. 102/ 12. Ps. l4i/4. Esaj. 40/ 6. 7. 1- c. 8/ 9. Prcd. 7/ 1 . 3 . Und du thust deine Augen über solchem auf, daß du mich vor dir ins Gericht ziehest. Wer * will einen Reinen finden bey denen, da keiner rein ist? *Ps.-1,7. Esaj. 64 , 6 . 5. Er hat seine bestimmte Zeit, die Zahl* seiner Monathe stehet bey dir; du hast t ein Ziel gesetzet, das wird er nicht übergehen. * Ps. 31 , 16. -s Ps. 39 , L. Ap. Gesch. 17 / 26 . 6. Thue dich von ihm, daß er Ruhe habe, bis daß seine Zeit komme, deren er * wie ein Taglöhner wartet. * -. 7 /1. 7 . Ein Baum hat Hoffnung, wenn er schon abgehauen ist, daß er sich wieder verändere; und seine Schößlinge hören nicht auf. 8 . Ob seine Wurzel in der Erde veraltet, und sein Stamm in dem Staube erstirbt; 9 . So grünet er doch wieder vom Geruch des Wassers, und wächst daher, als wäre er ge- pflanzet. 10. Wo ist aber ein Mensch, wenn er todt und umgekommen und dahin ist? 11. Wie ein Wasser ausläuft aus dem See, und wie ein Strom versieget und vertrocknet: 12. So ist ein Mensch, wenn er sich legt, und wird nicht aufstehen und wird nicht aufwachen, so lange der Himmel bleibet, noch von seinem Schlaf erwecket werden. 13 . Ach daß du mich in der Hölle verdecktest und * verbürgest, bis dein Zorn sich legte; und setztest mir ein Ziel, daß du an mich dächtest! * Esaj. 26/ 20. i>j. Meinest du, ein todter Mensch werde wieder leben? Ich harre täglich, dieweil ich' streite, bis daß meine Veränderung komme; ' 7 /1. 15 . Daß du wollest mich rufen, und ich dir antworten, und wollest das Werk deiner Hände nicht ausschlagen. 1 6 . Denn' du hast schon meine Gänge gezählet; aber du wollest ja nicht Acht haben auf meine Sünde. * Sprüchw. L/ 21. 17 . Du hast meine Uebertretung in einem Bünd- lein versiegelt, und meine Missethat zusammen gefasset. 18. Zerfället doch ein Berg und vergehet, und ein Fels wird von seinem Ort versetzet. 19. Wasser waschet Steine weg, und die Tropfen flößen die Erde weg; aber des Menschen Hoffnung ist verloren. 20. Denn du stoßest ihn gar um, daß er dahin fährer; veränderst sein Wesen, und läßest ihn fahren. 21. Sind feine Kinder in Ehren, das weiß Rede. HioV 15. 502 Eliphas zweyte er nicht; oder ob sie geringe sind, deß wird er nicht gewahr. 22. Weil er das Fleisch an sich trägt, muß er Schmerzen haben; und weil seine Seele noch bey ihm ist, muß er leidetragen. Das 15. Capitel. EiiphaS will aus Hiob einen Heuchler machet». 1. ^>a antwortete Eliphas von Theman, und ^ sprach: 2. Soll ein weiser Mann so aufgeblasene Worte reden, und seinen Bauch so blähen mit losen Reden? 3. Du strafest mit Worten, die nicht taugen, und dein Reden ist kein nütze. 4. Du hast die Furcht fahren lassen, und redest zu verächtlich vor Gott. s. Denn deine Missethat lehret deinen Mund also, und hast erwählet eine schalkhaftige Zunge. 6. Dein Mund wird * dich verdammen, und nicht ich; deine Lippen sollen dir antworten. ' Matth. 12, 37. 7. Bist du der erste Mensch geboren? Bist du vor allen Hügeln empfangen? 8. * Hast du Gottes heimlichen Rath gehöret? Und ist die Weisheit selbst geringer, denn du? * Esaj. 4o, 1Z. Rom. 11, 33. 34. 9. Was * weißt du, das wir nicht wissen? Was verstehest du, das nicht bey uns sey. * c. 13, 2. 10. Es sind Graue und Alte unter uns, die länger gelebet haben, denn deine Väter. t i. Sollten Gottes Tröstungen so gering vor dir gelten? Aber du hast irgend noch ein heimliches Stück bey dir. 12. Was nimmt dein Herz vor? Was fiehest du so stolz? 13. Was setzet sich dein Muth wider Gott, daß du solche Rede aus deinem Munde lässest? 14. Was ist ein Mensch, daß er sollte rein seyn, und daß der sollte gerecht seyn, der vom Weibe geboren ist? 16. Siehe, "unter seinen Heiligen ist keiner ohne Tadel, und die Himmel sind nicht -k- rein vor ihm. * c. 4, 18. H «. 23, 3. 16. Wie vielmehr ein Mensch, der ein Gräuel und schnöde ist, der Unrecht * säuft wie Wasser. * «. 34, 7. 17. Ich will dirs zeigen, höre mir zu; und will dir erzählen, was ich gesehen habe; 18. Was die Weisen gesagt haben, und ihren Vätern nicht verhohlen gewesen ist, 19. Welchen allein das Land gegeben ist, daß kein Fremder durch sie gehen muß. 20. )>er ' Gottlose bebet sein Lebenlang, und dem Tyrannen ist die Zahl seiner Jahre verborgen. * Esaj. 48, 22. 21. Was er höret, das schrecket ihn; und wenn es gleich Friede ist, fürchtet er sich, der Verderber komme; 22. Glaubet nicht, daß er möge dem Unglück entrinnen, und verstehet sich immer des Schwerts. 23. Er ziehet hin und her nach * Brot, und dünket ihn immer, die Zeit seines Unglücks sey vorhanden. *«. i8,12. 24. Angst und Noth schrecken ihn, und * schlagen ihn nieder, als ein König mit einem Heer. * 3 Mos. 26, 21. 25. Denn er hat seine Hand wider Gott ge- strecket, und wider den Allmächtigen sich ge- sträubet. 26. Er läuft mit dem Kopf an ihn, und ficht halsstarrig wider ihn. 27. Er brüstet sich * wie ein fetter Wanst, und macht sich fett und dick. * Ps. 73,7. 28. Er wird aber wohnen in verstörten Städten , da keine Häuser sind, sondern auf einem Haufen liegen. 29. Er wird nicht reich bleiben, und sein Gut wird nicht bestehen, und sein Glück wird sich nicht ausbreiten im Lande. - 30. Unfall wird nicht von ihm lassen. Die Flamme wird seine Zweige verdorren, und durch den Odem ihres Mundes ihn wegfressen. 31. Er wird nicht bestehen, denn er ist in seinem eiteln Dünkel betrogen, und eitel wird sein Lohn werden. 32. Er wird * ein Ende nehmen, wann es ihm uneben ist; und sein Zweig wird nicht grünen. * e. 22,16. 33. Er wird abgerissen werden, wie eine unzeitige Traube vom Weinstock, und wie ein Oehlbaum seine Blüthe abwirft. 34. Denn der Heuchler Versammlung wird einsam bleiben; und das Feuer wird die Hütten fressen, die Geschenke nehmen. 35. Er * gehet schwanger mit Unglück, und gebieret Mühe, und ihr Bauch bringet Fehl. ' Ps. 7, 13. Esaj. 39, 4. Das 16. Capitel. Hiob bezeuget seine Unschuld. i.^>iob antwortete, und sprach: 2. Ich habe solches oft gehöret. Ihr seyd allzumahl leidige Tröster. Hiob bezeuget seine Unschuld. Hiob 16. 17. Hiob erzählt sein Elend. 503 3 . Wollen die* losen Worte kein Ende haben? Oder was macht dich so frech also zu reden? * «. 6/ 26. Ich könnte auch wohl reden, wie ihr. Wollte Gott, eure Seele wäre an meiner Seele Statt; ich wollte auch mit Worten an euch setzen, und mein Hanpt also über euch schütteln. L. Ich wollte euch stärken mit dem Munde, und mit meinen Lippen trösten. 6 . Aber wenn ich schon rede, so schonet meiner der Schmerz nicht; lasse ich es anstehen, so gehet er nicht von mir. 7 . Nun aber macht er mich müde, und verstö- ret alles, was ich bin. 8 . Er hat mich runzlicht gemacht, und 'zeuget wider mich ; und mein Widersprecher lehnet sich wider mich auf, und antwortet wider mich. * e. io, 17 . 9 . Sein Grimm reisset, und der mir gram ist, ' beisset die Zähne über mich zusammen; mein Widersacher funkelt mit seinen Augen auf mich. * Ps. 35/ 16. 10. Sie haben ihren Mund aufgesperretwider mich, und haben mich schmählich auf meine Backen geschlagen; sie haben ihren Muth mit einander an mir gekühlet. i i. Gott hat mich übergeben dem Ungerechten , und hat mich in der Gottlosen Hände lassen kommen. 12. Ich war reich , aber er hat mich zu Nichte gemacht; er hat mich beym Halse genommen und zerstoßen, und hat' mich ihm zum Ziel auf- gerichtet. * magi. 3 /12. 13 . Er hat mich umgeben mit seinen Schützen, er hat meine Nieren gespaltet, und nicht verschonet, er hat meine Galle auf die Erde geschüttet. 1-4. Er hat mir eine Wunde über die andere gemacht; er ist an mich gelaufen, wie ein Gewaltiger. 12. Ich habe einen Sack um meine Haut ge- nähet, und habe mein Horn in den Staub geleget. 16. Mein Antlitz ist geschwollen vom Weinen, und meine Augenlieder sind verdunkelt; 1 7 . Wiewohl kein Frevel in meiner Hand ist, und mein Gebeth' ist rein. * 1 Tim. 2/ s. 18. Ach Erde, verdecke mein Blut nicht! und mein Geschrey mäße nicht Raum finden! 19. Auch siehe da, mein Zeuge ist im Himmel; und der mich kennet, ist in der ' Höhe. * c. 3,/ 2 . 20. Meine Freunde sind meine Spötter; aber mein Auge thränet zu Gott. 21. Wenn ein Mann könnte mit Gott rechten, wie ein Menschenkind mit seinem Freunde! 22. Aber die bestimmten Jahre sind gekommen; 'und ich gehe hin des Weges, den ich nicht wieder kommen werde. ' c. 10/ 21. (Anfang des 17. bapitelS.) 1. Mein Odem ist schwach, und meine Tage find abgekürzet, das ' Grab ist da. * Ps. 88/ 4. Das 17. Capitel. Hiob erzählt sein Elend und Unschuld noch weiter. 2. H7iemand ist von mir getäuschet, noch muß ^ mein Auge darum bleiben in Betrübniß. 3. Ob du gleich einen Bürgen für mich wolltest setzen; wer will für mich geloben? -4. Du hast ihrem Herzen den Verstand verborgen, darum wirst du sie nicht erhöhen. s. Er rühmet wohl seinen Freunden die Ausbeute ; aber seiner Kinder ' Augen werden verschmachten. 'i Sam. 2/ 33 . 6. Er hat mich zum ' Sprüchwort unter den Leuten gesetzet, und muß ein Wunder unter ihnen seyn. *0.30,9. Ps. 69/ 13 . . 7. Meine Gestalt ' ist dunkel geworden vor Trauren, und alle meine Glieder sind wie ein Schatten. * Ps. 6/8. Ps. 3i/io. 8. Darüber werden die Gerechten übel sehen, nnd die Unschuldigen werden sich fetzen wider die Heuchler. 9. Der Gerechte wird seinen Weg behalten, und der von reinen Händen wird stark bleiben. 10. Wohlan, so kehret euch alle her, und kommt; ich werde doch keinen Weisen unter euch finden. 11. Meine Tage sind vergangen, meine Anschläge sind zertrennet, die mein Herz besessen haben. 12. Und haben aus der Nacht Tag gemacht, und aus dem Tag Nacht. 13. Wenn ich gleich lange harre, so ist doch die Hölle mein Haus, und in Finsterniß ist mein Bette gemacht. 1-4. Die Verwesung heisse ich meinen Vater, und die' Würmer meine Mutter und meine Schwester. * c. 4, is. 15. Was soll ich harren? Und wer achtet mein Hoffen? 16. Hinunter in die Hölle wird es fahren, und wird mit mir im Staube liegen. 501 Bildads zweyte Rede. ' H i o b 48 . 49 . Hiobs Elend. Das 48 . Capitel. Vrldad mischet Hiob unter die Gottlosen. 1. ^a antwortete Bildad von Suah, und ^ sprach: 2. Wann wollt ihr der Rede ein Ende machen? Merket doch, darnach wollen wir reden. 3. Warum werden wir geachtet wie Vieh, und sind so unrein vor euern Augen? Willst du vor Bosheit bersten? Meinest du, daß um deinet willen die Erde verlassen werde, und der Fels von seinem Ort versetzet werde? s. Auch * wird das Licht der Gottlosen verlöschen, und der Funke seines Feuers wird nicht leuchten. * c. 21,17. 6 . Das Licht wird finster werden in seiner Hütte, und seine Leuchte über ihm verlöschen. 7 . Die Zugänge seiner Habe werden schmal werden, und sein Anschlag wird ihn fällen. 8 . Denn er ist mit seinen Füßen in Strick gebracht, und wandelt im Netz. 9. Der Strick wird seine Fersen halten, und die Durstigen werden ihn erhaschen. 10. Sein Strick ist gelegt in die Erde, und seine Falle auf seinen Gang. 11. Um und um wird ihn * schrecken plötzliche Furcht, daß er nicht weiß, wo er hinaus soll. * 3 Mos. 26, 36 . 12. Hunger wird seine Habe seyn, und Unglück wird ihm bereitet seyn und anhangen. 13. Die Stärke seiner Haut wird verzehret werden, und seine Stärke wird verzehren der Fürst des Todes. 1^. Seine Hoffnung wird aus seiner Hütte gerottet werden, und sie werden ihn treiben zum Könige des Schreckens. 15. In seiner Hütte wird nichts bleiben, über seine Hütte wird Schwefel geftreuet werden. 16. Von unten werden verdorren seine Wurzeln , und von oben abgeschnitten seine Ernte. 17. Sein * Gedächtniß wird vergehen im Lande, und wird keinen Nahmen haben auf der Gasse. * Ps. S, 7 . Sprnchw. 10, 7 . 1 8 . Er wird vom * Licht in die Finsterniß vertrieben werden, und vom Erdboden verstoßen werden. *c. 3 «, i§. 19. Er wird keine Kinder haben, und keine Neffen unter seinem Volk; es wird ihm keiner überbleiben in seinen Gütern. 20. Die nach ihm kommen, werden sich über seinen Tag entsetzen; und die vor ihm sind, wird eine Furcht ankommen. 21. * Das ist die Wohnung des Ungerechten; und dieß ist die Stätte deß, der Gott nicht achtet. * c. 20, 29. Das 49. Capitel. Hiob redet von seinem Elend, und seinem Trost von der Auferstehung. i.^iob antwortete, und sprach: 2. Was plaget ihr doch meine Seele, und peiniget mich mit Worten? 3 . Ihr habt mich nun zehnmahl gehöhnet, und schämet euch nicht, daß ihr mich also umtreibet.- Irre ich, so irre ich mir. 5 . Aber ihr erhebet euch wahrlich wider mich, und scheltet mich zu meiner Schmach. 6 . Merket doch einst, daß mir Gott Unrecht thut, und hat mich mit seinem Jagestrick umgeben. 7 . Siehe, * ob ich schon schreye über Frevel, so werde ich doch nicht erhöret; ich rufe, und ist kein Recht da. * c. M, 20. Ps. 69,4. 8. Er hat meinen Weg verzäunet, daß ich nicht kann hinüber gehen, und hat Finsterniß auf meinen Steig gestellet. 9. Er hat meine Ehre mir ausgezogen, und die Krone von meinem Haupt genommen. 10. Er hat mich zerbrochen um und um, und läßt mich gehen, und hat ausgerissen meine Hoffnung wie einen Baum. 11. Sein Zorn ist über mich ergrimmet, und * er achtet mich für seinen Feind. * c. 33,10. 12. Seine Kriegsleute sind mit einander gekommen, und haben ihren Weg über mich gepflastert, und haben sich um meine Hütte her gelagert. 13. Er hat meine Brüder ferne von mir gethan- und meine Verwandten sind mir fremde geworden. 1^. Meine Nächsten haben sich entzogen, und meine Freunde haben meiner vergessen. 15. Meine Hausgenossen und meine Mägde achten mich für fremd, ich bin unbekannt geworden vor ihren Augen. 16. Ich rief meinen Knecht, und er antwortete mir nicht; ich mußte ihm flehen mit eigenem Munde. 17. Mein * Weib stellet sich fremd, wenn ich sie rufe; ich muß flehen den Kindern meines Leibes. * c. 2, 9. 18. Auch die jungen Kinder geben nichts auf mich; wenn ich mich wider sie setze, so geben sie mir böse Worte. 19 . Alle meine Getreuen haben Gräuel an mir; und Hiobs Trost. Zophars Hiob 19. 20. 505 und die ich lieb hatte, haben sich wider mich gekehret. 20. Meine Gebeine hangen an meiner Haut und Fleisch, und kann meine Zähne mit der Haut nicht bedecken. 21. Erbarmet euch meiner, erbarmet euch meiner, ihr meine Freunde; denn die' Hand Gottes hat mich gerühret. * Ruth i, is. 22. Warum verfolget ihr mich gleich so wohl als Gott, und könnet meines Fleisches nicht satt werden? 23 . Ach, daß meine Reden geschrieben wurden! Ach! daß sie in ein Buch gestellet würden! 24 . Mit einem eisernen Griffel auf Bley, und zum ewigen Gedächtniß in einen Fels gehauen würden! 25 . Aber ich weiß, daß mein Erlöser lebet; und er wird mich hernach aus der Erde auferwecken; 26. Und werde darnach mit dieser meiner Haut umgeben werden, und werde in meinem Fleisch Gott sehen. 27. Denselben werde ich mir sehen, und meine Augen werden ihn schauen, und kein Fremder. Meine Nieren sind verzehret in meinem Schooß. 28. Denn ihr sprechet: Wie wollen wir ihn verfolgen, und eine Sache zu ihm finden? 29. Fürchtet euch vor dem Schwert; denn das Schwert ist der Zorn über die Missethat, auf daß ihr wisset, daß ein Gericht sey. Das 20. Capitel. Zophars Rcde von der Gottlosen unbeständigem Glück. 1. A>a antwortete Zophar von Naema, und ^ sprach: 2. Darauf muß ich antworten, und kann nicht harren. 3. Und will gern hören, wer mir das soll strafen und tadeln; denn der Geist meines Verstandes soll für mich antworten. 4 . Weißt du nicht, daß es allezeit so gegangen ist, seit daß Menschen auf Erden gewesen sind, 5 . Daß der Ruhm der Gottlosen stehet nicht lang, und die Freude des Heuchlers währet einen Augenblick, 6. Wenn gleich seine * Höhe in den Himmel reicht, und sein Haupt an die Wolken rührt; * Dan. 1 / s. s. 7 . So wird er doch zuletzt umkommen wie ein Koth, daß die, vor denen er ist angesehen, werden sagen: Wo ist er? zweyte Rede. 8 . Wie' ein Traum vergehet, so wird er auch nicht gefunden werden; und wie ein Gesicht in der Nacht verschwindet. * Ps. 73, 20. 9. Welches Aug ihn gesehen hat, wird ihn nicht mehr sehen , und * seine Stätte wird ihn nicht mehr schauen. * Ps. 37,10. 10. Seine "Kinder werden betteln gehen, unfeine Hand wird ihm Mühe zum Lohn geben. * e. 27 , 14 . 11. Seine Beine werden seine heimliche Sünde wohl bezahlen, und werden sich mit ihm in die Erde legen. 12. Wenn ihm die Bosheit gleich in seinem Munde * wohl schmeckt, wird sie doch ihm tu seiner Zunge fehlen. * Spmchw. 3. 4 . 13. Sie wird aufgehalten, und ihm nicht gestattet , und wird ihm gewehret werden in seinem Halse. 14. Seine Speise inwendig im Leibe wird sich verwandeln in Ottergalle. is. Die Güter, die er verschlungen hat, muß er wieder ausspeyen; und Gott wird sie * aus seinem Bauch stoßen. * G-sch. i/ is. 16. Er wird der Ottern Galle saugen; und die Zunge der Schlange wird ihn tödten. 17. Er wird nicht sehen die Ströme, noch die Wasserbäche, die mit Honig und Butter fließen. 18. Er wird * arbeiten, und deß nicht genießen; und seine Güter werden Andern, daß er derer nicht froh wird. *2 Mos. 28/33. 19. Denn er hat unterdrückt und verlassen den Armen; er hat Häuser zu sich gerissen, die er nicht erbauet hat. 20. Denn sein Wanst konnte nicht voll werden , und wird durch * sein köstliches Gut nicht entrinnen. ' Z-ph- 21. Es wird seiner Speise nichts überbleiben; darum wird sein gutes Leben keinen Bestand haben. 22. Wenn er gleich die Fülle und genug hat, wird ihm doch angst werden; allerhand Mühe wird über ihn kommen. 23. Es wird ihm der Wanst einmahl voll werden , und er wird den Grimm seines Zorns über ihn senden; er wird über ihn regnen lassen seinen Streit. 24. Er wird fliehen vor dem eisernen Harnisch , und der eherne Bogen wird ihn verjagen. 25. Ein bloßes Schwert wird durch ihn ausgehen ; und des Schwerts Blitz, der ihm bitter seyn wird, wird mit Schrecken über ihn fahren. 26. Es ist keine Finsterniß da, die ihn ver- Sss 506 Hiob antwortet Hiob 21. 22. Zophar. -ecken möchte. Es wird ihn ein * Feuer verzehren, das nicht aufgeblasen ist; und wer übrig ist in seiner Hütte, dem wird es übel gehen. * L Mos. 32, 22. 27. Der Himmel wird seine Missethat eröffnen, und die Erde wird sich wider ihn setzen. 28. Das Getreide in seinem Hause wird weg- geführet werden, zerstreuet am Tage seines Zorns. 2s. Das 'ist der Lohn einesgottlosenMenschen bey Gott, und das Erbe seiner Rede bey Gott. * c. 21 . Das 21. Capitel. Hiob widerlegt die Rede Zophar- vom Glück und Straft der Gottlosen. i.^>iob antwortete, und sprach: 2. Höret doch zu meiner Rede, und lasset euch rathen. 3. Vertraget mich, daß ich auch rede, und spottet darnach meiner. 2,. Handle ich denn mit einem Menschen, daß mein Muth hierinnen nicht sollte unwillig seyn? s. Kehret euch her zu mir; ihr werdet sauer sehen, und die Hand auf das Maul legen müßen. 6. Wenn ich daran gedenke; so erschrecke ich, und Zittern kommt mein Fleisch an. 7. Warum ' leben denn die Gottlosen, werden alt und nehmen zu mit Gütern? * Ps, 73, 3. Zer. 12 , 1 . 8. Ihr Same ist sicher um sie her, und ihre Nachkömmlinge sind bey ihnen. s. Ihr Haus hat Frieden vor der Furcht, und Gottes Rutbe ist nickt über ihnen, io. Seine Ochsen lässct man zu, und mißräth ihm nicht; seine Kuh kalbet, und ist nicht unfruchtbar. i i. Ihre jungen Kinder gehen aus, wie eine Herde , und ihre Kinder löcken (h«»ftn). 12. Sie jauckzen mit Pauken und Harfen, und find fröhlich mit Pfeifen. 13. Sie werden alt bey guten Tagen, und erschrecken kaum einen Augenblick vor der Hölle. i^. Die doch sagen zu Gott:' Hebe dich von uns, wir wollen von deinen Wegen nicht wissen; * e. 22, 17. Ps. io, 4. is. Wer ist der Allmächtige, daß wir ihm dienen sollten ? Oder * was find wirs gebessert, so wir ihn anrufen? *Mal. s, 14. 16. Aber siehe, ihr Gut stehet nicht in ihren Händen; darum ' soll der Gottlosen Sinn ferne von mir seyn. * c. 22,18. 17. Wie wird die * Leuchte der Gottlosen verlöschen, und ihr Unglück über sie kommen ; Er wird Herzeleid austheilen in seinem Zorn. * c. 18, 6. Ps. 73, 18. 1 8 . Sie werden seyn ' wie Stoppeln vor dem Winde, und wie Spreu, die der Sturmwind wegführet. *Ps. 1 , 4 . Ps. 3s,L. 19. Gott behält desselben Unglück auf seine Kinder. Wenn er es ihm vergelten wird, so wird man es inne werden. 20. Seine Augen werden sein Verderben sehen, und vom Grimm des Allmächtigen wird er trinken. 21. Denn wer wird Gefallen haben an seinem Hause nach ihm? Und die Zahl seiner Monathe wird kaum halb bleiben. 22. Wer will Gott lehren, der auch die Ho, hen richtet? 23. Dieser stirbt frisch und gesund in allem Reichthum und voller Genüge, 2^!. Sein Melkfaß ist voll Milch, und seine Gebeine werden gemästet mit Mark; 25. Jener aber stirbt mit betrübter Seele, und hat nie mit Freuden gegessen: 26. Und liegen gleich mit einander in der Erde, und Würmer decken sie zu. 27. Siehe, ich kenne eure Gedanken wohl, und euer frevelhaftes Vornehmen wider mich. 28. Denn ihr sprechet: Wo ist das Haus des Fürsten? Und wo ist die Hütte, da die Gottlo, sen wohneten? 29. Redet ihr doch davon, wie der gemeine Pöbel; und merket nicht, was jener Wesen be, deutet. 30. Denn * der Böse wird behalten auf den Tag des Verderbens, und ans den Tag des Grimms bleibet er. *2 Per. 2 , 9 . 31. Wer will sagen, was er verdienet, wenn man es äußerlich anfiehet? Wer will ihm ver, gelten, was er thut? 32. Aber er wird zum Grabe gerissen, und muß bleiben bey dem Haufen. 33 . Es gefiel ihm wohl * der Schlamm des Bachs, und alle Menschen werden ihm nachge, zogen; und derer, die vor ihm gewesen sind, ist keine Zahl. "Hab. 2 ,6. 3 ^. Wie tröstet ihr mich so vergeblich, und eure Antwort findet sich unrecht. Das 22. Capitel. Eliphas ziehet Hiobs Frömmigkeit abermahl in Zweifel. antwortete Eliphas von Theman, und ^ sprach: Ellphas dritte Rede und widerlegt. Hiob 2. Was bedarf Gott eines Starken , und was nützet ihm ein Kluger? 3. Meinest du, daß dem Allmächtigen gefalle, daß du dich so fromm machest? Oder was hilft es ihm, ob du deine Wege gleich ohne Wandel achtest? Meinest du, er wird sich vor dir fürchten, dich zu strafen, und mit dir vor Gericht treten? s. Ja deine Bosheit ist zu groß, und deiner Missethat ist kein Ende. 6. Du hast etwa deinem Bruder ein Pfand genommen ohne Ursach, du hast den * Nackenden die Kleider ausgezogen; * c. -4,7. 7. Du hast die Müden nicht' getränket mit Wasser, und hast dem Hungrigen dein Brot versaget ; * Matth. 25, 42. 8. Du Haft Gewalt im Lande geübet, und prächtig darinnen gesessen; 9. Die Witwen hast du leer lassen gehen, und die Arme der Waisen zerbrochen. 10. Darum bist du mit Stricken umgeben, und Furcht hat dich plötzlich erschrecket. 11. Solltest du denn nicht die Finsterniß sehen, und die Wasserfluth dich nicht bedecken? 12. Siehe, Gott ist hoch droben im Himmel, und stehet die Sterne droben in der Höhe. 13. Und du sprichst: Was "weiß Gott? Sollte er, das im Dunkeln ist, richten können? ' Ps. 10, 11. Ps. 94, 7. Esaj. 29, 15. i^L. Die Wolken find seine Vordecke, und stehet nicht, und wandelt im Umgang des Himmels. 15. Willst du der Welt Lauf achten, darinnen die Ungerechten gegangen find? 16. Die vergangen find, * ehe denn es Zeit war, und das Wasser hat ihren Grund weggewaschen. * e. 15, 32. 33. 17. Die zu Gott sprachen: "Hebe dich von uns, was sollte der Allmächtige ihnen thun können ? * c. 21 , 14. 18. So er doch ihr Haus mit Gütern füllet. Aber der " Gottlosen Rath sey ferne von mir. * c. 21 , 16 . 19. Die" Gerechten werden es sehen und stch freuen, und der Unschuldige wird ihrer spotten. * Ps. 107, 42. 20. Was gilts, ihr Wesen wird verschwinden; und ihr Uebriges wird das Feuer verzehren? 21. So vertrage dich nun mit ihm, und habe Frieden; daraus wird dir viel Gutes kommen. 22. Höre das Gesetz von seinem Munde, und fasse seine Rede in dein Herz. 23. Wirft du dich bekehren zu dem Allmächti22. 23. Hiob beruft stch auf Gott. 50? gen, so wirst du gebauet werden; und Unrecht ferne von deiner Hütte thun, 2^. So wirst du für Erde Gold geben, und für die Felsen goldene Bäche; 25. Und der Allmächtige wird dein Gold seyn, und Silber wird dir zugehäuft werden. 26. Dann wirst du " deine Lust haben an dem Allmächtigen, und dein Antlitz zu Gott aufheben. * Ps- 37, 4. 27. So " wirst du ihn bitten, und er wird dich hören; und wirst deine Gelübde bezahlen. * Esaj. 65, 24. -s- Ps. 50, 14. 28. Was du wirst vornehmen, wird er dir lassen gelingen; und das Licht wird auf deinem Wege scheinen. 29. Denn "die stch demüthigen, die erhöhet er; und wer seine Augen niederschlägt, der wird genesen. * MM. 23,12. 30. Und der Unschuldige wird errettet werden: er wird aber errettet um" seiner Hände Reinig- keit willen. * Ps. i«/1». 21. Das 23. Capitel. Hiob beruft sich um seines guten Gewissens willen auf GottcS Richterstuhl. i.^xiob antwortete und sprach: ^ 2. Meine Rede bleibet noch betrübt, meine Macht ist schwach über meinem Seufzen. 3. Ach, daß ich wüßte, wie ich ihn finden und zu seinem Stuhl kommen möchte; Und das Recht vor ihm sollte vorlegen, und den Mund voll Strafe fassen; 5. Und erfahren die Rede, die er mir antworten , und vernehmen, was er mir sagen würde.' 6. Will er mit großer Macht mit mir rechten? Er stelle stch nicht so gegen mich; 7. Sondern lege mirs gleich vor, so will ich mein Recht wohl gewinnen. 8. Aber gehe ich nun stracks vor mich, so ist er nicht da; gehe ich zurück, so spüre ich ihn nicht; 9. Ist er zur Linken, so ergreife ich ihn nicht; verbieget er stch zur Rechten, so sehe ich ihn nicht. 10. Er aber" kennet meinen Weg wohl. Er versuche mich, so will ich erfunden werden wie das Gold. "Ps. 1 .6. Ps. 139 , 3 . 11. Denn ich setze meinen Fuß auf seine Bahn, und halte seinen Weg, und" weiche nicht ab; * 5 Mos. 17 , 11. Ps. 119/ § 1 . 102 . 12. Und trete nicht von dem Geboth seiner Lippen, und bewahre die Rede seines Mundes mehr, denn ich schuldig bin. Sss 2 Hiob 23. 24. 26. und Elend der Frommen. 508 Vom Glück der Bösen, 13. Er ist * einig, wer will ihm antworten? Und er macht es, wie er will. ' - Mos. 6,4. 1-4. Und wenn er mir gleich vergilt, was ich verdienet habe; so ist sein noch mehr dahinten. i s. Darum erschrecke ich vor ihm; und wenn ich es merke, so fürchte ich mich vor ihm. 16. Gott hat mein Herz blöde gemacht, und der Allmächtige hat mich erschrecket. 17. Denn die Finsterniß macht es kein Ende mit mir, und das Dunkele will vor mir nicht verdeckt werden. Das 24. Capitel. Von Gottes verborgener/ doch gerechter Regierung/ der Frommen Elend und der Gottlosen Glück betreffend. 1. AAarum sollten die Zeiten dem Allmächtigen nicht verborgen seyn? Und die ihn kennen, sehen seine Tage nicht. 2. Sie treiben die Grenzen zurück, sie rauben die Herde und weiden sie. 3. Sie treiben der Waisen Esel weg, und nehmen der Witwen Ochsen zum Pfände. -i. Die Armen müßen ihnen weichen, und die Dürftigen im Lande müßen sich verkriechen. 5. Siehe, das Wild in der Wüste gehet heraus , wie sie pflegen, frühe zum Raube, daß sie Speise bereiten für die Jungen. 6. Sie ernten auf dem Acker alles, was er trägt, und lesen den ' Weinberg, den sie mit Unrecht haben. * im,1.21,16. 7. * Die Nackenden lassen sie liegen, und lassen ihnen keine Decke im Frost, denen sie die Kleider genommen haben , * c. -2/ 6. 8. Daß sie sich müßen zn den Felsen halten, wenn ein Platzregen von den Bergen auf sie gießet; weil sie sonst keinen Trost haben. 9. Sie reissen das Kind von den Brüsten, und machen es zum Waisen, und machen die Leute arm mit Pfänden. 10. Den ' Nackenden lassen sie ohne Kleider gehen, und den Hungrigen nehmen sie die Garben. * Esch. 68, 7. Match. 26/ 43. 11. Sie * zwingen sie Oehl zu machen auf ihren eigenen Mühlen, und ihre eigene Kelter zu treten, und lassen sie doch Durst leiden. * Jae. 6, 4. 12. Sie machen die Leute in der Stadt seufzend , und die Seele der Erschlagenen schreyend; und Gott stürzet sie nicht. L3. Darum sind sie abtrünnig geworden vom Licht, und kennen seinen Weg nicht, und kehren nickt wieder zu seiner Straße. 1-4. Wenn der Tag anbricht, * stehet auf der Mörder und erwürget den Armen und Dürftigen; und des Nachts ist er wie ein Dieb. * Ps. 10/ 8. S. 15. Das * Auge des Ehebrechers hat Acht auf das Dunkele, und spricht: Mich stehet kein Auge; und verdecket sein Antlitz. * Esai. 29/ 16. Hiob 22, 13. 16. Im Finstern bricht er zu den Häusern ein. Des Tages verbergen sie sich mit einander, und * scheuen das Licht. * Loh. 3,20. 17. Denn wo ihnen der Morgen kommt, ist es ihnen wie eine Finsterniß, denn er fühlet das Schrecken der Finsterniß. 18. Er führet leichtfertig wie auf einem Wasser dahin; seine Habe wird gering im Lande, und bauet seinen Weinberg nicht. 19. Die Hölle nimmt weg, die da fündigen, wie die Hitze und Dürre das Schneewasser ver- zehret. 20. Es werden seiner vergessen die Barmherzigen , seine Lust wird wurmicht werden, seiner wird nicht mehr gedacht, er wird zerbrochen werden wie ein fauler Baum. 21. Er hat beleidiget die Einsame, die nicht gebieret, und hat der Witwe kein Gutes gethan, 22. Und die Mächtigen unter sich gezogen mit seiner Kraft. Wenn er stehet, wird er seines Lebens nicht gewiß seyn. 23. Er macht ihm wohl selbst eine Sicherheit, darauf er sich verlasse; doch sehen seine Augen auf ihr Thun. 2^. Sie sind eine kleine Zeit erhaben, und werden zu Nichte und unterdrückt und ganz und gar ausgetilget werden; und, wie die erste Blüthe an den Aehren, werden sie abgeschlagen werden. 25. Ist es nicht also ? Wohlan, wer will mich Lügen strafen, und bewähren, daß meine Rede nichts sey? Das 25. Capitel. Vor Gott alle Menschen Sünder. i.Z>a antwortete ^ sprach: Bildad von Suah, und 2. Ist nicht die Herrschaft und Furcht bev ihm, der den Frieden macht unter seinen Höchsten? 3. Wer will seine Kriegsleute zählen? Md über welchen gehet nicht auf sein Licht? - 4 . Und wie * mag ein Mensch gerecht vor Gott seyn? Und wie mag rein seyn eines Weibes Kind? * e. 4, 17. c. S, 2. l Vom Lohn der Bösen. 509 Hiob preiset Gottes Macht. Hiob s. Siehe, der Mond scheinet noch nicht, und* die Sterne find noch nicht rein vor seinen Amen: * c. is, 15 . 6. Wie viel weniger ein Mensch, die Made, und ein Menschenkind, der Wurm? Das 26. Capitel. Hiob preiset Gottes Majestät viel herrlicher, als Bildad. i. H>iob antwortete, und sprach: ^ 2. Wem stehest du bey? Dem, der keine Kraft hat? Hilfst du dem, der keine Stärke in Armen hat? Z. Wem gibst du Rath? Dem, der keine Weisheit hat? Und zeigest einem Mächtigen, wie er es ansführen soll? Für wen redest du ? Und für wen gehet der Odem von dir? s. Die Riesen ängsten fich unter den Wassern, und die bey ihnen wohnen. 6. Die Hölle ist aufgedeckt vor ihm, und das Verderben hat keine Decke. 7. Er breitet aus die Mitternacht nirgend an, und hänget die Erde an nichts. 8. Er * fasset das Wasser zusammen in seine Wolken, und die Wolken zerreißen darunter nicht. ' Ps- "4, 3. 9. Er hält seinen Stuhl, und breitet seine Wolken davor. 10. Er hat um das Wasser ein Ziel gesetzet, bis das Licht sammt der Finsterniß vergehe. ii. Die Säulen des Himmels zittern, und entsetzen fich vor seinem Schelten. 12. Vor seiner Kraft wird das Meer plötzlich ungestüm, und vor seinem Verstand erhebet fich die Höhe des Meers. iz. Am Himmel wird es schön durch seinen Wind, und seine Hand bereitet die gerade Schlange. i^. Siehe, also gehet sein Thun; aber davon haben wir ein geringes Wörtlein vernommen. Wer will aber den Donner seiner Macht verstehen ? Das 27. Capitel. Hiob hält, seine Unschuld zu retten, den Frommen und Heuchler gegen einander. 1. Nnd Hiob fuhr fort, und hob an seine ^ Sprüche, und sprach: 2. So wahr Gott lebet, der mir mein Recht nicht gehen lasset, und der Allmächtige , der meine Seele betrübet; 3. So lange mein Odem in mir ist, und das Schnauben von Gotr in meiner Nase ist: 26. 27. Meine Lippen sollen nichts Unrechtes reden, und * meine Zunge soll keinen Betrug sagen. * Ps. 15, 3. 5. Das sey ferne von mir, daß ich euch Recht gebe, bis daß mein Ende kommt, will ich nicht weichen von meiner Frömmigkeit. 6. Von meiner Gerechtigkeit, die ich habe, will ich nicht lassen; mein * Gewissen beißt mich nicht meines ganzen Lebens halber. Ap. Gesch. 24, 16. 1 Cor. 4, 4. 7. Aber mein Feind wird erfunden werden ein Gottloser, und der * fich wider mich auflehnet, ein Ungerechter. * c. 42,7. 8. Denn was ist die Hoffnung des Heuchlers , daß er so geitzig ist, und Gott doch seine*Seele Hinreisset? * Luc. 12,20. 9. Meinest du, * daß Gott sein Schreyen hören wird, wann die Angst über ihn kommt? * Joh. 9, 31. 10. Wie kann er an dem Allmächtigen Lust haben, und Gott etwa anrufen? 11. Ich will euch lehren von der Hand Gottes; und was bey dem Allmächtigen gilt, will ich nicht verhehlen. 12. Stehe, ihr haltet euch alle für klug: warum gebt ihr denn solche unnütze Dinge vor? 13. Das ist der Lohn eines gottlosen Menschen bey Gott, und das Erbe der Tyrannen, das fie von dem Allmächtigen nehmen werden. 1^. Wird er*viele Kinderhaben, so werden fie des Schwerts seyn ; und-k seine Nachkömmlinge werden des Brots nicht satt haben. * 2 Kön. 1», 6. 7. -s Ps. 37, 25. 15. Seine Uebrigen werden im Tode begraben werden, und seine Witwen werden nicht weinen. 16. Wenn er Geld zusammen bringet wie Erde, und sammelt Kleider wie Leimen: 17. So wird er es wohl bereiten; aber der Gerechte wird es anziehen, und der Unschuldige wird das Geld austheilen. 18. Er bauet sein Haus wie eine Spinne, und wie ein Hüther einen Schauer (Laubhütte) macyet. 19. Der * Reiche, wenn er fich legt, wird er es nicht mitraffen; er wird seine Augen auf- thun, und da wird nichts seyn. * Ps. 49, is. 20. Es wird ihn Schrecken überfallen wie Wasser, des Nachts wird ihn das Ungewitter wegnehmen. 21. Der* Ostwind wird ihn wegsuhren, daß er dahin führet, und Ungestüm wird ihn von seinem Ort treiben. * Ez«ch. 17,10. 22. Er wird solches über ihn führen, und und Menschen. 510 Lob der Weisheit an Gott Hiob wird seiner nicht schonen; es wird ihm alles aus seinen Händen entfliehen. 23. Man wird * über ihn mit den Händen klappen/ und über ihn zischen/ da er gewesen ist. * Klagl. 2/ iS. Nahum 3/ iS. Das 28 . Capitel. Lob der Weisheit an Gott und Menschen. 1. As hat das Silber seine Gänge/ und das ^ Gold seinen Ort/ da man es schmelzet. 2 . Eisen bringet man aus der Erde/ und aus den Steinen schmelzet man Erz. 3. Es wird je des Finstern etwa ein Ende / und Jemand findet ja zuletzt den Schiefer tief verborgen. Es bricht ein solcher Bach hervor/ daß/ die darum wohnen / den Weg daselbst verlieren; und fällt wieder/ und schießet dahin von den Leuten. s. Man bringet auch Feuer unten aus der Erde / da doch oben Speise aufwächst. 6. Man findet Sapphir an etlichen Orten, und Erdenklöße / da Gold ist. 7. Den Steig kein Vogel erkannt hat/ und kein Geiers-Auge gesehen. 8. Es haben die stolzen Kinder nicht darauf getreten, und ist kein Löwe darauf gegangen. 9 . Auch legt man die Hand an die Felsen / und gräbet die Berge um. 10. Man reistet Bäche aus den Felsen; und alles / was köstlich ist / stehet das Auge. 11. Man wehret dem Strom des Wassers/ und bringet/ das verborgen darinnen ist/ an das Licht. 12 . Wo will man aber Weisheit finden? Und wo ist die Stätte des Verstandes? 13. Niemand weiß/ wo fie liegt/ und wird nicht gefunden im Lande der Lebendigen. i^. Der Abgrund spricht: Sie ist in mir nicht; und das Meer spricht: Sie ist nicht bey mir. 15. Man kann nicht Gold um fie geben/ noch Silber darwägen, fie zu bezahlen. 16 . Es gilt ihr nicht gleich Ophirisch Gold, oder köstlicher Onich und Sapphir. 1 7. Gold und Demant mag ihr nicht gleichen, noch um fie' golden Kleinod wechseln. * 1 Mos. 24/ S3. 18 . Ramoth und Gabis achtet man nicht. Die Weisheit ist höher zu wägen, denn Perlen. 19 . * Topafius aus Mohrenland wird ihr nicht gleich geschätzt, und das reinste Gold gilt ihr nicht gleich. *2 Ms. 28,17. 28. 29. 20. Woher kommt denn die Weisheit? Und wo ist die Stätte des Verstandes? 21. Sie ist verhohlen vor den Augen aller Lebendigen, auch verborgen den Vögeln unter dem Himmel. 22. Die Verdammniß und der Tod sprechen: Wir haben mit unfern Ohren ihr Gerücht gehöret. 23. Gott weiß den Weg dazu, und kennet ihre Stätte. 2^. Denn er fleht die Enden der Erde, und schauet alles, was unter dem Himmel ist. 25. Da er dem Winde sein Gewicht machte, und setzte dem Wasser seine gewisse Maße; 26. Da er dem Regen ein Ziel machte, und dem Blitz und Donner den Weg: 27. Da sah er fie, und er zählete fie, "bereitete fie, und erfand fie, " Spr. 3, 19 . 20. 28. Und sprach zu dem Menschen: Siehe,' die Furcht des Herrn, das ist Weisheit; und meiden das Böse, das ist Verstand. * Ps. 111 , 10. Spr. 1, 7. Das 29. Capitel. Hiob erzählt seine vorige Glückseligkeit. 1. Nnd Hiob " hob abermahl an seine Sprüche, " und sprach: *c. 27,1. 2. O daß ich wäre, wie in den vorigen Mo- nathen, in den Tagen, da mich Gott behüthete; 3. Da seine " Leuchte über meinem Haupte schien, und ich bey seinem Licht in der Finsterniß ging; *e.i8 ,6. Wie ich war zu der Zeit meiner Jugend, da * Gottes Geheimniß über meiner Hütte war; * Ps. 2S, 14. 5. Da der Allmächtige noch mit mir war, und meine Kinder um mich her; 6. Da ich meine Tritte wusch in Butter, und die Felsen mir Oehlbäche gossen; 7. Da ich ausging zum Thor in der Stadt, und ließ meinen Stuhl auf der Gasse bereiten; 8. Da mich die Jungen sahen, und sich versteckten, und die Alten vor mir aufstanden; 9. Da die Obersten aufhöreten zu reden, und legten ihre Hand auf ihren Mund; 10. Da die Stimme der Fürsten fich verkroch, und ihre Zunge an ihrem Gaumen klebte. 11. Denn welches Ohr mich hörete, der pries mich selig; und welches Auge mich sah, der rühmte mich. 12. Denn ich errettete den Armen, der da schrie, und den Waisen, der keinen Helfer hatte. Hiobs voriges Glück, Hiob 29. 30. und gegenwärtiges Unglück. 511 13 . Der Segen deß, der verderben sollte, kam über, mich; und ich erfreuete das Herz der Witwen. 1- z. Gerechtigkeit war mein Kleid, das ich anzog wie einen Rock; und mein Recht war mein fürstlicher Hut. is. Ich war des Blinden Auge, und des Lahmen Füße. 15 . Ich war ein ' Vater der Armen; und welche Sache ich nicht wußte, die erforschete ich. * c. 3i, 18. 17 . Ich * zerbrach die Backenzähne des Urige, rechten, und riß den Raub aus seinen Zähnen. * Ps. 68, 7. 18. Ich gedachte: Ich will in meinem Nest ersterben, und meiner Tage viele machen wie Sand. is. Meine Saat ging auf am Wasser, und der Thau blieb über meiner Ernte. 20. Meine Herrlichkeit erneuerte sich immer an mir; und mein * Bogen besserte sich in meiner Hand. *1 Mos. 49 , 24 . 21. Man hörete mir zu, und schwiegen, und warteten auf meinen Rath. 22. Nach meinen Worten redete Niemand mehr; und meine * Rede troff auf sie. *3 Mos. 32,2. 23. Sie warteten auf mich, wie auf den Regen, und sperreten ihren Mund auf, als nach dem Abendregen. 2- 4. Wenn ich sie anlachte, wurden sie nicht zu kühn darauf; und das Licht meines Angesichts machte mich nicht geringer. 25. Wenn ich zu ihrem Geschäfte wollte kommen , so mußte ich oben an sitzen; und wohnete wie ein König unter Kriegsknechten, da ich tröstete , die leidetrugen. Das 30. Capitel. Hiob klaget über sein Elend und Anfechtung. 1. 1. Ich will dir antworten ein Wort, und deinen Freunden mit dir. 5. Schaue gen Himmel, und siehe, und schaue an die Wolken, daß sie dir zu hoch sind. 6 . Sündigest du, was kannst du mit ihm machen? Und ob deiner Missethat viel ist, was kannst du ihm thun? 7. Und ob du gerecht seyest, * was kannst du ihm geben? Oder was wird er von deinen Händen nehmen? *«.22,2. 8 . Einem Menschen wie du bist, mag wohl etwas thun deine Bosheit, und einem Menschenkinde deine Gerechtigkeit. 9. Dieselbigen mögen schreyen, wenn ihnen viel Gewalt geschieht, und rufen über den Arm der Großen, 10. Die nicht darnach fragen, wo ist Gottmein Schöpfer, der das Gesänge macht in der Nacht, 11. Der uns gelehrter macht, denn das "Vieh auf Erden, und weiser, denn die Vögel unter dem Himmel. *2Pct. 2/12. 12. Aber sie werden da auch schreyen über den Hochmuth der Bösen; und er wird sie nicht erhören. 13. Denn Gott" wird das Eitle nicht erhören, und der Allmächtige wird es nicht ansehen. * Joh. 9 / 31. i-L. Dazu sprichst, du, du werdest ihn nicht sehen. Aber es ist ein Gericht vor ihm, harre seiner nur: , 15. Ob sein Zorn " so bald mcht heunsucht; und sichs nicht annimmt, daß so viele Laster da gnd " Pred. 8/ 11 . T t t 2 516 Elihu fernerer Beweis Hiob 36. 37. der Gerechtigkeit Gottes. 16. Darum hat Hiob seinen Mund umsonst aufgesperret/ und gibt stolze Dinge vor mit Unverstand. Das 36. Capitel. Fernerer Beweis der Gerechtigkeit, Allmacht und Weisheit Gottes. i.Alihu redete weiter, und sprach: ^ 2. Harre mir noch ein wenig, ich will dirs zeigen; denn ich habe noch von Gottes wegen was zu sagen. 3. Ich will meinen Verstand weit hohlen, und meinen Schöpfer beweisen, daß er recht sey. Meine Reden sollen ohne Zweifel nicht falsch seyn, mein Verstand soll ohne Wandel vor dir feyn. s. Siehe, Gott verwirft die Mächtigen nicht; denn er ist auch mächtig von Kraft des Herzens. 6. Den Gottlosen erhält er nicht, sondern * hilft den Elenden zum Rechte. ' Ps. 47, 6. 7. Er wendet seine Augen nicht von dem Gerechten ; und die Könige läßt er sitzen auf dem Thron immerdar, daß sie hoch bleiben. 8. Und wo Gefangene liegen in Stöcken, und gebunden mit Stricken elendiglich: 9. So verkündiget er ihnen, was sie gethan haben , und ihre Untugend, daß sie mit Gewalt gefahren haben. i o. Und' öffnet ihnen das Ohr zur Zucht, und sagt ihnen, daß sie sich von dem Unrecht be- kryren sollen. * 2 Sam. 7 ,27. iChr. 18,27. i t. Gehorchen sie, und dienen ihm; so werden sie bev guten Tagen alt werden, und mit Lust leben. 12. Gehorchen sie nicht; so werden sie in das Schwert fallen und vergehen, ehe sie es gewahr werden. 13. Die Heuchler, wenn sie der Zorn trifft; schreyen sie nicht, wenn sie gefangen liegen : 1^. So wird ihre Seele mit Qual sterben, und ihr Leben unter den Hurern. 15. Aber den * Elenden wird er aus feinem Elend erretten, und dem Armen das Ohr öffnen in Trübsal. ' P>. 37,10. Ps. 72, 12. 16. Er wird dich * reisten ans dem weiten Nachen der Angst, dis keinen Boden hat; und dein Tisch wird Ruhe haben, voll alles Guten. * Ps. 18 , 20 . 17. Du aber machst die Sache der Gottlosen gut, daß ihre Sache und Recht erhalten wird. 18. Siehe zu, daß dich nicht vielleicht Zorn beweget habe, Jemand zu plagen; oder großes Geschenk dich nicht gebeuget habe. 19. Meinest du, daß er deine Gewalt achte, oder Gold, oder irgend eine Stärke oder Vermögen ? 20. Du darfst der Nacht nickt begehren, die Leute an ihrem Ort zu überfallen. 21. Hüthe dich, und kehre dich nicht zum Unrecht ; wie du denn vor Elend angefangen hast. 22. Siehe, Gott ist zu hoch in seiner Kraft; * wo ist ein Lehrer, wie Er ist? * Ps. 27,9. 23. Wer will über ihn heimsuchen seinen Weg? Und * wer will ihm sagen: Du thust Unrecht? * c. 34,10. 2^. Gedenke, daß du sein Werk nicht wissest, wie die Leute singen. 25. Denn alle Menschen sehen das, die Leute schauen es von ferne. 26. Siehe Gott ist groß und unbekannt; seiner Jahre Zahl kann Niemand forschen. 27. Er macht das * Wasser zu kleinen Tropfen, und treibet seine Wolken zusammen zum Regen, " c. 7, 10. c. 38, 27. 23. - 28. Daß die Wolken fließen, und triefen sehr auf die Menschen. 29. Wenn er vornimmt die Wolken auszubrei- ten, wie ein hoch Gezelt: 30. Siehe, so breitet er aus seinen Blitz über dieselbe, und bedecket alle Enden des Meers. 31. Denn damit * schreckt er die Leute, und gibt doch Speise die Fülle. * Ps. i«, is. 32. Er decket den Blitz wie mit Händen, und heisset es doch wiederkommen. 33. Davon zeuget sein Geselle, nähmlich des Donners Zorn in Wolken. Das 37. Capitel. Gottes Majestät wird auö dem Buch der Natur erkannt. i.A>eß entsetzet sich mein Herz, und bebet. ^ 2. Lieber, höret doch, wie sein * Donner zörnet, und was für Gespräch von seinem Munde ausgehet. * Ps. 29,3. 3. Er flehet unter allen Himmeln, und sein Blitz scheinet auf die Ende der Erde. Demnach brüllet der Donner, und er donnert mit seinem großen Schall; und wenn sein Donner gehöret wird, kann man es nicht aufhatten. 5. Gott * donnert mit seinem Donner gräulich, und thut große Dinge, und wird doch nicht erkannt. * Ps. 29,3. Ps. 104,7. 6. Er spricht'"zum Schnee, so ist er bald auf Erden. und zum Platzregen, so ist der Platzregen da mit Macht. ' Ps. "7,16. Elihu redet von Gottes Wundermacht. Hiob 37.38. Gott preiset selbst seine Macht «.Weisheit. 517 7. Alle Menschen hat er in der Hand, als verschlossen , daß die Leute lernen, was er thun kann. 8. Das * wilde Thier gehet in die Höhle, und bleibet an seinem Ort. *Ps. «>4, 22 . 9. Vom Mittag her kommt Wetter, und von Mitternacht Kälte. 10. Vom Odem Gottes kommt Frost, und große Wasser, wenn er aufthauen läßt. 11. Die dicken Wolken scheiden sich, daß es Helle werde, und durch den Nebel bricht sein Licht. 12. Er kehret die Wolken, wo er hin will, daß sie schaffen alles, was er ihnen gebiethet, auf dem Erdboden; 13. Es sey über ein Geschlecht oder über ein Land, so man ihn barmherzig findet. 1^. Da merke auf, Hiob, stehe, und vernimm die Wunder Gottes. 15. Weißt du, wann Gott solches über fle bringet? Und wann er das Licht seiner Wolken läßt hervor brechen? 16. Weißt du, wie fich die Wolken ausstreuen? Welche Wunder * die Vollkommenen wissen. * 1 Cor. 14/ 20 . 17. Daß deine Kleider warm find, wenn das Land stille ist vom Mittagswinde? 18. Ja, du wirst mit ihm die Wolken ausbreiten, die fest stehen, wie ein gegossener Spiegel. is. Zeige uns, was wir ihm sagen sollen; denn wir werden nicht dahin reichen vor Fin- sterniß. 20. Wer wird ihm erzählen, daß ich rede? So Jemand redet, der wird verschlungen. 21. Jetzt stehet man das Licht nicht, das in den Wolken Helle leuchtet; wenn aber der Wind wehet, so wird es klar. 22. Von Mitternacht kommt Gold, zn Lob vor dem schrecklichen Gott. 23. Den Allmächtigen aber mögen sie nicht finden, der so groß ist von Kraft; denn er wird von seinem Recht und guter Sache nicht Rechenschaft gebem 2^. Darum * müssen ihn fürchten die Leute; und er fürchtet sich vor keinem, wie weise sie sind. *Psi3Z, 8. Ps. S6, S. Das 38. Eapitel. Gott preiset s.'lbss seine Allmacht und Weisheit. I.llnd der Herr antwortete Hiob aus einem ^ ' Wetter, und sprach 2. Wer ist der, der so fehlet incher Weisheit, und redet so mit Unverstand? 3. * Gürte deine Lenden, wie ein Mann; ich will dich fragen, lehre mich. * c. 4 o, 2. Wo wärest du, da ich die Erde gründete; Sage mirs, bist du so klug? 5. Weißt du, " wer ihr das Maß gesetzt hat? Oder wer über sie eine Richtschnur gezogen hat? * Spr. 30, 4. - 6 . Oder worauf stehen ihre Füße versenket? Oder wer hat ihr einen Eckstein gelegt? 7 . Da mich die Morgensterne mit einander lo- beten, und jauchzeten alle Kinder Gottes. 8 . Wer * hat das Meer mit seinen Thüren verschlossen, da es heraus brach, wie aus Mutterleibe? * e. 26, 10. 9. Da ich es mit Wolken kleidete , und in Dunkel eimvickelte, wie in Windeln. 10. Da ich ihm den Lauf brach mit meinem Damm, und setzte ihm Riegel und Thür, . 11. Und sprach: * Bis hieher sollst du kommen, und nicht weiter; hier sollen sich legen deine stolze Wellen. * Ps. i» 4 ,9. 12. Hast du bey deiner Zeit dem Morgen gebothen, und der Morgenröthe ihren Ort gezeiget. 13. Daß die Ecken der Erde gefasset, und die Gottlosen heraus geschüttelt würden? 1^. Das Siegel wird sied wandeln wie Leimen, und sie stehen wie ein Kleid. 15. Und den Gottlosen wird * ihr Licht genommen werden; und der Arm der Hoffärtigen wird zerbrochen werden. ' c. is, is. 16. Bist du in den Grund des Meers gekommen, und hast in den Fußstapsen der Tiefen gewandelt? 17. Haben sich dir des Todes Thore je aufge- than? Oder hast du gesehen die Thore der Fin- sterntß ? 18. Haft du vernommen, wie breit die Erde sey? Sage an, weißt du solches alles? 19. Welches ist der Weg, da das Licht wohnet, und welches sey der Finsterniß Stätte , 20. Daß du mögest abnehmen seine Grenzen, und merken den Pfad zu seinem Hause? 21. Wußtest du, daß du zu der Zeit solltest geboren werden? Und wie viele deiner Tage seyn würden? - 22. Bist du gewesen da der Schnee herkommt? Oder hast du gesehen , wo der Hagel herkommt? 23. Die ich habe verhalten bis auf die * Zeit 518 Weisheit des Schöpfers Hiob der Trübsal, und auf,den Tag des Streits und Kriegs. * Offeilb. 11/ 19. c. 16/ 21. 2^. Durch welchen Weg sich das Licht theilet, und auffähret der Oftwind auf Erden? 25. Wer' hat dem Platzregen seinen Lauf aus- getheilet, und den Weg dem Blitz und Donner? *Zer. ic>/ 13. c. 31/ 16. 26. Daß es regnet auf das Land, da Niemand ist, in der Wüste, da kein Mensch ist? 27. Daß er füllet die Einöden und Wildniß, und macht, daß Gras wachset? 28. Wer ist des Regens Vater? Wer hat die Tropfen des Thaues gezeuget? 29. Aus weß Leibe ist das Eis gegangen? Und wer hat * den Reifen unter dem Himmel gezeuget, * Ps. 147/ 16. 30. Daß das Wasser verborgen wird wie unter Steinen, und die Tiefe oben gestehet? 31. Kannst du die Bande der * sieben Sterne zusammen binden? Oder das Band des Orion ausiöseu? * c. 9/ 9. -k Esaj. 13/ 10. 32. Kannst du den Morgenstern hervor bringen zu seiner Zeit? Oder den Wagen am Himmel über seine Kinder führen? 33. Weißt du, wie der Himmel zu regieren ist? Oder kannst du ihn meistern auf Erden? 3^. Kannst du deinen Donner in der Wolke hoch herführen? Oder wird dich die Menge des Wassers verdecken? 35. Kannst du die Blitze auslassen, daß sie hinfahren und sprechen: Hier sind wir? 36. Wer gibt die Weisheit in das Verborgene? Wer gibt verständige Gedanken? 37. Wer ist so weise, der die Wolken erzählen könnte? Wer kann die Wasserschläuche am Himmel verstopfen, 38. Wenn der Staub begossen wird, daß er zu Haufe läuft, und Klöße an einander kleben? Das 39. Capitel. An den Thieren leuchtet Gottes unerforschliche Weisheit hervor. Hiob bekennet seinen Fehler. 39. Kannst du der Löwinn ihren Raub zu ja- ^ gen geben, und die jungen Löwen sättigen, ^0. Daß * sie sich legen in ihre Stätte, und ruhen in der Höhle, da sie lauren? * c. 37,8. ^1. Wer bereitet dem "Raben die Speise, wenn seine Jungen zu Gott rufen und fliegen irre, wenn sie nicht zu essen haben? * Ps. 143/ 13. 16. Ps. 147/ 9. (Anfang deS 39. CapitelS.) i.Meißt du die Zeit, wann die Gemsen auf den Felsen gebären? Oder hast du gemerkt, wann die Hirsche schwanger gehen? 38. 39. an den Thieren. 2. Hast du gezählet ihre Monathe, wann sie voll werden? Oder weißt du die Zeit wann sie gebären ? 3. Sie beugen sie, wann sich gebären, und reissen sich, und lassen aus ihre Jungen. Ihre Jungen werden feist, und mehren sich im Getreide, und gehen aus, und kommen nicht wieder zu ihnen. s. Wer hat das Wild so frey lassen gehen, wer hat die Bande des Wildes aufgelöset, 6. Dem ich das Feld zum Hause gegeben habe, und die Wüste zur Wohnung? 7. Es verlachet das Getümmel der Stadt, das Pochen des Treibers höret es nicht. 8. Es schauet nach den Bergen, da seine Weide ist, und suchet, wo es grüne ist. 9. Meinest du, das Einhorn werde dir dienen, und werde bleiben an deiner Krippe? i o. Kannst du ihm dein Joch anknüpfen, die Furchen zu machen, daß es hinter dir brache in Gründen? i i. Magst du dich darauf verlassen, daß es so stark ist? Und wirst es dir lassen arbeiten? 12. Magst du ihm trauen, daß es deinen Samen dir wieder bringe und in deine Scheune sammle? 13. Die Federn des Pfauen sind schöner, denn die Flügel und Federn des Storchs (Strauß)/ i'L. Der seine Eyer auf der Erde läffet und läßt sie die heisse Erde ausbrüten. is. Er vergisset, daß sie möchten zertreten werden, und ein wildes Thier sie zerbreche. 16. Er wird so hart gegen seine Jungen, als wären sie nicht sein, achtet es nicht, daß er umsonst arbeitet. 17. Denn Gott hat ihm die Weisheit genommen, und hat ihm keinen Verstand mitgetheilet. 18. Zu der Zeit, wann er hoch führet, erhöhet er sich, und verlachet beyde Roß und Mann. 19. Kannst du dem Roß Kräfte geben, oder seinen Hals zieren mit seinem Geschrey? 20. Kannst du es schrecken wie die Heuschrecken? Das ist Preis seiner Nase, was schrecklich ist. 21. Es strampfet auf den Boden, und ist freudig mit Kraft, und ziehet aus den Geharnischten entgegen. 22. Es spottet der Furcht, und erschrickt nicht, und fliehet vor dem Schwert nicht, 23. Wenn gleich wider dasselbe klinget der Köcher, und glänzet beyde Spieß und Lanze. 2^. Es zittert und tobet, und scharret in die Erde, und achtet nicht der Trompeten Hall. Weisheit des Schöpfers an dem Behemoth, Hi > 25 . Wenn die * Trompete stark klinget/ spricht es: Hui; und riecht den Streit von ferne / das Schreyen der Fürsten und Jauchzen. * 4 Mos. 1«/ 9. 2 Chr. 13/ 14. 26. Flieget der Habicht durch deinen Verstand/ und breitet seine Flügel gegen Mittag? 27. Flieget der Adler aus deinem Befehl so hoch/ daß er sein Nest in der Höhe macht? 28. Im Felsen wohnet er/ und bleibet auf den Klippen an Felsen und in festen Orten. 29. Von dannen schauet er nach der Speist/ und seine Augen sehen ferne. 30 . Seine Jungen saufen Blut; und * wo ein Aas ist/ da ist er. *Hab. i/8. MM. 24/ 28 . 3 1. Und der Herr antwortete Hiob / und sprach: 32 . Wer mit dem Allmächtigen hadern will / soll es ihm der nicht beybringen? Und wer Gott tadelt/ soll es der nicht verantworten? 33. Hiob aber antwortete dem Herrn/ und sprach: 3^. Siehe/ ich bin zu leichtfertig gewest«/ was soll ich antworten? Ich * will meine Hand auf meinen Mund legen. * c. 21/-.29/9. 33 . Ich habe einmahl geredet/ darum will ich nicht mehr antworten; zum andern Mahl will ich es nicht mehr thun. Das 40. Capitel. Spiegel göttlicher Allmacht an dem Behemoth. i.llnd der Herr antwortete Hiob aus einem ^ Wetter / und sprach: 2. Gürte * wie ein Mann deine Lenden; ich will dich fragen / lehre mich. * c. 38 /3. 3. Solltest du mein Urtheil zu Nichte machen / und * mich verdammen/ daß du gerecht seyest? * Ps. LI/ 6. Röm. 3/ 4. Hast du einen Arm wie, Gott/ und kannst mit gleicher Stimme donnern/ als er thut? 5. Schmücke dich mit Pracht/ und erhebe dich; ziehe dich löblich und herrlich an. 6 . Streue aus den Zorn deines Grimms; schaue an die Hochmüthigen / wo sie sind / und demü- thige sie. 7. Ja/ * schaue die Hochmüthigen/ wo sie sind/ und beuge sie/ und mache die Gottlosen dünne/ wo sie find. * Ps. ?L/ s. 8 . Verscharre sie mit einander in der Erde/ und versenke ihre Pracht in das Verborgene: 9. So will ich dir auch bekennen / daß dir deine rechte Hand helfen kann. 10. Stehe / der Behemoth / den ich neben dir gemacht habe/ frißt Heu, wie ein Ochst. b 39 . 40 . 41 . und dem Leviathan. 519 11. Siehe/ seine Kraft ist in seinen Lenden/ und sein Vermögen im Nabel seines Bauchs. 12. Sein Schwanz strecket sich wie eine Ceder/ die Adern seiner Scham starren wie ein Ast. 13. Seine Knochen sind wie festes Erz/ seine Gebeine sind wie eiserne Stäbe. 1^. Er ist der Anfang der Wege Gottes: der ihn gemacht hat/ der greift ihn an mit seinem Schwert. is. Die Berge tragen ihm Kräuter/ und alle wilde Thiere spielen daselbst. 16. Er liegt gern im Schatte»/ * im Rohr und im Schlamm verborgen. *Ps. 68/3,. 17. Das Gebüsch bedeckt ihn mit seinem Schatten/ und die Bachweiden bedecken ihn. 18. Siehe/ er schluckt in sich den Strom / und achtet es nicht groß; läßt sich dünken/ er wolle den Jordan mit seinem Mund ausschöpfen. 19. Noch sänget man ihn mit seinen eigenen Augen/ und durch Fallstricke durchbohret man ihm seine Nase. Das 41. Capitel. Beschreibung des Leviathans Grösse/ Macht und Stärke. 20. Kannst du * den Leviathan (CrokodM ziehen mit ^ dem Hamen/ und seine Zunge mit einem Strick fassen? *Ps.74/i4. Es. 2-, 1. 21. Kannst du ihm einen Angel in die Nase legen/ und mit einer Stachel ihm die Backen durchbohren? 22. Meinest du / er werde dir viel Flehens machen oder dir heucheln? 23. Meinest d»/ daß er einen Bund mit dir machen werde, daß du ihn immer zum Knechte habest?. 2>1. Kannst du mit ihm spielen/ wie mit einem Vogel? Oder ihn deinen Dirnen binden? 25. Meinest du, die Gesellschaften werden ihn zerschneiden , daß er unter die Kaufleute zerthei- let wird? 26. Kannst du das Netz füllen mit seiner Haut, und die Fischreusen mit seinem Kopf? 27. Wenn du deine Hand an ihn legst; so gedenke, daß es ein Streit sey, den du nicht ausführen wirst. 28. Siehe, seine Hoffnung wird ihm fehlen; und wenn er seiner ansichtig wird, schwinget er sich dahin. (Anfang des 41. Capitcls.) 1. Niemand ist so kühn, der ihn reizen darf; wer ist denn, der vor mir stehen könne? 2. * Wer hat mir was zuvor gethan, daß ich 520 Ferner vom Leviathan. Hiob 41. 42. Hiobs Buße und neue Glückseligkeit. es ihm vergelte? Es ist mein, was unter allen Himmeln ist. *Röm. ii, n. 3. Dazu muß ich nun sagen, wie groß, wie mächtig und wohl geschaffen er ist. Wer kann ihm sein Kleid aufdecken? Und wer darf es wagen, ihm zwischen die Zähne zu greifen? 5. Wer kann die Kinnbacken seines Antlitzes aufthun? Schrecklich stehen seine Zähne umher. 6. Seine stolze Schuppen find wie feste Schilder , fest und enge in einander. 7. Eine rührt an die andere, daß nicht ein Lüftlein dazwischen gehet. 8. Es hangt eine an der andern, und halten fich zusammen, daß fie fich nicht von einander trennen. 9. Sein Niesen glänzet wie ein Licht; seine Augen find wie die Augenlieder der Morgenröthe. 10. Aus seinem Munde fahren Fackeln, und feurige Funken schießen heraus. i i. Aus seiner Nase gehet Rauch, wie von heissen Töpfen und Kesseln. 12 . Sein Odem ist wie lichte Lohe, und aus seinem Munde gehen Flammen. 1 3. Er hat einen starken Hals und ist seine Lust, wo er etwas verderbet. i^. Die Gliedmaßen seines Fleisches hangen an einander, und halten hart an ihm, daß er nicht zerfallen kann. i Z. Sein Herz ist so hart wie ein Stein, und so fest, wie ein Stück vom untersten Mühlstein. 16 . Wenn er sich erhebet, so entsetzen sich die Starken; und wenn er daher bricht, so ist keine Gnade da. 17. Wenn man zu ihm will mit dem Schwert, so regt er fich nicht; oder mit Spieß, Geschoß und Panzer. 18 . Er achtet Eisen wie Stroh, und Erz wie faules Holz. 19 . Kein Pfeil wird ihn verjagen, die Schleu- dersteiue find ihm wie Stoppeln. 20 . Den Hammer achtet er wie Stoppeln; er spottet der bebenden Lanze. 21 . Unter ihm liegen scharfe Steine, und fährt über die scharfen Felsen, wie über Koth. 22 . Er macht, daß das tiefe Meer siedet wie ein Topf, und rührt es in einander, wie man eine Salbe menget. 23. Nach ihm leuchtet der Weg, er macht die Tiefe ganz grau. 2 ^. Auf Erden ist ihm Niemand zu gleichen; er ist gemacht, ohne Furcht zu seyn. 25. Er verachtet alles, was hoch ist, er ist ein König über alle Stolzen. Das 42. Capitel. Hiob wird auf rechte Buße vo» Gott wiederum glückselig gemacht. 1. Nnd Hiob antwortete dem Herrn, und ^ sprach: 2 . Ich erkenne, daß du alles vermagst, und kein Gedanke ist dir verborgen. 3. Es ist ein unbesonnener Mann, der seinen Rath meinet zu verbergen. Darum bekenne ich, daß ich habe unweislich geredet, das mir zu hoch ist, und nicht verstehe. So erhöre nun, laß mich reden; ich will * dich fragen, lehre mich. * c. 38, s. 5. Ich habe dich mit den Ohren gehöret, und mein Auge stehet dich auch nun. 6. Darum schuldige ich mich, und thue Buße im Staube und Asche. 7. Da nun der Herr diese Worte mit Hiob geredet harte, sprach er zu * Eliphas von Thema« : Mein Zorn ist ergrimmet über dich, und über deine zween Freunde; denn ihr habt nicht recht von mir geredet, wie mein Knecht Hiob. * 0 . 4 , 1 . 8. So nehmet nun sieben Farren und sieben Widder, und gehet hin zu meinem Knechte Hiob, und opfert Brandopfer für euch, und laßt meinen Knecht Hiob für euch bitten. Denn ihn will ich ansehen, daß ich euch nicht sehen lasse, wie ihr Thorheil begangen habt: denn ihr habt nicht recht von mir geredet, wie mein Knecht Hiob. 9. Da gingen hin Eliphas von Theman, Bit- dad von Suah, und Zophar von Naema, und thaten, wie der Herr ihnen gesagt hatte. Und der Herr sah an Hiob. 10. Und der Herr wandte das Gefängniß Hiobs, da er bath für seine Freunde. Und der Herr gab Hiob * zweyfältig so viel, als er gehabt harte. * c. 8, 7 . 11. Und es kamen zu ihm alle seine Brüder und alle seine Schwestern, und alle, die ihn vorhin kannten, und aßen mit ihm in seinem Hause, und kehreten sich zu ihm, und trösteten ihn über allem Nebel, das der Herr über ihn hatte kommen lassen. Und ein Jeglicher gab ihm einen schönen Groschen, und ein golden Stirnband. 12 . Und der Herr segnete hernach Hiob mehr, denn vorhin, daß er kriegre vierzehn tausend Schafe, und sechs tausend Kameete, und tausend Joch Rinder, und tausend Esel. 13. Und 521 Seligkeit, und Verfolgung PsalM 1 . 2 . 3 . der Gläubigen. 13 . Und kriegte sieben Söhne und drey Töch- Und ihr Vater gab ihnen Erbtheil unter ihren ter. Brüdern. *i Mos. 12,11. 1^. Und hieß die erste Jeniima, die andere Ke- 16. Und Hiob lebte nach diesem hundert und zia, und die dritte Kerenhapuch. vierzig Jahre, daß er sah Kinder und Kinds- is. Und wurden nicht so "schöne Weiber ge- kinder bis in das vierte Glied, funden in allen Landen, als die Töchter Hiobs. 17. Und Hiob starb alt und lebenssatt. Der Psalter. Der 1 . Psalm. Lehre von Glückseligkeit der Frommen nnd Strafe der Gottlosen. 1. ^i^ohl " dem, der nicht wandelt im Rath «xD der Gottlosen; noch tritt auf den Weg der Sünder; noch sitzet da die Spötter 'sitzen: * Ps. 119, 1. Ps. 128, 1. 2. Sondern hat Lust zum Gesetz des Herrn, und " redet von seinem Gesetz Tag und Nacht. * Los. 1/ 8. 3. Der ist " wie ein Baum, gepflanzet an den Wasserbächen, der seine Früchte bringet zu seiner Zeit, und seine Blatter verwelken nicht, und 1 was er macht, das geräth wohl. * Zcr. 17, 8. -f Zof 1 , 8. Aber so sind die Gottlosen nicht; sondern wie Spreu, die der Wind verstreuet. 5. Darum bleiben die" Gottlosen nicht im Gericht, noch die Sünder in der Gemeine der Ge- rech ten. " Matth. 25,32.41. 46 . 6 . Denn der Herr" kennet den Weg der Ge-, rechten, aber der Gottlosen Weg vergehet. * Hiob 23, 10 . 2 Tim. 2, 19. Der 2. Psalm. Weissagung von Christo, dem ewigen Könige, seinem Reich, nnd dessen Feinden. 1. ^Marum ' toben die Heiden, und die Leute 2. Die Könige im Lande lehnen sich auf, und die Herren " rathschlagen mit einander wider den Herrn und seinen Gesalbten: * Ps. 31, 14. Ich. 11, LZ. 3. Lasset" uns zerreißen ihre Bande, und von uns werfen ihre Seile. * Kr. 2 , 2 ». Aber " der im Himmel wohnet, lachet ihrer, und der Herr spottet ihrer. " Ps. n, s. Spr. 1,26. 5. Er wird einst mit ihnen reden in seinem Zorn, und mit seinem Grimm wild er sie schrecken. 6. Aber Ich habe meinen König eingesetzt, auf meinen heiligen Beig Zion. 7 . Ich will von einer solchen Weise predigen, daß der Herr zu mir gesagt hat: " Du bist mein Sohn, heute habe Ich dick gezeuget; * Ap. Gesch. 1Z, 33. Ebr. i, L. c. L, L. 8. Heische von mir, so will ich dir die Heiden zum Erbe geben, und " ver Welt Ende zum Eigenthum; " Ps. 22,23. s. Du sollst sie mit" einem eisernen Seepter zerschlagen, wie Topfe sollst du sie i- zerschmetssen. * Offenb. 2, 27 . c. iS, iL. 1 - Ps. 18, 39 . 10. So laßt euch nun weisen, ihr Könige, und laßt euch züchtigen, ihr Richter auf Erden. 11. Dienet dem Herrn" mit Furcht, und freuet euch mit Zittern. "Phil.2,12. 12. " Küsset den Sohn, daß er nicht zörne, und ihr umkommt auf dem Wege; denn sein Zorn wird bald anbrennm. Aber wohl Allen, die ans ihn trauen. " § Mos. 13, i§. is. Der 3. Psalm. Gcbeth und Trost Davids wider seine Verfolger. 1. Ein Psalm Davids, " da er floh vor seinem Sohne Absalom. " 2 Sam. i§, n. 2 . 5 )sch Herr, "wie ist meiner Feinde so viel, ^ und setzen sich so Viele wider mich! " Ps. 23, 19. 3. Viele sagen von meiner Seele: Sie hat keine Hülfe bey Gott, Sela. Ader du, Herr, bist der' Schild für mich, und der mich zu Ehren setzet, und mein Haupt aufrichtet. " 1 Mos. is, 1. s. Ich " rufe an mit meiner Stimme den Herrn; so erhöret er mich von seinem heiligen Berge, Sela. " Ps- ^ 6 . Ich " liege und schlafe, und erwache; denn der Herr hält mich. " P>- s. 7 . Ich " fürchte mich nicht vor viel hundert tausenden, die sich umher wider mich legen. * Ps. 27 , 3 . 8 . Auf, Herr, und hilf mir, mein Gott: denn du " schlägst alle meine Feinde auf den Backen, und zerschmetterst der Gottlosen Zähne. " Ps. L8, 7. uuu 522 Gebeth für die Kirche. Psalm 4. 5. 6, Bußgeveth. s. Bey dem Herrn findet man Hülfe/ und deinen Segen über dein Volk/ Sela. Der 4. Psalm. Tröstliches Gebeth wider der Weltkinder Eitelkeit. 1. Ein Psalm Davids / vorzufingen auf Saitenspiel. 2 . Arhöre * mich/ wenn ich ruft/ Gott meiner ^ Gerechtigkeit / der du mich tröstest in Angst; sey mir gnädig/ und erhöre mein Gebeth. *Ps. 3, 2. Ps. 27, 7. 3. Lieben Herren / wie lange soll * meine Ehre geschändet werden? Wie habt ihr das Eitele so lieb / und die Lügen so gerne? Sela. * Job. 49 . Erkennet doch, daß der Herr seine Heiligen wunderlich führet; der Herr höret / wenn ich ihn anruft. s. Zörnet ihr / * so sündiget nicht. Redet mit euerm Herzen auf euerm Lager/ und harret/ Sela. * Evhes. 4, 26. 6. Opfert Gerechtigkeit / und * hoffet auf den Herrn. * Ps. 62 , s. 7. Viele sagen: Wie sollte uns dieser weisen/ was gut ist? Aber Herr/ ' erhebe über uns das Licht deines Antlitzes. * 4 Mos. 6, 26 . 8. Du erfreuest mein Herz/ ob jene gleich viel Wein und Korn haben. 9. Ich * liege und schlaft ganz mit Frieden; denn allein du / Herr/ hilfst mir/ daß ich ficher Wohne. * Ps. 3, 6. Der 5. Psalm. Gcbeth fiir die Kirche wider die falschen Lehrer. r. Ein Psalm Davids / vorzusingen für das Erbe. 2 . Aerr/ * höre meine Worte/ merke auf meine Rede/ * Ps. 4, 2 . Ps. 17 , 1 . 3. Vernimm mein Schreyen / mein König und mein Gott; denn ich will vor dir bethen. -ä. Herr / frühe wollest du meine Stimme hören; frühe will ich mich zu dir schicken, und darauf merken. 5 . Denn du bist nicht ein Gott/ dem gottloses Wesen gefällt; * wer böse ist/ bleibet nicht vor dir. * Ps. 34, 17. 6. Die * Ruhmräthigen bestehen nicht vor deinen Augen; -k du bist feind allen Uebelthätern; ' Ps. 73, 3. 1- Matth. 7, 23. 7. Du * bringest die Lügner um; der Herr hat Gräuel an den Blutgierigen und Falschen. * Ps. 9, 6. Ap. Gesch. 3, 3. 10 . 8. Ich aber will in dein Haus gehen auf deine große Gute, und anbethen gegen deinen heiligen Tempel in deiner Furcht. 9. Herr, * leite mich in deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde willen; richte deinen Weg vor mir her. *Ps. 27 , n. 10. Denn in ihrem Munde ist nichts Gewisses, ihr Inwendiges ist Herzeleid, ihr * Rachen ist ein offenes Grab, mit ihren Zungen heucheln sie. * Rom. 3, 13. 11 . Schuldige sie, Gott, daß sie fallen von ihrem Vornehmen, * stoße sie aus um ihrer großen Übertretungen willen: denn sie sind dir widerspänstig. * Ps. 9 ,6. 7 . 12 . Laß sich freuen alle, die auf dich trauen; ewiglich laß sie rühmen, "denn du beschirmest sie; fröhlich laß seyn in dir, die deinen Nahmen lieben. * Ps. 91, 4. Dan. 3, 28 . 135 Denn du, Herr, segnest die Gerechten; du " krönest sie mit Gnade, wie mit einem Schilde. * Ps. 103, 4. Der 6. Psalm. BMebcth um Gesundheit LcibeS und der Seele. i. Ein Psalm Davids, vorzusingen auf acht Saiten. 2 .Il ch * Herr, straft mich nicht in deinem Zorn, ^ und züchtige mich nicht in deinem Grimm. * Ps. 38, 2. 3. Herr, sey mir gnädig, denn ich bin schwach; heile mich, Herr, denn meine Gebeine find erschrocken , Und meine Seele ist sehr erschrocken. Ach du, Herr, wie so lange! s. Wende "dich, Herr, und errette meine Seele; hilf mir um deiner Güte willen. * Ps. 86, 16 . Ps. 119, 112. 6. Denn im Tode gedenket man deiner nicht, wer will dir in der Hölle danken? 7. Ich bin so müde von Seufzen, ich schwemme mein Bette die ganze Nacht, und netze mit meinen Thränen mein Lager. 8. Meine * Gestalt ist verfallen vor Trauren, und ist alt geworden; denn ich allenthalben ge- ängstiget werde. ' Ps. si, 10 . 9. Weichet ' von mir alle Uebelthäter; denn der Herr höret mein Weinen. * Matth. 7, 23. c. 23, 41. Luc. 13, 27. i o. Der' Herr höret mein Flehen, mein Gebeth nimmt der Herr an. * Ps. 10 , 17 . 11 . Es * müssen alle meine Feinde zu Schanden werden, und sehr erschrecken, sich zurück kehren, und zu Schanden werden plötzlich. * Ps. 33, 4. Ps. 40, 13. 16. Gott zürnet. Psalm 7. 8. 9. Weissagung von Christo. 523 Der 7. Psalm. Gcbcth um Rettung der gerechten Sache. 1. Die Unschuld Davids, davon er sang dem Herrn, von wegen der Worte des Mohren, * des Jemiuiten. * 2 Sam. 16 / 5 . 11 . 2. Nus dich, Herr, "traue ich; mein Gott, hilf mir von allen meinen Verfolgern, und errette mich , " PH ", 1 . 3. Daß sie nicht' wie Löwen meine Seele erhaschen , und zerreißen, weil kein Erretter da ist. * Ps. 10 / 9 . > 4 . Herr, mein Gott, habe * ich solches ge- than, und ist Unrecht in meinen Händen; * Hiob 31, 7. Z. Habe ich Böses vergolten denen, die friedlich mit mir lebten; oder die, so mir ohne Ur- sach feind waren, beschädiget: 6. So verfolge mein Feind meine Seele, und ergreife sie, und trete mein Leben zu Boden, und lege meine Ehre in den Staub , Sela. 7 . Stehe auf, Herr, in deinem Zorn, erhebe dich über den Grimm meiner Feinde, und hilf mir wieder in das Amt, das du mir befohlen hast, 8. Daß sich die Leute wieder * zu dir sammeln; und um derselben willen komme wieder empor. * Ps. 142/ 8. 9. Der Herr " ist Richter über die Leute. Richte mich, Herr, nach meiner Gerechtigkeit und Frömmigkeit. " 1 Mos. i 8 , 25. 10. Laß der " Gottlosen Bosheit ein Ende werden, und fördere die Gerechten; denn du, gerechter Gott, i- prüfest Herzen und Nieren. * Ps. 104/ 35. 1- 1 Sam. 16/ 7. 1 Kön. 8/ 39. Ps. 139, 1. 2. 8er. ", 20 . c. 17, io. c. 20 , 12 . Luc. 16 , 15. Gesch. i, 24. c. iS, 8. Offenb. 2 , 23. i t. Mein " Schild ist bey Gott, der den frommen Herzen hilft. " Ps. 3 , 4 . 42 . Gott ist ein * rechter Richter, und ein Gott, der täglich drohet. " 1 Mos. i«, 25 . 13. Will man sich nicht bekehren; so hat er sein Schwert gewetzet, und " seinen Bogen ge- spannet, und zielet, ' Klagl. 2 ,4. 1 ^. Und hat darauf gelegt tödtliche Geschoß; seine " Pfeile hat er zugerichtet zu verderben. * Ps. 45, 6. 15. Siehe, der hat Böses im Sinn, " mit Unglück ist er schwanger; er wird aber einen Fehl gebären. " Hiob 15 , 35 . Emj. 59 , 4 . 16 . Er hat eine "Grube gegraben und ausge- führet, und ist in die Grube gefallen, die er gemacht hat. " Sxr. 26 , 27 . 17. " Sein Unglück wird aufseinen Kopf kommen, und sein Frevel auf seinen Scheitel fallen. * Spr. 5, 22 . 18. Ich danke dem Herrn um seiner Gerechtigkeit willen, und will loben den Nahmen des Herrn, des Allerhöchsten. Der 8. Psalm. Von Christi Reich / Leiden und Herrlichkeit. 1. Ein Psalm Davids, vorzusingen auf der Githith. 2 . ^err, unser Herrscher, wie herrlich ist dein ^ Nähme in allen Landen, da man dir danket im Himmel! 3. " Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge hast du eine-r Macht zugerichtet, um deiner Feinde willen, daß du vertilgest den Feind und den Rachgierigen. * Matth. 21,16. 1- Ps. 29,1. Denn ich werde sehen die" Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitest. " Ps. 102 , 26 . 5 . "Was ist der Mensch, daß du seiner gedenkest , und des Menschen Kind, daß du dich seiner artnimmst? * Ps. 144,3. <§br. 2, 6 . 6. Du wirft ihn lassen eine kleine Zeit von Gott verlassen seyn. Aber mit Ehre und Schmuck wirst du ihn krönen. 7 . Du "wirst ihn zum Herrn machen über deiner Hände Werk; Alles hast du unter seine Füße gethan, " 1 Cor. 15 / 27. 8. Schafe und Ochsen allzumahl, dazu auch die" wilden Thiere, " s-r. 27 ,6. 9 . Die Vögel unter dem Himmel, und die Fische im Meer, und was im Meer gehet. 10. Herr, " unser Herrscher, wie herrlich ist dein Nähme in allen Landen! ' v. 7. rz. 34 ,24. Der 9. Psalm. Danklied für erhaltenen Sieg wider die Feinde. 1. Ein Psalm Davids, von der schönen Jugend, vorzufingen. 2 . ^ch ' danke dem Herrn von ganzem Herzen, ^ und erzähle alle deine Wunder. ' Ps. 138/ 1. 3 . Ich * freue mich und bin fröhlich in dir, und lobe 1- deinen Nahmen, du Allerhöchster, * Ps. 31, 8. 1- Ps. 92/ 2. Daß du meine Feinde hinter sich getrieben Haft ; sie" sind gefallen und umgekommen vor dir. * Ps. 20 , 9. Spr. 24/ 16 . 5. Denn du fuhrest mein Recht und Sacke aus; du sitzest auf dem Stuhl ein " rechter Richter. ^ " Ps. 7/ 12. Ps. -0, S. Ps. 94, 2. uuu 2 524 Sieglied. Gedeih wider die Bösen. Psal m 9. 10. 6. Du schiltst die Heiden, und * bringest die Gottlosen um; ihren Nahmen vertilgest du immer und ewiglich. * Ps. 7. 7. Die Schwerter des Feindes haben ein Ende; die Städte Haft du umgekehret; ihr Gedächtnis ist umgekommen sammt ihnen. 8. Der Herr aber bleibet ewiglich, er hat seinen * Stuhl bereitet zum Gericht. *Ps,ioZ/is. 9. Und * er wird den Erdboden recht richten, und die Leute regieren rechtschaffen. * Ps. 96/ 13. Ps. 98/ 9. 10. Und * der Herr ist des Armen Schutz, ein Schutz in der Noth. * Ps. 37/39. 11. Darum hoffen auf dich, die deinen Nahmen kennen ; denn du 'verlassest nicht, die dich, Herr, suchen. ' Ps- e. 12. Lobet den Herrn, 'der zu Zion wohnet; verkündiget unter den Leuten sein Thun. * Ps. 71/ 2. Ps. 76/ 3. 13. Denn er gedenket und fraget ' nach ihrem Blut; er vergißt nicht des Schreyens der Armen. * 3 Mss. 32/ 13. 14. Herr, sey mir gnädig, siehe an mein Elend unter den Feinden, der du mich erhebest aus den Thoren des Todes, 15. Auf daß ich erzähle allen deinen Preis in den Thoren der Tochter Zion, ' daß ich fröhlich sey über deiner Hülfe. ' Ps. ", 6. 16. Die Heiden sind versunken in der Grube, die sie zugerichret hatten; ihr Fuß ist gefangen im Netz, das sie gestellet hatten. 17. So erkennet man, daß'der Herr Recht schaffet. Der Gottlose ist verstrickt in dem Werk seiner Hände, durch das Wort, Sela. * Ps. 26/ 1. Ps. LI/3. 18. Ach daß die Gottlosen mußten zur Hölle gekehret werden, alle Heiden , die Gottes vergessen : 19. Denn er wird des Armen nicht so ganz vergessen, und die Hoffnung der Elenden wird nicht verloren seyn ewiglich. 20. Herr, ' stehe auf, daß Menschen nickt Ueberhand kriegen; laß alle Heiden vor dir gerichtet werden. *Ps. 7/7. 21. Gib ihnen, Herr, einen Meister, daß die Heiden ' erkennen , daß sie Menschen find, Sela. * Ps. LS/ 14. Der 10. Psal m. Gedeih wider die Feinde der Kirche. t.^err, warum trittst du so ferne, verbirgst ^ dich zur Zeit der Noth? 2. Weil der Gottlose Uebcrmuth treibet, muß der Elende leiden. Sie hängen sich an einander, und erdenken böse Tücke. 3. Denn der Gottlose rühmt sich seines Muth- willens, und der Geitzige segnet sich,' und lästert den Herrn. ' - Mos. 29/19. 4. Der Gottlose ist so stolz und zornig, daß er nach Niemand fragt; in allen seinen Tücken hält er Gott für nichts. 5. Er fährt fort mit seinem Thun immerdar; deine Gerichte sind ferne von ihm; er handelt trotzig mit allen seinen Feinden. 6. Er spricht in seinem Herzen: Ich werde nimmermehr darnieder liegen ; es wird für und für keine Noth haben. 7. Sein ' Mund ist voll Fluchens, Falsches und Trugs; seine Zunge richtet Mühe und Arbeit an. ' Rom. 3/ 14. 8. Er sitzet und lauert in den Höfen, er erwürget die Unschuldigen heimlich, seine Augen halten auf die Armen. 9. Er lauert' im Verborgenen, wie ein Löwe in der Höhle, er lauert, daß er den Elenden erhasche, und erhaschet ihn, wenn er ihn in sein Netz ziehet. ' Ps. 37,32. 10. Er zerschlägt, und drückt nieder, und stößt zu Boden den Armen mit Gewalt. 11. Er spricht in seinem Herzen: Gott hat es vergessen, er hat sein Antlitz verborgen, er' wird es nimmermehr sehen. * Hiob 22,13. P,. 91,7. 12. Stehe auf, Herr Gott, erhebe deine Hand; vergiß der Elenden nicht. 13. Warum soll der Gottlose Gott lästern, und in seinem Herzen sprechen : Du fragst nicht darnach? iu. Du siehest ja, denn du schauest das Elend und Jammer, es steht in deinen Händen; die Armen befehlen es dir, Du bist der' Waisen Helfer. * Ps. 68/ 6. 15. Zerbrich den Arm des Gottlosen, und suche das Bose; so wird man fern ' gottloses Wesen nimmer finden. ' Ps. i»4/ n. 16. Der ' Herr ist Körrig immer und ewiglich, die Heiden müssen aus seinem Lande umkommen. ' Ps. 29/ 10. Ps. 146/ 10. 17. Das Verlangen der Elenden ' hörest du, Herr; ihr Herz ist gewiß, daß dein Ohr darauf merket, * Ps. 6/ 10 . 18. Daß du ' Recht schaffest dem Waisen und Armen, daß der Mensch nicht mehr trotze aus Erden» *L Ms. io/ i8. Wenige Heilige. Gottesverläugner. 525 Psalm 11-15. Der 11. Psal m. Trost wider dir Feinde steht im rechten Vertrauen auf Gott. Ein Psalm Davids, vorzusingen. <^ch traue auf den Herrn. Wie sagt ihr denn ^ zu meiner Seele, sie soll fliegen wie ein Vogel auf eure Berge? 2. Denn siehe, die Gottlosen spannen den Dogen, und legen ihre Pfeile auf die Sehnen, damit heimlich zu schießen die Frommen. 3. Denn sie reissen den Grund um; was sollte der Gerechte ausrichten? - 4 . Der ' Herr ist in seinem heiligen Tempel, des st Herrn Stuhl ist im Himmel; seine Augen sehen darauf, seine Augeulieder prüfen die Menschenkinder. * Hab. 3, 20 . -j- Esaj. 66, i. Matth. 4, 34. s. Der Herr prüfet den Gerechten; seine Seele * hasset den Gottlosen, und die gern freveln. * Ps. 6 . Er wird regnen lassen über die Gottlosen Blitz, Feuer und Schwefel, und wird ihnen ein Wetter zum Lohn geben. 7 . Der Herr ist gerecht, und hat Gerechtigkeit lieb; darum, daß ihre Angesichter schauen auf das da recht ist. Der 12 . Psalm. Ecbech um Erhaltung des kleinen Hausteins durch Gottes Wort. 1. Ein Psalm Davids, vorzusingen auf acht Saiten. 2. <^ilf, Herr, die Heiligen haben abgenom- ^ men, und der Gläubigen ist wenig unter den Menschenkindern. 3 . Einer redet mit dem andern unnütze Dinge, und heucheln, und lehren aus * uneinigem Herzen. * Ps. 44, 10. Der Herr * wolle ausrotten alle Heucheley, und die Zunge, die da stolz redet, "Gal.4,12. s. Die da sagen: Unsere Zunge soll Ueberhand haben, uns gebühret zu reden; * wertst unser Herr? *2M°s. 4,2. Dan. 3,14. 6 . Weil denn die Elenden verstöret werden, und die Armen seufzen, will ich auf, spricht der Herr; ich will eine Hülfe schaffen, daß man getrost lehren soll. 7 . Die * Rede des Herrn ist lauter, wie durchlautert Silber im irdenen Tiegel bewähret siebenmahl. * Spr. 30, 4. 8 . Du, Herr, wollest sie bewahren , und uns behülhen vor diesem Geschlecht ewiglich. s. Denn" es wird allenthalben voll Gottloser, wo solche lose Leute unter den Menschen herrschen. * Spr. 28, 12, Der 13. Psalm. Gebrth in Traurigkeit und Herzensangst. 1. Ein Psalm Davids, vorzufingen. 2. ^>err, * wie lange willst du meiner so gar ^ vergessen? Wie lang verbirgest du dein Antlitz vor mir ? * Ps. 77 ,8. 3. Wie lang soll ich sorgen in meiner Seele, und mich ängsten in meinem Herzen täglich? Wie lang soll sich mein Feind über mich erheben? Schaue doch, und erhöre mich, Herr, mein Gott. Erleuchte meine Augen, daß ich nicht im Tode entschlafe, s. Daß nicht mein Feind rühme, er sey meiner mächtig geworden, und meine Widersacher sich nicht freuen, daß ich niederltege. 6. Ich hoffe aber darauf, daß du so gnädig bist; mein Herz freuet sich, daß du so gern hilfst. Ich will dem Herrn singen, daß er so wohl an mir thut. Der 14 . Psalm. Lehre vom Verderben menschlichen Geschlechts, und dessen Hülfe. 1. Ein Psalm Davids, vorzusingen. A>ie * Thoren sprechen in ihrem Herzen: Es ^ ist kein Gott. Sie taugen nichts, und find ein Gräuel mit ihrem Wesen; da ist keiner, der Gutes thue. 'Ps. 43,2. 2. Der * Herr schauet vom Himmel auf der Menschen Kinder, daß er sehe, ob Jemand klug sey, und nach Gott frage. 'Ps. 33,13. 3. Aber sie sind * alle abgewichen, und alle- sammt untüchtig , da ist Keiner, der Gutes thue, auch nicht Einer. * Nom. 3,12. L. Will denn der Uebelthäter Keiner das merken , die * mein Volk fressen, daß sie sich nähren ? Aber -t den Herrn rufen sie nicht an. ' Ps. 79, 7. st Hos. 7, 7. 14. 5. Daselbst fürchten sie sich ; aber Gott ist bey dem Geschlecht der Gerechten. 6. Ihr schändet des Armen Nath; aber * Gott ist seine Zuversicht. * Ps- 46,2. 7. ' Ach daß die Hülfe aus Zion über Israel käme, und der Herr sein gefangenes Volk erlö- fete! So würde Jakob fröhlich seyn, und Israel sich freuen. " Pb 23,7. Der 15. Psalm. Der Gläubigen Thun und Lassem 1. Ein Psalm Davids. ^>erc, wer ' wird wohnen in deiner Hütte? ^ Wer wird bleiben auf deinem heiligen Berge? ' Ps. i>4, 4. 526 Christi Leiden und Psalm 15 . 16 . 17 . Auferstehung. Gebeth um Schutz.' 2. * Wer ohne Wandel einher gehet, und recht thut, und redet die Wahrheit von Herzen; * Esaj. 33/ 13. 3 . Wer mit* seiner Zunge nickt verleumdet, und seinem Nächsten kein Arges thut, und seinen Nächsten nicht schmähet; * Hwb - 7 / 4 . "Wer die Gottlosen nichts achtet, sondern ehret die Gotlesfürchtigen; wer seinem Nächsten schwöret, und hält es; *2Kön. 3/i4. 5 . Wer sein * Geld nicht auf Wucher gibt, und t nimmt nicht Geschenk über den Unschuldigen. Wer das thut, der wird wohl bleiben. * 2 Mos. 22/ 23. -s Spr. 17/ 23. Der 16 . Psal m. Weissagung von Christi Leiden und Auferstehung. i. Ein goldenes Kleinod Davids, gewahre mich, Gott; denn ich traue auf dich. ^ 2. Ich habe gesagt zu dem Herrn: Du bist ja der Herr, ich * muß um deiner willen leiden. * Ps. 77/ 11. 3. Für die Heiligen, so auf Erden sind, und für die Herrlichen; an * denen habe ich alles mein Gefallen. * Ps. E, n. Aber Jene, die einem andern Nacheilen, werden großes Herzeleid haben. Ich will ihres * Trankopfers mit dem Blut nicht opfern, noch ihren Nahmen in meinem Munde führen. ' Esaj. 1/ ii. 13. 5. Der Herr aber ist mein Gut und mein Theil; du erhältst mein Erbtheil. 6 . Das Loos ist mir gefallen aufs Lieblichste, mir ist ein schönes Erbtheil geworden. 7. Ich lobe den Herrn, der mir gerathen hat; auch züchtigen mich meine Nieren des Nachts. 8 . * Ich habe den Herrn allezeit vor Augen; denn er ist mir zur Rechten, darum werde ich wohl bleiben. * Ap. Gcsch. 2/ 23. 9. Darum * freuet sich mein Herz, und meine Ehre ist fröhlich, auch mein Fleisch wird sicher liegen. * Ps. ", 6 . 10. Denn* du wirst meine Seele nicht in der Hölle lassen, und nicht zugeben, daß dein Heiliger verwese. * Ap. Gcsch. 2/ 27.31. 11. Du thuft mir kund den Weg zum Leven; vor dir ist Freude die Fülle, und liebliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich. Der 17 . Psalm. Gcbetb um gesunde Lehre und heiliges Leben. 1. Ein Gebeth Davids, err, erhöre die * Gerechtigkeit, merke auf mein Geschrey, vernimm mein Gebeth, das nicht aus falschem Munde gehet. -Ps. 4/2. Ps. 3/2. 2. Sprich du * in meiner Sache, und schaue du auf das Recht. * Ps. 43 /1. 3. Du * prüfest mein Herz, und besuchest es des Nachts, und läuterst mich. und findest nichts. Ich habe mir vorgesetzr, daß mein Mund nicht soll übertreten. - Ps. 7/10. -ä. Ich bewahre mich in dem Wort deiner Lippen vor Menschenwerk, auf dem Wege des * Mörders. * 80h. 8/ 44. 5. Erhalte meinen Gang auf deinen Fußsteigen, daß meine Tritte nicht gleiten. 6 . Ich rufe zu dir, daß du, Gott, wollest mich erhören; neige deine Ohren zu mir, höre meine Rede. 7. Beweise deine wunderliche Güte, du Heiland derer, die dir vertrauen, wider die, so sich wider deine rechte Hand setzen. 8. Behüte mich * wie einen Augapfel im Auge; beschirme mich unter-k dem Schatten deiner Flügel, * Zach. 2/ 8. 1- Ps. 36/ 8. 9. Vor den Gottlosen, die mich verftören, vor meinen Feinden, die um und um nach meiner Seele stehen. 10. Ihre Fetten halten zusammen, sie reden mit ihrem Munde stolz. 11. Wo wir gehen, so' umgeben sie uns; ihre Augen richten sie dahin, daß sie uns zur Erde stürzen. * Ps. ns, 10. n. 12. Gleichwie * ein Löwe, der des Raubes begehret, wie ein junger Löwe, der in der Höhle sitzet. * Ps. io, s. 13 . Herr, mache dich auf, überwältige ihn, und demüthige ihn; errette meine Seele von dem Gottlosen mit deinem Schwert, 1^. Von den Leuten deiner Hand, Herr, von den Leuten dieser Welt, welche ihr Theil haben in ihrem Leben, welchen du den * Bauch füllest mit deinem Schatz, die da Kinder die Fülle haben, und lassen ihr Uebriges ihren Jungen. * Luc. 16/ 23. Phil. 3/ 19. 15. Ich aber will schauen*dein Antlitz in Gerechtigkeit; ich will satt werden, wann ich erwache nach deinem Bilde. * MM. 3 / 8 . Der 18 . Psalm. Danklicd für Gottes Wohlthaten. 1. Ein Psalm vorzusingen. * Davids, des Herrn Knechts, welcher hat dem Herrn die Worte dieses Liedes geredet zur Zeit, da ihn der Herr errettet hatte von der Hand seiner Feinde und von der Hand Sauls, *2Sam.22 /i.. Erzählung göttlicher Psalm 18. 527 2 . Nnd sprach: Herzlich lieb habe ich dich, " Herr, meine Stärke; 3. Herr, mein Fels, meine Burg, mein Erretter, mein Gott, mein Hort'auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils, und mein Schutz. ' Ebr. 2 , 13. ^ Ich ' will den Herrn loben UN- anruftn , so werde ich von meinen Feinden erlöset. * Ps. 146/ 2. L. Denn es umfingen mich des ' Todes Bande, und die Bäche Belials erschreckten mich, * Ps. 33/ 3. 6. Der Höllen Bande umfingen mich, und des Todes Stricke überwältigten mich. 7. Wenn mir' angst ist, so rufe ich den Herrn an, und schreye zu meinem Gott: so erhöret er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Geschrey kommt vor ihn zu seinen Ohren. * Esaj. 26/ 16. 8 . Die Erde bebete, und ward bewegt, und die Grundfeste der Berge regeten sich, und be- beten, da er zornig war. 9. Dampf ging auf von seiner Nase, und verzehrendes' Feuer von seinem Munde, daß es davon blitzete. ' Ps. 97/ 3. Ebr. 12 , 29 . 10 . Er neigte den Himmel, und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen Füßen. 11 . Und er fuhr auf dem Cherub, und flog daher, er schwebete auf den Fitligen des Windes. 12 . Sein' Gezelt um ihn her war finster, und -schwarze dicke Wolken, darinnen er verborgen war. * Esaj. 30/ 3 . 13. Vom Glanz vor ihm trenneten fich die Wolken, mit Hagel und Blitzen. i-L. Und der Herr ' donnerte im Himmel, und der Höchste ließ seinen Donner aus mit Hagel und Butzen. "Ps. 29 / 3 . 15. Er schoß seine Strahlen, und zerstreuete sie, er ließ sehr blitzen, und ' schreckte fie. " 1 Sam. 7/ 10 . 16. Da sah man Wassergüsse, und des Erdbodens Grund ward aufgedeckt, Herr, von deinem Schellen, von dem Odem und Schnauben deiner Nase. 17. Er schickte aus von der Höhe, und hohlste mich, und' zog mich aus großen Wassern. " Hiob 22 , 11 . Ps. 32/ 6. 18. Er' errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern, die mir zu mächtig waren, " riuc. i/ 71 . 19. Die mich überwältigten zur Zeit meines Unfalls; und der Herr ward meine Zuversicht. Wohlthaten. 20. Und er führete mich aus in den Raum, er riß mich heraus, denn er' hatte Lust zu mir. " Esaj. 62 / 4. 21. Der Herr thut wohl an mir, nach meiner Gerechtigkeit, er'vergilt mir nach der Reinig- keit meiner Hände. " H,ob 22/ 3g. 22. Denn ich halte die Wege des Herrn, und bin nicht gottlos wider meinen Gott. 23. Denn ' alle seine Rechte habe ich vor Augen , und seine Gebothe werfe ich nicht von mir. " 3 Mos. 17/ 19. 2^. Sondern ich bin ' ohne Wandel vor ihm, und hüthe mich vor Sünden. "Ps. 13 , 2 . 25. Darum vergilt mir der Herr nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinigkeit meiner Hände vor seinen Augen. 26. Bey den Heiligen bist du heilig, und bey den Frommen bist du fromm, 27. Und bey den Reinen bist du rein, und bey den Verkehrten bist du verkehrt. 28. Denn du hilfst dem elenden Volk, und die hohen Augen niedriges! du. 29. Denn du erleuchtest meine Leuchte; der Herr, mein Gott,' macht meine Finfterniß licht. " Ps. 97/ 11. Ps. 112/ 4. 30. Denn ' mit dir kann ich Kriegsvolk zerschmeißen, und mit meinem Gott über die Mauer springen. " 2 Sam. 22 / 3». 31 . Gottes Wege find ohne Wandel, die Reden des Herrn sind durchläutert. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen. 32. ' Denn wo ist ein Gott, ohne der Herr? Oder ein Hort, ohne unser Gott? " Esaj. 43, 11 . c. 44, 6. 8. 33. Gott rüstet mich mit Kraft, und macht meine Wege ohne Wandel. 3 ^. Er macht meine Füße gleich den Hirschen, und stellet mich auf meine Höhe. 35 . Er lehret' meine Hand streiten, und lehret meinen Arm einen ehernen Bogen spannen, " Ps. 144/ 1. 36 . Und gibst mir den Schild deines Heils, und deine Rechte stärket mich; und wenn du mich demüthigest, "machst du mich groß. * Ps. 71/ 21 . Spr. 13, 33. c. 18 , 12 . 37 . Du machst unter mir Raum zu gehen, daß meine Knöchel nicht gleiten. 38 . Ich will meinen Feinden nachjagen, unsre ergreifen, und nicht umkehren, bis ich sie umgebracht habe. 39. Ich will fie' zerschmeißen, und sollen mir nicht widerstehen; sie müssen unter meine Füße fallen. ' Ps- 2, 9 . Wort Gottes. 528 Sieg über die Feinde. Psalm 18. 19. 20. 40. Du kannst mich rüsten mit Stacke zum Streit; du kannst unter mich werfen/ die sich wider mich setzen. 41. Du gibst mir meine Feinde in die Flucht, daß ich meine Hasser verstore. 42. Sie * rufen, aber da ist kein Helfer; zum Herrn, aber er antwortet ihnen nicht. * Hiob iS/ 7. Ps. 22 , 3 . 43. Ich will fie zerstoßen, wie Staub vor dem Winde, ich will sie wegräumen, wie den Koth * auf der Gasse. * Ps. « 3 , n. 44. Du * hilfst mir von dem zänkischen Volk, und machst mich ein Haupt unter den Heiden; ein Volk, das ich nicht kannte, dienet mir. * 2 Sam. 22 / 44. 45. Es gehorchet mir mit gehorsamen Ohren; ja den * fremden Kindern hat es wider mich gefehlet. * 2 Sam. 21 , 1 L. 46. Die fremden Kinder verschmachten, und zappeln in ihren Banden. 47. Der * Herr lebt, und gelobet sey mein Hort; und der Gott meines Heils müsse erhoben werden. * - Mos. 32 ,4». 48. Der Gott, der mir Rache gibt und zwinget die Völker unter mich; 49. Der mich errettet von meinen Feinden, und * erhöhet mich aus denen, die sich wider mich setzen; du hilfst mir von den Frevlern. * Ps. 27/ 6. so. Darum * will ich dir danken, Herr, unter den Heiden , und deinem Nahmen lobsingen, * Rom. 15/ 9. 51 . Der seinem Könige großes Heil beweiset, und wohlthut seinem Gesalbten, David, und * seinem Samen ewiglich. *Ps. «9/39. Der 19. Psalm. Preis des Schöpfers / und des Wortes Gottes. 1 . Ein Psalm Davids, vorzusingen. 2 . ^>ie ' Himmel erzählen die Ehre Gottes, ^ und die Feste verkündiget seiner Hände Werk. "Ps. 97/6. Rom. 1 / 20 . Z. Ein Tag sagt es dem andern, und eine Nacht thut es kund der andern. 4. Es ist keine Sprache noch Rede, da man nicht ihre Stimme höre. 5 . Ihre' Schnur geht aus in alle Lande, und ihre Rede an der Welt Ende; er hat der Sonne eine Hütte in denselbigen gemacht; *Röm. 10 /I 8 . 6. Und dieselbige geht heraus, wie ein Bräutigam aus seiner Kammer, und freuet sich wie ein Held, zu laufen den Weg. 7. Sie geht auf an einem Ende des Himmels, und läuft um bis wieder an dasselbe Ende; und bleibt nichts vor ihrer Hitze verborgen. 8. Das Gesetz des Herrn ist ohne Wandel, und * erquicket die Seele. Das Zeugniß des Herrn ist gewiß, und macht die Albernen weise. * Ps. 119/ 50. 9 . Die Befehle des Herrn sind richtig, und erfreuen das Herz. Die ' Gebothe des Herrn sind lauter, und erleuchten die Augen. * Ps. 119/ 105. 10 . Die Furcht des Herrn ist rein, und bleibet ewiglich. * Die Rechte des Herrn find wahrhaftig , allesammt gerecht. * Ps. 33 / 4. 11. Sie * find köstlicher, denn Gold und viel feines Gold; sie sind süßer, denn Honig und Honigseim. * Ps "9/ 72 . 127 . 12. Auch wird dein Knecht durch sie erinnert; und wer * sie hält, der hat großen Lohn. * Ps. 106/ 3. 13 . Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeih mir die verborgenen Fehler. 14 . .Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen, daß sie nicht über mich herrschen; so werde ich ohne Wandel seyn, und unschuldig bleiben großer Missethat. iö. Laß dir ' Wohlgefallen die Rede meines Mundes, und das Gespräch meines Herzens vor dir, Herr, mein Hort und mein Erlöser. * Ps. 40/ 14. Ps. 104/ 34. Der 20. Psalm. Gcbeth der Unterthanen für ihre Obrigkeit. 1 . Ein Psalm Davids, vorzusingen. 2. s^er Herr erhöre dich in der Noth, der ^ * Nähme des Gottes Jakobs schütze dich. * Spr. 18 / io. 3. Er sende dir Hülfe vom * Heiligthum, und stärke dich aus Zion. * Esaj. §7, 4. Er gedenke alles deines Speisopfers, und dein Brandopfer müsse fett seyn, Sela. 5 . Er * gebe dir, was dein Herz begehret, und erfülle alle deine Anschläge. * Ps. -i/ 3 . 6. Wir rühmen, * daß du uns hilfst, und im Nahmen unsers Gottes werfen wir Panier auf. Der Herr gewähre dich aller deiner Bitte. * Ps. 13/ 6. 7 . Nun merke ich, daß der Herr seinem salbten hilft, und erhöret ihn in seinem heiligen Himmel; seine reü te Hand hilft gewattiglich. 8. Jene * verlassen sich auf Wagen und Rosse: Wir aber denken an den Nahmen des Herrn, unsers Gottes. *Ps-44/7. 9. Sie Danklied. Psalm 21. 22 . Christi Leiden. 529 9. Sie find niedergestürzt/ und gefallen: Wir aber stehen aufgerichtet. 10. * Hilf, Herr! der König erhöre uns, wenn wir rufen. ' Ps. 12,2. Der 21. Psalm. Dank und Bitte für den König. 1. Ein Psalm Davids, vorzufingen. 2. ^>err, der König freuet fich in deiner Kraft, ^ und wie sehr fröhlich * ist er über deiner Hülfe ? ' Ps. 13/ 6 . 3. Du * gibst ihm seines Herzens Wunsch, und wegerst nicht, was sein Mund bittet, Sela. * Ps. 20 , 5 . Ps. 37 / 4 . Denn du überschüttest ihn mit gutem Segen, -u setzest eine goldene" Krone auf sein Haupt. * Pf 132 , 18 . 6 . Er bittet dich um das Leben; so gibst du ihm langes Leben immer und ewiglich. 6 . Er hat große Ehre an deiner Hülfe, du legest Lob und Schmuck auf ihn. 7 . Denn du setzest ihn * zum Segen ewiglich, du erfreuest ihn mit Freuden deines Antlitzes. * 1 Mos. 12 / 3 . 8 . Denn der König hoffet auf den Herrn, und wird durch die Güte des Höchsten * fest bleiben. * Ps. 102, 29. 9. Deine Hand wird finden alle deine Feinde, deine Rechte wird finden, die dich hassen. 10. Du wirst fie machen wie einen Feuerofen, wenn du darein sehen wirft, der Herr wird fie verschlingen in seinem Zorn; Feuer wird fie fressen. 11. Ihre * Frucht wirst du umbringen vom Erdboden, und ihren Samen von den Menschenkindern. * Ps. 109 / 13 . 12. Denn fie * gedachten dir Uebels zu thun, und machten Anschläge, die sie nicht konnten ausführen. * 1 Mos. 30 / 20. 13. Denn du wirst sie zur Schulter machen; mit deiner Sehne wirst du gegen ihr Antlitz zielen. Herr, erhebe dich in deiner * Kraft; so wollen wir fingen und loben deine Macht. * Ps. 80 , 3 . Der 22. Psalm. Weissagung von Christi Leiden und Herrlichkeit. 1. Ein Psalm Davids, vorzufingen von der Hindinn, die frühe gejagt wird. 2 . Mein ' Gott, mein Gott, warum hast du '' mich verlassen? Ich heule, aber meine Hülfe ist ferne. * Matth. 27 , 46 . Mare. 13 , 34 . 3 . Mein Gott, des Tages" rufe ich, so antwortest du nicht; und des Nachts schweige ich auch nicht. * Hiob 19,7. /L. Aber du bist heilig, * der du wohnest unter dem Lobe Israels. * 4 Mos. 3 , 3. 5. Unsere Vater hofften auf dich; und da fie hofften, halfst du ihnen aus. 6 . Zu dir ' schrien fie, und wurden errettet; sie hoffeen auf dich, und wurden nicht zu Schanden. "Ps. 107,6. -s Ps, 23, 2. 3. 7. Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein * Spott der Leute, und Verachtung des Volks. * Matth. 27, 39. 8 . Alle die mich sehen, spotten meiner, sperren das Maul auf, und schütteln den Kopf: 9. Er * klage es dem Herrn, der helfe ihm aus, und errette ihn, hat er Lust zu ihm. * Matth. 27 , 43. 10. Denn * Du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen; du wärest meine Zuversicht, da ich noch an meiner Mutter Brüsten war. * Ps. 71, 6. i t. Auf dich bin ich geworfen aus Mutterleibe ; Du * bist mein Gott von meiner Mutter Leibe an. " Ps- 31,13. 12. Sey nicht ferne von mir; denn Angst ist nahe; denn eö ist hier kein Helfer. 13. Große Farren haben mich umgeben, fette Ochsen haben mich umringet; 1^. Ihren * Rachen sperren sie auf wider mich, wie ein brüllender und reissender Löwe. * Matth. 27, 22 . -s 1 P-t. 3, 8. 15. Ich bin ausgeschüttet wie Wasser, alle meine Gebeine haben fich zertrennet; mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzenes Wachs. 16. Meine * Kräfte find vertrocknet wie eine Scherbe, und meine Zunge klebet an meinem Gaumen; und du legest mich in des Todes Staub. * Ps. 38, 11. 17. Denn Hunde haben mich umgeben, und der Bösen Rotte hat fich um mich gemacht; fie haben * meine Hände und Füße durchgraben. * Joh. 19, 18 . 18. Ich möchte alle meine Gebeine zählen. Sie aber schauen, und sehen ihre Luft an mir. 19. Sie * theilen meine Kleider unter fich, und werfen das Loos um mein Gewand. * Matth. 27, 33. Marc. 13, 24. Luc. 23, 34. Joh. 19, 23. 24. 20. Aber du, Herr, sey nicht ferne, meine Stärke eile mir zu helfen. 21. Errette meine Seele vom Schwert, meine Einsame von den Hunden. 530 Christi Herrlichkeit und Hirtenamt. Psalm 22-25. Christus König. 22. Hilf mir aus dem Rachen des Löwen, und errette mich von den Einhörnern. 23 . Ich * will deinen Nahmen predigen meinen Brüdern, ich will dich in der Gemeine rühmen. * Ebr. 2 , ii. 12 . Zoh. 20 / 17. 2 ^. * Rühmet den Herrn, die ihr ihn fürchtet; es ehre ihn aller Same Jakobs, und vor ihm scheue sich aller Same Israels. * P,'. 32 / n. 25 . Denn er bat nicht verachtet noch ' verschmähet das Elend des Armen, und sein Antlitz vor ihm nicht verborgen, und da er zu ihm schrie, hörete er es. * Ps. 9 ,13. 26. Dich will ich preisen in der großen Gemeine; ick will * meine Gelübde bezahlen vor denen, die ihn furchten. * Ps. 116/i 4 . 27. * Die Elenden sotten essen, daß ste satt werden; und die nach dem Herrn fragen, werden ihn preisen: euer Herz soll ewiglich leben. * Esaj. 65/ 13. 28. Es werde gedacht aller Welt Ende, daß sie sich zum Herrn bekehren, und vor ihm anbe- then alle Geschlechter der Heiden. 29. Denn der * Herr hat ein Reich, und er herrschet unter den Heiden. *Obad.». 21 . 30. * Alle Fetten auf Erden werden essen und anbethen; vor ihm werden Knie beugen alle, die im Staube liegen, und die, so kümmerlich leben. * Ps. es, 23 . 31. Er wird * einen Samen haben, der ihm dienet; vom Herrn wird man verkündigen zu Kindeskind. * Es«,. 53,10. 32. Sie werden kommen, und seine Gerechtigkeit predigen * dem Volk, das geboren wird, daß Er es thnt. * Ps. 110 / 3 . Der 23 . Psal rn. Christus unser gute Hirte. 1. Ein Psalm Davids. A>er Herr ist mein * Hirte; st- mir wird nichts mangeln. * Ich. 10/ 12 . st. Ps. 34/ 11 . 1 Pet. 2, 25. 2. Er weidet mich auf einer grünen Aue, und führet mich zum frischen Wasser; 3 . Er* erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße, um seines Rahmens willen. * Jer. 31/ 25. Und ob ich schon wanderte im finstern Thal, ' fürchte ich kein Unglück: denn Du bist bey mir; dein Stecken und Stab trösten mich. * Ps. 3/ 6. 7. Ps. 56/ 5, 5 . Du bereitest vor mir einen Tisch gegen meine Feinde. Du salbest mein Haupt mit Oehl, und schenkest mir voll ein. 6 . Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Lebenlang, und ich werde bleiben *im Hause des Herrn immerdar. * Ps. 15/ 1. Ps. 27, 4. Das 24 . Capitel. Don Christo, dem Könige der Ehren. 1. Ein Psalm Davids. c^ie * Erde ist des Herrn, und was darinnen ^ ist; der Erdboden, und was daraufwohnet. * 2 Mos. 19/ 5. 2. Denn Er hat ihn an die Meere gegründet, und an den Wassern bereitet. 3. Wer * wird auf des Herrn Berg gehen ? Und wer wird stehen an seiner heiligen Stätte? * Ps. 15, 1. 2. Der unschuldige Hände hat, und reines Herzens ist; der nicht Lust hat zu loser Lehre, und schwöret nicht fälschlich. 5. Der wird den Segen vom Herrn empfan- gen, und * Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils. * Esaj. 48/ 18 . 6 . Das ist das Geschlecht, *das nach ihm fraget, das da-r suchet dein Antlitz, Jakob, Sela. ' Ps. 14, 2. 1- Ps. 22, 27. 7 . Machet die * Thore weit und die Thüren in der Welt hoch, daß der König der Ehren einziehe. * Ps- " 8 , IS. 8 . Wer ist derselbe * König der Ehren? Es ist der Herr stark und mächtig, der Herr mächtig im Streit. * Ps. «, 6. 9. Machet die Thore weit und die Thüren in der Welt hoch, daß der * König der Ehren entziehe. ' Zach- 9, 9. 10. Wer ist derselbe König der Ehren? Es ist der Herr Zebaoth, Er ist der * König der Ehren, Sela. * 1 Cor. 2 ,8. Der 25 . Psalm. Gcbcth um Gottes Regierung, Gnade und Schutz. 1. Ein Psalm Davids. H?ach dir, Herr, verlanget mich. ^ 2. Mein Gott ich hoffe auf dich. Laß mich nicht zu Schanden werden, daß sich meine Feinde nicht freuen über mich. 3. Denn Keiner wird zu Schanden, der deiner harret; aber zu Schanden müssen ste werden, die losen Verächter. 2,. "Herr, zeige mir deine Wege, und lehre mich deine Steige. * Ps. 27 , n. Ps. «6, 11 . Ps. 13,0, 24. Ps. 143, 8. s. Leite mich in deiner Wahrheit, und lehre Gebeth um Regierung Psalm 25. 26. 27. und Schutz Gottes. 551 mich; denn Du bist der Gott, der mir hilft; täglich harre ich deiner. 6. Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit, und an deine Güte, 'die von der Welt her gewesen ist. * Ps. 103 / 17 . 7 . * Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend, und meiner Uebertretung; gedenke aber -k meiner nach deiner Barmherzigkeit, um deiner Güte willen. * Hiob 13 / 26. 8 er. 31 / 19. st- Neh. 3/19. «. Der Herr ist'gut und fromm, darum unterweiset er die Sünder auf dem Wege; '3 Mos. 32, 4 . s. Er leitet die Elenden recht, und ' lehret die Elenden seinen Weg. ' Hiob 36 ,22. 10. Die Wege des Herrn find eitel'Güte und Wahrheit, denen, die seinen Bund und Zeug- mß halten. ' Ps. 89 / 2. 11. Um ' deines Rahmens willen, Herr, sey gnädig meiner Missethat, die da groß ist. * Ps. 23 , 3 . 12. Wer ist der, der den Herrn fürchtet? Er' wird ihn unterweisen den besten Weg.' Ps. 32/ 8. 13. Seine Seele wird im Guten wohnen, und sein ' Same wird das Land besitzen. ' Ps. 37,9. 1^1. Das ' Geheimniß des Herrn ist unter denen, die ihn fürchten; und seinen Bund läßt er fie wissen. * Spr. 3,32. is. Meine'Augen sehen stets zu dem Herrn, denn er wird meinen Fuß aus dem Netz ziehen. * Ps. 120 , 1 . 2 . 16 . Wende dich zu mir, und sey mir gnädig ; denn ich bin einsam und elend. 17 . Die Angst meines Herzens ist groß; führe mich aus meinen Nöthen. 18 . Siehe an meinen Jammer und Elend, und vergib mir alle meine Sünden. 19. Siehe, daß ' meiner Feinde so Viel ist, und 1 - hassen mich aus Frevel. * Ps. 3 / 2. st-M. 15,25. 20. ' Bewahre meine Seele, und errette mich; laß mich nicht zu Schanden werden, denn ich traue auf dich. ' Ps. 16/1. 21. ' Schlecht und Recht das behüthe mich, denn ich harre deiner. *Hioi>i/i. 22. Gott, ' erlöse Israel aus aller seiner Roth. * Ps. 130 / 8 . Der 26. Psalm. Gebcth um Errettung der Unschuld. 1. Ein Psalm Davids, err, schaffe mir Recht, denn ich bin unschuldig. Ich hoffe auf dm Herrn, darum werde ich nicht fallen. 2. Prüfe mich, Herr, und versuche mich, läutere meine Nieren und mein Herz. 3. Denn deine Güte ist vor meinen Augen, und ich wandle in deiner Wahrheit. Ich ' fitze nicht bey den eiteln Leuten, und habe nicht i- Gemeinschaft mit den Falschen. * Ps. 1, 1 . Jer. 15, 17. st- 2 Cor. 6/ 14. 6 . Ich * hasse die Versammlung der Boshaf- tigen, und fitze nicht bey den Gottlosen. * Ps. 119, 128. 6 . Ich ' wasche meine Hände mit Unschuld, und halte mich, Herr, zu deinem Altar, * 6 Mos. 21 / 6. Ps. 27/ 4. 7 . Da man höret die Stimme des Dankens / und da man ' prediget alle deine Wunder. ' Ps. 9/2. Ps. 71,17. Ps. 87, 3. 8 . Herr, ich' habe lieb die Stätte deines Hauses, und den Ort, da deine Ehre wohnet. ' Ps. 27/ 4. 9. Raffe meine Seele' nicht hin mit den Sündern, noch mein Leben mit den Blutdürstigen, * Ps. 28, 3. 1 0. Welche mit bösen Tücken umgehen, und nehmen gern Geschenke. 11. Ich aber wandle unschuldig. Erlöse mich, und sey mir gnädig. 12. Mein Fuß gehet richtig. Ich will dich loben, Herr, in den Versammlungen. ' Der 27. Psalm. Trost und Lust an Gott und seinem Wort. 1. Ein Psalm Davids. H>cr Herr ist * mein Licht und mein Heil; vor ^ wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen? * Mich. 7, 8. 2. Darum, so die Bösen, meine' Widersacher und Feinde, an mich wollen, mein Fleisch zu fressen; müssen fie anlaufen und fallen. * 8cr. 20 / 11 . 3 . Wenn' fich schon ein Heer wider mich leget, so fürchtet fich dennoch mein Herz nicht. Wenn fich Krieg wider mich erhebt, so verlasse ich mich auf Ihn. ' Ps- 3 / 7 . / 4 . Eins bitt ich vom Herrn, das hätte ich gern, daß ich im Hause des Herrn bleiben möge mein Lebeulang, zu schauen die schönen Gottesdienste des Herrn, und seinen Tempel zu besuchen. 6 . Denn er decket mich in seiner Hütte zur bösen Zeit,' er verbirgst mich heimlich in seinem Gezelt, und erhöhet mich auf einem Felsen; * Ps. 31, 21. 6 . Und wird nun erhöhen mein Haupt über meine Feinde, die um mich find: so will ich in Lxrs 532 Trost wider die Feinde. Psalm 27 - 30 . Danksagung. seiner Hütte Lob opfern, ich will fingen und lobsagen dem Herrn. 7 . Herr / höre meine Stimme/ wenn ich rufe; sey mir gnädig/ und erhöre mich. 8 . Mein Herz hält dir vor dein Wort: Ihr sollt mein Antlitz suchen. Darum ' suche ich auch / Herr / dein Antlitz. ' Ps. 24/ 6. Esaj. 45/ is. s. * Verbirge dein Antlitz nicht vor mir/ und verstoße nicht im Zorn deinen Knecht; denn du bist meine Hülfe. Laß mich nicht/ und thue nicht von mir die Hand ab/ Gott/ mein Heil. ' Ps. 13/ 2. 10. Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich/ aber " der Herr nimmt mich auf. " Ps. 94/ 16 . 17. 11. * Herr/ weile mir deinen Weg/ und leite mich auf richtiger Bahn / um meiner Feinde willen. * Ps. 25/ 4. 12. Gib mich ' nicht in den Willen meiner Feinde; denn es stehen falsche Zeugen wider mich / und thun mir Unrecht ohne Scheu. "Ps. 31 , 9 . 13 . Ich glaube aber doch daß ich * sehen werde das Gute des Herrn im Lande der Lebendigen. " E'aj. 38/ 11. 1^. * Harre des Herrn, sey t getrost und unverzagt/ und harre des Herrn. " Hab. 2/ 3. -j- Ps. 31, 25. Der 28 . Psalm. Gebeth wider die falschen Leute. 1. Ein Psalm Davids. Hierin ich rufe zu dir, Herr/ mein Hort/ so schweige mir nicht/ ' auf daß nicht / wo du schweigest / ich gleich werde denen / die in die Hölle fahren. " Ps. 113 , 7 . 2. Höre die Stimme meines Flehens/ wenn ich zu dir schreye, wenn ich meine Hände aufhebe zu deinem heiligen Chor. 3. Ziehe mich nicht hin unter den Gottlosen / und unter den Uebeltbätern, " die freundlich reden mit ihrem Nächsten / und haben Böses im Herzen. * s-r. 9 , s. Gib ihnen * nach ihrer That, und nach ihrem bösen Wesen ; gib ihnen nach den Werken ihrer Hände; vergilt ihnen, was fie verdienet haben. * Luc. 23, 41. L. Denn fie wollen nicht * achten auf das Thun des Herui, noch auf die Werke seiner Hände; darum wird er sie zerbrechen/ und nicht bauen. " Esaj. 5, 12 . 6 . Gelobet sey der Herr / denn er hat erhöret die Stimme meines Flehens. 7. Der Herr ist meine Stärke und mein Schild/ auf ihn hoffet mein Herz, und mir ist geholfen; und mein Herz ist fröhlich/ und ich will ihm danken mit meinem Liede. 8 . Der Herr ist ihre Stärke; er ist die Stärke/ die seinem Gesalbten hilft. 9. Hilf deinem Volk, und segne dein Erbe/ und weide fie/ und erhöhe fie ewiglich. D er 29 . Psalm. Gottes Macht ii» Donner. 1. Ein Psalm Davids. Erringet her ' dem Herrn, ihr Gewaltigen / ^ bringet her dem Herrn Ehre und Stärke/ " Ps. 96, 7. 2. Bringet dem Herrn Ehre seines Nahmens/ bethet an den Herrn ' in heiligem Schmuck. " Ps. 110, 3. 3 . Die Stimme des Herrn geht auf den Wassern; der Gott der Ehren donnert/ der Herr auf großen Wassern; Die Stimme ' des Herrn geht mit Macht; die Stimme des Herrn geht herrlich; " Es. 30 , 31 . 5. Die Stimme des Herrn zerbricht die Cedern; der Herr zerbricht die * Cedern im Libanon / " Esaj. 2 ,13. 6 . Und machet fie löcken (hi-vsm) wie ein Kalb/ Libanon und Sirion / wie ein junges Einhorn; 7. Die Stimme des Herrn hauet wie * Feuer, stammen; ' Esaj. 66, 15 . 16 . 8 . Die Stimme des Herrn erregt die Wüste / die Stimme des Herrn erregt die Wüste Kades; 9. Die Stimme des Herrn erregt die Hindinnen / und entblößet die Wälder. Und in seinem * Tempel wird ihm Jedermann Ehre sagen. " Offenb. 19, 1 . 3. 6. 10. Der Herr" fitzet / eine Sündfluth anzurichten. Und der Herr bleibt ein König in Ewigkeit. " 1 Mos. 6, 17. 11. Der Herr wird seinem Volk Kraft geben; der Herr wird sein * Volk segnen mit Frieden. " Ps. 28/ 9. Der 30 . Psalm. Danksagung für Gottes Güte in Kreuz und Trübsal. 1. Ein Psalm zu finge»/ von der Einweihung des Hauses Davids. 2. ^ch preise dich/ Herr, denn du hast mich ^ erhöhet, und " lässest meine Feinde fich nicht über mich freuen. " Ps. 35 , 24 . 3. Herr, mein Gott, da ich schrie zu dir, machtest du mich gesund. Lob und Dankopfer. Psalm >4. Herr, * du hast meine Seele aus der Hölle geführet; du hast mich lebendig behalten , da die in die Hölle fuhren. * Ps. « 6 ,13. Ps. n 6 ,3. 4 . L. Ihr Heiligen, lobfinget dem Herrn, danket und * preiset seine Heiligkeit. * Ps 97,12. 6 . Denn sein ' Zorn währet einen Augenblick, und er hat Lust zum Leben; den Abendlang währet das Weinen, aber des Morgens die Freude. * Esaj. -4, 7. 7. Ich aber sprach- da mirs wohl ging: Ich werde nimmermehr darnieder liegen. 8 . Denn, Herr, durch dein Wohlgefallen hast du meinen Berg stark gemacht; aber da * du dem Antlitz verbärgest, erschrak ich. 'Ps. 104 , 29 . 9. Ich will, Herr, rufen zu dir; dem Herrn will ich flehen. 10. Was ist nütz an meinem Blut, wenn ich todt bin? Wird dir auch der Staub danken, und deine Treue verkündigen? 11. Herr, höre, und ' sey mir gnädig; Herr, sey mein Helfer! ' Ps. 6 ,3. 12. Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen, du hast meinen Sack ausgezogen, und mich mit Freuden gegürtet, 13. Auf daß dir * lobfinge meine Ehre, und nicht stille werde. Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit. * Ps. 16,9. Der 31 . Psalm. Hoffnung läßt in keiner Noth zu Schanden werde». 1. Ein Psalm Davids, vorzufingen. 2. ^>err, auf * dich traue ich, laß mich mm- ^ mermehr zu Schanden werden; errette mich durch deine Gerechtigkeit. ' Ps 24,2. 3. ' Neige deine Ohren zu mir, eilend hilf mir. Sey mir ein starker Fels, und eine Burg, daß du mir helfest. ' Ps. 71,2. Denn du bist mein Fels und meine Burg, und * um deines Nahmens willen wollest du mich leiten und führen. * Ps. 23,3. 5 . Du wollest mich aus dem Netz ziehen, das sie mir gestellet haben; denn * du bist meine Stärke. * Ps. 18, 2. Ps. 28, 7. 6 . 'In deine Hände befehl ich meinen Geist; du hast mich erlöset, Herr, du treuer Gott. * Luc. 23, 46. Ap. G-sch. 7/ 58. 7 . Ich hasse, die da halten auf lose Lehre; ich hoffe aber auf den Herrn. 8 . Ich freue mich und bin fröhlich über deiner Güte, daß du mein Elend ansiehest, und erkennest meine Seele in der Noth, s. Und übergibst mich nicht in die Hände des 30 . 31 . Vertrauen auf Gott. 533 Feindes; du ' stellest meine Füße auf weiten Raum. ' Ps. 18,37. 10. Herr, sey mir gnädig, denn mir ist angst; meine Gestalt ist verfallen vor Trauren, dazu meine Seele und mein Bauch. i i. Denn mein Leben hat abgenommen vor Betrübniß, und meine Zeit vor Seufzen; meine Kraft ist verfallen vor meiner Missethat, und meine Gebeine sind verschmachtet. 12. Es geht mir so übel, daß ich bin eine große ' Schmach geworden meinen Nachbarn, und eine Scheu meinen Verwandten ; die mich sehen auf der Gasse, fliehen vor mir. ' Ps. 44, 14. Ps. 79/ 4. Ps. 89, 42. 13. Meiner ist' vergessen im Herzen, wie eines Todten; ich bin geworden, wie ein zerl ochenes Gefäß. ' Pred. 9/ 6. 1^. Denn viele schelten mich Übel, daß Jedermann sich vor mir scheuet; sie' rathschlagen mit einander über mich, und denken mir das Leben zu nehmen. 'Ps. 2 , 2 . 15. Ich aber, Herr, hoffe auf dich, und spreche: Du bist mein Gott; 16. Meine Zeit steht in deinen Händen. Errette mich von der Hand meiner Feinde, und von denen, die mich verfolgen. 1 7 . Laß leuchten dein Antlitz über deinen Knecht; hilf mir durch deine Güte; 18. Herr, laß mich nicht zu Schanden werden, denn ich rufe dich an. Die Gottlosen' müssen zu Schanden und geschweiget werden in der Hölle. ' Ps. 6, 11. 19. Verstummen müssen falsche Mäuler, die da ' reden wider den Gerechten , steif, stolz und höhnisch. ' Spr. 14 , 3 . 20. Wie groß ist deine ' Güte, die du verborgen hast denen, die dich furchten, und erzeigest denen, die vor den Leuten auf dich trauen. ' Ps- 17, 7. 21. Du verbiegest sie heimlich bey dir vor Jedermanns Trotz; du verdeckest sie in der Hütte vor den zänkischen Zungen. 22. Gelobet sey der Herr, daß er hat eine * wunderliche Güte mir bewiesen, in einer festen Stadt. ' Ps- 17 ,7. 23. Denn ' ich sprach in meinem Zagen: Ich bin von deinen Augen verstoßen; dennoch hörtest du meines Flehens Stimme, da ich zu dir schrie. * Ps. 116, 11. 2L. Liebet den Herrn, alle seine Heiligen. Die Gläubigen behüthet der Herr, und'vergilt reich- lich dem, der Hvchmuth übet. ' H«>b 22, 29. 534 Rechtfertigung. Psalm 32. 33. Danksagung für Gottes Hülfe. 2Z. Seyd "getrost und unverzagt, alle, die ihr des Herrn harret. 'Ps. 27 , i4. D e r 32. P s a l m. Von der Rechtfertigung. 1. Eine Unterweisung Davids. AAohl * dem, dem die Übertretungen vergeben find, dem die Sünde bedecket ist. * Rom. 4 , 7 . 2. Wohl dem Menschen, dem der Herr die Missethat nicht * zurechnet, in deß Geist kein Falsch ist. »1 Mos. ich 6. 3. Denn da ich es wollte verschweigen, * verschmachteten meine Gebeine, durch mein tägliches Heulen. * Ps- 31, Denn deine Hand war Lag und Nacht schwer auf mir, daß mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürre wird, Sela. 5. Darum * bekenne ich dir meine Sünde, und verhehle meine Missethat nicht. Ich sprach: Ich will dem Herrn meine Übertretungen bekennen. Da t vergäbest du mir die Missethat meiner Sünde, Sela. ' sieh. 1, 6 . Spr. 28,13. 1-1 M. 1,9. 6 . Dafür werden dich alle Heiligen bitten zur * rechten Zeit; darum, wenn große Wasserflu- then kommen, werden sie nicht an dieselbigen gelangen. * Estu. 33 , 6. 7. " Du bist mein Schirm; du wollest mich vor Angst behüthen, daß ich errettet ganz fröhlich rühmen tönne, Sela. ' Ps- 27,3. Eim. 32,2. 8 . Ich * will dich unterweisen, und dir den Weg zeigen, den Lu wandeln sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten. * Ps. 25,12. 9. Seyd nicht wie Rosse und Maulthiere, die nicht verständig find, welchen " man Zaum und Gebiß muß in das Maul legen, wenn fie nicht zu dir wollen. ' Spr. 26, z. 10. Der" Gottlose hat viele Plage; wer aber auf den Herrn hoffet, den wird die Güte umfangen. 'Ps. 16 , 4. Ps. 34, 22. 11. Freuet * euch des Herrn, und seyd fröhlich, ihr Gerechten, und rühmet alle, ihr Frommen. * Ps. 33, 1. Der 33. Psalm. Unser- Herzens Freude steht im Preis der Wohlthatcn Gottes. 1. freuet "euch des Herrn, ihr Gerechten; die Frommen sollen ihn schön preisen. * Ps. 32, 11. Ps. 64, 11. 2. Danket dem Herrn mir Harfen, und lobfinget " ihm auf dem Psalter von zehn Saiten; * Ps. 92, 4. 3. Singet ihm " ein neues Lied, machet es gut auf Saitenspielen mit Schalle. " Ps. 96 , 1 . Denn " des Herrn Wort ist wahrhaftig, und was er i- zusagt, das hält er gewiß. ' Ps 19, 10. H Ps. 146, 6. 5. Er liebet Gerechtigkeit und Gericht. Die Erde ist voll der Güte des Herrn. 6 . Der Himmel ist ' durch das Wort des Herrn gemacht, und alles sein Heer durch den Geist seines Mundes. '1 Mos. 1 , 1 . 6 . 7 . Er" hält das Wasser im Meer zusammen, wie in einem Schlauch, und legt die Tiefe in das Verborgene. "Hiob 38,8. 8. Alle Welt " fürchte den Herrn, und vor ihm scheue fich alles, was auf dem Erdboden Wohnet. ' Hiob 37, 24. 9. Denn * so Er spricht, so geschieht es; so Er gebiethet, so steht es da. '1 Mos. 1 , 3 . 10. Der Herr ' machet zu Nichte der Heiden Rath, und wendet die Gedanken der Völker. * Hiob 3, 12 . 11. Aber der " Rath des Herrn bleibet ewiglich, seines Herzens Gedanken für und für. * Spr. 21, 3 o. 12. " Wohl dem Volk, deß der Herr ein Gott ist; das Volk, das er zum Erbe erwählet hat. * Ps. 144, 13. 13. Der Herr schauet vom Himmel, und stehet aller Menschen Kinder. 1^. Von seinem festen Thron stehet er auf alle, die auf Erden wohnen. 15. Er lenket ihnen allen das Herz, er merket auf alle ihre Werke. 16. Einem König hilft nicht seine große Macht; ein Riese wird nicht errettet durch seine große Kraft. 17. "Rosse helfen auch nicht, und ihre große Stärke errettet nicht. " Ps. 147 , 10 . 18. Siehe, des' Herrn Auge stehet auf die, so ihn fürchten, die auf seine Gute hoffen, 19. Daß er" ihre Seele errette vom Tode, und -l- ernähre fie in der Theurung. * Hlvb 3, 20 . H Ps. 34, 10 . Ps. 37, 19. 20. Unsere Seele harret aus den Herrn; er ist unsere Hülfe und Schild. 21. Denn unser Herz freuet fich seiner, und wir trauen auf seinen heiligen Nahmen. 22. Deine" Gute, Herr, sey über uns, wie wir auf dich hoffen. ' Ps- 31,7. s. Danksagung für Gottes Freundlichkeit. P sa l m 34 . 35 . Gebeth um Errettung v.d.Feinden. 535 Der 34 . Psalm. Danksagung für Gottes Freundlichkeit. i. Ein Psalm Davids, da * er seine Geberde versteuere vor Abimelech, der ihn von sich trieb, und er wegging. *i Sam. 21,13. 2.^-ch * will den Herrn loben allezeit, sein Lob soll immerdar in meinem Munde seyn. - Ps. 104, 33. 3. Meine Seele soll sich * rühmen des Herrn, daß die Elenden hören,, und sich freuen. * Zer. 9, 24. Preiset mit mir den Herrn, und lasset uns mit einander seinen Nahmen * erhöhen. * Ps. 145, 1. s. Da ich den Herrn suchte, * antwortete er mir, und errettete mich ans aller meiner Furcht. * Esaj. 65, 24. 6 . Welche ihn ansehen und anlaufen, derer Angesicht wird nickt zu Schanden. 7. Da dieser Elende rief, hörete der Herr, und half ihm aus allen seinen Nöthen. 8. Der * Engel des Herrn lagert sich um die her, so ihn fürchten, und hilft ihnen aus. " 1 Mos. 32, 1. 2. Ps. 91, 11. 9. Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. ' Wohl dem, der auf ihn trauet. * Ps. 2, 12. Ps. 40, 5. 10. Fürchtet den Herrn, ihr seine Heiligen; denn * die ihn fürchten , haben keinen Mangel. * Ps. 37, 19. 11. Die Reichen müssen darben und hungern; aber die den Herrn suchen, haben keinen Mangel an irgend einem Gut. 12. * Kommt her, Kinder, höret nur zu; ich will euch die Furcht des Herrn lehren. * Ps. 6b, 16. 13. "Wer ist, der gut Leben begehret, und gern gute Tage hätte? " 1 M. 3/10. 1^. Behüthe deine Zunge vor Bösem, und deine Lippen, daß sie nicht falsch reden. 15. Laß " vom Bösen, und thue Gutes; suche Frieden und jage ihm nach. * Esaj. 1, 16. Ps. 37, 27. 16. Die" Augen des Herrn sehen auf die Gerechten, und seine Ohren auf ihr Schreyen: * Hiob 36, 7. Ps. 33, 18. 17 . Das Antlitz aber des Herrn sieht über die, so Böses thun, daß er " ihr Gedächlniß ausrotte von der Erde. " Hiob 18,17. 18. Wenn die (Gerechten) schreyen, so höret der Herr, und errettet sie aus aller ihrer Noth. 19. Der" Herr ift nahe bey denen, die zerbrochenes Herzens sind, und hilft denen, die zerschlagenes Gemüth haben. " Luc. is, 13. 20. Der Gerechte muß viel leiden; aber der Herr hilft ihm aus dem allen; 21. Er bewahret ihm alle seine Gebeine, daß derer nicht Eins zerbrochen wird. 22. Den " Gottlosen wird das Unglück tödten; und die den Gerechten hassen, werden Schuld haben. " Ps. 32,10. 23. Der Herr erlöset die Seele seiner Knechte; und alle, die auf ihn trauen, werden " keine Schuld haben. * Ps. 37,33. Der 35 . Psalm. Gebeth mn Errettung von der Feinde Grausamkeit. 1. Ein Psalm Davids. H^err, hadere mit meinen Haderern; sireite wider meine Bestreiter. 2. Ergreife den Schild und Waffen, und * mache dich auf, mir zu helfen. " Ps. 12, 6 . 3 . Zucke den Spieß, und schütze mich wider meine Verfolger. Sprich zu meiner Seele: Ich bin deine Hülfe I Es" müssen sich schämen und gehöhnet werden, die nach meiner Seele stehen; es müssen zurück kehren, und zu Schanden werden, die mir übel wollen. " Ps. 70,3. 5. Sie müssen werden wie Spreu " vor dem Winde, und der Engel des Herrn stoße sie weg. * Ps. 1, 4. Ps. 83, 14. 6 . Ihr Weg müsse finster und schlüpfrig werden, und der Engel des Herrn verfolge sie. 7 . Denn sie haben mir ohne Ursach gestellet ihre Netze, zu verderben, und haben ohne Ursach meiner Seele Gruben zugerichtet. 8 . Er müsse" unversehens überfallen werden, und sein Netz, das er gestellet hat, müsse ihn fangen, und müsse darinnen überfallen werden. * Ps. 7, 16. Dan. 6, 24. 9. Aber meine Seele müsse sich freuen des Herrn, und fröhlich seyn auf seine Hülfe. 10. Alle meine Gebeine müssen sagen: Herr, wer ift deines gleichen? Der * du den Elenden errettest von dem, der ihm zu stark ist, und den Elenden und Armen von seinen Räubern. * Hiob 36, 15. 11. Es treten frevelhafte Zeugen auf, die zeihen mich, deß ich nicht schuldig bin. 12. Sie" thun mir Arges um Gutes, mich in Herzeleid zu bringen. *Ps. 38,21. 13. Ich aber, wenn sie krank waren, zog einen Sack an, that mir wehe mir Fasten, und bethete von Herzen stets; Ich hielte mich, als wäre es mein Freund 536 Gebeth um Errettung Psalm 36 . 36 . 37 . und Klage wider die Gottlosen. und Bruder; ich ging traurig, wie einer, der Leide trägt über feine M-urer. i s. Sie aber freuen sich ü'er meinen Schaden, und rotten sich; es rotten sich die Hinkenden wider mich, ohne meine Schuld; sie reissen, und hören nicht auf; 16. Mir denen, die da heucheln und spotten um des Bauchs willen, ' beissen sie ihre Zähne zusammen über mich. * Ps 37,12. 17. Herr, wie" lang willst du zusehen? Errette doch meine Seele aus ihrem Getümmel, und meine Einsame von den jungen Löwen. * Offenb. 6/ 10 . 18. Ich will dir * danken in der großen Gemeine, und unter viel Volks will ich dich rühmen. * Ps. 40, 10. Ps. 111, 1. is. Laß sich nicht über mich freuen, die mir unbillig feind sind, noch mit den Augen spotten, die mich ohne Urfach hassen. 20. Denn sie * trachten Schaden zu thun, und suchen falsche Sachen wider die Stillen im Lande; "Ps. 35 , 3 . Ps. 32 ,4. 21. Und sperren ihr Maul weit auf wider mich, und sprechen: ' Da, da! das sehen wir gern. * Ps. 4o, 16 . Ps. 70 , 4 . 22. Herr, du sieheft es, schweige nicht; Herr, sey nicht ferne von mir. 23. * Erwecke dich, und wache auf zu meinem Recht, und zu meiner Sache, mein Gott und Herr. * Ps. 44, 24. 2-L. Herr, mein Gott, * richte mich nach deiner Gerechtigkeit, daß sie sich über mich nicht freuen. * Ps. 43, 1. 25. Laß sie nicht sagen in ihrem Herzen: Da, da! das wollten wir. Laß sie nicht sagen: Wir haben ihn verschlungen. 26. Sie * müssen sich schämen und zu Schanden werden alle, die sich meines Nebels freuen; sie müssen mit Schande und Scham gekleidet werden, die sich wider mich rühmen. * Ps. 6, 11. Ps. 31, 18. 27 . Rühmen * und freuen müssen sich, die mir gönnen, daß ich Recht behalte, und immer sagen: Der Herr müsse hoch gelobet seyn, der seinem Knechte wohl will. * Ps. 40,17. 28. Und meine Zunge soll reden von deiner Gerechtigkeit, und dich täglich preisen. Der 36 . Psalm. Gebeth und Klage wider die Gottlosen. 1. Ein Psalm Davids, des Herrn Knechts, vorzusingen. 2. (§6 ist von Grund meines Herzens von der ^ Gottlosen Wesen gesprochen, daß "keine Gottesfurcht bey ihnen ist. "iM°s. 20 , 11 . 3 . Sie ' schmücken sich unter einander selbst, daß sie ihre böse Sache fördern, und Andere verunglimpfen. * 2 Kon. 17 , s. Alle " ihre Lehre ist schädlich und erlogen; sie lassen sich auch nicht weisen, daß sie Gutes thäten. ' Ps. -s, 13 . 5. Sondern sie trachten auf ihrem Lager nach Schaden, und stehen fest auf dem bösen Wege, und scheuen kein Arges. 6 . Herr, deine * Güte reichet so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit,' so weit die Wolken gehen. *Ps.- 7 , 11 . Ps. 108 , L. 7 . Deine Gerechtigkeit steht * wie die Berge Gottes, und dein Recht wie große Tiefe. Herr, du hilfst -t beyde Menschen und Vieh. * Ps. 123, 1. 1- Ps 143, 13. 8 . Wie theuer ist deine Güte, Gott, daß Menschenkinder " unter dem Schatten deiner Flügel trauen. * Ps. 17 , 8 . Ps. 37 , 2 . 9. Sie werden trunken von den reichen Gütern deines Hauses; und du tränkest sie mit Wollust, als mit einem Strom. 10. Denn bey dir ist " die lebendige Quelle; und in deinem Licht sehen wir das Licht. * Jer. 2, 13. Ps. 17 , 3. 11. ' Breite deine Güte über die, die dich kennen , und deine Gerechtigkeit über die Frommen. * Ruth 3, s. 12. Laß mich nicht von den Stolzen untertreten werden, und die Hand der Gottlosen stürze mich nicht. 13. Sondern laß sie, * die Uebelthäter, daselbst fallen, daß sie verstoßen werden, und nicht bleiben mögen. *3«. 30 , 32 . Der 37 . Psalm. Aergcrmß über der Gottlosen Glück zu meiden. 1. Ein Psalm Davids. Erzürne" dich nickt über die Bösen, sev nicht ^ neidisch über die Uebellhäcer. " S»r. 24, is. 2. Denn " wie das Gras werden sie bald abgehauen, und wie das grüne Kraut werden sie verwelken. * Ps. "S, 6. 3. Hoffe auf den * Herrn, und thue Gutes; bleibe im Lande , und nähre dich redlich. * Hos 12 , 6. 7. Habe deine Lust an dem Herrn; der wird dir " geben, was dein Herz wünschet. * Ps. 20, 3. 5 . Be- Ter Bösen Gluck, und Psal M Z. " Befiehl dem Herrn deine Wege, und hoffe auf ihn: Er wird es wohl machen, * Matth. 6, 25. 6 . Und wird deine Gerechtigkeit * Hervorbringen wie das Licht, und dein Recht wie den Mittag. * Esaj. 68/ 8. 7 . Sey stille dem Herrn, und warte auf ihn. Erzürne dich nicht über den, dem sein Muthwille glücklich fortgeht. 8 . Stehe ab * vom Zorn, und laß den Grimm; erzürne dich nicht, daß du auch übel thust. * Eph. 4/ 26. 31. Col. 3/ 8. 9 . Denn die Bösen werden ausgerottet; die aber des Herrn harren, "werden das Land erben. * Matth. 6/ 5. 10. Es ist noch um ein Kleines, so ist der Gottlose nimmer; und wenn du nach seiner Stätte sehen wirst, wird er weg seyn. 11. Aber die Elenden werden "das Land erben, und Lust haben H in grossem Frieden. * Matth. 6/ 5. -h Ps. 119/ 165. 12. Der Gottlose drohet dem Gerechten, und beisset seine Zähne zusammen über ihn. 13 . Aber * der Herr lachet seiner; denn er stehet , daß sein Tag kommt. * Ps. 2/ 4. 14 . Die * Gottlosen ziehen das Schwert aus, und spannen ihren Bogen, daß sie fällen den Elenden und Armen, und schlachten die Frommen. * Ps. 7/ 16. is. Aber ihr Schwert wird in ihr Herz gehen, und ihr Bogen wird zerbrechen. 16. Das Wenige, das ein Gerechter hat, ist besser, denn das große Gut vieler Gottlosen. 17 . Denn der Gottlosen "Arm wird zerbrechen; aber der Herr erhält die Gerechten. *i Sam. 2 , 31 . 18. Der Herr kennet die Tage der Frommen, und ihr Gut wird ewiglich bleiben. is. Sie werden nicht zu Schanden in der bösen Zeit, und ' in der Theurung werden sie genug haben. * Ps. 33/18.19. 20. Denn die Gottlosen werden " umkommen, und die Feinde des Herrn, wenn sie gleich sind wie eine köstliche Aue, werden sie doch vergehen, wie der Rauch vergehet. * Ps. 68 , 3 . 21. Der Gottlose borget und bezahlet nicht; der Gerechte aber ist * barmherzig und milde. ' Ps 112/ 5. 22. Denn seine * Gesegneten erben das Land ; aber seine Verfiuchten werden ausgerottet. * PH 25, 13. 23. Von dem Herrn wird solches Mannes Gang gefördert, und hat Lust an seinem Wege. 3 ?. 38 . endliches Verderben. 53 ? 24. * Fällt er, so wird er nicht weggeworfen; denn der Herr erhält ihn bey der Hand. * Ps. 145, 14. 25 . Ich bin jung gewesen, und alt geworden, und habe noch nie gesehen den Gerechten verlassen, oder seinen Samen nach Brot gehen. 26. Er ist allezeit barmherzig, und leihet gern; und sein Same wird gesegnet seyn. 27. Laß "vom Bösen, und thue Gutes, und bleibe immerdar. ' Ps. 34,15. 28. Denn der Herr hat das Recht lieb, und verläßt seine Heiligen nicht, ewiglich werden sie bewahret; aber der Gottlosen Same wird ausgerottet. 29. Die Gerechten " erben das Land, und bleiben ewiglich darinnen. " Matth. 5 ,5. 30. Der Mund des Gerechten redet die Weisheit, und seine Zunge lehret das Recht. 3 1. Das Gesetz seines Gottes ist in seinem Herzen, seine Tritte gleiten nicht. 32. Der Gottlose" lauert auf den Gerechten , und gedenket ihn zu tödten. * Ps. io, 9. 33. Aber der Herr läßt ihn nicht in seinen Händen, und verdammet ihn nicht, wenn er verurtheilet wird. 34. Harre auf den Herrn, und halte seinen Weg, so wird er dich erhöhen, baß du das Land erbest; du wirst es sehen, daß die Gottlosen ausgerottet werden. 35. Ich habe gesehen einen Gottlosen, der war trotzig, und breitete sich aus, und grünete wie ein Lorbeerbaum. 36. Da man vorüber ging, siehe, "da war er dahin; ich fragte nach ihm, da ward er nirgend gefunden. " Hwb 4 ,20. 37. Bleibe " fromm, und halte dich recht; denn solchem wird es zuletzt wohl gehen. * 1 Mos. 39/ 8. 9. 38. Die " Uebertreter aber werden vertilget mit einander; und die Gottlosen werden zuletzt ausgerottet. " Ps- ^/ is. 39. Aber der Herr hilft den Gerechten, der ist ihre Stärke in der Noth. 40. Und der Herr wird ihnen beystehen, und wird sie erretten; er wird sie von den Gottlosen erretten, und ihnen helfen: Denn sie trauen auf ihn. Der 38. Psalm. Bußgebeth um Erledigung von der schweren Sündenlast. 1. Ein Psalm Davids, zum Gedächtnis 2. ^err, " strafe mich nicht in deinem Zorn, ^ und züchtige mich nicht in deinem Grimm. * Ps. 6/ 2. Jer. 10, 24. Z) Y Y 538 Bußgebeth. Psalm 38. 39. Sterbegedanken. 3. Denn * deine Pfeile stecken in mir, und deine Hand drücket mich. * Hiob 6/ 4. <4. Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe vor deinem Drohen, und ist kein Friede in meinen Gebeinen vor meiner Sünde. 5. Denn " meine Sünden gehen über mein Haupt, wie eine schwere Last sind sie mir zu schwer geworden. * Kiagl. i, i4. 6. Meine * Wunden stinken und eitern vor meiner Thorheit. * Esaj. 53, 7. Ich gehe krumm und sehr gebückt, den ganzen Tag gehe ich traurig. 8. Denn meine Lenden verdorren ganz, und ist nichts Gesundes an meinem Leibe. 9. Es ist mit mir gar anders, und bin sehr zerstoßen. Ich heule vor Unruhe meines Herzens. 10. Herr, vor dir ist alle meine Begierde, und mein ' Seufzen ist dir nicht verborgen. * Ps. 6, 7. 11. Mein Herz bebet, meine*Kraft hat mich verlassen, und das Licht meiner Augen ist nicht bey mir. * Ps. 22,16. 12. Meine "Lieben und Freunde stehen gegen mir, und scheuen meine Plage, und meine Nächsten treten ferne. "Hiob 19,14. 13. Und die " mir nach der Seele stehen, stellen mir nach; und die mir übel wollen, reden, wie sie Schaden thun wollen, und gehen mit eitel Listen um. *Matth. 25,4. 1^. Ich aber muß seyn wie ein Tauber, und nicht hören, und ' wie ein Stummer, der seinen Mund nicht aufthut. " Esaj. 53, 7. 15. Und muß seyn wie einer, der nicht höret, und " der keine Widerrede in seinem Munde hat. * 1 Ptt. 2, 23. 16. Aber ich harre, Herr, aufdich; du, Herr, mein Gott, wirft erhören. 17. Denn ich denke, daß sie ja sich nicht über mich freuen. Wenn mein Fuß wankte, würden sie sich hoch rühmen wider mich. 18. Denn ich bin zu Leiden gemacht, und mein Schmerz ist immer vor mir. 19. Denn ich " zeige meine Missethat an, und sorge für meine Sünde. *Ps. 32,5. 20. Aber meine Feinde leben, und sind mächtig; die mich unbillig hassen, find groß. 21. Und die mir' Arges thun um Gutes, setzen sich wider mich, darum, daß ich ob dem Guten halte. ' Ps. Zs, 12. 22. Verlaß mich nicht, Herr, mein Gott, sey nicht ferne von mir. 23. * Eile mir beyzustehen, Herr, -r meine Hülfe. ' Ps. 40/ 14. -t- Ps. 35, 3. Der 39. Psalm. Gebeth um die rechte Sterbekunst/ als eine gewisse Arzcney wider Acrgcriiiß. 1. Ein Psalm Davids, vorzusingen " für Iedu- thllN. * 1 Chr. 17, 4i. 42. c. 26, i. 3. 2 Chr. 5, 12. 2. ^ch habe mir " vorgesetzt, ich will mich ^ hürhen, daß ich nicht sündige mit meiner Zunge. Ich will meinen Mund zäumen, weil ich muß den Gottlosen so vor mir sehen. * Ps. 17, 3. 4. Ps. 141, 3. 3. Ich bin" verstummet und still, und schweige der Freuden, und muß mein Leid in mich fressen. * Ps. 38, 14. Mein Herz ist entbrannt in meinem Leibe, und wenn ich daran gedenke, werde ich entzündet ; ich rede mit meiner Zunge. 5. Aber, Herr, lehre" doch mich, daß es ein Ende mit mir haben muß, und mein Leben ein Ziel hat, und ich davon muß. * Ps. so, 12. 6. Siehe, meine Tage sind einer Hand breit bey dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir. Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben! Sela. 7. Sie gehen daher wie ein Schemen (Schattenbild), und machen ihnen viel vergebliche Unruhe; sie " sammeln, und wissen nicht, wer es kriegen wird. * Prcd. 2, 18. 21. Luc. 12/ 18. 8. Nun, Herr, weß soll ich mich trösten? "Ich hoffe auf dich. * Ps. 2-, 2. 9. "Errette mich von aller meiner Sünde, und laß mich nicht den Narren ein Spott werden. * Ps. 79, 9. 10. Ich will schweigen, und meinen Mund nicht aufthun; Du wirst es wohl machen. 11. Wende " deine Plage von mir; denn ich bin verschmachtet von der Strafe deiner Hand. * Matth. 26, 39. 12. Wenn du einen züchtigest um der Sünde willen ; so wird seine Schöne verzehret, wie von Motten. Ach " wie gar nichts sind doch alle Menschen! Sela. "Ps. 62,10. 13. Höre mein Gebeth, H§rr, und vernimm mein Schreyen, und schweige nicht über meinen Thränen ; denn " ich bin beydes dein Pilgrim , und dein Bürger, wie alle meine Väter. * 1 Mos. 35/ 27. 3 Mos. 25/ 23. 1 Chr. 30/ 15. Ps. 119/ 19. 2 Cor. 5/ 6. 7. Phil. 3/ 20. 1 Pet. 2/ 11. Ebr. 11/ 13. 1-4. " Laß ab von mir, daß ich mich erquicke, ehe denn ich hinfahre, und nicht mehr hier sey. * Hiob. lv, 2. Von Christi Leiden. Psalm -40. 41. Von Juda, dem Verräther. 539 Der -40. Psalm. Weissagung von Christo, seinem Leiden, Gehorsam und Prophetenamt. 1. Ein Psalm Davids, vorzusingen. 2 . ^-ch * harrete des Herrn; und er neigte sich ^ zu mir, und t hörete mein Schreyen, *Ps. 27, ll. Ps- 38, 16. -s Ps. 3, 3. Ps. 18, 7. Ps. 34, 16. Ps. 39, 13. 3 . Und zog mich aus der grausamen Grube, und * aus dem Schlamm, und stellete «reine Füße auf einen Fels, daß ich gewiß treten kann; * Ps. 69, 3. Und hat mir ein neues Lied in meinen Mund gegeben, zu lvben unfern Gott. Das werden Viele sehen, und den Herrn fürchten, und auf ihn hoffen. 5. Wohl "dem, der seine Hoffnung setzt auf den Herrn, und sich nicht wendet zu den Hoffärti- gen, und die mit Lügen umgehen. ' Ps. 2, 12. Ps. 34, 9. 6. Herr, mein Gott, groß find deine Wunder, und deine Gedanken, die du an uns beweisest. Dir ist nichts gleich. Ich will sie verkündigen, und davon sagen, wiewohl sie nicht zu zählen find. 7. * Opfer und Speisopfer gefallen dir nicht; aber die Ohren hast du mir aufgethan. Du willst weder Brandopfer noch Sündopfer. * Ps. 31, 18. Ebr. 10, 3. 8. Da sprach ich: Siehe, ich komme, im Buch * ist von mir geschrieben; * soh. 3 , 39 .46. Ebr. 10 , 7 . 9 . Deinen * Willen, mein Gott, thue ich gern, und dein Gesetz habe ich in meinem Herzen. * Esaj. 3», 3. 10 . Ich * will predigen die Gerechtigkeit in der großen Gemeine; siehe, ich will mir meinen Mund nicht stopfen lassen, Herr, das weißt du! * Ps. 33, 18. 11 . Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht in meinem Herzen, von deiner Wahrheit und von deinem Heil rede ich, ich verhehle' deine Güte und Treue nicht vor der großen Gemeine. * Ps. 37, 4. 12 . Du aber, Herr, wollest deine Barmherzigkeit von mir nicht wenden: ' laß deine Güte und Treue allewege mich behüthen. * Ps. 6>, s. 13 . Denn es hat mich umgeben Leiden ohne Zahl; es haben mich meine Sünden ergriffen, daß ich nicht sehen kann; ihrer' ist mehr denn Haare auf meinem Haupt, und mein Herz hat mich verlassen. * Ps 69 , 3 . 1 - 1 . Laß dirs gefallen, Herr, daß du mich errettest: * eile, Herr, mir zu helfen. * Ps. 22, 20. Ps. 38, 23. 15 . * Schämen müssen sich, und zu Schanden werden, die mir nach meiner Seele stehen, daß sie die umbringen; zurück müssen sie fallen, und zu Schanden werden, die mir Uebels gönnen. * Ps. 33, 4. Ps 70, 3. 16 . Sie müssen in ihrer Schande erschrecken, die über mich schreyen: Da, da! 1 7. Es müssen ' sich freuen und fröhlich seyn alle, die nach dir fragen; und die dein Heil lieben, müssen sagen allewege: Der Herr sey hoch gelobet'. * Ps n/ 27. 1 8. Denn ' ich bin arm und elend, der Herr aber sorget für mich. Du bist mein Helfer und Erretter; mein Gott, verziehe nicht. * Ps. 70, 6. Ps. 109, 22. Der 41. Psalm. Von Wohlthätigkeit und Untreu«. 1 . Ein Psalm Davids, vorzusingen. 2 . AHohl dem, der * sich des Dürftigen an- nimmt, den wird der Herr erretten zur bösen Zeit. * Sprnchw. 14,21. 3. Der Herr wird ihn bewahren, und * beym Leben erhalten, und ihm lassen wohl gehen auf Erden, und nicht geben in seiner Feinde Willen. * Ap. Eesch. 9, 36. >4. Der Herr * wird ihn erquicken auf seinem Siechbette; du hilfst ihm von aller seiner Krankheit. *2Kön. 20,7. 5. Ich sprach: * Herr, sey mir gnädig, heile meine Seele; denn ich habe an dir gesündiget. * Ps. 6, 3. 6. Meine Feinde reden Arges wider mich: Wann wird ersterben und sein Nähme vergehen? 7. Sie kommen, daß sie schauen, und meinen es doch nicht von Herzen; sondern suchen etwas, daß sie lästern mögen, gehen hin, und tragen es aus. 8. Alle, die Mich hassen, * raUMN (redenHeimlich) mit einander wider mich, und denken Böses über mich. * ME 22,13. 9 . Sie haben ein Bubenstück über mich beschlossen: Wenn er liegt, soll er nicht wieder auf- stehen. 10 . Auch mein Freund, dem ich mich vertrauete, der * mein Brot aß, tritt mich unter die Füße. * Joh. 13, 18. Ap. Gesch. 1, 16. 11 . Du aber, Herr, sey mir gnädig, und hilf mir auf; so will ich sie bezahlen. 12 . Dabey * merke ich, daß du Gefallen an mir Haft, daß mein Feind über mich nicht jauchzen Wird. * 2 csam. 3, 12 . Z) y y 2 540 Trost der Verfolgten. Psalm 41-4 !. Zustand der Kirche. 13. Mich aber erhältst du um meiner Frömmigkeit willen, und stellest mich vor dein Angesicht * ewiglich. * i Chr. is, 27 14. Gelobet *sey der Herr/ der Gott Israels/ von nun an bis in Ewigkeit. Amen / Amen. * Ps. 72, 18 . Luc. 1/ 68. Der 42. Psalm. Elend lind Trost der Verfolgten. 1. Eine Unterweisung der* Kinder Korah, vorzusingen. * i Chr. 27, i. 2 Chr. 20 , 19 . 2 . M^ie der * Hirsch schreyet nach frischem Wasser/ so schreyet meine Seele Gott/ zu dir. * Pf. 22 , 1 . 3. Meine * Seele dürstet nach Gott/ nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen / daß ich Gottes Angesicht schaue? * Pf 143, 6. Meine Thränen sind meine Speise Tag und Nacht/ weil man täglich zu mir sagt: * Wo ist nun dein Gott? ' Ps. 79, 10 . s. Wenn ich denn deß inne werde/ so schütte ich mein Herz heraus bey mir selbst; denn ich wollte gern hingehen mit dem Haufen, und mit ihnen wallen zum Hause Gottes, mit Frohlocken und Danken, unter dem Haufen, die da feyern. 6. Was * betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er mir hilft mit seinem Angesicht. *Ps. 43 , 3 . 7. Mein Gort, betrübt ist meine Seele in mir; darum gedenke ich an dich, im Lande am Jordan und Hermonim, auf dem kleinen Berge. 8. Deine * Finthen rauschen daher, daß hier eine Tiefe und da eine Tiefe brausen; alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich. * Ps. 69, 3. y. Der Herr hat des Tages verheißen seine Güte, und des Nachts singe ich ihm, und bethe zu Gott meines Lebens. io. Ich sage zu Gott, meinem Fels: Warum * hast du meiner vergessen? i- Warum muß ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich dränget? "Ps. 13, 2. st-Ps.43, S. i i. Es ist als ein Mord in meinen Beinen, daß mich * meine Feinde schmähen, wenn sie täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott? " Ps 119, 42. 12 . Was * betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hülfe und mein Gott ist. ' Ps. 43/3. Ps 1/6, 7. Der 43. Psal m. Anrufung Gottes, -es höchsten Richters. 1. Wichte * mich, Gott, und führe meine Sache wider das unheilige Volk, und errette mich von den falschen und bösen Leuten. * Ps. 26, 1. 2 . Denn Du bist der Gott meiner Stärke; * warum verstoßest du mich? Warum lassest du mich so traurig gehen, wenn mich mein Feind dränget? * Ps. 44, io. 3. Sende dein Licht und deine Wahrheit, daß sie mich leiten, und bringen zu * deinem heiligen Berge, und zu deiner Wohnung. * Ps i§, i. Daß ich hineingehe zum Altar Gottes, zu dem Gott, der * meine Freude und Wonne ist, und dir, Gott, aufder Harfe danke, mein Gott. * Ps. 63, 6. s. Was * betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hülfe, und mein Gott ist. * Ps 42, 6. 12. Ps. 116, 7. Der 44. Psalm. Allgemeiner Zustund und Gedeih der Heiligen. 1. Eine Unterweisung der * Kinder Korah, vorzusingen. * i Chr. 7, 37 . 2 . Mott, wir haben es mit unfern Ohren ge- ^ höret, unsere * Väter haben es uns erzählet, was du gethan hast zu ihren Zeiten vor Alters. *3M°s. 6, 21 . 3. Du hast mit deiner Hand die * Heiden vertrieben , aber sie Haft du eingesetzet; du hast die Völker verderbet, aber sie hast du ausgebreitet. * 3 Mos. 7, 1 . Denn sie haben das Land nicht eingenommen durch ihr Schwert, und ihr Arm half ihnen nicht, sondern deine Rechte, dein Arm, und das Licht deines Angesichts; denn du hattest Wohlgefallen an ihnen. 6. Gott, du bist derselbe mein König, der du Jacob Hülfe verheißest. 6. Durch dich wollen wir unsere Feinde zerstoßen ; in deinem Nahmen wollen wir unter- treten, die sich wider uns setzen. 7. Denn ich * verlasse mich nicht auf meinen Bogen, und mein Schwert kann mir nicht helfen; * Ps. 20, 8. 8. Sondern du hilfst uns von unfern Feinden, und machst zu Schanden, die uns hassen. 9 . Wir wollen täglich rühmen von Gott, und deinem Nahmen danken ewiglich, Sela. Zustand der Kirche. Psalm 44 . 45 . 46 . Braut Christi. 511 10. Warum verstoßest du uns denn nun, und lassest uns zu Schanden werden / und ziehest nicht aus unter unserm Heer? 11. Du lassest uns fliehen vor unserm Feinde/ daß uns berauben/ die uns hassen. 12. Du lassest uns auffressen wie Schaft/ und zerstreuest uns unter die Heiden. 13 . Du * verkaufest dein Volk umsonst/ und nimmst nichts darum. * § Mos. 32, so. 1^. Du * machst uns zur Schmach unfern Nachbarn / zum Spott und Hohn denen / die um uns her find. - * Ps. 79,4. 15. Du machst uns zum Beyspiel unter den Heiden/ und daß die Völker * das Haupt über uns schütteln. ' Ps. 22, L. 16. Täglich ist meine * Schmach vor mir/ und mein Antlitz ist Voller Schande/ * Ps. 69,20. 17. Daß ich die * Schänder und Lästerer hören / und die Feinde und Rachgierigen sehen muß. * Ps. 71, 10. 18. Dieß alles ist über uns gekommen; und haben doch deiner nicht vergessen / noch untreulich in deinem Bunde gehandelt; 19. Unser Herz ist nicht abgefallen, noch unser Gang gewichen von deinem Wege/ 20. Daß du uns so zerschlügest unter den Drachen/ und bedeckest uns mit Finsterniß. 21. Wenn wir des Nahmens unsers Gottes vergessen hätten/ und unsere Hände aufgehoben zum fremden Gott: 22. Das möchte Gott wohl finden; nun kennet Er ja unsers Herzens Grund. 23. Denn ' wir werden ja um deinet willen täglich erwürget/ und find geachtet wie Schlachtschaft. * Röm. 8, 36. 2^. Erwecke dich/ Herr/ warum'schläfst du? Wache auf/ und verstoße uns nicht so gar. * Matth. 8, 24. 25. 25. Warum verbirgeft du dein Antlitz / vergissest unsers Elends und Dranges? 26. Denn unsere Seele ist' gebeuget zur Erde/ unser Bauch klebet am Erdboden. * Nicht. 11,35. 27. Mache dich auf/ hilf uns/ und erlöse uns um deiner Güte willen. Der 45 . Psal m. Weissagung von dem Bräutigam Chnsro, und der Kirche, seiner Braut. 1. Ein Brautlied und Unterweisung der Kinder Kvrah/ von den Rosen / vorzufingen. 2 . HDein ' Herz dichtet ein feines Lied ; ich will ^ fingen von einem Könige; meine Zunge ist ein Griffel eines guten Schreibers. ' Eol. 1 , lü. 3 . Du bist der Schönste unter den Menschenkindern, 'holdselig sind deine Lippen; darum segnet dich Gott ewiglich. * Esaj. 50,«. Gürte dein Schwert an deine Seite, du Held, und schmücke dich schön. 5 . Es müsse dir gelingen in deinem Schmuck, ziehe einher der Wahrheit zu gut, und die Elenden bey Recht zu behalten; so wird deine rechte Hand Wunder beweisen. 6 . Scharf find deine Pfeile, daß die Völker vor dir niederfallen,' mitten unter den Feinden des Königs. ' Ps. "»/ s. 7 . ' Gott, dein Stuhl bleibet immerund ewig; das Scepter deines Reichs ist ein gerades Scepter. * Ebr. 1, 8. 8. Du'liebest Gerechtigkeit, undthassest gottloses Wesen; darum hat dich Gott, dein Gott, gesalbet mit Freudenöhl, mehr denn deine Gesellen. * Ps. 33, 5. ss Ps. 5, 6. 9. Deine Kleider find eitel' Myrrhen, Aloes und Kezia, wenn du aus den elfenbeinernen Pallästen daher trittst, in deiner schönen Pracht. * 8oh. 19/ 39 10. In deinem Schmuck gehen der Könige Töchter; die Braut steht zu deiner Rechten , in eitel köstlichem Golde. 11. Höre, Tochter, schaue darauf, und neige deine Ohren, vergiß deines Volks und deines Vaters Hauses: 12. So wird der König Lust an deiner' Schöne haben ; denn Er ist dein Herr, und sollst ihn anbcthen. ' Hohcl. i/ 1 . 13. ' Die Tochter Zor wird mit Geschenk da seyn, die Reichen im Volk werden vor d«'r flehen. * Ps. 72, 10. Esoj. 23, 18. 1^. Des Königs Tochter ist ganz'herrlich in- wendig, sie ist mit goldenen Stücken gekleidet. * Hohcl. 1, 8. c. 4, i. 15 . Man führet sie in gestickten Kleidern zum König; und ihre Gespielen, die Jungfrauen, die ihr nachgehen, führet man zu dir. 16. Man führet sie mit Freuden und Wonne, uud gehen in des Königs Pallast. 17. Anstatt deiner Väter wirst du' Kinder kriegen; die wirst du zu Fürsten setzen in aller Welt. * Ebr. 2, 13. 1 8 . Ich will deines Nahmens gedenken von Kind zu Kindeskind; darum werden dir danken die Völker immer und ewiglich. Der 46. Psalm. Der Kirche Trost und Sicherheit. 1. Ein Lied der Kinder Korah, von der Jugend , vorzufingen. Psalm 46-49. 542 Christi Himmelfahrt. ^Vorbild der Christlichen Kirche. 9 . Gott ist König über die Heiden; Gott sitzet 2. Mott ist * unsere Zuversicht und Stärke, eine ^ Hülfe in den gießen Nöthen, die uns getroffen haben. * Ps. ", 2 . 3 . Spr. ", 10 . Esch. 4/3. 6. 3. Darum ' fürchten wir uns nicht, wenn gleich die Welt unterginge, und die Berge mitten ins Meer sünken, * Ps- Z, 2 . > 4 . Wenn gleich * das Meer wüthete und waltete, und von seinem Ungestüm die Berge ein- fielen, Sela. * «uc. 21 , 2 -. 5. Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brünnlein, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind. 6 . Gott ist * bey ihr darinnen, darum wird sie wohl bleiben; Gott hilft ihr frühe. * Off. 21 , 3. -I- Ps. 30/ 6. 7 . Die Heiden müssen verzagen, und die Königreiche fallen; das Erdreich muß vergehen, wenn er sich hören läßt. 8 . Der Herr Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz, Sela. 9. Kommt * her und schauet die Werke des Herrn, der auf Erden solches Zerstören anrichtet; * Ps. 66/ 3. 10. Der den * Kriegen steuert in aller Welt; der Bogen zerbricht, Spieße zerschlägt, und Wagen mit Feuer verbrennet. ' Ps- 76/ 4 . 11. Seyd stille und erkennet, daß ich Gott bin. Ich will Ehre einlegen unter den Heiden, ich will Ehre einlegen auf Erden. 12. Der * Herr Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz, Sela. * 2 Ehr. "/ 12 . Röm. 8/ 3i. Der 47. Psalm. Von Christi Himmelfahrt. 1. Ein Psalm, vorzusingen, * der Kinder Ko" rah. * 4 Mos. 16 ,24. c. 26 / 11 . 2. Arohlocket mit Händen, alle Völker, und O jauchzet Gott mit fröhlichem Schall. 3. Denn * der Herr, der Allerhöchste, ist erschrecklich, ein großer König -r auf dem ganzen Erdboden. "Ps. 76/8. -h Zach. 14/s. - 4 . Er wird die Völker unter uns zwingen, und die Leute unter unsere Füße. 5. Er erwählet uns zum Erbtheil, die Herrlichkeit Jakobs, den er liebet, Sela. 6 . Gott fahret auf mit Jauchzen, und der Herr mit Heller Posaune. 7. Lobfinget, 'lobfinget Gott; lobfinget, lob- singet unserm Könige. ' Ts. 12, 3 . 8. Denn Gott ist König auf dem ganzen Erdboden ; lobsinget ihm klüglich. auf seinem heiligen Stuhl. 10. Die Fürsten unter den Völkern sind versammelt zu Einem Volk, dem Gott Abrahams; ' denn Gott ist sehr erhöhet bey den Schilden auf Erden. * Ps. 43,7. Der 48 . Psalm. Vorbild der Christlichen Kirche- 1. Ein Psalmlied der Kinder Korah. 2. (T)roß ist ' der Herr und hochberühmt in ^ der Stadt unsers Gottes, auf seinem heiligen Berge. * Ps. 143/ s. 3. Der Berg Zion ist wie ein schönes Zweiglein , deß sich das ganze Land tröstet; an der Seite gegen Mitternacht liegt die ' Stadt des großen Königs. 'Matth. 3/ 33 . Gott ist in ihren Pallästen bekannt, daß er ' der Schutz sey. ' Ps. s, 10. s. Denn siehe, 'Könige find versammelt, und mit einander vorüber gezogen. ' Ps. 2,2. 6 . Sie haben sich verwundert, da sie solches sahen, sie haben sich entsetzet, und sind gestürzt. 7 . ' Zittern ist sie daselbst angekommen, Angst wie eine Gebärerinn. ' Mich. 7 ,17. 8 . Du 'zerbrichst Schiffe im Meer, durch den Oftwind. ' Esai. 2, 16. 9. Wie wir gehöret haben, so sehen wir es an der Stadt des Herrn Zebaoth, an der Stadt unsers Gottes; Gott erhält dieselbige ewiglich, Sela. 10. Gott, wir warten'deiner Güte, in deinem Tempel. ' Esai. 30 / 11. Gott, wie dein Nähme, so ist auch dein Ruhm, bis an der Welt Ende; deine Rechte ist voller Gerechtigkeit. 12. Es freue sich ' der Berg Zion, und die Töchter Juda seyen fröhlich, um deiner Rechte willen. ' Off "/1. 13. Macht euch um Zion, und umfanget sie, zählet ihre Thürme; i- 4 . Leget Fleiß an ihre Mauren, und erhöhet ihre Palläste, auf daß man davon verkündige bey den Nachkommen, 15. Daß ' dieser Gott sey unser Gott immer und ewiglich. Er führet uns wie die Jugend. ' Esai. 23/ s. Der 49 . Psalm. Lohre und Trost wider das Gluck der Gottlosen. 1. Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen. 2. ^1-ret zu, alle Volker, merket auf, alle, "c- die in dieser Zeit leben. Ende der Gottlosen. Psalm 49. 60. Wahrer Gottesdienst. 643 3. Beyde gemeiner Mann und Herren, beyde Reich und Arm mit einander. 4. Mein Mund soll von Weisheit reden, und mein Herz von Verstand sagen. 5. Wir wollen * einen guten Spruch hören, und ein feines Gedicht auf der Harfe spielen. * Ps, 78/ 2. Matth. 13, 35. 6. Warum sollte ich wich fürchten in bösen Tagen, wenn mich die Misselhat meiner Untertreter umgibt? 7. Die sich verlassen auf ihr Gut, und trotzen auf ihren großen Reichthum. 8. Kann doch ein Bruder Niemand erlösen, noch Gott Jemand versöhnen: 9. Denn ' es kostet zu viel, ihre Seele zu erlösen , daß er es muß lassen anstehen ewiglich ; ' Mattb. 16 26. 10. Ob er auch gleich lange lebet, und die Grube nicht stehet. 11. Denn man wird sehen, daß "solche Weisen doch sterben, so wohl als die Thoren und Narren umkommen, und t müssen ihr Gut andern lassen. * Pred. 2/ 16. -f- Pred. 6/ 2. 12. Das ist ihr Herz, daß ihre Häuser währen immerdar, ihre Wohnungen bleiben für und für, und haben große Ehre auf Erden. 13. Dennoch können sie nicht bleiben in solcher Würde, sondern * müssen davon wie ein Vieh. * Pred. 3/ 19. 2 Pct. 2/ 12. i^. Dieß ihr Thun ist eitel Thorheit; noch * loben es ihre Nachkommen mit ihrem Munde, Sela. " Svr. 28/ is. Sie liegen in der Hölle " wie Schafe, der Tod naget sie; aber die Frommen werden gar bald über sie herrschen, und ihr Trotz muß vergehen, in der Hölle müssen sie bleiben. ' Ps. 44/ 23. 16. Aber Gott wird meine Seele" erlösen aus der Höllen Gewalt; denn er hat mich angenommen , Sela. * Hos. i3,14. 17. Laß dichs nicht irren, ob einer reich wird, ob die Herrlichkeit seines Hauses groß wird. 18. Denn er * wird nichts in seinem Sterben mitnehmen, und seine Herrlichkeit wird ihm nicht nachfahren; " Hiob 27,19. 19. Sondern er tröstet sich dieses" guten Lebens, und preiset es, wenn einer nach guten Tagen trachtet. * Luc. 12/19. 20. So fahren sie ihren Vätern nach, und sehen das Licht nimmermehr. 21. Kurz, wenn ' ein Mensch in der Würde ist, und hat keinen Verstand; so fährst er davon, Wie ein Vieh. " Prcd. 3,19. Der 50. Psalm. Vom wahren Gottesdienst. 1. Ein Psalm " Assaphs. "iChr.17,37. 2Chr.29/30. Mott, der Herr, der Mächtige, redet, und ^ ruft der Welt vom Aufgang der Sonne bis zum Niedergang. 2. Aus "Zion bricht an der schöne Glanz Gottes. * 3 Mos. 33, 2. 3. Unser Gott " kommt und schweiget nicht. Fressendes Feuer gehet vor ihm her, und um ihn her ein großes Wetter. * Ps- s6,13. 4. Er ruft " Himmel und Erde, daß er sein Volk richte. *3 Mos. 31 , 23 . 5. Versammelt mir meine Heiligen, die den Bund mehr achten, denn Opfer. 6. Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkündigen; denn ' Gott ist Richter. Sela. *Ps. 7/12. Ps.9/3. 7. Höre, "mein Volk, laß mich reden, Israel, laß mich unter dir zeugen: Ich Gott, bin dein Gott. * Ps. «1/ 9. 8. Deines ' Opfers halben strafe ich dich nicht; sind doch deine Brandopfer sonst immer vor mir. * Zer. 7, 22 . 23 . 9. Ich will nicht von deinem Hause Farren nehmen, noch Böcke aus deinen Ställen. 10. Denn * alle Thiere im Walde sind mein, und das Vieh auf den Bergen, da sie bey Tausenden gehen. * Ps- s, s. 9. 11. Ich kenne alles Gevögel auf den Bergen, und allerley Thiere auf dem Felde ist vor mir. 12. Wo mich hungerte, wollte ich dir nicht davon sagen; denn " der Erdboden ist mein und alles, was darinnen ist. *2 Mos. 19 / 3 . 13. Meinest du , daß ich Ochsensieisch essen wolle, oder Bocksblut trinken? 14. "Opfre Gott Dank, und bezahle dem Höchsten deine Gelübde. " Ps. "6/ 17. 15. Und rufe mich an in der Noth ; so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen. 16. Aber zu dem Gottlosen spricht Gott: Was verkündigest du meine Rechte, und nimmst meinen Bund in deinen Mund; 17. So du doch Zucht hassest, und wirfst meine Worte hinter dich? 18. Wenn du einen Dieb stehest, so läufst du mit ihm, und hast " Gemeinschaft mit den Ehebrechern. *Eph. 3/11. 19. Dein Maul lässest du Böses reden, und deine Zunge treibet Falschheit. 20. Du sitzest und redest wider deinen Bruder, deiner Mutter Sohn verleumdest du. 5U Davids Bußspiegel. Psalm 50. 5!. 52. Davids über Doeg. 21. Das thust du, und ich 'schweige: Da meinest du, ich werde seyn gleich wie du. Aber ich will dich strafen, und will dirs unter Augen stellen. * Esaj. 42,14. 22: Merket doch das, die ihr Gottes'vergesset, daß ich nicht eimnahl hinreisse, und sey kein Retter mehr da. * Pl- 23. WerDank opfert, der preiset mich; und das ist der Weg, daß ich ' ihm zeige das Heil Gottes. 'Ps. s>, 16. Der 51 . Psal m. Davids Vußschcgel. 1. Ein Psalm Davids, vorzusingen; 2. Da * der Prophet Nathan zu ihm kam, als er war zu BathSeba eingegangen. * 2 Sam. 12, i. 7 . 3'Mott, 'sey mir gnädig nach deiner Güte, ^ und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit. *Ps. § 6 ,2. Wasche mich wohl von meiner Missethat, und reinige mich von meiner Sünde. 5. Denn ich erkenne meine Missethat, und meine Sünde ist immer vor mir. 6 . An dir allein habe ich gesündiget, und Uebel vor dir gethan, ' auf daß du Recht behaltest in deinen Worten, und rein bleibest, wenn du gerichtet wirst. ' Hiob 14,4. Rom. 3,4. «. 8 ,4. 7 . Siehe, ' ich bin aus sündlichem Samen ge- zeuget, und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen. * Loh. 3, 6 . 8 . Siehe, du hast Lust zur Wahrheit, * die im Verborgenen liegt; du lassest mich wissen die heimliche Weisheit. ' Col. 1, -s. v. Entsündige mich mit ' Asop, daß ich rein werde; wasche mich, daß ich schneeweiß werde. * 3 Mos. 14 , 6 . 4 Mos. IS, 6 . 18. i o. Laß mich' hören Freude und Wonne, daß die Gebeine fröhlich werden, die du zerschlagen hast. ' Ap. Gcsch. 16, 14 . 11. Verbirg dein Antlitz von meinen Sünden, und tilge alle meine Missethat. 12. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, Md gib mir einen neuen gewissen Geist. 13. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. i^. Tröste mich wieder mit deiner Hülfe, und der freudige Geist enthalte mich. 15. Denn ich will die Uebertreter deine Wege lehren, daß sich die' Sünder zu dir bekehren. * Luc. 22, 32 . 16. Errette mich von'den Blutschulden, Gott, der du mein Gott und Heiland bist, daß meine Zunge deine Gerechtigkeit rühme. *2Sam. 11,17. 17. Herr, thue meine Lippen auf, daß mein Mund deinen Ruhm verkündige. 1 8 . Denn du hast ' nicht Lust zum Opfer, ich wollte dirs sonst wohl geben: und Brandopfer gefallen dir nicht. * Ps. 40,7. is. Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein geängsteter Geist; ' ein geängstetes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten. ' Ps. 34 , 19. Esaj. 37 , 13 . 20. Thue wohl an Zion nach deiner Gnade, baue die Mauren zu Jerusalem. 21. Dann werden dir gefallen die'Opfer der Gerechtigkeit, die Brandopfer und ganzen Opfer; dann wird man Farren auf deinem Altar opfern. * 3 Mos. 33 , 19 . Ps. 4 , 6 . Der 52. Psal m. Davids Klage über Doeg. 1. Eine Unterweisung Davids, vorzusingen; 2. Da 'Doeg, derEdomiter, kam, und sagte Saul an , und sprach: David ist in Ahimelechs Haus gekommen. "1 Sam. 22,9. s.AAas trotzest du denn, du Tyrann, daß du kannst Schaden thun; so doch Gottes Güte täglich währet? Deine ' Zunge trachtet nach Schaden, und schneidet mit Lügen, wie ein scharfes Schermesser. 'Ps. 37, 3 . Svr. 18 , 8 . 5. Du ' redest lieber Böses, denn Gutes, und Falsch, denn Recht, Sela. *Spr. 14,3. 6 . Du redest gern alles, was zum Verderben dienet, mit falscher Zunge. 7 . Darum wird dich Gott auch ganz und gar zerstören, und zerschlagen, und aus der Hütte reissen, und aus dem Lande der Lebendigen ausrotten, Sela. 8. Und die Gerechten werden es sehen, und sich fürchten, und werden seiner lachen: 9. Stehe, das ist der Mann, der' Gott nicht für seinen Trost hielt; sondern t verließ sich auf seinen großen Reichthum, und war mächtig, Schaden zu thun. ' Ps. 73,1. -s Ps. 4 s, 7. 10. 'Ich aber werde bleiben, wie ein grüner Oehlbaum im Haufe Gottes; verlasse mich auf Gottes Güte immer und ewiglich. * Ps. 92,13.14. 11. Ich danke dir ewiglich, denn ' du kannst es wohl machen; und will harren auf deinen Nahmen, denn deine Heiligen haben Freude daran. 'Ps.37,3. Ps.39,10. Der Der Menschen Verderben. Psal m 5?. 54. 55. Gebeth wider falsche Brüder. 545 Der 53. Psalm. Der 55. Psalm. Von der Menschen Verderben und Erlösung. Gebcth wider die falschen Brüder. 1 . Eine Unterweisung Davids, im Chor um einander vorzusingen. 2 . ^>ie * Thoren sprechen in ihrem Herzen: ^ Es ist kein Gott. Sie taugen nichts, und sind ein Gräuel geworden in ihrem Höfen Wesen. Da ist keiner, der Gutes thut. * Ps. 14, i. 3. Gott "schauet vom Himmel auf der Menschen Kinder, daß er sehe, oh Jemand klug sey, der nach Gott frage. * Ps. Z3, 13 . 4. Aber * sie sind alle ahgefallen, und allesammt untüchtig. Da ist keiner, der Gutes thue, auch nicht Einer. *Röm. 3 , 10 . 5. Wollen denn die Uebelthäter ihnen nicht sagen lassen, die mein Volk fressen, daß sie sich nähren? Gott rufen sie nicht an. 6. Da fürchten sie sich aber, da nichts zu fürchten ist; denn Gott zerstreuet die Gebeine der Treiber. Du machst sie zu Schanden, denn Gott verschmähet sie. 7. ' Ach daß die Hülfe aus Zion über Israel käme, und Gott sein gefangenes Volk erlösete! So würde sich Jakob freuen, und Israel fröhlich seyn. * Ps. 14, 7. Der 54. Psalm. Gebcth um Hülfe und Errettung. t. Eine Unterweisung Davids, vorzusingen auf Saitenspielen; 2. Da * die von Siph kamen, und sprachen zu Saul: David hat sich bey uns verborgen. * i Sam. 23, 19 . «. 26, i. Z.^>ilf*mtr, Gott, durch deinen Nahmen, ^ und schaffe mir Recht durch deine Gewalt. * Ps. 79, 9. Ps. 106, 47. 4. Gott, * erhöre mein Gebeth, vernimm die Rede meines Mundes. * Ps. 4, 2 . Ps. s, 2 . s. Denn Stolze setzen sich wider mich, und Trotzige stehen mir nach meiner Seele, und haben Gott nicht vor Augen, Sela. 6. Siehe, Gott steht mir bey, der "Herr erhält meine Seele. * Ps. 97 , io. 7. Er wird die Bosheit meinen Feinden bezahlen. Zerstöre sie durch deine Treue. 8. So will ich dir ein Freudenopfer thun, und deinem * Nahmen, Herr, danken, daß er so tröstlich ist. *Ps. 44 , 9 . Ps. 92 , 2 . 9. Denn du errettest mich aus aller meiner Noth, daß mein * Auge an meinen Feinden Lust stehet. * Ps. 59, 11 . Ps. 91 , 8. j. Eine Unterweisung Davids, vorzusingen auf Saitenspielen. 2 . Mott, * höre mein Gebeth, und verbirgt ^ dich nicht vor meinem Flehen.* Ps. §4,4. 3. Merke auf mich , und erhöre mich , wie ich so kläglich zage und heule, 4. Daß der Feind so schreyet, und der Gottlose dränget; denn sie wollen mir einen Tück beweisen, und sind mir heftig gram. 5. Mein Herz ängstet sich in meinem Leibe, und * des Todes Furcht ist auf mich gefallen. * Ps. 18, 5. 6. Furcht und Zittern ist mich angekommen, und Grauen hat mich überfallen. 7. Ich sprach: O hätte ich Flügel wie Tauben, daß ich flöge und etwa bliebe! 8. Siehe, so wollte ich mich ferne weg machen, und in der Wüste bleiben. Sela. 9. Ich wollte eilen, daß ich entrönne vor dem Sturmwind und Wetter. 10. Mache ihre Zunge * uneins, Herr, und laß sie untergehen; denn ich sehe Frevel und Hader in der Stadt. * Ps. 12 , 3 . 11 . Solches gehet Tag und Nacht um und um in ihren Mauern, es ist Mühe und Arbeit darinnen. 12. Schaden thun regieret darinnen, Lügen und Trügen läßt nicht von ihrer Gasse. 13 . Wenn mich doch mein Feind schändete, wollte ich es leiden; und wenn mich mein Hasser pochte, wollte ich mich vor ihm verbergen. iL. Du * aber bist mein Geselle, mein Pfleger und mein Verwandter, * Ps. 41 , 10 . iZ. Die wir freundlich mit einander waren unter uns, wir wandelten im Hause Gottes zu * Haufen. * Ps. 42 , 5 . 16. Der Tod übereile sie, und müssen "lebendig in die Hölle fahren; denn es ist eitel Bosheit unter ihrem Haufen in ihren Herzen. * 4 Ms. 16, 33. 17. Ich aber will zu Gott rufen, und der Herr wird mir helfen. 18. Des " Abends, Morgens, und Mittags will ich klagen und heulen; so wird er meine Stimme hören. " Dan. 6, 10 . 19. Er erlöset meine Seele von denen, die an mich wollen, und schaffet ihr Ruhe; denn * ihrer ist viel wider mich. " ^ 2 . 20. Gott wird hören und sie demüthigen, " der Z Z ä 546 Gebell) wider die Verfolger, und Psal allewege bleibt, Sela. Denn sie werden nicht anders , und fürchten Gott nicht. * Ps-102,27. 21. Denn sie legen ihre Hände an seine Friedsamen, und entheiligen seinen Bund. 22. Ihr * Mund ist glätter denn Butter, und haben doch Krieg im Sinn; ihre Worte sind gelinder, denn Oehl, und sind doch bloße Schwerter. * Ps. er/ 5. 23. * Wirf dein Anliegen auf den Herrn. Der wird dich versorgen, und wird den Gerechten nicht ewiglich in Unruhe lassen. * MM. 6 /25. 24 . Aber, Gott, du wirst sie hinunter stoßen in die tiefe Grube. Die' Blutgierigen und Falschen werden ihr Leben nicht zur Hälfte bringen. Ich aber hoffe auf dich. * Ps. 7. Der 56. Psalm. Gebeth wider die Verfolger. 1 . Ein goldenes Kleinod Davids, von der stummen Taube unter den Fremden, da * ihn die Philister griffen zu Gath. * 1 Sam. 21/11. 2. Mott, * sey mir gnädig, denn Menschen ^ wollen mich versenken: täglich streiten sie und ängsten mich. * Ps. 6 i, 3. 3 . Meine Feinde versenken mich täglich : denn Viele streiten wider mich stolziglich. 4 . Wenn ich mich fürchte,' so hoffe ich auf dich. * Ps. 25 , 2 . s. Ich will Gottes Wort rühmen; auf Gott will ich hoffen, und * mich nicht fürchten; was sollte mir Fleisch thun? *vcrs i2. 6 . Täglich fechten sie meine Worte an; alle ihre Gedanken find, daß sie mir Uebels thun. 7 . Sie halten zu Häuf und * lauern, und haben Acht auf meine Fersen, wie sie meine Seele erhaschen. "Lue. ir, 54 . 8 . Was sie Böses thun, das ist schon vergeben. Gott, stoße solche Leute ohne * alle Gnade hinunter. * Ps. 69 , 6 . 14 . 9. Zahle meine Flucht, fasse meine Thränen in deinen Sack (Schlauch). Ohne Zweifel du zählest 6 e. 10. Dann werden sich meine Feinde müssen zurück kehren, wenn ich rufe. So werde ich inne, daß du mein Gott bist. 11 . Ich will rühmen Gottes Wort, ich will rühmen des Herrn Wort. 12. Auf * Gott hoffe ich, und fürchte mich nicht: was können mir die Menschen thun? * Ps. 118, 6 . Ebr. 13 , 6 . 13. Ich habe dir, Gott, gelobet, "daß ich dir danken will. ' Ps. 66 ,13. 14. Denn * du hast meine Seele vom Tode er- m 55-58. -er Feinde Grausamkeit. rettet, meine Füße vom Gleiten, daß t ich wandeln mag vor Gott im Licht der Lebendigen. * Ps. 116, 8. -k- 1 Mos. 17, 1. Der 57. Psalm. Gebeth wider der Feinde Grausamkeit. 1 . Ein goldenes Kleinod Davids, vorzufingen, daß er nicht umkäme; da * er vor Saul fioh in die Höhle. * 1 Sam. 22,1. c. 24,4. 2 . (ILey mir gnädig, Gott, sey mir gnädig; ^ denn auf dich trauet meine Seele, und unter * dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht, bis daß das Unglück vorüber gehe. * Ps. 17, 8. 3 . Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der meines Jammers ein Ende macht. 4. Er sendet vom Himmel und hilft mir von der Schmach meines Versenkers, Sela. Gott sendet seine Güte und Treue. 5 . Ich liege mit meiner Seele unter den Löwen. Die Menschenkinder sind Flammen, ihre Zähne sind Spieße und Pfeile, und ihre * Zungen scharfe Schwerter. * Ps. 26,22. 6. Erhebe dich, Gott, über den Himmel, und deine Ehre über alle Welt. 7. Sie stellen meinem Gange Netze, und drücken meine Seele nieder; sie graben vor mir eine Grube, und fallen selbst darein, Sela. 8. Mein Herz ist bereit, Gott, mein Herz ist bereit, daß ich finge und lobe. 9 . Wache auf, meine Ehre, wache auf, Psalter und Harfe; frühe will ich aufwachen. 10 . Herr, *ich will dir danken unter den Völkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten. * Ps. 18, 50. 11 . Denn * deine Güte ist so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit so weit die Wolken gehen. * Ps. 36, 6. Ps. 108, 5. 12 . Erhebe dich, Gott, über den Himmel, und deine Ehre über alle Welt. Der 58. Psalm. Klage über die Verleumder. 1 . Ein goldenes Kleinod Davids, vorzufingen, daß er nicht umkäme. 2 . ^'eyd ihr denn stumm, daß ihr nicht reden ^ wollt, was recht ist, und richten, was gleich ist, ihr Menschenkinder? 3 . Ja, muthwillig thut ihr Unrecht im Lande, und ' gehet stracks durch mir euern Händen zu freveln. - * Spr. 21,29. 4. Die Gottlosen find verkehrt von Mutterleibe an, ' die Lügner irrm von Mutterlelbe an. * Ps. 116, 11. Gebeth wider die Verleumder und Verfolger. Psalm 58.-59. 60. Für die Wohlfahrt Israels. 517 5. Ihr Wüthen ist gleich wie das Wüthen * einer Schlange, wie eine taube Otter, die ihr Ohr zustopft, * i Mos. 3, i. 6. Daß sie nicht höre die Stimme des Zauberers , des ' Beschwörers, der wohl beschwören kaNN. * Prcd.lv/ 11. 7. Gott, * zerbrich ihre Zähne in ihrem Maul; zerflösse, Herr, die Backenzähne der jungen Lö- wen. * Ps. 3/ 8. 8. Sie werden zergehen wie Wasser, das dahin fließt. Sie' zielen mit ihren Pfeilen, aber dieselben zerbrechen. * Ps. 7/ 16 . 9 . Sie vergehen, wie eine Schnecke verschmachtet, wie eine unzeitige Geburt eines Weibes sehen sie die Sonne nicht. 10. Ehe eure Dornen reif werden am Dornstrauch, wird * sie ein Zorn so frisch wegreissen. * Ps. 90, 7. i i. Der Gerechte wird sich freuen, wenn er solche Rache fiehet, und * wird seine Füße baden in des Gottlosen Blut. * Ps. 68, 24. Off. i4, 20 . 12 . Daß die Leute werden sagen: Der Gerechte wird seiner ja genießen; es ist ja noch Gott Richter auf Erden. Der 59. Psalm. Gebeth wider die Verfolger. 1. Ein goldenes Kleinod Davids, daß er nicht umkame; da * Saul hinfarldte, und ließ sein Haas bewahren, daß er ihn tödtete. *iSam. 19 , 11 . 2. ^vrelte mich, mein Gott, von meinen Feinden . und schütze mich vor denen, so sich Wider mich setzen. 3 . Errette mied von den Uebelthätern, und hilf mir von den Blutgierigen. Denn siehe, Herr, sie * lauern auf meine Seele; die Starken sammeln sich wider mich, ohne meine Schuld und Missethat. * Ps. 26 , 7 . s. Sie laufen ohne meine Schuld, und bereiten sich. * Erwache und begegne mir, und siehe darein. * Ps. 33 , 2 z. 6. Du Herr, Gott Zebaoth, Gott Israels, wache auf, und suche heim alle Heiden; sey derer' keinem gnädig, die so verwegene Uebel- thäter sind, Sela. * Ps. -s, 8. 7. Des Abends laß sie wiederum auch heulen wie * die Hunde, und in der Stadt umher laufen. * Ps. 22, 17. 8. Siehe, sie plaudern mit einander, * Schwerter sind in ihren Lippen: Wer sollte es hören? * Ps. 35/ 22. Ps. 57, 5. s. Aber du, * Herr, wirst ihrer lachen, und aller Heiden spotten. *Ps. e, 4 . 10. Vor ihrer Macht halte ich mich zu dir; denn Gott ist mein Schutz. 11. Gott erzeiget mir reichlich seine Güte; Gott ' läßt mich meine Lust sehen an meinen Feinden. "Ps. 34, 9. Ps. 91,«. 12. Erwürge sie nicht, daß es mein Volk nicht vergesse; * zerstreue sie aber mit deiner Macht, Herr, unser Schild, und stoße sie hinunter. * Ps. 68, 2. 13. Ihre" Lehre ist eitel Sünde, und verharren in ihrer Hoffart, und predigen eitel Fluchen und Widersprechen. "Ps. 36 , 4 . 1^. Vertilge sie ohne "alle Gnade; vertilge sie, daß sie nichts seyn, und inne werden, daß Gott Herrscher sey in Jakob, in aller Welt, Sela. * Ps. 36, 8 . 15. "Des Abends laß sie wiederum auch heulen wie Hunde, und in der Stadt umher laufen. * Vers 7. 16. Laß sie hin und her laufen um Speise, und murren, wenn sie nicht satt werden. 17. Ich aber will von deiner Macht singen, und des * Morgens rühmen deine Güte; denn du bist mein -i- Schutz und Zuflucht in meiner Noch. "Ps. 92, 3. ff Ps. 9, 10. 18 . "Ich will dir, mein Hort, lobsingen; denn du, Gott, bist mein Schutz, und mein gnädiger Gott. * 2 Ms.i 3 ,1. Der 60. Psalm. Gebeth für die Wohlfahrt des Volks Israel. 1. Ein goldenes Kleinod Davids vorzusingen, von einem goldenen Rosenspan zu lehren; 2. Da " er gestritten hatte mit den Syrern zu Mesopotamien, und mit den Syrern von Zoba; da Joab umkehrete, und schlug der Edomiter im Salzthal zwölf tausend. * 2 Sam. 8 , 1. 13. c. io, 13 . 18. i Chr. 19, 3 . 12. Z.Mott, der du uns " verstoßen und zerstreuet ^ hast, und zornig wärest, tröste uns wieder. " Ps- 24. Der du die Erde beweget und zerrissen hast, heile ihre Brüche, die so zerschellet ist. s. Denn du hast deinem Volk ein Hartes erzeiget , du" hast uns einen Trunk Wein gegeben, daß wir taumelten. *Ps.73,s. Esaj.3i,i7.Off>4,io. 6. Du hast aber doch ein Zeichen gegeben denen, die dich fürchten, welches sie aufwarfen, und sie sicher machte, Sela. 7. Auf daß " deine Lieben erledigt werden , so hilf nun mit deiner Rechten, und erhöre uns. * Ps 108, 7. 8. Gott redet " in seinem Heiligthum, deß Zjä 2 Vertrauen auf Gott. Psalm 60-63. Vom wahren Gottesdienst. 5-48 bin ich froh; und will theilen Sichern, und abmessen das Thal Suchoth. * Mich, i, 2. 9. Gilead ist mein , mein ist Manasse , * Ephraim ist die Macht meines Haupts, Juda ist mein Fürst. * ssaj. 11,13. 10. Moab ist mein Waschtopf, meinen "Schuh strecke ich über Edom, Philistäa jauchzet zu mir. * Ruth 4/ 7. 11. Wer will mich führen in eine feste Stadt? Wer geleitet mich bis in Edom? 12. Wirst du es nicht thun, Gott, der du uns verstoßest, und " ziehest nicht aus, Gott, auf unser Heer? ' Ps. 44/ 10. 13. Schaffe uns * Beystand in der Noth; denn Menschenhülfe ist kein nütze. " Ps. 108/13. i^i. Mit" Gott wollen wir Thaten thun. Er wird unsere Feinde untertreten. * Ps. 18/ 30. Ps. 108, 14. Der 61. Psalm. Gcbcth eines Königs oder Regenten. 1. Ein Psalm Davids, vorzustngen auf einem Saitenspiel. H>öre, Gott, mein Geschrey, und merke auf mein Gebeth. * Ps. -/ 2 . 3. Hienieden auf Erden "rufe ich zu dir, wenn mein Herz in Angst ist, du wollest mich führen auf einen hohen Felsen. ' Ps. 18/ 7 . -4. Denn du bist meine Zuversicht, ein' starker Thurm vor meinen Feinden. " Ps. n, 3 . 2. Ich will wohnen in deiner Hütte ewiglich, und trauen " unter deinen Fittigen, Sela. * Ps. 36/ 8. Ps. 37/2. 6. Denn du, Gott, hörest " meine Gelübde; du belohnest die wohl, die deinen Nahmen fürchten. * 1 Ms. 28 / 20 . 7. Du gibst einem Könige langes Leven, daß feine Jahre währen immer für und für, 8. Daß er immer fitzen bleibet vor Gott. Erzeige ihm Güte und Treue, die ihn behüthen. 9. So will ich deinem Nahmen lobsingen ewiglich , daß ich meine" Gelübde bezahle täglich. ' Ps- 63/ 2. Der 62. Psalm. Vertrauen auf Gott im Leiden. 1. Ein Psalm Davids für" Jeduthun, vor- zufingen. * Ps. 39/1. 2. ^7eine " Seele ist stille zu Gott, der mir hilft. *Esaj. 30/13. 3. Denn Er ist mein " Hort, meine Hülfe, mein Schutz, daß mich kein Fall stürzen wird, wie groß er ist. " Ps. is, 2. Wie lange stellet ihr alle Einem nach, daß ihr ihn erwürget, als eine Hangende Wand und zerrissene Mauer? 5. Sie denken nur, wie sie ihn dämpfen, fleißigen sich der Lügen, geben gute Worte, aber im Herzen fluchen sie, Sela. 6. Aber meine Seele harret nur auf Gott ; denn er ist meine Hoffnung. 7. Er ist mein Hort, meine Hülfe, und mein Schutz, daß ich nicht fallen werde. 8. Bey Gott ist mein Heil, meine Ehre, der Fels meiner Stärke, " meine Zuversicht ist auf Gott. * Ps. 61/ 4. 9. Hoffet" auf ihn allezeit, lieben Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus: Gort ist unsere Zuversicht, Sela. * Ps. 4/ 6. 10. Aber " Menschen sind doch ja nichts, große Leute fehlen auch; sie wägen weniger denn nichts, so viel ihrer ist. *Ps.39/6. 12 . 11. Verlasset euch nicht auf Unrecht und Frevel, haltet euch nicht zu solchem, das nichts ist; * fällt euch Reichthum zu, so hänget das Herz nicht daran. 'Matth. 19 / 22 . Luc. 12 / 19 . 20 . 1 Tim. 6/9.17. 12. Gott hat ein Wort geredet, das habe ich etliche Mahl gehöret, daß Gott allein mächtig ist. 13. Und du, Herr, bist gnädig, und bezahlest einem Jeglichen, wie ers verdienet. Der 63. Psalm. Gedeih um de« wahren Gottesdienst. 1. Ein Psalm Davids, da " er war in der Wüste Juda. " t Sam. 23/ 14. c. 24/ 1 . 2. Mott, du bist mein Gott; frühe wache ich ^ zu dir; " es dürstet meine Seele nach dir, mein Fleisch verlanget nach dir, in einem trockenen und dürren Lande, da kein Wasser ist. * Ps. 26/ 6. Ps. 42/ 3. 4. 3. Daselbst sehe ich nach dir in deinem Heiligthum, "wollte gerne schauen deine Macht und Ehre. * Ps. 27 / 4. 4. Denn " deine Güte ist besser, denn Leben. Meine Lippen preisen dich. * Ps. 69/ 17 . s. Daselbst wollte ich dich gerne " loben mein Lebenlang, und meine Hände in deinem Nahmen aufheben. *Ps. io4/33. 6. Das wäre meines Herzens " Freude und Wonne, wenn ich dich mit fröhlichem Munde loben sollte. *Ps. 43/4. 7. Wem, ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich; wenn ich erwache, so" rede ich von dir. * Ps. 33/ 28. Gebeth wider Verleumder. Psalm 63 - 66 . Gottes Lob. 549 8. Denn du bist wein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel rühme ich. 9 . Meine Seele hanget dir an; * deine rechte Hand erhalt mich. ' Esaj. 4i, io. "io. Sie aber stehen nach meiner Seele, mich zu überfallen; sie werden' unter die Erde hinunter fahren. ' 4 Mos. i6./ 3i. 11. 'Siewerden ins Schwert fallen, und den Füchsen zu Theil werden. * Zcr. §§/ 21 . 12 . Aber der König freuet sich in Gott. Wer ' bey ihm schwöret, wird gerühmet werden; denn die Lügenmäuler sollen verstopfet werden. * 5 Mos. 6, 13. Jer. 4/ 2 . Der 64. Psal m. Gebeth wider Verleumder. 1. Ein Psalm Davids, vorzusingen. 2 . ^>öre, 'Gott, meine Stimme in meiner Klage; behüthe mein Leben vor dem grausamen Feinde. ' Ps. 27 / 7 . 3. Verbirg mich vor der Versammlung der Bösen, vor dem Haufen der Uebelthäter, 4. Welche ihre 'Zunge schärfen wie ein Schwert, die mit ihren giftigen Worten zielen wie mit Pfeilen, ' Ps. n, 22 . Ps. 39/ 8. s. Daß ' sie heimlich schießen den Frommen: plötzlich schießen sie auf ihn ohne alle Scheu. * Ps. 11, 2. 3. 6. Sie sind kühn mit ihren bösen Anschlägen, und sagen, wie sie Stricke legen wollen, und sprechen: Wer kann sie sehen? 7. Sie erdichten Schalkheit, und halten es heimlich, sind verschlagen, und haben geschwinde Ränke. 8. Aber Gott wird sie plötzlich schießen, daß ihnen wehe thun wird. y. Ihre ' eigene Zunge wird sie fällen, daß ihrer spotten wird, wer sie stehet. ' Ps. 7, 16 . 10 . Und alle Menschen, die es sehen, werden sagen: Das hat' Gott gethan, und merken, daß es sein Werk sey. * 2 Mos. 8 , 19 . 11. Die ' Gerechten werden sich des Herrn freuen, und auf ihn trauen, und alle frommen Herzen werden sich deß rühmen. " Ps. 32, 11. Ps. 63, 4. Der 65. Psalm. Danksagung für Gottes Wohlthaten. 1 . Ein Psalm Davids, zum Liede vorzusingen. 2'Aott, man lobet dich in der Stille zu ^ Zion, und dir bezahlet man Gelübde. 3. Du erhörest Gebeth, darum kommt' alles Fleisch zu dir. * Ps. i43, 21 . 2,. Unsre Miffethat drücket uns hart; du wollest unsre Sünde vergeben. 5. Wohl dem, den du erwählest, und zu dir lassest, daß ' er wohne in deinen Höfen, der hat reichen Trost von deinem Hause, deinem heiligen Temvel. 'Ps. 15 , 1 . 6 . ' Erhöre uns nach der wunderbaren Gerechtigkeit , Gott, unser Heil, der du bist Zuversicht aller auf Erden, und ferne am Meer. ' Ps. 4/ 2. 7 . Der die Berge fest setzet in seiner Kraft, und gerüstet ist mit Macht. 8 . Der ' du stillest das Brausen des Meers, das Brausen seiner Wellen, und das Toben der Völker, ' Match. 8 ,25. 9. Daß sich entsetzen, die an denselben Enden wohnen, vor deinen Zeichen. Du machst fröhlich , was da webet, beydes des Morgens und des Abends. 10. Du suchest das Land heim, und wässerst es, und mackst es sehr reich. Gottes ' Brünn- lein hat Wasser die Fülle. Du lassest ihr Getreide wohl gerathen, denn also bauest du das Land. * Ps. 46, 3. 11. Du tränkest seine Furchen, und feuchtest sein Gepflügtes; mit Regen machst du es weich, und segnest sein Gewächs. 12. Du krönest das Jahr mit deinem Gut, und deine Fußftapfen triefen von Fett. iZ. Die Wohnungen in der Wüste sind auch fett, daß sie triefen, und die Hügel sind umher lustig. 1^. Die Anger find * voll Schafe, und die Auen stehen dick mit Korn, daß man jauchzet und singet. "Ps. 144,13. Der 66 . Psal m. Lob und Preis der sonderbaren Werke Gottes. 1. Ein Pfalmlied, vorzusingen. jauchzet ' Gott, alle Lande; * Ps. ioo, 1 . ^ 2. Lobsinget zu Ehren feinem Nahmen : rühmet ihn herrlich. 3. Sprechet zu Gott: Wie wunderbar find deine Werke! Es wird deinen Feinden fehlen vor deiner großen Macht. -L. Alles Land bethe dich an, und lobfinge dir, lobsinge deinem Nahmen, Sela. 6. Kommt her. und sehet an die Werke Gottes , der so wunderbar ist mit seinem Thun unter den Menschenkindern. 6. Er ' verwandelt das Meer ins Trockne, daß man zu Fuß über das Wasser gehet: deß freuen wir uns in ihm. ' 2 Mos. 14 , 21 . Christi Erhöhung. 650 Gottes Werken, gnadenreicher Segen. Psalm 66 . 67 . 68 , 7 . Er herrschet mit seiner Gewalt ewiglich, feine ' Augen schauen auf die Völker. Die Abtrünnigen werden sich nicht erhöhen können, Sela. * Ps. 33,13. 8. Lobet, ihr Völker, unfern Gott, lasset seinen Ruhm weit erschallen, 9. Der unsere Seelen im Leben behält, und läßt unsere Füße nicht gleiten. 10. Denn, Gott, du hast uns versuchet und geläutert, wie das Silber geläutert wird; 11. Du hast uns lassen in den Thurm werfen: du Haft auf unsere Lenden eine Last geleget; 12. Du hast Menschen lassen über unser Haupt fahren; wir sind ' in Feuer und Wasser gekommen; aber du hast uns ausgeführet und erquicket. * Es>a. 43 ,2. Dan. 3,17.27. 13. Darum will ich mit * Brandopfern gehen in dein Haus, und dir meine Gelübde bezahlen; * 1 Mos. 8, 20 . I^c. Wie * ich meine Lippen habe aufgethan, und mein Mund geredet hat in meiner Noth. * 1 Mos. 18/ 20. «. 33/ 1 . 15. Ich will dir fette Brandopfer thun von gebrannten Widdern; ich will opfern Rinder mit Böcken, Sela. 16. Kommt her, höret zu alle, die ihr Gott fürchtet; ich will erzählen, was er an meiner Seele gethan hat. 17. Zu ihm rief ich mit meinem Munde, und pries ihn mit meiner Zunge. 18. Wo ich * Unrechtes vorhätte in meinem Herzen, so würde der Herr nicht hören. * Spr. 13, 29 . c. 28 , 9 . i y. Darum erhöret mich Gott, und merket auf mein Flehen. 20. Gelobet sey Gott, der mein Gebeth nicht verwirft, noch seine Güte von mir wendet. Der 67. Psalm. Gebcth und Dank für GottcS gnadenreichen Segen. 1. Ein Psalmlied, * vorzufingen auf Saitenspielen. * Ps. 61 / 1 . 2. fZrott * sey uns gnädig, und segne uns; er ^ 1- lasse uns sein Antlitz leuchten, Sela. * Ps. 36/ 2 . 1- 4 Mos. 6/ 23. 3. Daß wir auf Erden erkennen seinen Weg, unter allen Heiden sein Heil. Es danken dir, Gott, die Völker; es danken dir alle Völker. 5. Die Völker freuen sich und jauchzen, daß du die Leute' recht richtest, und regierest die Leute auf Erden, Sela. * Ap. Gcsch. w, Zi, 6 . ' Es danken dir, Gott, die Völker; es danken dir alle Völker. * Ps. 43, is. 7 . Das * Land gibt sein Gewächs. Es segne uns Gott, unser Gott. *3Mos.26,4. 8 . Es segne uns Gott, und * alle Welt fürchte jhN. "Ps. 33,8. Der 68. Psal m. Weissagung von Christi Erhöhung und deren herrlichen Knsst. 1. Ein Psalmlied Davids, vorzusingen. 2. As * stehe Gott auf, daß seine Feinde zer- ^ streuet werden, und die ihn hassen, vor ihm fliehen. * 4 Mos. io, 33 . 3. Vertreibe sie, wie der Rauch vertrieben wird; * wie das Wachs zerschmelzet vom Feuer, so müssen umkommen die Gottlosen vor Gott. ' Ps. 97/ 3. - 4 . Die * Gerechten aber müssen sich freuen und fröhlich seyn vor Gott, und von Herzen sich freuen. *Ps. 64,n. 5. Singet Gott, lobsinget feinem Nahmen. * Macdet Bahn dem, der da sanft herfährt; er heißt Herr, und freuet euch vor ihm, ' Esaj. 37/ i4. c. 62 , 19 . 6 . Der * ein Vater ist der Waisen, und ein Richter der Witwen. Er ist Gott in seiner heiligen Wohnung. 'Ps. 10/14. 7 . Ein Gort, der * den Einsamen das Haus voll Kinder gibt; der die Gefangenen ausführet zu rechter Zeit, und läßt die Abtrünnigen bleiben in der Dürre. * Ps. 113 , 9 . 8 . Gott, ' da du vor deinem Volk herzogest, da du einher gingest in der Wüste: Sela. * 2 Mos. 13, 20 . 21 . 9. Da * bebte die Erde, und die Himmel troffen vor diesem Gott in Sinai, vor dem Gott, der Israels Gott ist. * 2 Mos. 19 , 16 . 10. Nun aber gibst du, Gott, einen * gnädigen Regen, und dein Erbe, das dürre ist, erquickst du, ' Ezcch. 34, 26. 11. Daß deine Thiere (d-me HE) darinnen wohnen können. Gott, du labest die Elenden mit deinen Gütern. 12. Der Herr gibt das Wort mit großen Scharen Evangelisten. 13. Die Könige der Heerscharen sind unter einander Freunde, und die Hausehre theilel den Raub aus. 1^. Wenn ihr zu Felde lieget: so glänzet es als der Tauben Flügel, die wie Silber und Gold schimmern. is. Wenn der Allmächtige hin und wieder Christi Gnadenreich / Psalm unter ihnen Könige setzet; so wird es Helle, wo es dunkel ist. 16. Der Berg Gottes ist ein fruchtbarer Berg, ein großes und fruchtbares Gebirge. 17. Was hüpfet * ihr großen Gebirge? Gott hat Lust auf -k diesem Berge zu wohnen, und der Herr bleibt auch immer daselbst. * Ps. 114/ 4. -s Ezech. 43/ 7. 16. Der Wagen * Gottes ist viel tausend mahl tausend, der Herr ist unter ihnen im heiligen Sinai. * 2 Kön. 6/ 17. Dan. 7/ 10 . 19. Du * bist in die Höhe gefahren, und hast das -k Gefängniß gefangen, du Haft Gaben empfangen für die Menschen, auch die Abtrünnigen, daß Gott, der Herr, dennoch daselbst bleiben wird. * Eph. 4/ 8.9.10. -i-Kol.2,13. Gesch.2/33. 20. Gelobet sey der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber er * hilft uns auch, Sela. * Matth. 11 / 29. 21. Wir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn Herrn, der vom Tode errettet. 22. Aber Gott wird den Kopf seiner Feinde zerschmeißen, sammt ihrem Haarschedel, die da fortfahren in ihrer Sünde. 23. Doch spricht der Herr: Ich will unter den Fetten etliche hohlen, aus der Tiefe des Meers will ich etliche hohlen. 2^. Darum * wird dein Fuß in der Feinde Blut gefärbet werden, und deine Hunde werden es lecken. "Ps. 43,11. 25. Man stehet, Gott, "wie du einher ziehest, wie du, mein Gott und König, einher ziehest jM HttligthUM. * 2 Sam. 6/ 13. 14. 26. Die Sänger gehen vorher, darnach die Spielleute unter den * Mägden, die da pauken. * 2 Mos. 14 / 20. 27. Lobet Gott, den Herrn, in den Versamm- lungen, für den Brunnen Israels. 28. Da herrschet unter ihnen der kleine Benjamin , die Fürsten Juda mit ihren Haufen, die Fürsten Sebulons, die Fürsten Naphthali. 29. Dein Gott hat dein Reich aufgerichtet, dasselbe wollest du, Gott, uns stärken; denn es ist dein Werk. 30. Um deines Tempels willen zu Jerusalem werden ' dir die Könige Geschenke zuführen. * Ps. 72/ 10. 31. Schilt das Thier im Rohr, die Rotte der Ochsen umer ihren Kälbern, die da zertreten um Geldes willen. Er zerstreuet die Völker, die da gerne kriegen. 22. Die Fürsten' aus Egypten werden kom- 68. 69. und Gebeth in seinem Leiden 551 men, Mohrenland wird seine Hände ausstrecken zu Gott. * Esaj. 19/ 21. 33. Ihr Königreiche auf Erden, singet Gott, lobfinget dem Herrn, Sela. 3^. Dem, der da fährt im Himmel allenthalben von Anbeginn. Siehe, er wird seinem Donner Kraft geben. 35. Gebt' Gott die Macht! Seine Herrlichkeit ist in Israel, und seine Macht in den Wolken. * Ps. 29/ 1. 36. Gott ist wundersam in seinem Heiligthum. Er ist Gott Israels; er wird dem Volk' Macht und Kraft geben. Gelobet sey Gott! *L»c. 9,1. Der 69. Psalm. Klage über Davids und des Mcssiü Leiden. 1. Ein Psalm Davids * von den Rosen, vorzusingen. " Ps. 43/ 1. 2. Mott hilf mir; denn das Wasser gehet mir ^ bis an die Seele. 3. Ich ' versinke im tiefen Schlamm, da kein Grund ist; ich bin im tiefen Wasser, und die Fluth will mich ersäufen. * Ps. 40/ 3. ^1. Ich habe mich müde * geschrien, mein Hals ist heisch ; das i-Gesicht vergehet mir, daß ich so lange muß harren auf meinen Gott. * Hiob 19/ 7. -s Ps. 38/ 11. 5. * Die mich ohne Ursach hassen, derer ist mehr, denn ich Haare auf dem Haupt habe. Die mir unbillig feind sind, und mich verderben, sind mächtig. Ich muß bezahlen, das ich nicht geraubet habe. * Loh. 14, 23. 6. Gott, du weißt meine Thorheit, und meine Schulden find dir nicht verborgen. 7. Laß nicht zu Schanden werden an mir, die deiner harren, Herr, Herr Zebaoth. Laß nicht schamroth werden an mir, die dich suchen, Gott Israels. 8. Denn um deinet willen trage ich Schmach, mein Angesicht ist voller Schande. 9. Ich bin * fremd geworden meinen Brüdern, und unbekannt meiner Mutter Kindern. * Ps. 38/ 12. Joh. 7/ 3. 10. Denn * ich eifere mich schier zu Tode um dein Haus; und die r Schmähungen derer, die dich schmähen, fallen auf mich. * Loh. 2, 17. s- Rom. 14, 3. 11. Und ich weine, und faste bitterlich: und man spottet meiner dazu. 12. Ich habe einen Sack angezogen; aber sie treiben das Gespött daraus. 552 Christi Gebeth in seinem Leiden. Psalm 69. 70. 71. Geveth um Hülfe. 13. Die' im Thor fitzen, waschen von mir, und in den Zechen finget man von mir. * Hiob 30/ 9. Klagl. 3/ 63. 14. Ich aber bethe, Herr, zu dir zur angenehmen Zeit; Gott, durch deine große Güte, erhöre mich mit deiner treuen Hülfe. 15 . Errette mich aus dem Koth , daß ich nicht versinke, daß ich * errettet werde von meinen Hassern, und aus dem tiefen Wasser iß. Daß ' mich die Wafferfluth nicht ersäufe, und die Tiefe nicht verschlinge, und das Loch der t Grube nicht über mir zusammen gehe. * Ps 124/ 4. 1- Ps. 33/ 24. 17. Erhöre mich, Herr, denn deine Güte ist tröstlich, wende dich zu mir, nach deiner großen Barmherzigkeit, 18 . Und * verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knechte; denn mir ist angst, erhöre mich eilend. * Ps. 102 / s. 19 . Mache dich zu meiner Seele, und erlöse sie; erlöse mich um meiner Feinde willen. 20. Du weißt * meine Schmach, Schande und Scham; meine Widersacher sind alle vor dir. * Ps 44/ 16. 21. Die Schmach bricht mir mein Herz, und kränket mich. Ich warte, ob es Jemand jammerte, aber da ist Niemand; und auf* Tröster, aber ich finde keine. ' magi. i, 2 . 9 . 22. Und sie * geben mir Galle zu essen, und Essig zu trinken, in meinem großen Durst. * Matth. 27/ 34. 48. 23. ' Ihr Tisch müsse vor ihnen zum Strick werden, zur Vergeltung und zu einer Falle. * Rom. 11/ 9. 24. Ihre Augen müssen finster werden, daß sie * nicht sehen; und ihre Lenden laß immer wanken. * Esaj. 6/ 9. 25 . Giesse deine Ungnade auf fie, und dein grimmiger Zorn ergreiffe fie. 26. "IhreWohnung müsse wüste werden, und sey Niemand, der in ihren Hütten wohne. ' Ap. Gesch. 1/ 20. 27 . Denn fie verfolgen, den du ' geschlagen hast, und rühmen, daß du die Deinen übel schlagest. * Emi. 33/ 4 . 28. Laß fie in * eine Sünde über die andere fallen, daß fie nicht kommen zu deiner Gerechtigkeit. * Rom. 1, 24. 29. Tilge fie aus dem * Buch der Lebendigen, daß fie mit den Gerechten nicht angeschrieben werden. * Pha. 4/ 3 . 30. Ich aber bin elend, und mir ist wehe. Gott, deine Hülfe schütze mich. 31. Ich * will den Nahmen Gottes loben mit einem Liede, und will ihn hoch ehren mit Dank. ' Ps. 143/ 1/ 2. 32. Das wird dem Herrn besser gefallen, denn * ein Farr, der Hörner und Klauen hat. * Ps. 30/ 9.13. 33. Die Elenden sehen es, und freuen fich; und die Gott suchen, denen wird * das Herz leben. * Ps. 22, 27. 34. Denn der Herr höret die Armen, und verachtet seine Gefangenen nicht. 35. Es lobe * ihn Himmel, Erde und Meer , und alles , das sich darinnen reget. * Ps. i4s, 1. 36. Denn Gott wird * Zion helfen, und die Städte Juda bauen, daß man daselbst wohne, und fie besitze. * Ps. ^/ 20. 37. Und der * Same seiner Knechte wird fie ererben, und die seinen Nahmen lieben, werden darinnen bleiben. '.Ps 102,29. Der 70. Psalm. Davids Bitte um Hülfe wider die Feinde. 1. Ein Psalm Davids, vorzufingen zum * Gedächtnis * Ps- 38, 1. 2. ßUle, * Gott, mich zu erretten, Herr, mir ^ zu helfen. ' Ps. ri, 12. 3. Es ' müssen fich schämen, und zu Schanden werden, die nach meiner Seele stehen; fie müssen zurück kehren, und gehöhnet werden, die mir Uebels wünschen, »Ps 33,4. Ps. 4», 13. 4. Daß fie müssen wiederum zu Schanden werden, die da über mich schreyen: Da, da! 5. Freuen * und fröhlich müssen seyn an dir, die nach dir fragen; und die dein Heil lieben, immer sagen : Hochgelobet sey Gott! 'Ps. 33,27. 6. Ich aber bin elend und arm. Gott, eile zu mir, denn du bist mein Helfer und Erretter; mein Gott, verziehe nicht. Der 71. Psalm. Gcbeth um Errettung. 1. ^err, ich traue auf dich; laß mich nimmer- mehr zu Schanden werden. 2. Errette mich ' durch deine Gerechtigkeit, und hilf mir aus, neige deine Ohren zu mir, UNd hilf Mir. 'Dan. 9,16. 3. Sey mir' ein starker Hort, dahin ich immer fliehen möge, der du zugesagt hast mir zu helfen; denn du t bist mein Fels und meine Burg. ' Ps 61, 4. Ps. 18, 2. 3. ' 4. Mein Gott, hilf mir aus der Hand des Gottlosen, aus der Hand des Ungerechten und Tyrannen. 5 . Denn Gebeth um Hülfe. Psalm 71. 72. Von Christo und seinem Reiche. 553 s. Denn du bist * meine Zuversicht, Herr, Herr, meine Hoffnung von meiner Jugend an. * Ps. 46, 2. Ps. 65, 6. 6 . Auf dich habe ich mich verlassen von Mutterleibe an, du ' hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen. Mein Ruhm ist immer vor dir. * Ps. 22, 10. 7. Ich bin vor vielen wie ein Wunder; aber du bist meine starke Zuversicht. 8. Laß meinen * Mund deines Ruhms und deines Preises voll seyn täglich. 'Ps. 61,17. s. Verwirf mich nicht in meinem Alter, verlaß mich nicht, wenn ich schwach werde. 10. Denn meine Feinde reden wider mich, und die' auf meine Seele halten, berathen sich mit einander, ' Ps. -6,7. 11. Und sprechen: Gott hat ihn verlassen; ' jaget nach, und ergreifet ihn, denn da ist kein Erretter. '--Mos. 15,9. 12. Gott, sey nicht ferne von mir; mein Gott, ' eile mir zu helfen. * Ps. 70 , 2 . iz. ' Schämen müssen sich und umkommen, die meiner Seele zuwider find; mit Schande und Hohn müssen sie überschüttet werden, die mein Unglück suchen. ' Ps. 70 , 3 . Ps. »z, 17 . 1^. Ich aber will immer harren, und will immer deines Ruhms mehr machen. 15. Mein ' Mund soll verkündigen deine Gerechtigkeit, täglich dein Heil, die ich nicht alle zählen kann. ' Ps. 41,17. 16. Ich gehe einher in der Kraft des Herrn Herrn, ich preise deine Gerechtigkeit allein. 17. Gott, du hast mich von Jugend auf gelehret ; darum ' verkündige ich deine Wunder. * Ps. 77, 12. 18. Auch verlaß mich nicht, Gott, ' im Alter, wenn ich grau werde, bis ich deinen Arm verkündige Kindeskindern, und deine Kraft allen, die noch kommen sollen. * v. s. Esaj. 46,4. 19. Gott, deine Gerechtigkeit ist hoch, der du große Dinge thust. Gott,*wer ist dir gleich? * 2 Mos. 8, 10 . k. 15, 11 . 20. Denn du lässest mich erfahren viele und große Angst, und "machst mich wieder lebendig, und höhlest mich wieder aus der Tiefe der Erde herauf. * 1 S«m. 2 ,6. 21. Du * machst mich sehr groß, und tröstest mich wieder. * Ps. i«, 36. 22. So danke ich auch dir mit Psalterspiel für deine Treue, mein Gott; ich lobsinge dir auf der Harfe, du * Heiliger in Israel. * 3 Nos. 20 , 8. Ps. 78, 41. 23. Meine Lippen und meine Seele, die du erlöset Haft, sind fröhlich, und lobsingen dir. 2^. Auch dichtet meine Zunge täglich von deiner Gerechtigkeit. Denn' schämen müssen sich und zu Schanden werden, die mein Unglück suchen. * Ps. 70, 3. Der 72 . Psalm. Weissagung von Christo und seinem Reich. 1. Des Salomo. Aott, gib dein Gericht dem Könige, und deine ^ Gerechtigkeit des Königs Sohne, 2. Daß er dein Volk bringe zur Gerechtigkeit, und deine Elenden errette. 3. Laß die Berge den * Frieden bringen unter das Volk, und die Hügel die Gerechtigkeit. ' Ps. 85, 5. Er wird das * elende Volk bey Recht erhalten, und den Armen helfen, und die Lästerer zerschmeißen. »Hiob 36, 6. Ps. 45,5. 5. Man wird dich fürchten, so lange die Sonne und der Mond währet, von Kind zu Kindesrindern. 6. Er wird * herab fahren, wie der Regen auf das Fell (die gemWe Wi-sc), wie die Tropfen, die das Land feuchten. * Es«,. 45 ,«. 7. Zu seinen Zeiten wird' blühen der Gerechte, und großer Friede, bis daß der Mond nimmer sey. * Ps. 92, 15 . 8. Er * wird herrschen von einem Meer bis ans andere, und von dem Wasser an bis zur Welt Ende. ' Zach, s, 10 . Ps. 89, 26 . 9. Vor ihm werden sich neigen die in der Wüste; und * seine Feinde werden Staub lecken. * Lsaj. 49, 23. 10. Die * Könige am Meer und in den Inseln werden Geschenke bringen ; die Könige aus reich Arabien und Seba werden Gaben zuführen. * Ps. 68, 30. Esaj. 60 , 9. 11. Alle Könige werden ihn anbethen, alle Heiden werden ihm dienen. 12. Denn * er wird den Armen erretten, der da schreyet, und den Elenden, der keinen Helfer hat. ' Hiob 36 , 16 . Ps. 36, 10 . 13. Er wird gnädig seyn den Geringen und Armen, und * den Seelen der Armen wird er helfen. ' Ps- 97,10. 1^. Er wird ihre Seele aus dem Trug und Frevel erlösen, und ihr * Blut wird theuer geachtet werden vor ihm. * Ps- ^ 15. Er' wird leben, und man wird ihm vom Golde aus reich Arabien geben. Und man wird Aaaa 551 Der Gottlosen Glück Psalm 72. 73. 74. und Fall. immerdar vor ihm bethen, täglich wird man ihn loben. 'Offenb. 1 , 18 . 16. Auf Erden, oben auf den Bergen, wird das Getreide dick stehen; seine Frucht wird beben wie Libanon, und wird grünen in den Städten, wie Gras auf Erden. 17. Sein Nähme wird ewiglich bleiben; so lange die Sonne währet, wird sein Nähme auf die Nachkommen reichen; und * werden durch denselben gesegnet seyn; alle Heiden werden ihn preisen. *iM»s. 12 , 3 . 18. Gelobet sey Gott der Herr, der Gott Israels, der allein Wunder thut; 19. Und gelobet sey sein herrlicher Nähme ewiglich; und * alle Lande müssen seiner Ehre voll werden, Amen, Amen. * Es«,. 6, s. 20. Ein Ende haben die Gebethe Davids, des Sohnes Jsai. Der 73. Psalm. Lrsst und Warnung wider Acrgerniß, des Gottlosen Glück betreffend. 1. Ein Psalm Assaphs. Israel hat dennoch Gott zum Trost, wer nur ^ reines Herzens ist. 2. Ich aber hätte schier * gestrauchelt mit meinen Füßen, mein Tritt hätte beynahe geglitten. * Ps. 94, 18. Z. Denn es verdroß mich auf die * Ruhmräthi- gen, da ich sah, daß es -t den Gottlosen so wohl ging. * Jer. 12 , i. ff Hiob 21 , 7. 4. Denn sie find in keiner Gefahr des Todes, sondern stehen fest wie ein Pallast. s. Sie find nicht in Unglück wie andere Leute, und werden nicht wie andere Menschen geplaget. 6. Darum muß ihr Trotzen köstliches Ding seyn, und ihr Frevel muß wohlgethan heissen. 7. Ihre Person * brüstet sich wie ein fetter Wanst; sie thun, was sie nur gedenken. * Hiob 13, 27. 8. Sie vernichten alles, und reden übel davon, und reden und lästern hoch her. 9. Was sie reden, das muß vom Himmel herab geredet seyn; was sie sagen, das muß gelten auf Erden. 10. Darum fällt ihnen ihr Pöbel zu, und lausen ihnen zu mit Haufen wie Wasser, 11. Und sprechen: Was * sollte Gott nach jenen fragen? Was sollte der Höchste ihrer achten? * Ps. 10, 11. Ps. 94, 7. 12. Siehe, das sind die Gottlosen; die firrd glückselig in der Welt, und werden reich. is. Soll es * denn umsonst seyn, daß mein Herz unsträflich lebet, und ich meine Hände in Unschuld wasche ? * Mal. 3,14. 14. Und bin geplaget täglich, und meine Strafe ist alle Morgen da. is. Ich hätte auch schier so gesagt, wie sie; aber siehe, damit hätte ich verdammet alle deine Kinder, die je gewesen sind. 16. Ich gedachte ihm nach, daß ich es begreif- fen möchte; aber es war mir zu schwer, 1 7 . Bis daß ich ging in das Heiligthum Gottes , und merkte auf ihr Ende. 18. Aber du setzest sie auf das Schlüpfrige, 'und stürzest sie zu Boden. "Hiob 21,17. 19. Wie werden sie so plötzlich zu Nichte! Sie gehen unter, und * nehmen ein Ende mit Schrecken. * Ps. 37 , 38 . 20. Wie ein Traum, wenn einer erwachet; so machst du, Herr, ihr Bild in der Stadt verschmähet. 21. Aber es thut mir wehe im Herzen, und sticht mich in meinen Nieren, 22. Daß ich muß ein Narr seyn, und nichts wissen, und muß wie ein Thier seyn vor dir. 23. Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bey meiner rechten Hand, 24 . Du leitest mich nach deinem Rath, und nimmst mich endlich mit Ehren an. 25. Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. 26. Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet ; so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Theil. 27. Denn, siehe, die von dir weichen, werden umkommen; du * bringest um alle, die wider dich huren. * Jur». 0. 7. 28. Aber das ist meine Freude, daß ich mich zu Gort halte, und meine Zuversicht setze auf den Herrn Herrn, daß ich verkündige alles dein Thun. Der 74 . Psalm. Gcbeth um Lrhalnmg der Kirche. 1. Eine Unterweisung Assaphs. Mott, warum' verstoßest du uns so gar? Und ^ bist so grimmig zornig über die Schafe deiner Weide? * Ps. 44,24. 2. Gedenke an deine Gemeine, die du von Alters her erworben, und dir zum Erbrheil erlöset Haft, an den Berg ' Zion, darauf du Wohnest. "Ps. 9, 12. Ps. 68, 17. 3. ' Tritt auf sie mit Füßen, und stoße sie gar Von Erhaltung Psalm zu Boden. Der Feind hat alles verderbet im Heiligthum, * Jos. 24. 5 z. Deine Widerwärtigen brüllen in deinen Häusern, und setzen ihre Götzen darein. 5. Man siehet die Aexte oben her blicken/ wie man in einen Wald hauet; 6. Und zerhauen alle seine Tafelwerke mit Beil und Barten. 7. Sie * verbrennen dein Heiligthum / sie entweihen die Wohnung deines Rahmens zu Boden. * 2 Kö!I. 25 / 9 . 8. Sie sprechen in ihrem Herzen: Laßt uns sie plündern. Sie verbrennen alle Häuser Gottes im Lande. 9. Unsere Zeichen sehen wir nicht/ und kein Prophet predigt mehr/ und kein Lehrer lehret uns mehr. 10. Ach Gott/ wie lange soll der Widerwärtige schmähen / und der Feind deinen Nahmen so gar verlästern? 11. Warum wendest du deine Hand ab / und deine Rechte von deinem Schooß so gar? 12. Aber Gott ist mein König von Alters her/ 'der alle Hülfe thut/ so auf Erden geschieht. * Ps. 68/ 21. Ps. 121/ 1. 2. 13 . Du zertrennest * das Meer durch deine Kraft / und zerbrichst die Köpfe der Drachen im Wasser. * 2 Mos. 14 / 21. «. 15, 4 . 1^. Du zerschlägst die Köpfe der Walisische/ und gibst sie zur Speise dem Volk in der Einöde. is. Du lässest quellen Brunnen und Bäche; du lässest versiegen starke Ströme. 16. Tag und Nacht ist dein; du machst / daß beydes * Sonne und Gestirn ihren gewissen Lauf haben. *Ps. 136/8.9. 17. Du setzest einem jeglichen Lande seine Grenze; Sommer und Winter machst du. 18. So gedenke doch deß, daß der Feind den Herrn schmähet/ und ein thörichtes Volk lästert deinen Nahmen. 19. Du wollest nicht dem Thier geben die Seele deiner Turteltaube/ und deiner elenden Thiere nicht so gar vergessen. 20. Gedenke an den Bund; denn das Land ist allenthalben jämmerlich verheeret/ und die Häuser sind zerrissen. 21. Laß den Geringen nicht mit Schanden davon gehen: denn die Armen und Elenden rühmen deinen Nahmen. 22. Mache dich auf, Gott/ und führe aus ' deine Sache; gedenke an die Schmach die dir täglich von den Thoren widerführet. * Es«,. 4 s, 4 . 74 . 76 . 76 . und Schutz der Kirche. 555 23. Vergiß nicht desGeschreyes deiner Feinde; das Toben deiner Widerwärtigen wird je länger je größer. Der 75 . Psalm. Lob der Wunder Gottes. Warnung vor Sicherbeit. 1. Ein Psalm und Lied Assaphs/ daß er nicht umkäme / vorzusingen. 2. As!ir danken dir/ Gott/ wir danken dir/ und verkündigen deine Wunder / daß * dein Nähme so nahe ist. * Ps. 9 ,2. 3. Denn zu seiner Zeit so werde ich recht richten. Das * Land zittert/ und alle / die darinnen wohnen; aber ick halte seine Säulen fest/ Sela. * Jos. 2/ 9. 24. 5 . Ich sprach zu den Ruhmräthigen: Rühmet nicht so ; und zu den Gottlosen: Pochet nicht auf Gewalt/ , 6 . Pochet nicht so hoch auf eure Gewalt/ redet nicht halsstarrig / 7 . Es habe keine Noth / weder vom Aufgang / noch vom Niedergang / noch von dem Gebirge in der Wüste. 8. Denn Gott ist Richter / der' Diesen erniedriget / und Jenen erhöhet. * 1 Sam. s, 7. 9. Denn der Herr hat einen * Becher in der Hand / und mit starkem Wein voll eingeschenket/ und schenket aus demselben; aber die Gottlosen müssen alle trinken/ und die Hefen aussaufen. * Ps. 60/ 5. 10. Ich aber will verkündigen ewiglich/ und lobsingen dem Gott Jakobs. 11. Und will alle' Gewalt der Gottlosen zerbrechen / daß die Gewalt des Gerechten erhöhet werde. * vcrs 5. Der 76 . Psalm. Gott seiner Kirche Schutzwchr. 1. Ein Psalmlied Assaphs/ auf Saitenspiel vorzusingen. L.^ott ist in Juda bekannt/ in Israel ist sein ^ Nähme herrlich; 3. Zu Salemist sein Gezelt/ und ' seine Wohnung zU ZioN. * Ps- 9/ 12. Ps. 74/ 2. Daselbst zerbricht er die Pfeile des Bogens/ Schild/ Schwert und Streit/ Sela. 5. Du bist herrlicher und mächtiger/ denn die Raube-Berge. 6 . Die Stolzen müssen beraubet werden und entschlafen, und alle Krieger müssen die Hände lassen sinken; Aaaa 2 556 Anfechtung und Trost. Psalm 76. 77. 78. Wohlthaten Gottes. 7. Von deinem Schelten, Gott Jakobs, sinket in Schlaf beydes Roß und Wagen. 8. Du bist erschrecklich. " Wer kann vor dir stehen, wenn du zörnest? ' Ps. so, 7. 9. Wenn du das Urtheil lassest hören vom Himmel, so erschrickt das Erdreich, und wird stille. 10. Wenn Gott sich aufmacht' zu richten , daß er helfe allen Elenden auf Erden, Sela. ' Esaj. 34, 8. i i. Wenn Menschen wider dich wüthen, so legest du Ehre ein; und wenn sie noch mehr wüthen, bist du auch noch gerüstet. 12. Gelobet und haltet dem Herrn, euerm Gott, alle, die ihr um ihn her seyd; bringet Geschenke dem Schrecklichen, 13. Der den Fürsten den Muth nimmt, und schrecklich ist unter den Königen auf Erden. Der 77. Psalm. Der Frommen Anfechtung und Trost. 1. Ein Psalm Assaphs für "Jeduthun, vorzusingen. * Ps. 62, 1. 2. ^ch schreye mit meiner Stimme zu Gott, ^ zu Gott schreye ich, und er erhöret mich. 3. ' In der Zeit meiner Noth suche ich den Herrn, meine Hand ist des Nachts ausgereckt, und läßt nicht ab; denn meine Seele will sich nicht trösten lassen. ' Ps. n, 13. Wenn * ich betrübt bin, so denke ich an Gott; wenn mein Herz in Aengsten ist, so rede ich, Sela. '«sa,.-6,16. 5. Meine Augen hältst du, daß sie wachen; ich bin so ohnmächtig, daß ich nicht reden kann. 0. Ich "denke der alten Zeit, der vorigen Jahre. ' Ps. 143, 3. e«ai. 43, 18. Ich "denke des Nachts an mein Saitenspiel, und rede mit meinem Herzen, mein Geist muß forschen. " Ps. 8. Wird denn der Herr ewiglich verstoßen, und keine Gnade mehr erzeigen? 9. Jfts denn ganz und gar aus mit seiner Güte? Und hat die Verheissung ein Ende? 10. Hat denn Gott vergessen gnädig zu seyn, und seine Barmherzigkeit vor Zorn verschlossen? Sela. 11. Aber doch sprach ichIch muß das leiden; die rechte Hand des Höchsten kann alles ändern. ' Ps. 16, 2. 12. Darum gedenke ich an die Thaten des Herrn, ja ich " gedenke an deine vorigen Wunder, ' Ps. 71, 17. Ps. 103, 2. 13. Und rede von allen deinen Werken, und sage von deinem Thun. i^i. Gott, dein Weg ist heilig. Wo ist so ein mächtiger Gott, als du, Gott, bist? 15. Du bist der Gott," der Wunder thut; du hast deine Macht bewiesen unter den Völkern. * Ps. S8, 1. 16. Du hast dein Volk erlöset gewaltiglich, die Kinder Jakobs und Josephs, Sela. 17. Die Wasser " sahen dich, Gott, die Wasser sahen dich, und ängsteten sich, und die Tiefen tobten. "Ps. 97, 4. 18. Die dicken Wolken gossen Wasser, die " Wolken donnerten, und die Strahlen fuhren daher. * Ps. 18,14.13. Ps. 29,3. 19. Es donnerte im Himmel, deine Blitze leuchteten auf dem Erdboden; das Erdreich regte sich, und bebte davon. 20. Dein Weg war im Meer, und dein Pfad in großen Wassern, und man spürete doch deinen Fuß nicht. 21. Du " führetest dein Volk, wie eine Heerde Schafe, durch Mosen und Aaron. * 2 Mos. 12, 37. k. 14, 22. Der 78. Psalm. Erzählung der Wohlthaten und Strafe Gottes, seinem Volk erzeigt. 1. Eine Unterweisung Assaphs. öre, mein Volk mein Gesetz, neiget eure Ohren zu der" Rede meines Mundes. ' Ps. 19, 13. 2. Ich will " meinen Mund aufthun zu Sprüchen , und alte Geschichten aussprechen, * Ps. 49, 4. 3. Matth. 13, 33. 3 . Die wir gehöret haben und wissen, und unsere Väter uns erzählet haben, Daß wir es nicht verhalten sollen ihren Kindern, die hernach kommen, und verkündigen den Ruhm des Herrn, und seine Macht und Wunder, die er gethan hat. 5 . Er richtete ein Zeugniß auf in Jakob, und gab ein Gesetz in Israel, das er unfern Vätern geboth zu lehren ihre Kinder, 6 . Auf daß die Nachkommen lerneten, und die Kinder, die noch sollten geboren werden, wenn sie aufkämen, daß sie es auch ihren Kindern verkündigten; 7 . Daß sie setzten auf Gott ihre Hoffnung, und nicht vergäßen der Thaten Gottes, und feine Gebothe hielten, 8 . Und nicht würden wie ihre Väter, eine * abtrünnige und ungehorsame Art, welchen ihr Wohlthaten Gottes. Psalm 78. Deren Verachtung. 557 Herz nicht fest war , und ihr Geist nicht treulich hielt an Gott. * - Mos. 32/ 5 . 6. 28 . s. Wie die Kinder Ephraim, so geharnischt den Bogen führeten, abfielen zur' Zeit des Streits. * Ps. 140/ 8. 10. Sie hielten den Bund Gottes nicht/ und wollten nicht in seinem Gesetz wandeln/ 11. Und vergaßen seiner Thaten und seiner Wunder / die er ihnen erzeiget hatte. 12. Vor ihren Vätern that er Wunder in Egyptenland / im Feide Zoan. 13. Er ' zertheilte das Meer/ und ließ fie durchhin gehen/ und stellete das Wasser/ wie eine Mauer. * 2 Mos. i-n 21.22. 14. Er' leitete fie des Tages mit einer Wolke/ und des Nachts mit einem Hellen Feuer. * 2 Mos. 13/ 21 . c. 14/ 20 . 15. Er * riß die Felsen in der Wüste/ und tränkte sie mit Wasser die Fülle/ * 2 Mos. 17/ 6. Ps. 105/ 41. 16. Und ließ Bäche aus den Felsen fliesten/ daß sie hinab flössen, wie Wasserströme. 1 7 . Noch sündigten fie weiter wider ihn / und erzürneten den Höchsten in der Wüste / 18. Und * versuchten Gott in ihrem Herzen/ daß fie t Speise forderten für ihre Seele/ * 1 Cor. 10 / 9. -s 4 Mos. 11/ 4. 19. Und redeten wider Gott/ und sprachen: Ja, Gott sollte wohl können einen Tisch bereiten in der Wüste! 20. Siehe, er hat wohl den Felsen geschlagen/ daß Wasser flössen, und Bäche sich ergossen; aber wie kann er Brot geben / und seinem Volk Fleisch verschaffen? 21. Da nun das der Herr hörete, entbrannte er, und Feuer ging an in Jakob / und Zorn kam über Israel / 22. Daß fie nicht glaubeten an Gott/ und Hoffeten nicht auf seine Hülfe. 23. Und er geboth den Wolken droben/ und that auf die Thür des Himmels, 24. Und ließ ' das Man auf fie regnen, zu essen, und gab ihnen Himmelbrot. * 2 Mos. 16 / 4. 14. 25. Sie aßen Engelbrot, er sandte ihnen Speise die Fülle. 26. Er ließ wehen den Ostwind unter dem Himmel, und erregte durch seine Stärke den Südwind, 27. Und ließ Fleisch auf sie regnen, wie Staub, und Vögel, wie Sand am Meer, 28. Und * ließ sie fallen unter ihr Lager allenthalben, da fie wohneten. *4 Mos. 11,31. 29. Da aßen fie, und wurden allzusatt; er ließ sie ihre Luft büßen. 30. Da sie nun ihre Lust gebüßet hatten, und fie noch davon aßen; 31. Da ' kam der Zorn Gottes über fie, und erwürgete die Vornehmsten unter ihnen, und schlug darnieder die Besten in Israel. * 4 Mos. 11/ 33. 32. Aber über das alles sündigten sie noch mehr, und ' glaubten nicht an seine Wunder. * Ps. 106 , 24. 33. Darum ließ er fie dahin sterben, daß sie nichts erlangeten, und mußten ihr Lebenlang geplaget ftvn. 34. Wenn er sie erwürgete, suchten fie ihn, und kehreten sich frühe zu Gott, 35 . Und gedachten, daß Gott ihr Hort ist, und Gott, der Höchste, ihr Erlöser ist, 36 . Und heuchelten ihm mit ihrem Munde, und logen ihm mit ihrer Zunge: 37. Aber ihr Herz war nicht fest an ihm, und hielten nicht treulich an seinem Bunde. 38. Er aber war barmherzig, und vergab die Missethat, und vertilgte fie nicht, und wandte oft seinen Zorn ab, und ließ nicht seinen ganzen Zorn gehen. , 39. Denn er gedachte, daß fie Fleisch find, ein Wind, der dahin fahret, und nicht wiederkommt. 40. Sie erzürneten ihn gar oft in der Wüste, und entrüsteten ihn in der Einöde. 41. Sie versuchten Gott immer wieder, und meisterten den Heiligen in Israel. 42. Sie gedachten nicht an seine Hand des Tages, da er fie erlösete von den Feinden. 43. Wie er denn seine Zeichen in Egypten gethan hatte, und seine * Wunder im Lande Zoan; * vers 12 . 44. Da er ihr' Wasser in Blut wandelte, daß fie ihre Bäche nicht trinken konnten; * 2 Mos. 7, 20 . 45. Da er * Ungeziefer unter fie schickte, die fie fraßen, und Kröten, die sie verderbeten. * 2 Mos. 8/ 6. 24. 46 . Und gab ihr Gewächs den Raupen, und ihre Saat den Heuschrecken; - 47 . Da er * ihre Weinstöcke mit Hagel schlug, und ihre Maulbeerbäume mit Schloßen; * 2 Mos. 9/ 25. 48 . Da er ihr Vieh schlug mit Hagel, und ihre Heerde mit Strahlen; 49. Da er böse Engel unter fie sandte in seinem grimmigen Zorn, und ließ fie toben und wir- then, und Leide thun; 558 Gottes Straft. Psalm 78. 79. Gebell) wider die Feinde. so. Da er seinen Zorn ließ fortgehen, und ihrer Seelen vor dem Tode nicht verschonete, und ließ ihr * Vieh an der Pestilenz sterben; * 2 Mos. 9/ 6. 51 . Da * er alle Erstgeburt in Egypten schlug, die ersten Erben in den Hütten Hams; * 2 Mos. 12/ 29. 52. Und * ließ sein Volk ausziehen wie Schaft , und führete sie wie eine Heerde in der Wüste. * Ps. 77/ 21. 53 . Und er * leitete sie sicher, daß sie sich nicht fürchteten; aber ihre Feinde bedeckte das Meer. * 2 Mos. 14/ 19. 22. 27. 5 ^. Und brachte sie in seine heilige Grenze, zu diesem Berge,' den seine Rechte erworben hat; * Ps. 80/ 16. 55 . Und * vertrieb vor ihnen her die Völker, und ließ ihnen das Erbe austheilen, und ließ in jener Hütten die Stämme Israel wohnen. * Ps. 44/ 3. 56 . Aber sie versuchten und erzürneten Gott, den Höchsten, und hielten feine Zeugnisse nicht, 57 . Und sielen zurück, und verachteten alles, wie ihre Väter, und hielten nicht, ' gleichwie ein loser Bogen , * Hos. 7 , is. 58 . Und erzürneten ihn mit ihren Höhen, und reizten ihn mit ihren Götzen. 59. Und da das Gott hörete; entbrannte er, und verwarf Israel sehr, 6 0. Daß er * seine Wohnung zu Silo ließ fahren, die Hütte, da er unter Menschen woh- nete; *iSam.4,n. 61. Und gab ihre Macht in das Gefängniß, und ihre Herrlichkeit in die Hand des Feindes; 62. Und übergab sein Volk in das Schwert, und entbrannte über sein Erbe. 63 . Ihre ' junge Mannschaft fraß das Feuer, und ihre Jungfrauen mußten ungefreyet bleiben. * Hiob 1/ 16. 6 ä. Ihre * Priester sielen durch das Schwert, und waren keine Witwen, die da weinen sollten. * i Sam. 22/ 17. 65 . Und der "Herr erwachte, wie ein Schlafender, wie ein Starker jauchzet, der vom Wein kommt, »Matth. 8/24. 66 . Und " schlug seine Feinde im Hintern, und hing ihnen eine ewige Schande an. *iSam.§/6. 67 . Und verwarf die Hütte Josephs, und erwählte nicht den Stamm Ephraim; 68 . Sondern erwählte den Stamm Juda, den Berg Zion, welchen er liebte. 69 . Und bauete sein Heiligthum hoch, wie ein Land, das ewiglich fest stehen soll. 70. Und" erwählte seinen Knecht David, und nahm ihn von den Schafställen. * i Sam. 16/ ii. 2 Sam. 7/ 8. 71 . Von den säugenden Schafen höhlte er ihn, daß er ' sein Volk Jakob weiden sollte, und sein Erbe Israel. " 2 Sam. 5/ 2. 72. Und er weidete sie auch mit aller Treue, und regierete sie mit allem Fleiß. D e r 79. Psal m. Gebeth wider die Feinde der Wahrheit und ihre Tyrannen. 1. Ein Psalm Assaphs. ^>err, es sind Heiden in dein Erbe gefallen, die haben deinen heiligen Tempel verunreiniget , und aus Jerusalem Steinhaufen gemacht. 2. Sie haben die Leichname deiner Knechte den Vögeln unter dem Himmel zu fressen gegeben , und das Fleisch deiner Heiligen den Thieren im Lande. 3. Sie haben Blut vergossen um Jerusalem her, wie Wasser; und war Niemand, der begrub. Wir " find unfern Nachbarn eine Schmach geworden, ein Spott und Hohn denen, die um uns sind. " Ps. 44/ 14. Ps. 89/ 42. s. Herr, wie lange " willst du so gar zürnen, und deinen Eifer wie Feuer brennen lassen? * Ps. 77/ 8. Ps. 83/ 6. 6. Schütte " deinen Grimm auf die Heiden, die dich nicht kennen, und auf die Königreiche, die deinen Nahmen nicht anruftn. * Jcr. i»/ 23. 7. Denn ße haben Jakob aufgefressen, und seine Häuser verwüstet. 8 . "Gedenke nicht unserer vorigen Missethat: erbarme dich unserer bald, denn wir sind sehr dünne geworden. * Ps. 23,7. Esaj. 64 , 9. 9. Hilf du uns, Gott, unser Helfer, um deines Nahmens Ehre willen; " errette uns, und vergib uns unsere Sünden, um deines Nahmens willen. " Ps. 39/ 9. 10. Warum " lässest du die Heiden sagen: Wo ist nun ihr Gott? Laß unter den Heiden vor unser» Augen kund werden die Rache des Bluts deiner Knechte, das vergossen ist. * Ps. 42/ 4. Ps. 113/ 2. Joel 2/ 17. 11. Laß vor dich kommen das " Seufzen der Gefangenen; nach deinem großen Arm behalte die Kinder des Todes. * Ps. 102,21. 12. Und vergilt unfern Nachbarn siebenfältig in ihren Busen ihre Schmach, damit sie dich, Herr, geschmähet haben. 13. Wir aber, dein Volk und Schaft deiner Weide, danken dir ewiglich, und verkündigen deinen Ruhm für und für. Gebeth für die Kirche. Psalm 80 . 81 . 82 . Gottes Rede an sein Volk. 559 Der 80 . Psalm. Gebeth um Erhaltung des geistlichen Weinbergs. 1. Ein Psalm Assaphsvon den Spanrosen vor- zufingen. 2. ^)u Hirte Israels, höre, der du Joseph ^ hüthest wie der Schafe; erscheine, der * du sitzest über Cherubim. ' i Sam. 4 , 4 . 3. Erwecke deine Gewalt, der du vor Ephraim, Benjamin und Manasse bist, und komm uns zu Hülfe. Gorr, tröste uns, und laß leuchten'deinAntlitz , so genesen wir. * i Mrs. 32,30. 5. Herr, Gott Zebaoth, wie lange willst du zürnen über dem Gebeth deines Volks? 6 . Du speisest sie mit'Thränenbrot, und tränkest sie mit großem Maaß voll Thränen. * Ps. 102/ 10. 7 . Du setzest uns unfern Nachbarn zum Zank, und unsere Feinde spotten unserer. 8 . Gott Zebaoth, tröste uns; laß leuchtendein Antlitz, so genesen wir. 9. Du hast einen Weinstock aus Egrpten ge- hohlet, und. hast vertrieben die Heiden, und denselben gepflanzet. 10. Du hast vor ihm die Bahn gemacht, und hast ihn lassen einwurzeln, daß er das Land erfüllet hat. i l. Berge sind mit seinem Schatten bedeckt, und mit seinen Reben die Cedern Gottes. 12. Du hast sein Gewächs ausgebreitet bis an das Meer, und seine Zweige'bis an das Wasser. * 2 Mos. 23/ 31. 13. Warum haß du denn feinen Zaum zerbrochen, daß ihn ' zerreißet alles, das vorüber geht? * Ps. 89/ 42. Esai. 3/ 3. 6. 1 ^. Es haben ihn zerwühlet die wilden Säue, und die wilden Thiere haben ihn verderbet. is. Gott Zebaoth, wende dich doch, schaue vom Himmel, und siehe an, und suche heim diesen Weinstock, 16. Und halte ihn im Bau,' den deine Rechte gepstanzet hat, und den du dir festiglich erwählet Haft. ' Ps. rs, 3 i. 17 . Siehe darem , und schilt, daß des Brennens und Reissens ein Ende werde. 18 . Deine Hand schütze das Volk deiner Rechten, und die Leute, die du dir festiglich erwählet hast; 19. So wollen wir nicht von dir weichen. Laß uns leben; so wollen wir deinen Nahmen anrufen. 20. Herr, Gott Zebaoth, tröste uns; laß dein Antlitz leuchten, so genesen wir. . Der 81 . Psalm. Vermahnung, wie die Fcyertagc recht zu begehen. 1. Auf der Githith vorzusingen, Assaph. 2. ginget fröhlich Gott, der ' unsere Stärke ^ ist; jauchzet dem Gott Jakobs. ' Ps. 46, 2. 3. Nehmet die Psalmen, und gebet her die Pauken, liebliche Harfen mit Psalter. 2 1. Blaset im Neumonden die Posaunen, in unserm ' Fest der Laubrüste. * 3 Mos. i6, 13 . 5. Denn solches ist eine Weise in Israel, und ein Recht des Gottes Jakobs. 6. Solches hat er zum Zengniß gesetzet unter Joseph, da sie aus Egvptenland zogen, und fremde Sprache gehöret hatten. 7. Da ich ihre Schulter von der Last entlediget hatte, und ihre Hände der Töpfe los wurden. 8. Da du 'mich in der Noth anriessst Hais ich dir aus, und erhörcte dich, da dich das Wetter überfiel, und versuchte dich am Haderwasser, Sela. *4 Mos. 20 . , 3 . 9 . Höre, mein Volk, ick will unter dir zeugen; Israel, du sollst mich hören, 10 . Daß unter dir kein anderer Gott sey, und du keinen fremden Gott anbelhest. I!. I-' ' bin der Herr, dein Gott, der dich aus Eg ptenlewd gefuhret hat. Thue deinen Mund weit auf, laß mich ihn füllen. * 2 Mos. 20 , 2 . 12 . Aber mein Volk gehorcht nicht meiner Stimme , und Israel will meiner nicht. 13 . So habe ich sie' gelassen in ihres Herzens Dünkel, daß sie wandeln nach ihrem Rath. * Ap. Gcsch. 14, 16. Röm. 1, 24. iD Wollte ' mein Volk mir gehorsam seyn, und Israel auf meinem Wege gehen; * 3 Mos. 3/ 29. c. 28, 1 . 15. So ' wollte ich ihre Feinde bald dämpfen, und meine Hand über ihre Widerwärtigen wenden, * Hos. 7, 13. 16 . Und die den Herrn hassen, müßten an ihm fehlen, ihre Zeit aber würde ewiglich währen, 1 7. Und ich würde sie' mit dem besten Weizen speisen, und mit Honig aus dem Felsen sättigen. * Ps. 147, 14. Der 82 . Psalm. Dom Stand und Amt der weltlichen Obrigkeit. 1 . Ein Psalm Affaphs. Mott steht in der Gemeine Gottes, und ist ^ Richter unter' den Göttern. ' v. 6. 560 Vom Amt der Obrigkeit. P s a l m 82 . 83 . 84 . Vom Gottesdienst. 2. Wie lange wollt ihr unrecht richten, und * die Person der Gottlosen vorziehen? Sela. * 5 Mos. 1, 17. Spr. 17, 15. 3 . Schaffet' Recht dem Armen und dem Waisen, und -i- helfet dem Elenden und Dürftigen zum Recht. * Es-u. i, 17. i- Ps. 45,5. Errettet den Geringen und Armen, und erlöset ihn aus der Gottlosen Gewalt. s. Aber sie" lassen ihnen nicht sagen, und achten es nicht; sie gehen immer hin im Finstern; darum müssen alle Grundfeste des Landes fallen. * Ps. 2, 10. Ps. 22, 28. ' 6 . Ich habe wohl gesagt: ' Ihr seyd Götter ^ und allzumahl Kinder des Höchsten; * v. 1 . Zoh. 10 , 34. 2 Mos. 21 , 6. c. 22 , 28 . 7. Aber ihr werdet sterben, wie Menschen und wie ein Tyrann zu Grunde gehen. 8 . Gott mache dich auf, und richte das Land; denn Du ' bist Erbherr über alle Heiden. * Ps. 2 , 8. Der 83. Psal 111 . Gebet um Hülfe wider die Feinde der Kirche. 1. Ein Psalmlied Assaphs. 2 . sZ 4 ott, * schweige doch nicht also, und sey ^ doch nicht so stille; Gott, halte doch nicht so inne. * Ps. - 8 ,1. 3 . Denn siehe deine Feinde toben, und die dich hassen, richten den Kopf auf. Sie machen listige Anschläge wider dein Volk, und rathschlagen wider deine Verborgenen. s. Wohl her, sprechen sie, laßt uns sie ausrotten, daß sie kein Volk seyen, daß des Rahmens Israels nicht mehr gedacht werde. 6 . Denn sie haben sich mit einander vereiniget, und einen Bund wider dich gemacht, 7. Die Hütten der Edomiter und Ismaeliter, der Moabiter und Hagariter, 8. Der Geballter, Ammontter und Amalekiter, die Philister sammt denen zu Tyrus; 9. Assur hat sich auch zu ihnen geschlagen, und helfen den Kindern Lots, Sela. 10. Thue ihnen wie * den Midianitern, wie -k- Sissera, wie Iabin am Bach Kison; * Nicht. 7, 22. 1- Nicht. 4, 15. 21. 11. Die vertilget wurden bey Endor, und wurden zu Koth auf Erden. 12. Mache ihre Fürsten, wie * Oreb und Seeb, alle ihre Obersten, wie Seba t und Zalmuna, * Nicht. 7, 25. -s Nicht. 8, 21. 13. Die da sagen: Wir wollen die Häuser 'Gottes einnehmen. *Ps. 74, 8 . i-i. Gott, mache sie wie einen Wirbel, wie ' Stoppeln vor dem Winde. * Hiob 21,18. 15. Wie ein Feuer den Wald verbrennet, und wie eine Flamme die Berge anzündet; 16. Also verfolge sie mit deinem Wetter, und erschrecke sie mit deinem Ungewitter. 17. Mache ihre Angesichter voll Schande, daß sie nach deinem Nahmen fragen müssen, 0 Herr! 18. "Schämen müssen sie sich, nnd erschrecken immer mehr und mehr, und zu Schanden werden UNd UMkoMMeN. "Ps. 6, 11 . 19. So werden sie erkennen, daß du mit deinem Nahmen heissest: 'Herr allein, und der Höchste in aller Welt. *2 Mos. 14 , 3 . D e r 84. P sa l m. Von der Kirche und Prcdigtamt. I. Ein Psalm der Kinder Korah, auf der Gi- thith vorzusingen. r-HlMe lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth! 3 . Meine Seele' verlanget und sehnet sich nach den Vorhöfen des Herrn; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott. ' Ps. 26, 6. 7. Ps. 27, 4. > 4 . Denn der Vogel hat ein Haus gefunden, und die Schwalbe ihr Nest, da sie Junge Hecken, nehmlich deine Altäre, Herr Zebaoth, mein König und mein Gott. s. Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar, Sela. 6 . Wohl den Menschen, die dich für "ihre Stärke halten, und von Herzen dir nachwandeln, ' Ps. 18, 2. 3. 7 . Die durch das Iammerthal gehen, und machen daselbst Brunnen. Und die Lehrer werden mit viel Segen geschmückt. 8 . Sie erhalten einen Sieg nach dem andern, daß man sehen muß, der rechte Gott sey zu Zion. 9. Herr, Gott Zebaoth, höre mein Gebeth; vernimm es, Gott Jakobs, Sela. 10. Gott, unser Schild , schaue doch; siehe an das Reich deines Gesalbten. II. Denn Ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser, denn sonst Tausend. Ich will lieber der Thür hüthen in meines Gottes Hause, denn lange wohnen in der Gottlosen Hütten. 12. Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild, der Herr gibt Gnade und Ehre, er' wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. * Ps. 23, 1. Ps. 34, 11. 13. Herr Zebaoth , wohl * dem Menschen, der sich auf dich verläßt. * Ps. 12. Der Von der Kirche. Gebell) für alle Stände. Psalm 85 . 86 . 87 . 561 Der 85 . Psalm. Gcbcth um Gottes Hülfe und Wohlfahrt aller Stände. 1. Ein Psalm der * Kinder Korah, vorzusingen. * Pf. 47/ 1. 2. §>err, der du bist vormahls gnädig gewesen ^ deinem Lande, und hast die Gefangenen Jakobs erlöset; 3. Der du die Missethat vormahls vergeben hast deinem Volk, und * alle ihre Sünde bedecket, Sela; *Ps. 32, i. Der du vormahls Haft allen deinen Zorn aufgehoben, und dich gewendet von dem Grimm deines Zorns; s. Tröste uns, Gott, unser Heiland, und laß ab von deiner Ungnade über uns. 6 . Willst' du denn ewiglich über uns zürnen, und deinen Zorn gehen lassen immer für und für? * Ps. 77, 8 . Pf. 79 / 3 . 7 . Willst du uns denn nicht wieder erquicken, daß sich dein Volk über dich freuen möge? 8 . Herr, erzeige uns deine Gnade, und hilf uns. s. Ach daß ich hören sollte, daß Gott der Herr redete, daß er Frieden zufagte seinem Volk, und seinen Heiligen, auf daß sie nicht auf eine Thorheit gerathen. 10. Doch ist ja*seine Hülfe nahe denen, die ihn fürchten; daß in unserm Lande Ehre wohne; * Pf. 143 / 18 . 19 . 11. Daß Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen; 12. Daß Treue auf der Erde wachse, und Gerechtigkeit vom Himmel schaue; 13. Daß uns auch der Herr Gutes thue, damit unser Land sein Gewächs gebe; 1^. Daß Gerechtigkeit dennoch vor ihm bleibe, und im Schwange gehe. Der 86 . Psal m. Davids unterschiedliche Bitten. 1. Ein Gebell) Davids. Aerr, neige deine Ohren, und erhöre mich; ^ denn ich bin elend und arm. 2. Bewahre meine Seele, denn ich bin heilig. Hilf du, mein Gott, deinem Knechte, der sich verläßt auf dich. 3 . ' Herr, sey mir gnädig; denn ich rufe täglich zu dir. * Pf 6 / 3. Pf. 9,14. Erfreue die Seele deines Knechts; denn nach dir, Herr, verlanget mich. 5 . Denn du, Herr, * bist gut und gnädig, Von großer Güte, allen, die dich anrufen. » 2 Mos. 34 / ü. 6. Vernimm, Herr, mein Gebeth, und merke auf die Stimme meines Flehens. 7 . "In der Noth rufe ich dich an; du wollest mich erhören. *Pf. n/i§. Pf 77, z. 8. Herr, es * ist dir keiner gleich unter den Göttern , und ist Niemand, der thun kann, wie du. ' 2 Mof 13/ II. e. 18/ 11. Pf 71/ 19. 9. Alle Heiden, die du gemacht hast, werden kommen, und vor dir anbethen, Herr, und deinen Nahmen ehren, 10. Daß du so groß bist, und Wunder thust, und allein Gott bist. 11. "Weise mir, Herr, deinen Weg, daß ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bey dem Einigen, daß ich deinen Nahmen fürchte. * Pf 139, 24. 12. Ich * danke dir, Herr, mein Gott, von ganzem Herzen, und ehre deinen Nahmen ewiglich. ' Pf. 9/ 2. 13. Denn deine Güte ist groß über mich, und hast * meine Seele errettet aus der tiefen Hölle. * Pf. 30/ 4. 1 ^. Gott, es setzen sich die * Stolzen wider mich, und der Haufe der Tyrannen steht mir nach meiner Seele, und haben dich nicht vor Augen. * Pf. 44/ 3. 15. Du aber, Herr Gott, "bist barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte und Treue. * v. 3. 2 Mos. 34, 6. 16. Wende dich zu mir, sey mir gnädig; stärke deinen Knecht mit deiner Macht, und hilf' dem Sohne deiner Magd. *Ps. 116/I6. 17 . Thue ein Zeichen an mir, daß mirs wohl gehe, daß es sehen, die mich hassen, und sich schämen müssen, daß du mir beyftehest, Herr, und tröstest mich. Der 87 . Psalm. Von der Christlichen Kirche / unter dem Vorbilde des irdischen Jerusalems. 1. Ein Psalmlied der "Kinder Korah. / 9 ^ie ist fest gegründet auf den heiligen Bergen. ^ - Pf 47/ 1. 2. Der Herr liebet die Thore Zions, über alle Wohnungen Jakobs. 3. Herrliche Dinge werden in dir geprediget, du Stadt Gottes, Sela. Ich will predigen lassen" Rahab und Babel, daß sie mich kennen sollen. Siehe, die Philister und Tyrer, samt den Mohren, werden daselost geboren. ' Pf »9/1-/ Es. M/7. 5. Man wird zu Zion sagen , daß allerlei) Leute darinnen geboren werden, und daß Er, der Höchste, sie baue. Bbbb 562 Gebeth irr Anfechtung. Psalm 6. Der Herr wird predigen lassen in allerley Sprüchen, daß derer etliche auch daselbst geboren werden / Sela. 7. Und die Sänger/ wie am Reigen/ werden alle in dir singen / eins ums andere. Der 88. Psalm. Gebeth in schwerer Anfechtung. 1. Ein Psalmlied der * Kinder Korah, vorzu- fingen/ i von der Schwachheit der Elenden. Eine Unterweisung Hemans / des Esrahilen. * Ps. 47, 1. ch i Chr. 17, 42. c. 26, 4. 2. r^err Gott/ mein Heiland/ ich schreye Tag ^ und Nacht vor dir. 3. Laß mein Gebeth vor dich kommen, "neige deine Ohren zu meinem Geschrey. ' Ps. 4, 2. Ps. 86 , 1 . Denn meine Seele ist voll Jammer, und mein Leben ist nahe bey der Hölle. s. Ich bin geachtet gleich denen, die zu der Hölle fahren; ich bin wie ein Mann, der keine Hülfe hat. 6. Ich liege unter den Todten verlassen, wie die Erschlagenen, die im Grabe liegen, derer du nicht mehr gedenkest, und sie von deiner Hand abgesondert sind. 7. Du hast mich in die Grube hinunter geleget, in die Finsterniß und in die Tiefe. 8. Dein Grimm drücket mich, und drängest mich mit allen deinen Fluthen, Sela. s. Meine ' Freunde hast du ferne von mir gethan, du hast mich ihnen zum Gräuel gemacht. Ich liege gefangen, und kann nicht auskommen. * Hiob 30, 10 . Ps. 31, 12. Ps. 38, 12 . 10. Meine Gestalt ist jämmerlich vor Elend. Herr, ich rufe dich an täglich, ich breite meine Hände aus zu dir. i i. Wirst du denn unter den Todten Wunder thun? Oder werden die Verstorbenen aufstehen und dir danken? Sela. 12. Wird man in Gräbern erzählen deine Güte, und deine Treue im Verderben? 13. Mögen denn deine Wunder in der Finster- niß erkannt werden? Oder deine Gerechtigkeit im Lande, da man nichts gedenket? i^. Aber ich schreye zu dir, Herr, und mein Gebeth kommt frühe vor dich. 15. Warum verftößest du, Herr, meineSeele, und * verbirgest dein Antlitz vor mir? * Ps. >3, 2. Ps. 44, 23. 16. Ich bin elend und ohnmächtig, daß ich so verstoßen bin; ich leide dein Schrecken, daß ich schier verzage. 88. 89. Weissagung vom Reich Christi. 17. Dein Grimm gehet über mich, dein Schrecken drücket mich. is. Sie umgeben mich täglich wie Wasser, und umringen mich mit einander. 19. Du machst, * daß meine Freunde und Nächsten und meine Verwandten sich ferne von mir thun, um solches Elendes willen. * Hiob 50 , io. Der 89. Psal m. Von Lcm Mcßia und seinem Reich. 1. Eine Unterweisung Ethans, * des Esrahilen. * 1 Chr. 16 , 17. 19. 2. ^ch will singen von der * Gnade des Herrn ^ ewiglich, und seine Wahrheit verkündigen mit meinem Munde für und für, * Ps. 92,3. 3. Und sage also : Daß eine ewige Gnade wird aufgehen, und du wirst deine Wahrheit treulich halten im Himmel. Ich * habe^einen Bund gemacht mit meinem Auserwählten, ich habe David, meinem Knechte, geschworen: * 2 Sam. 7 , 12 . 13 . 1 Kön. 8, 20 . Ps. 110 , 4. Ps. 132, 11 . Esas. 33, 3. Luc. 1, 32. Ap. Gesch. 2, 30. c. 13, 34. 5. Ich will dir * ewiglich Samen verschaffen, und deinen Stuhl bauen für und für, Sela. * verS 30. 6. Und die Himmel werden, Herr, deine Wunder preisen, und deine Wahrheit in der Gemeine der Heiligen. 7. Denn * wer mag in den Wolken dem Herrn gleich gelten, und gleich seyn unter den Kindern der Götter dem Herrn? * 2 Ros. 13, 11 . Ps. 86, 8. Ps. 113, 3. 8. Gott ist sehr mächtig in der Versammlung der Heiligen, und wunderbarlich über alle, die um ihn sind. 9. Herr, Gott Zebaoth, wer "ist wie du, ein mächtiger Gott? Und deine Wahrheit ist um dich her. * Ps. 77,14. 10. Du" herrschest über das ungestüme Meer.; ,du stillest seine Wellen, wenn sie sich erheben. * Matth. 8, 26. 11. Du schlägst Rahab zu Tode; du "zerstreuest deine Feinde, mit deinem starken Arm. * L„o. 1, 31. 12. Himmel und Erde ist dein; du hast gegründet den Erdboden, und was darinnen ist. 13. Mitternacht und Mittag Haft du geschaffen; Thabor und Hermon jauchzen in deinem Nahmen. i^. Du hast einen gewaltigen Arm; stark ist deine Hand, und hoch ist deine Rechte. Weissagung vom Psalm 89. 90. Reich Christi. 563 1 5 . Gerechtigkeit * und Gericht ist deines Stuhls Festung, Gnade und Wahrheit stud vor deinem Angesicht. * Ps. 97,2. 16. Wohl dem Volk, das jauchzen kann. Herr, sie werden im Licht deines Antlitzes wandeln; 17. Sie werden über deinem Nahmen täglich fröhlich seyn, und in deiner Gerechtigkeit herrlich seyn. 18. Denn du bist der Ruhm ihrer Stärke, und durch deine Gnade wirst du unser Horn erhöhen. 19. Denn der Herr ist unser Schild; und der Heilige in Israel ist unser König. 20. Dazumahl redetest du im Gesicht zu deinem Heiligen, und sprachest: Ich habe einen Held erwecket, der helfen soll, ich habe erhöhet einen Auserwähiren aus dem Volk; 21. Ich * habe gefunden meinen Knecht David, ich habe ihn gesalbet mit meinem heiligen Oehl. * i Sam. 16, 13. 22. Meine" Hand soll ihn erhalten, und mein Arm soll ihn stärken. * Esaj. 4 ,, io. 23 . Die Feinde sollen ihn nicht überwältigen, und die Ungerechten sollen ihn nicht dämpfen. 2^. Sondern ich will seine Widersacher schlagen vor ihm her, und die ihn hassen, will ich plagen, 25 . Aber meine Wahrheit und Gnade soll bey ihm seyn, und sein Horn soll in meinem Nahmen erhoben werden. 26. Ich will seine * Hand ins Meer stellen, und seine Rechte in die Wasser. * Ps. 72, 8 . 27. Er wird * mich nennen also: Du bist mein Vater, mein Gott und Hort, der mir hilft. * 2 Sam. 7, 14. 28. Und ich will ihn zum * ersten Sohne machen, allerhöchst unter den Königen auf Erden. * Col. 1 , 13. 29. Ich Will ihm ewiglich behalten meine Gnade, und mein Bund soll ihm fest bleiben. 3 ». Ich will ihm " ewiglich Samen geben, und seinen Stuhl, so lange der Himmel währet, erhalten. * v. 3. 3 1. Wo aber seine Kinder mein Gesetz verlassen , und in meinen Rechten nicht wandeln, 32 . So sie meine Ordnungen entheiligen, und meine Gebothe nicht halten; 33 . So will ich ihre Sünde mit der Ruthe heimsuchen, und ihre Missethat mit Plagen, 3 L. Aber * meine Gnade will ich nicht von ihm wenden, und meine Wahrheit nicht lassen fehlen. * Esaj. 34, 10 . 35 . Ich will meinen Bund nicht entheiligen, und nicht" ändern, was aus meinem Munde gegangen ist. "4 Mos. 23,19. 36 . Ich habe einst geschworen bey meiner Heiligkeit: Ich will David nicht lügen; 37. Sein * Same soll ewig seyn, und sein Stuhl vor mir, wie die Sonne; " 2 Sam. 7, 16 . Ps. 72 , 17. Joh. 12 , 34. 38 . Wie der Mond soll er ewiglich erhalten seyn, und gleichwie der Zeuge * in den Wolken gewiß seyn, Sela. * i Mos. 9, 13 . Esaj. 34, 9 . 39. Aber nun verstoßest du, und verwirfst, und zürnest mit deinem Gesalbten. ^0. Du verstörtst den Bund deines Knechts, und trittst seine Krone zu Boden. ^1. Du zerreissest alle seine Mauren, und lässest seine Festen zerbrechen. >L2. Es rauben ihn alle, die vorüber gehen, er ist seinen Nachbarn ein Spott geworden. 2 l 3 . Du erhöhest die Rechte seiner Widerwärtigen, und erfreuest alle seine Feinde. Auch hast du die Kraft seines Schwerts weggenommen, und lässest ihn nicht siegen im Streit. ^5. Du zerstörest seine Reinigkeit, und wirfst seinen Stuhl zu Boden. ^ 6 . Du verkürzest die Zeit seiner Jugend, und bedeckest ihn mit Hohn, Sela. ^ 7 . Herr, * wie lange willst du dich so gar verbergen, und deinen Grimm wie Feuer brennen lassen? *Ps. 77 ,8. ^ 8 . Gedenke, wie "kurz mein Leben ist. Warum willst du alle Menschen umsonst geschaffen haben? * Ps. 90, 9. 10. ^ 9 . Wo ist Jemand, der da lebet, und den Tod nicht sehe? Der seine Seele errettet aus der Höllen Hand? Sela. 50. Herr, wo ist deine * vorige Gnade, die du David geschworen hast in deiner Wahrheit? * Ps. 83, 2. 51. Gedenke, Herr, an die Schmach deiner Knechte, die ich trage in meinem Schooß, von so vielen Völkern allen, 52. Damit "dich, Herr, deine Feinde schmähen, damit sie schmähen die Fußstapftn deines Gesalbten. " Ps- 79 , 12. 53. " Gelobet sey der Herr ewiglich, Amen, Amen. "Ps. 40, 17. Ps. 41, 14. Der 90 . Psal m. Von des menschlichcn LcbenS Hinfälligkeit. 1. Ein Gebeth Mose, des Mannes Gottes. 2. ^err Gott, du bist unsere Zuflucht für und ^ für. Ehe denn " die Berge geworden, Bbbb 2 564 Lebens Hinfälligkeit. Psalm 90. 91. 92. Trost in Pestzeit. und die Erde, und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit, * Spr. 8, 23 . Esaj. 43 , 13 . 3. Der du die Menschen lassest sterben, und sprichst : Kommt wieder, Menschenkinder. Denn * tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache. '-Per. 3 ,8. s. Du lassest sie dahin fahren wie' einen Strom, und sind wie ein Schlaf; gleichwie-k ein Gras, Las doch bald welk wird, ' 2 Sam. 14, 14. -j- Esaj. 4o, 6. 7. 1 Pet. i, 24. 6. Das da frühe blühet und bald welk wird, und des Abends abgehauen wird, und verdorret. 7. Das macht * dein Zorn, daß wir so vergehen , und dein Grimm, daß wir so plötzlich dahin müssen. "Ps. 76,8. 8. Denn unsere Missethat stellest du vor dich, unsere unerkannte Sünde in das Licht * vor deinem Angesicht. * Ps. 3i, ii. s. Darum * fahren alle unsere Tage dahin, durch deinen Zorn; wir bringen unsere Jahre zu, wie ein Geschwätz. * Ps. 89, 48. 10. Unser Leben währet siebenzig Jahre, und wenn es hoch kommt, so sind es achtzig Jahre, und wenn es köstlich gewesen ist, so ist es Mühe und Arbeit gewesen; denn es fahret schnell dahin, als stögen wir davon. 11. Wer glaubt es aber, daß du so sehr zürnest ? Und wer fürchtet sich vor solchem deinem Grimm? 12 . Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. 13. Herr, kehre dich doch wieder zu uns, und sey deinen Knechten gnädig. i^. Fülle uns frühe mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich seyn unser Lebenlang. is. Erfreue uns nun wieder, nachdem du uns so lange plagest, nachdem wir so lange Unglück leiden. is. Zeige deinen Knechten deine Werke, und deine Ehre ihren Kindern. 17. Und der Herr, unser Gott, sey uns fr eundlich, und * fördere das Werk unserer Hände bey uns, ja das Werk unserer Hände wolle er fördern. * Ps. i38,8. Der 91. Psalm. Trost in Stcrbensgcfahr. i.IAer unter dem Schirm des Höchsten fitzet , ^ und unter* dem Schatten des Allmächtigen bleibet, *Ps. i?,8. Ps. 36,«. 2 . Der spricht zu dem Herrn: * Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe. * Ps- 142, 6. 3. Denn er errettet dich vom Strick des Jägers, und von der schädlichen Pestilenz. ä. Er wird dich mit seinen Fictigen * decken, und deine Zuversicht wird seyn unter seinen Flügeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, * Matth. 23 , 37 . s. Daß du nicht erschrecken müssest vor dem * Grauen des Nachts, vor den Pfeilen, die des Tages fliegen, ' Hohn. 3,8. s. Vor der Pestilenz, die im Finstern schleichet, vor der Seuche, die im Mittag verderbet. 7. Ob tausend fallen zu deiner Seite, und zehn tausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen. 8. Ja, du wirst * mit deinen Augen deine Lust sehen, und schauen, wie es den Gottlosen vergolten wird. * Ps. S2, 12. Ps. 112, 8. 9. Denn der Herr ist deine Zuversicht, der Höchste ist deine Zuflucht. 10. Es wird dir kein Uebels begegnen, und keine Plage wird zu deiner Hütte sich nahen. 11. Denn* er hat seinen Engeln befohlen über dir, daß sie dich behüthen auf allen deinen Wegen , * Ps. 34,8. Matth. 4,6. Luc. 4,10. c. 16,22. 12 . Daß sie dich auf den Händen tragen , und du * deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest. * Ps. 121, 3 . 13. Auf dem Löwen und* Ottern wirst du gehen, und treten auf den jungen Löwen und Drachen. * Mar-. 16 , 13 . 1 ^. Er * begehret meiner, so will ich ihm aushelfen ; er kennet meinen Nahmen, darum will ich ihn schützen. " Esaj. 63, 24. 15. Er ruft mich an, so will ich ihn erhören; ich bin bey ihm in der Noth, ich will ihn heraus reiffen, und zu Ehren machen; 16 . Ich will ihn sättigen mit langem Leben, und will ihm zeigen mein Heil. Der 92. Psalm. Gott soll man loben, und warum? 1 . Ein Psalmlied auf den Sabbathtag. 2 . ^as * ist ein köstliches Ding dem Herrn ^ danken, und lobsingen deinem Nahmen, du Höchster, * Ps. 147,1. 3. Des Morgens deine Gnade, und des Nachts deine Wahrheit verkündigen, ^i. Ruf den zehn Saiten und Psalter, mit Spielen auf der Harfe. Trost in Noth. 565 Gott ist zu loben. Von Christi Reich. P s a l M 92. 93. 94. 6. Denn, Herr, du lassest mich fröhlich stngen von deinen Werken, und ich rühme die Geschäfte deiner Hände. 6. Herr, wie find deine * Werke so groß? -!-Deine Gedanken find so sehr tief. * Ps. 104, 24. -j- Ps 139, 17. 7. Ein Thörichler glaubt das nicht, und ein Narr achtet solches nicht. 8. Die Gottlosen grünen wie das Gras, und die Uebelthäter blühen alle, bis sie vertilget werden immer und ewiglich. s. Aber" Du, Herr, bist der Höchste, und bleibest ewiglich. * Ps. 97/ 9 . 10 . Denn siehe, deine Feinde, Herr, siehe, deine Feinde werden umkommen; und alle Ne- belthäter müssen zerstreuet werden. 11 . Aber mein" Horn wird erhöhet werden, wie eines Einhorns, und ich werde gesalbet mit frischem Oehl. ' Ps «9/ 18 . 2 -. 12 . Und mein "Auge wird seine Lust sehen an meinen Feinden ; und mein Ohr wird seine Lust hören an den Boshaftigen, die sich wider mich setzen. " Ps- si/ 8. 13 . Der" Gerechte wird grünen wie ein Palmbaum, er wird wachsen wie eine Ceder auf Libanon. " Ps. §2/ 10. Spr. 11 , 28 . 1 ^. Die " gepflanzct sind in dem Hause des Herrn, werden in den Vorheseu unscrs Gottes grünen. " Esaj. 61/ 3 . 15. Und wenn sie gleich alt werden, werden sie dennoch blühen, " fruchtbar und frisch seyu , ' Ps. 1 , 3. 16 . Daß sie verkündigen, daß der Herr so " fromm ist, mein Hort, und ist kein Unrecht an ihm. ' 2 Mos. 32/ 4. Der 93. Psalm. Weissagung von Christo und seinem Reich. 1. ^>er" Herr ist König und herrlich geschmückt; ^ der Herr ist geschmückt, und hat ein Reich angefangen, so weit die Welt ist, und zugerichtet, daß es bleiben soll. ' 2 Mos. '13/ 18 . Ps. 97/ 1. 2 . Von dem an steht dein Stuhl fest; du bist ewig. 3. Herr, die Wasserftröme erheben sich, die Wafferströme erheben ihr "Brausen, die Wasserströme heben empor die Wellen. ' Ps. 63,8. Die Wasserwogen im Meer sind groß, und brausen gräulich; der Herr aber ist noch großer "in der Hohe. * Ps. 92 , 9 . 5. Dein " Wort ist eine rechte Lehre. Heiligkeit ist die Zierde deines Hauses ewiglich. * Loh. 17, 17 » D e r 94. P s a l m. Gedeih wider die Feinde der Kirche. 6>err Gott, deß" die Rache ist, Gott, deß ^ die Rache ist, erscheine. 'Rom. 12,19. 2. Erhebe dich, du " Richter der Welt, vergilt den Hoffärtigen, was sie verdienen. 'Ps. 7,12. 3. Herr, wie lange sollen die Gottlosen, wie lange sollen die Gottlosen prahlen, -ä. Und so" trvtziglich reden, und alle Uebelthäter sich so rühmen? "Ps. 31,19. 5. Herr, sie zerschlagen dein Volk, und plagen dein Erbe. 6. " Witwen und Fremdlinge erwürgen sie, und tödten die Waisen, ' Ezech. 22,7. 7. Und sagen: Der Herr siehst es nicht, und der Gott Jakobs achtet es nicht. 8. Merket doch, ihr Narren unter dem Volk, und " ihr Thoren, wenn wollt ihr klug werden? ' Ps. 92, 7. 9. Der " das Ohr gepflanzet hat, sollte der nicht hören? Der das Auge gemacht hat, sollte der nicht sehen? ' Spr. 20,12. 10. Der die Heiden züchtiget, sollte der nicht strafen? Der die Menschen lehret, was sie wissen. 11 . Aber "der Herr weiß die Gedanken -er Menschen, daß sie eitel sind. 'i C»r. 3,20. 12. "Wohl dem, den du, Herr, züchtigest, und lehrest ihn durch dein Gesetz, ' Spr. 3, 12. Off. 3, 19. 13. Daß er Geduld habe, wenn es übel gehet, bis dem Gottlosen die Grube bereitet werde. i>L. Denn der Herr wird sein Volk nicht verstoßen, noch sein Erbe verlassen. 15. Denn Recht muß doch Recht bleiben, und dem werden alle fromme Herzen zufallen. 16. " Wer steht bey mir wider die Boshaftigen? Wer tritt zu mir wider die Uebelthäter? * Ps. 27, 10. 17. Wo der Herr mir nicht hülfe, so läge meine Seele schier in der Stille. 18. Ich sprach: Mein Fuß hat gestrauchelt; aber deine Gnade, Herr, hielt mich. 19. Ich hatte viel Bekümmerniß in meinem Herzen; aber' deine Tröstungen ergötzten meine Seele. *2 Cor. 1,4.3. 20. Du wirst ja nimmer eins mit dem schädlichen Stuhl, der das Gesetz übel deutet. 2>. Sie rüsten sich wider die Seele des Gerechten , und verdammen unschuldiges Blut. 22. Aber der Herr ist mein Schutz, mein Gott ist der Hort meiner Zuversicht. 566 P sa l m 95. 96. 97. Gott ist 23 . Und er "wird ihnen ihr Unrecht ve'gelten, und wird sie um ihre Bosheir vertilgen; der Herr, unser Gott, wird sie vertilgen.'Ps.-2/24. Der 95. Psalm. Dem Messias soll man danksagen und Gehorsam leisten. 1. bommt herzu, laßt uns dem Herrn froh, ^ locken, und jauchzen dem Hort unsers Heils. 2 . Laßt uns mit Danken * vor sein Angesicht kommen, und mit Psalmen ihm jauchzen. * Ps. 100, 2. 3 . Denn der Herr ist ein großer Gott, und ein großer König * über alle Götter. * Ps sch4. Denn in * seiner Hand ist, was die Erde bringet ; und die Höhen der Berge find auch sein. * Ps. 30, 10. 5 . Denn sein ist das Meer, und er hat es gemacht; und seine Hände haben das Trockne bereitet. 6. Kommt, laßt uns anbethen, und knien, und niederfallen vor dem Herrn, der uns gemacht hat. 7. Denn "Er ist unser Gott, und wir das Volk seiner Weide, und Schafe seiner Hand, t Heute, so ihr seine Stimme höret, » Ps. 100/ 3. -s Ebr. 3/ 7. e. 4/ 7. 8. So verftocket euer Herz nicht; wie zu Mc- riba geschah, wie zu Massa in der Wüste; 9 . Da* mich eure Väter versuchten, fühletcn und sahen mein Werk. * 2 Mos. 17 / 2 . 7 . 4 Mos. 14/ 22 . Ebr. 3, 17 . c. 4, 3. 10. Daß ich vierzig Jahre Mühe hatte mit diesem Volk, und sprach: Es sind Leute, deren Herz immer den Irrweg will, und die meine Wege nicht lernen wollen; 11 . Daß ich schwur in meinem Zorn: * Sie sollen nicht zu meiner Ruhe kommen. * 4 Mos. 14/ 23. Der 96. Psalm. Don dem neuen Liede des heiligen Evangclii. 1. ginget dem Herrn ein neues Lied; singet dem ^ Herrn, alle Welt; 2 . Singet'dem Herrn, und lobet seinen Nahmen ; prediget einen Tag am andern sein Heil; * i Chr. 17/ 23. 3. Erzählet unter den Heiden seine Ehre, unter allen Völkern seine Wunder. Denn der Herr ist groß und hoch zu loben, wunderbarlich über alle Götter. s. Denn'alle Götter der Völker sind Götzen; aber der Herr hat den Himmel gemacht. * Lsaj. 4i/ 24. 29. zu loben. 6. Es stehet herrlich und prächtig vor ihm, und gehet gewaltiglich und löblich zu in seinem Heiligthnm. 7. Ihr Völker, 'bringet her dem Herrn, bringet her dem Herrn Ehre und Macht. * Ps. 29/ 1. i Chr. 17/ 29 . 8. Bringet her dem Herrn die Ehre seines Rahmens, bringet Geschenke, und kommt in seine Vorhvfe, 9. Bethet an den Herrn im heiligen Schmuck; es fürchte ihn alle Welt. 10. Saget unter den Heiden, daß der Herr König sey, und habe sein Reich, so weit die Welt ist, bereitet, daß es bleiben soll, und richtet die Völker recht. i i. Der Himmel freue sich, und die Erde sey fröhlich; das Meer brause, und was darinnen ist: 12 . Das Feld sey fröhlich, und alles, was darauf ist; und lasset rühmen alle Bäume im Walde, 13. Vor dem Herrn, denn ' er kommt, denn er kommt zu richten das Erdreich. Er wird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit, und die Völker mit seiner Wahrheit. ' Ps. ss, 9 . Der 97. Psalm. Von Christo und seinem Königreich. 1. ^er 'Herr ist König, deß freue sich das ^ Erdreich, und seyen fröhlich die Inseln, so viel ihrer ist. ' Ps. 93/ 1 . 2 . Wolken und Dunkel ist um ihn her, ' Gerechtigkeit und Gericht ist seines Stuhls Festung. * Ps. 89/ 12. Ps 103/ 6. 3. Feuer ' gehet vor ihm her, und zündet an umher seine Feinde. 'Ps. 20 , 3 . Seine Blitze leuchten auf den Erdboden, das Erdreich stehet es und erschrickt. 5 . Berge' zerschmelzen wie Wachs vor dem Herrn, vor dem Herrscher des ganzen Erdbodens. * Mich. 1/ 4. 6. Die Himmel verkündigen feine Gerechtigkeit, und alle Völker sehen seine Ehre. 7. Schämen müssen sich alle, ' die den Bildern dienen , und sich der Götzen rühmen, -k Bethet ihn an, alle Götter. '2 Mos. 20 , 4 . -s Ebr. i, 6. 8. Zion höret es, und ist froh, und die Töchter Juda find fröhlich, Herr, über deinem Regiment. 9 . Denn Du, ' Herr, bist der Höchste in allen Ländern; du bist sehr erhöhet über alle Götter. ' Ps. 92 9. 10 . Die ihr den Herrn liebet, ' hasset das Arge. Der Herr bewahret die Seelen seiner Christi Reich. Psalm 97-401. Regentenspiegel. 567 Heiligen/ von der Gottlosen Hand wird er ste erretten. * Amos s, 14.15. 11. Dem Gerechten muß' das Licht immer wieder aufgehen, und Freude den frommen Herzen. * Ps. 112/ 4. 12. Ihr * Gerechten, freuet euch des Herrn, und danket ihm, und preiset seine Heiligkeit. ' Ps. 32/ 11. Ps. 33/ 1. Der 98. Psalm. Vermahnung zum Lobe Christi. 1. Ein Psalm. ginget * dem Herrn ein neues Lied, denn er ^ thut Wunder. ' Er sieget mit seiner Rechten , und mit seinem heiligen Arm. * Ps. 96/1. Esaj. 42/10. -7 Esaj. S2/10. 2. Der Herr läßt sein Heil verkündigen, vor den Völkern läßt er seine Gerechtigkeit offenbaren. 3. Er gedenket an seine Gnade und Wahrheit dem Hause Israel. Aller Welt Ende sehen das Heil unsers Gottes. Jauchzet * dem Herrn alle Welt, singet, rühmet und lobet; * Ps. 400, i. 5. Lobet' den Herrn mit Harfen, mit Harfen und mit Psalmen; * Ps. in/ 6. 6. Mit Trompeten und Posaunen jauchzet vor dem Herrn, dem Könige. 7. Das Meer brause, und was darinnen ist, der Erdboden, und die darauf wohnen. 