Mi Judas schlägt Timotheus 2 Maccabaer 12. und Gorgias.
schlossen war, da mancherley Volk innen woh-nete, und hieß Casptn.
1 - 4 . Aber die in der Stadt verließen sich aufihre feste Mauern und großen Vorrath vonSpeise, und fragten nicht viel nach Juda undden Seinen; ja sie spotteten ihrer noch dazu,und lästerten, und fluchten ihnen übel.
15. Da riefen Judas und sein Haufe zu dem
mächtigen Herrn aller Welt, der zu JosuäZeiten * ohne alle Kriegerüstung, so man zumSturm braucht, Jericho in einander geworfenhatte. ' Esaj. 6 / 20.
1 6 . Und liefen mit einem Grimm an die Mauern,und eroberten also die Stadt, und würgeten un-säglich viele Menschen, daß der Teich, so dabeylag und wohl zwey Feldweges wett war, sähewie eitel Blut.
17. Darnach zogen fle weiter sieben hundertund fünfzig Feldweges, und kamen gen Tharahzu den Juden, die man Tubianer heißt.
18. Aber sie fanden Timotheum nicht; denner hatte sich davon gemacht und nichts da ausge-richtet, ohne daß er einen Flecken stark besetzthatte.
is. Da machten sich zween Hauptmänner ausdes Maceabäus Haufen auf, nähmlich Dofi-theus und Sofipater, und brachten sie alle um,die Timotheus in der Besatzung gelassen hatte,mehr denn zehn tausend Mann.
20. Maceabäus aber ordnete sein Volk, undtheilte es in etliche Haufen, und zog wider Ti-motheum, welcher hundert und zwanzig tausendFußknechte und fünfzehn hundert Reisigen beysich hatte.
21. Da nun Timotheus erfuhr, daß Judaswider ihn zöge, schickte er Weib und Kind,und was nicht in Krieg taugte, in einen FleckenCarnion, welches im engen Gebirge lag, daßman es nicht belagern konnte.
22. Als er aber den ersten Haufen des Maeea-bäns ansichtig ward, kam die Feinde eine Furchtund Schrecken an; weil der wider sie war, undsich sehen ließ, * der alle Dinge flehet; und hobenan zu fliehen, der Eine da, der Andere dorthinaus , daß sie sich selbst unter einander beschä-digten UNd Verwundeten. *e. 7, 3 S. c. 2r.
23 . Judas aber drückte nach, und schlug dieGottlosen, und brachte ihrer in die dreyßig tau-send um.
2^l. Und Timotheus kam dem Dofitheus undSosipater in die Hände, und bath fle sehr, daßsie ihn nicht tödleren: denn er hätte viel ihrer
Väter und Brüder, die auch sterben müßten,wo er getödtet würde.
25. Da er sich nun verbürget hatte, daß erauf einen bestimmten Tag sie unbeschädigt ihnenüberantworten wollte; ließen sie ihn um ihrerBrüder willen ledig.
26. Darnach zog Maceabäus gen Carnion undAtargation, und erwürgete bey fünf und zwan-zig tausend Menschen.
27. Nach diesem Zug und Schlacht reifete Ju-das wider die feste Stadt Ephron, in welcherLysias und sonst viel Volk war. Die jungeMannschaft aber, die vor der Stadt stand,wehrete sich tapfer; denn sie hatten Geschütz undWehre genug.
28. Da riefen sie zu dem Herrn, der mit Ge-walt der Feinde Stärke zerbricht, und erober-ten die Sradt, und erwürgeten fünf und zwan-zig tausend Menschen.
29. Darnach zogen sie von dannen wider derScythen Stadt, die sechs hundert Feldwegesvon Jerusalem liegt.
30. Weil aber die Juden, so bey den Scythenwohneten, ihnen Zeugniß gaben, daß sie ihnenalle Freundschaft in den schweren Zeiten bewie-sen hätten; ftelleten sie sich auch freundlich ge-gen sie,
31. Und dankten ihnen darum, und bathensie, sie wollten weiter gegen ihre Leute so gut-willig seyn. Und zogen also wieder gen Jeru-salem , und kamen eben auf die Pfingsten wiederheim.
32. Nach Pfingsten aber zogen sie wider Gor-giam, der Edomiter Hauplmann.
33. Der begegnete ihnen mit drey tausend Fuß-knechten , und vier hundert Reisigen (R-imn).
3^. Und da es an die Schlacht ging, kamenwenige Juden um.
35. Und Dositheus, ein starker Reiter aus desBaeenors Haufen, erhaschte Gorgiam, und hieltihn bey dem Mantel, und führete ihn mit Ge-walt, und wollte ihn lebendig fangen. Aberein Reiter aus Thracten rennete auf ihn zu undhieb ihm den Arm ab, daß der Gorgias davonentrann gen Moresa.
36 . Da nun des Gorgias Haufe sich längerwehrete, und Noch vorhanden war; rief Judaszum Herrn, daß er ihnen helfen und für flestreiten wollte.
37. Und schrie seine Leute an auf Ebräisch,und fing einen Gesang an. Da wandte sich Gor-gias Volk unversehens in die Flucht.
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