958 Lysias räch zum Frieden. 1 Maccab äer 6. 7. Abtrünniger Alcimus.
55. Mittler Zeit vernahm Lysias, daß Philip-pus, dem des Königs Vater Antiochus den jun-gen Körrig und das Reich bey Leben befohlenhatte,
56 . Wiedergekommen war aus Persien undMeden mit dem Kriegsvolk, das der König dahingeführet hatte; und daß sich Philippus des Re-giments unterstand.
57 . Darum eiiete er weg aus Judäa wiederins Königreich, und sprach zum Könige und zuden Hauptleuten: Wir leiden hier Noch, undhaben nichts zu essen, und verlieren viele Leute;und dieser Ort ist sehr fest, so wir doch daheimnöthigere Sachen zu thun haben, Friede» imKönigreich zu erhalten.
58. Laßt uns Frieden mit diesem Volk machen,
59. Und zulassen, daß sie ihr Gesetz halten,wie zuvor; denn sie zürnen und streiten alleindarum, daß wir ihnen ihr Gesetz abthun wollen.
6 0. Diese Meinung gefiel dem Könige und denFürsten wohl. Und der König schickte zu ihnen,einen Frieden mit ihnen aufzurichten.
6 1. Da sie aber heraus kamen aus ihrer Fe-stung, zog der König hinein.
62. Und da er sah, daß es so fest war; hielter seinen Eid nicht, sondern geboth die Mauernumher wieder einzureissen.
63 . Darnach zog er eilend weg gen Antiochien.Da vernahm er, daß sich Philippus da aufgewor-fen hatte für einen König. Mit dem stritte er,und eroberte die Stadt wiederum.
Das 7. Capitel.
Don Judä Sieg wider SUcaiior.
1. ^m hundert und ein und fünfzigsten Jahr^ kam Demetrius, Seleuci Sohn, von
Rom wiederum in sein Königreich, und nahmeine Stadt ein am Meer mit wenig Volk, undregierete da als ein König.
2. Und da er in die Hauptstadt Antiochia kam;steng das Kriegsvolk * Antiochum und Lysiam,dieselben Demetrio zu überantworten.
' 2 Matt. 14, 2.
3 . Da aber solches Demetrio angezeiget ward;geboth er, man sollte sie nicht vor seine Augenkommen lassen.
Darum tödtete sie das Kriegsvolk. Danun Demetrius das Reich innen hatte;
s. Kamen zu ihm viele gottlose und abtrünnigeLeute aus Israel; und war der Vornehmste unterihnen Alcimus, der wäre gerne Hoherpriestergeworden.
6 . Diese verklagten Judam und ihr eigenes Volk,und sprachen: Judas und seine Brüder habenalle, so dir wollten gehorsam seyn, umgebrachtoder aus unserm Lande verjagt.
7 . Darum sende Jemand dahin, dem du ver-trauest , und laß besehen, wie sie uns und desKönigs Land verderbet haben, und laß sie undallen ihren Anhang strafen.
8 . Darum machte der König Bacchidem, seinenFreund, der im Reich gewaltig war und demder König viel vertrauete, zum Hauptmann überdas ganze Land diesseit des Euphrats.
9 . Und schickte mit ihm den abtrünnigen Al-cimus, den er zum Hohenpriester gemacht hatte;und befahl ihm, das Volk Israel zu strafen.
10. Und sie zogen in das Land Juda mit einemgroßen Heer, und schickten Botschafter zu Judaund seinen Brüdern, vom Frieden zu handeln;und stelleteu sich, als wollten sie Frieden mitihnen halten.
i i. Aber es war eitel Betrug. Darum glaubteihnen Judas nicht: denn er sah, daß sie wohlgerüstet waren und ein großes Heer mit sichführeten.
12. Aber viele Priester kamen zu Aleimo undBacchide, und Viele von den Frommen inIsrael;
13. Die versahen sich Gutes zu Alcimo, undbegehrten Frieden.
i^. Und sprachen: Alcimus ist ein Priesteraus dem Geschlecht Aarons, er wird uns keineUntreue beweisen.
1 5 . Und Alcimus sagte ihnen Frieden zu, undthat einen Eid und sprach: Wir wollen euchund eure Freunde nicht beleidigen.
16. Da sie ihm also glaubten, ließ er sechzigaus ihnen fangen, und tödtete sie alle auf einenTag, wie die Schrift spricht:
17 . Das * Fletsch deiner Heiligen haben sie den
Thieren gegeben, sie haben Blut vergossen umJerusalem umher, wie Wasser; und war Nie-mand , der sie begrub. * Ps. 79,2.
18. Darum kam eine sehr große Furcht undSchrecken in das Volk, welches klagte, daßweder Glaube noch Treue in Alcimo wäre; denner * hielt seinen Eid nicht. * c. 6 ,62.
19. Und Bacchides zog weg gen Jerusalem,und belagerte Bethzecha, und sandte aus, undließ Viele fangen, so zuvor sich an ihn ergebenhatten und von wegen der Untreue wieder vonihm flohen, und ließ ihrer Viele tödten, die warfer in eine große Grube.
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