8. Die Wasserströme frohlocken, und alle Berge seyen fröhlich, v. Vor dem Herrn, denn * er kommt das Erdreich zu richten, t Er wird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit, und die Völker mit Recht. ' Ps 96/ 13. »Ps.9/9. Der 99. Psalm. Von des Reichs Christi Beschaffenheit. 1. s?>er * Herr ist König, darum toben die ^ Völker; er fitzet auf t Cherubim, darum reget sich die Welt. * Ps. 93, i. -h i Sam. 4/ 4. 2 Sam. 6/ 2. 2. Der * Herr ist groß zu Zion, und hoch über alle Völker. "Ps. 48/2. 3. Man danke deinem großen und wunderbar- lichen Nahmen, der da heilig ist. /i. Im Reich dieses Königs hat man das Recht lieb. Du gibst Frömmigkeit, du * schaffest Gericht und Gerechtigkeit in Jakob. "Ps. 103/6. Esaj. 9,7. 5. * Erhebet den Herrn, unfern Gott, bethet an zu seinem Fußschemel; denn Er ist heilig. ' Esaj. 6/ 3. 6. * Mose und Aaron unter seinen Priestern , und Samuel unter denen, die seinen Nahmen anrufen; fie riefen an den Herrn, und er erhörete sie. "2 Mos. 14, IS. 7. * Er redete mit ihnen durch eine Wolkensäule; sie hielten seine Zeugnisse und Gebothe, die er ihnen gab. "2 Mos. 33/9. 8. Herr, Du bist unser Gott, du erhörtest ste; du Gott, vergäbest ihnen, und straftest ihr Thun. 9. Erhöhet den Herrn, unfern Gott, und bethet an zu seinem heiligen Berge; denn der Herr, unser Gott, ist heilig. Der 100. Psalm. Danksagung für Gottes Wohlkhatm. 1. Ein Dankpsalm. jauchzet * dem Herrn, alle Welt. -xZ "Ps.66, 2. Ps. 98/4. 2. "Dienet dem Herrn mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken. "Ps. 2,11. 3. Erkennet, daß der Herr Gott ist. * Er hat uns gemacht, und nicht wir selbst, zu seinem Volk, und zu Schafen seiner Weide. "Ps. 9S/7. Ps. 149/2. 2,. Gehet zu seinen Thoren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben; danket ihm, lobet feinen Nahmen. s. Denn der Herr ist freundlich, und seine * Gnade währet ewig, und seine Wahrheit für und für. * Ps- "7,2. Der 101. Psalm. Davids Regentenspiegel. 1. Ein Psalm Davids. H?on Gnade und Recht will ich singen, und dir, ^ Herr, lobsagen. 2. Ich handle vorsichtig und redlich bey denen, die mir zugehören, und wandte treulich in meinem Hause. 3. Ich nehme mir keine böse Sache vor. Ich * hasse den Uebertreter, und lasse ihn nicht bey mir bleiben. * Ps. E, 21. >4. Ein verkehrtes Herz muß von mir * weichen, den Bösen leide ich nicht. * Ps. 6/ 9. 5. Der * seinen Nächsten heimlich verleumdet, den vertilge ich. Ich mag deß nicht, der stolze Geberden und hohen Muth hat. *Ps.",3. b. Meine Augen sehen nach den Treuen im Lande, daß fie bey mir wohnen; und habe gerne fromme Diener. 7. " Falsche Leute halte ich nicht in meinem ^ause, die Lügner gedeihen nicht bey mir. " Svr. 13/ s. 568 Bußgebeth. P sa l m 102. 103. Preis der Güte und Gnade Gottes 8. Frühe' vertilge ich alle Gottlosen im Lande, daß ich alle Uedelthäter ausrotte aus der Stadt des Herrn. 'Esaj. 13,9. Der 102. Psalm. Bußgebeth angcfochtener und giiadenhungriger Herzen. 1. Ein Gebeth des Elenden, so er betrübt ist, und seine Klage vor dem Herrn ausschüttet. 2. <^>err, höre mein Gebeth, und laß mein ^ Schreyen zu dir kommen. 3. Verbirge dein Antlitz nicht vor mir in der Noth, neige deine Ohren zu mir; wenn ich dich anrufe, so erhöre mich bald. Denn meine Tage sind vergangen wie ein Rauch, und meine Gebeine find verbrannt wie ein Brand. 5. Mein Herz ist geschlagen, und verdorret wie Gras, daß ich auch vergesse mein Brot zu essen. 6. Mein Gebein klebet an meinem Fleisch, vor Heulen und Seufzen. 7. Ich bin gleich wie eine Rohrdommel in der Wüste; ich bin gleich wie ein Käuzlein in den verstörten Stätten. 8. Ich wache, und bin wie ein einsamer Vogel auf dem Dach. 9. Täglich schmähen mich meine Feinde; und die mich spotten, schwören bey mir. 10. Denn ich esse Asche wie Brot, und mische meinen Trank mit Weinen, 11. Vor deinem Drohen und Zorn, daß du mich aufgehoben, und zu Boden gestoßen hast. 12. Meine * Tage sind dahin, -t wie ein Schatten; und ich verdorre wie Gras.' Ps. so, 3. i-Hi»bi4,2. 13. Du aber, Herr, bleibest ewiglich, und dein Gedächtniß für und für. 1^. Du wollest dich aufmachen, und über Zion erbarmen; denn es ist Zeit, daß du ihr gnädig seyest, und die Stunde ist gekommen. 15. Denn deine Knechte wollten gerne, daß sie gebauet würde, und sähen gerne, daß ihre Steine und Kalk zugerichtet würden; 16. Daß die Heiden den Nahmen des Herrn fürchten, und alle Könige auf Erden deine Ehre; 17. Daß der Herr Zion bauet, und erscheinet in seiner Ehre. 18. Er wendet sich zum Gebeth der Verlassenen , und verschmähet ihr Gebeth nicht. 19. Das werde geschrieben auf die Nachkommen ; und das Volk, das geschaffen soll werden, wird den Herrn loben. 20. Denn er' schauet von seiner heiligen Höhe, und der Herr stehet vom Himmel auf Erden, * Ps. 14 , 2. Ps. 33 , 13 . 21. Daß er das Seufzen des Gefangenen höre, und los mache die Kinder des Todes; 22. Auf daß sie zu Zion predigen den Nahmen des Herrn, und sein Lob zu Jerusalem; 23. Wenn die Völker zusammen kommen, und die Königreiche, dem Herrn zu dienen. 2^. Er demüthiget auf dem Wege meine Kraft, er verkürzet meine Tage. 25. Ich sage: Mein Gott, nimm mich nicht weg in der Hälfte meiner Tage. Deine * Jahre währen für und für. 'Ps. 61,7. 26. Du' hast vorhin die Erde gegründet, und die Himmel find deiner Hände Werk. * Ebr. 1, 10. Ps. 89 , 12. Ps. 104 , 3. 27. Sie werden vergehen, aber Du bleibest. Sie werden alle veralten, wie ein Gewand; sie werden verwandelt, wie ein Kleid , wenn du sie verwandeln wirst. 28. Du aber bleibest, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende. 29. Die' Kinder deiner Knechte werden bleiben, und ihr Same wird vor dir gedeihen. * Ps. 69 , 37 . Der 103. Psalm. Gottes Güte soll man preisen. 1. Ein Psalm Davids. Oobe den Herrn meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Nahmen; 2. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat, 3. Der dir alle deine Sünde vergibt, und * heilet alle deine Gebrechen, 'Ps.6,s. Der dein Leben vom Verderben erlöset, der dich * krönet mit Gnade und Barmherzigkeit, ' Ps. 3 , 13 . 5. Der deinen Mund fröhlich macht, und du wieder jung wirst, 'wie ein Adler. ' Es. 4 o, 31. 6. Der Herr schaffet Gerechtigkeit und Gericht allen, die Unrecht leiden. 7. Er hat seine Wege Mose wissen lassen, die Kinder Israel sein Thun. 8. ' Barmherzig und gnädig ist der Herr, -r- geduldig und von großer Güte. ' 2 Mos. 34 , 6. -j- Ps. 86, 5 . Ps. 143 , 8. 9. Er wird nicht immer hadern, 'noch ewiglich Zorn halten. 'Mich.7,18. 10. Er handelt nicht mit uns nach unfern Sünden, und vergilt uns nicht nach unserer Mis- sethat. i i. Denn Buch der Psalm 103. 104. Natur. 559 i t. Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, läßt er seine Gnade walten über die, so ihn fürchten. 12. So fern der Morgen ist vom Abend, läßt er unsere Übertretung von uns seyn. 13. Wie sich ein Vater über Kinder erbarmet, so erbarmet sich der Herr über die, so ihn furchten. i^. Denn er kennet, was für ein Gemächte wir sind; er gedenket daran, daß wir Staub sind. 15. Ein Mensch ist in seinem Leben'wie Gras, er blühet wie eine Blume auf dem Felde; * 1 Pct- 1 , 24 . 16. Wenn der Wind darüber geht, so ist sie nimmer da, und' ihre Stätte kennet sie nicht mehr. * Ps. 37, io. 17 . Die' Gnade aber des Herrn währet von Ewigkeit zu Ewigkeit über die, so ihn fürchten; und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind, * Klagt. 3, 22. Luc. 1, 20 . 18. Bey denen, die seinen Bund halten, und gedenken' an seine Gebothe, daß sie darnach thun. * Ps. 22 , 10 . 19. Der Herr hat' seinen Stuhl im Himmel bereitet, und sein Reich herrschet über Alles. ' Ps. S, 8. 2v. Lobet den Herrn, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ' ihr seinen Befehl ausrichtet, daß man höre die Stimme seines Worts. * Dan. 7, io. 21. Lobet den Herrn, alle seine'Heerschaaren, seine Diener, die ihr seinen Willen thut. * Joel 2, ii. 22. Lobet den Herrn, alle seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft. Lobe den Herrn, meine Seele. Der 404. Psalm. Lob Gottes aus dem Buch der Natur. 1. Hobe * den Herrn, meine Seele. Herr, ^ mein Gott, du bist sehr herrlich; du bist schön und prächtig geschmückt. "Ps. 103 , 1 . 22 . 2. ' Licht ist dein Kleid, das du anhast; du -k- breitest aus den Himmel wie einen Teppich; " 1 Joh. 1 , 2 . -f- Esaj. 40 , 22. «. 44 , 24 . 3 . Du wölbest es oben mit Wasser; du fahrest auf den Wolken, wie auf einem Wagen; und gehest auf den Fittigen des Windes; " 4 . Der ' du machest deine Engel zu Winden, und deine Diener zu Feuerflammen ; * Ebr. i, 7. 6 . Der du das Erdreich gründest auf feinen Boden, haß es bleibet immer und ewiglich. 6 . Mit der Tiefe deckest du es, wie mit einem Kleide, und Wasser stehen über den Bergen. 7 . Aber von deinem Schelten fliehen sie, von deinem ' Donner fahren sie dahin. " Hiob 37, 4. 2 . Ps. 18 , 14 12 . 8 . Die Berge gehen hoch hervor , und die Breiten setzen sich herunter, zum Ort, den du ihnen gegründet hast. 9 . Du hast ' eine Grenze gesetzt, darüber kommen sie nicht, und müssen nicht wiederum das Erdreich bedecken. *1 Mos. 1,9, Hiob 38 ,11. Spr. 8,29. 10. Du ' lassest Brunnen quellen in den Gründen, daß die Wasser zwischen den Bergen hin- fiießen, ' Ps. 74,12. 11. Daß alle Thiere auf dem Felde trinken, und das Wild seinen Durst lösche. 12. Andenselben sitzen die Vögel des Himmels, und singen unter den Zweigen. 13. Du ' feuchtest die Berge von oben her; du machst das Land voll Früchte, die duschaffest. * Ps. 62, 11. 1^. Du ' lassest Gras wachsen für das Vieh, und Saat zu Nutz den Menschen, daß du Brot aus der Erde bringest; "Ps. 147, 8 . 15. Und daß ' der Wein erfreue des Menschen Herz, und seine Gestalt schön werde vom Oehl; und das Brot des Menschen Herz stärke; " Nicht 9 , 13 . 16. Daß die Bäume des Herrn voll Safts stehen; die Cedern Libanons: die er gepflanzet hat. 17. Daselbst nisten die Vögel, und die Reiger wohnen auf den Tannen. 1 8 . Die hohen Berge sind der Gemsen Zuflucht, und die Steinklüfte der Kaninichen. 19. Du machst den Mond, das Jahr darnach zu theilen; die Sonne weiß ihren Niedergang. 20. Du machst Finstcrniß, daß es Nacht wird; da regen sich alle wilde Thiere: 21. Die jungen Löwen, die da brüllen nach dem Raube, und ihre Speise suchen von Gott. 22. Wenn aber die Sonne aufgehet, 'heben sie sich davon, und legen sich in ihre Löcher. * Hiob 37 , 8 . 23. So gehet dann der Mensch aus an seine Arbeit, und an sein Ackerwerk, bis an den Abend. 2^. Herr, wie find deine Werke so groß und viel? Du hast sie alle weislich geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter. 25. Das Meer, das so groß und weit ist, da wimmelt es ohne Zahl beydes große und kleine Thiere. 26. Daselbst gehen die Schiffe; da sind ' Wall- Ceee 570 Führung und Schickung Gottes. Psalm IM. 105. fische/ die du gemacht Haft; daß fie darinnen scherzen. * Hiob 4 », io. 27. Es wartet Alles ans dich/ daß du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit. 28. Wenn du ihnen gibst/ so sammeln sie; wenn du deine Hand aufthust / so werden fie mit Gut gesättiget. 29. Verbirgest du dein Angesicht / so erschrecken fie; du nimmst weg ihren Odem / so vergehen sie / und werden wieder zu Staub. 30 . Du lassest aus deinen Odem, so werden fie geschaffen / und verneuerst die Gestalt der Erde. 3 1. Die Ehre des Herrn ist ewig; der Herr hat Wohlgefallen an feinen Werken. 32 . Er schauer die Erde an/ so bebet sie/ er rühret die Berge an / so rauchen fie. 33 . Ich * will dem Herrn singen mein Lebenlang/ und meinen Gott loben / so lange ich bin. * Ps. 63/ 3. Ps. 146/ 2. 3 ^. Meine Rede müsse ihm Wohlgefallen. Ich freue mich des Herrn. 35 . Der * Sünder müsse ein Ende werden auf Erden/ und die Gottlosen nicht mehr seyn. -!- Lobe den Herrn / meine Seele. Halleluja. ' Ps. 7/ 10. 1- Pf. 103/ 22. Der 105. Psalm. Kurze Chronica von Abraham bis auf Josua. 1. Danket" dem Herrn / -und prediget seinen ^ Nahmen; verkündiget sein Thun unter den Völkern; *i Chr. i?/ 8 . 2. Singet von ihm / und lobet ihn; * redet von allen seinen Wundern ; "Ps.ri/ir. 3. Rühmet seinen heiligen Nahmen; es freue sich das Herz derer/ die den Herrn suchen; Fraget nach dem Herrn/ und nach seiner Macht; * suchet sein Antlitz allewege ;"Ps.27/8. 5. Gedenket seiner Wunderwerke/ die er gethan hat / seiner Wunder und seines Worts; b. Ihr/ der Same Abrahams/ seines Knechts, ihr Kinder Jakobs / seine Auserwählten. 7. Er ist der Herr/ unser Gott; er richtet in aller Welt. 8 . Er " gedenkt ewiglich an seinen Bund/ des Worts / das er verheißen hat auf viele Tausend für und für / * 2 Mos. 2,24. 9. Den er * gemacht hat mit Abraham, und des Eides mit Isaak; »iMos.i 2 / 3 . 10. Und stellete dasselbige Jakob zu einem Recht, und Israel zum ewigen Bunde, i i. Und sprach: Dir will ich das Land Ca- naan geben, das Loos eures Erbes; 12. Da fie wenig und gering waren, und Fremdlinge darinnen. 13. Und * fie zogen von Volk zu Volk, von einem Königreich zum andern Volk. * 1 Mos. 12 / 1 . c. 13/ 18 . 1 - 4 . Er ließ keinen Menschen ihnen Schaden thun, und " strafte Könige um ihrentwillen. * 1 Mos. 20 / 3. 7. 15 . Tastet meine Gesalbten nicht an, und thut meinen Propheten kein Leid. 16. Und er ließ eine Theurung in das Land kommen, und entzog allen Vorrath des Brots. 17 . Er sandte einen Mann vor ihnen hin, Joseph ward'zum Knechte verkauft, "i Mos. 37/ 28 . 1 8 . Sie * zwangen seine Füße in Stock, sein Leib mußte in Eisen liegen; *iMos.V/ 2 o. 19. Bis daß sein Wort kam, und die Rede des Herrn ihn durchläuterte. 20. Da sandte der König hin, und ' ließ ihn los geben, der Herr über Völker hieß ihn auslassen. * 1 Mos. 41/ 14. 41. 21. Er * setzte ihn zum Herrn über sein Haus, zum Herrscher über alle seine Güter,"iMos.4,/4o. 22. Daß er seine Fürsten unterwiese nach seiner Weise, und seine Nettesten Weisheit lehrete. 23 . Und "Israel zog in Egypten, und Jakob ward ein Fremdling im Lande Hams. * 1 Mos. 46/ 1 . 2^1. Und er * ließ sein Volk sehr wachsen, und machte fie mächtiger, denn ihre Feinde. * 2 Mos. 1/ 12 . 25. Er verkehrte jener Herz, daß "fie seinem Volk gram würden, und dachten seine Knechte mit Lift zu dämpfen. * 2 Ms.i/io. 26. Er " sandte seinen Knecht Mosen, Aaron, den er hatte erwählet. * 2 Mos. 3 /io. 27 . Dieselben " thaten seine Zeichen unter ihnen, und seine Wunder im Lande Hams. * 2 Mos. 7/ 10. -j- Ps. 106/ 22. 28. Er ließ * Finsterniß kommen, und machte es finster; und waren nicht ungehorsam seinen Worten. * 2 Mos.io/ 22 . 29. Er " verwandelte ihre Wasser in Blut, und tödtete ihre Fische. * 2 Mos. 7/ 20 . 3 0. Ihr Land " wimmelte Kröten heraus, in den Kammern ihrer Könige. » 2 Mos. 8 , 6 . 31. Er sprach, da "kam Ungeziefer, Läuse in allen ihren Grenzen. * Ps. 78 / 4 s. 32. Er gab ihnen " Hagel zum Regen , Feuer- Aammen in ihrem Lande; * 2 Mos. s/ 23 . 33. Und schlug ihre Weinstöcke und Feigenbäume, und zerbrach dis Bäume in ihren Grenzen. Wvhlthaten Gottes. Psalm 105. 106. 571 Israels Undankbarkeit. 34. Er sprach, -a * kamen Heuschrecken und Käfer ohne Zahl. * 2 Mos. 10, < 3 .14. 35. Und sie fraßen alles Gras in ihrem Lande, und fraßen die Früchte auf ihrem Felde. 36. Und ' schlug alle Erstgeburt in Egypten, alle ihre ersten Erben. * 2 Mos. 12,2s. 37. Und fuhrete sie aus * mit Silber und Gold, und es war kein Gebrechlicher unter ihren Stämmen. * 2 Mos. 12 / 33 . 38. Egypten ward froh, daß sie auszogen; denn ihre Furcht war auf sie gefallen. 39. Er * breitete eine Wolke aus zur Decke, und ein Feuer des Nachts zu leuchten. * 2 Mos. 13/ 21 . ^0. Sie bathen, da * ließ er Wachteln kommen ; und er sättigte sie mit Himmelbrot. * 2 Mos. 16, 13. ^1. Er * öffnete den Felsen, da stoffen Wasser aus, daß Bäche liefen in der dürren Wüste. * 2 Mos. 17, 6. 4 Mos. 20 , 11 . ^2. Denn er gedachte an sein heiliges Wort, * Abraham, seinem Knechte, geredet. * 1 Mos. 22 , 16 . ^3. Also fuhrete er sein Volk aus mit Freuden, und seine Auserwählten mit Wonne, ^ 4 . Und gab ihnen * die Länder der Heiden, daß sie die Güter der Völker einnähmen, * tzos. 1, 1 . 3. 4. 6. ^ 5 . Auf daß sie halten sollten seine Rechte, und seine Gesetze bewahren, Halleluja. D e r 106. Psal m. Gutthaten Gottes, dm Israeliten erzeiget; Große Strafe des Undanks. 1. Halleluja. Danket * dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich. * Ps. 107, 1. Ps. 113, 1. 29. 2. Wer kann die großen Thaten des Herrn ausreden, und alle seine löbliche Werke preisen? 3. Wohl denen, die das Geboth halten, und thun immerdar recht. Herr, * gedenke meiner nach der Gnade, die du deinem Volk verheissen Haft; beweise uns deine Hülfe, * Neh. 3,19. c. is, 31. 5 . Daß wir sehen mögen die Wohlfahrt deiner Auserwählten, und uns freuen, daß es deinem Volk wohl gehet, und uns rühmen mit deinem Erbtheil. 6 . Wir * haben gesündiget, sammt unfern Vätern, wir haben mißhandelt, und sind gottlos gewesen. * 1 Kon. 8, 47. 1 Sam. 7, 6. Nicht. 10 / 10 . Klagl. 3, 42. Dan. 9, 3. 7 . Unsere Väter in Egypten wollten deine Wunder nicht verstehen; sie gedachten nicht an deine große Güte, und * waren ungehorsam am Meer, nähmlich am Schilfmeer. *2Mos.i4,n. 8 . Er half ihnen aber um seines Rahmens willen, daß er seine Macht bewiese. v. Und er * schalt das Schilfmeer, da wertes trocken, und führete sie durch die Tiefen, wie in einer Wüste; *2 Mos. 14 , 21 . 10. Und half* ihnen von der Hand deß, der sie hastete, und erlösete sie von der Hand des Feindes. * Luc. 1 , 71 . 11. Und * die Wasser ersäuften ihre Widersacher , daß t nicht Einer überblieb. * 2 Mos. 14, 28. -i- 4 Mos. 21 / 33. Tos. 8, 22 . 12. Da glaubten sie an seine Worte, und sangen sein Lob. 13. Aber sie vergaßen bald seiner Werke, sie warteten nicht seines Raths. 1^. Und * sie wurden lüstern in der Wüste, und versuchten Gott in der Einöde. * 4 Mos. 11 , 4 . 15. Er aber gab ihnen ihre Bitte, und sandte ihnen genug, bis ihnen davor ekelte. 16. Und sie * empörten sich wider Mosen im Lager, wider Aaron, den Heiligen des Herrn. * 4 Mos. 16/ 2 . 3. e. 26 , 9. 17. Die * Erde that sich auf, und verschlang Dathan, und deckte zu die Rotte Abirams. * 4 Mos. 16 , 31. 18. Und * Feuer ward unter ihrer Rotte angezündet , die Flamme verbrannte die Gottlosen. * 4 Mos. 16 , 33. 19. Sie * machten ein Kalb in Horeb, und betheten an das gegossene Bild, *2 Mos. 32 ,4. 20. Und * verwandelten ihre Ehre in ein Gleich- niß eines Ochsen, der Gras isset. "Rom. 1 , 23 . 21. Sie vergaßen Gottes, ihres Heilandes, der so große Dinge in Egypten gethan hatte, 22. Wunder * im Lande Hams, und schreckliche Werke am Schilfmeer. *Ps. 103 , 27 . 23 . Und Er ' sprach, er wollte sie vertilgen; wo nicht Mose, sein Auserwählter, den Riß aufgehalten hätte, seinen Grimm abzuwenden, auf daß er sie nicht gar verderbete. * 2 Mos. 32, 10. 11. 2^. Und * sie verachteten das liebe Land, sie glaubten seinem Wort nicht, *4 Mos. 14 , 2 . 25. Und murreten in ihren Hütten; sie gehorchten der Stimme des Herrn nicht. 26. Und * er hob auf seine Hand wider sie, daß er sie 7 niederschlüge in der Wüste, * 4 Mos. 14, 23. -s 1 Cor. io, 3. 572 Israels Undankbarkeit. Psalm 106. 107. Danksagung. 27. Und würfe ihren Samen unter die Heiden, und streuete sie in die Länder. 28. Und sie * hingen sich an den Baal Peor, und aßen von den Opfern der todten Götzen, * 4 Mos. 25/ 3. 29 . Und erzürneten ihn mit ihrem Thun; da riß auch die Plage unter sie. 30 . Da "trat zu Pinehas, und schlichtete die Sache; da ward der Plage gesteuert, * 4 Mos 25/ 7 . 31 . Und ward ' ihm gerechnet zur Gerechtigkeit für und für ewiglich. *iMos.i5/6. 32 . Und sie * erzürneten ihn am Haderwasser, und sie zerplagten den Mose übel. * 2 Mos. i7/3. 33 . Denn sie betrübten ihm sein Herz, daß ihm etliche Worte entfuhren. 3 ^. Auch vertilgten sie die Völker nicht, wie sie doch * der Herr geheissen hatte; * 5 Mos. 7/ 1 2 . c. 12 / 2 . 3. 33 . Sondern sie mengeten sich unter die Heiden , und lerneten derselben Werke, 36 . Und dieneren ihren Götzen, die geriethen ihnen zum Aergerniß. 37. Und' sie opferten ihre Söhne und ihre Töchter den Teufeln , * 3 Mos. 18 / 21 . 38 . Und vergossen unschuldiges Blut, das Blut ihrer Söhne und ihrer Töchter, die sie opferten den Götzen Canaans, daß das Land mit Blutschulden beflecket ward; 39. Und verunreinigten sich mit ihren Werken, und hureten mit ihrem Thun. ^0. Da ' ergrimmete der Zorn des Herrn über sein Volk, und gewann einen Gräuel an seinem Erbe. 'Nicht. 2 / 14 . ^1. Und gab sie in die Hand der Heiden, daß über sie herrschten, die ihnen gram waren. ^12. Und ihre Feinde ängsteten sie; und wurden gedemüthiget unter ihre Hände. >l 3 . Er errettete sie oftmahls; aber sie erzürne- Len ihn mit ihrem Vornehmen, und wurden wenig um ihrer Mifferhat willen. Und er sah ihre Noth an, da er ihre Flage hörte; ^5. Und ' gedachte an seinen Bund, mit ihnen gemacht; und reute ihn nach seiner großen Güte; ' 5 Mos. 30/ 3. ^ 6 . Und ließ sie zur Barmherzigkeit kommen, vor allen, die sie gefangen hatten. ^ 7 . Hilf uns, Herr, unser Gott, und bringe uns zusammen arm den Heiden, daß wir danken deinem heiligen Nahmen, und rühmen dein Lob. ^ 8 . * Gelobet sey der Herr, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit, und alles Volk spreche: Amen, Halleluja. * Ps 72,18. Der 107 . Psalm. Danksagung zu Gott für Errettung aus mancherlcy Nöthen. t.Danket ' dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich. * Ps 106/ 1 . Ps. 136/ 1 . 2. Saget, die ihr erlöset seyd durch den Herrn, die er aus der Noth erlöset hat; 3. Und die er aus den Ländern zusammen gebracht hat, vom Aufgang , vom Niedergang, von Mitternacht und vom Meer; Die irre gingen in der Wüste, in ungebahntem Wege, und fanden keine Stadt, da sie wohnen konnten, s. Hungrig und durstig, und ihre Seele verschmachtete ; 6 . Und * sie zum Herrn riefen in ihrer Noth; und er sie errettete aus ihren Aengftcn, * Ps. 22/ 6. Ps. 99/ 6. Ps. 120/ 1. 7 . Und führcte sie einen richtigen Weg, daß sie gingen zur Stadt, da sie wohnen konnten: 8 . Die sotten dem Herrn danken um seine Güte , und um seine Wunder, die er an den Menschenkindern thut, 9 . Daß er sättiget die durstige Seele, und * füllet die hungrige Seele mit Gutem. 'Luc. i/ 53 . 10. Die da fitzen mußten in Finstermß und Dunkel, gefangen im Zwang und Eisen; n. Darum, daß sie Gottes Geborhen ungehorsam gewesen waren, und das Gesetz des Höchsten geschändet hatten; 12. Darum mußte ihr Herz mit Unglück ge- plaget werden, daß sie da lagen, und ihnen Niemand half; 1 3 . Und sie' zum Herrn riefen in ihrer Noth, und er ihnen half aus ihren Aengsten, * vers 6 . 19. 1 ^. Und sie aus der Finsterniß und Dunkel führete, und ihre Bande zerriß: 15. Die sollen dem Herrn danken um seine Gute, und um seine Wunder, die er an den Menschenkindern thut, 16. Daß er zerbricht eherne Thüren, und zerschlägt eiserne Riegel. 17. Die Narren, so geplaget waren um ihrer Übertretung willen, und um ihrer Sünde willen, 18. Daß ihnen ekelte vor aller Speise, und wurden todtkrank; 19. Und sie * zum Herrn riefen in ihrer Noth, und er ihnen half aus ihren Aengsten; * Litt. 17/ 13. Danksagung für Errettung Psalm 107. 108. 109. aus allerlei) Nöthen. 573 20. Er sandte sein Wort, und machte sie gesund, und errettete sie, daß sie nicht starben: 21. Die sollen dem Herrn danken um seine Güte, und um seine Wunder, die er an den Menschenkindern thut, 22. Und * Dank opfern, und erzählen seine Werke mit Freuden. * Ps i4. Ps. 116,17. 23. Die mit Schiffen auf dem Meer fuhren, und trieben ihren Handel in großen Wassern; 2-4. Die des Herrn Werke erfahren haben, und seine Wunder im Meer, 25. Wenn er sprach, und einen Sturmwind erregete, der die Wellen erhob, 26. Und sie gen Himmel fuhren, und in Abgrund fuhren, daß ihre Seele vor Angst verzagte, 27. Daß sie taumelten und wankten wie ein Trunkener, und wußten keinen Rath mehr; 28. Und sie zum Herrn * schrien in ihrer Noth, und er sie aus ihren Aengften führete, * Matth. 8, 25. 29. Und stillere das Ungewitter, daß die Wellen sich legten, 30. Und sie froh wurden, daß es stille geworden war, und er sie zu Lande brachte nach ihrem Wunsch: 31. Die sollen dem Herrn danken um seine Güte, und um seine Wunder, die er an den Menschenkindern thut, 32. Und ihn bey der Gemeine preisen, und bey den Alten rühmen. 33. Die, * welchen ihre Bäche vertrocknet, und die Wasserquellen versieget waren, * 1 Kon. 17/ 7. 3^. Daß ein fruchtbares Land nichts trug, um der Bosheit willen derer, die darinnen woh- neten; 35. Und er das Trockne wiederum wasserreich machte, und im dürren Lande Wasserquellen; 36. Und die Hungrigen dahin geletzt hat, daß sie eine Stadt zurichteten, da sie wohnen konnten, 37. Und Aecker besäen, und Weinberge pflanzen möchten, und die jährlichen Früchte krigren; 38. Und er sie segnete, daß sie sich sehr mehreren, und ihnen viel Vieh gab. 39. Die, welche niedergedrückt und geschwächt waren von dem Bösen, der sie gezwungen und gedungen hatte; -4o. Da Verachtung auf die Fürsten geschüttet war, daß Alles irrig und wüste stand; -4i. Und er den Armen schützte vor Elend, und sein Geschleckt wie eine Herde mehrere. -42. Solches " wersen die Frommen sehen, und sich freuen; und aller Bosheit wird das Maul gestopfet werden. ' Hiob 22/19. -43. Wer * ist weise und behält dieß? So werden sie merken, wie viele Wohlthat der Herr erzeiget. * 5 Mos. '32/ LS. Her. 9/ 12. D e r 108. Psalm. Davids Danksagung und Gebcth um Einsetzung ins Königreich. 1. Ein Psalmlied Davids. 2. Mott, es ist mein rechter Ernst; ich will ^ singen und dichten, meine Ehre auch. > 3. Wohlauf, Psalter und Harfen! Ich will früh auf seyn. 4 . Ich * will dir danken, Herr, unter den Völkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten. * Ps. 57/ 10. Z. Denn * deine Gnade reichet, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. ' Ps. -7/ n. 6. Erhebe dich, Gott, über den Himmel, und deine Ehre über alle Lande, 7. * Auf daß deine lieben Freunde erlediget werden. Hilf mit deiner Rechten, und erhöre Mich. ' Ps- 60 7. 8. Gott redet in seinem Heiligthum, deß bin ich froh, und will Sichern theilen, und das Thal Suchoth abmessen. 9. * Gilead ist mein, Manasse ist auch mein, und Ephraim ist die Macht meines Haupts, Juda ist mein Fürst, * Ps.eo/S. io. 10. Moab ist mein Waschtopf; ich will meinen Sckuh über Edom strecken; über die Philister will ich jauchzen. 11. " Wer will mich führen in eine feste Stadt? Wer wird mich leiten in Edom? "Ps. so/ii. 12. Wirst du es nicht thun, Gott, der du uns verstoßest, und * ziehest nicht aus, Gott, mit unserm Heer? * Ps. 44 /io. 13. Schaffe uns Beystand in der Noth, denn * Menschenhülfe ist kein nütze. * Ps. E/3/ 4. i>,. " Mit Gott wollen wir Thaten thun. Er wird unser? Feinde untertreten. * 2 Sam. 22/ 30. Ps. 13, 30. Ps 60/ 14. Der 109. Psalm. Weissagung von Juda und der Juden Untreue an Christo verübt, und ihrem Fluch. i. Ein Psalm Davids, vorzusingen. Mott, mein Ruhm, schweige nicht. ^ 2. Denn sie haben ihr gottloses und falsches Maul wider mich aufgethan, und reden wider mich mit falscher Zunge; Psalm 109. 110. Weissagung von Christo.' 574 Judas, der Verräther. 3 . Und sie reden giftig wider mich allenthalben, und streiten wider mich ohne Ursach. Dafür, daß ich sie liebe, sind sie wider mich; ich aber bethe. s. Sie * beweisen mir Böses um Gutes, und Haß um Liebe. * Ps. n, 12. Jer. i«, 20. 6. Setze Gottlose über ihn; und der Satan müsse stehen zu seiner Rechten. 7. Wer sich denselben lehren läßt, deß Leben müsse gottlos seyn, und sein Gebeth müsse Sünde seyn. 8 . Seiner Tage müssen wenige werden, und * sein Amt müsse ein Anderer empfangen. * Ap. Gesch. 1 , 20. 9. Seine * Kinder müssen Waisen werden, und sein Weib eine Witwe. "Eos.28,32. 10. Seine Kinder müssen in der Irre gehen und betteln, und suchen, als die verdorben sind. 11. Es müsse der Wucherer aussaugen alles, was er hat; und Fremde müssen seine Güter rauben. 12. Und Niemand müsse ihm Gutes thun, und Niemand erbarme sich seiner Waisen. 13 . Seine * Nachkommen müssen ausgerottet werden, ihr Nähme müsse im andern Glied vertilget werden. * Ps. 21,11. 1^. Seiner * Väter Missethat müsse gedacht werden vor dem Herrn, und seiner Mutter Sünde müsse nicht ausgetilget werden. * 2 Mos. 20/ S. 1 5 . Der Herr müsse sie nimmer aus den Augen lassen, und ihr Gedächtniß müsse ausgerottet werden auf Erden. 16. Darum, daß er so gar keine Barmherzigkeit hatte; sondern verfolgte den Elenden und Armen, und den Betrübten, daß er ihn tödtete. 17. Und er wollte den Fluch haben, der wird ihm auch kommen; er wollte des Segens nicht, so wird er auch ferne von ihm bleiben. 18. Und zog an den Fluch, wie sein Hemd, und ist in sein Inwendiges gegangen wie Wasser, und wie Oehl in seine Gebeine; 19. So werde er ihm wie ein Kleid, das er anhabe, und wie ein Gürtel, damit er sich allewege gürte! 20. So geschehe denen vom Herrn, die mir zuwider sind, und * reden Böses wider meine Seele. * vers 3. 21. Aber Du, Herr Herr, sey du mit mir, um deines Nahmens willen; denn deine Gnade ist mein Trost, errette mich. 22. Denn "ich bin arm und elend, mein Herz ist zerschlagen in mir. * Ps. 4 o, rs. 23. Ich * fahre dahin wie ein Schatten, der vertrieben wird, und werde verjaget, wie die Heuschrecken. * Hiob 14,2. Ps. 144, 4 . 2^. Meine Knie find schwach von Fasten; und mein Fleisch ist mager, und hat kein Fett. 25. Und ich muß ihr Spott seyn ; wenn sie mich sehen, schütteln sie ihren Kopf. 26. Stehe mir bey, Herr, mein Gott; hilf mir nach deiner Gnade, 27. Daß sie inne werden, daß dieß sey deine Hand, daß Du, Herr, solches thust. 28. Fluchen sie, so segne du. Setzen sie sich wider mich, so müssen sie zu Schanden werden; aber dein Knecht müsse sich freuen. 29. Meine Widersacher * müssen mit Schmach angezogen werden, und mit ihrer Schande bekleidet werden, wie mit einem Rock. * Ps. 34,26. 30. * Ich will dem Herrn sehr danken mit mei-, nem Munde, und ihn rühmen unter Vielen. * Ps. 22 / 23 . 31. Denn er stehet dem Armen * zur Rechten, daß er ihm helfe von denen, die sein Leben ver- urth eilen. "Ps. 16 / 8 . Der 110 . Psalm. Weissagung von Christo / unscrm Könige, Propheten und Hohenpriester. 1. Ein Psalm Davids. ^er Herr sprach zu meinem Herrn: ' Setze ^ dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße lege. »Matth. 22 /44. 2. Der Herr wird das Scepter deines Reichs senden aus Zion. Herrsche unter deinen Feinden. 3. Nach deinem Sieg wird dir dein Volk willig- lich opfern, in heiligem Schmuck. Deine Kinder werden dir geboren, wie der Thau aus der Mor- genröthe. Der Herr hat geschworen, und wird ihn nicht gereuen: * Du bist ein Priester ewiglich, nach der Weise Melchisedechs. * Ebr. H 6. c. 6/ 20 . c. 7/ 17. 5. Der Herr zu deiner Rechten wird zerschmeis- sen die Könige zur Zeit seines Zorns; 6 . Er wird richten unter den Heiden, er wird große Schlacht thun; er wird zerschmeissen das Haupt über große Lande. 7. Er * wird trinken vom Bach auf dem Wege; darum wird er das Haupt empor heben. * 1 Sam. 14, 27. Lohn der Gottesfürchtige» Psalm 411-114. und Dcmüthigen. 5/6 Der 111. Psalm. Danksagung für Gottes leiblichen und geistlichen Segen. i. Halleluja. s^'ch danke dem Herrn von * ganzem Herzen, ^ im Rath der Frommen und in der Gemeine. * Pf- 9, 2 . Groß find die Werke des Herrn; wer ihrer achtet, der hat eitel Lust daran. 3. Was er ordnet, das ist löblich und herrlich; und seine Gerechtigkeit bleibet ewiglich. Er hat ein' Gedächtniß gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige Herr. * Luc. 22/ 19 . 5. Er gibt Speise denen, so ihn fürchten; er gedenket ewiglich an seinen Bund. 6. Er läßt verkündigen seine gewaltigen Thaten seinem Volk, daß er ihnen gebe das Erbe der Helden. 7. Die Werke feiner Hände find Wahrheit und Recht; alle seine Gebothe find rechtschaffen. 8. Sie werden erhalten immer und ewiglich, und geschehen treulich und redlich. s. Er sendet eine Erlösung seinem Volk; erver- hetffet, daß sein Bund ewiglich bleiben soll. Heilig und hehr (ehrfurchtswürdig) ist sein Nähme. io. Die * Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang; das ist eine feine Klugheit; wer darnach thut, deß Lob bleibet ewiglich. * Spr. 1/ 7. c. 9/ 10 . Der 112. Psalm. Der GotteSsürchtigen Eigenschaft und Glückseligkeit. 1. Halleluja. Mohl dem, der den Herrn fürchtet, * der große Lust hat zu seinen Gebothen. * Ps. 1/ 1. 2. Ps. 119, 1. 2 . Deß * Same wird gewaltig seyn auf Erden, bas Geschlecht der Frommen wird gesegnet seyn. " Spr. 2 «, 7. 3. Neichthum * und die Fülle wird in ihrem Hause seyn, und ihre Gerechtigkeit bleiben ewiglich. * Ps. 34, 10. Den Frommen geht * das Licht auf in der Finsterniß, von dem Gnädigen, Barmherzigen und Gerechten. * Ps. 97, n. 2 Mof. io, 2 z. 5. Wohl dem, * der barmherzig ist, und gerne leihet, und richtet seine Sachen aus, daß er Niemand Unrecht thue. * Spr. 19 , 17 . 6. Denn er wird ewiglich bleiben; des Gerechten wird nimmermehr vergessen. 7. Wenn eine Plage kommen will, so fürchtet er fich nicht; sein Herz hoffet unverzagt auf den Herrn. 8. Sein Herz ist getrost, und fürchtet fich nicht, bis * er seine Lust an seinen Feinden stehet. * Ps. 9l, 8. Ps. 118, 7. y. Er * streuet aus und gibt den Armen ; seine Gerechtigkeit bleibt ewiglich, sein Horn wird erhöhet mit Ehren. *2 Cor. 9 , 9 . . 10 . Der Gottlose wird es sehen, und wird ihn verdrießen;' seine Zähne wird er zusammen beissen, und vergehen. Denn was die Gottlosen gerne wollten, das ist verloren. ' Ps. 32 / 16 . Ps. 37 , 12 . Der 113. Psalm. Gott gibt den Dcmüthigen Gnade. 1 . Halleluja. * Oobet, ihr Knechte des Herrn, lobet den Nah- ^ men des Herrn. ' Ps. 134 , 1 . 2 . Gelobet * fey des Herrn Nähme, von nun an bis in Ewigkeit. * Dan. 2 , 20 . 3. Vom ' Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang fey gelobet der Nähme des Herrn. * Mal. 1, 11 . Der Herr ist hoch über alle Heiden; seine Ehre gehet, so weit der Himmel ist. 5 . * Wer ist, wie der Herr, unser Gott ? Der sich so -k- hoch gesetzet hat, * 2 Mos. 13 , 11 . Ps. 86,s. -s Ps. 138, 6. Esaj. 37, 13. 6. Und auf das * Niedrige siehst im Himmel und auf Erden; * «uc. i, 4s. 7 . Der * den Geringen aufrichtet aus dem Staube, und erhöhet den Armen aus dem Koth, * 1 Mos. 41, 4o. 4l. 8. Daß er ihn setze neben die Fürsten, neben die Fürsten seines Volks. 9 . Der * die Unfruchtbare im Hause wohnen macht, daß sie eine fröhliche Kindermutter wird, Halleluja. * 1 Mos. 21 , 2 . 1 Sam. 1 , 20 . Luc. 1 , 37. Der 114. Psalm. Don Ausführung der Kinder Israel aus Egypten. ' Israel aus Egypten zog, das Haus ^ Jakobs aus dem fremden Volk; * 2 Mos. 12 / 41. 2 . Da ward Inda sein Heiligthum, Israel feine Herrschaft. 3. Das * Meer sah, und fioh; der -k Jordan wandte sich zurück; * 2 Mos. i4, 22 . 1 - J»s. 3, 13 . 16 . L. Die Berge hüpften wie die Lämmer, die Hügel wie die jungen Schafe, s. Was war dir, du Meer, daß du flohest? Und du Jordan, daß du dich zurück wandtest? 6. Ihr Berge, daß ihr hüpftet, wie die Lämmer ? Ihr Hügel, wie die jungen Schafe? 576 Götzendienst. , . P sa l m 7. Vor dem Herrn bebete die Erde, vor dem Gott Jakobs, 8 . Der" den Fels wandelte in Wassersee, und die Steine in Wasserbrunnen. *-Mos. 17,6. Der 115. Psalm. Verwerfung der Abgöttercy und des Götzendienstes. t Eicht uns, Herr, nicht uns, sondern dei- ^ nem Nahmen gib Ehre, um deine Gnade und Wahrheit. 2. Warum sollen die Heiden sagen: * Wo ist nun ihr Gott? " Ps- 42,4.11. 3. Aber unser Gott ist im Himmel; er" kann schaffen, was er will. " Ps. in, 6 . Jener Götzen aber * sind Silber und Gold, von Menschen Händen gemacht. "Ps. 133,13. 6 . Sie haben Mäuler, und reden nicht; sie haben Augen, und sehen nicht; 6 . Sie haben Ohren, und hören nicht; sie haben Nasen, und riechen nicht; 7. Sie haben Hände, und greifen nicht; Füße haben sie, und gehen nicht; und reden nicht durch ihren Hals. 8 . Die solche machen, find gleich also/ und alle, die auf sie hoffen. 9. Aber " Israel hoffe auf den Herrn; der ist ihre Hülfe und Schild. * Ps "i, 3. 10. Das Haus Aarons hoffe auf den Herrn ; der ist ihre Hülfe und Schild. 11. Die den Herrn fürchten, hoffen auf den Herrn; der ist ihre Hülfe und Schild. t2. Der Herr denket an uns, und segnet uns; er segnet" das Haus Israel, er segnet das Haus Aarons, '' Ps- 2. 3. 4 . 13. Er* segnet, die den Herrn fürchten; bey- des Kleine und Große. " Ps. "2,2. iL. Der Herr segne euch je mehr und mehr, euch und eure Kinder. 15. Ihr * ftyd die Gesegneten -es Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. *1 Mos.- 6 ,2s. 16. Der* Himmel allenthalben ist des Herrn; aber die Erde hat er den Menschenkindern gegeben. » 1 Mos. 14 , 22. 17 . Die"Todten werden dich, Herr, nicht loben, noch die hinunter fahren in die Stille; " Ps. 6 , 6 . 18. Sondern wir loben den Herrn von nun an bis in Ewigkeit, Halleluja. Der 116. Psalm. - Wie man sich im Kreuz trösten und verhalten soll. i.Z>as ist mir lieb, daß der Herr meine Stirn- me und mein Flehen höret, 115 - 118 . Trost im Kreuz. 2. Daß er sein Ohr zu mir neiget; darum will ich mein Lebenlang ihn anrufen. 3. * Stricke des Todes hatten mich umfangen, und Angst -r der Holle halte mich getroffen; ich kam in Jammer und Noth." 2 Sam. 22,-. Ps is, 6 . -l- Ps. 3 »/ 4 . 4. Aber ich rief an den Nahmen des Herrn: O Herr, errette meine Seele! 5. Der Herr ist gnädig und gerecht; und unser Gott ist barmherzig. 6 . Der Herr behürhct die Einfältigen. Wenn ich unterliege, so hilft er mir. 7. Sey nun wieder zufrieden, meine Seele; denn der Herr thut dir Gutes. 8 . Denn" du hast meine Seele aus dem Tode gerissen, mein Auge von den Thränen, meinen Fuß vom Gleiten. "Ps. - 6 ,14. 9. Ich will * wandeln vor dem Herrn, im Lande der Lebendigen. * 1 Mos. 6 ,1. 10. *Jch glaube, darum rede ich. Ich werde aber sehr geplaget. ' 2 Cor. 4,13. 11. Ich sprach in meinem Zagen : ' Alle Menschen sind Lügner. ' Mm. 3, 4 . 12. Wie soll ich dem Herrn vergelten alle seine Wohlthat, die er an mir thut? 1 3 . Ich will den heilsamen Kelch nehmen, und des Herrn Nahmen predigen. 14. Ich will * meine Gelübde dem Herrn bezahlen , vor allem seinem Volk. ' Ps. 22,26. 15. Der Tod seiner Heiligen ist werth gehalten vor dem Herrn. 16. O Herr, ich bin dein Knecht; ich bin dein Knecht, deiner Magd Sohn. Du hast meine Bande zerrissen. 17. Dir will ich Dank opfern, und des Herrn Nahmen predigen. 18. Ich " will meine Gelübde dem Herrn be^ zahlen, vor allem seinem Volk. *Ps. 30,14. 19. In den Höfen am Hause des Herrn, in dir, Jerusalem, Halleluja. Der 117 . Psalm. Von dem Meßia und seinem Reich. 1. Aobet * den Herrn, alle Heiden; preiset ihn, ^ alle Völker. *R°m. 13, 11. 2. Denn seine Gnade und Wahrheit waltet über uns in Ewigkeit, Halleluja. Der 118. Psalm. Dcmkpsalm. Christi Sieg. 1.Danket * dem Herrn; denn er ist freund- ltch, und seine Güte währet ewiglich. * Ps. 107 , 1 . Ps. 13 L, 1 . RöM. 15 / 2. Es Christi Leiden und Sieg. Psal M 118 . 119 . Nutzen göttlichen Worts. 57 ? 2. Es sage nun * Israel: Seine Güte währet ewiglich. ' Ps-12. iz. 3 . Es sage nun das Haus Aarons: Seine Güte währet ewiglich. 4 . Es sagen nun, die den Herrn fürchten: Seine Güte währet ewiglich. s. * In der Angst rief ich den Herrn an, und der Herr erhörete mich, und tröstete mich. * Esaj. 26 , 16 . 6 . Der * Herr ist mit mir, darum fürchte ich mich nicht; was können mir Menschen thun ? * Ps. 36 , 3 . Ebr. 13 , 6 . 7 . Der Herr ist mit mir, mir zu helfen, und ich * will meine Lust sehen an meinen Feinden. * Ps. 34 , s. 8 . Es ist gut auf den Herrn vertrauen, und sich nicht verlassen auf Menschen. 9. Es ist gut auf den Herrn vertrauen, und sich nicht verlassen auf Fürsten. 10. Alle Heiden umgeben mich; aber im Nahmen des Herrn will ich sie zerhauen. 11. Sie umgeben mich allenthalben; aber im Nahmen des Herrn will ich sie zerhauen. 12. * Sie umgeben mich wie Bienen, sie dämpfen wie ein Feuer in Dornen; aber im Nahmen des Herrn will ich sie zerhauen. *3 Mos. 1,44. 13. Man stößt mich, daß ich fallen soll; aber der Herr hilft mir. 14. Der * Herr ist meine Macht, und mein Psalm, Md ist mein Heil. * - M°s. 13, 2. ss. 12,2. 15. Man singet mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten: Die Rechte des Herrn behält den Sieg; 16. Die Rechte des Herrn ist erhöhet; die Rechte des Herrn behält den Sieg. 17. Ich werde nicht sterben, sondern leben, und des Herrn Werk verkündigen. 18. Der Herr' züchtiget mich wohl, aber er gibt mich dem Tode nicht. * 2 Cor. 6, s. 19. * Thut mir auf die Lhore der Gerechtigkeit, daß ich da hineingehe, und dem Herrn danke. * Esaj. 26 , 2 . 20. Das ist das Thor des Herrn; die Gerechten werden dahinein gehen. 21. Ich danke dir, * daß du mich demüthigest, und hilfst mir. 'Ps. 119,71. 22. Der * Stein, den die Bauleute verworfen, ist zum Eckstein geworden. 'MM.21,42. 23. Das ist vom Herrn geschehen, und ist ein Wunder vor unfern Augen. 24 . Dieß ist der Tag, den der Herr macht; * laßt uns freuen, und fröhlich darinnen seyn. ' Off. 19 , 7 . 25. O Herr, * hilf, 0 Herr, laß wohl gelingen ! ' 80h. 12, 13 . 26. Gelobet sey, der da kommt im Nahmen des Herrn! Wir segnen euch, die ihr vom Hause des Herrn seyd. 27. Der Herr ist Gott, der uns erleuchtet. Schmücket das Fest mit Mayen, bis an die Hörner des Altars. 28. Du bist mein Gott, und ich danke dir; mein Gott, ich will dich preisen. 29. Danket* dem Herrn; denn er ist freundlich^ und seine Güte währet ewiglich. *Ps.iZ6,i.26. Der 119 . Psalm. Vom Lobe, Liebe, Kraft und Nutzen des Worts Gottes. 1. AAohl' denen, die ohne Wandel leben, die im Gesetz des Herrn wandeln. ' Ps. 1, 1 . 2 . Ps. 112 , 1 . 2. Wohl denen, die seine Zeugnisse halten, die ihn von ganzem Herzen suchen. 3. Denn welche auf seinen Wegen wandeln, die thun kein Uebels. 4 . Du hast gebothen sieißig zu halten deine Befehle. 5. O daß mein Leben deine Rechte mit ganzem Ernst hielte! 6 . Wenn ich schane allein auf deine Gebothe, so werde ich nicht zu Schanden. 7. Ich danke dir von rechtem Herzen , daß du mich lehrest die Rechte deiner Gerechtigkeit. 8 . Deine Rechte will ich halten; verlaß mich nimmermehr. 9. Wie wird ein Jüngling seinen Weg unsträflich gehen? Wenn er sich hält nach deinen Worten. 10. Ich suche dich von ganzem Herzen; laß mich nicht fehlen deiner Gebothe. 11. Ich behalte dein Wort in meinem Herzen, auf daß ich nicht wider dich sündige. 12. Gelobet seyst du, Herr! * Lehre mich deine Rechte. '». 26 . 64 . 6 ». 13. Ich will mit meinen Lippen erzählen alle Rechte deines Mundes. 14. Ich freue mich des Weges deiner Zeugnisse, als über allerley Reichthum. i ö. Ich rede, was du befohlen hast, und schaue auf deine Wege. 16. "Ich habe Lust zu deinen Rechten, und vergesse deiner Worte nicht. *» 47. 17. Thue * wohl deinem Knechte, daß ich lebe, und dein Wort halte. * Ps. 20. 1 8 . Oeffne mir die Augen, daß ich sehe die Wunder an deinem Gesetz. Dddd 578 Gottes Wort Psalm l19. bey dem Gebeth. 1 9. Ich * bin ein Gast auf Erden ; verbirge deine Gebothe nicht vor mir. ' Ps- Zs. 13. 20. Meine Seele ist zermalmet vor Verlangen nach deinen Rechten allezeit. 21. Du schiltst die Stolzen; "verflucht sind, die deiner Gebothe fehlen. * 2 Mos. 27,26. Gal. 3.10. 22. Wende von mir Schmach und Verachtung; denn ich halte deine Zeugnisse. 23. Es * fitzen auch die Fürsten, und reden wider mich; aber dein Knecht redet von deinen Rechten. ' Ps- 2.2. 24. Ich habe Lust zu deinen Zeugnissen, die sind meine Rathsleute. 25. Meine Seele liegt im Staube; erquicke mich nach deinem Wort. 26. Ich erzähle meine Wege, und du erhörest mich; lehre mich deine Rechte. 27. Unterweise mich den Weg deiner Befehle; so will ich reden von deinen Wundern. 28. Ich gräme mich, daß mir das Herz verschmachtet; stärke mich nach deinem Wort. 29. Wende von mir den falschen Weg, und gönne mir dein Gesetz. 30. Ich habe den Weg der Wahrheit erwählet, deine Rechte habe ich vor mich geftellet. 31. Ich hange an deinen Zeugnissen; Herr, laß mich nicht zu Schanden werden. 32. Wenn du mein Herz tröstest, so laufe ich den Weg deiner Gebothe. 33 . Zeige mir, Herr, den Weg deiner Rechte, daß ich sie bewahre bis ans Ende. 34 . Unterweise mich, daß ich bewahre dein Gesetz, und halte es von ganzem Herzen. 35. Führe mich auf dem Steige deiner Gebothe ; denn ich habe Lust dazu. 36. Neige " mein Herz zu deinen Zeugnissen, und nicht zum Geiz. *1 Sam. 8/3. 37. Wende meine Augen ab, daß sie nicht sehen nach unnützer Lehre; sondern erquicke mich auf deinem Wege. 38. Laß deinen Knecht dein Geboth feftiglich für dein Wort halten, daß ich dich fürch.e. 39. Wende von mir die Schmach, die ich scheue; denn deine Rechte find lieblich. 40. Siehe, ich begehre deiner Befehle; erquicke mich mit deiner Gerechtigkeit. 2^1. Herr, laß mir deine Gnade widerfahren, deine Hülfe nach deinem Wort, 42. Daß ich antworten möge * meinem Lästerer; denn ich verlasse mich auf dein Wort.*Ps. 42 , 4 . n. 43. Und * nimm ja nicht von meinem Munde das Wort der Wahrheit; denn ich hoffe auf deine Rechte. * J-r. i-/16. 44 . Ich will dein Gesetz halten allewege, immer und ewiglich. 45 . Und ich wandle fröhlich; denn ich suche deine Befehle. 46 . Ich rede von deinen Zeugnissen * vor Königen, und schäme mich nicht, * M-mh. i», 18. 47. Und " habe Lust an deinen Gebothen, und sie sind mir lieb, " v. 16. 48 . Und hebe meine Hände auf zu deinen Gebothen , die mir lieb sind; und rede von deinen Rechten. 49. Gedenke deinem Knechte an dein Wort, auf welches du mich lässeft hoffen. 50. Das ist mein Trost in meinem Elend; denn dein Wort ' erquicket mich. * Ps. 19,«. 51. Die Stolzen haben ihren Spott an mir; dennoch * weiche ich nicht von deinem Gesetz. * 3 Mos. 17 / 11. 52. Herr, wenn ich gedenke, wie du von der Welt her gerichtet Haft, so werde ich getröstet. 53. Ich * bin entbrannt über die Gottlosen, die dein Gesetz verlassen. * Ps. Zs, 1. 54 . Deine Rechte find mein Lied in dem Hause meiner Wallfahrt. 55. Herr, ich gedenke des Nachts an deinen Nahmen, und halte dein Gesetz. 56 . Das ist mein Schatz, daß ich deine Befehle halte. 57. Ich habe gesagt, Herr, das soll mein Erbe seyn, daß ich deine Wege halte. 5 8 . Ich flehe vor deinem Angeficht von ganzem Herzen; sey mir gnädig nach deinem Wort. 59. Ich betrachte meine Wege, und kehre meine Füsse zu deinen Zeugnissen. 60. Ich eile und säume mich nicht, zu halten deine Gebothe. 61. Der Gottlosen Rotte beraubet mich; aber ich vergesse deines Gesetzes nicht. 62. Zu * Mitternacht stehe ich auf, dir zu danken für die Rechte deiner Gerechtigkeit. * Ps. 42 / S. 63 . Ich halte mich zu denen, die dich fürchten , und deine Befehle halten. 64 . Herr, die * Erde ist voll deiner Güte; lehre mich deine Rechte. "Ps. 33 /-. 65 . Du " thuft Gutes deinem Knechte, Herr, nach deinem Wort. * v. 17. 66. Lehre mich heilsame Sitten und Erkennt- niß; denn ich glaube deinen Gebothen. Des Wortes Psalm 119. Lieblichkeit und Nutzen. 579 67 . Che ich gedemüthiget ward, irrete ich; nun aber halte ich dein Wort. 68 . Du bist gütig und freundlich; lehre mich deine Rechte. 69. Die * Stolzen erdichten Lügen über mich; ich aber halte von ganzem Herzen deine Befehle. * v. 78 . 85 . 70. Ihr Herz ist dick wie Schmer: ich aber habe Lust an deinem Gesetz. 7 1. Es ist mir lieb/ daß du mich gedemüthtget hast, daß ich deine Rechte lerne. 72. Das Gesetz deines Mundes ist mir lieber, denn viel tausend Stück " Gold und Silber. * Ps. 19 , 11 . 7 . 8 . Deine * Hand hat mich gemacht und bereitet; unterweise mich, daß ich deine Gebothe lerne. * Hiob io, 8 . Ps. 139,13.14. 7^. Die dich fürchten, sehen mich, und freuen sich; denn ich hoffe auf dein Wort. 7 Z. Herr, ich weiß, daß deine Gerichte recht sind, und hast mich treulich gedemüthiget. 76. Deine Gnade müsse mein Trost seyn, wie du deinem Knechte zugefaget hast. 77 . Laß mir deine Barmherzigkeit widerfahren, daß ich lebe; denn * ich habe Lust zu deinem Gesetz. * verS 35 . 78 . Ach daß die Stolzen müßten zu Schanden werden, die mich * mit Lügen Niederdrücken; ich aber rede von deinem Befehl. * v. 86 . 79. Ach daß sich müßten zu mir halten, die dich fürchten und deine Zeugnisse kennen. 80. Mein Herz bleibe rechtschaffen in deinen Rechten , daß ich nicht zu Schanden werde. 8 1. Meine Seele " verlanget nach deinem Heil, ich hoffe auf dein Wort. * 1 Mos. 49,18. 82. Meine Augen sehnen sich nach deinem Wort, und sagen: Wann tröstest du mich? 83 . Denn ich bin wie eine Haut im Rauch (oerdmct, ohne Kraft); deiner Rechte vergesse ich nicht. 8 ^. Wie * lange soll dein Knecht warten? Wann willst du Gericht Hallen über meine Verfolger ? "Off. 6 , 10. 85 . Die Stolzen graben mir Gruben, die nicht sind nach deinem Gesetz. 86 . Deine Gebothe sind eitel Wahrheit. Sie verfolgen mich mit Lügen; hilf mir. 87 . Sie haben mich schier umgebracht auf Erden; ich aber verlasse deine Befehle nicht. 8 8 . Erquicke mich durch deine Gnade, daß ich halte die Zeugnisse deines Mundes. 89. Herr,'dein Wort bleibet ewiglich, soweit der Himmel ist; * Esaj. 40, 8 . 90. Deine Wahrheit währet für und für. Du hast die * Erde zugerichtet, und sie bleibet stehen. * Ps. 89, 12. 91. Es bleibet täglich nach deinem Wort; denn es muß dir Alles dienen. 92. Wo dein Gesetz nicht mein "Trost gewesen wäre; so wäre ich vergangen in meinem Elend. * v. 50 . Jer. ", 16. 93 . Ich will deine Befehle nimmermehr vergessen; denn du erquickest mich damit. 9^!. Ich bin dein, hilf mir; ' denn ich suche deine Befehle. " v. 45. 95 . Die" Gottlosen warten auf mich, daß sie mich umbringen; ich aber merke auf deine Zeugnisse. ' Ps- 37 , 32 . 96. Ich habe alles Dinges ein Ende gesehen; aber dein Geboth währet. 9 7 . Wie habe ich dein Gesetz so lieb! "Täglich rede ich davon. " Ps. 1,2. 9 8 . Du machst mich mit deinem Geboth weiser, denn meine Feinde sind; denn es ist ewiglich mein Schatz. 99 . Ich bin gelehrterdenn alle meine Lehrer ; denn deine Zeugnisse sind meine Rede. 100. Ich bin klüger denn die Alten; denn ich halte deine Befehle. 101. Ich wehre meinem Fuß alle böse Wege, daß ich dein Wort halte. 102. Ich weiche nicht von deinen Rechten; denn du lehrest mich. 103. Dein " Wort ist meinem Munde süßer, denn Honig. " Ps. is, 10^. Dein Wort macht mich klug; darum hasse ick alle falsche Wege. 105. Dein Wort ist ' meines Fußes Leuchte, und ein Licht auf meinem Wege. ' Ps. 19, 9. 2 Pct. 1, 19. 106. Ich schwöre, und will es halten, daß ich die Rechte deiner Gerechtigkeit halten will. 107. Ich bin sehr gedemüthiget; Herr, erquicke mich nach deinem Wort. 108. Laß " dir gefallen, Herr, das willige Opfer meines Mundes; und lehre mich deine Rechte. " Ps- is, r;. 109. Ich trage meine Seele immer in meinen Händen, und ich vergesse deines Gesetzes nicht. 110. Die Gottlosen legen mir Stricke; ich aber irre nicht von deinem Befehl. 111. Deine Zeugnisse find mein ewiges Erbe; denn sie sind meines Herzens Wonne. 112. Ich neige mein Herz zu thun nach deinen Rechten immer und ewiglich. Dddd 2 580 Davids Psalm 119. behuthsamer Wandel. uz. * Ich hasse die Flattergeister, und liebe dein Gesetz. * Ps. 31,7. 114. Du bist mein Schirm und Schild; ich * hoffe auf dein Wort. * v. 74. 115. Weichet von mir, ihr Boshaftigen ; ich will halten die Gebothe meines Gottes. 116. Erhalte mich durch dein Wort, daß ich lebe, und laß * mich nicht zu Schanden werden über meiner Hoffnung. * Ps. 25,2.3. 117. Stärke mich, daß ich genese; so will ich stets ' meine Luft haben an deinen Rechten. * V. 70. 143. 118. Du zertrittst alle, die deiner Rechte fehlen ; denn ihre Trügerey ist eitel Lügen. 119. Du wirfst alle Gottlosen auf Erden weg wie Schlacken; darum liebe ich deine Zeugnisse. 120. Ich * fürchte mich vor dir, daß mir die Haut schaudert, und entsetze mich vor deinen Rechten. * Hiob 4/14.13. 121. Ich halte über dem Recht und Gerechtigkeit ; übergib mich nicht denen, die mir wollen Gewalt thun. 122. Vertritt du deinen Knecht, und tröste ihn, daß mir die Stolzen nicht Gewalt thun. 123. Meine Augen sehnen sich nach deinem Heil, und nach dem Wort deiner Gerechtigkeit. 12L. Handle mit deinem Knechte nach deiner Gnade, und lehre mich deine Rechte. 125. Ich bin dein Knecht; unterweise mich, daß ich erkenne deine Zeugnisse. 126. Es ist Zeit, daß der Herr dazu thue; sie haben dein Gesetz zerrissen. 127. Darum "liebe ich dein Geboth über Gold und über feines Gold. * Ps. 12, n. 128. Darum halte ich stracks alle deine Befehle, ich hasse allen falschen Weg. 129. Deine Zeugnisse sind wunderbarlich; darum hält sie meine Seele. 130. Wenn dein Wort offenbar wird; so erfreuet es, und " macht klug die Einfältigen. * Ps. 19/ 8. 2 Tim. 2/ 13. 16. 131. Ich thue meinen Mund auf, und begehre deine Gebothe; denn mich verlanget darnach. 132. "Wende dich zu mir, und sey mir gnädig; wie du pstegft zu thun denen, die deinen Nahmen lieben. * Ps. 6/ s. 133. Laß meinen Gang gewiß feyn in deinem Wort, und laß kein Unrecht über mich herrschen. 134. Erlöse mich von der Menschen Frevel; so will ich halten deine Befehle. 135. Laß dein Antlitz leuchten über deinen Knecht, und lehre mich deine Rechte. 136. Meine Augen fließen mit Wasser, daß man dein Gesetz nicht hält. 137. Herr, " Du bist gerecht, und dein Wort ist recht. * 2 Mos. 9/ 27. Off. 16/ 3. 138. Du Haft die Zeugnisse deiner Gerechtigkeit und die Wahrheit hart gebothen. 139. Ich habe mich schier "zu Tode geeifert, daß meine Widersacher deiner Worte vergessen. * Ps. 69/ 10. 140. Dein Wort ist "wohl geläutert, und dein Knecht hat es lieb. " Ps. 12/ 7. Ps. 19/ 9. 141. Ich bin gering und verachtet, ich vergesse aber nicht deines Befehls. 142. Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist Wahrheit. 143. Angst und Noth haben mich getroffen; ich habe aber Lust an deinen Gebothen. 144. Die Gerechtigkeit deiner Zeugnisse ist ewig; unterweise mich, so lebe ich. 145. Ich rufe von ganzem Herzen; erhöre mich, Herr, daß ich deine Rechte halte. 146. Ich rufe zu dir, hilf mir, daß ich deine Zeugnisse halte. 147. Ich komme frühe und schreye;" auf dein Wort hoffe ich. * v. 114. 148. Ich wache frühe auf, daß ich rede von deinem Wort. 149. Höre meine Stimme nach deiner Gnade; Herr, " erquicke mich nach deinen Rechten. * V. 88. 134. 150. Meine boshaftigen Verfolger wollen mir zu, und sind ferne von deinem Gesetz. 151. Herr, Du bist nahe, und" deine Gebothe sind eitel Wahrheit. " v. 86. 152. Zuvor weiß ich aber, daß du deine Zeugnisse ewiglich gegründet hast. 153. Siehe mein Elend, und errette mich: hilf mir aus, denn "ich vergesse deines Gesetzes nicht. * v. 61. i4i. 154. Führe meine Sache, und erlöse mich; erquicke mich durch dein Wort. 155. Das Heil ist ferne von den Gottlosen; denn sie achten deine Rechte nicht. 156. Herr, deine Barmherzigkeit ist groß; erquicke mich nach deinen Rechten. 157. Meiner " Verfolger und Widersacher ist viel; ich weiche aber nicht von deinen Zeugnissen. " Ps. 3/ 2. 15 8. Ich sehe die Verächter, und es thut mir wehe, daß sie dein Wort nicht halten. >59. Siehe, ich liebe deine Befehle; Herr, erquicke mich nach deiner Gnade. Psalm 119-123, Der Frommen Trost. 581 Klage über die Bösen. 160. Dein * Wort ist nichts denn Wahrheit, alle Rechte deiner Gerechtigkeit währen ewiglich. * Joh. 17, 17. 1 6 1. Die Fürsten verfolgen mich ohne Ursach; und mein Herz * fürchtet sich vor deinen Worten. * Esaj. 66, 2. 162. Ich freue mich über deinem Wort, wie einer, der eine große Beute krigt. 163 . Lügen bin ich gram, und habe Gräuel daran; aber dein Gesetz habe ich lieb. 164 . Ich lobe dich des Tages fiebenmahl um der Rechte willen deiner Gerechtigkeit. 165 . Großen Frieden haben, die dein Gesetz lieben, und werden nicht straucheln. 166. ' Herr, ich warte auf dein Heil, und thue nach deinen Gebothen. * i Mos. 49, is. 167. Meine Seele hält deine Zeugnisse, und liebet ße sehr. 168. Ich halte deine Befehle und deine Zeugnisse ; denn alle meine Wege sind vor dir. 16s. Herr, laß meine Klage vor dich kommen; unterweise mich nach deinem Wort. 170. Laß mein Flehen vor dich kommen; errette mich nach deinem Wort. 171. Meine Lippen sollen loben, wenn du mich deine Rechte lehrest. 172. Meine Zunge soll * ihr Gespräch haben von deinem Wort; denn alle deine Gebothe sind recht. * Svr. 6 ,22. 173. Laß mir deine Hand beystehen; denn ich habe erwählet deine Befehle. 174 . Herr, mich verlanget nach deinem Heil, und habe Lust an deinem Gesetz. 175. Laß meine Seele leben, daß sie dich lobe, und deine Rechte mir helfen. 176. Ich bin wie "ein verirrtes und verlornes Schaf, suche deinen Knecht; denn ich vergesse deiner Gebothe nicht. * Esaj. 6 . Der 120 . Psalm. Gedeth wider falsche Lehrer, Verleumder und Tyrannen. 1. Ein Lied im höhern Chor. ?^ch * rufe zu dem Herrn in meiner Roth, und er erhöret mich. * Ps. 2. Herr, errette meine Seele von den Lügenmäulern , und von den falschen Zungen. 3 . Was kann dir die falsche Zunge thun? Und was kann sie ausrichten? 4 . Sie ist wie scharfe Pfeile eines Starken, wie Feuer in Wachholdern. 5. Wehe mir, daß ich ein Fremdling bin unter * Mefech ; ich muß wohnen unter den Hütten Kedars. * Hohn. 1,2. 6 . Es wird meiner Seele lang zu wohnen bey denen, die den Frieden hassen. 7 . Ich halte Frieden ; aber wenn ich rede, so fangen sie Krieg an. D e r 121 . Psalm. Gott ein Menschenhüthcr. 1. Ein Lied im höhcrn Chor. ^ch hebe meine Augen auf zu den Bergen, O von welchen mir Hülfe kommt. 2. Meine Hülfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. 3. Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen; und der dich behüthct, schlaft nicht. 4 . Siehe, der Hüther Israels schläft noch schlummert nicht. 6 . Der Herr behüthet dich, der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand, ^ 6 . Daß dich des Tages die Sonne nicht steche, noch der Mond des Nachts. 7 . Der Herr behüthet dich vor allem Uebel; * er behüthct deine Seele. * Pf. 6. 8 . Der Herr behüthe deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit. Der 122 . Psalm. Herrlichkeit der Stadt Jerusalem. 1. Ein Lied Davids im höhern Chor. ^ch freue mich deß, daß mir geredet ist, daß ^ wir werden ins Haus des Herrn gehen; 2. Und daß unsere Füße werden stehen in deinen Thoren, Jerusalem. 3. * Jerusalem ist gebauet, daß es eine Stadt sey, da man zusammen kommen soll; * 2 Chr. 6, 6 . 4 . Da die Stämme hinauf gehen sollen , nähm- lich die Stämme des Herrn, zu predigen dem Volk Israel, zu danken dem Nahmen des Herrn. 5. Denn daselbst sitzen die Stühle zum Gericht, die Stühle des Hauses Davids. 6 . Wünschet Jerusalem Glück: Es müsse wohl gehen denen, die dich lieben. 7 Es müsse Friede feyn inwendig in deinen Mauern, und Glück in deinen Pallästen. 8. Um meiner Brüder und Freunde willen will ich dir Frieden wünschen. v. Um des Hauses willen des Herrn, unsers Gottes, will ich dein Bestes suchen. Der 123 . Psalm. Der Frommen Zustand und Trost. 1. Ein Lied im höhern Chor. ^'ch' hebe meine Augen auf zu dir, der du im ^ Himmel sitzest. * Ps- "i, 1. 582 Der Frommen Hülfe, Hoffnung, Psa lm 123-128. Freude, Haushaltung und Ehe. 2. Siehe, wie die Augen der Knechte auf die Hände ihrer Herren sehen, wie die Augen der Magd auf die Hände ihrer Frauen; also sehen unsere Augen auf den Herrn, unfern Gott, bis er uns gnädig werde. 3. Sey uns gnädig, Herr, sey uns gnädig; denn wir sind sehr voll Verachtung. Sehr voll ist unsere Seele der Stolzen Spott, und der Hoffärtigen Verachtung. Der 124 . Psalm. Eott-S Bcystand in der Noch. 1. Ein Lied Davids im höhern Chor. ANo der Herr nicht bey uns wäre, so sage ^ Israel; 2. Wo der Herr nicht bey uns wäre, wenn die Menschen sich wider uns setzen: 3. So verschlungen sie uns lebendig, wenn ihr Zorn über uns ergrimmete; So * ersäufte uns Wasser, Ströme gingen über unsere Seele; * Ps- 69,16. s. Es gingen Wasser allzuhoch über unsere Seele. 6 . Gelobet sey der Herr, daß er uns nicht gibt zum Raub in ihre Zähne. 7 . Unsere Seele ist entronnen, 'wie ein Vogel dem Strick des Voglers, der Strick ist zerrissen, UNd Wir sind los. ' Spr. 6, L. 8 . Unsere'Hülfe steht im Nahmen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. ' Ps. "i, 2. Der 125 . Psal m. Hoffnung liissct nicht zu Schunden werden. 1. Ein Lied im höhern Chor. «sT^ie auf den Herrn ' hoffen, die werden nicht fallen, sondern ewiglich bleiben, wie der Berg Zion. ' Ps- 21, 2. Um Jerusalem her sind Berge; und der Herr ist' um sein Volk her, von nun an bis in Ewigkeit. ' Ps. 34 . 8 . 3. Denn der Gottlosen Scepter wird nicht bleiben über dem Häuflein der Gerechten , auf daß die Gerechten ihre Hand nicht ausstrecken zur Ungerechtigkeit. ^i. Herr, thue wohl den guten und'frommen Herzen. ' Ps. "2, 4 . 5. Die aber abweichen auf ihre krumme Wege, wird der Herr wegtreiben mit den Uebelthä- tern; aber'Friede sey über Israel. » Ps. 128. 6. Gal. 6. 16. Der 126. Psalm. Der Frommen Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden. 1. Ein Lied im höhern Chor. ?sjs!enn der Herr die' Gefangenen Zions erlösen wird; so werden wir seyn wie die Träumende. * Ps. 7. 2. Dann wird unser Mund voll Lachens, und unsere Zunge voll Rühmens seyn. Da wird man sagen unter den Heiden: Der Herr hat Großes an ihnen gethan; 3. Der' Herr hat Großes an uns gethan; deß sind wir fröhlich. ' Luc. 1,49. Herr, wende unser Gefängniß, wie du die Wasser gegen Mittag tröcknest. 5. Die mit' Thränen säen , werden mit Freuden ernten. ' MM. 6 . 4 . 6 . Sie gehen hin und weinen, und tragen edeln Samen, und kommen mit Freuden, und bringen ihre Garben. Der 127. Psalm. Gesegnete Haushaltung und Regierung. 1. Ein Lied Salomons im höhern Chor. ?Mo der Herr nicht das Haus bauet; so arbei- ten umsonst, die daran bauen. Wo der Herr nicht die Stadt behüthet; so wachet der Wächter umsonst. 2. Es ist umsonst, daß ihr frühe aufstehet, und hernach lange fitzet, und ' esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er es schlafend. * Ezcch. 12 . 19 . 3. Siehe, Kinder find ' eine Gabe des Herrn, und Leibesfrucht ist ein Geschenk. * r Mos 33,3. Wie die Pfeile in der Hand eines Starken, also gerathen die jungen Knaben. 5 . Wohl dem, der seinen Köcher derselben voll hat; die werden nicht zu Schanden, wenn sie mit ihren Feinden handeln im Thor. Der 128. Psalm. Frommer Eheleuten Pflicht und Segen. 1. Ein Lied im höhern Chor. dZ^ohl dem, der den Herrn fürchtet, und auf ^ seinen Wegen gehet. 2. Du wirst dich nähren deiner Hände Arbeit; wohl dir, du hast es gut. 3. Dein Weib wird seyn wie ein fruchtbarer Weinstock um dein Haus herum, deine Kinder wie die Oehlzweige um deinen Tisch her. Siehe, also wird gesegnet der Mann, der den Herrn furchtet. Vußgebeth. Psalm ü. Der Herr wird dich ' segnen aus Zion, daß du sehest das Glück Jerusalems dein Lebenlang, * Ps. 134/ 3. 6 . Und sehest deiner Kinder Kinder. ' Friede über Israel. * Ps. 123, 3. Der 129 . Psalm. Dcr Kirche Sieg wider ihre Feinde. 1. Ein Lied im höhern Chor. Aie haben mich oft gedränget von meiner Ju- ^ gend auf, so sage Israel, 2. Sie haben mich oft gedränget von meiner Jugend auf; aber sie haben mich nicht übermocht. 3. Die * Pflüger haben auf meinem Rücken geackert , und ihre Furchen lang gezogen. * Es. -i, 23 . Der Herr, der gerecht ist, hat der Gottlosen Seile abgehauen. 5. Ach, daß müßten zu Schanden werden und zurück kehren alle, die Zion gram find! 6 . Ach, daß sie müßten seyn wie * das Gras auf den Dächern, welches verdorret, ehe man es ausrauft! 'Es->j. 37 , 27 . 7. Von welchem der Schnitter seine Hand nicht füllet, noch der Garbenbinder seinen Arm voll, 8. Und die vorüber gehen, nicht sprechen: Der Segen des Herrn sey über euch, wir segnen euch im Nahmen des Herrn. Der 130 . Psalm. Gedeih um Vergebung dcr Sünden. 1. Ein Lied im höhern Chor. Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir. 2. Herr, * höre meine Stimme, laß deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens. * Ps. 3/ 1. Ps. 102/ 1. 3 . So du willst , * Herr, Sünde zurechnen ; Herr, wer wird bestehen? ' Ps. 143, 2. Denn bey dir * ist die Vergebung , daß man dich fürchte. * Esaj. 33 / 7 . 5. Ich ' harre des Herrn, meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort. * Ps. 27 , 14. o. Meine Seele wartet auf den Herrn von einer Morgenwache bis zur andern. 7 . Israel hoffe auf den Herrn; denn bey dem Herrn ist die Gnade, und viel Erlösung bey ihm. 8 . Und er wird ' Israel erlösen aus allen seinen Sünden. * 1 Mos. 48/ 16 . Der 131 . Psalm. Spiegel der Demuth. Gräuel der Hoffart. Ein Lied Davids im höhern Chor. 1 Sam. 24 / 10. c. 26/ 19. 128-132. Vom Gottesdienst. 683 err, mein Herz ist nicht hoffärtig, und meine Augen sind nicht stolz, und wandle nicht in großen Dingen, die mir zu hoch sind. 2. Wenn ich meine Seele nicht setzte und stil- lete; so ward meine Seele entwöhnet, wie einer von seiner Mutter entwöhnet wird. 3 . ' Israel, hoffe auf den Herrn, von nun an bis in Ewigkeit. *Ps. 113,9. D e r 132 . Psal m. Um Erhaltung des Gottesdienstes und weltlichen Regiments. 1. Ein Lied im höhern Chor. 2 Sam. 6/ 7. Ps. 89/ t. ff. gedenke, * Herr, an David, und an alle sein ^ Leiden , ' Reh. iz, 14 . 31 . 2. Der dem Herrn schwur, und gelobte dem Mächtigen Jakobs: 3. Ich ' will nicht in die Hütte meines Hauses gehen, noch mich auf das Lager meines Bettes legen , ' 2 Sam. 7/ 2 . " Ich will meine Augen nicht schlafen lassen, noch meine Augenlieder schlummern, * Svr. 6 , 4 . 5. Bis ich eine Stätte finde für den Herrn, zur Wohnung dem Mächtigen Jakobs. 6 . Siehe, wir hören von ihr in Ephrata, wir haben sie gefunden auf dem Felde des Waldes. 7 . Wir wollen in seine Wohnungen gehen, und anbethen vor seinem Fußschemel. 8 . Herr, * mache dich auf zu deiner Ruhe, Du und die Lade deiner Macht. * 4 Mos. 10 , 33. 2 Cbr. 6/ 41. Ps. 68/ 2. 9. Deine Priester laß sich kleiden mit Gerechtigkeit, und deine * Heiligen sich freuen. * Ps. 32/ 11. 10. Nimm nicht weg das Regiment deines Gesalbten , um deines Knechts Davids willen. i i. Der Herr ' hat David einen wahren Eid geschworen, davon wird er sich nicht wenden: Ich will dir auf deinen Stuhl setzen die Frucht deines Leibes. * Ps. «s, 4. Ap. Gesch. 2 , 30 . 12. Werden deine Kinder meinen Bund halten, und mein Zeugniß, das ich sie lehren werde; so sollen auch ihre Kinder auf deinem Stuhl sitzen ewiglich. 13. Denn der Herr hat Zion erwählet, und hat Lust daselbst zu wohnen. 1^. Dieß ist meine Ruhe ewiglich, hier will ich wohnen, denn es gefällt mir wohl. 15. Ich will ihre Speise segnen, und' ihren Armen Brot genug geben. ' Ps. 37,19. 1 6 . Ihre Priester will ich mit Heil kleiden, und ihre Heiligen sollen fröhlich seyn. 584 Lob und Dank Psalm 133-136. für Gottes Güte. 17. Daselbst * soll aufgehen das Horn Davids; ich habe meinem Gesalbten eine Leuchte zugerichtet. * Luc. i, 69. Mal. 3/ 1. 18. Seine Feinde will ich ' mit Schanden kleiden; aber über ihm soll blühen seine Krone. * Ps. 33/ 26. D e r 133. Psalm. Vom goldenen Kleinod des Friedens und der Eintracht. 1. Ein Lied Davids im höhern Chor. ^iehe, wie fein und lieblich ist es, daß Brü- ^ der einträchtig bey einander wohnen. 2. Wie der köstliche Balsam ist, der vom Haupt Aarons herab stießt in seinen ganzen Bart, der herab stießt in sein Kleid, 3. Wie der Thau, der von * Hermon herab fällt auf die Berge Zions. Denn daselbst verheißt der Herr Segen und Leben immer und ewiglich. * Hohel. 4/ 8. D e r 134. Psalm. Dom Amt der Kirchendiener. i. Ein Lied im höhern Chor. ^iehe, lobet den Herrn, alle Knechte des ^ Herrn, die ihr stehet des Nachts im Hause des Herrn. 2. ' Hebet eure Hände auf im Heiligthum, und lobet den Herrn. * Ps. 141,2. 3. Der Herr segne dich aus Zion, der Himmel und Erde gemacht hat. Der 135. Psalm. Danksagung für Gottes Wohlthatcn. 1. Halleluja. Oobet den Nahmen des Herrn, lobet, ihr Knechte ^ * des Herrn. ' Ps. "3,1. 2. Die ihr stehet im Hause des Herrn, in den Höfen des Hauses unsers Gottes. 3. Lobet den Herrn, * denn der Herr ist freundlich ; lobsinget seinem Nahmen, denn er ist lieblich. * Ps. 118, 1. Denn der Herr hat sich Jakob erwählet, Israel zu seinem Eigenthum. 5. Denn ich weiß, daß der Herr groß ist, und unser * Herr vor allen Göttern. * 2 Mos. 13, 11. Ps. 86, 8. 6. Alles, 'was er will, das thuter, imHim- mel, auf Erden, im Meer, und in allen Tiefen. * Ps. 113, 3. 7. Der * die Wolken läßt aufgehen vom Ende der Erde, der die Blitze sammt dem Regen macht, der den Wind aus heimlichen Oettern kommen läßt. ' I«. 10, iz. 8 . Der * die Erstgeburten schlug in Egypten, beydes der Menschen und des Viehes, * 2 Mos. 12, 29. d. Und ließ seine Zeichen und Wunder kommen über dich, Egyptenland, über Pharao und alle seine Knechte; 10. Der viele Völker schlug, und * tödtete mächtige Könige, ' Ps. 136, is. 11. 'Sthon, der Amoriter König, und Og, den König zu Basan, und alle Königreiche in Canaan; * 4 Mos. 21, 21.24. 12. Und * gab ihr Land zum Erbe, zum Erbe seinem Volk Israel. ' Los. 11,23. c. 12, 6. 13. Herr, dein Nähme währet ewiglich, dein 'Gedächtntß, Herr, währet für und für. * Ps. 102, 13. 1^. Denn der Herr wird sein Volk richten, und seinen Knechten gnädig seyn. 15. Der Heiden * Götzen find Silber und Gold, von Menschenhänden gemacht. ' Ps. "3,4. 16. Sie haben Mäuler, und reden nicht; sie haben Augen, und sehen nicht; 17. Sie haben Ohren, und hören nicht; auch ist kein Odem in ihrem Munde. 18. Die' solche machen, sind gleich also; alle, die auf solche hoffen. * Esaj. 42,17. 19. Das Haus Israel lobe den Herrn; lobet den Herrn, ihr vom Hause Aarons; 20. Ihr vom Hause Levi, lobet den Herrn; die ihr den Herrn fürchtet, lobet den Herrn. 21. Gelobet sey der Herr aus Zion, der zu Jerusalem wohnet, Halleluja. Der 136. Psalm. Danksagung für GottcS Güte und Wunderthaten. 1. Danket' dem Herrn, denn er ist freundlich, ^ denn seine Güte währet ewiglich. * Ps. 106, 1. Ps. 107, 1. Ps. 118, 1. 2. Danket dem Gott aller Götter, denn seine Güte währet ewiglich. 3. Danket dem Herrn aller Herren, denn seine Güte währet ewiglich. Der große' Wunder thut allein, denn seine Güte wahret ewiglich. * Ps. 72, is. 5. Der ' die Himmel ordentlich gemacht hat, denn seine Güte währet ewiglich. * 1 Mos. 1 , 6 . Jer. 10, 12. c. Li, 13 . 6 . Der ' die Erde aufs Wasser ausgebreitet hat, denn seine Güte währet ewiglich. * 1 Mos. 1, 1. 7. 9.. 7 . Der ' große Lichter gemacht hat, denn seine Güte währet ewiglich. ' 1 Mos. 1, i§. i6. 8 . Die Klag-und Psalm 136-139. Dariklicd. 585 8. Die' Sonne, dem Tage vorzustehen, denn seine Güte währet ewiglich. »Ps. 74,16.17. 9. Den Mond und Sterne, der Nacht vorzu- steheu, denn seine Güte währet ewiglich. 10. Der Egypten schlug an ihren Erstgeburten, denn seine Güte währet ewiglich. 11. Und ' führete Israel heraus, denn seine Güte währet ewiglich, * 2 Mos. 12,4,. 12. Durch mächtige Hand und ausgereckten Arm, denn seine Güte währet ewiglich. 13. Der' das Schilfmeer theilte in zwey Theile, denn seine Güte währet ewiglich. ' 2 Mos. 14/ 21. Neh. 9, 11. i^. Und ließ Israel durchhin gehen, denn seine Güte währet ewiglich. 15. Der * Pharao und sein Heer in das Schilfmeer stieß, denn seine Güte währet ewiglich. * 2 Mos. 14/ 28. 16. Der sein Volk führete durch die Wüste, denn seine Güte währet ewiglich. 17. Der große'Könige schlug, denn seine Güte währet ewiglich. 18. Und * erwürgete mächtige Könige, denn seine Güte währet ewiglich. * Ps. 133,10. 19. *Sihon, der Amoriter König, denn seine Güte währet ewiglich, ' 4 Mos. 21,34.33. 20. Und Og, den König zu Bafan, denn seine Güte währet ewiglich. 21. Und * gab ihr Land zum Erbe, denn seine Güte währet ewiglich, * s°s. 12/ 2. 22. Zum Erbe seinem Knechte Israel, denn seine Güte währet ewiglich. 23. Denn er * gedachte an uns , da wir untergedrückt waren, denn seine Güte währet ewiglich » 2 Mos. 3/ 7. 8. 2^. Und erlösete uns von unfern Feinden, denn seine Güte währet ewiglich. 25. Der allem Fleisch Speise gibt, denn seine Güte währet ewiglich. 26. Danket dem Gott vom Himmel, denn seine Güte währet ewiglich. Der 137. Psalm. Der gefangenen Juden Jammerlied. 1. Un den Wassern zu Babel saßen wir, und ^ weineten, wenn wir an Zion gedachten. 2. Unsere Harfen hingen wir an die Weiden, die darinnen sind. 3. Denn daselbst hießen uns singen, die uns gefangen hielten, und in unserm Heulen fröhlich seyn: Lieber, singet uns ein Lied von Zion. Wie sollten wir des Herrn Lied singen tm fremden Lande? s. Vergesse ich dein, * Jerusalem ; so werde meiner Rechten vergessen. *J-r. 31,30. 6. Meine ' Zunge müsse an meinem Gaumen kleben, wo ich deiner nicht gedenke. wo ich nicht lasse Jerusalem meine höchste Freude seyn. * Ezech. 3/ 26. 7. Herr, gedenke der Kinder Edoms am Tage Jerusalems, die da sagen: Rein ab, rein ab, bis auf ihren Boden. 8. Du 'verstörte Tochter Babel, wohl dem, der dir ff vergilt, wie du uns gethan hast. * Esaj. 13/ 19. ff I«. 3», 29. c. Li, 24. 9. Wohl dem, der' deine jungen Kinder nimmt, und zerschmettert sie an den Stein. * Esaj. 13/ 16. Off. 2/ 23. Der 138. Psalm. Danksagung für Gottes Güte. 1. Davids. <^ch ' danke dir von ganzem Herzen, vor den ^ Göttern will ich dir lobsingen. * Ps. 9,2. 2. Ich will anbethen zu deinem heiligen Tempel , und deinem Nahmen danken um deine Güte und Treue; denn du hast deinen Nahmen über alles herrlich gemacht durch dein Wort. 3. Wenn ich dich anrufe, so erhöre mich und gib meiner Seele große Kraft. Es * danken dir, Herr, alle Könige auf Erden, daß sie hören das Wort deines Mundes, * Ps. 68, 32. 33. 5. Und singen auf den Wegen des Herrn, daß die Ehre des Herrn groß sey. 6. Denn ' der Herr ist hoch, und siehet auf das Niedrige, uud kennet den Stolzen von ferne. * Ps. 113, 3. 7. Wenn ich mitten * in der Angst wandle; so erquickest du mich, und streckst deine Hand über den Zorn meiner Feinde, und hilfst mir mit deiner Rechten. * Luc. 7,11. 8. Der Herr wird es ein Ende machen um meinet willen. Herr,' deine Güte ist ewig. Das Werk deiner Hände wollest du nicht laßen. * Ps. 32/ 3. Luc. 1/30. Der 139. Psalm. Don Gottes Vorsehung, Allmacht und Allgegenwart. 1. Ein Psalm Davids, vorzufingen. err, ' du erforschest mich, und kennest mich. ' V. 23. 2. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du ' verstehest meine Gedanken von ferne. * Jer. 17, 10. 3. Ich gehe oder liege, so bist du um mich, und fiehest alle meine Wege. Eeee 586 Gottes Vorsehung. Psalm 189. 140. Gebeth um Rettung. Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht alles wissest. s. Du schaffest es, was ich vor oder hernach Lhue, und * hältst deine Hand über mir. * 2 Mos. 23/ 22. 6. Solches Erkenntniß ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann es nicht begreifen. 7. Wo soll ich hingehen vor deinem Geist? Und wo soll ich hinfliehen vor deinem Angesicht? 8. * Führe ich gen Himmel, so bist du da. Bettete ich mir in die Hölle, siehe, so bist du auch da. * Auws 9/ 2. s. Nähme ich Flügel der Morgenröthe, und blieb am äußersten Meer; io. So würde mich doch deine Hand daselbst führen, und deine Rechte mich halten. «i. Spräche ich: Finsternisse mögen mich decken; so muß die Nacht auch Licht um mich seyn. r2. Denn auch * Finsterniß nicht sinsier ist bey dir, und die Nacht leuchtet wie der Tag , Fin- sierniß ist wie das Licht. * J-w. i, 17. 13. Denn du hast meine Nieren in deiner Gewalt, du wärest über mir in Mutterleibe. 1^. Ich danke dir darüber, daß'ich wunder- barlich gemacht bin; wunderbarlich sind deine Werke, und das erkennet meine Seele wohl. * Hiob 10/ 8. Ps. 119/ 73. 15. Es war dir mein Gebein nicht verhohlen, da ich im Verborgenen gemacht ward, da ich gebildet ward unten in der Erde. 16. Deine Augen sahen mich, da ich noch un- bereitet war; und waren alle Tage auf dein Buch geschrieben, die noch werden sollten, und derselben keiner da war. 17. Aber wie köstlich sind vor mir, Gott deine * Gedanken ? Wie ist ihrer so eine große Summa? * Ps. 92/ 6. 18. Sollte ich sie zählen, so würde * ihrer mehr seyn, denn des Sandes. Wenn ich aufwache, bin ich noch bey dir. * 1 Kon. 4/29. 19. Ach Gott, daß du tödtest die Gottlosen, und die Blutgierigen von mir weichen müßten. 20. Denn sie reden von dir lästerlich; und deine Feinde erheben sich ohne Ursach. 21. Ich'hasse ja, Herr, die dich hassen, und verdrießt mich auf sie, daß sie sich wider dich setzen. ' Ps. im, 3. 22. Ich hasse sie in rechtem Ernst; darum sind sie mir feind. 23. 'Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prüfe mich, und erfahre, wie ichs meine. 'v.i. 2^. Und siehe, ob ich auf bösem Wege bin; und ' leite mich auf ewigem Wege. * Ps. 2H 4. Der 140 . Psalm. Gebsth um Rettung von heimlichen und öffentlichen Feinden. 1. Ein Psalm Davids, vorzusingen. 2. ^rrette ' mich, Herr, von den bösen Men- ^ schen; behüthe mich vor den frevelhaften Leuten , ' Ps. 43/ 1 . 3. Die Böses gedenken in ihrem Herzen, und' täglich Krieg erregen. 2,. Sie 'schärfen ihre Zunge, wie eine Schlange ; Otterngift ist unter ihren Lippen, Sela. * Ps. 3/ 10. Ps. 33/ 22 . Rom. 3/ 13. 5. Bewahre mich, Herr, vor der Hand der Gottlosen; behüthe mich vor den frevelhaften Leuten, die meinen Gang gedenken umzuftoßen. 0. Die Hoffartigen legen mir Stricke, und breiten mir Seile aus zum Netz, und stellen mir Fallen an den Weg, Selä. 7. Ich aber sage zum Herrn: 'Du bist mein Gott; Herr, vernimm die Stimme meines Flehens. ' Ps. 22 / 11 . 8. Herr Herr, meine starke Hülfe, du beschirmest mein Haupt' zu der Zeit des Streits. * Ps. 78/ 9. 9. Herr, laß dem Gottlosen seine Begierde nicht; stärke seinen Muthwillen nicht, sie möchten sichs erheben, Sela. 10. Das 'Unglück, davon meine Feinde rath- fchlagen, müsse auf ihren Kopf fallen. ' Ps. 7/ is. 11. Er wird Strahlen über sie schütten, er wird sie mit Feuer tief in die Erde schlagen, daß sie nimmer nicht aufstehen. 12. Ein böses Maul wird kein Glück haben auf Erden, ein frevelhafter böser Mensch wird verjagt und gestürzt werden. 13. Denn ich weiß , daß der Herr' wird des Elenden Sache und der Armen Recht ausführen. * Ps. 9/ 19. i^. Auch werden die Gerechten deinem Nahmen danken, und die Frommen werden vor deinem Angesicht bleiben. Der 141. Psalm. Gebeth um Hülfe und Errettung. 1. Ein Psalm Davids, err, ich rufe zu dir; ' eile zu mir: vernimm meine Stimme, wenn ich dich anrufe. * Ps. 40/ 14. 2. Mein Gebeth müsse vor dir taugen, wie ein 58 ? Gebeth um Hülfe und Errettung. Psalm 111 -144. Bußgebeth. Räuchopfer, meiner'Hände Aufheven, wie ein Abendopfer. *2Mos. s, 29. 3. Herr,' behüthe meinen Mund, und bewahre meine Lippen. * Ps. 39,2. ' Neige mein Herz nicht auf etwas Böses, ein gottloses Wesen zu führen mit den Uebelthätern, daß ich nicht esse von dem, das ihnen geliebet. * Ps. 119/ 36. 112. 5. Der' Gerechte schlage mich freundlich, und strafe mich; das wird mir so wohl thun, als ein Balsam auf meinem Haupt; denn ich bethe stets, daß sie mir nicht Schaden thun. * Spr. 10/ 20. c. 12/ 1. 6 . Ihre Lehrer müssen gestürzt werden über einen Fels; so wird man dann meine Lehre hören, daß sie lieblich sey. 7. Unsere Gebeine find zerstreuet bis zur Hölle, wie einer das Land zerreisset und zerwühlet. 8 . Denn ' auf dich, Herr Herr, sehen meine Augen; ich traue auf dich, verstoße meine Seele nicht. ' Ps. 12z/ 2. 9. Bewahre mich ' vor dem Strick, den sie mir gelegt haben, und vor der Falle der Uebelthäter. * Ps. 140/ 6. 10. Die * Gottlosen müssen in ihr eigen Netz fallen mit einander, Ich aber immer vorüber gehen. * Ps. 7/ 16. Ps. 9/16. Der 142 . Psalm. Davids Gebcth um Hülfe und Errettung. 1. Eine Unterweisung Davids zu bethen, da er ' in der Höhle war. * 1 Sam. 24, 4 . 2. ^ch schreye zum Herrn mit meiner Stimme; ^ ich flehe dem Herrn mit meiner Stimme, 3 . Ich schütte meine Rede vor ihm aus, und zeige an vor ihm meine Noth. k Wenn mein Geist in Aengsten ist, so nimmst Du dich meiner an. Sie legen mir Stricke auf dem Wege, da ich auf gehe. 5 . Schaue zur Rechten, und siehe, da will mich Niemand kennen. Ich kann nicht entfliehen, Niemand nimmt sich meiner Seele an. 6 . Herr, zu dir schreye ich, und sage: 'Du bist meine Zuversicht, mein Theil im Lande der Lebendigen. ' Ps. 91/ 2. 7 . Merke auf meine Klage, denn ich werde sehr geplaget; ' errette mich von meinen Verfolgern , denn sie sind mir zu mächtig. * Ps. 7 / 2. 8 . ' Führe meine Seele aus dem Kerker, daß ich danke deinem Nahmen. Die Gerechten werden sich zu mir sammeln, wenn du mir wohl thust. * Ps. 143, 11. Der 143 . Psalm. Bußgebeth um Abwendung des Nebels / und Erlangung des Guten. 1. Ein Psalm Davids. ^>err, ' erhöre mein Gebeth, vernimm mein Flehen um deiner Wahrheit willen, erhöre mich um deiner Gerechtigkeit willen; * Ps. 5/ 2. Ps. 17/ 1. Ps. 27/ 7. 2. Und ' gehe nicht ins Gericht mit deinem Knechte: denn-k vor dir ist kein Lebendiger gerecht. * Ps 119/ 124. H Hiob 9/ 2. 3. 3 . Denn der Feind verfolget meine Seele, und zerschlägt mein Leben zu Boden; er legt * mich in das Finstere, wie die Todten in der Welt. ' Klagl. 3/ 6. Und mein Geist ist in mir geängstet; mein Herz ist mir in meinem Leibe verzehret, s. Ich 'gedenke an die vorigen Zeiten, ich rede von allen deinen Thaten, und sage von den Werken deiner Hände. 'Ps. 7//6. 6 . Ich breite meine Hände aus zu dir; meine ' Seele dürstet nach dir, wie ein dürres Land , Sela. 'Ps. 42/3. Ps. 63/ 2. 7 . Herr, 'erhöre mich bald , mein Geist vergehet; verbirge dein Antlitz nicht von mir, daß ich nicht gleich werde denen, die in die Grube fahren. ' Ps- 28/1. 8. Laß mich frühe hören deine Gnade; denn ich hoffe auf dich. Thue mir kund' den Weg, darauf ich gehen soll; denn mich verlanget nach dir. ' Ps- «6/ 11. Ps. 139/ 24. 9. Errette mich, mein Gott, von meinen Feinden ; zu dir habe ich Zuflucht. 10. Lehre mich thun nach deinem Wohlgefallen, denn Du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn. 11. Herr, erquicke mich um deines Nahmens willen; führe meine Seele aus der Noth um deiner Gerechtigkeit willen; 12. Und verstöre meine Feinde um deiner Güte willen, und bringe um alle, die meine Seele ängstigen; denn ich bin dein Knecht. Der 144 . Psalm. Danksagung und Gebeth für erhaltenen und noch künftigen Sieg. 1. Ein Psalm Davids. gelobet sey der Herr, mein Hort,' der meine ^ Hände lehret streiten, und meine Fäuste kriegen; *2 Sam. 22,33. 2. Meine Güte und'meine Burg, mein Schutz und mein Erretter, mein Schild, auf den ich traue, der mein Volk unter mich zwinget. * Ps. 18, 3. Eeee 2 588 Wider die Feinde. PsalM 144 -146. Vorsorge und Lob Gottes. 3. Herr/ "was ist der Mensch/ daß du dich seiner so annimmst? Und des Menschen Kind, daß du ihn so achtest? * Ps.», -L. Ist doch der Mensch gleich wie nichts; feine Zeit fährt dahin/ wie "ein Schatten. * Hiob 14/ 2 . 5. Herr / neige deine Himmel/ und fahre herab; taste die Berge an / daß sie rauchen; 6. Laß blitzen / und zerstreue sie; schieße deine Strahlen / und schrecke sie; 7. Sende deine Hand von der Höhe/ und erlöse mich / und errette mich von großen Wassern, von der Hand der fremden Kinder/ 8. Welcher * Lehre ist kein nütze / und ihre Werke sind falsch. "Ps. 36,4. s. Gott/ ich will dir ein "neues Lied singen/ ich will dir spielen auf dem Psalter von zehn Saiten / " Ps. 33, 2 . 3. Ps. 92 /4. . 10 . Der du " den Königen Sieg gibst/ unerlösist deinen Knecht David vom mörderischen Schwert des Bösen. "Spr. 21 , 31 . 11 . Erlöse mich auch / und errette mich von der Hand der fremden Kinder/ welcher Lehre ist kein nütze / und ihre Werke find falsch. 12 . Daß " unsere Söhne aufwachfen in ihrer Jugend, wie die Pflanzen/ und unsere Töchter/ wie die ausgehauenen Erker/ gleich wie die Palläste ; * Hiob 21 , 11 . 13 . Und unsere Kammern voll seyn, die heraus geben können einen Vorrats) nach dem andern; daß unsere Schafe tragen tausend und hundert tausend auf unfern Dörfern; 1 ^. Daß unsere Ochsen viel erarbeiten; daß kein Schade/ kein Verlust, noch Klage auf unfern Gassen sey. is. Wohl dem Volk dem es also gehet! Aber wohl dem Volk, " deß der Herr sein Gott ist! * Ps. 33, 12. Der 145. Psalm. Lob d« Majestät und Güte Gottes. 1. Ein Lob Davids. ^ch will dich' erhöhen, mein Gott, du König, ^ und deinen Nahmen loben immer und ewiglich. * Ps. -4, 4. 1- Ps 69, 31. 2 . Ich will dich täglich loben, und deinen Nahmen rühmen immer und ewiglich. 3 . Der Herr ist groß und sehr löblich, unfeine Größe ist unaussprechlich. -4. Kindeskinder werden deine Werke preisen, und von deiner Gewalt sagen. 5. " Ich will reden von deiner herrlichen schönen Pracht, und von deinen Wundern; * Ps. 71/ 17. Ps. 141, 3. 6. Daß man solle reden von deinen herrlichen Thaten, und daß man erzähle deine Herrlichkeit; 7. Daß man preise deine große Güte, und deine Gerechtigkeit rühme. 8. "Gnädig und barmherzig ist der Herr, geduldig und von großer Güte. *2 Mos. 34,6. 9. Der " Herr ist allen gütig, und erbarmet sich aller seiner Werke. *Rö,n. 11,32. 10. Es sollen dir danken, Herr, alle deine Werke, und deine Heiligen dich loben, 11. Und die Ehre deines Königreichs rühmen, und von deiner Gewalt reden. 12. Daß den Menschenkindern deine Gewalt kund werde, und die " ehrliche Pracht deines Königreichs. " v. 5. 13. Dein Reich ist ein ewiges Reich, und deine Herrschaft währet für und für. i-L. Der Herr erhält alle, die da fallen, und "richtet auf alle, die niedergeschlagen find. * Ps. 146, 8. 15. Aller " Augen warten auf dich; und Du k gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. * Ps. 104, 27. -f Ps. 136, 23. 16. Du thust deine Hand auf, und erfüllest alles, was lebet, mit Wohlgefallen. 17. Der Herr ist " gerecht in allen seinen Wegen, und heilig in allen seinen Werken. * 3 Mos. 32, 4. 18. Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst anrufen. 19. Er'thut, was die Gottesfürchtigen begehren , und höret ihr Schreyen, und hilft ihnen. * Ps. 37, 4. Spr. io, 24. 20. Der Herr behüthet alle, die ihn lieben; und wird vertilgen alle Gottlosen. 2<. Mein Mund soll des Herrn Lob sagen, und alles Fleisch lobe seinen heiligen Nahmen immer und ewiglich. D e r 146. Psal in. Dom wahren Vertrauen auf Gott.' i. Halleluja. Aobe den Herrn, meine Seele! ^ 2. Ich " will den Herrn loben, so lange ich lebe, und meinem Gott lvbfingen, weil ich hier biN. * Ps. 104, 33. 3. Verlasset euch nicht auf Fürsten; sie sind Menschen, ' die können ja nicht helfen. »Ps. 118 / 8 . s. Jer. 17, s. Erzählung und Lob Psalm 146 -149. der Wohlthaten Gottes. 589 Denn * des Menschen Geist muß davon, und er muß wieder zur Erde werden; alsdann find verloren alle seine Anschläge. ' 1 Mos. 3/ 19. Prcd. 12, 7. s. Wohl dem, * deß Hülfe der Gott Jakobs ist, deß Hoffnung auf den Herrn, seinen Gott, stehet, *Ps. 40 , L. Ps. 84,13. 6 . Der' Himmel, Erde, Meer, und alles, was darinnen ist, gemacht hat; der Glauben hält ewiglich ; * Lv. G-fth. i 4 , 15. Off. 14, 7 . 7 . Der Recht schaffet denen, so Gewalt leiden; der die Hungrigen speiset. Der Herr löset die Gefangenen. 8 . Der Herr * macht die Blinden sehend. Der -t'Herr richtet auf, die niedergeschlagen find. Der Herr liebet die Gerechten. * Luc. IS, 35. ff Ps. 145, 14. s. Der Herr behüthet die Fremdlinge und Waisen, und erhält die Witwen; und kehret zurück den Weg der Gottlosen. io. Der Herr ist König ewiglich, dein Gott, Zion, für und für, Halleluja. Der 147 . Psalm. Vermahnung zur Danksagung für Gottes Fürsorge und Wohlthaten. 1. Aobet * den Herrn, denn unfern Gott loben, ^ das ist ein köstliches Ding; solches Lob ist lieblich und schön. * Ps. 92, 2. Ps. 134,1.2. 2. Der Herr bauet Jerusalem, und bringet zusammen die Verjagten in Israel. 3. Er * heilet die zerbrochenes Herzens sind, und verbindet ihre Schmerzen. " 2 Mos. 15, 26. Esaj. 61, 1. 4 . Er * zählet die Sterne, und nennet sie alle mit Nahmen. * Esaj. 40,26. 6 . Unser * Herr ist groß, und von großer Kraft; und ist unbegreiflich, wie er regieret. * Ps. 135, 5. Ps. 145, 3. 6 . Der Herr * richtet auf die Elenden, und stößt die Gottlosen zu Boden. * Ps. 1^, s. 7 . Singet * um einander dem Herrn mit Danken , und lobet unfern Gott mit Harfen, * Ps. 34, 1. 8 . Der * den Himmel mit Wolken verdecket, und gibt Regen auf Erden; der Gras auf Bergen wachsen läßt: 'Gesch 14,17. 9. Der dem * Vieh sein Futter gibt, den jungen Raben, die ihn anrufen. *Hwl> 38 ,41. 10. Er hat nicht Lust an der Stärke des Rosses, noch Gefallen an Jemandes Beinen. 11. Der Herr bat Gefallen an denen, die ihn fürchten, die auf seine Gme hoffen. 12. Preise, Jerusalem, den Herrn, lobe, * Zion, deinen Gott. * Ps i 4 o, 10. 13. Denn er macht fest die Riegel deiner Thore, und segnet deine Kinder darinnen. 14 . Er schafft deinen Grenzen Frieden, und sättiget dich mit dem besten Weizen. i Z. Er sendet seine Rede auf Erden; sein Wort läuft schnell. 16. Er gibt Schnee wie Wolle, er streuet Reif wie Asche. 17. Er wirft seine Schloßen wie Bissen; wer kann bleiben vor seinem Frost? 18. Er spricht, so zerschmelzet es; erläßt seinen Wind wehen , so thauet es auf. is. Er zeigt * Jakob sein Wort, Israel seine Sitten und Rechte. *5M»s. 29,29. 20. So * thut er keinen Heiden, noch läßt sie wissen seine Rechte, Halleluja. ' 4 Ms. 4,7. Der 148. Psalm. Allgemeine Vermahnung an alle Crcaturen, Gott zu loben. 1. Halleluja. Oobet, ihr * Himmel, den Herrn, lobet ihn ^ in der Höhe. *Ps. 69,35. 2. Lobet ihn, ' alle seine Engel; lobet ihn, alles sein Heer. * «ne. 2,13. 3. Lobet ihn, Sonne und Mond ; lobet ihn, alle leuchtende Sterne. 4 . Lobet ihn, ihr'Himmel, allenthalben, und die Wasser, die oben am Himmel sind. * Ps. 19, 1. 5. Die sollen loben den Nahmen des Herrn; denn ' Er gebiethet, so wird es geschaffen. * Ps. 33, 9- Ps 115, 3. 6 . Er hält sie immer und ewiglich; er ordnet sie, daß sie nicht anders gehen müssen. 7. Lobet den Herrn auf Erden, ihr Walisische und alle Tiefen; 8. Feuer, Hagel, Schnee und Dampf, Sturmwinde , die sein Wort ausrichten; 9. Berge und alle Hügel, fruchtbare Bäume und alle Cedern; 10. Thiere * und alles Vieh, Gewürm und Vögel; ' Pt. 6 . i t. Ihr Könige auf Erden, und alle Leute, Fürsten und alle Richter ans Erden; 12. Jünglinge * und Jungfrauen, Alte mit den Jungen , * Lcr. 31, 13. 13. Sollen loben den Nahmen des Herrn: denn sein Nähme allein ist hoch; fein Lob gehet, so weit Himmel und Erde ist. 14. Und er erhöhet das Horn feines Volks. 590 Loblied. P sa l m 149. 150. Vermahnung zum Lobe Gottes. Alle * seine Heiligen sollen loben ; die Kinder Israel, das Volk, das ihm dienet, Halleluja! * Ps. 149/ 1. S. D e r 149. Psalm. Loblied. 4. Halleluja. ginget * dem Herrn ein neues Lied, die Ge- ^ meine der Heiligen soll ihn loben. * Ps. 96/ 1. Ps. 98/ 1. 2 . Israel freue sich desi, * der ihn gemacht hat; die Kinder Zion seyen fröhlich über ihren König. * Ps. 100/ Z. 3. Sie sollen loben seinen Nahmen im Reigen, mit Pauken und Harfen sollen sie ihm spielen. Denn * der Herr hat Wohlgefallen an seinem Volk, er hilft den Elenden herrlich. * Ps. 147, 11 . Spr. 11/ 20 . 5. Die Heiligen sollen fröhlich seyn, und preisen und rühmen auf ihren Lagern. 6. Ihr Mund soll Gott erhöhen, und sollen scharfe Schwerter in ihren Händen haben; 7. Daß sie Rache üben unter den Heiden, Strafe unter den Völkern; 8. Ihre Könige zu binden mit Ketten, und ihre Edlen mit eisernen Fesseln; 9. Daß sie ihnen thun das Recht, davon geschrieben ist. Solche Ehre werden alle seine Heiligen haben, Halleluja. Der 150. Psalm. Vermahnung zum Lobe Gottes. i Halleluja! Oobet den Herrn in seinem Heiligthum; lobet ihn in der Feste seiner Macht; 2 . Lobet ihn in seinen Thaten; * lobet ihn in seiner großen Herrlichkeit; ' Ps. i4-, 6. 3. Lobet ihn mit Posaunen; " lobet ihn mit Psalter und Harfen; * Ps. 98,5. Lobet ihn mit Pauken und Reigen; lobet ihn mit Saiten und Pfeifen; s. Lobet ihn mit Hellen Cymbeln; lobet ihn mit wohlklingenden Cymbeln. 6. Alles, * was Odem hat, lobe den Herrn, Halleluja! * Off. 13. Die Sprü ch e Das 1. Capitcl. Wodurch die Weisheit erlanget oder gehindert werde. 1. (?^ieß find die Sprüche * Salomons, des -^9 Königs Israels, Davids Sohnes, * 1 Kön. 2/ 12 . 2 . Zu lernen Weisheit und Zucht, Verstand, 3. Klugheit, Gerechtigkeit, * Recht und Schlecht, * Ps. 26, 21. Daß die Albernen witzig, und die Jünglinge vernünftig und vorsichtig werden. s. Wer weise ist, der höret zu, und bessert sich; und werverständig ist, der läßt ihm rathen, 6. Daß er vernehme die Sprüche, und ihre Deutung, die Lehre der Weisen, und ihreBey- spiele. 7. ' Des Herrn Furcht ist Anfang zu lernen. Die Ruchlosen verachten Weisheit und Zucht. ' c. 19, 10. Ps. 111 , 10. 8. Mein * Kind, gehorche der Zucht deines Vaters, und verlaß nicht das Geboth deiner Mutter. ' -. 6, 20 . 9. Denn solches ist ein schöner Schmuck deinem Haupt, und eine Kette an deinem Halse. 10. Mein' Kind, wenn dich die bösen Buben locken, so folge nicht. * c. 23 , 17 . 11 . Wenn sie sagen: Gehe mit uns, wir wollen Salomons. * auf Blut lauern, und denen Unschuldigen ohne Ursach nachstellen ; * Mich. /, 2 . 12. Wir wollen sie * lebendig verschlingen, wie die Hölle, und die Frommen, als die hinunter in die Grube fahren; * Ps. 124 , 3 . 13 . Wir wollen großes Gut finden; wir wollen unsere Häuser mit Raub füllen; 1 ^. Wage es mit uns; es soll unser aller Ein Beutel seyn. 15 . Mein Kind wandle den Weg nicht mit ihnen; wehre deinem Fuß vor ihrem Pfad. 16 . Denn * ihre Füße laufen zum Bösen, und eilen Blut zu vergießen. * Rom. 3 , 13 . 17. Denn es ist vergeblich, das Netz auswerfen vor den Augen der Vögel. 18. Auch lauern sie selbst unter einander auf ihr Blut, und stellet einer dem andern nach dem Leben. 19. Also thun alle Geitzige, daß Einer dem Andern das Leben nimmt. 20 . Die Weisheit klagt draußen, und läßt sich hören auf den Gaffen; 21 . Sie ' ruft in der Thür am Thor, vorne unter dem Volk; sie redet ihre Worte in der Stadt: * 8, 1 . Wodurch die Weisheit zu erlangen. SPr ü ch 22. Wie lange wollt ihr Albernen albern seyn? Und die Spötter Lust zur Spötterey haben? Und die Ruchlosen die Lehre hassen? 23. Kehret euch zu meiner Strafe. Siehe, ich will euch heraus sagen meinen Geist, und euch meine Worte kund thun. 2^. Weil * ich denn rufe, und ihr wegert euch; ich recke meine Hand aus, und Niemand achtet darauf , * Esaj. 63/ 12 . r. 66/ 4. Jcr. 7 / 13. 25. Und lasset fahren allen meinen Rath, und wollt meiner Strafe nicht: 2b. So will Ich auch * lachen in euerm Unfall, und eurer spotten, wenn da kommt, das ihr furchtet, "3 M°s. 28/ 63. 27. Wenn * über euch kommt, wie ein Sturm , das ihr fürchtet, und euer Unfall als ein Wetter, wenn über euch Angst und Nvth kommt. * c. 10 / 24 . 28. Dann werden sie mich rufen, * aber ich werde nicht antworten, sie werden mich frühe suchen, und nicht finden. * Esaj. 39,2. 29. Darum, daß sie hasseten die Lehre, und wollten des Herrn Furcht nicht haben; zo. Wollten meines Raths nicht, und lästerten alle meine Strafe: 31. So sollen sie * essen von den Früchten ihres Wesens, und ihres Raths satt werden. * Esaj. 3 / io. 11. 32. Das die Albernen gelüstet, tödtet sie, und der Ruchlosen Gluck bringet sie um. 33. Wer aber mir ' gehorchet, wird sicher bleiben, und genug haben, und kein Unglück furchten. * Esaj. i/19. Das 2. Capitel. Vo» Erlernung der Weisheit. 1. HAein Kind, willst du meine Rede anneh- men, und meine Gebothe bey dir behalten ; 2. So laß dein Ohr auf Weisheit Acht haben, und neige dein Herz mit Fleiß dazu. 3 . Denn so du mit Fleiß * darnach rufest, und darum betheß ; ' Jac. i, 3. So du sie suchest, wie Silber, und forschest sie, wie die Schätze: s. Alsdann wirst du die Furcht des Herrn vernehmen, und Gottes Erkenntniß finden. 6. Denn der Herr gibt Weisheit, und aus feinem Munde kommt Erkenntniß und Verstand. 7. Er läßt es den Aufrichtigen gelingen , und beschirmet die Frommen, 8. Und behüthet die, so recht thun, und bewahret den Weg seiner Heiligen. I. 2. 3. Früchte und Lob der Weisheit. 591 9. Dann wirst du verstehen Gerechtigkeit und Recht, und Frömmigkeit, und allen guten Weg. 10. Wo die Weisheit dir zu Herzen gehet, daß du gerne lernest: II. So wird dich guter Rath bewahren, und Verstand wird dich behüthen, 12. Daß du nicht geratheft auf den Weg der Bösen, noch unter die verkehrten Schwätzer, 13. Die da verlassen die rechte Bahn, und gehen finstre Wege, 1^. Die sich freuen Böses zu thun, und sind fröhlich in ihrem bösen verkehrten Wesen, 15. Welche ihren Weg verkehren, und folgen ihrem Abwege; 16. Daß' du nicht gerathest an eines Andern Weib, und die nicht dein ist, i- die glatte Worte gibt, * c. 6 / 2',. -sc. 3 / 3 . 17. Und verläßt den Herrn ihrer Jugend, und vergißt den Bund ihres Gottes. 18. Denn ihr Haus neiget sich zum Tode, und ihre Gänge zu den Verlornen. 19. Alle, die zu ihr eingehen, kommen nicht wieder, und ergreifen den Weg des Lebens nicht. 20. Auf daß du wandelst auf gutem Wege, und bleibest auf der rechten Bahn. 21. Denn die * Gerechten werden im Lande wohnen, und die Frommen werden darinnen bleiben ; ' Pf. 37/ 9. n. 29. Matth. 3,3. 22. Aber' die Gottlosen werden aus dem Lande gerottet, und die Verächter werden daraus vertilget. 'Hiob 18, 17. Das 3. Capitel. Vermahnung ;u guten Werken. Lob der Weisheit. 1. HDein Kind, vergiß meines Gesetzes nicht, und dein Herz'behalte meine Gebothe. * Ps. 119/ 11. 2. Denn sie werden dir ' langes Leben, und gute Jahre, und Frieden bringen; * 3 Mos. 8/1. c. 30 / 20. 3. Gnade und Treue werden dich nicht lassen. Hänge sie an deinen Hals, und schreibe sie in die Tafel deines Herzens: So wirst du Gunst und Klugheit finden, die Gott und Menschen gefällt. 5. ' Verlaß dich auf den Herrn von ganzem Herzen, und verlaß dich nicht auf deinen Verstand. * Ps. i>8, r. 9 . 6. Sondern gedenke an ihn, in allen deinen Wegen: so wrrd er dich recht führen. 7. ' Dünke dich nicht weise seyn; sondern 592 Lob der Weisheit. Sprüche 3. 4. Gottlose zu meiden, fürchte den Herrn, und weiche vom Bösen. * Esaj. 5, 21. Rom. 12, 17. 8. Düs wird deinem Nabel gesund seyn, und deine Gebeine erquicken, y. Ehre * den Herrn von deinem Gut, und von den Erstlingen alles deines Einkommens; ' Luc. 14, 13. 10. So werden deine Scheunen voll werden, und deine Kelter mit Most übergehen. 11. Mein Kind, verwirf die Zucht des Herrn nicht; und sey nicht ungeduldig über seiner Strafe 12. Denn * welchen der Herr liebet, den straft er, und hat Wohlgefallen an ihm, wie ein Vater am Sohne. ' Off. 3/ is. 13. Wohl dem Menschen,* der Weisheit findet, und dem Menschen, der Verstand bekommt. ' Hiob 28, 28. 14. Denn es ist besser * um fie handthieren, weder um Silber; und ihr Einkommen ist besser, denn Gold. * c. 8, io. 19. 15. Sie ist edler,*denn Perlen; und alles, was du wünschen magst, ist ihr nicht zu gleichen. * c. 8, 11. 16. Langes Leben ist zu ihrer rechten Hand, zu ihrer Linken ist Reichthum und Ehre. 17. Ihre Wege sind liebliche Wege, und alle ihre Steige sind Friede. 18. Sie ist ein * Baum des Lebens allen, die fie ergreifen; und selig sind, die fie halten. * Off. 2 , 7. c. 22 , 2 . 19. Denn der * Herr hat die Erde durch Weisheit gegründet, und durch seinen Rath die Hinu- mel bereitet. * Ps. W, 6. 20. Durch seine Weisheit sind die Tiefen zer- theilet, und die Wolken mit Thau triefend gemacht. 21. Mein Kind, * laß sie nicht von deinen Augen weichen; so wirst du glückselig und klug werden. * Ebr. 2,1. 22. Das wird deiner Seele Leben seyn; und dein Mund wird holdselig seyn. 23. Dann wirst du sicher wandeln auf deinem Wege, daß ' dein Fuß sich nicht stoßen wird. - Ps. 37, 24. 24. Legst du * dich; so wirst du dich nicht fürchten, sondern süße schlafen, * 3 Mos. 26, 6. .Ps. 3, 6. Ps. 4, 9. 25. Daß * du dich nicht fürchten dürfest vor plötzlichem Schrecken, noch vor dem Sturm der Gottlosen, wenn er kommt. * Ps. r. 26. Denn der Herr ist dein'Trotz: der behü- thet deinen Fuß, daß er nicht gefangen werde. * c. io, rs. 27. Wegere dich nicht dem Dürftigen Gutes zu thun, so deine Hand von Gott hat, solches zu thun. 28. Sprich nicht zu deinem Freunde: Gehe hin, und komm wieder, morgen will ich dir geben; so du es doch wohl hast. 29. Trachte nicht Böses wider deinen Freund, der auf Treue bey dir wohnet. 30. Hadre nicht mit Jemand ohne Ursach, so er dir kein Leid gethan hat. 31. * Eifte nicht einem Frevler nach , und erwähle seiner Wege keinen. * Ps. 37 , 1 . 32. Denn der Herr hat Gräuel an dem Abtrünnigen ; und * sein Geheimniß ist bey den Frommen. * Ps. 24 , 14 . 33. Im Hause des Gottlosen * ist der Fluch des Herrn; aber das Haus der Gerechten wird gesegnet. ' 3 Mos. 26 , 14. 34. Er wird der Spötter spotten; aber den Elenden wird er Gnade geben. 35 . Die Weisen werden Ehre erben; aber wenn die Narren hoch kommen, werden sie doch zu Schanden. Das 4. Capitel. Gelegenheit zur Sünde soll man meiden. 1 . Störet, meine Kinder, die Zucht euers Va- ^ ters; merket auf, daß ihr lernet und klug werdet. 2. Denn ich gebe euch eine gute Lehre; verlasset mein Gesetz nicht. 3. Denn ich war meines Vaters Sohn, ein Zarter und ein Einiger vor meiner Mutter. 4. Und er lehrte mich , und sprach: Laß dein Herz meine Worte aufnehmen, halte meine Ge- bothe, so wirst du leben. 5 . Nimm an Weisheit, nimm an Verstand; 'vergiß nicht, und weiche nicht von der Rede meines Mundes. * c. 3 , 1 . 6. Verlaß sie nicht, so wird sie dich behalten; liebe sie, so wird fie dich behüthen. 7. Denn der Weisheit Anfang ist, wenn man fie gerne höret, und die Klugheit lieber hat, denn alle Güter. 8. Achte sie hoch , so wird sie dich erhöhen, und wird dich' zu Ehren machen, wo du fie herzest. * 1 Sam. 2, 30. 9. Sie wird dein Haupt schön schmücken, und wird dich zieren mit einer hübschen Krone. 10. So höre, mein Kind, und nimm an meine Rede; so ' werden deiner Jahre viele werden. * k. 3 , 2. 2 Mos. 20, 12. t i. Ich Warnung vor Sprüche 4. 5. 6. Hurerey. 593 11. Ich * will dich den Weg der Weisheit führen, ich will dich t auf rechter Bahn leiten, * Ps. 32, 8. -i- Ps. 27, 11. 12. Daß, wenn du gehest, dein Gang dir nicht sauer werde, und wenn du läufst, daß du dich nicht anstößest. 13. Fasse die Zucht, laß nicht davon; bewahre sie, denn sie ist dein Leben. 14. Komm nicht auf-er Gottlosen Pfad, und tritt nicht auf den Weg der Bösen. 15. Laß ihn fahren, und gehe nicht darinnen; weiche von ihm, und gehe vorüber. 16. Denn sie schlafen nicht, sie haben denn Uebel gethan, und sie ruhen nicht, sie haben denn Schaden gethan. 17. Denn sie nähren sich von gottlosem Brot, und trinken vom Wein des Frevels. 18. Aber der Gerechten Pfad glänzet wie ein Licht, das da fortgeht, und leuchtet bis auf den vollen Tag. 19. Der Gottlosen Weg aber ist wie Dunkel, und wissen nicht, wo sie fallen werden. 20. Mein Sohn, merke auf mein Wort, und neige dein Ohr zu meiner Rede. 21. Laß sie nicht von deinen Augen fahren, behalte sie in deinem Herzen. 22. Denn sie sind das Leben denen, die sie finden, und gesund ihrem ganzen Leibe. 23. Behüthe dein Herz mit allem Fleiß; denn daraus gehet das Leben. 24. Thue von dir den verkehrten Mund; und laß das Lästermaul ferne von dir seyn. 25. Laß deine Augen stracks vor sich sehen, und deine Augenlieder richtig vor dir Hinsehen. 26. Laß deinen Fuß gleich vor sich gehen 7 so gehest du gewiß. 27. Wanke weder zur Rechten noch zur Linken; wende deinen Fuß vom Bösen. Das 5. Capitel. Warnung vor Hurerey. Vermahnung zur Keuschheit. 1. Mein Kind, * merke auf meine Weisheit; neige dein Ohr zu meiner Lehre, * c. 4, 20. -h Ps. 43, 11. 2. Daß du behaltest guten Rath, und dein Mund wisse Unterschied zu haben. 3. Denn die Lippen der Hure sind süße wie Honigseim, und ihre Kehle ist * glätter, denn Oehl ; * Ps. 35, 22. 4. Aber hernach bitter wie Wermuth, und scharf wie ein zweyschneidig Schwert. 6. Ihre Füße laufen zum' Tode hinunter, ihre Gänge erlangen die Hölle. ' c. 2 , i«. 6. Sie gehet nicht stracks auf dem Wege des Lebens; unstät sind ihre Tritte, daß sie nicht weiß, wo sie gehet. 7. So gehorchet mir nun, meine Kinder, und weichet nicht von der Rede meines Mundes. 8. Laß deine Wege ferne von ihr seyn, unnahe nicht zur Thür ihres Hauses, 9. Daß du nicht den Fremden gebest deine Ehre, und deine Jahre dem Grausamen; 10. Daß sich nicht Fremde von deinem Vermögen sättigen, und deine Arbeit nicht sey in eines andern Hause: 11. Und müssest hernach seufzen, wenn du deinen Leib und Gut verzehret hast, 12. Und sprechen: Ach wie habe ich die Zucht gehastet, und mein Herz die Strafe verschmähet; 13. Und habe nicht gehorchet der Stimme meiner Lehrer; und mein Ohr nicht geneiget zu denen, die mich lehreten; 14. Ich bin schier in alles Unglück gekommen, vor allen Leuten und allem Volk. is. Trink Wasser aus deiner Grube, und Flüsse aus deinem Brunnen. 16. Laß deine Brunnen heraus fließen, und die Wafferbäche auf die Gassen. 17. Habe du aber sie allein, und kein Fremder mit dir. 18. Dein Born sey gesegnet, und * freue dich des Weibes deiner Jugend. ' Prer>. 9 , 9 . 19. Sie ist lieblich wie eine Hindinn, und holdselig wie ein Reh. Laß dich ihre Liebe allezeit sättigen, und ergötze dich allewege in ihrer Liebe. 20. Mein Kind, warum willst du dich an de» Fremden ergötzen, und herzest dich mit einer andern? 21. Denn * Jedermanns Wege find stracks vor dem Herrn, und er misset gleich alle ihre Gänge. * Hiob 34, 21 . Jer. 10 , 23 . 22. Die Missethat des Gottlosen wird ihn fangen; und er wird mit dem Strick seiner Sünde gehalten werden. 23. Er wird sterben, daß er sich nicht will ziehen lassen, und um seiner großen Thorheit willen wird es ihm nicht wohl gehen. Das 6. Capitel. Warnung vor Untreue im Handel. 1. TMein Kind, * wirst du Bürge für -einen Nächsten, und hast deine Hand bey einem Fremden verhaftet: ' c. n, i§. «. 17, is. 2. So bist du verknüpft mit der Rede deines Mundes, und gefangen mit den Reden deines Mundes. Ffff Spr ü ch e 6. 7. 594 Warnung vor Faulheit. 3. So thue doch, mein Kind, also, und errette dich; denn du bist deinem Nächsten in die Hände gekommen; eile, dränge und treibe deinen Nächsten. Laß deine Augen nicht schlafen, noch deine Augenlieder schlummern. 5. Errette dich wie ein Reh von der Hand, und " wie ein Vogel aus der Hand des Voglers. * Ps. 124, 7. 6. Gehe hin zur Ameise, du Fauler, flehe ihre Weise an, und lerne. 7 . Ob fle wohl keinen Fürsten, noch Hauptmann, noch Herrn hat; 8. Bereitet fle doch ihr Brot im Sommer, und sammelt ihre Speise in der Ernte. 9. Wie lange liegst du, Fauler? Wenn willst du aufstehen von deinem Schlaf? 10. Ja * schlafe noch ein wenig, schlummere ein wenig, schlage die Hände in einander ein wenig, daß du schlafest : * 20,13. c. 24,33. 11. So wird dich die Armuth übereilen, wie ein Fußgänger, und der Mangel, wie ein ge- wafneter Mann. 12. Ein loser Mensch, ein schädlicher Mann, gehet mit verkehrtem Munde, 13. Winket * mit Augen, deutet mit Füßen , zeiget mit Fingern, *«. 10,10. 1^. Trachtet allezeit Böses und Verkehrtes in seinem Herzen, und richtet Hader an. 15. Darum wird ihm plötzlich sein Unfall kommen , und wird schnell zerbrochen werden, daß keine Hülfe da seyn wird. 16. Diese sechs Stücke hasset der Herr, und am siebenten hat er einen Gräuel: 17. * Hohe Augen, falsche Zungen, Hände, die unschuldiges Blut vergießen; * e. 21, 4 . 18. Herz, das mit bösen Tücken umgehet; Füße, die behende find, Schaden zu thun; 19. Falscher Zeuge, der frech Lügen redet; und der Hader zwischen Brüdern anrichtet. 20. Mein * Kind, bewahre die Gebothe deines Vaters, und laß nicht fahren das Gesetz deiner Mutter. * c. i, 8. 21. Binde fle zusammen auf dein Herz allewege, und hänge fle an deinen Hals, 22. Wenn du gehest, daß fle dich geleiten; wenn du dich legest, daß fle dich bewahren; wenn du aufwachest, * daß sie dein Gespräch seyen. ' Ps. 1 , 2 . 23. Denn ' das Geboth ist eine Leuchte, und das Gesetz ein Licht; und die Strafe der Zucht ist ein Weg des Lebens, *Ps. 119,10-. Schande des Ehebruchs. 2^. Auf daß * du bewahret werdest vor dem bösen Weibe, vor derglatten Zunge der Fremden. * c. 7, -s c. 2, 16. 25. Laß * dich ihre Schöne nicht gelüsten in deinem Herzen, und verfange dich nicht an ihren Augenliedern. * 2 Sam. n, 2.4. 26. Denn eine Hure bringet einen um das Brot; aber ein Eheweib fanget das edle Leben. 27. Kann auch Jemand ein Feuer im Busen behalten, daß seine Kleider nicht brennen? 28. Wie sollte Jemand auf Kohlen gehen, daß seine Füße nicht verbrannt würden? 29. Also gehet es, wer zu seines Nächsten Weibe gehet; es bleibet keiner ungestraft, der sie berühret. 30. Es ist einem Dieb nicht so große Schmach, ob er stiehlt, seine Seele zu sättigen, weil ihn hungert. 31. Und ob er begriffen wird; "gibt er es siebenfältig wieder, und legt dar alles Gut in seinem Haufe. * 2 Ms. 22,1.4. 32. Aber der mit einem Weibe die Ehe bricht, der ist ein Narr, der bringet sein Leben in das Verderben. 33. Dazu trifft ihn Plage und Schande, und seine Schande wird nicht ausgetilget. 3^. Denn der Grimm des Mannes eifert, und schonet nicht zur Zeit der Rache. 35. Und flehet keine Person an, die da versöhne, und nimmt es nicht an, ob du viel schenken wolltest. Das 7. Capitel. Beschreibung des Ehebruchs, und Warnung davor. .i.HVZein Kind, behalte meine Rede, und ver- birg meine Gebothe bey dir. 2. Behalte meine Gebothe, so wirst du leben, und mein Gesetz wie deinen Augapfel. 3. * Binde sie an deine Finger, schreibe fle auf die Tafel deines Herzens. * c. 6,21. -l. Sprich zur Weisheit: Du bist meine Schwester, und nenne die Klugheit deine Freundin» , 5. Daß * du behüthet werdest vor dem fremden Weibe, vor einer Andern, die glatte Worte gibt. * c. 2, 16. c. 6^ 24. 6. Denn am Fenster meines Hauses guckte ich durch das Gitter, und sähe unter die Albernen, 7. Und ward gewahr unter den Albernen eines närrischen Jünglings; 8. Der ging auf der Gasse an einer Ecke, und trat daher auf dem Wege an ihrem Hause; 9. In der Dämmerung, am Abend des Tages, da es Nacht ward und dunkel war. Fernere Beschreibung des Ehebruchs. Sprüche 7 . 8 . Von der wesentlichen Weisheit. Z 95 10. Und siehe, da begegnete ihm ein Weib im Hurenschmuck, listig, 11. Wild und unbändig, daß ihre Füße in ihrem Hause nicht bleiben können. 12. Jetzt ist sie draußen, jetzt auf der Gasse, und lauert an allen Ecken. iz. Und erwischte ihn, und küssete ihn unverschämt, und sprach zu ihm: i^. Ich habe * Dankopfer für mich heute bezahlet , für meine Gelübde. * 3 Mos. s, 3 . i s. Darum bin ich heraus gegangen, dir zu begegnen, dein Angesicht frühe zu suchen, und habe dich gefunden. 16. Ich habe mein Bette schön geschmücket mit bunten Teppichen aus Egypten. 17. Ich habe mein Lager mit Myrrhen, Aloes und Cynnamen besprenget. 18. Komm, laß uns genug buhlen, bis an den Morgen, und laß uns der Liebe pflegen. is. Denn der Mann ist nicht daheim, er ist einen "fernen Weg gezogen. *«»c. is, 12. 20. Er hat den Geldfack mit sich genommen, er wird erst auf das Fest wieder heim kommen. 21. Sie überredete ihn mit vielen Worten, und gewann ihn mit ihrem glatten Munde. 22. Er folgte ihr bald nach, wie ein Ochs zur Fleischbank geführct wird, und wie zur Fessel, da man die Narren mit züchtiget, 23. Bis sie ihm mit dem Pfeil die Leber spaltete ; wie ein Vogel zum Strick eilet, und weiß nicht, daß es ihm das Leben gilt. 2^. So gehorchet mir nun, meine Kinder, und merket auf die Rede meines Mundes. 25. Laß dein Herz nicht weichen auf ihrem Weg, und laß dich nichtverführen aufihrer Bahn. 26. Denn sie hat viele verwundet und gefallet, und sind allerley Mächtige von ihr erwürget. 27 . Ihr Haus sind Wege zur Hölle, da man hinunter fährt ln des Todes Kammer. Das 8. Capitel. Von der wesentlichen Weisheit, dem Sohne Gottes. 1. Auft" nicht die Weisheit, und die Klugheit ^ läßt sich hören? *«.1,21. 2. Oeffenrlich am * Wege, und an der Straße stehet sie. '«. 7,«. 12. 3. An den Thoren bey der Stadt, da man zur Thür eingehet, schreyet sie: O ihr " Männer, ich schreye zu euch, und rufe den Leuten. * Ps. 49,3. s. Merket, ihr Albernen, den Witz; und, ihr Thoren, nehmet es zu Herzen. 6. Höret, denn ich will reden, was fürstlich ist, und lehren, was recht ist. 7 . Denn mein Mund soll die Wahrheit reden, und meine Lippen sollen' hassen, das gottlos ist. * Ps. 43 , 8 . 8. Alle Reden meines Mundes sind gerecht; es * ist nichts Verkehrtes noch Falsches darinnen. * Esaj. 33 , 9 . 9. Sie sind alle gleichaus denen, die sie vernehmen, und richtig denen, die es annehmen wollen. 10. Nehmet "an meine Zucht lieber, denn Silber, und die Lehre achtet höher, denn köstliches Gold. " c. 3, i4. c. 16, 16. ' 11. Denn Weisheit ist" besser, denn Perlen; und alles, was man wünschen mag, kann ihr nicht gleichen. " c. 3,13. 12. Ich, Weisheit, wohne bey dem Witz, und ich weiß guten Rath zu geben. 13. Die" Furcht des Herrn hasset das Arge, die Hoffart, den Hochmuth, und bösen Weg; und bin feind dem verkehrten Munde. " c. 16, ü. iL. Mein ist beydes Rath und That; Ich habe Verstand und Macht. 15. Durch mich regieren die Könige, und die Rathsherren setzen das Recht. 16. Durch mich herrschen die Fürsten, und alle Regenten auf Erden. 17. Ich" liebe, die mich lieben; und die mich frühe suchen, finden mich. *Joh.i 4 ,21. 18. Reichthum und Ehre ist bey mir, wahrhaftiges Gut, und Gerechtigkeit. is. Meine Frucht" ist besser, denn Gold und feines Gold, und mein Einkommen besser, denn auserlesenes Silber. " c- 3, n. 20. Ich wandle auf dem rechten Wege, auf der Straße des Rechts, 21. Daß ich wohl berathe, die mich lieben, und ihre Schätze voll mache. 22. Der Herr hat mich gehabt im Anfang seiner Wege; ehe er was machte, war ich da. 23 . Ich bin eingesetzt von Ewigkeit, von Anfang vor der Erde. 2^. Da die Tiefen noch nicht waren, da war ich schon bereitet; da die Brunnen noch nicht mit Wasser quollen. 25. Ehe denn die Berge eingesenkt waren, vor den Hügeln war ich bereitet. 26. Er hatte die Erde noch nicht gemacht, und was daran ist, noch die Berge des Erdbodens. 27. Da er die Himmel bereitete, war Ich daselbst; da er die' Tiefen mit seinem Ziel ver- fassece. * Hwb 26/ 10. Ffff2 596 Weisheit locket de« Menschen. Spruch 28. Da er die Wolken droben festete, da er befestigte die Brunnen der Tiefen; 2 s. Da er * dem Meer das Ziel setzte, und den Wassern, daß sie nicht übergehen seinen Befehl; da er den Grund der Erde legte; » Hiob 38/ 10 . 11. Ps. 104/ 9. 3 0. Da war ich der Werkmeister bey ihm, und hatte meine Lust täglich, und spielte vor ihm allezeit; 31 . Und spielte auf seinem Erdboden, und* meine Lust istbey den Menschenkindern. * L Mos. 33/ 3. 32 . So gehorchet mir nun, meine Kinder. Wohl denen, die meine Wege behalten! 33 . Höret die Zucht, und werdet weise, und laßt sie nicht fahren. 34 . Wohl dem Menschen, der mir gehorchet, daß er wache an meiner Thür täglich, daß er warte an den Pfosten meiner Thür. 36 . Wer mich findet, der findet * das Leben, und wird Wohlgefallen von dem Herrn bekommen. * k. 3/ 16. 36 . Wer aber an mir sündiget, der verletzet seine Seele. Alle, die mich hassen, lieben den Tod. D a s 9. C a p i t e l. Von Lcr Weisheit freundlichen Einladung. 1. Aie Weisheit bauete ihr Haus, und hieb sieben Säulen, 2. Schlachtete ihr Vieh, und trug ihren Wein auf, und bereitete ihren Tisch, 3 . Und sandte ihre Dirnen aus, zu laden oben auf die Palläste der Stadt: 4. Wer albern ist, der mache sich hierher; und zum Narren sprach fie: 6 . Kommt, zehret von meinem Brot, und trinket des Weins, den ich schenke; 6 . Verlasset das alberne Wesen, so werdet ihr leben; und gehet auf dem Wege des Verstandes. 7 . Wer den Spötter züchtiget, der muß Schande auf sich nehmen; und wer den Gottlosen straft, der muß gehöhnet werden. 8 . Strafe den * Spötter nicht, er hasset dich; strafe den Weisen, der wird dich lieben. * Matth. 7, 6. 9 . Gib dem Weisen , so wird er noch weiser werden ; lehre den Gerechten, so wird er in der Lehre zunehmen. 10. Der * Weisheit Anfang ist des Herrn Furcht; und der Verstand lehret, was heilig ist. »Ps.ui/i». e 8. 9. 10. Von der Gerechtigkeit. i i. Denn * durch mich wird deiner Tage viel werden, und werden dir der Jahre des Lebens mehr werden. *«. 3,2. i§. 12. Bist du weife, so bi- du dir weise; bist du ein Spötter, so wirst du es allein tragen. 1 3 . Es ist aber ein thöricht * wild Weib , voll Schwätzens , und weiß nichts ; ' c. 7 , «. 14 . Die fitzet in der Thür ihres Hauses auf dem Stuhl, oben in der Stadt, 15. Zu laden alle, die vorüber gehen, und richtig auf ihrem Wege wandeln. 16. Wer ist albern, der mache fich hierher: und zum Narren spricht sie: 17. Die * verstohlene Wasser find süße, und das verborgene Brot ist niedlich. * e. 20/17. 18. Er weiß aber nicht, daß daselbst Todte find, und ihre Gäste in der tiefen Hölle. Das 10. Capitel. Von der Gerechtigkeit. 1. Dieß sind die Sprüche Salomons. Ein * weiser Sohn ist seines Vaters Freude; ^ aber ein thörichter Sohn ist seiner Mutter Grämen. * c. i§/ 20. -r-«. 17, 23. 2. Unrecht * Gut hilft nicht; aber Gerechtigkeit errettet vom Tode. ' c. 11,4. Erech. 7 /19. 3. Der Herr läßt die Seele des Gerechten nicht Hunger leiden; er stürzt aber der Gottlosen Schinderey. 4 . Lässige ' Hand macht arm; aber der Fleißigen Hand macht reich. * e. 12,21.27. s. Wer * im Sommer sammelt, der ist klug ; wer aber in der Ernte schläft, wird zu Schanden. * t. 6/ 8. 6 . Den Segen hat das Haupt des Gerechten; aber den Mund der Gottlosen wird ihr Frevel überfallen. 7. Das Gedächtniß der Gerechten bleibt im Segen; aber*der Gottlosen Nähme wird verwesen. *Ps. 9/6. Ps. 34/ 17 . 8 . Wer * weise von Herzen ist, nimmt die Gebothe an; der aber ein Narrenmaul hat, wird geschlagen. * Ps. 9. Wer * unschuldig lebt, der lebt sicher; wer aber verkehrt ist auf seinen Wegen, wird offenbar werden. * Ps. 24 / 3. 4 . 10. Wer 'mit Augen winket, wird Mühe an- richten; und der ein Narrenmaul hat, wird geschlagen. * c. 6 , iz. 11. Des * Gerechten Mund ist ein lebendiger Brunnen; aber den Mund der Gottlosen wird ihr Frevel überfallen. * Ps. 37,30. Schatz der Gerechtigkeit. Sprüch, 12. Haß erreget Hader; aber'Liebe decket zu alle Uebertretungen. *i Pct. 4,». 13. In den Lippen des Verständigen findet man Weisheit; aber auf den Rücken des Narren gehört eine Ruthe. i^. Die Weisen bewahren die Lehre; aber der Narren Mund ist nahe dem Schrecken, is. Das Gut des Reichen ist seine feste Stadt; aber die Armen macht die Armuth blöde. 16. Der Gerechte braucht seines Guts zum Leben; aber * der Gottlose braucht seines Einkommens zur SÜNde. ' Luc. 16/ 19. 17. Die Zucht halten, ist der Weg *zum Leben; wer aber die -!- Strafe verläßt, der bleibt irrig. * e. 14/ 27. -j- c. 13/ 1. 18. 18. Falsche Mäuler decken Haß; und wer verleumdet, der ist ein Narr. 19. Wo viele Worte find, da geht es ohne Sünde nicht ab; wer aber seine Lippen hält, der ist klug. 20. Des Gerechten Zunge ist köstliches Silber; aber der Gottlosen Herz ist nichts. 21. Des Gerechten Lippen weiden viel; aber die Narren werden in ihrer Thorheit sterben. 22. Der Segen des Herrn macht reich * ohne Mühe. * Ps. 127,2. 23. Ein Narr treibt Muthwillen, und hat es noch dazu seinen Spott; aber der Mann ist weise, der darauf merket. 2^. Was der Gottlose' fürchtet, das wird ihm begegnen; und was die Gerechten begehren, wird ihnen gegeben. ' i, 27. 2s. Der * Gottlose ist wie ein Wetter, das überhin geht, und nicht mehr ist; der Gerechte, aber besteht ewiglich. ' c. 14,32. 26. Wie der Essig den Zähnen , und der Rauch den Augen thut; so thut der Faule denen, die ihn senden. 27. Die Furcht des Herrn * mehret die Tage; aber die Jahre der Gottlosen werden verkürzet. * c. 3, 2. c. 14, 27. Ps. 128, 4. 28. Das Warten der Gerechten wird Freude werden; aber der Gottlosen Hoffnung wird verloren feyn. 29. Der Weg des Herrn ist des Frommen Trotz; aber die Uebelihäter find blöde. so. Der Gerechte wird * nimmermehr umgestoßen ; aber die Gottlosen werden nicht im Lande bleiben. * Ps. 112,5. 3 i. Der * Mund des Gereckten bringet Weisheit; aber das Maul der Verkehrten wird aus- gerottet. * Ps. 37,30. 10. 11. Unterschied der Frommen. 597 32. Die Lippen der Gerechten lehren heilsame Dinge; aber der Gottlosen Mund ist verkehrt. Das 11 . Capitel. Fernere Lehre von der Gerechtigkeit, deren Nutzen und Hindernisse. 1. Aalsche * Wage ist dem Herrn ein Gräuel; ^ aber ein völliges Gewicht ist sein Wohlgefallen. * c. 16/ 11. «. 20 / 10. 23 . 2. Wo Stolz ist, da ist auch Schmach ; aber Weisheit ist bey den Demüthigen. 3. Unschuld wird die Frommen leiten; aber die * Bosheit wird die Verächter verstören. * Ps. 52/ 7. - 4 . Gut hilft nicht am Tage des Zorns; aber Gerechtigkeit errettet vom Tode, s. Die Gerechtigkeit des Frommen machet seinen Weg eben; aber der Gottlose wird fallen durch sein gottloses Wesen. 6 . Die Gerechtigkeit der Frommen wird fie erretten; aber die Verächter werden gefangen in ihrer Bosheit. 7 . Wenn der gottlose Mensch stirbt, ist die Hoffnung verloren; und das' Harren der Ungerechten wird zu Nichte. * c. io, 23. 8 . Der Gerechte wird aus der Noth erlöset; und der Gottlose kommt an seine Statt. 9. Durch den Mund des Heuchlers wird fein Nächster verderbet; aber die Gerechten merken es, und werden erlöset. 10. Eine Stadt freuet sich, wenn es den Gerechten wohl gehet; und wenn die Gottlosen umkommen, wird man froh. 11. Durch den Segen * der Frommen wird eine Stadt erhoben; aber durch den Mund der Gottlosen wird fie zerbrochen. ' ' c. 2«, 12. 12. Wer seinen Nächsten schändet, ist ein Narr; aber ein verständiger Mann stillet es. 13. Ein * Verleumder verräth, was er heimlich weiß; aber wer eines getreuen Herzens ist, verbirgt dasselbe. * c. 20,19. 1^. Wo nicht Rath ist, da gehet das Volk unter; wo aber'viele Rathgeber sind, da gehet es wohl zu. ' e. 15 ,22. is. Wer für einen andern Bürge wird, der wird Schaden haben; wer sich aber vor Geloben hüthet, ist sicher. 16. Ein holdselig Weib erhält die Ehre; aber die Tyrannen erhalten den Reichthum. 17. Ein barmherziger Mann thut seinem Leibe Gutes; aber ein Unbarmherziger betrübt auch sein Fleisch und Blut. 598 Unterschied der Gottlosen. Spruch 18. Der Gottlosen ' Arbeit wird fehlen ; aber wer Gerechtigkeit i- säet, das ist gewisses Gut. * Ps. 3/, 20. -i-Spr. 22, 8. 19. Denn Gerechtigkeit fördert zum Leben; aber dem Nebel nachjagen ' fördert zum Tode. * c. 22 , 8. 20. Der * Herr hat Gräuel an den verkehrten Herzen, und Wohlgefallen an den Frommen. * c. 12 , 22. Ps. 3, 7. 21. Den Bösen hilft nichts , wenn sie auch alle Hände zusammen thäten; aber der Gerechten Same wird errettet werden. 22. Ein schönes Weib ohne Zucht ist wie eine Sau mit einem goldenen Haarband. 23. Der * Gerechten Wunsch muß doch wohl gerathen; und i- der Gottlosen Hoffen wird Unglück. * c. 10 , 24. 28 . -I- Hiob 8, 13. 14. 2^. Einer * theilt aus, und hat immer mehr; ein Anderer karket, da er nicht soll, und wird doch ärmer. *Ps. 112,9. 25. Die Seele, die da "reichlich segnet, wird fett; und wer trunken macht, der wird auch trunken werden. * 2 Cor. 9 ,6. 26. Wer Korn inne hält, dem fluchen die Leute; aber Segen kommt über den, der es verkauft. 27. Wer da Gutes sucht, dem widerfährt Gutes ; wer aber nach Unglück ringet, dem * wird es begegnen. "Ps. 7,17. 28. Wer flch auf seinen Reichthum verläßt, der wird untergehen; aber die "Gerechten werden grünen wie ein Blatt. ' Ps. -2,10. 29. Wer sein eigenes Haus betrübt, der wird Wind zum Erbtheil haben; und ein Narr muß ein Knecht des Weisen seyn. 30. Die Frucht des Gerechten ist " ein Baum des Lebens; und ein Weiser nimmt sich der Leute herzlich an. * c. 3, i«. e. 15,4. 31. So * der Gerechte auf Erden leiden muß, wie vielmehr der Gottlose und Sünder? * 1 Pet. 4, 17. 18 . Das 12. Capitel. Nützliche Lebensregeln und Aussprüche. 1. HsNer sich gerne" läßt strafen, der wird klug werden; wer aber ungestraft seyn will, der bleibet ein Narr. * c. ", 18. Ps. 141, 3. 2. Wer " fromm ist, der bekommt Trost vom Herrn; aber ein Ruchloser verdammet sich selbst. * Ap. Gcsch. 23, 11 . 3. Ein gottloses Wesen fördert den Menschen nicht; aber die Wurzel der Gerechten wird bleiben. Ein * fleißiges Weib ist eine Krone ihres e 14. 12._ Nützliche Regeln. Mannes; aber eine Unfleißige ist ein Eiter in seinem Gebein. *« 31,10. 5. Die Gedanken der " Gerechten sind redlich; aber die Anschläge der Gottlosen sind Trügerey. * 1 Kön. 12 , 6 . 6. Der " Gottlosen Predigt richtet Blutvergießen an; aber der -s Frommen Mund errettet. * c. ", 1 . 7 . 1 Mos. 37, 22 . 7. Die Gottlosen werden umgestürzt, und nicht mehr seyn; aber das Haus der Gerechten bleibt stehen. 8. Eines weisen Mannes Rath wird gelobet; aber die Tücke werden zu Schanden. 9. Wer gering ist, und wartet des Seinen, der ist besser, denn der groß seyn will, dem das Brot mangelt. 10. Der "Gerechte erbarmet sich seines Viehes; aber das Herz der Gottlosen ist unbarmherzig. * 2 Mos. 23 , 3 . 11. Wer seinen " Acker bauet, der wird Brots die Fülle haben; wer aber unnöthigen Sachen nachgehet, der ist ein Narr. * 0 . 23 , 19 . 12. Des Gottlosen " Lust ist Schaden zu thun; aber die Wurzel der Gerechten wird Frucht bringen. * c. 2 , i4. c. 13, 21 . 13. Der Böse wird gefangen in seinen eigenen falschen Worten; aber der Gerechte entgehet der Angst. 1^. Viel Gutes kommt einem durch die Frucht des Mundes; und " dem Menschen wird vergolten, nach dem seine Hände verdienet haben. * Ps. 62 , 13. Matth. 16, 27. 15. Dem " Narren gefällt seine Weise wohl; aber wer Rath gehorcht, der ist weise. * c. 18 , 2 . 16. Ein Narr zeigt seinen Zorn bald; aber wer die Schmach birget, ist witzig. 17. Wer wahrhaftig ist, der sagt frey, was recht ist; aber" ein falscher Zeuge betrügt. * c. 6, 19. 18. Wer unvorsichtig "heraus fährt, sticht wie ein Schwert; aber die Zunge der Weisen ist heilsam. * c. 13 , 3 . 19. Wahrhaftiger Mund besteht ewiglich; aber die falsche Zunge besteht nicht lange. 20. Die, so Böses ralhen, betrügen; aber die zum Frieden rathen, machen Freude. 21. Es wird dem Gerechten kein Leid geschehen; aber" die Gottlosen werden vollUnglück seyn. * Ps. 32, 10. Ps. 34, 22. 22. Falsche " Mäuler sind dem Herrn ein Gräuel; die aber treulich handeln, gefallen ihm wohl. *0.6,17. c. 11 , 20 . Ps. 3, 7 . Lebensregeln. Sprüche 12. 13. 11. Von der Klugheit im menschlichen Leben. 599 23. Ein witziger Mann gibt nicht Klugheit vor; aber das * Herz der Narren ruft seine Narrheit aus. * c. 13,16. 2 >i. * Fleißige Hand wird herrschen; die aber lässig ist, wird müssen zinsen. * c. io, 4. 25. Sorge im Herzen'kränket; aber ein freundliches Wort erfreuet. ' c. 13 , 13 . 26. Der Gerechte hat es besser, denn sein Nächster; aber der Gottlosen Weg verführet sie. 27. Einem Lässigen geräth sein Handel nicht; aber ein fleißiger Mensch wird reich. 28. Auf dem rechten Wege ist Leben, und auf dem gebahnten Pfad ist kein Tod. Das 13. Capitel. Fernere Lcbensrcgeln. 1. Ain" weiser Sohn läßt sich den Vater züch- ^ tigen; aber ein Spötter gehorchet der Strafe nicht. * i», s. 2. Der Frucht des Mundes genießt man; aber die Verächter denken nur zu freveln. 3. Wer seinen Mund bewahret, der bewahret sein Leben; wer aber mit seinem Maul heraus fährt, der kommt in Schrecken. Der Faule begehrt, und krtgt es doch nicht; aber die Fleißigen krigen genug. 5. Der' Gerechte ist der Lüge feind; aber der Gottlose schändet und schmähet sich selbst. * Ps. 119/ 163. 6. Die * Gerechtigkeit behüthet den Unschuldigen; aber das gottlose Wesen bringet einen zu der Sünde. * c. io, so. 7. Mancher ist arm bey großem Gut; und mancher ist reich bey seiner Armuth. 8. Mit Reichthum kann einer sein Leben erretten ; aber ein Armer höret das Schelten nicht. 9. Das Licht der Gerechten macht fröhlich; aber'die Leuchte der Gottlosen wird auslöschen. * c. 24/ 20. 10. Unter den Stolzen ist immer Hader; aber Weisheit macht vernünftige Leute. 11. Reichthum'wird wenig, wo man es vergeudet; was man aber zusammen hält, das wird groß. * -. 28,19.20. 12. Die Hoffnung, die sich verzieht, ängstiget das Herz ; ' wenn es aber kommt, das man begehret, das ist ein Baum des Lebens. * Ps. 14, 7. 13. Wer das Wort verachtet, der verderbet sich selbst; wer aber das Geboth fürchtet, dem wird es vergolten. 1^. Die Lehre des Weisen ist eine lebendige Quelle, zu meiden die Stricke des Todes. 15. Ein guter Rath thut sanft; aber der Verächter Weg bringt Wehe. 16. Ein Kluger thut alles mit Vernunft; ein Narr * aber breitet Narrheit aus. * c. 13,2. 17. Ein gottloser Bothe bringt Unglück; aber ein treuer Werber ist heilsam. 18. Wer Zucht läßt fahren, der hat Armuth und Schande; wer' sich gerne strafen läßt, wird zu Ehren kommen. * --10, ^ 19. Wenn es kommt, das man begehret, das thut dem Herzen wohl; aber der das Böse meidet, ist den Thoren ein Gräuel. 20. Wer mit den Weisen umgehet, der wird weise; wer aber der Narren Geselle ist, der wird Unglück haben. 21. Unglück verfolget die Sünder; aber den Gerechten wird Gutes vergolten. 22. Der Gute wird erben auf Kindeskind; aber des * Sünders Gut wird dem Gerechten vorgesparet. * Hiob 27,16.17. 23. Es ist viele Speise in den Furchen der Armen; aber die Unrecht thun, verderben. 2^. Wer feiner Ruthe schonet, der hasset seinen Sohn; wer ihn aber lieb hat, der züchtiget ihn bald. 25. Der * Gerechte isset, daß seine Seele satt wird; der Gottlosen Bauch aber hat nimmer genug. ' Ps. 22,27. Das 11. Capitel. Lob der Klugheit im menschlichen Leben. 1. ^>urch weise'Weiber wird das Haus er- ^ bauet; eine Närrinn aber zerbricht es mit ihrem Thun. * c. 11, 16. e. 12, 4 . c. 19, 14 . c 3 l, 10. 2. Werden Herrn fürchtet, der gehet aufrechter Bahn; wer ihn aber verachtet, der weicht aus seinem Wege. 3. Narren reden tyrannisch; aber die Weisen bewahren ihren Mund. Wo nicht Ochsen sind, da ist die Krippe rein; aber * wo der Ochs geschäftig ist, da ist viel Einkommens. ' c. 12,11. 5. Ein treuer Zeuge lügt nicht; aber ein falscher Zeuge redet dürstiglich (fE Lügen. 6. Der Spötter sucht Weisheit, und findet sie nicht; aber dem Verständigen ist die Erkenntniß leicht. 7. Gehe von * dem Narren; denn du lernest nichts von ihm. ' c. i/ 22. 8. Das ist des Klugen Weisheit, daß er' auf 600 Von der Klugh. im menschlichen Leben, S p seinen Weg merket; aber das ist der Narren Thorheit, daß es eitel Trug mit ihnen ist. ' Epbes. 5/ is. 9. Die Narren treiben das Gespött mit der Sünde; aber die Frommen haben Lust an den Frommen. i o. Wenn das Herz traurig ist , so hilft keine äußerliche Freude. 11. Das Haus der Gottlosen wird vertilget; aber die Hütte der Frommen wird grünen. 12. Es gefällt manchem ein Weg wohl; aber endlich bringet er ihn zum Tode. 13. 'Nach dem Lachen kommt Lrauren, und nach der Freude kommt Leid. ' «»e. 6 , 2s. i^. Einem losen Menschen wird es gehen, wie er handelt; aber ein Frommer wird * über ihn seyn. ' Ps- is. 15 . Ein Alberner glaubt alles; aber eki Witziger merkt auf seinen Gang. 16. Ein Weiser * fürchtet sich, und meidet das Arge; ein Narr aber fährt hindurch dürsttglich. (kühn, frech). * 1 Mos. 39 , 10. 17. Ein Ungeduldiger' thut närrisch; aber ein Bedächtiger hasset es. '«. 12,16. 18. Die Albernen erben Narrheit; aber es ist der Witzigen Krone, vorfichtiglich handeln. 19. Die Bösen müssen sich bücken vor den Guten , und die Gottlosen in den Thoren des Gerechten. 20. Einen Armen hassen auch seine Nächsten; aber die Reichen haben viele Freunde. 21. Der Sünder verachtet seinen Nächsten; aber wohl' dem, der sich der Elenden erbarmet. * Ps. 41 , 2 . 22. Die mit bösen Ranken umgehen, werden fehlen; die aber Gutes denken, denen wird Treue und Güte widerfahren. 23. Wo man' arbeitet, da ist genug; wo man aber mit Worten umgehet, da ist Mangel. * c. 10, 4 . c. 12, 24 . 2^. Den Weisen ist ihr Reichthum eine Krone; aber die Thorheit der Narren bleibt Thorheit. 25. Ein treuer Zeuge errettet das Leben; aber ein falscher Zeuge betrügt. ,26. Wer den Herrn fürchtet, "der hat eine sichere Festung, und seine Kinder werden auch beschirmet. * c. 10,2s. c. 18,10. 27. Die Furcht des Herrn ist' eine Quelle des Lebens, daß man meide die Stricke des Todes. ' c. 10, 27 . 28. Wo ein König viel Volks hat, das ist seine Herrlichkeit; wo aber wenig Volks ist, das macht einen Herrn blöde. ' üch e 1-4. 45. und derselben Wirkung. 29. Wer' geduldig ist, der ist weise; wer aber -r- ungeduldig ist, der offenbaret feine Thorheit. * c. 19 , 11. 1 - e. 12, 16. 30. Ein gütiges Herz ist des Leibes Leben; aber Neid ist Eiter in Beinen. 31. Wer ' dem Geringen Gewalt thut, der lästert desselben s Schöpfer; aber wer sich des Armen erbarmet, der ehret Gott. *e. 17 , L. 1 -2 Mos. 4 , 11. 32. Der Gottlose bestehet ' nicht in seinem Unglück; aber der Gerechte ist auch in seinem Tode getrost. *Ps. 37,16. 33. Im Herzen des Verständigen ruhet Weisheit, und wird offenbar unter den Narren. 3^. Gerechtigkeit erhöhet ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben. 35. Ein ' kluger Knecht gefällt dem Könige wohl; aber einem schändlichen Knechte ist er feind. * 1 Mos. 41 , 38 . Das 45. Capitel. Der Klugheit Wirkung. Mittel fich vor Sünden zu hiithen. 1. Aine gelinde Antwort stillet den Zorn; aber ^ ein hart Wort richtet Grimm an. 2. Der Weisen Zunge macht die Lehre lieblich ; der' Narren Mund speyet eitel Narrheit. * e. 13 , 16. Esaj. 32 , 6. 3 . Die Augen des Herrn schauen an allen Orten beydes die Bösen und Frommen. - 4 . Eine heilsame Zunge ist ' ein Baum des Lebens; aber eine lügenhaftige macht Herzeleid. * «. 3, 18. c. 11, 30. e. 12, ir. s. Der Narr lästert die Zucht'seines Vaters; wer aber Strafe annimmt, der wird klug werden. ' Ps. 141 , S. 6 . In * des Gerechten Hause ist Gutes genug; aber in dem Einkommen des Gottlosen ist Verderben. ' c- 2, 33 . 7 . Der Weisen Mund streuet guten Rath; aber der Narren Herz ist nicht also. 8 . Der Gottlosen Opfer ist dem Herrn ein Gräuel; aber das Gebeth der Frommen ist ihm angenehm. 9. Des ' Gottlosen Weg ist dem Herrn ein Gräuel; wer aber der Gerechtigkeit nachjagt, der wird geliebet. ' c. 11,20. 10. Das ist eine böse Zucht, den Weg verlassen; und ' wer die Strafe hasset, der muß sterben. * c. 29, 1. 11. Hölle 'und Verderbniß ist vor dem Herrn; wie vielmehr der Menschen Herzen? * Hi°k> 26, 6 . 12. Der Spötter liebt nicht, der ihn straft, und gehet nicht zu den Weisen. 13. Ein Der Klugheit Wirkung. Sprüche <3. Ein ' fröhliches Herz macht ein fröhliches Angesicht; aber wenn das Herz bekümmert ist, so fällt auch der Muth. * c. 17,22. i^. Ein kluges Herz handelt bedächtiglich; aber die kühnen Narren regieren närrisch. 15. Ein Betrübter hat nimmer keinen guten Tag; aber ein * guter Muth ist ein tägliches Wohlleben. ' 1 Tim. 6 , 6 . 16. Es * ist besser ein wenig mit der Furcht des Herrn, denn großer Schatz, darinnen Unruhe ist. * c- 16, 8. 17. * Es ist besser ein Gericht Kraut mit Liebe, denn ein gemästeter Ochs mit Haß. ' c. 17,1. 18. Ein zorniger Mann richtet Hader an; ein Geduldiger aber stillet den Zank. is. Der Weg des Faulen ist'dornicht; aber der Weg der Frommen ist wohl gebahnct. * c. 24/ 30. 3t. 20. Ein * weiser Sohn erfreuet den Vater; und ein närrischer Mensch ist seiner Mutter Schande. * c. 10/1. c. 17/ 23 . e. 19/ 13 . 26. 21. Dem Thoren ist die Thorheit eine Freude; aber ein verständiger Mann bleibt auf dem rechten Wege. 22. Die * Anschläge werden zu Nichte, wo nicht Rath ist; wo 7 - aber viele Rathgeber sind, bestehen sie. * c. 20,18. c. 11,14. c. 24 / 6 . 23 . Es ist einem eine Freude, wo man ihm richtig antwortet; und'ein Wort zu seiner Zeit ist sehr lieblich. ' c. 23, 11. 2^. Der Weg des Lebens ' gehet überwärts, klug zu machen, auf daß man meide die Hölle unterwärts. * C->l. 3 /1.2. 25. Der Herr wird das ' Haus der Hoffähigen zerbrechen, und die Grenze der Witwen bestätigen. ' c. 12/7. 1 Per 3 / 3 . 26. Die' Anschläge des Argen sind dem Herrn ein Gräuel; aber tröstlich reden die Reinen. * 1 Mos. 37/ IS. 20 . 27. Der Geizige verstöret' sein eigenes Haus; wer aber t Geschenke hasset, der wird leben. »c. 11/29. -j- Ps. 13/ 3. 28. Das * Herz des Gerechten dichtet, was zu antworten ist; aber der Mund der Gottlosen schäumet Böses. * v. 14. 29. Der Herr ist ' ferne von den Gottlosen; aber der Gerechten Gebeth erhöret er. * Joh. 9/ 31. 30. Freundlicher Anblick erfreuet das Herz, ein' gutes Gerücht macht das Gebeine fett. * «. 22/ 1. 3 1. Das Ohr, das da höret die Strafe des Lebens, wird unter den Weisen wohnen. 15. 16. Der Menschen Thun regieret Gott. 601 32. Wer sich nicht ziehen läßt, der machet sich selbst zu Nichte; wer ' aber Strafe höret, der wird klug. * Ps. r-ii, s. 33 . Die Furcht des Herrn ist Zucht zur Weisheit; und ' ehe man zu Ehren kommt, muß man zuvor leiden. * -. 18/12. Das 16. Capitel. Von Gottes Vorsehung und Regierung / und der Menschen Pflicht. 1. ^er Mensch ' setzt ihm wohl vor im Her- ^ zen; aber vom Herrn kommt, was die Zunge reden soll. * J-r. 10,2z. 2. Einem' Jeglichen dünken seine Wege rein seyn; aber allein der Herr macht das Herz gewiß. * c. 2l, 2. 3 . Befiehl ' dem Herrn deine Werke, so werden deine Anschläge fortgehen. * M-mh. 6 ,23. Der Herr macht alles um sein selbst willen, auch den Gottlosen zum bösen Tage, s. Ein ' stolzes Herz ist dem Herrn ein Gräuel, und wird nicht ungestraft bleiben, wenn sie sich gleich alle an einander hängen. * 1 Pet. 3 / 3 . 6 . Durch ' Güte und Treue wird Missethat versöhnet; und durch die Furcht des Herrn meidet man das Böse. ' -. 40,12. 7 . Wenn Jemandes Wege dem Herrn Wohlgefallen ; so macht er auch seine Feinde mit ihm zufrieden. 8 . Es ist besser wenig mit Gerechtigkeit, denn Viel Einkommen mit Unrecht. 9. Des Menschen Herz schlägt seinen Weg an, aber der Herr allein gibt, daß er fortgehe. 10. Weissagung ist in dem Munde des Königs, sein Mund fehlet nicht im Gericht. 11. Rechte' Wage und Gewicht ist vom Herrn, und alle Pfunde im Sack sind seine Werke. * c. il/ 1. c. 20/ 10. 23. 12. Vor den Königen Unrecht thun ist ein Gräuel; denn ' durch Gerechtigkeit wird der Thron bestätiget: ' c. 20/ 28. 1 3 . Recht rathen gefällt den Königen; und wer gleichzu rärh, wird geliebet. 1^. Des ' Königs Grimm ist ein Bothe des Todes, aber ein weiser Mann wird ihn versöhnen. ' c. 20/ 2. 15. Wenn des Königs Angesicht freundlich ist, das ist Leben; und seine Gnade ist wie ein Abendregen. 16. Nimm an die Weisheit, denn sie' ist besser, weder Gold, und Verstand haben ist edler, denn Silber. ' 3,14. c.«/10.11.19. 17. Der Frommen Weg meidet das Arge; und Gggg Von Hader und Zank. 602 Der Menschen Thun regieret Gott. Sprüche 46. 17. wer seinen Weg bewahret , der behält sein Leben. 18. Wer * zu Grunde gehen soll, der wird zuvor stolz, und stolzer Muth kommt vor dem Fall. * c. i 8 ,12. i s. Es ist besser niedriges Gemüths seyn mit den Elenden, denn Raub austheilen mit den Hoffärtigen. 20. Wer eine Sache klüglich führet, der findet Glück; und "wohl dem, der sich auf den Herrn verläßt. * Ps- 2,12. 21. Ein Verständiger wird gerühmet für einen weisen Mann, und liebliche Reden lehren wohl. 22. Klugheit ist ein lebendiger Brunnen dem, der fie hat; aber die Zucht der Narren ist Narrheit. 23. Ein weises Herz redet klüglich, und lehret wohl. 2^. Die * Reden des Freundlichen sind Honigseim, trösten die Seele, und erfrischen die Gebeine. * c. 12, 23. 2Z. Manchem * gefällt ein Weg wohl; aber sein Letztes reicht zum Tode. * c. 14,12. 26. Mancher * kommt zu großem Unglück durch sein eigenes Maul. *2Sam. 1,16. 27. Ein loser Mensch gräbt nach Unglück, und in seinem Maul brenner Feuer. 28. Ein verkehrter Mensch richtet Hader an; und ein Verleumder macht Fürsten uneins. 29. Ein Frevler locket seinen Nächsten, und führet ihn auf keinen guten Weg. 30. Wer ' mit den Augen winkt, denkt nichts Gutes; und wer mit den Lippen deutet, vollbringet Böses. * c. 6, 13 . c. 10,10. 31. Graue * Haare find eine Krone der Ehren, die auf dem Wege der Gerechtigkeit gefunden werden. * c. 20,29. 32. Ein Geduldiger ist besser, denn ein Starker, und der seines Muths Herr ist, (besser,) denn der Städte gewinnet. 33. Loos wird geworfen in den Schooß; aber es fällt, wie der Herr will. Das 17. Capitek. Von unzeitigem Zank und Hader. i.l§s ist ein trockner Bissen, daran man sich ^ genügen läßt, besser, denn ein Haus voll Geschlachtetes mit Hader. 2. Ein kluger Knecht wird herrschen über un- sieißige Erben, und wird unter den Brüdern das Erbe austheilen. 3. Wie das Feuer Silber, und der Ofen Gold, also prüfet der Herr die Herzen. Ein Böser achtet auf böse Mäuler, und ein Falscher gehorcht gerne schädlichen Zungen. 5 . Wer * des Dürftigen spottet, der höhnet desselben i- Schöpfer; und wer sich seines Unfalls freuet, wird nicht ungestraft bleiben. * c. i- 1 , 31 . 1- 2 Mos. 4 , iu 6 . Der * Alten Krone sind Kindesrinder, und der Kinder Ehre sind ihre Väter. * Pf. 12s, 6 . 7 . Es stehet einem Narren nicht wohl an, von hohen Dingen reden, vielweniger einem Fürsten, daß er gerne lüget. 8 . Wer zu schenken hat, dem ist es wie ein Edelstein; wo er sich hinkehret, ist er klug geachtet. 9. Wer * Sünde zudeckt, der macht Freundschaft ; wer aber die Sache eifert, der macht Fürsten uneins. * c. 10,12. 10. Schelten schreckt mehr an dem Verständigen, denn hundert Schläge an dem Narren. 11. Ein bitterer Mensch * trachtet Schaden zu thun; aber es wird ein grausamer Engel über ihn kommen. * Ps. 33,20. 12. Es ist besser einem "Bären begegnen, dem die Jungen geraubt sind, denn einem Narren in seiner Narrheit. " Hos. 13, 8 . 13. Wer " Gutes mit Bösem vergilt, von deß Hause wird Böses nicht lassen. *1 TM 3,13. 1^. Wer Hader anfängt, ist gleich, als der dem Wasser den Damm aufreißt. Laß du vom Hader, ehe du darein gemenget wirst. 15. Wer' dem Gottlosen Recht spricht, und den Gerechten verdammet, die find beyde dem Herrn ein Gräuel. * EM 3,23. 16. Was soll dem Narren Geld in der Hand, Weisheit zu kaufen, so er doch ein Narr ist ? 1 7 . Ein Freund liebt allezeit, und ein Bruder wird in der Noth erfunden. 18. Es ist ein Narr, der" an die Hand gelobet und Bürge wird für seinen Nächsten. * «. 6 , 1. c. 11, 13. 19. Wer Zank liebt, der liebt Sünde; und wer seine Thür hoch macht, ringet nach Unglück. 20. Ein verkehrtes Herz findet nichts Gutes, und der verkehrter Zunge ist, wird in Unglück fallen. 21. Wer ' einen Narren zeuget, der hat Grämen, und eines Narren Vater hat keine Freude. * c. 13 , 20. c. 17, 23. 22. Ein " fröhlich Herz macht das Leben lustig; aber ein betrübter Muth vertrocknet das Gebein. * e. 13 , 13 . 13 .. Arme verachtet. 603 Von Trennung guter Freunde. Sprüche 2Z. Der Gottlose nimmt heimlich gerne Geschenke ,' zu beugen den Weg des Rechts. * c. 21, 14 . Es. io, 2. 2^. Ein * Verständiger geberdet sich weislich; ein Narr wirft die Augen hin und her. * Pred. 2, 14 . c. 8 , i. 25. Ein * närrischer Sohn ist seines Vaters Trauern, und Betrübniß seiner Mutter, die ihn geboren hat. * c. 15, 20. 26. Es ist nicht gut, daß man den Gerechten schindet, den Fürsten zu schlagen, der recht regieret. 27. Ein * Vernünftiger mäßiget seine Rede, und ein verständiger Mann ist eine theure Seele. * Ja«. 1, 19. 28. Ein Narr, wenn er schwiege, würde auch * weise gerechnet, und verständig, wenn er das Maul hielte. * Hiob 13, 5. Das 18 . Capitel. Von Trennung guter Freunde. 1. Mer sich absondert, der sucht, was ihn gelüstet, und setzt sich wider alles, was gut ist. 2. Ein Narr hat nicht Lust am Verstand, sondern was in seinem Herzen steckt. 3. Wo der Gottlose hinkommt, da kommt Verachtung und Schmach mit Hohn. Die Worte in eines Munde find * wie tiefe Wasser, und die Quelle der Weisheit ist ein voller Strom. * c. 20, 5. L. Es ist nicht gut, "die Person des Gottlosen achten, zu beugen den Gerechten im Gericht. * 5 Mos. 1 , 17 . 6 . Die Lippen des Narren bringen Zank, und sein Mund ringet nach Schlägen. 7 . Der Mund des Narren * schadet ihm selbst, und seine Lippen fangen seine eigene Seele. * 2 Sam. 1, 16. 8 . Die * Worte des Verleumders sind Schläge, und gehen einem durch das Herz. * Ps. 3 .;, 22. Jcr. 9 / 8 . Sprüchw. 26, 22. 9 . Wer * laß ist in seiner Arbeit, der ist ein Bruder deß, der das Seine umbringet. * «. io, 4. i o. Der' Nähme des Herrn ist ein festes Schloß; der Gerechte läuft dahin, und wird beschirmet. * Ps. 61, 4 . Sprüchw. 14 , 26. 11 . Das * Gut des Reichen ist ihm eine feste Stadt, und wie eine hohe Mauer um ihn her. * c. io, 15 . 12. Wenn * einer zu Grunde gehen soll, wird sein Herz zuvor stolz; und ehe man zu Ehren kommt, muß man zuvor leiden. * «. 15 , 33 . c. 16 , 18 . «. 29 , 23 . 17. 18. 19. 13 . Wer antwortet, ehe er höret, dem ist es Narrheit und Schande. i^. Wer ein fröhliches Herz hat, der weiß sich in seinem Leiden zu halten; wenn aber ' der Muth liegt, wer kann es tragen? * «. i§, 13. 15. Ein verständiges Herz weiß sich vernünftig zu halten, und die Weisen hören gerne, daß man vernünftig handelt. 16. Das Geschenk des Menschen macht ihm Raum, und bringet ihn vor die großen Herren. 17. Der Gerechte ist seiner Sacke zuvor gewiß; kommt sein Nächster, so findet er ihn also. 18. Das Loos * stillet den Hader, und scheidet zwischen den Mächtigen. * 16,33. 19. Ein verletzter Bruder hält härter, denn eine feste Stadt; und Zank hält härter, denn ein Riegel am Pallast. 20. Einem Manne wird vergolten, darnach sein Mund geredet hat, und wird "gesättiget von der Frucht seiner Lippen. *0.13,2.; 21. * Tod und Leben steht in der Zunge Gewalt; wer sie liebt, der wird von ihrer Frucht essen. ' c. 13 , 3. Jak. 3, 6 '12. 22. Wer * eine Ehefrau findet, der findet was Gutes, und bekommt Wohlgefallen vom Herrn. * c. 19 , i 4 . c. 3 l, 10. 23 . Ein Armer redet mit Flehen, ein Reichet antwortet stolz. 2^. Ein * treuer Freund liebt mehr und steht fester bey, denn ein Bruder. * «. 24,10. Das 19. Capitel. Von Verachtung des Armen und Mäßigung des Zorns. 1. ßtin Armer, der in seiner Frömmigkeit wan- ^ delt, ist besser, denn ein Verkehrter mit seinen Lippen, der doch ein Narr ist. 2. Wo man nicht mit Vernunft handelt, da geht es nicht wohl zu; und wer schnell ist mit Füßen, der thut Schaden. 3 . Die Thorheit eines Menschen verleitet seinen Weg, daß sein Herz wider den Herrn tobet. Gut * macht viele Freunde; aber der Arme Wird von seinen Freunden verlassen. * «. 14,20. 5. Ein * falscher Zeuge bleibet nicht ungestraft, und wer Lügen frech redet, wird nicht entrinnen. * 5 Mos. 19 / 18 . Spr. 24 / 28. c. 25 , 18. 6. Viele warten auf die Person des Fürsten, und sind alle Freunde deß, der Geschenke gibt. 7 . Den * Armen hassen alle seine Brüder, ia auch seine Freunde fernen sich von ihm; und wer sich auf Worte verläßt, dem wird nichts. * c. i 4 , 2 (>. Gggg 2 60i Guter Rath. Sprüche 19. 20. Völlerey. 8 . Wer klug ist, liebt sem Leben; und der Verständige findet Gutes. 9 . Ein * falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft; und wer frech Lügen redet, wird umkommen. * c. 21/ 28 . 10. Dem Narren steht nicht wohl an, gute Tage haben, viel weniger einem Knechte, zu herrschen über Fürsten. i i. Wer * geduldig ist, der ist ein kluger Mensch, und ist ihm ehrlich, daß er Untugend überhören kann. * c 14 / 29. 12. Die * Ungnade des Königs ist wie das Brüllen eines jungen Löwen; aber seine Gnade ist wie Thau auf dem Grase. * 20/ 2. 13. Ein * närrischer Sohn ist seines Vaters Herzeleid, und-rein zänkisches Weib ein stätiges Triefen. * c. 18/ 2». -h c. 2-/15. i>L. Haus und Güter erben die Eltern; aber * ein vernünftiges Weib kommt vom Herrn. * c. 18/ 22. 15. Faulheit bringt Schlafen, und eine'lässige Seele wird Hunger leiden. * c. 10/ 4 . 16. Wer das' Geboth bewahret, der bewahret sein Leben; wer aber seinen Weg verachtet, wird sterben. *L»c. 10/28. 17. Wer * sich des Armen erbarmet, der leihet dem Herrn; der wird ihm wieder Gutes vergelten. ' Matth. 10 / 42 . c. 28/ 4 o. Luc. 6 / 33 . 18. Züchtige * deinen Sohn, weil Hoffnung da ist; aber laß deine Seele nicht beweget werden , ihn zu tödten. * 13 / 24. 19. Denn großer Grimm bringt Schaden; darum laß ihn los, so kannst du ihn mehr züchtigen. 20. Gehorche dem Rath, und nimm die Zucht an, daß du hernach weise seyst. 21. Es ' sind viele Anschläge in eines Mannes Herzen; aber der Rath des Herrn bleibt stehen. * c. 16/ 1. Jer. 10/ 23. 22. Einen Menschen lüstet seine Wohlthat; und ein Armer ist besser, denn ein Lügner. 23. Die * Furcht des Herrn fördert zum Leben, und wird satt bleiben , daß kein Uebel sie heimsuchen wird. ' c. 11, 19 . 2L. Der' Faule verbirgt seine Hand im Topf, und bringt sie nicht wieder zum Munde. * c. 26/ 18. 25. Schlägt ' man den Spötter, so wird der Alberne witzig; straft man einen Verständigen, so wird er vernünftig. ' c. 21/11. 26. Wer Vater verstört, und Mutter verjagt, der ist ein schändliches und verstuchtes Kind. 27. Laß ab, mein Sohn, zu hören die Zucht, die da abführet von vernünftiger Lehre. 28. Ein loser Zeuge spottet des Rechts, und der Gottlosen Mund verschlinget das Unrecht. 29. Den Spöttern find Strafen bereitet, und Schläge auf der Narren Rücken. Das 20. Capitel. Warnung vor Völlercy und Trunkenheit. 1. ^er'Wein macht lose Leute, und starkes ^ Getränk macht wild; wer dazu Lust hat, wird nimmer weise. *c. 31, 4 . 2. Das Schrecken des Königs ist wie das Brüllen eines jungen Löwen; wer ihn erzürnet, der sündiget wider sein Leben. 3. Es ist dem Manne eine Ehre vom Hader bleiben; aber die gerne hadern, sind allzumahl Narren. 2,. Um der Kälte willen will der ' Faule nicht pflügen; so muß er in der Ernte betteln, und nichts kriegen. ' c. 18/ 9. 5. Der Rath im Herzen eines Mannes ist wie * tieft Wasser; aber ein Verständiger kann es merken, was er meinet. * c 18/ 4. 6. Viele Menschen werden fromm gerühmet; aber wer will finden einen, der rechtschaffen fromm sey. 7. Ein Gerechter, der in seiner Frömmigkeit wandelt, * deß Kindern wird es wohl gehen nach ihm. * Ps- "2/ 2. 8. Ein König, der auf dem Stuhl sitzt zu richten, zerstreuet alles Arge mit seinen Augen. 9. Wer kann sagen: ' Ich bin rein in meinem Herzen, und lauter von meiner Sünde. * 1 Kon. 8 , 46 . 10. Mancherlei) Gewicht und Maß ist beydes Gräuel dem Herrn. 11. Auch ' kennet man einen Knaben an seinem Wesen, ob er fromm und redlich werden will. ' e 22/ 6. 12. Ein hörendes Ohr und sehendes Auge, die macht beyde der Herr. 13. Liebe' den Schlaf nicht, daß du nicht arm werdest; laß deine Augen wacker seyn, so wirst du Brots genug haben. *-. 6 /10. 1^. Böse, böse, spricht man, wenn man es hat; aber wenn es weg ist, so rühmt man es dann. 15. Es ist Gold und viele Perlen; aber ein vernünftiger Mund ist ein edles Kleinod. 16. Nimm" dem sein Kleid, der für einen andern Bürge wird, und pfände ihn um des Unbekannten willen. * c. 27/iz. Lebensregeln. Sprüche 20. 21. Gottes Regierung. 605 17. Das 'gestohlne Brot schmeckt Jedermann wohl; aber hernach wird ihm der Mund voll Kieselinge werden. * <. 9/17. 18. Anschläge' bestehen, wenn man sie mit Rath führet; und Krieg soll man mit Vernunft führen. * <. 13/ 22. -k- c. 24/ 6. 19. Sey * unverworren mit-dem, der Heimlichkeit offenbaret, und mit-t dem Verleumder, und mit dem falschen Maul. * ", 13.1- c. 17,4. 20. Wer * seinem Vater und seiner Mutter flucht, deß Leuchte wird verlöschen mitten in der Finsterniß. * 2 Mos. 21,17. 21. Das Erbe, darnach man zuerst sehr eilet, wird zuletzt nicht gesegnet seyn. 22. Sprich nicht: 'Ich will Böses vergelten. Harre des Herrn, der wird dir helfen. * c. 17, 13. c. 24/ 29. 23. Mancherley ' Gewicht ist ein Gräuel dem Herrn; und eine falsche Wage ist nicht gut. * 3 Mos. 23/ 13. 14. Ezech. 43/ 10. 2^. Jedermanns Gänge kommen vom Herrn. Welcher Mensch verstehet seinen Weg? 25 . Es ist dem Menschen ein Strick, das Heilige lästern und darnach Gelübde suchen. 26. Ein weiser König zerstreuet die Gottlosen, und bringet das Rad über sie. 27. Die Leuchte des Herrn ist des Menschen Odem; die gehet durch das ganze Herz. 28. Fromm und wahrhaftig seyn, behüthen den König, und ' sein Thron bestehet durch Frömmigkeit. ' c. 16/ 12. 29. Der Jünglinge Stärke ist ihr Preis; und graues Haar ist der Allen Schmuck. 3 0. Man muß dem Bösen wehren mit harter ' Strafe, und mit ernstlichen Schlägen, die man fühlt. ' io, 13. Das 21 . Capitel. Von Gottes gnädiger Regierung. 1. ^>es ' Königs Herz ist in der Hand des ^ Herrn, wie Wafferbäche; und er neiget es , wohin er will. ' Ps 33/13. 2. Einen ' Jeglichen dünkt sein Weg recht seyn; aber allein der Herr macht die Herzen gewiß. * c. 16. 2. Ebr. 13/ 9. 3 . Wohl und recht thun ist dem Herrn lieber, denn Opfer. - 4 . Hoff.mige Augen und stolzer Math, und die Leuchte der Gottlosen ist Sünde, s. Die Anschläge eines Emsigen bringen Ueber- stuß; wer aber allzu jäch (eilfertig) ist, wird mangeln. 6 . Wer ' Schätze sammelt mit Lügen, der wird fehlen, und fallen unter die den Tod suchen. * e. 10/ 2. 7 . Der Gottlosen Rauben wird sie schrecken.; denn sie wollten nicht thun, was recht war. 8. Wer einen andern Weg gehet, der ist verkehrt; wer abvö in seinem Befehl gehet, deß Werk ist recht. 9 . Es ist * besser wohnen im Winkel auf dem Dach, denn bey einem zänkischen Weibe in einem Hause beysammen. ' v. 19. 10. Die Seele des Gottlosen wünschet Arges, und gönnet seinem Nächsten nichts. 11. Wenn ' der Spötter gestraft wird, so werden die Albernen weise; und wenn man einen Weisen unterrichtet, so wird er vernünftig. * c. 19/ 23. 12. Der Gerechte hält sich weislich gegen des Gottlosen Haus; aber ' die Gottlosen denken nur Schaden zu thun. 'Pf- 33/20. 13. Wer seine Ohren verstopfet vor dem Schreyen des Armen, der wird auch rufen, und nicht erhöret werden. 1^. Eine ' heimliche Gabe stillet den Zorn, und ein Geschenk im Schooß den heftigen Grimm. * 1 Sam 23/ 18. 15 . Es ist dem Gerechten eine Freude zu thun, was recht ist; aber eine Furcht den Uebelthätern. 16. Ein Mensch, der vom Wege der Klugheit irret, der wird bleiben in der Todten Gemeine. 17. Wer' gerne in Wollust lebt, wird mangeln ; und wer Wein und Oehl liebt, wird nicht reich. * Luc. 13,13. 1 8 . Der ' Gottlose muß für den Gerechten gegeben werden, und der Verächter für die Frommen. ' c. ", s. 19. Es ' ist besser wohnen im wüsten Lande, denn bey einem zänkischen und zornigen Weibe. * verS 9. c. 23/ 24. 20. Im Hause des Weisen ist ein lieblicher Schatz und Oehl; aber ein Narr verschlemmet es. 2 i. Wer der' Barmherzigkeit und Güte nachjagt , der findet das Leben, Barmherzigkeit und Ehre. * Lac. 2/ 13. 22. Ein Weiser gewinnet die Stadt der Starken , und stürzet ihre Macht durch ihre Sicherheit. 23. Wer feinen Mund und Zunge bewahret, der bewahret seine Seele vor Angst. 24. Der stolz und vermessen ist , heißt ein loser Mensch, der im Zorn Stolz beweiset. 25. Der Faule stirbt über seinem Wünschen; denn feine Hände wollen nichts thun. 606 Gutes Gerücht. Sprüche 2 t. 22 . Lebensregeln. 26. Er wünscht täglich; aber der Gerechte gibt und versagt nicht. 27. Der * Gottlosen Opfer ist ein Gräuel; denn sie werden in Sünden geopfert. * Esoj. i, 11 . AmoS 21. 28. Ein ' lügenhaftiger Zeuge wird umkommen; aber wer gehorcht, den läßt man auch allezeit wiederum reden. ' c. is, 2.9. 29. Der Gottlose fährt mit dem Kopf hindurch; aber wer fromm ist, deß Weg wird bestehen. 30. Es hilft keine Weisheit, kein Verstand, kein Rath wider den Herrn. 3 t. Rosse werden zum Streittage bereitet; aber der' Sieg kommt vom Herrn. *Ps.i4§, 10. Das 22. Capitel. Don gutem Gerücht und Nahmen, wodurch er erlanget und verhindert werde. 1. ^as * Gerücht ist köstlicher, denn großer Reichthum, und Gunst besser, denn Silber und Gold. * Pred. 7,2. 2. * Reiche und Arme müssen unter einander seyn; der Herr hat sie alle gemacht. ' c. - 9 /13. 3. Der * Witzige stehet das Unglück, und verbirgt stch; die Albernen gehen durchhin, und werden beschädiget. ' c. 27,12. ^1. Wo man leidet in des Herrn Furcht, das ist Reichthum, Ehre und Leben. Z. Stacheln und Stricke stnd auf dem Wege des Verkehrten; wer aber stch davon entfernet, bewahret sein Leben. 6 . Wie * man einen Knaben gewöhnt, so läßt er nicht davon , wenn er alt wird. ' c. 20,11. 7. Der Reiche herrschet über die Armen, und wer borgt, ist des Lehners Knecht. 8 . Wer Unrecht'säet, der wird Mühe ernten, und wird durch die Ruthe seiner Bosheit umkommen. "Hiob 4/8.9. 9. Ein gut Auge wird gesegnet; denn er'gibt seines Brots den Armen. ' Es. 3?/ 7.10. 10. Treibe den Spötter aus , so gehet der Zank weg, so höret auf Hader und Schmach. 11. Wer ein treues Herz und liebliche Rede hat, deß Freund ist der König. 12. Die Augen des Herrn behüthen guten Rath; aber die Worte des Verächters verkehret er. 13. Der ' Faule spricht: Es ist ein Löwe draußen , ich möchte erwürget werden auf der Gasse. * c. 26/ 13. i-ä. Der Huren Mund'ist eine tiefe Grube; wem der Herr ungnädig ist, der fällt darein. * c. 2, 16. c. 3/ 3. c. 7/ 3. c. 23/ 27. 15 . Thorheit steckt dem Knaben im Herzen; aber die Ruthe der Zucht wird fie ferne von ihm treiben. 16. Wer dem Armen unrecht thut, daß seines Guts viel werde, der wird auch einem Reichen geben, und mangeln. 17 . ' Neige deine Ohren, und höre die Worte der Weisen, und nimm zu Herzen meine Lehre. ' c. 3/ i. 18. Denn es wird dir sanft thun, wo du fie wirst bey dir behalten, und werden mit einander durch deinen Mund wohl gerathen; 19. Daß deine' Hoffnung sey auf den Herrn. Ich muß dich solches täglich erinnern, dir zu gut. * Ps. 71/ 3. Phil. 3/ 1. 20. Habe ich dirs nicht mannigfaltig vorgeschrieben , mit Rathen und Lehren, 21. Daß ich dir zeigete einen gewissen Grund der Wahrheit, daß du recht antworten könntest denen, die dich senden? 22. ' Beraube den Armen nicht, ob er wohl arm ist; und unterdrücke den Elenden nicht im Thor. ' v. is. 23. Denn der Herr wird ihre Sache handeln, und wird ihre Untertreter untertreten. 2^. Geselle dich nicht zum ' zornigen Manne, und halte dich nicht zu einem grimmigen Manne. * «. 29/ 22. 25 . Du möchtest seinen Weg lernen, und deiner Seele Aergerniß empfangen. 26. Sey nicht bey denen, die'ihre Hand Verhaften und für Schuld Bürge werden; * c. ii/ 13. c. 17/ is. 27. Denn wo du es nicht hast zu bezahlen, so wird man dir dein Bette unter dir wegnehmen. 28. Treibe ' nicht zurück die vorigen Grenzen, die deine Väter gemacht haben. * 3 Mos. 27, 17. Hiob 21, 2. Spr. 23/ io. Hos. 3, io. 29. Sieheft du ' einen Mann emsig in seinem Geschäfte, der wird vor den Königen stehen, und wird nicht vor den Unedlen stehen. * 1 Mos. 39/ 3. Das 23. Capitel. Von Mäßigkeit im Essen und Trinken. i.IAenn du fitzest und issest mit einem Herrn; so merke, wen du vor dir hast, 2. Und setze ein Messer an deine Kehle, willst du das Leben behalten. 3 . Wünsche dir nicht seiner Speise, denn es ist falsches Brot. 2,. Bemühe dich nicht reich zu werden, und laß ab von deinem Fündlein (deiner Klugheit/ List.) 5 . Laß deine Augen nicht fliegen dahin, das du Mäßigkeit. Sprü ch e 23. 24. Saufen. 60? nickt haben kannst; denn dasselbe macht ihm Flügel, wie ein Adler, und stiegt gen Himmel. 6. Iß nickt Brot bey einem Neidischen, und wünsche dir seine Speise nicht. 7. Denn wie ein Gespenst ist er inwendig. Er spricht: Iß und trink; und sein Herz ist doch nicht an dir. 8. Deine Bissen, die du gegessen hast, mußt du ausspeyen, und mußt deine freundliche Worte verloren haben. 9. Rede nicht vor des Narren Ohren; denn er verachtet die Klugheit deiner Rede. 10. Treibe * nicht zurück die vorigen Grenzen, und gehe nicht auf der Waisen Acker. * e. 22/ 28. 6 Mos. 19/ 14. Hof. 5/ 10. 11. Denn ihr Erlöser ist mächtig; der wird ihre Sache wider dich ausführen. 12. Gib dein Herz zur Zucht, und deine Ohren zu vernünftiger Rede. iz. Laß " nicht ab den Knaben zu züchtigen; denn wo du ihn mit der Ruthe hauest, so darf man ihn nicht tödten. * c. 13,24. c. 29/13.17. 14. Du hauest ihn mit der * Ruthe; aber du errettest seine Seele von der Hölle. * c. 22,13. 15. Mein Sohn, "so du weise bist, so freuet sich auch mein Herz, ' 27,11. 16. Und meine Nieren sind froh, wenn deine Lippen reden, was recht ist. 17. Dein * Herz folge nicht den Sündern, sondern sey täglich in der Furcht des Herrn. * c. 1/ 10. c. 24/ 1. Ps. 1/ 1. 2. 18. Denn es wird dir hernach gut seyn, und dein Warten wird nicht fehlen. 19. Höre, mein Sohn, und sey weise, und richte dein Herz in den Weg. 20. * Sey nicht unter den Säufern und Schlemmern. * Luc. 2l/ 34. 21. Denn die Säufer und Schlemmer * verarmen, und ein Schläfer muß zerrissene Kleider tragen. * Luc. 15,13.17. 22. Gehorche * deinem Vater, der dich gezeuget hat, und verachte deine Mutter nicht, wenn sie alt wird. * c. i, 8. 23. Kaufe Wahrheit, und verkaufe sie nicht, Weisheit, Zucht und Verstand. 24. Ein * Vater des Gerechten freuet sich, und wer einen Weisen gezeuget hat, ist fröhlich darüber. * c. 10/ 1. e. 15/ 20. 25. Laß sich deinen Vater und deine Mutter freuen, und fröhlich seyn, die dich gezeuget hat. 26. Gib mir, mein Sohn, dein Herz; und laß deinen Augen meine Wege wohl gefallen. 27. Denn * eine Hure ist eine tiefe Grube, und die Ehebrechcrinn ist eine enge Grube. * c. 22,14. 28. Auch * lauert sie, wie ein Räuber, und die Frechen unter den Menschen sammelt sie zu sich. * c. 7 / 12. 29. Wo ist Weh? Wo ist Leid? Wo ist Zank? Wo ist Klage? Wo sind Wunden ohne Ursach? Wo sind rothe Augen? 30. Nähmlich, * wo man beym Wein liegt, und kommt auszusaufen, was eingeschenket ist. ' Esoj. 5, 11. 12. 31. Siehe den Wein nicht an, daß er so roth ist und im Glase so schön stehet. Er gehet glatt ein; 32. Aber darnach beißt er wie eine Schlange und sticht wie eine Otter. 33. So werden deine Augen nach andern Weibern sehen; und dein Herz wird verkehrte Dinge reden, 34 . Und wirst seyn, wie einer, der mitten im Meer schläft, und wie einer schläft oben auf dem Mastbaum. 35 . Sie schlagen mich, aber es thut mir nicht wehe; sie klopfen mich, aber ich fühle es nicht. * Wenn will ich aufwachen, daß ich es mehr treibe? *Efaj. 56 , 12 . Das 24. Capitel. Von Geduld und Verträglichkeit. 1. ^olge * nicht bösen Leuten, und wünsche o nicht bey ihnen zu seyn. * c. 1 / 10. c. 23 / 17. Ps. 1, 1. 2.1 2. Denn ihr Herz trachtet nach Schaden, und ihre Lippen rathen zum Unglück. 3. " Durch Weisheit wird ein Haus gebauet, und durch Verstand erhalten. * c. 3,19. 4. Durch ordentliches Haushalten werden die * Kammern voll aller köstlicher lieblicher Reich- thÜMer. * c. 8/ 21. Ps. 144/ 13. 5. Ein weiser Mann ist stark; und ein "vernünftiger Mann ist mächtig von Kräften. * c. 21/ 22. 6 . Denn mit ' Rath muß man Krieg führen; und wo 1 - viele Rathgeber sind, da ist der Sieg. * c. 20 / 18. 7- c. 11 / 14 . c. 15 , 22. 7. Weisheit ist dem Narren zu hoch; er darf seinen Mund im Thor nicht anfchun. 8. Wer ihm selbst Schaden thut, den heißt man billig einen Erzbösewicht. 9. Des Narren Tücke ist Sünde; und der Spötter ist ein Gräuel vor den Leuten. 10. Der ist nicht stark, der in der Noth nicht fest ist. 608 Allerley Regeln. Faulheit schadet. Sprüche 24 . 25 . i i. Errette' die, so man tödten will; und entziehe dich nicht von denen, die man würgen will. * Hiob 2 . 9 / <2. Ps. 82/ 4 . 12. Sprichst du: Siehe, wir verstehen es nicht; meinest du nicht, ' der die Herzen weiß, merket es? Und der auf die Seele Acht hat, kennet es? Und i- vergilt dem Menschen nach seinem Werk? * i Sam. i 6 , 7. -i- Ps. 62/ iz. 13 . Iß, mein Sohn, Honig, denn es ist gut, und Honigseim ist süß in deinem Halse. 1^. Also lerne die Weisheit für deine Seele. Wenn du sie findest, so wird es hernach wohl gehen, * und deine Hoffnung wird nicht umsonst seyn. ' c. 23 / 18. i ö. Laure* nicht, als ein Gottloser, auf das Haus des Gerechten; verftöre seine Ruhe nicht. * Ps. 10 / S. Ps. 37 / 32 . 16. Denn ein Gerechter ' fällt siebenmahl, und steht wieder auf; aber die Gottlosen versinken im Unglück. "Hiob H iS. 17. Freue * dich des Falls deines Feindes nicht; und dein Herz sev nicht froh über seinem Unglück: ' Hiob 31 / 29 . 18. Es möchte es der Herr sehen, und ihm übel gefallen, und seinen Zorn von ihm wenden. 19. Erzürne * dich nicht über den Bösen, und eifre nicht über die Gottlosen. * Ps. 37,1. 20. Denn der Böse hat nichts zn hoffen, und die' Leuchte der Gottlosen wird verlöschen. ' c. 13, s. 21. Mein Kind, ' fürchte den Herrn und den König; und menge dich nicht unter die Aufrüh- rischen. ' 1 P-t. 2,17. 22. Denn ihr Unfall wird plötzlich entstehen; und wer weiß , wenn beyder Unglück kommt? 23. Dieß kommt auch von den Weisen: Der* Person Ansehen im Gericht ist nicht gut. * 3 Mos. 19 , ir. 2^. Wer zum Gottlosen spricht: Du bist fromm, dem fluchen die Leute, und hasset das Volk. 25. Welche aber strafen, die gefallen wohl, und kommt ein reicher Segen auf sie. 26. Eine richtige Antwort ist wie ein lieblicher Kuß. 27. Richte draußen dein Geschäfte aus, und arbeite deinen Acker; darnach baue dein Haus. 28. Sey nicht * Zeuge ohne Ursach wider deinen Nächsten, und betrüge nicht mit deinem Munde. * c. iS, 3 . 29. Sprich * nicht: Wie man mir thut, so will ich wieder thun, und einem Jeglichen sein Werk vergelten. * r. 20,22. 30 . Ich ging vor dem Acker des Faulen, und vor dem Weinberge des Narren. 3 1. Und siehe, * da waren eitel Nesseln darauf, und stand voll Disteln, und die Mauer war eingefallen. * c. iS, 19. 32. Da ich das sah, nahm ich es zu Herzen, und schämte und lernete daran. 33. Du * willst ein wenig schlafen und ein wenig schlummern, und ein wenig die Hände zusammen thun, daß du ruhest: *0.6,9. 3^. Aber'es wird dir deine Armuth kommen, wie ein Wanderer, und dein Mangel, wie ein gewaffneter Mann. * c. 23,19. Das 25 . Capitel. Ehre und Ruhm, als der Weisheit Lohn, wem er gebühre. 1. Dieß find auch Sprüche Salomons, die hinzu gesetzt haben die Männer * Hiskia, des Königs Juda. *2Kön is, 1. 2 . As ist Gottes Ehre, eine Sache verbergen; ^ aber der Könige Ehre ist es, eine Sache erforschen. 3 . Der Himmel ist hoch; und die Erde tief; aber der Könige Herz ist unerforschlich. Man thue den Schaum vom Silber, so wird ein rein Gefäß daraus. 5 . Man thue gottlos Wesen vom Könige, so Wird * sein Thron mit Gerechtigkeit bestätiget. * c. 16, 12. 6 . Prange nicht vor dem Könige, und tritt nicht an den Ort der Großen. 7. Denn * es ist dir besser, daß man zu dir sage: Tritt hier herauf, denn daß du vor dem Fürsten genicdriget wirst, daß deine Augen sehen Müssen. * Luc. 14 , 8 . 8 . Fahre nicht bald heraus zu zanken; denn was willst du hernach machen, wenn du deinen Nächsten geschändet hast? 9. Handle deine Sache mit deinem Nächsten, und offenbare nicht eines Andern Heimlichkeit, 10. Auf daß dirs nicht übel spreche, der es höret, und dein böses Gerücht nimmer ablasse. 11. Ein * Wort geredet zu seiner Zeit, ist wie goldene Aepfel in silbernen Schalen. * c. 13, 23. 12. Wer einen Weisen straft, der ihm gehorchet, das ist wie ein * goldenes Stirnband, und goldenes Halsband. * Ps. 141,3. 13. Wie die Kälte des Schnees zur Zeit der Ernte; so ist ein getreuer * Bothe dem, der ihn gesandt hat, und erquicket seines Herrn Seele. * c. 13 , 17. 1^. Wer viel geredet und hält nicht, der ist wie * Wolken und Wind ohne Regen.* - P-t. 2, 17. 15. Durch Feinde zu lieben. Sprüche 25. 26. Narren und Faule. Heimliche Feinde. 609 16. Durch Geduld wird ein Fürst versöhnet/ und eine "gelinde Zunge bricht die Hurtigkeit. * c. i. 16. Findest du Honig, so iß seiner genug, daß du nicht zu satt werdest, und speyest ihn aus. 17. Entziehe deinen Fuß vom Hause deines Nächsten; er möchte deiner überdrüssig und dir gram werden. 18. Wer * wider seinen Nächsten falsches Zeug- niß redet, der ist ein Spieß, Schwert und scharfer Pfeil. * c. 19,5. 19. Die Hoffnung des Verächters zur Zeit der Noth ist wie ein fauler Zahn, und gleitender Fuß. 20. Wer einem bösen Herzen Lieder singet, das ist wie ein zerrissenes Kleid im Winter, und Essig auf der Kreide. 21. Hungert' deinen Feind, so speise ihn mit Brot: dürftet ihn, so tränke ihn mit Wasser. * 3 Mos. 23/ 4. 5. 2 Kün. 6/ 22. Matth. 5/ 44. Rom. 12 / 20 . 22. Denn du wirst Kohlen auf sein Haupt häufen, und der Herr wird dirs vergelten. 23 . Der Nordwind bringet Ungewitter, und die heimliche Zunge macht sauer Angesicht. 2^. Es ist * besser im Winkel auf dem Dach fitzen, denn bey einem zänkischen Weibe in einem Hause beysammen. ' e. 21,9. 25. Ein gutes Gerücht aus fernen Landen ist Wie kaltes Wasser einer durstigen Seele. 26. Ein Gerechter, der vor einem Gottlosen fällt, ist wie ein trüber Brunnen und verderbte Quelle. 27. Wer zu viel Honig isset, das ist nicht gut; und wer schwere Dinge forschet, dem wird es schwer. 28. Ein Mann, der seinen Geist nicht halten kann , ist wie' eine offene Stadt ohne Mauern. * k. 16/ 32. Das 26 . Capitel. Welche Leute keiner Ehre wcrth. r. HAie der Schnee im Sommer, und Regen in der Ernte; also reimt sich' dem Narren Ehre nicht. *v. 8. 2. Wie ein Vogel dahin fährt, und eine Schwalbe fliegt; also ein unverdienter Fluch trifft nicht. 3 . Dem Roß eine Geissel, und dem Esel einen ' Zaum; und dem Narren eine Ruthe auf den Rücken. * Ps. 32/ 9 . Antworte dem Narren nicht nach seiner Narrheit , daß du ihm nicht auch gleich werdest. s. Antworte aber dem Narren nach seiner Narrheit, daß er sich ' nicht weise lasse dünken. - »erS 12 . 16 . 6 . Wer eine Sache durch einen thörichterr Bo- then ausrichtet, der ist wie ein Lahmer an Füßen, und nimmt Schaden. 7. Wie einem Krüppel das Tanzen, also steht den Narren an, von Weisheit reden. 8. Wer einem Narren * Ehre anlegt, das ist, als wenn einer einen Edelstein auf den Rabenstein würfe. * v. 1. 9. Ein * Spruch in eines Narren Mund ist wie ein Dornzweig, der in eines Trunknen Hand sticht. * Matth. 7/ 6. 10. Ein guter Meister macht ein Ding recht; aber wer einen Hümpler dinget, dem wird es verdorben. 11. Wie * ein Hund sein Gespeytes wieder frißt; also ist der Narr, der seine Narrheit wieder treibet. *2^2,22. 12. Wenn du einen stehest, der * sich weise dünket; da ist an einem Narren mehr Hoffnung, denn an ihm. "Mm. 12,17. 13 . Der Faule spricht: * Es ist ein junger Löwe auf dem Wege, und ein Löwe auf den Gassen. ' c- 22/13. 1^. Ein Fauler wendet sich im Bette, wie die Thür in der Angel. 15. Der * Faule verbirgt seine Hand in dem Topf, und wird ihm sauer, daß er sie zum Munde bringe. "c- is,24. 16. Ein Fauler dünkt sich weiser, denn sieben, die da Sitten lehren. 1 7 . Wer vorübergeht, und sich menget in fremden Hader, der ist wie einer, der den Hund bey den Ohren zwacket. 1 8 . Wie einer * heimlich mit Geschoß und Pfeilen schießet und tödtet; "Ps.ii/ 2. 19. Also thut ein falscher Mensch mit seinem Nächsten, und spricht darnach: Ich habe geschehet. 20. Wenn nimmer Holz da ist, so verlöscht das Feuer; und wenn der Verleumder weg ist, so höret der Hader auf. 21. Wie * die Kohlen eine Glut, und Holz ein Feuer, also richtet ein zänkischer Mann Hader an. *«. 1-, iS- 22. Die * Worte des Verleumders find wie Schläge, und sie gehen durchs Herz. * c. 18, 8. Ps. 55/ 22. 23. Giftiger (beredter) Mund und böses Herz ist wie ein Scherben mit Siloerschaum überzogen. 2^. Der Feind wird erkannt bey seiner Rede, wiewohl er im Herzen falsch ist. 25. Wenn er seine Stimme holdselig macht/ Hhhh 610 Hinderniß Sprüche 26. 27. 28. der Weisheit. so glaube ihm nicht; denn es sind sieben Gräuel in seinem Herzen. 26. Wer den Haß heimlich hält, Schaden zu thun, deß Bosheit wird vor der Gemeine offenbar werden. 27. Wer * eine Grube macht, der wird darein fallen; und wer.einen Stein wälzet, auf den wird er kommen. ' Ps. 7,16. Ps. 9,16. Prcd. IO, 8. 28. Eine falsche Zunge hasset, der ihn strafet; und ein Heuchelmaul richtet Verderben an. Das 27 . Capitel. Don vergeblicher Einbildung und Vermessenheit, als der ersten Hinder» dcrniß zur Weisheit, und dieser vielfältigen Nutzen. 1. Aühme * dich nicht des morgenden Tages ; ^ denn du weißt nicht, was heute sich begeben Mag. *Jac.4,i3.14. 2. Laß dich einen andern loben, und * nicht deinen Mund, einen fremden, und nicht deine eigene Lippen. *2 Cor. 10,12. 3. Stein ist schwer, und Sand ist Last; aber des Narren Zorn ist schwerer, denn die beyde. 4 . Zorn ist ein wüthiges Ding, und Grimm ist ungestüm; und wer kann vor dem Neid bestehen? s. * Oeffentliche Strafe ist besser, denn heimliche Liebe. * Gal. 2, 11.14. 1 Tim. 5, 20. 6 . Die * Schläge des Liebhabers meinen es recht gut; aber das Küssen des Hassers ist ein Gewäsche. * Ps. 141, 5. 7 . Eine volle Seele zertritt wohl Honigseim; aber einer hungrigen Seele ist alles Bittre süße. 8. Wie ein Vogel ist, der aus seinem Nest weicht; also ist, der von seiner Stätte weicht. 9. Das Herz freuet sich der Salbe und Räuch- werk; aber ein Freund ist lieblich um Raths willen der Seele. 10. Deinen Freund und deines Vaters Freund verlaß nicht; und gehe nicht ins Haus deines Bruders, wenn dirs übel gehet; denn ein * Nachbar ist besser in der Nähe, weder ein Bruder in der Ferne. * c. 14,20. c. 18,24. 41. Sey * weise, mein Sohn, so freuet sich mein Herz, so will ich antworten dem, der mich schmähet. *0.23,15. 12. Ein * Witziger stehet das Unglück, und verbirgt sich; aber die Albernen gehen durch, und leiden Schaden. * c. 21,29. e. 22, ^ 13. Nimm * dem sein Kleid, der für einen Andern Bürge wird, und pfände ihn um der Fremden willen. *«.2o,i6. 14 . Wer seinen Nächsten mit lauter Stimme segnet, und früh aufstehet, das wird ihm für einen Fluch gerechnet. is. Ein * zänkisches Weib und stätrges Triefen, wenn es sehr regnet, werden wohl mit einander verglichen. * r. 19,13. c. 25,24. 16. Wer sie aufhält, der hält den Wind, und will das Oehl mit der Hand fassen. 17. Ein Messer wetzt das andere, und ein Mann den andern. 18. Wer seinen Feigenbaum bewahret, der isset Früchte davon; und wer seinen Herrn bewahret, wird geehret. 19. Wie der Scheine (das Schattenbild) jm Wasser ist gegen das Angesicht; also ist eines Menschen Herz gegen den andern. 20. Hölle und Verderbniß werden nimmer voll, und * der Menschen Augen find auch unersättlich. * Prcd. 1, 8. 21. Ein Mann wird durch den Mund des Lo- bers bewähret, ' wie das Silber im Tiegel, und das Gold im Ofen. * Ps. 12,7. 22. Wenn du den Narren im Mörser zerstießest mit dem Stampfe!, wie Grütze; so ließe doch feine Narrheit nickt von ihm. 23. Auf deine Schafe habe Acht, und nimm dich deiner Herde an. 24 . Denn * Gut währet nicht ewiglich, und die Krone währet nicht für und für. *1 Tim. 6,7.17. 2 s. Das Heu ist aufgegangen, und ist da das Gras, und wird Kraut auf den Bergen gesammelt. 26. Die Lämmer kleiden dich, und die Böcke geben dir das Ackergeld. 27. Du hast Ziegenmilch genug zur Speise deines Hauses, und zur Nahrung deiner Dirnen. Das 28 . Capitel. Von der andern Hindcrniß der Weisheit, einem bösen Gewissen, dessen Eigenschaft, Ursprung und Arzenen dawider. 1. H>er * Gottlose stiehet, und Niemand jagt ^ ihn: der Gerechte aber ist getrost, wie ein junger Löwe. *3Mof 26,36. 2. Um des Landes Sünde willen werden viele Aenderungen der Fürstenthümer; aber um der Leute willen, die verständig und vernünftig find, bleiben sie lange. 3. Ein armer Mann, der die Geringen beleidiget, ist wie ein Mehlthau, der die Frucht verderbet. 4 . Die das Gesetz verlassen, * loben den Gottlosen ; die es aber bewahren, sind unwillig auf sie. * Ps. 49, 14. 5 . Böse Leute merken nicht auf Las Recht; die aber nach dem Herrn fragen, merken auf Alles. Hinderniß Spr ü ch e 28. 29. der Weisheit. 6!1 6. Es * ist besser ein Armer, der in seiner Frömmigkeit gehet, denn ein Reicher, der in verkehrten Wegen gehet. * c. 19,1. 7. Wer das Gesetz bewahret, ist ein verständiges Kind; wer aber Schlemmer nähret, schän- det seinen Vater. 8. Wer sein Gut mehret mit Wucher und Ue- bersatz, der sammelt es zu Nutz der Armen. 9. Wer sein Ohr abwendet zu hören das Gesetz, * deß Gebeth ist ein Gräuel. * c. 21,27. 10. Wer die Frommen verführet auf bösem Wege, der wird in seine Grube fallen; aber die Frommen werden Gutes ererben. ir. Ein Reicher dünket sich weise seyn; aber ein armer Verständiger merket ihn. 12. Wenn * die Gerechten Ueberhand haben, so gehet es sehr fein zu; wenn aber Gottlose aufkommen, wendet sichs unter den Leuten. * c. 11/ 10. 11. c. 29/ 2. 13. Wer * seine Missethat läugnet, dem wird es nicht gelingen; wer sie aber bekennet und läßt, der wird Barmherzigkeit erlangen. ' 1 Loh. i/ 8.9. i>L. Wohl dem, der sich allewege fürchtet; wer aber halsstarrig ist, wird in Unglück fallen. 15. Ein Gottloser, der über ein armes Volk regieret, das ist ein brüllender Löwe und gieriger Bär. 16. Wenn ein Fürst ohne Verstand ist, so geschiehst viel Unrechts; wer aber den 'Geitz hasset, der wird lange leben. * Ps. 13, 3. 17. Ein Mensch, der am Blut einer Seele unrecht thut, der wird nicht erhalten, ob er auch in die Hölle führe. 18. Wer fromm einher gehet, wird genesen; wer aber verkehrten Weges ist, wird auf einmal)! zerfallen. 19. Wer * seinen Acker bauet, wird Brot genug haben; wer aber t Müßiggang nachgehet, wird Armuth genug haben. * c. 12/11. -h c. 24/ 34. 20. Ein treuer Mann wird viel gesegnet; wer " aber eilet reich zu werden, wird nicht unschuldig bleiben. * v. 22. 1 Tim. s, 9. 21. Person ansehen ist nicht gut; denn er thäte übel, auch wohl um ein Stück Brot. 22. Wer * eilet zum Reichthum , und ist neidisch, der weiß nicht, daß ihm Unfall begegnen wird. * 0. 20, 21. c. 23/ 4. 1 Tim. 6/ 9. 23. Wer * einen Menschen straft, wird hernach Gunst finden, mehr, denn der da heuchelt. *«.23,12 2^. Wer * seinem Vater oder Mutter etwas nimmt, und spricht, es sey nicht Sünde, der ist des Verderbers Geselle. "Match. 13,3. 25. Ein Stolzer erweckt Zank; wer aber auf den Herrn sich verläßt, wird fett. 26. Wer sich auf sein Herz verläßt, ist ein Narr; wer aber mit Weisheit gehet, wird entrinnen. 27. Wer dem Armen gibt, dem wird es nicht mangeln; wer aber seine Augen abwendet, der wird sehr verderben. 28. Wenn * die Gottlosen aufkommen, so verbergen sich die Leute; wenn sie aber umkommen, wird der Gerechten viel. ' c. 29,2. Das 29. Capitel. Dritte Hiiidcriiiß der Weisheit ist Halsstarrigkeit. * c. iS/ 18. c. 1H io. AN er" wider die Strafe halsstarrig ist, der wird plötzlich verderben ohne alle Hülfe. 2. Wenn der" Gerechten viel ist, freuet sich das Volk; wenn aber der Gottlose herrschet, seufzet das Volk. * c. il/ 10. 2 Nos. 2, 23. 3 . Wer Weisheit liebet, erfreuet seinen Vater; wer aber mit" Huren sich nähret, kommt um sein Gttt. * Luc. 13 / 14 . Ein König richtet das Land auf durch das Recht; * ein Geitziger aber verderbet es. * Esaj. 32/ 7. 5. Wer mit seinem Nächsten heuchelt, der breitet ein Netz zu seine» Fußstapfen. 6 . Wenn ein Böser sündiget, verstrickt er sich selbst; aber ein Gerechter freuet sich, und hat Wonne. 7. Der Gerechte erkennet die Sache der Armen; der Gottlose achtet keine Vernunft. 8 . Die Spötter bringen fcechlich eine Stadt in Unglück; * aber die Weisen stillen den Zorn. * 2 Sam. 20 / 16 . 9. Wenn ein Weiser mit einem Narren zu handeln kommt, * er zürne oder lache, so hat er nicht Ruhe. 'Matth.ii/ 17 . 10. Die Blutgierigen hassen den Frommen; aber die Gerechten suchen seine Seele. 11. Ein Narr * schüttet seinen Geist gar aus; aber t ein Weiser hält an sich. ' c. 23, 28. -j-°c. 12, 16. 12. Ein Herr, der zu Lügen Lust hat, deß Diener sind alle gottlos. 13. * Arme und Reiche begegnen einander; aber beyder Augen erleuchtet der Herr. '<.22,2. 1^. Ein König, der die Armen treulich richtet, deß Thron wird ewiglich bestehen. 15. Ruthe und Strafe gibt Weisheit; aber ein Knabe ihm selbst gelassen, schändet seine Mutter. H h h h 2 612 Natürliche Sprüche 29. 30, Untüchtigkeit. 16. Wo viele Gottlose find, da sind viele Sünden ; aber die Gerechten werden ihren Fall erleben. 17. Züchtige deinen Sohn, so wird er dich ergötzen, und wird deiner Seele sanft thnn. 18. Wenn die Weissagung aus ist, wird das Volk wild und wüste; wohl aber dem, * der das Gesetz handhabet. * MH. 8/ 2. 19. Ein Knecht läßt sich mit Worten nicht züchtigen ; denn ob er es gleich verstehet, nimmt er sichs doch nicht an. 20. Stehest du einen * schnell zu reden, da ist an einem Narren mehr Hoffnung, denn an ihm. * Prcd. i. Joe. 1 / 19. 21. Wenn ein Knecht von Jugend auf zärtlich gehalten wird, so will er darnach ein Junker feyn. 22. Ein zorniger Mann richtet Hader an, und ein grimmiger thut viele Sünde. 23. Die * Hoffart des Menschen wird ihn stürzen; aber der Demüthige wird Ehre empfangen. "Matth. 23 /12. 2-4. Wer mit Dieben Theil hat, * hört fluchen, und sagt es nicht an, der hasset sein Leben. * 3 Mos. 3 / 1. 25. Vor Menschen sich scheuen, bringet zu Fall, "wer sich aber auf den Herrn verlaßt, wird beschützet. * Ps. 2/ 12. 26. Viele suchen das Angesicht eines Fürsten; aber eines Jeglichen Gericht kommt vom Herrn. 27. * Ein ungerechter Mann ist dem Gerechten ein Gräuel; und wer rechtes Weges ist, der ist des Gottlosen Gräuel. * Gal. e, 14.. Das 30. Capitel. Agurs Bekenntnis und Gebeth. 1. Diesi sind die Worte Agurs, des Sohnes Jake, Lehre und Rede des Mannes Lei- thicls und Uchals. 2. (^kmi Ich bin der allernärrischte, und ^ Menschen-Verstand ist nicht bey mir; 3. Ich habe Weisheit nicht gelernet, und was heilig ist, weiß ich nicht. -4. Wer" führet hinauf gen Himmel, und herab? Wer fasset den Wind in seine Hände? Wer bindet die Wasser in ein Kleid? Wer hat alle Enden der Welt gestellet? Wie heißt er; und wie heißt sein Sohn? Weißt du das? Hiob 38 / 5 . 5. Alle * Worte Gottes sind durchläutert, und sind ein Schild denen, die auf ihn trauen. * Ps. 12 / 7 . Ps. 19 / 9 . 6. Thue * nichts zu seinen Worten, daß er dich nicht strafe, und werdest lügenhaftig erfunden. * 6 Mos. 4 / 2 . c. 12/ 32 . 7 . Zweyerley bitte ich von dir, die wollest du mir nicht weigern, ehe denn ich sterbe: «. Abgötterey und Lügen laß ferne von mir seyn; Armuth und Reichthum gib mir nicht; laß mich aber mein beschiedenes Theil Speise dahin nehmen. 9. Ich möchte sonst, wo ich zu satt würde, verläugnen und sagen: * Wer ist der Herr? Oder wo ich zu arm würde, möchte ich stehlen, und mich an dem Nahmen meines Gottes vergreisten. * 2 Mos. 3 , 2 . 10. Verrathe den Knecht nicht gegen seinen Herrn; er möchte dir fluchen, und du müßtest die Schuld tragen. 11. Es ist eine Art, die ihrem Vater flucht und ihre Mutter nicht segnet; 12. Eine Art, die sich rein "dünkt, und ist doch von ihrem Keth nicht gewaschen; * c. 20/ 9. 13. Eine Art, die ihre Augen hoch trägt, und ihre Augenlieder empor hält; i-L. Eine Art, die Schwerter für Zähne hat, die mit ihren Backenzähnen frißt, und verzehret die Elenden im Lande, und die Armen unter den Leuten. 15 . Der Igel hat zwo Töchter, bring her, bring her. Drey Dinge find ' nicht zu sättigen, und das vierte spricht nicht: Es ist genug: * Hab. 2 / 3 ., 16. Die Hölle, der Frauen verschlossene Mutter , die Erde wird nicht Wassers satt, und das Feuer spricht nicht: Es ist genug. 17. Ein "Auge, das den Vater verspottet, und verachtet der Mutter zu gehorchen, das müssen die Raben am Bach aushacken, und die jungen Adler fressen. "-.20,20. 18. Drey Dinge find mir zu wunderlich, und das vierte weiß ich nicht: 19. Des Adlers Weg im Himmel, der Schlangen Weg auf einem Felsen, des Schiffs Weg mitten im Meer, und eines Mannes Weg an einer Magd. 20. Also ist auch der Weg der Ehebrecherinn; die verschlinget und wischet ihr Maul, und spricht: Ich habe kein Nebels gethan. 21. Ein Land wird durch dreyerley unruhig , und das vierte mag es nicht ertragen: 22. Ein Knecht, wenn er König wird, ein Narr , wenn er zu satt ist, 23. Eine Feindselige, wenn sie geehlichet wird, und eine ' Magd, wenn sie ihrer Frauen Erbe wird. * 1 Mos. 16,3.4. Warnung vor Trunkenheit. SP r ü ch 2^. Vier find klein auf Erden, und kluger, denn die Weisen: 25 . Die * Ameisen/ ein schwaches Volk/ dennoch schaffen fie -k im Sommer ihre Speise; * r. 6/ 7. 8. -j- c. 10 / 6. 26. Kaninichen/ ein schwaches Volk, dennoch legt es sein Haus in den Felsen; 27. Heuschrecken haben keinen König, dennoch ziehen fie aus ganz mit Haufen; 28. Die Spinne wirkt mit ihren Händen, und ist in der Könige Schlössern. 29 . Dreyerley haben einen seinen Gang, und das vierte geht wohl: 30. Der Löwe, mächtig unter den Thieren, und kehrt nicht um vor Jemand; 3 1. Ein Windhund von guten Lenden; und ein Widder; und ein König, wider den sich niemand darf legen. 32. Haft du genarret, und zu hoch gefahren, und Böses vorgehabt; so * lege die Hand auf das Maul. "Hiob 39/ 37. Mich. 7, 16 . 33. Wenn man Milch stößt, so macht man Butter daraus; und wer die Nase hart schnäuzet, zwingt Blut heraus; und wer den Zorn reizet, zwingt Hader heraus. Das 31. Capitel. Lob eines tugendsamcn Weibes. 1. Dieß find die Worte des Königs Lamuels; die Lehre, die ihn seine Mutter lehrete. 2. b)j ch mein Auserwählter, ach du Sohn mei- ^ ncs Leibes, ach mein gewünschter Sohn, 3 . Laß nicht den Weibern dein Vermögen; und gehe die Wege nicht, darinnen sich die Könige verderben. O nicht den Königen, Lamuel, gib den Königen nicht Wein zu trinken; noch den Fürsten starkes Getränk. 5 . Sie möchten trinken und der Rechte vergessen, und verändern die Sache irgend der elenden Leute. 6 . ' Gebet starkes Getränk denen, die umkommen sollen, und den Wein den betrübten Seelen, ' Matth. 27/ 34. 7 . Daß fie trinken, und ihres Elendes vergessen, und ihres Unglücks nicht mehr gedenken. 8 . Thue deinen Mund auf für die Stummen, und für die Sache aller, die verlassen find. 9 . Lhue deinen Mund auf, und richte recht, und räche den Elenden und Armen. e 30. 31. Lob tugendsamer Weiber. 613 10. Wem * ein tugendsames Weib bescheret ist, die ist viel edler, denn die köstlichsten Perlen. * c. 18/ 22. 11. Ihres Mannes Herz darf sich auf sie verlassen , und Nahrung wird ihm nicht mangeln. 12. Sie thut ihm Liebes und kein Leides sein Lebenlang. 13. Sie gehet mit Wolle und Flachs um, und arbeitet gerne mit ihren Händen. i^. Sie ist wie ein Kaufmannsschiff, das seine Nahrung von ferne bringt. 15. Sie steht des Nachts auf, und gibt Futter ihrem Hause, und Essen ihren Dirnen. 16. Sie denkt nach einem Acker, und kauft ihn ; und pflanzet einen Weinberg von den Früchten ihrer Hände. 17 . Sie gürtet ihre Lenden fest, und stärket ihre Arme. 18. Sie merkt, wie ihr Handel Frommen (Nutz.-,,) bringt; ihre Leuchte verlöschet des Nachts nicht. 19. Sie streckt ihre Hand nach dem Rocken, und ihre Finger fassen die Spindel. 20. Sie breitet ihre Hände aus zu dem Armen, und reicht ihre Hand dem Dürftigen. 21. Sie fürchtet ihres Hauses nicht vor dem Schnee; denn ihr ganzes Haus hat zwiefache Kleider. 22. Sie macht ihr selbst Decken, weiße Seide und Purpur ist ihr Kleid. 23. Ihr Mann ist berühmt in den Thoren, wenn er fitzt bey den Aeltesten des Landes. 2^. Sie macht einen Rock, und verkauft ihn; einen Gürtel gibt fie dem Krämer. 25. Ihr Schmuck ist, daß fie reinlich und fleißig ist; und wird hernach lachen. 26. Sie thut ihren Mund auf mit Weisheit, und auf ihrer Zunge ist holdselige Lehre. 27. Sie schauet, wie es in ihrem Hause zn- gehet, und isset ihr Brot nicht mit Faulheit. 28. Ihre Söhne kommen auf, und preisen sie selig; ihr Mann lobt sie. 29. Viele Töchter bringen Reichthum; du aber übertriffst sie alle. 30. Lieblich und schön fcyn ist nichts; ein Weib, das den Herrn fürchtet, soll man loben. 31. Sie wird gerühmet werden von den Früchten ihrer Hände; und ihre Werke werden sie loben in den Thoren. 614 Alles vergänglich Prediger 1 . 2 . und eitel. Der Predig Das 1. Capitel. Der Mensch ist in seiner irdischen Weisheit nicht glückselig, sondern eitel. 1. ^ieß find die Reden des Predigers, des Sohnes Davids, des Königs zu Jerusalem. 2. Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger, es ist alles ganz eitel. 3 . Was hac der Mensch mehr von aller seiner Mühe, * die er hat unter der Sonne? * c. 2,22. Ein Geschlecht vergeht, das andere kommt; die Erde aber bleibt ewiglich. 5. Die Sonne geht auf, und geht unter, und läuft an ihren Ort, daß fie daselbst wieder aufgehe. 6 . Der Wind geht gegen Mittag, und kommt herum zur Mitternacht, und wieder herum an den Ort, da er anfing. 7. Alle Wasser laufen ins Meer, noch wird das Meer nicht voller; an den Ort, da fie herfließen, fließen fie wieder hin. 8. Es ist alles Thun so voll' Mühe, daß niemand ausreden kann. Das r Auge steht stch nim, mer satt, und das Ohr hört sich nimmer satt. * Ps. 90 / 10. -j- Spr. 27, 20. 9. Was ist es, das geschehen ist? Eben das hernach geschehen wird. Was ist es, das man gethan hat? Eben das man hernach wieder thun wird; und geschiehst nichts Neues unter der Sonne. 10. Geschiehst auch etwas, davon man sagen möchte: Siehe, das ist neu? Denn es ist zuvor auch geschehen in vorigen Zeiten, die vor uns gewesen find. 11. Man gedenket nicht, wie es zuvor geraden ist; also auch deß, das hernach kommt, wird man nicht gedenken bey denen, die hernach seyn werden. 12. Ich, Prediger,war'Königüber Israel zu Jerusalem, * v. 1. 13. Und begab mein Herz zu suchen und zu forschen weislich alles, was man unter dem Himmel thut. Solche unselige Mühe hat Gott den Menschenkindern gegeben, daß sie sich darinnen müssen quälen. Ich sah an alles Thun, das unter der Sonne geschiehet; und siehe, es war alles eitel und Jammer. 15. ' Krumm kann nicht schlecht (gerade) werden, noch der Fehl gezählet werden. ' <. 7,14. er Salomo. 16. Ich ' sprach in meinem Herzen: Siehe, Ich bin herrlich geworden, und habe mehr Weisheit , denn alle, die vor mir gewesen find zu Jerusalem ; und mein Herz hat viel gelernet und erfahren. ' c. 2,1. 17. Und gab auch mein Herz darauf, daß ich lernete Weisheit, und Thorheit, und ' Klugheit. Ich ward aber gewahr, daß solches auch Mühe ist. * c. 2, 12. c 7 / 26. 18. Denn wo viel Weisheit ist, da ist viel Grämens; und wer viel lehren muß, der muß viel leiden. Das 2. Capitel. Irdische Wollüste sind eitel. 1. ^ch ' sprach in meinem Herzen: Wohlan , ^ ich will wohl leben, und gute Tage haben; aber siehe, das war auch eitel. *c. 1,16. c. 3,1«. 2. Ich sprach zum Lachen: Du bist toll; und zur Freude: Was machst du? 3. Da ' dachte ich in meinem Herzen, meinen Leib vom Wein zu ziehen, und mein Herz zur Weisheit zu ziehen, daß ich ergriffe, was Thorheit ist, bis ich lernete, was den Menschen gut wäre, das fie thun sollten, so lange fie unter dem Himmel leben. * v. 13. 4 . Ich that große Dinge; ich bauete Häuser, pflanzte Weinberge; 5. Ich machte mir Gärten und Lustgärten, und pflanzte allerley fruchtbare Baume darein; 6 . Ich machte mir Teiche, daraus zu wässern den Wald der grünenden Bäume; 7. Ich hatte Knechte und Mägde, und Gesinde; ich hatte eine größere Habe an Rindern und Schafen, denn alle, die vor mir zu Jerusalem gewesen waren; 8 . Ich sammelte mir auch Silber und Gold, und von den Königen und Ländern einen Schatz; ich schaffte mir Sänger und Sängerinnen, und Wollust der Menschen, allerley Saitenspicl; 9. Und nahm zu ' über alle, die vor mir zu Jerusalem gewesen waren; auch blieb Weisheit bey mir; *i K-n.iO/ 23 . 10. Und alles, * was meine Augen wünschten, das ließ ich ihnen, und wehrete meinem Herzen keine Freude, daß es fröhlich war von aller meiner Arbeit; und das hielt ich für mein Theil von aller meiner Arbeit. * c. 11, s. 11. ' Da ich aber ansah alle meine Werke, die weine Hand gethan hatte, und Mühe, die ich Alles vergänglich und eitel. Prediger 2 . 3 . Alles hat seine Zeit. 615 gehabt hatte; siehe -t da war es alles eitel und Jammer / und nichts mehr unter der Sonne. * Matth. 6/ 29. -l- Prcd. 1/ 17. 12. Da * wandte ich mich, zu sehen, die Weisheit , und Klugheit, und Thorheit. Denn wer weiß, was für ein Mensch werden wird nach dem Könige, den sie schon bereit gemacht haben? * c. 1, 17. 13 . Da sah ich, daß die Weisheit die Thorheit übertraf, wie das Lickt die Finsterniß, i^. Daß * dem Weisen seine Augen im Haupt stehen, aber die Narren in Finsterniß gehen, und merkte doch, daß es Einem gehet wie dem Andern. * <.«, i. Spr. 17, 24. > 15. Da dachte ich in meinem Herzen : Weil es denn dem Narren geht wie mir; warum habe ich denn nach Weisheit gestanden? Da dachte ich in meinem Herzen, daß solches auch eitel sey. 16. Denn man gedenket des Weisen nicht immerdar; eben so wenig als des Narren; und die künftige Tage vergessen alles; und wie der Weise stirbt, also auch der Narr. 17. Darum verdroß mich zu leben; denn es gefiel mir übel, was unter der Sonne geschiehst, daß es so gar eitel und Mühe ist. 18. Und mich verdroß alle meine Arbeit, die ich unter der Sonne hatte, daß * ich dieselbe einem Menschen lassen müßte, der nach mir seyn sollte. *». 21 . Ps. 39 , 7 . 19. Denn wer weiß, ob er weise oder toll seyn wird? Und soll doch herrschen in aller meiner Arbeit, die ich weislich gethan habe unter der Sonne. Das ist auch eitel. 20. Darum wandte ich mich, daß mein Herz abließe von aller Arbeit, die ich that unter der Sonne. 21. Denn es muß ein Mensch, der seine Arbeit mit Weisheit, Vernunft und Geschicklichkeit gethan hat, einem andern zum Erbtheil lassen, der nicht daran gearbeitet hat. Das ist auch eitel und ein großes Unglück. 22. Denn was krigt der Mensch von aller seiner Arbeit und Mühe seines Herzens, die er hat unter der Sonne, 23. Denn alle sein Lebtage Schmerzen, mit Grämen und Leid, daß auch sein Herz des Nachts nicht ruhet? Das ist auch eitel. 2^. Ist es nun nicht besser dem Menschen essen und trinken, und seine Seele guter Dinge seyn in seiner Arbeit? Aber solches sah ich auch, daß von Gottes Hand kommt. 25. Denn wer hat fröhlicher gegessen und sich ergötzet, denn ich? 26. Denn dem Menschen, der ihm gefällt, gibt er Weisheit, Vernunft und Freude; aber dem Sünder gibt er Unglück, daß er sammle und häufe, und doch dem gegeben werde, der Gott gefällt. Darum ist das auch eitel Jammer. Das 3. Capitel. Gottes Vorsehung zeigt, daß die heidnische Sorge der Nahrung eitel sey, 1. Ain Jegliches hat seine Zeit, und alles Vor- ^ nehmen unter dem Himmel hat seine Stunde. 2. Geboren werden, ^ Sterben, Pfianzen, Ausrotten, das gepflanzt ist, 3. Würgen, Heilen, Brechen, Bauen, Weinen, Lachen, Klagen, Tanzen, 6 . Steine zerstreuen , Steine sammeln, Herzen, Fernen von Herzen, 6. Suchen, Verlieren, Behalten, Wegwerfen, 7 . Zerreißen, Zunähen, Schweigen, Reden, 8. Lieben, Hassen, Streit, Friede, 9. Man arbeite, wie man will; so kann man nicht mehr ausrtchten. 10. Daher sah ich die Mühe, die Gott den Menschen gegeben hat, daß sie darinnen geplaget werden. 11. Er aber thut alles fein zu seiner Zeit, und läßt ihr Herz sich ängsten, wie es gehen soll in der Welt; denn der Mensch kann doch nicht treffen das Werk, das Gott thut, weder Anfang noch Ende. 12. Darum merkte ich, * daß nichts bessers darinnen ist, denn fröhlich seyn und ihm gütlich thun in seinem Leben. ' c.«, i§. 1.3. Denn ein jeglicher Mensch, der da isset hat seine Zeit. 616 Allerlei) Prediger 3. 4. 5. -- Eitelkeit. und trinket und hat guten Muth in aller seiner Arbeit; das ist eine Gabe Gottes. iIch merkte, daß alles, was Gott thut, das besteht immer; man kann nichts dazu thun, noch abthun : und solches thut Gott / daß man sich vor ihm fürchten soll. t 5 . Was Gott thut, das stehet da; und was * er thun will, das muß werden: denn er trachtet und jaget ihm nach. * i Mos. i, 3 . 15 . Weiter sah ich unter der Sonne Stätte des Gerichts, da war ein gottloses Wesen, und Stätte der Gerechtigkeit, da waren Gottlose. 17. Da * dachte ich in meinem Herzen: Gott muß richten den Gerechten und Gottlosen; denn es hat alles Vornehmen seine Zeit, und alle Werke. * c. 2 , 3 . 13 . 18. Ich * sprach in meinem Herzen von dem Wesen der Menschen, darinnen Gott anzeiget und läßt es Ansehen, als wären sie unter sich selbst wie das Vieh. * c. i, 16. 19. Denn es * gehet dem Menschen, wie dem Vieh; wie dieß stirbt, so stirbt er auch; und haben alle einerley Odem ; und der Mensch hat nichts mehr, denn das Vieh, denn es ist alles eitel. * Ps. 49 / 13 . 2 t. 20. Es fährt alles an Einen Ort; es ' ist alles von Staub gemacht, und wird wieder zu Staub. * i M°s. 3 /19. 21. Wer weiß, ob der Geist der Menschen aufwärts fahre, und der Odem des Viehes unterwärts unter die Erde fahre? 22. Darum sah ich, daß nichts Vessers ist, denn daß ein Mensch fröhlich sey in seiner Arbeit; denn das ist sein Theil. Denn wer will ihn dahin bringen, daß er sehe, was nach ihm geschehen wird ? Das 4. Capitel. Fernere Lehre/ worin wahre Glückseligkeit nicht bestehe. 1. ^ch wandte mich und sähe an alle, die Un- ^ recht leiden unter der Sonne: und siehe, da waren Thränen derer, so Unrecht litten, und hatten keinen Tröster; und die ihnen Unrecht thaten , waren zu mächtig, daß sie keinen Tröster haben konnten. 2. Da lobte ich die Todten, die schon gestorben waren, mehr denn die Lebendigen, die noch das Leben hatten; 3 . Und der noch nicht ist, ist besser, denn alle beyde, und des Bösen nicht inne wird, das unter der Sonne geschiehst. Ich sah an Arbeit und Geschicklichkeit in allen Sachen ; da neidet einer den andern. Das ist ja auch eitel und Mühe. 5 . Denn ein Narr schlägt die Finger in einander, und frißt sein Fleisch. 6 . Es ist * besser eine Hand voll mit Ruhe, denn beyde Fäuste voll mit Mühe und Jammer. * Spr. 13 / 16 . 7 . Ich * wandte mich , und sähe die Eitelkeit unter der Sonne. * e. 2,12. c. 4 /1. 8. Es ist ein Einzelner, und nicht selbander, und hat weder Kind noch Brüder; noch ist seines Arbeitens kein Ende, und seine Augen werden Reichthums nicht satt. Wem arbeite ich doch, und breche meiner Seele ab? Das ist je auch eitel, und eine böse Mühe. 9. So ist es je besser Zwey, denn Eins; denn sie genießen doch ihrer Arbeit wohl. 10. Fällt ihrer einer, so hilft ihm sein Gesell auf. Wehe dem, der allein ist; wenn er fällt, so ist kein anderer da, der ihm aufhelfe. 11. Auch wenn zwey bey einander liegen, wärmen sie sich; wie kann ein Einzelner warm werden ? 12. Einer mag überwältiget werden, aber zween mögen widerstehen; denn eine dreyfältige Schnur reißt nicht leicht entzwey. 13. Ein armes Kind, das weise ist, ist besser, denn ein alter König, der ein Narr ist, und weiß sich nicht zu hüthen. i> 4 . Es kommt einer aus dem Gefängniß zum Königreich; und einer, der in seinem Königreich geboren ist, verarmet. 15. Und ich sah, daß alle Lebendige unter der Sonne wandeln bey einem andern Kinde, das an jenes Statt soll aufkommen. 16. Und des Volks, das vor ihm ging, war kein Ende, und deß, das ihm nachging; und wurden sein doch nicht froh. Das ist * je auch eitel und ein Jammer. * c. i, 14. (Anfang des 3. Capitels.) i 7 .Bewahre deinen Fuß, wenn du zum Hause Gottes gehest, und komm, daß du hörest. Das * ist besser, denn der Narren Opfer; denn sie wissen nicht, was sie Böses thun. *iSam.i3,22. Das 5. Capitel. Vom Wege zur wahren Glückseligkeit. 1. Aey nicht * schnell mit deinem Munde, und ^ laß dein Herz nicht eilen, etwas zu reden vor Gott: denn Gott ist im Himmel, und du auf Erden; darum laß deiner Worte wenig seyn. * Jak. 1 / 19 . 2. Denn wo viel Sorge ist, da kommen Träume ; und * wo viele Worte sind, da höret man den Narren. * c. 10/14. 3. Wenn 'du Gott ein Gelübde thust, so verziehe 617 Gute Lehren. Böse Plage. Prediger 5. 6. 7. Ehre ist eitel. ziehe es nicht zu halten; denn er hat keinen Gefallen an den Narren. Was du gelobest, das halte. *-Mos.2Z,2i. 4 . Es ist besser, du gelobest nichts, denn daß du nicht hältst, was du gelobest. 5 . Verhänge deinem Munde nicht, daß er dein Fleisch verführe; und sprich vor dem Engel nicht: Ich bin unschuldig. Gott möchte erzürnen über deiner Stimme, und verdammen alle Werke deiner Hände. 6 . Wo viele Träume sind, da ist Eitelkeit und viele Worte; aber fürchte du Gott. 7 . Stehest du dem Armen Unrecht thun und Recht und Gerechtigkeit im Lande wegreissen, wundere dich des Vornehmens nicht; denn es ist noch ein hoher Hüther über den Hohen, und sind noch Höhere über die beyde. 8 . Ueber das ist der König im ganzen Lande, das Feld zu bauen. 9 . Wer Geld liebt, wird Geldes nimmer satt; und wer Reichthum liebt, wird keinen Nutzen davon haben. Das ist auch eitel. 10. Denn wo viel Gutes ist, da sind viele, die es essen; und was genießt sein, der es hat, ohne daß er es mit Augen ansieht? < i. Wer arbeitet, dem ist der Schlaf süße, er habe wenig oder viel gegessen; aber die Fülle des Reichen laßt ihn nicht schlafen. 12. Es ist eine böse Plage, die ich sah unter der Sonne,' Reichthum behalten zum Schaden dem, der ihn hat. -Hiob 20,20. 13. Denn der Reiche kommt um mit großem Jammer; und so er einen Sohn gezeuget hat, dem bleibt nichts in der Hand. 14. Wie ' er nackend ist von seiner Mutter Leibe gekommen; so fährt er wieder hin, wie er gekommen ist, und nimmt nichts mit sich von seiner Arbeit in seiner Hand, wenn er hinfährt. * Hiob 1 / 21. 1 Tim. 6 , 7 . 15 . Das ist eine böse Plage, daß er hinfähret, wie er gekommen ist. Was hilft ihm denn, daß er in den Wind gearbeitet hat? i o. Sein Lebenlang hat er im Finstern gegessen, und in großem Grämen, und Krankheit, und Traurigkeit. 17 . So ' sehe ich nun das für gut an, daß es fein fey, wenn man isset und trinket, und gutes Muths ist in aller Arbeit, die einer thut unter der Sonne sein Lebenlang, das ihm Gott gibt; denn das ist sein Theil. * 3,12.22. c.«, 13. c. 9 / 7. 18. Denn welchem Menschen Gott Reichthum und Güter und Gewalt gibt, daß er * davon isset und trinket für sein Theil, und fröhlich ist in seiner Arbeit; das ist eine Gottesgabe.' c. 2,21. 19. Denn er denkt nicht viel an das elende Leben, weil Gott sein Herz erfreuet. Das 6. Capitel. Geiz und weltliche Ehre ein eitel Ding. 1. ^s ist ein Unglück, das ich sah unter der ^ Sonne, und ist gemein bey den Menschen. 2. Einer, dem Gott Reichthum, Güter und Ehre gegeben hat, und mangelt ihm keines, das sein Herz begehrt; und Gott ihm doch nicht Macht gibt desselben zu genießen, sondern ein Anderer verzehret es. Das ist eitel und eine böse Plage. 3. Wenn er gleich hundert Kinder zeugete, und hätte so langes Leben, daß er viele Jahre überlebte, und seine Seele sättigte sich des Gutes nicht, und bliebe ohne Grab, von dem spreche ich, daß eine unzeitige Geburt besser sey, denn er. 4 . Denn in Eitelkeit kommt er, und in Finsterniß fährt er dahin, und sein Nähme bleibt in Finsterniß bedeckt, 5. Er wird der Sonne nicht froh, und weiß keine Ruhe weder hier noch da. 6 . Ob er auch zwey tausend Jahre lebte, so hat er nimmer keinen guten Muth: kommt es nicht alles an Einen Ort? 7. Einem jeglichen Menschen ist Arbeit aufgelegt nach seiner Maße, aber das Herz kann nicht daran bleiben. 8 . Denn was richtet ein Weiser mehr aus, weder ein Narr? Was unterstehet sich der Arme, daß er unter den Lebendigen will seyn? 9. Es ist besser, das Gegenwärtige gut gebrauchen , denn nach andern gedenken. Das ist auch Eitelkeit und Jammer. 10. Was ist es, wenn einer gleich hoch berühmt ist, so weiß man doch, daß er ein Mensch ist; und kann nicht hadern mit dem, das ihm zu mächtig ist. 11. Denn es ist des eiteln Dinges zu viel; was hat ein Mensch mehr davon? Das 7. Capitel. Von Mitteln zur Glückseligkeit. i.^enn wer weiß, was dem Menschen nütz- ^ lich ist im Leben, so lange er lebt in seiner Eitelkeit, welches dahin fährt wie ein Schatten ? ' Oder wer will dem Menschen sagen, was nach ihm kommen wird unter der Sonne? » 1 Chr. so, 15 - Jiti 618 Von Mitteln Prediger 7. 8. 2. Ein ' gutes Gerücht ist besser / denn gute Salbe; und der Tag des Todes, weder der Tag der Geburt. * Spr. 22,1. 3. Es ist besser in das Klaghaus gehen, denn in das Trinkhaus; in jenem ist das Ende aller Menschen, und der Lebendige nimmt es zu Herzen. Es ist Trauern besser, denn Lacken; denn durch Trauern wird das Her; gebessert. 5. Das Herz der Weisen ist im Klaghause, und das Herz der Narren im Hause der Freuden. 6. Es ist besser hören das Schelten des Weisen, denn hören den Gesang der Narren. 7. Denn das Lachen des Narren ist wie das Krachen der Dornen unter den Töpfen; und das ist auch eitel. 8. Ein Widerspenstiger macht einen Weisen unwillig, und verderbet ein mildes Herz. 9. Das Ende eines Dinges ist besser, denn sein Anfang. Ein geduldiger Geist ist besser, denn ein hoher Geist. 10. Sey nicht * schnellen Gemüths zu zürnen; denn Zorn ruhet -i- im Herzen eines Narren. * Jac. 19. 1- Spr. 12/ 16. 11. Sprich nicht: Was ist es, daß die vorige Tage besser waren, denn diese? Denn du fragst solches nicht weislich. 12. Weisheit ist gut mit einem Erbgut, und hilft, daß sich einer der Sonne freuen kann. 13. Denn die Weisheit beschirmet, so beschirmet Geld auch; aber die Weisheit gibt das Leben dem, der sie hat. i^. Siehe an die Werke Gottes, denn wer kann das * schlecht (gerade) machen, das er krümmet? * c. i/ iS. 15. Am guten Tage sey guter Dinge, und den bösen Tag nimm auch für gut; denn diesen schaffet Gott neben jenem, daß der Mensch nicht wissen soll, was künftig ist. 16. Allerley habe ich gesehen die Zeit über meiner Eitelkeit. ' Da ist ein Gerechter und geht unter in seiner Gerechtigkeit; und ist ein Gottloser, der lange lebt in seiner Bosheit. * (. 8) 14. 17. Sey nicht allzu gerecht, und nicht allzu weise, daß du dich nicht verderbest. 18. Sey nicht allzu gottlos, und narre nicht, daß du nicht sterbest zur Unzeit. 19. ES ist gut, daß du dieß fassest, und jenes auch nicht aus deiner Hand lassest; denn wer Gott fürchtet, der entgehet dem allen. 20. Die Weisheit stärkt den Weisen mehr, denn zehn Gewaltige, die in der Stadt sind. zur Glückseligkeit. 2t. Denn * es ist kein Mensch auf Erden, der Gutes thne, und nicht sündige. *iKö„. 8/46. 22. Nimm auch nicht zu Herzen alles, was man sagt, daß du nicht hören müssest deinen Knecht dir fluchen. 23. Denn dein Herz weiß, daß Du andern auch oftmahls gefluchet hast. 2^. Solches alles habe ich versucht weislich. Ich gedachte, ich will weift seyn; sie kam aber ferne von mir. 25. Es ist ferne, was wird es seyn? Und ist sehr * tief, wer will es finden ? *Röm. n, 33. 26. Ich' kehrete mein Herz, zu erfahren, und zu erforschen, und zu suchen Weisheit und Kunst, zu erfahren der Gottlosen Thorheit, und Jrr- thum der Tollen; * c i, 17. c. 2,12. 27. Und fand, daß ein solches Weib, welches Herz Netz und Strick ist und ihre Hände Bande sind, bitterer sey denn der Tod. Wer Gott gefällt, der wird ihr entrinnen; aber der Sünder wird durch sie gefangen. 28. Schaue, das habe ich gefunden, spricht der Prediger, Eins nach dem Andern, daß ich Kunst erfünde. 29. Und meine Seele sucht noch, und hat es nicht gefunden. Unter tausend habe ich Einen Menschen gefunden, aber kein Weib habe ich unter den allen gefunden. 30. Allein schaue das, ich habe gefunden, daß Gott den Menschen hat aufrichtig gemacht; aber Sie suchen viele Künste. Das 8. Capitel. Andere Regeln zur Glückseligkeit wider dieses Lebens Eitelkeit. 1. ^?er ist so weift? Und wer kann das aus- ^ legen? (Anfang deS 8. CapitelS.) Die' Weisheit des Menschen erleuchtet sein Angesicht; wer aber frech ist, der ist feindselig. * Spr. 17, 24. 2. Ich halte das Wort des Königs, und den Eid Gottes. 3. Eile nicht zu gehen von seinem Angesicht, und bleibe nicht in böser Sache; denn er thut, was ihn gelüftet. In des Königs Wort ist Gewalt, und wer mag zu ihm lagen: Was machst du? 5. Wer das Geboth hält, der wird nichts Böws erfahren; aber eines Weisen Herz weiß Zeit und Weise. 6. Denn ' ein jegliches Vornehmen hat seine Regeln wider dieses Prediger 8. 9. Lebens Eitelkeit. Gutes Muths seyn. 619 Zeit und Weise; denn des Unglücks des Menschen ist viel bey ihm. * c 3/1. 7. Denn er weiß nicht, was gewesen ist; und * wer will ihm sagen, was werden soll? * e. 7, i. 8. Ein Mensch hat nicht Macht über den Geist, dem Geist zu wehren; und hat nicht Macht zu der Zeit des Sterbens, und wird nicht los gelassen im Streit; und das gottlose Wesen errettet den Gottlosen nicht. 9. Das habe ich alles gesehen, und gab mein Herz auf alle Werke, die unter der Sonne geschehen. Ein Mensch herrschet zu Zeiten über den andern zu seinem Unglück. 10. Und da sah ich Gottlose, die begraben waren, die gegangen waren, und gewandelt hatten in heiliger Stätte; und waren vergessen in der Stadt, daß sie so gethan hatten. Das ist auch eitel. i i. Weil nicht bald geschiehst ein Urtheil über die bösen Werke, dadurch wird das Herz der Menschen voll, Böses zu thun. 12. Ob ein Sünder hundertmahl Böses thut, und doch lange lebt; so weiß ich doch, daß es wohl gehen wird denen, die Gott furchten, die sein Angesicht scheuen. 13. Denn es wird dem Gottlosen nicht wohl gehen, und wie' ein Schatten, so werden nicht lange leben, die sich vor Gott nicht fürchten. * Hiob 8/ 9. i^. Es ist eine Eitelkeit, die auf Erden geschiehst. * Es sind Gerechte, denen gehet es, als hätten sie Werke der Gottlosen, und sind Gottlose, denen gehet es, als hätten sie Werke der Gerechten. Ich sprach : Das ist auch eitel. * c. 7 / 16. 15. Darum lobte ich die Freude, * daß der Mensch nichts Bessers hat unter der Sonne, denn essen und trinken, und fröhlich seyn; und solches werde ihm von der Arbeit sein Lebenlang, das ihm Gott gibt unter der Sonne. * c. 2/ 24. «. 3, 12. 22. 16. Ich' gab mein Herz, zu wissen die Weisheit , und zu schauen die Mühe, die auf Erden geschiehst, daß auch einer weder Tag noch Nacht den Schlaf siehst mit seinen Augen. * c. 1, 17. c. 7/ 26. 17. Und ich sah alle Werke Gottes. Denn ein Mensch kann das Werk nicht finden, das unter der Sonne geschiehst; und je mehr der Mensch arbeitet zu suchen, je weniger er findet. Wenn er gleich spricht: Ich bin weise und weiß es; so kann er es doch nicht finden. Das 9. Capitel. Der Eitelkeit soll man begegnen, und der Weisheit sich befleißigen. 1. A>enn ich habe solches alles zu Herzen ge- ^ nommen, zu forschen das alles, daß Gerechte und Weise find, und ihre Unterthanen in Gottes Hand. Doch kennet kein Mensch weder die Liebe noch den Haß irgend Eines, den er vor sich hat. 2. Es begegnet Einem wie dem Andern, dem Gerechten wie dem Gottlosen, dem Guten und Reinen wie dem Unreinen, dem, der opfert, wie dem, der nicht opfert. Wie es dem Guten geht, so geht es auch dem Sünder. Wie es dem Meineidigen geht; so geht es auch dem, der den Eid fürchtet. 3. Das ist ein böses Ding unter allem, das unter der Sonne geschiehst, daß es Einem gehet wie dem Andern; daher auch das Herz der Menschen voll Arges wird, und Thorheit ist in ihrem Herzen, dieweil sie leben; darnach müssen sie sterben. Denn bey allen Lebendigen ist, das man wünschet, nähmlich Hoffnung; denn ein lebendiger Hund ist besser, weder ein todter Löwe. 5. Denn die Lebendigen wissen, daß sie sterben werden ; die Todten aber wissen nichts, sie verdienen auch nichts mehr, denn ihr Gedächtniß ist vergessen, 6. Daß man sie nicht mehr liebet, noch hasset, noch neidet; und haben kein Theil mehr auf der Welt in allem, das unter der Sonne geschiehst. 7. So gehe hin und iß dein Brot mit Freuden , trink deinen Wein mit gutem Muth; denn dein Werk gefällt Gott. 8. Laß deine Kleider immer weiß seyn, und laß deinem Haupt Salbe nicht mangeln. s. Brauche des Lebens ' mit deinem Weibe, das du lieb hast, so lange du das eitle Leben hast, das dir Gott unter der Sonne gegeben hat, so lange dein eitles Leben währet; denn das ist dein Theil im Leben und in deiner Arbeit, die du thust unter der Sonne. ' Svr. i8. io. Alles, was dir * vorhanden kommt zu thun, das thue frisch; denn in der Hölle, da du hinfährest, ist weder Werk, Kunst, Vernunft, noch Weisheit. *iS«m.io,7. i i. Ich wandte mich und sah, wie es unter der Sonne zugehet, daß zum Laufen nicht hilft schnell seyn, zum Streit hilft nicht stark seyn, zur Nahrung hilft nicht geschickt seyn, zum Neich- thum hilft nicht klug seyn; daß einer angenehm Jiii 2 Von -er Obrigkeit. Prediger 9. 10. 11 620 Armer weiser Mann. sey, hilft nicht, daß er ein Ding wohl könne; sondern Alles liegt es an der Zeit und Glück. 12. Auch weiß der Mensch seine Zeit nicht: sondern wie die Fische gefangen werden mit einem schädlichen Hamen, und wie die Vögel mit einem Strick gefangen werden; so werden auch die Menschen berückt zur bösen Zeit, wenn sie plötzlich über sie fällt. 13. Ich habe auch diese Weisheit gesehen unter der Sonne, die mir groß dauchte, i>L. Daß eine kleine Stadt war, und wenige Leute darinnen, und kam ein großer König, und belegte sie, und bauete große Bollwerke darum, is. Und ward darinnen gefunden ein armer weiser Mann, der dieselbe Stadt durch seine Weisheit konnte erretten; und kein Mensch gedachte desselben armen Mannes. iü. Da sprach ich: Weisheit ist ja besser, denn Stärke. Noch ward ' des Armen Weisheit verachtet , und seinen Worten nicht gehorchet. * Ps. 14, 6. 17. Das macht, der Weisen Worte gelten mehr bey den Stillen, denn der Herren Schreyen bey den Narren. 18. Denn Weisheit ist besser, denn Harnisch; aber ein einiger Bube verderbet viel Gutes. Das 10. Capitel. Von Obrigkeit und Unterthancii. 1. Hslfo verderben die schädlichen Fliegen gute ^ Salben. Darum'ist zuweilen besser Thor- heit, denn Weisheit und Ehre. *i Cor. 3, i8. 2. Denn des Weisen Herz ist zu seiner Rechten ; aber des Narren Herz ist zu feiner Linken. 3. Auch ob der Narr selbst närrisch ist in seinem Thun, noch hält er Jedermann für Narren. ' Darum, wenn eines Gewaltigen Trotz wider deinen Willen fortgehet, * so laß dich nicht entrüsten; denn Nachlassen stillet großes Unglück. * Pf. 37, 1. Spr. 24, 19 . (Anfang des 10 . Capitols ) s.As ist ein Unglück, das ich sah unter der Sonne, uähmlich Unverstand, der unter den Gewaltigen gemein ist, 6. Daß ein Narr sitzet in großer Würde, und die Reichen hienieden fitzen. 7. Ich sah Knechte auf Rossen, und Fürsten zu Fuß gehen, wie Knechte. 8. Aber' wer eine Grube macht, der wird selbst darein fallen; und wer den Zaun zerreißet, den wird eme Schlange siechen. 'Spr. 26 , 27 . 9. Wer Steine wegwälzt, der wird Mühe damit haben; und wer Holz spaltet, der wird davon verletzet werden. 10. Wenn ein Eisen stumpf wird und an dev Schneide ungeschliffen bleibt, muß man es mit Macht wieder schärfen; also folgt auch Weisheit dem Fleiß. 11. Ein Wäscher ist nichts besser, denn eine Schlange, die unbeschworen sticht. 12. Die Worte aus dem Munde eines Weisen sind holdselig; aber des Narren Lippen verschlingen denselben. 13. Der Anfang seiner Worte ist Narrheit, und das Ende ist schädliche Thorheit. 1^. Ein Narr macht viele Worte: denn * der Mensch weiß nicht, was gewesen ist; undwer will ihm sagen, was nach ihm werden wird? *c. 8, 7. 1- c. 7, 1 . 15. Die Arbeit der Narren wird ihnen sauer, Weil mau nicht weiß in die Stadt zu gehen. 16. Wehe dir Land, deß König * ein Kind ist, und deß Fürsten frühe essen. * Esaj. 3,4. 17. Wohl dir Land , deß König edel ist, und deß Fürsten zu rechter Zeit essen, zur Stärke und nicht zur Lust. 18. (Denn durch Faulheit sinken die Balken, und durch hinlässige Hände wird das Haus triefend.) 19. Das macht, fie machen Brot zum Lachen, und'derWein muß die Lebendigen erfreuen, und das Geld muß ihwen alles zuwege bringen. * Nicht. S, 13. 20. Fluche dem 'Könige nicht in deinem Herzen, und fluche dem Reichen nicht in deiner Schlafkammer ; denn die Vögel des Himmels führen die Stimme, und die Fittige haben, sagen es nach. * 2 Mos. 22 , 28. Ap. Gcfch. 23, 3. Das 11. Capitel. Gutthätigkeit zu üben!/ ängstliche Sorge zu meiden. i.Oaß dein Brot über das Wasser fahren; so ^ wirst du es finden auf lange Zeit. 2. Theile aus unter sieben und unter acht; denn du weißt nicht, was für Unglück auf Erden kommen wird. 3. Wenn die Wolken voll find, so geben fie Regen auf Erden; und wenn der Baum fällt, er falle gegen Mittag oder Mitternacht, auf welchen Ort er fällt, da wird er liegen. Wer auf den Wind achtet, der säet nicht, und wer auf die Wolken stehet, der erntet nicht. s. Gleichwie du nicht weißt' den Weg des Win- Beschwerlichkeit Prediger 11. 12. des Alters. 621 des, und wie die Gebeine in Mutterleibe bereitet werden; also kannst du auch Gottes Werk nicht wissen, das er thut überall. * Ps. 135, 7. tzoh. 3, 8. 6. Frühe säe deinen Samen, und laß deine Hand des Abends nicht ab: denn du weißt nicht, ob dieß oder das gerathen wird ; und ob es bey- des geriethe, so wäre es desto besser. 7. Es ist * das Licht süße, und den Augen lieblich die Sonne zu sehen. "M-mh. 20,3z. 8. Wenn ein Mensch lange Zeit lebt, und ist fröhlich in allen Dingen: so gedenket er doch nur der bösen Tage, daß ihrer so viel ist; denn alles, was ihm begegnet ist, ist eitel. (Anfang des 12. Capitols.) S-So f"ue dich, Jüngling, in deiner Jugend, und laß dein Herz guter Dinge seyn in deiner Jugend. Thue, was dein Herz lüstet, und ' deinen Augen gefällt; und wisse, daß dich Gott um dieß alles wird vor Gericht führen. * c. 2, 10. 10. Laß die Traurigkeit aus deinem Herzen, und thue das Uebel von deinem Leibe; denn Kindheit und Jugend ist eitel. Das 12. Capitel. Do» Beschwerlichkeit des Alters, und Gottes Gericht. 1. gedenke an deinen Schöpfer in deiner Ju- ^ gend , ehe denn die bösen Tage kommen, und die Jahre herzu treten, da du wirst sagen: Sie gefallen mir nicht; 2. Ehe * denn die Sonne und das Licht, Mond und Sterne finster werden, und Wolken wiederkommen nacy dem Regen; * 1 Mos. 27, 1. c. 43, 10. 3. Zu der Zeit, wenn die Hüther im Hause zittern, und fich krümmen die Starken, und müßig stehen die Müller, daß ihrer so wenig geworden ist, und finster werden die Gesichte durch die Fenster; Und die Thüren auf der Gasse geschloffen werden, daß die Stimme der Müllerin» leise wird, und erwachet, wenn der Vogel singet, und sich bücken alle Töchter des Gesangs, s. Daß sich auch die Hohen fürchten, und scheuen auf dem Wege; wenn der Mandelbaum blühet, und die Heuschrecke beladen wird, und alle Lust vergehet; (denn der Mensch fährt hin, da er ewig bleibt, und die Kläger gehen umher auf der Gasse) 6 . Ehe denn der silberne Strick wegkomme, und die goldene Quelle verlaufe, und der Eimer zerlechze am Born, und das Rad zerbreche am Born. 7. Denn * der Staub muß wieder zu der Erde kommen, wie er gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat. * 1 Mos. 3 , 19 . Prcd. 3 , 20. 8 . Es * ist Alles ganz eitel, sprach der Prediger, ganz eitel. *c. i, 2. 9. Derselbe Prediger war nicht allein weise, sondern lehrete auch das Volk gute Lehre, und merkte und forschete, und * stellete viele Sprüche. * 1 Kön. 4, 32. 10. Ersuchte, daßerfünde angenehme Worte, und schrieb recht die Worte der Wahrheit. i t. Diese Worte der Weisen find Spieße und Nägel, geschrieben durch die Meister der Versammlungen, und von Einem Hirten gegeben. 12. Hüthe dich, mein Sohn, vor andern mehr; denn viel Büchermachens ist kein Ende, und viel Predigen macht den Leib müde.. 13 . Laßt uns * die Hauptsumma aller Lehre hören: Fürchte Gott, und halte seine Gebothe; denn das gehöret allen Menschen zu. * 1 xim. 1,3. 1^,. Denn Gott wird alle Werke vor Gericht bringen, das verborgen ist, es sey gut oder böse. * R»m. 2, w. 622 Verlangen der Braut nach Christo. Hohelied 1. 2. Freude der Braut Christi. Das Hohelied Salomoris. Das 1. Capitel. Der Christlichen Kirche Verlangen nach ihrem Bräutigam, Christ»/ mit dem ste sich in Liebe versprochen und verbunden. 1. Das Hohelied Salomons. 2. sLr küsse mich mit dem Kuß seines Mundes; denn deine Liebe ist lieblicher, denn Wein; 3. Daß man deine gute Salbe rieche: dein Nähme ist eine ausgeschüttete Salbe, darum lieben dich die Mägde. Ziehe * mich dir nach, so laufen wir. Der König führet mich in seine Kammer.' Wir freuen uns, und sind fröhlich über dir; wir gedenken an deine Liebe mehr, denn an den Wein. Die Frommen lieben dich. 'J-r. 31 , 3 . 5. Ich bin schwarz, aber gar lieblich, ihr Töchter Jerusalems, wie' die Hütten Kedars, wie die Teppiche Salomons. *Ps. 12 », 6. Sehet mich nicht an, daß ich so schwarz bin; denn die Sonne hat mich so verbrannt. Meiner Mutter Kinder zürnen mit mir. Man hat mich zur Hütherinn der Weinberge gesetzt ; aber meinen Weinberg, den ich hatte, habe ich nicht behüthet. 7. Sage mir an, du, den meine Seele liebt, wo du weidest, wo du ruhest im Mittage, daß ich nicht hin und her gehen müsse bey den Herden deiner Gesellen. 8. Kennest du dich nicht, * du Schönste unter den Weibern; so gehe hinaus auf die Fußstapfen der Schüfe, und weide deine Böcke bey den Hir- tenhäusern. *«. §, 9.17. 9. Ich gleiche dich, meine Freundinn, meinem reisigen Zeuge an den Wagen Pharao. 10. Deine Backen stehen lieblich in den Spangen , und dein Hals in den Ketten. 11. Wir wollen dir goldene Spangen machen, mit silbernen Pöcklein. 12. Da der König sich her wandte,"gab mein Narde seinen Geruch. * Marc. 14,3. 13. Mein Freund ist mir ein Büschel Myrrhen, das zwischen meinen Brüsten hängt. 1^. Mein Freund ist mir eine Traube Copher, in den Weingärten zu Engeddi. iZ. Siehe, meine Freundinn, "du bist schön; schön bist du, deine Augen sind wie Taubenaugen. * c. 2 / 14. c. 4, 7. 16. Siehe, mein Freund, du bist schön und lieblich. Unser Bette grünet. 17. Unserer Häuser Balken sind Cedern, unsere Latten sind Cypressen. Das 2. Capitel. Lieb und Leid ist Christo und seiner Braut gemein. 1. ^'ch bin eine Blume zu Saron, und eine ^ Rose im Thal. 2. Wie eine Rose unter den Dornen, so ist meine Freundinn unter den Töchtern. 3. Wie ein Apfelbaum unter den wilden Bäumen , so ist mein Freund unter den Söhnen. "Ich sitze unter dem Schatten, deß ick begehre, und seine Frucht ist meiner Kehle süße. * Ps. 61 / 3. Ps. §1/ 1. Er führet mich in den Weinkeller, und die Liebe ist sein Panier über mir. 5. Er erquicket mich mit Blumen, und labet mich mit Aepfeln; denn * ich bin krank vor Liebe. * c. 3/ 8. ß. * Seine Linke liegt unter meinem Haupt, und seine Rechte herzet mich. * c. 8 / 3. 7. Ich * beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems, bey den Rehen oder bey den Hinden auf dem Felde, daß ihr meine Freundinn nicht auf- wecket, noch reget, bis daß es ihr selbst gefällt. * c. 3/ 3. 8. Das ist die Stimme meines Freundes. Siehe, er kommt, und hüpfet auf den Bergen, und springet auf den Hügeln. 9. Mein Freund ist gleich * einem Reh, oder jungen Hirsch. Siehe, er steht hinter unserer Wand, und steht durch das Fenster, und guckt durch das Gitter. * c. 8,14. 10. Mein Freund antwortet, und spricht zu mir: Stehe auf, meine Freundinn, "meine Schöne, und komm her. * c. i/8. c. 4,1. 11. Denn siehe, der Winter ist vergangen, der Regen ist weg und dahin; 12. Die Blumen sind hervor gekommen im Lande, der Lenz ist herbey gekommen, und die Turteltaube läßt sich hören in unserm Lande; 13. Der Feigenbaum hat * Knoten gewonnen, die Weinstvcke haben Augen gewonnen, und geben ihren Geruch. Stehe auf, meine Freundinn, und komm, meine Schöne, und kommher. * Matth. 24/ 32. 1^. Meine Taube in den Felslöchern, in den Steinritzen, zeige mir deine Gestalt, laß mich Sie sucht und findet ihn. Hohelied hören deine Stimme; denn deine Stimme ist süße, und deine Gestalt lieblich. is. Fanget uns die Füchse/ die kleinen Füchse/ die die Weinberge verderben; denn unsere Weinberge haben Augen gewonnen. 16. Mein * Freund ist mein / und ich bin sein/ der unter den Rosen weidet / * c. 6,2. 17. Bis der Tag kühle werde/ und der Schatten weiche. Kehre * um/ werde wie ein Reh/ mein Freund / oder wie ein junger Hirsch auf den Scheidebergen. * c. s, n. Das 3. Capitel. Christus seiner Kirche gewuitigcr Schutz. 1. ^ch suchte des Nachts in meinem Bette/ den ^ meine Seele liebt. Ich " suchte/ aber ich fand ihn nicht. '«. 6 . 2. Ich will aufstehen / und in der Stadt umhergehen auf den Gassen und Straßen/ und suchen/ den meine Seele liebt. Ich suchte/ aber ich fand ihn nicht. Z. Es fanden mich die Wächter/ die in der Stadt umhergehen: Habt ihr nicht gesehen/ den meine Seele liebt? Da ich ein wenig vor ihnen über kam; da fand ich / den meine Seele liebt. Ich halte ihn / und will ihn nicht lassen / bis * ich ihn bringe in meiner Mutter Haus/ in meiner Mutter Kammer. * c. s, 2. 5. Ich * beschwöre euch / ihr Töchter zu Jerusalem / bey den Rehen oder Hinden auf dem Felde/ -!- daß ihr meine Freundinn nicht aufwecket/ noch reget / bis daß es ihr selbst gefällt. * «. 2, 7. c. L, 8 . -h c. 8 , 4 . 6 . Wer ist die/ die herauf gehet aus der Wüste/ wie ein gerader Rauch/ wie ein Geräuch von Myrrhen / Weichrauch und allerley Pulver eines Apothekers? 7 . Siehe / um das Bette Salomons her stehen sechzig Starke aus den Starken in Israel. 8 . Sie halten alle Schwerter und sind geschickt zu streiten. Ein Jeglicher hat sein * Schwert an seiner Hüfte / um der -!- Furcht willen in der Nacht. *Ps. 45 , 4 . 1-Ps. 91, ä. 9 . Der König Salomo ließ ihm eine Sänfte machen von Holz aus Libanon. 10. Derselben Säulen waren silbernen / die Decke golden/ der Sitz purpurn/ der Boden mitten inne war lieblich gepflastert/ um der Töchter willen zu Jerusalem. 11. Gehet heraus / und schauet an / ihr Töchter Zions/ den König Salomo/ in der Krone/ . 3 . 4 . Schönheit der Braut Christi. 623 damit ihn seine Mutter gekrönet hat am Tage seiner Hochzeit und am Tage der Freude seines Herzens. Das 4. Capitel. Cchönhcit der Kirche eine Gnadcngabc. 1. Aiehe, meine Freundinn / du bist schön, ^ siehe, schön bist du. Deine Augen find wie Taubenangen, zwischen deinen Zöpfen. * Dein Haar ist wie die Ziegenherde, die bescho- ren sind, auf dem Berge Gilead. * e. 6 , 4 . 2. Deine * Zähne sind wie die Herde mit be- schnittner Wolle, die aus der Schwemme kommen, die allzumahl Zwillings tragen, und ist keine unter ihnen unfruchtbar. *e. 6 , §. Z. Deine Lippen sind wie eine rofinfarbne Schnur/ und deine Rede lieblich. "Deine Wangen sind wie der Ritz am Granatapfel zwischen deinen Zöpfen. * c. 6 , 6 . Dein Hals ist wie der Thurm Davids mit Brustwehr gebauet, daran tausend Schilder hangen / und allerley Waffen der Starken. 5. Deine zwo * Brüste sind wie zwey junge Reh-Zwillinge, die unter den Rosen weiden, * c. 7, 3. 6 . Bis * der Tag kühle werde, und der Schatten weiche. Ich will zum Myrrhenberge gehen, und zum Weihrauchhügel. *-.2,17. 7. Du bist allerdings schön, meine Freundinn, und ist * kein Flecken an dir. *Eph.-, 27. 8 . Komm, meine Braut, vom Libanon, komm vom Libanon. Gehe herein, tritt her von der Höhe Amana, von der Höhe Senir und Her- mon, von den Wohnungen der Löwen, von den Bergen der Leoparden. 9. Du hast mir das Herz genommen, meine Schwester, liebe Braut, mit deiner Augen einem und mit deiner Halsketten einer. 10. Wie schön sind deine Brüste, meine Schwester, liebe Braut! Deine Brüste sind lieblicher, denn Wein, und der Geruch deiner Salbe übertrifft alle Würze. 11. Deine Lippen, meine Braut/ sind wie triefender Honigseim, Honig und Milch ist unter deiner Zunge, und deiner Kleider Geruch ist wie der Geruch Libanons. 12. Meine Schwester, liebe Braut! du bist ein verschloßner Garten, eine verschloßne Quelle, ein versiegelter Born. 1.3. Dein Gewächs ist wie ein Lustgarten von Granatäpfeln, mit edeln Früchten, Cypern mit Narden, 621 Sie ladet ihn zu Gaste. Hoheli i^. Narben mit Safran, Calmus und Cynna- men, mit allerlei) Bäumen des Weihrauchs, Myrrhen und Aloes, mit allen besten Würzen. 15 . Wie ein Gartenbrunnen, wie ein Born lebendiger Wasser, die vom Libanon fließen. 16. Stehe auf, Nordwind, und komm, Südwind; und wehe durch meinen Garten, daß seine Würze triefen. (Anfang des 5. Ccvitcls.) ir.Mein Freund komme in seinen Garten, und esse seiner edeln Früchte. Das 5. Capitel. Christus wird von der Kirche ans Liebe zu Gaste geladen, und seine Schönheit gelobet. 1. ^ch' komme, meine Schwester, liebe Braut, ^ in meinen Garten. Ich habe meine Myrrhen sammt meinen Würzen abgebrochen; ich habe meines Seims sammt meinem Honig gegessen; ich habe meines Weins sammt meiner Milch getrunken. Esset, meine Lieben, und trinket, meine Freunde, und werdet trunken. * c. 6 , i. 2. Ich schlafe, aber mein Herz wacht. Da ist die Stimme meines Freundes,' der anklopft: Thue mir auf, liebe Frenndinn, meine Schwester , meine Taube, meine Fromme; denn mein Haupt ist voll Thaues, und meine Locken voll Rächt- Tropfen. * Off. 3, 20. 3. Ich ' habe meinen Rock ausgezogen, wie soll ich ihn wieder anziehen? Ich habe meine Füße gewaschen, wie soll ich sie wieder besudeln? * Ep. Jud. V. 23. 4 . Aber mein Freund steckte seine Hand durchs Loch, und mein Leib erzitterte davor. 5. Da stand Ich auf, daß ich meinem Freunde aufthäte; meine Hände troffen ^mit Myrrhen, und Myrrhen liefen über meine Finger an dem Riegel am Schloß. 6 . Und da ich meinem Freunde aufgethan hatte, war er weg und hingegangen. Da ging meine Seele heraus nach seinem Wort. Ich * suchte ihn , aber ich fand ihn nicht; ich rief, aber er antwortete mir nicht. ' c. 3,1. 7 . Es fanden mich die Hürher, die in der Stadt umhergehen, die schlugen mich wund; die Hüther auf der Mauer nahmen mir meinen Schleyer. 8 . Ich * beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems , findet ihr meinen Freund, so sagt ihr«, daß ich vor Liebe krank liege. * c. 2, 7. c. 3, s. s. Was ist dein Freund vor andern Freunden, d 5. 6. Schönheit Christi, und seiner Kirche. 0 du Schönste unter den Weibern? Was ist dein Freund vor andern Freunden, daß du uns so beschworen hast? 10. Mein Freund ist weiß und roth, auserkoren unter vielen Tausenden. i i. Sein Haupt ist das feinste Gold. Seine Locken sind kraus, schwarz wie ein Rabe. 12. Seine * Augen find wie Taubenaugen an den Wasserbäcken, mit Milch gewaschen, und stehen in der Fülle. * c. 4,1. 13. Seine Backen find wie die wachsende Würz- gärtlein der Apotheker. * Seine Lippen sind wie Rosen, die mit fließenden Myrrhen triefen. * Pf. 4L, 3. 1^. Seine Hände find wie goldene Ringe, voll Turkisse. Sein Leib ist wie reines Elfenbein mit Sapphiren geschmückt. 15. Seine Beine sind wie Marmorsäulen, gegründet auf goldenen Füßen. Seine Gestalt ist wie Libanon, auserwählt wie Cedern. 16. Seine Kehle ist süß und ganz lieblich. Ein solcher ist mein Freund; mein Freund ist ein solcher, ihr Töchter Jerusalems! (Anfang des 6. CapitelS.) i7.Wo ist denn dein Freund hingegangen, o du Schönste unter den Weibern ? Wo hat sich dein Freund htngewender? So wollen wir mit dir ihn suchen. Das 6. Capitel. Die Kirche wird auf ihr Vckcnntniß von Christo gelobet und besucht. 1. Mein Freund ist hinab gegangen ' in seinen Garten, zu den Wurzgärtlein, daß er sich weide unter den Gärten, und Rosen breche. * c. 4, 17. 2. Mein Freund ist mein, und ich bin sein, der unter den Rosen sich weidet. 3 . Du bist ' schön, meine Freundinn, wie Thir- za, lieblich wie Jerusalem, schrecklich wie Herrsspitzen. * c. 2, ro. c. 4, 1. -i. Wende deine Augen von mir, denn sie machen mich brünstig. Deine * Haare find wie eine Herde Ziegen, die auf dem Berge Gilead geschoren find. * < 4,1. 5 . Deine * Zähne sind wie eine Herde Schafe, die aus der Schwemme kommen, die allzumahl Zwillinge tragen, und ist keines unfruchtbar unter ihnen. ' c. 4,2. 6. Deine * Wangen sind wie ein Ritz am Granatapfel zwischen deinen Zöpfen. * c. 4, z. 7 . Sechzig ist der Königinnen, und achtzig der Kebs- Ferneres Lob und Gebeth der Kirche. Hohelied 6 . 7 . 8 . Letztes Liebesgespräch. 62 ^ Kebswciber, und * der Jungfrauen ist keine Zahl. * Ps- 4 -, 8. Aber Ein e * ist meine Taube, meine Fromme, Eine ist ihrer Mutter die Liebste, und die Auserwählte ihrer Mutter. Da sie die Töchter sahen, priesen sie dieselbige selig ; die Königinnen und Kebsweiber lobten sie. *«. 2. s. Wer ist , die hervor bricht, wie die Mor- geuröthe, schön wie der Mond, auserwählt wie die Sonne, * schrecklich wie die Heersspitzen? * vers 3. 10. Ich bin hinab in den Nutzgarten gegangen, zu schauen die Sträuchlein am Bach, zu schauen, ob der Weinstock blühete, ob die Granatäpfel grüneten. 11. Meine Seele wußte es nicht, daß er mich zum Wagen Amminadabs gesetzt hatte. 12. Kehre wieder, kehre wieder, 0 Sulamith, kehre wieder, kehre wieder, daß wir dich schauen. Was sehet ihr an Sulamith? Den Reigen zu Mahanaim. Das 7. Capitel. Ferneres Lob und Gebeth der Kirche. 1. HHie schön ist dein Gang in den Schuhen, ^ du Fürstentochter. Deine Lenden stehen gleich an einander, wie zwo Spangen, die des Meisters Hand gemacht hat. 2. Dein Nabel ist wie ein runder Becher, dem nimmer Getränk mangelt. Dein Bauch ist wie ein Weizenhaufen, umsteckt mit Rosen. Z. Deine * zwo Brüste find wie zwey junge Reh- Zwillinge. * c. 4, 3. Dein * Hals ist wie ein elfenbeinerner Thurm. Deine Augen sind wie die Teiche zu Hesbvn , am Thor Bathrabbim. Deine Nase ist wie der Thurm auf Libanon, der gegen Damaskus siehet. * c. 4, 4. 5 . Dein Haupt steht auf dir, wie Carmel. Das Haar auf deinem Haupt ist wie der Purpur des Königs in Falten gebunden. 6 . Wie' schön und lieblich bist du, du Liebe in Wollüsten. * c. 1/ 13. c. 2, 14. 7 . Deine Länge ist gleich einem Palmbaum, und deine Brüste den Weintrauben. 8 - Ich sprach: Ich muß auf den Palmbaum steigen, und seine Zweige ergreifen. Laß deine Brüste seyn wie Trauben am Weinstock ; und deiner Nasen Geruch wie Aepfel; 9. Und deine Kehle wie guter Wein, der meinem Freunde glatt eingehe; und rede von Fertigem. 10. Mein * Freund ist mein, und er hält sich auch zu mir. * c- 2,16. 11. Komm, mein Freund, laß uns auf das Feld hinaus gehen, und auf den Dörfern bleiben, 12. Daß wir früh aufstehen zu den Weinbergen, daß wir sehen, ob der Weinstock blühe und Augen gewonnen habe, ob die Granatäpfelbäume ausgeschlagen find; da will ich dir meine Brüste geben. 13. Die Lilien geben den Geruch, und vor unserer Thür sind allerley edle Früchte. Mein Freund, ich habe dir beydes * heurige und fertige behalten. * MM. 13,-2. Das 8. Capitel. Letztes Liebesgespräch Christi und seiner Kirche. 1. A daß ich dich, mein Bruder, der du met- ^ ner Mutter Brüste saugest, draußen fünde, und dich küssen müßte, daß mich Niemand höhnete. 2. Ich wollte dich führen und in * meiner Mutter Haus bringen, da du mich lehren solltest; da wollte ich dich tränken mit gemachtem Wein, und mit dem Most meiner Granatäpfel. ' c. 3, 4 . 3. * Seine Linke liegt unter meinem Haupt, und seine Rechte herzet mich. * c. 2, 6 . Ich * beschwöre euch, Töchter Jerusalems, daß ihr meine Liebe nicht aufwecket noch reget, bis daß es ihr selbst gefällt. * e. 2, 7. c. 3/ 3. 5 . Wer ist die, die herauf fährt von der Wüste und lehnet sich auf ihren Freund? Unter dem Apfelbaum weckle ich dich, da deine Mutter dich geboren hatte, da mit dir gelegen ist , die dich gezeuget hat. 6 . Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz, und wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark, wie der Tod; und Eifer ist fest, wie Holle. Ihre Glut ist feurig, und eine Flamme des Herrn, 7 . Daß auch viele Wasser nicht mögen die Liebe auslöschen, noch die Ströme sie ersäufen. Wenn einer alles Gut in seinem Hause um die Liebe geben wollte, so gälte es alles nichts. 8 . Unsere Schwester ist klein, und hat keine Brüste. Was sollen wir unserer Schwester thun, wenn man sie nun soll anreden? Kkkk 626 Letztes Hohelied 8. Lievesgespräch. s. Ist sie eine Mauer, so wollen wir silbernes Bollwerk darauf bauen. Ist sie eine Thür, so wollen wir sie befestigen mit cedernen Bolen. io. Ich bin eine Mauer, und meine Brüste sind wie Thürme. Da bin ich geworden vor seinen Augen, als die Frieden findet. i i. Salomo hat einen Weinberg zu Baal- Hamon. Er gab den Weinberg den Hülhern, daß ein Jeglicher für seine Früchte brächte tausend Silberlinge. 12. Mein Weinberg ist vor mir. Dir, Salomo, gebühren tausend; aber den Hüthern zwey hundert, sammt seinen Früchten. 13 . Die du wohnest in den Gärten, laß mich deine Stimme hören; die' Gejellschaften merken darauf. * Ps. ^ iä. i>L. Fliehe, mein Freund, und sey* gleich einem Reh oder jungen Hirschen auf den Würzbergen. * c. 2 / 9. 17. Die r o p h e t e n nebst den Büchern, so man nennet. Verzeichniß der Propheten, wie auch der Bücher, so mail nennet. Die vier großen Propheten. 1. Jesaja. 2 . Jeremia. Klaglieder Jeremiä. 3. Heft kiel. (Ezechiel.) Daniel Die zwölfkleinenPropheten. r. Hosea. 2 . Joel. 3. Amos. 4. Obadja. 5. Jona. 6. Micha. 7. Nahunr. 8. Habakuk. 9. Zephanja. io. Haggai. i i. Zacharia. 12 . Maleachi. Seite. Die Seite. 627 i. Das Buch Judith. 858 680 2 . Die Weisheit Salomons. 870 739 Z. Das Buch Tobiä. 886 7^ 797 -4. Jesus Sirach. 896 5. Das Buch Baruch. 938 813 6. Das i Buch der Maccabäer. 9^6 . 7. Das 2 Buch der Maccabäer. 977 821 82>4 8. Stücke in Esther. 999 830 9. Historia von der Susanna und Daniel. 1003 831 io. Vom Bel zu Babel. 1005 833 ii. Vom Drachen zu Babel. 1005 837 12 . Das Gebeth Asariä. 1006 839 13. Gesang der drey Männer im feurigen 8^2 Ofen. 1007 8^ 8^6 855 i^. Das Gebeth Manasse. 1008 Die Propheten. Der Prophet Icsaia. Das 1. Capitel. Büßpredigt an die undankbaren Juden. t.(c>ieß ist das Gesicht Jesaia, des Sohnes Amoz, welches er sah von Juda und Jerusalem, zur Zeit Usia, Jolhams, Ahas und Jehiskia, der Könige Juda. 2. * Höret, ihr Himmel/ und Erde/ nimm zu Ohren / denn der Herr redet: Ich habe Kinder auferzogen / und erhöhet / und sie sind von mir abgefallen. *5 Mos. 32,1. 3. Ein Ochs kennet seinen Herrn/ und ein Esel die Krippe seines Herrn; aber Israel kennet es nicht/ und mein Volk vernimmt es nicht. > 4 . O wehe des sündigen Volks / des Volks von großer Miffethat, des boshaftigsn Samens / der schädlichen Kinder, die den Herrn verlassen/ den Heiligen in Israel lästern / weichen zurück. 5. Was soll man weiter an euch schlagen / so ihr des Abweichens nur desto mehr machet? Das ganze Haupt ist krank/ das ganze Herz ist matt. 6 . Von der * Fußsohle an bis aufs Haupt ist nichts Gesundes an ihm / sondern Wunden, und Striemen/ und Eiterbeulen, die nicht geheftet/ noch verbunden, noch mit Oehl gelindert sind. * 5 Mos. 28 , 35. Hiob 2 , 7. 7 . Euer Land ist wüste / eure Städte find mit Feuer verbrannt; Fremde verzehren eure Uecker vor euern Augen, und ist wüste, als das, so durch Fremde verheeret ist. 8 . Was aber noch übrig ist von der Tochter Zion, ist wie ein Häuslein im Weinberge, wie eine Nachthütte in den Kürbisgärten, wie eine verheerte Stadt. 9 . Wenn * uns der Herr Zebaoth nicht ein Weniges ließe überdleiben; so wären wir wie 7 Sodom - und gleichwie Gomorra. * Rom. 9, 29 . -j- 1 Mos. 19, 24. 10. Höret * des Herrn Wort, ihr Fürsten von Sodom; nimm zu Ohren uniers Gottes Gesetz, du Volk von Gomorra. * Hos. 5, 1. Mich. 3,1. s. 11. Was * soll mir die Menge eurer Opfer? spricht der Herr. Ich bin satt der Brandopfer von Widdern, und des Fetten von den Gemästeten , und habe keine Lust zum Blut der Far- ren, der Lämmer und Böcke. * Spnichw. 21 , 27 . Jerem. 6/ 20 . c. 14, 12 . AmoS 5, 21 . Mich. 6, 6. 7. 12. Wenn ihr herein kommt zu erscheinen vor mir; wer fordert solches von euer» Händen, daß ihr auf meinen Vorhof tretet? 13. Bringet nicht mehr Speisopfer so vergeblich. Das Ränchwerk ist mir ein Gräuel; der Neumonden und Sabbarhe, da ihr zusammen kommt, und Mühe und Angst habt, derer mag ich nicht. 1^. Meine Seele ist feind euern Neumonden und Jahrszeiten; ich bin derselbigen überdrüssig, ich bin es müde zu leiden. 15. Und wenn ihr schon " eure Hände ausbrei- tct, verberge ich doch meine Augen von euch; und ob ihr schon viel berhet, höre ich euch doch nicht: denn 7 eure Hände sind voll Bluts. * 2 Mos. 9/ 29 . P Esaj. 59/ 2 . 3. 16. Waschet, reiniget euch, thut * euer böses Wesen von meinen Augen, 7 lasset ab vom Bösen; * E;ech. 18 , 23. 31. Joel 2/ 12 . 13. 1 Pet. 3/ 11 . --- Ps. 34/ 15. Ps. 37, 27. 17. "Lernet Gutes thun, trachtet nach Recht, helfet dem Unterdrückten, schaffet dem 7 Waisen Recht, und helfet der Witwen Sache. * Jer. 7/ 3. P Ps. 82 / 3. Amos 5, 15. 18 . So kommt dann, und laßt uns mit einander rechten, spricht der Herr. Wenn * eure Sünde gleich blutrorh ist, soll sie doch schneeweiß werden; nnd wenn sie gleich ist, wie Rosinfarbe, soll sie doch wie Wolle werden. ' c- 43 / 25. c. 44,22. Ps 51,9. 19. Wollt " ihr mir gehorchen, so sollt ihr des Landes Gut genießen. " 3 Mos. 25,18.19. 20. Weigert ihr euch aber, und seyd ungehorsam ; so sollt ihr vom Schwert gefressen werden : denn der Mund des Herrn sagt es. 21. Wie geht das zu, daß die fromme Stadt zur Hure geworden ist? Sie war voll Rechts, Gerechtigkeit wohnete darinnen, nun aber Mörder. *2^.23,37 Kkkk 2 628 Büßpredigt an die undankbaren Juden. Iesaia 4 . 2 . Beruf der Heiden. 22. Dein Silber ist Schaum geworden, und dein Getränk mit Wasser vermischt. 23 . Deine * Fürsten sind Abtrünnige und Diebsgesellen , sie nehmen alle gern Geschenke, und trachten nach Gaben, dem Waisen schaffen sie nicht Recht / und der Witwen Sache kommt nicht vor sie. * Hof. 9 / 13 . -l- 2 Mos. 22, 22. Jer. 5 , 28. 2^. Darum spricht der Herr Herr Zebaoth, der Mächtige in Israel: O wehe, ich werde mich trösten durch meine Feinde/ und mich rächen durch meine Feinde; 25. Und muß meine Hand wider dich kehren/ und deinen Schaum aufs lauterste * fegen/ und alles dein Zinn wegthun ; * Ml. 3 / 2. 26. Und dir wieder Richter geben, wie zuvor waren, und Rathsherren wie im Anfang. * Alsdann wirst du eine Stadt der Gerechtigkeit, und eine fromme Stadt heissen. ' Jer. 3/ 17. Ez. 48, 33. Zach. 8, 3. 27 . Zion muß durch Recht erlöset werden, und ihre Gefangene durch Gerechtigkeit, 28. Daß die Uebertreter und Sünder mit einander zerbrochen werden, und die den Herrn verlassen, umkommen. 29. Denn sie müssen zu * Schanden werden über den Eichen, da ihr Lust zu habt, und schamroth werden über den Gärten, die ihr erwählet, * c. 42, 17. 30 . Wenn ihr seyn werdet, wie eine Eiche mit dürren Blättern, und wie ein Garten ohne Wasser, 3 i. Wenn der Schutz wird seyn, wie Werg, und sein Thun wie * ein Funke, und beydes mit einander -k- angezündet werde, daß Niemand lösche. * Jer. 17, 27. -f AmoS 3, 6. Das 2. Capitol. Beruf der Heiden an der Juden Statt. t.Dieß ist es, das Jesaia, der Sohn Amoz, sah von Juda und Jerusalem. 2. Es wird * zur letzten Zeit der Berg, da des Herrn Haus ist, gewiß seyn, höher denn alle Berge, und über alle Hügel erhaben werden; und werden alle Heiden dazu laufen, ' Jer. 3, 17. Mch- 4, i. 3. Und viele Völker hingehen, und sagen: Kommt, laßt uns auf den Berg des Herrn gehen, zum Hause des Gottes Jakobs, daß er uns lehre seine Wege, und wir wandeln auf seinen Steigen. Denn von Zion wird das Ge- setz ausgehen, und des Herrn Wort von Jerusalem. Und er wird richten unter den Heiden, und strafen viele Völker. Da werden sie ihre * Schwerter zu Pflugscharen, und ihre Spieße zu Sicheln machen. Denn es wird kein Volk wider das andere ein Schwert aufheben, und werden fort nicht mehr kriegen lernen. ' Mich. 4 ,3. 5. Kommt ihr nun vom Hause Jakobs, laßt uns wandeln im Licht des Herrn. 6. Aber du hast dein Volk, das Haus Jakobs, lassen fahren; denn sie treiben es mehr, denn die gegen dem Aufgang, und find Tagewähler, wie die Philister, und machen der fremden Kinder viel. 7 . Ihr Land ist voll Silber und Gold, und ihrer Schätze ist kein Ende; ihr Land ist voll Rosse, nnd ihrer Wagen ist kein Ende. 8. Auch ist ihr Land voll Götzen, und bethen * ihrer Hände Werk an, welches ihre Finger gemacht haben. * Mch. 3,12.13. 9. Da bückt sich der Pöbel, da demüthigen sich die Junkern. Das wirst du ihnen nicht vergeben. 10. * Gehe hin in den Felsen, und verbirg dich in der Erde, vor der Furcht des Herrn, und vor seiner herrlichen Majestät. * c. 25,2». 11. Denn * alle hohen Augen werden geniedri- get werden, und was hohe Leute sind, wird sich bücken müssen; der Herr aber wird allein hoch seyn zu der Zeit. * c. 3,13. 12. Denn der Tag des Herrn Zebaoth wird gehen über alles Hoffärtige und Hohe, und über alles Erhabene, daß es geniedriget werde; 13. Auch über alle hohe und erhabene Cedern aufdem Libanon, und über alle Eichen in Basan; I^i. Ueber alle hohe Berge, und über alle erhabene Hügel; 15. Neber alle hohe Thürme, und über alle feste Mauern; 16. Ueber alle Schiffe im Meer, und über alle köstliche Arbeit, 17. Daß sich bücken muß alle Höhe der Menschen, und demüthigen, was hohe Leute sind; und der Herr allein hoch sey zu der Zeit. 18. Und mit den Götzen wird es ganz aus seyn. 19. Da wird "man in der Felsen Höhlen gehen, und in der Erde Miste, vor der Furcht des Herrn, und vor seiner herrlichen Majestät, wenn er sich aufmachen wird zu schrecken die Erde. * Luc. 23 / 3». 20. Zu ' der Zer- wird Jedermann wegwerfen seine silberne und goldene Götzen, die er ihm Kindische herrschen. Der Töchter Zions Stolz. 629 Iesaia 2. 3. 4. hatte machen lassen anzubethen, in die Löcher der Maulwürfe und der Fledermäuse. * c. 27/ 9. c. 30/ 22 . c. 31/ 7. 21. Auf daß er möge in die Steinritzen und Felsklüfte kriechen vor der Furcht des Herrn, und vor seiner herrlichen Majestät, wenn * er sich aufmachen wird zu schrecken die Erde. * 2 Thess. 1/ 9. 22. So laßt nun ab von dem Menschen, der Odem in der Nase hat; denn ihr wisset nicht, wie hoch er geachtet ist. Das 3 . Capitel. Strafe der Unbarmherzigkeit und Hoffart. 1. Aenn siehe, der Herr Herr Zebaoth wird ^ von Jerusalem und Juda nehmen aller- ley * Vorrath, allen Vorrath des Brots, und allen Vorrath des Wassers, * Ezech. 4/ 16. c. 3, 16 . 17. t. 14/ 13. 2. Starke und Kriegs'lente, Richter, Propheten, Wahrsager und Nettesten, 3. Hauptleute über fünfzig, und ehrliche Leute, Räthe und weile Werkleute, und kluge Redner; Und will ihnen * Jünglinge zu Fürsten geben, und Kindische sollen über sie herrschen. * Prcd. 10 / 16 . 5 . Und das Volk wird Schinderey treiben, einer über den andern, und ein Jeglicher über seinen Nächsten; und der Jüngere wird stolz seyn wider den Alten, und ein loser Mann wider den ehrlichen. 6. Dann wird einer seinen Bruder ans seines Vaters Hause erqreiffen: Du Haft Kleider, sey unser Fürst, hilf du diesem Unfall. 7 . Er aber wird zu der Zeit schwören, und sagen: Ich bin kein Arzt, es ist weder Brot noch Kleid in meinem Hause; setzet mich nicht zum Fürsten im Volk. 8. Denn Jerusalem fällt dahin, und Juda liegt da; weil ihre Zunge und ihr Thun wider den Herrn ist, daß sie den Augen feiner Majestät widerstreben. ö. Ihr Wesen hat sie kein Hehl, und rühmen ihre Sünde, wie die zu Sodom, und verbergen sie nicht. Wehe ihrer Seele,! 'denn damit bringen sie sich selbst in alles Unglück. *Hos. i3/S. io. Prediger von den Gerechten, 'daß sie es gut haben; denn sie werden die Frucht ihrer Werke essen. 'Pf. 37 / 37 . ir. Wehe aber den Gottlosen, denn sie find boöhaftig, und es wird ihnen vergolten werden, wie sie es verdienen. 12. Kinder sind Treiber meines Volks, und Weiber herrschen über sie. Mein Volk, deine Tröster verführen dich, und zerstören den Weg, den du gehen sollst. 13. Aber der Herr stehet da zu rechten, und ist ausgetreten, die * Völker zu richten. ' Pf. 96/ 10. 13. Ps. 98/ 9. 1^. Und der Herr * kommt zum Gericht mit den Aeltesten seines Volks, und mit seinen Fürsten. Denn ihr habt den Weinberg verderbet, und der Raub von den Armen ist in euerm Hause. * Tan. 7/ 13. 15 . Warum zertretet ihr mein Volk, und zerschlaget die Personder Elenden? spricht der Herr Herr Zebaoth. io. Und der Herr spricht: Darum, daß die Töchter Zions stolz sind, und gehen mit aufge- richtetem Halse, mit geschminkten Angesichtern, treten einher und schwänzen, und haben ' köstliche Schuhe an ihren Füßen; *3Mos.28/36. 