880 Gräuel und Ursprung Weisheit 13. 14. -er Abgötterey.
die da Menschengemächte Gott heissen, als Goldund Silber, das künstlich zugerichret ist, unddie Bilder der Thiere oder unnutze Steine, sovor alten Jahren gemacht find.
11. Als wenn * ein Zimmermann, der zu ar-beiten sucht, etwa einen Baum abhauet, un-beschlägt und schlichtet denselbigen wohl, undmacht etwas künstliches und feines daraus, dasman brauchet zur Nothdurft im Leben.
* Esaj. 44, 13.
12. Die * Späne aber von solcher Arbeit brauchter Speise zu kochen, daß er satt werde.
* Esaj. 44, 15. 16 .
13. Was aber davon überbleibet, das sonst
nichts nütze ist, als das krummes und ästigesHolz ist, nimmt und schnitzt er, wenn er müßigist, mit Fleiß, und' bildet es nach feiner Kunstmeisterlich, und macht es eines Menschen oderverachteten Thieres Bilde gleich; ' Bar. s, 7.
14. Und färbt es mit rother und weißer Farbe,roth und schön, und wo ein Fleck daran ist,streicht er es zu;
15. Und macht ihm ein feines Häuslein, undsetzet es in die Wand, und ' heftet es fest mit
Eisen , ' Esaj. 4l, 7.
16. Daß es nicht falle, so wohl versorgt er es.
Denn er weiß, daß es ihm selber nicht helfenkann; denn es ist ein Bild und ' bedarf wohlHülfe. * Gcsch. 17,2-.
17. Und so er bethet für seine Güter, für seinWeib, für seine Kinder, schämet er fich nichtmit einem Leblosen zu reden;
18. Und rufet den Schwachen um Gesundheitan, bittet den Todten ums Leben, stehet demUntüchtigen um Hülfe;
i s. Und dem, so nicht gehen kann, um seligeReise, und um seinen Gewinn, Gewerbe undHandthierung; daß es wohl gelinge, bittet erden, so gar nichts vermag.
Das 14. Capitel.
Erziel und Ursprung de- Götzendienste-.
1. A>eßgleichen thut, der da schiffen will, und^ durch wilde Fluthen zu fahren gedenket,
und' ruft an viel ein fauler Holz, denn das Schiffist, darauf er fährt. * Z»n. 1,
2. Denn dasselbtge ist erfunden, Nahrung zusuchen, und der Meister hat es mit Kunst zube-reitet.
3. Aber deine Vorsichtigkeit, 0 Vater, regieretes; denn du auch im Meer Wege gibst, undmitten unter den Wellen sichern Lauf;
4. Damit du beweisest, wie du an allen Endenhelfen kannst; ob auch gleich Jemand ohne * Schiffins Meer fich begäbe.
"Esaj. 43/ 2. Jon. 2/ 3 . Matth. 14, 29.
5. Doch weil du nicht willst, daß ledig liege,was du durch deine Weisheit geschaffen Haft:gefchiehei es, daß die Menschen ihr Leben auchso geringem Holz vertrauen, und behalten wer-den im Schiff, damit sie durch die Meerswellenfahren.
6. Denn auch vor Alters, da' die hochmüthtgenRiesen umgebracht wurden, flohen die, an wel-chen Hoffnung blieb die Welt zu mehren, 7 in einSchiff, welches deine Hand regierete; und ließenalso der Welt Samen hinter fich.
* 1 M-s. 6, 4. c. 7, 10 . -s- i Mos. 7, 17.
7. Denn solches Holz ist Segens wohl werth,damit man recht handelt.
8 . Aber' des Fluchs werth ist das, so -k- mit Hän-den geschnitzet wird, so wohl als der, der esschnitzet. Dieser darum, daß er es macht; jenesdarum, daß es Gott genannt wird, so es dochein vergängliches Ding ist.
* 3 Mos. 11, 28. -i- Ps. 115, 4. 8. Ps. 135, 15. 18.
9. Denn Gott ist * beyden gleich feind, demGottlosen, und seinem gottlosen Geschäfte;
* Ps. 115, 8.
10. Und wird das Werk samt dem Meistergequälet werden.
11. Darum werden auch die * Götzen der Heiden
heimgesucht; denn fie find aus der CreaturGottes zum Gräuel und zum Aergerniß der Men-schen Seelen, und zum Strick den Unverständi-gen geworden. * Jer. 46, 25.
12. Denn Götzen aufrichten ist * die höchste Hu-
rerey; und dieselbige erdenken ist ein schädlichExempel im Leben. *2 Mos. 34 , 15 .
13. Vom Anfang find fie nicht gewesen, werdenauch nicht ewig bleiben;
14. Sondern durch eitle Ehre -er Menschensind fie in die Welt gekommen, und darum er-dacht , daß die Menschen eines * kurzen Lebens find.
* Hiob 14, 1.
15. Denn ein Vater, so er über feinen Sohn,der ihm allzufrüh dahin genommen ward, Leidund Schmerzen trug; ließ er ein Bild machen,und fing an den, so ein todter Mensch war,nun für Gott zu halten, und stiftete für dieSeinen einen Gottesdienst und Opfer.
i b. Darnach nät der Zeit ward solche gottloseWeise für ein Reckt gehalten , ' daß man auchmußte Bilder ehren aus der Tyrannen Geboth.
* Dan. 3, 5.
17 . Des-