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[1] (1821) [Altes Testament]
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981
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Heliodorus wird hart gestraft, 2 Maccabäer 3 . 4 .

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erhält das Leben.

21. Es war beydes erbärmlich, daß das Volkunter einander so gar erschrocken, und der Ho-hepriester so ängstlich war.

22. Weil sie also den allmächtigen Gott anrie-fen, daß er das Gut derer, so es dahin beyge-legt hatten, erhalten wollte;

23 . Gedachte Heliodorus sein Vornehmen aus-zurichten. Und da er bey dem Gotteskasten stehetmit Kriegskirechten;

2^. That der allmächtige Gott ein * großes Zei-chen, daß er und die, so um ihn waren, sichvor der Macht Gottes entsetzten und in einegroße Furcht und Schrecken fielen. *-.2,22.

25 . Denn fie sahen ein Pferd, das wohl ge-schmückt war, darauf saß ein schrecklicher Reiter,der rennete mir aller Macht auf den Heliodoruszu, und stieß ihn mit den vördern zweyen Füßen;und der Reiter auf dem Pferde hatte einen ganzgoldenen Harnisch an.

26. Sie sahen auch zween junge Gesellen, diestark und schön waren, und sehr wohl gekleidet;die standen dem Heliodorus zu beiden Seiten,und schlugen getrost auf ihn,

27. Daß er vor Ohnmacht zur Erde sank,und ihm das Geficht verging.

28. Da nahmen fie ihn, der neulich mit großerPracht und allen seinen Kriegsknechten in dieSchatzkammer gegangen war, und trugen ihnauf einem Stuhl davon, und seine Gewalt halfihm gar nichts;

29. Daß man öffentlich die Kraft des Herrnmerken mußte. Und er lag also für todt, undredete kein Wort.

30. Die Juden aber lobten Gott, daß er feinenTempel also geehret hatte. Und der Tempel,-er zuvor voll Furcht und Schrecken gewesenwar, ward voll Freude und Wonne nach diesemZeichen des allmächtigen Gottes.

31. Aber etliche des Heliodorus Freunde kamenund bathen Oniam, daß er doch * den Herrnbitten wollte, daß er dem Heliodorus, der jetztin letzten Zügen lag, das Leben wollte schenken.

* 1 Kon. 13, 6.

32. Weil fich aber der Hohepriester besorgte,der König würde einen Argwohn auf die Judenhaben, als hätten fie dem Heliodorus etwasgethan, opferte er für ihn, daß er gesundwürde.

33. Und weil er bethete, erschienen die zweenjungen Gesellen wieder in ihrer vorigen Kleidungund sagten zum Heliodorus: Danke dem Hohen-

priester Onias fleißig, denn um seinetwillen hatdir der Herr das Leben geschenket;

3^. Und verkündige allenthalben die große Kraftdes Herrn, weil du vom Himmel herab gefiäu-pct bist. Und da fie dieß geredet hatten, ver-schwanden fie.

35. Heliodorus aber opferte dem Herrn, undgelobte ihm viel, daß er ihm das Leben wiedergegeben hatte; und dankte dem Onias, und rei-fete darnach wieder zum Könige,

36 . Und sagte Jedermann, wie er mit seinenAugen die Werke des höchsten Gottes gesehenhätte.

37. Als ihn aber der König fragte, wen ermeinte, den er gen Jerusalem schicken könnte,der etwas ausrichtete; antwortete ihm Helio-dorus:

38 . Wenn du einen Feind hast, oder einen,der dich aus dem Reich gedenkt zu stoßen, denschicke hin. Wenn derselbe also gestäupet wird,wie ich, und mit dem Leben davon kommt; somagst du ihn wohl wieder annehmen.

39. Denn es ist Gott kräftiglich an dem Ort,und der seine Wohnung im Himmel hat, siehetdarauf und rettet ihn; und die ihn beschädigenwollen, straft er und schlägt fie zu tode.

^0. Dieß sey genug von der Schatzkammer undHeliodoro.

Das 4. Capitel.

Was für bluttriefender Zank sich wegen des Hohenpriesierthums unterAntiocho angesponnen.

1. ^imon aber, der * den Schatz und sein Va-^ terland so verrathen hatte, redete dem

Onias übel nach, wie er solches Unglück gestiftethätte, das -i- Heliodoro widerfahren war;

* c. 3 , 6 . -f c. 3 , 9. 26 .

2. Und gab ihm Schuld, daß er trachtete Herrim Lande zu werden; so er doch der Stadt allesGutes that, und sein Volk mit Treue meinete,und fest hielt über Gottes Geboth.

3. Da nun der Haß und Neid so groß war,daß des Simons Anhang Etliche darüber erwür-geten ;

>L. Und Onias sah, daß viel Unrath aus sol-cher Uneinigkeit kommen würde, weil * Apollo-nius, der Hauptmann in Nieder-Syrien, alsowüthete, und des Simons Muthwillen stärkte;machte er fich auf zum Könige, * c. 3, §.

s. Nicht sein Volk zu verklagen, sondern Landund Leuten zu gut.

6 . Denn er sah, wenn der König nicht würde