17. So wird der Herr die Scheitel der Tochter Zions kahl machen, und der Herr wird ihr Geschmeide wegnehmen. 1 8 . Zu der Zeit wird der Herr den Schmuck an den köstlichen Schuhen wegnehmen, und die Hefte, die Spangen, 19. Die Kettlein, die Armspangen, die Hauben, 20. Die Flitter», die Gebräme, die Schnür- lein, die Biesemäpfel, die Ohrenspangen, 21. Die Ringe, die Haarbänder, 22. Die Feyerkleider, die Mäntel, die Schleyer, die Beutel, 23. Die Spiegel, die Koller, die Borten, die Kittel; 2^. Und wird Gestank für guten Geruch seyn, und ein loses Band für einen Gürrel, und eine Glatze für ein krauses Haar, und für einen weiten Mantel ein enger Sack. Solches alles anstatt deiner Schöne. 25. Dein Pöbel wird durch das Schwert fallen, und deine Krieger im Streit. 26. Und ihre Thore werden trauern und klagen , und sie wird jämmerlich sitzen auf der Erde, Das 4.' Capitel. Weissagung von Christo. i.^>aß sieben Weiber werden zu der Zeit Einen Mann ergrciffen, und sprechen: Wir wollen uns feibst nähren und kleiden; laß uns nur nach deinem Nahmen heissen daß un- sere Schmach von uns genommen werde. 6Z0 Weinbergs Unfruchtbarkeit. Jesaja 4. 5. Wehe den Säufern. (Anfang des 4. Capitels.) 2.In der Zeit wird des Herrn "Zweig ^ lieb und werth seyn, und dieFrucht derErde herrlich und schön bey denen/ die behalten werden in Israel. * c. it/ i. Jer. 23/ 3. 3 . Und wer da wird übrig seyn zu Zion, und überbleiben zu Jerusalem, der wird heilig heissen ; ein Jeglicher, der geschrieben ist unter die Lebendigen zu Jerusalem. Dann wird der Herr den Unsiath der Töchter Zions waschen, und die Blutschulden Jerusalems vertreiben von ihr, durch den Geist, der richten und ein Feuer anzünden wird. 5. Und der Herr wird schaffen über alle Wohnung des Berges Zion, und wo sie versammelt ist, Wolken und Rauch des Tages, und Feuer- glanz, der da brenne des Nachts. Denn es wird ein Schirm seyn über alles, was herrlich ist. 6. Und wird eine ' Hütte seyn znm Schatten des Tages vor der Hitze, und eine Zuflucht und Verbergung vor dem Wetter und Regen. * c. 23, 4. 3. Das 5. Capitel. Vom Jüdischen Weinberge. 1. H^ohlan, ich will meinem Lieben ein Lied meines Vetters singen von seinem' Weinberge. Mein Lieber hat einen Weinberg an einem fetten Ort. * Marc. 12, i. 2. Und er hat ihn verzäunet, und mit Steinhaufen verwahret, und edle Reben darein gesenkt. Er bauete auch einen Thurm darinnen, und grub eine Kelter darein; und wartete, daß er Trauben brächte. Aber er brachte Herlinge. 3. Nun richtet, ihr Bürger zu Jerusalem, und ihr Männer Juda, zwischen mir und meinem Weinberge. >4. Was sollte man doch mehr thun an meinem Weinberge, das ich nicht gethan habe an ihm? Warum hat er denn Herlinge gebracht, da ich wartete, daß er Trauben brächre? 5. Wohlan, ich will euch zeigen, was ich meinem Weinberge thun will. Seine Wand soll weggenommen werden, daß er verwüstet werde, und sein Zaun soll zerrissen werden, daß er zertreten werde. 6. Ich will ihn wüste liegen lassen, daß er nicht geschnitten noch gehacket werde, sondern Disteln und Dornen darauf wachsen; und will den Wolken gebiethen, daß sie nicht darauf regnen. 7. Des Herrn Zebaoth Weinberg aber ist das Haus Israel, und die Männer Juda seine zarte Feser (Pflanze). Erwartet auf Recht, siehe, so ist es Schinderey; auf Gerechtigkeit, siehe, so ist es Klage. 8. Wehe denen, die' Ein Haus an das andere ziehen und Einen Acker zum andern bringen, bis daß kein Raum mehr da sey, daß sie allein das Land besitzen. * Mich. 2, 2. 9. Es ist vor den Ohren des Herrn Zebaoth: was gilts, wo nicht die vielen * Häuser sollen wüste werden, und die großen und feinen öde stehen? * c. 6/11. 10. Denn * zehn Acker Weinberg sollen nur Einen Eimer geben, und Ein Malter Samen soll nur einen Scheffel geben. * Hagg. 2,17. i i. Wehe denen, die des Morgens frühe ans sind, des Sanfens sich zu befleißigen, und sitzen bis in die Nacht, daß sie der Wein erhitzet , 12. Und haben ' Harfen, Psalter, Pauken, Pfeifen und Wein in ihrem Wohlleben, und sehen nicht auf das Werk des Herrn, und schauen nicht auf das Geschäfte seiner Hände. * AmoS 6, 3. 6. -f Ps. 23, 3. 13. Darum wird mein Volk müssen weggefüh- ret werden unversehens, und werden seine Herrlichen Hunger leiden, und sein Pöbel Durst leiden. 1^. Daher hat die Hölle die Seele weit auf- gesperret, und den Rachen aufgethan ohne alle Maße, daß hinunter fahren beyde ihre Herrlichen und Pöbel, beyde ihre Reichen und Fröhlichen ; 15. Daß Jedermann sich * bücken müsse, und Jedermann gedemüthiget werde, und die Augen der Hoffärtigen gedemüthiget werden ; ' 2,11. 16. Aber der Herr Zebaoth erhöhet werde im Reckt, und Gott, der Heilige, geheiliget werde in Gerechtigkeit. 17. Da werden dann die Lämmer sich weiden an jener Statt, und Fremdlinge werden sich nähren in der Wüste der Fetten. 18 . Wehe denen, die sich zusammen koppeln mit losen Stricken, Unrecht zu thun, und mit Wagenseilen, zu sündigen, 19 . Und sprechen: Laß eilend und bald kommen sein Werk, daß wir es sehen; laß herfahren und kommen den Anschlag des Heiligen in Israel, daß wir es inne werden. 20. Wehe denen, die"Böses gut, und Gutes böse heissen, die aus Finsterniß Licht, und aus Licht Finstern iß machen, die aus sauer fuß, und aus süß sauer machen. "Am»s L, 7 . -. 6 , 12 . Herrlichkeit Gottes. - Jesaia 21. Wehe denen, die' bev sich selbst weise sind/ und halten sich selbst für klug. * Spr. 3 / 7 . Rom. 12, 17. 22. Wehe denen, so Helden sind, Wein zu saufen, und Krieger in Vollerer); 23 . Die den * Gottlosen Recht sprechen um Geschenke willen, und das Recht der Gerechten von ihnen wenden. * Spr. 17,13. 2 > 4 . Darum, wie des Feuers Flamme Stroh verzehret, und. die Lohe Stoppeln hinnimmt; also wird ihre Wurzel verfaulen, und ihre Sprossen auffahren wie Staub. Denn sie verachten das Gesetz des Herrn Zebaoth, und * lästern die Rede des Heiligen in Israel. * c. i, 4. 25. Darum ist der Zorn des Herrn ergrimmet über sein Volk, und reckt seine Hand über sie, und schlägt sie, daß die Berge beben; und ihr Leichnam ist wie Koth auf den Gassen. Und in dem * allen läßt sein Zorn nicht ab, sondern seine Hand ist noch ausgereckt. * c. s, 12.17.21. 10, 4 . 26. Denn er wird ein Panier aufwerfen ferne unter den Heiden, und dieselbige locken vom Ende der Erde. Und siehe, eilend und schnell kommen sie daher; 27. Und ist keiner unter ihnen müde oder schwach, keiner schlummert noch schläft; keinem gehet der Gürtel auf von seinen Lenden, und keinem zerreißt ein Schuhrieme. 28. Ihre Pfeile sind scharf, und alle ihre Bogen gespannet. Seiner Rosse Hufe sind wie Felsen geachtet, und ihre Wagenräder wie ein Sturmwind. 29. Sie brüllen wie Löwen und brüllen wie junge Löwen ; sie werden brausen, und den Raub erhaschen, und davon bringen, daß Niemand errettet wird. 30. Und wird über sie brausen zu der Zeit, wie das Meer. Wenn man dann das Land an- fehen wird; siehe, so ist es finster vor Angst, und das Licht scheinet nicht mehr oben über ihnen. Das 6 . Capitel. Jcsaia sichet Gottes Herrlichkeit. 1. Aes Jahrs, da der König Usta starb, sah ich den * Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Stuhl; und sein Saum fullete den Tempel. »2 Mos. 24,10. 2. Seraphim standen über ihm, ein jeglicher hatte sechs Fluge»; mit zweyen deckten sie ihr Antlitz, mit zweyen deckten sie ihre Fuße, und mir zweyen flogen sie. 3. Und einer * rief zum andern, und sprach : n 6. 7. Verstockung. 63 l Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth; 7 alle Lande sind seiner Ehre voll! * Oss. 4 , 8 . ch Ps. 72 , 19 . Daß die Ueberschwellen bebten von der Stimme ihres Rufens, und das ' Haus ward voll Ranch. * Ezech. 10, 4 . 5. Da sprach ich: Wehemir, ich vergehe, denn ich bin unreiner Lippen, und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den König, den Herrn Zebaoth, gesehen mit meinen Augen. 6. Da flog der Seraphim einer zu wir, und hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm; 7. Und rührete meinen Mund, und sprach: Siehe, hiemit sind deine Lippen gerühret, daß deine Missethat von dir genommen werde, und deine Sünde versöhnet sey. 8. Und ich hörete die Stimme des Herrn, daß er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bothe seyn? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich. 9. Und er sprach: Gehe hin, und sprich zu diesem Volk: 'Höretes, und verstehet es nicht; sehet es, und merket es nicht. * Lue. 8 , 10. Joh. 12, 40 . Gesetz. 2 ?, 26 . 10. Verstocke * das Herz dieses Volks, und laß ihre Ohren dicke seyn, und blende ihre Augen, daß sie nicht sehen mit ihren Augen, noch hören mit ihren Ohren, noch verstehen mit ihrem Herzen , und sich bekehren und genesen. Mos. 28,2s, 11. Ich aber sprach: Herr, wie lange? Er sprach: Bis daß die Städte wüste weiden ohne Einwohner, und Häuser ohne Leute, und das Feld ganz wüste liege. 12. Denn der Herr wird die Leute ferne weg- thun, daß das Land sehr verlassen wird. 13. Doch soll noch das zehnte Theil darinnen bleiben ; denn es wird weggeführet und verheeret werden, wie eine Eiche und Linde, welche den Stamm haben, obwohl ihre Blätter abgestoßen werden. Ein heiliger Same wird solcher Stamm seyn. Das 7. Capitel. Der Messias soll von einer Jungfrau geboren werken. i.i§s begao sich zu der Zeit Ahas, des Soh- ^ nes Jothams, des Sohnes Usia, des Königs Juda, zog ' herauf Rezin, der König zu Syrien, und Pekah, der Sohn Remalja, der König Israels, gen Jerusalem, wider sie zu streiken; konnten sie aber nicht gewinnen. * 2 Kön. 16, 3 . 632 Jungfrau schwanger. Jesar 2 . Da wa-.d dem Hause Davids angesagt: Die Syrer verlassen sich auf Ephraim. Da bebte ihm das Herz, und das Herz seines Volks, wie die Bäume im Walde beben vom Winde. 3. Aber der Herr sprach zu Jesaia: Gehe hinaus Ahas entgegen, du und dein Sohn Sear- Jasub, an das Ende der Wasserrohren am obern Teich, am Wege beym Acker des Färbers, Und sprich zu ihm: Hüthe dich, und sey stille; fürchte dich nicht, und dein Herz sey unverzagt vor diesen zweyen rauchenden Löschbränden, nähmlich vor dem Zorn Rezins, sammt den Syrern, und des Sohnes Remalja. s. Daß die Syrer wider dich einen bösen Rathschlag gemacht haben, sammt Ephraim und dem Sohne Remalja, und sagen: 6. Wir wollen hinauf zu Juda, und sie aufwecken, und unter uns theilen, und zum Könige darinnen machen den Sohn Tabeals. 7. Denn also spricht der Herr Herr: Es soll nicht bestehen, noch also gehen. 8. Sondern wie Damaskus das Haupt ist in Syrien, so soll Rezin das Haupt zu Damaskus seyn. Und über fünf und sechzig Jahre soll es mit Ephraim aus seyn, daß sie nicht mehr ein Volk seyn. 9 . Und wie Samaria das Haupt ist in Ephraim , so soll der Sohn Remalja das Haupt zu Samaria seyn. * Glaubet ihr nicht, so bleibet ihr nicht. * 2 Chr. 2 o,Lo. (Epistel am Tage der Verkündigung Mariä.) lo.^jnd der Herr redete abermahl zu Ahas, und sprach: i i. Fordre dir ein Zeichen vom Herrn, deinem Gott, es sey unten in der Hölle, oder droben in der Höhe. 12 . Aber Ahas sprach: Ich will es nicht fordern, daß ich den Herrn nicht versuche. 13. Da sprach er: Wohlan, so höret ihr vom Hause Davids: Ist es euch zu wenig, daß ihr die Leute beleidiget, ihr müsset auch meinen Gott beleidigen? i^. Darum so wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine ' Jungfrau ist schwanger, und wird einen Sohn gebären, den wird sie heissen t Immanuel. * Matth. 1/ 23. s Es. 8, 8. 10 . 15. Butter und Honig wird er essen, daß er * wisse Böses zu verwerfen, und Gutes zu erwählen. * Ebr. 3, 14. 16 . Denn ehe ' der Knabe lernet Böses ver- a 7. 8. Verwüstung Juda. werfen, und Gutes erwählen; wird das Land, davor dir grauet, verlassen seyn von seinen zweyen Königen.) - c. 8,4. 17 . Aber der Herr wird über dich, über dein Volk, und über deines Vaters Haus, Tage kommen lassen, die nicht gekommen sind, seit der Zeit Ephraim von Juda geschieden ist, durch den König zu Assyrien. 1 8. Denn zu der Zeit wird der Herr zischen der Fliege am Ende der Wasser in Egypten, und der Biene im Lande Assur, 19 . Daß sie kommen, und alle sich legen an die trockene Bäche, und in die Steinklüfte, und in alle Hecken, und in alle Büsche. 20 . Zu derselbigen Zeit wird der Herr das Haupt und die Haare an Füßen abscheren, und den Bart abnehmen, durch ein gemiethetes * Schermesser; nähmlich durch die, so jenseit des Wassers sind, als durch den König von Assyrien. * c. 10/ 3 . 21 . Zu derselbigen Zeit wird ein Mann einen Haufen Kühe, und zwo Herden ziehen, 22 . Und wird so viel zu melken haben, daß er * Butter essen wird; denn Butter und Honig wird essen, wer übrig im Lande bleiben wird. * vcrS 13. 23. Denn es wird zu der Zeit geschehen, daß, wo jetzt tausend Weinstöcke stehen, tausend Silberlinge werth, da werden Dornen und Hecken seyn, 2 ^. Daß man mit Pfeilen und Bogen dahin gehen muß. Denn im ganzen Lande werden Dornen und Hecken seyn, 25. Daß man auch zu allen den Bergen, so man mit Hauen pflegt umzuhacken, nicht kann kommen, vor Scheu der Dornen und Hecken; sondern man wird Ochsen daselbst gehen, und Schafe darauf treten lassen. Das 8. Capitel. Bestrafung des ganzen Volks Israel, und Trost der Gottesfürchtige». i.lfnd der Herr sprach zu mir: Nimm vor dich einen großen Brief, und schreib darauf mit Menschen- Griffel: Raubebald, Eile- beute. 2 . Und ich nahm zu mir zween treue Zeugen, den Priester Uria, und Sacharja, den Sohn Jeberechja, 3. Und ging zu einer Prophetinn, die ward schwanger, und gebar einen Sohn. Und der Herr sprach zu mir: Nenne ihn, Raubebald, Eilebeute. Denn Iesaia 8. 9 . Erleuchtung der Heiden. 633 Bund zu fliehen. ' Denn ehe der Knabe rufen kann: Lieber Vater, liebe Marter, soll die Macht Damalei, und die Ausbeute Samariä weggenommen werden durch den König zu Assyrien. L. Und der Herr redete weiter mit mir, und sprach: 6. Weil dreZ Volk verachtet das Wasser zu Si- loha, das stille gehet, und tröstet sich des Rezin und des Sohnes Remalja: 7. Siehe, so wird der Herr über sie kommen lassen starke und viele Wasser des Stroms, nähmlich den König zu Assyrien, und alle seine Herrlichkeit, daß sie über alle ihre Bäche führen, und über alle ihre Ufer gehen; 8 . Und werden einreissen in Iuda, und schwemmen, und überher gehen, bis daß sie an den Hals reichen; und werden ihre Flügel ausbreiten, daß sie dein Land, o * Immanuel, füllen, so weit es ist. * c. 7/i4. (Anfang des 8. Capitcls.) s.(Aeyd böse, ihr Völker, und gebet doch die * Flucht. Höret ihr es, alle, die ihr in fernen Landen seyd: Rüstet euch, und gebet doch die Flucht; lieber, rüstet euch, und gebet doch die Flucht. *2Kön.is,2i. 10. Beschließet einen Rath, und werde nichts daraus. Beredet euch, und es bestehe nicht; denn hier ist Immanuel. i i. Denn so spricht der Herr zu mir, als fassete er mich bey der Hand , und unterwies mich, daß ich nicht soll wandeln auf dem Wege dieses Volks; und spricht: 12. Ihr sollt nicht sagen: Bund. Dieß Volk redet von nichts, denn vom Bund. * Fürchtet ihr euch nicht also, wie sie thun, und laßt euch nicht grauen; * Luc. 12, 4. 3. 13. Sondern * heiliget den Herrn Zebaoth. Den laßt eure Furcht und Schrecken seyn. * c. 29, 23. 1 Pet. 3/ 13. 1^. So wird er eine Heiligung seyn; aber* ein Stein des Anstoßens, und ein Fels der Aer- gerniß den zweyen Häusern Israels, zum Strick und Fall den Bürgern zu Jerusalem, *RSm. 9,3z. 15. Daß ihrer Viele sich daran stoßen, fallen, zerbrechen, verstrickt und gefangen werden. 16. Binde zu das Zeugniß, versiegle das Gesetz meinen Jüngern. 17. Denn ich hoffe auf den Herrn, der sein Antlitz verborgen hat vor dem Hause Jakobs: ich aber harre seiner. iS. Siehe, hier * bin Ich, und die Kinder, die mir der Herr gegeben hat, zum Zeichen und Wunder in Israel, vom Herrn Zebaoth, der auf dem Berge Zion wohnet. ' Ebr. 2/13. 19. Wenn sie aber zu euch sagen: Ihr müsset die'Wahrsager und Zeichendenter fragen, die da schwätzen und disputiren : (so sprecht:) soll nicht ein Volk seinen Gott fragen? Oder, soll man die Todten für die Lebendigen fragen? * 1 Sam. 28, 7. 20. Ja, nach dem Gesetz und Zeugniß. Werden sie das nicht sagen, so werden sie die' Morgen- röthe nicht haben; * 2 Pet. 1,19. 21. Sondern werden im Lande umher gehen, hart geschlagen, und ' hungrig. Wenn sie aber Hunger leiden; werden sie zürnen, und fluchen ihrem Könige und ihrem Gott, "Pf. 39, 16. 22. Und werden über sich gaffen, und unter sich die Erde ansehen, und nichts finden, denn Trübsal und * Finsterniß; denn sie sind müde in Angst, und gehen irre im Finstern. * c. 3,3». Das 9. Capitel. Des Messias Geburt, Nahmen und Reich. 1. A>enn es wird wohl eine andere Mühe seyn, ^ die ihnen Angst thut, denn zu der vorigen Zeit war, da es leicht zuging im Lande Se- bulon, und im Lande Naphthali, und hernach schwerer ward am Wege des Meers, disseit des Jordans, in der Heiden Galiläa. (Anfang des 9. Capitcls.) (Evang. am Heil. Christtagc.) 2. Das "Volk, so im Finstern wandelt, flehet ein großes Licht, und über die da wohnen im finstern Lande, scheinet es Helle. * c. 42, 7. Matth. 4, 16. Lue. 1, 79. 3. Du machst der Heiden viel, damit machst du der Freuden nicht viel. Vor dir aber wird man sich freuen, wie man sich freuet in der Ernte; wie man ftöhlich ist, wenn man ' Beute aus- theilet. ' Pf. "9,162. Denn du hast das Joch ihrer Last, und die Ruthe ihrer Schulter, und den Stecken ihres Treibers zerbrochen, wie * zu der Zeit Midians. " Nicht. 7, 22. 5. Denn aller Krieg mit Ungestüm, und blutiges Kleid wird verbrannt, und mit Feuer verzehret werden. 6. Denn uns ist ein * Kind geboren,'rein Sohn ist uns gegeben, welches Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunderbar, Rath, Kraft, Held, Ewig- Vater, Friede-Fürst; * Lue. 1/ 31. k. 2, 7. 11. ss Joh. 3, 16. Llll 6Z4 Christi Geburt und Reich. Iesaia 9. 10. Der Ungerechtigkeit Strafe. 7. Aufdaßseine'Herrschaftgroßwer- de/ und des "Friedens kein Ende, auf dem Stuhl Davids, und seinem Königreich; daß er es zurichte und stärke mit Gericht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches -b wird thun der Eifer des Herrn Zebaoth.) * Luc. 1/ Z 2 . *' Ps. 72 / 3. 7. -I- Esaj. 37/ 32. 2 Kön. 19/ 3N 8. Der Herr hat ein Wort gesandt in Jakob, und ist in Israel gefallen, 9. Daß es sollen inne werden alles Volk Ephraim, und die Bürger zu Samaria, die da sagen in Hochmuth und stolzem Sinn: 10. Ziegelsteine sind gefallen, aber wir wollen es mit Werkstücken wieder bauen; man hat Maulbeerbäume abgehaueu, so wollen wir Ccdern an die Stätte setzen. i i. Denn der Herr wird des Nezins Kriegsvolk wider sie erhöhen, und ihre Feinde zu Haufe rotten. 12 . Die Syrer vorne her, und die Philister von hinten zu, daß sie Israel fressen mit vollem Maul. * In dem Allen läßt sein Zorn nicht ab, seine Hand ist noch ausgereckt. * c. 6/ 23. c. 10/ 4. i r. So kehret sich das Volk auch nicht zu dem, * der es schlägt; und fragt nichts nach dem Herrn Zebaoth. * c. 42/ 23 . 12 ,. Darum wird der Herr * abhauen von Israel beydes Kopf und Schwanz, beydes Ast und Strumpf, ans Einen Tag. * c. 10 / 33. -j- c. 19 / 13. 2 Kön. 17/ 3. 15. Die alten ehrlichen Leute sind der Kopf; die Propheten aber, so falsch lehren, sind der Schwanz. 16 . Denn die* Leiter dieses Volks sind Verführer; und die sich leiten lassen, find verloren. *'c. 3/ 12 . Luc. 6/ 39. 17. Darum kann sich der Herr über ihre junge Mannschaft nicht freuen, noch ihrer Waisen und Witwen erbarmen; denn sie sind allzumahl Heuchler und böse, und aller Mund redet Thorheit. * In dem Allen läßt sein Zorn noch nicht ab, seine Hand ist noch ausgereckt. * c. 3 / 23 . c. 10 / 4 . 18 . Denn das gottlose Wesen ist angezündet wie Feuer, und verzehret Dornen und Hecken, und brennet wie im dicken Walde, und gibt hohen Rauch. 19 . Denn im Zorn des Herrn Zebaoth ist das Land verfinstert, daß das Volt ist wie Speise des Feuers; keiner schonet des andern. 20. Rauben sie zur Rechten, so leiden sie Hunger; essen sie zur Linken, so werden sie nicht satt. Ein Jeglicher frißt das Fleisch seines Arms. 21 . Manage den Ephraim / Ephraim den Mantisse ; und sie beyde mit einander wider Juda. * In dem Allen läßt sein Zorn nicht ab, seine Hand ist noch ausgereckt. * v. 12 . 17 . c. 3/ 23. c. 10 , 4. Das 10. Capitel. Strafe der Ungerechtigkeit. Untergang der Assyrcr. 1. A^Zehe den * Schriftgelehrten, die Unrechte Gesetze machen, und die Unrechtes Ur- theil schreiben, *Matth.23,i4. 2 . Auf daß sie die Sachen der Armen beugen, und Gewalt üben im Recht der Elenden unter meinem Volk; daß die Witwen ihr Raub, und die Waisen ihre Beute seyn müssen. 3. Was wollt ihr thun am Tage der Heimsuchung und des Unglücks, das von ferne kommt? Zu wem wollt ihr fliehen um Hülfe? Und wo wollt ihr eure Ehre lassen, -4. Daß sie nicht unter die Gefangenen gebeuget werde, und unter die Erschlagenen falle? In dem Allen läßt sein Zorn nicht ab, seine Hand ist noch ausgereckt. 5 . O wehe Assur! der meines "Zorns Ruthe, und ihre Hand meines Grimms Stecken ist. * «. 7/ 20 . 6. Ich will ihn senden wider ein Heuchelvolk, und ihm Befehl thun wider das Volk meines Zorns, daß er es beraube und austheile, und zertrete es, wie Koth auf der Gasse; 7. Wiewohl Er es nicht so meinet, und sein Herz nicht so denket, sondern sein Herz stehet zu vertilgen, und auszurotten nicht wenige Völker. 8. Denn er spricht: Sind meine Fürsten nicht allzumahl Könige? 9 . Ist * Calno nicht wie Charchemis? Ist Ha- math nicht wie Arpad? Ist nicht Samaria wie Damasens? *c.36/is. 19 . 10 . Wie meine Hand gefunden hat die * Königreiche der Götzen, so doch ihre Götzen stärker waren, denn die zu Jerusalem und Samaria sind: * c. 19/ 1. c. 36/ 18. e. 37/ 11 . 11 . Sollte ich nicht Jerusalem thun und ihren Götzen , wie ich Samaria und ihren Götzen ge- than habe? 12 . Wenn aber der Herr alle seine Werke ausgerichtet hat auf dem Berge Zion und zu Jerusalem , will * ich heimsuchen die Frucht des hoch- müthigen Königs zu Assyrien, und die Pracht seiner hoffärtigen Augen. * c. 37 , n. 2 m». 19 , Untergang der Assyrer. Bekehrung Israels. I esaia 10 . 11 . Kraft des Evaugelti. 635 13 . Darum, daß er spricht: Ich habe es durch meiner Hände Kraft ausgerichtet, und durch meine Weisheit, denn ich bin klug; ich habe die Länder anders getheilet, und ihr Einkommen geraubet, und wie ein Mächtiger die Einwohner zu Boden geworfen; i^. Und meine Hand hat gefunden die Völker, wie ein Vogelnest, daß Ich habe alle Lande zusammen gerafft, wie man Euer aufrafft, die verlassen sind, da Niemand eine Feder regt, oder den Schnabel auffperret, oder zischet. i s. Mag sich auch eine Axt rühmen wider den, so damit hauet? Oder eine Sage trotzen wider den, so sie ziehet? wie der rühmen kann, der den Stecken führet und hebet, und führet ihn so leicht, als wäre er kein Holz? 16. Darum wird der Herr Herr Zebaoth unter seine Fetten die Dürre senden, und seine Herrlichkeit wird er anzüuden, daß sie brennen wird wie ein Feuer. 17 . Und das Licht Israels wird ein Feuer seyn, und sein Heiliger wird eine Flamme seyn, und wird seine Dornen und Hecken anzüuden, und verzehren auf Einen Lag. 18. Und die Herrlichkeit seines Waldes und seines Feldes sollen zu Nichte werden, von den Seelen bis auf das Fleisch, und wird zergehen und verschwinden, is. Daß die übrigen Bäume seines Waldes mögen gezählet werden, und ein Knabe sie mag anschreiben. 20. Zu der Zeit werden die Uebrigen in Israel, und die errettet werden im Hause Jakobs , sich nicht mehr verlassen auf den, der sie schlägt; sondern sie werden sich verlassen auf den Herrn, den Heiligen in Israel, in der Wahrheit. 21. Die Uebrigen werden sich bekehren; ja die Uebrigen in Jakob, * zu Gott, dem Starken. * c. 9 , 6. 22. Denn * ob dein Volk, o Israel, ist wie Sand am Meer; sollen doch die Uebrigen dessel- bigen bekehret werden. Denn wenn dem Verderben gesteuert wird, so kommt die Gerechtigkeit überschwänglich. * Hos. i, io. Mm. 9,27. 23. Denn ' der Herr Herr Zebaoth wird ein Verderben gehen lassen, und demselbigen doch steuern im ganzen Lande. * c. 23,22. 2^. Darum spricht der Herr Herr Zebaoth: Fürchte dich nicht, mein Volk, das zu Zion wohnet, vor Assur. Er wird dich mit dem Stecken schlagen, und seinen Stab wider dich aufheben, wie in Egypten geschah. 25. Denn es ist noch gar um ein Kleines zu thun, so wird die Ungnade und mein Zorn über ihre Untugend ein Ende haben. 26. Alsdann wird der Herr Zebaoth eine Geissel über ihn erwecken, wie * in der Schlacht Mi- dians, auf dem Fels Oreb; und wird seinen Stab , deß er am Meer brauchte, aufheben , wie in Egypten. * Nicht. 7 ,19.21.23.1- 2 Mos. ich 26. 27. Zu der Zeit wird seine' Last von deiner Schulter weichen müssen, und sein Joch von deinem Halse; denn das Joch wird verfaulen vor der Fette. * 14,25. 28. Er kommt (laß gleich seyn) gen Ajath, er ziehet durch Migron, er mustert seinen Zeug zu Michmas; 29. Sie ziehen vor unferm Lager Geba über, Rama erschrickt, Gibeath Sauls fliehet; 30. Du Tochter Gallim, schreye laut; merke auf Laisa, du elendes Anathoth. 31. Madmena weicht; die Bürger zu Gebim stärken sich. 32. Man bleibt vielleicht einen Tag zu Nob; so wird er seine Hand regen wider den Berg der Tochter Zion, und wider den Hügel Jerusalems. 33. Aber stehe, der Herr Herr Zebaoth * wird die Aeste mit Macht verhauen, und was hoch aufgerichtet stehet, verkürzen, daß die Hohen geniedriget werden. ' c. 9, 14. c. 37,35. 3-l. Und der dicke Wald wird mit Eisen umgehauen werden, und Libanon wird fallen durch den Mächtigen. Das 11. Capitel. Christi und ftineS Evangclii Kraft. (Epistel am Tage Mariä Heimsuchung.) 1. Nnd es wird eine'Ruthe aufgehen ^ von dem Stamm Isai, und eins Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen; ' c. 4 , 2. -s Matth. 2, 23 . 2. Auf welchem wird ruhen der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Raths und der Stärke, derGeift derErkennt- niß und der Furcht des Herrn. 3. Und sein Riechen wird seyn in der Furcht des Herrn. Er wird nicht richten, nach dem seine Augen sehen, noch strafen, nach dem seine Ohren Horen: Sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen, und mit Gericht strafen die Elenden im Lande; und wird mit dem' Stabe seines Mun- Llll 2 636 Bekehrung der Heiden. Iesaia 11. 12. 13. Zerstörung Babels. des die Erde schlagen , und mit dem Odem seiner Lippen den Gottlosen tödten. * c-4s ,2 Th-,s. 2 , s. 5 . Gerechtigkeit wir- der Gurt seiner Lenden seyn, und der Glaube der Gurt seiner Nieren.) 6. Die * Wölfe werden bey den Lämmern wohnen , und die Pardel bey den Böcken liegen. Ein kleiner Knabe wird Kälber und junge Löwen und Mastvieh mit einander treiben. * c. 62/ 22. Hiob 2/ 23 . 24 . Hos. 2/ 18. 7. Kühe und Bären werden au der Weide gehen / daß ihre Jungen bey einander liegen; und Löwen werden Stroh essen wie die Ochsen. 8. Und ein Säugling wird seine Lust haben am Loch der Otter, und ein Enrwöhnter wird seine Hand stecken in die Höhle des Basilisken. 9. Man wird nirgend letzen noch verderben auf meinem heiligen Berge; denn das Land ist voll Erkenntniß des Herrn, wie mit Wasser des Meers bedeckt. 10. Und wird geschehen zu der Zeit, daß die ' Wurzel Jsai, die da steht zum Panier den Völkern, nach der werden die Heiden fragen; und seine Ruhe wird Ehre seyn. "Rom. 12/12. 11 . Und der Herr wird zu der Zeit zum andern mahl seine Hand ausstrecken, daß er das Uebrige seines Volks erkriege, so übergeblieben ist von den Assyrern, Egyptern, Pathros, Mohren- land, Elamiten, Linear, Hamath, und von den Inseln des Meers; 12 . Und wird ein Panier unter die Heiden aufwerfen, und zusammen bringen die Verjagten Israels, und die Zerftreueten aus Juda zuhauf führen, von den vier Oertern des Erdreichs: 13 . Und der Neid wider Ephraim wird aufhören, und die Feinde Juda werden ausgerottet werden, daß Ephraim nicht neide den Juda, und Juda nicht sey wider Ephraim. i^. Sie werden aber den Philistern auf dem Halse seyn gegen Abend, und berauben alle die, so gegen Morgen wohnen. Edom und Moab werden ihre Hände gegen fie falten. Die Kinder Ammon werden gehorsam seyn. iZ. Und der Herr wird verbannen den Strom des Meers in Egypten, und wird seine Hand lassen gehen über das Wasser mit feinem starken Winde, und die sieben Ströme schlagen, daß man mit Schuhen dadurch gehen mag. ,6. Und wird eine Bahn seyn dem Uebrigen feines Volks, das übergeblieben ist von den Assyrern, wie * Israel geschah, zu der Zeit, da sie aus EgYPtenland zogen. * 2 M»s.i 4 /L.-». Das 12. Capitel. Danklicd siir dic Gutthaten -es Messias. 1. Du derselbigen Zeit wirft du sagen: Ich danke ^ dir, Herr, daß du zornig bist gewesen über mich, und dein Zorn sich gewendet hat, und tröstest mich. 2 . Siehe, "Gott ist mein Heil, ich bin sicher, undfürchtemich nickt; dennGott der Herr ist meine Stärke, und mein Psalm, und ist mein Heil. *2Ms. 12,2. 3. Ihr werdet mit Freuden * Wasser schöpfen aus den Heilsbrunnen. * Joh. 7 / 38 . Und werdet sagen zu derselbigen Zeit: "Danket dem Herrn, vrediget seinen Nahmen, macht kund unter den Völkern sein Thun, verkündiget, wie sein Nähme so hoch ist; * 1 Chr. 17/ 8. Ps. 102/ 1. 5. * Lobsmget dem Herrn, denn er hat sich herrlich bewiesen; solches sey kund in allen Landen. ' Ps- 7. 6. Jauchze und rühme, du Einwohnerinn zu Zion; denn der Heilige Israels ist groß bey dir. Das 13. Capitel. Zerstörung des Babylonischen Reichs. 1. Aieß ist die Last über * Babel, die Iesaia, ^ der Sohn Amoz, sah. * e. 14 / 4 . Jer. 20, 1. c. 2,/ 1. 2 . Werfet Panier auf, auf hohen Bergen, rufet getrost wider fie, werfet die Hand auf, laßt einziehen durch die Thore des Fürsten. 3. Ich habe meinen Geheiligten gebothen, und meine Starken gerufen zu meinem Zorn, die da fröhlich find in meiner Herrlichkeit. Es ist ein Geschrey einer Menge auf den Bergen, wie eines großen Volks; ein Geschrey als eines Getümmels der versammelten Königreiche der Heiden. Der Herr Zebaoth rüstet ein Heer zum Streit, 5. Die aus fernen Landen kommen vom Ende des Himmels; ja, der Herr selbst sammt dem Zeuge seines Zorns, zu verderben das ganze Land. o. Heulet, denn des Herrn Tag ist nahe; er kommt wie eine Verwüstung vom Allmächtigen. 7 . Darum werden alle * Hände laß, und aller Menschen Herz wird feige seyn. *Nahum2/ii. 8. Schrecken, A'gst und Schmerzen wird fie ankommm ; es wird ihnen bange seyn , wie einer * Gebährerinn; einer wird sich vor dem arttern Zerstörung des Jesaja 13. 14. Reichs Babel. 63/ entsetzen; feuerroth werden ihre Angesichter seyn. " c. 21/ 3. 9. Denn siehe/ des Herrn Tag kommt grausam/ zornig / grimmig / das Land zu verstören / und die Sünder daraus zu vertilgen. 10. Denn * die Sterne am Himmel und sein Orion scheinen nicht Helle; die Sonne gehet finster auf/ und der Mond scheinet dunkel. * Hiob 9/ 9. E;. 32, 7. Joel 2 / lg. c. 3/ 4. 20 . AmoS 5, 3. Matth. 24/ 29. Marc. 13/ 24. 23. Luc. 21 / 23. 11. Ich will den Erdboden heimsuchen um seiner Bosheit willen / und die Gottlosen um ihrer Untugend willen; und will des Hochmuths der Stolzen ein Ende machen / und die Hoffart der Gewaltigen demüthigen / 12. Daß ein Mann theurer seyn soll/ denn feines Gold/ und ein Mensch werther/ denn Goldstücke aus Ophir. iz. Darum will ich den Himmel bewegen/ daß die Erde beben soll von ihrer Stätte/ durch den Grimm des Herrn Zebaoth/ und durch den Tag seines Zorns. i^. Und sie soll seyn wie ein zerscheuchtes Reh/ und wie eine Herde ohne Hirten / daß sich ein Jeglicher zu seinem Volk heimkehren / und ein Jeglicher in sein Land siiehen wird; 15. Darum/ daß/ welcher sich da finden läßt/ erstochen wird/ und welcher dabey ist/ durchs Schwert fallen wird. 16. Es sollen * auch ihre Kinder vor ihren Augen zerschmettert/ ihre Häuser geplündert/ und ihre Weiber geschändet werden. * Ps. 137,9. 17. Denn siehe/ ich will die Meder über sie erwecken / die nicht Silber suchen/ oder nach Gold fragen; 18. Sondern die Jünglinge mit Bogen erschießen/ und sich der "Frucht des Leibes nicht erbarmen/ noch der Kinder schonen. * v. 16 . Nahum 3/ 10 . 19. Also soll Babel/ das schönste unter den Königreichen / die herrliche Pracht der Chaldäer/ mngekehret werden von Gott / wie Sodom und Gomorra / so. Daß man hinfort nicht mehr da wohne/ noch Jemand da bleibe für und für; daß auch die Araber keine Hütten daselbst machen / und die Hirten keine Hürden da aufschlagen. 21. ' Sondern Zihim werden sich da lagern/ und ihre Häu er voll Ohnn seyn; und Straussen werden da wohnen / und Feldgeister werden da Hüpfen; *Zcph. 2/14. 22. Und Eulen in ihren Pallästeu singen/ und Drachen in den lustigen Schlössern. Und ihre Zeit wird bald kommen / und ihre Tage werden sich nicht säumen. ' Das 14. Capitel. Untergang der Babylonier und Assyrer. 1. A>enn der Herr wird sich über Jakob er- ^ barmen/ und Israel noch weiter erwählen/ und sie in ihr Land setzen. Und Fremdlinge werden sich zu ihnen thun/ und dem Hause Jakobs anhangen. 2. Und die Völker werden sie annehmen/ und bringen an ihren Ort / daß sie das Haus Israel besitzen wird im Lande des Herrn/ zu Knechten und Mägden; und werden gefangen halten die/ von welchen sie gefangen waren/ und werden herrschen über ihre Treiber. (Anfang -es 14. Cayitcls.) Z.sjlld zu der Zeit/ wenn dir der Herr Ruhe geben wird von deinem Jammer und Leid/ und von dem harten Dienst/ darinnen du gewesen bist; So wirst du ein solches Sprüchwort führen wider den König zu Babel / und sagen: Wie ist es mit dem * Treiber so gar ans/ und der Zins hat ein Ende? * c. 9 , 4. 5. Der Herr hat die Ruthe der Gottlosen zerbrochen / die Ruthe der Herrscher. 6. Welche die Völker schlug im Grimm ohne Anfhören / und mit Wüthen herrschet über die Heiden/ und verfolgte ohne Barmherzigkeit. 7. Nun ' ruhet doch alle Welt und ist stille / und jauchzet fröhlich. "Hab. 3/ 20 . 8. Auch freuen sich die Tannen über dir / und die Cedern auf dem Libanon (und sagen:) Weil du liegst/ kommt Niemand herauf/ der uns abhaue. 9. Die Hölle drunten erzitterte vor dir, da du ihr entgegen kämest. Sie erwecket dir die Tod- ten, alle Böcke der Welt, und heißt alle Könige der Heiden von ihren Stühlen aufsrehen, 10. Daß dieselbigen alle um einander reden; und sagen zu dir: Du bist auch geschlagen, gleich wie wir; und gehet dir, wie uns. 11. Deine Pracht" ist herunter in oie Hölle gefahren, sammr dem Klange deiner Harfen. Motten werden dein Bette seyn, und Würmer deine Decke. * Ez. 32 / 18 . 12. Wie bist du "vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern ? Wie bist du zur Erde gefallet, der du die Heiden schwächtest? "March. 11,23. Gericht über Assur , Iesai >; 13. Gedachtest Du doch in deinem Herzen: * Ich will in den Himmel steigen, und meinen Stuhl über die Sterne Gottes erhöhen; * 2 Tbcss. 2/ 4. I^i. Ich will mich setzen auf den Berg des Stifts, * an der Seite gegen Mitternacht; ich will über die hohen Wolken fahren, und gleich seyn dem Allerhöchsten. * Ps. 48 , 3 . i 5. Ja zur Hölle fahrest du , * zur Seite der Grube. * c. M, 33 . 16. Wer dich stehet, wird dich schauen und an- sehen (und sagen:) Ist das der Mann, der die Welt zittern, und die Königreiche beben machte? 1 7 . Der den Erdboden zur Wüste machte, und die Städte darinnen zerbrach, und gab seine Gefangene nicht los? 1 8 . Zwar alle Könige der Heiden mit einander liegen doch mit Ehren, ein Jeglicher in seinem Hause: 19. Du aber bist verworfen von deinem Grabe, wie ein verachteter Zweig; wie ein Kleid der Erschlagenen, so mit dem Schwert erstochen stnd, die hinunter fahren zu den Steinhaufen der Hölle, wie eine zertretene Leiche. 20. Du wirst nicht wie dieselbigen begraben werden; denn du hast dein Land verderbet, und dein Volk erschlagen; denn man wird ' der Bos- haftigen Samen nimmermehr gedenken. * c. 1 , 4. 21. Richtet zu, daß man seine Kinder schlachte, um ihrer Väter Missethat willen, daß ste nicht aufkommen, noch das Land erben, noch den Erdboden voll Städte machen. 22. Und ich will über ste kommen, spricht der Herr Zebaoth , und zu Babel ausrotten ihr Ge- dächtuiß, ihre Uebrigen, Neffen und Nachkommen , spricht der Herr. 23. Und will ste machen zum Erbe den Igeln, und zum Wassersee, und will ste mit einem Bestem des Verderbens kehren, spricht der Herr Zebaoth. 2^1. Der Herr Zebaoth hat geschworen und gesagt: Was gilt es, es soll gehen, wie ich denke, und soll bleiben, wie ich es im Sinn habe? 25. Daß Assur zerschlagen werde in meinem Lande, und ich ihn zertrete auf meinen Bergen ; * auf daß sein Joch von ihnen genommen werde, und seine Bürde von ihrem Halse komme. * c. io, 27 . 26. Das ist der Anschlag, den er hat über alle Lande; und das ist die ausgereckte Hand über alle Heiden. 27. Denn der Herr Zebaoth hat es beschlossen: 14 . 15 . Philister und Moabiter. wer will es wehren? Und seine Hand ist ausgereckt; wer will ste wenden? (Anfang des 13 . CapitelS.) 28.?^m Jahr, da * der König Ahab starb, war dieß die Last: *2Cbr.28,27. 29. Freue dich nickt, du ganz Philisterland, * daß die Ruthe, die dich schlug, zerbrochen ist. Denn aus der Wurzel der Schlange wird ein Basilisk kommen, und ihre Frucht wird ein feuriger fiiegeuder Drache seyn. * Zer. 47,1. so. Denn die Erstlinge der Dürftigen werden sich weiden, und die Armen sicher ruhen; aber deine Wurzel will ich mit Hunger tödten, und deine Uebrigen wird er erwürgen. 31. Heule Thor, sckreye Stadt! ganz Philisterland ist feige; denn von Mitternacht kommt ein Rauch, und ist kein Einsamer in seinen Gezeiten. 32. Und was werden die Bothen der Heiden hin und wieder sagen? Nähmlich: Zion hat der Herr ' gegründet; und daselbst werden die Elenden seines Volks Zuversicht haben. * Ps. 87 / 1 . 3 . Ps. 102 , 17 . Das 15. Capitel. Verheerung der Philister. ä.k^ieß ist die Last über * Moab : Des Nachts kommt Verstörung über Ar in Moab; ste ist dahin. Des Nachts kommt Verstörung über Kir in Moab; ste ist dahin. * Zer. 43 , 1 . Zeph. 2 , 8 . 2. Sie gehen hinauf gen Baith und Dibon zu den Altären, daß sie weinen, und heulen über Nebo und Medba in Moab. Aller * Haupt ist beschoren, aller Bart ist abgeschnitten. * Zer. 48 / 37 . Ezech. 7 , 18 . 3. Auf ihren Gaffen gehen ste mit Säcken umgürtet; auf ihren Dächern und Strassen heulen ste alle, und gehen weinend herab. Hesbon'und Eleale sckreven, daß man es zu Jahza höret. Darum wehklagen die Gerüsteten in Moab; denn es gehet ihrer Seele übel. * 4 Mos. 21/ 23 . 26. 5 . Mein * Herz sckreyet zu Moab; ihre Flüche tigen fliehen von der dreyjährigen Kuh, bis gen Zoar: denn ste gehen gen Luhith hinan, und weinen; und auf dem Wege zu Horonaim zu erhebt sich ein Jammergesckrey. .* Zer. 48 / 34 . 36 . 6 . Denn die Wasser zu Nimrim versiegen, daß das Heu verdorret, und das Gras verwelket, und wüchset kein grünes Kraut. 7. Denn das Gut, das ste gesammelt, und das Untergang Moabs. Jesaia Volk. das sie gerüstet haben , führet man über den Weidenbach. 8. Geschrey gehet um in den Grenzen Moabs; sie heulen bis gen Eglaim, und heulen bey dem Born Elim. 9. Denn die Wasser zu Dimon sind voll Blut. Dazu will ich über Dimon noch mehr kommen lassen; beydes über die erhalten sind in Moab des Löwen, und über die übrigen im Lande. Das 16 . Capitel. Plage und Fall der Moabiter. i.0.ieber schicket, ihr Landesherren, Lämmer ^ von * Sela aus der Wüste, zum Berge der Tochter Zion. * 2Kon. 14,7. ' 2. Aber wie ein Vogel dahin stieget, der ans dem Nest getrieben wird; so werden seyn die Töchter Moabs, wenn sie vor Arnon überziehen. 3. Sammelt Rath, haltet Gericht, mache dir Schatten des Mittags wie eine Nacht; verbirg die Verjagten, und melde die Flüchtigen nicht. Laß meine Verjagten bey dir Herbergen; liebes Moab, sey du ihr Schirm vor dem Verstörter : so wird der Treiber ein Ende haben, der Verstörer aufhören, und der Untertreter Massen im Lande. 5. Es wird aber ein Stuhl bereitet werden aus Gnaden, daß * Einer darauf sitze in der Wahrheit, in der Hütte Davids, und richte und trachte nach Recht, und fördere Gerechtigkeit. * c. 9, 6. 7. Dan. 7/ 14. Mich. 4/ 7. Luc. 1/ 32. 53. 6. Wir ' hören aber von dem Hochmuth Moabs, daß er fast groß ist; daß auch ihr Hochmuth, Stolz und Zorn größer ist, denn ihre Macht. » J-r. 48, 29 . Zcph, 2 , 8. 7. Darum wird ein Moabiter über den andern heulen, allesammt werden sie heulen. Ueber die Grundfeste der Stadt KirHareseth werden die Verlahnnen seufzen. 8. Denn Hesbon ist ein wüstes Feld geworden, der Weinstvck zu Sibma ist verderbet, die Herren unter den Heiden haben seine edle Reben zerschlagen, und sind gekommen bis gen Iaeser, und ziehen um in der Wüste; ihre Feier (Münzen) find zerstreuet und über das Meer gef.ihrer. 9. Darum weine ich um Iaeser und um den Wei-istock zu Sibma; und ve-gieße viele Tkwä- nen um Hesbon und Eleale. Denn es ist ein' Gesang in deinen Sommer und in deine Ernte gefallen, 10. Daß * Freude und Wonne im Felde aufhöret, und in Weinbergen jauchzt noch ruft man 16. 17. Wider Damaskus. 639 nicht. Man keltert keinen Wein in den Keltern; ich habe des Gesangs ein Ende gemacht. * Jcr. 48, 33. 11. Darum * brummet mein Herz über Moab, wie eine Harfe, und mein Inwendiges über Kirhares. * c. 13,3. J-r. 48,35. 12. Alsdann wird es offenbar werden, wie Moab müde ist bey den Altären; und wie er zu seiner Kirche gegangen sey zu bethen, und doch nichts ausgerichtet habe. 13. Das ist es, das der Herr dazumahl wider Moab geredet hat. 1^. Nun aber redet der Herr, und spricht: In dreyen Jahren, wie ' eines Tagelöhners Jahre sind, wird die Herrlichkeit Moabs geringe werden in der großen Menge, daß gar ein weniges überbleibe, und nicht viel. * c. 21,16. Das 17. Capitel. Last DamaSci, dcr Jscaclitcn und Assyrcr. 1. C^ieß ist die Last über ' Damaseus: Sie- ^ he, Damaseus wird kerne Stadt mehr seyn, sondern ein zerfallener Steinhaufe. * c. 7, 8. Jcr. 4«, 23. AmoS i, 3. 2. Die Städte Aroer werden verlassen seyn, daß Herden daselbst weiden, die niemand scheuche. 3. Und wird ans seyn mit der Feste Ephraims; und das Königreich zu Damaseus, und das klebrige zu Syrien wird seyn, wie die Herrlichkeit der Kinder I-rael, spricht der Herr Zebaoth. Zu der Zeit wird die Herrlichkeit Jakobs dünne seyn, und sein fetter Leib wird mager seyn. 5. Denn sie wird seyn, als wenn einer Getreide einsammelte in der Ernte, und als wenn einer mit seinem Arm die Aehren einerntete, und als wenn einer Aehren läse im Thal Rephaim, 6. Und eine Nachernte darinnen bliebe; als wenn man einen Oehlbaum schüttelte, daß zwey oder drey Beeren blieben oben in dem Wipfel, oder, als wenn vier oder fünf Früchte an den Zweigen hangen, spricht der Herr, der Gott Israels. 7. Zu der Zeit wird sich der Mensch halten zu dem, der ihn gemacht hat; und seine Augen werden auf den Heiligen in Israel schauen; 8. Und wird sich nicht halten zu den Altären, die seine Hände gemacht haben, und nicht schauen auf das, das seine Finger gemacht hüben, weder auf Haine noch Bilder. 9. Zu der Zeit werden die Städte ihrer Stärke seyn," wie ein verlaßner Ast und Zweig, so ver- 610 Wider Israel, Icsaia 17. 18. 19. und die Mohren. lassen ward vor den Kindern Israel; und werden wüste seyn. 10. Denn du hast vergessen Gottes, deines Heils, und nicht gedacht an den Fels deiner Stärke. Darum wirst du lustige Pflanzen setzen, aber du wirst damit den Fremden die Feser gelegt haben. 11. Zu der Zeit des Pflanzens wirst du seiner wohl warten, daß dein Same zeitlich wachse; aber in der Ernte, wenn du die Mar deln ftllst erben, wirft du dafür Schmerzen eines Betrübten haben. 12 . O wehe * der Menge so großen Volks! Wie das Meer wird es brausen, und das Getümmel der Leute wird wüthen, wie große Wasser wüthen. 37 ,36. 13 . Ja, wie große Wasser wüthen, so werden die Leute wüthen. Aber er wird sie schelten, so werden sie ferne weg fliehen; und wird sie verfolgen, wie dem Staube auf den Bergen vom Winde geschiehet, und wie einem Wirbelwind vom Ungewitter geschiehet. 14. "Um den Abend, siehe, so ist Schrecken da ; und ehe es Morgen wird, sind sie nimmer da. Das ist der Lohn unserer Räuber, und das Erbe derer, die uns das Unsere nehmen. * c. 37, 36. 2 Kö,I. 19 , 33 . Das 18. Capitel. Der Mohren Heimsuchung und Bekehrung. 1. DHehe dem Lande, das unter den Segeln im Schatten fährt, diesseits der Wasser des Mohrenlandes, 2 . Das Botschaften auf dem Meer sendet, und in Rohrschiffen auf dem Wasser fährt. Gehet hin, ihr schnellen Dothen, zum Volk, das zerrissen und geplündert ist; zum Volk, das gräulicher ist, denn sonst irgend eins; zum Volk, das hier und da ausgemessen und zertreten ist, welchem die Wasserströme sein Land einnehmen. 3 . Alle, die ihr auf Erden wohnet, und die im Lande sitzen, werdet sehen, wie man das Panier auf den Bergen aufwerfen wird, und hören, wie man die * Trompeten blasen wird. * Jcr. 4, 5. c. 6, 1. Denn so spricht der Herr zu mir: Ich will stille halten, und schauen in meinem Sitz, wie eine Hitze, die den Regen austrocknet, und wie ein Mehlthau in der Hitze der Ernte. s. Denn vor der Ernte wird das Gewächs abnehmen, und die unreife Frucht in der Blüthe verdorren, daß man die Stengel muß mit Sicheln abschneiden, und die Reben wegthun und abhauen ; 6. Daß man es mit einander muß lassen liegen dem Gevögel auf den Bergen, und den Thieren im Lande; daß des Sommers die Vögel darinnen nisten, und des Winters allerley Thiere im Lande darinnen liegen. 7. Zu der Zeit wird das zerrissene und geplünderte Volk, das gräulicher ist, denn sonst irgend eins, das hier und da abgemessen und zertreten ist, welchem die Wasserströme sein Land einnehmen, Geschenke bringendem Herrn Zebaoth, an den'Ort, da der Nähme des Herrn Zebaoth ist, zum Berge Zion. *3Mos. 12 , §. Das 19. Capitel. Zerstörung und Bekehrung der Egypter. 1. ^8ieß ist die Last über ' Egypten. Siehe/ der Herr wird auf einer schnellen Wolke fahren, und in Egypten kommen. Da werden -k die Götzen in Egypten vor ihm beben, und den Egyptern wird das Herz feige werden in ihrem Leibe. *8-1.45,2. Ez-ch. 29,2. c. 3s, 4 . -h 2 Mos. 12 , 12 . 2 . Und ich will die Egypter an einander Hetzen, daß ein Bruder wider den andern, ein Freund wider den andern, eine Stadt wider die andere, ein Reich wider das andere streiten wird. 3. Und der Muth soll den Egyptern unter ihnen vergehen, und will ihre Anschläge zu Nichte * machen. Da werden sie dann fragen ihre Götzen, und Pfaffen, und Wahrsager, und Zeichendeuter. * 10 . Aber ich will die Egypter übergeben in die Hand grausamer Herren; und ein harter König soll über sie herrschen, spricht der Herrscher, der Herr Zebaoth. Z. Und das Wasser in den Seen wird vertrocknen, dazu der Strom wird versiegen und verschwinden. 6. Und die Wasser werden verlaufen, daß die Seen an Dämmen werden gerinnen und trocken werden, beydes Rohr und Schilf verwelken, 7. Und das Gras an den Wassern versieben, und alle Saat am Wasser wird verwelken und zu Nichte werden. 8. Und die Fischer werden trauern; und alle die, so Angel in das Wasser werfen, werden klagen; und die, so Netze auswerfen auf das Wasser, werden betrübt seyn. 9 . Es werden mit Schanden bestehen, die da gute Garne wirken und Netze stricken. 10. Und und Bekehrung. 641 Der Essypter Heimsuchung Iesaia 19. 20. 21. io. Und die da Halter haben, sammt allen, die Teiche ums Lohn machen, werden bekümmert seyn. 11. Die Fürsten zu Zoan sind Thoren, die weisen Räthe Pharao sind im Rath zu Narren geworden. Was sagt ihr doch von Pharao: Ich bin der Weisen Kind, und komme von alten Königen her? 12. Wo find denn nun deine Weisen? Laß fie dirs verkündigen und anzeigen, was der Herr Zebaoth über Egypten beschlossen hat. 13. Aber die Fürsten zu Zoan find zu Narren geworden, die Fürsten zu Noph sind betrogen; fie verführen sammt Egypten den Eckstein der Geschlechter. i^. Denn der Herr hat einen * Schwindelgeist unter sie ausgegossen, daß sie Egypten verführen in allem ihrem Thun, wie ein Trunkenbold taumelt, wenn er speyet. *<-.29,10. i mn. 22,21. 15 . Und Egypten wird nichts haben, das Haupt oder Schwanz, Ast oder Strumpf zeuge. iö. Zu der Zeit wird Egypten seyn wie Weiber; und sich fürchten und erschrecken, wenn der Herr Zebaoth die Hand über fie weben wird. 17. Und Egypten wird sich fürchten vor dem Lande Juda, daß, wer desselbigen gedenkt, wird davor erschrecken, über dem Rach des Herrn Zebaoth, den Er über sie beschlossen hat. 18. Zu der Zeit werden fünf Städte in Egyptenland reden nach der Sprache Canaans, und schwören bey dem Herrn Zebaoth. Eine wird heissen Jrheres. is. Zu derselbigen Zeit wird des Herrn Altar mitten in Egyptenland seyn, und ein Mahlstein des Herrn an den Grenzen, 20. Welcher wird ein Zeichen und Zeugniß seyn dem Herrn Zebaoth in Egyptenland. Denn sie werden zum Herrn schreyen vor den Beleidigern: so wird er ihnen senden einen Heiland und Meister, der sie errettet. 21. Denn der Herr wird den Egyptern bekannt werden; und die Egypter werden den Herrn kennen zu der Zeit, und werden ihm dienen mit Opfer und Speisopfer, und werden dem * Herrn geloben und halten. * Pced. 5,3. 22. Und der Herr wird die Egypter * plagen und heilen; denn sie werden sich bekehren zum Herrn; und er wird sich erbitten lassen, und sie heilen. *1 Sam. 2,6. 23 . Zu der Zeit wird eine Bahn seyn von Egypten in Assyrien, daß die Assyrer in Egypten , und die Egypter in Assyrien kommen, und 'die Egypter sammt den Assyrern Gott dienen. 2ä. Zu der Zeit wird Israel selb-dritte seyn, mit den Egyptern und Assyrern, durch den Segen, so auf Erden seyn wird. 25. Denn der Herr Zebaoth wird fie segnen, und sprechen: Gesegnet bist du, Egypten, mein Volk, und du Assur, meiner Hände Werk, und du Israel, mein Erbe. Das 20. Capitel. Der Egypter und Mohren Gefängniß. 1. ^-m Jahr, da * Tharthan gen Asdod kam, ^ als ihn gesandt hatte Sargon, der König zu Assyrien, und stritte wider-k Asdod, und gewann fie; * 2 Kön. 18, 17 . -k-i Sam. s, 1. 2. Zu derselbigen Zeit redete der Herr durch Jesaia, den Sohn Amoz, und sprach: Gehe hin, und ziehe ab den Sack von deinen Lenden , und ziehe deine Schuhe aus von deinen Füßen. Und er that also, ging nackend und barfuß. 3. Da sprach der Herr: Gleichwie mein Knecht Jesaia nackend und barfuß gehet, zum Zeichen und Wunder dreyer Jahre, über Egypten und Mohrenland; Also wird der König zu Assyrien Hintreiben das gefangene Egypten, und vertreiben Mohrenland , beydes Jung und Alt, nackend und barfuß , mit bloßer Scham, zu Schanden Egyptens. 5. Und sie werden erschrecken, und mit Schanden bestehen, über dem Mohrenlande, darauf sie sich verließen; und wiederum das Mohrenland über den Egyptern, welcher fie sich rühmeten. 6 . Und die Einwohner dieser Inseln werden sagen zu derselbigen Zeit: Ist das unsere Zuversicht, da wir hinflohen um Hülfe, daß wir errettet würden von dem Könige zu Assyrien? Wie fein find wir entronnen! Das 21. Capitel. Die Last Babels, Duma und Arabiens. 1. A>ieß ist die Last über die Wüste am Meer: ^ Wie ein Wetter vom Mittag kommt, das alles umkehret; so kommt es aus der Wüste, aus einem grausamen Lande. 2. Denn mir ist ein hartes Gesicht angezeiget. Ein Verächter kommt wider den andern, ein Verstörer wider den andern. Ziehe herauf, Elam; belege sie, Madai: ich will alles seines Seufzens ein Ende machen. 3. Derhalben sind meine Lenden voll Schmerzen, und Angst hat mich ergriffen, wie eine M in m nr Gericht Jerusalems. 642 Last über Babel und Arabien. Iesaia 21. 22. * Gebärerinn; ich krümme mich, wenn ich es höre/ und erschrecke/ wenn ich es ansehe. * c. 13/ 8. Jer. 4/ 3l. c. 22/ 23. 4. Mein Herz zittert/ Grauen hat mich erschreckt ; ich habe in der lieben Nacht keine Ruhe davor. s. Ja richte einen Tisch zu/ laß wachen auf der Warte/ esset/ trinket; macht euch auf/ ihr Fürste»/ schmieret den Schild. 6. Denn der Herr sagt zu mir also: Gehe hin / stelle einen Wächter / der da schaue und ansage. 7. Er stehet aber Reiter reiten und fahren auf Rossen / Eseln und Kameele»/ und hat mit großem Fleiß Achtung darauf. 8. Und ein Löwe rief: Herr/ * ich stehe auf der Warte immerdar des Tages / und stelle mich auf meine Huth alle Nacht. ' Hab. 2/1. 9. Und stehe/ da kommt einer/ der fährt auf einem Wagen/ * der antwortet/ und spricht: Babel ist gefallen/ fie ist gefallen/ und alle Bilder ihrer Götter find zu Boden geschlagen. * Off. 18/ 2. 10. Meine liebe Tenne/ da ich auf dresche. Was ich gehöret habe vom Herrn Zebaoth / dem Gott Israels / das verkündige ich euch. i i. Dieß ist die Last über Duma. Man ruft zu mir aus Seir: Hüther/ ist die Nacht schier hin? Hüther / ist die Nacht schier hin? 12. Der Hüther aber sprach: Wenn der Morgen schon kommt / so wird es doch Nacht seyn. Wenn ihr schon fraget / so werdet ihr doch wieder kommen/ und wieder fragen. 13. Dieß ist die Last über Arabien: Ihr werdet im Walde in Arabien wohnen / auf dem Wege gegen Dedanim. 14. Bringet den Durstigen Wasser entgegen/ die ihr wohnet im Lande Thema; biethet Brot den Flüchtigen. i s. Denn fie fliehen vor dem Schwert / ja vor dem bloßen Schwert/ vor dem gespannten Bogen / vor dem großen Streit. 16. Denn also spricht der Herr zu mir: Noch in einem Jahr / wie des * Tagelöhners Jahre find/ soll alle Herrlichkeit Kedars untergehen; * c. 16/ i4. 17. Und der übrigen Schützen der Helden zu Kedar soll weniger werden; denn der Herr/ der Gott Israels/ hat es geredet. Das 22. Capitel. Jerusalem belagert/ Sebna gestürzt / Eliakim berufen. 1. ^>ieß ist die Last über das Schauthal: Was ^ ist denn euch / daß ihr alle so auf die * Dächer laufet? * c. i-/ 3. Jer. 48/ 3.?. 2. Du wärest voll Getönes/ eine Stadt voll Volks/ eine fröhliche Stadt. Deine Erschlagene find nicht mit dem Schwert erschlagen/ und nicht im Streit gestorben: 3. Sondern alle deine Hauptleute find vor dem Bogen weggewichen und gefangen; alle/ die man in dir gefunden hat/ find gefangen und ferne geflohen. 4. Darum sage ich : Hebt euch von mir / laßt mich bitterlich weinen; mühet euch nicht mich zu trösten über der Verftörung der Tochter meines Volks. 5. Denn es ist ein Tag des Getümmels und der Zertretung/ und Verwirrung vom Herrn Herrn Zebaoth im Schauthal; um des Untergrabens willen der Mauern/ und des Geschreyes am Berge. 6. Denn Elam fährt daher mit Köcher/ Wagen / Leuten und Reitern; und Kir glänzet daher mit Schildern. 7. Und wird geschehen/ daß deine auserwählten Thäler werden voll Wagen seyn; und Reiter werden sich lagern vor die Thore. 8. Da wird der Vorhang Juda aufgedeckt werden / daß man schauen wird zu der Zeit den Zeug im Hause des Waldes. s. Und ihr werdet der Risse an der Stadt Davids viel sehen/ und werdet das Wasser im untern Teich sammeln müssen. i o. Ihr werdet auch die Häuser zu Jerusalem zählen; ja ihr werdet die Häuser abbrechen/ die Mauern zu befestigen. 11. Und werdet einen Graben machen zwischen beyden Mauern / vom Wasser des alten Teichs. Noch sehet ihr nicht auf den/ der solches thut; und schauet nicht auf den/ der solches schaffet von ferne her. 12. Darum wird der Herr Herr Zebaoth zu der Zeit rufen lassen/ daß man weine und klage/ und sich beschere/ und Säcke anziehe. 13. Wiewohl jetzt/ siehe/ ist es eitel Freude und Wonne / Ochsen würgen, Schaft schlachten / Fleisch essen / Wein trinken (und sprechet:) Laßt uns * essen und trinken / wir sterben doch morgen. * c. 36/ 12. i Cor. 13/ 32. 14. Solches ist vor den Ohren des Herrn Ze^ Last und IesaLa 22. 23. Verwüstung Tyri. 643 baoth offenbar. Was gilt es, ob euch diese Missethat soll vergeben werden, bis ihr sterbet, spricht der Herr Herr Zebaoth. 15. So spricht der Herr Herr Zebaoth: Gehe hinein zum Schatzmeister Sebna, dem Hofmeister , und sprich zu ihm: 16. Was hast du hier? Wem gehörest du an, daß du dir ein Grab hier hauen lassest, als der sein Grab in der Höhe hauen läßt, und als der seine Wohnung in den Felsen machen läßt? 17. Siehe, der Herr wird dich wegwerfen, wie ein Starker einen wegwirft, und dich zuscharren ; 18. Und wird dich umtreiben, wie eine Kugel auf weitem Lande: daselbst wirst du sterben, daselbst werden deine köstliche Wagen bleiben, mit Schmach des Hauses deines Herrn; 19. Und ich will dich von deinem Stande stürzen , und von deinem Amt will ich dich setzen. 20. Und zu der Zeit will ich rufen meinen Knecht Eliakim, den Sohn Hilkia; 21. Und will ihm deinen Rock anziehen, und mit deinem Gürtel gürten, und deine Gewalt in seine Hand geben, daß er Vater sey derer, die zu Jerusalem wohnen, und des Hauses Juda. 22. Und will die Schlüssel zum Hause Davids aufseine Schulter legen, daß er * aufthue, und Niemand zuschließe; daß er zuschließe, und Niemand aufthue. * Hiob 12,14. Off. 3/7. 23 . Und will ihn zum * Nagel stecken an einen festen Ort, und soll haben den Stuhl der Ehren in seines Vaters Hause, ' «fta §/ 8 . 2^. Daß man an ihn hänge alle Herrlichkeit seines Vaters Hauses, Kind und Kindeskinder, alle kleine Geräthe, beydes Trinkgefäße, und allerley Saitenspiel. 25. Zu der Zeit, spricht der Herr Zebaoth, soll der Nagel weggenommen werden, der am festen Ort steckt, daß er zerbreche, und falle, und seine Last umkomme. Denn * der Herr sagt es. * c. 21, 17. Das 23. Capitel. Zerstörung und Wiedererbauung Tyri. 1. Aieß ist die Last über * Tyrus: Heulet, ^ ihr Schiffe auf dem Meer; denn sie ist zerstöret, daß kein Haus da ist, noch Jemand dahin ziehet. Aus dem Lande Chitim werden sie das gewahr werden. * Zer. 47, 4. Ejech. 26, 3. e. 27, 2. 16. Zach. 9/ 2. 2. Die Einwohner der Inseln sind stille geworden. Die Kaufleute zu Zidon, die durch das Meer zogen, fülleten dich. 3. Und was für Früchte am Sihor, und Getreide am Wasser wuchs, brachte man zu ihr hinein durch große Wasser; und du wärest der Heiden Markt geworden. Du magst wohl erschrecken, Zidon. Denn das Meer, ja die Feste am Meer spricht: Ich bin nicht mehr schwanger, ich gebäre'nicht mehr; so ziehe ich keine Jünglinge auf, und erziehe keine Jungfrauen. 5. Gleichwie man erschrak, da man von Egypten hörete; also wird man auch erschrecken, wenn man von Tyrus hören wird. 6 . Fahret hin auf das Meer; heulet, ihr Einwohner der Inseln. 7. Ist das enre fröhliche Stadt, die sich ihres Alters ruhmete? Ihre Füße werden sie ferne wegführen zu wallen. 8 . Wer hätte das gemeinet, daß es Tyrus, der Krone, so gehen sollte; so doch ihre * Kaufleute Fürsten sind, und ihre Krämer die Herrlichsten im Lande ? * Off is, 23. 9. Der Herr Zebaoth hat es also gedacht, auf daß er schwächte alle Pracht der lustigen Stadt, und verächtlich machte alle Herrlichen im Lande. 10. Fahre hin durch dein Land, wie ein Strom, du Tochter des Meers; da ist kein Gurt mehr. 11. Er reckt seine Hand über das Meer * und erschreckt die Königreiche. Der Herr gebiethet über Canaan, zu vertilgen ihre Mächtigen, * Hiob 12, 24. 12. Und spricht: Du sollst nicht mehr fröhlich seyn, du geschändete Jungfrau, du Tochter Zidon. O Chitim, mache dich auf, und ziehe fort; denn du mußt da nicht bleiben. 13. Sondern in der Chaldäer Land, das nicht ein Volk war, sondern Assur hat es angerichtet zu schaffen, und haben feste Thürme darinnen aufgerichtet, und Palläste aufgebauet. Aber sie ist gesetzet, daß sie gcschleiftt werden soll. 1^. Heulet, ihr Schiffe auf dem Meer; denn eure Macht ist zerstöret. 15. Zu der Zeit wird Tyrus vergessen werden fiebenzig Jahre, so lange ein König leben mag. Aber nach siebenzig Jahren wird man von Tyrus ein Hurenlied singen: 16. Nimm die Harfe, gehe in der Stadt um, du vergeßne Hure; mache es gut auf dem Saitenspiel und singe getrost, auf daß deiner wieder gedacht werde. 17. Denn nach siebenzig Jahren wird der Herr Tyrus heimsuchen, daß sie wieder komme zu Mm mm 2 Elend des Jüdischen Landes. 644 Iesaia 23. 24. 25. ihrem Hurenlohn, und Hurerey treibe mit allen Königreichen auf Erden. 18. Aber ihr Kaufhandel und Hurenlohn werden dem Herrn heilig seyn. Man wird sie nicht zum Schatz sammeln noch verbergen; sondern die vor dem Herrn wohnen, werden ihr Kaufgut haben, daß sie essen und satt werden, und wohl bekleidet seyn. Das 2 i. Capitel. Verwüstung deS Jüdischen Landes. 1. ^iehe, der Herr maa t das Land leer und ^ wüste, und wirst um, was darinnen ist, und zerstreuet seine Einwohner. 2. Und * gehet dem Priester wie dem Volk, dem Herrn wie dem Knechte, der Frau wie der Magd, dem Verkäufer wie dem Käufer, dem Leiher wie dem Borger, dem Mahnenden wie dem Schuldiger. * H°s. 4, 9. 3. Denn das Land wird leer und beraubt seyn; denn der Herr hat solches geredet. 2t. Das Land stehet jämmerlich und verderbt, der Erdboden nimmt ab und verdirbt; die Höchsten des Volks im Lande nehmen ab. 5. Das Land ist entheiliget von seinen Einwohnern; denn sie übergehen das Gesetz, und ändern die Gebothe, und lassen fahren den ewigen Bund. 6. Darum frißt.der Fluch das Land; denn sie verschulden es, die darinnen wohnen. Darum verdorren die Einwohner des Landes, daß wenige Leute überbleiben. 7. * Der Most verschwindet, der Weinstock verschmachtet; und alle, die von Herzen fröhlich waren, seufzen. ' Lou i, 12. 8. Die * Freude der Pauken feyert, das Jauchzen der Fröhlichen ist aus, und die Freude der Harfen hat ein Ende. "S-r. 7,34. 9. Man singt nicht beym Weintrinken, und gutes Getränk ist bitter denen, so es trinken. 10. Die leere Stadt ist zerbrochen; alle Häuser sind zugeschlossen, daß Niemand hinein gehet. 11. Man klagt Wein auf den Gassen, daß alle Freude weg ist, alle Wonne des Landes dahin ist. 12. Eitel Verwüstung ist in der Stadt geblieben , und die Thore stehen öde. 13. Denn es gehet im Lande und im Volk eben, als wenn ein Oehlbanm abgepflücket ist; als wenn man nachlieset, so die Weinernte aus ist. 1^. Dieselbigen heben ihre Stimme auf, und rühmen und jauchzen vom Meer her, über der Herrlichkeit des Herrn. 15. So preiset nun den Herrn in Gründen, in den Inseln des Meers den Nahmen des Herrn, des Gottes Israels. 16. Wir hören Lobgesänge vom Ende der Erde, zu Ehren dem Gerechten. Und ich muß sagen: Wie bin ich aber so mager? Wie bin ich aber so mager? Wehemir; denn die Verächter verachten , ja die Verächter verachten. 17. Darum kommt über euch Einwohner des Landes Schrecken, Grube und Strick. 18. Und * ob einer entflöhe vor dem Geschrey des Schreckens, so wird er doch in die Grube fallen; kommt er aus der Grube, so wird er doch im Strick gefangen werden. Denn die Fenster in der Höhe sind aufgethan, und die Grundfesten der Erde beben. * Z». 4s, 44. Amos 2,19. 19. Es wird dem Lande übel gehen, und" nichts gelingen und wird zerfallen. ^ 4 Mos. 14, 41. Jer. 2 , 37. c. 32, 5. 20. Das Land wird * taumeln wie ein Trunkener, und weggeführet wie eine Hütte; denn seine Mtsselhat drückt es, daß es fallen muß und kann nicht stehen bleiben. ' c. 19, 14. 2l- Zu der Zeit wird der Herr heimsuchen die hohe Ritterschaft, so in der Höhe sind, und die Könige der Erde, so auf Erden find, 22. Daß sie versammelt werden in ein Bünd- lein zur Grube, und verschlossen werden im Kerker, und nach langer Zeit wieder heimgesucht werden. 23. Und der Mond wird sich schämen, und die Sonne mit Schanden bestehen, wenn der Herr Zebaoth König seyn wird auf dem Berge Zion und zu Jerusalem, und vor seinen Nettesten in -er Herrlichkeit. Das 25. Capitel. Danksagung für die Fortpflanzung deS Reichs Christi. 1. j^err, Du bist mein Gott; dich preise ich. ^ Ich lobe deinen Nahmen, denn du thust Wunder. Deine Vornehmen von Altem her sind treu und wahrhaftig. 2. Denn du machst dix Stadt zum Steinhaufen; die feste Stadt, daß sie auf einem Haufen liegt; der Fremden Pallasr, daß nicht mehr eine Stadt sey, und nimmermehr gebauet werde. 3. Darum ehret dich ein mächtiges Volk, die Städte gewaltiger Heiden fürchren dich. >1. Denn du bist der Geringen Stärke, der Armen Stärke in Trübsal, * eine Zuflucht vor dem Ungewitter, ein Schatten vor der Hitze, wenn die Tyrannen wuthen, wie ein Ungcwit- ter wider eine Wand. *«.4,6. Herrlichkeit -es N. T. Iesaia 26. 26. Aufmunterung und Trost der Kirche. 6 i5 5. Du demüthigest der Fremden Ungestüm, wie die Hitze in einem dürren Ort, daß die Hitze den Reben der Tyrannen verderbe, und die Wolke dennoch Schatten gebe. 6. Und der Herr Zebaoth wird allen Völkern machen auf diesem Berge ein * fettes Mahl, ein Mahl von reinem Wein, von Fett, von Mark, von Wein, darinnen keine Hefen sind. * Matth. 22 / 2 . Luc. 1-4/ 16 . 7. Und er wird auf diesem Berge das Hüllen wegthun, damit alle Völker verhüllet sind, und die Decke, damit alle Heiden zugedeckt sind. 8. Dennerwird'denTod verschlingen ewiglich. Undder Herr Herr ff wird die Thränen von allen Angesichtern abwischen, und wird aufheben die Schmach seines Volks in allenLanden: denn der Herr hat es gesagt. * 2 Tim. i/io. i-Off. 7 , 17 . 9. Zu der Zeit wird man sagen : "Siehe, das ist unser Gott, auf den wir ff harren, und er wird uns Helsen; das ist der Herr, auf den wir harren, daß wir uns freuen und fröhlich seyn in seinem Heil. * Ps- 48/ 1 §. 1 - Ps. 42/ 6. 12 . 40 . Denn die Hand des Herrn ruhet auf diesem Berge. Moab aber wird unter ihm zerdroschen werden, wie Stroh zerdroschen wird, und wie Koth. 11 . Und er wird seine Hände ausbreiten mitten unter sie, wie sie ein Schwimmer ausbreitet zu schwimmen; und wird ihre Pracht niedrigen mit den Armen seiner Hände. 12 . Und die hohe Festung eurer Mauern beugen , niedrigen und in den Staub zu Boden werfen. Das 26. Capitel. Austmmtmmg der Kirche/ Gott in Trübsal zu vertrauen. 1. Du der Zeit wird man ein solches Lied singen ^ jm Lande Juda: Wir haben eine" feste Stadt, Mauern und Wehre find Heil. * Ps. 46/ 2 . 6. Ps. 87/ 1. Matth. 16 / 18 . 2 . "Thut die Thore auf, daß herein gehe das gerechte Volk, das den Glauben bewahret. * Ps. 118/ IS. 3. Du erhältst stets Frieden nach gewisser Zusage ; denn mau verläßt sich auf dich. Darum * verlasset euch auf den Herrn ewiglich; denn Gott, der Herr, ist ein Fels ewiglich. ' Ps. 118/ 8. 9. 5. Und er beuget die, so in der Höhe wohnen; die hohe Stadt niedriget er, ja er stößt sie zu der Erde, daß sie im Staube liegt, 6. Daß sie mit Füßen zertreten wird, ja mit Füßen der Armen, mit Fersen der Geringen. 7. Aber des Gerechten Weg ist schlecht (gerade), den Steig des Gerechten machst du richtig. 8. Denn wir warten auf dich, Herr, im Wege deines Rechten; * des Herzens Lust stehet zu deinem Nahmen, und deinem Gedächtniß. * Ps. 37/ 4. 9. Von Herzen begehre ich deiner des Nachts, dazu mit meinem Geist in mir wache ich frühe zu dir. Denn wo dein Recht im Lande gehet, so lernen die Einwohner des Erdbodens Gerechtigkeit. 10. Aber wenn den Gottlosen gleich Gnade angebothen wird; so lernen sie doch nicht Gerechtigkeit , sondern thun nur übel im richtigen Lande; denn sie sehen des Herrn Herrlichkeit nicht. 14. Herr, deine Hand ist erhöhet, das sehen sie nicht: wenn sie es aber sehen werden, so werden sie zu Schanden werden im Eifer über die Heiden; dazu wirst du sie mit Feuer, damit du deine Feinde verzehrest, verzehren. 42 . Aber uns, Herr, wirst du Frieden schaffen; denn " alles, was wir ausrichten, das hast du uns gegeben. "S»h. i-,-. 13. Herr, unser Gott, es herrschen wohl andere Herren über uns, denn Du; aber wir gedenken doch allein deiner und deines Nahmens. i^. Die Tobten bleiben nicht leben, "die Verstorbenen stehen nicht auf; denn du haß sie heimgesucht und vertilget, und zu Nichte gemacht alles ihr Gedächtniß. "Off. 20 /L. 15. Aber du, Herr, fahrest fort unter den Heiden, du fahrest immer fort unter den Heiden, beweisest deine Herrlichkeit, und kommst ferne bis an der Welt Ende. 16. Herr, wenn " Trübsal da ist, so sucht man dich ; wenn du ge züchtigest, so rufen sie ängstlich. * Ps. 18/ 7. Ps. 77/ 4. 4 7. Gleichwie " eine Schwangere, wenn sie bald gebären soll; so ist ihr angst, sie schreyet in ihren Schmerzen. So gehet es uns auch, Herr, vor deinem Angesicht. *M. 16 , 21 . 18 . Da sind wir auch" schwanger und ist uns bange, daß wir kaum Odem hohlen: noch können wir dem Lande nicht helfen, und die Einwohner auf dem Erdboden wollen nicht fallen. * Micha 4/ 10 . Off. 12/ 1. 19. Aber deine "Todten werden leben, und mit dem Leichnam auferftehen. Wachet auf und rühmet, die ihr lieget unter der Erde: denn dein Thau ist ein 646 Gerichte Gottes. Last über Israel und Juda. I e sa i a 27. 28. Thau des grünen Feldes. Aber das Land der Todten wirft du stürzen. * Ezech. 37/ 3. 5. Off. 20/ 4 - 6. 20. * Gehe hin, mein Volk, in deine Kammer, und schließe die Thür nach dir zu; verbirg dich einen kleinen Augenblick, bis der Zorn vorüber gehe. ' c. 2/ io. Ps. 57/ 2. 21. Denn siehe, der Herr* wird ausgehen von seinem Ort, heimzusuchen die Bosheit der Einwohner des Landes über sie, daß das Land wird offenbaren ihr Blut, und nicht weiter verhehlen , die darinnen erwürget find. * Mich. 1/ 3. Off. 17. 18. Das 27. Capitel. Gottes Gericht über alle Verwüster des geistlichen Weinberges. 1. Du der Zeit wird der Herr* heimsuchen mit ^ seinem harten, großen und starken Schwert, beydes den Leviathan, der eine gerade Schlange, und den Leviathan, der eine krumme Schlange ist; und wird die Drachen im Meer erwürgen. * c. 24/ 21. Off. 12/ 9. c. 19/ 20. c. 20/ 2. 2. Zu der Zeit wird man singen von dem Weinberge des besten Weins: 3. Ich, der Herr, behüthe ihn und feuchte ihn bald, daß man seiner Blätter nicht vermisse; ich will ihn Tag und Nacht behüthen. Gott * zürne nicht mit mir. Ach daß ich möchte mit den Hecken und Dornen kriegen! so wollte ich unter sie reiffen, und sie auf einen Haufen anstecken. * Ps. n», is. L. Er wird mich erhalten bey meiner Kraft, und wird mir Frieden schaffen; Frieden wird er mir dennoch schaffen, o. Es wird dennoch dazu kommen, daß Jakob * wurzeln wird, und Israel blühen und grünen wird, daß sie den Erdboden mit Früchten erfüllen. * c. 37/ 31. 7 . Wird er doch nicht geschlagen, wie ihn seine Feinde schlagen; und wird nicht erwürget, wie ihn seine Feinde erwürgen: 8. Sondern mit Maßen richtest du sie, und lassest sie los, wenn du sie betrübet hast mit deinem rauhen Winde, nähmlich mit dem Ostwinde. y. Darum wird dadurch die * Sünde Jakobs aufhören; und das ist der Nutzen davon, daß seine Sünden weggenommen werden, in dem, daß er alle Steine des Altars macht, wie zer- stoßne Steine, zu Asche, daß keine Haine noch Bilder mehr bleiben. * c. 2,20. 10 . Denn die feste Stadt muß einsam werden, die schönen Häuser verstoßen und verlassen werden, wie eine Wüste, daß Kälber daselbst weiden und ruhen, und daselbst Reiser abfressen. 11. Ihre Zweige werden vor Dürre brechen, daß die Weiber kommen und Feuer damit machen werden. Denn es ist ein unverständiges Volk: darum wird sich auch ihrer nicht erbarmen, der sie gemacht hat; und der sie geschaffen hat, wird ihnen nicht gnädig seyn. 12. Zu der Zeit wird der Herr worfeln von dem Ufer des Wassers, bis an den Bach Egyptens: und ihr Kinder Israel werdet versammelt werden, Einer nach dem Andern. 13. Zu der Zeit wird man mit einer großen Posaune blasen: so werden kommen die Verlornen im Lande Assur und die Verstoßnen im Lande Egypten, und werden den Herrn anbethen auf dem heiligen Berge zu Jerusalem. Das 28. Capitel. Last des Reichs Israel und Juda. 1. Mehe der prächtigen Krone der Trunkenen von Ephraim, der welken Blume ihrer lieblichen Herrlichkeit, welche stehet oben über einem fetten Thal derer, die vom Wein taumeln. 2. Siehe, ein Starker und Mächtiger vom Herrn, wie ein Hagelfturm, wie ein schädliches Wetter, wie ein Wasserfturm, die mächtiglich einreissen, wird in das Land gelassen mit Gewalt, 3 . Daß die prächtige Krone der Trunkenen von Ephraim mit Fußen zertreten werde. Und die welke Blume ihrer lieblichen Herrlichkeit, welche stehet oben über einem fetten Thal, wird seyn gleich wie das Reife vor dem Sommer, welches verdirbt, wenn man es noch ' an seinem Zweige hangen stehet. 5 . Zu der Zeit wird der Herr Zebaoth seyn eine liebliche Krone und herrlicher Kranz den Uebrigen seines Volks; 6 . Und ein Geist des Rechts dem, der zu Gericht fitzt; und eine Stärke denen, die vom Streit wieder kommen zum Thor. 7. Dazu sind diese auch vom Wein toll geworden , und taumeln von starkem Getränk. Denn beyde Priester und Propheten sind toll von starkem Getränk, sind im Wein ersoffen, und taumeln von starkem Getränk; sie sind toll im Weissagen , und koken (stammeln) die Urtheile heraus. 8 . Denn alle Tische sind voll Speyens und Unflaths an allen Orten. 9 . Wen soll er denn lehren das Erkenntniß? Christus, der Eckstein. Iesaia Wem soll er zu verstehen geben die Predigt? Den Entwöhnten von der Milch; denen, die von Brüsten abgesetzt sind. 10. Denn (sie sagen:) Gebiethe hin, gebiethe her; gebiethe hin, gebiethe her; harre hier, harre da; harre hier, harre da; hier ein wenig, da ein wenig. 11. Wohlan, Er wird einmahl mit * spöttischen Lippen und mit einer andern Zunge reden zu diesem Volk, welchem jetzt dieß geprediget wird: * i Cor. 14/ 21 . 12. So hat man * Ruhe, so erquickt man die Müden, so wird man stille; und wollen doch solcher Predigt nickt. * Matth. ii/ 28.29. 13. Darum soll ihnen auch des Herrn Wort eben also werden: Gebiethe hin, gebiethe her; gebiethe hin, gebiethe her; harre hier, harre da; harre hier, harre da; hier ein wenig , da ein wenig; daß sie Angehen , und ' zurück fallen, zerbrechen, verstrickt und gefangen werden. * c. 8, 1 L. i-L. So höret nun des Herrn Wort, ihr Spötter, die ihr herrschet über dieß Volk, so zu Jerusalem ist. 15. Denn ihr sprechet: Wir haben mit dem Tode einen Bund, und mit der Hölle einen Verstand gemacht; wenn etne Fluth daher gehet, wird sie uns nicht treffen; denn wir haben die Lügen unsere Zuflucht, und Heucheley unfern Schirm gemacht. 16. Darum spricht der Herr Herr: Siehe, ich ' lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen köstlichen Eckstein, der wohl gegründet ist. Wer glaubet, der fliehet nicht. * Matth. 21/ 42 . Rom. 10, 11. 17. Und ich will das Recht zur Richtschnur, und die Gerechtigkeit zum Gewicht machen: so wird der Hagel die falsche Zuflucht wegtreiben, und Wasser sotten den Schirm wegschwemmen, 18. Daß euer Bund mit dem Tode los werde, und euer Verstand mit der Hölle nicht bestehe. Und wenn eine Fluch daher gehet, wird sie euch zertreten; so bald sie daher gehet, wird sie euch wegnehmen. 19. Kommt sie des Morgens, so geschiehst es des Morgens : also auch, sie komme des Tages oder des Nachts. Denn allein die Anfechtung lehret ans das Wort merken. 20. Denn das Bette ist so eng, daß nichts übrig ist; und die Decke ist so kurz, daß man sich darein schmiegen muß. 28 . 29 . _Gott züchtiget. 647 21. Denn der Herr wird sich aufmachen, wie auf dem * Berge Prazim; und zürnen, wie im -!- Thal Gibeon, daß er sein Werk thue auf eine andere Weise, und daß er seine Arbeit thue auf eine andere Weise. * 2 Sam. 5/ 20 . 1 Chr. 14, 11 . -s Jos. io, 12 . 22. So laßt nun euer Spotten, auf daß eure Bande nicht härter werden: denn ich habe ein * Verderben und Steuren gehöret, so vom Herrn Herrn Zebaoth geschehen wird in aller Welt. * c. 10 / 2 z. 23. Nehmet zu Ohren, und höret meine Stimme; merket auf, und höret meine Rede: 2^. Pflüget, oder brechet, oder arbeitet auch ein Ackermann seinen Acker immerdar zur Saat? 25. Ist es nicht also? Wenn er es gleich gemacht hat, so streuet er Wicken, und wirft Kümmel, und säet Weizen und Gerste, Jegliches, wo er es hin haben will, und Spelt an seinen Ort. 26. Mo züchtiget sie auch ihr Gott durch Recht, und lehret sie. 27. Denn man drischt die Wicken nicht mit Egen, so läßt man auch nicht das Wagenrad über den Kümmel gehen; sondern die Wicken schlägt man aus mit einem Stabe, und den Kümmel mit einem Stecken. 28. Man mahlt es, daß es Brot werde, und drischt es nicht gar zu Nichte, wenn man es mit Wagenrädern und Pferden ausdrischet. 29. Solches geschiehst auch vom Herrn Zebaoth: denn sein Rath ist wunderbarlich, und führet es herrlich hinaus. Das 29. Capitel. Jerusalem soll zerstöret, die Juden verblendet, die Heiden bekehret werden. 1. ANehe Ariel, Ariel, du Stadt des Lagers Davids! Ihr haltet Iahrszeiten, und feyert Feste. 2. Aber ich will den Ariel ängsten, daß er traurig und jammerig sey; und soll mir ein rechter Ariel seyn. 3. Denn * ich will dich belagern rings umher, und will dich ängsten mit Bollwerk, und will Wälle um dich aufführen lassen. * Ez. 17, 17. Luc. 19/ 43. Alsdann sollst du geniedriget werden, und aus der Erde reden, und aus dem Staube mit deiner Rede mummeln, daß deine Stimme sey, wie eines Zauberers aus der Erde, und deine Rede aus dem Staube wispele. 648 Trost für Elende. Belagerung Jerusalems. Iesaia 29. 30. Z. Und die Menge, die dich zerstreuen, werden so viel seyn, als ein dünner Staub, und die Menge der Tyrannen, wie eine webende Spreu: und das soll plötzlich bald geschehen. 6. Denn du wirst vom Herrn Zebaoth heimgesucht werden, mit Wetter und Erdbeben, und großem Donner, mit Windwirbel und Ungewitter, und mit Flammen des ' verzehrenden Feuers. * c. 30, 30. 7 . Aber wie ein Nachtgeficht im Traum, so soll seyn die Menge aller Heiden, so wider Ariel streiten, sammt allem ihrem Heer und Bollwerk, und die ihn ängstigen. 8 . Denn gleichwie einem Hungrigen träumet, daß er esse, wenn er aber aufwacht, so ist seine Seele noch leer; und wie einem Durstigen träumet , daß er trinke, wenn er aber aufwacht, ist er matt und durstig: also soll seyn die Menge aller Heiden, die wider den Berg Zion streiten. 9. Erstarret, und werdet verstürzt, verblendet euch, und werdet trunken, doch nicht vom Wein, taumelt, doch nicht von starkem Getränk. 10. Denn der Herr hat euch einen Geist des harten Schlafs eingeschenket, und eure Augen zugethan; eure Propheten und Fürsten, sammt den * Sehern, hat er geblendet, * i Sam. s, 9. 11. Daß euch aller (Propheten) Gesichte seyn werden, wie die Worte eines versiegelten Buchs, welches, so man es gäbe dem, der lesen kann, und spräche: Lieber, lies das; und er spräche: Ich kann nicht, denn es ist versiegelt. 12. Oder, gleich als wenn man es gäbe dem, der nicht lesen kann, und spräche: Lieber, lies das; und er spräche: Ich kann nicht lesen. 13. Und der Herr spricht: Darum, daß dieß Volk zu mir nahet mit ' seinem Munde, und mit seinen Lippen mich ehret; aber ihr Herz ferne von mir ist, und mich fürchten nach Men- schengeboth, die sie lehren: * MM. 15, 8 . 1^. So will ich auch mit diesem Volk wunderlich umgehen, aufs wunderlichste und seltsamste, daß * die Weisheit seiner Weisen untergehe, und der Verstand seiner Klugen verblendet werde. * Obadja v. 8. i Cor. i, 19. 15. Wehe, die verborgen seyn wollen vor dem Herrn, ihr Vornehmen zu verhehlen, und ihr Thun im Finstern halten, und * sprechen: Wer stehet uns? und wer kennet uns ? "Hiob - 4 ,15. 16. Wie seyd ihr so verkehrt? Gleich als wenn des Töpfers Thon gedächte, und ein Werk spräche von seinem Meister: Er hat mich nicht gemacht; und ein Gemächte spräche von seinem Töpfer: Er kennet mich nicht. . 17. Wohlan, es ist noch um ein klein wenig zu Lhun; so soll Libanon ein * Feld werden, und das Feld soll ein Wald gerechnet werden. " c. 32/ 15. 1s. Denn zu derselbigen Zeit werden die Tauben hören die Worte des Buchs, und * die Augen der Blinden werden aus dem Dunkel und Finsterniß sehen, *-. 3 -/ 5 . 19. Und die Elenden werden wieder Freude haben am Herrn, und die Armen unter den Menschen werden fröhlich seyn in dem Heiligen Israels ; 20. Wenn die Tyrannen ein Ende haben, und mit den Spöttern aus seyn wird, und vertilget seyn werden alle die, so wachen, Mühe anzurichten , 21. Welche die Leute sündigen machen durchs Predigen, und stellen dem * nach, der sie straft im Thor, weichen durch Lügen vom Gerechten. * AllioL 3/ 10 . 22. Darum spricht der Herr, der Abraham erlöset hat, zum Hause Jakobs also: Jakob soll nicht mehr zu Schanden werden, und sein Antlitz soll sich nicht mehr schämen. 23. Denn wenn sie sehen werden ihre Kinder, die Werke meiner Hände unter ihnen; werden sie meinen Nahmen heiligen, und werden den Heiligen in Jakob heiligen, und den Gott Israels fürchten. 2^. Denn die, so irrigen Geist haben, werden Verstand annehmen, und die Schwätzer werden sich lehren lassen. Das 30 . Capitel. Auf Gott, und nicht auf Creaturcn, soll man Verträum setzen. i.IAehe den * abtrünnigen Kindern, spricht der Herr, die ohne mich rathschlagen, und ohne meinen Geist Schutz suchen, zu häufen eine Sünde über die andere; ' c. i, 2. 2. Die hinab ziehen in Egypten, und fragen meinen Mund nicht, daß sie sich stärken mit der Macht Pharao, und sich beschirmen unter dem Schatten Egyptens. 3. Denn es soll euch die Stärke Pharao zur Schande gerathen, und der Schutz unter dem Schatten Egyptens zum Hohn. Ihre Fürsten sind wohl zu Zoan gewesen, und ihre Bothschaft gen Hanes gekommen: s. Aber sie müssen doch alle zu Schanden werden über dem Volk, das ihnen nicht nütze seyn kann, Nicht auf Menschen, sondern Iesaia 30. auf Gott zu trauen. 649 kann, weder zur Hülfe noch sonst zu Nutz, sondern nur zur Schande und Spott. 6. Dieß ist die Last über die Thiere, so gegen Mittag ziehen, da Löwen und Löwinnen stnd, ja Ottern und feurige fliegende Drachen, im Lande der Trübsal und Angst. Sie führen ihr Gut auf der Füllen Rücken, und ihre Schätze auf der Kameele Höcker, zum Volk, das ihnen nicht nütze seyn kann. 7. Denn Egypten ist nichts, und ihr Helfen ist vergeblich. Darum predige ich davon also: Die * Rahab wird stille dazu sitzen. * Ps. 87, 4. Ps. 89, 11. 8. So gehe nun hin, und schreibe es ihnen auf eine Tafel, und zeichne es in ein Buch, daß es bleibe für und für ewiglich. 9. Denn es ist ein ungehorsames Volk, und verlogene Kinder, die nicht hören wollen des Herrn Gesetz; 10. Sondern sagen zu den Sehern: Ihr sollt nicht sehen; und zu den Schauern: Ihr sollt uns nicht schauen die rechte Lehre; prediget uns aber sanft, schauet uns Läuscherey; i i. Weichet vom Wege, macht euch von der Bahn; laßt den Heiligen in Israel aufhören bey uns. 12. Darum spricht der Heilige in Israel also: Weil ihr dieß Wort verwerfet, und verlasset euch auf' Frevel und Muthwillen, und trotzet darauf : * c. 47,10. 13. So soll euch solche Untugend seyn, wie ein Riß an einer hohen Mauer, wenn es beginnet zu rieseln, die plötzlich unversehens einfüllt und zerschmettert; 14. Als wenn ein Topf zerschmettert würde, den man zerstößt, und seiner nicht schonet, also, daß man von seinen Stucken nicht eine Scherbe sindet, darinnen man Feuer hohle vom Herde, oder Wasser schöpfe aus einem Brunnen. 15. Denn so spricht der Herr Herr, der Heilige in Israel: Wenn * ihr stille bliebet, so würde euch geholfen; durch Srilleseyn und Hoffen würdet ihr stark sevn. Abertihr Wollt Nicht , * Ps. 37, 7. -k- Matth. 23, 37. 16. Und sprechet: Nein, sondern auf Rossen wollen wir fliehen. Darum werdet ihr flüchtig seyn: Und auf Läufern wollen wir reiten. Darum werden euch eure Verfolger übereilen. 17. Denn * Euer tausend werden fliehen vor eines Einigen Schelten, ja vor saufen werdet ihr alle fliehen, bis daß ihr überbleibet, wie ein Maftbaum oben auf einem Berge, und wie ein Panter oben auf einem Hügel. *3 Mos. 26,36. 18. Darum harret der Herr, daß er euch gnädig sey, und hat sich aufgemacht, daß er sich euer erbarme: denn der Herr ist ein Gott des Gerichts; 'wohl allen, die Seiner harren. * Ps. 2, 12. Ps. 34, s. 19. Denn das Volk Zions wird zu Jerusalem wohnen, du wirst nicht weinen. Er wird dir gnädig seyn, wenn du rufest; er wird dir antworten, so bald er es höret. 20. Und der Herr wird euch in Trübsal'Brot, und in Aengften Wasser geben. Denn er wird deinen Lehrer nicht mehr lassen wegfliehen, sondern deine Augen werden deinen Lehrer sehen, * e. 33,16. 21. Und deine Ohren werden hören das Wort hinter dir sagen also her: Dieß ist der Weg, denselbigen gehet; sonst ' weder zur Rechten noch zur Linken. * 3 Mos. 3, 32. c. 28, 14. Spr. 4, 27. 22. Und ihr werdet entweihen eure übersilber- ten Götzen, und die goldenen Kleider eurer Bilder, und werdet sie wegwerfen, wie einen Unflath, und zu ihnen sagen: Hinaus! 23. So wird er deinem Samen, den du auf den Acker gesäet Haft , Regen geben , und Brot von des Ackers Einkommen, und desselbigen volle Genüge. Und dein Vieh wird sich zu der Zeit weiden in einer wetten Aue. 24. Die Ochsen und Füllen, so den Acker bauen, werden gemengetes Futter essen, welches geworfelt ist mit der Worfsckaufel und Wanne. 25. Und es werden auf allen großen Bergen, und auf allen großen Hügeln zerrheilte Waffer- ströme gehen, zu der Zeit der großen Schlacht, wenn die Tbürme fallen werden. 26. Und des Mondes Schein wird seyn wie der Sonnen Schein, und der Sonnen Schein wird siebenmahl Heller seyn, denn jetzt; zu der Zeit, wenn der Herr den Schaden seines Volks verbinden, und seine Wunden heilen wird. 27. Siehe, des Herrn Nahmen kommt von ferne, sein Zorn brennet, und ist sehr schwer, seine Lippen sind voll Grimm, und seine Zunge wie ein verzehrendes Feuer. 28. Und sein Odem wie eine Wasserflnth, die bis an den Hals reicht, zu zerflreuen die Heiden , bis sie zu Nichte werden, und die Völker mit einem Zaum in ihren Backen hin und her treibe. 29. Da werdet ihr singen, wie zur Nacht eines N n n n 650 Gott hilft wider Assur. Nichtige Hülfe Iesaia 30-32. Egyptens. Reich Christi. heiligen Festes/ und euch von Herzen freuen/ als wenn man mit der Pfeife gehet zum Berge des Herrn, zum Hort Israels. 30. Und der Herr wird seine herrliche Stimme schallen lassen, daß man sehe seinen ausgereckten Arm mit zornigem Drohen/ und mit * Flammen des verzehrenden Feuers, mit Strahlen / mit starkem Regen / und mit Hagel. ' c. 29,6. 31. Denn Assur wird erschrecken * vor der Stimme des Herrn, der ihn mit der Ruthe schlägt. * Ps. 29/ 4. 7. 32. Denn es wird die Ruthe ganz durchdringen , und wohl treffen, wenn sie der Herr über ihn führen wird, mit Pauken und Harfen / und allenthalben wider sie streiten. 33. Denn die Grube ist von gestern her zugerichtet ; ja dieselbige ist auch dem Könige bereitet/ tief und weit genug; so ist die Wohnung darinnen, Feuer und Holz die Menge. Der Odem des Herrn wird sie anzünden, wie ein Schwefelstrom. Das 31. Capitel. Nichtige Hülfe der Egypter. Göttlicher Sieg wider die Assyrer. 1. M!ehe denen, die hinab ziehen in Egypten um Hülfe, und verlassen sich auf Rosse, und hoffen auf Wagen, daß derselbigen viele sind, und auf Reiter, darum, daß sie sehr stark find, und halten sich nicht zum Heiligen in Israel , und fragen nichts nach dem Herrn. 2. Er aber ist weise, und bringet * Unglück herzu, und wendet seine Worte nicht; sondern wird sich aufmachen wider das Haus der Bösen, und wider die Hülfe der Uebelthäter. *Amos3,6. 3. Denn Egypten ist Mensch und nicht Gott, und ihre Rosse sind Fleisch und nicht Geist. Und der Herr wird seine Hand ausrecken, daß der Helfer strauchele, und der, dem geholfen wird, falle, und alle mit einander umkommen. Denn so spricht der Herr zu mir: Gleichwie ein Löwe und ein junger Löwe brüllet über seinem Raube, wenn der Hirten Menge ihn anschreyet, so erschrickt er vor ihrem Geschrey nicht, und ist ihm auch nicht Leid vor ihrer Menge; also wird * der Herr Zebaoth hernieder fahren, zu streiten auf dem Berge Zion und auf seinem Hügel. * Off. 19/ 11. 5. Und der Herr Zebaoth wird Jerusalem beschirmen, wie die Vogel thun mit Flügeln, schützen, erretten, darinnen umgehen, und aushelfen. 6. Kehret * um, ihr Kinder Israel, die ihr sehr abgewichen seyd. 3/12. 7. Denn zu der Zeit wird ein * Jeglicher seine silberne und goldene Götzen verwerfen, welche euch eure Hände gemacht hatten zur Sünde. * c. 2 / 20. c 27 / 9. c. 3 o, 22. 8. Und Assur soll fallen, nicht durch * Manns- Schwert , und soll verzehret werden, nicht durch Menschen - Schwert; und wird doch vor dem Schwert fliehen, und seine junge Mannschaft wird zinsbar werden; - c. 17,12. c. 37, 36. En. 19,33. 9. Und ihr Fels wird vor Furcht wegziehen, und seine Fürsten werden vor dem Panier die Flucht geben, spricht der Herr, der zu Zion Feuer, und zu Jerusalem einen Herd hat. Das 32. Capitel. Beständige Glückseligkeit des Reichs Christi. 1. jMehe, es wird ein * König regieren, Ge- ^ rechtigkeit anzurichten, und Fürsten werden herrschen, das Recht zu handhaben, * Her. 23 , s. 6. c. 33 , 15 . 16. 2. Daß Jedermann seyn wird als einer, der vor dem Winde bewahret ist, und wie einer, der vor dem Platzregen verborgen ist, wie die Wasserbäche am dürren Ort, wie der * Schatten eines großen Felsen im trockenen Lande; * c. 23 , 4 . 3. Und der Sehenden Augen werden sich nicht blenden lassen, und die Ohren der Zuhörer werden aufmerken, Und die Unvorsichtigen werden Klugheit lernen, und der Stammelnden Zunge wird fertig und reinlich reden. s. Es wird nicht mehr ein Narr Fürst heissen, noch ein Geiziger Herr genannt werden. 6. Denn ' ein Narr redet von Narrheit, und sein Herz gehet mit Unglück um, daß er Heuche- ley anrichle, und predige von dem Herrn Jrr- sal, damit er die hungrigen Seelen aushungere, und den Durstigen das Trinken wehre. * Spr. 13 , 16. c. 13 , 2. 7. Denn des * Geizigen Regieren ist eitel Schaden; denn er erfindet Tücke, zu verderben die Elenden mit falschen Worten, wenn er des Armen Recht reden soll. * Spr. 29,4. 8. Aber die Fürsten werden fürstliche Gedanken haben, und darüber halten. 9. Stehet auf, ihr stolzen Frauen, höret meine Stimme; ihr Töchter, die ihr so sicher seyd, nehmet zu Ohren meine Rede: 10. Es ist um Jahr und Tag zu thun, so werdet ihr Sichern zittern; denn es wird keine Weinernte, so wird auch kein Lesen werden. 11 . Erschrecket, ihr stolzen Frauen, zittert, Assyrer verjagt. Iesaia 32. 33. Trost für Bußfertige. 651 ihr Sichern; es ist vorhanden Ausziehen, Blößen und Gürten um die Lenden. 12. Man wird klagen um die Aecker, ja um die lieblichen Aecker, um die fruchtbaren Weinstöcke. 13. Denn es werden aufdem Acker meines Volks Dornen und Hecken wachsen, dazu über allen Freudenhäusern in der fröhlichen Stadt. i^. Denn die Palläfte werden verlassen seyn, und die Menge in der Stadt einsam seyn, daß die Thürme und Festungen ewige Höhlen werden, und dem Wild zur Freude, den Herden zur Weide, is. Bis so lange, daß über uns ausgegossen werde der * Geist aus der Höhe. So wird dann die Wüste zum Acker werden, und der Acker für einen Wald gerechnet werden. * «. 44/ 2. Ezech. 39/ 29. Joel 3/ 1. 16. Und das Recht wird in der Wüste wohnen, und Gerechtigkeit auf dem Acker Hausen. 17. Und der Gerechtigkeit Frucht wird Friede seyn, und der Gerechtigkeit Nutzen wird ewige Stille und Sicherheit seyn, i«. Daß mein Volk in Häusern des Friedens wohnen wird, in sichern Wohnungen, und in stolzer Ruhe. is. Aber Hagel wird seyn den Wald hinab, und die Stadt danieden wird niedrig seyn. 20. Wohl euch, die ihr säet allenthalben an den Wassern; denn da mögt ihr die Füße der Ochsen und Esel darauf gehen lassen. Das 33. Capitel. Die Asii>rer solle» verjagt/ Jerusalem und die Kirche beschützet werden. i.IAehe aber dir, du Verftörer! Meinest du, ^ du werdest nickt verftöret werden? Und du Verächter! meinest du, man werde dich nicht verachten? Wenn du das Verstören vollendet hast, so * wirst du auch verftöret werden; wenn du des Verachtens ein Ende gemacht hast, so wird man dich wieder verachten. ' c. 37/ 36.3». 2. Herr- sey uns gnädig, denn auf dich harren wir; sey ihr Arm frühe, dazu unser Heil zu der Zeit der Trübsal. 3. Laß stiehen die' Völker vor dem großen Getümmel , und die Heiden zerstreuet werden, wenn du dich erhöhest. * Ps- 6», 2. -4. Da wird man euch aufraffen als einen Raub, wie man die Heuschrecken aufraffc, und wie die Käfer zerscheucht werden, wenn man sie uberfällt. s. Der Herr ist erhaben, denn er wohnet in der Höhe. Er hat Zion voll Gericht und Gerechtigkeit gemacht. 6. Und wird zu deiner Zeit Glaube seyn, und Herrschaft, Heil, Weisheit, Klugheit; Furcht des Herrn werden sein Schatz seyn. 7. Siehe, ihre Bothen schreyen draußen, die Engel des Friedens weinen bitterlich (und sprechen :) 8. Die Steige sind wüste, es gehet Niemand mehr auf der Straße. Er hält weder Treue noch Glauben; er verwirft die Städte, und achtet der Leute nicht. 9. Das Land liegt kläglich und jämmerlich, der Libanon stehet schändlich zerhauen, und Saron ist wie ein Gefilde, und Basan und Carmel ist öde. 10. Nun will ich mich aufmachen, spricht der Herr, nun will ich mich erheben, nun will ich hoch kommen. 11. Mit * Stroh gehet ihr schwanger, Stoppeln gebäret ihr; Feuer wird euch mit euerm Muth verzehren. ' Ps. 7,15. 12. Denn die Völker werden zu Kalk verbrannt werden, wie man abgehauene Dornen mit Feuer ansteckt. 13. So höret nun ihr, die ihr ferne seyd , was ich gethan habe; und die ihr nahe seyd, merket meine Stärke. 1^. Die Sünder zu Zion sind erschrocken, Zittern ist die Heuchler angekommen (und sprechen:) Wer ist unter uns, der bey einem verzehrenden Feuer wohnen möge? Wer ist unter uns, der bey der ewigen Glut wohne? 15. Wer' in Gerechtigkeit wandelt und redet, was recht ist; wer Unrecht hasset sammt dem Geiz, und seine Hände abziehet, daß er nicht Geschenk nehme; wer seine Ohren zustopfet, daß er nicht Blutschulden höre, und seine Augen zuhält, daß er nicht Arges sehe, * Ps. 1L/ 2. Ps. 24/ 3. 4. Matth. L, 3. 8. 16. Der wird in der Höhe wohnen, und Felsen werden seine Feste und Schutz seyn. Sein * Brot wird ihm gegeben, sein Wasser hat er gewiß. * c. 30, 20. 17. Deine Augen werden den König sehen in seiner Schöne, du wirft das Land erweitert sehen, 18. Daß sich dein Herz sehr verwundern wird, und sagen: * Wo sind nun die Schriftgelehrten? Wo find die Räthe? Wo find die Kanzler? * i Cor. 1/ 20. 19. Dazu wirst du das starke Volk nicht sehen, das Volk von tiefer ' Sprache, die man nicht N n n n 2 652 Tag der Rache wider Iesaia 33. 34. vernehmen kann/ und von undeutlicher Zunge/ die man nicht verstehen kann. * 5 Mos. 28/ 49. Jer. 5/ 15. 20. Schaue/ Zion/ die * Stadt unsers Stifts; deine Augen werden Jerusalem sehen / eine sichere Wohnung/ eine Hütte, die nicht weggeführet wird, welcher Nägel sollen nimmermehr ausgezogen , und ihrer Seile keines zerrissen werden. * Ps. 122/ 3. 4. 2 t. Denn der Herr wird mächtig daselbst bey nns seyn, und werden weite Wassergraben seyn, daß darüber kein Schiff mit Rudern fahren, noch Galeeren dahin schiffen werden. 22. Denn der Herr ist unser Richter, der Herr ist unser Meister, der Herr ist unser König, der hilft uns. 2 3 . Laßt sie ihre Stricke spannen, sie werden doch nicht halten; also werden sie auch das Fähnlein nicht auf den Mastbaum ausstecken. Dann wird viel köstlicher Raub ausgetheilet werden, daß auch die Lahmen rauben werden. Und kein Einwohner wird sagen: Ich bin schwach. Denn das Volk, so darinnen wohnet, wird Vergebung der Sünden haben. Das 3i. Capitel. Gottes Zorn und Gericht wider alle Feinde der Kirche. 1. L^ommt herzu, ihr Heiden, und * höret, ihr ^ Völker, merket auf; die Erde höre zu, und was darinnen ist, der Weltkreis, sammt seinem Gewächs. *-. 28/ 23 . 2. Denn der Herr ist zornig über alle Heiden, und grimmig über alles ihr Heer; er wird sie verbannen, und zum Schlachten überantworten. 3 . Und ihre Erschlagene werden hingeworfen werden, daß der Gestank von ihren Leichnamen aufgehen wird, und die Berge mit ihrem Blut stießen. Und wird alles Heer * des Himmels verfaulen, und der Himmel wird eingewickelt werden, wie ein Brief, und alles sein Heer wird verwelken, wie ein Blatt verwelket am Weinstock und wie ein dürres Blatt am Feigenbaum. * Dan. 8/ ic>. ff Off. 6/ 14. s. Denn mein Schwert ist trunken im Himmel; und stehe, es wird hernieder fahren auf Edom, und über das verbannte Volk zur Strafe. 6 . Des Herrn Schwert ist voll Blut, und dick vom Fetten, vom Blut der Lämmer und Böcke, von der Nieren Fett aus den Widdern; denn der Herr hält ein Schlachten zu Bozra, und ein großes Würgen im Lande Edom. die Feinde der Kirche. 7 . Da werden die Einhörner sammt ihnen herunter müssen, und die Farren sammt den gemästeten Owsen. Denn ihr Land wird trunken werden vom Blut, und ihre Erde dick werden vom Fetten. 8. Denn es ist * der Tag der Rache des Herrn, und das Jahr der Vergeltung, zu rächen Zion. * c. 63/ 4. Jer. 51/ 6. 9 . Da werden ihre Bäche zu Pech werden, und ihre Erde zu Schwefel; ja ihr Land wird zu brennendem Pech werden, 10. Das weder Tag noch Nacht verlöschen wird, sondern * ewiglich wird Rauch von ihr aufgehen, und wird für und für wüste seyn, daß Niemand dadurch gehen wird in Ewigkeit; * Off. - 9 / 3. 11. Sondern" Rohrdommeln und Igel werden es inne haben, Nachteulen und Naben werden daselbst wohnen. Denn er wird eine Meßschnur darüber ziehen, daß sie wüste werde / und ein Richtbley, daß sie öde sey , * 3-ph. 2/14. 12. Daß ihre Herren heissen müssen Herren ohne Laud, und alle ihre Fürsten ein Ende haben; 13. Und werden Dornen wachsen in ihren Pallästen, Nesseln und Disteln in ihren Schlössern; und wird eine * Behausung seyn der Drachen, und Weide für die Straußen. * -. iZ/ 21. 1^. Da werden unter einander laufen * Marder und Geyer , und ein Feldteufel wird dem andern begegnen; der Kobold wird auch daselbst Herbergen, und seine Ruhe daselbst finden. *Off. i«/2. 15 . Der Igel wird auch daselbst nisten und legen, brüten und aushecken unter ihrem Schatten ; auch werden die Weihen daselbst zusammen kommen. 16. Suchet nun in dem "Buch des Herrn und leset, es wird i- ntcht'an Einem derselbigen fehlen; man vermißt auch nicht dieses noch das. Denn Er ist es, der durch meinen Mund gebiethet; und sein Geist ist es, der es zusammen bringet. * 5 Mvs. 28/ 15. ff Jos. 23/ 14. 17. Er gibt das Loos über sie, und seine Hand theilt das Maß aus unter sie, das sie darinnen erben ewiglich, und darinnen bleiben für und für. Das 35. Capitel. Glückseliger Zustand der Kirche neuen Testaments. 1. Hsber die Wüste und Einöde wird lustig seyn, ^ und das Gefilde wird fröhlich stehen, und wird blühen wie die Lilien. 2. Sie wird blühen und fröhlich stehen in aller Lust und Freude. Denn die Herrlichkeit des MN mllN BDin-rk-« Mckngm" ^ JiNN !S ml! imt Wi !> Alt, tu ün »lkti nnt cknM m Mi. l-ich!lki sichln UN grnZ H 7 HÜ' Ml d Herrlichkeit-er Zeit des Messias. 'Iesaia 35. 36. Jerusalem belagert. Rede des Erzschenken. 653 Libanons ist ihr gegeben, der Schmuck Carmels und Sarons. Sie ' sehen die Herrlichkeit des Herrn, den Schmuck unsers Gottes.' Loh. i, 14. 3 . Stärket 'die müden Hände, und erquicket die strauchelnden Knie. * Zach. 8 ,9.13. Ebr. 12,12. 4 . Sagt den verzagten Herzen: Seyd getrost, fürchtet euch nicht! Sehet, euer Gott, der kommt zur Rache; Gott, der da' vergilt, kommt und wird euch helfen. * Ps. 94, 1. s. Alsdann werden'der Blinden Augen aufgeth an werden, und der Tauben Ohren werden geöffnet werden. * Matth. 11 / 5 . c. 15 / 30. Lue. 7 / 22. 6 . Alsdann werden die' Lahmen locken (hupfen) wie ein Hirsch, und der Stummen Zunge wird Lob sagen. Denn es werden Wasser in der Wüste hin und wieder fließen, und Ströme in den Gefilden. " Gcsch.3,2.3. 7. Und wo es zuvor trocken ist gewesen, sollen Teiche stehen; und wo es dürre gewesen ist, sollen Brunnquellen seyn. Da zuvor die Schlangen gelegen haben, soll Heu und Rohr und Schilf stehen. 8 . Und es wird daselbst * eine Bahn seyn und ein Weg, welcher der heilige Weg heissen wird, daß kein Unreiner darauf gehen wird; und derselbige wird fürfiefeyn, daß man daraufgehe, daß auch die Thoren nicht irren mögen. * Lob- 14 / 6 . y. Es wird da kein Löwe seyn, und wird kein reissendes Thier darauf treten, noch daselbst gefunden werden; sondern man wird frey sicher daselbst gehen. 10. Die' Erlöseten des Herrn werden wiederkommen, und gen Zion kommen mitJauchzen; ewigeffFreude wird über ihrem Haupteseyn;FreudeundWonne werden sie ergreiffen, und Schmerz und Seufzen wird weg müssen. * «. 51/ 11. c. 62/ 12. ff c. 66/ 14. Jsh. 16, 22. ffff Off. 21, 4« Das 36. Capitel. Jerusalem von Sanherib belagert. l-Nnd es begab sich im vierzehnten Jahr des Königs Hiskia, ' zog der König zu Assyrien , Sanherib, herauf wider alle feste Städte Juda, und gewann sie. * 2Kon. i«, 13. 2. Und der König zu Assyrien sandte den Rab- fake von Lachis gen Jerusalem zu dem Könige Hiskia mit großer Macht. Und er trat an die Wasserröhren des obern Teichs, am Wege bey dem Acker des Färbers. 3. Und es ging zu ihm heraus ' Eliakim, der Sohn Hilkia, der Hofmeister, und Sebena, der Kanzler, und Joah, der Sohn Affaphs, der Schreiber. ' c. -2,20. 4. Und der Erzschenke sprach zu ihnen: Saget doch dem Hiskia: So spricht der' große König, der König zu Assyrien: Was ist das für ein Trotz, darauf du dich verlässest? * v. 13. 5. Ich achte, du lässest dich bereden, daß du noch Rath und Macht wissest zu streiten. Auf wen verlässest du denn dich, daß du mir bist abfällig geworden? 6. Verlässest du dich auf den ' zerbrochenen Rohrstab Egypten? welcher, so Jemand sich darauf lehnet, gehet er ihm in die Hand und durchbohret sie. Also thut Pharao, der König in Egypten, allen, die sich auf ihn verlassen. * 2 Kön. 18/ 21. 7. Willst du aber mir sagen: Wir verlassen uns auf den Herrn, unfern Gott? Ist es denn nicht der, welches Höhen und Altäre der Hiskia hat abgethan, und zu Juda und Jerusalem gesagt: Vor diesem Altar sollt ihr anbelhen? 8. Wohlan , so nimm es an mit meinem Herrn, dem Könige zu Assyrien: ich will dir zwey tausend Rosse geben; laß sehen, ob du bey dir könnest ausrichten, die darauf reiten. 9. Wie willst du denn bleiben vor einem Hauptmanne, der geringsten Diener Einern meines Herrn? Und du verlässest dich auf Egypten, um der Wagen und Reiter willen. 10. Dazu meinest du, daß ich ohne den Herrn bin herauf gezogen in dieß Land, daffelbige zu verderben? Ja, der Herr sprach zu mir: Ziehe hinauf in dieß Land, und verderbe es. 11. Aber Eliakim, und Sebena, und Joah sprachen zum Erzschenken: Lieber, rede mit deinen Knechten auf Syrisch, denn wir verstehen es wohl; und rede nicht auf Jüdisch mit uns vor den Ohren des Volks, das auf der Mauer ist. 12. Da sprach der Erzschenke: Meinest du, daß mein Herr mich zu deinem Herrn oder zu dir gesandt habe, solche Worte zu reden; und nicht vielmehr zu den Männern, die auf der Mauer sitzen , daß sie sammt euch ihren eignen Mist fressen und ihren Harn saufen? 13. Und der Erzschenke stand, und rief laut auf Jüdisch und sprach: Höret die Worte des ' großen Königs , des Königs zu Assyrien. ' v. 4. 14. So spricht der König: Laßt euch Hiskia nicht betrügen, denn er kann euch nicht erretten. is. Und laßt euch Hiskia nicht vertrösten auf 654 Hislia sendet zu Iesaia. Jesüia 36. 37. Hiskia bethet. Len Herrn, daß er saget: Der Herr wird uns erretten, und diese Stadt wird nicht in die Hand des Königs zu Assyrien gegeben werden. 16. Gehorchet Hiskia nicht. Denn so spricht der König zu Assyrien: Thut mir zu Dank, und geht zu mir heraus, so sollt ihr ein'Jeglicher von seinem Weinstock und von seinem Feigenbaum essen und aus seinem Brunnen trinken; * 1 Kon. 4, 25. 17. Bis daß ich komme und hohle euch in ein Land, wie euer Land ist, ein Land, da Korn und Most innen ist, ein Land, da Brot und Weinberge innen sind. 18. Laßt euch Hiskia nicht bereden, daß er saget: Der Herr wird uns erlösen. Haben auch * der Heiden Götter ein Jeglicher sein Land errettet von der Hand des Königs zu Assyrien? * c. in, Z. c. 37/ 12 . 19. Wo sind die Götter zu Hamath und Ar- pad? Wo find die Götter zu Sepharvaim? Haben sie auch Samaria errettet von meiner Hand ? 20. Welcher unter allen Göttern dieser Länder hat sein Land errettet von meiner Hand, daß der Herr sollte Jerusalem erretten von meiner Hand? 21. Sie schwiegen aber stille, und antworteten ihm nichts; denn der König hatte gebothen und gesagt: Antwortet ihm nichts. 22. Da kamen Eliakim, der Sohn Hilkia, der Hofmeister, und Sebena, der Kanzler, und Joah, der Sohn Assaphs , der Schreiber, mit zerrissenen Kleidern; und zeigten ihm an die Worte des Erzschenken. Das 37. Capitel. SanhmbS Macht wird auf Hiskia Gebeth geschlagen. 1. A)a aber ' der König Hiskia das hörete; ^ zerriß er seine Kleider, und hüllete einen Sack um sich, und ging in das Haus des Herrn; * 2 Kün. 19/ 1. 2. Und sandte Eliakim, den Hofmeister, und Sebena, den Kanzler, sammt den ältesten Priestern , mit Säcken umhüllet, zu dem Propheten Iesaia, dem Sohne Amoz, 3. Daß sie zu ihm sprächen : So spricht Hiskia: Das ist ein Tag der Trübsal, des Schel- tens und Lästerns; und gehet gleich, als wenn die Kinder bis an die Geburt gekommen sind, und ist keine Kraft da zu gebären. Daß doch der Herr, dein Gott, hören wollte die Worte des Erzschenken , welchen sein Herr, der König zu Assyrien, gesandt hat, zu lästern den lebendigen Gott, und zu schelten mit solchen Worten, wie der Herr, dein Gott, gehöret hat. Und du wolltest dein Gebeth erheben für die Uebrigen, so noch vorhanden sind. s. Und die Knechte des Königs Hiskia kamen zu Iesaia. 6. Iesaia aber sprach zu ihnen: So saget euerm Herrn: Der Herr spricht also: Fürchte dich nickt vor den Worten, die du gehöret hast, mit welchen mich die Knaben des Königs zu Assyrien geschmähet haben; 7. Siehe, ich will ihm einen andern Muth machen, und soll etwas hören, daß er wieder heim ziehe in sein Land; und will ihn durch das Schwert fällen in seinem Lande. 8. Da aber der Erzschenke wieder kam, fand er den König zu Assyrien streiten wider Libna; denn er hatte gehöret, daß er von Lachis gezogen war. 9. Denn es kam ein Gerücht von Thirhaka, der Mohren Könige, sagend: Er ist ausgezogen wider dich zu streiten. 10. Da er nun * solches hörete, sandte er Bothen zu Hiskia, und ließ ihm sagen: Saget Hiskia, dem Könige Juda, also: Laß dich deinen Gott nicht betrügen, auf den du dich Verlässe- und sprichst: Jerusalem wird nicht in die Hand des Königs zu Assyrien gegeben werden. * 2 Kön. 19/ 9. i i. Siehe, Du hast gehöret, was die Könige zu Assyrien gethan haben allen Ländern und sie verbannet: und D u solltest errettet werden? 12. Haben auch die Götter der Heiden die Länder errettet, welche meine Väter verderbet haben, als Gosan, Haran, Rezeph, und die Kinder Eden zu Thelassar? 13. Wo ist der König zu Hamath, und der König zu Arpad, und der König der Stadt Sepharvaim, Hena und Jwa? i^. Und da Hiskia den Brief von den Bothen empfangen und gelesen hatte; ging er hinauf in das Haus des Herrn, und breitete ihn aus vor dem Herrn. i s. Und Hiskia bethete zum Herrn, und sprach: 16. Herr Zebaoth, du Gott Israels, der Du über den Cherubim fitzest; Du bist allein Gott über alle Königreiche auf Erden, Du Haft Himmel und Erde gemacht. 17. Herr, neige deine Ohren und höre doch; Herr, thue deine Augen auf und siehe doch; höre doch alle die Worre Sanheribs, die er gesandt hat, zu schmähen den lebendigen Gott. 18. Wahr ist es, Herr, die Könige zu Assyrien Hiskia wird getröstet Iesaia haben wüste gemacht alle Königreiche sammt ihren Ländern , 19. Und haben ihre Götter ins Feuer geworfen ; denn ste waren nicht Götter, sondern Men- schen-Hände-Werk, Holz und Stein. Die sind umgebracht. 20 . Nun aber, Herr, unser Gott, hilf uns von seiner Hand, auf daß alle Königreiche auf Erden erfahren, daß Du Herr seyft allein. 21 . Da sandte Iesaia, der Sohn Amsz, zu Hiskia, und ließ ihm sagen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Daß du mich gebethen hast des Königs Sanheribs halben, zu Assyrien; 22 . So ist es das, das der Herr von ihm redet: Die Jungfrau Tochter Zion verachtet dich und spottet deiner , und die Tochter Jerusalem schüttelt das Haupt dir nach. 23. Wen hast du geschmähet und gelästert? Ueber wen hast du die Stimme erhoben? Und hebest deine Augen empor wider den Heiligen in Israel. 2 ^. Durch deine Knechte hast du den Herrn geschändet, und sprichst: Ich bin durch die Menge meiner Wagen herauf gezogen auf die Höhe der Berge / an den Seiten Libanons; und habe seine hohe Cedern abgehauen, sammt seinen auserwählten Tannen; und bin durch die Höhe bis an das Ende gekommen, an diesen Wald auf dem Laude. 25. Ich habe gegraben und getrunken die Wasser; und habe mit meinen Fußsohlen ausgetrocknet alle verwahrte Wasser. 26 . Haft du aber nicht gehöret, daß ich vorzeiten also gethan habe, und vor Alters so gehandelt, und thue jetzt auch also, daß feste Städte zerstöret werden zu Steinhaufen, 27 . Und ihre Einwohner geschwächet und zaghaft werden, und mit Schanden bestehen, und werden zu Feldgras und zu grünem Kraut, als Heu auf den Dächern, welches dorret, ehe denn es reif wird? 28 . Ich kenne aber deine Wohnung, deinen Auszug und Einzug, und dein Toben wider mich. 29 . Weil du denn wider mich tobest, und dein Stolz herauf vor meine Ohren gekommen ist; will ich dir einen Ring an die Nase legen, und ein Gebiß in dein Maul, und will dich des Weges wieder heimfuhren , deß du gekommen bist. 30. Das sey dir aber das Zeichen: Iß dieß Jahr, was zertreten ist; das andere Jahr, was selbst wüchset; des dritten Jabrs säet, und erntet, Vstanzet Weinberge, und esset ihre Früchte. 37. 38. und ist krank. 655 31. Denn die Erretteten vom Hause Juda, und dir überbleiben, werden noch wiederum unter sich wurzeln, und über sich Frucht tragen. 32. Denn von Jerusalem werden noch ausge- hen, die übergeblieben sind, und die Erretteten von dem Berge Zion. Solches wird thun der Eifer des Herrn Zebaoth. 33. Darum spricht der Herr also vom Könige zu Assyrien: Er soll nicht kommen in diese Stadt, und soll auch keinen Pfeil daselbst hinschießen, und kein Schild davor kommen, und soll keinen Wall um ste schütten; 3^. Sondern des Weges, deß er gekommen ist, soll er wiederkehren; daß er in diese Stadt nicht komme, spricht der Herr. 35. Denn ich will diese Stadt schützen, daß ich ihr aushelfe um meinet willen, und um meines Dieners Davids willen. 36. Da fuhr aus der Engel des Herrn, und * schlug im Assyrischen Lager hundert fünf und achtzig tausend Mann. Und da sie sich des Morgens früh aufmachten; stehe, da lag es alles eitel todte Leichname. *2Kon.i9/ZL.Esaj>i7,i2.c.3i,». 37. Und der König zu Assyrien, Sanherib, brach auf, zog weg, und kehrete wieder heim, und blieb zu Ninive. 38. Es begab sich auch, da er anbethete im Hause Nisrochs, seines Gottes, schlugen ihn seine Söhne, Adramelech und SarEzer, mit dem Schwert; und sie flohen in das Land Ararat. Und sein Sohn AssarHaddon ward König an seine Statt. Das 38. Capitel. Hiskia tödtliche Krankheit/ Genesnng und Lob Gottes. 1. Du der Zeit * ward Hiskia todtkrank. Und der Prophet Iesaia, der Sohn Amoz, kam zu ihm, und sprach zu ihm: So spricht der Herr: Bestelle dein Haus; denn du wirst sterben, und nicht lebendig bleiben. ' 2 Kön. 20/ 1. 2 Chr. 32/ 24. 2 . Da wandte Hiskia sein Angesicht zu der Wand, und bethete zum Herrn. 3. Und sprach: Gedenke doch, Herr, wie ich vor dir gewandelt habe in der Wahrheit mit * vvllkommnem Herzen; und habe gelhan, was dir gefallen hat. Und Hiskia weinele sehr. * 2 K»N. 18/ 4-6. Da geschah das Wort des Herrn zu Iesaia, und sprach: 5 . Gehe hin, und sage Hiskia: So spricht der Herr, der Gott deines Varers Davids: Ich 656 Hiskiä Klageschrift, dessen Iesaia 38 . 39 . Ehrgeiz gestraft. habe dein Gebeth gehöret, und deine Thränen gesehen; siehe, ich will deinen Tagen noch fünfzehn Jahre zulegen. 6 . Und will dich sammt dieser Stadt erretten von der Hand des Königs zu Assyrien; denn ich will diese Stadt wohl vertheidtgen. 7 . Und habe dir das zum Zeichen von dem Herrn, daß der Herr solches thun wirt^ was er geredet hat : 8 . Siehe, ich will den Schatten am Sonnenzeiger Ahas zehn Linien zurück ziehen, über welche er gelaufen ist, daß die Sonne zehn Linien zurück laufen soll am Zeiger, über welche sie gelaufen ist. 9. Dieß ist die Schrift Hiskia, des Königs Juda, da er krank gewesen, und von der Krankheit gesund geworden war. 10. Ich sprach: Nun muß ich zur Höllen Pforten fahren, da meine Zeit aus war, da ich gedachte noch länger zu leben. 11. Ich sprach : Nun muß ich nicht mehr sehen den Herrn, ja den Herrn im Lande der Lebendigen ; nun muß ich nicht mehr schauen die Menschen bey denen, die ihre Zeit leben. 12. Meine Zeit ist dahin, und von mir aufge- räumet, wie eines Hirten Hütte; und reisse mein Leben ab, wie ein Weber. Er sangt mich dürre aus. Du machst es mit mir ein Ende, den Tag vor Abend. 13 . Ich dachte: Möchte ich bis morgen leben! Aber er zerbrach mir alle meine Gebeine, wie ein Löwe; denn du machst es mit mir aus, den Tag vor Abend. i Ich * winselte wie ein Kranich und Schwalbe, und girrete wie eine Taube; meine Augen wollten mir brechen: Herr, ich leide Noth, lindre mirs. * c. -9/ ii. 15 . O wie will ich noch reden, daß er mir zugesagt hat, und thut es auch. Ich werde mich scheuen alle mein Lebtage vor solcher Betrübntß meiner Seele. 16. Herr, davon lebet man, und das Leben meines Geistes stehet gar in demselbigen: denn du ließest mich entschlafen, und machtest mich leben. 17. Siehe, um Trost war mir sehr bange. DU aber hast dich meiner Seele herzlich angenommen, daß sie nicht verdürbe; denn du wirfst alle meine Sünde hinter dich zurück. 18. Denn ' die Hölle lobt dich nicht, so rühmt dich der Tod nicht, und die in die Grube fahren, warten nicht auf deine Wahrheit; 19. Sondern allein die da leben, loben dich, wie ich jetzt thue. Der Vater wird den Kindern deine Wahrheit kund thun. 20. Herr, hilf mir; so wollen wir meine Lieder singen, * so lange wir leben, im Hause des Herrn. * Ps. E, 2. 21. Und Jesaia hieß, man sollte ein Pflaster von Feigen nehmen und auf seine Drüse legen, daß er gesund würde. 22. Hiskia aber sprach: Welch ein Zeichen ist das, daß ich hinauf zum Hause des Herrn soll gehen? Das 39. CapUel. Hiskiä Ehrgeiz wird gestraft. 1. Du der Zeit "sandte Merodach BalAdan, ^ der Sohn DalAdans, König zu Babel, Briefe und Geschenke zu Hiskia; denn er hatte gehöret, daß er krank, und wieder stark geworden wäre. *2Kö„.2o, 12. 2. Deß freuete sich Hiskia, und zeigte ihnen das Schatzhaus, Silber und Gold, und Speze- rey, köstliche Salben, und alle seine Zeughäuser, und allen Sckatz, den er hatte. Nichts war, das ihnen Hiskia nickt zeigte in seinem Hause und in seiner Herrschaft. 3 . Da kam der Prophet Jesaia zum Könige Hiskia, und sprach zu ihm: Was sagen die Männer? Und von wannen kommen sie zu dir? Hiskia sprach: Sie kommen von ferne zu mir, nähmlich von Babel. Er aber sprach: Was haben sie in deinem Hause gesehen? Hiskia sprach: Alles, was in meinem Hause ist, haben sie gesehen; und ist nichts, das ich ihnen nicht hätte gezeiget in meinen Schätzen. 5. Und Jesaia sprach zu Hiskia: Höre das Wort des Herrn Zebaoth. 6 . Siehe, es kommt die Zeit, daß alles, was in deinem Hause ist, und was deine Väter gesammelt haben bis auf diesen Tag, wird gen Babel gebracht werden; daß nichts bleiben wird, spricht der Herr. 7. Dazu werden sie deine Kinder, so von dir kommen werden und du zeugen wirft, nehmen, und müssen Kämmerer seyn im Hofe des Königs zu Babel. 8 . Und Hiskia sprach zu Jesaia: Das Wort des Herrn ist gut, das du sagest.- Und sprach: Cs sey nur Friede und Treue, weil ich lebe. Predigt von Christo. Iesaia 40. Nichtigkeit der Götzen. 657 Das 40. Capitel. Zukunft Cl>nsti. Seines Vorläufers Predigt. (Epist- am Tage St. Johannis, des Täufers.) 1. ^röftet, tröstet mein Volk, spricht euer ^ Gott; 2. Redet * mit Jerusalem freundlich, und prediget ihr, daß ihre Ritterschaft ein Ende hat, denn ihre Miffethat ist vergehen; denn sie hat Zweyfältiges empfangen von der Hand des Herrn, um alle ihre Sünde. * Hof. -, i4. Zrph. s. Z. Es ist " eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg, machet auf dem Gefilde eine ebene Bahn unfern: Gott. * Match. 3,3. Alle Thäler sollen erhöhet werden, und alle Berge und Hügel sollen geniedriget werden, und was ungleich ist, soll eben, und was höckricht ist, soll gerade werden: 5. Denn die Herrlichkeit des Herrn soll geoffen- baret werden; und alles Fleisch mit einander wird sehen, daß des Herrn Mund redet.) 6. Es spricht eine Stimme: Predige! Und er sprach: Was soll ich predigen? Alles'Fleisch ist Heu, und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Felde. * i P-ir. i, -4. 7. Das Heu verdorret, die Blume verwelket; denn des Herrn Geist blaset darein. Ja, das Volk ist das Heu. 8. Das Heu verdorret, die Blume verwelket; aber das * Wort unsers Gottes bleibt ewiglich. * Pf. 119, 89. Luc. 21 , 33. s. Zion, du Predigerinn, steige auf einen hohen Berg. Jerusalem, du Predigerinn, hebe deine Stimme auf mit Macht, hebe auf, und fürchte dich nicht; sage den Städten Juda: Siehe, da ist euer Gort, io. Denn siehe, der Herr Herr kommt gewal- tiglich; und sein Arm wird herrschen. Siehe, sein Lohn ist bey ihm, nnd seine * Vergeltung ist vor ihm. * Rom. 2,6. it. Er wird seine Herde weiden, wie ein Hirte; er wird die Lämmer in seine Arme sammeln, und in seinem Busen tragen, und die Schafmütter führen. 12. Wer misset die Wasser mit der Faust, und fasset den Himmel mit der Spanne, und begreift die Erde mit einem Dreyling, und wiegt die Berge mit einem Gewicht, und die Hügel mit einer Wage? i.i. Wer ' unterrichtet den Geist des Herrn, und welcher Rarhgeber unterweiset ihn? * Rom. ii, 34. 1>4. Wen fragt er um Rach), der ihm Verstand gebe, nnd lehre ihn den Weg des Rechts, und lehre ihn die Erkcnntniß, und unterweise ihn den Weg des Vorstandes? 15. Siehe, die Heiden sind geachtet wie ein Tropfen, so im Eimer bleibt, und wie ein Scher stein, so in der Wage bleibt. Siehe, die Inseln sind wie ein Stäublein. i o. Der Libanon wäre zu gering zum Feuer, und seine Thiere zu gering zum Brandopfer. 17. Alle Heiden sind vor * ihm nichts, und wie ein Nichtiges und Eiteles geachtet. *Ps. 39,6.12. 18. Wem wollt ihr denn * Gott nachbiiden? Oder was für ein Gleichniß wollt ihr ihm zu- richtcn? * c. 46 ,2. 19. Der' Meister gießt wohl ein Bild, und der Goldschmied übergoldet es und macht silberne Ketten daran. *-. 44 , 12 . 13 . 20. Deßgleichen wer eine arme Hebe vermag , der wählt ein Holz, das nicht fault; und sucht einen klugen Meister dazu, der ein Bild fertige, das beständig sey. 21. Wisset ihr nicht? Höret ihr nicht? Ist es euch nicht vormahls verkündiget? Habt ihr es nicht verstanden von Anbeginn der Erde? 22. Er sitzt über dem Kreis der Erde; und die darauf wohnen, find wie Heuschrecken. Der den * Himmel ausdeynet wie ein dünnes Fell, nnd breitet sie aus wie eine Hütte, da man innen wohnet; * c. 44,24. Pf 10,, 2. 23. Der die Fürsten zu Nichte macht, und die Richter auf Erden eitel macht, 22,. Als hatte ihr Stamm weder Pflanzen, noch Samen, noch Wurzel in der Erde, daß sie, wo ein Wind unter sie wehet verdorren, und sie ein Windwrrbel wie Stoppeln wegfrrhret. 25. Wem wollt ihr denn mich nachbiiden, dem ich gleich sey? spricht der Heilige. 26. Hebet eure Augen in die Höhe, und sehet! Wer hat solche Dinge geschaffen, und führet ihr Heer bey der Zahl heraus, der sie alle' mit Nahmen rufet? Sein Vermögen und starke Kraft ist so groß, daß nicht an einem fehlen kann. - Pf. 147 , 4 . 27. Warum sprichst du denn, Jakob, und du, Israel, sagst: Mein Weg ist dem Herrn verborgen, und mein Recht gehet vor meinem Gott über? 28. Weißt du nicht? Hast du nickt gehöret? Der Herr, der ewige Gott, ' der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; sein Verstand ist unausforschlich.' 42,2. <. 4s, 12. O 0 0 0 658 Gottes Allmacht. Trost Jakobs. Iesaia 40. 41. 29. Er gibt dem Müden Kraft, und Stärke genug dem Unvermögenden. 30 . Die Knaben werden müde und matt, und die Jünglinge fallen. Zi. Aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, daß sie ausfahren mit Flügeln * wie Adler, daß sie laufen, und nicht matt werden, daß sie wandeln, und nicht müde werden. * Ps. 103/ 3. Das 41. Capitel. Eitelkeit des Götzendienstes. i.Oaß die Inseln vor mir schweigen, und die ^ Völker sich stärken. Laß sie herzu treten und nun reden, "laßt uns mit einander rechten. * c. i, iS. c. 43, 26. Her. 2, 33. 2. Wer hat den * Gerechten vom Aufgang erweckt? Wer rief ihn, daß er ginge? Wer gab die Heiden und Könige vor ihm, daß er ihrer mächtig ward; und gab sie seinem Schwert, wie Staub, und seinem Bogen, wie zerstreuete Stoppeln ; * 1 Mos. 12 , 1 . c. 17, 1 . G-fch. 7/ 3. Ebr. 11 / 8 . 3 . Daß er ihnen nachjagete, und zog durch mit Frieden, und ward des Weges noch nie müde? Wer thut es, und macht es, und ruft alle Menschen nach einander vom Anfang her? Ich bin es, der Herr, beydes * der Erste und der Letzte. * c. 44/ 6. c. 48/ 12 . Off. 1/17. c. 2 ,8. c. 22 /13. L. Da das die Inseln sahen, fürchteten sie sich, und die Enden der Erde erschraken; sie naheten und kamen herzu. 6 . Einer hals dem Andern, und sprach zu seinem Nächsten: Sey getrost! 7 . Der Zimmermann nahm den Goldschmid zu sich, und machten mit dem Hammer das Blech glatt auf dem Ambos, und sprachen: Das wird fein stehen; und hefteten es mit Nägeln, daß es nicht sollte wackeln. 8 . Du aber, * Israel, mein Knecht, Jakob, den ich erwählet habe, du Samen Abrahams, meines Geliebten; *«»-. i, 34. 9. Der ich dich gestärket habe von der Welt Ende her, und habe dich berufen von ihren Gewaltigen, und sprach zu dir: Du sollst mein Knecht seyn; denn ich erwähle dich, und verwerfe dich nicht. 10. Furchte ' dich nicht, Ich bin mit dir; weiche nicht, denn Ich bin dein Gott. Ich starke dich, ich helfe dir auch, ich ff erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit. *r. 43 - 1 . 1 Mos. 13, 1 . ff Ps. 63/ 9. 11. Siehe, sie sollen zu Spott und zu Schanden werden, alle, die dir gram sind, sie sollen werden als nichts; und die Leute, so mit dir hadern, sollen umkommen, 12. Daß du nach ihnen fragen * möchtest, und wirst sie nicht finden. Die Leute, so mit dir zanken , sollen werden als nichts, und die Leute, so wider dich streiten, sollen ein Ende haben. * Ps. 37, 36. 13. Denn Ich bin der Herr, dein Gott, der deine rechte Hand stärket, und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, Ich helfe dir. 1^. So fürchte dich nicht, du Würmlein Jakob, ihr armer Haufe Israel. Ich helfe dir, spricht der Herr, und 'dein Erlöser, der Heilige in Israel. * c. 43/ 3. c. 47/ 4. c. 39, 20 . 15. Siehe, ich habe dich zum scharfen neuen Dreschwagen gemacht, der Zacken hat, daß du sollst Berge zerdreschen und zermalmen, und die Hügel wie Spreu machen. 16. Du sollst sie zerstreuen, daß sie der Wind wegführe und der Wirbel verwebe. D u aber wirst fröhlich seyn am Herrn, und wirst dich rühmen des Heiligen in Israel. 17. Die Elenden und Armen suchen Wasser, und ist nichts da; ihre Zunge verdorret vor Durst. Aber Ich, der Herr, will sie erhören, ich , der Gott Israel, will sie nicht verlassen. 1 8 . Sondern ich will Wassersiüsse auf den Höhen öffnen, und Brunnen mitten auf den Feldern; ich will die Wüste zu Wasserseen machen, und das dürre Land zu Wasserquellen; 19 . Ich will in der Wüste geben Cedern, Fören, Myrten und Kiefern ; ich will auf dem Gefilde geben Tannen , Buchen und Buchsbaum mit einander r 20. Ans daß man sehe und erkenne, und merke und verstehe zugleich , daß des Herrn Hand habe solches gethan, und der Heilige in Israel habe solches geschaffen. 21. So laßt eure Sache Herkommen, spricht der Herr; bringet her, worauf ihr stehet, spricht der König in Jakob. 22. Laßt sie herzu treten, und uns verkündigen , was künftig ist. Verkündiget uns, und weissaget etwas zuvor; laßt uns mit unferm Herzen darauf achten und merken, wie es hernach gehen soll; oder laßt uns doch hören, was zukünftig ist; 23 . Verkündiget uns, was hernach kommen wird: so wollen wir merken, daß ihr Götter Götzen find eitel. Iesaia seyd. Trotz / thut Gutes oder Schaden, so wollen wir davon reden, und mit einander schauen. 2^. Siehe, ihr seyd aus nichts, und euer Thun ist auch aus nichts; und euch wählen ist ein Gräuel. 25. Ich aber erwecke Einen von Mitternacht, und kommt vom Aufgang der Sonne. Er wird ihnen meinen Nahmen predigen; und wird über die Gewaltigen gehen, wie über Leimen; und wird den Koth treten, wie ein Töpfer. 26. Wer kann etwas verkündigen von Anfang? So wollen wir es vernehmen; oder weissagen zuvor? So wollen wir sagen: Du redest recht. Aber da ist kein Verkündiger, keiner, der etwas hören ließe, keiner, der von euch ein Wort hören möge. 27. Ich bin der Erste, der zu Zion sagt: Siehe, da ist es; und ich * gebe Jerusalem Prediger. "Matth. 23/34. 28. Dort aber schaue ich, aber da ist Niemand; und sehe unter sie, aber da ist kein Rathgeber; ich frage fie, aber da antworten sie nichts. 2y. Siehe, es ist alles eitel Mühe und nichts mit ihrem Thun; ihre * Götzen sind Wind und eitel. *Ps. S6/3. Jer. 10,3. 14. Das 42. Capitel. Christi Gütigkeit/ der Juden Undank, i 1. Atehe, das ist * mein Knecht, ich ^erhalte ihn; und mein Auserwählter, an ** welchem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe ihm meinen t Geist gegeben, er wird das Recht unter die Heiden bringen. "ME. 12,18. "* ME. 17. c. 17/ 2 Pct. 1/ 17. -s Esaj. 11/ 2. 2. Er wird nicht schreyen noch rufen, und seine Stimme wird man nicht hören auf den Gassen. 3. Das * zerstoßene Rohr wird er nicht zerbrechen, und das glimmende Tocht wird er nicht auslöschen. Er wird das Recht wahrhaftiglich halten lehren. "Matth. 12,20. Er wird nicht mürrisch noch gräulich seyn, auf daß er auf Erden das Recht anrichte; und die Inseln werden auf sein Gesetz warten. 5. So spricht Gott, der Herr, der die Himmel schaffet und auebreitet, der die Erde macht und ihr Gewächs , der dem Volk, so darauf ist, den Odem gibt, und den Geist denen, die darauf gehen : 6 . Ich der Herr, habe dich gerufen mit Ge- 42 . Der Herr ist Gott und drohet zu strafen. 659 rechtigkeir, und habe dich bey deiner Hand gefastet, und habe dich behüthet, und habe dich zum Bund unter das Volk gegeben, zum'Licht der Heiden ; " c. 9,2. c. 49/ 6 . Luc. 2,32. 7 . * Daß du sollst öffnen die Augen der Blinden, und die Gefangenen aus dem Gefängniß führen, und die da sitzen in der Finsteruiß, auS dem Kerker. "GM.26/18. 8. Ich der Herr, das ist mein Nähme; 'und will meine Ehre keinem andern geben, noch meinen Ruhm den Götzen. " c. 48 / 11. 9. Siehe, was kommen soll, verkündige ich zuvor, und verkündige Neues; ehe denn es aufgehet, lasse ich es euch hören. 10. Singet dem Herrn ein neues Lied, sein Ruhm ist an der Welt Ende; die im Meer fahren, und was darinnen ist, die Inseln, und die darinnen wohnen. j i. Rufet laut, ihr Wüsten und die Städte darinnen, sammt den Dörfern, da Kedar wohnet. Es jauchzen, die im Felsen wohnen, und rufen von den Höhen der Berge. 12. Laßt sie * dem Herrn die Ehre geben, und seinen Ruhm in den Inseln verkündigen. " Offcnb. 14 / 7. 43. Der Herr wird ausziehen wie ein Riese, er wird den Eifer aufwecken wie ein Kriegsmann ; er wird jauchzen und tönen, er wird seinen Feinden obliegen. 4^. Ich ' schweige wohl eine zeitlang, und bin stille, und enthalte mich. Nun aber will ich, wie eine Gebärerin», schreyen; ich will fie verwüsten , und alle verschlingen; 37,11. Ps. -o, 21. 4 5. Ich will Berge und Hügel verwüsten, und alles ihr Gras verdorren; und will die Wasserströme zu Inseln machen, und die Seen aus- trocknen. 4 6 . Aber die Blinden will ich auf dem Wege leiten, den sie nicht wissen; ich will sie fuhren auf den Steigen, die sie nicht kennen; ich will die Finsterniß vor ihnen her zum Licht machen, und das' Höckerichte zur Ebene. Solches will ich ihnen thun, und fie nicht verlassen. * «. 40 / 4 . 47. Aber die sich auf Götzen verlassen, und * sprechen zum gegossenen Bilde: Ihr seyd unsere Götter; die sollen zurück kehren, und zu Schanden werden. * c § 4 /11.17. Ps. 6 ,11. Es. i/ 29. 4 8 . Höret, ' ihr Tauben; und schauet her, ihr Blinden , daß ihr sehet. * c. 43/«. 19. Wer ist so blind, als mein Knecht? Und Oo 00 2 660 Trost für die Gläubigen. Iesaia wer ist so taub, wie mein Bothe, den ich sende? Wer ist so blind/ als der Vollkommene? Und so blind, als der Knecht des Herrn? 20. Man * predigt wohl viel/ aber sie halten es nicht; man sagt ihnen genug / aber sie wollen es nicht hören. * c 33, i. 21. Noch will ihnen der Herr wohl um seiner Gerechtigkeit willen/ daß er das Gesetz herrlich und groß mache. 22. Es ist ein beraubtes und geplündertes Volk; sie sind allzumahl verstrickt in Hohlen, und versteckt in den Kerkern; sie sind zum Raub geworden / und ist kein Erretter da; geplündert / und ist Niemand / der da sage: Gib sie wieder her. 23 . Wer ist unter euch, der solches zu Ohren nehme, der aufmerke und höre, das hernach kommt? 22,. Wer hat Jakob * übergeben zu plündern, und Israel den Räubern? Hat es nicht der Herr gethan, an dem wir gesündiget haben? Und sie wollten auf seinen Wegen nicht wandeln, und gehorchten seinem Gesetz nicht. * s-r. 2 , 19 . 25. Darum hat er über sie ausgeschüttet den Grimm seines Zorns, und eine Kriegsmacht; und hat sie umher angezündet, aber sie merken es nicht; und hat sie angesteckt/ aber sie "nehmen es nicht zu Heizen. * c. -7/ 1 . Das 43. Capitel. Die Kirche hat Trost bey Christo und seinein Leiden. 1. Nnd nun spricht der Herr, der dich geschaf- * ftn hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte " dich nicht, denn ich habe dich erlöset; ich habe dich bey deinem Nahmen gerufen; du bist mein. * c. 44, 2 . 2. Denn so du durchs * Wasser gehest, will ich bey dir seyn, daß dich die Ströme nicht sollen ersäufen; und so du ins Feuer gehest, sollst du nickt brennen und die Flamme soll dich nicht au zünden. * Ps. 66 ,12. 3 . Denn Ich bin der Herr, dein Gott, der Heilige in Israel, dein Heiland. Ich habe Egypten, Mohren und Seba an deine Statt zur Versöhnung gegeben. > 4 . Weil du so werth bist vor meinen Augen geachtet, mußt du auch herrlich seyn, und ich hübe dich lieb: darum gebe iS Menschen an deine Statt, und Völker für deine Seele. 5 . So ""furchte dich nun nicht, denn Ich bin bey dir. Ich will vom Morgen deinen Samen bringen, und will dich vom Abend sammeln; - e. 41 , 10. 42. 43. Der Herr ist Gott. 6 . w-d will s-gen gegen Mitternacht: Gib her; und gegen Mittag: Wehre nicht. Bringe meine Sohne von ferne her, und meine Töchier von der Welt Ende, 7 . Alle, " die mit meinem Nahmen genannt find ; nähmlich die ich geschaffen habe zu meiner Herrlichkeit, und sie zubereitet und gemacht. " Jcr. 14, 7. 9. c. 15, 16 . 8 . Laß * hervor treten das blinde Volk , welches doch Augen har; und die Tauben, die doch Ohren haben. * c. -Ii, 22 . c. 42, is. s. Laßt alle Heiden zusammen kommen zuhause , und sich die Volker,versammeln. Welcher ist unter ihnen, der solches verkündigen möge, und uns hören lasse vorhin, was geschehen soll? Laßt sie ihre Zeugen darstcllen, und beweisen; so wird mau es Horen, und " sagen: Es ist die Wahrheit. * <. 41 , 26 . 10. Ihr aber seyd meine Zeugen, spricht der Herr, und mein ' Knecht, den ich erwählet habe; auf daß ihr wisset und mir glaubet und verstehet, daß Ich es bin. Vor mir ist kein Gott gemacht, so wird auch nach mir keiner seyn. * c. 41, s. ti. Ich, " Ich bin der Herr, und ist ausser mir kein Heiland. * k. 44, 6. 8 . Ps. 18 , 32 . Hos. 13 , 4. 9. 14. 12. Ich habe es verkündiget, und habe auch geholfen; und habe es euch sagen lassen, und ist ' kein fremder (Gott) unter euch. Ihr seyd meine Zeugen, spricht der Herr; so bin ich Gott. * verS io. 13 . Auch "bin Ich, ehe denn nie kein Tag war; und ist Niemand, der aus meiner Hand erretten kann; ich wirke, wer will es abwenden? * Ps. SO, 2. i^. So spricht der Herr, euer Erlöser, der Heilige in Israel: Um euert willen habe ich gen Babel geschickt, und habe die Riegel alle herunter gestoßen, und die klagende Chaldäer irr die Schiffe gejaget. 15 . Ich bin der Herr, euer Heiliger, der ich Israel geschaffen habe, euer König. 16. So spricht der Herr, der * im Meer Weg, und in starken Wassern Bahn macht; *2Mos. 14, 22. Los. 3, 16. 17 . Der heraus bringt Wagen und Roß, Heer und Macht, daß sie auf einem Haufen da liegen, und nicht aufstehen, daß sie verlöschen, wie ein Locht verlöschet: 18. Gedenket" nicht an das Me, und achtet nicht auf das Vorige. * Ps- 77 / 6 . 19. Denn siehe, ich will " ein Neues machen, jetzt soll es aufwachsen; daß ihr erführen werdet, Gott vergabt die Sünde. Jesaja 43 . 44 . Gott ist der Erste und Letzte. Götzenmacher. 661 daß ich Weg in der Wüste mache, und Wasserströme in der Einöde ; * 2 Cor. 5, 17. 20. Daß mich das Thier auf dem Feide preise, die Drachen und Straußen. Denn ich will ' Wasser in der Wüste , und Ströme in der Einöde geben, zu tränken mein Volk, meine Aus- erwähiten. * c. 41, 18. 21. Dreß Volk habe ich mir zugerichtet, es soll meinen Ruhm erzählen. 22. Nicht, daß du mich hättest gerufen, Jakob, oder, daß du um mich gearbeitet hättest, Israel. 23. Mir zwar hast du nicht gebracht Schafe deines Brandopfers, noch mich grehret mit deinen Opfern; mich hat deines Dienstes nicht gelüstet im Speisopser, habe auch nicht Lust an deiner Arbeit im Weihrauch; 2^. Mir hast du nicht um Geld Kalmus gekauft; mich Haft du mit dem Fetten deiner Opfer nicht gefüllet. Ja, mir hast du Arbeit gemacht in deinen Sünden, und hast mir Mühe gemacht in deinen Misse thaten. 25 . "Ich, Ich tilge deine Uebertre- tung um meinet willen, und gedenke deiner Sünden nicht. * c 44, 22 . Zer. 31, 34. Eh. 18/ 22 . 26. Erinnere mich, laß * uns mit einander rechten; sage an, wie du gerecht willst seyn. * Ier. 2 , 35. 27. Deine Voreltern haben gesündiget, und deine Lehrer haben wider mich gemißhandelt. 28. Darum habe ich die Fürsten des Heiligthums entheiliget, und habe Jakob zum Bann gemacht, und Israel zum Hohn. Das 44. C^itel. Gottes Majestät wird gepriesen; der Götzendienst verworfen. 1. A0 höre nun, mein Knecht Jakob, und ^ Israel, den ich erwählet habe. 2. So spricht der Herr, * der dich gemacht und zubereitet hat, und der dir beystehet von Mutterleibs an: -i- Fürchte dich nicht, mein Knecht Jakob, und du Frommer, den ich erwählet habe. * c. 43, 1 . 5 . Ps. 139 , 14. -j- 8er. 30, 10 . c. 46, 27 . 3 . Denn ich will * Wasser gießen auf die Durstigen , und Ströme auf die Dürren; ich will meinen Geist auf deinen Samen gießen, und meinen Segen auf deine Nachkommen, * 80 h. 7, 38. Daß sie wachsen sollen wie Gras, wie die " Weiden an den Wasssrbächen. * Ps. i, s. 5 . Dieser wird sagen: Ich bin des Herrn, und Jener wird genannt werden mit dem Nahmen Jakob; und Vieser wird sich mit seiner Hand dem Herrn znschreiben, und wird mit dem Nahmen Israel genannt werden. 6 . So spricht der Herr, der König Israels, und sein Erlöser, der Herr Zebaoth:'Ich bin der Erste, und Ich bin der Letzte, und -t außer mir ist keiu Gott. * c. 4i, 4. -f c. 45, 5. 14. 7 . Und wer ist mir gleich, der da ruft und verkündige, und mir es zurichte, der ich von der Welt her die Völker setze? ' Laßt sie ihnen die Zeichen, und was kommen soll, verkündigen. * c. 4i, 22 . 8 . Fürchtet euch nicht, und erschrecket nicht. Habe ich es nicht dazumahl dich hören lassen, und verkündiget? Denn ihr seyd meine Zeugen. Ist auch ein Gott ausser mir? Es ist kein Hort, ich weiß ja keinen. 9. Die Götzenmacher sind allzumahl eitel, und ihr Köstliches ist kein Nütze. Sie sind ihre Zeugen , und sehen nichts, merken auch nichts; darum müssen sie zu Schanden werden. 10. Wer sind die, die einen Gott machen, und Götzen gießen, der kein Nütze ist? 11. Siehe, alle ihre Genossen werden zu Schanden; denn es find Meister aus Menschen. Wenn sie gleich alle zusammen treten, müssen sie dennoch sich fürchten, und zu Schanden werden. 12. Es * schmiedet einer das Eisen in der Zange, arbeitet in der Glut, und bereitet es mit Hämmern , und arbeitet daran mit ganzer Kraft seines Mms; leidet auch Hunger, bis er nimmer kann; trinkt auch nicht Wasser, bis er matt wird; * c. 4o, is. 13. Der" andere zimmert Holz, und misset es mit der Schnur, und zeichnet es mit Röthelstein , und behauet es, und zirkelt es ab, und macht es wie ein Mannsbild, wie einen schönen Menschen, der im Hause wohne. - c. 4o, is. 20 . c. 4i, 7. 8er. 10 , 3. 1^. Er gehet frisch daran unter den Bäumen im Walde, daß er Cedern abhaue, und nehme Buchen und Eichen; ja eine Ceder, die gepffan- zet, und die vom Regen erwachsen ist, is. Und die den Leuten Feuerwerk gibt; davon man nimmt, daß man sich dabey wärme, und die man anzündet, und Brot dabey backet. Daselbst macht er einen Gott von, und berhet es an; er macht einen Götzen daraus, und kniet davor nieder. 16. Die Hälfte verbrennet er im Feuer, und 662 Versprochene Erlösung Iesaia über der andern Hälfte isset er Fleisch, er bratet einen Braten und sättigt sich', wärmet sich auch und spricht: Hoja, ich bin warm geworden, ich sehe meine Lnst am Feuer. 17. Aber das Uebrige macht er zum Gott, daß es sein Götze sey, davor er kniet und niederfället, und bethet, und spricht: Errette mich, denn du bist mein Gott. 18. Sie wissen nichts, und verstehen nichts; denn sie sind verblendet, daß ihre Augen nicht sehen, und ihre Herzen nicht merken können, 19. Und gehen nicht in ihr Herz; keine Vernunft noch Witz ist da, daß sie doch dächten: Ich habe die Hälfte mit Feuer verbrannt, und habe auf den Kohlen Brot gebacken, und Fleisch gebraten und gegessen; und sollte das Uebrige zum Gräuel machen, und sollte knien vor einem Klotz? 20. Es gibt Asche und täuscht das Herz, das sich zu ihm neiget; und kann seine Seele nicht erretten. Noch denkt er nicht: Ist das auch Trügerey, das meine rechte Hand treibet? 21. Daran gedenke, Jakob, und Israel, denn du bist mein Knecht. * Ich habe dich zubereitet, daß du mein Knecht seyst; Israel, vergiß meiner nicht. *v. s. 22. Ich * vertilge deine Missethat wie eine Wolke, und deine Sünde wie den Nebel. Kehre dich zu mir, denn ich erlöse dich. *c. i, is. c. 25 . 23 . Jauchzet, ' ihr Himmel, denn der Herr hat es gethan; rufe, du Erde, herunter; ihr Berge, frohlocket mit Jauchzen; der Walö und alle Bäume darinnen: denn der Herr hat Jakob erlöset, und ist in Israel herrlich. * c. 49, 13. Ps. 66, 2 . -j- Elaj. 55, 12 . 2^. So spricht der Herr, dein Erlöser, der dich von Mutterleibe hat zubereitet: Ich bin der Herr, der alles thut, der * den Himmel ausbreitet allein, und die Erde weit macht ohne Geholfen; ' c. 4 o, 22. 25 . Der die Zeichen der Wahrsager zu nichts, und die Weissager toll macht; der die Weisen zurück kehret, und ihre Kunst zur Thorheit macht; 26. Bestätiget aber das Wort seines Knechts, und den Nath seiner Bothen vollführet; der zu Jerusalem spricht: Sey bewohnet; und zu den Städten Juda: Seyd gebauet; und der ich ihre Verwüstung aufrichte; 27. Der ich spreche zu der ' Tiefe: Versiege; und zu den Strömen: Vertrocknet. * 2 Ms. 14, 2t. As. 3, 16. 44. 45. aus der Babylonischen Gefangenschaft. 28. Der ich spreche zu Kores: Der ist mein Hirte, und soll allen meinen Willen vollenden, daß man sage zu Jerusalem: Sey gebauet; und zum Tempel: Sey gegründet. Das 45. Capitel. Erlösung aus der Babylonischen Gefangenschaft. 1. A0 spricht der Herr zu seinem Gesalbten, ^ dem ' Kores, den ich bey seiner rechten Hand ergreife, daß ich die Heiden vor ihm unterwerfe , und den Königen das Schwert abgürte; auf daß vor ihm die Thüren geöffnet werden, und die Lhore nicht verschlossen bleiben: * c. 44, 25. 2. Ich will vor dir hergehen, und die Höcker eben machen; ich will die ehernen Thüren zerschlagen , und die eisernen Riegel zerbrechen; 3. Und will dir geben die heimliche Schätze, und die verborgenen Kleinodien; auf daß du erkennest, daß Ich der Herr, der Gott Israels, dich * bey deinem Nahmen genannt habe, * c. 43, 1 . Um Jakobs, meines Knechts, willen, und um Israels, meines Auserwählten, willen. Ja, ich rief dich bey deinem Nahmen, und nannte dich, da du mich noch nicht kanntest. 5. Ich " bin der Herr, und sonst keiner mehr; kein Gott ist, ohne ich. Ich habe dich gerüstet, da du mich noch nicht kanntest. * 5 Mos. 4, 35. c. 32,39. 6 . Auf daß man erfahre, beydes von der Sonnen Aufgang und der Sonnen Niedergang, daß außer mir nichts sey. Ich bin der Herr, und keiner mehr; , 7. Der ich das Licht mache, und schaffe die Finsterniß; der ich Frieden gebe, und ' schaffe das Uebel. Ich bin der Herr, der solches alles thut. *Amos3, 6. Mich. 1 , 12 . 8 . Träufelt, ihr Himmel, von oben; und die Wolken * regnen die Gerechtigkeit. Die Erde thue sich auf, und bringe Heil, und Gerechtigkeit wachse mit zu. Ich, der Herr, schaffe es. ' Hos. 10 , 12 . 9. Wehe dem, der * mit seinem Schöpfer hadert, nähmlich der Scherbe mit dem Töpfer des Thons. Spricht auch der -l- Thon zu seinem Töpfer: Was machst du? Du beweisest deine Hände nicht an deinem Werk. * 1 Sam. 2 , 10 . -s Jer. 18 , 6. Rom. 9, 21 . 10. Wehe dem, der zum Vater sagt: Warum hast du mich gezeuget? Und zum Weibe: Warum gebierest du? 11. So spricht der Herr, der Heilige in Israel und ihr Meister: Fordert von mir die Zeichen; Stärke 663 Der Gläubigen Iesaia weiset meine Kinder und das Werk meiner Hände zu mir. 12. Ich ' habe die Erde gemacht, und den Menschen darauf geschaffen. Ich bin es, dcß Hände den -s Himmel ausgebreitet haben, und habe allem seinem Heer gebothen. * c. 40 , 28 . «. 42 , 3 . 1 - Ps. 33 , 6 . Ps. 104 , 2 . 13 . Ich habe ihn erwecket in Gerechtigkeit, und alle seine Wege will ich eben machen. Er svll meine Stadt bauen, und meine Gefangene los lassen, nicht um Geld noch um Geschenke, spricht der Herr Zebaoth. i>l. So spricht der Herr: Der Egypter Handel, und der Mohren Gewerbe, und der langen Leute zu Seba, werden sich dir ergeben und dein eigen seyn; sie werden dir folgen, in Fesseln werden sie gehen, und werden vor dir nieder- fallen, und dir flehen; denn bey dir ist Gott, und ist sonst * kein Gott nicht mehr. * e. 43,3. 15. Fürwahr, Du bist ein verborgener Gott, du Gott Israels, der Heiland. 16. Aber die Götzenmacher müssen allesammt mit Schanden und Hohn bestehen, und mit einander schamroth hingehen. 17. Israel aber wird erlöset durch den Herrn, durch eine ewige Erlösung, und wird nicht zu Schanden noch zu Spott immer und ewiglich. 1 8 . Denn so spricht der Herr, der den Himmel geschaffen hat, der Gott, der die Erde zubereitet hat, und hat sie gemacht und zugerichtet; und sie nicht gemacht hat, daß sie leer soll seyn; sondern sie zubereitet hat, daß man darauf wohnensoll: Ich bin der Herr, und ist keiner mehr. 19. Ich habe * nicht in das Verborgene geredet, im finstern Ort der Erde. Ich habe nicht zum Samen Jakobs vergeblich gesagt: Suchet mich. Denn Ich bin der Herr, der von Gerechtigkeit redet, und verkündiget, das da recht ist. * Ich. 18, 20. 20. Laß sich * versammeln, und kommen mit einander herzu die Helden der Heiden , die nichts wissen, und tragen sich mit den Klötzen ihrer Götzen, und flehen dem Gott, der nicht helfen kann. * c. 43 , 9. 21. Verkündiget und machet euch herzu, rath- schlaget mit einander. Wer hat dieß lassen sagen von Alters her, und dazumahl verkündiget? Habe Ich es nicht geihan, der Herr? Und ist sonst * kein Gort, ohne ich; ein gerechter Gott und Heiland; und keiner ist, ohne ich. *». 3 . 22. Wendet ' euch zu mir, so werdet ihr selig, aller Welt Ende; denn Ich bin Gott, und keiner mehr. *Ps.Lb, 16. 45. 46. 23. Ich schwöre bey mir selbst, und ein Wort der Gerechtigkeit gehet aus meinem Munde, da soll es bey bleiben, nähmlich: "Mir sollen sich alle Knie beugen, und alle Zungen schwören, *Röm. 14,11. 2^. Und sagen: Im Herrn habe ich * Gerechtigkeit und Stärke. Solche werden auch zu ihm kommen; aber alle, die ihm widerstehen, müssen zu Schanden werden. * «. 23, 11. 25. Denn im Herrn werden gerecht aller Same Israels, und sich seiner rühmen. Das 46. Capitel. Gott ist seiner Kirche Schutz. 1. ^)er Bel ist gebeuget, der Nebo ist ge- ^ fallen, ihre Götzen sind den Thieren und Vieh zu Theil geworden, daß sie sich müde tragen an eurer Last. 2. Ja sie fallen und beugen sich allesammt, und können die Last nicht wegbringen; sondern ihre Seelen müssen in das Gefängniß gehen. (Anfang deS 46. CapitclS.) Z.Höret mir zu, ihr vom Hause Jakobs , und alle Uebrigen vom Hause Israels, die ihr von mir im Leibe getragen werdet, und mir in der Mutter lieget. Ja, ich will euch tragen bis in das * Alter und bis ihr grau werdet. Ich will es thun, ich will heben und tragen, und erretten. * Ps. 71, 18. 5 . Nach * wem bildet, und wem vergleicht ihr mich denn? Gegen wen messet ihr mich, dem ich gleich seyn soll? * c. 4o, 18. c. 4i, 7. c. 44, 9. Gcsch. 17, 29. 6. Sie schütten das * Gold aus dem Beutel, und wägen dar das Silber mit der Wage, und lohnen dem Goldschmid, daß er einen Gott daraus mache, vor dem sie knien und anbethen. * c. 44, 1». 12. Nicht. 17, 4. 7 . Sie * heben ihn auf die Achseln, und tragen ihn, und setzen ihn an seine Stätte. Da stehet er, und kommt von seinem Ort nicht. Schreyet einer zu ihm; so antwortet er nicht, und hilft ihm nicht aus seiner Noth. 4s, 20. 8 . An solches gedenket doch, und seyd fest; ihr Uebertreter, gehet in euer Herz. 9. Gedenket des Vorigen von Alters her; denn Ich bin/Gort, und keiner mehr, ein Gott, dergleichen nirgend ist; *0.43,3. 10. Der ich verkündige zuvor, was hernach kommen soll, und vorhin, ehe denn es geschiehet, Gesetzpredigt. 66! Unglück über Babel. Iesaia 16. 47. 48. und sage: Mein Anschlag beziehet / und ich lhue alles, was mir gefällt. ii. Ich rufe einen Vogel vom Aufgang, und einen Mann, der meinen Anschiag rhue, aus fernem Lande. Was ich sage, das lasse ich kommen; was ich denke, das thue ich auch. (Anfang des 47. CapitelS.) i2.Höret mir zu, ihr' von stolzen Herzen, die ^ ihr ferne seyd von der Gerechtigkeit. * Pf 131 / 1 . i Z. Ich habe meine Gerechtigkeit nahe gebracht, sie ist nicht ferne, und * niein Heil säumt sich nicht; denn ich will zu Zion das Heil geben, und in Israel meine Herrlichkeit. * Luc. 2, Zo. Das 47. Capitel. Zerstörung des tyrannischen Babels. 1. Hierunter, Jungfrau, du Tochter Babel, ^ setze dich in den Staub, setze dich auf die Erde; denn die Tochter der Chaldäer hat keinen Stuhl mehr. Man wird dich nicht mehr nennen: Du Zarte und Lüstlinn. 2. Nimm die * Mühle, und mahle Mehl; stechte deine Zöpfe aus, entblöße den Fuß, entdecke den Schenkel, wate durchs Wasser, * 2 Mos. 11/ 3. 3 . Daß * deine Scham aufgedeckt, und deine Schande gesehen werde. Ich will mich rächen, und soll mirs kein Mensch abbitten. * Nah. 3,3. (Solches thut) unser Erlöser, welcher heißt der Herr Zebaoth, der Heilige in Israel. 5 . Setze dich in das Stille, gehe in die Finsterniß, du Tochter der Chaldäer; denn du sollst nicht mehr heissen: Frau über Königreiche. 6 . Denn da ich über mein Volk zornig war und entweihete mein Erbe , übergab ich sie in deine Hand; aber du bewiesest ihnen keine Barmherzigkeit , auch über die Alten machtest du dein Joch allzuschwer. 7 . Und dachtest: Ich bin eine Königin» ewiglich. Du hast solches bisher noch nicht zu Herzen gefastet, noch daran gedacht, wie es mit ihnen hernach werden sollte. 8 . So höre nun dieß, die du in Wollust lebest und so sicher sitzest, und * sprichst in deinem Her- zen: Ich bins, und keine mehr; ich werde keine Witwe werden, noch unfruchtbar seyn. ' Offenb. 18/ 7 . 9 . Aber * es werden dir solche alle beyde kommen plötzlich auf Einen Tag, daß du Witwe und unfruchtbar seyst; ja vollkommlich werden sie über dich kommen, um der Menge willen deiner Zauberer, und um deiner Beschwörer willen, derer ein großer Haufe bey dir ist. * e. 31/ 19. Off. 18/ 8. 10. Denn du haß dich - auf deine Bosheit verlassen , da du dachtest, man siehet mich nicht; deine Weisheit und Kunst hat dich gestürzt; und sprichst in deinem Herzen : Ich bins, und sonst Keine. * c. 30,12. 11. Darum wird über dich ein Unglück kommen , daß du nicht weißt, wenn es daher bricht; und wird ein Unfall auf dich fallen, den du nickt versöhnen kannst: denn es wird plötzlich ein Getümmel über dich kommen, deß du dich nicht verstehest. 12. So tritt nun auf mit deinen Beschwörern und mit der Menge * deiner Zauberer, unter welchen du dich von deiner Jugend auf bemühet hast; ob du dir möchtest rathen, ob du möchtest dich stärken. * Dan. 2/ 2. 13. Denn du bist müde vor der Menge deiner Anschläge. Laß hertreten, und dir helfen die Meister des Himmclskaufs und die Sterngucker, die nach den Monathen rechnen, was über dich kommen werde. 1^. Siehe, sie sind wie Stoppeln, die das Feuer verbrennet; sie können ihr Leben nicht erretten vor der Flamme: denn es wird nicht eine Glut seyn, dabey man sich wärme, oder ein Feuer, darum man sitzen möge. 15. Allo sind sie, unter welchen du dich bemühet hast, deine Handthierer von deiner Jugend auf, ein jeglicher wird seines Ganges hier und daher gehen, und hast keinen Helfer. Das 48 . Capitel. Des Volks Sünde wird gestraft, Gottes Ehre gepriesen. i.is^öret das, ihr vom Hause Jakobs, die ihr heisset mit Nahmen Israel, und aus dem Wasser Juda geflossen seyd; die ihr schwöret bey dem Nahmen des Herrn und gedenket des Gottes in Israel, aber nicht in der * Wahrheit noch Gerechtigkeit. *L-r. 4 , 2 . 2. Denn sie nennen sich aus der heiligen Stadt; und trotzen auf den Gott Israels, der da heißt Herr Zebaoth. 3 . Ich habe es zuvor verkündiget dieß Zukünftige , aus meinem Munde ist es gekommen, und ich habe es lassen sagen; ich thue es auch plötzlich , daß es kommt. ^1. Denn ich weiß, daß du * hart bist; und dein Nacken ist eine eiserne Ader, und deine Stirn ist ehern. ' Zer. 3/3. Ezech. 2/4. Ick Iesaia 48. 49. Herrliche Zusagungen. Tröstliche Verheißung. s. Ich habe dirs verkündiget zuvor, und habe dirs lassen sagen, ehe denn es gekommen ist; auf daß du nicht sagen mögest: Mein Götze thut es, und mein Bild und Götze hat es befohlen. 6. Solches alles hörest du, und stehest es, und hast es doch nicht verkündiget. Denn ich habe dir zuvor Neues sagen lassen, und Verborgenes, das du nicht wußtest. 7. Nun aber ist es geschaffen , und nicht dazumahl, und hast nicht einen Tag zuvor davon gehöret, auf daß du nicht sagen mögest: Siehe, das wußte ich wohl. 8. Denn du Höretest es nicht, und wußtest es auch nicht, und dein Ohr war dazumahl nicht geöffnet: ich aber wußte wohl, daß du verachten würdest, und von Mutterleibe an ein Uebertre- ter genannt bist. s. Darum bin ich um meines Nahmens willen geduldig, und um meines Ruhms willen will ich mich dir zu gut enthalten, daß du nicht ausgerottet werdest. -io. Siehe, ich will dich läutern, aber nicht wie Silber; sondern ich will dich auserwählt machen im Ofen des Elendes, i i. Um meinet willen, ja um meinet willen, will ichs thun, daß ich nicht gelästert werde; denn * ich will meine Ehre keinem Andern lassen. * c 42, 8. 12. Höre mir zu, Jakob, und du Israel, mein Berufener: Ich bin es,' ich bin der Erste, dazu auch der Letzte. * c. m, 4. 13. Meine " Hand hat den Erdboden gegründet, und meine rechte Hand hat den Himmel umgespannet; ff was ich rufe, das stehet alles da. * c, 40, 28. -i- Ps. 38/ 9. i-L. Sammelt euch alle, und höret: Wer ist unter diesen, der solches verkündigen kann? Der Herr liebt ihn; darum wird er feinen Willen an Babel, und seinen Arm an den Chaldäern beweisen. ,iä. Ich, ja Ich habe es gesagt, ich habe ihn gerufen; ich will ihn auch kommen lassen, und sein Weg soll ihm gelingen, io. Tretet her zu mir und höret dieß; ich habe es * nicht im Verborgenen zuvor geredet. Von der Zeit an , da es geredet wird, bin ich da; und nun sendet mich der Herr Herr, und sein Geist. * Zoll. 18 , 20. 17. So spricht der "Herr, dein Erlöser, der Heilige in Israel: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehret, was nützlich ist, und leitet dich auf dem Wege, den du gehest. * c. 41/ 14. -j- Ps. 23/ 12 . Ps. 32/ 8. 18. O daß du aus meine Gebothe merktest L so würde dein Friede seyn wie ein Wafferstrom- und deine ' Gerechtigkeit wie Meereswellen; * Ps. 24, 3. 19. Und dein Same würde seyn wie Sand, und das Gewächs deines Leibes wie desselbigen Kies; deß Nähme nicht wurde auegerotter noch vertilget vor mir. 20. Gehet" aus von Babel, fliehet von den Chaldäern mit fröhlichem Schall; verkündiget und lasset solches hören, bringet es aus bis an der Welt Ende. Sprechet: Der Herr har seinen Knecht Jakob erlöset. * Zer. 31, 6. 43. 2 Cor 6, 17. Off. 18 , 4. 21. Sie harten keinen Durst, da er sie leitete in der Wüste; er ' ließ ihnen Wasser aus dem Felsen fließen; er riß den Fels, daß Wasser heraus rann. »2 Mos. i 7 , 6 . 22. Aber die" Gottlosen, spricht der Herr, haben keinen Frieden. "-.- 7 , 21 . Das 49. Capitel. Christus vergißt seiner Kirche nimmermehr. 1. E>öret mir zu, ihr Inseln, und ihr Völker in der Ferne, merket auf. Der Herr' hat mich gerufen von Mutterleibe an; er hat meines Nahmens gedacht, da ich noch in Mutterleibe war; * s-r. i, 2. Und hat meinen * Mund gemacht wie ein scharfes Schwert, mit dem Schatten seiner Hand ff hat er mich bedecket. Er ffff hat mich zum reinen Pfeil gemacht, und mich in seinen Köcher gesteckt; "Off. 1/16. ff Esuj. LI, 16. ffff Ps. 127, 4. 3. 3 . Und spricht zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, durch welchen ich will gepriesen werden. Ich aber dachte, ich * arbeitete vergeblich, und brächte meine Kraft umsonst und unnützlich zu; wiewohl meine Sache des Herrn, und mein Amt meines Gottes ist. *i Cor. 13 , 18 . 5. Und nun spricht der Herr - der mich von Mutterleibe an zu seinem Knechte bereitet hat, daß ich soll Jakob zu ihm bekehren, auf daß Israel nicht weggereffel werde; darum bin ich vor dem Herrn herrlich, und mein * Gott ist meine Stärke, ' P>- ", 2 . 6 . Und spricht: Es ist ein Geringes, daß du mein Knecht bist, die Stämme Jakobs aufzurichten, und das Verwahr- losete in Israel wieder zu bringen; sondern * ich habe dich auch zum Licht derHeiden gemacht, daß du seyst mein Heil bis an der Welt Ende. * c. 9/ 1 . c. 42, 6. c. 60 , 3. Luc. 2 / 32. Gesch. 13/ 47. PpPP 666 Herrliche Iesaia 49 . 50 , Zusagungen. 7 . So spricht -er Herr, der Erlöser Israels, sein Heiliger, zu der verachteten Seele, zu dem Volk, deß man Gräuel hat, zu dem Knechte, der unter den Tyrannen ist: Könige sollen sehen und aufstehen, und Fürsten sollen anbethen um des Herrn willen, der treu ist, um des Heiligen in Israel willen, der dich erwählet hat. 8. So spricht der Herr: ' Ich habe dich erhöret zur gnädigen Zeit, und habe dir am Tage des Heils geholfen; und habe dich behüthet und zum Bund unter das' Volk gestellet, daß du das Land aufrichtest, und die verstörten Erbe einneh- Mest; * Ps. 69, 14. 2 Cor. 6, 2 . 9 . Zu*sagen den Gefangenen: Gehet heraus; und zu denen in der Finsterniß: Kommt hervor; daß sie am Wege sich weiden, und auf allen Hügeln ihre Weide haben. * c. 42, 22 . c. 32, 2 . 7. Gcsch. 26, 18. 10. Sie werden weder hungern noch dürsten, sie wird keine Hitze noch Sonne stechen; denn ihr Erbarmer wird sie führen, und wird sie an die Wafferquellen leiten. 11. Ich will alle meine Berge zum Wege machen, und meine Pfade sollen gebahnet seyn. 12. Siehe, Diese werden von ferne kommen, und siehe, Jene von Mitternacht, und Diese vom Meer, und Jene vom Lande Sinim. 13 . Jauchzet,* ihr Himmel, freue dich, Erde, lobet, ihr Berge, mit Jauchzen, denn der Herr hat sein Volk getröstet, und erbarmet sich seiner Elenden. * c. 44 ,23. 1^. Zion aber sprich t:DerHerrhat mich verlassen, der Herr * hat meiner vergessen. * Ps. 13, 2. Ps. 42, 10 . 15. Kann auch ein ' Weib ihres Kindleins vergessen, daß sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes? Und ob sie desselbigen vergäße, so will Ich doch deiner nicht vergessen. * 1 Kön. 3, 26 . 16. Siehe, in die Hände habe ich dich gezeichnet: Deine Mauern sind immerdar vor mir. 17. Deine Baumeister werden eilen, aber deine Zerbrecher und Verstörer werden sich davon machen. 18. * Hebe deine Augen auf umher, und siehe; alle diese kommen versammelt zu dir. So wahr ich lebe, spricht der Herr, du sollst mit diesen allen, wie mit einem Schmuck, angethan werden; und wirst sie um dich legen, wie eine Braut. * c. 60, 4 . i s. Denn dein wüstes, verstörtes und zerbrochenes Land wird dir alsdann zu enge werden, darinnen zu wohnen, wenn deine Verderber ferne von dir kommen; 20. Daß die Kinder deiner Unfruchtbarkeit werden weiter sagen vor deinen Ohren: Der Raum ist mir zu enge, rücke hin, daß ich bey dir wohnen möge. 21. Du aber wirst sagen in deinem Herzen: Wer hat mir diese gezeuget? Ich bin unfruchtbar, einzeln, vertrieben und verstoßen. Wer hat mir diese erzogen? Siehe, ich war einsam gelassen; wo waren denn diese? 22. So spricht der Herr Herr: Siehe, ich will meine Hand zu den Heiden aufheben und zu den Völkern mein Panier aufwerfen; so werden sie * deine Söhne in den Armen herzu bringen, und deine Töchter auf den Achseln hertragen. * Luc. is, 13. 23. Und * die Könige sollen deine Pfleger, und die Fürstinnen deine Säugammen seyn. Sie *' werden vor dir niederfallen zur Erde auf das Angesicht, und deiner Füße Staub lecken. Da wirst du erfahren, daß Ich -k der Herr bin; an welchem nicht zu Schanden werden, so auf mich harren. * e. 60,16. *'Ps. 72, 9. Mich. 7 ,17. -j- Ps. 23 , 3. Rom. 9 / 33 . 2^. Kann man auch einem Riesen den Raub nehmen? Oder kann man dem Gerechten seine Gefangene los machen? 25. Denn so spricht der Herr: * Nun sollen die Gefangene dem Riesen genommen werden, und der Raub des Starken los werden; Ulrich will mit -r deinen Haderern hadern, und deinen Kindern helfen. *r»c. 11,22. -k-Ps. 33,1. 26. Und ich will * deine Schinder speisen mit ihrem eigenen Fleisch; und sollen mit ihrem eigenen Blut, wie mit süßem Wein, trunken werden; und t alles Fleisch soll erfahren, daß Ich bin der Herr, dein Heiland und dein Erlöser, der Mächtige in Jakob. * «. 31 , 23 . 1 - c. 37, 20. Ezech. 21, 3 . Das 50 . Capitcl. Der Juden Verwerfung. Christi Gehorsam. 1. Ao spricht der Herr: Wo ist der Scheide- ^ brief eurer Mutter, damit ich sie gelassen habe? Oder wer ist mein Wucherer, dem ich euch verkauft habe? Siehe, ihr seyd um eurer Sunden willen verkauft, und eure Mutter ist um eures Uebertretenö willen gelassen. 2. Warum kam ich, und war Niemand da? Des Meffiä Leiden. Iesai Ich rief, und Niemand antwortete? Ist ' meine Hand nun so kurz geworden, daß sie nicht erlösen kann? Oder ist bey mir keine Kraft zu erretten ? Siehe, mit meinem Schelten mache ich das t Meer trocken, und mache die Wasserströme als eine Wüste, daß ihre Fische vor Wassermangel stinken, und Dursts sterben. ' 4 Mos. Il, 23. Esaj. 39, 1. 1- 2 Mos. 14/ 22. 3. Ich kleide * den Himmel mit Dunkel, und mache seine Decke als einen Sack. * c. 13/ IN. 2 Mos. 20, 21. L. Der Herr Herr hat mir * eine gelehrte Zunge gegeben, daß ich wisse mit dem Müden zu rechter Zeit zu reden. Er weckt mich alle Morgen, er weckt mir das Ohr, daß ich böre, wie ein Jünger. * Matth. 7, 23. 29. L. Der Herr Herr hat mir das * Ohr geöffnet; und Ich bin nicht ungehorsam, und gehe nicht zurück. : 2 Sam. 7,27. 6. "Ich hielt meinen Rücken dar denen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften; mein Angesicht verbarg ich nicht vorSchmach UNd Speichel. * Matth. 26/ 67. 68. Joh. 19, 1. 7. Denn der Herr Herr hilft mir, darum werde ich nicht zu Schanden. Darum habe ich mein Angesicht dargebvthen, als einen Kieselstein; denn ich weiß, daß ich nicht zu Schanden werde. 8. Er ist nahe, ' der mir Recht spricht; wer will mit mir hadern? Laßt uns zusammen treten ; wer ist, der Recht zu mir hat? der komme her zu mir. ' Rom. 8,33. 9. Siehe, der Herr Herr hilft mir;"wer ist, der mich will verdammen? Siehe, sie werden H allzumahl wie ein Kleid veralten, Motten werden sie fressen. * Hiob 34, 29. Rom. 8/ 34. 1- Ps. 102 / 27. Esaj. 31, 6. 8. 10. Wer ist unter euch, der den Herrn fürchtet , der seines Knechts Stimme gehorchet? Der im Finstern wandelt, und scheinet ihm nicht? Der' hoffe auf den Nahmen des Herrn, und verlasse sich auf seinen Gott. "magr. 3,26. 11. Siehe, ihr alle, die ihr ein Feuer anzündet , mit Flammen gerüstet; wandelt hin im Licht euers Feuers und in Flammen, die ihr angezündet habt. Solches widerfahret euch von meiner Hand; in Schmerzen müsset ihr liegen. Das 51. Capitel. Trost aller Gläubigen in Gottes Verheißung gegründet. 1. §>öret mir zu, die ihr der Gerechtigkeit nach- ^ jaget, die ihr den Herrn suchet: Schauet a 50. 51. Erlösete des Herrn. 66/ den Fels an, davon ihr gehauen seyd, und des * Brunnen Gruft, daraus ihr gegraben seyd. * Ps. 68 , 27. 2. Schauet Abraham an, euern Vater, und Sarah, von welcher ihr geboren seyd. Denn * ich rief ihn, da er noch -!- einzeln war, und segnete ihn, und mehrete ihn. * 1 Mos. 12 / 1 . Jos. 24/ 3. 7 Ezech. 33/ 24. Mal. 2/ 13. 3. Denn der Herr * tröstet Zion, er tröstet alle ihre Wüsten; und macht ihre Wüsten wie Lustgärten, und ihre Gefilde wie einen Garten des Herrn, daß man Wonne und Freude darinnen findet, Dank und Lobgefang. * «. 6i, 3 . Merke auf mich, mein Volk, höret mich, meine Leute; denn von mir wird ein Gesetz ausgehen, und mein Recht will ich zum Licht der Völker gar bald stellen. 5. Denn meine Gerechtigkeit ist nahe, mein Heil ziehet aus, und meine Arme werden die Völker richten. Die Inseln harren auf mich, und warten auf meinen Arm. 6. Hebet eure Augen auf gen Himmel, und schauet unten auf die Erde. Denn * der Himmel wird wie ein Rauch vergehen, und die Erde wie ein Kleid veralten; und die darauf wohnen, werden dahin sterben wie Das. Aber i- mein Heil bleibt ewiglich, und meine Gerechtigkeit wird nicht verzagen. * Ps. 102/ 27. Lu«. 21/ 33. -j- Jes. 43/ 17. 7. Höret mir zu, die ihr die Gerechtigkeit kennet; du Volk, * in welches Herzen mein Gesetz ist. Fürchtet euch nicht, wenn -k euch die Leute schmähen; und entsetzet euch nicht, wenn sie euch verzagt machen. * Ps. 37 / 31 . ß- Matth. 3/ 11 . 8. Denn die Motten werden sie fressen, wie ein Kleid, und Würmer werden sie fressen, wie ein wollenes Tuch; aber meine Gerechtigkeit bleibet ewiglich, und mein Heil für und für. 9. Wohlauf, wohlauf, ziehe Macht an, du Arm des Herrn! Wohlauf, wie * vorzeiten, von Alters her! Bist Du nicht der, so die Stolzen ausgehauen, und den Drachen verwundet hat? * 2 Mos. 14/ 14. c. 13/ 7. 10. Bist Du nicht, der das*Meer der großen tiefen Wasser austrocknete? der den Grund des Meers zum Wege machte, daß die Erlöfeten dadurch gingen? * 2 Mos. 14 , 21 . Jos 3, 1 6. 11. Also werden die * Erlöfeten des Herrn wiederkehren, und gen Zion kommen mit Ruhm; und t ewige Freude wird auf ihrem Haupte seyn. Wonne und Freude werden sie ergreifen, aber Trauern und Seufzen wird von ihnen fliehen. - «. 33, io. -s c. 66/ 1 i. Joh. 16 / 22 . PPPP 2 668 Gott verspricht Hülfe. Friedensbothen. Iesgia 51. 52. -l2. Ich, Ich bin euer Tröster. Wer bist Du denn, daß du dich vor' Menschen fürchtest, die doch sterben? Und vor Menschenkindern, die als -k Heu verzehret werden? * Matth. 10, 28. Ps. 118, 6. 7- 1 Per. 1, 24. 13 . Und vergissest des Herrn, der dich gemacht hat, der "den Himmel ansbreitet, und die Erde gründet? Du aber fürchtest dich täglich den ganzen Tag vor dem Grimm des Wütherichs, wenn er vornimmt zu verderben. Wo blieb der Grimm des Wütherichs, *-.44,24. 1^. Da er mußte eilen und umher laufen, daß er los gäbe, und sie nicht starben unter dem Verderben, auch keinen Mangel an Brot hatten? 15. Denn Ich bin der Herr, dein Gott, der das Meer beweget, daß seine Wellen wüthen; sein * Nähme heißt der Herr Zebaoth. * -4, 16. Ich lege mein * Wort in deinen Mund, und bedecke dich unter dem Schatten meiner Hände; auf daß ich den Himmel pflanze, und die Erde gründe, und zu ^ Zion spreche: Du bist Nieitt Volk. * c. 59, 21. Jcr. i, S. -s Esaj. 49, 3. 17. Wache auf, wache auf, stehe auf, Jerusalem, die du von der Hand des Herrn den Kelch seines Grimms getrunken Haft; die Hefen des Taumelkelchs Haft du ausgetrunken, und die Tropfen geleckt. 18. Es war Niemand aus allen Kindern, die sie geboren hat, der sie leitete; Niemand aus allen Kindern, die sie erzogen hat, der sie beider Hand nähme. 19. Diese * zwey find dir begegnet; wer trug Leide mit dir? Da war Verstörung, Schaden, Hunger und Schwert; wer sollte dich trösten? * c. 47, s. 20. Deine Kinder waren * verschmachtet; sie lagen auf allen Gassen, wie ein verstrickter Waldochs , voll des Zorns vom Herrn, und des Scheltens von deinem Gott. * Klagl. 2,19. 21. Darum höre dieß, du Elende und Trunkene ohne Wein; 22. So spricht dein Herrscher, der Herr, und dein Gott, der sein Volk rächet: * Siehe, ich nehme den Taumelkelch von deiner Hand, fammt den Hefen des Kelchs meines Grimms, du sollst ihn nicht mehr trinken. "Off. 14,10. 23. Sondern ich will ihn * deinen Schindern in die Hand geben, die zu deiner Seele sprachen : Bücke dich, daß wir überhin gehen; und lege Leinen Rücken zur Erde, und wie eine Gasse, daß man überhin laufe. * «. 49, 2k. 1 Ps. 120, 3. Das 52 . Capitel. Don Erlösung der Kirche, und Lieblichkeit deS Evangelii. 1. NDache dich auf, mache dich auf, Zion; ziehe deine Stärke an, schmücke dich herrlich, du heilige Stadt Jerusalem. Denn es wird hinfort kein Unbeschnittener oder Unreiner in dir regieren. 2. Macke dich aus dem Staube, * stehe auf, du gefangene Jerusalem; mache dich los von den Banden deines Halses, du gefangene Tochter Zion. * c. 49, 9. 3. Denn also spricht der Herr: Ihr seyd umsonst verkauft, ihr sollt auch ohne Geld erlöset werden. Denn so spricht der Herr Herr: Mein Volk * zog am ersten hinab in Egypten, daß es daselbst ein Gast wäre; und Assur hat ihm ohne Ursache Gewalt gethan. * 1 Mos. 46, 1 . 6. 1-2 Kön. 17, 3. c. 18 , 9. 5. Aber wie thut man mir jetzt allhier, spricht der Herr? Mein Volk wird umsonst verführet; seine Herrscher machen eitel Heulen, spricht der Herr; und * mein Nähme wird immer täglich gelästert. * Ezech 36, 20 . Rom. 2 , 24. i Tim. 6, i. 6. Darum soll mein Volk meinen Nahmen kennen zu derselbigen Zeit; denn siehe, Ich will selbst reden. 7. Wie * lieblich sind auf den Bergen die Füße der Bothen, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen, Heil verkündigen; die da sagen zu Zion: t Dein Gott ist König. * Nah. 2 , 1 . Rom. io, 15. 2 Cor. 5, 20 . -sEs. 40,9. Zach. 9, 9. 8. Deine Wächter rufen laut mit ihrer Stimme, und rühmen mit einander. Denn man wird es mit Augen sehen, wenn der Herr Zion bekehret. 9. Lasset fröhlich seyn, und mit einander rühmen das Wüste zu Jerusalem; denn der Herr hat sein Volk getröstet, und Jerusalem erlöset. 10. Der Herr * hat geoffenbaret seinen heiligen Arni, vor den Augen aller Heiden; daß 1- aller Welt Ende flehet das Heil unsers Gottes. * c. 53, 1. -j- Ps. 98, 3. 4. i i. Weichetweichet, ziehet aus von dannen, und rühret kein Unreines an; gehet aus von ihr, reiniget euch, die ihr des Herrn Geräthe traget. * 2 Cor. 6,17. 12. Denn ihr sollt nicht mit Eilen ausziehen , noch mit Flucht wandeln; denn der Herr wird vor euch her ziehen, und der Gott Israels wird euch sammeln. Des Messiä Leiden Je saia 53. 54. und Erhöhung. (Anfang des LZ. Capitels.) i3.(Aiehe, mein Knecht wird weislich thun, und * wird erhöhet, und sehr hoch erhaben seyn,: * c. 57 , iL. i^. Daß sich Viele über dir ärgern werden; weil seine Gestalt häßlicher ist, denn anderer Leute, und sein Ansehen, denn der Menschen, linder. 15. Aber also wird er viele Heiden besprengen, daß auch Könige werden ihren Mund gegen ihn zuhalten. Denn * welchen nichts davon verkündiget ist, dieselben Werdens mit Lust sehen; und die nichts davon gehöret haben, die werden es m.crken. * Esaj. 65, 1 . Rom. 15, 21 . Das 53. Capitel. Christi Leiden und Auferstehung. ^ i.Isber "wer glaubt unserer Predigt? Und ^ wem wird der-k Arm des Herrn geoffen- baret ? * Loh. 12 , 38. Rom. 10 , 16 . -f Es. 52, 10 . 2. Denn er schießt auf vor ihm wie ein Neis, und wie eine Wurzel aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt noch Schöne; wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen hätte. 3. Er war der ' Allerverachtetste und Unwertheste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, daß man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn nichts geachtet. * Marc. 9, 12. Fürwahr * ER trug unsere Krankheit, und lud auf sich unsere Schmerzen. WIR aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. *Maith.8,i7. 5. Aber er ist um unserer Missethat willen verwundet, und um unserer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und * durch seine Wunden sind wir geh eilet. *iPet. 2 , 24 . 6. Wir gingen alle' in der Irre, wie Schafe, ein Jeglicher sah auf seinen Weg: aber der Herr warf unser aller Sünde auf ihn. ' Pf. 119, 176. 1 Pct. 2 , 25. E-«ch. 34, 4. -f Joh. 1, 29. 7. Da er gestraft und gemartert ward, that er * seinen Mund nicht auf, wie ** ein Lamm, das zur i- Schlachtbank geführet wird, und wie ein Schaf, das verstummet vor seinem Scherer , und seinen Mund nicht aufthut. * Matth. 26 , 63. c. 27, i4. Marc. 14, 6i. c. 15, 5. " Gesch. s, 32. -f Jer. 11, 19. s. Er ist aber aus der Angst und Gericht ge669 nommen; wer will seines Lebens Länge ausre- den? Denn' er ist aus dem Lande der Lebendigen wcggerissen, da er um die Missethat meines Volks geplaget war. * i Cor. 15 , 3 . 9. Und er ist begraben wie die Gottlosen, und gestorben wie ein Reicher; wiewohl * er Niemand Unrecht gethan hat, noch Betrug in seinem Munde gewesen ist. * 1 P-i. 2 , 22 . 1 Joh. 3 , 5 . -f 4 Mos. 23, 19 . 10. Aber der Herr wollte ihn also zerschlagen mit Krankheit. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat; so wird ' er Samen haben, und in die Länge leben, und des Herrn Vornehmen wird durch seine Hand fortgehen. * Pf. 22, 31. 11. Darum, daß seine Seele gearbeitet hat, wird er seine Lust sehen, und die Fülle haben. Und durch sein Erkenntniß wird er, mein Knecht, der Gerechte, Viele gerecht machen, denn Er trägt ihre Sünden. 12. Darum will ich ihm große Menge zur Beute geben, und er soll die Starken zum Raube haben; darum, daß er sein Leben in den Tod gegeben hat, und * den Uebelthätern gleich gerechnet ist, und Er Vieler Sünde getragen hat, und für die Uebelthäter gedeihen. * Marc. 15, 28. Luc. 22 , 37. -f c. 23, 34. Das 54. Capitel. Der Kirche Gnadengeschenk von Christ», ihrem Bräutigam. 1. Mrhme, * du Unfruchtbare, die du nicht gebierest ; t freue dich mit Ruhm und jauchze, die du nicht schwanger bist. Denn die Einsame hat mehr Kinder, weder die den Mann hat, spricht der Herr. * Luc. 23, 29. Gal. 4, 27. -f Zach. 9, 9. 2. Mache den Raum deiner Hütte weit, und breite aus die Teppiche deiner Wohnung, spare feiner nicht; dehne deine Seile lang , und stecke deine Nägel fest. 3. Denn du wirst ausbrechen zur Rechten und zur Linken; und dein Same wird die Heiden erben, und in den verwüsteten Städten wohnen. Furchte dich nicht, denn du sollst nicht zu Schanden werden, werde nicht blöde, denn du sollst nicht zu Spott werden; sondern du wirst der Schande deiner Jungfrauschaft vergessen, und der Schmach deiner Witwenschaft nicht mehr gedenken. 5. Denn der dich gemacht hat, ist * dein Mann, Herr Zebaoth heißt sein Nähme; und dein Er- 670 Iesüi 6 54 . 55 . Gottes Einladung. Frucht göttlichen Worts. Trost für Zion. loser, der Heilige in Israel, der aller Welt Gott genannt wird. ' Hos. -, is. 6 . Denn der Herr hat dich lassen im ' Geschrey seyn, daß du seyst wie ein verlassenes und von Herzen betrübtes Weib, und wie ein junges Weib, das verstoßen ist, spricht dein Gott. ' «uc. 1/ 36. 7 . Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen; aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sammeln. 8 . Ich habe' mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig von dir verborgen; aber mit ewiger Gnade will ich mich deiner erbarmen, spricht der Herr, dein Erlöser. * c. 60/ 10 . Ps. 30, 6. I«. 33, 3. 9. Denn solches soll mir seyn , wie das Wasser Noah; da * ich schwur, daß die Wasser Noah sollten nicht mehr über den Erdboden gehen. Also habe ich geschworen, daß ich nicht über dich zürnen, noch dich schelten will. *i Mos. 9 , 13 . 10. Denn es sollen wohl Berge weichen, und Hügel hinfallen; aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der ' Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der Herr, deinErbar- mer. * Er- 34, 23. 11. Du Elende, über die alle Wetter gehen, und du Trostlose! Siehe, Ich will deine Steine wie einen Schmuck legen, und will deinen Grund mit Sapphiren legen; 12. Und deine Fenster aus Crystallen machen, und -eine Thore von Rubinen, und alle deine Grenzen von erwählten Steinen; 13 . Und ' alle deine Kinder gelehrt vom Herrn, und großen ff Frieden deinen Kindern. * Joh. 6, 4L. ff Rom. L, 1 . 1^. Du sollst durch Gerechtigkeit bereitet werden. Du wirft ferne seyn von Gewalt und Unrecht, daß du dich davor nicht dürfest fürchten; und von Schrecken, denn es soll nicht zu dir nahen. iö. Siehe, wer "will sich wider dich rotten und dich überfallen, so sie sich ohne Mich rotten? * Rom. 8, 31. 16. Siehe, Ich schaffe es, daß der Schmied, so die Kohlen im Feuer aufbläset, einen Zeug daraus mache zu seinem Werk; denn Ich schaffe es, daß der Verderber umkommt. 17. Denn aller Zeug, der wider dich zubereitet Wird, dem soll es nicht gelingen; und alle Zunge, so sich wider dich setzt, sollst ' du im Gericht verdammen. Das ist das Erbe der Knechte des Herrn und ihre Gerechtigkeit von mir, spricht der Herr. * 1 Kor. 6 , 2 . Das 55 . Capitel. Von wahrer Buße und Gottes Wort. alle, * die ihr durstig seyd, kommt her zum Wasser; und die ihr nicht Geld habt, kommt her, kaufet und esset; kommt her und kaufet ohne Geld und umsonst beydes Wein und Milch. ' Zach. 13, 1 . Job. 7, 37. Off. 22 , 17 . 2. Warum zählet ihr Geld dar, da kein Brot ist, und eure Arbeit, da ihr nicht satt von werden könnet? Höret mir doch zu, und esset das Gute; so wird eure Seele in * Wollust fett werden. ' Ps 36 , s. Mal. 4,2. 3 . Neiget eure Ohren her, und kommt her zu mir; höret, so wird eure Seele leben: denn ich will mit euch einen * ewigen Bund machen, nähmlich die ff gewissen Gnaden Davids. * t. 9, 6 . ff 2 Sam. 7, 12. 1 Kon. 8 , 20. 23 . Ps. 89, 4. Siehe, ich habe ihn den Leuten zum Zeugen gestellet, zum Fürsten und Gebielher den Völkern. 5. Siehe, du wirst Heiden rufen, die du nicht kennest; und Heiden, die dich nicht kennen, werden zu dir laufen, um des Herrn willen, deines Gottes, und des Heiligen in Israel, der dich preise. 6 . Suchet den Herrn, weil er zu finden ist; rufet ihn an, weil er nahe ist. 7 . Der * Gottlose lasse von seinem Wege, und der Uebelrhäter seine Gedanken, und bekehre sich zum Herrn, so wird er sich seiner erbarmen; und zu unserm Gott, denn ff bey ihm ist viel Vergebung. * Ez. i», 30 . 31 . c. 33 , 11 . ff Ps 130 ,4. 8 . Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr: 9. Sondern, so viel der Himmel höher ist, denn die Erde; so find auch meine Wege höher, denn eure Wege, und meine Gedanken, denn eure Gedanken. 10. Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt, und nicht wieder dahin kommt; sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und wachsend, daß sie gibt Samen zu säen, und Brot zu essen: 11. Also soll das Wort, so aus meinem Munde gehet, auch seyn. Es soll Iesaia 55. 56. 57 Gottlose gestraft. 671 Blinde Wächter. nicht wieder zu mir leer kommen; sondern thun/ das mir gefällt, und soll ihm gelingen, dazu ich es sende. 12. Denn ihr sollt in Freuden ausziehen, und im Frieden geleitet werden. Berge und Hügel sollen vor euch her frohlocken mit Ruhm, und alle Bäume auf dem Felde mit den Händen klappen. 13 . Es sollen Tannen für Hecken wachsen, und Myrten für Dornen; und dem Herrn soll ein Nähme und ewiges Zeichen feyn, das nicht ausgerottet werde. Das 56. Capitel. Vermahnung zur Gottseligkeit. Straft der stummen Hunde. 1. Ao spricht der Herr: Haltet das Recht, ^ und thut Gerechtigkeit; denn mein Heil ist nahe, daß es komme, und meine Gerechtigkeit , daß sie geoffenbaret werde. 2. Wohl dem Menschen, der solches thut, und dem Menschenkind, der es fest hält, daß er den Sabbarh halte, und nicht entheilige, und halte seine Hand, daß er kein Arges thue. 3 . Und * der Fremde, der zum Herrn fich ge- than hat, soll nicht sagen: Der Herr wird mich scheiden von seinem Volk. Und der Verschnittene soll nicht sagen: Stehe, ich bin ein dürrer Baum. * ii/1. -L. Denn so spricht der Herr zu den Verschnittenen, welche meine Sabbathe halten, und erwählen, was mir wohlgefällt, und meinen Bund fest fassen: 5 . Ich will ihnen in meinem Hause und in meinen Mauern einen Ort geben, und einen bessern Nahmen, denn den Söhnen und Töchtern; einen ewigen Nahmen will ich ihnen geben, der nicht vergehen soll. 6 . Und der fremden Kinder, die fich zum Herrn gethan haben, daß fie ihm dienen, und seinen Nahmen lieben, auf daß fie seine Knechte feyn, ein Jeglicher, der den Sabbath hält, daß er ihn nicht entweihe, und meinen Bund fest hält; 7 . Dieselbige will ich zu * meinem heiligen Berge bringen, und will sie erfreuen in meinem Bethhause, und ihre Opfer und Brandopfer sollen mir angenehm feyn auf meinem Altar; denn -s meinHaus heißt einBethhaus allen Völkern. ' Ps. 2, 6. -i -1 Kön. 8/ 43. Matth. 21 / 13. Marc. 11/ 17. Luc. 19/ 46. 8 . Der Herr Herr , der die Verstoßenen aus Israel sammelt, spricht: Ich will noch mehr zu dem Haufen, die versammelt sind, sammeln. d. Alle Thiere auf dem Felde, kommt und fresset, ja alle Thiere im Walde. 10. Alle ihre Wächter sind blind, sie wissen alle nichts; stumme Hunde find sie, die nicht strafen können; sind faul, liegen und schlafen gerne. 11. Es sind aber starke Hunde vom Leibe, die nimmer satt werden können. Sie, die Hirten , wissen keinen Verstand; ein Jeglicher * stehet auf seinen Weg, ein -k Jeglicher geizet für sich in seinem Stande. * c. 33/ 6. ff Jer. 6/ 13. c. 8/ io. 12. Kommt * her, laßt uns Wein hohlen und voll saufen; und soll morgen feyn wie heute, und noch viel mehr. *-.22,13. Das 57. Capitel. Gott will dic Widerspenstigen strafen; den Bußfertigen Frieden schaffen. 1. Hsber der Gerechte kommt um; und ^ * Niemand ist, der es zu Herzen nehme; und heilige Leute werden aufgerafft, und Niemand achtet darauf. Denn die Gerechten werden weggerafft vor dem Unglück; *Zer.i2,n. 2. Und die richtig vor sich gewandelt haben, kommen zum Frieden und ruhen in ihren Kammern. (Anfang des 37. CapitclS.) 3 'Und ihr, kommt herzu, ihr Kinder der Ta- gewählerinn, ihr Same' des Ehebrechers und der Hure. * Matth. 12,39. An wem wollt ihr nun eure Lust haben? Ueber wem wollt ihr nun das Maul aufsperren, und die Zunge heraus recken? Seyd Ihr nicht die Kinder der Übertretung, und ein falscher Same, s. Die ihr in der * Brunst zu den Götzen laufet unter alle grüne Bäume, und schlachtet die Kinder an den Bächen unter den Felsklippen? * Jer. 3, 13 . e. 2, 24. 6 . Dein Wesen ist an den glatten Bachstemen, dieselbigen find dein Theil; denselbigen schüttest du dein Trankopfer, da du Speisopfer opferst. Sollte ich mich deß trösten? 7 . Du machst dein Lager auf einem hohen erhabenen Berge, und gehest daselbst auch hinauf zu opfern. 8 . Und hinter der Thür und Pfosten stellest du dein Gcdächtniß. Denn du wälzest dich von mir, und gehest hinauf, und machest dein Lager weit, und verbindest dich mit ihnen; und liebest ihr Lager, wo du sie erstehest. 9. Du ziehest mit Oehl zum Könige, und hast 672 Betrübte getröstet. Iesaia 57. 58. mancherley Würze; und sendest deine Bothlckaft in die Ferne, und bist genied;iget bis zur Hölle. i o. Du zerarbeitetest dick in der Menge deiner Wege/ und sprachest nicht: Ick lasse es; sondern weil du findest ein Leben deiner Hand, wirst du nicht müde. i i. Vor wem bist du so sorgfältig, und fürchtest also; so du doch mit Lögen umgehest, und denkest an mich nickt, und nimmst es nicht zu Herzen? Meinest du, * Ich werde allewege schweigen, daß du mich so gar nicht fürchtest? * Ps. 50 , 21 . 12. Ich will aber deine Gerechtigkeit anzekgen und deine Werke, daß fie dir kein Nütze seyn sollen. 13. Wenn du rufen wirst, so laß dir deine Haufen helfen. Aber der Wind wird ste alle wcgführen, und Eitelkeit wird fie wegnehmen. Aber wer * auf mich trauet, wird das Land erben, und 1 - meinen heiligen Berg besitzen, *Ps. 2 , 12 . 1 - Ps. 15 , 1 . i^. Und Wird sagen: * Machet Bahn, machet Bahn, räumet den Weg, hebet die Anstöße aus dem Wege meines Volks. * c. 6 ?, io. iZ. Denn also spricht * der Hohe und Erhabene, der ewiglich wohnet, deß Nähme heilig ist; der ich in der Höhe und im Heiligthum wohne, und bey denen, so zerschlagenes und demüthi- ges Geistes find, auf daß ich erquicke den Geist der Gedemüthigten, und das Herz der Zerschlagenen: * Ps. 115 , 5 . -j- Esaj. 66 , 2. 16. Ich * will nicht immerdar hadern, und nicht ewiglich zürnen; sondern es soll von meinem Angesicht ein Geist weben, und ich will Odem machen. * Ps loz, 9 . 17 . Ich war zornig über die Untugend ihres Geizes, und schlug sie," verbarg mich, und zür- ncte; da gingen fie hin und her im Wege ihres Herzens. * c-«, 2. 18. Aber da ich ihre Wege ansah, Heileteich sie, und leitete fie, und gab ihnen wieder Trost, und denen, die über jene Leid trugen. 19. Ich will Frucht der Lippen schaffen, die da predigen: Friede, Friede, beydes denen in der Ferne und denen in der Nähe, spricht der Herr, und will fie heilen. 20. Aber die Gottlosen sind wie ein ungestüm Meer, das nicht stille seyn kann, und feine Wellen Korh und Unsiath auswerfen. 21. Die * Gottlosen haben nicht Frieden, spricht mein Gott. * c. ^ 8 ,22. Ps. 120,7. Rechtes Fasten. Das 58. Capitel. Dsn Fasten und Heiligung des Sabbaths. 1. Aufe getrost, schone nicht, erhebe deine Stimme wie eine Posaune; und verkündige * meinem Volk ihr Uebertreten, und dem Hause Jakobs ihre Sünde. * Mich. 3, s. 2. Sie suchen mich täglich, und wollen meine Wege wissen, als ein Volk, das Gerechtigkeit schon gethan, und das Recht ihres Gottes nicht verlassen hätte. Sie fordern mich * zum Recht, und wollen mit ihrem Gott rechten. * c. 1, 18. c. 43 , 26. 3 . Warum fasten wir, und du stehest es nicht an? Warum thun wir unserm Leibe wehe, und du willst es nicht wissen? Siehe, wenn ihr fastet, so übet ihr euer» Willen, und treibet alle eure Schuldiger. >L. Siehe, ihr fastet, daß ihr hadert, und zanket, und schlaget mit der Faust ungöttlich. Fastet nicht also, wie ihr jetzt thut, daß ein Ge- schrey von euch in der Höhe gehöret wird. 5. Sollte das * ein Fasten seyn, das ich erwählen soll, daß ein Mensch seinem Leibe des Tages übel thue, oder seinen Kopf hänge wie ein Schilf, oder auf einem Sack und in der Asche liege? Wollt ihr das ein Fasten nennen, und einen Tag dem Herrn angenehm? ' Zach. 7 , 5 . e. 8 , 15 . 6 . Das ist aber ein Fasten, das ich erwähle: Laß los, welche du mit Unrecht verbunden Haft; "laß ledig, welche du beschwerest; gib ftey, weiche du drängest; reiß weg allerley Last. - Ezcch. 18, 16. 7 . * Brich dem Hungrigen dein Brot, und die, so im Elend find, führe in das Hans; so du einen nackend fiehest, so kleide ihn und entziehe dich nicht von deinem Fleisch. * Ezcch. 18, 7 . Matth. 25 , 35 . 8 . Alsdann wird dein Licht hervor brechen, wie die Morgenröthe, und deine Besserung wird schnell wachsen, und deine Gerechtigkeit wird vor dir her gehen, und die Herrlichkeit des Herrn wird dich zu fick nehmen. 9 . Dann wirst du rufen, so wird dir der Herr antworten; wenn du wirst sckreyen wird er sagen: Siehe, hier bin ick. So du Niemand bey dir beschweren wüst, noch mit Fingern zeigen, noch übel reden; in. Und wirst den Hungrigen lassen finden dein Herz, und die elende Seele sättigen: so wild dein" Lickt in Finsternis aufgehen, und dein Dunkel wird seyn wie der Mittag." Ps "2, 4 . 11. Und Bosheit der Juden. Iesaia 58. 59. Gottes Strafe. 673 11. Md der Herr wird dich immerdar führen, und deine Seele sättigen in der Dürre, und deine Gebeine stärken; und wirst seyn, " wie ein gewässerter Garten, und wie eine Wasserquelle, welcher es nimmer an Wasser fehlet ;"Jer. 31 , 12 . 12. Und * soll durch dich gebauet werden, was lange wüste gelegen ist; und wirst Grund legen, der für und für bleibe; und sollst heissen, der die Lücken verzäunet und die Wege bessert, daß man da wohnen möge. * e. 61 ,4. 13. So du deinen Fuß von dem Sabbath kehrest, daß du nicht thust, was dir gefällt an meinem heiligen Tage: so wird es ein lustiger Sabbath heissen, den Herrn zu heiligen und zu preisen. Denn so wirst du denselbigen preisen, wenn du nicht thust deine Wege, noch darinnen erfunden werde, was die gefällt, oder was du redest. 1^. Alsdann wirst du Lust haben am Herrn, und ich will dich über die Höhen auf Erden schweben lassen, und will dich speisen mit dem Erbe deines Vaters Jakobs; denn * des Herrn Mund sagt es. * c. i, 20 . Das 59. Capitel. Die Sünde» der Juden werden erzählet, Christus verheissen. 1. Aiehe, des * Herrn Hand ist nicht ^ zu kurz, daß er nicht helfen könne; und seine Ohren find nicht dicke geworden, daß er nicht höre: * c. 20, 2. 4 Mos. 11 / 23 . 2. Sondern eure Untugenden scheiden euch und euern Gott von einander; und eure Sünden "verbergen das Angesicht von euch, daß ihr nicht gehöret werdet. * Mich. 3 , 4 . 3. Denn * eure Hände sind mit Blut befleckt, und eure Finger mir Untugend: eure Lippen reden Falsches, eure Zunge dichtet Unrechtes. * e. 1, 12 . Ezcch. 23, 42. Es ist Niemand, der von Gerechtigkeit predige, oder treulich richte. Man vertrauet auf das Eitele, und redet nichts Tüchtiges; mit" Unglück sind sie schwanger, und gebären Mühe. . * Hiob 12 , 32. Ps. 7, 12 . 5 . Sie brüten Basilisken Eyer, und wirken Spinnwebe. Issel man von ihren Eyern, so muß man sterben : zertritt man es aber, so fährt eine Otter heraus. 6 . Ihre" Spinnwebe taugt nicht zu Kleidern, und lhc Gewirke taugt »licht zur D?cke: denn ihr Werk ist Mühe und in ihren Händen ist Frevel. * Hiob s, 14 . 7 . Ihre" Füße laufen zum Bösen, und sind schnell unschuldiges Blut zu vergießen; ihre Gedanken sind Mühe, ihr Weg ist eitel Verderben und Schaden; *Rom. 3 , 12 . 8. Sie kennen den Weg des Friedens nicht, und ist kein Recht in ihren Gängen: sie sind verkehrt auf ihren Straßen; wer darauf gehet, der hat nimmer keinen Frieden. > 9. Darum ist das Recht ferne von uns, und wir erlangen die Gerechtigkeit nicht. Wir harren auf das Licht, siehe, so rvird es finster: auf den Schein, siehe, "so wandeln wir im Dunkeln. * r. 9 , 2. 10. * Wir tappen nach der Wand, wie die Blinden, und tappen, als die keine Augen haben. Wir stoßen uns im Mitlage., als in der Dämmerung; wir sind im Düßern wie die Tobten. ' 2 Mos. 23, 29. 11. Wir brummen alle wie die Bären, und " ächzen wie die Tauben: denn wir harren auf das Recht, so ist es nicht da: auf das Heil, so ist es ferne Von UNs. " c. 38, 14. Ezcch. 7, 16 . 12. Denn unserer Uebertretung vor dir ist zu viel, und unsere Sünden antworten wider uns. Denn unsere Ueberrretungen sind bey uns, und wir fühlen unsere Sünden; 1 3 . Mit Uebertreten und " Lügen wider den Herrn, und Zurückkehren von unserm Gott; und mit Reden zürn Frevel und Ungehorsam, trachten und dichten falsche Worte aus dem Herzen. * Ps. 23, 12. 1^. Darum ist auch das Recht zurück gewichen, und Gerechtigkeit ferne getreten; denn die Wahrheit fällt auf der Gasse, und Recht kann nicht einher gehen ; 15. Uud die Wahrheit ist dahin; und wer vom Bösen weicht, der muß Jedermanns Raub seyn. Solches stehet der Herr, und gefallt ihn» übel, daß kein Recht ist. i b. Und er stehet, daß Niemand da ist, und verwundert sich, daß Niemand sie vertritt. Darum hilft er ihm selbst mit seinem Arm, und seine Gerechtigkeit erhält ihn. 17. Denn er " ziehet Gerechtigkeit an wie einen Panzer, und setzt einen Helm des Heils auf sein Haupt; und ziehet sich an zur Rache, und kleidet sich mit Eifer wie mit einem Rock, * Eph. 6, 17. 1 Thess. 2, 8. 18. Als der semen Widersachern vergelten, und seinen Feinden mit Grimm bezahlen will; ja den Inseln will er bezahlen: 19. Daß der Nähme des Herrn gefürchtet Qq qq 674 Bekehrung der Heiden. Iesaia werde vom Niedergang, und seine Herrlichkeit vom Aufgang der Sonne; wenn er kommen wird wie ein aufgehaltener Strom, den der Wind des Herrn treibet. 20. Denn * denen zu Zion wird ein Erlöser kommen, und denen, die sich bekehren von den Sünden in Jakob, spricht der Herr. *Rom. ii/26. 21. Und Ich mache solchen Bund mit ihnen, spricht der Herr: Mein Geist, der bey dir ist, und * meine Worte, die ich in deinen Mund gelegt habe, sollen von deinem Munde nicht weichen, noch von dem Munde deines Samens und Kindes-Kindes, spricht der Herr, von nun an bis in Ewigkeit. * c. 3 i/ is. Jcr. i, 9. Das 60 . Capitel. Der Kirche N. T. Versammlung/ Schatze und Euter. (Epistel am Tage Epiphan.) i.IDache dich auf, werde Licht; denn dein ^ Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn gehet auf über dir. 2. Denn stehe, * Finfterniß bedeckt das Erdreich, und Dunkel die Völker; aber über dir gehet auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheinet über dir. * 2 Ms. 10,23. 3 . Und die Heiden werden in deinem * Lichte wandeln, und die Könige im Glanz, der über dir aufgehet. * c. 49, 6 . sff. 21,2g. - 4 . * Hebe deine Augen auf, und siehe umher: diese alle versammelt kommen zu dir. Deine Söhne werden von ferne kommen, und deine Töchter 7 zur Seite erzogen werden. * c. 49 / 18. -s c. 66 / 12. L. Dann wirst du deine Luft sehen und ausbrechen, und dein Herz wird sich wundern und ausbreiten, wenn * sich die Menge am Meer zu dir bekehret, und die Macht der Heiden zu dir kommt. * Matth. 8/11. 6 . Denn die Menge der Kameele wird dich bedecken, die Läufer aus Midian und Epha. Sie werden aus * Saba alle kommen, Gold und Weihrauch bringen, und des Herrn Lob Verkündiger:.) ' Ps. 72 / 10. 7 . Alle Herden in * Kedar sollen zu dir versammelt werden, und die Böcke Nebajoths sollen dir dienen. Sie -k sollen auf meinem angenehmen Altar geopfert werden; denn ich will das Haus meiner Herrlichkeit zieren. * c. 42 / 11. -j- Mal. 1 / 11. 8 . Wer sind die, welche fliegen wie die Wolken , und wie die Tauben zu ihren Fenstern? 59. 60. Gü'er der Kirche N. T. 9. Die Jnkeln harren ans mich, und dieSchiffe im Meer vorlängst her, daß sie deine Kinder von ferne herzu bringen, sammt ihrem Silber und Gold, dem Nahmen des Herrn, deines Gottes, und dem Heiligen in Israel, der dich herrlich gemacht hat. 10. Fremde werden deine Mauern bauen, und ihre Könige werden dir dienen. Denn in "meinem Zorn habe ich dich geschlagen, und in meiner Gnade erbarme ich mich über dich. *c. § 4 / 7 . 8 . 11. Und ' deine Thore sollen stets offen stehen, weder Tag noch Nacht zugeschlossen werden, daß der Heiden Macht zu dir gebracht, und ihre Könige herzu geführet werden. * Sff 21,23. - 12. Denn welche Heiden oder Königreiche dir nicht dienen wollen, die sollen umkommen, und die Heiden verwüstet werden. 13. Die ' Herrlichkeit Libanons soll an dich kommen, Tannen, Buchen und Buchsbaum mit einander, zu schmücken den Ort meines Heiligthums ; denn ich will die Stätte meiner Füße herrlich machen. ' c. 3 §/ 2. 1^. Es werden auch gebückt zu dir kommen, die dich unterdrückt haben; und alle, die dich gelästert haben, werden niederfallen zu deinen Füßen; und werden dich nennen eine Stadt des Herrn; ein Zion des Heiligen in Israel. is. Denn darum, daß du bist die Verlassene und Gehaßte gewesen, da Niemand ging, will ich dich zur Pracht ewiglich machen, und zur Freude für und für, 16. Daß du sollst Milch von den Heiden saugen , und der Könige Brüste sollen dich säugen; * auf daß du erfahrest, daß Ich der Herr, bin dein Heiland, und ich, der Mächtige in Jakob, bin dein Erlöser. ' - 49,2z. 17. Ich will Gold anstatt des Erzes, und Silber anstatt des Eisens bringen, und Erz anstatt des Holzes, und Eisen anstatt der Steine; und Will machen, daß deine Vorsteher " Frieden lehren sollen, und deine Pfleger Gerechtigkeit predigen. * c. 32 / 7. 18. Man soll keinen Frevel mehr hören in deinem Lande, noch Schaden oder Verderben in deinen Grenzen; sondern ' deine Mauern sollen Heil, und deine Thore Lob heissen. *c - 6 /i. 19. Die ' Sonne soll nicht mehr des Tages dir scheinen, und der Glanz des Mondes soll dir nicht leuchten: sondern der Herr wird dein ewiges Licht, und dein Gott wird dein Preis seyn. * Offenb. 21/ 23 . 20. Deine Sonne wird nicht mehr untergehen, Des Messiä Lehramt. Iesaia 60. 61. 62. Herrlichkeit der Kirche N. T. 6/5 noch dein Mond den Schein verlieren; denn der Herr wird dein ewiges Licht seyn, und die Tage deines Leidens sollen ein Ende haben. 21. Und dein Volk sollen eitel Gerechte seyn, und werden * das Erdreich ewiglich besitzen; als die der Zweig ff meiner Pflanzung, und ein Werk meiner Hände find, zum Preise. * Matth/ 2 , ff Esaj. 27/ 13. 22. Aus dem Kleinsten sollen Tausend werden, und aus dem Geringsten ein mächtiges Volk. Ich der Herr will solches zu seiner Zeit eilend ausrichten. Das 61. Capitel. Christi Lehramt. Der Kirche Freude. 1. A>er * Geist des Herrn Herrn ist ^ über mir, darum hat mich der Herr gesalbet. Er hat mich gesandt ff den Elenden zu predigen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden; zu predigen den Gefangenen eine Erledigung, den Gebundenen eine Oeffnung; *Luc. 4/ 18. ff Cs. 30, 26. 2. Zu predigen ein gnädiges Jahr des Herrn, und einen Tag der Rache unsers Gottes; zu trösten alle Traurigen; Z. Zu schaffen den Traurigen * zu Zion, daß ihnen Schmuck für Asche, und Freudenöhl für Traurigkeit, und schöne Kleider für einen betrübten Geist gegeben werden ; daß sie genannt werden Bäume der Gerechtigkeit, Pflanzen des Herrn, zum Preise. * c. 21, 3. Sie * werden die alten Wüstungen bauen, und was vorzeiten zerstöret ist, aufbringen; sie werden die verwüsteten Städte, so für und für zerstöret gelegen sind, verueuen. ' c. 28/12. s. Fremde werden stehen, und eure Herde weiden; und Ausländer werden eure Ackerleute und Weingärtner seyn. 6. Ihr aber sollt * Priester des Herrn heissen, und man wird euch Diener unsers Gottes nennen ; und werdet der Heiden Güter essen, und über ihrer Herrlichkeit euch rühmen. * c. 66/ 21. 7. Für eure Schmach soll Zwiefältiges kommen, und für die Schande sollen sie fröhlich seyn auf ihren Aeckern. Denn sie sollen Zwiefältiges besitzen in ihrem Lande; sie sollen ewige Freude haben. 8. Denn Ich bin der Herr, der das Recht liebet und hasse räuberische Brandopfer; und will schaffen, daß ihre Arbeit soll gewiß seyn; und * einen ewigen Bund will ich mit ihnen machen. *c. 24,10. c. 22,3. 9. Und man soll ihren Samen kennen unter den Heiden, und ihre Nachkommen unter den Völkern ; daß, wer sie sehen wird, soll sie kennen , daß sie ein Same sind, gesegnet vom Herrn. 10. Ich * freue mich im Herrn, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott: denn er hat mich angezogen mit ff Kleidern des Heils, und mit dem Rock der Gerechtigkeit gekleidet; wie einen Bräutigam, mit priesterlichem Schmuck gezieret, und wie eine Braut in ihrem Geschmeide sich geberdet. * Hab. 4,13. ff Zach. 3,2. 11. Denn gleichwie Gewächs aus der Erde wächst, und Same im Garten aufgeht; also wird Gerechtigkeit und Lob vor allen Heiden aufgehen aus dem Herrn Herrn. Das 62. Capitel. Herrlichkeit der Kirche Neuen Testaments. 1. Nm Zion willen, so will ich nicht schweigen, ^ und um Jerusalem willen, so will ich nicht inne halten; bis daß ihre Gerechtigkeit aufgehe wie ein Glanz, und ihr Heil entbrenne wie eine Fackel; 2. Daß die Heiden sehen deine Gerechtigkeit, und alle Könige deine Herrlichkeit; und du sollst mit einem * neuen Nahmen genannt werden, welchen des Herrn Mund nennen wird. * c. 62 , 12 . Off. 2 , 17. 3. Und du wirst seyn eine schöne Krone in der Hand des Herrn, und ein königlicher Hut in der Hand deines Gottes. Man soll dich nicht mehr * die Verlassene, noch dein Land eine Wüstung heissen; sondern du sollst ff meine Lust an ihr, und dein Land lieber Buhle heissen: denn der Herr hat Lust an dir, und dein Land hat einen lieben Buhlen. * c. 60/ 12. ff Ps. 16/ 3 . Z. Denn, wie ein lieber Buhle einen Buhlen lieb hat, so werden dich deine Kinder lieb haben; und wie sich ein Bräutigam freuet über der Braut, so wird sich dein Gott * über dir freuen. * Zeph. 3, 17. 6. O Jerusalem, ich will * Wächter auf deine Mauern bestellen, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nimmer stille schweigen sollen; und die des Herrn gedenken sollen, auf daß bey euch kein Schweigen sey; *-.22,8. 7. Und ihr von ihm nicht schweiget, bis daß Jerusalem gefertiget und gesetzt werde * zum Lobe auf Erden. ' c- 6i, ". Qqqq 2 676 Christi Kampf und Sieg. Iesaia 63. 64. Preis göttlicher Wohlthaten. 8. Der Herr hat geschworen bey seiner Rechten, und bey dem Arm seiner Macht: Ich will dein Getreide nicht mehr ' deinen Feinden zu essen geben, noch deinen Most, daran du gearbeitet hast, die Fremden trinken lassen. * c. 65, 21. 22. Nicht. 6, 3. s. Sondern die, so es einsammeln, sollen es auch essen und den Herrn rühmen: und die ihn einbrtngen, sollen ihn trinken in den Vorhöfen meines Heiligthums. io. Gehet hin, gehet hin * durch die Thore, bereitet dem Volk den Weg; machet Bahn, machet Bahn, räumet die Steine auf; werfet ein Panier auf über die Völker. * e. 57, 14. Ps. 68, 5. i i. Siehe, der Herr läßt stch hören, bis an der Welt Ende. ' Saget der Tochter Zion: Siehe, dein Heil kommt; stehe, ff sein Lohn ist bey ihm, und seine Vergeltung ist vor ihm. * Zach. 9, 9. ff Esaj. 4o, 10 . Off. 22 , 12 . 12 . Man wird sie nennen das heilige Volk, die * Erlöseten des Herrn ; und dich wird man heissen die besuchte und unverlaffene Stadt. * c. 35, io. c. 5i, ii. Das 63. Capitel. Christi Kampf und Sieg. 1. AHer ist der, so von Edom kommt, mit ^ röthlichen Kleidern von Bazra? Der so geschmückt ist in seinen Kleidern, und einher tritt in seiner großen Kraft? Ich bin es, * der Gerechtigkeit lehret und ein Meister bin zu helfen. * «. 45, 19. 2 . Warum ist denn * dein Gewand so rothfarb, und dein Kleid wie eines Keltertreters? * Offenb. 19, 13. 3. Ich trete die Kelter allein , und ist Niemand unter den Völkern mit mir. Ich habe sie gekeltert in meinem Zorn, und zertreten in meinem Grimm. Daher ist ihr Vermögen auf meine Kleider gespritzet, und ich habe alles mein Gewand besudelt. >1. Denn ich habe einen * Tag der Rache mir vorgenommen; das Jahr, die Meinen zu erlösen , ist gekommen. * «. Ich 9. c. 34, 8. Jer. 51, 6. s. Denn ich sah mich um, und da war kein Helfer; und ich war im Schrecken, und Niemand enthielt mich: sondern * mein Arm mußte mir helfen, und mein Zorn enthielt mich. * e. 59, 16. 6. Darum habe ich die Völker zertreten in meinem Zorn, und habe sie trunken gemacht in meinem Grimm, und ihr Vermögen zu Boden gestoßen. (Anfang des 64. CapitelS.) will der Güte des Herrn gedenken und des Lobes des Herrn in allem, das uns der Herr gethan hat, und des großen Guts an dem Hause Israel, das er ihnen gelhan hat durch seine Barmherzigkeit und große Güte. 8. Denn er sprach: Sie find ja mein Volk, Kinder, die nicht falsch sind. Darum war er ihr Heiland. 9 . Wer sie ängstigte, der ängstigte ihn auch; und ' der Engel, so vor ihm ist, half ihnen. Er erlösete sie, darum , daß ** er sie liebere und ihrer schonete. Er nahm sie auf, ff und trug sie allezeit von Alters her. * 2 Mos. 32, 34. ** Eph. 5, 25. -f Es. -46, 4. 10. Aber*sie erbitterten und entrüsteten seinen heiligen Geist : darum ward er ihr Feind, und stritt wider sie. * Eph. 4,30. 11 . Und er gedachte wieder an die vorige Zeit, an den Mose, so unter seinem Volk war. Wo ist denn nun, der sie * aus dem Meer führete, sammt dem Hirten seiner Herde? Wo ist, der seinen heiligen Geist unter sie gab? *2Mos.i4,3o. 12 . Der Most bey der rechten Hand führete, durch seinen herrlichen Arm? Der die Wasser trennete vor ihnen her, auf daß er ihm einen ewigen Nahmen machte? 13. Der sie führete durch die Tiefe; wie die Rosse in der Wüste, die nicht straucheln? i-L. Wie das Vieh, so in das Feld hinab geht, welches der Odem des Herrn treibt: also hast du auch dein Volk geführet, auf daß du dir einen herrlichen Nahmen machtest. 15 . So * schaue nun vom Himmel, und siehe herab von deiner heiligen herrlichen Wohnung. Wo ist nun dein Eifer, deine Macht? Deine große ff herzliche Barmherzigkeit hält sich hart gegen mich. * - Mos. 26,15. -f «»-. 4,78. 16 . Bist Du doch unser Vater. Denn Abraham weiß von uns nicht, und Israel kennet uns nicht. Du aber, Herr, * bist unser Vater und unser Erlöser; von Alters her ist das dein Nähme. * 5 Mos. 32, 6. 17 . Warum lässest du uns, Herr, irren von deinen Wegen, und unser Herz verstocken, daß wir dich nicht fürchten? Kehre wieder um deiner Knechte willen, um der Stämme willen deines Erbes. ZM üiü.W ii- MiirzM Ä'w kl WM Ä. M Ii ch, Gebeth Iesaiä. Iesaia 64. 65. Heiden suchen, Juden verlassen Gott. 677 18. Sie besitzen dein heiliges Volk schier gar/ -eine Widersacher zertreten ' -ein Heiligthum. * Ps. 79, 1. 19. Wir sind gleich wie vorhin, da du nicht über uns herrschtest, und wir nicht nach deinem Nahmen genannt waren. Das 64. Capitel. Preis göttlicher Wuiidcrthaten. Gebeth um Erlösung. 1. Uch daß du den Himmel zerrissest, und füh- ^ rest herab, daß die Berge vor dir zer- flössen, 2. Wie ein heisses Wasser vom heftigen Feuer versiedet; daß dein Nähme kund würde unter deinen Feinden, und die Heiden vor dir zittern müßten; 3. Durch die Wunder, die du thust, derer man sich nicht verstehet; da du herab fuhrest, und die Berge vor dir zerflossen. Wie denn * von der Welt her nicht gehöret ist, noch mir Ohren gehöret, hat auch kein Auge gesehen, ohne dich, Gott, was denen geschiehst, die auf ihn harren. * i Cor. 2, s. 5. Du begegnetest den Fröhlichen, und denen, so Gerechtigkeit übten, und auf deinen Wegen deiner gedachten. Siehe, Du zürnetest wohl, da wir sündigten, und lange darinnen blieben; uns ward aber dennoch geholfen. 6. Aber nun sind wir allesammt wie die Unreinen , und alle unsere Gerechtigkeit ist wie ein * unflätiges Kleid. Wir sind alle verwelket wie die Blatter; und unsere Sünden führen uns dahin , wie ein Wind. * Ludä v. 23. 7. Niemand ruft deinen Nahmen an, oder * macht sich auf, daß er dich halte. Denn du -k verbiegest dein Angesicht vor uns, und lassest uns in unfern Sünden verschmachten. * Ps. 106, 23. -7 Es»j. 54, 8. 8. Aber nun, Herr, Du * bist unser Vater; wir -l- find Thon : Du bist unser Töpfer; und wir sind alle deiner Hände Werk. * Mal. 2, 10. -r. Röm. 9, 20. 21. 9. Herr, zürne nicht zu sehr, und * denke nicht ewig der Sünden. Siehe doch das an, daß wir alle dein Volk find. * Ps. 25,7. Ps. 79,s. 10. Die Städte * deines Heiligthums sind zur Wüste geworden; Zion ist zur Wüste geworden, Jerusalem liegt zerstöret. * Ps. 79,1. n. Das * Haus unserer Heiligkeit und Herrlichkeit, darinnen dich unsere Väter gelobet haben , ist mit Feuer verbrannt; und alles, was wir Schönes hatten, ist zu Schanden gemacht. * 2 Köm 25, 9. 12. Herr, * willst du so hart seyn zu solchem, und schweigen, und uns so sehr Niederschlagen? * 4 Mos. 17, 13 . Das 65. Capitel. Vcrßoßung der Juden. Beruf der Heiden. 1. ^eh * werde gesucht von denen, die ^ nicht nach mir fragten; ich werde gefunden von denen, die mich nicht suchten; und zu den Heiden, die meinen Nahmen nicht anriefen, sage ich: -t Hier bin ich, hier bin ich. ' c. 65 ,5. Röm. 10,20. i- Esaj. 5», 9. 2. Denn ' ich recke meine Hände aus den ganzen Tag zu einem ungehorsamen Volk, das ^ seinen Gedanken nachwandelt auf einem Wege, der nicht gut i st. * Spr. 1, 24. Rom. 10, 21. 1- Jer. 3, 17. c. 7, 24. 3. Ein Volk, das mich entrüstet, ist immer vor meinem Angesicht, opfert in den Gärten, und räuchert auf den Ziegelsteinen, Wohnet unter den Gräbern, und hält sich in den Höhlen; fressen ' Schweinefleisch, und haben Gräuelsuppen in ihren Töpfen; * c. 66,17. 5. Und sprechen: Bleibe daheim und rühre mich nicht, denn ich soll dich heiligen. Solche sollen ein Rauch werden in meinem Zorn; ein Feuer, das den ganzen Tag brenne. 6 . Siehe, es steht vor mir geschrieben: "Ich will nicht schweigen, sondern bezahlen; ja ich will sie in ihren Busen bezahlen, * c. m, 12. 7 . Beydes ihre Missethat und ihrer Väter Missethat mit einander, spricht der Herr, die auf den Bergen geräuchert und mich auf den Hügeln geschändet haben; ich will ihnen ' zumessen ihr voriges Thun in ihren Busen. * Luc. 6, 38. 8 . So spricht der Herr: Gleich als wenn man Most in einer Traube findet und spricht: Verderbe es nicht, denn es ist * ein Segen darinnen ; also will ich es um meiner Knechte willen thun, daß ich es nicht alles verderbe: "Joel2,14. 9. Sondern will aus Jakob Samen wachsen lassen, und aus Juda, der meinen Berg besitze ; denn meine Auserwählten sollen ihn besitzen, und meine Knechte sollen daselbst wohnen. 10. Und Saron soll ein Haus für die Herde, und das Thal * Achor soll zum Viehlager werden meinem Volk, das mich sucht. *sos. 7,26. 11. Aber Ihr, die ihr den Herrn verlasset, und des heiligen Berges vergesset, und richtet dem Gad einen Tisch, und schenket voll ein vom Trankopfer dem Meni: 678 Verherssung über Jerusalem. Iesaia 65. 66. Trost der Elenden. 12. Wohlan, ich will euch zählen zum Schwert, daß ihr euch alle bücken müsset zur Schlacht; darum, * daß ich rief, und ihr antwortetet nicht, daß ich redete, und ihr höretet nicht; sondern thatet, was mir übel gefiel, und er- wahletet , das mir nicht gefiel. ' Svr. i, 24 . 13. Darum spricht der Herr Herr also: * Siehe, meine Knechte sollen essen, ihr aber sollt hungern; fiehe, meine Knechte sollen trinken, ihr aber sollt dürsten; fiehe, meine Knechte sollen fröhlich seyn, ihr aber sollt zu Schanden werden; * c. n, i. Ps. 22,27. MM. 6 . 1^. Siehe, meine Knechte sollen vor gutem Muth jauchzen, ihr aber sollt vor Herzeleid schreyen und vor Jammer heulen, 15. Und sollt euer» Nahmen lassen meinen Auserwählten zum Schwur; und der Herr Herr Wird dich tödten, und seine Knechte mit' einem andern Nahmen nennen: 'c. 62,2. Off. 2,17. 16. Daß, welcher sich segnen wird auf Erden, der wird sich in dem rechten Gott segnen; und welcher schwören wird auf Erden, der wird * bey dem rechten Gott schwören ; denn der vorigen Angst ist vergessen, und sind von meinen Augen verborgen. * s?r. 4,2. c. 12,16. 17. Denn fiehe, ich will * einen neuen Himmel und neue Erde schaffen; daß man der vorigen nicht mehr gedenken wird, noch zu Herzen nehmen. * c. 66 / 22. 2 Pct. 3 / 13 . 1 8 . Sondern sie werden sich * ewiglich freuen und fröhlich seyn über dem, das ich schaffe. Denn siehe, ich will Jerusalem schaffen zur Wonne, und ihr Volk zur Freude. ' c. 33,10. 19. Und ich will fröhlich seyn über Jerusalem, und mich freuen über mein Volk; und soll nicht mehr darinnen gehöret werden die Stimme des Weinens, noch die Stimme des Klagens. 20. Es sollen nicht mehr da seyn Kinder, die ihre Tage nicht erreichen, oder Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen; sondern die Knaben von hundert Jahren sollen sterben, und die Sünder von hundert Jahren sollen verflucht seyn. 21. Sie werden Häuser bauen und bewohnen; sie werden * Weinberge pflanzen, und derselbigen Früchte essen. * c. 62, 8 . 22. Sie sollen nicht bauen, daß ein anderer bewohne, und nicht pflanzen, daß ein anderer esse. Denn die Tage meines Volks werden seyn, ' wie die Tage eines Baums; und das Werk ihrer Hände wird alt werden bey meinen Aus- erwählten. * Ps- ^ 3. 23. Sie sollen * nicht umsonst arbeiten, noch unzeitige Geburt gebären, denn sie sind der Same der Gesegneten des Herrn, und ihre Nachkommen mit ihnen. * c. 61.8. 22,. Und soll geschehen, ehe sie * rufen, will ich antworten; wenn sie noch reden, will ich hören. * c. 30/19. c. 58/ 9. 25. "Wolf und Lamm sollen weiden zugleich, der Löwe wird Stroh essen, wie ein Rind, und die Schlange soll Erde essen. Sie werden nicht schaden noch verderben auf meinem ganzen heiligen Berge, spricht der Herr. * e. 11/ 6-9. Das 66. Capitel. Ausbreitung des wahren Gottesdienstes.' 1. A0 spricht der Herr: * Der Himmel ist ^ mein Stuhl, und die Erde meine Fußbank; was ist es denn für ein Haus, das ihr mir bauen wollt? Oder welches ist die ff Stätte, da ich ruhen soll? * 1 K->n. 8/ 27 . 2 Chr. 6, 18 . Matth. 5/ 34. 33. Gcsch. 7/ 49. c. 17/ 24. -j- Ps. 132/ 14. 2. Meine Hand hat alles gemacht, was da ist, spricht der Herr. Ich * sehe aber an den Elenden, und der zerbrochenes Geistes ist, und ff der sich fürchtet vor meinem Wort. * Ps. 34/19. Ps. 51/ 19. Esaj. 57/ 15. 1 - Ps. 119/ 161 . 3. Denn wer einen Ochsen schlachtet, ist eben als der einen Mann erschlüge. Wer ein Schaf opfert, ist als der einem Hund den Hals bräche. Wer Speisopfer bringt, ist als der Saublut opfert. Wer des Weihrauchs gedenket, ist als der das Unrecht lobt. Solches erwählen sie in ihren Wegen, und ihre Seele hat Gefallen an ihren Gräueln. Darum will ich auch erwählen, das sie verspotten ; und was sie scheuen , will ich über sie kommen lassen: darum, daß ' ich rief, und Niemand antwortete, daß ich redete, und sie höreten nicht, und thaten, was mir übel gefiel, und erwähleten, das mir nicht gefiel. * Spr. 1/ 24. 5. Höret des Herrn Wort, die ihr euch fürchtet vor seinem Wort: Eure Brüder, die euch hassen und * sondern euch ab um meines Nahmens willen, sprechen: Laßt sehen, wie herrlich der Herr sey, laßt ihn erscheinen zu eurer Freude; die sollen zu Schanden werden. * Luc. 6/ 22 . 6. Denn man wird hören eine Stimme des Getümmels in der Stadt, eine Simme vom Tempel, eine Stimme des Herrn, der seine Feinde bezahlet. 7. Sie gebieret, ehe ihr wehe wird; sie ist 679 Trost der Frommen. Iesaia 66. Wehe der Bösen. genesen eines Knaben, ehe denn ihr Kindesnoth kommt. 8 . Wer hat solches je gehöret? Wer hat solches je gesehen? Kann auch, ehe denn ein Land die Wehe kriegt, ein Volk zugleich geboren werden? Nun hat doch ja Zion ihre Kinder ohne die Wehen geboren. s. Sollte ich andere lassen die Mutter brechen, und selbst nicht auch gebären? spricht der Herr. Sollte ich andere lassen gebären, und selbst verschlossen seyn? spricht dein Gott., io. Freuet euch mit Jerusalem, und seyd fröhlich über sie, alle, die ihr sie lieb habt. Freuet euch mit ihr, alle, die ihr über sie traurig gewesen seyd. i i. Denn dafür sollt ihr saugen und satt werden von den Brüsten ihres Trostes; ihr sollt dafür saugen, und euch ergötzen von der Fülle ihrer Herrlichkeit. 12. Denn also spricht der Herr: Siehe, ich breite aus den Frieden bey ihr, wie einen Strom, und die Herrlichkeit der Heiden, wie einen ergossenen Bach; da werdet ihr saugen. Ihr sollt auf der Seite getragen werden, und auf den Knien wird man euch freundlich halten. i§. "Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet: ja ihr sollt an Jerusalem ergötzet werden. " c. io, n. 14 . Ihr werdet es sehen, und euer " Herz wird sich freuen, und euer Gebein sott grünen wie Gras. Da wird man erkennen die Hand des Herrn an seinen Knechten, und den Zorn an seinen Feinden. ' 33, io. 15 . Denn siehe, der Herr wird kommen mit " Feuer, und seine Wagen wie ein Wetter, daß er vergelte im Grimm seines Zorns, und sein Schellen in Feuersiammen. * 2 Thess. 1/ 8. 2 Perr. 3/ 7. > 16 . Denn der Herr wird durch das Feuer richten , und durch sein * Schwert alles Fleisch; und der Getodteien vom Herrn werden viele seyn. * Off. iS, 17 . Die sich heiligen und reinigen in den Gärten , einer hier, der andere da, und " essen Schweinefleisch, Gräuel und Mäuse, sollen gerastet werden mit einander, spricht der Herr. * c. 63, 4. 3. 18. Denn ich will kommen und sammeln ihre Werke und Gedanken, sammt allen Heiden und Zungen, daß sie kommen und" sehen meine Herrlichkeit. * Ioh. 17, 21 . 19. Und ich will ein Zeichen unter sie geben, und ihrer etliche, die errettet sind, senden zu den Heiden am Meer, gen Phul und Lud, zu den Bogenschützen, gen Thubal und Javan , und in die Ferne zu den Inseln, da man nichts von mir gehöret hat, und die meine Herrlichkeit nicht gesehen haben; und sollen meine Herrlichkeit unter den Heiden verkündigen. 20. Und werden alle eure Brüder aus allen Heiden herzubringen dem Herrn zum Speisopfer, auf Rossen und Wagen, auf Sänften, auf Maulthieren und Läufern, gen Jerusalem zu meinem heiligen Berge, spricht der Herr: gleichwie die Kinder Israel Speisopfer in reinem Gefäß bringen zum Hause des Herrn. 21. Und will aus denselbigen nehmen " Priester und Leviten, spricht der Herr. * c. 61 , 6. 1 Pct. 2 , 3. 22. Denn gleichwie der " neue Himmel und die neue Erde, so ich mache, vor mir stehen, spricht der Herr; also soll auch euer Same und Nähme stehen. * c 63,17. 2 Petr. 3,13. Off. 2 l, 1 . 21. Und alles Fleisch wild einen Monath nach dem andern, und einen Sabbath nach dem andern kommen, anzubethen vor mir, spricht der Herr. 24. Und sie werden hinaus gehen und schauen die Leichname der Leute, die an mir gemißhan- delt haben: denn " ihr Wurm wird nicht sterben, und ihr Feuer wird nicht verloschen, und werden allem Fleisch ein-? G räuel seytt. " Marc. s, 1- Dan. 12, 2 . 680 Jeremiä Beruf. Jeremia 1. 2. Gottes Wohlthaten. Der Prophet Jeremia. Das 1 . Capitel. Jeremia wird berufen, die Verstörung Jerusalems zu verkündigen. 1. ( 7 >ieß find die Geschichten Jeremia des Sohnes Hilkia, aus den Priestern zu Anathoth, im Lande Benjamin, 2. Zn welchem geschah das Wort des Herrn zur Zeit* Jofia, des Sohns Amons des Königs Juda im drevzehnten Jahr seines Königreichs, * 2 Kön. 21 , 24. 3 . Und hernach zu der Zeit des Königs I; da, Joiakims, des Sohnes Josta , bis ans Ende des eilften Jahrs Zedekia, des Sohnes Jofia, des Königs Juda, bis aufs Gefangniß Jerusalems im fünften Monath. Und des Herrn Wort geschah zu mir, und sprach: 5 . Ich * kannte dich, ehe denn ich dich in Mutterleibe bereitete; und sonderte dich aus, ehe denn du von der Mutter geboren wurdest; und stellete dich zum Propheten unter die Völker. * Esaj. 44, 4. c. 4s, 1 . 4. 6 . Ich aber sprach: Ach Herr Herr, ich tauge nicht zu predigen; denn ich bin zu jung. 7 . Der Herr aber sprach zu mir: Sage nicht: Ich bin zu jung; sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und * predigen, was ich dich heisse. * Ejcch. 3, 17. 8 . Fürchte * dich nicht vor ihnen; denn Ich bin bey dir und will dich erretten, spricht der Herr. * Esaj. 41, io. Jer. 14, 20 . 9. Und der Herr reckte seine Hand aus, und rührete meinen Mund, und sprach zu mir: Siehe, ich * lege meine Worte in deinen Mund. ' c. 4, 14. Esaj. 41, 16. c. 49, 21 . 10. Siehe, ich setze dich heute dieses Tages über Völker und Königreiche, daß du ausreissen, zerbrechen, verstören und verderben sollst, und bauen und pflanzen. 11. Und es geschah des Herrn Wort zu mir, und sprach: Jeremia, * was siehest du? Ich sprach: Ich sehe einen wackern Stab. -Amo- 8 , 2 . 12. Und der Herr sprach zu mir: Du hast recht gesehen; denn ich will wacker seyn über mein Wort, daß ich es thue. 13. Und es geschah des Herrn Wort zum andern Mahl zu mir, und sprach: Was stehest du? Ich sprach: Ich sehe einen heissen siedenden Topf Von Mitternacht her. r^. Und der Herr sprach zu mir: * Von Mitternacht wird das Unglück ausbrechen über alle, die im Lande wohnen. * c. 4, 6 . 15. Denn stehe, ich will rufen alle Fürsten in den Königreichen gegen Mitternacht, spricht der Herr, daß fie kommen sollen und ihre Stühle setzen vor die Thore zu Jerusalem, und rings um die Mauern her, und vor alle Städte Juda. 16. Und ich will das Recht lassen über fie gehen, um aller ihrer Bosheit willen, daß fie mich verlassen, und räuchern andern Göttern, und be- then an ihrer Hände Werk. 17. So * begürte nun deine Lenden, und mache dich auf, und predige ihnen alles, was ich dir heisse. Fürchte dich nicht vor ihnen, als sollte ich dich abschrecken. * Luc. 12,34. 1 Per. 1,13. 1 8 . Denn * ich will dich heute zur festen Stadt, zur eisernen Säule und zur ehernen Mauer machen im ganzen Lande, wider die Könige Juda, wider ihre Fürsten, wider ihre Priester, wider das Volk im Lande. *-.6,27. c.14,20. Ezech.3,8.9. 19. Daß, wenn fie gleich wider dich streiten, dennoch nicht sollen wider dich siegen: denn Ich * bin bey dir, spricht der Herr, daß ich dich errette. *«.14,2«. esaj. 41,10. Das 2. Capitel. Gottes Wohlthaten. Der Juden Sünde und Undankbarkeit. 1. Nnd des Herrn Wort geschah zu mir, und " sprach: 2. Gehe hin, und predige öffentlich zu Jerusalem, und sprich: So spricht der Herr: Ich gedenke, da du eine freundliche junge Dirne und eine liebe Braut wärest; da du mir folgtest in der Wüste, im Lande, da man nichts säet; 3 . Da Israel des Herrn eigen war, und seine erste Frucht. Wer fie fressen wollte, mußte Schuld haben, und Unglück über ihn kommen, spricht der Herr. (Anfang des 2 . Capitels ) störet des Herrn Wort, ihr vom Hause Jakobs und alle Geschlechter vom Hause Israels. s. So spricht der Herr: Was haben doch eure Väter Fehls an mir gehabt, daß fie von mir wichen m-d hingen an den unnützen Götzen; da sie doch nichts erlangeten? 6. Und dacklen nie teinmahl: Wo ist der Herr, "der uns aus Egyptenland führete, und leitete uns I e r e m i a 2. 681 Strafe ist der Bosheit Schuld. uns in der Wüste, im wilden und ungebahnten Laude, im dürren und finstern Lande, im Lande, da Niemand wandelte, noch kein Mensch wohnete ? * 2 Mos. 12/ 33. 3t. c. 20/ 2. 7. Und ich brachte euch in ein gutes Land, daß ihr äßet seine Früchte und Güter. Und da ihr hinein kämet; verunreinigtet ihr mein Land, und machtet mir mein Erbe zum Gräuel. 8. Die Priester gedachten nicht: Wo ist der Herr ? und die Gelehrten * achteten meiner nicht; und die Hirten fnhreten die Leute von mir; und die Propheten weissagten vom Baal, und hingen an den unnützen Götzen. * c. 3,20. 9. Ich muß mich immer mit euch und mit euern Kindeskindern schelten, spricht der Herr. 10. Gehet hin in die Inseln Chitim, und schauet; und sendet in * Kedar, und merket mit Fleiß und schauet, ob es daselbst so zugehet? * Ps. 120/ 3. 11. Ob die Heiden ihre Götter ändern, wiewohl ' fie doch nicht Götter find? Und mein Volk hat doch seine Herrlichkeit verändert, um einen unnützen Götzen. *3 Mos. 32/21. 12. Sollte sich doch der Himmel davor entsetzen, erschrecken und sehr erbeben, spricht der Herr. iz. Denn mein Volk thut eine zwiefache Sünde: Mich, die ' lebendige Quelle, verlassen fie; und machen ihnen hier und da ausgehauene Brunnen, die doch löchricht find und kein Wasser geben. * c. 17/ 13. Ps. 36/ 10. 1L. Ist denn Israel ein Knecht oder leibeigen, daß er Jedermanns Raub seyn muß? 15. Denn die Löwen brüllen über ihn, und schreyen, und verwüsten sein Land, und verbrennen seine Städte, daß Niemand darinnen wohnet. 16. Dazu so zerschlagen die von Noph und Thachpanhes dir den Kopf. 17 . Solches ' machst du dir selbst, daß du den Herrn, deinen Gott, verlässest, so oft er dich den rechten Weg leiten will. * H°s. 13, 9. 18. Was hilft dirs, daß du in Egypten ziehest und willst des Wassers Sihor trinken? Und was hilft dirs, daß du gen Assyrien ziehest und willst des Wassers Phrath trinken? 19. Es ist deiner * Bosheit Schuld, daß du so geftäupet wirst, und deines Ungehorsams, daß du so gestraft wirst. Also mußt du t inne werden und erfahren, was es für Jammer und Herzeleid bringet, den Herrn, deinen Gott, Abgötterey der Juden. verlassen und ihn nicht fürchten, spricht der Herr Herr Zebaoth. * c. 4/18. i- 4 Mos. i4, 34. 20. Denn du hast immerdar dein Joch zerbrochen und deine Bande zerrissen und gesagt: Ich will nicht so unterworfen seyn; sondern * auf allen hohen Hügeln und unter allen grünen Bäumen liefest du der Hurerey nach. * c. 3/ 6. Esaj. 37, 3. Szech. 6, 13. 21. Ich aber hatte * dich gepsianzet zu einem süßen Weinstock, einem ganz rechtschaffenen Samen. Wie bist du mir denn gerathen zu einem bittern wilden Weinftock? * Ma«. 12,1. 22. Und wenn du dich gleich mit Lauge wüschest, und nähmest viele Seife dazu; so gleißt doch deine Untugend desto mehr vor mir, spricht der Herr Herr. 23 . Wie darfst du denn sagen : Ich bin nicht unrein, ich hänge nicht an Baalim? Siehe an, wie du es treibest im Thal, und bedenke, wie du es ausgerichtet hast. 2^. Du läufst umher, wie eine Kameelin in der Brunft; und wie ein Wild in der Wüste pflegt, wenn es vor großer Brunst lechzet und läuft, das Niemand aufhalten kann. Wer es wissen will, darf nicht weit laufen; am Feyer- tage fieht man es wohl. 25. Lieber, halte doch, und lauf dich nicht so heilig (durstig, brünstig). Aber du sprichst: Das lasse ich; ich muß mit den Fremden buhlen, und ihnen nachlaufen. 26. Wie ein Dieb zu Schanden wird, wenn er ergriffen wird; also wird das Haus Israel zu Schanden werden sammt ihren Königen, Fürsten, Priestern und Propheten, 27. Die zum Holz sagen : Du bist mein Vater; und zum Stein: Du hast mich gezeuget. Denn fie' kehren mir den Rücken zu, und nicht das Angefickt. Aber wenn die Noth hergeht, sprechen fie: Auf, und hilf uns ! * 1 Kön. 14, 9. Ezech. 23, 33. 28. "Wo find aber denn deine Götter, die du dir gemacht Haft ? Heisse fie aufstehen ; laß sehen, ob fie dir helfen können in deiner Noth. Denn -i-so manche Scadt; so manchen Gott hast du, Juda. * Nicht. 10/ 14. ch Jer. 11, 13. 29. Was wollt ihr noch Recht haben wider mich ? Ihr seyd' alle von mir abgefallen, spricht der Herr. *Ps. 33,4. 30. Alle Anschläge find verloren an euern Kindern , ne * lassen fich doch nicht ziehen. Denn euer Schwert frißt gleichwohl eure Propheten, wie ein wuthiger Löwe. * Ps. 36 , 4 . Rrrr 682 Abfall der Juden. Ieremia 2. 3. Vermahnung zur Buße. 31. Du böse Are merke auf des Her n Wort. Bin ich denn Israel eine Wüste oder ödes Land? Warum spricht denn mein Volk: Wir find die Herren, und müssen dir nicht nack laufen? 32. Vergisst doch eine Jungfrau ihres Schmucks nicht / noch eine Braut ihres Schleyers; aber mein Volk vergisst meiner ewiglich. 33. Was ' schmückest du viel dein Thun, daß ich dir gnädig feyn soll? Unter solchem Schein treibest du je mehr und mehr Bosheit. * 2 Kön. 17/ 9. 3 ^. Ueber das findet man Blut der armen und unschuldigen Seelen bey dir an allen Orten; und ist nicht heimlich, sondern offenbar an den- felbigen Orten. 35. Noch sprichst du: Ich bin unschuldig, er wende seinen Zorn von mir. Siehe, * ich will mit dir rechten, daß du sprichst: Ich habe nicht gesündiget. ' Esa, 43/26. 36. Wie weichst du doch so gerne, und fällst jetzt dahin, jetzt hieher? Aber du wirst an Egypten zu Schanden werden, wie du an Assyrien zu Sckanden geworden bist. 37. Denn du mußt von dannen auch Weggehen , und deine Hände über dem Haupt zusam, men schlagen; denn der Herr wird deine Hoffnung fehlen lassen, und * wird dir bey ihnen nichts gelingen. *c. 32/-. 4M°s. i4/4i. Ssaj. 24/19. Das 3. Capitel. Vermahmmg zur Buße. Verheißung göttlicher Gnade. 1 lind spricht: Wenn fich ein "Mann von * seinem Weibe scheiden läßt, und sie zieht von ihm, und nimmt einen andern Mann ; darf er sie auch wieder annehmen? Ist es nickt also, daß das Land verunreiniget würde ? Du aber hast mit vielen Buhlern gehuret: doch komm wieder zu mir, spricht der Herr. Mos. 24,4. 2 . Hebe deine Augen auf zu den Höben, und stehe, wie du allenthalben Hurerey treibest. An ' den Straßen fitzest du und wartest auf sie, wie ein Araber in der Wüste; und verunreinigest das Land mit deiner Hurerey und Bosheit. * 1 Mvs. 38/ 14. 3 . Darum muß auch der Frühregen ausblei- ben, und kein Spatregen kommen. Du hast eine Hurenstirn, du willst dich nickt mehr schämen; Und schreyest gleichwohl ru mir: Lieber Vater, du Meister meiner Jugend; 5 . Willst du denn ewiglich zürnen, und nicht Vom Grimm lassen? Stehe, du lehrest und thust Böses, und lassest dir nicht steuern. (Anfang dcS 3 CapitelS.) ß.jglid der Herr sprach zu mir, zur Zeit des Königs Jofia: Haft du auch gesehen, was Israel, die Abtrünnige, that? Sie ging hin * auf alle hohe Berge und unter alle grüne Bäume, und trieb daselbst Hurerev. * c. 2 / 20 . 2 Kön. 16 / 4. Esaj. -7/ -. Ezech. 6/ 13. 7 . Und ich sprach, da fie solches alles gethan hatte: Bekehre dich zu mir. Aber sie bekehrete fich nicht. Und obwohl ihre Schwester Juda, die Verstockte gesehen hat, 8. Wie ich * der abtrünnigen Israel Ehebruch gestraft, und fie ve lassen, und ihr einen Scheidebrief gegeben habe: noch furchtet fich ihre Schwester, die verstockte Juda, nicht; sondern gehet hin, und treibet auch Hurerey. * 2 Kön. 17/ 18. 19. 9 « Und von dem Geschrey ihrer Hurerey ist das Land verunreiniget; denn fie treiben Ehebruch mit Sternen und Holz. io. Und in diesem allen bekehret fich die verstockte Juda, ihre Schwester, nicht zu mir von ganzem Herzen; sondern heuchelt also, spricht der Herr. i i. Und der Herr sprach zu mir: Die abtrünnige Israel ist fromm gegen die verstockte Juda. 12 . Gehe hin, und predige gegen die Mitternacht also , und sprich: * Kehre wieder, du abtrünnige Israel, spricht der Herr; so will ich mein Antlitz nichtgegen euch verstellen. Denn Ich bin -k barmherzig, spricht der Herr, und will nicht ewiglich zürnen. ' Esaj. 31/ 6. 2 Chron. 38, 9. -f Pf. 103, 8. 9. 13. Allein erkenne deine Missethat, daß du wider den Herrn, deinen Gott, gesündiget hast, und hin und wieder' gelaufen zu den fremden Göttern unter allen grünen Bäumen, und habt meiner Stimme nicht gehortet, spricht der Herr. * Es«,. i^. Bekehret * euch, ihr abtrünnige Kinder, spricht der Herr; denn Ich will euch mir vertrauen und will euch hohlen, daß einer eine ganze Stadt und zween ein ganzes Land führen sollen; und will euch bringen gen Zion. * c. 18/ ii. 15. Und will euch Hirten geben nach meinem Herzen, die euch weiden sollen mit Lehre und Weisheit. 16 . Und soll geschehen, wenn ihr gewachsen und eurer viel geworden ist im Lande: so soll man, spricht der Herr, zu derselbigen Zeit nicht mehr sagen von der Bundeslade des Herrn, auch Gottes Gnaden, Antrag. I e r e m i a 3 . 4 . Wiederhohlte Büßpredigt. 683 derseibigen nicht mehr gedenken, noch davon predigen, noch sie besuchen, noch daselbst mehr opfern; 17. Sondern zu derselbigen Zeit * wird man Jerusalem heissen: Des Herrn Thron; und werden sich dahin sammeln alle Heiden um des Herrn Nahmens willen zu Jerusalem, und werden nicht mehr wandeln -t nach den Gedanken ihres bösen Herzens. * Esm. 2,2.3. 1- Esaj. 6-, 2. Jer. 7/ 24. 18. Zu der Zeit wird das Haus Juda gehen zum Hause Israel; und werden mit einander kommen von Mitternacht in das Land, das ich euern Vätern zum Erbe gegeben habe. is. Und Ich sage dir zu: Wie will ich dir so viele Kinder geben. und das liebe Land, das schöne Erbe, nähmlich das Heer der Heiden! Und ich sage dir zu: Du wirst alsdann mich nennen: Lieber Vater; und nicht von mir weichen. 20. Aber das Haus Israel achtet meiner nichts; gleichwie ein Weib ihren Buhlen nicht mehr achtet, spricht der Herr. 21. Darum wird man ein klägliches Heulen nnd Weinen der Kinder Israel hören auf den Höhen; dafür, daß sie übel gethan und des Herrn, ihres Gottes, vergessen haben. 22. So kehret nun wieder, ihr abtrünnigen Kinder; so will ich euch heilen von euerm Ungehorsam. Siehe, wir kommen zu dir; denn Du bist der Herr, unser Gott. 23 . Wahrlich, es ist eitel Betrug mit Hügeln und mit allen Bergen. Wahrlich, es hat Israel * keine Hülfe, denn am Herrn, unserm Gott. * Ps. 3, 9. Ps. 68, 2N. 21. 2^. Und unserer Väter Arbeit, die wir von Jugend auf gehalten haben, müsse mit Schanden untergehen, sammt ihren Schafen, Rindern, Kindern und Töchtern. 25 . Denn darauf wir uns verließen, das ist uns jetzt eitel Schande; und deß wir uns trösteten , deß müssen wir uns jetzt schämen. Denn wir sündigten damit wider den Herrn, unfern Gott, beyde wir und unsere Väter, von unserer Jugend auf, auch bis auf diesen heutigen Tag; und gehorchten nicht der Stimme des Herrn, unfers Gottes. Das 4. Capitel. Wic-erh-hltc Büßpredigt. Weissagung von Verheerung des Indische» Landes» 1 .Drillst du dich, J-rael , bekehren, spricht ^ der Herr, so bekehre dich zu Mir. Und so du deine Gräuel wegthust von meinem Angesicht, so sollst du nicht vertrieben werden. 2. Alsdann wirst du ohne Heucheley recht und heiliglich schwören: So wahr der Herr lebet. Und die Heiden werden in ihm gesegnet werden, und sich semer rühmen. 3 . Denn so spricht der Herr zu denen in Juda und Jerusalem: * Pflüget ein Neues, und säet nicht unter die Hecken. * Hos. io, 12. ' Beschneidet euch dem Herrn, und thut weg die Vorhaut euers Herzens, ihr Männer in Juda, und ihr Leute zu Jerusalem; auf daß nickt mein Grimm ausfahre wie Feuer, und brenne, daß Niemand löschen möge, um eurer Bosheit willen. *3Mos. 10,16. 5. Ja , dann verkündiget in Juda nnd schreyet laut zu Jerusalem, und sprechet: Blaset die * Trompeten im Lande. Rufet mit voller Stimme, und sprechet: Sammelt euch, und laßt uns in die festen Städte ziehen. ' 4 Mos. 10, 9. e. 31, 6. Es. 18, 3. 6 . Werfet zu Zion ein Panier auf, häufet euch, und säumet nicht. * Denn ich bringe ein Unglück herzu von Mitternacht, und einen großen Jammer. * c. 1/ 14 . 7 . Es fährt daher der Löwe aus feiner Hecke, und der Verstörer der Heiden zieht einher aus seinem Ort, daß er dein Land verwüste, und deine Städte ausbrenne, daß Niemand darinnen wohne. 8 . Darum ziehet Säcke an, klaget und heulet denn der grimmige Zorn des Herrn will nicht aufhören von uns. 9. Zn der Zeit, spricht der Herr, wird dem Könige und den Fürsten * das Herz entfallen; die Priester werden verstürzt, und die Propheten erschrocken seyn. *1 Mos. 42,28. 10. Ich aber sprach : Ach Herr Herr, du hast es diesem Volk und Jerusalem weit fehlen lassen, da sie sagten: Es wird Friede bey euch seyn; so doch das Schwert bis an die Seele reichet. 11. Zu derselbigen Zeit wird man diesem Volk und Jerusalem sagen: Es kommt ein dürrer Wind über dem Gebirge her, als aus der Wüste, des Weges zu der Tochter meines Volks zu, nicht zu worfeln noch zu schwingen. 12. Ja ein Wind kommt, der ihnen zu stark seyn wird: da will Ich denn auch mit ihnen rechten. 13. Siehe, er fährt daher wie Wolken, und seine Wagen find wie ein Sturmwind, seine Rrrr 2 684 Gedrohete Verwüstung Ieremia 4. 5. und Strafe. Rosse stnd schneller, denn Adler. Wehe uns, wir müssen verstöret werden. i^. So" wasche mm, Jerusalem, dein Herz von der Bosheit, auf daß dir geholfen werde. Wie lange wollen bey dir bleiben die leidigen Lehren? * Es-a. i/16. i L, Denn es kommt ein Geschrey von Dan her, und eine böse Bothschaft vom Gebirge Ephraim her, 16 . Wie die Heiden rühmen. Und es ist bis gen Jerusalem erschollen, daß Hüther kommen aus fernen Landen, und werden schreyen wider die Städte Juda. 17. Sie werden sie rings umher belagern, wie die Hüther auf dem Felde; denn sie haben mich erzürnet, spricht der Herr. 18. Das Haft du zum "Lohn für dein Wesen und dein Thun. Dann wird dein Herz fühlen, wie deine Bosheit so groß ist. * c. 2,19. is. Wie ist mir so herzlich wehe! Mein Herz pocht mir im Leibe, und habe keine Ruhe; denn meine Seele hört der Posaunen Hall, und eine Feldschlacht, 20. Und ein Mordgeschrey über das andere; denn das ganze Land wird verheeret, plötzlich werden meine Hütten und meine Gezelte verstöret. 21. Wie lange soll ich doch das Panier sehen, und der Posaunen Hall hören? 22. Aber mein * Volk ist toll, und glauben mir nicht; -t thöricht sind sie, und achten es nicht. Weise sind sie genug, Uebels zu thun; aber wohl thun wollen sie nicht lernen. * L Mos. 32/ 6. -1- Röm. 16/ 19. 23 . Ich schauete das Land an, stehe, das war wüste und öde; und den Himmel, und er war stnster. 2^. Ich sah die Berge an, und stehe, die be- beten und alle Hügel zitterten. 25 . Ich sah, und stehe, da war kein Mensch, und alles' Gevögel unter dem Himmel war weggeflogen. * c. S, 10 . 26. Ich sah, und stehe, das Baufeld war eine Wüste; und alle Städte darinnen waren zerbrochen vor dem Herrn, und vor seinem grimmigen Zorn. 27. Denn so spricht der Herr: Das ganze Land soll wüste werden, und "will es doch nicht gar ausmachen. * c. 3 / io. is. 28. Darum wird das Land betrübt, und der Himmel droben traurig seyn; denn ich habe es geredet, ich habe es beschlossen, und soll mich nicht reuen, will auch nicht davon Massen. 29. Alle Städte werden vor dem Geschrey der Reiter und Schützen fliehen, und in die dicken Wälder laufen, und in die Felsen kriechen; alle Städte werden verlassen stehen, daß Niemand darinnen wohnet. 30. Was willst du alsdann thun, du Verstörte? Wenn du dich schon mit Purpur kleiden, und mit goldenen Kleinodien schmücken, und " dein Angesicht schminken würdest; so schmückest du dich doch vergeblich: denn die dir jetzt hofiren, werden dich verachten; sie werden dir nach dem Leben trachten. *2Kon. 9,30. 31. Denn ich höre ein Geschrey, als einer "Ge- bärerinn; eine Angst, als einer, die in den ersten Kindesnöthen ist ; ein Geschrey der Tochter Zion, die da klagt und die Hände auswirft: Ach wehe mir, ich muß schier vergehen vor dem Würgen! * c. 6 / 24 . e. 13 / 21. Das 5. Capitel. Mancherley Sünden des Jüdischen Volks; und die dawider gcdroheten Strafen. 1. Mehet durch die Gassen zu Jerusalem, und ^ schauet, und erfahret, und suchet auf ihrer Straße, ob ihr Jemand findet, der recht thue und nach dem Glauben frage; so will ich ihr gnädig seyn. 2. Und wenn fie schon sprechen: Bey dem lebendigen Gott; so schwören sie doch falsch. 3. Herr, deine Augen sehen nach dem Glauben. Du * schlagest sie , aber fie fühlen es nicht; du plagest sie, aber fie bessern sich nicht. Sie haben ein härter Angesicht t denn ein Fels, und wollen sich nicht bekehren. * c. 2, 30. -s Esaj. 48/ 4. Ezech. 2/ 4. Ich dachte aber: Wohlan , der arme Haufe ist unverständig , weiß nichts um des Herrn Weg und um ihres Gottes Recht. s. Ich will zu den Gewaltigen gehen, und mit ihnen reden; dieselbigen werden um des Herrn Weg, und ihres Gottes Recht wissen: aber dieselbigen allesammt hatten ' das Joch zerbrochen, und die Seile zerrissen. * c. 2/ 20. 6 . Darum wird sie auch der Löwe, der aus dem Walds kommt, zerreißen ; und * der Wolf aus der Wüste wird sie verderben, und der Pardel wird auf ihre Städte lauern; alle, die daselbst heraus gehen, wird er fressen. Denn ihrer Sünden stnd zu viel, und bleiben verstockt in ihrem Ungehorsam. * Zeph- 3 / 3. 7 . Wie soll ich dir denn gnädig seyn? weil mich deine Kinder verlassen und schwören bey Gedrohete Strafen. Jerem ' dem, der nicht Gott ist; und nun ich sie gefallet habe/ treiben sie Ehebruch und laufen ins Hurenhaus. * c- 2, n. 8 . Ein jeglicher wiehert nach seines Nächsten Weibe/ wie die vollen müßigen Hengste. 9. Und ' ich sollte sie um solches nicht heimsuchen / spricht der Herr; und meine Seele sollte sich nicht rächen an solchem Volk / wie dieß ist? ' c. 9/ 9. 10. Stürmet ihre Mauern / und werfet sie um, und * macht es nicht gar aus. Führet ihre Reben weg, denn sie sind nicht des Herrn. * c. 27 . 11. Sondern sie verachten mich, beydes das Haus Israel und das Haus Juda, spricht der Herr. 12. Sie verläugnen den Herrn, und sprechen: Das ist Er nicht, und so übel wird es uns nicht gehen, Schwert und Hunger werden wir nicht sehen; 13 . Ja die Propheten sind Wäscher (Schwäher), und haben auch Gottes Wort nicht; es gehe über sie selbst also. 1^. Darum spricht der Herr, der Gott Zebaoth: Weil ihr solche Rede treibet; siehe, so * will ich meine Worte in deinem Munde zu Feuer machen, und dieß Volk zu Hol;, und soll sie verzehren. * Esaj. 30/ 33. 15. Siehe, ich will über euch vom Hause Israel, spricht der Herr, * ein Volk von ferne bringen; ein mächtiges Volk, die das erste Volk gewesen find; ein Volk, deß Sprache du nicht verstehest, und nicht vernehmen kannst, was sie reden. * c. 6/ 22. 16. Seine Köcher sind offene Gräber, es find eitel Riesen. 17. Sie werden deine Ernte und dein Brot verzehren, sie werden deine Söhne und Töchter fressen, sie werden deine Schafe und Rinder verschlingen, sie werden deine Weinstöcke und Feigenbäume verzehren; deine festen Städte, * darauf du dich verläffest, werden sie mit dem Schwert verderben. * c. 4», 7. Amo§ 6 /1. 18. Und ich will es, spricht der Herr, zu der- selbigen Zeit nicht gar ausmachen. 19. Und ob sie würden sagen: * Warum thut uns der Herr, unser Gott, solches alles? Sollst du ihnen antworten: Wie ihr mich verlasset, und fremden Göttern dienet in euerm eigenen Lande; also sollt ihr auch Fremden dienen in einem Lande das nicht euer ist. * e. 16,10. 20. Solches sollt ihr verkündigen im Hanse Jakobs, und predigen in Juda, und sprechen: i a 5 . 6 . Gottlose Lehrer. 685 21. * Höret zu, ihr tolles Volk, das keinen Verstand hat, die da Augen haben, und sehen nicht, Ohren haben, und hören nicht. ' Esaj. 6/ s. 10 . 22. Wollt ihr mich nicht' fürchten, spricht der Herr, und vor mir nicht erschrecken? Der t ich dem Meer den Sand zum Ufer setze, darinnen es allezeit bleiben muß, darüber es nicht gehen muß; und ob es schon wallet, so vermag es doch nichts; und ob seine Wellen schon toben, so müssen sie doch nicht darüber fahren. * c. io, 7. 1- Hiob 38/ 8. 23. Aber dieß Volk hat ein abtrünniges ungehorsames Herz, bleiben abtrünnig und gehen immerfort weg. 2^. Und sprechen nicht einmahl in ihrem Herzen : Laßt uns doch den Herrn, unfern Gott, fürchten, der uns * Frühregen und Spatregen zu rechter Zeit gibt, und uns die Ernte treulich und jährlich behüthet. * 3 Ms. 26 / 4. 6 Ms. 11 / 14 . c. 28 / 12 . Esaj. 30/ 2 Z. Gesch. 14/ 17 . 25. Aber * eure Missethaten hindern solches; und eure Sünden wenden solches Gut von euch. * Esaj. 39/ 2 . 26. Denn man findet unter meinem Volk Gottlose, die den Leuten stellen, und Fallen zurichten, sie zu fangen, wie die Vogler thun mit Kloben. 27. Und ihre Häuser sind voller Tücke, wie ein Vogelbauer voller Lockvögel ist. Daher werden sie gewaltig und reich, fett und glatt. 28. Sie gehen mit bösen Stücken um; sie halten kein Recht, dem' Waisen fördern sie seine Sache nicht, und gelinget ihnen, und helfen den Armen nicht zum Rew-.. * 2 Mos. 22 , 22 . Esaj. 1/ 23. Zach. 7/ 10. 29. Sollte 'ich denn solches nicht heimsuchen, spricht der Herr, und meine Seele sollte sich nicht rächen an solchem Volk, wie dieß ist? * c. 9/ 9. 30. Es stehet gräulich und scheußlich im Lande. 31. Die Propheten lehren falsch, und die Priester herrschen in ihrem Amt, und mein Volk hat es gerne also. Wie will es euch zuletzt darob gehen ? Das 6. Capitel. Babylonische Gefangenschaft/ und deren Ursachen. 1.sammelt euch, ihr Kinder Benjamin, aus ^ Jerusalem, und blaset die Trompeten auf der Warte Thekoa, und werfet ans ein Panier auf der Warte Beth-Cherem; denn es geht daher ein Unglück von Mitternacht, und ein großer Jammer. 686 Vermahnung zur Buße. Ieremia 6. Ursachen Babylonischer Gefangenschaft. 2. Die Tochter Zion ist wie eine schöne und lustige Aue. 3 . Aber es werden Hirten über fie kommen mit ihren Herden, die * werden Gezelte rings um sie her aufschlagen, und weiden ein Jeglicher an seinem Ort (und sprechen:) * c. 4, 17. 4. Rüstet euch zum Kriege wider sie: wohlauf, laßt uns hinauf ziehen, weil es noch hoch Tag ist; ey es will Abend werden, und die Schatten werden groß; 5. Wohlan, so laßt uns auf seyn, und sollten wir bey Nacht hinauf ziehen, und ihre Palläste verderben. 6 . Denn also spricht der Herr Zebaoth: Fället Bäume, und macht Schütte wider Jerusalem; denn sie ist eine Stadt, die heimgesucht werden soll. Ist doch * eitel Unrecht darinnen. * c. 1. 7 . Denn gleichwie ein Born sein Wasser quillet, also quillet auch ihre Bosheit. Ihr Frevel und Gewalt schreyet über sie; und ihr Morden und Schlagen treiben sie täglich vor mir. 8 . Bessere dich, Jerusalem, ehe sich meinHerz von dir wende, und ich dich zum wüsten Lande mache, darinnen Niemand wohne. y. So spricht der Herr Zebaoth: Was übrig ist geblieben von Israel, das muß auch nachher abgelesen werden, wie ein Weinstock. Der Weinleser wird Eins nach dem Andern in die Butten werfen. 10. Ach, mit wem soll ich doch reden und zeugen? Daß doch Jemand hören wollte! Aber * ihre Ohren sind unbeschnitten, sie mögen es nicht hören. Siehe, fie halten des Herrn Wort für einen Spott, und wollen seiner nicht. * «. 5 / 21. c. 7 , 26. 11. Darum bin ich des Herrn Drohen so voll, daß ich es nicht lassen kann. Schütte aus, beydes über die Kinder auf der Gasse, und über die Mannschaft im Rath mit einander; denn es sollen beyde Mann und Weib; beyde Alte und der Wohlbetagte gefangen werden. 12. Ihre Häuser sollen den Fremden zu Theil werden, sammt den Aeckern und Weibern; denn ich will meine Hand ausstrecken, spricht der Herr, über des Landes Einwohner. 13. Denn * sie geizen allesammt, Klein und Groß; und beyde Propheten und Priester lehren allesammt falschen Gottesdienst, * c. 8 , 10. Esaj. S 6 , 11. 14. Und trösten mein Volk in seinem Unglück, daß sie es gering achten sollen, und sagen: Friede, * Friede! und ist doch nicht Friede. * c. 8, 11. Ez-ch. 15/ 10. 16. 15. Darum' werden fie mit Schanden bestehen, daß sie solche Gräuel treiben; wiewohl sie wollen ungeschändet seyn, und wollen sich nicht schämen. Darum müssen fie fallen über einen Haufen; und wenn ich fie heimsuchen werde, sollen sie fallen , spricht der Herr. * c. 8 ,12. 16. So spricht der Herr: Tretet auf die Wege, und schauet, und fraget nach den vorigen Wegen, welches der gute Weg sey, und wandelt darinnen ; so * werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Aber sie sprechen: Wirwollen es nicht thun. * Matth. 11/ 29. -s Jer. 44 , 16. Matth. 23, 37. 17. Ich habe Wächter über euch gesetzt. Merket auf die Stimme der Trompeten. Aber sie sprechen: Wir wollen es nicht thun. 18. Darum so höret, ihr Heiden, und merket sammt euern Leuten; 19. Du * Erde, höre zu. Siehe, ich will ein Unglück über dieß Volk bringen , nähmlich ihren verdienten Lohn, daß fie auf meine Worte nicht achten, und mein Gesetz verwerfen. * L Mos. 32 , 1. Esaj. 1 , 2. 20. Was * frage ich nach dem Weihrauch, der aus reich Arabien, und nach den guten Zimmet- rinden, die aus fernen Landern kommen? Eure Brandopfer sind mir nicht angenehm, und eure Opfer gefallen mir nicht. * Esaj. i, n. 21. Darum spricht der Herr also: Siehe, ich will diesem Volk ein Aergerniß stellen, daran sich beydes Väter und Kinder mit einander stoßen , und ein Nachbar mit dem andern umkommen sollen. 22. So spricht der Herr: Siehe, es wird* ein Volk kommen von Mitternacht, und ein großes Volk wird sich erregen hart an unserm Lande, * e. 5 / 1L. L Mos. 28 / 49. 23. Die Bogen und Schild führen. Es ist grausam und ohne Barmherzigkeit; sie brausen daher wie ein ungestümes Meer, und reiten auf Rossen, gerüstet wie Kriegsleute, wider dich, du Tochter Zion. 24. Wenn wir von ihnen hören werden, so werden uns die Fäuste entsinken; es ' wird uns angst und weh werden, wie einer Gebäre: inn. * c. 4, 31. «. 22, 23. c. so, 6. c. 48, 4i. 25. Es gehe ja Niemand hinaus auf den Acker, Niemand gehe über Feld; denn es ist allenthalben unsicher vor dem Schwert des Feindes. 26. O Tochter meines Volks, ziehe Säcke an Ursachen Babylonischer Gefangenschaft. Iererma 6. 7. Der Juden Sünde und Ungehorsam. 687 und lege dich in die Asche; trage Leid wie um * einen einigen Sohn, und klage wie die/ so hoch betrübt sind: denn der Verderber kommt über uns plötzlich. * Amos 8, 10 . 27. Ich habe dich zum Schmelzer gesetzt unter mein Volk/ das so hart ist / daß du ihr Wesen erfahren und prüfen sollst. 28. Sie sind alljnmahl Abtrünnige/ und wandeln verrälheri,ch; * sie sind eitel verdorbenes Erz und Eisen. * Ez. 22 , is. 29. Der Blasebalg ist verbrannt/ das Bley verschwindet; das Schmelzen ist umsonst/ denn das Bose ist nicht davon geswieden. 30. Darum heissen ste auch ein verworfenes Silber; denn * der Herr hat sie verworfen. * c. 7, 15. Es. 1 , 22 . Das 7 . Capttel. Der äußerliche Gottesdienst/ ohne wahre Buße/ ist vor Gott ein Gräuel. 1. r^>ieß ist das Wort/ welches geschah zu Je- ^ remia vom Herrn / und sprach: 2. Tritt in das Thor im Hause des Herrn, und predige daielbst diesi Wort/ und sprich: Höret des Herrn Wort / ihr alle von Juda, die ihr zu diesen Thoren eingeyet/ den Herrn anzu- bethen. 3. So spricht der Herr Zebaoth/ der Gott Israels: * Bessert euer Leben und Wesen/ so will ich bey euch wohnen an diesem Ort. * c. 25,13. Esaj. i/16. Verlaßt euch nicht auf die Lügen/ wenn sie sagen: Hier ist des Herrn Tempel / hier ist des Herrn Tempel / hier ist des Herrn Tempel! 5. Sondern bessert euer Leben und Wesen / daß ihr * recht thut einer gegen den andern ; * c. 5 / 28. 6 . Und * den Fremdlingen / Waisen und Witwen keine Gewalt thut/ und nicht unschuldig Blut vergießet an diesem Ort; und folget i-nicht nach andern Göttern zu euerm eigenen Schaden: * 2 Mos. 22 / 22 . c. 23/ 9. 3 Mos. 19/ 33. -j- c. 25/ 6. 5 Mos. 8/ 19. c. 11/ 28. 7 . So will ich immer und ewiglich bey euch wohnen an diesem Ort/ im Lande/ das ich euern Vätern gegeben habe. 8 . Aber nun verlaßt ihr euch auf Lügen/ die kein Nütze sind. s. Daneben seyd ihr Diebe/ Mörder/ Ehebrecher und Meineidige; und räuchert dem Baal/ und folget fremden Göttern nach/ die ihr nicht kennet. io. Darnach kommt ihr denn und tretet vor mich in diesem Hause / das nach meinem Nahmen genannt ist / und sprechet: * Es hat keine Noth mit uns / weil wir solche Gräuel thun. * c. 4 /10. 11. 'Haltet ihr denn dieß Haus/ das nach meinem Nahmen genannt ist/ für eine Mördergrube ? Stehe / Ich sehe es wohl/ spricht der Herr. ' Esaj. 56/ 7. Matth. 21 / 13. Marc. 11 , 17 . Luc. 19, 46. 12. Gehet hin an meinen Ort zu * Silo, da vorhin mein Nähme gewöhnet hat; und schauet/ was ich daselbst gethan habe um der Bosheit willen meines Volks Jsrael.'Sos.i^i. iSam. 4 , 3 .ii. 13. Weil ihr denn alle solche Stücke treibet/ spricht der Herr; und' ich stets euch predigen lasse / und ihr wollt nicht hören; ich rufe euch / und ihr wollt nicht antworten : * Svr. i, 24. 1^. So * will ich dem Hause / das nach meinem Nahmen genannt ist / darauf ihr euch verlasset / und dem Ort / den ich ' euern Vätern gegeben habe / eben thun/ wie ich Silo gethan habe. * c. 26, 6. 15. Und will euch ' von meinem Angesicht wegwerfen / wie ich weggeworfen habe alle eure Bruder/ den ganzen Samen Ephraims. ' 2 Kön. 24/ 20 . 16. Und Du' sollst für dieß Volk nicht bitten/ und sollst für sie keine Klage noch Gebeth Vorbringen/ auch nicht sie vertreten vor mir; denn ich will dich nicht hören. * c. n, n. «. 14,11. 17. Denn sichest du nicht / was sie thun in den Städten Juda und auf den Gassen zu Jerusalem? 18. Die ' Kinder lesen Holz, so zünden die Väter das Feuer an, und die Weiber kneten den Teig, daß sie der Melecheth des Himmels Kuchen backen, und Trankopfer den fremden Göttern geben , daß sie mir Verdruß thun. * c. 44 ,19. 19. Aber sie sollen nicht Mir damit, spricht der Herr, sondern ihnen selbst Verdruß thun; und müssen zu Schanden werden. 20. Darum spricht der Herr Herr: Siehe, 'mein Zorn und mein Grimm ist ausgeschüttet über diesen Ort, beydes über Menschen und über Vieh, über Bäume auf dem Felde, und über die Früchte des Landes; und der soll anbrennen, daß Niemand löschen möge. * c. 4, 4. c. 21 , 12 . 21. So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Thut eure Brandopfer und andere Opfer zuhauf, und fresset Fleisch. 22. Denn ich habe euern Vätern des Tages, da ich sie aus Egyptenland führete, weder gesagt noch gebothen von Brandopfern und andern Opfern; 688 Der Juden Sünde und Ungehorsam. Jeremia 7. 