Menschliches Elend.
928 Gottes Werke find gut. Sirach 40. 41.
Mauern, und durch sein Wort die Wasser stan-den / als wären sie gefasset.
* 2 Mos. 14, 22. Jos. Z, 16.
23. Denn was er durch sein Geboth schaffet,das ist lieblich; und man darf über keinen Man-gel klagen an seiner Hülfe.
24. Aller Menschen Werke find vor ihm, undVor seinen Augen ist nichts verborgen.
25. Er * siehet alles von Anfang der Welt, bis
ans Ende der Welt, und vor ihm ist kein Dingneu. ' c. 1-, 19.
26 . Man darf nicht sagen: Was soll das?Denn er hat ein Jegliches geschaffen, daß es zuetwas dienen soll.
27 . Denn sein Segen fließt daher, wie einStrom, und tränkt die Erde, wie eine Sündfluth.
28 . Wiederum sein Zorn trifft die Heiden,als wenn er ein wasserreiches Land verdorren läßt.
29 . Sein Thun ist bey den Heiligen recht;aber die Gottlosen stoßen sich daran.
30. Alles, * was von Anfang geschaffen ist, dasist den Frommen gut, aber den Gottlosen schädlich.
* Wciöh. 16, 24.
31. Der Mensch bedarf zu seinem Leben Was-ser, Feuer, Eisen, Salz, Mehl, Honig, Milch,Wein, Oehl und Kleider.
32. Solches alles kommt den Frommen zu gut,und den Gottlosen zu Schaden.
33. Es find auch die Winde ein Theil zur Rachegeschaffen, und durch ihr Stürmen thun sieSchaden;
34. Und wenn die Strafe kommen soll, so tobensie, -und richten den Zorn aus deß, der sie ge-schaffen hat.
35. Feuer, Hagel, Hunger, Tod, solches allesist ' zur Rache geschaffen. ' W«sh. is.
36. Die wilden Thiere, Skorpionen, Schlan-gen und Schwert find auch'zur Rache geschaffen,zu verderben die Gottlosen. ' c. 4», io.
37. Mit'Freuden thun fieseinen Befehl, undfind bereit, wo er ihrer bedarf auf Erden; undwenn das Stündlein kommt, lassen sie nicht ab.
* Ps. 148, 8.
38. Das ist es, das ich anfing und gedachtezu schreiben.
39 . Rühmlich, daß' alle Werke des Herrn gutsind, und ein Jegliches zu seiner Zeit nützlich ist,
* 1 Mos. 1, 31.
40. Daß man nicht sagen darf, es ist nichtalles gut; denn es ist ein Jegliches zu seiner Zeitköstlich.
41. Darum soll man den Nahmen des Herrnloben, und danken, mit Herzen und Munde.
Das 40. Capicel.
Vermahnung zum Lobe GottcS. Klage über der Menschen Elend.
1. ^s ist ein elend jämmerliches Ding um aller^ Menschen Leben, von Mutterleibe an,
bis sie in die Erde begraben werden, die unseraller Mutter ist.
2 . Da ist immer Sorge, Furcht, Hoffnung,und zuletzt der Tod,
3. So wohl bey dem, der in hohen Ehrenfitzt, als bey dem Geringsten auf Erden;
4. So wohl bey dem, der Seide und Kroneträgt, als bey dem, der einen groben Kittel anhat. Da ist immer Zorn, Eifer, Widerwärtig-keit, Unfriede, und Todesgefahr,' Neid und Zank.
' Jac. 3, 16 .
5. Und wenn einer des Nachts auf seinem Betteruhen und schlafen soll, fallen ihm mancherleyGedanken vor.
6. Wenn er gleich ein wenig ruhet, so ist esdoch nichts; denn er erschrickt im Traum, alssehe er die Feinde kommen.
7. Und wenn er aufwacht, und siehet, daß ersicher ist; so ist ihm, als der aus der Schlachtentronnen ist, und ist wunderfroh, daß die Furchtnichts ist gewesen.
8. Solches widerfährt allem Fleisch, bevdeMenschen und Vieh, aber den Gottlosen sieben-mahl mehr.
9 Mord, Blut, Hader, Schwert, Unglück,Hunger, Verderben und Plage,
io. Solches alles ist geordnet wider die Gott-losen : denn auch die 'Sündfluth um ihret willenkommen mußte. -i Mos. 7,n.
(Anfang deS 4l. CapitclS.)
1 1 .Alles, was aus der Erde kommt, * muß wie-der zur Erde werden, i- wie alle WasserWieder ins Meer fließen.
* 1 Mos. 3, IS. 2 Sam. 14, 14. Pred. 12 , 7. -s Prcd. 1, 7.
12. Alle Geschenke und Unrechtes Gut müssenuntergehen; aber die Wahrheit bleibt ewiglich.
13. Der Gottlosen Gürer versiegen wie einBach, wie ein Donner verrauscht im Regen.
14. Sie find fröhlich, so lange sie Geschenkenehmen; aber zuletzt gehen ste doch zu Boden.
16 . Die' Nachkommen der Gottlosen werdenkeine Zweige kriegen, und der Ungerechten Wur-zel stehet auf einem bloßen Felsen. * e. 2 z, -s.
16 . Und wenn sie gleich sehr feucht, und amWasser stünden, werden sie doch ausgerottet,ehe sie reif werden.
17. Wohl-