1000 Artaxerxes. Mardochäus und Stücke in Esther 1. 2. 3.
Esther be-hen.
2t. Da wir nun vernahmen/ daß sich ein einigesVolk wider alle Welt sperrete und ihre eigeneWeise hielte und unser» Gebolhen ungehorsamwäre, dadurch sie großen Schaden thäten, undFrieden und Einigkeit in unserm Reich zerftöre-ten: befahlen wir, daß, welche Haman, deroberste Fürst und der Höchste nach dem Könige,unser Vater, anzeigen würde, mit Weib undKind durch ihrer Feinde Schwert ohne alle Barm-herzigkeit umgebracht und Niemand verschonetwerde; und das auf den vierzehnten Tag Adars,des zwölften Monaths, in diesem Jahr; aufdaß die Ungehorsamen alle auf einen Tag er-schlügen werden, und ein * beständiger Friedein unserm Reiche bleiben möge. * 2 Macc.i 4 ,io.
Cap. 2. v. Und Mardochäus bethete zumHerrn, und erzählte seine Wunderwerke, undsprach: Herr Gott, du bist der allmächtige König;es stehet alles in deiner Macht, und deinem Wil-len kann Niemand widerstehen, wenn du Israelhelfen willst.
2. Du Haft Himmel und Erde gemacht, undalles, was darinnen ist.
3. Du bist aller Herr, und Niemand kanndir widerstehen.
Du weißt alle Dinge und hast es gesehen,daß ich aus keinem Trotz noch Hoffart den stolzenHaman nicht habe anbethen wollen; denn ichwäre bereit, Israel zu gut, auch feine Füßewilliglich zu küssen: sondern habe es gethan ausFurcht, daß ich nicht die Ehre, so meinem Gottgebühret, einem Menschen gäbe, und Niemandanders anbethe, denn meinen Gott.
5. Und nun Herr, du König und * Gott Abra-hams , erbarme dich über dein Volk: denn unsereFeinde wollen uns vertilgen und dein Erbe, dasdu von Anfang gehabt hast, ausrotten. 'Ps. 47,10.
6. Verachte dein Häuflein nicht, * das du ausEgypten erlöset hast. *2 Mos. 12,-1.
7. Erhöre mein Gebeth, und fey gnädig deinemVolk, und wende unser Trauern in Freude, aufdaß wir leben und deinen Nahmen preisen, undlaß den Mund nicht vertilgen derer, so dich loben.
8. Und das ganze Israel rief aus allen Kräftenzum Herrn, denn sie waren in Todesnöthen.
Cap. 3. v. 1. Und die Königin« Esther kehretesich auch zum Herrn in solchem Todeekampf,
2. Und legte ihre königliche Kleider ab, undzog Trauerkleider an, und für das edle Wasserund Balsam streuete sie Asche und Staub aufihr Haupt, und demüthigte ihren Leib mit Fa-
sten; und an allen Oettern, da sie zuvor fröhlichgewesen war, raufte sie ihr Haar aus.
3. Und bethete zu dem Gott Israels, undsprach:
Herr, der du allein unser König bist, hilfmir Elenden. Ich habe keinen andern Helfer,denn dich; und die Noth ist vor Augen.
s. Ich habe von meinem Vater gehöret, Herr,daß du ' Israel aus allen Heiden gesondert,und unsere Väter von Alters her zum ewigen Erbeangenommen, und ihnen gehalten, was du ge-redet hast. '2 Ms. 19,-.
6. Wir haben vor dir gesündiget; darum hastdu uns übergeben in unserer Feinde Hände. Herr,du bist gerecht, denn wir haben ihre Götter ge-ehret.
7. Aber nun lassen sie sich nicht daran begnügen -daß sie uns in großem Zwang halten: sondernihren Sieg schreiben sie zu der Macht ihrer Gö-tzen, und wollen deine Verheißung zu Nichtemachen, und dein Erbe ausrotten, und denMund derer, so dich loben, verstopfen, und dieEhre deines Tempels und Altars vertilgen, undden Heiden das Maul aufthun, zu preisen dieMacht der Götzen und ewiglich zu rühmen einensterblichen König.
8. Herr, gib nicht deinen Scepter denen, dienichts sind, daß sie nicht unsers Jammers spot-ten; sondern wende ihr Vornehmen über sieund zeichne den, der das wider uns angerichtet.
9. Gedenke an uns, Herr, und erzeige dich inunserer Noth und stärke mich, Herr, du Königaller Götter und Herrschaften. Lehre mich, wieich reden soll vor dem Löwen; und wende seinHerz, daß er unserm Feinde gram werde, aufdaß er selbst samt seinem Anhang umkomme.
10. Und errette uns durch deine Hand undhilf mir, deiner Magd, die keine andere Hülfehat, denn dich, Herr, allein, der du alle Dingeweißt;
11. Und erkennest, daß ich keine Freude habean der Ehre, die ich bey den Gottlosen habe,auch keine Lust an der heidnischen und fremdenHeirath. Du weißt, daß ich es thun muß,und nicht achte den herrlichen Schmuck, den ichauf meinem Haupt trage, wenn ich prangen muß,sondern halte es wie ein unreines Tuch, undtrage es nicht außer dem Gepränge. Auch habeich nie mit Haman gegessen, noch Freude gehabtam königlichen Tisch, noch getrunken vom Opfer-wein. Und deine Magd hat sich nie gefreuet, seitich bin hicher gebracht bis auf diese Zeit,
12. Ohne