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[1] (1821) [Altes Testament]
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906
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906

Sich zu seines

Sir ach 13. 14.

gleichen halten.

7. Wenn er deiner bedarf/ kann er dich feinäffen, und lächelt dich an, verheisset dir viel,und gibt dir die besten Worte, und spricht:Bedarfst du etwas?

8. Und ladet dich ein-oder drevmahl zu Gastebetrüglich, bis er dich um das Deine bringe,und spotte deiner zuletzt.

9. Und wenn er gleich deine Noth stehet, läßt

er dich doch fahren, und ' schüttelnden Kopfüber dich. * c. 12,19.

10. Darum stehe zu, daß dich deine Einfaltnicht betrüge,

11. Und in Unglück bringe.

12. Wenn dicy ein Gewaltiger will zu sich zie-hen, so wegere dich; so wird er dich desto mehrzu sich ziehen.

13. Dränge dich nicht selbst zu ihm, daß dunicht verstoßen werdest; fliehe es auch nicht zusehr, daß man dich zur Noth brauchen könne.

1^. Wehre dich nicht, so er dir etwas befiehlt;aber verlaß dich nicht darauf, daß er dir sehrgemein ist; denn er versucht dich damit, undmit seinen freundlichen Geberden hohlt er dichaus.

15. Wenn er ungnädig wird, so bleibt es nichtbev sokden freundlichen Worten,

16. Und scherzet nicht mit Strafen und Ge-fängniß.

17. Darum hüthe dich, und stehe dich wohlvor.

18. Du lebst in großer Gefahr.

19. Ein * jegliches Thier hält stch zu seines

gleichen: *e. 27,10.

20. So soll ein jeglicher Mensch sich gesellenzu seines gleichen.

21. Es ist eben, als wenn sich der Wolf zumSchaf gesellet, wenn ein Gottloser stch zum From-men gesellet.

22. Wie Hyena mit dem Hunde stch gesellet;also auch der Reiche mit dem Armen.

23. Wie der Löwe das Wild frißt in der Heide;so fressen die Reichen die Armen.

2^. Wie dem Hoffärtigen unwerth ist, wasgeringe ist > also ist der Arme dem Reichen auchunwerrh.

25. Wenn der Reiche fallen will, so helfenihm feine Freunde auf; wenn der Arme fällt,stoßen ihn auch-seine Freunde zu Boden.

26. Wenn ein Reicher nicht recht gethan hat,so sind Viele, die ihm überhelfen; wenn er stchmit Worten vergriffen hat, so muß man es lassenrecht seyn.

27. Wenn aber ein Armer nicht recht gethanhat, so kann man es aufmntzen; und wenn ergleich weislich redet, so findet es doch keineStatt.

28. Wenn * der Reiche redet, so schweigt Jeder-mann , und sein Wort hebt man in den Himmel.

* Ps. 73, s.

29. Wenn aber der Arme redet, so spricht

man: 'Wer ist der? Und so er fehlet, so mußer herhalten. * Ps. 4,7.

30. Reichthum ist wohl gut, wenn man es ohneSünde braucht; aber Armuth des Gottlosen leh-ret ihn viel Böses reden.

31. Was einer im Sinn hat, das stehet manihm an den Augen an, es sey Gutes, oderBöses.

32. Hat er Gutes im Sinn, so steht er fröh-lich auf; wer aber mit heimlichen Tücken um-gehet, kann nicht Ruhe davor haben.

Das 11. Capitel.

Vom Mißbrauch und rechten Gebrauch zeitlicher Güter.

i.IAohl dem, der nicht bösen Rath gibt,und davon nicht böses Gewissen hat.

2. Wohl dem, der kein böses Gewissen hat,und seine Zuverficht ihm nicht entfallen ist.

, ' Hiob 27 , 6.

(Anfang des 14 . Capitels.)

Z.Einem * Lauser stehet nicht wohl an, daß erreich ist, und was soll Geld und Guteinem kargen Hunde? *c. 31,29.

Wer viel sammelt, und ihm selber nichtsGutes thut, * der sammelt es Andern, undAndere werden es verprassen. ' Ps. 49/ n.

5. Wer ihm selber nichts Gutes thut, was sollteder andern Gutes thun? Er wird seines Gutsnimmer froh:

6. Es ist kein " schändlicher Ding, denn daßeiner ihm selbst nichts Gutes gönnet; und dasist die rechte Plage für seine Bosheit." Sor. n, 17.

7. Thut er etwas Gutes; so weiß er freylichnichts darum, und zuletzt wird er ungeduldigdarüber.

8. Das ist ein böser Mensch, der nicht sehenmag, daß man den Leuten Gutes thut, sondernwendet sein Angeficht weg, und erbarmet stchNiemandes.

9. Ein "vortheilifcher Mensch läßt ihm nimmer

genügen an seinem Theil, und kann vor Geitznicht gedeihen. * S»r. 27,20.

10. Ein 'Neidischer stehet nicht gern essen,und thut ihm wehe, wenn er soll zu essen geben.

* k. 31, 14. Spr. 23, 6.