8. Gedrohete Strafen der Unbußfertigkeit. 23. Sondern dieß geboth ich ihnen, und sprach: * Gehorchet meinem Wort, so will ich euer Gott seyn, und ihr sollt mein Volk seyn; und wandelt auf allen Wegen, die ich euch gebiethe, auf daß es euch wohl gehe. * c. n, 4. 2^. Aber sie wollten nicht hören, noch ihre Ohren zuneigen: sondern "wandelten nach ihrem eigenen Rath, und nach ihres bösen Herzens Gedünken; und gingen hinter sich, und nicht vor sich. * c. 3/ 17. e. 11/ 8. 25. Ja, von dem Tage an , da ich eure Väter aus Egyptenland geführet habe, bis auf diesen Tag, habe ich stets zu euch gesandt alle meine Knechte, die Propheten. 26. Aber sie" wollen mich nicht hören, noch ihre Ohren neigen; sondern sind halsstarrig, und t machen es ärger, denn ihre Väter. * e. 6, 10. 2 Ms. 32/ 9. ff Jer. 16/ 12. 27. Und wenn du ihnen dieß alles schon sagest, so werden sie dich doch nicht hören ; rufst du sie, so werden sie dir nicht antworten. 28. Darum sprich zu ihnen: Dieß ist das Volk, das den Herrn, ihren Gott, nicht hören, noch sich bessern will. Der Glaube ist untergegangen, und ausgerottet von ihrem Munde. 29. Schneide deine Haare ab, und wirf sie von dir, und heule kläglich auf den Höhen ; denn der Herr hat dieß Geschlecht, über das er zornig ist, * verworfen und verstoßen. * 6,30. c. 7/14. 30. Denn die Kinder Juda thun übel vor meinen Augen, spricht der Herr. Sie setzen ihre Gräuel in das Haus, das nach meinem Nahmen genannt ist, daß sie es verunreinigen; 31. Und bauen die Altäre Thopheths im Thal BenHinnom, daß sie "ihre Söhne und Töchter verbrennen; welches ich nie gebothen, noch in Sinn genommen habe. " 3 Ms i«/2i. 32. Darum siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, daß man es nicht mehr heissen soll Thopheth und das Thal BenHinnom, sondern Würgethal; und man wird in Thopheth müssen begraben, weil sonst kein Raum mehr seyn wird. 33. Und die " Leichname dieses Volks sollen den Vögeln des Himmels und den Thieren auf Erden zur Speise werden, davon sie Niemand scheuchen wird. " c. 9,22. c. 19, 7 . 3^. Und will in den Städten Juda und auf den Gaffen zu Jerusalem wegneh» men " das Geschrey der Freude und Wonne, und die Stimme des Bräutigams und der Braut; denn das Land soll wüste seyn. * Off. 18,23. Das 8 . Capitel. Den unbußfettigen Juden wird der Chaldäer Einfall gedrohet. 1. Zu derselbigen Zeit, spricht der Herr, wird man die Gebeine der Könige Juda, die Gebeine ihrer Fürsten, die Gebeine der Priester, die Gebeine der Propheten, die Gebeine der Bürger zu Jerusalem, aus ihren Gräbern werfen ; 2. Und werden sie zerstreuen unter der Sonne, Mond und allem Heer des Himmels, welche sie geliebet, und ihnen gedienet, und ihnen nach- gefolget, und sie gesuchet, und angebethet haben. Sie sollen nicht wieder aufgelesen und begraben werden, sondern Koth auf der Erde seyn. 3. Und alle Uebrigen von diesem bösen Volk, au welchem Ort sie seyn werden, dahin ich sie verstoßen habe, werden lieber todt, denn lebendig seyn wollen, spricht der Herr Zebaoth. (Anfang des 8. Capitel».) ^.Aarum sprich zu ihnen: So spricht der Herr: Wo ist Jemand, so er fällt, der nicht gerne wieder aufstünde? Wo ist Jemand, so er irre gehet, der nicht gerne wieder zurecht käme? 5. Noch will ja dieß Volk zu Jerusalem irre gehen für und für. Sie halten so hart an dem falschen Gottesdienst, daß sie sich nicht wollen abwenden lassen; 6. Ich sehe und höre, daß sie nichts rechts lehren. Keiner ist, dem seine Bosheit leid wäre, und spräche: Was mache ich doch? Sie haben alle ihren Lauf, wie ein grimmiger Hengst im Streit. 7 . Ein Storch unter dem Himmel weiß seine Zeit; eine Turteltaube, Kranich und Schwalbe merken ihre Zeit, wenn sie wieder kommen sollen: aber mein Volk will das Recht des Herrn nicht wisse n. 8. Wie möget ihr doch sagen: Wir wissen, was recht ist, und haben die heilige Schrift vor uns? Ist es doch eitel" Lügen, was die Schriftgelehrten setzen. " c. 7,8. 9. Darum müssen solche Lehrer zu Schanden, erschreckt und gefangen werden: denn was können sie Gutes lehren, weil sie des Herrn Wort verwerfen? 10. Darum so will ich ihre Weiber den Fremden geben , und ihre Aecker denen , so sie verjagen werden. Denn sie " geizen allesammt, beyde Klein und Groß, und beyde Priester und Propheten lehren falschen Gottesdienst, " c. 6, 13 . Es 36, 11 . 11. Und trösten mein Volk in ihrem Unglück, daß Gedrohete Strafen der Unbußfertigkeit. Ieremia 8. 9. Jeremiä Klage über des Volks Sünden. 689 Das 9. Capitel. Jeremiä Klage über seines Volks Sünden, und derselben Strafe. daß sie es gering achten sollen , und sagen: * Friede, Friede! und ist doch nicht Friede. * c. 6, 14. Mich. 3/6. 11. 12 . Darum * werden sie mit Schanden bestehen, daß sie solche Gräuel treiben. Wiewohl sie wollen ungeschändet seyn, und wollen sich nicht schämen. Darum müssen sie fallen über einen Haufen, und wenn ich sie heimsuchen werde, sollen sie fallen, spricht der Herr. * c. 6, i6. 13. Ich will sie also ablefen, spricht der Herr, daß keine Trauben am Weinstock, und keine Feigen am Feigenbaum bleiben, ja auch die Blätter Wegfällen sollen; und was ich ihnen gegeben habe, das soll ihnen genommen werden. i^. Wo werden wir dann wohnen ? Ja, sammelt euch dann, und laßt uns in die Vesten Städte ziehen, und daselbst auf Hülfe harren. Denn der Herr, unser Gott, wird uns helfen mit einem bittern Trunk, daß wir so sündigen wider den Herrn. 16. Ja, verlaßt euch darauf, es * solle keine Noth haben, so doch nichts Gutes vorhanden ist; und daß ihr sollt heil werden, so doch eitel Schaden vorhanden ist. * c. 7, io. 16 . Man höret, daß ihre Rosse bereits schnauben zu Dan, und ihre Gäule schreyen, daß das ganze Land davon erbebet. Und sie fahren daher, und werden das Land auffressen mit allem, was darinnen ist, die Stadt, sammt allen, die darinnen wohnen. 17. Denn siehe, ich will ' Schlangen und Basilisken unter euch senden, die nicht beschworen sind; die sollen euch stechen, spricht der Herr. ' 4 Mos. 21 / 6. 18 . Da will ich mich meiner Mühe und meines Herzeleids ergötzen. 19 . Siehe, die Tochter meines Volks wird schreyen aus fernem Lande her: Will denn der Herr nicht mehr Gott seyn zu Zion? Oder soll sie keinen König mehr haben? Ja, warum haben sie mich so erzürnet durch ihre Bilder und fremde unnütze Gottesdienste? 20 . Die Ernte ist vergangen, der Sommer ist dahin; und uns ist keine Hülfe gekommen. 21 . Mich jammert herzlich, daß mein Volk so verderbet ist, ich gräme mich, und gehabe mich übel. 22 . Ist denn * keine Salbe in Gilead? Oder ist kein Arzt nicht da? Warum ist denn dieTochter meinesVolks nicht geh eilet? *c. 46,n. 1. ^sch * daß ich Wassers genug hätte in meinem Haupt, und meine Augen Thränenquellen wären, daß ich Tag^und Nacht beweinen möchte die Erschlagenen in meinem Volk! * c. 13/ 17. c. 14, 17. Klagl. i, 16. 2 . Ach daß ick eine Herberge hätte in der Wüste; so wollte ich mein Volk verlassen, und von ihnen ziehen. Denn es sind eitel Ehebrecher, und ein frecher Haufe. Z. Sie schießen * mit ihrer Zunge eitel Lügen und keine Wahrheit, und treiben es mit Gewalt im Lande, und gehen von einer Bosheit zur andern, und achten mich nicht, spricht der Herr. * Ps. 62, 4. .4. Ein jeglicher hnthe sich vor seinem Freunde, und traue auch seinem Bruder mcht; denn ein * Bruder unterdrückt den andern, und ein Freund verräth den andern. "Mich. 7,6. «»c. 12 , n. s. Ein Freund täuscht den andern, und reden kein" wahres Wort; sie fleißigen sich darauf, wie Einer den Andern betrüge, und ist ihnen leid, daß sie es nicht ärger machen können. ' Ps. 62, 6. 6. Es ist allenthalben eitel Trügerey unter ihnen, und vor Trügerey wollen sie mich nicht kennen, spricht der Herr. 7 . Darum spricht der Herr Zebaoth also: Siehe, ich will sie schmelzen und prüfen. Denn was will ich sonst thun, weil sich mein Volk so zieret? 8. Ihre falsche Zungen sind mörderische Pfeile; mit * ihrem Munde reden sie freundlich gegen den Nächsten, aber im Herzen lauern sie auf denselben. ' Ps. 28/ 3. Ps. 66/ 22. Ps. 62/ 6. 9 . Sollte ich * nun solches nicht heimsuchen an ihnen, spricht der Herr, und meine Seele sollte sich nicht rächen an solchem Volk, als dteß ist? * c. 6, 9. 29. 10. Ich muß auf den Bergen weinen und heulen , und bey den Hürden in der Wüste klagen ; denn sie sind so gar verheeret, daß Niemand da wandelt, und man auch nicht' ein Vieh schreyen höret. Es ist beydes Vogel des Himmels und das Vieh alles weg. ' -. 12 , 4. 11 . Und ich will' Jerusalem zum Steinhaufen und zur Drachenwohnung machen, und will die Städte Juda wüste machen, daß Niemand darinnen wohnen soll. * c. 26/ 18. Ps. 79, 1. Mich. 3/12. Ssss 690 Gedrohete Strafen. Ieremia 9. 10. Eitelkeit der Götzen. 12. Wer nun * weise wäre, und ließe es ihm zu Herzen gehen, und verkündigte, was des Herrn Mund zu ihm sagt, warum das Land verderbet und verheeret wird, wie eine Wüste, da Niemand wandelt. *3^.32,29. 13. Und der Herr sprach: Darum, daß sie mein Gesetz verlassen, das ich ihnen vorgegeben habe, und gehorchen meiner Rede nicht, leben auch nicht darnach; i^. Sondern' folgen ihres Herzens Gedünken, und Baalim, wie sie ihre Väter gelehret haben: * c. 3 , 17 . c. 7 / 24 . Esaj- 6 -/ 2. 15. Darum spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels, also: Siehe, ich will dieß Volk mit * Wermuth speisen und mit Galle tränken; * c. 23/ 13. 16. Ich will sie unter die Heiden zerstreuen, welche weder sie noch ihre Väter kennen; und will das Schwert hinter sie schicken, bis daß es aus mit ihnen sey. 1 7 . So spricht der Herr Zebaoth: Schaffet und bestellet Klageweiber, daß sie kommen; und schicket nach denen, die es wohl können, 18. Und eilend uns klagen, daß unsere * Augen mit Thränen rinnen und unsere Augenlieder mit Wasser fließen; * v. i. 19. Daß man ein kläglich Geschrey höre zu Zion, nähmlich also: Ach wie sind wir so gar verstöret und zu Schanden geworden! Wir müssen das Land räumen, denn sie haben unsere Wohnungen geschleifet. 20. So höret nun, ihr Weiber, des Herrn Wort, und nehmt zu Ohren seines Mundes Rede; lehret eure Töchter weinen, und eine lehre die andere klagen, nähmlich also: 21. Der Tod ist zu unfern Fenstern hereinge- fallen, und in unsere Palläste gekommen, die Kinder zu würgen auf der Gasse, und die Jünglinge auf der Straße. 22. So spricht der Herr: Sage: Der Menschen * Leichname sollen liegen, wie der Mist auf dem Felde, und wie Garben hinter den Schnittern , die Niemand sammelt. *«- 7,33. c. 19,7. 23. So spricht der Herr: Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit, ein Starker rühme sich nicht seiner Stärke, ein Reicher rühme sich nicht seines Reichthums; 2^. Sondern wer sich rühmen will, der * rühme sich deß, daß er mich wisse und kenne, daß Ich der Herr bin, derBarm- herzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übet auf Erden; den» solches gefällt mir, spricht der Herr. 25 . Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, daß ich heimsuchen werde alle, die Beschnittenen mit den Unbefchnittenen; 26 . Nähmlich Egypten, Juda, Edom, die Kinder Ammon, Moab, und alle, die in den Oertern der Wüste wohnen. Denn alle Heiden haben unbefchnittene Vorhaut; aber das ganze Haus Israel hat ein * unbeschnittenes Herz. * 3 Mos. 30, 6. Gcsch. 7/ 31. Das 10. Capitel. Nicht die Götzen, sondern Gott allein soll man furchten und anrufen. 1. ^öret, was der Herr zu euch vom Hause ^ Israel redet. 2 . So spricht der Herr: Ihr sollt nicht der Heiden Weise lernen, und sollt euch nicht fürchten vor den Zeichen des Himmels, wie die Heiden sich fürchten. 3. Denn der Heiden Götter sind lauter nichts. Sie hauen im Walde einen Baum, und der Werkmeister macht sie mit dem Beil, Und schmückt sie mit Silber und Gold, und heftet sie mit Nägeln und Hämmern, daß sie nicht umfassen. 5 . Es sind ja nichts, denn Säulen überzogen. Sie * können nicht reden; so muß man sie auch tragen, denn sie können nicht gehen. Darum sollt ihr euch nicht vor ihnen fürchten; denn sie können weder helfen, noch Schaden thun. * Ps. 113/ 3. 6. 7. 6. Aber dir, Herr, ist Niemand gleich; Du bist groß, und dein Nähme ist groß, und kannst es mit der That beweisen. 7. Wer sollte dich nicht' fürchten, du König der Heiden? Dir sollte man ja gehorchen; denn es ist unter allen Weisen der Heiden, und in allen Königreichen deines gleichen nicht. * Ps. 33/ 8. Offenb. 13/ 4. 8. Sie sind allzumahl Narren und Thoren, denn ein Holz muß ja ein nichtiger Gottesdienst seyn. 9. Silbernes Blech bringt man auf dem Meer her, Gold aus Uphas, durch den Meister und Goldschmied zugerichtet; gelbe Seide und Purpur zieht man ihm an, und ist alles der Weisen Werk. 10. Aber der Herr ist ein rechter Gott, ein lebendiger Gott, ein ewiger König. Vor seinem Zorn * bebet die Erde, und die Heiden können sein Drohen nicht ertragen. ' Ez-ch. 32/ 32 . 11 . So sprechet nun zu ihnen also: Die Götter, so den Himmel und Erde nicht gemacht Eitelkeit der Götzen. Ierem haben, müssen vertilget werden von der Erde und unter dem Himmel. 12. Er aber hat die * Erde durch seine Kraft gemacht, und den Weltkreis bereitet durch seine Weisheit, und den Himmel ausgebreitet durch seinen Verstand. * i Mos. i, 6. 9 . 13. Wenn * er donnert/ so ist des Wassers die Menge unter dem Himmel / und ziehet die Nebel auf vom Ende der Erde; 1 - er macht die Blitze im Regen, und laßt den Wind kommen aus heimlichen Oertern. * Ps. E, 7. -k- Hiob 38 , 2-. 1^. Alle * Menschen find Narren mit ihrer Kunst/ und alle Goldschmiede stehen mit Schanden mit ihren Bildern; denn ihre Götzen sind Trügerey / und haben kein Leben. * c. 17 . 15. Es ist eitel nichts/ und ein verführerisches Werk; sie müssen umkommen, wenn sie heimgesucht werden. 16. Aber also ist der nicht/ der Jakobs Schatz ist; sondern Er ist es/ der Alles geschaffen hat, und Israel ist sein Erbtheil. * Er heißt Herr Zebaoth. * Esaj. -i, 1-. 17. Thue dein Gewerbe weg aus dem Lande, die du wohnest in der festen (Stadt). 18. Denn so spricht der Herr: Siehe, ich will die Einwohner des Landes auf dießmahl verschleudern; und will sie ängstigen, daß sie es fühlen sollen. is. Ach meines Jammers und Herzeleids! Ich denke aber: Es ist meine Plage, ich ' muß fie leiden. * Ps. 77,11. 2v. Meine Hütte ist zerstöret, und alle meine Seile sind zerrissen. Meine Kinder sind weg, und nicht mehr vorhanden. Niemand richtet meine Hütte wieder auf, und mein Gezelt schlägt Niemand wieder auf. 21. Denn die Hirten find zu Narren geworden , und fragen nach dem Herrn nicht; darum können sie auch nichts rechts lehren, sondern alle Herden sind zerstreuet. 22. Siehe, es kommt ein Geschrey daher und ein großes Beben aus dem Lande von Mitternacht, daß die Städte Juda verwüstet, und zur Drachenwohnung werden sollen. 23 . Ich weiß, Herr, daß' des Menschen Thun stehet nicht in seiner Gewalt, und stehet in Niemandes Macht, wie er wandte oder seinen Gang richte. ' Hiob 34, 21. Svr. 3, 21. 27 ,. Züchtige mich, * Herr, doch mit Maße, und nicht in deinem Grimm, auf daß du mich nicht aufreibest. * Ps. 6, 2 . Ps. 38, 2. Zer. 46, 28 . Hab. 1, 12. a 10 . 11 . _Gottes Bund. 69 t 25 . Schütte * aber deinen Zorn über die Heiden , so dich nicht kennen, und über die Geschlechter, so deinen Nahmen nicht anrnfen. Denn sie haben Jakob aufgefressen und verschlungen; sie haben ihn aufge'.äumet und seine Wohnung verwüstet. *Ps. 79 ,6. Das 1t. Capitel. Gottes Bund. Der Juden Uebcrtrctung. Jeremiä Lebensgefahr. 1. A)ieß ist das Wort, das zu Jeremia geschah vom Herrn, und sprach: 2. Höret die Worte dieses Bundes, daß ihr sie denen in Juda und den Bürgern zu Jerusalem saget. 3. Und sprich zu ihnen: So spricht der Herr, der Gott Israels: * Verflucht sey, wer nicht gehorcht den Worten dieses Bundes; * 3 Mos. 2/, 26. Den ich euern Vätern geboth des Tages, da ich sie aus Egyptenland führete aus dem eisernen Ofen und sprach: * Gehorchet meiner Stimme und thut, wie ich euch gebothen habe, so sollt ihr mein Volk seyn, und Ich will euer Gott seyn. ' c. 7,2z. 5 . Auf daß ich den Eid halten möge, den ich euern Vätern geschworen habe, ihnen zu geben * ein Land, darinnen Milch und Honig fließet, wie es denn heutiges Tages stehet. Ich antwortete, und sprach: Herr, ja, es sey also. * 1 Mos. 12 , 7. 6 . Und der Herr sprach zu mir: Predige alle diese Worte in den Städten Juda und auf den Gassen zu Jerusalem, und sprich: Höret die Worte dieses Bundes, und thut darnach. 7 . Denn ich habe euern Vätern bezeuget von dem Tage an, da ich sie aus Egyptenland führete, bis auf den heutigen Tag; und zeugete früh und sprach: Gehorchet meiner Stimme. 8 . Aber sie * gehorchten nicht, neigten auch ihre Ohren nicht; sondern ein Jeglicher ging nach seines bösen Herzens Gedünken. Darum will ich auch über sie gehen lassen alle Worte dieses Bundes, den ich gebothen habe zu thun, und sie doch nicht darnach gethan haben. *«. 7,16.21. 9. Und der Herr sprach zu mir: Ich Weiß wohl, wie sie in Juda und zu Jerusalem sich rotten. 10. Sie kehren sich eben zu den Sünden ihrer vorigen Väter, welche auch nicht gehorchen wollten meinen Worten, und folgten auch andern Göttern nach, und dieneten ihnen. Also hat das Haue Israel und das Haus Juda (immerdar) meinen Bund gebrochen, den ich mit ihren Vätern gemacht habe. Ssss 2 692 Jeremiä Lebensgefahr I e r e m i a 11. 12. und Klage. i i. Darum siehe, spricht der Herr, ich will ein Unglück über sie gehen lassen, dem sie nickt sollen entgehen mögen; und ' wenn sie zu mir schreyen, will ich sie nicht hören. * Spk. 1/ 28. Esaj. 1, 13. 12. So laß denn die Städte Juda und die Bürger zu Jerusalem hingehen und zu den Göttern schreyen, denen sie geräuchert haben; aber * sie werden ihnen nicht helfen in ihrer Noth. * «. 2/ 28 . 3 Mos. 32, 37. 38. 13. Denn * so manche Stadt, so manche Götter hast du, Juda; und so manche Gassen zu Jerusalem sind, so manchen Sckandaltar habt ihr aufgerichtet, dem Baal zu räuchern. * Hos. 10, 1. c. 12 , 12 . i^. So bitte * Du nun nicht für dieß Volk, und thue kein Flehen noch Gebeth für sie; denn ich will sie nicht hören, wenn sie zu mir schreyen in ihrer Noth. * c. 7,16. 15. Was haben meine Freunde in meinem Hause zu schaffen? Sietreiben alle Schalkheit, und meynen, das heilige Fleisch soll es von ihnen nehmen; und wenn sie übel thun, sind sie guter Dinge darüber. 16. Der Herr nannte dich einen grünen , schönen, fruchtbaren Oehlbaum: aber nun hat er mit einem großen Mordgeschrey ein Feuer um denselbigen angezündet, daß seine Aeste verderben müssen. 17. Denn der Herr Zebaoth, der dich gepflan- zet hat, hat dir ein Unglück gedrohet, um der Bosheit willen des Hauses Israel und des Hauses Juda, welche sie treiben, daß sie mich erzürnen mit ihrem Räuchern, das sie dem Baal thun. 18. Der Herr hat mirs geoffenbaret, daß ich es weiß, und zeigte mir ihr Vornehmen, 19. Nähmltch, daß sie mich, wie ein armes * Schaf, zur Schlachtbank fuhren wollen. Denn ich wußte nicht, daß sie wider mich berathschla- get hatten, und gesagt: -i- Laßt uns den Daum mit seinen Früchten verderben, und ihn aus dem Lande der Lebendigen ausrotten, daß seines Rahmens nimmermehr gedacht werde. * Esaj. 63, 7 . -i-Ps.. 83, 3 . 20. Aber du, Herr Zebaoth, du gereckter Richter, der du "Nieren und Herzen prüfest, laß mich deine Rache über sie sehen; denn ich habe Dir meine Sache befohlen. *Ps. 7,10. 21. Darum spricht der Herr also wider die Männer zu Anathoth, die dir nack deinem Leben stehen, und sprechen: Weissage uns nicht im Nahmen des Herrn, willst du anders nicht von unfern Händen sterben. 22. Darum spricht der Herr Zebaoth also: Siehe ich will sie heimsuchen; ihre junge Mannschaft sollen mit dem Schwert getodtet werden, und ihre Söhne und Töchter Hungers sterben, daß nichts von ihnen überbleibe: 23. Denn ich will über die Männer zu Ana- thorh Unglück gehen lassen des Jahrs, wenn sie heimgesucht werden sollen. Das 12. Capitel. Dcr Gottlosen Glückseligkeit nimmt bald ein Ende. 1. 6 >err, wenn ich gleich mit dir rechten wollte, so behältst Du doch Recht; dennoch muß ich vom Recht mit dir reden. Warum ' gehet es dcch den Gottlosen so wohl, und die Verächter haben alles die Fülle? "Hwb2i,7. Ps. 73 , 3 . 2. Du pflanzest sie, daß sie wurzeln und wach, sen und bringen Frucht; du lässeft sie viel von dir rühmen, und züchtigest ste nicht. 3. Mick aber, Herr, kennest du, und stehest mick, und prüfest mein Herz vor dir. Aber du lässest sie ftev gehen, wie Schafe, daß sie geschlachtet werden; und sparest sie, daß sie ge- würget weiden. Wie lauge soll doch das Land so jämmerlich stehen, und das Gras auf dem Felde allenthalben verdorren um der Einwohner Bosheit willen, daß beydes " Vieh und Vogel nimmer da sind? Denn sie sprechen: Ja, er weiß viel, wie es uns gehen wird. " e. s, io. 5. Wenn dich die müde machen, die zu Fuße gehen; wie will dirs gehen, wenn du mit den Reitern laufen sollst? Und so du im Lande, da es Friede ist, Sicherheit suchest; was will mit dir werden bey dem hoffartigen Jordan? 6. Denn es verachten dich auch deine Brüder und deines Vaters Haus, und schreyen Zeter über dich. Darum vertraue du ihnen nicht, wenn sie gleich freundlich mit dir reden. 7 . Darum habe ich mein Haus verlassen müssen , und mein Erbe meiden, und meine liebe Seele in der Feinde Hand geben. 8 . Mein Erbe ist mir geworden wie ein Löwe im Walde, und brüllet wider mich; darum bin ich ihm gram geworden. 9. Mein Erbe ist wie der sprenglichte Vogel, um welchen sich die Vögel sammeln. Wohlauf und sammelt euch, alle Feldthiere, kommt und fresset. Weinberg verdorben. Gürtel versteckt. Ieremia 12. 13. Gedrohete Verwüstung. 693 10. Es haben Hirten, und derer viele, meinen Weinberg verderbet und meinen Acker zertreten; sie haben meinen schönen Acker zur Wüste gemacht, sie haben es öde gemacht. 11. Ich sehe bereits, wie es so jämmerlich verwüstet ist; ja das ganze Land ist wüste. Aber es ' will es Niemand zu Herzen nehmen. * Esaj. -7, 1. 1?. Denn die Verstörer fahren daher über alle Hügel der Wüste, und das fressende Schwert des Herrn von einem Ende des Landes bis zum andern; und kein Fleisch wird Frieden haben. 13 . Sie säen * Weizen, aber Disteln werden sie ernten; sie lassen es ihnen sauer werden, aber sie werden es nicht genießen: sie werden ihres Einkommens nicht froh werden, vor dem grimmigen Zorn des Herrn. ' L Mos. 28 , 38. Hos 8, 7. Hag. 1, 6. 14 . So spricl r der Herr wider alle meine böse Nachbarn, so das Erbtheil antasten, das ich meinem Volk Israel ausgetheikt habe: Siehe, ich will sie aus ihrem Lande ausreissen, und das Haus Juda aus ihrem Mittel reißen. 15 . Und wenn ich sie nun ausgerissen habe; will ich mich wiederum über sie erbarmen, und will einen Jeglichen zu seinem Erbtheil, und in sein Land wieder bringen. 16. Und soll geschehen, wo sie von meinem Volk lernen werden, daß sie ' schwören bey meinem Nahmen: So wahr der Herr lebet, wie sie (zuvor) mein Volk gelehret haben schwören bey Baal; so sollen sie unter meinem Volk erbauet werden. *«. 4,2.3 Mos. 6 , 13. c. io, 20. 17. Wo sie aber nicht hören wollen; so will ich solches Volk ausreissen und umbringen, spricht der Herr. Das 13. Capitel. Straft -er Juden, in Bildnissen von leinenem Gürtel und Weinlä'gel. 1. A0 spricht der Herr zu mir: Gehe hin, ^ und kaufe dir einen leinenen Gürtel, und gürte damit deine Lenden, und mache ihn nicht naß. 2. Und ich kaufte einen Gürtel nach dem Befehl des Herrn, und gürtete ihn um meine Lenden. Z. Da geschah des Herrn Wort zum andern Mahl zu mir, und sprach: 4 . Nimm den Gürtel, den du gekauft und um deine Lenden gegürtet hast; und mache dich auf, und gehe hin an den Phrath , und verstecke ihn daselbst in einen Steinritz. 2. Ich ging hin, und versteckte ihn am Phrath, wie mir der Herr gebvthen hatte. 6 . Nach langer Zeit aber sprach der Herr zu mir: Macke dich auf, und gehe hin an den Phrath, und hohle den Gürtel wieder, den ich dich hieß daselbst verstecken. 7 . Ich ging hin an den Phrath, und grub auf, und nahm den Gürtel von dem Ort, dahin ich ihn versteckt hatte; und siehe, der Gürtel war verdorben, daß er nichts mehr taugte. 8 . Da geschah des Herrn Wort zu mir, und sprach: 9. So spricht der Herr: Eben also will ich auch verderben die große Hoffart Juda und Jerusalems. 10. Das böse Volk, das meine Worte nicht hören will, sondern 'gehen hin nach Gedünken ihres Herzens, und folgen andern Göttern, daß sie denselbigen dienen und sie anbethen; sie sollen werden wie der Gürtel, der nichts mehr taugt. * e. 11, 8. c. 16, 12. 11. Denn gleichwie ein Mann den Gürtel um seine Lenden bindet; also habe ich, spricht der Herr, das ganze Haus Israel und das ganze Haus Inda um mich gegürtet, daß sie mein Volk seyn sollten, zu einem Nahmen, Lob und Ehren; aber sie wollen nicht hören. 12. So sage ihnen nun dieß Wort: So spricht der Herr, der Gott Israels: Es sollen alle Läget mit Wein gefüllet werden. So werden sie zu dir sagen: Wer weiß das nicht, daß man alle Läge! mit Wein füllen soll? 13 . So sprich zu ihnen: So spricht der Herr: Siehe, ich will alle, die in diesem Lande wohnen, die Könige, so auf dem Stuhl Davids sitzen, die Priester und Propheten, und alle Einwohner zu Jerusalem füllen, daß sie trunken werden sollen. 14. Und will Einen mit dem Andern, die Väter sammt den Kindern, zerstreuen, spricht der Herr; und will weder schonen , noch übersehen noch barmherzig seyn über ihrem Verderben. 15. So höret nun, und merket auf, und trotzet nicht; denn der Herr hat es geredet. 16. Gebet dem Herrn, euerm Gott, die Ehre, ehe denn es sinster werde, und ehe eure Füße sich an den dunkein Bergen stoßen; daß ihr des Lichts wartet, so er es doch gar sinster und dunkel machen wird. 17. Wollt ihr aber solches nicht hören, so muß meine Seele doch heimlich weinen über solcher Hoffart; meine ' Augen müssen mit Thränen ßießen, daß des Herrn Herde gefangen wird. - t. s, 1 . «. 14, 17. 694 Thenre Zeit. Ieremia 13 . 14 . Falsche Propheten. 1 8 . Sagt dem Könige und der Königinn: Setzet euch herunter/ denn die * Krone der Herrlichkeit ist euch von euerm Haupt gefallen. * Klagl. 3, i6. 19. Die Städte gegen Mittag sind verschlossen / und ist Niemand / der sie aufthue; das ganze Juda ist rein weggeführet. 20. Hebet eure Augen auf und sehet ,. wie sie von Mitternacht daher kommen. Wo ist nun die Herde/ so dir befohlen war/ deine herrliche Herde? 21. Was willst du sagen / wenn er dich so heimsuchen wird? Denn du hast sie so gewöhnet wider dich / daß sie Fürsten und Häupter seyn wollen. Was gilts / es wird dir' Angst ankommen/ wie einem Weibe in Kindesnöthen? * «. 22, 23. 2 Kon. 19, 3. Ps. 48, 7. Esaj. 13, 8. Los. 13, 13. Mich. 4, 10. 22. Und wenn du in deinem Herzen sagen willst : Warum begegnet doch mir solches? Um der Menge willen deiner Missethat find dir deine Säume aufgedeckt / und deine Schenkel (mit Gewalt) geblößet. 23. Kann auch ein Mohr seine Haut wandeln, oder ein Parder seine Flecken? So * könnet Ihr auch Gutes thun, weil ihr des Bösen gewohnt seyd. ' Ps- n, 20. 24 . Darum will ich sie * zerstreuen, wie Stoppeln , die vor dem Winde aus der Wüste verwehet werden. 'Hiob 21 , is. Ps. 1, 4. 25 . Das soll dein Lohn seyn und dein Theil, den ich dir zugemessen habe, spricht der Herr. Darum, daß du Meiner vergessen hast, und verlassest dich auf Lügen: 26. So will Ich auch deine Säume hoch aufdecken gegen dir, daß man deine Scham wohl sehen muß. 27. Denn ich habe gesehen deine Ehebrecherey, deine Geilheit, deine freche Hurerey, ja deine Gräuel, beydes auf Hügeln und auf Aeckern. Wehe dir, Jerusalem! Wann willst du doch immer mehr gereiniget werden? Das 14. Capitel. Dürre und Hungersnoth; Ieremia Fürbitte. 1. Aieß ist das Wort, das der Herr zu Je- ^ remia sagte, von der theuern Zeit: 2. Juda * liegt jämmerlich, ihre Thore stehen elend, es stehet kläglich aus dem Lande; und ist zu Jerusalem eine große Dürre. 'Klagt. 1 , 3 . 4 . 3. Die Großen schicken die Kleinen nach Wasser, aber wenn sie zum Brunnen kommen, finden sie kein Wasser und bringen ihre Gefäße leer wieder. Sie gehen traurig und betrübt, und verhüllen ihre Häupter; 4 . Darum, daß die Erde lechzet, weil es "nicht regnet auf die Erde. Die Ackerleute gehen traurig, und verhüllen ihre Häupter. ' 1 Kon. 17, 1. 7. 5. Denn auch die Hindinnen, so auf dem Felde werfen, verlassen die Jungen; weil kein Gras wächst. 6 . Das Wild stehet auf den Hügeln, und schnappet nach der Luft, wie die Drachen, und verschmachtet, weil kein Kraut wächst. 7 . Aeh Herr, * unsere Missethaten haben es ja verdienet, aber hilf doch um deines Nahmens willen: denn unser Ungehorsam ist groß, damit wir wider dich gesündiget haben. ' c. 2 , 19 . 8 . Du bist der Trost Israels, und ihr Noth- helfer: warum stellest du dich, als wärest du ein Gast im Lande, und als ein Fremder, der nur über Nacht darinnen bleibt? 9. Warum stellest du dich als ein Held, der verzagt ist, und als ein Riese, der nicht helfen kann ? Du bist doch ja unter uns, Herr, und wir heissen * nach deinem Nahmen; verlaß uns nicht. ' c. 13, 16. Esaj. 43, 7. 10. So spricht der Herr von diesem Volk: Sie laufen gerne hin und wieder, und bleiben nicht gerne daheim; darum will ihrer der Herr nicht, sondern er denkt nun an ihre Missethat, und will ihre Sünden heimsuchen. i i. Und der Herr sprach zu mir: Du sollst nicht für dieß Volk um Gnade bitten. 12. Denn ob "sie gleich fasten, so will ich doch ihr Flehen nicht hören; und ob sie -k Brandopfer und Speisopfer bringen, so gefallen sie mir doch nicht: sondern Ich will sie mit dem Schwert, Hunger und Pestilenz aufreiben. * Esaj. 38, 3. -s Esaj. 1, 11 . J,r. 6, 20 . 13 . Da sprach ich: Ach Herr Herr, siehe, die * Propheten sagen ihnen: Ihr werdet kein Schwert sehen, und keine Theurung bey euch haben, sondern ich will euch guten Frieden geben an diesem Ort. ' c. 6, 13 . 14 . 14 . Und der Herr sprach zu mir: Die * Propheten weissagen falsch in meinem Nahmen; ich habe sie nickt gesandt, und ihnen nichts befohlen, und nichts mit ihnen geredet; sie predigen euch falsche Gesichte, Deutung, Abgötterei) und ihres Herzens Trügerey. ' c. 6, 14 . « 23 , 21 . c. 27 . 14 . 13 . «. 2 . 0 , 9 . Matth. 7, 13. -s 3 Mos 13, 2 . 3. 6 8. 15 . Darum so spricht der Herr von den Pro- Falsche Propheten. IereMia 14 . 15 . Viererley Plagen. Hader wider Jeremta. 695 pheten, die in meinem Nahmen weissagen, so Ich sie doch nicht gesandt habe; und sie dennoch predigen, es werde kein Schwert noch Theurung in dieß Land kommen : Solche Propheten sollen sterben durch Schwert und Hunger. 16. Und das Volk, dem sie weissagen, sollen vom Schwert und Hunger auf den Gassen zu Jerusalem hin und her liegen, daß sie Niemand begraben wird; also auch ihre Weiber, Söhne und Töchter; und will ihre Bosheit über sie schütten. 17. Und du sollst zu ihnen sagen dieß Wort: Meine * Augen fließen mit Thränen Tag und Nacht, und hören nicht auf; denn die Jungfrau, die Tochter meines Volks, ist gräulich zerplagt und jämmerlich geschlagen. * c. 9/ i. e. 13/ 17. Klagl. i, 16 . c. 2 / 18 . 18. Gehe ich hinaus auf das Feld, siehe, so liegen da Erschlagene mit dem Schwert; komme ich in die Stadt, so liegen da vor Hunger Verschmachtete. Denn es müssen auch die Propheten, dazu auch die Priester, in ein Land ziehen, das sie nicht kennen. 19. Haft du denn Juda verworfen? Oder hat deine Seele einen Eckel an Zion? Warum hast du uns denn so geschlagen, daß uns Niemand heilen kann? Wir * hofften, es sollte Friede werden; so kommt nichts Gutes: wir hofften, wir sollten heil werden; aber siehe, so ist mehr Schaden da. * c.«/13. 20. Herr, * wir erkennen unser gottloses Wesen , und unserer Väter Missethat; denn wir haben wider dich gesündiget. * Ps. 106/ 6 . 21. Aber um deines Nahmens willen laß uns nicht geschändet werden; laß den Thron deiner Herrlichkeit nicht verspottet werden; gedenke doch, und laß deinen Bund mit uns nicht auf- hören. 22. Es ist doch ja unter der Heiden Götzen keiner, der Regen könnte geben; so kann der Himmel auch nicht regnen. Du bist ja doch der Herr, unser Gott, auf den wir hoffen; denn Du kannst * solches alles thun. * c. 10/ 13. c. 31/ 16 . Hiob 3/ io. Das 15. Capitel. Straft über die Unbußftrti.M. i.Nnd der Herr sprach zu mir: Und wenn gleich * Mose und Samuel vor mir stünden, so habe ich doch kein Herz zu diesem Volk; treibe sie weg von mir, und laß sie hinfahren. ' Ps. 99/ 6. Ej. 14/ 14. 2. Und wenn sie zu dir sagen: Wo sollen Wik hin? so sprich zu ihnen: So spricht der Herr: Wen 'der Tod trifft, den treffe er; wen das Schwert trifft, den treffe es; wen der Hunger trifft, den treffe er; wen das Gefängniß trifft, den treffe es. * c. 43 / n. Zach, ii/ 9. 3. Denn ich will sie heimsuchen mit viererley ' Plagen, spricht der Herr: Mit dem Schwert, daß sie erwürget werden; mit Hunden, die sie schleifen sollen; mit den Vögeln des Himmels und mit Thieren auf Erden, daß sie gefressen und verweset werden sollen. * Ezech. 14 /21. Und ich will sie in allen Königreichen auf Erden hin und her treiben lassen, ' um Manasse willen, des Sohnes Jehiskia, des Königs Juda; deßhalben, das er zu Jerusalem begangen hat. * 2 Kön. 21/ 11. c. 23/ 26. 2 Chr. 33/ 9. 5 . Wer will sich denn deiner erbarmen, Jerusalem ? Wer wird denn Mitleiden mit dir haben? Wer wird denn hingehen, und dir Frieden erwerben? 6 . Du hast * mich verlassen, spricht der Herr, und bist mir abgefallen: darum habe ich meine Hand ausgestreckt wider dich, daß ich dich verderben will; ich bin des Erbarmens müde. * Esaj. 1/ 2. 4. 7 . Ich will sie mit der' Worfschaufel zum Lands hinaus worfeln; und will mein Volk, so von seinem Wesen sich nicht bekehren will, zu eitel Waisen machen und umbringen. * Matth. 3 / 12. Lue. 3 / 17. 8 . Es sollen mir mehr Witwen unter ihnen werden, denn des Sandes am Meer ist. Ich will über die Mutter der jungen Mannschaft kommen lassen einen offenbarlichen Verderber, und die Stadt damit plötzlich und unversehens überfallen lassen, 9. Daß die, so sieben Kinder hat, soll elend seyn und von Herzen seufzen. Denn ' ihre Sonne soll bey hohen: Tage untergehen, daß bey^es ihr Ruhm und Freude ein Ende haben sott. Und die Uebrigen will ich ins Schwert geben vor ihren Feinden , spricht der Herr.' Am. 8 / 9. 10. Ach * meine Mutter, daß du mich geboren hast, wider den Jedermann hadert und zankt im ganzen Lande. Habe ich doch weder auf t Wucher geliehen noch genommen , doch flucht mir Jedermann. ' c. 20 , i§. 1 - Ps. 13 / 5 . 11. Der Herr sprach: Wohlan, ich will euer etliche übrig behalten, denen es soll wieder wohl gehen; und will euch zu Hülfe kommen in der Noch und Angst unter den Feinden, 696 Strafe. Gott tröstet Ieremia. Ieremia 16. 16. 12 . Meinest du nicht, daß etwa ein Eisen sey, welches könnte das Eisen und Erz vcn Mitter- nacht zerschlagen? 13. Ich will aber zuvor euer Gut und Schätze in die' Rappule (Plünderung) geben, daß ihr nie! ts dafür kriegen sollt; und das um aller eurer Sünden willen, die ihr in allen euern Grenzen begangen habt. * c. 17, 3. Ez. 23, 46. i^. Und will euch zu euern Feinden bringen in ein Land, das ihr nicht kennet; denn es ist * das Feuer in meinem Zorn über euch angegangen. * 3 Mos. 32, 22. 15 . Ach Herr, Du weißt es; gedenke an uns, und nimm dich unserer an, und räche uns an unfern Verfolgern. Nimm uns auf, und verziehe nicht deinen Zorn über sie; denn du weißt, daß wir um deinet willen geschmähet werden. 16 . Jndeß enthalte uns dein ' Wort, wenn wir es kriegen; und dasselbe dein Wort ist unsers Herzens Freude und Trost: denn wir find ja nach deinem Nahmen genannt, Herr, Gott Zebaoth. * Ps. lS, 8. Ps. IIS, 30. S2. Lsaj 43, 7. 17. Wir gesellen uns nicht zu den * Spöttern, noch freuen uns mit ihnen; sondern bleiben allein vor deiner Hand: denn du zürnest sehr mit uns. "Ps. 1 , 1. Ps. 26, 4.3. 18 . Warum währet doch unser Schmerz so lange, und ' unsere Wunden find so gar böse, daß fie Niemand heilen kann? Du bist uns geworden, wie ein Born, der nicht mehr quellen will. * 30, 12. 13. 19 . Darum spricht der Herr also : Wo du dich zu mir hältst, so will ich mich zu dir halten, und sollst mein Prediger bleiben. Und wo du die Frommen lehrest sich sondern von den bösen Leuten, so sollst du mein Lehrer seyn. Und ehe Du solltest zu ihnen fallen, so müssen fie eher zu dir fallen. 20 . Denn ich habe dich wider dieß Volk zur festen ehernen Mauer gemacht; ob fie wider dich streiten, sollen fie dir doch * nichts anhaben: denn ^ Ich bin bey dir, daß ich dir helfe und dich errette, spricht der Herr. * c. 1, 19. E;. 3, 8. 9. -s Esaj. 41, 10 . Jer. 1, iS. 21 . Und will dich auch erretten aus der Hand der Bösen, und erlösen aus der Hand der Tyrannen. Das 16 . Capitel. Die Juden Men gen Babel geführet, und von dannen wieder erlöset werden. i.Nnd des Herrn Wort geschah zu mir, und ^ sprach: 2 . Du sollst kein Weib nehmen, und weder Söhne noch Töchter zeugen an diesem Ort. 3. Denn so spricht der Herr von den Söhnen und Töch-ern, so an diesem Ort geboren werden, dazu von ihren Müttern, die fie gebären, ui.d von ihren Värern, die fie zeugen in diesem Lande: -4. Die sollen an Krankheiten sterben, und weder beklaget noch * begraben werden; sondern sollen Mist werden auf dem Lande, dazu durch das Schwert und Hunger umkommen , und ihre Leichname sollen der Vögel des Himmels und der Thiere auf Erden Speise seyn. * c. n, 16 . 5. Denn so spricht der Herr: Du sollst nicht zum Trauerhause gehen, und sollst auch nirgend hin zu klagen gehen, noch Mitleiden über sie haben; denn ich habe meinen Frieden von diesem Volk weggenommen, spricht der Herr, sammt meiner Gnade und Barmherzigkeit; 6. Daß beyde Große und Kleine sollen in diesem Lande sterben, und nicht' begraben noch beklaget werden, und Niemand wird sich über fie i- zerritzen noch kahl machen. * c. 22, 18. 19. -s 3 Mos. 19, 27. 2S. 7. Und man wird auch nicht unter fie Brot austheilen über der Klage, fie zu trösten über der Leiche; und ihnen auch nicht aus dem Trostbecher zu trinken geben über Vater und Mutter. 8. Darum sollst du in kein * Trinkhaus gehen, bey ihnen zu fitzen, weder zu essen noch zu trinken. * Prcd. 7, 3. 9. Denn so spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will an diesem Ort' aufheben, vor euern Augen und bey euerm Leben, die Stimme der Freude und Wonne, die Stimme des Bräutigams und der Braut. ' c. 7, 34. 10. Und wenn du solches alles diesem Volk gesagt hast, und fie zu dir sprechen werden: * Warum redet der Herr über uns alles dieß große Unglück? Welches ist die Missethat und Sünde, damit wir wider den Herrn, unfern Gott, gesündiget haben? * c. 3, is. 11 . Sollst du ihnen sagen: Darum, daß eure Väter mich verlassen, spricht der Herr, und andern Göttern gefolget, denselbigen gcdienet, und fie angebethet; mich aber verlassen, und mein Gesetz nicht gehalten haben; 12 . Und 'Ihr noch ärger thut, denn eure Väter. Denn siehe, ein Jeglicher lebt t nach seines bösen Herzens Gedünken, daß er mir nicht gehorche. * 0 . 7 , 26 . i-c. 7 , 24 . 13 . Da- Gnade. IereMia 16. 17. Straft der Abgötterei). 697 13. Darum will ich euch aus diesem Lande stoßen in ein Land, davon weder ihr noch eure Vater wissen: daselbst sollt ihr andern Göttern ' dienen Tag und Nacht, daselbst will ich euch keine Gnade erzeigen. 14. Darum stehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, daß man * nicht mehr sagen wird: So wahr der Herr lebt- der die Kinder Israel aus Cgyptenland gefuhret hat; * -. 23,7.». 15. Sondern: So wahr der Herr lebt, der die Kinder Israel gefuhret hat aus dem Lande der Mitternacht und aus allen Ländern, dahin er sie verstoßen hatte. Denn ich will sie wieder bringen in das Land, das ich ihren Vätern gegeben habe. 15. Siehe, ich will viele Fischer* aussenden, spricht der Herr, die sollen sie fischen; und darnach will ich viele Jäger aussenden, die sollen sie fangen auf allen Bergen und auf allen Hügeln und in allen Steinritzen. * Ez«h. 47, in. Luc. 3, in. 17. Denn ' meine Augen sehen auf alle ihre Wege, daß sie vor mir sich nicht verhehlen können ; und ihre Missethat ist vor meinen Augen unverborgen. * c. 2z, 24. 18. Aber zuvor will ich ihre Missethat und Sünde zwiefach bezahlen: darum, daß sie mein Land mit den Leichen ihrer Abgötterey verunrei' niget, und mein Erbe mit ihren Gräueln voll gemacht haben. 19. Herr, du bist meine Stärke und Kraft, und meine Zuflucht in der Noth. Die Heiden werden zu dir kommen von der Welt Ende, und sagen: Unsere Väter haben falsche und nichtige Götter gehabt, die nichts nützen können. 20. Wie * kann ein Mensch Götter machen, die nicht Götter find? * -.10,3. 21. Darum siehe, nun will ich sie lehren, und meine Hand und Gewalt ihnen kund thun, daß sie erfahren sollen, ich heisse der Herr. Das 17 . Capitcl. Abgötterey, Vertrauen auf die Creaturen, Entheiligung des Sabbaths re. Ursachen alles' Unglücks. 1. A>ie Sunde Juda ist geschrieben mit eiser- ^ neu Griffeln, und mit spitzigen Demanten geschrieben, und auf die Tafel ihres Herzens gegraben, und auf die Hörner an ihren Altären; 2. Daß ihre Kinder gedenken sollen derselben Altäre und Haine, bey den grünen Bäumen, auf den hohen Bergen. 3. Aber ich will deine Höhen beydes auf Bergen und Feldern, sammt deiner Habe und allen deinen Schätzen, in die * Rappuse (Plünderung) geben; um der Sünde willen, in allen deinen Grenzen begangen. * 13, iz. Ezech. 2z, 46. 4 . Und du sollst aus deinem Erbe verstoßen werden, das ich dir gegeben habe; und will dich zu Knechten deiner Feinde machen, in einem Lande, das du nicht kennest; denn ihr habt* ein Feuer meines Zorns angezündet, das ewiglich brennen wird. * 1.3,19.-.13,14.5 Mos. 32,22. 5. So spricht der Herr: Verflucht ist der Mann, der sich auf' Menschen verläßt, und hält Fleisch für seinen Arm, und mit seinem Herzen vom Herrn weicht. * Ps. 118, z. Ps. 146, 3. 6 . Der wird seyn' wie die Heide in der Wüste, und wird nicht sehen den zukünftigen Trost; sondern wird bleiben in der Dürre, in der Wüste, in einem unfruchtbaren Lande, da Niemand wohnet. c. 48, 6. Ps. 1N2, 7. 7 . Gesegnet aber * ist der Mann, der sich auf den Herrn verläßt, und der Herr seine Zuversicht ist. ' Ps. 2, 12. Ps. 146, 3. Esuj. 30, 13. 8 . Der ist * wie ein Baum am Wasser gepflan- zet, und am Bach gewurzelt. Denn obgleich eine Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und sorget nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern er bringet ohne Aufhören Früchte. * Ps. 1, 3. Ezcch. 47, 12. 9 . Es ist das Herz ein trotziges und verzagtes Ding, wer kann es ergründen? 10. Ich * der Herr kann das Herz ergründen , und die Nieren prüfen; und -k gebe einem Jeglichen nach seinem Thun, nach den Früchten seiner Werke. * Ps. 7,10. -s Ps. 62,13. Esaj. 40, i». Matth. 16, 27. Röm. 2, 6. 1 Cor. 3, r. i i. Denn gleichwie ein Vogel, der sich über Eyer setzet und brütet sie nicht aus; also ist der, so unrecht Gut' sammelt: denn er muß davon, wenn er es am wenigsten achtet, und muß doch zuletzt Spott davon haben. * Ps. 39, 6. 7. 8. 12 . Aber die Stätte unsers Heiligthüms, nähmlich der Thron göttlicher Ehre, ist allezeit fest geblieben. 13. Denn, Herr, du bist die Hoffnung Israels. Alle, die dich verlassen, müssen zu Schanden werden, und die Abtrünnigen müssen in die Erde geschrieben werden; denn sie * verlassen den Tttt 698 Sabbathsfeyer. Ieremi Herrn , die Quelle des lebendigen Wassers. * c. 2, iz. 14 . Heile du mich, Herr, so werde ich heil; * hilf dnmir, soist mir geholfen, denn -t Du bist mein Ruhm. * Ps. 118, 23. 1- Ps. INS, 1. 15 . Siehe, sie * sprechen zu mir: Wo ist denn des Herrn Wort? Lieber, laß her gehen. * Esaj. 3, 19. io. Aber ich bin darum nickt von dir geflohen, mein Hirte; so habe ich Menschentage nicht begehret, das weißt Du; was ich geprediget habe, das ist recht vor dir. 17 . Sey du mir nur nicht schrecklich, * meine Zuversicht in der Noth. * c. is, 19. 18. Laß sie zu Schanden werden, die mich verfolgen; und mich nicht; laß ste erschrecken; und mich nicht; laß den Tag des Unglücks über fie gehen, und erschlage sie zwiefach. is. So spricht der Herr zu mir: Gehe hin und tritt unter das Thor des Volks, dadurch die Könige Juda aus - und eingehen, und unter alle Thore zu Jerusalem, 20. Und sprich zu ihnen: Höret des Herrn Wort, ihr Könige Juda, und ganz Juda, und alle Einwohner zu Jerusalem, so zu diesem Thor eingehen. 21. So spricht der Herr: Hüthet euch, und traget keine Last am Sabbathtage durch die Thore hinein zu Jerusalem, 22. Und fahret keine Last am Sabbathtage aus euern Häusern, und thut keine Arbeit; sondern heiliget den Sabbathtag, wie ich euern Vätern gebothen habe. 23. Aber fie * hören nickt, und neigen ihre Ohren nicht; sondern bleiben Halsstarrig, daß fie mich ja nicht hören, noch fich ziehen lassen. »«.7,24.26. «.11,8. «.24,4. 2-4. So ihr mich hören werdet, spricht der Herr, daß ihr keine Last traget * des Sabbath- tages durch dieser Stadt Thore ein; sondern denselbigen heiliget, daß ihr keine Arbeit an demselbigen Tage thut: * Esaj. 38 , 13.14. 25. So sollen auch durch dieser Stadt Thore aus-und eingehen Könige und Fürsten, die auf dem Stuhl Davids fitzen, und reiten und fahren, bevdes auf Wagen und Rossen, fie und ihre Fürsten, sammt allen, die in Juda und Jerusalem wohnen; und soll diese Stadt ewiglich bewohnet werden, 26. Und sollen kommen aus den Städten Juda, und die um Jerusalem her liegen , und aus a 17 . 48 . Gottes Drohungen. dem Lande Benjamin, aus den Gründen, und von den Gebirgen, und von Mit-ag, die da bringen Brandopfer, Opfer, Speisopfer, und Weihrauch. zu n Hause des Herrn. 27. Werdet ihr mich aber nicht hören, daß ihr den Sabbalhtag heiliget, und keine Last traget durch die Thore zu Jerusalem ein am Sabbakh- tage: so will ich ein * Feuer unter ihren Thoren anftecken, das die Häuser zu Jerusalem verzehren und nicht gelöscket werden soll. * Esaj. 1, 31. Ez. 23 , 47. Amos 3, 6. Das 18 . Capitel. Wahre Buße erhält. Unbußfertigkeit verdirbt. 1. Aieß ist das Wort, das geschah vom Herrn ^ zu Jeremia, und sprach: 2. Mache dich auf und gehe hinab in des Töpfers Haus; daselbst will ich dich meine Worte hören lassen. 3. Und ich ging hinab in des Töpfers Haus; und stehe, er arbeitete eben auf der Scheibe. Und der Topf, den er aus dem Thon machte, mißrieth ihm unter den Händen. Da machte er wiederum einen andern Topf, wie es ihm gefiel. 5. Da geschah des Herrn Wort zu mir, und sprach: 6 . * Kann ich nicht auch also mit euch umgehen, ihr vom Hause Israel, wie dieser Töpfer, spricht der Herr. Stehe, wie der Thon ist in des Töpfers Hand, also feyd auch ihr vom Hause Israel in meiner Hand. * Esaj. 43, s. 7. Plötzlich * rede ich wider ein Volk und Königreich, daß ich es ausrotten, zerbrechen und verderben wolle. *c. 1,10. 8 . Wo "fichs aber bekehret von seiner Bosheit, dawider ich rede; so soll mich auch reuen das Unglück, das ich ihm gedachte zu thun. *«. 26,3. 19. Ion. 3,10. 9. Und plötzlich rede ich von einem Volk und Königreich, daß ich es bauen und pflanzen wolle. 10. So es aber Böses thut vor meinen Augen, daß es meiner Stimme nicht gehorchet, so soll mich auch reuen das Gute, das ich ihm verhelfen hatte zu thun. 11. So sprich nun zu denen in Juda, und zu den Bürgern zu Jerusalem: So spricht der Herr: Siehe , ich bereite euch ein Unglück zu, und habe Gedanken wider euch; darum * kehre fich ein jeglicher von seinem bösen Wesen, und -!-bessert euer Wesen und Thun. * c. 3, 14. «. 23, 3. t. 33, 13. Ion. 3, 8. -s- Jcc. 3, 17. 12. Aber fie sprechen: Da "wird nichts aus; Jeremia will man tobten. Ieremia 48. 45-. Irdener Krug. 699 wir wollen nach 1- unfern Gedanken wandeln, und ein Jeglicher thun nach Gedünken seines bösen Herzens. * c. 44, 16. Esaj. 63, 2. -j- Jer. 3, 17. c. 7, 24. 1 Z. Darum spricht der Herr: Fragt doch unrer den Heiden, wer hat je deßgleichen gehöret, daß die Jungfrau Israel so gar gräuliches Ding thut? i^. Bleibt doch der Schnee länger auf den Steinen im Felde, wenn es vom Libano herab schneyet; und das Regenwasser verschießt nicht so bald, als mein ' Volk meiner vergißt. * c. 2, 32. 15. Sie räuchern den Göttern, und richten Aergernlß an auf ihren Wegen für und für, und gehen auf ungebahnten Straßen, 16 . Auf daß ihr Land zur Wüste werde, ihnen zur ewigen Schande, daß, wer' vorüber gehet, sich verwundere und den Kopf schüttle. * Match. 27, Z9. 17. Denn ich will sie durch einen Ostwind zerstreuen vor ihren Feinden; ich will ihnen den ' Rücken und nicht das Antlitz zeigen, wenn sie verderben. * c. 2,27. 18 . Aber sie sprechen: Kommt, und laßt uns wider Jeremiam ralhschlagen; denn die Priester können nicht irren im Gesetz, und die Weisen können nicht fehlen mit Rachen, und die Propheten können nicht unrecht lehren. Kommt her, laßt uns ihn mit der Zunge todtschlagen, und nichts geben auf alle seine Rede. 19 . Herr, habe Acht auf mich, und höre die Stimme meiner Widersacher. 20 . Ist es recht, daß' man Gutes mit Bösem vergilt? Denn sie haben meiner -t Seele eine Grube gegraben. Gedenke doch, wie ich vor dir gestanden bin, daß ich ihr Bestes redete , und deinen Grimm von ihnen wendete. * 1 Mos 41, 4. Ps. 33, 12. 1- Ps. 33, 7. Ps. 119, 83. 21. So strafe nun ihre Kinder mit Hunger, und laß sie in das Schwert fallen, daß ihre Weiber ohne Kinder und Witwen seyn, und ihre Männer zu Tode geschlagen und ihre junge Mannschaft im Streit durch das Schwert erwürget Werden; 22 . Daß ein Gescbrey aus ihren Häusern gehöret werde, wie du plötzlich habest Kriegsvolk über sie kommen lassen. Denn sie haben eine Grube gegraben mich zu fangen, und meinen Füßen Stricke gelegt. 21 . Und weil Du Herr, weißt alle ihre Anschläge wider mich, daß sie mich rödcen wollen; so vergib ' ihnen ihre Mtfferhat nicht, und laß ihre Sünde vor dir nicht ausgetilget werden. Laß sie vor dir gestürzet werden, und handle mit ihnen nach deinem Zorn. *Ps. 109, 14. Das 49 . Capitel. Zerstörung Jerusalems mit Zerbrechung des irdenen Krugs vorgebildct. 1. A0 spricht der Herr: Gehe hin, und kaufe ^ dir einen irdenen Krug vom Töpfer, sammt etlichen von den Aeltesten des Volks und von den Aelresten der Priester; 2. Und gehe hinaus ins Thal BenHinnom, das vor dem Ziegelthor liegt; und predige daselbst die Worte, die ich dir sage, Z. Und sprich: Höret des Herrn Wort, ihr Könige Juda und Bürger zu Jerusalem, so spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will ' ein solches Unglück über diese Stätte gehen lassen, daß, wer es hören wird, ihm die Ohren klingen sollen; * 1 Sam. 3, 11. 2 Kön. 21, 12. > 4 . Darum, daß sie mich verlassen, und diese Stätte einem fremden Gott gegeben haben, und andern Göttern darinnen geräuchert haben , die weder sie, noch ihre Väter, noch die Könige Juda gekannt haben; und haben diese Stätte voll unschuldigen Bluts gemacht. 5. Denn sie haben dem Baal Höhen gebauet, ihre * Kinder zu verbrennen, dem Baal zu Brandopfern, welches ich ihnen weder gebochen, noch davon geredet habe, dazu in mein Herz nie gekommen ist. *c. 7, 3l. 6 . ' Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der Herr , -k daß man diese Stätte nicht mehr Thopheth. noch das Thal BenHinnom, sondern Würgethal heissen wird. * c. 9, 23. -s c. 7, 32. 7 . Denn ich will den Gottesdienst Juda und Jerusalems dieses Orts zerstören, und will sie durch das Schwert fallen lassen vor ihren Feinden unter der Hand derer, so nach ihrem Leben stehen, und will ' ihre Leichname den Vögeln des Himmels und den Thieren auf Erden zu fressen geben; *«.7,33. c. 9,22. 8. Und will' diese Stadt wüste machen und zum Spott, daß alle, die vorüber gehen, werden sich verwundern über alle ihre Plage, und ihrer spotten. * c. 18, 16. c. 49, 13. c. 30, 13. 3 Mos. 26, 32. 9. Ich will sie lassen ' ihrer Söhne und Töchter Fleisch fressen, und Einer soll des Andern Fleisch fressen, in der 1 - Noth und Angst, damit sie ihre Feinde und die, so nach ihrem Leben stehen, bedrängen werden. ' 4 Mos. 2», 33. 1- Luc. 19,43. Tttt 2 700 Thopheth. Ieremia wird verfolget, IereMia 19 . 20 . beklagt seinen Geburtstag. 10. Und du sollst den Krug zerbrechen vor den Männern, die mit dir gegangen sind; 11. Und sprich zu ihnen : So spricht der Herr Zebaoth: Eben wie man eines Töpfers Gefäß zerbricht, das nicht mag wieder ganz werden; so will ich dieß Volk und diese Stadt auch zerbrechen ; und sollen dazu im * Thopheth begraben werden, weil sonst kein Raum seyn wird zu begraben. * c. 7, 32. 12. So will ich mit dieser Stätte, spricht der Herr, und ihren Einwohnern umgehen, daß diese Stadt werden soll, gleichwie Thopheth. 13 . Dazu sollen die Häuser zu Jerusalem und die Häuser der Könige Juda eben so unrein werden, als die Stätte Thopheth; ja, alle Häuser, da sie auf den Dächern geräuchert haben allem Heer des Himmels, und andern Göttern Lrank- vpfer geopfert haben. i^. Und da Ieremia wieder von Thopheth kam, dahin ihn der Herr gesandt hatte zu weissagen , trat er in den Vorhof am Hause des Herrn, und sprach zu allem Volk: 15. So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will über diese Stadt und über alle ihre Städte alles das Unglück kommen lassen, das ich wieder sie geredet habe; darum, daß sie halsstarrig sind, und meine Worte nicht hören wollen. Das 20 . Capitel. Lcremia verkündiget die Gefangenschaft in Babel. Klagt über sein Amt und Geburtstag. 1. ^>a aber Pashur, ein Sohn Jmmers, des Priesters, so zum Obersten im Hause des Herrn gesetzt war, Jeremiam hörete solche Worte weissagen; 2. * Schlug er den Propheten Jeremiam, und warf ihn in das Gewölbe unter dem Oberthor Benjamin, welches am Hause des Herrn ist. * Gcsch, 23, 2. 3 . Und da es Morgen ward, zog Pashur Jeremiam aus dem Gewölbe. Da sprach Ieremia zu ihm : Der Herr heißt dich nicht Pashur, sondern Magur um und um. Denn so spricht der Herr: Siehe, ich will dich sammt allen deinen Freunden in die Furcht geben, und sollen fallen durch das Schwert ihrer Feinde, das sollst du mit deinen Augen sehen. Und will das ganze Juda in die Hand des Königs zu Babel übergeben; der soll sie wegführen gen Babel, und mit dem Sä-wert tödten. s. Auch will ich alle Güter dieser Stadt, sammt allem, das sie gearbeitet, und alle Kleinodien, und * alle Schätze der Könige Juda in ihrer Feinde Hand geben, daß sie diesetbigen rauben, nehmen und gen Babel bringen. * Eim. 39, 6 . 6. Und du, Pashur, sollst mit allen deinen Hausgenossen gefangen gehen und gen Babel kommen; daselbst sollst du sterben und begraben werden sammt allen deinen Freunden, welchen du Lügen predigest. 7. Herr, du hast mich überredet, und ich habe mich überreden lassen; du bist mir zu stark gewesen, und hast gewonnen: aber ich bin darüber zum Spott geworden täglich, und Jedermann verlacht mich. 8 . Denn seit ich geredet, gerufen und gepredigt habe von der Plage und Verftörung, ist mir des Herrn Wort zum Hohn und Spott geworden täglich. s. Da dachte ich: Wohlan, ich will seiner nicht mehr gedenken, und nicht mehr in seinem Nahmen predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer in meinen Gebeinen verschlossen, daß ich es nicht leiden konnte; und wäre schier vergangen. 10. Denn ich höre, wie mich viele schelten, und allenthalben schrecken: Hui, verklaget ihn! Wir wollen ihn verklagen, sprechen alle meine Freunde und Gesellen, ob wir ihn Übervortheilen, und ihm beykommen mögen, und uns an ihm rächen. 11. Aber der Herr ist * bey mir, wie ein starker Held: darum werden meine Verfolger fallen, und nicht obliegen; sondern sollen sehr zu Schanden werden, dclrum, daß sie so thörlich handeln; ewig wird die Schande seyn, der man nicht vergessen wird. ' c. 1, 8. 19. c: IS/20. Esaj. 41, 10. 12. Und nun, Herr Zebaoth, der du die Gerechten prüfest, ' Nieren und Herz siehest, laß mich deine Rache an ihnen sehen, denn ich habe dir meine Sache befohlen. * Ps. 7,10. 13. Singet dem Herrn, rühmet den Herrn, der des Armen Leben aus der Boshaftigen Händen errettet. 1^. Verflucht * sey der Tag, darinnen ich geboren bin; der Tag müsse ungelegner seyn, darinnen mich meine Mutter geboren hat. * c. 1L, 10. Hiob 3, 1. c. 10, 18. 15. Verflucht sey der, so meinem Vater gute Bothschaft brachte, und sprach: Du hast einen jungen Sohn; daß er ihn fröhlich machen wollte. 1 6 . Derselvige Mann müße seyn,"wie die Städte, so der Herr umgekehret und ihn nicht gereuet hat; Drohung über Jerusalem. Jerem und müsse des Morgens hören ein Eeschrey, und des Mittags ein Heulen. * i mos. 19/ 24.25. 17. Daß du mich doch nicht getödtet hast in Mutterleibs, daß meine Mutter mein Grab gewesen, und ihr Leib ewig schwanger geblieben wäre. 18. Warum bin ich doch aus Multerleibe hervor gekommen, daß ich solchen Jammer und Herzeleid sehen muß, und meine Tage mit Schanden zubringen ? Das 21. Capitel. Do» Eroberung der Stobt Zerusalcm, unb Zcdckiä Gcfängmß. 1. A>ieß ist das Wort, so vom Herrn geschah ^ zu Jeremia, da der König Zedekia zu ihm sandte Pashur, den Sohn Malchja, und Zephanja, den Sohn Maeseja, des Priesters, und ließ ihm sagen: 2. Frage doch den Herrn für uns. Denn Nebncad-Nezar, der König zu Babel, streitet wider uns; daß der Herr doch mit uns thun wolle nach allen seinen Wundern, damit er von uns abzöge. 3 . Jeremia sprach zu ihnen: So saget Zedekia: -s. Das spricht der Herr, der Gott Israels: Siehe, ich will die Waffen zurück wenden, die ihr in euern Händen habt, damit ihr streitet wider den König zu Babel und wider die Chaldäer, welche euch draußen an der Mauer belagert haben; und will sie zuhauf sammeln mitten in der Stadt. 5 . Und Ich will wider euch streiten mit ausgereckter Hand, mit starkem Arm, mit großem Zorn, Grimm und Unbarmherzigkeit. 6 . Und will die Bürger dieser Stadt schlagen, beyde Menschen und Vieh, daß sie sterben sollen durch eine große Pestilenz. 7 . Und darnach, spricht der Herr, will ich Zedekia, den König Juda, sammt seinen Knechten und dem Volk, das in dieser Stadt vor der Pestilenz, Schwert und Hunger überbleiben wird, geben in die Hand NebneadNezars, des Königs zu Babel, und in die Hand ihrer Feinde und in die Hand derer, *so ihnen nach dem Leben stehen ; daß er sie mit der Schärfe des Schwerts also schlage, daß kein Schonen, noch Gnade, noch Barmherzigkeit da sey. * 2 Mos. 4/ 19. 2 Sam. 4, 8. 8 . Und sage diesem Volk, so spricht der Herr: "Siehe, ich lege euch vor den Weg zum Leben und den Weg zum Tode. ^Mos. ii/ 2 ü. 8 . Wer" in dieser Stadt bleibt, der wird ster- ia 21 . 22 . Predigt wider Jojakim. 701 ben müssen durchs Schwert, Hunger und Pestilenz ; wer aber hinaus sich gibt zu den Chaldäern, die euch belagern, der soll lebendig bleiben, und soll sein Leben als eine Ausbeute behalten. * c. 38 / 2 . 10. Denn ich habe mein Angesicht über diese Stadt gerichtet zum Unglück und zu keinem Guten , spricht der Herr. Sie soll dem Könige zu Babel übergeben werden, daß er sie mit Feuer verbrenne. i i. Und höret des Herrn Wort, ihr vom Hause des Königs Juda. 12. Du Haus Davids, spricht der Herr: Haltet des " Morgens Gericht, und errettet den Beraubten aus des Frevlers Hand; auf daß mein -!-Grimm nicht ausfahre, wie ein Feuer, und brenne also, daß Niemand löschen möge, um euers bölen Wesens willen. * c. 22,3. -j-7,20. c. 17,4. 13. Siehe, spricht der Herr, ich sage dir, die du wohnest im Grunde, in dem Felsen und auf der Ebene, und sprichst: Wer will uns überfallen, oder in unsere Feste kommen? 1^. Ich will euch heimsuchen, spricht der Herr, nach der Frucht euers Thuns; ich will ein Feuer anzünden in ihrem Walde, das soll alles umher verzehren. Das 22 . Capitel. Vom Regentenamt / Strafe drcyer Könige / Joahas/ Jojakims und Jcchanja. 1. (§^o spricht der Herr: Gehe hinab in das ^ Haus des Königs Juda, und rede daselbst dieß Wort, 2. Und sprich: " Höre des Herrn Wort, du König Juda, der du auf dem Stuhl Davids sitzest, bevde du und deine Knechte, und dem Volk, die zu diesen Thoren eingehen.' c. 17/20. 3. So spricht der Herr: Haltet " Recht und Gerechtigkeit, und errettet den Beraubten von des Frevlers Hand; und t schindet nicht die Fremdlinge, Waisen und Witwen; und thut Niemand Gewalt, und vergießet nicht unschuldiges Blut an dieser Stätte. * c. 2t/ 12. -s 2 Mos. 22/ 21. 3 Mos. 19 / 33 . 2 Mos. 10/ 18. 19. - 1 . Werdet ihr solches thun; so " sollen durch die Lhore dieses Hauses einzishen Könige, die auf Davids Stuhl sitzen, beydes zu Wagen und zu Roß, sammt ihren Knechten und Volk.. * 0. 17/ 23. s. Werdet ihr aber solchem nicht gehorchen, so habe ich bey mir selbst geschworen, spricht der Herr, dieß Haus soll verschrei werden. 702 Predigt wider Jojakim und Jechanja. Ieremia 22. 6 . Denn so spricht der Herr von dem Hause des Königs Juda: Gilead, du bist nur das Haupt im Libanon; was gilt es, ich will dich zur Wüste und die Städte ohne Einwohner machen? 7 . Denn ich habe Verderber über dich bestellet, einen jeglichen mit seinen Waffen: die sollen deine aucerwählte Cedern umhauen, und in das Feuer werfen. 8. So werden viele Heiden vor dieser Stadt übergehen, und unter einander sagen: " Warum hat der Herr mit dieser großen Stadt also gehandelt? *1Kön. 9, 8. 9 . Und man wird antworten: Darum, daß ste den Bund des Herrn, ihres Gottes, verlassen , und andere Götter angebethet, und den- se.bigen gcdienet haben. 10. Weinet nicht über die Todten, und grämet euch nicht darum: weinet aber über den, der dahin ziehet; denn er nimmer wieder kommen wi.d, daß er sein Vaterland sehen möchte. i>. Denn so spricht der Herr von Sallum, dem Sohne Josia, des Königs Juda, welcher König ist an Start seines Varers Josia, der von dieser Stätte hinaus gezogen ist: Er wird nicht wieder Herkommen; 12. Sondern muß sterben an dem Ort, da er hin geführet ist, und wird dieß Land nicht mehr sehen. 13. Wehe dem, der sein Haus mitSünden bauet, und seine Gemächer mit Unrecht; der seinen Nächsten umsonst arbeiten läßt, und * giebt ihm seinen Lohn nicht; * 3 Mos. 19, 13. i^. Und denkt: Wohlan, ich will mir ein großes Haus bauen und weite Palläste; und läßt ihm Fenster darein hauen, und mit Cedern täfeln, und roth mahlen. 15. Meinest du, du wollest König seyn, weil du mit Cedern prangest? Hat dein Vater nicht auch gegessen und getrunken; und hielt dennoch über dem Recht und Gerechtigkeit, und ging ihm wohl? 16. Er half dem Elenden und Armen zum Recht, und ging ihm wohl. Jsts nicht also, daß solches heißt, mich recht erkennen? spricht der Herr. 17. Aber deine Augen und dein Herz stehen nicht also; sondern auf deinen Geiz, auf uu- schuldiges Blut zu vergießen, zu freveln und unterzustoßen. i«. Darum spricht der Herr von Jcjakim, dem Sohne Josia, dem Könige Juda: Man wir d ihn nicht klagen: * Ach Bruder, ach Schwester! Man wird ihn nicht klagen: Ach Herr, ach Edier! "i Kon. 13 , 30 . 19. Cr soll wie ein Esel begraben werden, zerschleift und hinaus geworfen vor die Thore Jerwalems. 20. Ja dann gehe hinauf auf den Libanon, und schreye, und laß dich hören zu Basan, und schreye von Abarim; denn alle deine Liebhaber sind jämmerlich umgebracht. 21. Ich habe dirs vorher gesagt, da es noch wohl um dich stand: aber du sprachest: Ich will nicht hören. Also hast du dein Lebetag gethan, daß du meiner Stimme nicht gehorchest. 22. Der Wind weidet alle deine Hirten, und deine Liebhaber ziehen gefangen dahin; da mußt du doch zu Spott und zu Schanden werden, um aller deiner Bosheit willen. 2z. Die du jetzt im Libanon wohnest, und in Cedern nistest; wie schön wirst du sehen, wenn dir ' Schmerzen und Wehe kommen werden, wie einer in Kindesnöthen? * c. 4, 31. Hos. 13, 13. Mich. 4, 10. 2-i. So wahr Ich lebe, spricht der Herr, wenn * Chanja, der Sohn Jojakims, der König Juda, ein Siegelring wäre an meiner rechten Hand; so wollte ich dich doch abreissen, ' 2 Chr. 36, 9 . 25 . Und in die * Hände geben derer, die nach deinem Leben stehen und vor welchen du dich fürchtest; nähmlich in die Hände NebucadNczars, des Königs zu Babel, und der Chaldäer. * c. 21 , 7 . 26. Und will * dich und deine Mutter, die dich geboren hat, in ein anderes Land treiben, das nicht euer Vaterland ist; und sollt daselbst sterben. * 2 Kon. 24, 12 . 13. 27. Und in das Land, da sie von Herzen gerne Wieder hin wären, sollen sie nicht wieder kommen. 28. Wie ein elender, verachteter, verstoßner Mann ist doch Chanja? ein unwenhee Gefäß! Ach! wie ist er doch sammt seinem Samen so vertrieben, und in * ein unbekanntes Land geworfen ? ' c. 3, 19. 29. O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort: 30 . So spricht der Herr: Schreibet an diesen Mann für einen Verdorbnern einen Mann, dem es sein Lebetag nicht gelmget. Denn er wird das Glück nicht haben, daß Jemand seines Samens auf dem Stuhl Davids sitze, und for- der in Inda herrsche. Messias verheißen. Jeremia23. Falsche Propheten. 703 Das 23. Capitel. Die bösen Hirten und falschen Propheten werden beschrieben und gestraft; Christus, -er gute Hirte und große Prophet, vcrheiffen. i.IAehe * euch Hirten, die ihr die Herde meiner Weide umbringet und zerstreuet, spricht der Herr. ' Ez. 13, 2. c. 34,2. 2. Darum spricht der Herr, der Gott Israels, von den Hirten, die mein Volk n eiden: Ihr habt meine Herde zerstreuet, und verstoßen, und nicht besucht. Siehe, ich will euch heimsuchen um euers bösen Wesens willen, spricht der Herr. 3 . Und ich will die Uebrigen meiner Herde sammeln aus allen Landern, dahin ich sie verstoßen habe; und will sie wieder bringen zu ihren Hürden, daß sie sollen wachsen und viel werden. Und ich will Hirten über sie setzen, die sie weiden sollen, daß sie sich nicht mehr sollen fürchten, noch erschrecken, noch heimgesucht werden , spricht der Herr. 5. Siehe, ' es kommt die Zeit, spricht der Herr, daß ich dem David ein gerechtes Gewächs erwecken will; und soll ein König seyn, der wohl regieren wird, und Recht und Gerechtigkeit auf Erden anrichten. * c. 30,3. 6 . Zu desselbigen Zeit" soll Juda geholfen werden, und Israel sicher wohnen. Und dieß wird sein Nähme seyn, daß man ihn nennen wird: Herr, der unsereGerech- t igk e i t i st. * c. 33 , 16 . L Mos. 33, 28 . Esaj. 4 L, 17 . 7 . Darum siehe, " es wird die Zeit kommen, spricht der Herr, daß man nicht mehr sagen wird: So wahr der Herr lebt, der die Kinder Israel aus Egyptenland geführet hat; * c. 16 , 14 . 1 L. 8 . Sondern: So wahr der Herr lebt, der den Samen des Hauses Israel hat heraus geführet, und gebracht ans dem Lande der Mitternacht, und aus allen Landen, dahin ich sie verstoßen hatte, daß sie in ihrem Land wohnen sollen. 9. Wider die Propheten. Mein Herz will mir in meinem Leibe brechen, alle meine Gebeine zittern, mir ist wie einem trunkenen Manne, und wie einem, der vom Wein taumelt, vor dem Herrn und vor seinen heiligen Worten; 10. Daß das Land so voll Ehebrecher ist, daß das Land so jämmerlich stehet, daß es so ver- siucht ist, und die Auen in der Wüste verdorren; und ihr Leben ist böse, und ihr Regiment taugt nicht. 11. Denn beyde Propheten und Priester find Schälke, und finde auch in meinem Hause ihre Bosheit, spricht der Herr. 12. Darum ist ihr "Weg, wie ein glatter Weg im Finstern, darauf sie gleiten und fallen. Denn ich will Unglück über sie kommen lassen, das Jahr ihrer Heimsuchung, spricht der Herr. * Ps. 3L, 6. 13. Zwar bey den Propheten zu Samaria sah ich Thorheit, daß sie weissagten durch Baal, und verführten mein Volk Israel. 1 - 4 . Aber bey den Propheten zu Jerusalem sehe ich Gräuel, wie sie ehebrechen, und gehen mit Lügen um, und * stärken die Boshaftigen, auf daß sich ja Niemand bekehre von seiner Bosheit. Sie sind alle vor mir, gleich wie Sodom, und ihre Bürger, wie Gomorra. * Ezcch. 13,22. 15. Darum spricht der Herr Zebaoth von den Propheten also : "Siehe, ich will sie mit Mermuth speisen, und mit Galle tränken; denn von den Propheten zu Jerusalem kommt Heu- cheley aus ins ganze Land. " -. 9, 1-. 16. So spricht der Herr Zebaoth: Gehorchet nicht den Worten der Propheten, so euch weissagen. Sie" betrügen euch; denn sie predigen -k- ihres Herzens Gesicht, und nicht aus des Herrn Munde. * c. 14, 14. 4 Mos. 16, 28. 17. Sie sagen denen, die mich lästern: Der Herr hat es gesagt, es wird euch wohl gehen. Und allen, die * nach ihres Herzens Dünkel wandeln, sagen sie: Es wird kein Unglück über euch kommen. * c. 7, 24 . Es. 6 L, 2. Matth. 7 , 13 . 1L. 18 . Denn' wer ist im Rath des Herrn gestan- den, der sein Wort gesehen und gehöret habe? Wer hat sein Wort vernommen und gehöret? * Röm. ii, 34 . 19. Siehe, es wird ein " Wetter des Herrn mit Grimm kommen, und ein schreckliches Ungewitter den Gottlosen auf den Kopf fallen. * Ps. ii, 6. 20. Und * des Herrn Zorn wird nicht Nachlassen , bis er thue und ausrichte, was er im Sinn hat: hernach werdet ihr es wohl erfahren. * c. 30, 24. 21. Ich " sandte die Propheten nicht, noch liefen sie; ich redete nicht zu ihnen, noch weissagten fi-e. * c. 14 , 14 . 22. Denn wo sie bey meinem Rath blieben, und hätten meine" Worte meinem Volk gepredi- get: so hätten sie dasselbe von ihrem bösen Wesen, und von ihrem bölen Leben bekehret, "i P-ir^n. 23. Bin Ich nicht ein Gott, der nahe ist, spricht der Herr, und nicht ein Gott, der ferne fty? 7M Wort Gottes wie Feuer, wird eins Ieremia 23. 24. Lastgenannt. Böse und gute Feigen. 24. Meinest d»/ daß sich Jemand * so heimlich verbergen könne, daß ich ihn nicht sehe? spricht der Herr. Bin Ich es nicht, der Himmel und Erde füllet? spricht der Herr. * c. 16/ 17 . Eph. io. 25. Ich. höre es wohl, daß die Propheten predigen, und falsch weissagen in meinem Nahmen, und sprechen: Mir hat geträumet, mir hat ge- träumet. 26 . Wann wollen doch die Propheten aufhören , die falsch weissagen und ihres Herzens Trü- gerey weissagen, 27. Und wollen, daß mein Volk meines Rahmens vergesse über ihren Traumen, die einer dem andern predigt; gleichwie ihre Väter meines Rahmens vergaßen über dem Baal? 28 . Ein Prophet, der Träume hat, der predige Träume, wer aber mein Wort hat, der predige mein Wort recht. Wie reimen sich Stroh und Weizen zusammen, spricht der Herr? 29. Ist * mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der'Herr, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt? * Ebr. 4 / 12. 30. Darum siehe, ich will an die Propheten, spricht der Herr, die mein Wort stehlen, Einer dem Andern. 31. Siehe, ich will an die Propheten, spricht der Herr, die ihr eigen Wort führen und sprechen: Er hat es gesagt. 32. Siehe, ich will an die, so falsche Träume weissagen, spricht der Herr, und predigen dieselben , und verführen mein Volk mit ihren Lügen und losen Theidingen (GME; so Ich sie doch nicht gesandt, und ihnen nichts befohlen habe, und sie auch diesem Volk nichts nütze find, spricht der Herr. 33. Wenn dich dieß Volk, oder ein Prophet, oder ein Priester, fragen wird und sagen: Welches ist die Last des Herrn? Sollst du zu ihnen sagen , was die Last sey: Ich will euch hinwerfen , spricht der Herr. 34. Und wo ein Prophet, oder Priester, oder Volk wird sagen: Das ist die Last des Herrn; denselben will ich heimsuchen, und sein Haus dazu. 35. Also soll aber einer mit dem andern reden, und unter einander sagen: Was antwortet der Herr, und was sagt der Herr? 36. Und nennet es nicht mehr Last des Herrn: denn einem Jeglichen wird sein eigenes Wort eine Last seyn, weil ihr also die Worte des lebendigen Gottes, des Herrn Zebaoth, unsers Gottes, verkehret. 37. Darum sollt ihr zum Propheten also sagen: Was antwortet dir der Herr, und was sagt der Herr? 38. Weil ihr aber sprechet: Last des Herrn; darum spricht der Herr also: Nun ihr dieß Wort eine Last des Herrn nennet, und ich zu euch gesandt habe und sagen lassen, ihr sollt es nicht nennen Last des Herrn; 39. Siehe, so will ich euch hinwegnehmen und euch sammt der Stadt, die ich euch und euer» Vätern gegeben habe, von meinem Angesicht wegwerfen; 40. Und * will euch ewige Schande und ewige Schmach zufügen, deren nimmer vergessen soll werden. *«. n. Das 24. Capitel. Gesicht von guten und bösen Feigen, und was sie bedeuten. 1. Aiehe, der Herr zeigte mir zween Feigen- ^ körbe, gestellet vor dem Tempel des Herrn, nachdem ' der König zu Babel, Nebu- cadNezar, hatte weggeführet Jechanja, den Sohn Jojakims, den König Juda, sammt den Fürsten Juda, Zimmerleute und Schmiede von Jerusalem, und gen Babel gebracht. * c. 29, 2. 2 Kön. 2 ä, 1 Z. 2 . In dem einen Korbe waren sehr gute Feigen , wie die ersten reifen Feigen sind; im andern Korbe waren sehr böse Feigen, däß man sie nicht essen konnte, so böse waren sie. 3. Und der Herr sprach zu mir: Ieremia, 'was stehest du? Ich sprach: Feigen; die guten Feigen sind sehr gut; und die bösen sind sehr böse, daß man sie nicht essen kann, so böse sind sie. - «. 2 , 11 . 13 . 4. Da geschah des Herrn Wort zu mir, und sprach: 5. So spricht der Herr, der Gott Israels: Gleichwie diese Feigen gut sind; also will ich mich gnädiglich annehmen der Gefangenen aus Juda, welche ich habe aus dieser Stätte lassen ziehen in der Chaldäer Land; 6. Und will sie gnädiglich ansehen, und will sie wieder in dieß Land bringen; und will ' sie bauen, und nicht abbrechen; ich will sie pflanzen , und nicht ausraufett; ' c. 3i, 2 «. c. ä. 7. Und * will ihnen ein Herz geben, daß sie mich kennen sollen, daß Ich der Herr sey. Und sie sollen mein Volk seyn, so will Ich ihr Gott Ieremia 23 Jahre gepredigt. Ieremi Gott seyn: denn sie werden sich von ganzem Herzen zu mir bekehren. * c. 31, 33. c. 32,39. ^ E;cch. il, iS. c. 36 / 26 . 8 . Aber * wie die bösen Feigen so böse sind, daß man sie nicht essen kann, spricht der Herr; also wi!l ich dahin geben Zedekia, den König Juda, sammt feinen Fürsten, und was übrig ist zu Jerusalem, und übrig in diesem Lande, und die in Egyptenland wohnen. * c. - 9 / 17. 9. Ich will ihnen Unglück zufügen, und * sie in keinem Königreich auf Erden bleiben lassen; daß sie sollen zu Schanden werden, zum Sprüch- wort, zur Fabel und zum Fluch an allen Orten, dahin ich sie verstoßen werde. * c. 29 / 18. c. 42 / 18. c. 44 / 12. 10. Und will * Schwert, Hunger und Pestilenz unter sie schicken; bis sie umkommen von dem Lande, das ich ihnen und ihren Vätern gegeben habe. * Ez-ch. 6 /12. c. 14 / 21. Das 25 . Capitel. Sicbcnzigjcihrige Gefangenschaft zu Babel. t.^ieß ist das Wort, welches zu Ieremia ^ geschah über das ganze Volk Juda, im vierten Jahr Jojakims, des Sohnes Josia, des Königs Juda (welches ist das erste Jahr NebucadNezars, des Königs zu Babel) 2. Welches auch der Prophet Ieremia redete zu dem ganzen Volk Juda, und zu allen Bürgern zu Jerusalem, und sprach: 3. Es ist von dem dreyzehnten Jahr an Josia, des Sohnes Amons, des Königs Juda, des Herrn Wort zu mir geschehen bis auf diesen Tag; und habe euch nun drey und zwanzig Jahre mit Fleiß geprediget, aber ihr habt nie hören wollen. So hat der Herr auch zu euch gesandt alle seine Knechte, die Propheten, sieißiglich; aber ihr habt nie hören wollen, noch eure Ohren neigen, daß ihr gehorchet, s. Da er sprach: ' Bekehret euch, ein jeglicher von seinem bösen Wege und von euerm bösen Wesen; so sollt ihr in dem Lande, das der Herr euch und euern Vätern gegeben hat, immer und ewiglich bleiben. * e. i 8 , n. 6 . Folget * nicht andern Göttern, daß ihr ihnen dienet und sie anbethet, auf daß ihr mich nicht erzürnet durch eurer Hände Werk, und ich euch Unglück zufügen müße. * c. 7 / 6 . L Mos. 8 , IS. t. 11/ 28. 7 . Aber ihr wolltet mir nicht gehorchen, spricht der Herr, auf daß ihr mich ja wohl erzürnetet durch eurer Hände Werk, zu euerm eigenen Unglück. a 24 . 25 . Zornbecher. 705 8 . Darum so spricht der Herr Zebaoth: Weil ihr denn meine Warte nicht hören wollt; 9 . Siehe, so will ich ausschicken und kommen lassen alle Völker gegen der Mitternacht, spricht der Herr, auch meinen Knecht NebucadNezar, den König zu Babel; und will sie bringen über dicß Land und über die, so darinnen wohnen, und über alles dieß Volk, so umher lieget; und will sie verbannen und verstören, und zum Spott und ewiger Wüste machen. 10. Und * will herausnehmen allen fröhlichen Gesang, die Stimme des Bräutigams und der Braut, die Stimme der Mühlen, und das Licht der Laterne; * Off. 18/ 23. 11. Daß dieß ganze Land wüste und zerstört liegen soll. Und sollen diese Völker dem Könige zu Babel dienen ' siebenzig Jahre. * k. 27 / 22. c. 29 / 10. 2 Ehr. 36, 21. 22. Eft. 1/ 1. Tan. 9 / 2. 12. Wenn aber die siebenzig Jahre um sind; will ich den König zu Babel heimsuchen und alles dieß Volk, spricht der Herr, um ihrer Miffethat, dazu das Land der Chaldäer, und will es zur ewigen Wüste machen. 13 . Also will ich über dieß Land bringen alle meine Worte, die ich geredet habe wider sie; nähmlich alles, was in diesem Buch geschrieben steht, das Ieremia geweissaget hat über alle Völker. i^. Und sie sollen auch dienen, ob sie gleich große Völker und große Könige sind. Also will ich ihnen vergelten nach ihrem Verdienst, und nach den Werken ihrer Hände. is. Denn also spricht zu mir der Herr, der Gott Israels: Nimm diesen Becher Wein voll Zorn von meiner Hand, und * schenke daraus allen Völkern, zu denen Ich dich sende. * Offmb. 14 , io. 1 6 . Daß sie trinken, taumeln und toll werden vor dem Schwert, das ich unter sie schicken will. 17. Und ich nahm den Becher von der Hand des Herrn und schenkte allen Völkern, zu denen mich der Herr sandte; 18. Nähmlich Jerusalem, den Städten Juda, ihren Königen und Fürsten; daß sie wüste und zerstört liegen und ein Spott und Fluch seyn sollen, wie es denn heutiges Tages stehet; 19. Auch Pharao, dem Könige in Egypten, sammt seinen Knechten, seinen Fürsten und seinem ganzen Volk; 20. Allen Ländern gegen Abend, allen Königen im Lande Uz, allen Königen in der Palästiner Uuuu 706 Gerichte. Ieremia predigt Buße. Ieremia 25. 26. Lande, sammt Askalon, Gasa, Akaronundden Uebrigen zu Asdod; 21. Denen von Edom, denen von Moab, den Kindern Ammon; 22. Allen Königen zn Tyrus, allen Königen zu Zidon, den Königen in den Inseln jenseit des Meers; 23 . Denen von Dedan, denen von Thema, denen von Bus, und allen Fürsten in denOer- tern; 2^i. Allen Königen in Arabien, allen Königen gegen Abend, die'in der Wüste wohnen; 25 . Allen Königen in Simri, allen Königen in Elam, allen Königen in Meden; 26. Allen Königen gegen Mitternacht, beydes in der Nähe und Ferne, einem mit dem andern; und allen Königen auf Erben, die auf dem Erdboden sind; und König Gefach soll nach diesen trinken. 27. Und sprich zu ihnen: So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: * Trinket, daß ihr trunken werdet, speyet und niederfallet, und nicht aufstehen meget vor dem Schwert, das Ich unter euch schicken will. * c.-i, 7 . Pins. 2 8 . Und wo sie den Becher nicht wollen von deiner Hand nehmen und trinken, so sprich zu ihnen: Also spricht der Herr Zebaoth: Nun sollt ihr trinken. 2v. Denn siehe, in der' Stadt, die nach meinem Nahmen genannt ist, fange ich an zu plagen : und Ihr solltet ungestraft bleiben? Ihr sollt nicht ungestraft bleiben; denn Ich rufe das Schwert über alle, die auf Erden wohnen, spricht der Herr Zebaoth. *^Pct. 4 ,17. 30. Und Du sollst alle diese Worte ihnen weissagen , und sprich zu ihnen: Der Herr ' wird brüllen aus der Höhe, und feinen Donner hören lassen aus feiner heiligen Wohnung; er wird brüllen über seine Hüten; er wird singen ein Lied, wie die Weintreter, über alle Einwohner des Landes, deß Hall erschallen wird bis an der Welt Ende. * Amos i/ 2. 31. Der Herr hat zu rechten mit den Heiden, und will mit allem Fleisch Gericht halten: die Gottlosen wird er dem Schwert übergeben, spricht der Herr. 32. So spricht der Herr Zebaoth: Siehe, es wird eine Plage kommen von einem Volk zum andern, und ein großes Wetter wird erwecket werden von der Seite des Landes. 33. Da werden die Erschlagenen vom Herrn zu dcrselbigen Zeit liegen von einem Ende der Erde bis an das andere Ende; die werden nicht geklaget noch aufgehoben, noch begraben werden; sondern müßen auf dem Felde liegen, und zu Mist werden. 3^. Heulet nun, ihr Hirten, und schreyet, wälzet euch in der Asche, ihr Gewaltigen über die Herde; denn die Zeit ist hier, daß ihr geschlachtet und zerstreuet werdet und zerfallen mäßet, wie ein köstliches Gefäß. 35 . Und die Hirten werden nicht fliehen können , und die Gewaltigen über die Herde werden nicht entrinnen können. 36 . Da werden die Hirten schreyen, und die Gewaltigen über die Herde werden heulen, daß der Herr ihre Weide so verwüstet hat; 37. Und ihre Auen, die so wohl standen, verderbet sind vor dem grimmigen Zorn des Herrn. 38 . Er hat seine Hütte verlassen, wie ein junger Löwe; und ist also ihr Land zerstöret vor dem Zorn des Tyrannen, und vor seinem grimmigen Zorn. Das 26. Capitel. Jcrpmiß Büßpredigt/ Anklage/ Verantwortung und Beschuhmig. 1. ^m Anfang des Königreichs Jojakims, "O des Sohnes Josia, des Königs Juda, geschah dieß Wort vom Herrn, und sprach: 2. So spricht der Herr: Tritt in den Vorhof am Hause des Herrn, und predige allen Städten Juda, die da herein gehen anznbethen im Hause des Herrn, alle Worte, die ich dir befoh, len habe ihnen zu sagen; und thue nichts davon. 3 . Ob ' sie vielleicht hören wollen, und sich bekehren, ein Jeglicher von seinem bösen Wesen; damit mich auch reuen möchte das Uebel, das ich gedenke ihnen zu thun um ihres bösen Wandels willen. * c. 36 /3. Und sprich zu ihnen: So spricht der Herr: Werdet ihr mir nicht gehorchen, daß ihr in meinem Gesetz wandelt, das ich euch vorgclegt habe; 5. Daß ihr höret die Worte meiner Knechte, der Propheten, welche ich stets zu euch gesandt habe, und ihr doch nicht hören wolltet: 6 . So will ich es mit diesem Hause machen, * wie mit Silo, und diese Stadt zum Fluch allen Heiden auf Erden machen. * 7 /14. 7. Da nun die Priester, Propheten und alles Volk höreteu Ieremia, daß er solche Worte redete im Hause des Herrn; 8 . Und Ieremia mm ausgeredet hatte alles, was ihm der Herr befohlen hatte, allem Volk Ieremia soll wegen der Büßpredigt sterben. Ieremia 26 . 27 . zu sagen: griffen ihn die Priester, Propheten und das ganze Volk, und sprachen: Du mußt sterben. 9. Warum darfst du weissagen im Nahmen des Herrn, und sagen : Es wird diesem Hause gehen wie Silo, und diese Stadt soll so wüste werden, daß Niemand mehr darinnen wohne? Und das ganze Volk sammelte sich im Hause des Herrn wider Ieremia. 10. Da solches höreten die Fürsten Juda; gingen sie aus des Königs Hause hinauf ins Haus des Herrn, und setzten sich vor das neue Thor des Herr». i i. Und die Priester und Propheten sprachen vor den Fürsten und allem Volk: Dieser * ist des Todes schuldig; denn er hat geweissaget wider diese Stadt, wie ihr mit euern Ohren gehöret habt. * Matth. 26 , 66. Marc. 14/ 64. Gesch. 6, 13. 12. Aber Ieremia sprach zu allen Fürsten, und zu allem Volk: Der Herr hat mich gesandt, daß ich solches alles, das ihr gehöret habt, sollte weissagen wider dieß Haus und wider diese Stadt. 13. So * bessert nun euer Wesen und Wandel, und gehorchet der Stimme des Herrn, euers Gottes; so wird den Herrn auch gereuen das Uebel, das er wider euch geredet hat. * c. 7, 3. c. iS, 8. i^. Siehe, Ich bin in euern Händen; ihr mögt es machen mit mir, wie es euch recht und gut dünkt. 15 . Doch sollt ihr wissen, wo ihr mich tödtet; so werdet ihr unschuldiges Blut laden auf euch selbst, auf diese Stadt und ihre Einwohner. Denn wahrlich, der Herr hat mich zu euch gesandt, daß ich solches alles vor euern Ohren reden soll. 16. Da sprachen die Fürsten und das ganze Volk zu den Priestern und Propheten: Dieser ist des Todes nicht schuldig; denn er hat zu uns geredet im Nahmen des Herrn, unsers Gottes. 17 . Und es standen auf etliche der Aeltcften im Lande, und sprachen zum ganzen Haufen des Volks: 18. Zu der Zeit Hiskia, des Königs Juda, war ein Prophet, * Micha , von Maresa, und sprach zum ganzen Volk Juda: So spricht der Herr Zebaoth: -t Zion soll wie ein Acker ge- pflüget werden, und Jerusalem ein Steinhaufen werden, und der Berg des Hauses (des Herrn) zum wilden Walde. 'Mich, s, 1 . ts-r. o, 19. Noch ließ ihn Hiskia, der König Juda, Fürsten retten Ieremia. 70 / und das ganze Juda darum nicht tödten; ja sie fürchteten vielmehr den Herrn, und betheten vor dem Herrn. ' Da rcuete auch den Herrn das Uebel, das er wider sie geredet hatte. Darum thun Wir sehr übel wider unsere Seelen. * c. 18 , 8. 20. So war auch einer, der im Nahmen des Herrn weissagte, Uria, der Sohn Semaja, von KiriathJearim. Derselbe weissagte wider diese Stadt und wider dieß Land, gleichwie Ieremia. 21. Da aber der König Jojakim, und alle seine Gewaltigen, und die Fürsten, seine Worte höreten; wollte ihn der König tödten lassen. Und da Uria das erfuhr; fürchtete er sich, und floh, und zog in Egypten. 22. Aber der König Jojakim schickte Leute in Egypten, ElNathan, den Sohn Achbors, und andere mit ihm. 23. Die führeten ihn aus Egypten, und brachten ihn zum Könige Jojakim; der ließ ihn mit dem Schwert tödten, und ließ seinen Leichnam unter dem gemeinen Pöbel begraben. 2^. Also war die Hand * Ahikams, des Sohnes Saphans, mit Ieremia, daß er nicht dem Volk in die Hände kam, daß sie ihn tödteten. * 2 Kön. 22 , 12 . 14. Das 27. Capitel. Juda und seine Nachbarn mäßen unter das Joch des Königs' zu Babel. 1. ^m Anfang des Königreichs Jojakims, ^ des Sohnes Josia, des Königs Juda, geschah dieß Wort vom Herrn zu Ieremia, und sprach: 2. So spricht der Herr zu mir: Mache dir ein Joch und hänge es an deinen Hals: 3. Und schicke es * zum Könige in Edom, zum Könige in Moab, zum Könige der Kinder Ammon, zum Könige zu Tyrus, und zum Könige zu Zidon , durch die Bothen, so zu Zedekia , dem Könige Juda, gen Jerusalem kommen werden; * c. 25, 11 . 12 . -j. Und befiehl ihnen, daß sie ihren Herren sagen: So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: So sollt ihr euern Herren sagen: 5 . Ich habe die' Erde gemacht und Menschen und Vieh, so auf Erden sind, durch meine große Kraft und ausgestreckwn Arm; und gebe sie, wem ich will. * 32,17. 6 . Nun aber habe Ich ' alle diese Lande gegeben in die Hand meines Knechts Nebucad- Nezars, des Königs zu Babel; und habe ihm Uuuu 2 708 Juda soll nach Babel. Ieremi auch die wilden Thiere auf dem Felde gegeben, daß sie ihm dienen sollen. * c. 25, 9. c. 28, 14. 1- Dan. 2, 37. c. 4, 19. 7 . Und sollen alle Völker dienen ihm und seinem Sohne und seines Sohnes Sohne, bis * daß die Zeit seines Landes auch komme; denn es sollen ihm viele Volker und große Könige dienen. * c. -5,12. 8 . Welches Volk aber und Königreich dem Könige zu Babel, NebucadNezar, nicht dienen will, und wer seinen Hals nicht wird unter das Joch des Königs zu Babel geben; solches Volk will ich heimsuchen mit ' Schwert, Hunger und Pestilenz, spricht der Herr, bis daß ich ste durch seine Hand umbringe. * c. 14, 12. c. 27, 14. ' 9. Darum ' so gehorchet nicht euern Propheten, Weissagern, Traumdeutern, Tagewählern und Zauberern, die euch sagen: Ihr werdet nicht dienen müßen dem Könige zu Babel. * c. 14, 14. 10. Denn * sie weissagen euch falsch, auf daß ste euch ferne aus euerm Lande bringen, und ich euch ausstoße, und ihr umkommet.* ». 14,16. 11. Denn welches Volk seinen Hals ergibt unter das Joch des Königs zu Babel, und dienet ihm, das will ich in seinem Laude lassen, daß es dasselbige baue und bewohne, spricht der Herr. 12. Und ich redete solches alles zu Zedekia, dem Könige Juda, und sprach: Ergebet euern Hals unter das Joch des Königs zu Babel, und dienet ihm und seinem Volk; so sollt ihr lebendig bleiben. 13. Warum wollt ihr sterben, du und dein Volk, durch das Schwert, Hunger und Pestilenz? *Wie denn der Herr geredet har über das Volk, so dem Könige zu Babel nicht dienen will. * vers s. 1-L. Darum * gehorchet nicht den Worten der Propheten, die euch sagen: Ihr werdet nicht dienen müßen dem Könige zu Babel. Denn sie weissagen euch falsch, *c. 14, 14. c. 23, 16. c. 29, 8. 9. 1 Joh. 4, 1. lö. Und ich habe ste nicht gesandt, spricht der Herr; sondern sie weissagen falsch in meinem Nahmen, ans daß ich euch ausstoße, und ihr umkommt, sammt den Propheten, die euch weissagen. 16. Und zu den Priestern, und zu allem diesem Volk redete ich, und sprach: So spricht der Herr: Gehorchet nickt den Worten eurer Propheten, die euch weissagen und sprechen: a 27 . 28 . Warnung wider falsche Propheten. Siehe, die * Gefäße aus dem Hause des Herrn werden nun bald von Babel wieder Herkommen. Denn ste weissagen euch falsch. * c. 28, z. 17 . Gehorchet ihnen nicht; sondern dienet dem Könige zu Babel , so werdet ihr lebendig bleiben. Warum soll doch diese Stadt zur Wüste werden? 18. Sind ste aber Propheten, und haben ste des Herrn Wort: so laßt ste den Herrn Zebaoth erbitten, daß die übrigen Gefäße im Hause des Herrn und im Hause des Königs Juda und zu Jerusalem, nicht auch gen Babel geführet werden. 19. Denn also spricht der Herr Zebaoth von den'Säulen, und vom Meer, und von dem Gestühls, und von den Gefäßen, die noch übrig sind in dieser Stadt, *2Kön. 25,13. 20. Welche NebucadNezar, der König zu Babel , nicht wegnahm, da er' Jechanja, den Sohn Jojakims, den König Juda, von Jerusalem wegfuhr ete gen Babel, sammt allen Fürsten in Juda und Jerusalem. *2Kö„. 24,12.13. 21. Denn so sprickt der Herr Zebaoth, der Gott Israels, von den Gefäßen, die noch übrig sind im Hause des Herrn, und im Hause des Königs Juda, und zu Jerusalem: 22. Sie sollen gen Babel geführet werden, und daselbst bleiben, bis auf den Tag, da ich sie ' heimsuche, spricht der Herr, und ich sie wiederum herauf an diesen Ort bringen lasse. * 2 Chr. 36, 22. Das 28 . Capitel. Jcrcmia hat ein eisernes Joch. Zeigt Hananja, dem falschen Propheten, den gewisse» Tod an. 1. Nnd in demselbigen Jahr, im Anfang des Königreichs Zedekia, des Königs Juda, im fünften Monakh des vierten Jahrs, sprach Hananja, der Sohn Azurs, ein Prophet von Gibeon, zu mir im Hause des Herrn, in Gegenwart der Priester und alles Volks, und sagte: 2. So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Ich habe das Joch des Königs zu Babel zerbrochen; 3 . Und ehe zwey Jahre um sind, will * ich alle Gefäße des Hauses des Herrn, welche Ne- bueadNezar, der König zu Babel, hat von diesem Ort weggenommen und gen Babel geführet, wiederum an diesen Ort bringen ; * «- 27,16. -L. Dazu'Jechanja, den Sohn Jojakims, den König Juda, sammt allen Gefangenen ans Juda, die gen Babel geführet find, will Ich auch wieder an diesen Ort bringen, spricht der Haiiairja stirbt. Iereini Herr; denn ich will das Joch des Königs zu Babel zerbrechen. * 2 Kim. 24,12. ig. 6. Da sprach der Prophet Jeremia zu dem Propheten Hananja in Gegenwart der Priester und des ganzen Volks, die im Hause des Herrn standen, 6. Und sagte: Amen, der Herr thue also, der Herr bestätige dein Wort, das du geweissa- get Haft, daß er die Gefäße aus dem Hause des Herrn von Babel wieder bringe an diesen Ort, sammt allen Gefangenen. 7. Aber doch höre auch dieß Wort, das Ich vor deinen Ohren rede, und vor den Ohren des ganzen Volks: 8. Die Propheten, die vor mir und vor dir gewesen find von Alters her, die haben wider Viele Länder und große Königreiche geweissaget, von Krieg, von Unglück, und von Pestilenz; 9. Wenn aber ein Prophet vom Frieden weissaget den wird man kennen, ob ihn der Herr wahrhaftig gesandt hat, wenn sein Wort erfüllet wird. 10. Da nahm der Prophet Hananja das * Joch vom Halse des Propheten Jeremia, und zerbrach es. ' -- 27/ 2. 11. Und Hananja sprach in Gegenwart des ganzen Volks: So spricht der Herr: Eben so will ich zerbrechen das Joch NebueadNezars, des Königs zu Babel, * ehe zwey Jahre umkommen , vom Halse aller Völker. Und der Prophet Jeremia ging seines Weges. * v. 3. 12. Aber des Herrn Wort geschah zu Jeremia, nachdem der Prophet Hananja das Joch zerbrochen hatte vom Halse des Propheten Jeremia, und sprach: 13. Gehe hin und sage Hananja: So spricht der Herr: Du hast das hölzerne Joch zerbrochen, so mache nun ein eisernes Joch an jenes Statt. 1^. Denn so spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Ein eisernes Joch habe ich * allen diesen Völkern an den Hals gehänget, damit sie dienen sollen NebucadNezar, dem Könige zu Babel; und müßen ihm dienen, denn ich habe ihm auch die wilden Thiere gegeben. " c. 2L, 9. c. 27/ 6. Dan. 2/ 37. 15. Und der Prophet Jeremia sprach zum Propheten Hananja: Höre doch, Hananja: Der Herr hat dich nicht gesandt, und Du hast gemacht, daß dieß Volk auf Lügen sich verläßt, io. Darum spricht der Herr also: Siehe, ich will dich vom Erdboden nehmen, dieß Jahr sollst du sterben; denn * du hast sie mit deiner Rede vom Herrn abgewendet. * e. 29/ 32. a 28. 29. J uda soll bauen zu Babel. 709 17. Also starb der Prophet Hananja desselbi- gen Jahrs im siebenten Monath. Das 29. Capitel. Sendbrief Jcrcmiä an die gefangenen Juden zu Babel / wie sie sich sollen verhalte». 1. ^)ieß sind die Worte im Briefe, den der ^ Prophet Jeremia sandte von Jerusalem zu den übrigen Nettesten, die weggeführet waren, und zu den Priestern und Propheten, und zum ganzen Volk, das NebucadNezar von Jerusalem hatte weggeführet gen Babel, 2. (Nachdem der * König Jechanja und die Königin» mit den Kämmerern und Fürsten in Juda und Jerusalem, sammt den Zimmerleuten und Schmieden zu Jerusalem, weg waren) * e. 24/ 1. 2 Kön. 24, 14. 3. Durch Eleasa, den Sohn Saphans, und Gemarja, den Sohn Hilkia, welche Zedekia, der König Juda , sandte gen Babel zu Nebuead- Nezar, dem Könige zu Babel. Und sprach: So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels , zu allen Gefangenen, die ich habe von Jerusalem lassen wegführen gen Babel: 5. Bauet Häuser, darinnen ihr wohnen möget; pflanzet Gärten, daraus ihr die Früchte essen möget; 6. Nehmet Weiber, und zeuget Söhne und Töchter; nehmet euern Söhnen Weiber und gebet euer» Töchtern Männer, daß sie Söhne und Töchter zeugen; mehrer euch daselbst, daß euer nicht wenig sey; 7. Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe lassen wegführen, und bethet für sie zum Herrn ; denn wenn es ihr wohl gehet, so gehet es euch auch wohl. 8. Denn so spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: "Laßt euch die Propheten, die bey euch sind, und die Wahrsager nicht betrügen; und gehorchet euern Träumen nicht, die euch träumen. * c. 11,14. 9. Denn sie weissagen euch falsch in meinem Nahmen; ich habe sie nicht gesandt, spricht der Herr. 10. Denn so spricht der Herr: Wenn zu Babel " siebenzig Jahre aus sind; so will ich euch besuchen und will mein gnädiges Wort über euch erwecken, daß ich euch wieder an diesen Ort bringe. * 24,11. 11. Denn Ich weiß wohl, was ich für "Gedanken über euch habe, spricht der Herr, nähm- liü) Gedanken des Friedens und nicht des Lei- falschen Propheten. 7 lO Warnung vor Iere rn i des/ daß ich euch gebe das Ende/ deß ihr wartet. * Ps. 92, 6. 12. Und ihr werdet * mich anrufen/ und hingehen / und mich bitten; und ich will euch erhören. * Ps. 30, 13. 13 . Ihr werdet mich suchen und finden. Denn * so ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet: '-Mos. 4, 29. 1 Chr. 29/9. Esaj.6. 1^. So will ich mich von euch finden lassen/ spricht der Herr; und will euer Gefängniß wenden und euch sammeln aus allen Völkern und von allen Orte«/ dahin ich euch verstoßen habe / spricht der Herr; und will euch wiederum an diesen Ort bringen, von dannen ich euch habe lassen wegführen. 15. Denn ihr meinet/ der Herr habe euch zu Babel Propheten auferweckt. 16. Denn also spricht der Herr vom Könige/ der auf Davids Stuhl fitzt, und von allem Volk, das in dieser Stadt wohnet, nähmlich von euern Brüdern, die nicht mit euch hinaus gefangen gezogen sind; 17. Ja also spricht der Herr Zebaoth: Siehe, ich will * Schwert, Hunger und Pestilenz unter sie schicken; und will mit ihnen umgehen, wie mit den bösen t Feigen, davor einem ekelt zu essen; * e. 44, 13. 2 Sam. 24, 13. -j- Zer. 24, 8. 1 8 . Und Will hinter ihnen her seyn mit Schwert, Hunger und Pestilenz ; und will sie' in keinem Königreich auf Erden bleiben lassen, daß sie sollen ch zum Fluch , zum Wunder, zum Hohn und zum Spott unter allen Völkern werden, dahin ich sie verstoßen werde: * c. 14, 12 . c. 24, 9. -s e. 42, 18 . E;ech. -, 15. 19 . Darum, daß sie meinen Worten nicht gehorchen, spricht der Herr, der ich meine Knechte, die Propheten, zu euch stets gesandt habe; aber ihr wolltet nicht hören, spricht der Herr. 20. Ihr aber * alle, die ihr gefangen seyd weggeführet, die ich von Jerusalem habe gen Babel ziehen lassen, höret des Herrn Wort. * vers 4. 21. So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels, wider Ahab, den Sohn Kolaja, und wider Zedekia, den Sohn Maseja, * die euch falsch weissagen in meinem Nahmen: Siehe, ich will sie geben in die Hände NebucadNezars , des Königs zu Babel, der soll sie schlagen lassen vor euern Augen; * c. 27 , 10 . 1 -. 22. Daß man wird aus denselbigen einen Fluch machen unter allen Gefangenen aus Juda, die zu Babel sind, und sagen: Der Herr thue dir, a 29. 30. wie Zedekia und Ahab, welche der König zu Babel auf Feuer braten ließ: 23. Darum, daß sie eine Thorheit in Israel begingen und trieben Ehebruch mit der Andern Weibern , und predigten falsch in meinem Nahmen, das ich ihnen nicht befohlen hatte. Solches weiß Ich und zeuge es, spricht der Herr. 2^. Und wider Semaja von Nehalam sollst du sagen: 25 . So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Darum, daß D u unter deinem Nahmen hast Briefe gesandt zu allem Volk, das zu Jerusalem ist, und zum Priester Zephanja, dem Sohne Maseja, und zu allen Priestern und gesagt : 26. Der Herr hat dich zum Priester gesetzt, an Statt des Priesters Jehojada, daß ihr sollt Aufseher seyn im Hause des Herrn über alle Wahnsinnige und Weissager, daß du sie in Kerker und Stock legest. 27. Nun, warum strafst du denn nicht Jere- miam von Anathoth, der euch weissaget? 28. Darum, daß er zu uns gen Babe! geschickt hat und lassen sagen: Es wird noch lange währen ; bauet Häuser, darinnen ihr wohnet, und pflanzet Gärten, daß ihr die Fruchte davon esset. 29. Denn Zephanja, der Priester, hatte denselben Brief gelesen, und den Propheten Jcre- mia lassen zuhören. 30. Darum geschah des Herrn Wort zu Jere- mia, und sprach: 31. Sende hin zu allen Gefangenen und laß ihnen sagen, so spricht der Herr wider Semaja von Nehalam: Darum, daß euch Semaja weissaget und Ich habe ihn doch nicht gesandt, und macht, daß ihr auf Lügen vertrauet; 32. Darum spricht der Herr also: Siehe, ich will Semaja von Nehalam hcimsuchcn sammt seinem Samen, daß der Seinen keiner soll unter diesem Volk bleiben; und soll das Gute nicht sehen, das ich meinem Volk thun will, spricht der Herr. Denn * er hat sie mit seiner Rede vom Herrn abgewendet. * c. 2s, 16. Das 30. Capitel. Verheißung von dem Indischen Volk in den letzten Zeiten des neuen Bundes. 1. A)ieß ist das Wort, das vom Herrn geschah ^ zu Jeremia: 2. So spricht der Herr, der Gott Israels: Schreibe dir alle Worte in ein Buch, die ich zu dir rede. Trost der Gefangenen. Drohung wider Ieremia 30. 31. die Feinde. Gnadenreich des N. T. 711 3. Denn * stehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, daß ich das Gefängniß meines Volks, beydes Israel und Juda, wenden will, spricht der Herr, und will ste wieder bringen in das Land, dasich ihren Vätern gegeben habe, daß sie es besitzen sollen. * c. 23, «. 31,27. Dieß find aber die Worte, welche der Herr redet von Israel und Juda. s. Denn so spricht der Herr: Wir hören ein Geschrey des Schreckens; es ist eitel Furcht da, und kein Friede. 6. Aber forschet doch und sehet, ob ein Mannsbild gebären möge? Wie geht es denn zu, daß ich alle Männer sehe ihre Hände auf ihren Hüften haben, * wie Weiber in Kindesnöthen, und alle Angesichter so bleich find? * c. 4, 31. Esaj. 13/ 8. c. 37/ 3. 7. Es ist' ja ein großer Tag, und seines gleichen ist nicht gewesen, und ist eine Zeit der Angst in Jakob; noch soll ihm daraus geholfen werden. * Joel 2, 11. Amoö 3/ 18. 8. Es soll aber geschehen zu derselbigen Zeit, spricht der Herr Zebaoth, daß ich sein Joch von deinem Halse zerbrechen will und deine Bande zerreissen, daß er darin nicht mehr den Fremden dienen muß; 9. Sondern dem Herrn, ihrem Gott, und ihrem Könige David, welchen ich ihnen erwecken will. 10. Darum * fürchte Du dich nicht, mein Knecht Jakob, spricht der Herr, und entsetze dich nicht, Israel. Denn siehe, ich will dir helfen aus fernen Ländern und deinem Samen aus dem Lande ihres Gefängnisses , daß Jakob soll wieder kommen, im Frieden leben, und Genüge haben, und Niemand soll ihn schrecken. » c. 46/ 27. Esaj. 41/ 2. 11. Denn * I eh bin bey dir, spricht der Herr, daß ich dir helfe. Denn ich will es mit allen Heiden ein Ende machen, dahin ich dich zerstreuet habe: aber mit dir will ich es nicht ein Ende machen; züchtigen aber will ich dich mit Maße, daß du dich nicht unschuldig haltest. * Ps. 91/ 13. Jer. 46/ 28. 12. Denn also spricht der Herr: * Dein Schade ist verzweifelt böse, und Leine Wunden find unheilbar. ' c. 13/18. 13. Deine Sache handelt Niemand, daß er sie Verbände; es kann dich Niemand heilen. i^. Alle deine Liebhaber vergessen deiner, fragen nichts darnach. Ich * habe dich geschlagen, wie ich einen Feind schlüge, mit unbarmherziger Staupe, um deiner großen Missethat und um deiner starken Sünden willen. * c. 2/ 19. c. 13/ 18. 15. Was schreyest du über deinen Schaden, und über deinen verzweifelt bösen Schmerzen? Habe ich dir doch solches gethan um * deiner großen Missethat und um deiner starken Sünden willen. * c. 13/ 22. 16. Darum alle, die dich gefressen haben, sollen * gefressen werden; nnd alle, die dich ge- ängstiget haben, sollen alle gefangen werden; und die dich beraubet haben, sollen beraubet werden; und alle, die dich geplündert haben, sollen geplündert werden. 'Esaj. 33,1. 17. Aber' dich will ich wieder gesund machen, und deine Wunden heilen, spricht der Herr; darum, daß man dich nennet die Verstoßene, und Zion sey, nach der Niemand frage. * c. 33/ 6. Esai. 33, 3. 18. So spricht der Herr: * Siehe, ich will das Gefängniß der Hütten Jakobs wenden, und mich über seine Wohnung erbarmen; und die Stadt soll wieder auf ihre Hügel gebauet werden , und der Tempel sott stehen nach seiner Weise. * e. 29/ 14. c. 31/ 23. c. 32/ 44. c. 33, 7. II. 26. 19. Und soll von dannen heraus gehen Lob- und Freudengesang; denn ich will sie mehren und nicht mindern, ich will sie herrlich machen und nicht kleinern. 20. Ihre Söhne sollen seyn gleichwie vorhirr, und ihre Gemeine vor mir gedeihen; denn ich will heimsuchen alle, die sie plagen. 21. Und ihr * Fürst soll aus ihnen Herkommen, und ihr Herrscher von ihnen ausgehen, und er soll zu mir nahen; denn wer ist der, so mit willigem Herzen zu mir nahet? spricht der Herr. * Ez>-ch. 43,7. 22. Und * ihr sollt mein Volk seyn, und Ich will euer Gott seyn. *«. 21,7. c. 31,1.13. 23. Siehe, es wird * ein Wetter des Herrn mit Grimm kommen, ein schreckliches Ungewitter wird den Gottlosen auf den Kopf fallen. * e. 23, 19. 2-1. Denn des Herrn grimmiger Zorn wird nicht Nachlassen, bis er thue und ausrichte, was er im Sinn hat: Zur letzten Zeit werdet ihr solches erfahren. Das 31. Capitek. Fernere Weissagung von dem, dem Indischen Volk noch bevorssehem- den, Heil. i.Du derselbigen Zeit, spricht der Herr, will ^ ich aller Geschlechter Israels ' Gott seyn; und sie sollen mein Volk seyn. * 2 C»r. s, 19. 712 Gnade des N. Testaments. I e r e m i a 31. Früchte der Buße. 2. So spricht der Herr: Das Volk, so übergeblieben ist vom Schwert, hat Gnade gefunden in der Wüste; Israel zieht hin zu seiner Ruhe. 3 . Der Herr ist mir erschienen von ferne: Ich habe dich je und je geliebet, darum habe ich dich zu mir"gezogen aus lauter Güte. *Hohci. i, 4. Wohlan, ich will dich wiederum Sauen, daß du sollst gebauet heissen; du Jungfrau Israel, du sollst noch fröhlich pauken und heraus gehen an den Tanz. 5 . Du sollst wiederum Weinberge pflanzen an den Bergen Samariä; pflanzen wird man, und dazu pfeifen. 6 . Denn cs wird die Zeit noch kommen, daß die Hüther an dem Gebirge Ephraim werden rufen: * Wohlauf, und laßt uns hinauf gehen gen Zion zu dem Herrn, unserm Gott. * Esaj. 2/3. Mich. 4, 2. 7 . Denn also spricht der Herr: Rufet über Jakob mit Freuden, und jauchzet über das Haupt unter den Heiden; rufet laut, rühmet und sprechet: Herr, hilf deinem Volk, den klebrigen in Israel. 8 . Siehe, ich will fle ans dem Lande der Mitternacht bringen, und will sie sammeln aus den Enden der Erde, beydes Blinde, Lahme, Schwangere, und Kindbetterinnen, daß sie mit großem Haufen wieder hieher kommen sollen. 9. Sie werden * weinend kommen und bethend, so will ich sie leiten, ich will fle leiten an den Wasserbächen auf ebenem Wege, daß sie sich nicht stoßen; denn ich bin Israels Vater, so ist Ephraim mein erstgeborner Sohn. * c. 30/ 4. -j- 2 Cor. 6/ 13. 10. Höret, ihr Heiden, des Herrn Wort, und verkündiget es ferne in die Inseln, und sprechet: Der Israel zerstreuet hat, der wird es auch wieder sammeln, und wird ihrer hü- then, wie ein Hirte seiner Herde. 11. Denn der "Herr wird Jakob erlösen, und von der Hand des Mächtigen erretten. * Ps. 130/ 8. Luc. 1/ 68. 12. Und sie werden kommen, und auf der Höhe zu Zion jauchzen, und werden sich zu den Gaben des Herrn häufen, nähmltch zum Getreide, Most, Oehl und jungen Schafen und Ochsen; daß ihre Seele wird seyn wie ein wasserreicher Garten, und nicht mehr bekümmert seyn sollen. 13 . Alsdann werden die" Jungfrauen fröhlich am Reigen seyn, dazu die junge Mannschaft, und die Alten mit einander. Denn ich will ihr Trauern in Freude verkehren, und fie trösten, und sie erfreuen nach ihrer Betrüöniß. ' Ps. 148/ 12. 13. i^. Und ich will der Priester Herz voll Freude machen, und mein Volk soll * meiner Gaben die Fülle haben, spricht der Herr. 7 v. 12. 15. So spricht der Herr: * Man höret eine klägliche Stimme und bitteres Weinen auf der Höhe; -k Rahel weinet über ihre Kinder und will sich nicht trösten lassen über ihre Kinder, denn es ist aus mit ihnen. * ME 2/18. -r 1 Mos. 33/19. 16. Aber der Herr spricht also: Laß ' dein Schreyen und Weinen, und die Thränen deiner Augen; denn deine Arbeit wird wohl belohnet werden, spricht der Herr. Sie sollen wieder kommen aus dem Lande des Feindes; * Luc. 7/ 13. c. 8/ 32. 17 . Und deine Nachkommen haben viel Gutes zu gewarten, spricht der Herr; denn deine Kinder sollen wieder in ihre Grenze kommen. 18. Ich habe wohl gehöret, wie Ephraim klagt: Du Haft mich gezüchtrget und ich bin auch gezüchtiget, wie ein geiles Kalb; bekehre du mich, so werde ich bekehret; denn Du, Herr, bist mein Gott. 19 . Da ich bekehret ward, that ich Buße; denn nachdem ich gewitziget bin, schlage ich mich auf die Hüfte. Denn ich bin zu Schanden geworden , und stehe schamroth; denn ich muß leiden den Hohn meiner Jugend. 20. Ist nicht Ephraim mein theurer Sohn, und mein trautes Kind? Denn ich * gedenke noch wohl daran, was ich ihm geredet habe: darum bricht mir mein Herz gegen ihn, daß ich mich seiner erbarmen muß, spricht der Herr. 'Ps. 23/7. Ps. 106, 4. 21. Richte dir auf Grabzeichen, fetze dir Trauermahle; und richte dein Herz auf die gebahnte Straße, darauf ich gewandelt habe; kehre wieder, Jungfrau Israel, kehre dich wieder zu diesen deinen Städten. 22. Wie lange willst du in der Irre gehen, du abtrünnige Tochter? Denn der Herr wird ein Neues im Lande erschaffen: das Weib wird den Mann umgeben. 23. So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Man wird noch dieß Wort wieder reden im Lande Juda und in seinen Städten, * wenn ich ihr Gefängniß wenden werde: Der Herr segne dich: du Wohnung der Gerechtigkeit, du heiliger Berg. 'c. 29,14. c. so, 3 . 1 s. c. 32, 44 . 2^i. Und Neuer Bund. I e r e m i a 31. 32. Jerusalem belagert. 713 2^. Und Juda sammt allen seinen Städten sollen darinnen wohnen; dazu.Ackerleute, und die mit Herden umher ziehen. 25 . Denn ich * will die müden Seelen erquicken, und die bekümmerten Seelen sättigen. 'MM. ii/ 28 . 26. Darum bin ich aufgewacht, und sah auf, und habe so sanft geschlafen. 27. Siehe, * es kommt die Zeit, spricht der Herr, daß ich das Haus Israel und das Haus Juda besamen will beydes mitMenschen und Vieh. * c. 23, 3. 28. Und gleichwie ich über sie gewachst habe, auszureuten, zu reissen, * abzubrechen, zu verderben und zu plagen: Also will ich über sie wachen zu bauen und zu pflanzen, spricht der Herr. ' c. 45, 4. 29. Zu derselbigen Zeit * wird man nicht mehr sagen: Die Väter haben Herlinge gegessen, und der Kinder Zähne sind stumpf geworden. * Klagt. 5, 7. Ezech. 18 , 2. 30. Sondern * ein Jeglicher wird um feiner Miffethat willen sterben; und welcher Mensch Herlinge isset, dem sollen seine Zähne stumpf werden. * 2 Kon. i 4 , 6 . 31. Siehe, es * kommt die Zeit, spricht der Herr, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund machen. ' Ebr. 8, 8. 32. Nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern machte, da ich sie bey der Hand nahm, daß ich sie aus Egyptenland führete; welchen Bund sie nicht gehalten haben, und Ich sie zwingen mußte, spricht der Herr. 33. Sondern das soll der Bund seyn, den ich mit dem Hause Israel machen will nach dieser Zeit, spricht der Herr: Ich' will mein Gesetz in ihr Herz geben, und in ihren Sinn schreiben?; und Sie sollen mein Volk seyn, so will Ich' ihr Gott seyn. ' Esaj. 54, 13. Sbr. 8, 10 . -j- Jer. 24/ 7. k. 30/ 22. 3 ^. Und wird keiner den andern, noch ein Bruder den andern lehren und sagen: Erkenne den Herrn; sondern * sie sollen mich alle kennen, beyde Klein und Groß, spricht der Herr. Denn -!- ich will ihnen ihre Missethat vergeben, und ihrer Sünden nicht mehr gedenken. ' Esaj. 54/ 13. 1- Jer. 33, 8. Gesch. io, 43. -s-s Esaj. 43, 25. c. 44/ 22. Ezech. 33, 16. 35 . So spricht der Herr, der * die Sonne dem Tage zum Licht gibt, und den Mond und die Sterne nach ihrem Lauf der Nacht zum Licht; der das Meer bewegt, daß seine Wellen brausen; Herr Zebaoth ist sein Nähme: ' Ps. 136, 8. S. 36 . Wenn solche * Ordnungen abgehen vor mir, spricht der Herr, so soll auch aufhören der Same Israels, daß er nicht mehr ein Volk vor mir sey ewiglich. '0.33,25. 37. So spricht der Herr: Wenn * man den Himmel oben kann messen, und den Grund der Erde erforschen; so will ich auch verwerfen den ganzen Samen Israels um alles, das sie thun, spricht der Herr. * c. 33,22. 38 . Siehe, * es kommt die Zeit, spricht der Herr, daß die Stadt des Herrn soll gebauet werden vom Thurm Hananeel an, bis ans Eckthor; * c. 23 ,5. 39. - Und die Richtschnur wird neben demselben weiter heraus gehen bis an den Hügel Gareb, und sich gen Gaath wenden; ^0. Und das ganze Thal der Leichen und der Asche, sammt dem ganzen Acker, bis an den Bach Kidrott, bis zu der Ecke am Roßthor gegen Morgen, wird dem Herrn heilig seyn, daß es nimmermehr zerrissen noch abgebrochen soll werden. Das 32. Capitel. Jeremia kauft, zum Zeichen der Wiederkunft aus Babel, einen Acker. 1. A)ieß ist das Wort, das vom Herrn geschah ^ zu Jeremia, im zehnten Jahr Zedekia, des Königs Juda, * welches ist das achtzehnte Jahr NebueadNezars. 'c. 25,1. 2. Dazumahl" belagerte das Heer des Königs zu Babel Jerusalem. Aber der Prophet Jere- mta lag gefangen im Vorhofe des Gefängnisses, am Hause des Königs Juda, 'Mn.25,1.2. 3. Dahin Zedekia, der König Juda, ihn hatte lassen verschließen, und gesagt: Warum weissagest du, und sprichst: So spricht der Herr: Siehe, * ich gebe diese Stadt in die Hände des Königs zu Babel, und er soll sie gewinnen. * c. 21, 7. c. 27, 6. c. 34, 2. c. 38, 3. c. 39, 1. > 4 . Und Zedekia, der * König Juda, soll den Chaldäern nicht entrinnen, sondern ich will ihn dem Könige zu Babel in die Hände geben, daß er mündlich mit ihm reden und mit seinen Augen ihn sehen soll. '«. 34,3. 5. Und er wird Zedekia gen Babel führen, da soll er auch bleiben, bis daß ich ihn heimsuche, spricht der Herr; denn ob ihr schon wider die Chaldäer streitet, soll" euch doch nichts gelingen. ' c. 2, 37. 4 Mos. 14, 4i. 2 Ehr. 13, 12. Esaj. 24, 19. Xxxx 714 Ieremla kauft einen I e r e m i a 32. Acker und bethet. 6 . Und Jeremta sprach: Es ist des Herrn Wort geschehen zu mir, und spricht: 7 . Siehe, Hanameel, der Sohn Sallums, deines Vetters, kommt zu dir und wird sagen: Lieber, kaufe du meinen Acker zu Anathoth; denn du hast das nächste Freundrecht dazu, daß du ihn kaufen sollst. 8 . Also kam Hanameel, meines Vetters Sohn, wie der Herr gesagt hatte, zu mir vor den Hof des Gefängnisses und sprach zu mir: Lieber, kaufe meinen Acker zu Anathoth, der im Lande Benjamin liegt; denn du hast" Erbrecht dazu, und du bist der nächste; lieber kaufe ihn. Da merkte ich, daß es des Herrn Wort wäre; ' Ruth -4/ 3. 4. 9. Und kaufte den Acker von Hanameel, meines Vetters Sohne zu Anathoth, und * wog ihm das Geld dar, sieben Sekel , und zehn Silberlinge; * 1 Mos. 23 , 16. 10. Und schrieb einen Brief, und versiegelte ihn, und nahm Zeugen dazu; und wog das Geld dar auf einer Wage; i i. Und nahm zu mir den versiegelten Kaufbrief nach dem Recht und Gewohnheit, und eine offene Abschrift; 12. Und gab den Kaufbrief Baruch, dem Sohne Nerja, des Sohnes Mahaseja, in Gegenwart Hanameels, meines Vetters und der Zeugen, die im Kaufbriefe geschrieben standen, und aller Juden, die am Hofe des Gefängnisses wohneten; 1 3 . Und befahl Baruch vor ihren Augen, und sprach: 1 - 4 . So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Nimm diese Briefe, den versiegelten Kaufbrief sammt dieser offenen Abschrift, und lege sie in ein irdenes Gefäß, daß sie lange bleiben mögen. 15 . Denn so spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels : Noch soll man Häuser, Aecker und Weinberge kaufen Ln diesem Lande. 16. Und da ich den Kaufbrief hatte Baruch, dem Sohne Nerja, gegeben , bethete ich zum Herrn, und sprach: 17 . AchHerrHerr, siehe, Du "hast Himmel und Erde gemacht durch deine große Kraft und durch deinen auegestreckten Arm, und ist kein -k Ding vor dir unmöglich. * «. 27, §. -i- Lue. 1,37. 18. * Der du wohl thnst vielen Tausenden, und vergiltst die Misset hat der Barer in den Busen ihrer Kinder nach ihnen, du großer und starker Gott; Herr Zebaoth ist dein Nähme. ' 2 Mos. 34, 7. i s. Groß * von Rath t und mächtig von That; und deine -i-k Augen stehen offen über alle Wege der Menschenkinder, daß du einem Jeglichen gebest nach feinem Wandel und nach der Frucht seines Wesens. "«. 40 , 6 . i-«»«. 1,371-1-Ps. 62,13. Jer.16,17. 20. Der du in Egyptenland Haft Zeichen und Wunder gethan, bis auf diesen Tag, beydes an Israel und Menschen; und hast dir einen Nahmen gemacht, wie er heutiges Tages ist. 21. Und hast dein Volk Israel aus Egyptenland geführet, durch Zeichen und Wunder, durch eine mächtige Hand, durch ausgestreckten Arm, und durch großes Schrecken. 22. Und hast ihnen dieß Land gegeben , welches du ihren Vätern geschworen harrest, daß du es ihnen geben wolltest; ein Land, darinnen Milch und Honig stießt. 23. Und da sie hinein kamen und es besaßen, gehorchten sie deiner Stimme nicht, wandelten auch nicht nach deinem Gesetz; und alles, was du ihnen gebothest, das sie thun sollten, das ließen sie; darum du auch ihnen alles dieß Unglück ließest widerfahren. 2-4. Siehe, diese Stadt ist belagert, daß sie gewonnen und vor Schwert, Hunger und Pestilenz in der Chaldäer Hände, welche wider sie streiten, gegeben werden muß; und wie du geredet hast, so gehet es, das sichest du. 25. Und Du, Herr Herr, sprichst zu mir: Kaufe du einen Acker um Geld, und nimm Zeugen dazu ; so doch die Stadt in der Chaldäer Hände gegeben wird. 26. Und des Herrn Wort geschah zu Ieremia, und sprach: 27. Siehe, Ich der Herr bin ein Gott alles Fleisches. * Sollte mir etwas unmöglich seyn? * v. 17. Lu«. 1 , 37. 28. Darum, so spricht der Herr also: Siehe, ich * gebe diese Stadt in der Chaldäer Hände, und in die Hand NebueadNezars, des Königs zu Babel; und er soll sie gewinnen. » v. s. e. 27 , 6. 29. Und die Chaldäer, so wider diese Stadt streiten, werden herein kommen, und sie mit Feuer anstecken und verbrennen sammt den Häusern , da * sie auf den Dächern dem Baal geräuchert und andern Göttern Trankopfer geopfert haben, auf daß sie mich erzürneten. *«. is, 13. 3 0. Denn die Kinder Israel und die Kinder Juda haben "von ihrer Jugend auf gethan, das mir übel gefällt; und die Kinder Israel haben mich erzürnet durch ihrer Hände Werk; spricht der Herr. *iM»s.», 2r. Jerusalem gedrohet. Ieremi 31. Denn seit der Zeit diese Stadt gebauet ist, bis auf diesen Tag, hat sie mich zornig und grimmig gemacht; daß ich sie muß von meinem Angesicht wegthun. 32. Um aller der Bosheit willen der Kinder Israel und der Kinder Juda, die sie gethan haben, daß sie mich erzürneten. Sie, ihre Könige, Fürsten, Priester und Propheten, und die in Juda und Jerusalem wohnen, 33. Haben * mir den Rücken, und nicht das Angesicht zugekehret, wiewohl ich sie stets lehren ließ; aber sie wollten nicht hören, noch sich bessern. *0.2,27. E;. 2z, 35. z^. Dazu * haben sie ihre Gräuel in das Haus gesetzt, das von mir den Nahmen hat, daß sie es verunreinigten. * c. 7,30. 2 Kön. 21, 4 .3. 3 5. Und * haben die Höhen des Baals gebauet im Thal BenHinnom, daß sie ihre Söhne und Töchter dem i- Moloch verbrannten; davon ich ihnen nichts befohlen habe und ist mir nie in Sinn gekommen, daß sie solche Gräuel thun sollten, damit sie Juda also zu sündigen brächten. * c. 7 / 3 l. e. 19/ 3 . -j- 3 Mos. 18/ 21. 36 . Und NUN, UM deßwillen spricht der Herr, der Gott Israels, also von dieser Stadt, davon ihr saget, daß sie werde vor Schwert, Hunger und Pestilenz in die Hände des Königs zu Babel gegeben : 37. Siehe, ich will sie sammeln aus allen Landen, dahin ich sie verstoße durch meinen großen Zorn, Grimm und Unbarmherzigkeit; und will sie wiederum an diesen Ort bringen, daß sie sollen sicher wohnen. 38 . Und sie * sollen mein Volk seyn; so will Ich ihr Gott seyn. * c. 24 / 7 . c. 30 / 22. c. 31 / i. Ezech. 36 / 28. 39 . Und Will ihnen einerley Herz und Wesen geben, daß sie mich fürchten sollen ihr Lebenlang; auf daß es ihnen und ihren Kindern nach ihnen wohl gehe. M Und will einen * ewigen Bund mit ihnen machen, daß ich nicht will Massen ihnen Gutes zu thun; und will ihnen meine Furcht ins Herz geben, daß sie nicht von mir weichen. ' Esaj. 34 , 10. ^ii. Und soll meine Lust seyn, daß ich ihnen Gutes thun soll; und ich will sie in diesem Lande pflanzen, treulich, von ganzem Herzen und von ganzer Seele. „^2. Denn so spricht der Herr: Gleichwie ich über dieß Volk habe kommen lassen alles dieß große Unglück; also will ich auch alles Gute a 32. 33. Gnadenverheissungen. 715 über sie kommen lassen, das ich ihnen geredet habe. ^z. Und sollen noch Aecker gekauft werden in diesem Lande, davon ihr saget, es werde wüste liegen, daß weder Leute noch Vieh darinnen bleibe, und werde in der Chaldäer Hände gegeben. ^ 4 . Dennoch wird man Aecker um Geld kaufen und verbriefen, versiegeln und bezeugen im Lande Benjamin, und um Jerusalem her, und in den Städten Juda, in Städten auf den Gebirgen, in Städten in Gründen, und in Städten gegen Mittag. Denn ich * will ihr Gefängniß wenden, spricht der Herr. *0.29,14. «.30,3. (.33,7. Das 33 . Capitel. Erlösung auS der Gefangenschaft Babels. Christus und sein Reich verheissen. I.ltnd -es Herrn Wort geschah zu Jeremia " zum andern Mahl, da er noch * im Vor- hofdes Gefängnisses verschlossen war, und sprach: * c. 32 , 2. 2. So spricht der Herr, der solches macht, thut und ausrichtet; * Herr ist sein Nähme: * 2 Mos. 3 / 13 . c. 13 / 3 . 3 . Rufe mich, so will ich dir antworten, und will dir anzeigen große und gewaltige Dinge, die du nicht weißt. Denn so spricht der Herr, der Gott Israels, von den * Häusern dieser Stadt und von den Häusern der Könige Juda, welche abgebrochen find, Bollwerk zu machen zur Wehre; * Esaj. 22 , 10. 5. Und von denen, so herein gekommen find, daß sie wider die Chaldäer streiten mögen, daß sie dieselbigen füllen müßen mit todten Leichnamen, welche ich in meinem Zorn und Grimm erschlagen will; denn ich habe mein Angesicht von dieser Stadt verborgen, um aller ihrer Bosheit willen: 6 . Siehe, ich ' will sie heilen und gesund machen; und will sie des Gebeths um Frieden und Treue gewähren. * c. 30,17. M-mh. 8 ,7. 7 . Denn ich will das * Gefängniß Juda und das Gefängniß Israels wenden; und will sie bauen, wie von Anfang ; * e. 29,14. 8 . Und * will sie reinigen von aller Missethat, damit sie wider mich gesün- dtget haben; und will ihnen vergeben alle Missethat, damit sie wider mich gesündiget und übertreten haben. » r. 31 , 34 . Gesch. 10 , 43 . Xxxx 2 716 VergebungderSünden,u. Messias Ierem 9. Und das soll mir ein fröhlicher Nähme, Ruhm und Preis seyn unter allen Heiden auf Erden; wenn sie hören werden alles das Gute, das ich ihnen thue. Und werden sich verwundern und entsetzen über allem dem Guten und über allem dem Frieden, den ich ihnen geben will. 10. So spricht der Herr: An diesem Ort, davon ihr sagt: Er ist wüste, weil weder Leute, noch Vieh in den Städten Juda, und auf den Gassen zu Jerusalem bleibet, die so verwüstet find, daß weder Leute, noch Bürger, noch Vieh darinnen ist; 11. * Wird man dennoch wiederum hören Ge- schrey von Freude und Wonne, die Stimme des Bräutigams und der Braut, und die Stimme derer, so da sagen: Danket dem Herrn Zebaoth, daß er so gnädig ist, und thut immerdar Gutes; und derer, so da Dankopfer bringen zum Hause des Herrn. Denn ich will des Landes Gefängniß wenden, wie von Anfang, spricht der Herr. * c. 7, 34. 12. So spricht der Herr Zebaoth: An diesem Ort, der so wüste ist, daß * weder Leute noch Vieh darinnen sind, und in allen feinen Städten, werden dennoch wiederum Hirtenhäuser seyn, die da Herden weiden , * c. 32,43. 13. Beydes in Städten auf den Gebirgen, und in Städten in Gründen, und in Städten gegen Mittag, im Lande Benjamin, und um Jerusalem her, und in Städten Juda; es sollen dennoch wiederum die Herden gezählet aus-und eingehen, spricht der Herr. 1^. Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, daß ich das gnädige Wort erwecken will, welches ich dem Hause Israel und dem Hause Juda geredet habe. 15. * In denselbigen Tagen, und zur selbigen Zeit will ich dem David ein gerecht Gewächs anfgehen lassen; und soll ein König seyn, d-r wohl regieren wird, und soll r Recht und Gerechtigkeit anrichten auf Erden. * k. 23, 5. Esaj. 4/ 2 . -j- Esaj. 32, 16. Zn derselbigen Zeit soll Juda geholfen werden, und * Jerusalem sicher wohnen; und man wird ihn nennen: Der Herr, der unsere Gerechtigkeit ist. * c. 23, 6. 3 Mvs. 33, 28. 17. Denn so spricht der Herr: * Es soll nimmermehr fehlen, -t es soll Einer von David sitzen auf dem Stuhl des Haufes Israel. 'e.33, 19. -j-I LöN. 9, 3. i a 33. 34. verheissen. Gottes Wort an Zedekia. 18. Deßgleichen soll es nimmermehr fehlen, es sollen Priester und Leviten seyn vor mir, die die da Brandopfer thun, und Speisopfer anzünden, und Opfer schlachten ewiglich. 19. Und des Herrn Wort geschah zu Jeremia, und sprach: 20. So spricht der Herr: Wenn mein Bund aufhören wird mit dem Tage und der Nacht, daß nicht Tag und Nacht sey zu seiner Zeit; 21. So wird auch mein Bund aufhören mit meinem Knechte David, daß er nicht einen Sohn habe zum Könige auf seinem Stuhl, und mit den Leviten und Priestern, meinen Dienern. 22. Wie * man des Himmels Heer nicht zählen, noch den Sand am Meer nicht messen kann; also will ich mehren den Samen Davids, meines Knechts, und die Leviten, die mir dienen. * 1 Mos. 13, 23. 23. Und des Herrn Wort geschah zu Jeremia, - und sprach: 2^. Hast du nicht gesehen, was dieß Volk redet und spricht: Hat doch der Herr auch die zwey Geschlechter verworfen, welche er auserwählet hatte; und lästern mein Volk, als sollten sie nicht mehr mein Volk seyn. 25. So spricht der Herr: Halte ich meinen Bund nicht mit Tag und Nacht, noch die Ordnung des Himmels und der Erde; 26. So will ich auch verwerfen den Samen Jakobs, und Davids, meines Knechts, daß ich nicht aus ihrem Samen nehme, die da herrschen über den Samen Abrahams, Isaaks und Jakobs. Denn * ich will ihr Gefängniß wenden, und mich über sie erbarmen. * c. 32 ,44. Ez. 39 , 23 . Hol. 6, 11 . Joel 3, 6. Das 34. Capitel. Zedekia und seiner Nntcrthanen Gefängnis und Strafen, wegen Verletzung des FrcyjahrF. 1. A>ieß ist das Wort, das vom Herrn geschah zu Jeremia, da * NebucadNezar, der König zu Babel, sammt allem seinem Heer und allen Königreichen auf Erden, so unter seiner Gewalt waren, und allen Völkern, stritten wider Jerusalem und alle ihre Städte, und sprach: * 2 Kon. 24, 10 . 2. So spricht der Herr, der Gott Israels: Gehe hin, und sage Zedekia, dem Könige Juda, und sprich zu ihm: So spricht der Herr: Siehe, ich will diese Stadt in die Hände des Königs zu Babel geben, und er soll sie mit Feuer verbrennen. Freyjahr ausgerufen. I e r e m i a 34 . 35 . Drohung Wider Jerusalem. 717 3. Und Du sollst seiner Hand nicht entrinnen , sondern gegriffen, und in seine Hand gegeben werden, daß du ihn ' mit Augen sehen, und mündlich mit ihm reden wirst, und gen Babel kommen. " c. 32, 4 . So höre doch, Zedekia, du König Juda, des Herrn Wort: So spricht der Herr von dir: Du sollst nicht durch das Schwert sterben; L. Sondern du sollst im Frieden sterben. Und wie man über deine Väter, die vorigen Könige, so vor dir gewesen find, "gebrannthat; so wird man auch über dich brennen, und dich -i- klagen : Ach Herr l Denn Ich habe es geredet, spricht der Herr. * 2 Chr. 16, 14. 1- Jcr. 22/ is. 6 . Und der Prophet Jeremia redete alle diese Worte zu Zedekia, dem Könige Juda, zu Jerusalem , 7. Da das Heer des Königs zu Babel schon stritt wider Jerusalem und wider alle übrige ' Städte Juda, nähmlich wider Lachis und Aseka; denn diese waren, als die festen Städte, noch übergeblieben unter den Städten Juda. * Esaj. 36 , 1 . 2 . 8 . Dieß ist das Wort, so vom Herrn geschah zu Jeremia, nachdem der König Zedekia einen Bund gemacht hatte mit dem ganzen Volk zu Jerusalem, ein Freyjahr auszurufen, 9. Daß ein Jeglicher seinen * Knecht und ein Jeglicher seine Magd, so Ebräer und Ebräerin- nen wären, sollte frey geben, daß kein Jude den andern unter denselbigen leibeigen hielte. * 2 Mos. 21 , 2 . 3 Mos. 23, 39. 3 Mos. 13, 12 . 10. Da gehorchten alle Fürsten und alles Volk, die solchen Bund eingegangen waren, daß ein Jeglicher sollte seinen Knecht und seine Magd frey geben, und fie nicht mehr leibeigen halten; und gaben fie los. 11. Aber darnach kehreten fie fich um und forderten die Knechte und Mägde wieder zu fich, die fie frey gegeben hatten; und zwangen fie, daß fie Knechte und Mägde seyn mußten. 12. Da geschah des Herrn Wort zu Jeremia vom Herrn, und sprach: 13. So spricht der Herr, der Gott Israels : Ich " habe einen Bund gemacht mit euern Vä- lern, da ich fie aus Egyptenland, aus dem Diensthause, führete, und sprach: * 2 Ms. 21, 2. 3 Mos. 13 , 12. 1^. * Wenn sieben Jahre um find, so soll ein Jeglicher seinen Bruder, der ein Ebräer ist und sich ihm verkauft und sechs Jahre gedienet hat, frey von fich lassen. Aber eure Väter -k gehorchten mir nicht, und neigten ihre Ohren nicht. - 2 Mos. 21 , 2 . -s Jer. 7, 24. 23. e. 23, 4. c. 33, 13. i Z. So habt ihr euch heute bekehret und gethan, das mir wohl gefiel, daß ihr ein Freyjahr ließet ansrufen, ein Jeglicher seinem Nächsten; und habt deß einen Bund gemacht vor mir im Hause, das nach meinem Nahmen genannt ist. 16. Aber ihr seyd umgeschlagen und entheiliget meinen Nahmen; und ein Jeglicher fordert seinen Knecht und seine Magd wieder, die ihr hattet frey gegeben, daß fie ihr selbst eigen wären; und zwinget fie nun, daß fie eure Knechte und Mägde seyn müßen. 17 . Darum spricht der Herr also : Ihr gehorchet mir nicht, daß ihr ein Freyjahr ausriefet, ein Jeglicher seinem Bruder, und seinem Nächsten ; fiehe, so rufe ich, spricht der Herr, euch ein Freyjahr aus, zum * Schwert, zur Pestilenz, zum Hunger; und will euch in keinem Königreich auf Erden bleiben lassen. *«. 21,9. 18. Und will die Leute, so meinen Bund übertreten und die Worte des Bundes, den fie vor mir gemacht haben, nicht halten, so machen, wie das Kalb, das fie in zwey Stücke getheilet haben, und ' zwischen den Theilen hingegaugen find; *1 Mos. 13 , 17 . 19. Nähmlich die Fürsten Juda, die Fürsten Jerusalems, die Kämmerer, die Priester und das ganze Volk im Lande, so zwischen des Kalbes Stücken hingegangen find. 20. Und * will fie geben in ihrer Feinde Hand, und derer, die ihnen nach dem Leben stehen, t daß ihre Leichname sollen den Vögeln unter dem Himmel und den Thieren auf Erden zur Speise werden. * c. 21 , 7 . «. 22 , 23 . -s c. 7, 33. c. 9 , 22 . Offenb. 19, 21 . 21. Und Zedekia, den König Juda, und seine Fürsten will ich geben in die Hände ihrer Feinde, und * derer, die ihnen nach dem Leben stehen, und dem Heer des Königs zu Babel, die jetzr von euch abgezogen find. "e. 21 , 7 . 22. Denn fiehe, ich will ihnen befehlen, spricht der Herr, und will fie * wieder vor diese Stadt bringen, und sollen wider fie streiten und fie gewinnen und -k mit Feuer verbrennen; und will die Städte Juda verwüsten, daß Niemand mehr da wohnen soll. ' c. 37, 8. -h 2 Kön. 23, 9. Das 35 . Capitel. Von der Rechabiter Gehorsam, und des Jüdischen Volks Ungehorsam. i.A^ieß ist das Wort, das vom Herrn geschah ^ zu Jeremia, zur Zeit Jojakimö, des Sohnes Josia, des Königs Inda, und sprach: 718 Der Rechabtter Gehorsam. Ieremia 35. 36. Juda Ungehorsam. 2 . Gehe hin in der Rechabtter Haus, und rede mit ihnen, und führe sie in des Herrn Haus, in der Kapellen eine, und schenke ihnen Wein. 3. Da nahm ich Jasanja, den Sohn Ieremia, des Sohnes Habazinja, sammt seinen Brüdern und allen seinen Söhnen, und das ganze Haus der Rechabtter; 4. Und führete sie in des Herrn Haus, in die Kapelle der Kinder Hanans, des Sohnes Jegdalja, des Mannes Gottes, welche neben der Fürsten Kapelle ist, über der Kapelle Ma- seja, des Sohnes Sallums, des Thorhüthers. 5. Und ich setzte den Kindern von der Rechabi- ter Hause Becher voll Wein und Schalen vor, und sprach zu ihnen: Trinket Wein. 6. Sie aber antworteten: Wir trinken nicht Wein. Denn unser Vater Jonadab, der Sohn Rechabs, hat uns gebothen, und gesagt: Ihr und eure Kinder sollt nimmermehr keinen Wein trinken, 7. Und kein Haus bauen, keinen Samen säen, keinen Weinberg pflanzen noch haben; sondern sollt in Hütten wohnen euer Lebenlang, auf daß ihr lange lebet im Lande, darinnen ihr wallet. 8. Also gehorchen wir der Stimme unsers Vaters Jonadabs, des Sohnes Rechabs, in allem, das er uns gebothen hat, daß wir keinen Wein trinken unser Lebenlang, weder wir, noch unsere Weiber, noch Söhne, noch Töchter; s. Und bauen auch keine Häuser, darinnen wir wohneten, und haben weder Weinberge, noch Aecker, noch Samen; 10. Sondern wohnen in Hütten, und gehorchen und thun alles, wie unser Vater Jonadab gebothen hat. 11. Als aber * NebucadNezar, der König zu Babel, herauf ins Land zog, sprachen wir: Kommt, laßt uns gen Jerusalem ziehen vor dem Heer der Chaldäer und Syrer; und sind also zu Jerusalem geblieben. * c. 34, i. 12 . Da geschah des Herrn Wort zu Ieremia , und sprach: 13. So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Gehe hin, und sprich zu denen in Juda und zu den Bürgern zu Jerusalem: Wollt ihr euch denn nicht bessern, daß ihr meinen Worten gehorchet? spricht der Herr. i^. Die Worte Jonadabs, des Sohnes Rechabs, die er seinen Kindern gebothen hat, daß sie nicht sollen Wein trinken, werden gehalten; und trinken keinen Wein bis auf diesen Tag, darum, daß sie ihres Vaters Geboth gehorchen. Ich ' aber habe stets euch predigen lassen, noch gehorchet ihr mir nicht. ' 25 , z. 4. 15. So habe ich auch stets zu euch gesandt alle meine Knechte, die Propheten, und lassen sagen: * Bekehret euch, ein Jeglicher von seinem bösen Wesen, und bessert euern Wandel, und folget nicht andern Göttern nach, ihnen zu dienen; so sollt ihr im Lande bleiben, welches ich euch und euern Vätern gegeben habe. 7 Aber ihr wolltet eure Ohren nicht neigen, noch mir gehorchen; "e. 18, 11 . -i- c. 7, 24. 26 . 16 . So doch die Kinder Jonadabs, des Sohnes Rechabs, haben ihres Vaters Geboth, das er ihnen gebothen hat, gehalten. Aber dieß Volk gehorchet mir nicht. 1 7. Darum so spricht der Herr, der Gott Zebaoth und der Gott Israels: Siehe, ich will über Juda und über alle Bürger zu Jerusalem kommen lassen alles das Unglück, das ich wider sie geredet habe; darum, daß * ich zu ihnen geredet habe, und sie nicht wollen hören, ich habe gerufen, und sie mir nicht wollen antworten. * Esaj. 65, 12 . c. 66, 4. Jer. 7, 13. «. 26, 5. 18 . Und zum Hause der Rechabtter sprach Ieremia: So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Darum, daß ihr dem Geboth euers Vaters Jonadabs habt gehorchet, und alle seine Gebothe gehalten, und alles gethan, was er euch gebothen hat; i s. Darum spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels, also: * Es soll dem Jonadab, dem Sohne Rechabs, nimmer fehlen, es soll Jemand von den Seinen allezeit vor mir stehen. * c. 33, 17. 18 . Das 36. Capitel. Jeremiti Predigten werden zerrissen, verbrannt, und von neuem geschrieben. 1. ^m * vierten Jahr i-Jojakims, des Sohnes ^ Jofia, des Königs Juda, geschah dieß Wort zu Ieremia vom Herrn, und sprach: * e. 25, i. ss c. 35, i. 2 . Nimm ein Buch und schreibe darein alle Rede, die ich zu dir geredet habe über Israel, über Juda, und alle Völker, von der Zeit an, da ich zu dir geredet habe, nähmlich von der Zeit Jofia an bis auf diesen Tag; 3. Ob 'vielleicht das Haus Juda, wo sie hörentalles das Unglück, das Ich ihnen gedenke zu thun, sich bekehren wollten, ein Jeglicher von seinem bösen Wesen; damit ich ihnen ihre Misse- that und Sünde vergeben könnte. * c. 26 , 3. Ezcch. 12,3. s Jer. 35, 17. W, und dflkdllii MM d« >W, dmkrstlr kodM, ilmlch jmu WM. MUS'dtUIZM i ki jW M, d M nchilUki. j EWljuZkch ^ tu; da Nia i ichMdk I, 'undtr LM - d< »mch, hi '§tMl sr dr 'kzililu: >- dci kt« z >/ ds dli> H§!dt ^ »dg > A, Baruch liest Jeremiä Rede her. Ieremia 36. Baruchs Buch wird verbrannt. 719 Da rief" Jeremia Baruch, den Sohn Nerja. Derselbige Baruch schrieb in ein Buch aus dem Munde Jeremia alle Rede -es Herrn, die er zu ihm geredet hatte. * <. 32, r. s. Und Jeremia geboth Baruch, und sprach: Ich bin gefangen, -aß ich nicht kann in -es Herrn Haus gehen. 6. Du aber gehe hinein und lies das Buch, darein du des Herrn Rede aus meinem Munde geschrieben hast, vor dem Volk im Hause des Herrn am Fastlage; und sollst sie auch lesen vor den Ohren des ganzen Juda, die aus ihren Städten herein kommen: 7. Ob * ße vielleicht sich mit Bethen vor dem Herrn deminhigen wollten, und sich bekehren ein Jeglicher von seinem bösen Wesen; denn der Zorn und Grimm ist groß, davon der Herr wider dieß Volk geredet hat. ' c. - 6 ,3. 8 . Und Baruch, der Sohn Nerja, that alles, wie ihm der Prophet Jeremia befohlen hatte, daß er die Rede des Herrn aus dem Buch läse im Hause des Herrn. 9. Es begab sich aber im fünften Jahr Joja- kims, des Sohnes Jofia, des Königs Juda, im neunten Monath, daß man ein Fasten verkündigte vor dem Herrn allem Volk zu Jerusalem, und allem Volk, das aus den Städten Juda gen Jerusalem kommt. 10. Und Baruch las aus dem Buch die Rede Jeremia, im Hause des Herrn, in der Kapelle Gemarja, des Sohnes Saphans, des Kanzlers, im obern Vorhofe, vor dem neuen Thor, am Hause des Herrn, vor dem ganzen Volk. 11. Da nun Michaja, der Sohn Gemarja , des Sohnes Saphans, alle Rede des Herrn gehöret hatte aus dem Buch; 12. Ging er hinab in des Königs Haus , in die Kanzley. Und siehe, daselbst saßen alle Fürsten: Elisama, der Kanzler, Delaja, der Sohn Se- maja, Elnathan, der Sohn Achbors, Gemarja, der Sohn Saphans, und Zedekia, der Sohn Hananja, sammt allen Fürsten. 13. Und Michaja zeigte ihnen an alle Rede , die er gehöret hatte, da Baruch las aus dem Buch vor den Ohren des Volks. 1 - 4 . Da sandten alle Fürsten, Judi, den Sohn Nethanja, des Sohnes Selemja, des Sohnes Ehusi, nach Baruch, und ließen ihm sagen: Nimm das Buch, daraus du vor dem Volk gelesen hast, mit dir, und komm. Uid Baruch, der Sohn Nerja, nahm das Buch mit sich, und kam zu ihnen. is. Und sie sprachen zu ihm: Setze dich und lies, daß wir es hören. Und Baruch las ihnen vor ihren Ohren. 16. Und da sie alle die Rede höreten, entsetzten sie sich Einer gegen den Andern, und sprachen zu Baruch: Wir wollen alle diese Rede dem Könige anzeigen. 1 7 . Und fragten den Baruch: Sage uns, wie hast du alle diese Rede aus feinem Munde geschrieben? is. Baruch sprach zu ihnen: Er las mir alle diese Rede aus feinem Munde, und ich schrieb sie mit Tinte ins Buch. 19. Da sprachen die Fürsten zu Baruch: Gehe hin, und verbirge dich mit Jeremia, daß Niemand wisse, wo ihr seyd. 20. Sie aber gingen hinein zum Könige in den Vorhof; und ließen das Buch behalten in der Kammer " Elisama, des Kanzlers, und sagten vor dem Könige an alle diese Rede. * v. 12. 21. Da sandte der König den Judi, das Buch zu hohlen. Derselbe nahm es aus der Kammer Elisama, des Kanzlers. Und Judi las vor dem Könige und vor allen Fürsten, die bey dem Könige standen. 22. Der König aber saß im Winterhause, im neunten Monath, vor dem Kamin. 23. Als aber Judi drey oder vier Blatt gelesen hatte; zerschnitte er es mit einem Schreibmesser , und warf es in das Feuer, das auf dem Kaminherde war; bis das Buch ganz verbrannte im Feuer. 2-!. Und Niemand entsetzte sich, noch zerriß seine Kleider, weder der König noch seine Knechte, so doch alle diese Rede gehöret hatten. 25. Wiewohl Elnathan, Delaja und Gemarja bathen den König, er wollte das Buch nicht verbrennen; aber er gehorchte ihnen nicht. 26. Dazu geboth noch der König Jerahmeel, dem Sohne Hamelechs, und Seraja, dem Sohne Asrtels, und Selemja, dem Sohne Abdeels, sie sollten Baruch, den Schreiber, und Jeremia, den Propheten, greifen. Aber der Herr hatte sie verborgen. 27. Da geschah des Herrn Wort zu Jeremia, nachdem der König das Buch und die ' Rede, so Baruch hatte geschrieben aus dem Munde Jeremia , verbrannt hatte, und sprach: *». 4. 28. Nimm dir wiederum ein anderes Buch und schreibe alle vorige Reden darein, die im ersten Buch standen, welches Jojakim, der König Juda verbrannt hat. 720 Zedekia wird König. Ieremicr gefangen. Ierem 29. Und sage von Jojakim, dem Könige Juda: So spricht der Herr: Du Haft dieß Buch verbrannt und gesagt: Warum hast du darein geschrieben, daß der König von Babel werde kommen, und dieß Land verderben, und machen, * daß weder Leute noch Vieh darinnen mehr seyn werden? * c. 32,43. c. 33, io. 12. 30. Darum spricht der Herr von Jojakim, dem Könige Juda: Es soll keiner von den Seinen auf dem Stuhl Davids sitzen, und sein * Leichnam soll hingeworfen des Tages in der Hitze, und des Nachts in dem Frost liegen; * e. 22, 19. 31 . Und ich will ihn und seinen Samen und seine Knechte hetmfuchen um ihrer Missethat willen; und ich will über sie und über die Bürger zu Jerusalem und über die in Juda kommen lassen * alles das Unglück, das ich ihnen geredet habe, und sie doch nicht gehorchen. ' c. 32,17. 32. Da nahm Jeremia ein anderes Buch und gab es Baruch, dem Sohne Nerja, dem Schreiber. Der schrieb darein aus dem Munde Jeremia alle die Reden, so in dem Buch standen, das Jojakim, der König Juda, hatte mit Feuer verbrennen lassen; und über dieselbigen wurden der Reden noch viel mehr, denn jener waren. Das 37. Capitel. Jeremia wird geschlagen und gefangen. 1. Nnd * Zedekia, der Sohn Jofia, ward Kö- ^ nig an Statt Jechanja, des Sohnes Jo- jaktms; denn NebucadNezar, der König zu Babel, machte ihn zum Könige im Lande Juda. * c. 52 , 1 . 2. Aber er und seine Knechte und das Volk im Lande gehorchten nicht des Herrn Worten ^ die er durch den Propheten Jeremia redete. 3. Es sandte gleichwohl der König Zedekia Juchal, den Sohn Selemja, und Zephanja, den Sohn Maseja, den Priester, zu dem Propheten Jeremia, und ließ ihm sagen: * Bitte den Herrn, unfern Gott, für uns. "r.42,2. Esaj. 37, 4. 4 . Denn Jeremia ging nun unter dem Volk aus und ein, und legte ihn Niemand in das Gefängniß. 6 . So war das Heer Pharao aus Egypten gezogen; und die Chaldäer, so vor Jerusalem gelegen, da sie solches Gerücht gehöret hatten, waren von Jerusalem abgezogen. 6 . Und des Herrn Wort geschah zum Propheten Jeremia, und sprach: a 36. 37. 7. So spricht der Herr, der Gott Israels: So saget dem Könige Juda, der euch zu mir gesandt hat, mich zu fragen: Siehe, das Heer Pharao, das euch zu Hülfe ist ausgezogen, wird wiederum heim in Egypten ziehen; 8. Und die Chaldäer werden wieder kommen, und wider diese Stadt streiten, und sie gewinnen, und mit Feuer verbrennen. 9. Darum spricht der Herr also: Betröget eure Seelen nicht, daß ihr gedenket, die Chaldäer werden von uns abziehen ; sie werden nicht abziehen. 10. Und wenn ihr schon schlüget das ganze Heer der Chaldäer, so wider euch streiten; und blieben ihrer Etliche verwundet über: so würden sie doch ein Jeglicher in seinem Gezelt sich auf- machen, und diese Stadt mit Feuer verbrennen. 11. Als nun der Chaldäer Heer von Jerusalem war abgezogen um des Heers willen Pharaons; 12. Ging Jeremia aus Jerusalem und wollte in das Land Benjamin gehen, Aecker zu bestellen unter dem Volk. 13. Und da er unter das Thor Benjamin kam, da war einer bestellet zum Thorhücher, mit Nahmen Jena, der Sohn Selemja, des Sohnes Hananja; derselbige griff den Propheten Jeremia, und sprach: Du willst zu den Chaldäern fallen. 1^. Jeremia sprach: Das ist nicht wahr, ich will nicht zu den Chaldäern fallen. Aber Jeria wollte ihn nicht hören , sondern griff Jeremiam, und brachte ihn zu den Fürsten. 15. Und die Fürsten wurden zornig über Jeremiam, und ließen ihn * schlagen, und warfen ihn ins Gefängniß im Hause Jonathans, des Schreibers; denselben setzten sie zum Kerkermeister. * 1.20,2. 16. Also ging Jeremia in die Grube und Kerker, und lag lange Zeit daselbst. 17. Und Zedekia, der König, sandte hin, und ließ ihn hohlen, und fragte ihn heimlich in seinem Hause, und sprach:. Ist auch ein Wort vom Herrn vorhanden? Jeremia sprach: Ja; * denn du wirst dem Könige zu Babel in die Hände gegeben werden. * 34,21. 18. Und Jeremia sprach zum Könige Zedekia: Was habe ich wider Dich, wider deine Knechte und wider dieß Volk gesündiget, daß sie mich in den Kerker geworfen haben? 19. Wo find nun eure Propheten, die euch weissagten und sprachen: Der König zu Babel wird nicht über euch, noch über dießLand kommen? 20. Und Jeremia in der Grube, Je rem in 37. 38. EbedMelech rettet ihn. 721 >20. Und nun, mein Herr König, höre mich und laß meine Bitte vor dir gelten, und laß mich nicht wieder in Jonathans, des Schreibers , Haus bringen, daß ich nicht sterbe daselbst. 21. Da befahl der König Zedekia, daß man * Jeremiam im Vorhofe des Gefängnisses behalten sollte; und ließ ihm des Tages ein Laiblein Brot geben aus der Beckergasse, bis daß alles Brot in der Stadt auf war. Also blieb Je- remia im Vorhofe des Gefängnisses. ' c. 32,2. Das 38. Capitel. Jemilia wird in eine Grube geworfen / daraus errettet, und zum geheimen Gespräch »om Könige gefordert. 1. As höreten aber Saphatja, der Sohn ^ Mathans, undGedalja, der Sohn' Pas- hurs, und Juchal, der Sohn Selemja, und Pashur, der Sohn Malchja, die Rede, so Je- remia zu allem Volk redete, und sprach: * c. 20 / i.- 2. So spricht der Herr: ' Wer in dieser Stadt bleibet, der wird durch Schwert, Hunger und Pestilenz sterben mäßen; wer aber hinaus gehet zu den Chaldäern, der soll leben bleiben, und wird i- sein Leben wie eine Beute davon bringen. ' c. 21, 9. t c. 39, is. c. 45 / 5 . 3 . Denn also spricht der Herr: Diese Stadt soll übergeben werden dem Heer des Königs zu Babel, und sollen sie gewinnen. 4 . Da sprachen die Fürsten zum Könige: Laß doch diesen Mann tödten; denn mit der Weise * wendet er die Kriegsleute ab, so noch übrig find in dieser Stadt, deßgleichen das ganze Volk auch, weil er solche Worte zu ihnen saget. Denn -i- der Mann sucht nicht, was zum Frieden diesem Volk, sondern was zum Unglück dienet. * Luc. 23/ 2 . 14. -j- AmoS 7/ 10 . s. Der König Zedekia sprach: Siehe, er ist in euern Händen; denn der König kann nichts wider euch. 6 . Da nahmen fle Jeremiam und warfen ihn in die' Grube Malchja, des Sohnes Hamelechs, die am Vorhofe des Gefängnisses war, und ließen ihn an Seilen hinab in die Grube, da nicht Wasser, sondern Schlamm war. Und Jere- mia sank in den Schlamm. * c. 37/ 16 . 1 Mos. 37/ 24. Zach. 9/ H. 7 . Als aber ' EbedMelech, der Mohr, ein Kämmerer in des Königs Hause, hörete, daß man Jeremiam hatte in die Grube geworfen; und der König eben saß im Thor Benjamin: * c. 39, 16. 8. Da ging EbedMelech aus des Königs Hause, und redete mit dem Könige, und sprach: 9 . Mein Herr König, die Männer handeln übel mit dem Propheten Jeremia, daß fie ihn haben in die Grube geworfen, da er muß Hungers sterben; denn es ist' kein Brot mehr in der Stadt. * e- 37/ 21. 10. Da befahl der König EbedMelech, dem Mohren, und sprach: Nimm dreyßig Männer mit dir von diesen, und ziehe den Propheten Jeremia aus der Grube, ehe denn er sterbe. i i. Und EbedMelech nahm die Männer mit sich, und ging in des Königs Haus unter die Schatzkammer, und nahm daselbst zerrissene und vertragene alte Lumpen, und ließ sie an einem Seil hinab zu Jeremia in die Grube. 12. Und EbedMelech, der Mohr, sprach zu Jeremia: Lege die zerrissene und vertragene alte Lumpen unter deine Achseln um das Seil. Und Jeremia that also. 13 . Und fie zogen Jeremia herauf aus der Grube an den Stricken. Und bl-ieb also Jeremia im Vorhofe des Gefängnisses. 14 . Und der König Zedekia sandte hin, und ließ den Propheten Jeremia zu sich hohlen, unter den dritten Eingang am Hause des Herrn. Und der König sprach zu Jeremia: Ich will dich etwas fragen; Lieber, verhalte mir nichts. 15 . Jeremia sprach zu Zedekia: Sage ich dir etwas, so tödtest du mich doch; gebe ich dir aber einen Rath, so gehorchest du mir nicht. 16 . Da schwur der König Zedekia dem Jeremia heimlich, und sprach: So wahr der Herr lebt, der uns diese Seele gemacht hat, so will ich dich nicht tödten, noch ' den Männern in die Hände geben, die dir nach deinem Leben stehen. * vcrL 4. 5. 17 . Und Jeremia sprach zu Zedekia: So spricht der Herr, der Gott Zebaoth, der Gott Israels: Wirst du hinaus gehen zu den Fürsten des Königs zu Babel, so sollst du leben bleiben, und diese Stadt soll nicht verbrannt werden, sondern du und dein Haus sollen beym Leben bleiben; 18. Wirst * du aber nicht hinaus gehen zu den Fürsten des Königs zu Babel, so t wird diese Stadt den Chaldäern in die Hände gegeben, und werden sie mit Feuer verbrennen, und Du wirst auch nicht ihren Händen entrinnen. * 2 Chr. 36/ 12 . -f Zer. 34/ 2 . 19. Der König Zedekia sprach zu Jeremia: Ich besorge mich aber, daß ich den Juden, so N Y Y Y 722 Zedekia redet mit Jeremia. IereM zu den Chaldäern gefallen sind, möchte übergeben werden, daß sie meiner spotten. 20. Jeremia sprach: Man wird dich nicht übergeben. Lieber, gehorche doch der Stimme des Herrn, die ich dir sage; so wird dirs wohlgehen, und du wirst leben bleiben. 21. Wirft ' du aber nicht hinaus gehen; so ist dieß das Wort, das mir der Herr gezeiget hat: * 2 Chr. 36 , ir. 22. Siehe, alle Weiber, die noch vorhanden sind in dem Hause des Königs Juda, werden hinaus müßen zu den Fürsten des Königs zu Babel; dieselbigen werden dann sagen: Ach," deine Tröster haben dich überredet und verführet und in Schlamm geführet, und lassen dich nun stecken. * Esai. 3 /12. 23 . Also werden dann alle deine Weiber und Kinder hinaus müßen zu den Chaldäern, und * Du selbst wirft ihren Händen nicht entgehen; sondern du wirst vom Könige zu Babel gegriffen und diese Stadt wird mit Feuer verbrannt werden. * c. 32 / c. 34 / 3 . 2^. Und Zedekia sprach zu Jeremia: Siehe zu, daß Niemand diese Rede erfahre, so wirst du nicht sterben. 25 . Und ob es die Fürsten erführen, daß ich mit dir geredet habe, und kämen zu dir, und sprächen: Sage an, was hast du mit dem Könige geredet, läugne es uns nicht, so wollen wir dich nicht tödten; und was hat der König mit dir geredet? 26. So sprich: Ich habe den König * gebethell, daß er mich nicht wiederum ließe in Jonathans Haus führen; ich möchte daselbst sterben. * c. 37 / 20 . 27 . Da kamen alle Fürsten zu Jeremia, und fragten ihn; und er sagte ihnen, wie ihm der König befohlen hatte. Da ließen sie von ihm, weil sie nichts erfahren konnten. 28. Und Jeremia * blieb im Vorhofe des Gefängnisses bis auf den Tag, da Jerusalem gewonnen ward. *c. 37/21. Das 39. Capitel. Jerusalem wird erobert. Zcdekia gefangen. Jeremia und EbedMelech erhalten. 1. ^nd es geschah, daß Jerusalem gewonnen ^ ward. Denn im ' neunten Jahr Zede- kia, des Königs Juda, im zehnten Monath kam NebucadNezar, der König zu Babel, und alles sein Heer vor Jerusalem, und belagerten diefelbige. * c. 32 / 4 . 2 Kön. 23 / 1. 2 Chr. 36 / 17 . 2. Und iin eilften Jahr Zedekia, am neunten a 38. 39. Zedekia wird gefangen. Tage des vierten Monaths, brach man in die Stadt; z. Und zogen hinein alle Fürsten des Königs zu Babel, und hielten unter dem Mittelthor; »rühmlich NergalsarEzer, SangarNebo, Sarse- chim, der oberste Kämmerer, NergalsarEzer, der Hofmeister, und alle andere Fürsten des Königs zu Babel. -s. Als ' sie nun Zedekia , der König Juda, sah, sammt seinen Kriegsleuten; flohen sie bey Nacht zur Stadt hinaus bey des Königs Garten durch das Thor zwischen zweyen Mauern, und zogen durch das Feld hindurch. * Ez-a,. 12,12. 5. Aber der Chaldäer Heer jagten ihnen nach, und ergriffen Zedekia im Felde bey Jericho, und fingen ihn, und brachten ihn zu Nebuead- Nezar, dem Könige zu Babel, gen Riblath, die im Lande Hemath liegt; der sprach ein Urtheil über ihn. 6 . Und der König zu Babel ließ die Kinder Zedekia vor seinen Augen tödten zu Riblath, und tödtete alle Fürsten Juda. 7. Aber Zedekia ließ er die * Augen ausfte- chen, und ihn mit Ketten binden, daß er ihn gen Babel führete. * 2 Kön. 23/ 7. 1 Sam. 10 2. 8 . Und die Chaldäer * verbrannten beydes des Königs Haus und der Bürger Häuser, und zerbrachen die Mauern zu Jerusalem. *c. 32/13. 9. Was aber noch vom Volk in der Stadt war, und was sonst zu ihnen gefallen war, die führete NebusarAdan, der Hofmeister, alle mit einander gen Babel gefangen. 10. Aber von dem geringen Volk, das nichts hatte, ließ zu derselbigen Zeit NebusarAdan, der Hauptmann, Etliche im Lande Juda; und gab ihnen Weinberge und Dörflein ein. 11. Aber NebucadNezar, der König zu Babel, hatte NebusarAdan, dem Haüptmanne, befohlen von Jeremia und gesagt: 12. Nimm ihn, und laß ihn dir befohlen seyn, und ' thue ihm kein Leid; sondern wie er es von dir begehret, so mache es mit ihm. * Ps. 103/ 13. 13 . Da sandte hin NebusarAdan, der Hauptmann, und NebuSasban, der oberste Kämmerer , NergalsarEzer, der Hofmeister, und alle Fürsten des Königs zu Babel. 12,. Und ließen Jeremia hohlen aus dem Vorhofe des Gefängnisses; und befohlen ihn Gedal- ja, dem Sohne Ahikams, des Sohnes Saphans, daß er ihn hinaus in sein Haas führete und bey dem Volk bliebe. Ieremia wird losgemacht, Ieremi iS. Es war auch des Herrn Wort geschehen zu Ieremia, weil er noch im Vorhofe des Gefängnisses gefangen lag, und gesprochen: § 6 . Gehe hin, und sage EbedMelech, dem Mohren: So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will meine Worte kommen lassen über diese Stadt zum Unglück und zu keinem Guten, und du sollst es sehen zu derselbigen Zeit. 17. Aber dich will ich erretten zu derselbigen Zeit, spricht der Herr, und sollst den Leuten nicht zu Theil werden , vor welchen du dich fürchtest. 18. Denn ich will dir davon helfen, daß du nicht * durchs Schwert fallest, sondern sollst dein Leben wie eine Beute davon bringen, darum, daß du mir vertrauet Haft, spricht der Herr. * Hiob 5 / 20. Das 40 . Capitel. Ieremia bleibt bcy Gedalja im Lande. 1. k 7 >ieß ist das Wort, so vom Herrn geschah ^ zu Ieremia, da ihn NebusarAdan, der Hauptmann, los ließ zu Rama; denn er war auch mit Ketten gebunden unter allen denen, die zu Jerusalem und in Juda gefangen waren, daß man sie gen Babel wegführen sollte. 2. Da nun der Hauptmann Ieremia zu sich hatte lassen hohlen, sprach er zu ihm: Der Herr, dein Gott, hat dieß Unglück über diese Stätte geredet, 3 . Und hat es auch kommen lassen, und ge- than, wie er geredet hat; denn ihr habt * ge- sündiget wider den Herrn, und seiner Stimme nicht gehorchet; darum ist euch solches widerfahren. * c. 20, 7 . Und nun siehe, ich habe dich heute losgemacht von den Ketten, damit deine Hände gebunden waren. Gefällt dirs mit mir gen Babel zu ziehen; so komm, du sollst mir befohlen seyn: gefällt dies aber nicht, mit mir gen Babel zu ziehen; so laß es anstehen. Stehe, * da Haft du das ganze Land vor dir; wo dichs gut dünkt und dir gefällt, da ziehe hin. *i Mos. 34,10. s. Denn weiter hinaus wird kein Wiederkehren seyn. Darum magst du kehren zu * Gedalja, dem Sohne Ahikams, des Sohnes Saphans, welchen der König zu Babel gesetzt hat über die Städte in Juda, und bey demselbigen unter dem Volk bleiben; oder gehe, wohin dirs gefällt. Und der Hauptmann gab ihm Zehrung und Geschenke , und ließ ihn gehen. * e. 39,14. 6 . Also kam Ieremia zu Gedalja, dem Sohne a 39 . 40 . bleibt bey Gedalja. 7'23 Ahikams, gen Mizpa; und blieb bey ihm unter dem Volk, das im Lande noch übrig war. 7. Da nun die Hauptleute, so auf dem Felde sich enthielten, sammt ihren Leuten erfuhren, daß der König zu Babel hatte Gedalja, den Sohn Ahikams, über das Land gesetzt, und beydes über Männer und Weiber, Kinder, und die Geringen im Lande, welche nicht gen Babel geführet waren; 8. Kamen sie zu Gedalja gen Mizpa, nähmlich * Jsmael, der Sohn Nethanja, Johanan und Jonathan, die Söhne Kareah, und Seraja, der Sohn Thanhumeths, und die Söhne Ephai von Netophath, und Jesanja, der Sohn Maa- chati, sammt ihren Männern. * c. 41,1. 9. Und* Gedalja, der Sohn Ahikams, des Sohnes Saphans, that ihnen und ihren Männern einen Eid, und sprach: Fürchtet euch nicht, daß ihr den Chaldäern unterthan seyn sollet; bleibet im Lande und seyd dem Könige zu Babel unterthan, so wird es euch wohl gehen. * 2 Kött. 22, 24 . 10. Siehe, ich wohne hierzu Mizpa, daß ick den Chaldäern diene, die zu uns kommen; darum so sammelt ein den Wein und Feigen und Oehl, und leget es in eure Gefäße, und wohnet in euern Städten, die ihr bekommen habt. 11. Auch alle Juden, so im Lande Moab und der Kinder Ammon und in Edom und in allen Ländern waren, da sie höreten, daß der König zu Babel hätte lassen Etliche in Juda überbleiben, und über sie gesetzt Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohnes Saphans; 12. Kamen sie alle wieder von allen Orten, dahin sie verstoßen waren, in das Land Juda zu Gedalja gen Mizpa; und sammelten ein sehr viel Wein und Sommerfrüchte. 13. Aber Johanan, der Sohn Kareah, sammt allen den Hauptleuten, so auf dem Felde sich enthalten hatten, kamen zu Gedalja gen Mizpa, 1/,. Und sprachen zu ihm: Weißt du auch, daß Baalis, der König der Kinder Ammon, gesandt hat Jsmael, den Sohn Nethanja, daß er dich soll erschlagen? Das wollte ihnen aber Gedalja « der Sohn Ahikams, nicht glauben. is. Da sprach Johanan, der Sohn Kareah, zu Gedalja heimlich zu Mizpa: * Lieber, ich will hingehen und Jsmael, den Sohn Nethanja, schlagen, daß es Niemand erfahren soll. Warum soll er dich erschlagen, daß alle Juden, so zu dir versammelt find, zerstreuet werden, und die Nyyy 2 724 Jsmael erschlägt Gedalja, Ieremia 41. 42. Johanan jagt ihm nach. noch aus Juda übergeblieben sind, umkommen? " 1 Sam. 26, 8. 2 Sam. 16, 9. 16. Aber Gedalja, der Sohn Ahikams, sprach zu Johanan, dem Sohne Kareah: Du sollst das nicht thun; es ist nicht wahr, das du von Jsmael sagest. Das 41. Capital. Jsmael erschlägt Gedalja, Johanan jagt ihm nach. i.Isber im siebenten Monath kam "Jsmael, der Sohn Nethanja, des Sohnes Eli- sama, aus königlichem Stamm, sammt den Obersten des Königs, und zehn Männer mit ihm, zu Gedalja, dem Sohne Ahikams, gen Mizpa; und aßen daselbst zu Mizpa mit einander. * c. 8. 2. Und Jsmael, der Sohn Nethanja, machte sich auf, sammt den zehn Männern, die bey ihm waren, und schlugen "Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohnes Saphans, mit dem Schwert zu Tode; darum, daß ihn der König zu Babel über das Land gesetzt hatte. " -w, 3. Dazu alle Juden, die bey Gedalja waren zu Mizpa, und die Chaldäer, die sie daselbst fanden, und alle Kriegsleute schlug Jsmael. Des andern Tages, nachdem Gedalja erschlagen war und noch Niemand wußte; 5. Kamen achtzig Männer von Sichern, von Silo und von Samaria, und hatten die Bärte abgeschoren, und ihre Kleider zerrissen, und sich zerritzt; und trugen Speisopfer und Weihrauch mit sich, daß sie es brächten in das Haus des Herrn. 6. Und Jsmael, der Sohn Nethanja, ging heraus von Mizpa, denselbigen entgegen, ging daher und weinete. Als er nun an sie kam, sprach er zn ihnen: Ihr sollt zu Gedalja, dem Sohne Ahikams kommen. 7. Da sie aber mitten in die Stadt kamen, "ermordete sie Jsmael, der Sohn Nathanja, und die Männer, so bey ihm waren, bey dem Brunnen. . * 2 Kön. 2L, 2L. 8. Aber es waren zehn Männer darunter, die sprachen zu Jsmael: Lieber, tödte uns nicht; wir haben Schätze im Acker liegen von Weizen, Gerste, Oehl und Honig. Also ließ er ab, und tödtete sie nicht mit den andern. 9. Der Brunnen aber, darein Jsmael die todten Leichname warf, welche er hatte erschlagen, sammt dem Gedalja , ist der, den der König Assa machen ließ wider Baefa, den König Israels; den füllete Jsmael, der Sohn Nethanja, mit den Erschlagenen. 10. Und was übriges Volk war zu Mizpa, auch des Königs Töchter, führete Jsmael, der Sohn Nethanja, gefangen weg, sammt allem übrigen Volk zu Mizpa, über welche Nebusar- Adan, der Hauptmann , hatte gesetzet Gedalja, den Sohn Ahikams; und zog hin, und wollte hinüber zu den Kindern Ammon. 11. Da aber Johanan, der Sohn Kareah, erfuhr, und alle Hauptleute des Heers, die bey ihm waren, alles das Uebel, das Jsmael, der Sohn Nethanja, begangen hatte; 12. Nahmen sie zu sich alle Männer und zogen hin, wider Jsmael, den Sohn Nethanja, zu streiten; und trafen ihn an bey dem großen Wasser an Gibeon. 13. Da nun alles Volk, so bey Jsmael war, sah den Johanan, den Sohn Kareah , und alle die Hauptleute des Heers, die bey ihm waren, wurden sie froh. 1^. Und das ganze Volk, das Jsmael hatte von Mizpa weggeführet, wandte sich um, und kehrete wiederum zu Johanan, dem Sohne Kareah. 15. Aber Jsmael, der Sohn Nethanja, entrann dem Johanan, mit acht Männern; und zog zu den Kindern Ammon. 16. Und Johanan, der Sohn Kareah, sammt allen Hauptleuten des Heers, so bey ihm waren, nahmen alles das übrige Volk, so sie wieder gebracht hatten von Jsmael, dem Sohne Nethanja , aus Mizpa zu sich; (weil Gedalja, der Sohn Ahikams, erschlagen war) nähmlich die Kriegsmänner, Weiber und Kinder und Kämmerer, so sie von Gibeon hatten wiedergebracht ; 17. Und zogen hin und kehreten ein zum Kim- Ham zur Herberge, der bey Bethlehem wohnete; und" wollten in Egypten ziehen vor den Chaldäern. ' 2 Kön. 2ä, 26. 18. Denn sie fürchteten sich vor ihnen, weil Jsmael, der Sohn Nethanja, Gedalja, den Sohn Ahikams, erschlagen hatte, den der König zu Babel über das Land gesetzt hatte. Das 42. Capitel. Jeremia widcrräth den Juden in Egypten zu ziehen. traten herzu alle Hauptlente des Heers, ^ Johanan, der Sohn Kareah, Jesanja, der Sohn Hosnja, sammt dem ganzen Volk, beydes Klein und Groß; 2. Und sprachen zum Propheten Jeremia: Lieber, laß unser Gedeih vor dir gelten und Jeremia widerräth, Jeremia 42. 43. in Egypten zu ziehen. 725 bitte für uns den Herrn, deinen Gott, um alle diese Uebrigen (denn unser ist leider wenig geblieben von vielen, wie du uns selbst stehest mit deinen Augen;) 3. Daß uns der Herr, dein Gott, wollte an- zeigen, wohin wir ziehen und was wir thnn sollen. Und -er Prophet Jeremia sprach zu ihnen: Wohlan, ich will gehorchen; und stehe, ich will den Herrn, euern Gott, bitten, wie ihr gesagt habt; und alles, was euch der Herr antworten wird, das will ich euch anzeigen, und will euch nichts verhalten. ö. Und stk. sprachen zu Jeremia: Der Herr sey ein gewisser und wahrhaftiger Zeuge zwischen uns, wo wir nicht thun werden * alles, was dir der Herr, dein Gott, au uns befehlen wird. * s Mvs. 19/ 8. 6. Es sey Gutes oder Böses, so wollen wir gehorchen der Stimme des Herrn, unsers Gottes, zu dem wir dich senden; auf daß es uns wohl gehe, so wir der Stimme des Herrn, unsers Gottes, gehorchen. 7. Und nach zehn Tagen geschah des Herrn Wort zu Jeremia. 8. Da rief er Johanan, den Sohn Kareah, und alle Hauptleute des Heers, die bey ihm waren, und alles Volk, beydes Klein und Groß; 9. Und sprach zu ihnen: So spricht der Herr, der Gott Israels, zu dem ihr mich gesandt habt, daß ich euer Gebeth vor ihn sollte bringen: 10. Werdet ihr in diesem Lande bleiben, so will ich euch bauen und nicht zerbrechen; ich will euch pflanzen, und nicht ausreuten, denn es hat mich schon gereuet das Uebel, das ich euch gethan habe. 11. Ihr sollt euch nicht fürchten vor dem König zu Babel, * vor dem ihr euch fürchtet, spricht der Herr, ihr sollt euch vor -t ihm nicht fürchten; denn Ich will bey euch seyn, daß ich euch helfe und von seiner Hand errette. * c. 41/ 18. 1- Esaj. 41/ 10. 12. Ich will euch Barmherzigkeit erzeigen, und mich über euch erbarmen, und euch wieder in euer Land bringen. 13. Werdet ihr aber sagen: Wir wollen nicht in diesem^Lande bleiben, damit ihr ja nicht gehorchet der Stimme des Herrn, euers Gottes; i^i. Sondern sagen: Nein, wir wollen in Egyptenland ziehen, daß wir keinen Krieg sehen, noch der Posaunen Schall hören, und nicht Hunger Brots halben leiden müßen; daselbst wollen wir bleiben: 15. Nun, so höret des Herrn Wort, ihr Uebrigen aus Juda. So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Werdet ihr euer Angesicht richten in Egyptenland zu ziehen, daß ihr daselbst bleiben wollet; 16. So soll euch das Schwert, vor dem ihr euch fürchtet, in Egyptenland treffen; und der Hunger, deß ihr euch besorget, soll stets hinter euch her seyn in Egypten, und sollt daselbst sterben. 17. Denn ste seyn wer sie wollen, die ihr Angesichtrichten, daß sie in Egypten ziehen, daselbst zu bleiben, die sollen sterben durchs Schwert, Hunger und Pestilenz; und (oll keiner überbleiben, noch entrinnen dem Uebel, das Ich über ste will kommen lassen. 18. Denn so spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Gleichwie mein Zorn und Grimm über die Einwohner zu Jerusalem gegangen ist, so soll er auch über euch gehen, wo ihr in Egypten ziehet; daß ihr zum Fluch, zum Wunder, Schwur und Schande werdet, und diese Stätte nicht mehr sehen sollet. 19. Das Wort des Herrn gilt euch, ihr Uebrigen ans Juda, daß ihr nicht in Egypten ziehet. Darum so wisset, daß ich euch heute bezeuge. 20. Ihr werdet sonst euer Leben verwahrlosen. Denn Ihr habt mich gesandt znm Herrn, euerm Gott, und gesagt: Bitte den Herrn, unfern Gott, für uns; und * alles, was der Herr, unser Gott, sagen wird, das zeige uns an, so wollen wir darnach thun. * v. s. 21. Das habe ich euch heute zu wissen gethan; aber ihr wollt der Stimme des Herrn, euers Gottes, nicht gehorchen, noch allem dem, das er mir an euch befohlen hat. 22. So sollt ihr nun wissen, daß ihr durchs Schwert, Hunger und Pestilenz sterben mäßet an dein Ort, dahin ihr gedenkt zu ziehen, daß ihr daselbst wohnen wollet. Das 43. Capitel. Die Jude» ziehen in Eghpien. 1. ^>a Jeremia alle Worte des Herrn, ihres ^ Gottes, hatte ausgeredet zu allem Volk, wie ihm denn der Herr, ihr Gott, alle diese Worte an sie befohlen hatte; 2. Sprach Asarja, der Sohn Hosaja, und Johanan, der Sohn Kareah, und alle freche Männer zu Jeremia: Du lügest; der Herr, unser Gott, hat dich nicht zu uns gesandt, noch Jeremiä Strafpredigt. 726 Jeremiä Warnung wird verachtet. Ieremia 43. 44 . gesagt: Ihr sollt nicht in Egypten ziehe»/ daselbst zu wohnen; 3. Sondern Baruch/ der Sohn Nerja, beredet dich deß, uns zuwider; auf daß wir den Chaldäern übergeben werden / daß sie uns tödten und gen Babel wegführen. Also gehorchte Johanan / der Sohn Kareah/ und alle Hauptleute des Heers/ sammt dem ganzen Volk, der Stimme des Herrn nicht/ daß sie im Lande Juda wären geblieben: 5. Sondern Johanan / der Sohn Kareah, und alle Hauptleute des Heers, nahmen zu sich alle Uebrigen aus Juda, so von allen Völkern, dahin sie geflohen, wieder gekommen waren, daß sie im Lande Inda wohneten; 6. Nähmlich Männer, Weiber und Kinder, dazu des Königs Töchter, und alle Seelen, die NebusarAdan, der Hauptmann, bey Gedalja, dem Sohne Ahikams, des Sohnes Saphans, hatte gelassen, auch den Propheten Jeremiä, und Baruch, den Sohn Nerja; 7. Und zogen in Egyptenland, denn sie wollten der Stimme des Herrn nicht gehorchen, und kamen gen Thachpanhes. 8. Und des Herrn Wort geschah zu Jeremiä zu Thachpanhes, und sprach: 9. Nimm große Steine und verscharre sie im Ziegelofen, der vor der Thür am Hause Pharao ist zu Thachpanhes, daß die Männer aus Juda Zusehen; 1 0. Und sprich zu ihnen: So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will hinsenden und meinen Knecht NebueadNezar, den König zu Babel, hohlen lassen, und will seinen Stuhl oben auf diese Steine setzen, die ich verscharret habe; und er soll sein Gezelt darüber schlagen. 11. Und er soll kommen, und Egyptenland schlagen, und tödten, wen es trifft; gefangen führen,' wen es trifft; mit dem Schwert schlagen, wen es trifft. * c. 13 , 2 . 12. Und ich will * die Häuser der Götter in Egypten mit Feuer anstecken, daß er sie verbrenne und wegführe. Und er soll ihm Egyptenland anziehen, wie ein Hirte sein Kleid anziehet, und mit Frieden von dannen ziehen. * 2 Mos. 12, 12 . 4 Mos. 33, 4. Jcr. 46, 23. 13. Er soll die Bildsäulen zu BethSemes in Egyptenland zerbrechen, und die Götzenkirchen in Egypten mit Feuer verbrennen. Das 44. Capitel. Die widerspenstigen Juden werden von Jeremiä gestraft. 1. ^)ieß ist das Wort, das zu Jeremiä geschah an alle Juden, so in Egyptenland wohneten , nähmlich zu Migdal, zu Thachpanhes, zu Noph, und die im Lande Pathros wohneten, und sprach: 2. So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Ihr habt gesehen alles das Uebel, das ich habe kommen lassen über Jerusalem und über alle Städte in Juda ; und siehe, heutiges Tages sind sie wüste, und wohnet Niemand darinnen; 3. Und das um ihrer Bosheit willen, die sie thaten , daß sie mich erzürneten, und hingingen und räucherten und dieneten * andern Göttern, welche weder sie, noch ihr, noch eure Vater kannten. * 2 Mos. 23, 24. 3 Mos. 7, 16 . c. 11 , 16 . c. 12 , 30. Und ich sandte stets zu euch alle meine Knechte, die Propheten, und ließ euch sagen: Thut doch nicht solche Gräuel, die ich hasse. s. Aber sie * gehorchten nicht, neigten auch ihre Ohren von ihrer Bosheit nicht, daß sie sich bekehreten, und andern Göttern nicht geräuchert hätten. 'c. 7, 24. 26 . c. 11 , 8. 6. Darum ging auch mein Zorn und Grimm an, und entbrannte über die Städte Juda, und über die Gassen zu Jerusalem, daß sie zur Wüste und Oede geworden sind, wie es heutiges Tages stehet. 7. Nun so spricht der Herr, der Gott Zebaoth, der Gott Israels: Warum thut ihr doch so großes Uebel wider euer eigen Leben; damit unter euch ausgerottet werde beydes Mann und Weib, bey- des Kind und Säugling aus Juda, und nichts von euch überbleibe; 8. Daß ihr mich so erzürnet durch eurer Hände Werk, und räuchert andern Göttern in Egyptenland, dahin ihr gezogen seyd, daselbst zu Herbergen ; auf daß ihr ausgerottet und zum Fluch und Schmach werdet unter allen Heiden auf Erden? 9. Habt ihr vergessen des Unglücks eurer Väter, des Unglücks der Könige Juda, des Unglücks ihrer Weiber, dazu euers eigenen Unglücks, und eurer Weiber Unglücks, das euch begegnet ist im Lande Juda, und auf den Gassen zu Jerusalem ? 10. Noch sind sie bis auf diesen Tag nicht gedemüthiget; fürchten sich auch nicht und wandeln nicht in meinem Gesetz und Rechten, die ich euch und euer» Vätern vorgestellet habe. Entschuldigung des Volks. Ieremia 44. Jeremiä Antwort. 727 ii. Darum sprach der Herr Zebaoth, der Gott Israels, also : Siehe,' ich will mein Angesicht wider euch richten zum Unglück; und ganz Juda soll ausgerottet werden. *Amos 9 , §. i 2. Und ich will die Uebrigen aus Juda nehmen, so ihr Angesicht gerichtet haben in Egyptenland zu ziehen, daß sie daselbst Herbergen; es soll ein Ende mit ihnen allen werden in Egyptenland. * Durchs Schwert sollen sie fallen, und durch Hunger sollen sie umkommen, beydes Klein und Groß; sie sollen durchs Schwert und Hunger sterben, und sollen ein : Schwur, Wunder, Fluch und Schmach werden. - <. 42,17. 1- 24,9. 13 . Ich will auch die Einwohner in Egypten- land mit dem * Schwert, Hunger und Pestilenz heimsuchen, gleichwie ich zu Jerusalem gethan habe: * c. 24 , IN. c. 29 / 17 . c. 42 ,17. 1 > 4 . Daß aus den Uebrigen Juda keiner soll entrinnen noch überbleiben, die doch darum hie- her gekommen find in Egyptenland zur Herberge, daß sie wiederum ins Land Juda kommen möchten , dahin sie gerne wollten wieder kommen und wohnen; aber es soll keiner wieder dahin kommen, ohne welche von hinnen fliehen. i Z. Da antworteten dem Jeremia alle Männer, die da wohl wußten, daß ihre Weiber * andern Göttern räucherten, und alle Weiber, so mit großem Haufen da standen, sammt allem Volk, die in Egyptenland wohneten und in Pathros, und sprachen: "c. 7,17.18. Es-y. 11,11. 16. Nach dem Wort, das du im Nahmen des Herrn uns sagest, * wollen wir dir nicht gehorchen; * c. 18, 12. 17. Sondern * wir wollen thun nach allem dem Wort, das aus unserm Munde gehet, und wollen Melecheth des Himmels räuchern, und derselbigen Trankopfer opfern, wie wir und unsere Väter, unsere Könige und Fürsten gethan haben in den Städten Juda und auf den Gassen zu Jerusalem. Da hatten wir auch Brot genug, und ging uns wohl, und sahen kein Unglück. * 6 Mos. 29, 19. 18. Seit der Zeit aber wir haben abgelassen, Melecheth des Himmels zu räuchern, und Trankopfer zu opfern, haben wir allen Mangel gelitten, und find durchs Schwert und Hunger umgekommen. 19. Auch wenn wir Melecheth des Himmels räuchern, und Trankopfer opfern; das thun wir ia nicht ohne unserer Männer Willen , daß wir derselbigen Kuchen backen und Trankopfer opfern, sie zu bekümmern. 20. Da sprach Jeremia zum ganzen Volk, beydes Männern und Weibern und allem Volk, die ihm so geantwortet hatten: 21. Ich meine ja, der Herr habe gedacht an das Räuchern, so ihr in den Städten Juda und auf den Gassen zu Jerusalem getrieben habt, sammt euer» Vätern, Königen, Fürsten und allem Volk im Lande, und hat es zu Herzen genommen; 22. Daß er nicht mehr leiden konnte euern bösen Wandel und Gräuel, die ihr thatet; * daher auch euer Land zur Wüste, zum Wunder und zum Fluch geworden ist, daß Niemand darinnen wohnet , wie es heutiges Tages stehet. * c. 4 p 2. 6 . 23. Darum, daß ihr geräuchert habt, und wider den Herrn gesündiget, und der Stimme des Herrn nicht gehorchet, und in seinem Gesetz, Rechten und Zeugniß nicht gewandelt habt, darum ist auch euch solches Unglück widerfahren, wie es heutiges Tages stehet. 2^. Und Jeremia sprach zu allem Volk, und zu allen Weibern: Höret des Herrn Wort, alle ihr aus Juda, so in Egyptenland find: 25. So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Ihr und eure Weiber habt mit euerm Munde geredet und mit euern Händen vollbracht, das ihr sagt: Wir wollen unsere Gelübde halten, die wir gelobet haben Melecheth des Himmels, daß wir derselbigen räuchern und Trankvpftr opfern. Wohlan, ihr habt eure Gelübde erfüllet, und eure Gelübde gehalten. 26. So höret nun des Herrn Wort, ihr alle aus Juda, die ihr in Egyptenland wohnet: Siehe, ich schwöre bey meinem großen Nahmen, spricht der Herr, daß mein Nähme nicht mehr soll durch einiges Menschen Mund aus Juda genannt werden im ganzen Egyptenland, der da sage: So wahr der Herr Herr lebet. 27. Siehe, ich will über sie' wachen zum Unglück, und zu keinem Guten, daß, wer aus Juda in Egyptenland ist, soll durchs Schwert und Hunger umkommen , bis es ein Ende mit ihnen habe. ' c. 31.28. 28. Welche aber dem Schwert entrinnen , die werden doch aus Egyptenland in das Land Juda * wiederkommen müßen mit geringem Haufen. Und also werden dann alle die Uebrigen aus Juda, so in Egyptenland gezogen waren, daß sie daselbst Herbergeten, erfahren, weß Wort wahr geworden sey, meines oder ihres. * Esaj. I I, 29. Und zum Zeichen, spricht der Herr, daß 728 Baruch getröstet. Wider Egypten. Ierem Ich euch an diesem Ort heimsuchen will, damit ihr wisset, daß mein Wort soll wahr werden über euch zum Unglück; 30. So spricht der Herr also: Siehe, ich will PharaoHaphra, den König in Egypten, übergeben in die Hände seiner Feinde und derer, die ihm nach seinem Leben stehen; gleichwie ich Ze- dekia, den König Juda, übergeben habe in die Hand NebucadNezars, des Königs zu Babel, seines Feindes und der ihm nach seinem Leben stand. Das "45. Capitel. Baruch wird von Jeremia getröstet. 1. A>ieß ist das Wort, so der Prophet Jere- ^ mia redete zu Baruch, dem Sohne Ner- ja , da * er diese Rede auf ein Buch schrieb aus dem Munde Jeremia, im vierten Jahr Joja- kims, des Sohnes Josia, des Königs Juda, und sprach: '<.36,4. 2. So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels, von dir, Baruch: 3. Du sprichst: Wehe mir! Wie hat mir der Herr Jammer über meinen Schmerzen zugefüget; * ich seufze mich müde, und finde keine Ruhe. ' Ps- 6, 7. 4. Sage ihm also: So spricht der Herr: Siehe, was ich gebauet habe, das breche ich ab; und was ich gepflanzet habe, das reute ich aus, sammt diesem meinem ganzen eigenen Land; 5. Und du begehrest dir große Dinge, begehre es nicht. Denn siehe, ich will Unglück kommen lassen über alles Fleisch, spricht der Herr; aber deine Seele will ich dir zur Beute geben, an welchen Ort du ziehest. Das 46. Capitel. Egypten soll eingenommen und zerstöret, die Juden aus der Gefangen, schafl erlöset werden. 1. Z>ieß ist das Wort des Herrn, das zu dem ^ Propheten Jeremia geschehen ist, wider alle Heiden. 2. * Wider Egypten; Wider das Heer PharaoNecho, des Königs in Egypten, welches lag am Wasser Phrath, zu Carchemis, das der König zu Babel, Nebucad- Nezar, schlug im vierten Jahr Jojakims, des Sohnes Jofia, des Königs Juda: * Esaj. 19/1. 3. Rüstet Schilder und Tauschen, und ziehet in den Streit. 4. Spannet Rosse an, und lasset Reiter auf- sitzen, setzet die Helme auf, und schärfet die Spieße, und ziehet Panzer an. a 45. 46. 5. Wie kommt es aber, daß ich sehe, daß sie verzagt sind, und die Flucht geben, und ihre Helden erschlagen find? Sie fiiehen, daß sie sich auch nicht umsehen. Schrecken ist um und um, spricht der Herr. 6. Der Schnelle kann nicht entfliehen, noch der Starke entrinnen. Gegen Mitternacht am Wasser Phrath find sie gefallen und darnieder gelegt. 7. Wo ist nun der, so herauf zog, wie * ein Strom, und seine Wellen sich erhoben, wie des Wassers? 'Ps. 5,3,3.4. 8. Egypten zog herauf wie ein Strom, und feine Wellen erhoben sich wie des Wassers, und sprach: Ich will hinauf ziehen, das Land bedecken, und die Stadt verderben, sammt denen, die darinnen wohnen. 9. Wohlan, fitzet auf die Rosse, rennet mit den Wagen, lasset die Helden ausziehen, die Mohren, und aus Put, die den Schild führen, und die Schützen aus Lydien. 10. Denn dieß ist der Tag des Herrn Herrn Zebaoth, ein Tag der Rache, daß er sich an seinen Feinden räche, da das Schwert fressen und von ihrem Blut voll und trunken werden wird. Denn sie müßen dem Herrn Herrn Zebaoth ein Schlachtopfer werden im Land gegen Mitternacht, am Wasser Phrath. 11. Gehe hinauf gen * Gilead und hohle Salbe, Jungfrau, Tochter aus Egypten; aber es ist umsonst, daß du viel arzneyest; du wirst doch nicht heil. ' <. 8/ 22. 12. Deine Schande ist unter die Heiden erschollen , deines Heulens ist das Land voll: denn ein Held fällt über den andern, und liegen beyde mit einander darnieder. 13. Dieß ist das Wort des Herrn, das er zu dem Propheten Jeremia redete, da Nebucad- Nezar, der König zu Babel, daher zog, Egyp- Lenland zu schlagen: 14. Verkündiget es in Egypten, und saget es an zu Migdal; saget es an zu Nvph und Thach- panhes , und sprechet: Stelle dich zur Wehre; denn das Schwert wird fressen, was um dich her ist. 15. Wie geht es zu, daß deine Gewaltigen zu Boden fallen und mögen nicht bestehen? Der Herr hat sie so gestürzt. io. Erwacht, daß ihrer viele fallen, daß Einer mit dem Andern darnieder liegt. Da sprachen sie: Wohlauf, laßt uns wieder zu unserm Volk ziehen Wider die Philister. 729 Ieremi a 46. 47. 48. Wider Egypten. ziehen in unser Vaterland vor dem Schwert des Tyrannen. 17. Daselbst schrie man ihnen nach: Pharao, der König in Egypten, liegt; er hat sein Gezelt gelassen. is. So wahr als ich lebe, spricht * der König, der Herr Zebaoth heißt, er wird daher ziehen, so hoch, wieder Berg Thabor unter den Bergen ist, und wie der Carmel am Meer ist. * Ps. 24, 10. is. Nimm dein Wandergeräthe, du Einwohnerin«, Tochter Egypten; denn Noph wird wüste und verbrannt werden, daß Niemand darinnen wohnen wird. 20. Egypten ist ein sehr schönes Kalb, aber es kommt von Mitternacht der Schlächter. 21. Und Taglöhner, so darinnen wohnen, find auch wie gemästete Kälber; aber fie müßen fich dennoch wenden, flüchtig werden mit einander, und werden nicht bestehen; denn * der Tag ihres Unfalls wird über fie kommen, uähmlich die Zeit t ihrer Heimsuchung. *c. 30,31. -j-Hos. s, 7 . 22. Sie fahren daher, daß der Harnisch prasselt , und kommen mit Heerskraft , und bringen Aexte über fie, wie die Holzhauer. 23. Dieselbigen werden hauen also in ihrem Walde, spricht der Herr, daß nicht zu zählen ist: denn ihrer ist mehr, weder* Heuschrecken, die niemand zählen kann. ' Nicht. 6 , 3. c. 7,12. 2^. Die Tochter Egyptens steht mit Schanden; denn sie ist dem Volk von Mitternacht in die Hände gegeben. 25. Der Herr Zebaoth, der Gott Israels, spricht: Siehe, ich will heimsuchen den Regenten zu No, und den Pharao, und Egyptensamt seinen * Göttern und Königen, ja Pharao, mit allen, die fich auf ihn verlassen. * c. 43, 12 . Esaj. io, 10 . c. iS, 1. 26 . Daß ich fie gebe in die Hände * denen, die ihnen nach ihrem Leben stehen, und in die Hände NebueadNezars, des Königs zu Babel, und seiner Knechte. Und darnach sollt du bewohnet werden, wie vor Alters, spricht der Herr. * c. 21 , 7. c. 31, 20 . 27. Aber * du, mein Knecht Jakob , fürchte dich nicht, und du, Israel, verzage nicht. Denn stehe, ich will dir aus fernen Landen, und deinem Samen aus dem Lande seines Gefängnisses helfen; daß Jakob soll wiederkommen, und im Frieden seyn, und die Fülle haben, und niemand soll ihn schrecken. * c. 30,10. esaj. 44,2. 28. Darum * fürchte dich nicht, du Jakob, mein Knecht, spricht der Herr; denn Ich bin bey dir. Mit allen Heiden, dahin ich dich verstoßen habe, will ich es ein Ende machen: aber mit dir will ich es nicht ein Ende machen: sondern ich will dich züchtigen mit Maße, auf daß ich dich nicht ungestraft lasse. ' «. 1 , 8. 17. Esaj. 41, 10 . -s- Zer. 30, 11 . Das 47. Capitel. Weissagung wider die Philister, Tyrus und Zido». 1. ^>ieß ist das Wort des Herrn, das zum ^ Propheten Jeremia geschah wider * die Philister, ehe denn Pharao Gaza schlug. * Esaj. 14, 2S. E;cch. 23, 13. 16. Zeph. 2, 3. Zach. 9, 3!. 2. So spricht der Herr: Siehe, es kommen Wasser herauf von Mitternacht, die eine Flnth machen werden; und beydes Land und was darinnen ist, beydes Städte und die, so darinnen wohnen, wegreissen werden ; daß die Leute werden schreyen, und alle Einwohner im Lande heulen, 3. Vor dem Getümmel ihrer starken Rosse, so daher traben, und vor dem Rasseln ihrer Wagen, und Poltern ihrer Räder: daß fich die Väter nicht werden umfehen nach den Kmoern, so verzagt werden fie seyn -L. Vor dem Tage, so da kommt zu verftören alle Philister und auszureuten Tyrus und Zidon, sammt ihren andern Gehülfen. Denn der Herr Wird die Philister, die das Uebrige find aus* der Insel Caphthor , verstören. "Amoss, 7 . 5 . Gaza wird kahl werden, und Aekalon, sammt den Uebrigen in ihren Gründen, verderbet. Wie lange ritzest du dich? 6 . O du Schwert des Herrn, wa-nn willst du doch aufhören? Fahre doch in deine Scheide, und ruhe, und sey stille. 7. Aber wie kannst du aufhören; weil der Herr dir Befehl gethan hat wider Aekalon, und dich wider die Anfurt am Meer bestellet? Das 48. Capitel. Weissagung wider Moab. 1. HAider * Moab. So spricht der Herr Ze- baoth, der Gott Israels: Wehe der Stadt Nebo, denn fie ist zerstöret und liegt elend; Kiriathaim ist gewonnen ; die Feste steht elend, und ist zerrissen. * Esaj. 13 , 1 . 2. Der Trotz Moabs ist aus, den fie an Hecbon hatten: denn man gedenkt Böses wider fie, nähmlich: Kommt, * wir wollen fie ansrotten, daß fie kein Volk mehr seyen. Und du Mad- men, mußt auch verderbet werden; das Schwert wird hinter dich kommen. * Ps n, 4. In. 11, is. Zzrz 730 Wider Jeremias. Moab. 3 . Man höret ein Geschrey zn Horonaim, vom Verstören und großen Jammer. Moab ist zerschlagen, man hört ihre Jungen schreyen. 5 . Denn ste gehen mit Weinen den Weg hinauf gen Lnhith, und die Feinde hören ein Jammer- geschrey den Weg von Horonaim herab, 6. Nähmlich: Hebt euch weg und errettet euer Leben. Aber du wirst seyn, * wie die Heide in der Wüste. * c. 17, 6 . 7. Darum, daß du dich auf deine Gebäude verlassest und auf deine Schatze, sollst D u auch gewonnen werden; und Camos * muß hinaus gefangen wegziehen, sammt seinen Priestern und Fürsten. * 1 Kon. ii/ 7. 8 . Denn der Verstörer wird über alle Städte kommen, daß nicht eine Stadt entrinnen wird. Es sollen beydes die Gründe verderbet, und die Ebene verstöret werden; denn der Herr hat es gesagt. 9. Gebt Moab Federn, er wird ausgehen, als flöge er: und ihre Städte werden wüste liegen, daß Niemand darinnen wohnen wird. 11). Verflucht sey, der des Herrn Werk lässig thut; verflucht sey, der sein Schwert aufhält, daß es nicht Blut vergieße. 11. Moab ist von seiner Jugend auf sicher gewesen und auf seinen Hefen stille gelegen , und ist nie aus einem Faß in das andere gegossen, und nie in das Gefängniß gezogen; darum ist sein Geschmack ihm geblieben, und sein Geruch nicht verändert worden. 12. Darum siehe, spricht der Herr, es kommt die Zeit, daß ich ihnen will Schröter (Boucher) schicken, die sie ansfchroten sollen, und ihre Fässer ausleeren, und ihre l!ägel zerschmettern. 13. Und Moab soll über dem Camos zu Schanden werden; gleichwie * das Haus Israel über Nethel zu Schanden geworden ist, darauf sie sich verließen. ' 1 Ko„. 12,29.30. 1^. Wie * dürft ihr sagen: Wir find die Helden, und die rechten KriegSlente?*Esaj.i 6 , 6 . "15. So doch Moab muß verstöret, und ihre Städte * erstiegen werden, und ihre beste Mannschaft zur Schlachtbank herab gehen müßen, spricht der König, welcher beißt der Herr Ze- baoih. ' <- 1». 16. Denn der Unfall Moabs wird nächstens kommen, und ihr Unglück eilet sehr. 17. Lieber, habt doch Mitleiden mit ihnen, die ihr um sie her wohnet und ihren Nahmen kennet, und sprechet: Wie ist die' starke Ruthe und der herrliche Stab so zerbrochen? * c. - 46 , is. 1 8 . Herab von der Herrlichkeit, du Tochter, die du zu Dibon wohnest, und sitzein der Dürre! Denn der Verstörer Moabs wird zu dir hinauf kommen, und deine Festen zerreissen. 19. Tritt auf die Straße und schaue, du Einwohnerin» Aroer; frage die, so da fliehen und entrinnen, und sprich: Wie geht es? 20. Ach, Moab ist verwüstet und verderbet, heulet und schreyet; sagt es an zu Arnon, daß Moab verstöret sey. 21. Die Strafe ist über das ebene Land gegangen; nähmlich über Holon. * Jahza, Mephaath, * 4 Mos. 21, 23 . 22. Dibon, Nebo, BethDiblathaim, 23. Kiriathaim, BethGamul, BethMeon, 2^. Kirioth, Bazra, und über alle Städte im Lande Moab, sie liegen ferne oder nahe. 25. Das Horn Moabs ist abgehauen und ihr Arm ist zerbrochen, spricht der Herr. 26. Machet sie trunken (denn sie hat sich wider den Herrn erhoben,) daß sie sperren und die Hände ringen müße, auf daß sie auch zum Gespött werde. 27. Denn Israel hat dein Gespött seyn müßen, als wäre er unter den Dieben gefunden: und weil du solches wieder sie redest, sollst du auch weg müßen. 28. O ihr Einwohner in Moab, verlasset die Städte und wohnet in den Felsen; und thut wie die Tauben, so da nisten in den hohlen Löchern. 29. Man hat immer gesagt von dem stolzen Moab, daß er sehr stolz sey , hossärtig, hoch- müthig, trotzig und übermüthig. 30. Aber der Herr spricht: Ich kenne seinen Zorn wohl, daß er nicht so viel vermag; und untersteht sich mehr zu thun, denn sein Vermögen ist. 31. Darum muß ich über Moab heulen, und über das ganze Moab schreyen, und über die Leute zu Kirheres klagen. 32. Ich muß über dich, Jaeser, du Weinstock zu Sibma , weinen, denn deine Reben sind über das Meer gefahren, und bis an das Meer Jaeser gekommen. Der Verstörer ist in deine Ernte und Weinlese gefallen. 33. Freude und Wonne ist aus dem Felde weg und aus dem Lande Moab, und man wird * keinen Wein mehr keltern, der Weintreter wird nicht mehr sein Lied singen; * Esaj. i 6 ,10. , Wider Moab, Ieremia 48. 49. Ammon und Edom. /ZI 3^. Von des Geschreyes wegen zu Hesbon bis gen Eleale , welches bis gen Jahza erschallet, von Zoar an, der dreyjährigen Kuh, bis gen Horonaim; denn auch die Wasser Nimrim sollen versiegen. 35. Und ich will, spricht der Herr, in Moab damit ein Ende machen, daß sie nicht mehr auf den Höhen opfern, und ihren Göttern räuchern sollen. 36. Darum * brummet mein Herz über Moab, wie eine Trompete, und über die Leute zu Kir- heres brummet mein Herz, wie eine Trompete; denn sie haben es Übermacht, darum müßen sie zu Boden gehen. * Esaj. is, n. 37. Alle * Köpfe werden kahl seyn, und alle Bärte abgeschoren, aller Hände zerritzt, und Jedermann wird Säcke anzichen. *Esaj. 3,17. 38. Auf allen Dächern und Gassen, allenthalbenin Moab, wird man klagen: denn ich habe Moab zerbrochen, wie ein unwerthes Gefäß, spricht der Herr. 39. O wie ist sie verderbt, wie heulen sie! Wie schändlich hängen sie die Köpfe! Und Moab ist zum Spott und zum Schrecken geworden allen, so um sie her wohnen. ^0. Denn so spricht der Herr: Siehe, er * fliegt daher wie ein Adler, und breitet seine Flügel aus über Moab. *«.49,22. Kiriath ist gewonnen, und die festen Städte sind eingenommen; und das Herz der Helden in Moab wird zu derselbigen Zeit seyn, 'wie einer Frauen Herz in Kindesnöthen. * c. 30, 6. c. 49, 22 . 24. ^2. Denn Moab muß vertilget werden, .daß sie kein Volk mehr seyn, darum, daß sie sich wider den Herrn erhoben hat. ^z. Furcht, Grube und Strick kommt über dich, du Einwohner in Moab, spricht der Herr. Wer * der Furcht entfliehet, der wird in die Grube fallen; und wer aus der Grube kommt, der wird im Strick gefangen werden; denn ich will über Moab kommen lassen ein Jahr ihrer Heimsuchung, spricht der Herr. * Esaj. 24, 18 . Amos 3/ 19. ^5. Die aus der Schlacht entrinnen, werden Zuflucht suchen zu Hesbon; aber es wird ein Feuer aus Hesbon, und eine Flamme aus Si- hon gehen, welche die Oerter in Moab, und die kriegerischen Leute verzehren wird. ^6. Wehe dir, Moab! verloren'ist das Volk Camos; denn man hat deine Söhne und Töchter genommen, und gefangen weggeführet. * 4 Mos. 21, 29 . ^7. Aber in der zukünftigen Zeit' will ich das Gefängniß Moabs-wenden, spricht der Herr. Das sey gesagt von der Strafe über Moab. * c. 29 , 14. Das 49. Capitel. Weissagung wider etliche andere Völker, der Juden Nachbarn. 1. ?ss?ider ' die Kinder Ammon spricht der Herr also: Hat denn Israel nicht Kinder , oder hat er keinen Erben? Warum besitzt denn Malchom das Land Gad, und sein Volk wohnet in jener Städten ? * Ezech. 2 .. 2. Darum ' siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, daß ich will ein Kriegsgeschrey erschallen lassen über -k Rabbath der Kinder Am- mon, daß sie soll auf einem Haufen wüste liegen, und ihre Töchter mit Feuer angesteckt werden. Aber Israel soll besitzen die, von denen sie besessen waren, spricht der Herr. * Esaj. 39, 6. -j- 3 Mos. 3, 11 . 2 Sam. 12 , 26 . 3. Heule, 0 Hesbon! denn Ai ist verstöret. Schreyet, ihr Töchter Rabba! und ziehet Säcke an, klaget und laufet auf den Mauern herum: Denn Malchom ' wird gefangen weggeführet, sammt seinen Priestern und Fürsten. * -. 48,7. Was trotzest du auf deine Auen? Deine Auen sind versäuft, du ungehorsame Tochter, die du dich auf deine Schätze verlässest, und sprichst in deinem Herzen: Wer darf sich an mich machen? 5. Siehe, spricht der Herr Herr Zebaoth: Ich will Furcht über dich kommen lassen von allen , die um dich her wohnen, daß ein Jeglicher seines Weges vor sich hinaus verstoßen werde, und Niemand sey, der die Flüchtigen sammle. 6. Aber darnach will ich wieder ' wenden das Gefängniß der Kinder Ammon, spricht der Herr. * c. 33, 7. 26 . e. 43, 47. 7. ' Wider Edom. So spricht der Herr Zebaoth: Ist denn keine Weisheit mehr zu Theman? Ist denn kein Rath mehr bey den Klugen? Ist ihre Weisheit so lose ? * Esaj. 21 , 11 . Ezech. 23, 12 . 13. 8. ' Fliehet, wendet euch und verkriechet euch tief, ihr Bürger zu Dedan: denn ich lasse einen Unfall über Esau kommen, die Zeit seiner Heim- lchung. ' v. 30 . 9. Es sollen Weinleser über dich kommen, die dir kein Nachlesen lassen; und Diebe des Nachts sollen über dich kommen, die sollen ihnen genug verderben. 10. Denn Ich habe Esau entblößet und seine Zzzz 2 7Z2 Ieremia 49. Damaskus und Kedar re. Wider Edom, heimlichen Orte geöffnet, daß er sich nicht verstecken kann; sein Same, seine Brüder und seine Nachbarn sind versterbt, daß ihrer keiner mehr da ist. 11. Doch was übrig bleibt von deinen Waisen, denen will Ich das Leben gönnen; und deine Witwen werden auf mich hoffen. 12. Denn so spricht der Herr: Siehe, * diejenigen , so es nicht verschuldet hatten, den Kelch zu trinken, müßen trinken; und Du solltest ungestraft bleiben? Du sollst nicht ungestraft bleiben, sondern du mußt auch trinken. * c. 2-/ 29. i Pet. 1 / 17 . 13 . Denn ich habe bey mir selbst geschworen, spricht der Herr/ daß Bazra soll * ein Wunder, Schmach, Wüste und Fluch werden; und alle ihre Städte eine ewige Wüste. * k. 42, 18. e. 44, 12. Ejech. 5, 12. i^. Ich 'habe gehöret vom Herrn, daß eine Bothschaft unter die Heiden gesandt sey: Sammelt euch und kommt her wider sie, macht euch auf zum Streit. * LiE ». i. is. Denn siehe, ich habe dich gering gemacht unter den Heiden, und verachtet unter den Menschen. 16 . Dein Trotz und deines Herzens Hockmuth hat dich betrogen, weil du in den Felsenklüften wohnest, und hohe Gebirge innen hast. "Wenn du denn gleich dein Nest so hoch machtest, als der Adler; dennoch will ich dich von dannen herunter stürzen , spricht der Herr. * Obadj« v. 4. 17. Also soll Edom wüste werden, ' daß alle die, so vorübergehen, sich wundern und pfeifen werden über alle ihre Plage; * c. 20, iz. 18. Gleichwie * Sodom und Gomorra sammt ihren Nachbarn umgekehret ist, spricht der Herr, daß Niemand daselbst wohnen, noch kein Mensch darinnen Hausen soll. ' 1 Mos. 19,22. Jer. 20, 4 «. 19. Denn siehe, er kommt herauf wie ein Löwe vom stolzen Jordan her imder die feste Hütte; denn ich will ihn daselbst her eilends laufen lassen. Und * wer weiß, wer der Jüngling ist, den ich wider sie rüsten werde? Denn wer ist mir gleich? Wer will mich meistern? Und wer ist der Hirte, der mir widerstehen kann? *«. 20,44. 20. So höret nun den Nathscblag des Herrn , den er über Edom hat, und seine Gedanken, die er über die Einwohner in Theman hak. Was gilt es, ob ' nicht die Hirtenknaben sie schleifen werden, und ihre Wohnung zerstören, * c. 20, 42 . 21. Daß die Erde beben wird, wenn es in einander fällt; und ihr Geschrey wird man am Schilfmeer hören? 22. Siehe, er * fliegt herauf wie ein Adler, und wird seine Flügel ausbreiten über Bazra. Zu derselbigen Zeit wird das Herz der Helden in Edom seyn, wie -k- das Herz einer Frau in Kindesnöthen. *c. 4s, 4o. sc. 2 », 43. Esaj. 21 , 3. 23. * Wider Damaskus. Hemath und Arpad stehen jämmerlich; sie find verzagt, denn sie hören ein böses Geschrey; die am Meer wohnen, find so erschrocken, daß sie nicht Ruhe haben können. * Esaj. 7, 8. «. 17, 1. AmoS 1, 3. 2^. Damaskus ist verzagt, und gibt die Flucht; sie zappelt und ist in Aengsten und Schmerzen, wie eine Frau in Kindesnöthen. 25. Wie? Ist sie nun nicht verlassen, die berühmte und fröhliche Stadt? 26. Darum werden ihre junge Mannschaft auf ihren Gassen darnieder liegen, und alle ihre Kriegsleute untergehen zur selbigen Zeit, spricht der Herr Zebaoth. 27. Und ich will die Mauern zu Damaskus mit Feuer * anstecken, daß es die Palläste BenHa- dads verzehren soll. *Amos i, 4 . 28. Wider Kedar und die Königreiche Hazor, welche NebucadNezar, der König zu Babel, schlug. So spricht der Herr: Wohlauf, ziehet herauf in Kedar, und verstöret die Kinder gegen Morgen. 29. Man wird ihnen ihre Hütten und Herde nehmen; ihre Gezelte, alle Geräthe und Kameele werden sie wegführen ; und man wird schrecklich über sie rufen um und um. 30 . * Fliehet, hebet euch eilends davon, verkriechet euch tief, ihr Einwohner in Hazor, spricht der Herr; denn NebucadNezar, der König zu Babel, hat etwas im Sinn wider euch und meiner euch. * v. 8 . 31 . Wohlauf, ziehet herauf wider ein Volk, das genug hat und sicher wohnet, spricht d^r Herr: sie haben weder Thür noch Riegel, und wohnen allein. 32. Ihre Kameele sollen geraubet, und die Menge ihres Viehes genommen werden; und ich will sie zerstreuen in alle Winde, die in den Winkeln wohnen; und von allen Orten her will ich ihr Unglück über sie kommen lassen, spricht der Herr; 33 . Daß Hazor soll eine * Drachenwohnung und eine ewige Wüste werden, daß Niemand Wider Ieremia 49. 50. Babel. 7ZZ daselbst wohne, und kein Mensch darinnen Hause. * 9 / ii. 34. Dieß ist das Wort des Herrn, welches geschah zu Jeremia, dem Propheten, wider Elam im Anfang des Königreichs Zedekia, des Königs Juda, und sprach: 35. So spricht der Herr Zebaoth: Siehe, ich will den Bogen Elams zerbrechen, ihre vornehmste Gewalt; 36 . Und will die vier Winde aus den vier Oertern des Himmels über sie kommen lassen, und will sie in alle dieselbigen Winde zerstreuen, -aß kein Volk seyn soll, dahin nicht Vertriebene aus Elam kommen werden. 37. Und ich will Elam verzagt machen vor ihren Feinden und denen, die ihnen nach ihrem Leben stehen; und Unglück über sie kommen lassen mit meinem grimmigen Zorn, spricht der Herr; und will ' das Schwert hinter ihnen her schicken, bis ich sie aufreibe. *c. s, 16 . 3Ms. 26 , 33 . 38 . Meinen Stuhl will ich in Elam setzen, und will beyde den König und die Fürsten daselbst umbringen, spricht der Herr. 3y. Aber in zukünftiger Zeit will * ich das Ge- fängniß Elams wieder wenden, spricht der Herr. * c. 4s, 47. Das 50. Capitel. Zerstörung Babels. Erlösung des Jüdischen Balls. 1. Aieß ist das Wort, welches der Herr durch ^ den Propheten Jeremia geredet hat, * Wider Babel und das Land der Chaldäer: * Esaj. 13, 1 . k. 14, Jer. 31, 1. 2. Verkündiget unter den Heiden, und laßt erschallen, werft ein Panier auf; laßt erschallen, und verberget es nicht, und sprechet: Babel ist gewonnen. Bel steht mit Schanden, Merodach ist zerschmettert, ihre Götzen stehen mit Schanden, und ihre Götter sind zerschmettert. 3 . Denn es ziehet von Mitternacht ein Volk herauf wider sie, welches wird ihr Land zur Wüste machen, daß Niemand darinnen wohnen wird, sondern beydes Leute und Vieh davon siiehen werden. - 4 . In denselbigen Tagen und zu derselbigen Zeit, spricht der Herr, werden kommen die Kinder Israel, sammt den Kindern Juda, und 'weinend daher ziehen, und den Herrn, ihren Gott, suchen. *c. 31,9. s. Sie werden forschen nach dem Wege gen Zion, daselbst hin sich kehren: * Kommt, und laßt uns zum Herrn fügen mit einem ewigen Bunde, deß nimmermehr vergessen werden soll. * Esaj. 2 , 3. 6. Denn mein Volk ist wie eine verlorne Herde; ihre Hirten haben sie verführet, und auf den Bergen in der Irre gehen lassen, daß sie von Bergen auf die Hügel gegangen sind, und ihrer Hürden vergessen. 7 . Alles, was sie antraf, das fraß sie; und ihre Feinde sprachen: Wir thun nicht unrecht; darum, daß sie sich haben versündiget an dem Herrn, in der Wohnung der Gerechtigkeit, und an dem Herrn, der ihrer Väter Hoffnung ist. 8. * Fliehet aus Babel, und ziehet aus der Chaldäer Lande; und stellet euch als Böcke vor der Herde her. * e. 31, 6 .43. 9. Denn siehe, ich will große Völker mit Haufen aus dem Lande gegen Mitternacht erwecken, und wider Babel herauf bringen, die sich wider sie sollen rüsten , welche sie auch sollen gewinnen; seine Pfeile sind wie eines guten Kriegers, der nicht fehlet. 10. Und das Chaldäer Land soll ein Raub werden , daß alle, die sie berauben, sollen genug davon haben, spricht der Herr; 11. Darum, daß ihr euch deß freuet und rühmet , daß ihr mein Erbtheil geplündert habt, und locket (hüpfty wie die geilen Kälber, und * wiehert wie die starken Gäule. *c. 3 , s. 12. Eure Mutter steht mit großen Schanden, und die euch geboren hat, ist zum Spott geworden ; siehe, unter den Heiden ist sie die geringste, wüste, dürre und öde. 13. Denn vor dem Zorn des Herrn muß sie * unbewohnet und ganz wüste bleiben, daß alle, so vor Babel übergehen, werden sich verwundern, und pfeifen über alle ihre Plage. * c. 9, 11 . c. 49, 17. c. 3l, 37. 14 . Rüstet euch wider Babel umher, alle Schützen, schießet in sie, sparet der Pfeile nicht; denn sie hat wider den Herrn gefündtget. 15. Jauchzet über sie um und um, sie muß sich geben; ihre Grundfesten sind gefallen, ihre Mauern sind abgebrochen. Denn das ist des Herrn Rache; * rächet euch au ihr, thut ihr, wie sie gethan hat. * Off. i«, 6. 1 6 . Rottet aus von Babel, beyde den Säewaun und den Schnitter in der Ernte, daß ein Jeglicher * vor dem Schwert des Tyrannen sich kehre zu seinem Volk, und ein Jeglicher fliehe in sein Land. * c. 46 , i 6 . 17 . Israel hat müßen seyn eine zerstreuete Herde, die die Löwen verscheucht haben. Am 734 Wider Ieremia 50. Babel. ersten fraß sie der König zu Assyrien; darnach überwältigte sie NebueadNezar, der König zu Babel. 18. Darum spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels, also: Siehe, ich will den König zu Babel heimsuchen und sein Land, gleichwie ich den König zu Assyrien heimgesuchet habe. i s. Israel aber will ich wieder heim zu seiner Wohnung bringen, daß sie auf Carmel und Vasan weiden, und ihre Seele auf dem Gebirge Ephraim und Gilead gesättiget werden soll. 20. Zu derselbigen Zeit und in denselbigen Tagen wird man die Missethat Israels suchen, spricht der Herr, aber es wird keine da seyn; und die Sünde Juda, aber es wird keine gefunden werden: denn ich will sie vergeben denen, so ich überbleiben lasse. 21 . Ziehe hinauf wider das Land, das alles verbittert hat; ziehe hinauf wider die Einwohner der Heimsuchung; verheere und verbanne ihre Nachkommen, spricht der Herr; und thue alles, was ich dir befohlen habe. , 22. Es ist ein Kriegsgeschrey im Lande, und großer Jammer. 23. Wie geht es zu, daß der * Hammer der ganzen Welt zerbrochen und zerschlagen ist? Wie geht es zu, daß -l- Babel eine Wüste geworden ist unter allen Heiden? * c. Li/ 20 . -k- Esaj. 13/ 19. 2-L. Ich habe dir gestellet, Babel; darum bist du auch gefangen, ehe du dich es versähest; du bist getroffen und ergriffen, denn du hast dem Herrn getrotzet. 25. Der Herr hat seinen * Schatz aufgethan, und die Waffen seines Zorns hervor gebracht; denn solches hat der Herr Herr Zebaoth in der Chaldäer Lande ausgertchter. * Röm. 2 / s. 26. Kommt her wider sie, ihr vom Ende, öffnet ihre Kornhäuser, werfet sie in einen Haufen, und verbannet sie, daß ihr nichts übrig bleibe. 27. Erwürget alle ihre Rinder, führet sie hinab zur Schlachtbank. Wehe ihnen; denn der Tag ist gekommen, die Zeit ihrer Heimsuchung. 28. Man höret em Geschrey der Flüchtigen, und derer, so entronnen sind aus dem Lande Babel; auf daß sie verkündigen zu Zion die Rache des Herrn, unsers Gottes, und die Rache seines Tempels. 29. Ruft Viele wider Babel, belagert sie um und um, alle Bogenschützen, und laßt keinen davon kommen; * vergeltet ihr, wie sie verdienet hat, wie sie gethan hat, so thut ihr wieder: denn sie hat stolz gehandelt wider den Herrn, den Heiligen in Israel. ' Ps. in/«. 30. Darum soll ihre junge Mannschaft fallen auf ihren Gassen, und alle ihre Kriegsleute untergehen zu derselbigen Zeit, spricht der Herr. 31. Siehe, du Stolzer, ich will an dich, spricht der Herr Herr Zebaoth; denn dein Tag ist g'e- kommen, die Zeit deiner Heimsuchung. 32. Da soll der Stolze stürzen und fallen, daß ihn Niemand auftichte; ich will seine Städte mit Feuer anstecken, das soll alles, was um ihn her ist, verzehren. 33. So spricht der Herr Zebaoth: Siehe, die Kinder Israel, sammt den Kindern Juda, müßen Gewalt und Unrecht leiden; alle, die sie gefangen weggeführet haben, halten sie, und wollen sie nicht los lassen. 3^. Aber ihr Erlöser ist stark, der heißt Herr Zebaoth; der wird ihre Sache so ausführen, daß er das Land bebend, und die Einwohner zu Babel zitternd mache. 35. Schwert soll kommen, spricht der Herr, über die Chaldäer, und über die Einwohner zu Babel, und über ihre Fürsten, und über ihre Weifen. 36. Schwert soll kommen über ihre Weissager, daß sie zu Narren werden. Schwert soll kommen über ihre Starken, daß sie verzagen. 37. Schwert soll kommen über ihre Rosse und Wagen und allen Pöbel, so darinnen ist, daß sie zu * Weibern werden. Schwert soll kommen über ihre Schätze, daß sie geplündert werden. * c. 51/ 30. 38. Trockenheit soll kommen über ihre Wasser, daß sie versiegen: denn es ist ein Eötzenland, und trotzen auf ihre schreckliche Götzen. 39 . Darum sollen * ungeheure Thiere und Vögel darinnen wohnen, und die jungen Straußen; und soll nimmermehr bewohnet werden, und Niemand darinnen Hausen für und für: * Offenb. 18/ 2. ^o. Gleichwie Gott * Sodom und Gomorra sammt ihren Nachbarn umgekehret hat, spricht der Herr, daß Niemand darinnen wohne, noch kein Mensch darinnen Hause. * i Mos. 19 /24. 25 . ^1. Siehe, es kommt * ein Volk von Mitternacht her; viele Heiden und viele Könige werden von der Seite des Landes sich aufmachen. * v. 9. ^ 2 . Die haben Bogen und Schild, sie find grausam und unbarmherzig; ihr Geschrey ist wie das Brausen des Meers; sie reiten auf Wider Babel. Ieremia 50. 51. 735 trunken gemacht hat, ist in der Hand des Herrn. Alle Heiden haben von ihrem Wein getrunken, Rossen, gerüstet wie Kriegsmänner wider dich, du Tochter Babel. 43. Wenn der König zu Babel ihr Gerücht hören wird, so werden ihm die Fäuste entsinken; ihm wird so angst und bange werden, * wie einer Frau in Kindesnöthen. * c. 4«/ 4i. c. 49/ 22.24. ^4. Siehe, er kommt herauf wie ein Löwe vom stolzen Jordan, wider die festen Hütten; denn ich will ihn daselbst her eilends laufen lassen. Und" wer weist, wer der Jüngling ist, den ich wider sie rüsten werde? Denn H wer ist mir gleich? Wer will mich meistern? Und wer ist der Hirte, der mir widerstehen kann? * c. 49/19. -k- Hiob 38/ 2. >45. So höret nun den Rathfchlag des Herrn, den er über Babel hat, und seine Gedanken, die er hat über die Einwohner im Lande der Chaldäer. Was gilt es, ob * nicht die Hirtenknaben sie schleifen werden und ihre Wohnung zerstören? * 49/ 20. >46. Und die Erde wird beben von dem Geschrey, und wird unter den Heiden erschallen, wenn Babel gewonnen wird. Das 51. Capitel. - Di« Weissagung von der Zerstörung Babels wird wicderhshlet und bestätiget. 1. Ao spricht der Herr: Siehe, ich will einen - ^ scharfen Wind erwecken wider Babel, und wider ihre Einwohner, die sich wider mich gesetzt haben. 2. Ich will auch Worfler gen Babel schicken, die sie worfeln sollen und ihr Land ausfegen; die allenthalben um sie seyn werden am Lage ihres Unglücks. 3. Denn ihre Schützen werden nicht schießen, und ihre Geharnischten werden sich nicht wehren können. So verschonet nun ihrer jungen Mannschaft nicht, verbannet alles ihr Heer. -4. Dast die Erschlagenen da liegen im Lande der Chaldäer, und die Erstochenen auf ihren Gaffen. s. Denn Israel und Juda sollen nicht "Witwen von ihrem Gott, dem Herrn Zebaoth, gelassen werden. Denn jener Land hat sich hoch der- schuldet am Heiligen in Israel. * M. 14/ is. 6. "Fliehet aus Babel, damit ein Jeglicher seine Seele errette, daß ihr nicht unrergehet in ihrer Missethat. Denn dieß ist die Zeit der Rache des Herrn, der ein Vergelter ist, und will sie'bezahlen. * c. 20/ 8. Ossmb. 18 / 4. ff Esgj. 34/ 8. 7. Der goldene Kelch zu Babel, der alle Welt darum sind die Heiden so toll geworden. 8. Wie plötzlich ist " Babel gefallen und zerschmettert! Heulet über sie; nehmet auch Salben zu.ihren Wunden, ob sie vielleicht möchte heil werden. " Off. i»/ 2. 9. Wir heilen Babel , aber sie will nicht heil werden. So laßt sie fahren, und laßt uns ein Jeglicher in sein Land ziehen. Denn " ihre Strafe reicht bis an den Himmel, und langet hinauf bis an die Wolken. " Off. i?/ 2. t o. Der Herr hat unsere Gerechtigkeit hervor gebracht. " Kommt, laßt uns zu Zion erzählen die Werke des Herrn, nnsers Gottes. * Ps. 66 /is. 11. Ja, poliret nun die Pfeile wohl und rüstet die Schilde. Der Herr hat den Muth der Könige in Meden erweckt. Denn seine Gedanken stehen wider Babel, daß er sie verderbe: denn " dieß ist die Rache des Herrn, die Rache seines Tempels. * c. 20/ 28. 12. Ja, stecket nun Panier auf die Mauern zu Babel, nehmet die Wache ein, setzet Wächter, bestellet die Huth: denn der Herr gedenket etwas, und wird auch thuu, was er wider die Einwohner zu Babel geredet hat. 13. Die du " an großen Wassern wohnest, und große Schätze hast; dein Ende ist gekommen, und dein Geitz ist aus. " Off. i'/1. 14. Der Herr Zebaoth hat" bey seiner Seele geschworen: Ich will dich mit Menschen füllen, als wären es Käfer, die sollen dir ein Liedlein siNgett. "D---F6/8. iZ. Der die" Erde durch seine Kraft gemacht hat, und den Weltkreis durch seine Weisheit bereitet, und den Himmel ordentlich zugerichtet. * 1 Mos. 1/ 6. Jcr. 10, 12 . 16. Wenn " er donnert, so ist da Wasser die Menge unter dem Himmel; er ziehet die Nebel auf vom Ende der Erde; er macht die Blitze im Regen, und läßt den Wind kommen aus heimlichen Oertern. " c. io, 13. 17. " Me Menschen sind Narren mit ihrer Kunst, und alle ff Goldschmiede stehen mit Schanden mit ihren Bildern; denn ihre Götzen sind Trü- gerey, und haben kein Leben. * Jer. 10 / 14. ff Esaj. 44/ 9. 11 . 18. Es ist eitel nichts, und verführifches Werk; sie müßen mukommen, wenn sie heimgesucht werden. 19. Aber also ist Der nicht, der " Jakobs Schatz ist; sondern der alle Dinge schafft, der 7Z6 Wider Ieremia 51. Babel. ist es; und Israel ist die Ruthe seines Erbes. Er heißt Herr Zebaoth. * c. 10,16. 20. Du bist mein* Hammer, meine Kriegswaffen ; durch dich habe ich die Heiden zerschmissen und die Königreiche zerstöret. * e. -o, 23. 21. Ich * will deine Rosse und Reiter zerschei- tern; ich will deine Wagen und Fuhrmänner zerschmeissen; * c. n, 37. 22. Ich will deine Männer und Weiber zerschmeißen ; ich will deine Alten und Jungen zerschmeissen; ich will deine Jünglinge und Jungfrauen zerschmeissen; 23. Ich will deine Hirten und Herde zerschmeissen ; ich will deine Bauern und Joch zerschmeissen; ich will deine Fürsten und Herren zerschmeissen. 2 > 4 . Denn ich will Babel und allen Einwohnern der Chaldäer * vergelten alle ihre Bosheit, die sie an Zion begangen haben vor euern Augen, spricht der Herr. * e. -o, 29. 2 TM 2, s. 25 . Siehe, ich will an dich, du schädlicher Berg, der du alle Welt verdirbst, spricht der Herr; ich will meine Hand über dich strecken, und dich von den Felsen herab wälzen, und will einen verbrannten Berg aus dir machen. 26. Daß man weder Eckstein noch Grundstein aus dir nehmen könne; sondern eine ewige Wüste sollst du seyn, spricht der Herr. 27. Werfet Panier auf im Lande, blaset die Posaunen unter den Heiden, heiliget die Heiden wider sie; ruft wider sie die Königreiche * Ararat, Meni und Ascenas; bestellet Hauptleute wider sie; bringet Rosse herauf, wie siatternde Käfer. * 1 3,4. Esaj. 37, 38 . 28. Heiliget die Heiden wider sie, nähmlich die Könige aus Meden, sammt allen ihren Fürsten und Herren, und das ganze Land ihrer Herrschaft, 29. Daß das Land erbebe und erschrecke: denn die Gedanken des Herrn wollen erfüllet werden wider Babel, daß er das Land Babel zur Wüste mache, darinnen Niemand wohne. 30. Die Helden zu Babel werden nicht zu Felde ziehen dürfen, sondern müßen in der Festung bleiben. Ihre Stärke ist aus und sind Weiber geworden; ihre Wohnungen sind ange- steckt, und ihre Riegel zerbrochen. 3t. Es läuft hier Einer und da Einer dem Andern entgegen, und eine Bothschaft begegnet hier und da der andern, dem Könige zu Babel anzusagen , daß seine Stadt gewonnen sey bis ans Ende, 32. Und die Furt eingenommen, und die Seen ausgebrannt sind, und die Kriegsleute seyn blöde geworden. 33. Denn also schrickt der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Die Tochter Babel ist wie eine Tenne, wenn man darauf drischst; es wird ihre Ernte gar schier kommen. 32,. NebueadNezar, der König zu Bassel, hat mich gefressen und umgebracht, er hat aus mir ein leeres Gefäß gemacht, er hat mich verschlungen wie ein Drache, er hat seinen Bauch gefüllet mit meinem Niedlichsten, er hat mich verstoßen. 35. Nun aber findet sich über Babel der Frevel an mir begangen, und mein Fleisch, spricht die Einwohnerin« zu Zion, und mein Blut über die Einwohner in Chaldäa, spricht Jerusalem. 36 . Darum spricht der Herr also: Siehe, ich will dir deine Sache ausführen und dich rächen; ich will ihr Meer austrocknen, und ihre Brunnen versiegen lassen. 37. Und Babel soll * zum Steinhaufen und zur ^ Drachenwohnung werden, zum Wunder und zum Anpfeiftn, daß Niemand darinnen wohne. * c. 9/ 11. c. 30/ 13. -s- c. 10/ 22. 38 . Sie sollen mit einander brüllen, wie die Löwen, und schreyen wie die jungen Löwen. 39. Ich will sie mit ihrem Trinken in die Hitze setzen, und will sie trunken machen, daß sie fröhlich werden, und einen ewigen Schlaf schlafen, von dem sie nimmermehr aufwachen sollen, spricht der Herr. ^0. Ich will sie herunterführen, wie* Lämmer zur Schlachtbank, wie die Widder mit den Böcken. " Esaj. 33/ 7. ^1. Wie ist * Sesach so gewonnen, und die Berühmte in aller Welt so eingenommen? Wie ist Babel so zum Wunder geworden unter den Heiden? * c. 23/ 26. ^2. Es ist ein Meer über Babel gegangen; und sie ist mit desselbigen Wellen Menge bedeckt. ^ 3 . Ihre Städte find zur Wüste, und zr, einem dürren öden Lande geworden; zum Lande, da Niemand innen wohnet, und da kein Mensch innen wandelt. >L> 4 . Denn ich habe den Bel zu Babel heimgesucht, und habe aus seinem Racken gerissen, das er verschlungen hatte; und sollen die Heiden nicht mehr zu ihm laufen: denn es sind auch die Mauern zu Babel zerfallen. > 45 . Ziehet * heraus, mein Volk, und errette ein Jeglicher seine Seele, vor dem grimmigen Zorn des Herrn. * c. -o, k. Offmb. i«, 4 . >46. Euer Babel. 73/ Wider Irre m -46. Euer Herz möchte sonst weich werden und verzagen vor dem Geschrey, das man im Lande hören wird. Denn es wird ein Geschrey im Jahr gehen/ und nach demselbigen im andern Jahr auch ein Geschrey über Gewalt im Lande, und wird ein Fürst wider den andern seyn. ^7. Darum siehe, es kommt die Zeit, daß ich die Götzen zu Babel heimsuchen will, und ihr ganzes Land zu Schanden werden soll, und ihre Erschlagene darinnen liegen werden. -48. * Himmel und Erde, und alles, was darinnen ist, werden jauchzen über Babel, daß ihre Verstörer von Mitternacht gekommen sind, spricht der Herr. *Off. i«, 20 . -49. Und wie Babel in Israel die Erschlagenen gefallet hat, also sollen zu Babel die Erschlagenen gefallet werden im ganzen Lande. so. Sie ziehet nun hin, die ihr dem Schwert entronnen seyd, und säumet euch nicht. Gedenket des Herrn in fernem Lande, und laßt euch Jerusalem im Herzen seyn. 51. Wir waren zu Schanden geworden, da wir die Schmach hören mußten, und die Schande unser Angesicht bedeckte; da die Fremden über das Heiligthum des Hauses des Herrn kamen. 52. Darum siehe, die Zeit kommt, spricht der Herr, daß ich ihre Götzen heimsuchen will, und im ganzen Lande sollen die tödtlich Verwundeten seufzen. 53. Und wenn Babel * gen Himmel stiege, und ihre Macht in der Höhe fest machte; so sollen doch Verstörer von mir über sie kommen, spricht der Herr. * e. 49 , 16 . 5^. Man hört ein Geschrey zu Babel, und einen großen Jammer in der Chaldäer Lande. 55. Denn der Herr verstöret Babel; er verderbet sie mit solchem großen Geschrey und Getümmel, daß ihre Wellen brausen, wie die großen Wasser. 66. Denn es ist über Babel -er Verstörer gekommen, ihre Helden weiden gefangen, ihre Bogen werden zerbrochen; denn der Gott der Rache, der Herr, bezahlet sie. 57. Ich will ihre Fürsten, Weisen, Herren und Hauptleute und Krieger ' trunken machen, daß sie einen ewigen Schlaf sollen schlafen, davon sie nimmermehr aufwachen, spricht -l- der König, der da heißt Herr Zebaoth. * v. 39 . 1 - Ps. 21, 10. 53. So spricht der Herr Zebaoth : Die Mauern der großen Babel sollen untergraben, und ihre hohe Thore mit Feuer angesteckt werden; daß i a 51. 52. der Heiden Arbeit verloren sey, und verbrannt werde, was die Völker mit Mühe erbauet haben. 59. Dieß ist das Wort, das der Prophet Je- remia befahl Seraja, dem Sohne Nerja, des Sohnes Mahsea, da er zog mit Zedekia, dem Könige in Juda, gen Babel, im vierten Jahr seines Königreichs. Und Seraja war ein fried- samer Fürst. 60. Und Jeremia schrieb alles das Unglück, so über Babel kommen sollte, in ein Buch, nähmlich alle diese Worte, die wider Babel geschrieben sind. 61. Und Jeremia sprach zu Seraja: Wenn du gen Babel kommst, so schaue zu und lies alle diese Worte, 62. Und sprich: Herr, Du hast geredet wider diese Stätte, daß du sie willst ausrotten, daß Niemand darinnen wohne, weder Menschen noch Vieh, sondern ewiglich wüste sey. 63. Und wenn du bas Buch hast ausgelesen; so binde einen * Stein daran, und wirf es in den Phrath , * Off. i», 21 . 6-4. Und sprich: Also soll Babel versenkt werden und nicht wieder aufkommen von dem Unglück, das Ich über sie bringen will, sondern vergehen. So ferne hat Jeremia geredet. Das 52. Capitel. Zerstörung der Stadt Jerusalem. Jojachins Erhöhung. 1. Hedekia * war ein und zwanzig Jahre alt, da er König ward, und regierete eilf Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Hamutai, eine Tochter Jeremia zu Libna. *e. 37 , 1. 2 Kön. 21 / 18. 2 Chr. 36 / 10. 11. 2. Und that, das dem Herrn übel gefiel, gleichwie Jojakim gethan hatte. 3. Denn es ging des Herrn Zorn über Jerusalem und Juda, bis er sie von seinem Angesicht verwarf. Und Zedekia fiel ab * vom Könige zu Babel. ' 2 Kön. 24 / 20. Lzcch. 17 , 15 . Aber im * neunten Jahr seines Königreichs, am zehnten Tage des zehnten Monaths, kam NebucadNezar, der König zu Babel, sammt allem seinem Heer wider Jerusalem, und belagerten sie, und machten eine Schanze rings umher. - 2 KöN. 25/ 1. 5. Und blieb also die Stadt belagert bis ins eilfte Jahr des Königs Zedekia. 6. Aber am neunten Tage des vierten Monaths nahm der Hunger überhand in der Stadt, und hatte das Volk vom Lande nichts mehr zu essen. Aaaaa 7Z8 Jerusalem erobert. Ieremia 52. Tempel verbrannt. 7 . Da brach man in die Stadt; und alle Kriegsleute gaben die Flucht, und zogen zur Stadt hinaus bey der Nacht, des Weges zum Thor zwischen den zwo Mauern , zum Garten des Königs. Aber die Chaldäer lagen um die Stadt her. 8. Und da diese zogen des Weges durch das Feld, jagte der Chaldäer Heer dem Könige nach, und ergriffen Zedekia in dem Felde bey Jericho ; da zerftreuete sich alles sein Heer von ihm. 9. Und sie fingen * den König und brachten ihn hinauf dem Könige zu Babel gen Riblath , die im Lande Hemath liegt: der sprach ein Urtheil über ihn. "3 Ms. 28, 36 . 10. Allda * ließ der König zu Babel die Kinder Zedekia vor seinen Augen erwürgen/ und er- würgete alle Fürsten Juda zu Riblath. * c. 39 , 6 . 7 . i i. Aber Zedekia ließ er die * Augen ausfte- chen/ und ließ ihn mit zwo Ketten binden; und führete ihn also der König zu Babel gen Babel / und legte ihn in das Gefängniß/ bis daß er starb. *2Kö„.2L, 7. 12. Am zehnten Tage des fünften Monaths/ welches ist das neunzehnte Jahr NebucadNezars, des Königs zu Babel, kam NebusarAdan, der Hauptmann, der stets um den König zu Babel war / gen Jerusalem; 13. Und * verbrannte des Herrn Haus/ und des Königs Haus/ und alle Häuser zu Jerusalem; alle große Häuser verbrannte er mit Feuer. * c. 39, 8 . 1^. Und das ganze Heer der Chaldäer, so bey dem Hauptmanne war / rissen um alle Mauern zu Jerusalem rings umher. is. Aber das arme Volk/ und andere Volk/ so noch übrig war in der Stadt / und die zum Könige zu Babel fielen, und das übrige Hand- werksvolk führete NebusarAdan, der Hauptmann, gefangen weg. 16. Und vom armen Volk auf dem Lande ließ NebusarAdan, der Hauptmann, bleiben Weingärtner und Ackerleute. 17. Aber die * ehernen Säulen am Hause des Herrn, und das Gestühle, und das eherne Meer am Hause des Herrn, zerbrachen die Chaldäer; und führeten alles das Erz von denselbigen gen Babel. * 27,19. 18. Und die Kessel, Schaufeln, Messer, Becken , Kellen und alle eherne Gefäße, die man im Gottesdienst pflegte zu gebrauchen, nahmen sie weg. 19. Dazu nahm der Hauptmann, was golden und silbern war, an Bechern, Räuchtöpfen, Becken, Kesseln, Leuchtern, Löffeln und Schalen ; 20. Die zwo Säulen, das einzelne Meer; die zwölf eherne Rinder, die anstatt des Gestühles standen, welche der * König Salomo hatte lassen machen zum Harrst des Herrn. Alles dieses Geräthes Erz war unermeßlich viel. * 1 Kön. 7 , 23. 21. Der * zwo Säulen aber war eine jegliche achtzehn Ellen hoch, und eine Schnur zwölf Ellen lang reichte um sie her, und war vier Finger dick, und inwendig hohl; * 1 Kön. 7, 13. 2 Kön. 23, 17. 2 Chr. 3, 13. 22. Und stand auf jeglicher ein eherner Knauf fünf Ellen hoch, und Reift, und Granatäpfel waren an jeglichem Knauf rings umher, alles ehern; und war eine Säule wie die andere, die Granatäpfel auch. 23 . Es waren der Granatäpfel sechs und neunzig daran, und aller Granatäpfel waren hundert an einem Reif rings umher. 2^. Und der Hauptmann nahm den Priester Seraja aus der ersten Ordnung , und den Priester Zephanja aus der andern Ordnung, und drey Thorhüt her; 25 . Und 'Einen Kämmerer aus der Stadt, welcher über die Kriegslcute gesetzt war; und sieben Männer, welche um den König feyn mußten , die in der Stadt gefunden wurden; dazu Sopher, den Heerfürsten, der das Landvolk zu mustern pflegte; dazu sechzig Mann Landvolk, so in der Stadt gefunden wurden: *2K°n.23, 19 . 26. Diese nahm ' NebusarAdan, der Haupt- mann, und brachte sie dem König zu Babel gen Riblath. *2 Kön. 23 , 20 . 27 . Und * der König zu Babel schlug sie todt zu Riblath, die im Lande Hemath liegt. Also ward Juda aus seinem Lande weggcführet. * 2 Kön. 23, 21 . 28. Dieß ist das Volk, welches NebucadNezar weggeführet hat; nähmlich im siebenten Jahr, drey tausend und drey und zwanzig Juden; 29. Im achtzehnten Jahr aber des NebucadNezar , acht hundert untnzwey und dreyßig Seelen aus Jerusalem. 30. Und im drey und zwanzigsten Jahr des NebucadNezar führete NebusarAdan, der Hauptmann , siebenhundert und fünf und vierzig Seelen weg aus Juda. Aller Seelen sind vier tausend und sechs hundert. 31. Aber im sieben und dreyßigften Jahr, nachdem Jojachin, der König zu Juda, weg- _ Des Jüdischen VolksKlag lieder 1. Jammerstand. 739 gefähret war, am fünf und zwanzigsten Tage 33 . Und wandelte ihm seines Gefängnisses Kleides zwölften Monaths, erhob EvilMerodach, der, daß er * vor ihm aß stets sein Lebenlang. der König zu Babel, im Jahr, da er König * 2 Sam. 9,7. ward, das Haupt Jojachins, des Königs Juda, 34 . Und ihm ward stets seine Unterhaltung und ließ ihn aus dem Gefängniß ; vom Könige zu Babel gegeben, wie es ihm Verbund * redete freundlich mit ihm; und setzte ordnet war, sein ganzes Lebenlang, bis an seinen Stuhl über der Könige Stühle, die bey sein Ende, ihm zu Babel waren; * 1 Mos. 34,3. Die Klaglieder I e r e m i ä. Das 4. Capitel. Des Jüdischen Volks Zammerstand. 1. ^Hie liegt die Stadt so wüste, die voll -xD Volks war? Sie ist wie eine Witwe. Die eine Fürstinn unter den Herden und eine Königinn in den Ländern war, muß nun dienen. 2. Sie weinet des Nachts, daß ihr die Thrakien über die Backen laufen; es ist ' Niemand unter allen ihren Freunden, der sietröste; alle ihre Nächsten verachten sie, und sind ihre Feinde geworden. * Ps. 69 / 21. 3 . Juda ist gefangen im Elend, und schweren Dienst; sie wohnet unter den Heiden, und findet keine Ruhe; alle ihre Verfolger halten sie übel. 4 . Die Straßen gen Zion liegen wüste, weil Niemand auf kein Fest kommt, alle ihre Thore stehen öde, ihre Priester seufzen, ihre Jungfrauen sehen jämmerlich; und sie ist betrübt. 5 . Ihre Widersacher schweben empor, ihren Feinden gehet es wohl; denn der Herr hat sie voll Jammer gemacht, um ihrer großen Sünden willen; und find ihre Kinder gefangen vor dem Feinde hingezogen. 6 . Es ist von der Tochter Zion aller Schmuck dahin. Ihre Fürsten sind wie die Widder, die keine Weide finden, und matt vor dem Treiber hergehen. 7 . Jerusalem denkt in dieser Zeit, wie elend und verlassen sie ist, und wie viel Gutes fie von Alters her gehabt hat; weil alles ihr Volk darnieder liegt unter dem Feinde, und ihr Niemand hilft; ihre Feinde sehen ihre Lust an ihr, und spotten ihrer Sabbathen. 8 . Jerusalem hat sich versündiget, darum muß fie seyn, wie ein unreines Weib. Me, die sie ehrten, verschmähen fie jetzt, weil fie ihre Scham sehen; sie aber seufzet, und ist zurück gekehret. 9 . Ihr Unflath klebet an ihrem Saum. Sie hätte nicht gemeiner, daß es ihr zuletzt so gehen würde; sie ist ja zu gräulich herunter gestoßen, und hat dazu Niemand, der sie tröstet. Ach Herr, siehe an mein Elend; denn der Feind pranget sehr. 10. Der Feind hat seine Hand an alle ihre Kleinodien gelegt; denn sie mußten zusehen, daß die Heiden in ihr Heiligthum gingen, * davon du gebothen hast, fie sollten nicht in deine Gemeine koMMeN. "3 Mos. 23 , 3 . 11. Alles ihr Volk seufzet, und gehet nach Brot; sie geben ihre Kleinodien um Speise, daß fie die Seele laben. Ach Herr, siehe doch und schaue, wie schnöde ich geworden bin. 12. Euch sage ich allen, die ihr vorüber gehet: Schauet doch und sehet, ob irgend ein Schmerz sey, wie mein Schmerz, der mich getroffen hat. Denn der Herr hat mich' voll Jammer gemacht am Tage seines grimmigen Zorns. * Ps. «s, 4 . 13. Er hat ein Feuer aus der Höhe in meine Beine gesandt, und dasselbige lassen walten. Er hat meinen Füßen ein Netz geftellet, und mich zurück geprellet; er hat mich zur Wüste gemacht, daß ich täglich trauern muß. 14 . Meine schwere Sünden sind durch seine Strafe erwachet, und mit Haufen mir auf den Hals gekommen, daß mir alle meine Kraft vergehet. Der Herr hat mich also zugerichtet, daß ich nicht aufkommen kann. i Z. Der Herr hat zertreten alle meine Starken, so ich hatte; er hat über mich ein Fest ausrufen lassen, meine junge Mannschaft zu verderben. Der Herr hat der Jungfrau Tochter Juda eine Kelter treten lassen. 16. Darum "weine ich so, und meine beyden Augen fließen mit Wasser, daß der-k Tröster, der meine Seele sollre erquicken ferne von mir ist. Meine Kinder sind dahin, denn der Feind hat die Oberhand gekriegt. " s-r. ii, 17. 1- Ps. 69 ,21. 17. Zion streckt ihre Hände aus; und ist doch Aaaaa 2 -er Tochter Zion. 7M Klage über das Elen- Kl 6 gli < Niemand, der sie tröste: denn der Herr hat rings um Jakob her seinen Feinden gebothen, daß Jerusalem muß zwischen ihnen seyn, wie ein unreines Weib. 18 . Der Herr ist gerecht; denn ich bin seinem Munde ungehorsam gewesen. Höret, alle Volker, und schauet meinen Schmerz; meine Jungfrauen und Jünglinge sind in das Gefänguiß gegangen. 19. Ich rief meine Freunde an, aber sie haben mich betrogen; meine Priester und Aeltesten in der Stadt sind verschmachtet, denn sie * gehen nach Brot, damit sie ihre Seele laben. * Ps. 37/ 23. 20. Ach Herr, siehe doch, wie*bange ist mir, Laß mir es im Leibe davon wehe thut! Mein Herz wallet mir in meinem Leibe, denn ich bin hoch betrübt. Draußen hat mich das Schwert, und im Hause hat mich der Tod zur Witwe gemacht. * Ps. 23/17. Huc. 21 / 26 . 21. Man höret es wohl, daß ich,seufze; und habe doch * keinen Tröster: alle meine Feinde hören mein Unglück, und freuen sich; das machst Du. So laß doch den Tag kommen, den du ausruftst, daß es ihnen gehen soll wie mir. * Ps 69/ 21. 22. Laß alle ihre Bosheit vor dich kommen, und richte sie zu, wie du mich um aller meiner Missethat willen zugerichtet hast; denn meines Seufzens ist viel, und mein Herz ist betrübt. Das 2. Capite l. TrmMgesang über die gänzliche Niederlage der Tochter Zion. 1. AAie hat der Herr die Tochter Zion mit seinem Zorn überschüttet! Er hat die Herrlichkeit Israels vom Himmel auf die Erde geworfen. Er hat nicht gedacht an seinen * Fußschemel, am Tage seines Zorns. * GM. 7,49. 2. Der Herr hat alle Wohnungen Jakobs ohne Barmherzigkeit vertilget; er hat die Festen der Tochter Juda abgebrochen in seinem Grimm und gefchleifet; er hat entweihet beydes ihr Königreich und ihre Fürsten; 3. Er hat alles Horn Israels in seinem grimmigen Zorn zerbrochen; er hat seine rechte Hand hinter sich gezogen, da der Feind kam; und hat in Jakob ein ' Feuer angeftcckt, das^rmher verzehret; * Jcr. 17 , 27 . -j. Er hat * seinen Bogen gespannet, wie ein Feind; seine rechte Hand hat er geführet, wie ein Widerwärtiger, und hat erwürget alles, der 1. 2. was lieblich anzusehen war, und seinen Grimm wie ein Feuer ausgeschüttet in der Hütte der Tochter Zion. * Ps. 7 /13. s. Der Herr ist gleich wie ein Feind; er hat vertilget Israel, er hat vertilget alle ihre Palläste und hat seine Festen verderbet; er hat der Tochter Juda viel Klagen und Leiden gemacht; 6. Er hat seine Gezelte zerwühlet, wie einen Garten, und seine Wohnung verderbet. Der Herr hat zu Zion beyde Feyertag und Sabbath lassen vergessen, und in seinem grimmigen Zorn beyde König und Priester schänden lassen. 7 . Der Herr hat seinen Altar verworfen, unfein Heiligthum verbannet; er hat die Mauern ihrer Palläfte in des Feindes Hände gegeben, daß sie im Hause des Herrn geschrien haben, wie an einem Feyertage. 8. Der Herr hat gedacht zu 'verderben die Mauern der Tochter Zion; er hat die Richtschnur darüber gezogen und seine Hand nicht abgewendet, bis er sie vertilget; die Zwinger stehen kläglich, und die Mauer liegt jämmerlich. 9 . Ihre Thore liegen tief in der Erde; er hat ihre Riegel zerbrochen und zu Nichte gemacht. Ihre Könige und Fürsten sind unter den Heiden, da sie das Gesetz nicht üben können, und ihre Propheten kein Gesicht vom Herrn haben. 10. Die Aeltesten der Tochter Zion liegen auf der Erde und sind stille, sie werfen Staub auf ihre Häupter und haben Säcke angezogen, die Jungfrauen von Jerusalem hängen ihre Häupter zur Erde. 1Ich "habe schier meine Augen ausgeweinet, daß mir mein Leib davon wehe thut; meine Leber ist auf die Erde ausgefchüttet über dem Jammer der Tochter meines Volks, da die Dänglinge und Unmündige auf den Gassen in der Stadt verschmachteten, 'ger 9,1. 12. Da sie zu ihren Müttern sprachen: Wo ist Brot und Wein? Da sie auf den Gassen in der Stadt verschmachteten, wie die tödtlich Verwundeten , und in den Armen ihrer Mütter den Geist aufgaben. 13. Ach du Tochter Jerusalem, wem soll ich dich vergleichen, und wofür soll ich dich rechnen, du Jungfrau Tochter Zion? Wem soll ich dich vergleichen, damit ich dichtrösten möchte? Denn dein Schade ist groß, wie ein Meer; wer kann dich heilen? 1L. Deine Propheten haben dir lose und Lhö- richte Gesichte geprrdiget, und dir deine Missethat nicht geoffenbaret, damit sie dein Gefängniß Der Juden Trübsal. Klaglie gewehret hätten; sondern haben dir geprediget lose Predigt, damit sie dich zum Lande hinaus predigten. 15. Me, die vorüber gehen,'klappen mit Händen , pfeifen dich an, und t schütteln den Kopf über der Tochter Jerusalem: Ist das die Stadt, von der man sagt, sie sey die allerschönste, der sich das ganze Land freuet? ' Hiob 27, 23. Matth. 27, 39. 16. Alle deine Feinde sperren ihr Maul auf wider dich, pfeifen dich an, blecken die Zähne, und sprechen: Heh! wir haben sie vertilget; das ist der Tag, deß wir haben begehret; wir haben es erlanget, wir haben es erlebt. 17. Der Herr hat gethan,' was er vorhatte; er hat sein Wort erfüllet, das er längst zuvor gebothen hat; er hat ohne Barmherzigkeit zerstöret; er hat den Feind über dich erfreuet, und deiner Widersacher Horn erhöhet. *sM°s.28,i5. 18. Ihr Herz schrie zum Herrn. O du Mauer der Tochter Zion, ' laß Tag und Nacht Thrä- nen herab fließen, wie ein Bach; höre auch nicht auf, und dein Augapfel lasse nicht ab. * Jer. 14, 17. 19. Stehe des Nachts auf, und schreye; schütte dein Herz aus in der ersten Wache gegen den Herrn wie Wasser; hebe deine Hände gegen ihn auf um der Seelen willen deiner jungen Kinder, die vor Hunger verschmachten vorne an allen Gassen. 20. ' Herr, schaue und stehe doch, wen du doch so verderbet Haft! Sollen denn die Weiber ihres Leibes Frucht essen, die jüngsten Kindlein einer Spanne lang? Sollen denn Propheten und Priester in dem Heiligthum des Herrn so erwürget werden? *-.1,20 c.4,10.1-5Mos.23,53. 21. ES lagen in den Gassen auf der Erde Knaben und Alte; meine Jungfrauen und Jünglinge stud durchs Schwert gefallen. Du hast gewürget am Tage deines Zorns, du hast ohne Barmherzigkeit geschlachtet. 22. Du hast meine Feinde umher gerufen, wie auf einen Feyertag; daß Niemand am Tage des Zorns des Herrn entronnen und übergeblieben ist. Die ich ernähret und erzogen habe, die hat der Feind umgebracht. Das 3 . Capitel. Klag - und Trostschrist. 1. ^ch bin ein elender Mann, der die Ruthe "O seines GrimmS sehen muß. 2. Er hat mich geführet und lassen gehen in die Finstsunß, und nicht in das Licht. )er 2 . 3 . J eremia beklagt sein Elend. 741 3 . Er hat seine Han- gewendet wider mich, und handelt gar anders mit mir für und für. Er hat mein Fleisch und Haut alt gemacht, und mein Gebein zerschlagen. 6 . Er hat mich verbauet, und mich mit Galle und Mühe umgeben. 6 . Er hat' mich in die Finsterniß gelegt, wie die Todten in der Welt. ' Ps. 143,3. 7 . Er hat mich vermauert, daß ich nicht heraus kann, und mich in harte Fesseln gelegt. 8. Und wenn ich gleich schreye und rufe, so stopft er die Ohren zu vor meinem Gebeth. 9. Er hat meinen Weg vermauert mit Werkstücken, und meinen Steig umgekehret. 10. Er hat auf mich ' gelauert wie ein Bär, wie ein Löwe im Verborgenen. * Ps. 1»/ 9. 11. Er läßt mich des Weges fehlen. Er hat mich zerftücket, und zu Nichte gemacht. 12. Er' hat seinen Bogen gespannet, und mich dem Pfeil zum Ziel gesteckt. * Ps. 7,13. 13. Er hat aus dem Köcher in meine Nieren schießen lassen. 1^. Ich bin ein * Spott allem meinem Volk, und täglich ihr Liedlein. * Ps. 2, 4 . Ps. 22,7. 15. Er hat mich mit Bitterkeitgesättiget, und mit Wermuth getränket. 16. Er hat meine Zähne zu kleinen Stucken zerschlagen. Er wälzet mich in der Asche. 17. Meine Seele ist aus dem Frieden vertrieben; ich muß des Guten vergessen. 18. Ich sprach: Mein Vermögen ist dahin, und meine Hoffnung am Herrn. 19. Gedenke doch, wie ich so elend und verlassen , mit Wermuth und ' Galle getränket bin. * Matth. 27, 34. 20. Du wirst ja daran gedenken, denn meine Seele sagt mirS. 21. Das nehme ich zu Herzen, darum hoffe ich noch. 22. Die * Güte des Herrn istS, daß wir nicht gar aus find; seine r Barmherzigkeit hat noch kein Ende: * Neh. 9, 31. -s 1 Chr. 22, 13. 23 . Sondern fie ist alle Morgen neu, * und deine Treue ist groß. *Ps. 52 , 3 . 2^. Der Herr ist mein ' Theil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen. * Ps. 16, 5. Ps. 73, 26. 25. Denn der ' Herr ist freundlich dem, der auf ihn harret, und der Seele, die nach ihm fraget. ' Ps- ^ 2 . 742 Güte des Herrn. Klaglieder 3. 4. Jammerlied über der Juden Trübsal. 26. Es ist ein köstliches Ding, geduldig seyn und auf die Hülfe des Herrn hoffen. 27. Es ist ein köstliches Ding einem Manne, daß er das Joch in seiner Jugend trage; 2 8 . Daß ein Verlassener geduldig sey, wenn ihn etwas überfällt; 29. Und seinen Mund in den Staub stecke, und der Hoffnung erwarte; 30. Und lasse sich auf den Backen schlagen, und ihm viel Schmach anlegen. 31. Denn der Herr verstößt nicht ewiglich; 32. Sondern er * betrübet wohl, und erbarmet sich wieder nach seiner großen Güte. * . i, 22. 2. Die edlen Kinder Zions, dem Golde gleich geachtet, wie find sie nun den irdenen Töpfen verglichen, die ein Töpfer macht? 3 . Die Drachen reichen die Brüste ihren Jungen, und saugen sie; aber die Tochter meines Volks muß unbarmherzig seyn, wie ein Strauß in der Wüste. Klaglied Klaglieder L 5. und Gebeth Jeremiä. 743 Dem Säugling klebt seine Zunge an seinem Gaumen vor Durst, die jungen Kinder heischen Brot, und ist Niemand, der es ihnen breche. 5. Die vorhin das Niedlichste aßen, verschmachten jetzt auf den Gassen; die vorhin in Seiden erzogen find, die mäßen jetzt im Koth liegen. 6 . Die Missethat der Tochter meines Volks ist größer, denn die' Sünde Sodoms, die plötzlich umgekehret ward, und kam keine Hand dazu. * 1 Mos 18/ 20 . c. 19/ 4. 7 . Ihre Nazaräi waren reiner, denn derSchnee, und klarer, denn Milch ; ihre Gestatt war röth- licher, denn Korallen, ihr Ansehen war wie Saphir. 8 . Nun aber ist ihre Gestalt so dunkel vor Schwärze, daß man fie auf den Gassen nicht kennet; ihre Haut hänget an den Beinen, und find so dürre als ein Scheit. s. Den Erwürgten durchs Schwert geschah besser, weder denen, so da Hungers starben, die verschmachteten und erstochen wurden vom Mangel der Früchte des Ackers. ,io. Es haben die * barmherzigsten Weiber ihre Kinder selbst mäßen kochen, daß fie zu essen hätten in dem Jammer der Tochter meines Volks. * c. 2, 20. 6 Mos. 28/ LZ. 11. Der Herr hat seinen Grimm vollbracht, er hat seinen grimmigen Zorn ausgeschüttet; er hat zu Zion * ein Feuer angesteckt; das auch ihre Grundfeste verzehret hat. * Jcr. 17 / 27. 12. Es hätten es die Könige auf Erden nicht geglaubt, noch alle Leute in der Welt, daß der Widerwärtige und Feind sollte zum Thor Jerusalems einziehen. 13. Es ist aber geschehen um der Sünde willen ihrer Propheten, und um der Missethat willen ihrer Priester, die darinnen der Gerechten Blut vergossen. 1^. Sie gingen hin und her auf den Gassen, wie die Blinden, und waren mit Blut besudelt, und konnten auch jener Kleider nicht anrühren; 15. Sondern riefen fie an: Weichet ihr Unreinen , weichet, weichet, rühret nichts an. Denn fie scheueten fich vor ihnen und flohen fie, daß man auch unter den Heiden sagte: Sie werden nicht lange da bleiben. 16. Darum hat fie des Herrn Zorn zerstreuet, und will fie nicht mehr ansehen, weil fie die Priester nicht ehreten, und mit den Nettesten keine Barmherzigkeit übten. 17. Noch gafften unsere Augen auf die nichtige Hülfe, bis sie gleich müde wurden; da wir warteten auf ein Volk, das uns doch nicht helfen konnte. 18. Man jagte uns, daß wir auf unfern Gassen nicht gehen durften. Da kam auch unser Ende, unsere Tage find aus, unser Ende ist gekommen. 19. Unsere Verfolger waren schneller, denn die Adler unter dem Himmel; auf den Bergen haben fie uns verfolget, und in der Wüste auf uns gelauert. 20. Der Gesalbte * des Herrn, der unser Trost war, ist gefangen worden, da sie uns verstörten; deß wir uns trösteten , wir wollten unter seinem Schatten leben unter den Heiden. *ser.- 2 , 8 . 11 . 21. Ja, freue dich und sey fröhlich, ' du Tochter Edom, die du wohnest im Lande Uz: denn der 1 Kelch wird auch über dich kommen, du mußt auch trunken und geblößet werden. * Ps. 137/ 7. 1- Jer. -19, 12. 22. Aber * deine Missethat hat ein Ende, du Tochter Zion; er wird dich nicht mehr lassen wegführen: aber deine Missethat, du Tochter Edom, wird er heimsuchen und deine Sünden aufdecken. , * «M. 4 o, 2. Das 5 . Capitel. Jercmiä Gcbcth um Erlösung des übel geplagten Jüdischen Volks. 1. gedenke, Herr, wie es uns gehet; schaue, ^ und stehe an unsere Schmach. 2. Unser Erbe ist den Fremden zu Thei! geworden, und unsere Häuser den Ausländern. 3. Wir find Waisen, imd haben keinen Vater; unsere Mütter sind wie Witwen. Unser eigenes' Wasser mäßen wir um Geld trinken; unser Holz muß man bezahlt bringen lassen. 5. Man treibt uns über Hals; und wenn wir schon müde find, läßt man uns doch keine Ruhe. 6 . Wir haben uns müßen Egypten und Affur ergeben, auf daß wir doch Brot satt zu essen haben. 7. Unsere * Väter haben gefündiget, und find nicht mehr vorhanden; und wir müßen ihre Missethat entgelten. '2Mos.2o,-.Jcr.3i/29.sz,i«/2. 8. Knechte herrschen über uns; und ist Niemand, der uns von ihrer Hand errette. 9. Wir müßen unser Brot mit Gefahr unsers Lebens hohlen vor dem Schwert in der Wüste. 10. Unsere Haut ist verbrannt, wie in einem Ofen, vor dem gräulichen Hunger. 11. Sie haben die Weiber zu Zion geschwachet, und die Jungfrauen in den Städten Juda. 744 Vier Thlere Hesekiel 1. und vier Räder. 12 . Die Fürsten find von ihnen gehenket, und' die Person der Alten hat man nicht geehret. * 3 Mos. 28 , 30. ^ 13. Die Jünglinge haben Mühlsteine müßen tragen, und die Knaben über dem Holztragen straucheln. i^. ES fitzen die Alten nicht mehr unter dem Thor, und die Jünglinge treiben kein Sailenspiel mehr. is. Unsers Herzens Freude hat ein Ende, unser Reigen ist in Wehklagen verkehret. 16 . * Die Krone unsers Haupts ist abgefallen. O wehe, daß wir so gesündiget haben! * Zer. 13, 18 . 17 . Darum ist auch unser Herz betrübt, und unsere Augen sind finster geworden, 18 . Um des Berges Zion willen, daß er so wüste liegt, daß die Fuchse darüber laufen. is. Aber dn, Herr, der du ewiglich bleibest und dein Thron für und für, 20 . Warum * willst du unserer so gar vergessen, und uns die Länge so gar verlassen? * Ps. 13/ 2. 21 . Bringe uns, Herr, wieder zu dir, daß wir wieder heim kommen ; verneuere unsere Tage wie vor Alters. 22 . Denn du hast uns verworfen, und bist allzusehr über uns erzürnet. Der Prophe Das 4. Capitel. Gesicht von Ausbreitung des Reichs Christi durchs Predigtamt. 1. ^m dreyßigsten Jahr, am fünften Tage ^ des vierten Monaths , da ich war unter den Gefangenen am Wasser * Chebar, that sich der Himmel auf, und Gott zeigte mir Gesichte. * c. 10/ 13. 20. 22. 2 . Derselbe fünfte Tag des Monaths war eben im fünften Jahr, nachdem * Jojachin, der König Juda, war gefangen weggeführet. * 2 KV». 2ä, 13. 3. Da geschah des Herrn Wort zu Hesekiel, dem Sohne Bnsi , drs Priesters, im Lande der Chaldäer , am Wasser Chebar; daselbst kam die Hand des Herrn über ihn. Und ich sah, und siehe, es kam ein ungestümer Wind von Mitternacht her mit einer großen Wolke voll Feuer, das allenthalben umher glänzte; und mitten in demselbigen Feuer war es wie Licht Helle; 5. Und * darinnen war es gestaltet wie vier Thiere; und unter ihnen Eines Gestalt, wie ein Mensch ; * -- io, 9. 6. Und ein * Jegliches hatte vier Angesichter und vier Flügel; ' c. io, i< 7. Und ihre Beine standen gerade, aber ihre Füße waren gleich wie runde Füße, und glänzten wie ein hell glattes Erz; 8. Und hatten Menschenhände unter! ihren Flügeln an ihren vier Orten, denn sie hatten alle vier ihre Angesichter, und ihre Flügel; 9 . Und derselbigen Flügel war je einer an dem andern. Und wenn sie gingen , durften sie t Hesekiel. sich nicht herum lenken; sondern wo sie hingingen, gingen sie stracks vor sich. io. Ihre Angesichter zur rechten Seite der Vier waren gleich * einem Menschen und Löwen; aber zur linken Seite der Vier waren ihre Angesichter gleich einem Ochsen und Adler. * Offcnb. st, 7. i i. Und ihre Angesichter und Flügel waren oben her zertheilet, daß je zween Flügel zusammen schlugen, und mit zweyen Flügeln ihren Leib bedeckten. 12 . Wo sie hingingen, da gingen sie stracks vor sich: sie gingen aber, wohin der Wind stand; und durften sich nicht herum lenken, wenn sie gingen. 13. Und die Thiere waren anzusehen, wie feurige Kohlen, die da brennen, und wie Fackeln , die zwischen den Thteren gingen. Das Feuer aber gab einen Glanz von sich, und aus dem Feuer ging ein Blitz. i>l. Die Thiere aber liefen hin und her wie ein Blitz. 15 . Als ich die Thiere so sah, siehe, da stand ein Rad auf der Erde bey den vier Thieren, und war anzusehen wie vier Räder. 16 . Und dieselbigen ' Räder waren wie ein Türkis, und waren alle vier Eins wie das Inders, und sie waren anzusehen, als wäre ein Rad im andern. *«. ic>/9. 17. Wenn sie gehen sollten, konnten sie in alle ihre vier Orte gehen, und durften sich nicht herum lenken, wenn sie gingen. is. Ihre Felgen und Höhe waren schrecklich; und Hesekie! wird berufen Hesekiel 1. 2. 3. und gesandt zu den Gefangenen. 745 und ihre Felgen waren voller Augen um und um an allen vier Rädern. 19. Und wenn die Thiere gingen, so gingen die Räder auch neben ihnen; und wenn die Thiere sich von der Erde empor hoben, so hoben sich die' Räder auch empor. 20. Wo * der Wind hinging, da gingen sie auch hin; und die Räder hoben sich neben ihnen empor, denn es war ein lebendiger Wind in den Rädern. * v. 12. 21. Wenn sie gingen, so gingen diele auch; wenn sie standen, so standen diese auch; und wenn sie sich empor hoben von der Erde, so hoben sich auch die Räder neben ihnen empor: denn es war ein lebendiger Wind in den Rädern. 22. Oben aber über den Thieren war es gleich gestaltet, wie der Himmel, als ein Krystall, schrecklich, gerade oben über ihnen ausgebreitet, 23. Daß unter dem Himmel ihre Flügel einer stracks gegen den andern stand, und eines jeglichen Leib bedeckten zween Flügel. 2^. Und ich hörete die Flügel rauschen, wie große Wasser, und wie ein Getöne des Allmächtigen , wenn sie gingen, und wie ein Getümmel in einem Heer. Wenn sie aber stille standen, so ließen sie die Flügel nieder. 25. Und wenn sie stille standen, und die Flügel niederließen; so donnerte es im Himmel oben über ihnen. 26. Und über dem Himmel, so oben über ihnen war, war* es gestaltet, wie ein Saphir, gleichwie ein Stuhl; und auf demselbigen Snrhl saß Einer , gleichwie ein Mensch gestattet. * Off. 4,3. 27. Und ich sah, und es war wie Licht Helle, und inwendig war es gestattet wie ein Feuer um und um. Von seinen Lenden über sich, und unter sich sah ich es wie Feuer glänzen um und um. 28. Gleichwie der Regenbogen siehst in den Wolken, wenn es geregnet hat; aiso glänzte es um und um. Dieß war das Ansehen der Herrlichkeit des Herrn. Und da ich es gesehen hatte, fiel ich auf mein Angesicht, und hörete Einen* reden. 37. Das 2. Capitel. Des Heftkiels Beruf zum Prophetenamt. 1. Nnd er sprach zu mir: Du Menschenkind, ^ * tritt auf deine Füße, so will ich mit dir reden. * Dan. 10,11. 2. Und da er so mit mir redete, ward ich wieder erquickt, und trat auf meine Füße, und hörete dem zu, der mit mir redete. 3. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, Ich sende dich zu den Kindern Israel, zu dem abtrünnigen Volk, so von mir abtrünnig geworden sind. Sie sammt ihren Vätern haben bis auf diesen heutigen Tag wider mich gethan. Aber die Kinder, zu welchen ich dich sende, haben' harte Köpfe und verstockte Herzen. Zu denen sollst du sagen: So spricht der Herr Herr. * Esaj. 48/ 4. Zer. 3/ 3. 5. Sie * gehorchen oder lassen es. Es ist wohl ein ungehorsames Haus: dennoch sollen sie wissen, daß ein Prophet unter ihnen ist.*c.3/ii.27. 6. Und du Menschenkind, sollst dich vor ihnen nicht fürchten, noch vor ihren Worten fürchten. Es find wohl widerspenstige und stachlichte Dornen bey dir, und du wohnest unter den Scor- piouen: aber du sollst dich nicht fürchten vor ihren Worten, noch vor ihrem Angesicht dich entsetzen; ob sie wohl ein ungehorsames Haus find. 7. Sondern du sollst ihnen mein Wort sagen, sie gehorchen oder lassen es; denn es ist ein ungehorsames Volk. 8. Aber du Menschenkind, höre du, was ich dir sage, und sey nicht ungehorsam, wie das ungehorsame Haus ist. Thue deinen Mund auf, und iß, was ich dir geben werde. 9. Und ich sah, und siehe, da war eine Hand gegen mir ausgeftreckt, die hatte einen zusammen gelegten Brief. 10. Dm breitete sie aus vor mir, und er war beschrieben auswendig und inwendig; und stand darinnen geschrieben: * Klage, Ach und Weh. * Spr. 23/ 29. Das 3. Capitel. Der Prophet wird gen Babel gefnhret. 1. Nnd er sprach zu mir: Du Menschenkind, ^ * iß, was vor dir ist, nähmlich diesen Brief; und gehe hin, und predige dem Hause Israel. * Off. io, s. 2. Da that ich meinen Mund auf, und er gab mir den Brief zu essen, 3. Und sprach zu mir: Du Menschenkind, du mußt diesen Brief, den ich dir gebe, in deinen Leib essen, und deinen Bauch damit füllen. Da aß ich ihn, und er war in meinem Munde so süß, als Honig. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, gehe hin zum Hause Israel und predige ihnen mehl Wort. Bbbbb 7-46 Hesekiel zu den Gefangenen gesandt, Hesekiel 3. stehet die Herrlichkeit Gottes. s. Denn ich sende dich ja nicht zum Volk / das eine fremde Rede und unbekannte Sprache hat, sondern zum Hause Israel: 6. Ja freylich nicht zu großen Völkern, die fremde Rede und unbekannte Sprache haben, welcher Worte du nicht vernehmen könntest. Und wenn ich dich gleich zu denselbigen sendete, würden sie dich doch gern hören. 7. Aber das Haus Israel will dich nicht hören, denn sie wollen mich selbst nicht hören; denn das ganze Haus Israel hat harte Stirnen und verstockte Herzen. k. Aber doch habe ich dein * Angesicht hart gemacht gegen ihr Angesicht, und deine Stirne gegen ihre Stirne. * 8cr. i,1«. <. is, 2s. y. Ja ich habe deine Stirn so hart, als einen Demant, der härter ist, denn ein Fels, gemacht. Darum fürchte dich nicht, entsetze dich auch nicht vor ihnen, daß sie so ein ungehorsames Haus sind. (Anfang des 3. Capitcls.) IO.Und er sprach zn mir: Du Menschenkind , alle meine Worte, die ich dir sage, die fasse mit Herzen, und nimm sie zu Ohren; i i. Und gehe hin zu den Gefangenen deines Volks, und predige ihnen, und sprich zu ihnen: So spricht der Herr Herr; *sie hören es oder lassen es. 7. 12. Und ein Wind hob mich auf, und ich höret? hinter mir ein Getöne, wie eines großen Erdbebens: Gelobet sey die Herrlichkeit des Herrn an ihrem Ort. iS. Und war ein Rauschen von den Flügeln der Lhiere, die sich an einander küsseten; und auch das Rasseln der Räder, so hart bey ihnen waren ; und das Getöne eines großen Erdbebens. i-ä. Da hob ' mich der Wind ans, und führete mich weg. Und ich fuhr dahin, und erschrak sehr; aber des Herrn Hand hielt mich fest. * Gcsch. 8, 39. 