Gräuel und Ursprung der Abgötterey. Weisheit 14. 15. Thorheit der Abgötterey. 881
17. Desselbigen gleichen, welche die Leute nichtkonnten unter Augen ehren, darum, daß sie zuferne wohneten, ließen sie aus fernen Länderndas Angesicht abmahlen, und machten ein löbli-ches Bild des herrlichen Königs; auf daß siemit Fleiß heucheln möchten dem Abwesenden,als dem Gegenwärtigen.
18. So trieb auch der Künstler Ehrgeiz dieUnverständigen, zu stärken solchen Gottesdienst.
is. Denn welcher dem Fürsten wollte wohldienen, der machte das Bild mit aller Kunstaufs feinste.
20. Der Haufe aber, so durch solches feineGemachte gereizet ward, sing an den für einenGott zu halten, welcher kurz zuvor für einenMenschen geehret war.
21. Aus solchem kam der Betrug in die Welt.Wenn den Leuten etwas angelegen war, oderwollten den Tyrannen hofiren, gaben sie denSteinen und Holz solchen Nahmen, der dochdenselbigen nicht gebührete.
22. Darnach ließen sie sich nicht daran begnügen,daß sie in Gottes Erkenntniß irreten; sondern,ob sie gleich in einem wüsten wilden Wesen derUnweisheit lebten, nannten * sie doch solchen Kriegund Uebel Frieden. 'GesO. 19,23.
23 . Denn entweder * sie würgen ihre Kinder zumOpfer, oder pstegen Gottesdienst, der nicht zusagen ist, oder halten wüthige Frefferey, nach un-gewöhnlicher Weise; * 3 Mos. 18,21.
23 . Und haben fdrder weder reinen Wandelnoch Ehe, sondern einer erwürget den andernmit List, ober beleidiget ihn mit Ehebruch;
25. Und gehet bey ihnen unter einander her,
"Blut, Mord, Diebstahl, Falschheit, Betrug,Untreue, Pochen, Meineid, Unruhe der From-men , * Röm. 1, 28. 2?.
26. Undank, der jungen Herzen Aergerniß,stumme Sünden, Blutschanden, Ehebruch, Un-zucht.
27. Denn den schändlichen Götzen dienen, istalles Bösen Anfang, Ursach und Ende.
28. Halten sie Feyertage, so thun sie als wa-ren sie wüthend; weissagen sie, so ist es eitelLügen. Sie leben nicht recht, ' schwören leicht-fertig falschen Eid. * 3 Mos. is, 12.
29. Denn weil sie glauben an die leblosenGötzen, besorgen sie sich keines Schadens, wennsie fälschlich schwören.
30. Doch wird aller beyden Recht über siekommen; beydes deß, daß sie nicht recht vonGon halten, weil sie auf die Götzen achten, und
deß, daß sie unrecht und fälschlich schwören undachten kein Heiliges.
31. Denn der Ungerechten Bosheit nimmt einEnde; nicht nach der Gewalt,, die sie haben ,wenn sie schwören, sondern nach der Strafe,die sie verdienen mit ihrem Sündigen.
Das 15. Capitel.
Beschreibung der Gläubigen.
1. ysber du, * unser Gott, bist freundlich, und^ treu, und geduldig, und regierest alles
mit Barmherzigkeit. * 2 Mos. 34, 6 .
2. Und wenn wir gleich sündigen; * sind wirdoch dein, und kennen deine Macht. Weilwir denn solches wissen, sündigen wir nicht.Denn wir sind für die Deinen gerechnet.
* 1 Sam. 12, 22.
3 . Dich aber * kennen, ist eine voll-
kommene Gerechtigkeit; und deineMacht wissen, ist eine Wurzel des ewi-gen Lebens. ' 8»h. 17,3.
3 . Denn uns verführen nicht so der Menschenböse Fündlein, noch der Mahler unnütze Arbeit,nemlich ein buntes Bild mit mancherley Farbe,s. Welches Gestalt die Unverständigen ärgert;und die gerne Böses thun, haben auch ihre Luftan dem leblosen und tobten Bilde.
6 . Sie sind auch solcher Frucht werth, beydedie sie machen, begehren und ehren.
7. Und ein ' Töpfer, der den weichen Thonmit Mühe arbeitet, "macht allcrley Gefäße zuuuserm Brauch. Er macht aber aus eincrleyThon beydes Gefäße, die-t zu reinen und zugleichauch die zu unreinen Werken dienen. Aber wozuein jegliches derselbigen soll gebraucht werden,das stehet bey dem Töpfer.
* Esaj. 4L, 9. '* Rom. S, 21. ^ 2 Tim. 2, 20.
8 . Aber das ist eine elende Arbeit, wenn eraus demselbigen Thon einen nichtigen Gott macht,so er doch selbst nicht lange zuvor * von Erde ge-macht ist, und über ein kleines wieder dahinfährt, davon er genommen ist, wenn die Seele,so er gebraucht hat, von ihm genommen wird.
* 1 Mos. 2, 7. c. 3, 19. Prcd. 12, 17. Hiob 10, 9.
9 . Aber seine Sorge stehet darauf; niwt, daßer arbeite, noch daß er so ein kurzes Leben hat;sondern daß er um die Wette arbeite mit LenGoldschmieden und Silberschmieden, und daßer es den Rothgießern uachthun möge; und erhalt es für einen Ruhm, daß er falsche Arbeitmache.
10. Denn seines Herzens Gedanken sind wie
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