Nieanor freundlich,
2 Maccabäer 14. muß die Juden überziehen. 997
daß Nieanor wider sie zöge und die Heiden allent-halben fick mit Haufen zu ihm schlügen, bestreue-ten sie sich mit Asche und riefen Gott an, dersein Volk von der Welt her erhalten und seinemHäuflein offenbarlich geholfen hatte.
16. Da ihnen nun ihr Hauptmann geboth;machten sie sich auf, und stießen auf die Feindebeym Flecken Dessa.
17. Simon aber, Judas Bruder, griff Nica-nor an; und Nieanor wäre schier geschlagen wor-den, weil ihn die Feinde angriffen, ehe.er ihrergewahr ward.
1 8 . Da nun Nieanor hörete, * daß Judas solchekühne Leute bey sich hätte, die Leib und Gutgetrost wagten für ihr Vaterland, fürchtete ersich, und wollte keine Schlacht mit ihnen thun;
* c. iZ, is.
i y. Sondern sandte zu ihm Possidonium, Theo-dotum und Matathiam, Frieden mit ihm zumachen.
ro. Da sie nun lange darüber berathschlagten,und ihr Hauptmann dem Volk alle Sachen vor-hielt , und sie der Sachen einig waren: bewillig-ten sie tu den Vertrag,
21. Und bestimmten einen Tag, da die beydeallein zu Häuf kommen sollten. Da nun derTag kam, setzte man Jeglichem einen Stuhl.
22. Und Judas verordnete Etliche in ihremHarnisch nicht ferne davon, daß die Feinde nichtunversehens ihm einen Tuck bewiesen; und rede-ten mit einander ihre Nothdurft.
23 . Und Nieanor blieb eine Zeitlang zu Jeru-salem, und nahm nichts vor wider sie, und ließsein Kriegsvolk abziehen.
2-4. Und hielte den Judas ehrlich vor den Leu-ten, und that sich freundlich zu ihm;
25 . Vermahnete ihn auch, daß er ein Weibnehmen und Kinder zeugen sollte. Also nahmJudas ein Weib, und hatte guten Frieden, undwartete seiner Nahrung.
26. Da nun Aleimus sah, daß diese zweeneins mit einander waren und Frieden gemachthatten, zog er wiederum zum Demetrius undverklagte den Nieanor, daß er untreu gewordenwäre; denn er hätte Judam, des Königs Feind,an seine Statt zum Hohenpriester gemacht.
27 . Da ward der König durch des BösewichtsLügen bewegt, und sehr zornig, und schrieb demNieanor, daß ihm gar nicht gefiele, daß er einenFrieden mit den Juden gemacht hätte; und ge-both ihm, er sollte eilends den Maccabäus fan-gen, und gen Antiochien schicken.
28. Als nun solcher Befehl dem Nieanor zu-kam; ward er betrübt und war übel zufrieden,daß er nicht sollte Glauben halten, so doch Ju-das nichts verschuldet hätte.
29. Aber doch, weil er wider den König nichtthun durfte, gedachte er ihn mit List zu fangen.
30. Da aber Maccabäus merkte, daß er sich un-freundlicher gegen ihn stellete, weder zuvor, undließ sich wohl dünken, es bedeutete nichts Gutes;nahm er Etliche zu sich, und verbargen sich vorihm.
3 1. Als nun Nieanor sah, daß ihm Maccabäusklüglich zuvorgekommen war; ging er hinauf zudem schönen heiligen Tempel und geboth denPriestern, so da opferten, sie sollten ihm denMann heraus geben.
22. Da sie aber hoch und theuer schwuren,sie wüßten nicht, wo er wäre; reckte er seinerechte Hand gegen den Tempel,
33 . Und schwur: * Werdet ihr mir den Judasnicht gebunden überantworten; so will ich dießGotteshaus schleifen, und den Altar umreisten,und dem Bacchus eine schöne Kirche an die Stattsetzen. "iMacc. 7 , 35 .
3 - 1 . Und da er dieß geredet hatte, ging er da-von. Die Priester aber reckten ihre Hände aufgen Himmel, und riefen den an, der allezeitunser Volk beschützet hat,
35. Und sprachen: Herr, wiewohl du keinesDinges bedarfst, hat es dir dennoch Wohlgefal-len, daß dein Tempel, darinnen du wohnest,unter uns feyn sollte.
36 . Darum du heiliger Gott, dem allein ge-höret alles, was heilig ist, bewahre fortan deinHaus, welches wir neulich gereiniget haben, daßes nicht wieder verunreiniget werde, und stopfedie bösen Mäuler.
37. Es ward aber Nieanori angezeigt einer ausden Aeltesten zu Jerusalem, mit Nahmen Rha-zis, daß er ein Mann wäre, der das väterlicheGesetz lieb und allenthalben ein gutes Lob undsolche Gunst unter seinen Bürgern hätte, daßihn Jedermann der Juden Vater hieß.
33. Auch war er vor diesen Zeit darum ver-klagt und verfolgt gewesen, und hatte Leib undLeben männlich gewagt über der Juden Glauben.
39. Da nun Nicanor sich erzeigen wollte, wiebitter feind er den Juden wäre: sandte er überfünf hundert KriegsLnechte, die ihn sollten fangen.
-io. Denn er meynete, wenn er ihn gefangenhätte, er würde ihnen einen großen Schadenzuwendeu.