Nichtigkeit und
Baruch 6.>
Ohnmacht der Götzen.'
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45. Von Werkmeistern und Goldschmieden findsie gemacht; und was die Werkmeister wollen,muß daraus werden und nichts anders.
46. Und die, so sie gemacht haben, könnennicht lange leben. Wie sollten denn das Götterfeyn, so von ihnen gemacht sind.
47. Darum geben sie den Nachkommen nurAergerniß, und Ursach zur schändlichen Abgöt-terei
48. Denn wenn Krieg oder sonst ein Unglücküber sie kommt, rathschlagen die Pfaffen untereinander, wo sie sich zugleich, mit den Götzenverbergen wollen.
49 . Darum kann man wohl merken, daß eskeine Götter sind; weil sie sich selber weder vorKrieg noch anderm Unglück schützen können.
so. Denn es find doch nur hölzerne, vergoldeteund überfilberre Götzen. Darum kann man nunfort wohl erkennen, * daß es Trügerey ist, allenHeiden und Königen offenbar, und nicht Götter,sondern von Menschen Händen gemacht, und istkeine Gottheit in ihnen. -Z-r. io, i4. e. 21 , 17 .si. Darum kann Jedermann wohl merken,daß es nicht Götter find.
52. Denn sie erwecken keinen König im Lande,sie geben den Menschen nicht Regen;
53. Und nehmen sich keines Regierens nochStrafens an, so wenig als die Vögel, so in derLuft hin und wieder stiegen.
54. Wenn das Haus der hölzernen, vergolde-ten und übersilberten Götzen vom Feuer angeht;so laufen die Pfaffen davon, und verwahren sichvor Schaden; sie aber verbrennen wie andereBalken.
55. Sie können weder Königen noch keinemKriegsvolk nicht widerstehen. Wie soll man siedenn für Götter Hallen oder nennen?
56. Die hölzerne, übersilberte und vergoldeteGötzen können sich nicht schützen vor Dieben undRäubern ; denn sie sind ihnen zu stark, daß siesie berauben und ausziehen,
57. Nehmen ihnen Gold, Silber und Kleiderweg und kommen davon; so können sie ihnenselber nicht helfen.
58. Darum ist es viel besser ein König feyn,
der seine Macht beweisen kann, oder ein nütz-liches Hausrath feyn, das im Hause nütz ist,oder eine Thür, die das Haus verwahret, odereine hölzerne Säule in einem königlichen Saal,denn ein solcher ohnmächtiger Götze.
59 . Sonne, Mond und Sterne scheinen, undfind gehorsam, wie ihnen Gott heißt,ko. Deßgletchen der Blitz leuchtet, daß manihn siehst; der Wind wehet in allen Landen.
61. Und die Wolken fahren durch die ganzeWelt, und thun, was ihnen Gott heißt.
62 . Also auch das Feuer von oben her schlägtBerge und Wälder, und thut, was ihm gebo-then ist.
63. Die Götzen aber können sich weder regennoch etwas thun. Darum soll man sie nicht fürGötter halten, oder so heissen ; denn sie könnenWeder strafen noch helfen.
64. Weil ihr denn wisset, daß es nicht Götterfind; so fürchtet euch nickt vor ihnen.
65. Denn sie können dir Könige weder verfluchennoch segnen.
66. Sie können auch kein Zeichen am Himmelden Heiden anzeigen; sie können es nickt lichtmachen, wie die Sonne, noch einen Schein geben,wie der Mond.
67. Die unvernünftigen Thiere sind besser,denn sie; die können doch in eine Höhle fliehen,und sich verwahren.
68. Darum ist allerdings offenbar, daß siekeine Götter sind.
69. Denn wie ein Scheusal im Garten nichtsverwahren kann: also sind auch ihre hölzerne,Vergoldete und überfilberre Götzen kein nütze.
70 . Und wie eine Hecke im Garten ist, dar-auf allerley Vögel nisten; oder wie ein Todter,der im Grabe liegt: also find ihre hölzerne,vergoldete und übersilberte Götzen.
71. Auch kann man es daran merken, daß sienicht Götter sind; denn der Scharlach den sieumhaben, wird von den Morren zerfressen, undsie selbst endlich auch dazu, daß ihrer Jedermannspottet.
72. Wohl dem MerMen. der gerecht ist undkeine Götzen har; der wird nicht zu Sp^tt.
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