15. Und ich kam zu den Gefangenen, die am Wasser Chebar wohneten, da die Mandeln standen, im Monath Abib; und setzte mich bey sie, die da saßen, und blieb daselbst unter ihnen sieben Tage ganz traurig. 16. Und dw die sieben Tage um waren, geschah des Herrn Wort zu mir, und sprach: 17. Du Menschenkind, ' ich habe dich zum Wächter gesetzt über das Haus Israel; du sollst aus meinem Munde das Wort hören, und sie von meinet wegen warnen. n,?. 18. Wenn ich dem Gottlosen sage: Du mußt des Todes sterben; und du warnest ihn nicht, und sagst es ihm nicht, damit sich der Gottlose vor seinem gottlosen Wesen hüthe, auf daß er lebendig bleibe: so wird der Gottlose um feiner Sünde willen sterben; aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern. iy. Wo du aber den Gottlosen warnest, und er sich nicht bekehret von seinem gottlosen Wesen und Wege; so wird er um seiner Sünde willen sterben; aber du hast deine Seele errettet. 20. Und wenn * sich ein Gerechter von seiner Gerechtigkeit wendet, und thut Böses; so werde ich ihn lassen anlaufen, daß er muß sterben. Denn weil du ihn nicht gewarnet Hast, wird er um seiner Sünde willen sterben maßen, und seine Gerechtigkeit, die er gethan hat, wird nicht angesehen werden; aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern. * c. is, 21. 21. Wo du aber den Gerechten warnest, daß er nicht sündigen soll, und er sündiget auch nicht: so soll er leben, denn er hat sich warnen lassen; und du hast deine Seele errettet. 22. Und * daselbst kam des Herrn Hand über mich, und sprach zu mir: Mache dich auf, und gehe hinaus in das Feld, da will ich mit dir reden. * 1, 3. 23. Und ich mackte mich auf, und ging hinaus in das Feld: und siche, da stand die Herrlichkeit des Herrn daselbst, gleichwie ich sie am Wasser Chebar gesehen halte; und ich siel nieder auf mein Angesicht. 2-4. Und ich ward * ergnicket, und trat auf meine Füße. Und er redete mit mir, und sprach zu mir: Gehe hin, und verschließe dich in deinem Hause. ' c. 2/ 2. 25. Und du Menschenkind, siehe, man wird dir Stricke anlegen und dich damit binden, daß du ihnen nicht entgehen sollst. 26. Und ich will dir die Zunge an deinem Gaumen kleben lassen, daß du erftummen sollst, und nicht mehr sie strafen mögest: denn es ist ein ungehorsames Hans. 27. Wenn ich aber mit dir reden werde, will ich vir Len Mund aufthun, daß du zu ihnen sagen sollst:. So spricht der Herr Herr! Wer* es höret, der höre es; wer es läßt, der lasse es: denn es ist ein ungehorsames Hans. *' c. 2. Weissagung wider Jerusalem. Hesek Das 4 . CapLtel. Belagerung der Sta-t Jerusalem vorgebikdet. 1. Nud du Menschenkind, nimm einen Ziegel, ^ den lege vor dich, und entwirf darauf die Stadt Jerusalem; 2. Und mache eine * Belagerung darum, und baue-ein Bollwerk darum, und grabe einen Schutt darum, und mache ein Heer darum, und stelle Böcke rings um sie her. * 2 Kon. 2s, i. 3. Für dich aber nimm eine eiserne Pfanne, die laß eine eiserne Mauer seyn zwischen dir und der Stadt; und richte dein Angesicht gegen sie, und belagere sie. Das sey ein Zeichen dem Hause Israel. Du sollst dich auch auf deine linke Seite legen, und die Missethat des Hauses Israel auf dieselbige legen; so viel Tage du darauf liegest , so lange sollst du auch ihre Missethat tragen. s. Ich will dir aber die Jahre ihrer Missethat zur Anzahl der Tage machen, nahmlich drey hundert und neunzig Tage; so lange sollst du die Missechat des Hauses Israel tragen. 6 . Und wenn du solches ansgerichtet hast; sollst du darnach dich auf deine rechte Seite legen, und sollst tragen die Missethat des Hau^- fes Juda * vierzig Tage lang : denn ich dir hier auch je einen Tag für ein Jahr gebe. * -4 Mos. 14/ 34. 7 . Und richte dein Angesicht und deinen bloßen Arm wider das belagerte Jerusalem, und weissage wider sie. 8 . Und siehe, ich will dir Stricke anlegen, daß du dich nicht wenden mögest von einer Seite zur andern, bis du die Tage deiner Belagerung vollendet hast. s. So nimm nun zu dir Weizen, Gerste, Bohnen, Linsen, Hirsen, und Spelt; und thue alles in Ein Faß und mache dir so viel Brot daraus, so viel Tage du auf deiner Seite liegest, daß du drey' hundert und neunzig Tage daran zu essen habest: * 10. Also, daß deine Speise, die du täglich essen mußt, sey zwanzig Sekel schwer. Solches sollst du von einer Zeit zur andern essen. it. Das Wasser sollst du auch nach dem Maß trinken, nahmlich das sechste Theil vom Hin; und sollst solches auch von einer Zeit zur andern trinken. 12. Gerstenknchen sollst du essen, die du vor ihren Augen mit Menschenmist backen sollst. i el 4 . 5 . Großer Hunger. 74 / 13. Und der Herr sprach: Also müssen die Kinder Israel ihr unrein Brot essen unter den Heiden, dahin ich sie verstoßen habe. 1^. Ich aber sprach: Ach Herr Herr, siehe, meine Seele ist * noch nie unrein geworden; denn ich habe von meiner Jugend auf bis auf diese Zeit kein Aas noch Zerrissenes gegessen, und ist nie kein unrein Fleisch in meinen Mund gekommen. "Gesch. 10 / 14 . is. Er aber sprach zu mir: Siehe, ich will dir Kuhmist für Menschenmist zulassen, damit du dein Brot machen sollst. 16. Und sprach zu mir: Du Menschenkind, siehe, * ich will den Vorrath des Brots zu Jerusalem wegnehmen, daß sie das Brot essen müßen nach dem Gewicht und mit Kummer, und das Wasser nach dem Maß mit Kummer trinken; * c. 16. 17 . Darum, daß es an Brot und Wasser mangeln wird, und Einer mit dem Andern trauern, und in ihrer Missethat verschmachten sollen. Das 5. Capitel. Plagen den Juden verkündiget. 1. Nnd du Menschenkind, nimm ein Schwert, ^ scharf wie ein Schermesser, und fahre damit über dein Haupt und Bart, und nimm eine Wage, und theile sie damit. 2. Das eine dritte Theil sollst du mit Feuer verbrennen mitten in der Stadt, wenn die Tage der Belagerung um sind: Das andere dritte Theil nimm, und schlage es mit dem Schwert rings umher: Das letzte dritte Theil streue in den Wind, daß ich das Schwert hinter ihnen her ausziehe. 3. Nimm aber ein klein wenig davon, und binde es in deinen Mantelzipfel. Und nimm wiederum etliches davon, und wirf es in ein Feuer und verbrenne es mit Feuer: von dem soll ein Feuer auskommen über das ganze Haus Israel. 5. So spricht der Herr Herr: Das ist Jerusalem , die ich unter die Heiden gesetzt habe und rings um sie her Länder. 6. Sie aber hat mein Gesetz verwandelt in gottlose Lehre, mehr denn die Heiden, und meine Rechte, mehr denn die Länder, so rings um sie her liegen. Denn sie verwerfen mein Gesetz, und wollen nicht nach meinen Rechten leben. 7. Darum spricht der Herr Herr also: Weil Bbbbb 2 748 Pest / wilde Thiere, Hesekiel 5. 6. Schwert und Hunger. ihr es mehr machet / denn die Heiden / so um euch her siud / und nach meinen Gebothen nicht lebet und' nach meinen Rechten nicht thut / sondern nach der Heiden Weise thut/ die um euch her sind; * c. n, 12 . 8 . So spricht der Herr Herr also: Siehe/ ich will auch an dich und will Recht über dich gehen lassen/ daß die Heiden zusehen sollen; 9 . Und will also mit dir umgehen/ als ich nie gethan und hinfort nicht thun werde, um aller deiner Gräuel willen; 10 . Daß in dir die Vater ihre * Kinder/ und die Kinder ihre Väter fressen sollen; und will solches Recht über dich gehen lassen, daß alle deine Uebrigen sollen in alle Winde zerstreuet werden. * § Mos. 28 , 33. 2 Kön. 6, 29. Jer. 19, 9. 11. Darum, so wahr als Ich lebe, spricht der Herr Herr, weil du mein Heiligthum mit allerley deinen Gräueln und Götzen verunreiniget Haft; will I c h dich auch zerschlagen, und mein ' Auge soll deiner nicht schonen, und will nicht gnädig seyn. * -. 7 , 4 . c. 8, 18 . - 12 . Es soll das dritte Theil von dir an der Peßilenz Herben, und durch Hunger alle werden; und das andere dritte Theil durch das Schwert fallen, rings um dich her; und das letzte dritte Theil will ich in alle Winde zerstreuen, und'das Schwert hinter ihnen her aus- ziehen. *». 2 . 13 . Also soll mein Zorn vollendet, und mein Grimm über ihnen ausgerichtet werden, daß ich * meinen Muth kühle: und He sollen erfahren, daß Ich, der Herr, in meinem Eifer geredet habe, wenn ich meinen Grimm au ihnen ausgerichtet habe. * 46,42. c. 24,13. 1 ^. Ich will dich zur Wüste uud zur Schmach setzen vor den Heiden, so um dich her find, vor den Augen aller, die vorüber gehen. 15 . Und sollst eine * Schmach, Hohn, Exempel und Wunder seyn allen Heiden, die um dich her find, wenn ich über dich das Recht gehen lasse mir Zorn, Grimm und zornigem Schelten, (das sage Ich, der Herr,) * c. 14, 8. Jer. 24, 9. c. 29, 18 . 16 . Und wenn ich böse Pfeile des Hungers unter fie schießen werde, die da schädlich seyn sollen, und ich fie ausschießen werde, euch zu verderben; und den * Hunger über euch immer großer werden lasse, und den Vorrath des Brots wegnehme. ' Esaj. 3, 1 . Ezech. 4, 16 . c. 14, 13. Off. 6, 3. 17. Ja" Hunger und böse wilde Thiere will ich umer euch schicken, die sollen euch ohne Kinder machen; uud soll Pestilenz und Blut unter dir umgehen; und will das Schwert Aber dich bringen; st-Ich der Herr habe es gesagt. ' c. 14, 21. Off. 6, 8. ff c. 21, 17. Das 6. Capitel. Von Verwüstung des Mischen Landes. 1. j tnd des Herrn Wort geschah zu mir, und sprach: 2 . Du Menschenkind, kehre dein Angesicht ' wider die Berge Israels und weissage wider sie, * c. 36, 1. 3. Und sprich: Ihr Berge Israels, höret das Wort des Herrn Herrn. So spricht der Herr Herr, beydes zu den Bergen und Hügeln, bey- des zu den Bächen und Thälern: Siche , Ich will, das Schwert über euch bringen, und eure Höhen umbringen, Daß eure Altäre verwüstet, und eure Götzen zerbrochen sollen werden; und will eure Leichname vor den Bildern todtfchlagen lassen. 5. Ja ich will die Leichname der Kinder Israel vor euer« Bildern fällen, und will eure Gebeine um eure Altäre her zerstreuen. 6. Wo ihr wohnet, da sollen die Städte wüste, und die Höhen zur Einöde werden. Denn man wird eure Altäre wüste und zur Einöde machen, und eure Götzen zerbrechen und zu Nichte machen, und eure Bilder zerschlagen, und eure Stifte vertilgen. 7. Und sollen Erschlagene unter euch da liegen; daß ihr * erfahret, Ich sey der Herr. * Esai. 37, 20 . Ezcch. 7, 27. 8. Ich will aber * Etliche von euch überbleiben lassen, die dem Schwert entgehen unter den Heiden, wenn ich euch in die Länder zerstreuet habe. * Esaj. 1, 8. 9. 9 . Dieselbigen eure Uebrigen werden dann an mich gedenken unter den Heiden, da fie gefangen seyn müssen ; wenn ich ihr hurisches Herz, so von mir gewichen, und ihre hurischen Augen, so nach ihren Götzen gesehen, zerschlagen habe; und wird sie gereuen die Bosheit, die fie durch allerley ihre Gräuel begangen haben; 10. Und sollen erfahren, daß Ich der Herr sey, und nicht umsonst geredet habe, solches Unglück ihnen zu thun. 11. So spricht der Herr Herr: Schlage deine Hände zusammen, und strample mit deinen Füßen, und sprich: Wehe übessalle Gräuel der Bosheit im Hause Israel; darum sie * durch das Schwert, Hunger und Pestilenz'fallen müssen. * c. s, i7. Untergang des Hefe kiel 6. 7. Königreichs Juda. 7)9 12 . Wer ferne ist, wird an der Pestilenz sterben; und wer nahe ist, wird durch das Schwert fallen; wer aber überbleibet und davor behüthet ist, wird Hungers sterben. Also will ich meinen Grimm unter ihnen vollenden. 13 . Daß ihr erfahren sollt, Ich fey der Herr, wenn ihre Erschlagene unter ihren Götzen liegen werden um ihre Altäre her, oben auf allen Hügeln, und oben ' auf allen Bergen, und unter allen grünen Bäumen, und unter allen dicken Eichen; an welchen Orten sie aller, ley Götzen süßes Räu-chopfer thaten. * 1 Köil. 14/ 23. 2 Kön. 16 / 4. 1 ^. Ich will meine Hand wider sie ansstre- cken, und das Land wüste und öde machen, von der Wüste an bis gen Diblath, wo sie wohnen, und sollen erfahren, daß Ich der Herr fey. Das 7. Capitel. Weissagung vom Untergang de§ Königreichs Juda. 1. Nud des Herrn Wort geschah zu mir, und ^ sprach: 2 . Du Menschenkind, so spricht der Herr Herr vom Lande Israel: Das Ende kommt, das Ende über alle vier Oerter des Landes. 3. Nun kommt das Ende über dich: denn'ich will meinen Grimm über dich senden und will dich richten, wie du verdienet ha-, und will dir geben, was allen deinen Gräueln gebühret. Mein * Auge soll deiner nicht schonen, noch übersehen; sondern ich will dir geben, wie du verdienet hast, und deine Gräuel sollen unter dich kommen, daß ihr erfahren sollt, Ich sey der Herr. * c. n. e. s, is. 5. So spricht der Herr Herr: Siehe, es' kommt ein Unglück über das andere. 6. Das Ende kommt, es kommt das Ende, es ist erwacht über dich; siehe, es kommt. 7. Es gehet schon auf und bricht daher über dich, du Einwohner des Landes ; die Zeit kommt, der Lag des Jammers ist nahe, da kein Singen aas den Bergen seyn wird. 8. Nun will ich bald meinen Grimm über dich schütten, und meinen Zorn an dir vollenden ; und will dich richten, wie du verdienet hast, und dir geben, was deinen Gräueln allen gebühret. 9. Mein * Auge soll deiner nicht schonen, und will nicht gnädig seyn; sondern ich will dir geben, wie du verdienet hast ; und deine Gräuel sollen unter dich kommen, daß ihr erfahren sollt, Ich fty der Herr, der euch schlägt. * e. 3/ n. c. 20/ 17. io. Siehe, "der Tag, siehe, er kommt daher, er bricht an; die Ruthe blühet, und der Stolze grünet. * v. 7 . i i. Der Tyrann hat sich aufgemacht zur Ruthe über die Gottlosen, daß nichts von ihnen , noch von ihrem Volk, noch von ihrem Haufen Trost haben wird. 12 . Darum kommt die Zeit, der Tag nahet herzu. Der Käufer freue sich nicht, und der Verkäufer traure nicht; denn es kommt der Zorn über allen ihren Haufen. 13. Darum soll der Verkäufer nach seinem verkauften Gut nicht wieder trachten ; denn wer da lebet, der wird es haben. Denn die Weissagung über allen ihren Haufen wird nicht zurück kehren; keiner wird sein Leben erhalten, um seiner Missethat willen. i^i. Laßt sie die Posaune nur blasen und alles zurüsten; es wird doch Niemand in den Krieg ziehen: denn mein Grimm gehet über allen ihren Haufen. is. Auf den Gassen gehet das Schwert, in den Häusern gehet Pestilenz und Hunger. Wer auf dem Felde ist, der wird vom Schwert sterben ; wer aber in der Stadt ist, den wird die Pestilenz und Hunger fressen. 16 . Und welche unter ihnen entrinnen, die müssen auf den Gebirgen seyn, und ' wie die Tauben in den Gründen, die alle unter einander girren; ein Jeglicher um seiner Missethat willen. * Esaj. 38/ 14. c. 39/ 11.' 17. Aller Hände werden dahin finken, und aller Knie werden so ungewiß stehen, wie Wasser; 18. Und werden Säcke um sich gürten, und mit Furcht überschüttet seyn; und aller' Angesicht jämmerlich sehen, und aller Häupter werden kahl seyn. " Eiaj. 13/ 2 . is. Sie werden ihr * Silber hinaus auf die Gassen werfen, und ihr Gold als einen Unflath achten; denn ihr Silberund Gold wird sie nicht erretten am Tage des Zorns des Herrn. Und werden doch ihre Seelen davon nicht sättigen, noch ihren Bauch davon füllen: denn es ist ihnen gewesen ein Aergerniß zu ihrer Missethat. » Spr. 11/ 4. Z-ph. 1, 18. 20 . Sie haben aus ihren edeln Kleinodien, damit sie Hoffart trieben, Bilder ihrer Gräuel und Scheuet gemacht: darum will ich es ihnen zum Unflath machen; 21 . Und will es Fremden in die Hände geben, daß sie es rauben, und den Gottlosen auf Erden zur Ausbeute, daß sie es entheiligen sollen. 750 Avgstterey Hesekiel 7. 8. der Jude». 22. Ich will ' mein Angesicht davon kehren, daß sie meinen Schatz ja wohl entheiligen; ja Räuber sollen darüber kommen, und es entheiligen. * ä Mos. SS, so. 23. Mache Ketten; denn das Land ist voll Blutschulden, und die Stadt voll Frevel. 24. So will ich die Aergsten unter den Heiden kommen lassen, daß sie sollen ihre Häuser ein- nehmen; und will der Gewaltigen Hoffart ein Ende machen, und ihre Kirchen entheiligen. 25. Der Ausrotter kommt; da werden sie Frieden suchen, und wird nicht da seyn. 26. Ein ' Unfall wird über den andern kommen, ein Gerücht über das andere. So werden sie dann ein Gesicht bey den Propheten suchen; aber es wird weder Gesetz bey-k den Priestern, noch Rath bey den Alten mehr seyn. * Hiob 1, 14. -i- Mal. 2 , 7. 27. Der König wird betrübt seyn, und die Fürsten werden traurig gekleidet seyn, und die Hände des Volks im Lande werden verzagt seyn. Ich will mit ihnen umgehen, wie sie gelebt haben; und will sie richten, wie sie es verdienet haben, daß sie' erfahren sollen, Ich sey der Herr. * c. 13/ 23. Das 8. Capitel. Abgötterey eine Ursach der künftigen Strafe. 1. Nnd es begab sich im sechsten Jahr, am ^ fünften Tage des sechsten Monarhs, daß ich saß in meinem Hause, und die Alten aus Juda saßen vor mir; daselbst siel die Hand des Herrn Herrn auf mich. 2. Und siehe, ich sah, daß von seinen Lenden hernnterwärts war gleich wie Feuer; aber oben über seinen Lenden war es licht Helle; 3. Und reckte ans gleich wie eine Hand, und ergriff mich bey dem Haar meines Haupts. Da führete mich ein Wind zwischen Himmel und Erde, und brachte mich gen Jerusalem meinem göttlichen Gesicht zu dem innern Thor, das gegen Mitternacht stehet; da denn saß ein Bild, zum Verdruß dem Hausherrn. 4. Und siehe, da war die Herrlichkeit des Gottes Israels, wie ich sie zuvor gesehen hatte * im Felde. * -z. 5. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, hebe deine Augen auf gegen Mitternacht. Und da ich meine Äugen aufhob gegen Mitternacht, siehe, da saß gegen Mitternacht das verdrießliche Bild am Thor des Altars, eben da man hinein gehet. 6 . Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, sichest du auch, was diese thun, nähmlich große Gräuel, die das Haus Israel hier thut, daß sie mich ja ferne von meinem Heiligthum treiben? Aber du wirst noch mehr größere Gräuel sehen. 7. Und er führete mich zur Thür des Vorhofes; da sähe ich, und siehe, da war ein Loch in der Wand. 8. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, grabe durch die Wand. Und da ich durch die Wand grub, siehe, da war eine Thür. 9 . Und er sprach zu mir: Gehe hinein und schaue die bösen Gräuel, die sie allhier thun. 10. Und da ich hinein kam, und sah, siehe, da waren * allerley Bildnisse der Würmer und Thiere, eitel Scheue!, und allerley Götzen des Hauses Israel, allenthalben umher an der Wand gemacht; * Rom. i, 23 . 11 . Vor welchen standen fiebenzig Männer aus den Aeltesten des Hauses Israel, und Jasanja, der Sohn Saphans, stand auch unter ihnen; und ein Jeglicher hatte sein Räuchwerk in der Hand, und ging ein dicker Nebel auf vom Räuchwerk. 12. Und er sprach zu mir: Menschenkind, stehest du, was die Äeltesten des Hauses Israel thun in der Ftnfterntß, ein Jeglicher in seiner schönsten Kammer? Denn * sie sagen : Der Herr stehet uns nicht; sondern der Herr hat das Land verlassen. * 9/ 9 . Pf. 94/ 7 . Es-v. 29 / 15 . 13. Und er sprach zu mir: Du sollst noch mehr größere Gräuel sehen, die sie thun. iL. Und er führete mich hinein zum Thor an des Herrn Hause, das gegen Mitternacht sichet; und siche, daselbst saßen Weiber, die weineten über den Thamus. 15. Und er sprach zu mir: Menschenkind, stehest du das? Aber du sollst noch größere Gräuel sehen, denn diese sind. 16. Und er führete mich in den innern Hof am Hause des Herrn; und siehe, vor der Thür am Tempel des Herrn, zwischen der Halle und dem Altar, da waren bey fünf und zwanzig Männer , die ihren ' Rücken gegen den Tempel des Herrn und ihr Angesicht gegen den Morgen gekehret hatten, und betheten gegen der Sonnen Aufgang. * 2 Cbr. 29 , 6. 17. Und er sprach zu mir: Menschenkind, stehest du das ? Ist es dem Hause Juda zu wenig, daß sie alle solche Gräuel hier thun? So sie doch sonst im ganzen Lande eitel Gewalt und Unrecht treiben, und fahren zu, und reizen mich auch: Der Abgöttischen Heseki und siehe, sie halten die Weinreben an die Nasen. 18. Darum will Ich auch wider sie mit Grimm handeln / und ' mein Auge svll ihrer nicht verschonen , und will nicht gnädig seyn. Und ff wenn sie gleich mit lauter Stimme vor meinen Ohren schreyen, will ich sie doch nicht hören. * c. 7/ 4. 9. t. 9/ 10. ff Esaj. 1, 15. Das 9. Capitel. Strafe der Abgöttischen. 1. Nud er rief mit lcutter Stimme vor meinen Ohren / und sprach: Es ist nahe gekommen die Heimsuchung der Stadt/ und ein jeglicher ha-be ein -nördlich Waffen in seiner Hand. 2. Und siehe, es kamen sechs Männer auf dem Wege vom Oberthor her / das gegen Mitternacht stehet; und ein Jeglicher hatte ein schädlich Waffen in seiner Hand. Aber es war Einer unter ihnen / der hatte Leinwand an und ein Schreibzeug an seiner Seite. Und sie gingen hinein, und traten neben den ehernen Altar. 3. Und die Herrlichkeit des Gottes Israels erhob sich von dem Cherub, über dem sie war, zu der Schwelle am Hause; und rief den, der die Leinwand anhatte und das Schreibzeug an seiner Seite. Und der Herr sprach zu ihm: Gehe durch die Stadt Jerusalem, und * zeichne mit einem Zeichen an die Stirn die Leute, so da seufzen und jammern über alle Gräuel, so darinnen geschehen. * 2 Mos. 12,23. Off. 7,3. Z. Zu jenen aber sprach er, daß ich es höret-: Geher diesem nach durch die Stadt, und schlaget darein; eure * Augen sollen nicht schonen , noch übersehen. * c. 8, i«. 6. Erwürget beydes Alte, Jünglinge, Jungfrauen, Kinder und Weiber, alles todt: aber die das Zeichen an sich haben, derer sollt ihr keinen anrühren. * Fanget aber an an meinem Heiligthum. Und sie fingen an an den alten Leuten, so vor dem Hause waren. *i Pa. 4,17. 7. Und er sprach zu ihnen : Verunreiniget das Haus, und machet die Vorhöfe voll todter Leichname; gehet heraus. Und sie gingen heraus, und schlugen in der Stadt. 8. Und da sie ausgeschlagen hatten, war Ich noch übrig. Und ich * fiel auf mein Angesicht, schrie und sprach: Ach Herr Herr, willst du denn alle Uebrigen in Israel verderben, daß du Leinen Zorn so ausschüttest über Jerusalem? * 1. 11/ 13. ! l 8. 9. 10. Strafe. 761 9. Und er sprach zu mir: Es ist die Missethat des Hauses Israel und Juda allzusehr groß; es ist eitel Gewalt im Lande, und Unrecht in der Stadt. Denn sie' sprechen: Der Herr hat das Land verlassen, und der Herr siehet uns nicht. * c. 3/ 12. 10. Darum * soll mein Auge auch nicht schonen, will auch nicht gnädig seyn: sondern ich will ihr Thun auf ihren Kopf werfen. * c. 7/ 4. 9. c. 8/ 18. 11. Und siehe, der Mann, der die Leinwand anhatte und das Schreibzeug an seiner Seite, antwortete und sprach: Ich habe gethan, wie du mir gebothen hast. Das 10. Capitel. Gesicht von glühenden Kohlen und des Herrn Herrlichkeit. 1. Nnd ich sah, und siehe, am Himmel über ^ dem Haupt der Cherubim war es gestaltet wie ein Saphir, und über denselbigen war es gleich anzufehen ' wie ein Thron. * c. 1/ 25. Off. 4/ 2. 3. 2. Und er sprach zu dem Manne im Leinwand: Gehe hinein zwischen die Räder unter den Cherub, und fasse die Hände voll glühender Kohlen, so zwischen den Cherubim sind, und streue sie über die Stadt. Und er ging hinein, daß ich es sähe, da derfelbige hinein ging. 3. Die Cherubim aber standen zur Rechten am Hause, und der Vorhof ward inwendig voll Nebel. Und die Herrlichkeit des Herrn * erhob sich von dem Cherub zur Schwelle am Hause; und ff das Haus ward voll Nebel, und der Vorhof voll Glanz von der Herrlichkeit des Herrn. *0-9/3. ff Esaj. 6/ 4. 5. Und man hörete die Flügel der Cherubim rauschen bis heraus vor den Vorhof; wie eine Stimme des allmächtigen Gottes, wenn er redet. 6. Und da er dem Manne im Leinwand gebo- then hatte und gesagt: Nimm Feuer zwischen den Rädern unter den Cherubim; ging derfelbige hinein , und trat bey das Rad. 7. Und der Cherub streckte seine Han- heraus zwischen den Cherubim zum Feuer, das zwischen den Cherubim war, nahm davon, und gab es dem Manne in Leinwand in die Hände; der empfing es, und ging hinaus. 8. Und erschien an den Cherubim gleichwie eines Menschen Hand unter ihren Flügeln. 9. Und ich sah,' und siehe, vier Räder standm bey den Cherubim, bey einem jeglichen Cherub Sicherheit der Fürsten. 752 Gestckt von vier Rädern. Hesekiel 10. 11. Das 11. Capirel. ein Rad; und die * Räder waren anzusehen gleichwie ein Türkis; ' c. i, is. io. Und waren alle vier Eins wie das Andere, als wäre ein Rad im andern. i i. Wenn sie gehen sollten, so konnten sie in alle vier Oerter gehen, und durften sich nicht herum lenken, wenn sie gingen; sondern wohin das Erste ging, da gingen sie hinnach, und durften sich nicht herum lenken, 12. Sammt ihrem ganzen Leibe, Rücken, Händen und Flügeln. Und die * Räder waren voll Augen, um und um, an allen vier Rädern. * c. 1 / 15 . 13 . Und es rief zu den Rädern: Galgal, daß ich es hörete. i^i. Ein jegliches hatte * vier Angesichter, das erste Angesicht war ein Cherub, das andere ein Mensch, das dritte ein Löwe, das vierte ein Adler. * c. i, 6 . 15 . Und die Cherubim schwebten empor. Es ist eben * das Thier, das ich sähe am Wasser Chebar. *«-i, 3. 16. Wenn die Cherubim gingen, so gingen die Räder auch neben ihnen; und wenn die Cherubim ihre Flügel schwungen, daß sie sich von der Erde erhoben, so lenkten sich die Räder auch nicht von ihnen. 1 7 . Wenn jene standen, so standen diese auch; erhoben sie sich, so erhoben sich diese auch: denn es war ein lebendiger Wind in ihnen. 18. Und die Herrlichkeit des Herrn ging wieder aus von der Schwelle am Hause, und stellete sich über die Cherubim. 19. Da schwungen die Cherubim ihre Flügel, und erhoben sich von der Erde vor meinen Augen ; und da sie ausgingen, gingen die Räder neben ihnen. Und sie traten in das Thor am Hause des Herrn gegen Morgen, und die Herrlichkeit des Gottes Israels war * oben über ihnen. * v. 1. 20. Das ist das Thier, das ich unter dem Gott Israels sah * am Wasser Chebar; und merkte, daß es Cherubim wären : * 1,3. 21. Da ein Jegliches vier Angesichter hatte, und vier Flügel, und unter den Flügeln gleichwie Menschenhände. 22. Es waren ihre Angesichter gestaltet, wie ich sie am Wasser Chebar sah; und gingen stracks vor sich. Don Sicherheit und Strafe der Fürsten. I. l^nd mich hob ein Wind auf und brachte * mich zum Thor am Hause des Herrn, das gegen Morgen stehet; und siehe, unter dem Thor waren fünf und zwanzig Männer. Und ich sah unter ihnen Jasanja, den Sohn Assurs, und Platja, den Cohn Benaja, die Fürsten im Volk. 2. Und er sprach zu mir: Menschenkind, diese Leute haben unselige Gedanken und schädliche Rathschläge in dieser Stadt. 3 . Denn sie sprechen: ES ist nicht so nahe, laßt uns nur Häuser bauen; sie ist der Topf, so sind wir das Fleisch. - 4 . Darum sollst du, Menschenkind, wider sie weissagen. 5. Und der Geist des Herrn siel auf mich und sprach zu mir: Sprich: So sagt der Herr: Ihr habt also geredet, ihr vom Hause Israel; und euers Geistes * Gedanken kenne ich wohl. * Pf. 139/ 2. 6 . Ihr habt viele erschlagen in dieser Stadt, und ihre Gaffen liegen voller Todten. 7 . Darum spricht der Herr Herr also: Die ihr darinnen getödtet habt, die find das Fleisch, und sie ist der Topf; aber ihr müsset hinaus. 8 . Das Schwert, das ihr fürwtet, das will ich über euch kommen lassen, spricht der Herr Herr. 9. Ich will euch von dannen heraus stoßen, und den Fremden in die Hand geben, und will euch euer Recht thun. 10. Ihr sollt durch das Schwert fallen, in den Grenzen Israel will ick euch * richten, und sollt erfahren, daß Ich der Herr bin. * c. 6, 7. 10 . c. 7, 27 . II. Die Stadt aber soll nicht euer Topf seyn, noch ihr das Fleisch darinnen; sondern in den Grenzen Israel will ich euch richten. 12. Und sollt erfahren, daß Ich der Herr bin: denn ihr nach meinen Gebvthen nicht gewandelt habt, und meine Rechte nicht gehalten ; sondern gethan nach der Heiden Wche, die um euch her sind. 13 . Und da ich so weissagte; starb Platja der Sohn Benaja. Da fiel ich auf mein Angesicht, und schrie mit lauter Stimme, und sprach: Ach Herr Herr, dn wirst es mit den Uebrigen Israels gar ausmachen. i^. Da geschah des Herrn Wort zu mir, und sprach: 15 . Du Droh - und Verheißungen. Hesekie 1 s. Du Menschenkind, deine Brüder und nahen Freunde und das ganze Haus Israel/ so noch zu Jerusalem wohnen / sprechen wohl unter einander : Jene sind vom Herrn ferne weggeflohen, aber wir haben das Land innen. 16. Darum sprich du: So spricht der Herr Herr: Ja, * ich habe sie ferne weg unter die Heiden lassen treiben, und in die Länder zerstreuet; 7 doch will ich bald ihr Heiland seyn irr den Ländern, dahin sie gekommen sind. * c. 12, 15. -j- Jcr. 24, 5. 17. Darum sprich: So sagt der Herr Herr: Ich will euch * sammeln aus den Völkern, und will euch sammeln aus den Ländern, dahin ihr zerstreuet seyd; und will euch das Land Israel geben. "Jer. 23,3. 18. Da sollen sie kommen, und alle Scheue! und Gräuel daraus wegthun. 19. Und will euch ein einträchtiges Herz geben, und einen neuen Geist in euch geben; und will das * steinerne Herz wegnehmen aus euerm Leibe, und ein fleischernes Herz geben, ' § Ms. 3°, 6. 20. Auf daß sie in meinen Sitten wandeln, und meine Rechte halten, und darnach thun. Und sie * sollen mein Volk seyn, so will Ich ihr Gott seyn. * 8 «. 31,3z. EM). 36 ,28. 2 t. Denen aber, so nach ihres Herzens Scheueln und Gräueln wandeln, will ich * ihr Thun auf ihren Kopf werfen, spricht der Herr Herr. * c. 9< 10. e. 16, 43. 22. Da schwungen die Cherubim ihre Flügel, und die Räder gingen neben ihnen, und * die Herrlichkeit des Gottes Israels war oben über ihnen. ' c. 9, 3. c. 10, 1. 23. Und die Herrlichkeit des Herrn erhob sich aus der Stadt, und stellete sich auf den Berg, der gegen Morgen vor der Stadt liegt. 2^. Und ' ein Wind hob mich auf, und brachte mich im Gesicht und im Geist Gottes in Chal- däa zu den Gefangenen. Und das Gesicht, so ich gesehen hatte, verschwand vor mir. * c. 3, 14. 15. 25 . Und ich sagte den Gefangenen alle Worte des Herrn, die er mir gezeigel hatte. Das 12. Capitel. Vorbild des Unglücks, das Zcdekiam und seine Angehörigen treffen soll. 1. Nnd des Herrn Wort geschah zu mir, und " sprach: 2. Du Menschenkind, du wohnest unter emem ungehorsamen Hause, welches * hat wohl Augen, l 11. 12. VorbilddesUnglücks überZedekia. 753 daß sie sehen könnten, und wollen nicht sehen; Ohren, daß sie hören könnten, und wollen nicht hören; sondern es ist ein ungehorsames Haus. * Esaj. 6, 9. ia. 3. Darum, Du Menschenkind, nimm dein Wandergeräthe, und ziehe am lichten Tage davon vor ihren Augen. Von deinem Ort sollst du ziehen an einen andern Ort vor ihren Augen; ob sie * vielleicht merken wollten, daß sie ein ungehorsam Haus sind. * 8er. 26, 3. c. 36, 3. 7. Und sollst dein Geräthe heraus thun, wie Wandergeräthe, bey lichtem Tage vor ihren Augen; und du sollst ausziehen des Abends vor ihren Augen, gleichwie man ausziehet, wenn man wandern will; 5 . Und du sollst durch die Wand brechen vor ihren Augen, und daselbst durch ausziehen; 6 . Und du sollst es auf deine Schulter nehmen vor ihren Augen, und wenn es dunkel geworden ist, heraus tragen; dein Angesicht sollst du verhüllen, daß du das Land nicht sehest. Denn ich habe dich dem Hause Israel zum * Wunderzeichen gesetzt. * c. 24, 24. 27. 7 . Und ich that, wie mir befohlen war, und trug mein Geräth heraus, wie Wandergeräthe, bey lichtem Tage; und am Abend brach ich mit der Hand durch die Wand; und da es dunkel geworden war, nahm ich es auf die Schulter, und trug cs heraus vor ihren Augen. 8 . Und früh Morgens geschah des Herrn Wort zu mir, und sprach : 9. Menschenkind, hat das Haus Israel, das ungehorsame Haus, nicht zu dir gesagt: "Was machst du? * Pred. 2, 2. 10. So sprich zu ihnen: So spricht der Herr Herr: Diese Last betrifft den Fürsten zu Jerusalem und das ganze Haus Israel, das darinnen ist. i i. Sprich: ' Ich bin euer Wunderzeichen; wie ich gethan habe, also soll euch geschehen, daß ihr wandern müsset und gefangen geführet werden. * Ps. 71,7. 12. Ihr * Fürst wird auf der Schulter tragen im Dunkeln; und muß ausziehen durch die Wand, so sie brechen werden, daß sie dadurch ausziehen; fein Angesicht wird verhüllet werden, daß er mit keinem Auge das Land sehe. *8«. 39,4. 13. Ich will auch * mein Netz über ihn werfen, daß er in meiner Jagd gefangen w^rde; und will ihn gen Babel bringen in der Chaldäer Land, das er doch nicht sehen wird, und soll daselbst sterben. * c. 17,20. «. 32,3. Ccecc 75! Vorbild d. Unglücks über Zedekia u.d. Volk. Heftkiel 12.13. Drohung wider falsche Propheten. i-j. Und alle, die um ihn her sind , seine Gehülftn und allen seinen Anhang, will ich unter alle Winde zerstreuen, und' das Schwert hinter ihnen her ausziehen. 15. Also * sollen sie erfahren, daß Ich der Herr sey, wenn ich sie unter die Heiden verstoße, und in die Länder zerstreue. * c. 7, 27. < 13, 23. e. 23, 49. 16. Aber ich will ihrer etliche * wenige überbleiben lassen vor dem Schwert, Hunger und Pestilenz: die sollen jener Gräuel erzählen unter Len Heiden, dahin sie kommen werden; und sollen erfahren, daß Ich der Herr sey. * Esaj. 1, 9. 17. Und des Herrn Wort geschah zu mir, und sprach: 18. Du Menschenkind, du sollst dein Brot essen mit Beben, und dein Wasser trinken mit Zittern und Sorgen. 19. Und sprich zum Volk im Lande: So spricht der Herr Herr von den Einwohnern zu Jerusalem im Lande Israel: Sie müssen* ihr Brot essen in Sorgen, und ihr Wasser trinken im Elend; denn-das Land soll wüste werden von allem, das darinnen ist, um des Frevels willen aller Einwohner. * Ps. 127,2. 20. Und die Städte, so wohl bewohnet sind, sollen Verwüster, und das Land öde werden: also * solle ihr erfahren, daß Ich der Herr sey. * c, 11, 10. 12. c. 13, 23. 21. Und des Herrn Wort geschah zu mir, und sprach: 22. Du Menschenkind, was habt ihr für ein Sprüchwort im Lande Israel, und sprechet: * Weil sichs solange verziehet, so wird mm hinfort nichts aus der Weissagung? * Hab. 2, 3. 2 Pct. 3, 4. 23. Darum sprich zu ihnen: So spricht der Herr Herr: Ich will das Sprüchwort aufheben, daß man es nicht mehr führen soll in Israel. Und rede zu ihnen: Die Zeit ist nahe und alles, was geweissaget ist. 2^. Denn ihr sollt nun hinfort inne werden, daß kein Gesicht fehlen und keine Weissagung lügen wird wider das Haus Israel. 25. Denn Ich bin der Herr: was ich rede, das soll geschehen und nicht länger verzogen werden; sondern bey eurer Zeit, ihr ungehorsames Haus, will ich thnn, was ich rede, spricht der Herr Herr. 26. Und des Herrn Wort geschah zu mir, und sprach: 27. Du Menschenkind, siehe, das Haus Israel spricht: Das Gesicht, das dieser siehet, da ist noch lange hin, und weissaget auf die Zeit, so noch ferne ist. 28. Darum sprich zu ihnen: So spricht der Herr Herr: Was ich rede. soll nicht länger verzogen werden; sondern soll geschehen, spricht der Herr Herr. Das 13. Capitel. Beschreibung und Strafe der falschen Propheten. 1. N id des Herrn Wort geschah zu mir, und " sprach: 2. Du Menschenkind, weissage * wider die Propheten Israels, und sprich zu denen, so aus ihrem eigenen Herren weissagen: Höret des Herrn Wort. * c 3i, 2. 3. So spricht der Herr Herr: * Wehe den tollen Propheten, die i- ihrem eigenen Geist folgen, und haben doch nicht Gesichte. * Jer. 23, i. -f Jer. 23, 21. O Israel, deine Propheten sind wie die Füchse in den Wüsten. 5. Sie treten nicht * vor die Lücken, und machen sich nicht zur Hürde um das Haus Israel , und stehen nicht im Srreit am Tage des Herrn. * 22,30. Esaj. 64,7. 6. Ihr Gesicht ist nichts, und ihr*Weissagen ist eitel Lügen. Sie sprechen: Der Herr hat es gesagt; so sie doch der Herr nicht gesandt hat, und mühen sich, daß sie ihre Dinge erhalten. * c. 22, 28. Jer. 23, 32. 7. Ist es nicht also, daß euer Gesicht ist nichts, und euer Weissagen ist eitel Lügen? Und sprechet doch: Der Herr hat es geredet; so ich es doch nicht geredet habe. 8. Darum spricht der Herr Herr also: Weil ihr das prediget, da nichts aus wird, und Lügen weissaget; so will ich an euch, spricht der Herr Herr. 9. Und meine Hand soll kommen über die Propheten, so das predigen, da nichts aus wird, und Lügen weissagen. Sie * sollen in der Versammlung meines Volks nicht seyn, und in die Zahl des Hauses Israel nicht geschrieben werden, noch in das Land Israel kommen: und ihr sollt erfahren, daß Ich der Herr Herr bin. * c. i4, 9. 10. Darum, daß sie mein Volk verführen und * sagen: Friede; so doch kein Friede ist. Das Volk bauet die Wand, so tünchen sie die, selbe mit losem Kalk. * Mich. 3, Drohung wider die falschen Propheten. Hesekiel 13.14. Die Abgöttischen sollen gestraft werden. 755 11. Sprich zu den Tünchern, die mit losem Kalk tünchen, daß es abfallen wird; denn es wird ein Platzregen kommen, und werden große Hagel fallen, die es fällen, und ein Windwirbel wird es zerreißen. 12. Siehe, so wird die Wand einfallen. Was gilt es, dann wird man zu euch sagen: Wo ist nun das Getünchte, das ihr getünchet habt? 13. So spricht der Herr Herr: Ich will einen Windwirbel reißen lassen in meinem Grimm, und einen Platzregen in meinem Zorn, und große Hagelsteine im Grimm; die sollen es alles umstoßen. iL. Also will ich die Wand umwerfen, die ihr mit losem Kalk getünchet habt, und will sie zu Boden stoßen, daß man ihren Grund sehen soll, daß sie da liege; und ihr sollt darinnen auch umkommen, und* erfahren, daß Ich der Herr sey. *c. 11,10,12. 1Z. Also will ich meinen Grimm vollenden an der Wand und an denen, die sie mit losem Kalk tünchen , und will zu euch sagen: Hier ist weder Wand noch Tüncher. 16. Das sind die Propheten Israels, die Jerusalem weissagen und predigen * von Frieden; so doch kein Friede ist, spricht der Herr Herr. * Jer. 6, 14. c. 8, 11. 17. Und Du Menschenkind, richte dein Angesicht wider die Töchter in deinem Volk, welche weissagen in ihrem Herzen, und weissage wider sie, 18. Und sprich: So spricht der Herr Herr: Wehe euch, die ihr Küssen machet den Leuten unter die Arme, und Pfuhle zu den Häuptern, beydes Jungen und Alten, die Seelen zu fangen. Wenn ihr nun die Seelen gefangen habt unter meinem Volk, verheißet ihr denselbigen das Leben. 19. Und entheiliget mich in meinem Volk um einer Hand voll Gerste und Bissen Brot willen, damit, daß ihr die Seelen zum Tode verurthei- let, die doch nicht sollten sterben, und urtheilet die zum Leben, die doch nicht leben sollten, durch euer Lügen * unter meinem Volk, welches gerne Lügen höret. ' Es«,. 3, 23. Spr. 17,15. 20. Darum spricht der Herr Herr: Siehe, ich will an eure Küssen, damit ihr die Seelen fanget und vertröstet, und will sie von euren Armen wegreissen; und die Seelen, so ihr fanget und vertröstet, los machen. 21. Und will eure Pfühle zerreißen und mein Volk aus eurer Hand erretten, daß ihr sie nicht mehr fangen sollt: und sollt erfahren, daß Ich der Herr sey. 22. Darum, daß ihr das Herz der Gerechten fälschlich betrübet, die ich nicht betrübet habe; * und habt gestärket die Hände der Gottlosen, daß sie sich von ihrem bösen Wesen nicht bekehren , damit sie lebendig möchten bleiben: * Jer. 23 , 14 . 23. Darum sollt ihr nicht mehr unnütze Lehre predigen noch weissagen ; sondern ich will mein Volk aus euern Händen erretten, und "ihr sollt erfahren, daß Ich der Herr bin. * c. 7, 4. 27. c. 12, 13. Das 14. Capitel. Verwerfung der Verächter göttlichen Worts. i.ltnd es * kamen etliche von den Aelteften ^ Israels zu mir, und setzten sich vor mir. * c. 20, 1. 2. Da geschah des Herrn Wort zu mir, und sprach: 3. Menschenkind, diese Leute hangen mit ihrem Herzen an ihren Götzen, und halten ob dem Aergerniß ihrer Missethat; sollte ich denn ihnen antworten, wenn sie mich fragen? Darum rede mir ihnen, und sage zu ihnen: So spricht der Herr Herr: Welcher Mensch vom Hause Israel mit dem Herzen an seinen Götzen hanget, und hält ob dem Aergerniß seiner Missethat, und kommt zum Propheten, so will Ich, der Herr, demselbigen antworten, wie er verdienet hat mit seiner großen Abgöt- 5 . Auf daß das Haus Israel betrogen werde in ihrem Herzen, darum, daß sie alle von mir gewichen sind durch Abgötterei). 6 . Darum sollst du zum Hause Israel sagen: So spricht der Herr Herr: * Kehret und wendet euch von eurer Abgötterei), und wendet euer Angesicht von allen euern Gräueln. ' Esaj. 31, 6 . 7. Denn welcher Mensch vom Hause Israel, oder Fremdling, so in Israel wohnet, von mir weichet, und mit seinem Herzen an seinen Götzen hanget, und ob dem Aergerniß seiner Abgötte- rey hält, und zum Propheten kommt, daß er durch ihn mich frage: dem will Ich, der Herr, selbst antworten; 8. Und will * mein Angesicht wider denselbigen setzen, daß sie sotten wüste und 7 zum Zeichen und Sprücdwort werden, und will sie aus meinem Volk ausrotten, daß ihr erfahren sollt, Ich sey der Herr. * c. 13,7. -f c. 3, 13. 9. Wo aber ein betrogner Prophet etwas re, det, den will Ich, der Herr, wiederum lassen Ecccc 2 756 Die Abgöttischen sollen gestraft werden. Hefe kiel 14 . 15 . Unbrauchbares Rebholz. betrogen werden/ und will meine Hand über ihn ausstrecken / und ihn aus * meinem Volk Israel ausrotten. * c. 13 /9. 10. Also sollen sie beyde ihre Missethat tragen; wie die Missethat des Fragers/ also soll auch seyn die Missethat des Propheten: 11. Auf daß sie nicht mehr das Haus Israel verführen von mir / und sich nicht mehr verunreinigen in allerley ihrer Uebertretung; sondern sie sollen * mein Volk seyN/ und Ich will ihr Gott seyn, spricht der Herr Herr. * c. 11/ 20 . c. 36/ 28. Ebr. 8/ io. 12. Und des Herrn Wort geschah zu mir, und sprach: 13. Du Menschenkind, wenn ein Land an mir sündiget und dazu mich verschmähet: so will ich meine Hand über dasselbe ausstrecken, und den * Vorrarh des Brots wegnehmen, und will Theu- rnng hinein schicken, daß ich beyde Menschen und Vieh darinnen ausrotte. * c. 3/16. i^. Und ' wenn dann gleich die drey Männer, Noa, Daniel und Hiob, darinnen wären; so würden sie allein ihre eigne Seele erretten durch ihre Gerechtigkeit, spricht der Herr Herr. * Jcr. 13/ i. i Z. Und wenn ich * böse Thiere Ln das Land bringen würde, die die Leute aufräumeten und dasselbige verwüsteten, daß Niemand darinnen wandeln könnte vor den Thieren; * 3 Mos. 26/ 22 . 2 Kon. 2 / 21. c. 17/ 23. 16. Und diese drey Männer wären auch darinnen: so wahr Ich lebe, spricht der Herr Herr, sie würden weder Söhne noch Töchter erretten; sondern allein sich selbst, und das Land müßte öde werden. 17. Oder wo ich das Schwert kommen ließe über das Land und spräche: Schwert fahre durch das Land; und würde also beyde Menschen und Vieh ausrotten; 18. Und die drey Männer wären darinnen: so wahr Ich lebe, spricht der Herr Herr, sie würden weder Söhne noch Töchter erretten; sondern sie allein würden errettet seyn. iS. Oder so ich * Pestilenz in das Land schicken, und meinen Grimm über dasselbige aus- schütten würde, und Blut stürzen, also daß ich beyde Menschen und Vieh ausrottete; * 3 Mos. 26/ 23. 20. Und Noa, Daniel und Hiob wären darinnen : so wahr Ich lebe, spricht der Herr Herr, würden sie weder Söhne noch Töchter, sondern allein ihre eigene Seele durch ihre Gerechtigkeit erretten» 21.. Denn so spricht der Herr Herr: So ich "meine vier böse Strafen, als Schwert, Hunger, böse Thiere und Pestilenz über Jerusalem schicken würde, daß ich darinnen ausrottete beyde Menst en und Vieh : * 3 Mos. 26 / 16 . 2 S'MI. 21/ 13. Jer. 24/ 10 . Ez. 3/ 17 . 22. Siehe, so sollen etliche darinnen Uebrige davon kommen , die Söhne und Töchter herausbringen werden, und zu euch anher kommen, daß ihr sehen werdet, wie es ihnen gehet, und euch trösten über dem Unglück, das ich über Jerusalem habe kommen lassen, sammt allem andern, das ich über sie habe kommen lassen. 23 » Sie werden euer Trost seyn, wenn ihr sehen werdet, wie es ihnen gehet; und werdet erfahren , daß ich nicht ohne Ursach gethan habe, was ich darinnen gethan habe, spricht der Herr Herr. Düs 15 . Capitel. Ausrottung des Volks zu Jerusalem vorgcbildet. 1. Nnd des »Herrn Wort geschah zn mir, und sprach: 2. Du Menschenkind, was ist das Holz vom Weinstock vor anderm Holz? Oder eine Rebe vor anderm Holz im Walde? 3 . Nimmt man es auch, und macht etwas daraus? Oder macht man auch einen Nagel daraus, daran man etwas möge hängen? Siehe, man * wirst es ins Feuer, daß es verzehret wird, daß seine beyde Orte das Feuer verzehret, und sein Mittelstes verbrennet: wozu sollte es nun taugen? Taugt es denn auch zu etwas ? * Joh. 13 / 6 . s. Siehe, da es noch ganz war, konnte man nichts daraus machen; wie viel weniger kann nun hinfort mehr etwas daraus gemacht werden, so es das Feuer verzehret und verbrannt hat? 6 . Darum spricht der Herr Herr: Gleichwie ich das Holz vom Weinstock vor anderm Holz im Walde dem Feuer zu verzehren gebe, also will ich mit den Einwohnern zu Jerusalem auch umgehen; 7 . Und will mein Angesicht wider sie setzen, * daß sie dem Feuer nicht entgehen sollen; sondern das Feuer soll sie fressen. Und ihr sollt es erfahren, daß Ich der Herr bin, wenn ich mein Angesicht wider sie setze, ' c. 14 / 8 . 8 .. Und das Land wüste mache, darum, daß sie mich verschmähen, spricht der Herr Herr. Wohlthaten Gottes. Hefe kiel 16 . Israels Hurerey. 757 Das 16 . Capitel. Straft der Undankbarkeit- Aufrichtung des neuen Bundes. 1. Nnd des Herrn Wort geschah zu mir/ und sprach: 2. Du Menschenkind/ offenbare der Stadt Jerusalem ihre Gräuel / und sprich: 3. So spricht der Herr Herr zu Jerusalem: Dein Geschlecht und deine Geburt ist aus der Cananiter Lande, dein Vater aus den Amori- tern / und deine Mutter aus den Hethitern. Deine Geburt ist also gewesen: Dein Nabel da du geboren wurdest / ist nicht verschnitten; so hat man dich auch mit Wasser nicht gebadet/ daß du sauber würdest ; noch mit Salz gerieben/ noch in Windeln gewickelt. 5. Denn Niemand jammerte deiner / daß er sich über dich hätte erbarmet und der Stucke eins dir erzeiget: sondern du wurdest auf das Feld geworfen. Also verachtet war deine Seele / da du geboren wärest. 6. Ich aber ging vor dir über/ und sah dich in deinem Blut liegen; und sprach zu dir / da du so in deinem Blut lägest: Du sollst leben. Ja, zu dir sprach ich, da du so in deinem Blut lägest: Du sollst leben. 7. Und habe dich erzogen und lassen groß werden , wie ein Gewächs auf dem Felde; und wärest nun gewachsen, und groß und schön geworden. Deine Brüste waren gewachsen/ und hattest schon lange Haare gekriegt: aber du wärest noch bloß und beschämet. 8. Und ich ging vor dir über, und sähe dich an; und siehe, es war die Zeit um dich zu werben. Da breitete ich meinen Geren * über dich, und bedeckte deine Scbam. Und ich gelobte dirs; und begab mich mit dir in einen Bund, spricht der Herr Herr, daß du solltest mein seyn. * Ruth 3/ S. 9. Und ich badete dich mit Wasser, und wusch dich von deinem Blut, und salbete dich mit Balsam; 10. Und kleidete dich mit * gestickten Kleidern, und zog dir semische Schuhe an; ich gab dir feine leinene Kleider, und seidene Schleyer; * Ps. 4L, 15. i i. Und zierte dich mit Kleinodien, und legte Geschmeide an deine Arme, und Kettlein an deinen Hals; 12. Und gab dir Haarband an deine Stirn, und Ohrenringe an deine Ohren, und eine schöne Krone auf dein Haupt. 13. Summa, du wärest gezieret mit eitel Gold und Silber, und gekleidet mit eitel Leinwand , Seiden und Gesticktem. Du aßest auch eitel Semmel, Honig und Oehl; und wärest überaus schön, und bekämest das Königreich. i^. Und dein Ruhm erschallete unter die Heiden deiner Schöne halben, welche ganz vollkommen war durch den Schmuck, so ich an dich gehänget hatte, spricht der Herr Herr. 15. Aber du verließest dich auf deine Schöne; und weil du so gerühmet wärest, triebest du Hurerey, also, daß du dich einem jeglichen, wer vorüber ging, gemein machtest, und ihatest seinen Willen. 16. Und nähmest von den Kleidern, und machtest dir bunte Altäre daraus, und triebest deine Hurerey darauf; als nie geschehen ist, noch geschehen wird. 17. Du nähmest auch dein schön Geräthe, das ich dir von meinem Gold und Silber gegeben hatte, und machtest dir Mannsbilder daraus, und triebest deine Hurerey mit denselbigen. 18. Und nähmest deine gestickte Kleider, und bedecktest sie damit; und mein Oehl und Räuch- werk legtest du ihnen vor. 19. Meine Speise, die ich dir zu essen gab, Semmel, Oehl, Honig, legtest du ihnen vor zum süßen Geruch. Ja es kam dahin, spricht der Herr Herr, 20. Daß du nähmest'deine Söhne und Töchter, die du mir gezeuget hattest; und opfertest sie denselben zu fressen. Meinest du denn, daß cs ein Geringes sey um deine Hurerey? * 2 Ksn. 16 , 3. c. 23, 10 . Jcr. 7, 31. 21. Daß du mir meine Kinder schlachtest, und lassest sie denselben verbrennen? 22. Noch Haft du in allen deinen Gräueln und Hurerey nie gedacht an die Zeit deiner Jugend, * wie bloß und nackend du wärest, und in deinem Blut lägest. ' v. 6 .7. 23. Ueber alle diese deine Bosheit (ach wehe, wehe dir!) spricht der Herr Herr, 2^. Bauetest du dir Bergkirchen, und machtest dir Bergaltäre auf allen Gassen; 25. Und vorne an auf allen Straßen baueiest du deine Bergaltäre, und machtest deine Schöne zu eitel Gräuel; du gretest mit deinen Beinen gegen alle, so vorüber gingen, und triebest große Hurerey. 26. Erstlich triebest du Hurerey mit den Kindern Egyptens, deinen Nachbarn, die groß Fleisch hatten, und triebest große Hurerey, mich zu reizen. 758 Strafe der Hurerey Israels. Hesek 27. Ich aber streckte meine Hand ans wider dich, und steuerte solcher deiner Weise; und * übergab dich in den Willen deiner Feinde, den Töchtern der Philister, welche sich schämten vor deinem verruchten Wesen. " Nicht. 13,1. 28. Darnach triebest du Hurerey mit den Kindern Assur, und konntest deß nicht satt werden; ja , da du mit ihnen Hurerey getrieben hattest, und deß nicht satt werden konntest; 29. Machtest du der Hurerey noch mehr im ' Lande Canaan bis in Chaldäa; noch konntest du damit auch nicht satt werden. 30. Wie soll ich dir doch dein Herz beschneiden, spricht der Herr Herr, weil du solche Werke thust einer großen Erzhure, 31. Damit, daß du deine * Bergkirchen baue- test vorne an auf allen Straßen, und deine Altäre machtest auf allen Gassen? Dazu wärest du nicht wie eine andere Hure, die man muß mit Geld kaufen; *v. 32. Noch wie die Ehebrecherinn, die an Statt ihres Mannes andere zuläßt. 33. Denn allen andern Huren gibt man Geld; Du aber gibst allen deinen Buhlern Geld zu, und schenkest ihnen, daß sie zu dir kommen allenthalben , und mit dir Hurerey treiben. 3^. Und findet sich an dir das Widerspiel vor andern Weibern mit deiner Hurerey, weil man dir nicht nachläuft; sondern du Geld zugibst, und man dir nicht Geld zugibt: also treibest du das Widerspiel. 35. Darum, du Hure, höre des Herrn Wort. 36 . So spricht der Herr Herr: Weil du denn so milde Geld zugibst, und deine Scham durch deine Hurerey gegen deine Buhlen entblößest und gegen alle Götzen deiner Gräuel, und vergießest das Blut deiner Kinder, welche du ihnen opferst; 37. Darum siehe, ich will sammeln alle deine Buhlen, mit welchen du Wollust getrieben hast, sammt allen, die du für Freunde hieltest, zu deinen Feinden; und will sie beyde wider dich sammeln allenthalben, und will ihnen deine Scham blößen, daß * sie deine Scham gar sehen sollen. * <. 23/ 10. 29. 38 . Und will * das Recht der Ehebrecherinnen und Blutvergreßerinnen über dich gehen lassen, und will dein Blut stürzen mit Grimm und Eifer. * c. 23, 21. 39. Und Will dich in ihre Hände geben, daß sie deine Bergkirchen abbrechen, und deine Bergaltäre umreissen, und dir deine Kleider auszie- iel 16. Schwester Sodom. Heu, und dein schönes Geräthe dir nehmen, und dich nackend und bloß sitzen lassen. ^0. Und sollen Haufen Leute über dich bringen, die dich steinigen, und mit ihren Schwertern zerhauen, ^1. Und * deine Häuser mit Feuer verbrennen, und dir dein Recht thun vor den Augen vieler Weiber. Also will ich deiner Hurerey ein Ende machen, daß du nicht mehr sollst Geld noch zu- geben. *2Kön. 25,9. 2i2. Und will * meinen Muth an dir kühlen, und meinen Eifer an dir sättigen, daß ich ruhe, und nicht mehr zürnen dürfe. * c. 5,13. ^3. Darum, daß du nicht gedacht hast an die Zeit deiner Jugend, sondern mich mit diesem allen gereizet; darum will Ich auch dir * alles dein Thun auf den Kopf legen, spricht der Herr Herr: wiewohl ich damit nicht gethan habe nach dem Laster in deinen Gräueln. * c. 9, 10. e. 11, 21. c. 17, 19. Siehe, alle die, so Sprüchwort pflegen zu üben, werden von dir dieß Sprüchwort sagen: Die Tochter ist wie die Mutter. ^5. Du bist deiner Mutter Tochter, welche ihren Mann und Kinder verstößt; und bist eine Schwester deiner Schwestern, die ihre Männer und Kinder verstoßen. * Eure Mutter ist eine von den Hethitern, und euer Vater ein Amoriter. * vcrs 3. > 46 . Samaria * ist deine große Schwester mit ihren Töchtern, die dir zur Linken wohnet; und Sodom ist deine kleine Schwester mit ihren Töchtern, die zu deiner Rechten wohnet. * c. 23, 4. > 47 . Wiewohl du dennoch nicht gelebet hast nach ihrem Wesen, noch gethan nach ihren Gräueln. Es fehlet nicht weit, daß du es * ärger gemacht hast, weder ste, in allem deinem Wesen. * c. 23, 11. > 48 . So wahr Ich lebe, spricht der Herr Herr, * Sodom, deine Schwester, sammt ihren Töchtern, hat nicht so gethan, wie du und deine Töchter. * 1 Mos. 13,13. -49. Siehe, das war deiner Schwester * Sodom Missethat: Hoffart, und alles vollauf, und guter Friede, den sie und ihre Töchter hatten; aber dem Armen und Dürftigen halfen sie nicht; * 1 Mos. 18,20. 50. Sondern waren stolz, und thaten Gräuel vor mir; darum ich ste auch weggethan habe, da ich begonnte drein zu sehen. si. So hat auch * Samaria nicht die Hälfte Sodoms Bekehrung. Hesekiel 46. 17. Näthfel von Zedekiä Gefängniß. 759 deiner Sünden gethan: sondern du hast deiner Gräuel so viel mehr über sie gethan, daß ^ du deine Schwester gleich fromm gemacht hast gegen alle deine Gräuel, die du g-ihan hast. * 2 Kön. 17, 7. 1- Ez. 23, 11 . 52. So trage auch nun deine Schande, die du deine Schwester fromm machst durch deine Sunden, in welchen du größere Gräuel, denn sie/ gethan hast, und machst sie frömmer, denn du bist. So sey nun auch Du schamroth und trage deine Scha de, daß du deine Schw.ster fromm gemacht hast. 6 Z. Ich will aber ihr * Gefängniß wenden; nähmlich das Gefängniß dieser Sodom und ihrer Töchter, und das Gefängniß dieser Samaria und ihrer Töchter, und die Gefangene deines jetzigen Gefängnisses, sammt ihnen, * c. 39, 23. Jer. 29, 14. s^. Daß du tragen müssest deine Schande und Hohn für alles, das du gethan Haft; und dennoch ihr getröstet werdet. 55 . Und deine Schwester, diese Sodom, und ihre Töchter sollen bekehret werden, wie sie zuvor gewesen find; und Samaria und ihre Töchter sollen bekehret werden, wie sie zuvor gewesen sind; dazu du auch, und deine Töchter sollen bekehret werden, wie ihr zuvor gewesen seyd. 56 . Und wirst nicht mehr dieselbige Sodom, deine Schwester, rühmen, wie zu der Zeit deines Hochmuths, 67 . Da deine Bosheit noch nicht entdeckt war, als zur Zeit, da dich die Töchter Syriens und die Töchter der Philister allenthalben schändeten und verachteten dich um und um. 58 . Da ihr mußtet eure Laster und Gräuel tragen, spricht der Herr Herr. 69. Denn also spricht der Herr Herr: Ich will dir thun, wie du gethan hast, daß du den Eid verachtest und brichst den Bund. 6 0. Ich will aber gedenken an meinen Bund, den ich mit dir gemacht habe * zur Zeit deiner Jugend; und will mit dir einen ewigen Bund aufrichten. * Hos. 2,13. 61 . Da ' wirst du an deine Wege gedenken, und dich schälen; wenn du deine große und kleine Schwestern zu dir nehmen wirst, die ich dir zu Töchtern geben werde, aber nicht aus deinem Bunde. * 20, 4 z. 62. Sondern Ich will meinen Bund mit dir aufrichten, daß du erfahren sollst, daß Ich der Herr sey; 63 . Auf daß du daran * gedenkest, und dich schämest, und vor Schande nicht mehr deinen Mund aufchun dürfest; wenn ich dir alles vergeben werde, was du gethan hast, spricht der Herr Herr. * c. n, 31.32. Das 17. Capitel. Von deS Königs Zedekiä Gefängniß und dem Reich Christi. 1. Nnd des Herrn Wort geschah zu mir, und " sprach: 2. Du Menschenkind, lege dem Hause Israel ein Räthsel vor und ein Gleichniß, 3. U-.d sprich: So spricht der Herr Herr: Ein großer Adler mit großen Flügeln und langen Filligen, und voll Federn, die bunt waren, kam auf Libanon, und nahm den Wipfel von der Ceder; Und brach das oberste Reis ab, und führete es in das Krämerland, und setzte es in die Kaufmannsstadt. 6. Er nahm auch Samen aus demselbigen Lande, und säete ihn in dasselbige gute Land, da viel Wasser ist; und setzte es lose hin. 6. Und es wuchs, und ward ein * ausgebreiteter Weinstock, und niedrigen Stamms; denn seine Neben bogen sich zu ihm, und seine Wur- zeln waren unter ihm; und war also ein Weinstock, der Reben kriegte und Zweige. * Ps. so, s. 7. Und da war ein anderer großer Adler mit großen Flügeln und vielen Federn; und siehe, der Weinstock hatte Verlangen an seinen Wur- zeln zu diesem Adler, und streckte seine Reben aus gegen ihn, daß er gewässert würde vom Platz seiner Pflanzen. 8. Und war doch auf einen guten Boden an viel Wasser gepflanzet, daß er wohl hätte können Zweige bringen, Frucht tragen, und ein herrlicher Weinstock werden. 9. So sprich nun : Also sagt der Herr Herr : Sollte der gerathen? Ja, man wird seine Wurzel ausrotten, und seine Frucht aöreissen; und wird verdorren, daß alle seines Gewächses Blätter verdorren werden, und wird nicht geschehen durch großen Arm, noch viel Volks; auf daß man ihn von seinen Wurzeln wegführe.- 10. Siehe, er ist zwar gepflanzet; aber sollte er gerathen? Ja, so bald ihn der Osiw nd rühren wird, wird er verdorren auf dem Platz seines Gewächses. 11. Und des Herrn Wort geschah zu mir, und sprach: 12. Lieber, sprich zu dem ungehorsamen Hause : Weissagung von Christo. 760 Räthsel von Zedekiä Gefängniß. Hesekiel 17 . 18 . Wisset ihr nicht, was das ist? Und sprich: Stehe, * es kam der König zu Babel gen Jerusalem, und nahm ihren König und ihre Fürsten, und führete sie weg zu sich gen Babel. * 2 Kön. 24 / 10. 14 . 13. Und nahm von dem königlichen Samen, und machte einen Bund mit ihm, und nahm einen Eid von ihm; aber die Gewaltigen im Lande nahm er weg, i^. Damit das Königreich demüthig bliebe, und sich nicht erhöbe, auf daß sein Bund gehalten würde, und bestünde. 1Z. Aber derselbe (Same) fiel von ihm ab, und sandte seine Botschaft in Egypten, daß man ihm Rosse und viel Volks schicken sollte. Sollte es dem gerathen? Sollte er davon kommen, der solches thut? Und sollte der, so den Bund bricht, davon kommen? 16. So wahr Ich lebe, spricht der Herr Herr, an dem Ort des Königs, der ihn zum König gesetzt hat, welches Eid er verachtet, und welches Bund er gebrochen hat, da soll er sterben, nähm- lich zu Babel. 17. Auch wird ihm Pharao nicht beystehen im Kriege, mit großem Heer und viel Volks; wenn man die Schütte aufwerfen wird und die Bollwerke bauen, daß viele Leute umgebracht werden. 18. Denn weil er den Eid verachtet, und den Bund gebrochen hat, darauf er seine Hand gegeben hat, und solches alles thut; wird er nicht davon kommen. 19. Darum spricht der Herr Herr also: So wahr als Ich lebe, so will ich meinen Eid, den er verachtet hat, und meinen Bund, den er gebrochen hat, * auf seinen Kopf bringen. * c. 9/ 10. c. 11/ 21. 20. Denn ich will mein Netz über ihn werfen, und muß in meiner Jagd gefangen werden; und will ihn gen Babel bringen, und will daselbst mit ihm rechten über dem, daß er sich also an mir vergriffen hat. 21. Und alle seine Flüchtigen, die ihm anhingen, sollen "durch das Schwert fallen, und ihre Uebrigen sollen in alle Winde zerstreuet werden; und sollt es erfahren, daß Jchs der Herr geredet habe. * c. 12/14. 22. So spricht der Herr Herr: Ich will auch von dem Wipfel des hohen Cedernbaums nehmen , und oben von seinen Zweigen ein * zartes Reis brechen, und will es auf einen hohen gehäuften Berg pflanzen. * E,«j.", 1. c. 43/ 2. 23. Rühmlich auf den hohen Berg Israels will ich es pflanzen, daß es Zweige gewinne, und Früchte bringe, und ein herrlicher Cedernbaum werde; also, * daß allerley Vögel unter ihm wohnen, und allerley Fliegendes unter dem Schatten seiner Zweige bleiben möge. * Da». 4 / 9- 2^. Und sollen alle Feldbäume erfahren, daß Ich der Herr" den hohen Baum geniedriget, und den niedrigen Baum erhöhet habe, und den grünen Baum ausgedorret, und den dürren Baum grünend gemacht habe. Ich der Herr rede es, und thue es auch." c. 21/ 26. MM. 23,12. Das 18 . Capitel. Gott ist gerecht und barmherzig; darum soll man Buße thun. 1.1 Ind .des Herrn Wort geschah zu mir, und ^ sprach: 2. Was treibet ihr unter euch im Lande Israel dieß Sprüchwort, und sprechet: " Die Väter haben Herlinge gegessen, aber den Kindern sind die Zähne davon stumpf geworden ? * Zer. 31 / 29 . Klag!. 4 / 7 . 3 . So wahr als Ich lebe, spricht der Herr Herr, solches Sprüchwort soll nicht mehr unter euch gehen in Israel. Denn flehe, alle Seelen find mein; des Vaters Seele ist so wohl mein, als des Sohnes Seele. Welche" Seele sündiget, die soll sterben. * Her. 31 , 30 . 5 . Wenn nun einer fromm ist, der recht und wohl thut; 6 . Der auf den Bergen nicht isset, der seine Augen nicht aufhebet zu den Götzen des Hauses Israel, und seines Nächsten Weib nicht befleckt, und liegt nichtbey "der Frau in ihrer Krankheit; * 3 Mos. 18, 19. 7 . Der " Niemand beschädiget, der dem *' Schuldner sein Pfand wieder gibt, der Niemand etwas mit Gewalt nimmt, der dem -ß Hungrigen sein Brot mittheilet, und den Nackenden kleidet; * Ps. 14 / 1. " 4 Mos. 24 , 10. -i- Matth. 24 , 34 . 8 . Der nicht wuchert, der Niemand übersetzet, der seine Hand vom Unrechten kehret, der zwischen den Leuten recht urtheilet; 9 . Der " nach meinen Rechten wandelt und meine Gebothe hält, daß er ernstlich darnach thue: das ist ein frommer Mann, der soll das Leben haben, spricht der Herr Herr. " c. 3 ü, 27. 10. Wenn er aber einen Sohn zeuget, und derselbe wird ein Mörder, der Blut vergießt oder dieser Stücke eins thut, 11. Und der andern Stucke keines nicht thut: son- Wer sündiget, soll sterben, Heseki sondern isset auf den Bergen, und beflecket seines Nächsten Weib, 12. Beschädiget die Armen und Elenden, mit Gewalt etwas nimmt, das Pfand nicht wieder gibt, seine Augen zu den Götzen aufhebet, damit er einen Gräuel begehet, 13. * Gibt auf Wucher, übersetzt: sollte der leben? Er soll nicht leben; sondern, weil er solche Gräuel alle gethan hat, soll er des Todes sterben; sein Blut soll auf ihm seyn. * c. 22 / 12 . Neh. 5/ 7. 1L. Wo er aber einen Sohn zeuget, der alle solche Sünden stehet, so sein Vater thut; und sich fürchtet, und nicht also thut; iZ. Isset nicht auf den Bergen, hebet seine Augen nicht auf zu den Götzen des Hauses Israel, beflecket nicht seines Nächsten Weib; 16. Beschädiget Niemand, behält das Pfand nicht, mit Gewalt nicht etwas nimmt, theilet sein Brot mit dem Hungrigen, und kleidet den Nackenden; 17. Der seine Hand vom Unrechten kehret, keinen Wucher noch Uebersatz nimmt, sondern meine Gebothe hält, und nach meinen Rechten lebet: der soll nicht sterben um seines Vaters Missethat willen, sondern leben. 18. Aber sein Vater, der Gewalt und Unrecht geübet, und unter seinem Volk gethan hat, das nicht taugt; stehe, derselbige soll sterben um seiner Missethat willen. 19. So sprecht ihr: Warum soll denn ein Sohn nicht tragen seines Vaters Missethat? Darum, daß er recht und wohl gethan, und alle meine Rechte gehalten und gethan hat, soll er leben. 20. Denn * welche Seele sündiget, die soll sterben. Der Sohn soll nicht tragen die Missethat des Vaters, und der Vater soll nicht tragen die Missethat des Sohnes ; sondern des Gerechten Gerechtigkeit soll über ihm seyn, und des Ungerechten Ungerechtigkeit soll über ihm seyn. *L Mos. 24/16. 21. Wo sich aber der Gottlose bekehret von allen seinen Sünden, die er gethan hat, und hält alle meine Rechte, und thut recht und wohl; so soll er leben, und nicht sterben. 22. Es soll aller seiner Übertretung, so er begangen hat, nicht gedacht werden; sondern soll leben um der Gerechtigkeit willen, die er thut. 23. Meineftdu,daßich*Gefallenhabe am Tode des Gottlosen, spricht der e l 18. 19. wer Buße thut, leben. 761 HerrHerr; undnicht vielmehr, daß er sich bekehre von seinem Wesen und lebe? * v. 32. c. 33/ 11 . 2 Sam. 14, 14. 2 Pet. 3/ s. 2^. Und wo * sich der Gerechte kehret von seiner Gerechtigkeit, und thut Böses, und lebet nach allen Gräueln, die ein Gottloser thut; sollte der leben? Ja, aller seiner Gerechtigkeit, die er gethan hat, soll nicht gedacht werden; sondern in seiner Uebertretung und Sünden, die er gethan hat, soll er sterben. * e. 3/ 20. c. 33, 12. 25. Noch sprecht ihr: der * Herr handelt nicht recht. So höret nun, ihr vom Hause Israel: Ist es nicht also, daß ich Recht habe und ihr Unrecht habt? *c. 33, n. 20. 26. Denn wenn der Gerechte sich kehret von seiner Gerechtigkeit und thut Böses, so muß er sterben; er muß aber um seiner Bosheit willen, die er gethan hat, sterben. 27. Wiederum, wenn sich der Gottlose kehret von seiner Ungerechtigkeit, die er ge han hat, und thut nun recht und wohl; der wird seine Seele lebendig behalten. 28. Denn weil er stehet und bekehret sich von aller seiner Bosheit, die er gethan hat; so soll er leben, und nicht sterben. 29. Noch * sprechen die vom Hause Israel: Der Herr handelt nicht recht. Sollte ich Unrecht haben? Ihr vom Hause Israel habt Unrecht. * t. 33, 20. 30. Darum will ich euch richten, ihr vom Hause Israel, einen Jeglichen nach seinem Wesen, spricht der Herr Herr. * Darum so bekehret euch von aller eurer Uebertretung, auf daß ihr nicht fallen müsset um der Missethat willen. * c. 33, 11 . Esaj. 33, 7. 31. Werfet von euch alle eure Uebertretung, damit ihr übertreten habt; und machet euch ein * neues Herz, und neuen Geist. Denn warum willst du also sterben, du Haus Israel? * Ps. 3i, 12 . Ezech. ", 19. 32. Denn * ich habe keinen Gefallen am Tode des Sterbenden, spricht der Herr Herr. Darum bekehret euch, so werdet ihr leben. "v. 23 . Das 19. Capitel. Klaglied über den Untergang des Königreichs Juda und ihrer Fürsten. 1. A>u aber mache eine Wehklage über die ^ Fürsten Israels, 2. Und sprich: Warum liegt deine Mutter, die Löwinn, unter den Löwinnen und erziehet ihre Jungen unter den jungen Löwen? Ddddd 762 Klaglicd über Juda. Hesckiel 19. 20. Gottes Wohlthaten und Langmuth. 3 . Derselbigen Eins zog sie auf, und ward ein junger Löwe daraus; der gewöhnte sich die Leute zu reissen und fressen. Da das die Heiden von ihm höreten; * singen sie ihn in ihren Gruben, und führeten ihn an Ketten in Egyptenland. * 2 Kön. 23 , 33 . s. Da nun die Mutter sah, daß ihre Hoffnung verlohren war, da sie lange gehoffet hatte; nahm sie ein anderes aus ihren Jungen, und machte einen jungen Löwen daraus. 6 . Da der unter den Löwinnen wandelte, ward er ein junger Löwe; der gewohnte auch die Leute zu reissen und fressen. 7 . Er lernte ihre Witwen kennen, und verwüstete ihre Städte, daß das Land, und was darinnen ist, vor der Stimme feines Brüllens sich entsetzte. 8 . Da legten sich die Heiden aus allen Ländern rings umher, und warfen ein Netz über ihn, und fingen ihn in ihren Gruben, 9. Und stießen ihn gebunden in ein Gatter, und ' führeten ihn zum Könige zu Babel; und man ließ ihn verwahren, daß seiue Stimme nicht mehr gehöret würde auf den Bergen Israels. * 2 Cbr. 36, 6. 10. Deine Mutter war wie * ein Weinstock, gleichwie du, am Wasser gepflanzet; und ihre Frucht und Reben wuchsen von dem großen Wasser , * Ps. so, 9. i t. Daß seine Reben so stark wurden, daß sie zu Herrenseepter gut waren, und ward hoch unter den Reben. Und da man sähe, daß er so hoch und viele Reben hatte: 12. Ward er im Grimm zu Boden gerissen und verworfen; der Oftwind verdorrete seine Frucht, und seine starke Reben wurden zerbrochen , daß sie * verdorreten und verbrannt wurden. * c. 16, 4 . 13. Nun aber ist sie gepflanzet in der Wüste, in einem dürren durstigen Lande, 12,. Und ist ein Feuer ausgegangen von ihren starken Reben, das verzehret ihre Frucht, daß in ihr kein starker Rebe mehr ist zu eines Herrn Scepter. Das ist ein klägliches und jämmerliches Ding. Das 20. Capitel. Strafe der Heuchelei) und Undankbarkeit. i.Nnd es begab sich im siebenten Jahr, am ^ zehnten Tage des fünften Monaths, kamen * Etliche aus den Nettesten Israels, den Herrn zu fragen, und setzten sich vor mir nieder. * c. i4, 1. 2. Da geschah des Herrn Wort zu mir, und sprach: 3 . Du Menschenkind, sage den Nettesten Js, raels, und sprich zu ihnen : So spricht der Herr Herr: Seyd ihr gekommen mich zu fragen? So wahr ich lebe, ich will von euch ungefragt seyn, spricht der Herr Herr. ^ Aber willst du sie strafen, du Menschenkind, so magst du sie also strafen. Zeige ihnen an die Gräuel ihrer Vater, 5. Und sprich zu ihnen: So spricht der Herr Herr: Zu der Zeit, da ich Israel erwählete, erhob ich meine Hand zu dem Samen des Hauses Jakobs, und gab mich ihnen zu erkennen in Cgypttnland. Ja, "ich erhob meine Hand zu ihnen, und sprach: Ich bin der Herr, euer Gott. * 2 Mos. 6, 8. 6 . Ich erhob aber zu derselbigen Zeit meine Hand, daß ich sie führete aus Cgyptenland in ein Land, das ich ihnen versehen hatte, das * mit Milch und Honig fließt, ein edles Land vor allen Ländern. * 2 Mos. 3, s. 17. 7 . Und sprach zu ihnen: Ein * Jeglicher werfe weg die Gräuel vor seinen Augen, und verunreiniget euch nicht an den Götzen Egyptens; denn Ich bin der Herr, euer Gott. * 2 Mos. 23, 24. c. 34, 13. Jos. 24, 14. 23. 8 . Sie aber waren mir ungehorsam, und wollten mir nicht gehorchen; und warf ihrer keiner weg die Gräuel vor seinen Angen, und verließen die Götzen Egyptens nicht. Da gedachte ich meinen Grimm über sie auszuschütten, und allen meinen Zorn über sie gehen zu lassen noch in EgYPtenland. 9. Aber ich" ließ es um meines Nahmens wil- lcn, daß er nicht entheiliget würde vor den Heiden, unter denen sie waren und vor denen ich mich ihnen hatte zu erkennen gegeben, daß ich sie aus Cgyptenland führen wollte. * c. 36, 21 . 22 . 4 Mos. 14, 16 . 10. Und "da ich sie aus Egyptenland geführet hatte, und in die Wüste gebracht; * 2 Mos. 20 , 1 . 3 Mos. 3, 6. 11. Gab ich ihnen meine Gebothe, und lehrete sie meine Rechte, " durch welche lebt der Mensch, der sie hält. *3Mos. is, 3 . 12. Ich gab ihnen auch "meine Sabbathe, zum Zeichen zwischen mir und ihnen, damit sie lerne- ten, daß Ich der Herr sey, der sie heiliget. ' 2 Mos. 20 , 8. 13. Aber das Haus Israel war mir ungehorsam auch in der Wüste; und " lebten nicht nach Israels Sünden, meinen Gebothen und verachteten meine Rechte, durch welche der Mensch lebt, der sie hält; und entheiligten meine Sabbathe sehr. Da gedachte ich meinen Grimm über sie auszuschütten t in der Wüste, und sie gar umzubringen. * 2 Mos. 16/ 27 . 28. 29 . -k- 2 Mos. 32 , 10. 1^. Aber ich * ließ es um meines Rahmens willen, auf daß er nicht entheiliget würde vor den Heiden, vor welchen ich sie hatte ausgeführet. * 4 Mos. 14 , 15 . 15 . Und * hob auch meine Hand ans Wider sie in der Wüste, daß ich sie nicht wollte bringen in das Land, so ich ihnen gegeben hatte, das mit Milch und Honig fließt, ein edles Land vor allen Ländern: * 4 Mos. ii, 22. 16. Darum, daß sie meine Rechte verachtet, und nach meinen Gebothen nicht gelebet, und meine Sabbathe entheiliget hatten; denn sie wandelten nach den Götzen ihres Herzens. 17. Aber * mein Auge verschonete ihrer, daß ich sie nicht verderbete, noch gar umbrächte in der Wüste. * e. 5 , n. 18. Und ich sprach zu ihren Kindern in der Wüste: Ihr sollt nach eurer Väter Gebothen nicht leben, und ihre Rechte nicht halten, und an ihren Götzen euch nicht verunreinigen. 19. Denn Ich bin der Herr, euer Gott; nach meinen Gebothen sollt ihr leben, und meine Rechte sollt ihr halten und darnach thun. 20. Und meine * Sabbathe sollt ihr heiligen, daß sie seyn ein Zeichen zwischen mir und euch, damit ihr wisset, daß Ich der Herr, euer Gott, bin. * 2 Mos. 20/ 8 . 21. Aber die Kinder waren mir auch ungehorsam , lebten nach meinen Gebothen nicht, hielten auch meine Rechte nicht, daß sie darnach thäten, durch welche der Mensch lebet, der sie halt, und entheiligten meine Sabbathe. Da gedachte ich, meinen Grimm über sie auszuschüt- ten, und allen meinen Zorn über sie gehen zu lassen in der Wüste. 22. Ich wandte aber meine Hand, und ließ es um meines Rahmens willen, auf daß er nicht entheiliget würde vor den Heiden, vor welchen ich sie hatte ausgeführet. 23. Ich hob auch meine Hand auf wider sie in der Wüste, * daß ich sie zerstreuete unter die Heiden, und zerstäubete in die Länder; * c. 22 / 15 . 2^. Darum, daß sie meine Gebothe nicht gehalten, und meine Rechte verachtet, und meine Sabbathe entheiliget hatten, und nach den Götzen ihrer Väter sahen. derselben Strafe. 763 25. Darum * übergab ich sie in die Lehre, so nicht gut ist, und in Rechte, darinnen sie kein Leben konnten haben. * 2 Th-ss. 2,10. n. 26. Und verwarf sie mit ihrem Opfer, da * sie alle Erstgeburt durchs Feuer verbrannten, damit ick sie verstörte und sie lernen mußten, daß Ich der Herr sey. * c. 15,20. 2 Chr. 33, 6 . Ps. 105, 37. Jer. 7, 31. 27. Darum rede, du Menschenkind, mit dem Hause Israel, und sprich zu ihnen: So spricht der Herr Herr: Eure Väter haben mich noch weiter gelästert und getrotzet. 28. Denn da ich sie in das Land gebracht hatte, über welches ich meine Hand aufgehoben hatte, daß icb es ihnen gäbe; wo sie einen hohen Hügel, oder dicken Baum ersahen, daselbst opferten sie ihre Opfer, und brachten dahin ihre feindselige Gaben, und räucherten daselbst ihren süßen Geruch, und gossen daselbst ihre Lrankopfer. 29. Ich aber sprach zu ihnen: Was soll doch die Höhe, dahin ihr gehet? Und also heißt sie bis auf diesen Tag die Höhe. 30. Darum sprich zum Hause Israel: So spricht der Herr Herr: Ihr verunreiniget euch in dem Wesen eurer Väter, und treibet Hurerey mit ihren Gräueln; 31. Und verunreiniget euch an euern Götzen, welchen ihr eure Gaben opfert, und " eure Söhne und Töchter durchs Feuer verbrennet, bis auf den heutigen Lag; und Ich sollte mich euch vom Hause Israel fragen lassen? So wahr ich lebe, spricht der Herr Herr, ich will von euch ungefragt seyn. * 2 Kon. 16/ 3 . c, 17 / 17 . 32. Dazu, daß ihr gedenket, wir wollen thun wie die Heiden, und, wie andere Leute in Ländern, Holz und Stein anbethen; das soll euch fehlen. 33. So wahr ich lebe, spricht der Herr Herr, ich will über euch herrschen mit starker Hand, und ausgestrecktem Arm, und mit ausgeschüttetem Grimm; 3^. Und will euch aus den Völkern führen und aus den Ländern, dahin ihr verstreuet ftyd, sammeln mit starker Hand, mit ausgestrecktem Arm und mit ausgeschüttetem Grimm; 35. Und will euch bringen in die Wüste der Völker, und daselbst mit euch rechten von Angesicht zu Angesicht. 36. Wie ich mit euern "Vätern in der Wüste bey Egypten gerechtet habe; eben so will ich auch mit euch rechten, spricht der Herr Herr. * 4 Mos. 14/ 22 . 23. Ddddd 2 Hesekiel 20. 764 Gnadenverheissung. Hesekiel 20. 21. Weissagung Wider die Juden. 37. Ich will euch wohl unter die Ruthe bringen , und euch in die Bande des Bundes zwingen. 38. Und will die Abtrünnige, und so wider mich übertreten, unter euch ausfegen; ja aus dem Laude, da ihr jetzt wohnet, will ich sie führen, und in das Land Israel nicht kommen lassen, daß ihr lernen sollt, Ich sey der Herr. 39 . Darum, ihr vom Hause Israel, so spricht der Herr Herr: Weil ihr denn mir ja nicht wollt gehorchen, so fahret hin und diene ein Jeglicher seinen Götzen; aber meinen heiligen Nahmen laßt hinfort ungeschändet mit euern Opfern und Götzen. ^o. Denn so spricht der Herr Herr: Auf meinem heiligen Berge, * auf dem hohen Berge Israel, daselbst wird mir das ganze Haus Israel und alle, die im Lande sind, dienen; daselbst werden sie mir angenehm seyn, und daselbst will ich eure Hebopfer und Erstlinge eurer Opfer fordern, mit allem, das ihr mir heiliget. * Ps. 15, 1. ^i. Ihr werdet mir angenehm seyn mit dem süßen Geruch, wenn ich euch aus den Völkern bringen und aus den Ländern sammeln werde, dahin ihr verstreuet seyd; und werde in euch geheiliget werden vor den Heiden. 2 , 2 . Und ihr werdet erfahren, daß Ich der Herr bin, wenn ich euch in das Land Israel gebracht habe, in das Land, darüber ich meine Hand aufhob, daß ich es euern Vätern gäbe. >43. Daselbst * werdet ihr gedenken an euer Wesen und an alles euer Thun, darinnen ihr verunreiniget seyd, und werdet Mißfallen haben über aller eurer Bosheit, die ihr gethan habt. * c. 16/ 61. c. 36/ 31. 32. >44. Und werdet erfahren, daß Ich der Herr bin, wenn ich mit euch thue um meines Rahmens willen, und nicht nach euerm bösen Wesen und schädlichem Thun, du Haus Israel, spricht der Herr Herr. (Anfang des 21 . Capitcls.) >45.Und des Herrn Wort geschah zu mir, und sprach: >46. Du Menschenkind, richte dein Angesicht gegen den Südwind zu, und träufe gegen den Mittag , und weissage wider den Wald im Felde gegen Mittag. ^ 7 . Und sprich zum Walde gegen Mittag: Höre des Herrn Wort, so spricht der Herr Herr: Siehe, ich will in dir ein 'Feuer anzünden, das soll beydes grüne und dürre Bäume verzehren , daß man seine Flamme nicht wird löschen können , sondern es soll verbrannt werden alles, was vom Mittag gegen Mitternacht stehet. * Jer. 17/ 2/. Hof. 8/ 14. AmoS 5/ 6. 48. Und ' alles Fleisch soll sehen, daß Ich es, der Herr, angezündet habe und Niemand löschen möge. * Esaj. 40/ §. 49 . Und ich sprach: Ach Herr Herr? sie sagen von mir: Dieser redet eitel verdeckte Worte. Das 21. Capitel. Schwert der Chaldäer wider die Juden und Ammoniter. 1. Nnd des Herrn Wort geschah zu mir, und ^ sprach: 2 . Du Menschenkind, * richte dein Angesicht wider Jerusalem, und träufe wider die Heilig, thümer, und weissage wider das Land Israel, * e. 20/ 46. 3 . Und sprich zum Lande Israel: So spricht der Herr Herr: Siehe, ich will an dich, ich will mein Schwert aus der Scheide ziehen; und will in dir ausrotten, beydes Gerechte und Ungerechte. 4. Weil ich denn in dir beydes Gerechte und Ungerechte ausrotte; so wird mein Schwert aus der Scheide fahren über alles Fleisch, vom Mittag her bis gegen Mitternacht. s. Und soll ' alles Fleisch erfahren, daß Ich, der Herr, mein Schwert habe aus seiner Scheide gezogen; und soll nicht wieder eingesteckt werden. * Esaj. 49/ 26. 6. Und Du Menschenkind, sollst seufzen, bis dir die Lenden wehe thun; ja bitterlich sollst du seufzen, daß sie es sehen. 7 . Und wenn sie zu dir sagen werden: Warum seufzest du? Sollst du sagen: Um des Geschreyes willen, das da kommt, vor welchem alle Herzen verzagen, und alle Hände finken, aller Muth fallen, und alle Knie wie Wasser gehen werden. Siehe, es kommt und wird-geschehen, spricht der Herr Herr. 8. Und des Herrn Wort geschah zu mir, und sprach: 9 . Du Menschenkind, weissage und sprich : So spricht der Herr: Sprich : * Das Schwert, ja das Schwert ist geschärft und gefegt. * t. 32/ 10. 20. 10 . Es ist geschärft, daß es schlachten soll; es ist gefegt, daß es blinken soll. O wie froh wollten wir seyn, wenn er gleich alle Bäume zu Ruthen machte über die bösen Kinderi 11 . Aber er hat ein Schwert zu fegen gegeben, daß man es fassen soll; es ist geschärft und Weissagung wider Hesekie gefegt, daß man es dem Todtschläger in die Hand gebe. 12. Schreye und heule, du Menschenkind; denn es geht über mein Volk und über alle Regenten in Israel, die zum Schwert sammt meinem V-lk versammelt sind. Darum schlage auf deine Lenden. 13. Denn er hat sie oft * gezüchtiget, was hat es geholfen? Es will der bösen Kinder Ruthe nicht helfen, spricht der Herr Herr. * Esaj. 9/ 13. Jer. 3, 3. 14. Und Du Menschenkind, weissage und schlage deine Hände zusammen. Denn das Schwert wird zweyfach, ja dreyfach kommen; ein Würgeschwert, ein Schwert großer Schlacht, das sie auch treffen wird in den Kammern, da sie hinfliehen. 15. Ich will das Schwert lassen klingen, daß die Herzen verzagen und viele fallen sollen an allen ihren Thoren. Ach wie glänzet es, und hauet daher zur Schlacht! 16. Und sprechen: Haue darein, beydes zur Rechten und Linken, was vor dir ist. 17. Da will ich dann mit meinen Händen darob frohlocken, und meinen Zorn gehen lassen. Ich, der Herr, habe es gesagt. 18. Und des Herrn Wort geschah zu mir, und sprach: 19. Du Menschenkind, mache zween Wege, durch welche kommen soll das Schwert des Königs zu Babel: sie sollen aber alle beyde aus Einem Lande gehen. 20. Und stelle ein Zeichen vorne an den Weg zur Stadt, dahin es weisen soll; und mache den Weg, daß das Schwert komme gen Rabbath der Kinder Ammon, und in Juda zu der festen Stadt Jerusalem. 21. Denn der König zu Babel wird sich an die Wegscheide stellen, vorne an den zweyen Wegen, daß er ihm wahrsagen lasse, mit den Pfeilen um das Loos schieße, seinen * Abgott frage, und schaue die Leber an. * 2 Kön. 1/ 2. Esai. 19/ 3. 22. Und die Wahrsagung wird auf die rechte Seite gen Jerusalem deuten, daß * er solle Böcke hinan führen lassen, und Löcher machen, und mit großem Geschrei) sie überfalle, und morde, und daß er Böcke führen solle wider die Thore, und da Wall schütte und Bollwerk baue. * c. 23/ 2 ^>. c. 26/ 9. Amos 3/ 11. 23. Aber es wird sie solches Wahrsagen falsch dünken, er schwöre wie theuer er will. Er aber l 21. 22. die Ammoniter. 765 wird denken an die Missethat, daß er sie gewinne. 24. Darum spricht der Herr Herr also: Darum, daß euer gedacht wird um eurer Missethat, und euer Ungehorsam offenbar ist, daß man eure Sünde siehet in allem euerm Thun, ja darum, daß eurer gedacht wird, werdet ihr mit Gewalt gefangen werden. 25. Und Du Fürst in Israel, der du verdammet und verurtheilet bist, deß Tag daher kommen wird, wenn die Missethat zum Ende gekommen ist, 26. So spricht der Herr Herr: Thue weg dm Hut, und * hebe ab die Krone. Denn es wird weder der Hut noch die Krone bleiben; sondern der sich erhöhet hat, soll geniedriget werden, und der sich geniedriget hat, soll erhöhet werden. ' 2 Sam. 12 / so. 27. Ich will die Krone zu Nichte, zu Nichte, zu nichts machen, bis der komme, der sie haben soll; dem will ich sie geben. 28. Und Du Menschenkind, weissage und sprich: So spricht der Herr Herr von den Kindern Ammon und von ihrer Schmach, und sprich: Das Schwert, das Schwert ist gezuckt, daß es schlachten soll; es ist gefegt, daß es würgen soll, und soll blinken; 29. Darum, daß du falsche Gesichte dir sagen lässest und Lügen weissagen; damit du auch übergeben werdest unter den erschlagenen Gottlosen, welchen ihr Tag kam, da die Missethat zum Ende gekommen war. 30. Und ob es schon wieder in die Scheide gesteckt würde; so will ich dich doch richten an dem Ort, da du geschaffen, und im Lande, da du geboren bist. 31. Und will meinen Zorn über dich schütten, ich will das Feuer meines Grimms über dich aufblasen; und will dich Leuten, die brennen und verderben können, überantworten. 32. Du mußt dem Feuer zur Speise werden und dein Blut muß im Land vergossen werden; und man wird deiner nicht mehr gedenken. Denn Ich, der Herr, habe es geredet. Das 22. Capitel. Sünde» der Juden / eine Ursach ihres Gefängnisses und anderer Straft». 1. Nnd des Herrn Wort geschah zu mir, und ^ sprach : 2. Du Menschenkind, willst du nicht strafen die mörderische Stadt, und ihr * anzeigen alle ihre Gräuel? '«- ^ 766 Jerusalems Hesekiel 22 . , manchfaltigs Sünden. 3 . Sprich: So spricht der Herr Herr: O Stadt, die "du der Deinen Blut vergießest, ans daß deine Zeit komme; und die du Götzen bey dir machst, damit du dich verunreinigest. * Matth. 23, 37. Du verschuldest dich an dem Blut, das du vergießest, und verunreinigest dich an den Götzen, die du machst; damit bringest du deine Tage herzu, und machst, daß deine Jahre kommen müssen. Darum will ich dich zum Spott unter den Heiden, und zum Hohn in allen Ländern machen. 5. Beydes in der Nähe und in der Ferne sollen ste deiner spotten, daß du ein schändliches Gerücht haben, und großen Jammer leiden müssest. 6 . Siehe, die Fürsten in Israel, ein Jeglicher ist mächtig bey dir, Blut zu vergießen. 7 . Vater und Mutter verachten ste, den * Fremdlingen thun sie Gewalt und Unrecht. die Witwen und Waisen schinden ste. * Ps. 94, §. 6. 8 . Du verachtest meine Heiligthümer, und entheiligest meine Sabbathe. s. Verräther sind in dir, auf daß sie Blutvergießen. Sie essen auf den Bergen, und handeln muthwillig in dir; io. Sie bloßen die Scham der Väter,*und nöthigen die Weiber in ihrer Krankheit; * 3 Mos. 18 , 7. -s Ez-ch. 18 , 6. i i. Und treiben unter einander, * Freund mit Freundes Weib, Gräuel; sie schänden ihre eigene i- Schnur mit allem Muthwillen; sie noth- züchtigen ihre eigene Schwestern. ihres Vaters Töchter; * c. 33, 26 . Zer. 5, 8. 1-3 Mos. 18 , 1 .;. 12. Sie nehmen Geschenke, auf daß sie Blut vergießen; * sie wuchern, und übersetzen einander, und treiben ihren Geitz wider ihren Nächsten, und thun einander Gewalt; und vergessen meiner also, spricht der Herr Herr. * v. 25. Neh. 5, 8. Ezcch. 18, 13. 13 . Siehe, ich schlage meine Hände zusammen über den Geitz, den du treibest, und über das Blut, so in dir vergossen ist. i^. Meinest du aber, dein Herz möge es erleiden oder Leine Hände ertragen zu der Zeit, wenn ich es mit dir machen werde? * Ich, der Herr, habe es geredet, und will es auch thun, * c. 17, 21. 15 . Und will dich zerstreuen unter die Heiden, und dich verstoßen in die Länder, und will deines Unflaths ein Ende machen, 16. Daß du bey den Heiden mußt verflucht geachtet werden, und * erfahren daß Ich der Herr sey. *0.13,23. 17. Und des Herrn Wort geschah zu mir, und sprach: 18. Du Menschenkind, das Haus Israel ist mir zu Schlacken geworden; alles ihr Erz, Zinn, Eisen und Bley ist im Ofen zu Silberschlacken geworden. 19. Darum spricht der Herr Herr also: Weil ihr denn alle Schaum geworden ftyd, siehe, so will ich euch alle gen Jerusalem zusammen thun. 20. Wie man Silber, Erz, Eisen, Bley und Zinn zusammen thut im Ofen, daß man ein Feuer darunter anfblase und zerschmelze es: also will ich euch auch in meinem Zorn und Grimm zusammen thun, einlegen und schmelzen. 21. Ja ich will euch sammeln, und das Feuer meines Zorns unter euch aufblasen, daß ibr darinnen zerschmelzen müsset. 22. Wie * das Silber zerschmelzet im Ofen; so sollt ihr auch darinnen zerschmelzen und erfahren , daß Ich, der Herr, meinen Grimm über euch ausgeschüttet habe. * Zach. 13, 9. Mal. 3, 3. 23 . Und des Herrn Wort geschah zu mir, und sprach: 2^. Du Menschenkind, sprich zu ihnen: Du bist ein Land, das nicht zu reinigen ist; wie eins, das nicht beregnet wird zu der Zeit des Zorns. 25 . Die Propheten, so darinnen sind, haben sich gerottet, * die Seelen zu fressen, wie ein brüllender Löwe, wenn er raubet; sie reissen Gut und Geld zu sich, und machen der Witwen viele darinnen. * c. 34, 8 . 26. Ihre * Priester verkehren mein Gesetz freventlich, und entheiligen mein Heiligthum; sie halten unter dem Heiligen und Unheiligen keinen Unterschied, und lehren nicht, was rein oder unrein sey; und warten meiner Sabbathe nicht; und ich werde unter ihnen entheiliget. * Mich. 3, 11 . 27 . Ihre * Fürsten sind darinnen, wie die reissende Wölfe, Blut zu vergießen und Seelen umzubringen, um ihres Geitzes willen. * Mich. 3, 11 . Zeph. 3, 3. 28. Und ihre * Propheten tünchen sie mit losem Kalk, predigen lose Theidinge, und -t weissagen ihnen Lügen, und sagen: So spricht Herr Herr; so es doch der Herr nicht geredet hat. * c. 13, 6 -f- Zer. 23, 32. 29. Das Volk im Lande übet Gewalt und rauben getrost, und schinden die Armen und Ahala'und Ahaliba als Vorbilder Hesekiel 22. 23. der Sünden Samariä und Jerusalems. -767 Elenden , und * thun den Fremdlingen Gewalt und Unrecht. *». 7 . 30. Ich suchte * unter ihnen , ob Jemand sich eine Mauer machte und wider den Riß stünde gegen mich für das Land, daß ich es nicht verderbet : aber ich fand keinen. * c. 13, 6 . Es-a. 64 / 7. 31 . Darum * schüttete ich meinen Zorn über sie, und mir dem Feuer meines Grimms machte ich ihrer ein Ende, und gab ihnen also ihren Verdienst ? auf ihren Kopf, sprich der Herr Herr. * c. 21 , 31 . 1 - c. 16/ 43 . Das 23 . Capitel. Vergleichung der Königreiche Juda und Israel mit zwo Huren. 1. Nnd des Herrn Wort geschah zu mir, ^ und sprach: 2. Du Menschenkind, es waren zwey Weiber, Einer Mutter Töchter. 3. Die trieben Hurerey in Egypten in ihrer Jugend; daselbst ließen sie ihre Brüste begreifen und die Zitzen ihrer Jungfrauschaft betasten. Die Große heißt Ahala, und ihre Schwester Ahaliba. Und ich nahm sie zur Ehe, und sie * zeugeten mir Söhne und Töchter. Und Ahala 7 heißt Samaria, und Ahaliba Jerusalem. * c. 16/ 46 . ch c. 16/ 20. Z. Ahala trieb Hurerey, da ich sie genommen hatte, und brannte gegen ihre Buhlen, nähm- lich gegen die * Assyrer, die zu ihr kamen; * c. 16, 28. o. Gegen die Fürsten und Herren, die mit Seiden gekleidet waren, und alle junge liebliche Gesellen; nähmlich gegen die Reiter und Wagen. 7 . Und buhlete mit allen schönen Gesellen in Assyrien, und verunreinigte sich mit allen ihren Götzen , wo sie auf einen entbrannte. 8 . Dazu verließ sie auch nicht ihre Hurerey mit Egypten, die bey ihr gelegen waren von ihrer Jugend auf, und die Brüste ihrer Jung- frauschaft betastet, und große Hurerey mit ihr getrieben hatten. 9 . Da * übergab ich sie in die Hand ihrer Buhlen , den Kindern Affur, gegen welche sie brannte vor Lust. * c. 16/ 37. 10. Die deckten ihre Scham auf, und nahmen ihre Söhne und Töchter weg; sie aber todteten sie mit dem Schwert. Und es kam aus, daß diese Weiber gestraft wären. 11. Da* aber ihre Schwester Ahaliba sah; entbrannte sie noch viel ärger, denn jene, und trieb Hurerey mehr, denu ihre Schwester. * c. 16, LI. 12. Und entbrannte gegen die Kinder Assur; nähmlich die Fürsten und Hcrrcit, die zu ihr kamen wohl gekleidet, Reiter und Wagen, und alle junge liebliche Gesellen. 13. Da sah ich, daß sie alle beyde gleicher Weise verunreiniget waren. 1^. Aber diese trieb ihre Hurerey mehr. Denn da sie sah gewählte Männer an der Wand in rother Farbe, die Bilder der Chaldäer, 15. Um ihre Lenden gegürtet, und bunte Kogel (Tm-b-n) auf ihren Köpfen, und alle gleich anzu- seheu wie gewaltige Leute; wie denn die Kinder Babels, und die * Chaldäer tragen in ihrem Vaterlande; * c. 16,2s. 16. Entbrannte sie gegen sie, so bald sie ihrer gewahr ward, und schickte Botschaft zu ihnen in Chaldäa. 17. Als mm die Kinder Babels zu ihr kamen, bey ihr zu schlafen nach der Liebe; verunreinigten sie dieselbe mit ihrer Hurerey, und sie verunreinigte sich mit ihnen, daß sie ihrer müde ward. 18. Und da beydes, ihre Hurerey und Scham, so gar offenbar war; ward ich ihrer auch überdrüssig, wir ich ihrer Schwester auch war müde geworden. 19. Sie aber trieb ihre Hurerey immer mehr; und gedachte an die * Zeit ihrer Jugend , da sie in Egyptenland Hurerey getrieben hatte; * c. 16/ 22. 60. 20. Und entbrannte gegen ihre Buhlen, welcher* Brunst war wie der Esel und der Hengste BrUNft. *Jcr. L/ 8 . E;. 22, 11. 21. Und bestelletest deine Unzucht wie in deiner Jugend , da dir in Egypten * deine Brüste begriffen , und deine Zitzen betastet wurden. * v. 3. 22. Darum, Ahaliba, so spricht der Herr Herr: Siehe, ich will*deine Buhlen, derer du müde bist geworden, wider dich erwecken und will sie rings umher wider dich bringen; * c. 16, 37. 23. Nähmlich die Kinder Babels und alle Chaldäer mit Hauptleuten, Fürsten und Herren , und alle Assyrer mit ihnen ; die schöne junge Mannschaft, alle Fürsten und Herren, Ritter und Edle, und allerley Reiter. 2^. Und * werden über dich kommen, gerüstet mit Wagen und Rädern und mit großem Haufen Volks; und werden dich belagern mit Tauschen, Schildern und Helmen um und um. Denen will ich das Recht befehlen, daß sie dich richten sollen nach ihrem Recht. * 21/ 22. Luc. 19/ 43. 25. Ich will meinen Eifer über dich gehen 768 Ahala und Ahaliba als Vorbilder Heftkiel 23. der Sünden Samariä und Jerusalems. lassen, daß sie unbarmherzig mit dir handeln ft-uen. Sic sollen dir Nasen und Ohren ab- schneiden; und was übrig bleibt, soll durch das Schwert fallen. Sie sollen deine Söhne und Töchter wegnehmen, und das Uebrige mit Fener verbrennen. 26. Sie sollen dir deine Kleider ausziehen, und deinen Schmuck wegnehmen. 27. Also will ich deiner Unzucht, und deiner Hurerey mit EgyPtenland ein Ende machen, daß du deine Augen nicht mehr nach ihnen auf- heben, und Egypten nicht mehr gedenken sollst. 28. Denn so spricht der Herr Herr: Siehe, ich will dich überantworten, denen du feind geworden und derer du müde bist. 29. Die sollen als Feinde mit dir umgehen, und alles nehmen, was du erworben hast, und dich ' nackend und bloß lassen, daß deine Scham aufgedeckt werde, sammt deiner Unzucht und Hurerey. '«- ^ 37. 30. Solches wird dir geschehen um deiner Hurerey willen, so du mit den Heiden getrieben, an welcher Götzen du dich verunreiniget hast. 31. Du bist auf dem Wege * deiner Schwester gegangen; darum gebe ich dir auch derselben Kelch in deine Hand. * v. s. n. 32. So spricht der Herr Herr: Du mußt den Kelch deiner Schwester trinken, so tief und weit er ist; du sollst zu großem * Spott und Hohn werden, daß es unerträglich seyn wird. * c. 22, 4 . 33. Du mußt * dich des starken Tranks und Jammers voll saufen; denn der Kelch deiner Schwester Samaria ist ein Kelch des Jammers und Traurens. * Ps. 60, Ps. 73,9. es. 30 17. Jer.25,1-. 3L. Denselben mußt du rein austrinken, darnach die Scherben zerwerfen und deine Brüste zerreissen; denn Ich habe es geredet, spricht der Herr Herr. 35. Darum , so spricht der Herr Herr: Darum, daß du meiner vergessen und mich hinter * deinen Rücken geworfen Haft; so trage auch nun deine Unzucht und deine Hurerey. * Jer. 2, 27. c. 32 , 33 . 36. Und der Herr sprach zu mir: Du Menschenkind, willst du Ahala und Ahaliba strafen; so zeige ihnen an ihre Gräuel, 37. Wie sie Ehebrecherey getrieben, und Blut vergossen, und die Ehe gebrochen haben mit den Götzen; dazu * ihre Kinder, die sie mir gezeuget hatten, verbrannten sie denselbigen zum Opfer. * Jer. 7 , 3 l. E;ech. 16, 20. 38 . Ueber das haben sie mir das gethan: Sie haben meine Heiligchümer verunreiniget dazumahl, und * meine Sabbathe entheiliget. * 2 Mos. 20, 8 . 39 . Denn da sie ihre Kinder den Götzen geschlachtet hatten, gingen sie desselbigen Tages in mein Heiligthum, dasselbige zu entheiligen. Siehe, solches haben sie in meinem Hause begangen. ^o. Sie haben auch Bothen geschickt nach Leuten, die aus fernen Landen kommen sollten: und siehe, da sie kamen, badetest du dich, und schminktest dich, und schmücktest dich mit Geschmeide, ihnen zu Ehren; ^i. Und saßest auf einem herrlichen Bette, vor welchem stand ein Tisch zugerichtet; darauf räuchertest du, und opfertest mein Oehl darauf. ^2. Daselbst hob sich ein großes Freudenge- schrey; und sie gaben den Leuten, so allenthalben aus großem Volk und aus der Wüste gekommen waren, Geschmeide an ihre Arme und schöne Kronen auf ihre Häupter. ^ 3 . Ich aber gedachte: Sie ist der Ehebrecherey gewohnt von Alters her, sie kann von der Hurerey nicht lassen. Denn man geht zu ihr ein, wie man zu einer Hure eingeht; eben so geht man zu Ahala und Ahaliba, den unzüchtigen Weibern. ^s. Darum werden sie die Männer strafen, die das * Recht vollbringen; wie man die Ehebrecherinnen und Blutvergießerinnen strafen soll. Denn sie sind Ehebrecherinnen, und ihre Hände sind Voll Blut. * c. 16, 33 . ^ 6 . Also spricht der Herr Herr: Führe einen großen Haufen über sie herauf, und gib sie in die * Rappuse und Raub; * Jer. i-, 13. c. 17,3. ^ 7 . Die sie steinigen, und mit ihren Schwertern erstechen, und ihre Söhne und Töchter erwürgen, und ihre Häuser mit Feuer verbrennen. ^ 8 . Also ' will ich der Unzucht im Lande ein Ende machen, daß sich alle Weiber daran stoßen sollen, und nicht nach solcher Unzucht thun. * verS 27. ^9. Und man soll eure Unzucht auf euch legen, und sollt eurer Götzen Sünde tragen, auf daß *ihr erfahret, daß Ich der Herr Herr bin. * k. 7, 27 . c. 26 , 6 . c. 23 , 22. Das Siedender Topf. Hesekiel 24. Hesekiels Weib stirbt. 769 Das 24. Capitel. Zerstörung Jerusalems / durch einen siedenden Topf/ und schnellen Tod des Weibes Hesekiels abgebildct. 1. ttnd es geschah das Wort des Herrn zu mir ^ im neunten Jahr am zehnten Tage des zehnten Monaths, und sprach: 2. Du Menschenkind, schreibe diesen Tag an, ja eben diesen Tag; denn der König zu Babel hat sich eben an diesem Tage wider Jerusalem gerüstet. z. Und gib dem ungehorsamen Volk ein Gleich- mß, und sprich zu ihnen: So spricht der Herr Herr: Setze einen Topf zu, setze zu und gieße Wasser darein; 4. Thue die Stücke zusammen darein, die hinein sollen, und die besten Stücke, die Lenden und Schultern, und fülle ihn mit den besten Markstücken; 5. Nimm das Beste von der Herde und mache ein Feuer darunter, Markstücke zu kochen, und laß es getrost sieden, und die Markstücke darinnen wohl kochen. 6. Darum spricht der Herr Herr: O der mörderischen Stadt, die ein solcher Topf ist, da das Ungebrannte darinnen klebet und nicht abgehen will. Thue ein Stück nach dem andern heraus; und darfst nicht darum loosen, welches erst heraus soll. 7. Denn ihr Blut ist darinnen, das sie auf einen bloßen Felsen und nicht auf die Erde verschüttet hat, da man es doch hätte mit Erde können zuscharren. 8. Und ich habe auch darum sie lassen dassel- bige Blut auf einen bloßen Felsen schütten, daß es nicht zugescbarret würde, auf daß der Grimm über sie käme, und gerochen würde. s. Darum spricht der Herr Herr also: O * du mörderische Stadt, welche Ich will zu einem großen Feuer machen. * Nah. 3 , 1 . Hakmc.3,i2. io. Trage nur viel Holz her, zünde das Feuer an, daß das Fleisch gar werde, und würze es wohl, daß die Markstücke anbrennen. i r. Lege auch den Topf leer auf die Glut, auf daß er heiß werde und sein Erz entbrenne, ob seine Unreinigkeit zerschmelzen, und sein Ungebranntes abgehen wollte. 12. Uber das Ungebrannte, wie sehr es brennet, will nicht abgehen; denn es ist zu sehr angebrannt, es muß im Feuer verschmelzen. 13. Deine Unreinigkeit ist so verhärtet, daß, ob ich dich gleich gerne reinigen wollte, dennoch du nicht willst dich reinigen lassen von deiner Unreinigkeit. Darum kannst du fort nicht wieder rein werden, bis mein * Grimm sich an dir gekühlet habe. ' c. §, iz. 14. Ich * der Herr, habe es geredet, es soll kommen, ich Witt es thun, und nicht säumen, ich will nicht schonen, noch mich es reuen lassen; sondern sie sollen dich richten, wie du gelobet und gethan hast, spricht der Herr Herr. - c. 23, 34. 15. Und des Herrn Wort geschah zu mir, und sprach: 16. Du Menschenkind, stehe, ich will dir deiner Augen Lust nehmen durch eine Plage. Aber du sollst nicht klagen noch weinen, noch eine Thräne lassen. 17. Heimlich magst du seufzen, aber keine Todtenklage führen; sondern du sollst deinen Schmuck anlegen, und deine Schuhe anziehen. Du sollst deinen Mund nicht verhüllen, und nicht das Trauerbrot essen. 18. Und da ich des Morgens früh zum Volke redete, starb mir zu Abend mein Weib. Und ich that des andern Morgens, wie mir befohlen war. i s. Und das Volk sprach zu mir: Willst du uns denn nicht anzeigen, was uns das bedeute, das du thust? 20. Und ich sprach zu ihnen: Der Herr hat mit mir geredet, und gesagt: 21. Sage dem Hause Israel, daß der Herr Herr spricht also: Siehe, ich will mein Heiligthum , euern höchsten Trost, die Lust eurer Augen und euers Herzens Wunsch, entheiligen; und eure Söhne und Töchter, die ihr verlassen müsset, werden durch das Schwert fallen; 22. Und müsset thun, wie ich gethan habe; * euern Mund müsset ihr nicht verhüllen, und das Trauerbrot nicht essen: * v- ir. 23. Sondern müsset euern Schmuck auf euer Haupt setzen, und eure Schuhe anziehen. Ihr werdet nicht klagen noch weinen; sondern über euern Sünden verschmachten, und unter einander seufzen. 24. Und soll also Hesekiel euch ein * Wunder seyn, daß ihr thun müsset, wie er gethan hat, wenn es nun kommen wird; damit ihr erfahret, daß Ich der Herr Herr bin. * Ps. 71, 7. Hcsck. 12, 6. 11. 25. Und D u Menschenkind, zu der Zeit, wenn ich wegnehmen werde von ihnen ihre Eeeee Edom, Philistäa. 770 Wider Ammorr, Moab,. Hefe kiel Macht und Trost, dir Lust ihrer Augen und ihres Herzens Wunsch, ihre Söhne und Töchter; 26. Ja, zu derjenigen Zeit wird Einer, so * entronnen ist, zu dir kommen und dirs kund thun. * c. 33/ 21. 27 . Zu derjenigen Zeit wird dein Mund auf- gethan werden sammt dem, der entronnen ist, daß du reden sollst, und nicht mehr schweigen : denn du mußt ihr Wunder scyn, daß' sie erfahren, Ich sey der Herr. *-. 23 /49. c. 2-/7. n. 17. Das 25. Capitel. E-drshetc Straft wider die Ammonite-/ Moabiter/ Edoinitcr / und Philister. j.ltnd des Herrn Wort geschah zu mir, und * sprach: 2. Du Menschenkind richte dein Angesicht ge- sen die Kinder * Ammon, und weissage wider sie , * Icr. 49 / 1. 3. Und sprich zu den Kindern Ammon:: Höret des Herrn Herrn Wort. So spricht der Herr Herr: Darum, daß ihr über mein Heiligthum sprechet: ' Heah, es ist entheiliget! und über das Land Israel: Es ist verwüstet! und über das Haus Juda: Es ist gefangen weggefachret! - c. 26/ 2. c. 36/ 2. Ps, 35, 21. Darum siehe, Ich will dich den Kindern gegen Morgen übergeben, daß sie ihre Schlösser darinnen bauen, und ihre Wohnung darinnen machen sollen; sie sollen deine Früchte essen, und deine Milch trinken, ö. Und will Rabbath zum Kameelstall machen, und dis Kinder Ammon zur Schafhürde machen; und sollt * erfahren, daß Ich der Herr bin. * c. 24/ 27. 6. Denn so spricht der Herr Herr: Darum, daß du mit deinen Händen gcklirschet, und mit den Fußen gcsHarret, und über das Land Israel von ganzem Herzen so höhnisch dich gefteuet Haft; 7. Darum siehe , Ich will meine Hand über dich ausstrecken, und dich den Helden zur Beute geben, und dich aus den Völkern ausrotten,. und aus den Ländern umbrir-geu, und dich vertilgen; ' und sollst erfahren , daß Ich der Herr bin. * c. 7 , 27 . 8 . So spricht der Herr Herr: Darum, de!' ' Moab und Seir sprechen: Siehe, das Haus Juda ist eben wie alle andere Heiden; * Eftj. 1-, 1. 9. Siche, so will Kd Moab zur Seite öffnen in seinen Stadien und in seinen Grenzen des edelu Landes, nähmUch BeiyIesimolh, Baal- Mevn und Kiriathaun, 24. 25. 26. 10. Den Kindern gegen Morgen, sammt den Kindern Ammon, und will sie ihnen znm Erbe geben, daß mau der Kinder Ammon nicht rnchr gedenken soll unter den Heiden. i r. Und will das Recht gehen lassen über Moab; und sollen erfahren, daß Ich der Herr bin. t 2. So spricht der Herr Herr: Darum, daß sich * Edom am Hause Juda gerochen hat, und damit sich verschuldet mit ihrem Rächen; * Irr. 49/ 7. 13. Darum spricht der Herr Herr also: Ich will meine Hand ausstrecken über Edom, und will ausrotten von ihm beyde Menschen und Vieh; und will sie wüste machen von Theman bis gen Dedan, und durch das Schwert fällen; i^. Und will mich wieder an Edom rächen durch mein Volk Israel, und sollen mit Edom umgehen nach meinem Zorn und Grimm; daß sie meine Rache erfahren sollen, spricht der Herr Herr. 15 . So spricht der Herr Herr: Darum, daß die Philister * sich gerochen haben und den alten Haß gebüßet, nach allem ihrem Willen, am Schaden (meines Volks); * I--. 47, i. 16. Darum spricht der Herr Herr also: Siehe, ich will meine Hand ausstrecken über die Philister, und die Krieger ausrotten, und will die Uebri- gen am Hafen des Meers umbringen; 1-7. Und will große Rache an ihnen üben, und mit Grimm sie strafen; daß ' sie erfahren sollen, Ich sey der Herr, wenn ich meine Rache an ihnen geübet habe. * -> 24,27. Das 26. Capirel. Weissagung wider Tyrus. 1. Nnd es begab sich im cilsten Jahr am ersten ^ Tage des ersten Monaths, geschah des Herrn Wort zu mir, und sprach: 2. Du Menschenkind, darum, daß' Tyrus spricht über Jerusalem : ss Heah, die Pforten der Volker sind zerbrochen, es ist zu mir gewandt; ich werde nun voll werden , weil sie wüste ist; * Esaj. 23/ 1 . -I- Ez. 23/ 3. 3 . Darum spricht der Herr Herr also: Siehe, ich will an dich , ' Tyrus; und will viel Heiden über dich herauf bringen, gleich wie sich ein Meer erhebt mit seinen Wellen. ' Eftj. 23 , 1 . Die sollen die Mauern zu Tyrus verderben, und ihre Thürme abbrechen; ja ich will auch den Staub vor ihr wegftgen, und will einen bloßen Fels aus ihr machen; 5. Und zu einem Wel^d im Meer, darauf 7/1 Tyrus soll untergehen. H esekiel 26 . 27 . Tyri Pracht. man die Fischgarne ausspannet; denn Ich habe es geredet, spricht der Herr Herr; und sie sollen den Heiden zum Raube werden; 6 . Und ihre Töchter, so auf dem Felde liegen, sollen durch das Schwert erwürget werden; und ' sollen erfahren, daß Ieh der Herr bin. * c. 2 L, 7. 11. 17. c. 33, 29. 7. Denn so spricht der Herr Herr: Siehe, ich will über Tyrus kommen lassen Nebuead- Nezar, den König zu Babel, von Mitternacht her, der ein ' König aller Könige ist, mit Rossen , Wagen, Reitern und mit großem Haufen Volks. * Da». 2 , 37. i Tim. 6, 13. 8. Der soll deine Töchter, * so auf dem Felde liegen, mit dem Schwert erwürgen; aberwider dich wird er Bollwerk aufschlagen, und einen Schutt machen, und Schilder wider dich rüsten. * verS 6. y. Er wird mit Böcken deine Mauern zerstoßen, und deine Thürme mit seinen Waffen umreissen. io. Der Staub von der Menge seiner Pferde wird dich bedecken, so werden auch deine Mauern erbeben vor dem Getümmelseiner Rosse, Räder, und Reiter, wenn er zu deinen Thoren einzie- hen wird, wie man psiegt in eine zerrissene Stadt einzuziehen. i i. Er wird mit den Füßen seiner Rosse alle deine Gassen zertreten. Dein Volk wird er mit dem Schwert erwürgen, und deine starke Säulen zu Boden reissen. 12. Sie werden dein Gut rauben, und deinen Handel plündern. Deine Mauern werden sie abbrechen, und deine feinen Häuser umreissen; und werden deine Steine, Holz und Staub in das Wasser werfen. iz. Also will ich * mit dem Getöne deines Gesangs ein Ende machen, daß man den Klang deiner Harfen nicht mehr hören soll. * Jcr. 7, 34. c. 16 , 9. 1^4. Und ich will einen bloßen Fels aus dir machen und einen Wehrd, darauf man die Fischgarne aufspamret, daß du nicht mehr gebauet werdest: denn Ich bin der Herr, der solches redet, spricht der Herr Herr. 15. So spricht der Herr Herr wider Tyrus: Was gilts, die Inseln werden erbeben, wenn du so scheußlich zerfallen wirst und deine Verwundeten seufzen werden, so in dir sollen ermordet werden. 16. Alle Fürsten am Meer werden herab von ihren Stühlen sitzen, und ihre Röcke von sich thun, und ihre gestickte Kleider ausziehcn; und werden in Trauerkleidern gehen, und auf der Erde sitzen, und werden erschrecken und sich entsetzen deines plötzlichen Falls. 1 7 . Sie werden dich wehklagen, und von dir sagen: Ach ! wie bist du so gar wüste worden, du berühmte Stadt, die du am Meer lägest, und so mächtig wärest auf dem Meer sammt deinen Einwohnern, daß sich das ganze Land vor dir fürchten mußte? 18 . Ach! wie entsetzen sich die Inseln über deinem Fall, ja die Inseln im Meer erschrecken über deinem Untergang. 19. So spricht der Herr Herr: Ich will dich zu einer wüsten Stadt machen, wie andere Städte, da Niemand innen wohnet; und eine große Fluth über dich kommen lassen, daß dich große Wasser bedecken. 20. Und will dich * hinunter stoßen zu denen, die in die Grube fahren, nähmlich zu den Tod-» ten. Ich will dich unter die Erde hinab stoßen und wie eine ewige Wüste machen mit denen, die in die Grube fahren, auf daß Niemand in dir wohne. Ich will dich, du Zarte, im Lande der Lebendigen machen, * c. 28, 8. «. 31, 14. c. 32, 18 . Ps. 143, 7. ri. Ja zum Schrecken will ich dich machen, daß du nichts mehr seyst: und' wenn man nach dir fraget, daß man dich ewiglich nimmermehr finden könne, spricht der Herr Herr.' Ps. s?, 3s. Das 27 . Capitel. Klaglied über die Zerstörung Tyrus. 1. Nnd des Herrn Wort geschah zu mir, und sprach: 2. Du Menschenkind, * mache eine Wehklage über Tyrus. * Esaj. 23 , 1 . z. Und sprich zu Tyrus, die da liegt vorne am Meer, und mit vielen Inseln der Völker handelt: So spricht der Herr Herr: O Tyrus, Du sprichst: Ich bin die ' Allerschönste. * c. 23, 12 . Deine Grenzen find mitten im Meer, und deine Bauleute haben dich auf das allerschöuste zugerichtet. 5. Sie haben alles dein Tafelwerk aus Flad- dernholz (Tannenholz) von Sanir gemacht; und die Cedern vom Libanon führen lassen, und deine Mastbäume daraus gemacht; 6 . Und deine Ruder von Eichen aus Basan, und deine Bänke von Elfenbein, und die köstlichen Gestühls aus den Inseln Chitim. 7. Dein Segel war von gestickter Seide aus Eeeee 2 7/2 H e se k i e l 27. und Fall. Tyri Pracht Egypten, daß es dein Panier wäre; und deine Decken von gelber Seide und Purpur, aus den Inseln Elisa. 8 . Die von Zidon und Arvad waren deine Ruderknechte, und hattest geschickte Leute zu Tyrus zu schiffen. 9 . Die Aeltesten und Klugen von * Gebal mußten deine Schiffe zimmern. Alle Schiffe im Meer und Schiffleute fand man bey dir, die hatten ihre Händel iu dir. 'i Kö».i«. 10. Die aus Persien, Lydien und Lybien waren dein Kriegsvolk, die ihren Schild und Helm in dir aufhtngen, und haben dich so schön gemacht. 11. Die von Arvad waren unter deinem Heer rings um deine Mauern, und Wächter auf deinen Thürmen: die haben ihre Schilder allenthalben von deinen Mauern herab gehänget, und dich so schön gemacht. 12. Du Haft deinen Handel auf dem Meer gehabt, und allerley Waare, Silber, Eisen, Zinn und Bley auf deine Markte gebracht. 13 . Javan, Thubal und Mesech haben mit dir gehandelt, und haben dir leibeigene Leute und Erz auf deine Märkte gebracht. i^. Die von Thogarma haben dir Pferde und Wagen, und Maulesel auf deine Märkte gebracht. 15. Die von Dedan sind deine Kaufleute gewesen, und hast allenthalben in den Inseln gehandelt: die haben dir Elfenbein und Ebenholz verkauft. 16. Die Syrer haben bey dir gehohlet deine Arbeit, was du gemacht hast; und Rubin, Purpur, Tapet, Seide und Sammet und Kry- siallen auf deine Märkte gebracht. 17. Juda und das Land Israel haben auch mit dir gehandelt; und haben dir Weizen von Minnith , und Balsam, und Honig, und Oehl, und Mastich auf deine Märkte gebracht. 18. Dazu hat auch Damaseus bey dir gehohlet deine Arbeit und allerley Waare, um starken Wein und köstliche Wolle. 19. Dan und Javan und Mehusal haben auch auf deine Märkte gebracht Eisenwerk, Casia und Kalmus, daß du damit handeltest. 20. Dedan hat mit dir gehandelt mit Decken, darauf man sitzet. 21. Arabien und alle Fürsten von * Kedar haben mit dir gehandelt mit Schafen, Widdern und Becken. 'iM°s. 2 L,i 3 . 22. Die Kaufleute aus Saba und Raema haben mit dir gehandelt; und allerley köstliche Speze- rey, und Edelstein, und Gold auf deine Märkte gebracht. 23 . Haran und Canne und Eden, sammt den Kaufleuten aus Seba, Assur und Kilmad, find auch deine Kaufleute gewesen. 2>4. Die haben alle mit dir gehandelt mit kost- lichem Gewand, mit seidenen und gestickten Tüchern, welche sie in köstlichen Kasten, von Cedern gemacht und wohl verwahret, auf dei-ne Märkte geführet haben. 25 . Aber die Meerschiffe sind die vornehmsten auf deinen Märkten gewesen. Also bist du sehr reich und prächtig geworden mitten im Meer. 26. Und deine Schiffleute haben dir aufgroßen Wassern zugeführet. Aber ein Ostwiud wird dich mitten auf dem Meer zerbrechen; 27. Also, daß deine Waare, Kattfleute, Händler, Fergen (Ruderkncchte), Sck-ffherren und die, so die Schiffe machen, und deine Handthierer, und alle deine Kriegsleute, und alles Volk in dir, mitten auf dem Meer mnkommen werden zur Zeit, wenn du untergehest; 28. Daß auch die Anfurten erbeben werden vor dem Geschrey deiner Schiffherren. 29. Und alle, die an den Rudern ziehen, sammt den Schiffsknechten und Meistern, werden aus den Schiffen an das Land treten, 30. "Und laut über dich schreyen, bitterlich klagen; und werden i- Staub auf ihre Häupter werfen , und sich in der Asche wälzen. * Osscnb. is, 9. 19. -j- Hiob 2 , 12 . 31 . Sie werden sich * kahl bescheren über dir, und Säcke um sich gürten, und von Herzen bitterlich um dich weinen und trauern. * Jer. 48 , 37 . 32 . Es werden auch ihre Kinder dich klagen: Ach! wer ist jemahls auf dem Meer so still geworden, wie du, Tyrus? 33. Da du deinen Handel auf dem Meer triebest, da machtest du viele Länder reich; ja mit der Menge deiner Waare und deiner Kaufmannschaft machtest du reich die Könige auf Erden. 3^,. Nun aber bist du vom Meer in die rechte tiefe Wasser gestürzt, daß dein Handel und alles dein Volk in dir umgekommen ist. 35. Alle, die in Inseln wohnen, erschrecken über dir, und ihre Könige entsetzen sich, und sehen jämmerlich. 36 . Die Kaufleute in Ländern pfeifen dich an, daß du so * plötzlich untergegangen bist, und nicht mehr anfkommen kannst. * c. 2§, 19. Wider den König zu Tyrus. Hesekiel 28. Wider Zidon. Das 28 . Capitel. Vom Untcrgcing »es Königs' zu TyruS/ und der Zidonicr. Erlösung dcS Volks GottcS. 1. Nnd des Herrn Wort geschah zu mir, und " sprach: 2. Du Menschenkind, sage dem Fürsten zu Tyrus: So spricht der Herr Herr: Darum, daß" sich dein Herz erhebt und spricht: Ich bin Gott, ich sitze im Thron Gottes, mitten auf dem Meer; so du doch ein Mensch und nicht Gott bist; noch erhebt sich dein Herz, als ein Herz Gottes. * Dan. L, LO. Gcsch. 12/ 23. 3 . Siehe, du hältst dich für klüger, denn Daniel , daß dir nichts verborgen sey; Und habest durch deine Klugheit und Verstand solche Macht zuwege gebracht, und Schätze von Gold und Silber gesammelt; s. Md habest durch deine große Weisheit und Handrhienmg so große Macht überkommen; davon bist du so stolz geworden, daß du so mächtig bist. 6 . Darum spricht -er Herr Herr also: Weil sich denn dein Herz erhebt , als ein Herz Gottes; 7 . Darum siehe, ich will Fremde über dich schicken , nähmlich die Tyrannen der Heiden; die sollen ihr Schwert zucken über deine schöne Weisheit, und deine große Ehre zu Schanden machen. 8 . Sie * sollen dich hinunter in die Grube stoßen, daß du mitten auf dem Meer sterbest, wie die Erschlagenen. ' c. 26,20. c. 31,16. 9. Was gilt es, ob du denn vor deinem Todt- schläger werdest sagen: "Ich bin Gott; so du doch nicht Gott, sondern ein Mensch, und in deiner Todtschläger Hand bist? "v. 10. Du sollst sterben wie die Unbeschnittenen, von der Hand der Fremden; denn ich habe es geredet, spricht der Herr Herr. 11. Und des Herrn Wort geschah zu mir, und sprach: 12. Du Menschenkind, * mache eine Wehklage über den König zu Tyrus und sprich von ihm: So spricht der Herr Herr: Du bist ein reinliches Siegel voller Weisheit, und aus der Maßen schön. * k. 27, 2. 13 . Du bist im Lustgarten Gottes, und mit allerley Edelgesteinen geschmückt, nähmlich mit "Sarder, Topaser, Demanten, Türkis, Ony- chen, Jaspis, Sapphir, Amethyst, Smaragden und Gold. Am Tage, da du geschaffen wurdest, mußten da bereit ftyn bey dir dein Paukenwerk und Pfeifen. - *2 Ms.28,17. 1^. Du bist wie ein Cherub, der sich weit aus- 778 breitet und decket: und ich habe dich auf den heiligen Berg Gottes gesetzt, daß du unter den feurigen Steinen wandelst. 4L. Und wärest ohne Wandel in deinem Thun des Tages, da du geschaffen wärest, so lange, bis sich deine Miffethat gefunden hat. - 1 6 . Denn du bist inwendig voll Frevel geworden vor deiner großen Handthierung, und hast dich versündiget. Darum will ich dich entheiligen von dem Berge Gottes, und will dich, ausgebreiteten Cherub, aus den feurigen Steinen verstoßen. 47. Und weil sich dein Herz erhebt, daß du so schön bist; und hast dich deine Klugheit lassen betrügen in deiner Pracht: darum will ich dich zu Boden stürzen, und ein Schauspiel aus dir machen vor den Königen. 4 8. Denn du hast dein Heiligthum verderbet mit deiner großen Miffethat und Unrechtem Handel. Darum will ich ein Feuer aus dir angehen lassen, das dich soll verzehren; und will dich zu Asche machen auf der Erde, daß alle Welt zusehen soll. 49. Alle, die dich kennen unter den Heiden, werden sich über dir entsetzen , daß du" so plötzlich bist untergegangen, und nimmermehr auf- kommen kannst. " c. 27, 36 . 20. Und des Herrn Wort geschah zu mir, und sprach: 21. Du Menschenkind, richte dein Angesicht wider Zidon und weissage wider sie. 22. Und sprich: So spricht der Herr Herr: Siehe, ich will an dich, Zidon, und ' will an dir Ehre einlegen, daß man -i- erfahren sott, daß Ich der Herr bin, wenn ich das Recht über sie gehen lasse und an ihr erzeige, daß ich heilig sey. - 2 Mos. 14 , 18 . 4- Hesrk. 29 , 6. c. 30 , 8. 23. Und ich will Pestilenz und Blutvergießen unter sie schicken auf ihren Gassen, und sollen tödtlich verwundet darinnen fallen durch das Schwert, welches allenthalben über sie gehen wird; und sollen erfahren, daß Ich der Herr bin. 2^. Und soll forthin allenthalben um das Haus Israel, da ihre Feinde find, kein Dorn, der da sticht, noch Stachel, der da wehe thut, bleiben; daß sie erfahren sollen, daß Ich der Herr Herr bin. 25. So spricht der Herr Herr: Wenn ich das Haus Israel wieder versammeln werde von den Völkern, dahin sie zerstreuet sind; so will ich vor den Heiden an ihnen erzeigen, daß ich heilig 774 Wider Pharao HesekLel 29. und Egypten. bin. Und sie sollen wohnen in ihrem Lande, das ich meinem Knechte Jakob gegeben habe; 26. Und sollen sicher darinnen wohnen, und Häuser bauen, und Weinberge pflanzen; ja sicher sollen sie wohnen, wenn ich das Recht gehen lasse über alle ihre Feinde um und um; und sollen erfahren, daß Ich der Herr, ihr Gott, bin. Das 29 . Capitel. Weissagung »ber das Königreich Egypten. 1. ^'m zehnten Jahr, am zehnten Tage des zwölften Monaths geschah des Herrn Wort zu mir, und sprach: 2. Du Menschenkind, richte dein Angesicht wider Pharao, den König in Egypten; und weissage wider ihn, und * wider ganz Cgyptenland. * Esaj. 19. 1. 3 . Predige und sprich: Sv spricht der Herr Herr: Siehe, ich will an dich, Pharao, du König in Egypten, du ' großer Drache, der du in deinem Wasser liegest, und sprichst: Der Strom ist mein, und I c h habe ihn mir gemacht. * c. 32/ 2. Aber ich will dir ein * Gebiß ins Maul legen, und die Fische in deinem Wasser an deine Schuppen hängen; und will dich aus deinem Strom heraus ziehen sammt allen Fischen in deinen Wassern, die an deinen Schuppen hangen. * «. 38/ 4. 2 Kön. 19/ 23. Esaj. 37, 29. Z. Ich will dich mit den Fischen aus deinen Wassern in die Wüste wegwerfen: du wirst auf das Land fallen, und nicht wieder aufgelesen noch gesammelt werden; sondern * den Thieren auf dem Lande, und den Vögeln des Himmels zum Aas werden. * c- 22,4. 6 . Und alle, die in Egypten wohnen, sollen erfahren, daß Ich der Herr bin: darum, daß sie dem Hause Israel ein Rohrstab * gewesen find, * 2 Kön. 18 , 21 . Jcs. 36, 6. 7 . Welcher, wenn sie ihn in die Hand fasteten, so brach er und stach sie durch die Seiten; wenn sie sich aber darauf lehneten, so zerbrach er und stach sie in die Lenden. 8 . Darum spricht der Herr Herr also: Siehe/ ich will das Schwert über dich kommen lassen, und beydes Leute und Vieh in dir ausrotten. 9. Und Cgyptenland soll zur Wüste und öde werden, und sollen erfahren, daß Ich der Herr sey, darum, daß er spricht, der Wasserstrom ist mein, und Ich bin es, der es thut. 10. Darum siehe, ich will an dich und an deine Wasserströme; und will Egyptenland wüste und öde machen von dem Thurm zu Syene an, bis au die Grenze des Mohrenlandes, 11. Daß weder Vieh noch Leute darinnen gehen, oder da wohnen sollen vierzig Jahre lang. 12. Denn ich will Cgyptenland wüste machen; und will ihre wüste Grenze und ihre Städte wüste liegen lassen, wie andere wüste Städte, vierzig Jahre lang ; und will die Egypter zerstreuen unter die Heiden, und in die Länder will ich sie verjagen. 13. Doch, so spricht der Herr Herr: Wenn die vierzig Jahre aus seyn werden, will ich die Egypter wieder sammeln aus den Völkern, darunter sie zerstreuet sollen werden; 1^. Und will das Gefängniß Egyptens wenden, und sie wiederum ins Land Pathros bringen, welches ihr Vaterland ist; und sollen daselbst ein kleines Königreich seyn. i§. Denn sie sollen klein seyn gegen andere Königreiche, und nicht mehr herrschen über die Heiden; und ich will sie gering machen, daß fie nicht mehr über die Heiden herrschen sollen ; 16. Daß sich das Haus Israel nicht mehr auf sie verlasse und sich damit versündige, wenn fie sich an fie hängen; und sollen * erfahren, daß Ich der Herr Herr bin. * c. - 6 , 6 . e. 28,22. 17. Und es begab sich im sieben und zwanzigsten Jahr, am ersten Tage des ersten Monaths, geschah des Herrn Wort zu mir, und sprach : 18. Du Menschenkind, NebucadNezar, der König zu Babel, hat sein Heer mit großer Mühe vor Tvrus geführet, daß alle Häupter kahl, und alle Seiten berauft waren; und ist doch weder ihm noch seinem Heer seine Arbeit vor Tyrus belohnt worden. 19. Darum spricht der Herr Herr also: Siehe, ich will NebucadNezar, dem König zu Babel, Egyptenland geben, daß er alles ihr Gut wegnehmen und sie berauben und plündern soll, daß er seinem Heer den Sold gebe. 20. Aber das Land Egypten will ich ihm geben für seine Arbeit, die er daran gethan hat; denn sie haben Mir gedienet, spricht der Herr Herr. 21. Zu derfelbigen Zeit will ich das Horn des Hauses Israel wachsen lassen, und will deinen Mund unter ihnen aufthun, daß sie erfahren, daß Ich der Herr bin. Hesekiel 30. und Egypten. Wider Mohrenland Das 30. Capitel. Weissagung wider EgMcnland und den König Pharao. 1. Nnd des Herrn Wort geschah zu mir, und " sprach: 2. Du Menschenkind, weissage und sprich: So spricht der Herr Herr: Heulet (und sprechet): o weh des Tages! Z. Denn der * Tag ist nahe, ja des Herrn Lag ist nahe, ein finsterer Tag; die Zeit ist da, daß die Heiden kommen sollen. * Jocl 2, i. Zeph. 1, 14. 4. Und das Schwert soll über * Egypten kommen ; und Mohrenland muß erschrecken, wenn die Erschlagenen in Egypten fallen werden, und ihr Volk weggefuhret, und ihre Grundfeste um- gerissen werden. ' e. 29,2. Es. 19,1. s-r. 46/ 2. 5. Mohrenland und Lybien und Lydien, mit allerley Pöbel, und Chub, und die aus dem Lande des Bundes find, sollen sammt ihnen durchs Schwert fallen. 6. So spricht der Herr: Die Schutzherren Egvptens müssen fallen, und die Hoffart ihrer Macht muß herunter; von dem Thurm zu Sycne an sollen ste durchs Schwert fallen, spricht der Herr Herr. 7. Und sollen, wie ihre wüste Grenze, wüste werden, und ihre Srädte unter andern wüsten Städten wüste liegen, 8. Daß sie' erfahren, daß Ich der Herr sey; wenn ich ein Feuer in Egypten mache, daß alle, die ihnen helfen, zerstöret werden. ' c. 29/ 16. c. 32/ 1;. 9. Zu derselbigen Zeit werden Vothen von mir ansziehen in Schiffen, * Mohrenland zu schrecken, das jetzt so sicher ist; und wird ein Schrecken unter ihnen seyn, gleichwie es Egypten ging, da ihre Zeit kam: denn stehe, es kommt gewißlich. * Esaj. 20/ 3. 10. So spricht der Herr Herr: Ich will die Menge irr Egypten wegräumen durch Nebucad- Nezar, den König zu Babel. ir. Denn er und sein Volk mit ihm, sammt den Tyrannen der Heiden, sind herzu gebracht, das Land zu verderben; und werden ihre * Schwerter ausziehen wider Egypten, daß das Land allenthalben voll Erschlagener liege. " Jer. 44/ 13. 12. Und ich will die Wasserströme trocken machen , und das Land bösen Leuten verkaufen; und will das Land , und was darinnen ist, durch Fremde verwüsten. Ich,' der Herr, habe es geredet. * 0. <. 21,17. 775 13. So spricht der Herr Herr: Ich will die * Götzen zu Noph ausrotten, und die Abgötter vertilgen, und Egypten soll keinen Fürsten mehr haben; und will ein Schrecken in Egyptenlauschicken. "Zach. 13/2. 14. Ich will Pathros wüste machen, und ein Feuer zu Zoau anzün-en, und das Recht über No gehen lassen. 15. Und will meinen Grimm ausschütten über Sin, welche ist eine Festung Egyptens; und will die Menge zu No ausrotten. 16. Ich will ein Feuer in Egypten anzüuden, und Sin soll angst und bange werden ; und No soll zerrissen, und Noph täglich geängstet werden. 17. Die junge Mannschaft zu On und Bubafto sollen durchs Schwert fallen, und die Weiber gefangen weggefuhret werden. 18. Tachpanhes wird einen finstern Tag haben, wenn ich das Joch Egyptens schlagen werde, daß die Hoffart ihrer Macht darinnen ein Ende habe; fie wird mit Wolken bedeckt werden, und ihre Töchter werden gefangen weggeführet werden. 19. Und ich will das Recht über Egypten gehen lassen, daß sie * erfahren, daß Ich der Herr sey. * verS 8. 20. Und es begab sich im eilften Jahr, am siebenten Tage des ersten Monarhs, geschah des Herrn Wort zu mir, und sprach: 21. Du Menschenkind, ich will den Arm Pharao , des Königs in Egypten, zerbrechen ; und stehe, er soll nicht verbunden werden, daß er heilen möge, noch mit Binden zugebunden werden , daß er stark werde und ein Schwert fassen könne. 22. Darum spricht der Herr Herr also: Siehe , ich will an Pharao, den König in Egypten, und will seine Arme zerbrechen, beyde den starken und den schwachen, daß ihm das Schwert aus seiner Hand entfallen muß. 23. Und will die Cgypter unter die Heiden zerstreuen , und in die Länder verjagen. 24. Aber die Arme des Königs zu Babel will ich stärken, und ihm mein Schwert in seine Hand geben; und will die Arme Pharao zer- brechen, daß er vor ihm winseln soll, wie ein todtlich Verwundeter. 25. Ja, ich will die Arme des Königs zu Babel stärken, daß die Arme Pbarav dahin fallen; auf daß sie erfahren, daß Ich der Herr sey, wenn ich mein Schwert dem Könige zu Babel Untergang. 776 Assyriens Hesekiel 31. 32. in -ie Hand gebe, daß er es über Egyptenland zucke; 26. Und ich die * Egypter unter die Heiden zerstreue, und in die Länder verjage; daß sie erfahren, daß Ich der Herr bin. *». 23. Das 31. Capitel. Jene Weissagung wird bekräftiget. 1. Nnd es begab sich im eilften Jahr, am ersten ^ Tage des dritten Monaths, geschah des Herrn Wort zu mir, und sprach: 2. Du Menschenkind, sage zu Pharao, dem Könige in Egypten, und zu allem seinem Volk: Wem meinest du denn, daß du gleich seyst in deiner Herrlichkeit? Z. Siehe, Assur war * wie ein Cedernbaum auf dem Libanon, von schönen Aesten, und dick von Laub und sehr hoch, daß sein Wipfel hoch stand unter großen dicken Zweigen. * Dan. 4, 7. Die Wasser machten, daß er groß war-, und die Tiefe, daß er hoch wuchs. Seine Ströme gingen rings um seinen Stamm her, unfeine Bäche zu allen Bäumen im Felde. 5. Darum ist er höher geworden, denn alle Bäume im Felde, und krigte viele Aeste, un- lange Zweige; denn er hatte Wasser genug sich auszubreiten. 6 . Alle Vögel des Himmels nisteten auf seinen Aesten, und alle Thiere im Felde hatten Junge unter seinen Zweigen ; und unter seinem Schatten wohneten alle große Völker. 7. Er hatte schöne große und lange Aeste; denn seine Wurzeln hatten viel Wasser. 8. Und war ihm kein Cedernbaum gleich in Gottes Garten, und die Tannenbäume waren seinen Aesten nicht zu gleichen, und die Casta- nienbäume waren nichts gegen seine Zweige. Ja er war so schön, als kein Baum im Garten Gottes. 9. Ich habe ihn so schön gemacht, daß er so viel Aeste krigte, daß ihn alle lustige Bäume im Garten Gottes neideten. 10. Darum spricht der Herr Herr also : Weil er so hoch geworden ist, daß sein Wipfel stand * unter großen hohen dicken Zweigen; und sein Herz sich erhob, -aß er so hoch war;"Da». 4,7. 11. Darum gab ich ihn dem Mächtigsten unter den Heiden in die Hände, der mit ihm umfinge und ihn vertriebe, wie er verdienet hatte mit seinem gottlosen Wesen; 12. Daß Fremde ihn ausrotten sollten, nähm- ltch die Tyrannen der Heiden, und ihn zerstreuen ; und seine Aeste auf den Bergen, und in allen Thälern liegen mußten, und seine Zweige zerbrachen an allen Bächen im Lande; daß alle Völker auf Erden von seinem Schatten wegziehen mußten, und ihn verlassen; 13. Und alle Vögel des Himmels auf seinem umgefallenen Stamm saßen, und alle Thiere im Felde legten sich auf seine Aeste ; 1^. Auf daß sich forthin kein Baum am Wasser seiner Höhe erhebe, daß sein Wipfel unter großen dicken Zweigen stehe; und kein Baum am Wasser sich erhebe über die andern; denn sie müssen alle unter die Erde, und dem Tode übergeben werden, wie andere Menschen, die in die Grube fahren. 15. So spricht der Herr Herr: Zu der Zeit, da er hinunter in die Hölle fuhr, da machte ich ein Trauern, daß ihn die Tiefe bedeckte, und seine Ströme still stehen mußten, und die großen Wasser nicht laufen konnten; und machte, daß der Libanon um ihn trauerte und alle Feldbäume verdorreten über ihn. 16. Ich erschreckte die Heiden, da sie ihn hö- reten fallen; da ich ihn hinunter stieß zur Hölle mit denen, so in die Grube fahren. Und alle lustige Bäume unter der Erde, die edelsten und besten auf dem Libanon, und alle, die am Wasser gestanden waren, gönneten cs ihm wohl. 17. Denn sie mußten auch mit ihm hinunter zu der Hölle, zu den Erschlagenen mit dem Schwert; weil sie unter dem Schatten seines Arms gewöhnet hatten unter den Heiden. 1 8 . Wie groß meinest du denn, daß du (Pharao) seyst mit deiner Pracht und Herrlichkeit unter den lustigen Bäumen? Denn du mußt mit den lustigen Bäumen unter die Erde hinab fahren, und unter den Unbeschnittenen liegen, so mit dem Schwert erschlagen find. Also soll es Pharao gehen sammt allem feinem Volk, spricht der Herr Herr. Das 32 . Capitel. Wehklage über Egypten. 1. Nnd es begab sich im zwölften Jahr, am ^ ersten Tage des zwölften Monaths, geschah des Herrn Wort zu mir, und sprach: 2. Du Menschenkind, * mache eine Wehklage über Pharao, den König in Egypten, und sprich zu ihm: Du bist gleich wie ein Löwe unter den Heiden, und wie ein -t- Meerdrache, und springest in deinen Strömen, und trübest das Wasser mit deinen Füßen, und machst seine Ströme glum (trübe). * k. 27, 2. -j- e. 2A, 3. 3. So Wehklage über EgupteN He sek 3. So spricht der Herr Herr: Ich * will mein Netz über dich auswerfen, durch einen großen Haufen Volks, die dich sollen in mein Garn jagen. * c. 12/ iz. c. 17 / 2». Und will dich auf das Land ziehen, und aufs Feld werfen, daß alle * Vögel des Himmels auf dir fitzen sollen, und alle Thiere auf Erden von dir satt werden. * c. 29/ 5. 5. Und will dein Aas auf die Berge werfen, und mit deiner Höhe die Thäler ausfüllen. 6 . Das Land, darinnen du schwimmest, will ich von deinem Blut roth machen bis an die Berge hinan, daß die Bäche von dir voll werden. 7. Und wenn du nun gar dahin bist; so will ich den Himmel verhüllen, und seine Sterne verfinstern, und die Sonne mit Wolken überziehen, und der Mond soll nicht scheinen. 8 . Alle Lichter am Himmel will ich über dir lassen dunkel werden, und will eine Finsterniß in deinem Lande machen, spricht der Herr Herr. 9. Dazu will ich vieler Völker Herz * erschreckt machen, wenn ich die Heiden deine Plage erfahren lasse, und viele Länder, die du nicht kennest. * e. 31 / 16. 10. Viele Völker sollen fich über dir entsetzen und ihren Königen soll vor dir grauen, wenn ich mein Schwert Wider fie blinken lasse; und sollen plötzlich erschrecken, daß ihnen das * Herz entfallen wird über deinem Fall. * 1 Mos. 42 / 28. Nehmi. 6 , 16. 11. Denn so spricht der Herr Herr: Das Schwert des Königs zu Babel soll dich treffen. 12. Und ich will dein Volk fällen durch das Schwert der Helden, und durch allerley Tyrannen der Heiden; die sollen die Herrlichkeit Egyptens verheeren, daß alles ihr Volk vertilget weide. 13. Und ich will alle ihre Thiere umbrrngen an den großen Wassern, daß fie keines Menschen Fuß, und keines Thiers Klauen trübe machen soll. 1^. Alsdann will ich ihre Wasser lauter machen, daß ihre Ströme stießen wie Oehl, spricht der Herr Herr; 15. Wenn ich das Land Egypten verwüstet, und alles, was im Lande ist, öde gemacht, und alle, so darinnen wohnen, geschlagen habe; daß * fie erfahren, daß Ich der Herr sey. * c. 3 v, 8 . c. 33 / 29. 16. Das wird der Jammer seyn, den man wohl mag klagen; ja viele Töchter der Heiden werden solche Klage führen über Egypten und iel 32. und Pharao. 777 alles ihr Volk wird man klagen, spricht der Herr Herr. 17. Und im zwölften Jahr, am fünfzehnten Tage desselvigen Monaihs, geschah des Herrn Wort zu mir, und sprach: 18. Du Menschenkind, beweine das Volk in Egvpten, und stoße es mit den Töchtern der starken Heiden hinab unter die Erde zu ' denen, die in die Grube fahren. ' c. 20/ 20. c. 31/ m. 19. Wo * ist nun deine Wollust? Hinunter, und lege dich zu den Unbeschnittenen. * Lsaj. 14 / 11 . 20. Sie werden fallen unter den Erschlagenen mit * dem Schwert. Das -t Schwert ist schon gefaßt und gezuckt über ihr ganzes Volk. * Offenb. 19 / 21. -s Ezcch. 21/ 9. 21. Davon werden sagen in der Hölle die starken Helden mit ihren Gehülfen, die alle hinunter gefahren find, und liegen da unter den Unbeschnittenen und Erschlagenen vom Schwert. 22. Daselbst liegt Assur mit allem seinem Volk umher begraben, die alle erschlagen und durchs Schwert gefallen find. 23. Ihre Gräber find tief in der Grube, und sein Volk liegt allenthalben umher begraben, die alle erschlagen und durchs Schwert gefallen find: da fich die ganze Welt vor fürchtete. 2^. Da liegt auch Elam mit allem feinem Haufen umher begraben, die alle erschlagen und durchs Schwert gefallen find, und hinunter gefahren als die Unbeschnittenen unter die Erde, davor fich auch alle Well fürchtete; und müssen ihre Schande tragen mit denen, die in die Grube fahren. 25. Man hat fie unter die Erschlagenen gelegt, fammt allem ihrem Haufen, und liegen umher begraben; und find alle, wie die Unbeschnittenen und die Erschlagene vom Schwert, vor denen fich auch alle Welt fürchten mußte; und müssen ihre Schande tragen mit denen, die in die Grube fahren, und unter den Erschlagenen bleiben. 26. Da liegt Mesech und Thubal mit allem ihrem Haufen umher begraben, die alle unbeschnitten und mit dem Schwert erschlagen find, vor denen sich auch die ganze Welt fürchten mußte; 27. Und alle andere Helden, die unter den Un- beschrrittenen gefallen sind, und mit ihrer Kriegswehre zur Höllen gefahren, und ihre Schwerter unter ihre Häupter haben müssen legen, und ihre Missethat über ihre Gebeine gekommen ist, -ie cr: r a f a 778 Vom Amt der geistlichen Wächter. Hesekiel 32. 33.' doch auch gefürchtete Helden waren in der ganzen Welt» also müssen sie liegen. 28. So mußt Du fteylich auch unter den Unbeschnittenen zerschmettert werden, und unter 'denen, die mit dem Schwert erschlagen sind, liegen. 29. Da liegt Edom mit seinen Königen und allen seinen Fürsten unter den Erschlagenen mit dem Schwert, und unter den Unbeschnittenen, sammt andern, so in die Grube fahren, die doch mächtig gewesen sind. 30 . Ja es müssen alle Fürsten von Mitternacht dahin, und alle Zidonier, die mit den Erschlagenen hinab gefahren sind, und ihre schreckliche Gewalt ist zu Schanden geworden; und müssen liegen unter den Unbeschnittenen und denen, so mit dem Schwert erschlagen sind; und ihre Schande tragen sammt denen, die in die Grube fahren. 3 1. Diese wird Pharao sehen, und * sich trösten mit allem seinem Volk, die unter ihm mit dem Schwert erschlagen find, und mit seinem ganzen Heer, spricht der Herr Herr. * Es« 14,10. 32 . Denn es soll sich auch einmahl alle Welt vor Mir fürchten, daß Pharao und alle seine Menge soll liegen unter den Unbeschnittenen und mit dem Schwert Erschlagenen, spricht der Herr Herr. Das 33. Capitel. Bvm Amt »er geistlichen Wächter. 1. Nnd des Herrn Wort geschah zu mir, und ^ sprach : 2. Du Menschenkind, predige'wider dein Volk und sprich zu ihnen: Wenn ich ein Schwert über das Land führen würde, und das Volk im Lande nähme einen Mann unter ihnen, und machten ihn zu ihrem Wächter; * c. n, 2. 3 . Und er sähe das Schwert kommen über das Land, und bliese die Trompete, und warnete das Volk; Wer nun der Trompeten Hall hörete, und wollte sich nicht warnen lassen, und das Schwert käme, und nähme ihn weg ; desselben Blut fey auf seinem Kopf. 5. Denn er hat der Trompeten Hall gehöret, und hat sich dennoch nicht warnen lassen: darum fey sein Blut auf ihm. Wer sich aber warnen läßt, der wird sein Leben davon bringen. 6 . Wo aber der Wächter sähe Las Schwert kommen, und die Trvmpeie nicht bli-se, noch sein Volk warnete, und Las Schwert käme und nähme etliche weg ; dieselben würden wohl um ihrer Sünde willen weggenommen, aber ihr Blut will ich von des Wächters Hand fordern. 7 . Und nun , du Menschenkind, ich habe * dich zu einem Wächter gesetzt über das Haus Israel: wenn du etwas aus meinem Munde hörest, daß du sie von meinet wegen warnen sollst. * c. 3 , 17. 8 . Wenn ich nun zu dem Gottlosen sage: Du Gottloser mußt des Todes sterben; und du sagst ihm solches nicht, daß sich der Gottlose warnen lasse vor seinem Wesen ; so wird wohl der Gottlose um seines gottlosen Wesens willen sterben, aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern. 9. Warnest du aber den Gottlosen vor seinem Wesen, daß er sich davon bekehre; und er sich nicht will von seinem Wesen bekehren: so wird er um seiner Sünde willen sterben; und Du hast deine Seele errettet. 10. Darum, du Menschenkind, sage dem Hause Israel: Ihr sprechet also: Unsere Sünden und Misse;hat liegen auf uns, daß wir darunter vergehen; wie können wir denn leben? i t. So sprich zu ihnen: So wahr als Ich lebe, spricht der Herr Herr, 'Ich habe keinen Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern daß sich der Gottlose bekehre von seinem Wesen und lebe, -k So bekehret euch doch mm von euerm bösen Wesen. Warum wollt ihr sterben, ihr vom Hause Israel? * c. 18, 23 . --- Es«. 7 . Joel 2 , 12. 13 . 12. Und du Menschenkind, sprich zu deinem Volk: ' Wenn ein Gerechter Böses thut, so wird es ihm nicht helfen, daß er fromm gewesen ist; und wenn ein Gottloser fromm wird, so soll es ihm nicht schaden, daß er gottlos gewesen ist. So kann auch der Gerechte nicht leben, wenn er sündiget. ' c. 3,20. c. i«, 24. 13. Denn wo ich zu dem Gerechten spreche, er soll leben; und er verläßt sich auf seine Gerechtigkeit , und thut Böses; so soll aller seiner Frömmigkeit nicht gedacht werden; sondern er soll sterben in seiner Bosheit, die er thut. 1^. Und wenn ich zum Gottlosen spreche, er soll sterben; und er bekehret sich von seiner Sünde und thut, was rech! und gut ist; 15. Also, daß der Gottlose das Pfand wieder gibt, und ' bezahlet, was er geraudet hat , und nach dem Work des Lebens wandelt, daß 7 er kein BöseS thut: so soll er leben und nicht sterben. ' Luc. IS/ 8 . ch Ezcch. 18, 28. Müder ge ist lichen Wächter. GottesWort Hc ftkiel 33. 34. wird verachtet. Untreue Hirten. 779 16 . Und" aller feiner Sünde, die er gethan hat, sott nicht gedacht werden: denn er thut nun, was recht und gut ist; darum soll er leben. * Esaj. 43, 23. Jer. 31, 31. 17. Noch spricht dein Volk: Der Herr urthei- let nicht recht; so Sie doch Unrecht haben. 18 . Denn wo der Gerechte sich kehret von feiner Gerechtigkeit, und thut Böses; so stirbt er ja billig darum. 19. Und wo fich der Gottlose bekehret von seinem gottlosen Wesen, und thut, was recht und gut ist; so soll er ja billig leben. 20 . Noch sprechet ihr: Der ' Herr urtheilet nicht recht; so ich doch euch vom Hause Israel einen Jeglichen nach seinem Wesen urtheile. * c. 18 , 23 . 21 . Und es begab sich im zwölften Jahr unsers Gefängnisses , am fünften Tage des zehnten Monaths, kam zu mir ein * Entronnener von Jerusalem , und sprach: Die Stadt ist geschlagen. * c. 24 , 26. 22 . Und die Hand des Herrn war über mir des Abends, ehe der Entronnene kam; und that mir meinen Mund auf, bis er zu mir kam des Morgens; und that mir meinen Mund auf, also, daß ich nicht mehr schweigen konnte. 2 Z. Und des Herrn Wort geschah zu mir, und sprach: 24. Du Menschenkind, die Einwohner dieser Wüste im Land Israel sprechen also: "Abraham war ein einiger Mann, und erbte dieß Land; unserer aber ist viel, so haben wir ja dieß Land billiger. " Mal. 2 , 13 . 25 . Darum sprich zu ihnen: So spricht der Herr Herr: Ihr habt Blut gefressen, und eure Augen zu den Götzen aufgehoben, und Blut vergossen ; und ihr meinet, ihr wollet das Land besitzen? 26 . Ja ihr fahret immer fort mit Morden, und übet Gräuel, und einer schändet dem andern sein Weib; und meinet, ihr wollet das Land besitzen? 27. So sprich zu ihnen: So spricht der Herr Herr: So wahr ich lebe, sollen alle, so in den Wüsten wohnen, durch das Schwert fallen; und was auf dem Felde ist, will ich den Thie- ren zu fressen geben; und die in den Festungen und Höhlen find, sollen an der Pestilenz sterben. 28 . Denn ich will das Land gar verwüsten, und seiner Hoffart und Macht ein Ende machen, daß das Gebirge Israel so wüste werde, daß Niemand dadurch gehe. 29 . Und "sollen erfahren, daß Ich der Herr bin, wenn ich das Land gar verwüstet habe, um aller ihrer Gräuel willen, die sie üben. * c. 28 / 23 . 24 . c. 33 , 4 . 30. Und du Menschenkind, dein Volk rede? wider dich an den Wanden und unter den Haus- thüren; und spricht je einer zum andern: Lieber, kommt und laßt uns hören, was der Herr sage. 31 . Und sie werden zu dir kommen in die Versammlung; und vor dir sitzen, als mein Volk; und werden deine Worte hören, aber " nichts darnach thun: sondern werden dich anpfeifen, und gleichwohl fort leben nach ihrem Geiz. * Esaj. 42 , 20. c. 33 , 1. 2. 32. Und siehe," du mußt ihr Liedlein feyn, das sie gerne fingen und spielen werden. Also werden sie deine Worts hören, und nichts darnach thun. ' Esaj. 28, 10. 33. Wenn es aber kommt, was kommen soll: siche, so werden sie erfahren, daß ein "Prophet unter ihnen gewesen sey. "c. 2,3. Das 34. Capitel. Don untreuen Hirten, und Christo, dem treuen Erzhirten. 1. Nnd des Herrn Wort geschah zu mir, und ^ sprach: 2 . Du Menschenkind , weissage wider die Hirten Israels, weissage und sprich zu ihnen: So spricht der Herr Herr: Wehe" den Hirten Israels, die sich selbst weiden; sotten nicht die Hirten die Herde weiden?' s-r. 23,1. EM. 13,2. 3 . Aber ihr fresset das Fette, und kleidet euch mit der Wolle, und schlachtet das Gemästete; aber die Schafe wollt ihr nicht weiden. 2t. Der Schwachen wartet ihr nicht, und die Kranken heilet ihr nickt, das Verwundete verbindet ihr nicht, das Verirrete höhlet ihr nicht, und das Verlorne suchet ihr nicht: sondern streng und hart herrschet ihr über sie. 5 . Und " meine Schafe sind zerstreuet, als die keinen Hirten haben, und allen wilden Thieren zur Speise geworden, und gar zerstreuet, * Esaj. 33, 6. 6. Und gehen irre hin und wieder auf den Bergen und auf den hohen Hügeln, und find auf dem ganzen Lande zerstreuet; und ist Niemand , der nach ihnen frage, oder ihrer achte. 7 . Darum höret, ihr Hirten, des Herrn Wort. 8. So wahr Ich lebe, spricht der Herr Herr weil ihr meine Schüfe lasset zum Raube, und meine Herde allen wilden Thieren zur Speise Fffff 2 780 Von Christo/ Hesekiel 34. dem Hirten. werden, weil sie keinen Hirten haben, und meine Hirten nach meiner Herde nicht fragen; sondern find solche Hirten, * die sich selbst weiden, aber meine Schafe wollen sie nicht weiden. * v. 2. 9. Darum, ihr Hirten, höret des Herrn Wort. 10. So spricht der Herr Herr: Siehe, ich will an die Hirten, und will meine Herdevon ihren Händen fordern; und will es mit ihnen ein Ende machen, daß sie nicht mehr sollen Hirten seyn, und sollen sich nicht mehr selbst weiden. Ich will meine Schafe erretten aus ihrem Maul, daß sie sie forthin nicht mehr fressen sollen. i i. Denn so spricht der Herr Herr: Siehe, Ich will mich meiner Herde selbst an- uehmen und sie suchen. 12. Wie * ein Hirte seine Schafe suchet, wenn sie von seiner H erde verirret sind: also will ich meine Schafe suchen; und will sie erretten von allen Oertern, dahin sie zerstreuet waren, zu der Zeit, da es trübe und finster war. * MM. is, 12.14. r»c. 13, 4. 13. Ich will sie von allen Völkern ausführen, und aus allen Ländern versammeln, und will sie in ihr Land führen; -und will sie weiden auf den Bergen Israel, und in allen Auen, und auf allen Angern des Landes. i>i. Ich will sie * auf die beste Weide führen, und ihre Hürden werden auf den hohen Bergen in Israel stehen: daselbst werden sie in sanften Hürden liegen, und fette Weide haben auf den Bergen Israel. * Ps. 23/ 2. 15 . Ich will selbst meine Schafe weiden, und Ich will sie lagern, spricht der Herr Herr. 16. Ich will das Verlorne wieder su, chen, und das Verirrete wieder brin, gen, und das Verwundete verbinden, und des Schwachen warten; und was fett und stark ist, will ich behüthen, und will ihrer pflegen, wie es recht ist. 17. Aber zu euch, meine Herde, spricht der Herr Herr also: Siehe, * ich will richten zwischen Schaf und Schaf, und zwischen Widdern und Böcken. * MM. 23,32. 1 8 . Ist es nicht genug, daß ihr so gute Weide habt, und so überflüssig, daß ihr es mit Füßen tretet; und so schöne Börne (Mumien) zu trinken , so überflüssig, daß ihr darein tretet und sie trübe machet, 19. Daß meine Schafe essen müssen, was ihr mit euern Füssen zertreten habt, und trinken, was ihr mit euern Füßen trübe gemacht habt? 20. Darum so spricht der Herr Herr zu ihnen: Siehe, Ich will richten zwischen den fetten und magern Schafen; 21. Darum, daß ihr locket (ausMaaet) mit den Füßen, und die Schwachen von euch stoßet mit euern Hörnern, bis ihr sie alle von euch zerstreuet. 22. Und ich will meiner Herde helfen, daß sie nicht mehr sollen zum Raube werden; und will richten zwischen Schaf und Schaf. 23 . Und ich will ihnen * einen einigen Hirten erwecken, der sie weiden soll, nähmlich meinen Knecht David. Der wird sie weiden, und soll ihr Hirte seyn, * «oh. 10,12. 2^. Und Ich, der Herr, will ihr Gott seyn, aber mein Knecht David soll der Fürst unter ihnen seyn; das sage Ich, der Herr. 25. Und ich will einen Bund * des Friedens mit ihnen machen, und alle böse Lhiere aus dem Lande ausrotten, daß sie sicher wohnen sollen in der Wüste, und in den Wäldern schlafen. * c. 37/ 26. Esaj. 31/ 10. 26. Ich will sie und alle meine Hügel umher segnen, und auf sie regnen lassen zu rechter Zeit; das sollen * gnädige Regen seyn, * Ps. 68/ 10. Esaj. 11/ 3. 1. 27. Daß die ' Bäume auf dem Felde ihre Früchte bringen, und das Land sein Gewächs geben wird ; und sie sollen sicher auf dem Lande wohnen, und sollen erfahren, daß Ich der 'Herr bin, wenn ich ihr Joch zerbrochen und sie errettet habe von der Hand derer, denen sie dienen mußten. *c. 36,30. 28. Und sie sollen nicht mehr den Heiden zum Raube werden, und kein Thier auf Erden soll sie mehr fressen; sondern sollen sicher wohnen ohne alle Furcht. 29. Und ich will ihnen eine berühmte Pflanze erwecken, daß sie nicht mehr sollen Hunger leiden im Lande, und ihre Schmach unter den Heiden nicht mehr tragen sollen. 30 . Und sollen erfahren, daß Ich, der Herr, * ihr Gott, bey ihnen bin, und daß sie vom Hause Israel mein Volk seyn, spricht der Herr Herr. * c. 11, 20. c. 37/ 23. Jcr. 31/ 33. 31 . Ja ihr Menschen sollt die * Herde meiner Werde seyn, und Ich will euer Gott seyn, sprich der Herr Herr. "Ps..100,3. Joh. 10,11. Wider die Edomiter. Heseki Das 35. Capitel. Weissagung wider die Edomiter. 1. Nnd des Herrn Wort geschah zu mir, und ^ sprach: 2. Du Menschenkind, richte dein Angesicht * wider das Gebirge Seir, und weissage dawider, * c. 25, 8. Jcr. Ä/ 7. 3. Und sprich zu demftlbigen: So spricht der Herr Herr: Siehe, ich will an dich, du Berg Seir, und meine Hand wider dich ausstrecken, und will dich gar wüste machen. Ich will deine Städte öde machen, daß du sollst zur Wüste werden, * und erfahren, daß Ich der Herr bin ; * <. 7,27. c. 28,22. 5. Darum, daß ihr ewige Feindschaft traget wider die Kinder Israel, und triebet sie in das Schwert, da es ihnen übel ging, und ihre Sünde ein Ende hatte. 6 . Darum, so wahr Ich lebe, spricht der Herr Herr, will ich dich auch blutend machen, und sollst dem Blute nicht entrinnen; * weil du Lust zum Blute Haft, sollst du dem Blute nicht entrinnen. *Off. 13/10. 7. Und ich will den Berg Seir wüste und öde machen, daß Niemand darauf wandeln noch gehen soll. 8 . Und will sein Gebirge und alle Hügel, Thäler und alle Gründe voll Todten machen, die durch das Schwert sollen erschlagen da liegen. s. Ja zu einer ewigen Wüste will ich dich machen, daß Niemand in deinen Städten wohnen soll; und * sollt erfahren, daß I eh der Herr bin. * c. 32, 15. 10. Und darum, daß du sprichst: Diese beyden Völker mit beyden Ländern müssen mein werden ; und wir wollen sie einnehmen, obgleich der Herr da wohnet: 11. Darum, so wahr Ich lebe, spricht der Herr Herr, * will ich nach deinem Zorn und Haß mit dir umgehen, wie du mit ihnen umgegangen bist aus lauterm Haß; und will bey ihnen bekannt werden, wenn ich dich gestraft habe. * Esaj. 33, 1. 12. Und sollst erfahren, daß Ich der Herr ' alles dein Lästern gehöret habe, so du geredet Haft wider das Gebirge Israel, und gesagt: Sie find verwüstet, und uns zu verderben gegeben. ' Esaj. 37/ 28. 29.' 13. Und habt euch wider mich gerühmet, und heftig wider mich geredet; das habe Ich gehöret. e l 35 . 36 . Verheißung der Erlösung. 781 1^. So spricht nun der Herr Herr: Ich will dick zur Wüste machen, daß sich alles Land freuen soll. 15. Und wie du dich gesreuet hast über dem Erbe des Hauses Israel, darum, daß es war wüste geworden; eben so will ich mit dir thun, daß der Berg Seir wüste seyn muß, sammt dem ganzen Edom; und sollen erfahren, daß Ich der Herr bin. Düs 36 . Capitel. Vcrhcissung der Erlösung. 1. Nnd du Menschenkind, weissage * den Ber- ^ gen Israel und sprich : Höret des Herrn Wort, ihr Berge Israel. * e. 6,2. 2. So spricht der Herr Herr: Darum, daß der Feind über euch rühmet: * Heah, die ewigen Höhen sind nun unser Erbe geworden. * c. 25, 3. c. 26, 2. 3. Darum weissage, und sprich: So spricht der Herr Herr: Weil man euch allenthalben verwüstet und vertilget, und seyd den übrigen Heiden zu Theil geworden, und seyd den Leuten ins Maul gekommen, und ein böses Eeschrey geworden; Darum höret, ihr Berge Israel, das Wort des Herrn Herrn. So spricht der Herr Herr beydes zu den Bergen und Hügeln, zu den Bächen und Thälern, zu den öden Wüsten und verlassenen Städten, welche den übrigen Heiden rings umher zum Raube und Spott geworden sind; 5 . Ja, so spricht der Herr Herr: Ich habe in meinem feurigen Eifer geredet wider die übrigen Herden , und wider das ganze Edom, welche mein * Land eingenommen haben mir Freuden von ganzem Herzen und mit Hohnlachen, das- ftlbige zu verheeren und plündern. * Ps. 79/ s. 6 . Darum weissage von dem Lande Israel, und sprich zu den Bergen und Hügeln, zu den Bächen und Thälern: So spricht der Herr Herr: Siehe, ich habe in meinem Eifer und Grimm geredet, weil ihr (solche) Schmach von den Heiden tragen müsset. 7. Darum spricht der Herr Herr also: Ich * hebe meine Hand auf, daß eure Nachbarn, die Heiden umher, ihre Schande wieder tragen sollen. * 2 Mos. 6, 8. 8 . Aber, ihr Berge Israel sollt wieder grünen und eure Frucht bringen meinem Volk Israel; und soll in kurzem geschehen. 9. Denn siehe, ich * will mich wieder zu euch 782 Verheißung geist - und Hesekicl 36. leiblicher Erlösung. wenden, und euch ansehen, daß ihr gebauet und besäet werdet; " Ein 34, 7.«. 10. Und will bey euch der Leute viel machen, das ganze Israel allzumahl; und die Städte sollen wieder bewohnet, und die Wüsten erbauet werden. 11. Ja, ich will bey euch der Leute und des Viehes viel machen, daß ihr euch mehren und wachsen sollet. Und ich will euch wieder ein- setzen, da ihr vorhin wohnetet; und will euch mehr Gutes thun, denn zuvor je; und * sollt erfahren, daß Ich der Herr sey. * c. 33, 4. c. 37/ 6. 12. Ich will euch Leute herzu bringen, die mein Volk Israel sollen seyn, die werden dich besitzen; und sollst ihr Erbtheil seyn, und sollst nicht mehr ohne Erben seyn. 13. So spricht der Herr Herr: Weil man das von euch sagt: Du hast Leute gefressen und hast dein Volk ohne Erben gemacht; iä. Darum sollst du (nun) nicht mehr Leute fressen, noch dein Volk ohne Erben machen, spricht der Herr Herr. is. Und ich will dich nicht mehr lassen hören die Schmach der Heiden, und sollst den Spott der Heiden nicht mehr tragen; und sollst dein Volk nicht mehr ohne Erben machen, spricht der Herr Herr. 16. Und des Herrn Wort geschah weiter zu mir: 17. Du Menschenkind, da das Haus Israel in ihrem Lande wohneten, und dasselbige verunreinigten mit ihrem Wesen und Thun, daß ihr Wesen vor mir war, ' wie die Unreinigkeit eines Weibes in ihrer Krankheit; * Esaj. 6',/ 6. 18. Da " schüttete ich meinen Grimm über sie aus um des Bluts willen, das sie im Lande vergossen, und dasselbe verunreiniget hatten durch ihre Götzen. * c. 7,3. 19. Und * ich zerstreuete sie unter die Heiden, und zerstäubte sie in die Länder; und richtete sie nach ihrem Wesen und Thun. * c. 20, 23. «. 22,13. 20. Und hielten sich wie die Heiden, dahin sie kamen, und entheiligten meinen heiligen ' Nahmen, daß man von ihnen sagte: Ist das des Herrn Volk, das aus seinem Land hat müssen ziehen? "Esaj. -2,-. 21. Aber ich verschönere * um meines heiligen Nahmens willen, welchen das Haus Israel entheiligte unter den Heiden, dahin sie kamen. - »c. 20, s. L Ms. 1-4/14. 22. Darum sollst du zu dem Hause Israel sagen: So spricht der Herr Herr: Ich thne es nicht um euert willen, ihr vom Hause Israel; sondern um meines heiligen Nahmens willen, welchen ihr entheiliget habt unter den Heiden, zu welchen ihr gekommen seyd. 23. Denn ich will meinen großen Nahmen, der durch euch vor den Heiden entheiliget ist, den ihr unter denfelbigen entheiliget habt, heilig machen. Und die Heiden sollen * erfahren, daß Ich der Herr sey, spricht der Herr Herr, wenn ich mich vor ihnen an euch erzeige, daß ich heilig sey. * «. 30, 8. «. 32, 13. c. 37/ 23. 2^. Denn ich will euch aus den Heiden hohlen, und euch aus allen Ländern versammeln, und wieder in euer Land führen. 25. Und will * rein Wasser über euch sprengen, daß ihr rein werdet. Von aller eurer Unreinigkeit und von allen euern Götzen will ich euch reinigen. ' Esaj. 44,3. Zach. 13/1. 26. Und ich will euch * ein neues Herz, und einen neuen Geist in euch geben; und will das steinerne Herz aus euerm Fleisch wegnehmen, und euch eint fleischernes Herz geben; * c. 11/ 19. -k 2 Chr. 34/ 27. 2 Cor. 3, 3. 27 . * Ich will meinen Geist in euch geben, und will solche Leute aus euch machen, die -tin meinen Gebothen wam deln und meineRechte halten und darnach thUN. * c. 39/ 29. -s «. 37, 24. 2 8. Und ihr sollt wohnen im Lande, das ich euern Vätern gegeben habe; und * sollt mein Volk seyn, und Ich will euer Gott seyn. * Jer. 31, 33. k. 32, 38. 29. Ich will euch von allcr eurer Unreinigkeit los machen; und will das Korn rufen, und will es mehren, und will euch keine Lheurung kommen lassen. 30. Ich ' will die Früchte auf den Bäumen, und das Gewächs auf dem Feld mehren, daß euch die Heiden nicht mehr spotten mit der Theu- rung. ' 3», 27. 31. Alsdann werdet ' ihr an euer böses Wesen gedenken, und euers Thuns, das nicht gut war, und wird euch eure Sünde und Abgötte- rey gereuen. * «. is, 6i. L3. «.20,43. 32. Solches will Ich thun, nicht um euert willen, spricht der Herr Herr, daß ihr es wisset; sondern ihr werdet euch müssen schämen und schamroth werden, ihr vom Hause Israel, über euerm Wesen. Todtenbeine lebendig. Hesekiel 36. 3/. Israel und Juda Eins. 783 33. So spricht der Herr Herr: Zu der Zeit/ wenn ich euch reinigen werde von allen euern Sünden; so will ich die Städte wieder besetzen/ und die Wüsten sollen wieder gebauet werden. 3^. Das verwüstete Land soll wieder gepflügct werden / dafür / daß es verheeret war; daß es sehen sollen alle / die dadurch gehen / 35. Und sagen : Dieß Land war verheeret / und jetzt ist es wie ein Lustgarten; und diese Städte waren zerstöret / öde und zerrissen / und stehen nun fest gebauet. 36. Und die übrigen Heiden um euch her sollen erfahren/ daß Ich der Herr bin, der da bauet/ was "zerrissen ist, und pßanzet was verheeret war. t Ich, der Herr, sage es, und thue es auch. * Hos. 6/ 1. -j- E;cch. 17 / 21. 37 . So spricht der Herr Herr: Ich will mich wieder fragen lassen vom Hause Israel, daß ich mich an ihnen erzeige; und ich will sie mehren, wie eine Menschenherde. 38 . Wie eine heilige Herde, wie eine Herde zu Jerusalem auf ihren Festen: so sollen die verheerten Städte voll Menschenherden werden; und sollen' erfahren, daß Ich der Herr bin. * vers LZ. Das 37 . Capitel. Erlösung und Vereinigung der Israeliten, durch Vorbilder bMtiget. 1. Nnd des Herrn Hand kam über mich, und ^ führete mich hinaus im Geist des Herrn, und stellete mich auf ein weites Feld, das voller Beine lag. 2. Und er führete mich allenthalben dadurch. .Und stehe, (des Gebeins) lag ieß sind die Nahmen der Stämme: Von ^ Mitternacht, von * Hethlon gegen Hemath und HazarEnon und von Damaskus gegen Hemath; das soll Dan für seinen Theil haben, vom Morgen bis gen Abend. * c. 47,13.17. 2. Neben Dan soll Asser seinen Theil haben, Vom Morgen bis gen Abend. 3. Neben Asser soll Naphthali seinen Theil haben, vom Morgen bis gen Abend. 4 . Neben Naphthali soll Manasse seinen Theil haben, vom Morgen bis gen Abend. 5. Neben Manasse soll Ephraim seinen Theil haben, vom Morgen bis gen Abend. Hhhhh 2 ?96 Des Herrn Thell. Hesek 6 . Neben Ephraim soll Rüben seinen Theil haben/ vom Morgen bis gen Abend. 7 . Neben Rüben soll Inda seinen Theil haben/ vom Morgen bis gen Abend. 8 . Neben Inda aber sollt ihr einen Theil av- fondern / vom Morgen bis gen Abend / " der fünfWd zwanzig tausend Ruthen breit und lang sey; ein Stück von den Theilen / so vom Morgen bis gen Abend reichen: darinnen soll das Heiligthum stehen. * <> ^ i. 9. Und davon sollt ihr dem Herrn einen Theil absondern/ fünf und zwanzig tausend Ruthen lang, und zehn tausend Ruthen breit. 10. Und dasselbige heilige Theil soll der Priester seyn/ nähmlich fünf und zwanzig tausend Ruthen lang gegen Mitternacht und gegen Mittag/ und zehn tausend breit gegen Morgen und gegen Abend. Und das Heiligthum des Herrn soll mitten darinnen stehen. i i. Das soll geheiliget seyn den Priestern/ den Kindern Zadoks / * welche meine Sitten gehalten haben / und sind nicht abgefallen mit den Kindern Israel / wie die Leviten abgcfallen sind. * c. 44 / 15 . 12. Und soll also dieß abgesonderte Theil des Landes ihr eigen seyn, darinnen das Allerheiligste ist neben der Leviten Grenze. 13 . Die Leviten aber sollen neben der Priester Grenze auch fünf und zwanzig tausend Ruthen in die Länge, und zehn tausend in die Breite haben; denn alle Länge soll fünf und zwanzig tausend, und die Breite zehn tausend Ruthen haben. i^. Und sollen nichts davon verkaufen noch verändern, damit das Erstling des Landes nicht wegkomme; denn es ist'dem Herrn geheiliget. is. Aber die übrigen fünf tausend Ruthen in die Breite, gegen die fünf und zwanzig tausend Ruthen in die Länge; das soll unheilig seyn zur Stadt, darinnen zu wohnen, und zu Vorstädten; und die Stadt soll mitten darinnen stehen. 16. Und das soll ihr Maß seyn, vier tausend und fünf hundert Ruthen gegen Mitternacht und gegen Mittag; desgleichen gegen Morgen und gegen Abend auch vier tausend und fünf hundert. 17. Die Vorstadt aber soll haben zwey hundert und fünfzig Ruthen gegen Mitternacht und gegen Mittag; desgleichen auch gegen Morgen und gegen Abend zwey hundert und fünfzig Ruthen. e l 48 . Beschreibung der heiligen Stadt. 1 8 . Aber das Uebrige an der Länge desselben neben dem Abgesonderten und Geheiligten, nähmlich zehn tausend Ruthen gegen Morgen und gegen Abend, das gehört zur Unterhaltung derer, die in der Stadt arbeiten. 19. Und die Arbeiter sollen aus allen Stämmen Israel in der Stadt arbeiten. 20. Daß die ganze Absonderung der fünf und zwanzig taufend Ruthen ins Gevierte eine geheiligte Absonderung sey zu eigen der Stadt. 21. Was aber noch übrig ist auf beyden Seiten, neben dem abgesonderten heiligen Theil und neben der Stadt Theil, nähmlich fünf und zwanzig tausend Ruthen, gegen Morgen und gegen Abend, das soll alles des Fürsten seyn. Aber das abgesonderte heilige Theil und das Haus des Heiligthums soll mitten innen seyn. 22. Was aber dazwischen liegt, zwischen der Leviten Theil, und zwischen der Stadt Theil, und zwischen der Grenze Juda und der Grenze Benjamin, das soll des Fürsten seyn. 23 . Darnach sollen die andern Stämme seyn: Benjamin soll seinen Theil haben, vom Morgen bis gen Abend. 2^. Aber neben der Grenze Benjamin soll Simeon seinen Theil haben, vom Morgen bis gen Abend. 25 . Neben der Grenze Simeon soll Jsaschar seinen Theil haben, vom Morgen bis gen Abend. 26. Neben der Grenze Jsaschar soll Sebulon seinen Theil haben, vom Morgen bis gen Abend. 27. Neben der Grenze Sebulon soll Gad seinen Theil haben, vom Morgen bis gen Abend. 28. Aber neben Gad ist die Grenze gegen Mittag, von ' Thamar bis an das Haderwasser zu Kades, und gegen das Wasser am großen Meer. * c. 47 /19. 29. Also soll das Land ausgetheilet werden zum Erbtheil unter die Stämme Israel; und das soll ihr Erbtheil seyn, spricht der Herr Herr. 3 0. Und so weit soll die Stadt seyn, vier tausend und fünf hundert Ruthen, gegen Mitternacht. 3 1. Und die Thore der Stadt sollen nach dem Nahmen der Stämme Israel genannt werden, drey Thore gegen Mitternacht; das erste Thor Rüben, das andere Juda, das dritte Levi. 32. Also auch gegen Morgen vier tausend und fünfhundert Ruthen, und auch drey Thore; nähmlich das erste Thor Joseph, Benjamin, das dritte Dan. 33. Gegen Mittag auch also, vier tausend und fünf hundert Ruthen, und auch drey Thore; das erste Thor Simeon, das andere Jsaschar, das dritte Sebulon. 34 . Also auch gegen Abend vier taufend und fünf hundert Ruthen, und drey Thors; ein Thor Gad, das andere Asser, das dritte Naph- thali. 35. Also soll es um und um achtzehn tausend Ruthen haben. Und alsdann soll die Stadt genannt werden: * Hier ist der Herr. * c. 43, 7. Ps. 68, 17. Daniels und seiner Daniel 1 . Freunde Auferziehung. 797 das andere Der Proph Das 1. Capitel. Daniels und seiner Freunde Auferziehung und Darstellung. 1. ß>'m dritten Jahr des Reichs Jojakims, ^ des Königs Juda, * kam NebucadNe- zar, der König zu Babel, vor Jerusalem und belagerte sie. *2Kö„.24, io. 2. Und der Herr übergab ihm Jojakim, den König Juda, und etliche Gefäße aus dem Hause Gottes: die ließ er führen ins Land * Sinear, in seines Gottes Haus; und that die Gefäße in feines Gottes Schatzkasten. *iM°s.io,io. 3. Und der König sprach zu Aspenas, seinem obersten Kämmerer, er sollte aus den Kindern Israel vom * königlichen Stamm und Herren- Kindern wählen * 2 Köu. 20 , 18 . 4 . Knaben, die nicht gebrechlich wären, sondern schöne, vernünftige, weise, kluge und verständige ; die da geschickt wären zu dienen in des Königs Hofe, und zu lernen Chaldäische Schrift und Sprache. 5. Solchen verschaffte der König, was man ihnen täglich geben sollte von seiner Speise, und von dem Wein, den er selbst trank, daß ste also drey Jahre auferzogen, darnach vor dem Könige dienen sollten. 6 . Unter welchen waren Daniel, Hananja, Misael und Asarja, von den Kindern Juda. 7 . Und der oberste Kämmerer gab ihnen Nahmen, und nannte Daniel Beltsazar, und Hananja Sadrach, und Misael Mesach, und Asarja AbedNego. 8 . Aber Daniel setzte ihm vor in seinem Herzen , daß er sich mit des Königs Speise und mit dem Wein, den er selbst trank, nicht verunreinigen wollte, und bath den obersten Kämmerer, daß er sich nicht müßte verunreinigen. y. Und Gott gab Daniel, daß * ihm der oberste Kämmerer günstig und gnädig ward.** M»s. 39,21. 10. Derselbe sprach zu ihm: Ich fürchte mich et Daniel. vor meinem Herrn, dem Könige, der euch eure Speise und Trank verschaffet hat; wo er würde sehen, daß eure Angesichter jämmerlicher wären, denn der andern Knaben euers Alters, so brächtet ihr mich bey dem Könige um mein Leben. 11. Da sprach Daniel zu Melzar, welchem der oberste Kämmerer Daniel, Hananja, Mi- sael und Asarja befohlen hatte: 12. Versuche es doch mit deinen Knechten zehn Tage, und laß uns geben Zugemüse zu essen und Wasser zu trinken. 13 . Und laß dann vor dir unsere Gestalt und der Knaben, so von des Königs Speise essen, besehen, und darnach du sehen wirst, darnach schaffe mit deinen Knechten. 12,. Und er gehorchte ihnen darinnen, und versuchte es mit ihnen zehn Tage. 15. Und nach den zehn Tagen waren sie schöner, und besser bey Leibe, denn alle Knaben, so von des Königs Speise aßen. 16. Da that Melzar ihre verordnte Speise und Trank weg, und gab ihnen Zugemüse. 17. Aber der Gott dieser vier gab ihnen Kunst und Verstand in allerley Schrift und Weisheit; Daniel aber gab er Verstand in allen Gesichten und Träumen. 18. Und da die Zeit um war, die der König bestimmet hatte, daß sie sollten hinein gebracht werden, brachte sie der oberste Kämmerer hinein vor NebucadNezar. 19. Und der König redete mit ihnen, und ward unter allen Niemand erfunden, der Daniel, Hananja, Misael und Asarja gleich wäre; und sie wurden des Königs Diener. 20. Und der König fand sie in allen Sachen, die er sie fragte, zehnmahl klüger und verständiger , denn alle Sternseher und Weifen in seinem ganzen Reich. 21. Und ' Daniel lebte bis in das erste Jahr des Königs Kores. * 6 ,23. 798 Traum des Königs. Daniel 2. Daniels Gesicht. Das 2. Capitel. Daniel legt das Traumbild NebucadNezarS aus. 1. ^rn andern Jahr des Reichs NebueadNe- ^ zars hatte NebucadNezar' einen Traum, davon er erschrak, daß er aufwachte. * 1 Mos. 4t, t. 2. Und er hieß alle * Sternfeher, und Weisen, und Zauberer, und Chaldäer zusammen fordern, daß sie dem Könige seinen Traum sagen sollten. Und sie kamen und traten vor den König. * Esaj. 47, 12 . 13. 3. Und der König sprach zu ihnen: Ich habe einen Traum gehabt, der hat mich erschreckt; und ich wollte gerne wissen, was es für ein Traum gewesen sey. Da sprachen die Chaldäer zum Könige auf Chaldäisch: Herr König, * Gott verleihe dir langes Leben; sage deinen Knechten den Traum, so wollen wir ihn deuten. * c. 3, 9. c. L, io. c. 6, 6. 21 . 5. Der König antwortete und sprach zu den Chaldäern: Es ist mir entfallen. Werdet ihr mir den Traum nicht anzeigen, und ihn.deuten; so werdet ihr gar umkommen, und eure Häuser schändlich verstöret werden. 6 . Werdet ihr mir aber den Traum anzeigen, und deuten; so sollt ihr * Geschenke, Gaben und große Ehre von mir haben. Darum so sagt mir den Traum und seine Deutung. "v. 48 . 7 . Sie antworteten wiederum, und sprachen: Der König sage seinen Knechten den Traum, so wollen wir ihn deuten. 8 . Der König antwortete, und sprach: Wahrlich, ich merke es, daß ihr Frist suchet; weil ihr sehet, daß mirs entfallen ist. 9. Aber werdet ihr mir nicht den Traum sagen; so gehet das Recht über euch, als die ihr Lügen und Gedichte vor mir zu reden vorgenommen habt, bis die Zeit vorüber gehe. Darum so sagt mir den Traum; so kann ich merken, daß ihr auch die Deutung treffet. 10. Da antworteten die Chaldäer vor dem Könige, und sprachen zu ihm: Es ist kein Mensch auf Erden, der sagen könne, das der König fordert. So ist auch kein König, wie groß oder mächtig er sey, der solches von irgend einem Sternseher, Weisen oder Chaldäer fordere. i r. Denn das der König fordert, ist zu hoch; und ist auch sonst Niemand, der es vor dem Könige sagen könne; ausgenommen die Götter, die bey den Menschen nicht wohnen. 12. Da ward der König sehr zornig, und befahl alle Weisen zu Babel umzubringen. 13. Und das Urtheil ging aus, daß man die Weisen tödten sollte. Und Daniel samt seinen Gesellen ward auch gesucht, daß man sie tödtete. i^i. Da vernahm Daniel solches Urtheil und Befehl von Arisch, dem obersten Richter des Königs, welcher auszog, zu tödten die Weisen zu Babel. i s. Und er fing an, und sprach zu des Königs Vogt Arioch : Warum ist so ein strenges Urtheil vom Könige ausgegan-gen? Und Arioch zeigte es dem Daniel an. 16. Da ging Daniel hinauf und bath den König, daß er ihm Frist gäbe, damit er die Deutung dem Könige sagen möchte. 17 . Und Daniel ging heim, und zeigte solches an * seinen Gesellen , Hananja , Misael und Asarja; * v. is. 18. Daß sie Gott vom Himmel um Gnade bäthen, solches verborgenen Dings halben; damit Daniel und seine Gesellen nicht samt den andern Weisen zu Babel umkämen. 19. Da ward Daniel solches verborgene Ding durch ein Gesicht des Nachts geoffenbaret. 20. Darüber lobte Daniel den Gott vom Himmel, sing an, und sprach: Gelobet sey der Nähme Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit, denn sein ist beydes Weisheit und Stärke. 21. Er ändert Zeit und Stunde; er setzet "Könige ab, und setzet Könige ein; er gibt den Weisen ihre Weisheit, und den Verständigen ihren Verstand; * 4 / 14 .22.25. e. 5 / 21. 22. Er offenbaret, was * tief und verborgen ist; er weiß, was im Finsterniß liegt: denn bey ihm ist eitel Licht. * 1 Cor. 2/10. 23. Ich danke dir und lobe dich , Gott meiner Vater, daß du mir Weisheit und Stärke verleihest, und jetzt geoffenbaret hast, darum wir dich gebethen haben : nähmlich du hast uns des Königs Sache geoffenbaret. 2^. Da ging Daniel hinauf zu Arioch, der vom Könige Befehl hatte, die Weisen zu Babel * umzubringen; und sprach zu ihm also: Du sollst die Weisen zu Babel nicht umbringen; sondern führe mich hinauf zum Könige, ich will dem Könige die Deutung sagen. * v. 14. 25. Arioch brachte Daniel eilen-ds hinauf vor den König, und sprach zu ihm also: Es ist einer gefunden unter den Gefangenen aus Juda, der dem Könige die Deutung sagen kann. 26. Der König antwortete und sprach zu Da- Daniels Weisheit, des Königs Dan niel, den sie Beltsazar hießen: Bist du, der mir den Traum, den ich gesehen habe, und seine Deutung zeigen kann? 27 . Daniel fing an vor dem Könige, und sprach: Das verborgene Ding, das der König fordert von den Weisen, Gelehrten, Sternse- herrr und Wahrsagern, stehet in ihrem Vermögen nicht, dem Könige zu sagen; 28. Sondern Gott vom Himmel, der kann verborgene Dinge offenbaren; der hat dem Könige NebucadNezar angezeiget, was in künftigen Zeiten geschehen soll. 2 y. Dein Traum und dein Gesicht, da du schliefest, kam daher: Du König dachtest auf deinem Bette, wie es doch hernach gehen würde; und der, * so verborgene Dinge offenbaret, hat dir angezeiget, wie es gehen werde. *». - 2 . 30. So ist mir solches verborgene Ding geof- fenbaret, "nicht durch meine Weisheit, als wäre sie größer, denn aller, die da leben; sondern darum, daß dem Könige die Deutung angezeiget würde, und du deines Herzens Gedanken erfahrest. *i Mos. 41,16. 31. Du König sähest, und siehe, ein sehr großes und hohes Bild stand gegen dir, das war schrecklich anzufehen. 32 . Desselben Bildes Haupt war von feinem Golde, feine Brust und Arme waren von Silber , sein Bauch und Lenden waren von Erz, 33. Seine Schenkel waren Eisen, seine Füße waren eines Theils Eisen, und eines Theils Thon. 3^. Solches sähest du, bis daß ein Stein herab geriffen ward ohne Hände; der schlug das Bild an seine Füße, die Eisen und Thon waren, und zermalmete sie. 35. Da wurden mit einander zermalmet das Eisen, Thon, Erz, Silber und Gold; und wurden wie Spreu auf der Sommertenne; und der Wind verwebte sie, daß man sie nirgends mehr finden konnte. Der Stein aber, der das Bild schlug, ward ein großer Berg, daß er die ganze Welt fullete. 36. Das ist der Traum: Nun wollen wir die Deutung vor dem Könige sagen. 37. Du, König, bist ' ein König aller Könige, dem Gott vom Himmel Königreich, Macht, Stärke und Ehre gegeben hat, * Ez. 26,7. 38. Und alles, da Leute wohnen, dazu die * Thiere auf dem Felde , und die Vögel unter dem Himmel, in deine Hände gegeben , und dir i el 2. Traum zu deuten. 799 über alles Gewalt verliehen hat. Du bist das goldene Haupt. * Jer. 27, 6. c. 28, 14. 39. Nach dir wird ein anderes Königreich auf- kommen, geringer, denn deines. Darnach das dritte Königreich, das ehern ist, welches wird über alle Lande herrschen. ^ 0 . Das vierte wird hart seyn, wie Eisen. Denn gleichwie Eisen alles zermalmet und zerschlägt , ja wie Eisen alles zerbricht; also wird es auch alles zermalmen und zerbrechen. -Li. Daß du aber gesehen hast, die Füße und Zehen eines Theils Thon, und eines Theils Eisen: das wird ein zertheiltes Königreich seyn, doch wird von des Eisens Pflanze darinnen bleiben ; wie du denn gesehen hast Eisen mit Thon vermenget. ^ 2 . Und daß die Zehen an seinen Füßen eines Theils Eisen, und eines Theils Thon sind; wird es zum Theil ein starkes, und zum Theil ein schwaches Reich seyn. ^ 3 . Und daß du gesehen hast Eisen mit Thon vermenget; werden sie sich wohl nach Menschen- Geblüt unter einander mengen, aber sie werden doch nicht an einander halten; gleichwie sich Eisen mit Thon nicht mengen läßt. Aber zu der Zeit solcher Königreiche wird Gott vom Himmel ein Königreich aufrichten, das nimmermehr zerstöret wird; und sein Königreich wird auf kein anderes Volk kommen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und verstören: aber es wird ewiglich bleiben. ^5. Wie du denn gesehen hast einen Stein ohne Hände vom Berg herabgerissen, der das Eisen, Erz, Thon, Silber und Gold zermalmet. Also hat der große Gott dem Könige gezeiget, wie es hernach gehen werde; und das ist gewiß der Traum, und die Deutung ist recht. ^6. Da fiel der König NebucadNezar auf sein Angesicht, und bethete an vor dem Daniel , und befahl, man sollte ihm Speisopfer und Rauchopfer thun. ^ 7 . Und der König antwortete Daniel und sprach: Es ist kein Zweifel, euer'Gott ist ein Gott über alle Götter, und ein Herr über alle Könige, der da kann verborgene Dinge offenbaren; weil dm das verborgene Ding hast können offenbaren» * 2 Mos. 14, 11. Ps. «6, 8.. L8. Und der König erhvhete Daniel, und Mb 800 Götzenbild. Juden verklagt. Dan 'ihm große und viele Geschenke, und machte ihn zum Fürsten über das ganze Land zu Babel, und setzte ihn zum Obersten über alle Weisen zu Babel. '». 6 . 49. Und Daniel bath vom Könige, daß er über die Landschaften zu Babel setzen möchte Sadrach, Mesach, AbedNego: und er, Daniel, blieb bey dem Könige zu Hofe. Das 3. Capitel. Der Freunde Daniels Standhaftigkeit und Gottesfurcht. 1. ^>er König NebucadNezar ließ ein goldenes ^ Bild machen, sechzig Ellen hoch und sechs Ellen breit; und ließ es setzen im Lande zu Babel im Thal Dura. 2. Und der König NebucadNezar sandte nach den Fürsten, Herren, Landpflegern, Richtern, Vögten, Rathen, Amtleuten und allen Gewaltigen im Lande, daß sie zusammen kommen sollten, das Bild zu weihen, das der König NebucadNezar hatte setzen lassen. 3. Da kamen zusammen die Fürsten, Herren, Landpfleger, Richter, Vögte, Räthe, Amtleute und alle Gewaltigen im Lande, das Bild zu weihen, das der König NebucadNezar hatte setzen lassen. Und sie mußten gegen das Bild treten, das NebucadNezar hatte setzen lassen. 4. Und der Ehrenhold rief überlaut: Das laßt euch gesagt seyn, ihr Völker, Leute und Zungen; 5. Wenn ihr hören werdet den Schall der Posaunen, Trompeten, Harfen, Geigen, Psalter , Lauten und allerley Saitenspiel; so sollt ihr niederfallen und das goldene Bild anbethen, das der König NebucadNezar hat setzen lassen. 6. Wer aber alsdann nicht niederfällt und an- Vethet, der soll von Stund an in den glühenden Ofen geworfen werden. 7. Da sie nun höreten den Schall der Posaunen, Trompeten, Harfen, Geigen, Psalter und allerley Saitenspiel: sielen nieder alle Völker, Leute und Zungen, und betheten an das goldene Bild, das der König NebucadNezar hatte setzen lassen. 8. Von Stund an traten hinzu etliche Chal- däische Männer, und verklagten die Juden; 9. Fingen an, und sprachen zum Könige NebucadNezar : Herr König, ' Gott verleihe dir langes Leben. *c. 2,4. c.10. 10. Du hast ein ' Geboth lassen ausgehen, daß alle Menschen, wenn sie hören würden den Schall der Posaunen, Trompeten, Harfen, Geigen, Psalter, Lauten, und allerley Saiterr- e l 3. Drey Männer im Feuerofen. spiel, sollten sie niederfallen und das goldene Bild anbethen; " e. 6,12. 11. Wer aber nicht niedersiele und anbethets, sollte in einen glühenden Ofen geworfen werden. 12. Nun sind da Jüdische Männer, welche du über die Aemter im Lande zu Babel gesetzet hast, Sadrach, Mesach und AbedNego; die- selbigen verachten dein Geboth und ehren deine Götter nicht, und bethen nicht an das goldene Bild, das du hast setzen lassen. 13. Da befahl NebucadNezar mit Grimm und Zorn, daß man vor ihn ftellete Sadrach, Mesach und AbedNego. Und die Männer wurden vor den König gestellet. 14. Da fing NebucadNezar an, und sprach zu ihnen: Wie? Wollt ihr, Sadrach, Mesach, AbedNego, meinen Gott nicht ehren; und das goldene Bild nicht anbethen, das ich habe setzen lassen? 15. Wohlan, schicket euch: so bald ihr hören werdet den Schall der Posaunen, Trompeten , Harfen, Geigen, Psalter, Lauten und allerley Saitenspiel; so fallet nieder und bethet das Bild an, das ich habe machen lassen. Werdet ihr es nicht anbethen, so sollt ihr von Stund an in den glühenden Ofen geworfen werden. Laßt sehen, wer der Gott sey, der euch aus meiner Hand erretten werde. 16. Da fingen an Sadrach, Mesach, Abed-» Nego, und sprachen zum Könige NebucadNezar: Es ist nicht noth, daß wir dir darauf antworten. 17. Siehe, unser Gott, den wir ehren, kann uns wohl erretten aus dem glühenden Ofen, dazu auch von deiner Hand erretten. 18. Und wo er es nicht thun will; so sollst du dennoch wissen, ' daß wir deine Götter nicht ehren, noch das goldene Bild, das du Haft setzen lassen, anbethen wollen. *2M°s. 20, s. 19. Da ward NebucadNezar voll Grimm, und stellete sich scheußlich wider Sadrach, Mesach, und AbedNego, und befahl, man sollte den Ofen siebenmal)! heisser machen, deun man sonst zu thun pflegte. 20. Und befahl den besten Kriegsleuten, die in seinem Heer waren, daß sie Sadrach, Mesach und AbedNego bünden und in den glühenden Ofen würfen. 21. Also wurden diese Männer in ihren Mänteln , Schuhen, Hüten und andern Kleidern, gebunden und in den glühenden Ofen geworfen. 22. Denn des Königs Geboth mußte mau erlend thun. Und man schürete das Feuer im Ofen so Drey Männer im Feuerofen erhalten. Daniel 3. 4. NebucadNezars Traum. 801 sosehr, daß die Männer, sodenSadrach, Mesach und AbedNego verbrennen sollten, verdarben von des Feuers Flammen. 23 . Aber die drey Männer, Sadrach, Mesach und AbedNego, fielen hinab in den glühenden Ofen, wie fie gebunden waren. 2^. Da entsetzte fich der König NebueadNezar, und fuhr eilend auf, und sprach zu seinen Rächen : Haben wir nicht drey Männer gebunden in das Feuer lassen werfen? Sie antworteten, und sprachen zum Könige: Ja, Herr König. 25 . Er antwortete, und sprach: Sehe ich doch vier Männer los im Feuer gehen, und find unversehrt; und der vierte ist gleich, als wäre er ein Sohn der Götter. 26. Und NebueadNezar trat hinzu vor das Loch' des glühenden Ofens und sprach: Sadrach, Mesach, AbedNego, ihr Knechte Gottes des Höchsten, gehet heraus, und kommt her. Da gingen Sadrach, Mesach und AbedNego heraus aus dem Feuer. * Es«,. 4 s, w. 27 . Und die Fürsten, Herren, Vögte und Räthe des Königs kamen zusammen, und sahen, daß das Feuer keine Macht am Leibe dieser Männer bewiesen hatte, und ihr Haupthaar nicht versenget, und ihre Mäntel nicht versehrt waren; ja man konnte keinen Brand an ihnen riechen. 28. Da fing an NebueadNezar, und sprach: Gelobet sey der Gott Sadrachs, Mesachs und AbedNego, * der seinen Engel gesandt und seine Knechte errettet hat, die ihm vertrauet und des Königs Geboth nicht gehalten; sondern ihren Leib dargegeben haben, daß fie keinen Gott ehren, noch anbethen wollten, ohne allein ihren Gott. * c. 6, 22 . 29. So sey nun dieß mein Gebots): Welcher unter allen Völkern, Leuten und Zungen den Gott Sadrachs, Mesachs und AbedNego lästert, der soll umkommen, und sein Haus schändlich verstöhret werden. Denn es ist kein anderer Gott, der also erretten kann, als dieser. 30. Und der * König gab Sadrach, Mesach und AbedNego große Gewalt im Lande zu Babel. * e. 2 , 48. 49. (Anfang des 4. CapitclS.) Zt.Aönlg NebueadNezar, allen Völkern, Leuten und Zungen. Gott gebe euch viel Frieden! 32 . Ich sehe es für gut an, daß ich verkündige die Zeichen und Wunder, so Gott der Höchste an mir gethan hat. 33. Denn seine Zeichen find groß, und seine Wunder find mächtig; und ' sein Reich ist ein ewiges Reich, und seine Herrschaft währet für Uttd für. "c. 6, 26. e. 7 , 14. Das 4. Capitel. NebucadNezars Traum und desselben Auslegung durch Daniel. 1. ^ch, NebueadNezar, da ich gute Ruhe hatte ^ in meinem Hause, und es wohl stand auf meiner Burg; 2. Sähe ich einen Traum, und erschrak, und die Gedanken, die ich auf meinem Bette hatte über dem Geficht, so ich gesehen hatte, betrübten mich. 3. Und ich befahl, daß alle Weisen zu Babel vor mich herauf gebracht würden , daß fie mir sageten, was der Traum bedeutete. Da brachte man herauf die Sternseher, Weisen, Chaldäer und Wahrsager; und ich erzählte den Traum vor ihnen: aber fie konnten mir nicht sagen, was er bedeute. 5 . Bis zuletzt Daniel vor mich kam, welcher Beltsazar heißt, nach dem Nahmen meines Gottes , der * den Geist der heiligen Götter hat. Und ich erzählte vor ihm den Traum: * c. 3, ii. 14. 6 . Beltsazar, du Oberster unter den Sternsehern , welchen ich weiß, daß du den Geist der heiligen Götter hast und * dir nichts verborgen ist, sage das Geficht meines Traums , den ich gesehen habe, und was er bedeutet. * Ez. 28,3. 7 . Dieß ist aber das Geficht, das ich gesehen habe auf meinem Bette: Siehe, es stand ein * Baum mitten im Land, der war sehr hoch, ' Ezech. 3i, 3. 8 . Groß und dick; seine Höhe reichte bis in Himmel, und breitete fich aus bis ans Ende des ganzen Landes; 9. Seine Aeste waren schön und trugen viele Früchte, davon alles zu essen hatte; alle Thiere auf dem Felde fanden Schatten unter ihm, und die * Vögel unter dem Himmel saßen auf seinen Aesten; und alles Fleisch nährte fich von ihM. ' Ezech. 17, 23. 10. Und ich sah ein Gesicht auf meinem Bette, und siehe, ein heiliger Wächter fuhr vom Himmel herab; 11. Der rief überlaut, und sprach also: * Hauet den Baum um, und behauet ihm die Aeste, und streifet ihm das Laub ab, und zerstreuet seine F üchte, daß die Thiere, so unter ihm liegen, weglaufen, und die Vögel von seinen Zweigen fliegen. 20 . 802 Auslegung des Traums, Daniel 4. Desselben Erfüllung. 12. Doch laßt den Stock mit seinen Wurzeln in der Erde bleiben; er aber soll in eisernen und ehernen Ketten auf dem Felde im Grase gehen; er sbll unter dem Thau des Himmels liegen, und naß werden, und soll sich weiden mit den Thieren von den Kräutern der Erde. 13. Und das menschliche Herz soll von ihm genommen, und eiu viehisches Herz ihm gegeben werden, bis daß sieben Zeiten über ihm um find. i^. Solches ist im Rath der Wächter beschlossen, und im Gespräch der Heiligen beratschlaget , auf daß die Lebendigen erkennen, daß der * Höchste Gewalt hat über der Menschen Königreiche, und gibt sie, wem er will, und t erhöhet die Niedrigen zu denselbigen. * c. 2, 21. « i Sam. 16/1. 12-. 1 Z. Solchen Traum habe ich König Nebucad- Nezar gesehen. Du aber, Beltsazar, sage, was er bedeute; denn alle Weisen in meinem Königreich können mir nicht anzeigen, was er bedeute; du aber kannst es wohl, denn der Geist der heiligen Götter ist bey dir. iö. Da entsetzte sich Daniel, der sonst Beltsa- zar heißt, bey einer Stunde lang; und seine Gedanken betrübten ihn. Aber der König sprach: Beltsazar, laß dich den Traum und seine Deutung nicht betrüben. Beltsazar fing an, und sprach: Ach mein Herr, daß der Traum deinen Feinden und seine Deutung deinen Widerwärtigen gälte. 17 . Der Baum, den du gesehen Haft, daß er groß und dick war, und seine Höhe bis an den Himmel reichte, und breitete sich über das ganze Land, 1 8 . Und seine Aeste schön, und seiner Früchte viel, davon alles zu essen hatte, und die Thiere auf dem Felde unter ihm wohneten, und ' die Vogel des Himmels auf seinen Aesten saßen; * Ej-ch. 31, 6. ly. Das bist du, König, ' der du so groß und mächtig bist; denn deine Macht ist groß, und reichet an den Himmel, und deine Gewalt langet bis an der Welt Ende. * c. r, 37. c. s, 18. 20. Daß aber der König einen heiligen Wächter gesehen hat, vom Himmel herab fahren und sagen : Hauer den Baum um und verderbet ihn, doch den Stock mit seinen Wurzeln laßt in der Erde bleiben; er aber soll in eisernen und ehernen Ketten auf dem Felde im Grase gehen , und unter dem Thau des Himmels liegen, und naß werden, und sich mit den Thieren auf dem Felde weiden, bis über ihn sieben Zeiten um find; 21. Das ist die Deutung, Herr König, und solcher Rath des Höchsten gehet über meinen Herrn König. 22. Man 'wird dich von den Leuten verstoßen, und mußt bey den Thieren auf dem Felde bleiben; und man wird dich Gras essen lassen, wie die Ochsen; und wirst unter dem Thau des Himmels liegen und naß werden, bis über dich sieben Zeiten um find: auf daß du erkennest, daß der Höchste Gewalt hat über der Menschen Königreiche , und gibt sie, wem er will. ' -- 3, 21. 23. Daß aber gesagt ist, man solle dennoch den Stock mit seinen Wurzeln des Baums bleiben lassen; dein Königreich soll dir bleiben, wenn du erkannt hast die Gewalt im Himmel. 2^. Darum, Herr König, laß dir meinen Rath gefallen; und mache dich los von deinen Sünden durch Gerechtigkeit, und ledig von deiner Miffethat durch * Wohlthat an den Armen: so wird er Geduld haben mit deinen Sünden. * Sprüchw. 16, 6. 25. Dieß alles wiederfuhr dem Könige Nebucad- Nezar. 26. Denn nach zwölf Monathen, da der König auf der königlichen Burg zu Babel ging; 27. Hob er an, und sprach: Das ist die große Babel , die ich erbauet habe zum königlichen Hause, durch meine große Macht, zu Ehren meiner Herrlichkeit. 28. Ehe der König diese Worte ausgeredet hatte, siel eine Stimme vom Himmel: Dir, König NebucadNezar, wird gesagt: Drin Königreich soll dir genommen werden; 29. Und man wird dich von den Leuten verstoßen , und sollst bey den Thieren, so auf dem Felde gehen , bleiben; Gras wird man dich essen lassen, wie Ochsen, bis daß über dich sieben Zeiten um find, auf daß " du erkennest, daß der Höchste Gewalt hat über der Menschen Königreiche, und gibt sie, wem er will. '-.3,21. 30. Von Stund an ward das Wort vollbracht über NebucadNezar, nnd er ward von den Leuten verstoßen, und er aß Gras wie Ochsen, und sein Leib lag unter dem Thau des Himmels, und ward naß; bis sein Haar wuchs, so groß als Adlers Federn, und seine Nägel wie Vogelsklanen wurden. 31. Nach dieser Zeit hob ich, NebucadNezar, meine Augen auf gen Himmel, und kam wieder zur Vernunft, und lobte den Höchsten. Ich pries Belsazer wird D a 11 i und ehrete den, so ewiglich lebet, deß * Gewalt ewig ist, und sein Reich für und für währet; ' c. 7/ 14. 32. Gegen welchen alle, so auf Erden wohnen, als nichts zu rechnen find. Er macht es wie er will, beydes mit den Kräften im Himmel , und mit denen, so auf Erden wohnen: Und Niemand kann seiner Hand wehren, noch * zu ihm sagen: Was machst du? ' Pr--. s, 4 . 33 . Zu derselbigen Zeit kam ich wieder zur Vernunft, auch zu meinen königlichen Ehren, zu meiner Herrlichkeit, und zu meiner Gestalt. Und meine Räthe und Gewaltigen' suchten mich; und ward wieder in mein Königreich gesetzt, und ich überkam noch größere Herrlichkeit. * 2 Sam. 19/ 41. 34. Darum lobe ich, NebucadNezar, und ehre und preise den König vom Himmel. Denn alles sein Thun ist Wahrheit, und seine Wege sind recht: und * wer stolz ist, den kann er demüthigen.*e.20. Luc. 1,51. Das 5. Capitel. Des gottlosen Königs Bclsazers Mahl und Untergang. 1. bönig Belsazer machte ein herrliches Mahl j ^ tausend seinen Gewaltigen und Hauptleuten , und soff sich voll mit ihnen. 2. Und da er trunken war, hieß er die goldenen und silbernen Gefässe herbringen, die sein Vater NebucadNezar aus dem Tempel zu Jerusalem weggenommen hatte; daß der König mit seinen Gewaltigen, mit seinen Weibern und mit seinen Kebsweibern daraus tränken. 3. Also wurden hergebracht die goldenen Ge- fäffe, die aus dem Tempel, aus dem Hause Gottes zu Jerusalem, genommen waren; und der König, seine Gewaltigen, seine Weiber und Kebsweiber tranken daraus. 4 . Und da sie so soffen, lobten sie die goldenen, silbernen, ehernen, eisernen, hölzernen und steinernen Götter. s. Eben zu derselbigen Stunde gingen hervor Finger, als einer Menschenhand, die schrieben gegen dem Leuchter über, auf die getünchte Wand, tu dem königlichen Saal. Und der König ward gewahr der Hand, die da schrieb. 6 . Da entfärbte sich der König, und seine Gedanken erschreckten ihn, daß ihm die Lenden schulterten, und die Beine zitterten. 7. Und der König rief überlaut, ' daß man die Weisen, Chaldäer und Wahrsager herauf bringen sollte. Und ließ den Weisen zu Babel l 4 . 5 . erschreckt. 80 ^ sagen: Welcher Mensch diese Schrift liefet, und sagen kann, was sie bedeute; der soll mit Purpur gekleidet werden, und goldene Ketten am Halse tragen, und der dritte Herr seyn in meinem Königreich. ' c. 2,2. <. 4 ,3. 8. Da wurden alle Weisen des Königs herauf gebracht; aber sie konnten weder die Schrift lesen, noch die Deutung dem Könige anzeigen. 9. Deß erschrak der König Belsazer noch härter, und verlor ganz seine Gestalt; und seinen Gewaltigen ward bange. 10. Da ging die Königin« um solcher Sache willen des Königs und seiner Gewaltigen hinauf in den Saal, und sprach: ' Herr König, Gott verleihe dir langes Leben; laß dich deine Gedanken nicht so erschrecken, und entfärbe dich nicht also. * c. 2, 4 . c. 3 , 9. 11. Es ist ein Mann in deinem Königreich, der * den Geist der heiligen Götter hat. Denn zu deines Vaters Zeit ward bey ihm Erleuchtung erfunden, Klugheit und Weisheit, wie der Götter Weisheit ist; und dein Vater, König NebucadNezar, setzte ihn über die Sternseher, Weisen, Chaldäer und Wahrsager; * c. 4 , 5 . 6 . 15 . 12. Darum, daß ein hoher Geist bey ihm gefunden ward, dazu Verstand und Klugheit Träume zu deuten, dunkle Sprüche zu errarhen, und verborgene Sachen zu offenbaren; nähmlich Daniel, den der König ließ Beltsazar nennen. So rufe man nun Daniel, der wird sagen, was es bedeute. 13. Da ward Daniel hinauf vor den König gebracht. Und der König sprach zu Daniel: Bist D u der Daniel, der Gefangenen einer aus Juda, die der König, mein Vater, aus Juda hergebracht hat? 14 . Ich habe von dir hören sagen, daß du den Geist der heiligen Götter habest, und Erleuchtung, Verstand und hohe Weisheit bey dir gefunden sey. 15. Nun habe ich vor mich fordern lassen die Klugen und Weisen, daß sie mir diese Schrift lesen und anzeigen sollten, was sie bedeute; und sie können mir nicht sagen, was solches bedeute. 16. Von dir aber höre ich, daß du könnest die Deutung geben und das Verborgene offenbaren. Kannst du nun die Schrift lesen, und mir anzeigen, was sie bedeute; so sollst du mit Purpur gekleidet werden, und goldene Ketten au Jiiii 2 804 ^ Daniel legt die Schrift aus. Daniel 5. 6. Daniel wird verfolgt. deinem Halse tragen, und der dritte Herr seyn in meinem Königreich. 17 . Da fing Daniel an, und redete vor dem Könige: Behalte deine Gaben selbst, und gib dein Geschenk einem Andern; ich will dennoch die Schrift dem Könige lesen und anzeigen, was fie bedeute. 18. Herr König, Gott der Höchste hat deinem Vater, NebueadNezar, 'Königreich, Macht, Ehre und Herrlichkeit gegeben. * c. 2, 37. c. 19. 19. Und vor solcher Macht, die ihm gegeben war, fürchteten und scheueten fich vor ihm alle Völker, Leute und Zungen. Er tödtete, wen er wollte; er schlug, wen er wollte; er erhöhte, wen er wollte; er demüthigte, wen er wollte. 20. Da fich aber sein * Herz erhob, und er stolz und hochmüthig ward; ward er vom königlichen Stuhl gestoßen, und verlor seine Ehre, * c. 4, 27. 21. Und ward * verstoßen von den Leuten, und sein Herz ward gleich den Thteren, und mußte bey dem Wild laufen, und fraß Gras wie Ochsen, und fein Leib lag unter dem Thau des Himmels, und ward naß: bis daß er ler- nete, daß Gott der Höchste Gewalt hat über der Menschen Königreiche, und gibt sie, wem er will. ' 4 , n. 22. Und du, Belsazer, sein Sohn, hast dein Herz nicht gedemüthiget, oh du wohl solches alles weißt: 23. Sondern Haft dich wider den Herrn des Himmels erhoben, und " die Gefässe seines Hauses hat man vor dich bringen müssen; und du, deine Gewaltigen, deine Weiber und deine Kebs- weiber haben daraus gesoffen; dazu die silbernen, goldenen , ehernen, eisernen, hölzernen, steinernen Götter gelobet, i- die weder sehen, noch hören, noch fühlen; den Gott aber, der deinen Odem und alle deine Wege in seiner Hand hat, hast du nicht geehret. * V. 2. Ps. 115/ 4. Ps. 135/ 15. 2^. Darum ist von ihm gesandt diese Hand und diese Schrift, die da verzeichnet stehet. 2ö. Das ist aber die Schrift allda verzeichnet: Mene, mene, tekel, upharsin. 2 6 .-Und fie bedeutet dieß: Mene, das ist, Gott hat dein Königreich gezählet und vollendet. 27 . Tekel, das ist, man hat dich in einer Wage gewogen und zu leicht gefunden. 28. Peres, das ist,- dein Königreich ist zer- theilet und den Medern und Persern gegeben. 29. Da befahl Belsazer, daß man Daniel mit Purpur kleiden sollte und goldene Ketten an den Hals geben ; und * ließ von ihm verkündigen, daß er der dritte Herr sey im Königreich. * 1 Mos. 41/ 43. 30 . Aber des Nachts ward der-Chaldäer König Belsazer gelödtet. (Anfang des 6. Capitels.) 31 .Und Darius aus Meden nahm das Reich ein, da er zwey und sechzig Jahre alt war. Das 6. Capitel. Daniels Erlösung aus der Löwengrube unter Darius. 1. Nnd Darius sah es für gut an, daß er ^ über das ganze Königreich setzte hundert und zwanzig Landvögte. 2. Ueber diese setzte er drey Fürsten, derer Einer war Daniel, welchem die Landvögte sollten Rechnung thun, und der König der Mühe überhoben wäre. 3. Daniel aber übertraf die Fürsten und Land- Vögte alle, denn es war ein hoher Geist in ihm; darum gedachte der König ihn über das ganze Königreich zu fetzen. Derhalben' trachteten die Fürsten und Landvögte darnach, wie sie eine Sache zu Daniel funden, die wider das Königreich wäre: aber sie konnten keine Sache noch Uebelthat finden; denn er war treu, daß man keine Schuld noch Uebelthat an ihm finden mochte. "Ps. 94 , 21 . 5. Da sprachen die Männer: Wir werden keine Sache zu Daniel finden, ohne über feinem Gottesdienst. 6 . Da "kamen die Fürsten undLandvögte häufig vor den König, und sprachen zu ihm also: Herr König Darius, Gott verleihe dir langes Leben. *c. 3 , 9 . «. 5 , 1 ». 7. Es haben die Fürsten des Königreichs, die Herren, die Landvögte, die Räche und Haupt- lcute alle gedacht, daß man einen königlichen Befehl solle ausgehen lassen und ein strenges Eeboth stellen, daß, wer in dreyßig Tagen etwas bitten wird von irgend einem Gott oder Menschen, ohne von dir König allein, solle zu den Löwen in den Graben geworfen werden. 8 . Darum, lieber König, sollst du solches Ge- both bestätigen und dich unterschreiben, auf daß nicht wieder geändert werde, nach dem Recht der Meder und Perser, welches Niemand übertreten darf. Daniel beym Leben erhalten. DaNi 9. Also unterschrieb sich der König Darius. 10. Als nun Daniel erfuhr, daß solch Geboth unterschrieben wäre, ging er hinauf in sein Haus (er hatte aber an seinem Sommerhause offene Fenster gegen Jerusalem.) Und er fiel des Tages dreymahl auf seine Knie, bethete, lobte und dankte seinem Gott, wie er denn vorhin zu thun pflegte. 11. Da kamen diese Männer häufig, und fanden Daniel bethen und flehen vor seinem Gott; 12. Und traten hinzu, und redeten mit dem Könige von dem königlichen Geboth: Herr König , ' hast du nicht ein Geboth unterschrieben, daß, wer in dreyßig Tagen etwas bitten würde von irgend einem Gott oder Menschen, ohne von dir König allein, solle zu den Löwen in den Graben geworfen werden? Der König antwortete, und sprach: Es ist wahr, und das Recht der Meder und Perser soll Niemand übertreten. * c. 3 / io. 13 . Sie antworteten, und sprachen vor dem Könige: Daniel, * der Gefangenen aus Juda Einer, der achtet weder dich noch dein Geboth, das du verzeichnet hast; denn er bethet des Tages dreymahl. *c. 13. i-i. Da der König solches hörete, ward er sehr betrübt und that großen Fleiß, daß er Daniel erlösete, und bemühete sich, bis die Sonne unterging, daß er ihn errettete. 15. Aber die Männer kamen häufig zu dem Könige, und sprachen zu ihm: Du weißt, Herr König, daß der Meder und Perser Recht ist, daß alle Gebothe und Befehle, so der König beschlossen hat, sollen unverändert bleiben. 16. Da befahl der König, daß man Daniel herbrächte; und warfen ihn zu den Löwen in den Graben. Der König aber sprach zu Daniel: Dein Gott, dem du ohne Unterlaß dienest, der helfe dir. 17. Und sie brachten einen " Stein, den legten sie vor die Thür am Graben; den versiegelte der König mit seinem eigenen Ringe und mit dem Ringe seiner Gewaltigen, auf daß sonst Niemand an Daniel Muthwillen übete. * Matth. 27, 60. 66 . 18 . Und der König ging, weg in seine Burg, und blieb ungegessen, und ließ kein Essen vor sich bringen, konnte auch nicht schlafen. i s. Des Morgens frühe, da der Tag anbrach, stand der König auf, und ging eilend zum Graben, da die Löwen waren. 20. Und als er zum Graben kam, rief er l 6 . 7 . Daniels Traum und Gesicht. 805 Daniel mit kläglicher Stimme. Und der König sprach zu Daniel: Daniel, du Knecht des lebendigen Gottes, hat dich auch dein Gott, ' dem du ohne Unterlaß dienest, mögen von den Löwen erlösen? * v. i 6 . 21. Daniel aber redete mit dem Könige: Herr König, Gott verleihe dir langes Leben. 22. Mein Gott hat seinen Engel gesandt, der den " Löwen den Rachen zugehalten hat, daß sie mir kein Leid gethan haben. Denn vor ihm bin ich unschuldig erfunden, so habe ich auch wider dich, Herr König, nichts gethan. * Ebr. 33. 23 . Da ward der König sehr froh, und hiess Daniel aus dem Graben ziehen. Und sie zogen Daniel aus dem Graben, und man spürete keinen Schaden an ihm. Denn er hatte seinem Gott vertrauet. 2-j. Da hieß der König die Männer, so Daniel verklagt hatten, herbringen, und zu den Löwen in den Graben werfen, samt ihren Kindern und Weibern. Und ehe sie auf den Boden hinab kamen, ergriffen sie die Löwen, und zermalmeten auch ihre Gebeine. 25 . Da ließ der König Darius schreiben allen Völkern, Leuten und Zungen: Gott gebe euch viel Frieden l 26. Das ist mein Befehl, daß man in der ganzen Herrschaft meines Königreichs den Gott Daniels fürchten und scheuen soll. Denn er ist der lebendige Gott, der ewiglich bleibet; und sein Königreich ist unvergänglich, und seine Herrschaft hat kein Ende. 27. Er ist ein Erlöser und Nothhelfer, und er thut Zeichen und Wunder beydes im Himmel und auf Erden. Der hat Daniel von den Löwen erlöset. 28. Und Daniel " ward gewaltig im Königreich Darius, und auch im Königreich Kores, der Perser. " c. i, 21. Das 7. Capitel. Don vier Monarchien, und Christi ewigem Königreich. j.^m ersten Jahr Belsazers, des Königs zu ^ Babel, hatte Daniel einen Traum und Gefickt auf seinem Bette; und er schrieb den- selbigen Traum, und verfaßte ihn also: 2. Ich Daniel sah ein Gesicht in der Nacht, und siehe, die vier Winde unter dem Himmel stürmeten wider einander auf dem großen Meer. 3. Und vier große Thiere stiegen herauf aus dem Meer, Eins je anders, denn das Andere. Erklärung. wie ein Adler. Ich sah zu, bis daß ihm dre Flügel ausgerauft wurden; und es ward von der Erden genommen, und es stand auf seinen Füßen wie ein Mensch, und ihm ward ein menschliches Herz gegeben, s. Und stehe, das andere Thier hernach war gleich einem Baren, und stand auf der einen Seite, und hatte in seinem Maul unter seinen Zähnen drey große lange Zähne. Und man sprach zu ihm: Stehe auf, und friß viel Fleisch. 6 . Nach diesem sah ich, und stehe, ein anderes Thier, gleich einem Parden, das hatte vier Flügel, wie ein Vogel, auf seinem Rücken; und dasselbige Thier hatte vier Köpfe, und ihm ward Gewalt gegeben. 7 . Nach diesem sah ich in diesem Geficht in der Nacht, und stehe, das vierte Thier war gräulich und schrecklich, und sehr stark, und hatte große eiserne Zähne, fraß um sich und zermal- mete, und das Uebrige zertrat es mit seinen Füßen; es war auch viel anders, denn die vorigen , und hatte zehn Hörner. 8 . Da ich aber die Hörner schauete; stehe, da brach hervor zwischen denselbigen ein anderes kleines Horn, vor welchem der vördersten Hörner drey ausgerissen wurden; und stehe, das- ftlbige ' Horn hatte Augen, wie Menschen Augen, und ein Maul, das redete große Dinge. * e. 11/ 36. 9 . Solches sah ich, bis daß Stühle gesetzt wurden: und der Alte setzte sich; deß Kleid war schneeweiß, und das Haar auf seinem Haupt wie reine Wolle; sein Stuhl war eitel Feuersiammen, und desselbigen Räder brannten mit Feuer. 10. Und von demselbigen ging aus ein langer feuriger Strahl. * Tausend mahl tausend die- neten ihm, und zehn tausend mahl zehn tausend standen vor ihm. Das Gericht ward gehalten, und die Bücher wurden aufgethan. * Ps. 68, 18 . Sffenb. ä, ii. 11. Ich sah zu um der großen Rede willen, so das Horn redete, ich sah zu, bis das Thier getödtet ward, und sein Leib umkam, und in has Feuer geworfen ward; 12. Und der andern Thiere Gewalt auch aus war; denn es war ihnen * Zeit und Stunde bestimmt, wie lange ein jegliches währen sollte. * c. s, 21 . 13 . Ich sah in diesem Gesicht des Nachts, und stehe, es kam einer in des Htnzmels Wolken, wie eines Menschen Sohn, bis zu dem Alten, und ward vor denselbigen gebracht. 1-1. Der gab ihm Gewalt, Ehre und Reich, daß ihm alle Völker, Leute und Zungen dienen sollten. Seine * Gewalt ist ewig, die nicht vergehet, und sein Königreich hat kein Ende. "Luc. 1 , 33 . 15 . Ich Daniel entsetzte mich davor, und solches Gesicht erschreckte mich. 16. Und ich ging zu derer Einem, die da standen, und bath ihn, daß er mir von dem allem gewissen Bericht gäbe. Und er redete mit mir, und zeigte mir, was es bedeutete. 17. Diese vier große Thiere sind vier Reiche so auf Erden kommen werden. 18. Aber die Heiligen des Höchsten werden das Reich einnehmen, und werden es immer und ewiglich besitzen. 19. Darnach hätte ich gerne gewußt gewissen Bericht von dem * vierten Thier, welches gar anders war, denn die andern alle, sehr gräulich, das eiserne Zähne und eherne Klauen hatte, das um stch fraß, und zermalmete, und das Uebrige mit seinen Füßen zertrat ; * v. 7. 20. Und von den zehn Hörnern auf seinem Haupt; und von dem andern, das hervorbrach, vor welchem drey abfielen; und von demselbigen Horn, das Augen hatte, und ein Maul, das große Dinge redete, und größer war, denn die neben ihm waren. 21. Und ich sah * dasselbige Horn streiten wider die Heiligen, und behielt den Sieg wider sie, * Off. 11, 7. t. 13, 7. 22. Bis der Alte kam, und Gericht hielt für die Heiligen des Höchsten; und die Zeit kam, daß die Heiligen das Reich einnahmen. 23. Er sprach also: Das vierte Thier wird das vierte Reich auf Erden seyn, welches wird mächtiger seyn, denn alle Reiche, es wird alle Länder fressen, zertreten und zermalmen. 2^. Die * zehn Hörner bedeuten zehn Könige, so aus demselben Reich entstehen werden. Nach demselbigen aber wird ein Anderer aufkommen, der wird mächtiger seyn, denn der vorigen keiner, und wird drey Könige demülhigen. * Offenb. 17, 12 . 25 . Er wird den * Höchsten lästern, und die Heiligen des Höchsten verstohlen; und wird stch unterstehen Zeit und Gesetz zu ändern. Sie werden aber in seine Hand gegeben werden eine Zeit, und etliche Zeiten, und eine halbe Zeit. * OLenb. 12, 6 . 806 Des Gesichts Daniel 7 . Das erste wie ein Löwe, und hatte Flügel und Ziegenbock. 80 / Gesicht vom Widder Dattiel 7. 8. 26. Darnach wird das Gericht gehalten werden: da wird dann seine Gewalt weggenommen werden , daß er zu Grunde vertilget und umgebracht werde. 27. Ab er das Reich, Gewaltund Macht unter dem ganzen Himmel wird dem heiligen Volk des Höchsten gegeben werden, deß Reich ewig ist, und alle Gewalt wird ihm dienen und gehorchen. 28. Das war der Rede Ende. Aber ich Daniel ward sehr betrübt in meinen Gedanken, und meine Gestalt verfiel; doch behielt ich die Rede in meinem Herzen. Das 8 . Capitel. Endschaft der ander», und Anfang der dritten Monarchie. 1. ^m dritten Jahr des Königreichs des Kö- ^ nigs Belsazers erschien mir, Daniel, ein Gesicht nach dem, so mir am ersten erschienen war. 2. Ich war aber, da ich solches Gesicht sah, zu Schloß Susan im Lande Elam am Wasser Ulai. 3. Und ich hob meine Augen auf, und sah, und siehe, ein Widder stand vor dem Wasser, der hatte zwey hohe Hörner; doch eins höher, denn das andere, und das höchste wuchs am letzten. - 4 . Ich sah, daß der Widder mit den Hörnern stieß gegen Abend, gegen Mitternacht und gegen Mittag, und kein Thier konnte vor ihm bestehen, noch von seiner Hand errettet werden; sondern er that, was er wollte, und ward groß. s. Und indem ich darauf merkte, siehe, so kommt ein Ziegenbock vom Abend her über die ganze Erde, daß er die Erde nicht rührete; und der Bock hatte ein ansehnliches Horn zwischen seinen Augen. 6. Und er kam bis zu dem Widder, der zwey Hörner hatte, den ich stehen sah, vor dem Wasser; und er lief in seinem Zorn gewaltigltch zu ihm zu. 7 . Und ich sah ihm zu, daß er hart an deu Widder kam, und ergrimmete über ihn, und stieß den Widder, und zerbrach ihm seine zwey Hörner. Und der Widder hatte keine Kraft, daß er vor ihm hätte mögen bestehen; sondern er warf ihn zu Boden, und zertrat ihn, und Niemand konnte den Widder von seiner Hand erretten. 8 . Und der Ziegenbock ward sehr groß. Und da er aufs Stärkste geworden war, zerbrach das große Horn; und wuchsen an dessen Statt ansehnliche vier, gegen * die vier Winde des Himmels. * c. 7 / s. 9 . Und aus derselbigen einem wuchs ein kleines Horn; das ward sehr groß gegen Mittag, gegen Morgen und gegen das ' werthe Land. * c. I I, 16 . 10. Und es wuchs bis an des Himmels Heer, und warf etliche davon, und von den Sternen zur Erde, und zertrat sie. 11. Ja es wuchs bis an den Fürsten des Heers; und nahm von ihm weg das tägliche Opfer, und verwüstete die Wohnung seines Heiligthums. 12. Es ward ihm aber solche Macht gegeben wider das tägliche Opfer, um der Sünde willen, daß er die Wahrheit zu Boden schlüge, und was er that, ihm gelingen mußte. 13 . Ich hörete aber einen Heiligen reden, und derselbige Heilige sprach zu einem, der da redete: Wie lange soll doch währen solches Gesicht vom täglichen Opfer, und von der Sünde, um welcher willen diese Verwüstung geschiehet, daß beydes das Heiligthum und das Heer zertreten werden? i^. Und er antwortete mir: Es sind zwey tausend und drey hundert Tage, vom Abend gegen Morgen zu rechnen, so wird das Heiligthum wieder geweihet werden. is. Und da ich, Daniel, solches Gesicht sah, und hätte es gerne verstanden, siehe, da stand es vor mir wie ein Mann. 16. Und ich hörete zwischen Ulai eines Menschen Stimme, der rief und sprach: * Gabriel, lege diesem das Gesicht aus, daß er es verstehe. * c. 9 , 21. 17 . Und er kam hart bey mich. Ich erschrak aber, da er kam , und ' fiel auf mein Angesicht. Cr aber sprach zu mir: Merke ans, du Menschenkind ; denn dieß Gesicht gehört in die Zeit des Endes. ' c- io, 9. 18. Und da er mit mir redete , sank ich in eine Ohnmacht zur Erde auf mein Angesicht. Er aber rührete mich an, und richtete mich auf, daß ich stand. 19. Und er sprach: Siehe, ich will dir zeigen , wie es gehen wird zu der Zeit des letzten Zorns; denn das Ende hat seine bestimmte Zeit. 20. Der Widder mit den zweyen Hörnern, den du gesehen hast, sind die Könige in Medien und Persien. 808 Daniel D a ti i e l 8. 9. bethet. 21. Der Ziegenbock aber ist der König in Griechenland. Das große Horn zwischen seinen Augen ist der erste König. 22. Daß aber vier an seiner Statt standen, da es zerbrochen war, bedeutet, daß vier Königreiche aus dem Volk entstehen werden; aber nicht so mächtig, als er war. 23. Nach diesen Königreichen, wenn die Ue- bertreter überhand nehmen, wird aufkommen ein * frecher und tückischer König. ^ Mos. 28,30. 24 . Der wird mächtig seyn, doch nicht durch seine Kraft. Er wird es wunderlich verwüsten; und wird ihm gelingen, daß er es ausrichte. Er wird die Starken samt dem heiligen Volk verstören. 25 . Und durch seine Klugheit wird ihm der Betrug gerathen. Und wird fich in seinem Herzen erheben, und durch Wohlfahrt wird er viele verderben, und wird fich auflehnen wider den Fürsten aller Fürsten; aber er wird ohne Hand zerbrochen werden. 26. Dieß Gesicht vom Abend und Morgen, das dir gesagt ist, das ist wahr; aber du sollst das Gesicht heimlich halten, denn es ist noch eine lange Zeit dahin. 27. Und ich Daniel ward schwach, und lag etliche Tage krank. Darnach stand ich auf, und richtete aus des Königs Geschäfte; und verwunderte mich des Gesichts; und Niemand war, der michs berichtete. Das 9. Capitel. Daniels Gedeih und Weissagung von den siebenzig Wochen. 1. ?^m ersten Jahr * Darius, des Sohnes ^ Ahasverus, aus der Meder Stamm, der über das Königreich der Chaldäer König ward. * c. 5, 3i. 2. In demselbigen ersten Jahr seines Königreichs, merkte ich Daniel in den Büchern auf die Zahl der Jahre, davon der Herr geredet hatte zum Propheten Jeremia, daß Jerusalem sollte * siebenzig Jahre wüste liegen.' Jer. 23 ,«. 3 . Und ich kehrete mich zu Gott, dem Herrn, zu bethen und zu flehen, mit Fasten, im Sack und in der Asche. 4 . Ich bethete aber zu dem Herrn, meinem Gott, bekannte und sprach: Ach lieber Herr, du großer und schrecklicher Gott, der du Bund und Gnade hältst * denen, die dich lieben und deine Gebothe halten. * 2 Mos. 20 ,6. 5 . Wir haben gesündiget, unrecht gethan, sind gottlos gewesen, und abtrünnig geworden; wir sind von deinen Gebothen und Rechten gewichen. 6. Wir gehorchten nicht deinen Knechten, den Propheten, die in deinem Nahmen unser» Königen, Fürsten, Vätern und allem Volk im Lande predigten. 7 . "Du, Herr, bist gerecht, wir aber müßen uns schämen; wie es denn jetzt gehet denen von Juda, und denen von Jerusalem, und dem ganzen Israel, beydes denen, die nahe und ferne sind in allen Ländern, dahin du uns verstoßen hast um ihrer Missethat willen, die sie an dir begangen haben. * Esra 9,6. Luc. is, 13 .. 8 . Ja, Herr, wir, ' unsere Könige, unsere Fürsten und unsere Väter müßen uns schämen, daß wir uns an dir versündiget haben. * Neh. 9, 3i. Esaj. 43, 27 . 9. Dein aber, Herr, unser Gott, ist die Barmherzigkeit und Vergebung. Denn wird find abtrünnig geworden, 10. Und gehorchten nicht der Stimme des Herrn, unfers Gottes, daß wir gewandelt hätten in seinem Gesetz, welches er uns vorlegte durch seine Knechte, die Propheten; 11. Sondern das ganze Israel übertrat dein Gesetz und wichen ab, daß sie deiner Stimme nicht gehorchten. Daher trifft uns auch der Fluch und Schwur, der * geschrieben stehet im Gesetz Mose, des Knechtes Gottes, daß wir an ihm gesündiget haben. * 3 Mos. 28,15. 12. Und er hak seine Worte gehalten, die er geredet hat wider uns und unsere Richter, die uns richten sollten, daß er solches große Unglück über uns hat gehen lassen, daß deßgleichen unter allem Himmel nicht geschehen ist, wie über Jerusalem geschehen ist. 13. Gleichwie es geschrieben stehet im Gesetz Mose, so ist alles dieß große Unglück über uns ergangen. So betheten wir auch nicht vor dem Herrn, unserm Gott, daß wir uns von den Sünden bekehreten, und deine Wahrheit vernähmen. 14. Darum ist der Herr auch wacker gewesen mit diesem Unglück, und hat es über uns gehen lassen. Denn der Herr, unser Gott, ist gerecht in allen seinen Werken, die er thut; denn wir gehorchten seiner Stimme nicht. 16. Und nun, Herr, unser Gott, der du* dein Volk aus Egyptenland geführet hast mit starker Hand, und hast dir einen Nahmen gemacht, wie er jetzt ist, wir haben ja gesündiget, und sind leider gottlos gewesen» *2Mos.i2,4i. 16. Ach Gabriel zu ihm gesandt. D a 11 i 16. Ach Herr, um aller deiner Gerechtigkeit willen wende ab deinen Zorn und Grimm von deiner Stadt Jerusalem und deinem heiligen Berge. Denn um unserer Sünde willm und um unserer Väter Missethat willen trägt Jerusalem und dein Volk Schmach bey allen, die um uns her sind. 17. Und nun, unser Gott, höre das Gebeth deines Knechts und sein Flehen, und stehe gnädiglich an dein Heiligthum, das verstöret ist, um des Herrn willen. 18. Neige deine Ohren, mein Gott, und höre, thue deine Augen auf, und stehe, wie wir verstöret sind, und die Stadt, die nach deinem Nahmen genannt ist. Denn wir liegen vor dir mit unserm Gebeth, nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. is. Ach Herr, höre, ach Herr, sey gnädig, ach Herr, merke auf, und thue es, und verziehe nicht, um dein selbst willen, mein Gott; denn deine Stadt und dein Volk ist nach deinem Nahmen genannt. 20. Als ich noch so redete und bethete, und meine und meines Volks Israel Sünde bekannte, und lag mit meinem Gebeth vor dem Herrn, meinem Gott, um den heiligen Berg meines Gottes; 21. Eben da ick so redete in meinem Gebeth, flog daher der Mann * Gabriel, den ich vorhin gesehen hatte im Gesicht, und rührete mich an, um die Zeit des Abendopfers. * c. s, 16. 22. Und er berichtete mich, und redete mit mir, und sprach: Daniel, jetzt bin ich ausge- gangen, dich zu berichten. 23. Denn da du anfingest zu * bethen, ging dieser Befehl aus, und ich komme darum, daß ich dirs anzeige; denn du bist lieb und werth. So merke nun darauf, daß du das Gesicht verstehest. * i, 13. 24. Siebenzig Wochen find bestimmt über dein Volk, und über deine heilige Stadt; so wird dem Uebertreten gewehret, und die Sünde zu- gesiegelt, und die Missethat versöhnet, und die ewige Gerechtigkeit gebracht, und die Gesichte und Weissagung zugefiegelt, und * der Allerheiligste t gesalbet werden. * Marc. 1/ 24. Luc. i, 33. -f Pf. 43, 8. 25. So wisse nun und merke: Von der Zeit an, so ausgehet der Befehl, daß Jerusalem soll wiederum gebauet werden, bis auf Christum, den Fürsten, sind sieben Wochen und zwei) und e l 9. 10. Daniel hat ein Gesicht. 809 sechzig Wochen; so werden die Gassen und Mauern wieder gebauet werden, wiewohl in kümmerlicher Zeit. 26. Und nach den zwep UN- sechzig Wochen wird Christus ausgerottet werden, und nichts mehr seyn. Und ein Volk des Fürsten wird kommen und die Stadt und das Heiligthum verstören, daß es ein Ende nehmen wird, wie durch eine Fluth; und ' bis zum Ende des Streits wird es wüste bleiben. *«»-. 21, 24. 27. Er wird aber vielen den Bund stärken Eine Woche lang. Und mitten in der Woche wird das Opfer und Speisopfer aufhören. Und bey den Flügeln werden stehen * Gräuel der Verwüstung; und ist beschlossen, daß bis ans Ende über die Verwüstung triefen wird. * c. 12, 11. Matth. 24, 13. Das 10. Capitel. Vorbereitung zu folgenden Gesichten. 1. ^m dritten Jahr des Königs Kores aus ^ Persien ward dem Daniel, der * Belt- sazar heißt, etwas geoffenbaret, das gewiß ist, und von großen Sachen; und er merkte darauf, und verstand das Gesicht wohl. ' c. 1,7. 2. Zu derselbigen Zeit war ich Daniel traurig drey Wochen lang. 3. Ich aß keine niedliche Speise, Fleisch und Wein kam in meinen Mund nicht; und salbete mich auch nie, bis die drey Wochen um waren. 4. Am vier und zwanzigsten Tage des ersten Monaths, war ich bey dem großen Wasser* Hi- dekel, 'iNos.2,i4. 5. Und hob meine Augen auf, und sah, und siehe, da stand ein ' Mann in Leinwand und . hatte einen goldenen Gürtel um seine Lenden. * Offcnb. 1, 13. 6. Sein Leib war wie ein Türkis, sein Antlitz sah wie ein Blitz, seine Augen wie eine feurige Fackel, seine Arme und Füße wie ein glühendes Erz, und seine * Rede war wie ein großes Getöne. *sff. 1, i§. 7. Ich Daniel aber sah solches Gesicht allein, und die Männer, so bey mir waren, sahen es nicht; doch siel ein großes Schrecken über sie, daß sie flohen und sich verkrochen. 8. Und ich blieb allein, und sah dieß große Gesicht. Es blieb aber keine Kraft in mir, und ich ward sehr ungestaltet, und hatte keine Kraft mehr. 9. Und ich hörete seine Rede; und indem ich sie hörete, * sank ich nieder auf mein Angesicht zur Erde. * c.17. i». Kkkkk 810 Michael hilft. Daniel 10. 11. König gegen Mittag und gegen Mitternacht. io. Und siehe, eine Hand rührete mich an, und half mir auf die Knie und auf die Hände; i i. Und sprach zu mir: Du lieber Daniel, merke auf die Worte, die ich mit dir rede, und richte dich auf; denn ich bin jetzt zu dir gesandt. Und da er solches mit mir redete, richtete ich mich auf und zitterte. 12. Und er sprach zu mir: Furchte dich nicht, Daniel; denn von dem ersten Tage an, da du von Herzen begehretek zu verstehen, und dich casteyetest vor deinem Gott, sind deine Worte erhöret; und ich bin gekommen um deinet willen. 13 . Aber der Fürst des Königreichs in Per, senland hat mir ein und zwanzig Tage widerstanden: Und siehe, Michael, der vornehmsten Fürsten einer, kam mir zu Hülfe; da behielt ich den Sieg bey den Königen in Persien. i^i. Nun aber komme ich, daß ich" dich berichte, wie es deinem Volk heryach gehen wird; denn das Gesicht wird nach etlicher Zeit geschehen. ' c. 9 / 22. 15 . Und als er solches mit mir redete, schlug ich mein Angesicht nieder zur Erde, und schwieg stille. 16. Und siehe, Einer, gleich einem Menschen, rührete meine Lippen an. Da that ich meinen Mund auf, und redete, und sprach zu dem, der vor mir stand : Mein Herr, meine Gelenke beben mir über dem Gesicht, und ich habe keine Kraft mehr; 17. Und wie kann der Knecht meines Herrn mit meinem Herrn reden, weil nun keine Kraft mehr in mir ist, und habe auch keinen Odem mehr? 18. Da rührete mich abermahl an Einer, gleich wie ein Mensch gestaltet, und stärkte mich, iS. Und sprach: Fürchte dich nicht, du lieber Mann; ' Friede sey mit dir, und sey getrost, sey getrost. Und als er mit mir redete, erman- nete ich mich, und sprach: Mein Herr, rede; denn du Haft mich gestärket.' Luc. 24,36. goh. 2a, 19. 20. Und er sprach: Weißt du auch, warum ich zu dir gekommen bin? Jetzt will ich wieder hin, und mit dem * Fürsten in Persenland streiten; aber wenn ich wegziehe, siehe, so wird der Fürst aus Griechenland kommen. * v. 13. 21. Doch will ich dir anzeigen, was geschrieben ist, das gewißlich geschehen wird. Und ist keiner, der mir hilft wider jene, denn euer Fürst Michael. Das 11. Capitel. Von den Königen in Persien, Alexandro Magno, und seiner Nach, kommen Streit, und Antiochi Tyrannen. 1. Aenn ich stand auch bey ihm im ersten ^ Jahr Dartus des Meders, daß ich ihm hülfe und ihn stärkste. 2. Und nun'will ich dir anzeigen, was gewiß geschehen soll. * c. 10,21. (Anfang des it. Capitels.) Siehe, es werden noch drey Könige in Persien stehen; der vierte aber wird größer» Retch- thum haben, denn alle andere; und wenn er in seinem Reichthum am mächtigsten ist, wird er alles wider das Königreich in Griechenland erregen. 3. Darnach wird ein mächtiger König aufstehen, und mit großer Macht herrschen, und was er will, wird er ausrichten. Und wenn er aufs höchste gekommen ist, wird sein Reich zerbrechen und ' sich in die vier Winde des Himmels zertheilen; nicht auf seine Nachkommen, auch nicht mit solcher Macht, wie seine gewesen ist; denn sein Reich wird ausgerotiet, und Fremden zu Theil werden. * c. 7 , 6 . c. 8 , s. 6 . Und der König gegen Mittag, welcher ist feiner Fürsten einer, wird mächtig werden; aber gegen ihn wird einer auch mächtig seyn und herrschen, welches Herrschaft wird groß seyn. 6 . Nach etlichen Jahren aber werden sie sich mit einander befreunden; und die Tochter des Königs gegen Mittag wird kommen zum Könige gegen Mitternacht, Einigkeit zu machen. Aber sie wird nicht bleiben bey der Macht des Arms, dazu ihr Same auch nicht stehen bleiben; sondern sie wird übergeben samt denen, die sie gebracht haben, und mit dem Kinde und dem, der sie eine Weile mächtig gemacht hatte. 7 . Es wird aber der Zweige einer von ihrem Stamm aufkommen, der wird kommen mit Heerskraft, und dem Könige gegen Mitternacht in seine Feste fallen, und wird es ausrichten und siegen. 8 . Auch wird er ihre Götter und Bilder samt den köstlichen Kleinodien, beydes silbernen und goldenen, wegführen in Egypten; und etliche Jahre vor dem Könige gegen Mitternacht wohl stehen bleiben. 9. Und wenn er durch desselbigen Königreich gezogen ist, wird er wiederum in sein Land ziehen. Ungeachteter König. 811 König gegen Mittag und gegen Mitternacht. Daniel 11. 10. Aber seine Söhne werden erzürnen, und große Heere zusammenbringen; und der Eine wird kommen, und wie eine Fluth daher fahren, und Jenen wiederum vor seinen Festen reizen. 11. Da wird der König gegen Mittag ergrimmen und ausziehen, und mit dem Könige gegen Mitternacht streiten, und wird solchen großen Haufen zusammenbringen, daß ihm jener Haufe wird in sein.? Hand gegeben. 12. Und wird denselbigen Haufen wegführen: deß wird sich * sein Herz erheben, daß er so viele Tausende darnieder gelegt hat; aber damit wird er seiner nicht mächtig werden. * e. 8, 25. 13. Denn der König gegen Mitternacht wird wiederum einen größer» Haufen zusammenbringen, denn der vorige war; und nach etlichen Jahren wird er daher ziehen mit großer Heers- kraft und mit großem Gut. i^. Und zu derselbigen Zeit werden sich viele wider den König gegen Mittag setzen; auch werden sich etliche Abtrünnige aus deinem Volk erheben, und die Weissagung erfüllen, und werden fallen. 15. Also wird der König gegen Mitternacht daher ziehen, und Schütte machen, und feste Städte gewinnen; und die Mittags-Arme werden es nicht können wehren, und sein bestes Volk werden nicht können widerstehen: 16. Sondern er wird, wenn er an ihn kommt, seinen Willen schaffen; und Niemand wird ihm widerstehen mögen. Er wird auch in das wer- the Land kommen, und wird es vollenden durch seine Hand. 17. Und wird sein Angesicht richten, daß er mit Macht seines ganzen Königreichs komme. Aber er wird sich mit ihm vertragen, und wird ihm seine Tochter zum Weibe geben, daß er ihn verderbe; aber es wird ihm nicht gerachen, und wird nichts daraus werden. 18. Darnach wird er sich kehren wider die Inseln, und derselbigen viele gewinnen. Aber ein Fürst wird ihn lehren aufhören mit Schmähen, daß er ihn nicht mehr schmähe. i s. Also wird er sich wiederum kehren zu den Festen seines Landes; und wird * sich stoßen und fallen, daß man ihn nirgend finden wird. * e. 8, n. 20. Und an seine Statt wird einer aufkom- men, der wird in königlichen Ehren fitzen wie ein Scherge (Geld-Messer); aber nach wenig Tagen wird er brechen, doch weder durch Zorn, noch durch Streit. 21. An dessen Statt wird aufkommen ein Ungeachteter, welchem die Ehre des Königreichs nicht bedacht war; der wird kommen, und wird ihm gelingen, und das Königreich mit süßen Worten etnnehmen. 22. Und die Arme, die wie eine Fluth daher fahren, werden von ihm, wie mit einer Fluth, überfallen und zerbrochen werden; dazu auch der Fürst, mit dem der Bund gemacht war. 23. Denn nachdem er mit ihm befreundet ist, wird er listig gegen ihn handeln, und wird herauf ziehen, und mit geringem Volk ihn überwältigen, 24. Und wird ihm gelingen, daß er in die besten Städte des Landes kommen wird; und wird es also ausrichten, das seine Väter noch seine Voreltern nicht thun konnten mit Rauben, Plündern und Ausbeuten; und wird nach den allerfestesten Städten trachten, und das eine Zeitlang. 25. Und er wird seine Macht und sein Herz wider den König gegen Mittag erregen mit großer Heerskraft. Da wird der König gegen Mittag gereizet werden zum Streit, mit einer großen mächtigen Heerskraft; aber er wird nicht bestehen, denn es werden Verräthereyen wider ihn gemacht. 26. Und eben die sein Brot essen, die werden Ihn helfen verderben, und sein Heer unterdrücken , daß gar viele erschlagen werden. 27. Und beyder Könige Herz wird denken, wie sie einander Schaden thun; und werden doch über Einem Tisch fälschlich mit einander reden. Es wird ihnen aber fehlen, denn das Ende ist noch auf eine andere Zeit bestimmet. 28. Darnach wird er wiederum heimziehen mit großem Gut, und sein Herz richten wider den heiligen Bund; da wird er etwas ausrichten, und also heim in sein Land ziehen. 29. Darnach wird er zu gelegener Zeit wieder gegen Mittag ziehen; aber es wird ihm zum andern Mahl nicht gerachen, wie zum ersten Mahl. 30. Denn es werden Schiffe aus Chitim wider ihn kommen, daß er verzagen wird und umkehren muß. Da wird er wider den heiligen Bund ergrimmen, und wird es ausrichten; und wird sich umsehen, und an sich ziehen, die den heiligen Bund verlassen. 31. Und es werden seine Arme daselbst stehen; die werden das Heiligthum in der Feste ent- Kkkkk 2 Letzte Zeiten. 812 Antichrist. Auferstehung der Todten. Daniel 11. 12. weihen, und das tägliche Opfer abthun, und einen Gräuel der Verwüstung aufrichten. 32. Und er wird heucheln und gute Worte geben den Gottlosen, so den Bund übertreten. Aber das Volk, so ihren Gott kennen, werden sich ermannen und es ausrichten. 33. Und die Verständigen im Volk werden viel Andere lehren; darüber werden sie fallen durch Schwert, Feuer, Gefängniß und Raub eine Zeitlang. 3^,. Und wenn sie so fallen, wird ihnen dennoch eine kleine Hülfe geschehen. Aber viele werden sich zu ihnen thun betrüglich. 35. Und der Verständigen werden etliche fallen, auf daß sie bewähret, rein und lauter werden, bis daß es ein Ende habe; denn es ist noch eine andre Zeit vorhanden. (Anfang des 12 . Capitels.) 36.^nd der König wird thun, was * er will, und wird sich erheben und aufwerfen wider alles, das Gott ist ; und wider den Gott aller Götter-!-wird er gräulich reden; und wird ihm gelingen, bis der Zorn aus sey; denn es ist beschlossen, wie lange es währen soll. * 2 Thess. 2 , 4. ff Dan. 7/ 8. Offen!,. 13, i. 3. 37. Und seiner Väter Gott wird er nicht achten ; er wird * weder Frauenliebe, noch einiges Gottes achten, denn er wird sich wider alles aufwerfen. *iT>m.4,2.3. 38. AVer an deß Statt wird er feinen Gott Mäusim ehren: denn er wird einen Gott, davon feine Vater nichts gewußt haben, ehren mit Gold, Silber, Edelstein und Kleinodien. 39 . Und wird denen, so ihm helfen stärken Mäusim, mit dem fremden Gott, den er erwählet hat, große Ehre thun, und sie zu Herren machen über große Güter, und ihnen das Land zum Lohn austheilen. ^o. Und am Ende wird sich der König gegen Mittag mit ihm stoßen; und der König gegen Mitternacht wird sich gegen ihn sträuben mit Wagen, Reitern und vielen Schiffen; und wird in die Länder fallen, und verderben, und durchziehen; ^i. Und wird in das ' werthe Land fallen, und viele werden umkommen. Diele aber werden seiner Hand entrinnen: Edom, Moab und die Erstlinge der Kinder Ammon. * c. 8, 9. c. 11, 16. ^ 2 . Und er wird seine Macht in die Länder schicken, und Egypten wird ihm nicht entrinnen: ^3. Sondern er wird durch seinen Zug herrschen über die goldenen und silbernen Schätze, und über alle Kleinodien Egyptens, Lybiens und der Mohren. Es wird ihn aber ein Geschrei) erschrecken vom Morgen und Mitternacht; und er wird mit großem Grimm ansziehen, Willens viele zu vertilgen und zu verderben. ^5. Und er wird das Gezelt seines Pallasts aufschlagen zwischen zweven Meeren um den werihen heiligen Berg, bis es mit ihm ein Ende werde; und Niemand wird ihm helfen. . Das 12. Capitel. Vom Antichrist, letzten Zeiten, Auferstehung der Todten, rc. 1. Du derselbigen Zeit wird der große Fürst ^ Michael, der für dein Volk stehet, sich aufmachen. ' Denn es wird eine solche trübselige Zeit seyn, als sie nicht gewesen ist, seit daß Leute gewesen sind, bis auf dieselbige Zeit. Zu derselbigen Zeit wird dein Volk errettet werden, alle, die im Buch geschrieben stehen. ' Matth. 2 t, 21 . 2 . Und Viele, so unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen; etliche zum ewigen Leben, etliche zur ewigen Schmach und Schande. 3 . Die Lehrer aber werden leuchten wie des Himmels Glanz; und die, so viele zur Gerechtigkeit weisen, wie die 'Sterne immer und ewiglich. * Matth. 13, 43. 1 Cor. 13, 41. 42. Und nun, Daniel, verbirg diese Worte, und "versiegle diese Schrift, bis auf die letzte Zeit; so werden Viele darüber kommen, und großen Verstand finden. * v. s. 5 . Und ich Daniel sah, und siehe, es standen zween Andere da, einer an diesem Ufer des Wassers, der andere an jenem Ufer. 6. Und er sprach zu dem in leinenen Kleidern , der oben am Wasser stand: Wann will es denn ein Ende seyn mit solchen Wundern? 7 . Und ich hörete zu dem in leinenen Kleidern , der oben am Wasser stand; und er ' hob seine rechte und linke Hand auf gen Himmel und schwur bey dem, so ewiglich lebet, daß -l- es eine Zeit, und etliche Zeiten, und eine halbe Zeit währen soll; und wenn die Zerstreuung des heiligen Volks ein Ende hat, soll solches alles geschehen. * 1 Mos. 14, 22 . 3 Mos. 32, 40. ff Dan. 7, 23. Off. 12, 14. 8. Und ich hörete es, aber ich verstand es nicht, und sprach: Mein Herr, was wird darnach werden? Der Israeliten Hosea 1. 2. Abgötterey. 813 9. Er aber sprach: Gehe hin, Daniel, denn es ist verborgen und * versiegelt, bis auf die letzte Zeit. ' v. 4. 10. Viele werden gereiniget, geläutert und bewähret werden: Und die Gottlosen werden gottloses Wesen führen, und die Gottlosen werden es nicht achten; aber die Verständigen werden es achten. i i. Und von der Zeit an, wenn das tägliche Opfer abgethan und * ein Gräuel der Verwüstung dargesetzt wird, find tausend, zwey hundert und neunzig Tage. "MM. 24,13. 12. Wohl dem, der da erwartet und erreichet tausend drey hundert und fünf und dreyßig Tage. 13. Du aber, Daniel, gehe hin, bis das Ende komme; und ruhe, daß du aufstehest in deinem Theil am Ende der Tage. Der Prophet H o s e a. Das 1. Capitel. Des Israelitischen Volks Abgötterey und Strafe vorgebil-et. 1. < 7 >ieß ist das Wort des Herrn, das ge- fchehen ist zu Hosea, dem Sohne Lehen, zu der Zeit Usta, Jothams, Was und Hiskta, der Könige Juda ; und zu der Zeit * Jerobeams, des Sohnes Joas, des Königs Israels. * 2 Ko». 11, 2z. Amos 1,1. 2. Und da der Herr ansing zu reden durch Hvsea, sprach er zu ihm: Gehe hin, und nimm ein * Hurenweib und Hurenkinder; denn das Land läuft vom Herrn der Hurerey nach. ' Es. 67, 3. 3 . Und er ging hin und nahm Gomer, die Tochter Diblaims, welche ward schwanger, und gebar ihm einen Sohn. Und der Herr sprach zu ihm: Heisse ihn Jesreel; denn es ist noch um eine kleine Zeit, so will ich die Blutschulden in Jesreel heimsuchen über das * Haus Jehu, und will es mit dem Königreich des Hauses Israel ein Ende machen. * En. 10,30. 5 . Zu derselbigen Zeit will ich den Bogen Israels zerbrechen im Thal Jesreel. 6 . Und sie ward abermahl schwanger, und gebar eine Tochter. Und er sprach zu ihm: Heisse sie LoRyhama; denn ich will mich nicht mehr über das Haus Israel erbarmen, sondern ich will sie wegwerfen. 7 . Doch will ich mich erbarmen über das Haus Juda, und Will ihnen * helfen durch den Herrn, ihren Gott; ich will ihnen aber nicht helfen durch Bogen, Schwert, Streit, Roß oder Reiter. * Esaj. 33, 4. 8. Und da sie hatte LoRyhama entwöhnet, ward sie wieder schwanger, und gebar einen Sohn. s. Und er sprach: Heisse ihn LoAnrmi; denn Ihr seyd * nicht mein Volk, so will Ich auch nicht der Eure seyn. * c. 2,2z. (Anfang des 2. CapitclS.) io.Es wird aber die Zahl der Kinder Israel seyn, * wie der Sand am Meer, den man weder messen noch zählen kann. Und soll geschehen an dem Ort, da man zu ihnen gesagt hat: Ihr seyd nicht mein Volk, wird man zu ihnen sagen:' O ihr Kinder des lebendigen Gottes. * 1 Mos. 13, 16. c. 22, 17. -s Rom. s, 23. 26. 11. Denn * es werden die Kinder Juda und die Kinder Israel zuhauf kommen, und werden sich mit einander an Ein Haupt halten und aus dem Lande herauf ziehen: denn der Tag Jes- reels wird ein großer Tag seyn. * Es. 11, 13. Lcr. 3, IS. Sz. 37, 22. Loh. 10, 16. Das 2. Capitel. Bund Gottes mit seiner Kirche. 1. ^aget euern Brüdern, fie sind * mein Volk; ^ und zu eurer Schwester, fie sey in Gnaden. " i Pct. 2,10. 2. Sprechet das Urtheil über eure Mutter, Sie sey nicht mein Weib, und Ich will sie nicht haben. Heißt sie ihre Hurerey von ihrem Angesicht wegthun, und ihre Ehebrecherey von ihren Brüsten, 3 . Auf daß ich sie nicht nackend ausziehe und darstelle, * wie sie war, da sie geboren ward; und ich fie nicht mache, wie eine Wüste und wie ein dürres Land, daß ich sie nicht Dursts sterben lasse; * Er 16, 4 . Und mich ihrer Kinder nicht erbarme, denn sie sind Hurenkinder, 5. Und ihre Mutter ist eine Hure, und die sie getragen hat, hält sich schändlich, und spricht r Ich' will meinen Buhlen nachlaufen, die mir geben Brot, Wasser, Wolle Flachs, Oehl und Trinken. * s». 44 ,17. 811 Gnade des H o s e a 2. 3. 4. N. Testaments. 6. Darum siehe, ich will deinen Weg mit Dornen vermachen, und eine Wand davor ziehen, daß sie ihren Steig nicht finden soll; 7 . Und wenn sie ihren Buhlen nachläuft, daß sie die nicht ergreifen, und wenn sie die suchet, nicht finden könne, und sagen müße: Ich will wiederum zu meinem vorigen Manne gehen, da mir besser war, denn mir jetzt ist. 8 . Denn Sie will nicht wissen, daß Ich es sey, der ihr gibt Korn, Most und Oehl, und ihr viel Silber und Gold gegeben habe, das sie haben Baal zu ehren gebraucht. 9. Darum will ich mein Korn und Most wieder nehmen zu seiner Zeit, und meine Wolle und Flachs entwenden, damit sie ihre Scham bedecket. 10. Nun will ich ihre Schande aufdecken vor den Augen ihrer Buhlen; und Niemand soll sie von meiner Hand erretten. i i. Und ich will es ein Ende machen mit allen ihren Freuden, Festen, Neumonden, Sabba- then und allen ihren Feyertagen. 12. Ich will ihre Weinstöcke und Feigenbäume wüste machen, weil sie sagt: Das ist mein Lohn, den mir meine Buhlen geben. Ich will einen Wald daraus machen, daß es die wilden Thiere fressen sollen. 13. Also will ich heimsuchen über sie die Tage Baalim, denen sie Räuchopfer thut, und schmückt sich mit Stirnspangen und Halsbiurpern, und läuft ihren Buhlen nach, und vergißt meiner, spricht der Herr. i^. Darum siehe, Ich will sie locken und will sie in eine Wüste führen, und * freundlich mit ihr reden. ' Nicht. 19,3. Esaj. 40, 2. 15. Da will ich ihr geben ihre Weinberge aus demselben Ort, und das Thal Achor, die Hoffnung aufzuthun. Und daselbst wird sie fingen , wie zur Zeit ihrer Jugend, da sie aus Egyptenland zog. 16. Alsdann, spricht der Herr, wirst du mich heissen mein Mann; und mich nicht mehr mein Baal heissen. 17. Denn ich * will die Nahmen der Baalim von ihrem Munde wegthun, daß man derselbi- gen Nahmen nicht mehr gedenken soll. * 2 Mos. 23 , 13 . 3 Mos. 12, 3 . 13. Und ich will zu derselbigen Zeit ihnen * einen Bund machen mit den Thieren auf dem Felde, mit den Vögeln unter dem Himmel, und mit dem Gewürme auf Erden; und will i- Bogen, Schwert und Krieg vom Lande zerbrechen, und will sie sicher wohnen lassen. * Hiob 3, 23 . Esaj. 1>, 6. -j- Ps. 46, 10 . 19. Ich will mich mit dir verloben in Ewigkeit; ich will mich mit dir vertrauen in Gerechtigkeit und Gericht, in Gnade und Barmherzigkeit; 20. Ja im Glauben will ich mich mit dir verloben; und* du wirst den Herrn erkennen. * Irr. 31,34. 21. Zu derselbigen Zeit, spricht der Herr, will ich erhören: ich will den Himmel erhören; und der Himmel soll die Erde erhören; 22. Und die Erde soll Korn, Most und Oehl erhören; und dieselbigen sollen Jesreel erhören. 23. Und ich will mir sie auf Erden zum Samen behalten, * und mich erbarmen über die, so in Ungnaden war; und sagen zu dem, das nicht, mein Volk war: Du bist mein Volk; und es wird sagen: Du bist mein Gott. * Rom. 9, 23. 26. Das 3. Capitel. Von der Menschen Untreue, und Gottes Langmüthigkeit. i.lsnd der Herr sprach zu mir: Gehe noch eins hin, und buhle um das buhlerische und ehebrecherische Weib; wie denn der Herr um die Kinder Israel buhlet, und sie doch sich zu fremden Göttern kehren, und buhlen um eine Kanne Wein. 2. Und ich ward mit ihr eins, um fünfzehn Silberlinge, und anderthalb Homer Gerste. 3. Und sprach zu ihr: Halte dich meiner eine Zeitlang, und hure nicht, und laß keinen andern zu dir; denn Ich will mich auch deiner halten. Denn die * Kinder Israel werden lange Zeit ohne König, ohne Fürsten, ohne Opfer, ohne Altar, ohne Leibrock und ohne Heiligthum bleiben. * 2 Chr. 13,3. 5. Darnach werden sich die Kinder Israel bekehren, und den Herrn , ihren Gott, und ihren * König David suchen; und werden den Herrn und seine Gnade ehren in der letzten Zeit. * Jer. 30 , 9 . 21. 22 . Ps. 2 , 6. Ps. 89, 4. 3. Ej. 34, 23 . Das 4. Capitel. Strafpredigt wider die Sünde der Israeliten gerichtet. i.H>öret, ihr Kinder Israel, des Herrn Wort; denn der Herr hat Ursach zu schelten, die im Lande wohnen. Denn es ist keine Treue, keine Liebe, kein Wort Gottes im Lande; Strafe der Sünden. Hurengeist. Hose 2. Sondern Gotteslästern, Lügen, Morden, Stehlen und Ehebrechen hat überhand genommen, und kommt eine Blutschuld nach der andern. 3 . Darum wird das Land jämmerlich stehen, und allen Einwohnern übel gehen; denn es werden auch die Thiere auf dem Felde, und die Vögel unter dem Himmel, und die Fische im Meer weggeraffet werden. > 4 . Doch man darf nicht schelten, noch Jemand strafen; denn dein Volk ist wie die, so die Priester schelten. 5. Darum sollst du bey Tage fallen, und der Prophet des Nachts neben dir fallen; also will ich deine Mutter hinrichten. 6 . Mein Volk ist dahin, darum, daß es nicht lernen will. Denn Du verwirfst Gottes Wort, darum will ich dich auch verwerfen, daß du nicht mein Priester seyn sollst. Du vergissest des Gesetzes deines Gottes, darum will ich auch deiner Kinder vergessen. 7 . Je mehr ihrer wird, je mehr sie wider mich sündigen; darum will ich * ihre Ehre zu Schanden machen. * Phil. 3,19. 8 . Sie fressen die Sündopfer meines Volks, und sind begierig nach ihren Sünden. 9. Darum soll es dem * Volk gleichwie dem Priester gehen; denn ich will ihr Thun heimsuchen und ihnen vergelten, wie sie verdienen, * Lsaj. 24, 2. 10. Daß sie * werden essen, und nicht satt werden, Hurerey treiben, und soll ihnen -i- nicht gelingen; darum, daß sie den Herrn verlassen haben und ihn nicht achten. * 3 Mos. 26, 26. -s Jcr. 2, 37 . i i. Hurerey, Wein und Most machen toll. 12. Mein Volk fragt sein Holz, und sein Stab soll ihm predigen; denn der * Hurengeist verfahret sie, daß sie wider ihren Gott Hurerey treiben. *«. 3 , 4 . Ez. 6 ,13. 13. Oben * auf den Bergen opfern sie, und auf den Hügeln räuchern sie, unter den Eichen, Linden und Büchen, denn die haben feine Schatten. Darum werden eure Töchter auch zu Huren, und eure Bräute zu Ehebrecherinnen werden- * Elaj. 37, 3. 7. 14 . Und ich will es auch nicht wehren, wenn eure Töchter und Bräute geschändet und zu Huren werden; weil ihr einen andern Gottesdienst anrichtet mit den Huren, und opfert mit den Bübinnen. Denn das thörichte Volk will geschlagen seyn. a 4. 5. Drohungen Gottes. 815 15. Willst Du, Israel, ja huren, daß sich doch nur Juda nicht auch verschulde. Gehet nicht hin gen Gtlgal, und kommt nicht hinauf - gen BethAven, und schwöret nicht: * So wahr der Herr lebet. *3 Ms. 6 , 13 . 16. Denn Israel läuft wie eine tolle Kuh; so wird sie auch der Herr weiden lassen wie ein Lamm in der Irre. 17. Denn Ephraim hat sich zu den Götzen gesellet; so laß ihn hinfahren. 18. Sie haben sich in die Schwelgerey und Hurerey gegeben; ihre Herren haben Lust dazu, daß sie Schande anrichten. 19. Der Wind mit seinen Flügeln wird sie gebunden treiben, und müßen über ihrem Opfer zu Schanden werden. Das 5 . Capitel. Beyden Königreichen wird um der Sünde willen Gottes gerecht« Strafe gedrohet. 1. A0 * höret nun dieß, ihr Priester, und ^ merke auf, du Haus Israel, und nimm es zu Ohren, du Haus des Königs; denn es wird eine Strafe über euch gehen, die ihr ein Strick zu Mtzpa und ein ausgefpanntes Netz zu Thabor geworden seyd. * Esaj. 1 , 10 . 2. Mit Schlachten vertiefen sie lfich in ihrem Verlaufen; darum muß ich sie allesamt strafen. 3 . Ich kenne Ephraim wohl, und Israel ist vor mir nicht verborgen, daß Ephraim nun eine Hure ist, und Israel ist unrein. 4 . Sie denken nicht darauf, daß sie sich kehre- ten zu ihrem Gott; denn sie haben * einen Hurengeist in ihrem Herzen, und lehren vom Herrn nicht. * -. 4 , 12. 5. Darum soll die Hoffart Israels vor ihrem Angesicht gedemüthiget werden; und sollen beydes Israel und Ephraim fallen, um ihrer Misseihat willen; auch soll Juda samt ihnen fallen. 6 . Alsdann werden sie kommen mit ihren Schafen und Rindern, den Herrn zu suchen, aber * nicht finden; denn er hat sich von ihnen gewendet. * Sprüchw. 1,28. 7. Sie verachten den Herrn, und zeugen fremde Kinder ; darum wird sie auch der Neumond fressen mit ihrem Erbtheil. 8. Ja, blaset Posaunen zu Gibea, ja trompetet zu Rama, ja rufet zu BethAven, hinter dir, Benjamin. 9. Denn Ephraim soll zur Wüste werden zu der Zeit, wenn ich sie strafen werde. Davor habe ich die Stämme Israel treulich gewarnet. 816 Bußfertige Israeli ten. H o s e a 6. 7. Königsfest. (Anfang des 6. Capitels.) to.Die Fürsten Juda find gleich denen, die die ' Grenze verrücken; darum will ich meinen Zorn über fie ausschütten, wie Wasser. * 3 Mos. 19/ 14. c. 27/ 17. i i. Ephraim leidet Gewalt und wird geplagt, daran geschiehet ihm recht; denn der hat fich gegeben auf (Menschen-) Geboth. 12. Ich bin dem Ephraim eine Motte, und dem Hause Juda eine Made. 13. Und da Ephraim seine Krankheit, und Juda seine Wunden fühlete, zog Ephraim hin zu Assur, und schickte zum Könige zu Jareb; aber er konnte euch nicht helfen, noch eure Wunden heilen. i^. Denn * ich bin dem Ephraim wie ein Löwe, und dem Hause Juda wie ein junger Löwe. Ich, Ich zerreisse fie, und gehe davon, und führe fie weg, und Niemand kann fie erretten. * 3 Nos. 32/ 22. 15. Ich will wiederum an meinen Ort gehen, bis fie ihre Schuld erkennen und mein Angesicht suchen; * wenn es ihnen übel gehet, so werden sie mich frühe suchen müßen (und sagen): * Esaj. 26/ 16 . Das 6. Capitel. Gottes Straft und Züchtigung reizet zur Buße. 1. bwmmt, wir wollen wieder zum Herrn: ^ Denn Er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen; er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden. 2. * Er macht uns lebendig nach zweyen Tagen, er wird uns am dritten Tage aufrichten, daß wir vor ihm leben werden. *3Mos.32/V. 3. Dann werden wir Acht darauf haben und fleißig seyn, daß wir den Herrn erkennen. Denn er wird hervor brechen wie die schöne Morgen- röthe, und wird zu uns kommen * wie ein Regen, wie ein Spatregen, der das Land feuchtet. * 3 Mos. 11/ 14. 4. Wie will ich dir so wohl thun, Ephraim! Wie will ich dir so wohl thun, Juda! Denn die Gnade, so ich euch erzeigen will, * wird seyn wie eine Thauwolke des Morgens, und wie ein Thau, der frühe Morgens fich ausbreitet. * Mich. 6, 6. 5. Darum hösie, (hoble/schlage) ich fie durch die Propheten, und * tödte sie durch meines Mundes Rede, daß dein Recht an das Licht komme. * Zcr. 23/ 29. 2 Kor. 3/ 6. 6. Denn ich habe * Lust an der Liebe, und nicht am Opfer; und am Erkennt- niß Gottes, und nicht am Brandopfer. ' i Sam. 13, 2S. 7. Aber sie übertreten den Bund, 'wie Adam; darinnen verachten fie mich. * i M-s. 3/ 6. 8. Denn * Gilead ist eine Stadt voll Abgötterei) und Blutschulden. *0.12,12. 9 . Und die Priester samt ihrem Haufen find wie die Ströter, (Straßenrüuber) so da lauern auf die Leute und würgen auf dem Wege, der gen Sichern gehet; denn fie thun, was fie wollen. 10 . Ich sehe im Hause Israel, davor mir grauet; denn da * huret Ephraim, so verunreiniget fich Israel. *«.3/3. 11. Aber Juda wird noch eine Ernte vor fich haben, wenn ich * meines Volks Gefängniß wenden werde. *3 Mos. 30,3. Das 7. Capitel. Klag« über Israel, und Verkündigung der verdienten Strafen. i.IAenn ich Israel heilen will, so findet fich erst die Sünde Ephraims und die Bosheit Samariä, wie * fie Abgötterei) treiben. Denn wiewohl fie unter fich selbst mit Dieben, und auswendig mit Räubern geplagt find; * «. 12 / 1 . 2. Dennoch wollen fie nicht merken, daß ich alle ihre Bosheit merke. * Ich sehe aber ihr Wesen wohl, das fie allenthalben treiben. * «. 3/ 3. 3. Sie vertrösten den König durch ihre Bosheit, und die Fürsten durch ihre Lügen; Und find allesamt Ehebrecher, gleichwie ein Backofen, den der Becker heizet, wenn er hat ausgeknetet, und läßt den Teig durchsäuern und aufgehen. 5. Heute * ist unsers Königs Fest (sprechen sie), da fangen die Fürsten an i-vom Wein toll zu werden; so ziehet er die Spötter zu fich. * 2 Mos. 32/ 3. -s Hof. 4/ 11. 6. Denn ihr Herz ist in Heister Andacht, wie ein Backofen, wenn fie opfern und die Leute betrügen; aber ihr Decker schläft die ganze Nacht, und des Morgens brennet er lichterloh. 7. Noch find fie so heisser Andacht, wie ein Backofen. Ob gleich ihre Richter aufgefressen werden, und alle ihre Könige fallen; noch ist 'keiner unter ihnen, der mich anrufe. * Hiob 27/ 10. Ps. 14/ 4. 8. Ephraim menget fich unter die Völker; Ephraim ist wie ein Kuchen, den Niemand umwendet. 9 . Sondern Fremde fressen seine Kraft; noch will Er es nicht merken: er hat auch graue Haare gelugt; noch will Er es nicht merken. 10. Und Sünden der Israeliten. H o s e a 7. 8. 9. Derselben Strafe. 817 io. Und die Hoffart Israels wird vor ihren Augen gedemüthiget; noch bekehren sie sich nicht zum Herrn, ihrem Gott, fragen auch nicht nach ihm in diesem allen. i i. Denn Ephraim ist wie eine verlockte Taube, die nichts merken will. Jetzt rufen sie Egypten an, dann laufen sie zu Assur. 12. Aber indem sie hin und her laufen, will * ich mein Netz über sie werfen und herunter rücken, wie die Vögel unter dem Himmel; ich will sie strafen, wie man prediget in ihrer Versammlung. ' - Ko». 17,4. 13. Wehe ' ihnen, daß sie von mir weichen; sie müßen verstöret werden, denn sie find abtrünnig von mir geworden. Ich wollte sie wohl erlösen, wenn sie nicht Wider mich Lügen lehreten. * 9/ 12 . 1^. So * rufen sie mich auch nicht an von Herzen, sondern lören (heule») auf ihren Lagern. Sie versammeln sich um Korns und Mofts willen, und find mir ungehorsam. * Ps. 14 ,4. 15. Ich lehre sie, und stärke ihren Arm; aber sie denken Böses von mir. 16. Sie bekehren sich, aber nicht recht, sondern sind * wie ein falscher Bogen; darum werden ihre Fürsten durch das Schwert fallen; ihr Drohen soll in Egyptenland zum Spott werden. * Ps. 78, -7. Das 8. Capitel. Dic Gottlosen und Abtrünnigen sollen auLgcrottet werden. 1. Hssufe * laut wie eine Posaune (und sprich): Er kommt schon über das Haus des Herrn wie ein Adler; darum, daß sie meinen Bund übertreten und von meinem Gesetz abtrünnig werden. * Es»» 48 ,1. 2. Werden sie dann zu mir schreyen: Du hist mein Gott, wir kennen dich Israel. 3. Israel verwirft das Gute; darum muß sie der Feind verfolgen. Sie machen Könige, aber ohne mich; sie setzen Fürsten, und ich muß es nicht wissen. Aus ihrem Silber und Gold machen sie Götzen, daß * sie ja bald ausgerottet werden. ' 4 Mos. 4, 26 . c. 8, 19 . 5 . Dein Kalb, Samaria, verstößt er; mein Zorn ist über sie ergrimmet: es kann nicht lange stehen, sie müßen gestraft werden. 6. Denn das Kalb ist aus Israel hergekommen , und ein Werkmann hat es gemacht, und kann ja kein Gott seyn; darum soll das Kalb Samaria zerpülvert werden. 