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[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
Seite
1004
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100-4 Gericht Daniels.

Historie von der Susanna.

Richter verdammet.

31. Sie war aber sehr zart und schön.

32. Darum hießen diese Bösewichter ihr denSchleyer wegreissen, damit sie verhüllet war,auf daß sie sich ergötzten an ihrer Schönheit.

33 . Und alle, die bey ihr standen und die siekannten, wetneten um sie.

3 ^. Und die zween Aeltesten traten auf mitten un-ter dem Volk, und legten dieHände aufihr Haupt.

35 . Sie aber weinete, und hob die Augen aufgen Himmel; denn ihr Herz hatte ein Vertrauenzu dem Herrn.

36 . Und die Aeltesten fingen an, und sprachen:Da wir beyde allein im Garten umher gingen;kam sie hinein mit zwo Mägden, und schloß denGarten zu, und schickte die Mägde von ihr.

37. Da kam ein junger Geselle zu ihr, der sichversteckt hatte, und legte sich zu ihr.

38 . Da wir aber in einem Winkel im Gartensolche Schande sahen, liefen wir eilend hinzu,und fanden sie bey einander.

39. Aber des Gesellen konnten wir nicht mäch-tig werden; denn er war uns zu stark, und stießdie Thür auf und sprang davon.

^o. Sie aber ergriffen wir, und fragten, wer'der junge Geselle wäre? Aber sie wollte es unsnicht sagen. Solches zeugen wir.

^i. Und das Volk glaubte den Zweyen, alsRichtern und Obersten im Volk; und verurthei-leten die Susanna zum Tode.

^2. Sie aber schrie mit lauter Stimme, undsprach: Herr, ewiger Gott, der du kennest alleHeimlichkeiten und weißt alle Dinge zuvor, ehesie geschehen;

^3. Du weißt, daß diese falsches Zeugniß widermich gegeben haben. Und nun siehe, ich mußsterben; so ich doch solches unschuldig bin, dassie böslich über mich gelogen haben/

Und Gott erhörete ihr Rufen.

^5. Und da man sie hin zum Tode führete;erweckte Gott den Geist eines jungen Knaben,der hieß Daniel, der fing an. laut zu rufen:

^ 6 . Ich will * unschuldig seyn an diesem Blut.

* Matth. 27/ 24.

^ 7 . Und alles Volk wandte sich um zu ihm, undfragte ihn, was er mit solchen Worten meinete?^ 8 . Er aber trat unter sie, und sprach: Seydihr von Israel solche Narren, daß ihr eine Toch-ter Israels verdammet, ehe ihr die Sache er-forschet und gewiß werdet?

^ 9 . Kehret wieder um vor das Gericht: denndiese haben falsches Zeugniß wider sie geredet.

50 . Und alles Volk kehrte eilend wieder um.

Und die Aeltesten sprachen zu Daniel: Setze,dich her zu uns und berichte uns, weil dich Gottzu solchem Richteramt fordert.

5 1. Und Daniel sprach zu ihnen: Thut sie voneinander, so will ich jeglichen sonderlich verhören.

52. Und da sie von einander gerhan waren, for-derte er den einen und sprach zu ihm: Du böseralter Schalk, jetzt "treffen dich deine Sünden,die du vorhin getrieben hast; * Sor. s, 22 .

53. Da du ' Unrechte Uriheile sprachest unddie Unschuldigen Verdammetest, aber die Schul-digen los sprachest; so doch der Herr s geborhenhat: Du sollst die Frommen und Unschuldigen

nicht tödten. ' Spr. 17/ IS. Esaj. 5/ 21 . 1- 2 Mos. 23, 7.

5>L. Haft du NUN diese gesehen, so sage an, unterwelchem Baum hast du sie bey einander gefun-den? Er aber antwonete: Unter einer Linde.

55 . Da sprach Daniel: O recht, der Engel desHerrn wird dich finden und zerscheitern; denn mitdeiner Lüge bringest du dich selbst um dein Leben.

56 . Und da dieser hinweg war, hieß er den andern

auch vor sich kommen und sprach zu ihm: Du "Canaansarr, und nicht Inda; die Schöne hatdich bethöret, und die böse Lust hat dein Herzverkehret. *Ez>-ch. >6,3.

57. Also habt ihr mit den Töchtern Israelsverfahren, und sie haben aus Furcht müsseneuern Willen thun. Aber diese Tochter Juda *hat nicht in eure Bosheit gewilliget. *». 22 . 23 .

58 . Nun sage an, unter welchem Baum hastdu sie bey einander ergriffen? Er aber antwor-tete: Unter einer Eiche.

59. Da sprach Daniel: O recht, der Engel desHerrn wird dich zeichnen und wird dich zerhauen;denn mit deiner Lüge bringest du dich selbst umdein Leben.

60. Da sing alles Volk an mit lauter Stimmezu rufen, und priesen Gott, der da hilft denen,so auf ihn hoffen und vertrauen.

61. Und traten auf wider die zween Aeltesten,weil sie Daniel aus ihren eigenen Worten über-wiesen hatte, daß sie falsche Zeugen wären.

62. Und thaten ihnen nach dem" Gesetz Mose,wie sie sich an ihrem Nächsten verschuldet hatten,und tödteten sie. Also ward desselbigen Tages dasunschuldige Blut errettet. *sMos. 19,1s. Spr.is,-.

63 . Aber Helkia samt seinem Weibe lobten Gottum Susanna, ihrer Tochter, mit Jojakim, ihremManne, und der ganzen Freundschaft, daß nichtsUnehrliches an ihr erfunden ward.

6^1. Und Daniel ward groß vor dem Volk vondem Tage an und hernach für und für.