944 Warnung vor Abgötterey. Baruch 6. Nichtigkeit und Ohnmacht der Götzen.
Räuber nicht erwehren. Daran sieht man wohl,daß sie nicht Götter find. * Darum fürchtet sie
Nicht. * Nicht. 6, io.
15 . Gleichwie ein Gefäß, das ein Menschbraucht, wenn es zerbrochen wird, unnütz ist:eben so sind ihre Götzen.
16. Wenn man sie in ihre Häuslein setzt,werben sie voll Staub von den Füßen derer,die hinein gehen.
17 . Die Priester verwahren der Götzen Tem-pel mit Thüren, Schlössern und Riegeln, daßsie von den Räubern nicht gestohlen werden;eben, als wenn man einen gefangen legt undverwahret, der sich am Könige vergriffen hatund zum Tode verurtheilet ist.
i s. Sie zünden ihnen Lampen an, und derervielmehr, denn sie für sich selbst anzünden; undsehen doch nichts.
19. Sie sind wie die Balken im Hause; unddie Würmer, so ans der Erde kriechen, fressenihr Herz und ihre Kleider; und sie fühlen esdoch nicht.
20. Unter ihrem Angesicht sind sie schwarz vomRauch im Hause.
21. Und die Nachteulen, Schwalben und an-dere Vögel setzen sich auf ihre Köpfe, deßgleichenauch die Katzen.
22. Daran ihr ja merken könnet, daß es nichtGötter find. Darum fürchtet sie nicht.
23 . Das Gold, das man um sie her hänget,sie damit zu schmücken, gleisset nicht, wenn manden Rost nicht abwischt. Da man sie gegossenhat, fühlten sie es nicht.
2^. Aus ' allerley köstlicher Materie hat man siegezeuget, und ist doch kein Leben darinnen.
' Esaj. 46 , 6 .
25 . Weil sie nicht gehen können, muß mansie auf den Achseln tragen. Daran die Leutesehen können, daß es schändliche Götter seyn.
26. Es * müssen sich auch ihrer schämen, die sieehren, darum, daß sie weder von ihnen selberkönnen aufstehen, so sie auf die Erde fallen, nochsich regen, so man sie aufgerichtet htnsetzt, nochsich aufrichten, so man sie lehnet. Und wie manden Tobten Opfer vorsetzt, also setzt man esihnen auch vor. * Ps. s?, 7 . Esaj. 42,17.
27. Ihre Priester aber bringen das um, dasihnen gegeben wird; deßgleichen auch ihre Wei-ber prassen davon, und geben weder den Armennoch den Kranken etwas davon.
28. Unreine Weiber und Sechswöchnerinnenrühren ihre Opfer an. Daran ihr ja merken
könnet, daß es nicht Götter sind. Darum fürch-tet sie nicht.
29. Und woher sollen sie Götter heissen? Denndie Weiber pflegen der silbernen, goldenen undhölzernen Götzen.
30. Und die Priester sitzen in ihren Tempelnmit weiten Chorröcken, 'scheren den Bart ab,und tragen Platten, sitzen da mit bloßen Köpfen,
* 3 Mos. 21, 3 . c. 19 / 27.
31. Heulen und schreyen vor ihren Götzen,wie man pflegt in der Todten Begängnissen.
32. Die Pfaffen stehlen ihnen ihre Kleider,und kleiden ihre Weiber und Kinder davon.
33. Man thue ihnen Böses oder Gutes, so
können sie es doch nicht vergelten. * Sie vermö-gen weder einen König einzusetzen, noch abzu-setzen. * Dan. 2,21.
3^. Sie können weder Geld noch Gut geben.Gelobet ihnen Jemand etwas, und hält es nicht;so fordern sie es nicht.
35. Sie können einen Menschen vom Todenicht erretten, noch einem Schwächer« helfenwider den Starken;
36 . Sie können keinen Blinden nicht sehend
machen, sie * können einem Menschen in der Nothnicht helfen; * - M°s. 32,37. Zs.
37. Sie erbarmen sich der Witwen nicht,und helfen den Waisen nicht.
38 . Denn sie find hölzern, mit Gold und Sil-ber gezieret, den Steinen gleich, die man ausdem Berge hauet. Darum, die sie ehren, müs-sen zu Schanden werden.
39. Wie soll man sie denn für Götter halten,oder so heissen; weil auch die Chaldäer nichtgroß von ihnen Hallen?
^0. Denn wenn sie einen Stummen sehen,der nicht reden kann, bringen sie den zum Belund sagen, der Stumme soll ihn anrufen, gleichals verstünde er es.
^1. Und wiewohl sie wissen, daß kein Lebenin ihnen ist; doch laufen sie ihnen nach.
^2. Die Weiber aber sitzen vor den Kirchenmit Stricken umgürtet, und bringen Obst zumOpfer.
^3. Und wenn Jemand vorüber gehet, undEine von ihnen hinweg nimmt, und bey ihrschläft; rühmet sie sich wider die Andere, daßjene nicht sev werth gewesen, wie sie, daß ihrder Gurt aufgelöset würde.
^ 4 . Alles, was durch sie geschiehst, ist eitelTrügerey. Wie soll man sie denn für Götterhalten, oder so heissen?
^5. Von