Esther erblasset.
Stücke in Esther 4. 5. 6. Untreuer Rath Hamans. 1001
12 . Ohne deiner allein, Herr, du Gott * Ab-rahams. Erhöre die Stimme der Verlassenen,du starker Gott über alle, und errette uns vonder Gottlosen Hand, und erlöse mich aus mei-nen Nöthen. ."Ps. 4?, io.
Cap. v. 3. Und am dritten Tage legte sie ihretägliche Kleider ab, und zog ihren königlichenSchmuck an.
Und war sehr schön, und rief Gott, denHeiland, an, der alles stehet; und nahm zweyMägde mit fich, und lehnete fich zierlich auf dieeine, die andere aber folgte ihr, und trug ihrden Schwanz am Rock.
s. Und ihr Angeficht war sehr schön, lieblichund fröhlich gestaltet; aber ihr Herz war vollAngst und Sorge.
6. Und da ste durch alle Thüren hinein kam,trat ste gegen dem Könige, da er saß auf seinemköniglichen Stuhl in seinen königlichen Kleidern,die von Gold und Edelsteinen waren, und warschrecklich anzusehen.
7. Da er nun die Augen aufhob, und sähe stezorniglich an; erblaßte die Königin«, und sankin eine Ohnmacht, und legte das Haupt aufdie Magd.
8. Da wandelte Gott dem Könige sein Herzzur Güte, und ihm ward bange für sie, undsprang von seinem Stuhl, und umfing ste mitfeinen Armen, bis ste wieder zu sich kam, undsprach sie freundlich an: Was ist dir, Esther?Ich bin dein Bruder, fürchte dich nicht, dusollst nicht sterben. Denn dieß Verboth betrifftalle andere aber dich nicht.
9. Tritt herzu.
10. Und er hob den goldenen Scepter auf, undlegte ihn auf ihre Achseln, und küssete sie undsprach: Sage her.
i i. Und ste antwortete: Da ich dich antah,dauchte mich, ich * sähe einen Engel Gottes;darum erschrak ich vor deiner großen Majestät.
* 2 Sam. 19, 27.
12 . Denn du bist sehr schrecklich, und deineGestalt ist ganz herrlich.
13 . Und als ste so redete, sank ste abermahlin eine Ohnmacht, und fiel danieder.
14. Der König aber erschrak samt seinen Die-nern, und trösteten ste.
Cap. 5. v. i. Im vierten Jahr des Königs Pto-lemät und Cleopatra, brachten Dofitheus, (wel-cher sich für einen Priester aus dem Stamm Leviausgab) und Ptolemäus, sein Sohn, diesenBrief der Purim, und sagten, daß Lysimachus,
ein Sohn Ptolemäi, denselben verdolmetschethätte zu Jerusalem.
Cap. 6. v. i. Artaxerxes, der große König vonIndien bis in Mohrenland, entbiethet den hun-dert und sieben und zwanzig Fürsten samt denUnterthanen feinen Gruß.
2 . Wir befinden, daß viele find, welche derFürsten Gnade mißbrauchen, und von der Ehre,so ihnen widerfahrt, stolz und böse werden;also , daß sie nicht allein die Unterthanen pochen,sondern auch gedenken, die Herren selbst, vondenen sie erhöhet find, unter die Füße zu treten.
3. Und thun nicht allein wider natürliche Billig-
keit durch Undankbarkeit; sondern find durchHoffart so verblendet, daß ste auch meinen,Gott, der auf die' Frommen stehet, strafe solcheUntreue nicht. * Ps. 34, i<;.
-L. Sie betrügen auch fromme Fürsten, auf daßste unschuldig Blut vergießen, und die ihnen sotreulich und redlich dienen, in alles Unglückbringen möchten.
s. Welcher Exempel man findet nicht allein in denalten Geschichten, sondern auch noch täglich er-fahrt, wie viel solche untreue Räche Unglück stiften.
6. Weil uns denn gebühret darauf zu sehen,daß hinfort Friede im Reich bleibe,
7. Müssen wir nach Gelegenheit der Sachen zu-weilen die Gebothe ändern, wo wir es andersfinden, denn wir berichtet waren, und nicht zugeschwinde fahren.
8. Nachdem nun Haman, der Sohn Hamada-thi, aus Macedonia, und nicht der PerserGeblüt, auch nicht unserer gütigen Art, sondernbey uns ein Gast ist, dem wir (wie wir pflegengegen alle Nation) alle Gnade erzeiget und alsoerhöhet haben, daß wir ihn unfern Vater nann-ten, und von Jedermann als der nächste nachdem Könige geehret ward; ist er so stolz gewor-den, daß er sich unterstanden hat, uns um unserKönigreich und Leben zu bringen.
9 . Denn er hat Mardochäum (der durch seineTreue und Wohlihat unser Leben errettet hat)und unser unschuldiges Gemahl, die KöniginnEsther samt ihrem ganzen Volk fälschlich undböslich verklagt, daß sie alle sollten umgebrachtwerden. Und alsdann, wenn die hinweg wären,die uns bewahren, hat er gedacht uns auch zuerwürgen, und der Perser Reich an die Make-donier zu bringen.
10. Wir befinden aber, daß die Juden, welcheder verruchte Bube wollte todlen lassen, unschul-dig sind, gute Gesetze haben, und Kinder des
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