7 . Denn sie * säen Wind, und werden Ungewitter einernten, ihre Saat soll nicht aufkommen, und ihr Gewächs kein Mehl geben; und ob es geben würde, sollen es doch Fremde fressen. ' Jcr. 12 , 13. Mich. 6, 15. 8 . Israel wird aufgesressen; die Heiden gehen mit ihnen um, wie mit einem unwerthen ' Gefäß ; ' Ps. 3r, 13 . 9 . Darum, daß sie hinauf * zum Assur laufen, wie ein Wild in der Irre. Ephraim schenkt den Buhlern, und gibt den Heiden Tribut. * c. L, 13. «. 7, ii. 10. Dieselben Heiden will ich nun über sie sammeln; sie sollen der Last des Königs und der Fürsten bald müde werden. 11. Denn Ephraim hat der Altäre viel gemacht , zu sündigen; so sollen auch die Altäre ihm zur Sünde gerathen. 12. Wenn ich ihm gleich viel von meinem Gesetz schreibe, so wird es geachtet' wie eine fremde Lehre. * Ma«. i, 27 . 13. Daß sie nun * viel opfern und Fleisch herbringen und essen es, so hat doch der Herr kein Gefallen daran; sondern er will ihrer Misserhat gedenken und ihre Sünden heimfuchen, die sich zu Egypten kehren. * Es-». 1 , 11 . 1^. Israel vergißt feines Schöpfers und bauet Kirchen, so macht Juda viele feste Städte; aber ich will * Feuer in seine Städte schicken, welches soll seine Häuser verzehren. * s«. 17, -7. Amos 4, 6 . Das 9. Capitel. Schwere Strafen folgen auf schwere Sünden. 1. Au darfst dich nicht freuen, Israel, noch ^ rühmen, wie die Völker; denn du * hurest wider deinen Gott, damit du suchest Hurenlohn, daß alle Tennen voll Getreide werden. ' Ps. 73, 27. 2. Darum so sollen dich die Tennen und Kelter nicht nähren, und der Most soll dir fehlen. 3. Und sollen nicht bleiben im Lande des Herrn; sondern Evhraim muß wieder in Egypten, und muß in Assyrien, das unrein ist, essen. - 4 . Daselbst sie dem Herrn kein Trankopfer vom Wein, noch etwas zu Gefallen thun können. Ihr Opfer soll seyn wie der Betrübten Brot, an welchem unrein werden alle, die davon essen; denn ihr Brot müßen sie für sich selbst essen , und soll nicht in des Herrn Haus gebracht werden. 5. Was wollt ihr alsdann auf den Jahrszeiten, und auf den Feyertagen des Herrn thun? Lllll 818 Wächter in Ephraim. Verwüsteter Weinstock. » Hose 0. Siehe, fie müßen weg vor dem Verstörer. Egypten wird fie sammeln, und Moph wird fie begraben. Nesseln werden wachsen, da jetzt ihr liebes Götzen-Silber stehet, und Dornen in ihren Hütten. 7 . Die Zeit der Heimsuchung ist gekommen, die Zeit der Vergeltung, deß wird Israel inne werden. Die Propheten find Narren und die Rottengeister find wahnfinnig, um deiner großen Missethat und um der großen feindseligen Ab- götterey willen. 8. Die Wächter in Ephraim hielten sich etwa an meinen Gott; aber nun sind sie Propheten, die * Stricke legen auf allen ihren Wegen durch die feindselige Abgötterey im Hause ihres Gottes. * r. i. y. Sie verderben es zu tief, wie * zu der Zeit Gibea; darum wird er ihrer Missethat gedenken, und ihre Sünde heimsuchen. * Nicht. 19 / 16. c. 20, 13 . io. Ich fand Israel in der Wüste wie Trauben, und sah eure Väter, wie die ersten Feigen am Feigenbaum; aber hernach gingen fie zu * BaalPeor, und gelobten sich dem schändlichen Abgott, und wurden ja so gräulich, als ihre Buhlen. ' 4 Mos. 2s, 3. i i. Darum muß die Herrlichkeit Ephraims wie ein Vogel wegfliegen, daß fie weder gebären, noch tragen, noch schwanger werden sollen. 12. Und ob fie ihre Kinder gleich erzögen, will ich sie doch ohne Kinder machen, daß sie nicht Leute seyn sollen. Auch wehe ihnen, wenn ich von ihnen bin gewichen. 13 . Ephraim, als ich es ansehe, ist gepflanzet und ' hübsch wie Tyrus; muß aber nun ihre Kinder heraus lassen dem Todtschläger. * Ezcch. 27, 3. 14 . Herr, gib ihnen! Was willst du ihnen aber geben? Gib ihnen unfruchtbare Leiber, und verfiegene Brüste. 15 . Me ihre Bosheit geschieht zu Eilgal, daselbst bin ich ihnen feind; und ich will fie auch um ihres bösen Wesens willen aus meinem Hause stoßen, und nicht mehr Liebe erzeigen; denn * alle ihre Fürsten sind Abtrünnige. * Esaj. 1, 23. 16. Ephraim ist geschlagen; ihre Wurzel ist verdorret, daß sie keine Frucht mehr bringen können. Und * ob fie gebären würden, will ich doch die liebe Frucht ihres Leibes tödten. "v. 12 . 17. Mein Gott wird fie verwerfen, darum, daß fie ihn nicht hören wollen; und müßen unter den Heiden in der Irre gehen. a 9. 10. Das 10. Capitek. Warnung der Israeliten vor ihrem Untergang. I. Israel ist ein verwüsteter Weinstock, seine ^ Frucht ist eben auch also. * So viele Früchte er hatte, so viele Altäre hatte er gemacht; wo das Land am besten war, da stifteten fie die schönsten Kirchen. * c. 12,12. 2. Ihr Herz ist zertrennet , nun wird fie ihre Schuld finden; ihre Altäre sollen zerbrochen, und ihre Kirchen sollen verstöret werden. 3. Alsdann müßen sie sagen: "Wir haben kei- nen König; denn wir fürchten den Herrn nicht, was kann uns der König nun helfen?* 8°h. 19 , 16 . 4 . Sie schwuren vergeblich, und machten einen Bund; und solcher Rath grünete auf allen Furchen im Felde, wie Galle. 5. Die Einwohner zu Samaria sorgen für die Kälber zu * BethAven: denn sein Volk trauert um ihn, über welchen doch feine Camarim(Götzen- priester) sich pflegten zu freuen seiner Herrlichkeit halben; denn es ist von ihnen weggeführet. * e. 4 , 16 . 6. Ja das Kalb ist in Assyrien gebracht, zum Geschenk dem Könige zu Jareb. Also muß * Ephraim mit Schanden stehen, und Israel schändlich gehen mit seinem Vornehmen. * c. 6 , 9. 7 . Denn der König zu Samaria ist dahin, wie ein Schaum auf dem Wasser. 8. Die Höhen zu Aven sind vertilget, damit sich Israel versündigte; Disteln und Dornen wachsen auf ihren Altären. Und * fie werden sagen : Ihr Berge, bedecket uns, und ihr Hügel , fallet über uns. * Luc. 23,30. 9. Israel, du hast seit der "ZeitGibea gesündi- get, dabey sind sie auch geblieben; aber es soll sie nicht des Streits zu Gibea gleichen ergreifen, so wider die bösen Leute geschah: * Nicht. 19,26. 10. Sondern ich will fie züchtigen nach meinem Wunsch, daß Völker sollen über fie versammelt kommen, wenn ich fie werde strafen um ihre zwo Sünden. II. Ephraim ist ein Kalb, gewöhnt, daß es gerne drischet. Ic h will ihm über seinen schönen Hals fahren; ich will Ephraim reiten, Juda soll pflügen und Jakob eggen. 12. Darum säet euch Gerechtigkeit, und erntet Liebe, und pflüget anders, weil es ' Zeit ist den Herrn zu suchen, bis daß er komme, und t regne über euch Gerechtigkeit. ' Esaj. 63, 6. ch Esaj. 46, 8. Ephraims Sünde H o se a 10. 14. 12. und Lügen. 819 iz. Denn ' ihr pstüget Böses, und erntet Uebellhat, und esset Lügenftüchte. * Icr. 4/ 3. Hos. 8, 7. i^. Weil du dich denn verlassest auf dein Wesen , und auf die Menge deiner Helden: so soll sich ein Getümmel erheben in deinem Volk/ daß alle deine Festen verstöret werden. Gleichwie Salman verstörte das Haus Aröeels zu der Zeit des Streits/ da die Mutter über den Kindern zu Trümmern ging: 1 5 . Eben so soll es euch zu BethEl auch gehen um eurer großen Bosheit willen, daß der König Israels frühe Morgens untergehe. Das 11. Capitel. Preis göttlicher Gnade / den undankbaren Israeliten erzeiget. 1. ^a Israel jung war/ hatte ich ihn lieb, ^ * und rief ihn/ meinen Sohn, aus Egypten. ' Matth. 2 , 13. 2 . Aber wenn man sie jetzt ruft, so wenden sie sich davon, und opfern den Baalim, und räuchern den Bildern. 3 . Ich nahm Ephraim bey seinen Armen, und leitete ihn; aber sie merkten es nicht, wie ich ihnen half. Ich ließ sie ein menschliches Joch ziehen, und in Seilen der Liebe gehen, und half ihnen das Joch an ihrem Halse tragen, und gab ihnen Futter, s. Daß er sich ja nicht wieder sollte in Egyptenland kehren. So ist nun Assur ihr König geworden; denn sie wollen sich nicht bekehren. 6 . Darum soll ' das Schwert über ihre Städte kommen, und soll ihre Riegel aufreiben und fressen , um ihres Vornehmens willen.' c. 14,1. 7 . Mein Volk ist müde sich zu mir zu kehren; und wie man ihnen prediget, so richtet sich keiner auf. 8 . Was soll ich aus dir machen, Ephraim? Soll ich dich schützen, Israel? Soll ich nicht billig * ein Adama aus dir machen, und dich wie Ze- boim zurichten? Aber ff mein Herz ist anderes Sinnes, meine Barmherzigkeit ist zu brünstig, * 1 Mos. 18/ 24. 23. -s Jer. 31/ 20 . s. Daß ich nicht thun will nach meinem grim- migewZorn, noch mich kehren Ephraim gar zu verderben: denn Ich bin Gott und * nicht ein Mensch, und bin der Heilige unter dir; ich will aber nicht in die Stadt kommen. "4 Mos.23,19. , 10. Alsdann wird man dem Herrn Nachfolgen, und er wird brüllen wie ein Löwe; und wenn er wird brüllen, so werden erschrecken die, so gegen Abend sind. 11. Und die in Egypten werden auch erschrecken, wie ein Vogel, und die im Lande Assur, wie Tauben; und ich will sie in ihre Häuser setzen, spricht der Herr. Das 12. Capitel. Vermahnung zur Buße. i.^n Ephraim ist allenthalben Lügen wider ^ mich, und im Hause Israel falscher Gottesdienst. Aber Juda hält noch * fest an Gott, und am rechten heiligen Gottesdienst. ' Hiob 2 / 3. 9. 2. Ephraim aber weidet sich vom Winde, und läuft dem Ostwinde nach, und macht täglich der Abgötterey und des Schadens mehr; sie machen mit Assur einen Bund, und bringen Balsam in Egypten. 3. Darum wird der Herr die Sache Juda führen, und Jakob heimsuchen nach seinem Wesen, und ihm vergelten nach seinem Verdienst. - 4 . Ja (sagen sie) * er hat im Mutterleibe seinen Bruder untertreten, und von allen Kräften mit Gott gekämpfet. *i Mos. 23,22.26.0.32,24.23. 5 . Er kämpfte mit dem Engel und siegele, denn er weinete und bath ihn: daselbst hat er ihn ja zu BethEl gefunden, und daselbst hat er mit uns geredet. 6 . Aber der Herr ist der Gott Zebaoth; Herr ist * sein Nähme. *2 Mos. 13,3. 7. So bekehre dich nun zu deinem Gott, halte Barmherzigkeit und Recht, und hoffe stets auf deinen Gott. 8 . Aber der Kaufmann hat eine falsche Wage in seiner Hand, und betrügt gerne. 9. Denn Ephraim spricht: "Ich bin reich, ich habe genug; man wird mir keine Missethat finden in aller meiner Arbeit, das Sünde sey. * Off. 3/ 17. 10. Ich aber, der * Herr, bin dein Gott aus Egyptenland her; und der ich dich noch in den Hütten wohnen lasse, wie man zur Jahrszeit pflegt; ' -- ", 4. 11. Und rede zu den Propheten; und Ich bin es, der so viel Weissagung gibt, und durch die Propheten mich anzeige. 12. In * Gilead ist es Abgötterey, und zu Gil- gal opfern sie Ochsen vergeblich; und haben so ff viele Altäre, als Mandeln (Häuft») auf dem Felde stehen. ' c. 6 , s. c. 10,1. ff s-r. n, 13. 13. Jakob mußte ' fliehen in das Land Syrien, und ff Israel mußte um ein Weib dienen , um ein Weib mußte er huthen. ^ . 1 Mos. 28/ 3 . -s 1 Mos 29/ 20. Lllll 2 820 Ephraims Abgötterey. Hosea 12. 13. 14. Christi Sieg. i^. Aber hernach * führete der Herr Israel aus Egypten durch einen Propheten, und ließ seiner hüthen durch einen Propheten. * 2 Mos. 12 / 37. 15 . Nun aber erzürnet ihn Ephraim durch ihre Götzen; darum wird ihr Blut über sie kommen, und ihr Herr wird ihnen vergelten ihre Schmach. Das 13. Capitel. Sünde bringt das Verderben; Christi Sieg das Leben. 1. ieß ist das Wort des Herrn, das ge- .^2 schehen ist zu Joel, dem Sohne Pe- thuels: 2. Höret dieß, ihrAeltesten, und merket auf, alle Einwohner im Lande, ob ein solches geschehen sey bey euern Zeiten, oder bey eurer Väter Zeiten? 3. Saget " euern Kindern davon, und laßt es eure Kinder ihren Kindern sagen, und die- selbigen Kinder ihren andern Nachkommen. * Ps. 78, 3 Nähmlich, was ^ die Raupen lassen, das fressen die Heuschrecken ; und was die Heuschrecken lassen, das fressen die Käfer; und was die Käfer lassen, das frißt das Geschmeiß. * c. 2/ 23 . Amos > 4 / s. s. Wachet auf, ihr Trunkenen, und weinet, und heulet, alle Weinsäufer, um den Most, denn er ist euch vor euerm Maul weggenommen. 6. Denn es ziehet herauf in mein Land ein mächtiges " Volk, und deß ohne Zahl; das hat Zähne wie Löwen, und Backenzähne wie Löwinnen. " c. 2, 2. 7 . Dasselbige verwüstet meinen Weinberg, und streift meinen Feigenbaum, schälet ihn und verwirft ihn, daß seine Zweige weiß da stehen. 8. Heule, wie eine Jungfrau, die einen Sack anlegt um ihren Bräutigam. 9. Denn das Speisopfer und Trankopfer ist vom Hause des Herrn weg; und die Priester, des Herrn Diener, trauern. 10. Das " Feld ist verwüstet, und der Acker stehet jämmerlich, das Getreide ist verdorben, der Wein stehet jämmerlich, und das Oehl kläglich. * AmoS 1 , 2 . i i. Die Ackerleute sehen jämmerlich, und die Weingärtner heulen um den Weizen und um die Gerste, daß aus der Ernte auf dem Felde nichts werden kann. 12. So stehet der Weinstock auch jämmerlich, und der Feigenbaum kläglich; dazu die Granatbäume , Palmbäume, Apfelbäume und alle Bäume auf dem Felde sind verdorret; denn die * Freude der Menschen ist zum Jammer geworden. * vers 16. 13 . Begürtet euch und klaget, ihr Priester, heulet, ihr Diener des Altars, gehet hinein und lieget in Säcken, ihr Diener meines Gottes; denn es ist beydes " Speisopfer und Trankopfer Vom Hause euers Gottes weg. * v. 9. 1^. Heiliget " ein Fasten, rufet die Gemeine zusammen, versammelt die Aeltesten und alle Einwohner des Landes zum Hause des Herrn, euers Gottes, und schreyet zum Herrn. " c. 2,13. 15. O wehe des Tages ! Denn " der Tag des Herrn ist nahe, und kommt wie ein Verderben vom Allmächtigen. * e. 2,1. 16. Da wird die Speise vor unfern Augen weggenommen werden, und vom Hause unsers Gottes Freude und Wonne. 17. Der Same ist unter der Erde verfaulet, die Kornhäuser stehen wüste, die Scheuren zerfallen; denn das Getreide ist verdorben. 18. O ' wie seufzet das Vieh! Die Rinder sehen kläglich, denn sie haben keine Weide, und die Schafe verschmachten. " Es. 24 / 7. 19. Herr, dich rufe ich^ an; denn das Feuer hat die Auen in der Wüste verbrannt und die Flamme hat alle Bäume auf dem Acker angezündet. 20. Es schreyen auch "die wilden Thiere zu dir; denn die Wasserbäche find ausgetrocknet, und das Feuer hat die Auen in der Wüste verbrannt. * Ps. 104, 11. Das 2. Capitel. Von wahrer Buße, Christ»/ und Ausgießung des heiligen Geistes. i.I^laset mit der Posaune zu Zion, rufet auf ^ meinem heiligen Berge; erzittert, alle Einwohner im Lande: Denn ' der Tag des Herrn kommt, und ist nahe. " c. i, 13. 822 Tag der Rache. Joel 2. Wahre Bekehrung. 2. Ein finstrer Tag, ein dunkler Tag, ein wölkichter Tag, ein neblichter Tag, gleich wie ficd die Morgenröthe ausbreitet über die Berge; rühmlich ein grvßes und mächtiges Volk, ' begleichen vorhin nicht gewesen ist und hinfort nicht seyn wird zu ewigen Zeiten für und für. * 2 Ms. 1"/ 14. 3 . Vor ihm her gehet ein verzehrend Feuer, und nach ihm * eine brennende Flamme. Das Land ist vor ihm wie ein Lustgarten, aber nach ihm wie eine wüste Einöde, und Niemand wird ihm entgehen. ' c. i, 19 . 4. Sie find gestaltet wie Rosse, und rennen wie die Reiter. s. Sie sprengen daher oben auf den Bergen, wie die Wagen rasseln, und wie eine Flamme lodert im Stroh, wie ein mächtiges Volk, das zum Streit gerüstet ist. 6 . Die Völker werden fich vor ihm entsetzen, aller Angesichter find so bleich wie die Töpfe. 7. Sie werden laufen wie die Riesen, und die Mauern ersteigen wie die Krieger; ein jeglicher wird stracks vor sich daher ziehen, und sich nicht säumen. 8 . Keiner wird den andern irren, sondern ein jeglicher wird in seiner Ordnung daher fahren; und werden durch die Waffen brechen, und nicht verwundet werden. 9. Sie werden in der Stadt umher reiten, aufder Mauer laufen, und in die Häuser steigen, und wie ein Dieb * durch die Fenster hinein kommen. * J-r. 9/ 21. 10. Vor ihm erzittert das Land, und bebet der Himmel; Sonne und Mond werden finster, und die Sterne verhalten ihren Schein. 11. Denn der Herr wird seinen Donner vor seinem Heer lassen hergehen: denn sein Heer ist sehr groß und mächtig, welches seinen Befehl wird ausrichten; denn ' der Tag des Herrn ist groß und sehr erschrecklich, wer kann ihn leiden? " Jcr. 30, 7 . 12. So spricht nun der Herr: "Bekehret euch zu mir von ganzem Herzen, mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen. * Ezcch. 33, 11. 13. Zerreisset eure Herzen, und nicht eure Kleider; und bekehret euch zu dem Herrn, euerm Gott: Denn * er ist gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte, und reuet ihn bald der Strafe. *2 Ms. 34 ,6. 14. ' Wer weiß^ es mag ihn wiederum gereuen, und einen Segen hinter fich lassen, zu opfern Speisopfer und Trankopser dem Herrn, euerm Gott. ' Ion. 3, 9 . 15 . Blaset mit Po'aunen zu Zion, heiliget ein Fasten. rufet die Gemeine zusammen, 1 6 . Versammelt das Volk, heiliget die Gemeine, sammelt die Ael'esten, bringet zu Haus die jungen Kinder und die Säuglinge; der Bräutigam gehe aus seiner Kammer, und die Braut aus ihrem Gemach. 17. Laßt die Priester, des Herrn Diener, weinen zwischen der Hasse und Altar, und sagen: Herr, schone deines Volks, und laß dekn Erbtheil nicht zu Schanden werden, daß Heiden über sie herrschen. Warum willst du lassen unter den Völkern sagen : Wo ist nun ihr Gott? 18. So wird denn der Herr um sein Land eifern, und seines Volkes verschonen. 19. Und der Herr wird antworten, und sagen zu seinem Volk: Siehe, ich will euch Getreide, Most und Oehl die Fülle schicken, daß ihr genug daran haben sollt; und will euch nicht * mehr lassen unter den Heiden zu Schanden werden. * verS 26. 20. Und will den von Mitternacht ferne von euch treiben, und ihn in -ein dürres und wüstes Land verstoßen; nähmlich sein Angesicht hin zu dem Meer gegen Morgen, und sein Ende hin zu dem äußersten Meer. Er sott verfaulen und stinken; denn er hat große Dinge gethan. 21. Fürchte dich nicht, liebes Land, sondern sey fröhlich und getrost; denn der Herr kann auch große Dinge thun. 22. Fürchtet euch nicht, ihr Thiere auf dem Felde; denn die Wohnungen in der Wüste sollen grünen, und die Bäume ihre Früchte bringen, und die Feigenbäume und Weinstöcke sollen wohl tragen. 23 . Und, ihr Kinder Zions, * freuet euch, und seyd fröhlich im Herrn, euerm Gott, der euch Lehrer zur Gerechtigkeit gibt, und euch herab sendet Frühregen und Spatregen, wie vorhin, ' Es. 61,10. 24 . Daß * die Tennen voll Korn, und die Keltern Ueberfluß von Most und Oehl haben sollen. * Spr. 3, 10 . 26. Und ich will euch die Jahre erstatten, welche" die Heuschrecken, Käfer, Geschmeiß und Raupen, die mein großes Heer waren, so ich unter euch schickte, gefressen haben: * 1,4. 26. Daß ihr zu essen genug haben sollet, und * den Nahmen des Herr«, euers Gottes, preisen, 823 Ausgießung des heiligen Geistes. I o e l 2 . 3 . Gnadenverheissungen. der Wunder unter euch gethan l/at; und mein Volk soll nicht mehr zu Schanden werden. * 3 Mos. 8, io. 27. Und ihr sollt es erfahren, * daß Ich mitten unter Israel sey, und daß Ich, der Herr, euer Gott, sey, und keiner mehr; und mein Volk soll nicht mehr zu Schanden werden. * 3 Mos. 31, 17. Das 3 . Capitel. Schutz der Kirche wider die Feinde. 1. Nnd nach diesem*will ich meinen Geist ^ ausgießen über alles Fleisch, und eure Söhne und 4 -Töchter sollen weissagen; eure Aelteften sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen. * Esaj. 44, 3. Ezech. 39, 29. Gcsch. 2 , 16. 17. c. 8, 17. c. 10, 44. Tir. 3, 6. 's Gesch. 21 , 9. 2. Auch will ich zu derselbigen Zeit bepdes über Knechte und Mägde meinen Geist ausgießen. 3. Und will Wunderzeichen geben im Himmel und auf Erden; nähmlich Blut, Feuer und Rauchdampf. Die * Sonne soll in Finsterniß, und der Mond in Blut verwandelt werden , ehe denn der große und schreckliche Tag des Herrn kommt. * Esaj. 13, io. 5. Und soll geschehen, * wer den Nahmen des Herrn anrufen wird, der soll errettet werden. Denn ans dem Berge Zion und zu Jerusalem wird eine Errettung seyn, wie der Herr verheis- sen hat; auch bey den andern Uebrigen, die der Herr berufen wird. * GM. 2, 21 . Rom. 10, 13 . (Anfang deS 3. Capitels.) 6. C?">enn siehe, in den Tagen und zur selbigen ^ Zeit, wenn ich das Gefängniß Juda und Jerusalems wenden werde, 7. Will ich alle Heiden zufammenbringen, und will sie in das Thal Josaphat hinab führen, und will mit ihnen daselbst rechten, von wegen meines Volks und meines Erbtheils Israel, das sie unter die Heiden zerstreuet, und sich in me'n Land getheilet, 8. Und ' das Loos um mein Volk geworfen haben, und haben die Knaben um Speise gegeben, und die Mgdlein um Wein verkauft und vertrunken. * Nah. 3, io. 9. Und ihr von Zor und Zidon, und alle Grenze der Philister, was habt ihr mit mir zu thun? * Wollt ihr mir trotzen? Wohlan, trotzet ihr mir; so will ich es euch eilend und bald wieder vergelten auf euern Kopf. *1 Cor. 10,22. 10. Die ihr mein Silber und Gold und meine schönen Kleinodien genommen, und in eure Kirchen gebracht habt, 11. Dazu auch die Kinder Juda und die Kinder Jerusalems verkauft habt den Griechen, auf daß ihr sie ja ferne von ihren Grenzen brächtet. 12. Siehe, ich will sie erwecken aus dem Ort, dahin ihr sie verkauft habt, und will es euch vergelten auf euern Kopf. 4 3. Und will eure Söhne und eure Töchter wiederum verkaufen durch die Kinder Juda; die sollen sie denen im Reich Arabien, einem Volk in fernen Ländern, verkaufen: denn der Herr hat es geredet. 4^. Rufet dieß aus unter den Heiden; ' heiliget einen Streit, erwecket die Starken, laßt herzu kommen und hinauf ziehen alle Kriegsleute; * Ez-ch. 38, 7. 4Z. Machet aus euern Pflugscharen Schwerter, und aus euern Sicheln Spieße; der Schwache spreche: Ich bin stark. 4 6. Rottet euch, und kommt her, alle Heiden um und um, und versammelt euch. Daselbst wird der Herr deine Starken darnieder legen. 4 7. Die Heiden werden sich aufmachen, und herauf kommen zum Thal Josaphat: denn daselbst will ich sitzen, zu richten alle Heiden um und um. 4 8. * Schlaget die Sichel an, denn die Ernte ist reif; kommt herab, denn die Kelter ist voll, und die Kelter läuft über: denn ihre Bosheit ist groß. * Off. 14 , 13. 18. 49. Es werden hier und da Haufen Volks seyn im Thal des Urtheils: denn des Herrn Tag ist nahe im Thal des Urtheils. 20. * Sonne und Mond werden verfinstert; und die Sterne werden ihren Schein verhalten. * c. 2 , 10 . 24. Und * der Herr wird aus Zion brüllen, und aus Jerusalem seine Stimme lassen hören, daß Himmel und Erde beben wird. Aber der Herr wird seinem Volk eine Zuflucht seyn, und eine Feste den Kindern Israel. * Amos 1,2. 22. Und ihr * sollt es erfahren, daß Ich der Herr, euer Gott, zu Zion auf meinem heiligen Berge wohne. Alsdann wird Jerusalem heilig seyn, und kein Fremder mehr durch sie Wandeln. * Ez. 3s, 30 . 23. Zu derselbigen Zeit werden " die Berge mit süßem Wein triefen, und die Hügel wtt Milch fließen, und alle Bäche in Juda werden voll Wasser gehen: und wird eine 4 - Quelle vom 824 Laster und Strafen Damasci. Amos 1. 2. Wider Edom Ammon und Moab. Hause des Herrn heraus gehen, die wird den 25. Aber Juda soll ewiglich bewohnet werden, Strom Sittim wässern. und Jerusalem für und für. ' Ainos 9 / 13 . -I- Ps. 68 , 27 . Es. 12, 3 . 26. Und ich will ihr * Blut nicht ungerochen 27,. Aber Egypten soll wüste werden, und Edom lassen. Und ff- der Herr wird wohnen zu eine wüste Einöde, um den Frevel, an den Kin- Zion. * - Mos. 32,43. Off. 19/ 2. Ps. 9/12. Ps. 74,2. dern Juda begangen, daß sie unschuldiges Blut ^ in ihrem Lande vergossen haben. Der Pr 0 p Das 4. Capitel. Gottes Strafen werden den Nachbarn der Israeliten gedrohct. 4.(7>ieß ist es, dasAmos, herunter denHir- zu*Thekoa war, gesehen hat über Israel, ff- zu der Zeit Usia, des Königs Juda, und Jerobeams, des Sohnes Joas, des Königs Israels ; zwey Jahre vor dem Erdbeben. * e. 7, 14. ff- Zach. 14, 3. 2 . Und sprach: * Der Herr wird ans Zion brüllen, und seine Stimme aus Jerusalem hören lassen; daß die ^ Auen der Hirten jämmerlich stehen werden, und der Carmel oben verdorren Wird. * Irr. 23 , 30 . tzocl 3 , 21. ff- Joel 1 , io. 3. So spricht der Herr: Um drey und vier Laster willen * Damasci will ich ihrer nicht schonen; darum, daß sie Gilead mit 7 eisernen Zacken gedroschen haben. ' Cs«», i. ff- 2 Sam. 12,31. 7 ,. Sondern ich will ein Feuer schicken in das Haus Hassels, das soll die Palläste BenHa- Dads verzehren. Z. Und ich will die Riegel zu Damaskus zerbrechen, und die Einwohner auf dem Felde Aven samt dem, der den Scepter hält, aus dem Lusthause ausrotten; daß das Volk in Syrien soll gen Kir weggeführet werden, spricht der Herr. 6. So spricht der Herr: Um drey und vier Laster willen Gasa will ich ihrer nicht schonen; darum, daß sie die Gefangenen weiter gefangen und in das Land Edom vertrieben haben. 7 . Sondern ich will * ein Feuer in die Mauern zu Gasa schicken, das soll ihre Palläste verzehren. * e. 2, 2. 3. 8. Und will die Einwohner zu Asdod samt dem, der den Seepter hält, aus Askalon ausrotten, und meine Hand wider Akron kehren , daß umkommen soll, was von den Philistern noch übrig ist, spricht der Herr Herr. 9 . So spricht der Herr: Um drey und vier Laster willen der Stadt Zor will ich ihrer nicht schonen; darum, daß sie die Gefangenen weiter in das het A m 0 §. Land Edom vertrieben haben , und nicht gedacht an den Bund der Brüder. 10 . Sondern ich will * ein Feuer in die Mauern zu Zor schicken, das soll ihre Palläste verzehren. * vers 4 . 7 . 11 . So spricht der Herr: Um drey und vier Laster willen Edoms will ich seiner nicht schonen; darum, daß er seinen Bruder mit dem Schwert verfolget hat, und daß er ihre Schwängern umgebracht, und immer zerrissen in seinem Zorn, und seinen Grimm ewig hält. 12 . Sondern ich will ein Feuer schicken geu * Theman, das soll die Palläste zu Bazra verzehren. * 1 Mos. 36 , 13 . 13. So spricht der Herr: Um drey und vier Laster willen der Kinder Ammon will ich ihrer nicht schonen; darum, daß sie die Schwängern in Gilead zerrissen haben, damit sie ihre Grenze weiter machten. 1 ^. Sondern ich will ein Feuer anzünden in den Mauern Rabba, das soll ihre Palläste verzehren; wenn man rufen wird zu der Zeit des Streits, und wenn das Wetter kommen wird zu der Zeit des Sturms. 15 . Da wird dann ihr König samt seinen Fürsten gefangen weggeführet werden, spricht der Herr. Das 2. Capitel. Drohung der Strafen Gottes, am Hause Juda und Israel. 1. /I^o spricht der Herr: Um drey und vier Laster willen Moabs will ich ihrer nicht schonen; darum, daß sie die Gebeine des Königs zu Edom haben zu Asche verbrannt. 2 . Sondern ich will ein Feuer schicken in Moab, das soll die Palläste zu Kirioth verzehren; und Moab soll sterben im Getümmel, und Geschrey, und Posaunen-Hall. 3 . Und ich will den Richter unter ihnen aus- rotten, und alle ihre Fürsten samt ihm erwürgen, spricht der Herr. (Anfang Amoö 2. 3. und ganz Israel. 825 Strafen über Juda (Anfang des 2. CapitelS.) spricht der Herr: uni drey und vier Laster willen Juda will ich seiner nicht schonen; darum, daß fie des Herrn Gesetz verachten, und seine Rechte nicht halten, und lassen sich ihre Lügen verführen, welchen ihre Väter nachgefolget haben. 5. Sondern ich will" ein Feuer in Juda schicken, das soll die Palläste zu Jerusalem verzehren. * e. 1 , 4. 7. 10 . 12 . Zer. 17/ 27. H. So spricht der Herr: Um drey und vier Laster willen Israels will ich ihrer nicht schonen; darum, daß fie die Gerechten um Geld, und die Armen ' um ein paar Schuh verkaufen. * «. 8/ 6. Zoel 3/ 8. 7 . Sie treten den Kopf der Armen in Koth , und hindern den Weg der Elenden. Es schläft Sohn und Vater bey Einer Dirne, damit sie meinen heiligen Nahmen entheiligen. 8 . Und bey allen Altären schlemmen sie von den verpfändeten Kleidern, und trinken Wein in ihrer Götter Haufe von den Gebüßten. 9. Run habe ich ja' den Amoriter vor ihnen her vertilget, der so hoch war, als die Cedern, und seine Macht, wie die Eichen, und ich vertilgte oben seine Frucht, und unten seine Wurzel. * 4 Mos. 21 / 21 . 24. 40. Auch * habe Ich euch aus Egyptenland geführet, und vierzig Jahre in der Wüste geleitet, daß ihr der Amoriter Land besäßet. * 2 Mos. 12 , Ll. i i. Und habe aus euern Kindern Propheten auferwecket, und Nasaräer aus euern Jünglingen. Ist es nicht also, ihr Kinder Israel, spricht der Herr? 12. So gebet ihr den Nasaräern Wein zu trinken , und gebiethet den Propheten und sprechet: Ihr sollt nicht weissagen. 13. Siehe, ich will es unter euch kirren machen, wie ein Wagen voll Garben kirret, 14 . Daß der, so schnell ist, soll nicht entfliehen', noch der Starke etwas vermögen, und der Mächtige nicht soll sein Leben erretten können; 15. Und die Bogenschützen sollen nicht bestehen; und der schnell laufen kann, soll nicht entlaufen; und der da reitet, soll sein Leben nicht erretten; 16. Und der unter den Starken der Mannhaf- tigste ist, soll nackend entfliehen müßen zu der Zeit, spricht der Herr. Das 3. Capitel. Undankbarkeit der Israeliten muß gestraft werden« i.^öret, was der Herr mit euch redet, ihr ^ Kinder Israel: nähmltch mit allen Geschlechtern , ' die ich aus Egyptenland geführet habe, und sprach: - 2 Mos. 12 , 37 . 2. Aus allen Geschlechtern auf Erden habe ich allein euch erkannt; darum will ich auch euch heimsuchen in aller eurer Missethat. 3. Mögen auch zween mit einander wandeln, sie seyen denn eins unter einander? 4 . * Brüllet auch ein Löwe im Walde, wenn er keinen Raub hat? Schreyet auch ein junger Löwe aus seiner Höhle, er habe denn etwas gefangen ? * Esaj. 31, 4. 6. Fällt auch ein Vogel in den Strick auf der Erde, da kein Vogeler ist? Hebt man anch den Strick auf von der Erde, der noch nichts gefangen hat? 6. Blaset man auch die Posaune in einer Stadt, daß sich das Volk davor nicht entsetze? Ist auch * ein Unglück in der Stadt, das der Herr nicht thue ? ' Esaj. 31, 2 . 7 . Denn der Herr Herr thut nichts ; er * offenbare denn sein Geheimniß den Propheten, seinen Knechten. * Ps. 23, ii. 8 . Der * Löwe brüllet, wer sollte sich nicht fürchten? Der Herr Herr redet, wer sollte nicht weissagen? " Loel 3 , 15 . 9. Verkündiget in den Pallästen zu Asdod, und in den Pallästen im Lande Egypten, und sprechet: Sammelt euch auf die Berge Samaria, und sehet, welch ein großes Zettergeschrey und Unrecht darinnen ist. 10. Sie achten keines Rechten, spricht der Herr, sammeln Schätze von Frevel und Raube in ihren Pallästen. 11. Darum spricht der Herr Herr also: Man wird dieß Land rings umher belagern, und dich von deiner Macht herunter reisten, und deine Häuser plündern. 12. So spricht -er Herr: Gleichwie ein Hirt dem Löwen zwey Knie oder ein Ohrläpplein aus dem Maul reistet; also sollen die Kinder Israel > heraus gerissen werden, die zu Samaria wohnen, und haben in der Ecke ein Bette, und zu Damaskus eine Sponde. 13. Höret und zeuget im Hanse Jakobs, spricht der Herr Herr, der Gott Zebaoth. 14. Denn zu der * Zeit, wenn ich die Sünde Israels heimsuchen werde, will ich die Altäre zu BethEl heimsuchen, und die Hörner des Altars abbrechen, daß fie zu Boden fallen sollen. * Zer. 46, 21 . 15. Und will beydes Winterhaus und Sommerhaus schlagen ; und sollen die * elfenbeinernen Mmmmm 826 Angedrohete Strafen. A M o Häuser untergehen , und viele Häuser verderbet werden , spricht der Herr. * c. e, L Das 4. Capitel. Drohung wider die Obersten im Volk Israel. 1. H>öret dieß Wort, ihr fetten Kühe, die ihr auf dem Berge Samaria seyd, und den Dürftigen Unrecht thut, und untertretet die Armen , und sprechet zu euern Herren: Bringet her, laßt uns saufen. 2. Der Herr Herr hat geschworen bey seiner Heiligkeit: Siehe, * es kommt die Zeit über euch, daß man euch wird heraus rücken mit Angeln und eure Nachkommen mit Fischhäklein. * Lsai. 39/ 6. 3 . Und werdet zu den Lücken hinaus gehen, eine jegliche vor sich hin , und gen Harmon weggeworfen werden, spricht der Herr. Ja, kommt her gen BethEl, und treibet Sünde, und gen Gilgal, daß ihr der Sünden viel machet; und bringet eure Opfer des Morgens , und eure Zehnten des dritten Tages, s. Und räuchert vom Sauerteig zum Dankopfer, und prediget vom sreywilligen Opfer, und verkündiget es: Denn " so habt ihr es gern, ihr Kinder Israel, spricht der Herr Herr. * M-ch. 2/n. 6 . Darum habe Ich euch auch in allen euern Städten müßige Zähne gegeben, und Mangel am Brot an allen euern Orten. ' Noch bekehretet ihr euch nicht zu mir, spricht der Herr. * Hos. 7/ 10 . 7 . Auch habe ich den Regen * über euch verhalten , bis -aß noch drey Monathe waren zur Ernte, und ich ließ regnen über Eine Stadt, und auf die andere ließ ich nicht regnen; Ein Acker ward beregnet. und der andere Acker, der nicht beregnet ward, verdorrete. * i Kon. 17, i. 8. Und zogen zwo, drey Städte zu Einer Stadt, daß sie Wasser trinken möchten; und konnten es nicht genug finden. Noch bekehretet ihr euch nicht zu mir, spricht der Herr. 9 . Ich plagte euch mit * dürrer Zeit und mit Brandkorn; so fraßen auch die Raupen alles, was in euern Gärten, Weinbergen, Feigenbäumen und Oehlbäumen wuchs. Noch bekehretet ihr euch nicht zu mir, spricht der Herr. * Hagg. l/il. 10. Ich schickte Pestilenz unter euch, gleicher Weise wie' in Egypten; ich tödtete eure junge Mannschaft durch das Schwert, und ließ eure Pferde gefangen wegführen; ich ließ den Gestank von euerm Heerlager in eure Nasen gehen. Noch s 4. 5. Klaglied über Israel, bekehretet ihr euch nicht zu mir, spricht der Herr. * 2 Mos. 9 / 3 . 11. Ich kehrete etliche unter euch um, wie Gott * Sodom und Gomorra umkehrete, daß ihr wäret wie ein Brand, der ans dem Feuer gerissen wird. Noch bekehretet ihr euch nicht zu mir, spricht der Herr. * i Mos. 19/ -u. 23. 12. Darum will ich dir weiter also thun, Israel. Weil ich denn dir also thun will; so schicke dich, Israel, und begegne deinem Gott. 13. Denn siehe, Er ist es, der die Berge macht, den Wind schaffet, und zeiget * dem Menschen , was er reden soll. Er macht die Morgenröthe und die Finsterniß, er tritt auf den Höhen der Erde; er heißt Herr, Gott Zebaoth. * Marth. 10/20. Das 5 . Capitel. Klaglied übcr den Fall Israels / zur Buße lockend. 1. ^xöret, ihr vom Hause Israel, dieß Wort; denn ich muß dieß Klaglied über euch machen: 2. Die Jungfrau Israel ist gefallen, daß sie nicht wieder aufstehen wird; sie ist zu Boden gestoßen, und ist Niemand, der ihr aufhelfe. 3. Denn so spricht der Herr Gott: Die Stadt, da Tausend ausgehen, soll nur hundert übrig behalten ; und da Hundert ausgchen, soll nur zehn übrig behalten im Hause Israel. Darum so spricht der Herr zum Hause Israel : * Suchet mich, so werdet ihr leben. * 1 Cbr. 29 / 9 . L. Suchet nicht BethEl, und kommt nicht gen Gilgal, und gehet nicht gen BerScba. Denn Gilgal wird gefangen weggeführet werden, und BethEl wird BethAven werden. 6 . * Suchet den Herrn, so werdet ihr leben ; daß nicht ein-k Feuer im Hause Josephs überhand nehme, das da verzehre, und niemand löschen möge zu BethEl. * Esaj. 35/ 6. st- Zer. 17/ 27. 7 . Die ihr das Recht in Wermuth verkehret, und die Gerechtigkeit zu Boden stoßet. 8 . Er ' macht die Glucke und Orion; der aus der Finsterniß den Morgen, und aus dem Tage die finstere Nacht macht; der -k das Wasser im Meer ruft, und schüttet es auf den Erdboden; er heißt Herr; ' Hiob 38 / 31.32. st- Amos 9 / 6 . 9. Der über den Starken eine Verstörung anrichtet, nnd bringet eine Verstörung über die feste Stadt. 10. Aber sie find dem * gram, der sie im Thor straft, und haben den für einen Gräuel, der heilsam lehret. ' Essj. 29/ 21. Ermahnung zur Busse. Amos 5. 6. Stolze und Wollüstige zu Zion. 827 i i. Darum, weil ihr die Armen unterdrücket, und nehmet das Korn mit großen Lasten von ihnen; so * sollt ibr in den Häusern nicht wohnen, die ihr von Werkstücken gcbauet habt, und t den Wein nicht trinken, den ihr in den feinen Weinbergen gepflanzet habt. * Ze»h. 1/ 13. -h 5 Ms. 28, 39. 12. Denn ich weiß euer Uebertreten, deß viel ist, und eure Sünden, die stark sind, wie ihr die Gerechten dränget, und ' Blutgeld nehmet, und die Armen im Thor unterdrücket. * Matth. 27, 6. 13. Darum muß der Kluge zu derselbigen Zeit schweigen; denn es ist eine böse Zeit. i^. Suchet * das Gute, und nicht das Böse, auf daß ihr leben möget: so wird der Herr, der Gott Zebaoth, bey euch seyn, wie ihr rühmet. * Ps. 97, 10. iZ. Hasset * das Böse, und liebet das Gute; bestellet das Recht im Thor: so wird der Herr, der Gott Zebaoth, den Uebrigen in Joseph gnädig seyn. Ps 34, i3. 16. Darum, so spricht der Herr, der Gott Zebaoth, der Herr: Cs wird in allen Gassen Wehklagen seyn, und auf allen Straßen wird man sagen: Wehe! wehe! und man wird den Ackermann zum Trauern rufen und zum Wehklagen , wer da weinen kann. 17. In allen * Weinbergen wird Wehklagen seyn; denn ich will unter euch fahren, spricht der Herr. ' Joel i, n. 18. Wehe denen, die des Herrn Tag begehren: Was soll er euch? Denn des ' Herrn Tag ist eine Finsterniß, und nicht ein Licht. * Zer. 30, 7. Zcph. 1, 13. 19. Gleich als wenn Jemand vor dem Löwen flöhe, und ein Bär begegnete ihm; und als wenn Jemand in ein Haus käme und lehnete sich mit der Hand an die Wand, und eine Schlange stäche ihn. 20. Denn des Herrn Tag wird * ja finster und nicht licht seyn, dunkel und nicht Helle. * Joel 2, 2. 21. Ich' bin euern Feyertagen gram, und verachte sie, und mag nicht riechen in eure Versammlung. ' Esaj. 1, 11. Spr. 2i, 27. Jer. 6, 20. 22. Und ob ihr mir gleich Brandopfer und Speisopfer opfert, so habe ich keinen Gefallen daran; so mag ich auch eure feiste Dankopfer nicht ansehen. 23. Thue nur weg von mir das Geplerr deiner Lieder; denn ich mag dein Psalterspiel nicht hören. 2^. ES soll aber das Recht geoffenbaret werden, wie Wasser, und die Gerechtigkeit, wie ein starker Strom. 25. Habt * ihr vom Hause Israel mir in der Wüste die vierzig Jahre lang Schlachtopfer und Speisopfer geopfert? Ja wohl. 'G-sch. 7,42. 26. Ihr trüget den Stchuth, euern König, und Chiun, euer Bild, den Stern eurer Götter, welche ihr euch selbst gemacht hattet. 27. So will ich euch von hinnen jenseit Damaskus wegführen lassen, spricht der Herr, der Gott Zebaoth heißt. Das 6. Capitel. Fernere Drohung der Strafen wegen der Sünden Juda und Israels. 1. ^^ehe den Stolzen zu Zion, und denen, die sich * auf den Berg Samaria verlassen , die sich rühmen die Vornehmsten über die Heiden, und gehen einher im Hause Israel. * Zer. 3, 17. e. 48, 7. 2. Gehet hin gen * Kalne, und schauet, und von dannen gen Hemath, die große Stadt; und ziehet hinab gen Gath der Philister, welche bessere Königreiche gewesen sind, denn diese, und ihre Grenze größer, denn eure Grenze, 'i Mos. 10,10. 3. Die ihr euch weit vom bösen Tage achtet, und trachtet immer nach Frevelregiment; Und schlafet auf' elfenbeinernen Lagern, und treibet Ueberfluß mit euern Betten; ihr esset die Lämmer aus der Herde, und die gemästeten Kälber; * e. 3, 13. 5. Und spielet auf dem Psalter, und erdichtet euch Lieder, wie David; 6. Und trinket Wein aus den Schalen, und salbet euch mit Balsam; und bekümmert euch nichts um den Schaden Josephs. 7. Darum sollen sie nun vorne an gehen unter denen, die gefangen weggeführet werden; und soll das Schlemmen der Pranger aufhören. 8. Denn der Herr Herr hat geschworen bey seiner Seele, spricht der Herr, der Gott Zebaoth: Mich verdrießt die Hoffart Jakobs, und bin ihren Pal- läften gram; und ich will auch die Stadt übergeben mit allem, was darinnen ist. 9. Und wenn gleich zehn Männer in Einem Hause überblieben, sollen sie doch sterben; 10. Daß einen Jeglichen sein Vetter und sein Ohm nehmen, und die Gebeine aus dem Hause tragen muß , und sagen zu dem, der in den Gemächern des Hauses ist: Ist ihrer auch noch mehr da? Und der wird antworten: Sie sind alle dahin. Und wird sagen: Sey zufrieden; denn sie wollten Mmmmm 2 828 Amos flehet eine Amos nicht, daß man des Herrn Rahmens gedenken sollte. 11. Denn flehe, der Herr hat gebothen, daß man die großen Häuser schlagen soll, daß sie Ritze gewinnen, und die kleinen Häuser, daß sie Lücken gewinnen. 12. Wer kann mit Rossen rennen, oder mit Ochsen pflügen auf Felsen? Denn ' ihr wandelt das Recht in Galle, und die Frucht der Gerechtigkeit in Wermuth; *«.5,7. 13. Und tröstet euch deß, das so gar nichts ist, und sprechet: Sind wir denn nicht stark genug mit unfern Hörnern? 1^. Darum flehe, ich will über euch vom Hause Israel ein Volk erwecken, spricht der Herr, der Gott Zebaoth, das soll euch ängsten von dem Ort an, da man gen Hemarh gehet, bis an den Bach in der Wüste. Das 7. Capitek. AmoS von Amazia verklagt / hat drey Gesichte von künftiger Strafe. 1. A>er Herr Herr zeigte mir ein Gesicht, und ^ stehe. da fta^.d Einer, der machte Heuschrecken im Anfänge, da das Grummet aufging; und siehe, das Grummet stand, nachdem der König seine Schafe hatte scheren lassen. 2. Als sie nun das Kraut im Lande gar abfressen wollten, sprach ich: All) Herr Herr, fey gnädig! Wer will Jakob wieder aufhelfen? denn er ist ja geringe. 3. Da reuete es den Herrn, * und sprach: Wohlan, es soll nicht geschehen. . *1 Mos. 18,26. Der Herr Herr zeigte mir ein Gesicht, und siehe, der Herr Herr rief das Feuer, damit zu strafen; das sollte eine große Liefe verzehren t und fraß schon ein Theil dahin. 5. Da sprach ich: * Ach Herr Herr, laß ab! Wer will Jakob wieder aufhelfen? denn er ist ja geringe. *4M»s. 11,2. 6. Da rerete den Herrn das auch, und der Herr Herr sprach: Es soll auch nicht geschehen. 7. Er zeigte mir aber dieß Gesicht, und siehe, der Herr stand auf einer Mauer mit einer Hley- schnur gemessen; und er hatte die Bleyschnur in seiner Hand. 8. Und der Herr sprach zu mir: Was stehest du , Amos ? Ich sprach: Eine Bleyschnur. Da sprach der Herr zu mir: Siehe, ich will eine Bleyschnur ziehen mitten durch mein Volk Israel , und ' ihm nicht mehr übersehen ; ' c. 8, s. 9. Sondern die Hohen Jer Herr Herr zeigte mir ein Gesicht, und ^ siehe, da stand ein Korb mit Obst. 2. Und er sprach; Was flehest du, Amos? Ich aber antwortete: Einen Korb mit Obst. Da sprach der Herr zu mir: Das Ende ist gekommen über mein Volk Israel, ich will ihm nicht mehr übersehen. Z. Und die Lieder in der Kirche sollen in ein Heulen verkehret werden zu derselbigen Zeit, spricht der Herr Herr; es werden viele tvdte Leichname liegen an allen Orten, die man heimlich wegtragen wird. Höret dieß, * die ihr den Armen unterdrücket, und die Elenden im Lande verderbet, * o. 2,7. 5. Und sprechet: Wann will denn der Neumond / ' Geistliche Hungersnoth. AMos 8. 9 Droh,und Verheissung. 829 ein Ende haben, daß wir Getreide verkaufen, Nachkommen mit dem Schwert erwürgen, daß und * der Sabbath, daß wir Korn feil haben keiner entsiiehen, noch einiger davon entgehen soll, mögen, und den Epha rtngern, und den Sekel steigern, und die Wage fälschen; * Neh. w/ 3i. e. 13/ is. 6. Ans daß wir die Armen um Gel-, UN- die Dürftigen * um ein paar Schuh unter uns drin- gen; und Spreu für Korn verkaufen? * c. 2 / 6. 7. Der Herr hat geschworen wider die Hoffart Jakobs: Was gilt es, ob ich solcher ihrer Werke ewig vergessen werde? 8. Sollte nicht um solches willen das Land erbeben müßen, und alle Einwohner trauern? Ja es soll ganz, wie "mit einem Wasser, überlaufen werden, und weggeführet und überschwemmet Werden, wie mit dem Fluß in Egypten. * c. 9/ s. s. Zu derselbigen Zeit, spricht der Herr Herr, will * ich die Sonne im Mittage untergehen lassen, und das Land am Hellen Tage lassen finster werden. * J-r. IS, 9. 10. Ich will * eure Feyertage in Trauern, und alle eure Lieder in Wehklagen verwandeln; ich will über alle Lenden den Sack bringen, un- alle Köpfe kahl machen; und will ihnen ein Trauern schaffen, wie man über einen einigen Sohn hat; und sollen ein jämmerlich Ende neh- MeN. * Zer. 6/ 26 . Zach. 12 , 10 . Luc. 7, 12 . 11. Siehe, es kommt die Zeit, spricht -er Herr Herr, daß ich einen Hunger in dasLand schicken werde; nicht einen Hunger nach Brot, oder Durst nach Wasser, sondern * nach dem Wort des Herrn zu hören, *iS->m. 3/i. 12. Daß fie hin und her, von einem Meer zum andern, von Mitternacht gegen Morgen umlaufen, und des Herrn Wort suchen, und doch nicht finden werden. 13. Zu der Zeit werden schöne Jungfrauen und Jünglinge verschmachten vor Durst, 1-4. Die jetzt schwören bey dem Fluch Samaria, und sprechen : So wahr dein Gott zu Dan lebet, so wahr die Weise zu Berseba lebet. Denn fie sollen also fallen, daß fie nicht wieder aufstehen mögen. Das 9. Capitel. Weissagung von Christo und seiner Kirche. l.^ch sah den Herrn auf dem Altar stehen, ^ und er sprach: Schlage au den Knauf, daß die Pfosten beben; denn ihr Geiz soll ihnen allen aus ihren Kopf kommen, und will ihre 2. Und * wenn fie sich gleich in die Hölle vergrüben , soll fie doch meine Hand von dannen hohlen; und wenn fie gen Himmel führen, will ich fie doch herunter stoßen; ' Ps. 139, s. 3. Und * wenn fie sich gleich versteckten oben auf dem Berge Carmel, will ich fie doch daselbst suchen und herab hohlen; und wenn fie sich vor meinen Augen verbürgen im Grunde des Meers, so will ich doch den Schlangen befehlen, die fie daselbst stechen sollen; "Obad. 4. Und wenn fie vor ihren Feinden hin gefan, gen gingen, so will ich doch dem Schwert befehlen, daß es fie daselbst erwürgen soll. Denn * ich will meine Augen über ihnen halten zum Unglück, und nicht zum Guten. * Zer. 44, n. s. Denn der Herr Herr Zebaoth ist ein solcher, wenn er ein Land anrühret, so zerschmelzet es, daß alle Einwohner trauern müßen; daß es soll ganz über fie herlaufen, wie ein Wasser, und überschwemmet werden, wie mit dem Fluß in Egypten. 6. Er ist es, der seinen Saal in dem Himmel bauet und seine Hütte auf der Erde gründet; er * ruft das Wasser im Meer und schüttet es auf das Erdreich; t er heißt Herr. * c. S/ 8. -j -2 Mos. 6/ 3. 7. Seyd ihr Kinder Israel mir nicht gleich wie die Mohren, spricht der Herr? * Habe ich nicht Israel aus Egyptenland geführet, und die Philister aus Caphthor und die Syrer aus Kir? * Zer. 47/ 4. 8. Stehe, die Augen des Herrn Herrn sehen auf ein sündiges Königreich, daß ich es vom Erdboden ganz vertilge; wiewohl ich das Haus Jakobs nicht gar vertilgen will, spricht der Herr. 9. Aber doch stehe, ich will befehlen, und das Haus Israel unter allen Heiden * sichten lassen ; gleichwie man mit einem Siebe sichtet, und die Körnlein sollen nicht auf die Erde fallen. * Luc. 22 / 31. 10. Alle Sünder in meinem Volk sollen durch das Schwert sterben, die da" sagen: Cs wird das Unglück nicht so nahe seyn, noch uns begegnen. * c. 6/ 3. 11. Zn derselbigen Zeit * will ich die zerfallene Hütte Davids wieder aufrichten, und ihre Lücken verzäunen, und was abgebrochen ist, wieder auf- riü'ten; und will fie bauen wie fie vor- zeiten gewesen i st, * Gcsch. is, 16. Zer. 24/ 6. c. 3i, 3s. 8Z0 Strafe Edoms. ObadIa. Israels Erlösung. 12. Auf daß sie besitzen die Uebrigen zu Edom, und die Uebrigen unter allen Heiden, über welche mein Nähme geprediget feyn wird, spricht der Herr, der solches thut. 13 . Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, daß man zugleich ackern und ernten, und zugleich keltern und säen wird; und * die Berge werden mit süßem Wein triefen, und alle Hügel werden fruchtbar seyn. * 8 °el 3,13.23. 1^. Denn * ich will das Gefängniß meines Volks Israel wenden, daß sie sollen die wüsten Städte bauen und bewohnen, -l- Weinberge pflanzen, und Wein davon trinken, Gärten machen, und Früchte daraus essen. "5 Mos. 30,3. Her. 29,14. -!- Esaj. 65 , 21. iZ. Denn ich will sie in ihr Land pflanzen- daß sie nicht mehr aus ihrem Lande gerottet werden, das ich ihnen geben werde, spricht der Herr, dein Gott. Der Pr 0 ph Von der Edomiter Strafe, und der Israeliten Erlösung. 1. Cs^ieß ist das Gesicht ObadIa. So spricht der Herr Herr von Edom: * Wir haben vom Herrn gehöret, daß eine Bothschaft unter die Heiden gesandt sey: Wohlauf, und laßt uns wider sie streiten. * 8-r. 49/14. 2. Siehe, ich habe dich gering gemacht unter den Heiden und sehr verachtet. 3 . Der Hochmuth deines Herzens hat dich betrogen , weil du * in der Felsen Klüften wohnest, in deinen hohen Schlössern; und sprichst in deinem Herzen: Wer will mich zu Boden stoßen? * 4 Mos. 24 , 21. Wenn du denn * gleich in die Höhe führest, wie ein Adler, nnd machtest dein Nest zwischen den Sternen; dennoch will ich dich von dannen herunter stürzen, spricht der Herr. * 8 -r. 49/16. 5. Wenn Diebe oder Verstörer zu Nacht über dich kommen werden, wie sollst du so zu nichts werden! Ja, sie sollen genug stehlen : und wenn die Weinleser über dich kommen, so sollen sie dir kein Nachlesen übrig bleiben lassen. 6 . Wie sollen sie den Esau ausforschen, und seine Schätze suchen! 7. Alle deine eigene Bundsgenossen werden dich zum Lande Hinausstoßen; die Leute, auf die du deinen Trost setzest, werden dich betrügen und überwältigen; die "dein Brot essen, werden dich verrathen, ehe du es merken wirst. * Ps. 41 , 10. Dan. 11 , 26. 8 . Was gilt es, spricht der Herr, 'ichwill zu derselbigen Zeit die Weisen zu Edom zu nickte machen, und die Klugheit auf dem Gebirge Esau? * Esaj. 29 / 14 . 9. Denn deine Starken zu Theman sollen zagen, auf daß sie alle auf dem Gebirge Esau durch den Mord ausgerottet werden, et ObadIa. 10. Um des Frevels willen, an'deinem Bruder Jakob begangen. *1 Mos. 27,41. 11. Zu der Zeit, da du wider ihn standest, da die Fremden sein Heer gefangen wegführeten, und Ausländer zu seinen Thoren einzogen, und über Jerusalem das Loos warfen; da wärest du gleich wie derselbigen einer. Darum sollst du zu allen Schanden werden, und ewiglich ausgerottet seyn. 12. Du sollst nicht mehr so * deine Lust sehen an deinem Bruder zu der Zeit seines Elendes, und sollst dich nicht freuen über die Kinder Juda zu der Zeit ihres Jammers, und sollst mit deinem Maul nicht so stolz reden zu der Zeit ihrer Angst ; ' Mich. 4 /11. 13 . Du sollst nicht zum Thor meines Volks einztehen zu der Zeit ihres Jammers; du sollst nicht deine Lust sehen an ihrem Unglück zu der Zeit ihres Jammers; du sollst nicht wider sein Heer schicken zu der Zeit seines Jammers; 1^. Du sollst nicht stehen an den Wegscheiden, seine Entronnene zu morden; du sollst seine Uebrigen nicht verrathen zu der Zeit der Angst. 15. Denn der Tag des Herrn ist nahe über alle Heiden. " Wie du gethan hast, so soll dir wieder geschehen; und wie du verdienet hast, so soll dirs wieder auf deinen Kopf kommen. * 2 Mos. 21/ 24 . 3 Mos. 24 / 19. 16 . Denn wie ihr auf meinem heiligen Berge getrunken habt, ' so sollen alle Heiden täglich trinken; ja sie sollen es aussaufen und verschlingen, daß es sey, als wäre nie nichts da gewesen. * Ps. 75 , 9. 17 . Aber auf dem Berge Zion sollen noch Etliche errettet werden, die sollen Heiligrhum seyn; und das Haus Jakobs soll seine Besitzer besitzen. Jona fliehet, I o n a 1. 2. wird ins Meer geworfen. 831 18. Und das Haus Jakobs soll ein Feuer werden , und das Haus Josephs eine Flamme, aber das Haus Esau Stroh; das werden sie anzünden und verzehren, daß dem Hause Esau nichts überbleibe : denn der Herr hat es geredet. 19. Und die gegen Mittag werden das Gebirge Esau , und die in Gründen werden die Philister besitzen; ja sie werden das Feld Ephraims und das Feld Samaria besitzen, und Benjamin das Gebirge Gilead. 20. Und die Vertriebene dieses Heers der Kinder Israel, so unter den Cananttern bis gen Zarpath sind, und die Vertriebene der Stadt Jerusalem, die zu Sepharad sind, werden die Städte gegen Mittag besitzen. 21. Und werden Heilande herauf kommen auf den Berg Zion, das Gebirge Esau zu richten: also wird * das Königreich des Herrn seyn. * Mich- 4, 7. Der Prophet Jona. Das 1 . Capitel. Loiiü Bcruf/ Ungehorsam und Strafe. i. 5 Ls geschah das Wort des Herrn zu Jona, V- 'dem Sohne Amithai, und sprach: * 2 Köu. 14, 25. 2. Mache dich auf, und gehe in die große Stadt Ninive, und predige darinnen; denn ihre Bosheit ist herauf gekommen vor mich. 3 . Aber Jona machte sich auf, und floh vor dem Herrn, und wollte aufs Meer, und kam hinab gen ' Japho. Und da er ein Schiff fand, das aufs Meer wollte fahren; gab er Fährgeld und trat darein, daß er mit ihnen aufs Meer führe vor dem Herrn. "Jos.is, 46. Da ließ ' der Herr einen großen Wind aufs Meer kommen, und es erhob sich ein großes Ungewitter auf dem Meer, daß man meinete, das Schiff würde zerbrechen. * Matth. 8 , 24. Gesch. 27, 14. 5 . Und die Schiffleute fürchteten sich, und schrien ein Jeglicher ' zu seinem Gott; und warfen das Geräthe, das im Schiff war, in das Meer, daß es leichter würde. Aber Jona war hinunter in das Schiff gestiegen, lag und schlief. * 2 Kön. 17, 29 . 6 . Da trat zu ihm der Schiffsherr, und sprach zu ihm: Was schläfst du? Stehe auf, rufe deinen Gott an, ob vielleicht Gott an uns gedenken wollte, daß wir nicht verdürben. 7 . Und Einer sprach zum Andern: Kommt, wir wollen loosen, daß wir erfahren, um welches willen es uns so übel gehe. Und da sie looseten, traf es Jonam. 8 . Da sprachen sie zu ihm: Sage uns, warum gehet es uns so übel? Was ist dein Gewerbe? Und wo kommst du her? Aus welchem Lande bist Lu? Und von welchem Volk bist du? 9. Er sprach zu ihnen: Ich bin ein Ebräer und fürchte den Herrn, den Gott vom Himmel, welcher' gemacht hat das Meer und das Trockne. * 1 Mos. i, 9. io. 10. Da fürchteten sich die Leute sehr, und sprachen zu ihm: Warum Haft du denn solches gethan ? Denn sie wußten, daß er vor dem Herrn floh; denn er hatte es ihnen gesagt. 11. Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir denn mit dir thun, daß uns das Meer stille werde? Denn das Meer fuhr ungestüm. - 12 . Er sprach zu ihnen: Nehmet mich und werfet mich in das Meer; so wird euch das Meer stille werden. Denn ich weiß, daß solches große Ungewitter über euch kommt um meinet willen. 13. Und die Leute trieben, daß sie wieder zu Lande kämen, aber sie konnten nicht; denn das Meer fuhr ungestüm wider sie. i^. Da riefen sie zu dem Herrn, und sprachen: Ach Herr, laß uns nicht verderben um dieses Mannes Seele willen, und rechne uns nicht zu unschuldiges Blut; denn Du, Herr, thust, wie dirs gefällt. äs. Und sie nahmen Jona, und warfen ihn in Las Meer; da ' stand das Meer stille von seinem Wüthen. ' Matth. 8 ,26. 1 6 . Und die Leute fürchteten den Herrn sehr, und thaten dem Herrn Opfer und Gelübde. Das 2. Capitel. Zonä Gebcth und Erlösung. i.y/ber der Herr verschaffte einen großen Fisch, ^ Jona zu verschlingen. Und ' Jona war im Leibe des Fisches drcy Tage und drey Nächte. * Matth. 12 , 4v. «. 16 , 4. Luc. 11 , 29 . 832 Jona Gebeth, Erlösung, Jona (Anfang des 2. Capittls.) 2. Und Jona bethete zu dem Herrn, seinem Gott, im Leibe des Fisches, 3 . Und sprach: Ich * rief zu dem Herrn in meiner Angst, und er antwortete mir; ich schrie aus dem Bauch der Hölle, und du Höretest meine Stimme. * Pf. 120, i. Ps. 130/1. magl. 3, n. Du warfst mich in die Tiefe mitten im Meer, daß die Fluthen mich umgaben; alle deine Wogen und Wellen gingen über mich, s. Daß ich gedachte, ich wäre von deinen Augen verstoßen, ich würde deinen heiligen Tempel nicht mehr sehen. 6. Wasser umgaben mich bis an mein Leben, die Tiefe umringete mich; Schilf bedeckte mein Haupt. 7. Ich sank hinunter zu der Berge Gründen, die Erde hatte mich verriegelt ewiglich: aber du hast mein Leben aus dem Verderben gefüh- ret, Herr, mein Gott. 8. Da meine Seele bey mir verzagte, gedachte ich an den Herrn; und mein Gebeth kam zu dir in deinen heiligen Tempel. 9 . Die da halten über dem Nichtigen, verlassen ihre Gnade. 10 . Ich aber*will mit Dank opfern; meine Gelübde will ich bezahlen dem Herrn, daß er mir geholfen hat. * Ps. n, 14. Ps. ns. 17. 11 . Und der Herr sprach zum Fisch, und derselbe speyete Jona aus ans Land. Das 3. Capitel. Jonä fruchtbare Büßpredigt. 1. Nnd es geschah das Wort des Herrn zum ^ andern Mahl zu Jona, und sprach: 2 . * Mache dich auf, gehe in die große Stadt Ninive, und predige ihr die Predigt, die ich dir sage. * e. 1,2. 3 . Da machte sich Jona auf, und ging hin gen Ninive, wie der Herr gesagt hatte. Ninive aber war eine große Stadt Gottes, drey Tagereisen groß. Und da Jona ansing hinein zu gehen eine Tagereise in die Stadt; predigteer, und sprach-: Es sind noch vierzig Tage, so wird Ninive untergehen. s. Da * glaubten die Leute zu Ninive an Gott, und ließen predigen, man sollte fasten, und zogen Säcke an beyde Groß und Klein. * Matth. 12, 41 . 6. Und da das vor den König zu Ninive kam; stand er auf von seinem Thron, und legte sei2. 3. 4._Predigt und Unsch uld. nen Purpur ab, und hüllete einen Sack um sich, und setzte sich in die Asche; 7. Und ließ ausschreyen und sagen zu Ninive/ aus Befehl des Königs und seiner Gewaltigen, also: Es soll weder Mensch noch Thier, weder Ochsen noch Schafe etwas kosten, und man soll sie nicht weiden, noch Wasser trinken lassen; 8. Und sollen Säcke um sich hüllen beyde Menschen und Thier, und zu Gott rufen heftig; und ein Jeglicher bekehre sich von seinem bösen Wege, und von dem Frevel seiner Hände. v. "Wer weiß, Gott möchte sich kehren, und ihn reuen, und sich wenden von feinem grimmigen Zorn, daß wir nicht verderben. * Dan. 4 , 24 . Jocl. 2, 14 . io. Da aber Gott sah ihre Werke, daß sie sich bekehreten von ihrem bösen Wege; reuete ihn des Uebels, das er geredet hatte ihnen zu thun, und thats nicht. Das 4. Capitel. Jonä Ungeduld und Mißgunst. 1. Aas verdroß Jona gar sehr, und ward zornig; 2 . Und bethete zum Herrn, und sprach: Ach Herr, das ist es, das ich sagte, da ich noch in meinem Lande war; darum ich auch wollte zuvor kommen, zu fliehen auf das Meer; denn ich weiß daß* Du gnädig, barmherzig, langmü- thig und von großer Güte bist, und lässest dich des Uebels reuen. * 2 Mos. 34 , 6 . 3. So * nimm doch nun, Herr, meine Seele von mir; denn ich -ß wollte lieber todt seyn, denn leben. *iKö„. 19,4. ^ Hiob 7,16. Aber der Herr sprach: * Meinest du, daß du billig zürnest? ' v. 9. Z. Und Jona ging zur Stadt hinaus, und setzte sich gegen Morgenwarts der Stadt, und machte ihm daselbst eine Hütte, da setzte er sich unter, in den Schatten, bis er sähe, was der Stadt widerfahren würde. 6. Gott der Herr aber verschaffte einen Kürbis, der wuchs über Jona, daß er Schatten gab über sein Haupt, und errettete ihn von seinem Uebel; und Jona frevele sich sehr über den Kürbis. 7 . Aber der Herr verschaffte einen Wurm des Morgens, da die Morgenröthe anbrach; der stach den Kürbis, daß er veidorrete. 8. Als aber die Sonne aufgegangen war, verschaffte Gott einen dürren Ostwind; und die Sonne * stach Jona auf dm Kopf, daß er matt ward. Juda und Samaria M i ch a Sünden und Strafen. 8ZZ ward. Da wünschte er seiner Seele den Tod, und sprach: Ich wollte lieber todt seyn, denn leben. * Ps. irr, 6. 9. Da sprach Gott zu Jona: * Meinest du, daß du billig zürnest um den Kürbis? Und er sprach: Billig zürne ich bis an den Tod. * v. 4. 10. Und der Herr sprach: Dich jammert des Kürbis, daran du nicht gearbeitet hast, hast ihn auch nicht aufgezogen, welcher in einer Nacht ward, und in einer Nacht verdarb; i i. Und mich sollte nicht jammern Ninive, solcher' großen Stadt, in welcher sind mehr denn hundert und zwanzig tausend Menschen, die nicht wissen Unterschied, was rechts oder links ist, dazu auch viele Thiere ? * c. s, s. Der Prop Das 1. Capitel. Verheerung Judci und Samaria um der Abgüttcrey willen. 1. A>ieß ist das Wort des Herrn, welches geschah zu * Micha von Maresa, zu der Zeit Jothams, Ahas, Jehiskra, der Könige Juda, das er gesehen hat über Samaria und Jerusalem. * s-r. 26, i 8 . 2. Höret, alle Völker, merke auf, Land, und alles, was darinnen ist; denn Gott, der Herr, hat mit euch zu reden, ja der Herr aus seinem heiligen Tempel. 3 . Denn siehe, der Herr * wird ausgehen aus seinem Ort, und herab fahren, und treten auf die Höhen im Lande, * Esaj. 26,21. Daß * die Berge unter ihm schmelzen, und die Thäler reißen werden, gleichwie Wachs vor dem Feuer verschmelzet, wie die Wasser, so unterwärts stießen. * Ps. 97, §. 6 . Das alles um der Uebertretung willen Jakobs , und um der Sünde willen des Hauses Israels. Welches ist aber die Uebertretung Jakobs? Ist es nicht Samaria? Welches sind aber die Höhen Juda? Ist es nicht Jerusalem? 6 . Und ich will Samaria zum Steinhaufen im Felde machen, die man um die Weinberge legt, und will ihre Steine in das Thal schleifen, und zu Grunde einbrechen. 7 . Alle ihre Götzen sollen zerbrochen, und aller ihr * Hurenlohn soll mit Feuer verbrannt werden, und will alle ihre Bilder verwüsten; denn sie sind von Hurenlohn versammelt, und sollen auch wieder Hurenlohn werden. 'Hof. 2,3.12. 8 . Darüber muß ich klagen und heulen, ich muß beraubt und bloß daher gehen; ich muß klagen wie die Drachen, und trauern' wie die Straussen. * Hiob 30,28.2s. 9. Denn ihrer Plage ist kein Rath, die bis in Juda kommen, und bis an meines Volks Thore gen Jerusalem hinan reichen wird. het Micha. 10. * Verkündigets ja nicht zu Gath, laßt euer Weinen nicht hören; sondern gehet in die Trauerkammer , und fitzet in der Asche. ' 2'Sam. 1,20. 11. Du schöne Stadt mußt dahin mit allen Schanden; die Einwohnerinn Zaenans wird nicht ausziehen, um des Leides willen des nächsten Hauses; er wird es von euch nehmen, wenn er da sich lagern wird. 12. Die betrübte Stadt vermag sich nicht zu trösten; denn es wird ' das Unglück vom Herrn kommen, auch bis an das Thor Jerusalems. * Es. 43, 7. AmoS 3, 6. 13. Du Stadt. Lachis, spanne Läufer an und fahre davon; denn du bist der Tochter Zion der Anfang zur Sünde, und in dir sind gefunden die Übertretungen Israels. 1^. Du wirst mußen Gefangene geben, sowohl als Gath. Der Stadt ' Achsib wird es mit den Königen Israels fehlen. *Zos. 1;, 41. «.19,29. 15. Ich will dir, Maresa, den rechten Erben bringen; und die Herrlichkeit Israels soll kommen bis gen Adullam. 16. Laß die Haare abscheren, und gehe kahl über d.eine zarte Kinder; mache dich gar kahl wie ein Adler:,denn sie sind von dir gefangen weggeführet. Das 2 . Capitel. Des Volk» Sünde wider die andere Tafel, und atMdrohete Strafen. i^Mehe denen, die * Schaden zu thun trach- ten, und gehen mit bösen Tücken um auf ihrem Lager, daß sie es früh , wenn es licht wird, vollbringen, weil sie die Macht haben. * Pf. 36, 3. 2. Sie * reissen zu sich Aecker und nehmen Häuser, welche sie gelüstet; also treiben sie Gewalt mit eines Jeden Hause, und mit eines Jeden Erbe. * Esaj. 3 . Darum spricht der Herr also : Siehe , ich gedenke über dieß Geschlecht Böses, aus dem Nnnnn 834 Angedrohete Strafen Mich a 2. 3. 4. der Häupter. ihr euern Hals nicht ziehen, und nicht so stolz daher gehen sollt; denn es soll * eine böse Zeit ftyN^ *Amos 3 , 13 . Zu derfelbigen Zeit wird man einen Spruch von euch machen, und klagen: Es ist aus, wird man sagen, wir find verstärkt. Meines Volks Land krigt einen fremden Herrn. Wann wird er uns die Aecker wieder zutheilen, die er uns genommen hat? 5 . Ja wohl, ihr werdet kein Theil behalten in der Gemeine des Herrn. 6 . Sie sagen, man soll nicht * träusen; denn solche Traufe trifft uns nicht, wir werden nicht so zu Schanden werden. * Amvs 7,16. 7 . Das Haus Jakobs tröstet sich also: Meinest du, des Herrn Geist sey verkürzt? Sollte er solches thun wollen? Es ist wahr, meine Reden sind freundlich den Frommen. 8 . Aber mein Volk hat sich aufgemacht wie ein Feind; denn sie rauben beydes Rock und Mantel denen, so sicher daher gehen, gleichwie die, so aus dem Kriege kommen. 9. Ihr "treibet die Weiber meines Volks aus ihren lieben Häusern, und nehmet stets von ihren jungen Kindern meinen Schmuck. * Matth. 23, i4. 10. Darum macht euch auf, ihr müßet davon, ihr sollt hier nicht bleiben; um ihrer Unreinigkeit willen mäßen sie unsanft zerstöret werden. 11. Wenn ich ein Jrrgeift wäre, und * ein Lü- genpredtger, und predigte, wie sie saufen und schwelgen sollten; das wäre ein Prediger für dieß Volk. * Jer. 3 , , 3 . 12. Ich will aber dich, Jakob, * versammeln ganz, und die Uebrigen in Israel zuhauf bringen; ich will sie-k wie eine Herde mit einander in einen festen Stall thun, und wie eine Herde in seine Hürden, daß es von Menschen tönen soll. * Rom. 11 / 26. -j- Joh. 10 / 16. 13 . Es Wird ein Durch brech er vor ihnen herauf fahren, sie werden durchbrechen und zum Thor aus - und einziehen; und * ihr König wird vor ihnen her gehen, und der Herr vorne an. * c. 4 / 7. Das 3. Capitel. Strafe der Häupter im weltliche» und geistlichen Stande. 1. Nnd ich sprach: Höret doch, * ihr Häupter im Hause Jakob und ihr Fürsten im Hause Israel; ihr solltet es billig seyn, die das Recht Wüßte«. * Esaj. 1 / 10. Hof. 3 / 1. 2. Aber ihr hasset das Gute, und liebet das Arge; ihr schindet ihnen die Haut ab, und das Fleisch von ihren Beinen 3. Und fresset das Fleisch meines Volks; und wenn ihr ihnen die Haut abgezogen habt, zerbrechet ihr ihnen auch die Beine; und zerleget es wie in einen Topf, und wie Fleisch in einen Kessel. Darum, wenn ihr nun zum Herrn schreyen werdet, wird * er euch nicht erhören; sondern wird sein Angesicht vor euch verbergen zu der- selbigsn Zeit, wie ihr mit euerm bösen Wesen verdienet habt. * Esaj. 39,2. 5 . So spricht der Herr Wider die Propheten, so mein Volk verführen: Sie predigen, ' es solle wohl gehen, wo man ihnen zu fressen gebe; wo man ihnen aber nichts in das Maul gibt, da predigen sie, es mäße ein Krieg kommen. * Ez-ch. 13 / 10. 6 . Darum soll euer Gesicht zur Nacht, und euer Wahrsagen zur Finsterniß werden. Die Sonne soll über den Propheten untergehen, und der Tag über ihnen finster werden. 7. Und die Schauer sollen zu Schanden und die Wahrsager zu Sport werden, und mäßen * ihr Maul alle verhüllen; weil da kein Gottes Wort seyn wird. * 3 Mos. 13,43. 8. Ich aber bin * voll Kraft und Geistes des Herrn, voll Rechts und Stärke, daß ich Jakob sein Uebertreten, und Israel seine Sünde an- zeigen darf. * GM. 1, 8 . 9. So höret doch dieß, ihr Häupter im Hause Jakob und ihr Fürsten im Hause Israel, die ihr das Recht verschmähet und alles, was aufrichtig ist, verkehret; 10. Die ihr Zion mit Blut bauet, und Jerusalem mit Unrecht. 11. " Ihre Häupter richten um Geschenke, ihre Priester lehren um Lohn, und ihre Propheten wahrsagen um Geld, verlassen sich auf den Herrn, und sprechen: Ist nicht der Herr unter uns? Es kann kein Unglück über uns kommen, * Z-Ph. 3/ 3. 12. Darum * wird Zion um euert willen wie ein Feld zerpflüget, und Jerusalem zum Steinhaufen , und der Berg des Tempels zu einer wilden Höhe werden. *L-r. 9,11. c. 26, is. Das 4. Capitel. Vom Reich Christi/ und Erlösung aus der Babylonischen Gefangenschaft. 1. ^n * den letzten Tagen aber wird der Berg, ^ darauf des Herrn Haus stehet, gewiß seyn, höher denn alle Berge, und über die Hügel erhaben seyn. * Esaj. 2,2. 2. Und die Völker werden herzu laufen, und Beruf -er Heiden. Micha 5. Weissagung von Christo. 835 viele Heiden werden gehen und sagen: Kommt, laßt uns hinauf zum Berge des Herrn gehen und zum Hause des Gottes Jakobs, daß er uns lehre seine Wege, und wir auf seiner Straße wandeln; denn aus Zion wird das Gesetz ausgehen, und des Herrn Wort ' aus Jerusalem. *Luc.24,4?. 3. Er wird unter großen Völkern richten , und viele Heiden strafen in fernen Ländern. Sie * werden ihre Schwerter zu Pflugscharen, und ihre Spieße zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andere ein Schwert aufheben, und werden nicht mehr kriegen lernen. ' Esaj. 2. 4. Ein * Jeglicher wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen ohne Scheu; denn der -!- Mund des Herrn Zebaoth hat es geredet. ' 1 Kün. 4, 25. 1- Esaj. 1/ 20. 5 . Denn ein jegliches Volk wird wandeln im Nahmen seines Gottes; aber Wir werden wan- dein im Nahmen des Herrn unsers Gottes, immer und ewiglich. 6. Zu derselbigen Zeit, spricht der Herr, will ich die Lahme versammeln und die Verstoßene zuhauf bringen, und die ich geplaget habe. 7 . Und will* die Lahme machen, daß sie Erben haben soll; und die Verstoßene zum großen Volk machen: und i- der Herr wird König über sie seyn auf dem Berge Zion, von nun an bis in Ewigkeit. * Zeph. 3 / IS. 7- Luc. 1/ 33 . 8. Und du Thurm Eder, eine Feste der Tochter Zion, es wird deine goldene Rose kommen, * die vorige Herrschaft, das Königreich der Tochter Jerusalem. * Es. i, 26. 9. Warum hängest du dich denn jetzt an andere Freunde? * Ist der König nicht bey dir? Und find deine Rathgeber alle hinweg, daß dich also das Wehe angekommen ist, wie eine in Kindesnöthen ? * Hos. 10/ 3. 10. Lieber, leide doch solches Wehe, und kröchze, du Tochter Zion, * wie eine in Kindesnöthen. Denn du mußt zwar zur Stadt hinaus, und auf dem Felde wohnen, und gen Babel kommen; aber doch wirst du von dannen wieder errettet werden, daselbst wird dich der Herr erlösen von deinen Feinden. * 2 Kün 19/ 3. i i. Denn es werden jetzt sich viele Heiden wider dich rotten, und sprechen: Sie ist verbannet, wir wollen unsere * Lust an Zion sehen. * Obad. v. 12. 12. Aber sie wissen des Herrn Gedankew nicht, und merken seinen Rathschlag nicht, -aß er sie zuhauf gebracht hat wie Garben * auf der Tenne. * Jer. 51, 33. 13. Darum mache dich auf uud dresche^du Tochter Zion. Denn ich will dir eiserne Hörner und eherne Klauen machen, und sollst viele Völker zerschmeißen: so will ich ihr Gut dem Herrn verbannen, und ihre Habe dem Herrscher der ganzen Welt. 1^. Aber nun, du Kriegerinn, rüste dich; denn man wird uns belagern, und den * Richter Israels mit der Ruthe auf den Backen schlagen. * Job. 18 / 22 . Das 5. Capitel. Vs» Christi Geburtsstadt. 1. Nnd du * Bethlehem Ephrata, die " du klein bist unter den Tausenden in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sey, welches Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist. * Matth. 2,5.6. 2. Jndeß läßt er sie plagen bis auf die Zeit, daß die, so gebären soll, geboren habe; da werden dann die Uebrigen seiner Brüder wieder kommen zu den Kindern Israel. 3. Er aber wird auftreten, und weiden in Kraft des Herrn, und im Siege des Nahmens seines Gottes. Und sie werden wohnen; denn er wird zu derselbigen Zeit herrlich werden, so weit die Welt ist. Dazu werden wir auch Frieden haben vor dem Assur, der jetzt in unser Land gefallen ist, und unsere Häuser zertreten hat. Denn es werden sieben Hirten und acht Fürsten über ihn erwecket werden, 5. Die das Land Assur verderben mit dem Schwert, und das Land Nimrod mit ihren bloßen Waffen. Also werden wir von Assur errettet werden , der in unser Land gefallen ist und unsere Grenze zertreten hat. 6. Es werden auch die Uebrigen aus Jakob unter vielen Völkern seyn, * wie ein Thau vom Herrn und wie die Tröpflein aufs Gras, das auf Niemand harret, noch auf Menschen wartet. ' Ps. 110/ 3. 7. Ja, die Uebrigen aus Jakob werden unter den Heiden bey vielen Völkern seyn, wie ein Löwe unter den Thieren im Walde, wie ein junger Löwe unter einer Herde Sckafe, welchem Niemand wehren kann, wenn er dadurch gehet, zertritt und zerreißet. 8. Denn deine Hand wird siegen wider alle Nnnnn 2 836 Gott gefällige Opfer. Micha 5. 6. 7. Wenig fromme Leute. Lerne Widerwärtigen, daß alle deine Feinde mäßen ausgerottet werden, s. Zu derselbigen Zeit, spricht der Herr, will ich deine Rosse von dir Lhun, und deine Wagen umbringen; io. Und will die Städte deines Landes ausrotten , und alle deine Festen zerbrechen; i i. Und will die Zauberer bey dir ausrotten, daß keine Zeichendeuter bey dir bleiben sollen. 12. Ich ' will deine Bilder und Götzen von dir ausrotten, daß du nicht mehr sollst anbethen deiner Hände Werk. * Es. M, 22. Zach. 13,2. 13. Und will deine Haine zerbrechen, und deine Städte vertilgen. 1^. Und ich will Rache üben mit Grimm und Zorn an allen Heiden, so nicht gehorchen wollen. Das 6. Capitel. Von den Opfern, so Gott gefallen. 1. ^öretdoch, was der Herr sagt: Mache dich ^ auf, und schilt die Berge, und laß die Hügel deine Stimme hören. 2. Höret ihr Berge, wie der Herr strafen will, samt den starken Grundfesten der Erde; denn der Herr will sein Volk schelten, und will Israel strafen. 3 . Was habe ich dir gethan, mein Volk? Und womit habe ich dich beleidiget? Das sage mir. Habe * ich dich doch aus Egyptenland gefüh- ret, und aus dem Diensthause erlöset, und vor dir her gesandt Mose, Aaron und Mirjam. * 2 Mos. 12 , 37 . 4 i. 5. Mein Volk, denke doch daran, was * Ba- l-ak, der König in Moab, vorhatte, und was ihm Bileam, der Sohn Beors, antwortete, von Sittim an bis gen Gilgal; daran ihr ja merken solltet, wie der Herr euch alles Gutes gethan hat. *^0522,3.6.7. 6 . Womit soll ich den Herrn versöhnen? Mit Bücken vor dem hohen Gott? Soll ich mit Brand- spfcrn und jährigen Kälbern ihn versöhnen? 7. Meinest du, der Herr habe Gefallen an viel tausend Widdern? Oder am Oehl, wenn es gleich unzähliche Ströme voll wären? Oder soll ich meinen ersten Sohn für meine Übertretung geben? Oder meines Leibes Frucht für die Sünde meiner Seele? 8 . Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist, und was der Herr von dir fordert, nähmlich: Gottes Wort halten, und Liebe üben, und demüthig seyn vor deinem Gott. 9 . Es wird des Herrn Stimme über die Stadt rufen; aber wer deinen Nahmen fürchtet, dem wird es gelingen. Höret ihr Stämme, was geprediget wird. 10. Noch bleibet unrecht Gut in des Gottlosen Hause, und der feindselige geringe Epha. 11. Oder sollte ich die Unrechte Wage, und falsches Gewicht im Sekel billigen, 12. Durch welche ihre Neichen viel Unrechts thun ? Und ihre Einwohner gehen mit Lügen um, und haben falsche Zungen in ihrem Halse. 13. Darum will Ich dich auch anfangen zu plagen, und dich um deiner Sünde willen wüste machen. 1^. Du sollst nicht genug zu essen haben, und sollst verschmachten. Und was du erhaschest, soll doch nickt davon kommen; und was davon kommt, will ich doch dem Schwert überantworten. 15. Du * sollst säen, und nicht ernten; du sollst Oel keltern, und dich mit demselben nicht salben; und Most keltern, und nicht Wein trinken. * 3 Mos. 28 , 38. 1 6 . Denn man hält die Weise * Amri, und alle Werke des Hauses Ahabs, und folgt ihrem Rath. Darum will ich dich zur Wüste machen, und ihre Einwohner, daß man sie anpfeifen soll; und sollt meines Volks Schmach tragen. * 1 Kön. 16/ 23 . 29. so. Das 7. Capitel. Wenig Fromme sind zu finden. 1. Asch, es gehet mir wie einem, der im Wein- ^ berge nachlieset, da man keine Trauben findet zu essen, und wollte doch gerne der besten Früchte haben. 2. Die frommen Leute sind weg in diesem Lande; und die Gerechten sind nicht mehr unter den Leuten. Sie * lauern alle aufs Blut; ein Jeglicher jagt den andern, daß er ihn verderbe; * Spr. 1/ 11 . 3 . Ur-d meinen, sie thun wohl daran, wenn sie Böses thun. Was der Fürst will, das spricht der Richter, daß er ihm wieder einen Dienst thun soll. Dis Gewaltigen rathen nach ihrem Mnth- willen, Schaden zu thun, und drehen es, wie sie wollen. - 4 . Der Beste unter ihnen ist wie ein Dorn, und der Redlichste wie eine Hecke. Aber wenn der Tag deiner Prediger kommen wird, wenn du heimgesucht sollst werden, da werden sie dann nicht wissen, wo aus. 5. * Niemand glaube feinem Nächsten, Niemand Gottes Majestät Nah um 1. und Rache. 837 verlasse sich auf Fürsten: bewahre die Thür deines Mundes vor der / die in deinen Armen schläft. * Ps. 118, 9. Ps. 146, 3. 6. Denn* der Sohn verachtet den Vater/ die Tochter setzt sich wider die Mutter, die Schnur ist wider die Schwieger; und des Menschen Feinde find sein eigenes Hausgesinde. * Jcr. o, 45. Matth. 10 , 21 . 35. 36. Luc. 12 , 53. 7. Ich aber will auf den Herrn schauen, und des Gottes, meines Heils, erwarten; mein Gott wird mich Horen. 8. Freue dich nicht, meine Feindinn, daß ich * darnieder liege; ich werde wiederaufkommen. Und so ich im Finstern sitze, so ist doch der Herr mein Licht. * Ps. 13 , 3 . s. Ich will des Herrn Zorn tragen, denn ich habe wider ihn gesündiget; bis er meine Sache ausführe, und mir Recht schaffe: er wird mich an das Licht bringen, daß ich meine Lust an seiner Gnade sehe. 10. Meine Feindinn wird es sehen mäßen, und mir aller Schande bestehen, die jetzt zu mir sagt: Wo ist der Herr, dein Gott? Meine Augen Werdens sehen, daß sie dann wie ein Koth auf der Gaffe zertreten wird. 11 . Zu der Zeit werden deine Mauern gebauet werden, und Gottes Wort weit auskommen. 12 . Und zu derselbigen Zeit werden sie von Assur, und von festen Städten zu dir kommen; von den festen Städten bis an das Wasser, von einem Meer zum andern, von einem Gebirge zum andern. 13. Denn das Land wird wüste seyn seiner Einwohner halben, um der Frucht willen ihrer Werke. 1 Du aber * weide dein Volk mit deinem Stabe, die Herde deines Erbtheils, die da wohnen beydes im Walde allein, und auf dem Felde; laß sie zu Basan und Gilead weiden, wie vor Alters. * c. 2 , 3. 15. Ich Will sie Wunder sehen lassen, gleichwie zu der Zeit, da sie aus Egyptenland zogen; 1 6. Daß die Heiden sehen, und alle ihre Gewaltigen sich schämen sollen, und ' die Hand auf ihren Mund legen, und ihre Ohren zuhalten. * Hiob 29 , 9. c. 39, 34. Esaj. 52, 15. 17. Sie sollen * Staub lecken, wie die Schlangen, und wie das Gewürm auf Erden erzittern in ihren Löchern; sie werden sich fürchten vor dem Herrn, unserm Gott, und vor dir sich entsetzen. * Ps. 72, 9. 18 . Wo ist ein solcher Gott, wie du bist,*der die Sünde vergibt, und erläs- set die Missethat den Uebrigen seines Erbtheils; der seinen Zorn nicht ewiglich behält? denn er ist barmherzig. * 2 Mos. 34, 6. 7. Ps. 103, 3. 8. 11 . 19 . Er wird sich unserer wieder erbarmen, unsere Missethat dämpfen, und alle unsere Sünden in die Tiefe des Meers werfen. 20 . Du wirst dein Jakob * die Treue, und Abraham die Gnade halten, wie du unfern Vätern vorlängst t geschworen hast. * Ps. 89, 3. 1- Luc. 1, 73. Der Prophet Nahu in. Das 1. Capitel. Wortes Majestät wider die Tyrannen. 1. ^ieß ist die Last über Ninive, und das Buch der Weissagung Nahums von Elkos. 2 . Der Herr ist ein * eifriger Gott und ein Räch er, ja ein Räch er ist der Herr und zornig; der Herr ist ein Rächer wider seine Widersacher, und der es seinen Feinden nicht vergessen wird. *2Mos.2o,5. Z. Der Herr ist geduldig und von großer Kraft, * vor welchem Niemand unschuldig ist: er ist der Herr, deß Wege im Wetter und Sturm sind, und unter seinen Füßen dicker Staub; * L Mos. 34, 7.. Der* das Meer schilt und trocken macht, und alle Wasser vertrocknet. Basan und Carmel verschmachten; und was auf dem Berge Libanon blühet, verschmachtet. *2 Mos. 14 , 21 . 5 . Die * Berge zittern vor ihm, und die Hügel zergehen; das Erdreich bebet vor ihm, dazu der Weltkreis, und alle, die darinnen wohnen. * Ps- 79, 5. Zer. 4, 24. 6. Wer kann vor seinem Zorn stehen, und wer kann vor seinem Grimm bleiben? * Sein Zorn brennet wie Feuer, und die Felsen zerspringen vor ihm. *5 Mos. 32, 22. 7. Der Herr ist gütig und eine Feste zur Zeit der Noth; und * kennet die, so aus ihn trauen. *Ps. i/6. 838 Zerstörung und Sünde Nahum 2. 3. der Stadt Ninive. 8. Wenn die Fluth überherläuft, so macht er cs mit derselbigen ein Ende; aber seine Feinde verfolgt er mit Finsterniß. 9. Was gedenket ihr wider den Herrn? Erwirb es doch ein Ende machen; es wird das Unglück nicht zweymahl kommen. 10. Denn gleich als wenn die Dornen, so noch in einander wachsen und im besten Saft find, verbrannt werden, wie ganz dürres Stroh: i t. Also wird sevn der Schalksrath, der von dkr kommt und Böses wider den Herrn gedenket. 12. So spricht der Herr: Sie kommen so gerüstet und mächtig, als sie wollen, sollen'fie doch umgchauen werden und dahin fahren. Ich habe dich gedemülhiget, aber ich will dich nicht wiederum demüthigen. 13. Alsdann will ich sein Joch , das du trägst, zerbrechen, und deine Bande zerreißen. i^,. Aber wider dich hat der Herr gebothen, daß deines Nahmens Same keiner mehr soll bleiben. Vom Hause deines Gottes will ich dich ausrotten, die Götzen und Bilder will ich dir zum Grabe mache»; denn du bist zu Nichte geworden. Das 2. Capitel. Zerstörung der Stadt Ninive. 1. ^iehe, auf den "Bergen kommen Füße eines ^ guten Bothen, der da Frieden predigt: Halte deine Feyertage, Juda, und ^bezahle deine Gelübde; denn es wird der Schalk nicht mehr über dich kommen, er ist gar ausgerottet. * Esaj. 52, 7. -j- Ps. 50, 14. (Anfang des 2 . Capitels.) 2. Es wird der Zerstreuer wider dich herauf ziehen, und die Feste belagern. Aber ja, be- renne die Straße wohl, rüste dich aufs Beste, und stärke dich aufs Gewaltigste. 3. Denn der Herr wird die Hoffart Jakobs vergelten, wie die Hoffart Israels: denn die Ableser werden sie "ablesen, und ihre Fäser (Reben) verderben. * Jer. 8, iZ. Die Schilder seiner Starken sind roth, sein Heersvolk stehet wie Purpur, seine Wagen leuchten wie Feuer, wenn er treffen will; ihre Spieße beben. s. Die Wagen rollen auf den Gassen, und rasseln auf den Straßen; sie blicken wie Fackeln, und fahren unter einander her wie die Blitze. 6. Er aber wird an seine Gewaltigen gedenken: doch werden dieselbige fallen, wo sie hinaus wollen; und werden eilen zu der Mauer, und zu dem Schirm, da sie sicher seyn. 7. Aber die Thore an den Wassern werden doch geöffnet, und der Pallast wird untergehen. 8. Die Königin» wird gefangen weggeführet werden; und ihre Jungfrauen werden ' seufzen wie die Tauben, und an ihre Brust schlage«. * esaj. 38 , 14 . Ez. 7 , 16. 9. Denn Ninive ist wie ein Teich voll Wasser; aber dasselbige wird verstießen müßen. Stehet, stehet (werden sie rufen), aber da wird sich Niemand umwenden. 10. So raubet nun Silber, raubet Gold; denn hier ist der Schätze kein Ende, und die Menge aller köstlichen Kleinodien. i i. Aber nun muß sie rein abgelefen und geplündert werden, daß" ihr Herz muß verzagen, die Knie schlottern, alle Lenden zittern, und aller Angesicht bleich sehen, wie ein Topf. * Esaj. 13, 7. 8. 12. Wo ist nun die Wohnung der Löwen, und die Weide der jungen Löwen, da der Löwe und die Löwinn mit den jungen Löwen wandelten, und Niemand durfte sie scheuchen? 13. Sondern der Löwe raubte genug für seine Jungen, und würgete es seinen Löwinnen; seine Höhlen füllete er mit Raube und seine Wohnung mit dem, das er zerrissen hatte. i^. Siehe, ich will an dich, spricht der Herr Zebaoth, und deine Wagen im Rauch anzünden, und das Schwert soll deine jungen Löwen fressen; und will deines Raubens ein Ende machen auf Erden, daß man deiner Bothen Stimme nicht mehr hören soll. Das 3. Capitel. Sunden der Stadt Ninive. 1. AAehe" der mörderischen Stadt, die voll Lü- gen und Rauberey ist, und von ihrem Rauben nicht lassen will. * E;. 24,6.9. Hab. 2,12. 2. Denn da wird man hören die Geißeln klappen , und die Räder raffeln, und die Rosse schreyen, und die Wagen rollen. 3. Er bringet Reiter herauf mit glänzenden Schwertern und mit blitzenden Spießen. Da liegen viele Erschlagene, und große Haufen Leichname, daß derselbigen keine Zahl ist, und man über ihre Leichname fallen muß. Das alles um der großen Hurerey willen der " schönen lieben Hure, die mtt Zauberey umgehet, die mit ihrer Hurerey die Heiden, und mit ihrer Zauberey Land und Leute erworben hat. * Off. 17, 1. s. Siehe, Ich will an dich, spricht der Herr Straf- Habakuk i. predigt. Zebaoth; * ich will dir dein Gebräme aufdecken unter dein Angesicht, und will den Heiden deine Blöße, und den Königreichen deine Schande zeigen. * Esaj. 47/ 3. 6. Ich will dich ganz gräulich machen, und dich schänden, und einen Scheusal aus dir machen; 7. Daß alle, die dich sehen, von dir fliehen und sagen sollen: Ninive ist verstöret; wer will Mit- leiden mit ihr haben? Und wo soll ich dir Tröster suchen? 8. Meinest du, du seyst besser, denn die Stadt No der Regenten, die da lag an den Wassern und rings umher Wasser hatte, welcher Mauern und Feste war das Meer? s. Mohren und Egvpten war ihre unzähliche Macht, Put und Lybien waren deine Hülfe. 10. Noch hat sie mäßen vertrieben werden, und gefangen wegziehen; und sind ihre Kinder auf allen Gaffen erschlagen worden; und um ihre Edeln warf man das Loos, und alle ihre Gewaltigen wurden in Ketten und Fesseln gelegt. 11. Also mußt Du auch trunken werden, und dich verbergen, und eine Feste suchen vor dem Feinde. 12. Alle deine festen Städte sind wie Feigenbäume mit reifen Feigen; wenn man sie schüttelt, daß sie dem ins Maul fallen, der sie essen will. 13. Siehe, dein Volk soll zu Weibern werden 8Z9 in dir; und die Thore deines Landes sollen deinen Feinden geöffnet werden ; und das Feuer soll deine Riegel verzehren. 14. Schöpfe dir Wasser, denn du wirst belagert werden; bessere deine Festen; gehe in den Thon, und tritt den Leimen, und mache starke Ziegel. is. Aber das Feuer wird dich fressen, und das Schwert tödten, es wird dich abfressen, wie die Käfer, es wird dich überfallen, wie Käfer, es wird dich überfallen, wie Heuschrecken. 16. Du Haft mehr Händler, denn Sterne am Himmel sind; aber nun werden sie sich ausbreiten, wie Käfer, und davon fliegen. 17. Deiner Herren ist so viel, als der Heuschrecken, und deiner Hauptleute, als der Käfer, die sich an die Zäune lagern in den kalten Tagen, wenn aber die Sonne aufgehet, heben sie sich davon, daß man nicht weiß, wo sie bleiben. 18. Deine Hirten werden schlafen, o König zu Affur, deine Mächtigen werden sich legen; und dein Volk wird auf den Bergen zerstreuet seyn, und Niemand wird sie versammeln. 19. Niemand wird um deinen Schaden trauern, noch sich um deine Plage kränken; sondern alle, die solches von dir hören, werden mit ihren Händen über dich klappen. Denn über wen ist nicht deine Bosheit ohne Unterlaß gegangen? Oer Proph Das 1. Capitel. Einfall der Chaldäer wider Juda. i.^ieß ist die Last, welche der Prophet Habakuk gesehen hat. 2. Herr, wie lange' soll ich schreyen; und du willst nicht hören? Wie lange soll ich zu dir rufen über Frevel; und du willst nicht helfen? * Ps. 13/ 2. 3. Pf. 22, 2. 3. Warum lässest du mich sehen Mühe und Arbeit ? Warum zeigest du mir Raub und Frevel um mich? Es gehet Gewalt über Recht. 4. Darum gehet es gar anders, denn recht, und kann keine rechte Sache gewinnen; denn der Gottlose übervortheilt den Gerechten, darum gehen verkehrte Urtheile. s. Schauet unter den Heiden, sehet und verwundert euch; denn ich will etwas Lhun zu euern Zeiten, welches ihr nicht glauben werdet, wenn man davon sagen wird. et Habakuk. 6. Denn siehe, ich will die Chaldäer erwecken, ein bitterund schnell Volk; welches ziehen wird, so wett das Land ist, Wohnungen einzunehmen, die nicht sein sind; 7. Und wird grausam und schrecklich seyn; das da gebiethet und zwinget, wie es will. 8. Ihre Rosse sind schneller, denn die Parden; so sind sie auch beißiger, denn die * Wölfe des Abends. Ihre Reiter ziehen mit großen Haufen von ferne daher, als flögen sie, wie -r die Adler eilen zum Aas. * Z-ph. 3 ,3. 1- Matth. 21,28. 9. Sie kommen allesamt, daß sie Schaden thun; wo sie hin wollen, reisten sie hindurch, wie ein Ostwind; und werden Gefangene zusammen raffen wie Sand. 10. Sie werden der Könige spotten, und der Fürsten werden sie lachen. Alle Festungen werden ihnen ein Scherz seyn; denn sie werden Schutt machen, und sie doch gewinnen. 810 Trost -er Juden. Habakuk 2. 3. Untergang der Babylonier. i i. Alsdann werden sie einen neuen Muth nehmen, werden fortfahren und sich versündigen; dann muß ihr Sieg ihres Gottes seyu. 12 . Aberdu, Herr, mein Gott, mein Heiliger, der du von Ewigkeit her bist, * laß uns nicht sterben: sondern laß sie uns, o Herr, nur eine Strafe seyn; und laß sie, o unser Hort, uns nur züchtigen. * Z-r. io, 24 . c. 46, 28 . 13 . Deine Augen sind rein, daß du Uebels nicht sehen magst, und dem Jammer kannst du nicht znsehen. Warum ' siehest du denn zu den Verächtern , und schweigest, daß der Gottlose verschlinget den, der frömmer denn er ist? * Hiob 21 , 7. Lcr. 12 , 1 . i^. Und lassest die Menschen gehen, wie Fische lm Meer, wie Gewürm, * das keinen Herrn hat? ' 4 Mos. 27, 17. iZ. Sie ziehen es alles mit dem Hamen, und fangen es mit ihrem Netz, und sammeln es mit ihrem Garn; deß freuen sie sich, und sind fröhlich. io. Darum opfern sie ihrem Netz, und räu- ehern ihrem Garn, weil durch dieselbigen ihr Theil so fett, und ihre Speise so völlig geworden ist. 1 7. Derhalben werfen sie ihr Netz noch immer aus, und wollen nicht aufhören Leute zu erwürgen. Das 2. Capitel. Gottes Vcrhcissungen und Wahrheit. Der Glaube macht gerecht. Vom Untergang der Babylonier. 1. ^>ie * stehe ich auf meiner Huth, und trete auf meine Feste, und schaue und sehe zu, was mir gesagt werde, und was ich antworten soll dem , der mich schilt. * Esaj. 21 ,8. 2 . Der Herr aber antwortet mir, und spricht: Schreibe das Gesicht, und mahle es auf eine Tafel, daß es lesen könne, wer vorüberläuft (nähmlich also:) 3 . Die Weissagung wird ja noch erfüllet werden zu seiner Zeit, und wird endlich freyanTag kommen, und nicht außen bleiben. Ob sie aber verziehet, so ' harre ihrer; sie wird gewißlich kommen, und nicht verziehen. ' Ps. 27, 14. Ps. 42, 6. Siehe, wer halsstarrig ist, der wird keine Ruhe in seinem Herzen haben; denn der Gerechte'lebet seines Glaubens» * Rom. 1 , 17. (Anfang des 3. CapitelS.) 5. H!ber der Wein betrugt den stolzen Mann, " daß er nicht bleiben kann, welcher seine Seele auffperret wie die Hölle, und ist gerade, wie der Tod, der nicht zu sättigen ist, sondern rafft zu sich alle Heiden, und sammelt zu sich alle Volker. 6. Was gilt es aber? Dieselbigen alle werden einen Spruch von ihm machen, und eine Sage und Sprüchwort, und werden sagen: Wehe dem, der sein Gut mehret mit fremdem Gut! Wie lange wird es währen? Und ladet nur viel Schlamm auf sich. 7. O wie plötzlich werden aufwachen, die dich beissen, und erwachen, die dich wegstoßen? Und du mußt ihnen zu Theil werden. 8. Denn du hast viele Heiden geraubt; so werden dich wieder rauben alle Uebrigen von den Völkern , * um der Menschen Bluts willen, und um des Frevels willen im Lande, und in der Stadt, und an allen, die darinnen wohnen, begangen. * verS 17. 9. Wehe dem, der da geizt zum Unglück seines Hauses, ans daß er sein Nest in die Höhe lege, daß er dem Unfall entrinne. 10. Aber dein Rathschlag wird zur Schande deines Hauses geratheu; denn du hast zu viele Völker zerschlagen, und hast mit allem Muth- willen gesündiget. 11. Denn auch die Steine in der Mauer werden schreyen, und die Balken am Gesperre werden ihnen antworten. 12 . Wehe * dem, der die Stadt mit Blut bauet, und zurichtet die Stadt mit Unrecht! * Jcr. 22 , 13. Ez. 24, s. Mich. 3, io. Nah. 3, 1 . 13. Ist es nicht also, daß vom Herrn Zebaoth geschehen wird? Was dir die Völker gearbeitet haben, muß mit Feuer verbrennen; und daran die Leute müde geworden sind, muß verloren seyn. i^. Denn "die Erde wird voll werden vom Erkenntniß der Ehre des Herrn, wie Wasser, das das Meer bedeckt. * Es. II, S 15. Wehe dir, der du deinem Nächsten einschen-- kest, und mischest deinen Grimm darunter, und trunken machest, daß du leine Scham sehest. 16 . Man wird dich auch sättigen mit Schande für Ehre. So * saufe D u nun auch, daß du taumelst : denn dick wird umgeben der Kelch in der Rechten des Herrn, und mußt schändlich speyen für deine Herrlichkeit. * Ps. 60 , L. Ps. 73, 9. Esaj. 41, 17. 17. Denn Gebeth zu Gott um Habakuk 2. 3. Erhaltung seines Volks. 8-41 17. Denn der Frevel, am Libanon begangen, wird dich überfallen, und die verstörten Thiere werden dich schrecken, um der Menschen Bluts willen, und um des Frevels willen im Lande, und in der Stadt, und an allen, die darinnen wohnen, begangen. 18. Was wird dann helfen das Bild, das sein Meister gebildet hat, und das falsche gegossene Bild, darauf sich verläßt sein Meister, daß er stumme Götzen machte? i s. Wehe dem, * der zum Holz spricht: Wache auf! und zum stummen Stein: Stehe auf! Wie sollte es lehren? Siehe, i- es ist mit Gold und Silber überzogen, und ist kein Odem in ihm. * 1 Kon. 13, 26. 27. 1- Ps. 115, 4. Ps. 135, 15. 17. 20. Aber der * Herr ist in seinem heiligen Tempel. Es sey vor i- ihm stille alle Welt. * Ps. 11, 4. 1- Ps. 46, 11. Zach. 2, 13. Das 3. Capitel. Gcbcth zu Gott um Erhaltung seines Volks. i'^ieß ist das Gebeth des Propheten Ha- ^ bakuks für die Unschuldigen: 2. Herr, ich habe dein Gerücht gehöret, daß ich mich entsetze. Herr, du machst dein Werk lebendig mitten in den Jahren, und lassest es kund werden mitten in den Jahren. Wenn Trübsal da ist, so denkest du der Barmherzigkeit. 3 . Gott kam vom Mittag, und der Heilige vom Gebirge Paran, Sela. Seines Lobes war der Himmel voll, und * feiner Ehre war die Erde voll. * es. 6 ,3. Ps. 72,19. Sein Glanz war wie Lickt; Glänzen gingen von seinen Händen ; daselbst war heimlich seine Macht. 5. Vor ihm her ging Pestilenz: und Plage ging aus, wo er hin trat. 6 . Er stand und maß das Land, er schauete und zertrennete die Heiden, daß der Welt Berge zerschmettert wurden und sich bücken mußten die Hügel in der Welt, da er ging in der Welt. 7 . Ich sah der Mohren Hütten in Mühe, und der Midianiter Gezelte betrübt. 8 . Wärest du nicht zornig, Herr, inderFluth, und dein Grimm in den Wassern, und dein Zorn im Meer; da du auf deinen Rossen rittest, und deine Wagen den Sieg behielten? y. Du zogest den Bogen hervor, du geschworen hattest den Stämmen, Sela; und theiltest die Ströme ins Land. 10. Die Berge sahen dich, und ihnen ward bange, * der Wasserstrom fuhr dahin, die Tiefe ließ sich hören, die Höhe hob die Hände auf» * 2 Mos. 14, 21 . Jos. 3, 13. 11. Sonne * und Mond standen still. Deine Pfeile fuhren mit Glänzen dahin, und deine Sperre mit Blicken des Blitzes. * 8°s. 10 , 13 . 12. Du zertratest das Land im Zorn, und zerdroschest die Heiden im Grimm. 13 . Du zogest aus, deinem Volk zu helfen,' zu helfen deinem Gesalbten: du zerschmissest das Haupt im Hause des Gottlosen, und entblöße- test die Grundfeste bis an den Hals, Sela. 1 Du wolltest fluchen dem Scepter des Haupts samt seinen Flecken, die wie ein Wetter kommen mich zu zerstreuen, und freuen sich, als fräßen sie den Elenden verborgen. 15. Deine Pferde gehen im Meer, im Schlamm großer Wasser. 16. Weil ich solches höre, ist mein Bauch betrübt, meine Lippen zittern von dem Geschrey; Eiter gehet in meine Gebeine, ich bin bey mir betrübt. O daß ich ruhen möchte zur Zeit der Trübsal, da wir hinauf ziehen zum Volk, das uns bestreitet. 17. Denn der Feigenbaum wird nicht grünen, und wird kein Gewächs seyn an den Weinstöcken; die Arbeit am Oehlbaum fehlet, und die Aecker bringen keine Nahrung; und Schafe werden aus den Hürden gerissen, und werden keine Rinder in den Ställen seyn. 18. Aber Ich will mich * freuen des Herrn, und fröhlich seyn in Gott, meinem Heil. * Esi,j. ei, 10. 19. Denn der Herr Herr ist meine Kraft, und wird meine Füße machen wie Hirschfüße; und wird mich in der Höhe führen, daß ich finge auf meinem Saitenspiel. Oo 0 0 0 842 Vom Untergang des ZepH an ja 1. 2. Königreichs Juda. Der Prophe Das 4. Capitel. Vom Untergang des Königreichs Juda. r. A^ieß ist das Wort des Herrn, welches geschah zu Zephanja, dem Sohne Chufi, des Sohnes Gedalja, des Sohnes Amarja, des Sohnes Hiskia, zur Zeit Josia, des Sohnes Amons, des Königs Juda. 2. Ich will alles aus dem Lande wegnehmen, spricht der Herr. 3 . Ich will beyde Menschen und Vieh, beyde Vögel des Himmels, und Fische im Meer wegnehmen , samt ' den Aergernissen und den Gottlosen : ja, ich will die Menschen ausreuten aus dem Lande, spricht der Herr. *Matth.i3,4i. Ich will meine Hand ausftrecken über Juda, und über alle, die zu Jerusalem wohnen: also will ich das Uebrige von Baal ausreuten, dazu den Nahmen der * Camarim und Priester aus diesem Ort; * 2 Kön.-3/L. s. Und die, so auf den Dächern des Himmels Heer anbethen; die es anbethen, und * schwören doch bey dem Herrn, und zugleich bey Malchom; " Jos. 23, 7. 6 . Und die * vom Herrn abfallen, und die nach dem Herrn nichts fragen, und ihn nicht achten. * Lsaj. 1, 2. 7 . Seyd * stille vor dem Herrn Herrn: denn des Herrn Tag ist nahe; denn der Herr hat ein Schlachtopfer zubereitet, und seine Gäste dazu geladen. * Ps. 46 ,11. 8 . Und am * Tage des Schlachtopfers des Herrn will ich heimsuchen die Fürsten und des Königs Kinder, und alle, die ein fremdes Kleid tragen. " Esai. 30, 23. 9. Auch will ich zu derselbigen Zeit die heim- snchen, so über die Schwelle springen; die ihrer Herren Haus füllen mit Rauben und Trügen. 10. Zu derselbigen Zeit, spricht der Herr, wird sich ein lautes Geschrey erheben von dem Fischthor an, und ein Geheute von dem andern Thor, und ein großer Jammer auf den Hügeln. 11. Heulet, die ihr in der Mühle wohnet; denn das ganze Krämervolk ist dahin, und alle, die Geld sammeln, sind ausgcrottet. 12. Zu derselbigen Zeit will ich Jerusalem mit Laternen durchsuchen; und will heimsuchen die Leute, die auf ihren Hefen liegen, und sprechen in ihrem Herzen : Der Herr wird weder Gutes noch Böses thun. t Zephanja. 13 . Und sollen ihre Güter zum Raube werden, und ihre Häuser zur Wüste. Sie * werden Häuser bauen, und nicht darinnen wohnen; sie werden ^ Weinberge pflanzen, und keinen Wein davon trinken. * AmoS 3, 11 . -r § Mos. 2 «, 39 . 1^. Denn des * Herrn großer Tag ist nahe; er ist nahe und eilet sehr. Wenn das Geschrey vom Tage des Herrn kommen wird, so werden die Starken alsdann bitterlich schreyen. * Joel 1, 13. 15. Denn * dieser Tag ist ein Tag des Grimms, ein Tag der Trübsal und Angst, ein Tag des Wetters und Ungestüms, ein Tag der Finster- niß und Dunkels, ein Tag der Wolken und Nebel; ' Jer. 3», 7. 16. Ein Tag der Posaunen und Trompeten, Wider die festen Städte und hohen Schlösser. 17. Ich will den Leuten bange machen, daß sie umher gehen sollen wie die Blinden; darum, daß sie wider den Herrn gesündiget haben. Ihr Blut soll vergossen werden, als wäre es Staub, und ihr Leib, als wäre es Koth. 18. Es * wird sie ihr Silber und Gold nicht erretten mögen am Tage des Zorns des Herrn; sondern das ganze Land soll durch das Feuer seines Eifers verzehret werden: denn er wird es plötzlich ein Ende machen mit allen, die im Lande wohnen. *Ez. 7 , 19 . -i-Zeph. 3, 8. Das 2. Capitel. Vermahnung rur Buße. Strafe der benachbarten Völker. 1. sammelt euch und kommt her, ihr ftind- ^ seliges Volk; 2. Ehe denn das Urtheil ausgehe, daß ihr, wie * die Spreu bey Tage, dahin fahret; ehe denn des Herrn grimmiger Zorn über euch komme; ehe der Tag des Herrn Zorns über euch komme. ' Ps. 1/ 4. 3. Suchet den Herrn, alle ihr Elenden im Lande, die ihr seine Rechte haltet; suchet Gerechtigkeit, suchet Demuth, auf daß ihr am Tage des Herrn Zorns wöget verborgen werden. Denn Gafa muß verlassen werden, und Askalon wüste werden; Asdod soll im Mittag vertrieben werden, und Akkaron ausgewurzelt werden. 5. Wehe denen, so am Meer hinab wohnen, den Kriegern! Des Herrn Wort wird über euch kommen. Du Canaan, * der Philister Land, Beruf der Heiden. Zephanja 2 . ich will dich umbringen, daß Niemand mehr da wohnen soll. "Jer. 47,1. 6 . Es sollen am Meer hinab eitel Hirtenhäuser und Schafhürden seyn. 7. Und dasselbe soll den Uebrigen vom Hause Inda zu Theil werden, daß sie darauf weiden sollen. Des Abends sollen sie sich in den Häusern Askalons lagern, wenn sie nun der Herr, ihr Gott, wiederum heimgesucht und' ihr Gefängniß gewendet hat. -Jer. 29,14. 8 . Ich habe die Schmach Moabs, und das Lästern der Kinder Ammon gehöret, damit sie mein Volk geschmähet, und auf desselbigen Grenzen sich gerühmet haben. 9. Wohlan, so wahr ich lebe, spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Moab soll wie' Sodom, und die Kinder Ammon wie Gomorra werden; ja wie ein Nesselstrauch und Salzgrube, und eine ewige Wüsteney. Die Uebrigen meines Volks sollen sie rauben, und die Ueberbliebenen meines Volks sollen sie erben. *1 Mos. 19,24. 10. Das soll ihnen begegnen für ihre Hoffart, daß sie des Herrn Zebaoth -Volk geschmähet, und sich gerühmet haben. 11. Schrecklich wird der Herr über sie seyn, denn er wird alle Götter auf Erden vertilgen; und sollen ihn anbethen alle Inseln unter den Heiden, ein Jeglicher an seinem Ort. 12. Auch sollt ihr Mohren durch mein Schwert erschlagen werden. 13. Und er wird seine Hand strecken über Mitternacht, und Assur umbringeu. Ninive wird er öde machen / dürre wie eine Wüste; 1 4 . Daß ' darinnen sich lagern werden allerlei- Thiere unter den Heiden; auch s Rohrdommel und Igel werden wohnen auf ihren Thürmen, und werden in den Fenstern singen, und die Raben auf den Balken; denn die Cedernbretter sollen abgerissen werden. * Ls«,. 21. c. 34,11. -k Ps. 102, 7. 15. Das ist die fröhliche Stadt, die so sicher wohuete, und sprach in ihrem Herzen: Jch bius, und keine mehr. Wie ist sie so wüste geworden, daß die Thiere darinnen wohnen? Und wer vorüber gehet, pfeifet sie an und klappet mit der Hand über sie. Das 3. Capitel. Klage und Drohung wider das ungehorsame Jerusalem. Trost der Gläubigen in dem Messt«. i.M ehe der scheußlichen, unfläthigen, tyran- Nischen Stadt! 3 . Klage und Drohung. Trost der Gläubigen. 8 43 2. Sie will nicht gehorchen, noch sich züchtigen lassen; sie will auf den Herrn nicht trauen, noch sich zu ihrem Gott halten. 3. Ihre * Fürsten find unter ihnen brüllende Löwen; und ihre Richter Wölfe am Abend, die nichts lassen bis auf den Morgen überbleiben. * Ez. 22, 27. Mich. 3, n. Ihre Propheten find leichtfertig, und Verächter; ihre Priester entweihen das Heiligthum, und deuten das Gesetz freventlich. s. Aber der Herr, der unter ihnen ist, lehret wohl recht und thut kein Arges. Er läßt alle Morgen seine Rechte öffentlich lehren, und läßt nicht ab; aber die bösen Leute wollen sich nicht schämen lernen. 6 . Darum will ich diese Leute ausrotten, ihre Schlösser verwüsten und ihre Gassen so leer machen, daß Niemand darauf gehen soll; ihre Städte sollen zerstöret werden, daß Niemand mehr da wohne. 7 . Ich ließ dir sagen: Mich sollst du fürchten, und dich lassen züchtigen; so würde ihre Wohnung nicht ausgerottet und derer keins kommen, damit ich sie heimsuchen werde. Aber' sie find fleißig, allerley Bosheit zu üben. * Jer. 4,22. 8 . Darum , spricht der Herr, müßet ihr wiederum meiner auch harren, bis ich mich aufmache zu seiner Zeit; da ich auch rechten werde, und dir Heiden versammeln, und die Königreiche zuhaufbringen, meinen Zorn über sie zu schütten, ja allen Zorn meines Grimms. Denn alle Welt soll durch meines Eifers Feuer verzehret werden. 9. Alsdann will ich den Völkern anders predigen lassen'mit freundlichen Lippen, daß sie alle sollen des Herrn Nahmen an rufen, und ihm dienen einträchtige ch. ' Es«j. 40,2. Hof. 2,14. 10. Man wird mir meine Attbelher, nähm- lich die Zerftreueten von jenseit des Wassers im * Mohrenland , herbringen zum Geschenk. * Gcsch. 8/ 27. 11. Zu derselbigen Zeit wirst du dich nicht mehr schämen alles deines Thuns, damit du wider mich übertreten hast; denn ich will die stolzen Heiligen Hon dir thun, * daß du nicht mehr sollst dich erheben um meines heiligen Berges willen. * Jer. 7/ 4. 12. Jchwill in dir lassen ' überbleiben ein armes geringes Volk, die werden auf des Herrn Nahmen trauen. *Esaj. 1/9. Ez. 6/8. 13. Die Uebrigen in Israel werden kein BöfeS O 0 0 0 0 2 Strafpredigt. Haggail. Serubabel gehorchet. thun, noch falsch reden; und man wird" in ihrem Munde keine betrügliche Zunge finden; sondern fie sollen weiden und ruhen, ohne alle Furcht. "Off. 1/3. i^. " Jauchze, du Tochter Zion! rufe, Israel ! freue dich und sey fröhlich von ganzem Herzen, du Tochter Jerusalem ! * Zach s, 9. Denn der Herr hat deine Strafe weggenommen, und deine Feinde abgewendet. Der Herr, der König Israels, "ist bey dir, daß du dich vor keinem Unglück mehr fürchten darfst. * Em andern Jahr des Königs Darius, im sechsten Monath, am ersten Tage des Monaths, geschah des Herrn Wort durch den Propheten "Haggai zuSerubabel, dem Sohne Sealthiels, dem Fürsten Juda, und zu Josua, dem Sohne Jozadaks, dem Hohenpriester, und sprach: " Esr. §> i. 2. 2. So spricht der Herr Zebaoth: Dieß Volk spricht: Die Zeit ist noch nicht da, daß man des Herrn Haus baue. 3. Und des Herrn Wort geschah durch den Propheten Haggai: Aber eure Zeit ist da, daß ihr in getäfelten Häusern wohnet? Und dieß Haus muß wüste stehen? s. Nun so spricht der Herr Zebaoth: Schauet, wie es euch gehet. 6 . Ihr" säet viel, und bringet wenig ein; ihr esset, und werdet doch nicht satt; ihr trinket, und werdet doch nicht trunken; ihr kleidet euch, und könnet euch doch nicht erwärmen; und welcher Geld verdienet, der legt es in einen löchrich- ten Beutel. * c. 2,17. L Mos. 28/ 38. ff 3 Mos. 26/ 26. Hos. 4, 10. 7 . So spricht der Herr Zebaoth: Schauet, wie es euch gehet. 8 . Gehet hin auf das Gebirge, und höhlet Holz, und bauet das Haus; das soll mir angenehm seyn, und will meine Ehre erzeigen, spricht der Herr. 9. Denn ihr wartet wohl auf viel, und fiehe, es wird wenig; und ob ihr es schon heim bringet, so zerstäube ich es doch. Warum das? spricht der Herr Zebaoth: Darum, daß mein Haus so wüste stehet, und ein Jeglicher eilet auf sein Haus. 10. Darum hat der Himmel über euch den' Thau Verhalten, und das Erdreich sein Gewächs. * 1 Kön. 17/ 1. 11. Und ich habe die" Dürre gerufen, beydes über Land und Berge, über Korn, Most, Ochl, und über alles, was aus der Erde kommt; auch über Leute und Vieh, und über alle Arbeit der Hände. * c. 2/ 18. Amos 4/ 9. 12. Da gehorchte Serubabel, der Sohn Sealthiels , und Josua, der Sohn Jozadaks, der Hohepriester, und alle Uebrige des Volks, solcher Stimme des Herrn, ihres Gottes, und den Worten des Propheten Haggai, wie ihn der Herr, ihr Gott, gesandt hatte; und das Volk fürchtete fich vor dem Herrn. 13 . Da sprach Haggai, der Engel des Herrn, der die Bothschaft des Herrn hatte an das Volk: * Ich bin mit euch, spricht der Herr. * c. 2/ 3. 1^. Und der Herr erweckte den Geist Seruba- bels, des Sohnes Sealthiels, des Fürsten Juda, und den Geist Josua, des Sohnes Jozadaks, Aller Heiden Trost. Haggai 2. Pl'age Gottes. des Hohenpriesters, und den Geist des ganzen übrigen Volks , daß sie kamen und arbeiteten am Hause des Herrn Zebaoth, ihres Gottes. Das 2. Capitel. Weissagung von der Herrlichkeit LeS andern Tempels wegen der Zukunft des MesßaS. 1. Zsm vier und zwanzigsten Tage des sechsten ^ Monaths im andern Jahr des Königs Darius, 2. Am ein und zwanzigsten Tage des siebenten Monaths, * geschah des Herrn Wort durch den Propheten Haggai, und sprach : ' e. i, i. 3 . Sage zu Serubabel, dem Sohne Sealthiels, dem Fürsten Juda, und zu Josua, dem Sohne Jozadaks, dem Hohenpriester, und zum übrigen Volk, und sprich: Wer ist unter euch übergeblieben, der dieß Haus in seiner * vorigen Herrlichkeit gesehen hat? Und wie sehet ihr cs nun an? Ist cs nicht also, es dünkt euch nichts sepn? * Eft. 3 ,12. 5. Und nun, Serubabel, sey getrost, spricht der Herr; sey getrost Josua, du Sohn Jozadaks, du Hoherpriefter; sey getrost, alles Volk im Lande, spricht der Herr, und arbeitet: * denn Ich bin mit euch: spricht der Herr Zebaoth. * «. 1, 13. 6 . Nach dem Wort, da ich mit euch einen * Bund machte, da ihr aus Egypten zöget, soll mein Geist unter euch bleiben, fürchtet euch nicht. ' 2 Mos. 19/ 3. 7 . Denn so spricht der Herr Zebaoth: Es ist noch ein Kleines dahin, "daß Ich Himmel und Erde, das Meer und Trockne bewegenwerde. - Ebr. 12/ 26. 8. Ja alle Heiden will ich bewegen. Da soll dann kommen * aller Heiden Trost; und ich will dieß Haus voll Herrlichkeit machen, spricht der Herr Zebaoth. ' Esm. 49, s. 9. Denn mein ist beydcs Silber und Gold, spricht der Herr Zebaoth. 10. Es soll die Herrlichkeit dieses letzten "Hauses größer werden, denn des ersten gewesen ist, spricht der Herr Zebaoth; und ich will Frieden geben an diesem Ort, spricht der Herr Zebaoth. * Mal. 3/ 1. 11. Am vier und zwanzigsten Tage des neunten Monaths, im andern Jahr Darius, geschah des Herrn Wort zu dem Propheten Haggai, und sprach: 12. So spricht der Herr Zebaoth: Frage die Priester um das Gesetz, und sprich: 13. Wenn Jemand heiliges Fleisch trüge in 8 45 seines Kleides Geren, (Saum, Ecke) und rührcte darnach an mit seinem Geren Brot, Gemüse, Wein, Oehl, oder was es für Speise wäre; würde es auch heilig? Und die Priester antworteten , und sprachen: Nein. 1^. Haggai sprach: Wo aber ein Unreiner von einem" berührten Aas dieser eins anrührete, würde es auch unrein? Die Priester antworteten und sprachen: Es würde unrein. * 3 Mos. 3, 2 . «. 11 , 24. 3Ü. 39 . 15. Da antwortete Haggai, und sprach : Eben also sind dieß Volk und diese Leute vor mir auch, spricht der Herr; und alles ihrer Hände Werk, und was sie opfern, ist unrein. 16. Und nun schauet, wie es euch gegangen ist von diesem Tage an und zuvor, ehe denn ein Stein auf den andern gelegt ward am Tempel des Herrn: 17. Daß, wenn einer zum " Aornhaufen kam, der zwanzig Maß haben sollte, so waren kaum zehn da; kam er zur Kelter, und meinete fünfzig Eimer zu schöpfen, so waren kaum zwanzig da. * c. 1 , 6. 1 8 . Denn " ich plagte euch mit Dürre, Brand, körn und Hagel in aller eurer Arbeit; noch keh- retet ihr euch nicht zu mir, spricht der Herr. * c. 1 , 11 . Amos 4, 9. i y. So schauet nun darauf, von diesem Tage an und zuvor; nähmlich von dem vier und zwanzigsten Tage des neunten Monaths bis an den Tag, da der Tempel des Herrn gegründet ist, schauet darauf. 20. Denn der Same liegt noch in der Scheuer, und trägt noch nichts, weder Weinftöcke, Feigenbäume, Granatbäume, noch Oehlbaume; aber von diesem Tage an will ich Segen geben. 21. Und des Herrn Wort geschah zum andern Mahl zu Haggai, am vier und zwanzigsten Tage des Monaths, und sprach: 22. Sage Serubabel, dem Fürsten Juda, und sprich: Ich " will Himmel und Erde bewegen; * verS 7. 23 . Und will die Stühle der Königreiche umkehren , und die mächtigen Königreiche der Heiden vertilgen; und will beydes Wagen mit ihren Reitern umkehren, daß beydes Roß und Mann herunter fallen sollen, " ein Jeglicher durch des Andern Schwert. ' Ez. 33 , 21 . 2^. Zu derselbigen Zeit, spricht der Herr Zebaoth, will ich dich, Serubabel, du Sohn Seal- thiels, meinen Knecht, nehmen spricht der Herr, und will dich wie eine» Petschaflsring halten > denn ich habe dich erwählet, spricht der Herr Zebaoth. 8 16 Engel unter den Myrten. Sacharja 2. Mann mit -er Meßschnur. Der Prophet S a c h a r j a. Das Capitel. Dermechnung zur Buße und Gottesfurcht, mit zwcyen Gesichten bestätigt. 1. ^>'M achten Monath des andern Jahrs des Königs Darius, geschah dieß Wort des Herrn zu * Sacharja, dem Sohne Berechja, des Sohnes Jddo, dem Propheten, und sprach: * Esra L, i. 2. Der Herr ist zornig gewesen über eure Väter. 3. Und sprich zu ihnen: So spricht der Herr Zebaoth: * Kehret euch zu mir/ spricht der Herr Zebaoth ; so will ich mich zu euch kehren, spricht der Herr Zebaoth. 8 . Send nicht wie eure Väter, welchen * die vorigen Propheten predigten, und sprachen: So spricht der Herr Zebaoth: Kehret euch von euer» bösen Wegen, und von eurem bösen Thun; aber sie gehorchten nicht, und achteten nicht auf mich, spricht der Herr. * ss-u. 31,6. c. 45,22. Jer. 3, 12. E;, 33/ 11. Hof. ist, 2. Joel 2, 12. Z. Wo find nun eure Väter, und die Propheten? Leben sie auch noch? 6. Ist es nicht also, daß meine Worte und meine Rechte, die ich durch meine Knechte, die Propheten, geboth, haben eure Väter getroffen? Daß sie sich haben müssen kehren, und sagen: Gleichwie der Herr Zebaoth vorhatte uns zu thun, darnach wir gingen und thaten; also hat er uns auch gethan. 7. Im vier und zwanzigsten Tage des eilften Monaths, welcher ist der Monath Gebar, im andern Jahr (des Königs) Darius, geschah das Wort des Herrn zu Sacharja, dem Sohne Berechja, des Sohnes Jddo, dem Propheten, und sprach: 8. Ich sah bey der Nackt, und siehe, ein Mann saß auf einem rothen Pferde, und er hielt unter den Myrten in der Aue, und hinter ihm waren rothe, braune und weiße Pferde. 9. Und ich sprach: Mein Herr, wer find diese? Und der Engel, der mit mir redete, sprach zu mir: Ich will dir zeigen, wer diese find. 10. Und der Mann, der unter den Myrten hielt, antwortete und sprach: Diese find, die der Herr ausgesandt hat, das Land durchzu- ziehen. 11. Sie aber antworteten dem Engel des Herrn, der unter den Myrten hielt, und sprachen: Wir sind durch das Land gezogen; und siehe, alle Länder fitzen stille. 12. Da antwortete der Engel des Herrn, und sprach: Herr Zebaoth, wie lange willst Du denn dich nicht' erbarmen über Jerusalem und über die Städte Juda, über welche du zornig bist gewesen diese siebenzig Jahre? *Ps. 102, i§. 13. Und der Herr antwortete dem Engel, der mit mir redete, freundliche Worte und tröstliche Worte. 1^. Und der Engel, der mit mir redete, sprach zu mir: Predige, und sprich: So spricht der Herr Zebaoth: Ich habe sehr geeifert über Jerusalem und Zion; 15. Aber * ich bin sehr zornig über die stolzen Heiden: denn ich war nur ein wenig zornig, sie aber helfen zum Verderben. *«.«, 2. 16. Darum so spricht der Herr: Ich will mich wieder zu Jerusalem kehren mit Barmherzigkeit, und mein Haus soll darinnen gebauet werden, spricht der Herr Zebaoth; dazu soll die Zimmerschnur in Jerusalem gezogen werden. 17. Und predige weiter, und sprich: So spricht der Herr Zebaoth: Es soll meinen Städten wieder wohl gehen, und der Herr wird Zion wieder trösten, und wird Jerusalem wieder erwählen. 18. Und ich hob meine Augen auf, und sah, und siehe, da waren vier Hörner. is. Und ich sprach zum Engel , der mit mir redete: * Wer sind diese? Er sprach zu mir: Es sind die Hörner, die Juda samt dem Israel und Jerusalem zerstreuet haben. *v. 9. 20. Und der Herr zeigte mir vier Schmiede. 21. Da sprach ich: Was wollen die machen? Cr sprach: Die Hörner, die Juda so zerstreuet haben, daß Niemand sein Haupt hat mögen aufheben; dieselbtge abzuschrecken, find diese gekommen, daß sie die Hörner der Heiden abstoßen , welche das Horn haben über das Land Juda gehoben, dasselbige zu zerstreuen. Das 2. Capitel. Vom Schuh des geistlichen Jerusalems / und Beruf der Heiden. i.Nnd ich hob meine Augen auf, und sah, und siehe, ein Mann hatte eine Meßschnur in der Hand. Hoherpriester Josua. Sacharja 2. 3. Leuchter. 2 Oehlbäume. 847 2. Und ich sprach: Wo gehest du hin? Er aber sprach zu mir: Daß ich Jerusalem messe und sehe, wie lang und weit sie seyn solle. 3. Und siehe, der Engel, der mit mir redete, ging heraus. Und ein anderer Engel ging heraus ihm entgegen, -i. Und sprach zu ihm: Lauf hin, und sage diesem Knaben, und sprich: Jerusalem wird bewohnet werden ohne Mauern, vor großer Menge der Menschen und Viehes, so darinnen seyn wird. s. Und*Jeh will, spricht der Herr, eine feurige Mauer umher seyn, und will darinnen seyn, und will mich herrlich darinnen erzeigen. '-.s,s. 6. Hui! hui! fiiehet aus dem Mitternachtlande, spricht der Herr; denn ich habe euch in die vier Winde unter dem Himmel zerstreuet, spricht der Herr. 7. Hui, Zion, die * du wohnest bey der Tochter Babel, entrinne. -Esaj. 48/2«. 8. Denn so spricht der Herr Zebaoth: Er hat mich gesandt nach der Ehre zu den Heiden, die euch beraubet haben ; ihre Macht hat ein Ende. Wer euch antaftet, der tastet seinen * Augapfel an. * Ps. 17/ 8. 9. Denn siehe, ich will meine Hand über sie weben, daß sie sollen ein Raub werden denen, die ihnen gedienet haben; daß' ihr sollt erfahren, daß mich der Herr Zebaoth gesandt hat. * c. 6/ is. 10. Freue dich, und sey fröhlich, du Tochter Zion; denn siehe, ich komme, und will bey dir wohnen, spricht der Herr. i i. Und sollen zu der Zeit viele Heiden zum Herrn gethan werden, und sollen mein Volk seyn; und ich will bey dir wohnen, daß du sollst erfahren, daß mich der Herr Zebaoth zu dir gesandt hat. 12. Und der Herr wird Juda erben für sein Theil in dem heiligen Lande, und * wird Jerusalem wieder erwählen. * c. i, 17. 13. Alles Fleisch sey stille vor dem Herrn; denn er hat sich aufgemacht aus seiner heiligen Stätte. Das 3. Capitel. Christi pricstrrlicheS Amt an Josua vorgebildet. l.Nnd mir ward gezeiget der Hohepriester Jo- ^ fua, stehend vor dem Engel des Herrn; und der Saran stand zu seiner Rechten, daß er ihm widerstünde. 2. Und der Herr sprach zu dem Satan: Der * Herr schelte dich, du Satan; ja der Herr schelte dich, der Jerusalem erwählet hat. Ist dieser nicht ein Brand, der aus dem Feuer errettet ist? * Jlldii v. 9. 3. Und Josua hatte unreine Kleider an, und stand vor dem Engel, Welcher antwortete, und sprach zu denen, die vor ihm standen: Thut die unreinen Kleider von ihm. Und er sprach zu ihm: Siehe, * ich habe deine Sünde von dir genommen, und' habe dich mit Feyerkleidern angezogen. * 2 Sam. 1L/ 13. Esaj. 6, 7. 6. Und er sprach: Setzet einen reinen Hut auf sein Haupt. Und sie setzten einen reinen Hut auf sein Haupt, und zogen ihm Kleider an, und der Engel des Herrn stand da. 6. Und der Engel des Herrn bezeugete Josua, und sprach: 7. So spricht der Herr Zebaoth: Wirst du in meinen Wegen wandeln und meiner Huth war, ten, so sollst du regieren mein Haus und meine Höfe bewahren ; und ich will dir geben von * diesen, die hier stehen, daß sie dich geleiten sollen, * Ps. 9i/ ii. 8. Höre zu, Josua, du Hoherpriester, du und deine Freunde, die vor dir wohnen; denn sie find eitel * Wunder. Denn siehe, ich will meinen Knecht r Zemah kommen lassen. "Es 8/ 18. -j-Es. 4/2. 9. Denn siehe, auf dem einigen Stein, den ich vor Josua geleget habe, sollen * sieben Augen seyn. Aber siehe, ich will ihn aushauen, spricht der Herr Zebaoth, und will die Sünde dessel- bigen Landes wegnehmen auf Einen Tag. * e. 4/ io. 10. Zu derselbigen Zeit, spricht der Herr Zebaoth, wird * Einer den Andern laden unter den Weinstock und unter den Feigenbaum. * 1 Kön. 4/ 24. Mich. 4/ 4. Das 4. Capitel. Erhaltung der Kirche durch Gottes Kraft. 1. Nnd der Engel, der mit mir redete, kam ^ wieder, und weckte mich auf, wie einer vom Scdlaf erwecket wird, 2. Und sprach zu mir: "Was siehest du? Ich aber sprach: Ich sehe; und siehe, da stand ein Leuchter ganz golden mit einer Schale oben darauf , daran sieben Lampen waren und je sieben Kellen an einer Lampe; * Jer. i/ n. 13. Amos 8/ 2. 3. Und zween Oehlbäume dabey, einen zur Rechten der Schale, den andern zur Linken. 848 Fliegender Brief. Epha. Sacharja 4. 5. 6. Vier Wagen. 4. Und ich antwortete, und sprach zu dem Engel, der mit mir redete: Mein Herr, was ist das? s. Und der Engel, der mit mir redete, antwortete, und sprach zu mir: * Weißt du nicht, was das ist? Ick aber sprach: Nein, mein Herr. * vers iZ, 6. Und er antwortete und sprach zu mir: Das ist das Wort des Herrn von Serubabel: Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth. 7. Wer bist du, du großer Berg, der doch vor: Serubabel eine Ebene seyn muß? Und er soll aufführen den ersten Stein, daß ' man rufen wird : Glück zu ! Glück zu! * Ps 122, §. 8. Und es geschah zu mir das Wort des Herrn, und sprach: 9. Die Hände Serubabels haben dieß Haus gegründet, seine Hände sollen es auch vollenden; daß ihr * erfahret, daß mich der Herr zu euch gesandt hat. * 2,9. n. 10. Denn wer ist, der diese geringen Tage verachte, darinnen man doch sich wird freuen und sehen das zinnerne Maß in Serubabels Hand, mit den * sieben, welche sind des Herrn Äugen, die das ganze Land durchziehen? ' c. 3, 9. Off. 3, 6. 11. Und ich antwortete, und sprach zu ihm: Was sind die zween Oehlbäume, zur Rechten und zur Linken des Leuchters? 12. Und ich antwortete zum andern Mahl, und sprach zu ihm: Was sind die zween Zweige der Oehlbäume, welche stehen bey den zwo goldenen Schneuzen des goldenen Leuchters, damit man abbricht oben von dem goldenen Leuchter? 13. Und er sprach zu mir: * Weißt du nicht, was die find? Ich aber sprach: Nein, mein Herr. * vers 3. 14. Und er sprach: Es sind * die zwey Oehl- kinder, welche stehen bey dem ff Herrscher des ganzen Landes. * Off. 11/4. ff Zach. 6, L. Das 5. Capitel. Gesichte vom fliegenden Briefe, und einem Weibe im Epha sitzend. 1. Nnd ich "hob meine Augen abermahl auf, und sah, und siehe, es war ein fliegender Brief. "c. i/i8. c. 6,r. 2. Und er sprach zu mir: "Was stehest du? Ich aber sprach: Ich sehe einen fliegenden Brief, der ist zwanzig Ellen lang und zehn Ellen breit. * Zer. 1, 11. 13. 3. Und er sprach zu mir: Das ist der Fluch, welcher ausgehet über das ganze Land; denn alle Diebe werden nach diesem Briefe fromm gesprochen , und alle Meineidigen werden nach diesem Briefe fromm gesprochen. 4. Aber ich will es hervor bringen, spricht der Herr Zebaoth, daß es soll kommen über das Haus des Diebes und über das Haus derer, die bey meinem Nahmen fälschlich schworen; und soll bleiben in ihrem Hause , und soll es verzehren samt seinem Holz und Steinen. 5. Und der Engel, der mit mir redete, ging heraus und sprach zu mir: Hebe deine Augen auf und stehe, was gehet da heraus? 6. Und ich sprach: Was ist es? Er aber sprach: Ein Epha gehet heraus, und sprach: Das ist ihre Gestalt im ganzen Lande. 7. Und siehe, es schwebte ein Zentner Bley; und da war ein Weib, das saß im Epha. 8. Er aber sprach: Das ist die gottlose Lehre. Und er warf sie in den Epha, und warf den Klumpen Bley oben aufs Loch. 9. Und " ich hob meine Augen auf, und sah, und siehe, zwey Weiber gingen heraus und hatten Flügel, die der Wind trieb; es waren aber Flügel wie Storchsflügel, und sie führeten den Epha zwischen Erde und Himmel. * c. 1, 18. e. 2, 1. 10. Und ich sprach zum Engel, der mit mir redete: Wo führen die den Epha hin? 11. Er aber sprach zu mir: Daß ihm ein Haus gebauet werde im Lande' Sinear, und bereitet, und daselbst gesetzet werde auf seinen Boden. * 1 Mos. 11, 2. Das 6. Capitel. Vom Schutz der heiligen Engel über die Frommen. Christi Amt und Reich. 1. Nnd ich * hob meine Augen abermahl auf, und sah, und siehe, da waren vier Wagen, die gingen zwischen zweyen Bergen hervor; dieselbige Berge aber waren ehern. ' c. L/ 9. 2. Am ersten Wagen" waren rothe Rosse; am andern Wagen waren schwarze Rosse; ' Off. 6, 4. 3. Am dritten Wagen waren weiße Rosse; am vierten Wagen waren scheckichte starke Rosse. 4. Und ich antwortete, und sprach zum Engel, der mit mir redete: Mein Herr," wer find diese? * c. i, 19. s. Der Engel antwortete, und sprach zu mir: Es sind die vier Winde unter dem Himmel, die hervor kommen, daß sie treten vor den " Herrscher aller Lande. 4,14. 6. An Weissagung von Christo. Sacharja 6. 7. 8. Werke der Liebe. 819 6. An dem die schwarzen Rosse waren, die gingen gegen Mitternacht, und die weißen gingen ihnen nach; aber die scheckichten gingen gegen Mittag. 7. Die Starken gingen und zogen um, daß sie alle Lande durchzögen. Und er sprach: Gehet hin , und * ziehet durch das Land. Und sie zogen durch das Land. * c. i, io. 8. Und er rief mich, und redete mit mir, und sprach: Siehe, die gegen Mitternacht ziehen, machen meinen Geist ruhen im Lärche gegen Mitternacht. s. Und des Herrn Wort geschah zu mir, und sprach: io. Nimm von den Gefangenen, nähmlich von Heldai, und von Tobia, und von Iedaja; und komm Du desselbigen Tages, und gehe in Josia, des Sohnes Zephanja, Haus, welche von Babel gekommen sind; i i. Nimm aber Silber und Gold, und mache Kronen; und setze sie auf das Haupt Josua, des Hohenpriesters, des Sohnes Jozadaks. 12 . Und sprich zu ihm: So spricht der Herr Zebaoth: Siehe, es ist ein Mann, der* heißt Zemah; denn unter ihm wird es wachsen, und er wird bauen des Herrn Tempel. * c. 3, 8. Jer. 23, 13 . Ja den Tempel des Herrn wird Er bauen, und wird den Schmuck tragen, und wird sitzen, und herrschen auf seinem Throne; wird auch Priester seyn auf seinem Throne, und wird Friede seyn zwischen den beyden. 14. Und die Kronen sollen dem Helem, Tobia, Iedaja und Hen, dem Sohne Zephanja, zum Gedächtniß seyn im Tempel des Herrn. is. Und werden kommen von ferne, die am Tempel des Herrn bauen werden. Da werdet ihr erfahren, daß mich der Herr Zebaoth zu euch gesandt hat. Und das soll geschehen, so ihr gehorchen werdet der Stimme des Herrn, euers Gottes. Das 7. Capitel. Vom Fasten und Werken der Barmherzigkeit. 1. Nnd es geschah im vierten Jahr des Königs ^ Darius, daß des Herrn Wort geschah zu Sacharja, am vierten Tage des neunten Mo- naths welcher heißt Chisleu; 2 . Da LarEzer und RegemMelech samt ihren Leuten sand.en in das Haus Gottes, zu bitten vor dem Herrn; 3. Und ließen sagen den Priestern, die da waren um das Haus des Herrn Zebaoth, und zu den Propheten: Muß ich auch noch weinen im fünften Monath und mich enthalten, wie ich solches gethan habe nun etliche Jahre? Und des Herrn Zebaoth Wort geschah zu mir, und sprach: s. Sage allem Volk im Lande, und den Priestern , und sprich : Da ihr * fastetet und Leide trüget im fünften und siebenten Monath diese siebenzig Jahre lang, habt ihr mir so gefastet? * c. », is. Esaj. 68, 3. 6. Oder da ihr aßet und tränket, habt ihr nicht für euch selbst gegessen und getrunken? 7. Ist es nicht das, welches der Herr predigen ließ durch die vorigen Propheten, da Jerusalem bewohnet war und hatte die Fülle samt ihren Städten umher, und Leute wohneten beydes gegen Mittag und in den Gründen? 8. Und des Herrn Wort geschah zu Sacharja, und sprach: 9. So spricht der Herr Zebaoth : * Richtet recht, und ein Jeglicher beweise an seinem Bruder Güte und Barmherzigkeit; *c. s, is. H»s. 12 , 7 . 10 . Und * thut nicht Unrecht den Witwen, Waisen, Fremdlingen und Armen; und denke keiner wider seinen Bruder etwas Arges in seinein Herzen. * 2 M-s. 22 , 21 . 22 . 11 . Aber * sie wollten nicht aufmerken, und kehreten mir den Rücken zu, und verstockten ihre Ohren, daß sie nicht höreten, * Esaj. 42, 23. -l- Jer. 2, 27. c. 32, 33. 12 . Und stelleten ihre Herzen "wie einen Demant , daß sie nicht höreten das Gesetz und Worte, welche der Herr Zebaoth sandte Ln seinem Geist, durch die vorigen Propheten. Daher so großer Zorn vom Herrn Zebaoch gekommen ist. * Esa>. 48, 4. 13. Und ist also ergangen , gleichwie geprediget ward, und sie nicht höreten; so wollte ich auch nicht hören, da sie riefen, spricht der Herr Zebaoth. i^. Also habe ich sie zerstreuet unter alle Heiden , die sie nicht kennen; und ist das Land hinter ihnen wüste geblieben, daß Niemand darinnen wandelt noch wohnet, und ist das edle Land zur Wüste gemacht. Das 8. Capitel. Von der Zukunft des Messias und seinem Reich. 1. Nnd des Herrn Wort geschah zu mir, und ^ sprach : 2 . So spricht der Herr Zebaoth: Ich habe über Ppppp 850 Gnadenverheissungen. Sacharja 8. 9 . Bekehrung der Heiden. Zion gar sehr geeifert, und habe in großem Zorn über sie geeifert. 3 . So spricht der Herr: Ich * kehre mich wieder zu Zion, und will zu Jerusalem wohnen, daß Jerusalem soll eine Sladr der Wahrheit heissen, und der Berg des Herrn Zebaoth ein Berg der Heiligkeit. * i, i 6 . c. 2, 12. So spricht der Herr Zebaoth: Es sollen noch ferner wohnen in den Gassen zu Jerusalem alte Männer und Weiber, und die an Stecken gehen vor großem Alter; 5. Und der Stadt Gassen sollen seyn voll Knäb- lein und Mägdlein, die auf ihren Gassen spielen. 6 . So spricht der Herr Zebaoth : Dünket sie solches unmöglich seyn vor den Augen dieses übrigen Volks zu dieser Zeit? Sollte es darum auch * unmöglich seyn vor meinen Augen? spricht der Herr Zebaoth. * Luc. 1, 37. 7 . So spricht der Herr Zebaoth: Siehe, ich will mein Volk erlösen vom Lande gegen Aufgang und vom Lande gegen Niedergang der Sonne; 8 . Und will sie herzu bringen, daß sie zu Jerusalem wohnen; und sie * sollen mein Volk seyn, und Ich will ihr Gott seyn , in Wahrheit und Gerechtigkeit. *Jer. 24, 7. c. 31,3z. Sj. 11, 20. 9. So spricht der Herr Zebaoth: * Stärket eure Hände, die ihr höret diese Worte zu dieser Zeit durch der Propheten Mund, des Tages, da der Grund geleget ist an des Herrn Zebaoth Hause, daß der Tempelgebauet würde. 'Es.33,3. 10. Denn vor diesen Tagen war der Menschen Arbeit vergebens, und der Thiere Arbeit war nichts; und war kein Friede vor Trübsal denen, die aus-und eiuzogen; sondern ich ließ alle Menschen gehen, einen Jeglichen wider seinen Nächsten. 11. Aber nun will ich nicht, wie in den vorigen Tagen, mit den Uebrigen dieses Volks fahren, spricht der Herr Zebaoth; 12. Sondern sie sollen Same des Friedens seyn. Der Weinstock soll seine Frucht geben, und das * Land sein Gewächs geben, und der Himmel soll seinen Thau geben; und ich will die Uebrigen dieses Volks solches alles besitzen lassen. * 3 Mos. 26, 4. 13. Und soll geschehen, wie ihr vom Hause Juda und vom Hause Israel seyd ein Fluch gewesen unter den Heiden; so will ich euch erlösen, daß ihr sollt ein Segen seyn. * Fürchtet euch nur nicht, und stärket eure Hände. * Es. 33,3. 4. So spricht der Herr Zebaoth: Gleichwie ich gedachte euch zu plagen, da mich eure Väter erzürneten, spricht der Herr Zebaoth, und reuete mich nicht; 15. Also gedenke ick nun wiederum in diesen Tagen wohl zu thun Jerusalem und dem Hause Juda. Fürchtet euch nur nichts. 16. Das ists aber, das ihr thun sollt: "Rede Einer mit dem Andern Wahrheit, und richtet recht, und schaffet Frieden in euern Thoren; * c. 7, 9. Eph. 4, 23. 17 . Und * denke keiner kein Arges in feinem Herzen wider seinen Nächsten, und liebet nicht falsche Eide; denn solches alles hasse ich, spricht der Herr. * c. 7,10. 18. Und es geschah des Herrn Zebaoth Wort zu mir, und sprach: iy. So spricht der Herr Zebaoth: Die "Fasten des vierten, fünften, siebenten und zehnten Mo- naths sollen dem Hause Juda zur Freude und Wonne und zu fröhlichen Jcss-.sfesten werden; allein liebet Wahrheit und Frieden. * c. 7, 3. Es. 38, 3. 20. So spricht der Herr Zebaoth: Weiter werden noch kommen viele Völker, und vieler Städte Bürger; 21. Und werden die Bürger von einer Stadt gehen zur andern, und "sagen: Laßt uns gehen zu bitten vor dem Herrn, und zu suchen den Herrn Zebaoth ; wir wollen auch mit euch gehen. - Esaj. 2, 3. 22. Also werden viele Völker und die Heiden mit Haufen kommen, zu suchen den Herrn Zebaoth zu Jerusalem, zu bitten vor dem Herrn. 23. So spricht der Herr Zebaoth: Zu der Zeit werden zehn Männer aus allerley Sprachen der Heiden einen Jüdischen Mann bey dem Zipfel ergreifen, und sagen: Wir wollen mit euch gehen, denn wir hören, daß Gott mit euch ist. Das 9 . Capitel. Verheissung der Gutthatrn Gottes. Weissagung vom Beruf der Heidem 1. A)ieß ist die Last, davon der Herr redet über ^ das Land Hadrach, und über Damascns, aufwelches es sich verlässet (denn der" Herr sä anet auf die Menschen, und anfalle Stämme Israel.) * Ps. 14, 2. 2. Dazu auch über Hamath, die mit ihr grenzet; über" Tyrus und Zidon auch, die sehr weise sind. * Esaj. 23, 1. 3. Denn Tyrus bauet fest, und sammelt Silber wie Sand, und Gold wie Koth auf der Gasse. Abersiehe, der Herr wird sie verderben, und Gutthaten und Sacharja 9. 10. Verheissung Gottes. 8ol wird ihre Macht, die sie auf dem Meer hat, schlagen, daß sie wird seyn, als die mit Feuer verbrannt ist. 6. Wenn * das Asklon sehen wird , wird sie erschrecken, und Gasa wird sehr angst werden; dazu Ekron wird betrübt werden, wenn sie solches fiehet. Denn es wird aus seyn mit dem Könige zu Gasa, und zu Asklon wird man nicht wohnen. * Jcr. 47/ i. 6. Zu Asdod werden Fremde wohnen; und ich will der Philister Macht ausrotten. 7. Und ich will ihr Blut von ihrem Munde thun und ihre Gräuel von ihren Zähnen, daß sie auch sollen unserm Gott überbleiben; daß sie werden wie Fürsten in Juda, und Ekron wie die Jebußter. 8. * Und ich will selbst um mein Haus das Lager seyn, daß nicht dürfe Stehens und hin und wieder Gehens, daß nicht mehr über sie fahre der Treiber; denn ich habe es nun angesehen mit meinen Augen. * 2, 9. Aber, * du Tochter Zion, freue dich sehr, und du Tochter Jerusalem, jauchze; siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm, und reitet auf einem Esel, und auf einem jungen Füllen der Eselinn. * Esai. 62 / 1 ,. Matth. 21 / 5. Joh. 12 / 15/ 10. Denn ich will die Wagen abthun von Ephraim , und die Rosse von Jerusalem, und der Streitbogen soll zerbrochen werden. Denn ' er wird Frieden lehren unter den Heiden, und seine Herrschaft wird seyn von einem Meer bis an das andere, und vom Wasser bis an der Welt Ende. ' Ps. 72/ 3. 7. 8. 11. Du lässeft auch durch das Blut deines Bundes aus deine Gefangene aus der "Grube, da kein Wasser innen ist. "i Mos. 37/24. 12. So kehret euch nun zur Festung, ihr, die ihr auf Hoffnung gefangen liegt; denn auch heute will ich verkündigen, und dir' Zwiefaltiges vergelten. " Esai- 40/ 2. 13. Denn ich habe mir Juda gespannet zum Bogen, und Ephraim gerüstet. Und will deine Kinder, Zion, erwecken über deine Kinder, Griechenland , und will dich stellen als ein Schwert der Riesen. 1^. Und der Herr wird über ihnen erscheinen, und seine Pfeile werden ausfahren wie der Blitz, und der Herr Heer wird die Posaune blasen, und wird einher treten, als die Wetter vom Mittag. 15. Der Herr Zebaoth wird sie schützen, daß sie fressen und unter sich bringen mit Schleudersteinen , daß sie trinken und rumoren als vom Wein, und voll werden, als das Becken, und wie die Ecken des Altars. 16. Und der Herr, ihr Gott, wird ihnen zu der Zeit helfen, wie einer Herde seines Volks; denn es werden in seinem Lande heilige Steine aufgerichtet werden» 17. Denn was haben sie Gutes vor andern, und was haben sie Schönes vor andern? Korn, das Jünglinge, und Most, der Jungfrauen zeuget. Das 10. Capitel. Von den Gutthaten / deren man im Reich Christi zu genießen hat. 1. A0 bittet nun vom Herrn * Spatregen; so ^ wird der Herr Gewölke machen, und euch Regen genug geben zu allem Gewächs auf dem Felde. * 3 Mos. 26 / 4. 8er. 5/ 24. Joel 2 / 23. 2. Denn die Götzen reden eitel Mühe, und die Wahrsager sehen eitel Lügen, und reden vergebliche Träume, und ihr Trösten ist nichts; darum gehen * sie in der Irre, wie eine Herde, und sind verschmachtet, weil kein Hirte da ist. * Matth. 9/ 36. 3. Mein Zorn ist ergrimmet über die Hirten, und ich will die Böcke heimsuchen: denn der Herr Zebaoth wird seine Herde heimsuchen, nähm- lich das Haus Juda; und wird sie zürichten, wie ein geschmücktes Roß zum Streit. 4. Die Ecken, Nägel, Streitbogen und Treiber sollen alle von ihnen wegkommen: 5. Und sotten dennoch seyn * wie die Riefen die den Koth auf der Gasse treten im Streit, und sollen streiten; denn der Herr wird mit ihnen seyn, daß die Reiter zu Schanden werden. * verS 7. 6. Und ich will das Haus Juda stärken und das Haus Josephs erretten, und will sie wieder einfetzen : denn ich erbarme mich ihrer; und sollen seyn, wie sie waren, da ich sie nicht verstoßen hatte. Denn Ich, der Herr, ihr Gott, will sie erhören. 7. Und Ephraim soll seyn wie ein Riese, und ihr Herz soll fröhlich werden * wie vom Wein; dazu ihre Kinder sollen es sehen und sich freuen, daß ihr Herz am Herrn fröhlich sey. "Ps ion 15 . 8. Ich will zu ihnen blasen und sie sammeln, denn ich will sie erlösen; und sollen sich mehren, wie sie sich zuvor gemehret haben. 9. Und ich will sie unter die Völker säen, daß PPPPP 2 852 Von Sammlung der Juden. Sacharj sie meiner gedenken in fernen Ländern; und sollen mit ihren Kindern leben und wiederkommen. i o. Denn ich will sie wieder bringen aus Egyv- tenland, und will sie sammeln aus Assyrien; und will sie in das Land Gilead und Libanon bringen, daß man nicht Raum für sic finden wird. i i. Und Er " wird durch das Meer der Angst gehen und die Wellen im Meer schlagen/ daß alle Tiefen des Wassers vertrocknen werden. Da soll denn geniedriget werden die Pracht zu Assyrien/ und das Scepter iu Egypten soll aufhören. * 2 Mos. 14/ 16. 12. Ich will sie stärken in dem Herrn/ daß sie sollen * wandeln in seinem Nahmen/ spricht der Herr. * Mich. 4 , 3 . Das 11 . Capitel. Do» der Verwüstung des Jüdischen Lundes durch Verachtung Christi, des wahren Hirten, verursachet. 1. Achue deine Thür auf, Libanon, daß das ^ Feuer deine Cedern verzehre. 2. Heulet, ihr Tannen, denn die Cedern sind gefallen, und das herrliche Gebäude ist verstöret. Heulet, ihr Eichen Basans, denn der feste Wald ist umgehauen. 3 . Man höret die Hirten heulen, denn ihr herrliches Gebäude ist verstöret; man höret die jungen * Löwen brüllen, denn die Pracht des Jordans ist verstöret. * Nah. 2 , 12 . So spricht der Herr, mein Gott: Hüthe der Schlachtschafe. s. Denn ihre Herren schlachten sie und halten es für keine Sünde, verkaufen sie und sprechen: Gelobet sey der Herr, ' ich bin nun reich; und ihre Hirten schonen ihrer nicht. "Off. 13,17. 6 . Darum will ich auch nicht mehr schonen der Einwohner im Lande, spricht der Herr. Und siehe, ich will die Leute lassen einen Jeglichen in der Hand des Andern und in der Hand seines Königs, daß sie das Land zersü lagen; und will sie nicht erretten von ihrer Hand. 7. Und ich hüthete der Schlachtschafe um der elenden Schafe willen; und nahm zu mir zween Stäbe, einen hieß ich "Sanft, den andern hieß ich Weh; und hüchete der Schafe. * Ps. - 3 ,4. 8 . Und ich vertilgete drey Hirten in einem Mo- nath; denn ich mochte ihrer nicht, so wollten sie meiner auch nicht. 9. Und ich sprach : Ich will eurer nicht hüthen; was da stirbt, das sterbe; was verschmachtet, das verschmachte; und die übrigen fresse ein Jegliches des Andern Fleisch. 10. Und ich nahm meinen Stab Sanft, und a 10 . 11 . 12 . Dreyßig Silberlinge. zerbrach ihn, daß ich aufhöbe meinen Bund, den ich mit allen Völkern gemacht hatte. 11. Und er ward aufgehoben des Tages. Und die" elenden Schafe, die ans mich hielten, merkten dabey, daß es des Herrn Wort wäre. * vcrS 7. 12. Und ich sprach zu ihnen: Gefällt es euch, so bringet her, wie viel ich gelte; wo nicht, so laßt es anstehen. Und sie wogen dar, wie viel ich galt, " dreyßig Silberlinge. * 2 Mos. 21 , 32. Matth. 26 , 13. 13 . Und der Herr sprach zu mir: Wirf es hin, daß es dem Töpfer gegeben werde. Ey, eine treffliche Summa, der ich Werth geachtet bin von ihnen. Und " ich nahm die dreyßig Silberlinge , und warf sie ins Haus des Herrn, daß es dem Töpfer gegeben würde. * Marth. 27,9.10. 1-4. Und ich zerbrach meinen andern Stab Weh, daß ich aufhöbe die Brüderschaft zwischen Juda und Israel. 15. Und der Herr sprach zu mir: Nimm abermahl zu dir Geräthe eines thörichten Hirten. 16. Denn siehe, "Ich werde Hirten im Lande aufwecken, die das Verschmachtete nicht besuchen, das Zerschlagene nicht suchen, und das Zerbrochene nicht heilen, und das Gesunde nicht versorgen werden; aber das Fleisch der Fetten werden sie fressen, und ihre Klauen zerreiffen. "Ez.34,3.4. 17. O Götzenhirten, die die Herde lassen. Das Schwert komme auf ihren Arm und auf ihr rechtes Auge. Ihr Arm müße verdorren, und ihr rechtes Auge dunkel werden. Das 12 . Capitel. Die Kirche ist mitten unter der Drangsal in Christo, dem Gekreuzigten , durch den Geist der Gnade und des Gebcths, unüberwindlich. 1. ^>ieß ist die Last des Worts vom Herrn ^ über Israel, spricht der Herr, "der den Himmel ausbreitet, und die Erde gründet, und den Odem des Menschen in ihm macht: * Ps. 104, 2. 2. Siehe, Ich will Jerusalem zum " Taumelbecher zurichten allen Völkern, die umher find; denn es wird auch Juda gelten, wenn Jerusalem belagert wird. " Esaj. 31,22. 3. Dennoch zu derselbigen Zeit will ich Jerusalem machen zum Lastftein allen Völkern; alle, die denselbigen wegheben wollen, sollen sich daran zerschneiden : denn es werden sich " alle Heiden auf Erden wider sie versammeln. " 14,2. - 4 . Zu der Zeit, spricht der Herr, will ich alle Rosse scheu, und ihren Reitern bange wachen; aber über Jerusalem will ich meine Äugen offen Offner Born. 85Z Ausgießung des heil. Geistes. Sacharja 12. 13. 14. haben, und alle Rosse der Völker mit Blindheit plagen. 5 . Und die Fürsten in Juda werden sagen in ihrem Herzen: Es seyen mir nur die Bürger zu Jerusalem getrost in dem Herrn Zebaoth, ihrem Gott. 6. Zu der Zeit will ich die Fürsten Juda machen zum feurigen Ofen im Holz, und zur Fackel im Stroh, daß sie verzehren, Seydes zur Rechten und zur Linken, alle Völker um und um. Und Jerusalem soll auch ferner bleiben an ihrem Ort zu Jerusalem. 7. Und der Herr wird die Hütten Juda erretten, wie vorzeiten, auf daß sich nicht hoch rühme das Haus Davids, noch die Bürger zu Jerusalem wider Juda. 8. Zu der Zeit wird der Herr beschirmen die Bürger zu Jerusalem; und wird geschehen, daß, welcher schwach seyn wird unter ihnen zu der Zeit, wird seyn wie David; und das Haus Davids wird seyn wie Gottes Haus, wie des Herrn Engel vor ihnen. 9. Und zu der Zeit werde ich gedenken * zu Vertilgen alle Heiden, die wider Jerusalem gezogen sind. *Off. 20, 9. 10. Aber über das Haus Davids, und über die Bürger zu Jerusalem will ich ausgießen denGeist derGnade und des Eebeths: denn * sie werden mich an- sehen, welchen Jene zerstochen haben; und werden ihn klagen, wie man klaget ein einiges Kind; und werden sich um ihn betrüben , wie man sich betrübet um ein erstes Kind. * Loh. 19, 37. i i. Zu der Zeit wird große Klage seyn zu Jerusalem, wie die war bey HadadRimmon im Felde ' Megiddo. * - Ehr. 3-, 22 . 12 . Und das Land wird klagen, ein jegliches Geschlecht besonders. Das Geschlecht des Hauses Davids besonders, und ihre Weiber besonders. Das Geschlecht des Hauses Nathans besonders, und ihre Weiber besonders. 13. Das Geschlecht des Hauses Levi besonders, und ihre Weiber besonders. Das Geschlecht Simet besonders, und ihre Weiber besonders. 1 ^. Mo alle übrigen Geschlechter; ein jegliches besonders, und ihre Weiber auch besonders. Das 13. Capitel. Von dem unerschöpflichen Guadenbrunnen GotteS. i.Zu der Zerr wird das Haus Davids ^ und die Bürger zu Jerusalem eine n * f r e y e n offenen Born haben wider die Sünde und Unreinigkeit. * Esch. 33, 1. Ich. 7, 37. 38. 2 . Zu der Zeit spricht der Herr Zebaoth, will' ich der Götzen Nahmen ausrotten aus dem Lande, daß man ihrer nicht mehr gedenken soll; dazu will ich auch die Propheten und unreinen Geister aus dem Lande treiben: * Ez. 30, 13. Mich. 3, ir. 3. Daß also gehen soll, wenn Jemand weiter weissaget, sollen sein Vater und Mutter, die ihn gezeuget haben, zu ihm sagen: * Du sollst nicht leben, denn du redest falsch im Nahmen des Herrn; und werden also Vater und Mutter, die ihn gezeuget haben, ihn zerstechen, wenn er weissaget. *3M°s. 13,3. 2t. Denn es soll zu der Zeit geschehen, daß die Propheten mit Schanden bestehen mit ihren Gesichten , wenn sie davon weissagen; und sollen nicht mehr einen rauchen Mantel anziehen, damit sie betrügen: s. Sondern wird müssen sagen: Ich bin kein Prophet, sondern ein Ackersmann; denn ich habe Menschen gedienet von meiner Jugend auf. 6. So man aber sagen wird zu ihm: Was find das für Wunden in deinen Händen? wird er sagen: So bin ich geschlagen im Hause derer, die mich lieben. 7. Schwert, mache dich auf über meinen Hirten und über den Mann, der mir der Nächste ist, spricht der Herr Zebaoth. ' Schlage den Hirten, so wird die Herde sich zerstreuen, so will ich meine Hand kehren zu den Kleinen. * Mar-, ist, 27. 8. Und soll geschehen, in welchem Lande, spricht der Herr, zwey Theile sind, die sollen ausgerottet werden und untergehen, und das dritte Theil soll darinnen überbleiben. 9 . Und will daMbige dritte Theil' durchs Feuer führen und läutern, wie man Silber läutert, und fegen wie man Gold feget. Die werden dann meinen Nahmen anrufen, und ich will sie erhören. Ich will sagen: Es ist mein Volk; und sie werden sagen: Herr, mein Gott! ' Spr. 17,3. Das 14. Capitel. Christus seiner Kirche König und Schuhherr. 1 . fliehe, * es kommt dem Herrn die Zeit, daß ^ man deinen Raub austheilen wird in dir. ' Esaj. 39, 6. 2 . Denn ich werde' allerley Heiden wider Jerusalem sammeln zum Streit. Und die Stadt wird gewonnen, die Häuser geplündert, und die Weiber geschändet werden; und die Hälfte der Stadt Sacharja 854 Von Christi Leiden, und wird gefangen weggeführet werden, und das übrige Volk wird nicht aus der Stadt ausgerottet werden. * c. 12,3. 3 . Aber der Herr wird ausziehen, und streiten wider dieselbigen Heiden; gleichwie er zu streiten pflegt, zu der Zeit des Streits. 4 . Und seine Füße werden stehen zu der Zeit auf' dem Ochlberge, der vor Jerusalem liegt gegen Morgen. Und der Oehlberg wird fich mitten entzwey spalten, vom Aufgang bis zum Niedergang , sehr weit von einander, daß sich eine Hälfte des Berges gegen Mitternacht, und die andere gegen Mittag geben wird. * G-sch. 1, 12. 5. Und ihr werdet fliehen vor solchem Thal zwischen meinen Bergen, denn das Thal zwischen den Bergen wird nahe hinan reichen an Azal; und werdet fliehen, wie ihr vorzeiten flöhet, ' vor dem Erdbeben zur Zeit Ufia, des Königs Juda. Da wird dann kommen der Herr, mein Gott, und alle Heiligen mit dir.' Am„s 1 , 1 . sud« v. n. 6 . Zu der Zeit wird kein Licht seyn, sondern Kälte und Frost. 7. Und wird Ein Tag seyn, der dem Herrn bekannt ist, weder Tag noch Nacht; und um den Abend wird es Licht seyn. 8 . Zu der Zeit werden frische Wasser aus Jerusalem fließen, die Hälfte gegen das Meer gegen Morgen, und die andere Hälfte gegen das äußerste Meer; und wird währen beydes des Sommers und Winters. 9. Und derHerrwird'Königseynüber alle Lande. Zu der Zeit wird derHerr nur ^ Einer seyn, und sein Nähme nur Einer. * Ps. S 7 /1. 1 Cor. 8 , 6 . 4 0. Und man wird gehen im ganzen Lande um, wie auf einem Gefilde, von Eibea nach Rimou zu, gegen Mittag zu Jerusalem. Denn fie wird erhaben, und bewohnet werden an ihrem Ort, vom Thor Benjamin bis an den Ort des ersten Thors, bis an das Eckrhor; und vom Thurm Hananeel, bis an des Königs Kelter. it. Und man wird darinnen wohnen, und * wird kein Bann mehr seyn; denn Jerusalem wird ganz sicher wohnen. * Off. 22, z. 12. Und das wird die Plage seyn, damit der königlichem Amt. Herr plagen wird alle Völker, so wider Jerusalem gestritten haben: Ihr Fleisch wird verwesen, also daß fie noch auf ihren Füßen stehen, und ihre Augen in den Löchern verwesen, und ihre Zunge im Maul verwese. 4 3. Zu der Zeit wird der Herr ein großes Getümmel unter ihnen anrickten, daß einer wird den andern bey der Hand fassen, und seine Hand auf des andern Hand legen. 4 >i. Denn auch Juda wird wider Jerusalem streiten, daß versammelt werden die Güter aller Heiden, die umher find, Gold, Silber, Kleider über die Maße viel. 15. Und da wird dann diese Plage gehen über Rosse, Maulthiere, Kameele, Esel und allerley Lhiere, die in demselbigen Heer find, wie jene geplaget find. 4 6 . Und alle Uebrige unter allen Heiden, die wider Jerusalem zogen, werden jährlich herauf kommen, anzubethen * den König, den Herrn Zebaoth, und zu halten das Laubhüttenfest. * Mal. 1/ 14. 1 7 . Welches Geschlecht aber ans Erden nicht heraufkommen wird gen Jerusalem, anzubethen den König, den Herrn Zebaoth, über die wird es nicht regnen. 18. Und wo das Geschlecht der Egypter nicht heraufzöge und käme, so ' wird es über fie auch nicht regnen. Das wird die Plage seyn, damit der Herr plagen wird alle Heiden, die nicht herauf kommen zu halten das Laubhüttenfest. * Esaj. 6. 19. Denn das wird eine Sunde seyn der Egypter und aller Heiden, die nicht herauf kommen zu halten das Laubhüttenftst. 20. Zu der Zeit wird die Rüstung der Rosse dem Herrn heilig seyn; und werden die Kessel im Hause des Herrn gleich seyn, wie die Becken vor dem Altar. 21. Denn es werden alle Kessel, beydes in Jerusalem und Juda, dem Herrn Zebaoth heilig seyn, also daß alle, die da opfern wollen, werden kommen, und dieselbrgen nehmen, und darinnen kochen. Und wird kein Kananiter mehs seyn im Hause des Herrn Zebaoth zu der Zeit. Mißfälliges Maleachi 2. Opfer. 855 Der Proph Das 4 . Capite l. 'Straft der Undankbarkeit gegen Gottes Liebe. r.C?>ieß ist * die Last/ die der Herr redet wider Israel/ durch Maleachi. * Zach. 12/t. 2. Ich habe euch lieb / spricht der Herr. So sprechet ihr: Womit Haft du uns lieb? Ist nicht Esau Jakobs Bruder? spricht der Herr; * noch habe ich Jakob lieb / * - Mos. 25,-3. Z. Und hasse EsüU/ und habe sein Gebirge öde gemacht/ und sein Erbe * den Drachen zur Wüste. * Esaj. 13, 21. 22. c. 34/ 13. Und ob Edom sprechen würde: Wir find verderbet/ aber wir wollen das Wüste wieder erbauen; so spricht der Herr Zebaoth also: Werden Sie bauen/ so will Ich abbrechen; und soll heissen die verdammte Grenze und ein Volk/ über das der Herr zürnet ewiglich. Z. Das sollen eure * Augen sehen/ und ihr werdet sagen: Der Herr ist herrlich in den Grenzen Jscael. * Ps. 8. 6. Ein "Sohn soll seinenVater ehren/ und ein Knecht seinen Herrn. Bin Ich nun Vater/ wo ist meine Ehre? Bin Ich Herr/ wo fürchtet man mich? spricht der Herr Zebaoth zu euch Priestern / die meinen Nahmen verachten. So sprechet ihr: Womit verachten wir deinen Nahmen? * 2 Mos. 20, 12. Ich. 8/ 49. 7. Damit / daß ihr opfert auf meinem Mar unreines Brot. So sprechet ihr: Womit opfern wir dir Unreines? Damit/ daß ihr saget: Des Herrn Tisch ist verachtet. 8. Und wenn ihr ein * Blindes opfert/ so muß es nicht böse heissen; und wenn ihr ein Lahmes oder Krankes opfert/ so muß es auch nicht böse heissen. Bringe es deinem Fürsten. Was gilts, ob du ihm gefallen werdest? Oder ob er deine Person ansehen werde? spricht der Herr Zebaoth. * 3 Mos. 22,20. 9. So bittet nun Gott/ daß er uns gnädig sey. Denn solches ist geschehen von euch. Meinet ihr/ er werde eure Person ansehen? spricht der Herr Zebaoth. 10. Wer ist auch unter euch/ der eine Thür zuschließe? * Ihr zündet auf meinem Altar kein Feuer an umsonst. Ich habe keinen Gefallen an euch/ spricht der Herr Zebaoth; und das Speisopfer von euern Händen ist mir nicht angenehm. ' c- 2, 13. et Maleachi. 11. Aber vom Aufgang der Sonne bis zum Niedergang soll mein Nähme herrlich werden unter den Heiden; und an'allen Orten soll meinem Nahmen geräuchert/ und ein reines Sveisopfer geopfert werden; denn mein Nähme soll herrlich werden unter den Heiden/ spricht der Herr Zebaoth. 12. Ihr aber entheiliget ihn/ damit/ daß ihr saget: Des Herrn Tisch ist unheilig / und sein Opfer ist verachtet samt seiner Speise. 13. Und ihr sprechet: Siehe/ es ist nur Mühe; und schlaget es in den Wind /' spricht der Herr Zebaoth. Und ihr opfert/ das geraubet/ lahm und krank ist; und opfert dann Speisopfer her. Sollte mir solches gefallen von eurer Hand? spricht der Herr. Verflucht sey der Vortheilische / der in seiner Herde ein Männlein hat/ und wenn er ein Gelübde thut/ opfert er dem Herrn ein Untüchtiges. Denn Ich bin ein großer König/ spricht der Herr Zebaoth/ und mein Nähme ist schrecklich unter den Heiden. Das 2. Capitel. Strafpredigt wider die Sünden der Priester und des Volks. 1. Nnd nun/ ihr Priester/ dieß Geboth gilt ^ euch. 2. Wo ihr es nicht hören noch zu Herzen nehmen werdet / daß ihr meinem Nahmen die Ehre gebet / spricht der Herr Zebaoth; so werde ich * den Fluch unter euch schicken / und euern Segen verfluchen/ ja verfluchen werde ich ihn/ weil ihr es nicht wollt zu Herzen nehmen. * 5 Mos. 28/ 15 . 3. Siehe/ ich will schelten/ euch samt dem Samen, und den * Koth eurer Feyertage euch in das Angeficht werfen/ und soll an euch kleben bleiben. * Amos s, 21. So * werdet ihr dann erfahren / daß ich solches Geboth zu euch gesandt habe/ daß es mein Bund seyn sollte mit Levi/ spricht der Herr Zebaoth. "Zach. 2,9. 5. Denn mein Bund war mit ihm zum Leben, und Frieden; und ich gab ihm die Furcht/ daß er mich fürchtete und meinen Nahmen scheuete. 6. Das Gesetz der Wahrheit war in seinem Munde/ und ward ' kein Böses in seinen Lippen gefunden. Er wandelte vor mir friedsam und aufrichtig/ und bekehrete viele von Sünden. * Zcph. 3 / 13 . 8Z6 Wider die Priester. Malea ch i 2. 3 Enge! des Bundes. 7. Denn des Priesters Lippen sollen die Lehre bewahren, daß man ans seinem Munde das Gesetz suche; denn er ist ein Engel des Herrn Zebaoth. 8 . Ihr aber serd von dem Wege abgetreten, und ärgert viele im Gesetz, und habt den " Bund Levi verbrochen, spricht der Herr Zebaoth. * vcrS s. y. Darum habe Ich auch euch gemacht, daß ihr verachtet und unwerth seyd vor dem ganzen Volk; weil ihr meine Wege nicht haltet, und sehet Personen an im Gesetz. io. Denn haben wir nicht alle Einen Vater? Hat uns nicht Ein"Gott geschaffen? Warum verachten wir denn Einer den Andern, und entheiligen den Bund , mit unfern Vätern gemacht? ^ Hiob 31/ 15. ri. Denn Juda ist ein Verächter geworden, und in Israel und zu Jerusalem geschehen Gräuel. ' Denn Juda entheiliget die Heiligkeit des Herrn, die er lieb hat, und buhlet mit eines fremden Gottes Tochter. 12. Aber der Herr wird den, so solches thut, ausrotten aus der Hütte Jakobs, beyde Meister und Schüler samt dem, der dem Herrn Zebaoth Speisopfer bringet. 13. Weiter thut ihr auch das, das vor dem Altar des Herrn eitel Thränen und Weinen und Seufzen ist, daß ich nicht mehr mag das "Speisopfer ansehen, noch etwas Angenehmes von euern Händen empfangen. ' c. i, io. i^. Und so sprechet ihr: Warum das? Darum, daß der Herr zwischen dir und dem Weibe deiner Jugend gezeuget hat, die du verachtest, so sie doch deine Gesellinn, und ein Weib deines Bundes ist» 15. Also that * der Einige nicht, und war doch eines großen Geistes. Was that aber der Einige ? Er suchte den Samen von Gott (verheißen). Darum so sehet euch vor vor euerm Geiste, und verachte keiner das Weib seiner Jugend. Esaj. 51/ 2. Ez- 33/ 24. 16. Wer ihr aber gram ist, der lasse sie fahren, spricht der Herr, der Gott Israels, und gebe ihr eine Decke des Frevels von seinem Kleide, spricht der Herr Zebaoth. Darum so sehet euch vor vor euerm Geiste, und verachtet sie nicht. 17. Ihr macht den Herrn unwillig durch " eure Reden. So sprechet ihr: Womit machen wir ihn unwillig? Damit, daß ihr sprechet: Wer Böses thut, der gefällt dem Herrn, und er hat Lust zu demselbigen; oder, wo ist der Gott, der da strafe? * r. Z, Das 3. Caxitel. Weissagung von Johanne und Christo / und beydcp Amt- (Ep. am Tage Mariä Reinigung.) 1. ^iehe, ich will * meinen Engel ^ senden, der vor mir her den Weg bereiten soll. Und bald wird kommen zu seinem Tempel der Herr, den ihr suchet, und der Engel des Bundes, deß ihr begehret. Siehe, er kommt, spricht der Herr Zebaoth. * Matth. 11/ io. Marc. 1 / 2 . Luc. 1/ 17. c. 7/ 27 . 2. Wer wird aber den Tag seiner Zukunft erleiden mögen? Und wer wird bestehen, wenn er wird erscheinen? Denn er ist wie das Feuer eines Goldschmids, und wie die Seife der Wäscher. 3. Er wird " sitzen und schmelzen, und das Silber reinigen; er wird die Kinder Levi reinigen und läutern, wie Gold und Silber. Dann werden sie dem Herrn Speisopfer bringen in Gerechtigkeit. «Zach. i3/9. Und wird dem Herrn Wohlgefallen das Speisopfer Juda und Jerusalems, wie vorhin und vor langen Jahren. 5. Und ich will zu euch kommen, und euch strafen, und will ein schneller Zeuge seyn wider die Zauberer, Ehebrecher und Meineidigen, und Wider die, so Gewalt und Unrecht thun den Tagelöhnern, Witwen und Waisen, und den Fremdling drücken, und mich nicht fürchten, spricht der Herr Zebaoth. 6. Denn Ich bin ' der Herr, der nicht lüget. Und es soll mit euch Kindern Jakobs nicht gar aus seyn. * 4 Mos. 23/ 19 . 1 Sam. 15/ 29 . 7. Ihr seyd von eurer Väter Zeit an immerdar abgewichen von meinen Gebothen, und habt sie nicht gehalten. * So bekehret euch nun zu mir; so will ich mich zu euch kehren, spricht der Herr Zebaoth. So sprechet ihr: Worin sollen wir uns bekehren? * Zack,, i, 3. 8. Ist es recht, daß ein Mensch Gott täuschet, wie ihr mich täuschet? So sprechet ihr: Womit täuschen wir dich? Am Zehnten und Hebopser. 9. Darum seyd ihr auch verflucht, " daß euch alles unter den Händen zerrinnet; denn ihr täuschet mich allesammt. * Hagg. i, 6. 10. Bringet aber die Zehnten ganz in mein Kornhaus, auf daß in meinem Hause Speise sey ; und prüfet mich hierinnen , spricht der Herr Zebaoth, ob ich euch nicht des Himmels Fenster auf- Gott tauschen. Maleachi 3. 4. Zukunft des Messias. 857 Das 4. Capitel. aufthun werde, und Segen herabschütten die Fülle. i i. Und ich will für euch den Fresser schelten, daß er euch die Frucht auf dem Felde nicht verderben soll, und der Weinstock im Acker euch nicht unfruchtbar sey, spricht der Herr Zebaoth: 12. Daß euch alle Heiden sollen selig preisen; denn ihr sollt ein werthes Land seyn, spricht der Herr Zebaoth. 13. Ihr "redet hart wider mich, spricht der Herr. So sprechet ihr: Was reden wir wider dich? ' 2, i^. Damit, daß ihr saget: Es ist umsonst, -aß man Gott dienet; und was nützt es, daß wir sein Geboth halten, und hart Leben vor dem Herrn Zebaoth führen? 15. Darum preisen wir die Verächter; denn die Gottlosen nehmen zu, sie versuchen Gott, und gehet ihnen alles wohl hinaus. 16. Aber die Gottesfürchtigen trösten sich unter einander also: Der Herr merket es und höret es; und ist vor ihm ein Denkzettel geschrieben für die, so den Herrn fürchten, und an seinen Nahmen gedenken. 17. Sie sollen, spricht der Herr Zebaoth, des "Tages, den Ich machen will, mein Eigenthum seyn; und ich t will ihrer schonen, wie ein Mann seines Sohnes schonet, der ihm dienet. * c. 4, 3. 1-1 Mos. 7, 23. c. 19, 16 . 18. Und ihr sollt dagegen wiederum sehen, was für ein Unterschied sey zwischen dem Gerechten und Gottlosen, und zwischen dem, der Gott dienet, und dem, der ihm nicht dienet. Von Christo, und Johanne, dem Täufer. 1. A>enn siehe, es kommt ein Tag, der bren- ^ neu soll, wie ein Ofen; da werden alle Verächter und Gottlose Stroh seyn, und der künftige Tag wird sie anzünden, spricht der Herr Zebaoth, und wird ihnen weder Wurzel noch Zweig lassen. 2. Euch aber, die ihr meinen Nahmen fürchtet, * soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit, und Heil unter des^ selbigen Flügeln; und ihr sollt aus-und ein-gehen und-t zunehmen wie die Mastkälber. -Luc. 1,78. 1-Lsaj.-L, 2. 3. Ihr werdet die Gottlosen zertreten; denn sie sollen Asche unter euren Füßen werden des Tages, den Ich machen will, spricht der Herr Zebaoth. Gedenket des * Gesetzes Mose, meines Knechts, das ich ihm befohlen habe auf dem Berge Horeb an das ganze Israel, samt den Gebothen und Rechten. -2 Mos. 20 , 1 . 6. Siehe, Ich * will euch senden den Propheten Elia, ehe denn da komme der große und schreckliche Tag des Herrn. -ME. 11,14. 6. Der soll das Herz der Väter bekehren zu den Kindern, und das Herz der Kinder zu ihren Vätern; daß ich nicht komme, und das Erdreich mit dem Bann schlage. Qqqq a schickten die Könige und Fürsten von ^ Syrien, Mesopotamien, Syrien Sobal, Lybien und Cilieien, ihre Bothschaften aus allen Städten und Ländern. Die kamen zu Holofernes, und sprachen: 2 . Wende deinen Zorn von uns; 3 . Denn es ist besser, daß wir NebucadNezar, dem großen Könige, dienen, und dir gehorsam seyn, und lebendig bleiben, denn daß wir um- kommen und gewinnen gleichwohl nichts. Alle unsere Städte, Güter, Berge, Hügel, Aecker, Ochsen, Schafe, Ziegen, Rosse und Kameele, und was wir nur haben, dazu auch unser Gefinde, ist * alles dein; schaffe damit, was du willst. 'i Kön.n, 4. 5. Ja auch wir samt unfern Kindern find deine Knechte. Komm zu uns, und seo unser gnädiger Herr, und brauche unsers Dienstes, wie dirs gefällt. 6. Da zog Holofernes vom Gebirge herab mit dem ganzen Kriegsvolk, und nahm die festen Städte und das ganze Land ein. 7. Und las da Knechte aus, das beste Volk, das er unter ihnen fand. 8. Davon erschraken alle Lande so sehr, daß die Regenten und Vornehmsten aus allen Städten samt dem Volk ihm entgegen kamen, und nahmen ihn an mit Kränzen, Kerzen, Reigen, Pauken und Pfeifen, 9. Und konnten dennoch mit solcher Ehre keine Gnade erlangen. 10. Denn er zerbrach ihre Städte, und hauete ihre Haine um. i i. Denn NebucadNezar, der König, hatte ihm gebothen, daß er alle Götter in den Ländern vertilgen sollte, auf daß alle Völker, die Holofernes bezwingen würde, ihn allein für Gott priesen. 12 . Da er nun SyrienSobal, Apamea und Mesopotamien durchzogen hatte, kam er zu den Edomitern ins Land Gabaa, und nahm ihre Städte ein, und lag allda dreyßtg Tage lang. Jndeß forderte er sein Kriegsvolk alles zusammen. Das -4. Capitel. Leiblich« und geistliche Schutzwehr derer zu Bethulr«. 1. A>a die Kinder Israel, die im Laude Juda ^ wohneten, solches höreten; ' fürchteten sie sich sehr vor ihm, *e. 2, in. 2 . Und * Zittern und Schrecken kam sie an: Denn sie besorgten sich, er möchte der Sradt Jerusalem und dem Tempel des Herrn auch so t thun, wie er den andern Städten, und ihren Götzenhäusern gethan hatte. * Ps. 48/ 7. -k- Lsaj. 10/ 10. 11. e. »6, 2«. 3. Darum sandten fie in das ganze Land Sa- maria umher bis an Jericho, und besetzten die Festungen auf den Bergen. Und machten Mauern um ihre Flecken, und schafften Vorrath zum Kriege. 6. Und der Priester Jojakim schrieb zu allen / so gegen Esdrelom wohneten, das ist, gegen dem großen Felde bey Dothaim, und zu allen, da die Feinde möchten durchkommen, daß fie die Klippen am Gebirge gegen Jerusalem sollten verwahren. 6. Und die Kinder Israel thaten, wie ihnen Jojakim, des Herrn Priester, befohlen hatte. 7. Und alles Volk schrie mit Ernst zum Herrn, und fie und ihre Weiber demüthigten sich mit * Faßen und Bethen. * 8°n. 3 , 5 . 8. Die Priester aber zogen Säcke an, und die Kinder lagen vor dem Tempel des Herrn, und des Herrn Altar bedeckte man mit einem Sack. 9 . Und fie schrien zum Herrn, dem Gott Israels einmüthiglich, daß ihre Kinder und Weiber nicht weggeführet, ihre Städte nicht zerstöret, ihr Heiligthum nicht verunreiniget, und sie von den Heiden nicht geschändet würden. 10 . Und Jojakim, der Hohepriester des Herrn ging umher, vermahnete das ganze Volk Israel, Qqqqq 2 860 Nachfrage Holofernes. Judith 4. 5. Ackiors Nachricht. i i. Und sprach: Ihr sollt ja wissen, daß der Herr euer Gedeih erhören wird, so ihr nicht ablasset mit Fasten und Bethen vor dem Herrn. 12. Gedenket an Mose, den Diener des Herrn, der nicht mit dem Schwert, sondern ' mit heiligem Gedeih den Amalek schlug der sich auf seine Kraft und Macht, auf sein Heer, Schild, Wagen und Reiter verließ. * 2 Ms.i 7 ,n. 13. So soll es auch gehen allen Feinden Israels, so ihr euch also bessert, wie ihr angefangen habt. 1^. Nach solcher Vermahnung bathen sie den Herrn, und blieben vor dem Herrn; also, daß auch die Priester in Säcken gingen, und Asche auf dem Haupt hatten, und also Brandvpfer dem Herrn aufrichteteu; und bathen Alle den Herrn von ganzem Herzen, daß er sein Volk Israel besuchen wollte. Das 5 . Capitel. Holofernes erkundiget von Achter , wie «s um die Israeliten beschaffen sey. 1. Nnd es ward dem Holofernes, dem Feld- ^ hauptmann von Assyrien, angesagt, daß die Kinder Israel sich rüsteten, und sich wehren wollten, und wie sie die Klippen am Gebirge eingenommen hätten. Da ergrimmete Holofernes, und forderte alle Obersten und Hauptleute der Moabiter und Ammoniter, und sprach zu ihnen: 2. Saget an, was ist dieß für ein Volk, das im Gebirge wohnet? Was haben sie für große Städte ? Was vermögen sie? Und was für Kriegsvolk und Könige haben sie? Daß sie allein vor allen andern im Morgenlande uns verachten, und sind uns nicht * entgegen gegangen, daß sie uns annehmen mit Frieden ? ' c. 3, 8 . 3 . Da * antwortete Achior, der Oberste aller Kinder Ammon , und sprach: * c. 13,26. > 4 . Mein Herr, willst du es gerne hören, so will ich dir die Wahrheit sagen, was dieß für ein Volk sey , das im Gebirge wohnet, und dir nicht lügen. 5. Dieß Volk ist aus Chaldäa hergekommen. 6 . Und hat erstlich in Mesopotamien gewöhnet : denn sie wollten nicht folgen den Göttern ihrer Väter in Chaldäa. 7. Darum verließen sie die Sitten ihrer Väter, welche viele Götter hatten, auf daß sie dem einigen Gott des Himmels dienen möchten, welcher ihnen auch geboth zu ziehen von dannen, und zu wohnen in * Haran. *1 Ms. 11,31. 8 . Da nun in allen den Ländern theure Zeit war, reiferen sie hinab in Egyptenland. Da ist ihrer in vier hundert Jahren so viel geworden, daß man sie nicht zählen konnte. 9. Da aber der König in Egypten sie * be- schwerete mit Er deführen und Ziegelmachen , seine Städte zu bauen ; riefen sie zu ihrem HErrn , der schlug ganz Egypten mit mancherley Plage. * 2 Mos. 1/ 10. 10. Da nun die * Egypter sie von sich ausge- gestoßen hatten, und die Plage von ihnen abließ, und wollten sie wieder fangen, und zu Dienst ins Land führen; that -t ihnen Gott des Himmels das Meer auf, also, daß das Wasser auf beiden Setten fest stand, wie eine Mauer; und sie gingen trocknes Fußes auf des Meeres Grund, und kamen davon. * 2 Ms. 12,33. ff 2 Ms. 14,21. 11. Da aber die Egypter ihnen mit ihrem ganzen Heer nacheileten, wurden ' sie alle ersäuft im Meer, also, daß auch nicht Einer wäre über- blieben, der es Härte können nachsagen. * 2 Mos. 14, 28. 12. Und da dieß Volk aus dem rothen Meer kam, lagerte es sich in der Wüste des Berges Sina, da zuvor kein Mensch wohnen, noch sich enthalten konnte. 13. Da * ward das bittere Wasser süß, daß sie es trinken konnten, und t krigten Brot vorn Himmel vierzig Jahre laug. * 2 Mos. 13/ 23. ff 2 Mos. 16/ 33. 1^. Und wo sie zogen ohne Bogen, Pfeil, Schild und Schwert; da stritt Gott für sie, und fiegete. 15. Und Niemand konnte diesem Volk Schaden thun, ohne allein wenn es abwich von den Gebothen des Herrn, seines Gottes. 16. Denn so oft sie anßer ihrem Gott einen andern anbetheten, wurden sie erschlagen und weggeführet mit allen Schanden. 17. So oft aber sie es reuete, daß sie abgewichen waren von den Gebothen ihres Gottes, gab ihnen der Gott des Himmels wiederum Sieg wider ihre Feinde. 18. Darum vertilgten sie der Cananiter Könige, den Jebusitcr, den Pherefiter, den Hethiter, den Heviter, den Amoriter, und alle Gewaltige zu Hesbon; und nahmen ihr Land und Städte ein; 19. Und ging ihnen wohl, so lange sie sich nicht versündigten an ihrem Gott. Denn ihr Gott hasset das Unrecht. 20. Sie sind auch vor diesen Zeiten oft vertrieben von vielen Völkern, und weggeführet in fremde Länder, darum, daß sie abgewtchen waren Achiors Nachricht wird übel belohnt. Judith 5. 6. Achior wird erlöset. 861 von dem Geboth, das ihnen Gott gegeben hatte/ daß sie darinnen wandeln sollten. 21. Aber sie sind neulich wieder gekommen aus dem Elend, darinnen sie waren / nachdem sie sich wieder bekehret haben zum Herrn / ihrem Gott; und haben sich wieder gesetzt in diesem Gebirge / und wohnen wiederum zu Jerusalem / da ihr Hetligthum ist. 22. Darum, mein Herr, laß forschen, ob sich dieß Volk versündiget hat an ihrem Gott; so wollen wir hinauf ziehen; und ihr Gott wird sie dir gewißlich in die Hände geben, daß du sie bezwingest. 23 . Haben sie sich aber nicht versündiget an ihrem Gott, so schaffen wir nichts wider sie: denn * ihr Gott wird sie beschirmen, und wir werden zu Spott werden dem ganzen Lande. ' 6 , 2 . 2^. Da Achior solches geredet hatte; wurden alle Hauptleute des Holofernes zornig , und gedachten ihn zu tödten, und sprachen unter ein, ander: 25 . Wer ist dieser, der solches sagen darf, daß die Kinder Israel sich sollten erwehren wider den KönigNebucadNezar, und sein Kriegsvolk? Sind es doch eitel nackende Leute und keine Krieger. 26. Daß aber Achior sehe, daß er gelogen habe, so laßt uns hinauf ziehen; und wenn wir ihre besten Leute fangen, so wollen wir Achior mit ihnen erstechen lassen, auf daß alle Völker inne werden, daß NebucadNezar ein * Gott des Landes sey und kein Anderer, "c. 3, n. r. 6, 2 . Das 6. Capitel. Achior wird gen Bethulia gebracht. 1. Darnach ergrimmte Holofernes auch über ^ den Achior, und sprach: 2. Wie darfst du uns weissagen, daß'das Volk Israel solle von seinem Gott Schutz haben? Wenn wir sie aber nun schlagen, wie einen einigen Menschen: so wirst du sehen, daß kein anderer Gott ist, denn allein NebucadNezar; und dann sollst du auch durch der Assyrer Schwert mit ihnen erstochen werden, und ganz Israel soll mit dir umkommen. So wirst du dann inne werden, daß NebucadNezar ein Herr sey aller Welt, * c. 22.23. 3 . Wenn du mit meinem Schwert erstochen wirst, und liegst unter den Erschlagenen Israels, und mußt sterben und verderben. Meinest du aber, daß deine Weissagung gewiß ist; so darfst du nicht erschrecken noch erblassen. s. Wie es ihnen gehen wird, so soll es dir auch gehen; denn ich will dich jetzt zu ihnen schicken, daß ich dich mit ihnen strafe. 6 . Da befahl Holofernes seinen Knechten, daß sie Achior greiffen sollten, und hinein gen Bethulia führen, in die Hände der Kinder Israel. 7 . Und die Knechte Holofernes griffen ihn. Und da sie über das Blachseld ans Gebirge kamen, zogen gegen ihnen heraus die Schützen. 8. Da wichen sie auf eine Seite am Berge, und banden Achior an einen Baum mit Händen und Füßen, und stießen ihn hinunter, und ließen ihn also hangen, und zogen wieder zu ihrem Herrn. 9. Aber die Kinder Israel kamen herunter von Bethulia zu ihm, und machten ihn los, und brachten ihn hinein gen Bethulia, und führten ihn unter das Volk, und fragten ihn, wie das zugegangen wäre, warum ihn die Assyrer gehenket hätten? 10. Zu derselbigen Zeit waren die Obersten in der Stadt Osias, der Sohn Micha, vom Stamm Simeon, und Charmi, der auch Othoniel hieß. 11. Vor diesen Nettesten, und vor allem Volk sagte Achior alles, * was ihn Holofernes gefragt, und was er geantwortet hätte, und daß ihn Ho- lofernis Leute um dieser Antwort willen hätten tödten wollen: aber Holofernes hatte befohlen, man sollte ihn den Kindern Israel überantworten , auf daß, wenn er die Kinder Israel geschlagen hätte, daß er ihn, den Achior, auch wollte strafen und umbringen; ' c. 2. 12. Darum, daß er gesagt hatte, der Gott des Himmels würde ihr Schutz seyn. 13. Da Achior solches gesagt hatte, fiel alles Volk auf ihr Angesicht, und betheten den Herrn an, weineten alle zugleich und betheten zum Herrn, und sprachen: 1^. Herr, Gott des Himmels und der Erde, siehe an ihren Hochmuth und unser Elend, und siehe deine Heiligen gnädiglich an, und beweise, daß du nicht verlassest, die auf dich trauen, und stürzest, die auf sich und ihre Macht trotzen. 15. Also weineten und betheten sie den ganzen Tag, und trösteten den Achior, und sprachen: 16. Der Gott unserer Väter, deß Macht du gepriesen hast, wird dir es also vergelten, daß sie nicht ihre Lust an dir sehen, sondern daß du sehest, wie daß sie geschlagen und vertilget werden. 862 Bethulia belagert. Judith 6. 7. Wassermangel. 17. Und wenn uns der Herr, unser Gott, errettet; so sey Gott mit dir unter uns. Und willst du, so sollst du mit allen den Deinen bey uns wohnen. 18. Da nun das Volk wieder von einander ging; führte ihn Osias mit sich in sein Haus, und richtete ein großes Abendmahl zu, 19. Und bath zu sich alle Nettesten und lebten wohl, nachdem sie lange gefastet hatten. 20. Darnach ward das Volk wieder zusammen gefordert, und betheten um Hülfe von dem Gott Israels in der Versammlung die ganze Nacht. Das 7. Capitel. Belagerung der Stadt Bethulia. 1. Aes andern Tages geboth Holofernes sei- ^ nem Kriegsvolk, daß man auf seyn sollte Wider Bethulia. 2. Und hatte ' hundert und zwanzig tausend zu Fuß, und zwölf taufend zu Roß, ohne den Haufen, den er gewählet hatte an jedem Ort, wo er ein Land eingenommen hatte. * e. 7. 3. Dieses Kriegsvolk rüstete sich alles wider die Kinder Israel; und sie lagerten sich oben auf dem Be>g gegen' Dothaim, von Belma an bis gen Chelmon, das da liegt gegen Esdrelom. " e. 5. 4 . Da nun die Kinder Israel das große Volk der Assorer sahen; fielen sie auf die Erde, und legten Asche auf ihre Häupter, und bachen alle zugleich, daß der Gott Israels seine Barmherzigkeit erzeigen wollte über sein Volk. Z. Und sie rüsteten sich mit ihren Waffen, und nahmen die Klippen ein am Berge, und bewahrten sie Tag und Nacht. 6 . Da aber Holofernes umher zog, merkte er, daß außerhalb der Stadt gegen Mittag ein Brunnen war, welcher durch Röhren in die Stadt geleitet war. Diese Röhren hieß er ab- hauen. 7. Und wiewohl sie nicht ferne von der Mauer kleine Brünnlein hatten, da sie heimlich Wasser hvhieten : so war es doch kaum so viel, daß sie sich damtr laben konnten. 8. Darum kamen die Ammoniter und Moabiter zu Holofernes - und sprachen: 9. Die Kinder Israel dürfen sich nicht gegen uns wehren; sondern harten sich heimlich auf in den Bergen und Hügeln, darunter sie sicher find. 10. Darum laß nur die Brunnen verwahren, daß sie nicht Wasser hohlen mögen; so müssen sie ohne Schwert sterben, oder die Noth wird sie dringen, daß sie die Stadt übergeben müssen, welche sie meinen, -aß sie nicht zu gewinnen sey, weil sie in Bergen liegt. 11. Dieser Rath gefiel Holofernes und seinen Kriegsleuten wohl , und legten je hundert zu jeglichem Brunnen. 12. Da man nun zwanzig Tage die Brunnen verwahret hatte; hatten die von Bethulia kein Wasser mehr, weder in Cisternen, noch sonst, daß sie einen Tag länger nach Nothdurft haben möchten; und man mußte täglich den Leuten das Wasser zumessen. 13. Da kam Weib und Mann , Jung und Alt, zu Osta und den Nettesten, klagten und sprachen: Gott sey Richter zwischen euch und uns, daß ihr uns in solche Noth bringet, damit, daß ihr uns nicht wolltet lassen mit den Assyrern Frieden machen; so uns doch Gott in ihre Hände gegeben hat, 14. Und wir keine Hülfe haben, sondern müssen vor ihren Augen vor Durst verschmachten und jämmerlich umkommen. 15. Darum fordert das Volk zusammen, daß Wir uns dem Holofernes williglich ergeben. 16. Denn * es ist besser, daß wir uns ergeben und bevm Leben bleiben, und also Gott loben, denn daß wir umkommen, und vor aller Welt zu Schanden werden, und sehen sollen, daß unsere Weiber und Kinder so jämmerlich vor unfern Augen sterben müssen. *«. 3/ 3. 17. Wir bezeugen heute vor Himmel und Erde und vor unserer Väter Gott, der uns jetzt straft um unserer Sünde willen, daß wir euch gebethen haben, die Stadt dem Holofernes aufzugeben, daß wir doch durch das Schwert bald umkämen, und nicht so lange vor Durst verschmachteten. 18. Da ward ein großes Heulen und Weinen im ganzen Volk etliche Stunden lang, und schrien zu Gott, und sprachen: 19. Wir haben gesündiget samt unfern Vätern, * wir haben mißgehandett, und sind gottlos gewesen. ' Ps 106, 6 . 20. Aber du bist barmherzig, darum sey uns gnädig und strafe du uns selbst: und dieweil wir dich bekennen, übergib uns nicht' den Heiden, die dich nicht kennen, daß sie nicht rühmen: Wo ist nun ihr Gott ? * Ps. is, 6 . Ps. 42. 4 .11. 21. Da sie nun lange geschrten und geweinet hatten, und ein wenig war sttve geworden; stand Osias auf, weinete und sprach: 22. Lieben Brüder, habt doch Geduld und vermahnet das Volk. 863 Judith bestraft und Iudith 8. laßt uns noch fünf Tage der Hülfe erharren von Gott/ 23. Ob er uns wollte Gnade erzeige»/ und sei, nen Nahmen herrlich machen. 24 . Wird uns diese fünf Tage nicht geholfen; fo wollen wir thun/ wie ihr gebethen habt. Das 8. Capitel. Der Judith scharfe Vermahnung und guter Rath an die Aeltestm des Volks. 1. solches kam vor Judith, welche war eine ^ Witwe, eine Tochter Merari, des Sohnes Uz / des Sohnes Josephs, des Sohnes Osia, des Sohnes Etat, des Sohnes Jamnors, des Sohnes Jedeons, des Sohnes Raphaims, des Sohnes Achitobs, des Sohnes Malchja, des Sohnes Enans, des Sohnes Nathanja, des Sohnes Sealthiels, des Sohnes Simeons. 2. Und ihr Mann hatte geheissen Manasses, der war in der Gerstenernte gestorben. 3 . Denn da er auf dem Felde war bey den Arbeitern, ward er krank von der Hitze, und starb in seiner Stadt Bethulia, und ward zu seinen Vätern begraben. 4 . Der ließ die Judith nach; die war nun drey Jahre und sechs Monathe eine Witwe. 5 . Und sie hatte ihr oben im Hause ein sonderliches Kämmerlein gemacht, darinnen sie faß mit ihren Mägden, 6 . Und war bekleidet mit einem Gack, und fastete täglich, ohne am Sabbath, Neumonden und andern Festen des Hauses Israels. Und sie war * schön und reich, und hatte viel Gesinde, und Höft voll Ochsen und Schaft. * Sus. v. 2. 32. 7 . Und hatte ein gutes Gerücht bey * Jedermann , daß sie Gott fürchtete, und konnte Niemand übel von ihr reden. * Ruth s, n. 8 . Diese Judith, da sie hörete, daß Osias zugesagt Halle, die Stadt nach fünf Tagen den Assyrern aufzugeben; sandte sie zu den Nettesten Chambri und Charmi. 9 . Und da sie zu ihr kamen, sprach sie zu ihnen: Was soll das sew, daß ' Osias gewilliget hat, die Stadt den Assyrern aufzugeben, wenn uns in fünf Tagen nicht geholfen wird? * c. 7 ,21. 10. Wer ftyd ihr, daß ihr Gott versuchet? Das dienet nicht, Gnade zu erwerben, sondern Vielmehr Zorn und Ungnade. 11. Wollt ihr dem Herrn euers Gefallens Zeit und Tage bestimmen, wenn er helfen soll? 12. Doch der Herr * ist geduldig: darum laßt uns das leid seyn, und Gnade suchen mit Thränen. * Ps. 103, 8. 13. Denn Gott zürnet nicht wie ein Mensch, daß er sich nicht versöhnen lasse. 14. Darum sollen wir uns demüthigen von Herzen, und ihm dienen, und mit Thränen vor ihm bethen, daß er seines Gefallens Barmherzigkeit an uns erzeigen wolle; 15. Und wie wir jetzt trauern müssen von wegen ihres Hochmuths, daß wir uns nach diesem Jammer wieder freuen mögen, daß wir nicht gefolget haben * der Sünde unserer Väter, die ihren Gott verließen und fremde Götter anbe- theten, darum sie ihren Feinden übergeben, und von ihnen erschlagen, gefangen und geschändet sind. * Nicht. 2 , 11 . c. 3, 6. 7. 16. Wir aber kennen keinen andern Gott, . ohne ihn allein; und wollen mit Demuth von ihm Hülfe und Trost erwarten: 17. So wird er, der Herr, unser Gott, unser Blut retten von unfern Feinden, und alle Heiden, die uns verfolgen, demüthigen und zu Schanden machen. 18. Und ihr, lieben Brüder, die ihr ftyd die Nettesten, tröstet das Volk mit euerm Wort, daß sie bedenken, daß unsere Väter auch ' versucht wurden, daß sie bewähret würden, ob sie Gott von Herzen dieneten. *3 Mos. 13,3. 19. Erinnert sie, wie unser Vater ' Abraham mancherley versucht ist, und ist Gottes Freund geworden, nachdem er durch mancherley Anfechtung bewähret ist. *1 Mos. 22,1. 20. Also find auch Isaak, Jakob, Mofe und alle, die Gott lieb gewesen sind, beständig geblieben, und haben viel Trübsal überwinden müssen. 21. Die andern aber, fo die Trübsal nicht haben wollen annehmen mit Gottesfurcht, sondern * mit Ungeduld wider Gott gemurret und gelästert haben, find von dem Verderber und durch die Schlangen umgebracht. * 4 Mos. 21 , 6. 1 Cor. 10 , 0 . 10 . 22. Darum laßt uns nicht ungeduldig werden in diesem Leiden; sondern bekennen, daß es eine Strafe ist von Gott, viel geringer, denn unsere Sünden find, und glauben, daß wir ' gezüchti- get werden, wie seine Knechte, zur Besserung, und nicht zum Verderben. * Ps i'«, is. 23. Darauf antwortete Osias, und die Ael- 864 Ostas antwortet ihr. Judith 8 testen: Es ist alles wahr, wie du gesagt Haft; und ist an deinen Worten nichts zu strafen. 2.i. Darum bitte für uns zum Herrn, denn du bist ein heiliges und gotteSfürchtiges Weib. 2Z. Und Judith sprach: Weil ihr es dafür haltet, daß aus Gott sey, was ich gesagt habe; so wollet ihr auch prüfen, ob dasjenige, so ich vorhabe zu thun, aus Gott sey; und bittet, daß Gott Glück dazu gebe. 26. Diese Nacht wartet am * Thor, wenn ich hinausgehe, mit meiner Magd, und bethet, daß der Herr in diesen fünf Tagen, wie ihr gesagt habt, sein Volk Israel trösten wolle, "c. io, 7. 27. Was ich aber vorhabe, sollt ihr nicht nach- forschen; sondern bcthet allein für mich zum Herrn, unserm Gott, bis ich euch weiter anzeige, was ihr thun sollt. 28. Und Ostas, der Fürst Juda sprach zu ihr: Gehe hin im Frieden, der Herr sey mit dir, und rache uns an unfern Feinden. Und ste gingen also wieder von ihr. Das 9. Capitel. Der frommen Judith Gebcth zu Gott. 1. Aarnach ging Judith in ihr Kämmerlein, ^ und bekleidete fich mit einem Sack, und streuete * Asche auf ihr Haupt, und fiel nieder vor dem Herrn, und schrie zu ihm, und sprach: * c. 4, 14. 2. Herr, Gott meines Vaters Simeons, dem" du das Schwert gegeben hast, die Heiden zu strafen , so die Jungfrau genothzüchtiget und zu Schanden gemacht hatten, und hast ihre Weiber und Töchter wiederum fangen und ste berauben lassen durch deine Knechte, die da in deinem Eifer geeiferthaben, hilf mir armen Witwe, Herr, mein Gott. " 1 Mos. 34, 23. 3 . Denn " alle Hülfe, die vorzeiten und hernach geschehen ist, die hast du gethan; und was du willst, das muß geschehen. *Ps. 3,9. Pf. 74, ir. Denn wenn du willst helfen, so kann es nicht fehlen; und du weißt wohl, wie du die Feinde strafen sollst. 5. Schaue jetzt auf der Assyrer Heer, wie du" vorzeiten auf der Egypter Heer schauerest, da ste deinen Knechten nachjagten mit großer Macht, und trotzten auf ihre Wagen, Reiter und großes Kriegsvolk. ' 2 Mos. 14,24. 6 . Da du ste aber ansaheft, wurden ste verzagt. 7. Und die Tiefe übereilete sie, und das Wasser ersäufte ste. 9 . 10 . Judith Seihet zu Gott«, schmücket stch. 8. Also geschehe auch jetzt diesen, Herr, die da trotzen auf ihre Macht, Wagen, Spieße und Geschütze, und kennen dick nicht, und denken nicht, daß du, Herr, unser Gott, der seyst, der " da den Krieger: steuert von Anfang und heißt billig Herr. * c. 16,3. Ps. 46,10. 9. Strecke aus deinen Arm, wie vorzeiten, und zerschmettere die Feinde durch deine Macht, daß sie umkommen durch deinen Zorn, die stch rühmen, sie wollen dein Heiligtyum zerstören, und die Hütte deines Nahmens entheiligen, und mit ihrem Schwert deinen Altar umwerfen. 10. Strafe ihren Hochmuth durch ihr eigenes Schwert, daß er mit feinen eigenen Augen gefangen werde, wenn er mich ansiehet, und durch meine freundliche Worte betrogen werde. it. Gib mir einen Muth , daß ich mich nicht entsetze vor ihm und vor seiner Macht, sondern daß ich ihn stürzen möge. 12. Das wird deines Nahmens Ehre feyn,' daß ihn ein Weib darnieder geleget hat. 13. Denn du, Herr, " kannst wohl Sieg geben ohne alle Menge, und hastct nicht Lust an der Stärke der Rosse. Es haben dir die-li- Hoffärtigen noch nie gefallen, aber allezeit hat dir gefallen der Elenden und Demüthigen Gebeth. * 1 Sam. 14, 6. -f Pf. 147, 1k). -s-s Luc. 13, 14. 1^. O Herr, du Gott des Himmels, Schöpfer der Wasser und Herr aller Dinge, erhöre mein armes Gebeth, die ich allein auf deine Barmherzigkeit traue. 15 . Gedenke, Herr, an deinen Bund, und gib mir ein, was ich reden und denken soll, und gib mir Glück dazu, auf daß dein Haus bleibe, und alle" Heiden erfahren, daß du Gott bist, und kein anderer außer dir. * Tsaj. 37, 20. c. 49, 23. 26. Das 10. Capitel. Der Judith Auszug in das Lager Holofernes. 1. (?>a sie nun ausgebethet hatte, stand sie ^ auf, 2. Und rief ihrer Magd Abra, und ging herunter ins Haus, legte den Sack ab, und zog ihre" Witwenkleider aus, ' e. is, 9. 3. Und wusch fich, und salbte sich mit köstlichem Wasser, und flöchte ihre Haare ein, und setzte eine Haube auf, und zog ihre schönen Kleider an, .!. Und schmückte sich mit Spangen und Geschmeide, und zog allen ihren Schmuck an. s. Und Der Judith Auszug; Judith 10. 11. sie spricht mit Holofernes. 865 5 . Und der Herr gab ihr Gnade, daß sie lieblich anzusehen war; denn sie' schmückte sich nicht aus Vorwitz, sondern Gott zu Lobe. * St. E,lh. 3 / 16. 6. Und sie gab ihrer Magd eine gepichte Haut voll Wein, und einen Krug mit Oehl, und einen Sack, darinnen sie hatte Feiger;, Mehl und Brot, das sie essen durste; und sie ging dahin. , 7. Und "am Thor fand sie Oßam, und die Nettesten, die ihrer marteren, wie es verlassen war. * c. 8, 26. 8. Und sie wunderten sich, daß sie so schön war. d. Doch fragten sie nicht, was sie vorhätte; sondern ließen sie hinaus, und sprachen: Der Gott unterer Väter geve dir Gnade, und lasse dein Vornehmen gerochen, daß sich Israel deiner freue, und dein Nähme gerechnet werde unter die Heiligen. io. Und alle, die da waren, sprachen: Amen, Amen. i i. Aber Judith bechete, und ging fort mit ihrer Magd Abra. 12 . Und da sie früh Morgens den Berg hinab ging; begegneten ihr die Wächter der Assprer, und fielen sie an und fragten sie, von wannen sie käme und w hm sie wollte. iz. Und sie antwortete: Ich bin ein Ebräi- sches Weib, und bin von ihnen geflohen, denn ich weiß, daß sie euch in die Hände kommen werden, darum, daß sie euch verachtet haben, und nicht wollen Gnade suchen, und sich willig ergeben. i^. Darum habe ich mir vorgenommen, zu dem Fürsten Holofernes zu kommen, daß ich ihm ihre Heimlichkeit offenbare, und sage ihm, wie er sie leichOich gewinnen möge, daß er nicht einen Mann verlieren dürfe. iZ. Dieweil sie so redete, schaueten sie sie an, und * verwunderten sich sehr, daß sie so schön war, * v. 8. 16. Und sprachen: Das möchte dir helfen, daß du es so gut meinest und zu unserm Herrn gehen willst. 17 . Denn wenn du vor ihn kommst, so wird er dir gnädig seyn, und wirst von Herzen ihm Wohlgefallen. 18. Und sie führeten sie hin in Holofernes Ge- zelt, und sagten ihm von ihr. 19 . Und da sie vor ihn kam, ward er so bald entzündet gegen sie. 20 . Und seine Diener sprache;?vnter einander: Das Ebräische Volk ist traun nicht zu verachten, weil es schöne Weiber hat. Sollte man um solcher schönen Weiber willen nicht kriegen? 21 . Da nun Judith den Holofernes sah sitzen unter seinem Teppich, der schön gewirket war mit Purpur und Gold, und mit Smaragden, und vielen Edelsteinen gezieret; * fiel sie vor ihm nieder, und bethete ihn an. Und Holofernes hieß sie wieder aufricht-en. *D§n. 46 . Das 11. Capitel. Gespräch Judith mit Holofernes'. 1. Nnd Holofernes sprach zu ihr: Sey getrost ^ und furchte dich nicht; denn ich habe nie keinem Menschen Leid gerhan, der sich unter den König NebueadNezar ergeben hat. 2 . Und hätte mich dein Volk nicht verachtet, so hätte ich nie keinen Spieß aufgehoben wider sie. 3. Nun sage an, warum bist du von ihnen gewichen, und zu mir gekommen? Judith antwortete ihm, und sprach: Du wollest deine Magd gnädiglich hören. Wirst du thun, wie dir deine Magd anzeigen wird; so wird dir der Herr Glück und Sieg geben. s. Gott gebe NebueadNezar Glück und Heil, dem Könige des ganzen Landes, der dich ausgeschickt hat, alle Ungehorsamen zu strafen: denn du kannst ihm unterthan machen nicht allein die Leute, sondern auch alle Thiere auf dem Lande. 6. Denn deine Vernunft und Weisheit ist hoch berühmt in aller Well, und Jedermann weiß, daß du der gewaltigste Fürst bist im ganzen Königreich , und dein gutes Regiment wird überall gepriesen. 7. So wissen wir auch, * was Achior geredet hat, und wie du dagegen mit ihm gethan hast. * e. 3, 3. 8. Denn unser Gott ist also erzürnet über unsere Sünde, daß er durch seine Propheten hat verkündigen lassen, er wolle das Volk strafen um seiner Sünde willen. 9. Weil nun das Volk Israel weiß, daß sie ihren Gott erzürnet haben; find sie erschrocken vor dir. 10. Dazu leiden sie großen Hunger, und müssen vor Durst verschmachten; 11 . Und haben jetzund vor, ihr Vieh zu schlachten , daß sie desselben Blut trinken, und das heilige Opfer zu essen an Korn, Wein und Oehl, das ihnen Gott verbothen hat, daß sie es auch Rrrrr 866 Holofernes macht ein Iildit l) nicht anrühren sollten. Darum ist es gewiß, daß sie müssen umkommen, weil sie solches thun. 12. Und weil ich das weiß, bin ich von ihnen geflohen; und der Herr hat mich zu dir gesandt, daß ich dir solches sollte anzeigen. 13. Denn ob ich wohl zu dir bin gekommen, so bin ich doch nicht darum von Gott abgefallen, sondern will meinem Gott noch dienen bey dir. Und deine Magd wird hinaus gehen, und Gott anbethen; der wird mir offenbaren, wenn er ihnen ihren Lohn geben will für ihre Sünde. So will ich dann kommen, und will dirs anzeigen, und dich mitten durch Jerusalem führen, daß du alles Volk Israel habest, wie Schafe, die keinen Hirten haben, und wird nicht ein Hund dich dürfen anbelleu. Denn das hat mir Gott geoffenbaret, i-w Weil er über sie erzürnet ist, und hat mich gesandt, daß ich dirs anzeige. 15 . Diese Rede gesiel Holofernes und seinen Knechten wohl; und sie wunderten sich ihrer Weisheit, und sprachen unter einander: 16. Des Weibes gleichen ist nicht auf Erden von * Schöne und Weisheit. ' c. io, 15.20. 17 . Und Holofernes sprach zu ihr: Das hat Gott also geschickt, daß er dich her gesandt hat, ehe denn das Volk in meine Hand käme. Wird nun dein Gott solches ausrichren, wie du gesagt hast; so soll er auch mein Gott feyn; und du sollst groß werden bevm Könige NebueadNezar, und dein Nähme soll gepriesen werden im ganzen Königreich. Das 42 . Capitel. Holofernes Gastmahl und Trunkenheit. 1. ^>a ließ er sie hinein führen in die Srbatz- ^ kammer, da sie bleiben sollte, nnd befahl, daß man sie von seinem Lisch speisen sollte. 2. Aber Judith antwortete, und sprach: Ich darf noch nicht essen von deiner Sveise, daß ich mich nicht versündige; sondern ich habe ein wenig mit mir genommen, davon will ich essen. 3. Da sprach Holofernes selbst: Wenn das auf ist, das du mit dir gebracht hast, woher sollen wir dir anders schaffen? -W Judith antwortete: Mein Herr, so gewiß du lebest, ehe deine Magd alles verzehren wird, so wird Gott durch mich ansrichten, was er vor hat. 5 . Und da sie die Knechte in das Gemach führen wollten, wie er befohlen hatte, 11 . 12 . 13 . Gastmahl, wird entzündet. 6 . Bath sie, daß man ihr erlaubete, Abends und Morgens heraus zu gehen, und ihr Gebeth zu lhuu zum Herrn. 7. Da befahl Holofernes seinen Kammerdienern , daß mau sie drey Tage sollte frey aus und ein lassen gehen, ihr Gedeih zu thun zu Gott. 8. Und des Abends ging sie heraus in das Thal vor Bethulia, und wusch stch im Wasser. 9. Darnach bechete sie zum Herrn, dem Gott Israels, daß * er ihr Glück gäbe, sein Volk zu erlösen. ' c. 9, i§. 10. Und ging wieder in das Gezelt, und hielt sich rein, und aß nicht vor Abends. 11. Am vierten Tage machte Holofernes * ein Abendmahl seinen nächsten Dienern allein, und sprach zu Bagoa, seinem Kämmerer: Gehe hin und berede das Ebräiscbe Weib, daß sie sich nicht wegere zu mir zu kommen; * Wh. 1, z. L. 12. Denn es ist eine Schande bey den Assy- rern, daß ein solches Weib sollte unbeschlaftu von uns kommen, und einen Manu genarret haben. 13. Da kam Bagoa zu Judith: Schöne Frau, ihr wollet euch mcht weqern zu meinem Herrn zu Ehren zu kommen, und mir ihm essen und trinken, und fröhlich ftyn. 1^. Da sprach Judith: Wie darf ich es meinem Herrn versagen? 15. Alles, was ihm lieb ist, das will ich von Herzen gerne thrrn all mein Lebenlang. 16. Und sie stand auf, und schmückte sich, und ging hinein vor ihn, und stand vor ihm. 17. Da wallete dem Holofernes sein Herz; denn er * war entzündet mit Brunst gegen sie. * c. 16 , iS. 18. Und sprach zu ihr: Sitze nieder, trink und sey fröhlich; denn du hast Gnade gefunden bey mir. 19. Und Judith antwortete: Ja Herr, ich will fröhlich ftyn; denu ich bin mein Lebenlang so hoch nicht geehret worden. 20. Und sie aß und trank vor ihm, was ihr ihre Magd bereitet hatte. 21. Und Holofernes war fröhlich mit ihr, und trank so viel, als er sonst nicht pflegte zu trinken. Das 13. Cavtre!. Enthauptung Holofernes. Danksagung Judiths und ihres Volks. i.A)a cs nun sehr spät ward, gingen seine Diener hinweg in ihre Gezelte; und sie waren allesamt trunken. Judith enthauptet ihn, zeigt Iudit 2. Und Bagoa machte des Holofernes Kammer zu, und ging davon. Und Judith war allein bey ihm in der Kammer. 3. Da nun Holofernes im Bette lag, trunken war, und schlief; Sprach Judith zu ihrer Magd, sie sollte draußen warten vor der Kammer. 6 . Und Judith trat vor das Bette, und be- thete heimlich mit Thränen, 6 . Und sprach: Herr Gott Israels, * starke mich und hilf mir gnädiglich das Werk vechbrirr- gen, das ich mit ganzem Vertrauen ans dich habe vor'genommen, daß du deine Stadt Jerusalem erhöhest, wie du zugesagt hast. " MG. 16/2.8. 7 . Nach solchem Gebeth trat sie zu der Säule oben am Bette, und langte das Schwert, das daran hing, 8 . Und zog es aus, und ergriff ihn beym Schopf, und sprach abermahl: 9. Herr Gott, stärke mich in dieser Stunde. Und sie hieb zweymahl in den Hals mit aller Macht, darnach schnitt sic ihm den Kcpf ab, und wälzte den Leib aus dem Bette, und nahm die Decke mit sich. 10. Darnach ging sie heraus, und gab das Haupt Holofernes ihrer Magd, und hieß es in einen Sack stoßen. i i. Und sie gingen mit einander hinaus nach * ihrer Gewohnheit, als wollten sie bethen gehen durch das Lager; und gingen umher durch das Thal, daß sie heimlich an das Thor der Stadt kämen. * c. 12/ 8 . 12. Und Judith rief den Wächtern: Tbut das Thor auf; denn Gott ist mit uns, der hat Israel Sieg gegeben. 13 . Da nun die Wächter ihre Stimme höreten, forderten sie bald die Nettesten der Stadt. i^. Die kamen alle zu ihr; denn sie hatten schon verzagt, daß sie nicht würde wieder kommen. 15 . Und sie zündeten Fackeln an, und gingen um sie her, bis sie auf den Platz kam. io. Und sie hieß sie stille feyn und zuhören, und sprach also: 17 . Danket dem Herrn, unserm Gott, der * nicht verläßt diejenigen, so auf ihn trauen, und hat uns Barmherzigkeit erzeiget durch mich, seine Magd , wie er dem Haufe Israel vcrheiffen hat, und hat diese Nacht den Feind seines Volks Lurch meine Hand umgebracht. * Nr. 2,11. 18. Und sie zog das Haupt Holofernes heraus, und zeigte es ihnen, nnd sprach: 19. Sehet, Ließ ist das Haupt Holofernes, l) 13. seinen Kopf dem Achisr. 36/ des Feldhauptmanns der Rssyrer; und sehet, das ist die Decke, darunter er lag, da er trunken war. Da hat ihn der Herr, unser Gott, durch Weibeshand umgebracht. 20. So wahr der Herr lebet, hat er mich durch seinen Engel behüthet, daß ich nicht bin verunreiniget worden, so lange ich bin außen gewesen; und hat mich ohne Sünde wieder hergebracht mit großen Freuden und Sieg. 21. Darum * danket ihm alle; denn er ist gütig , und hilft immerdar. * Ps. 106,1. 22. Und sie dankten alle dem Herrn, und sprachen zu ihr: Gelobet sey der Herr, der durch dich unsere Feinde heute hat zu Schanden gemacht. 23 . Und Osias, der Fürst des Volks Israel, sprach zu ihr: "Gesegnet bist du Tochter, vom Herrn, dem höchsten Gott, vor allen Weibern auf Erden; * Luc. 1,12. 2^. Und gelobet sey der Herr, der Himmel und Erde geschaffen hat, der dir hat" Glück gegeben, den Hauptmann unserer Feinde zu töd- teu, und hat deinen Nahmen so herrlich gemacht, daß dich allezeit preisen werden alle, die des Herrn Werk achten ; darum, daß du deines Lebens nicht geschenkt Haft in der Trübsal und Noth deines Volks, sondern hast es errettet vor dem Herrn, unserm Gott. " n 2ü. Und " alles Volk sprach: Amen, Amen. * c. 10 / 10. 26. Darnach forderte man den Achior, zu dem sprach Judith: Der Gott Israels, * deu du aepriesen Haft, daß er sich an seinen Feinden rächen kann, hat diese Nacht der Gottlosen Haupt 1 - umgebracht durch meine Hand. / c. 2 / 2. 1 - c. 13 / 19 . 27. Und daß du es sehest, so ist hier der Kopf Holofernes, " der den Gott Israels trotziglich gelästert bat, und dir den Tod gedrohet, da er sprach : " c. 6 / 2. 28. Wenn das Volk Israel gefangen würde, " so wollte er dich mit ihnen erstechen lassen. * c. 3 / 26 . c. 6 , 3 . 29. Und da Achior des Holofernes Kopf sah, entsetzte er stch, daß er erstarrete. 30. Darnach, da er wieder zu sich selbst kam, siel er zu ihren Füßen, und sprach: 3 1. Gesegnet bist du von deinem Gott, in allen Hütten Jakobs; denn der Gott Israels wird an dir gepriesen werden bey allen Völkern, die deinen Nahmen hören werden. Rrrrr 2 §68 Achior wird ein Jude. Judith 14. 15. Die Assyrer fliehen. Das 14. Capitel. Der Judith Rath vom Ausfall der Bethulier. AchiorS Bekehrung. i.Darnach sprach Judith zu allem Volt: ^ Lieben Brüder, höret mich, s. So bald der Tag anbricht, * so hänget den Kopf über die Mauern hinaus, und nehmet eure Waffen, und fallet allesamt hinaus mit einem Haufen und mit großem Gefchrey; *2Ma«.i3,33. 3. So werden die in der Scharwache fliehen, und werden dann ihren Herrn aufwecken zur Schlacht. * Und wenn die Hauptleute zu Holofernes Gezclt kommen werden, und den Leichnam da sehen im Blut liegen; so werden sie erschrecken, s. Und wenn ihr merket, daß sie verzagt seyn werden und die Flucht geben; so dringet getrost auf sie, denn der Herr hat sie unter eure Füße gegeben. 6. Da nun Achior sah, daß der Gott Israel geholfen hatte; verließ er die heidnische Weise, und glaubte an Gott, und ließ sich beschneiden; und ist unter Israel gerechnet worden, er und alle seine Nachkommen, bis auf diesen Tag. 7. Und da der Tag anbrach; hängeten sie den Kopf über die Mauern hinaus, und nahmen ihre Wehre, und sielen hinaus mit einem Haufen und mir großem Gefchrey. 8. Und da solches die in der Scharwache sahen, liefen sie zu Holofernes Gezelt; und die darinnen richteten ein Poltern an vor seiner Kammer, davon er sollte aufwachen. 9. Denn man durfte nicht anklopfen, oder hinein gehen in des Fürsten zu Assyrien Kammer. 10. Aber da die Hauptleute der Assyrer kamen', sagten sie den Kammerdienern: i i. Gehet hinein , und wecket ihn auf; denn die Mäuse * sind heraus gelaufen aus ihren Löchern, und sind kühn geworden, daß sie uns nun angreiffen dürfen. "iSam. 14 , 11 . 12. Da ging Bagoa hinein , und trat vor den Vorhang, und klitschte mit den Händen, denn er meinte, er schliefe bcy Judith. 13. Und horchte, ob er sich regen wollte. Da er aber nichts vernahm, hob er den Vorhang auf: da sah er den Leichnam, ohne Kopf, in feinem Blut auf der Erde liegen. Da schrie und heulete er laut, und zerriß seine Kleider, i^. Und sah in der Judith Kammer; und da er sie nicht fand, lief er heraus zu den Kriegern und sprach: Ein einziges Ebräisches Weib hat das ganze Haus NebucadNezars zu Spott und Hohn gemacht vor aller Welt; denn Holofernes liegt da todt auf der Erde, und ist ihm der Kopf abgehanen. 15. Da das die Hauptleute von Assyrien horsten; zerrissen sie ihre Kleider, und erschraken über die Maßen sehr, 16. Und ward ein großes * Zetergeschrey unter ihnen. ' AmoS 3 , s. Das 15. Capitol. Der Assyrer Niederlage und Flucht. 1. (^")a nun das Kriegsvolk hörete, daß Holo- ^ fernes der Kopf ab war, erschraken sie, und wurden irre, und konnten nickt Rath halten , was sie thun sollten, so war ihnen der Muth entfallen, 2. Und gaben die Flucht, daß sie den Ebräern entrinnen möchten, die sie sahen gegen sie daher ziehen. 3. Und da die Kinder Israel sahen, daß die Feinde flohen; Eileten sie ihnen nach mit großem Gefchrey n^'d * Trompeten. '4M„s. io, 9. c. 31, e. 5. Weil aber der Assyrer Ordnung zertrennet war, und die Kinder Israel in ihrer Ordnung zogen; schlugen sie alle, die sie ereilen konnten. 6. Und Osias * sandte zu allen Städten im Lande Israel, * Nicht. 7, -4. 7. Daß man in allen Städten auf war, llnd jagte dem Feinde nach bis zum Lande hinaus. 8. Aber das übrige Volk zu Bethulia fiel in der Assyrer Lager, und plünderten und führeten hinweg, was die Assyrer da gelassen hatten, und brachten großes Gut davon. 9. Die Andern aber, da sie wieder kamen, brachten sie mit sich alles, was jene mit sich geführt hatten, an Vieh und an andern; und das ganze Land ward reich von solchem Raube. 10. Darnach kam * Jojakim, der Hohepriester, von Jerusalem gen Bethulia mir allen Priestern, daß sie Judith sähen. *-.4,5. 11. Und sie ging hervor zu ihnen. Da priesen sie sie alle zugleich, und sprachen: 12. Du bist die Krone Jerusalems, du bist die Wonne Israels, du bist eine Ehre des ganzen Volks, daß du solche löbliche That gcthan und Israel so große Wohlchat erzeiget hast, daß sie Gott wiederum errettet hat. Gesegnet feyst du vor Gott ewiglich. 13. Und * alles Volk sprach: Amen, Amen. * e. io, 10. c. 13 , 23. 86 !- Der Judith Triumphlied) und Judith 15. 16. übriger Lebenslauf. 14 . Und da man nun dreyßig Tage lang die Beute ausgetheilet hatte, 15 . Gaben fie Judith köstliche Geräthe so Holofernes gehabt hatte, an Gold, Silber, Kleidern und Edelsteinen. 16. Und war Jedermann fröhlich, sangen und sprungen, beyde Jung und Alt. Das 16 . Capitel. Der Judith Triumphlicd, und übrigcr Lebenslauf. 1. Da * sang Judith dem Herrn dieß Lied, und sprach: "sucht 3,1. 2. spielet dem Herrn mit Pauken, und klin- ^ get ihm mit Cymbeln; * finget ihm ein neues Lied, seyd fröhlich und rufet seinen Nahmen an. * Ps. 96, 1. Ps. 98, 1. 3. Der Herr ist es, der den Kriegen steuern kann, Herr heißt sein Nähme. 4 . Er streitet für sein Volk, daß er uns errette von allen unfern Feinden. 5. Assur kam vom Gebirge von Mitternacht mit einer großen Macht; seine * Menge bedeckte die Wasser, und seine Pferde bedeckten das Land; * c. 2, ii. 6. Er drohete mein Land zu verbrennen, und meine Mannschaft zu erwürgen, Kinder und Jungfrauen wegzuführen. 7. Aber der Herr, der allmächtige Gott, * hat ihn gestraft, und hat ihn in eines Weibes Hände gegeben. * c. 13,19. 8 . Denn kein Mann, noch kein Krieger hat ihn umgebracht, und kein Riefe hat ihn angegriffen; sondern Judith, die Tochter Merari, hat ihn niedergelegt mit ihrer Schönheit. s. Denn fie * legte ihre Witwenkleider ab, und zog ihre schöne Kleider an, zur Freude den Kindern Israel; * 1 Mos. 38 ,14. 10. Sie bestrich sich mit köstlichem Wasser, und flöchte ihre Haare ein, ihn zu betrügen; 11. Ihre schöne Schuhe verblendeten ihn, ihre Schönheit fing sein Herz, aber fie hieb ' ihm den Kopf ab ; " c. in, 19. 12. Daß fich die Perser und Meder entsetzten vor solcher kühnen That, 13 . Und der Assyrer Heer heulete, da meine Elenden hervor kamen, so' vor Durst verschmachtet waren. ' 7,14.17. n, 10. 14 . Die Knaben erstachen ' die Assyrer und schlugen sie in die Flucht, wie Kinder. Sie sind vertilget von dem Heer des Herrn, meines Gottes. * c.'iL, 4 . 15. Laßt" uns fingen ein neues Lied dem Herrn, unserm Gott. * 2,. 16. Herr Gott, du bist der mächtige Gott, der große Thaten thut; und * Niemand kann dir widerstehen. *2Chr. 20,6. 17 . Es muß dir Alles dienen, denn "was du sprichst, das muß geschehen. Wo du einem einen Muth gibst, das muß fortgehen, und deinem Wort kann Niemand Widerstand thun. * c. 9, 3 . Ps. 33 , 9 . 18. Die "Berge müssen zittern, und die Felsen zerschmelzen, wie Wachs, vor dir. 'Ps. 97,3. 19. Aber die dich fürchten, denen erzeigest du große Gnade. Denn * alles Opfer und Feit ist viel zu gering vor dir; aber den Herrn furchten , das ist sehr groß. * Ps. -i, 18. 20. Wehe den Heiden, die mein Volk verfolgen; denn der allmächtige Herr rächet sie, und suchet fie heim zur Zeit der Rache. 21. Er wird ihren Leib plagen mit Feuer und Würmern; und werden brennen und heulen in Ewigkeit. ' Es.,,. 66 ,24. 22. Nach solchem Sieg zog alles Volk von Be- thulia gen Jerusalem, den Herrn anzubethen, und reinigten fich und opferten Brandopfer, und was fie gelobet hatten. 23. Und Judith hängete auf im Tempel alle Waffen Holofernes , und den Vorhang, den sie von seinem Bette genommen hatte, daß es dem Herrn verbannet sollte fern ewiglich. 24. Und das Volk war fröhlich zu Jerusalem bev dem Heiligthum mit der Judith drey Mo- nathe lang, und feyerten den Sieg. 25. Darnach zog Jedermann wieder heim, und Judith kam auch wieder gen Vethulia, 26. Und ward hochgeehret im ganzen Lande Israel. 27. Und fie nahm keinen Mann, nach ihres ersten Mannes, Manasses, Tode. 28. Und sie ward sehr alt; und blieb in ihres Mannes Hause, bis fie hundert und fünf Jahre alt ward. Und ihre Magd Abra machte sie frev. Darnach starb fie zu Bethulia, und man begrub fie bev ihrem Mann, Manasses. 29. Und das Volk trauerte um fie sieben Tage lang. Und alles ihr Gut theilte sie unter ihres Mannes Freunde. 30. Und weil fie lebte, und dazu lange hernach, durfte Niemand Israel überziehen. 31. Und der Tag dieses Sieges wird bev den Ebraern für ein großes Fest gehalten, und vyn ihnen gefeyert ewiglich. 870 Vermahnung zur Gerechtigkeit. Weisheit 1. 2. Roher Leute gottlose Reden. Die Weisheit Salonronis an die Tyrannen. Das 1. Capitel. Vermahnung zur Gerechtigkeit/ ohne welche keine WeiHcit scy. 1. ^xabt" Gerechtigkeit lieb, ihr Regenten auf ^ Erden. Denkt, daß der "" Herr helfen kann; und i- fürchtet ihn mit Ernst. * Esaj. 5S, i. " Ps. 9/ 3. Ps. 74, 12. --- Sir. 1, 3!. 2. Denn er läßt sich " finden von denen, so ihn nicht versuchen, und erscheinet denen, die ihm nicht mißtrauen. *L Mos. 4/29. 3 . Aber' ruchloser Dünkel ist ferne von Gott; und wenn die Strafe kommt, beweisen sie, was jene für Narren gewesen sind. ' Ein. 39, 2. - 4 . Denn die * Weisheit kommt nicht in eine boshaftige Seele, und wohnet nicht in einem Leibe, der Sünde unterworfen. *Prcd. 2,26. s. Denn der heilige Geist, so recht lehret, fliehet die Abgöttischen und weichet von den Ruch- losen, welche gestraft werden mit den Sünden, die über sie verhänget werden. 6 . Denn die Weisheit ist so fromm, daß sie den Lästerer nicht ungestraft läßt. Denn Gott * ist Zeuge über alle Gedanken, und erkennet alle Herzen gewiß, und höret alle Worte. * Ps. 7, 10. Ps, 139/ 2. Jcr. 20, 12. 7 . Denn der * Weltkreis ist voll Geistes des Herrn; und der die Rede kennet, ist allenthalben. * Ps. 139, 7. 8. Darum * kann der nicht verborgen bleiben, der das Unrecht redet; und das Recht, so ihn strafen soll, wird seiner nicht fehlen. * Matth. io, 26. e. 12, 36. 9 . Denn des Gottlosen Anschläge müssen vor Gericht; und seine Reden müssen vor den Herrn kommen , daß seine Untugend gestraft werde. 10. Denn des Eifrigen Ohr "höret alles, und das Spotten der Lästerer wird nicht verborgen bleiben. " Ps 94, s. it. So hüthet euch nun vor dem schädlichen Lästern, und ' enthaltet die Zunge vor dem Fluchen. Denn daß ihr heimlich mit einander in die Ohren redet, wird nicht so leer hingehen; denn der Mund, so da lüget, tödtet die Seele. * Jae. 3, 10. 12. Strebet nicht so nach dem Tode mit eurem Irrthum; und ringet nicht so nach dem Verderben durch eurer Hände Werk. 13. Denn " Gott hat den Tod nicht gemacht, und hat nicht Lust am Verderben der Lebendigen; * Szcch. 18, 23. 1^. Sondern er " hat alles geschaffen, daß es im Wesen seyn sollte-; und was in der Welt geschaffen wird, das ist gut, und ist nichts Schädliches darinnen. Dazu ist der Höllen Reich nicht auf Erden. ' 1 Mos. 31. Sir. 39,21. iZ. Denn die Gerechtigkeit ist unsterblich. 16. Sondern die Gottlosen ringen darnach, beydes mit Worten und mit Werken. Denn sie halten ihn für einen Freund, und fahren dahin, und * verbinden sich mit ihm ; denn sie sind es auch werth, daß sie seines Thrils sind. - Esaj. 28, 1L. Das 2. Capitel. Beschreibung der Gottlosen. 1. -^enn es find rohe Leute, und sagen: Es ist ein kurzes und " mühseliges Ding um unser Leben; und wenn ein Mensch dahin ist, so -k ist es gar aus mit ihm; so weiß mau keinen nicht, der aus der Hölle wieder gekommen sey. * Hiob 7, 1. Ps. 90, 10. H Matth. 22, 23. 2. Ohngefähr sind wir geboren, und fahren wieder dahin, als wären wir nie gewesen. Denn das " Schnauben in unserer Nase ist ein Rauch; und unsere Rede ist ein Füukleiu, das sich aus unserm Herzen reget. *Prcd. 3,21. 3. Wenn dasselbige verloschen ist; so ist der Leib dahin, wie eine Loderasche, und der Geist zerflattert, wie eine dünne Lust. Und ' unsers Nahmens wird mit der Zeit vergessen, daß fteylicy Niemand unsers Thuns gedenken wird. Unser Leben fährt dahin, als wäre eine Wolke da gewesen, und zergeht wie ein Nebel, von der Sonne Glanz zertrieben, und von ihrer Hitze verzehret. *Prcd. 2,16. 6 . Unsere Zeit ist, " wie ein Schatten dahin fährt, und wenn wir weg find, ist kein Wiederkehren; denn es ist fest versiegelt, daß Niemand wieder kommt. * Hiob 8/9. 6 . Wohl her nun, und' laßt uns wohl leben, weil es da ist, und unsers Leibes brauchen, weil er jung ist. * Esaj. 22/13. 7 . Wir wollen uns mit dem besten Wein und Salben füllen; laßt uns die Mayenblumen nicht Versäumen; 8 . Laßt uns Kränze tragen von jungen Rosen, ehe sie welk werden; 9. Unser keiner lasse es ihm fehlen mit Prangen, daß man allenthalben spüren möge, wo Roher Leute gottlose Reden. Weisl) e wir fröhlich gewesen sind. Wir haben doch nicht mehr davon/ denn das. 10. Laßt uns den armen Gerechten überwältigen, und keiner Witwe noch alten Mannes schonen; laßt uns der alten Greise Strafe nicht achten. 11. Was wir nur thnn können, das soll recht fern; denn wer nicht thnn kann, was ihn gelüstet, der gilt nichts. 12. So laßt uns ans den Gerechten "lauern; denn er macht uns viel Unlust, und setzt sich wider unser Thun, und schilt uns, daß wir wider das Gesetz sündigen, und ruft aus unser Wesen für Sünde. "Ps. 37,32. 13. Er" gibt vor, daß er Gott kenne, und rühmet sich Gottes Kind; "Loh. 8 , 33 . 14 . Straft, was wir im Herzen haben. 15. Er ist uns nicht leidlich auch anzusehen; denn sein Leben " reimet sich nichts mit dem Andern, nnd sein Wesen ist gar ein anderes. " L Cor. 6, 13. 16 . Er hält uns für untüchtig, und meidet unser Thun als einen " Unstarh; und gibt vor, wie es t die Gerechten zuletzt gut haben werden; und rühmet, daß Gott sein Vater sey. * 2 Prr. 2, 20. -j- Esaj. 3, 10. 17 . So laßt doch sehen, ob sein Wort wahr sey, und versuchen, wie es mit ihm ein Ende werden will. 18. Ist " der Gerechte Gottes Sohn; so wird er ihm helfen, und ihn erretten von der Hand der Widersacher. " Match. 27,43. i s. Mit Schmach und Quaal wollen wir ihn stocken, daß wir sehen, wie fromm er sey, und erkennen, wie geduldig er sey. 20. Wir wollen * ihn zum schändlichen Tode verdammen. Da wird man ihn kennen an seinen Worten. -s-r. n,is. 21. Solches schlagen sie an, und fehlen; ihre Bosheit hat sie verblendet, 22. Daß sie Gottes heimliches Gericht nicht erkennen. Denn sie'haben die Hoffnung nicht, daß ein heiliges Leben belohnet werde, und achten der Ehre nichts, so unsträsiiche Seelen haben werden. 23. Denn, G 0 tt' hat den Menschen geschaffen zum ewigen Leben; und hat ihn gemacht zum Bilde, daß er gleich seyn soll, wie Er ist. " 1 Mos 1, 27. c. 2, 7. c. 3, 1. e. 9/ 6. Sir. 17/ 3. 24. Aber " durch des Teufels Neid ist der Tod in die Welt gekommen. " i Mos. 3/ i. it 2 . 3 . Der Gerechten Seele Wohlseyn. 8/1 25. Und die seines Theils find, helfen auch dazu. Das 3. Capitel. lliigleichcr Zustand der Frommen und Gottlosen in diesem und jenem Leben. iHsber " der Gerechten Seelen sind in ^ Gottes Hand, und keine Quaal rühret sie an. *3 Mos. 33,3. 2. Vor den Unverständigen werden sie angesehen, als stürben sie; und ihr Abschied wird für eine Pein gerechnet, 3 . Und ihre Hinfahrt für ein Verderben; aber sie sind im Frieden. 4 . Ob sie wohl vor den Menschen viel Leiden haben; so sind sie doch "gewisser Hoffnung, daß sie nimmermehr sterben. " Rom. 3 ,2. e. 8 ,21. 2 Cor. 3 , 1. 1 Pct. 1 / 3 . 5 . Sie werden ein wenig gestäupt, aber viel Gutes wird ihnen widerfahren; denn " Gott versucht sie, und findet sie, daß sie Seiner Werth find. " 3 Mos. 8/ 2. Esaj. 48, 10 . 6 . Er prüft sic, wie Gold im Ofen, nnd nimmt sie an, wie ein völliges Opfer. 7 . Und zu der Zeit, wenn Gott darein sehen wird, werden sie" Helle scheinen, und daher fahren, wie Flammen über den Stoppeln. " Matth. 13, 43. 8 . Sie "werden die Heiden richten, und herrschen über Völker; und der Herr wird ewiglich über sie herrschen. " Matth. 19, 28 . 1 Cor. 6, 2 . Sss. 2, 26. 9. Denn die" ihm vertrauen, die erfahren , daß er treulich hält; und die treu sind in der Liebe, läßt er ihm nicht nehmen. Denn seine Heiligen sind in Gnaden und Barmherzigkeit, und er hat ein Aufsehen auf seine Auserwählten. " Ps. 37, 40. i o. Aber' die Gottlosen werden gestraft werden, gleichwie sie fürchten; denn sie achten des Gerechten nicht, nnd weichen vom Herrn. * Matth. 23, 4 t. 11. Denn wer die "Weisheit nnd die Ruthe verachtet, der ist unselig; und ihre Hoffnung ist nichts, und ihre Arbeit ist umsonst, und ihr Thun ist kein nütze. "c. io,«. 12. Ihre Weiber sind Närrinnen, und ihre Rinder find boshaftig. Verflucht ist," was von ihnen geboren ist. ' Sir. 4 i, 8 . 13. Denn " selig ist die Unfruchtbare, die unbefleckt ist, die da unschuldig ist de? s'.mdlichcrr Bettes : dieselbige wird es gemessen zu der Zeit, wenn man die Seelen richten wird. " Eim. §r, i. Der Gerechten Seligkeit. 8/2 Hurenkinder gedeihen nicht. Weisheit 3 . 4 . 5 . i^. Desselbigen gleichen ein Unfruchtbarer, der nichts Unrechtes mit seiner Hand thut, noch Arges wider den Herrn denkt: dem wird gegeben für seinen Glauben eine sonderliche Gabe, und ein besseres Theil im Tempel des Herrn. 15 . Denn gute Arbeit gibt herrlG en Lohn , und die" Wurzel des Verstandes verfault nicht. » Sir. 1/ 24. 16. Aber die Kinder der Ehebrecher gedeihen nicht; und der Same aus Unrechtem Bette wird vertilget werden. 17. Und ob sie gleich lange lebten; so müssen sie doch endlich zu Schanden werden; und ihr Alter wird doch zuletzt ohne Ehre seyn. 18. Sterben sie aber bald; so "haben sie doch nichts zu hoffen, noch Trost zu der Zeit des Gerichts. * i Tbcff. 4, 13. 19. Denn die" Ungerechten nehmen ein böses Ende. "Ps. 37, 38. Ps. 73/ 19. Das 4. Cchpitel. Was von dem frühzeitigen Abstcrben der Gerechten zu halten. Messer ist es keine Kinder haben, so man ^ fromm ist: denn dasselbige bringt ewiges Lob; denn es wird beydes bey Gott und den Menschen gerühmet. 2. Wo es ist, da nimmt man es zum Erempel an. Wer es aber nicht hat, der wünscht es doch, und pranget im ewigen Kranz, und behält den Sieg des keuschen Kampfs. 3. Aber die fruchtbare Menge der Gottlosen find kein nütze; und "was aus der Hurerey ge- psianzet wird, das wird nicht tief wurzeln, noch gewissen Grund setzen. *Sir. 23,35. L. Und " ob sie eine Zeitlang an den Zweigen grünen, weil sie gar lose stehen, werden sie vom Winde beweget, und vom starken Winde auö- gerottet. " Ps- 37, 35. 36 . 3 «. 6 . Und die unzeitigen Aeste werden zerbrochen; und ihre Frucht ist kein nütze, unreif zu essen, und zu nichts taugend. 6 . Denn ' die Kinder, so aus unehlichem Bey- schlaf geboren werden, müssen zeugen von der Bosheit wider die Eltern, wenn man sie fragt. * c. 3, 16. (Anfang des 4. Capitels.) r. Zlbev " der Gerechte, ob er gleich zu zeitlich stirbt, ister doch in der Ruhe. ' e. 3, i. Esai.-7, 2. 8. (Denn das Alter ist ehrlich, nicht das lange lebt, oder viele Jahre hat: s. * Klugheit unter den Menschen ist das rechte graue Haar, und ein unbeflecktes Leben ist das reckte Alter.) * Pf. m, io. Spr. w, 3 ,. io. Denn "er gefallt Gott wohl, und ist ihm lieb, und wird weggenommen aus dem Leben unter den Sündern, »i Mos. 3 , 24 . i i. Und wird hjngcrückt, daß die Bosheit seinen Verstand nicht verkehre, noch falsche Lehre seine Seele betrüge. 12. Denn" die bösen Stempel verführen und verderben einem das Gute, und die reizende Lust verkehret unschuldige Herzen. *i Cor. 13,33. 13 . Er ist bald vollkommen geworden, und hat viele Jahre erfüllet. 1^. Denn ' seine Seele gefällt Gott. Darum eilet er mit ihm aus dem boseu Leben. *v. 10. 15 . Aber die Leute, so es sehen," achten es nicht, und nehmen es nicht zu Herzen, nähmlich daß die Heiligen Gottes in Gnaden und Barmherzigkeit sind, und tdaß er ein Aufsehen aufseine Äuser- wählten hat. " Esaj. 37, 1. -k- WM) 3, 9. 16. Denn es verdammet der verstorbne Gerechte die lebendigen Gottlosen, und ein Junger, der bald vollkommen wird, das lange Leben des Ungerechten. 17. Sie sehen wohl des Wessen Ende; aber sie merken nickt, was der Herr über ihn bedenket, und warum er ihn bewahret. 18 . Sie sehen es wohl, und achten es nicht. Denn" der Herr verlache sie; und werden darnach schändlich fallen, und eine Schmack seyn unter den Todren ewiglich. " Ps. 2, 4 . 19. Und er wird sie unversehens hernieder stürzen, und wird sie aus dem Grunde reisten, daß sie gar zu Boden gehen. 20. Und sie werden in Aengsten seyn, und ihr Gedächtniß wird verloren seyn. Sie werden aber kommen verzagt mit dem Gewissen ihrer Sünden, und ihre eigene Sünden werden sie unter Augen schelten. Das 5. Capitel. Der Gottlosen allzu späte Buße m jener Welt. 1. Hslsdann wird der Gereckte stehen mit gro- ^ ßer Freudigkeit wider die so" ihn geängsti- get haben, und so seine Arbeit verworfen haben. * 2 Theff. 1, 6 . 2. Wenn dieselbigen dann folckes sehen, werden sie grausam erschrecken vor solcher Seligkeit, der sie sich nicht versehen hätten; 3 . Und werden" unter einander reden mit Reue, und vor Angst des Geistes seufzen: Das ist der, we!-- Der Gottlosen späte Reue. Der Gerechten Weisheit 5. 6. Seligkeit. Weisheit für Gewaltige. 8/Z welchen wir etwa für einen Spott hatten, und für ein höhnisch Beyspiel. * t Mos. 42 , 21. 4. Wir Narren hielten sein Leben für unsinnig, und setnSnde für etneSchande. Z. Wie ist er nun gezählet'unter die Kinder Gottes,und feinErbe istunter den Heiligen? "Mm. 8,17. 6. Darum so haben wir des rechten Weges gefehlet, und das Licht der Gerechtigkeit hat uns nicht geschienen, und die Sonne ist uns nicht aufgegangen. 7. Wir find eitel Unrechte und schädliche Wege gegangen, und haben gewandelt wüste Unwege; aber des Herrn Weg haben wir nicht gewußt. 8. Was Hilst uns nun die Pracht? Was bringt uns nun der Reichthum samt dem Hochmuth? 9. Es ist alles dahin gefahren, wie' ein Schatten , und wie ein Geschrey, das vorüber fährt. ' c. 2, s. 1 Chr. 80, iS. 10. Wie'ein Schiff auf den Wasserwogen dahin läuft, dessen man, so es vorüber ist, keine Spur finden kann, noch desselbigen Bahn in der Fluth. ' Spr. 30, IS. Hiobs, 26. i t. Oder ' Wie ein Vogel, der durch die Luft fliegt, da man seines Weges keine Spur finden kann. Denn er regt und schlägt in die leichte Luft, treibt und zertheilt sie mit seinen schwebenden Flügeln; und darnach findet man kein Zeichen solchen Flugs darinnen. "Hiobs,-6. 12. Oder als wenn ein Pfeil abgeschossen wird zum Ziel; da die zertheilte Luft bald wieder zusammen fällt, daß man seinen Flug dadurch nicht spüren kann. iz. Also auch wir, nachdem wir geboren find gewesen, haben wir ein Ende genommen; 14. Und haben kein Zeichen der Tugend bewiesen; aber in unserer Bosheit sind wir verzehret. 15. Denn'des Gottlosen Hoffnung ist s wie ein Staub vom Winde zerstreuet, und wie ein dünner Reif von einem Sturm vertrieben, und wie ein Rauch vom Winde verwebet, und wie man eines vergisset, der nur einen Tag Gast gewesen ist. * Spr. 10, 2s. c. 11, 7. Hiob 8, 13. -s Ps. 1, 4. 6. 16. Aber die Gerechten werden ewiglich leben; und der' Herr ist ihr Lohn, und der Höchste sorget für sie. "i Mos.is, i. 17. Darum werden sie empfangen ' ein herrliches Reich, und eine ff schöne Krone von der Hand des Herrn. Denn er wird sie mit seiner Rechten beschirmen, und mit seinem Arm vertheidigen. * Dan. 7 , 1 «. -i-Off. 2, io. 18 . Er wird seinen Eifer nehmen zum' Harnisch , und wird die Creatur rüsten zur Rache über die Feinde. * Eim. ss, 17. 19. 'Er wird Gerechtigkeit anziehen zum Krebs, (Panzer) und wird das ernste Gericht aufsetzen zum Helm. ' E»h. s, 14. 20. Cr wird Heiligkeit nehmen zum unüberwindlichen Schilde. 21. Er wird den strengen Zorn wetzen zum Schwert, und die Welt wird mit ihm zum Streit ausziehen wider die Unweisen. 22. Die Geschosse der Blitze werden gleich zutreffen, und werden aus den Wolken, als von einem hartgespannten Bogen, fahren zum Ziel. 23. Und wird ein' dicker Hagel fallen aus dem Zorn der Donnerfchläge. So wird auch des Meers Wasser wiver sie wüthen, und die Ströme werden sich mit einander heftig ergießen. " Los. 10, 11. Off. 16, 21. 24 . Und wird auch ein starker Wind sich wider sie legen, und wird sie wie ein Wirbel zerstreuen. Das 6. Capitel. Der himmlischen Weisheit sollen vornehmlich die Gewaltigen nachstreben. 1.11 ttgerechtigkeit verwüstet alle Län- ^ der, und böses Leben stürzet die Stühle der Gewaltigen. 2. So höret nun, 'ihr Könige, und merket; lernet, ihr Richter auf Erden; ' Ps. 2,10. 3. Nehmet zu Ohren, die ihr über Viele herrschet, die ihr euch erhebet über die Völker. 4 . Denn ' euch ist die Obrigkeit gegeben vom Herrn, und die Gewalt vom Höchsten, welcher wird fragen, wie ihr handelt, und forschen, was ihr ordnet. ' Joh. IS, 11 . Rom. IZ, 1 . Pred. s, 7 . 5. Denn' ihr seyd seines Reichs Amtleute; aber ihr führet euer Amt nicht fein, und haltet kein Recht, und thut nicht nach dem, das der Herr geordnet hat. ' Ps. «r, 6 . 6 . Er wird gar gräulich und kurz über euch kommen , und es wird gar ein scharfes Gericht gehen über die Oberherren. 7. Denn den Geringen widerfährt Gnade; aber die Gewaltigen werden gewaltiglich gestraft werden. 8 . Denn der, so aller Herr ist, wird 'keines Person fürchten, noch die Macht scheuen; er hat beyde die Kleinen und Großen gemacht, und sorget für alle gleich. *G-sch. 10,34. 9. Ueber die Mächtigen aber wird ein starkes Gericht gehalten werden. Sssss 8/4 Weisheit für Gewaltige. Weisheit 6 . 7 . Salomons Geburt. io. Mit euch Tyrannen rede ich, auf daß ihr Weisheit lernet, und daß es euch nicht fehle. i i. Denn wer heilige Lehre heiliglich behält, der wird heilig gehalten, und wer dieselbige wohl lernet, der wird wohl bestehen. 12. So laßt euch nun meine Rede gefallen; begehret sie, und laßt euch lehren. 1 z. Denn die Weisheit ist schön und unvergänglich, und läßt sich gerne sehen von denen, die sie lieb haben, und läßt sich staden von denen, die sie suchen. i^. Ja, sie begegnet und gibt sich selbst zu erkennen denen, die sie gerne haben. 15 . Wer sie gerne bald hätte, darf nicht viele Muhe; er findet sie vor seiner Thür auf ihn warten. 16. Denn nach ihr trachten, das ist die rechte Klugheit; und wer wacker ist nach ihr, darf nicht lange sorgen. 17. Denn sie gehet umher und suchet, wer ihrer werth sey, ' und erscheinet ihm gerne unter- wegens, und hat Acht auf ihn, daß sie ihm begegne. * V. 14. 1 8 . Denn wer * sich gerne läßt weisen, da ist gewißlich der Weisheit Anfang; wer sie aber achtet, der läßt sich gerne weisen. * Spr. 4 ,7. iy. Wer sich gerne weisen läßt, der hält ihre Gebothe; wo man aber die Gebothe hält, da ist ein heiliges Leben gewiß. 20. Wer aber ein * heiliges Leben führt, der ist Gott nahe. »Ebr. i-, 14. 2 t. Wer nun Lust hat zur Weisheit, den macht sie zum Herrn. 22. Wollt ihr nun, ihr Tyrannen im Volk, gerne Könige und Fürsten seyn: 23 . So "haltet die Weisheit in Ehren, auf daß ihr ewiglich herrschet. »i Kö„. 3,9. 2-4. Was aber Weisheit ist, und woher sie komme, will ich euch verkündigen, und will euch die Geheimnisse nicht verbergen, sondern forschen von A- fang der Creaturen, und will sie öffentlich zu erkennen dargeben, und will die Wahrheit nicht sparen. 25. Denn ich will mit" dem giftigen Neid nicht zu thun haben; denn derselbige hat nichts an der Weisheit. "Zar.3,11.12. 26. Wenn " aber der Weisen viele sind, das ist der Welt dcil; und ein kluger König ist des Volks Glück. ' Spr. 11, 14 . 27. Darum laßt euch weisen durch meine Worte, das wird euch frommen. Das 7. Capitel. Der Weisheit VortrcffLichkcit. 1. ^'ch bin auch ein sterblicher Mensch, gleich wie die andern, geboren vom Geschlecht des ersten geschaffenen Menschen. 2. Und bin ein Fleisch gebildet, zehn Monaths lang "im Blut zusammen geronnen, aus Manns- samen durch Lust im Beyschlafeu; "Hiob io, 1». 3. Und habe auch, da ich geboren war, Odem gehohlet aus der gemeinen Luft; und bin auch gefallen auf das Erdreich, das uns alle gleich trägt; und Wernen ist auch, gleichwie der andern, meine erste Stimme gewesen; Und bin" in den Windeln auferzogen mit Sorgen. * Luc. 2, 7 . 5 . Denn es hat kein " König einen andern Anfang seiner Geburt; "Sir.40,3.4. 6 . Sondern sie haben alle einerlei) Eingang in das Leben, und gleichen Ausgang. 7. Darum so" bath ich, und ward mir Klugheit gegeben; ich rief, und mir kam der Geist der Weisheit. " 1 Kön. 3 , s. 2 Cbr. 1, ic>. 8 . Und ich hielt sie theurer, denn Königreiche und Fürstentümer, und Reichthum hielt ich für nichts gegen sie. 9. Ich "gleichte ihr keinen Edelstein; denn alles Gold ist gegen sie wie geringer Sand, und Silber ist wie Koth gegen sie zu rechnen. * Hiob 28 / 15 . 16. 10. Ich hatte sie lieber, denn gefunden und schönen Leib, und erwählte sie mir zum Licht; denn der Glanz, so von ihr gehet, verlöschet nicht. 11. Es "kam mir aber alles Gutes mit ihr, und unzählicher Reichthum in ihrer Hand. * 1 Kön. 3 / 13 . 12. Ich war in allen Dingen fröhlich. Das macht, die Weisheit ging mir in denselbigen vor; ich wußte es aber nicht, daß solches von ihr käme. 13. Eiufälriglich * habe ich es gelernet, mildig- lich theile ich es mit; ich will ihren Reichthum nicht verbergen. * 1 Cor. 15,3. 1^. Denn sie ist den Menschen ein unendlicher Schatz, welchen so da gebrauchen," werden Gottes Freunde, und sind angenehm; darum, daß ihnen gegeben ist sich weisen zu lassen. ' 80h. 15 , 15 . 15 . "Gott hat mir gegeben weislich zu reden, und nach solcher Gabe der Weisheit recht zn gedenken. Denn Er ist es, der auf dem Wege der Weisheit führet und die Weisen regieret. * 1 Kön. 4 , 29 . Beschreibung der Weisheit. Weisl) eit 7 . 8 . Der Weisheit Nutzen. Das 8. Capitel. Der Weisheit Nutzen und Frommen. 16. Denn in seiner Hand find beyde wir selbst , und unsere Rede, dazu alle Klugheit und Kunst in allerley Geschäften. 17 . Denn er hat mir "gegeben gewisse Erkennt- niß alles Dinges, daß ich weiß, wie die Welt gemacht ist, und die Kraft der Elemente; * Sir. 47/ 16. 18. Der Zeit Anfang, Ende und Mittel; wie der Tag zu-und abnimmt; wie die Zeit des Jahrs sich ändert; is. Und wie das Jahr herum läuft; wie die Sterne stehen; 20. Die Art der zahmen und der wilden Thiere; wie der Wind so stürmet; und was die Leute im Sinn haben; mancherlei) Art der Pfianzen und Kraft der Wurzeln. 21. Ich weiß alles, was heimlich und verborgen ist; denn die Weisheit, so aller Kunst Meister ist, lehret michs. 22. Denn es ist in ihr der Geist, der verständig ist, heilig, einig, mannigfaltig, scharf, behend, beredt, rein, klar, sanft, freundlich, ernstlich, frey, wohlthätig, 23 . Leutselig, fest, gewiß, ficher; vermag al- les, * fiehet alles, und gehet durch alle Geister, wie verständig, lauter, scharf, ste find. * i Cor. 2 / io. 2^i. Denn die Weisheit ist das Allerbehendeste, sie fährt und gehet durch alles, so gar lauter ist sie. 25 . Denn sie ist das Hauchen der göttlichen Kraft, und ein Strahl der Herrlichkeit des Allmächtigen; darum kann nichts Unreines zu ihr kommen. 26. Denn sie ist ein " Glanz des ewigen Lichts, und ein unbefleckter Spiegel der göttlichen Kraft, und ein Bild seiner Gütigkeit. ' 2 Cor. 4/ 4. Ebr. 1/ 3. 27. Sie ist' einig, und thut doch alles. Sie bleibt, das sie ist, und verneuert doch alles; und für und für gibt sie fich in die heiligen Seelen, und macht Gottes Freunde und Propheten. * i Cor. 12 / 4. 11 . 28. Denn Gott liebt Niemand, er bleibe denn bey der Weisheit. 29. Sie gehet einher herrlicher, denn die Sonne und alle Sterne; und gegen das Licht gerechnet, gehet fie weit vor. 30 . Denn das Licht muß der Nacht weichen; aber die Bosheit überwältiget die Weisheit nimmermehr. 1. rLie reichet" von einem Ende zum andern ^ gewaltiglich, und regieret alles wohl. " Ps. 72/ 8. (Anfang des s. Capitols.) 2 . D^ftlbige habe ich geliebet, und gesucht von meiner Jugend auf, und gedachte sie mir zur Braut zu nehmen; denn ich habe ihre Schöne lieb gewonnen. 3 . Ste ist herrlichen Adels; denn ihr Wesen ist" bey Gott, und der Herr aller Dinge hat fie lieb. " J°h. i/1. 4 . Sie ist der heimliche Rath im Erkenntniß Gottes, und ein Angeber seiner Werke. 6 . Ist Reichthum ein köstliches Ding im Leben; was ist "reicher, denn die Weisheit, die alles schafft? " c. 7 / 8 .9. 6 . Thut es aber Klugheit; wer ist unter allen ein künstlicherer Meister, denn sie? 7 . Hat aber Jemand Gerechtigkeit lieb; ihre Arbeit ist eitel Tugend: denn fie lehret Zucht, Klugheit, Gerechtigkeit und Stärke, welche das allernützeste find im Menschenleben. 8 . Begehret einer viele Dinge zu wissen; so kann fie errathen, beydes was vergangen, und zukünftig ist. Sie verstehet sich auf verdeckte Worte, und weiß die Räthsel aufzulösen. Zeichen und Wunder weiß sie zuvor, und wie es zu den Zeiten und Stunden ergehen soll. s. Ich habe es beschlossen, mir fie "zur Gespie- linn zu nehmen; denn ich weiß, daß sie mir ein guter Rathgeber seyn wird, und ein Tröster in Sorgen und Traurigkeit. * Spr. 7 / 4 . 10. Ein Jüngling hat durch dieselbige Herrlichkeit bey dem Volk, und " Ehre bey den Alten. * Ps. 119/ 100. 11. Ich " werde scharf erfunden werden im Gericht, und bev den Gewaltigen wird man sich meiner verwundern. *i Kön. 3 ,- 8 . 12. Wenn ich "schweige, werden sie auf mich harren; wenn ich rede, werden sie aufmerken; wenn ich fort rede, werden fie die Hände auf ihren Mund legen. * Hiob 29/ 21. 13. Ich werde einen unsterblichen Nahmen durch fie bekommen, und ein ewiges Gedächtntß bey meinen Nachkommen lassen. 1^. Ich werde Leute regieren, und Heiden werden mir unterthan seyn. 15. Grausame Tyrannen werden fich fürchten, wenn sie mich hören; und bey dem Volk werde Sssss 2 8/6 Gebeth um Weisheit. Weisheit 8. 9. 10. Die Weisheit erhält wider Verfolger. ich gütig erfunden, und im Kriege ein Held. Bleibe ich aber daheim, so habe ich meine Ruhe an ihr; 16. Denn es ist kein Verdruß mit ihr umzugehen, noch Unlust um sie zu seyn; sondern Lust und Freude. 17. Solches bedachte ich bey mir, und nahm es zu Herzen. Denn welche ihre Verwandten sind, haben ewiges Wesen; 18 . Und welche ihre Freunde sind, haben reine Wollust; und kommt unendlicher Reichthum durch die Arbeit ihrer Hände, und Klugheit durch ihre Gesellschaft und Gespräch, und ein guter Ruhm durch ihre Gemeinschaft und Rede. Ich bin umher gegangen zu suchen, daß ich sie zu mir brächte. 19. Denn ich war ein Kind guter Art, und habe bekommen eine feine Seele. 20 . Da ich aber wohl erzogen war, wuchs ich zu einem unbefleckten Leibe. 21 . Da ich aber erfuhr, daß ich nicht anders könnte züchtig seyn, es gäbe mir es denn Gott (und dasselbige war auch Klugheit, erkennen , weß solche Gnade ist;) trat ich zum Herrn, und bath ihn, und sprach von meinem ganzen Herzen: Das 9. Capitel. Gebcth zu Gott um Weisheit. 1 . A Gott meiner Väter, und Herr aller Güte, ^ der du * alle Dinge durch dein Wort gemacht, *Ps. 33, ü. Joh. t, 3. 2 . Und * den Menschen durch deine Weisheit bereitet hast, daß er herrschen sollte über die Lreatur, so von dir gemacht ist, * 1 Mos. 1, 26. WeiSH. io, 2. 3. Daß er die Welt regieren sollte mit Heiligkeit und Gerechtigkeit, und mit rechtem Herzen richten. * Gib mir die Weisheit, die stets um deinen Thron ist; und verwirf mich nicht aus deinen Kindern. * 1 Kon. 3,9. 2 Chr. 1 , 10 . 5. Denn ich bin * dein Knecht, und deiner Magd Sohn, ein schwacher Mensch, und kurzes Lebens, und zu gering im Verstände des Rechts und Gesetzes. *Ps. 86, 16 . Ps. 116 , 16 . 6. Und wenn gleich einer unter den Menschenkindern vollkommen wäre; so gilt es doch nichts, wo er ohne die * Weisheit ist, so von dir kommt. * 1 Cor. 3, 19, 7. Du hast * mich erwählet zum Könige über dein Volk, und zum Richter über deine Söhne und Töchter; " 2 Chr. i, sr. 8. Und hießest mich einen * Tempel bauen auf deinem heiligen Berge, und einen Altar in der Stadt deiner Wohnung, der da gleich wäre der heiligen Hütte, welche du vorzeiten bereiten ließest; * Kön. 8, 19 . 9. Und mit dir deine Weisheit, "welchedeine Werke weiß und dabey war, da du die Welt machtest, und erkennet, was dir wohl gefällt, und was richtig ist in deinen Gebothen. * Spr. 8, 22. 30. WeiSH. 8, 10. Sende sie herab von deinem heiligen Himmel, und aus dem Thron deiner Herrlichkeit; sende sie, daß sie bey mir sey und mit mir arbeite, daß ich erkenne, was dir wohl gefalle. i i. Denn " sie weiß Alles, und verstehet es. Und laß sie mich leiten in meinen Werken mäßig- lich, und mich behüthen durch ihre Herrlichkeit; * c. 8, 8. 12. So werden dir meine Werke angenehm seyn; und werde dein Volk recht richten, und würdig seyn des Throns meines Vaters. 13. Denn * welcher Mensch weiß Gottes Rath? Oder wer kann denken, was Gott will? " Rom. 11, 31. 1^. Denn der sterblichen Menschen " Gedanken sind mißlich, und unsere Anschläge sind gefährlich. ' Jer. 17, 9. 15. Denn der * sterbliche Leichnam beschwert die Seele, und die irdische Hütte drückt den zerstreuten SiNN. *2Cor.-, i. 16. Wir treffen das kaum, so ' auf Erden ist, und erfinden schwerlich, das unter Händen ist. Wer will denn erforschen, das im Himmel ist? * 8oh. 3, 12. 17. Wer will deinen Rath erfahren? Es sey denn, daß du Weisheit gebest und sendest deinen heiligen Geist aus der Höhe; 18. Und also richtig werde das Thun auf Erden, und die Menschen lernen, was dir gefällt, 19. Und durch die Weisheit selig werden. Das 10. Capitel. Wunderbare Erhaltung der Liebhaber himmlischer Weisheit. 1. A)ieselbige Weisheit behüthete den, so am ^ ersten gemacht, und " allekne geschaffen ward zum Vater der Welt; * i Mos. i, 26. c. 2,7. 2. Und brachte ihn aus seiner Sünde, und gab " ihm Kraft über alles zu herrschen. * k. 9, 2. 1 Mos. 1, 26. 28. 3. Von welcher da " der Ungerechte abfiel durch feinen Zorn, verdarb er von wegen des wüthi- gen Brudermords. * 1 Mos. 4, s. Die Weisheit erhält Weisheit 10. 11. wider Verfolger. 877 Und als die Erde um desselbigeu willen * mit der Sündfluth verderbet ward; half die Weisheit wiederum, und regierete den Gerechten durch ein geringes Holz. * iMos. 7,21. 5. Dielelbige da die Heiden * zugleich im Irrthum böslich lebten, fand sie den Gerechten, und erhielt ihn unsträflich vor Gott, und ließ ihn fest seyn -k wider das väterlicbe Herz gegen den Sohn. * 1 Mos. 12,1. 1 Mos. 22,10. 6 . Dieselbige * erlösete den Gerechten, da die Gottlosen umkamen, da er flöhe vor dem Feuer, das über die fünf Städte siel. * 1 Mos. 19,16.17. 7. Welcher verwüstetes Land raucht noch, zum Zeugniß der Bosheit, samt den Bäumen, so unreife Früchte tragen, und" der Salzsäule, die da stehet zum Gedächtniß der ungläubigen Seele. ' 1 Mos. 19, 26. 8 . Denn die, so die * Weisheit nicht achten, haben nicht allein den Schaden, daß sie das Gute nicht kennen; sondern lassen auch ein Gedächtniß hinter sich den Lebendigen, daß sie nicht mögen verborgen bleiben in dem, darinnen sie irre gegangen sind. * c. 3, 11. 9. Aber die Weisheit errettet die aus aller Mühe, so sich an sie halten. 10. Dieselbige leitete den Gerechten, so * vor seines Bruders Zorn flüchtig seyn mußte, stracks Weges, und zeigte ihm das Reich Gottes, und gab ihm zu erkennen, was heilig ist, und ^ half ihm in seiner Arbeit, daß er wohl zunahm und viel Gutes an seiner Arbeit gewann; * 1 Mos. 28, 2. 12. -f- 1 Mos. 30, 29. k. 32, 10. 4 1. Und war bey ihm, da er übervortheilet ward von denen, die ihm Gewalt thaten; 12. Und machte ihn sicher vor denen, so ihm nachstelleten; und * gab ihm Sieg im starken Kampf, daß er erführe, wie i- Gottseligkeit mächtiger ist, denn alle Dinge. * 1 Mos. 32, 24. 23. 28. --- 1 Tim. 4, 8. 13 . Dieselbige' verließ den verkauften Gerechten nicht; sondern behüthete ihn vor der Sünde, fuhr mit ihm hinab in den Kerker; * 1 Mos. 37, 28. c. 39, 21. «Kesch. 7, 9. 10. i^. Und in den Banden verließ sie ihn nicht, *bis daß sie ihm zubrachte das Scepterdes Königreichs und Obrigkeit über die, so ihm Gewalt gethan hatten; und machte die zu Lügnern, die ihn getadelt hatten; und gab ihm eine ewige Herrlichkeit. *iM»s. 4 i, 4 i. is. Dieselbige * erlöstte das heilige Volk und unsträflichen Samen aus den Heiden, die sie plag- ten. ^ r Mos. 12, 37. «. 14, 29. 3S. 16. Sie kam in die Seele des Dieners des Herrn , und ' widerstand den grausamen Königen durch Wunder und Zeichen. *2Mos 7,10. 17. Sie belohnete den Heiligen ihre Arbeit, und leitete sie durch wunderliche Wege; und * war ihnen des Tages ein Schirm, und des Nachts eine Flamme, wie das Gestirn. * 2 Mos. 13, 21. 22. c. 14, 20. 18. Sie * fuhrete sie durch das rothe Meer, und leitete sie durch große Wasser; * 2 Mos. 14, 22. Ps. 78, 13. 19. Aber ihre Feinde ersäufte sie, und diese zog sie aus dem Grunde der Tiefe. 20. Darum * nahmen die Gerechten Raub von den Gottlosen, und i- priesen deinen heiligen Nahmen, Herr, und lobten einmüthigltch deine sieghafte Hand. ' 2 Mos. 12,33. u. 2 Mos. 13,1. 21. Denn die Weisheit* öffnete der Stummen Mund, und machte ^ der Unmündigen Zunge beredt. »2Nos. 4,12. i-Ps. 8,3. Das 11 . Capitel. Rache und Strafe Gottes' wider die Verfolger. 1. Aie führete derselben Werke durch die Hand ^ des heiligen Propheten; 2. Und geleitete sie durch eine wilde Wüste, daß sie Gezelte aufschlugen in der Einöde, 3. Und * ihren Feinden widerstanden , und sich rächeten an ihren Widerwärtigen. *2Mos.i7,io. Da sie dürstete, riefen sie dich an; * und ihnen ward Wasser gegeben aus dem hohen Fels, und löschten den Durst aus hartem Stein. * 2 Mos. 17, 6. 5. Und eben dadurch ihre Feinde geplaget wurden, 6. Dadurch geschähe ihnen Gutes, da sie Noth litten. 7 . Denn wie * jene erschraken vor dem Blut, so an statt des fließenden Wassers kam zur Strafe des Geboths, *2Mos. 7,20. 8 . Daß * man die Kinder tödten mußte; also gäbest du diesen Wassers die Fülle unversehens, * 2 Mos. 1, 13. 16. 22. 9. Und zeigtest damit an durch jener Durst, wie du die Widerwärtigen plagest. 10. Denn da diese * versucht, und mit Gnaden gezüchtiget wurden; erkannten sie, wie die Gottlosen mit Zorn und Gericht gequälet werden. * 3 Mos. 8, 2. 11 . Diese zwar * hast du als ein Vater vermahnet und geprüfet, jene aber als ein strenger König gestraft und verdammet. - 3 Mos. s, 2. Sbr. 12, 6. 7. 8?8 Fernere Eigenschaften der Weisheit. Weisheit 11 . 12 . Gottes Langmuth richtet mit Gelindigkeit. 12. Und es wurden beyde, die dabey waren, und die nicht dabey waren, gleich geplaget. 13. Denn es kam zwiefältiges Leid über sie, dazu auch Seufzen , so sie des Vorigen gedachten. i^. Denn da sie höreten, daß diesen dadurch Gutes geschah, durch welches sie gequälet wurden ; * fühleten sie den Herrn. * Gesch. 17, 27. iZ. Denn den sie etwa verächtlich verstoßen und verworfen hatten, und ihn verlachten; deß mußten sie sich zuletzt, da eö so hinaus ging, verwundern, daß ihr Durst nicht so war, wie der Gerechten. 10. Also auch für die tollen Gedanken ihres ungerechten Wandels , durch welche sie betrogen, * unvernünftige Würmer und verächtliche Thiere anbetheten, sandtest du unter sie die Menge der unvernünftigen Thiere zur Rache; * c. 12 , 24. Mm. 1/ 23. 17 . Auf daß sie erkenneten, daß, * womit jemand sündiget, damit wird er auch geplaget. * c. 16 / 1 . 1 8 . Denn es mangelte deiner allmächtigen Hand nicht (welche hat die Welt geschaffen aus unge- stallem Wesen) über sie zu schicken Menge der Daren, oder freudige Löwen, 19. Oder von neuem geschaffene * grimmige unbekannte Thiere, oder die da Feuer speyeten, oder mit grimmigem Rauch schnaubten, oder grausame Funken aus den Augen blickten; * 4 Mos. 21 , 6. Lciöh. 12 , s. 20. Welche nickt allein mit Versehrung sie möchten zerschmettern, sondern auch wohl mit ihrem schrecklichen Gesicht erwürgen. 21. Ja sie möchten wohl ohne das durch einen * einigen Odem fallen, mit Rache verfolget, und durch den Geist seiner Kraft zerstreuet werden. * 2 Mos. 15, 8. 10 . 22. Aber du Haft alles geordnet mit Maß, Zahl und Gewicht. Denn großes Vermögen ist allezeit bey dir; und wer kann der Macht deines Arms widerstehen? 23. Denn die Welt ist vor dir, wie das Zünglein an der Wage, und wie ein Tropfen des Morgenthaues, der auf die Erde fällt. 2^. Aber * du erbarmest dich über Alles; denn du hast Gewalt über Alles, und verstehest der Menschen Sünde, daß sie sich bessern sollen. * Ps. 145, 9. Rom. 11, 32. 2Z. Denn du liebest alles, das da ist, und * hassest nichts, was du gemacht hast ; denn du hast freylich nichts bereitet, dazu du Haß hättest. * Ps. 104, 31. 26. Wie könnte etwas bleiben, wenn du nicht wolltest? Oder wie könnte erhalten werden, das du nicht gerufen hättest? 27. Du schonest aber aller; denn sie sind dein, Herr, du Liebhaber des Lebens. Das 12 . Capitel. Preis göttlicher Langmuth und Gerechtigkeit» 1. Nnd dein unvergänglicher Geist ist in ^ Allen. (Anfang des 12. Capitols.) 2. Darum strafest du säuberlich die, so da fallen, und erinnerst sie mit Zucht, woran sie sündigen, auf daß sie von der Bosheit los werden, und an dich, Herr, glauben. 3 . Denn da du feind wärest * den vorigen Einwohnern deines heiligen Landes, * 5 Mos. 9, 3. c. 12 , 29 . 31. e. 18 , 9. Ps. 106 , 37. -i. Darum, daß sie" feindselige Werke begingen mit Zaubern, *3M°s.i8, 3 . 5 . Und wolltest durch unserer Väter Hände vertilgen die * ungöttlichen Opftrer und unbarmherzigen Mörder ihrer Söhne,*Ps.io 6 , 37 . Weish.i4,2Z. 6 . Die da Menschenfleisch fraßen und gräuliches Blut soffen, damit sie dir Gottesdienst erzeigen wollten; und die, so Eltern waren, erwürgeten die Seelen, so keine Hülfe hatten; 7. Auf daß das Land, so vor dir unter allen das edelste war, eine würdige Wohnung würde der Kinder Gottes. 8 . Dennoch Verschonetest du derselbigen, als Menschen, und sandtest vor dir her deine Vortraber, nemlich dein Heer, * die Hornissen, auf daß sie dieselbigen mit der Weile umbrächten. * 2 Ms. 23, 28. 9. Es war dir zwar nicht unmöglich, die Gottlosen im Streit den Gerechten zn unterwerfen, oder ' durch grausame Thiere, oder sonst etwa mit einem harten Wort alle zugleich zerschmettern: ' c. 11 , 18 . 19 . 10. Aber du richtetest sie mit ' der Weile, und ließest ihnen Raum zur Buße; wiewohl dir nicht unbewußt war, daß sie böser Art waren, und ihre Bosheit ihnen angeboren, und daß sie ihre Gedanken nimmermehr ändern würden. * Röm. 2, 4. Off. 2 , 21 . 11. Denn sie waren ein verfluchter Same* vom Anfang. So durftest du auch Niemand scheuen; ob du ihnen vergäbest, woran sie gesün- dtget hatten. * 1 Mos. 9 , 25 . 12. Denn wer' will zu dir sagen: Was thust du? Oder wer will deinem Gericht widerstehen? Gottes Langmuth richtet mit Gelindigkeit. Weisheit 12. 13. Strafpredigt wider Abgötterey. 8/9 Oder wer will dich samldigcn um die vertilgten Heiden, welche du geschaffen hast? Oder wer will sich zum Racher wider dich setzen, um der ungerechten Menschen willen? " Rom. 9 / 20. Dan. 4 / Z2. 13 . Denn es iß außer dir kein Gott, der du svrgest * für All;, auf daß du beweisest, wie du nicht unrecht richtest. * c. 6 , 8 . i Per. -/ 7 . 14 . Denn es kann dir weder König noch Tyrann unter Augen treten für die, so du strafest. 15. Weil du denn gerecht bist; so regierest du alle Dinge recht, und achtest deiner Majestät nicht gemäß, Jemand zu verdammen, der die Strafe nicht verdienet hat. 16. Denn deine Stärke ist eine Herrschaft der, Gerechtigkeit. Und weil du über Alle herrschest,' so verschonest du auch Alle. 17 . Denn du hast deine Stärke bewiesen an denen , ' so nicht glaubten : daß du so gar mächtig wärest, und hast dich erzeiget an denen, die sich keck wußten. "i P«r. 3 ,20. 18. Aber du gewaltiger Herrscher, richtest mit Gelindigkeit, und regierest uns mit vielem Verschonen: denn du vermagst alles, was du willst. is. Dein Volk aber lehrest du durch solche Werke, daß man fromm und gütig seyn soll; und deinen Kindern gibst du damit zu verstehen, sie sollen guter Hoffnung seyn, daß du wollest Buße für die Sünde annchmen. 20. Denn so du die Feinde deiner Kinder, und die des Todes schuldig waren, mit solchem Verzug und Schonen gestraft hast, und gäbest ihnen Zeit' und Raum, damit sie konnten von ihrer Bosheit lassen : * v. 10. 21. Wie ' mit viel größerm Bedacht richtest du deine Kinder, mit welcher Vätern du hast Eid und Bund viel guter Verheißungen aufgerichtet ? ' RÜM. 11 / 24 . 22. Darum, wie oft du unsere Feinde plagest, thust du solches uns zur Zucht, daß wi.' deiner Güte mit Fleiß wahrnehmen; ob wir aber gerichtet würden, daß wir doch auf deine Barmherzigkeit trauen sollen. 23. Daher du auch die Ungerechten , so ein unverständiges Leben führeten, mit ihren eigenen Gräueln quältest. 24. Denn sie waren so gar ferne in den Jrr- ihum geraihen, daß'sie auch die Thiere, so key ihren Feinden verachtet waren, für Götter hielten , gleichwie die unverständigen Kinder betrogen. ' c. 11 / 16 . Rrm. 1 / 2 Z. 25. Darum Haft du auch eine fpöttliche Strafe unter sie, als unter unverständige Kinder, geschickt. 26. Da sie aber solche fpöttliche Vermahnung nicht bewegte, empfanden sie die ernstliche Gottesstrafe. 27. Denn sie wurden eben dadurch gequälet, das sie für Götter hielten, welches sie gar übel verdroß, da sie den sahen, den sie vorhin nicht wollten kennen, * und mußten ihn für einen Gott bekennen; darum zuletzt die Verdamnmiß auch über sie kam. '2 Mos.«/ 19. Das 13. Capitel. Strafpredigt wider die Abgöttische». 1. (§s sind zwar alle Menschen natürlich eitel, ^ so von Gott nichts wissen, und * an den sichtbarlichen Gütern, den, der es ist, nicht kennen, und sehen an den Werken nicht, wer der Meister ist; ' Rom. i, is. 20.21. Var. 3^ 20. 2. Sondern halten entweder das Feuer, oder Wind, oder schnelle Lust, oder die * Sterne, oder mächtiges Wasser, oder die Lichter am Himmel, die die Welt regieren, für Götter. * 3 Mos. 4/ 19. e. 17/ 3. J-r. 8/ 2. 3. So sie aber an derselbigen schönen Gestalt Gefallen hatten, und sie also für Götter hielten, sollten sie billig gewußt haben, wie gar * viel besser der fty, der über solche der Herr ist. Denn der aller Schöne Meister ist, hat solches alles geschaffen. "Sir.43, 3 . 4. Und so sie sich der Macht und Kraft verwunderten; sollten sie billig an denselbigen gemerkt haben, wie viel mächtiger der fty, der solches alles zubereitet hat. 5. Denn es kann ja an der großen Schöne und Geschäfte derselbigen Schöpfer, als im Bilde, erkannt werden. 6. Wiewohl über diese nicht so gar hoch zu klagen ist: denn auch sie wohl irren können, wenn sie Gott sucken und gerne fänden. 7. Denn so sie' mit seinem Geschöpf umgehen und ihm naä denken, werden sie gefangen im Ansehen; weil die Creaturen so schon sind, die man sichet. ' Wm. ,/19. 8. Doch sind sie damit nicht entschuldiget. 9. Denn haben sie so viel mögen erkennen, daß sie konnten die Creatur doch achten; warum haben sie nicht viel eher den Herrn derselbigen gefunden? 10. Aber das find die Unseligen, und derer Hoffnung billig unter die Todten zu rechnen ist, 880 Gräuel und Ursprung Weisheit 13. 14. -er Abgötterey. die da Menschengemächte Gott heissen, als Gold und Silber, das künstlich zugerichret ist, und die Bilder der Thiere oder unnutze Steine, so vor alten Jahren gemacht find. 11. Als wenn * ein Zimmermann, der zu arbeiten sucht, etwa einen Baum abhauet, unbeschlägt und schlichtet denselbigen wohl, und macht etwas künstliches und feines daraus, das man brauchet zur Nothdurft im Leben. * Esaj. 44, 13. 12. Die * Späne aber von solcher Arbeit braucht er Speise zu kochen, daß er satt werde. * Esaj. 44, 15. 16 . 13. Was aber davon überbleibet, das sonst nichts nütze ist, als das krummes und ästiges Holz ist, nimmt und schnitzt er, wenn er müßig ist, mit Fleiß, und' bildet es nach feiner Kunst meisterlich, und macht es eines Menschen oder verachteten Thieres Bilde gleich; ' Bar. s, 7. 14. Und färbt es mit rother und weißer Farbe, roth und schön, und wo ein Fleck daran ist, streicht er es zu; 15. Und macht ihm ein feines Häuslein, und setzet es in die Wand, und ' heftet es fest mit Eisen , ' Esaj. 4l, 7. 16. Daß es nicht falle, so wohl versorgt er es. Denn er weiß, daß es ihm selber nicht helfen kann; denn es ist ein Bild und ' bedarf wohl Hülfe. * Gcsch. 17,2-. 17. Und so er bethet für seine Güter, für sein Weib, für seine Kinder, schämet er fich nicht mit einem Leblosen zu reden; 18. Und rufet den Schwachen um Gesundheit an, bittet den Todten ums Leben, stehet dem Untüchtigen um Hülfe; i s. Und dem, so nicht gehen kann, um selige Reise, und um seinen Gewinn, Gewerbe und Handthierung; daß es wohl gelinge, bittet er den, so gar nichts vermag. Das 14. Capitel. Erziel und Ursprung de- Götzendienste-. 