Druckschrift 
[1] (1821) [Altes Testament]
Entstehung
Seite
946
Einzelbild herunterladen
 

946 Alexander der Große. Antiochus IMaccabäerl. der Edle kommt gen Jerusalem.

Das erste Buch

Das 1. Capitel.

Von Antiochus -cs Edlen Gottlosigkeit und Tyrannei).

1. yslexander, der Sohn Philippi, König in

Makedonien , der erste Monarch aus Grä-cia, ist amgezogen aus dem Lande Chitim, undhat große Kriege geführet, die festen Städteerobert / und der Perser König Darius geschlagen;

2. Hernach andere Könige in allen Ländernunter sich gebracht;

3 . Und ist immer fortgezogen, und hat alleLande und Königreiche eingenommen.

Und hat sich Niemand wider ihn fetzen dür-fen ; und hatte ein gewaltig gutes Kriegsvolk.

6 . Da er nun die Königreiche innen hatte,ward er stolz und fiel in Krankheit.

6 . Da er aber merkte, daß er sterben würde,

7 . Forderte er zu sich seine Fürsten, die mitihm von Jugend auf erzogen waren, und setztefie zu Hauptleuten über die Länder bey seinemLeben.

8 . Hernach ist Alexander gestorben, als er re-gieret hatte zwölf Jahre.

' 9 . Nach seinem Tode ist das Reich auf seineFürsten gekommen, die nahmen die Länder ein,ein jeglicher Hauptmann seinen Ort.

io. Und machten fich alle zu Königen, undregiereten fie und ihre Nachkommen lauge Zeit.Und find große Kriege zwischen ihnen gewesen,und ist allenthalben in der ganzen Welt vielJammers geworden.

i i. Bon dieser Fürsten einem ist geboren eineschädliche böse Wurzel, Antiochus, genannt derEdle, der zu Rom ein Geißel gewesen ist fürfeinen Vater, den grossen Antiochus. Und dieserAntiochus, der Edle, fing an zu regieren imhundert und fieben und dreyßigsten Jahr desGriechischen Reichs.

12. Zu dieser Zeit waren in Israel böse Leute,die hielten an bey dem Volk, und sprachen:Laßt uns einen Bund machen mit den Heidenumher, und ihre Gottesdienste annehmen ; dennwir haben viel leiden müssen seit der Zeit, dawir uns wider die Heiden gesetzt haben.

13 . Diese Meinung gefiel ihnen wohl.

1^. Und wurden Etliche vom Volk zum Königegesandt; der befahl ihnen, heidnische Weise an-zusaugea.

-er Maccabäer.

iZ. Da richteten fie zu Jerusalem heidnischeSpielhäuser an,

16. Und hielten die Beschneidung nicht mehr,und fielen ab vom heiligen Bunde, und hieltenfich als die Heiden, und wurden ganz verstockt,alle Schande und Laster zu treiben.

17 . Als nun Antiochus sein Reich gewaltiglichinnen hatte, unterstand er sich das KönigreichEgypten auch an fich zu bringen, daß er beydeKönigreiche hätte;

18. Und zog in Egypten, wohl gerüstet mitWagen, Elephanten, Reisigen und vielen Schif-fen ;

19. Und kriegte mit Ptolemäus, dem KönigeEgyptens. Aber Ptolemäus fürchtete fich undfioh, und find viele Egypter umgekommen.

20. Und Antiochus hatte die festen Städte inEgypten eingenommen, und großes Gut dageraubt und davon gebracht.

21. Als aber Antiochus in Egypten gefiegethatte, und wieder heim zog, im hundert unddrey und vierzigsten Jahr, reifete er durch Israel;

22. Und kam gen Jerusalem mit einem großenVolk,

23 . Und ging * trotziglich in das Heiligthum,

und ließ wegnehmen den goldenen Altar, Leuch-ter und was dazu gehöret, den Tisch, daraufdie Schaubrote lagen, die Becher, Schalen,die goldenen Kellen, den Vorhang, die Kronenund goldenen Schmuck am Tempel; und zerschluges alles. ' Dan. 8 ,11.12.

2^. Und nahm das Silber, und Gold, undköstliche Gefäße, und die verborgenen Schätze,so viel er fand, und führete es mit fich in seinLand.

25 . Und ließ viele Leute tödten, und lästerlicheGebothe ausrufen.

26. Da war im ganzen Israel, und wo fiewohneten, großes Herzeleid.

27. Die Furstentrauerten; die Aeltesten, Jung-frauen und Frauen sahen jämmerlich;

28. Mann und Weib klagten;

29. Und das ganze Land ward betrübt vonwegen der Wmherey die darinnen geschah; unddas ganze Haus Jakots war voll Jammer.

30. Und nach zweyen Jahren tändle der Königeinen Hauptmcu-n in Juda, der kann mit einemgroßen Kriegsvott gen Jeui,albm,