Geitz und Neid
Sirach 1>1. 15. 16.
Nutzen der Weisheit. 90?
i i. Mein Kind, thue dir selbst Gutes von demDeinen, und gib dem Herrn Opfer, die ihmgebühren.
12. Gedenke, daß der Tod nicht säumet; unddu weißt ja wohl, was du für einen Bundmit dem Tode hast.
13. Thne Gutes dem Freunde vor deinem Ende,und * reiche dem Armen nach deinem Vermögen.
* Tob. 7 .
1^. Vergiß "der Armen nicht, wenn du denfröhlichen Lag hast; so wird dir auch Freudewiederfahren, die du begehrest. * Luc. i 6 ,19.
15. Du mußt doch deinen ' säuern Schweiß
Andern lassen, und deine Arbeit den Erbenübergeben. *iM>s. 3,19.
16. Gib * gerne, so wirst du wieder empfan-gen, und heilige deine Seele. * Luc. e, 3».
17. Denn wenn du todt bist, so hast du ausgezehret.
18. Alles * Fleisch verschießt wie ein Kleid,denn es ist der alte Bund: Du mußt sterben!
* Esaj. 40, 6. Ps. 102, 12.
19. Gleichwie die * grünen Blätter auf einemschönen Baum, etliche abfallen, etliche wiederwachsen; also gehet es mit den Leuten auch:Etliche sterben, Etliche werden geboren.
* 1 Pet. 1, 24.
20. Alles vergängliche Ding muß ein * Ende
nehmen. * 1 Loh. 2,17.
21. Und die damit umgehen, fahren auch mitdahin.
(Anfang des 15 . Capitels.)
22'Wohl dem, * der stets mit Gottes Wortumgehet, und dasselbe ausleget und lehret,
' Pf. 1, 2.
23. Der es * von Herzen betrachtet, und gründ-lich verstehen lernet, und der Weisheit immerweiter nachforschet, und schleicht ihr nach, wosie hingehet, * Spr. 2,2.3.4.
2>L. Und guckt zu ihrem Fenster hinein, undhorcht an der Thür,
25. Sucht Herberge nahe bey ihrem Hause, undrichtet an ihrer Wand seine Hütte auf, und istihm eine gute Herberge.
26. Cr bringt seine Kinder auch unter ihr Däch-lein, und bleibt unter ihrer Laube.
27. Darunter wird er vor der Hitze beschirmet,und ist ihm eine herrliche Wohnung.
Das 15. Capitel.
Von Nutzbarkeit der Weisheit, und Ursach der Sünden.
(Ep. am Tage St. Johannis des Evangelisten.)
i.^olches thut Niemand, denn der den Herrn^ fürchtet, und wer sich an Gottes Worthält, der findet sie.
2. Und fie wird ihm begegnen, wie eine Mut-ter, und wird ihn empfangen, wie eine jungeBraut.
3. Sie wird ihn * speisen mit Brot des Ver-
standes, und wird ihn tränken mit Wasser derWeisheit. * J°h. 4,14.
^L. Dadurch wird er stark werden , daß er feststehen kann, und wird sich an fie halten, daßer nicht zu Schanden wird.
s. Sie wird ihn erhöhen über seinen Nächsten,und wird ihm seinen Mund aufthun in der Ge-meine.
6 . Sie wird ihn krönen mit Freude und Wonne,und mit ewigen Nahmen begaben.
7. Aber die Narren finden fie nicht, und dieGottlosen können fie nicht ersehen.
8 . Denn fie ist ferne von den Hoffärtigen, unddie Heuchler wissen nichts von ihr.)
9. Ein Gottloser kann nichts rechts lehren,denn es kommt nicht von Gott.
10. Denn zu rechter Lehre gehöret die Weis-heit , so gibt Gott Gnade dazu.
i>. Du darfst nicht sagen: Habe ich unrechtgelehret, so hat es Gott gethan. Denn waser hasset, das sollst du nicht thun.
12. Du darfst nicht sagen: Habe ich unrechtgelehret, so hat er mich betrogen. Denn erbedarf keines Gottlosen.
13. Denn der Herr hasset alle Abgötterey, undwer ihn fürchtet, der scheuet sich davor.
1^. Cr hat den Menschen von Anfang geschaf-fen , und ihm die Wahl gegeben.
15. Willst du, so halte die Gebothe, und thue,was ihm gefällt, in rechtem Vertrauen.
16. Er hat dir Feuer und Wasser vorgestellet;greiffe, zu welchem du willst.
17. Der * Mensch hat vor sich Leben und Tod;welches er will, das wird ihm gegeben werden.
* 5 Mos. SO, 15 . 19 . Jer. 21, 8 .
18. Denn die Weisheit Gottes ist groß, under ist mächtig,
19 . Und * fiehet Alles; * - 3 ,28. <sbr. 4,13.
20. Und * seine Augen sehen über die, so ihn
fürchten, und er weiß wohl, was recht gethanoder Heuchelet) ist. * Ps. 34,16.
21. Er' heißt Niemand gottlos seyn, und er-laubt Niemand zu sündigen. * Ps. §.
Das 16. Capitel.
Von böser Kinderzucht. Vollziehung gedröhnter Strafen Gottes.
i.^reue dich nicht, daß du viele ungeratheneo Kinder hast, und poche nicht darauf,
Z)YYYY 2