1. A>eßgleichen thut, der da schiffen will, und ^ durch wilde Fluthen zu fahren gedenket, und' ruft an viel ein fauler Holz, denn das Schiff ist, darauf er fährt. * Z»n. 1, 2. Denn dasselbtge ist erfunden, Nahrung zu suchen, und der Meister hat es mit Kunst zubereitet. 3. Aber deine Vorsichtigkeit, 0 Vater, regieret es; denn du auch im Meer Wege gibst, und mitten unter den Wellen sichern Lauf; 4. Damit du beweisest, wie du an allen Enden helfen kannst; ob auch gleich Jemand ohne * Schiff ins Meer fich begäbe. "Esaj. 43/ 2. Jon. 2/ 3 . Matth. 14, 29. 5. Doch weil du nicht willst, daß ledig liege, was du durch deine Weisheit geschaffen Haft: gefchiehei es, daß die Menschen ihr Leben auch so geringem Holz vertrauen, und behalten werden im Schiff, damit sie durch die Meerswellen fahren. 6. Denn auch vor Alters, da' die hochmüthtgen Riesen umgebracht wurden, flohen die, an welchen Hoffnung blieb die Welt zu mehren, 7 in ein Schiff, welches deine Hand regierete; und ließen also der Welt Samen hinter fich. * 1 M-s. 6, 4. c. 7, 10 . -s- i Mos. 7, 17. 7. Denn solches Holz ist Segens wohl werth, damit man recht handelt. 8 . Aber' des Fluchs werth ist das, so -k- mit Händen geschnitzet wird, so wohl als der, der es schnitzet. Dieser darum, daß er es macht; jenes darum, daß es Gott genannt wird, so es doch ein vergängliches Ding ist. * 3 Mos. 11, 28. -i- Ps. 115, 4. 8. Ps. 135, 15. 18. 9. Denn Gott ist * beyden gleich feind, dem Gottlosen, und seinem gottlosen Geschäfte; * Ps. 115, 8. 10. Und wird das Werk samt dem Meister gequälet werden. 11. Darum werden auch die * Götzen der Heiden heimgesucht; denn fie find aus der Creatur Gottes zum Gräuel und zum Aergerniß der Menschen Seelen, und zum Strick den Unverständigen geworden. * Jer. 46, 25. 12. Denn Götzen aufrichten ist * die höchste Hu- rerey; und dieselbige erdenken ist ein schädlich Exempel im Leben. *2 Mos. 34 , 15 . 13. Vom Anfang find fie nicht gewesen, werden auch nicht ewig bleiben; 14. Sondern durch eitle Ehre -er Menschen sind fie in die Welt gekommen, und darum erdacht , daß die Menschen eines * kurzen Lebens find. * Hiob 14, 1. 15. Denn ein Vater, so er über feinen Sohn, der ihm allzufrüh dahin genommen ward, Leid und Schmerzen trug; ließ er ein Bild machen, und fing an den, so ein todter Mensch war, nun für Gott zu halten, und stiftete für die Seinen einen Gottesdienst und Opfer. i b. Darnach nät der Zeit ward solche gottlose Weise für ein Reckt gehalten , ' daß man auch mußte Bilder ehren aus der Tyrannen Geboth. * Dan. 3, 5. 17 . Des- Gräuel und Ursprung der Abgötterey. Weisheit 14. 15. Thorheit der Abgötterey. 881 17. Desselbigen gleichen, welche die Leute nicht konnten unter Augen ehren, darum, daß sie zu ferne wohneten, ließen sie aus fernen Ländern das Angesicht abmahlen, und machten ein löbliches Bild des herrlichen Königs; auf daß sie mit Fleiß heucheln möchten dem Abwesenden, als dem Gegenwärtigen. 18. So trieb auch der Künstler Ehrgeiz die Unverständigen, zu stärken solchen Gottesdienst. is. Denn welcher dem Fürsten wollte wohl dienen, der machte das Bild mit aller Kunst aufs feinste. 20. Der Haufe aber, so durch solches feine Gemachte gereizet ward, sing an den für einen Gott zu halten, welcher kurz zuvor für einen Menschen geehret war. 21. Aus solchem kam der Betrug in die Welt. Wenn den Leuten etwas angelegen war, oder wollten den Tyrannen hofiren, gaben sie den Steinen und Holz solchen Nahmen, der doch denselbigen nicht gebührete. 22. Darnach ließen sie sich nicht daran begnügen, daß sie in Gottes Erkenntniß irreten; sondern, ob sie gleich in einem wüsten wilden Wesen der Unweisheit lebten, nannten * sie doch solchen Krieg und Uebel Frieden. 'GesO. 19,23. 23 . Denn entweder * sie würgen ihre Kinder zum Opfer, oder pstegen Gottesdienst, der nicht zu sagen ist, oder halten wüthige Frefferey, nach ungewöhnlicher Weise; * 3 Mos. 18,21. 23 . Und haben fdrder weder reinen Wandel noch Ehe, sondern einer erwürget den andern mit List, ober beleidiget ihn mit Ehebruch; 25. Und gehet bey ihnen unter einander her, "Blut, Mord, Diebstahl, Falschheit, Betrug, Untreue, Pochen, Meineid, Unruhe der Frommen , * Röm. 1, 28. 2?. 26. Undank, der jungen Herzen Aergerniß, stumme Sünden, Blutschanden, Ehebruch, Unzucht. 27. Denn den schändlichen Götzen dienen, ist alles Bösen Anfang, Ursach und Ende. 28. Halten sie Feyertage, so thun sie als waren sie wüthend; weissagen sie, so ist es eitel Lügen. Sie leben nicht recht, ' schwören leichtfertig falschen Eid. * 3 Mos. is, 12. 29. Denn weil sie glauben an die leblosen Götzen, besorgen sie sich keines Schadens, wenn sie fälschlich schwören. 30. Doch wird aller beyden Recht über sie kommen; beydes deß, daß sie nicht recht von Gon halten, weil sie auf die Götzen achten, und deß, daß sie unrecht und fälschlich schwören und achten kein Heiliges. 31. Denn der Ungerechten Bosheit nimmt ein Ende; nicht nach der Gewalt,, die sie haben , wenn sie schwören, sondern nach der Strafe, die sie verdienen mit ihrem Sündigen. Das 15. Capitel. Beschreibung der Gläubigen. 1. ysber du, * unser Gott, bist freundlich, und ^ treu, und geduldig, und regierest alles mit Barmherzigkeit. * 2 Mos. 34, 6 . 2. Und wenn wir gleich sündigen; * sind wir doch dein, und kennen deine Macht. Weil wir denn solches wissen, sündigen wir nicht. Denn wir sind für die Deinen gerechnet. * 1 Sam. 12, 22. 3 . Dich aber * kennen, ist eine vollkommene Gerechtigkeit; und deine Macht wissen, ist eine Wurzel des ewigen Lebens. ' 8»h. 17,3. 3 . Denn uns verführen nicht so der Menschen böse Fündlein, noch der Mahler unnütze Arbeit, nemlich ein buntes Bild mit mancherley Farbe, s. Welches Gestalt die Unverständigen ärgert; und die gerne Böses thun, haben auch ihre Luft an dem leblosen und tobten Bilde. 6 . Sie sind auch solcher Frucht werth, beyde die sie machen, begehren und ehren. 7. Und ein ' Töpfer, der den weichen Thon mit Mühe arbeitet, "macht allcrley Gefäße zu uuserm Brauch. Er macht aber aus eincrley Thon beydes Gefäße, die-t zu reinen und zugleich auch die zu unreinen Werken dienen. Aber wozu ein jegliches derselbigen soll gebraucht werden, das stehet bey dem Töpfer. * Esaj. 4L, 9. '* Rom. S, 21. ^ 2 Tim. 2, 20. 8 . Aber das ist eine elende Arbeit, wenn er aus demselbigen Thon einen nichtigen Gott macht, so er doch selbst nicht lange zuvor * von Erde gemacht ist, und über ein kleines wieder dahin fährt, davon er genommen ist, wenn die Seele, so er gebraucht hat, von ihm genommen wird. * 1 Mos. 2, 7. c. 3, 19. Prcd. 12, 17. Hiob 10, 9. 9 . Aber seine Sorge stehet darauf; niwt, daß er arbeite, noch daß er so ein kurzes Leben hat; sondern daß er um die Wette arbeite mit Len Goldschmieden und Silberschmieden, und daß er es den Rothgießern uachthun möge; und er halt es für einen Ruhm, daß er falsche Arbeit mache. 10. Denn seines Herzens Gedanken sind wie Ttttt 882 Strafe der Egypter. Weisheit 15. 16. Wohlthaten an Israel. Asche, und * seine Hoffnung geringer, denn Erde, und fein Leben verächtlicher, denn Thon; * c. 13/ io. 14 . Weil er den nicht kennet, der ihn gemacht, und ihm die ' Seele, so in ihm wirkt' einge- gegossen, und den lebendigen Odem eingeblasen hat. * 1 Mos 2/ 7. 12. Sie halten auch das menschliche Leben für einen Scherz, und menschlichen Wandel für einen Jahrmarkt; geben vor, man müsse allenthalben Gewinst suchen, auch durch böse Stücke. 13. Diese wissen vor allen, daß sie sündigen, wenn sie solche lose Dinge und * Bilder aus irdischem Thon machen. *3Mos.4,i6. 1-4. Sie find aber thörichter und elender, denn ein Kind (nemlich die Feinde deines Volks, welches sie unterdrücken,) is. Daß fie allerley Götzen der Heiden für Götter halten, welcher * Augen nicht sehen, noch ihre Nasen Luft hohlen, noch die Ohren hören, noch die Finger an ihren Händen fühlen kön- uen, und ihre Füße gar faul find zu wandern. * Ps. 113/ 3. 16. Denn ein Mensch hat fie gemacht, und der* den Odem von einem andern hat, hat fie gebildet. * vtt'S 11. 17. Ein Mensch aber kann ja nicht machen, das ihm gleich sey, und dennoch ein Gott sey. Denn weil er sterblich ist, so macht er freylich einen Tobten mit seinen gottlosen Händen. Er ist ja besser, denn das, dem er Gottesdienst thut; denn er lebt doch, jene aber nimmermehr. 18. Dazu ehren fie auch die' allerfeindseligsten Thiere, welche, so man fie gegen andere unvernünftige Thiere hält, find fie viel ärger. * c. ii/ 16 . c. 12 / 24. 19. Denn fie find nicht lieblich, wie andere Thiere, die fein anzusehen find, und find von Gott weder gelobet noch gesegnet. Das 16 . Capitel. Von der Strafe, den Egyptern, und Wohlthaten, Len Israeliten erzeigt. 1. (T>arumwurden fie mit derselbigen "gleichen ^ billig geplaget, und wurden durch die Menge der bösen Würmer gemartert. * c. ii, 16. 17. 2. Gegen welche Plage thatest du deinem Volke Gutes, und " bereitetest ihm ein neues Essen, nähmlich Wachteln zur Nahrung, nach welchen fie lüstern waren; * 2 Mos. 16,13. Z. Auf daß die, so nach solcher Speise lüstern waren, durch solche dargegebene und zugeschickte " Wackteln lerneten auch der natürlichen Noch, dürft abbrechen; die andern aber, so eine kleine Zeit Mangel litten, einer neuen Speise mit genossen. * 4 Mos.i l, 31. -4. Denn es sollte also gehen, daß jenen, so tyrannisch handelten, solcher Mangel widerführe, der nickt aufzubatten wäre; diesen aber allein ein Anzeigen geschähe, wie ihre Feinde geplaget würden. 5. Zwar es " kamen über diese auch böse zornige Thiere, und wurden gebissen und verderbet durch die krumme Schlangen. "4 Mos. 21 /6. 6. Doch blieb der Zorn endlich nicht, sondern wurden eine kleine Zeit erschreckt zur Warnung. Denn sie hatten ein " heilsames Zeichen, auf daß fie gedächten an das Geboth in deinem Gesetz. ' Joh. 3, 14. 7. Denn welche sich zu demselbigen Zeichen keh- reten, die wurden gesund, nicht durch das, so sie anschaueten, sondern durch dich, aller Heiland. 8. Und daselbst mit bewiesest du unfern Feinden, daß du bist der" Helfer aus allem Uebel. * c. 1 , 1 . Ps. 3, A. Matth. 6, 13. 9. Aber jene wurden " durch Heuschrecken und Fliegen zu Tode gebissen, und konnten keine Hülfe ihres Lebens finden; denn fie waren es Werth, daß sie damit geplagt wurden. * 2 Mos. 8, 24. c. 10 / 4. 10. Aber deinen Kindern konnten auch der giftigen Drachen Zähne nicht schaden; denn deine Barmherzigkeit war dafür, und machte sie gesund. 11. Denn fie wurden darum also " gestraft, und flugs wieder geheilet, auf daß sie lerneten an deine Worte gedenken, und nicht zu tief ins Vergessen fielen, sondern blieben unabgewandt von deinen Wohlthaten. * c. 12 , 22 . 12. Denn es heilete sie weder Kraut noch Pflaster; sondern dein " Wort, Herr, welches alles heilet. "Ps. 107 , 20 . 13. Denn du " hast Gewalt, beydes über Leben und über Tod; und du führest hinunter zu der Höllenpforten, und führest wieder heraus. * 3 Mos. 32, 39. 1-4. Ein Mensch aber, so er Jemand tödtet durch seine Bosheit; so kann er den ausgefahrenen Geist nicht wieder bringen, noch die verschiedene Seele wieder hohlen. 15. Aber" unmöglich ist es, deiner Hand zu entfliehen. " ». 13 . Tob. 13 , 2 . 16. Denn die Gottlosen, so" dich nicht kennen wollten» find durch deinen mächtigen Arm ge- Wohlthaten an Israel. Weisheit 46. 1/. Egyptische Finsterniß. 88Z stäupet; da sie durch t ungewöhnliche Regen, Hagel/ Gewässer/ denen sie nicht entgehen konnten/ verfolget/ und durchs Feuer aufgefressen wurden. * 2 Mos. 2. s 2 Mos. 9, 23 . 23 . 17. Und das war das allerwunderltchste/ daß das * Feuer am meisten im Wasser brannte/ welches doch alles auslöschet. Denn die Welt streitet für die Gerechten. '«. is, is. 18. Zuweilen that die Flamme gemach/ daß sie ja nicht verbrennete die Thiere / so unter die Gottlosen geschickt waren / sondern daß sie selbst sehen mußten / wie sie durch Gottes Gericht also zerplaget würden. is. Zuweilen aber brannte die Flamme im Wasser über die Macht des Feuers / auf daß es die Ungerechten umbrächte. 20. Dagegen nähretest du dein Volk * mit Engelspeise / und sandtest ihnen Brot bereitet vom Himmel ohne Arbeit/ welches vermochte allerlei) Lust zu gebe»/ und war einem Jeglichen nach seinem Geschmack eben. *2M»s.i6,i4. 21. (Denn so man auf dich harret, das macht deinen Kindern offenbar, wie süße du seyst.) Denn ein Jeglicher machte daraus / was er wollte; nachdem ihn Lust ankam, so oder so zu schmecken. 22. Dort aber blieb * auch der Schnee und Schloßen im Feuer, und zerschmolzen nicht, auf daß sie inne würden, wie das Feuer, so auch im Hagel brannte, und im Regen blitzte, der Feinde Früchte verderbete. * - Mos. 9, 24 .23. 2Z. Dasselbige Feuer, auf daß sich die Gerechten bekehreten, mußte es seiner eigenen Kraft vergessen. 2ä. Denn "die Creatur, so dir, als dem Schöpfer, dienet, ist heftig zur Plage über die Ungerechten , und thut gemach zur Wohlthat über die, so dir trauen. *Sir. 4 », 30. 25. Darum ließ sie sich auch dazumahl in aller- ley wandeln, und diente in der Gabe, welche alle nährete, "nach eines Jeglichen Willen, wie er es bedurfte, * v. 21. 26. Auf daß deine Kinder lerneten, die du, Herr, lieb hast, daß nicht die gewachsenen Früchte den Menschen ernähren; sondern * dein Wort erhält die, so an dich glauben. * § M»s.«, 3. 27. Denn das, so vom Feuer nicht verzehret ward, das ward schlecht von einem geringen Glanz der Sonne warm, und zerschmelzte; 28. Auf daß kund würde, daß man, ehe die Sonne aufgehet, dir danken solle, und vor dich treten, wenn das Licht aufgehet. 29 . Denn eines Undankbaren "Hoffnung wird wie ein Reif im Winter zergehen, und wie ein unnützes Wasser verfließen. * c. 15. Das 17. Capitel. Von der Egyptischcn Finsterniß. 1. Mroß und "unsäglich sind deine Gerichte, ^ Herr. Darum fehlen auch die thörtch- ten Leute. "Rom. 11,33. 2. Denn da sie meineten, das" heilige Volk zu unterdrücken, wurden sie, als die Ungerechten, der Finsterniß Gebundene und der langen Nacht Gefangene; und als die Flüchtigen lagen sie unter den Dächern verschlossen von der ewigen Weisheit. * e. 13, 14. -ß 2 Mos. 10, 21. 3. Und da sie meineten, ihre Sünden sollten verborgen, und unter einem blinden Deckel vergessen seyn ; wurden sie grausam zerstreuet, und durch" Gespenste erschrecket. '-«»e. 24,37. Denn auch der Winkel, darinnen sie waren, konnte sie nicht ohne Furcht bewahren. Da war Getöne um fie her, das sie erschreckte, und scheußliche Larven erschienen, davor sie sich entsetzten. 5. Und das Feuer vermochte mit keiner Macht ihnen zu leuchten ; noch die Hellen Flammen der Sterne konnten die elende Nacht Licht machen. 6. Es erschien ihnen aber wohl ein selbst brennendes Feuer, voller Erschreckniß. Da erschraken sie vor solchem Gespenst, das doch nichts war; und dachten, es wäre noch ein ärgers dahinten, denn das sie sahen. 7. Das Gaukelwerk der schwarzen Kunst lag auch darnieder, und das Rühmen von ihrer Kunst ward zum Spott. 8. Denn die sich unterwunden, die" Furcht und Schreckniß von den kranken Seelen zu treiben, wurden selbst krank, daß man auch ihrer Furcht spottete. * 2 Mos. 9,11. 9. Und wenn sie schon keins solcher Schreckniß hätte erschreckt; so hätten sie doch mögen vor Furcht vergehen, da die Thiere unter sie fuhren, und die Schlangen mit Haufen so zischten, daß sie auch in die Luft, welcher sie doch nicht entbehren konnten, nicht gerne sahen. 10. Denn daß einer so verzagt ist, das macht seine eigene Bosheit, die ihn überzeugt und verdammet; 11. Und ein ' erschrocken Gewissen verstehet sich immerdar des Aergsten. ' z Mos. 26,36. 12. Denn Furcht kommt daher, daß einer sich nicht trauet zu verantworten, noch keine Hülfe weiß. 13. Wo aber wenig Trost im Herzen ist, da Ltttt 2 881 Egyptische Finsterniß. Weisheit macht dasselbige Verzagen bänger, denn die Plage selbst. 17 . Dis aber, so zugleich * dieselbige Nacht schliefen (welche eine gräuliche, und eine rechte Nacht, und aus der gräulichen Hölle Winkel gekommen war ) *2 Mos. 10 / 21 . is. Wurden Etliche durch grausame Gespenster umgetrieben, Etliche aber fielen dahin, daß sie sich des Lebens ermegten. Denn es kam über sie eine plötzliche und unversehens Furcht, 16. Daß, wo einer war, der darinnen ergriffen ward, der war gleichwie im Kerker verschlossen, ohne Eisen verwahret, 17 . Er wäre ein Ackermann, oder Hirte, oder ein Arbeiter in der Wüste; sondern er mußte, als übereilt, solche unvermeidliche Noth tragen. 18. Denn sie waren alle zugleich mit einerley Ketten der Finsterniß gefangen. 19 . Wo etwa ein Wind hauchte, oder die Vögel süße sangen unter den dicken Zweigen, oder das Wasser mit vollem Lauf rauschte, oder die Steine mit starkem Poltern fielen, oder die springenden Thiere, die sie nickt sehen konnten, liefen, oder die grausamen wilden Thiere henleten, oder der Widerhall aus den hohlen Bergen schattete: so erschreckte es sie, und machte sie verzagt. 20. Die ganze Welt hatte ein Helles Licht, und ging in unverhinderten Geschäften; 21. Allein über diesen stand eine tiefe Nacht, welche war ein Bild der" Finsterniß, die über sie kommen sollte; aber sie waren ihnen selbst schwerer , denn die Finsterniß. * MM. 8 ,12. c. 22/13. Das 18. Capitel. Vom Auszug der Kinder Israel aus Egypten. 1. Hsber deine Heiligen' hatten ein groß Licht, ^ und die Feinde höreten ihre Stimme wohl, aber sahen ihre Gestalt nicht. * 2 Mos. 10/ 23. Ps. 112/ 4. 2. Und lobten es, daß sie nicht dergleichen litten, und dankten, daß die, so von ihnen zuvor beleidiget waren, sich nicht an ihnen rächeten, und wünschten, daß sie ja ferne von ihnen blieben. 3. Dagegen gäbest du diesen* eine feurige Säule, die ihnen den unbekannten Weg wies; und ließest sie die 7 Sonne nicht versehren auf der herrlichen Reise. * 2 Nos. 13,21. Ps. 121, 6 . - 4 . Denn Jene "waren es auch werth, daß sie des Lichts beraubt und in Finsterniß, als im Kerker, gefangen lägen, so deine Kinder gefangen hielten, 7 durch welche das unvergängliche Licht 17 . 18 . Auszug der Kinder Israel aus Egypten, des Gesetzes der Welt sollte gegeben werden. ' c. 16 / 9 . -j- Esaj. 2 , 3 . s. Und als sie gedachtet» der " Heiligen Kinder zu tödien; Eins aber derselbigen, ""so weggeworfen war, ihnen zur Strafe erhalten ward: -r nähmest du ihnen Kinder mit Haufen weg, und Verderbetest sie auf einmahl im mächtigen Wasser. *2 Mos. 1/ 16. *' 2 Mos. 2, 3 . -j. 2 Nos. 14 / 27. 6 . Zwar dieselbige Nacht war unfern Vätern " zuvor kund geworden, auf daß sie gewiß wären und sich freueten der Verheissung, daran sie glaubten. * 2 Mos. 11/ 4 . L. 7 . Und dein Volk wartete also auf das Heil der Gerechten, und auf das Verderben der Feinde. 8 . Denn eben, da du die Widerwärtigen plagtest, machtest du uns, so du zu dir fordertest, herrlich. 9 . Und als die heiligen Kinder der Frommen dir opferten im Verborgenen, und handelten das göttliche Gesetz einträchtig; nahmen sie es an, als die Heiligen, beydes Gutes und Böses mit einander zu leiden; und die Väter" sangen vorher den Lobgefang. ' 2 M»s. i§/i. 10. Dagegen aber erschallete der Feinde gar ungleiches Gefchrey, und klägliches Weinen hörete man hin und wieder über Kinder. 11. Denn es ging gleiche "Rache beydes über Herr und Knecht, und der König mußte eben, das der gemeine Mann, leiden. *2 Mos. 12,2s. 12. Und sie hatten alle auf einem Haufen unzäh- liche Todten, einerley Todes gestorben, daß der Lebendigen nicht genug waren, sie zu begraben; denn in einer Stunde war dahin, was ihre edelste Geburt war. 13. Und da sie zuvor" nichts glauben wollten, durch die Zauberer verhindert; mußten sie, da die Erstgeburten alle erwürget wurden, bekennen, daß dieß Volk Gottes Kinder wären. " 2 Mos. 7/ 11. 12 . 13. 17,. Denn da alles stille war und ruhete, und eben recht Mitternacht war; is. Fuhr "dein allmächtiges Wort herab vorn Himmel aus königlichem Thron, als ein heftiger Kriegsmann, mitten in das Land, so verderbet werden sollte; *2 Mos. 12./rs. 16. Nähmlich das " scharfe Schwert, das dein ernstliches Geboth brachte, stand und machte es allenthalben voller Todten, und wiewohl es auf Erden stand, rührete es doch bis in den Himmel. * Off. 1, 16. 17. Da erschreckte sie plötzlich das Gesicht gräulicher Träume, und unversehens kam Furcht über sie , Untergang Weisheit 18 . 19 . der EgypLer. 88:) 4 8 . Und lag einer hier, der andere da, halb todt, daß man woh! an ihnen sehen konnte, aus welchen Ursachen er so stürbe. 19. Denn die Träume, so fie erschrecket hatten, zeigten es an, auf daß sie nicht verdürben unwissend, warum sie so übel geplaget wären. 20. Es traf aber dazumahl auch die Gereckten des Todes Anfechtung, und geschah in der Wüste ein Riß unter der Menge; aber der Zorn wahrste nicht lange. 21. Denn eilend kam der unsträfliche Mann, der für sie stritte, und führete die Waffen seines Amts, nahmlich das Gedeih und Versöhnung * mit dem Räuckwerk, und widerstand dem Zorn, und schaffte dem Jammer ein Ende; damit bewies er, daß er dein Diener wäre. "iMos.ie,^. 22. Er überwand aber das schreckliche Wesen, nicht mit leiblicher Macht, noch mit Waffenkraft; sondern mit dem Wort warf er unter sich den Plager, da er erzählte * den Eid und Bund, den Vätern verheissen. * c. 12. 21. 23 . Denn da jetzt die Todten mit Haufen über einander sielen; stand er im Mittel, und steuerte dem Zorn, und wehrete ihm den Weg zu den Lebendigen. 2^. Denn in * seinem langen Rock war der ganze Schmuck, und der Väter Ehre in die vier Reihen der Steine gegraben, und deine Herrlichkeit an dem Huth seines Haupts. *2Mos.28/2. 25. Solchen Stücken mußte der Verderber weichen , und solche mußte er fürchten; denn es war daran genug, daß allein eine Versuchung des Zorns wäre. Das 19 . Capitel. Vom Untergang der Gottlosen, und Erlösung der Frommen. 1. H/ber die Gottlosen übersiel der Zorn ohne ^ Barmherzigkeit bis zum Ende. 2. Denn er wußte zuvor wohl, was sie künftig thun würden, nähmlich da sie ihnen gebothen hatten wegzuziehen, und dazu fie mit Fleiß lassen geleiten, daß sie es gereuen würde, und ihnen nachjagen. 3 . Denn da sie noch "Leidtrugen, und bey den Todtengräbern klagten; i- fielen sie auf ein ander thörichtes Vornehmen, daß sie verfolgen wollten, als die Flüchtigen, welche fie doch mit Flehen hatten ausgestoßen. *2 Mos. 12,30.31.1-2 Mos. n,-. - 4 . Aber es mußte also gehen, daß sie zu solchem Ende kämen, wie fie verdient hatten, und mußten vergessen, was ihnen widerfahren war, auf daß sie vollends die Strafe überkämen, die noch dahinten war, 6. Und dein Volk eine wunderliche Reise erführe, jene aber eine neue Weise des Todes fünden. 6. Denn die ganze Creatur, so ihre eigene Art hatte, veränderte sich wiederum nach deinem Gebotst, dem sie dienet, auf daß deine Kinder unversehrt bewahret würden. 7. Da war die * Wolke, und beschattete das Lager; da zuvor Wasser stand, sah man trock- nes Land hervor kommen, da ward aus dem rothen Meer ein Weg ohne Hinderniß, und aus den mächtigen Fluthrn ein grünes Feld, * 2 Mos. 11/ 19. 8. Durch welches ging alles Volk, so unter deiner Hand beschirmet ward, die solche wunderliche Wunder sahen. 9. Und gingen wie die Rosse an der Weide, und lockten (hupften) wie die Lämmer, und lobten dich, Herr, der sie erlöset hatte. 10 . Denn fie gedachten noch daran, wie es ergangen war im Elende: wie die Erde, anstatt der gebornen Thiere, Fliegen brachte, und das Wasser, anstatt der Fische, * Frösche die Menge gab; * 2 Mos. 8/ 3 .6. 11 . Hernach aber sahen fie auch * eine neue Art der Vögel, da sie lüstern wurden, und um niedliche Speise bathen. "2M°s.i6,i3. 12. Denn es kamen ihnen Wachteln vom Meer, ihre Lust zu büßen. 13. Auch kam die Strafe über die Sünder durch Zeichen, so mit mächtigen Blitzen geschahen; denn es war recht, daß sie solches litten um ihrer Bosheit willen, weil sie hatten die Gäste übel gehalten. Etliche, wenn die kamen, so nirgend hin wußten, nahmen sie dieselbigen nicht auf; Etliche aber * zwangen dir Gäste, so ihnen Gutes gethan hatten, zum Dienst. * 2 Mos. i, 11 . 1 ^. (Und das nicht allein; sondern es wird auch noch ein anders Einsehen über fie kommen, daß fie die Fremden so unfreundlich hielten.) 15. Etliche aber plagten die, so sie "mit Freuden hatten angenommen und Stadtrecht mit genießen lassen, mit großen Schmerzen. * 1 Mos. 15, 18. c. 47/ 5. 6. 16. Sie wurden aber auch mit Blindheit geschlagen (gleich wie * Jene vor der Thür des Gerechten,) mit so dicker Finsternis überfallen, daß ein Jeglicher suchte den Gang zu seiner Thür. * 1 Mos. 19/ 11 . 17. Die Elemente gingen durch einander, wie die Saiten auf dem Psalter durch einander klm- 886 Tobiä Tobias i. gottseliger Wandel. gen und doch zusammen lauten/ wie man solches an der That wohl stehet. 13 . Denn was auf dem Lande zu seyn pflegt, das war im Wasser; und was im Wasser zu seyn pflegt, ging auf dem Lande. 19. Das Feuer "war mächtig im Wasser über seine Kraft; und das Wasser vergaß seine Kraft zu löschen. * e. i 6 ,17. 20. Wiederum die Flammen verzehrten nicht das Fleisch der sterblichen Thiere, so darunter gingen, und * zerschmelzten nicht die unsterbliche Speise, die doch wie ein Eis leichtlich zerschmolz. * c. 16/ 27. 21. Herr, du hast dein Volk allenthalben herrlich gemacht und geehret, und hast fie nicht verachtet, sondern allezeit und an allen Orten ihnen beygestanden. Das Buch Tobiä. Das 1. Capitel. Don des alten Tobias Geschlecht, Gottesfurcht und Kreuz. 1 sLs war ein Mann, mit Nahmen Tobias, V- aus dem Stamm Naphthali, aus einer Stadt in Ober-Galiläa, über Äser, an der Straße zur linken Seite gegen dem Meer. 2. Derselbige * ward mit gefangen zu den Zeiten Salmanassers des Königs in Assyrien. Und wiewohl er also unter Fremden gefangen war, ist er dennoch i- von Gottes Wort nicht abgefallen. * 2 Kön. 17 , 6 . 1 - Judith 11, 13 . 3 . Und alles, was er hatte, theilte er seinen Mitgefangenen Brüdern und Verwandten mit. Und wiewohl er der jüngste Mann war des Stamms Naphthali, so hielt er sich doch nicht kindisch. 5 . Und da sonst Jedermann den goldenen Kälbern diente, welche * Jerobeam, der König Israels, hatte machen lassen, meidete er doch solchen Gräuel, *1 Kön. 12,2«. 6 . Und hielt stch zum Tempel und Gottesdienst * zu Jerusalem, und diente da dem Herrn, und bethete an den Gott Israels, gab auch seine ** Erstlinge und i- Zehnten ganz treulich; * 3 Mos. 12, 11. 1 Kön. 8 , 3 . *»2 Mos. 23 , IS. s L Mos. 11 , 22 . 7 . Also, daß er allezeit im dritten Jahr den Fremdlingen , Witwen und Waisen ihren Zehnten gab. 8 . Solches hielt er von Jugend auf, nach dem Gesetz des Herrn. 9. Da er nun erwachsen war, nahm er ein Weib, auch aus dem Stamm Naphthali, mit Nahmen Hanna, und zeugete mit ihr einen Sohn, welchen er auch Tobias nannte; 10. Und * lehrte ihn Gottes Wort von Jugend auf, daß er Gott fürchtete, und die Sünde meidete. * 2 Tim. 3,13. 11. Und als er mit feinem ganzen Stamm mit seinem Weibe und Kindern, unter den Gefangenen weggeführet ward in die Stadt Ninive, 12. Und Jedermann aß von den Opfern und Speisen der Heiden; hüthete er sich , und verunreinigte sich nicht mit solcher Speise. 13 . Und weil er von ganzem Herzen den Herrn fürchtete, gab ihm Gott Gnade vor Salmanasser, dem Könige zu Assyrien, 1^. Daß er ihm erlaubete frey zu gehen, wo er hin wollte, und auszurichten, was er zu thun hatte. i s. So zog er nun zu allen, die gefangen waren, und tröstete sie mit Gottes Wort. 16. Und er kam in die Stadt Rages in Me- den, und hatte bey sich zehn Pfund Silber, damit ihn der König begäbet hatte. 1 7 . Und da er unter andern Israeliten sah einen mit Nahmen Gabel, aus seinem Stamm, der sehr arm war, that er ihm daffelbige Geld, und nahm eine Handschrift von ihm. 18. Lange aber hernach, nach dem Tode Salmanassers , da sein Sohn Sennaherib nach ihm regierte, welcher den Kindern Israel feind war; 19. Ging Tobias täglich zu allen Israeliten, und * tröstete fie, und t theilte einem Jeglichen mit von seinen Gütern, was er vermochte. * V. 13 . -s v. 3 . 20. Die ' Hungrigen speisete er, die Nackenden kleidete er, die Erschlagenen und Todten begrub er. * ssaj. 38 ,7. 21. Sennaherib aber, der König, war geflohen aus Judäa, da * ihn Gott geschlagen hatte um seiner Lästerung willen. Da er nun wieder kam, war er ergrimmet, und ließ viele der Kinder Israel todten; derselbigen Leichname verschaffte Tobias zu begraben. * Es. 37,36. 22. Als aber solches der König erfuhr, hieß wird verlacht. 887 Tobias begräbt die Todten / T 0 Vias 4. 2. 3. er ihn tödlen/ und nahm ihm alle seine Güter. 23. Tobias aber floh mit seinem Weibe und Sohne, und hielt stch heimlich bey guten Freunden. 2-L. Aber nach fünf und vierzig Tagen * ward der König von seinen eigenen Söhnen erschlagen. * 2 Kön. 19/ 37. 2 Ehr. 32/ 21. 25 . Und Tobias kam wieder heim, UN- alles sein Gut ward ihm wieder gegeben. Das 2. Capitel. Der gutthätige Tobias wird in seinem Hauskreuz von den nächsten Freunden verspottet. 1. Darnach auf des Herrn Fest, da Tobias ^ in seinem Hause ein herrliches Mahl zugerichtet hatte, sprach er zu seinem Sohne: Gehe hin und * lade die Gottesfürchtigen aus unserm Stamm, daß fie mit uns essen. * Luc. 14/ 13. 2. Und als er wieder heim kam, sagte er dem Vater Tobia, daß Einer auf der Gasse todt läge. 3. Da stand Tobias bald auf vom Tisch, vor dem Essen, und ging * zu dem todten Leichnam, und hob ihn auf, und trug ihn heimlich in sein Haus, daß er ihn des Nachts heimlich begrübe. * c. 1/ 20. Und als er die Leiche heimlich versteckt hatte, aß er sein Brot mit Trauren, 5. Und dachte an das Wort, welches der Herr geredet hatte * durch Amos, den Propheten; * Amos 8, 10. 6. Eure * Feyertage sollen zu Trauertagen Werden. *lMace.i/4i. 7. Und des Nachts ging er hin, und begrub den Todten. 8. Seine Freunde aber alle straften ihn, und sprachen: Jetzt neulich hat dich der König um der Sache willen heissen tödten, und ' bist kaum davon gekommen, noch begräbst du die Todten. * 0. 1/ 22. 23. 9. Tobias aber fürchtete * Gott mehr, denn den König, und trug heimlich zusammen die Erschlagenen , und hielt sie heimlich in feinem Hause, und des Nachts begrub er fie. * Gesch. 3,29. 10. Es begab sich aber auf einen Tag, da er heim kam, als er Todte begraben hatte, und müde war, und sich neben eine Wand legte, und eiuschlief; i t. Schmeißte eine Schwalbe aus ihrem Nest, das fiel ihm also heiß in die Augen, davon ward er blind. 12. Solche Trübsal aber ließ Gott über ihn kommen, daß die Nachkommen ein Cxempel der Geduld hätten, wie * an dem heiligen Hiob. * Jac. 5/ 11 . 13. Und nachdem er ' von Jugend auf Gott gefürchtet, und seine Gebothe gehalten hatte, zürnete noch murrete er nicht wider Gott, daß er ihn hatte lassen blind werden; sondern blieb beständig in der Furcht Gottes, und dankte Gott alle sein Lebenlang. * e. i/ 4. 1^. Und wie * die Könige des heiligen Hiobs spotteten; also verlachten Tobiam feine eigene Freunde, und sprachen: * H>°b 4/ 6. 15. Wo ist nun dein Vertrauen, darum du dein Almosen gegeben und so viele Todte begraben Haft? 16. Und Tobias strafte fie, und sprach: 17. Saget nicht also; denn * wir find Kinder der Heiligen, und warten auf ein Leben, *c.«/-. 18. Welches Gott geben wird denen, so im Glauben stark und fest bleiben vor ihm. 19. Hanna aber, * sein Weib, die arbeitete fleißig mit ihrer Hand, und ernährete ihn mit Spinnen. * c. i/ 9. 20. Es begab sich aber, daß sie eine junge Ziege hetmbrachte. 21. Und da sie ihr Mann Tobias hörete blö."en, sprach er: Sehet zu, * daß fie nicht gestohlen sey, gebet es dem rechten Herrn wieder, denn uns gebühret nicht zu essen vom gestohlnen Gut, oder dasselbige anzurühren. * 3 Mos. 22/1. 22. Ueber diese Rede ward * seine Hausfrau zornig , antwortete und sprach: Da fiehet man, daß dein Vertrauen nichts ist, und deine Almosen verloren sind. * Hwb 2,9. 23. Mit solchen und andern Worten mehr warf sie ihm sein Elend vor. Das 3. Capitel. Eebcth des alten Tobias und Sara/ und dessen Erhörung. 1. ^>a seufzte Tobias tief, und hob an zu ^ weinen und zu bethen, und sprach: 2. Herr, "dubist gerecht, und alles dein Thun ist recht, und eitel Güte und Treue. * Ps. 119/ 137. 3. Und nun, -mein Herr, fe? mir gnädig und räche nicht meine Sünde;'gedenke nicht meiner oder meiner Väter Missethat. * Ps- 2-/ 7. Ps. 79,8. L. Denn weil wir deine Gebothe nicht gehalten haben; so find wir auch dahin gegeben unfern ' Feinden, daß sie uns berauben, gefangen 888 ToLjä und Sara Gebeth. Tobias 3. 4. halten und töd^en, und sind zu Schänden und Spott und Hohn geworden den Fremden, dahin du uns zerstreuet Haft. * 2 Mos. 28,48. Jer. «, 19. 5. Und nun, Herr, schrecklich find deine Gerichte, weil wir deine Geborhe nicht gehalten, und nicht recht gewandelt haben vor dir. 6. Ach Herr, erzeige mir Gnade, und nimm * meinen Geist weg im Frieden; denn ich will Viel lieber todt seyn, denn leben. "i Kon. 19, 4. 7. Und es begab sich Lesselbigen Tages, daß Sara, eine Tochter Raguels, in der Meder Stadt Rages auch übel gefchmähet und gescholten ward von einer Magd ihres Vaters. 8. Der hatte man * sieben Männer nach einander gegeben, und ein böser Geist, Asmodi genannt, hatte sie alle getödtet, alsbald wenn sie beyliegen sollten. * c. 6, 15. 9. Darum schalt sie ihres Vaters Magd, und sprach: 10. Gott gebe, daß wir nimmer einen Sohn oder Tochter von dir sehen auf Erden, du Män- nermörderinn; 11. Willst du mich auch tödten, wie du die sieben Männer getödtet hast? 12. Auf solche Worte ging sie in eine Kammer oben im Hause, und aß noch trank nicht drey Tage und drey Nächte, und hielt an mit Bethen und Weinen, und bath Gott, daß er sie von der Schmach erlösen wollte. iz. Darnach am dritten Tage, da sie ihr Gebeth vollendet hatte, lobte sie Gott und sprach: 14. Gelobet sey dein Nähme, Herr, ein Gott unserer Väter; "denn wenn du zürnest, erzeigest du Gnade und Güte, und in der Trübsal vergibst du Sünde denen, die dich anrufen. * Hab. 4, 2. 15. Zu dir, mein Herr, kehre ich mein Angesicht , zu dir hebe ich meine Augen auf, 16. Und bitte dich, daß du mich erlösest aus dieser schweren Schmach, oder mich von hinnen nehmest. 17. Du weißt, Herr, daß ich keines Mannes begehret habe, und meine Seele rein behalten von aller bösen Luft, 18. Und habe mich nie zu unzüchtiger und leichtfertiger Gesellschaft gehalten. 19. Einen Ma?»n aber zu nehmen habe ich ge- Williget in deiner Furcht, und nicht aus Vorwitz; 20. Und entweder bin ich ihrer, oder sie sind niemer nicht werth gewesen, und du * hast mich vielleicht einem andern Marine behalten. * c. 7,12. Raphaelgesandt. Tobias vermahnet seinen Sohn. 21. Denn dein Rath stehet nicht in Menschen Gewalt. 22. Das weiß ich aber fürwahr: Wer Gott dienet, der wird nach der Anfechtung getröstet, und aus der Trübsal erlöset, und nach der Züchtigung findet er Pnade. 23. Denn du hast nicht Lust an unserm Verderben. Denn nach dem Ungcwitter lässest du die Sonne wieder scheinen, und nach dem Heulen und Weinen überschüttest du uns mit Freuden. Deinem Nahmen sey ewiglich Ehre und Lob, du Gott Israels. 24. In der Stunde ward dieser beyder Gebeth erhöret von dem Herrn im Himmel. 25. Und der heilige * Raphael, der Engel des Herrn, ward gesandt, daß er ihnen beyden hülfe, weil ihr Gebeth gleich auf eine Zeit vor dem Herrn vorgebracht ward. ' e. s, 6. i§. . Das 4. Capitel. Tobiä letzter Wille, und Unterweisung an seinen Sohn. 1. A)a nun Tobias gedachte, daß sein Gebeth also erhöret wäre, daß er sterben würde, * rief er seinen Sohn zu sich, und sprach zu ihm: * c. 14, 5. 2. Lieber Sohn, höre meine Worte und behalte sie fest in deinem Herzen. 3. Wenn Gott wird meine Seele wegnehmen; so begrabe meinen Leib, und *ehre deine Mutter alle dein Lebenlang. *2Ms.2r M >!.r ii Tobias heirathet die Sara, Tobias 7. 8, bethet mit derselben. 891 Das 7. Capitel. Des jungen Tobias Werbung um Sara, Raguels Tochter. 1. Nnd sie kehreten zum Raguel ein, und Ra- ^ guel empfing sie mit Freuden. 2. Und er sah Tvbiam an und sprach zu der Hanna, seinem Weibe: Wie gleich siehst der junge Gesell unserm Veiter! 3 . Und als er das sagte, sprach er: Von wannen seyd ihr, lieben Brüder? Sie sprachen: Aus dem' Stamm Naphthali sind wir, von den Gefangenen in Ninive. * c. 1/ i. s. Raguel sprach zu ihnen: Kennet ihr Tobiam, meinen Bruder? Sie sprachen: Ja, wir kennen ihn wohl. 6 . Und als er nun viel Gutes von Tobia redete , sprach der Engel zu Raguel: Der Tobias, nach dem du fragest, ist dieses Jünglings Vater. 7 . Und Raguel neigte sich gegen ihn, weinete, 'siel ihm um den Hals, und küssete ihn, und sprach: O mein lieber Sohn, ff gesegnet seyst du, denn du bist eines rechten frommen Mannes Sohl». ' 1 Mos. 33, 4. c. 4L, 14. ff- Tob. 9, 9. 8 . Und Hanna, sein Weib, und Sara, ihre Tochter, fingen auch an zu weinen. 9. Darnach hieß Raguel einen Schöps schlachten, und das Mahl bereiten. 10. Und als sie sie barhen, daß sie sich wollten zu Tische setzen, sprach Tobias: Ich' will heute nicht essen noch trinken, du gewährest mich denn einer Bitte, und sagest mir zu, Sara, deine Tochter zu geben. * i Mos.33. ir. Da das Raguel hörete, erschrak er, denn er dachte, was den ' sieben Männern widerfahren war, welchen er zuvor seine Tochter gegeben hatte; und fürchtete sich, es möchte diesem auch also gehen. *c. 3,«. c. 6 , i§. 12. Und da er nicht antworten wollte, sprach der Engel zu ihm: Scheue dich nicht, ihm dre Magd zu geben; deine Tochter ist ihm bescheret zum Weibe, weil er Gott fürchtet, darum hat * deine Tochter keinem Andern werden mögen. * 0 . 3 , 20 . 1 Z. Da sprach Raguel: Ich zweifle nicht, daß Gott meine heisse Thränen und ' Gebeth erhöret habe, ' 3,24. 1^. Und glaube, daß er euch habe darum lassen zu mir kommen, daß mei>:e Tochter diesen kriegen -wird ans ihrem Geschlecht nach dem * Gesetz Mole; und nun habe keinen Zweifel, ich will sie dir geben. ' § Ms. 35, 6 .7. s. 15. Und nahm die Hand der Tochter, und schlug sie Tobia in die Hand, und sprach: Der Gott * Abrahams, der Gott Isaaks, und der Gott Jakobs sey mit euch, und helfe euch zusammen, und gebe seinen Segen reichlich über euch. * 2 Mos. 3, 6 . iL. 16. 16. Und sie nahmen einen Brief, und schrieben die Ehestiftung. 17. Und lobten Gott, und * hielten Mahlzeit. ' Sir. 9. 23. 18. Und Raguel rief zu sich Hanna, sein Weib, und hieß sie die andere Kammer zurichten. 19. Und führets hinein Sara, seine Tochter, und sie weinete. 20. Und er sprach zu ihr: Sey getrost, meine Tochter! * Der Herr des Himmels gebe dir Freude für das Leid, das du erlitten hast. 'Off. n, 13. Das 8. Capitel. Wie der junge Tobias seinen Ehestand gottselig angefangen. 1. Nnd nach dem Abendmahl führeten sie den ^ jungen Tobias zu der Jungfrau in die Kammer. 2. Und Tobias dachte an die Rede' des Engels, und langte aus seinem Säcklein ein Stücklein von der Leber, und legte es auf die glühenden Kohlen. ' c. 6/ 9.19. 3. Und der Engel Raphael nahm den Geist gefangen, und band ihn in die Wüste ferne in Egypten. Darnach vermahnete Tobias die Jungfrau, und sprach: Sara, stehe auf und laß uns Gott bitten heute und morgen, denn diese' drey Nächte wollen wir berhen, darnach wollen wir uns zusammen halten als Eheleute. ' c. 6,19. 5. Denn wir'sind Kinder der Heiligen, und uns gebühret nicht solchen Stand anzufangen, ff wie die Heiden, die Gott verachten. ' c. 2, 17. ff- 1 Thess. 4, L. 6 . Und sie standen auf und betheten beyde fleißig, daß sie Gott behü hen wollte. 7 . Und Tobias belhete, und sprach: Herr, mein Gott, du Gott unserer Väter, dich sollen * loben Himmel, Erde, Meer, alle Wasser und Brunnen, und alle Crearm en, und was darinnen tst. ' Ps. "8, 1. 8. Du Haft gemacht' Adam aus einem Erden- kloß, und hast ihm gegeben Heva zu einer Ge- hülsinn. ' 1 Mos. 2, 7. 18. 9. Und nun, Herr,' du weißt, daß ich nicht böser Lust halben diese meine Schwester zum Weibe genommen; sondern daß ich möge Kinder Uuuuu 2 892 Tobias wird mit der Sara erhalten. Tobias 8. 9. 10. Gabel kommt zur Hochzeit. zeugen, dadurch dein heiliger Nähme ewiglich gepriesen und gelobet werde. ' c. z, 17. 10. Und Sara sprach: Herr, erbarme dich unserer , daß wir' beyde gesund mögen unser Alter erlangen. * v. 1-. i Und um Mitternacht rief Raguel feine Diener, und ging mit ihnen, daß sie ein Grab machten. 12. Denn er sprach: Es möchte ihm vielleicht auch gegangen seyn, wie * den andern sieben, welche mit ihr vertrauet gewesen sind. * c. 3 / 8. e. 6, 15 . «. 7/ 11. 13 . Und als sie das Grab gemacht hatten, kam Raguel zu seinem Weibe, und sprach: 1^. Schicke hin eine Magd und laß sehen, ob er auch todt sey, daß wir ihn vor Tage begraben. 15. Und die Magd schlich in die Kammer, fand sie'beyde gesund und frisch, und schlafend bey einander. * v. 10. 16. Und sie brachte ihnen die gute Bothfchaft. 17. Und Raguel, und sein Weib 'Hanna dankten Gott, und sprachen: Wir danken dir, Herr, du Gott Israels, daß es nicht geschehen ist, wie wir besorgten. Denn du hast deine Barmherzigkeit an uns erzeiget, und hast unfern Feind, der uns Leid that, vertrieben. * 7, 2. 18. Du Haft dich erbarmet über diese zwey einige Kinder. Und nun, Herr, gib ihnen, daß sie dich allezeit loben für solche Gnade und dir allezeit Preis und Lob opfern, daß andere Leute an ihnen erkennen, daß du allein Gott bist in aller Welt. 19. Und alsbald befahl Raguel, daß sie das Grab wieder fulleten, ehe es Tag würde. 20. Und seinem Weibe befahl er, daß sie wieder ein Mahl zurichtete und schaffte ihnen alle Nothdurft auf den Weg. 21. Und er ließ zwey feiste Rinder schlachten und vier Schafe, und lud alle seine Nachbarn und Freunde zu Gaste. 22. Und Raguel vermahnete und bath Tobiam hoch, daß er zwo Wochen wollte bey ihm verziehen. 2.3. Und von allen seinen Gütern gab er die Hälfte dem Tobia, und machte eine Verschreibung , daß nach seinem Tode die andere Hälfte auch Tobia werden sollte. D as 9. Capitel. Gabel reiset zur Hochzeit des jungen Tobias. rief Tobias den Engel zu sich, denn er ^ meinete, es wäre ein Mensch, und sprach zu ihm: ' Azaria, mein Bruder, ich bitte dich, höre mein Wort ; * c. 5,19. 2. Wenn ich mich dir gleich selbst zu einem eigenen Knechte gäbe, so wäre es doch nichts gegen deine WohUhat. 3. Doch bitte ich dich: Nimm diese Knechte und Kameele, und ziehe zu Gabel' gen Rages in Me- den, und gib ihm diese Handschrift, und nimm von ihm das Geld, und bitte ihn, daß er wolle zu meiner Hochzeit kommen. * c. 4,21. c. 5,9. Denn du weißt, ' mein Vater zählet Stunden und Tage; und wenn ich einen Tag zu lange außen bliebe, so würde seine Seele betrübt. * c. 10/ 10. 5 . Und du weißt,' wie sehr mich Raguel gedeihen hat, daß ich es ihm nicht kann abschlagen. * c. 8 , 22. 6 . Da nahm der Engel Raphael vier der Knechte Raguels und zwey Kameele, und zog gen Rages, und fand den Gabel, und gab ihm die Handschrift, und empfing das Geld von ihm. 7 . Und zeigte ihm an alles, was geschehen war vom Sohne Tobiä, und bakh ihn zur Hochzeit. 8 . Und da sie mit einander kamen in das Haus Raguels, fanden sie Tobiam über Tisch: und siehe, er stand gegen sie auf, und sie küsseten einander. Und Gabel weinete, und lobte Gott, und sprach: 9. Es ' segne dich der Gott Israels, denn du bist eines frommen, gereckten und gottesfürchtigen Mannes Sohn, der den Armen viel Gutes ge- than hat. * e. 7 / 7. 10. Gesegnet sey dein Weib und deine Eltern. i l. Und Gott gebe, daß ihr sehet eure Kinder und eure Kindeskinder bis in das dritte und vierte Geschlecht, und gesegner sey dein Same von dem Gott Israels, der da herrschet und regieret ewiglich. 12. Und als sie alle Amen gesprochen hatten, setzten sie sich zu Tische; aber das ' Mahl und die Freude hielten sie in Gottesfurcht. * Sir. 9 ,23. Das 10. Cavitel. Des jungen Tobias Lcimmle zu seinen traurigen Eltern. 1. Nls aber der junge Tobias seiner Hochzeit ^ halben lange außen war; fing der alte Tobias, sein Vater, an zu sorgen und sprach: Warum wird mein Sohn so lange außen seyn, und was hall ihn auf? 2. Vielleicht ist Gabel gestorben, und Niemand Will ihm das Geld wieder geben. 3 . Und wurden ' sehr traurig , Tobias und Kummer der Alten. Tobias 10. 11. Tobias kommt heim. M Hanna/ seine Hausfrau / und weineten beyde/ daß ihr Sohn auf die bestimmte Zeit nicht wieder heim kam. * c. 9 , 4 . * Und seine Mutter weinete / -l- daß sie sich nicht wollte trösten lassen, und sprach: * t. 3/ 23. -j- 1 Mos. 37/ 33. 5. Ach mein Sohn, ach mein Sohn, warum haben wir dich lassen wandern, unsere einige Freude, unser einiger Trost in unserm Alter, unser Herz und unser Erbe.' 6 . Wir hätten Schatzes genug gehabt, wenn wir dich nicht hätten weggelassen. 7. Und Tobias sprach zu ihr: Schweige und sey getrost; unserm Sohne gehet es, ob Gott will, wohl; er hat einen getreuen Gesellen mit sich. 8 . Sie aber wollte sich nicht trösten lassen, und lief alle Tage hinaus und sah auf alle Straßen, da er her kommen sollte, ob sie ihn etwa ersähe. 9. Raguel aber sprach zu seinem Eidam Tobia: Bleibe bey uns, ich will einen Bothen schicken zu Tobia, deinem Vater, und ihn wissen lassen, daß dirs wohl gehet. 10. Und Tobias sprach: Ich weiß, "daß mein Vater und Mutter jetzund alle Tage und Stunden zählen und sind meinethalben hoch bekümmert. * e. 9/ 4. 11. Und als Raguel * mit vielen Worten To- biam bath, und er es in keinem Wege willigen wollte; befahl er ihm Saram , und gab ihm die * Hälfte aller seiner Gäter, an Knechten und Mägden, an Vieh, Kameelen und Rindern, und viel Geld, und ließ ihn gesund und fröhlich von sich ziehen, und sprach: * 1 Mos 24/ 33. -f- Tob. 8/ 23. 12. Der heilige Engel des Herrn sey bep dir auf dem Wege und bringe dich gesund wieder heim, daß du deine Eltern gesund findest; und Gort gebe, daß meine Augen mögen eure Kinder sehen, ehe ich sterbe. 13 . Und die Eltern nahmen die Tochter, und küsseten sie, und ließen sie von sich, und vermah- neten sie, daß sie ja wollte ihres Mannes Eltern ehren, als ihre eigene Eltern, ihren Mann lieben, das Gesinde fleißig regieren, und sich selbst züchtiglich halten. Das 11. Capitel. Die Eltern des jungen Tobias werden durch seine Ankunft höchlich erfreuet. i.llnd auf dem Wege, da sie gen Haran ka- * men, welches auf halbem Wege ist gen Ninive, am eilfren Tage, 2. Sprach der Engel: Tobia , * mein Bruder, du weißt, wie wir es mit deinem Vater verlassen haben; *«. 9 /1. 3. Wenn dirs gefiele, so wollten wir vorhjn- zieherr und dein Weib so gemach lassen hernach ziehen mit dem Gesinde und Vieh. Und als Tobia solches gefiel, sprach Raphael: Nimm zu dir 'von des Fisches Galle, denn du wirft ihrer bedürfen. * c. 6 /10. s. Da nahm Tobias des Fisches Galle zu sich: und zogen also vorhin. 6 . Hanna aber saß täglich am Wege auf einem Berge, daß sie konnte weit um sich sehen. Und als sie an dem Ort nach ihm sah, ward sie ihres Sohnes gewahr von ferne und kannte ihn von Stund an, und lief hin, und sagte es ihrem Manne, und sprach: 7 . Siehe, dein Sohn kommt. Und Raphael sprach zu Tobia: Bald, wenn du wirst ins Hans kommen, so bethe, und rufe zum Herrn, und danke ihm, und gehe darnach zu deinem Vater, und küsse ihn. 8. Und alsbald salbe ihm die Augen mit der Galle vom Fisch, welche du bey dir hast; so werden von Stund an seine Augen geöffnet werden, und dein Vater wird wieder sehend und sehr froh werden. 9. Da lief der * Hund vorhin, welchen sie mit sich genommen hatten, und wedelte mit seinem Schwanz, sprang und stellete sich fröhlich. * c. 6 / 1. 10. Und fein blinder Vater stand eilend auf, und eilete, daß er sich stieß. Da rief er einen Knecht, der ihn bey der Hand fuhrete, seinem Sohne entgegen. 11. Dergleichen that die Mutter, und küsseten ihn, und weineten beyde vor Freuden. 12. Und als sie gebethet hatten, und Gott gedanket, setzten sie sich zusammen nieder. 13. Da nahm Tobias von der Galle des Fisches, und salbete dem Vater seine Augen. Und er litte das fast eine halbe Stunde. iL. Und der Staar ging ihm von den Augen, wie ein Häutlein von einem Ey. 15. Und Tobias nahm es, und zog es von seinen Augen, und alsbald ward er wieder sehend. 16 . Und sie priesen Gott, er und sein Weib und alle, die es erfuhren. 17. Und Tobias sprach: Ich'danke dir, Herr, du Gott Israels, daß du mich gezuchrtgel hass, und doch wir wieder geholfen, daß ich meinen lieben Sohn wieder feben kann» * Ps. 11 ü/ 21 . Ps. 119 , 71 . Sara kommt nach. Tobias 11. 12. 13. Raphaels Abschied. 891 18. Und nach sieben Tagen kam auch Sara, seines Sohnes Weib, mit allem ihrem Gesinde, Vieh und Kameelen, und brachte viel Gold mit sich, und auch das Geld, das er empfangen hatte von dem Gabel. Und Tobias erzählte seinen Eltern so viel Gutes, das Gott bey ihm gerhan hatte durch den Gesellen, der mit ihm gezogen war. 19. Und Achior und Nabath, Tobiä Vettern, kamen zu ihm und wünschten ihm Glück, freue- ten sich mit ihm alles des Glücks, das ihm Gott gegeben hatte. 20. Und sieben Tage lang aßen sie mit einander, und waren fröhlich. Das 12 . Capitel. Der Engel Raphael will keinen Lohn annchmen, und verschwindet. 1. Darnach rief Tobias seinen Sohn zu sich, ^ und sprach: Was sollen wir doch dem heiligen Manne, deinem Gesellen, geben, der mit dir gezogen ist? 2. Und Tobias antwortete seinem Vater: Wie können wir die große Wohlthat, die er mir ge- than hat, vergelten? 3 . Er hat' mich gesund hin und wieder gebracht, hat das Geld selbst bey Gabel gehohlet, hat mir zu diesem Weibe geholfen, dazu hat er den bösen Geist vertrieben, und ihre Eltern erfreuet. * c. 2/ 22 . 4 . Ja mich selbst hat er errettet, da mich der große Fisch fressen wollte, und hat dir wieder geholfen zu deinem Gesicht, und hat uns über die Maße viel Gutes gethan. 5 . Wie können wir ihm denn solche große Wohlthat vergelten? Aber ich bitte dich, mein Vater: Biethe ihm an die Hälfte aller Habe, die wir mit uns gebracht haben, daß er es wolle an- nehmen. 6 . Und beyde, Vater und Sohn, forderten ihn auf einen Ort, und bathen ihn, daß er wolle annehmen die Hälfte aller Güter, die sie mit sich gebracht hatten. 7 . Und er sagte heimlich zu ihnen: Lobet und danket ihr Gott vom Himmel bey Jedermann, daß er euch solche Gnade erzeiget hat. 8 . Der Könige und Fürsten Rath und Heimlichkeit soll man verschweigen; aber Gottes Werk soll man herrlich preisen und offenbaren. 9. Ein solches Gebeth mit Fasten und Almosen ist besser denn viel Gold zum Schatz sammeln; denn die Almosen erlösen vom Tooe, tilgen die Sünde, erhalten bey dem Leben. 10. Die Gottlosen aber bringen sich selber um ihr Leben. 11. So will ich nun die Wahrheit offenbaren, und den heimlichen Befehl euch nicht verbergen. 12. Da du*so heiß weinetest und bethetest, standest von der Mahlzeit auf und begrubest die Tobten, hieltest die Leichen heimlich in deinem Hause und begrubest sie bey der Nacht; da brachte ich dein Gebeth vor den Herrn. * c. 3/ i. ri. 13 . Und * weil du Gott lieb wärest, so mußte es so seyn; ohne Anfechtung mußtest du nicht bleiben, auf daß du bewährtwürdest. * Svr. 3, 12 . 1^. Und nun hat'mich Gott geschickt, daß ich dich sollte heilen und den bösen Geist vertreiben, der um Sara, deines Sohnes Weib, war. * c, 3, 22 . 15. Und ich bin Raphael, einer von den sieben Engeln, dis wir vor dem Herrn stehen. 16. Als sie das höreten, wurden sie betrübt, zitterten und fielen auf ihr Angesicht zur Erde. 17. Und der Engel sprach zu ihnen: Seyd getrost, und fürchtet euch nicht, 18. Dein Gott hat es so haben wollen, daß ich bey euch gewesen bin, den lobet und danket ihm. 19. Es * scheinet wohl, als esse und trinke ich mit euch; aber ich brauche unsichtbare Speise, die kein Mensch sehen kann. * 1 Mos. 18 / 8. c. 19/ 3. Nicht. 13/ 16 . 20. Und nun ist es Zeit, daß'ich zu dem wie, der hingehe, der mich gesandt hat. Danket ihr Gott, und verkündiget seine Wunder. * Joh. 16 / 2 . 23. 21. Und als er das gesagt hatte, 'verschwand er vor ihren Augen, und sahen ihn nimmer. * Nicht. 13/ 20. 2l. 22. Und sie sielen nieder drey Stunden lang, und dankten Gott; und darnach standen sie auf, und sagten solches nach, und verkündigten seine große Wunder. Das 13 . Capitel. Tobiä Lobgesang. 1. Dobias aber that seinen Mund auf, lobte ^ Gott, und sprach.: 2. Herr, du bist ein großer starker Gott, und dein Reich währet ewiglich. - Du ' züchtigest, und tröstest wieder; du kannst in die Hölle stoßen, I Tobiä Lobgesang, Tobias 1Z. 14. Alter und Tod. und wieder herausführen; deiner Hand kann Niemand entfliehen. *-Mos.32,39. 3. Ihr Kinder Israel/ lobet den Herrn/ und vor den Heiden preiset ihn. Denn darum hat er euch zerstreuet unter die Heiden/ welche ihn nicht kennen / daß ihr seine Wunder verkündiget/ uud die Heiden erkennen / daß kein allmächtiger Gott ist, denn Er allein. Er hat uns * gezüchtiget um unserer Sünde willen / und durch feine Güte hilft er uns wieder. ' c 3 , 4. s. Sehet, was er an uns gethan hat. Mit Furcht und Zittern lobet ihn in seinen Werken/ und preiset den, der ewiglich herrschet. 6. Und ich will ihn auch preisen in diesem Lande, darinnen wir gefangen sind / denn er hat seine Wunder über ein ländliches Volk erzeiget. 7. Darum bekehret euch/ ihr "Sünder/ und thut Gutes vor Gott und glaubet / daß er euch Güte erzeiget. " Joc. 4,8. 8 . Und ich will mich nun" von Herzen freuen in Gott. " Es. 61,10. 9. Lobet den Herrn ihr seine Arrserwählten / haltet Freudentage, und preiset ihn. 10. Jerusalem, du Gottesstadr, Gott wird dich "züchtigen um deiner Werke willen, aber er wird sich deiner wieder erbarmen. *v. 4. 11. Lobe den Herrn um seine Gabe, und preise den ewigen Gott, daß er deine Hütte wieder baue, und alle deine Gefangene wieder hohle, daß du ewiglich dich freuen mögest. i z. Du wirst wie ein Heller Glanz leuchten, und an allen Enden auf Erden wird man dich ehren. 13. Von fernen Landen wird man zu dir kommen , und Geschenke bringen. 1^. In dir werden sie den Herrn anbethen, und du wirft das Hciligthum heissen, den grossen Nahmen des Herrn werden sie in dir anrufen. 15. * Verflucht werden seyn alle, die dich verachten; verdammet werden seyn alle, die dich lästern; gesegnet werden seyn, alle, die dich bauen. * 1 Mos. 12 , 3 . 16. Du aber wirst dich freuen über deine Kinder, denn sie werden alle gesegnet, und zum Herrn gebracht werden. 17. Wohl denen, die dich lieben, und die dir" wünschen, daß dirs wohl gehe. * Ps. 122, 6. Zach. 4, 7. 18. Meine "Seele lobe den Herrn, denn der Herr, unser Gott, wird die Stadt Jerusalem von allen Lrübsalen erlösen. * «u<-1,46. is. Wohl mir, so die Uebrigen von meinem Samen sehen werden Jerusalem in seiner Herrlichkeit. 20. Die * Pforten Jerusalems werden von Sap- phir und Smaragd gebauet werden, und aus Edelsteinen rings um alle ihre Mauern. * Off. 21 , 18 . 21. Mit weißem und reinem Marmor werden alle ihre Gassen gepflastert werden, und in allen Straßen wird man Halleluja singen. 22. Gelobet sey Gott, der sic erhöhet, und sein Reich bleibe ewiglich über sie. Amen. Das 14. Capitel. Die letzte Geschichte des alten und jungen Tobias.' 1. H?ach dieser Geschichte, als" Tobias war wie- ^ der sehend geworden, lebte er noch zwey und vierzig Jahre, und sah seine Kindeskinder. * c. 11 , 14. i3. 2. Und als er nun hundert und zwey Jahre alt war, ward er ehrlich begraben zu Ninive. 3. Denn da er sechs und fünfzig Jahre alt war, ward er blind; und im sechzigsten Jahr ward er wieder sehend. Und hat die übrige Zeit seines Lebens fröhlich zugebracht, und nahm zu in Gottesfurcht, und starb in gutem Frieden. 6. Vor feinem Tode aber" forderte er Tobiam, seinen Sohn, zu sich, und sieben junge Knaben, seines Sohnes Kinder, und sprach zu ihnen: * 1 Mos. 49, 1 . c. 30 , 24. 6. Ninive wird bald zu Boden gehen, denn das Wort des Herrn wird nicht fehlen; aber in Meden wird alsdann noch eine Zeitlang Friede seyn. Und unsere Brüder, welche aus dem Lande Israel zerstreuet sind, werden wiederkommen. 7. Und unser Land, das jetzt wüste ist, wird wieder allenthalben bewohnt werden. Und das' Haus Gottes, das da verbrannt ist, soll wieder gebauet werden ; und werden wieder hinkommen alle, die Gott fürchten. "Esr. 3 ,8. c. 6, 14 . 8. Und" auch die Heiden werden ihre Götzen verlassen, und werden gen Jerusalem kommen, und da wohnen. "ZeO. 9. Und alle Heiden und Könige werden sich in ihr freuen, und anbethen den Gott Israels. 10. So höret nun meine Söhne, euern Vater: Dienet dem Herrn in der Wahrheit, und haltet euch zu ihm rechtschaffen. 11. Thut , was er gebothen hat, und lehret solches eure Kinder, daß sie auch Almosen geben, 896 Sirach 1 . und Gottesfurcht. Ruhm der Weisheit daß sie Gott allezeit fürchten, und trauen von ganzem Herzen. 12. Und, lieben Kinder, höret mich und bleibet nicht hierzu Ninive; sondern, wenn ihr "eure Mutter auch begraben habt neben mich in meinem Grabe, alsdann t macht euch auf, daß ihr von hinnen ziehet. * «. 4,i-1 Mos. 48, 21 . 13. Denn ich sehe, daß die Sünde Ninive wird es mit ihr ein Ende machen. 14. Und alsbald nach seiner Mutter Tode zog Tobias von Ninive mit seinem Weibe, Kindern und Kindeskindern, und zog * in Meden zu seinem Schwäher, und seines Weibes Freunden; * vcrS 6. 1Z. Und fand sie frisch und gesund in einem guten ruhigen Alter, und er pflegte ihrer. Und als sie starben, drückte er ihnen auch ihre Augen zu, und krigte also das ganze Erbe und Güter Raguels; und lebte bis in das * fünf.; Geschlecht, und sah seine Kinder und Kindeskinder. * c. s, 11. 16. Und als er neun und neunzig Jahre alt war, welche er in Gottesfurcht fröhlich zugebracht hatte, begruben ihn seine Freunde. 1 7 . Und alles sein Geschlecht blieb in heiligem Wandel und Leben, also, daß sie angenehm waren vor Gott und den Leuten, und allen, die im Lande wohneten. Das Buch I Das 1. Capitel. Ruhm der Weisheit und Furcht Gottes. 1. Hille Weisheit'ist von Gott, dem Herrn, ^ und ist bey ihm ewiglich. *^.8,22,23. 2. Wer hat zuvor gedacht, wieviel' Sand im Meer, wie viele Tropfen im Regen, und wie Viele Tage der Welt werden sollten? * c. 18,8. 3. Wer hat zuvor gemessen, wie hoch der Himmel, wie breit die Erde, und wie tief das Meer seyn sollte? Wer hat Gott je gelehret, was er machen sollte? 4. Denn seine Weisheit ist vor allen Dingen, s. Das 'Wort Gottes, des Allerhöchsten, ist der Brunnen der Weisheit, und das ewige Gebots) ist ihre Quelle. 'Weish.7,25. 6. Wer ' könnte sonst wissen, wie man die Weisheit und Klugheit erlangen sollte? * Rom. 11/ 34. 7. Einer ist es, der Allerhöchste, der Schöpfer aller Dinge, allmächtig, ein gewaltiger König, und sehr erschrecklich, 8. Der auf seinem Thron sitzet, ein herrschender Gott; 9. Der hat sie durch seinen heiligen Geist verkündiget, der hat alles zuvor gedacht, gewußt und gemessen, 10. Und hat die Weisheit ausgeschüttet über alle seine Werke, und über alles Fleisch nach seiner Gnade; und' gibt sie denen, so ihn lieben. * WeiSh. 1/ 4. 11. Die Furcht des Herrn ist Ehre und Ruhm, Freude und eine schöne Krone. 12. Die Furcht des Herrn macht das Herz fröhlich , und gibt Freude und Wonne ewiglich. e s u s Sirach. 13. Wer den Herrn fürchtet, dem wird es wohl gehen in der letzten Noth, und wird endlich den Segen behalten. 14 . Gott lieben, das ist die allerschönste Weisheit, 15. Und wer sie erstehet, der liebt sie, denn er stehet, welche große Wunder sie thut. 16. Die'Furcht desHerrnist der Weisheit Anfang, und ist im Herzensgrund allein bey den Gläubigen, und wohnet allein bey den auserwählten Weibern, und man findet sie allein bey den Gerechten und Gläubigen. *Ps. 111,10. 17. Die Furcht des Herrn ist der rechte Gottesdienst, 18. Der behüthet und macht das Herz fromm, und gibt Freude und Wonne. 19. Wer den Herrn fürchtet, dem wird es wohl gehen, und wenn er Trofts bedarf, wird er gesegnet seyn. 20. 'Gott fürchten ist die Weisheit, die reich macht, und bringet alles Gute mit sich. * c. 4i/ 27 . 21. Sie erfüllet das ganze Haus mit ihren Gaben, und alle Gemächer mit ihrem Schatz. 22. Die Furcht des Herrn ist eine Krone der Weisheit, 23. Und gibt reichen Frieden und Heil. 24 . Diese Weisheit macht recht kluge Leute; und wer an ihr fest hält, dem hilft sie aus mit Ehren. 25. Den Herrn fürchten ist die ' Wurzel der Weisheit; und ihre Zweige grünen ewiglich. , * WciSH. 3, iS. 26. Die Geduld im Leiden. Sir ach 4. 2. 3. Gehorsam der Kinder. 897 26. Die Furcht des Herrn * wehret der Sünde, ' 1 Mos, 39/ S. 27. Denn wer ohne Furcht fährt, der gefällt Gott nicht; und feine Frechheit wird ihn stürzen. 28. Aber ein Demürhiger erharret der Zeit, die ihn trösten wird. 2y. Denn wiewohl seine Sache eine Zeitlang unterdrückt wird; 30. So werden doch die Frommen feine Weisheit rühmen. 3 1. Dem Gottlosen ist Gottes Wort ein Gräuel, denn es ist ein Schatz der Weisheit, der ihm verborgen ist. 32. Mein Sohn, willst du weise werden, so lerne die Gebothe; so wird dir Gott die Weisheit geben. 33. Denn die * Furcht des Herrn ist die rechte Weisheit und Zucht; und der Glaube und Geduld gefallen Gott wohl. * Spr. i§, 33. 34 . Siehe zu, ' daß deine Gottesfurcht nicht Heucheley sey, und diene ihm nicht mit falschem Herzen. * c. is, -z. 35. Suche nicht Ruhm bey den Leuten durch Heucheley, und siehe zu, was du redest, glaubest oder vor hast. 36. Und wirf dich selbst nicht auf, daß du nicht fallest, und zu Schanden werdest, 37. Und der Herr deine Tücke offenbare, und stürze dich öffentlich vor den Leuten; 38. Darum, daß du nicht in rechter Furcht Gott gedienet hast, und dein Herz falsch gewesen ist. Das 2. Capitel. Vermahnung zur Geduld in Trübsal. 1. Mein Kind, "willst du Gottes Die- ner seyn, so schicke dich zur Anfechtung. "Spr. 3,11, Tob. 12/13. 2. Halte fest, und leide dich, und wanke nicht, wenn man dich davon locket. 3. Halte dich an Gott, und weiche nicht, auf daß du immer stärker werdest. 4. Alles, was dir widerfährt, das leide, und sey geduldig in allerley Trübsal. 5. Denn " gleichwie das Gold durchs Feuer, also werden die, so Gott gefallen, durchs Feuer der Trübsal bewähret. * Spr. 17 , 3 . Weiöh. 3 , 6 . 2 Tim. 3 , 12. 1 Pei. 1 / 7 . «. 4 / 12. 6 . Vertraue Gott, so wird er dir anshelfen; richte" deine Wege, und hoffe auf ihn. * Ps. 37/ 3. 7 . Die, so ihr Len Herrn fürchtet, vertrauet ihm, denn es wird euch nicht fehlen. 8 . Die, so ihr den Herrn fürchtet, hoffet das Beste von ihm, so wird euch Gnade und Trost allezeit widerfahren. 9 . Die, so ihr den Herrn fürchtet, harret seiner Gnade, und weichet nicht, auf daß ihr nicht zu Grunde gehet. 10. Sehet an die Stempel der Alten, und merket sie. i i. Wer ist jemahls zu Schanden geworden, der auf Ihn gehoffet hat? 12. Wer ist jemahls " verlassen, der in der Furcht Gottes geblieben ist? Oder wer ist jemahls von ihm verschmähet, der ihn angerufen hat? " Ps. 37/ 23. 13 . Denn der Herr ist " gnädig und barmherzig, und vergibt Sünde, und hilft in der Noth. * 2 Nos 34/ 6. 7. 4 Mos. 14/ 18 . 14 . Wehe denen, so an Gott verzagen, und nicht fest halten, und dem Gottlosen, der hin und wieder wanket. 15 . Wehe " den Verzagten, denn sie glauben nicht, darum werden sie auch nicht beschirmet. * Off. 21, 8. 16. Wehe denen, so nicht beharren. 17. Wie ' will es ihnen gehen, wenn sie der Herr heimsuchen wird? ' * Per. 4 ,18. 18. Die den Herrn fürchten, glauben seinem Wort; und die "ihn lieb haben, halten seine Gebothe. ' Joh. 14,21.23. i M. s, 3 . 19. Die den Herrn fürchten, thun, was ihm wohl gefallt. 20 . Und die ihn lieb haben, halten das Gesetz recht. 21. Die den Herrn fürchten, schicken ihr Herz, und demüthigen sich vor ihm, und sprechen: 22. Wir" wollen lieber in die Hände des Herrn fallen, weder in die Hände der Menschen; * 2 Sam. 24, 14. 23. Denn seine" Barmherzigkeit ist ja so groß, als er selbst. * Ps. 119, i§6. Das 3. Capitel. Vom Gehorsam der Kinder gegen die Eltern, und wahrer Dcmuth. 1.Hieben Kinder, gehorchet mir, euerm Vater, ^ 2. Und " lebet also, auf daß es euch wohl gehe. *3Mos. 16 . 3. Denn der Herr " will den Vater von den Kindern geehret haben, und was eine Mutter den Kindern heißt, will er gehalten haben. * 2 Mos. 20 / 12 . 4 . Wer seinen Vater ehret, deß Sünde wird Gott nicht strafen; 898 Eutthäiigkeit gegen elende Sirach 3 . 4 . und arme Leute. 5. Und wer seine Mutter ehret, * der sammelt einen guten Schatz. * v. i-. is. 6 . Wer seinen Vater ehret, der wird auch Freude an seinen Kindern haben, und wenn er bethet, so wird er erhöret. 7 . Wer seinen Vater "ehret, der wird desto länger leben, und wer um des Herrn willen gehorsam ist, an dem hat die Mutter einen Trost. * 2 Mos. 20 / 12 . 8 . Wer den Herrn fürchtet, der ehret auch den Vater, und dienet seinen Eltern, und hält sie für seine Herren. s. Ehre * Vater und Mutter mit der That, mit Worten und Geduld, * 3 Mos. is, 3. 10. Auf daß ihr Segen über dich komme, ji. Denn des Vaters Segen bauet den Kindern Häuser, aber der Mutter Fluch reisset sie nieder. 12. Spotte * deines Vaters Gebrechen nicht, denn es ist dir keine Ehre. *iMos.s/2§. 13. Denn den Vater ehren, ist deine eigene Ehre; und deine Mutter verachten, ist deine eigene Schande. 14 . Liebes Kind, " pflege deines Vaters im Alter, und betrübe ihn ja nicht, so lange er lebet; * 1 Tim. 3 / 15 . Und halte ihm zu gut, ob er kindisch würde; und verachte ihn ja nicht, darum, daß du geschickter bist. 16. Denn der Wohlthat, dem Vater erzeiget, wird nimmermehr vergessen werden, und wird dir Gutes geschehen, ob du auch wohl ein Sünder bist. 17. Und deiner wird gedacht werden in der Noth, und deine Sünden werden vergehen, wie das Eis von der Sonne. 18. Wer * seinen Vater verläßt, der wird geschändet; und wer seine Mutter betrübt, der ist verflucht vom Herrn. *Spr. 19,26. 19. Liebes Kind, * bleibe gerne im niedrigen Stande; das ist besser, denn alles, da die Welt nach trachtet. 'Rom. 12,16. 20. Je höher du bist, je mehr dich de- müthige; so wird dir der Herr hold seyn. 21. Denn der Herr ist der Allerhöchste, und ihut * doch große Dinge durch die Demüthigen. ' c. io, 17. 22. Stehe nicht nach höherm Stande, und denke nicht über dein Vermögen, 23. Sondern was Gott dir befohlen hat, deß nimm dich stets an. Denn es frommet dir nichts, daß du * gaffest nach dem, das dir nicht befohlen ist. *«. 9 / 7. 24 . Und was deinesAmts nicht ist, da laß deinen Vorwitz. 25. Denn dir ist vor mehr befohlen, weder du kannst ausrichten. 26. Solcher Dünkel hat viele betrogen; und ihre Vermessenheit hat sie gestürzt. 27. Denn wer sich gern in Gefahr gibt, der verdirbt darinnen. 28. Und einem vermessenen Menschen gehet es endlich übel aus. 29. Ein vermessener Mensch macht ihm selbst viel Unglücks, und richtet einen Jammer nach dem andern an. 30. Denn * Hochmuth thut nimmer gut, und kann nichts, denn Arges, daraus erwachsen. ' c. io, 1 L. Tob. 4/ 14. (Anfang des 4. Capilcls.) 31 .Ein vernünftiger Mensch lernet Gottes Wort gerne ; 32. Und wer die Weisheit lieb hat, der höret gerne zu. 33. Wie das Wasser ^ein brennendes Feuer löscht: " also tilget das Almosen die Sünde. * Tob. 4/ 11. 34 . Und der oberste" Vergelter wird es Hernachmahls gedenken, und wird ihn im Unfall erhalten. - Matlh. 6/ 3. 4. Das 4 . Capitel. Don Gutthötigkeit gegen die Armen und Dürftigen. 1. Kiebes Kind, "laß den Armen nickt Noth lei- ^ den, und sey nicht hart gegen den Dürftigen. * c. 14 / 13 . 14 . 2. Verachte den Hungrigen nicht, und betrübe den Dürftigen nicht in seiner Armuth. 3 . Einem ' betrübten Herzen mache nicht mehr Leides, und verziehe die Gabe dem Dürftigen nicht. '* c. 7 / 12. 4 . Die Bitte des Elenden schlüge nicht ab, und * wende dein Angesicht nicht von dem Armen. * Tob. 4, 7. s. Wende deine Augen nicht von dem Dürftigen, auf daß er nicht über dich klage. 6 . Denn * der ihn gemacht hat, erhöret sein Gebeth, wenn er mit traurigem Herzen über dich kraget. " S?r. 22,2. 7. Sey nickt zänkisch vor Gericht, und halte den Richter in Ehren. 8 . Höre den Armen gerne, und antworte ihm freundlich und sanft. Zucht der Weisheit. Sir ach 4. 5. Warnung vor Sicherheit. 899 9. Errette den, dem Gewalt geschiehet, von dem, der ihm Unrecht thut; und sey unerschrocken, wenn du urtheilen sollst. 10. Halle dich gegen die' Waisen, wie ein Vater, und gegen ihre Mutter, wie ein Hausherr. * Hiob LS, 16. c. 31, 18. 11. So wirst du seyn wie ein Sohn des Allerhöchsten , und er wird dich lieber haben, denn dich deine Mutter hat. 12. Die Weisheit erhöhet ihre Kinder, und nimmt die auf, die sie suchen. 13. Wer sie lieb hat', der hat das Leben lieb; und wer sie fleißig sucht, wird große Freude haben. i^. Wer fest an ihr hält, der wird große Ehre erlangen, und was er vornimmt, da wird der Herr Glück zu geben. 15. Wer Gottes Wort ehret, der thut den rechten Gottesdienst, und wer es lieb hat, den hat der Herr auch lieb. 16. Wer der Weisheit gehorchet, der kann andere Leute lehren, und wer sich zu ihr halt, der wird sicher wohnen. 17. Wer ohne Falsch ist, der wird sie erlangen, und feine Nachkommen werden gedeihen. 18. Und ob sie zum ersten sich anders gegen ihn stellet, 19. Und macht ihm angst und bange, und prüfet ihn mit ihrer Ruthe, und versuchet ihn mit ihrer Züchtigung, bis sie befindet, daß er ohne Falsch sey: 20. So wird sie dann wieder zu ihm kommen auf dem rechten Wege, und ihn erfreuen, 21. Und ' wird ihm offenbaren ihr Gehemmtst. * Ps. 31, 8. 22. Wo er aber falsch befunden wird ; so wird sie ihn verlassen, daß er verderben muß. 23. Liebes Kind, brauche der Zeit, und Huche dich vor Unrechter Sache , 2^. Und schäme dich nicht, für deine Seele das Recht zu bekennen. 25. Denn "man kann sich so schämen, daß man Sünde daran thut; und kann sich auch also schämen, daß man Gnade und Ehre davon hat. * c. 4i, 19. Marc. 8, 38. Luc. S, 26 , 26. Laß dich keine Person bewegen, dir zum Schaden, noch erschrecken, dir zum Verderben; 27. Sondern bekenne das Recht frey, 2 8. Wenn man den Leuten helfen soll. 29. Denn durch Bekenntuiß wird die Wahrheit und das Recht offenbar. 30. Rede nicht wider die Wahrheit; sondern laß den Hohn über dich gehen, wo du in der Sache gefehlet hast. 31. Schäme dich nicht zu bekennen, wo du gefehlet hast, und strebe nicht wider den Strom. 32. Diene einem Narren in seiner Sache nicht, und siehe seine Gewalt nicht an. 33. Sondern * vertheidige die Wahrheit bis in den Tod; so wird Gott, der Herr, für dich streiten. * Ps. 119,139. 3^. Sey nicht wie die, so sich mit hohen Worten erbiethen, und thun doch gar nichts dazu. 35. Sey nichtein Löwe in deinem Hause, und nicht ein Wütherich gegen dein Gesinde. 36. Deine Haud soll nicht aufgethan seyn immer zu nehmen, und zugeschloffen nimmer zu geben. Da§5. Capitel. Vom rechten Gebrauch zeitlicher Guter und der Zunge. 1. A? erlaß * dich nicht auf deinen Reichthum , ^ und denke nicht: -k Ich habe genug für mich. ' Luc. 12 , 17. -s Srr. 11, 26. 2. Folge deinem Muthwillen nicht, ob du es gleich vermagst, und thue nicht, was dich gelüstet , 3. Und denke nicht, wer will mirs wehren? Denn der Herr, der oberste Rächer, wird es rächen. Denke nicht: Ich habe wohl mehr gesündi- get, und ist mir nichts Böses widerfahren; denn der Herr ist wohl geduldig, aber er wird dich nicht ungestraft lassen. 5. Und sey nicht so sicher, ob deine Sünde noch nicht gestraft ist, daß du darum für und für sündigen wolltest. 6. Denke auch nicht: Gott ist sehr barmherzig, er wird mich nicht strafen, ich sündige, wie viel ich will. 7. Er kann * bald also zornig werden, als gnädig er ist, und sein Zorn über die Gottlosen hat kein Aufhören. »s Mos. 32,22. 8. Darum * verziehe nicht, dich zum Herrn zu bekehren, und schiebe es nicht von einem Tage auf den andern. * c. 18 , 22 . 9. Denn sein Zorn kommt plötzlich, und wird es rächen, und dich verderben. 10. Auf Unrechtes Gut verlaß dich nicht; denn * es hilft dir nichts, wenn die Anfechtungen kommen werden. 'Ez. 7, is. 11. Laß dich nicht einen jeglichen Wind sichren, und folge nicht einem jeglichen Wege, wie die unbeständigen Herzen thun; Xxrrr 2 900 Falsche und gute Freunde. 12. Sondern sey beständig in deinem Wort, und bleibe bey einerlei) Rede. 13 . Sey bereit zu hören, und antworte was recht ist, und übereile dich nicht. i^. Verstehest du die Sache, so unterrichte deinen Nächsten; wo nicht, so halte dem Maul zu. iL. Denn Reden bringet Ehre, und Reden bringet auch Schande, und' den Menschen fallet seine eigene Zunge. * Spr. 12,13. 16. Sey nicht ein Ohrenbläser, und beleumde * nicht mit deiner Zunge. ' Ps. i§, 3 . 17 . Ein Dieb ist ein schändliches Ding, aber ein Verleumder ist viel schändlicher. 18. Achte nichts gering, es sey klein oder groß. Das 6. Capitel. Dom Tadeln, wahrer Freundschaft Eigenschaften, und Lohn der Liebhaber himmiischcr Weisheit. 1. Aaß dich nicht bewegen, daß du deinem Freunde gram werdest; denn solcher Verleumder wird endlich zu Schanden. (Anfang deS 6. Capitcls.) 2. Aaß dich nicht zu klug dünken, Jedermann zu tadeln, 3. Daß deine Blätter nicht verwelken; und deine Früchte verderben, und auch dermahleins werdest, wie ein dürrer Baum. Denn ein solcher giftiger Mensch schadet ihm selber, und wird seinen Feinden ein Spott. s. Wiederum, wer alles zum Besten anslegt, der macht ihm viel Freunde; und wer das Beste zur Sache redet, von dem redet man wiederum das Beste. 6 . Halte es mit Jedermann freundlich; vertraue aber unter Tausenden kaum Einem. 7 . Vertraue keinem Freunde, du habest ihn denn erkannt in der Noth. 8 . Denn cs sind viele * Freunde, weil sie cs genießen können; aber in der Noth halten sie nicht. ' c. 37, 4. 9. Und ist mancher Freund, der wird bald Feind; und wüßte er einen Mord auf dich, er sagte es nach. 10. Es sind auch etliche Tischfteunde, und halten nicht in der Noth. i i. Weil dirs wohl gehet, so ist er dein Gesell , und lebt in deinem Hause, als wäre er auch Hausherr. 12. Gehet dirs aber übel, so stehet er wider dich, und läßt sich nirgend finden. Weg zur Weisheit. 13 . Thue dich von deinen Feinden, und hüthe dich gleichwohl auch vor Freunden. 12,. Ein treuer" Freund ist ein starker Schutz; wer den hat, der hat einen großen Schatz. * vcrS 16. 15 . Ein treuer Freund ist mit keinem Geld noch Gut zu bezahlen. 1 6 . Ein treuer ' Freund ist ein Trost des Lebens ; wer Gott fürchtet, der kriegt solchen Freund. * c. 23, 12. c. 27, 20. 17 . Denn wer Gott fürchtet, dem wird es ge, lingen mit Freunden; und wie er ist, also wird sein Freund auch seyn. 18. Liebes Kind, laß dich die Weisheit ziehen von Jugend auf, so wird ein weiser Mann aus dir. i s. Stelle dich zu ihr wie einer, der da ackert und säet, und erwarte ihre gute Früchte. 20. Du mußt eine kleine Zeit um ihretwillen Mühe und Arbeit haben; aber gar bald wirft du ihrer Früchte genießen. 21. Bitter ist sie den ungebrochnen Menschen; und ein Ruchloser bleibt nicht an ihr. 22. Denn sie ist ihm ein harter Prüfestein, und er wirft sie bald von sich. 23 . Sie rühmen wohl viel von der Weisheit, aber wissen wenig darum. 2^. Liebes Kind, gehorche meiner Lehre, und verachte nicht meinen Rath. 26. Ergib deine Füße in ihre Fesseln, und deinen Hals in ihre Halsetsen. 26. Bücke deine Schultern und trage sie, und sperre dich wider ihre Bande nicht. 27. Halte dich zu ihr von ganzem Herzen, und bleibe mit allen Kräften auf ihrem Wege. 28. Forsche ihr nach , und * suche sie, so wirst du sie finden; und wenn du sie kriegst, so laß sie nicht von dir. * c. 4,12.13. 29. Denn endlich wirst du Trost an ihr haben, und wird dir dein Leid in Freude ackehret werden, 30 . Und ihre Fesseln werden dir ein starker Schirm, und ihre Halseisen ein herrliches Kleid werden. 31. Sie hat eine goldene Krone mit einer Puryurhaube. 32. Dasselbrge Kleid wirst du anziehen, und dieselbige * schöne Krone wirst du aufsetzen. * Spr. 1, 9. 33 . Liebes Kind, willst du folgen, so wirst du weife; und nimmst du es zu Herzen, so wirst du klug. 3^. Wirst du gerne gehorchen, so wirst du sie Sir ach 5. 6. Allgemeine Lehren S i r a c h 6. 7. und Hausregeln. 901 kriegen; und wirst du deine Ohren neigen / so wirst du weise werden. 35 . Sey ' gern bey den Alten, und wo ein weiser Mann ist , zu dem halte dich. Höre gern Gottes Wort, und merke die guten Sprüche der Weisheit. ' c. 9,2,. 36 . Wo du einen vernünftigen Mann stehest, zu dem komm mit Fleiß, und gehe stets aus und ein bey ihm. 37. Betrachte immerdar Gottes Gebothe, und gedenke stets an sein Wort, der wird dein Herz vollkommen machen, und dir geben Weisheit, wie du begehrest. Das 7. Capitel. Etliche allgemeine Lehren/ samt Hausregeln. 1. Achue nichts Böses, so widerfährt dir nichts ^ Böses. 2. Halte dich vom Unrecht, so trifft dich nicht Unglück. 3. Säe * nicht auf den Acker der Ungerechtigkeit , so wirst du ste nicht ernten siebenfältig. * Spr. 22 , 8. Jcr. 4/ 3. Dringe ' dich nicht in Aemter vor Gott, und ringe nicht nach Gewalt beym Könige. * c. 3/ 22. 5 . Laß* dich nicht dünken vor Gott, du seyst tüchtig genug dazu, und laß dich nicht dünken beym Könige, du seyst weise genug dazu. * i Cor. 8/ 2 . 6 . Laß dich nicht verlangen * Richter zu seyn, denn durch dein Vermögen wirst du nicht alles Unrecht zurecht bringen. Du möchtest dich entsetzen vor einem Gewaltigen, und das Recht mit Schanden fallen lassen. ' Luc. 12/n. 7 . Richte nicht Aufruhr an in der Stadt, und hänge dich nicht an den Pöbel, 8. Auf daß du nicht tragen müssest zweyfältige Schuld; denn es wird keine ungestraft bleiben. 9. Denke auch nicht: Gott wird dafür mein großes Opfer ansehen , und wenn ich dafür dem allerhöchsten Gott opfere, so wird er es annehmen. 10. Wenn du * bethest, so zweifle nicht, * Jac. 1/ 6. 11. Und sey nicht laß, Almosen zu geben. 12. Spotte des * Betrübten nicht; denn es ist i-Einer, der kann beydeS erniedrigen und erhöhen. * c. 4/ 3. -h Luc. 1/ 32. 13. Stifte nicht Lügen wider deinen Bruder, noch wider deinen Freund. 12,. Gewöhne dich nicht an die Lügen; denn das ist eine schädliche Gewohnheit. 15. Sey nicht waschhaftig bey den Alten, und * wenn du betheft, so mache nicht viele Worte. * Matth. 6 / 7. 16. Ob dirs sauer wird mit deiner Nahrung und Ackerwerk, das laß dich nicht verdrießen, denn * Gott hat es so geschaffen. *iMos. 3 ,17. 17. Verlaß dich nicht darauf, daß der Haufe groß ist, mit denen du übel thust, 18. Sondern gedenke, daß dir die Strafe nicht ferne ist. 19. Darum demüthige dich von Herzen; denn * Feuer und Würmer ist Rache über die Gottlosen. * Esaj. 66/ 24. 20. Uebergib deinen Freund um keines Guts willen, noch deinen treuen Bruder um des besten Goldes willen. 21. Scheide dich nicht von einer vernünftigen und frommen Frau; denn sie ist * edler, weder kein Gold. * Si>r. 31/10. 22. Einen * treuen Knecht und fleißigen Arbeiter halte nicht übel. ' -. 33/ 31. 23. Einen frommen Knecht habe lieb, und hindere ihn nicht, wo er frey werden kann. 2^. Hast du Vieh, so warte sein, und trägt dirs Nutzen, so behalte es. 26. Hast du Kinder, so ziehe sie, und beuge ihren Hals von Jugend auf. 26. Hast du Töchter, so bewahre ihren Leib, und verwöhne sie nicht. 27. Berathe deine Tochter, so hast du ein großes Werk gethan, und gib sie einem vernünftigen Manne. 28. Hast du ein Weib, das dir lieb ist, so laß dich nicht von ihr wenden, sie zu verstoßen, und vertraue der Feindseligen nicht. 29. Ehre * deinen Vater von ganzem Herzen; und vergiß nicht, wie sauer du deiner Mutter geworden bist , * c. 3, s. Tob. 4/ 3. 30. Und denke, daß du von ihnen geboren bist; und was kannst du ihnen dafür thun, das sie an dir gethan haben? 31. Fürchte den Herrn von ganzem Herzen, und halte seine Priester in allen Ehren. Liebe den, der dich gemacht hat, von allen Kräften, und seine Diener verlaß nicht. 32. Summa: Fürchte den Herrn, und ehre den Priester; 33. Und gib ihnen ihr Lheil, wie*dir gebothen ist , "3 Mos. 2 / 3. 3 Mos. 12 / 19 . 3ä. Von Len Erstlingen und Schuldopfern, 35. Und Hebopfern, und was mehr geheiiiget wird zum Opfer, und allerley heilige Erstlinge. 902 Friedfertigkeit. S i r a c 1) 7. 8. 9. Vorsichtigkeit im Umgang. 36 . Reiche* dem Armen deine Hand, auf daß du reichlich gesegnet werdest, * c. n, ie. 37 . Und deine Wohlthat dich angenehm mache vor allen lebendigen Menschen ; ja ' beweise auch an den Todten deine Wohlthat. *2 Sam. 2,5. 38 . Laß die* Weinenden nicht ohne Trost, sondern traure mit den Traurigen. * Rom. 12, i§. 39. Beschwere dich nicht, * die Kranken zu besuchen, denn um deßwillen wirst du geliebet werden. "Matth. 25 , 36 . 40 . Was du thust, so * bedenke das Ende, so wirst du nimmermehr Uebels thun. ' 5 Mos. 32, 29. Das 8. Capites. Vermahnung zu Frieden und Einigkeit. 1. Aanke nicht mit einem Gewaltigen, daß du ^ jhm nicht in die Hände fallest. 2. Zanke nicht mit einem Reichen, daß er dich nicht überwiege. 3. Denn Viele lassen sich mit Geld bestechen, und es beweget auch wohl der Könige Herz. 4 . Zanke nicht mit einem Schwätzer, daß du nicht Holz zutragcst zu seinem Feuer. 5. Scherze nicht mit einem groben Menschen, daß er dein Geschlecht nicht schmähe. 6 . Rücke * dem nicht auf seine Sünde, der sich bessert, und gedenke, daß wir alle noch Schuld auf uns haben. * 2 Cor. 2, 6. Gal. 6 , 1. 7. Verachte das Mer nicht; denn wir gedenken auch alt zu werden. 8 . Freue ' dich nicht, daß dein Feind stirbt; gedenke, daß wir alle sterben müssen. " Hiob 3l, 29 . Spr. 24, 17. Micha 7, 8. y. Verachte nicht, was * die Weisen reden, sondern richte dich nach ihren Sprüchen. * k. 6/ 3 l - 36. 10. Denn von ihnen kannst du etwas lernen, und wie du dich halten sollst gegen große Leute. 11. Laß dich nicht klüger dünken, denn die Alten , denn sie haben es auch von ihren Vätern gelernet. 12. Denn von ihnen kannst du lernen, wie du sollst antworten, wo es Noth ist. 13. Blase dem Gottlosen nicht sein Feuer auf, daß du nicht auch mit verbrennest. 14. Lege dich nicht an einen Lästerer, daß er dir deine Worte nicht verkehre. 15. * Leihe nicht einem Gewaltigem, denn du bist; leihest du aber, so achte es als verloren. ' c. 29/ 9. 16. Werde * nicht Bürge über dein Vermögen; thust du es aber, so denke und bezahle. * Spr. 6, t. c. II, 15. 17. Rechte nicht mit dem Richter, denn man spricht das Urtheil, wie er will. 18. Wandere * nicht mit einem Tollkühnen, daß er dich nicht in Unglück bringe, denn er richtet an, was er will; so mußt dn denn um seiner Thorheit willen Schaden leiden. * i Mos. 4, s. 19. Hadere nicht mit * einem Zornigen, und gehe nicht allein mit ihm über Feld, denn er achtet Blutvergießen wie nichts; wenn du dann keine Hülfe hast, so erwürget er dich. * Spr. 22 , 24. 20. Mit Narren halte keinen Rath, denn es gehet ihnen nicht zu Herzen. 21. Vor einem Fremden thue nichts, das dich hehl hat; denn du weißt nicht, was daraus kommen möchte. 22. Offenbare dein Herz nicht Jedermann, er möchte dir übel danken. Das 9. Capitel. Man soll vorsichtig mit Wcibcm und Freunden handeln. 1 .Eifere * nicht über dein frommes Weib; denn ^ solches harte Aufsehen bringt nichts Gutes. * 4 Mos. 5, 14. 2. Laß deinem Weibe nicht Gewalt über dich, daß sie nicht dein Herr werde. 3. Fliehe die Buhlerin«, daß du nicht in ihre Stricke fallest. 4. Gewöhne * dich nicht zur Sängerinn, daß sie dich nicht fange mit ihrem Reizen. * Spr. s, 3. 20. s. Siehe * nicht nach den Mägden, daß du nicht entzündet werdest gegen sie. * 1 Mos. 34, 1 . 2 . Hiob 31, 1 . Matth. 5, 28 . 6. Hänge dich nicht an die Huren, daß du nicht um das Deine kommest. 7. Gaffe nicht in der Stadt hin und wieder, und laufe nicht durch alle Winkel. 8. Wende dein Angesicht von schönen Frauen, und siehe nicht nach der Gestalt anderer Weiber. 9. Denn* schöne Weiber haben Manchen bethöret; * 2 Sam. 11 , 2 . Judith 12 , 18 . 10. Und böse Lust entbrennet davon, wie ein Feuer. 11. Sitze nicht bey eines andern Weibe, 12. Und herze dich nicht mit ihr, 13. Und prasse nicht mit ihr, daß dein Herz nicht an sie gerathe, und deine Sinne nicht bethöret werden. 14. Uebergib einen alten Freund nicht, denn -D; Ml! «Ml , W HS Obrigkeit. Sirach 9 . 10 . Warnung vor Hoffart. M dein Müthlein nicht, wenn du strafen sollst. du weißt nicht, ob du so viel am neuen kriegest. 15. Ein neuer Freund ist ein neuer Wein; laß ihn alt werden, so wird er dir wohl schmecken. 16. Laß dich auch * nicht bewegen den Gottlosen in seinen gkoßen Ehren; denn du weißt nicht, wie e 6 ein Ende nehmen wird. * Esch. 2 / 11 . 12 . 17. Laß dir nicht gefallen der Gottlosen Vornehmen ; denn sie werden nimmermehr fromm bis in die Hölle hinein. 18. Halte dich von denen, so Gewalt haben zu tödteu, so darfst du dich nicht besorgen, daß er dich tödte. iy. Mußt du aber um ihn seyn, so'vergreiff dich nicht, daß er dir nicht das Leben nehme, da du dichs am wenigsten verstehest; * Spr. - 3 ,2. 20. Und wisse, daß du unter den Stricken wandelst , und gehest auf eitel hohen Spitzen. 21. Erlerne mit allem Fleiß deinen Nächsten: und wo du Rath bedarfst, so * suche es bey weisen Leuten. * Tob. 4, is. 22. Und besprich dich mit den Verständigen, und richte * alle deine Sachen nach Gottes Wort. * Tob. 4 / 20. Gal. 6 / 16. 23 . * Geselle dich zu frommen Leuten, und sey fröhlich, doch mit Gottesfurcht. * c. 6 ,35. (Anfang des 10. Capitels.) 2L.Aas W^k lobt den Meister, und einen weisen Fürsten seine Händel. 25 . Es ist ein gefährliches Ding in einem Regiment um einen Schwätzer, und ein jäher Wäscher wird zu Schanden. Das 10. Capitel. Ruhm weiser Obrigkeit, tztem, von Meidung der Hoffarr. 1. sKin weiser Regent ist strenge, und wo eine ^ verständige Obrigkeit ist, * da gehet es ordentlich zu. ' * Spr. 28/12. 2. Wie * der Regent ist, so sind auch seine Amtleute; wie der Rath ist, so find auch die Bürger. *1 Kon. 12,14. 3 . Ein wüster König * verderbet Land und Leute. Wenn aber die Gewaltigen klug find, so gedeihet die Stadt. *2 Kon. 21,9. Das Regiment auf Erden stehet in Gottes Händen, derselbige gibt ihr zu Zeiten einen tüchtigen Regenten. 5. Es stehet in Gottes Händen, daß es einem Regenten gerathe, derselbige gibt ihm einen löblichen Kanzler. 6 . Räche' nicht genau alle Missethat, und kühle * 3 Mos. 19 , 17 . 18. 7 « Den * Hoffärtigen ist beydes Gott und die Welt feind, denn fie handeln vor allen beyden unrecht. * 1 Pet. 3 / 3 . Lac. 4 / 6 . 8 . Um * Gewalt, Unrecht und Geitzes willen kommt ein Königreich von Einem Volk auf das Andere. * Wc-sh. 6 /1. --DM.4,22. s. Was erhebet fich die arme * Erde und Asche ? * 1 Mos. 18 / 27 . 10. Ist er doch ein eitel schändlicher Koth, weil er noch lebet. 11. Und wenn der Arzt schon lange daran flicket, 12. So gehet es endlich doch also: Heute König, morgen todt. 13. Und wenn der Mensch todt ist, so fressen ihn die Schlangen und * Würmer. * Hiob 17,14. 1^. Da kommt alle Hoffart her, wenn ein Mensch von Gott abfällt, und sein Herz von seinem Schöpfer weicht. 15. Und Hoffart * treibt zu allen Sünden, und wer darinnen steckt, der richtet viel Gräuel an. ' 1 Mos. 3 , 5 . Tob. 4 / 14 . 16. Darum hat der Herr allezeit den Hoch- muth geschändet, und endlich gestürzt. 17. Gott * hat die hoffärtigen Fürsten vom Stuhl herunter geworfen, und Demüthige darauf gesetzt. * Luc. i, 3 i. 32. 18. Gott hat der stolzen Heiden Wurzel ausgerottet , und Demüthige an ihre Stätte ge- pflanzet. is. Gott hat der Heiden Land umgekehret, und zu Grunde verderbet. 20. Er hat sie verdorren lassen und verstärkt, und ihren Nahmen vertilget auf Erden. 21. Daß die Leute hoffärtig und grimmig sind, das ist von Gott nicht geschaffen. 22. Der Mensch ist nicht böse geschaffen ; 23. Sondern * welcher Gott fürchtet, der wird mit Ehren bestehen; welcher aber Gottes Ge- both Übertritt, der wird zu Schanden. * Dan. 3 , 16. 2^. Und die, so Gott fürchten, halten ihren Regenten in Ehren, darum behüthet er sie. 25. Es soll sich beydes der Reiche und Arme, der Große und Kleine, keines andern rühmen, * denn daß fie Gott fürchten. "8^.9,23.24. 26. Es taugt * gar nichts, daß man einen armen VerstÄdigen verschmähet, und einen reichen Gottlosen ehret. ' s«-- 2 / 6 . 27. Fürsten , Herren und Regenten sind in gro- 901 Lob der Klugheit. Sir ach 10. 11. Gottes Fürsorge. ßen Ehren ; aber so groß * sind sie nicht als der, so Gort fürchtet. * c. 2;, 14. 28. Einem weisen Knechte muß der Herr dienen ; und ein vernünftiger Herr murret nicht darum. 29. Stehe nicht auf deinem eigenen Kopf in deinem Amte, und mache dich nicht stolz, wenn man deiner bedarf. 30. Es ist besser, daß einer seines Thuns warte, dabey er gedeihet, denn sich viel vermesse, und dabey ein Bettler bleibe. 31. Mein Kind, in Widerwärtigkeit fey getrost, und trotze auf dein Amt. 32. Denn wer an seinem Amte verzaget, wer will dem helfen? Und wer will den bey Ehren erhalten, der sein Amt selbst unehret? 33. Der Arme wird geehret um seiner Klugheit willen, und der Reiche um seiner Güter willen. 34 . Ist aber die Klugheit löblich an einem Armen , wie vielmehr an einem Reichen? Und was einem Reichen übel anstchet, das stehet vielmehr dem Armen übel an. Das 11. Capitel. Wie zeitliche Nahrung zu erwerben und zu gebrauchen sey. 1. A>ie * Weisheit des Geringen bringet ihn ^ zu Ehren, und setzt ihn bey die Fürsten. * 1 Mos. 41/ 40. Ps. 78/ 70. Ps. 113/ 7. 8. Dan. 2/ 48. 2. Du sollst Niemand rühmen um seines großen Ansehens willen, noch Jemand verachten um seines geringen Ansehens willen. 3 . Denn die Biene ist ein kleines Vögelein, und gibt doch die allersüßeste Frucht. 4 . Erhebe * dich nicht deiner Kleider, und sey nicht stolz in deinen Ehren ; denn der Herr ist wunderbarlich in seinen Werken, und Niemand weiß, was er thun will. *Gesch. 12,21. 5. Viele' Tyrannen haben müssen herunter auf die Erde fitzen; und ist dem die Krone aufgesetzt, auf den man nicht gedacht hätte. 'Luc. 1,-2. 6 . Viele' große Herren find zu Boden gegangen, und gewaltige Könige find andern in die Hände gekommen. * EM. 7,10. imn. 15,2s. 7. Verdamme * Niemand, ehe du die Sache zuvor erkennest; erkenne es zuvor, und strafe es daNN. * 5 Mss. 17 / 6 . 8 . Du sollst nicht urtheilen, ehe du die Sache hörest, und laß die Leute zuvor ausreden. 9. Menge dich nicht in fremde Sache, und fitze nicht bey Unrechtem Urtheil. (Anfang dcS ii. CapitelS.) lo.Mein Kind, stecke dich nicht in manckerley Händel; denn wo du dir mancherley vornimmst, wüst du nicht viel daran gewinnen. Wmn du gleich fast darnach ringest, so erlangest du es doch nicht; und wenn du gleich hier und da stickest, so kommst du doch nicht heraus. 11. Mancher läßt es ihm sauer werden, und * eilet zum Neichthum, und hindert sich nur selber damit. * Pred. 9 / 11. 12. Dagegen thut Mancher gemach, der wohl Hülfe bedürfe, ist dazu schwach und arm; 13 . Den stehet Gott an mit Gnaden, und hilft ihm aus dem Elend, und bringet ihn zu Ehren, daß sich seiner Viele verwundern. i^. Es kommt alles * von Gott, Glück und Unglück, Leben und Tod, Armuth und Reichthum. * Hwb 1 / 21 . 1 5 . Den Frommen gibt Gott Güter, die bleiben; 16. Und was Er bescheret, das gedeihet immerdar. 17. Mancher karget und sparet, und wird dadurch reich, 18. Und denkt, er habe etwas vor sich gebracht, 19 . Und spricht: Nun * will ich gut Leben haben, essen und trinken von meinen Gütern; und er weiß nicht, daß sein Stündlein so nahe ist, und muß alles Andern lassen und sterben. * Luc. 12/ 19. Ps. 62/ ii. 20. Bleibe in Gottes Wort, und übe dich darinnen, und "beharre in deinem Beruf; und laß dich nicht irren, wie die Gottlosen nach Gut trachten. * Ps. 37/ 3. 21. Vertraue' du Gott, und bleibe in deinem Beruf: *-.2,6. 22. Denn es ist dem Herrn gar leicht, einen Armen reich zu machen. 23. Gott segnet den Frommen ihre Güter, und wenn die Zeit kommt, gedeihen sie bald. 24. Sprich nicht: Was hilft michs, und was habe ich dieweil? 25. Sprich nicht: Ich habe "genug, wie kann mirs fehlen ? * c. 1. 26. Wenn " dirs wohl gehet, so gedenke, daß dirs wieder übel gehen kann, und wenn dirs übel gehet, so gedenke, daß dirs wieder wohl gehen kann. * c. is, 25. 27. Denn * der Herr kann einem Jeglichen leichtlich vergelten im Tode, wie er es verdienet hat. " e. 17/ 19. Röm. 2/ 6. 28. Eine böse Stunde macht, daß man aller Freude Beherbergen. Sirach 42. 43. Arglistigkeit der Feinde. 905 Freude vergiffet; und wenn der Mensch stirbt, so wird er inne» wie er gelebt hat. 29 . Darum sollst du Niemand rühmen vor seinem Ende, denn was einer für ein Mann gewesen sey, das findet stch an seinen Nachkommen. (Anfang des 12. CapitelS.) ZO.Herberge nicht einen Jeglichen in deinem Hause, denn die Welt ist voll Untreue und List. 31. Ein falsches Herz ist wie ein Lockvogel auf dem Kloben, und * lauert, wie er dich fangen möge. * Ps. 10 , 8 . 9 . Luc. II,- 4 . 32. Denn was er Gutes stehet, deutet er aufs Aergfte; und das Allerbeste schändet er aufs höchste. 33. Aus einem Funken wird ein großes Feuer, nnd der Gottlose höret nicht auf, bis er Blut vergieße. 3^. Hüthe dich vor solchen Buben, sie haben nichts Gutes im Sinn, daß sie dir nicht eine ewige Schande anhängen. 35 . Nimmst du einen Fremden zu dir ein, so wird er dir Unruhe machen, und dich aus deinem Eigenthum vertreiven. Das 42. Capitel. Von Beherbergung der Fremdlinge und Mildthatigkcit gegen die Dürftigen. 1. grillst du Gutes thun, so flehe zu, wem du es thnst, so verdienest du Dank damit. 2 . Thue dem Frommen Gutes, so wird dirs reichlich vergolten , wo nicht von ihm, so geschiehst es gewißlich vom Herrn. 3 . Aber den bösen Buben, die nicht danken für die Wohlthat, Wieds nicht wohl gehen. Gib ' dem Gottesfürchtige«, und erbarme dich des Gottlosen nicht. * 2 Cor. 8 ,14. 5. Thue Gutes dem Elenden, und gib den Gottlosen nicht. Behalte dein Brot vor ihm, und gib ihm nichts, daß er dadurch nicht gestärket werde, und dich unterirete. 6. Du wirst noch einmahl so viel Bosheit durch ihn empfangen, als du ihm Gutes gethan Haft. Denn der Allerhöchste * ist den Gottlosen feind, und wird die Gottlosen strafen.' Ps. §, 6. 7. Wenn es einem wohl gehet, so kann man keinen Freund recht erkennen; wenn es aber übel gehet, so kann sich der Feind auch nicht bergen. 8. Denn wenn es einem wohl gehet, das verdrießt seinen Feind; wenn es aber übel gehet, so weichen auch die Freunde von ihm. 9 . Traue deinem Feinde nimmermehr. 10. Denn gleichwie das Eisen immer wieder rostet, also läßt er auch seine Lücke nicht. 11. Und ob er sich schon neiget und bücket: so halte doch an dich, und hüthe dich vor ihm. Und wenn du gleich an ihm polirest, wie an einem Spiegel; so bleibt er doch rostig. 12. Ziehe ihn nicht zu dir, daß er dich nicht wegstoße, und trete an deine Statt. Setze ihn nicht neben dich, daß er nicht nach deinem Stuhl trachte, und zuletzt an meine Worte denken müssest, und dich dann gereuen wird. 13. Gleich als wenn ein Schlangenbeschwörer gebissen wird, das jammert Niemand, so wenig als das, so einer mit wilden Thieren umgehet, und von ihnen zerrissen wird: also gehet es dem auch, der sich an die Gottlosen hänget, und sich in ihre Sünden menget. 1^. Er bleibt wohl eine Weile bey dir: aber wenn du strauchelst, so beharret er nicht. 15. Der * Feind gibt wohl gute Worte, und klagt dich sehr, und stellet sich freundlich, * Jer. 41 , 6 . 16. Kann auch * dazu weinen; aber im Herzen denkt er, wie er dich in die Grube fälle; und kriegt er Raum, so kann er deines Bluts nicht satt werden. * Nicht. 14,16. 17. Will dir Jemand Schaden thun, so ist er der erste, 18. Und stellet sich, als wollte er dir helfen, und fället dich meuchlerisch. 19. Seinen "Kopf wird er schütteln, und in die Faust lachen, deiner spotten, und das Maul aufwerfen. * -. 13,9. Das 43 . Capitel. Von Gemeinschaft: Der Armen und Rücken ungleichem Zustand r Gutem und bösem Gewissen. 1. ?Mer * Pech angreift, der besudelt sich damit; und wer sich gesellet zum Hoffärrigen, der lernet Hoffart. * 3 M-s. 7,2. 2. Geselle dich nicht zum Gewaltigen und Reichen, du ladest sonst eine schwere Last auf dich. 3. Was soll dir der irdene Topf bey dem ehernen Topf? Denn wo sie an einander stoßen, so zerbricht er. Der Reiche thut unrecht» und ' trotzt noch dazu; aber der Arme muß leiden, und dazu danken. * Ps- 73, 8. S. 5. So lange du ihm nütze bist, braucht er deiner; aber wenn du nicht mehr kannst, so läßt er dich fahren. 6 . Weit du hast, so zehret er mit dir, und bekümmert ihn nichts, daß du verdirbest. AvYYY 906 Sich zu seines Sir ach 13. 14. gleichen halten. 7. Wenn er deiner bedarf/ kann er dich fein äffen, und lächelt dich an, verheisset dir viel, und gibt dir die besten Worte, und spricht: Bedarfst du etwas? 8. Und ladet dich ein-oder drevmahl zu Gaste betrüglich, bis er dich um das Deine bringe, und spotte deiner zuletzt. 9. Und wenn er gleich deine Noth stehet, läßt er dich doch fahren, und ' schüttelnden Kopf über dich. * c. 12,19. 10. Darum stehe zu, daß dich deine Einfalt nicht betrüge, 11. Und in Unglück bringe. 12. Wenn dicy ein Gewaltiger will zu sich ziehen, so wegere dich; so wird er dich desto mehr zu sich ziehen. 13. Dränge dich nicht selbst zu ihm, daß du nicht verstoßen werdest; fliehe es auch nicht zu sehr, daß man dich zur Noth brauchen könne. 1^. Wehre dich nicht, so er dir etwas befiehlt; aber verlaß dich nicht darauf, daß er dir sehr gemein ist; denn er versucht dich damit, und mit seinen freundlichen Geberden hohlt er dich aus. 15. Wenn er ungnädig wird, so bleibt es nicht bev sokden freundlichen Worten, 16. Und scherzet nicht mit Strafen und Ge- fängniß. 17. Darum hüthe dich, und stehe dich wohl vor. 18. Du lebst in großer Gefahr. 19. Ein * jegliches Thier hält stch zu seines gleichen: *e. 27,10. 20. So soll ein jeglicher Mensch sich gesellen zu seines gleichen. 21. Es ist eben, als wenn sich der Wolf zum Schaf gesellet, wenn ein Gottloser stch zum Frommen gesellet. 22. Wie Hyena mit dem Hunde stch gesellet; also auch der Reiche mit dem Armen. 23. Wie der Löwe das Wild frißt in der Heide; so fressen die Reichen die Armen. 2^. Wie dem Hoffärtigen unwerth ist, was geringe ist > also ist der Arme dem Reichen auch unwerrh. 25. Wenn der Reiche fallen will, so helfen ihm feine Freunde auf; wenn der Arme fällt, stoßen ihn auch-seine Freunde zu Boden. 26. Wenn ein Reicher nicht recht gethan hat, so sind Viele, die ihm überhelfen; wenn er stch mit Worten vergriffen hat, so muß man es lassen recht seyn. 27. Wenn aber ein Armer nicht recht gethan hat, so kann man es aufmntzen; und wenn er gleich weislich redet, so findet es doch keine Statt. 28. Wenn * der Reiche redet, so schweigt Jedermann , und sein Wort hebt man in den Himmel. * Ps. 73, s. 29. Wenn aber der Arme redet, so spricht man: 'Wer ist der? Und so er fehlet, so muß er herhalten. * Ps. 4,7. 30. Reichthum ist wohl gut, wenn man es ohne Sünde braucht; aber Armuth des Gottlosen lehret ihn viel Böses reden. 31. Was einer im Sinn hat, das stehet man ihm an den Augen an, es sey Gutes, oder Böses. 32. Hat er Gutes im Sinn, so steht er fröhlich auf; wer aber mit heimlichen Tücken umgehet, kann nicht Ruhe davor haben. Das 11. Capitel. Vom Mißbrauch und rechten Gebrauch zeitlicher Güter. i.IAohl dem, der nicht bösen Rath gibt, und davon nicht böses Gewissen hat. 2. Wohl dem, der kein böses Gewissen hat, und seine Zuverficht ihm nicht entfallen ist. , ' Hiob 27 , 6. (Anfang des 14 . Capitels.) Z.Einem * Lauser stehet nicht wohl an, daß er reich ist, und was soll Geld und Gut einem kargen Hunde? *c. 31,29. Wer viel sammelt, und ihm selber nichts Gutes thut, * der sammelt es Andern, und Andere werden es verprassen. ' Ps. 49/ n. 5. Wer ihm selber nichts Gutes thut, was sollte der andern Gutes thun? Er wird seines Guts nimmer froh: 6. Es ist kein " schändlicher Ding, denn daß einer ihm selbst nichts Gutes gönnet; und das ist die rechte Plage für seine Bosheit." Sor. n, 17. 7. Thut er etwas Gutes; so weiß er freylich nichts darum, und zuletzt wird er ungeduldig darüber. 8. Das ist ein böser Mensch, der nicht sehen mag, daß man den Leuten Gutes thut, sondern wendet sein Angeficht weg, und erbarmet stch Niemandes. 9. Ein "vortheilifcher Mensch läßt ihm nimmer genügen an seinem Theil, und kann vor Geitz nicht gedeihen. * S»r. 27,20. 10. Ein 'Neidischer stehet nicht gern essen, und thut ihm wehe, wenn er soll zu essen geben. * k. 31, 14. Spr. 23, 6. Geitz und Neid Sirach 1>1. 15. 16. Nutzen der Weisheit. 90? i i. Mein Kind, thue dir selbst Gutes von dem Deinen, und gib dem Herrn Opfer, die ihm gebühren. 12. Gedenke, daß der Tod nicht säumet; und du weißt ja wohl, was du für einen Bund mit dem Tode hast. 13. Thne Gutes dem Freunde vor deinem Ende, und * reiche dem Armen nach deinem Vermögen. * Tob. 7 . 1^. Vergiß "der Armen nicht, wenn du den fröhlichen Lag hast; so wird dir auch Freude wiederfahren, die du begehrest. * Luc. i 6 ,19. 15. Du mußt doch deinen ' säuern Schweiß Andern lassen, und deine Arbeit den Erben übergeben. *iM>s. 3,19. 16. Gib * gerne, so wirst du wieder empfangen, und heilige deine Seele. * Luc. e, 3». 17. Denn wenn du todt bist, so hast du aus gezehret. 18. Alles * Fleisch verschießt wie ein Kleid, denn es ist der alte Bund: Du mußt sterben! * Esaj. 40, 6. Ps. 102, 12. 19. Gleichwie die * grünen Blätter auf einem schönen Baum, etliche abfallen, etliche wieder wachsen; also gehet es mit den Leuten auch: Etliche sterben, Etliche werden geboren. * 1 Pet. 1, 24. 20. Alles vergängliche Ding muß ein * Ende nehmen. * 1 Loh. 2,17. 21. Und die damit umgehen, fahren auch mit dahin. (Anfang des 15 . Capitels.) 22'Wohl dem, * der stets mit Gottes Wort umgehet, und dasselbe ausleget und lehret, ' Pf. 1, 2. 23. Der es * von Herzen betrachtet, und gründlich verstehen lernet, und der Weisheit immer weiter nachforschet, und schleicht ihr nach, wo sie hingehet, * Spr. 2,2.3.4. 2>L. Und guckt zu ihrem Fenster hinein, und horcht an der Thür, 25. Sucht Herberge nahe bey ihrem Hause, und richtet an ihrer Wand seine Hütte auf, und ist ihm eine gute Herberge. 26. Cr bringt seine Kinder auch unter ihr Däch- lein, und bleibt unter ihrer Laube. 27. Darunter wird er vor der Hitze beschirmet, und ist ihm eine herrliche Wohnung. Das 15. Capitel. Von Nutzbarkeit der Weisheit, und Ursach der Sünden. (Ep. am Tage St. Johannis des Evangelisten.) i.^olches thut Niemand, denn der den Herrn ^ fürchtet, und wer sich an Gottes Wort hält, der findet sie. 2. Und fie wird ihm begegnen, wie eine Mutter, und wird ihn empfangen, wie eine junge Braut. 3. Sie wird ihn * speisen mit Brot des Verstandes, und wird ihn tränken mit Wasser der Weisheit. * J°h. 4,14. ^L. Dadurch wird er stark werden , daß er fest stehen kann, und wird sich an fie halten, daß er nicht zu Schanden wird. s. Sie wird ihn erhöhen über seinen Nächsten, und wird ihm seinen Mund aufthun in der Gemeine. 6 . Sie wird ihn krönen mit Freude und Wonne, und mit ewigen Nahmen begaben. 7. Aber die Narren finden fie nicht, und die Gottlosen können fie nicht ersehen. 8 . Denn fie ist ferne von den Hoffärtigen, und die Heuchler wissen nichts von ihr.) 9. Ein Gottloser kann nichts rechts lehren, denn es kommt nicht von Gott. 10. Denn zu rechter Lehre gehöret die Weisheit , so gibt Gott Gnade dazu. i>. Du darfst nicht sagen: Habe ich unrecht gelehret, so hat es Gott gethan. Denn was er hasset, das sollst du nicht thun. 12. Du darfst nicht sagen: Habe ich unrecht gelehret, so hat er mich betrogen. Denn er bedarf keines Gottlosen. 13. Denn der Herr hasset alle Abgötterey, und wer ihn fürchtet, der scheuet sich davor. 1^. Cr hat den Menschen von Anfang geschaffen , und ihm die Wahl gegeben. 15. Willst du, so halte die Gebothe, und thue, was ihm gefällt, in rechtem Vertrauen. 16. Er hat dir Feuer und Wasser vorgestellet; greiffe, zu welchem du willst. 17. Der * Mensch hat vor sich Leben und Tod; welches er will, das wird ihm gegeben werden. * 5 Mos. SO, 15 . 19 . Jer. 21, 8 . 18. Denn die Weisheit Gottes ist groß, und er ist mächtig, 19 . Und * fiehet Alles; * - 3 ,28. . Also hat er wohl * sechs hundert tausend weggerafft, darum, daß sie ungehorsam waren; wie sollte denn ein einiger Ungehorsamer ungestraft bleiben? ' 4 M°s. 14,29. e. 26, es. 12. Denn er ist " wohl barmherzig, aber er ist auch zornig. Er läßt sich versöhnen, und straft auch gräulich. So groß seine Barmherzigkeit ist, so groß ist auch feine Strafe, und t richtet einen Jeglichen, wie er es verdienet. * c. 3, 7. -s- k. 17, 19. 13. Der Gottlose wird mit seinem Unrecht nicht entgehen, und des Frommen Hoffnung wird nicht aussen bleiben. 1^. Alle Wvhlthat wird ihre Stätte finden; und einem * Jeglichen wird widerfahren, wie er es verdienet hat. * Rom. 2,6. is. Sprich nicht: * Der Herr siehet nach mir nicht, wer fragt im Himmel nach mir? * c. 23, 26. Ps. 94, 7. 16 . Unter so großem Haufen denkt er an mich nicht; was bin ich gegen so großer Welt? 17. Denn siehe, der "ganze Himmel allenthalben , das Meer und die Erde beben; * 2 Pet. 3, 7. 10. 18 . Berg und Thal zittern, wenn er heimsucht: Sollte er denn in dein Herz nicht sehen? 19. Aber was er thun will, das siehet Niemand, und das Wetter, so vorhanden ist, merkt kein Mensch. 20. Und er kann viel thun, deß sich Niemand verstehet. Und wer kann es aussagen, und ertragen , so er richtet? 21. Aber solches Drohen ist zu weit aus den Augen; 22. Und wenn es ein roher Mensch höret, * bleibt er doch bey seiner Thorheit, und bey seinem Jrrthum. * Ps. i», 4 . (Anfang des 17. CapitelS.) 23 .Mein Kind, gehorche mir, und lerne Weisheit , und merke auf meine Worte mit Ernst. 2^. Ich will dir eine gewisse Lehre geben, und dich klärlich unterrichten. 25. Gott hat * von Anfang seine Werke wohl geordnet , * i Mos. i, i. c. 2,4. 26. Und einem Jeglichen sein eigenes Werk gegeben, 27. Und erhält sie für und für in solcher Ordnung , daß sie ihr Amt immerdar ausrichten, 28. Und keins das andere hindere, sondern find immerdar seinem Befehl gehorsam. 29. Weiter hat er auch auf die Erde gesehen, und sie mit seinen Gütern erfüllet, 30. Und macht das Erdreich voll Thiere, welche wieder unter die Erde kommen. Das 17. Capitel. Erzählung der Wohlthaten Gottes, und Vermahnung zur Buße. 1. sUott hat" den Menschen geschaffen aus der ^ Erde, * 1 Mos. 1,27. c. 2,7. 2. Und machte ihn wieder zur ' Erde; ' 1 Mos. 3, 19. 3 . Und bestimmte ihnen die Zeit ihres Lebens, und schuf sie Devde, ein jegliches zu seiner Art, und * machte sie nach seinem Bilde. * WeiSh. 2, 23. Coloss. 3, iv. Jae. 3, 9. Er gab ihnen, daß alles Fleisch sie fürchten mußte, und sie herrschen sollten über Thiere und Vögel. s. Er gab ihnen Vernunft, Sprache, Augen, Ohren, und Verstand, und Erkenntniß; 6 . Und zeigte ihnen beydes Gutes und Böses. 7 . Und hat sie vor andern Thieren sonderlich angesehen, 8 . Ihnen zu zeigen seine große Majestät. 9. Er hat sie gelehret, und ein Gesetz des Lebens gegeben. 10. Er hat einen ewigen Bund mit ihnen gemacht , und seine Rechte geoffenbaret. Gottes Siracl) 17. 18. Barmherzigkeit. 909 i i. Sie haben mit ihren Augen seine Majestät gesehen, und mit ihren Ohren seine herrliche Stimme gehöret. 12. Und er sprach zu ihnen : *Hüthet euch vor allem Unrecht, und befahl einem Jeglichen seinen Nächsten. *i M°s. 2,17. i i. ' Ihr Wesen ist immer vor ihm, und nicht verborgen. * 23,29. 14. In allen Landen * hat er Herrschaften geordnet; "Mm. 13/1. is. Aber über Israel ist er selbst ' Herr geworden. * 1 Sam. 8/ 7. 16. Alle ihre Werke sind vor ihm so offenbar wie die Sonne, und seine Augen sehen ohne Unterlaß alles ihr Wesen. 17. Auch sind alle ihre Bosheiten ihm unverborgen, und alle ihre Sünden find vor ihm offenbar. 18. Er behält die Wohlthat des Menschen, wie einen Siegelring, und die guten Werke, wie einen Augapfel. 19. Und zuletzt wird er aufwachen, und einem * Jeglichen vergelten auf seinen Kopf, wie er es verdienet hat. * ME. 2-, 41. 20. Aber die sich bessern, läßt er zu Gnaden kommen, und * die da müde werden, tröstet er, daß sie nicht verzagen. * ME. 11,-23. 21. So bekehre dich nun zum Herrn, und laß dein sündliches Leben. 22. Bitte * den Herrn, und höre aufvomBösen. * c. 2l, 1. 23. Halte dich zudem Höchsten, und wende dich vom Unrecht, 24. Und hasse mit Ernst die * Abgötterei). * 1 Joh. 4/ 21. 26. Wer * will den Höchsten loben in der Hölle? * Ps. 6/ 6. 26. Denn * allein die Lebendigen können loben; die Todten, als die nicht mehr find, können nicht loben. * Es. 3«, 19. 27. Darum * lobe den Herrn, dieweil du lebest und gesund bist. * Ps- io4,33. (Anfang deS 18. CapitelS.) 28.^) wie ist die * Barmherzigkeit des Herrn so groß, und läßt sich gnädig finden denen, so sich zu ihm bekehren! "Ps. 103, 17. 29. Denn was kann doch ein Mensch seyn, sintemahl er nicht unsterblich ist ? 30. Was ist Heller, denn die Sonne? noch muß sie vergehen; und was * Fleijch rmd Blut dichtet, das ist ja böses Ding. * 1 Ms. s, 21. 31. Er stehet die unmäßige Höhe des Himmels; aber alle * Menschen find Erde und Staub. " c. io, 9. 1 Mos. is, 27. Das 18 . Capitel. Preis göttlicher Barmherzigkeit, und wie man derselben beständig genießen könne. 1. ^>er da aber ewig lebt, alles, * was der ^ macht, das ist vollkommen. *i Ms. i, 31. 2. Der Herr * ist allein gerecht, Niemand kann seine Werke aussprechen. Wer kann seine große Wunder begreiffen? * Dan. 9,7. 3. Wer kann seine große Macht messen? 4. Wer kann seine große Barmherzigkeit erzählen? s. Man kann sie weder wehren noch mehren, und kann seine große Wunder nicht begreiffen. 6. Aber ein Mensch, wenn er gleich sein Bestes gethan hat, so ist es noch kaum angefangen, und wenn er meinet, er habe es vollendet, so fehlet es noch weit. 7. Denn was ist der Mensch? Wozu taugt er? Was kann er frommen oder Schaden thun? 8. Wenn er * lange lebt, so lebt er hundert Jahre. Gleichwie ein Tröpflein Wasser gegen das Meer, und wie ein Körnlein gegen den Sand am Meer; so geringe sind seine Jahre gegen die Ewigkeit. * Ps- so, 10. 9. Darum hat * Gott Geduld mit ihnen, und schüttet seine Barmherzigkeit aus über sie. * Luc. 13, 7. 8. 2 Pct 3, 9. 10. Er stehet und weiß wohl, wie sie alle des Todes seyn müssen. i i. Darum erbarmet er sich desto reichlicher über sie. 12. Eines Menschen Barmherzigkeit gehet allein über seinen Nächsten, aber Gottes Barmherzigkeit gehet über alle Welt. 13. Er straft und züchtigt, er lehrt und pflegt, wie ein Hirte seiner Herde. 14. Er erbarmet sich aller, die sich ziehen lassen und fleißig Gottes Wort hören. is. Mein Kind, wenn du * Jemand Gutes thuft, so mache dich nicht unnütz; und wenn du etwas gibst, so betrübe ihn nicht mit harten Worten. * c. 20, 13. 16. Der Thau kühlt die Hitze; also ist ein gutes Wort besser, denn die Gabe. 17. Ja ein Wort ist oft angenehmer, denn eine große Gabe; und ein holdseliger Mensch gibt sie alle beyde. 18. Ein Narr aber rückt es einem unhöflich auf; und eine unfreundliche Gabe ist verdrießlich. 910 Buße nicht zu sparen. Böse Lust, Sirach 18 . 19 . Geschwätz und Arglistigkeit. 19. Lerne zuvor selbst, ehe du Andere lehrest. 20. Hilf dir zuvor selber, ehe du Andere arze- neyest. 21. Strafe dich zuvor selbst, ehe du Andere beurtheilest; so wirst du Gnade finden, wenn Andere gestraft werden. 22. * Spare deine Buße nicht, bis du krank werdest; sondern bessere dich, weil du noch sündigen kannst. Verziehe nicht fromm zu werden, und harre nicht mit Besserung deines Lebens bis in den Tod. * s, 23 . Und willst du Gott dienen, so laß dirs einen * Ernst seyn, auf daß du Gott nicht versuchest. * Weich. 1/ 1. 2^. Gedenke an den'Zorn, der am Ende kommen wird, und an die Rache, wenn du davon Mußt. * Matth. 3, 7. 25 . Denn wenn man satt ist, soll man gleichwohl denken, daß man wieder hungern kann; und wenn man reich ist, soll man denken, daß man wieder arm werden kann. 26. Denn es kann vor Abends wohl anders werden, weder es am Morgen war; und solches alles geschiehst bald vor Gott. 27. Ein weiser Mensch ist in diesem allen sorgfältig, und hüthet fich vor Sünden, weil er noch sündigen kann. 28. Wer verständig ist, der nimmt solche Weisheit an, und wer sie kriegt, der lobet sie. 29. Wer solche Lehre recht gelernet hat, der kann sich weislich halten, und wohl davon reden zur Besserung. (Anfang deö 19. Capitcls.) 30.Folge ' nicht deinen bösen Lüsten, sondern o brich deinen Willen. ' t Mos. 4/ 7. Rom. 6, 12 . 1 Pet. 2/ 11 . 31 . Denn wo du deinen bösen Lüsten folgest, so wirst du dich deinen Feinden selbst zum Spott machen. 32 . Sey nicht ein Prasser, und gewöhne dich nicht zum Schlemmen, 33 . Auf daß du nicht zum Bettler werdest, und wenn du nimmer Geld im Sekel hast, auf Wucher nehmen müssest. Das 19. Capitel. Bose Lust, Geschwätz und Arglistigkeit zu meiden. 1. ^in Arbeiter, der sich gerne voll säuft, der ^ wird nicht reich; und wer ein Geringes nicht zu Rathe hält, * der nimmt für und für ab. * Luc. 13 , il. 13 . 2 . Wein und ' Weiber bethören die Weisen. * 1 Kön. 1l, 4. Sir. 9, 9. 3 . Und die fich an Huren hängen, werden wild, und kriegen Motten und Wärmer zu Lohn, und verdorren den Andern zum merklichen Exempel. Wer bald glaubt, der ist leichtfertig, und thut ihm, wenn er fich so verführen läßt, selbst Schaden. 5 . Wer sich freuet, daß er Schalkheit treiben kann, der wird verachtet; wer aber solche unnütze Schwätzer hasset, der verhüthet Schaden. 6 . Hörest du was Böses, das sage nicht nach, denn Schweigen schadet dir nicht. 7 . Du sollst es weder Freunden noch Feinden sagen. 8 . Und offenbare es nicht, wo du es ohne böses Gewissen thun kannst. 9 . Denn man höret dir wohl zu, und merket darauf, aber man hasset dich gleichwohl. 10. Hast du etwas gehöret, laß es mit dir sterben, so hast du ein ruhiges Gewissen; denn du wirst ja nicht davon bersten. i i. Aber ein Narr bricht heraus, wie ein zeitiges Kind heraus will. 12. Wenn ein Wort im Narren steckt, so ist es eben, als wenn ein Pfeil in der Hüfte steckt. 13 . Sprich deinen Nächsten darum an, vielleicht hat er es nicht gethan; oder hat er es gethan, daß er es nicht mehr thue. i^i. Sprich deinen Nächsten darum an, vielleicht hat er es nicht geredet; hat er es aber geredet, daß er es nicht mehr thue. 15 . Sprich deinen Freund darum an, denn man lügt gerne auf die Leute; darum glaube nicht alles, was du hörest. 16. Es entfährt oft einem ein Wort, und meinet es doch nicht also; denn * wer ist, dem nicht zuweilen ein Wort entfährt? ' Ja-- Z, 2. 17. Sprich deinen Nächsten darum an, ehe du mit ihm pochest, und denke an Gottes Geboth. 13. Denn die * Furcht Gottes macht weislich thun in allen Sachen, und Gottes Geboth lehret klüglich fahren in allem Handel. *Ps. in, 10. 19. Arglistigkeit ist nickt Weisheit, und der Gottlosen Tücke sind keine Klugheit; 20. Sondern es ist eine Bosheit und Abgötte- rey, und eitel Thorheit und Unweisheit. 21. Es ist besser geringe Klugheit mit Gottesfurcht , denn große Klugheit mit Gottesverach- tung. 22. Es ist mancher scharfsinnig und doch ein Schalk, und kann die * Sache drehen, wie er es haben will. *Ps. 36 ,3. Mißbrauch der Zunge. Sirach 19. 20. Lügen häßlich. 911 23 . Derselbige Schalk kann den Kopf hängen, und ernstlich sehen, und ist doch eikel Betrug. 2-z. Er schlägt die Augen nieder, und horchet mit Schalksohren, und wo du nicht Acht auf ihn Haft, so wird er dich übereilen. 25 . Und ob er zu schwach ist, dir Schaden zu thun, so "wird er dich doch, wenn er seine Zeit sichet, berücken. "2 Sam. 13,2s. 26. Man siebt es einem wohl an, und ein Vernünftiger merkt den Mann an seinen Geberden. 27. Denn seine Kleidung, Lachen und Gang zeigen ihn an. Das 20. Capitel. Von rechtem Gebrauch der Zunge. 1. As straft einer oft seinen Nächsten zur Un- ^ zeit und tbäte weislicher, daß er schwiege. 2. Es ist besser frey strafen, denn heimlich Haß tragen. 3. Und wer es zu Dank annimmt, dem bringet es Frommen. 4 . Wer Gewalt übt im Gericht, der ist eben als ein Hofmeister, der eine Jungfrau schändet, die er bewahren soll. 5. Der eine schweigt, darum daß er sich nicht kann verantworten: 6 . Ein anderer aber * schweigt, und wartet seiner Zeit. *Pred. 3,7. 7. Ein weiser Mann schweigt, bis er seine Zeit erstehet; ber ein jäher Narr kann der Zeit nicht erharren. 8 . Wer * viel plaudert, der macht sich feindselig , und wer sich viel Gewalt anmaßet, dem ..ird man gram. * Svr. 10,19. 9. Es glückt manchem in bösen Sachen, aber es gedeihet ihm zum Verderben. 10. Es gibt oft einer etwas, da er es übel anlegt; dagegen gibt einer, da er es sehr wohl anlegt. Li. Wer sehr pranget, der verdirbt darüber; wer sich aber ducket, der kommt empor. 12. Mancher kaust am ersten wohlfeil, aber hernach muß er es theuer genug bezahlen. 1 3 . Ein weiser Mann macht sein Geschenk werth mit lieblichen Worten; aber was die Narren schenken, machen sie selbst unwerth. 14. Des Narren Geschenk wird dir nicht viel frommen; denn mit einem Auge gibt er, und mit sieben Augen siehet er, was er dafür kriege. 15. Er gibt wenig, und * rückt einem viel auf, und schreyet es aus, als ein Wemruser. * c. 18, 18. c. 4 i/ 28. 16. Heute leihet er, morgen will er es wieder haben. Das sind feindselige Leute. 17 . Der Narr klagt: Mir ist Niemand treu, Niemand dankt mir für meine Wohlthat, 18. Auch die mein Brot essen, reden nichts Gutes von mir. 19. O wie oft und von Vielen wird er verspottet ! 20. Er fällt gefährlicher durch solche Rede, denn so er " vom Söller (obern Stockwerk) siele : also gehet es den Bösen, daß sie doch zuletzt plötzlich fallen MÜsseN. ' Gesch. 20/ 9. 21. Ein grober ungezogener Mensch plaudert unvorsichtig ^ und wäscht immer fort, wie es ihm einfällt. 22. Wenn ein Narr schon etwas Gutes redet, so taugt es doch nicht, denn er redet es nicht zu rechter Zeit. 23. Manchem wehret seine Armuth, daß er nichts Uebels thut; davon hat er den Vortheil, daß er kein böses Gewissen hat. 24 . Mancher thut lieber das Aergste, denn daß er seine Ehre verliere, und thut es um gottloser Leute willen. 25. Mancher dienet dem andern zu Unrechten Sachen, und eben damit kriegt er ihn zum Feinde. 26. Die * Lüge ist ein häßlicher Schandfleck an einem Menschen, und ist gemein bey ungezogenen Leuten. * c. 7 ,14. is. 27. Ein Dieb ist nicht so böse, als ein Mensch, der sich zu Lügen gewöhnt; aber zuletzt kommen sie beyde an den Galgen. 28. Lügen ist dem Menschen ein schändliches Ding; und er kann nimmermehr zu Ehren kommen. 29. Ein * weiser Mann bringt sich selbst zu Ehren durch seine weise Rede; und ein kluger Mann ist lieb und werth bey Fürsten. * 1 Mos. 41 / 38 . 30. Wer * seinen Acker fleißig bauet, vermacht seinen Haufen groß; und wer bey Fürsten sich hält, daß er lieb und werth ist, der kann vielem Bösem Vorkommen. ' Spr. 12/11. c. 2«, 19. 31. ' Geschenke und Gaben verblenden die Weisen, und legen ihnen einen Zaum ins Maul, daß sie nicht strafen können." -Mos.23/3.3Mos. 16/19. 32. Ein weiser Mann, der sich nicht brauchen läßt, und ein vergrabener Schatz, wozu sind sie beyde nütze ? 33. Es ist Vesser, daß sich der Unweife verkrieche, denn der Weise. 912 Unterschied der Weisen Sir ach 21. 22. und Narren. Das 21. Capitel. Vermahnung zur Buße. Gegeneinanders,altung de- Weisen und Narren nach ihren Eigenschaften. 1. HNein Kind, hast du gesündiget, * so höre auf, und bitte, daß dir die vorigen auch vergeben werden. * e. 17,22. 2. * Fliehe vor der Sünde, wie vor einer Schlange; denn so du ihr zu nahe kommst, so sticht sie dich. *2Tim. 2,22. 3. Ihre Zähne sind wie Löwenzähne, und töd- ten den Menschen. 4 . Eine jegliche Sünde ist wie ein scharfes Schwert, und verwundet, daß Niemand heilen kann. 6 . Wer Gewalt und Unrecht thut, muß zuletzt zum Bettler werden, und wer* stolz ist, kommt zuletzt von Haus und Hof. * c. 10/17.18. 6. Denn so bald ' der Elende ruft, so höret es Gott, und die Rache wird eilend kommen. * Ps. 34, 7. 7 . Wer sich nicht sagen läßt, der ist schon auf der Bahn des Gottlosen; und wer Gott fürchtet, der nimmt es zu Herzen. 8 . Wer aber noch dazu trotzt, den siehet Gott von ferne; und ein Kluger merket wohl, daß er untergehen will. 9. Wer sein Haus bauet mit anderer Leute Gut, der sammelt Steine ihm zum Grabe. 10. Die * Rotte der Gottlosen ist wie ein Haufen Werg, das mit Feuer verzehret wird. * 1 Mos. 19, 24. Esaj. i, 31. 11. Die Gottlosen gehen zwar auf einem feinen Pflaster, deß Ende der Höllen Abgrund ist. 12. Wer Gottes Geboth hält, der folget seinem eigenen Kopf nicht. 13. Und * Gott mit Ernst fürchten, ist Weisheit. ' c. 18, 2Z. 14 . Wo nicht Vernunft innen ist, das läßt sich nicht ziehen. 15. Etliche sind vernünftig genug, richten aber damit viel Unglück an. 16. Eines weisen Mannes Lehre fließt daher, wie eine Fluth und wie eine lebendige Quelle. 17. Des Narren Herz ist wie ein Topf, der da rinnet, und kann keine Lehre halten. 18. Wenn ein Vernünftiger eine gute Lehre höret, so lobet er sie, und breitet sie aus; höret sie aber ein Muthwilliger, so mißfällt sie ihm, und wirft sie hinter sich. 19. Die Rede des Narren drückt wie eine Last auf dem Wege; aber wenn ein Weiser redet, das ist lieblich zu hören. 20. Im Rath hat man Acht, was der Weise redet; und was er redet, das gilt. 21. Des Narren Rede sieht wie ein eingefallenes Haus; und des Unverständigen Rach kann man nicht wissen, was es ist. 22. Wenn man den Narren ziehen will, so stellet er sich, als wollte man ihm Fesseln an Hände und Füße legen; 23. Aber ein * Weiser achtet es für einen goldenen Schmuck, und für ein Geschmeide am rechten Arm. * Ps. m, s. 24. Ein Narr läuft frey einem ins Haus; aber ein Vernünftiger scheuet sich. 25. Ein Narr guckt frey einem zum Fenster hinein; aber ein Vernünftiger bleibt draußen stehen. 26. Es ist eine Unvernunft, einem an der Thür horchen, ein Vernünftiger hielte es für eine Schmach. 27. Die unnützen Wäscher plaudern, das nichts zur Sache dienet; die Weisen aber wägen ihre Worte mit der Goldwage. 28. Die Narren haben ihr Herz im Maul; aber die * Weisen haben ihren Mund im Herzen. * e. 39, 11. 29 . Ein Narr lacht überlaut; ein Weiser lächelt ein wenig. 3 0. Wenn der Gottlose einem Schalk fluchet, so fluchet er ihm selber. 3 1. Die Ohrenbläser thun ihnen selbst Schaden, und hat sie Niemand gerne um sich. Das 22. Capitel. Don etlichen nothwendigen Hausrcgelir. 1. (§ 4 n fauler Mensch ist gleich wie ein Stein, ^ der im Koth liegt, 2. Wer ihn aufhebt, der muß die Hände wieder wischen. 3. Ein * ungezogener Sohn ist seinem Vater eine Unehre. * S„r. 17, 25. 4 . Eine vernünftige Tochter kriegt wohl einen Mann; aber eine ungerathene Tochter läßt mau sitzen, und sie bekümmert ihren Vater. 5. Und welche wild ist, die ist beydes dem Vater und dem Manne eine Unehre, und wird von beyden gehasset. 6 . Eine Rede, so zur Unzeit geschiehst, reimt sich eben wie ein Sairenspiel, wenn einer traurig ist. Strafe und Lehre soll man zu rechter Zeit üben. 7. Wer einen Narren lehret, der flickt Scherben zu- Hausregel,i. Sirach 22. 23. Bewahrung der Zunge. 913 zusammen, und Lhut eben, als wenn man einen aus einem tiefen Schlaf wecket. 8 . Wer mit einem Narren redet, der redet mit einem Schlafenden. s. Wenn es aus ist, so spricht er: Was Lsts? io. Ueber * einen Todten pflegt man zu trauern, denn er hat das Licht nicht mehr; aber über einen Narren sollte man trauern, daß er keinen Verstand hat. * e. 38 , 16. i i. Man soll ' nicht so sehr trauern über den Todten; denn er ist zur Ruhe gekommen. " i Theff. 4 , 13 . 12. Aber des Narren Leben ist ärger, denn der Tod. 13. * Sieben Tage trauert man über einen Todten, aber über einen Narren und Gottlosen ihr Lebenlang. *iMos.so,io. i^. Rede nicht viel mit einem Narren, und gehe nicht viel um mit einem Unverständigen. 15. Halte dich von ihm, daß du nicht in einen Schweiß geführet und von seinem Unfiath beflecket werdest. 16. Weiche nur von ihm, so bleibst du mit Frieden , und kommst nicht in Angst und Noth über seiner Thorheit. 17. Was ist schwerer, denn Bley? Und wie will man einen Narren anders heissen, denn Bley? 18. Es ist leichter, Sand, Salz und Eisen tragen, denn einen unverständigen Menschen. 19. Gleichwie ein "Haus, das fest in einander verbunden ist , nicht zerfällt vom Sturmwind : also auch ein Herz, das seiner Sachen gewiß ist, das fürchtet sich vor keinem Schrecken. * Matth. 7 , 23. 20. Gleichwie der schöne Tünch an der schlechten Wand wider den Regen, 21. Und ein Zaun auf hohem Berge wider den Wind nicht kann bestehen: 22. Also stellet das blöde Herz des Narren in seinem Vornehmen wider kein Erschrecken. 23. Wenn man das Auge drückt, so gehen Thränen heraus, 22i. Und wenn man einem das Herz trifft, so läßt er fichs merken. 2Z. Wek unter die Vögel wirft, der scheucht sie weg, und wer seinen Freund schmähet, der zertrennet die Freundschaft. 26. Wenn du gleich ein Schwert zuckest über deinen Freund, so machst du es nicht so böse (als mit Schmähen). 27. Denn ihr könnet wohl wieder Freunde werden, wenn du hn nicht meidest, und redest mit ihm. Denn man kann alles versöhnen, ausgenommen die Schmach, Verachtung, ' Offenbarung der Heimlichkeit, und böse Tücke. Solche Stücke verjagen den Freund. * c. 27,- 3 .24. 28. Bleibe treu deinem Freunde in seiner Ar* muth, daß du dich mit ihm freuen mögest, wenn es ihm wohl gehet. 29. Halte fest bey ihm, wenn es ihm übel gehet, auf daß du seines Glücks auch genießen mögest. 30. Der Rauch und Dampfgehet vorher, wenn ein Feuer brennen will: also kommt es vom Schmähen zum Blutvergießen. 3 r. Schäme dich nicht, deinen Freund zu schützen, und meide ihn nicht. 32. Widerfährt dir etwas Böses von ihm; so wird sich vor ihm hüthen, wer es höret. (Anfang des 23 . Capitels.) 33 .A daß * ich könnte ein Schloß an meinen Mund legen, und ein festes Siegel auf mein Maul drücken, -aß ich dadurch nicht zu Fall käme, und meine Zunge mich nicht ver- derbete! *0.23,28. W. 141,3. Das 23. Capitel. Gebeth um rechten Gebrauch der Zunge; und was für Sunden in Worten und Werken zu meiden. 1. ^>err Gott, Vater und Herr meines Lebens, laß mich nicht unter die Lästerer gerathen, und laß mich nicht unter ihnen verderben. 2. O daß ich meine Gedanken könnte im Zaum halten, und mein Herz mit Gottes Wort züchtigen, und ich meiner nicht schonete, wo ich fehlete, 3. Auf daß ich nicht Sünde anrichtete, und großen Jrrthum stiftete, und viel Nebels beginge, damit ich nicht untergchen müßte vor meinen Feinden, und ihnen zum Spott würde. Herr Gott, Vater und Herr meines Lebens, 5 . Behüthe mich vor unzüchtigem Gesicht, und wende von mir alle böse Lüste. 6 . Laß mich nicht in Schlemmen und Unkeuschheit gerathen, und behüthe mich vor unverschämtem Herzen. 7 . Lieben Kinder, lernet das Maul halten, denn wer es hält, der wird sich mit Worten nicht vergreiffen; 8 . Wie die Gottlosen und Lästerer, und die Stolzen dadurch fallen. 9. Gewöhne deinen Mund nicht zum Schwören, und Gottes Nahmen zu führen. 10. Denn gleichwie ein Knecht, der oft gestalt- pet wir-, nicht ohne Striemen ist; Zzzzr 914 Sündliches Schwören. Böse Brunst. Sirach 23. 24. Ruhm der Weisheit. i r. Also kann -er auch nicht rein von Sünden feyn , -er oft schwöret und Gottes Nahmen führet. 12 . Wer oft schwöret, der sündiget oft, und " die Plage wird von seinem Hause nicht bleiben. * Srr. i7, 13 . 13. Schwöret er, und verstehet es nicht, so sündiget er gleichwohl; verstehet er es, und verachtet es, so sündiget er zwiefältig: 14 . Schwöret er aber vergeblich, so ist er dennoch nicht ohne Sünde, sein Haus wird hart gestraft werden. 15 . Es ist auch ein tödtlicher Fluch, davor be- hüthe Gott das Haus Jakobs! ib. Und die Gottesfürchtige« fliehen solches, und besudeln sich nicht mit dieser Sünde. 17 . * Gewöhne deinen Mund nicht zu leichtfertigem Schwören; denn es kommt aus bösem Vornehmen. 'Matth.-, 33. 18 . * Vergiß nicht deines Vaters und deiner Mutter Lehre, so wirft du unter den Herren sitzen, ' c. 3, 3. 19. Und wird deiner auch nicht vergessen wer, den, daß du nicht gewöhnest der Narrheit, und zuletzt wolltest, * du wärest nie geboren, und verfluchest den Tag deiner Geburt. * Hiob 3, 3. c. io, 18 . 20 . Wer sich gewöhnet zu schmähen, der bessert sich sein Lebtage nicht. 21 . Das andere Mahl sündigen, das ist zuviel; das dritte Mahl bringt die Strafe mit sich. 22 . Wer in der Brunst steckt, der ist wie ein brennendes Feuer, und hört nicht auf, bis er sich selbst verbrenne. 23. Ein unkeuscher Mensch hat keine Ruhe an seinem Leibe, bis er ein Feuer anzunde. 24. Einem unkeuschen Menschen ist alle Speise süße, und läßt nicht ab, bis er es erfülle. 25. Ein Mann, der seine Ehe bricht, und ' denkt bey sich selbst: Wer fiehet mich? ' Hiob 24, iS. 26 . Es ist finster um mich, und die Wände verbergen mich, daß mich Niemand fiehet; wen soll ich scheuen? * der Allerhöchste achtet meiner Sünde nicht. ' c. is, is. 27. Solcher scheuet allein der Menschen Augen, 28 . Und denkt nicht, daß die 'Augen des Herrn viel Heller find, denn die Sonne, und sehen alles , was die Menschen thun, und schauen auch in die heimlichen Winkel. * c. 17, 16. c. 39, 24. Sdr. 4, 13. 29 . Alle Dinge find ihm bekannt, ehe sie geschaffen werden, also wohl, als wenn sie geschaffen sind. 30 . Derselbe Mann wird öffentlich in der Stadt gestraft werden, 31. Und wird erhaschet werden, wenn er fichs am wenigsten ve liehet. 32. Also wird es auch gehen dem Weibe, die ihren Mann verläßt, und einen Erben von einem andern kriegt. 33. Erstlich' ist sie dem Gebotb Gottes ungehorsam , zum andern sündiget fie wider ihren Mann, zum dritten bringet sie durch ihren Ehebruch Kinder von einem andern. * 3 Mos. 20 , 10 . L Mos. 22 , 22 . Job. 8, s. 34. Diese wird man aus der Gemeine werfen, und ihre Kinder müssen ihr entgelten. 35. Ihre Kinder ' werden nicht wurzeln, und ihre Zweige werden nicht Frucht bringen. * Weiöh. 3, 16. c. 4, 3. 36. Sie läßt ein verfluchtes Gedäcktniß hinter sich, und ihre Schande wird nimmermehr vertilget. 37. Daran lernen die Nachkommen, daß nichts Bessers sey, denn Gott fürchten, und nichts Süßers, denn auf Gottes Gcboth achten. Das 24. Capitel. Ruhm dcr Weisheit und der heiligen Schrift. 1. ^>ie Weisheit preiset sich, und unter dem ^ Volk rühmet sie sich. 2 . Sie prediget in der Gemeine Gottes, 3. Und lobt sich in seinem Reich, 4. Und spricht also: 'Ich bin Gottes Wort, * Joh. 1, 1. 1 Job. 1, 1. Off. 19, 13. 5. Und schwebe über der ganzen Erde, wie die Wolken. 6. Mein Gezelt ist in der Höhe, und mein Stuhl in den Wolken. 7. Ich allein bin * allenthalben, so wert der Himmel ist, ' Wcish. 1 , 7. c. 12 , 1 . 8. Und so tief der Abgrund ist, 9. Allenthalben im Meer, allenthalben auf Erden, 10. Unter allen Leuten, unter allen Heiden. 11 . Bey diesen allen habe ich Wohnung gesucht, daß ich etwa Statt fünde. 12 . Da geboth mir der Schöpfer aller Dinge, und der mich geschaffen hat, bestellete mir eine Wohnung, und sprach: 13. In Jakob sollst du wohnen, und Israel soll dem Erbe seyn. 14. Vor der Welt, von Anfang bin ich geschaffen, und werde ewiglich bleiben, und habe vor ihm in der Hütte gedienet; Ruhm -er heiligen Schrift. Sirac 15 . Und darnach zu Zion eine gewisse Stätte gekrigt, und er hat mich in die heilige Stadt gesetzt, daß ich zu Jerusalem regieren sollte. 16. Ich habe eingewurzelt bey einem geehrten Volk, das Gottes Erbtheil ist. 17 . Ich bin hoch gewachsen, wie eine Ceder auf dem Libanon, und wie eine Cypresse auf dem Gebirge Hermon. 18. Ich bin ausgewachsen, wie ein Palmbaum am Wasser, und wie die Rosenftöcke, so man zu Jericho erziehet, is. Wie ein schöner Oehlbaum auf freyem Felde, ich bin ausgewachsen, wie Ahornen. 20. Ich gab einen lieblichen Geruch von mir, wie bynnamen, und köstliche Würze, und wie die besten Myrrhen, 21. Wie Galban, undOnych, und Myrrhen, und wie der Weihrauch in dem Tempel. 22. Ich breitete meine Zweige aus, wie eine Eiche; und meine Zweige waren schön und lustig. 23 . Ich gab einen "lieblichen Geruch von mir, wie der Weinstoch; * c. 39, is. 24. Und meine Dlüthe brachte ehrliche und reiche Frucht. 25. Kommt "her zu mir, alle, die ihr meiner begehret, 'ME. 11,23. 26. Und sättiget euch von meinen Früchten. 27. Meine Predigt ist süßer, denn Honig, und meine Gabe süßer, denn Honigseim. 28. Wer "von mir isset, den hungert immer nach mir. " Job. 6 ,33. 29. Und "wer von mir trinket, den dürstet immer nach nur. 'Loh.4,13.11. 30. Wer mir gehorcht, der wird nicht zu Schanden, 31. Und wer mir folgt, der wird unschuldig bleiben. 32. Dieß alles ist eben das Buch des Bundes, mit dem höchsten Gott gemacht; 33. Rühmlich das Gesetz, welches Mose dem Hause Jakob zum Schatz befohlen hat, 34 . Daraus die Weisheit geflossen ist, wie das "Wasser Pison, wenn es groß ist, "iMos.2,11. 35. Und wie das Wasser Tigris, wenn es übergehet im Lenz; 36. Daraus der Verstand geflossen ist, wie der Euphrat, wenn er groß ist, und wie "der Jordan in der Ernte. *gos. 3,13. 37. Aus demselben ist hervorgebrochen die Zucht, wie das Licht, und wie das Wasser Nilus im Herbst. 38 . Er ist nie gewesen, der es ausgelernet hätte, h 24 . 25 . Der Alten Krone. 9!5 und wird nimmermehr werden-, der es ausgrün- den möchte. 39. Denn fein Sinn ist reicher, weder kein Meer, und sein Wort * tiefer, denn kein Abgrund. 'RÜM. 11, 33. 40 . Es fließen von mir viele Bächlein in die Gärten, wie man das Wasser hinein leitet. 4 1. Da wässere ich meinen Garten. 42 . Und tränke meine Wiese. 43. Da werden meine Bächlein zu großen Strömen. 44 . Und meine Ströme werden große Seen. 45 . Denn meine Lehre leuchtet so weit, als der lichte Morgen, und scheinet ferne. 46 . Auch schüttet meine Lehre Weissagung aus, die ewig bleiben muß. 47. Da sehet ihr, * daß ich nicht allein für mich arbeite, sondern für alle, die der Weisheit begehren. * c. 33 , 18. Das 25 . Capitel. Von etlichen lob > und strafwürdigen Stücken, sonderlich von der Einigkeit und bösem Weibe. i.^>rey schöne Dinge sind, die beydes Gott ^ und den Menschen wohl gefallen: r. Wenn "Bruder eins sind, und die Nachbarn sich lieb haben, und Mann und Weib sich mit einander wohl begehen. ' Ps. 133.1. 3. Drey Stücke find, denen ich von Herzen feind bin, und ihr Wesen verdrießt mich übel: 4 . Wenn ein Armer hoffärtig ist, und ein Reicher gerne lügt, und ein alter Narr ein Ehebrecher ist. 5. Wenn du in der Jugend nicht sammelst, was willst du im Alter finden? 6. -O wie fein stehet es, wenn die grauen Häupter weise, und die Alten klug, 7. Und die Herren vernünftig und vorsichtig sind. 8 . Das " ist der Alten Krone, wenn sie viel erfahren haben; und ihre Ehre ist, wenn sie Gott fürchten. " Sor. is, 31. 9. Neun Stücke find, die ich in meinem Herzen hoch zu loben halte, und das zehnte will ich mit meinem Munde preisen. 10. Ein Mann, "der Freude an feinen Kindern hat. Wer erlebt, daß er seine Feinde umer- gehen flehet. "Spr. 13,20. 11. Wohl dem, der' ein vernünftiges Weib hat. Wer mit seinem Reden keinen Schaden thut. Wer nicht dienen muß denen, so es nicht werth sind. " -- - 6 /1. Zzzzz 2 916 Art böser und Si rach 25. 26. frommer Weiber. 12 . Wohl dem, der * einen treuen Freund hat. Wohl dem, der klug ist, und der da lehret, da man es gerne höret. * c. 6/14. 13. O wie groß ist der, so weise ist! 14. Aber wer * Gott fürchtet, über den ist Niemand. * c. 1», 27. Judith 16 / IS. 15. Denn die Furcht Gottes gehet über Alles. 16 . Wer dieselbige fest hält, wem kann man den vergleichen? 17 . Es ist kein Wehe so groß, als Herzeleid. 1 «. Es ist keine List über Frauenlist. 19. Es ist kein Lauern über des Neiders Lauern. 20 . Es ist keine Rachgier über der Feinde Rachgier. 2 1. Es ist kein Kopf so listig, als der Schlangen Kopf, und ist * kein Zorn so bitter, als der Frauen Zorn. * Spr. 21 , s. is. sz. -4. 22 . Ich wollte lieber bey Löwen und Drachen wohnen, denn bey einem bösen Weibe. 23. Wenn sie böle wird , so * verstellet sie ihre Eeberde, und wird so scheußlich, wie ein Sack. * 1 Mos. 4, 6. 24. Ihr Mann muß sich ihrer schämen; nnd wenn man es ihm vorwirft, so thut es ihm tm Herzen wehe. 25. Alle Bosheit ist gering gegen der Weiber Bosheit; es geschehe ihr, was den Gottlosen geschehet. 26 . Ein waschhaftiges Weib ist einem stillen Manne, wie ein sandiger Weg hinauf einem alten Manne. 27 . Laß dich nicht betrügen, daß sie schön ist, und begehre ihrer nicht darum. 28. Wenn das Weib den Mann reich macht, 29 . So ist da eitel Hader, Verachtung und große Schmach. 30. Ein böses Weib macht ein betrübtes Herz, traurig Angesicht, und das Herzeleid. 31. Ein Weib, da der Mann keine Freude au hat, die macht ihn verdrossen zu allen Dingen. 32. Die Sünde kommt her von einem * Weibe, und um ihretwillen müssen wir alle sterben. * 1 Mos. 3/ 6. 33. Wie man dem Wasser nicht Raum lassen soll; also soll man * dem Weibe seinen Willen nicht lassen. *iMos3/i6. 34. Will sie dir nicht zur Hand gehen, so scheide -ich von ihr. Das 26. Capitel. Die frommen Weiber werden gelobet/ die bösen aber gescholten. 1. Hss^ohl dem, der " ein tugend^ames Weib hat, deß lebt er noch einmahl so lange. * Spr. 14/ i. 2 . Ein häusliches Weib ist ihrem Manne eine Freude, und macht ihm ein fein ruhiges Leben. 3. Ein tugendsames Weib ist eine edle Gabe, und wird dem gegeben, der Gott fürchtet. 4. Er sey reich oder arm, so ist es ihm ein Trost, und macht ihn allezeit fröhlich. 5. Drey Dinge sind schrecklich, und das vierte ist gräulich: 6. Verrätherey, Aufruhr, unschuldiges Blutvergießen ; 7. Welche alle ärger sind, denn der Tod. 8. Das ist aber das Herzeleid, wenn ein Weib wider das andere eifert, und schändet sie bey Jedermann. 9. Wenn einer ein böses Weib hat, so ist es eben als ein ungleiches Paar Ochsen, die neben einander ziehen sollen. 10. Werste kriegt, der kriegt einen Seorpion. i i. Ein trunkenes Weib ist eine große Plage, denn sie kann ihre Schande nicht decken. 12 . Ein hurisckes Weib kennet man bey ihrem unzüchtigen Gesicht, und an ihren Augen. 1 3. Ist deine Tochter nicht schamhaftig, so halte sie hart, auf daß sie nicht ihren Muthwillen treibe, wenn sie so frey ist. 14. Wenn du merkest, daß sie frech um sich stehet, so stehe wohl darauf; wo nicht, und sie thut darüber wider dich, so laß dichs auch nicht wundern. 15. Wie ein Fußgänger, der durstig ist, lechzet sie, und trinkt das nächste Wasser, das sie kriegt, und setzt sich, wo sie einen Stock findet, und nimmt an, was ihr werden kann. 16 . Ein freundliches Weib erfreuet ihren Mann, und wenn sie vernünftig mit ihm umgehet, erfrischet sie ihm sein Herz. 17. Ein Weib, das schweigen kann, das ist eine Gabe Gottes. 18 . Ein wohlgezogenes Weib ist nicht zu bezahlen. 19 . Es ist nichts Liebsrs auf Erden, denn ein züchtiges Weib, 20 . Und ist nichts köstlichers, denn ein keusches Weib. 2 1. Wie die Sonne, wenn sie aufgegangen ist, an dem hohen Himmel des Herrn eine Zierde Käufer und Verkäufer. Sirach 26. 27. Heimlichkeit offenbaren. 917 ist: also ist ein tugcndsames Weib eine Zierde in ihrem Hause. 22. Ein schönes Weib/ das fromm bleibt/ ist wie die Helle Lampe auf dem heiligen Leuchter. 23 . Ein Weib / das ein beständiges Gemüth hat/ 2^. Ist wie die goldene Säulen auf den silbernen Stühlen. (Anfang des 27. CapitelS.) 25 .Zwey Stücke sind / die mich verdrießen/ und ^ das dritte rhut mir Zorn: 26. Wenn man einen streitbaren Mann zuletzt Armuth leiden läßt / und die' weisen Räthe zuletzt verachtet; "iKö». 12 ,«. 27. Und wer vom rechten Glauben abfällt zum Unrechten Glauben / diesen hat Gott zum Schwert verdammet. 28. Ein Kaufmann kann sich schwerlich hüthen vor Unrecht/ und ein Krämer vor Sunden. Das 27. Capitel. Do» der Welt Undank, gefährlichem Stande der Kanfleute, und Regierung der Zunge- 1. c^enn um * Gutes willen thun Viele Un- ^ recht; und die reich werden wollen/ wenden die Augen ab. * c. Ft, s. Spr. 2 t, 4. 1 Tim. 6, A. 2. Wie ein Nagel in der Mauer zwischen zweyen Steinen steckt: 3. Also steckt auch Sünde zwischen Käufer und Verkäufer. Hält er sich nicht mit Fleiß in der Furcht des Herrn/ so wird sein Haus bald zerstöret werden. 5 . Wenn man siebet/ so bleibt das Unflätige darinnen: also / was der Mensch vornimmt, so klebt immer etwas Unreines daran. 6 . Gleichwie * der Ofen bewährt die neuen Töpfe: also bewährt die Trübsal des Menschen Sinn. * c. 2, s. 7 . An den Früchten merkt man / wie des Baums gewartet ist: also merkt man an der Rede/ wie das Herz geschickt ist. 8. Du sollst Niemand loben, du habest ihn denn gehöret, denn an der Rede erkennet man den Mann. 9 . Folgest du der Gerechtigkeit nach; so wirst du sie kriegen und auziehen, wie einen schönen Rock. 10. Die Vögel' gesellen sich zu ihres gleichen: also hält sich die Wahrheit zu denen, die ihr gchorcyerw * ^ ", is. i i. Wie der Löwe auf den Raub lauert: also ergreift zuletzt die Sünde den Uebelihäter. 12. Ein Gottesfürchtiger redet allezeit, das heilsam ist; ein Narr aber ist wandelbar, wie der Mond. 13. Wenn du unter den Unweisen bist, so merke, was die Zeit leiden will; aber unter den Weisen magst du fortfahren. i^. Der Narren Rede ist über die Maße verdrießlich , und ihr Lachen ist eitel Sünde, und kitzeln sich doch damit. 15 . Wo man " viel schwören hört, da gehen einem die Haare zu Berge; und ihr Hadern macht, daß man die Ohren zuhalten muß. * c. 23, io. ii. 16. Wenn die Hoffärtigen mit einander hadern, so folgt Blutvergießen darnach; und ist verdrießlich zu hören, wenn sie sich so zerschellen. 17 . Wer Heimlichkeit offenbaret, der verliert den Glauben, und wird nimmermehr einen treuen Freund kriegen. 18. Halte deinen Freund werth, und halte ihm Glauben. 19. Wo du aber seine Heimlichkeit offenbarest, so wirst du ihn nicht wieder kriegen. 20. Wer ' seinen Freund verliert, dem ge- schiehet wohl so übel, als dem sein Feind entgehet. * c. 6, 14. c. 23, 12 . 21. Gleich als wenn du einen Vogel aus der Hand lassest: also ist es, wenn du deinen Freund verlassest. 22. Du'sängest ihn nicht wieder, du darfst ihm nicht nachlauftn; er ist zu ferne weg, er ist entsprungen , wie ein Reh ans dem Netz. 23 . Wunden kann man ' verbinden, Scheltworte kann man versöhnen; " c. 22 , 27 . 2^. Aber * wer Heimlichkeit offenbaret, mit dem ist es ans. ' v. 19. 25 . Wer ' mit den Augen winket, der hat Böses im Sinn, nnd läßt sich nicht davon wenden. * Spr. 10, 10. c. 16, 30 . 26. Vor dir kann er süß reden, und lobt sehr, was du redest; aber hinterwärts redet er anders, und verkehrt dir deine Worte. 27. Ich bin keinem Dinge so feind, als dem; und der Herr ist ihm auch feind. (Anfang des 28. Capitcls.) 28.Wer den Stein in die Höhe wirft, dem fällt er auf den Kopf. Wer heimlich sticht, der verwundet sich selbst. 29. Wer' eine Grube gräbt, der fällt selber darein.- ' n.. 918 Schädliche Wirkung Sirach 28. 29. eines bösen Mauls. 30. Wer einem Andern stellet, der sänget sich selbst. Wer dem Andern Schaden thun will, dem kommt es selber über seinen Hals, daß er nicht, weiß, woher. 3 1. Die Hoffärrigen höhnen und spotten; aber die * Rache lauert auf sie, wie ein Löwe. * c. 27 / 11 . 32 . Die sich freuen, wenn es dem Frommen übel gehet, werden im Strick gefangen; das Herzeleid wird sie verzehren, che sie sterben. 33. Zorn und Wüthen sind Gräuel, und der Gottlose treibt sie. Das 28 . Capitel. Ungerechtigkeit in Werken und Worten soll man meiden. i.IAer * sich rächet, au dem wird sich der Herr wieder rächen, und wird ihm seine Sünde auch behalten. "Rom. 12,19. 2. Vergib deinem Nächsten, was er dir zu Leide gethan hat, und bitte dann, so werden dir deine Sünden auch vergeben. 3. Ein Mensch hält gegen den andern den Zorn, und will bey dem Herrn Gnade suchen. Er ist unbarmherzig gegen seines gleichen, und will für seine Sünde bitten. 5. Er ist nur Fleisch und Blut, und hält den Zorn; wer will denn ihm seine Sünde vergeben? 6. "Gedenke an das Ende, und laß die Feindschaft fahr en, ' c. is, 24. 7. Die den Tod und das Verderben suchet; und bleibe in den Gebothen. 6 . Gedenke an das Geboth, und laß dein Drohen wider deinen Nächsten. 9. Gedenke an den * Bund des Höchsten, und vergib die Unwissenheit. ' c. 2.4,32. 10. Laß ab vom Hader, so bleiben viele Sünden nach. 11. Denn * ein zorniger Mensch zündet Hader an, und der Gottlose verwirret gute Freunde, und hetzet wider einander, die guten Frieden haben. *Spr. 26,21. 12. Wenn des Holzes viel ist, wird des Feuers desto mehr; und wenn die Leute gewaltig find, wird der Zorn desto größer; und wenn die Leute reich find, wird der Zorn desto heftiger; und wenn der Hader lange währet, so brennet es desto mehr. 13. Jäch seyn zum Hader, zündet Feuer an, und jäch sevn zu zanken, vergießt Blut. 1^. Bläsest du ins Fünklciu, so wird ein großes Feuer daraus; speyest du aber ins Fuuk- lern, so verlöscht es; und beydes kann aus deinem Munde kommen. is. Die Ohrenbläftr und falsche böse Mäuler sind verflucht; denn sie verwirren Viele, die guten Frieden haben. 16. Ein böses Maul macht viele Leute uneins, und treibt sie aus einem Lande in das andere. 17. Es zerbricht feste Städte , und zerstört Fürstenthumer. 1 8 . Ein böses Maul verstößt redliche Weiber, 19. Und beraubt sie Alles, das ihnen sauer geworden ist. 20. Wer ihm gehorcht, der hat nimmer Ruhe, und kann nirgend mit Frieden bleiben. 21. Die Geissel macht Striemen; aber ein böses Maul zerschmettert Beine und alles. 22. Viele find gefallen durch die Schärfe des Schwerts; aber' nirgend so viele, als durch böse Mäuler. ' Ps. ^ 22. Ps.-7, ä. 23. Wohl dem, der vor bösem Maul bewahret ist, und von ihm ungeplagt bleibt und sein Joch nicht tragen muß, und in seinen Stricken nicht gebunden ist. 2^. Denn sein Joch ist eisern, und seine Stricke ehern. 25. Seine Plage ist bitterer, denn der Tod, und ärger, denn die Hölle. 26. Aber eS wird den Gottesfürchtigen nicht unterdrücken, und er wird in desselben Feuer nicht brennen. 27. Wer den Herrn verläßt, der wird darein fallen, und darinnen brennen, und es wird nicht ausgelöscht werden; es wird ihn überfallen, wie ein Löwe, und aufreiben, wie ein Parder. 23. Du verzäunest deine Güter mit Dornen; warum * machst du nicht vielmehr deinem Munde Thür und Riegel? *-.22,33. 29. Du wägest dein Gold und Silber ein; warum wägest du nicht auch deine Worte auf der Goldwage? 30 . Hüthe dich, daß du nicht dadurch gleitest, und fallest vor deinen Feinden, die auf dich lauern. Das 29. Cavitel. Vsn der Barmherzigkeit und Begmigsamkeit der Menschen. 1. >Mer seinem Nächsten leihet, der thnt ein Werk der Barmherzigkeit; und wer Güter bat, der soll solches thun. 2. Leihe deinem Nächsten, wenn er es bedarf; und du * Anderer, gib es auch wieder zur bestimmten Zeit. * Ps. 37,21. 3. Halte, was du geredet hast, und handle Sirach 29. 30. Kinderzucht. 919 S'ckat) sammeln. nicht betrüglich mit ihm; so findest du allezeit deine Nothdurft. Mancher meinet, es sey gefunden, was er borgt , und macht den unwillig, so ihm geholfen hat. L. Er küsset einem die Hand, dieweil man ihm leihet, und redet so demürhig um des Nächsten Geld; 6 . -Aber wenn er es soll wiedergeben, so verziehet er es, und klagt sehr, es sey schwere Zttr. 7 . Und oh er es wohl vermag: gibt er es kaum die Hälfte wieder, und rechnet es Jenem für einen Gewinn zu. 8 . Vermag er es aber nicht, so bringt er Jenen ums Geld. Derselbe hat ihm denn selbst einen Feind gekauft mit seinem eigenen Gelde: S. Und Jener bezahlt ihn mit Fluchen und Schellen; und gibt ihm Schmähworte für Dank. io. Mancher leihet ungerne, aus keiner bösen Meinung; sondern er muß fürchten, er komme um das Seine. i i. Doch ' habe Geduld mit deinem Nächsten in der Noch, und thue Las Almosen dazu, daß du ihm Zeit lassest. -Matth, 18,29. i z. Hilf dem Armen my des Gebochs willen, und laß ihn in der Noch nicht leer von dir. 13. Verliere gerne dein Geld um deines Bruders und Nächsten willen, und vergrabe es nicht unter einen Stein, da es doch umkommt. 1^. Sammle' dir einen Schatz nach dem Ge- both des Allerhöchsten; der wird dir besser seyn, denn kein Gold. -MM. 6 ,20. 15. Lege dein Almosen an einen besonder» Ort: dasselbe wird * dich erretten aus allem Unglück. * Ps. 41 , 2. 3 . Tob. 4 -, 11. 12. iü. Es wird für dich streiten wider deinen Feind, 17. Besser, denn kein Schild oder Spieß. 18. Ein frommer Mann wird Bürge für seinen Nächsten; 19. Aber ein Unverschämter laßt seinen Bürgen stehen. 20. Vergiß nicht der Wohlthat deines Bürgen, 21. Denn er hat sich selbst für dich versetzt. 22. Der Gottlose bringt seinen Bürgen in Schaden , 23 . Und ein Undankbarer läßt seinen Erlöser stecken. 2^. Bürge werden hat viele reiche Leute * verderbet , und hin und wieder geworfen, wie die Wetten im Meer. - Svr. ", 12. 25. Es hat große Leute vertrieben, daß fie in fremden Landen mußten in der Irre gehen. 26. Ein Gottloser, so er Bürge ist geworden, und gehet mir Ranken um, daß er sich auswt- ckele, der wird der Strafe nicht entgehen. 27. Hilf deinem Nächsten aus, so viel du kannst; und stehe dich vor, daß du nicht selbst darüber zu Schaden kommst. 28 Es ist genug zu diesem Leben, wer Wasser und Brot, Kleider und Haus hat, damit er ' seine Nothdurft decken kann. * 1 Tim. 6,8. 29. Es ist besser geringe Nahrung unter einem breternen eigenen Dach, denn köstlicher Tisch unter den Fremden. 30. Laß dirs gefallen, du habest wenig oder viel, denn es ist ein schändliches Leben von Haus zu Haus ziehen. 31. Und wo einer fremde ist, darf er sein Maul nicht anfthun; 32. Er muß zu sich lassen, und mit ihm trinken lassen, und keinen Dank haben; 33 . Muß dazu bittere Worte hören, nähm- lrch: Gast, gehe hin, und bereite den Tisch, laß mich mit dir essen, was du hast. 3L. Item : Ziehe aus, ich habe einen ehrlichen Gast gekriegt, ich muß das Haus haben, mein Bruder zieht zu mir ein. 35. Solches ist schwer einem vernünftigen Manne, daß er um der Herberge willen solche Worte fressen muß, und daß man ihm auftücket, wenn man ihm geliehen hat. Das 30 . Capitel. Lob rechter Kindcrjucht, und Leibes Gesundheit. 1. ^Her sein Kind lieb hat, der * hält es stets unter der Ruthe, daß er hernach Freude an ihm erlebe. * Epr. 13, 24. c. 23, 13. c. 29, 13. 17. 2. Wer sein Kind in der Zucht hält, der wird sich sein freuen, und darf sich sein bey den Bekannten nicht schämen. 3. Wenn einer sein Kind ziehet, das verdrießt seinen Feind, und erfreuet seine Freunde. Denn wo sein Vater stirbt, so ist es, als wäre er nicht gestorben, denn er hat seines gleichen hinter sich gelassen. 5. Da er lebte, sähe er seine Luft, und hatte Freude an ihm; da er starb, durfte er nicht sorgen, 6. Denn er hat hinter fich gelassen einen Schuch wider seine Feinde, und der den Freunden wieder dienen kann. 920 Gesundheit. Sirach 30 . 31 . Geitz. Frcsserey. 7. Wer aber seinem Kinde zu weich ist, der klagt seine Striemen, und erschrickt, so oft es weinet. 8. Ein verwöhntes Kind wird muthwiüig, wie ein wildes Pferd. y. Zärtle mit deinem Kinde, so mußt du dich hernach vor ihm fürchten; spiele mit ihm, so wird es dich hernach betrüben. 10. Scherze nicht mit ihm, auf daß du nicht mit ihm hernach trauern müssest, und deine Zähne zuletzt kirren müssen. 11. Laß ihm seinen Willen nicht in der Jugend , und entschuldige seine Thorheit nicht. 12. Beuge ihm den Hals, weil er noch jung ist; bläue ihm den Rücken, weil er noch klein ist, auf daß er nicht halsstarrig, und dir ungehorsam werde. 13. Ziehe dein Kind, und laß es nicht "müßig gehen, daß du nicht über ihm zu Schanden werdest. * c. 33, 2S. i^. Es ist besser, einer fty arm, und dabey frisch und gesund, denn reich und ungesund. 15. Gesund und frisch seyn ist besser, denn Gold, und ein gesunder Leib ist besser, denn großes Gut. 16. Es ist kein Reichthum zu vergleichen, einem gesunden Leibe, und keine Freude des Herzens Freude gleich. 17. Der Tod ist" besser, denn ein sieches Leben, oder state Krankheit. " Ps. 63,4. 18. Es ist eben als ein gutes Gericht vor einem Maul, das nicht essen kann, und wie die Speise, so man bey eines Todten Grab setzet. i s. Denn was ist dem Götzen das Opfer nütze? Kann er doch weder essen noch riechen. 20. So ist es mit dem Reichen auch, den Gott siech macht. 21. Er stehet es wohl mit den Augen, und seufzet darnach, und ist wie ein Verschnittener, der bey einer Jungfrau liegt und seufzet. 22. Mache dich selbst nicht traurig, und plage dich selbst nicht mit deinen eigenen Gedanken. 23. Denn ein" fröhliches Herz ist des Menschen Leben, und seine Freude ist sein langes Leben. * Epk. 15, 13. 1L. c. 17, 22. 2-l. Thue dir Gutes, und tröste dein Herz, und treibe Traurigkeit ferne von dir. 25. Denn Traurigkeit tödtet viele Leute., und dienet doch nirgend zu. 26. Eifer "und Zorn verkürzen das Leben, und Sorge macht alt vor der Zeit. * Hwi, 2. 27. Einem fröhlichen Herzen schmeckt alles wohl, was er isset. Das 3l. Capitel. Gesundheit wird durch Geitz und Fresser«; verscherzt. I. IAachen nach Reichthum verzehret den Leib, und darum sorgen, läßt nicht schlafen. 2. Wenn einer liegt und "sorgt, so wachet er immer auf, gleichwie große Krankheit immer aufweckt. ' c. 30,26. 3. Der ist reich, der da arbeitet und sammelt Gold, und höret auf, und genießet sein auch. Der ist aber arm, der da arbeitet, und gedeihet nicht; und wenn er schon aufhöret, so ist er doch ein Bettler. 5. Wer" Geld lieb hat, der bleibt nicht ohne Sünde; und wer Vergängliches sucht, der wird mit vergehen. * c. 27,1. 1 Tim. 6,9. 6. Viele kommen zu Unfall um des Geldes willen, und verderben darüber vor ihren Augen. 7. Die ihm opfern, die stürzet es, und die Unvorsichtigen fanget es. 8. Wohl dem Reichen, der unsträflich gefunden wird, und nicht das Geld sucht. 9. Wo ist der? So wollen wir ihn loben, denn er thut großes Ding unter seinem Volk. 10. Der bewährt hierinnen und rechtschaffen erfunden ist, der wird billig gelobet. Er konnte wohl Uebels thun, und that es doch nicht, Schaden thun, und that es auch nicht. II. Darum bleiben seine Güter, und die Heiligen preisen seine Almosen. 12. Wenn ' du bey eines reichen Mannes Tisch sitzest, so sperre deinen Rachen nicht auf, * Spr. 23, 1. 13. Und denke nicht, hier ist viel zu fressen. 1^. Sondern gedenke, daß ein untreues' Auge neidisch ist; * Sr>r. ss, e. 15. (Denn was ist neidischer, weder ein solches Auge?) Und weinet, wo es flehet einen zugreifen. 16. Greif nicht nach allem, was du siehest, 17. Und nimm nicht, was vor ihm in der Schüssel liegt. 18. Nimm es bey dir selbst ab, was dein Nächster gern oder ungern hat, und halte dich vernünftig in allen Stücken. 19. Iß wie ein Mensch, was dir vorgefetzt ist: und friß nicht zu sehr, auf daß man dir nicht gram werde. 20. Um der Zucht willen höre du am erste» auf, und sey nicht ein unsattiger Fraß, daß du nicht Ungunst erlangest. 21. Wenn du bey vielen sitzest, so greif nicht am ersten zu. ' 22. Ein Tisch- Srracy 31. 32. 33. und Gastregeln. 921 22. Ein sittiger Mensch läßt sich am Geringen genügen, darum darf er in seinem Bette nicht so keichen. 23 . Und wenn der Magen mäßig gehalten wird; so schläft man sanft, so kann einer des Morgens früh aufstehen, und ist fein bey sich selbst. 24 . Aber ein unsättiger Fraß schläft unruhig, und hat das Grimmen und Banchwehe. 25 . Wenn du zuviel gegessen hast, so stehe auf und gehe weg, und lege dich zur Ruhe. (Anfang des 32. Capitels.) sö.Mein Kind, gehorche mir, und verachte mich nicht, daß dich zuletzt meine Worte nicht treffen. 27. Nimm dir etwas vor zu arbeiten, so widerfährt dir keine Krankheit. 28. Einen kostfreyen Mann loben die Leute, und lagen, er sey ein ehrlicher Mann; und solches ist ein guter Ruhm: 29. Aber' von einem kargen Filz redet die ganze Stadt übel, und man sagt recht daran. * c. 14/ 3. 30. Sey * nicht ein Weinsäufer, denn der Wein bringt viele Leute um. * i Tim. z, 3. 31. Die Esse prüfet das gelöthete Eisenwerk: also prüfet der Wein der Frevler Herzen, wenn sie trunken sind. 32. ' Der Wein erquickt dem Menschen das Leben, so man ilm mäßigUch trinkt. * Pf. 104, 13. Svr. 31, 4. 33. Und was ist das Leben, da kein Wein ist? 34 . Der Wein ist geschaffen, daß er den Menschen fröhlich soll machen. 35. Der Wein zur Nothdurft getrunken erfreuet Leib und Seele. 36. -Aber so man seiner zuviel trinkt, bringt er das * Herzeleid. '« ", 37. Die Trunkenheit macht einen tollen Narren noch toller, 38. Daß er trotzt und pocht, bis er wohl ge- bläuet, geschlagen und verwundet wird. 39. Schftt deinen Nächsten nicht beym Wein, und schmäye ihn nicht in seiner Freude. 40 . Gib ihm nicht böse Worte, und begegne ihm nicht mit harter Rede; Das 32. Capitel. Weiterer Unterricht, wie Gesundheit zu erhalte«, samt etliche» Gastregeln. 1.sondern halte dich gleich wie sie, und richte ^ dich nach ihnen, so fitzest du recht, 2. Und gib dazu, was dir gebühret, willst du mit sitzen, 3 . Auf daß sie mit dir fröhlich ftyn mögen, damit du die Ehre davon kriegest, daß man dich einen sittigen, holdseligen Mann heisset. 4 . Der Aelteste soll reden, denn es gebühret ihm, als der erfahren ist. 5. Und irre die Spielleute nicht. 6 . Und wenn man Lieder singet, so wasche nicht darein: und ' spare deine Weisheit bis zur andern Zeit. * c. 20, 7 . Pred. 3 , 7 . 7 . Wie ein Rubin in feinem Golde leuchtet: also zieret ein Gesang das Mahl. 8 . Wie ein Schmaragd in schönem Golde stehet: 9. Also zieren die Lieder beym guten Wein. 10. Ein Jüngling mag auch wohl reden ein- oder zweymahl, wenn es ihm noch ist; 11. Und wenn man ihn fragt, soll er es kurz machen, 12. Und sich halten, als der nicht viel wisse, und lieber schweigen, 13. Und soll sich nicht den Herren gleich achten, und * wenn ein Alter redet, nicht darein waschen. * Hiob 32 , 6 . 14 . Donner bringet großen Blitz, Scham macht große Gunst. ,5. * Stehe auch beyzeiten auf, und sey nicht der Letzte; *0.31,25. 16. Sondern gehe eilend heim, und spiele daselbst, und thue, was du willst. Doch daß du nichts Uebels lhust, und Niemand pockest. 17. Sondern * danke für das alles dem, der -ich geschaffen und mit seinen Gütern gesättiget hat. * ö Mos. 8 , 10. (Anfang des 33. Capitels.) i L.Wer den Herrn furchtet, der läßt sich gern ziehen, und wer sich frühe dazu schickt, der wird Gnade finden. 19. Wer* nach Gottes Wort fragt, der wird es reichlich überkommen; wer es aber nicht mit Ernst meinet, der mbd nur ärger dadurch. ' Luc. 8, 9. 10 . 20. Wer den Herrn fürchtet, der trifft die rechte Lehre, und macht die Gerechtigkeit leuchten, wie ein Licht. 21. Ein Gottloser ' läßt sich nicht strafen, und weiß sich zu behelft« mit anderer Leute Cxem- pel in seinem Vornehmen. * Spr 12,1. 22. Ein vernünftiger Mann verachtet nicht guten Rach; 23. Aber ein Wilder und Hoffähiger fürchtet sich nichts, er habe gleich gethan, was er wollen Aaaaaa 922 Gott fürchten. Sir ach 33. Alle Menschen in Gottes Hand. 2^. Thue nichts ohne Rath, so gereuet dichs nicht nach der That. 25. Gehe nicht den Weg, da du fallen möch- lest, noch da du dich an die Steine stoßen möchtest. 26. Verlaß dich nicht darauf, daß der Weg schlecht (eben; ohne Gefahr) sey; ja hüthe * dich auch vor deinen eigenen Kindern. ' Mich. 7/ 6. 27. Was dn vorntmmst, so vertraue Gott von ganzem Herzen, denn das ist Gottes Gebvth hatten. 28. Wer Gottes Wort glaubt; der achtet die Gebothe; und wer dem Herrn vertrauet, * dem wird nichts mangeln. * Ps. 23, i. Das 33. Capitel. Ruhm der Gottcsfürchtigen , Beschreibung der Gottlosen. Auch, wie den Gütern und der Haushaltung vorzustehen. 1. A^er Gott fürchtet, dem widerfährt kein ^ Leid; sondern wenn er angefochlen ist, wird er wieder erlöset werden. 2. Ein Weiser läßt ihm Gottes Wort nicht verleiden; aber ein Heuchler schwebt wie ein Schiff auf dem ungestümen Meer. 3. Ein verständiger Mensch * hält fest an Gottes Wort, und Gottes Wort ist ihm gewiß, wie eine klare Rede. 'T>r. i, 9. Werde der Sachen gewiß, darnach rede davon; laß dich zuvor wohl lehren, so kannst du antworten. 5. Des * Narren Herz ist wie ein Rad am Wagen, und seine Gedanken laufen um, wie die Nabe. *« 21,27. 6. Wie der Schellhengst schreyet gegen alle Mähren: also hänget sich der Heuchler an alle Spötter, und spricht: 7. Warum muß ein Tag heiliger sevn, denn der andere, so doch die Sonne zugleich alle Tage im Jabr macht? 8. Die Weisheit des Herrn hat sie so unterschieden , und er hat die Jahrszeit und Feyer- tage also geordnet. 9. Er hat etliche auserwählet und geheiliget vor andern Tagen: 10. Gleichwie * alle Menschen aus der Erde, und Adam aus dem Staube geschaffen ist, * 1 Mos. 2, 7. i t. Und doch der Herr sie unterschieden hat nach seiner * mannigfaltigen Weisheit, und hat mancherley Weise unter ihnen geordnet. * Eph. 3, 10. 12 . Etliche hat er gesegnet, erhöhet und geheiliget, und zu seinem Dienst gefordert: Etliche aber hat er verflucht und geniedrigt, und aus ihrem Stande gestürzt. 13. Denn * sie sind in seiner Hand , wie der Thon in des Töpfers Hand; er macht alle seine Werke, wie es ihm gefällt: "Esa,. 43, 9. 1^. Allo sind auch die Menschen in der Hand deß, der sie gemacht hat, und gibt einem Jeglichen, wie es ihn gut däncht. 15. Also ist das Gute wider das Böse, und das Leben wider den Tod, und der Gottesfürchtige wider den Gottlosen geordnet. 16. Also schaue alle Werke des Höchsten: so sind ' immer zwey wider zwey, und Eins wider das andere geordnet. *« 43, ss. 17. Ich bin der letzte auferwachet, wie einer, der im Herbst nachlieset; und Gott hat mir den Segen dazu gegeben, daß ich n eine Kelter auch voll gemacht habe- wie im Vellen Herbst. 18. Schauet, * wie ich nicht für mich gearbeitet habe, sondern für alle, die gerne lernen wollten. * «. 24, 47. 19. Gehorchet mir, * ihr großen Herren, und, ihr Regenten im Volk, nehmet es zu Herzen. * WciSH. 6, 2. 3. 20. Laß dem Sohne, der Frau, dem Bruder, dem Freunde, nicht Gewalt über dich, weil du lebest; und übergib Niemand deine Güter, daß dichs nicht gereue, und müssest sie darum bitten. 21. Dieweil du lebest und Odem hast, untergib dich keinem andern Menschen. 22. Es ist besser, daß deine Kinder deiner bedürfen , denn daß du ihnen müssest in die Hände sehen. 23. Bleibe du der Oberste in deinen Gütern, und laß dir deine Ehre nicht nehmen. 2^. Wenn dein Ende kommt, daß du davon mußt, alsdann theile dein Erbe aus. 25. Dem Esel gehört sein Futter, Geisse! und Last: also dem Knechte sein Brot, Strafe und Arbeit. 26. Halte den Knecht zur Arbeit, so hast du Ruhe vor ihm: lägest du ihn müßig gehen, so will er Junker seyn. 27. Das Joch und die Seile beugen den Hals; einen bösen Knecht Stock und Knüttel. 28. Treibe ihn zur Arbeit, daß er nicht müßig gehe. 29. Müßiggang lehret viel Böses. 30. Lege ihm Arbeit auf, die einem Knechte gebühret: gehorchet er dann nicht, so setze ihn Träume. Sirach 33. 34. 35. Opfer der Gottlosen. 923 in den Stock; doch lege keinem zu viel auf, und halte Maß in allen Dingen. 31. Haß du einen Knecht, so halte über ihn, als über dich selbst; denn wer ihm was thut, der meinet dein Leib und Leben. Hast du einen Knecht, ss laß ihn halten, als wärest du da, denn du bedarfst seiner, wie deines eigenen Lebens. 32 . Hältst du ihn aber übel, daß er sich erhebt und * von dir läuft; wo willst du ihn wieder suchen? * t Kön. 2, 39. Das 34. Capitel. Was von Träumen zu halten scy. 1. Nnweise Leute betrügen sich selbst mit thö- ^ richten Hoffnungen, und Narren verlassen sich auf Träume. 2 . Wer auf Traume hält, der greift nach dem Schatten, und will den Wind Haschen. 3. Träume sind nichts anders, denn Bilder ohne Wesen. 4. Was unrein ist, wie kann das rein fern? Und was falsch ist, wie kann das wahr seyn? s. Eigene Weissagung, und Deutung, und Träume sind nichts, und machen doch einem schwere Gedanken, 6. Und wo es nicht kommt durch Eingebung des Höchsten, so halte nichts davon. 7. Denn Träume betrügen viele Leute, und fehlt denen, die darauf bauen. 8. Man darf keiner Lügen dazu, daß man das Geboth halte; und man hat genug am Wort Gottes, wenn man recht lehren will. 9. Ein wohlgeübter Mann versteht viel; und ein wohlerfahrner kann von Weisheit reden. 10. Wer aber nicht geübt ist, der versteht wenig, i i. Und die irrigen Geister stiften viel Böses. 12 . Da ich noch im Jrrthum war, konnte ich auch viel Lehrens, und war so gelehrt, daß ich es nicht alles sagen konnte. 13. Und bin oft in Gefahr des Todes darüber gekommen, bis ich davon erlöset worden bin. 14. Nun sehe ich, daß die Gottesfürchtige» den rechten Geist haben. 15. Denn * ihre Hoffnung stehet auf dem, der ihnen helfen kann. * e. 2 ,6. 7 . 16 . Wer den Herrn fürchtet, der darf * vor nichts erschrecken, noch sich entsetzen, denn Er . ist seine Zuversicht. -Pf. 112,7.8. 17 . Wohl dem, der den Herrn fürchtet. 1 8. Worauf verläßt er sich ? Wer ist sein Trotz? 19. Die ' Augen des Herrn sehen auf die, so ihn lieb haben. Er ist ein gewaltiger Schutz, eine große Stärke, ein Schirm s wider die Hitze, eine Hütte wider den heissen Mittag, eine Huth wider das Straucheln, eine Hülfe wider den Fall; * e. 15, 20. Ps. 33, 18. c. 31, 16. f- Esaj. 4, 6. c. 25, 4. 20 . Der das Herz erfreuet, und das Angesicht fröhlich macht, und gibt Gesundheit, Leben und Segen. (Anfang des 35. Capitels ) 21 .Mer * von Unrechtem Gut opfert, deß Opfer ist ein Gespött: *S„r. 21,-7. 22 . Aber * solch Gespött der Gottlosen gefällt Gott nichts überall. ' Esaj. 1,11. 23 . Die Gaben der Gottlosen gefallen dem Höchsten gar nicht; und Sünden lassen sich nicht versöhnen mit viel opfern. 24. Wer von des Armen Gut opfert, der thut * eben, als der den Sohn vor des Vaters Augen schlachtet. ' Esaj. 66,3. 25. Der Arme hat nichts, denn ein wenig Brot; wer ihn darum bringet, der ist ein Mörder. 26 . Wer einem * seine Nahrung nimmt, der töd- tet seinen Nächsten. *5 Mos. 24,6. 2 7. Wer' dem Arbeiter seinen Lohn nicht gibt, der ist ein Bluthund. *3 Mos. 19,13. 28 . Wenn einer bauet, und wiederum zerbricht, was hat er davon, denn Arbeit? 29 . Wenn einer bethet, und wiederum flucht, wie soll den der Herr erhören? 30 . Wer sich wäscht, wenn rr einen Todten angerühret hat, und rühret ihn wieder an, was hilft den sein Waschen? 31. Also ist der Mensch, der für seine Sünde fastet, und * sündiget immer wieder; wer soll deß Gebeth erhören, und was hilft ihn sein Fasten ? * 2 Pet. 2, 20. Das 35. Capitel. Von Gott miß-und wohlgefälligen Opfern; und Trost für die Elende« aus Erhörung ihres GcbcthS. 1. " Lottes Geboth halten, das ist ein reiches ^ Opfer. * i Sam. 15,22. 2 . Gottes ' Geboth groß achten, das Opfer hilft wohl. ' 1 Cor. 7, 19. 3. Wer Gott dankt, das ist das rechte Semmelopfer. 4. Wer Barmherzigkeit übt, das ist das rechte Dankopfer. Aaaaaa r Gebet!) Sirachs. Sir ach 35. 36. 924 Rechte Opfer. Wltwenlhränen. 5. Von Sünden lassen, das ist ein Gottesdienst , der dem Herrn gefällt; und aufhören Unrecht zu thun, das ist ein rechtes Sühnopfer. 6. Du * sollst aber darum nicht leer vor dem Herrn erscheinen. ' 3 Mof.is,iü. 7. Denn solches muß man auch thun um Gottes Geboths willen. 8. Des Gerechten Opfer macht den Altar reich, und sein * Geruch ist süße vor dem Höchsten. * 1 Mos. 8, 21. y. Des Gerechten Opfer ist angenehm, und desselben wird nimmermehr vergessen. ro. Gib Gott seine Ehre mit fröhlichen Augen , und deine Erstlinge ohne allen Fehler. 11. Was du gibst, das * gib gern, und heilige deine Zehnten fröhlich. *2C°r. 9,7. 12. Gib dem Höchsten, nachdem er dir bescheret hat; und was deine Hand vermag, das ' gib mit fröhlichen Angen. *2Cor. 9 , 7 . 13. Denn der Herr, der ein Vergelter ist, wird dir es siebenfältig vergelten. 12,. 'Verstümmle deine Gabe nicht; denn es ist nicht angenehm. * 3 Mos. 22,20. 15. Suche nicht Vortheil, wenn d» opfern sollst; denn der Herr ist ein Racher, und'vor ihm gilt kein Ansehen der Person. - Gesch. 10,34. 16. Er hilft dem Armen, und stehet keine Person an, und erhöret das Gebelh des Beleidigten. 17. Er verachtet des Waisen Gebeth nicht, noch die Witwe, wenn sie klagt. 18. Die ' Thränen der Witwen fließen wohl die Backen herab; *2M°s.22,2Z. 19. Sie schreyen aber über sich, wider den, der sie heraus dringet. 20. Wer' Gott dienet mit Lust, der ist angenehm, und sein Gebeth reichet bis an die Wolken. ' «. 18, 23. 21. Das Gebeth der Elenden dringet durch die Wolken, und läßt nicht ab, bis es hinzu komme, und höret nicht auf, bis der * Höchste darein sehe. ' Klagl. 3, 30. 22. Und der Herr wird recht richten und strafen, und nicht verziehen, noch die Länge leiden, bis er den Unbarmherzigen die Lenden zerschmettere, 23. Und sich an solchen Leuten räche, und vertilge alle, die Jene beleidigen, und die Gewalt der Ungerechten stürze, 2^. Und ' gebe einem Jeglichen nach seinen Werken, und lohne ihnen, wie sie es verdient haben, ' Pf. 62, 13. Rom. 2, s. 25. Und räche sein Volk, und erfreue sie mit seiner Barmherzigkeit. 26. Gleichwie der Regen wohl kommt, wenn es dürre ist, also kommt die Barmherzigkeit auch in der Noch zu rechter Zeit. Das 36. Capitel. Gcboth des Dolko Gottes um Gnade, Rache und Hülfe. 1. ^err, allmächtiger Gott, erbarme dich un- ^ serer, 2. Und ' siehe darein, und erschrecke alle Völker. ' Pf. 80 , 17. 3. Hebe deine Hand auf über die Fremden, daß sie deine Macht sehen. ^ Wie du vor ihren Augen geheiliget wirst bey uus: also erzeige dich herrlich an ihnen vor unfern Augen, 5. Auf' daß sie erkennen, gleichwie wir erkennen, daß kein anderer Gott sey, denn du, Herr. ' 2 Kon. 19, 19. 6. Thue neue Zeichen und neue Wunder. 7. Erzeige deine Hand und rechten Arm herrlich. 8. Errege den Grimm, und schütte Zorn aus. 9. Reiß den Widersacher dahin, und zerschmeisse den Feind. 10. Und eile damit, und denke an deinen Eid, daß mau deine Wuuderthat preise. 11. Der Zorn des Feuers müsse sie verzehren, die so sicher leben; und die deinem Volk Leide thun, müssen umkommen. 12. Zerschmettere den Kopf der Fürsten, die uns feind sind und sagen: Wir sind es.allein. 13. Versammle alle Stämme Jakobs, und laß sie dein Erbe seyn, wie von Anfang. 1^. Erbarme dich deines Volks, das von dir den Nahmen hat, und des Israels, den du * nennest deinen ersten Sohn. ' 2 Mos. 4, 22 . 15. Erbarme dich der Stadt Jerusalem, da dein Heiiigthnm ist, und da du wohnest. 16. Richte Zion wieder an, daß daselbst dein Wort wieder anfgehe, daß deine Ehre im Volk groß werde. 17. Erzeige dich gegen die, so von Anfang dein Eigenthum gewesen sind; und erfülle dle Weissagungen, die in deinem Nahmen verkündiget find. 18. Vergilt denen, so auf dich harren, daß deine Propheten wahrhaftig erfunden werden. 19. Erhöre, Herr, das Gebeth derer, die dich anrufen, nach dem Segen Aarons über dein Volk, auf daß alle, so auf Erden wohnen, erkennen, daß du, Herr, der ewige Gott bist. Sir ach 37. Rath fragen. 925 Rath geben. (Anfang des 37. Capitcts.) 20»Der Bauch nimmt allerlei) Speise zu sich; doch ist eine Speise besser, denn die andere. 21. Wi-e die Zunge das Witdpret kostet: also merkt ein verständiges Herz die falschen Worte. 22. Ein tückischer Mensch kann einen in ein Unglück bringen, aber ein Erfahrner weiß sich davor zu hüthen. 23. Die Mütter haben alle Söhne lieb; und geräth doch zuweilen eine Tochter besser, denn der Sohn. 2^. Eine schöne Frau erfreuet ihren Mann, und ein Mann hat nichts liebers. 25. Wo sie dazu freundlich und fromm ist, so findet man des Mannes gleichen nicht. 26. Wer eine Hausfrau hat, der bringet sein Gut in Rath, und hat einen treuen Gehülfen, und eine Sänle, der er sich trösten kann. 27. Wo kein Zaun ist, wird das Gut verwüstet ; und wo keine Hausfrau ist, da gehet es dem Hauswirth, als ginge er in der Irre. 28. Wie man nicht trauet einem Straßenräuber , der von einer Stadt in die andere schleicht: also trauet man auch nicht einem Manne, der kein Nest hat, und einkehren muß, wo er sich verspätet. Das 37. Capitel. Wodurch die Beschwerlichkeit des menschlichen Lebens mag gelindert werden. 1 Ann jeglicher Freund spricht wohl, ich bin ^ auch Freund; aber etliche sind allein mit dem Nahmen Freunde. 2. Wenn Freunde einander feind werden, so bleibt der Gram bis in den Tod. 3. Ach wo kommt doch das böse Ding her, daß alle Welt so voll Falschheit ist! g. Wenn es dem* Freunde wohl gehet, so freuen sie sich mit ihm; wenn es ihm aber übel gehet, werden sie seine Feinde. * c. 6, s. 5. Sie trauern mit ihm um des Bauchs willen; aber wenn die Noth hergehrt, so halten sie sich zum Schilde. 6. * Vergiß deines Freundes nicht, wenn du fröhlich bist , *«- 29,20. 7. Und gedenke an ihn, wenn du reich wirst. 8. Ein jeglicher Rathgeber will rathen, aber etliche rathen auf ihren eigenen Nutzen. 9. Darum Huche dich vor Rathen; bedenke zuvor, ob es gut sey. Denn er gedenkt vielleicht ihm selbst zu rachen, und will dichs wagen lassen, io. Und spricht, du ftvst auf der rechten Bahn; und steht gleichwohl wider dich, und merkt, wie es gerathen will. i i. Hatte keinen Rath mit dem, der einen Argwohn zu dir hat, und nimm nicht zu Rath, die dich neiden. 12. Gleich als wenn du ein Weib um Rath fragtest, wie man ihrer Feindinn freundlich seyn soll, oder einen Verzagten, wie man kriegen soll, oder einen Kaufmann, wie hoch er deine Waare gegen seine achten wolle, oder einen Käufer, wie theuer du geben sollst, 13. Oder einen Neidischen, wie man wohl thun, oder einen Unbarmherzigen, wie man Gnade erzeigen soll, oder einen Faulen von großer Arbeit; ig. Oder einen Tagelöhner, der nirgend besessen ist, wie man nicht aus der Arbeit gehen soll, oder einen trägen Hausknecht von vielen Geschäften. * Solche Leute nimm nicht zu Rath. ' e. 9/ 2l. 15. Sondern * halte dich stets zu gottesfürchtigen Leuten, da du weißt, daß sie Gottes Gebothe halten, ' Ps. 119/63. Cir 6/33. e. 9/23. 16. Die gesinnet sind, wie du bist, die Mitleiden mit dir haben, wo du strauchelst. 17. Und bleibe bey derselben Rath, denn du Wüst keinen treuer» Rath finden. 18. Und solcher Einer kann oft etwas besser ersehen, denn sieben Wächter, die oben auf der Warte sitzen. 19. Doch in dem allen * rufe auch den Allerhöchsten an, daß er dein Thun gelingen, und nicht fehlen lasse. * Tob. 4/ 20. 20. Ehe du was anfangest, so frage vor; und ehe du was thust, so nimm Rath dazu. 21. Denn wo man was Neues vor hat, da muß derer vier Eins kommen, daß es gut oder böse werde, daß Leben oder Tod daraus folge: und dieß alles regieret allezeit die Zunge. 22. Mancher ist wohl geschickt, Andern zu rathen, und ist ihm selber nichts nütze. 23. Mancher will klüglich rathen, und man hört ihn doch nicht gerne, und bleibt ein Bettler. 2^. Denn er hat nicht vom Herrn die Gnade dazu, und ist keine Weisheit in ihm. 25. Mancher ist weise durch eigene Erfahrung, der schaffe mit seinem Rath Nutzen, und trifft es. 26. Ein weiser Mann kann sein Volk leh-en, und schafft mit seinem Rath Nutzen, und trifft es. 27. Ein wei-'er Mann wird hoch gelobet; und alle, die ihn sehen, preisen ihn. 926 Gesundheitsregeln. Srrach 37. 38. 39. Pflicht gegen Verstorbene. 28. Ein * Jeglicher hat eine bestimmte Zeit zu leben; aber Israels Zeit hat keine Zahl. * Hiob 14, S. 29 . Ein Weiser hat bey seinen Leuten ein großes Ansehen, und sein Nähme bleibt ewiglich. (Anfang des 38. CapitclS ) so.Mein Kind, prüfe, was deinem Leibe gesund ist; und siehe, was ihm ungesund ist, das gib ihm nicht. 3 t. Denn * Allerley dienet nickt Jedermann, so mag auch nicht Jedermann Allertey. * i Cor. 6, 12 . c. io, 23. 32 . Ueberfülle "dick nicht mit allerley niedlicher Speise, und friß nicht zu gierig. '-.31,12.13. 33. Denn viel fressen macht krank, und ein unfättiger Fraß krigt das Grimmen. 34 . Viele haben sich zu Tode gefressen; wer aber mäßig isset, der lebt desto länger. Das 38. Capitel. Allerhand GrsundheitSregeln. 1. sKhre den Arzt mit gebührlicher Verehrung, ^ daß du ihn habest zur Noih: 2. Denn der Herr hat ihn geschaffen, und die Arzeney kommt von dem Höchsten; und Könige ehren ihn. 3. Die Kunst des Arztes erhöhet ihn, und macht ihn groß bey Fürsten und Herren. 4 . Der Herr läßt die Arzeney * aus der Erde wachsen, und ein Vernünftiger verachtet sie nicht. ' Ps. 104, 14. L. Ward * doch das bittere Wasser süße durch ein Holz, auf daß man seine Kraft erkennen sollte. ' 2 Mos. IS, 2S. 6. Und er hat solche Kunst den Menschen gegeben, daß er gepriesen würde in seinen Wun- derthaten. 7 . Damit heilet er, und vertreibet die Schmerzen ; und der Apotheker macht Arzeney daraus. 8 . Summa, Gottes Werke kann man nicht alle erzählen; und ' er gibt alles, was gut ist auf Erden. * sac. 1 , 17 . s. Mein Kind, wenn du krank bist, so verachte dieß nicht; sondern bitte den Herrn, so wird er dich gesund machen. 10. Laß "von der Sünde, und mache deine Hände unsträflich, und reinige dein Herz von aller Missethat. * Zs, s. 11. Opfere süßen Geruch und Semmel zum Gedenkopfer; und gib ein fettes Opfer, als müssest du davon. 12. Darnach laß den Arzt zu dir, denn der Herr hat ihn geschaffen, und laß ihn nicht von dir, weil du sei, er doch bedarfst. 13. Es kann die Stunde kommen, daß dem Kranken allem durch jene geholfen werde, 14 . Wenn sie * den Herrn bitten, daß es mit ihm besser werde, und Gesundheit kriege, länger zu leben. * Esaj. 38 ,2. 15. Wer * vor seinem Schöpfer sündiget, der muß dem Arzt in die Hände kommen. * Ps. 107, 17. 18 . Hoh. S, 14. 16. Mein Kind, wenn einerstirbt, so beweine * ihn, und klage ihn, als sey dir großes Leid geschehen, und verhülle seinen Leib gebührlicher Weise, und bestatte ihn ehrlich zum Grabe. ' c. 22, 10. 17 . Du sollst bitterlich weinen, und herzlich betrübt seyn, und Leide tragen, darnach er gewesen ist. 18. Zum wenigsten einen Tag oder zween, auf daß man nicht übel von dir reden möge; und ' tröste dich auch wieder, daß du nicht traurig werdest. * 22,11. 19. Denn von Trauern kommt der Tod, und -es Herzens Traurigkeit schwächt die Kräfte. 20. Traurigkeit und Armuth thut dem Herzen weh in der Anfechtung, und Übertritt. 21. Laß die Traurigkeit nicht in dein Herz, sondern schlage sie von dir, und denke an das Ende, und vergiß deß nicht. 22. Denn da ist kein Wiederkommen; es hilft ihm nicht, und du thust dir Schaden. 23. Gedenke an ihn, wie er gestorben, so mußt du auch sterben. Gestern war es an mir, heute ist es an dir. 24 . Weil der Todte nun in der Ruhe liegt, so' höre auch auf seiner zu gedenken, und tröste dich wieder über ihn, weil sein Geist von hinnen geschieden ist. * 2 Sam. 12,20. (Anfang des 3S. Kapitels.) 2L.Ztzer die Schrift lernen soll, der kann keiner andern Arbeit warten; und wen man lehren soll, der muß sonst nichts zu thun haben. 26. Wie kann der der Lehre warten, der pflügen muß, und der gerne die Ockfen mit der Geißel treibt, und mit dergleichen Werken umgehet, und weiß nichts, denn von Ochser.' zu reden? 27. Er muß denken, wie er ackern soll, und muß spät und früh den Kuben Futter geben. 28. Also auch die Tischer und Ztmmerleute, Der Studirenden Pflicht Sir ach 39 . 40 . und Nutzen. 927 die Tag und Nacht arbeiten, und schnitzen Bildwerk , und Fleiß haben, mancherlei) -Arbeit zu machen, die müssen denken, daß es recht werde, und früh und spät daran seyn, daß sie es vollenden. 29. Also ein Schmid, der muß bey seinem Ambos seyn, und seiner Schmiede warten, und wird matt vom Feuer, und arbeitet sich müde über der Esse. 30 . Das Hämmern schlägt ihm die Obren voll, und er siehet darauf, wie er das Werk recht mache. 3 1. Und muß denken, wie er es fertige, und früh und spät daran seyn, daß er es fein ausarbeite. 3 r. Also* ein Töpfer, der muß bey seiner Arbeit seyn, und die Scheibe mit seinen Fussen umtreiben , und muß immer mit Sorgen sein Werk machen, und hat sein gewisses Tagewerk. * Wcish. 15, 7. 33 . Er muß mir seinen Armen aus dem Thon sein Gefäß formiren, und muß sich zu seinen Fußen müde bücken. 3 ^. Er muß denken, wie er es fein glasure, und früh und spät den Ofen fegen. 35 . Diese alle trösten sich * ihres Handwerks, und ein Jeglicher fleißigt sich, daß er seine Arbeit könne. ' Ps. 128,2. 36 . Man kann ihrer in der Stadt nicht entbehren. 37 . Aber man kann sie nirgend hinschicken; sie können der Aemter auch nicht warten, noch in der Gemeine regieren. 38 . Sie können den Verstand nicht haben, die Schrift zu lehren, noch das Recht und Gerechtigkeit zu predigen. 39. Sie können die Sprüche nicht lesen, sondern müssen der zeitlichen Nahrung warten , und denken nicht weiter, denn was sie mit ihrer Arbeit gewinnen mögen. Das 39. Capitel. Dom Nähr« und Lehrsiande, und was zum Studiren erfordert werde. 1. AAer sich aber darauf geben soll, daß er das Gesetz des Höchsten lerne, der muß die Weisheit aller Alten erforschen, und in den Propheten studiren. 2. Er muß die Geschichte der berühmten Leute merken, und denselben Nachdenken, was sie bedeuten und lehren. 3 . Er muß die geistlichen Sprüche lernen, und in den tiefen Reden sich üben. Der * kann den Fürsten dienen, und bey den Herren seyn. *«.38,3. 5 . Er kann sich schicken lassen in fremde Lande; denn er hat versucht, was bey den Leuten taugt oder nicht; 6 . U- d denkt, wie er früh aufftehe den Herrn zu suchen, der ihn geschaffen hat; und * bethet vor dem Höchsten. * «ph-s 3 , i 4 . e»l. i, s. 7. Er thut seinen Mund getrost auf, und bethet ' für des ganzen Volks Sünde. * 1 Sam. 12, 23. WeiSH. 18, 21. 8 . Und wenn denn der Herr also versöhnet ist, so giebt er ihm den' Geist der Weisheit reichlich. * Jac. i, 6. 9. Daß er weisen Rath und Lehre geben kann gewalktglich, dafür er dem Herrn dankt in seinem Gebelh. 10. Und der Herr 'gibt Gnade dazu, daß sein Rath und Lehre fortgehen. * c. 37,24. n. Und er betrachtets zuvor bey sich selbst: darnach sagt er seinen Rath und Lehre heraus, und beweiset es mit der heiligen Schrift. 12. Und viele * verwundern sich seiner Weisheit und sie wird nimmermehr untergehen. * Luc. 2, 47. 13. Seiner wird nimmermehr vergessen, und sein Nähme bleibt für und für. 1^. Was er gelehret hat, wird man weiter predigen, und die Gemeine wird ihn rühmen. 15. Dieweil er lebet, hat er einen größern Nahmen, denn andere tausend; und nach seinem Tode bleibt ihm derselbige Nähme. (Anfang dcö 4 o. CapitelS.) lö.Ich habe noch etwas mehr zu sagen; denn ich bin wie ein Vollmond. 17. Gehorchet mir, ihr heiligen Kinder, und wachset wie die Rosen, * an den Bächlein gepflan- zet. ' Ps-3. 18. Und gebet süßen Geruch von euch, wie Weihrauch; * blühet, wie die Lilien, und riechet Wohl. * Esaj. 35, 1 . 19. Singet löblich, und lobet den Herrn in allen seinen Werken; * preiset seinen Nahmen herrlich. * Ps- ^ 4. 20. Danket ihm, und lobet ihn mit Singen und Klingen, und sprechet also im Danken: 21. Alle* Werke des Herrn sind sehr gut, und was er gebiethet, das geschiehst zu rechter Zeit. » 1 Mos- 1/ 3l. WeiSh. 1, 14. 22. Und man darf nicht sagen: Was soll das? Denn zu ihrer Zeit kommen sie gewünscht; gleich als da durch sein Geboth * das Wasser stand wie Menschliches Elend. 928 Gottes Werke find gut. Sirach 40. 41. Mauern, und durch sein Wort die Wasser standen / als wären sie gefasset. * 2 Mos. 14, 22. Jos. Z, 16. 23. Denn was er durch sein Geboth schaffet, das ist lieblich; und man darf über keinen Mangel klagen an seiner Hülfe. 24. Aller Menschen Werke find vor ihm, und Vor seinen Augen ist nichts verborgen. 25. Er * siehet alles von Anfang der Welt, bis ans Ende der Welt, und vor ihm ist kein Ding neu. ' c. 1-, 19. 26 . Man darf nicht sagen: Was soll das? Denn er hat ein Jegliches geschaffen, daß es zu etwas dienen soll. 27 . Denn sein Segen fließt daher, wie ein Strom, und tränkt die Erde, wie eine Sündfluth. 28 . Wiederum sein Zorn trifft die Heiden, als wenn er ein wasserreiches Land verdorren läßt. 29 . Sein Thun ist bey den Heiligen recht; aber die Gottlosen stoßen sich daran. 30. Alles, * was von Anfang geschaffen ist, das ist den Frommen gut, aber den Gottlosen schädlich. * Wciöh. 16, 24. 31. Der Mensch bedarf zu seinem Leben Wasser, Feuer, Eisen, Salz, Mehl, Honig, Milch, Wein, Oehl und Kleider. 32. Solches alles kommt den Frommen zu gut, und den Gottlosen zu Schaden. 33. Es find auch die Winde ein Theil zur Rache geschaffen, und durch ihr Stürmen thun sie Schaden; 34. Und wenn die Strafe kommen soll, so toben sie, -und richten den Zorn aus deß, der sie geschaffen hat. 35. Feuer, Hagel, Hunger, Tod, solches alles ist ' zur Rache geschaffen. ' W«sh. is. 36. Die wilden Thiere, Skorpionen, Schlangen und Schwert find auch'zur Rache geschaffen, zu verderben die Gottlosen. ' c. 4», io. 37. Mit'Freuden thun fieseinen Befehl, und find bereit, wo er ihrer bedarf auf Erden; und wenn das Stündlein kommt, lassen sie nicht ab. * Ps. 148, 8. 38. Das ist es, das ich anfing und gedachte zu schreiben. 39 . Rühmlich, daß' alle Werke des Herrn gut sind, und ein Jegliches zu seiner Zeit nützlich ist, * 1 Mos. 1, 31. 40. Daß man nicht sagen darf, es ist nicht alles gut; denn es ist ein Jegliches zu seiner Zeit köstlich. 41. Darum soll man den Nahmen des Herrn loben, und danken, mit Herzen und Munde. Das 40. Capicel. Vermahnung zum Lobe GottcS. Klage über der Menschen Elend. 1. ^s ist ein elend jämmerliches Ding um aller ^ Menschen Leben, von Mutterleibe an, bis sie in die Erde begraben werden, die unser aller Mutter ist. 2 . Da ist immer Sorge, Furcht, Hoffnung, und zuletzt der Tod, 3. So wohl bey dem, der in hohen Ehren fitzt, als bey dem Geringsten auf Erden; 4. So wohl bey dem, der Seide und Krone trägt, als bey dem, der einen groben Kittel an hat. Da ist immer Zorn, Eifer, Widerwärtigkeit, Unfriede, und Todesgefahr,' Neid und Zank. ' Jac. 3, 16 . 5. Und wenn einer des Nachts auf seinem Bette ruhen und schlafen soll, fallen ihm mancherley Gedanken vor. 6. Wenn er gleich ein wenig ruhet, so ist es doch nichts; denn er erschrickt im Traum, als sehe er die Feinde kommen. 7. Und wenn er aufwacht, und siehet, daß er sicher ist; so ist ihm, als der aus der Schlacht entronnen ist, und ist wunderfroh, daß die Furcht nichts ist gewesen. 8. Solches widerfährt allem Fleisch, bevde Menschen und Vieh, aber den Gottlosen sieben- mahl mehr. 9 Mord, Blut, Hader, Schwert, Unglück, Hunger, Verderben und Plage, io. Solches alles ist geordnet wider die Gottlosen : denn auch die 'Sündfluth um ihret willen kommen mußte. -i Mos. 7,n. (Anfang deS 4l. CapitclS.) 1 1 .Alles, was aus der Erde kommt, * muß wieder zur Erde werden, i- wie alle Wasser Wieder ins Meer fließen. * 1 Mos. 3, IS. 2 Sam. 14, 14. Pred. 12 , 7. -s Prcd. 1, 7. 12. Alle Geschenke und Unrechtes Gut müssen untergehen; aber die Wahrheit bleibt ewiglich. 13. Der Gottlosen Gürer versiegen wie ein Bach, wie ein Donner verrauscht im Regen. 14. Sie find fröhlich, so lange sie Geschenke nehmen; aber zuletzt gehen ste doch zu Boden. 16 . Die' Nachkommen der Gottlosen werden keine Zweige kriegen, und der Ungerechten Wurzel stehet auf einem bloßen Felsen. * e. 2 z, -s. 16 . Und wenn sie gleich sehr feucht, und am Wasser stünden, werden sie doch ausgerottet, ehe sie reif werden. 17. Wohl- Furcht des Herrn. Sir ach 4l. 42. Löbliche und sträfliche Schamhaftigkeit. 929 17. Wohlthim aber ist * wie ein gesegneter Garten, und Barmherzigkeit bleibt ewiglich. , * verS 28 . 18 . Wer sich mit seiner Arbeit nährt, und * läßt ihm begnügen, der hat ein fein ruhiges Leben. Das heißt einen Schatz über alle Schätze finden. * 1 Tim. 6/ 6. 19. Kinder zeugen und die Stadt bessern, macht ein ewiges Gedächtniß; aber ein ehrliches Weib mehr, denn die alle beyde. 20. Wein * und Saitenspiel erfreuen das Herz; aber die Weisheit ist lieblicher, denn die beyde. * Ps. 101 / 13 . Sir. 31 / 32 . 34 . 33 . 21. Pfeifen und Harfen lauten wohl; aber eine * freundliche Rede besser, denn die beyde. * Spr. 12/ 23 . 22. Dein Auge flehet gerne, was lieblich und schön ist; aber eine grüne Saat lieber, denn die beyde. 23 . Ein Freund kommt zum andern in der Noth; aber Mann und Weib vielmehr. 2^. Ein Bruder hilft dem andern in der Noth; aber Barmherzigkeit hilft vielmehr. 25. Gold und Silber erhalten einen Mann; aber vielmehr ein guter Rath. 26. Geld und Gut macht Muth; aber vielmehr die Furcht des Herrn. 27. Der * Furcht des Herrn mangelt nichts, und sie bedarf keiner Hülfe. ' e. i/19. 28. Die Furcht des Herrn ist ein gesegneter Garten, und ist nichts so schön, als fie. 29. Mein Kind, gib dich nicht aufs betteln; es ist besser sterben, denn betteln. 3 0. Wer flch auf eines andern Tisch verlaßt, der gedenkt flch nicht mit Ehren zu nähren: denn er muß flch versündigen um fremder Speise willen. 31. Aber davor hüthet flch * ein vernünftiger weiser Mann. '-.32,22. c. 38 / 4 . 32. Betteley schmeckt wohl dem * unverschämten Maul; aber er wird zuletzt ein böses Fieber davon kriegen. ' Luc. 16/ 3. Das 41. Capitel. Vox Vergleichung etlicher sonderbaren Stücke. Vom Schmarutze» und Betteln. Von der Furcht des Todes. 1. ^) Tod, wie bitter bist du, wenn an dich ^ gedenkt ein Mensch, der gutt Tage und genug hat, und ohne Sorge lebr, 2. Und dem es wohl gehet in allen Dingen, und noch wohl essen mag. 3 . O Tod, wie wohlthust -u dem Dürftigen, Der da schwach und alt ist, der in allen Sorgen steckt, und nichts Vessers zu hoffen, noch zu gewarten hat. 5. Fürchte den Tod nicht. Gedenke, daß es also vom Herrn geordnet ist über * alles Fleisch, beydes derer, die vor dir gewesen sind, und nach dir kommen werden. *Ps. «9,49. 6 . Und was wegerst du dich wider Gottes Willen; du lebest zehn, hundert oder tausend Jahre? 7. Denn im Tode fragt man nicht, wie lange Einer gelebt habe. (Anfang deS 4 r. CaxitclS.) 8 . ^>ie * Kinder der Gottlosen, und die sich ^ zu den Gottlosen gesellen, werden eitel Gräuel. * W«sh. 3 /12. y. Der Gottlosen Kinder Erbgut kommt um, und ihre Nachkommen müssen verachtet seyn. 10. Die * Kinder müssen klagen über den gottlosen Vater; denn um feinet willen sind fie verachtet. * W-ish. s, 16. c. 4 / 6 . 11. Wehe euch Gottlosen, die ihr des Höchsten Gesetz verlasset! 12. Ihr lebet oder sterbet, so seyd ihr * verflucht. *3 Mos. 28/ 13 . 13. Gleichwie * alles, so aus der Erde kommt, wiederum zur Erde wird: also kommen die Gottlosen aus dem Fluch zur Verdammniß. * Pred. 12 , 7 . 1^. Eines Menschen Leiden mag hier währen, so lange er lebt; aber der Gottlosen Nähme muß vertilget werden, denn er taugt nicht. 15. Siehe zu, daß du einen guten Nahmen behaltest; der bleibt gewisser, denn tausend große Schätze Gold. 16. Ein Leben, es sey wie gut es wolle, so währet es eine kleine Zeit; * aber ein guter Nähme bleibt ewiglich. *Pr-r>. 7,2. 17. Meine Kinder, wenn es euch wohl gehet, so sehet zu , und bleibet in Gottesfurcht. 18. Warum * schämet ihr euch meiner Worte? * Marc. 8 , 38 . 19. Man * schämet flch oft, da man sich nicht schämen sollte; und billigt oft, das man nicht billigen sollte. ' c. 4 ,23. 20. Es fckäme sich Vater und Mutter der Hu- rerey, ein Fürst und Herr der Lügen , 21. Ein Richter und Rath des Unrechten, die Gemeine und Volk des Ungehorsams, 22. Ein. Nächster und Freund, Leid zu thun, ein Nachbar des Stehlens. Bbbbbb 930 Löbliche und sträfliche Schamhaftigkeit. Sirach 42 . 43 . Preis der Werke ».Geschöpfe Gottes. 2Z. Schäme dick/ daß du mit deinem Arm auf dem Brot über Tische liegest. 2L. Schäme dich daß du übel bestehest in der Rechnung, und nicht dankest, wenn man dich grüßt. 25 . Schäme dich, nach den Huren zu sehen, und dein Angesicht von deinen Blutsfreunden zu wenden. 26. Schäme dich, das Erbtheil und Morgengabe zu entwenden, und * eines Andern Weib zu begehren. * 2 Mos. 20 , 14 . 17 . Matth, 5 , 28 . 27. Schäme dich, eines Andern Magd zu begehren, und um ihr Bette zu stehen. 28. Schäme dich,' deinem Freunde aufzurücken; und wenn du ihm etwas gibst, so verweise es jhlN Nicht. ' e. 18, 15. c. 20 , 15. 29. Schäme dick, nackzusagen alles, was du gehöret hast, und * zu offenbaren heimliche vertraute Rede. Also schämest du dich recht, und wirst allen Leuten lieb und werth seyn. * c. 27, 17. 19. 24. Das 42. Capitel. Fluch der Gottlosen. Guter Nähme. Falsche Scham. i.Isber dieser Stücke * schäme dich keines, und ^ um Niemandes willen thue Unrecht: nähm- ltch des Gesetzes und Bundes des Höchsten; * c. 22/ 31. 2. Den Gottesfürchtige» bey Recht zu erhalten; 3. Treulich handeln gegen den Nächsten und Gesellen, den Freunden das Erbtheil zuzuwenden , Fleißig seyn, rechtes Maß und Gewicht zu halten, * zufrieden seyn , du gewinnest viel oder wenig, * Phu. 4 /12. s. Recht handeln mit zeitlichem Guth im Kaufen und Verkaufen, die Kinder mit Fleiß ziehen, den bösen Knecht wohl stäupen, ß. Vor einem bösen Weibe das Deine wohl bewahren , wo viel Zugreifens ist, alles wohl verschließen , 7. Was man ihnen muß unter die Hände geben, alles zählen und abwägen, alle Ausgabe und Einnahme anschreiben, 8 . Die Unverständigen und Thoren unterweisen, auch die gar alten Leute, daß sie sich nicht mit den jungen hadern. Also wirst du ein recht wohlgeschickter Mensch, und bey allen Leuten gelobet. 9. Eine Tochter, die noch unberathen ist, macht dem Vater viel Wachen, und das Sorgen für sie nimmt ihm viel Schlaf; weil sie jung tst, daß sie möchte veralten, oder wenn sie einen Mann kriegt, daß er ihr möchte gram werden; 10. Oder weil sie noch Jungfrau ist, daß sie möchte geschändet, und in des Vaters Hanse schwanger werden: oder wenn sie bey dem Manne ist, daß sie sich nicht recht halten, ober er kein Kind mit ihr haben möchte. 11. Wenn deine' Tochter nicht schamhaftig ist, so halte sie hart, daß sie dich nicht deinen Feinden zum Spott mache, und die ganze Stadt von dir sage, und du von einem jeden Sckande hören, und dich vor allen Leuten schämen müssest. * c 26/ 13. 12. Siehe' dich nicht um nach schönen Menschen, und sey nicht so gerne um die Weiber. * Hiob 3i, 1 . 13 . Denn gleichwie aus den Kleidern Motten kommen: also kommt von Weibern viel Böses. 1^. Es ist sicherer bey einem bösen Manne zu seyn, denn bey einem freundlichen Weibe, die ihn zu Hohn und Spott macht. (Anfang des 43. Capitcls.) is.Hch will nun preisen des Herrn Werke, und aus der heiligen Schrift seine Werke verkündigen , wie ich es gelesen habe. 16. Die Sonne gibt aller Welt Licht, und ihr Licht ist das allerhelleste Licht. 17. Es ist auch den Heiligen von dem Herrn noch nie gegeben, daß sie alle seine Wunder * aussprechen könnten; denn der allmächtige Herr hat sie zu groß gemacht, und alle Dinge sind zu groß, nach Würden zu loben. *e. 1«, 2. 18. Er allein * erforschet den Abgrund, und der Menschen Herzen, und weiß, was sie gedenken. *Ps. 139,1. 2 . Her. 17, 9. 10 . 19 . Denn der * Herr weiß alle Dinge, und fiehet, zu welcher Zeit ein Jegliches geschehen werde. *J»h. 21 , 17 . 20. Er verkündiget, was vergangen, und was zukünftig ist, und offenbaret, was verborgen ist; er verstehet alle Heimlichkeit, und ist ihm keine Sache verborgen. 21. Er beweiset seine große Weisheit herrlich; und er ist von Ewigkeit bis in Ewigkeit. 22. Man kann ihn weder größer noch geringer machen, und er bedarf keines Raths. 23 . Wie * lieblich find alle seine Werke, wiewohl man kaum ein Fünklein davon erkennen kann. * c. 3S, 23 . 2^i. Es lebt alles, und bleibt für und für; und wozu er ihrer bedarf, sind sie alle gehorsam. 25. Es find * immer zwey gegen zwev, und eins Preis der Werke Sirach 43, und Geschöpfe Gottes. 931 gegen eins; und was er macht, daran ist kein Fehler. * 33, 15. 26. Und hat ein Jegliches geordnet, wozu es sonderlich nütze seyn soll. D as 43. C 6 pitel. Lob Gottes um das Werk der Schöpfung, und Erhaltnng aller Dinge. 1. Nnd wer kann sich seiner Herrlichkeit satt ^ sehen? Man stehet seine Herrlichkeit an der mächtigen großen Höhe, an dem Hellen Firmament, an dem schönen Himmel. 2. Die ' Sonne, wenn sie aufgeht, verkündiget den Tag; sie ist ein Wunderwerk des Höchsten. * Ps. 136, 8. 3. Im Mittag trocknet sie die Erde, und wer kann vor ihrer Hitze bleiben? -4. Sie macht es Heister, denn viele Ofen, und brennet die Berge, und bläset eitel Hitze von sich, und gibt so Hellen Glanz von sich, daß sie die Augen blendet. 5. Das * muß ein großer Herr seyn, -er sie gemacht hat, und hat sie heissen so schnell laufen. * Weich. 13, 3. 6. Und der Mond in aller Welt muß scheinen zu seiner Zeit, und die Monathe unterscheiden, und das Jahr austheilen. 7. Nach dem Mond rechnet man die Feste; es ist ein Licht, das abnimmt, und wieder zu- nimmt. 8. Er macht den Monath, er wachset und verändert sich wunderbarlich. 9. Es leuchtet auch das ganze himmlische Heer in der Höhe am Firmament, und die Hellen Sterne zieren den Himmel. 10. Also hat sie der Herr in der Höhe heissen die Welt erleuchten. 11. Durch Gottes Wort halten sie ihre Ordnung , und wachen sich nicht müde. 12. Siehe' den Regenbogen an, und lobe den, der ihn gemacht hat; denn er hat sehr schöne Farben. * Ejech. 1 , 28 . 1 Mos. s, 13. 13. Er hat den Himmel fein rund gemacht, und die Hand des Höchsten hat ihn ausgebreitet. 14. Durch fein Wort fällt ein großer Schnee; und er läßt es wunderlich durch einander blitzen, daß sich der Himmel aufthut. is. Und die Wolken schweben, wie die Vögel fliegen. 16. Er macht durch seine Kraft die Wolken dicke, daß Hagel heraus fallen. 17. Sein Donner erschreckt die Erde, und Berge zittern vor ihm. 18. Durch seinen Willen wehet der Südwind und der Nordwind. 19. Und wie die Vögel fliegen, so wenden sich die Winde, und wehen den Schnee durch einander, daß er sich zu Hanf wirft, als wenn sich die Heuschrecken nieder thun. 20. Er ist so weiß, daß er die Augen blendet, und das Herz muß sich verwundern solches seltsamen Regens. 21. Er schüttet den Reif auf die Erde wie Salz; und wenn es gefrieret, so werden Eiszacken, wie die Spitzen an den Stecken. 22. Und wenn der kalte Nordwind wehet, so wird das Wasser zu Eis; wo Wasser ist, da wehet er über her, und ziehet dem Wasser gleich einen Harnisch an. 23. Er verderbet die Gebirge, und verbrennet die Wüsten, und verdorret alles, was grün ist, wie ein Feuer. 24. Dawider hilft ein dicker Nebel, und ein Thau nach der Hitze, der erquickt alles wieder. 26. Durch sein Wort wehret er dem Meer, daß es nicht ausreiffe; und hat Inseln darein gesäet. 26. Die * auf dem Meer fahren, die sagen von seiner Gefährlichkeit; und die wir es hören, verwundern uns. *Ps. 107 , 24 . 27. Daselbst sind seltsame Wunder, mancherlei) Thtere und* Walisische, durch dieselben schiffet MaN hiN. * Ps. 104, 2S. 26. 28. Summa, durch * sein Wort bestehet Alles. * Ps. 33, 6. 29. Wenn * wir gleich Viel sagen, so können Wir es doch nickt erreichen. Kurz: Er ist es gar. * Ps. 106, 2. 30. Wenn wir gleich alles hoch rühmen, was ist das? Er ist doch noch viel hoher, weder alle seine Werke. 31. Der Herr ist unaussprechlich groß, und seine Macht ist wunderbarlich. 32. Lobet und preiset den Herrn, so hoch ihr vermöget; er ist doch noch höher. 33. Preiset ihn aus allen Kräften, und lasset nicht ab: 34. Noch werdet ihr es nicht erreichen. 35. Wer hat ihn gesehen, daß er von ihm sagen könnte? Wer kann ihn so hoch preisen, als er ist? 36. Wir sehen seiner Werke das wenigste; denn viel größere sind uns noch verborgen. 37. Denn alles, was da ist, das hat der Herr gemacht, und * gibt es dem Gottesfürchtigen zu wissen. * Ps. 23, 14 . Am»S 3 , 7 . Bbbbbb 2 932 Berühmte Leute: Enoch. Noah, Abraham, Sir ach 44. 45. Isaak Jakob, Mose, Aaron. Das 44. Capitel. Lob berühmter Leute/ sonderlich etlicher Erzväter. 1. Aasset uns loben die berühmten Leute, und unsere Väter nach einander. 2. Viele herrliche Dinge har der Herr bey ihnen gethan von Anfang durch feine große Macht. Z. Sie haben ihre Königreiche wohl regieret, und löbliche Thaten gethan. Sie hab-n weislich geratben und geweissaget. Sie haben Land und Leute regieret, mit Rath und Verstand der Schrift, s. Sie haben die Musik gelernet, und'geistliche Lieder gedichtet. ' Ps ^/ 2. 6. Sie sind auch reich gewesen, und haben große Güther gehabt, und in Frieden regieret, weil sie hier gewesen sind. 7. Also sind sie alle zu ihren Zeiten löblich gewesen , und bey ihrem Leben gerühmt. 8. Und sie haben ehrliche Nahmen hinter sich gelassen. 9. Aber die Andern haben keinen Ruhm, und sind umgekommen, als wären sie nie gewesen. Und da sie noch lebten, waren sie eben, als lebten sie nicht; und ihre Kinder nach ihnen auch also. 10. Aber jenen heiligen Leuten, welcher Gerechtigkeit nicht vergessen wird, ist ein gut Erbe geblieben , samt ihren Kindern. i t. Ihre Nachkommen sind im Bunde geblieben , und um ihret willen find ihre Kiudeskinder für und für geblieben. 12. Und ihr Lob wird nicht untergehcn. 13. Sie sind im Frieden begraben, aber ihr Nähme lebt ewiglich. 1^. Die Leute reden von ihrer Weisheit, 15. Und die Gemeine Verkündiger ihr Lob. 16. Enoch * gefiel dem Herrn wohl, und ist weggenommen, daß er der Welt eine Vermahnung zur Buße wäre. * 1 Mos. 24. Ebr. 11, §. 17. Noah ward erfunden unsträflich, und zu der Zeit des Zorns hat er Gnade gefunden, 18. Und ist ' übrig behalten auf Erden, da die Sündfluth kam. *iM°s. 8,i8. 19. Und er empfing den 'Bund für die Welt, daß nicht mehr alles Fleisch durch die Sündfluth vertilget werden sollte. * 1 Mos 9, is. 20. Abraham, der' hochberühnue Vater vieler Völker, hat feines gleichen nicht in der Ehre. * 1 Mos. l 7 , 2. 2. Rom. 4 / 17 . 21. Er hielr das Gesetz des Höchsten, und' Gott machte mit ihm einen Bund, und stiftete denselben Bund in sein Fleisch; und er t ward treu erfunden, da er versucht ward. *1 Mos. 17 / 2 . --- 1 Mos. 22 / 12 . 22. Darum verhieß ihm Gott mit einem Eide, daß ' durch seinen Samen die Heiden sollten gesegnet werden, und er, wie der Staub der Erde, gemehret sollte werden, * 1 Mos 12,3. 23. Und fein Same erhöhet, wie die Sterne, und Erben werden, von ' einem Meer bis an das andere, und vom Wasser au bis an der Welt Ende. ' Ps 72 / 8 . Zoch. 9 / IN. 2^. Und hat denselbigen Segen über alle Menschen, und den Bund auch also bestätiget ' mit Isaak, um seines Vaters Abrahams willen; * 1 Mos. 12/ 3. 25. Und hat es auf * Jakob kommen und bleiben lassen. * 1 Mos 27 / 28 . c. 28 , 14 . 26. Er hat ihn gnädiglich gesegnet, und das Erbe gegeben, und sein Theil abgesondert, und in die zwölf Stämme getheilet. Das 45. Capitel. Don Mose / Aaron und PinehaS. 1. Ar hat aus ihm kommen lassen den heiligen ^ Mann Mose, der ' aller Welt lieb und werth war, und beyde Gott und Menschen ihm hold waren, deß Nähme hoch gepriesen wird. * 2 Mos. 11/ 3. 2. Er har ihn auch geehret, wie die heiligen Väter, und hoch erhoben, daß ihn die Feinde fürchten mußten; und ließ ihn mit Worten viel Zeichen thun. 3. Er machte ihn herrlich vor den Königen, und gab ihm Befehl an sein Volk, und ' zeigte ihm seine Herrlichkeit. *2Mos.i6,io. Er hat ihn auserkoren zum heiligen Staude, um feiner Treue und Sanftmuth willen, und aus allen Menschen erwählet. 5. Er ließ ihn hören seine Stimme, und füh- rete ihn in die finstere Wolke. 6. Cr hat ihm gegenwärtig die Gebothe gegeben , nähmlich das Gesetz des Lebens und der Weisheit, daß er Jakob sollte den Bund lehren, und Israel seine Rechte. 7. Er hat' Aaron, feinen Bruder aus dem- selbigen Stamm Levi auch erhöhet, und ihm gleich auserkoren. ' 2 Mos 4 , 14 . c. 28 , 1 . 8. Er machte einen ewigen Bund mit ihm, und gab ihm das Priesterthum im Volk. 9. Er hat ihn ehrlich und schön gekleidet, und legte ihm einen herrlichen Rock an, und zog ihm allerlei) Schmuck an. !?>A Hk. Lkilie Lrch. >1 ?! ÜM!» 'Sr MG Sirach 45. 46. Pinehas/ CaleS. 933 Berühmte Leute: Aaron, 16. Er rüstete ihn mit köstlichem Geschmeide, und legte ihm an die Niederwand, den langen Rock und Letbrock. 11. Und hing * viel goldene Schellen und Knäufe umher an ihn , daß es klänge, wenn er aus-und einginge, und der Klang gehöret würde im Heiligthum, damit seines Volks vor Gott gedacht würde: *2 Mos.-8/ 34 . 12. Ja den heiligen Rock mit Golde, gelber Seide und Scharlach gestickt; 13. Das Machtschildlein auf der Brust, mit dem Licht und Recht, künstlich gewirtet, mit den edlen Steinen, darinnen die Nahmen der zwölf Stämme Israel gegraben und in Gold gefastet durch die Steinschneider, daß ihrer gedacht würde vor Gott; 14. Das goldene * Stirnblatt an dem Hut, darinnen die Heiligkeit gegraben war; welches alles war herrlich, köstlich, lieblich und schön. - 2 Mos. 28 / 36. 15 . Man hat deßgleichen vor ihm nie gesehen. 16. Es mußte sie auch kein anderer anziehen, ohne seine Kinder allein, und Kindeskinder für und für. 17. Seine Opfer wurden täglich zweymahl vollbracht. 18. Moses* füllete ihm die Hände, und falbste ihn mit dem heiligen Oehl. * 2 Mos. 29/ 9. 33. 3 Mos. 8/ 33. 19 . Es ward der Bund mit ihm gemacht, daß er und seine Söhne ewiglich , * so lange die Tage des Himmels währen, ihm dienen, Priester seyn, und sein Volk in seinem Nahmen segnen sollten. * Bar. 1, 11. 20. Er hat ihn erwählet aus allen Lebendigen, daß er dem Herrn opfern sollte, Speisopfer und Räuchopfer zum fußen Geruch und Gedächt- niß, das Volk zu versöhnen. 21. Er befahl ihm das Amt seines Worts, daß er Jakob seine Zeugnisse lehren und Israel mit seinem Gesetz erleuchten sollte. 22. Es rotteten sich wohl andere wider ihn, und neideten ihn in der Wüste; nähmlich die mit * Dathan und Abiram waren; und die wü- thende Rotte Korah; " 4 Mvs i 6 ,i. 23. Aber der Herr sah es, und gefiel ihm nicht, und * sie wurden verschlungen im grimmigen Zorn. * 4 Mos. 16, 31 '. 32 . 24 . Er bewies ein schreckliches Wunder an ihnen, und verschlang sie mir seinem Feuer. 25. Er ehrete Aaron noch weiter, und gab ihm ein Erbtheil: nähmlich alle Erstlinge theilte er ihm zu; vor allen andern verordnet er ihnen zum ersten Brot genug. 26. Denn sie sollten essen des Herrn Opfer, die er ihm und seinem Samen gab. 27. Aber sie mußten kein Theil am Lande haben, noch mit dem Volk erben; sondern der Herr war ihr Theil und Erbe. 28. Pinehas, der Sohn Eleasars, war derdritte in solcher Ehre; der eiferte in Gottesfurcht. 29. Und da das Volk * abfiel, stand er treulich, fest und keck, und versöhnete Israel .*4 Ms.23/7. 39. Darum ward ihm gegeben' der Bund des Friedens, daß er dem Heiligthum und dem Volk vorstehen, und er und sein Same die prtesterliche Würdigkeit ewiglich haben sollte. *iMcc. 2 / 34 . 31. Gleichwie mit David aus dem Stamm Juda der Bund gemalt ist, daß allein aus seinen Söhnen einer König seyn soll: 32. Also sollen auch Aaron und sein Same die Erben seyn, daß man uns Weisheit lehre, und sein Volk recht regiere, auf daß ihr Stand und Herrlichkeit nicht untergehe, sondern für und für bey ihnen bleibe. Das 46. Capitel. Von Joftm und Calcb, den Richtern, und Samuel. 1. ^esus Nave war ein Held im Streit, und ^ ein Prophet nach Mose, 2. Der große Siege behielt für die Auserwählten Gottes (wie sein Nähme gibt), und sie rächete an den Feinden, von welchen sie angegriffen worden, auf daß Israel ihr Erbe kriegten. 3. Er hat Ehre erlanget, da er die Hand ausreckte, und das Schwert zuckte wider die Städte. 4 . Wer ist jemahls so freudig gestanden? Er fing die Feinde des Herrn. 5. Um feinet willen * stand die Sonne, und ward ein Tag so lang als zween. "Jos. 10/13.14. 6 . Er rief an den Höchsten und Mächtigen , da er seine Feinde allenthalben drängete; und der Herr, der Große, erhörete ihn, und ließ * sehr große Hagelsteine fallen auf die Feinde; " Jos. 10 / 11. Off- 11 / 19 . 7 . Und schlug die Widersacher todt, da sie herunter zogen. Und die Heiden wurden gewahr, was diese für Geschütz harten, 8. Und daß der Herr selbst gegenwärtig wäre in dem Streit; und er jagte Len Gewaltigen nach. 9. Und zu der Zeit Mose that' er und Caleb, der Sohn Jephunne, ein gutes Werk, da stau- 934 Berühmte Leute: Caleb, Samuel, Nathan , Sirach 46 . 47 . David, Salomo. den sie wider den Haufen, und wehreten dem Volk die Sünde, und stilleten den schädlichen Aufruhr. * 4 Mos. 14, 6. 10. Darum sind* sie zween allein erhalten unter sechs hundert tausend Mann, und haben das Volk zum Erbe gebracht ins Land, da Milch und Honig innen fließet. * 4 Mos. 14, 24. 30. 33. c. 26, 65. 11. Und der Herr erhielt * den Caleb bey Leibeskräften bis in sein Alter, daß er hinauf zog auf das Gebirge im Lande; und sein Same besaß das Erbe. "Jos. 14/11. 12. Auf daß alle Kinder Israel sähen, wie gut es ist, dem Herrn gehorchen. 13. Und die Richter, ein Jeglicher nach seinem Nahmen, welche nicht Abgötterey trieben, noch vom Herrn absielen, werden auch gepriesen. 14. Ihre Gebeine * grünen noch immer, da sie liegen; * c. 4s, 12. 15. Und ihr Nähme wird gepriesen in ihren Kindern, auf welche er geerbet ist. 16. Und Samuel, der Prophet des Herrn, von seinem Gott geliebet, * richtete ein Königreich an, und salbete Fürsten über sein Volk. * 1 Sam. io, 1. c. 16, 13. 17. Er richtete die Gemeine nach dem Gesetz des Herrn, und der Herr sah Jakob wieder an. 18. Und der Prophet ward rechtschaffen und treu erfunden; und man erkannte, daß seine Weissagung gewißlich wahr geworden. 19. Er' rief an den Herrn, den Mächtigen, da er seine Feinde allenthalben drängete, und junge Lämmer opferte. * i Sam. 7, s. c. 12,13. 20. Und der Herr * donnerte vom Himmel herab, und ließ sich hören in einem großen Wetter, * 1 Sam. 7, 10. 21. Und zerschlug die Fürsten zu Tyrus, und alle Herren der Philister. 22. Und vor seinem Ende, ehe er starb, bezeugte * er vor dem Herrn und seinem Gesalbten, daß er von keinem Menschen Geld, auch nicht einen Schuh genommen hätte; und kein Mensch konnte ihn etwas zeihen. 1 Sam. 12,3. 4 Mos. 16,15. 23. Und da er nun entschlafen war, weissagte * er, und verkündigte dem Könige sein Ende, und ließ sich hören aus der Erde hervor, und weissagte, daß die gottlosen Leute sollten umkommen. * 1 Sam. 23, 15. Das 47. Capitel. Vom Könige David, Salomo, Roboam und Jerobeam. Darnach zu der Zeit Davids * weissagte Na- ^ thttN. *2 Sam. 12,1. 2. Und David war unter den Kindern Israel auscrk. reu, wie' das Fette am Opfer Gott geeignet war. *3 Mos. 3,17. 3. Er * ging mit Löwen um, als scherzte er mit Böcklein, und mit Bären, als mit Lämmern. * 1 Sam. 17 , 34 . 35 . 4. In seiner Jugend * schlug er den Riesen todt, und nahm weg die Schmach von seinem Volk. * 1 Sam. 17 , 49 . 50 . 5. Er hob auf seine Hand, und warf mit der Schleuder, und schlug den stolzen Goliath darnieder. 6. Denn er rief den Herrn, den Höchs-m, an, der stärkte ihm seine Hand, daß er erwürgete den starken Krieger, und erhöhele das Horn seines Volks. 7. Er ließ ihn * rühmen als zehn tausend Mann Werth, und ehrete ihn mit göttlichem Segen, daß er die königliche Krone krigte. * i Sam. 18, 7 . c. 21, ii. c. 29, 5 . 8. Er schlug die Feinde allenthalben, und vertilgte die 'Philister, seine Widersacher, und zerbrach ihr Horn, wie es noch heutiges Tages zerbrochen ist. * 2 Sam. «, 1. 9. Für ein jegliches Werk dankte er dem Heiligen , dem Höchsten, mit einem schönen Liede. 10. Er sang von ganzem Herzen, und liebte den, der ihn gemacht hatte. 11. Er stiftete Sänger bey dem Mar, und ließ sie seine süße Lieder fingen. 12. Und ordnete die Feyertage herrlich zu halten, und daß man die Jahrsfeste durchs ganze Jahr schön begehen sollte, mit Loben den Nahmen des Herrn, und mit Singen des Morgens im Heiligthum. 13. Der Herr * vergab ihm seine Sünde, und erhöhete sein Horn ewiglich,, und machte einen Bund mit ihm, daß das Königreich und königlicher Stuhl in Israel auf ihm bleiben sollte. * 2 Sam. 12, 13 . 14. Nach "ihm ward König sein kluger Sohn Salomo, dem der Vater gute Ruhe geschafft hatte, daß er im Frieden regierete. * 1 Kön. 2, 12. e. 4 , 1. 21. 2 A. 15. Denn Gott hatte alles umher stille gemacht, daß * er seinem Nahmen ein Haus bauete, und ein Hetligthum aufrtchtete, das für und für bliebe. * 1 Kön. 5 , 3 . c. 6 , 1. 16. O wie wohl lerntest du in deiner Jugend, und wärest * voll Verstand, wie ein Wasser das Land bedeckt. *i Kön. 4,29. 17. Und Haft alles mit Sprüchen und Lehren Elisa, Ezechia. 935 Berühmte Leute: Roboam, Ierobeam, Elia, Sirach 47. 48. erfüllet. Und dein Nähme ward berufen fern in die Inseln, und um deines Friedens willen wärest du lieb und werlh gehalten. 18. Alle Lande verwunderten sich deiner Lieder, Sprüche, Gleichnisse und Auslegungen, 19. Und lobten den Herrn, der da heißt der Gott Israels. 20. Du brachtest so viel * Gold zuwege als Zinn, und so viel Silber als Bley. 'i Kön. 10,27. 21. Dein Herz hing sich an die Weiber, und * ließest dich sie bethören, und hingest deiner Ehre einen Schandfleck an; *iKön. 11,1. 22. Und machtest, daß deine Kinder verworfen seyn mußten, und der Zorn über deine Nachkommen ging, zur Strafe deiner Thorheit, 23. Da das Königreich" zertheilet ward, und in Ephraim ein abgöttisches Königreich entstand. * 1 Kön. '2/ lü. 17. 20. 24 . Aber der Herr wandte sich nicht von seiner Barmherzigkeit, und änderte nicht sein verheis- fenes Werk, und vertilgte nicht gar seines Auserwählten Nachkommen, und that nickt weg den Samen * seines Liebhabers; * v. 10. 25. Sondern behielt noch etwas über dem Volk Jakob, und eine' Wurzel von David. 26. Und Salomo entschlief mit seinen Vätern. 27. Und ließ hinter sich seines Samens, Ro- boam, "einen unweisen Mann, das Volk zu regieren, " r Kon. 12,13. 28. Der keinen Verstand hatte, der das Volk mit seinem Eigensinn abfällig machte^ 29. Da^u Ierobeam, den Sohn Nebats, der * Israel zur Abgötterey brachte, und führete Ephraim in Sünde. *1 Kim. 12,28. 30 . Und ihrer Sünden wurden sehr viel, daß sie zuletzt aus "ihrem Lande vertrieben wurden. * 5 Mos. 26. 2 Kön. 17, 6 . 18. 31. Denn sie erdachten allerley Abgötterey, bis die Rache über sie kam. Das 48. Capitel. Von Elia, Elisa, Ezechia und Jesaja. 1. Nnd der Prophet Elia" brach hervor wie ein ^ Feuer, und sein Wort brannte wie eine Fackel; *iKön. 17,1. 2. Und brachte die theure Zeit über sie, und machte sie geringer durch seinen Eifer. 3. Denn durch das Wort des Herrn " schloß er den Himmel zu; -l- dreymahl brachte er Feuer herab. * Luc. 4 , 25 . -j- 1 Kön. 18 , 38 . 4 . O wie herrlich bist du gewesen, Elia, mit deinen Wunderzeichen! Wer ist so herrlich als du? 5. Durch das Wort des Höchsten hast du " einen Tobten auferweckt, und wieder aus der Hölle gebracht. Kön. 17,22. 6. Du hast stolze Könige gestürzet aus ihrem Bette, und umgebrachr. 7. Du hast auf dem Berge Sinai gehöret die zukünftige Strafe, und in Horeb die Rache. 8 . Du hast" die Könige geweissaget, die da strafen sollten, und-k Propheten nach dir verordnet. * 1 Kön. IS, 15 . 16. -j- 1 Kön. iS, iS. 9 . Du bist weqgenommen in einem Wetter, mit einem feurigen Wagen und Pferden. 10. Du bist verordnet, daß du strafen sollst zu seiner Zeit, zu stillen den Zorn, ehe der Grimm kommt, ' das Herz der Väter zu den Kindern kehren, und die Stämme Jakobs wieder bringen. * Mal. 4,6. 11. Wohl denen, die dich sehen, und um-einer Freundschaft willen geehret seyn werden. 12. Da werden wir das rechte Leben haben. 13. Da Elia " im Wetter weg war, da kam sein Geist auf Elisa reichlich. Zu seiner Zeit erschrak er vor keinem Fürsten, und Niemand konnte ihn überwinden. *2Kön. 2,11. 14. Er ließ sich nichts zwingen; und da er todt war, weissagte noch sein Leichnam. 15. Da er lebte, that er Zeichen; und "da er todt war, that er Wunder. " 2 Kön.i 3 , 2 i. 16. Noch half das alles nicht, daß sich das Volk gebessert und von ihren Sünden gelassen hätte, bis sie aus ihrem Lande vertrieben, und in alle Länder zerstreuet wurden; 17. Und ein kleines Häuflein überblieb, und ein Fürst im Hause Davids. 18. Unter welchen Etliche thaten, was Gott gesiel; aber Etliche sündigten sehr. i s. Ezechia befestigte seine Stadt, und leitete Wasser hinein; er ließ in den Fels graben, und Brunnen machen. 20. Zu seiner Zeit "zog herauf Sanherib, und sandte Rabsaken; er hob seine Hand auf wider Zion, und trotzte mit großem Hochmuts). * 2 Kön. 18, 13 . 21. Da erzitterten ihre Herzen und Hände und ward ihnen bange," wie einem Weibe in Km- desnöthen. * 2 Kön. IS, 3 . Esaj. 37, 3 . 22. Und sie "riefen den barmherzigen Herrn an, und hoben ihre Hände auf zu ihm. * 47, 6 . 23. Und der Heilige im Himmel erhörete sie bald, und erlösete sie durch Esaiam. 24. Er "schlug das Heer derAssyrer, und sein Engel vertilgete sie. * Es. 37, 36 . 956 Berühmte Leute: Jossa, Jerem.Hesekiel, S 25 . Denn EzeHra that, was dem Herrn wohl gefiel, und blieb beständig auf dem Wege Davids, seines Vaters, wie ihn lehrete Esaia, der ein großer und wahrhaftiger Prophet war in seiner Weissagung. 26. Zu dcsselbigen Zeit * ging die Sonne wieder zurück, und verlängerte dem Könige das Leben. * 2 Kön. 20 , 9 . 11 . Es. 38/ 8. 27 . Er weissagte mit reichem Geist, was zuletzt geschehen sollte, und gab den Betrübten zu Zion Trost, damit fie fich für und für trösten möchten. 28. Er verkündigte das Zukünftige und Verborgene, ehe denn es kam. Das 49. Capitel. Von Josia und den Königen in Juda, etlichen großen und den kleinen Propheten. Von andern berühmten Männern und Erzvätern. 1. A>er Nähme Jofias ist wie ein edles Näuch- ^ werk aus der Apotheke. 2. Cr ist süße wie Honig im Munde, und wie ein Saitenspiel beym Wein. 3 . Er hatte große Gnade das Volk zu belehren, 'und die Gräuel der Abgötterey abzuthun. * 2 Kön. 23/ 1 . 2 Ehr. 34/ 3. Er wagte es mit ganzem Herzen auf den Herrn, er richtete den rechten Gottesdienst wieder auf, da das Land voll Abgötterey war. s. Alle Könige, ausgenommen David, Ezechia und Jofias, haben fich verschuldet; 6 . Denn fie verließen das Gesetz des Höchsten. 7 . Darnach war es aus mit den Königen Juda, denn fie mußten ihr Königreich Andern lassen, und ihre Herrlichkeit einem fremden Volk. 8 . Die * verbrannten die auserwählte Stadt des Heiligthums, und machten ihre Gassen wüste, wie Jeremia geweissaget hatte. *2 Kön. 23 / 9 . 9. Welchen fie übel plagten, der" in Mutterleibs zum Propheten auserkoren war, daß er ausrotten, zerbrechen und zerstören, und wiederum auch bauen und pflanzen sollte. * J-r. 1, 3. 10. Hefekiel' sähe die Herrlichkeit des Herrn tm Gesicht, welche er ihm zeigte auf dem Wagen Cherubim. * TM. 1,4.26. 11. Er hat geweissaget wider die Feinde, und Trost verkündiget denen, die da recht thun. 12. Und der zwölf Propheten * Gebeine grünen noch, da fie liegen. Denn fie haben Jakob getröstet, und Erlösung verheissen, der fie gewiß hoffen sollten. *c. 4L,i4. irach 48 - 50 . Sorob. Josna, Neh. Simon. 13. Wie wollen wir * Sorobabel preisen, der wie ein Ring an der rechten Hand war. * Hagg. 2/ 24. Esra 3, 2. 1^. Und "Jesus, den Sohn Josedechs, welche zu ihrer Zeit den Tempel baueten, und das heilige Haus dem Herrn wieder anfrickteten, das da bleiben sollte zu ewiger Herrlichkeit? * Hagg. 1/ 1. 12. 1 5 . Und" Nehemia ist allezeit zu loben, der uns die zerstörten Mauern wieder aufgerichtet hat, und die Thore mit Schlössern gesetzt, und unsere Häuser wieder gebauet. ' N-h. 2/17. -. 7,1. 16. Niemand ist auf Erden geschaffen, der'He- noch gleich sey; denn er ist von der Erde weggenommen. *1 Mos. 3 / 24 . 17. Dem Joseph auch nicht, welcher "war ein Herr über seine Brüder, und Erhalter seines Volks. *l M°s. 41 , 41 . c. 30 / 20. 18. Seine Gebeine "wurden wiederum heimgebracht. " 1 Mos. 30/ 23. Jos. 24/ 32. 19. Seth und Sem find unter den Leuten in großen Ehren gewesen. 20. Adam aber ist geehret über alles, was da lebet, daß" er der erste von Gott geschaffen ist. ' 1 Mos. 2 / 7. Das 50. Capitel. Vom Lob Simonis, des Hohenpriesters/ und Sirachs Eifer wider dir Gottlosen. 1. ^imon, der Sohn Onia, der Hohepriester, ^ der zu seiner Zeit um das Haus Gänge bauete, und Pfeiler daran setzte, 2. Und den Grund noch einmahl so hoch auf- führete, und oben den Umgang am Tempel wieder zurichtete. 3. Zu seiner Zeit war der Brunnen verfallen, den fassete er mit Kupfer. Er sorgte für den Schaden seines Volks, und machte die Stadt fest wider die Feinde. Z. Er that ein löbliches Werk, daß er das Volk wieder zu rechter Ordnung brachte. 6 . Wenn er aus dem Vorhang hervor ging; so leuchtete er wie der Morgenstern durch die Wolken, wie der volle Mond, 7 . Wie die Sonne scheinet auf den Tempel des Höchsten, wie der" Regenbogen mit seinen schönen Farben ; * Ps. «9,33. 8 . Wie eine schöne Rose im Leihen, wie die Lilien am Wasser, wie der Weihrauchbaum im Lenzen; 9. Wie ein angezündeter Weihrauch im Rauchfaß; 10 . Wie Kin-er Aarons. Sira c h 50. 51. Sirachs Gcbeth. 937 10. Wie ein goldener Schauer (G-M) mit allerlei Edelgesteinen gezieret; 11. Wie ein fruchtbarer Oehlbaum, und wie der höchste Cypressenbaum. 12. Wenn er "den schönen langen Rock anlegte, und den ganzen Schmuck anzog, und zum heiligen Altar trat, so ztereie er das ganze Heiligthum umher. * 2 M°s. 28 , 4 . iZ. Wenn er aber aus der Priester Händen die Ovferstücke nahm, und dey dem Feuer stand, so auf dem Altar brannte; 14 . So standen ihre Brüder rings um ihn her, wie die Cedern auf dem Libanon gepflanzt, und umringeten ihn wie Palmzweige; 15. Und alle Kinder Aarons in ihrem Schmuck, und hatten des Herrn Opfer in ihren Händen, vor der ganzen Gemeine Israel. 1 6 . Und er richtete sein Amt aus auf dem Altar; und that also dem Höchsten, dem Allmächtigen ein feines Opfer. 17. Er reckte seine Hand aus mit dem Trankopfer, und opferte rothen Wein, und goß an den Boden des Altars, zum süssen Geruch dem Höchsten, der aller König ist. 18. Da riefen die Kinder Aarons laut, und bliesen mit Trompeten, und töneten hoch, daß ihrer gedacht würde vor dem Höchsten. 19. Da fiel sobald alles Volk mit einander zur Erde auf ihr Angesicht, und betheten zum Herrn, ihrem allmächtigen höchsten Gott. 20. Und die Sänger lobten ihn mit Psalmen, und das ganze Haus erschallete von dem süßen Gelöne. 21. Und das Volk bethete zum Herrn, dem Höchsten, daß er gnädig leyri wollte, bis der Gottesdienst aus war, und sie ihr Amt vollendet hatten. 22. Wenn er nun wieder herab ging , so reckte er seine Hand aus über die ganze Gemeine der Kinder Israel, und gab ihnen den Segen des Herrn mit seinem Munde, und wünschte ihnen Heil in seinem Nahmen. 23. Da betheten sie abermahl, und nahmen den Segen an von dem Höchsten, 24. Und sprachen: Nun danket alle Gott, der * große Dinge thut an allenEnden, der uns von Mutterleibs an lebendig erhält, und thut uns alles Gutes. * Joel 2, 21. 25. Er gebe uns ein fröhliches Herz, und verleihe immerdar Frieden zu unserer Zeit in Israel: 26. Und daß seine Gnade stets bey uns bleibe, und erlöse uns, solange wir leben. 27 . Zweyerley Volk bin ich von Herzen feind; dem dritten aber bin ich so gram, als sonst keinem. 28. Den Samaritern, den Philistern, und dem tollen Pöbel zu Sichern. 29. Diese Lehre und Weisheit hat in dieß Buch geschrieben Jesus, der Sohn Sirachs von Jerusalem, und aus feinem Herzen solche Lehre geschüttet. 30. Wohl dem, der sich hierinnen übet; und wer es zu Herzen nimmt, der wird weise werden. 31. Und wo er darnach thut, so wird er zu allen Dingen tüchtig seyn: denn des Herrn Licht leitet ihn. Das 51. Capitel. Sirachs Danksagung für Gottes Wohlthaten, und Vermahnung mit seinem Exempel / nach der Weisheit fleißig zu forschen. Ein Gebeth Jesu, des Sohnes Sirachs. 1. ^ch danke dir, Herr König, und lobe dich, ^ Gott, meinen Heiland. 2. Ich danke deinem Nahmen, daß du mein Schutz und Hülfe bist, 3 . Und meinen Leib aus dem Verderben, und Vom Strick der falschen Zungen und Lügenmäuler erlöset hast: 4 . Und hast mir geholfen wider die Feinde, und hast mich errettet nach deiner großen und hochberühmten Barmherzigkeit von dem Brüllen derer, die mich fressen wollten; 5 . Aus der Hand derer, die mir nach dem Leben standen, aus vielen Trübsalen, darinnen ich lag; 6 . Aus dem Brande, der mich umgeben hatte, mitten aus dem Feuer, daß ich nicht darinnen verbrannte, aus dem tiefen Rachen der Hölle; 7 . Von den falschen Kläffern und Lügnern vor dem Könige, und von ungerechtem Urtheil. 8 . Ich war dem Tode nahe, und mein Leben war schier zur Hölle gesunken. 9 . Ich war umringet, und Niemand half mir. 10. Ich suchte Hülfe bey den Menschen, und fand keine. 11. Da gedachte ich, Herr, an deine Barmherzigkeit, und wie du allezeit geholfen hast. 12. Denn du errettest alle, die auf dich harren, und erlösest sie aus den Händen der Heiden. 13 . Ich bethete zu Gott wider ihren Grimm, und Aehete um Erlösung vom Tode. Ceecce 938 Gebeth und Sirach 51. Ermahnung Sirachs. 14 . Und rief an den Herrn, meinen Vater und Herrscher, daß er mich nicht verließe in der Noth, und wenn die Stolzen trotzten, und ich keine Hülfe hatte. 15 . Ich lobe deinen Nahmen ohne Unterlaß, und ich preise und danke dir: denn mein Gebeth ist erhöret, 16. Und du hast mich errettet aus dem Verderben und von allem Uebel. 17. Darum will ich dir, Herr, danken, und loben, und deinen Nahmen preisen. 18 . Da ich noch jung war, ehe ich verführet ward, * suchte ich die Weisheit ohne Scheu mit meinem Gebeth. * i Kön. 3 / s. 19. Im Tempel bath ich darum, und will ste dis an mein Ende suchen. 20. Mein Herz freuete fich über sie, als wenn die Trauben reifen. 21. Ich ging stracksweges zu ihr, und forschte von Jugend auf nach ihr; ich horchte darauf, und nahm ste an. 22. Da lernete ich wohl, und nahm sehr zu durch sie. 23 . Darum danke ich dem, der mir Weisheit gab. 24 . Ich setzte mir vor, darnach zu thun, und mich zu fleißigen des Guten; und ich ward nicht zu Schanden darüber. 25 . Ich rang von Herzen darnach, und war fleißig darnach zu thun. 26. Ich hob meine Hände auf gen Himmel. 27. Da ward meine Seele erleuchtet durch die Weisheit, daß ich meine Thorheit erkannte. 28. Ich stand mit Ernst nach ihr; sie und ich wurden Ein Herz von Anfang, und fand ste rein. Darum werde ich nicht verworfen werden. 29. Meinem Herzen verlangte nach ihr, und ich krigte einen guten Schatz. 30 . Der Herr hat mir durch sie eine neue Zunge gegeben, damit will ich ihn loben. 3 1. Macht euch her zu mir, ihr Unerfahrnen, und kommt zu mir in die Schule. 32. Und was euch fehlet, das könnet ihr hier lernen; denn ihr seyd gewißlich sehr durstig. 33 . Ich habe meinen Mund aufgethan und gelehrer. Denket nun, und kaufet euch Weisheit , weil ihr ste' ohne Geld haben könnet. * Esaj. 55, i. 34 . Und ergebet euren Hals unter ihr Joch, und laßt euch ziehen; man findet sie jetzt in der Nähe. 35 . Sehet mich an: ich habe eine kleine Zeit Mühe und Arbeit gehabt, und habe großen Trost gefunden. 36 . Nehmet die Lehre an, wie einen großen Schatz Silber, und behaltet sie, wie einen großen Haufen Gold. 37 . Freuet euch der Barmherzigkeit Gottes, und schämet euch seines Löbens nicht. 38 . Thut, was euchgebothen ist, weil ihr "die Zeit habt; so wird er es euch wohl belohnen zu seiner Zeit. * Gal. 6 , io. Das Buch B a r u c h. Das 1. Capitel. WaS Baruch mit Verlesung seines Buchs ausgerichtct. 1. s^Xieß find die Reden, welche * Baruch, der Sohn Nerta, des Sohnes Mahasia, des Sohnes Sedechia, des Sohnes Sedei, des Sohnes Helchia, in ein Buch geschrieben hat zu Babel, * s-r. 32,12. 2. Im fünften Jahr, am stebenten Tage des Monaths, zur Zeit, * da die Chaldäer Jerusalem gewonnen und mit Feuer verbrannt hatten. * 2 Kön. 25 , 4 . S. 3 . Und Baruch las dieß Buch vor Jechanja, dem Sohne Jojakims, dem Könige Juda, und vor den Ohren alles Volks, das dazu kam, 4. Und vor den Ohren der Fürsten, und der Könige Söhne, und Aeltesten, und vor allem Volk, beyde Klein und Groß, das da wohnete zu Babel am Wasser Sud. 5. Und ste weineten, fasteten und betheten mit Ernst vor dem Herrn. 6 . Und legten zuhauf, was ein Jeglicher vermochte. 7. Und sandten es hin gen Jerusalem zu Jo- jakim, dem Sohne Helchia, des Sohnes Saloms, dem Priester, und zu den (andern) Priestern und zu allem Volk, das mit ihm war zu Jerusalem, 8 . Daß er ihnen brächte in das Land Juda die Gefäße des Hauses des Herrn, die etwa aus dem Tempel weggenommen waren, am zehnten Tage des Monaths tzDiban; nähmlich die filberne Gefäße, welche gezeuget hatte * Zedechta, der Sohn Josia, der König Juda; * 2 Kön. 24 ,i 7 . ^ Gottes Gerichte, Baruch 4. 2. Strafe und Fluch. 9.V 9. Da NebucadNezar, der König zu Babel, weggeführet hatte den JechanJa, und die Fürsten, und die Gefangenen, und die Gewaltigen, und das Landvolk von Jerusalem, und hatte sie gebracht gen Babel. 10. Und schrieben ihnen also: Siehe, wir senden euch Geld; dafür kaufet Brandopfer und Sündopfer, Weihrauch und Speisopfer, und opfert es auf dem Altar des Herrn, unsers Gottes. 11. Und ' bittet für das Leben NebueadNezars, des Königs zu Babel; und für das Leben Bel- sazers, seines Sohnes, daß ihre Tage auf Erden seyn, so lange die Tage des Himmels währen. * Jcr. 29/ 7. 12. So wird der Herr uns genug und gute Tage schaffen, und werden leben unter dem Schatten NebueadNezars, des Königs zu Babel, und unter dem Schatten Belsazers, seines Sohnes, und ihnen dienen lange Zeit, und Gnade vor ihnen finden. 13. Auch bittet für nns zu dem Herrn, unserm Gott: denn wir haben uns versündiget an dem Herrn, unserm Gott; und fein Grimm und Zorn ist von uns nicht gewandt bis auf den heutigen Lag. 14. Und leset dieß Buch: denn wir haben es darum zu euch gesandt, daß ihrs lesen sollt im Hause des Herrn, an den Feyertagen und Jahrszeiten. 15. Und sprechet: Der'Herr, unser Gott, ist gerecht, wir aber tragen billig unsere Schande; wie es denn jetzt gehet denen von Juda, und denen von Jerusalem, *«.2,6. Dan. s,7. 16. Und unfern Königen, und unfern Fürsten, und unfern Priestern, und unfern Propheten; 17. Um deswillen, daß'wir vor dem Herrn gesündiget und ihm nicht geglaubet haben, * c. 2 / 5. Dan. 9/ 5. 18. Und nicht gehorchet der Stimme des Herrn, unsers Gottes, daß wir gewandelt hätten nach seinen Gebothen, die er uns gegeben hat. 39. Ja von der Zeit an, da der Herr unsere Väter aus Egvptenland geführet hat, bis auf den heutigen Tag, sind wir dem Herrn, unserm Gott, ungehorsam gewesen, und haben verachtet feiner Stimme zu gehorchen. 20. Darum ist nun über uns gekommen die Strafe und der Fluch, den der Herr ' verkündiget hat durch Mose, seinen Knecht; da der Herr unsere Väcer aus Egyptenland führete, daß er uns ein Land gäbe, darinnen Milch und Honig fließet. ' - M»s. -8/ iL. 21. Und wir gehorchten nicht der Stimme des Herrn, unsers Gottes; wie uns die Propheten sagten, die er zu uns sandte: 22. Sondern ein Jeglicher ' ging nach seines bösen Herzens Dünken, und dieneten fremden Göttern; und thaten Böses vor dem Herrn, unserm Gott. * Esaj. s-, 2. I«. 7,2.1. Das 2. Capitel. Gnadeiihungrige Sündmbeichte. 1. Nnd der Herr hat' sein Wort gehalten, das ^ er geredet hat zu uns und unfern Richtern, Königen und Fürsten, die Israel regieren sollten, und zu denen von Israel und Juda: * Jos 23, 15. 2. Und hat solche große Strafe über uns gehen lassen, deßgleichen unter allen Himmeln nicht geschehen ist, wie über Jerusalem gegangen ist; gleichwie geschrieben stehet' im Gesetz Mose, * 5 Mos. 28/ 53. 3. Daß ein Mensch seines Sohnes und seiner Tochter Fleisch fressen soll. 4. Und er gab sie dahin zu Knechten in alle Königreiche, die umher liegen, zur Schmach und zum Fluch unter alle Völker, die um uns sind, unter welche sie der Herr zerstreuet hat. 5. Und sie werden immer untergedrückt, und können nicht wieder aufkommen: denn wir haben *uns versündiget an dem Herrn, unserm Gott, in dem, daß wir seiner Stimme nicht gehorchet haben. ' c. i/17. 6. Der Herr, 'unser Gott, ist gerecht; wir aber und unsere Väter tragen billig unsere Schande, wie es denn jetzt gehet. * c. 1/ 15. Dan. 9, 7. 7. Alles Unglück, das der Herr wider uns geredet hat, ist über uns gekommen. 8. Und wir haben nicht gestehet dem Herrn, daß sich ein Jeglicher gekehret hätte von den Gedanken seines bösen Herzens. 9. Und der Herr hat gewacht über uns zum Unglück, das er über uns hat gehen lassen. Denn der Herr ist gerecht in allen seinen Werken, die er uns hat gebothen; 10. Wir aber gehorchten nicht seiner Stimme, daß wir gewandelt hätten nach den Gebothen des Herrn, die er uns gegeben hat. 11. Und'nun, Herr, Israels Gott, der du dein Volk aus Egyptenland geführet hast mit starker Hand, mit großer Macht und hoher Gewalt, durch Zeichen und Wunder, und hast dir einen Nahmen gemacht, wie er jetzt ist: * Dan. s, 15 . Ceccee 2 940 Ernstliche Beichte und Gebeth. Varuch 2. 3. Gebeth um Erlösung. 12. Wir * haben ja gefündiget, und sind leider gottlos gewesen, und haben gethan wider alle deine Gebothe. * Ps. 106,6. 13. Ach Herr, unser Gott, Naß ab von deinem Grimm über uns; denn wir sind sehr gering worden unter den Heiden, dahin du uns zerstreuet hast. "Tan. 9/ 16. i^. Erhöre, Herr, unser Gebeth und unser Flehen, und hilf uns um deinetwillen; und laß uns Gnade finden bey denen, die uns weggefüh- ret haben, 15. Auf daß alle Welt erkenne, daß du, Herr, unser Gott bist; denn Israel und sein Same ist ja nach dir genannt. 16. Siehe, Herr, "von deinem heiligen Hause, und gedenke doch an uns; neige, Herr, dein Ohr, und höre doch; * - Mos. 26, i§. Ps. 113, 6. 17. Thue auf, Herr, deine Augen, und siehe doch. Denn die "Tobten in der Hölle, welcher Geist ans ihrem Leibe gefahren ist, rühmen nicht die Herrlichkeit und Gerechtigkeit des Herrn; * Ps- 6, 6. 18. Sondern eine Seele, die sehr betrübt ist, und gebückt und jämmerlich hergehet, und ihre Augen schier ausgeweinet hat, und hungrig ist, die rühmet, Herr, deine Herrlichkeit und Gerechtigkeit. 19. Und nun, Herr, unser Gott, "wir liegen vor dir mit unserm Gebeth; nicht von wegen der Gerechtigkeit unserer Väter und unserer Könige, * Dmi. 9, i8. 20. Sondern von wegen deiner Barmherzigkeit; nachdem du deinen Grimm und Zorn hast über uns gehen lassen, wie du geredet Haft durch die Propheten, deine Knechte, und gesagt: 21. So spricht der Herr: Neiget eure Schultern und ergebet euch dem Könige zu Babel, so werdet ihr im Lande bleiben, welches ich euern Vätern gegeben habe; 22. Wo ihr aber der Stimme des Herrn nicht gehorchen werdet, "euch zu ergeben dem Könige zu Babel; * 8er. 33,2. 23. So ' Will ich in den Städten Juda und von Jerusalem wegnehmen das Geschrey der Freude und Wonne, und die Stimme des Bräutigams und der Braut; und das ganze Land soll wüste stehen, und Niemand darinnen wohnen. * Jcr. 7, 34. c. 16/ 9. 2ä. Wir aber gehorchten nicht deiner Stimme, daß wir uns ergeben hätten dem Könige zu Babel. Darum hast du " Lein Wort gehalten, das du geredet hast durch die Propheten, deine Knechte, daß man die Gebeine unserer Könige und die Gebeine unserer Väter aus ihren Gräbern geworfen hat, und zerstreuet, *c. i, 2,, 25. Daß sie am Tage an der Sonne, und des Nachts im Thau gelegen sind; und sind sehr jämmerlich umgekommen durch Hunger, Schwert und Gefängniß. 26. Und um der Missethat willen des Hauses Israels und des Hauses Juda hast du dein Haus, darinnen man deinen Nahmen angerufen hat, so zerstören lassen, wie es jetzt stehet. 27. Und du,'Herr, unser Gott, Haft ganz gnädiglich und nach aller deiner großen Barmherzigkeit mit uns gehandelt; 28. Wie du ' durch Mose, deinen Knecht geredet hast am Tage, da du ihm gebotheft zu schreiben dein Gesetz vor den Kindern Israel, und sprachest: *-Mos.2g/i3. 29. Wo ihr meiner Stimme nicht gehorchen werdet; so soll gewiß dieser Haufe, deß eine große Menge ist, ganz gering werden unter den Heiden, dahin ich sie zerstreuen will. 30. Denn ich weiß doch wohl, daß sie mir nicht gehorchen werden; denn es ist ein halsstarriges Volk. Sie werden sich aber wieder bekehren im Lande, darinnen sie gefangen find, 31. Und werden erkennen, daß ich, der Herr, ihr Gott bin. Und ich will ihnen ein verständiges Herz geben, und Ohren die da hören. 32. Dann werden sie mich preisen im Lande, darinnen sie gefangen sind, und werden an meinen Nahmen gedenken, 33. Und sich von ihrem harten Nacken und von ihren Sünden kehren. Denn sie werden daran gedenken, wie es ihren Vätern gegangen ist, welche vor dem Herrn sündigten. 3^. Und ich will sie wiederbrtngen in das Land, das' ich ihren Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen habe: und sie sollen darinnen herrschen, und ich will sie mehren, und nicht mindern. - *iMos.§0/2i. 35. Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen auflichten, daß ich ihr Gott will ferm, und sie mein Volk. Und will mein Volk Israel nicht mehr treiben aus dem Laude, das ich ihnen gegeben habe. Das 3. Capitel. Gebeth um Erlösung/ Vermahnung zur Weisheit. l.Wmächtiger Herr, du Gott Israels, in dieser großen Angst und Noth schreye ich zu dir; Gebeth um Erlösung. Bar 1 t 2. Höre und sey gnädig, Herr, denn wir haben wider dich gesündiget. 3. Du regierest für und für; wir aber vergehen immerdar. Allmächtiger Herr, du Gott Israels, höre nun das Gebeth Israels, die dem Tode im Rachen stecken; und das Gebeth der Kinder, die sich an dir versündiget und der Stimme des Herrn, ihres Gottes, nicht gehorchet haben; darum ist auch die Strafe stets hinter uns her gewesen. 5 . Gedenke * nicht der Missethat unserer Väter, sondern gedenke jetzt an deine Hand, und an deinen Nahmen. * Ps- 2-/ 7. 6 . Denn du bist ja, Herr, unser Gott, so wollen wir, Herr, dich loben. 7 . Denn darum hast du deine Furcht ik unser Herz gegeben, daß wir deinen Nahmen anrufen und dich in unserm Gefängniß loben sollen. Denn alle Missethat unserer Väter, die vor dir gesündiget haben, gehet zu Herzen uns, 8 . Die wir jetzt find in unserm Gefängniß, dahin du uns verstoßen hast zur Schmach, zum Fluch und Gräuel, um aller Missethat willen unserer Väter, die von dem Herrn, ihrem Gott, abgewichen sind. 9. Höre, Israel, die Gebothe des Lebens, merke fleißig darauf, und behalte sie wohl. 10. Wie kommt es, Israel, daß du in der Heiden Lande verschmachtest? 11. Daß du in einem fremden Lande bist? Daß du dich verunreinigest unter den Todten? Daß du unter die * gerechnet bist, die in die Hölle fahren? * Pf-1^, 7. 12. Das ist die Ursach, daß du den Brunnen der Weisheit verlassen hast. 13. Wärest du auf Gottes Wege geblieben, du hättest wohl immerdar im Frieden gewöhnet. 1^. So lerne nun rechte Weisheit, auf daß du erfahrest, wer der sey, der langes Leben, Güter, Freude und Frieden gibt. 15. Wer weiß, wo fie wohnet? Wer ist in ihr Kämmerlein gekommen? 16. Wo find die Fürsten der Heiden, die über das Wild auf Erden herrschen? 17. Die da spielen mit den Vögeln des Himmels? Die Silber und Gold sammeln, darauf die Menschen ihr Vertrauen setzen, und können deß nimmer satt werden? 18. (Denn fie werben Geld, und find geflissen darauf; und ist doch alles vergeblich.) 19. Sie find Vertilger, und in die Hölle ge- c h 3 . Weg zur Weisheit. 9 41 fahren; und Andere sind an ihre Statt gekommen. 20. Die Nachkommen sehen zwar wohl das Licht, und wohnen auf dem Erdboden; und treffen doch den Weg nicht, da man die Weisheit findet. 21. Denn fie verachten sie, dazu ihre Kinder find auch irre gegangen. 22. In Canaan höret man nichts von ihr; zu Theman stehet man fie nicht. 23. Die Kinder Hagars forschen der irdischen Weisheit zwar wohl nach; deßgleichen die Kaufleute von Meran und die zu Theman, die sich klug dünken: aber fie treffen doch den Weg nicht, da man die Weisheit findet. 2^. O Israel, wie herrlich ist das Haus des Herrn! Wie weit und groß ist die Stätte seiner Wohnung! 25. Sie hat kein Ende, und ist unermeßlich hoch. 26. Cs waren vorzeiten Riefen, große berühmte Leute, und gute Krieger, 27. Dieselbigen hat der Herr nicht erwählet, noch ihnen den Weg der Erkenntniß geoffenbaret. 28. Und weil fie die Weisheit nicht hatten, find fie untergegangen in ihrer Thorheit. 29. Wer ist * gen Himmel gefahren, und hat fie gehvhlet, und aus den Wolken herab gebracht? *ä Mos. 30 /12. 30. Wer ist über Meer geschifft, und hat fie gefunden, und um köstlich Gold hergebracht? 3 <. Summa, es ist Niemand, der den Weg wisse, da man die Weisheit findet. 32. Der aber alle Dinge weiß, kennet sie und hat fie durch seinen Verstand gefunden; der den Erdboden bereitet hat auf ewige Zeit, und ihn erfüllet mit allerley Thieren; 33. Der das Licht läßt aufgehen, und wenn er es wieder ruft, muß es ihm gehorchen. 3^. Die Sterne leuchten * in ihrer Ordnung mit Freuden; und wenn erste hervor ruft, antworten sie : * Sir. 16/ 27. 35. Hier find wir und leuchten mit Freuden um deswillen, der fie geschaffen har. 36 . Das ist unser Gort , und keiner ist ihm zu vergleichen. 37. Der hat die Weisheit gefunden; und hat fie gegeben Jakob, seinem Diener, und Israel, feinem Geliebten. 3 8. Darnach ist fie erschienen auf Erden, und hat bey den Leuten gewöhnet. E Straf-und Trostp redigt. Baruch 4. Tröstlicker Zuspruch. Das 4. Capitel. Tröstliche Verheißung der gewissen Erlösung. 1. A>tese Weisheit ist das Buch von den * ^ Gebothen Gottes, und von dem Gesetz, das ewig ist. Alle, -t die es halten, werden leben; die es aber übertreten, werden sterben. * Sir. 1 , -s Ezech. 20, 11. 2. Kehre dich wieder dazu, Israel, und nimm es an; wandle solchem Licht nach, das dir vorleuchtet. z. Uebergib nicht deine Ehre einem Andern, und deinen Schatz einem fremden Volk. 4 . O selig sind wir, Israel; denn Gott hat uns seinen Willen geoffenbaret. (Anfang des 4 . CapitelS.) 5 -Sey getrost, mein Volk, du Preis Israels, 6 . Ihr seyd verkauft den Heiden, nicht zum Verderben; darum aber, daß ihr Gott erzürnet habt, seyd ihr euern Feinden übergeben. 7 . Denn ihr habt den, der euch erschaffen hat, entrüstet, in dem, daß ihr nicht Gott, sondern den Teufeln geopfert habt. 8 . Ihr habt vergessen des ewigen Gottes, der euch geschaffen hat, und Jerusalem, "die euch hat auferzogen, habt ihr betrübet. 'Gal. 4,- 6 . 9. Denn sie hat gesehen den Zorn Gottes, der über euch kommen würde, und gesagt: Höret zu, ihr Einwohner Sions, Gott hat mir großes Leid zugeschickt; 10. Denn ich habe gesehen das Gefängniß meiner Söhne und Töchter, welches der Ewige über sie gebracht hat. 11. Ich habe sie mit Freuden auferzogen; mit Weinen aber und Herzeleid habe ich sie sehen wegführen. 12. Niemand freue sich über mich, daß ich eine Witwe und von Vielen * verlassen bin; ich bin zur Wüste gemacht um der Sünde willen meiner Kinder. * Elai. - 4 , 6 . 1 3 . Denn sie find vom Gesetz Gottes abgewtchen, und haben nicht erkannt seine Rechte: sie haben nicht gelebet nach Gottes Befehl, und haben seine Gebothe nicht gehalten. 14. Kommt her, ihr Einwohner Sions, und verkündiget das Gefangniß meiner Söhne und Töchter, das der Ewige über sie gebracht hat. 15. Denn er hat über sie gebracht ein' Volk von fernen, ein gräulich Volk und einer unbekannten Sprache, '-Mos. 28,49. 16. Die sich nicht scheuen vor den Alten, noch sich der Kinder erbarmen; dieselben haben weg- gefuhret die lieben (Sohne) der Witwen, und die Einsame ihrer Töchter beraubet. 17. Aber wie kann ich euch helfen? 18. Denn der über euch gebracht hat dieß Unglück, wird euch von eurer Feinde Hand erretten. 19. Ziehet hin, ihr lieben Kinder, ziehet hin. Ich aber bin verlassen einsam. 20. Ich habe mein Freudeukleid ausgezogen, und das Trauerkleid angezogen: ich will schreyen zu dem Ewigen für und für. 21. Seyd getrost, Kinder, schreyet zu Gott, so wird er euch erlösen von der Gewalt und Hand der Feinde. 22. Denn ich hoffe schon, daß der Ewige euch helfen wird; und ich werde Freude haben von dem Heiligen um der Barmherzigkeit willen, die euch schnell widerfahren wird von unserm ewigen Heilande. 23. Ich habe euch ziehen lassen mit Trauern und Weinen; Gott aber wird euch mir Wiedersehen mit Wonne und Freude ewiglich. 24 . Und gleichwie die Einwohner Sions nun gesehen haben euer Gefangniß: also werden sie auch bald sehen die Hülfe von euerm Gott, die über euch kommen wird mit großer Herrlichkeit und ewigem Trost. 25 . Ihr Kinder, leidet geduldiglich den Zorn, der von Gott über euch kommt. Denn dein Feind hat dich verfolget; und du wirst sehen in Kurzem sein Verderben, und auf ihre Hälse wirst du treten. 26. Meine zarte (Kinder) mußten gehen auf rauhem Wege; sie sind weggeführet, wie eine Herde von den Feinden geraubet. 27. Seyd getrost, ihr Kinder, und schreyet zu Gott; denn der euch hat wegführen lassen, wird eurer nicht vergessen. 28. Denn wie ihr euch geflissen habt von Gott abzuweichen: also bekehret euch nun, und fleißiger euch zehnmahl mehr, den Herrn zu suchen. 29. Denn der über euch diese Strafe hat lassen gehen, der wird euch helfen , und ewiglich erfreuen. 30. Jerusalem, sey getrost; denn der wird dich trösten, nach dem du genannt bist. 31. Unselig müssen seyn, die dir Leid gethan und * über deinem Fall sich gefreuet haben. ' Ps 137 , 7 . 32. Unselig müssen sevn die Städte, welchen deine Kinder gedienet haben; und unselig müsse seyn, die deine Kinder gefangen hält. 33. Denn wie sie über deinem Fall gejauchzet, Jerusalem soll sich freuen. Baruch und über deinem Verderben sich gefreuet hat: also soll sie betrübt seyn, wenn sie verwüstet wird. 3^. Und ich will wegnehmen ihre Macht, darauf sie trotzt, und * ihren Ruhm in Klage verwandeln. * Hiob 30, 31. 35. Denn ein Feuer wird über sie kommen von dem Ewigen viele Tage lang; und "Teufel werden ihre Wohnung in ihr haben lange Zeit. * Esaj. 34, 14. (Anfang deS 6. CapitelS.) 36.(Aiehe * uniher, Jerusalem, gegen Morgen, und schaue den Trost, der dir von Gott kommt. * Es. 49, 18 . 37. Siehe, deine Kinder, die weggeführet sind, kommen; ja sie kommen versammelt beydes vom Morgen und vom Abend durch das Wort des Heiligen, und rühmen Gottes Ehre. Das 5. Capitel. Jerusalem wird zur Freude aufgemuntert. 1. Hiehe aus, Jerusalem, dein Trauerkleid; ^ und ziehe an den herrlichen Schmuck von Gott ewiglich. 2 . Ziehe an "den Rock der Gerechtigkeit Gottes, und setze die Krone der Herrlichkeit des Ewigen auf dein Haupt. * esaj. si, 10. 3 . Gott wird deine Herrlichkeit unter allem Himmel offenbaren. Denn dein Nähme wird von Gott genannt werden ewiglich: Friede, Gerechtigkeit, Preis und Gottseligkeit. s. Mache dich auf, Jerusalem, und tritt auf die Höhe, und siehe umher gegen Morgen; und schaue deine Kinder, die beydes vom Abend und vom Morgen versammelt sind durch Las Wort des Heiligen, und freuen sich, daß Gott ihrer wieder gedacht hat. 6. Sie sind zu Fuße von dir durch die Feinde weggeführet: Gott aberbringet sie zu dir, erhöhet mit Ehren, als "Kinder des Reichs. * Matth. 8, 12. 7. Denn Gott will" alle hohe Berge niedrigen, und die langen Ufer und Thäler dem Lande gleich füllen, auf daß Israel sicher wandere, und Gott preise. " Es«. 40,4. 8. Die Wälder aber und alle wohlriechende Bäume werden Israel aus Gottes Befehl Schatten geben. 9 . Denn Gott wird Israel herwieder bringen mit Freuden durch seinen herrlichen Trost, mit Barmherzigkeit und seiner Gerechtigkeit. 4. 6. 6. Warnung vor Abgötterei). 943 (Anfang des 6. CapitelS.) l o.^ieß ist die Abschrift der Epistel, die Jere- mia gesandt hat an die, so gefangen weggeführet sollten werden gen Babel, von dem Könige zu Babel, darinnen er ihnen solches verkündigte, wie ihm Gott befohlen hatte. Das 6. Capitel. Warnung vor Abgötterey. 1. Nm eurer Sünde willen, die ihr gethan " habt wider Gott, werdet ihr gen Babel gefangen weggeführet werden von NebucadNezar, dem Könige zu Babel. 2 . Und ihr werdet zu Babel bleiben müssen eine lange Zeit, nähmlich siebenzig Jahre; darnach will ich euch von dannen wieder heraus führen mit Frieden. 3. Unterdeß aber werdet ihr sehen zu Babel, daß man auf den Achseln tragen wird die silberne, goldene und hölzerne Götzen, vor welchen sich die Heiden fürchten. Darum sehet euch vor, daß ihr ihnen solches nicht nachthut, und den Heiden nicht gleich werdet. 