Druckschrift 
[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
Seite
1002
Einzelbild herunterladen
 

Traum und Deutung.

1002 Haman wird gestraft. Mardochäi Stücke in Esihcr 6. 7. 8.

hocksten, größesten und ewigen Gottes find, derunfern Vorfahren und uns dieß Reich gegebenhat, und noch erhält.

11 . Darum sollt ihr euch nicht halten nach demBriefe, welchen Haman ausgebracht hat.

12 . Denn um solcher That willen ist er mitallem seinem Geschlecht vor dem Thor zu Susanan den Galgen gehenket; und hat ihm also Gottbald vergolten, wie er es verdienet hat.

1 3. Aber dieß Geboth, das wir euch jetzt zu-schicken, sollt ihr in allen Städten verkündigen,daß die Jaden mögen ihr Gesetz frey halten.

i^. Und wo man ihnen Gewalt thun wollteam dreyzehnten Tage des zwölften Monaths,der da heißt Adar; da sollt ihr sie schützen, daßsie sich an jenen rächen mögen. Denn denselbigenTag hat ihnen der allmächtige Gott zur Freudegemacht, daran sie, das auserwählte Volk,sollten umgekommen seyn.

15. Darum sollt auch ihr neben andern Feycr-tagen diesen Tag fevern mit allen Freuden, aufdaß es uns wohl gehe und allen, so den Perserntreu sind, und ein Exempel sey, wie Untreuegestraft werde.

. Welches Land aber oder Stadt dieß Ge-both nicht halten wird, die soll mit Schwertund Feuer vertilget werden, also, daß wederMensch, noch Thier, noch Vogel hinfort darin-nen wohnen könne.

Cap. 7. v. i. Im andern Jahr des großen Kö-nigs Artaxerxes, am ersten Tage des MonathsNisan, hatte Mardochäus einen Traum, derein Jude war, ein Sohn Jairi, des SohnesSemei, des Sohnes Kis, vom Stamm Ben-jamin , und wohnete in der Stadt Susan, einehrlicher Mann und am königlichen Hofe wohlgehalten.

2 . Er war aber der Gefangnen einer, so Nebu-

cadNezar, der König zu Babel, weggeführethatte von Jerusalem, mit dem * Könige Je-chanja, dem Könige Inda. Und das war seinTraum: *LKön.r4,is.

3. Es erhob sich ein Geschrey und Getümmel,Donner und Erdbeben, und ein Schrecken aufErden. Und siehe, da waren zween große Dra-chen , die gingen gegen einander zu streiten.

-l. Und das Geschrey war so groß, daß alleLänder sich aufmachten, zu streiten wider einheiliges Volk.

§. Und es war ein Tag großer Finsterniß,Trübsal und Angst, und war ein großer Jammerund Schrecken auf Erden.

6. Und das heilige Volk war hoch betrübt,und fürchteten sich vor ihrem Unglück, und hattensich ihres Lebens erwogen.

7. Und sie schrien zu Gott. Und nach solchemGeschrey ergoß sich ein großer Wasserstrom auseinem kleinen Brunnen.

8. Und die Sonne ging auf, und ward Helle.Und die Elenden gewannen, und brachten umdie Stolzen.

9. Als nun Mardochäus erwachte nach demTraum, dachte er, was Gott damit meincte,und behielt den Traum in seinem Herzen, unddachte ihm nach bis in die Nacht, und hättegern gewußt, was er bedeutete.

Cap. 8. v. i. Und Mardochäus sprach : Gotthat das alles geschickt.

2 . Ich denke an meinen Traum; und es isteben ergangen, wie mir geträumet hat.

3. Der kleine Brunnen, der ein großer Wasser-strom ward, da die Sonne schien, und Helleward, das ist Esther, welche der König zumGemahl genommen, und zur Königin» gemachthat.

Die zween Drachen find ich und Haman.

5. Der eine bedeutet die Heiden, so zusammenkamen und den Nahmen der Juden austilgenwollten.

6. Der andere bedeutet mein Volk Israel, wel-ches zum Herrn rief; und der Herr half seinemVolk, und erlösete uns von diesem Unglück. Erthut große Zeichen und Wunder unter den Hei-den. Denn er hat allezeit Unterschied gehaltenzwischen seinem Volk und den Heiden. Undwenn das Stündletn gekommen ist, daß dieHeiden am stolzesten und wir am schwächsten ge-wesen sind, und daß Gott hat richten sollen:so hat er an sein Volk gedacht, und seinemErbe Len Sieg gegeben.

7. Und diese Tage soll man halten im MonathAdar, auf den vierzehnten und fünfzehnten Tagdesselben Monaths, in allen Freuden und mithohem Fleiß, wenn das Volk zusammen kommt:und soll ewiglich also gehalten werden im VolkIsrael»