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[1] (1821) [Altes Testament]
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985
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Antiochi Tyranney gegen die Juden. 2 Macca

Gebirge, und enthielt sich da mit allen, so sichzu ihm geschlagen hatten, von den Kräutern, daßer nicht müßte unter den unreinen Heiden leben.

* i Macc. 2, 28.

Das 6. Capitel.

Don Verunreinigung des Tempels/ und EleasarS Tode.

1. H?icht large darnach sandte der König einen^ alten Mann von Antiochien, daß er die

Juden zwingen sollte, daß sie von ihrer VäterGesetz abfielen und Gottes Gesetz nicht mehrhielten,

2. Und daß er den Tempel zu Jerusalem sollteverunreinigen , und ihn heissen des Jovis Olym-pri Kirche; und den Tempel zu Garizim desJovis Xenii Kirche, dieweil fremde Leute daselbstwohneren.

3. Aber solches wüste Wesen that Jedermannsehr wehe.

-L. Denn die Heiden schwelgeten und prassetenim Tempel, und trieben allerley Unzucht mit^en Weibern an der heiligen Stätte, und tru-gen viel hinein, das sich nicht gebührete.

Z. Man opferte auf dem Altar verbotheneOpfer im Gesetz.

6. Und hielt weder Sabba'h noch andere ge-wöhnliche Feyertage; und durfte sich Niemandmerken lassen, daß er ein Jude wäre:

7. Sondern man trieb sie mit Gewalt alle Mo-nathe zum Opfer, wenn des Königs Geburtstagwar. Wenn man aber des Bacchus Fest beging;da zwang man die Juden, daß sie in Kränzenvon Epheu, dem Bacchus zu Ehren, einher gehenmußten.

8. Man hatte auch aus des Ptolemäus Ange-ben ein Geboth lassen ausgehen an die Städteder Heiden, die um Jerusalem waren, daß siedie Juden allenthalben zum Opfer zwingensollten;

9. Und so Etliche darauf bestünden, daß sie esnicht mit den Heiden halten wollten, die sollteman flugs erstechen. Da sah man einen großenJammer.

10. Zwo Frauen wurden vorgeführet, daß sieihre Söhne beschnitten hatten. Denen bandman die Kindlein an die Brüste, und führetesie herum durch die ganze Stadt, und warfensie zuletzt über die Mauer hinab.

i i. Etliche hatten sich in der Nähe verkrochenin die Löcher, daß sie den Sabbath halten möch-ten. Dieselbigen, als es Philipp» angezeigetward, verbrannte man. Denn sie wollten sich

er 6. Eleasar. 985

nicht wehren, daß sie sich am Sabbath nichtvergriffen.

s2. Ich muß aber hier den Leser vermahnen,saß er sich nicht ärgere über diesem Jammer;sondern gedenke, daß solche Strafe uns nichtzum Verderben, sondern zur Warnung wider-fahren sey.

13. Denn das ist eine große Gnade, daß Gottden Sündern steuert, daß sie nicht fortfahren;und ist bald hinter ihnen her mit der Strafe.

i^. Denn unser Herr Gott fiehet uns "nicht solange zu, als den andern Heiden, die er läßthingehen, bis sie ihr Maß der Sünden erfüllethaben, daß er sie darnach strafe: sondern wehretuns, daß wirs nicht zuviel machen und er zuletztsich nicht an uns rächen müsse. *8«. 25,2s.

i s. Derhalben hat er seine Barmherzigkeit nochnie von uns gar genommen. Und ob er uns miteinem Unglück gezüchtiget hat, hat er dennochsein Volk nicht gar verlassen.

16. Dieß habe ich zu einer Ermahnung hiersagen wollen.

17. Nun wollen wir wieder auf die Historienkommen.

18. Es war der vornehmsten Schriftgelehrteneiner, Eleasar, ein betagter und doch sehr fchö- .ner Mann; demselben sperreten sie mit Gewaltden Mund auf, daß er sollte Schweinefleischessen.

19. Aber er wollte lieber ehrlich sterben, dennso schändlich leben, und litte es geduldig.

20. Und da er zur Marter ging, strafte erdie, so verbotenes Fleisch aßen aus Liebe deszeitlichen Lebens.

21. Die nun verordnet waren, daß sie dieLeute zu Schweinefleisch wider das * Gesetz drin-gen sollten, weil sie ihn so eine lange Zeit ge-kannt hatten, nahmen ihn auf einen Ort undsagten, sie wollten ihm Fleisch bringen, das erwohl essen dürfte; er sollte sich aber stellen, alswäre es geopfertes Schweinefleisch, und solltees dem Könige zu liebe essen, "ZMos.ii/7.

22. Daß er also beym Leben bliebe, und deralten Kundschaft genösse.

23. Aber er bedachte sich also (wie es dennfeinem großen Alter und eisgrauen Kopf, auchseinem guten Wandel, den er von Jugend aufgeführet hatte, und dem heiligen göttlichen Gesetzgemäß war) und sagte dürre heraus: Schicktmich immer unter die Erde hin ins Grab.

2^. Denn es will meinem Alter übel anstehen,daß ich auch so heuchle, daß die Jugend geden-

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