5. Und wenn ihr sehet das Volk, das vor und nachgehet, die Götzen anbethen; so sprechet in euerm Herzen: "Herr, Dich soll man anbethen. " Matth. 4, io. 6. Denn mein Engel soll bey euch seyn, und ich will eure Seelen rächen. 7. Ihre Zunge ist vom Werkmeister fein gemacht, und sie find mit Gold und Silber sezieret, und haben geschnitzte Zungen; aber es sind nicht rechte Zungen, und können nicht reden. 8. Sie schmücken sie mit Golde, wie eine Metze zum Tanz, und setzen ihnen Kronen auf. 9. Und die Pfaffen stehlen das Gold und Silber von den Götzen, und bringen es um mit den Huren im Hurenhause. 10. Und schmücken die silberne, goldene und hölzerne Götzen mit Kleidern, als wären es Menschen. 11. Sie können sich aber nicht verwahren vor dem Rost und Motten. 12 . Und wenn man ihnen ein Purpurkleid anzieht, so muß man ihnen den Staub abwischen, der auf ihnen liegt. 13 . Und er trägt einen Seepter in der Hand, wie ein König, und kann doch Niemand strafen, der ihm Leid thut. , 4 . Er hat auch ein Schwert und eine Art in der Hand, er kann sich aber der Diebe und 944 Warnung vor Abgötterey. Baruch 6. Nichtigkeit und Ohnmacht der Götzen. Räuber nicht erwehren. Daran sieht man wohl, daß sie nicht Götter find. * Darum fürchtet sie Nicht. * Nicht. 6, io. 15 . Gleichwie ein Gefäß, das ein Mensch braucht, wenn es zerbrochen wird, unnütz ist: eben so sind ihre Götzen. 16. Wenn man sie in ihre Häuslein setzt, werben sie voll Staub von den Füßen derer, die hinein gehen. 17 . Die Priester verwahren der Götzen Tempel mit Thüren, Schlössern und Riegeln, daß sie von den Räubern nicht gestohlen werden; eben, als wenn man einen gefangen legt und verwahret, der sich am Könige vergriffen hat und zum Tode verurtheilet ist. i s. Sie zünden ihnen Lampen an, und derer vielmehr, denn sie für sich selbst anzünden; und sehen doch nichts. 19. Sie sind wie die Balken im Hause; und die Würmer, so ans der Erde kriechen, fressen ihr Herz und ihre Kleider; und sie fühlen es doch nicht. 20. Unter ihrem Angesicht sind sie schwarz vom Rauch im Hause. 21. Und die Nachteulen, Schwalben und andere Vögel setzen sich auf ihre Köpfe, deßgleichen auch die Katzen. 22. Daran ihr ja merken könnet, daß es nicht Götter find. Darum fürchtet sie nicht. 23 . Das Gold, das man um sie her hänget, sie damit zu schmücken, gleisset nicht, wenn man den Rost nicht abwischt. Da man sie gegossen hat, fühlten sie es nicht. 2^. Aus ' allerley köstlicher Materie hat man sie gezeuget, und ist doch kein Leben darinnen. ' Esaj. 46 , 6 . 25 . Weil sie nicht gehen können, muß man sie auf den Achseln tragen. Daran die Leute sehen können, daß es schändliche Götter seyn. 26. Es * müssen sich auch ihrer schämen, die sie ehren, darum, daß sie weder von ihnen selber können aufstehen, so sie auf die Erde fallen, noch sich regen, so man sie aufgerichtet htnsetzt, noch sich aufrichten, so man sie lehnet. Und wie man den Tobten Opfer vorsetzt, also setzt man es ihnen auch vor. * Ps. s?, 7 . Esaj. 42,17. 27. Ihre Priester aber bringen das um, das ihnen gegeben wird; deßgleichen auch ihre Weiber prassen davon, und geben weder den Armen noch den Kranken etwas davon. 28. Unreine Weiber und Sechswöchnerinnen rühren ihre Opfer an. Daran ihr ja merken könnet, daß es nicht Götter sind. Darum fürchtet sie nicht. 29. Und woher sollen sie Götter heissen? Denn die Weiber pflegen der silbernen, goldenen und hölzernen Götzen. 30. Und die Priester sitzen in ihren Tempeln mit weiten Chorröcken, 'scheren den Bart ab, und tragen Platten, sitzen da mit bloßen Köpfen, * 3 Mos. 21, 3 . c. 19 / 27. 31. Heulen und schreyen vor ihren Götzen, wie man pflegt in der Todten Begängnissen. 32. Die Pfaffen stehlen ihnen ihre Kleider, und kleiden ihre Weiber und Kinder davon. 33. Man thue ihnen Böses oder Gutes, so können sie es doch nicht vergelten. * Sie vermögen weder einen König einzusetzen, noch abzu- setzen. * Dan. 2,21. 3^. Sie können weder Geld noch Gut geben. Gelobet ihnen Jemand etwas, und hält es nicht; so fordern sie es nicht. 35. Sie können einen Menschen vom Tode nicht erretten, noch einem Schwächer« helfen wider den Starken; 36 . Sie können keinen Blinden nicht sehend machen, sie * können einem Menschen in der Noth nicht helfen; * - M°s. 32,37. Zs. 37. Sie erbarmen sich der Witwen nicht, und helfen den Waisen nicht. 38 . Denn sie find hölzern, mit Gold und Silber gezieret, den Steinen gleich, die man aus dem Berge hauet. Darum, die sie ehren, müssen zu Schanden werden. 39. Wie soll man sie denn für Götter halten, oder so heissen; weil auch die Chaldäer nicht groß von ihnen Hallen? ^0. Denn wenn sie einen Stummen sehen, der nicht reden kann, bringen sie den zum Bel und sagen, der Stumme soll ihn anrufen, gleich als verstünde er es. ^1. Und wiewohl sie wissen, daß kein Leben in ihnen ist; doch laufen sie ihnen nach. ^2. Die Weiber aber sitzen vor den Kirchen mit Stricken umgürtet, und bringen Obst zum Opfer. ^3. Und wenn Jemand vorüber gehet, und Eine von ihnen hinweg nimmt, und bey ihr schläft; rühmet sie sich wider die Andere, daß jene nicht sev werth gewesen, wie sie, daß ihr der Gurt aufgelöset würde. ^ 4 . Alles, was durch sie geschiehst, ist eitel Trügerey. Wie soll man sie denn für Götter halten, oder so heissen? ^5. Von Nichtigkeit und Baruch 6.> Ohnmacht der Götzen.' 9!5 45. Von Werkmeistern und Goldschmieden find sie gemacht; und was die Werkmeister wollen, muß daraus werden und nichts anders. 46. Und die, so sie gemacht haben, können nicht lange leben. Wie sollten denn das Götter feyn, so von ihnen gemacht sind. 47. Darum geben sie den Nachkommen nur Aergerniß, und Ursach zur schändlichen Abgötterei 48. Denn wenn Krieg oder sonst ein Unglück über sie kommt, rathschlagen die Pfaffen unter einander, wo sie sich zugleich, mit den Götzen verbergen wollen. 49 . Darum kann man wohl merken, daß es keine Götter sind; weil sie sich selber weder vor Krieg noch anderm Unglück schützen können. so. Denn es find doch nur hölzerne, vergoldete und überfilberre Götzen. Darum kann man nun fort wohl erkennen, * daß es Trügerey ist, allen Heiden und Königen offenbar, und nicht Götter, sondern von Menschen Händen gemacht, und ist keine Gottheit in ihnen. -Z-r. io, i4. e. 21 , 17 . si. Darum kann Jedermann wohl merken, daß es nicht Götter find. 52. Denn sie erwecken keinen König im Lande, sie geben den Menschen nicht Regen; 53. Und nehmen sich keines Regierens noch Strafens an, so wenig als die Vögel, so in der Luft hin und wieder stiegen. 54. Wenn das Haus der hölzernen, vergoldeten und übersilberten Götzen vom Feuer angeht; so laufen die Pfaffen davon, und verwahren sich vor Schaden; sie aber verbrennen wie andere Balken. 55. Sie können weder Königen noch keinem Kriegsvolk nicht widerstehen. Wie soll man sie denn für Götter Hallen oder nennen? 56. Die hölzerne, übersilberte und vergoldete Götzen können sich nicht schützen vor Dieben und Räubern ; denn sie sind ihnen zu stark, daß sie sie berauben und ausziehen, 57. Nehmen ihnen Gold, Silber und Kleider weg und kommen davon; so können sie ihnen selber nicht helfen. 58. Darum ist es viel besser ein König feyn, der seine Macht beweisen kann, oder ein nützliches Hausrath feyn, das im Hause nütz ist, oder eine Thür, die das Haus verwahret, oder eine hölzerne Säule in einem königlichen Saal, denn ein solcher ohnmächtiger Götze. 59 . Sonne, Mond und Sterne scheinen, und find gehorsam, wie ihnen Gott heißt, ko. Deßgletchen der Blitz leuchtet, daß man ihn siehst; der Wind wehet in allen Landen. 61. Und die Wolken fahren durch die ganze Welt, und thun, was ihnen Gott heißt. 62 . Also auch das Feuer von oben her schlägt Berge und Wälder, und thut, was ihm gebo- then ist. 63. Die Götzen aber können sich weder regen noch etwas thun. Darum soll man sie nicht für Götter halten, oder so heissen ; denn sie können Weder strafen noch helfen. 64. Weil ihr denn wisset, daß es nicht Götter find; so fürchtet euch nickt vor ihnen. 65. Denn sie können dir Könige weder verfluchen noch segnen. 66. Sie können auch kein Zeichen am Himmel den Heiden anzeigen; sie können es nickt licht machen, wie die Sonne, noch einen Schein geben, wie der Mond. 67. Die unvernünftigen Thiere sind besser, denn sie; die können doch in eine Höhle fliehen, und sich verwahren. 68. Darum ist allerdings offenbar, daß sie keine Götter sind. 69. Denn wie ein Scheusal im Garten nichts verwahren kann: also sind auch ihre hölzerne, Vergoldete und überfilberre Götzen kein nütze. 70 . Und wie eine Hecke im Garten ist, darauf allerley Vögel nisten; oder wie ein Todter, der im Grabe liegt: also find ihre hölzerne, vergoldete und übersilberte Götzen. 71. Auch kann man es daran merken, daß sie nicht Götter sind; denn der Scharlach den sie umhaben, wird von den Morren zerfressen, und sie selbst endlich auch dazu, daß ihrer Jedermann spottet. 72. Wohl dem MerMen. der gerecht ist und keine Götzen har; der wird nicht zu Sp^tt. Dddddd 946 Alexander der Große. Antiochus IMaccabäerl. der Edle kommt gen Jerusalem. Das erste Buch Das 1. Capitel. Von Antiochus -cs Edlen Gottlosigkeit und Tyrannei). 1. yslexander, der Sohn Philippi, König in Makedonien , der erste Monarch aus Grä- cia, ist amgezogen aus dem Lande Chitim, und hat große Kriege geführet, die festen Städte erobert / und der Perser König Darius geschlagen; 2. Hernach andere Könige in allen Ländern unter sich gebracht; 3 . Und ist immer fortgezogen, und hat alle Lande und Königreiche eingenommen. Und hat sich Niemand wider ihn fetzen dürfen ; und hatte ein gewaltig gutes Kriegsvolk. 6 . Da er nun die Königreiche innen hatte, ward er stolz und fiel in Krankheit. 6 . Da er aber merkte, daß er sterben würde, 7 . Forderte er zu sich seine Fürsten, die mit ihm von Jugend auf erzogen waren, und setzte fie zu Hauptleuten über die Länder bey seinem Leben. 8 . Hernach ist Alexander gestorben, als er regieret hatte zwölf Jahre. ' 9 . Nach seinem Tode ist das Reich auf seine Fürsten gekommen, die nahmen die Länder ein, ein jeglicher Hauptmann seinen Ort. io. Und machten fich alle zu Königen, und regiereten fie und ihre Nachkommen lauge Zeit. Und find große Kriege zwischen ihnen gewesen, und ist allenthalben in der ganzen Welt viel Jammers geworden. i i. Bon dieser Fürsten einem ist geboren eine schädliche böse Wurzel, Antiochus, genannt der Edle, der zu Rom ein Geißel gewesen ist für feinen Vater, den grossen Antiochus. Und dieser Antiochus, der Edle, fing an zu regieren im hundert und fieben und dreyßigsten Jahr des Griechischen Reichs. 12. Zu dieser Zeit waren in Israel böse Leute, die hielten an bey dem Volk, und sprachen: Laßt uns einen Bund machen mit den Heiden umher, und ihre Gottesdienste annehmen ; denn wir haben viel leiden müssen seit der Zeit, da wir uns wider die Heiden gesetzt haben. 13 . Diese Meinung gefiel ihnen wohl. 1^. Und wurden Etliche vom Volk zum Könige gesandt; der befahl ihnen, heidnische Weise an- zusaugea. -er Maccabäer. iZ. Da richteten fie zu Jerusalem heidnische Spielhäuser an, 16. Und hielten die Beschneidung nicht mehr, und fielen ab vom heiligen Bunde, und hielten fich als die Heiden, und wurden ganz verstockt, alle Schande und Laster zu treiben. 17 . Als nun Antiochus sein Reich gewaltiglich innen hatte, unterstand er sich das Königreich Egypten auch an fich zu bringen, daß er beyde Königreiche hätte; 18. Und zog in Egypten, wohl gerüstet mit Wagen, Elephanten, Reisigen und vielen Schiffen ; 19. Und kriegte mit Ptolemäus, dem Könige Egyptens. Aber Ptolemäus fürchtete fich und fioh, und find viele Egypter umgekommen. 20. Und Antiochus hatte die festen Städte in Egypten eingenommen, und großes Gut da geraubt und davon gebracht. 21. Als aber Antiochus in Egypten gefieget hatte, und wieder heim zog, im hundert und drey und vierzigsten Jahr, reifete er durch Israel; 22. Und kam gen Jerusalem mit einem großen Volk, 23 . Und ging * trotziglich in das Heiligthum, und ließ wegnehmen den goldenen Altar, Leuchter und was dazu gehöret, den Tisch, darauf die Schaubrote lagen, die Becher, Schalen, die goldenen Kellen, den Vorhang, die Kronen und goldenen Schmuck am Tempel; und zerschlug es alles. ' Dan. 8 ,11.12. 2^. Und nahm das Silber, und Gold, und köstliche Gefäße, und die verborgenen Schätze, so viel er fand, und führete es mit fich in sein Land. 25 . Und ließ viele Leute tödten, und lästerliche Gebothe ausrufen. 26. Da war im ganzen Israel, und wo fie wohneten, großes Herzeleid. 27. Die Furstentrauerten; die Aeltesten, Jungfrauen und Frauen sahen jämmerlich; 28. Mann und Weib klagten; 29. Und das ganze Land ward betrübt von wegen der Wmherey die darinnen geschah; und das ganze Haus Jakots war voll Jammer. 30. Und nach zweyen Jahren tändle der König einen Hauptmcu-n in Juda, der kann mit einem großen Kriegsvott gen Jeui,albm, Antiochus der Edle plündert Jerusalem. 1 Maccabäer 4. Gräuel der Verwüstung. 947 31. Und begehrte man sollte ihn einlassen, so wollte er keinen Schaden thun; aber es war eitel Betrug. 32 . Da sie ihm nun glaubten, und ließen ihn ein, übersiel er die.Stadt verrätherisch, und erschlug viele Leute von Israel; 33. Und plünderte die Stadt, und verbrannte die Häuser, riß die Mauern nieder; 3 ^. Und führete Weib und Kind und Vieh weg; 35 . Und befestigte die Burg Davids mit starken Mauern und Thürmen; 36 . Und besetzte sie mit einem gottlosen Haufen, der allen Muthwillen darauf übte; 37. Und raubten Waffen und Speise aus der Stadt Jerusalem, und schafften es auf die Burg; 38 . Und belagerten da das Heiligtyum, und lauerten auf die Leute, die in den Tempel gingen; und fielen heraus aus der Burg in das Heiligthum, den Gottesdienst zu wehren; 39. Und ' vergossen viel unschuldiges Blut bey dem Heiligthum, und entheiligten es. * c. 7 ,17. >40. Und die Bürger zu Jerusalem flohen weg, und die Fremden blieben zu Jerusalem, und die, so daselbst geboren waren, mußten weichen. > 41 . Das ' Heiligthum ward wüste, die Feyer- tage wurden eitel Trauertage, die Sabbathe eitel Jammer, und alle ihre Herrlichkeit ward zunichte. * Dam 8 ,11.12. >42. So herrlich und hoch Jerusalem zuvor gewesen war, so jämmerlich und elend mußte es dazumahl seyn. >43. Und Antiochus ließ ein Geboth ausgehen durch sein ganzes Königreich, daß alle Völker zugleich einerley Gottesdienst halten sollten. > 4 L. Da verließen alle Völker ihre Gesetze, und willigten in die Weise Antivcht. > 45 . Und * Viele aus Israel willigten auch darein, und opferten den Götzen, und entheiligten den Sabbach. *v. n. > 46 . Antiochus sandte auch Briefe gen Jerusalem und in alle Städte Juda, darinnen er geboth , daß sie der Heiden Gottesdienst annehmen sollten, >47. Und die Brandopfer, Speisopfer, Sünd- spfer im Heiligthum, > 48 . Sabbath und andere Feste abthun. >49. Und befahl, daß man das Heiligthum und das heilige Volk Israel emheiligen sollte. 50. Und ließ Altäre, Tempel und Götzen aufrichten, und Saufleisch opfern, und andere unreine Thiere. 51. Und die Beschneidung verboth er, und geboth , die Leute zu gewöhnen zu allen Gräueln, daß sie Gottes Gesetz und Recht vergessen, und andere Weise annehmen sollten. 62. Und wer Antiocho nicht gehorsam seyn würde, den sollte man tödten. 53 . Dieß Geboth ließ er ausgehen durch sein ganzes Königreich; und verordnete Hauptleute, die das Volk zwingen sollten, solches zu halten. 5 > 4 . Diese richteten in Juda Opfer an, und gebothen die zu halten. 55. Und Viele vom Volk sielen ab von Gottes Gesetz zu ihnen. 56 . Allen Muthwillen trieben sie im Lande, und verjagten das Volk Israel, daß es sich verbergen und verstecken mußte in die Höhlen, als die Flüchtigen. 57 . Im hundert und fünf und vierzigsten Jahr am fünfzehnten Tage des Monaths Casleu, ließ der König Antiochus * den Gräuel der Verwüstung auf Gottes Altar setzen, und ließ in allen Städten Juda Altäre aufrichten, * Dan. 11, 3 i. 58 . Daß man öffentlich in Gassen, und ein jeder vor seinem Hause räucherte und opferte. 59. Und ließ die Bücher des Gesetzes Gottes zerreißen und verbrennen; 60. Und alle, bey denen man die Bücher des Bundes Gottes fand, und alle, so Gottes Gesetzhielten, todtschlagen. 61. Und das thaten sie mit ihrem Kriegesvolk alle Monathe, wenn das Volk zusammen kam in die Städte. 62. Am fünf und zwanzigsten Tage des Monaths opferten sie auf dem Altar, den sie harten aufgerichtet gegen dem Altar des Herrn. 63. Die * Weiber, welche ihre Kinder beschnitten, wurden getödtet, wie Antiochus gebothen hatte. * 2 Matt. 6 ,10. 6 > 4 . Die Eltern wurden in ihren Häusern erwürget , und die Kinder darinnen aufgehenkel. 65. Aber viele vom Volk Israel waren beständig, und wollten nichts Unreines essen, 66 . Und ließen sich lieber tödten, denn daß sie sich verunreinigten, 67 . Und wollten nicht vom heiligen Gesetz Gottes abfallen, darum wurden sie umgebracht. 68 . Und es war ein sehr großer Zorn über Israel. Dddddd 2 948 Matathiä Wehklage, 4 Maccabäer 2. Beständigkeit und Eifer. Das 2. Capitel. Von Ratathiä Wehklage und Eifer über das väterliche Gesetz. 1. ( 5 s war aber ein Priester, Matathias, der Sohn Johannis, des Sohnes Simeons, aus dem Geschlecht Joarims, von Jerusalem, der wohnete auf dem Berge Modin, 2. Und hatte fünf Söhne: Johannes, mit dem Zunahmen Gaddis, Z. Simon, mit dem Zunahmen Thast, Juda, mit dem Zunahmen Maecabäus, ö. Und Eleazar, mit dem Zunahmen Aaron, und Jonathan, mit dem Zunahmen Apphus. 6 . Diese jammerte sehr das große Elend in Juda und Jerusalem. 7 . Und Matathias klagte: Ach, daß ich dazu geboren bin, daß ich meines Volks und der heiligen Stadt Zerstörung sehen muß, und dazu stille sitzen, und die Feinde ihren Muthwillen treiben lassen! 8. Die Fremden haben das Heiligthum innen, und der Tempel Gottes ist wie ein verdammter Mensch. 9 . Seinen * Schmuck hat man weggeführet. Die Alten find auf den Gassen erschlagen, und die junge Mannschaft ist von Fremden erstochen. * c. 1/ 23. 24. 10. Das Reich ist allen Heiden zu Theil geworden, die es plündern. i i. Alle seine Herrlichkeit ist weg. Es war eine Königin«, nun ist es eine Magd. 12. Siehe, unser Hetligkhum, und unser Ruhm, und Preis ist weg; die Heiden haben es verwüstet. iZ. Wen sollte noch gelüsten zu leben? i^. Und Matathias * zerriß seine Kleider, er und seine Söhne, und zogen Säcke an, und trauerten sehr. *i Kon. 21,27. iü. Da nun des Antiochus Hauptleute auch dahin kamen, die, so geflohen waren in die Stadt Modin, auch zu dringen von Gottes Gesetz abzufallen u: d zu opfern und zu räuchern: 1 6 . Da fielen * Viele vom Volk Israel zu ihnen. Aber Mararhias und seine Söhne blieben beständig. *«. 1, n. 17. Und die Hauptleute Antiochi sprachen zu Mc^athia: Du bist der Vornehmste und Gewaltigste in die er Stadt, und hast viele Söhne und eine große Freundschaft: 1 8 . Darum tritt erstlich dahin und thue, was der König gebothen hat, wie alle Länder gethan haben und die Leute Juda, so noch zu Jerusalem find; jo wirst du und deine Söhne einen gnädigen König haben, und begabet werden mit Gold und Silber und großen Gaben. 19. Da sprach Matathias frey heraus: Wenn schon alle Länder Anttocho gehorsam wären, und Jedermann abfiele von seiner Väter-Gesetz, und willigten in des Königs Geboth; 20. So wollen doch ich, und meine Söhne und Brüder, nicht vom Gesetz unserer Väter ab- fallen. 21. Da sey Gott für! Das wäre uns nicht gut, daß wir von Gottes Wort und Gottes Gesetz abfielen. 22. Wir wollen nicht willigen in das Geboth Antiochi, und wollen nicht opfern, und von un- serm Gesetz abfallen, und eine andere Weise annehmen. 23. Da er nun also ausgeredet hatte; ging ein Jude hin vor ihrer aller Augen und opferte dem Götzen auf dem Altar zu Modin, wie der König gebothen hatte. 2>L. Das sah Matathias, und * ging ihm durchs Herz und sein Eifer entbrannte um das Gesetz, * 4 Müs. 25, 8. 25 . Und lief hinzu, und tödtete bey dem Altar den Juden und den Hauptmann Antiochi, und warf den Altar um. 26. Und eiferte um das Gesetz, wie Pinehas that dem Zamri, dem Sohne Salomi. 27. Und Matathias schrie laut durch die ganze Stadt: Wer um das Gesetz eifert und den Bund halten will, der ziehe mit mir aus der Stadt. 28. Also'flohen er und seine Söhne auf das Gebirge, rmd verließen alles, das fie hatten in der Stadt. * 1,40. 29. Und viele fromme Leute zogen hinaus in die Wüste, 30. Und hielten sich da mit Weib und Kind und ihrem Vieh; denn die Tyranney war allzugroß geworden. 31. Da aber des Königs Volk zu Jerusalem in der Stadt Davids hörete, daß Etliche sich wider des Königs Geboth setzten, und sich aus den Städten gethan hätten, sich heimlich in der Wüste zu verstecken und aufzuhalten, und daß viel Vo!ks zu ihnen gezogen war: 32. Erhoben fie sich eilend am Sabbath, fie zu überfallen. 33. Und ließen ihnen sagen: Wollt ihr noch nicht gehorsam seyn? Ziehet heraus und thut, was der König gebothen hat; so sollt ihr sicher seyn. 3^. Darauf antworteten fie: Wir wollen nicht Thaten der Väter 4 Maccabaer2. zum Exempel vorgestellt. , 949 heraus ziehen; "gedenken auch den Sabbath nicht zu entheiligen, wie der König gebiethet. * 2 Mace. 6 , 11. 35. Und die draußen stürmeten den Felsen; 36. Und die darinnen wehreten fich nicht, warfen nicht einen Stein heraus, machten auch den Felsen nicht zu, 37. Und sprachen: Wir wollen also sterben in unserer Unschuld; Himmel und Erde werden Zeugen feyn, daß ihr uns mit Gewalt und Unrecht umbringet. 38. Also wurden die darinnen am Sabbath überfallen, und ihr Weib und Kind und Vieh umgebracht bey tausend Personen. 3s. Da Matathias und seine Freunde solches höreten; that es ihnen sehr wehe, ^o. Und sprachen unter einander: Wollen wir alle thun, wie unsere Brüder, und uns nicht wehren wider die Heiden, unser Leben und Gesetz zu retten; so haben sie uns leichtlich ganz vertilget. Und beschlossen bey fich: So man uns am Sabbath angreifen wird, wollen wir uns wehren , daß wir nicht alle umkommen, wie unsere Brüder in der Höhle ermordet find. Und es sammelte fich zuhauf eine große Menge der Frommen, die alle beständig blieben im Gesetz; ^3. Und kamen zu ihnen alle die, so vor der Tyranney flohen. Darum rüsteten fie fich auch, und erschlugen viele Gottlose und Abtrünnige in ihrem Eifer und Zorn; die übrigen aber gaben die Flucht, und entrannen zu den Heiden. ^5. Darnach zog Matathias und seine Freunde getrost umher im Lande Israel, und riß die Altäre wieder nieder, ^6. Und beschnitt die Kinder, so noch unbeschnitten waren, ^7. Und griffen die Gottlosen an; und es hat ihnen gelungen, ^8. Daß sie das Gesetz erhielten wider alle Macht der Heiden und Könige, daß die Gottlosen nicht über fie Herren wurden. ^9. Da aber Matathias sehr alt war, sprach er vor seinem Tode zu seinen Söhnen: Es ist große Tyranney und Verfolgung, und ein großer Grimm und harte Strafe über uns gekommen. so. Darum, lieben Söhne, eifert um das Gesetz, und waget euer Leben für den Bund unserer Vater; s i. Und gedenket, welche Thaten unsere Väter zu ihren Zeiten gethan haben: so werdet ihr rechte Ehre und einen ewigen Nahmen erlangen. L2. Abraham" ward versucht, und blieb fest im Glauben; das ist ihm gerechnet worden zur Gerechtigkeit. ' i Mos 22,1. 53 . Joseph hielt das Geboth in seiner Trübsal, und " ist ein Herr in Egypten geworden. * 1 Mos. 41 / 4 o. 5 L. Pinehas, unser Vater, * eiferte Gott zu Ehren, und erlangete den Bund, daß das Prie- sterthum^auf ihm bleiben sollte. * 4 Mos. 23 / 7 . 55. Josua" richtete den Befehl aus, der ihm gegeben war; darum ward er der oberste Fürst in Israel. * 4 M»s. n, 6 . Jos. i/ 2. 56 . Caleb gab Zeugniß, und strafte das Volk; darum hat er ein " besonderes Erbe erlanget. * Jos. 14 / 13 . 14 . 57. David " blieb treu und rechtschaffen an Gott; darum erbte er das Königreich ewiglich. * 1 Kön. 1 L/ L. 58 . Elia* eiferte um das Gesetz, und-l-ward gen Himmel geführet. * i Kön. is/ 21. ^2 Kön. 2/ n. 59. ' Anania, Azaria und Misael glaubten, und wurden aus dem Feuer errettet."Dan.3,1s. 60. Daniel " ward von wegen seiner Unschuld errettet von den Löwen. * Da». 6/ 21.22. 61. Also bedenket, was zu jeder Zeitgeschehen ist; so werdet ihr finden, daß alle, so auf Gott vertrauen, erhalten werden. 62. Darum" fürchtet euch nicht vor der Gottlosen Trotz: denn ihre Herrlichkeit ist Koth und Würmer. " 1P". 3,14. 63 . Heute schwebt er empor, morgen liegt er danider, und ist nichts mehr, so er wieder zur Erde geworden ist, und sein Vornehmen ist zu Nichte geworden. 6 ^. Derhalben, lieben Kinder, seyd unerschro- cken und haltet fest ob dem Gesetz; so wird euch Gott wiederum herrlich machen. 65 . Euer Bruder Simon ist weise, demselben gehorchet, als einem Vater. 66 . Judas Maccabäus ist stark und ein Held, der soll Hauptmann seyn, und den Krieg führen. 67 . Und fordert zu euch alle, so das Gesetz halten. Rächet die Gewalt an euerm Volk geübet; 68 . Und bezahlet die Heiden, wie fie verdienet haben; und haltet mit Ernst ob dem Gesetz. 69. Darnach segnete er sie, und ward versammelt zu seinen Vätern. 70. Und starb im hundert und sechs und vierzigsten Jahr. Und die Söhne begruben ihn in seiner Vater Grabe zu Modin; und ganz Israel trauerte sehr um ihn. 950 Judas Maceabäus. 1 Maccabäer 3. Seron geschlagen. Das 3. Capitel. Von der Kriegsrüstung Judä Maccabäi und seiner Feinde. 1. ^lnd " Judas Maceabäus kam an seines Va- ^ ters Statt. *c. 2 ,66. 2. Und seine Brüder und alle, die sich zum Vater gehalten hatten, halfen ihm w-ider die Feinds, und schlugen sie mit Freuden. 3. Judas erlangte dem Volk große Ehre; er zog in seinem Harnisch wie ein Held, und schützte sein Heer mit seinem Schwert. Er war freudig wie ein Löwe, kühn wie ein junger brüllender Löwe, so er etwas jagt. 5. Er suchte die Abtrünnigen und die Gottlosen, die das Volk drangen vom Gesetz abzufallen, und strafte und verbrannte sie, 6. Daß allenthalben seine Feinde vor ihm erschraken und stohen, und die Abtrünnigen wurden gedämpft, und er hatte Glück und Sieg. 7. Das verdroß viele Könige; aber Jakob war es eine Freude, und ihm ein ewiger Ruhm und Ehre. 8. Er zog durch die Städte Juda, und vertilgte darinnen die Gottlosen, daß er den Zorn von Israel abwendete. 9. Und er war allenthalben im Lande berühmt, daß alle Unterdrückte zu ihm liefen. 10. Dagegen brachte Apollontus ein großes Heer zusammen, von Heiden und von Samaria, wider Israel zu streiten. 11. Da Judas das hörete, zog er gegen ihn, und that eine Schlacht mit ihm, und erschlug ihn und einen großen Haufen Feinde mit ihm, die Uebrigen aber flohen. 12. Und Judas gewann den Raub, und nahm des Apollvnius Schwert, das führete er hernach sein Lebenlang. 13. Darnach da Seron, der Hauptmann zu Syrien, hörete, daß die Frommen sich zu Juda hielten und daß ein großes Volk bey einander war, sprach er: i^. Ich will Ehre einlegen, daß ich im ganzen Königreich gepriesen werde; und will Judam und seinen Haufen, der des Königs Geboth verachtet, schlagen. 15. Darum rüstete er sich und zog mit ihm eine große Macht, daß sie sich an Israel räche- ten, und kam bis gen BethHoron. 16. Da zog Judas gegen ihn mit einem kleinen Haufen. 17. Als sie aber die Feinde sahen, sprachen sie: Unserer ist wenig, dazu find wir matt von Fasten ; wie sollen wir uns mit einem solchen großen und starken Haufen schlagen? 18. Aber Judas sprach: Es kann wohl geschehen, daß Wenige einengroßen Haufen überwinden; denn Gort kann eben so wohl durch Wenige Sieg geben, als durch Viele. 19. Denn'der Sieg kommt vom Himmel, und wird nicht durch große Menge erlanget. * Ps. 141, 10. 20. Sie trotzen auf ihre große Macht, und wollen uns, unser Weib und Kind, ermorden und berauben. 21. Wir aber müssen uns wehren, und für unser Leben und Gesetz streiten. 22. Darum wird sie Gott vor unfern Augen vertilgen; ihr sollt sie nicht fürchten. 23. Da er also ausgeredet hatte, griff er die Feinde an, ehe sie sichs versahen, und schlug den Seron und sein Volk in die Flucht, 2^. Und jagte sie von BethHoron herunter ins Blachfeld, und schlug acht hundert zu tode; die übrigen flohen in der Philister Land. 25. Also kam eine Furcht in alle Völker umher vor Juda und seinen Brüdern. 26. Und in allen Ländern sagte man von Juda und seinen Thaten, und es kam auch vor den König. 27. Da mm solches alles Antiochus hörete, ergrimmete er sehr, und schickte aus und ließ aufbiethen im ganzen Königreich, und brachte eine große Macht zusammen. 28. Und griff seine Schätze an, und ordnete Sold auf ein Jahr, und geboth, daß man stets sollte gerüstet seyn. 29. Da er aber sah, daß er nicht Geld genug halte, und daß das Land von wegen des Krieges, den er nun lange geführet wider das Gesetz, nicht viel geben konnte: 30. Besorgte er, er vermöchte die großen Kosten nicht länger zu tragen, wie bisher, da er Sold und Gaben ausgegeben hatte, mehr denn alle Könige vor ihm. 31. Darum ward er betrübt, und zog in Persien , dasselbe Land zu schätzen und Geld aufzubringen. 32. Und ließ im Lande einen Fürsten mit Nahmen Lysias, den machte er zum Hauptmann über das ganze Königreich, vom Euphrat an bis an Egypten; 33. Und befahl ihm seinen Sohn, den jungen Antiochus, dieweil er außer dem Lande seyn würde. Lysias. 1 Maccab ä er 3. 4. Mispath, Sammelplatz. 951 34. Und ließ ihm die Hälfte des Kriegsvotks, und der Elephanten, und that ihm Befehl von allen Sachen, auch von Judäa und Jerusalem, ZZ. Daß er mehr Volk dahin schicken sollte, auszurotlen die übrigen Leute in Israel und Jerusalem. 36. Und das Land den Fremden auszutheilen, und Heiden allenthalben darein zu setzen. 37. Im hundert und sieben und vierzigsten Jähr zog der König aus von seiner Stadt Antiochta über den Euphrat hinauf in die obersten Länder. 38. Aber Lysias wählte etliche Fürsten, des Königs Freunde, zu Hauptleuten; nähmlich Ptolemäum, den Sohn Dorymenis, Nicanor, und * Gorgiam; * e. 4, i. 39 . Und gab ihnen vierzig tausend Mann zu Fuß und sieben tausend zu Roß, daß sie das Land Juda überziehen sollten und die Juden ausrotten , * wie der König befohlen hatte. *». 34. 40. Nachdem sie nun mit diesem Heer ausgezogen waren, lagerten sie sich erstlich bey Ammao auf dem Blachftlde. 41. Da solches die Kausieute in den Ländern umher höreten, kamen sie in das Lager, und brachten viel Geld mit sich, die Kinder Israel zu kaufen, daß sie ihre Knechte seyn müßten. Und aus Syrien und von andern Heiden zog ihnen mehr Kriegsvolk zu. 42. Da nun Judas und seine Brüder sahen, daß die Verfolgung größer ward, und daß die Feinde an der Grenze lagen; und vernahmen, daß der König gebothen hatte, ganz Juda zu vektilgen: 43. Waren sie unerschrocken und vereinigten sich , sie wollten ihr Volk retten und für die Heiligen streiten. 44. Darum brachten sie ihr Kriegsvolk zusammen , daß sie bey einander wären und warteten, wenn man die Feinde angreifen müßte, daß sie auch mit einander betheten um Gnade und Hülfe von Gott. 45. Aber die Zeit war Jerusalem wüste, und wohnere kein Burger mehr da; und das Heiligthum war entheiliget mit dem Götzen, der darein gesteller war. Und die Heiden hatten die Burg innen, und war alle Herrlichkeit von Jakob weggenommen, und man horete da weder Pfeifen noch Harfen. 46. Darum kam das Volk zusammen gen Mi- sparh, gegen Jerusalem über. Denn Israel mußte vorzeiten zu Misoalh anbethen. 47. An diesem Ort kamen sie jetzt auch zusammen, fasteten da und zogen Säcke an, ftreueten Asche auf ihre Häupter und zerrissen ihre Kleider; 48. Und trugen hervor die Bücher des Gesetzes, welche die Heiden suchen ließen, ihre Götzen darein zu schreiben und zu mahlen. 49 . Sie brachten auch dahin die priesterlichen Kleider, die Erstlinge und Zehnten; und machten Nazaräos, welche ihre bestimmte Zeit halten mußten. 50 . Und schrien kläglich gen Himmel: Wo sollen wir diese hinführen? si. Denn dein Heiligthum ist verunreiniget, deine Priester sind verjagt. 52. Und siehe, alle Heiden empören sich wider uns, daß sie uns ganz vertilgen. Du weißt, was sie wider uns im Sinn haben. 53. Wie können wir vor ihnen bleiben, du helfest uns denn, unser Gott? 54. Darnach ließ Judas das Volk zusammeu- rufen mit der Posaune, 55. Und machte ein Feldregiment, Obersten, Hauptleute und Weibel. 56. Auch ließ er ausrufen, -aß diejenigen, so Häuser baueteu, oder freyeten, oder Weinberge pflanzten, oder die "voll Furcht waren, wieder heimziehen möchten; wie solches das Gesetz erlaubet. *3Mos. 20, 8. Nicht. 7, 3. 57. Darnach zogen sie fort, und schlugen ihr Lager auf an Ammao gegen Mittag. 5 8. Und Judas vermahnte sein Volk und sprach: Rüstet euch, und feyd unerschrocken, daß ihr morgen bereit seyd zu streiten wider diese Heiden, die uns und unser Heiligthum gedenken zu vertilgen. 59 . Uns ist leidlicher, daß wir im Streit umkommen , denn daß wir solchen Jammer an uu- serm Volk und Heiligthum sehen. 60. Aber was Gott im Himmel will, das geschehe. Das 4. Capitel. Von Zudä Sieg wider Gorgiam, und seiner Kirchenreformativn. i.llnd*Gorgias nahm fünf tausend zu Fuß, ^ und tausend Reisige, die besten und rückte bey Nacht heimlich hinan an der Juden Lager, * c. 3, 3^. 2 . Sie unversehens zu überfallen; und führe- ten den Haufen Erliche, die auf der Burg in Besatzung gelegen waren. 3. Aber Judas war zuvor auf mit dem besten Haufen, daß er eher käme, und die Feinde übec- eilete, und schlüge sie, 962 Gorgias geschlagen. 1 Macca! 4. Dieweil sie noch zerstreuet hin und her lagen. 5. Da nun Gorgias an Judas Lager kam, und Niemand da fand; zog er ihnen nach in das Gebirge, und meinete, sie wären vorihm geflohen. 6. Aber Judas eilete, daß er Morgens frühe in das Blachfeld käme mit drey tausend Mann, die doch keinen Harnisch hatten, ohne allein ihre Kleider und Schwert. 7. Da sie nun sahen, daß die Feinde wohl gerüstet waren mit Harnisch, und hatten einen starken reisigen Zeug, und waren rechte Krtegs- leute; 8. Sprach Judas zu feinem Volk: Fürchtet euch nicht vor dieser großen Menge, und vor ihrer Macht erschrecket nicht. 9. Gedenket, wie * unsere Väter im rothen Meer errettet find da ihnen Pharao mit einem großen Heer nackeilete. * 2 Mos. 14,22. 10. Laßt uns gen Himmel rufen; so wird uns der Herr auch gnädig seyn und an den Bund gedenken, den er mit unfern Vätern gemacht hat, und wird unsere Feinde vor unfern Augen vertilgen. 11. Und alle Heiden sollen inne werden, daß Gott ist, der sich Israels annimmt, hilft und errettet. 12. Da nun die Heiden sahen, -aß Judas gegen ihnen kam; 13. Zogen sie auch aus dem Lager, Judam anzugreifen. Judas aber * ließ trompeten, ' «. S/ 3 Z. 4 Mos. 10, 9 . 14. Und griff die Feinde' an; und die Heiden wurden in die Flucht geschlagen, daß sie über das Blachfeld flohen und die Letzten erstochen wurden. 15. Denn Judas jagte ihnen nach bis gen As- saremoth, und ans Feld Edom gegen Asdod und Jamnia; und blieben todt bey drey tausend Mann. 16. Da aber Judas wieder umkehrete; geboth er seinem Volk, 17. Und sprach: Ihr sollt nicht plündern, denn wir müßen noch eine Schlacht thun. 18. Gorgias und sein Haufe ist vor uns im Gebirge: darum bleibet in der Ordnung, und wehret euch. Darnach, so ihr die Feinde geschlagen habt, könnet ihr plündern sicher und ohne Gefahr. 19. Da Judas also redete, that sich ein Haufe aus dem Gebirge hervor. 20. Und Gorgias sah, daß feine Leute geschlagen waren und das Lager verbrannt: denn er äev 4. Lyfias rüstet sich wieder, wird geschlagen. sähe den Rauch, davon konnte er abnehmen, was geschehen war. 21. Dazu sahen sie Judam und sein Kriegsvolk im Blachfelde, gerüstet zur Schlacht; darum erschrak Gorgias sehr, 22. Und floh in der Heiden Land. 23. Also kehrete Judas wieder um, das Lager zu plündern; und eroberte einen großen Raub, viel Gold, Silber, Seiden, Purpur, und großes Gut. 24. Darnach zogen sie heim, dankten und lobten Gott mit Gesang, und sprachen : * Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich. * Ps. ns, 1. Ps. 136,1. 25. Auf diesen Tag hat Israel herrlichen Sieg gehabt. 26. Die Heiden aber, so entronnen waren, kamen zu Lysia, und sagten ihm, wie es ihnen ergangen war. 27. Als Lysias solches hörete; ward er sehr betrübt, daß nicht gerathen war, wie es der König befohlen hatte. 28. Darum brachte Lyfias im folgenden Jahr wiederum viel Kriegsvolk zusammen, sechzig tausend Mann zu Fuß und fünf tausend Reisigen, die Juden zu vertilgen. 29. Dieß Heer zog in Jdumäa, und lagerte sich bey Bethzura. Dahin kam Judas auch mit zehn tausend Mann. 30. Da er aber sah, daß die Feinde ein groß Volk hatten, bethete er, und sprach: Lob sey dir, du Heiland Israels, der du * durch die Hand deines Knechts Davids den großen Riesen erschlagen hast, und hast ein ganz Heer der Heiden gegeben in die Hände Jonathans, Sauls Sohnes , und seines Knechts." 1 Sam. 17,49. -i- 1 Sam. 14,13. 31. Ich bitte dich, du wollest diese unsere Feinde auch in die Hände deines Volks Israel geben, daß sie mit ihrer Macht und Reisigen zu Schanden werden. 32. Gteb ihnen * ein erschrocknes und verzagtes Herz; " v. 21. 33. Schlage sie nieder mit dem Schwert derer, so dich lieben, daß dich loben und preisen alle, so deinen Nahmen kennen. 34. Darnach griff er sie an. Und Lyfias verlor bey fünf tausend Mann. 35. Da aber Lyfias sah, daß die Seinen flohen- und daß die Juden unerschrocken waren, und daß sie bereit waren, beydes ehrlich zu leben oder ehrlich zu -erben; zog er ab gen Antiochien, Erneuerung 1 Maccabäer 4. 5. des Tempels. 953 wiederum Kriegsvolk aufzubringen, und die Juden noch stärker zu überziehen. 36. Judas aber und seine Brüder sprachen: Dieweil unsere Feinde verzagt sind, so laßt uns hinauf ziehen und das Heiligthum wieder reinigen. 37 . Darum kam das Kriegsvolk alles zusammen, und zogen mit einander auf den Berg Sion. 38. Und da sie sahen, wie das Heiligthum verwüstet war, der Altar entheiliget, die Pforten verbrannt, und daß der Platz umher mit Gras bewachsen war, wie ein Wald oder Gebirge , und der Priester Zellen zerfallen waren: 39 . Da * zerrissen sie.ihre Kleider, und hatten eine große Klage, streueten Asche auf ihre Häupter, * c. 2 , 14. i Kon. 21, 27. Esra 9, 3. 30. Fielen nieder auf ihre Angesichter, und bliesen * Trompeten, und schrien gen Himmel. * 4 Mos. io, io. 31. Und Judas wählte einen Haufen, den Feinden in der Burg zu wehren, daß sie nicht heraus fielen, dieweil er das Heiligthum reinigen ließe. 32 . Und nahm dazu Priester, die sich nicht verunreiniget hatten, sondern beständig im Gesetz geblieben waren. 33. Diese reinigten das Heiligthum, und trugen den Gräuel und die unreinen Steine weg an unheilige Orte. 33. Dieweil auch der Altar des Brandopfers entheiliget war; hielten sie Rath, wie sie es damit halten sollten. 35. Und fanden einen guten Rath, nähmlich, daß man ihn ganz einreissen sollte, daß nicht Aergerniß davon käme, dieweil ihn die Heiden entheiliget hatten; darum ward er ganz einge- rissen. 36. Und verwahrten die Steine auf dem Berge bep dem Hause an einem besonder« Ort, bis ein Prophet käme, der anzeigte, was man damit thnn sollte. 37 . Sie nahmen aber andere neue ungehaltene Steine, wie ' das Gesetz lehret, und baueten einen neuen Altar, gleichwie der zuvor gewesen war. *2 Mos. 20 ,2L. 38. Und baueten das Heiligthum wieder, und die Stühle, und Priesterzellen im Hause. 39. Und ließen neue heilige Gefäße machen, den goldenen Leuchter, den Rauchaltar, und den Lisch; und brachten es wieder in Len Tempel. 50. Und stelleten das Räuchwerk auf den Altar, und zündeten die Lampen auf dem Leuchter an, daß sie im Tempel leuchteten. Z i. Auf den Tisch legten sie die Brote, und hängeten die Vorhänge auf, und richteten den Tempel ganz wieder an. 5 2 . Und am fünf und zwanzigsten Tage des neunten Monaths, der da heißt Casleu, im hundert und acht und vierzigsten Jahr, 63. Standen sie früh auf und opferten wiederum nach dem Gesetz auf dem Altar des Brandopfers. 53. Das ist das erste Opfer gewesen nach der Zeit, als die Heiden das Heiligthum verunrei- get haben; und ward dieses Opfer wieder ange- rtchtet mit Gesänge, Pfeifen, Harfen und Cym- beln. 55. Und alles Volk fiel nieder auf das Angesicht , betheten an und lobten den Herrn im Himmel , der ihnen Glück und Sieg gegeben hatte. 56. Und hielten das Fest des neuen Altars acht Tage, und opferten darauf Brandopfer und Dankopfer mit Freuden; 57 . Und schmückten den Tempel mit goldenen Kränzen und Schildern, und machten neue Thore und Zellen. 58 . Und war sehr große Freude im Volk, daß die Schande von ihnen genommen war, die ihnen die Heiden angelegt hatten. 59 . Und Judas und seine Brüder, und alles Volk Israel beschlossen, daß man ' jährlich vom fünf und zwanzigsten Tage an des Monaths Casleu acht Tage das neue Altarfest hatten sollte mit Freuden und Danksagung. * Job. 10 , 22 . 60 . Und sie' baueten feste Mauern und Thürme um das Heiligthum auf dem Berge Sion, daß die Heiden das Heiligthum nicht einnehmen und verwüsten konnten, wie zuvor. - e. 6, 26 . 6t. Und Judas legte Krtegsvolk darein, das Heiligthum zu bewahren. Er befestigte auch Bethzura, daß das Volk eine Vestung innen hätte gegen Jdumäa, darinnen sie sich aufhalten und wehren konnten. Das 5. Capitel. Fernerer Sieg Jud« wider die Feinde. 1. D^a aber die Heiden umher hc-reten, daß ^ der Altar wieder aufgericktel und das Heiligthum gereiniget war, ergrimmeten sie sehr, 2 . Und nahmen vor, das ganze Geschlecht Ja- Eeee ee 95 L Juda und Simons Sieg. 1 Maccab ä er 5. Judas stürmt Bosar. kobs auszurotten; und fingen an, alle Juden an ihren Grenzen zu tödten. 3. kber Judas zog in Jdumäa wider die Kinder Esau und überfiel fie zu Arabath, da fie die Kinder Israel belagert hatten, und schlug viele Jdumäer todt, und plünderte fie. 4. Dieweil auch die Kinder Beaus auf den Straßen Untreu und Mord getrieben hatten wider Israel; 5. Hat es ihnen Judas auch gedacht, und belagerte und verbannte fie, und verbrannte ihre Burg mit allen, so darinnen waren. ü. Darnach zog er wider Ammon, die waren wohl gerüstet, und hatten viel Kriegsvolk und einen Hauptmann Timotheus. 7. Darum that Judas viele Schlachten mit ihnen, und hatte Sieg. 8. Und gewann die Stadt Jazer, mit andern umliegenden Flecken. Darnach zog er wieder heim in Judäa. 9. Es waren aber die Heiden auch auf in Ga- laad wider Israel an ihrer Grenze, fie zu vertilgen : aber das Volk floh auf die Burg Da- theman, 10. Und schrieben an Judam und seine Bruder also: 11. Die "Heiden umher haben fich alle versammelt wider uns, daß fie uns alle umbringen; ihr Hauptmann ist Timotheus, und wollen unsere Burg, darein wir geflohen find, stürmen. * Jos. t», 6. 12 . Darum bitten wir, du wollest uns zu Hülfe kommen, und uns retten: denn unserer ist wenig, denn die Feinde haben Viele umgebracht, 13 . Und zu Tubin bey tausend Mann getödtet, und ihre Weiber, Kinder und Güter weggeführet. 14. Da man diesen Brief las, kamen mehr Bothen aus Galiläa, die * zerrissen ihre Kleider, * e. 2/ 14. 15. Und sagten kläglich, daß die Heiden aus allen Städten umher mit Macht Galiläa überzogen hätten, aus Ptolemais, Tyrus und Sidon, und daß ganz Galiläa voll Feinde wäre, Israel auszurotten. 16 . Als nun Judas und das Volk solches hs- reteu, hielt man Rath, wie fie ihren Brüdern in dieser Noth helfen konnten. 17. Und Judas befahl seinem Bruder Simon, daß er ihm einen besvndern Haufen wählen so?ue Und in Galiläam ziehen, die Brüder da zu retten; so wollten er und sein Bruder Jonathas in Ga- laad ziehen. 18 . Und machte Joseph, den Sohn Zacharia, und Azaria zu Hauptleuten über das übrige Volk daheim, Judäa zu bewahren. 19 . Und befahl ihnen, fie sollten das Volk regieren und nicht ausztehen, die Feinde anzugrei- fen, bis er wieder käme. 20 . Und Simon zog in Galiläa mit drey tausend Mann, Judas in Galaad mit acht tausend. 21 . Da nun Simon in Galiläa kam, that er viele Schlachten mit den Heiden, und fiegte, und sagte fie bis gen Ptolemais an das Thor, 22 . Daß bey drey tausend Heiden umkamen; und Simon plünderte fie. 23. Darnach kam er wieder zu seinen Brüdern in Galilaa, und zu Arabath, und hieß fie mit Weib und Kind mit ihm in Judäa ziehen, und führete fie dahin mit großen Freudem 24. Aber Judas Maccabäus, und Jonathas, sein Bruder, zogen über den Jordan in die Wüste, drey Tagereisen. 25. Da kamen zu ihnen die Nabathäer, und empfingen fie freundlich, und zeigten ihnen an, wie es ihren Brüdern in Galaad ginge; 26 . Und daß Viele gefänglich weggeführet wären gen Barasa, Bosor, Alima, Casbon, Ma- geth und Carnaim, welches eitel große und feste Städte waren; 27 . Daß auch Viele in andern Städten in Galaad gefangen lägen. Darum beschlossen fie, daß fie morgens alsbald dieselbigen festen Städte überziehen und stürmen wollten. 28 . Und Judas kehrete um zurück eine Tagereise , und stürmete die Stadt Bosor, ehe fie fich es versahen, und eroberte fie, und ließ alle Mannsbilder darinnen erstechen, und plünderte und verbrannte die Stadt. 29 . Darnach reifete er fort bey Nacht zu der Burg, da seine Brüder belagert waren. 30. Und da er des Morgens dahin kam, sah er eine große mächtige Menge Volk ohne Zahl da, welche Leitern und Wagen trugen und den Sturm anfiugen; 31. Und war in der Stadt ein klägliches Geschrei), das in den Himmel schallete. 32. Da vermahnte Judas sein Volk, daß fie für ihre Brüder streiten wollten, fie zu retten. 33. Und machte drey Spitzen, und griff fie zurück an im Sturm, und ' ließ trompeten; und das Volk schrie laut, und bethete zu Gott. * c. 4, 13. c. 7/ 43. 34. Als aber das Heer Timothei sähe, daß Judas hinter ihnen war, flohen sie und wurden Judas zerstört Carnaim. 1 Maccabäer 5. Gestrafter Ehrgeiz. 9Z5 hart geschlagen, daß aus ihnen diesen Tag bey acht tausend todt blieben. 35. Darnach zog Judas gen Maspha, stürmete und eroberte sie, und ließ alle Mannsbilder darinnen tödten, und plünderte und verbrannte die Stadt. 36 . Darnach gewann er * Casbon, Mageth, Bosor und die andern Städte in Galaad. * v. 26. 37. Aber Timotheus brachte wiederum ein großes Heer zusammen, und lagerte sich gegen Raphon jenseit des Bachs. 38 . Da "schickte Judas Kundschafter hin, und ließ besehen, wie stark die Feinde wären, und wie sie lägen. Diese sagten ihm wieder, daß es eine große Menge wäre aus allen Heiden umher; 'Jos. 2,1. 39. Daß sie auch Kriegsknechte aus Arabien bey sich hätten, denen sie Sold müßten geben; und daß sich das Heer jenseit des Bachs gelagert hätte, und wären gerüstet zur Schlacht. Darum zog Judas aus wider sie. 40. Und Timotheus sprach zu seinen Haupt- leuten: Wenn Judas au den Bach kommt und so muthig ist, daß er herüber ziehen darf; so können wir ihm nicht widerstehen, sondern er wird uns schlagen. 41 . Wenn er sich aber fürchtet, und darf nicht über den Bach herüber; so wollen wir über das Wasser, und ihn angreifen und schlagen. 42. Da nun Judas an den Bach kam, stellete er die Priester an das Wasser, und geboth ihnen, sie sollten alles Volk hinüber treiben, daß sie die Feinde hülfen schlagen; und Niemand sollte dahinten bleiben. 43. Da nun also Judas und sein Heer erstlich über das Wasser kamen; flohen die Feinde, und ließen ihre Mehre fallen, und kamen in einen Tempel in der Stadr Carnaim. 44 . Wer Judas eroberte die Stadt, und verbrannte den Tempel und alle, die darinnen waren : und Carnaim ward zerstöret, und konnte sich nicht schützen vor Juda. 45. Darnach ließ Judas alles Volk Israel, das in Galaad war, Klein und Groß, Weib und Kind zusammen kommen, * daß es mit in Judäa zöge. *0.23. 46 . Und auf dem Wege kamen sie zu einer großen festen Stadt, Ephron, die an der Straße lag, da man durch mußte und nicht neben hin ziehen konnte. 47. Nun wollten die Leute zu Ephron Judam nicht durchlassen: 48 . Sondern machten sich in die Stadt, und hielten die Thore zu. 49. Aber Judas sandte zu ihnen, sagte ihnen Frieden zu, und bath freundlich, 50. Daß man sie durchließe: denn ihnen sollte kein Schaden von den Seinen geschehen; er begehrte nichts, denn allein durchzuziehen. Aber die von Ephron wollten sie nicht einlassen. si. Da ließ Judas ausrufen im ganzen Heer, daß das Kriegsvolk eine Ordnung machen sollte und den Sturm anlaufen, ein jeder Haufe an seinem Ort. Also stürmeten sie die Stadt den ganzen Tag und die ganze Nacht, und eroberten sie. 52. Und Judas ließ erstechen alle Mannsbilder darinnen, plünderte und zerstörte sie, und zog durch über die todten Körper hin. Und kamen über den Jordan, auf das Blachfeld gen Beth- san über. 53. Und Judas trieb das Volk fort, das sich dahinten säumete, und tröstete sie die ganze Reise aus, bis er sie in das Land Judäa brachte. 54 . Da zogen sie auf den Berg Sion mit großen Freuden, und opferten Brandopfer, daß ihnen Gott Sieg gegeben, und sie mit Freuden wieder heimgebracht hatte. 55. Dieweil aber Judas und Jonathas in Galaad waren, und Simon, ihr Bruder, in Galiläa vor Ptolemais, 56 . Und Joseph, der Sohn Zacharia, und Azaria, die Haupleute, höreten von ihrem Sieg und großen Thaten, sprachen sie: 57. Wir "wollen auch Ehre einlegen, und die Heiden um uns her angreifen. * c. 3, iL 58 . Und gebothen ihrem Kriegsvolk, daß sie sollten auf seyn; und zogen gen Jamnia. 59. Da zog wider sie heraus Gorgias mit seinem Heer, 60. Und schlug den Joseph und Azaria in die Flucht, und jagte sie bis in das Land Juda. Und Israel verlor den Tag viel Volk, nahmlich bey zwey tausend Mann, 61. Darum, daß sie Judä und seines Bruders * Befehl nicht gehorchet hatten, und sich aus eigener Vermessenheit unterstanden, einen Ruhm zu erjagen. * v 19. 62. So sie doch nicht die Leute waren, denen Gott verliehen hatte, daß Israel durch sie geholfen würde. 63. Aber Judas und seine Brüder wurden groß geachtet bey dem ganzen Israel und bey allen Heiden: Eeeeee 2 und Tod. 956 Antiochi Reue 1 Mac ca 6 -j. Und wo man sie nannte, wurden sie gepriesen. 65 . Und Judas zog aus mit seinen Brüdern wider die Kinder Esau gegen Mittag, und eroberte Hebron und die Flecken umher, und verbrannte ihre Mauern und Thürme. 66 . Und kehrete um in der Heiden Land gen Samaria. 67 . Da sind viele Priester umgekommen , welche auch zu kühn waren und die Feinde ohne Rath und Befehl angriffen. 68 . Darnach zog Judas gen * Asdod in der Heiden Land, und riß die Götzenaltare ein, und verbrannte die Götzen, und plünderte die Städte, und kam wieder heim in das Land Juda. * 5 Mos. 7/ 2. 25. Das 6. Capitel. Von AiitiochnS des Edcln Tode. 1. Aa aber der König Antiochus oben im Kö- ^ nigreich hin und her reifete, hörete er von der berühmten Stadt Elymais in Persien, daß viel Gold und Silber und großer Reichthum da wäre; 2. Und daß im Tempel großes Gut und die goldene Kleider, Harnische und Schilder wären, die der Sohn Philipp!, Alexander, der König aus Makedonien, dahin gegeben hatte. z. Darum kam Antiochus vor die Stadt, sie zu erobern und zu plündern: aber die in der Stadt waren verwarnet. Darum waren sie auf, sich zu wehren. Und Antiochus konnte nichts schaffen, sondern mußte wieder abziehen, und kehrete um gen Babylon mit großem Unmuth. Z. Da kam ihm Bothschaft, "daß sein Heer, das er in das Land Juda gesandt hatte, geschlagen wäre, " c. 4 /14.34. 6 . Und daß " Lysias hätte fliehen müssen, und daß die Juden in seinem Lager großes Gut und viele Waffen gewonnen, damit sie sich hernach besser gerüstet hätten, und mächtiger geworden wären, " c. 4 ,35. 7 . Und hätten den Gräuel aus dem Tempel zu Jerusalem geworfen, und das Heiligthum wieder mit festen Mauern bewahret, wie zuvor, dazu auch Berhzura befestiget. 8 . Da Antiochus solches hörete, erschrak er sehr, und ward hoch betrübt, legte sich nieder, und ward vor Leid krank, daß sein Vornehmen nicht gerathen war. 9. Und blieb lange in dieser Stadt; denn der bäer 5. 6. Kummer ward je länger je größer, und machte ihn so schwach, daß er sah, daß er sterben müßte. io. Darum forderte er seine Freunde zu sich, und sprach zu ihnen: Ich kann keinen Schlaf mehr haben, vor großem Kummer und Herzeleid , das ich habe. ir. Ach wie hat sichs so gar mit mir umge- kehret! So lange ich regieret habe, habe ich Freude und Sieg gehabt, und bin den Meinen auch lieb und Werth gewesen. 12. Aber nun bin ich so herzlich betrübt, und gedenke an das Nebel, das ich " zu Jerusalem gethan habe; da ich alle goldene und silberne Gefäße aus dem Tempel wegführete, und ließ unschuldige Leute in Judäa tödten. * i, 23.39. 13. Daher kommt mir jetzt alles Unglück, und muß in einem fremden Lande von dieser Traurigkeit sterben. 1^. Und er forderte einen seiner Freunde, Philippum, den verordnete er zum Hauptmarm über das ganze Königreich; 15. Und gab ihm die Krone, Mantel und Ring, und befahl ihm, seinen Sohn, Len jungen Antiochus, aufzuziehen und in das Königreich einzusetzen. 16. Darnach " starb Antiochus in derselbigen Stadt, im hundert und neun und vierzigsten Jahr. . "Dan. 8 ,25. 17. Da nun Lysias hörete, daß der König todt war, machte er zum Könige den Sohn Antio- chus des Edeln, den jungen Antiochus, welches Zuchtmeister er gewesen war, und nannte ihn Eupator. 18. Nun thaten die Heiden, so die Burg auf Sion noch innen hatten, dem Volk Israel im Heiligthum vielen Schaden; denn sie hatten eine Festung. 19. Darum nahm Judas vor, sie zu belagern, damit er sie vertilgen möchte. 20. Und das Volk kam zusammen im hundert und fünfzigsten Jahr, und brachten davor allerlei) Kriegsrüßungen und Geschütz. 21. Und etliche Heiden kamen aus der Burg, daß sie zum Könige zögen, Hülfe zu suchen. Zu diesen thaten sich viele Abtrünnige aus Israel, die zogen mit ihnen zum Könige, und sprachen: 22. Warum willst du nicht strafen und unsere Brüder rächen? 23. Denn wir wollten deinem Vater unter- than, und seinen Gebothen gehorsam seyn. 2^. Da siel unser Volk von uns ab; und wo Burg zu Jerusalem belagert. 1 Maccabaer 6 . Antiochl Heer ist den Juden zu mächtig. 9^7 sie unser einen ergriffen, tödteten sie ihn und theilten unser Erbe unter sich. 25 . Und plagten nicht allein uns, sondern trieben solches im ganzen Lande. 26. und jetzt belagern sie die Burg zu Jerusalem, sie zu erobern, und haben das Heiligthum und Bethzura befestiget. 27. Wo du nicht eilen wirst, ihnen zu wehren, werden sie stärker werden und mehr Schaden thun, und wirst sie nicht mehr bezwingen können. 2 8 . Da der König * solches hörete, ergrtmmete er sehr, und ließ zusammen fordern seine Fürsten und Hauptleute über das Fußvolk und über die Reisigen; *«.3,27. 29. Und nahm fremde Knechte an aus den Inseln; 3 0. Und brachte zusammen hundert tausend Mann zu Fuß, zwanzig tausend zu Roß, und zwey und dreyßig Elephanten, zum Kriege gewöhnet. 3 1. Dieß Heer zog durch Jdumäa; und da sie ans Land kamen, belagerten sie Bethzura und machten davor mancherlei) Kriegsrüstung zum Sturm ; aber die Juden fielen heraus, und verbrannten diese Werke, und stritten ritterlich. 32. Und Judas zog ab von der Burg Sion, und kam mit dem Heer gen Bethzachara gegen des Königs Lager. 33. Da war der König Morgens frühe auf vor Tage, und führete das Heer an die Straße vor Bethzachara, und ließ die Schlachtordnung machen und trompeten, 3 L. Und die Elephanten mit rothem Wein und Maulbeersast besprützen , fie anzubringen und zu erzürnen, 35. Und theilten die Elephanten in die Haufen , also, daß je zu einem Elephanten tausend Mann zu Fuß in eisernen Helmen und Harnischen , und fünf hundert Pferde verordnet wurden. 36 . Diese warteten also auf den Elephanten, daß fie nicht von ihm wichen; und wohin man den Elephanten wandte, da mußten fie auch hin. 37. Und trug ein jeder Elephant einen hölzernen Thurm, darinnen waren je zwey und dreyßig Krieger und der Mohr, so die Bestie regierte. 38 . Den übrigen reisigen Zeug ordnete er auf beydcn Seiten, das Fußvolk zu bewahren, daß es nicht zertrennet würde. 39. Und da die Sonne aufging, und schien auf die goldene Schilder; leuchtete das ganze Gebirge davon, als wäre es eitel Feuer. > 40 . Und des Königs Heer zog ein Theil auf dem Gebirge, ein Theil herunter im Blachftlde, in guter Ordnung, und vorsichtiglich. ^1. Und wer fie hörete, der entsetzte sich vor dem grausamen Getöne und der grossen Menge und Getümmel, das sie mit dem Harnisch und Eisen machten: denn es war ein sehr groß und wohlgerüstet Volk. >42. Und Judas zog auch gegen ihnen in seiner Ordnung, sich zu wehren, und schlug sechs hundert todt aus des Königs Heer. ^3. Und einer, genannt Eleasar, der Sohn Saura, merkte einen Elephanten, der war höher und besser gerüstet, denn die andern, und dachte der König wäre darauf; > 4 > 4 . Und wagte sich, daß er das Volk Israel errettete und einen ewigen Nahmen erlangete. > 45 . Lief mit großer Kühnheit hinzu, drang durch die Feinde, und tödlete ihrer Viele auf beyden Seiten. > 46 . Und machte sich unter den Elephanten, und stach ihn, daß der Elephant umfiel auf ihn und starb, und schlug ihn auch todt. >47. Dieweil aber die Juden sahen, daß des Königs Heer eine solche große Macht war, wichen fie beyfeits, und ließen die Feinde auf dießmahl von sich. > 48 . Darum zog des Königs Heer fort gen Jerusalem, und kam in Judäa. >49. Aber die auf Bethzura konnten Hungers halben nicht länger -arinn bleiben: denn es war das siebente Jahr, darinnen man die Felder mußte feyern lassen; und * sie erlangten Geleite vom Könige, daß sie sicher heraus möchten gehen. * e. it, 66. 50. Da nahm der König Bethzura ein, und legte Kriegsvolk darein, diese Festung zu bewahren. 51. Und zog fort gen Sion, und belagerte das Heiligthum eine lange Zeit, und richtete dagegen auf allerley Geschütz. 52. Es wehrete sich aber das Volk Israel im Heiligthum viele Tage, und machten auch Geschütz und Krtegsrüstung wider die Feinde. 53. Cs hatte aber auch nicht zu essen, dieweil es das siebente Jahr war; und die fremden Juden, so aus der Heiden Ländern in Judäa um Sicherheit willen geführet waren, hatten den Vorrath alle Verzehrer. 5>4. Und wurden der Heiligen sehr wenig, denn sie starben Hungers; darum mußten fie von einander ziehen, und sich in andere Städte theilen. 958 Lysias räch zum Frieden. 1 Maccab äer 6. 7. Abtrünniger Alcimus. 55. Mittler Zeit vernahm Lysias, daß Philippus, dem des Königs Vater Antiochus den jungen Körrig und das Reich bey Leben befohlen hatte, 56 . Wiedergekommen war aus Persien und Meden mit dem Kriegsvolk, das der König dahin geführet hatte; und daß sich Philippus des Regiments unterstand. 57 . Darum eiiete er weg aus Judäa wieder ins Königreich, und sprach zum Könige und zu den Hauptleuten: Wir leiden hier Noch, und haben nichts zu essen, und verlieren viele Leute; und dieser Ort ist sehr fest, so wir doch daheim nöthigere Sachen zu thun haben, Friede» im Königreich zu erhalten. 58. Laßt uns Frieden mit diesem Volk machen, 59. Und zulassen, daß sie ihr Gesetz halten, wie zuvor; denn sie zürnen und streiten allein darum, daß wir ihnen ihr Gesetz abthun wollen. 6 0. Diese Meinung gefiel dem Könige und den Fürsten wohl. Und der König schickte zu ihnen, einen Frieden mit ihnen aufzurichten. 6 1. Da sie aber heraus kamen aus ihrer Festung, zog der König hinein. 62. Und da er sah, daß es so fest war; hielt er seinen Eid nicht, sondern geboth die Mauern umher wieder einzureissen. 63 . Darnach zog er eilend weg gen Antiochien. Da vernahm er, daß sich Philippus da aufgeworfen hatte für einen König. Mit dem stritte er, und eroberte die Stadt wiederum. Das 7. Capitel. Don Judä Sieg wider SUcaiior. 1. ^m hundert und ein und fünfzigsten Jahr ^ kam Demetrius, Seleuci Sohn, von Rom wiederum in sein Königreich, und nahm eine Stadt ein am Meer mit wenig Volk, und regierete da als ein König. 2. Und da er in die Hauptstadt Antiochia kam; steng das Kriegsvolk * Antiochum und Lysiam, dieselben Demetrio zu überantworten. ' 2 Matt. 14, 2. 3 . Da aber solches Demetrio angezeiget ward; geboth er, man sollte sie nicht vor seine Augen kommen lassen. Darum tödtete sie das Kriegsvolk. Da nun Demetrius das Reich innen hatte; s. Kamen zu ihm viele gottlose und abtrünnige Leute aus Israel; und war der Vornehmste unter ihnen Alcimus, der wäre gerne Hoherpriester geworden. 6 . Diese verklagten Judam und ihr eigenes Volk, und sprachen: Judas und seine Brüder haben alle, so dir wollten gehorsam seyn, umgebracht oder aus unserm Lande verjagt. 7 . Darum sende Jemand dahin, dem du vertrauest , und laß besehen, wie sie uns und des Königs Land verderbet haben, und laß sie und allen ihren Anhang strafen. 8 . Darum machte der König Bacchidem, seinen Freund, der im Reich gewaltig war und dem der König viel vertrauete, zum Hauptmann über das ganze Land diesseit des Euphrats. 9 . Und schickte mit ihm den abtrünnigen Alcimus, den er zum Hohenpriester gemacht hatte; und befahl ihm, das Volk Israel zu strafen. 10. Und sie zogen in das Land Juda mit einem großen Heer, und schickten Botschafter zu Juda und seinen Brüdern, vom Frieden zu handeln; und stelleteu sich, als wollten sie Frieden mit ihnen halten. i i. Aber es war eitel Betrug. Darum glaubte ihnen Judas nicht: denn er sah, daß sie wohl gerüstet waren und ein großes Heer mit sich führeten. 12. Aber viele Priester kamen zu Aleimo und Bacchide, und Viele von den Frommen in Israel; 13. Die versahen sich Gutes zu Alcimo, und begehrten Frieden. i^. Und sprachen: Alcimus ist ein Priester aus dem Geschlecht Aarons, er wird uns keine Untreue beweisen. 1 5 . Und Alcimus sagte ihnen Frieden zu, und that einen Eid und sprach: Wir wollen euch und eure Freunde nicht beleidigen. 16. Da sie ihm also glaubten, ließ er sechzig aus ihnen fangen, und tödtete sie alle auf einen Tag, wie die Schrift spricht: 17 . Das * Fletsch deiner Heiligen haben sie den Thieren gegeben, sie haben Blut vergossen um Jerusalem umher, wie Wasser; und war Niemand , der sie begrub. * Ps. 79,2. 18. Darum kam eine sehr große Furcht und Schrecken in das Volk, welches klagte, daß weder Glaube noch Treue in Alcimo wäre; denn er * hielt seinen Eid nicht. * c. 6 ,62. 19. Und Bacchides zog weg gen Jerusalem, und belagerte Bethzecha, und sandte aus, und ließ Viele fangen, so zuvor sich an ihn ergeben hatten und von wegen der Untreue wieder von ihm flohen, und ließ ihrer Viele tödten, die warf er in eine große Grube. chHvMk h bin. 1 M Ul', >!»b M Ä, b ".WA« WlU»p M Mil ZÄN Hk» Wkl» bk!W i>k' U,alMktlDl»Mhk W»! l, »»VWMM Mch-»llMkrM„ .."»»KM, Nicanor verstellt fich, verliert 5000 Mann 1 Maccabäer 7. und kommt um. 959 20. Darnach befahl Baechides das Land Alei- mo, und ließ Kriegsvolk bey ihm, und er zog wieder zum Könige. 21. Und Aleimus unterstand fich mit Gewalt Hoherpriester zu werden. 22. Und hängete fich an alle Abtrünnige in Israel , und brachte das Land Juda mit Gewalt miter fich, und plagte das Volk Israel sehr hart. 2Z. Da nun Judas sah, daß Aleimus und die Abtrünnigen aus Israel viel größern Schaden in Israel thaten; 24 . Zog er abermahl umher durch das ganze Land Juda, und strafte die Abtrünnigen, und wehrete ihnen , daß fie nicht mehr also im Lande hin und her ziehen durften. 25 . Da aber Aleimus sah, daß Judas und sein Volk wieder gewaltig war, und daß er ihnen nicht widerstehen konnte; zog er wieder zum Könige, und verklagte fie hart. 26. Darum sandte der König einen großen Für- str'ii, * Nicanor, dahin, der dem Volk Israel sehr gram war; und geboth ihm, das Volk Israel ganz zu vertilgen. * 2 Ma-c. 14,12. c. 13, 1. 27. Und Nicanor zog mit einem großen Heer gen Jerusalem, und schickte Bothen zu Juda und seinen Brüdern betrügltch; die fich stellen sollten, als wollte er Frieden mit ihnen halten, und sprechen: 28. Wir wollen Frieden mit einander halten, ich und ihr ; und will mit wenig Volk kommen friedlich, daß ich dich anspreche. 29. Also kam Nicanor zu Juda, und fie empfingen und sprachen einander friedlich an; aber es war bestellt, daß man den Judas da fangen sollte. 30. Dieß ward Juda verkundschaftet, daß Ni- eanor darum zu ihm gekommen wäre, ihn mit diesem Betrug zu fangen: darum hüthete er fich vor ihm, und wollte nicht mehr zu ihm kommen. 31. Und da Nicanor merkte, daß sein Vornehmen war offenbar geworden/ zog er wider Juda, und that eine Schlacht mit ihm bey Caphar Sa- lama. 32. Da verlor Nicanor bey fünf taufend Mann, und sein Heer mußte fliehen auf Davids Burg. 33. Darnach kam Nicanor auch zum Heiligthum auf den Berg Sion. Und die Priester und Aeltesten gingen heraus ihn friedlich zu empfangen und ihm zu zeigen, daß fie für den König große Opfer thäten. 34 . Aber Nicanor verspottete fie mit ihrem Gottesdienst, und lästerte und entheiligte die Opfer, 35. Und schwur einen Eid, und sprach: Werdet ihr mir Judam und sein Heer nicht überantworten in meine Hand: so will ich dieß Haus verbrennen, so bald ich glücklich wieder herkomme; und zog weg mit großem Grimm. 36 . Aber die Priester 'gingen hinein und traten vor den Altar im Tempel, und weineten und sprachen : * E4. Und zog vor Bethbesen, und belagerte es lange, und stürmete es, und machte Geschütz und Kriegsrüstung davor. 65. Aber Ionathas befahl die Stadt seinem Bruder Simon, und er zog mit einem Haufen heraus. 66. Und schlug Odaren, und desselbigen Bruder , und die Kinder Phaserons in ihren Hütten. Dieweil es ihm aber also glückte; liefen mehr Leute zu ihm, daß er stärker ward. 67 . Mittler Zeit fiel Simon auch aus der Stadt in der Feinde Lager, und verbrannte die Kriegsrüstung, 68. Und schlug den Baechides in die Flucht. Und Bacchides härmte sich sehr, daß sein Anschlag und Zug vergeblich war; 69. Und ergrimmete sehr über die abtrünnigen Juden, die ihm gerathen hatten wieder in das Land zu kommen; und ließ ihrer viele tödten, und rüstete sich, wieder weg in sein Land zu ziehen. 70 . Da Ionathas solches vernahm, schickte er Bothen zu ihm, einen Frieden mit ihm zu machen, und bath ihn, daß er den Raub und die Gefangenen wieder ledig geben wollte. 71. Das willigte Bacchides gerne und that solches, wie Ionathas begehrete, und schwur ihm einen Eid, daß er ihn sein Lebenlang nicht mehr beleidigen wollte. 72 . Und gab ihm den Raub und die Gefangenen aus Juda wieder ledig, und kehrere um, und zog in sein Land, und kam nicht wieder in das Land Juda. 73. Also ward wieder Friede in Israel. Und Ionathas wohnete zu Machmas, und regierete da über das Volk, und verttlgete die Abtrünnigen aus Israel. Das 10. Cap ite l. Don dem Bündniß Alexanders und Dcmctni mit Ionathas. 1. ^m hundert und sechzigsten Jahr kam Ale- ^ xander, Antiochi des Edeln Sohn, und nahm die Stadt Ptolemais ein, und regierete da. 2. Da aber Demetrius solches vernahm; brachte er ein großes Heer zusammen und zog wider Alexander, ihn zu verjagen. 3 . Darum schrieb Demetrius an den Ionathas, und sagte ihm zu, er wollte Frieden mit ihm halten und wollte ihm alles Gutes thun. Denn er dachte: Es ist besser, daß ich ihn zuvor an mich bringe, ehe denn er sich zu Alexander schlage wider mich; 5. Darum, daß ich ' seinen Bruder umgebracht habe; dazu ihm und seinem Volk viel Leid ge- than habe. *c. s, i«. 6. Und Demetrius schrieb an Ionathas, und erlaubte ihm Kriegsvolk anzunehmen und zu halten, und Kriegsrüstung zu machen, und daß er sein Bundesgenoß feyn sollte; und befahl, daß man die' Geißeln auf der Burg dem Jona- thas wieder ledig geben sollte. * c. s, n. Ffffff2 964 Alexanders und Demetrii 1 Maccabäer 10. Briefe an Jonathas. 7 . Darum kam Jonathas gen Jerusalem, und ließ die Briefe vor allem Volk und vor denen in der Burg lesen. 8. Da sie nun höreten, daß ihm der König erlaubte Kriegsvolk anzunehmen, und Kriegs- rüstung zu machen, und daß ihn der König für seinen Bundesgenossen hielte; fürchteten sie sich sehr vor ihm, 9 . Und gaben ihm die Geißeln ledig; und Jonathas gab sie ihren Eltern wieder. 10. Also fing Jonathas an zu Jerusalem zu wohnen, und die Stadt wieder zu bauen und zu bessern , i i. Und ließ die "Mauern wieder aufrichten, und den Berg Sion wieder befestigen mit guten starken Mauern von eitel Werkstücken. * c. 6, sr. 12. Also ward Jerusalem wiederum fest ge- bauet. 13 . Und die Heiden in den Flecken, die Bae- chides hatte lassen fest machen, flohen davon weg in ihr Land. 14 . Allein Bethzura behielten fle innen. Und dahin liefen die Abtrünnigen: denn daselbst hatten fle ihren Aufenthalt. is. Da nun Alexander vernahm, daß Demetrius bey Jonathas Freundschaft suchte, und hörete die löblichen Thaten, die Jonathas und seine Brüder gethan hatten, sprach er: 16. Des redlichen Mannes gleichen findet man nicht; darum wollen wir ihm schreiben, daß er unser Freund und Bundeögenoß werde. 17 . Und schrieb ihm also: 18. Der König Alexander entbiethet seinem Bruder Jonathas seinen Gruß. 19 . Wir hören dich preisen für einen trefflichen Mann, und werth, daß du unser Freund seyest. 20. Darum setzen wir dich zum Hohenpriester über dein Volk, und fettst' des Königs Freund heissen, und schicken dir hiemit einen Purpur und goldene Krone. Darum wolltest du dich treulich zu uns halten, und unser Freund bleiben. * c. ir, L7. 21. Also zog Jonathas an das priesterliche Kleid im hundert und sechzigsten Jahr im ße- benten Monath, am Lauberhüttenfest; und brachte ein Heer zusammen, und ließ viele Kriegsrüstung machen. 22. Da aber Demetrius solches vernahm, ward er sehr betrübt, 23 . Daß Alexander die Juden von ihm abwandte zu flch und dadurch stärker ward; und bedachte, 24 . Er wollte ihnen auch freundlich schreiben und Ehre und Gut verheissen, daß sie ihm Hülfe zusagren. 25 . Und schrieb ihnen also: Der König Demetrius entbie-het den Juden seinen Gruß. 26. Wir haben gerne gehöret und ist uns eine große Freude, daß ihr nicht von uns abfallet zu unfern Feinden , sondern haltet mit aller Treue an uns. 27. Darum bitten wir, ihr wollet also forthin treulich an mir halten und euch nicht von mir abwenden lassen. 28. Diese eure Treue wollen wir vergelten, und euch viele Bürden erlassen, und mehrFrey- heit geben und Gnade thun. 29. Und erlasse jetzt allen Juden den Schoß, den Zins vom Salz, die * Kronsteuer, den dritten Scheffel vom Getreide, die Hälfte, die mir vom Obst gebühret. * c. 13, 39. 30. Von diesen Bürden soll nun forthin das Land Juda und die drei) Vogteyen, so dazu gehören, im Lande Samaria und Galiläa, be- freyet sevn allezeit. 3 1. Und Jerusalem soll heilig und frey seyn von allen Bürden, Schoß und Zehnten. 32. Ich will auch die Burg zu Jerusalem wiederum räumen lassen, und dem Hohenpriester übergeben, daß er sie etnnehme, und Leute darauf lege, wen er will, ße zu bewahren. 33. Und alle gefangene Juden in meinem Königreich sollen ledig gelassen werden und frey seyn, und sollen ße und ihr Vieh vom Schoß befrcyet seyn. 34 . Auch sollen sie Freyheit haben, in allem meinem Königreich ihre Sabbalhe, Neumonden und andere bestimmte Feste zu halten; 35. Und drey Tage vor und nach dem Fest von Jedermann ungehindert seyn an ihrem Gottesdienst. 36 . Und man soll dreyßig tausend Mann in Judäa wählen: denen will ich Sold geben, wie meinem andern Kriegsvotk; und fle sollen in die festen Städte des Königs verordnet werden. 37. Und aus ihnen sollen gewählet werden Etliche, die der König in seinen höchsten Händeln, als vertraute Räthe, gebrauchen wird. Die Juden sollen auch nicht fremde, sondern eigene Hauptleute haben, aus ihnen gewählt, daß fie ihr Gesetz halten mögen, wie im Lande Juda. 38 . Und die drey Vogteyen im Lande Samaria und Galiläa, so zu Judäa gehören, sollen Demetrius erschlagen. 1 Maccab äer 10. 965 Jonathas Ehre. Niemand nnterthan seyn, denn allein dem Hohenpriester, daß man wisse, daß er allein Herr darüber sey. 39. Die Stadt Ptolemais und die Landschaft, so dazu gehöret, gebe ich dem Tempel zu Jerusalem zu den Kosten, die auf Las Opfer gehen. ^o. Ich will auch jährlich fünfzehn tausend Sekel Silber von meinem eigenen Einkommen verschaffen zum Gebäude des Tempels. ^i. Und was ich von * Alters her aus meinen Aemtern schuldig gewesen, zum Tempel zu geben, das soll ihnen forthin gereichet werden. * Efta 6, 9. c. 7/ 20 . ^ 2 . Und die fünf tausend Sekel Silber, welche meine Amtleute von des Tempels Einkommen entwendet haben, sollen den Priestern wiederum jährlich folgen. ^ 3 . Es soll der Tempel auch diese Freyheit haben: Wer in meinem ganzen Königreich eine Strafe verwirket hat und fliehet in den Tempel , der soll da sicher seyn mit Leib und mit Gut. Zum Gebäude und Besserung des Tempels und der Mauern und Thürme zu Jerusalem, ^5. Und sonst im Lande, will der König die Kosten auch legen von seinem eigenen Einkommen. ^6. Da man aber dreien Brief Jonathas und dem Volk las; wollten sie ihm nicht trauen, und nahmen es nicht an, denn sie wußten wohl, welche Untreue und grausame Tyranney er zuvor gegen Jwael geübet hatte; ^7. Und beschlossen dem Alexander Hülfe zu thun, der zuvor Freundschaft bey ihnen gesucht hatte und Frieden zugesagt: Diesem iharen sie Hülfe sein Lebenlang. ^8. Da nun Alexander und Demetrius wider einander zogen, ^ 9 . Und sich unter einander angriffen: da flöhe Demetrii Heer, und Alexander eilete ihm nach. 50 . Und thaten eine grausame Schlacht von Morgen an bis an den Abend, und Demetrius ward denselbigen Tag erschlagen. 51 . Darnach sandte Alexander Bethen zu Pto- lemäo, dem Könige in Egypten, mit dieser Werbung: 52 . Nachdem ich wieder in mein Reich gekommen bin, und fitze auf dem königlichen Thron, und habe das Regiment wieder an mich gebracht, und habe Demetrium verjagt, und mein Erbland wieder erobert; 53 . Begehre ich Freundschaft mit dir zu machen und bitte dich , du wollest mir Leine Tochter zur Ehe geben; 5 ^. So will ich mich gegen dich als dein Eidam halten, und dankbar seyn, und ihr eine königliche Leibzucht verordnen. 55. Darauf antwortete Ptolemäus, und wünschte Alcxandro Glück, daß er wieder in sein Vaterland gekommen war und sein Königreich erobert. 56. Und sagte ihm zu, das zu thun, wie er begehret hatte; und begehrete, er wollte zu ihm gen Ptolemais kommen, da wollten sie einander selbst ansprechen, und die Heirath vollziehen. 57 . Im hundert und zwey und sechzigsten Jahr *zog Ptolemäus mit seiner Tochter Cleopatra aus Egypten, und kamen gen Ptolemais. * Dan. 11 , 17. 58. Dahin kam auch der König Alexander. Und Cleopatra ward dem Alexandro vermählt, und die Hochzeit ward mit großer königlichen Pracht gehalten. 59 . Und der König Alexander schrieb Jonathas, und forderte ihn zu sich. 6 n. Da kam Jonathas mit großer Herrlichkeit gen Ptolemais zu beyden Königen, und schenkte ihnen und ihren Freunden köstliche Gaben von Gold und Silber, und ' fand Gnade bey ihnen. * c. ", 24 . 61 . Und etliche Abtrünnige aus Israel kamen dahin, den Jonathan zu verklagen; aber der König wollte sie nicht hören, 62 . Sondern befahl, daß Jonathas seine Kleider ablegen und einen Purpur anziehen sollte; welches also geschah. 63. Da setzte ihn der König neben sich; und * befahl seinen Fürsten, daß sie mit ihm in der Stadt umher ziehen sollten und ansrufen lassen, daß ihn Niemand verklagen sollte oder sonst beleidigen. * Esth. 6, 10 . n. 6^. Da aber seine Verkläger sahen, daß ihn der König so hoch ehrete, daß er ihn hatte einen Purpur heissen anziehen, und solches vor ihm ausrufen ließ, flohen sie alle davon. 65. Und der König that ihm große Ehre, und ließ ihn schreiben unter seine vornehmste Freunde, und machte ihn zum Hauptmann und zum nächsten Narh. 66. Darnach zog Jonathas wiederum gen Jerusalem mit Freuden und in gutem Frieden. 67. Im hundert und fünf und sechzigsten Jahr kam der König Demetrius, des vorigen Demetrius Sohn, aus Creta, in sein Erbkönigretch. 68. Da erschrak Alexander sehr, und legte sich gen Antiochien. 6 s. Aber Demetrius hängete den Apollonius 966 Ionathas großer Sieg. 1 Mac ca an sich, den Hauptmann in Nieder-Syrien, der brachte ihm ein Kriegsvolk zusammen, und lagerte sich vor Iamnia. Und sandte zu Ionathas, * dem Hohenpriester, und ließ ihm sagen: * Vers 2v. 70 . Niemand thut uns Widerstand, denn du allein, und machst, baß man mich verachtet. Du trotzest wohl im Gebirge: 71. Aber willst du eine redliche That thun, so ziehe herunter in das Blachfeld, und laß uns mit einander versuchen. 72 . Wenn du fragen wirst, wie stark wir sind, ich und die andern, so mir zuziehen und helfen; so wird man dir sagen: Ihr werdet nicht bleiben können vor diesen Leuten, von welchen eure Väter zweymahl in ihrem eigenen Lande geschlagen sind. 73. Vielweniger kannst du im Blachfelde vor solchem großen Volk zu Roß und Fuß bestehen, da keine Berge und Felsen find, dahin man fliehen könnte. 74. Da Ionathas solches Rühmen hörete, erzürnete er, und wählte zehn tausend Mann, und zog aus von Jerusalem; und sein Bruder Simon kam zu ihm, ihm zu helfen; und lagerten fich vor Joppe. 75. Aber die in der Stadt Joppe ließen ihn nicht ein, denn Apollonius hatte Volk darein gelegt in die Besatzung: darum stürmete fie Ionathas. 76 . Da erschraken die in der Stadt, und tha- ten die Thore auf. Also eroberte Ionathas die Stadt Joppe. 77. Da Apollonius Ließ vernahm, legte er sich vor Joppe mit drey tausend Reisigen, und mit einem großen Fußvolk. Und stellete fich, als wollte er weg gen Asdod ziehen, daß er Ionathas heraus lockte auf das Blachfeld: denn er hatte einen großen reisigen Zeug (R-iter-y), deß tröstete er sich. 78. Ionathas eilete ihm nach gen Asdod, und zog daher vorfichtiglich in seiner Ordnung, gerüstet zur Schlacht: 79. Aber Apollonius hatte hinter fich im Lager heimlich tausend Reisigen gelassen. 80. Nun merkte Ionathas, daß Leute hinter ihm heimlich versteckt waren: darum, da fie an sein Volk kamen, hielte Ionathas in seiner Ordnung. 81. Da schossen die Reisigen den ganzen Tag, von Morgen an bis auf den Abend, auf das Volk , bis ihre Pferde müde wurden. bäev 10. 11. Ptolemä'us zieht wider Alexander. 82 . Darnach nahm Simon sein Heer, und griff die Feinde an. Da flohen die Reisigen, denn sie waren müde; 83. Und wurden zerstreuet hin und her imFelde, und flohen gen Asdod und eileten in den Tempel des Götzen * Dagons, ihr Leben da zu retten. * i Sam. L, i. 2. 84. Aber Ionathas plünderte die Stadt Asdod und die Flecken umher, und zündete sie an. Er verbrannte auch den Götzentempel mit allen, so darein geflohen waren. 86. Und die Summa der Erschlagenen und Verbrannten zusammen war bey acht tausend Mann. 86. Darnach zog Ionathas mit dem Heer vor Askalon. Da * gingen ihm die Bürger aus der Stadt heraus entgegen, und ergaben sich, und empfingen ihn mit großer Pracht. *-. n, 6o. 87. Also zog Ionathas wieder gen Jerusalem mit feinem Heer und Raube. 88 . Und da Alexander solches hörete, ehrte er Ionathas noch höher; 89. Und sandte ihm einen goldenen Gürtel, wie man allein eines Königs gebornen Freunden gibt. Dazu schenkte er ihm Akkaron, und das dazu gehört, zum Eigenthum. Das 11. Capitel. Von PwlemLi Tyranncy wider seinen Tochtermann, Alexander. 1. Nnd der König in Egypten brachte Volk " zusammen, * so viel des Sandes am Meer ist, und viele Schiffe; und unterstand sich das Reich Alexanders mit Betrug an fich zu bringen, daß er beyde Königreiche hätte. * Off. 2 «, 8. 2 . Darum zog er in Syrien mit diesem Schein, als käme er wie ein Freund. Da that man ihm alle Städte auf, und zogen ihm entgegen, und empfingen ihn herrlich; wie denn Alexander befohlen hatte, dieweil dieser fein Schwäher war. 3. Aber in welche Stadt Ptolemäus kam, da ließ er einen Haufen Kriegsvolk darinnen zur Besatzung. 4. Und da er gen Asdod kam- zeigten fie ihm, wie * Ionathas den Tempel Dagons, dazu die Stadt, verbrannt und verwüstet hatte, und wie die todten Leichname hin und her zerstreuet lagen und Hügel aufgeworfen waren am Wege, darunter man die Erschlagenen mit Haufen begraben hatte. *-.io,84. 6. Und sagten dem Könige, daß Ionathas diesen Schaden gethan hätte, damit sie ihm einen Ptolemäus zieht wider Alexander. 1 Maccaöäer 41 . Demet. u. Jonath. schreib, an einand. 967 ungnädigen König machten. Aber der König schwieg stille dazu. 6 . Und Jonathas zog auch dem Könige entgegen gen Joppe: da sprachen fie einander an, und blieben über Nacht da bey einander. 7 . Und Jonachas geleitete den König bis an das Wasser, genannt Eleutherus. Darnach zog er wieder heim gen Jerusalem. 8. Und der König Ptolemäus nahm die Städte ein bis gen Geleueia am Meer, und unterstand sich Alexandrum zu vertreiben. 9. Und schickte Bothen zu Demetrio, daß er zu ihm kommen sollte, einen Bund mit ihm zu machen; so wollte er ihm seine Tochter geben, die Alexander hatte, und wollte ihm helfen, daß er König würde. 10. Und sprach, es hätte ihn gereuet, daß er Alexandro die Tochter gegeben hätte. i i. Und gab Alexandro schuld, er hätte ihm nach dem Leben und Königreich getrachtet. 12. Er erzeigte auch seinen Haß öffentlich, und wandte sich von Alexandro, und nahm ihm die Tochter, und gab sie Demetrio. 13 . Und da Ptolemäus gen Antiochien kam, setzte er beyde Kronen auf, des Reichs Egypten und des Reichs Asien. i^. Aber der König Alexander war dazumahl in Cilicien; denn etliche Städte waren daselbst von ihm abgefallen. 1 5 . Da er nun von Ptolemäo hörete, zog er wider ihn, mit ihm zu kriegen. Aber Ptolemäus war stark gerüstet, und zog ihm entgegen, und verjagte ihn. 16. Und Alexander floh in Arabien, daß er da sicher wäre. Aber der König Ptolemäus war sehr mächtig: 17 . Darum ließ Zabdiel, der Araber, seinem Gast, dem Alexander, den Kopf abhauen, und schickte ihn dem Könige Ptolemäus. 18 . Und Ptolemäus starb am dritten Tage hernach. Da wurden die Krieger, so Ptolemäus in die Städte geleget hatte, auch umgebracht vom Volk in den Städten. iS. Also nahm Demetrius das Reich ein im hundert und sieben und sechzigsten Jahr. 20. Zu dieser Zeit brachte Jonathas sein Volk im Lande Juda zusammen, die Burg zu Jerusalem wieder zu erobern; und ließ Bollwerke und Geschütz d^vor aufrichten. 21. Da zogen etliche Abtrünnige zum Könige Demetrius, und verklagtem den Jonachas,. und sagten, daß er die Burg belagert hätte. 22. Da erzürnete der König sehr, und zog eilend gen Ptolemais, und schrieb Jonathä, daß er die Burg nicht belagern sollte, und sollte eilend zu ihm gen Ptolemais kommen; da wollte er mit ihm von etlichen Sachen reden. 23 . Da aber Jonathä diese Bothschaft kam, ließ er nicht ab von der Belagerung, und wählte etliche Aeltesten in Israel und Priester, die mit ihm ziehen sollten, und machte sich auf, und wagte sein Leben. 2^. Und nahm viel köstliche Kleinodien mit sich von Gold, Silber und Kleidern, und zog gen Ptolemais zum Könige, und ' fand Gnade bey ihm. ' c. 10,60. 25. Da ihn nun die "Abtrünnigen seines Volks verklagten ; " c. io, 6 i. 26. Hielt ihn der König ehrlich, wie er zuvor gehalten war, und that ihm große Ehre vor allen seinen Fürsten. 27 . Und bestätigte ihn in seinem Hohenpriesteramt und in allen andern Ehren, die er bisher gehabt hatte, und hielt ihn für seinen vornehmsten Freund. 28. Jonathas bath auch den König, daß er dem ganzen Judäa, und den dreyen Vogteyen in Samaria und Galiläa, den Schoß erlassen wollte; und erboth sich um diese Freyheit zu geben drey hundert Centner Gold. 29. Das willigte der König und gab Jonathä Briefe darüber, die lauten also.: 30 . Der König Demetrius entbiethet seinem Bruder Jonathas, und dem Jüdischen Volk seinen Gruß. 3 1. Wir senden euch eine Abschrift des Briefs, den wir an unfern Vater, den Laßhenes, euerthalben geschrieben haben, daß ihr solches wissen möget. 32 . Der König Demetrius entbiethet Lastheni, seinem Vater, seinen Gruß. 33 . Wir gedenken unfern Freunden und treuen Bundesgenossen, den Juden, Gutes zu thun von wegen ihrer Treue und Freundschaft gegen uns. Darum so bestätigen wir, daß die Priester zu Jerusalem das ganze Judäa und die drey Städte, Apherima und Lyda und Ramacha und ihre Zugehör, innen haben sollen. 35 . Wir erlassen ihnen auch alles, das fie zuvor dem Könige haben jährlich geben müssen: Getreide, Obst, Zehnten , Schoß , Salzzins, Kronsteuer» 36. Von diesen allen sollen sie forthin befreyet 968 Demek. u. Jonath. schreib, an einand. 1 Maccabaer 11. Demetrius ist untreu. seyn; und solche Freyheit soll ihnen stets und fest gehalten werden. 37. Dieses Briefs Abschrift soll man Jsnathä geben, daß man es auf den heiligen Berg stelle, als an einen ehrlichen und öffenUichen Ort. 38. Da nun der König Demetrius sah, daß im ganzen Königreich Friede war, und sich Niemand mehr wider ihn setzte: da ließ er sein Kriegsvolk von sich, das im Königreich daheim war, einen Jeden wieder in seine Stadt; aber das fremde Kriegsvolk, das er in den Inseln hin und her angenommen hatte, behielt er bey sich; darum ward ihm das einländische Volk sehr gram. 39 . Da aber Tryphon, ein Hauptmann, der etwa des Alexanders Freund gewesen war, sah, daß das Kriegsvolk einen Haß wider den König Demetrius gefastet hatte; zog er zu dem Araber, Emalkuel, der den jungen Autiochus, den Sohn Alexanders, erzog. 40. Bey diesem hielt er an, daß er ihm den Knaben geben sollte: so wollte er ihn wiederum in feines Vaters Reich einsetzen. Und sagte dem Araber, wie und warum das Kriegsvolk den König Demetrius hasteten. Und blieb also eine zeitlang bey dem Araber. 41. Mittler Zeit schrieb Jonathas dem König Demetrius, und bath ihn, er wollte denen, so auf der Burg lagen, gebiethen zu weichen und ihm die Burg zu räumen und einzugeben; denn sie thaten Israel vielen Schaden. 42. Da schrieb Demetrius dem Jonathas also: Nicht allein dieses, so du begehrest, sondern vielmehr Ehre und Gutes will ich dir und deinem Volk thun, so bald ich kann. 43. Aber jetzt bin ich in großer Gefahr. Darum thue so wohl an mir, und schicke mir Hülfe; denn alles mein Kriegsvolk ist von mir abgefallen, und setzt sich wider mich. 44. Darum schickte ihm Jonathas drey tausend guter Krieger: die kamen gen Antiochien zum Könige, und der König ward ihrer Zukunft sehr erfreuet. 45. Nun richtete das Volk in der Stadt einen Aufruhr an, bey hundert und zwanzig taufend Mann; und wollten den König todt schlagen. 46. Aber der König floh in seine Burg. Da nahm das Volk die Gassen ein, und wollten die Burg stürmen. 47. Darum forderte der König die Juden, ihn zu beschützen. Da liefen die Juden alle dem König zu, und theilten sich in die Gaffen; 48. Und erschlugen denselbigen Tag hundert tausend Mann, und zündeten die Stadt an, und plünderten sie. Also retteten sie den König. 49. Da nun das Volk in der Stadt sah, daß die Juden der Stadt mächtig waren geworden, verzagten sie, und schrien zum Könige, und ba- then um Frieden, so. Daß die Juden aufhöreten das Volk zu tödten, und die Stadt nicht ganz wüste machten. 5r. Da ward Friede, und legten die Juden ihre Waffen von sich, und wurden hoch geehrt vom Könige, und gerühmt im ganzen Reich, und zogen wieder heim gen Jerusalem, und brachten großes Gut mit sich, das sie im Kriege gewonnen hatten. 52. Da nun Demetrius wieder sicher war, und das Reich mit Ruhe innen hatte; Z3. Hielt er Jonathä der Dinge keins, die er ihm verheißen hatte, und wandte sich ganz von ihm, und ward ihm undankbar für seine Wohl- that, und erzeigte ihm alle Untreue. 54. Nicht lange hernach kam Tryphon wiederum mit dem jungen Autiochus. Dieser Antiochus ward König, und setzte die Krone auf. 55. Und kam zu ihm alles Kriegsvolk, welches Demetrius beurlaubt hatte. Da sie nun mit Demetrio stritten, schlugen sie ihn in die Flucht, und verjagten ihn. 56. Und Tryphon nahm die Elephanten, und gewann Antiochien. 57 . Und der junge Antiochus schrieb Jonathä, und bestätigte ihn in seinem Hohenpriesteramt; und willigte, daß er die vier Städte besitzen und behalten sollte, und * des Königs Freund seyn ; ' c. io, 20 .65. 5 8. Und sandte ihm goldene Gefäße, und erlaubte ihm Gold zu Tische zu brauchen, und Purpur * und einen goldenen Gürtel zu tragen. * c. 89. 59. UndSimon, den Bruder Jonathä, machte er zum Hauplmann über das Land von Tyrus an bis an Egypten. 60. Da nun Jonathas auszog über den Euphrat, und in die Städte umher kam; da zog ihm zu alles Kriegsvolk in Syrien, ihm zu helfen. Und da er vor Askalon kam, gingen ihm die Bürger entgegen, und empfingen ihn ehrlich, und ergaben sich. 61. Darnach zog er vor Gaza: aber die von Gaza wollten ihn nicht einlaste»r; darum belagerte er die Stadt, und verbrannte die Vorstädte umher, und plünderte ste. 62 . Da bathen die von Gaza um Frieden. Und Demetrius wird geschlagen. Bund mit 1 Macc Und Jonathas machte einen Frieden mit ihnen, und nahm etliche ihrer Kinder zu Geißeln, und schickte fie gen Jerusalem; er aber zog fort durch das Land bis gen Damaskus. 63 . Da er aber hörete, daß des Königs Demetrius Hauptleute mit einem großen Heer in Kedes in Galiläa gekommen waren, die Lande einzunehmen, die ihm der König eingethan hatte; 64 . Da zog er wider sie/ und ließ seinen Bruder Simon im Lande. 65 . Der zog vor Bethzura/ und belagerte es lange Zeit so hart/ daß fie nicht heraus fallen durften. 66 . Darum bathen sie um Frieden. Und Simon machte Frieden mit ihnen / und ließ fie srey ab- ziehen / und nahm die Stadt ei«/ und legte Kriegsvolk darein in die Besatzung. 67 . Aber Jonathas zog mit seinem Heer an den See Genesara/ und war Morgens frühe auf/ und kam in das Blachfeld Hazar. 68 . Da zogen die Heiden gegen ihn im Blach- felde/ und hatten einen Haufen versteckt im Gebirge. 6 o. Da nun Jonathas den andern Haufen an- griff; siel der versteckte Haufe heraus aus dem Gebirge / und griff auch an. 70. Da fioh das ganze Heer Jonathä; und blieb Niemand/ denn allein die Hauptleure/ Matathia/ der Sohn Absalomi; und Judas/ der Sohn Calpht. 71. Da zerriß Jonathas seine Kleider/ und streuete Erde auf fein Haupt / und bethete. 72. Und rennete die Feinde wiederum an/ und schlug fie in die Flucht. 73. Da nun sein Volk / das zuvor geflohen war / solches sah/ kehrten fie wieder um/ Jo- natbä zu helfen/ und jagten den Feinden nach bis gen Kedes in ihr Lager. Und sie machten da auch ein Lager. 74. Und find diesen Tag umgekommen bey drey tausend Heiden. Darnach zog Jonathas wieder gen Jerusalem. Das 12. Capitel. Jonathä erneuerter Bund mit den Römern und Spartanern. 1. A>a aber Jonathas sah/ daß er nun Raum ^ gewonnen hatte/ erwählte er Etliche/ die er gen Rom sandte, den * Bund mit den Römern zu erneuern / und wiederum aufzurichten. * c. 8, 22. 2. Er schrieb auch denen von Sparta / und an andere Orte mehr. abaerll. 12 . den Römern u. Spartanern. 969 3 . Da nun die Bothen gen Rom kamen/ gingen sie vor den Rath und sprachen: Jonathas/ der Hohepriester / und das Jüdische Volk haben uns gesandt / den Bund/ so zwischen uns etwa gemacht ist/ wiederum zu erneuern. 4 . Und die Römer gaben ihnen Briese und Geleite/ daß fie sicher wiederum heimzögen. 5 . Und also schrieb Jonathas denen von Sparta: 6. Jonathas / der Hohepriester / und die Ael- testen des Volks/ und die Priester/ und das Jüdische Volk/ entbiethen ihren Brüdern/ denen von Sparta, ihren Gruß. 7 . Vor etlichen Jahren bat euer König Areus an unfern Hohenpriester Onias geschrieben, daß ihr unsere * Brüder seyd; wie denn derselbige Brief lautet. * v. 21. 8 . Und Onias empfing euren Bothen ehrlich, und nahm die Freundschaft und den Bund an, davon im Briefe geschrieben war. 9. Wiewohl wir nun jetzt nicht fremder Hülfe bedürfen, und Trost haben an Gottes Wort, das wir täglich lesen; 10. So senden wir doch Dothschaft zu euch, die Brüderschaft und Freundschaft zwischen uns zu erneuern und zu bestätigen, daß wir dersel- bigen nicht vergessen; denn es ist nun eine lange Zeit, daß ihr zu uns geschickt habt. 11. Darum wisset, daß wir allezeit an Feyer- tagen und an allen andern Tagen, so man opfert, in unserm Gebeth und Opfer eurer gedenken; wie fichs denn gebühret der Brüder zu gedenken. 12. Und eure Ehre und Wohlfahrt ist uns eine Freude. 13. Aber wir haben mittler Zeit große Noch gelitten, und schwere Kriege gehabt mit deu Königen umher. 14. Wir haben aber euch und andere unsere Freunde und Bundesgenossen nicht bemühen wollen in diesen unfern Kriegen. 15. Denn wir haben Hülfe vom Himmel gehabt , und Gott hat uns geschützt wider unsere Feinde, und die Feinde unterdrücket. 16. Dieweil wir aber jetzt diese unsere Bothen, Nnmenium, den Sohn Antiochi, und Antipa- trum, den Sohn Jasons, zu den Römern senden , die Freundschaft und Bündniß mit ihnen wiederum zu erneuern; 17. Haben wir ihnen dabey befohlen, daß fie auch zu euch ziehen sollen, und euch unfern Gruß sagen, und diesen Brief überantworten, unsere Brüderschaft zu erneuern. 18. Und bitten um Antwort. Gggggg d 9/0 Bund mit den Römern u. Spart. 1 Maccabäer 12. Simon bauet Adida. Dieß aber ist die Abschrift des Briefs, welchen Areus, der König zu Sparta, uns etwa gesandt hatte: 20. Areus, der König zu Sparta, entbiethet Oma, dem Hohenpriester, seinen Gruß. 21. Wir finden in unfern alten Schriften, daß die von Sparta und Juden * Brüder find, dieweil beyde Völker von Abraham Herkommen. * vers 7. 27. Nachdem wir nun solches wissen; bitten wir, ihr wollet uns schreiben, wie es euch gehet. 23 . Und so es euch gefällt; so soll unser Vieh, Habe und Gut, und was wir vermögen, seyn, als wäre es euer eigen; und das eure soll seyn, als wäre es unser eigen. Dieß haben wir befohlen euch anzuzeigen. 2^. Darnach hörete Jonathas, daß Demetrit Haupkleute wiederum mit größerer Macht, denn zuvor, kämen und wollten ihn überziehen. 25. Darum zog er aus von Jerusalem wider sie in das Land Hemath; denn er wollte nicht harren, daß sie ihm zuvor in sein Land fielen. 26. Da er nun * Kundschafter in der Feinde Lager sandte; kamen fie und sagten, daß die Feinde beschlossen hätten, die Nacht ihn zu überfallen. * c. 5, 38. 27 . Darum geboth Jonathas seinem Heer des Abends, daß sie wachen und die ganze Nacht im Harnisch und gerüstet seyn sollten; und verord- nete Leute ums Lager umher in die Schildwache. 28. Da aber die Feinde sahen, daß Jonathas zur Schlacht gerüstet war; kam fie eine Furcht an, * daß sie aufbrachen und wegzogen. Und daß man ja solches nicht merken sollte, ließen fie viel Feuer hin und her im Lager machen. * 2 Kön. 7, 7. 2s. Darum dackre Jonathas nicht, daß sie wegzögen, bis Morgens früh; denn er sah die Feuer hin und her im Lager. 30. Morgens aber jagte er ihnen nach, und konnte sie nicht ereilen; denn fie waren bereits über das Wasser Eleutherum. 3 1. Da kehrere sich Jonathas gegen die Araber, welche heissen Zabidäi, schlug und plünderte sie; 32 . Und kehrete sich wieder gen Damaskus, und verheerte das Land alles umher. 33 . Simon aber zog gen Askalon, und in die festen Städte dabey; darnach kehrete er sich gegen * Joppe. ' e. 13 , «. 3 ^. Denn er vernahm, daß fie sich wollten des Demetrius Hauptreuten ergeben. Darum kam er zuvor, und nahm Joppe ein, m d legte KriegsvoLk darein, die Stadt zu bewahren. 35 . Darnach kam Jonathas wieder heim, und hielt Rath mit den Aeltesten im Volk, daß man etliche Städte befestigen sollte in Judäa, 36 . Und die Mauern zu Jerusalem höher machen, und zwischen der Burg und der Stadt eine hohe Mauer bauen, daß die Stadt von der Burg abgesondert würde, daß die auf der Burg nicht in die Stadt heraus fallen könnten, und daß man ihnen nichts zuführen und verkaufen möchte. 37 . Da nun das Volk zusammen kam, und anfing zu bauen, dieweil die Mauer über den Bach gegen Morgen verfallen war, baueten fie dasselbige Stück wieder, das da heißt Caphnata. 38 . Und Simon bauete die Burg Adida zu Sephela, und machte fie fest, und bewahrete fie mit einem starken Thor. 3 y. Nun hatte Tryphon vor, das Königreich Asien an sich zu bringen und die Krone aufzu- setzen, und den jungen Antiochus, den König, zu tödten. ^o. Dieweil er aber besorgte, Jonathas würde es wehren und wider ihn ziehen, trachtete er auch darnach, wie er Jonathan fangen und umbringen möchte. Darum zog er gen Bethsan. ?Li. Da kam Jonathas auch dahin mit vierzig tausend Mann wohl gerüstet. ^2. Da aber Tryphon sah, daß Jonathas eine große Macht bey sich hatte, fürchtete er sich, und durfte nichts öffentlich wider ihn vornehmen; ^z. Sondern empfing ihn herrlich, und befahl ihn seinen Freunden ehrlich zu halten, und gab ihm Geschenke; und geboth seinem Heer, daß fie Jonathä gehorsam seyn sollten, wie ihm selbst. Und sprach zu Jonatha: Warum machst du dem Volk solche Mühe, so wir doch keinen Krieg haben? ^ 5 . Laß sie wieder heimziehen. Allein wähle dir wenige Leute, die bey dir bleiben, und ziehe mit mir gen Ptolemais. Diese Stadt will ich dir etngeben, und die andern festen Städte, und will dir alles Kriegsvolk und Amtleute befehlen ; denn ich muß wiederum wegjiehen. Auch bin ich allein derhalben jetzt hergekommen: darum wollest du mit mir ziehen. ^ 6 . Jonathas glaubte ihm, und ließ sein Volk von sich heim ziehen ins Land Juda; 2,7. Und behielt allein drey tausend bey sich, davon schickte er zwey tausend in Galiläa, das eine Taufend aber zog mit ihm.- 2 > 8 . Da nun Jonathas in die Stadt Ptolemais kam; ließ Tryphon die Thore zuschließen, und Ionathas gefangen^ 1 Maccabäer 12 . 13 . Simon wird Hauptmann. 9?1 nahm Jonathan gefangen, und ließ seine Leute erstechen. ^s. Und schickte Fußvolk, und Reisige in Galiläa, auf das weite Feld, das andere Kriegsvolk Jonathä auch umzubringen. so. Da sie aber vernahmen, daß Ionathas gefangen und umgekommen war samt seinen Leuten, vermahnten sie einander, und rüsteten sich zur Schlacht, und zogen getrost gegen die Feinde. St. Da aber die Feinde sahen, daß es ihnen ihr Leben gelten sollte, dieweil sich diese wehren wollten; 52. Kehreten sie wieder um, und zogen weg. Da zog das Volk auch wiederum heim ins Land Juda mit Frieden und * klagten den Ionathas und die andern. die mit ihm umgekommen waren; und ganz Israel trauerte sehr um Ionathas. * e. 9, Lo. 5 3 . Undalle Heiden umher fingen an das Volk zu pochen und zu plagen, und sprachen: s^. Sie haben kein Haupt und keinen Schutz mehr; nun' wollen wir sie überziehen und ausrotten , und ihren Nahmen auf Erden vertilgen. * Zer. 11, 19. Das 13 . Capitel. Don Jonathä Tod und Begrübniß, und wie Simon sein Bruder, obgesieget. 1. <^)a nun Simon hörete, daß Tryphon ein ^ großes Heer bey rinander hatte, das Land Juda zu überziehen und zu verderben, 2. Und sah, daß dem Volk sehr bange und angst war; kam er gen Jerusalem, 3 . Und tröstete das Volk, und sprach: Ihr wisset, welche schwere Kriege ich und meine Brüder und mein Vater für das Gesetz und Heiligthum geführet haben; und habt die Noth gesehen , darin ganz Israel gewesen ist; In welcher um Israel willen alle meine Brüder umgekommen sind, und lebt keiner mehr, denn ich. s. Nun begehre ich meines Lebens nicht zu schonen in dieser Trübsal: denn ich bin nicht besser, denn meine Brüder, und begehre es nicht besser zu haben, denn sie; 6. Sondern will mein Volk, unser Heiligthum, und unsere Weiber und Kinder rächen. Denn' alle Heiden umher find auf uns ergrimmet, und rotten sich zusammen, uns zu vertilgen. * c. ir, 23 . 7 . Von diesem Trost krigte das Volk wieder ein Herz, und fassete einen Math; 8. Und antworteten darauf, und schrien: Du sollst unser Hauptmann seyn, an Judas und Ionathas, deiner Brüder, Statt, unfern Krieg zu führen. s. Und "wirwollen dir gehorsam seyn in allem, das du uns heissest. * Jos. i, ir. io. Da forderte Simon das Kriegsvolk zusammen. Auch schaffte er, daß man eilend-die Mauern zu Jerusalem ausbauen mußte, daß die Stadt ganz umher wohl bewahret und fest wäre. i r. Und schickte Jonathan, den Sohn Absa- lomi mit einem Heer gen * Joppen. Und Jo- nathas trieb die Feinde aus Joppe, und behielt die Stadt tnne. * c. 12, zz. 31. 12. Da zog Tryphon von Ptolemais aus mit großer Macht, einzufaüen in das Land Juda, und führete Jonathan gefangen mit sich. 13. Aber Simon zog gegen ihn, und lagerte sich vorne am Blachfelde bey Addus. 1^1. Da aber Tryphon vernahm, daß Simon an seines Bruders Ionathas Statt Hauptmann geworden wäre, und gedachte sich mit ihm zu schlagen; da sandte er Bothen zu Simon, und ließ ihm sagen: 1 s. Ich habe Jonathan von wegen einer Summe Geld, die er dem Könige schuldig geblieben ist aus den Aemtern, behalten; 16. Willst du mir nun hundert Centner schicken und seine zween Söhne zu Geißeln geben, daß er nicht von uns abfalle und sich darnach wider uns setze, wenn er los geworden ist, so will ich dir ihn ledig geben. 17. Wiewohl aber Simon wohl merkte, daß es eitel Betrug war, schaffte er dennoch, daß dem Tryphon das Geld und die Kinder geschickt wurden, daß das Volk nicht über ihn klagre: 18. Ionathas hätte derhalben müssen umkommen, daß er ihn nicht hätte lösen wollen. 19. Darum schickte er dem Tryphon, die Kinder samt den hundert Centnern. Aber Tryphon hielt nicht Glauben, und wollte Jonathan nicht ledig geben. 20. Darüber zog auch Tryphon fort, daß er in das Land käme und möchte einen Schaden thun, und zog neben dem Lande daher auf der > Straße, die gen Ador gehet. Aber Simon war ihm mit seinem Heer stets auf der Seite, und wo er herein fallen wollte, da wehrete ihm Simon. 21. Es schickten auch die auf der Burg einen Bothen zu Tryphon, daß er durch die Wüste Gggggg 2 972 Jonathas getödtet. Demetrius schreibt 1 Maccabäev 13. an Simon. Simon erobert Gaza. zu ihnen ziehen sollte/ ehe fichs Simon versähe/ und sollte ihnen Speise zuführen lassen. 22. Darum wollte Tryphon mit seinem ganzen reisigen Zeug eilend auf seyn/ und zu ihnen kommen. Aber in derselbigen Nacht fiel ein sehr tie- . fer Schnee / der verhinderte ihn/ daß er nicht kam. Darnach zog er in Galaad. 23 . Und bey Bafchama ließ er Jonathan mit seinen Söhnen tödten / die wurden da begraben. 2-L. Darnach zog Tryphon wiederum in sein Land weg. 25 . Da schickte Simon dahin / und ließ seines Bruders Leichnam hohlen/ und legte ihn in seines Vaters Grab zu Modin. 26. Und ' ganz Israel trauerte kläglich um Jo- nathas lange Zeit. * r. 12, -2. 27. Und Simon 'ließ ein hohes Grab von gehauenen Steinen machen seinem Vater und seinen Brüdern / ' 1 Mos. 3^ 20. 28. Und darauf setzen fieben Säulen/ eine neben der andern; dem Vater / der Mutter / und den vier Brüdern. 29. Und ließ große Pfeiler umher bauen / daran er ihren Harnisch hängete zum ewigen Gedächtnis Und über dem Harnisch ließ er gehauene Schiffe setzen / die man auf dem Meer sehen konnte. 30 . Dreß Grab zu Modin stehet noch auf diesen Lag. 31. Aber Tryphon führete den jungen Antio- chus betrüglich hin und her im Lande / bis daß er ihn heimlich tödtete. 32. Darnach setzte er selbst die Krone auf/ und ward König in Asten / und plagte das Land (Juda) hart. 33. Aber Simon bauete und befestigte viele Städte im Lande Juda mit dicken Mauern und hohen Thürrnen und starken Thoren und schaffte Speise in die festen Städte. 3^. Und schickte Bothen zum Könige Demetrius und bath um Erlassung der Last, die ihm Tryphon aufgelegt hatte: denn Tryphon trieb eitel Raub und Mord im Lande. 35. Darauf antwortete Demetrius/ und schrieb also: 36. Der König Demetrius entbiethet dem Hohenpriester Simon / und den Aelteften / und dem Jüdischen Volk seinen Gruß. 37. Die goldene Krone samt den Palmen/ die ihr mir geschickt habt/ haben wir empfangen/ mrd find bereit einen guten Flieden mit euch zu machen und den Amtleuten zu schreiben / daß fie euch erlassen alle Last/ die wir euch zuvor zu erlassen zugesagt haben. 38 . Und was wir euch verheissen haben/ das soll treulich/ stets und fest gehalten werden. Alle Festungen/ die ihr gebauet habt/ sollt ihr behalten und inne haben. 39. Und vergeben euch, was ihr mittler Zeit wider uns gerhan habt. Die Kronsteuer und andern Schoß, so Jerusalem hat geben müssen, erlassen wir euch. ^0. Und welche uns dienen wollen, die wollen wir annehmen. Und soll zwischen uns guter Friede und Einigkeit seyn. ^1. Im hundert und fiebenzigsten Jahr ward Israel erst wieder frey von den Heiden. ^2. Und fing an zu schreiben in ihren Briefen und Geschichten, also: Im ersten Jahr Simonis , des Hohenpriesters und Fürsten der Juden. ^3. Zu dieser Zeit belagerte Simon die Stadt Gaza, und richtete auf davor Bollwerke und Geschütz, und stürmete die Stadt, und eroberte einen Thurm. Und diefelbigen, so auf dem Thurm waren, sprangen in die Stadt. Da erschrak das Volk in der Stadt, und verzagte ganz; ^s. Und liefen mit Weib und Kindern auf die Mauern, und ' zerrissen ihre Kleider, und schrien laut, und bathen Gnade, und sprachen: * c. 2/ 11. ^6. Strafe uns nicht nach unserer Bosheit, sondern sey uns gnädig; so wollen wir gerne gehorsam seyn. ^ 7 . Dieses jammerte Simon, daß er fie nicht tödtete. Aber er geboth ihnen wegzuziehen aus der Stadt, und ließ die Hauser wieder reinigen , darein fie die Götzen gestellet hatten. ^ 8 . Darnach zog er hinein in die Stadt, und dankte und lobte Gott; und ließ alle Gräuel wegthun und ausrotten; und setzte Leute hinein, die Gottes Gesetz hielten; und machte die Stadt fest, und bauete ihm selbst ein Haus darein. ^9. Und die auf der Burg zu Jerusalem waren belagert, daß Niemand aus-oder einkommen, und da weder kaufen noch verkaufen konnte; und litten so großen Hunger, daß viele Hungers sterben mußten. 50. Darum riefen fie zu Simon, und bathen um Frieden, und ergaben sich. Da that ihnen Simon Gnade, und ließ fie leben; aber fie mußten aus der Burg weg. Und Simon ließ * die Burg wieder reinigen von allen Gräueln; * c> 14 , 7. Arsaces schlägt Demetrius. 1 Maccabäer Li. Und nahm sie ein am drey und zwanzigsten Tage des andern Monaths, im hundert und ein und fiebenzigften Jahr. Und zog darein mit Lobgesang und Palmenzweigen, und allerlei) Saitensviel; und dankte Gott, daß sie dieser großen Tyrannen aus Israel waren los geworden. 62. Und geboth, daß man diesen Tag jährlich mit Freuden begehen sollte. 63 . Und auf dem Berge bauete er Mauern um den Tempel umher unter der Burg/ und machte ihn noch fester, und wohnete droben, er und die, so- er bey sich hatte. 6 4 . Und dieweil er sah, daß sein Sohn Johannes ein tüchtiger Mann war; machte er ihn zum Hauptmann über alles Kriegsvolk, und ließ ihn zu Gaza wohnen. Das 14. Capitel. Don Simonis friedlicher Regierung. 1. ^m hundert und zwey und siebenzigften Jahr ^ rüstete sich der König Demetrius, und zog in Meden um Hülfe wider den Tryphon. 2. Da aber Arsaces, der König in Persien und Meden, vernahm, daß ihm Demetrius ins Königreich gezogen war; schickte er einen Hauptmann aus wider ihn und befahl, daß er ihn fangen und lebendig zu ihm bringen sollte. 3 . Dieser Hauptmann schlug des Demetrius Volk, und sing ihn, und brachte ihn seinem Könige, dem Arsaces. Da hielt ihn Arsaces gefänglich , und ließ ihn bewahren. Da kam das Land Juda zur Ruhe, und blieb guter Friede, so lange Simon lebte. Und Simon regierete sehr wohl, und that dem Lande viel Gutes, daß sie ihn gerne zum Herrn hatten sein Lebenlang. 6 . Auch eroberte er mit großen Ehren die Stadt * Joppe, und die Anfurt dabey, von dannen er auf das Meer in die Inseln schiffen konnte. * e. 12/ 33. 34. e. 13/ 11. 6 . Und gewann seinem Volk mehr Land, und machte die Grenze weiter, und erledigte viele, die zuvor unterdrückt und gefangen waren. 7 . Er hatte Gaza innen, und Bethzura, und die" Burg zu Jerusalem, und hat sie wieder ge- reintget; und durfte sich Niemand wider ihn setzen. *«. 13 / so. 8 . Jedermann bauete sein Feld in gutem Frieden; und das Land war fruchtbar , und die Bäume trugen wohl. s. Die Aeltesten saßen im Regiment unverhin- dert, und hielten gute Ordnung; und die Bür13.14. Röm. u.Spart, schreib, and. Juden. 973 ger besserten sich sehr an ihrer Nahrung, und schafften Waffen und Borrath zum Kriege. io. Simon schaffte auch in Städten Vorrats) von Korn, daß sie zur Noth genugsam versorgt wären; und war berühmt in aller Welt. i i. Er hielt Frieden im Lande, daß eitel Freude in Israel war. 12. Und ein jeder besaß seinen Weinberg und feinen Garten mit Frieden, und durfte sich nichts besorgen; denn Niemand durfte sie überziehen. 13 . Und die Könige in Syrien konnten ihnen die Zeit nicht mehr Schaden thun. i^. Und er hielt Recht im Lande, und schützte die Armen unter seinem Volk wider Gewalt, und strafte alles Unrecht, und vertilgte die Gottlosen. 15 . Das Heiligthnm richtete er auch wiederum herrlich an, und ließ mehr heiliges Geräthe darein machen. 16. Und da man zu Rom und Sparta hörete, wie Jonathas umgekommen war, war es Jedermann Leid. 17. Da aber die Römer höreten, daß Simon, sein Bruder, Hoherprtester war, und das Land innen hatte, und die Feinde verjagt hätte; 1 8 . Erneuerten sie den * Bund, den sie zuvor mit Juda und Jonatha, seinen Brüdern, gemacht hatten, und schrieben ihn auf messingne Tafeln, und schickten es ihm. * c. 8/ 22. c. 12, 1. i s. Diese Schrift las man zu Jerusalem vor dem Volk. 20. Auch schrieben die von * Sparta an Simon also: Der Rath und Bürger zu Sparta entbie- then dem Hohenpriester Simon, und den Aeltesten , und den Priestern, und dem ganzen Jüdischen Volk, ihren Brüdern, ihren Gruß. * c. 12, 2. 21. Eure Bothen sind zu uns gekommen, und haben uns angesprochen, und erzählet, daß ihr eure Feinde gedämpfet habt mit großen Ehren, und nun guten Frieden habt; das ist uns eine große Freude. 22. Wir haben auch in unser öffentliches Stadtbuch schreiben lassen, was sie geworben haben, also: Der Juden Bothen, * Nmnenius, der Sohn Antiochi, und Antipater, der Sohn Jasons , find zu uns gekommen, zu erneuern die Freundschaft zwischen den Juden und uns.. * c. 12, 16. 23. Und wir haben beschlossen, daß man diese Bothen ehrlich empfangen sollte, und ihre Rede 974 Simon erneuert den Bund. 1 Maccabäer 14. Simon wird Hohepriester. in unser Stadtbuch schreiben lassen zum ewigen Gcdächtniß. Diese Antwort schrieben sie dem Hohenpriester Simon. 24. Darnach sandte Simon den Numenius wiederum gen Rom, einen großen goldenen Schild dahin zu bringen, tausend Pfund schwer, und den Bund zu erneuern. 25. Da nun die Römer die Bothschaft Hörsten, sprachen sie: Wir sollen billig dem Simon und seinen Kindern eine Ehre thun. 26. Denn er und seine Brüder haben sich ritterlich gehalten, und Israel geschähet, und die Feinde vertrieben. Darum willigten die Römer, daß die Juden sollten ftey seyn. Und dieses ließen sie auf messingne Tafeln schreiben, daß man es an die Pfeiler auf dem Berge Sion anheften sollte. 27. Diese folgende Schrift hat man gestellet am achtzehnten Tage des Monaths Elul, -im hundert und zwey und siebenzigsten Jahr, im dritten Jahr des Hohenpriesters Simon, 28. Zu Saramel in der großen Versammlung der Nettesten, der Priester und des Volks aus dem ganzen Lande Juda: Jedermann sey kund und offenbar, daß in den großen schweren Kriegen, die in unscrm Lande gewesen sind, 29. Simon, der Sohn Marathiä, aus dem Geschlecht Jaribs, und seine Brüder, ihr Leben gewagt haben und den Feinden ihres Volks Widerstand gethan, daß das Heiligthum und Gottes Gesetz nicht vertilget würde; und ihrem Volk große Ehre erlanget haben. so. Denn * Jonathas brachte das Volk wieder zusammen, und fassete das Regiment, und ward Hoherpriester. *«. s, 73 . 31 . Da er aber hernach starb; da kamen die Feinde wieder, und wollten das Land verderben, und das Heiligthum verwüsten. 32. Da machte sich Simon auf, und führete den Krieg wider unsere Feinde, und schaffte un- serm Heer Waffen, und gab ihnen Sold von seinem eigenen Geld und Gut. 33. Und befestigte die Städte im Lande Juda, und Bethzura an der Grenze; darauf die Feinde zuvor ihre Waffen und Kriegsrüstung hatten; und legte Juden darein in die Besatzung. 34 . Er befestigte auch Joppe gegen dem Meer, und Gaza gegen Asdod: denn Gaza war zuvor der Feinde Festung gewesen; aber Simon eroberte es, und setzte * Juden darein, und machte ein gutes Regiment daselbst. * c. 13 ,48. 35. Dieweil nun das Volk die große Treue Simons erfahren hatte, und wußte die Wohl- that, die er dem Volk that; wählte ihn das Volk zu ihrem Fürsten und Hohenpriester von wegen feiner Frömmigkeit und Treue, die er dem ganzen Volk erzeigte und in alle Wege Fleiß ankehrete, seinem Volk Gutes zu thun. 36. Denn zu seiner Zeit gab Gott Glück durch feine Hände, daß die Heiden aus unserm Lande und von Jerusalem und ' aus der Burg vertrieben wurden, darauf sie sich enthielten, und fielen heraus, und verwüsteten das Heiligthum, und verstärkten den reinen Gottesdienst. * c. 13, L». LI. 37. Aber Simon eroberte die Burg und legte Juden darein, die Stadt Jerusalem und das Land zu schützen, und bauete die Mauern zu Jerusalem höher. 38. Und der König Demetrius bestätigte ihn im Hohenpriefteramt, 39. Und hielt ihn für seinen Freund, und that ihm große Ehre. 40. Denn er vernahm, daß die Römer der Juden Bothschaft ehrlich gehöret hatten, und hatten einen Bund mit ihnen gemacht, und sie in ihren Schutz genommen; 41 . Und daß das Jüdische Volk und ihre Priester gewilliget hatten, daß Simon ihr Fürst und Hoherpriester seyn sollte für und für, so lange bis ihnen Gott * den rechten Propheten erweckte; » L Mos. 18 , 1 L. 42.. Daß er auch Hauptmann seyn sollte, und sollte das Heiligrhum bewahren, und Amtleute setzen im Lande, und alle Kriegsrüstung und Festungen in seiner Gewalt haben; 43. Und soll ihm Jedermann gehorsam seyn). und alle Gebothe sollen in seinem Nahmen auS- gehen; und soll tragen Purpur und goldene Stücke. 44. Dieses alles soll treulich und fest gehalten werden vom ganzen Volk und allen Priestern, und soll sich Niemand dawider setzen. ES soll auch Niemand Macht haben das Volk zusammen zu fordern im Lande, oder * Purpur und goldene Gürtel tragen, denn Er allein. * c. 11 , S8. 45. Wer aber dawider handeln oder sich unterstehen würde, diese Ordnung zu zerrütten oder abzuthun, der soll im Bann seyn. 46. Also * gelobte das ganze Volk, dem Simon gehorsam zu seyn. * c. 13 , 9 . 47. Und Simon willigte darein, und ward Hoherpriester und Fürst der Juden. Antiochi Brief an Simon. 1 Maccabäer 15. Briefe der Römer. 975 48 . Und das Volk befahl, daß man diese Schrift auf messingne Tafeln schreiben sollte , und sollte dieselbigen aufhängen auf dem Umgang am Tempel an einen öffentlichen Ort; 49 . Und eine Abschrift in den Schatzkasten legen, daß sie Simon und alle seine Nachkommen allezeit zu finden wüßten. Das 15. Capitel. Wie ungleich AntiochuS und die Römer gegen die Juden sich erzeiget. 1. f^s schrieb auch der König Antiochus, De- ^ metrii Sohn, aus den Inseln an Simon und das Jüdische Volk, also: 2. Der König Antiochus entbiethet dem Hohenpriester Simon und dem Jüdischen Volk seinen Gruß. 3. Nachdem mir etliche Aufrührer mein Erv- köuigreich genommen haben; 4 . Gedenke ich es wieder einzunehmen, und wieder auf die rechten Erben zu bringen. Und habe darum fremdes Kriegsvolk angenommen, und Schiffe machen lassen, und will in das Königreich ziehen, daß ich die Aufrührer strafe, die großen Schaden in meinem Königreich thun und viele Städte wüste gemacht haben. s. Darum erlasse ich dir alles, so dir die Könige zuvor erlassen haben, 6. Und gebe dir Gewalt, eigene Münze in deinem Lande zu schlagen, 7. Und ' Jerusalem und das Heiligthum sollen frey seyn. Du sollst auch behalten alle Festungen , die du gebauet und bisher innen gehabt hast, und alle Krieqsrüstung, die du gemacht hast. * e. 10/ 31. 8. Und erlasse dir alles, so man dem Könige schuldig ist, oder sonst dem Könige gebühret, von dieser Zeit an für und für. s. Und so wir unser Königreich wieder erobern, wollen wir dir und deinem Volk und dem Tempel noch größere Ehre thun, daß ihr im ganzen Königreich sollt gerühmet werden. 10. Im hundert und vier und fiebenzigsten Jahr kam Antiochus wieder in sein Erbland. Und * alles Kriegsvolk fiel ab von Tryphon zu ihm, und blieb sehr wenig bey Tryphon. ' c. ii, 43. 11. Da ihm nun der König Antiochus nachzog, stoh er gen Dora an das Meer. 12. Denn er sah, daß es mit ihm aus war , und daß das Kriegsoolk von ihm abfiel. 18. Aber Antiochus zog ihm nach gen Dora mit hundert und zwanzig tausend Mann zu Fuß, und acht tausend zu Roß, 14 . Und belagerte die Stadt zu Lande und zu Wasser, daß Niemand aus oder ein konnte. i s. Um diese Zeit kamen von Rom * Numenius und die andern, so mit ihm gesandt waren, und brachten Briefe an die Könige und Herrschaften , welche also lauten : ' c. 14,21. 16. Lucius, Consul zu Rom, entbiethet dem Könige Ptolemäus seinen Gruß. 17 . Simon, der Hohepriester, und das Jüdische Volk haben Bothen zu uns gesandt, die Freundschaft und Bündniß zwischen uns zu erneuern. 1 8 . Und haben uns dabey einen goldenen Schild von tausend Pfunden geschickt. 19. Darmn schreiben wir an die Könige und andere Herrschaften, daß sie nichts wider die Juden thun sollen, und sie und ihre Städte und Land nicht überziehen; daß sie auch Niemand wider sie helfen sollen. 20. Denn wir haben den Schild von ihnen angenommen. 21. Wo auch etliche Ungehorsame aus ihrem Lande zu euch geflohen wären; so wollet ihr dieselben dem-Hohenpriester Simon zustellen, daß er sie nach seinem Gesetz strafe. 22. Also haben wir auch geschrieben an den König Demetrium, an Attalum, an Aretam, an Arsaees, 23 . Und in alle Länder, auch Sampsaei, und denen zu Sparta, gen Delo, Mindo, Sycion, Caria, Samos, Pamphylia, Lycia, Haliear- nasso, Rhodis, Faselis, Co, Side, Gortina, Gnido, Cypro und Kyrene. 24 . Und dieser Briefe Abschrift haben wir gesandt dem Hohenpriester Simon, und dem Jüdischen Volk. 25 . Mittler Zeit brachte Antiochus noch ein anderes Heer vor Dora, die Stadt härter zu belagern, und machte Kriegsrüstuug davor und stürmete die Stadt heftig, daß Tryphon darinnen verschlossen war, und konnte weder ein,noch auskommen. 26. Und Simon schickte dem Antiochus zu Hülfe zwey tausend Mann, gut auserlesen Volk, und viel Gold und Silber, und Waffen. 27. Aber Antiochus nahm solches nicht an, und hielt nicht, was er zuvor gesagt harte, und wandte sich ganz von Simon; 28. Und sandte seiner Freunde Einen, genannt Athenobium, zu ihm, daß er mit ihm handeln sollte, und also sagen: Ihr habt eingenommen 976 Antiochi Begehren. 1 Maccabäer 15. 16. Joppe und Gaza, und die Burg zu Jerusalem, welches alles zu meinem Königreich gehört, 29 . Und das Land umher verheeret, und großen Schaden in meinem Königreich gethan, und mir mein Erbland genommen. 30 . Darum fordere ich diese Städte wieder von euch , die ihr mir genommen habt und allen Schoß der Städte, welche ihr inne habt außer dem Lande Juda. 31 . Wo ihr mir aber solches nicht wieder zu- ftellen wollt, so gebt mir für die Städte fünf hundert Centner Silber, und für den Schaden und Schoß auch fünf hundert Centner. Wo ihr mir aber dieses auch nicht gedenket zu thun, so wollen wir euch überziehen. 32 . Da nun Athenobius, des Königs Freund, gen Jerusalem kam, und sah das herrliche Wesen Simons, und die Pracht mit Gold und Silber, und wie er sonst gerüstet war, wunderte es ihn sehr, und hielt ihm vor, was ihm der König befohlen hatte. 33. Darauf gab ihm Simon diese Antwort: Das Land, das wir wieder erobert haben, ist unser väterliches Erbe und gehört sonst Niemand. Unsere Feinde aber haben es eine Zeitlang mit Gewalt und Unrecht inne gehabt. 34 . Darum haben wir jetzt das Unsere wieder zu uns gebracht, und Niemand das Seine genommen. 35 . Daß du aber klagest darüber, daß wir Joppe und Gaza eingenommen haben, ist diese Ursach: Man thut daraus unserm Lande und unserm Volk großen Schaden. Doch wollen wir dafür bezahlen hundert -Centner. Darauf gab Athenobius keine Antwort; 36. Sondern zürnete, und zog wieder davon zum Könige, und sagte ihm Simons Antwort, und von seiner Herrlichkeit, und was er gesehen hatte. Da ergrimmete der König sehr. 37. Tryphon aber machte sich davon auf dem Wasser, und flöhe gen Orthosia. 38. Da machte der König Cendebämn zum Hauptmann über das Land am Meer, und ließ ihm ein Kriegsvolk zu Roß und Fuß. 39 . Und befahl ihm, daß er flch lagern sollte an der Grenze Judäa; und sollte da befestigen die Stadt' Cedron, und eine Festung bauen am Gebirge; und sollte den Juden ins Land fallen. Aber der König jagte dem Tryphon nach, ihn zu fangen. * e. 16, s. 40. Da nun Cendebäus gen Jamnia kam, griff er die Juden an, verheerete ihr Land, und ließ Simons Söhne. viel Volk umbringen; und fing viele Leute, und führete fie weg, und bauete die Stadt Cedron. 4i. Und legte ein Kriegsvolk darein, daß fie da an der Grenze sollten heraus fallen und die Straßen wüste machen, wie der König befohlen hatte. Das 16 . Capitel. Von Ptolemäi Mordthat, an seinem Schwäher Simon begangen. 1. A)arum * zog Johannes von Gaza hinauf zu seinem Vater Simon, und zeigte ihm an , daß ihnen Cendebäus ins Land gefallen wäre und hätte Schaden gethan. *c. 13 ,-4. 2 . Da forderte Simon seine zween ältesten Söhne vor fich, Judam und Johannem, und sprach zu ihnen: Ich und meine Brüder, und meines Vaters Haus, haben von Jugend auf bis zu dieser Zeit Kriege geführet wider die Feinde des Volks Israel; und Gott hat uns Glück gegeben, daß Israel oft durch unsere Hände errettet ist. 3. Dieweil ich aber nun alt und schwach bin; so sollt ihr an mein und meiner Brüder Statt treten, und sollt ausziehen und für euer Volk streiten. Gott wolle euch vom Himmel helfen, und bey euch seyn! 4. Und er ließ im Lande wählen zwanzig tausend Mann, und etliche Reisigen. Mit diesem Haufen zogen Johannes und Judas wider Cen- debäum, und lagen über Nacht zu Modin. s. Morgens aber, da sie von Modin in das Blachfeld kamen, zog ein großes Heer zu Roß und Fuß gegen fie daher. Nun war ein Bach zwischen beyden Heeren. 6. Da zog Johannes an den Bach, und kehrete sich gegen die Feinde. Da er aber sah, daß das Volk eine Scheu hatte, fich in das Wasser zu begeben, da wagte er sich erstlich hinein, und kam über das Wasser. Da der Haufe dieses sah, folgten fie ihm nach. 7. Darnach machte Johannes feine Ordnung zur Schlacht, und ordnete die Reisigen neben das Fußvolk. Aber die Feinde hatten viel einen mächtigem reisigen Zeug. 8. Da aber Johannes * trompeten ließ mit der Priester Posaunen, und die Feinde angriff, da gab Cendebäus die Flucht, samt seinem Heer, und wurden Viele verwundet und erstochen; die Uebrigen aber flohen in einen festen Flecken. * 4 Mos. io, 9. 9. In dieser Schlacht ward Judas, Johannis Ptolemät Untrere 1 Maccabäer 16 . gegen Simon 977 Bruder, auch verwundet: aber Johannes jagte den Feinden nach bis ai die Festung * Cedron. * c. 16, 39. 4 o. 10. Und die Feinde flohen auf die Festungen/ auf dem Lande bey A)vd. Da verbrannte Johannes dieselbtgen Fe.tungen, daß den Feinden bey zwey tausend Mann umkamen. Darnach zog Johannes wieder heim ins Land Juda mit Frieden. 11. Es war aber ein Haupmann über das Land Jericho/ mit Nahmen Ptolemäus/ der Sohn Abobt, der war sehr reich. 12. Und der Hohepriester Simon hatte ihm eine Tochter gegeben. 1 3 . Darum ward er stolz, und trachtete darnach , daß er Herr im Lande würde; und unterstand sich den Simon und seine Söhne mit List umzubringen. i Da nun Simon umher zog im Lande Juda / das Regiment zu besehen und zu bestellen, und gen Jericho kam mit zweyen Söhnen, Mata- thia und Juda / im hundert und sieben und siebenzigsten Jahr/ im eilften Monath, welcher heißt Sabat: i s. Da empfing sie der Sohn Abobi in seiner Burg, welche heißt Doch, und richtete ihnen ein herrliches Mahl zu; aber es war eitel Betrug : denn heimlich versteckte er Kriegsvolk darein. 16. Und da "Simon und seine Söhne fröhlich waren, und wohl getrunken hatten; machte sich Ptolemäus auf mit seinen Knechten / und nahmen ihre Waffen, und fielen ein zu Simon über dem Mahl, und schlugen ihn samt den zween Söhnen und Knechten todt. " 2 Sam. 13, n. 17 . Diese schändliche Untreue that Ptolemäus in Israel, und that ihm solche Bosheit für seine Wohlthat. 18. Darnach schrieb er solches dem Könige Antiochus, und bath, daß er ihm Kriegsvolk zu Hülfe schicken wollte, das Land und die Städte mit aller Nutzung einzunehmen. is. Er sandte auch einen Haufen gen Gaza, den Johannem umzubringen, und schrieb an die Hauptleute, daß sie zu ihm kommen sollten; so wollte er ihnen großen Sold und Geschenke geben. 20. Auch schickte er Kriegsvolk, Jerusalem und das Heiligthum einzunehmen. 21. Aber ein Bothe kam zuvor gen Gaza, der sagte Johanni, daß sein Vater, und seine Brüder umgekommen wären, und daß" bestellet wäre, daß man ihn auch umbringen sollte. " 7, 30 . 22. Da Johannes solches'hörete, entsetzte er sich sehr, und ließ die Leute fangen, die geschickt waren, ihn umzubringen. Und da er befand, daß sie ihn wollten ermordet haben, ließ er sie tödten. 23 . Was aber Johannes hernach weiter ge- than hat, und die Kriege, die er geführet hat, und wie er regieret und gebauet hat, 2^. Das ist alles beschrieben in einem eigenen Buch von der Zeit seines Regiments, so lange er nach seinem Vater Hoherpriester gewesen ist. Das andere Buch der Maccabaer. Das 1. Capitel. Vom Fest der Kirchweihe und Erfindung -cs heiligen Feuers. 1. HHir Juden, eure Brüder, so zu Jerusa- lem und durch das ganze Jüdische Land find, wünschen euch Juden, unfern Brüdern, so in Egypten find, Glück und Heil. 2. Gott segne, euch, und " gedenke an seinen Bund, den er Abraham, Isaak und Jakob, feinen treuen Knechten, zugesagt hat; * 2 Mos. 2 , 24. 3 Mos. 26 , 42. 3 . Und gebe euch ein rechtschaffenes Herz, daß ihr in seinem Gesetz fest und beständig bleibet; 4 . Und verleihe euch, daß ihr fleißig seyd in seinen Gebothen; und tröste euch. s. Er erhöre euer Gebeth, und sey euch gnädig, und lasse euch nicht in der Noth. 6 . Also bitten wir stets für euch. 7 . Wir haben an euch geschrieben in unserer höchsten Noth, da Jason und sein Anhang von dem heiligen Lande und von dem Königreich abtrünnig ward, 8 . Und verbrannten unsere Thore, und vergossen das unschuldige Blut. Da betheten wir, und der Herr erhörete uns. Und wir opferten ihm Semmelmehl, und zündeten die Lampen an, und legte» die Schaubrote auf. 9. Und begehren, daß ihr jetzt wollet die" Kirchweihe mit uns halten des Monaths Casleu. * i Macc. 4, 69. 10. Datum im hundert und neun und sechzigsten Jahr, zu der Zeit des Königs Demetrius. Wir zu Jerusalem, und im ganzen Judäa, samt H h h h h h 9/8 Erfindung des h. Feuers. 2 Maccabaer 1. Gebeth Nehemiä. den Aelteften, und Johannes, wünschen Aristo- bulo, des Königs Ptolemäus Schulmeister, der von dem priefterlichen Stamm ist, und den andern Juden, so in Egypten sind, Glück und Heil, i i. Wir danken Gott billig, daß er uns aus so großer Noth erlöset hat, die wir uns gegen einen so mächtigen König wehren mußten. 12. Denn Gott hat unsere Feinde aus der heiligen Stadt weggetrieben bis gen Persien. 13 . Daselbst ward der König mit seinem unüberwindlichen Heer im Tempel Naue erwürget aus List der Priester Naue. i/i. Denn da Antiochus dahin kam, samt seinen Freunden, zur Götiinn Diana , als wollte er sie freyen und alles Geld aus dem Tempel zur Morgengabe nehmen; 15 . Und da es die Priester der Nane hervor trugen, und er mit Etlichen in die Kapelle gegangen war; schlossen sie die Kirche hinter ihm zu, 16. Und warfen ihn und alle, die mit ihm waren, mit Steinen zu tode. Darnach hieben sie ihn in Stücken, und warfen sie heraus. 17. Gott habe immer Lob, daß * er die Gottlosen so hat weggerichtet. * 1 Ma«. 6 / 9 . 2 Matt. 9 / 5 . 1 8 . Demnach, weil wir auf" den fünf und zwanzigsten Tag des Monaths Casleu gedenken die Reinigung des Tempels zu begehen; haben wir es euch wollen anzeigen, daß ihr auch mit uns dasselbe Fest begehet, wie man begehet den Tag, daran Nehemia das Feuer gefunden hat, da er den Tempel und den Altar bauete und wieder opferte. "iMa-c.i,- 9 . iy. Denn da unsere Väter in Persien wegge- führet worden; haben die Priester das * Feuer vom Altar in eine tiefe trockne Grube versteckt und erhalten, daß es Niemand erführe.* e. 2, i. 20. Als mm nach etlichen Jahren Nehemia nach dem Willen Gottes vom Könige heim gesandt ward, schickte er derselben Priester Nachkommen , die das Feuer verborgen hatten, daß sie es wieder suchten. Aber wie sie uns berichtet haben, haben sie kein Feuer, sondern ein dickes Wasser gefunden. 21. Dasselbe hat er sie heissen schöpfen, und bringen. Da es nun alles zum Opfer zugerüstet war, hat Nehemia befohlen, sie sollten das Wasser über das Holz und das Opfer, das auf dem Holz lag, gießen. 22. Als sie dasselbe gethan hatten, und die Sonne wohl herauf gekommen war, und die Wolken vergangen; ha zündete sich ein großes Feuer an, deß verwunderten sie sich alle. - 23. Da singen die Priester und das Volk an zu bethen, bis das Opfw verbrannt war. Und Jonathas sang vor, die andern aber sprachen ihm nach mit Nehemia. 27 ,. Dieß war aber das G«beih Nehemiä: Herr, unser Gott, der du alle Dinge geschaffen Haft, und bist schrecklich, stark und gerecht, und barmherzig , und allein der rechte König und Gesalbte ; 26. Der du allein alle Gaben gibst, der du allein gerecht, allmächtig und ewig bist, der du * Israel erlösest aus allem Uebel, der du unsere Väter erwählet und sie geheiliget hast; * 1 Mos. 4«, 16. Ps. 130, 8. 26. Nimm das Opfer an für das ganze Volk Israel, und bewahre und heilige dein Erbe. 27. Bringe uns Zerftreuete wieder zusammen; erlöse die, so den Heiden dienen müssen, und siehe uns Verachtete an, davor Jedermann ein Grauen hat: daß doch die Heiden erfahren, daß du unser Gott scyst. 28. Strafe, die uns unterdrücken und mit großem Pochen uns alle Schande anlegen. 29. Pflanze dein Volk wieder an deinen heiligen Ort, wie Mose gesagt hat. 30 . Darnach sangen die Priester Lobgesänge darzu, bis das Opfer verzehret ward. 31. Darnach hieß Nehemia das übrige Wasser auf die großen Steine gießen. 32. Da ging auch eine Flamme auf, aber sie ward verzehret von der Flamme des Feuers auf dem Altar. 33. Dieß ist bald lautbar geworden, und vor den König der Perser gekommen, wie man an dem Ort, wo man das Feuer versteckt hatte, Wasser gefunden und dasselbe die Opfer angezündet hätte. 3^. Da versuchte es der König auch, und ließ den Ort anssondern und befrieden; (verwahren.) 3 Z. Und gab viel Geld dazu. 36 . Und des Nehemiä Gesellen nannten den Ort Nechpar, auf deutsch, Reinigung; etliche hießen ihn auch Nephthar. Das 2. Capitel. Don Verbergung der Vundcslade. i.M)an findet auch in den Schriften, daß Je- remia, der Prophet, denen, so wegge- führet waren, geheissen habe, daß sie das * Feuer sollten mitnehmen, wie oben angezeiget; *«. 1,19. W, MilWsiiM MD, nü h'üMii Mi k§ liiM ill -m - OmM im U h Äk >ü Mi Ml, M r rlGü, OmEÄM U Wm kMt'üm N .MkikillMrM Mß sch irD, 'iL UUch - M. ' . »k Bundeslade verborgen. 2 Maccabäer 2. Historie von Juda. 9?9 2. Und ihnen das Gesetz mitgegeben und befohlen habe, daß sie ja des Herrn Gebothe nicht vergäßen und sich nicht ließen verführen, wenn sie die goldene und silberne Götzen und ihren Schmuck mhen; 3. Und habe ihnen dergleichen viel mehr befohlen , daß sie das Gesetz nicht aus ihrem Herzen wollten lassen. So stand das auch in derselbigen Schrift, daß der Prophet nach göttlichem Befehl ihnen geheissen habe, daß sie die Hütte des Zeugnisses und die Lade sollten mitnehmen. 5 . Als sie nun an den Berg kamen, da'Mose auf gewesen und des Herrn Erbland gesehen hatte; fand Jeremia eine Höhle; darein versteckte er die Hütte, und die Lade, und den Altar des Räuchopfers, und verschloß das Loch. ' ä Mos. 3v 1 . 6. Aber etliche, die auch mitgingen, wollten das Loch merken und zeichnen; sie konnten es aber nicht finden. 7 . Da das Jeremia erfuhr, strafte er sie und sprach: Diese Stätte soll kein Mensch finden, noch wissen, bis der Herr sein Volk wieder zu Haufe bringen , und ihnen gnädig seyn wird. 8. Dann wird es ihnen der Herr wohl offenbaren. Und man wird dann des Herrn Herrlichkeit sehen in einer Wolke, wie er zu Mose Zeiten erschien, und wie Salomo bath, daß er die Stätte wollte heiligen. y. Und Jeremia erzählte ihnen auch , wie ' Salomo geopfert harte, da die Kirche geweihet und der Tempel fertig ward. * i Kon' 8, 3. 10. Auch wie Mose den Herrn gebethen, und das ' Feuer vom Himmel das Opfer verzehret hatte; also bath Salomo, und das Feuer Verzehrete auch das Brandopfer. * 3 Mos. 9, 24. -i- 2 Cbr. 7, 1. 11. Und wie Mose * gesagt batte, daß sein Opfer sev vom Feuer verzehret worden und nicht gegessen: - 3Mos.io,i6. 12. Also hat Salomo auch ' acht Lage geopfert. * 1 Kön. 8, 66. 13 . Das alles findet man in den Schriften, die zu Nehemiä Zeilen geschrieben sind. Und gleichwie er der Könige, Propheten und Davids Bücher, und die Briefe der Könige von den Opfern wieder zusammengesucht und eine Bibliorhek zuge- richtet hat: iä. Also hat Judas auch gethan, und was für Bücher, weil Kriege im Lande gewesen sind, verfallen, wieder zusammengebracht. 15 . Und wir haben sie hier. Wollt ihr sie nun lesen, so laßt sie bey uns hohlen. 16. Dieweil wir mm solches Fest begehen wollen , haben wir es euch wollen schreiben; denn es gebühret euch, daß ihr es auch haltet. 17. Wir hoffen aber zu Gott, daß der Herr, der seinem Volk hilft und das Erbe uns wieder gibt, nähmlich das Reich und das Priesterthum, i«. Wie er es im' Gesetz verheissen hat, werde sich unserer bald erbarmen, und !- werde uns aus der weiten Welt an den heiligen Ort wieder zusammen bringen. ' - Mos 30,3. -s- Ps i«6,47. 19. Wie er uns bereits aus großem Unglück errettet, und den Ort gereiniget hat. 20. Die Historien aber von Juda dem Maccabäer, und feinen Brüdern; und von der Reinigung des Hohenpriesters, und wie man den Altar geweihet hat; 21. Und von dem Kriege wider den Antiochus, den Edlen, und seinen Sohn Eupator; 22. Und von den Zeichen vom Himmel, die denen, so das Judenthum redlich beschützet haben, geoffenbaret find; daß ihrer so ein kleiner Haufe das ganze Land geplündert, und eine große Menge der Heiden in die Flucht geschlagen, und ihnen nachgeeilet haben; 23. Und weiter von dem Tempel, wie man ihn wieder gebauet (wie man schon allenthalben davon weiß) und die Stadt ihre Freyheit wieder erlanget habe; daß alle andere Gesetze aufgehoben und allein des Herrn gehalten soll werden, welcher uns jetzt wohl will und gnädig ist: 2^. Dieß und anderes mehr, das Jason in fünf Büchern verzeichnet, gedenken wir hier auf das kürzeste zusammen zu ziehen. 25. Denn wir sehen, wie die Zahl in einander geworfen ist, daß es schwer will sevn, die Historien, weil sie also auf einem Haufen liegen, recht zu fassen. 26. Darum haben wir es also machen wollen, daß man es gerne lese, und leichter behalten könne, und Jedermann möge nützlich seyn. 27. Und zwar wir merken, daß uns eben schwer will werden, daß wir uns der Mühe unterstanden haben. Denn es gehört viel Arbeit und großer Fleiß dazu: 28. Gleichwie es ohne Arbeit nicht zugehet, der eine Mahlzeit zurichten und den Gasten gütlich thun will. Dennoch wollen wir dasselbe nicht ansehen, und diese Muhe, den andern damit zu dienen, gerne auf uns nehmen. 29. In den Historien an ihnen selbst wollen Hhhhhh 2 980 Onias Hoherpriester. 2 Mac ca wir nichts ändern; sondern bleiben lassen, wie sie vorhin geschrieben sind, ohne daß wir es kürzer wollen zusammenziehen. 30. Und gleichwie ein Zimmermann, wenn er ein neues Haus bauet, nicht weiter denkt, denn daß er es also mache, daß es einen Bestand habe; wie man es aber mahlen und schmücken soll, da läßt er einen andern für sorgen: 31. Also wollen wir auch thun, und den, der zum ersten die Historien geschrieben hat, dafürsorgen lassen, wie er es alles geredet und alle Stücke mit Fleiß durcharbettet habe. 32 . Wir aber wollen nicht mehr thun, denn aufs kürzeste die Summa fassen. 33. Und wollen nun zu der Historie greiffen, und dieß also zum Eingang gesagt haben, daß nicht die Vorrede größer werde, denn die ganze Historie. Das 3. Capitel. Wie der Schatz im Tempel zu Jerusalem wider Hcliodorum beschützet worden. 1. Ms man nun wieder in gutem Frieden in Jerusalem wohnete, und das Gesetz fein im Schwangs ging, weil der * Hohepriester Onias so fromm war, und so fleißig darüber hielt: * 1 Maec. 12 , 7. 2 . Wurden auch die Könige bewogen, die Stadt zu ehren, und schickten herrliche Geschenke in den Tempel; 3. Also, daß Seleueus, der König in Asten, aus seinen Aemtern verordnen ließ alle Kosten, so man zum Opfer bedurfte. -L. Nun war dazumahl ein Vogt des Tempels, der hieß Simon, ein Benjaminiter; der war dem Hohenpriester feind, darum, daß er ihm feinen Muthwillen in der Stadt nicht gestatten wollte. 5. Weil ihm aber Onias zu mächtig war, zog er zu Apollonio, des Thrasäus Sohne, dem Hauptmann in Nieder Syrien und Phönicien; 6. Und sagte ihm, wie der Gotteskasten zu Jerusalem über die Maße reich von Gelde wäre, und sehr viel übrig, das man nicht bedürfte zum Opfer; und der König möchte es wohl zu sich nehmen. 7. Da nun Apollonius zum Könige kam; sagte er ihm an, was ihm Simon vom Gelde ange- zeiget hatte. Da verordnete der König Helio- dorum, seinen Kämmerer, und gab ihm Befehl, er sollte dasselbe Geld bringen. 8. Der machte sich bald auf, und wandte vor, bäer 2. 3. Heliodorus fordert den Schatz. er müßte Renten einnehmen in Nieder-Syrien und Phönicien. Seine Meinung aber war, daß er des Königs Befehl wollte ausrichten. 9. Als Heliodorus nun gen Jerusalem kam, und der Hohepriester ihn freundlich empfangen hatte; erzählte er ihm, was ihm sein Herr berichtet, und warum er da wäre, und fragte, ob es also wäre oder nicht. 10. Da antwortete ihm der Hohepriester: Es ist ein Theil hinter uns gelegt zu treuer Hand, das Witwen und Waisen gehöret. i i. Das andere ist des Tobias Hircani, welcher ein trefflicher Mann war. Und hält sich gar nicht also, wie der Verräther" Simon gesagt hat. Denn es sind nicht mehr, denn vier hundert Centner Silber, und zwey hundert Centner Gold. * v. 6. 12 . So wäre es ein großer Frevel, daß man es so hinweg nähme; und die, so das Ihre vertrauet haben dem heiligen Tempel, der in aller Welt so hoch geehret und gefreyet ist, sollte um das Ihre betrügen. 13. Aber Heliodorus bestand auf dem Befehl des Königs, er müßte es zu sich nehmen, i^. Und kam auf einen bestimmten Tag in den Tempel, und wollte es besehen. Da erhob sich ein großer Jammer durch die ganze Stadt. 15. Die Priester lagen in ihrem heiligen Schmuck vor dem Altar, und riefen Gott im Himmel an, der selbst gebothen hat, daß man die Beylage nicht soll veruntreuen, daß er den Leuten das Ihre, so sie an den Ort zu treuen Händen bey- gelegt hatten, wollte erhalten. 16 . Der Hohepriester aber stellete sich so jämmerlich , daß ihn Niemand ohne großes Mitlei, den ansehen konnte; denn man sähe es ihm an, weil er sich so im Angesicht entfärbet hatte, daß er in großen Aengsten war. 17. Denn er war so gar erschrocken, daß er all erzitterte. Daraus man leichtlich spüren konnte, wie übel ihm zu Sinne war. 18 . Die Leute aber hin und wieder in den Häusern liefen zusammen, und betheten mit einander ; weil sie sahen, daß der Tempel in Verachtung kommen sollte. 19 . Und die "Weiber legten Säcke an, liefen auf den Gassen um; und die Jungfrauen, so sonst nicht unter die Leute gingen, liefen unter die Thore und auf die Mauern; etliche lagen in den Fenstern, »Judiths/. 20 . Und * hoben alle ihre Hände auf gen Himmel , und betheten. * Ps. in, i. Heliodorus wird hart gestraft, 2 Maccabäer 3 . 4 . 981 erhält das Leben. 21. Es war beydes erbärmlich, daß das Volk unter einander so gar erschrocken, und der Hohepriester so ängstlich war. 22. Weil sie also den allmächtigen Gott anriefen, daß er das Gut derer, so es dahin beyge- legt hatten, erhalten wollte; 23 . Gedachte Heliodorus sein Vornehmen auszurichten. Und da er bey dem Gotteskasten stehet mit Kriegskirechten; 2^. That der allmächtige Gott ein * großes Zeichen, daß er und die, so um ihn waren, sich vor der Macht Gottes entsetzten und in eine große Furcht und Schrecken fielen. *-.2,22. 25 . Denn fie sahen ein Pferd, das wohl geschmückt war, darauf saß ein schrecklicher Reiter, der rennete mir aller Macht auf den Heliodorus zu, und stieß ihn mit den vördern zweyen Füßen; und der Reiter auf dem Pferde hatte einen ganz goldenen Harnisch an. 26. Sie sahen auch zween junge Gesellen, die stark und schön waren, und sehr wohl gekleidet; die standen dem Heliodorus zu beiden Seiten, und schlugen getrost auf ihn, 27. Daß er vor Ohnmacht zur Erde sank, und ihm das Geficht verging. 28. Da nahmen fie ihn, der neulich mit großer Pracht und allen seinen Kriegsknechten in die Schatzkammer gegangen war, und trugen ihn auf einem Stuhl davon, und seine Gewalt half ihm gar nichts; 29. Daß man öffentlich die Kraft des Herrn merken mußte. Und er lag also für todt, und redete kein Wort. 30. Die Juden aber lobten Gott, daß er feinen Tempel also geehret hatte. Und der Tempel, -er zuvor voll Furcht und Schrecken gewesen war, ward voll Freude und Wonne nach diesem Zeichen des allmächtigen Gottes. 31. Aber etliche des Heliodorus Freunde kamen und bathen Oniam, daß er doch * den Herrn bitten wollte, daß er dem Heliodorus, der jetzt in letzten Zügen lag, das Leben wollte schenken. * 1 Kon. 13, 6. 32. Weil fich aber der Hohepriester besorgte, der König würde einen Argwohn auf die Juden haben, als hätten fie dem Heliodorus etwas gethan, opferte er für ihn, daß er gesund würde. 33. Und weil er bethete, erschienen die zween jungen Gesellen wieder in ihrer vorigen Kleidung und sagten zum Heliodorus: Danke dem Hohenpriester Onias fleißig, denn um seinetwillen hat dir der Herr das Leben geschenket; 3^. Und verkündige allenthalben die große Kraft des Herrn, weil du vom Himmel herab gefiäu- pct bist. Und da fie dieß geredet hatten, verschwanden fie. 35. Heliodorus aber opferte dem Herrn, und gelobte ihm viel, daß er ihm das Leben wieder gegeben hatte; und dankte dem Onias, und reifete darnach wieder zum Könige, 36 . Und sagte Jedermann, wie er mit seinen Augen die Werke des höchsten Gottes gesehen hätte. 37. Als ihn aber der König fragte, wen er meinte, den er gen Jerusalem schicken könnte, der etwas ausrichtete; antwortete ihm Heliodorus: 38 . Wenn du einen Feind hast, oder einen, der dich aus dem Reich gedenkt zu stoßen, den schicke hin. Wenn derselbe also gestäupet wird, wie ich, und mit dem Leben davon kommt; so magst du ihn wohl wieder annehmen. 39. Denn es ist Gott kräftiglich an dem Ort, und der seine Wohnung im Himmel hat, siehet darauf und rettet ihn; und die ihn beschädigen wollen, straft er und schlägt fie zu tode. ^0. Dieß sey genug von der Schatzkammer und Heliodoro. Das 4. Capitel. Was für bluttriefender Zank sich wegen des Hohenpriesierthums unter Antiocho angesponnen. 1. ^imon aber, der * den Schatz und sein Va- ^ terland so verrathen hatte, redete dem Onias übel nach, wie er solches Unglück gestiftet hätte, das -i- Heliodoro widerfahren war; * c. 3 , 6 . -f c. 3 , 9. 26 . 2. Und gab ihm Schuld, daß er trachtete Herr im Lande zu werden; so er doch der Stadt alles Gutes that, und sein Volk mit Treue meinete, und fest hielt über Gottes Geboth. 3. Da nun der Haß und Neid so groß war, daß des Simons Anhang Etliche darüber erwür- geten ; >L. Und Onias sah, daß viel Unrath aus solcher Uneinigkeit kommen würde, weil * Apollo- nius, der Hauptmann in Nieder-Syrien, also wüthete, und des Simons Muthwillen stärkte; machte er fich auf zum Könige, * c. 3, §. s. Nicht sein Volk zu verklagen, sondern Land und Leuten zu gut. 6 . Denn er sah, wenn der König nicht würde Menclaus verstößt ihn. 982 Jason Hoherpriester,desselb. Bosheit. 2 Maccabäer 4. dazuthun; so wäre es nicht möglich, in die Länge Frieden zu erhalten, noch Simons Muthwillen zu steuern. 7 . Da aber Seleucus gestorben war, und das Regiment auf Antiochum den Edlen kam, stand Jason, des Onias Bruder, nach dem Hohenpriesteramt. 8. Und verhieß dem Könige, wenn er es zuwege brächte, drey hundert und sechzig Centner Silber und von anderm Einkommen achtzig Centner. 9 . Und über das verhieß er ihm auch sonst zu verschreiben hundert und fünfzig Centner, wenn man ihm zulassen wollte, daß er Spielhäuser da anrichten mochte, und die zu Jerusalem nach der Antiochier Weife ziehen. 10. Da solches der König willigte, und Jason das Pricsterthum kriegte; gewöhnte er alsobald seine Leute ans der Heiden Sitten. i i. Und die guten löblichen Sitten, von den alten Königen geordnet, that er gar ab durch Johannem, des Eupolemus Vater, welcher gen Rom geschickt war, mit den Römern einen Bund zu machen ; und tilgte die alten ehrlichen Gesetze ab, und richtete andere unehrliche Weise an. 12. Unter dxr Burg bauete er ein Spielhaus, und verordnete, daß sich die stärksten jungen Gesellen darinnen üben mußten. 13. Und das heidnische Wesen nahm also überhand, 14 . Daß die Priester des Opfers noch des Tempels nicht mehr achteten, sondern liefen in das Spielhaus und sahen, wie man den Ball schlug und andere Spiele trieb. 15. Und ließen also ihrer Väter Sitten fahren, und hielten die heidnische für köstlich. 16. Sie mußten es auch wohl bezahlen. Denn Gott schickte über sie eben die, welchen sie solche Spiele wollten nachthun, daß sie sie mußten strafen. 17 . Denn * es ist mit Gottes Wort nicht zu scherzen, es findet sich doch zuletzt. * Eal, 6, 7. 18. Da man nun das große Spiel zu Tyrus hielt, und der König selbst dabey war: 19. Schickte der Bösewicht Jason etliche Antiochier, als wären sie von Jerusalem, daß sie das Spiel auch besähen; und schickte mit ihnen drey hundert Drachmas, daß man dem Hercules davon opferte. Die aber, denen solches befohlen war, sahen, daß es sich nicht schicken würde; wollten es derhalben dazu nicht brauchen, sondern an etwas anders wenden. 20. Darum, ob er es gleich zu des Hercules Opfer gesandt hatte, bestellten sie doch die Schiffsrüstung dafür. 21. Nachdem aber Ptolemäus Philometor, der junge König in Egypten, seinen ersten Reichstag ausgeschrieben hatte: da schickte Antiochus den Apollonius, des Mnesteus Sohn, aufden- selbigen Reichstag in Egypten. Da er aber vernahm, daß man ihn nicht haben wollte zum Vormund, zog er wieder zurück und gedachte, wie er sein Reich in Frieden erhalten möchte; und kam gen Joppen, und von dannen gen Jerusalem. 22. Und ward von Jason und der ganzen Stadt herrlich empfangen, und eingeleitet mit Fackeln und großem Triumph. Darnach reifete er wieder in Phönieien. 23 . Aber nach dreyen Jahren schickte Jason Menelaum, des obgedachten * Simons Bruder, daß er dem Könige Geld brächte, und ihn etlicher nöthiger Sachen halben erinnerte. * vers i. 24 . Und da er bey dem Könige in Gnaden kam, heuchelte er ihm, und brachte das Hohepriesterthum an sich , und gab dem Könige drey hundert Centner Silber mehr, denn Jason. 25 . Und kam also mit des Königs Befehl wieder gen Jerusalem, und handelte nicht wie ein Hoherpriester, sondern wie ein wüthiger Tyrann und wie ein grausames wildes Thier. 26. Also ward Jason, der seinen Bruder von seinem Amtabgestoßen hatte wieder durch einen andern davon gestoßen, und mußte in der Am- moniter Land stiehen; 27 . Und Menelaus behielt das Regiment. Da er aber das Geld, das er dem König versprochen hatte, nicht konnte ausrichten, da es Sost- ratus, der Hauptmann in der Burg, von ihm forderte , 28. Wie ihm der König befohlen hatte; ließ sie der König beyde vor sich laden. 29. Und setzte den Menelaus ab, und verordnete desselben Bruder Lysimachum an seine Statt, und Sostratum setzte er zum Amtmann in Cypern. 3 0. Da es nun also bestellet war, richteten die Tharser und Malloter einen Aufruhr an, darum, daß sie der König seinem Kebsweibe geschenkt hatte. 3 1. Da machte sich der König eilends auf, daß Onias erstochen. 2 Maccabäer 4. 5. Menelaus und Jason. 98Z er den Aufruhr Mete, und ließ hinter ihm den Fürsten Andronieus zum Statthalter. 32. Da das Menelaus inne ward; gedachte er, daß er Gelegenheit hätte, daß er wiederum zu seinem alten Stande kommen könnte; und stahl etliche goldene Kleinodien aus dem Tempel, und schenkte es dem Andronieus, und verkaufte Etliches gen Tyrus und in andere umliegende Städte. 33. Da das Onias erfuhr, begab er sich an einen befreyeten Ort zu Daphne, das vor Antiochien liegt; und strafte ihn. 3^!. Aber Menelaus kam zu Andronieo allein, und ermahnte ihn, daß er Oniam fangen sollte. Das that er, und ging zu ihm, und beredete ihn mit List, gab ihm auch seine Hand, und den Cid darauf, daß er aus der Freyheit zu ihm kam. Denn er wußte, daß sich Onias nichts Gutes zu ihm versah. Und da er ihn also überredet hatte, erstach er ihn wider alles Recht. 35. Das that nicht allein den Juden wehe; sondern verdroß auch viele Heiden, daß er den frommen Mann so umgebracht hatte. 36. Da nun der König alle Sachen in Cilicien verrichtet hatte, und wieder heim reifete; liefen ihn die Juden in allen Städten an und auch etliche Heiden, und klagten ihm, daß Onias unschuldig ermordet wäre. 37 . Und Antiochus bekümmerte sich herzlich darum, und jammerte ihn, daß der fromme ehrbare Mann so jämmerlich war umgekommen; 38. Und ergrimmete über den Andronieus, und ließ ihm das Purpurkleid samt dem andern Schmuck abziehen, und ihn also in der ganzen Stadt umher führen, und zuletzt richten an dem Ort, da er Oniam erstochen hatte. Also hat ihn Gott nach seinem Verdienst wieder gestraft. 3s. Als aber Lysimachus aus Rath seines Bruders Menelaus viel aus dem Tempel gestohlen hatte, und das Geschrey unter die Leute gekommen war; sammelte sich die Gemeine wider Ly- fimachum , da der goldenen Kleinodien schon viele hinweg gekommen waren. ^o. Da sich nun die Gemeine gesammelt, und sehr zornig war ; rüstete Lysimachus drey tausend Mann, und wollte sich mit Gewalt schützen, und setzte über sie einen alten listigen Hauptmann. ^i. Da das die übrigen sahen; nahmen Etliche Steine, Etliche starke Stangen, Etliche warfen sie mit Asche unter die Augen, ^ 2 . Daß ihrer also viele wund wurden, und Etliche gar zu Boden geschlagen, die andern alle davon liefen. Und den Kirchenräuber fingen sie bey der Schatzkammer. ^3. Darnach nahmen sie ihn mit Recht vor. Und weil der König gen Tyrus gekommen war; ließen ihrer drey, des Raths Gesandten, den Handel vor ihn gelangen, daß er darinnen sollte Urtheil sprechen. ^5. Als aber Menelaus überwiesen ward, verhieß er dem Ptolemäus viel Geld, wenn er ihn beym Könige möchte ausbitten. ^6. Da ging Ptolemäus allein zum Könige in seinen Saal, da er sich inne kühlete, und beredete den König, ^7. Daß er Menelaum, der alles Unglück angerichtet hatte, los ließ, und die armen Leute zum Tode verurrheitte, die doch auch bey den Tar- tern unschuldig erfunden und erkannt wären worden. ^8. Also wurden die, so des Volks und des Tempels Sachen auf das treulichste gehandelt hatten, unschuldig erwürget. ^ 9 . Das that Etlichen zu Tyrus wehe, und ließen sie ehrlich zur Erde bestatten. 50 . Menelaus aber blieb beym Amt aus Hülfe etlicher Gewaltigen am Hofe, die seiner genossen; und ward je länger je ärger, und legte den Bürgern alles Unglück an. Das 5. Capitel. Wie Antiochus in Jerusalem tyrannisict. 1. Nm dieselbe Zeit zog Antiochus zum andern " Mahl in Egypten. 2 . Man sah aber durch die ganze Stadt, vierzig Tage nach einander, in der Luft, Reiter in goldenem Harnisch mit langen Spießen in einer Schlachtordnung. 3. Und man sah, wie sie mit einander trafen, und mit den Schildern und Spießen sich wehre- ten, und wie sie die Schwerter zuckten und auf einander schossen, und wie der goldene Zeug schimmerte, und wie sie mancherley Harnische hatten. Da bethete Jedermann, d"§ es ja nichts Böses bedeuten sollte. 5 . Aber es kam ein eigenes Geschrey aus, wie Antiochus sollte tott seyn. Da nahm Jason bey tausend Mann M sich, und griff unversehens die Stadt am Und als er die Mauern mit den Seinen erstiegen, und die Stadt erobert hatte t ^ . 6. Floh Menelaus auf die Burg. Jason aber 98 L Jasons Ende. 2 Maccab aer 5. Antiochi Tyrannei) gegen die Juden. würgete seine Brüder jämmerlich, und gedachte nicht, weil es ihm so glückte wider seine Freunde, daß es sein großes Unglück wäre; sondern ließ sich dünken er siegte wider seine Feinde, und siegte wider seine Bürger. 7 . Er konnte aber gleichwohl das Regiment nicht erobern, sondern kriegte seinen Lohn, wie er verdienet hatte, und floh mit Schanden wieder in der Ammoniter Land. 8 . Da ward er zuletzt verklagt vor Areta, der Araber Könige, daß er von einer Stadt in die andere fliehen mußte, und nirgend sicher war. Und Jedermann war ihm feind, als einem, der von seinem Gesetz abtrünnig war. Auch verfluchte ihn Jedermann, als einen Verräther und Feind seines Vaterlandes; und ist also in Egypten verstoßen worden. 9 . Und wie er viele Leute aus ihrem Vaterlande vertrieben hatte: so mußte er auch selbst im Elend sterben zu Lacedämon, da er verhoffte einen Aufenthalt zu finden, weil sie mit einander gefreundet waren. 10. Aber wie er Viele unbegraben hingeworfen hat: so ist er auch hingestorben, daß Niemand um ihn Leid getragen; und hat nicht allein nicht das Glück gehabt, daß er in seinem Vaterlande wäre begraben worden, sondern hat auch in der Fremde kein Grab haben mögen. 11. Als dem Könige solches vorkam, gedachte er, ganz Judäa würde von ihm abfallen. Und zog in einem Grimm aus Egypten, und ' nahm Jerusalem mit Gewalt ein. * i Ma«. i, 21.22. 12. Und hieß die Kriegsknechte erschlagen ohne alle Barmherzigkeit, was sie fanden auf den Gassen und in Häusern. 13. Da würgete man durch einander Jung und Alt, Mann und Weib, Kinder und Jungfrauen, ja auch die Kmder in der Wiege. 1^. Daß also in dreyen Tagen achtzig tausend umkamen, vierzig tausend gefangen, und bey achtzig taufend verkauft wurden. is. Abrr Antiochus ließ ihm an diesem nicht genügen, sondern griff auch die heiligste Stätte auf Erden an ^ und Menelaus, der Verräther, führete ihn hinein. 16. Da raubte er seinen verfluchten Händen die heiligen Gefäße; und Mes, was die andern Könige zum Tempel gegeben hatten zum Schmuck und Zierde, das raffte er mit feinen sündigen Händen hinweg; 17. Und überhob sich sehr, und fah ud-ht, daß der Herr solches verhängete über die, so r. Da er aber jetzt sterben wollte, sprach er: Das ist ein großer Trost, daß wir hoffen, wenn uns die Menschen erwürgen, daß uns Gott wird wieder auferwecken; du aber wirst * nicht auferwecket werden zum Leben. ' Da». 12,2. 15. Darnach nahmen sie den fünften, und geisselten ihn auch. Der sah Antiochum an, und sprach zu ihm: 16. Du bist ein Mensch, und mußt sterben. Weil du aber gewaltig auf Erden bist, so thust du, was du willst. Das sollst du aber nicht in den Sinn nehmen, "daß uns Gott gar verlassen habe. * e. 6,13. 17. Verziehe eine kleine Weile, so sollst du mM Mb ^ !>' ÄW, »0- M WM! ck Miük »so M in, in iit M! MWchhliich kiEim wir ib «W!Äl! Wgtl Mi Ä «AN 'MM tz W A Li» WchiAnMjMni iÄmchllch»Wr»L '«BNhlmmhwhr! ' Ä!M hm M ..MMR M Mn m ^ im "»>> ML M, im) »brr Sieben Brüder samt 2 Maccabaer 7. der Mutter getödtet. 98? erfahren , wie mächtig Gott ist, der ' dich und dein Geschlecht plagen wird. ' c. 9, 6. 18. Nach diesem führeten sie den sechsten auch herzu. Derselbige sagte auch, da er jetzt sterben sollte: Du wirst mich nicht so betrügen; denn wir haben dieß Leiden wohl verdienet/ darum/ daß wir uns an unserm Gott versündiget haben; und er handelt schrecklich mit uns. 19. Aber es wird dir nicht so hingehen/ daß du also wider Gott tobest. 20. Es war aber ein großes Wunder an der Mutter/ und ist ein Exempel/ das wohl werth ist / daß man es von ihr schreibe. Denn sie sah ihre Söhne alle sieben auf einen Tag nach einander martern / und litte es mit großer Geduld um der Hoffnung willen / die sie zu Gott hatte. 21. Dadurch ward sie so muthig/ daß sie einen Sohn nach dem andern auf ihre Sprache tröstete/ und fastete ein männlich Herz, und sprach zu ihnen: 22. Ich bin ja eure Mutter/ und habe euch geboren ; aber * den Odem und das Leben habe ich euch nicht gegeben/ noch eure Gliedmaßen also gemacht. * Gcsch. 17,2s. 23 . Darum so wird der/ der die Welt und alle Menschen geschaffen hat/ euch den Odem und das Leben gnädiglich wieder geben; wie ihr es jetzt um seines Gesetzes willen waget und fahren lasset. 24. Da Antiochus dieß hörete/ meynte er/ sie verachtete und schmähete ihn auf ihre Sprache; und nahm den jüngsten Sohn vor sich/ der noch übrig war/ und vermahnete ihn mit guten Worten/ und geredete ihm mit einem Eide/ wenn er von seinem väterlichen Gesetz abtreten wollte/ so sollte er einen gnädigen Herrn an ihm haben/ und wollte ihn reich und einen Herrn aus ihm machen. 25. Da er sich aber nicht wollte bereden lassen; ließ der König die Mutter vor sich kommen und vermahnete sie/ sie wollte dock den Sohn dahin bereden / daß er bey dem Leben erhalten würde. 26. Da er sie mit vielen Worten gebethen hatte; sagte sie ihm zu/ sie wr-ltte es thun. 27. Aber sie spottete nur des Tyrannen. Denn sie ging zum Sohne / und redete heimlich auf ihre Sprache mit ihm, und sprach: 28. Du mein liebes Kind/ das ich'neun Mo- nathe unter meinem Herzen getragen / und bey drey Jahren gesauget, und mit großer Mühe auferzogen habe; erbarme dich doch über mich. Siehe an Himmel und Erde/ und alles/ wa§ darinnen ist: dieß hat Gott alles aus nichts gemacht/ und wir Menschen find auch so gemacht. * Weich. 7/ 2. 29. Darum fürchte dich nicht vor dem Henker, sondern stirb gerne / wie deine Brüder / daß dich der gnädige Gott samt deinen Brüdern wieder lebendig mache / und mir wieder gebe. 3 0. Da die Mutter mit dem Sohne noch also redete, sprach der Jüngling: Worauf harret ihr? Gedenket nur nicht / daß ich dem Tyrannen hierinnen gehorsam seyn will; sondern ich will das Gesetz halten/ das unfern Vätern durch Mose gegeben ist. 3 1. Du aber/ der du den Juden alles Leid anlegest/ sollst unserm Herrn Gott nicht entlaufen. 32. Wir leiden um unserer Sünde willen, das ist wahr. 33. Und obwohl der lebendige Gott eine Weile über uns zornig ist / und uns straft und züchtiget; so wird er doch seinen Knechten wiederum gnädig werden. 34 . Aber du gottloser verfluchter Mensch, überhebe dich deiner Gewalt nicht zu sehr, und trotze nicht auf die eitle Hoffnung, daß du die Kinder Gottes verfolgest. 35 . Denn du bist dem Gericht des allmächtigen Gottes, der" alle Dinge siehst, noch nicht entlaufen. * c. 12 / 22 . 36 . Meine Brüder, die eine kleine Zeit sich haben martern lassen, die warten jetzt des ewigen Lebens nach der Verheissung Gottes. Du aber sollst nach dem Urtheil Gottes gestraft werden, wie du mit deinem Hochmuth verdienet hast. 37 . - Ich will mein Leib und Leben um meiner Väter Gesetz willen dahin geben, wie meine Brüder, und zu Gott schreyen, daß er bald seinem Volk gnädig werde: Du aber' wirst noch selbst bekennen müssen, durch große Marter und Quaal, daß er allein der rechte Gott sey. ' i Mace. 6/ 12. 2 Matt. 9/ 13. 38. Aber Gottes Zorn wird an mir und meinen Brüdern wenden, welcher billig über unser ganzes Volk ergangen ist. 39. Da dieß der König hörete, ward er toll und thöricht, und ließ ihn noch härter martern, denn die andern; denn es verdroß ihn, daß sie seiner noch dazu spotteten. 4 0. Also ist dieser auch fein dahin gestorben - und hat allen seinen Trost auf Gott gestellet. Jttiii 2 2 Maccabäer 8. und spricht Muth ein. 988 Judas rüstet fich, ^i. Zum letzten ward die Mutter auch hingerichtet. -ä2. Dieß sey genug von den heidnischen Opfern, und der grausamen Marter. Das 8. Capitel. Von des Judä Sieg wider Nicanor. 1. Nber Judas Maccabäus und seine Gesellen " gingen heimlich hin und wieder in die Flecken, und riefen zuhauf ihre Freundschaft, und was sonst bey der Juden Glauben geblieben war, daß er bey sechs tausend Mann zuhauf brachte. 2. Und fie riefen Gott an, daß er das arme Volk, welches von Jedermann geplaget war, anfehen wollte, und fich erbarmen über den Tempel, welchen die gottlosen Menschen entheiliget hatten, 3. Und über die verderbte Stadt, die gar wüste ward; und daß er doch das unschuldige Blut, so zu ihm rief, hören, Und der unschuldigen Kindlein, so wider alles Recht erstochen wurden, gedenken wollte, und die Lästerung seines Rahmens rächen. 5 . Und Maccabäus mit seinem Haufen plagte die Heiden wohl; denn der Herr ließ von seinem Zorn, und ward ihnen wieder gnädig. 6. Er überfiel unversehens Städte und Flecken, und steckte fie an, und nahm ein die bequemsten Orte, und that den Feinden großen Schaden. 7 . Am meisten aber trieb er das bey Nacht, daß man weit und breit von seinen Thaten sagte. 8. Da aber Philippus sah, daß er je länger je stärker ward, weil es ihm so glückte; schrieb er an Ptolemäum, den Hauptmann in Rieder- Syrien und Phönicien, um Hülfe; denn es lag dem Könige viel daran. 9. Da schickte Ptolemäus seinen besten Freund, den Nicanor, des Patroclus Sohn, mit zwanzig tausend Mann, daß er die Juden gar ausrotten sollte; und gab ihm einen Hauptmann zu, mit Nahmen Gorgias, welcher ein erfahrner Krieger war. 10. Nicanor aber gedachte, er wollte aus den gefangenen Juden das Geld lösen, das der König den Römern jährlich geben mußte, nähmlich zwey tausend Centner. 11. Darum schickte er alsbald in die Städte am Meer hin und wieder, und ließ ausrufen, wie er die Juden * verkaufen wollte, neunzig Juden um einen Centner; denn er gedachte nicht, daß ihm die Strafe von Gott so nahe wäre. * i Macc, 3/ 4i. i r. Da nun Judas hörete von dem Zug, den Nicanor vorhatte, hielt er es seinen Juden vor, die bey ihm waren, wie ein Heer kommen würde. 13. Welche nun verzagt waren, und halten das Vertrauen nicht zu Gott, daß er strafen würde, die liefen davon, und flohen. i^. Die andern aber verkauften alles , was fie hatten, und bathen den Herrn, daß er fie ja erlösen wollte, welche der Nicanor verkauft hatte, ehe er fie gefangen hatte. is. Und wollte er es nicht um ihret willen thun, daß er es doch thäte um des Bundes willen, den er mit ihren Vätern gemacht harte, und um seines herrlichen großen Rahmens willen, darnach fie genannt sind. 16. Als nun Maccabäus seine Leute zuhauf gebracht harte bey sechs tausend; vermahnere er fie zum ersten, daß ße sich nicht entsetzen sollten vor den Feinden, noch fich fürchten vor der großen Menge der Heiden, die fie wider Recht und unbillig plagten; 1 7 . Sondern sich tapfer wehren und gedenken an die Schmach, die fie der heiligen Statte angelegt ; und wie sie die Stadt verhöhnet und geplaget, und das Gesetz abgethan Härten. 18. Sie * verlassen sich (sprach er) auf ihren Harnisch, und find voll Trotzes; aber wir verlassen uns auf den allmächtigen Gort, welcher kann in einem Augenblick nicht allein die, so jetzt wider uns ziehen, sondern auch die ganze Welt zu Boden schlagen. * Ps. -o, 8 . 19. Er erzählte ihnen aber auch alle Historien, wie Gott so oft gnädiglich ihren Vätern geholfen hatte; wie * Sennacherib mit hundert und fünf und achtzig tausend Mann in einer Nacht umgekommen wäre; * Es. 37, 36 . 20. Wie es in der Schlacht zu Babylon wider die Galater gegangen sey, wie fie alle in große Noth gekommen seyn, achttausend Juden, und vier tausend Macedonier, wie die Maeedonier aus Furcht stille gehalten, und die acht tausend Juden allein mit der Hülfe Gottes hundert und zwanzig tausend Mann erschlagen und großes Gut dadurch erlanget haben. 21. Da er ihnen mit solchen Worten ein Herz gemacht hatte, daß sie um des Gesetzes und ihres Vaterlandes willen gerne sterben wollten; 22. Machte er vier Haufen, und ordnete seine Brüder vorne an die Spitze, daß fie es fuhren sollten, nähmlich Simon, Joseph und Jona- thas, und gab einem jeden fünfzehn hundert Mann zu. Judas sieget. 2 Maccab äer 8. 9. Atttiochus ist krank. 989 23 . Darnach ließ er Eleazar das heilige Buch lesen und gab ihnen ein Zeichen, daß ihnen Gott helfen würde, und zog also vorne an der Spitze vor den andern her, und traf mit dem Nieanor. 2^. Aber der allmächtige Gott stand ihnen bey, daß sie das ganze Heer in die Flucht schlugen, und viele wund machten, und bey neun tausend erschlugen. 25 . Und jagten denen nach , die da gekommen waren, daß sie die Juden kaufen wollten, und nahmen ihnen das Geld. 26. Doch mußten sie gleichwohl wieder umkehren ; denn es war der Abend vor dem Sabbath. Das war die Ursach, daß sie aufhöreten jenen nachzueilen. 27. Darnach plünderten sie, und nahmen den Harnisch und Wehre, und hielten den Sabbath, und lobten und priesen Gott, der sie auf den Tag erhallen, und wieder angefangen hatte, seine Gnade zu erzeigen. 2 8 . Nach dem Sabbath Lheilten sie den Raub aus unter die Armen, Witwen und Waisen; und das Uebrige behielten sie für sich und ihre Kinder. 29. Und sie hielten ein gemein Gebeth, daß der barmherzige Gott wollte seinen Zorn gar von ihnen abwenden. 30 . Darnach thaten sie viele Schlachten mit Limotheo und Bacchide, und erschlugen über zwanzig tausend Mann, und eroberten die Festungen ; und lheilten den Raub gleich unter sich, und unter die vertriebene Waisen, Witwen und Alten. 3 1. Und da sie geplündert hatten, brachten sie die Waffen auf die Festungen, und führeten auch großen Raub gen Jerusalem. 32. Und brachten um einen Hauptmann bey Timotheo, einen gottlosen Mann, der die Juden sehr geplagt hatte. Das 9. Capitel. Don Anliochi schändlichem Tode. I.ltm dieselbige Zeit mußte Antiochus mit " Schanden aus Persien abziehen. 2. Denn als er gen Perfepolis gezogen war, und hatte sich da unterstanden, die Kirche zu plündern und die Stadt einzunehmen; waren die Bürger auf, und wehreten sich, und trieben den Anriochus zurück, daß er mit Schanden mußte abziehen. 3 . Als er nun zu Ecbatana war, kam es vor ihn, wie es Nieanor und Timotheus ergangen wäre. Da ergrimmete er, und gedachte die Schmach an den Juden zu rächen, und fuhr Tag und Nacht, daß er ja bald hinkäme. Denn es trieb ihn Gottes Zorn, daß er so 'frech geredet hatte, alsbald er gen Jerusalem käme, so wollte er aus der Stadt eine Todtengrube machen. *». n. 5. Darum strafte ihn der allmächtige Herr, der Gott Israels, mit einer heimlichen Plage, die Niemand heilen konnte. Denn alsbald er solches geredet hatte; kam ihn ein solches Reissen im Leibe an und so ein großes Grimmen in den Därmen, daß man ihm nicht helfen konnte. 6. Und zwar es geschah ihm eben recht, darum, daß er andere Leute mit mancherley und zuvor unerhörter Marter geplaget hatte. 7. Noch ließ er von seinem Trotz nicht ab, sondern ward noch wüthiger, und brannte vor Bosheit wider die Juden , und eilete; und im Rennen siel er von dem Wagen so hart, daß es ihn in allen seinen Gliedern riß. 8. Da mußte der, so zuvor sich vor großer Hoffart dünken ließ, er wollte dem Meer gebie- then und die Berge auf einander setzen, von einem einigen Fall sich in einer Sänfte tragen lassen, daß frey Jedermann an ihm sah die Gewalt Gottes. 9. Es wuchsen auch Maden aus dem verfluchten Leibe, und verfaulte mit großen Schmerzen, daß ganze Stücke von seinem Leibe fielen; und stank so übel, daß Niemand vor dem Gestank bleiben konnte. 10. Und der sich zuvor dünken ließ, er rührete an den Himmel, den konnte Niemand tragen, um des unleidlichen Gestanks willen. 11. Da mußte er von seinem Hochmuts) ab- lassen, und sich erkennen, weil er von Gott so angegriffen war, und die Schmerzen immer größer wurden. 12. Und da er zuletzt den Gestank selbst nicht mehr erleiden konnte, da sprach er: Es ist ja recht, daß * man sich vor Gott demüthige, und daß ein sterblicher Mensch nickt so vermessen sey, daß er sich dünken lasse, er sey Gott gleich. * c. 7, 37. i Macc. 6/ 12 . 13. Und der Bösewicht hob an, und bethete zu dem Herrn, der sich nun nicht mehr über ihn erbarmen wollte; i^. Und verhieß, daß er die heilige Stadt, die er zuvor gedachte zu vertilgen und eine * Lodten- grube daraus zu machen, frey wollte lassen.' v. 4. 990 Antiochus schreibet an d. Juden, 2Macca 15. Und die Juden, die er zuvor nicht Werth geachtet, daß sie sollten begraben werden, sondern den Vögeln und Thieren zu fressen geben wollte, die wollte er frey lassen, wie die Bürger zu Athen. 16. Und den heiligen Tempel, den er zuvor beraubet hatte, wollte er mit allerley Schmuck wieder zieren, und viel mehr heiliges Geräth dahin geben, weder zuvor da gewesen wäre; und was jährlich auf die Opfer ginge, das wollte er von seinen eigenen Renten reichen. 17. Dazu wollte er selbst ein Jude werden, und an allen Orten die Gewalt Gottes preisen und verkündigen. 18. Da aber die Krankheit nicht wollte Nachlassen, denn es war Gottes gerechter Zorn zu hart über ihn gekommen; verzweifelte er an seinem Leben, und schrieb diese demüthige Schrift an die Juden, wie folget: 19. Antiochus, der König und Fürst, entbie- thet den frommen Juden seinen Gruß. 20. So ihr samt euern Kindern frisch und gesund seyd, und gehet euch wohl, deß danke ich Gott. Ich aber bin sehr krank. 2<. Dieweil ich gerne wollte einen gemeinen Frieden erhalten, wie es denn die Noth erfordert , nachdem ich auf der Reise aus Persten krank bin geworden: denke ich gnädiglich an eure Treue und Freundschaft; 22. Wiewohl ich hoffe, daß es soll besser mit mir werden. 23. Und nachdem mein Vater, als er in die obern Länder zog, einen König nach ihm machte; 2^. Damit man wüßte (wo sich etwa ein Unfall zutrüge, oder sonst Unfriede würde) wer Herr seyn sollte, und das Reich nicht zerrüttet würde: 25. Also auch ich, weil ich sehe, daß die umliegende Fürsten nach meinem Königreich trachten, wo mirs übel ginge; habe ich meinen Sohn Antiochus zum Kötlige gemacht, welchen ich euch oft treulich befohlen habe, wenn ich in die obern Länder gezogen bin; denselben befehle ich euch jetzt auch. 26. Derhalben vermahne und bitte ich euch um aller Wohlthat willen, so ich allen insgemein und insonderheit gegen einen Jeglichen erzeiget habe, daß ihr mir und meinem Sohne fortan freundlich und treu seyn wollet. 27. Denn ich versehe mich zu ihm, er werde sich gnädiglich und freundlich gegen euch halten und meiner Weise folgen. 28. Also * starb der Mörder und Gotteslästerer aer 9.10. stirbt jämmerlich. Freude der Juden. Antiochus in großen Schmerzen, wie er andern Leuten gethan hatte in einem fremden Lande und in der Wiidniß eines jämmerlichen Todes. * i Macc. 6 / 16. 2 Macc. 1 / 16. 29. Und Philippus, der mit ihm auferzogen war, bestattete ihn zur Erde. Und weil er sich vor des Antiochus Sohne besorgte, floh er in Egypten zum Könige Ptolemäus Philometor. Das 10. Capitel. Von unterschiedenen Siegen, so JudaF erhalten. i.Islso gab Gott dem Maceabäus und seinem ^ Haufen den Muth, daß sie den Tempel und die Stadt wieder einnahmen; 2. Und zerstöreten die andern Altäre und Kirchen, so die Heiden hin und wieder auf den Gassen hatten aufgerichtet. 3. Und nachdem sie den Tempel gereiniget hatten, machten sie einen * andern Altar, und nahmen Feuersteine, und schlugen Feuer auf, und opferten wieder, welches in zweyen Jahren und sechs Monathen nicht geschehen war, und opferten Räuchwerk, und zündeten die Lampen an, und legten die Schaubrote auf. *iMa«. 4,47. Da nun solches alles geschehen war, fielen sie auf ihr Angesicht nieder vor dem Herrn und betheten, daß er sie ja nicht mehr in solchen Jammer wollte kommen lassen; sondern ob sie sich mehr an ihm versündigen würden, daß er sie gnädiglich strafen und nicht in der Gotteslästerer, der grausamen Heiden, Hände geben wollte. 5. Und Gott schickte es also, daß auf den Tag der Tempel gereiniget ward, auf welchen ihn die Heiden verunreiniget hatten, nähmlich auf den * fünf und zwanzigsten Tag des Monaths Cas- leU. * 1 Macc. 4 , L2. 6. Und sie hielten mit Freuden acht Tage Feyer, wie ein Fest der Lauberhütten, und gedachten daran, daß sie vor einer kleinen Zeit ihr Lau- berhüttenfest in der Wildntß und in den Höhlen, wie die wilden Thtere, gehalten hatten. 7. Und trugen Meyen und grüne Zweige und Palmen, und lobten Gott, der ihnen den Sieg gegeben hatte, seinen Tempel zu reinigen. 8. Sie ließen auch ein Geboth ausgehen durch das ganze Judenthum, daß man diesen Tag jährlich feyern sollte. 9. Also hat Antiochus der Edle ein Ende. 10. Nun folgt von dem ' Antiochus Eupatoe, des gottlosen Antiochus Sohne, was für Kriege unter ihm für und für gewesen sind. *iMacc. 6 ,t 7 . .-WO MV»- MW» ^ M), Ml MM «'>' WM MI «K hl» M. M,! 2 MB Milk, und k m.. Wk Y'Bl Timotheus rußet sich, 2 Maccabäer 10. wird geschlagen. 991 11. Da Eupator König ward, setzte er Lvfiam, -er zuvor Hauptmann in Phönicien und Cöle- syrien war, zum obersten Fürsten. 12. Aber Ptolemäus Macron, der die Juden gerne bey Recht geschützet hätte, weil sie bisher so viel Gewalt und Unrecht erlitten hatten, arbeitete dahin, daß man sie sollte mit Frieden lassen. 13. Derhalben verklagten ihn seine Freunde bey dem Eupator, und hießen ihn öffentlich einen Verräther; darum, daß er die Insel Cypern, welche ihm Philometor befohlen hatte, Antiocho dem Edlen aufgegeben hätte, und mußte ein geringer Amt haben. Da grämete er sich so sehr, daß er sich selbst mit Gift umbrachte. 14 . Da nun Gorgias über dieselben Oerter Hauplmann ward, nahm er Kriegsknechte an, und legte sich sonderlich wider die Juden. 15 . 'Desselblgen gleichen unterstanden sich auch die Edomiter. Wo sie vermochten, trieben sie die Juden aus den festen und gelegnen Flecken, und nahmen zu sich die abtrünnigen Juden, aus Jerusalem verjagt. 16. Da machte sich MaecaSäus und sein Haufe zusammen, und betheten, daß ihnen Gott wolle beystehen , 17. Und fielen ' den Edomitern in die festen Flecken, und eroberten sie mit Gewalt, und erwürgeten alles, was sich auf den Mauern zur Gegenwehr stellete, und was sie sonst ankamen, bis in die zwanzig tausend. * i Ma«. 3 . 18. Es entrannen ihnen aber auf zweyen starken Thürmen bey neun tausend, die sich wider den Sturm gerüstet hatten. 19. Da verordnete Maceabäus den Simon, Joseph und Zachäus, und ließ ihnen so viele Leute, daß sie stark genug waren zum Sturm; er aber zog fort vor andere Städte. 20. Aber der Haufe bey Simon ließ sich die, so auf dem Thurm waren, mit Gelds bewegen, und nahmen fünf und dreyßig tausend Gülden von ihnen, und ließen sie davon kommen. 21. Da es nun Maceabäus erfuhr, brachte er die Hauptleute zusammen und klagte sie an, daß sie ihre Brüder ums Geld verkauft und die Feinde davon hätten kommen lassen. 22. Und ließ sie tödten als Verräther, und stürmete alsbald die zween Thürme. 23 . Und es glückte ihm, und erwürgete in den zwo Festungen mehr, denn zwanzig tausend Mann. 24 . * Timotheus aber, welchen die Juden zuvor geschlagen hatten, rüstete sich mit viel fremdem Volk, und sammelte einen großen reisigen Zeug aus Asien und kam, der Meinung, daß er die Juden ganz vertilgen wollte. *iMace.s, 37 . 25 . Und da er an das Land kam, bethete Mae- cabäus und sein Haufe, zum Herrn; 26. Und streueten Asche auf ihre Häupter, und legten Säcke an , und sielen nieder vor dem Altar, und bathen, daß ihnen Gott gnädig und ihren Feinden ungnädig seyn wollte, und sich wider die setzen, so sich wider ihn setzten, wie im Gesetz geschrieben stehet: 27. Da sie nun also gebethet hatten; nahmen sie ihre Wehre und zogen einen guten Weg vor die Stadt hinaus, bis sie zu den Feinden kamen. 28. Und alsbald die Sonne aufging, trafen sie an einander, wiewohl es ein ungleicher Zeug war. Denn die Juden hatten eine freudige Zuversicht' zum Herrn, welche ein gewisses Zeichen des Sieges ist; jene aber hatten es angefangen aus eitel Trotz und Vermessenheit. * e. 8 , 18. Ps. 20, 8 . 29. Als nun die Schlacht am heftigsten war; erschienen den Feinden vom Himmel fünf herrliche Männer auf Pferden mit goldenen Zäumen, die vor den Juden her zogen; 30. Und zween hielten neben dem Maceabäus und beschützten ihn mit ihrer Wehre, daß ihn Niemand verwunden konnre; und schossen Pfeile und Donnerstrahlen in die Feinde, daß sie geblendet und flüchtig wurden. 3 1. Und wurden geschlagen zwanzig tausend und fünf hundert zu Fuß, und sechs hundert Reisige (ReUM. 32. Timotheus aber entfloh gen Gazara in einen festen Flecken, welchen der Hauptmann Chäreas innen hatte. 33. Da lagerte sich Maceabäus und sein Haufe davor vier Tage. 34 . Aber die in dem Flecken verließen sich darauf, daß er so hoch lag, und lästerten und fchmäheten über die Maße sehr. 35 . Aber am fünften Tage ergrimmcten zwanzig junge Männer um der Lästerung willen, und liefen männlich mit einem Sturm an die Mauer, und erwürgeten im Grimm, was ihnen entgegen kam. 36. Denen folgten die andern, und erstiegen den Flecken, und zündeten die Thürme an, und verbrannten die Gotteslästerer. 37. Etliche hieben die Thore auf, daß der ganze Haus- hinein konnte; und eroberten also die Sradt und erschlugen den Timotheus, der sich 992 Lysias zieht aus. 2 Maccabäer 11. Lysias macht Frieden. in einen Pfuhl versteckt hatte, und den Chäreas, seinen Bruder, und Apollophanes. 38. Als sie solches alles ausgerichtet hatten, priesen sie den Herrn mit Lobgesang, der Israel so große Wohlthat erzeiget und ihnen den Sieg gegeben hatte. Das 11. Capitel. Vsn'Zudä Sieg wider Lysiam» 1. ^a nun Lysias, des Königs Vormund und ^ Vetter und oberster Rath, dieß alles erfuhr, that es ihm sehr wehe. 2. Und brachte zusammen achtzig tausend Mann, und den ganzen reisigen Zeug, und zog wider die Juden, der Meinung, daß er die Heiden in die Stadt setzen, 3. Und den Tempel zu seinem jährlichen Nutzen brauchen wollte, wie andere Heiden-Kirchen, und das Priesterthum jährlich verleihen. Er gedachte aber nicht, daß Gott noch mächtiger wäre, sondern trotzte auf den großen Haufen , den er zu Roß und Fuß hatte, und auf die achtzig Elephanten. 5. Als er nun in Judäa kam, * lagerte er sich vor einem Flecken, Bethzura genannt, der von Jerusalem bey fünf Feldweges lag in einem Gebirge. * i Ma«. 4,29. c. 6 ,3. 6. Da aber Maccabäus und die Seinen hö- reten, daß er den Flecken stürmete, bathen sie und der ganze Haufe mit Seufzen und Thränen den Herrn, daß er einen guten Engel senden wollte, der Israel hülfe. 7 . Und Maccabäus war der erste, der sich rüstete, und vermahnete die Andern, daß sie sich mit ihm wagen und ihren Brüdern helfen wollten. 8. Und zogen also freymüthig mit einander aus. Alsbald sie aber vor die Stadt Jerusalem hinaus kamen; erschien ihnen einer zu Roß in einem weißen Kleide und goldenen Harnisch, und zog vor ihnen her. s. Da lobten sie alle den barmherzigen Gott, und wurden keck, daß sie ihre Feinde schlagen wollten, wenn sie gleich die wildesten Thiere wären, und hätten eiserne Mauern vor sich. 10. Mit einem solchen Muth reifete der ganze Zeug fort samt ihrem Gchülfen , den ihnen der barmherzige Gott vom Himrn-l gesandt hatte. 11. Und griffen ihre Feinde au, wie die Löwen, und erschlugen ihrer eilf taujevd zu Fuß, und sechzehn hundert zu Roß. 12. Und trieben die andern alle in die Flucht, daß der meiste Haufe, so davon kam, wund war. Und Lysias selbst floh auch schändlich, und entrann. 13. Es war aber Lysias ein vernünftiger Mann. Da er nun die Schlacht, die er verloren hatte, bey sich selbst bedachte, und sah, daß das Jüdische Volk unüberwindlich war, weil ihnen Gott der Allmächtige so beystünde; schickte er zu ihnen, und both ihnen Frieden an auf billige Mittel; 1^. Und verhieß ihnen daneben, er wollte den König dahin vermögen, daß er ihr guter Freund würde. 15. Maccabäus ließ es ihm Wohlgefallen: denn er sah, daß es das Beste war. Und der * König verwiegte in den Vertrag, den Lysias mit Maccabäo und den Juden gemacht hatte. * 1 Mncc. 6 / 60 . 16. Und der Brief, den Lysias den Juden zu- schrteb, lautete also: Lysias entbiethet den Juden seinen Gruß. 17. Johannes und Absalom, eure Gesandten, haben einen Brief gebracht, und gebethen um die Sacke, derhalben sie gesandt waren. 18. Was nun dem Könige anzuzeigen gewesen ist, habe ich gethan; und er hat alles, was nützlich ist, gewilliget. 19. Werdet ihr nun Trene und Glauben halten; so will ich auch htufort mich befleißigen, daß ich euer Bestes schasse. 20. Und von jeglichem Artikel insonderheit haben eure und meine Gesandten Befehl, euch weiter zu unterrichten. Hiemit Gott befohlen. 21. Datum im hundert und acht und vierzigsten Jahr, am vier und zwanzigsten Tage des Monaths Dioscori. 22. Des Königs Brief lautete also: König An- tiochus entbiethet seinem Bruder Lysias seinen Gruß. 23. Nachdem unser Vater von hinnen geschieden , und ein Gott geworden ist; ist uns nichts liebers, denn daß Friede in unserm Reich sey, damit Jedermann des Seinen warten könne. 2^. Nun hören wir, daß die' Juden nicht haben wollen willigen in die Veränderung ihres Gottesdienstes auf heidnische Weise, sondern wollen bey ihrem Glauben bleiben; und bitten derhalben, daß man sie dabey wolle bleiben lassen. * 1 Macc. 6 , 59 . 25 . Weil wir es nun für gut angesehen, daß dieß Volk auch im Frieden lebe und stille sey: so ist unsere Meynung, daß man ihnen ihren Tempel wieder eingebe, und sie bey ihrem Regiment zu rchü, tutl 6 ss zM bi kris 'Mj ch lm M'st Wn. A bM n Mch,amWnllii K ÄMKcr kn Zulr! Uni« Zu, ÄiüMnibrrn Ms WWkNl 'kiÄNüirch. "El! ME zu uuj, 2 >-» ,i, A ff sM UH lr tie Antlochi Briefe. 2 Macca giment und Wesen, wie es ihre Vorfahren gehalten, bleiben lasse. 26. Darum wollest du Etliche zu ihnen senden, und Frieden mit ihnen aufrichten, auf daß sie, wenn sie unsere Meinung wissen, sicher seyn und ihres Thuns ohne alle Sorge warten mögen. 27. Des Königs Brief an die Juden lautete also: Der König Antiochus entbiethet dem Rath und der Gemeine der Juden seinen Gruß. 2 8 . Wenn es euch allen wohl ginge, das hö- reten wir gerne: uns gehet es noch wohl. 29. Es hat uns Menelaus berichtet, wie ihr begehret in unser Land zu reisen, und euer Gewerbe bey uns zu treiben. 30. Darum alle die Juden, so zwischen hier und dem dreyßigsten Tage des Aprils reisen werden, sollen ftey sicher Geleit haben. 3 1. Sich zu halten mit Essen und anderm Thun nach ihrem Gesetz, wie vor. Es soll auch keinem kein Leid widerfahren um deß willen, so bis anher wider uns gethan ist. 32. Deß zum Zeugniß habe ich Menelaum zu euch senden wollen, euch davon weiter zu berichten. 33 . Hiemit Gott befohlen. Im hundert und acht und vierzigsten Jahr, am fünfzehnten Tage des Avrils. 3 ä. Es schrieben auch die Römer den Juden, wie folget: Q. Mucius, T. Manlius, der Römer Botschaften , entbierhen den Juden ihren Gruß. 35 . Alles, was euch Lyfias, des Königs Vetter, nachgelassen hat, willigen wir auch. 36 ..Weil er aber für gut ansiehet, daß man etliche Artikel an den König gelangen lasse: so beratschlaget euch unter einander und sendet auf das förderlichste Jemand zu uns, daß wir uns mit einander vereinigen; denn wir ziehen jetzt gen Antiochien. 37 . Darum fördert euch, und sendet Etliche, daß wie wissen, was ihr gefinnet feyd. 38 . Hiemit Gott befohlen. Das 12. Capitel. Ferner« Siez Juda wider die Feinde. i.^m hundert mrd acht und vierzigsten Jahr, ^ am fünfzehnten Tage Aprils, da dieser Vertrag also beschlossen war, zog Lystas zum Könige; die Juden aber warteten ihres Ackerbaues. bäer 11. 12. Derer zu Joppe Falschheit. 993 2. Aber die Hauptleute an denfelbigen Oer- tern, Timotheus und Apollonius, des edlen* Apollonius Sohn, und Hieronymus und Demophon , samt dem Ntcanor, dem Hanptmann in Cypern, ließen ihnen keinen Frieden noch Ruhe. * i Macc. 3 / 10. 3 . Und die zu Joppe übten eine verräterische That. Denn sie beredeten die Juden, so bey ihnen wohneten, daß sie mit ihren Weibern und Kindern in die Schiffe, so von ihnen bestellt waren, treten wollten, als wären es gute Freunde mit ihnen. Da nun die Juden solches taten, wie eS in der Stadt beschlossen war, und besorgten sich nichts Unfriedliches, und sie auf das Meer kamen, ersäuften sie sie alle, an die zwey hundert Personen. 6 . Als nun Judas hörete, wie gräulich man mit seinen Brüdern gehandelt hätte, gebot er seinen Leuten auf, 6 . Und rief zu Gott, * dem gerechten Richter, und zog wider die, so seine Brüder ermordet hatten, und zündete bey Nacht den Hafen an, und verbrannte die Schiffe alle; und was für Leute im Port waren, «rwürgete er mit dem Schwert. * Ps. 7 ,12. 7. Weil aber die Stadt verschlossen war, zog er ab, in der Meinung, daß er bald wieder kommen und die Stadt schleifen wollte. 8 . Es ward ihm auch angezeiget, wie die zu Jamnia gleich solches wider die Juden, so bey ihnen wohneten, vorhätten. 9. Darum fiel er auch bey Nacht zu ihnen ein, und verbrannte ihnen den Hafen und alle Schiffe, daß man das Feuer zu Jerusalem sah, welches doch zwey hundert und vierzig Feldweges davon lag. 10. Darnach zog er neun Feldweges fort wider den Timotheus; da stießen bey fünf tausend Araber und fünf hundert Reiter auf ihn, i i. Und schlugen sich mit ihm, und thaten eine große Schlacht; und Judas mit seinem Haufen, durch göttliche Hülfe, behielt den Sieg. Und weil die Araber daniederlagen, bathen sie ihn um Frieden, und verhießen ihm, sie wollten ihm Vieh geben und auch sonst Hülfe thun. 12. Judas gedachte, wie es denn auch wahr war, sie möchten ihm auch wohl nütze seyn, und sagte ihnen Frieden zu. Und da sie es einander gelobet hatten, zogen sie wieder heim. 13. Er fiel auch in eine Stadt, die mit Brücken wohl bewahret und mit einer Mauer be- Kkkkkk Mi Judas schlägt Timotheus 2 Maccabaer 12. und Gorgias. schlossen war, da mancherley Volk innen woh- nete, und hieß Casptn. 1 - 4 . Aber die in der Stadt verließen sich auf ihre feste Mauern und großen Vorrath von Speise, und fragten nicht viel nach Juda und den Seinen; ja sie spotteten ihrer noch dazu, und lästerten, und fluchten ihnen übel. 15. Da riefen Judas und sein Haufe zu dem mächtigen Herrn aller Welt, der zu Josuä Zeiten * ohne alle Kriegerüstung, so man zum Sturm braucht, Jericho in einander geworfen hatte. ' Esaj. 6 / 20. 1 6 . Und liefen mit einem Grimm an die Mauern, und eroberten also die Stadt, und würgeten unsäglich viele Menschen, daß der Teich, so dabey lag und wohl zwey Feldweges wett war, sähe wie eitel Blut. 17. Darnach zogen fle weiter sieben hundert und fünfzig Feldweges, und kamen gen Tharah zu den Juden, die man Tubianer heißt. 18. Aber sie fanden Timotheum nicht; denn er hatte sich davon gemacht und nichts da ausgerichtet, ohne daß er einen Flecken stark besetzt hatte. is. Da machten sich zween Hauptmänner aus des Maceabäus Haufen auf, nähmlich Dofi- theus und Sofipater, und brachten sie alle um, die Timotheus in der Besatzung gelassen hatte, mehr denn zehn tausend Mann. 20. Maceabäus aber ordnete sein Volk, und theilte es in etliche Haufen, und zog wider Timotheum, welcher hundert und zwanzig tausend Fußknechte und fünfzehn hundert Reisigen bey sich hatte. 21. Da nun Timotheus erfuhr, daß Judas wider ihn zöge, schickte er Weib und Kind, und was nicht in Krieg taugte, in einen Flecken Carnion, welches im engen Gebirge lag, daß man es nicht belagern konnte. 22. Als er aber den ersten Haufen des Maeea- bäns ansichtig ward, kam die Feinde eine Furcht und Schrecken an; weil der wider sie war, und sich sehen ließ, * der alle Dinge flehet; und hoben an zu fliehen, der Eine da, der Andere dort hinaus , daß sie sich selbst unter einander beschädigten UNd Verwundeten. *e. 7, 3 S. c. 2r. 23 . Judas aber drückte nach, und schlug die Gottlosen, und brachte ihrer in die dreyßig tausend um. 2^l. Und Timotheus kam dem Dofitheus und Sosipater in die Hände, und bath fle sehr, daß sie ihn nicht tödleren: denn er hätte viel ihrer Väter und Brüder, die auch sterben müßten, wo er getödtet würde. 25. Da er sich nun verbürget hatte, daß er auf einen bestimmten Tag sie unbeschädigt ihnen überantworten wollte; ließen sie ihn um ihrer Brüder willen ledig. 26. Darnach zog Maceabäus gen Carnion und Atargation, und erwürgete bey fünf und zwanzig tausend Menschen. 27. Nach diesem Zug und Schlacht reifete Judas wider die feste Stadt Ephron, in welcher Lysias und sonst viel Volk war. Die junge Mannschaft aber, die vor der Stadt stand, wehrete sich tapfer; denn sie hatten Geschütz und Wehre genug. 28. Da riefen sie zu dem Herrn, der mit Gewalt der Feinde Stärke zerbricht, und eroberten die Sradt, und erwürgeten fünf und zwanzig tausend Menschen. 29. Darnach zogen sie von dannen wider der Scythen Stadt, die sechs hundert Feldweges von Jerusalem liegt. 30. Weil aber die Juden, so bey den Scythen wohneten, ihnen Zeugniß gaben, daß sie ihnen alle Freundschaft in den schweren Zeiten bewiesen hätten; ftelleten sie sich auch freundlich gegen sie, 31. Und dankten ihnen darum, und bathen sie, sie wollten weiter gegen ihre Leute so gutwillig seyn. Und zogen also wieder gen Jerusalem , und kamen eben auf die Pfingsten wieder heim. 32. Nach Pfingsten aber zogen sie wider Gor- giam, der Edomiter Hauplmann. 33. Der begegnete ihnen mit drey tausend Fuß- knechten , und vier hundert Reisigen (R-imn). 3^. Und da es an die Schlacht ging, kamen wenige Juden um. 35. Und Dositheus, ein starker Reiter aus des Baeenors Haufen, erhaschte Gorgiam, und hielt ihn bey dem Mantel, und führete ihn mit Gewalt, und wollte ihn lebendig fangen. Aber ein Reiter aus Thracten rennete auf ihn zu und hieb ihm den Arm ab, daß der Gorgias davon entrann gen Moresa. 36 . Da nun des Gorgias Haufe sich länger wehrete, und Noch vorhanden war; rief Judas zum Herrn, daß er ihnen helfen und für fle streiten wollte. 37. Und schrie seine Leute an auf Ebräisch, und fing einen Gesang an. Da wandte sich Gorgias Volk unversehens in die Flucht. Blim '»> 6 . tl Mm»..«« Wb»»! «nMkmMn; > Mine Mi! Mstn, kß til, ic b!Mn,ssnck M Lk!i ß kS lM M ck he >ch. chinchsMMnii «Schn Macht« Ent ch 'le, und suns Ulk Steuer gesammelt. 2 Maccabäer 12. 13. Menelaus gestraft. 995 38 . Und Judas zog mit seinem Volk in die Stadt Odollam; und weil es noch in der Pfingft- Woche war, reinigten sie sich nach dem Gesetz und hielten den Sabbath daselbst. 39 . Am andern Tage darnach kamen sie zu Juda, daß sie ihre Todten hohleten, wie man pflegt; und bey ihre Väter begrüben. ^o. Da sie sie nun auszogen, fanden sie bey einem jeden Erschlagenen unter dem Hemde Kleinodien von den Götzen aus ' Jamnia, welches den Juden tim Gesetz verbothen ist. Da ward es offenbar vor Jedermann, warum diese erschlagen wären. *v. s. -j-- Mos. 7,25. ^i. Da dankten sie Gott, * dem gerechten Richter , der das Heimliche so an den Tag gebracht hatte; *». 6. ^ 2 . Und vathen ihn, er wollte ja um dieser Sünde willen sie nicht alle vertilgen. Und der Held Judas vermahnete den Haufen tröstlich, daß sie sich forthin vor Sünden bewahren wollten ; weil sie vor ihren Augen sähen, daß diese um ihrer Sünde willen erschlagen wären. -!3. Darnach hieß er sie eine Steuer zusammen legen, zwey tausend Drachmas Silber; die schickte er gen Jerusalem zum Sündopfer. Und that wohl und fein daran, daß er von der Auferstehung eine Erinnerung that. -L4. Denn wo er nicht gehofft hätte, daß die, so erschlagen waren, würden auferstehen; wäre es vergeblich und eine Thorheit gewesen, für die Todten zu bitten. ^5. Weil er aber bedachte, daß die, so im rechten Glauben sterben, Freude und Seligkeit zu hoffen haben; ist es eine gute und heilige Meinung gewesen. ^6. Darum hat er auch für diese Todten gedeihen, daß ihnen die Sünde vergeben würde. Das 13. Capitel. Von Menelai Tode, und der FriedenShandlung Antiochi mit Juda. 1. ^m hundert und neun und vierzigsten Jahr ^ kam es vor Juda und die Seinen, daß Antiochus Fupator mit einer großen Macht wider Judäa zöge, 2 . Und Lvstas , sein * Vormund und oberster Rath mit ihm; und hätten hundert und zehn tausend Griechischer Fußknechte, und fünf tausend und drey hundert zu Roß, und zwey und zwanzig Elephanten, und drey hundert Wagen mit eisernen Zacken. * c. n, i. 3. Darüber schlug sich ' Menelaus auch zu ihnen, und vermahnete Antiochum mit großer Heucheley zum Verderben seines Vaterlandes, daß er dadurch das Hohepriesteramt erlangete. * c. -4, 23. Aber der * König aller Könige erweckte des Antiochus Muth, daß er den abtrünnigen Schalk strafte. Denn Lyfias zeigte ihm an, wie er eine Ursach wäre aller dieser Unruhe; darum ließ er ihn gen Berea führen, und nach ihrer Lan- desweise an selbigem Orte tödten. "i Tim.s, i§. s. Denn es war ein Thurm da, fünfzig Ellen hoch voll Asche ; und auf der Asche stand ein umlaufend und Schaukelrad. 6. Darauf räderte mau die Gotteslästerer ungroßen Uebelthäter. 7. Eines solchen Todes mußte der abtrünnige Menelaus auch sterben, und nicht begraben werden. 8. Und geschah ihm recht. Denn * weil er sich so oft an des Herrn Altar, da das heilige Feuer und Asche war, versündiget hatte; hat er auch auf der Asche müssen getödlet werden. * Weich, il, 17. 9 . Der König aber * war sehr ergrimmet auf die Juden, und gedachte es ja so gräulich zu machen mit ihnen, als sein Vater gemacht hatte. * 1 Macc. 6 , 28. 10. Solches erfuhr Judas und geboth dem ganzen Volk, sie sollten Tag und Nacht den Herrn anrufen, daß er ihnen jetzt, wie oftmahls zuvor, wider die helfen wollte, die sie des Gesetzes , des Vaterlandes und -es heiligen Tempels berauben wollten; i i. Und daß er das Volk, das sich kaum ein wenig erhöhtet hatte, nicht wollte in der verfluchten Heiden Hände geben. 12 . Da sie nun solches einhellig'mit einander thaten, und bathen den barmherzigen Gott mit Weinen und Fasten, und lagen drey ganze Tage auf der Erde; tröstete sie Judas, und hieß sie zu ihm kommen. 13 . Und da er und die Nettesten beyfammen waren, berathschlagte er mit ihnen, er wollte, ehe der König mit seinem Heer in Judäa käme und die Stadt einnähme, ihm entgegen ziehen und die Sache mit Gottes Hülfe endigen. i^. Und befahl sich also Gott, und vermahnete sein Volk, daß sie wollten getrost bis in den Tod streiten, zu erhalten das Gesetz, den Tempel, die Stadt, das Vaterland und Regiment. 15 . Und er lagerte sich bey Modin, und gab diese Worte ihnen zur Losung: * Gott gibt Sieg. Darnach machte er sich bey Nacht auf mit den Kkkkkk 2 ^6 Auliochus macht Frieden. 2 Maccabäer 13 . 13 . Alcimus. besten Kriegsknechten, und fiel dem Könige in sein Lager, und erschlug bey vier tausend Mann und den vordersten Elephanten, samt allen, die im Thürmlein waren. *«vr. 21,31. 16. Damit brachten fie ein großes Schrecken und Furcht in das ganze Lager, und zogen ehrlich und glücklich davon, 17. Am Morgen, da der Tag anbrach; denn ' Gott war ihr Helfer gewesen. 18. Der König aber, als er versuchet hatte, daß die Juden so freudig wären, wandte sich und zog durch unwegsame Oerter; 19. Und führete sein Volk vor * die Festung der Juden Bethzura, die nicht besetzt war. Aber er ward auch in die Flucht geschlagen, und richtete nichts aus, und nahm Schaden. *iMacc 6 , 3 i. so. Denn Judas schickte alle Nothdurft in die Festung. 21. Es war aber einer unter den Juden, Ro- docus; der verrieth den Feinden alle Heimlichkeit. Aber man verkundschaftete ihn, und fing ihn, und jagte ihn davon. 22. Darnach ward der König anders zu Rath, und machte Frieden m.it denen zu Bethzura, und zog davon, und schlug sich mit Juda, und verlor die Schlacht. 23. Und weil er erfahren hatte, daß * Philippus abgefallen war, den er hinter fich zu Antiochien zum Statthalter gelassen hatte; erschrak er sehr, und ließ mit den Juden handeln, und vertrug fich mit ihnen, und schwur den Vertrag zu halten, und ward also ihr Freund, und opferte, und ehrete den Tempel, und hielt fich freundlich gegen die Stadt. * 1 Macc. 6 ,35.63. 2.j. Und nahm Maccabäum an zum Freund, und machte ihn zum Hauptmann von Ptolemais an bis an die Gerrener. > 25. Als aber der König gen Ptolemais kam, sahen die Ptolemaier den Vertrag nicht gerne: denn sie besorgten fich, man würde ihnen nicht Glauben halten, gleichwie fie nicht hätten Glauben gehalten. 26. Da trat Lyfias öffentlich auf, und entschuldigte den König, und beredete fie, daß fie zufrieden waren, und stillete fie, daß sie fich alles Gutes zu ihm versehen sollten. Darnach reifete er wieder zurück gen Antiochien. So ist es mit diesesKönigsReise und Wiederheimzug gegangen. Das 13. Capite!. Von Nieaners Untreue und Rhoziü Tode. 1.Hl?ach dreyen Jahren darnach vernahm Judas ^ und die Seinen, daß Demetrius, Se- leuci Sohn, zu Triyoli mit großem Volk und vielen Schiffen angekommen, 2. Und das Land eingenommen und * Antiochum samt Lyfia, desselben Vormund, erschlagen hätte. * 1 Macc. 7 , 2. 3. 3 . Alcimus * aber, der zuvor Hoherpriester gewesen und schändlich abgefallen war zur Zeit der Verfolgung, und nun dachte, daß er weder beym Leben bleiben, noch wieder zum Hohenpriesteramt kommen möchte; *i Macc. 7 , 3 . Der zog zum König Demetrius im hundert und ein und fünfzigsten Jahr, und brachte ihm eine goldene Krone und Palmen und Oehlzweige, die in den Tempel gehörten; 5 . Und den ersten Tag verzog er, bis er seine Zeit ersah, die ihm hülfe zu seiner Wütherey. Da ihn nun Demetrius in den Rath fordern und fragen ließ, wie es um die Juden stünde und was sie vorhätten; 6 . Antwortete er also: Die Juden, die sich die Frommen nennen, welcher Hauptmann ist Judas Maccabäus, erregen immerdar Krieg und Aufruhr und lassen deinem Reich keinen Frieden; 7. Haben auch mich msrner väterlichen Herrlichkeit, nähmlich des Priesterthums beraubet. Darum bin ich hieher gekommen; 8 . Zum ersten, dem Könige zu gut und daß ichs treulich meine; zum andern, daß ich auch meinem Volk gerne wollte Rath schaffen. Denn mit solcher Unordnung wird unser ganzes Geschlecht untergehen. 9. Darum wolle der König in die Sache sehen, und nach seiner berühmten Gütigkeit dem Lande und unserm ganze» Geschlecht in dieser Sache rat Herr und helfen. 10. Denn weil Judas lebet, ist es nicht möglich, daß Friede im Lande werde. 11. Da er solches geredet hatte, ergrimmeten die Andern auch wider den Judas und verhetzten den Demetrius wider ihn; 12. Daß er alsbald'Nicanor, den Hauptmann über den Elcphantenzeug, forderte und ihn zum Hauptmann wider die Juden verordnte. * 1 Macc. 7 / 26. 13. Und befahl ihm, daß er Judam umbringen, und seinen Haufen zertrennen, und Alctt mum zum Hohenpriester einfttzen sollte. i>l. Da schlugen fich zum Nicanor alle die Heiden, so Judas aus dem Lande verjagt hatte; und hofften, der Juden Un-Zlück sollte ihr Glück seyn. is. Als nun Judas und die Seinen höreten , MW kich UM! tk! lii» ZiM, H«ü kim rilh fit M kmcii Dc?. t' chlwMtvimiik l M WstM Witt in blMtskiiiui! rü» hr WM. klNkZkiWzu ÄünWkWNtti '-'0.1.,. iü. ...L ^ ^ Äi!k ihn Uh lij kl .iS"«: Nieanor freundlich, 2 Maccabäer 14. muß die Juden überziehen. 997 daß Nieanor wider sie zöge und die Heiden allenthalben fick mit Haufen zu ihm schlügen, bestreue- ten sie sich mit Asche und riefen Gott an, der sein Volk von der Welt her erhalten und seinem Häuflein offenbarlich geholfen hatte. 16. Da ihnen nun ihr Hauptmann geboth; machten sie sich auf, und stießen auf die Feinde beym Flecken Dessa. 17. Simon aber, Judas Bruder, griff Nica- nor an; und Nieanor wäre schier geschlagen worden, weil ihn die Feinde angriffen, ehe.er ihrer gewahr ward. 1 8 . Da nun Nieanor hörete, * daß Judas solche kühne Leute bey sich hätte, die Leib und Gut getrost wagten für ihr Vaterland, fürchtete er sich, und wollte keine Schlacht mit ihnen thun; * c. iZ, is. i y. Sondern sandte zu ihm Possidonium, Theo- dotum und Matathiam, Frieden mit ihm zu machen. ro. Da sie nun lange darüber berathschlagten, und ihr Hauptmann dem Volk alle Sachen vorhielt , und sie der Sachen einig waren: bewilligten sie tu den Vertrag, 21. Und bestimmten einen Tag, da die beyde allein zu Häuf kommen sollten. Da nun der Tag kam, setzte man Jeglichem einen Stuhl. 22. Und Judas verordnete Etliche in ihrem Harnisch nicht ferne davon, daß die Feinde nicht unversehens ihm einen Tuck bewiesen; und redeten mit einander ihre Nothdurft. 23 . Und Nieanor blieb eine Zeitlang zu Jerusalem, und nahm nichts vor wider sie, und ließ sein Kriegsvolk abziehen. 2-4. Und hielte den Judas ehrlich vor den Leuten, und that sich freundlich zu ihm; 25 . Vermahnete ihn auch, daß er ein Weib nehmen und Kinder zeugen sollte. Also nahm Judas ein Weib, und hatte guten Frieden, und wartete seiner Nahrung. 26. Da nun Aleimus sah, daß diese zween eins mit einander waren und Frieden gemacht hatten, zog er wiederum zum Demetrius und verklagte den Nieanor, daß er untreu geworden wäre; denn er hätte Judam, des Königs Feind, an seine Statt zum Hohenpriester gemacht. 27 . Da ward der König durch des Bösewichts Lügen bewegt, und sehr zornig, und schrieb dem Nieanor, daß ihm gar nicht gefiele, daß er einen Frieden mit den Juden gemacht hätte; und geboth ihm, er sollte eilends den Maccabäus fangen, und gen Antiochien schicken. 28. Als nun solcher Befehl dem Nieanor zukam; ward er betrübt und war übel zufrieden, daß er nicht sollte Glauben halten, so doch Judas nichts verschuldet hätte. 29. Aber doch, weil er wider den König nicht thun durfte, gedachte er ihn mit List zu fangen. 30. Da aber Maccabäus merkte, daß er sich unfreundlicher gegen ihn stellete, weder zuvor, und ließ sich wohl dünken, es bedeutete nichts Gutes; nahm er Etliche zu sich, und verbargen sich vor ihm. 3 1. Als nun Nieanor sah, daß ihm Maccabäus klüglich zuvorgekommen war; ging er hinauf zu dem schönen heiligen Tempel und geboth den Priestern, so da opferten, sie sollten ihm den Mann heraus geben. 22. Da sie aber hoch und theuer schwuren, sie wüßten nicht, wo er wäre; reckte er seine rechte Hand gegen den Tempel, 33 . Und schwur: * Werdet ihr mir den Judas nicht gebunden überantworten; so will ich dieß Gotteshaus schleifen, und den Altar umreisten, und dem Bacchus eine schöne Kirche an die Statt setzen. "iMacc. 7 , 35 . 3 - 1 . Und da er dieß geredet hatte, ging er davon. Die Priester aber reckten ihre Hände auf gen Himmel, und riefen den an, der allezeit unser Volk beschützet hat, 35. Und sprachen: Herr, wiewohl du keines Dinges bedarfst, hat es dir dennoch Wohlgefallen, daß dein Tempel, darinnen du wohnest, unter uns feyn sollte. 36 . Darum du heiliger Gott, dem allein gehöret alles, was heilig ist, bewahre fortan dein Haus, welches wir neulich gereiniget haben, daß es nicht wieder verunreiniget werde, und stopfe die bösen Mäuler. 37. Es ward aber Nieanori angezeigt einer aus den Aeltesten zu Jerusalem, mit Nahmen Rha- zis, daß er ein Mann wäre, der das väterliche Gesetz lieb und allenthalben ein gutes Lob und solche Gunst unter seinen Bürgern hätte, daß ihn Jedermann der Juden Vater hieß. 33. Auch war er vor diesen Zeit darum verklagt und verfolgt gewesen, und hatte Leib und Leben männlich gewagt über der Juden Glauben. 39. Da nun Nicanor sich erzeigen wollte, wie bitter feind er den Juden wäre: sandte er über fünf hundert KriegsLnechte, die ihn sollten fangen. -io. Denn er meynete, wenn er ihn gefangen hätte, er würde ihnen einen großen Schaden zuwendeu. 998 Rhazis stürzt fich. 2 Maccab a er 14. 15. Maccabäi Gesicht. ^ii. Da sie aber an dem Thurm, darin er war, das Thor stürmeten, und Feuer bringen hießen, und das Thor anzündeten, und er merkte, daß er gefangen wäre, wollte er sich selbst erstechen. ^ 2 . Denn er wollte lieber ehrlich sterben, denn den Gottlosen in die Hände kommen und von ihnen schändlich gehöhnet werden. Aber in der Angst traf er sich nicht recht. ^3. Da sie nun mit Haufen zu ihm einfielen; entlief er auf die Mauern, und stürzte fich männlich hinab unter die Leute. Sie wichen ihm aber, daß er Raum hätte; und er siel auf die Lenden. ^5. Er lebte aber gleichwohl noch, und machte fich in einem Grimm auf, wiewohl er sehr blutete und die Wunden ihm wehe thaten, und lief durch das Volk, und trat auf einen hohen Felsen. ^6. Und da er gar verblutet hatte, nahm er noch die Därme aus dem Leibe, und warf sie unter die Krtegsknechte, und rief zu Gott, der über Leben und Geist Herr ist, er wollte ihm * dieß alles wieder geben; und starb also. * c. 7, 11. Das 15. Capitel. Von NicanorS schmählichem Tode. 1. c?>a aber Nicanor hörete, daß Judas mit ^ den Seinen in Samaria sich enthielte ; gedachte er, er wollte sie des Sabbaths ohne alle Gefahr angreifen. 2 . Und da ihn die Juden, so er genöthiget hatte mit zu ziehen, vermahneten, er wolle sie nicht so jämmerlich umbringen, sondern des heiligen Tages daran verschonen, den Gott selbst geehret und gehetliget hätte; 3. Fragte sie der Erzbösewicht: Der den Sab- balh gebothen hat, ist er der * Herr im Himmel? * Eph. 6, 9. Und da sie ihm antworteten: Ja, es ist der lebendige Herr, er ist der Herr im Himmel, * der den siebenten Tag zu feyern gebothen hat; * 2 Mos. 2», s. 5. Sprach er darauf: So bin ich der Herr auf Erden, und gebiethe euch, ihr sollt euch rüsten und des Königs Befehl ausrichten. 6. Aber er konnte sein Vornehmen gleichwohl nicht erhalten. Und Nicanor rühmte und trotzte, und war gewiß, daß er wollte große Ehre einigen wider den Judas. ' 7. Aber Maccabäus hatte eine stäte Zuversicht und Hoffnung, der Herr würde ihm beystehen; 8. Und tröstete die , so um ihn waren, sie wollten sich vor den Heiden, so wider sie zögen, nicht fürchten, sondern gedenken an die Hülfe, die ihnen vormahls oft vom Himmel herab geschehen wäre; und jetzt auch auf den künftigen Sieg und Hülfe, die ihnen der Herr schicken würde, hoffen. 9. Also tröstete er sie aus dem Gesetz und den Propheten, und erinnerte sie der glückseligen Schlachten, die sie zuvor gethan hatten, und machte ihnen also ein Herz. 10. Und da er sie also vermahnet hatte, erzählte er ihnen auch, wie die Heiden fich verwirkt hätten, und wider ihre Eidespfltcht thäten. i i. Und rüstete sie also, nicht mit Trotz auf Spieß oder Schild, sondern mit Trost auf Gottes Wort. Er sagte ihnen auch ein Gesicht, das glaublich war, das er gesehen hatte, davon alle einen Muth krigten. 12. Und das war dieß Gesicht: O-nias, der Hohepriester, ein trefflicher, ehrlicher, gütiger, wohlberedter Mann, der sich von Jugend auf aller Tugend beflissen hatte, der reckte seine Hände aus, und bethete für das ganze Volk der Juden. 13. Darnach erschien ihm ein anderer alter herrlicher Mann, in köstlichen Kleidern, und in einer ganz herrlichen Gestalt. i^. Und Onias sprach zu Juda: Dieser ist Je- remia, der Prophet Gottes, der deine Brüder sehr lieb hat, und bethet stets für das Volk und die heilige Stadt. 15. Darnach gab Jeremia mit seinen Händen dem Judas ein goldenes Schwert. 16 . Und sprach zu ihm: Nimm hin das heilige Schwert, das dir Gott schenkt; damit sollst du die Feinde schlagen. 1 7. Da sie nun Judas mit solchen schönen Worten, die einem Herz und Muth machen, getröstet hatte; beschlossen sie, sie wollten kein Lager machen , sondern stracks an die Feinde ziehen,' und sie männlich angreifen, und der Sache ein Ende machen. Denn es stand die Stadt, der Gottesdienst, und der Tempel in Gefahr. 18. Und zwar Weiber und Kinder, Brüder und Freunde Gefahr achteten sie nicht so hoch; sondern ihre höchste Sorge war für den heiligen Tempel. 19. Und die in der Stadt blieben, waren in großer Sorge für ihr Kriegsvolk. 20. Da es nun gelten sollte zum Treffen, und die Feinde fich versammelt, und ihre Ordnung gemacht, und die Elephanten an ihren Ort verordnet, und den reisigen Zeug zu beyden Seiten angehänget hatten; Ml M in ^ Bi««"»! Mil Fruit MMMrl M, chzin,' kmirs fr Mrml Mrs W. M ich rin Wli Wrr« ElsUMlLsl i'B, kr W M Fsl s»r M O U Jügkilt SS! fl 'U lchs iM, MH,' MO grn ZW r. WkshMtrit Judas betbet. 2 Macca 21. Und Maccabäus die Feinde sah/ und ihre mancherley Rüstung, und die schrecklichen Thiere; * reckte er seine Hände gegen den Himmel und bath den wunderbartichen Gott/ der -i- alles stehet; denn er wußte wohl / daß der Sieg nicht käme durch Harnisch/ sondern Gott gäbe ihn/ wem er es gönnet. * <-14, 34. s c. 7 / s-. e. 12,22. -j-j- Ps. l44, 10. 22. Und bethete also: Herr/ du hast deinen Engel zur Zeit Ezechiä, der Juden König/ gesandt; und derselbe * erschlug in des Sennache- ribs Lager hundert und fünf und achtzig tausend Mann. ' Esaj. 37, 36. 23. So schicke nun auch du/ Herrim Himmel/ * einen guten Engel vor uns her / die Feinde zu erschrecken. ' c «. 6. 2^. Laß sie erschrecken vor deinem starken Arm/ die mir Gotteslästerung wider dein heiliges Volk ziehen. Und damit hörete Judas auf. 25 . Also zog Nieanor und sein Haufe her/ mit Trompeten und großem Gefchrey. 26. Judas aber und die Seinen griffen die Feinde an mit dem Gebeth und Rufen zu Gott. Und mit den Händen schlugen fie / 27. Mit dem Herzen aber schrien ste zu Gott/ und erschlugen in die fünf und dreyßig tausend Mann; und freueten sich sehr/ daß stch Gott so gnädig erzeiget hatte. 28. Da nun die Schlacht vollendet war/ und ste wieder abzogen / * kannten fie Nieanor am Harnisch / daß er auch erschlagen war. * 1 Sam. 31, 8. 29. Da erhob stch ein großes Gefchrey und Jauchzen/ und lobten Gott auf ihre Sprache. 30. Und Judas/ der Leib und Gut für sein Volk dargestreckt und von Jugend auf seinem Volk viel Gutes gethan hatte/ geboth/ * man sollte dem Nieanor den Kopf und die Hand samt der Schulter abhauen und mit gen Jerusalem führen. "iMacc.7,47. äer 15 . Nieanor getödtet. 999 31. Als er nun hin kam/ rief er fein Volk zuhauf/ und stellete die Priester vor den Altar/ und schickte nach den Feinden auf die Burg ; 32. Und zeigte des Nicanors Kopf und des Lästerers Hand / welche er gegen das heilige Haus des Allmächtigen ausgereckt und stch hoch vermessen hatte. 33. Er schnitt auch dem gottlosen Nieanor die Zunge ab/ und hieß fie zu Stücken für die Vögel zerhauen; und die Hand/ damit er die Unstnnigkeit grübet hatte/ gegen dem Tempel über aufhängen. 3^. Und das ganze Volk lobte Gott im Himmel/ und sprachen: Gelobet'sey der/ der seine Stadt bewahret hat/ daß ste nicht ist verunreiniget worden. 35. Und er steckte des Nicanors Kopf auf/ daß es Jedermann aus der Burg sehen konnte / zu einem öffentlichen Zeichen/ daß ihnen der Herr geholfen hatte. 36 . Es ward auch einträchtig von allen beschlossen/ man sollte den " Tag nicht vergessen / ' 1 Macc. 7, 49. 37 . Sondern feyern/ nähmlich den dreyzehn- ten Tag des zwölften Monaths/ der Adar auf Syrisch heißt / einen Tag * vor des Mardochai Fest. ' EM. s, is. 38 . So Will ich nun hiemit das Buch beschließen / nachdem Nieanor umgekommen / und die Juden die Stadt wieder erobert haben. 39. Und hätte ich es lieblich gemacht/ das wollte ich gerne. Ist es aber zu gering; so habe ich doch gethan / so viel ich vermocht. ^o. Denn allezeit Wein od-r Wasser trinken/ ist nicht lustig; sondern zuweilen Wein / zuweilen Wasser trinken/ das ist lustig: also ist es auch lustig/ so man mancherley liefet. Das sey das ENDE. Stücke in Esther. Cap. i. ^o lautet aber der Brief: Der große freuet/ zu halten/ damit ein Jeglicher ruhiglich v. i. König Artaxerxes von Indien bis leben und werben möchte, an Mohrenland/ enrbiethet den hundert und fie- 3 . Demnach hielt ich mit meinen Fürsten Rath/ ben und zwanzig Fürsten / samt den Unterthanen wie solches geschehen möchte. Da zeigte mir an seinen Gruß. Haman / mein klügster / l'.ebster und treuester Rath / 2. Wiewohl ich ein mächtiger König bin / und der' nach dem Könige der höchste ist/ wie ein Volk der größeste Herr auf Erden/ habeich doch mich sey/ das in allen Landen zerstreuet sonderliche meiner Gewalt nicht wollen überheben; sondern Gesetze halte wider aller Länder und Leute Weise/ mich geflissen/ gnädiglich und sanft zu regieren/ und stets der Könige Gebothe verachte, dadurch und den lieben Friede»/ deß stch Jedermann ste Frieden und Einigkeit im Reich verhindern. * 1 Mo>. 4i, 4o. 1000 Artaxerxes. Mardochäus und Stücke in Esther 1. 2. 3. Esther be-hen. 2t. Da wir nun vernahmen/ daß sich ein einiges Volk wider alle Welt sperrete und ihre eigene Weise hielte und unser» Gebolhen ungehorsam wäre, dadurch sie großen Schaden thäten, und Frieden und Einigkeit in unserm Reich zerftöre- ten: befahlen wir, daß, welche Haman, der oberste Fürst und der Höchste nach dem Könige, unser Vater, anzeigen würde, mit Weib und Kind durch ihrer Feinde Schwert ohne alle Barmherzigkeit umgebracht und Niemand verschonet werde; und das auf den vierzehnten Tag Adars, des zwölften Monaths, in diesem Jahr; auf daß die Ungehorsamen alle auf einen Tag erschlügen werden, und ein * beständiger Friede in unserm Reiche bleiben möge. * 2 Macc.i 4 ,io. Cap. 2. v. Und Mardochäus bethete zum Herrn, und erzählte seine Wunderwerke, und sprach: Herr Gott, du bist der allmächtige König; es stehet alles in deiner Macht, und deinem Willen kann Niemand widerstehen, wenn du Israel helfen willst. 2. Du Haft Himmel und Erde gemacht, und alles, was darinnen ist. 3. Du bist aller Herr, und Niemand kann dir widerstehen. Du weißt alle Dinge und hast es gesehen, daß ich aus keinem Trotz noch Hoffart den stolzen Haman nicht habe anbethen wollen; denn ich wäre bereit, Israel zu gut, auch feine Füße williglich zu küssen: sondern habe es gethan aus Furcht, daß ich nicht die Ehre, so meinem Gott gebühret, einem Menschen gäbe, und Niemand anders anbethe, denn meinen Gott. 5. Und nun Herr, du König und * Gott Abrahams , erbarme dich über dein Volk: denn unsere Feinde wollen uns vertilgen und dein Erbe, das du von Anfang gehabt hast, ausrotten. 'Ps. 47,10. 6. Verachte dein Häuflein nicht, * das du aus Egypten erlöset hast. *2 Mos. 12,-1. 7. Erhöre mein Gebeth, und fey gnädig deinem Volk, und wende unser Trauern in Freude, auf daß wir leben und deinen Nahmen preisen, und laß den Mund nicht vertilgen derer, so dich loben. 8. Und das ganze Israel rief aus allen Kräften zum Herrn, denn sie waren in Todesnöthen. Cap. 3. v. 1. Und die Königin« Esther kehrete sich auch zum Herrn in solchem Todeekampf, 2. Und legte ihre königliche Kleider ab, und zog Trauerkleider an, und für das edle Wasser und Balsam streuete sie Asche und Staub auf ihr Haupt, und demüthigte ihren Leib mit Fasten; und an allen Oettern, da sie zuvor fröhlich gewesen war, raufte sie ihr Haar aus. 3. Und bethete zu dem Gott Israels, und sprach: Herr, der du allein unser König bist, hilf mir Elenden. Ich habe keinen andern Helfer, denn dich; und die Noth ist vor Augen. s. Ich habe von meinem Vater gehöret, Herr, daß du ' Israel aus allen Heiden gesondert, und unsere Väter von Alters her zum ewigen Erbe angenommen, und ihnen gehalten, was du geredet hast. '2 Ms. 19,-. 6. Wir haben vor dir gesündiget; darum hast du uns übergeben in unserer Feinde Hände. Herr, du bist gerecht, denn wir haben ihre Götter ge- ehret. 7. Aber nun lassen sie sich nicht daran begnügen - daß sie uns in großem Zwang halten: sondern ihren Sieg schreiben sie zu der Macht ihrer Götzen, und wollen deine Verheißung zu Nichte machen, und dein Erbe ausrotten, und den Mund derer, so dich loben, verstopfen, und die Ehre deines Tempels und Altars vertilgen, und den Heiden das Maul aufthun, zu preisen die Macht der Götzen und ewiglich zu rühmen einen sterblichen König. 8. Herr, gib nicht deinen Scepter denen, die nichts sind, daß sie nicht unsers Jammers spotten; sondern wende ihr Vornehmen über sie und zeichne den, der das wider uns angerichtet. 9. Gedenke an uns, Herr, und erzeige dich in unserer Noth und stärke mich, Herr, du König aller Götter und Herrschaften. Lehre mich, wie ich reden soll vor dem Löwen; und wende sein Herz, daß er unserm Feinde gram werde, auf daß er selbst samt seinem Anhang umkomme. 10. Und errette uns durch deine Hand und hilf mir, deiner Magd, die keine andere Hülfe hat, denn dich, Herr, allein, der du alle Dinge weißt; 11. Und erkennest, daß ich keine Freude habe an der Ehre, die ich bey den Gottlosen habe, auch keine Lust an der heidnischen und fremden Heirath. Du weißt, daß ich es thun muß, und nicht achte den herrlichen Schmuck, den ich auf meinem Haupt trage, wenn ich prangen muß, sondern halte es wie ein unreines Tuch, und trage es nicht außer dem Gepränge. Auch habe ich nie mit Haman gegessen, noch Freude gehabt am königlichen Tisch, noch getrunken vom Opferwein. Und deine Magd hat sich nie gefreuet, seit ich bin hicher gebracht bis auf diese Zeit, 12. Ohne Esther erblasset. Stücke in Esther 4. 5. 6. Untreuer Rath Hamans. 1001 12 . Ohne deiner allein, Herr, du Gott * Abrahams. Erhöre die Stimme der Verlassenen, du starker Gott über alle, und errette uns von der Gottlosen Hand, und erlöse mich aus meinen Nöthen. ."Ps. 4?, io. Cap. v. 3. Und am dritten Tage legte sie ihre tägliche Kleider ab, und zog ihren königlichen Schmuck an. Und war sehr schön, und rief Gott, den Heiland, an, der alles stehet; und nahm zwey Mägde mit fich, und lehnete fich zierlich auf die eine, die andere aber folgte ihr, und trug ihr den Schwanz am Rock. s. Und ihr Angeficht war sehr schön, lieblich und fröhlich gestaltet; aber ihr Herz war voll Angst und Sorge. 6. Und da ste durch alle Thüren hinein kam, trat ste gegen dem Könige, da er saß auf seinem königlichen Stuhl in seinen königlichen Kleidern, die von Gold und Edelsteinen waren, und war schrecklich anzusehen. 7. Da er nun die Augen aufhob, und sähe ste zorniglich an; erblaßte die Königin«, und sank in eine Ohnmacht, und legte das Haupt auf die Magd. 8. Da wandelte Gott dem Könige sein Herz zur Güte, und ihm ward bange für sie, und sprang von seinem Stuhl, und umfing ste mit feinen Armen, bis ste wieder zu sich kam, und sprach sie freundlich an: Was ist dir, Esther? Ich bin dein Bruder, fürchte dich nicht, du sollst nicht sterben. Denn dieß Verboth betrifft alle andere aber dich nicht. 9. Tritt herzu. 10. Und er hob den goldenen Scepter auf, und legte ihn auf ihre Achseln, und küssete sie und sprach: Sage her. i i. Und ste antwortete: Da ich dich antah, dauchte mich, ich * sähe einen Engel Gottes; darum erschrak ich vor deiner großen Majestät. * 2 Sam. 19, 27. 12 . Denn du bist sehr schrecklich, und deine Gestalt ist ganz herrlich. 13 . Und als ste so redete, sank ste abermahl in eine Ohnmacht, und fiel danieder. 14. Der König aber erschrak samt seinen Dienern, und trösteten ste. Cap. 5. v. i. Im vierten Jahr des Königs Pto- lemät und Cleopatra, brachten Dofitheus, (welcher sich für einen Priester aus dem Stamm Levi ausgab) und Ptolemäus, sein Sohn, diesen Brief der Purim, und sagten, daß Lysimachus, ein Sohn Ptolemäi, denselben verdolmetschet hätte zu Jerusalem. Cap. 6. v. i. Artaxerxes, der große König von Indien bis in Mohrenland, entbiethet den hundert und sieben und zwanzig Fürsten samt den Unterthanen feinen Gruß. 2 . Wir befinden, daß viele find, welche der Fürsten Gnade mißbrauchen, und von der Ehre, so ihnen widerfahrt, stolz und böse werden; also , daß sie nicht allein die Unterthanen pochen, sondern auch gedenken, die Herren selbst, von denen sie erhöhet find, unter die Füße zu treten. 3. Und thun nicht allein wider natürliche Billigkeit durch Undankbarkeit; sondern find durch Hoffart so verblendet, daß ste auch meinen, Gott, der auf die' Frommen stehet, strafe solche Untreue nicht. * Ps. 34, i<;. -L. Sie betrügen auch fromme Fürsten, auf daß ste unschuldig Blut vergießen, und die ihnen so treulich und redlich dienen, in alles Unglück bringen möchten. s. Welcher Exempel man findet nicht allein in den alten Geschichten, sondern auch noch täglich erfahrt, wie viel solche untreue Räche Unglück stiften. 6. Weil uns denn gebühret darauf zu sehen, daß hinfort Friede im Reich bleibe, 7. Müssen wir nach Gelegenheit der Sachen zuweilen die Gebothe ändern, wo wir es anders finden, denn wir berichtet waren, und nicht zu geschwinde fahren. 8. Nachdem nun Haman, der Sohn Hamada- thi, aus Macedonia, und nicht der Perser Geblüt, auch nicht unserer gütigen Art, sondern bey uns ein Gast ist, dem wir (wie wir pflegen gegen alle Nation) alle Gnade erzeiget und also erhöhet haben, daß wir ihn unfern Vater nannten, und von Jedermann als der nächste nach dem Könige geehret ward; ist er so stolz geworden, daß er sich unterstanden hat, uns um unser Königreich und Leben zu bringen. 9 . Denn er hat Mardochäum (der durch seine Treue und Wohlihat unser Leben errettet hat) und unser unschuldiges Gemahl, die Königinn Esther samt ihrem ganzen Volk fälschlich und böslich verklagt, daß sie alle sollten umgebracht werden. Und alsdann, wenn die hinweg wären, die uns bewahren, hat er gedacht uns auch zu erwürgen, und der Perser Reich an die Makedonier zu bringen. 10. Wir befinden aber, daß die Juden, welche der verruchte Bube wollte todlen lassen, unschuldig sind, gute Gesetze haben, und Kinder des Lillll Traum und Deutung. 1002 Haman wird gestraft. Mardochäi Stücke in Esihcr 6. 7. 8. hocksten, größesten und ewigen Gottes find, der unfern Vorfahren und uns dieß Reich gegeben hat, und noch erhält. 11 . Darum sollt ihr euch nicht halten nach dem Briefe, welchen Haman ausgebracht hat. 12 . Denn um solcher That willen ist er mit allem seinem Geschlecht vor dem Thor zu Susan an den Galgen gehenket; und hat ihm also Gott bald vergolten, wie er es verdienet hat. 1 3. Aber dieß Geboth, das wir euch jetzt zu- schicken, sollt ihr in allen Städten verkündigen, daß die Jaden mögen ihr Gesetz frey halten. i^. Und wo man ihnen Gewalt thun wollte am dreyzehnten Tage des zwölften Monaths, der da heißt Adar; da sollt ihr sie schützen, daß sie sich an jenen rächen mögen. Denn denselbigen Tag hat ihnen der allmächtige Gott zur Freude gemacht, daran sie, das auserwählte Volk, sollten umgekommen seyn. 15. Darum sollt auch ihr neben andern Feycr- tagen diesen Tag fevern mit allen Freuden, auf daß es uns wohl gehe und allen, so den Persern treu sind, und ein Exempel sey, wie Untreue gestraft werde. iß. Welches Land aber oder Stadt dieß Geboth nicht halten wird, die soll mit Schwert und Feuer vertilget werden, also, daß weder Mensch, noch Thier, noch Vogel hinfort darinnen wohnen könne. Cap. 7. v. i. Im andern Jahr des großen Königs Artaxerxes, am ersten Tage des Monaths Nisan, hatte Mardochäus einen Traum, der ein Jude war, ein Sohn Jairi, des Sohnes Semei, des Sohnes Kis, vom Stamm Benjamin , und wohnete in der Stadt Susan, ein ehrlicher Mann und am königlichen Hofe wohl gehalten. 2 . Er war aber der Gefangnen einer, so Nebu- cadNezar, der König zu Babel, weggeführet hatte von Jerusalem, mit dem * Könige Je- chanja, dem Könige Inda. Und das war sein Traum: *LKön.r4,is. 3. Es erhob sich ein Geschrey und Getümmel, Donner und Erdbeben, und ein Schrecken auf Erden. Und siehe, da waren zween große Drachen , die gingen gegen einander zu streiten. -l. Und das Geschrey war so groß, daß alle Länder sich aufmachten, zu streiten wider ein heiliges Volk. §. Und es war ein Tag großer Finsterniß, Trübsal und Angst, und war ein großer Jammer und Schrecken auf Erden. 6. Und das heilige Volk war hoch betrübt, und fürchteten sich vor ihrem Unglück, und hatten sich ihres Lebens erwogen. 7. Und sie schrien zu Gott. Und nach solchem Geschrey ergoß sich ein großer Wasserstrom aus einem kleinen Brunnen. 8. Und die Sonne ging auf, und ward Helle. Und die Elenden gewannen, und brachten um die Stolzen. 9. Als nun Mardochäus erwachte nach dem Traum, dachte er, was Gott damit meincte, und behielt den Traum in seinem Herzen, und dachte ihm nach bis in die Nacht, und hätte gern gewußt, was er bedeutete. Cap. 8. v. i. Und Mardochäus sprach : Gott hat das alles geschickt. 2 . Ich denke an meinen Traum; und es ist eben ergangen, wie mir geträumet hat. 3. Der kleine Brunnen, der ein großer Wasserstrom ward, da die Sonne schien, und Helle ward, das ist Esther, welche der König zum Gemahl genommen, und zur Königin» gemacht hat. Die zween Drachen find ich und Haman. 5. Der eine bedeutet die Heiden, so zusammen kamen und den Nahmen der Juden austilgen wollten. 6. Der andere bedeutet mein Volk Israel, welches zum Herrn rief; und der Herr half seinem Volk, und erlösete uns von diesem Unglück. Er thut große Zeichen und Wunder unter den Heiden. Denn er hat allezeit Unterschied gehalten zwischen seinem Volk und den Heiden. Und wenn das Stündletn gekommen ist, daß die Heiden am stolzesten und wir am schwächsten gewesen sind, und daß Gott hat richten sollen: so hat er an sein Volk gedacht, und seinem Erbe Len Sieg gegeben. 7. Und diese Tage soll man halten im Monath Adar, auf den vierzehnten und fünfzehnten Tag desselben Monaths, in allen Freuden und mit hohem Fleiß, wenn das Volk zusammen kommt: und soll ewiglich also gehalten werden im Volk Israel» Böse Lust. Historie von der Susanna. Falsches Zeugniß. 1003 Historie von der Susanna und Daniel. 1. sLs war ein Mann zu Babylon, mitNah- men Iojakim. 2. Der hatte ein Weib, die hieß Susanna,, eine Tochter Helkia, die war * sehr schön und dazu gottesfürchtig. * J»r>. 8,6. 3. Denn sie hatte fromme Eltern, die sie unterwiesen hatten nach dem Gesetz Mose. 4. Und ihr Mann Iojakim war sehr reich, und hatte einen schönen Garten an seinem Hause. Und die Juden kamen stets bey ihm zusammen, weil er der vornehmste Mann war unter ihnen allen. 5. Es wurden aber in demselbigen Jahr zween Aeltesten aus dem Volk zu Richtern gesetzt. Das waren solche Leute, von welchen der Herr gesagt hatte: Ihre Richter üben alle Bosheit zu Babylon. 6« Dieselbigen kamen täglich zu Iojakim; und wer eine Sache hatte, mußte daselbst vor sie kommen. 7. Und wenn Las Volk hinweg war um den Mittag, pflegte die Susanna in ihres Mannes Garten zu gehen. 8. Und da sie die Aeltesten sahen täglich darein gehen, wurden sie gegen sie entzündet mtt böser Lust; 9. Und wurden darüber zu Narren, und warfen die Augen so gar auf sie, daß sie nicht konnten gen Himmel sehen, und gedachten weder an Gottes Wort noch Strafe. 10. Sie waren aber beyde zugleich gegen sie entbrannt. 11. Und schämten sich einer dem andern es zu offenbaren, und ein jeglicher hätte gerne mit ihr gebuhlet. 12. Und warteten täglich mit Fleiß auf sie, daß sie sie nur sehen möchten. Es sprach aber einer zum andern: 13. Ey, laßt uns heim gehen, denn es ist nun Zeit Essens. 14. Und wenn sie von einander gegangen waren, kehrete darnach ein jeglicher wieder um, und kamen zugleich wieder zusammen. Da nun einer den andern fragte, bekannten sie Beyde ihre böse Lust. Darnach wurden sie mit einander eins, darauf zu warten, wenn sie das Weib möchten allein finden. 15. Und da sie einen bequemen Tag bestimmet hatten, auf sie zu lauern, kam die Susanna mit den zwo Mägden, wie ihre Gewohnheit war, in den Garten, * sich zu waschen; denn es war sehr heiß. *2 Sam. 11 , 2 . * 16. Und es war kein Mensch im Garten, ohne diese zween Aeltesten, die ßch heimlich versteckt hatten, und auf ße lauerten. 17. Und sie sprach zu ihren Mägden: Höhlet mir Balsam und Seife, und schließt den Garten zu, daß ich mich wasche. 18. Und die Mägde thaten, wie sie befohlen hatte, und schlossen den Garten zu, und gingen hinaus zu der hintern Thür, daß sie ihr brächten, was sie haben wollte, und wurden der Männer nicht gewahr, denn sie hatten sich versteckt. 19. Da nun die Mägde hinaus waren; kamen die zween Aeltesten hervor, und liefen zu ihr, und sprachen; 20. Siehe, der Garten ist zugeschlossen, und * Niemand flehet uns, und wir find entbrannt in deiner Liebe; darum so thue unfern Willen. * Sir. 23, 26. 21. Willst du aber nicht; so wollen wir auf dich bekennen, * daß wir einen jungen Gesellen allein bey dir gefunden haben, und daß du deine .Mägde darum habest hinaus geschickt. *». 37. 22. Da erseufzete Susanna, und sprach: Ach! wie bin ich in so großen Aengsten? Denn w-o ich solches thue, so bin ich des Todes; thue ich es aber nicht, so komme ich nicht aus euern Händen. 23. Doch will ich lieber unschuldig in der Menschen Hände kommen, denn * wider den Herrn sündigen. * t Mos. 39, 9. Svr. 8, 13. 24. Und fing an laut zu schreyen; aber die Aeltesten schrien auch über sie. 25. Und der eine lief hin zu der Thür des Gartens , und that sie auf. 26. Da nun das Gesinde solches Geschrey hö- rete, liefen sie heraus in den Garten zur hintern Thür, zu sehen, was ihr widerfahren wäre. 27. Und die Aeltesten singen an von ihr zu sagen> daß sich die Knechte ihrenthalben fchämeten: denn dergleichen war zuvor nie von Susarma gehöret worden. 28. Und des andern Tages, da das Volk in Jojakims, ihres Mannes, Hause zusammen kam, * da kamen auch die zween Aeltesten voll falscher List wider Susanna, daß sie ihr zum Tode hülfen; * 1 Kö«. 2 t, 13. Ps. 3S, 11 . Matth. 26 , 6a. 29. Und sprachen zu allem Volk: Schicket hin und laßt Susanna die Tochter Helkia, Jojakims Weib, her hohlen. 30. Und da sie gefordert ward, kam sie mit ihren Eltern, und Kindern, und ihrer ganzen Freundschaft. Llllll 2 100-4 Gericht Daniels. Historie von der Susanna. Richter verdammet. 31. Sie war aber sehr zart und schön. 32. Darum hießen diese Bösewichter ihr den Schleyer wegreissen, damit sie verhüllet war, auf daß sie sich ergötzten an ihrer Schönheit. 33 . Und alle, die bey ihr standen und die sie kannten, wetneten um sie. 3 ^. Und die zween Aeltesten traten auf mitten unter dem Volk, und legten dieHände aufihr Haupt. 35 . Sie aber weinete, und hob die Augen auf gen Himmel; denn ihr Herz hatte ein Vertrauen zu dem Herrn. 36 . Und die Aeltesten fingen an, und sprachen: Da wir beyde allein im Garten umher gingen; kam sie hinein mit zwo Mägden, und schloß den Garten zu, und schickte die Mägde von ihr. 37. Da kam ein junger Geselle zu ihr, der sich versteckt hatte, und legte sich zu ihr. 38 . Da wir aber in einem Winkel im Garten solche Schande sahen, liefen wir eilend hinzu, und fanden sie bey einander. 39. Aber des Gesellen konnten wir nicht mächtig werden; denn er war uns zu stark, und stieß die Thür auf und sprang davon. ^o. Sie aber ergriffen wir, und fragten, wer' der junge Geselle wäre? Aber sie wollte es uns nicht sagen. Solches zeugen wir. ^i. Und das Volk glaubte den Zweyen, als Richtern und Obersten im Volk; und verurthei- leten die Susanna zum Tode. ^2. Sie aber schrie mit lauter Stimme, und sprach: Herr, ewiger Gott, der du kennest alle Heimlichkeiten und weißt alle Dinge zuvor, ehe sie geschehen; ^3. Du weißt, daß diese falsches Zeugniß wider mich gegeben haben. Und nun siehe, ich muß sterben; so ich doch solches unschuldig bin, das sie böslich über mich gelogen haben/ Und Gott erhörete ihr Rufen. ^5. Und da man sie hin zum Tode führete; erweckte Gott den Geist eines jungen Knaben, der hieß Daniel, der fing an. laut zu rufen: ^ 6 . Ich will * unschuldig seyn an diesem Blut. * Matth. 27/ 24. ^ 7 . Und alles Volk wandte sich um zu ihm, und fragte ihn, was er mit solchen Worten meinete? ^ 8 . Er aber trat unter sie, und sprach: Seyd ihr von Israel solche Narren, daß ihr eine Tochter Israels verdammet, ehe ihr die Sache erforschet und gewiß werdet? ^ 9 . Kehret wieder um vor das Gericht: denn diese haben falsches Zeugniß wider sie geredet. 50 . Und alles Volk kehrte eilend wieder um. Und die Aeltesten sprachen zu Daniel: Setze, dich her zu uns und berichte uns, weil dich Gott zu solchem Richteramt fordert. 5 1. Und Daniel sprach zu ihnen: Thut sie von einander, so will ich jeglichen sonderlich verhören. 52. Und da sie von einander gerhan waren, forderte er den einen und sprach zu ihm: Du böser alter Schalk, jetzt "treffen dich deine Sünden, die du vorhin getrieben hast; * Sor. s, 22 . 53. Da du ' Unrechte Uriheile sprachest und die Unschuldigen Verdammetest, aber die Schuldigen los sprachest; so doch der Herr s geborhen hat: Du sollst die Frommen und Unschuldigen nicht tödten. ' Spr. 17/ IS. Esaj. 5/ 21 . 1- 2 Mos. 23, 7. 5>L. Haft du NUN diese gesehen, so sage an, unter welchem Baum hast du sie bey einander gefunden? Er aber antwonete: Unter einer Linde. 55 . Da sprach Daniel: O recht, der Engel des Herrn wird dich finden und zerscheitern; denn mit deiner Lüge bringest du dich selbst um dein Leben. 56 . Und da dieser hinweg war, hieß er den andern auch vor sich kommen und sprach zu ihm: Du " Canaansarr, und nicht Inda; die Schöne hat dich bethöret, und die böse Lust hat dein Herz verkehret. *Ez>-ch. >6,3. 57. Also habt ihr mit den Töchtern Israels verfahren, und sie haben aus Furcht müssen euern Willen thun. Aber diese Tochter Juda * hat nicht in eure Bosheit gewilliget. *». 22 . 23 . 58 . Nun sage an, unter welchem Baum hast du sie bey einander ergriffen? Er aber antwortete: Unter einer Eiche. 59. Da sprach Daniel: O recht, der Engel des Herrn wird dich zeichnen und wird dich zerhauen; denn mit deiner Lüge bringest du dich selbst um dein Leben. 60. Da sing alles Volk an mit lauter Stimme zu rufen, und priesen Gott, der da hilft denen, so auf ihn hoffen und vertrauen. 61. Und traten auf wider die zween Aeltesten, weil sie Daniel aus ihren eigenen Worten überwiesen hatte, daß sie falsche Zeugen wären. 62. Und thaten ihnen nach dem" Gesetz Mose, wie sie sich an ihrem Nächsten verschuldet hatten, und tödteten sie. Also ward desselbigen Tages das unschuldige Blut errettet. *sMos. 19,1s. Spr.is,-. 63 . Aber Helkia samt seinem Weibe lobten Gott um Susanna, ihrer Tochter, mit Jojakim, ihrem Manne, und der ganzen Freundschaft, daß nichts Unehrliches an ihr erfunden ward. 6^1. Und Daniel ward groß vor dem Volk von dem Tage an und hernach für und für. Vom Bel und Drachen zu Babel. 1005 Vom Bel 65 .A^ach dem Tode Astyagis kam das König- ^ reich an Cyrum aus Persien. 1. Und * Daniel war stets um den König und ehrlicher gehalten, denn alle Freunde des Königs. * Dan. 6 / 28. 2. Nun hatten die zu Babylon einen Abgott, der hieß Bel: dem mußte man täglich opfern zwölf Malter Weizen, und vierzig Schafe, und drey Eimer Wein. 3. Und der König dienete dem Abgott selbst, und ging täglich hinab, denselben anzubethen; aber Daniel bethete feinen Gott an. -L. Und der König sprach zu ihm: Warum bethest du nickt auch den Bel an? Er aber sprach: Ich diene nicht den Götzen, die mit Händen gemacht sind; sondern dem lebendigen Gott, der Himmel und Erde gemacht hat und ein Herr ist über alles, was da lebet. 5. Da sprach der König zu ihm : Hältst du denn den Bel nicht für einen lebendigen Gott? Sieheft du nicht, wie viel er täglich isset und trinket ? 6. Aber Daniel lachte, und sprach: Herr König, laß dich nicht verführen; denn dieser Bel ist inwendig nichts, denn Leimen, und auswendig ehern, und * hat noch nie nichts gegessen. * Sir. 30 , iS. 7 . Da ward der König zornig, und ließ alle feine Priester rufen, und sprach zu ihnen: Werdet ihr mir nicht sagen, w?r dieß Opfer verzehret ; so müsset ihr sterben. 8. Könnet ihr aber beweisen, daß der Bel solches verzehret; so muß Daniel sterben, denn e« hat den Bel gelästert. Und Daniel sprach: Ja Herr König, es geschehe also, wie du geredet Haft. s. Es waren aber ihrer siebenzig Priester des Bels, ohne ihre Weiber und Kinder. Und der König ging mit Daniel in den Tempel des Bels. io. Da sprachen die Priester desselben: Siehe, wir wollen hinaus gehen; und du , Herr König, sollst dic Speise und den Trank selbst barschen, und die Thür nach dir zuschließen, und mit deinem eigenen Ringe versiegeln. zu Babel. i i. Und wenn du Morgens früh wiederkommst und findest, daß der Bel nicht alles verzehrt habe, so wollen wir gerne sterben; oder Daniel muß getödtet werden, der solches auf uns gelogen hat. 12. Sie * verließen sich aber darauf, daß sie hatten einen heimlichen Gang unter dem Tisch gemacht; durch denselben gingen sie allezeit hin^ ein, und verzehreten, was da war. ' Bar. 6 ,27. 13 . Da nun die Priester hinaus waren, ließ der König dem Bel die Speise versetzen. Aber Daniel befahl seinen Knechten, baß sie Asche hohlsten, und ließ dieselbige streuen durch den ganzen Tempel, vor dem Könige. Darnach gingen sie hinaus, und schloffen die Thür zu, und versiegelten sie mit des Königes Ringe, und gingen davon. 1^. Die Priester aber gingen des Nachts hinein, nach ihrer Gewohnheit, mit ihren Weibern und Kindern, fraßen und soffen alles, was da war. 15. Und des Morgens sehr frühe war der König auf, und Daniel mit ihm. 16. Und der König sprach: Ist das Siegel unversehrt? 17. Er aber antwortete: Ja, Herr König. Und so bald die Thür aufgethan war; sah der König auf den Tisch, und rief mit lauter Stimme: Bel, du bist ein großer Gott, und ist nicht Betrug mit dir! 18. Aber Daniel lachte, und hielt den König, daß er nicht hinein ging, und sprach: Siehe auf den Boden, und merke, weß sind diese Fußstapfen ? 19. Der König sprach: Ich sehe wohl Fußstapfen Männer, und Weiber, und Kinder. 20. Da ward der König zornig, und ließ die Priester fangen mit ihren Weibern und Kindern. Und sie mußten ihm zeigen die heimlichen Gänge, dadurch sie waren ein-und ausgegangen und verzehret hatten, was auf dem Tisch war. 21. Und der König ließ sie tödten, und gab Daniel den Bel in seine Gewalt: derselbe zer- störete ihn und seinen Tempel. Vom Drache 22.(Ls war auch ein großer Drache daselbst, den die zu Babel anbetheien. 23. Und der König sprach zu Daniel: Wie? Willst du von dem auch sagen, daß er nichts, denn ein eherner Götze sey? Siehe, er lebet ja: denn er isset und trinket; und kannst nicht sagen, n zu Babel. daß er nicht ein lebendiger Gott sey. Darum so bethe ihn an. 2^. Aber Daniel antwortete: Ich will den Herrn, meinen Gott, anbethen; denn derselbe ist der lebendige Gott. 25. Du aber, Herr König, erlaube mir, so 1006 Das Gebeth Asaria. will ich diesen Drachen umbringen ohne einiges Schwert oder Slvnge. Und der König sprach: Ja, es sey dir erlaubt. 26. Da nahm Daniel Pech, Fkttes und Haare, und kochte es unter einander, und machte Küchlein daraus, und warf es dem Drachen ins Maul; und der Drache berstete davon mitten entzwey. Und Daniel sprach: Siehe, das sind eure Götter! 27. Da nun die zu Babel solches höreten, verdroß es sie sehr, und machten einen Aufruhr wider den König, und sprachen: Unser König ist ein Jude geworden; denn er hat den Bel zerstöret, und den Drachen getödtet, und die Priester umgebracht. 28. Und sie traten vor den König, und sprachen: Gib uns den Daniel her; wo nicht, so wollen wir dich und dein ganzes Haus umbringen. 29. Da nun der König sah , daß sie mit Gewalt auf ihn drangen; mußte er ihnen den Daniel übergeben. 30 . Und sie warfen ihn zu den Löwen in den Graben, darinnen lag er sechs Tage lang. 31. Und es waren sieben Löwen im Graben, denen gab man täglich zween Menschen und zwey Schafe. Aber diese Tage gab man ihnen nichts, suf daß sie Daniel fressen sollten. 32. Es war aber ein Prophet Habakuk in Judäa; der hatte einen Brey gekocht, und Brot eingebrockt in eine tiefe Schüssel, und ging damit aufs Feld, daß er es den Schnittern brächte. Das Gebe In das 3 . Capitel Daniels,' k jnd Asaria stand mitten im glühenden Ofen, und that seinen Mund auf, bethete und 26. Gelobet seyst du, Herr, der Gott unserer Väter, und dein Nähme müsse gepriesen und ge- ehret werden ewiglich.. 27. Denn du bist gerecht in allem, das du uns gethan hast; alle deine Werke sind rechtschaffen, und was du rhust, das ist recht, und alle deine * Gerichte sind unsträflich. * Ps. ns, 137. Dan. s, 14. 28. Du thust uns recht, daß du uns gestraft hast mit solcher Strafe, die du über uns hast gehen lassen und über Jerusalem, die heilige ' Stadt unserer Väter; ja du thust recht und wohl daran, um unserer Sünden willen. 29. Denn * wir haben gesündiget und übel gethan, damit, daß wir von dir gewichen find, und allenthalben wider dich gethan haben 33. Und der Engel des Herrn sprach zu Habakuk: Du mußt das Essen, das du trägst, dem Daniel bringen gen Babel in der Löwen Graben. 3 - 4 . Und Habakuk antwortete: Herr, ich habe die Stadt Babel nie gesehen und weiß nicht, wo der Graben ist. 36 . Da ' fassete ihn der Engel oben beym Schopf, und führete ihn, wie ein starker Wind, gen Babel an den Graben. * EM. s, 3. 36 . Und Habakuk rief, und sprach: Daniel, Daniel, nimm hin das Essen, das dir Gott gesandt hat. 37. Und Daniel sprach: Herr Gott, du gedenkest ja noch an mich, und verläffest die nicht, die dich anrufen und dich lieben. 38 . Und er stand auf, und aß. Aber der Engel Gottes brachte Habakuk von Stund an wieder an seinen Ort. 39. Und der König kam am siebenten Tage, Daniel zu klagen. Und da er zum Graben kam, und hinein schauete: siehe, da saß Daniel mitten unter den Löwen. ^0. Und der König rief laut, und sprach: O Herr, du Gott Daniels, du bist ein großer Gott, und ist sonst kein Gott, denn du. ^1. Und er ließ ihn * aus dem Graben nehmen; aber die andern, so ihn zum Tode wollten gebracht haben, ließ er in den Graben werfen; und wurden sobald vor seinen Augen von den Löwen verschlungen. ' Dan. e, 23.24. LH A s a r i ä. nach dem 23. Vers gehörig. 30. Und deinen Gebothen nicht gehorchet, noch ihrer geachtet, daß wir darnach thäten, wie du uns befohlen hast, auf daß es uns wohl ginge. 31. Darum hast du recht gethan, daß du solches alles über uns hast gehen lassen, 32. Und uns gegeben in die Hände unserer Feinde, der gottlosen bösen Leute und dem ungerechten grausamsten Könige auf Erden. 33. Und wir dürfen unfern Mund nicht auf- thun: so find wir zu Schanden und zu Spott geworden vor deinen Knechten und vor allen, die dich fürchten. 3 - 4 . Aber doch * verstoße uns nicht gar um deines heiligen Rahmens willen, und verwirf deinen Bund nicht , * Ps. 44,24. 35. Und nimm deine Barmherzigkeit nicht von uns, um Abrahams, deines geliebten Freundes, Der Gesang der dreyen Männer im Feuer. 100? willen, und deines Knechts Isaaks/ und Israels/ deines Heiligen; 36. * Welchen du verheißen hast/ ihren Samen zu mehren wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Meer. * i Mos. i§, c. L6,4. 37 . Denn wir find geringer geworden, denn alle Heiden; und sind jetzt die Verachtetsten auf Erden, um unserer Sünden willen. 38. Daß wir nun keinen Fürsten, Propheten, noch Lehrer mehr haben, und weder Brandopfer , noch täglich Opfer, noch Speisopfer, noch Räuchwerk, und haben keine Stätte, da wir vor dir opfern und Gnade finden möchten. 39 . Sondern mit betrübtem Herzen und * zerschlagenem Geist kommen wir vor dich, ' Ps. LI/ 19- -40. Als brächten wir Braudopfer von Widdern und Rindern, und viel tausend fette Schafe. Also wollest du unser Opfer heute vor dir gelten und angenehm seyn lassen: denn du lassest nicht zu Schanden werden die, so auf dich hoffen. -41. Also kommen wir nun mit ganzem Herzen, und suchen dein Angesicht mit Furcht. -42. Darum laß uns nicht zu Schanden werden; sondern thue uns, Herr, nach deiner Gnade und nach deiner großen Barmherzigkeit. -43. Und errette uns nach deinen Wundertha- ten, und gib deinem Nahmen die Ehre; ^-4. Daß sich schämen müssen alle, die deinen Knechten Leid thun, und zu Schanden werden vor deiner großen Macht und Gewalt, daß ihre Macht zerstöret werde; -45. Damit sie erfahren, daß du bist der Herr, der einige Gott, herrlich auf dem Erdboden. -46. Und die Diener des Königs, die sie in den Ofen geworfen hatten, höreten nicht auf, und warfen immer zu Schwefel, und Pech, und Werg, und dürre Reiser; -47. Daß die Lohe oben aus dem Ofen schlug, bey neun und vierzig Ellen hoch; -48. Und fraß um sich, und verbrannte die Chaldäer, die es erreichte vor dem Ofen. -49. Aber der Engel des Herrn trat mit denen, die bes Asaria waren, in den Ofen, 50 . Und stieß die Lohe vom Feuer aus dem Ofen, und machte es im Ofen wie einen kühlen Thau, daß das Feuer sie gar nicht anrührete, noch schmerzete, oder beschädigte. Der Gesang der dreyen Männer im Feuer. Danielis 3. aus dem Griechischen. öl.^a singen diese Drey mit einander an zu singen, priesen und lobten Gott in dem Ofen, und sprachen: 52. Gelobet feyst du, Herr, der Gott unserer Väter, und müssest gepriesen und hoch gerühmet werden ewiglich. 53. Gelobet sey dein herrlicher und heiliger Nähme, und müsse gepriesen und hoch gerühmet werden ewiglich. 5^. Gelobet seyst du in deinem heiligen herrlichen Tempel, und müssest gepriesen und hoch gerühmet werden ewiglich. 55. Gelobet seyst du, der * du sitzest auf den Cherubim, und siehcst in die Tiefe, und müssest gepriesen und hoch gerühmet werden ewiglich. * Ps. 80/ 2. Ps. 99/ 1. 56. Gelobet seyst du auf deinem herrlichen königlichen Stuhl, und müssest gepriesen und hoch gerühmet werden ewiglich. 57. Gelobet seyst du in der. Feste des Himmels , und müssest gepriesen und hoch gerühmet werden ewiglich. 5 8. Es loben den Herrn alle seine Werke, und müssen ihn preisen und rühmen ewiglich. 59. Ihr Himmel, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. 60. Lobet den Herrn, ihr * Engel des Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. *Ps. 103 / 20 . 61. Alle * Wasser droben am Himmel, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. "Ps.i4s/4. 62 . Alle Heerscharen des Herrn, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. 63. Sonne und Mond, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. 6-4. Alle Sterne am Himmel, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. 65. Regen und Thau, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. 66. Alle Winde, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. 67. Feuer und Hitze, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. 68. Schloßen und Hagel, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. 69. Lag und Nacht, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. 70 . Licht und Finsterniß, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. 1008 Das Gebeth Manasse. 71. Eis und Frost, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ew-iglich. 72. Reif und Schnee, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. 73 . Blitz und Wolken, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. 7 - 4 . Die Erde lobe den Herrn: preise und rühme ihn ewiglich. 75 . Berge und Hügel, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. 76. Alles, was aus der Erde wächst, lobe den Herrn: preise und rühme ihn ewiglich. 77 . Ihr Brunnen, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. 78 . Meer und Wasserströme, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. 79. * Wallfische und alles, was sich reget im Wasser, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. * Ps- 148 , 7 . 80. Alle Vögel unter dem Himmel, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. 8 1. Alle wilde Thiere und Vieh, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. 82. Ihr Menschenkinder, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. 83 . Israel, lobe den Herrn: preise und rühme ihn ewiglich. 8 - 4 . Ihr Priester des Herrn, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. 85 . Ihr Knechte des Herrn, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. 86. Ihr Geister und Seelen der Gerechten, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. 87 . Ihr Heiligen, so elend und betrübt find, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. 88 . Anania, Azaria und Misael, lobet den Herrn: preiset und rühmet ihn ewiglich. Denn er hat uns erlöset aus der Hölle, und hat uns geholfen von dem Tode, und hat uns errettet aus dem glühenden Ofen, und hat uns mitten im Feuer erhalten. 89 . Danket' dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich. * Ps. 136, i. 90. Alle, die den Herrn fürchten, lobet den Gott aller Götter: preiset ihn und rühmet, daß feine Güte ewiglich währet. Das Gebeth Manasse, des Königs Juda, da er gefangen war zu Babel. Zu 2 . Chronica 33, 12 . 13. 1. (